Tumblelog by Soup.io
Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

December 04 2013

07:12

Formel Eins: Rückblick 2013 – Marussia und Caterham

Die Saison ist um, Zeit sich mal anzuschauen, wie das Jahr für die Teams so war. Den Auftakt machen Marussia und Caterham. Ein Rückblick und eine Analyse.

Motor Racing - Formula One World Championship - Brazilian Grand Prix - Race Day - Sao Paulo, BrazilAls Grundlage für den Rückblick dient das Ergebnis der Team-WM in diesem Jahr. Ich fange mal hinten an, weil diese Teams sonst selten in den Fokus der Berichterstattung rücken. Marussia und Caterham fahren seit Jahren hinterher und schaffen den Anschluss einfach nicht. Was eigentlich erstaunlich ist, denn das Reglement ist einigermaßen stabil, also sollte man meinen, dass es möglich sein sollte, den Rückstand aufs Mittelfeld zu reduzieren. Aber das gelang beiden Teams in diesem Jahr erneut nicht. Stattdessen ging es noch weiter zurück.

Caterham

Dass Caterham in diesem Jahr nur den letzten Platz in der Konstrukteursmeisterschaft belegen konnte, ist schon erstaunlich. Denn immerhin bezieht man den Motor von Renault, während Getriebe und KERS direkt von Red Bull kommen. Das sollte doch eigentlich die halbe Miete sein, um ins Mittelfeld vorstoßen zu können. Doch schon bei den Tests im Februar wurde klar, dass das Team auch 2013 chancenlos sein würde. Mark Smith, ehemaliger Force-India-Designer, gelang es nicht, ein Chassis zu entwerfen, das sich mit dem Mittelfeld messen konnte. Tatsächlich konnten einem die Fahrer teilweise leid tun. Im ersten Rennen konnte man in den Cockpitaufnahmen sehen, dass der Caterham teilweise unfahrbar schien. Untersteuern am Kurveneingang, Übersteuern am Kurvenausgang. Charles Pic kam in Australien nicht mal über die 107% Hürde und auf die Marussia fehlten rund 1,4 Sekunden.

Das änderte sich mit den ersten Updates am Fahrzeug kaum und die Arbeit des Teams wirkte teilweise hilflos. Mehrfach probierte man in der Saison eine neue Front aus, mal mit, mal ohne Stufe. Man reaktivierte Heikki Kovalainen, weil das Team offenbar dem Feedback der unerfahrenen Piloten nicht traute. Immerhin gelang es Caterham, während der Saison wieder auf Marussia aufzuschließen, aber der Durchbruch blieb ihnen verwehrt. Insgesamt eine äußerst enttäuschende Leistung des gesamten Teams.

Die Fahrer wirkten zu Beginn des Jahres teilweise überfordert. Charles Pic, der 2012 im Marussia teilweise ansprechende Leistungen in der Quali gezeigt hatte, zeigte in den ersten Rennen keine gute Leistung, Guido van der Garde wirkte gar leicht überfordert. Als es dem Team gelang, den Caterham fahrbarer zu machen, lief es etwas besser, teilweise konnte man im Rennen die Marussia hinter sich lassen. Aber das ist insgesamt zu wenig für ein Team, das eigentlich schon 2012 ins Mittelfeld vorstoßen wollte.

Ob es für Caterham besser gelaufen wäre, hätte man Kovalainen und Petrov im Team behalten? In der Quali hätten beide sicherlich auch nicht mehr reißen können, aber im Rennen wäre mit der Erfahrung beider Piloten vielleicht mehr drin gewesen. Caterham hat zumindest angekündigt, dass man 2014 auf mindestens einen Piloten setzen möchte, der mehr Erfahrung mitbringt.

Marussia

10998698775_c91e03c46b_kDas britisch-russische Team ist in Sachen Finanzen schlechter als Marussia aufgestellt, aber man konnte im letzten Winter eine technische Partnerschaft mit McLaren eingehen. Damit konnte man auch den Windkanal in Woking nutzen, was Marussia offenbar geholfen hat. Die Testzeiten waren besser als erwartet, der Abstand in den ersten Rennen zu den Williams war durchaus knapp. In Malaysia gelang Jules Bianchi das Kunststück, auf Platz 13 einzufahren. Das lag auch daran, dass Alonso, Maldonado und beide Force India ausfielen, aber dennoch muss man so eine Position erst einmal schaffen. Darauf hätte man aufbauen können, doch dem Team fehlt einfach das Geld. Das letzte große Update am Fahrzeug kam laut Teamchef John Booth im Mai, seitdem gab es nur kleinere Veränderungen. Verständlich, immerhin musste man auch den Wagen für 2014 bauen und vorbereiten. Das Gefühl bleibt aber, dass das Team in diesem Jahr eine Chance verpasst hat, zumal Williams bis zum Herbst in Reichweite schien.

Dass man so gut unterwegs war, lag auch an Jules Bianchi. Der Franzose wird von Ferrari unterstützt und war erst im Februar ins Team gerutscht, nachdem die Sponsoren des eigentlichen Einsatzfahrers Liuz Razia keine Zahlung geleistet hatten. Im Endeffekt war es für Team und Fahrer ein Glücksgriff. Bianchi entpuppte sich als schneller und zuverlässiger Pilot, der in einigen Rennen eine bemerkenswerte Leistung zeigte. Es ist ein wenig bedauerlich, dass Bianchi vermutlich auch 2014 bei Marussia wird fahren müssen, da alle anderen Plätze in der F1 für ihn dicht sind.

Max Chilton hat mich teilweise positiv überrascht. Der Brite hatte sich mit viel Geld ins Team gekauft (und damit Timo Glock rausgekickt), doch seine Leistungen waren ok. Immerhin gelang ihm das Kunststück, als einziger Fahrer der Saison alle 19 WM-Läufe zu beenden. Aber insgesamt blieben seine Ergebnisse in den Rennen schwach, wie sein letzter Platz in der WM belegt. Beide Caterham-Piloten liegen noch vor ihm, in den meisten Rennen kam er weit hinter Bianchi ins Ziel. Vermutlich wird er 2014 aber erneut bei Marussia an den Start gehen.

Aber die Zukunft von Marussia scheint unsicher. Es gibt Gerüchte, dass der Teambesitzer von Marussia, der Russe Andrei Tscheglakow, an einer Fusion mit Sauber interessiert sei.

202 total views, 196 views today

The post Formel Eins: Rückblick 2013 – Marussia und Caterham appeared first on Racingblog.

flattr this!

November 24 2013

21:20

Formel Eins: Analyse GP Brasilien 2013 – Zum Abschluss alles wie immer

Zwei Tage regnete es in Strömen, doch am Renntag blieb es trocken. Anders, als in den letzten Jahren gab es wenig Stress für die Strategen, und Vettel konnte erneut sein Rennen fahren.

130115_braDie Dominanz von Sebastian Vettel lässt sich am deutlichsten an einer Zahl festmachen: 397 Punkte. So viele Zähler konnte Mercedes nicht mal mit beiden Fahrern zusammen in der WM einfahren. Anders gesagt: Selbst wenn Red Bull nur mit Vettel angetreten wäre, hätten sie den Konstrukteurstitel in diesem Jahr einfahren können. Noch ein Beispiel: Vettel wäre auch Weltmeister geworden, wenn er die ersten acht (!) Rennen komplett ausgelassen hätte. Und so wie alle Rennen seit der Sommerpause, sah auch das Rennen in Brasilien aus. Vettel auf der Pole, der sich auch durch einen besser startenden Rosberg nicht aus dem Konzept bringen ließ. Ohne DRS war sein Red Bull noch schnell genug, um noch in der ersten Runde wieder am Mercedes vorbei gehen zu können. Danach war das Rennen an der Spitze wieder gelaufen.

Eine wirkliche Chance hatte die Konkurrenz mal wieder nicht, selbst dann nicht, als Vettel wegen es etwas chaotischen Boxentopps rund 10 Sekunden verlor. Aber selbst dieser Patzer reichte nicht aus, um jemanden anderen in Führung zu bringen. Da Webber und Alonso zeitgleich in der Box waren und Vettel zuvor rund 15 Sekunden Vorsprung hatte, konnte er seine Führung bequem verteidigen, während Webber sich zweimal an Alonso vorbei arbeiten musste. Ein Sieg blieb ihm am Ende versagt, aber immerhin konnte er im letzten Rennen noch einen zweiten Platz erreichen. Und Vettel gab Webber am Ende noch ein kleines Abschiedsgeschenk: Er ließ dem Australier die schnellste Rennrunde. Nach seinem verpatzten zweiten Stopp sah es für einen Moment so aus, als könnten Webber und Alonso zu Vettel aufschließen, aber der schonte in den ersten Runden nur seine Reifen um dann später wieder seinen normalen Rhythmus aufzunehmen. Und das sah so aus, dass er pro Runde 0.5 bis 0.7 Sekunden schneller als der Ferrari von Alonso war.

Der Spanier kämpfte allerdings auch mit stumpfen Waffen. Der F138 war wie gesamten Jahr zu langsam, egal wie sehr Alonso pushte. Im Gespräch nach dem Rennen meinte Webber zu Alonso, dass dieser vor allem beim Einlenken in die Kurve sehr langsam gewesen sei, was der Ferrari-Pilot mit einem müden Schulterzucken bestätigte. Was einen deutlichen Hinweis darauf gibt, wo der Red Bull besser ist. Wenn man mit höherer Geschwindigkeit einlenken kann, ist man logischerweise auch am Ausgang etwas flotter unterwegs. Der RB9 hat einfach mehr Abtrieb, als der Rest der Welt.

Für Ferrari lief das Rennen aber endlich mal besser, als es sonst der Fall war. Alonso verlor am Start einen wichtigen Platz, konnte sich aber aber nach ein paar Runden auf P2 festsetzen. Die Mercedes konnten dem Tempo nicht folgen und hatten sich wohl mit der Abstimmung verhauen. Felipe Massa hatte einen sensationellen Start und schoss von P9 auf P6 vor. Danach kämpfte er sich bis auf P4 vor und Alonso ließ nach dem Rennen durchblicken, dass er durchaus mit dem Gedanken gespielt hatte, seinen langjährigen Teamkollegen aufs Podium zu schicken. Aber dazu kam es dann nicht, weil Massa in Runde 28 die Boxeneinfahrt zu stark anschnitt und die Rautenlinien überquerte. In der Fahrerbesprechung hatte man wohl festgelegt, dass genau dies nicht passieren sollte. Es ist nicht ganz klar, ob Massa diesen Fehler vorher schon mal begangen und die Rennleitung Ferrari schon verwarnt hatte. Jedenfalls folgte eine Durchfahrtsstrafe, die Massa mit wilden Gesten in Richtung Rennleitung kommentierte.

Die Strafe war entscheidend für den Ausgang der Team-WM. Da es für Mercedes in Brasilien überhaupt nicht lief und Hamilton wegen eines kaputten Reifens und einer Durchfahrtsstrafe weit zurück fiel, hätten P3 und P4 für Ferrari gereicht, noch an Mercedes vorbei zu ziehen. Kein Wunder, dass Ferrari am Ende etwas genervt war. Aber in beiden Fällen waren die Strafen gerechtfertigt. Massa, weil es vor dem Rennen klar war, dass die Regel bestand hatte, Hamilton, weil er beim Anbremsen rüberzog und Bottas übersah, der sich zurückrunden wollte. Die 8 Millionen, die Ferrari damit entgehen, werden auch den Italienern weh tun, aber die fehlenden sieben Punkte um Mercedes zu überholen, hat man im letzten Drittel der Saison verloren, nicht in Brasilien. Da Mercedes in diesem Jahr drei Rennen, Ferrari aber nur zwei Rennen gewonnen hat, geht der WM-Stand auch durchaus in Ordnung.

Im Rennen fielen besonders die McLaren auf. Beide starteten in den Tiefen des Mittelfelds und konnten sich während des Rennens nach vorne arbeiten. Dabei hatte in McLaren nicht mal eine besonders andere Strategie gewählt. Button fuhr zwar auf den “Hart” los, behielt dieses aber nur 21 Runden auf dem Wagen, was etwas überraschend war. Auf der anderen Seite konnte man zu diesem Zeitpunkt sehen, dass die Wagen auf den frischen “Medium” schneller waren und von hinten drückten. Das waren vor allem beide Force India und der Sauber von Guiterrez. McLaren hatte also keine andere Wahl, als die Strategie auf einen Zwei-Stopp-Plan zu ändern. Im Endeffekt zeigte sich, dass dies die richtige Entscheidung war. Button konnte aus eigener Kraft das beste Saisonergebnis für das gebeutelte britische Team rausfahren. Und McLaren damit vor der schlechtesten Saison seit 1966 bewahren. Immerhin war es immerhin noch die schlechteste Saison seit 1980, also seit dem Ron Dennis das Team von Teddy Mayer übernommen hatte. Und das im Jubiläumsjahr des Teams.

Es war ein im Mittelfeld durchaus enges und spannendes Rennen, dass die Kameras auch oft einfingen. Vor allem zwischen Force India, Sauber und Toro Rosso ging es um Sekundenbruchteile. Aber die Inder konnten im letzten Rennen trotz aller Bemühungen keine Punkte sammeln. Besser lief es für Toro Rosso, wo Daniel Ricciardo seinem Team noch einen letzten Jahr schenken konnte. Gleiches gilt für Nico Hülkenberg, der immerhin drei Zähler für Sauber holte und sich damit P10 in der Fahrer-WM sichern konnte. In der Team-WM gab es auf den hinteren Plätzen keine Änderungen mehr.

Sehr enttäuschend lief das Rennen für Lotus. Man verlor Grosjean gleich in den ersten Runden mit einem seltenen Motorplatzer und Heikki Kovalainen blieb weit hinter den Erwartungen zurück. Entweder hatte man sich mit der Abstimmung völlig verhauen, oder Kovalainen kam einfach nicht mit dem Lotus zurecht. Das er während des Rennens mit beiden Williams rumkämpfte spricht eher für die erste Variante. Im Nachhinein wäre es aber durchaus auch gerechtfertigt gewesen, Davide Valsecchi wenigstens eine Chance zu geben, aber hinterher ist man ja immer klüger. Viel Werbung hat Kovalainen für sich allerdings nicht machen können.

Auf dem Fahrermarkt geht es weiter wild zu: Hülkenberg wird mit Sauber und Force India in Verbindung gebracht. Maldonado mit Lotus und Sauber. Völlig offen ist die Lage bei Caterham, wo beide Piloten auf dem Prüfstand stehen. Sergio Perez hat die Woche verlauten lassen, dass er zu 95% ein Cockpit hat. Dies könnte bei Sauber sein, wo Guiterrez zwar in den letzten Rennen bessere Ergebnisse zeigen konnte, aber vermutlich reicht das nicht. Bei Sauber stehen also auch noch beide Cockpits zur Dispostion. Sicher ist wohl, dass Sutil bei Force India bleibt und Grosjean bei Renault. Zumindest die Zukunft von Hülkenberg soll sich in den nächsten Tagen entscheiden.

Das war dann also die Saison 2013. Wir werden in den nächsten Wochen ausführlich auf die Leistungen der Teams eingehen, aber zumindest kann man schon mal festhalten, dass es nicht die spannende Saison war, die man sich gewünscht hat. Die Dominanz von Red Bull war einfach zu groß und umso erstaunlicher war es, dass Ferrari und Mercedes zu keiner Zeit etwas dagegen setzen konnte. Es mag der Doppelbelastung durch die kommende Saison 2014 geschuldet sein, dass man die Weiterentwicklung der Fahrzeuge schon im Spätsommer mehr oder weniger einstellte, aber vermutlich wäre die Saison 2013 auch nicht viel anders gelaufen.

JFX4183 JFG8847 Marussia_9981_HiRes jm1323no117 jm1324no123 F12013GP19BRA_HZ5864 F12013GP19BRA_HZ6234 130115_bra 130117_bra 130085_bra 130087_bra 166989451XX00123_F1_Grand_P 166989451XX00135_F1_Grand_P 166989451XX00173_F1_Grand_P 166989451XX00025_F1_Grand_P 166989451XX00053_F1_Grand_P 166989451XX00099_F1_Grand_P

400 total views, 400 views today

The post Formel Eins: Analyse GP Brasilien 2013 – Zum Abschluss alles wie immer appeared first on Racingblog.

flattr this!

November 14 2013

15:51

Formel Eins: Vorschau GP Austin USA 2013

Das Rennen in Texas wird an der Spitze vermutlich wenig Neuigkeiten bringen. Dafür dreht sich im Moment das Fahrerkarusell immer schneller.

usagpDiese Woche fiel der erste Dominostein in Sachen Fahrern, als Williams bekannt gab, dass man Pastor Maldonado durch Felipe Massa ersetzen wird. Die Ankündigung ist durchaus etwas überraschend, hatte Maldonado mit seinen Öl-Millionen das Team doch durchaus am Leben erhalten. Dazu kommt, dass der Venezolaner sicher kein schlechter Pilot ist, sein Sieg in Spanien war kein Zufall. Und das er dieses Jahr nicht weiter vorne auftaucht, ist auch nicht seine Schuld. Immerhin hat er auch für den einzigen Punkt gesorgt, den Williams in diesem Jahr erlangen konnte. Eigentlich wäre Bottas der Kandidat gewesen, der gehen muss, denn seine Leistungen waren jetzt auch nicht zwingend besser als die von Maldonado. In diesem Fall war es aber wohl so, dass Maldonado selber das Team verlassen wollte. Für Williams ist Massa sicher eine sehr gute Lösung, zumal es Gerüchte gibt, dass sein Renningenieur Rob Smedley gleich mitkommt. Die Frage ist nun, was Maldonado macht.

Lotus hat schon gesagt, dass er auf der Liste steht, aber der neue Teilhaber “Quantum” hätte gerne Nico Hülkenberg als Nummer Eins im Team. Auf der anderen Seite geht es auch um Geld und davon hat Maldonado mehr als genug im Gepäck. Grosjean rauszuwerfen wäre eine andere Variante, aber zum einen hat der Franzose bewiesen, dass er gereift ist, zum anderen zahlt “Elf/Total” die Renault-Motoren, die nächstes Jahr deutlich teurer werden. Könnte also auch passieren, dass für Maldonado die Türen bei Lotus zufallen.

Damit bliebe dann Sauber, wenn denn Hülkenberg weggeht. Sirotkin wird vermutlich keine Superlizenz bekommen, dafür fehlen ihm die Ergebnisse. Vermutlich wird er eine Runde GP2/WSbR einlegen müssen. Er kann nicht mal an einem Freitag eingesetzt werden, solange die Lizenz nicht da ist. Sollte man wider erwarten die Lizenz erhalten, könnte Guiterrez dran glauben müssen. Zum einen ist das Sponsoring von TelMex nicht so groß, zum anderen bringt Maldonado mehr Geld und Erfahrung mit.

Eine weitere, aber vermutlich ungeliebte Lösung für Maldonado könnte Caterham sein. Da sucht man sowieso wieder erfahrene Piloten, nachdem man Kovalainen fast jeden Freitag ins Auto setzt.

Bei Lotus ist man im Moment sowieso schlecht gelaunt. Kimi Räikkönen hat die letzten Rennen abgesagt und so zwischen den Zeilen vermutete Teambesitzer Lopez, dass der Finne halt keine Lust mehr hatte. Und für Ferrari fit sein möchte. Die anstehende Rücken-OP benötigt wohl vier Wochen, bis sie verdaut ist. Da sie nun schon jetzt stattfindet, ist Räikkönen im Januar wieder fit. Stand Mittwochabend gab es noch keinen Ersatzfahrer für den Finnen, angeblich ist man an Heikki Kovalainen dran. Im Notfall muss halt Valsecchi ran.

Bei McLaren ist die Lage klar. Sergio Perez hat am Mittwoch per Twitter (!) einen Brief veröffentlicht, der an seine Fans und an McLaren ging. Darin verabschiedet er sich mit schönen Worten vom Team, ohne dass böse Worte fallen. Auch nicht zwischen den Zeilen. Sein Nachfolger wird Kevin Magnussen sein, der aus dem Förderungsprogramm von McLaren kommt. Unklar ist auch weiterhin, wer neuer Hauptsponsor bei McLaren wird. Im Moment werden immer wieder Gilette, Coca-Cola und McDonalds genannt (Wir freuen uns schon alle auf Witze über “McDonalds-McLaren” und Ron “McDonalds” Dennis).

Komplett offen ist die Fahrersituation bei Force India. Sutil scheint sicher zu sein, obwohl er weniger Punkte als di Resta hat. Aber Sutil ist der aggressivere Pilot und hat “Medion” im Rücken. Paul di Resta könnte durch Jules Bianchi ersetzt werden, aber da stehen noch ein paar andere Piloten Schlange. Zum einen der Nachwuchs, zum anderen (wenn er gehen muss) Perez und Maldonado.

Es tut sich also noch eine Menge, vor allem wenn Perez und Maldonado mit ihren Millionen hausieren gehen.

Zum Rennen. Die Strecke wird zum zweiten Mal gefahren und dieses Mal gibt es auch zwei DRS-Zonen. Einmal die lange Gerade, einmal Start/Ziel. Im letzten Jahr war das Rennen sehr abwechslungsreich und spannend, ob das dieses Jahr wieder so wird, wage ich mal zu bezweifeln. Red Bull hat bisher auf allen Strecken dominiert, die Schwäche in Sachen Topspeed aus dem letzten Jahr hat man auch nicht mehr. Es spricht also nichts gegen Vettel und einen weiteren Sieg.

Erste Verfolger sollten die Mercedes sein, die sich zumindest von Ferrari abgesetzt haben. Hamilton und Rosberg haben im Moment sowieso nur noch den Auftrag, den zweiten Platz in der Team-WM zu sichern, wo man elf Punkte mehr als Ferrari hat. Lotus ist durch den Wegfall von Kimi sehr geschwächt und wird wohl höchstens mit Grosjean in die Top 5 fahren können. Dass Lotus sich in der WM noch hinter Red Bull platzieren kann, halte ich für unwahrscheinlich.

Ferrari schleppt sich mehr oder weniger noch durch die Saison. Felipe Massa hat sich letzte Woche bei einem Event schon verabschiedet und so deutet alles darauf hin, dass man das Jahr 2013 einfach nur noch vergessen will. Das will Alonso vermutlich auch. Die Chancen, Mercedes zu schlagen, sind aber noch da, man wird die Strategie auch auf diesen Punkt ausrichten und nicht auf einen Sieg, der eh unwahrscheinlich ist.

Die restlichen WM-Plätze sind fast alle entschieden. McLaren auf P5 hat 95 Punkte, Force India 77. Das könnte nur dann eng werden, wenn McLaren in Texas einen Totalausfall hat und die Inder zehn oder mehr Punkte holen. Eng ist es noch zwischen Sauber (P7, 45 Punkte) und Toro Rosso (P8, 32 Punkte).

Strategie:

Pirelli bringt “Hard” und “Medium” an die Strecke. Das hat man letztes Jahr auch gemacht, allerdings sind die diesjährigen “Medium” etwas weicher als im letzten Jahr. Die Strecke geht durchaus auf die Reifen. Zum einen in den schnellen “Esses” im ersten Segment, zum anderen im nicht weniger schnellen letzten Teil der Strecke, wo eine dreifache Rechtskurve die Reifen stark belastet. Noch mehr Spannung könnte das Wetter bringen. Es sind für Samstag und Sonntag leichte Regenschauer vorhergesagt, allerdings ist noch nicht klar, ob und wann genau die kommen sollen.

Davon ausgehend, dass es trocken bleibt, wird die klassische Frage aufkommen, ob man einmal oder zweimal stoppen mag. Im letzten Jahr stoppten fast alle nur einmal. Die “Medium” halten lange durch, wenn man sich etwas einbremst locker 25 Runden, mit der harten Mischung kommt man locker ins Ziel, ohne Zeit zu verlieren. Ein Stopp kostet ca. 21 Sekunden, das holt man auch mit frischen “Medium” am Ende nicht mehr raus. Die Frage wird nur sein, wie lange die Fahrer den ersten Stint ziehen werden. Die Gefahr lauert im “Undercut”, also wenn jemand weiter hinten früher auf die “Hard” wechselt.

Eine interessante Strategie gibt es für die Fahrer ab Platz 11, die auf den “Hard” starten könnten. Damit verliert man in den ersten Runden zwar etwas Zeit, auf der anderen Seite kann man dann im letzten Drittel des Rennens auf frische “Medium” setzen, während der Rest auf angenagten “Hard” unterwegs ist. Es ist aber schwer vorherzusagen, wie viel Zeit man im ersten Stint verliert und ob man dies ohne Safety Car wieder rausholen kann. Letzteres wird man vermutlich in Austin nicht sehen.

Die Übertragungszeiten sind angenehm. Quali ist am Samstag um 19:00 Uhr, das Rennen startet um 20:00 Uhr. Es gibt eine leichte Überschneidung mit der NASCAR, die ihr Rennen um ca. 21:15 Uhr startet.

1,132 total views, 264 views today

The post Formel Eins: Vorschau GP Austin USA 2013 appeared first on Racingblog.

flattr this!

August 20 2013

16:29

Formel 1: Halbzeitanalyse 2013 – Marussia & Caterham

Halbzeit in der Formel-Eins-Saison des Jahres 2013. Wie üblich gibt es eine kleine Analyse, wie die Form der einzelnen Teams und Fahrer aussieht.

Was bisher geschah: Teil 1, Teil 2, Teil 3). So sind wir also im Keller angekommen, da wo keine TV-Kamera mehr hinschaut. Was eine Einschätzung aber nicht schwerer macht, es gibt ja Datenbanken mit Rundenzeiten. Und da kann man sehen, dass man sich auch am Ende der Tabelle stetig nach vorne arbeitet. Nur merkt es keiner.

Marussia

Motor Racing - Formula One World Championship - Hungarian Grand Prix - Race Day - Budapest, HungaryDas britisch-russische Team steht vor der Konkurrenz von Caterham, was man Jules Bianchi zu verdanken hat, der in schöner Regelmäßigkeit vor Charles Pic und Guido van der Garde landet. Aber wie in den Jahren zuvor fehlt Marussia der entscheidende Schritt nach vorne. Das ist aber auch nicht weiter verwunderlich, fährt man doch als einziges Team noch mit dem etwas schwachbrüstigen Cosworth-Motor rum und in Sachen Budget hat man circa die Hälfte dessen, was Sauber oder Williams ins Auto stecken. Das klingt also erst mal nicht so schlecht, macht aber auch deutlich, dass man mit 60 Millionen Dollar pro Jahr nicht mehr dazu in der Lage ist, ein Auto zu bauen, das wenigstens im Mittelfeld mitschwimmen kann. Die Enttäuschung wächst auch ein wenig, wenn man weiß, dass Marussia Pat Symonds als Berater an Bord hatte und dass man mit McLaren eine technische Kooperation hat. Was bei Force India Früchte getragen hat, scheint bei Marussia nicht zu funktionieren. Aber vielleicht kommt der Schritt ja 2014.

An den Fahrern liegt es vermutlich nicht. Mag sein, dass Pat Symonds mit seiner Aussage, ein Alonso würde 0,5 Sekunden mehr aus dem Chassis holen, recht hat. Ich glaube das allerdings nicht. Jules Bianchi schlägt sich mehr als achtbar und hat einige beachtenswerte Ergebnisse in der Quali eingefahren. Max Chilton ist auch besser als erwartet, immerhin hat er in diesem Jahr nicht einen Ausfall zu verzeichnen. Das haben sonst nur Räikkönen, Hamilton, Button und Perez geschafft. Das Problem von Marussia werden auch weiterhin die fehlenden Updates sein.

Caterham

9384251249_b147024737_kWenn man bei Marussia wegen fehlender Sponsoren wenig erwartet, so ist die Lage bei Caterham eine andere. Das Team hat ein bisschen mehr Geld, aber zum dritten Mal in Folge hat man zum Start der Saison ein Chassis gebaut, das nicht funktionierte. Es ist etwas unbemerkt geblieben, aber Caterham hat den CT03 im Laufe der Saison stärker umgebaut als jedes andere Team. Neue Nase, neue Seitenkästen, neuer Unterboden, neuer Auspuff, neue Heckpartie. Aber dennoch ist es dem Team um Mark Smith nicht gelungen, den selbstgestellen Ansprüchen zu genügen. Ex-Teamchef und Besitzer Tony Fernandes hatte für letztes Jahr schon den Anschluss ans Mittelfeld gefordert, dieses Jahr hätte es die ersten Punkte geben sollen. Wo das Team in Wahrheit steht, ist offensichtlich. Sicherlich, auch bei Caterham ist das Budget zu klein, aber mit den Renault-Motoren und dem Getriebe von Red Bull sollte eigentlich mehr drin sein, als den Marussia um ein paar Hundertstel zu schlagen.

