Tumblelog by Soup.io
Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

February 17 2014

06:30

October 15 2013

11:24

NASCAR: Analyse Charlotte Oktober 2013 / Gedanken zur Aerodynamik / Status bei Michael Waltrip Racing

Da dominieren die Piloten von Hendrick Motorsports gemeinsam 313 von 334 Runden in Charlotte und am Ende gewinnt etwas überraschend Brad Keselowski. Bei nur vier Gelbphasen und einer Menge Green-Flag-Racing zeigte sich dieses Mal das große Problem des Sprint Cups vollumfänglich: die Clean- bzw. Dirty-Air beim Gen6!

NASCAR_NSCS_CMS_Brad_Keselowski_Win_BurnoutViel Spannung bot das letzte Nachtrennen der NASCAR-Saison nun wahrlich nicht auf, vor allem der zweiten Rennhälfte fehlten nahezu komplett die Cautions. Einige Gelbphasen hätten dem Rennen aber wirklich gut getan, wie man so schön sagt, denn mit der Hilfe von etwas Mystery-Debris wäre das Feld vermutlich nicht so weit auseinandergezogen worden. Zum Schluss befanden sich nur noch 13 Autos in der Führungsrunde, was man einer späten Caution zu verdanken hatte, sonst wären es maximal nur noch die Top10 gewesen. Das alles zeigte deutlich: Der Sprint Cup muss dringend die Aerodynamik des Gen6 überarbeiten! Doch darauf komme ich später im Artikel noch einmal zurück und werde ebenso auf die sich überschlagenden Ereignisse bei Michael Waltrip Racing eingehen. Zunächst lassen wir das Rennen vom Wochenende kurz Revue passieren:

325 Umläufe überbot man sich bei Hendrick Motorsports boxenstoppbereinigt an der Spitze des Feldes und ließ sich so sage und schreibe 313 von 334 möglichen Führungsrunden gutschreiben. Polesitter Jeff Gordon befand sich nur bis zur ersten Gelbphase in der Spitzenposition und übergab danach an Dale Earnhardt Jr, welcher allerdings mit Müll auf seinem Kühlergrill haderte und daraufhin Kasey Kahne passieren ließ. Weil Junior sein Debris an dessen Heck nicht abschütteln konnte, fiel er weiter zurück und probierte es schließlich erfolgreich bei Jimmie Johnson. Die so wichtige Track-Position war allerdings weg und weil die #88 später erneut etwas aufsammelte und ihr letztendlich in der Nacht das Handling abhandenkam, war im Jubiläumsrennen von Earnhardt leider nur Rang 15 drin.

An einer Fahrt in die Victory-Lane zeigten sich grundsätzlich Jimmie Johnson (130) und Kasey Kahne (138) am interessiertesten, die bis zur vierten, letzten und damit auch entscheidenden Caution in Runde 308 die meisten Umläufe in Führung verbracht hatten. Die Ausgangslage beim Auffinden des mysteriösen Debris präsentierte sich wie folgt: Johnson und Kahne verfolgt durch Kyle Busch und Matt Kenseth, die den Hendrick-Piloten als einzige Mitstreiter Konkurrenz bieten konnten. Dahinter lauerten Brad Keselowski und Jeff Gordon auf ihre Chance. Bei Kahne und Gordon versuchten es die Crew-Chiefs mit nur zwei neuen Reifen, was beide Fahrer vor Johnson, Kenseth, Busch und Keselowski in die erste Reihe für den Restart spülte.

Es folgte die einzig spannende Phase des Rennens – die Schlussphase über 23 Runden: Jimmie Johnson vergab seine Siegchance direkt beim Restart mit Übersteuern zwischen Turn 1 und 2. Zwar verlor er gleich einige Plätze, konnte sich aber bis zur karierten Flagge noch bis auf Rang 4 nach vorne arbeiten. Unterdessen fiel aber Jeff Gordon (7.) zurück, dem die nur zwei neuen Reifen weniger gut bekamen als seinem Teamkollegen an der Spitze. Sogar Kyle Busch (5.) und Kevin Harvick (6.) schoben sich noch an Gordon vorbei. Vorne lag plötzlich das Auto von Brad Keselowski wie ein Brett auf der Straße und so arbeitete sich der (nicht mehr lange) amtierende Champion zunächst nach fünf Runden an Matt Kenseth (3.) vorbei und fuhr anschließend Sturm auf Kasey Kahne, der zuvor noch vom Kampf um Position 2 profitieren konnte.

Mit seinen nur zwei neuen Reifen hatte Kasey Kahne (2.) aber schließlich keine Chance gegen den frischer bestückten Brad Keselowski, auch wenn sich beide Piloten rundenlang ein sehenswertes Duell lieferten. Neun Runden vor dem Ende war die Suppe dann ausgelöffelt und Keselowski das erste Mal in diesem Jahr in die Victory-Lane gefahren. Diesen Sieg hat Brad sich wirklich verdient, da er ihn auf der Rennstrecke erkämpfen konnte. Wie gut sein Penske-Ford in den Schlussrunden lag, zeigte seine Herkunft beim Restart. Innerhalb von nur 14 Runden fuhr er die blaue #2 von Rang 6 an die Spitze – eine beeindruckende Leistung! Dabei hatte er es auch im Rest des Rennens nicht einfach, da er von Startplatz 23 kam und bei einem Boxenstopp noch eine Strafe kassierte, weil er den Wagenheber eine Runde mit um die Strecke nahm.

Der Erfolg von Brad Keselowski war zudem der erste Sieg eines Nicht-Chase-Teilnehmers seit Kasey Kahne in Phoenix 2011. Weil die Playoff-Meute jedoch direkt hinter ihm einfuhr, ergab sich keine nennenswerte Verschiebung in der Meisterschaftstabelle. Diese ist aber am nächsten Wochenende in Talladega nahezu garantiert.

Vielleicht sollte ich unseren Debütanten Kyle Larson noch kurz erwähnen, der leider mit einem Motorschaden in Runde 247 ausschied. Larson konnte sich bis dahin allerdings exzellent verkaufen und hielt sich über weite Strecken der Nacht in den Top20 auf. Wenn er in Martinsville noch so ein gutes Resultat einfahren kann, muss ich meine Bedenken zu einem möglicherweise verfrühten Cup-Einsatz wohl zurückziehen.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden. Es folgt wie gewohnt die Übersicht zu den Punkteständen bei den Fahrern und in der Owner-Wertung (Achtung: Alles PDF-Dateien!).

Wie versprochen folgen nun noch einige Gedanken zum Thema Aerodynamik: Am Wochenende zeigte sich sehr deutlich, dass es derzeit nahezu unmöglich ist, den Führenden mit seinem Bonus der Clean-Air zu überholen. Erst wenn der Spitzenreiter selbst in die Dirty-Air der zu überrundenden Fahrzeuge gerät, bekommen die Verfolger wieder eine theoretische Chance. Das Problem ist dann nur, dass die Führung zu diesem Zeitpunkt bereits auf einige Sekunden angewachsen ist. Immerhin haben die NASCAR-Offiziellen dies erkannt und arbeiten derzeit fieberhaft an einer Verbesserung des Wettbewerbs auf der Strecke. Direkt nach dem Rennen in Charlotte fanden umfangreiche Testfahrten mit vielen Teams statt, bei denen insgesamt sieben Neuerungen evaluiert wurden.

Da die NASCAR sich häufig sehr bedeckt hält, was interne Prozesse angeht, gerieten bisher nur einige wenige Experimentierfelder an die Öffentlichkeit. So spielt man zurzeit mit veränderten Größen der Spoiler an Heck, Kofferraum und Dach. Nun ergibt sich allerdings ein Problem, denn natürlich produzieren diese Luftleitbleche eine Menge Dirty-Air, gleichzeitig sind sie aber äußerst wichtige Sicherheitsfeatures. So verhindern die Kofferraum- und Dachspoiler gemeinsam mit den Roof-Flaps, dass sich die Fahrzeuge bei einem Dreher jenseits von 150 mph plötzlich in die Luft erheben und überschlagen. Weiterhin stabilisieren sie gemeinsam mit dem Heckspoiler die Wagen in den Turns, damit die Autos diese Geschwindigkeiten überhaupt erst gefahrlos erreichen können.

Ob die NASCAR das Überholproblem also mit einem Spoiler-Tweaking lösen kann, bleibt abzuwarten. Zusätzlich steht daher auch die umstrittene minimale Fahrzeughöhe auf dem Prüfstand, für deren Einhaltung vor und nach dem Rennen die Teams Unsummen in Form von Spezialdämpfern und -federn ausgeben. Ich sehe derweil schon die ersten Boxenstopps misslingen, weil der Wagenheber plötzlich nicht mehr unter das Auto passt, denn die Grundidee ist klar: Im Normalfall möchte man das Auto so tief wie möglich auf die Strecke drücken, damit man durch die überströmende Luft ein Maximum an Downforce generieren kann. Grundsätzlich ist eine Liberalisierung hier wünschenswert, um die Kosten zu drücken. Dass aber weniger Dirty-Air hinten austritt, ist unwahrscheinlich.

Weiterhin sind übrigens Testfahrten auf dem Texas Motor Speedway geplant, einem weiteren 1,5-Meilen-Oval und damit dem Kernproblem des Gen6. Hoffen wir, dass es den NASCAR-Offiziellen bis zum Beginn der nächsten Saison gelingt, den Wettbewerb auf der Strecke zu verbessern. Ich sehe bei der Aerodynamik leider wenig Handlungsspielraum und würde stattdessen lieber auf mehr Variabilität beim mechanischen Grip setzen – sprich den Reifenhersteller Goodyear in die Pflicht nehmen.

Drunter und drüber geht es derzeit auch bei Michael Waltrip Racing, wo die Verantwortlichen nach dem Wochenende reinen Tisch machen wollten und sich prompt mit weiteren Schwierigkeiten konfrontiert sahen: 2014 wird MWR nun nach dem Ausstieg von Sponsor NAPA an der #56 nur noch mit zwei Vollzeitautos an den Start gehen. Den zugehörigen Piloten Martin Truex Jr hatte man ja zuvor schon für Verhandlungen mit anderen Teams mehr oder weniger freigestellt, da der dritte Wagen nur noch auf Teilzeitbasis eingesetzt werden soll, u. a. mit Teamchef Michael Waltrip im Daytona 500. Truex besitzt unterdessen glücklicherweise eine gute Chance, bei Furniture Row Racing einzusteigen, die immer noch auf der Suche nach einem Ersatz für den scheidenden Kurt Busch sind.

Dann kam die Nachricht oder sagen wir besser Hiobsbotschaft, dass Brian Vickers mindestens bis zum Saisonende ausfällt, da bei einem medizinischen Check ein Blutgerinnsel in seiner rechten Wade gefunden wurde. Da die Ärzte ihn sofort auf blutverdünnende Medikamente setzten, darf er aufgrund des erhöhten Risikos bei einem etwaigen Unfall und dabei möglicherweise auftretenden Blutungen selbstverständlich kein Rennauto mehr bewegen.

Für Vickers ist dies unterdessen keine unbekannte Diagnose, da er schon 2010 ein halbes Jahr aufgrund von Blutgerinnseln in Lunge und Beinen aussetzen und sogar eine Herz-OP über sich ergehen lassen musste. Die gute Nachricht ist aber, dass die Ärzte nur von einem vergleichsweise kleinen Rückschlag ausgehen und für 2014 positiv gestimmt sind. In Talladega wird Michael Waltrip die #55 planmäßig pilotieren, die Bekanntgabe eines Ersatzmannes für den Rest des Jahres steht allerdings noch aus. An dieser Stelle wünschen wir Brian eine schnelle Genesung!

nascar_nscs_cms_goo_goo_dolls_concert_101213_1 NASCAR_NSCS_CMS_Goo_Goo_Dolls_Concert_101213_2 NASCAR_NSCS_CMS_101213_Gordon_Lead NASCAR_NSCS_CMS_Green_Flag_101213 NASCAR_NSCS_CMS_101213_Gordon NASCAR_NSCS_CMS_101213_Jimmie_johnson_Pit_Stop NASCAR_NSCS_CMS_101213 NASCAR_NSCS_CMS_101213_Hamlin NASCAR_NSCS_CMS_101213_Kyle_Busch NASCAR_NSCS_CMS_101213_Mark_Martin NASCAR_NSCS_CMS_101213_Matt_Kenseth NASCAR_NSCS_CMS_101213_Larson NASCAR_NSCS_CMS_101213_Keselowski_Burnout NASCAR_NSCS_CMS_Brad_Keselowski_Win_Burnout NASCAR_NSCS_CMS_Brad_Keselowski_Win

390 total views, 390 views today

The post NASCAR: Analyse Charlotte Oktober 2013 / Gedanken zur Aerodynamik / Status bei Michael Waltrip Racing appeared first on Racingblog.

flattr this!

August 20 2013

06:15

NASCAR: Analyse Michigan August 2013

Michigan offenbarte sich als Taktik-Klassiker, bei dem es am Ende auf den richtigen Benzinverbrauch ankam. Viele Piloten mauserten sich im Verlauf zu Siegkandidaten, doch nach 200 Runden stand dann wieder der Polesitter Joey Logano ganz vorne und fuhr in die Victory-Lane – auch weil andere Hochkaräter patzten.

289369Mit seinem ersten Saisonsieg brachte sich Joey Logano recht überraschend für die Chase-Qualifikation in Stellung. Bei den Wildcards hat er nun ein gewichtiges Wörtchen mitzureden und um die Top10 herum bewegen sich ja auch schon einige andere Fahrer mit nur einem einzigen Jahreserfolg. Das Endergebnis von Michigan sorgte somit nicht gerade für Klärung auf den Playoff-Positionen, denn Platz 8 und 15 trennen immer noch nur 31 Punkte. Unterdessen bekommen die Piloten von Hendrick Motorsports – mit Ausnahme von Jimmie Johnson – so langsam schlechte Karten, weil der Top-Rennstall der NASCAR sich am Wochenende ähnlich wie bei der ersten Michigan-Ausgabe im diesem Jahr ein Volldebakel lieferte. Einzig Kasey Kahne konnte zum Schluss konstant in die Top10 vordringen.

Der Tag startete erst einmal unglaublich zäh und Jeff Gluck traf es mit seinem Tweet wohl am besten: Der besagte sinngemäß, das Rennen fühle sich an, als ob jemand nach den ersten Kilometern einer längeren gemeinsamen Autofahrt schon zum ersten Mal aufs Klo müsse. Selten so gelacht! In den ersten 17 Runden brachten es die Sprint-Cup-Asse auch mal direkt auf drei Cautions. Zuerst drehte sich Clint Bowyer in Turn 4, danach crashte David Reutimann in Turn 2. Umlauf 14 brachte anschließend einen Dreher von Tony Stewarts Ersatzmann Austin Dillon, welcher dabei noch den unbeteiligten JJ Yeley abräumte.

Als endlich etwas Ruhe ins Rennen kam, zeigten Jimmie Johnson, Kurt Busch und auch der Michigan-Spezi Dale Earnhardt Jr an der Spitze ihr Können. Nun begann jedoch die Hendrick-Farce mit einem Motorschaden bei Jimmie Johnson. Die #48 war schon recht früh einmal an der Box, um ein Problem am Motor checken zu lassen. Nach einem erneuten Aufenthalt bei der Pitcrew drohte aber das Chevrolet-Aggregat mit einem Generalstreik und so musste Johnson seinen Wagen mit nur noch sieben Zylindern in der Garage abstellen. Ganz so schlimm ist dies für den fünfmaligen Meister aber nicht, denn immerhin hat er bereits sein Chase-Ticket für dieses Jahr gelöst.

Auch für seinen Teamkollegen Dale Earnhardt Jr lief es in der Folge nicht besser: Am Sonntag erwiesen sich die Goodyear-Reifen wieder einmal nicht als sonderlich belastbar. Es stellt sich hier die Frage, ob die Pneus des Einheitsherstellers wie im Juni-Rennen mit den hohen Geschwindigkeiten zu kämpfen hatten oder ob die Teams mit sehr optimistischen Sturzwerten an den Start gegangen waren. Jedenfalls erwischte es in Runde 136 Juniors rechten Vorderreifen in Turn 2, was ihn direkt in die Mauer beförderte. Für seine Chase-Ambitionen war dies sicherlich ein erheblicher Dämpfer, auch wenn er weiterhin mit einem Polster von 20 Punkten auf den Cut die siebte Platzierung in der Meisterschaft belegt. Earnhardt darf sich solche Ausfälle wie in Watkins Glen oder Michigan echt nicht noch einmal leisten.

Zu diesem Zeitpunkt begann die entscheidende Phase des Rennens, welche Joey Logano nach dem Restart der Earnhardt-Caution in Führung sah. Dort hielt er sich auch über die nächste Gelbphase in Runde 150 hinweg, welche Bobby Labonte durch seinen Dreher in Turn 4 auslöste. Für das Schließen des Benzinfensters war es allerdings an dieser Stelle noch zu früh, da die Teams mit maximal 40 Umläufen für einen Fuelrun rechneten. Als Kyle Busch nur wenige Runden später schließlich Caution #8 von 9 auslöste, war der Restverbrauch bis zur Zielflagge in realistischen Reichweite gerückt. Bis auf Brad Keselowski, Mark Martin, David Ragan und Aric Almirola holten sich alle Piloten an der Spitze ihren finalen Splash ab. Hinter dem Quartett sortierten sich Joey Logano und Kevin Harvick ein. Damit war der Benzinkrimi quasi eröffnet.

Weil Kyle Busch sich in Runde 174 erneut drehte, bekamen die Pokerspieler eine letzte Gelegenheit, ganz sicher zu gehen. Mark Martin wagte jedoch einen All-in und blieb auf der Strecke. Beim finalen Restart lieferte er sich ein tolles Three-Wide-Duell mit Kevin Harvick und Joey Logano, wobei er seine Führung behalten konnte. Die Rechnung konnte aber nicht hinhauen und so rollte Martin erstaunliche drei Runden vor dem Ende des Rennens ohne Benzin aus. Dass er es bis dahin geschafft hatte, war schon eine erstaunliche Einsparleistung, immerhin hatte er seinen Verbrauch auf 47 Umläufe mit einem Tank gestreckt. Glücklicher aber verdienter Abstauber war daraufhin natürlich Joey Logano, der sogar noch genügend Sprit für seine Siegerdonuts an Bord der #22 wissen konnte.

Hinter Joey Logano sortierten sich Kevin Harvick und ein erneut stark auffahrender Kurt Busch ein. Busch hatte mit seinen 43 Führungsrunden wieder einmal wirklich ernsthafte Chancen auf den ersten Saisonsieg. Die Top5 komplettierten Paul Menard und Clint Bowyer. Ein Top10-Ergebnis sicherten sich Marcos Ambrose, Kasey Kahne, Jeff Burton, Greg Biffle und Carl Edwards. Generell fiel dabei auf, dass am Ende diejenigen Piloten vorne landeten, welche das unauffälligste Rennen fuhren. Juan Pablo Montoya legte einen soliden Nachmittag auf den Asphalt und wurde Elfter vor Brad Keselowski.

Bei Hendrick Motorsports überraschte übrigens auch Jeff Gordon mit einem unterirdischen Rennen. Er hielt sich zwar aus allem Ärger raus, verlor aber gerade bei den Restarts immer wieder massiv an Boden und landete somit trotz vorheriger Kampfansage nur auf Rang 17. So wird das in diesem Jahr nichts mit dem Chase für den viermaligen NASCAR-Meister. Debakel-Farce²!

Die Aufarbeitung der Punktetabelle überlasse ich meinem Kollegen Steffen für die Bristol-Vorschau am Freitag, da dieser Artikel sich bereits der magischen, selbstgesteckten 1000-Wörter-Grenze nähert und Steffen sicher ohnehin darauf eingehen wird. Daher schauen wir an dieser Stelle noch kurz auf die jüngsten, interessanten Neuigkeiten aus dem Sprint Cup:

- Am Montagabend wurde bestätigt, dass Mark Martin für den Rest der Saison bei Stewart-Haas Racing unterkommen wird, um den verletzten Tony Stewart zu ersetzen. Bis auf Talladega, wo Austin Dillon am Steuer sitzen soll, pilotiert Martin die #14 dann also bis einschließlich Homestead.

- Die Lücke bei Michael Waltrip Racing schließt derweil Brian Vickers, der damit einen prima Einstand für seine beiden folgenden Vollzeitsaisons in der #55 geben kann. Auch hier ergibt sich für Talladega eine Ausnahme: Michael Waltrip bestreitet nicht zuletzt aufgrund von Sponsorenverpflichtungen das letzte Restrictor-Plate-Rennen der Saison in seinem eigenen Team.

Und noch ein großes, echt dickes Gerücht: Kurt Busch soll ein Angebot von Stewart-Haas Racing auf dem Tisch liegen haben, 2014 einen vierten (!) SHR-Chevrolet zu fahren. Mitbesitzer Gene Haas würde den Einsatz von Busch sogar komplett aus eigener Tasche bezahlen – bei kolportierten 20 Millionen US-Dollar pro Saison in einem Top-Team natürlich wahrlich kein Pappenstiel. Ärgern dürfte das Ryan Newman, dem man zuvor gesagt hatte, ein viertes Auto wäre nicht drin.

Unterdessen wird in den USA übrigens auch so langsam meine Idee eines gemeinsamen Einsatzes von Mark Martin und Kyle Larson in der #42 von Earnhardt-Ganassi Racing aufgegriffen.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den Punkteständen bei den Fahrern und in der Owner-Wertung (Achtung: Alles PDF-Dateien!).

Notiz am Rande: Diverse (auch überspitzte) Äußerungen (z. B. “Debakel-Farce²”) sind in meiner Analyse dieses Mal eher als Satire anzusehen. Die Gründe dafür dürften bekannt sein!

289346 289347 289348 289362 289349 289355 289368 289350 289351 2013_NSCS_Michigan2_Sunday_No22RaceAction_081813 2013_NSCS_Michigan2_Sunday_CheckeredFlag_081813 2013_NSCS_Michigan2_Sunday_BurnOut_081813 289369 289363 289367

188 total views, 172 views today

The post NASCAR: Analyse Michigan August 2013 appeared first on Racingblog.

flattr this!

June 18 2013

06:15

NASCAR: Analyse Michigan Juni 2013

Das Rennen am Sonntag war definitiv keines, bei dem es sich lohnte, das Feld anzuführen. Nahezu alle Siegkandidaten wurden nacheinander eliminiert, vor allem bei Hendrick Motorsports erlebte man ein komplettes Debakel. Der lachende Drölfte war am Ende Greg Biffle, der den 1000. NASCAR-Sieg für Ford holte.

287152In Michigan konnte die NASCAR wie erwartet ein ganz ansehnliches Rennen produzieren, jedoch fingen sich Goodyear und TNT erneut eine Menge Hohn und Spott ein: In der Nacht von Samstag auf Sonntag hatte es an der Strecke geregnet, weshalb die Piloten mit einer komplett grünen Strecke beginnen mussten. Die Offiziellen setzten zur Sicherheit eine Competition-Caution in Runde 20 an, um den Teams die Möglichkeit zur Kontrolle der Reifen zu geben und danach war schnell klar, wohin die Reise gehen sollte. Die meisten Reifen zeigten nämlich keinen signifikanten Verschleiß, sodass Two-Tire-Stops über weite Teile des Rennens das Mittel der Wahl darstellten. Die Strecke nahm somit auch nur wenig Gummi an, was einige Fahrer besonders früh am Nachmittag in arge Probleme brachte. Im Finale löste sich die Eisenvariante von Goodyear bei erhöhter Beanspruchung zu allem Überfluss auch noch recht schnell auf.

Davon wird besonders Jimmie Johnson ein Liedchen singen können, der eindeutig über das schnellste Fahrzeug im Feld verfügte, zum Schluss aber erneut glücklos in Michigan blieb. Damit war er bei Hendrick Motorsports weiß Gott nicht alleine, denn die komplette Spitzentruppe von Rick Hendrick gab für den Fernsehzuschauer ein debakel-farciges DNF-Konzert zum Besten und reihte sich damit nahtlos in die Regiekünste von TNT ein. Naja gut, Jeff Gordon hat angefangen, wenn man es ganz genau nehmen will und zu diesem Zeitpunkt war die TV-Übertragung auch noch ganz in Ordnung. Während Gordon in Runde 7 dem übersteuernden Bobby Labonte nicht mehr ausweichen konnte, wartete TNT mit der Werbung brav auf die Gelbphase. Für die #24 war das Rennen daraufhin mehr oder weniger beendet, insgesamt 52 Runden konnte das Team nach einer ewig langen Reparaturpause noch abspulen.

Kurz darauf machte auch Kurt Busch seine Erfahrungen mit der grünen Strecke und bereitete seinem guten Start in Führung liegend ein jähes Ende. Nach dem Dreher musste man auch an der #78 den Hammer und das Klebeband rausholen, wodurch Platz 35 das höchste der Gefühle bleiben sollte. Dann entglitt TNT die TV-Übertragung zusehends, weil offenbar der zuständige Regisseur den Zufallsgenerator für Werbepausen einschaltete, um sich einen Kaffee zu holen. Dumm nur, dass er sich dabei aus dem Ü-Wagen aussperrte. So oder so ähnlich lässt sich das anschließende Wirr-Warr ganz gut erklären. TNT hat echt gut angefangen, verpasste dann aber wieder Boxenstopps unter Gelb (also mit Ansage), kehrte daraufhin kurz zurück, ohne etwas aufzulösen und ging wieder in die Werbung. Dieses Mal habe ich mitgezählt und vier Werbeblöcke in 15 Minuten ermittelt, die jeweils 3 Minuten lang waren.

Ganz übel wurde es dann gegen Rennmitte, als bei Kasey Kahne ein Teil an der Aufhängung brach oder der rechte Vorderreifen nachgab – so richtig sicher war man sich beim Team mit der #5 anschließend selbst nicht. TNT blieb jedoch trotz des echt heftigen Einschlags einfach stur in der Werbepause, während FOX und ESPN mit absoluter Sicherheit sofort wieder auf Sendung gegangen wären; hat man ja auch oft genug gesehen. Kahne lag zu diesem Zeitpunkt übrigens ebenfalls in Führung und war somit nach Busch der zweite Lap-Leader, den es hart traf. Sein Rennen war natürlich sofort vorbei, denn die letzte Amtshandlung von Kahne war es, die brennende #5 per Knopfdruck mit dem Bordfeuerlöscher zu behandeln.

Daraufhin setzte sich zu Beginn der zweiten Rennhälfte Dale Earnhardt Jr. unter dem Jubel der Massen an die Spitze und konnte gemeinsam mit Jimmie Johnson – wie schon zuvor Kasey Kahne – zeigen, dass die Hendrick-Wagen am Sonntag vom Speed her das Maß aller Dinge darstellten. Leider setzte sich der Leader-Fluch fort und so erwischte es in Runde 132 dann ohne Vorwarnung auch Junior. Bei ihm war jedoch ein Motorschaden Schuld an der nicht performancegerechten Zielankunft. Earnhardt hatte wirklich kaum Zeit zu reagieren, denn nachdem er den ersten Zylinder verlor, dauerte es keine zwei Runden, bis die #88 komplett in einer weißen Rauchwolke verschwand. Schade, denn in Michigan wäre wieder einmal ein Sieg für Junior möglich gewesen.

Nun übernahm Jimmie Johnson kurz das Ruder, holte sich unter Gelb an der Box jedoch vier anstatt zwei neue Reifen ab und musste danach aus den Top20 neu angreifen. Johnson arbeitete sich recht zügig nach vorne durch, wurde aber erneut von einer Gelbphase aufgehalten. Diese achte und letzte Caution fiel unglücklicherweise mitten in die letzte Serie von Green-Flag-Pitstops und brachte das Feld etwas durcheinander. In Führung befand sich zu diesem späten Zeitpunkt Greg Biffle, der den Platz an der Sonne von seinem Teamkollegen Carl Edwards geerbt hatte. Edwards selbst begann kurz zuvor den Boxenstoppreigen, weil sein Ford langsam aber sicher überhitzte und war nun durch die plötzliche Gelbphase wenigstens in den Genuss des Lucky-Dogs gekommen.

Bei Jimmie Johnson tankte man die #48 randvoll und verlor dadurch erneut einige Plätze, die der Fahrer nun mit zwei neuen Reifen auf der Strecke zurückzuerobern hatte. Während also vorne Greg Biffle gefolgt von Kevin Harvick seine Runden abspulte, überforderte Johnson bei seiner zweiten Jagd durchs Feld endgültig die Goodyears. Nachdem er sich an Harvick vorbeigesetzt hatte und von Biffle auf Distanz gehalten wurde, verabschiedete sich der rechte Vorderreifen am Johnson-Chevy, was ihn natürlich schlagartig aus der Entscheidung nahm. Weil keine weitere Cautions ausgerufen wurde, konnte Biffle vorne seinen ersten Saisonsieg und damit den 1000. Erfolg von Hersteller Ford in der NASCAR unter Dach und Fach bringen.

Mal schauen, ob sich Greg Biffle damit etwas in den Chase-Regionen festsetzen kann, wo er nun den achten Platz belegt. In der Vorschau vermutete ich ja schon, dass Michigan so etwas wie der Turnaround werden könnte. Ob das natürlich auch für das nächste Rennen in Sonoma gilt, bleibt abzuwarten. Biffle ist ja nun nicht der klassische Road-Warrior, aber auch die Oval-Spezies haben in den letzten Jahren eine Menge auf den Rundstrecken dazugelernt. Enttäuscht verlief der Sonntag wie erwähnt für Hendrick Motorsports, die mit Jimmie Johnson (28.), Dale Earnhardt Jr (37.), Kasey Kahne (38.) und Jeff Gordon (39.) einen De-facto-Totalausfall hinlegten.

Hinter Biffle komplettierten Kevin Harvick, Martin Truex Jr., Kyle Busch und Tony Stewart die Top 5. Busch zeigte nach einer Strafe zu Beginn des Rennens eine gute Aufholjagd und Stewart unterstrich mit Rang 5 den Erfahrungsgewinn bei den zurückliegenden Testfahrten seines Teams. Die Top 10 rundeten Matt Kenseth, Clint Bowyer, Carl Edwards, Joey Logano und Jeff Burton ab. Ebenfalls lobenswerte Ergebnisse holten Austin Dillon als Elfter und Danica Patrick als starke Dreizehnte hinter Brad Keselowski. Irgendwie blieb aber am Ende das Gefühl, dass die meisten Fahrer nur deshalb so weit vorne gelandet sind, weil man bei Hendrick Motorsports so grandios desaströs die Top-5-Resultate am laufenden Band aufgeben musste.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den Punkteständen bei den Fahrern und in der Owner-Wertung (Achtung: Alles PDF-Dateien!).

287138 287155 287139 287144 287140 170697225 170699928 170700165 287156 287148 287149 287151 287152 170702034 170705554

184 total views, 168 views today

The post NASCAR: Analyse Michigan Juni 2013 appeared first on Racingblog.

flattr this!

August 21 2012

06:15

NASCAR: Analyse Michigan August 2012

In Michigan lieferte der Sprint Cup endlich mal wieder ein solides Rennen ab – das musste man seit Anfang der Saison ja des Öfteren vermissen. Es steckte viel Dynamik in Form von alternativen Strategien, vielen Gelbphasen und Führungswechseln im Nachmittag. Am Ende blieb etwas überraschend Greg Biffle siegreich, doch das lag vor allem am Favoritensterben.

Die Eckdaten vom Sonntag lauten: 8 Cautions (6 davon wegen Drehern), 26 Führungswechsel unter 13 Fahrern, 3 Motorschäden und einige geplatzte Reifen! So ein Rennen hatte man in der obersten NASCAR-Liga schon länger nicht mehr zu sehen bekommen. Bis zum Anfang des Jahres war sowas eigentlich die Norm und in Michigan fand die Serie endlich mal wieder zu ihrer gewohnten Dynamik zurück. Das Schöne daran ist, dass ich mir aufgrund der vielen Vorkommnisse sogar den Luxus leisten kann, komplett auf eine Analyse der unterschiedlichen Spritstrategien zu verzichten. Durch die häufigen (und auch späten) Cautions hatte eigentlich jeder Fahrer irgendwann eine günstige Gelegenheit zum Tanken, weshalb im Finale alle Autos wieder in derselben Sequenz fuhren. Dies war auch der Grund, warum man so viele unterschiedliche Piloten an der Spitze sah, doch einer hatte das Rennen bis ins zweite Viertel hinein eigentlich recht deutlich im Griff:

Mark Martin – der alte Mann und das Meer sein Auto kämpfen gegen das Unrecht! (oder so ähnlich) – führte bis in Runde 64 geschlagene 54 Umläufe von der Pole-Position aus an und schwang sich damit früh zum großen Favoriten auf den Sieg empor. Ein schwerer Unfall, bei dem glücklicherweise niemand verletzt wurde, beendete diese Serie leider jäh: Martin wurde gerade von Kasey Kahne (3.) verfolgt, als direkt davor die beiden Wagen von Bobby Labonte (22.) und Juan Pablo Montoya (mehr zu ihm später) zur Überrundung anstanden. Plötzlich wurde Labonte völlig ohne Berührung durch Montoya aero-loose, was einen typischen Auffahrunfall auslöste, in dessen Folge Martin zunächst auf die #42 krachte und anschließend vom ebenfalls mit voller Kraft bremsenden Kahne in die Boxengasse abgeschossen wurde.

Dort passierte dann einer dieser fürchterlichen „Freak-Accidents“, die eigentlich keiner voraussehen kann: Die #55 schlug seitlich und nur knapp hinter dem Fahrersitz in die spitze, offene Stelle einer Garagenzufahrt der Boxenmauer ein. Zum Glück wurde der Fahrersitz nicht direkt getroffen und außerdem hatte Mark Martin die Geschwindigkeit durch einige Dreher schon recht weit verringern können. Allerdings reichte die Aufprallenergie dafür aus, einen Öltank in Fetzen zu reißen, der ein kleineres Feuer auslöste und den Pitstall von Kasey Kahne komplett einschmierte. Zur genauen Ansicht gibt es an dieser Stelle noch ein Video von diesem außergewöhnlichen Unfall, für den ESPN sogar frühzeitig aus der Werbung zurückkehrte:

Danach wurde es bis zum Finale etwas unübersichtlich, da aufgrund der unterschiedlichen Strategien insgesamt sechs weitere Fahrer mehr als zehn Führungsrunden absolvieren konnten. Während die anderen beiden Piloten von Michael Waltrip Racing – Clint Bowyer (7.) und Martin Truex Jr (10.) – nur kurz an die Form ihres verunfallten Teamkollegen anknüpfen konnten, qualifizierten sich vorne Jimmie Johnson, Greg Biffle, Brad Keselowski sowie Dale Earnhardt Jr für den Rennsieg. Johnson verfügt dabei über das schnellste Auto im Feld, brachte die #48 aufgrund des nicht entscheidenden Strategiewirrwarrs jedoch nur 23 Mal als ersten Wagen über die Linie.

Die Führung holte sich Jimmie Johnson zum letzten Mal in Runde 190 – also zehn Runden vor Schluss – von Brad Keselowski, nachdem der Dauermeister beim vorletzten Restart in Umlauf 187 als Zweiter ins Finale gegangen war. Eine abschließende Caution stand dem Feld aber noch ins Haus und jene sollte ausgerechnet Johnson auslösen, als sich an der #48 der Chevrolet-Motor in die Ahnengalerie verabschiedete. Das war eine ganz unglückliche Situation, da das Aggregat nur noch sechs Runden vor sich hatte und zudem extra noch nach dem Qualifying ausgetauscht wurde. Johnson startete deshalb übrigens vom Ende des Feldes ins Rennen.

Dieses Missgeschick wäre natürlich isoliert schon ziemlich schlimm gewesen, doch eigentlich war es nur das Sahnehäubchen auf dem Michigan-Schrottplatz der Hendrick-Chevrolet-Motorenschmiede: Vor Jimmie Johnson (27.) kamen nämlich schon Tony Stewart (32.) und Jeff Gordon (28.) einzelne Zylinder abhanden, was natürlich DER Einsatz schlechthin für die Ventilfeder-Animation in Tim Brewers Tech-Garage gewesen wäre. Ansonsten bleibt hier nur zu bemerken, dass die hohen Geschwindigkeiten auf dem neuasphaltierten 2-Meilen-Oval wohl einen zu extremen Anspruch an die Aggregate von Rick Hendrick gestellt haben. Dass dann 50% der im Rennen befindlichen Motoren ausfallen, darf aber echt nicht passieren!

Doch neben den Motoren gab es noch weitere Themen, wie z. B. die Reifen:

Recht früh während der ESPN-Übertragung bekam man ein Paradebeispiel von optimal verschlissenem Gummi präsentiert, welches zwei komplette Fuelruns auf der Innenseite durchgestanden hatte. Nach den zusätzlichen Reifentests von Goodyear war aber auch klar, dass der Hersteller absolute Holzreifen mit an die Strecke bringen würde, um bei den sehr hohen Geschwindigkeiten jenseits der 200 mph eine Blasenbildung wie im Juni zu verhindern. Dennoch kam es später im Rennen zu einigen Reifenplatzern, welche den durchaus prominenten Fahrern Matt Kenseth (17.), Trevor Bayne (24.) sowie Juan Pablo Montoya (26.) den Nachmittag ruinierten. Sowas kann aber auch in einer zu aggressiven Fahrwerksabstimmung begründet liegen, welche einerseits höhere Temperaturen und/oder andererseits ungleichmäßige Abnutzung bewirkt haben könnte.

Juan Pablo Montoya hatte ohnehin wieder einen bescheidenen Tag und geriet mit Joey Logano (31.) aneinander, welchen er umdrehte. Dabei sah es so aus, als wenn beide Seiten mit etwas defensiverer Fahrweise diesen Unfall hätten verhindern können. Meiner Meinung nach trägt keiner die Alleinschuld daran, da sich beide Autos gleichzeitig auf ein gemeinsames Zentrum zwischen der oberen und der unteren Linie zubewegten. Trevor Bayne löste übrigens die vorletzte Caution in Runde 180 aus, welche die unterschiedlichen Spritstrategien wieder zusammenführte.

Zurück zum finalen Sprint: Der Restart nach der Johnson-Gelbphase war wegen der Ölspur und längeren Säuberungsarbeiten schon zum ersten Versuch eines Green-White-Checkered-Finishes befördert worden, zu dem jetzt Brad Keselowski und Greg Biffle in Reihe 1 gefolgt von Dale Earnhardt Jr (4.), Carl Edwards sowie Kasey Kahne antraten. Letzterer brannte einen grandiosen Run in den Asphalt, da er sofort Three-Wide die zweite Startreihe hinter sich ließ und Keselowski um Platz 2 herausforderte. Derweil konnte Biffle vorne enteilen und sich bis zur karierten Flagge in der Spitzenposition halten. Teamkollege Carl Edwards (6.) verlor unterdessen noch einen Platz an einen stark auffahrenden Marcos Ambrose (5.).

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den Punkteständen bei den Fahrern und in der Owner-Wertung (Achtung: Alles PDF-Dateien!).

Dort hat sich nicht zu viel verändert: Jimmie Johnson musste seine Führung an Greg Biffle abgeben und außerdem zogen auch gleich Matt Kenseth sowie Dale Earnhardt Jr wieder an der #48 vorbei. Für Biffle bringt der zweite Saisonsieg natürlich drei weitere Bonuspunkte im fast sicheren Chase. Die Wildcard-Situation hat sich nicht grundlegend verändert, hier befindet sich immer noch Ryan Newman mit einem Erfolg hinter Kasey Kahne, welcher über deren zwei verfügt. Kahne konnte aber seinen Rückstand auf den zehntplatzierten Denny Hamlin weiter verringern, dieser beträgt jetzt nur noch 33 Punkte.

2012_Michigan_Aug_NSCS_Mark_Martin_prerace 2012_Michigan_Aug_NSCS_Kid_Rock_start_engines 2012_Michigan_Aug_NSCS_race_start 2012_Michigan_Aug_NSCS_fans_cheer_start 2012_Michigan_Aug_NSCS_Mark_Martin_on_track 2012_Michigan_Aug_NSCS_Mark_Martin_accident 2012_Michigan_Aug_NSCS_Dale_Earnhardt_Jr_leads_Jimmie_Johnson 2012_Michigan_Aug_NSCS_Greg_Biffle_three_wide 2012_Michigan_Aug_NSCS_Greg_Biffle_leads 2012_Michigan_Aug_NSCS_Greg_Biffle_crosses_finish_line 2012_Michigan_Aug_NSCS_Greg_Bifle_burnout 2012_Michigan_Aug_NSCS_Greg_Biffle_Victory_Lane 2012_Michigan_Aug_NSCS_Greg_Biffle_champagne

flattr this!

August 05 2011

06:19

NASCAR: Vorschau Pocono August 2011

Nach dem Klassiker von Indianapolis geht es an diesem Wochenende in Pocono weiter, wo das zweite Saisonrennen des nicht unumstrittenen Triovals auf dem Programm steht. Die Juni-Ausgabe gewann Jeff Gordon vor den Busch-Brüdern und der viermalige Meister sollte auch am Sonntag nach seinem zweiten Platz in Indy wieder der Favorit auf die Fahrt in die Victory Lane sein.

Zwei Mal im Jahr ist der Sprint Cup auf dem aTwitter präsentierte er einen ziemlich dicken Knöchel</a> (nicht gebrochen) und das Nationwide-Rennen wurde schon mal vorsichtig an Sam Hornish Jr weiterdeligiert. Laut eigener Aussage ist Keselowski “cleared to race”, aber dafür muss er den Fuß auch erstmal in einen feuerfesten Schuh bekommen. Bilder vom Ausmaß des Unfalls stellte Jimmie Johnson <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">hier, hier</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">hier bereit. Kurt Busch sehe ich dagegen nach wie vor als Siegkandidaten in Pocono.

Etwas Neues gibt es von der Vertrags-Front zu vermelden: Carl Edwards hat endlich einen neuen Vertrag unterschrieben und zwar erneut bei Roush-Fenway Racing, wie gestern bekannt geworden ist. Damit löst sich ein ganz großer Teil der Silly-Season sofort in Luft auf, denn weil Edwards nicht zu Joe Gibbs Racing geht, wird dessen Platz bei RFR nicht frei. Dieses hätte wiederum eventuell Clint Bowyer bekommen können, der dann bei RCR von Juan Pablo Montoya ersetzt worden wäre. Puh, ziemlich kompliziert, aber nun hinfällig. Bleibt nur noch zu fragen, wo Mark Martin und Brian Vickers im nächsten Jahr fahren. Kommt die Übernahme von Red Bull Racing durch General Manager Jay Frye tatsächlich zu Stande, dann gibt es keine Probleme. Ansonsten habe ich für Vickers einen tollen Vorschlag: Warum bewirbt er sich nicht um das vierte Cockpit bei Joe Gibbs Racing? Und Mark Martin könnte prima zu Stewart-Haas Racing gehen, denn:

Danica Patrick steht offenbar kurz vor der Bekanntgabe ihres NASCAR-Wechsels. Mehrere Personen, welche die Verhandlungen verfolgen, gehen davon aus, dass Patrick 2012 nur noch das Indy 500 bei den IndyCars verbringen wird. Stattdessen würde sie den Chevrolet mit der #7 Vollzeit für JR Motorsports in der Nationwide Series bewegen und zusätzlich sieben Cup-Einsätze bei SHR in einem dritten Auto absolvieren, damit sie 2013 um den “Rookie of the Year”-Titel antreten könnte. Mark Martin wär hier als Mentor im ersten Teilzeit-Cup-Jahr sicherlich am besten geeignet. Die Zeit wird es zeigen, wie Madame sich entscheidet…

Zum Abschluss wie gewohnt noch die Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende:

Neben dem Sprint Cup sind auch noch die Trucks und die ARCA-Serie mit in Pocono dabei. Am Freitag überträgt SPEED die Trainingssitzungen, allerdings schiebt man das Truck-Practice als Aufzeichnung zwischen die Cup-Trainings, damit man die Pause umgehen kann, in der die ARCA fährt. Am Samstag überträgt SPEED dann alles an Truck-Events vom Qualifying bis zum Rennen zu europafreundlichen Uhrzeiten, während das das Cup-Qualifying erneut auf ESPN2 läuft. Die Nationwide Series fährt unterdessen in Iowa ein Nachtrennen von Samstag auf Sonntag, ESPN2 ist dafür ebenfalls der Sender der Wahl. Alle anderen Nationwide-Sessions habe ich ausgespart, da sie nicht im TV übertragen werden.

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 05.08.
16:00 Uhr, Truck Series Final Practice, SPEED (TV um 20 Uhr!)
18:00 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
22:00 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED

Samstag, 06.08.
15:30 Uhr, Truck Series Qualifying, SPEED
16:30 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, ESPN2
19:00 Uhr, Truck Series Rennen (Good Sam RV Emergency Road Service 125), SPEED
01:30 Uhr, Nationwide Series Rennen (U.S. Cellular 250), ESPN2

Sonntag, 07.08.
19:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Good Sam RV Insurance 500), ESPN

flattr this!

July 15 2011

06:21

NASCAR: Vorschau New Hampshire Juli 2011

Im letzten Jahr war New Hampshire noch der Startschuss für das Race to the Chase, doch mit dem überarbeiteten 2011er-Kalender sind wir um die gleiche Zeit schon weiter im Rennen um die besten Plätze in den Playoffs. Acht Rennen verbleiben den Piloten ab diesem Wochenende noch, um die Teilnehmer der Titeljagd auszufahren.

Am Wochenende besuchen die beiden höchsten Rennklassen der NASCAR zum ersten Mal in diesem Jahr den adie Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende:

Der Sprint Cup wird in New Hampshire von der Nationwide Series unterstützt und beide Ligen bieten sowohl Freitag als auch Samstag jede Menge Programm für den Couch-Potato. Dazu kommt, dass nach einigen Nachtrennen endlich wieder früher losgefahren wird, damit wir dann auch mal etwas mehr Schlaf bekommen. Zusätzlich sind die Trucks in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Iowa für all jene Fans unterwegs, die trotzdem nicht genug von den Flutlichtrennen bekommen können. Ich habe unten mal nur das Rennen aufgelistet, Trainings und Qualifying werden eh nicht übertragen.

Achso, bevor ich es vergesse: Nach New Hampshire geht der Sprint Cup in sein letztes Off-Weekend für dieses Jahr und zwar weit früher als sonst. Zwar gab es vor dem Indianapolis-Ausflug schon länger ein freies Wochenende, doch im alten Kalender bot NASCAR den Teams auch nach Bristol kurz vor dem Ende des Race to the Chase noch eine Pause an. Das heißt dann, dass der Cup seine zweite Saisonhälfte fast vollständig in 17 Wochen am Stück durchzieht. Ganz schön heftig… Wer trotzdem nicht auf NASCAR verzichten kann oder will, holt sich am besten seine Dosis Racing in Nashville ab, denn dort sind Nationwide Series und die Trucks unterwegs – selbstverständlich nachts!

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 15.07.
16:30 Uhr, Nationwide Series Practice, nicht im TV
17:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
19:30 Uhr, Nationwide Series Final Practice, SPEED
21:00 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, SPEED

Samstag, 16.07.
15:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
16:30 Uhr, Nationwide Series Qualifying, SPEED
17:45 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED
21:30 Uhr, Nationwide Series Rennen (New England 200), ESPN
02:00 Uhr, Truck Series Rennen (Coca-Cola 200 presented by Hy-Vee), SPEED

Sonntag, 17.07.
19:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Lenox Industrial Tools 301), TNT / NASCAR.com RaceBuddy

flattr this!

June 07 2011

06:21

NASCAR: Analyse Kansas Juni 2011

Das zweite Saisondrittel startete, wie das erste aufgehört hatte: mit einem ausgewachsenen Benzinkrimi! In Kansas spielte Dale Earnhardt Jr wieder eine der Hauptrollen und beendete das Rennen erneut nur auf dem zweiten Platz, während dieses Mal Brad Keselowski als Sparfuchs in die Victory Lane fuhr. Die favorisierten Fords spielten dabei übrigens nur als Statisten mit.

Am Sonntag begann auf dem Kansas Speedway das zweite Drittel der Sprint-Cup-Saison. Zunächst deutete allerdings nichts auf dieses spannende Finale hin, denn ein Großteil des Rennens wurde unter grüner Flagge absolviert. Drei der fünf Cautions wurden zudem wegen Debris ausgerufen, während Landon Cassill und Dale Earnhardt Jr jeweils ein Mal Interaktion mit der Außenmauer zeigten. Der Quersteher von Earnhardt brachte ihn zwar durch den erwägten Spritpoker in die Nähe eines Sieges, kostete ihn gleichzeitig aber auch eine Menge Positionen und womöglich den Erfolg, als Junior seinen Wagen driftend wieder einfangen musste. Am Ende lagen nämlich nur noch der spätere Rennsieger Brad Keselowski und Verfolger Denny Hamlin mit Earnhardt im spekulativen Spritfenster. Wäre er seine Taktik mit besserer Track-Position angegangen, hätte er seinen ersten Sieg seit Michigan 2008 feiern können.

Naja, „hätte-hätte-Fahrradkette“ sagt man in solch einem Fall und rollt das Rennen lieber konventionell auf. Das hätte (no pun intended!) sich auch die Crew der Vorberichterstattung auf SPEED zu Herzen nehmen sollen. Die kannten nämlich in einer ihrer schlechtesten Sendungen seit langem kein anderes Thema außer dem Fast-Sieg von Earnhardt beim Coca-Cola 600. Anscheinend gelten in den USA andere Gesetze, wenn selbst ein Mike Joy von FOX sich nicht zu schade ist, auf das kursierende YouTube-Video des, sagen wir mal massiv enttäuschten, weiblichen Junior-Fans hinzuweisen.

In der nächsten Woche übernimmt zwar TNT die Übertragung der kommenden sechs Rennen, doch das wird den Hype sicherlich nicht besonders bremsen oder verstummen lassen. Die Junior-Nation steht derweil Kopf, seit ihr Held wieder in Richtung von Rennsiegen und Chase unterwegs ist. Letzteres wird Earnhardt in diesem Jahr wohl ziemlich sicher erreichen, denn nach Kansas rangiert er bereits auf Platz 3 in der Meisterschaft. Doch nun wirklich zum Rennen:

Eigentlich sollte Kansas das Rennen eines ganz anderen Piloten werden, denn Kurt Busch holte sich völlig überraschend die Pole-Position und im Anschluss mit 152 von 267 Umläufen auch mehr als 50% der Führungsrunden ab. So stark unterwegs verzichtet man natürlich auf sämtliche Strategiespielchen und verhält sich lieber konservativ, um einen Sieg nicht leichtfertig wegzuwerfen. Fallen dann jedoch die Gelbphasen ungünstig oder bleiben gänzlich aus, wirft man die Fahrt in die Victory Lane aber eben gerade wegen der vorsichtigen Herangehensweise weg. So ist es Sonntag dann Kurt Busch passiert, der im Normalfall mit einer späten Caution den Sieg davongetragen hätte. Da er mit seinem letzten Boxenstopp extrem lange wartete, stotterte sein Dodge nach der Rückkehr auf die Strecke sogar etwas vor sich hin, weil die Benzinleitung zwischenzeitlich schon trockengelaufen war.

Die entscheidende Phase des Rennens begann aber schon gute 90 Runden zuvor, als in der letzten Gelbphase neben Denny Hamlin lediglich Piloten von außerhalb der Top20 noch einmal an die Boxengasse kamen. Der Rest riskierte den Verlust von wertvoller Track-Position nicht, nachdem nur gut zehn Umläufe zuvor in der vorletzten Gelbphase des Rennens eh vollgetankt wurde. Zwar konnten einige Kandidaten jetzt mit nur einem statt zwei weiteren Pitstops durchfahren, doch dafür mussten sie bei noch gut 110 zu fahrenden Runden ans äußerste Extrem des Fuel-Windows von max. 55 Umläufen gehen!

Tony Stewart versuchte unterdessen im Laufe des nach dem Restart folgenden Green-Flag-Runs ebenfalls, einen Boxenstopp so lange wie möglich heraus zu zögern, hatte bei seinem vermeintlich letzten Aufenthalt aber Pech. Ausgerechnet im entscheidenden Moment floss nicht genug Sprit in den Tank von Smoke, welcher sonst ebenfalls als Siegkandidat in Frage gekommen wäre. So langsam kommt Stewart wieder in seinen gewohnten Sommer-Schwung, wo er in der prallen Sonne auf dem heißen Asphalt mit einem rutschigen Auto wesentlich besser umgehen kann. Gleiches komme ab sofort nach eigener Aussage auch Dale Earnhardt Jr in den nächsten Rennen zu Gute. Ob das nun stimmt, wird sich zeigen, aber zumindest bei Smoke kann man das Kalenderblatt vom Juni aufblättern, wenn er wieder in Reichweite der Victory-Lane gelangt.

Die finale Schlacht ergab sich dann zehn Runden vor dem Ende des Rennens, als Kurt Busch seinen Dodge an die Box lenkte und seinem Teamkollegen damit die Führung überließ. Dieser wusste zu dem Zeitpunkt übrigens gar nicht, dass er auf dem Weg zum Sieg war, da sein Crew-Chief ihn nicht über seine Position informierte. Keselowski erblickte nach eigener Aussage erst zwei Runden vor Schluss eigenäugig seine Startnummer #2 an oberster Stelle der Anzeigetafel im Infield – auch sehr kurios… In den Top3 waren nun Keselowski, Earnhardt und Hamlin verblieben. Dabei wurde letzterer zwischenzeitlich auf Befehl von Crew-Chief Steve Letarte von Junior geschluckt, die sich mit einem solchen Manöver gute Chancen auf einen Sieg ausrechneten, solche Keselowski noch ohne Benzin ausrollen.

Der spätere Sieger war davon geschätzt auch gar nicht soweit entfernt, da er aufgefordert wurde, den Wagen in den Kurven mehr rollen zu lassen und das Gaspedal noch sparsamer zu benutzen. Deshalb kuppelte Keselowski kurzerhand in voller Fahrt einfach aus und gewann so die entscheidenden Gallonen für eine saubere Zieldurchfahrt. Danach hatte der blaue Dodge mit der #2 zur Freude der Fans sogar noch genügend Benzin für einige Donuts und die Fahrt in die Victory-Lane übrig. Hinter ihm musste Junior sich mit Platz 2 zufrieden geben, da auch seine Spritrechnung nicht ganz auf Vollgas ausgelegt war. Somit cruisten die Top3 am Ende gemütlich dem Ziel entgegen, während Jeff Gordon und Carl Edwards die Top5 komplettierten.

Zwar gelangten mit Matt Kenseth (6.) und meinem ausgerechneten Favoriten Greg Biffle (10.) noch zwei weitere Fahrer von Roush-Fenway Racing in die Top10, doch sie spielten am Wochenende nicht die erste Geige. Um besagtes Musikinstrument stritten sich Penske Racing und Hendrick Motorsports, wobei vor allem die Penske-Jungs seit einigen Rennen endlich von ihrer Schwächephase Abschied nehmen dürfen. Die interne Neustrukturierung inkl. einer Entlassung am Auto von Kurt Busch sorgte für frischen Wind und bessere Performance. Am nächsten Wochenende steht mit Pocono auch eine Strecke an, welche Busch in der Vergangenheit schon öfter mit guten Ergebnissen belohnt hat. Der Fahrer der #22 wurde am Ende übrigens nach seinem Benzin-Schluckauf noch Neunter.

Die verbliebenen Top10-Positionen belegten Jimmie Johnson (7.) in einem unauffälligen Rennen ohne Führungsrunden und der ebenfalls geschlagene Tony Stewart (8.). Insgesamt fiel auf, dass nach einem sehr wettbewerbsfähigen Wochenende in Charlotte dieses Mal nur sieben Fahrer eine signifikante Anzahl an Umläufen in Front des Feldes absolvieren konnten. Das Rennen war wegen der nervenaufreibenden Schlussphase natürlich alles andere als langweilig, hätte aber auch ohne den Benzinkrimi auskommen können. Immerhin zerriss der Verkehr wie erwartet nicht so schnell, wie z.B. auf der Strecke in Fontana, die ja eines ihrer Saisonrennen an Kansas abgehen musste. Daher gab es bei der großzügig bemessenen Streckenbreite auch eine 5-Wide-Aktion zu bewundern. Grundsätzlich konnten auch mehr als zwei Linien auf dem Oval befahren werden, wobei allerdings die oberste direkt an der Mauer nicht immer ohne Berührung der SAFER-Barrier zu absolvieren war.

Was ich noch erwähnen wollte: Wirklich gar nichts gesehen hat man in Kansas von Richard Petty Motorsports! Entgegen meiner Erwartungen kamen Marcos Ambrose (26.) und AJ Allmendinger (27.) geschlossen am Ende der Top30 ins Ziel, so ein schlechtes Rennen erwischte außer ihnen nur Jamie McMurray (29.). Aber auch Mark Martin (21.), Joey Logano (23.) und Jeff Burton (25.) müssen sich nach diesem Rennen fragen, warum man von ihnen in Kansas so gut wie gar nichts gesehen hat.

Einen Fahrer mit trockenem Tank gab es bei allen Spritsparern aber trotzdem noch: Juan Pablo Montoya rollte in den Top10 liegend aus und wurde nur auf Platz 17 gewertet. Der Kolumbianer und seine Crew müssen sich bei den nächsten Rennen wirklich mehr anstrengen, denn in Kansas verlor man erneut das Handling des Wagens und Montoya setzte die #42 auch ein Mal etwas unsanft in die Mauer, was einen erfolgreicheren Tag eigentlich komplett beendete. Da nützen auch die zehn Führungsrunden nicht viel.

Ein Blick auf die Meisterschaftstabelle zeigt folgende Situation: Zumindest bei Martin Truex Jr, David Reutimann, Jeff Burton, Joey Logano, Brian Vickers und Jamie McMurray darf man die Saison nun wohl schon mal abhaken, denn nach einem Drittel des Jahres befinden sich diese Piloten geschlossen nur auf den Rängen 22-27. Das ist sicherlich unter den Erwartungen aller, auch bei Michael Waltrip Racing, die 2010 deutlich besser unterwegs waren. Brad Keselowski liegt auf Platz 21 nur knapp davor, könnte sich aber eine Chase-Wildcard sichern, wenn er die neun Punkte auf den 20. Rang von Paul Menard noch knackt. Erst ab dort gilt nämlich die Playoff-Ausnahmegenehmigung für Rennsieger.

Weiter vorne hat sich wenig geändert, außer dass Jeff Gordon und Denny Hamlin sich stetig weiter an den Chase heranrobben, wobei Gordon ja zumindest noch seinen einzelnen Saisonsieg als Chase-Joker besitzt. Auf den Playoff-Positionen rutschten unterdessen Jimmie Johnson und Dale Earnhardt Jr an Kevin Harvick vorbei auf die Plätze 2 und 3. An der Spitze liegt nach wie vor Carl Edwards mit einem sicheren Polster von 40 Zählern, da er 2011 in zehn von dreizehn Rennen in die Top7 gefahren ist. Damit machte er sich selbst zum derzeit größten Konkurrenten für Johnson, welcher nur acht Top9-Resultate einfahren konnte. Die Konstanz von Edwards wird vor allem im Chase selbst sicher von Nutzen sein.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden</a>. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Punkteständen bei den Fahrern und

June 03 2011

06:20

NASCAR: Vorschau Kansas Juni 2011

We are not in Kansas anymore? Yes, we are! Und zwar zum ersten von neuerdings zwei Malen, denn ab 2011 fährt der Sprint Cup auch auf dem Kansas Speedway zwei Saisonrennen pro Jahr. Nach dem Coca-Cola 600 folgt wieder ein „normales“ Rennen, was aber nicht heißen muss, dass es minder-spannend wird. Die Übertragung ist übrigens wieder zur gewohnten Uhrzeit.

Der adie Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende. Zur Unterstützung des Sprint Cups sind dieses Mal die Trucks vor Ort, die Nationwide Series fährt ein Nachtrennen auf dem Chicagoland Speedway. Am Freitag gibt es nach dem Aufwachen von der Himmelfahrts-Tour direkt sechs Stunden NASCAR zum Ausnüchtern und der Samstag ist ebenfalls gut vollgepackt! :o)

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 03.06.
18:30 Uhr, Truck Series Practice, SPEED
19:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
21:00 Uhr, Truck Series Final Practice, SPEED
22:30 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED
00:00 Uhr, Nationwide Series Final Practice, nicht im TV!

Samstag, 04.06.
16:30 Uhr, Truck Series Qualifying, SPEED
18:00 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, SPEED
20:00 Uhr, Truck Series Rennen (O’Reilly Auto Parts 250), SPEED
22:30 Uhr, Nationwide Series Qualifying, ESPN2
02:00 Uhr, Nationwide Series Rennen (STP 300), ESPN

Sonntag, 05.06.
19:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (STP 400), FOX

June 01 2011

06:57

Ferner liefen: Die Newshappen

// Die Formel 1 Saison 2011 könnte länger werden als ursprünglich geplant. Der Grand Prix von Bahrain könnte nämlich den ursprünglich geplanten Platz des indischen Grand Prix am 30. Oktober einnahmen, sofern die FIA zum Schluss kommt, dass die politische Lage im Land die Austragung eines Rennens erlaubt. Das wäre durchaus denkbar, denn heute, Mittwoch sollten die während der Proteste eingeführten Notstandsgesetze wieder aufgehoben werden. Zumindest offiziell, denn auch danach wird man den offiziellen Druck gegen Proteste nicht lösen. Der Indische Grand Prix könnte in Folge dessen an das Ende der Saison verschoben werden. Das bisher letzte Rennen ist der GP von Brasilien am 27. November – weil aber neue Grand Prix wegen der Unwegbarkeiten bei Einreise und Zoll immer im zweiwöchigen Abstand vom vorherigen Rennen stattfinden, wäre der erste mögliche Termin also der 11. Dezember. Angeblich sollen die Organisatoren in Indien darüber ganz froh sein, weil die Arbeiten an der Strecke wohl doch nicht ganz so schnell vorangehen wie erwartet. Nicht begeistert sind dagegen die Teams, deren Mitarbeiter im Dezember die einzige Chance haben, sich ein wenig Freizeit abseits der Formel 1 zu gönnen. (Vorsicht)

// Sergio Perez und Vitaly Petrov haben nach ihren Unfällen in Monaco das Krankenhaus verlassen, und sich beide zuversichtlich, in Montreal wieder antreten zu können. Petrov hat zwar noch Schmerzen in den Beinen, ist sich aber “sicher“, in Montreal wieder antreten zu können. Nicht ganz so sicher ist die Angelegenheit bei Sergio Perez. Er selbst spricht davon, zwar noch Muskelschmerzen in den Beinen und im Nacken zu haben und sich an den Unfall nicht genau erinnern zu können – er ist aber ebenfalls “ziemlich sicher“, eine Rennfreigabe für Kanada zu erhalten. (Vorsicht)

// Renault stellt Nick Heidfeld die Rute ins Fenster. Man sei mit den Leistungen des Deutschen, vor allem im Qualifying, nicht zufrieden – das sagte Renault Teamchef Eric Boullier gegenüber autosport.com. Momentan ist aber davon auszugehen, dass diese Aussagen eher Heidfelds Motivation dienen sollen. Ihnen fehlt nämlich das Drohpotenzial – Renault fehlen nämlich schlichtweg Piloten, mit denen man Heidfeld einigermaßen gleichwertig ersetzen könnte. (Vorsicht)

// Die GP2 Asia Serie könnte nach vier zunehmend enttäuschenden Saisons vor dem Aus stehen. Offenbar ist man bei Teams und Organisatoren unzufrieden – auch, weil die Serie das ursprüngliche Ziel, nämlich asiatische Fahrer an die Formel 1 heranzuführen, verfehlt hat. Als Ersatz will man die “große” GP2 Serie um einige Überseerennen im Rahmen der F1 erweitern. Debattiert wird etwa über ein Rennen in Bahrain (sofern dort noch gefahren wird), in Abu Dhabi oder auch in Singapur. Zu viele zusätzliche Läufe soll es aber nicht geben, da sonst das Sponsorbudget für GP2-Piloten zu hoch würde. (Vorsicht)

// Wilde Gerüchte um Penske. Wie eine italienische Motorsportseite unter Berufung auf Gerüchte berichtet, sollen sich Roger Penske und Hendrick Motorsports auf eine Zusammenarbeit in der kommenden Saison geeinigt haben. Demnach wollen die beiden Teams 2012 gemeinsam mit Chevrolet in der IndyCar Serie antreten – und sollen außerdem daran interessiert sein, Simona de Silvestro als Fahrerin zu engagieren. (Vorsicht)

// Die geplanten Rennen der Superleague Formula und der GT3 EM im russischen Smolensk könnten vor der Absage stehen. Das behauptet zumindest eine russische News-Seite die einen Verantwortlichen der Rennstrecke mit den Worten zitiert, dass leider für beide Veranstaltungen ein Sponsor abgesprungen sei. Die Strecke könne sich die beiden Rennen daher nicht mehr leisten. Für die ohnehin etwas chaotisch wirkende Superleague Formula mag das nicht so überraschen – mehr dazu morgen in der Saisonvorschau zur Serie, sofern ich es bis dahin geschafft habe, mir ein kohärentes Bild zu veschaffen. Dass auch die GT3 dort nicht fahren soll, erstaunt aber doch etwas. Die französische AUTOhebdo vermeldet dazu, dass die Organisatoren die von der FIA geforderten Umbauten an der Strecke nicht vorgenommen haben. Und beim abgesprungenen “Sponsor” soll es sich demnach um öffentliche Gelder der Region Smolensk handeln, die nicht eingetroffen sind. Die Absage hat mittlerweile auch die GT3 offiziell bestätigt. Man will sich um einen anderen Austragungsort für einen Ersatzlauf umsehen. Das letzte Wort ist aber trotzdem noch nicht gesprochen, die Superleague Formula behauptet auf ihrer Facebook-Seite, es sei lediglich das Datum um eine Woche nach vorne verlegt worden. Vielleicht wird es sich bei dem Rennen dann aber, wie schon 2010 in Beijing, um ein “Einladungsrennen” ohne Sanktus der FIA und ohne Punkte handeln. (Vorsicht)

May 31 2011

06:12

NASCAR: Analyse Charlotte Mai 2011

Kevin Harvick sicherte sich im Coca-Cola 600 seinen dritten Saisonsieg und kam dabei, wie schon bei den ersten beiden Fahrten in die Victory Lane, augenscheinlich aus dem Nichts. Auch im NASCAR-Teil des Super-Wochenendes gab es einen großen Verlierer, denn Dale Earnhardt Jr ging in der letzten Kurve der letzten Runde in Führung liegend der Sprit aus!

Wer am Sonntag gegen Mitternacht nach den spannenden Klassikern von Monaco und Indianapolis noch für eine weitere Runde wach geblieben ist, der wird es wahrscheinlich nicht bereut haben. Zwar ging ein Großteil des Rennens mit längeren Ausdauerfahrten unter Grün über die Bühne, aber das war ja beim längsten Meisterschaftslauf der NASCAR-Saison immerhin angekündigtes Programm. Wer dann auch noch bis zum Ende durchgehalten hat, der wurde mit einem spannenden Finish belohnt. Ich bin dummerweise leider ca. fünf Runden vor Schluss eingeschlafen und wurde gegen Ende von Kevin Harvicks Zeremonie in der Victory Lane wieder kurz wach. Die Frage, welche ich mir sofort stellte, war die übliche zu den Themen Harvick und Rennsiege: Where the hell did he come from? Weil ich dann vor der Arbeit noch etwas Schlaf kriegen wollte, schaltete ich den Rechner aus und bekam dabei ein wichtiges Detail erst gar nicht mit: Fast hätte Dale Earnhardt Jr das Rennen gewonnen, rollte jedoch kurz vor dem ersehnten Ziel ohne Benzin aus!

Den Weg zu diesen verpassten 15 Minuten ebnete die vorletzte Gelbphase des Abends ca. 55 Runden vor Schluss. Weil das Spritfenster normalerweise nur gute 50 Umläufe groß ist, begann zu diesem Zeitpunkt der große Spritpoker von Charlotte. Schon kurz vor dem Ende des Fuel-Runs mussten Matt Kenseth und Jeff Gordon mit geringem Benzindruck aufgeben und Sprit nachfassen, um nicht auszurollen.

Ihr größtes Problem war dabei, dass Jimmie Johnsons Motor nur einige Runden später den Tag vorzeitig beenden wollte, nachdem der Dauermeister schon zuvor nicht gerade vom Glück verfolgt war. Mehrere Scharmützel in der Boxengasse, darunter ein steckengebliebener Stellschraubenschlüssel in der Öffnung der Heckscheibe, warfen Johnson zeitweilig zurück. Just als er in die Top10 vordrang, löste er vier Runden vor dem regulären Ende die letzte Gelbphase aus und brachte den Benzinkrimi damit auch noch in die Verlängerung.

Nun könnte man meinen, dass Kenseth und Gordon dadurch mit vollem Tank einen Vorteil beim Restart haben würden, nur hingen beide nach ihrem Stopp unter Grün am Ende der Führungsrunde bzw. mit einem Umlauf Rückstand im Hinterfeld fest. Da die langsam trockenlaufende Konkurrenz aber keinen Moment lang daran dachte, noch einmal zum Nachfassen an die Box zu kommen, war ihr Tag damit erledigt. Der nächste Top-Contender, Greg Biffle, überstand das Herumrollen unter gelber Flagge nicht und musste ebenfalls zum Tanken fahren.

Dale Earnhardt Jr hatte sich zum Restart an zweiter Stelle hinter Kasey Kahne platziert und hatte nach einem guten Rennverlauf innerhalb der Top10 auch tatsächlich eine Siegchance. Sein letzter Erfolg entstammte natürlich ebenfalls einem Spritpoker, das war bekanntlich 2008 in Michigan. Doch fast wäre es für Junior schon unter Gelb vorbei gewesen, da er große Probleme damit hatte, seinen Motor wieder anzustellen, nachdem er ihn zuvor zum Benzinsparen ausschaltete. Dass man so auch ein Rennen verlieren kann, darüber wird Marcos Ambrose sicherlich noch eine lange Geschichte erzählen können, davon dass er im letzten Jahr in den kalifornischen Bergen ausrollte und Jimmie Johnson den Vortritt lassen musste.

Hinter Kahne und Earnhardt starteten dann übrigens Denny Hamlin und Brad Keselowski in die Verlängerung über zwei Runden. Der Restart ging jedoch überhaupt nicht gut, da Kasey Kahne sofort nach dem Schwenken der grünen Flagge ohne Benzin ausrollte. Als Führender stand er damit natürlich einer Menge weiterer Piloten im Weg rum, was fast zu einer Massenkarambolage führte. Weil alle betroffenen Fahrer ihre Wagen allerdings sofort wieder unter Kontrolle bekamen, sah NASCAR keinen Anlass, erneut eine Caution auszurufen. Man konnte an dieser Stelle sicherlich wieder die bösen Zungen vernehmen, welche einen Zusammenhang zur nun erlangten Führung von Dale Earnhardt Jr sahen. Mir liegt es dieses Mal jedoch fern, denn ich denke, dass NASCAR dort richtig entschieden hat. Immerhin löste sich die Gefahrensituation wirklich schnell wieder auf.

Nutzen konnte Junior den Umstand allerdings nicht mehr, denn nachdem zunächst Anfang der letzten Runde Verfolger Denny Hamlin der Sprit ausging, rollte auch Earnhardt ausgangs von Turn 4 mit leerem Tank langsam in Richtung Ziellinie. Profitieren konnte wieder einmal Kevin Harvick – oder „The Closer“ wie er jetzt genannt wird! Harvick führte im Laufe des Rennens übrigens nur zwei Runden an. Auf die Gründe für seinen Erfolg in diesem Benzinkrimi gehe ich gleich ein, zunächst möchte ich noch ein paar Worte über die in Charlotte sehr starke Ford-Flotte verlieren:

Denn Roush-Fenway Racing stellt sich momentan eindeutig am besten an, auch wenn man den Poker zum Schluss verlor und am Ende leider größtenteils nicht mehr in die Top12 fahren konnte. Die Roush-Fahrer dominierten über die Hälfte des Rennens, als es noch unter normalen Bedingungen zuging. Matt Kenseth (103, Rang 14), Carl Edwards (61, Platz 16), Greg Biffle (50, Rang 13) und David Ragan (7, Platz 2) führten gemeinsam 221 der 400 Runden an. Weil Ragan aber während der letzten Gelbphase an die Boxengasse kam, konnte er an den ausrollenden Fahrzeugen vorbei auf einen starken zweiten Rang fahren, welcher sich zuvor schon über die gesamte Renndistanz ankündigte. Insgesamt haben wir gesehen, dass sich die Roush-Fords sehr schwer mit ihrem Benzinverbrauch taten, ähnlich wie auch die Chevrolets von Hendrick Motorsports.

Der Meister im Spritsparen bleibt also nach wie vor der Chevy-Motor von Richard Childress Racing, welcher in Kooperation mit Earnhardt-Ganassi Racing hergestellt wird. Allerdings darf man bei aller Euphorie im Team auch nicht vergessen, dass z.B. Paul Menard (der zu diesem Zeitpunkt schon mehrere Runden Rückstand hatte) als Schützenhilfe einsprang, um seinen Teamkollegen Harvick wörtlich durch die Gelbphase zu schieben. Eine solche Aktion ist im Übrigen nicht illegal, wenn sie nicht in der letzten Runde erfolgt. Damit ist RCR natürlich auch eine taktische Meisterleistung gelungen, welche die Super-Strategen von Hendrick gar nicht auf dem Programm hatten.

Dass aber auch sonst eine Menge passiert war, zeigte sich alleine an der Verteilung der Führungsrunden: Von den Top23 in der Ergebnisliste führten nicht weniger als 17 Fahrer das Rennen für mindestens eine Runde an. Rechnet man die Totalausfälle zweier weiterer Piloten mit ein, befanden sich sogar 19 von 43 unterschiedlichen Fahrern zwischenzeitlich an der Spitze des Feldes, was immerhin knapp 50% entspricht. Dabei wird auch die hohe Leistungsdichte im Sprint Cup deutlich, welche in dieser Saison ja schon so einige Male aufgeblitzt ist.

Leider entspricht das letztendliche Rennergebnis nicht so richtig dem Verlauf des Abends, daher kann ich lediglich auflisten, wer sich besonders gut und wer besonders schlecht verkauft hat:

- Roush-Fenway Racing und Kasey Kahne, auch wenn das nur in einem Fall belohnt wurde,
- Marcos Ambrose und AJ Allmendinger fuhren in die Top6, nachdem sie vorher auch lange Zeit konstant in den Top10 unterwegs waren,
- Ricky Stenhouse Jr verkaufte sich bei seinem Cup-Debüt recht ordentlich, bedenkt man, dass er zuvor schon 300 Meilen in der Nationwide Series gefahren ist. Platz 11 ist nach dem frühen Mauerkuss ein gutes Ergebnis!
- Kyle Busch und Mark Martin waren dummerweise in Umfälle verwickelt, während sich Jimmie Johnson und Jamie McMurray jeweils vor Rennende von ihren Triebwerken verabschieden mussten.

Kevin Harvick katapultierte sich mit seinem Sieg von Platz 5 in der Meisterschaftswertung auf Rang 2, vorbei an Jimmie Johnson (3.), Dale Earnhardt Jr (4.) und Kyle Busch (5.). Ganz vorne steht nach wie vor mit 36 Punkten Vorsprung Carl Edwards.

Das gute Ergebnis von Ricky Stenhouse Jr beförderte am Wochenende außerdem Robby Gordon aus den Top35 der Owner Points und das mehr als deutlich. Zwischen den Plätzen 35 und 36 liegen nun 17 Punkte, was das Rennen um die garantierten Startplätze erstmal für mindestens ein Rennen entschärfen dürfte.

In der nächsten Woche geht es dann gleich in Kansas weiter, einem weiteren 1,5-Meilen-Oval. Zur Unterstützung sind die Trucks dabei, während die Nationwide Series sich in Chicagoland vergnügt.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden</a>. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Punkteständen bei den Fahrern und

May 26 2011

06:23

NASCAR: Vorschau Charlotte Mai 2011

Am Wochenende stehen drei absolute Top-Rennen in den wichtigsten Rennserien der Welt an und die NASCAR trägt mit dem Langstreckenklassiker Coca-Cola 600 eines ihrer Kronjuwelen dazu bei. Carl Edwards holte sich im All-Star Rennen vergangene Woche in überlegener Manier die Million und dürfte damit auch am Sonntag der größte Siegkandidat im Feld sein.

Nachdem im letzten Jahr das Indy 500, der Formel 1 GP in Monaco und das Coca-Cola 600 ausnahmsweise mal nicht am selben Wochenende stattfanden, ist es am Sonntag wieder soweit. Der Langstreckenklassiker (fast 1000km) der NASCAR steht dabei als letztes auf dem Programm. Die Startzeit ist allerdings etwas unfreundlich für uns Europäer, denn die Amerikaner feiern am Montag ihren Memorial Day. Der freie Tag hinter dem großen Teich wird auch sogleich ausgenutzt, um das Nachtrennen vom Samstag auf den Sonntag zu verschieben. Weil das Coca-Cola 600 allerdings regelmäßig auf gut und gerne vier Stunden Fahrzeit kommt, ist im Gegensatz zu den traditionellen Nachtrennen die Startzeit auf ca. Mitternacht angesetzt. Gefahren wird im Übrigen wie in der letzten Woche auf dem adie Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende. Zur Unterstützung des Sprint Cups ist dieses Mal die Nationwide Series vor Ort, in welcher Kimi Räikkönen sein zweites NASCAR-Rennen bestreiten wird. Im Gegensatz zum Einsatz bei den Trucks kann man das Nationwide-Debüt sogar zu einer humanen Uhrzeit anschauen. Während am Donnerstag und Samstag ordentlich Action übertragen wird, steht am Freitag überraschenderweise kein Fahrbetrieb auf dem Plan.

Ausstrahlungsdaten

Donnerstag, 26.05.
20:00 Uhr, Nationwide Series Practice, SPEED
21:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
23:10 Uhr, Nationwide Series Final Practice, SPEED
01:00 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, SPEED

Samstag, 28.05.
16:00 Uhr, Nationwide Series Qualifying, SPEED
17:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
18:50 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED
20:30 Uhr, Nationwide Series Rennen (Top Gear 300), ABC

Sonntag, 29.05.
00:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Coca-Cola 600), FOX

May 13 2011

06:18

NASCAR: Vorschau Dover Mai 2011

Am Wochenende fährt der Sprint Cup erstmals in diesem Jahr auf der Beton-Meile von Dover im US-Bundesstaat Delaware. Schaut man in die jüngere Vergangenheit, dann kommen eigentlich nur die Top3 der Meisterschaft für einen Sieg in Frage. Weil die Leistungsdichte 2011 aber äußerst hoch ist, muss man noch einige weitere Fahrer mit in die Rechnung einbeziehen.

Regan Smith bewies in der letzten Woche, was Trevor Bayne zum Jahresanfang in Daytona bereits angedeutet hatte: 2011 ist erstmals wieder ein Jahr, in dem so gut wie jeder Fahrer eine Chance auf den Sieg hat, zumindest wenn er sein Material von einem der Top-Teams bezieht. Solche Erfolge von Kundenteams hatten aber in der jüngeren Vergangenheit durchaus Seltenheitswert. An diesem Wochenende geht es auf dem adie Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende. Zur Unterstützung des Sprint Cups sind Nationwide Series und Trucks in Dover mit dabei, wobei die Trucks ihre beiden Practice Sessions schon am gestrigen Donnerstag absolviert haben. Im TV wurde allerdings nichts davon übertragen.

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 13.05.
16:00 Uhr, Truck Series Qualifying, SPEED
17:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
18:30 Uhr, Nationwide Series Final Practice, nicht im TV
20:30 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED
22:45 Uhr, Truck Series Rennen (Lucas Oil 200), SPEED (TV um 02:30 Uhr!)

Samstag, 14.05.
16:30 Uhr, Nationwide Series Qualifying, ESPN2
18:00 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, SPEED
20:00 Uhr, Nationwide Series Rennen (5-Hour Energy 200), ESPN

Sonntag, 15.05.
19:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (FedEx 400 benefiting Autism Speaks), FOX

April 29 2011

06:26

NASCAR: Vorschau Richmond April 2011

Das neunte Saisonrennen beschließt an diesem Wochenende das erste Viertel des Jahres. In Richmond findet dabei das bereits dritte echte Shorttrack-Rennen nach Bristol und Martinsville und außerdem die erst zweite Flutlichtschlacht nach Texas statt. Die vier Ausgaben seit 2009 hat Joe Gibbs Racing dominiert, kann Denny Hamlin also endlich in die Gänge kommen?

Drei Monate oder ein Vierteljahr ist die NASCAR-Saison nun schon alt, wenn auf dem Richmond International Raceway Saisonrennen Nummer 9 von 36 ansteht. Damit ist die Orientierungsphase abgeschlossen und jetzt gilt es, die verbliebenen Probleme endlich auszumerzen bzw. weiterhin konstant Top10-Ergebnisse einzufahren, möchte man das „Race to the Chase“ zur Halbzeit der Saison dann aus einer komfortablen Position in Angriff nehmen. Hierbei denke ich besonders an Denny Hamlin, Jeff Burton und Joey Logano, die in Richmond eine gute Vergangenheit hatten, 2011 aber bisher noch nicht in einen vernünftigen Fluss gekommen sind. Das dritte echte Shorttrack-Rennen des Jahres auf dem 0,75 Meilen langen D-shaped-Oval läutet über dies eine zweiwöchige Nachtschicht im Sprint Cup ein, denn in Richmond und Darlington wird unter Flutlicht gefahren. Zur Orientierung: Daraufhin folgt dann Dover zur gewohnten Zeit am Sonntag, bevor das All-Star-Weekend (ebenfalls nachts) und das Coca-Cola 600 (spät am Sonntag) anstehen!

Zur Strecke an sich sage ich jetzt mal nicht viel mehr, als dass sich das Anschauen des Rennens definitiv lohnt. Im oben verlinkten Streckenportrait kann man einiges zur besonderen Charakteristik des Richmond International Raceway nachlesen, die ich persönlich sehr ansprechend finde. Zudem verfügt das Nachtrennen über eine Menge Tradition und unter Flutlichtbedingungen kommt die Rennaction noch mal mit ein Stück mehr Flair rüber. Nein, ich meine nicht Ric Flair, den sehen wir dann höchstwahrscheinlich erst in Dover oder seiner Heimatstadt Charlotte wieder…

Zum Thema Stärkeverteilung am Wochenende: Die bisherigen acht Saisonrennen gewannen 2011 nicht weniger als sieben unterschiedliche Piloten. Lediglich Kevin Harvick konnte in Fontana und Martinsville zu einem Doppelschlag ausholen. Nachdem dann in Texas Matt Kenseth den Rest der Roush-Fenway-Flotte wieder zum Leben erweckte, sicherte sich Jimmie Johnson in Talladega seinen ersten Saisonerfolg in einer Hendrick-Paradevorstellung um winzige 0,002 s. Im Prinzip bedeutet diese Aufzählung, dass im Moment eigentlich in jeder Woche jeder Fahrer ein Rennen gewinnen könnte. Noch nie war eine Sprint Cup Saison so kompetitiv, was auch die Anzahl der Führungswechsel und Überholmanöver belegt, welche ich in einem vergangenen Artikel mal aufgelistet hatte.

Richmond könnte also die Chance für z.B. Denny Hamlin sein, endlich Anschluss an den Rest der Chase-Anwärter zu bekommen. Immerhin dominierte sein Team Joe Gibbs Racing die letzten beiden Jahre auf dem Shorttrack. 2009 und 2010 gewann Kyle Busch jeweils die Frühlingsausgaben, während Denny Hamlin immer das letzte Rennen vor dem Chase für sich entscheiden konnte. Kyle Busch steht in der Meisterschaft auf derzeit auf Platz 6, aber auch nur, weil er durch seinen frühen Ausfall in Talladega vier Ränge abgestürzt ist. Das zeigt, wo Denny Hamlin und Joey Logano stehen könnten, wenn denn nur die Qualität des Materials gezählt würde.

Teamintern überlegt man daher laut einen Crew-Chief-Tausch bei den beiden weniger erfolgreichen Wagen. Ich befürworte unterdessen den möglichen Wechsel von Greg Zipadelli an die #11 sowie von Mike Ford an die #20. Was bei Hendrick Motorsports so prima funktioniert hat, könnte bei Gibbs ebenso klappen. Manchmal braucht es nur eine kleine Luftveränderung, denn weder haben Hamlin und Logano das Fahren verlernt, noch sind Zipadelli und Ford auf den Kopf gefallen. „Zippy“ ist immerhin zweimaliger Meister mit Tony Stewart geworden! Was Joey Logano betrifft, so sollte zumindest ein Top10-Resultat am Wochenende drin sein, denn in der Nähe dieser Marke hielt sich der Youngster in allen seinen vier Richmond-Teilnahmen auf.

Apropos Hendrick Motorsports: Was das Team in Talladega abgezogen hat, war schon unglaublich. Aus den ersten vier Plätzen in der Qualifikation machten die Mannschaften von Jimmie Johnson, Jeff Gordon, Dale Earnhardt Jr und Mark Martin nach 188 harten Restrictor-Plate-Runden ein internes Top8-Ergebnis. Zudem ist auch Richmond kein unbekanntes Pflaster für Jimmie Johnson, der 2007 und 2008 drei der vier Rennen dort gewinnen konnte. Dazwischen kam ihm 2008 nur Clint Bowyer, der dort seinen zweiten von vier Sprint-Cup-Siegen einfuhr.

Dale Earnhardt Jr befindet sich in der Form seines Lebens, denn mit einer durchschnittlichen Zielankunft von exakt Platz 10 stellt 2011 bisher seine beste Cup-Saison dar. Lediglich ein Sieg fehlt Junior noch zum großen Glück und dem Wiedergewinn seines Selbstvertrauens. Wie man in Richmond siegt weiß Earnhardt, schließlich gelang es ihm schon drei Mal. In der jüngsten Vergangenheit hinderten ihn allerdings einige Scharmützel mit Kyle Busch an einem weiteren Erfolg auf dem Shorttrack. Platz 3 in der Meisterschaft ist aber schon ein himmelweiter Unterschied zu den grottenschlechten letzten beiden Jahren! Junior ist auf einem guten Weg… Währenddessen geht es bei Jeff Gordon und Mark Martin weiterhin auf und ab, beide sind in Richmond in den vergangenen Saisons aber regelmäßig in die Top5 gefahren und könnten nun endlich nach vorne durchbrechen.

2008 siegte wie erwähnt einmal Clint Bowyer, der in diesem Jahr erst spät auf Touren kam. Nach anfangs sehr miesen Ergebnissen außerhalb der Top15, konnte er in den letzten vier Rennen in die Top10 vorstoßen und zuletzt sogar zwei zweite Ränge in Folge holen. Damit setzte er sich auf den zehnten und letzten festen Chase-Rang und wäre damit derzeit ebenso für die Playoffs qualifiziert, wie seine Teamkollegen Kevin Harvick (4.) und Überflieger Paul Menard (11.). Besonders Menard zeigt in dieser Saison was er wirklich kann, wenn er denn ordentliches Material zur Verfügung hat. Hier darf man weiterhin gespannt sein, denn auch dieser Mann fährt derzeit die mit Abstand beste Saison seiner Karriere. Die zweitbeste war letztes Jahr in Diensten von Richard Petty Motorsports, wo er nach langen Jahren bei DEI erstmals so richtig aufblitzen konnte.

Schlecht sieht es für Richard Childress Racing im Moment weiterhin bei Jeff Burton aus, der 2011 noch kein einziges Top10-Resultat ergattern konnte, zumindest fährt er seit Texas aber wieder regelmäßig in die Top20. Wenn Burton in diesem Jahr in den Chase will, dann muss die Leistung jetzt kommen! Richmond könnte ein guter Punkt sein, denn in den letzten sechs Rennen fuhr er dort drei Mal in die Top6. Die anderen Ergebnisse waren immer noch Top18s, was ja nun wirklich keine so schlechte Statistik ist.

So gar nicht einschätzen kann ich nach wie vor die Ford-Teams: Klar, in Texas sind sie eingeschlagen wie eine Bombe und auch in Talladega zeigten sie mehrfach gute Zeiten im Draft. Wie gut sie nun aber auf dem Shorttrack in Richmond klarkommen, kann ich absolut nicht beurteilen. Bisherige Ergebnisse dort lassen die Mannschaften von Roush-Fenway Racing und Richard Petty Motorsports nicht gerade als Spezialisten dieser Disziplin dastehen, doch der Amerikaner schwört auf sein „Momentum“. Wenn Ford also am Wochenende stark auftreten sollte, dann sitzt Carl Edwards ganz sicher noch fester im „Kampf um die Meisterschaft“-Sattel als ohnehin schon! Edwards ist dazu noch der einzige Ford-Pilot, welcher in den letzten sechs Richmond-Ausgaben mehr als ein Top10-Ergebnis einfahren konnte – darunter ist auch ein fünfter Platz aus dem letztjährigen Frühjahrsrennen.

Weiterhin nicht zu unterschätzen sind Tony Stewart, Ryan Newman und Juan Pablo Montoya. Alle drei Piloten haben sich 2011 mit eher unauffälligen Top5- und Top10-Resultaten auf den Chase-Rängen festgesetzt. Die beiden Piloten von Stewart-Haas Racing schwächelten zuletzt ein wenig und müssen in Richmond nun wieder zu alter Stärke zurückfinden. Gerade für Newman ist der Shorttrack eine echte Lieblingsstrecke, denn Ergebnisse außerhalb der Top12 sucht man fast vergebens. Seit seinem Debüt 2002 passierte das nämlich nur vier Mal! Tony Stewart errang 2008 und 2009 als Ausreißer jeweils einen zweiten Rang und wird es schon schwerer haben. Montoya steigerte sich in seinen bisher acht Richmond-Rennen kontinuierlich und beendete drei der letzten vier Ausgaben in den Top10. Ein solches Ergebnis muss jetzt nach dem Ausfall in Talladega dringend wieder her, um Platz 9 in der Meisterschaft auszubauen oder mindestens zu halten.

Mein Dark-Horse ist in dieser Woche Marcos Ambrose, der zuletzt in Talladega etwas Pech hatte und auch in den Rennen davor mehr so „Hop oder Top“ unterwegs war. Entweder klappt es bei ihm mit einem Top5-Resultat oder er kommt jenseits von Platz 15 ins Ziel. Für Ambrose mag das ganz in Ordnung sein, doch waren 2011 50% seiner Rennergebnisse Totalausfälle. In Richmond zeigte der Australier in seinen bisher vier Auftritten aber, dass ihm die Strecke liegt und an diesem Wochenende mal wieder ein gutes Ergebnis drin sein könnte: Drei Top11s stehen aus diesen vier Rennen zu Buche, mit dabei sogar ein fünfter Platz aus der letzten Ausgabe.

Ein kurzes Wort noch zu den „Hinterbänklern“: Trevor Bayne und die Wood Brothers haben bekanntlich trotz des Sieges im Daytona 500 keine Sponsoren für eine komplette Saison an Land ziehen können. Da man schon die Paychecks für acht von ca. 20 Rennen eingelöst hat, holt das Traditionsteam mit der #21 nun die Realität langsam wieder ein. In den nächsten drei Rennen (Richmond, Darlington und Dover) verzichtet man daher auf eine Teilnahme, um beim All-Star-Rennen und dem Coca-Cola 600 wieder voll durchzustarten. Start-&-Park-Einsätze lehnen die Wood Brothers kategorisch ab, dafür möchte man sich nicht hergeben. Die Nutznießer dieser Situation sind vorerst die Mannen von TRG Motorsports, welche bei Abwesenheit der #21 in die Top35 vorrücken dürfen.

Besser traf es in dieser Woche Tommy Baldwin Racing: Golden Corral und Big Red kommen für einen Großteil der restlichen Saison an Bord des kleinen Teams mit der #36 und sichern Fahrer Dave Blaney damit volle Renneinsätze zu. Abschließend sind meiner Rechnung nach lediglich vier Rennen nach wie vor nicht bezahlt, was sicherlich zu verschmerzen sein dürfte. Die nächste Aufgabe ist es nun, von Platz 37 in die Top35 der Owner Points vorzustoßen, die derzeit elf Punkte vorweg liegen.

Zum Abschluss wie gewohnt noch die Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer- und Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende. Zur Unterstützung des Sprint Cups ist die Nationwide Series in Richmond vor Ort, während die Trucks eine etwas längere Frühlingspause bis zum Rennen in Dover einlegen. Außerdem ist die Nationwide Series dieses Mal ausnahmsweise auf SPEED zu sehen! Das Einschalten lohnt sich am Wochenende auf jeden Fall, denn besonders der Freitagabend ist mit fast zwölf Stunden NASCAR am Stück gut vollgepackt.

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 29.04.
15:00 Uhr, Nationwide Series Final Practice, SPEED (TV um 16:30 Uhr!)
18:00 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
20:30 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED
22:00 Uhr, Nationwide Series Qualifying, SPEED
23:30 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, SPEED
01:30 Uhr, Nationwide Series Rennen (Bubba Burger 250), SPEED

Samstag, 30.04.
01:30 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Crown Royal presents the Matthew and Daniel Hansen 400), FOX

April 05 2011

06:23

NASCAR: Analyse Martinsville April 2011

Die Martinsville-Serie ist gebrochen! Am Ende waren es weder Jimmie Johnson noch Denny Hamlin, die in die Victory Lane einbiegen konnten. Auch die Lap-Leader Kyle Busch, Clint Bowyer und Jeff Gordon mussten passen, denn Kevin Harvick kam sechs Runden vor Schluss, ähnlich wie in Fontana, mal wieder aus dem Nirgendwo und stahl Dale Earnhardt Jr den Sieg.

Am Sonntag dominierten vorerst ganz andere Fahrer die 500 Runden von Martinsville und auch Denny Hamlin und Jimmie Johnson waren nicht gänzlich ohne Siegchance. Doch nach dreieinhalb Stunden voller Blechschäden resultierend in elf Cautions und einer roten Flagge war am Ende plötzlich Kevin Harvick zur Stelle und holte sich den Erfolg von einem zunächst überragenden Kyle Busch sowie Dale Earnhardt Jr, der fast seine sieglose Periode durchbrechen konnte. Weil die Gelbphasen das Rennen doch arg zerpflückt haben und dazwischen in ein paar längeren green-flag-runs eher Überleben angesagt war, lässt sich der Tag nicht ganz so einfach zusammenfassen. Statt einer linearen Übersicht, werde ich mich dieses Mal daher eher auf die einzelnen Fahrer konzentrieren.

Vor allem sechs Piloten drückten dem Rennen ihren Stempel auf und diese waren in der Reihenfolge ihrer Führungsrunden Kyle Busch (151), Clint Bowyer (91), Denny Hamlin (89), Jimmie Johnson (65), Jeff Gordon (37) sowie Matt Kenseth (31). Alle diese Fahrer hielten sich konstant in den Top10 in Schlagdistanz zur Spitze und in Reichweite des Sieges auf, konnten sich anschließend jedoch alle aus unterschiedlichen Gründen nicht durchsetzen.

Die entscheidende Rennsituation entwickelte sich 130 Runden vor Schluss, als Ryan Newman die vorletzte Gelbphase auslöste und damit seinen bescheidenen Tag fortsetzte. Die Führungsriege (Top8) inklusive der oben erwähnten, dominierenden Fahrer blieb geschlossen draußen, während Piloten wie Dale Earnhardt Jr, Kevin Harvick und Jamie McMurray schon an dieser Stelle versuchten, das Spritfenster bis zum Ende zu schließen.

In Runde 458 musste dann schließlich unter Grün Denny Hamlin zum finalen Boxenstopp anrücken, als erster Fahrer wohlgemerkt. Dies und ein weiterer Umstand zerstörten ihm schließlich das Rennen. Im Nachgang von Martinsville gab es größere Diskussionen zwischen Hamlin, Mike Ford und Teamchef Joe Gibbs den Benzinverbrauch betreffend. Berücksichtigt man die unterlegene Fuel-Mileage in der letzten Saison und die vielen Motorschäden bei Joe Gibbs Racing zu Beginn der diesjährigen, dann lassen sich wohl einige Punkte miteinander verbinden. Scheinbar versuchte man bei JGR ohne Erfolg, den Verbrauch zum Positiven zu beeinflussen. Dieses Thema ist und bleibt interessant.

Der zweite schlechte Umstand war für Hamlin die Tatsache, dass Regan Smith 35 Runden vor dem Ende eine letzte Gelbphase auslöste, die den Gibbs-Fahrer damit am Ende der Führungsrunde stranden ließ. Hamlin bekam zwar seinen verlorenen Umlauf durch einen Wave-Around zurück, befand sich danach aber am Ende der Lead-Lap. In bester Gesellschaft übrigens, denn dort startete er gemeinsam mit Jimmie Johnson in das Finale.

Johnson lag den gesamten Tag über aussichtsreich in den Top5, bevor eine Geschwindigkeitsübertretung in der Boxengasse seinem Tag ein bitteres Ende bereitete. Der amtierende Meister versuchte es schon über das ganze Rennen hinweg mit einem kleinen Kniff, Positionen in der Pitlane gutzumachen: So beschleunigte er zwischen den einzelnen Messpunkten immer mal wieder, nur um kurz vor der Radarpistole auf die Bremse zu treten. Was u.a. in Lübeck auf dem St. Jürgen Ring super funktioniert, brachte NASCAR auf die Palme und Johnson nach seiner Strafe auch. Allerdings frage ich mich, was an dieser Stelle sein Problem ist. Das Speedlimit beträgt nun mal 30mph und wenn ein Herr Jimmie Johnson meint, zwischendrin schneller fahren zu müssen, dann gilt die Regel für ihn trotzdem. Immerhin gefährdete er die arbeitenden Mechaniker in der Boxengasse.

Jeff Gordon war zum Ausbruch der Caution schon in die Boxengasse eingebogen, verzichtete aber wegen einer möglichen Strafe auf seinen Pitstop. Dies kostete ihn einige Positionen, da er ja anschließend unter gelber Flagge noch ein weiteres Mal kommen musste. Seiner Top5-„Serie“ in Martinsville konnte das am Ende aber wenigstens keinen Abbruch tun.

Nach dem Restart erwischte es mit Kyle Busch auch den Fahrer, der das letzte Rennviertel nach Belieben beherrschte und sich anschließend den Extra-Punkt für die meisten Führungsrunden abholte. Buschs Auto war dabei definitiv auf Long-Runs ausgelegt, was sich mit der Gelbphase kurz vor Schluss negativ auswirkte. Ca. 30 Runden benötigte der Toyota, um nach einer Ruhephase wieder die gewohnte Stärke entwickeln zu können. Für die Ränge 1 und 2 sollte es daher bei noch 29 zu fahrenden Runden knapp nicht reichen. Dass Busch wieder in Schwung kam, zeigte sich in der letzten Kurve der letzten Runde, als er Earnhardt noch seinen zweiten Platz streitig machen wollte.

Clint Bowyer, Dale Earnhardt Jr und Juan Pablo Montoya waren einige der Fahrer, die mitten im Rennen out-of-sequence gingen, um sich Track-Position zu sichern. Für diese Piloten zahlte es sich aus, obwohl Bowyer nach einem sehr guten Start später das Handling des Autos verlor und anders als Teamkollege Harvick zum falschen Zeitpunkt in Front des Feldes zu finden war. Montoya fiel nach einem two-tire-stop zwischenzeitlich aus den Top10 heraus, befand sich im Finale aber rechtzeitig wieder in den Top5. Hinter Kyle Busch und Earnhardt griff er aber nicht mehr großartig an, um das gute Ergebnis und die Punkte nicht unnötig zu riskieren.

Matt Kenseth kam am Ende noch auf Platz 6 ins Ziel, nachdem er direkt zu Beginn eine Runde in Folge einer Durchfahrtsstrafe verlor. Kenseth hatte beim Start des Rennens verbotenerweise die Spur gewechselt, bevor er die Start/Ziel-Linie überquerte. Dasselbe passierte Mark Martin noch vor Rennhalbzeit bei einem Restart, weshalb später noch ohne Probleme ein Top10-Resultat zu holen war. Auch Tony Stewart entging der NASCAR-Polizei bei einem solchen Unternehmen nicht, was seinen eher bescheidenen Tag dann endgültig ruinierte.

Carl Edwards, von dem ich mehr erwartet hätte, bekam schon früh sein Auto nicht richtig in den Griff und musste zudem einen Teil des Rennens ohne Servolenkung bestreiten. Sicherlich kein einfaches Unterfangen, was dann aber Platz 18 einigermaßen erträglich machte. Jamie McMurray konnte seine Pole-Position „nur“ in einen siebten Platz ummünzen, weil ihm immer das letzte Quäntchen fehlte. Zwischenzeitlich verschlug ihn eine lose Radmutter ans Ende der Führungsrunde, die allerdings nach ordentlich Verkehr auf der Strecke ohnehin kurz nach der Top10 vorbei war. Abschließend lässt sich auch sagen, dass nur mit gewagten Strategien eine Rückkehr in die Führungsrunde möglich war. Auf den Lucky-Dog konnte und wollte sich niemand alleine verlassen, Mark Martin und seine zwei Wave-Arounds sind ein gutes Beispiel dafür.

Die Glückspilze des Tages waren wohl Martin Truex Jr und Kasey Kahne, als kurz vor Halbzeit des Rennens das Gaspedal bei Truex steckenblieb. Nach Betätigen des mittlerweile obligatorischen Kill-Switches und einem beherzten Tritt auf die Bremse war der Toyota mit der #56 trotzdem immer noch viel zu schnell und drohte, frontal in die SAFER-Barrier einzuschlagen. Trotz der neuen Autos und der „weicheren“ Wände hätte das böse ausgehen können, doch zum Glück (so muss man sagen) konnte Truex noch Kasey Kahne aufs Korn nehmen und so entscheidend an Geschwindigkeit verlieren.

Der Einschlag war immer noch mehr als heftig und den Ernst der Lage erkannte man, als Truex sich sofort nach dem Wohlbefinden von Kahne erkundigte. Zum Glück wurde niemand verletzt, in der Vergangenheit sind bereits mehrere Fahrer einer ähnlichen Situation zum Opfer gefallen. Wie heftig der Aufprall trotzdem noch war, zeigte die anschließende Unterbrechung des Rennens: Fast eine halbe Stunde brauchten die Arbeiter an der Strecke, um einen Teil der SAFER-Barrier zu ersetzen, die ordentlich in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Woher nun aber Kevin Harvick plötzlich kam, war mir ein Rätsel geblieben. Ich vermute mal seinen Stopp in Runde 372 als Quelle des Erfolgs und die Tatsache, dass er dort einen Großteil seines Pit-Windows schließen konnte. Allerdings kam auch Harvick in der letzten Gelbphase noch einmal für vier neue Reifen an die Box und soviel weniger Sprit kann bei einem Four-Tire-Stop ja nicht eingefüllt worden sein. Auch wenn diese Fragestellung für mich letztlich offen bleibt (ich hoffe ja auf viele Kommentare, die einen Grund liefern können), so war Martinsville zumindest in den letzten 100 Runden durchaus eine spannende Angelegenheit:

Als nach dem letzten Restart dann Harvick am drittplatzierten Montoya vorbei ging, während zeitgleich Earnhardt dem short-run-schwachen Busch die Führung abluchste, war ein packendes Finale garantiert. Als Junior in Front ging, sprangen die Fans wie üblich von den Sitzen auf, muss ihrem Idol letztlich aber vergebens zujubeln. Geradezu unwiderstehlich wie in Fontana holte sich Harvick – dieses Mal aber schon vier Runden vor Schluss und weil Earnhardt mit Übersteuern aus der Kurve kam – den ersten Platz. Ein Shorttrackmanöver musste Harvick nicht mehr ansetzen, was aber nicht heißt, dass es davon den gesamten Tag über nicht genug zu sehen gab.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können aPunkteständen bei den Fahrern</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">in der Owner-Wertung. Nächste Woche macht die NASCAR erst den zweiten Ausflug in diesem Jahr auf ein Intermediate Oval, wenn in Texas außerdem das erste Nacht-Punktrennen von Samstag auf Sonntag auf dem Plan steht.

2011MartinsvilleApr_NSCS_Mark_Martin_Grid 2011MartinsvilleApr_NSCS_Green_Flag_Start_McMurray_Newman 2011MartinsvilleApr_NSCS_Track_Wide_Angle 2011MartinsvilleApr_NSCS_Clint_Bowyer_Leading 2011MartinsvilleApr_NSCS_Ambrose_Spins 2011MartinsvilleApr_NSCS_Dale_Earnhardt_Jr_Pit_Stop 2011MartinsvilleApr_NSCS_Kyle_Busch_Leading 2011MartinsvilleApr_NSCS_Bobby_Labonte_and_Joey_Logano_spin 2011MartinsvilleApr_NSCS_Kevin_Harvick_Pit_Stop 2011MartinsvilleApr_NSCS_Harvick_passes_Earnhardt_Jr_for_the_win 2011MartinsvilleApr_NSCS_Kevin_Harvick_wins_flagstand 2011MartinsvilleApr_NSCS_Kevin_harvick_Burnout 2011MartinsvilleApr_NSCS_Kevin_Harvick_climb_out_victory_lane 2011MartinsvilleApr_NSCS_Kevin_Harvick_and_crew_in_victory_lane

April 01 2011

06:25

NASCAR: Vorschau Martinsville April 2011

An diesem Wochenende packt die NASCAR hoffentlich wieder einen ihrer Shorttrack-Klassiker aus, wenn auf dem Martinsville Speedway in Virginia gefahren wird. Wenn man die Statistik der letzten vier Jahre zugrunde legt, dann sehen wir am Sonntag entweder Denny Hamlin oder Jimmie Johnson in der Victory Lane: Seit Ende 2006 gelang das nämlich ansonsten niemandem.

Die halbe Meile des adie Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende. Die Nationwide Series macht einige Tage Pause und ist erst in der nächsten Woche in Texas wieder mit von der Partie. Dafür fahren in Martinsville am Samstag die Trucks als Unterstützung.

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 01.04.
17:00 Uhr, Truck Series Practice, nicht im TV
18:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
20:00 Uhr, Truck Series Final Practice, SPEED
21:30 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED

Samstag, 02.04.
16:30 Uhr, Truck Series Qualifying, SPEED
18:00 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, SPEED
20:00 Uhr, Truck Series Rennen (Kroger 250), SPEED

Sonntag, 03.04.
19:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Goody’s Fast Relief 500), FOX

March 03 2011

21:33

NASCAR: Vorschau Las Vegas 2011

Das dritte Saisonrennen der NASCAR Sprint Cup Series findet wie üblich in der Spielermetropole Las Vegas statt, wo nur einmal im Jahr gefahren wird. Die Lokalmatadoren Kyle und Kurt Busch treten dabei als Tabellenführer in der Fahrerwertung bei ihrem Heimrennen an.

Lange habe ich überlegt, wie ich diese Vorschau gestalten soll: Ja sicher, das dritte Saisonrennen auf dem adie Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende.

Ausstrahlungsdaten

Die Nationwide Series fuhr am heutigen Donnerstag schon zwei Trainings, vermutlich weil man mit dem CoT der zweiten Liga zum ersten Mal in Las Vegas unterwegs ist. Die Trucks sind in der nächsten Woche in Darlington unterwegs, während Cup und Nationwide Series pausieren.

Freitag, 04.03.
18:00 Uhr, Nationwide Series Practice, SPEED
19:45 Uhr, Nationwide Series Final Practice, SPEED
21:00 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
00:30 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, SPEED

Samstag, 05.03.
18:00 Uhr, Nationwide Series Qualifying, SPEED
19:00 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED (TV um 00:00 Uhr)
21:00 Uhr, Nationwide Series Rennen (Sam’s Town 300), ABC

Sonntag, 06.03.
21:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Kobalt Tools 400), FOX

February 28 2011

22:39

NASCAR: Analyse Phoenix Februar 2011

Die erste Bestandsaufnahme unter normalen Bedingungen sollte das Rennen auf dem Phoenix International Raceway werden, doch bekommen haben wir ausgerechnet einen big one. Danach waren gefühlt nicht mehr genügend Autos im Feld, um die elendig langen Grünphasen unterhaltsam zu gestalten. Gewonnen hat am Ende verdient Jeff Gordon vor Kyle Busch.

66 Rennen musste Jeff Gordon warten, um nach seinem Texas-Erfolg von 2009 endlich wieder in die victory lane zurückzukehren und damit seine bisher längste sieglose Periode zu beenden. Die Crew-Chief-Rotation bei Hendrick Motorsports kurz nach dem Ende der letzten Saison scheint sich für das ganze Team gelohnt zu haben, zumindest sieht es bisher danach aus. Alle vier Fahrer platzierten sich auf den vorderen Rängen und nur Mark Martin schaute von Platz 13 in die Top10 hinein. Gordons Sieg ging aus insgesamt 138 Führungsrunden hervor und ist damit mehr als verdient, zumal der – von bösen Zungen bereits in Rente gewähnte – Pilot in den Schlussrunden seinen Erfolg gegen einen ebenfalls starken Kyle Busch selbst herausfuhr.

Neben Jeff Gordon kamen aber auch noch einige andere Piloten für einen Rennsieg in Frage, zumindest wenn man nach der signifikanten Anzahl ihrer Führungsrunden geht: Die übrigen 174 von 312 Runden teilten sich Tony Stewart (59), Kurt Busch (31), Kyle Busch (23), Carl Edwards (21) und Jimmie Johnson (19). Einzig Edwards landete am Ende nicht innerhalb der Top8, weil ihn ein früher Kontakt mit Kyle Busch aus dem Rennen nahm, wofür sich der sonst so hitzköpfige Fahrer aber später ausgiebig entschuldigte. Diese Aktion löste bereits in Runde 59 die vierte Gelbphase aus, nachdem zuvor Robby Gordon und Trevor Bayne mit Drehern das Feld zwei Mal zum Verlangsamen brachten. Die erste Caution war übrigens eine der so beliebten Debris-Ausgaben. Daytona-Sieger Bayne, auf den in den USA noch alle Augen gerichtet sind, startete mit seinem Mauereinschlag also denkbar schlecht in die weitere Saison.

Richtig fies wurde es dann in Runde 67, als sich die unruhige Startphase gleich mal potenzierte und Brian Vickers nach einem Dreher auf der Außenbahn einen enormen big one auf dem Shorttrack auslöste. 13 Autos waren in diesen eigentlich Superspeedway-üblichen Unfall verwickelt und konnten teils nur nach sehr weitreichenden Reparaturen das Rennen mit massivem Rückstand wieder aufnehmen. Der Tag war damit unter anderem für Clint Bowyer, Jeff Burton und Jamie McMurray gelaufen. Danach war der große Trubel vorerst vorbei, vermutlich auch, weil sich nur noch etwas mehr als die Hälfte der Starter im Rennen befanden. Der lange und nicht sonderlich spannende zweite Teil des Phoenix-Rennens erstreckte sich über zwei Drittel der Renndistanz, geprägt durch green flag stops und nur unterbrochen durch drei weitere Cautions.

In Runde 127 platzte bei David Ragan ein Reifen und sorgte für einen ziemlich heftigen Mauereinschlag, der äußerst schmerzhaft gewesen sein dürfte. An der Stelle des Einschlags befand sich an der Außenmauer keine SAFER-Barrier und Ragan machte beim Aussteigen ganz langsam und wirkte ein wenig angeschlagen. Die vorletzte Gelbphase löste Joey Logano oder besser dessen Motor aus, nachdem sich ein etwaiges Desaster schon über die gesamte Renndistanz ankündigte: In Runde 46 klagte Logano bereits über nachlassende Leistung und konnte seinen Toyota-Motor nicht mehr richtig über die 9000-Umdrehungen-Grenze bringen. In Umlauf 107 gab dann letztendlich ein Zylinder seinen Geist auf, bevor das Aggregat der #20 in Runde 218 sein letztes Leben aushauchte.

Die entscheidende Rennsituation entwickelte sich 30 Runden vor dem Ende als die letzten Boxenstopps unter Grüner Flagge für das Feld anstanden. Mit Ausnahme von Dale Earnhardt Jr. nutzten alle Piloten diese Gelegenheit, um das Spritfenster zu schließen. Junior war nämlich schon einige Umläufe zuvor mit einem losen Reifen zum Nachtanken gekommen, wodurch er allerdings aus der Führungsrunde flog. Diese Rotation brachte ihn auf die Lucky-Dog-Position. Direkt im Anschluss setzte Andy Lally seinen TRG-Motorsports-Chevrolet in die Mauer und sorgte für die letzte Zusammenführung des Feldes und ein Zurückrunden Earnhardts.

Weil die Reifen auf dem alten Streckenbelag von Phoenix eine erheblich größere Rolle spielten als noch vor einer Woche auf dem frisch asphaltierten Daytona International Speedway, kamen alle Piloten nun noch ein letztes Mal an die Boxen. Der Phoenix International Raceway bekommt übrigens direkt nach dem Frühjahrsrennen ebenfalls eine Neuasphaltierung verordnet. Der folgende aPunkteständen bei den Fahrern</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">in der Owner-Wertung ist hier noch mit verlinkt. Am kommenden Wochenende macht der Sprint Cup in Las Vegas Station. Danach folgt schon recht früh das erste Off-Weekend der noch jungen Saison, anstatt wie bisher erst nach dem vierten Rennen.

Bevor ich es erneut vergesse: Im Rahmen des Daytona 500 bin ich auf zwei sehr interessante Artikel auf NASCAR.com gestoßen, die ich leider erst gestern lesen konnte. Diese beschäftigen sich mit den Sicherheitsinnovationen in den vergangenen 60 Jahren NASCAR</a>, sowie a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">mit der Entwicklung des HANS-Device als solches. Wirklich sehr interessant und gut zu lesen, obwohl sie recht lang sind. Lohnt sich!

2011_Phoenix_Feb_Emmy_Rossum_poses_with_Trevor_Bayne 2011_Phoenix_Feb_NSCS_race_start 2011_Phoenix_Feb_NSCS_Apolo_Ohno_on_pit_box 2011_Phoenix_Feb_NSCS_Trevor_Bayne_spins 2011_Phoenix_Feb_NSCS_99_car_in_garage 2011_Phoenix_Feb_NSCS_Jeff_Gordon_leads 2011_Phoenix_Feb_NSCS_83_car_in_garage 2011_Phoenix_Feb_NSCS_Kyle_Busch_leads_Jeff_Gordon 2011_Phoenix_Feb_NSCS_Jeff_Gordon_passes_Kyle_Busch 2011_Phoenix_Feb_NSCS_Jeff_Gordon_crosses_finish_line 2011_Phoenix_Feb_NSCS_Jeff_Gordon_salutes_the_fans 2011_Phoenix_Feb_NSCS_Jeff_Gordon_Victory_Lane 2011_Phoenix_Feb_NSCS_Jeff_Gordon_champagne_Alan_Gustafson

February 24 2011

16:18

NASCAR: Vorschau Phoenix Februar 2011

Nach dem Ende der Speedweeks in Daytona hat die neue NASCAR-Saison nun endgültig begonnen und dabei gibt es gleich eine Neuerung: 2011 geht es nach dem Daytona 500 zwar auch weit in Richtung Westen, dieses Mal allerdings nach Phoenix anstatt nach Fontana.

Nach einer Änderung des Rennkalenders für 2011 erfolgt die Rückkehr auf den Phoenix International Raceway schneller als in den vergangenen Jahren, zumal auf dem 1-Meilen-Oval ja gerade erst beim zweitletzten Chase-Rennen gefahren wurde. Im November 2010 siegte dort Carl Edwards, der damit Jimmie Johnsons langjährige Dominanz in Form von drei Herbst-Siegen in Folge brechen konnte. Gleichzeitig war es auch eine Vorentscheidung in der Meisterschaft, da Denny Hamlin erneut wichtige Punkte auf Johnson verlor. Edwards‘ Erfolg war der erste nicht-Chevrolet-Sieg seit 2003, doch eigentlich ist es nur eine Ford-Renaissance, denn der Hersteller mit dem blauen Oval war damals in Phoenix ähnlich bestimmend wie Chevy heute.

In diesem Jahr ist das erste Phoenix-Rennen der Saison kein Nachtrennen mehr, da Ryan Newman für den Gewinn der 2010er Ausgabe knapp vier Stunden benötigte. Diese Renndauer war das Ergebnis der einheitlichen Startzeiten, was für eine Vorverlegung des Rennbeginns um ca. 1,5 Stunden sorgte. Da das Nachtrennen damit nicht mehr in der Dunkelheit geendet hätte, verlängerte NASCAR die Distanz von 500 auf 600km. 2011 besinnt man sich wieder auf die bisher übliche Länge und trägt das Frühjahrs-Rennen als Folge dessen erstmals am Tage aus. Phoenix ist nach dem bump drafting und den two-car trains auf dem Superspeedway von Daytona wieder ein normales Rennen, bei dem nun wohl auch eine aktuelle Kräfteverteilung unter konventionellen Bedingungen für die neue Saison zu erkennen sein wird.

Die korrekte Einschätzung dieser Kräfteverteilung dürfte sich zum Anfang der Saison noch recht schwierig gestalten, zumal während der Winterpause natürlich alle Teams massiv an der Verbesserung ihrer Leistung gearbeitet haben. Da das letzte Phoenix-Rennen gerade mal drei Meisterschaftsläufe zurückliegt, verlinke ich an dieser Stelle deshalb auf meine letzte Vorschau für die Chase-Ausgabe des Rennens, da bloßes Abschreiben in letzter Zeit keinen sonderlich guten Ruf genießt. Dazu kommt hier noch die Ergebnisliste des besagten Playoff-Events, damit man sich einen Überblick zu den jüngsten Entwicklungen verschaffen kann. Kurz gesagt: Auch bei diesem Rennen habe ich die Chevrolet-Teams, allen voran Hendrick Motorsports, ganz vorne auf meiner Liste. Zusätzlich muss man sehen, wie gut Roush-Fenway Racing seinen Schwung über die Winterpause retten konnte. Das Daytona 500 war ja eine positive Rückmeldung diesbezüglich.

45 Teams haben für das zweite Saisonrennen gemeldet, darunter auch der Daytona-Sieger Trevor Bayne mit den Wood Brothers. Bayne (oder auch Jack Roush) hat im Übrigen eine Entscheidung bezüglich der Punktevergabe getroffen und wird seine Zähler in dieser Saison in der Nationwide Series holen. Sein Cup-Kalender wurde in Folge seiner Fahrt in die victory lane aber bereits auf 18 Rennen aufgestockt, weitere Einsätze könnten folgen.

Bei Brian Keselowski ist ein Phoenix-Start übrigens nach wie vor ungewiss, da das beschädigte Daytona-Chassis das einzige im Besitz des Teams ist und derzeit noch wiederhergerichtet wird. Die Verschuldung des älteren Keselowski-Bruders, der mit seinem eigenen Geld wohl etwas mehr Vertrauen in sein Talent hatte als ratenswert war, konnte mittlerweile aber ausgeglichen werden. Laut eigener Aussage sei er nach dem satten Daytona-Paycheck über 273.663 US-Dollar nun wieder „back to zero“. Momentan geht man bei K-Automotive Motorsports eher von einem Auftritt beim vierten Saisonrennen in Bristol aus.

Außerdem hat sich noch etwas in der Owner-Wertung für die ersten fünf Saisonrennen getan: Weil Rusty Wallace Racing seine #77 mit Sohn Steve nicht an den Start bringt, rückt die #37 von Front Row Motorsports mit Tony Raines am Steuer nach. Das champion’s provisional geht unterdessen an Bill Elliott in der #09 von Phoenix Racing, weil kein aktuellerer ehemaliger Champion für ein start & park-Team antritt.

Die Qualifikation ist in diesem Jahr erst am Samstag. Der Phoenix International Raceway geht damit denselben Weg wie viele andere Strecken in dieser Saison, um die Ticketbesitzer nicht zu benachteiligen, welche u.a. wegen ihrer Arbeit erst am Samstag zur Strecke kommen können. Damit wird einerseits das Qualifying aufgewertet, andererseits gibt es am Samstag allerdings keine Cup-Practice-Sessions mehr. Der gesamte Trainingsbetrieb findet somit am Freitag statt. Für die Teams ergibt sich daher quasi eine eingeschränkte Impound-Situation ähnlich wie in der Nationwide Series. Man darf zwar auch noch nach der Qualifikation an den Wagen arbeiten, es gibt dann aber bis zum eigentlichen Rennen keinen Fahrbetrieb mehr. Für die go-or-go homer bedeutet das unterdessen mehr Streckenzeit und bessere Vorbereitungsmöglichkeiten auf das für sie so wichtige Einzelzeitfahren. Für die Teams innerhalb der Top35 dürfte sich dagegen kaum etwas verändern.

Als neue Besonderheit werden an diesem Wochenende erstmals die neuen Regeln der NASCAR in Bezug auf die Qualifikation angewandt. Die umgekehrte Reihenfolge der letzten Practice-Session bestimmt dann die Startreihenfolge im Einzelzeitfahren. Damit möchte man die Entscheidung über die Pole-Position möglichst ins Finale der Qualifikation verlegen. Ein Problem könnten an dieser Stelle die tageszeitbedingt wechselnden Streckenverhältnisse darstellen:

Morgens und abends ist die Strecke natürlich wegen der geringeren Sonneneinstrahlung kühler und bietet daher mehr Grip als um die Mittagszeit. Auf Ovalen mit einem früheren Start des Qualifyings möchte man daher gerne möglichst früh auf die Strecke gehen, bevor der Asphalt zu heiß wird. Deshalb könnte es in Zukunft in einem solchen Fall dazu kommen, dass sich die schnellsten Teams im Freien Training sehr zurückhalten werden, damit sie am Ende der Zeitenliste befindlich einen frühen Startplatz für das Einzelzeitfahren zugeteilt bekommen. Auf Strecken mit einem Qualifying am Abend, so wie in Phoenix an diesem Wochenende, bleibt die Taktik dagegen unverändert.

Dazu kommt nach aktueller Vorhersage eventuell Regen, zumindest aber wird die Temperatur von den Freien Trainings bis zum Rennen um mindestens 10°C abstürzen. Sollte das Qualifying also ausfallen, wird die Startaufstellung analog der Zeitenliste der letzten gefahrenen Practice-Session sein. Fallen alle Trainingssitzungen dem Wettergott zum Opfer, kommt die altbekannte Owner-Wertung zum Einsatz. Noch nicht geklärt ist übrigens der Fall, wie verfahren wird, wenn mehrere Teams aufgrund des neuen Punktesystems noch keine aktuellen Owner-Punkte besitzen. An diesem Wochenende beträfe das die für Daytona nicht qualifizierten Teams #13, #60, #66 und #64, welche hinter #09, #32, #36, #87, #92 und #46 die zwei verbleibenden Startplätze mittels eines tie-breakers unter sich ausmachen müssten. Ich vermute, dass hier die letztjährige Owner-Wertung zum Einsatz kommen wird.

Die Media-Seite der NASCAR hat die aktuellen Meisterschaftsstände noch nicht als Grafik aufbereitet. Ich weiß nicht, ob dieser Service auch in Zukunft angeboten wird, deshalb hier vorerst die Links zu den aktuellen Ständen in Fahrer- und Owner-Wertung.

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 25.02.
17:00 Uhr, Truck Series Final Practice, SPEED
19:00 Uhr, Nationwide Series Practice, SPEED
20:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
22:00 Uhr, Nationwide Series Final Practice, SPEED
23:00 Uhr, Truck Series Qualifying, SPEED
00:00 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED
02:00 Uhr, Truck Series Rennen (Lucas Oil 150), SPEED

Samstag, 26.02.
20:00 Uhr, Nationwide Series Qualifying, SPEED
21:30 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, SPEED
23:30 Uhr, Nationwide Series Rennen (Bashas’ Supermarkets 200), ESPN2

Sonntag, 27.02.
21:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Subway Fresh Fit 500), FOX

February 22 2011

14:51

NASCAR: Analyse Daytona 500 2011

Die Ausgabe Nummer 53 des legendären Daytona 500 ist Geschichte und stellte gleich zu Saisonbeginn einige Rekorde auf. Beim größten Rennen des Jahres gewann allerdings kein Favorit sondern ein nahezu unbeschriebenes Blatt, weil RCR und Hendrick patzten.

Mit Trevor Bayne gewann am Sonntag ein gerade mal 20-jähriger das Daytona 500 für das Traditionsteam der Wood Brothers und schrieb damit eine wahre Cinderella-Story. Außerdem verbesserte er die Bestmarke des jüngsten Daytona-500-Siegers von Jeff Gordon (1997 mit 25) um ganze fünf Jahre. Für die Wood Brothers ist es der erste Sieg seit knapp zehn Jahren (Elliott Sadler 2001 in Bristol) und eine gute Chance, in diesem Jahr mit einigen zusätzlichen Sponsoren eventuell wieder Vollzeit zurückzukehren. Die 1,5 Millionen US-Dollar Preisgeld dürften eine weitere willkommene Stütze darstellen.

Der Sieg im Daytona 500 war absolut verdient, denn wenn man sich das Siegerauto einmal genauer angeschaut hat, stellt man verblüfft das Fehlen größerer Kampfspuren fest. Bayne hat sich schadlos gehalten und genau das ist die beste Taktik, um ein restrictor plate-Rennen zu gewinnen – natürlich gehört auch immer ein wenig Glück dazu. Eine kleine Sensation, wenn auch nicht direkt der Gewinn des größten Rennens des Jahres, hatte sich ja schon während der Speedweeks angekündigt, als Jeff Gordon voller Lob für den Youngster war und ihn zu seinem Drafting-Partner beim Gatorade Duel auserwählte. Trevor Bayne klaute Gordon allerdings nicht nur seinen Rekord, sondern stellte auch gleich mal ein paar neue auf: Er ist nämlich der einzige Rookie, der jemals ein Daytona 500 gewinnen konnte. Zusätzlich bedeutet das auch, dass Bayne außer Lee Petty im Eröffnungsjahr 1959 auch der einzige Fahrer ist, der das Daytona 500 bei seinem allerersten Startversuch in Daytona gewonnen hat. Außerdem war dieses Rennen erst sein zweites Cup-Rennen überhaupt!

Da Trevor Bayne eigentlich direkt bei Jack Roush unter Vertrag steht und „nur“ zum Sammeln von Erfahrung in die #21 gesetzt wurde, könnte sich vielleicht schon im nächsten Jahr etwas in Richtung Mutterteam bewegen. David Ragan z.B. sitzt bei Roush-Fenway Racing ja nicht unbedingt sehr fest im Sattel. Außerdem laufen die Verträge von Carl Edwards und Greg Biffle zum Saisonende aus und Richard Petty Motorsports kündigte vor kurzem an, dass man 2012 gerne auf drei Wagen erweitern möchte – am liebsten mit Danica Patrick oder eben auch Edwards.

Eine weitere Überraschung am Sonntag war das schlechte Abschneiden von Chevrolet, denn immerhin galten bisher die Triebwerke von Earnhardt-Childress Racing Technologies sowie Hendrick Motorsports besonders auf den Superspeedways als Klassenprimus. Bei Richard Childress Racing lösten sich gleich zwei Motoren in Rauch auf, nämlich die von Kevin Harvick (42./erster Motorschaden seit 2006) und Jeff Burton (36.). Für Clint Bowyer (17.) reicht es nach einer guten Anfangsphase zum Schluss ohne den gewohnten Drafting-Partner Burton nur zu einer Platzierung außerhalb der Top15, während RCR-Neuzugang Paul Menard (9.) ähnlich stark wie 2010 mit einem Top10-Ergebnis in die Saison starten konnte.

Earnhardt-Ganassi Racing hatte auch zu kämpfen, als Jamie McMurray (18.) gegen Rennende nur noch auf sieben Zylindern unterwegs war und Juan Pablo Montoya (6.) nicht mehr ausreichend unterstützen konnte. Zuvor ließ sich McMurray sogar einmal ans Ende des Feldes zurückfallen, nachdem sein Teamkollege den Draft verloren hatte. Mit Kurt Busch im Tandem gelang Montoya im Schlusssprint zwar noch einmal der Anschluss an die Spitzengruppe, weil die beiden Fahrzeuge aber nicht 100%ig aneinander klebten, musste der Kolumbianer sich mit einem sehr guten Punktetag zufrieden geben. Montoya hatte beim Daytona 500 das gesamte Glück auf einmal, welches ihm 2010 fehlte: Außer einem Dreher überstand er auch zwei größere Unfälle unversehrt, bei denen die abfliegenden Wagen nur knapp an seiner #42 vorbeirauschten.

Bei Hendrick Motorsports lösten sich nicht die Motoren auf, dafür aber im ersten big one des Tages die Autos. Nach umfangreichen Reparaturen war für Jimmie Johnson (27.) und Jeff Gordon (28.) nur noch Schadensbegrenzung angesagt. Mark Martin (10.) war ebenfalls in diese Situation verwickelt, baute nach seiner Reparaturphase aber per Lucky Dog insgesamt drei Runden Rückstand wieder ab und fuhr am Ende in die Top10. Dale Earnhardt Jr. (24.), der das Rennen von hinten angehen musste, lag während der ersten von insgesamt zwei Green-White-Checkered-Verlängerungen noch in Schlagdistanz zur Spitze, wurde dann aber im dritten und letzten big one unverschuldet abgeräumt, als Robby Gordon nach einem wilden Slide etwas zu früh wieder in das Feld einscheren wollte.

Ebenfalls lange Zeit eine Siegchance hatte Regan Smith (7.), der dann die erste Verlängerung auslöste, weil Kurt Busch ihn im two-car tango ausversehen umdrehte. Trotzdem konnte er für das kleine Team aus Denver, Colorado noch ein Super-Ergebnis holen. Weitere Vertreter der Chevy-Flotte waren Tony Stewart (13.) und Ryan Newman (22.): Während Newman sich den Bonuspunkt für die meisten Führungsrunden abholte und insgesamt neun Mal in Front des Feldes auftauchte, blieb sein Teamchef Stewart, der Nationwide-Sieger des Vortages, ohne Führungsrunde farblos. Für Newman endete der Tag im eben angesprochenen zweiten big one zur ersten Verlängerung.

Statt Chevy sicherte sich Ford die Top3 in Daytona, womit ich überhaupt nicht gerechnet habe. Hinter dem Sieger Trevor Bayne platzierte sich Carl Edwards und räumte damit immerhin ein Preisgeld von 1,1 Millionen US-Dollar für Roush-Fenway Racing ab. Ebenfalls gut unterwegs war in der Schlussphase ausgerechnet sein Teamkollege David Ragan (14.), der aber eine bessere Platzierung verpasste, weil NASCAR ihn in Führung liegend ans Ende des Feldes zurück schickte. Der Grund war ein Regelverstoß beim Restart, als Ragan vor dem Überqueren der Ziellinie die Spur wechselte, um seinen Partner Bayne zum two-car draft einzufangen.

Für die anderen beiden Roush-Fahrer Matt Kenseth (34.) und Greg Biffle (35.) endete der Tag wenig erfolgreich. Während Kenseth bei dem Unternehmen, wieder in die Führungsrunde zu gelangen, ausgerechnet vom Teamkollegen Biffle abgeräumt wurde, war dessen Rennen eigentlich schon beim ersten big one in Runde 29 gelaufen. Später nahm Montoya Biffle dann endgültig aus dem Rennen, was dem Ford-Piloten sichtlich sauer aufstieß.

Bei Richard Petty Motorsports war das Daytona 500 ebenfalls zweigeteilt, was den Erfolg der Fahrer betrifft. Marcos Ambrose (37.) blieb wie so viele weitere Piloten im ersten big one hängen. Sein Teamkollege AJ Allmendinger (11.) war konstant vorne mit dabei und verpasste nur knapp die Top10. Eine weitere Überraschung bot der dritte Platz von David Gilliland im technisch eigentlich eher unterentwickelten Ford mit der #34 von Front Row Motorsports. Weniger Glück hatte sein Teamkollege Travis Kvapil (32.), der sich zunächst für das Daytona 500 qualifizieren musste, dann im Rennen aber insgesamt drei Gelbphasen auslöste – alle Achtung! Der Dritte im Bunde des Teams, Robert Richardson Jr. (38.), setzte sein Auto in Runde 47 während eines Paarflugs mit Dave Blaney in die Mauer.

Terry Labonte (15.) im Außenseiter-Ford von Frank Stoddards FAS Lane Racing mit der #32, der nur dank seines champion’s provisional am Rennen teilnehmen durfte, landete überraschend weit vorne.

Das knapp vertretene Dodge-Lager verteilte sich kreuz und quer durchs Feld: Während Kurt Busch (5.) für Penske Racing ein Top5-Resultat einfuhr, landete Teamkollege Brad Keselowski (29.) in Runde 167 in der Mauer. Dessen Bruder Brian Keselowski (41.), der mit viel Hilfe und fremdem Schwung von der Sippschaft ins Daytona 500 gepusht wurde, musste schon beim ersten big one die Segel streichen. Ziemlich schade, bedenkt man, dass die Unterstützung für das kleine Team in der Garage enorm war: So bezahlte Ray Evernham die Reifenrechnung, während Roger Penske eines seiner Triebwerke zur Verfügung stellte. Immerhin dürften die ca. 273.000 US-Dollar Preisgeld versöhnlich stimmen. Dodge-Neuzugang/Rückkehrer Robby Gordon (16.) beendete ein turbulentes Rennen mit ein paar Streifschüssen noch recht ordentlich.

Der Vollständigkeit sei hier noch Steve Wallace (20.) erwähnt, der zwar einen Toyota in die Top20 fuhr, aber mit den Owner-Punkten von Penske Racing fest für das Daytona 500 qualifiziert war. Platz 20 ist sicherlich ein zufriedenstellendes Ergebnis für das erste Cup-Rennen.

Das beste Ergebnis für Toyota fuhr überraschenderweise Bobby Labonte (4.) ein, der auch selbst eine Siegchance hatte, bevor sich sein Vordermann Trevor Bayne erfolgreich ausgangs Turn 4 von ihm absetzte. Die Nummer Zwei des Herstellers sollte am Ende Kyle Busch (8.) sein, dem alle Siegchancen durch einen kaputten Reifen während des zweiten big ones kurz vor Ende der regulären Distanz abhanden kamen. Seine Teamkollegen bei Joe Gibbs Racing erwischte es aber noch schlechter: Denny Hamlin (21.) war wie oben erwähnt mit Ryan Newman in denselben big one verwickelt und Joey Logano (23.) blieb nach einer starken Anfangsphase im Tandem mit Kyle Busch am Ende farblos.

Bei Michael Waltrip Racing war im Daytona 500 schon nach wenigen Runden das Chaos perfekt, als Teamchef Michael Waltrip (40.) seinen Fahrer David Reutimann (30.) in Umlauf 29 von der Strecke schob und damit den ersten big one auslöste. Bereits zuvor machte sich der emotionale Sieger des Truck-Rennens am Freitag etwas unbeliebt, als er in Runde 5 schon etwas zu aggressiv Kyle Busch von der Strecke räumte. Martin Truex Jr. (19.) lag zwar acht Mal für insgesamt 17 Runden in Führung, musste sich aber beim letzten big one in der ersten Verlängerung geschlagen geben und blieb noch am Ende der Führungsrunde in den Top20.

Ebenfalls kein gutes Daytona 500 erlebte Red Bull Racing, wo sich zunächst im ersten Rennviertel der Motor von Brian Vickers (31.) einfach abschaltete, bevor Kasey Kahne (25.) nach einer sehr guten Anfangsphase nur 18 Runden vor dem regulären Ende mit einem Reifenplatzer ausschied.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden.

Ich habe mich in dieser Analyse bewusst gegen eine Zusammenfassung des Rennens und für eine Einzelanalyse der Fahrer entschieden, weil das Daytona 500 unübersichtlich und in vielerlei weiterer Hinsicht Rekorde brechend war: Die 16 (Rekord) Gelbphasen unterbrachen das mit 3 Stunden, 59 Minuten und 24 Sekunden zweitlängste (nach reiner Rennzeit, also mit Ausnahme der langen roten Flagge während des letztjährigen Schlaglochrennens) Daytona 500 der Geschichte, wobei es zu insgesamt drei big ones kam. Während der Phasen unter grüner Flagge wechselte die Führung 74 Mal (Rekord) unter 22 Fahrern (ebenfalls Rekord). Eine Berichterstattung im konventionellen Sinne wäre also wohl ziemlich unübersichtlich geworden.

Nichtsdestotrotz war das 53. Daytona 500 am Sonntag ein spannendes Rennen und auch die two-car tangos haben dem Sport nicht so sehr geschadet, wie anfangs noch erwartet – zu den Hintergründen habe ich in den beiden Speedweeks-Updates ja schon einiges geschrieben, deswegen spare ich mir hier mal größeres Ausschweifen. Hinter einigen Ausbrechern befand sich nämlich auch weiterhin ein großes Drafting-Feld, welches allerdings viel Zeit auf die two-car breakaways liegen lassen musste. Die Schlussphase mit den beiden big ones und den Verlängerungen war äußerst actionreich und ließ viele Fahrer aus der Entscheidung und in die Entscheidung aus- bzw. einsteigen. So glaubte man sogar bei Montoya noch wenige Sekunden an einen Sieg, bis der Drafting-Kontakt zu Kurt Busch abriss. Der Sieger Trevor Bayne sah sich aber zu keiner Zeit ernsthaft in Gefahr, er meisterte die Schlussphase souverän wie einer der ganz großen NASCAR-Asse – Herzlichen Glückwunsch!

Dazu wegen der möglicherweise unklaren Situation um Trevor Bayne hier noch ein paar Anmerkungen: Der Rookie ist 2011 für die Nationwide Series gemeldet und hat auf dem Anmeldeformular sein Kreuzchen an der entsprechenden Stelle gemacht. Damit ist er weder dazu berechtigt, im Sprint Cup Punkte zu sammeln, noch am „Rookie of the Year“-Wettbewerb teilzunehmen. Allerdings gibt es eine Ausnahmeregel: Bayne könnte auf Wunsch nachträglich in den Cup aufsteigen und sich dort Punkte verdienen, seine theoretischen Zähler für den Sieg beim Daytona 500 wären aber trotzdem verloren. Die Punkte würden also erst ab der Ummeldung gezählt.

Um durch seinen Daytona-Erfolg mit der neuen Chase-Regel in die Meisterschaftsentscheidung aufzusteigen, müsste er aber ohnehin nach 26 Rennen in den Top20 der Fahrerwertung stehen und das dürfte mit seinem 17-Rennen-Plan ziemlich unmöglich werden. Außerdem ist natürlich nicht sicher, ob ein einziger Sieg überhaupt für eine Qualifikation auf die beiden Extraplätze in den Playoffs reicht. Trevor Bayne hat einen solchen Move praktisch ausgeschlossen, da er in der Nationwide Series bessere Chancen haben dürfte. Eine ausführliche Beleuchtung der Situation ist in diesem Artikel bei USA Today nachzulesen.

Eine Übersicht zu den noch nicht ganz so relevanten Punkteständen bei den Fahrern und in der Owner-Wertung ist hier noch mit verlinkt. Weiter geht es schon am kommenden Wochenende auf dem Phoenix International Raceway. Die entsprechende Vorschau folgt dann am Freitag.

222710 2011_Dayonta_Feb_Dale_Earnhardt_Lap_3_Salute 2011_Dayton_Feb_Joie_Chitwood_Steve_ODonnell 2011_Daytona_Feb_Carl_Edwards_David_Ragan_congratulate_Trevor_Bayne 2011_Daytona_Feb_Green_Flag_Flagstand 2011_Daytona_Feb_Green_flag_start_ 2011_Daytona_Feb_Michael_Waltrip_David_Reutimann 2011_Daytona_Feb_Mike_Helton_Glen_Beck_Daytona_500 2011_Daytona_Feb_National_Anthem_Martina_McBride 2011_Daytona_Feb_Trevor_Bayne_celebrates_infield 2011_Daytona_Feb_Trevor_Bayne_climb_out_high_angle 2011_Daytona_Feb_Trevor_Bayne_Trophy_Team 222677 222678 222697 222698 222699 222700 222701
Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl