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February 27 2014

07:00

February 26 2014

07:00

December 14 2013

14:15

V8 Supercars: Analyse Sydney 500

Jamie Whincup ist der alte und neue Champion der V8 Supercars. Mit zwei blitzsauberen Rennen sicherte er sich in Sydney seinen insgesamt schon fünften Titel und stellte sich damit auf eine Stufe mit Mark Skaife und Dick Johnson.

Sydney 500 2013 LogoDass die Meisterschaft nur über ihn entschieden werden konnte, machte Whincup bereits im Top-Ten-Shootout deutlich, als er sich seine 13. (!) Pole Position in diesem Jahr holte und sich damit vor Mark Winterbottom (FPR) setzte. Sein Red-Bull-Teamkollege Craig Lowndes, der als ärgster Konkurrent Whincups mit 20 Punkten angereist war, schaffte nur die zehntbeste Zeit, was ihm im Rennen noch teuer zu stehen kommen sollte.

Rennen 1

Am Start machte allerdings erstmal ein Mann auf sich aufmerksam, den man vorne eigentlich weniger erwarten würde. Jonathon Webb (Tekno), der von Platz vier gestartet war, setzte sich mit einem tollen Manöver in Turn 1 in Führung. Dabei profitierte er allerdings auch davon, dass sich sowohl Whincup als auch Winterbottom beim Anbremsen etwas verschätzten und so die Tür für Webb weit offen ließen. Winterbottom wurde dabei sogar bis auf die vierte Position zurückgereicht.

Webb konnte sich nur früh über die Führung freuen, denn bereits in der dritten Runde ging Whincup, der das eindeutig schnellste Auto im Feld hatte, an ihm vorbei.

Für Whincups Titelkonkurrenten Winterbottom und Lowndes lief es nach dem Start weniger gut. Winterbottom hing auf Platz vier hinter Fabian Coulthard (BJR) fest, während Lowndes ein paar Position weiter hinten nicht an Tony D’Alberto (TDR) vorbei kam. Daraufhin entschied man sich sowohl bei FPR als auch bei Red Bull bereits nach fünf bzw. sechs Runden zum ersten von zwei Pflichtstops rein zu kommen.

In Runde zwölf sorgte Scott McLaughlin (GRM) für die erste Caution, nachdem er mit einem Getriebeschaden liegen blieb. Nun kam auch der Rest des Feldes an die Box.

Kurz nach dem darauf folgenden Restart kam es dann zu der Szene, die die Meisterschaft fast schon entscheiden sollte. Lowndes ging in Turn 9 zunächst an Winterbottom vorbei, wurde von dem aber bereits in der nächsten Kurve in die Reifenstapel geschoben. Lowndes konnte zwar weiterfahren, zog sich aber beim Einschlag in die Reifen Beschädingungen am Kotflügel hinten links, sowie am Tankstutzen zu, was dazu führte, dass beim nächsten Pitstop beim Tanken ein Teil des Benzins danebenfloss, und man Lowndes so zur Sicherheit noch ein drittes Mal reinholen musste.

Das Safety Car kam dann bereits in Runde 18 das zweite Mal auf die Strecke, nachdem sich Tim Blanchard (DJR) nach Kontakt mit Shane van Gisbergen (Tekno) im Reifenstapel von Turn 1 wieder fand.

Jamie Whincup ließ sich von all dem nicht beirren und führte auch nach dem zweiten Restart vor Webb und Coulthard das Rennen an. Lowndes lag trotz seines Scharmützels mit Winterbottom noch auf dem vierten Rang, und damit drei Plätze vor Frosty.

Der Mann des Rennens bislang war allerdings Garth Tander (HRT), der in der Qualifikation einen Unfall hatte und deshalb vom letzten Platz gestartet war. Bis zur Rennhalbzeit hatte er sich bis auf Platz acht vorgearbeitet, als ihn leider Probleme an der Bremse heimsuchten. In zwei aufeinanderfolgenden Runden verbremste er sich in Turn 1 und fiel wieder bis auf Rang 21 zurück. Am Ende des Tages reichte es für den Champion von 2007 noch für Platz 14.

Whincup hatte sich unterdessen über 7 Sekunden vom Feld abgesetzt und sollte auch nach der zweiten Phase der Boxenstopps und einer weiteren Safety-Car-Phase (Maro Engel war in Runde 57 mit einem technischen Defekt liegengeblieben) die Nase vorn haben.

In Runde 63 schlug dann das Karma bei Winterbottom zu, der nicht nur nach der Aktion gegen Lowndes straffrei blieb, sondern auch nachdem er sich nach seinem zweiten Stop partout nicht von Whincup überrunden lassen wollte. Tony D’Alberto hatte die Mauer touchiert und kollidierte anschließend mit Winterbottom, der dauraufhin ebenfalls in die Mauer knallte. Winterbottoms Wagen wurde dabei so stark beschädigt, dass er ausscheiden musste. Tony D’Alberto wurde am Ende immerhin noch Sechster.

Fast zeitgleich kam es auch zu einem Crash in Turn 2 als James Moffat (Nissan) sehr optimistischer Versuch an Scott Pye (LDM) vorbeizugehen schiefging und so die letzte Caution des Tages auslöste.

Nach dem Restart waren noch acht Runden zu fahren und dementsprechend hitzig ging es dann im Feld zu. Erst überholte Jason Bright (BJR) Will Davison (FPR) und sicherte sich Position fünf, in der letzten Runde packte dann van Gisbergen im Kampf um Platz drei die Brechstange gegen Coulthard aus und drückte ihn kurzerhand in die Reifenstapel. Den dritten Platz durfte van Gisbergen zwar behalten, doch die Rennleitung zog ihm nach dem Rennen 75 Meisterschaftspunkte ab. Für Coulthard, der sich noch auf Rang 19 ins Ziel schleppen konnte, ein schwacher Trost.

Das Rennen gewann von all dem unbeeindruckt Jamie Whincup vor Jonathon Webb und Shane van Gisbergen. Auf den Plätzen vier und fünf folgten Jason Bright und Will Davison. Michael Caruso wurde im besten Nissan Siebter, Tim Slade im besten Mercedes Achter.

Highlights Rennen 1

Ergebnis Rennen 1

 

Rennen 2

Shane van Gisbergen startete im zweiten Rennen von ganz vorne, Jason Bright neben ihm von Platz zwei. Dahinter folgten Jamie Whincup, Mark Winterbottom und Will Davison. Craig Lowndes musste sich mit Startplatz neun begnügen. Um die Meisterschaft doch noch für sich zu entscheiden musste Lowndes mindestens Fünfter werden, gleichzeitig aber auf einen Ausfall Whincups hoffen.

Beim Start kam Winterbottom am besten weg und konnte sich auf die zweite Position hinter van Gisbergen setzen. Lowndes konnte ebenso zwei Positionen gutmachen, als sich Tander, D’Alberto und Webb in Turn 1 zu nahe kamen. Jamie Whincup, der nach seinem Sieg in Rennen 1 die Meisterschaft so gut wie sicher hatte, verlor dagegen einen Platz.

Bei Red Bull entschied man sich beide Fahrer bereits nach sieben bzw. acht Runden das erste Mal an die Box zu holen und sie einen langen mittleren Stint fahren zu lassen. Ganz anders als die Spitze um van Gisbergen und Bright, die erst nach 20 Runden das erste Mal an die Box fuhren.

In Runde 33, kurz nachdem das Feld ihre ersten Pflichtstops absolviert hatten, sorgte James Moffat für die erste von zwei Cautions, als er seinen Nissan mit einem kaputten Gtriebe auf der Strecke abstellte.

Dies nutzten einige dann für ihren zweiten Stop, unter anderem auch die beiden Red Bulls. Doch als Lowndes an die Box kam, unterlief seiner Crew ein Missgeschick als man ihm zunächst die Reifen für Whincup aufzog und Lowndes von Platz vier auf Platz elf zurückfiel.

Beim Restart in Runde 37 führte van Gisbergen, der als einer von wenigen nicht die Box aufgesucht hatte, das Feld vor Will Davison und Rick Kelly (Nissan) an.

Nachdem van Gisbergen in Runde 51 seinen zweiten Pflichtstop hinter sich hatte, fand er sich hinter Whincup wieder, der allerdings mit zehn Runden älteren Reifen unterwegs war. Doch bevor van Gisbergen entscheidend angreifen konnte, kam (zu seinem Glück) erneut das Safety Car auf die Strecke. Diesmal stand Blanchard in der Auslaufzone von Turn 1. Er war nach einem Bremsversagen Dean Fiore (LDM) ins Heck gekracht und musste sein Rennen beenden. Fiore, der nach dem Aufprall von Blanchard auch noch in die Reifenstapel flog, konnte erstaunlicherweise weiterfahren. Er fuhr zwar direkt an die Box, jedoch nur zum Nachtanken und für vier neue Reifen, und nicht zur Reparatur.

Nach dem Restart konnte van Gisbergen dann endlich den Vorteil seiner frischeren Reifen nutzen und überholte innerhalb weniger Runden erst Whincup und später auch David Reynolds (Rod Nash Racing) und den bis dahin in Führung liegenden Bright. Während sich van Gisbergen absetzte, lieferte sich Whincup einen ebenso wilden wie riskanten Kampf mit Bright und Reynolds um die zweite Position. Denn Lowndes lag zu diesem Zeitpunkt als Fünfter direkt hinter diesem Trio, was ihm bei einem Ausfall Whincups zum Titelgewinn reichen würde.

Doch so weit kam es dann doch nicht. Shane van Gisbergen gewann das Rennen souverän vor Jason Bright, Jamie Whincup und David Reynolds. Craig Lowndes, der als einziger jedes Rennen über die volle Distanz absolvierte, wurde wie bereits erwähnt Fünfter, vor Mark Winterbottom und Will Davison.

Tim Slade kam auf Platz elf ins Ziel und war damit erneut bester Mercedes. Für Nissan lief es dieses Mal nicht ganz so gut, Todd Kelly schaffte es als bester von ihnen auf Platz 17.

Highlights Rennen 2

Ergebnis Rennen 2

Fazit

Jamie Whincup gewinnt also zum dritten Mal hintereinander, und zum insgesamt fünften Mal insgesamt, die Meisterschaft der V8 Supercars. Insgesamt gesehen geht auch dieser Titelgewinn verdientermaßen an den Mann aus Melbourne, was auch folgende Zahlen belegen: In insgesamt 36 Rennen in diesem Jahr holte Whincup nicht nur elf Siege, sondern auch insgesamt 21 Podestplätze und 13 Pole Positions. Zwar stehen auch drei DNFs zu Buche, doch weder Lowndes noch Will Davison und Mark Winterbottom waren in der Lage diese Chancen zu nutzen.

Zusammen mit Ian Geoghegan, Dick Johnson und Mark Skaife ist Jamie Whincup mit fünf ATCC-/V8-Supercar-Titeln Rekordchampion, und wenn man bedenkt, dass er gerade einmal 30 Jahre alt ist, werden wohl noch einige Titel folgen.

Zum Abschluss gibt es an dieser Stelle wie immer die Links zur Fahrer- und Teamwertung von den Kollegen von V8Dailydump.

Das wars dann auch mit der V8-Saison 2013. Bedanken möchte ich mich noch bei allen Lesern, und den ganzen “Freaks”, die sich an den Wochenenden des Nachts oder am frühen Morgen vor einen Stream ihrer Wahl gesetzt haben, um sich die Rennen anzuschauen.

Im nächsten Jahr gehts dann zu erst weiter mit dem Pre-Season-Test am 15. Februar im Sydney Motorsport Park (Eastern Creek), ehe am 1. März das erste Saisonrennen in Adelaide stattfindet.

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December 06 2013

07:00

V8 Supercars: Vorschau Sydney 500

Seit 2009 findet das Saisonfinale der V8 Supercars in Sydney statt. Der Homebush Street Circuit im Olympic Park ist in diesem Jahr zudem der Schauplatz einer der engsten Titelentscheidungen der letzten Jahre: Vor den letzten beiden Saisonrennen, bei denen man maximal noch 300 Punkte einfahren kann, liegen die beiden Titelkontrahenten Jamie Whincup und Craig Lowndes von Red Bull Racing gerade einmal 20 Punkte auseinander.

Sydney 500 2013 LogoRein rechnerisch sind auch noch Mark Winterbottom und Will Davison von FPR mit im Meisterschaftsrennen dabei. Doch angesichts 124 (Winterbottom) und 223 (W.Davison) Zählern Rückstand müsste schon einiges an Glück für die Ford-Truppe zusammenkommen. Ein Blick in die Statistik könnte ihnen allerdings Hoffnung geben: In den acht Rennen seit 2009 gab es insgesamt sieben verschiedene Sieger, einzig Lowndes konnte beim Sydney 500 bereits zwei Rennen gewinnen (2011, 2012). Ähnlich ausgeglichen sieht es auch bei den Herstellern aus: Vier Holden-Siege stehen ebenso viele für Ford gegenüber. Zudem gehört der Homebush Street Circuit zu den wenigen Strecken, auf denen Jamie Whincup noch nicht erfolgreich war. Der Ausgang der Rennen ist also mindestens ebenso offen, wie in der Meisterschaft.

Die Strecke

Hinzu kommt, dass Homebush ein Straßenkurs ist, auf denen es immer wieder mal zu Safety-Car-Phasen und Zwischenfällen aller Art kommen kann. Wie zum Beispiel im letzten Jahr als Shane van Gisbergen (damals im Stone-Brothers-Ford) sich kurz nach dem Start sein Auto beschädigte und anschließend noch das Medical Car auf die Hörner nahm. Unvergessen auch das Regenchaos von 2010, als nach einem Wolkenbruch kurz vor Rennende dazu führte, dass so gut wie jeder mindestens einmal in die Mauer rutschte.

Zur Strecke an sich lässt sich wenig sagen. Zehn Kurven, meist 90-Grad-Kehren, verteilen sich auf 3,5 Homebush_Street_Circuit_(Sydney,_Australia)_track_map.svgKilometer. Hinzu kommen enge Schikanen wie die “Gold Chicane” (Turn 2-4), die einige Fahrer als eine der wenigen Überholmöglichkeiten interpretieren. Zumeist mit mäßigem Erfolg.

Der Rundenrekord von 1:28.3839 stammt aus dem Jahr 2011 und wurde von Craig Lowndes aufgestellt.

Hier kann man eine Runde mit Jamie Whincup mitfahren:

 

Rennformat / TV- bzw. Live-Stream Zeiten

Wie auch in Townsville und Adelaide findet jeweils am Samstag und am Sonntag ein Rennen über 74 Runden statt. Dabei wird am Samstag erst um 17 Uhr Ortszeit gestartet, was nicht nur dazu führt dass das Rennen in der Abenddämmerung endet, sondern auch zum für uns Europäer angenehmen Nebeneffekt für das Rennen erst um 7 Uhr aufstehen zu müssen. Am Sonntag muss man dagegen wieder um 5 Uhr aus dem Bett kriechen.

An der derzeitigen TV-Situation hat sich nicht sonderlich viel geändert, man wird sich also wieder nach den entsprechenden Alternativen umschauen müssen. Einen Livestream wird es auf der offiziellen Homepage der V8 Supercars geben. Dieser ist jedoch kostenpflichtig. Für Europäer gäbe es noch die Möglichkeit via Motors TV.

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November 30 2013

14:30

V8 Supercars: Analyse Phillip Island

Die großen Gewinner des Wochenendes waren Jamie Whincup und Craig Lowndes. Im Gegensatz zu ihren Rivalen von FPR konnten sie jeweils ein Rennen gewinnen und sich so vor dem Saisonfinale in Sydney fast schon vorentscheidend von Mark Winterbottom und Will Davison absetzen.

sfx105928Doch dass das FPR-Duo nach Phillip Island nur noch theoretische Titelchancen hat, lag nicht unbedingt am fehlendnm Speed, wie man an Mark Winterbottom sehen konnte, der in zwei der drei Rennen von der Pole Position startete. Vielmehr spielte auch Pech eine Rolle, denn sowohl Winterbottom als auch Will Davison waren in Kollisionen verwickelt, die sie weit zurückwarfen. Umso bitterer war es, dass Red Bull Racing am Wochenende einfach eine überragende Form an den Tag legten. Zwar schafften es weder Whincup noch Lowndes, in einem der Rennen von ganz vorne zu starten, doch wenn man bedenkt wie die beiden anschließend durch das Feld pflügten, konnte man darüber fast schon froh sein.

Rennen 1

Mark Winterbottom holte sich vor dem Sprint Race also seine erste Pole des Wochenendes und startete somit vor Craig Lowndes und Garth Tander (HRT). Alex Davison (Charlie Schwerkolt Racing) startete etwas überraschend von Position vier, sein Bruder Will hingegen musste sich mit Startplatz zehn begnügen, Jamie Whincup gar mit Platz 13.

Lowndes erwischte einen besseren Start als Winterbottom und konnte sofort die Führung übernehmen, einen Umlauf später ging auch Tander an Frosty vorbei. Weiter hinten hatten sich Will Davison und Jamie Whincup unterdessen auf die Plätze acht und neun vorgearbeitet.

Davison konnte sich jedoch nur kurz darüber freuen. Im Kampf um Platz sieben wurde er von Shane van Gisbergen (Tekno) umgedreht und fiel weit zurück. Am Ende reichte es nur für Rang 17.

Kurz darauf gab es die erste von zwei Cautions, als David Reynolds (Rod Nash Racing) ein Reifen platzte und einige Teile auf der Strecke verteilt wurden.

Alex Premat (GRM) ereilte beim Restart in Runde zehn dasselbe Schicksal, und er kam in der schnellen Linkskurve von Turn 3 von der Strecke ab. Premat konnte auf der Wiese und dem Kiesbett kaum abbremsen und als er in Turn 4 wieder zurück auf die Strecke rutschte, knallte er mit dem Heck voran in die Fahrertür von James Courtney (HRT). Als die TV-Bilder die völlig zerstörte rechte Seite seines Autos und die eingedrückte Fahrertür zeigten, befürchtete man fast schon wieder das Schlimmste. Doch in der Onboard konnte man sehen, wie Courtney bereits versuchte, sich aus dem Wrack zu befreien, was ihm schließlich mit Hilfe von Premat gelang, der als erster zu Courtney geeilt war.

Beide Autos wurden beim Unfall so schwer beschädigt, dass man sie für den Rest des Wochenendes nicht mehr einsetzen konnte. Viel wichtiger ist jedoch, dass beide Fahrer keine schweren Verletzungen davontrugen. Courtney zog sich zwar einen Schienbeinbruch und einen Muskelriss im Oberschenkel zu, befindet sich aber bereits auf dem Weg der Besserung. In Sydney wird er von Nick Percat ersetzt, der bei den Endurance-Rennen Co-Driver von Tander war. Alex Premat blieb unverletzt.

In Runde 14, der letzten vor der Halbzeit, wurde das Rennen wieder freigegeben und es wurde wieder hektisch. Lowndes und Winterbottom, die sich im Chaos der letzten Runden etwas unbemerkt an die Spitze gearbeitet hatten, kollidierten beim Kampf um die Führung in der letzten Kurve und kamen von der Strecke ab. Der lachende Dritte war in diesem Fall Tander, der die erste Hälfte somit als Erster beendete vor Alex Davison und Fabian Coulthard (BJR). Frosty rettete sich noch auf Platz fünf, während Lowndes bis auf Platz 14 zurückfiel.

Beim Start zur zweiten Hälfte konnte sich Tander sofort vom Rest des Feldes absetzen, wobei er von dem Duell von Alex Davison und Coulthard profitierte, die sich rundenlang um die zweite Position stritten.

Auf Rang vier machte sich van Gisbergen breit und versuchte Winterbottom und Whincup hinter sich zu halten, was ihm aber nicht lange gelingen sollte. Als Winterbottom, der deutlich schneller war als der Neuseeländer, endlich an ihm vorbei war, konnte die Dreiergruppe deutlich auf Alex Davison und Coulthard aufholen.

Vier Runden vor Schluss kämpften somit gleich fünf Fahrer um Platz zwei. Doch dem einzigen, dem das wirklich half, war Tander, der einem ungefährdeten Sieg entgegenfuhr.

Dafür wurde es unter den Verfolgern nochmal chaotisch. Erst konnte Coulthard Platz zwei von Alex Davison erobern und in der letzten Runde konnte Whincup an Winterbottom vorbeigehen und sich so den vierten Platz sichern.

Noch viel enger ging es allerdings dahinter zu. Lowndes überholte auf der Ziellinie Chaz Mostert (DJR) und wurde somit Achter. Die beiden trennten am Ende 33 Zehntausendstel einer Sekunde.

Highlights Rennen 1

Ergebnis Rennen 1

Rennen 2

Das zweite Rennen sah die beiden BJR-Holden von Coulthard und Bright in Startreihe eins, dahinter folgten Winterbottom, Whincup und Mostert. Lowndes startete das Rennen von Rang acht, Will Davison nur von 13.

Whincup und Mostert erwischten einen grandiosen Start und gingen zusammen mit Coulthard und Winterbottom zu viert nebeneinander in die erste Kurve. Als sich van Gisbergen auch noch dazu gesellen wollte, war Winterbottom der Leidtragende und wurde weit nach außen gedrückt, wodurch er mehrere Plätze verlor.

Während Whincup sich anschließend immer weiter von seinen Verfolgern absetzen konnte, machte sein Teamkollege Lowndes Position um Position gut. Als in Runde 14 aufgrund eines Motorschadens bei Michael Caruso das Safety Car auf die Strecke musste, war Lowndes bereits Zweiter.

Nach dem Restart in Runde 17 machte er dann auch mit Whincup kurzen Prozess und eroberte Platz eins, den er bis zum Fallen der Zielflagge behalten sollte.

Van Gisbergen wurde Dritter, gefolgt von Mostert und Coulthard. Für Winterbottom reichte es noch zu Rang sieben, womit er einen Platz vor Will Davison lag.

Highlights Rennen 2

Ergebnis Rennen 2

Rennen 3

Im letzten Rennen des Wochenendes startete erneut Mark Winterbottom von ganz vorne und teilte sich die erste Startreihe mit Lowndes. Dahinter folgte das BJR-Duo Bright und Coulthard, dann Jamie Whincup. Will Davison erwischte abermals ein bescheidenes Qualifying und musst das Rennen von Platz 10 in Angriff nehmen.

Whincup und Lowndes kamen beim Start wieder am besten weg und hatten sich am Ende der ersten Runde bereits auf die Plätze eins und zwei geschoben. Lowndes konnte sich aber nur kurz vor Winterbottom behaupten und musste Platz zwei schnell wieder hergeben.

In Runde elf gab es die erste von zwei Cautions, als Lee Holdsworth (Erebus) einen Reifen verlor und seinen Wagen neben der Strecke abstellen musste. Jonathon Webb (Tekno) konnte dem Reifen nicht ausweichen und katapultierte ihn in Richtung der Zuschauer, wo er glücklicherweise niemanden traf.

Nach der anschließenden Safety-Car-Phase wurde das Rennen in Runde 15 wieder freigegeben, der nächste Zwischenfall ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Im Kampf um Platz sieben kamen sich Moffat (Nissan), Reynolds und Mostert etwas zu nahe. James Moffat verbremste sich in Turn 4 und schob Reynolds in Mostert hinein. Der widerum drehte sich und stand nun quer in der Haarnadel, wo ihm Russell Ingall (Walkinshaw Racing) nicht mehr ausweichen konnte. Für Mostert und Ingall war das Rennen vorbei.

Nach dem zweiten Restart in Runde 18 passierte nicht mehr viel, und das letzte Rennen endete mit einem Sieg für Jamie Whincup, der vor Winterbottom und Lowndes gewann. Bright und Coulthard komplettierten die Top fünf, Will Davison wurde Sechster. Ein gutes Rennen erwischten ebenfalls James Moffat und Rick Kelly, die ihre Nissan auf den Plätzen sieben und acht nach Hause brachten.

Highlights Rennen 3

Ergebnis Rennen 3

Entschieden wird die Meisterschaft also in den letzten beiden Saisonrennen im Sydney Olympic Park am 7. und 8. Dezember. Zum Abschluss gibt es an dieser Stelle wie immer die Links zur Fahrer- und Teamwertung von den Kollegen von V8Dailydump.

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November 20 2013

07:00

V8 Supercars: Vorschau Phillip Island 360

Der Kampf um die Meisterschaft bei den V8 Supercars ist wohl einer der spannendsten in ihrer Geschichte. Vor der vorletzten Saisonstation in Phillip Island, und damit fünf Rennen vor Schluss, trennen die beiden Führenden der Gesamtwertung lediglich sechs Punkte.

sfx105928Den Titel können, realistisch betrachtet, noch insgesamt vier Fahrer gewinnen: Craig Lowndes (RBR), mit 2549 Punkten Meisterschaftsführender vor seinem Teamkollegen Jamie Whincup (2543), sowie die beiden FPR-Piloten Mark Winterbottom (2461) und Will Davison (2428). Fabian Coulthard (BJR), der momentan Platz fünf innehat, hat bereits 396 Punkte Rückstand auf Lowndes und bestenfalls noch theoretische Chancen auf den Gewinn der Meisterschaft. Gleiches gilt für Garth Tander (HRT), Shane van Gisbergen (Tekno) und Jason Bright (BJR). Für Spannung ist auf Phillip Island also allemal gesorgt.

Die Strecke

Der Phillip Island Grand Prix Circuit liegt im Süden der gleichnamigen Insel, die ungefähr 140 Kilometer südlich von Melbourne liegt. In seiner heutigen Form besteht der Kurs seit 1956, wurde in seiner Geschichte jedoch mehrmals für Modernisierungsarbeiten geschlossen. Zuletzt von 1978 bis 1989.

Im vergangenen Winter wurden nochmal etwa 3 Millionen Dollar investiert, um der Strecke eine neue, griffigere Asphaltdecke zu verpassen. Ein Bild davon, wie gut dieser neue Asphalt funktioniert, konnte sich im Oktober der MotoGP-Zirkus machen. Die neue Oberfläche erlaubte zwar schnellere Rundenzeiten als noch 2012, strapazierte aber die Reifen so sehr, dass sich die Organisatoren dazu gezwungen sahen, das Moto2-Rennen um die Hälfte zu verkürzen und in der MotoGP einen Pflichtboxenstopp bei etwa Rennhälfte einzulegen.

Damit dies nicht auch bei den V8 Supercars passiert, absolvierte Nick Percat einen Reifentest in einem COTF-Prototyp von Holden. Dabei unterbot Percat den bisherigen Rundenrekord von 1:33.27 (2012 aufgestellt von Lowndes) um über eine Sekunde.1024px-Phillip_Island_Grand_Prix_Circuit.svg

Der Phillip Island Circuit ist etwa 4,5 Kilometer lang vor allem geprägt durch die vielen Höhenunterschiede und schnellen Kurven. Zudem ist er, wohl weil er auch von der MotoGP und der Superbike-WM genutzt wird, der einzige Kurs in Australien im “europäischen Stil”, denn er bietet im Vergleich zu den anderen Strecken des Landes weite Auslaufzonen mit Kiesbetten.

Hier kann man mal eine Runde mit Jamie Whincup mitfahren:

Rennformat

Erstmals seit dem Winton 360 und zum letzten Mal in dieser Saison wird am kommenden Wochenende das 60/60-Supersprint-Format angewandt: Zuerst wird am Samstag ein Rennen über zweimal 14 Runden gefahren, am Sonntag folgen dann zwei weitere Rennen über je 23 Runden.

TV- bzw. Live-Stream Zeiten

An der derzeitigen TV-Situation hat sich nicht sonderlich viel geändert, man wird sich also wieder nach den entsprechenden Alternativen umschauen müssen. Einen Livestream wird es auf der offiziellen Homepage der V8 Supercars geben. Dieser ist jedoch kostenpflichtig. Für Europäer gäbe es noch die Möglichkeit via Motors TV.

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October 30 2013

14:30

V8 Supercars: Analyse Gold Coast 600

Craig Lowndes und Warren Luff holten sich am vergangenen Wochenende in Surfers Paradise den Enduro Cup 2013. Nach vier Rennen, in denen sie einen Sieg und drei Podestplätze einfuhren, konnten sie diese Wertung für sich entscheiden.

732979-pirtek-enduro-cupGleichzeitig übernahm Lowndes die Führung in der Gesamtwertung, wo er nun acht Punkte vor Teamkollege Whincup liegt. Dieser erlebte beim Gold Coast 600 ein ziemlich bescheidenes Wochenende: Im ersten Rennen musste sein Co-Driver Paul Dumbrell ihr Auto nach einer Kollision mit Greg Murphy abstellen, im zweiten Rennen reichte es immerhin noch zu einem vierten Platz. Doch auch für ihre Rivalen von FPR lief es nicht besser. Weder am Samstag noch am Sonntag erweckten sie den Eindruck um Siege mitfahren zu können, und am Ende war ein dritter Platz von Mark Winterbottom und Steven Richards in Lauf 1 das beste Ergebnis des Wochenendes. Allerdings ist die Meisterschaft, bei fünf ausstehenden Rennen, in denen man noch bis zu 600 Punkte sammeln kann, offener denn je.

Rennen 1

Vor dem Qualifying zum ersten Rennen schien schon festzustehen, wer am Wochenende den Ton angeben würde, denn in allen vier Trainings standen entweder Whincup oder Dumbrell ganz vorne. Doch als es in der Qualifikation das erste Mal ernst wurde, unterlief Whincup ein Fahrfehler: Er traf in Turn 3 die Streckenbegrenzung und verteilte so Trümmerteile auf der Strecke, woraufhin die Rennleitung die Session unterbrach. Whincup wurde als Auslöser der roten Flagge seine beste Zeit gestrichen. Zudem durfte er nicht mehr an den letzten Minuten der Qualifikation teilnehmen. So musste er das Rennen von Platz 25 aus in Angriff nehmen.

Im anschließenden Top-10-Shootout setzte sich Lowndes auf die Pole Position, vor den HRT von Courtney/Murphy und Tander/Percat. Auf den vierten Startplatz schaffte es etwas überraschend Tony D’Alberto (TDR).

Beim Rennstart erwischte Tander den besten Start und setzte sich vor Lowndes’ Co-Driver Luff an die Spitze. Kurz darauf verlor Luff auch den zweiten Platz an Murphy.

In Runde 13 musste das Safety Car das erste Mal auf die Strecke, nachdem Scott McLaughlin (GRM) mit Elektronikproblemen liegengeblieben war. McLaughlin gelang es wenig später den Wagen wieder zu starten und an die Box zu bringen. Die Caution nutzten dann einige für ihre ersten Pitstops, unter anderem beide HRT und D’Alberto. Luff blieb hingegen draußen und lag beim Restart vor den Nissan von Caruso, Reindler und Douglas.

Doch der nächste Zwischenfall ließ nicht lange auf sich warten: In Runde 19 wurde Murphy von Dumbrell unsanft in die Reifenstapel befördert. Während Murphy mit seinem zerstörten Auto direkt an die Box musste, konnte Dumbrell zunächst noch einige Runden weiterfahren. Einige Umläufe später musste Dumbrell dann doch aufgeben und er stellte seinen Wagen am Boxenausgang ab, was die nächste Gelbphase zur Folge hatte. Die Auräumarbeiten dauerten diesmal etwas länger, sodass das Rennen erst neun Runden später wieder freigegeben werden konnte.

Ein richtiger Rennfluss wollte sich allerdings auch weiterhin nicht einstellen. Denn kurz nachdem das komplette Feld mindestens einmal in der Box war, und sich das Klassement einigermaßen bereinigt hatte, blieb Jack Perkins, der inzwischen für McLaughlin übernommen hatte, stehen. Erneut streikte die Elektronik am Holden und das Safety Car sammelte das Feld erneut ein. McLaughlin und Perkins beendeten das Rennen mit zehn Runden Rückstand auf Rang 22.

Nach dem Restart in Runde 43 lagen mit Reindler (Co-Driver von Rick Kelly) und Gaunt (Co-Driver von Caruso) inzwischen zwei Nissan an der Spitze, die zu diesem Zeitpunkt allerdings einen Pitstop weniger hatten als der drittplatzierte Luff.

Kurze Zeit später, nach wieder einmal nur elf Runden unter Grün, kollidierte Will Davison (FPR) mit seinem Bruder Alex (Charlie Schwerkolt Racing) und es hieß ein letztes Mal: Caution.

Bei HRT holte man nun Percat, der bei den ersten Pitstops für Tander ins Auto gestiegen war, für einen weiteren Fahrerwechsel an die Box. Doch nachdem Tander wieder ins Cockpit gestiegen war, startete der Wagen nicht. Als man endlich wieder auf die Strecke zurück konnte hatte man mehrere Runden verloren und die Chancen auf einen Sieg waren dahin.

Nachdem das Rennen wieder freigegeben wurde, beruhigte sich das Geschehen und es sollte auch bis zum Schluss keine Unterbrechung mehr geben. Lediglich Fabian Coulthard (BJR) sorgte knapp 20 Runden vor Fallen der Zielflagge für etwas Aufregung als er nach einem Fahrfehler in den Esses heftig über einen dieser unsäglichen Sausage Curbs räuberte und sich vorne rechts die Radaufhängung zerstörte (später mehr dazu). Für Coulthard und Co-Driver Youlden war das sehr bitter, denn ein Platz auf dem Podium wäre allemal drin gewesen.

Lowndes hatte somit nichts mehr zu befürchten und er gewann das Rennen vor van Gisbergen/Bleekemolen (Tekno) und Winterbottom/Richards, die nach Startplatz 14 immerhin noch Dritte wurden. Die Top fünf komplettierten D’Alberto/Reid und Ingall/Briscoe (Walkinshaw Racing).

Jonathon Webb und Marc Lieb zeigten erneut eine überzeugende Leistung und landeten, nachdem sie sich aus allen Scharmützeln heraushielten, auf Platz 10 – und das obwohl sie nur von Platz 22 gestartet waren.

Rick Kelly und Karl Reindler wurden im besten Nissan Elfte, direkt vor dem bestplatzierten Erebus-Mercedes von Holdsworth/Baird. Maro Engel und Steven Johnson hatten mit technischen Problemen zu kämpfen, für sie reichte es am Ende nur zu Platz 21.

Highlights Rennen 1

Ergebnisliste Rennen 1

 

Rennen 2

Am Sonntag schienen sich die Fahrer wohl etwas mehr am Riemen zu reißen, denn sie schafften es die 102 Runden auf dem Stadkurs mit nur zwei Cautions zu absolvieren. Vorher stand jedoch noch eine weitere Qualifikation an und die sorgte für eine recht ungewöhnliche Startaufstellung. David Reynolds (RNR) stand auf der Pole, neben ihm auf Startplatz zwei James Moffat (Nissan). Erst dahinter folgten die beiden Red Bull von Lowndes und Whincup, sowie Courtney im besten HRT.

Während bei Red Bull die Co-Driver Luff und Dumbrell und bei Nissan Taz Douglas anstatt Moffat zu erst randurften, entschied man sich bei RNR und bei HRT mit den Stammfahrern Reynolds und Courtney zu starten.

Letzterer kam beim Start mit am besten weg und schoss zunächst von Position fünf auf drei, einige Runden später rang er auch Luff nieder und nahm die Verfolgung von Reynolds auf. Douglas hingegen konnte von Beginn an das hohe Tempo an der Spitze nicht mitgehen und war schon nach einigen Runden aus den Top fünf verschwunden.

Auch Luff hatte Schwierigkeiten Reynolds und Courtney zu folgen und hielt rundenlang ein halbes Dutzend Autos hinter sich. Nach zehn Runden war er bereits auf die fünfte Position zurückgefallen und hatte nun Steve Owen (FPR) hinter sich. Der zeigte allerdings wenig Geduld und schob Luff ein paar Runden später in Turn 4 in die Reifenstapel. Luff fand sich nach dieser Aktion auf Rang elf wieder – glücklicherweise ohne größere Schäden am Auto.

In Runde 21 sorgte McLaughlin für die erste der zwei Gelbphasen, als sein Auto erneut mit Elektronikproblemen stehen blieb.

Nun kamen schon die ersten zu ihren Boxenstops; so auch Reynolds und Courtney, für die Dean Canto und Greg Murphy übernahmen.

Beim Restart, drei Runden später, lagen Dumbrell und Douglas vorne, beide bogen jedoch kurze Zeit später ebenfalls an die Box ab.

Nachdem das Klassement wieder bereinigt war und Canto und Murphy sich wieder an der Spitze eingefunden hatten, wurde deutlich dass Murphy der schnellere der beiden Piloten war. Zur Rennhalbzeit konnte Murphy dann endlich an Canto vorbeiziehen und schnell einige Sekunden zwischen sich und seinem Verfolger bringen. Was unter anderem auch daran lag, dass Murphy besser durch den Überrundungsverkehr kam.

Nach 64 Runden kam es dann zur zweiten und letzten Gelbphase: Kurz nachdem Murphy und Canto wieder von ihren Stammfahrern abgelöst wurden, kam es zu einer Kollision zwischen Shane van Gisbergen und Scott Pye (LDM). Pye fuhr gerade aus der Box, als von hinten Lowndes und van Gisbergen anflogen. Pye hatte wohl einen Moment zu lang in den Rückspiegel geschaut und touchierte einen Reifenstapel. Während Lowndes noch gerade so davon kam, konnte van Gisbergen nicht mehr ausweichen und krachte in Pyes Heck. Beide kamen zum Glück ohne Verletzungen davon, und auch der Tank an Pyes Auto wurde nicht beschädigt.

Nachdem die Wracks beseitigt wurden, wurde das Rennen in Runde 68 wieder freigegeben. Courtney und Reynolds gaben nun richtig Gas und lieferten sich rundenlang ein packendes Duell um die Führung.

Doch es dauerte nicht lange, da schlug das Pech erneut bei Courtney zu. Er erwischte in den Esses nicht die optimale und fuhr mit der rechten Seite über einen der oben bereits erwähnten Sausage Curbs. Die Folge war eine gebrochene Spurstange und das zweite DNF des Wochenendes.

Wenig später ereilte an der selben Stelle auch Moffat, dem auf der rechten Seite gleich beide Radaufhängungen brachen, ein ähnliches Schicksal. Zu diesem Zeitpunkt lag Moffat auf Rang sieben.

Reynolds hatte nun an der Spitze nichts mehr zu befürchten und gewann schließlich das Rennen vor Coulthard/Youlden und Ingall/Briscoe. Auf den Positionen vier und fünf landeten Whincup/Dumbrell und Holdsworth/Baird.

Nissan schaffte es mit R.Kelly/Reindler und Caruso/Gaunt gleich zwei Autos in den Top Ten zu platzieren.

Jonathon Webb und Marc Lieb dagegen erwischten keinen guten Tag und mussten sich am Ende mit Rang 17 zufrieden geben.

Highlights Rennen 2

Ergebnisliste Rennen 2

Bevor ich zum Ende komme, möchte ich an dieser Stelle noch ein paar Worte zu den Sausage Curbs loswerden:

Wie Randsteine idealerweise aussehen, sehen wir ja im Prinzip bei jedem Rennen der V8 Supercars oder der BTCC. Nicht zu flach, aber auch nicht allzu hoch, eben so dass man auch mal ordentlich darüberräubern kann.

In Surfers Paradise allerdings hat man sich für die Esses immer wieder neue Maßnahmen ausgedacht, damit die Fahrer in dieser Passage nicht zu sehr abkürzen, was ja auch völlig legitim ist. Lange probierte man es mit kleinen Reifenbündeln, wie man sie auch oben im Video aus Sydney sehen kann. In diesem Jahr kam man auf die (meiner Meinung nach) sehr bescheidene Idee die bereits mehrfach erwähnten Sausage Curbs neben die Randsteine zu montieren – und das auch noch im 90°-Winkel zur Fahrtrichtung. Das einzige was noch weniger Sinn gemacht hätte, wäre Ludwigteller a la Lausitzring in die Schikanen zu setzen…

Konsequenz: Verfehlte man (z.B. aufgrund eines Verbremsers) die Rennlinie und fuhr nun über einen dieser Randsteine, zerstörte man sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit seine Radaufhängung (siehe Coulthard, Courtney und Moffat).

Wie und warum man ausgerechnet auf diese Lösung gekommen ist, ist mir schleierhaft. Auch bei den Fahrern stießen diese Curbs auf wenig Gegenliebe. Wie “gut” sie funktionieren, sieht man ja auch in Monza, wo man sie überall da angebracht hat, wo sie am wenigsten Sinn machen. Ich hoffe mal, dass man in Zukunft auf andere, bessere Ideen kommt.

Weiter geht es bei den V8 Supercars am Wochenende vom 22.-24. November mit dem Phillip Island 360. Zum Abschluss gibt es an dieser Stelle wieder die Links zur Fahrer- und Teamwertung von den Kollegen von V8Dailydump.

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October 23 2013

13:30

V8 Supercars: Vorschau Gold Coast 600

Das Finale des Enduro Cup steigt am kommenden Wochenende in Surfers Paradise an der australischen Ostküste. Obwohl Jamie Whincup und Paul Dumbrell (RBR) diese Wertung anführen, haben wohl Mark Winterbottom und Steven Richards (FPR) aktuell die beste Ausgangsposition sich am Ende die “Meisterschaft in der Meisterschaft” zu sichern.

732979-pirtek-enduro-cupAm ehesten wird dies deutlich, wenn man sich folgende Zahlen anschaut: In den letzten insgesamt zehn Rennen (seit dem Townsville 400) hatte Mark Winterbottom die stärkste Form aller Fahrer, holte 5 Podiumsplätze, darunter 2 Siege, und fiel kein einziges Mal aus. Zum Vergleich: Whincup gewann im selben Zeitraum zwar auch zweimal, schaffte aber nur 4 Podien und sah in zwei Rennen gar nicht erst das Ziel. Winterbottom sammelte so insgesamt beachtliche 1202 Punkte, das sind 202 mehr als Whincup. In der Gesamtwertung trennen die beiden nur noch 142 Punkte (Whincup 2423 pts, Winterbottom 2281 pts), wobei die beiden Konkurrenten natürlich noch von Craig Lowndes (RBR), der ebenfalls eine sehr konstante Saison fährt und mit zwei Podestplätzen in Sandown und Bathurst im Rücken, natürlich auch zum Favoritenkreis zählt.

Die Strecke

Der Surfers Paradise Street Circuit zählt zu den bekanntesten Rennstrecken Australiens, und dürfte einigen auch noch aus Indycar/IRL/ChampCar-Zeiten bekannt sein. Der Kurs war ursprünglich 4,8 Kilometer lang, wurde jedoch nachdem die Indycar sich wieder zurückzog auf knapp drei Kilometer gekürzt.1000px-Surfers_Paradise_Street_Circuit.svg

Anstatt nach den “Esses” nach Start-Ziel auf den Surfers Paradise Boulevard weiterzufahren, kürzt man nun über eine Haarnadel ab, die einen zum urprünglichen Turn 6 und zur Main Beach Parade führt. Anschließend folgen die zweiten “Esses” und einige für Stadtkurse typische 90-Grad-Kurven. Nach insgesamt 15 Kurven, die teilweise mit sehr hohen Randsteinen versehen sind, hat man wieder die Zielgerade erreicht.

Der Rundenrekord von 1:10.0851 wurde vor zwei Jahren von Will Davison (FPR) aufgestellt. Für die Pole Position reichte Jamie Whincup 2012 eine Zeit von 1:11.6478 (Rennen 1) bzw. 1:11.1077 (Rennen 2).

Hier eine Onboard Lap von Will Power, der sich im letzten Jahr das Cockpit mit Mark Winterbottom teilte:

Auch dieses Jahr werden wieder zwei Rennen zu jeweils 300 Kilometern ausgetragen, wobei es für einen Sieg je 150 Punkte gibt.

News

Anders als in den letzten beiden Rennen wird es diesmal keine Mindestanzahl an Boxenstopps geben. Stattdessen wird der Tankinhalt von 112 Liter auf 185 Liter angehoben.

Für eine kleine Überraschung sorgte außerdem Anfang dieser Woche Erebus-Mercedes, als sie verkündeten, dass beim Gold Coast 600 David Brabham Co-Driver von Tim Slade wird, und somit Andrew Thompson ersetzt. Brabham war zuletzt in der WEC und der ALMS aktiv. Am vergangenen Wochenende wurde er Gesamtdritter beim Petit Le Mans.

TV- bzw. Live-Stream Zeiten

An der derzeitigen TV-Situation hat sich nicht sonderlich viel geändert, man wird sich also wieder nach den entsprechenden Alternativen umschauen müssen. Einen Livestream wird es auf der offiziellen Homepage der V8 Supercars geben. Dieser ist jedoch kostenpflichtig. Für Europäer gäbe es noch die Möglichkeit via Motors TV.

Die genauen Startzeiten zum Rennen findet ihr wie gewohnt in unserem TV-Planer.

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October 09 2013

13:00

V8 Supercars: Vorschau Bathurst 1000

bathurst-rbAm kommenden Wochenende werden wieder hunderttausende Motorsportfans aus ganz Australien nach Bathurst in New South Wales pilgern, denn auf dem dort gelegenen Mount Panorama Circuit steht der absolute Höhepunkt des australischen Motorsports auf dem Programm: “The Great Race”, das Bathurst 1000.

1960 wurde das Rennen das erste Mal ausgetragen. Damals ging es jedoch noch über eine Distanz von 500 Meilen (ca. 800km) und fand nicht in Bathurst, sondern auf Phillip Island statt. Erst 1963 zog man dann nach Bathurst um, da auf dem Phillip Island Circuit der Asphalt brüchig geworden war. Zehn Jahre später wurde in Australien das metrische System übernommen, und die Renndistanz auf 1000 Kilometer erhöht.

Die Historie

In den letzten 50 Jahren schrieb das Bathurst 1000 einige legendäre Geschichten und die bekannteste von ihnen spielte sich wohl im Jahre 1980 ab: Ein damals noch relativ unbekannter Dick Johnson führte mit seinem privat eingesetzten Ford Falcon ungefährdet das Rennen an und hatte sich in Runde 17 bereits einen Vorsprung von über 40 Sekunden herausgefahren. Ein anscheinend betrunkener Zuschauer (viele verdächdigen bis heute einen GM-Sympathisanten) hatte in der Zwischenzeit im Streckenabschnitt Quarry Corner (Turn 5 und 6) einen fast fußballgroßen Stein mit den Füßen aus dem Boden gelockert, der ihm “entglitt” und auf die Strecke rollte. Um den Stein von der Strecke zu holen, schickte die Rennleitung einen Truck auf die Strecke. Johnson fuhr rechts an dem Truck vorbei, traf dabei den Stein und knallte daraufhin links in die Betonwand. Sein Rennen war gelaufen, das Auto hinüber.

Johnson, der im anschließenden Interview mit den Nerven am Ende war, enthüllte dass er für die Teilnahme in Bathurst sein letztes Geld zusammengekratzt hatte, um es im elften Anlauf endlich zu gewinnen. Das Rennen war noch nicht beendet, da riefen Zuschauer beim übertragenen TV-Sender an, die Johnson unbedingt Geld spenden wollten, damit er sein Auto wieder aufbauen konnte. Mit der enormen Unterstützung von Fans und von Ford (die einen Großteil der entstandenen Kosten übernahmen) kam er 1981 zurück und gewann sowohl das Bathurst 1000, als auch den ATCC-Titel – die Legende Dick Johnson war geboren. Es folgten vier weitere Meisterschaftstitel (1982, 1984, 1988 und 1989), sowie zwei weitere Bathurst-Siege (1989 und 1994).

Den Stein hat Johnson übrigens bis heute aufbewahrt.

Legendär ist auch das Rennen 1992: In Runde 144 hatte es angefangen zu regnen, während Jim Richards (zusammen mit Mark Skaife) in seinem Nissan R32 Skyline GT-R das Rennen anführte. Richards, noch auf Slicks unterwegs, rutschte im Abschnitt Reid Park (Turn 7 und 8) auf nasser Fahrbahn geradeaus in die Wand und zerstörte dabei die Radaufhängung vorne links. Begleitet von dem Jubel von zahlreichen “Anti-Nissan-Fans” versuchte er nun, unter sintflutartigem Regen, die Box zu erreichen. Auf der Strecke war inzwischen das totale Chaos augebrochen und in Forrest’s Elbow (Turn 18 und 19) versperrten drei weitere verunfallte Fahrzeuge den Weg. Richards konnte weder bremsen noch ausweichen und knallte in die Unfallstelle – das Rennen wurde abgebrochen.

Die meisten Zuschauer dachten nun, dass der bisher zweitplatzierte Fan-Liebling Dick Johnson das Rennen gewonnen hätte. Dabei vergaßen sie jedoch, dass bei einem Abbruch die letzte vollständige Rennrunde als Ergebnis herangezogen wird. Und demnach waren Jim Richards und Mark Skaife die Sieger. Die Fans machten bei der anschließenden Siegerehrung ihrem Unmut Luft, pfiffen Richards und Skaife gnadenlos aus. Richards stellte sich daraufhin ans Mikrofon und beschimpfte vor laufenden Kameras die Menge als einen “Haufen A****löcher” (“You’re a pack of a**holes!”).

Hier das Video dazu:

Rekordsieger des Bathurst 1000 ist Peter Brock, der “King of the Mountain”, mit insgesamt neun Siegen (1972, 1975, 1978-1980, 1982–1984 und 1987). Brock verunglückte am 8. September 2006 auf der zweiten Etappe der Targa West Rally tödlich.

Von den momentan aktiven Fahrern ist Craig Lowndes der erfolgreichste. Er gewann das Bathurst 1000 fünfmal (1996, 2006-2008 und 2010).

Und auch einige Europäer tauchen in der Siegerliste auf: 1977 gewann Jacky Ickx (BEL) zusammen mit Allan Moffat auf einem Ford XC Falcon; 1998 waren Rickard Rydell (SWE) und Jim Richards in einem Volvo S40 erfolgreich. Und auch ein Deutscher konnte bereits ein Rennen am Mount Panorama gewinnen: 1985 siegte John Goss (AUS) gemeinsam mit Armin Hahne in einem Jaguar XJ-S.

Die Strecke

Der Mount Panorama Circuit wurde 1938 fertiggestellt, und ist im Prinzip eine öffentlich zugängliche Straße. Wenn nicht gerade Motorsportveranstaltungen stattfinden, kann man mit seinem eigenen Auto die Strecke kostenlos abfahren – mit maximal 60 Stundenkilometern.

Der Kurs ist 6,2 Kilometer lang und hat insgesamt 23 Kurven, die alle mit klangvollen Namen versehen sind.

Beispiel gefällig? Turn 1 nennt sich gleich mal Hell Corner und ist eine 90-Grad-Linkskurve. Ihren Namen verdankt die Kurve einem Baumstumpf, der früher am Kurvenscheitel stand und angeblich jeden Motorradfahrer, der ihn berührte dazu verdammte “nach einer Dummheit”, die ihn direkt in die Hölle bathurstschicken sollte, zu sterben. Nun ja…

Danach geht es die Mountain Straight hinauf zu Griffins Bend, einer mittelschnellen Rechts ohne Auslaufzone, wer sich dort verschätzt landet unweigerlich in der Mauer.

Hat man diese Passage hinter sich gelassen, landet man in The Cutting, einer Doppel-Linkskurve, die zuerst im vierten dann im zweiten Gang durchfahren wird und bergauf führt. Die Fahrbahn ist dort sehr eng, überholen eigentlich unmöglich.

Als nächstes geht es durch Reid Park, Frog Hollow und Sulman Park – einer Kombination aus schnellen Rechts- und Linkskurven, die zudem über einige Kuppen und Senken führen.

Nun hat man Brock’s Skyline erreicht und befindet sich am höchsten Punkt der Strecke. Es folgen The Esses und The Dipper. The Dipper ist eine Schikane, die stark abfällt und für mich ist sie eine der spektakulärsten Stellen in Bathurst.

Nach einem weiteren Kurvengeschlängel erreichen wir Forrest’s Elbow. Diese Linkskurve führt uns zur mit 1,3 Kilometern längsten Geraden der Strecke, auf der die V8 Supercars 300km/h erreichen.

Am Ende der Geraden wartet mit The Chase ein Rechtsknick, der mit Vollgas genommen wird und zudem in eine Senke führt (Wie man The Chase nicht durchfahren sollte, zeigte Fabian Coulthard 2010). Danach wird bis in den zweiten Gang heruntergebremst und es geht durch eine weitere Schikane.

Hat man diese hinter sich gelassen muss man nur noch durch Murray’s Corner und man befindet sich wieder auf der Start-Ziel-Geraden.

Den Rundenrekord hält Jamie Whincup mit einer Rundenzeit von 2:08.4651, aufgestellt im Jahr 2007. Im letzten Jahr holte sich Will Davison (FPR) mit einer 2:08.0693 die Pole Position.

Hier führt uns Rick Kelly zwei Runden über den Mount Panorama – einmal mit und einmal ohne Kommentar:

Kleine Randnotiz: Jenson Button drehte in Bathurst 2011 zu PR-Zwecken einige Runden in einem McLaren MP4-26 und erreichte eine Bestzeit von 1:48.88.

Ausblick

In diesem Jahr erwartet uns wieder ein Rennen über 161 Runden. Whincup brauchte dafür bei seinem Sieg im letzten Jahr etwas mehr als 6 1/4 Stunden.

Die Fahrer-Lineups dürften ja mittlerweile bekannt sein, wer sie sich nochmal in aller Ruhe zu Gemüte führen möchte, kann ja einen Blick in unser Forum werfen. Neu dabei, aber leider nur in Bathurst, sind Andy Priaulx und Mattias Ekström, die im dritten Auto von Triple Eight an den Start gehen werden (mit XBox-Lackierung). Während Ekström sein Debüt bei den V8 Supercars feiert, hat Priaulx schon zehn Einsätze vorzuweisen, drei davon in Bathurst.

TV- bzw. Live-Stream Zeiten

An der derzeitigen TV-Situation hat sich nicht sonderlich viel geändert, man wird sich also wieder nach den entsprechenden Alternativen umschauen müssen. Einen Livestream wird es auf der offiziellen Homepage der V8 Supercars geben. Dieser ist jedoch kostenpflichtig. Für Europäer gäbe es noch die Möglichkeit via Motors TV.

Die genauen Startzeiten zum Rennen, und auch einiger Rahmenrennen, findet ihr wie gewohnt in unserem TV-Planer.

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September 29 2013

06:00

V8 Supercars: Sandown-Review und News

Zuallererst möchte ich mich für die fehlende Analyse des Sandown 500 entschuldigen. Quasi pünktlich zum Rennstart schmierte mein Rechner ab und bis ich wieder alles beisammen hatte, waren schon über 100 Runden durch.

732979-pirtek-enduro-cupAber wenn die Technik streikt, kann man nunmal wenig machen. Dafür gibt es heute eine kurze Rückschau zum Sandown 500 und einige Neuigkeiten aus Australien, die sich in den letzten zwei Wochen angesammelt haben.

Pünktlich zum Auftakt des Enduro-Cups zeigte sich Red Bull Racing in Sandown zu alter Form erstarkt, und schaffte einen Doppelsieg: Jamie Whincup und Paul Dumbrell gewannen vor Craig Lowndes / Warren Luff und dem Ford-Duo Will Davison / Steve Owen

Doch nach einem Sieg für Whincup sah es zunächst gar nicht aus. Als Dumbrell zu seinem dritten und letzten Boxenstop reinkam, um Whincup das Steuer zu überlassen, drehten beim aufgebockten Commodore die Hinterreifen durch, was die Rennleitung mit einer Durchfahrtsstrafe ahndete. Nachdem Whincup diese abgesessen hatte fand er sich auf Platz 25 wieder und startete zu einer beeindruckenden Aufholjagd. Zehn Runden vor Schluss ging er an seinem bis dahin führenden Teamkollegen vorbei und fuhr einem am Ende ungefährdeten Sieg entgegen.

Angesichts der starken Leistung von Red Bull blieben W.Davison/S.Owen lediglich der dritte Rang, mit dem sie allerdings mehr als zufrieden sein konnten. Zum einen weil Owen bei einem zeitlich unglücklich gesetzten Boxenstop viel Zeit verlor, als er darauf warten musste, bis der andere FPR von Winterbottom/Richards abgefertigt worden war. Und zum anderen, weil man gegen Rennende mit einem Ölleck am Getriebe zu kämpfen hatte.

Auf einen sensationellen vierten Platz schafften es Lee Holdsworth und Craig Baird (Erebus-Mercedes), die so die im Vorfeld des Sandown 500 entstandene (und meiner Meinung nach lächerliche) Spritdiskussion um Mercedes und Nissan ad absurdum führten. Hinter ihnen komplettierten Courtney/Murphy (HRT) die Top fünf.

Todd Kelly und David Russell wurden im besten Nissan Elfte – und schnitten damit besser ab, als vorher befürchtet. Auf schnellen Strecken wie Sandown hat Nissan immer noch einige Nachteile, ein elfter Rang ist daher schon als ein Erfolg zu werten.

Kommen wir zum Schluss noch zu den Gaststartern aus “Übersee”: Ryan Briscoe landete mit Russell Ingall (Walkinshaw Racing) am Ende auf Position neun, Jeroen Bleekemolen / Shane van Gisbergen (Tekno) auf zwölf, gefolgt von Marc Lieb und Jonathon Webb (Tekno) auf 13.

Hier noch das Highlight-Video aus Sandown:

Das komplette Rennergebnis sowie die Fahrer- und Teamwertung findet man bei den Kollegen von V8Dailydump.

News

- Nach dem Rennwochenende in Sandown bestätigte Walkinshaw Racing, dass in der kommenden Saison Tim Slade (momentan bei Erebus unter Vertrag) der Nachfolger von Russell Ingall wird, der seine Karriere Ende dieses Jahres beendet.

- Der Kalender für die Saison 2014 wurde mittlerweile offiziell vorgestellt und beinhaltet drei größere Änderungen:
1. Das Rennwochenende in Austin/Texas fällt aufgrund einer Terminüberschneidung mit den X-Games aus, wird aber für 2015 zurückkehren. An die Stelle von Austin rückte der Sydney Motorsports Park, auf dem dieses Jahr die Pre-Season-Tests stattfanden.
2. Die 60/60-Sprints werden wieder abgeschafft und drei standardisierte Rennformate eingeführt: SuperSprint (zwei 100km-Rennen am Samstag, ein 200km-Rennen am Sonntag), SuperStreet (jeweils ein 250km-Rennen am Samstag und Sonntag) und der Enduro Cup.
3. Fünf Samstagsrennen sollen in der Abenddämmerung stattfinden. Welche genau, soll Anfang 2014 bekanntgegeben werden.
Den gesamten Kalender samt dazugehöriger Formate gibt es auf der V8-Supercar-Homepage.

- Desweiteren wurde bestätigt, dass das diesjährige Saisonfinale in Sydney in den Abendstunden (ab 17:10 Ortszeit) stattfinden wird (siehe Link oben).

- Kelly Racing bekommen mehr Unterstützung von Nismo. Dazu wird eigens ein Motor nach Japan geschickt, an dem sich die Nismo-Ingenieure austoben können.

- Mattias Ekstrom und Andy Priaulx werden in der kommenden Woche an zwei Testtagen die Möglichkeit bekommen, sich auf das Bathurst 1000 vorzubereiten.

Eine ausführliche Bathurst-Vorschau gibt es wie gewohnt in der Vorwoche des Rennwochenendes. Dann auch garantiert ohne Technik-Debakel.

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September 11 2013

06:00

V8 Supercars: Vorschau Sandown 500

Die Endurance-Läufe der V8 Supercars sind traditionell die Saison-Highlights der V8 Supercars – für Fans und Fahrer gleichermaßen. So bieten die Rennen, einigen Nachwuchsfahrern (z.B. aus der Development Series) die Möglichkeit sich bei den “Großen” zu beweisen, genau so können aber auch Fahrer aus allen möglichen Serien dieser Welt einen Fuß in die V8-Szene setzen um vielleicht in naher Zukunft eine Festanstellung zu bekommen.

732979-pirtek-enduro-cupDie Saison startet mit den Endurance Races nun auch endlich in ihre entscheidende Phase, und wie üblich findet der Auftakt dazu in Sandown statt. Als besonderer Anreiz für die Fahrer wurde in diesem Jahr eine eigene kleine “Meisterschaft in der Meisterschaft” eingeführt: In dem “Pirtek Endurance Cup” getauften Wettbewerb wird die beste Fahrerpaarung aus den Rennen in Sandown, Bathurst und Surfers Paradise ermittelt. Natürlich fließen auch die im Endurance Cup gesammelten Punkte in die Gesamtwertung mit ein; ähnlich wie in der Indycar, wo anhand ihrer eingefahrenen Punktzahl ja unter anderem auch die besten Oval-, oder Rundkursfahrer gekührt werden.

Eine weitere Besonderheit der Endurance-Läufe sind die doppelt besetzten Autos, da in den Endurance-Läufen aufgrund der Renndauer Fahrerwechsel vorgeschrieben sind. Alle anderen Regeln sind im Grunde gleich; dass Reifenwechsel und Nachtanken natürlich wieder erlaubt sind, erklärt sich von selbst. Neu ist in diesem Jahr allerdings die Mindestanzahl an Boxenstops, die jeweils vor dem Rennwochenende festgelegt wird. So sind in Sandown mindestens 4 Stops vorgeschrieben.

Fuel Parity

Und damit wären wir auch schon beim aktuellen Geschehen der V8 Supercars angelangt. Denn der Hintergrund dieser etwas gewöhnungsbedürftigen Regelung ist die seit dem Winton 360 andauernde Benzindiskussion rund um Nissan und Holden. Zur Erinnerung: In Winton wurden zwei Nissan und ein Mercedes (unter Zustimmung aller Teamchefs) mit E70-Benzin (70% Ethanol zu 30% Superbenzin) anstatt des üblichen E85 (85% zu 15%) befüllt, mit dem Ziel den hohen Verbrauch bei oben genannten Herstellern einzudämmen. Obwohl diese Maßnahme nachweislich zu keinem Vorteil bezüglich der Motorleistung geführt hatte, wurden nach dem Winton-Wochenende stimmen laut, Nissan habe nur aufgrund des Sprits den Sprint vom Samstag gewinnen können.

Am vergangenen Wochenende meldete sich dann auch noch Simon McNamara zu Wort, seines Zeichens Motorsportchef bei Holden. Er forderte in einem Interview mit Speedcafe.com sogar, die Nissan komplett aus der Wertung des Sprintrennens zu streichen. Sogar von einem Boykott seitens Holden war die Rede, sollten Mercedes und Nissan bei den Endurance-Läufen mit dem E70-Treibstoff an den Start gehen dürfen.

Diese Aussagen stießen bei den Fans nicht unbedingt auf Zustimmung, und sogar aus dem Holden-Lager erntete McNamara wenig Verständnis. Holden würde nun als schlechter Verlierer dastehen, und McNamara habe einfach Angst um Holdens Vormachtstellung bei den V8 Supercars. Andere wiederum gaben ihm Recht, und forderten gleiches Recht für alle. Wenn Nissan und Mercedes Probleme mit hohem Benzinverbrauch haben, dann sollten sie eben zusehen wie sie selber damit fertig werden.

Fakt ist aber auch: McNamara hat als Holden-Motorsportchef natürlich auch einen gewissen Einfluss, schließlich sind 15 der 28 Wagen im Feld mit dem Löwen auf dem Grill unterwegs. Und da man wohl nicht riskieren wollte, dass in Sandown nun plötzlich das halbe Feld fehlt, hat man sich nun auf eine Mindestanzahl von Boxenstops geeinigt – “Balance of Performance – the Australian way” wenn man so will.

Die Fahrer-Lineups

Kommen wir nun aber wieder zu den wichtigen Dingen zurück, denn auch in diesem Jahr hat man es wieder geschafft einen bunte Mischung aus Fahrern für die Endurance-Rennen zusammenzutrommeln. Fahrer aus der Development Series, dem australischem Porsche Carrera Cup, der Indycar und aus der GT-Szene konnten als Verstärkung für die Teams gewonnen werden, und mit Marc Lieb ist auch in diesem Jahr ein weiterer bekannter deutscher Rennfahrer mit von der Partie. Für Lieb, der in diesem Jahr wieder Co-Driver von Jonathon Webb (Tekno) ist, ist es bereits die dritte Teilnahme “Down Under”.

Hier die gesamte Endurance-Entrylist auf einen Blick:

#1 Holden – Red Bull Racing (Triple 8) – Jamie Whincup / Paul Dumbrell
#888 Holden – Red Bull Racing (Triple 8)  – Craig Lowndes / Warren Luff

#2 Holden – Holden Racing Team (Walkinshaw) – Garth Tander / Nick Percat
#22 Holden – Holden Racing Team (Walkinshaw) – James Courtney / Greg Murphy
#66 Holden – Walkinshaw Racing – Russell Ingall / Ryan Briscoe

#14 Holden – Brad Jones Racing – Fabian Coulthard / Luke Youlden
#8 Holden – Brad Jones Racing – Jason Bright / Andrew Jones
#21 Holden – Brad Jones Racing – David Wall / Chris Pither

#33 Holden – Garry Rogers Motorsport – Scott McLaughlin / Jack Perkins
#34 Holden – Garry Rogers Motorsport – Alexandre Premat / Greg Ritter

#19 Holden – TEKNO Autosports – Jonathon Webb / Marc Lieb
#97 Holden – TEKNO Autosports – Shane Van Gisbergen / Jeroen Bleekemolen

#80 Holden – Lucas Dumbrell Motorsport – Scott Pye / Paul Morris
#88 Holden – Lucas Dumbrell Motorsport – Dean Fiore / Matt Halliday

#3 Holden – Tony D’Alberto Racing – Tony D’Alberto / Jonny Reid

#5 Ford – Ford Performance Racing – Mark Winterbottom / Steven Richards
#6 Ford – Ford Performance Racing – Will Davison / Steve Owen

#55 Ford – Rod Nash Racing – David Reynolds / Dean Canto
#18 Ford – Charlie Schwerkolt Racing – Alex Davison / John McIntyre

#12 Ford – Dick Johnson Racing – Chaz Mostert / Dale Wood
#17 Ford – Dick Johnson Racing – Tim Blanchard / Ash Walsh

#7 Nissan – Nissan Motorsport (Kelly Racing) – Todd Kelly / David Russell
#15 Nissan – Nissan Motorsport (Kelly Racing) – Rick Kelly / Karl Reindler
#36 Nissan – Nissan Motorsport (Kelly Racing) – Michael Caruso / Daniel Gaunt
#360 Nissan – Nissan Motorsport (Kelly Racing) – James Moffat / Taz Douglas

#9 Mercedes – Erebus Motorsport – Maro Engel / Steve Johnson
#4 Mercedes – Erebus Motorsport – Lee Holdsworth / Craig Baird
#47 Mercedes – Erebus Motorsport -Tim Slade / Andrew Thompson

Die Strecke

Fehlt für den ganzen Spaß eigentlich nur noch eine Strecke: Wie bereits erwähnt geht es am kommenden Wochenende auf den Sandown Raceway in Melbourne, der einigen vielleicht etwas geläufiger sein dürfte als beispielsweise die Kurse in Winton oder Ipswich.

Die Strecke, die 1962 eröffnet wurde, besitzt insgesamt 13 Kurven verteilt auf etwas mehr als drei Sandown_(Australia)_track_map.svgKilometer. Charakteristisch für Sandown sind die beiden langen Geraden nach Turn 1 und 4, enge 90°-Kehren, sowie die Bergaufpassage hin zu dem Kurvengeschlängel ab Turn 6. Desweiteren werden die Fahrer in den meisten Kurven wieder nur auf zwei Rädern unterwegs sein, da die Randsteine stellenweise sehr hoch sind. Was für die meisten Fahrer bekanntermaßen kein großes Hindernis darstellt.

Überholen sollte auf dem Sandown Raceway kein allzu großes Problem sein, bietet die Streckencharakteristik doch einige gute Möglichkeiten, z.B. Turn 1 und Turn 9. Und auch in Turn 11, kurz vor der Start-Ziel-Geraden, hat man schon einige mutige Manöver gesehen.

Hier kann man mal ein paar Runden mit Mark Winterbottom mitfahren, wenn auch nur auf der Stoßstange:

Rennformat

Am Samstag stehen zu erst zwei Qualifikationsläufe über jeweils 20 Runden an, in denen die Startreihenfolge für das Hauptrennen am Sonntag ausgefahren wird. Dort müssen dann insgesamt 500 Kilometer (161 Runden) zurückgelegt werden.

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August 21 2013

06:00

V8 Supercars: Vorschau Winton 360

Drei Wochen Sommerpause gönnten sich die V8 Supercars nach den letzten Rennen in Ipswich. Nun geht es mit dem neunten Event des Jahres auf dem Winton Motor Raceway weiter. Gleichzeitig sind die Rennen des Winton 360 die letzten bevor der Pirtek Enduro Cup am 13. September in Sandown beginnt.

Winton_raceway_logo

Winton raceway logo – Quelle: http://www.v8race.com/page/Winton-Raceway/

Im vergangenen Jahr hießen die Sieger der beiden Rennen Jamie Whincup und Craig Lowndes, was für Whincup gleichbedeutend mit dem vorzeitigen Gewinn seines vierten Meisterschaftstitels war. So weit wird es am kommenden Wochenende definitiv nicht kommen, da Winton in der vergangenen Saison noch die vorletzte Station des Jahres war und danach nur noch die beiden Rennen in Sydney folgten. Allerdings sollten Lowndes, Davison und Co. es keineswegs locker angehen, wenn sie verhindern wollen, dass Whincup in der Fahrerwertung noch weiter enteilt. In der Herstellerwertung hingegen ist bereits alles entschieden: Holden konnte 20 der bisher 24 Rennen gewinnen und kann von Ford nicht mehr eingeholt werden.

Trotzdem sollte das Winton 360 kein Langweiler werden, denn Ford zeigte zuletzt ansteigende Form und hat mit DJR nun auch noch ein zweites Team, das durchaus siegfähig sein kann.

Die Strecke

1000px-Winton_Motor_Raceway_(Australia)_track_map_--_with_extension.svg

Der Winton Motor Raceway liegt im Bundesstaat Victoria, rund 200 Kilometer nordöstlich von Melbourne. Der Kurs wurde 1961 eröffnet und ist seit 1985 regelmäßig im Kalender der V8 Supercars (bzw. ATCC) zu finden. Gleichzeitig ist die Strecke die “Heimstrecke” der meisten Teams; von den insgesamt 28 in der Meisterschaft eingesetzten Fahrzeugen werden 19 regelmäßig hier getestet, so zum Beispiel auch die Autos von Brad Jones Racing und des Holden Racing Teams. Kurioserweise gewannen die hier stationierten Teams lediglich zwei der letzten elf Rennen in Winton.

Die Strecke ist 3 Kilometer lang und bietet eine gute Mischung aus relativ langen Geraden, schnellen Kurven und engen 90°-Kehren, was sie sowohl bei Fahrern als auch bei Fans zu einer der beliebtesten des Jahres macht und deshalb seit Jahren ein Publikumsmagnet ist.

Die Pole Positions im vergangenen Jahr gingen an Mark Winterbottom und Jamie Whincup, die den Kurs in 1:23.1443 bzw. in 1:22.7970 umrundeten. Den Rekord für die schnellste Rennrunde hält Marcus Marshall (Ex-Champ-Car- und V8-Development-Series-Fahrer) mit einer Zeit von 1:22.9831, die er im Mai 2009 in einem Ford Falcon aufstellte.

Hier ein paar Runden aus der Sicht von Alex Davison, aufgenommen im Juni dieses Jahres:

Rennformat

Wie auch in Ipswich wird am kommenden Wochenende wieder das 60/60-Sprint-Format eingesetzt, das sich meiner Meinung nach (zugegeben nach anfänglicher Skepsis) mehr als bewährt hat. Durch den Verzicht auf Reifenwechsel und Nachtanken wird den Teams das Mittel der Taktik genommen und so das ungeliebte “fuel gambling” vermieden. Das heißt natürlich, dass die Fahrer die Rennen allein auf der Strecke entscheiden müssen, was zu den “20 Prozent mehr Action” führt, die sich die eine oder andere Tourenwagenserie (und ich meine diesmal nicht nur die DTM) durch das Benutzen von eigenartigen Kurzanbindungen erhofft.

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An der derzeitigen TV-Situation hat sich nicht sonderlich viel geändert, man wird sich also wieder nach den entsprechenden Alternativen umschauen müssen. Einen Livestream wird es auf der offiziellen Homepage der V8 Supercars geben. Dieser ist jedoch kostenpflichtig. Für Europäer gäbe es noch die Möglichkeit via Premiersports.

Die genauen Startzeiten zu den Rennen, findet ihr wie gewohnt in unserem TV-Planer.

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July 24 2013

06:00

V8 Supercars: Vorschau Coates Hire Ipswich 360

Auf dem Queensland Raceway in der Nähe von Ipswich findet das vorletzte Rennwochenende der V8 Supercars statt, bevor im September die Endurance-Saison in Sandown startet. Auf dem 3,1 Kilometer langen Kurs stehen die Läufe 22 bis 24 auf dem Programm, wobei erneut das 60/60-Supersprint-Format verwendet wird. Desweiteren gibt es am Rande des Rennwochenendes noch zwei überraschende Neuigkeiten.

ipswich360Im vergangenen Jahr kam in Ipswich niemand an Craig Lowndes vorbei. Er stand nicht nur in beiden Rennen auf der Pole Position, er gewann auch beide Läufe und sorgte damals fast schon für eine Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft. Trotzdem waren die Rennen recht unterhaltsam, was zum einen am Streckenlayout lag, welches zu vielen Überholversuchen einlädt. Zum anderen aber auch einem gewissen Jacques Villeneuve. Er war für den damals verletzten Greg Murphy bei Kelly Racing (heute Nissan Motorsport) eingesprungen, erlebte in Ipswich aber kein gutes Wochenende und beendete beide Rennen als 24.

Die Strecke

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Grafik von Wikipedia Commons – Autor: Will Pittenger

Der Queensland Raceway wurde 1999 eröffnet und ist seitdem regelmäßig im Kalender vertreten. Obwohl die Anlage noch relativ jung ist, bemängeln einige Fahrer ihre Sicherheit und fordern eine Modernisierung. Insbesondere ein schwerer Unfall bei der MINI Challenge vor drei Jahren, bei dem sowohl der Fahrer als auch einige Zuschauer verletzt wurden, bestätigte ihr Anliegen. Den ersten Schritt machte man 2011, als man dem Queensland Raceway eine neue Asphaltdecke verpasste. Trotzdem ist der Kurs alles andere als beliebt bei den Fahrern, was vor allem an den vielen, immer noch vorhandenen Bodenwellen liegt.

“The Paperclip” hat insgesamt sechs Kurven – vier Rechts- und zwei Linkskurven – wobei sich die besten Überholmöglichkeiten in Turn 3 und Turn 6 befinden. Beides sind enge Rechtskurven, die jeweils nach zwei längeren Geraden folgen. Die Spitzengeschwindigkeiten bei den V8 Supercars liegen in Ipswich bei über 250km/h, der Rundendurschnitt beträgt 161km/h.

Hier eine Onboard-Lap mit James Moffat aus dem Jahr 2011:

Der Rundenrekord in einem V8 Supercar wurde von Russell Ingall aufgestellt, der 2012 eine Rundenzeit von 1:10.0874 schaffte.

Die absolut schnellste Zeit jedoch wurde von Paul Stokell in einem 1971er McLaren M8E CanAm gefahren, der den Kurs in 49,3sec absolvierte. Mit den V8 Supercars hat das jetzt zugegebenermaßen nicht viel zu tun, das Video dazu ist aber, nicht nur wegen des Sounds, absolut sehenswert.

Rennformat

Gefahren wird dieses Wochenende wie oben bereits erwähnt im 60/60-Supersprint-Format. Das heißt, dass am Samstag zunächst ein Rennen über zweimal 20 Runden ansteht, gefolgt von zwei Rennen über jeweils 32 Runden am Sonntag. Die genauen Startzeiten dazu findet ihr wie gewohnt in unserem TV-Planer.

TV- bzw. Live-Stream Zeiten

An der derzeitigen TV-Situation hat sich nicht sonderlich viel geändert, man wird sich also wieder nach den entsprechenden Alternativen umschauen müssen. Einen Livestream wird es auf der offiziellen Homepage der V8 Supercars geben. Dieser ist jedoch kostenpflichtig. Für Europäer gäbe es noch die Möglichkeit via Premiersports.

News

Zum Abschluss gibt es noch zwei Neuigkeiten:

Unter der Woche schlossen die V8 Supercars und der Bundesstaat Queensland einen neuen Vertrag ab, der die Autragung aller drei V8-Supercar-Rennen in diesem Bundesstaat bis 2016 sichert. Davon betroffen sind die Events in Townsville und in Ipswich sowie das Gold Coast 600 in Surfers Paradise.

Außerdem hat Scott McLaughlin seinen Vertrag bei Garry Rogers Motorsport bis Ende 2016 verlängert und wird dem Team auch nach dem Wechsel von Holden auf Volvo treu bleiben. Damit wären die Gerüchte, die ihn 2014 in einem Cockpit des Holden Racing Team sahen, bis auf weiteres vom Tisch. Die Vertragssituation seines Teamkollegen Alex Premat ist dagegen noch unklar. Es gibt allerdings Meldungen, wonach Garry Rogers auch im nächsten Jahr an seiner jetzigen Fahrerpaarung festhält.

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July 10 2013

13:00

V8 Supercars: Analyse Sucrogen Townsville 400

Sucrogen-Townsville-400Etwas mehr als 146.000 Zuschauer sahen am Samstag und Sonntag in Townsville zwei sehr von Taktik geprägte Rennen, die einen kleinen Vorgeschmack auf die Langstreckenrennen in Sandown, Bathurst und Surfer’s Paradise gaben.

Das lag zum einen an den erstmals seit Adelaide wieder zugelassenen Tankstopps, vor allem aber an den zwei unterschiedlichen Reifenmischungen, die Dunlop mit an die Strecke brachte.

Die Teams mussten in jedem Rennen beide Mischungen nutzen, und so ermöglichten sich ihnen zwei Taktiken:
Zu erst auf den harten Reifen starten, um dann die zweite Rennhälfte oder das letzte Drittel auf den pro Runde über eine Sekunde schnelleren weicheren Reifen zu bestreiten. Oder aber man startete zunächst auf Weich, um dem Feld möglichst weit zu enteilen, und dann so spät wie möglich auf die harte Mischung zu wechseln.

Beide Taktiken wurden dann auch angewendet, jedoch mit unterschiedlichem Erfolg. Einige wie Dean Fiore im zweiten Rennen, wechselten (aufgrund einer Gelbphase) zu früh auf weich, was zur Folge hatte, dass man gegen Ende des Rennen noch einmal an die Box musste, um sich Benzin und mindestens zwei neue Reifen zu holen. Für Fiore war das Ergebnis ein 24.Platz – gestartet war er von 25.

Rennen 1

Dass es auch anders ging, konnte man am Beispiel des Red-Bull-Teams im ersten Rennen am Samstag sehen. Sowohl Whincup als auch Lowndes versemmelten die Qualifikation, und starteten von den Plätzen zwölf (Lowndes) und 16 (Whincup). Doch ihre Crew hatte offenbar einen Plan, denn kurz vor Rennstart entschied man bei Lowndes die weichere Mischung aufzuziehen, während man Whincup auf hart starten ließ.

Mit dem Ergebnis, dass Lowndes von Beginn an der Schnellste im Feld war, und rundenlang Zeiten hinknallte, die teilweise über eine Sekunde schneller waren, als die der Konkurrenz. So hatte er sich innerhalb von neun Runden von Position Zwölf auf Eins, vorbei an Polesitter van Gisbergen (Tekno), nach vorne gearbeitet. An Whincup hingegen wurde deutlich, was sich im Grunde das ganze Wochenende lang zeigte: Speziell die Holden hatten Schwierigkeiten die harten Reifen auf Temperatur zu bringen, waren damit jedoch nicht alleine. Auch der von Platz zwei gestartete Will Davison (FPR) hatte anfangs sichtlich zu kämpfen und fiel ein paar Plätze zurück.

Während Lowndes sich also nach neun Runden schon an der Spitze absetzte, steckte Whincup zu diesem Zeitpunkt im Mittelfeld fest und konnte erst nachdem er nach 31 Runden auf die weichere Mischung wechselte, Boden gut machen. Um den Sieg konnte er selbstverständlich nicht kämpfen, und so wurde er am Ende immerhin noch Siebter.

Lowndes widerum, der eine Runde nach Whincup an die Box kam, hatte sich unterdessen über 15 Sekunden von seinen Verfolgern Will Davison, Coulthard und Winterbottom abgesetzt, war nun aber auch der einzige, der mit harten Reifen unterwegs war.

Will Davison war anschließend der schnellste der Lowndes-Jäger und holte, genau wie Lowndes zuvor, über eine Sekunde pro Runde auf den Red-Bull-Piloten auf. Dabei spielte Davison auch eine Penalty von van Gisbergen in die Karten, der sich bei der Rennleitung eine Drive-Through abholen musste, da seine Pitcrew den Wagen noch betankte, als dieser schon wieder mit allen Reifen Bodenkontakt hatte. So sprang für ihn schließlich nur Rang 17 heraus.

Nach 58 Runden, fast 30 Runden nach den ersten Pitstops, hatte Will Davison Lowndes schließlich eingeholt und machte dann auch kurzen Prozess. In Turn 13 ging er an ihm vorbei, und tat danach nur noch das was er tun musste: Lowndes hinter sich lassen, ohne die Reifen noch weiter zu beanspruchen. Dies sollte ihm dann auch gelingen und er gewann das Rennen vor seinem Teamkollegen Winterbottom, der genau wie Coulthard (BJR) auf Platz drei, noch an Lowndes vorbeiziehen konnte. Jason Bright (BJR) machte die Top fünf komplett.

Eine starke Leistung zeigten zudem Garth Tander (HRT), der von Platz 15 auf acht nach vorne fahren konnte, sowie Rookie Chaz Mostert (DJR-Ford; von 14 auf 10). Rick Kelly schaffte es im besten Nissan auf Position 12, während der erste Mercedes in Gestalt von Maro Engel als 19. das Ziel sah. Seine beiden Teamkollegen Slade und Holdsworth schieden aus.

Highlights Rennen 1

Ergebnis Rennen 1

Rennen 2

Auch die Qualifikation für das zweite Rennen sah nicht viel besser für Red Bull aus. Zwar startete Lowndes immerhin von Platz fünf, Whincup hingegen kam nicht über Startplatz 15 hinaus. An der Spitze gab zunächst Ford den Ton an. Winterbottom startete von der Pole; David Reynolds (Rod Nash Racing) schaffte die drittschnellste Zeit. Getrennt wurde das Ford-Duo von McLaughlin im GRM-Holden.

Reynolds verabschiedete sich jedoch schon früh aus dem Rennen, als er nach fünf Runden mit einer defekten Zündspule die Box aufsuchen musste. Das Rennen beendete er mit zehn Runden Rückstand als 26. und Letzter. Hinter ihm landeten nur Maro Engel, der sich bei einer Startkollision die Radaufhängung brach, sowie dessen Teamkollege Holdsworth.

Letzterer löste in Runde acht auch noch eine Caution aus, als er seine E-Klasse ohne Öldruck vor Turn 11 abstellte. Holdsworth scheint 2013 einfach “die Seuche” zu haben, anders sind die vielen Defekte, die ihn dieses Jahr bisher ereilt haben fast nicht mehr zu erklären.

Die Gelbphase nutzte dann fast das komplette Feld (übrigens geschlossen auf harten Reifen gestartet) für Pitstops, lediglich die FPR-Ford und die beiden GRM-Holden blieben draußen.

In Runde 14 wurde das Rennen wieder freigegeben, wobei der Restart ohne Zwischenfälle von statten ging. Nach einigen Runden begannen die Fahrer, die auf harten Reifen draußen blieben, zurückzufallen. Allen voran Winterbottom, der innerhalb von fünf Runden von Platz eins auf vier zurückfiel.

Ganz anders war dagegen die Performance der Piloten, die nun auf der weichen Mischung unterwegs waren. Zum einen wäre da natürlich Tander (HRT), der die Führung von Winterbottom übernommen hatte und nun dem Feld enteilte. Er gehörte mit Tony D’Alberto (TDR), zwischenzeitlich sogar Zweiter, zu den schnellsten Fahrern.

Und zum anderen wäre da Shane van Gisbergen. Der Neuseeländer war an der Startkollision mit Maro Engel beteiligt und wurde bei dieser Aktion auch noch umgedreht, sodass er dem gesamten Feld hinterher jagen musste. Sein Team ließ ihn früh an die Box kommen, um weiche Reifen aufzuziehen und durch die kurz darauf folgende Safety-Car-Phase hatte er seinen Rückstand natürlich wieder wettgemacht. Dreizehn Runden später war er bereits Siebter, am Ende schaffte er sogar noch einen beeindruckenden dritten Platz.

Ab Runde 39 suchten dann diejenigen die Box auf, die in der Gelbphase das erste Mal stoppten, um noch einmal Sprit nachzufassen und sich neue Hinterreifen aufziehen zu lassen. Zu den ersten gehörten die HRT-Fahrer Tander und Courtney, die so kurzweise ihre Plätze an der Spitze an D’Alberto, Lowndes und Pye (LDM) abgaben, was jedoch nicht weiter tragisch sein sollte. Denn alle drei mussten noch einmal zum Nachtanken an die Box.

Nach 70 Runden hieß der Sieger Garth Tander und James Courtney auf Platz zwei machte den HRT-Doppelsieg perfekt. Für Tander und HRT war es der erste Sieg seit Bathurst 2011, was für ein Quasi-Werksteam eigentlich schon viel zu lange her ist. Dritter wurde, wie bereits erwähnt, van Gisbergen. Ihm folgten Mark Winterbottom und ein überglücklicher Russel Ingall (Walkinshaw) in seinem 226. Rennen auf den Rängen vier und fünf.

Starker Sechster wurde Tony D’Alberto, vor Craig Lowndes und Tim Slade im besten Mercedes. Für Whincup lief auch in diesem Rennen nicht viel zusammen, und so musste er sich mit Position elf zufrieden geben. Generell muss man sagen, dass es für Red Bull ein sehr bescheidenes Wochenende war, und es selten ein Wochenende gab an dem sie einen so schwachen Eindruck hinterließen wie in Townsville.

Ähnlich schlecht lief es für Nissan, die es erneut nicht in die Top Ten schafften. Den ersten Nissan im Ranking fand man mit James Moffat erst an 14. Stelle.

Die Highlights zum zweiten Rennen liegen bisher leider noch nicht vor, sollten aber früher oder später hier auftauchen.

Ergebnis Rennen 2

Weiter geht es bei den V8 Supercars am Wochenende vom 26.-28. Juli in Ipswich. Zum Abschluss gibt es an dieser Stelle wieder die Links zur Fahrer- und Teamwertung von den Kollegen von V8Dailydump.

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July 03 2013

13:00

V8 Supercars: Vorschau Sucrogen Townsville 400

Townsville ist am kommenden Wochenende die nächste Station im V8 Supercars-Kalender und für die meisten Fahrer einer der Highlights des Jahres. Auf dem Stadtkurs im Nordosten Australiens finden die Rennen 20 und 21 der laufenden Saison statt.

Sucrogen-Townsville-400Im vergangenen Jahr hatte es den Anschein, als ob Ford die Nase vorne haben würde. So konnten sich zwar Mark Winterbottom (FPR) und David Reynolds (Rod Nash Racing) die Pole Positions für die beiden Rennen sichern. Jedoch schafften es beide nicht diese auch in Siege umzumünzen, und so entschied Jamie Whincup gleich beide Läufe für sich, und holte sich somit auch den Gesamtsieg des Wochenendes. Dass sich ein Doppelsieg des Meisterschaftsführenden nicht wiederholt, hoffen sowohl sein Teamkollege Craig Lowndes als auch die beiden Ford-Piloten Winterbottom und Will Davison. Und auch Shane van Gisbergen von Tekno und Fabian Coulthard (BJR) malen sich einige Chancen aus, vor allem um ihren Rückstand in der Meisterschaft wieder wett zu machen. Und auch Russell Ingall von Walkinshaw Racing würde sich über einen Sieg freuen, schließlich bestreitet der Haudegen in Townsville sein 226. Rennen und wird somit zum Rekordstarter der V8 Supercars.

Die Strecke

Wie bereits erwähnt ist der Townsville Street Circuit ein Stadtkurs und noch nicht lange im V8-Supercar-Programm zu finden. Die Premiere fand im Jahr 2009 statt und wurde von Jamie Whincup gewonnen. “Von wem auch sonst?” möchte man fragen, denn schließlich stand Whincup in fünf der bisher acht auf dem Kurs ausgetragenen Rennen am Ende ganz oben auf dem Podium.

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Grafik von Wikipedia Commons – Autor: Will Pittenger

Die Strecke in Townsville hat insgesamt 13 Kurven, verteilt auf rund 2,8 Kilometer, und erinnert in seiner Charakteristik stark an den Adelaide Street Circuit oder den Grand-Prix-Kurs im Albert Park in Melbourne. Circa 70 Prozent der Strecke bestehen aus öffentlichen Straßen, was sich auch im Streckenlayout zeigt: Enge 90-Grad-Kurven und Spitzkehren wechseln sich ab mit lang gezogenen schnellen Kurven und “Esses”.

Turn 1 ist ein schneller Rechtsknick und wirkt wie eine Kopie von Turn 8 in Adelaide und wird noch mit 240km/h durchfahren, ehe man für Turn 2 auf 70km/h runterbremsen muss. Danach folgt eine kurze Gerade und mit Turn 3 erneut ein langsamer Rechtsknick. Beide Stellen laden durchaus zum Überholen ein.

Eine weitere Schlüsselstelle und eine gute Überholmöglichkeit findet sich in Turn 11: Nachdem die Fahrer zuvor wieder auf über 200km/h beschleunigt haben, müssen sie diese Spitzkehre mit rund 70km/h nehmen, was zu einigen wagemutigen Manövern führen kann. Zudem wird an dieser Stelle die Strecke etwas breiter, was den Fahrern bei Überholversuchen zu Gute kommen kann.

Zur Veranschaulichung kann man hier eine Runde mit James Moffat mitfahren. Der Ausschnitt stammt aus einem der Rennen der Saison 2011.

Rennformat

Gefahren werden auch dieses Jahr wieder zwei Läufe, einer am Samstag und einer am Sonntag über jeweils 72 Runden. Hierbei sind erstmals seit Adelaide auch wieder Tankstopps erlaubt, was bei vielen Fahrern für Erleichterung sorgt, da sie den Teams wieder mehr Spielraum für verschiedene Taktiken lassen. Zumal auf einem Stadtkurs auch noch vermehrt mit mehreren Safety-Car-Phasen zu rechnen ist.

Die genauen Startzeiten von den Rennen in Townsville könnt ihr wie immer unserem TV-Planer entnehmen.

TV- bzw. Live-Stream Zeiten

An der derzeitigen TV-Situation hat sich nicht sonderlich viel geändert, man wird sich also wieder nach den entsprechenden Alternativen umschauen müssen. Einen Livestream wird es auf der offiziellen Homepage der V8 Supercars geben. Dieser ist jedoch kostenpflichtig. Für Europäer gäbe es noch die Möglichkeit via Premiersports.

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June 22 2013

05:00

V8 Supercars: Analyse Skycity Triple Crown

Am vergangenen Wochenende absolvierten die V8 Supercars in Darwin ihr sechstes Rennwochenende mit den Saisonläufen 17-19. Bei der Rückkehr auf den australischen Kontinent zeigte das Erebus-Mercedes-Team das erste Mal echte Lebenszeichen.

v8supercars_ev_1b_lAlles begann am Freitag in den Trainings als zunächst Tim Slade und später auch Maro Engel mit ihren E63 in die Top Ten vorstoßen konnten. Im vierten Training schaffte Slade sogar die zweitbeste Zeit, und sorgte somit für das bislang beste Trainigsergebnis eines Mercedes in diesem Jahr. Seine starke Form konnte Slade dann auch in dem Qualifikationen bestätigen, was die Startplätze 13 (Samstag), 6 und 10 (jeweils am Sonntag) beweisen. Und auch sonst konnten Betty Klimenko und ihr Team sehr zufrieden mit ihrem Abschneiden auf dem Hidden Valley Raceway sein.

Rennen 1

Das Top-10-Shootout sorgte gleich für eine große Überraschung, denn David Reynolds vom FPR-Schwesterteam Rod Nash Racing konnte seinen Ford Falcon auf die Pole Position setzen. Ihm folgten Jamie Whincup und Will Davison. Erwähnenswert ist auch ein guter siebter Startplatz von Rick Kelly im Nissan.

Beim Start ließ sich Reynolds etwas von Whincup überrumpeln, konnte den Platz an der Spitze aber schnell wieder zurückgewinnen. Hinter den beiden hatte Will Davison auf dem dritten Rang arge Schwierigkeiten mitzuhalten und musste schließlich Mark Winterbottom vorbeiziehen lassen, der eindeutig das schnellere Auto hatte. In dem Stau, der sich inzwischen hinter den beiden gebildet hatte ging es danach turbulent zu. Als Lowndes im Kampf um den siebten Platz an Coulthard vorbeizog, wollte Shane van Gisbergen die Gelegenheit ebenfalls nutzen um seinen Landsmann zu überholen. Dies schaffte er dann zwar auch außenrum in Turn 7 – der lachende dritte war jedoch Jason Bright. Dieser schaute sich das Duell die ganze Runde lang an, und als Coulthard und van Gisbergen in Turn 7 die Tür nun weit offen ließen, zog er an ihnen vorbei und gewann so gleich zwei Plätze. Zwei Umläufe später musste sich Bright jedoch dem erneut starken van Gisbergen geschlagen geben und ihm so die achte Position überlassen.

Kurz vor dem Ende des ersten Sprints konnte Lowndes, der zuvor schon an Courtney vorbeigezogen war, an Tander vorbeigehen und sich Startplatz fünf für den zweiten Sprint sichern. An der Spitze hingegen tat sich bis zur Pause gar nichts mehr, da Whincup mit stark abbauenden Reifen kämpfte und so keine Chance hatte Reynolds anzugreifen.

Die Top fünf kamen nach den ersten 21 Runden also wie folgt ins Ziel: Reynolds, Whincup, Winterbottom, Will Davison, Lowndes. Dies war dann auch die Startaufstellung für den zweiten Sprint des Tages.

Dieser hatte noch gar nicht richtig angefangen, als es das erste mal hektisch wurde. Am Auto – oder viel mehr am Overall – von Jamie Whincup hatte man vergessen Trockeneis für den Cool Suit bereitzulegen, was dann ein Mechaniker noch schnell erledigen musste. Dann stand auch noch Whincups Fahrertür offen, die ebenfalls ein Mechaniker des Teams schließen musste. Und das auch noch weit nach dem 60-Sekunden-Signal im Grid. Dennoch blieb Whincup ohne Strafe, was den FPR-Teamchef Tim Edwards sichtlich auf die Nerven ging. Im Interview sagte er später sinngemäß, dass Red Bull anscheinend machen können was sie wollen, und die V8 Supercars ihre Regeln wohl jedes Wochenende anders auslegen würden.

Ein Rennen gefahren wurde natürlich auch noch. Whincup konnte sich beim Start erfolgreich gegen Reynolds durchsetzen und übernahm die Führung.

Eine Runde später wurde das Feld jedoch wieder vom Safety Car eingefangen. Der Grund war eine Kollision zwischen Tander, Will Davison und Lowndes. Letzterer hatte sich in Turn 6 verbremst und schob die vor ihm fahrenden Tander und Davison ineinander. Während für Tander und Lowndes das Rennen weiterging, musste Davison sein Rennen nach insgesamt 29 Runden beenden – der Schaden an seinem Wagen war einfach zu groß. Tander schaffte es immerhin noch auf Platz dreizehn, Lowndes wurde am Ende lediglich 26.

In Runde 28 erfolgte der Restart, den Reynolds komplett verschlief, und so den Anschluss an Whincup verlor. Irgendwie schaffte er es dennoch keine Position zu verlieren und Winterbottom hinter sich zu halten. So entwickelte sich ein unterhaltsamer Kampf um Platz zwei, denn zu den beiden Ford gesellte sich nun van Gisbergen und machte gehörig Druck. Dies führte dazu, dass sich Winterbottom zu einem etwas übermütigen Überholversuch an Reynolds gezwungen sah, der dann auch gründlich daneben ging. Winterbottom verschätzte sich, rutschte in Reynolds hinein und drehte ihn um. Zu allem Überfluss handelte sich Winterbottom mit der Aktion auch noch eine Durchfahrtsstrafe ein – was die Laune von Tim Edwards nicht wirklich verbesserte. Für Reynolds reichte es immerhin noch zu Platz 14, Winterbottom musste sich mit Platz 22 begnügen.

Das Rennen gewann am Ende Jamie Whincup vor Shane van Gisbergen und James Courtney. Vierter wurde erstaunlicherweise Jonathon Webb, der sich heimlich, still und leise von Platz 16 auf den vierten Rang vorgearbeitet hatte. Die Top fünf komplettierte Rick Kelly im besten Nissan. Der oben angesprochene Tim Slade holte für Mercedes einen sensationellen sechsten Platz, indem er sich aus allen Schamützeln heraushielt und ein blitzsauberes Rennen fuhr. Auf den siebten Rang schaffte es Chaz Mostert, und wurde so bestplazierter Ford – und das obwohl er nur als 19. gestartet war.

Auch Maro Engel zeigte – bis auf einen Fehler, der ihn zwei Plätze kostete – eine solide Leistung und fuhr als 16. ins Ziel. Alex Premat, der zweite Europäer im Feld, wurde nur 21.

Highlights Rennen 1

Ergebnis Rennen 1

 

Rennen 2

Das zweite Rennen hatte weniger Dramatik, weshalb ich mich an dieser Stelle etwas kürzer fasse. In der Qualifikation am Sonntagvormittag fuhr James Courtney für HRT die Bestzeit, vor Winterbottom und Will Davison. Als Vierte und Fünfte starteten Coulthard und Whincup.

Der Start verlief ohne große Hektik und Courtney konnte sich zunächst zwar vor den beiden Fords halten, entscheidend absetzen konnte er sich jedoch auch nicht. So musste er sich in Runde sieben erst Winterbottom geschlagen geben, in Runde zehn zog dann auch Will Davison an ihm vorbei.

Ab Runde zwölf standen die Pitstops auf dem Programm, die in erster Linie den Red Bull halfen, die nur von den Plätzen fünf (Whincup) und zehn (Lowndes) ins Rennen gegangen waren. Vor allem Lowndes startete eine tolle Aufholjagd und beendete sein Rennen auf Position drei.

Zwei Runden vor Fallen der Zielflagge schaffte es Courtney noch Platz zwei von Will Davison zurück zu erobern, der sich kurz darauf auch noch Lowndes geschlagen geben musste.

Und das war es dann schon im Grunde vom zweiten Rennen, welches Mark Winterbottom für sich entscheiden konnte. Es war sein erster Sieg seit Phillip Island im Mai letzten Jahres. Zweiter wurde James Courtney gefolgt von Craig Lowndes auf Rang drei. Will Davison im zweiten FPR-Ford wurde Vierter, Jamie Whincup hielt seinen fünften Platz. Tim Slade wurde auf Position elf bester Mercedes, und das noch vor Todd Kelly, der sich in seinem Nissan mit dem 12. Rang zufrieden geben musste.

Highlights Rennen 2

Ergebnis Rennen 2

 

Rennen 3

David Reynolds konnte sich auch für das dritte und letzte Rennen des Wochenendes auf die Pole setzen. Hinter ihm starteten Lowndes und Courtney von den Plätzen zwei und drei. Doch es sollten andere sein, die beim Start im Mittelpunkt stehen sollten.

Das Feld kam zunächst ohne Zwischenfälle durch die ersten Kurven, bis eine Kollision zwischen McLaughlin, Jason Bright und Tim Slade eine Kettenreaktion im Feld auslöste, der zahlreiche Fahrer zum Opfer fielen und einen Rennabbruch zur Folge hatte. Insgesamt schieden bei dieser Massenkarambolage sieben Piloten aus. Als da wären: Tim Slade, Lee Holdsworth (beide Erebus), David Wall (Britek), Alex Davison (Charlie Schwerkolt Racing), Alex Premat (GRM), James Moffat (Nissan) und Dean Fiore (LDM).

Nachdem man die gestrandeten Wagen geborgen hatte und die Strecke von sonstigem Unrat gereinigt wurde, ging es dann weiter mit dem zweiten Startversuch. Die Renndauer hatte man inzwischen von 35 Runden auf 30 Minuten umgestellt.

Reynolds hatte wieder einen guten Start und konnte in der ersten Runde Lowndes und Courtney hinter sich halten. Bereits am Ende der ersten Runde holten einige Teams ihre Fahrer zum Reifenwechsel an die Box. Aus der Spitzengruppe waren das Lowndes und Winterbottom, der zu diesem Zeitpunkt Platz vier inne hatte. Zwei Runden später taten es ihnen Tander, Whincup und Will Davison gleich.

Whincup wurde von seinem Team als schnellster abgefertigt, und konnte so an Tander vorbeigehen, was zwischenzeitlich Platz sechs, boxenstopp-bereinigt sogar Platz vier, für ihn bedeutete. David Reynolds widerum, konnte seine Führung nach seinem Pitstop in Runde vier nicht halten und fiel hinter Lowndes zurück.

Dann war es auch schon wieder Zeit für die nächste Caution: Courtney musste seinen Wagen kurz vor Turn 6 abstellen und löste so eine Safety-Car-Phase aus.

Vier Runden später wurde das Rennen wieder freigegeben. Beim Restart gerieten Will Davison und Tander im Duell um Rang sechs heftig aneinander, konnten aber einen Unfall glücklicherweise vermeiden, denn an der Stelle hat man gut und gerne über 200km/h auf dem Tacho.

Kurz darauf sprach die Rennleitung eine Drive Through Penalty für Whincup aus, der bei seinem Pitstop die Hinterräder durchdrehen ließ, bevor der Wagen vom Wagenheber wieder heruntergelassen wurde. Bei Red Bull zeigte man sich einsichtig, und Whincup trat seine Strafe noch am Ende der selben Runde an – was ihn auf die 20. Position zurückwarf.

Im Anschluss beruhigte sich das Renngeschehen einige Runden lang, bis sich in Runde 19 Will Davison Platz zwei von Reynolds schnappen konnte. Am meisten half dieses Duell jedoch Lowndes, der sich an der Spitze mittlerweile fast zwei Sekunden von den beiden abgesetzt hatte.

Im Hinterfeld wurde es in Runde 22 nochmals ungemütlich, als sich Todd Kelly und Chaz Mostert ein hartes Duell um Platz 16 lieferten. Mostert wollte zunächst innen in Turn 10 an Kelly vorbei, dieser gab jedoch keinen Millimeter nach und drückte Mostert auf den Rasen. Als Mostert wieder zurückkam, touchierte er den Nissan von Kelly, der sich daraufhin von der Strecke drehte. Kelly konnte seinen Wagen nicht mehr in Gang setzen und wurde zum Schluss als 20. mit zwei Runden Rückstand gewertet, während Mostert das Rennen auf Rang 17 beendete.

Unterdessen hatte sich Winterbottom an Lowndes herangearbeitet und jagte ihn nun in der letzten Runde vor sich her. Es war das traditionelle V8-Supercar-Duell Ford gegen Holden, was die Fans an der Strecke mit großem Jubel und Beifall quittierten. Frosty konnte gegen Lowndes allerdings keinen Stich mehr setzen, und so blieb es auch beim Zieleinlauf bei der Reihenfolge. Hinter ihnen landete Reynolds auf Platz drei, Vierter wurde Webb und Tander Fünfter.

Maro Engel schaffte es nach einem unauffälligen aber dennoch fehlerfreien Rennen auf Platz neun und wurde gleichzeitig bester Mercedes. Zwei Plätze dahinter folgte der erste Nissan mit Michael Caruso.

Highlights Rennen 3

Ergebnis Rennen 3

Weiter geht es bei den V8 Supercars am Wochenende vom 5.-7. Juli auf dem Townsville Street Circuit. Zum Abschluss gibt es an dieser Stelle wieder die Links zur Fahrer- und Teamwertung von den Kollegen von V8Dailydump.

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June 13 2013

14:30

V8 Supercars: Vorschau Skycity Triple Crown

“Home sweet home” heißt es am kommenden Wochenende bei den V8 Supercars. Vier Wochen nach ihrem Abstecher in die Vereinigten Staaten geht es nun auf dem Hidden Valley Raceway weiter, wo die Läufe 17 bis 19 auf dem Programm stehen.

v8supercars_ev_1b_lDen Trip nach Austin, Texas, und die nachfolgende Rennpause von vier Wochen nutzten einige Fahrer zu einem ausgedehnten Urlaub in den Staaten. Die Einen zog es nach Los Angeles, andere wiederum nach Las Vegas oder New York. Nur Lee Holdsworth saß unfreiwillig einige Tage in Kalifornien fest, als sein Heimflug wegen eines Hurrikans gecancelt wurde.

Nun heißt die nächste Station also Darwin im Northern Territory und die V8 Supercars kehren wieder auf eine Strecke zurück, die zumindest ein paar Jahre länger im Kalender zu finden ist als der Circuit Of The Americas.

Die Strecke

Seit 1998 ist der Hidden Valley Raceway nun schon fester Bestandteil der V8-Supercars-Saison und findet seit jeher im Juni oder Juli statt. Zum einen sind dort im australischen (Spät)-Herbst die Temperaturen meistens milder und zum anderen ist aufgrund der Trockenzeit in diesen Monaten selten mit Regen zu rechnen – beste Rennbedingungen eben.

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Grafik von Wikipedia Commons, Autor: Will Pittenger

Der Kurs ist Teil eines Motorsport-Komplexes, auf dem neben Rundkursrennen, auch Dragster-, Motocross- und Go-Kart-Events stattfinden. Obwohl die Strecke nur knapp 2,9 Kilometer lang ist, zählt sie zu den schnelleren im Kalender, was vor allem an der 1,1 Kilometer langen Start/Ziel-Geraden liegt, auf der man an die 270km/h erreichen kann. Der Vollgasanteil liegt bei rund 45%.

Geprägt ist der Hidden Valley Raceway außerdem von zwei Kurvengeschlängeln (Turns 2-5 und 7-13). Die langsamsten Ecken und gleichzeitig besten Überholmöglichkeiten sind Turn 1 und 5 sowie die Haarnadel in Turn 6. Das heißt, dass sowohl ein hoher Top Speed als auch ein gutes Handling in den “Esses” bei der Abstimmung eine sehr wichtige Rolle spielen. Diejenigen, die den besten Kompromiss finden, haben also äußerst gute Chancen auf einen Sieg.

Der Rundenrekord von 1:09.0149 Minuten datiert übrigens aus dem Jahr 1999 und wird von Jason Bright gehalten.

Hier führt uns Mark Skaife mal eine Runde um die Strecke:

Ausblick

Zum dritten Mal nach Pukekohe und Perth starten die V8 Supercars in Darwin wieder im 60/60-Sprint-Format: Nach zwei jeweils 60 Kilometer (21 Runden) langen Sprints am Samstag, folgen am Sonntag zwei Rennen über je 35 Runden. Dabei werden am Samstag ausschließlich die härteren Reifen verwendet, wohingegen am Sonntag in beiden Rennen mit beiden Mischungen gefahren werden muss – es wird also Pflichtboxenstopps geben.

Im letzten Jahr holte sich zwar Will Davison (FPR) die Pole Postitions für beide (damals in einem anderen Format ausgetragene) Rennen, musste sich jedoch beide Male der Triple-Eight/Red-Bull-Truppe um Whincup und Lowndes geschlagen geben. Aus neutraler Sicht gesehen, wird es dieses Wochenende leider wohl kaum anders ausgehen. Nach der Machtdemonstration in Austin werden sich sicherlich wieder die Roten Bullen mit den BJR-Jungs Coulthard und Bright um die Siege streiten. FPR bleibt einmal mehr nur die Rolle des sogenannten Dark Horse.

TV- bzw. Live-Stream Zeiten

An der derzeitigen TV-Situation hat sich nicht sonderlich viel geändert, man wird sich also wieder nach den entsprechenden Alternativen umschauen müssen. Einen Livestream wird es auf der offiziellen Homepage der V8 Supercars geben. Dieser ist jedoch kostenpflichtig. Für Europäer gäbe es noch die Möglichkeit via Premiersports.

Die genauen Startzeiten findet ihr wie gewohnt in unserem TV-Planer.

 

 

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May 23 2013

16:30

V8 Supercars: Analyse Austin 400

Vergangenes Wochenende feierten die V8 Supercars ihre Premiere auf amerikanischem Boden. In den insgesamt vier Rennen boten sie zwar recht gute Unterhaltung, allerdings waren diese nicht wirklich ereignisreich. Deshalb und auch ein wenig aus zeitlichen Gründen fällt die Analyse diesmal etwas knapp aus.

Auf dem Circuit Of The Americas (COTA) konnten Red Bull Racing in Person von Jamie Whincup ihre dominante Form aus Perth fortsetzen, indem man diesmal drei der vier Rennen gewann. Die einzigen, die Whincup am Wochenende ansatzweise gefährlich werden konnten, waren der zweite Red-Bull-Mann Lowndes, Coulthard (BJR) und, etwas überraschend, das Tekno-Duo um van Gisbergen und Webb. FPR hingegen erlebte in Texas ein ziemlich durchwachsenes Wochenende; weder am Samstag noch am Sonntag sah man einen Ford auf dem Podium. Zum einen weil es ihnen ganz einfach an Speed fehlte, zum anderen brachten sie sich durch Fehler bei Pitstops selber um den Erfolg. Als beste Platzierung sprang lediglich ein vierter Rang von Will Davison im ersten Rennen heraus.

Rennen 1

Im Qualifying zum ersten Rennen konnte sich Coulthard auf die Pole Position setzen, hinter ihm landete das Red-Bull-Duo Whincup und Lowndes. Vom vierten Platz startete erstaunlicherweise David Wall (Britek) – sein bisher bestes Quali-Ergebnis.

Coulthard verpennte sogleich den Start, was Whincup natürlich ausnutzte und so die Führung übernahm. Coulthard hatte in der Folge zudem noch mit fehlendem Grip an der Hinterachse zu kämpfen und sechs Runden später zog dann auch Lowndes am Neuseeländer vorbei. Im Hinterfeld wurde es bereits in der ersten Kurve hektisch als McLaughlin (GRM – Startplatz 15) und Todd Kelly (Nissan – 17) aneinander gerieten – mit dem schlechteren Ende für McLaughlin. Dessen Wagen lief nach der Kollision mit Kelly nicht mehr ganz rund, sodass er am Ende 28. und somit Letzter wurde.

Kurz darauf – wir schreiben immer noch die erste Runde – verlor Maro Engel die Kontrolle über seinen Mercedes und drehte sich in eines der Kiesbetten in den “Esses”. Die Rennleitung schickte nun das Safety Car für zwei Runden auf die Strecke; der anschließende Restart erfolgte ohne nennenswerte Ereignisse.

Ab Runde zehn absolvierten die meisten Fahrer ihre Pitstops für neue Reifen, einige von ihnen wie beispielsweise Caruso (Nissan), der das Rennen von Platz 25 begann, blieben jedoch bis zur vorletzten Runde draußen, und versuchten auf diesem Weg etwas Zeit gutzumachen. Für Caruso spielte sich diese Taktik aus, denn er erreichte immerhin noch Rang 15.

Mark Winterbottom (FPR) unterlief in der zweiten Rennhälfte ein Schnitzer, als er sich in Turn 1 verbremste und so gleich drei Positionen an Tander (HRT), Rick Kelly (Nissan) und Webb (Tekno) verlor. Das Rennen beendete der FPR-Fahrer auf Platz acht.

Wenig überraschend gewann also Jamie Whincup vor Craig Lowndes und Fabian Coulthard. Auf Platz vier landete mit Will Davison (FPR) der beste Ford. Dahinter reihten sich die eben angesprochenen Tander (5.), R.Kelly (6.), Webb (7.) und Winterbottom ein. Die Top 10 komplettierten Courtney (HRT) und Wall. Rick Kellys sechster Platz ist gleichzeitig das beste Nissan-Ergebnis in der laufenden Saison.

Tim Slade wurde auf Platz 22 bester Mercedes, direkt vor Maro Engel.

Highlights Rennen 1

Ergebnis Rennen 1

 

Rennen 2

Jamie Whincup hieß dann auch der Polesitter für das zweite Rennen, hinter ihm reihten sich mal wieder Lowndes und Coulthard ein. Von den Plätzen vier und fünf starteten van Gisbergen und Webb von Tekno.

Das Rennen verlief von Beginn an sehr ruhig, einzig David Wall, der von Position elf gestartet war, schied in der ersten Runde aufgrund eines technischen Defekts an seinem Holden aus. Auch Tim Slade hatte wieder mal mit den Macken seines Mercedes zu kämpfen und verlor insgesamt drei Runden und kam am Ende auf einen enttäuschenden 26. Rang.

Auch nach den Boxenstops gewann das Rennen nicht an Fahrt und so dauerte es bis zur letzten Runde ehe es nochmals interessant wurde. Van Gisbergen wollte sich nicht mit dem vierten Rang begnügen und versuchte in der letzten Kurve an Coulthard vorbei zu gehen. Dabei verschätzte er sich allerdings und er musste auch noch Webb ziehen lassen. Statt einem Platz auf dem Podium sprang so nur Platz fünf für ihn heraus.

Doch auch der Kampf um Platz sechs war noch nicht entschieden. Rick Kelly schickte sich nämlich an sein Ergebnis aus Rennen 1 zu wiederholen, rollte jedoch nach der letzten Kurve ohne Sprit aus und verlor zwei Plätze an Winterbottom und McLaughlin.

Auf dem Siegerpodest trafen sich also mal wieder die drei üblichen Verdächtigen: Whincup, Lowndes und Coulthard. Dahinter folgten Webb, van Gisbergen und Winterbottom. Rick Kelly wurde wie bereits erwähnt Achter vor Will Davison und Moffat (Nissan).

Lee Holdsworth wurde im besten Mercedes 20., während Maro Engel nach einer Kollision bereits nach drei Runden die Segel streichen musste.

Highlights Rennen 2

Ergebnis Rennen 2

 

Rennen 3

Whincup holte sich auch die Pole für das dritte Rennen des Wochenendes und auch Platz zwei ging wieder mal an Lowndes. Hinter ihnen starteten Coulthard, Winterbottom und Rick Kelly. Winterbottom erwischte den besten Start der Fahrer aus der Spitzengruppe und setzte sich zunächst auf Platz zwei. In den folgenden Runden hatte Whincup Probleme seine Reifen auf Temperatur zu bekommen und fiel ebenfalls hinter Frosty zurück.

Dessen Freude sollte allerdings nicht von langer Dauer sein. Denn seine Pitcrew hatte Probleme den linken Hinterreifen zu lösen und so musste Winterbottom mit einem angefahrenen Reifen weiterfahren. Insgesamt verlor er so insgesamt sechs Positionen. Für FPR ist das besonders ärgerlich, da es in dieser Saison bereits des öfteren Probleme an den Schlagschraubern beziehungsweise den Radmuttern gab. Nach dem Rennen nahm Winterbottom sein Team jedoch in Schutz.

Die Führung erbte so Fabian Coulthard und die sollte er bis zum Ende nicht mehr hergeben. Auf den Plätzen zwei und drei landeten Lowndes und Whincup, gefolgt von Webb, van Gisbergen und Tander. Bester Nissan war wieder Rick Kelly auf Position neun, Tim Slade erreichte im besten Mercedes lediglich Platz 20.

Highlights Rennen 3

Ergebnis Rennen 3

Rennen 4

Im vierten Rennen startete abermals Whincup von Position eins vor Coulthard und Tander. Von Platz vier startete Bright (BJR) vor Rick Kelly auf Rang fünf..

Von Beginn an setzte Coulthard Whincup unter Druck, konnte ihn aber bis zu den Pitstops ab etwa Rennmitte nicht überholen. Bei den Verfolgern ging es da schon um einiges härter zur Sache. Will Davison, der diesmal nur von Platz vierzehn ins Rennen gegangen war ging es bei seiner Aufholjagd etwas zu forsch an und krachte bei einem missglückten Überholversuch in den Holden von McLaughlin. Die Folge: beide schieden mit einer gebrochenen Radaufhängung aus.

Zum dritten Mal an diesem Wochenende hieß der Sieger am Ende Jamie Whincup, der die von einem mir nicht bekannten amerikanischen Football-Spieler auf sehr eigentümliche Art und Weise “geschwenkte” Zielflagge als Erster sah. Zweiter wurde mit knapp drei Sekunden Rückstand Coulthard, vor einem erneut gut aufgelegten van Gisbergen, der es von Platz acht auf drei schaffte. Garth Tander wurde Vierter, gefolgt von Lowndes und Winterbottom im besten Ford. Rick Kelly kam zum vierten Mal nacheinander in die Top 10 und holte sich Rang acht.

Bester Mercedes wurde Tim Slade auf Platz 17.

Highlights Rennen 4

Ergebnis Rennen 4

Weiter geht es bei den V8 Supercars am Wochenende vom 14.-16. Juni auf dem Hidden Valley Raceway. Zum Abschluss gibt es an dieser Stelle wieder die Links zur Fahrer- und Teamwertung von den Kollegen von V8Dailydump.

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May 15 2013

14:00

V8 Supercars: Vorschau Austin 400

“Get ready for all out, fire breathing, fender bender, no fear, heart pounding racing action from down under!” Mit diesem Slogan wirbt der Circuit Of The Americas (COTA) für die Premiere der australischen Tourenwagen-Serie auf amerikanischem Boden. Die Vereinigten Staaten sind nach Neuseeland, China, Bahrain und Abu Dhabi das insgesamt fünfte Land, das die V8 Supercars in ihrer bisherigen Geschichte bereisen.

AUSTIN 400 MERGED LOGO 2 300x300 V8 Supercars: Vorschau Austin 400Eine Vorschau für dieses Rennwochenende zu schreiben, war wirklich knifflig. Man hat weder Ergebnisse und Rundenzeiten aus früheren Rennen, auf die man eventuell zurückgreifen könnte, noch hat man im Kalender eine Strecke mit einer ähnlichen Charakteristik. Wenn überhaupt lässt sich der COTA am ehesten mit der Strecke auf Phillip Island vergleichen. Und dort waren im letzten Jahr Ford und vor allen Dingen Mark Winterbottom tonangebend. Bleiben für die Vorschau also einige Statistiken, ein kleiner Ausblick auf Teams und Fahrer sowie ein Onboard-Video von der Strecke, in dem ein Fahrer aus dem NASCAR-Sprint-Cup mit einem V8 Supercar über die Strecke fährt.

Die Strecke

Leider werden die V8 Supercars für ihre Rennen nicht den Grand-Prix-Kurs befahren, den einige sicher schon in der Formel 1, der MotoGP oder der GrandAm gesehen haben. Man hat sich dazu entschlossen, die Kurzanbindung zu benutzen, womöglich um ein Auseinanderziehen des Feldes auf der eigentlich 5,5 km langen Strecke zu verhindern. So fährt man auf der lediglich 3,7 km langen Variante. Bis Turn 5, den Suzuka-ähnlichen “Esses”, werden die V8 Supercars den bekannten Teil der Strecke nutzen, ehe es dann auf die “Abkürzung” geht – einer Linkskurve gefolgt von einer Schikane. Danach kommt man wieder auf den eigentlichen Kurs zurück und fährt auf die enge Links von Turn 12 zu.

Streckenlayout

Da es von dieser Anbindung kein Onboard-Video gibt, hoffe ich, dass ich darüber mit einem Video von Kurt Busch hinwegtrösten kann, der vor einigen Wochen sein Büro mit James Courtney getauscht und eine Runde über die Grand-Prix-Strecke gedreht hat:

Das Rennformat an diesem Wochenende besteht aus vier Rennen mit einer Distanz von je 100 km. Davon finden je zwei am Samstag und zwei am Sonntag statt. Die genauen Startzeiten kann man unserem TV-Planer entnehmen.

Des Weiteren möchte ich an dieser Stelle die Rennen der Pirelli World Challenge empfehlen, die im Rahmenprogramm der V8 Supercars stattfinden. Für sie wird auf der Homepage der Serie ein eigener Stream angeboten. Die Startzeiten der World Challenge findet ihr ebenfalls im TV-Planer.

Ausblick

Fern der Heimat scheint gerade Jamie Whincup kein Heimweh zu verspüren – im Gegenteil. Seit Bahrain 2008 fuhren die V8 Supercars 24 Rennen außerhalb Australiens, 16 dieser Rennen gewann Whincup. Zudem holte er neun von 21 möglichen Pole Positions. Sein Teamkollege Lowndes, mit 91 V8-/ATCC-Siegen Rekordhalter in dieser Statistik, hat mit einem Sieg in Bahrain 2007 gerade mal ein Rennen im Ausland gewonnen.

Doch auch mit Ford muss gerechnet werden. Zum einen, weil ihnen wie bereits erwähnt das Layout der Strecke entgegenkommen könnte, und zum anderen scheinen sie immer besser in Fahrt zu kommen, auch wenn es die bisherigen Resultate vielleicht anders widerspiegeln mögen. Zudem hat FPR mit Will Davison den Zweiten der Gesamtwertung in ihren Reihen.

Zum erweiterten Favoritenkreis zählen, wie im Grunde an jedem Wochenende, Bright und Coulthard von BJR, Tander und Courtney vom Holden Racing Team sowie Scott McLaughlin (GRM) und Shane van Gisbergen (Tekno).

Bei Nissan dürfte man ob der Top10-Ergebnisse aus Perth guter Dinge sein und man wird natürlich versuchen, die für einen Neueinsteiger sehr guten Resultate der Saison auch in Austin zu bestätigen. Für James Moffat, den besten Nissan-Mann in diesem Jahr, könnten mit etwas Glück die Top Fünf in Reichweite sein.

Für das Erebus-Mercedes-Team dagegen gilt es weiterhin, so viele Kilometer zu sammeln wie möglich, um die bisherige Anfälligkeit, den Verbrauch und den Reifenverschleiß besser in den Griff zu bekommen. Der neunte Platz von Maro Engel in Perth hat immerhin gezeigt, welches Potential der E63 hat.

TV- bzw. Live-Stream Zeiten

An der derzeitigen TV-Situation hat sich nicht sonderlich viel geändert, man wird sich also wieder nach den entsprechenden Alternativen umschauen müssen. Einen Livestream wird es auf der offiziellen Homepage der V8 Supercars geben. Dieser ist jedoch ab sofort kostenpflichtig. Für Europäer gäbe es noch die Möglichkeit via Premiersports.

 V8 Supercars: Vorschau Austin 400

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May 10 2013

15:00

V8 Supercars: Analyse Chill Perth 360

Der Barbagallo Raceway war am vergangenen Wochenende Schauplatz für die Saison-Läufe zehn bis zwölf der V8 Supercars. Bei der Rückkehr auf australischen Boden fand Red Bull Racing wieder in die Erfolgsspur zurück.

chill360 V8 Supercars: Analyse Chill Perth 360Aus den bisherigen neun Rennen der Saison standen für das in den letzten Jahren alles dominierende Team nur zwei Siege zu Buche: Craig Lowndes gewann das Auftaktrennen in Adelaide, während sein Teamkollege Jamie Whincup einen der vier Läufe in Pukekohe für sich entscheiden konnte. In Perth gelang ihnen nun ein “clean sweep” – sie gewannen gleich alle drei Rennen. Ganz anders lief das Wochenende hingegen für Erebus-Mercedes, die auf keinen grünen Zweig kamen. Einziger Lichtblick waren Platz 13 am Samstag und ein 14. Platz in Rennen drei am Sonntag. Dabei hatte das Wochenende für die Mannschaft um Betty Klimenko gar nicht schlecht begonnen.

Rennen 1

Im Qualifying für den am Samstag anstehenden 60/60-Sprint sorgte Maro Engel mit der neuntschnellsten Zeit für den bisher besten Startplatz eines Mercedes in dieser Saison. Seine Teamkollegen Lee Holdsworth und Tim Slade kamen zumindest noch auf die Plätze 14 und 20.

Vorne hingegen gab es das gewohnte Bild. Die ersten vier Plätze teilten sich die Holden von Red Bull und Brad Jones Racing, wobei Whincup die Pole Position herausfahren konnte, gefolgt von Jason Bright und Fabian Coulthard. Craig Lowndes startete von Platz vier.

Der Start zum ersten Sprint verlief eher ruhig. Whincup setzte sich gleich vorne ab, ihm folgte Bright auf Position zwei. Auch Lowndes erwischte einen guten Start und konnte Coulthard noch vor der ersten Kurve hinter sich lassen. Eine Runde später machte er auch mit Bright kurzen Prozess und jagte nun seinen Teamkollegen an der Spitze.

Weiter hinten im Feld ging es etwas hecktischer zur Sache. Erst kam Garth Tander (HRT), der nur von Platz 19 startete, nach einer Berührung mit Jonathon Webb (Tekno) in Turn 7 von der Strecke ab, drei Umläufe später erwischte es in Runde sechs an gleicher Stelle Will Davison (FPR) mit einem Reifenschaden. Der Ausflug und der folgende Boxenstopp warfen ihn zunächst ans Ende des Feldes zurück. Am Ende schaffte er es noch auf Platz 14.

Mark Winterbottom im zweiten FPR hatte da schon einen besseren Tag erwischt. Von Platz sechs gestartet fuhr er ein starkes Rennen und holte sich in der letzten Runde des ersten Sprints die beiden BJR-Holden von Bright und Coulthard und gleichzeitig Startplatz drei für das zweite Segment.

Maro Engel war inzwischen schon zurückgefallen und hielt auf Platz 16 einen regelrechten Zug bestehend aus sieben Autos hinter sich, als er sich erst gegen Tony D’Alberto (TDR), und nach dessen Fahrfehler, gegen Dean Fiore (LDM) wehren musste.

Kurz vor der Pause gab es in Runde 25 noch eine Schrecksekunde für Scott Pye (LDM), als er im Kampf um Position 20 einen wilden Abflug in der Zufahrt zu Turn 7 hatte. Ausgangs Turn 6 fuhren Pye, Rick Kelly (Nissan) und Tander zu dritt nebeneinander, wobei Pye die äußere Linie hatte. Die drei kollidierten und Tander und Pye kamen von der Strecke ab. Doch während Tander nach einem kurzen Ausritt wieder weiterfahren konnte, stellte sich Pyes Auto quer und er schoss mit 250km/h in die Wiese, wobei sein Wagen auch noch kurz abhob. Glücklicherweise kam es nicht zu einem Überschlag; es wäre Pyes zweiter schwerer Unfall innerhalb weniger Wochen gewesen. Sein Auto jedoch wurde bei diesem Zwischenfall in Mitleidenschaft gezogen und bei der anschließenden Reparatur verlor er eine Runde. Am Ende wurde er 28. und Letzter.

Nach einer kurzen Pause ging es mit einem Double-File-Restart und den zweiten 25 Runden weiter. Während die Spitze des Feldes einen gesitteten Start hinlegte, ging es im Duell um Platz acht hecktischer zur Sache, als Scott McLaughlin (GRM) sich mit einem sehr harten aber dennoch fairen Manöver in den “esses” an van Gisbergen (Tekno) vorbeidrückte.

Vier Runden später kam es dann zum rennentscheidenden Manöver: Lowndes überholte Whincup in Turn 1 – und sollte Platz eins bis zum Zieleinlauf nicht mehr hergeben.

Danach geschah nicht außerordentlich viel, bis Fabian Coulthard neun Runden vor Schluss ein Reifen platzte und ihm alle Chancen auf ein weiteres Podium nahm. Zu diesem Zeitpunkt war Coulthard Fünfter und kämpfte mit Bright und Winterbottom um Platz drei. So reichte es am Ende nur für Rang 27.

Kurz danach holte sich dann Winterbottom den letzten Platz auf dem Podium von Jason Bright. Der hatte eigentlich Druck auf Whincup gemacht, schaffte es aber nicht, den Red-Bull-Piloten zu überholen, ehe er selbst von Winterbottom kassiert wurde. Im Anschluss versuchte sich Winterbottom noch an Whincup, jedoch ohne Erfolg.

Das Rennen endete also mit dem 91. ATCC/V8-Supercars-Sieg von Craig Lowndes, der nun alleiniger Rekordhalter in dieser Statistik ist. Mark Skaife, der bisherige Rekordhalter und heutige Co-Kommentator von Seven, war dann auch einer der ersten, die Lowndes gratulierten.

Hinter Lowndes auf dem Podium landeten, wie bereits erwähnt, Whincup und Winterbottom. Vierter wurde Jason Bright, gefolgt von Alex Davison im zweitbesten Ford. Ein erneut gutes Rennen gelang Alex Premat (GRM), der Sechster wurde.

James Moffat und Michael Caruso konnten mit ihren Nissan die Plätze zehn und elf herausfahren, wobei vor allem die Leistung von Caruso hervorzuheben ist, der nur von Platz 25 gestartet war und in 50 Runden gleich 15 Konkurrenten überholte.

Tim Slade erreichte im besten Mercedes Platz 13; sein Teamkollege Holdsworth wurde noch 18., während Maro Engel im zweiten Sprint noch weiter zurückfiel und nur 25. wurde.

Highlights Rennen 1:

Ergebnis Rennen 1

 

Rennen 2

Von Rennen zwei gibt es etwas weniger zu berichten. Jason Bright, der vor Will Davison und Craig Lowndes von Platz eins gestartet war, konnte diesen aufgrund eines Problems an der Kupplung nicht halten und wurde beim Start bis auf Rang 4 zurückgereicht. Lowndes musste sogar noch auf den Rasen ausweichen, um dem nur sehr langsam losfahrenden Bright nicht ins Heck zu fahren, was ihn bis auf Platz acht zurückwarf. Am Ende der ersten Runde musste dann auch schon das Safety Car raus, da Lee Holdsworth in Turn 6 von David Wall (Britek) von der Strecke gedrückt wurde und man nun sein Auto aus Sand ziehen musste. Holdsworth sollte der einzige Ausfall des Rennens bleiben.

Beim Restart in Runde sieben führte also Will Davison das Feld an, gefolgt von Coulthard und Whincup, der von Platz fünf gestartet war. Dahinter lagen Bright auf vier sowie Winterbottom im zweiten FPR auf Rang fünf.

Ab Runde 17 kamen die Führenden nach und nach an die Box, um ihre Reifen zu wechseln, wobei Whincup und Winterbottom den Anfang machten. Einen Umlauf später folgten Will Davison, Coulthard und Lowndes, wobei letzterer der große Verlierer der Stopps war. Hinten links streikte ein Schlagschrauber und man bekam den Reifen nicht sofort runter. Am Ende sollte es für den Sieger des Vortages nur für den achten Rang reichen.

Jason Bright hielt es währenddessen am längsten aus der Spitzengruppe ohne Stopp aus und kam erst in Runde 23 zum Reifenwechsel. Eine Strategie, die sich auszahlen sollte, denn mit Reifen die nun sechs Runden frischer waren als die seiner Konkurrenten konnte Bright in Runde 31 erst an Will Davison vorbeigehen, vier Runden später auch an seinem Teamkollegen Coulthard.

Drei Runden vor Schluss holte sich Bright auch noch Platz zwei, indem er Mark Winterbottom in einem sehenswerten Manöver in Richtung Turn 7 niederringen konnte.

Jamie Whincup, der sich durch seinen Stopp die Führung holen konnte, halfen diese Zweikämpfe natürlich, und am Ende fuhr er einem ungefährdeten Sieg entgegen. Zweiter wurde, wie bereits erwähnt, Jason Bright, gefolgt von Mark Winterbottom. Coulthard und Will Davison komplettierten die Top fünf.

Erwähnenswert sind auch die Rennen von Dean Fiore und Alex Premat. Von Platz 22 bzw. 28 gestartet waren sie die einzigen, die im Rennen ohne Boxenstopp auskamen. Premat schaffte es so immerhin noch auf den 19. Rang; Fiore, der zwischenzeitlich in Führung lag, landete sogar auf einem ordentlichen 13. Platz.

Bester Nissan wurde nach einem eher unauffälligen Rennen erneut James Moffat auf Platz zehn; Tim Slade hingegen konnte als bester Mercedes nur den 23. Platz herausfahren. Maro Engel wurde 26. und Vorletzter.

Ergebnis Rennen 2

 

Rennen 3

Das letzte Rennen sah beide Red Bull in Startreihe eins (Whincup vor Lowndes), hinter ihnen reihten sich Winterbottom, Coulthard und McLaughlin auf.

Während Winterbottom sich beim Start an Lowndes vorbeischieben konnte, kollidierte weiter hinten Engel mit einem der HRT und kam von der Strecke ab. Und auch sonst lief es in Rennen 3 nicht gut für den Deutschen. Nach dem Abflug musste er wegen Motorproblemen noch mehrfach die Box aufsuchen.

In Runde 17 verteilte Engel zudem noch Öl oder Kühlflüssigkeit in Turn 7, was für etwas Chaos an der Spitze sorgen sollte. Whincup und Winterbottom, die als erste an die Stelle kamen, rutschten hintereinander in den Sand, was sie zu einem frühen Boxenstopp zwang.

Während bei Whincup alles glatt lief, gab es bei Winterbottom Probleme an einer Radmutter, die sich nicht vom rechten Vorderrad lösen ließ. Dies warf ihn zunächst weit zurück, nach einer Aufholjagd sprang für ihn dann aber noch der 12. Platz heraus.

Zwei Runden später kam es zur ersten Caution, als Caruso einen Reifen verlor und neben der Strecke zum Stehen kam. Whincup war nun trotz seines Ausritts der große Profiteur der nächsten Runden. Denn das komplette Feld nutzte die Safety-Car-Phase für seine Stopps, was Whincup wieder nach vorne spülte.

Der Restart erfolgte in Runde 25, jedoch sollte es nur drei weitere Umläufe brauchen, ehe das Safety Car erneut auf die Strecke musste. Russell Ingall (Walkinshaw Racing) und David Wall (Britek), die in Perth aus irgendeinem Grund in mehreren Sessions aneinander gerieten, machten zum letzten Mal am Wochenende Bekanntschaft miteinander und rodelten nach einer Kollision in Turn 6 von der Strecke.

In Runde 31 wurde das Rennen erneut freigegeben. Lowndes, der mittlerweile in Führung lag, hatte ausgangs Turn 7 zu viel Wheelspin, was Whincup sofort ausnutzte und sich so Platz eins zurückholte.

An der Reihenfolge sollte sich bis zum Fallen der karierten Flagge nichts mehr ändern, und so feierten die Red Bull ihren zweiten Doppelsieg des Wochenendes. Hinter ihnen wurde Jason Bright Dritter. Auf den Plätzen vier und fünf folgten Will Davison und David Reynolds in den bestplatzierten Ford. Ein tolles Rennen zeigte außerdem Chaz Mostert, der in der Vorwoche für den Rest des Jahres das Cockpit von Jonny Reid bei Dick Johnson Racing übernahm, und Zehnter wurde.

James Moffat wurde einmal mehr bester Nissan und landete auf Rang acht. Bester Mercedes wurde Lee Holdsworth auf Platz 14. Maro Engel kam insgesamt auf nur sieben gewertete Runden und schied aus.

Highlights Rennen 2 und 3:

Ergebnis Rennen 3

 

Weiter geht es bei den V8 Supercars am Wochenende vom 17. bis 19. Mai mit dem Austin 400 auf dem Circuit Of The Americas. Zum Abschluss gibt es an dieser Stelle wieder die Links zur Fahrer- und Teamwertung von den Kollegen von V8Dailydump.

 V8 Supercars: Analyse Chill Perth 360

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