Fahrerisch ist man natürlich auch eher etwas schwach besetzt. Charles Pic hat durchaus Potenzial, aber auch nicht zwingend so viel Talent, dass er wie Bianchi herausstechen könnte. Giedo van der Garde hat sich fast zehn Jahre durch Nachwuchsserien geschlagen und schien dennoch bei den ersten Rennen in diesem Jahr etwas überfordert. Mittlerweile geht es und er hat sich an seinen Teamkollegen ran gefahren. Überzeugend ist das allerdings nicht und bei Caterham gab es wohl Überlegungen Heikki Kovalainen wieder ans Steuer zu lassen. Das scheiterte aber wohl an dem wasserdichten Vertrag von van der Garde. Und an dessen Sponsorengeldern. Die Schmach, hinter Marussia zu landen, wird man sich bei Caterham nicht geben wollen, aber es bedarf schon eines außergewöhnlichen Rennens, so wie im letzten Jahr in Brasilien, dass Caterham sich nach vorne fahren kann.

240 total views, 240 views today

The post Formel 1: Halbzeitanalyse 2013 – Marussia & Caterham appeared first on Racingblog.

flattr this!

July 04 2013

14:44

Formel Eins: Vorschau GP Deutschland 2013

Die Formel Eins kommt nach Deutschland und die Auseinandersetzung zwischen Red Bull und Mercedes dürfte in die nächste Runde gehen.

nürburgringIn der unendlichen Reifensaga der Formel Eins gibt es am Ring ein neues Kapitel. Mit erstaunlicher Geschwindigkeit ist es Pirelli gelungen, für den deutschen Grand Prix neue Reifen zu organisieren. Statt des umstrittenen Stahlbands liegt nun ein Kevlarband unter der dünnen Lauffläche. Und für das Rennen in Ungarn gibt es komplett neue Pirelli, die eine Art “Best of” sind. Konstruktion der Reifen aus dem Jahr 2012, die Mischungen aus dem Jahr 2013. Man hofft, dass damit die leidigen Diskussionen aufhören. In der Tat mag man es ja kaum noch hören, was so über die Reifen gesagt wird, aber ich bin mir sehr sicher, dass die neuen Reifen bei einigen Teams wieder für Unzufriedenheit sorgen werden, die man lautstark in Pressemitteilungen verkünden wird.

Am Ring sollten die Reifen allerdings keine große Rolle spielen. Die Strecke geht leidlich gut mit dem Gummi um, Reifenplatzer wie in England stehen nicht zu befürchten, weil die schnellen Kurven fehlen. Die empfindlichen Schultern der Reifen werden nicht so stark belastet wie in Silverstone und dank des Kevlarbandes sollten Delaminierungen nicht mehr auftauchen. Die neue Konstruktion bewirkt auch, dass sich die Reifen nicht mehr ganz so schnell erhitzen, was Mercedes helfen sollte, während Lotus und Ferrari in Probleme kommen könnten. Pirelli hat die Mischungen Medium/Soft im Gepäck.

Die Reifenwahl sollte Mercedes und Red Bull liegen, also dürfte der momentane Zweikampf zwischen beiden Teams in Deutschland fortgesetzt werden. Paradoxerweise hat Mercedes zurzeit die Nase vor Red Bull, wie man in den letzten Rennen, Ausnahme Kanada, ja immer sehen konnte. Der Quali-Speed des W04 sollte auch am Ring ausreichen, um zumindest einen Wagen in die erste Reihe zu bekommen. Mittlerweile ist Mercedes auch verbal zum Angriff übergegangen. Ross Brawn ließ die Woche zum ersten Mal verlauten, dass man eine Chance auf den WM-Titel habe, wobei es da in der Kontrukteurs-WM noch am Besten aussieht. Der Abstand beider Fahrer auf Vettel ist noch etwas groß, da würde man zwischendurch einen weiteren Ausfall von Vettel benötigen oder zumindest ein paar schlechte Ergebnisse.

Das ist von Red Bull am Nürburgring nicht zu erwarten. Die enge Passage des “Haug-Haken” und einige mittelschnelle Passagen liegen dem RB9 sehr gut und er kann am Kurvenausgang seinen Vorteil beim Herausbeschleunigen nutzen. Im Rennen wird es also schwer werden, die Red Bull auf Distanz zu halten, der Sieg könnte also über die Strategie gehen.

Bei Ferrari geht im Moment wenig zusammen. Offenbar ist man nach dem Rennen in Spanien auf der Entwicklungsautobahn irgendwo falsch abgebogen. Der F138 ist eher langsamer als schneller geworden, das gilt vor allem für die so wichtige Quali. Auch in Deutschland wird Ferrari hoffen, dass man mit einem blauen Auge davon kommt.

Selbiges gilt für Lotus, wo überhaupt kein Schritt nach vorne zu sehen ist. Räikkönen meinte nach der Quali in England, dass man das Maximum aus dem Wagen geholt habe, im Rennen lief es auch nicht besser. Der Abstand nach vorne ist größer geworden, man kommt nur noch über die Strategie in Podiumsnähe, was man in Silverstone mächtig verhauen hat. Räikkönen soll immer noch sauer sein.

Erstaunlicherweise naht von hinten zudem Force India. Wie die Inder es schaffen, als einziges Mittelfeld-Team die Lücke nach vorne zu schließen, ist schon erstaunlich. Sutil fuhr in England locker um das Podium mit, dass er die Kollegen hinter sich aufgehalten hat, war nicht zu sehen. Auch bei Force India leistete man sich in Silverstone einen taktischen Fehler, was Sutil nach hinten warf. Ein weiteres Indiz dafür, wie gut der Force India ist, war die Fahrt von Paul di Resta, der von ganz hinten in die Punkte fahren konnte. Nebenbei lieferte er sich mit Lewis Hamilton ein packendes Duell auf Augenhöhe. Viel fehlt dem Team nicht in Richtung Podium.

Toro Rosso scheint sich langsam knapp dahinter einzusortieren. Beiden Piloten gelingt es, sich im hinteren Drittel der Top 10 zu etablieren, was schon ein wenig erstaunt. Der Wagen war zu Beginn der Saison nicht gerade konkurrenzfähig in der Quali. Für beide Fahrer geht es nun auch darum, sich für das freie Cockpit bei Red Bull zu bewerben, was zusätzliche Motivation mitbringen dürfte.

Dass die Italiener allerdings so weit zu vorne zu finden sind, hat auch viel mit der katastrophalen Saison von McLaren zu tun. Ich bin mal in die staubigen Niederungen des Archivs eingetaucht und habe geschaut, wann McLaren das letzte Mal so schlecht unterwegs war. Ergebnis: 2009 war so ein Jahr, als man bis zum Rennen Ungarn nur dreimal in Punkte kam. Aber ab Ungarn konnte man immerhin wieder Rennen gewinnen, was dieses Jahr nicht den Eindruck macht. Die letzte Saison ohne Sieg hatte man 2006, die letzte Saison ohne ein Podium war 1980 (!). Und McLaren ist auf einem guten Weg, dies zu wiederholen.

Hinter McLaren liegen noch Sauber und Williams. Bei beiden Teams sieht man auch keine Fortschritte. Bei Sauber weiß man immerhin seit letzter Woche, dass man die Weiterentwicklung des Wagens aus Geldmangel eingestellt hat. Bei Williams wird man den Eindruck nicht los, dass das Team ebenfalls schon das Handtuch geworfen hat und die schmalen Ressourcen lieber auf das Jahr 2014 konzentriert. Was nachvollziehbar ist, denn 2014 stehen alle Teams vor einem Neuanfang und die Hackordnung kann sich komplett neu sortieren.

Bei Caterham halten sich in den letzten Wochen hartnäckig die Gerüchte, dass man Heikki Kovalainen wieder als Einsatzfahrer haben möchte. Die Ergebnisse und das Feedback von van der Garde sind wohl nicht zufriedenstellend, allerdings hat der Niederländer wohl ein starkes Geldpaket im Rücken, mit dem Kovalainen nicht dienen kann.

Um Marussia ist es etwas ruhiger geworden. Der Anfangsschwung ist etwas verflogen, seitdem Caterham den Wagen renoviert hat, hängt man auch wieder hinter ihnen fest. Auch hier ist es wohl das fehlende Geld, das einen weiteren Fortschritt verhindert.

Strategie

Zwei Stopps sind wohl das Mindeste, was wir am Ring sehen werden. Die Boxengasse liegt recht günstig, man verliert wenig Zeit bei der Ein- und Ausfahrt. Es ist schwer vorherzusagen, wie das Kevlarband im Reifen sich auf den Verschleiß auswirken wird. Theoretisch sollte er zurückgehen, was längere Stints möglich machen sollte. Die entscheidende Frage lautet wie immer: “Wie lange halten die Soft durch?” Es ist durchaus denkbar, dass die “Soft” zu einer Drei-Stopp-Strategie führen können, die am Ende auch schneller ist als die Variante “Soft (Start), Hard, Hard”. Da es am Wochenende am Ring hochsommerliche Eifeltemperaturen geben soll (23 Grad, Sonne), könnte ein langer Mittelstint mit den “Hard” eine interessante Variante für eine Zwei-Stopp-Strategie sein. Webber, Hamilton und Alonso haben in Silverstone gezeigt, dass man mit der weichen Variante durchaus am Ende noch durchs Feld räubern kann.

Allerdings ist das mit dem Überholen am Nürburgring so eine Sache. Es gibt zwei DRS-Zonen, einmal die Haztenbachgerade, einmal die Start/Zielgerade. Beide sind gerade so lang genug für das DRS, wobei Spätbremser den Vorteil vor den Schikanen wieder aufholen können. Packt man es in einer der DRS-Zonen nicht, steckt man halt im Verkehr fest bis zur nächsten Runde. Der “Haug-Haken” kostet einen dann viel Zeit.

Überholmanöver könnten am Wochenende also knapp gesät sein, aber ich erwarte einen spannenden Kampf um den Sieg zwischen Red Bull und Mercedes, wo sich eine richtige Rivalität zu entwickeln scheint.

68 total views, 55 views today

The post Formel Eins: Vorschau GP Deutschland 2013 appeared first on Racingblog.

flattr this!

August 20 2012

05:21

Formel Eins: Halbzeit-Zeugnis 2012

Abwechslungsreich, spannend, unvorhersehbar. Die 2012er Ausgabe der F1-Weltmeisterschaft hat bisher aller Erwartungen übertroffen. Das gilt allerdings nicht für alle Teams.

Während die Formel Eins Teammitglieder eine wohlverdiente Pause einlegen, kann man nach etwas mehr als der Hälfte der Rennen der diesjährigen Saison ja mal eine Zwischenbilanz ziehen. Wer hat enttäuscht, wer hat überrascht? Die Bilanz fällt unterschiedlich aus, vor in der Spitzengruppe. In den bisherigen Rennen wurde deutlich, dass die unterschiedlichen Chassis-Konzepte so nah wie nie zusammenliegen. Gerade im letzten Teil der Quali wird deutlich, wie eng es oft zu geht. Zwischen P3 und P13 liegen manchmal nur drei oder vier Zehntel. Das macht die Formel Eins spannend, verzerrt aber auch ein wenig den Blick darauf, wie gut ein Team wirklich ist. Manche haben eine Performance, die einem Jo-Jo gleicht: heute toll, morgen miserabel. Aber grundsätzlich lässt sich schon feststellen, wer 2012 gut und wer schlecht gearbeitet hat.


Das die WM überhaupt so ausgesprochen spannend ist, hat man teilweise Pirelli zu verdanken. Die neuen Mischungen waren für viele Teams ein Rätsel, vor allem das Arbeitsfenster, in dem das Gummi möglichst lange durchhält. Das hat sich mittlerweile etwas relativiert. Die Medium Mischung ist folgsamer geworden, die Teams haben zu dem genügend Daten gesammelt, um mit den meistverwendeten Mischungen, Medium/Soft, zurecht zu kommen. Manche Teams rätseln noch immer (Mercedes, Force India), andere haben die Sache im Griff (Red Bull, Ferrari, Lotus). Ein weiterer Grund ist der Wegfall des doppelten Diffusor. Das Verbot sorgt dafür, dass die Kurvengeschwindigkeiten sich angeglichen haben, was einer der wichtigsten Gründe dafür ist, dass die Teams in diesem Jahr so eng zusammen liegen. Grosse Veränderungen brachte noch die Auspuff-Führung, an der weiter gebastelt wird. Vor allem im Anströmungsbereich der Heckpartie wird es sicher noch etliche Veränderungen geben. Raum für Entwicklungen ist in diesem Jahr also noch reichlich vorhanden.

Als Grundlage dient der momentane Stand der Team-WM.

1. Red Bull

Als der RB8 zum ersten Mal im Februar gesichtet wurde, dachte alle: “Was hat sich Newey denn jetzt schon wieder ausgedacht.” Die Öffnung in der Front kurz vor dem Cockpit diente aber nur zur Belüftung und war kein geheimnisvoller F-, W- oder sonst wie Duct. Und irgendwie spiegelt, dass auch die Saison der “Bullen” wider. Hohe Erwartungen, problematische Saison. Wenn man denn von “Problemen” sprechen kann, wo man doch P1 in der Team-WM einnimmt und mit zwei Fahrern noch gute Chancen auf die WM hat. Aber zumindest die Dominanz aus den letzten zwei Jahren ist weg. Es wurden strategische Fehler gemacht, der Wagen schrammte oft über die feine Linie der Legalität und mit den Reifen klappte es auch nicht immer. Dazu kam ein wenig Pech für Vettel, der mind. einen Sieg hätte mehr haben können. Dagegen sieht sein Teamkollege Mark Webber in diesem Jahr wieder deutlich besser aus, auch wenn die Quali-Ergebnise oft eher mau sind. Aber Webber fährt konstant in die Punkte, in diesem Jahr eine sehr wichtige Sache. Klar ist aber auch, dass der RB8 keine Wunderwaffe ist. Mit mittelschnellen Kursen hat der Wagen Probleme und davon kommen mit Korea, Indien, Abu Dhabi und Austin noch so einige. Der Titel in der Team-WM sollte sicher sein, die Fahrer-WM sehe ich im Moment nicht.

2. McLaren
Irgendwann muss McLaren in Sachen Entwicklung nach den ersten drei Rennen falsch abgebogen sein. War man zu Beginn der Saison absolut auf der Höhe, änderte sich das Bild nach den Tests in Mugello deutlich. Wo genau die Probleme des MP4-27 liegen, wird nicht so recht klar, aber nach der Änderung der Seitenkästen in Hockenheim, geht es wieder bergauf. Erstaunlich, dass McLaren so lange gebraucht hat, um wieder in die Erfolgsspur zu kommen, denn normalerweise gelten sie als Meister der Weiterentwicklung. Zu Red Bull fehlen in der Team-WM 53 Punkte. Das ist aufholbar, wenn auch schwer, zu mal Jenson Button immer mal wieder schlechte Rennen hat und das Glück auch nicht immer auf der Seite von Lewis Hamilton zu sein scheint. Beiden Fahrern kann man wenig vorwerfen, vor allem Button nicht, der in den ersten zwei Monaten schon als Weltmeister gehandelt wurde. Das kann er sich nun abschminken, Hamilton hat mit seinem Rückstand von 47 Punkten auch nur noch Außenseiterchancen.

3. Lotus
Sicher das Überraschungs-Team des Jahres. Wer hätte nach der völlig verkorksten Saison 2011, den Gerüchten um finanzielle Probleme und der kompletten Fahrer-Neubesetzung gedacht, dass ausgerechnet Lotus mit dem eher konservativ entwickelten E20 so weit vorne sein würde? Also großes Lob an die Ingenieure, die allerdings ein wenig Glück hatten, dass die Pirelli scheinbar für sie gemacht werden. Als weiterer Glücksgriff erwies sich die Verpflichtung von Kimi Räikkönen. Ich war, wie viele andere auch, sehr skeptisch, was den Finnen angeht, seine lustlose Saison 2009 und seine eher schmalen Erfolge in der WRC stimmten da nicht sonderlich euphorisch. Und doch, Kimi ist seit dem ersten Rennen vorne mit dabei. Wäre die Strategie von Renault in Spanien und Ungarn besser gewesen, wäre der Sieg schon längst da. So ist er langsam überfällig. Und seine Chancen in der WM sind mit 48 Rückstand auch nicht schlechter als die von Hamilton. Im Gegensatz zum Briten hat Räikkönen aber einen Wagen, der auf allen Strecken gut geht. Eine weitere Überraschung ist Romain Grosjean, der sich so langsam in den Griff bekommt. Er hat einige gute Ergebnisse weggeworfen (Australien, China als Beispiel), sich aber im Laufe der Saison verbessert. Grosjean ist im Moment eines der größten Talente in der F1, wenn seine Ungeduld weiter kontrollieren kann und mehr Erfahrung hat, dürfte der erste Sieg nicht weit weg sein. Lotus hat eine fantastische erste Saisonhälfte hingelegt – und damit auch die Basis für 2013 gelegt.

4. Ferrari
Eigentlich müsste man Ferrari in “Ferrari Alonso” umbenennen. Ohne den Spanier wäre Ferrari im Nirgendwo und in Maranello würde wöchentlich ein weiterer Fernseher aus dem Wohnzimmerfenster von Luca di Montezemolo fliegen. Alonso scheint in der Form seines Lebens zu sein, auch wenn in diesem Jahr immer mal wieder ein wenig Glück dazu kam (China, Valencia). Der F2012 ist ebenso hässlich wie unausgegoren. Die neue, ungewöhnlich flache Vorderradaufhängung ist kein Glücksgriff, das Heck war es auch nicht. Aber Ferrari hat Alonso und viel Geld, damit hat man den Wagen den Wagen flott bekommen. Da muss man dem Team schon Respekt zollen, wie man sich durch die schwierige Anfangsphase gearbeitet hat. Zwei weitere Geheimnisse sind die nicht vorhandene Ausfallquote von Alonso und dass Ferrari-Motoren auch im gebrauchten Zustand kaum an Leistung verlieren. In Maranello ist man sich sicher, dass man zwischen 3 und 5 % weniger Leistung verliert, als die Konkurrenz. Dennoch ist die klare WM-Führung insgesamt eine Überraschung und spiegelt auch nicht so richtig die Saison wider. Denn auch bei Ferrari gibt es Probleme und die heißen Felippe Massa. Der Brasilianer hat Probleme mit den Reifen und dem Wagen, was eine unschöne Kombination ist. Der fahrerische Komplettausfall von Massa kostet Ferrari auch richtig Geld, denn eigentlich müsste man an Red Bull dran sein. Das Massa noch eine Saison dranhängen darf, ist aber so unwahrscheinlich nicht, denn Ferrari fehlen die Alternativen in Sachen Top-Piloten und Sergio Perez macht noch nicht zwingend den Eindruck, dass er reif für die Italiener ist.

5. Mercedes
“Wir hatten den Speed”. Den Spruch wird Norbert Haug wohl nicht mehr los, in diesem Jahr passte es dann wenigstes auch zwei Mal. Der erste Sieg in China und die Pole von Schumacher von Monaco dürften einigen ranghohen Teammitgliedern den Job gerettet haben. Das F1-Engagement von Mercedes ist in der Daimler AG nicht unumstritten, auch wenn es, laut Haug, kein Geld kostet, sondern einbringt. Damit mein der Motorsport-Chef vermutlich aber auch die mediale Reichweite. Aber Mercedes sieht dabei insgesamt nicht gut aus. Das Chassis ist deutlich besser als das letztjährige, die schon angesprochenen engen Abstände lassen Mercedes etwas schlechter aussehen, als es tatsächlich ist. Über einen Abstand von 3 Zehnteln auf die ersten Drei hätte man sich letztes Jahr gefreut. Aber der W03 scheint die Entwickler vor Rätsel zu stellen. Eine Weiterentwicklung ist zu sehen, der große Sprung fehlt aber. Vermutlich hat man deswegen die Aero-Abteilung zur Saisonmitte noch mal umgekrempelt. Die Leistung von Schumacher ist schwer einzuschätzen. Er hatte viele Defekte, seine Rennen sind insgesamt nicht schlecht. Rosberg scheint in diesem Jahr manchmal frustriert zu sein, gerade wenn er im Mittelfeld unterwegs ist, kann er sich nicht recht befreien. Ein Grund dafür kann das offenbar sehr enge Fenster sein, in dem man die Reifen mit dem Mercedes bewegen muss. Bleibt zu hoffen, dass Mercedes auf Strecken wie Spa und Monza noch mal glänzen kann.

6. Sauber
In dieser Saison läuft es für die Schweizer deutlich besser. Der Wagen ist allerdings weiter ein kleines Rätsel. Mal schiebt man sich in die Top 5, mal reicht es gerade, um die Toro Rosso hinter sich zu halten. Auch die Fahrer machen keinen konstanten Eindruck, was aber mit dem Wagen zusammenhängen dürfte. Im Grunde scheinen die Zutaten bei Sauber zu stimmen: hoher Topspeed, kaum Reifenverschleiß, zuverlässiger Ferrari im Heck. Aber dennoch stimmt das Gesamtpaket selten, von außen ist das schwer zu beurteilen. Mit 80 Punkten steht Sauber aber relativ sicher auf P6 der Team-WM, ein Auge muss man nur auf die Williams habe. Aber dort steht man sich auch oft selbst im Weg. Sergio Perez macht in diesem Jahr einen guten Eindruck, in der WM liegt er 13 Punkte vor Kamui Kobayashi. Der Japaner steckt seit letztem Jahr in einer kleinen Krise. Irgendwie scheint es bei ihm nicht richtig weiter zu gehen, auch wenn er immer mal wieder bravouröse Rennen einstreut, wie zum Beispiel in Barcelona. Aber es fehlt der letzte, entscheidende Schritt nach vorne. Kein Wunder, dass es mittlerweile ein offenes Geheimnis im Paddock ist, dass das Team an Heikki Kovalainen dran ist, der bei Lotus einen guten Job macht. Der Finne dürfte Kobayashi aber vermutlich nur dann ersetzen, wenn Perez zu Ferrari geht. Interessant ist noch, dass man ja Anfang des Jahres James Key entlassen hatte, der den Wagen entwickelt hatte. Ersetzt hat man ihn nicht, das bestehende Team arbeitet am 2013er Chassis. Da wird sich dann zeigen, wie viel Input von Key kam.

7. Williams
Einerseits ein gutes Jahr für das Traditions-Team, nach dieser katastrophalen Saison 2011. Andererseits: Der FW 34 ist ein sehr, sehr gutes Auto. Und man fragt sich immer wieder, was ein Fahrer vom Schlage Alonso, Räikkönen oder Vettel damit anfangen könnten. Pastor Maldondo fuhr in Spanien zwar ein brillantes Rennen, danach war es aber mit der Herrlichkeit vorbei. Dazu kamen etliche dumme Manöver auf der Strecke, die ihm zurecht viel Ärger einbrachten. Ich bin mir in Sachen Maldonado immer noch nicht sicher, aber das Pendel schlägt im Moment wieder mehr in die Richtung “eher blasses Mittelfeld”. Bruno Senna hat sich dagegen recht positiv entwickelt. Ein “Hot Shot” wird er nicht mehr, aber es gelingt ihm den Williams regelmäßig in die Punkte zu bringen. Was Williams fehlt, ist nur Geld, sondern auch ein guter Fahrer. Vielleicht sollte man es 2013 mit Jamie Alguersuari oder Adrian Sutil probieren, aber beide haben das Problem, dass sie die neuen Pirelli Reifen nicht kennen. Eine weitere Alternative wäre sicherlich Heikki Kovalainen, der aber wieder kein Geld mitbringt oder Valeri Bottas, der in dem freien Trainings gute Leistungen zeigte. Immerhin – Toto Wolff scheint mehr und mehr das Ruder bei Williams zu übernehmen und bisher macht seinen Job richtig gut. Für Williams wird es aber in der zweiten Saisonhälfte schwer werden, denn ihnen fehlt das Geld für die rasante Weiterentwicklung.

8. Force India
Durch die Pleite der Kingfisher Airline ist Vijay Mallya etwas unter Druck, das Geld scheint im Moment mehr vom Anteilseigner Sahara zu kommen. Aber offenbar reicht das aus, um wirklich beeindruckende Rennen abzuliefern. Grund dafür ist das gute Händchen, das Mallya bei der Auswahl seiner Konstrukteure hat. Er setzt auf ein junges Team, was aber auch bedeutet, dass diese schnell woanders hingehen, wo sie offenbar besser bezahlt werden. James Key und Mark Smith (CaterhamF1) sind zwei Beispiele. Erstaunlich, was die relativ junge Truppe mit geringem Budget auf die Beine stellt. Der achte Platz spiegelt die Leistung des Teams nicht so ganz wieder, schuld daran ist der zähe Saisonstart und die Probleme mit dem Reifenverschleiß. Eine gute Leistung bieten Nico Hülkenberg und Paul di Resta, wobei letzter ein wenig unter Druck gerät. Der Deutsche hat di Resta im Rennen meist im Griff, und dies, nachdem er ein Jahr gar nicht gefahren ist. Das Talent von Hülkenberg ist klar sichtbar, die Frage ist, bei di Resta fehlt es etwas an der Weiterentwicklung. Force India wird gute Chancen haben, Williams von Platz 7 zu verdrängen.

9. Toro Rosso
Es ist kein gutes Jahr bei Toro Rosso. Der Wagen funktioniert nicht, die neuen Fahrer tun sich schwer. Dazu kommt Unruhe im Team. Wie man hört, hat Teamchef Franz Tost den bisherigen technischen Leiter Giorgio Ascanelli entlassen und will ihn angeblich durch James Key ersetzen. Ascanelli wird wiederum mit Ferrari in Verbindung gebracht. Klar ist nur, dass Toro Rosso weit hinter den Erwartungen geblieben ist. Ob es auch so klug war im Winter beide Fahrer zu ersetzen, ist dann wieder eine andere Sache. Zumindest Alguersuari zeigte eine klare Aufwärtstendenz. Vergne und Ricciardo geben sich im Toro Rosso nicht viel, wobei Vergne vor allem in der Quali einen schwachen Eindruck macht. Im Rennen läuft es zwar besser, aber gefallen wird das Toro Rosso nicht. Schwer zu sagen, woran Vergne und Ricciardo, die beide viel Talent haben, bei Toro Rosso scheitern. Und ob sie 2013 noch im Wagen sitzen werden. Aber die Nachwuchsdecke bei Red Bull ist jetzt auch nicht mehr so dick. Ich erwarte nicht, dass sich Toro Rosso im Herbst noch wird verbessern können, eher müssen sie auf Caterham aufpassen.

10. Caterham
Und damit wäre ich dann bei der vielleicht größten Enttäuschung des Jahres. Caterham hat das Budget, einen Renault-Motor und das KERS von Red Bull. Was will man mehr? Hat sich sicherlich auch Tony Fernandes gefragt, der vor der Saison gefordert hatte, dass man in Reichweite der Punkte kommt. Davon ist man meilenweit entfernt. Der Wagen ging erst einmal überhaupt nicht, wurde im Mai komplett umgebaut und hängt den Toro Rosso immer noch nach. Jeder zufällige Einzug in Q2 wird schon wie ein Sieg gefeiert. Das kann es nicht sein, kein Wunder, dass Tony Fernandes seinen Chef-Konstrukteur Mike Gascoyne zum “Caterham Chef-Konstrukteur” weg befördert. Dabei durften gleich einige Angestellte als Gascoyne/Toyota Seilschaft mitgehen. Seit dem geht es etwas besser für Caterham. Heikki Kovalainen macht einen richtig guten Job, vor allem im Rennen. Von Vitaly Petrov hatte ich mir etwas mehr erwartet, der Russe schimpft viel über den unfahrbaren Caterham, ansonsten sieht man ihn selten. Wäre zu wünschen, wenn Caterham im Herbst noch etwas näher ans hintere Mittelfeld ranrücken kann.

11. Marussia
Hier war nicht viel zu erwarten, und so wird es auch weiterhin sein. Die Russen haben, trotz der technischen Kooperation mit McLaren, nicht viel Zustande gebracht. Der Abstand zu Caterham ist enttäuschend hoch, in der Quali, wie im Rennen. Auch der große Umbau des Wagens zur Saisonmitte brachte nicht die gewünschten Ergebnisse. Dazu kam dann auch noch der Unfall von Maria de Villota. Zu den Fahrern kann man naturgemäß wenig sagen. Timo Glock macht den Eindruck, dass ihm manchmal schwerfällt, die 110%ige Motivation zu finden, Charles Pic ist immerhin besser unterwegs, als ich das zunächst erwartet habe. Als Pay-Driver macht er seine Sache gut, mal sehen ob er anderes als D’Ambrosio und Luca di Grassi noch eine weitere Saison fahren darf.

12. HRT
Man sieht die HRT eigentlich nur zweimal: einmal von hinten beim Start, einmal, wenn sie überrundet werden. Der Zeitabstand nach vorne ist so groß und breit wie der Grand Canyon. HRT ist ein Geister-Team. Neulich mit einem Motorsport Printkollegen über HRT gesprochen, dem fiel dann nicht mal der Name des zweiten Fahrers neben de la Rosa ein. Narain Karthikeyan heißt der, und er macht seine Sache gut, wenn “gut” bedeutet, dass er nicht im Weg rumsteht und nichts kaputt macht. Teamchef Sala meinte neulich, dass man das Potenzial des Autos erst zu 50% ausgeschöpft hat, was schwer danach klingt, dass man mit dem Wagen auch im nächsten Jahr starten will. Aber nun gut – Teams wie HRT gehören zur Formel Eins. Es wäre nur schön, wenn sie sich weiterentwickeln würden.

flattr this!

October 18 2011

10:46

Formel Eins: Analyse GP Korea 2011

Red Bull hat sich in Korea den Konstrukteurstitel geholt und Vettel seinen ersten Sieg als zweifacher Weltmeister. Das Rennen war aber nicht so spannend.

Wenig überraschendes gibt es aus Korea zu berichten. Zumindest auf den ersten Blick. Interessant war das Rennen, trotz des in diesem Jahr eher üblichen Ergebnisses, aber doch, denn Red Bull sah bis zum Rennen ganz und gar nicht nach einem Sieger aus. McLaren dominierte die Trainingssessions und holte mit Lewis Hamilton auch ziemlich deutlich die Pole. Gleich 2 Zehntel knöpfte der Ex-Weltmeister dem alten und neuen Champion ab, was angesichts der sonst so auftretenden Abstände in den diesjährigen Qualifikationen schon eine kleine Überraschung war. Es sah also nach einem Rennen aus, das McLaren bestimmen würde, zumal Jenson Button in Reihe 2 lauerte und das auch nur deswegen, weil er auf seiner schnellen Runde einen deftigen Schnitzer hatte. Doch wie so oft – im Rennen kam dann wieder alles anders.

Den Start konnte Lewis Hamilton noch gewinnen, aber zwei Kurven später schnappte sich Vettel den scheinbar vorsichtig agierenden Hamilton, der die Innenlinie auch nicht konsequent zumachte. Vettel setzte sich sofort ab, was ein schlechtes Zeichen. Noch mieser lief es für Jenson Button, der am Start gleich 3 Plätze verlor und beide Ferrari und Rosberg passieren lassen musste. Lewis Hamilton versuchte immer wieder die Lücke auf Vettel zu schließen, doch selten gelang es ihm, den Abstand unter einer Sekunde zu drücken, um ihn DRS-Reichweite zu bekommen. Wie konnte Red Bull über Nacht viel Tempo gefunden haben?

Die Lösung lag vermutlich im Wetter. Am Samstag war es recht warm, der Asphalt war mit 30 Grad angenehm aufgewärmt. Am Sonntag nieselte es jedoch leicht, die Sonne verstecke sich und der Asphalt war mit 22-24 Grad deutlich kühler. Hamilton beklagte sich im Funk über eine rutschende Vorderachse und forderte sein Team auf, den Frontflügel steiler zu stellen, was ein deutliches Zeichen dafür ist, dass er die Supersoft nicht richtig auf Temperatur bekam. Für den zweiten Stopp forderte er erneut einen steileren Flügel, was das Team mit einem “Steiler geht es nicht mehr” beantwortete.

Red Bull lag das Wetter offenbar besser. Durch die notorisch etwas aggressiveren Sturzwerte auf der Vorderachse, kamen die Reifen von Vettel und Webber schneller und nachhaltiger auf Temperatur. Vettel konnte deswegen seine Führung im Laufe des Rennens immer weiter ausbauen und gondelte einem ungefährdetem Sieg entgegen, während Hamilton noch unter Druck von Webber kam. Der war deutlich schneller, kam aber aus zwei Gründen nicht vorbei: 1. Sein siebter Gang war mal wieder zu kurz übersetzt. 2. Red Bull machte den Fehler, Webber gleichzeitig mit Hamilton zum letzten Stopp an die Box zu holen. Webber wäre vermutlich mit einer schnellen Runden am McLaren vorbei gekommen. Immerhin lieferten sich Webber und Hamilton ein sehenswertes Duell, in dem man teilweise eine halbe Runde nebeneinander her fuhr.

Keine Chance auf den Sieg hatten beide Ferrari, die sich aber immerhin während des Rennens ein schönes Duell lieferten. Massa war in der Quali mal schneller als Alonso gewesen und hielt den Spanier auch hinter sich. Jedenfalls eine Zeit lang, später nutzte Alonso einen kleinen Fehler von Massa, um das Teamgefüge wieder herzustellen. Dahinter ordnete sich Rosberg ein, der im ersten Drittel des Rennens sogar vor den Ferrari gelegen hatte. Doch es war klar, dass Rosberg den langsameren Wagen hatte und ein kleiner Fehler unter Druck sorgte dafür, dass sich Rosberg wieder hinter den Ferrari befand. Überraschend musste Mercedes aber feststellen, dass man auch hinter dem Toro Rosso von Alguersuari fiel. Denn der hatte auf eine 2-Stopp-Strategie gesetzt und konnte sich 5 Sekunden vor Rosberg halten. Schumacher war nach knapp 16 Runden ausgeschieden, nachdem er von Petrov abgeschossen wurde, der sich einen sehr optimistischen Bremspunkt gesetzt hatte.

Renault war nach dem Rennen nicht gerade gut gelaunt. Platz 5 in der WM ist noch lange nicht sicher, den Force India lieft nur 23 Punkte hinter den Franzosen. Petrov war raus, Senna kam mal wieder nicht in Schwung, was Eric Boullier nach dem Rennen auch deutlich kritisierte. Man konnte froh sein, dass Force India, trotz P9 und P10 in der Quali, mit Di Resta nur einen Punkt holte, weil man sich in der Strategie verhaute und beide Toro Rosso ziehen lassen musste. Um P6 in der Konstrukteurs WM wird auch noch heftig gekämpft. Im Moment ist der Stand der Dinge so:

5. Renault 72
6. Force India 49
7. Sauber 40
8. Toro Rosso 37

Es stehen immerhin noch die Rennen in Indien, Abu Dhabi und Brasilien aus, da gibt es aber also noch genügend Punkte zu holen.

Das wird Sauber freuen, die ein rabenschwarzes Wochenende hatte. Der Wagen kam nie richtig in Schwung, im Rennen leisteten sich beide Fahrer kleine Fehler, die dazu führten, dass am Ende sogar Heikki Kovalainen im Lotus vor den Schweizern auf P14 lag. Ähnlich schlecht lief das Wochenende für Williams, wo die neue Technikmannschaft auch nicht in der Lage ist, aus dem Wagen noch irgendetwas raus zu holen.

Es war ein eher maues Rennen, sieht man mal vom Kampf zwischen Hamilton und Webber ab. Ansonsten zeigte die Strecke mal wieder, dass sie fahrerisch sehr spannend ist, aber nur wenig Überholmöglichkeiten zulässt. Die immer noch herrschende Baustellenatmosphäre macht die Sache dann auch nicht besser. Aber genau die wird man in 14 Tagen auch wieder haben, wenn auf dem neuen Kurs in Indien startet.

F1 Grand Prix of Korea - Race F1_Korea_2011_1 F1_Korea_2011_2 F1_Korea_2011_3 F1_Korea_2011_4 Formula One World Championship, Rd 16, Korean Grand Prix, Race, Korea International Circuit, Yeongam, South Korea, Sunday 16 October 2011. Formula One World Championship, Rd 16, Korean Grand Prix, Race, Korea International Circuit, Yeongam, South Korea, Sunday 16 October 2011. Formula One World Championship, Rd 16, Korean Grand Prix, Race, Korea International Circuit, Yeongam, South Korea, Sunday 16 October 2011. Formula One World Championship, Rd 16, Korean Grand Prix, Race, Korea International Circuit, Yeongam, South Korea, Sunday 16 October 2011. F1_Korea_2011_9 F1_Korea_2011_10 Motorsports: FIA Formula One World Championship 2011, Grand Prix of Korea Motorsports: FIA Formula One World Championship 2011, Grand Prix of Korea F1 Grand Prix of Korea - Race F1 Grand Prix of Korea - Race F1 Grand Prix of Korea - Race F1 Grand Prix of Korea - Race F1_Korea_2011_18 F1_Korea_2011_19 F1_Korea_2011_20 F1_Korea_2011_21 2011 Korean Grand Prix 2011 Korean Grand Prix F1_Korea_2011_24 F1_Korea_2011_25

flattr this!

March 23 2011

16:16

Formel Eins: Vorschau 2011 – Die Fahrer

Die Anzahl der Fahrer, die in diesem Jahr Weltmeister werden können, scheint auf den ersten Blick kaum überschaubar. Doch es gibt einige Variablen, die den Kreis der Anwärter doch etwas einschränken.

Für die Fahrer gibt es in diesem Jahr viel Arbeit im Cockpit. Der zu erwartende hohe Reifenverschleiß wird den Fahrer mehr Eingriffe in die Strategie geben, denn der merkt zu erst, wenn die Reifen abbauen. Eine Runde mehr oder weniger draußen wird über den Sieg entscheiden. Dazu kommt, dass der massive Drop off der Reifen jenen Fahrern einen Vorteil verschafft, die sehr reifenschonend unterwegs sind. Ebenfalls neu ist, dass man mit dem Heckflügel spielen kann, dafür aber noch mehr Knöpfe im Cockpit bedienen muss. Das mag nicht jeder Fahrer. All diese Komponenten könnten für Überraschungen in der Saison 2011 sorgen.

Die Reihenfolge habe ich nach meiner Team Rangliste vorgenommen.

1. Sebastian Vettel
Der Weltmeister ist der Gejagte in diesem Jahr und ich bin gespannt, wie Vettel mit den neuen Voraussetzungen umgehen wird. Als Jäger hat man es ja immer etwas leichter, auf der anderen Seiten hat Vettel nicht mehr den Druck den man hat, wenn man seinen Titel noch nicht hat. Fahrerisch dürfte es Vettel nach dem letzten Jahr nicht mehr an Erfahrung fehlen, der etwas reduzierte Druck sollte dafür sorgen, dass ihm keine Fehler mehr unterlaufen wie in Spa oder in der Türkei. Seine Ungeduld wird er aber dennoch nicht abgelegt haben. Vettel könnte der erste Fahrer seit Alonso sein, der seinen Titel verteidigen kann.

2. Mark Webber
Die spannende Frage wird sein: Hat Webber den Verlust der WM im letzten Jahr verkraftet? Immerhin stand er bis zum GP in Korea vorne und hatte alle Chancen auf den Titel, den er dann mit seinem Fahrfehler verlor. Auch in der internen Hackordnung bei Red Bull dürfte Webber eingebüßt haben. Ob sein Selbstbewusstsein das wirklich alles unbeschadet überstanden hat? Ich kann es mir kaum vorstellen. Er könnte in diesem Jahr jedoch den Vorteil haben, dass er unter Umständen etwas reifenschonender unterwegs ist, als der aggressivere Vettel. Ich denke, dass Webber wie im letzten lange um den Titel fahren wird, aber irgendwie habe ich den Glauben verloren, dass seinen Titel noch holen kann.

3. Fernando Alonso
Keine Saison, ohne das man Alonso nicht zu den WM-Favoriten zählen darf. Wie man im letzten Jahr gesehen hat, kann der Spanier selbst dann im Rennen bleiben, wenn sein Wagen nicht gerade gut geht. Die desaströse Fehlentscheidung von Abu Dhabi wird er verdaut habe, seine Lust, dieses Jahr Weltmeister zu werden, dürfte durch die knappe Niederlage nur gestiegen sein. Alonso ist von allen WM-Anwärtern wohl der kompletteste Fahrer. Er ist schnell, intelligent, hat Erfahrung und kann blitzschnell Entscheidungen treffen. Er dürfte mittlerweile das Ferrari-Team hinter sich haben, die ihm den Wagen so bauen, wie er das haben will. Für mich ist der Spanier, neben Vettel, der heißeste Anwärter auf den Titel.

4. Felippe Massa
Es ist ja oft geschrieben worden, dass Massa nach seinem Unfall einfach nicht mehr derselbe ist. In der Tat war seine letzte Saison ja teilweise von einigen Tiefpunkten geprägt, und ich sehe auch nicht, dass er 2011 besser da stehen wird. In Sachen Fahrintelligenz habe ich einfach den Eindruck, dass er Alonso nicht das Wasser reichen kann. Ihm fehlt manchmal die Übersicht und die in diesem Jahr wird der Druck auf die Fahrer noch größer. Massa dürfte sich schnell wieder in der Rolle der Nummer “1b” wieder finden, der dafür sorgen soll, dass er den Gegner von Alonso die Punkte weg nimmt. Überraschungen sind bei Massa nicht ausgeschlossen, aber um WM-Titel sehe ich ihn nicht fahren. Könnte auch sein letztes Jahr bei Ferrari sein.

5. Nick Heidfeld
Die Umstände sind traurig, aber eine größere Chance hat ein Formel Eins Fahrer in den letzten Jahren wohl kaum bekommen. Der neue Renault ist wohl ein Wagen, der auf jeden Fall für eine Top 5 Platzierung gut ist, vielleicht sogar ein Podium. Siege werden schwer, da wird der Zufall mithelfen müssen. Oder Heidfeld, dessen größter Pluspunkt in diesem Jahr seine sehr konstante und reifenschonende Fahrweise ist. Was ihm bei Sauber den Platz gekostet hat, nämlich die harten Bridgestone Reifen nicht auf Temperatur zu bekommen, könnte dieses Jahr sein Vorteil sein. Seine Achillesferse ist und bleibt aber die schnelle Runde in der Qualifikation. Auch bei seinem Kurzeinsatz im Sauber letztes Jahr, wurde er von Kobayashi regelmäßig in der Quali gebügelt. Doch ein gutes Quali-Ergebnis ist halt extrem wichtig, denn wenn man im Mittelfeld steckt, belastet man seine Reifen mehr. Aber es wäre doch schön, wenn dem Deutschen endlich mal sein erster Sieg gelingt.

6. Vitaly Petrov
Es ist gut, dass Renault dem Russen eine weitere Saison gönnt. Er hat im letzten Jahr hin und wieder durchaus gezeigt, dass er an guten Tagen ein souveräner Punktelieferant ist, aber seine Formschwankungen waren halt leider auch immens. Großen Druck hat er 2011 aber nicht, auch wenn Bruno Senna im Team ist. Doch wer glaubt schon, dass Senna schneller als Petrov ist? Renault wird vom Russen verlangen, dass er regelmäßig in die Punkte kommt, damit man den dritten Platz in der Team-WM sichern kann. Mehr wird aber nicht drin sein.

7. Michael Schumacher
Es gibt in diesem Jahr kaum einen anderen Fahrer, auf dessen Leistung ich mehr gespannt bin. Hat Schumacher noch das Zeug, gegen Vettel & Co antreten zu können. Natürlich hängt viel von seinem Einsatzwagen ab, aber immerhin hat er ein Jahr lang mit Ross Brawn arbeiten können und es dürfte kein Zweifel daran bestehen, dass er den W02 auch nach seinen Wünschen hat bauen lassen. Die Tests zeigten schon, dass er mit dem neuen Wagen besser klar kommt, seine Zeiten waren auf Anhieb schneller, als die von Rosberg, der sich zunächst schwer tat. Der WM-Titel wird nicht drin sein, aber Schumacher wird von sich mindestens ein Podium erwarten. Siege werden schwer, aber ausgeschlossen sind die nicht, wenn alles gut läuft. Je besser die Saison läuft, desto mehr Motivation dürfte der Ex-Meister bekommen. Wenn es gar nicht gut läuft, könnte das seine letzte Saison sein.

8. Nico Rosberg
Egal, mit welchem Beobachter man auch spricht, die meisten halten Rosberg für einen der schnellsten Fahrer im Feld. Angesichts dessen, was Rosberg im letzten Jahr mit dem W01 angestellt hat, kann man dem durchaus folgen, auch wenn Rosberg meist eher unauffällig unterwegs war. Die Messlatte dürfte in diesem Jahr wieder Schumacher sein, aber vom Gefühl wird das 2011 nicht ganz so einfach werden. Aber unterschätzten sollte man Rosberg nicht, auch wenn er in der Beliebtheitsskala nicht wirklich weit vorne zu finden ist. Es fällt mir auch ein wenig schwer ihn für 2011 einzuschätzen, aber wenn es richtig gut läuft, dann traue ich ihm Platz 3 in der WM durchaus zu.

9. Lewis Hamilton
Das wird eine zähe Saison für den Weltmeister von 2008. Man braucht kein Prophet zu sein um zu wissen, dass er sich schwer tun wird. Schuld werden die Pirellis sein, die mal so gar nicht zu seinem extrem aggressiven Fahrstil passen. Dazu kommt, dass der McLaren zumindest im Moment noch eine mittelgroße Baustelle ist. Das alles spricht nicht für Hamilton, der zwar ultraschnell ist, aber eben auch sehr ungeduldig fährt. Man darf ihn zwar nie unterschätzen, aber der WM-Titel ist in diesem Jahr weit weg.

10. Jenson Button
Wäre der neue McLaren nicht so unberechenbar, Button wäre mich der Geheimtipp in diesem Jahr. Button ist ein genialer Stratege, seine Übersicht im Rennen ist immer da und er kann alleine strategische Entscheidungen treffen, weil ihm das Team vertraut. Dazu kommt, dass er bekanntermaßen die Reifen schont und er so langsam ja nun auch nicht ist. All diese Eigenschaften machen ihn eigentlich zu einem Top-Favoriten. Wenn es McLaren gelingt, den Wagen schnell an die Spitze zu bringen, dann muss man mit Button in jedem Fall rechnen. Selbst, wenn McLaren erst spät in Form kommt, wird Button jemand sein, der einige Siege einfahren kann.

11. Rubens Barrichello
Den absoluten Topspeed hat Rubens nicht mehr, was man ja schon gegen Ende der letzten Saison sehen konnte, als Hülkenberg deutlich besser wurde. Aber mit seinen fast 300 Grand Prix macht ihm auch keiner mehr was vor. Vielleicht sehen wir die letzte Saison von Barrichello in der Formel Eins, vielleicht gelingt ihm aber auch das Kunststück, dass er den durchaus schnellen FW33 regelmäßig weit nach vorne tragen kann. Ein Sieg wäre ihm und dem Team ja mal zu gönnen, aber das dürfte ein Traum bleiben. Viel wichtiger dürfte sein, dass Barrichello die nötigen Punkte für die Team-WM sammelt, damit Williams Platz 5 oder 6 erobern kann.

12. Pastor Maldonado
Das Maldonado überhaupt in der Formel Eins untergekommen ist, hat er seinen Sponsoren zu verdanken. Und einer sehr schlecht besetzten GP2 Meisterschaft im letzten Jahr. So richtig hat er mir in der GP2 nie gefallen, es fehlte in all den Jahren immer wieder der Speed. Bei den Tests in diesem Winter sah die Sache durchaus nicht schlecht aus, aber ich bin weiterhin skeptisch. Das Niveau in der F1 ist hoch, ob Maldonado da mithalten kann, finde ich zumindest schwer zu beantworten. Ihm fehlen Erfahrung und meiner Meinung nach auch der Speed. Aber ich lasse mich gerne überraschen.

13. Kamui Kobayashi
Das der Japaner ein echtes Highlight in der F1 ist, hat er mehrfach unter Beweis gestellt. Aber dieses Jahr wird nicht leicht für ihn, denn bisher hat auch immer davon profitiert, dass er erfahrene Teamkollegen hat. Jetzt ist er quasi der Teamleader, was vielleicht etwas früh in seiner Karriere ist. Den Speed hat er, das ist klar, aber hat er schon die Erfahrung, die es braucht? Es wird ein interessantes Jahr für Kobayashi, denn er wer es in der Konstellation schafft, regelmäßig in die Punkte zu kommen, dann dürfte das Interesse an ihm seitens der anderen Teams groß werden.

14. Sergio Perez
So richtig überzeugt war ich bisher von Perez in all den kleinen Klassen nicht, auch wenn er in der GP2 schon etliche Rennen gezeigt hat, die richtig gut waren. Aber ist er schon für die Formel Eins bereit? In den Tests machte er einen guten Eindruck. Er war nicht nur schnell, sondern auch konstant und hielt den Reifenverschleiß in Grenzen. Von den neuen Fahrern könnte Perez die größte Überraschung sein. Es wird ihm helfen, dass Peter Sauber jede Menge Erfahrung mit jungen und schnellen Talenten hat.

15. Sebastian Buemi
Für den Schweizer dürfte die Saison 2011 zu einer “Go-or-go-home” Saison werden. Das Toro Rosso in Sachen Nachwuchs ein “Durchlauferhitzer” ist, sollte bekannt sein. Dazu kommt aber auch, dass Red Bull vermutlich ab 2012 einen Nachfolger für Mark Webber sucht und Buemi war ja lange ein Kandidat. Er zeigte auch durchaus gute Rennen, leider waren seine Ergebnisse nicht sonderlich konstant. Ich kann Buemi schwer einschätzen, aber er macht mir nicht den Eindruck, als könne er sich wirklich bei Red Bull durchsetzen. Immerhin scheint er in diesem Jahr einen besseren Wagen zur Verfügung zu haben, als das noch im letzten Jahr der Fall war. Das wird den Druck aber nur noch weiter erhöhen.

16. Jaime Alguersuari
Der Spanier hat mich im letzten Jahr erst enttäuscht, doch gegen Ende der Saison besserte sich mein Bild von ihm. Man darf nicht vergessen, dass er praktisch direkt aus der britischen F3 in die F1 gewechselt ist und man da ziemlich viel von ihm verlangt hat. Zumindest gegen Ende der letzten Saison machte er auf mich einen starken Eindruck, da auch seine Quali-Schwäche etwas abnahm. Ich gehe eigentlich davon aus, dass Alguersuari die Saison bei Toro Rosso überleben wird.

17. Adrian Sutil
Ein weiteres Jahr für Sutil bei Force India und gut ist das nicht. So schnell Sutil an guten Tagen sein kann, so langsam ist er an schlechten. Er hat sich in den letzten Jahren, trotz eines durchaus guten Wagens, bei den großen Team nicht gerade aufgezwungen und das sagt dann eigentlich eigentlich schon alles. In diesem Jahr wird er wohl noch weniger die Chance haben sich auszuzeichnen, weil der neue Force India bei den Tests keinen allzu guten Eindruck gemacht. Dieses Jahr sollte dann auch wirklich langsam sein letztes Jahr bei den Indern sein. Wenn es ihm nicht gelingt für 2012 ein gutes Team zu finden, wird er es wohl schwer haben. Und das bekommt er auch nur, wenn er mal eine konstante Saison hinlegt.

18. Paul di Resta
Ein unbeschriebenes Blatt in der Formel Eins. In der F3 Euro machte einen guten Eindruck, in der DTM war er ja auch nicht langsam. Aber die F1 ist dann doch eine andere Hausnummer und schon bei den Tests machte er auf mich keinen guten Eindruck. Der Einsatz von di Resta ist von Mercedes gewünscht, die vermutlich dafür die Motoren umsonst hergeben, aber ob das Force India hilft? Man kann von Liuzzi halten, was man will, aber zuverlässig war er. Und Force India benötigt in diesem Jahr jeden Punkt. Das wird also schwer für di Resta, zu mal Nico Hülkenberg als Freitagsfahrer eine echte Gefahr ist.

19. Jarno Trulli
Das Trulli immer noch fährt, ist ja die eigentliche Sensation. Seine Schwächen (wenig Rennspeed) sind ebenso bekannt wie seine Stärken (sensationell auf eine Runde), daher hat es mich schon ein wenig gewundert, dass Tony Fernandes den Italiener noch einmal verpflichtet hat. Vermutlich möchte man einfach Stabilität im Team und in der Entwicklung des Wagens haben. Mir ist im letzten Jahr aber schon aufgefallen, dass Trulli im Rennen meist nicht gut unterwegs war. Vielleicht ändert sich das, wenn er mit dem neuen Lotus weiter vorne mitmischen kann und seine Motivation steigt. Ich bin mir aber sicher, dass es seine letzte Saison in der F1 ist.

20. Heikki Kovalainen
Seine Weiterverpflichtung ist wohl ebenfalls darauf zurückzuführen, dass man bei Lotus in Ruhe weiterentwickeln möchte. So viel schlechter als Trulli ist der Finne nicht, aber Highlights kann er auch nur selten setzen. Kovalainen ist ein guter Durchschnittsmann, der wenig Fehler macht und auch dann nicht nervös wird, wenn er unter Druck ist. Sollte Trulli Ende der Saison gehen, kann ich mir gut vorstellen, dass man den Finnen eine weitere Saison behält.

21. Timo Glock
Das wird eine weitere Saison zum Vergessen für den Deutschen. Der neue Virgin macht keinen guten Eindruck, dazu kommt, dass Lotus als Messlatte auch weg fällt, weil die einen großen Schritt nach vorne gemacht haben. Glock sollte sehen, dass er sich in diesem Jahr gut aus der Affäre zieht, vielleicht kann er ja dann 2012 Trulli bei Lotus ersetzen.

22. Jerome d’ Ambrosio
Ein Pay-Fahrer, daraus macht man bei Virgin auch kein Geheimnis. Dabei ist d’ Ambrosio aber nicht zu unterschätzen, denn seine Einsätze in der Renault Serie und in der GP2 waren durchaus so, dass man auf ihn aufmerksam wurde. Aber ebenso wie Glock wird er sich schwer tun im Virgin sein Talent zu zeigen. Immerhin kann er relativ druckfrei Erfahrungen sammeln und sich vielleicht mit ein paar guten Rennen für bessere Teams empfehlen.

23. Vitantonio Liuzzi
Nach seinem, wie ich finde, nicht gerechtfertigten Abgang bei Force India, blieb Luizzi nicht viel übrig, als bei HRT anzudocken. Dort wird ihm nichts anderes übrig bleiben, als seinen Teamkollegen möglichst weit und lässig auf Distanz zu halten. Dass ihm das gelingen wird, dürfte niemanden überraschen. Liuzzi ist in den letzten Jahren nach unten durch gereicht worden. Der Einsatz im HRT mag nicht seinem Talent entsprechen, auf der anderen Seite hat er sich in allen anderen Teams nicht durchsetzen können.

24. Narain Karthikeyan
Noch ein Pay-Fahrer, der dem notorisch klammen HRT-Team den indischen Industriegiganten Tata als Sponsor mitgebracht hat. Karthikeyan hat einiges an Erfahrung auf dem Buckel, immerhin hat er von der F3, der F1, Le Mans und NASCAR so ziemlich alles gefahren, was schnell ist. Er ist also nicht so schlecht, wie ihn manche beschreiben, aber es besteht kaum ein Zweifel, dass er das Schlusslicht der diesjährigen Saison sein wird.

December 12 2010

08:32

F1 Saisonrückblick: Die Fahrer

Wie in jedem Jahr gibt es auch 2010 einen zweiteiligen Saisonrückblick, den nach Fahrern und Teams aufgeteilt ist. Teil Eins: Die Fahrer.

Die Liste der Fahrer, denen zu Beginn der Saison Chancen auf den WM-Titel zugesprochen wurde, war eigentlich recht übersichtlich. Doch tatsächlich entwickelte sich die Saison auf einem viel höheren Niveau, als man das erwartet hatte. Weil viele WM-Aspiranten patzten, erweiterte sich der Kreis der Kandidaten zeitweise auf sechs Mann. Die Menge an Fahr- und Strategiefehlern war erstaunlich hoch. Manche sagen, dass das nicht gerade für das Niveau des im Grunde recht jungen Fahrerfeldes spricht. Ich bin eher der Meinung, dass der Druck dieses Jahr erstaunlich in den Top Teams sehr hoch war. Zum einen lag das an den Teamduellen (Red Bull, McLaren Mercedes) zum anderen lag das Feld sehr eng beieinander, was zu meist spannenden Rennen führte. Nicht schlecht für eine Saison, von der man nicht viel erwartet hatte. In diesem Jahr gab es einige Fahrer, die die Erwartungen erfüllten, aber auch etliche, die nicht überzeugen konnten. Die folgende Aufstellung richtet sich nach der WM-Wertung.

1. Sebastian Vettel
Wenn man am Ende einer Saison Weltmeister ist, dann hat man alles richtig gemacht. Aber ähnlich wie bei Lewis Hamilton 2008, ist beim Vettel noch deutlich Luft nach oben, was seine fahrerischen Qualitäten angeht. Und das allein sollte seinen Gegnern schlechte Laune machen. Ein bekanntes Problem bei Vettel ist seine oftmals zu stürmische Fahrweise. Seine Unfälle mit Webber in der Türkei und Button in Spa waren zwei deutliche Zeichen. Eigentlich hatte man erwartet, dass Vettel nach den Unfällen im Vorjahr (Kubica in Australien) etwas ruhiger sei, aber der Druck im Red Bull Team führte dann unter anderem auch wieder dazu, dass Vettel hier und da etwas hektisch wurde. Eine weitere Sache, die man Vettel vor allem in den britischen Medien ankreidet, ist der Umstand, dass er bisher auf der Strecke nicht wirklich gezeigt hat, dass er überholen kann. Tatsächlich ist das aber Quatsch, denn in Silverstone zeigte er sehr wohl, dass er keine Kompromisse macht. Seine Manöver gegen Adrian Sutil machte das mehr als deutlich. Seine Stärke liegt vor allem in der Quali, wo er meiner Meinung nach im Moment kaum zu schlagen ist. Bekannt ist, dass Webber ja nun auch nicht gerade einschläft, die Messlatte ist also gegeben.

2. Fernando Alonso
Dass der Spanier mit einem zeitweise völlig unterlegenen Ferrari bis zum letzten Rennen um die Meisterschaft fahren konnte, sagt eigentlich schon alles über ihn aus. Egal, in welchem Wagen er sitzt, man darf ihn nie abschreiben. Seine Stärken haben sich in den letzten Jahren, vielleicht auch durch die eher demotivierenden Jahre bei Renault, etwas abgeschliffen, aber sie sind immer noch da. Egal ob eine schnelle Runde, oder eine konsequente Hatz auf einen Sieg. Wenn Alonso eine Chance wittert, dann ist er da. Etwas überraschend waren dieses Jahr seine Aussetzer. Der Fehlstart in China mag technisch bedingt gewesen sein, seine Abflüge in Monaco und Spa waren es jedoch nicht. Diese Fehler haben mich überrascht, auf der anderen Seite zeigten sie auch, dass ein so scheinbar kontrollierter Alonso seine Nerven auch nicht immer im Griff hat. 2011 wird man ihn vermutlich noch stärker sehen. Massa hat er zum 1b abgekanzelt und Ferrari wird den Wagen und das Team weiter um Alonso herum bauen.

3. Mark Webber
So ein bisschen ist Webber 2010 ja “Meister der Herzen”. Nicht, weil er die bessere Performance hatte, aber dem seit 10 Jahren mehr oder weniger chronisch erfolglosen Australier hätte man den Titel ebenso gegönnt, wie man das im letzten Jahr bei Jenson Button getan hat. Im Gegensatz zu Vettel hat sich Webber durch die Hinterstube der Formel Eins arbeiten müssen, auch wenn er bei Williams dann einiges an Leistung vermissen ließ. Dass er in der ersten Saisonhälfte Vettel teilweise im Griff hatte, ist schon sehr bemerkenswert und ich hatte das so nicht erwartet. Webber fehlten am Ende aber zwei Dinge zum Titel. Zum waren seine Leistungen in der Quali vor allem am Saisonende zu schwankend, zum anderen machte er seinen Fehler zum schlechtesten Zeitpunkt. Jeder Fahrer hatte 2010 mal einen Aussetzer, doch im drittletzten Rennen sollte man ihn nicht haben. Ob er 2011 noch mal die Motivation aufbringen wird?

4. Lewis Hamilton
Seit dem der Brite in der Formel Eins ist, hat er in jeder Saison für Furore gesorgt. Seine meist ziemlich kompromisslose Fahrweise hat sich in den 4 Saisons, in denen er nun schon unterwegs ist, nicht geändert. Für ihn gilt, was ich auch über Alonso geschrieben habe. In diesem Jahr schien er mir aber nicht immer auf der Höhe seiner Leistungsfähigkeit zu sein. Er machte keinen großen Fehler, fiel aber in vielen Rennen nicht weiter auf. Eine seiner Schwächen scheint im Moment die Fähigkeit zu sein, im richtigen Moment die richtige strategische Entscheidung zu treffen. Jenson Button hat ihn da teilweise vorgeführt. Auch war sein Speed im Rennen nicht immer ganz so, wie man das erwarten würde. Mir fehlte da teilweise der richtige Biss, auch wenn er bis zum letzten Rennen um die WM fahren konnte.

5. Jenson Button
Für mich die Überraschung des Jahres. Jeder hatte damit gerechnet, dass Hamilton ihn demütigen würde, aber davon war wenig zu sehen. Zwar hat Button immer noch die schwächere Qualifikation, aber im Rennen sieht die Sache dann wieder völlig anders aus. Seine Konstanz über die Distanz ist bemerkenswert und so gut, dass er damit seinen Ingenieuren erlaubt, ein wenig mit der Strategie zu spielen. Während Hamilton meist einen Peak im Rennen hat, bleibt Button bis zum Schluss auf einem Niveau. Hamilton dürfte überrascht gewesen sein, ebenso wie der Rest der Welt, mich eingeschlossen. Neben seiner Quali-Schwäche ist im diesem Jahr aber auch wieder aufgefallen, dass es Rennen gibt, in denen er scheinbar lustlos unterwegs ist (Italien/Deutschland). Button wird sehen müssen, dass er die drei Zehntel, die Hamilton in der Quali vorne ist, 2011 aufholen kann. Mit den stabileren Vorderreifen von Pirelli stehen die Chancen dafür nicht schlecht.

6. Felippe Massa
Mal wieder die tragische Figur des Jahres, aber auch mal wieder eine typische Massa-Saison. So richtig in Schwung ist er nie gekommen, nachdem man ihm den Sieg in Hockenheim geklaut hat, hat seine Psyche vermutlich einen kleinen Knick bekommen. Viele meinen, dass er den Unfall aus dem letzten Jahr nicht gut verkraftet hat, aber vermutlich ist es so, dass er sein altes Niveau wieder erreicht hat, nur ist Alonso halt ein anderes Kaliber. Es gibt Strecken, da ist Massa dran, auf anderen hat er keine Chance. Das er in diesem Jahr nur auf Platz 6 gekommen ist, hat sicher etwas mit der Strategie von Ferrari zu tun, aber es ist ihm auch nicht gelungen sich in eine Position zu manövrieren, die Ferrari die Entscheidung schwerer gemacht hätte. Anders gesagt: Er ist zu langsam gewesen und das in allen Belangen. Das wird 2011 auch nicht anders sein.

7. Nico Rosberg
Neben Button vermutlich der Fahrer, den man am meisten unterschätzt. Die Häme (“Britney”) die er so kassieren muss, dazu seine, auf den ersten Blick, bescheidenden Ergebnisse, verführen dazu, dass man ihn nicht ernst nimmt. Ich bin da anderer Meinung. Er hat, trotz aller kleinen Psychospielchen, Schumacher in diesem Jahr locker im Griff gehabt, er hat kaum Fehler gemacht und ohne ihn wäre das Comeback von Mercedes in der Formel Eins desaströs gewesen. Intern gilt Rosberg als einer der besten Qualifier, manche setzten ihn auf das Podest von Vettel und Hamilton. Richtige Schwächen sind schwer zu finden, denn der Rennspeed des Mercedes war nun nicht gerade dafür geeignet, dass er sich auszeichnen konnte. Im direkten Duell mit Schumacher hat jedenfalls auch im Rennen nicht verloren. Bleibt hat die Frage: Ist Rosberg so gut, weil Schumacher so schlecht ist?

8. Robert Kubica
Auch in diesem Jahr bin ich aus dem Polen mal wieder nicht schlau geworden. Im Grunde ist er schnell, sein Quali-Speed ist mit dem eher lahmen Renault schon bemerkenswert gut. Auch seine Konstanz im Rennen ist auffallend hoch. Aber so richtig, so durch und durch, hat er mich bis heute nicht überzeugt. Irgendetwas fehlt mir bei ihm, ich kann es nicht genau benennen. Nun ist der Renault auch in diesem Jahr nicht der Wagen gewesen, mit dem man gut überholen konnte, aber auch in den Jahren zu vor fand ich seine Leistung im Rennen immer etwas blass. Vielleicht vertue ich mich, deswegen hätte ich es gern gesehen, wenn Kubica bei McLaren oder Ferrari angedockt hätte. 2011 bleibt er aber bei Renault, und vermutlich wird es dort so weiter gehen, wie in diesem Jahr.

9. Michael Schumacher
Dass Schumacher nicht ins Auto steigt und alles in Grund und Boden fährt, war schon vor der Saison klar. Zu lang war die Pause, zu schlecht war der Mercedes schon bei den Testfahrten. Erstaunlich war es aber, dass der Ex-Meister im Laufe der Saison seinen Rückstand auf Rosberg nicht verkürzen konnte. Mal waren es 5, mal waren es 3 Zehntel, aber in dem Bereich blieb bis fast zum Ende der Saison. Interessanterweise wurde er just ab dem Moment besser, an dem Mercedes den Wagen nicht mehr weiter entwickelte. Und da zeigte sich dann, was Schumacher braucht: Viel Zeit zum Testen, viel Zeit, um den Wagen auf sich einzustellen. Wenn ihm aber der Wagen eh schon nicht passt und wenn dann dazu jede Woche noch viele Updates kommen, schwimmt er offenbar ein wenig. Das ist einerseits etwas erstaunlich, denn seine Erfahrung sollte das ja ausgleichen, andererseits hat er bei Ferrari ja immer bis zum Umfallen testen können, was er jetzt nicht mehr darf. Ich bin extrem gespannt, wie das 2011 ausgehen wird.

10. Rubens Barrichello
Der alte Mann und die Formel Eins. Was soll man zu Barrichello noch sagen. Irgendwie würde etwas fehlen, wenn er nicht dabei wäre und seine Leistungen zeigen, dass er immer genug Speed für gute Ergebnisse hat. Hülkenberg hatte er während der gesamten Saison im Griff, sein technischer Input dürfte auch dazu beigetragen haben, dass das Team in diesem Jahr nicht wie üblich ab Saisonmitte im Nirwana verschwunden ist. Also noch mal 20 Rennen mehr für den Brasilianer.

11. Adrian Sutil
Sutil ist, wie viele F1 Piloten, sehr wechselhaft, was seine Leistungen angeht. Mal ist er sensationell unterwegs (Silverstone), mal nimmt er alles mit, was nicht rechtzeitig aus dem Weg fahren kann (Korea). Er wird immer mal wieder mit einem Top-Team in Zusammenhang gebracht, aber wirklich aufdrängen tut er sich nicht. Gleichzeitig ist sein Problem aber, dass er mittlerweile schon zu lange bei Force India und deren Vorgängern ist. Es wäre mal an der Zeit, dass er in einem anderen Team zeigt, was ihn auszeichnet, aber offenbar gibt es da für ihn keine lockenden Angebote. In diesem Jahr hat er sicher unter der fehlenden Entwicklung des Wagens gelitten, aber vor allem am Saisonende zeigte ihm Liuzzi hier und da sein Heck, was ja schon etwas überraschend ist. Die Rolle des Teamleaders steht Sutil zudem auch nicht so wirklich. Will er wirklich was erreichen, muss er sehen, dass er mehr zeigt, als das, was er 2010 abgeliefert hat.

12. Kamui Kobayashi
Der Mann, der von außen betrachtet, kaum über Lenkrad schauen kann, hat in diesem Jahr den meisten Spaß abgeliefert. Seine sensationellen und knochentrockenen Überholaktionen haben die Fans mehr als einmal vor Freude in die Hände klatschen lassen. Und das alles in einem Sauber, der nicht wirklich gerade auf der Höhe der Zeit war. Und seine beiden Teamkollegen, de la Rosa und Heidfeld, hat er relativ eindeutig übertrumpft. Kein Zweifel, Peter Sauber hat da den vermutlich besten japanischen F1 Piloten, den es jemals gegeben hat. Seine Schwächen sind bekannt: hier und da etwas optimistisch, mangelnde Erfahrung. Wenn es ihm gelingt, das abzustellen, ohne den Speed zu verlieren, dann werden wir noch viel Spaß mit ihm haben.

13. Vitaly Petrov
Wenn in dieser Saison irgendwann mal in einem Sektor “Gelb” gezeigt wurde, lag man mit dem Tipp “Senna oder Petrov” nie schlecht. Der Russe zeigte in etwa das, was man von ihm schon aus der GP2 gewohnt war. Ein paar brauchbare Rennen, ein, zwei Highlights, den Rest der Zeit stand er neben der Strecke oder fiel nicht weiter auf. Eine echte Steigerung konnte man bei Petrov nicht sehen, auch wenn die letzten Rennen von ihm schon etwas besser liefen. Während man aber zum Beispiel bei Hülkenberg eine steile Lernkurve sehen konnte, fiel die beim Russen deutlich flacher aus. So richtig empfohlen hat er sich für eine weitere Saison bei Renault, die ja nun jeden Punkt brauchen, nicht wirklich. Auf der anderen Seite: Wenn er im nächsten Jahr etwas konstanter unterwegs sein sollte, ist er zumindest ein Kandidat für Punkte.

14. Nico Hülkenberg
Zäher Start, sensationelles Ende. Die Entwicklung, die zwischen beiden Polen liegt, konnte man beim Deutschen in diesem Jahr sehr gut beobachten. Zu Beginn ging gar nichts, weder in der Quali, noch im Rennen, doch im Laufe der Saison steigerte er sich in beiden Punkten. Seine Pole in Brasilien entstand mit etwas Glück, aber fahren muss man so was ja auch erst einmal. “The Hulk” ist ein mir als kluger Pilot aufgefallen. Wenig Fehler, allerdings manchmal etwas Probleme im Rennen. Er fährt vorausschauend und die Dinge, die ihm Barrichello beigebracht hat, dürften nicht geschadet haben. Umso bedauerlicher, dass Williams ihn mit Maldonado ersetzt, denn Hülkenberg bleibt dann nur die Rolle als Testfahrer bei Mercedes oder ein Platz bei Virgin, bestenfalls Force India.

15. Vitantonio Liuzzi
Meine Meinung über ihn hat sich seit seiner Zeit bei Toro Rosso eigentlich nie geändert. Er ist nicht sonderlich schnell, es fehlt ihm vor allem in der Qualifikation an Speed. Im Rennen fällt er selten auf, meist schwimmt er im Rennen nur so mit. Überholmanöver? Auffallende Rennen? Ich kann mich an keins erinnern. Sein sechster Platz in Korea war immerhin mal ein Lichtblick, den er aber der Ausfallorgie zu verdanken hatte. Kein Fahrer, den ich 2011 vermissen würde.

16. Sebastian Buemi
Es ist nicht leicht die Leistung des Schweizers zu beurteilen, da sein Team in diesem Jahr keinen guten Eindruck gemacht hat. Nominell war er besser als der Kollege Alguersuari, aber richtig aufgedrängt hat er sich in diesem Jahr auch nicht. Anders gesagt: Dafür, dass er schon seine zweite Saison gefahren hat, blieb er erstaunlich blass. Da wird 2011 deutlich mehr kommen müssen.

17. Pedro de la Rosa
Der Spanier war sicher gehandicapt durch den schlechten Wagen, den er zur Verfügung hatte. Auf der anderen Seite fand ich es doch erstaunlich, dass er nach seiner sehr langen Pause als Einsatzfahrer von Anfang an so gut unterwegs war. Zwar konnte er Kobayashi nicht übertrumpfen, aber fiel auch nicht ab. Die Performance im Rennen ließ aber zu wünschen übrig und auch als der C29 besser lief, steigerte sich de la Rosa nicht. Seine Auswechslung war vertretbar, aber es gab deutlich schlechtere Piloten in diesem Jahr.

18. Nick Heidfeld
Nach fast einem Jahr Pause wieder in einen Wagen zu steigen war sicher nicht leicht, zumal er bei Mercedes kaum gefahren ist. Dass er gleich auf das Niveau von Kobayashi kommen konnte musste man erwarten, leider war die Zeit bei Sauber zu kurz, um zu sehen, ob er hätte mehr leisten können. Für Heidfeld neigt sich die Zeit in der F1 dem Ende zu. Er hat die Ansprüche, die man an ihn gestellt hat, nie erfüllt, dazu drängen eine ganze Menge neuer Leute in die Serie. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass er in einem LMP eine gute Figur machen kann. Seine Stärken liegen im Rennen und in der Distanz, also eigentlich perfekt für Langstreckenrennen.

19. Jami Alguersuari
Für den Spanier gilt im Prinzip das, was auch für Buemi gilt: Schwer einzuschätzen. Vom Gefühl her halte ich Alguersuari für den schnelleren der beiden, aber wirklich unterstützt hat er mein Gefühl nicht. Auch hier gilt, dass man die Saison 2011 abwarten muss. Ich traue ihm aber mehr zu, als er bisher gezeigt hat. Das Toro Rosso mit Ricciardo einen schnellen Mann verpflichtet hat, der in allen Freitagssessions unterwegs sein wird, dürfte die Sache interessant machen.

20. Heikki Kovalainen
Nach dem Rauswurf bei McLaren, wo er Hamilton nur hinterher fahren konnte, war klar, dass er eben nicht zu den allerschnellsten im Feld gehört. Trulli, nun auch nicht mehr der Jüngste, schlug ihn 2010 regelmäßig in der Qualifikation, im Rennen lagen beide allerdings oft gleichauf. Das Kovalainen noch eine Saison bei Lotus dranhängen darf ist etwas überraschend, ich hatte damit gerechnet, dass Fernandes sich für jemanden der Kategorie Heidfeld entscheiden würde. Kovalainen bleibt ein guter Mittelklasse Pilot.

21. Jarno Trulli
Sein Problem ist weiterhin der Speed über eine gesamte Renndistanz. Im Training ist er weiter einer Besten, im Rennen fehlt ihm dann oft die Konstanz. Das fällt im Lotus nicht ganz so sehr auf wie noch bei Renault oder Toyota, aber auffallend ist es doch. Lotus hält an ihm fest, weil er in der Lage ist, den Wagen in der Quali wie eine Zitrone auszupressen, was ihn vielleicht mal in Q2 und mit viel Glück in Richtung Punkte bringen könnte.

22. Karun Chandok
Der vermutlich mit Abstand witzigste und charmanteste Pilot im Paddock. Leider auch einer langsamsten. Immerhin, dass sollte nicht untergehen, hatte er Bruno Senna so gut im Griff, dass er, obwohl seit dem GP von Deutschland nicht mehr im Einsatz, wegen der besseren Plätze noch vor Senna in der WM liegt. Er hätte schon eine weitere Saison verdient, vielleicht würde die wachsende Erfahrung auch dafür sorgen, dass sich seine Grundschnelligkeit verbessern würde.

23. Bruno Senna
Um es klar zu sagen: Senna ist nicht gleich Senna. Der Neffe hatte weder in der britischen F3 noch in der GP2 auch nur ansatzweise das Talent, das sein Onkel hatte. Und er wird in diesem Leben auch nicht mehr schneller werden.

24. Luca di Grassi
Der hat mich in diesem Jahr ehrlich gesagt enttäuscht. Ich habe ihn auf Grund seiner guten GP2 Ergebnisse für jemanden gehalten, der mehr drauf hat. Aber Timo Glock, dessen Speed man auch nur schwer einschätzen kann, hat ihm klar die Grenzen aufgezeigt. Weder im Rennen, noch in der Quali konnte di Grassi zeigen, dass er mehr drauf hat. Vermutlich wird er durch D’Ambrosio ersetzt.

25. Timo Glock
Sein rätselhafter Wechsel zu Virgin macht es schwer ihn einzuschätzen. Bekannt ist, dass er in der Quali Schwächen hat, seine Rennen aber immer sehr gut waren. In diesem Jahr hatte man den Eindruck, dass es genau umgekehrt war. In der Quali gut, im Rennen selten vor den Lotus. Er hat sich im Moment bei Virgin fest gefahren und wird dort zeigen müssen, was er kann.

26. Sakon Yamamoto
Immerhin war der Japaner, der aus dem Nichts bei HRT auftauchte, nicht so langsam, wie befürchtet. In der Quali machte er Senna sogar das Leben ein wenig schwer, im Rennen war die Sache dann klar. Positiv fiel mir nur auf, dass er, trotz mangelnder Erfahrung und einem bockigen HRT, selten von der Strecke flog.

27. Christian Klien
Wenn er im Auto saß, war er schneller als Senna, Chandok oder Yamamoto, was allerdings nicht wirklich ein Gradmesser ist. Dass er nicht langsam fährt, ist bekannt, nur wie gut er wirklich ist, kann man mangels Vergleich keiner sagen. Besser als Glock oder Kovalainen? Vielleicht. Besser als Kobayashi oder Hülkenberg? Wohl eher nicht.

December 01 2010

06:57

Ferner liefen: Die Newshappen

# Die FIA hat die Formel 1-Nennliste für 2011 veröffentlicht. Große Überraschungen sucht man vergebens, einiges sticht aber doch ins Auge: Das Team von Tony Fernandes ist als “Team Lotus” aufgeführt – ob die Verhandlungen über den Namen aber von Erfolg gekrönt waren, oder ob Fernandes es einfach drauf ankommen lässt, ist daraus nicht zu erschließen.  Renault nennt sich weiterhin “Renault”, Sauber heißt jetzt nicht mehr “BMW”, dafür ist Virgin offiziell als “Marussia Virgin Racing” eingetragen. Als Lotus-Fahrer sind Jarno Trulli und Heikki Kovalainen laut Meldeliste bestätigt. Je ein freies Cockpit gibt es dagegen noch bei Renault und bei Williams. Etwas überraschend sind bei einigen Teams noch beide Autos unbesetzt: Force India, wo Adrian Sutil lange als gesetzt galt; Toro Rosso, wo ebenfalls beide Piloten einigermaßen sicher erschienen – und Virgin, wo Timo Glock im Grunde noch unter Vertrag stehen sollte. Bei HRT sind ebenfalls noch beide Cockpits zu haben. Vorsicht

# Heikki Kovalainen und seine Freundin Catherine Hyde haben sich beim Crash im Rahmen des Race of Champions in Düsseldorf doch etwas schwerer verletzt, als vermutet. Kovalainen selbst hat sich eine schwere Gehirnerschütterung zugezogen, und muss “als Vorsichtsmaßnahme” einige Tage das Bett hüten. Gleiches gilt für Hyde, die sich Ermüdungsbrüche im Becken und der Hüfte sowie eine Verletzung der Beinmuskulatur zugezogen hat. Vorsicht

# Bernie Ecclestone könnte drauf und dran sein, dem British Racing Driver’s Club die Kontrolle über die Rennstrecke von Silverstone abzuluchsen. Laut einem Bericht von pitpass.com sieht die finanzielle Situation der Strecke alles andere als rosig aus, nachdem sich die Umbauten an der Strecke als wesentlich teurer herausgestellt hatten, als geplant. Demnach suchen die Betreiber ziemlich angestrengt nach einem Retter, der die angeblich fehlenden Gelder in Höhe von immerhin 70 Mio. GBP aufbringt – und könnten schließlich gezwungen sein, Bernie Ecclestone als “weißen Ritter” zu akzeptieren. Ja, genau: Den selben Bernie Ecclestone, der jahrelang von den Streckenbetreibern verlangt hat, Umbauten durchzuführen, die sich diese nicht leisten konnten. Vorsicht

# Mikhail Aleshin hat sich in einem Interview äußerst positiv über seine Aussichten für 2011 gezeigt. Angeblich sei die Frage seiner Formel 1-Teilnahme bereits “gelöst”, eine Verlautbarung soll unmittelbar bevorstehen. Wo der WSbR-Champion starten soll, ist noch nicht bekannt – in Frage kommt wohl vor allem das vom russischen Sportwagenhersteller Marussia unterstützte Virgin-Team. Aber auch ein Cockpit bei Force India, HRT oder gar Renault scheint denkbar. Vorsicht

# Bei Force India könnte aber auch Nico Hülkenberg unterkommen. Das berichtet zumindest die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf einen gewissen Timo Gans, der im Management-Team des jungen Deutschen arbeitet. Zuvor hatten sich demnach Chancen auf einen Platz im Team von Toro Rosso zerschlagen. Vorsicht

# Schon wieder eine Woche mit zahlreichen Indycar-Neuigkeiten:
Ed Carpenter wird Sarah Fisher ersetzen, welche in die Leitung ihres Teams wechseln wird und vermutlich nicht mal mehr zum 500 ins Volant greifen wird. Geplant sind neun Rennen, wobei natürlich die Ovale im Vordergrund stehen werden und man auf den Rundkursen eher am Ende des Feldes sein wird. Flo aus N
- Das Rennen in Edmonton könnte nun doch gerettet sein – und womöglich im kommenden Jahr mit einer interessanteren Streckenführung überraschen. Der Stadtrat hat vergangene Woche einem Plan zugestimmt, zusätzliche 3 Mio. kanadische Dollar für Umbauten am Kurs bereitzustellen. Ursprünglich waren die Pläne für den Lauf ja deswegen ins Trudeln geraten, weil die Rennstrecke wegen des regen Flugaufkommens auf dem internationalen Flughafen auf einen stillgelegten Teil der Landebahn ausweichen muss – aber weder Promotor Octane noch die Stadt bereit waren, dafür zu bezahlen. Eine Bestätigung der Rückkehr seitens offizieller Indycar-Stellen steht noch aus. Vorsicht
- Dafür sind vergangene Woche Gerüchte aufgetaucht, wonach es ab 2012 einen zweiten Indycar-Lauf in Brasilien geben könnte. Das nach der südamerikanischen Freihandelszone “GP Mercosur de Indycar” getaufte Rennen würde demnach in Porto Alegre stattfinden – einer Stadt im Süden von Brasilien, in der Nähe von Uruguay und Argentinien. Dementsprechend wäre es auch das Ziel, diese beiden Länder bei der Ausrichtung mit an Bord zu nehmen. Vorsicht
- Und dann gibt es noch eine kleine Meldung aus der Kategorie “mysteriös”: Dienstagabend tauchten in mehreren Twitter-Feeds Meldungen auf, wonach der kanadische Indy Lights-Pilot James Hinchcliffe Mitte Dezember für Newman-Haas testen solle. Der in den Meldungen angegebene Link ist allerdings nicht aufrufbar – und auch sonst ist im Internet nichts dazu zu finden. Ob an der Meldung also was dran ist? Abwarten… Vorsicht

#Int. GT Open: In der nächsten Saison wird man an 8 Wochenenden Rennen fahren. Saisonstart ist am 1. Mai in Imola, das Finale findet am 30. Oktober in Barcelona statt. Ansonsten wird die Serie unter anderem in Monza, Magny Cours, Spa, Brands Hatch und am Nürburgring am Start sein. Neu dabei ist außerdem ein Termin am österreichischen Red Bull Ring. Die F3 Open wird bei den meisten Rennen wieder als Support unterwegs sein, hat aber auch ein paar Standalone-Termine in Spanien.

1. Mai: Imola (GT)
15. Mai: Magny-Cours (GT & F3)
17. April: Valencia (F3)
26. Juni: Spa (GT & F3)
3. Juli: Nürburgring (GT & F3)
24. Juli: Brands Hatch GP Kurs (GT & F3)
28. August: Red Bull Ring (GT)
2. Oktober: Monza (GT & F3)
16. Oktober: Jerez (F3)
30.Oktober: Barcelona (GT & F3)
Flo aus N & Vorsicht

#LMS: Der ACO hat das Programm für die LMS vorgestellt (Achtung, .pdf). Leider ist wieder kein Lauf in Deutschland dabei, dafür fährt man in Imola, welches den Hungaroring ersetzen wird. Finale ist in Portimao geplant, wobei 1 Woche später des Petit Le Mans ansteht und man daher davon ausgehen kann, dass sich hier noch was tun wird. Die Distanz wurde von 1000 km auf 6h geändert, um den TV-Sendern entgegen kommen zu können.

11.&12. März: Testfahrten Paul Ricard
3. April: Paul Ricard
8. Mai: Spa
3. Juli: Imola
11. September: Silverstone
25. September: Portimao
Flo aus N

# Außerdem wurde auch ein überarbeiteter Kalender für den ILMC bekannt: Insgesamt wird es sieben Rennen geben, Das Petit Le Mans wird Teil der Serie sein, außerdem auch, etwas überraschend,  die 6 Stunden von Imola. Als Saisonabschluss wird ein 6-Stunden-Rennen in China fungieren, wo genau sich die sicher hervorragend präparierte Strecke dafür befinden wird, ist derzeit noch unbekannt.

19. März: 12h Sebring
8. Mai: 6h Spa
11.&12. Juni: 24h LeMans
3. Juli: 6h Imola
11. September: 6h Silverstone
1. Oktober: Petit LeMans (12h, Road Atlanta)
12. November: 6h China (Strecke noch unbekannt)
Vorsicht

Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl