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October 07 2011

16:16

Blancpain Endurance Series: Vorschau Silverstone

Am Wochenende beschliesßt die neue GT3-Serie auf einer historischen Strecke ihre 1. Saison: In Silverstone findet der letzte Lauf über 3 Stunden statt.

Als man die Blancpain Endurance Series vorstellte, war das Ziel eine Langstreckenserie für GT-Wagen unter dem Dach der SRO zu installieren, da die GT1-WM und die GT3-EM Sprintrennen über je 1 Stunde sind. Dass es aber für den Sport auf der Strecke nicht schädlich ist, über längere Distanzen zu fahren, konnte auch die neu geschaffene Serie schon in ihrer Debütsaison unter Beweiß stellen. So konnte bei keinem 3 Stunden Rennen kein Team einen Vorsprung von mehr als 1 Minute rausfahren und auch in der Meisterschaft ist noch nichts entschieden, obwohl der Spitzenreiter mit satten 21,5 Punkten Vorsprung die Tabelle anführt.

So werden sich zwar viele Augen auf Greg Franchi richten, welcher die Meisterschaft dank seines Sieges bei den 24H von Spa mit 21,5 Punkten Vorsprung anführt. Da beim Saisonhöhepunkte der Serie 2×25 Punkte vergeben wurden, konnte er sich mit Timo Scheider und Matthias Eckström satte 46,5 Zähler sichern, während seine schärfsten Verfolger in der Meisterschaft, das Trio von Auto Orlando hier leer ausging. Allerdings konnte das Team in den anderen 3 Rennen über 3 Stunden sehr gut Punkten und dabei mit einem 1,2 und 3. Platz immer am Podium stehen, während der WRT Audi von Greg Franchi und seinen Kollegen nur einen 3. Platz als bestes Ergebnis vorzuweissen hat.

Somit brauchen AutoOrlando fast einen Ausfall des Konkurrenten, was aber bei einer Rennlänge von 3 Stunden durchaus passieren kann, während man selber zum Siegen verdammt ist um die Chance aufrecht zu erhalten. Selbiges gilt auch für das Schwesterauto von Greg Franchi, dem 2. WRT Audi. So liegen Stephane Ortelli, Bert Longin und DTM-Pilot Filipe Albuquerque ihrerseits nur 2 Punkte hinter dem Porsche aus Italien, sodass sie ebenfalls siegen müssen, und auf einen max. 10 Platz des Schwesterauto in der Pro Klasse hoffen müssen. Eigentlich wäre sowas fast aussichtslos, aber wie schon oben erwähnt, kann bei einem Rennen über 3 Stunden vieles passieren und es gibt so einige Wagen, welche da durchaus sofort zur Stelle sind.

Schützenhilfe könnten die Audis dabei aber ausgerechnet aus Italien erhalten, in Form des F458 Ferrari. Nachdem man zu Beginn der Saison wohl Probleme hatte die nötige Leistung aus dem komplett neuen 4,5l V8 zu holen, konnte man dies sowohl in der GTE-Version, als auch in der GT3 aufholen und so das bisherige Manko des zu geringen Topspeeds ausgleichen. Dies konnte man unter anderen auch in den letzten 2 Wochenenden des GT-Masters sehen, als der Ferrari von Farnbacher mit zu den schnellsten Wagen im Felde war und dabei auch einen Lauf gewinnen konnte. So würde ich das Trio von Vita4One mit Frank Kechele, Nico Verdonk und Matteo Bobbi am stärksten einschätzen, während der Teameigner und Pilot Michael Bartels diesmal in der Pro/Am Kategorie antritt.

Zum anderen wäre da der Z4 GT3 von Marc VDS zu nennen, denn die Z4 konnten beim GT3-EM Rennen im 2. Rennen die ersten beiden Plätze erobern und bei im 1. Rennen konnten die BMW Wagen geschlossen die Plätze 4-7 erobern. Die von der ILMC/LMS und der F1 bekannte Strecke dürften dem Wagen also demnach sehr gut liegen, zumal Maxime Martin, Bas Leinders und Markus Paltalla aus Finnland das letzte Rennen, welches unter Flutlicht in Magny Cours ausgefahren wurde, mit guten 10 Sekunden Vorsprung gewinnen konnten. Das wird aber nicht der einzige BMW von VDS sein, denn auf der Nennliste taucht noch ein weiteres bayerisches Gefähr auf, allerdings nicht ein weiterer Z4, sondern der siegreiche Wagen aus der heurigen GT Masters Saison, der Alpina B6 GT3. Dieser wird dabei von Dylan Derdaele sowie Dino Lunardi und Alexandros Margaritis gesteuert und begeht somit sein Debüt in dieser Serie.

Ebenfalls sehr gut funktionierte dort der GT3 Aston Martin von Hexis Aston Martin, sodass man auf die beiden Wagen aufpassen sollte, nicht nur wegen des Heimrennens für die Marke, zumal das eines der letzten Rennen überhaupt für diesen Wagens ist, und man daher wohl besonders motiviert ist, den Dienstälteste GT3-Wagen nach fast 7 Jahren Dienstzeit (2005-2011) gebührend zu verabschieden, bevor 2012 dann der Nachfolger in Form des Vantage GT3 aufschlägt. Seit Spa gibt es aber auch noch einen weiteren GT3-Wagen auf dieser Welt, welcher nun seinen 3. Einsatz in jeder Serie haben wird und dabei wieder der Verbesserung und Weiterentwicklung dienen wird: Die Rede ist natürlich vom McLaren GT3 welcher in der Pro-Wertung von Alvaro Parente sowie Oliver Turvey und Danny Watts gesteuert wird.

Für eine dicke Überaschung sollte womöglich noch der brandneue GT3 Nissan bieten, denn die GT3 Version des GT-R feierte erst in Magny Cours ihr Renndebüt und konnte dabei das 1. Rennen gleich komplett durchfahren und dabei gleich den 8. Gesamtrang holen. An den Fahrern wird es sicher nicht scheitern, denn auch hier fahren wieder keine geringeren als Peter Dumbreck und Richard Westbrook.

In der Pro-AM Wertung geht es dagegen deutlich enger zu, denn hier führen die 3 Franzosen von SOFREV, nämlich Franck Morel, Jean-Luc Beaubelique und Ludovic Badey nur 5,5 Punkte vor den 2.platzierten Niek Hommerson und Louis Machiels, welche aber die Unterstützung von keinem geringeren als Michael Bartels erhalten. Das Team aus Frankreich trat zwar beim 1. Lauf nicht an, konnte aber dann jedes Rennen in der Klasse samt den 24H von Spa mit doppelten Punkten für sich entscheiden, sodas nun seit Magny Cours die Führung von Vita4One auf sie übergegangen ist. Somit dürfte die Spannung über das ganze Rennen noch anhalten, wenn die Titel in der Pro und der Pro/Am Klasse ab Sonntag 12.15 Uhr britischer Zeit ausgefahren werden.

Man wird das Rennen wie gewohnt über den Stream auf der Homepage der BES sehen können, oder aber auch wahrscheinlich hier im Racingblog, wenn der Feed wieder eingebunden wird.

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June 24 2011

05:39

Vorschau: 24H vom Nürburgring Teil 2

Nachdem der erste Teil der Vorschau über das Rennen an sich, BMW und Porsche handelte, handelt der 2. Teil nun über Audi, Mercedes, VW und die “Exoten”

Mercedes

Neben Porsche, welche in der Spitzengruppe zahlenmäßig am stärksten vertreten sind, schickt auch Mercedes eine ganze Armada an SLS GT3 ins Rennen. So werden sage und schreibe 9 Flügeltürer im ersten Einsatzjahr das Rennen um den Gesamtsieg aufnehmen.
Das stärkste Kontingent mit stellt hierbei Black Falcon Racing. Das Team welches letztes Jahr noch für den privaten Einsatz von 2 R8 LMS verantwortlich war, bringt heuer 3 SLS an den Start.
So wird die #20 von Ralf Schall, Maik Rosenberg, Hannes Plesse und Andrii Lebend gesteuert. Mit Maik Rosenberg und Ralf Schall hat man 2 zuverlässige und flotte Piloten, welche den Wagen zügig und routiniert über den Ring steuern können, aber bei den anderen 2 habe ich dort doch meine Bedenken.
Die #21 wird von den beiden Breslins, Sean Paul (welcher auch in Le Mans am Start war) und Sean-Patrick Breslin sowie Vimal Mehta und Stephan Rösler pilotiert. Hier dürfte ankommen und ohne Fehler durchkommen das Ziel sein – Wenn der Wagen hält, denn bisher hat der SLS nicht gerade den zuverlässigsten Eindruck gemacht.
Am stärksten wird man aber sicher das 3. Quartett nämlich Thomas Jäger, Kenneth Heyer, Jeroen Bleekemolen und Jan Seyfarth auf der #22 einschätzen dürfen. Von den Fahrern her, wäre man sicher ein Kadidat für die vorderen Plätze im Endklassement, aber dafür muss wie schon angesprochen die Technik erst einmal durchhalten, wobei es aber bei so vielen Startern durchaus möglich ist, dass 2 oder 3 Wagen ohne Probleme durchkommen werden. Von daher wird man hier abwarten müssen wie sich das Rennen entwickeln wird.

Ebenfalls stark besetzt ist die Nummer 25 von Horn Motorsport. Hier werden sich der sehr erfahrene aber auch sehr schnelle Sascha Bert sowie David Horn abwechseln. Eine faustdicke Überraschung gab es allerdings vor ein paar Monaten, als man ankündige sich bei den 24H vom Ring mit „Trommelwirbel“ Stephane Sarrazin http://www.sascha-bert.de/sascha-bert-startet-im-mercedes-sls-amg-gt3-mit-horn-motorsport-in-die-neue-saison/von Peugeot zu verstärken. In der VLN konnte man bisher überzeugen, wenn das Auto keine Mucken von sich gab, allerdings fuhr Stephane bisher nicht in der VLN, was sich vor allem in der Nacht bemerkbar machen sollte. Denn gerade hier braucht man viel Routine und Erfahrung um die Situationen richtig einzuschätzen.

Am stärksten schätze ich daher den SLS mit der Startnummer #30 ein. Hier werden sich Armin Hahne und keine geringeren als Pierre Kaffer sowie einer der schnellsten und besten Nordschleifenfahrer überhaupt und 2009 Fahrer das Jahres Chris Mamerow abwechseln. Dieses Auto von Mamerow Racing, welches vor der Saison von Porsche zu Mercedes gewechselt ist, konnte den 2. Lauf zur VLN von der Spitze weg kontrollieren und einen Sieg einfahren. Man wird diese Fahrer im Kampf um den Gesamtsieg sicher auf der Rechnung haben müssen, allerdings hatte man schon in der VLN über 4 bzw. 6 Stunden technische Probleme und dies kann man beim 24H Rennen natürlich gar nicht brauchen. Von der Zuverlässigkeit schätze ich halt z.b den GT3 RSR von Manthey oder die BMW M 3 GT durchaus ausgereifter ein als den Mercedes, aber wie schon angesprochen könnte es bei der schieren Anzahl an Starter auch gut möglich sein, dass 1 ein oder 2 Wagen ohne Probleme durchkommen können und wenn es ausgerechnet die #30 ist, dürfte einiges möglich sein.

Ein prominent besetzter SLS AMG GT3 wird mit der #32 von Heico Motorsport an den Start gehen. Hier hat man zwar mit Lance David Arnold einen absoluten Toppiloten verpflichten können und auch mit Christopher Brück einen mehr als soliden Mann, allerdings machte Christian Frankenhout in der VLN nicht so eine gute Figur wie seine 2 Kollegen. Ein Fragezeichen wird man wohl auch hinter Alex. Margaritis setzen dürfen. Der frühere DTM Pilot ist zwar im GT Masters mit Dino Lunardi im Alpina BMW sehr erfolgreich unterwegs, wie der Sieg in Zolder bewiesen hat, allerdings ist die Nordschleife doch noch eine andere Strecke als die im GT Masters. Viel wird also davon abhängen, wie gut sich die 2 im Verkehr und in der Nacht schlagen werden und ob eben die schon angesprochene Technik möglichst reibungslos mitspielt. Der Mercedes SLS ist aber wohl sehr angenehm und gutmütig zu fahren, was gerade bei einem 24H Stunden Rennen sehr von Vorteil ist, damit sich der Fahrer auf das fahren und den Verkehr konzentrieren muss, während er das Auto am absoluten Limit bewegt. Allerdings hat er die mit Abstand längste Nase im Feld und dies dürfte gerade beim Überrunden für die Piloten äußerst schwer sein, denn die Sicht nach vorne und zu den Radkästen wird dadurch sehr eingeschränkt sein. Auch dürfte das Thema Spritverbrauch wie bei allen anderen Teilnehmern wichtig sein. In der VLN schwankten die Anzahl der Runden zwischen 8 und vereinzelt 9 Runden. Jedoch ist der Tankinhalt per Reglement um 5 Liter auf 125 gestiegen und die 24H Variante ist um einen Kilometer länger. Wie massiv sich das auswirken kann, habe ich bereits in Teil1 dargestellt, nämlich bis zu gute 4 Sekunde die man pro Runde auf ein Auto mit 10 Runden rausfahren müsste. Sollte z.b die besser eingeschätzten SLS durch die Hatz somit nur 8 Runden fahren könnten, wäre dies aber großer Nachteil im Kampf um die vorderen Postionen.

2 weitere SLS mit den Startnummern #36 und #46 werden noch von Rowe Racing an den Start gebracht. So wird die #36 von den Piloten Marco Schelp, Roland Rehfeld sowie Hupert Haupt und Alexander Roloff pilotiert während hinter der #46 Dominik Schwager, Michael Zehe, Klaus Rader und der Amerikaner Mark Bullit Platz nehmen. Diese 2 Besatzungen sind normal nicht für eine vordere Platzierung im Gesamtklassement gut, was die Geschwindigkeit der Fahrer angeht, obwohl man mit Dominik Schwager einen sehr schnellen und zuverlässigen Piloten hat, schätze ich die #36 etwas ausgeglichener ein als das Schwesterauto. Ein Top 10 könnte möglich sein, denn Erfahrung hat man in diesem Auto sehr wohl, und man wird daher ein 24H Rennen nicht mit biegen und brechen angehen wollen um dann im Laufe des Rennen sich Stück für Stück nach vorne zu arbeiten. Allerdings kommt muss auch hier die Technik mitspielen und da schätze ich den SLS einfach noch als zu unausgereift ein, denn im ersten Jahr musste auch Audi Tribut zollen.
Audi

Im 3. Versuch will man mit wieder mit einem Großaufgebot versuchen die Phalanx von Porsche und BMW zu brechen, denn seit 2004 (!) haben nur diese beiden Marken gewonnen. Um dies zu erreichen, hat man den R8 LMS nochmals weiterentwickelt und bringt 4 hochkarätig besetzte Wagen an den Ring, welche alle für einen Gesamtsieg gut sind.
Die #14 von Phoenix Racing wird hierbei von Frank Stippler, Marc Basseng und Le Mans Sieger Marcel Fässler gesteuert. Fehlen wird hier leider Mike Rockenfeller, welcher ursprünglich für dieses Auto vorgesehen war, aber leider in Le Mans diesen fürchterlichen Abflug hatte und noch nicht in der Lage ist ins Cockpit zu steigen. Ersetzt wird er von Andrea Piccini, welcher ursprünglich für den TT RS mit der #126 genannt wurde. Das Schwesterauto wird derweil von Markus Winkelhock, welcher im Vorjahr völlig überraschend 3. wurde sowie Marc Hennerici und Christopher Hasse gesteuert. Auf diesem Wagen ist auch noch Frank Stippler genannt, allerdings wird dieser wohl seine meiste Zeit in der #14 verbringen, nachdem Rocky dort ja nicht starten kann und man mit 2 Fahrern ungern ein solches Rennen angeht.
In Sachen Speed wird man wohl ziemlich sicher mit den Ton angeben können, denn man hat beim 4. Lauf zur VLN die bisher schnellste Rennrunde in diesem Jahr absolvieren können und seitdem keine stärkeren Restriktionen in der BoP erfahren. Im Gegenteil, so darf man nun noch 5 Liter mehr im Tank haben, was dazu führen könnte, dass man im Rennen nicht mehr 9 Runden wie letztes Jahr, sondern womöglich 10 Runden gehen könnte, womit man dem Hybrid-Porsche oder den BMW sicher in nichts nachstehen wird. Und wie wichtig die Reichweite ist, habe ich oben in Teil 1 meiner Vorschau schon mal dargestellt.
Allerdings war Phoenix in der Vergangenheit immer recht erfolgreich darin, sich selbst ein Bein zu stellen wie falsche Reifenwahl, falsche Strategie oder Strafen wegen Überholen unter doppelt Gelb wie beim 10. Lauf 2010.
Sollte man aber keine solche Fehler machen, sind diese 2 Audis allesamt absolute Kandidaten für den Gesamtsieg, denn im 3. Jahr seines bestehen dürfte der R8 LMS mittlerweile auch technisch ausgereift sein um das Rennen durchzustehen.

Selbiges gilt auch für die 2 anderen Wagen von Abt Sportsline. Hier wechseln sich auf der #16 Matthias Ekström, der letztjährige Pole-Inhaber Marco Werner, Christian Abt sowie 2003 Gewinner Timo Scheider ab. Damit steht man den anderen 2 Wagen sicherlich in nichts nach und wird ein 24H Sprintrennen sicher nicht von der konservativen Seite aus angehen, sondern man wird sicher in der Lage sein voll an zugasen.
Das gleiche wird wohl auch das Schwesterauto versuchen mit den aus dem GT-Masters bekannten Fahrer Luca Ludwig, Christopher Mies, Christian Jöns sowie Christian Abt als Springer auf dem Wagen. Dass die 3 jungen sehr schnell sind, haben sie bewiesen, allerdings bleibt hier die Gefahr, dass einer aufgrund der noch eher geringen Erfahrung eventuell mal die Nerven verliert und das Auto in die Leitplanken setzt. Allerdings wird der sehr erfahrene Christian Abt schon dafür sorgen, dass dies nicht passiert und die jungen schnellen Fahrer den Wagen heile lassen.

Dies sind aber nicht die einzigen stark besetzten Audis, denn man hat sich wohl ein Hintertürchen offen gelassen, welches zum einen im trockenen sehr schnell ist, aber sicher gegen Regen nichts einzuwenden hätte.

Die Rede ist vom Audi TT-RS aus der SP4T. Jenes Auto, welches gegen Ende der letzten Saison in der VLN sein Debüt feiern konnte, verfügt über einen 2,5l Reihenfünfzylinder mit Turbolader und Frontantrieb im Gegensatz zu all den anderen heckgetriebenen Wagen. Dies dürfte sich vor allem bei nassen und wechselhaften Bedingungen als Vorteil gegenüber der Konkurrenz herausstellen, denn so war man letztes Jahr beim 9. VLN Lauf in der Lage mit diesem Konzept phasenweise die schnellsten Rundenzeiten zu fahren. Dass man diesen Einsatz sehr ernst nimmt, zeigen auch die Besatzungen, welche man für die 2 TT-RS ausgewählt hat und mit Raeder Motorsport an den Start gebracht werden.
So wird die #125 von Michael Ammermüller, Le Mans Sieger Frank Biela, Jens Klingmann und dem aus der DTM bekannten Martin Tomczyk gesteuert. Das 2. Auto die #126 wird hingegen von dem aus der GT1-WM bekannten Christian Hohenadel sowie Jimmy Johansson und dem DTM-Piloten Miguel Molina bewegt.
Viel wird daher darauf ankommen, wie zuverlässig das Auto ist und wie gut bzw. hier wie schlecht das Wetter während des Rennen ist denn man hat hier gute Fahrer und mit Raeder auch ein sehr gutes Team am Start. In der Klasse wird man sie normal nicht schlagen können, denn dafür dürften sie zu schnell sein, allerdings wird der Ford Focus der FH Köln sicher zur stelle sein, wenn es hier Probleme geben sollte. So war man in der Lage, dem TT-RS in der VLN schon das ein oder andere male zu schlagen, weil man selber keine Probleme hatte.

VW

Ein weiteres Auto welches sicher nichts gegen schlechtes Wetter haben dürfte, wird der VW Golf24H sein. Jener Golf, der von VW für das 24H Rennen aufgebaut wurde, konnte schon in der VLN von sich hören machen. Angetrieben wird das Auto von einem 2,51L Turbomotor und Allradantrieb, womit man in der SP8T start, vermutlich um sich in der SP4T nicht selber Konkurrenz zu machen. Wie schnell der Wagen ist, musste Wolfgang Kaufmann in der VLN erfahren, als er von dem Golf außen um Karussel überholt worden ist. Auch konnte der Wagen den Nadelstreifen Porsche GT3 R Ausgangs Hatzenbach ausbeschleunigen und auch noch Vorsprung herausfahren. Dies alles wohlgemerkt unter trockenen Bedingungen. So darf es nicht verwundern, dass man bei einer Bestzeit von 8:28.9 davon ausgeht, dass der Golf noch lange nicht sein wahres Potential gezeigt hat und dies vermutlich erst beim 24H Rennen tun wird. Auch kann ich die offizielle Leistungsangabe von 440 PS kaum glauben und es würde alles andere als verwundern, sollte da eine 5 vorne dran stehen.
Als Piloten werden auf der #135 Thomas Mutsch, Patrick Simon, Fredrik Ekblom und Edoardo Mortara genannt. Viel dürfte also davon abhängen, wie viel die ersten 2 Piloten fahren werden, denn Ekblom und Motora schätze ich deutlich schwächer als ihre Teamkollegen ein. Sollten Simon und Mutsch den Löwenanteil der Distanz fahren, was auch alles andere als einfach ist, dürfte der Golf doch noch etwas weiter nach vorne fahren können. Eine große Unbekannte stellt allerdings die Zuverlässigkeit des Wagens dar. Immerhin ist eine Leistung von knapp 200 PS pro Liter Hubraum auch sehr materialmordend und mit dem Allradantrieb hat man mehr Komponenten verbaut, welche halt auch kaputt gehen können.

Etwas ausgeglichener besetzt erscheint mir hier der VW Golf mit der #35 und der Besatzung Peter Terting, Nicki Thiim, sowie Rene Rast und Frank Mailleucx. Wichtig wäre für das Team, dass sich Nicki Thiim im Zaun hält und kein Kleinholz produziert, denn von der Geschwindigkeit her wäre nicht der schlechteste auf dem Auto.
Dies dürften auf jeden Fall die 2 VW Golf mit den meisten Chancen haben, denn den Golf mit den Leuten Johnny Herbert, Mark Blundell, Edoardo Mortara und Frank Mailleucx sehe ich nicht der Lage vorne mit zu mischen, da hier allen Piloten viele Kilometer auf der Nordschleife fehlen. Und das wird sich zum einen beim Überrunden, noch mehr in der Nacht bemerkbar machen und erst recht, wenn es zu regnen beginnt.

Die Exoten

Neben all diesen Marken und Wagen gibt es aber auch noch ein paar richtige Exoten für das Rennen, wie man schon alleine auf dem Bild links erkennen kann. Hierbei handelt es sich um den Glickenhaus Ferrari P4/5 Competizione, welchen es nur ein einziges mal auf der Welt gibt. Dieses Auto soll eine Hommage an den alten Ferrari 330 P4 sein, welcher seiner Zeit 1967 einen Doppelsieg für die Roten einfuhr. Der Multi-Milliardär James Glickenhaus wollte diesen Wagen wieder auf der Rennstrecke sehen und entschloss sich daher mit viel Liebe zum Detail und viel viel eigenem Geld diesen Prototyp bauen zu lassen. Die technische Basis, also Motor und Getriebe sowie ein Teil der Elektronik bildet der alte Ferrari F430 nach GT2-Regelement. Der Rest, also das Chassis welches komplett aus Carbon gefertigt ist, Cockpit, Aerodynamik, Fahrwerk, etc. musste alles selber entwickelt werden und dementsprechend groß war auch der Finanzielle und technische Aufwand. Nach dem 24H Rennen soll damit aber nicht Schluss sein, denn James Glickenhaus hat vor diesen Wagen später auch bei anderen Rennen wie den 24H von Le Mans starten zu lassen. Dass man hier allerdings nicht geizt, zeigt auch die Fahrerbesatzung die man angeheuert hat. So werden Mika Salo, Luca Capellari, Nicola Larini und Frabrizio Giovanardi den Wagen mit der #23 aus der E1-XP steuern. Dies sind zwar alles sehr namhafte Piloten, allerdings haben alle 4 bisher trotz der Testläufe kaum Kilometer auf der Nordschleife gesammelt und gerade Giovanardi ist aus der BTCC kommend nicht gerade dafür bekannt besonders schonend mit dem Material um zu gehen. Das Ziel bei diesem Projekt dürfte daher auch vollkommen richtig auf ankommen lauten und den schönen Wagen heile lassen.

Mehr Ambitionen wird man allerdings beim 2. Ferrari haben, nämlich den 2.platzierten des Vorjahres von Farnbacher Racing welche dieses Jahr einen neuen F458 GT2 Italia in der SP8 an den Start bringen. Damit konnte man auch gleich beim 3. Lauf zur VLN über 6 Stunden den Gesamtsieg knapp vor dem Manthey RSR erringen, wohl gleich dem Manthey RSR eine Runde abgezogen wurde, da er unter doppelt Gelb nicht genug vom Gas ging. Trotzdem konnte man mit einer 8:18 die schnellste Rennrunde erzielen, welche auch noch von AF-Corse Fahrer Jaime Melo bei seinem erst 2. Rennen auf der Nordschleife gefahren wurde. Der Ferrari scheint sehr viel Abtrieb zu erzeugen und geht auf sehr schnellen Kurven wie in Spa anscheinend sehr sehr flott, denn beim 6 Stunden Rennen waren die F458 kaum zu schlagen. Die große Schwachstelle dürfte aber vermutlich auch hier die Standfestigkeit sein. So hatte man in Le Mans technische Probleme und musste aufgrund dessen das Rennen vorzeitig beenden und auch die anderen Ferrari erwiesen sich bei diesem Dauerlauf nicht gerade als die Zuverlässigsten. Mit Dominik Farnbacher, Marco Seefried, Allan Simonsen sind 3 Fahrer von der letztjährigen Überschungsmannschaft an Board. Nur der 4. Mann ist nicht mehr Lehman Keen, sondern nun Jaime Melo welcher zwar sicher nochmals ne Ecke schneller ist, aber auch sehr unerfahren auf der Nordschleife und vor allem in der Nacht. Viel wird daher davon abhängen, wie sie ihr Rennen anlegen werden – wobei ich nicht glaube dass man die Hatz vorne mitgehen will, und ob sie die Probleme in den knapp 1,5 Wochen nach Le Mans aussortieren konnten.

Ein anderes Auto, wo Le Mans drin steckt, ist der Lexus LF-A von Gazzoo Racing aus der SP8 mit der #88. Dieses Auto konnte in der VL N bisher positiv überraschen, da man im Winter wohl mehrere Schritte in die richtig Richtung gemacht hat und nun in der Lage war teilweise in der Spitzengruppe mitzufahren bzw. hinten dran zu bleiben was früher nicht möglich war. Auf diesem Auto werden Takayuki Kinoshita, Juichi Wakisaka und der „Man of the race“ der 24H von Le Mans, Andre Lotterer fahren. Das Schwesterauto mit der #87 werden derweil von den 3 Japanern Akira Iida, Hiroaki Ishiura und Kazuya Oshima pilotiert, nachdem man im letzten Jahr mit dem LF-A den 18. Platz erreichen konnte. Sollte man ohne große technische Probleme und Unfälle durchfahren können, so dürfte es dieses Jahr noch ein paar Positionen weiter von vorne gehen. Vor allem Andre Lotterer wird extrem viel Selbstvertrauen und Momentum an den Ring bringen. Hoffentlich geht es für ihn heuer besser als letztes Jahr, als man in seinem Auto bereits nach nur 67 Runden zur Aufgabe gezwungen war.
Ein 3. Auto aus Japan wird der ISF mit der #86 und Akira Iida und Minoru Takaki sein.

Auch 2 bisher unbekannte Fahrzeuge sind die beiden Aston Martin Zagato, welche auch in der SP8 an den Start gehen werden. Dieses Fahrzeug mit der #3, welches erst beim 4. Lauf zur VLN sein Debüt feierte wird hier von Aston Martin Chef Dr. Ullrich Bez, Horst von Saurma und Matthey Marsch gesteuert wird, dürfte aufgrund der kurzen Vorbereitung aber keine Chance auf ein Durchkommen haben. Selbiges gilt für Richard Maedden, Peter Cate und Oliver Mathai im baugleichen Wagen mit der #5.

Auch Freunde der Australischen V8 dürften auf ihre Kosten kommen, denn Mai Rose wird zusammen mit Anthony Alford, Peter Leemhuis und Damien Flack einen Original Holden Commodore aus der Australischen V8 Meisterschaft an den Start bringen. Im Kampf um den Gesamt oder Klassensieg wird man damit zwar keine Chance haben, aber im Kampf um den besten Sound wird man sicher weit vorne sein.

Beenden möchte ich die Vorschau über die Teilnehmer mit einem weiteren Italienischen Auto, welches aber gar nicht so Italienisch ist. Es ist kein Ferrari, sondern der Lamborghini LP600+ von Reiter Engineering. Dies hat einen ganz einfachen Grund: Meine Vorschau zu den 24H habe ich mit Hans Joachim Stuck begonnen, wie er das erste Rennen gewinnen konnte. Daher möchte ich diese auch mit ihm beenden, denn auf diesem Lambo wird Striezel Stuck mit seinen beiden Söhnen Ferdinand und Johannes Stuck sein letztes Rennen überhaupt bestreiten. Das Team Stuck³, welches Unterstützung von Dennis Rostek erhält, makiert seinen Traum, einmal mit seinen Söhnen ein Rennen zu fahren und gleichzeitig das Ende seiner Karriere. Um den Sieg wird man damit wohl kaum fahren können, denn dafür hat das Auto bisher zu wenig Kilometer auf dem Buckel, aber das Auto wird sicher für viele Tränen sorgen. So oder so.

Der Zeitplan für die Trainings und das Rennen schaut wie folgt aus:

Freitag
16.55 – 18.55 Uhr 2. Zeittraining

Samstag
13.30 – 15.10 Uhr Startaufstellung
16.00 Uhr Start aller 3 Gruppen

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June 22 2011

13:30

Vorschau: 24H vom Nürburgring Teil 1

2 Wochen nach den dramatischen 24H von Le Mans trifft sich die Elite der Sportwagen-, GT- und Langstreckenpiloten am Nürburgring erneut um die Distanz 2 mal gegen die Uhr zu absolvieren. Das Rennen welches 1970 zum ersten mal ausgetragen wurde und von Hans Joachim “Striezel” Stuck auf einem BMW 2002 TI gewonnen wurde hat sich mittlerweile zum wohl 2. wichtigsten 24H Rennen der Welt entwickelt.

Das Rennen, welches damals wirklich noch auf 20832 Meter langen Nordschleife stattfand und noch richtiger Breitensport war, hat sich in den letzten Jahren zu einem prestigeträchtigen Lauf entwickelt, bei dem sich mittlerweile Jahr für Jahr Werksteams um den Sieg streiten.
So treten dieses Jahr Teams von Audi, Porsche, BMW, VW, Mercedes und anderen namhaften Herstellern an um den Gesamtsieg und/oder einen Klassen oder Wertungsgruppensieg zu erringen. Eine solche Dichte an der Spitze hat es wohl bei diesem Rennen noch nicht gegeben.

Wie oben schon angesprochen, wird das Rennen auf dem Nürburgring ausgetragen, jedoch nicht mehr nur alleine auf der Nordschleife, sondern auf der Nordschleife samt GP-Kurs. Man nutzt hier im wesentlichen den Verlauf, welcher aus der F1 oder dem GT Masters bekannt ist, jedoch mit 2 Unterschieden: Zum einen fährt man nicht die Mercedes Arena, sondern nach der Start/Ziel Geraden eine rechts-links Schikane, da der Raum der Mercedes Arena für die etwa 220 Teams und ihr Material benötigt wird. Von dieser Schikane aus, führt eine Gerade hinunter zur bekannten Ford-Kurve, wo man allerdings nicht wie in der VLN gewohnt rechts über die Kurzanbindung fährt, sondern über die Ford-Kurve bis runter zur Dunlopkurve.
Der 2. Unterschied betrifft die Schikane, bevor es auf die Nordschleife geht. Hier fährt man nicht die langsamere Variante der F1, sondern die schnellere Variante bevor man dann auf die Nordschleife abbiegt. In Sachen Klassen orientiert man sich an denen der VLN, bzw. die VLN an den 24H. Allerdings werden hier keine SP und V Klassen unter 1600 ccm sowie die H-Klassen ausgeschrieben und die Cup2 sowie die Cup3 gehen in die SP7 und SP3 auf. Dies führt dazu, dass am Samstag knapp über 210 Wagen das Rennen aufnehmen werden, was heißt, dass bei gleichmäßiger Veteilung alle 120 Meter ein Auto kommt. In Le Mans sind es bei 56 Wagen (oder 54…) 242 Meter, aber ohne die langen Geraden, welche in Le Mans den Löwenanteil ausmachen. Daher ist gerade die Erfahrung sprich die Nordschleifenkilometer der Fahrer ein noch entscheidender Faktor als auf anderen Rennstrecken, wenn die schnellen Wagen durch den dichten Verkehr müssen. Eine Runde mit Sabine Schmitz in ihrem Porsche sieht dann wie folgt aus :

Im absoluten Mittelpunkt des Interesses stehen aber die zahlreichen Fahrer, Teams und ihre Wagen welche hier um den Gesamtsieg kämpfen wollen und diese möchte ich einmal vorstellen:

Die Titelverteidiger

Im letzten Jahr konnte BMW bei seiner Rückkehr an den Ring gleich im ersten Anlauf das 24H Rennen gewinnen. Man wird auch dieses Jahr 2 BMW M3 GT in unveränderten Besetzungen ins Rennen schicken. So wird die Startnummer #1 wie im Vorjahr von Pedro Lamy, Jörg Müller, Augusto Farfus und Uwe Alzen pilotiert, während das Schwesterauto die Nummer #7, welches nach dem Abflug und der 45 Minuten langen Reparaturpause mit Dirk Adorf, Dirk Müller, Dirk Werner und Andy Priaulx noch auf Platz 7 fahren konnte.
Allerdings wird Andy Priaulx nicht am Steuer der #7 sitzen, da er sich einer Operation unterziehen musste und somit für das Rennen ausfällt. Als Ersatz hat man Pedro Lamy auf dem Wagen genannt, welcher somit als Springer fungieren wird und bei einem Sieg von BMW mit 6 Siegen alleiniger Rekordhalter werden könnte.
Beide Besatzungen halte ich für sehr schnell und erfahren und sind vom Speed her sicher für ein Top 3 Ergebnis gut. Von der Ausgewogenheit, würde ich die #7 etwas besser einschätzen, allerdings hatte die #1 in der VLN die besseren Ergebnisse(1. und 3. Platz gegen einen 2. Platz), wodurch ich alle 2 Wagen auf dem gleichen Niveau sehen würde.
Viel wird davon abhängen, wie schnell der BMW M3 in seiner im Vergleich zum Vorjahr überarbeiteten Version ist. In der VLN schien es so, als hätte man die Karten noch nicht aufgedeckt, wobei das für alle Teams gelten dürfte. Es ist durch das Sandbagging und den überarbeiteten Einstufungen schwer zu voraussagen, wer nun das schnellste Auto hat, aber die M3 GT werden sich hier sicher nicht verstecken müssen. Zu Gute kommen dürfte dem M3 sicher der spätere Termin, denn dadurch sollte es nicht so kalt werden wie letztes Jahr, wo die Dunlop-Reifen nicht so recht auf Temperatur kommen wollten. Allerdings hatte man in Le Mans kleinere technische Probleme welche das Team immer wieder leicht zurückgeworfen haben.
Sollte das Auto aber halten, dann sind beide Wagen absolute Siegkandidaten. Wichtig dürfte auch noch die Reichweite des Wagens sein. Letztes Jahr konnte man mit 100 Liter 9 Runden am Stück fahren, jedoch hat man heuer 50 kg mehr, dafür aber auch 10 Liter mehr Tankvolumen. Dadurch könnte es möglich sein, dass die BMW 10 Runden gehen könnten.

Allerdings werden dies nicht die einzigen BMW sein, welche um eine Topplatzierung vorne mitmischen wollen. So setzen Dörr Motorsport einen und Schuberth gleich 4 weiterentwickelte Z4 GT3 in der SP9 ein.
In der GT3-EM konnte das Auto mit 2 Siegen schon einmal zeigen dass man hier definitiv in die richtige Richtung entwickelt hat. Die größte Frage dürfte hier allerdings die Zuverlässigkeit sein. Letztes Jahr konnte man dank der Beständigkeit die Plätze 4 und 9 holen, allerdings hatte man in der VLN bisher gerade in diesem Punkt massive Probleme. So mussten z.b beim 4. Lauf alle 3 Z4 GT3 von Schuberth vorzeitig die Segel streichen.
Man hat zwar auf der #4 mit Tom Coronel, Jörg Viebahn, Marko Hartung sowie Claudia Hürtgen 4 sehr flotte Piloten, allerdings hat man mit Tom Coronel und Jörg Viebahn zwar schnelle, aber auch sehr temperamentvolle Fahrer am Start und gerade Jörg Viebahn hat in der Vergangenheit den ein oder anderen Unfall verursacht. Daher blicke ich einem Top10 Ergebnis sehr skeptisch gegenüber, auch wenn eine Claudia Hürtgen über alle Zweifel erhaben ist.
Daher schätze ich auch das Auto mit der #76 und Tommy Milner, Fredrik Larsson, Edward Sandström sowie Claudia Hürtgen als stärksten Z4 ein, denn hier fehlen einfach die heißsporne wie ein Jörg Viebahn oder Tom Coronel. Von den Fahrern und vom Speed des Wagen ehr sollte man in der Lage sein in die Top10 fahren zu können, wenn wie schon angesprochen das Auto hält. Man wird zwar sicher fleißig getestet haben, jedoch darf man Zweifel haben ob das Auto die 24H durchhält.
Der 3. Z4 von Schurberth mit der #77 wird derweil von den 3 Norwegern Stian Sorlie, Anders Burchardt, Nils Tronrud sowie dem Amerikaner John Mayes pilotiert. Man ist hier fahrerisch sicher nicht schlecht aufgestellt, aber hier werden doch eingie Sekunden pro Runde auf das Schwesterauto mit der #76 fehlen.

Der 4. Z4 GT3 wird von Dörr Motorsport eingesetzt. Hier hat man sich zu Beginn positiv über die Fortschritte beim Auto geäußert und scheint wohl mit dem Wagen zufrieden sein, was den Speed anbelangt. Mit Rudi Adams und Arno Klasen hat man auf jeden Fall 2 starke Fahrer, der Knackpunkt dürfte allerdings Chris Godwin sein. Man hat mit ihm sicherlich keinen schlechten Fahrer, allerdings dürften sich die fehlenden Kilometer auf der Nordschleife gerade in der Nacht beim überrunden bemerkbar machen.

Bei den GT4 Wagen wird Johannes Scheid mit seinem Team seinen Eifelbliz mit der Besatzung Dennis Rostek, Andreas Simonsen Stefan Landmann und Marathonmann Duncan Huisman den Start bringen. Nachdem man im letzten Jahr kein Auto von Scheid bewundern konnte, bringt man heuer den M3 GT4 an den Start. Man hat zwar auch hier wieder eine sehr sehr schnelle Besatzung, wobei das bei einem 24H nicht alles ist und man zu erst einmal ins Ziel kommen muss. Allderings hat es Johannes Scheid schon immer verstanden wie man ein 24H Rennen richtig angehen muss.

In der Klasse wird man sich vermutlich hauptsächlich mit dem M3 GT4 von Bonk und den von mir als stärksten Wagen der Klasse eingeschätzten, Aston Martin von Mathol Racing (gewann die ersten 4 Läufe der VLN in seiner Klasse der SP10 GT4) duellieren. Dieser M3 GT4 von Bonk mit der #62 wird von Andreas Montmann, Tim Mullen, Adam Chrsitodolou und Phil Quaify gesteuert. So kannte man unter anderem den letzten Lauf in der VLN gewinnen und liegt auch mit Rundenzeiten von knapp über 9 Minuten (auf der etwa 1 km kürzeren VLN-Variante) fast gleichauf mit dem Auto von Scheid und dem Mathol Aston Martin.

Ein weiterer BMW, welcher für eine Position zwischen 15 und 25 gut sein dürfte – wenn der Wagen hält ist der in der SP6 eingesetzt Z4 von Dörr Motorsport. Mit Rundenzeiten von ~8:40 in der VLN und dem schnellen Stefan Aust, Hanspeter Strehler und Uwe Ebertz. Hier wird natürlich viel davon abhängen, ob viele schnellere Wagen ausfallen (wo von ich persöhnlich ausgehen) werden und ob man selber ohne Probleme durchkommt.

Porsche

Der vermutlich stärkste Herausforderer von BMW dürften die Sportwagen aus Weissach sein und dort vor allem die Truppe rund um Olaf Manthey. Immerhin konnte man von 2006 bis 2009 alle 24H Rennen abräumen und auch heuer wird man ein Großaufgebot an den Start bringen um für alles gerüstet zu sein. Dies beginnt beim Sieger des 3. Laufes zur VLN und den 22 Stunden und 15 Minuten Sieger von 2010, dem Hybrid-Porsche. Über den Winter hat man bei Porsche den GT3 R Hybrid deutlich weiterentwickelt. So wiegt er nun 75 kg weniger, hat einer bessere Aero und die Elektromotoren haben mehr Leistung. Dafür musste man aber den Tankinhalt von 120 Liter auf 110 Liter reduzieren und liegt damit auf dem gleichen Niveau wie BMW mit dem M3 GT oder einem GT3 RSR. Beim 4. Lauf zur VLN hat man mit dem Sieg schon mal angedeutet was dieser Wagen leisten kann. Allerdings wurde man vor dem 24H Rennen durch die BoP nochmals massiv ausgebremst. So hat man dem Hybriden nur noch eine max. Motorleistung von 466 PS auf dem Rollenprüfstand erlaubt, während der normale GT3 R bei gleichen Gewicht 525 PS haben darf.
Pilotiert wird der Porsche von Richard Lietz, Marco Holzer sowie dem ALMS Duo von Flying Lizard, nämlich Jörg Bergmeister und Patrick Long, welcher sein 24H Debut feiern wird. Dies dürfte auch eines der Probleme des Wagen sein. Sicher sind alle 4 Piloten sehr schnell, aber vor allem bei Patrick Long fehlen mir doch noch einige Runden auf der Nordschleife, denn hier ist Erfahrung so wichtig wie sonst nirgends, gerade wenn es ums Überrunden geht, gerade in der Nacht. Ein Knackpunkt dürfte auch die Zuverlässigkeit sein, denn letztes Jahr sind alle namhaften Porsche vorzeitig ausgeschieden, auch wenn der Hybride als letzter die Segel streichen musste.
Sollte man aber ohne Probleme durchkommen, sollte eine Topplatzierung möglich sein.

Als stärkste Besatzung von Porsche und im gesamten Felde würde ich allerdings Timo Bernhard, Romain Dumas, Marc Lieb und Lucas Luhr einschätzen. Die ersten 3 konnten mit Marcel Tiemann zwischen 2007 und 2009 3 mal hintereinander die 24H gewinnen und man wäre auch heuer wieder mit Marcel gefahren, wäre nicht der Unfall in Imola gewessen. An dieser Stelle möchte ich und das gesamte Blog Marcel alles Gute für die Zukunft und seinem weiteren Genesungsprozess wünschen, damit sein Traum wahr wird und er eines Tages wieder in einem Rennwagen sitzen kann.
Aber mit Lucas Luhr hat man sich einen weiteren Hochkaräter geholt. Man besitzt hier die 2 erfolgreichsten Langstreckenprofis der letzten Jahr mit Bernhard/Dumas, mit Luhr einen 24H Gewinner von 2005 und mit Marc Lieb den schnellsten Piloten aller Starter hier im Felde. Daher ist diese Besatzung mein Siegfavorit. Interesant wird allerdings sein, auf welchem Wagen man fahren wird. Nachdem der GT3 R in diesem Jahr in allen Serien noch nichts reisen konnte und man laut Christian Menzel kaum mehr Luft nach oben habe, während die anderen noch mauern hat man sich bei Manthey entschieden in die Trickkiste zu greifen und hat den guten alten GT3 RSR aus der SP7 hervorgeholt. Diesen hat man beim 6 Stunden-Rennen eingesetzt, wo man fast noch den Ferrari geschlagen hat und auch beim 4. Lauf konnte man damit einen 2. Platz erreichen. Dabei hat man sogar den GT3 R und den RSR gleichzeitig eingesetzt um Vergleiche anstellen zu können.
Offensichtlich ist man sich bei Manthey aber wohl immer noch nicht sicher bzw. will sich beide Optionen offen halten und so hat man sowohl den GT3 R (#11) als auch den RSR (#18) mit allen 4 Fahrern für das Rennen genannt. Immerhin ist der GT3 RSR ein sehr ausgereiftes Auto mit dem man die 3 letzten Siege bei den 24H einfahren konnte und man hat 2009 damit eindrucksvoll bewießen, dass man damit ein 24H Sprintrennen ohne Fehler durchfahren kann. Außerdem konnte man damit bei der VLN 10 Runden am Stück fahren, genauso wie der Hybride. Allerdings ist die Strecke bei den 24H einen Kilometer länger und Marc Lieb sagte nach dem Rennen bei Sport1, dass er etwas Sprit sparen musste. Allerdings könnte man mit einer Reichweite von 9 Runden vermutlich immer noch eine Runde länger fahren als der GT3 R.

Und um zu verdeutlichen, wie wichtig die Reichweite ist, habe ich mal eine folgende Rechnung aufgemacht, welche für alle Fahrzeuge gültig ist: Ausgehend von einer Gesamtdistanz von 155 Runden, welche die Distanz von vor 2 Jahren war, muss man bei einer Reichweite von 10 Runden genau 155- 10 (Startturn) / 10 = 14.5 mal also 15 Stoppen. Bei einem Spritfenster von 9 Runden müsste man hingegen 16 mal an die Box kommen und bei einer Reichweite von nur 8 Runden, wie sie z.b letztes Jahr die GT3 R hatten wären es sogar 18 Stopps. Ausgehend von einer Zeit von 190 Sekunden pro Boxenstopp (144 sek sind durch den Tank-Pilot fix plus An und Abfahrt ) muss also ein Wagen mit einer Reichweite von 9 Runden jede Runde 1,3 Sekunden auf einen 10-Runden Fahrer rausfahren. Bei einer Reichweite von nur 8 Runden, müsste man sogar 3,7 Sekunden jede Runde schneller fahren um den Nachteil wieder egalisieren zu können.

Mich würde es daher auch nicht wundern, wenn der alte Fuchs Olaf Manthey sogar beide Wagen starten lässt und erst dann während des Rennen entscheidet, mit welchen Wagen er das Rennen zu Ende fährt. Allerdings gehe ich davon aus, dass man sich dann für den RSR entscheiden wird.

Dies sind aber nicht die einzigen Porsche. So wird auch dieses Jahr der Haribo Porsche mit der Nummer #8 an den Start gehen. Hier werden die sehr schnellen und erfahrenen Piloten Richard Westbrook, Christian Menzel und Mike Stursberg fahren, allerdings auch der deutlich langsamere Hans Guido Riegel. Es wird daher viel davon abhängen, wie oft Hans-Guido Riegel fahren wird, denn in der Vergangenheit hat er doch immer etliche Sekunden pro Runde auf seine Mitstreiter verloren, und bei einem erwarteten Sprintrennen wird es wohl um jede Sekunde ankommen.

Ein weiterer Porsche von Manthey, welcher auch Aussichtsreich sein dürfte ist der Wochenspiegel Porsche mit der #12. Es wird zwar eher kaum für ganz nach vorne reichen, allerdings hat die Besatzung Jochen Krumbach, Oliver Kainz, Georg Weiß und Michael Jacobs sehr viel Erfahrung und Routine. Man hat zwar mit den ersten 2 auch Fahrer welche den Speed an der Spitze mitgehen könnten, allerdings wird man hier eher nicht gleich alles geben und sich im Laufe des Rennen stetig nach vorne arbeiten, wenn die Topfahrzeuge sich zu Tode hetzen werden. Dazu kommt auch, dass man nicht mit dem etwas anfälligeren GT3 R sondern mit dem SP7 Porsche startet.

Wie wichtig Konstanz, Disziplin und Besonnenheit sind, hat im letzten Jahr Farnbacher demonstriert, als man zwar nicht das schnellste Auto hatte aber man sich durch die Probleme der Konkurrenten immer weiter nach vorne bis auf Platz 2 arbeiten konnte. Eine ähnliche Devise traue ich nicht nur dem WTM-Porsche zu, sondern auch dem Alzen Porsche mit der #31. Mit Jürgen Alzen, Klaus Ludwig, Sascha Bert und Artur Deutgen wird man sicher nicht das Höllen-Tempo der Spitze mitgehen, aber man hat extrem viel Erfahrung und Rountine auf der Nordschleife. So wird man sich sicher in die Top10 fahren können, wenn das Auto hält, aber da wird Jürgen Alzen schon dafür sorgen, dass der Cup S keine Probleme macht.

Selbiges gilt vermutlich auch für das Team Frikadelli Racing von Sabine Schmitz und Klaus Abbelen. So wird man heuer einen GT3 R einsetzen, mit welchen man heuer im 1. Lauf zur VLN Platz 5 und beim letzten Lauf den 2. Gesamtplatz erreichen konnte. Die beiden werden sich das Steuer der #26 mit dem sehr schnellen Niclas Kenntenich sowie dem Bruder von Jörg Bergmeister, Tim Bergmeister teilen. Ich denke nicht, dass man hier ab dem 1. Meter volles Risiko fahren wird, was man mit Sabine Schmitz und Niclas machen könnte, allerdings wissen die 2 Teaminhaber nur zu gut, wie man ein 24H Rennen angehen muss, als man 2008 mit einem 911 Cup den 3. Gesamtrang holen konnte.

Ein weiterer GT3 R wird von Falken Tyres eingesetzt und hier kann durchaus mit einer prominenten Besatzung aufwarten. So werden sich Wolf Henzler, Martin Ragginger, Sebastian Asch und Peter Dumbreck am Steuer der #44 abwechseln. Sicher hat das Team, welches in der Vergangnheit u.a den berühmten Nissan Skyline einsetze eine sehr schnelle Besatzung, aber es gibt hier doch einige mögliche Fehlerquelle, welche ein problemloses durchfahren relativ unwahrscheinlich machen. Zum einen setzt man auch hier auf den GT3 R, welche wie schon angesprochen im letzten Jahr nicht duch Zuverlässigkeit glänzten. Dazu kommen die Falkren Reifen, wo man nicht weiß wie gut die Schluss endlich sind. Sie können sehr gut sein, wie z.b die Hankook Reifen, aber auch nicht so toll.

Erfreulich ist auch, dass das erfolgreichste Deutsche Rennteam der Geschichte, Kremer Racing wieder am Start ist. Nachdem man in dieser Saison wieder mit 2 Porsche 911 Cup am Ring antritt wird man zum 24H Rennen einen nagel neuen GT3 R mit den Fahrern Daniel Schrey, Dirk Leßmeister sowie Adam Osieka und Wolfgang Kaufmann. Man hat sicher schnelle Piloten, die Frage wird allerdings sein, ob man das Rennen ohne Unfall bzw. Defekt über die Bühne bringen kann. Wenn ja, sollte eine Top10 Ankunft im Bereich des möglichen sein.

Abrunden möchte ich die Porsche mit dem Überraschungsteam des bisherigen Saisonverlaufes in der VLN, nämlich Pinta Racing mit der #27 auf ihrem GT3 R. Man hat hier mit Jörg van Ommen, Altfried Heger, Michael Illbruck und dem jungen aber sau schnellen Manuel Lauck eine gute Besatzung, welche Routine und Speed gut vereinigt, allerdings war man bisher eher glücklos unterwegs und musste Aufgrund von Unfällen und Technischen Defekten die Segel immer vorzeitig streichen. Sollte sich das nicht ändern, dann dürfte es für das Team welches teilweiße vorne so erfrischend mitmischen konnte, sehr schwer werden.

Man sollte hier aber nicht vergessen, dass ein Porsche von Manthey in der Regel immer etwas schneller ist als andere Porsche, was unter anderem auch daran liegt, dass Manthey zu den 24H immer Entwicklungsreifen von Michelin bekommen, während die anderen Teams diese nicht haben.

flattr this!

April 19 2011

16:00

Sportwagen-Rückschau: Blancpain Endurance Series in Monza / ALMS in Long Beach

Die neue GT-Endurance-Serie konnte einen schönen, spannenden Einstand feiern. Bei der ALMS ging es nach turbulenter Startphase für Stadtkurs-Verhältnisse ruhig zur Sache. Und: beide gibt es als VOD (BEP hier</a>, ALMS aa<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">hier).

Mit 32 Wagen ging beim Auftaktrennen der Blancpain Endurance Series in Monza ein beachtliches Feld an den Start, das vor allem mit Vielfalt und Ausgeglichenheit glänzte; auch wenn man deutlich hinter der vor der Saison von Stephane Ratel verkündeten Zahl von 46 eingeschriebenen Fahrzeugen für die volle Saison plus Einzelstartern zurückblieb. Für die nächsten Rennen wird aber mit Zuwachs weiterhin gerechnet, doch die 32 Fahrzeuge, nach einer sehr starken Qualifikation an den Start geführt vom Black Bull Swiss Racing-Ferrari F430, boten bereits ein sehenswertes Rennen. Mirko Venturi hatte mit F430 aus der Pro-Am-Kategorie die versammelte Konkurrenz sogar um mehr als acht Zehntelsekunden!

Schlecht lief es für Venturi/Maino/Invernizzi auch im Rennen nicht, doch bereits am Start fiel Amateurfahrer Invernizzi weit zurück und über die 3 Stunden-Distanz kristallisierten sich andere Favoriten auf den Gesamtsieg heraus. Vor allem die beiden Audi R8 LMS des belgischen WRT-Teams machten in der Anfangsphase einen starken Eindruck, beide konnten Führungskilometer verbuchen, doch auch der Hexis-Aston Martin mit Yann Clairay verbrachte zwischenzeitlich einige Runden an der Spitze.

Dann, noch vor Ende der ersten Rennstunde, erlitten innerhalb weniger Minuten beide Audi einen Reifenschaden, jeweils hinten rechts. Stephane Ortelli – der es schaffte, trotzdem in der Führungsrunde zu bleiben – gab nach dem Rennen zu, dass das gewählte „extreme Setup“ der Grund dafür gewesen sein könnte.

So bestimmten in der mittleren Rennphase andere Fahrzeuge das Bild. Vor allem zeigte sich schon zur Stundenmarke, wie das Rennen wohl entschieden werden würde: zwar gehört die Bahn im Königlichen Park trotz des hohen Vollgas-Anteils zu den weniger verbrauchsintensiven Rennstrecken, dennoch schafften es nur wenige Teams, eine Rennstunde pro Tankfüllung zu fahren – diese jedoch waren klar im Vorteil, weil sie die Distanz mit zwei Full Service-Stopps absolvieren konnten.

Das schien am besten den Porsche zu gelingen, vor allem die zwei Pro-Kategorie-997R der italienischen Teams AutOrlando (#9) und De Lorenzi (#18) ließen Hoffnungen auf einen Heimsieg sprießen.

Eine noch bessere Verbrauchseffizienz legte der Reiter-Lamborghini LP 560 von Peter Kox und Marc Hayek an den Tag: mit einem 70 Minuten langen ersten Stint lagen die beiden auf Kurs zu einem Top-Platzierung im Pro-Am-Cup – und als dann noch ihr härtester Konkurrent, der eben genannte #18-Porsche mit de Lorenzi/Bonetti/Borghi, zehn Runden nach dem regulären zweiten Stopp noch einmal an die Box kommen musste, war der Klassensieg gesichert. Der zweite Reiter-Wagen, mit u.a. Albert von Thurn und Taxis an Bord, musste nach einem Unfall im Qualifying am Sonntagmorgen das Rennen leider auslassen.

An der Spitze lag derweil die meiste Zeit der #3 Hexis-Aston Martin von Mena/Rodrigues/Clairay – doch dem Team war klar, dass das durstige V12-Aggregat eine Zweistopp-Strategie unmöglich machen würde. Das erledigte sich aber sowieso, als ein Wärmetauscher versagte und der Wagen qualmend an der Box aufgeben musste.

Ebenfalls einen schwarzen Tag erlebte das ehemalige GT1-Meisterteam von Michael Bartels, nun unter dem Namen Vita4One in der GT3 am Start: nach mäßigem Qualifying zur Rennmitte auf aussichtsreichen Platzierungen liegend wurde beim Fahrerwechsel bei der #1 versehentlich der Feuerlöscher ausgelöst, was den Wagen von der weiteren Teilnahme ausschloss; die #2 erlitt bei einem Ausritt von Paul van Splunteren einen Dämpfer-Schaden, der zwar repariert werden konnte, aber ein gutes Resultat vereitelte.

Derweil kämpften sich Stephane Ortelli, Bert Longin und Youngster Filipe Albuquerqe im Audi R8 wieder in die Spitzengruppe vor, konnten sogar die Führung übernehmen – aber auch hier stand fest: aufgrund des durch den Reifenschaden in der Anfangsphase geänderten Tankrythmus würde auch dieser Wagen noch einmal stoppen müssen.

Auch der MarcVDS-Ford GT brauchte drei Stopps, und Frank Makowiecki im zweiten Hexis-Aston verunfallte, auf dem dritten Rang liegend, wenige Runden vor Rennende in der Parabolica – und so wurde es am Ende mit knapp einer Minute Vorsprung ein deutlicher Sieg für den AutOrlando-Porsche mit Paolo Ruberti, Gianluca Roda und Raffaele Gianmaria vor – leider spärlichem – Heimpublikum. Zweite wurden Ortelli/Longin/Albuquerqe im WRT-Audi, Dritte Maxim Martin, Markus Palttala und Bas Leinders im belgischen Ford GT.

Mit einer Runde Rückstand folgten auf Gesamtrang 4 Sieger des Pro-Am-Cups, Peter Kox und Marc Hayek für Reiter Engineering. Den Citation Cup für Gentlemen Drivers holten sich auf dem neuen Platz Georges Cabannes und Gregory Guilvert, ebenfalls in einem Lamborghini unterwegs.

Die GT4-Klasse, die neben den drei GT3-Kategorien auch Teil der Serie ist, ging an Greg und Leo Mansell sowie Edoardo Piscopo in einem unter dem Namen von letzterem eingesetzten Lotus Evora. Nachdem sich die drei einige Zeit mit dem Nissan 370Z des RJN-Teams gebalgt hatten, erlitt dieser einen Reifenschaden und machte den Weg frei für einen Lotus-Doppelsieg sowie den Gentle Swiss Racing-Maserati, der das Podium komplettierte.

Der gute Einstand der Serie macht Hoffnung auf eine interessante Saison. Deren Kern wird das 24h-Rennen in Spa im Juli sein, doch auch für die Rennen in Navarra, Magny-Cours und Silverstone dürften spannende Rennen zu erwarten sein – zumal weitere Teams ihre Teilnahme angekündigt haben, so sollten etwa in Navarra Mitte Mai auch Corvettes am Start sein, auch Mercedes SLS werden für den Saisonverlauf erwartet. Ob das Grid letztens Endes auch nur ein einziges Mal die von Ratel genannten 46+x Entries aufweisen wird,  bleibt abzuwarten.

Die Serie wurde auf Wunsch von Teams und Fahrern gegründet, die eine andere Herausforderung als die Sprintrennen der anderen SRO-GT-Serien suchten – was das Fan-Interesse angeht, ist es wohl eher eine Glaubensfrage: die einen bevorzugen die knackigen, actionreichen Ein-Stunden-Sprints, für andere gehört der Ausdauer-Charakter fest zum Sportwagen-Motorsport. Da aber die Blancpain Endurance Series nicht gegen die anderen GT3-Serie antritt, sondern als Ergänzung zu diesen, und so ähnlich wie die EM Teams aus den nationalen Meisterschaften sammelt, dürfte sie gute Chancen auf eine rosige Zukunft haben.

ALMS – Long Beach

Auch beim zweiten Lauf zur American Le Mans Series standen – wie in Monza – GT-Fahrzeuge im Vordergrund, die Prototypen spielten nur die zweite Geige. BMW setzte dabei seine Sportwagen-Siegesserie fort: Nach Siegen bei den 24 Stunden-Läufen in Daytona und Dubai sowie Doppelsiegen bei den 12h von Sebring und beim VLN-Saisonauftakt gewannen Dirk Müller und Joey Hand souverän die GT-Klasse beim mit zwei Stunden kürzesten Saisonrennen in Long Beach.

Wäre es nicht um die Aufregung in der GT-Klasse in den ersten 45 Minuten gewesen (gleich mehr dazu), hätte das Rennen keine erinnerungswürdigen Szenen geboten. Nach diesem Zeitpunkt war es auch hier sehr statisch und für diesen Fall hat die ALMS mit den beinahe lächerlichen Prototypen-Klassen zu wenig Abwechslung zu bieten.

Zwar war es vom sportlichen Zeitpunkt kein schlechtes Rennen, denn in allen Klassen setzte sich die jeweils stärkste Mannschaft durch; doch um Zuschauer anzulocken, was durch den neuen TV-Deal kaum einfacher geworden sein dürfte (auch wenn sich die Längen des Rennens in der ESPN2-Zusammenfassung besser überspringen lassen), wird man den action-verwöhnten US-Amerikanern mehr bieten müssen – und das heißt in diesem Fall vor allem: mehr Prototypen.

Die Challenge-Klassen wurden als Feldfüller eingeführt und sind nie aus ihrem Schattendasein herausgetreten. Sie mögen zwar oft spannende Duelle bieten, doch als Einheits-Kategorien fehlt ihnen genau das, was den Kern der Le Mans-Serien ausmacht: die Marken- und Modellvielfalt. Interessant wäre die Frage, ob nicht eine Challenge-Klasse auf Basis des CN-Reglements der FIA, das ja viele nationale Prototypenserien und die neue SPEED EuroSeries nutzen, irgendwann eine bessere Alternative darstellen könnte, zumal die für die großen Hersteller so wichtigen GTs dann auch nicht mehr hinter diesen zurückstehen müssten.

Doch nun zum Rennen selbst. Nachdem der ursprüngliche Start gesittet verlaufen war (ordentlich formieren kann sich das Feld auf der kurzen Strecke zwischen Haarnadel und Startlinie nicht) und Paul Gentilozzis verunfallter Jaguar eine frühe Safety Car-Phase auslöste, ging das Rennen erst nach etwa 20 Minuten richtig los. Eine Runde nach dem Restart wollte Bill Auberlen im zweiten BMW in Kurve 1 hinein seinen dritten Rang gegen Patrick Long verteidigen; das ging jedoch schief, ebenso wie der Versuch, sich in dem Bogen um den Springbrunnen herum wieder in den Verkehr einzusortieren.

Er geriet mit seinem Ex-Teamkollegen Tommy Milner in der Corvette aneinander und drehte sich. Auch nachdem das ganze Feld ihn passiert hatte, schaffte es Auberlen zunächst nicht, zu wenden, sodass er noch im Weg stand, als die Führenden das nächste Mal um diese enge Ecke bogen. Die Prototypen kamen noch problemlos vorbei, doch dann zog Auberlen genau vor seinem Teamkollegen Joey Hand auf die Ideallinie, der zwar noch bremsen konnte, aber so zwei Plätze an Gavin und Long verlor.

Auberlen konnte sich einige Runden später wieder an der nun führenden Corvette vorbeischieben und so zurück in die Führungsrunde gelangen, doch der entscheidende Dreikampf spielte sich in den folgenden Minuten hinter ihm ab: ein langsamer GTC-Porsche kostete Oliver Gavin den Schwung in Turn 6, Patrick Long schob sich neben ihn und verlangsamte ihn weiter, sodass Joey hand am Kurvenausgang an beiden vorbeiziehen konnte.

Mehrere Male donnerten in den folgenden Runden Hand und Long im Flying Lizard-Porsche in spektakulärer Manier Seite an Seite den gesamten Shoreline Drive hinunter doch der BMW konnte seine Führung behaupten. Es schien ihm zwar an Grip beim Herausbeschleunigen aus der extrem langsamen Haarnadel zu fehlen, hinzu kommt, dass den Porsche nach Sebring 25kg Ballast abgenommen wurden, doch bei der Höchstgeschwindigkeit waren beide gleichauf.

Irgendwie (ausgerechnet während der kurzen Werbepause) schaffte es Patrick Long dann doch an Hand vorbei, doch schon in der nächsten Runde setzte der Porsche-Werksfahrer seinen 997 GT3 RSR ausgangs Turn 9 in die Wand, nachdem er sich am Ende der Gegengeraden verbremst hatte. Ein eher seltener Fehler des Lokalmatadors, der das unter anderem mit dreckigen Reifen begründete, nachdem er kurz vorher Scott Sharp überrundet hatte, der sich weigerte, dem Führungsduo ordentlich Platz zu machen.

Sharps Verhalten war tatsächlich äußerst ungeschickt, um nicht zu sagen unfair, doch das Rennen war damit entschieden: Hand konnte ohne Druck bis zum Stopp gegen Rennmitte weiterfahren, übergab an Müller, der die Führung gegenüber Magnussen, der in die Corvette eingestiegen war, verwaltete. Der konnte den Abstand zwar von 15 auf 7 Sekunden verringern, doch mehr war nicht drin.

Auch, weil das Rennen vorzeitig beendet wurde: acht Minuten vor dem Ende geriet Dion von Moltke im TRG-Porsche nach Berührung mit seinem Konkurrenten Craig Stanton aneinander und bog nach 2/3 der Gegengeraden hart in die Wand ab. Der Fahrer blieb unversehrt, doch das Rennen wurde unter Gelb beendet. Rang 3 in der GT-Klasse ging hinter BMW und Corvette an die unauffälligen Melo/Vilander im Risi-Ferrari, gefolgt vom starken Falken-Porsche mit Wolf Henzler und Bryan Sellers.

Die größte Überraschung jedoch wartete auf Rang 6 (hinter der zweiten Corvette): Bruno Junqueira und Christiano Da Matta haben es tatsächlich geschafft, einen der RSR-Jaguar XKR ohne größere Probleme und mit annehmbaren Rundenzeiten über die Distanz zu bringen! Die schnellste Rennrunde des Duos war dabei nur eine Sekunde langsamer als die schnellste GT-Rennrunde der Gavin/Magnussen-Corvette. Es bleibt zu hoffen, dass die Rocketsports-Mannschaft diesen Aufwärtstrend fotzsetzen kann, damit auch Jaguar mittelfristig in den Kampf um die GT-Klasse eingreifen kann.

Das LMP1-Rennen war nach einer halben Runde entschieden. Am Start konnte Chris Dyson im Dyson-Lola-Mazda den MuscleMilk-Aston Martin noch hinter sich halten, doch auf der kurzen Gerade in Kurve 6 hinein schnappte sich Lucas Luhr die Führung und gab sie nicht mehr her. Es war zunächst ein ähnlicher Kampf wie in der Schlussphase im Vorjahr: der „kleine“ Lola mit Mazda-Turbo-Aggregat war in den kurvigen Abschnitten schneller, doch der Aston Martin mit dem großen V12-Motor zog stets auf den Geraden weg, sodass er sich problemlos behaupten konnte. Mit der Motorleistung hatten Luhr und später Graf auch im Verkehr Vorteile und bauten so die Führung Runde um Runde aus, um am Ende völlig ungefährdet zu siegen.

Der LMP-Challenge-Sieg ging an Gunnar Jeanette und Ricardo Gonzalez für Core Autosport, die Kyle Marcelli und Tomy Drissi (Intersport) knapp schlugen. GTC-Sieger wurden wieder einmal Tim Pappas und Jeroen Bleekemolen vor Bill Sweedler und Leh Keen (Alex Job Racing). Die LMP2 ist nicht erwähnenswert, da Scott Tucker am Freitag eines seiner Autos vom Start zurückzog, um es für den Le Mans-Testtag zu schonen, und das andere noch vor Rennmitte aus Protest an der Box abstellte; Tucker darf nur mit einem Fahrzeug Meisterschaftspunkte sammeln und muss dies vor jedem Event anmelden, nach dem spontanen Rückzug des offenen Lola verbot ihm die IMSA jedoch, seine Meldung auf das Coupé zu ändern. Ich erspare mir den weiteren Kommentar dazu…

Bis zum nächsten Lauf auf dem kleinen Kurs von Lime Rock werden zweieinhalb Monate verstreichen – es bleibt die Hoffnung, dass sich bis dahin einige weitere Prototypen finden, um zusammen mit dem tollen GT-Feld wieder wirklich sehenswerte Rennen zu bieten.

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(Bild-Quellen: Audi, Ferrari, Porsche)

November 02 2010

19:10

VLN: Analyse 35. DMV Münsterlandpokal

Als am Samstag der letzte Lauf zur VLN über 4 Stunden anstand, war die Meisterschaft zwar so gut wie entschieden. Das sogenannte Schinkenrennen versprach trotzdem einiges an Spannung, an der das Wetter nicht ganz unschuldig sein würde. Besondere Aufmerksamkeit verdienten natürlich die zahlreichen Comebacker – und die zukünftigen Meister von Bonk Motorsport.

Als das Zeittraining vorüber war, befürchtete man schon einen glatten Durchmarsch für die Porsche-Armada, denn unter den besten 7 befanden sich gleich 6 Porsche 911 GT3 R.
Die Pole hatte “der Dicke” mit der Startnummer #114 und der Besatzung Arno Klasen/Lucas Luhr/Marc Lieb mit einer Zeit von 8:11,149.  Dahinter der 1. Comebacker: Nämlich Mühlner Motorsport, wo Jörg Bergmeister aufzeigte, warum er den Titel in der ALMS geholt hat als er den Porsche nur 1 Sekunde hinter Marc Lieb auf den 2. Startplatz stellte. Auf P3 folgte dann der Wodka-Porsche vom Team Manthey mit der Besatzung Armin Hahne/Marc Gindof/Jochen Krumbach, bevor auf P4 der erste Nicht-Porsche folgte, nämlich der Audi R8 LMS von Phoenix mit der Startnummer #99 und der Besatzung Frank Stippler/Marc Basseng – Striezel Stuck hatte sich ja leider an der Hand verletzt, und muss sein Comeback daher auf das Jahr 2011 verschieben.

Auf den weiteren Plätzen folgte dann der WTM Porsche, gefolgt vom Haribo-Porsche (auf welchem Patrick Long sein Debüt auf der Nordschleife feierte) und dem Firkadelli Früh Kölsch-Porsche, pilotiert von Sabine Schmitz/Klaus Abbelen/Niclas Kentenich. Auf P8 folgte dann die MAOM-Corvette mit dem FIA GT3-EM Champion Christian Hohenadel und Lace David Arnold die sich damit noch knapp vor den beiden SLS AMG GT3 von Mamerow Racing und Black Falcon platzieren konnten. Auf P11 folgte dann der beste BMW Z4 GT3 von Schuberth Motorsport.
Scheid Motorsport landete auf den 46. Platz und war damit genau ein Platz hinter dem Aston Martin V8 Vantage von Mathol Racing in der SP10 Kategorie.

Die Schalls landeten auf den ersten Startplatz der H-Gruppe, und zeigten mit einer 9:10, dass man auch damit noch sehr flott unterwegs sein kann. Sie waren damit noch vor dem BMW M1 von den Heinrichs, die den 2. Startplatz und der H-Gruppe belegten.
Marc Lieb zeigte unterdessen noch auf, dass man auch mit einem SP7 Porsche noch vorne mitmischen kann, und stellte das Auto auf Gesamtstartplatz P19 für das Team Spanno, in welchem auch sein Vater am Steuer sitzt. Genau eine Position davor: Der 911 Cup vom Team Fanrbacher welcher von Dominik Farnbacher (2. Platz beim diesjährigen 24H-Rennen im Ferrari F430 GT2 !), Horst und Mario Farnbacher pilotiert wurde.

Als dann etwas verfrüht um kurz vor 13.00 Uhr die 1 Startgruppe ins Rennen geschickt wurde, entwickelte sich sofort ein sehenswerter Kampf um die Spitzenposition.
Arno Klasen hatte zwar den Start vor Jörg Bergmeister und Armin Hahne gewonnen, jedoch war ersichtlich dass Jörg Bergmeister heiß auf eine gute Platzierung war und drückte daher von der 1. Kurve weg. So ging es mehrmals Rad an Rad über die GP-Strecke wobei sich Arno Klasen noch vor Jörg Bergmeister behaupten konnte, während der Rest realtiv unverändert auch mit auf die Nordschleife abbog.

In der 2. Startgruppe gewann der Audi TT RS den Start erwartungsgemäß deutlich, nachdem er sich mit einer 8:36 auf Gesamtstartplatz 12 schieben konnte und noch im Verlauf des Rennens für Furore sorgen sollte.
In der letzten Startgruppe setzte sich sofort der BMW M1 an die Spitze, da er einfach mehr Leistung als der Rest hat und somit auch als erster auf die Nordschleife abbog während der Mercedes Benz 190 EVO II auf Platz 2 liegend dicht hinter ihm war.

Ein paar Minuten später kam dann auch schon die 1. Startgruppe wieder auf Start und Ziel zurück und es führte der Mühlner Porsche mit einem entfesselnd fahrenden Jörg Bergmeister knapp von dem “Dicken” und Armin Hahne, während der Wochenspiegel-Porsche mit Oliver Kainz den R8 von Frank Stippler überholen konnte.

Leider war das Comeback von Scheid Motorsport ganz und gar nicht vom Glück erfasst, denn der M3 GT4 musste schon nach 1. Runde mit Reifenschaden in die Box geschoben werden, wo er länger repariert werden musste da auch andere Teile in Mitleidenschaft gezogen wurden.
Jedoch war er dabei nicht der einzige. Denn auch die MAON Corvette hatte Probleme, und Lance David Arnold kam ebenfalls nach 1 Runde an die Box, konnte aber nach einer guten Minute mit neuen Reifen wieder los fahren.

Währenddessen hatte nun auch Frank Stippler seine Reifen auf Temperatur gebracht und drückte massiv auf Oliver Kainz, welchen er zu Beginn der 3. Runde auch dann überholen konnte, und sofort nach dem zweiten Arno Klasen griff, der seine Position aber noch verteidigen konnte obwohl Frank Stippler alles versuchte, auch öfters mal auf dem Gras war und sein Auto nur mit Müh und Not abfangen konnte.
Mit gut 1 Sekunde Vorsprung führte Jörg Bergmeister das Feld an, während die anderen Wagen innerhalb von 1,5 sek um die Positionen kämpften.

Als das Feld dann nach Runde Nr. 4 von Jörg Bergmeister auf Start und Ziel zurück geführt worden ist, trennten den 1. und den 6. des Renen nur 3 Sekunden, wobei Frank Stippler Arno Klasen überholen konnte und beim anbremsen der 1. Kurve Jörg Bergmeister überholen wollte, welcher aber bis zur Nordschleife seine Position mit aller Kraft verteidigen konnte. Die beiden SLS AMG GT3 folgten mit gut 8. Sekunden Rückstand auf den Plätzen, während die MAOM Corvette nochmals an die Box musste und das Rennen gelaufen schien.
Unterdessen war der Audi TT RS welcher als SP4T Auto in der 2. Startgruppe starten musste und somit ein Handicap von guten 2 Minuten hatte auf Position 13 schon vorgefahren!

Generell sollte die 5. Runde eine sehr turbulente Runde werden, da der Scheid M3 endlich wieder auf die Strecke gehen konnte und somit wichtige Kilometer sammeln konnte. An einen Klassensieg und somit einen Schinken, welcher jeder Klassensieger erhält war somit aber nicht mehr zu denken, jedoch zählte von nun an der Olympische Gedanke wie bei so vielen in der VLN, welche das Herz dieser Serie bilden.
Ebenfalls in Runde Nr.5 hatten die führenden in der Meisterschaft, Mario Merten und Wolf Sylvester einen etwas heftigeren Abflug im Bereich Brünnchen, was den Ausfall bedeutete. Die Mannschaft konnte aber nun trotz des Ausfalles zweimal jubeln, denn zum einen war der Fahrer Mario Merten ok, zum anderen bedeutete der Ausfall dass ein Ausschluss aus der Meisterschaft nun unmöglich war und das Team nun der Meister der VLN Saison 2010 war. Hier nochmals Glückwunsch an das beste und beständigste Team dieser Saison.

Am Ende der 6. Runde versuchte es Frank Stippler immer noch irgendwie an Jörg Bergmeister vorbeizukommen, jedoch sollte es ihm auch diesmal nicht gelingen, obwohl beide im Abstand von nur 0,3 Sekunden über Start und Ziel flogen.
Währenddessen kommt der Haribo-Porsche mit Richard Westbrook bereits am Anfang der 6. Runde in die Box, nachdem man mit diesem Auto anscheinend keinen Grip finden konnte und beständig an Zeit verlor. Nach dem Stopp fand man sich auf P. 17 mit mehreren Minuten Abstand zur Spitze wieder, während der Farnbacher Cup 911 auf P11 im Gesamtklassement lag und somit 2. in der Cup-Klasse war, welche die Busch-Brüder anführten.
Nachdem die beiden SLS AMG GT3 in der 5. Runde nicht ganz den Speed der Spitze gehen konnten/wollten, konnte sich die #739 Bernd Schneider/Chris Mamerow wieder bis auf 8 Sekunden an die Spitze ranrobben, während Arno Klasen etwas Boden verlor und das Tempo vorne nicht ganz mitgehen konnte.

Nachdem Frank Stippler und Jörg Bergmeister rundenlang im Abstand von ein paar Zentimeter über den Ring flogen, konnte sich der Fahrer der #99 in der ersten Kurve dem Haug-Haken außen an dem Mühlner-Porsche vorbeipressen und er konnte diese Position auch bis zum Ende der Runde halten, wo dann die ersten planmäßigen Boxenstopps anstanden.

Somit kamen zu Beginn der 8. Runde alles Top-Fahrzeuge an die Box um die Fahrer zu wechseln und Sprit zu tanken. Hier kam die #99 mit Marc Basseng am schnellsten raus, da man weniger Sprit tankte und dafür beim planmäßigen 2. oder 3. Stop länger brauchen würde. Im Mühlner-Porsche welcher nun auf Platz 2 lag, übernahm Tim Bergmeister das Steuer und die #114 (Der Dicke) wurde nun von Lucas Luhr pilotiert, während in der MAOM Corvette nun Christian Hohenadel Platz nahm, während der Mercedes mit der #738 Haase/Jäger sehr lange in der Box blieb und sich somit aus dem Kampf um die Spitzenpositionen verabschiedete und es sollte nicht besser werden. Nachdem man nach dem langen Boxenstopp wieder auf die Strecke zurück konnte, fiel das Auto sofort mit einer sehr langsamen Fahrweiße auf und es war klar, dass man hier einen größeren technischen Defekt hatte, welcher das Aus für den Mercedes bedeutete.

Währenddessen hat sich in Runde 8 Marc Lieb im SP7 Porsche von Spanno nun schon auf P. 3 nach vorne gearbeitet, da der Wagen noch nicht an der Box war. Im nächsten Umlauf war es dann aber so weit: Marc Lieb musste das Steuer aus der Hand geben, worauf im Laufe des Rennens das Auto dann sukzessive nach hinten durchgereicht wurde, da die anderen beiden Fahrer natürlich seinen Speed bei weitem nicht gehen konnten.
Der Audi TT RS ist hingegen auf P.12 und überrascht weiter sehr starken Rundenzeiten von ~8:36, wofür man den Fahrer Christopher Mies, Marc Hennerici und Christopher Breuer echt ein Lob aussprechen muss.

Nachdem in der 9. Runde nur das Überholmanöver von Lucas Luhr gegen Tim Bergmeister war, worauf “der Dicke” nun auf P2, 35 sek. hinter dem R8 lag, sollte es in der 10. Runde doch deutlich turbulenter zu gehen.
Auf einmal kam die Meldung, dass ein Fahrer oder der Teamchef von den Autos mit den Startnummern #112 (Wodka 911 GT3R);#107(Frikadelli);#180;#88 (Haribo Porsche);110 (WTM);708 zur Rennleitung mussten.
Dies deutet normal auf eine Strafe hin und so kam es dann auch wenig später auch. Die #88; #112; #110 erhielten eine Stop & Go Strafe wegen Überholen unter gelber Flagge.

Dies ist absolut zu begrüßen, denn in dieser Saison hat es schon oft Berichte und Kommentare von Fahrer und Streckenposten gegeben, dass gelbe Flaggen und vor allem doppelt gelb geschwenkte Flaggen unzureichend beachtet wurden. Gelb doppelt geschwenkt bedeutet Gefahr, Überholverbot und der Fahrer muss zum anhalten bereit sein und nicht ausgangs der Fuchsröhre mit vollem Tempo im Parralelflug nur ein paar Meter an dem zu bergenden Auto vorbeidonnern.

Da dies oft nicht beachtet wurde, haben sich Fahrer (welche sich an die Flaggen halten und damit oft Zeit verlieren auf die Fahrer, welche sich nicht an die Flaggen hielten) und eben auch Streckenposten immer wieder dafür ausgesprochen dass hier härter durchgegriffen wird.
Die Rennleitung hat daher vor dem Start alle Fahrer informiert dass man nun genauer hinsehen und gegebenenfalls strafen würden. Und das tat man dann eben auch. Und so viel sei gesagt: Es sollten nicht die letzten Strafen sein…
Leider sickerte dann auch die Meldung durch, dass der Mühlner-Porsche, der vorhin noch so stark war, in langsamer Fahrt im Bereich Brünnchen gesichtet wurde, und im Bereich Schwalbenschwanz Flammen aus dem Auto schlugen. Dies war für das Team leider das Aus, nachdem man die Anfangsphase so mitbestimmen konnte.

Nach 13 gefahrenen Runden konnte Lucas Luhr den Abstand auf Marc Basseng etwas reduzieren und war nur noch 28 Sekunden hinter dem Audi, während sich der SLS AMG GT3 #739 langsam aber sich auf den 3. Platz nach vorne arbeiten konnte. Gleichzeitig hatten die anderen Autos (WTM, Wodka Porsche, Haribo Porsche) aufgrund der Strafen deutlich an Boden verloren, und mussten nun fast 3 Minuten Rückstand aufholen.
Zu Beginn der 15. Runde eröffnete dann Marc Basseng den Reigen der nächsten Boxenstopps, während die #114 eine Runde länger fahren konnte. Für Marc Basseng übernahm wieder Frank Stippler.
Jedoch entwickelte sich für #99 eine Hiobsbotschaft, denn auch hier wurde ein Mitglied des Teams zur Rennleitung beordert und man musste davon ausgehen dass bald eine Strafe fällig werden würde.
Eine Runde später kamen dann auch die anderen Autos an die Box und bei der #114 übernahm nun Marc Lieb das Steuer des 911 GT3 R und es war somit klar, dass der Audi R8 auf Marc Lieb Zeit verlieren würde, denn Marc gilt nicht umsonst als schnellster Mann der Nordschleife und diesen Ruf sollte er gerecht werden.
Auf Platz 3 lag immer noch der SLS AMG GT3, wo nun Chirs Mamerow das Steuer übernahm, während sich die MOAM Corvette wieder auf Platz 4 vorfahren konnte, nachdem man Rundenlang die schnellsten Rundenzeiten fahren konnte und nur noch gute 50 sek. hinter dem Mercedes lag.

In der SP10 war der BMW von Scheid derweil auf dem 6. Platz und man konnte nun mit Dirk Adorf nun ohne Probleme seine Runden abspulen, jedoch hatte man durch die lange Reparatur-Phase 2 Runden verloren, so dass ein Sieg in der Klasse natürlich nicht möglich war. Jedoch hat man gezeigt dass man die Zeiten der Spitze absolut gehen kann und man somit sicher weiter vorne landen hätte können.

In der H2 Klasse war der Schall Mercedes derweil auf Platz 2 mit 6:20 Minuten Rückstand auf den BMW M3 von Werner Breuer und Udo Förster. Jedoch war hatte der BMW bald einen Technischen Defekt und verlor fast 2 Runden und man konnte sich somit an die Spitze der Klasse setzen und diese dann auch mit 1 Runde Vorsprung für sich entscheiden.

Erwartungsgemäß konnte Marc Lieb nun auch auf den Audi aufholen, indem er eine 8:14er Zeit nach der anderen raushaute und bis zu 5 Sekunden pro Runde schneller war als der Audi und so überaschte es nicht, dass er gegen Ende der 21 Runde am Heck das Audi klebte.
Nur kam er nicht dazu den Audi zu überholen, da dieser in die Box abbog und seinen letzten Pflichtboxenstopp absolvierte und auf Platz 2 mit guten 2 Minuten Rückstand auf Marc Lieb auf die Strecke zurückkehrte, während der Mercedes SLS AMG GT3 ebenfalls in der Box war und 2 min hinter dem Audi war.
Nun begann aber das Unheil für die Audi Mannschaft. Just als man aus der Boxengasse raus fuhr, begann es auf Start und Ziel sowie in anderen Bereichen wie dem Hatzenbach zu regnen, nachdem die Wolken immer wieder mal dunkler, mal wieder heller wurden.
Für den führenden Porsche kam dies natürlich gelegen, da er in der nächsten Runde eh zum Boxenstopp musste und somit auf Regenreifen wechselte.
Es kam auch der Mercedes sofort zum Reifenwechseln herein, nur der Audi R8 blieb draussen da man auf ein bladiges Ende des Regen hoffte und man somit vll. noch eine Chance auf den Sieg haben würde.
Jedoch eierte Marc Basseng so sehr über den Kurs, dass er eine gute Minute auf die anderen Autos verlor und dann trotzdem an die Box kommen musste um auf Regenreifen zu wechseln, da der Regen stärker wurde.
Nachdem auch der Mercedes anfangs Probleme mit den wechselden Bedingungen hatte und auch Zeit verlor, war der Weg frei für den Porsche.
Jedoch kam sogleich das nächste Ungemach für den Audi R8, da nun die Meldung kam dass die #99 eine Stop & Go Strafe erhält, da auch dieses Auto die Flaggen missachtet hat und somit folgerichtig nochmals reinkommen darf.
Nachdem der Audi dann gegen Ende der 25. Runde die Strafe angetreten hat, war Marc Lieb über 4:40 vorne weg und fuhr einen ungefährdeten Sieg nach Hause, währenddessen Chris Mamerow von der Strafe profitierte und nur noch 6 Sekunden hinter dem Audi war und den 2. Platz erobern wollte und als wäre das nicht genug, fuhr die Corvette im der noch die schnellsten Rundenzeiten und war eine gute Minute hinter den beiden Wagen und man rechnete sich noch Chancen auf das Podest aus.
Mittlerweile haben aber alle Teams auf Regenreifen gewechselt, da es nun fast überall stärker regnet und sich auch die Rundenzeiten der Topautos in einem Bereich von 10 Minuten bewegt haben.

Natürlich lagen vor allem dem Audi TT RS diese Verhältnisse und kann konnte von Pos. 14 noch auf Pos. 12 nach vorne lagen, da man aufgrund des Forderradantriebes im Regen natürlich deutliche Vorteile gegenüber den heckgetriebenen Fahrzeugen der Spitzengruppe hat.

Zu Beginn der 26. und vorletzten machte es sich Marc Lieb vorne gemütlich und fuhr mittlere 10:00er Zeiten, da sein Vorsprung groß genug war, während Chris Mamerow alles versuchte den R8 noch zu kriegen es aber auch in der 27. und letzten Runde nicht schaffte. und auch die MOAM-Corvette konnte nicht mehr eingreifen.

Es gewann somit die #114 mit 4 min Vorsprung vor dem Audi R8 LMS welcher den SLS AMG GT3 mit Chris Mamerow auf Platz 3 verwies und 40 sek. dahinter erreichte die Corvette mit Christian Hohenadel das Ziel, welche mit Platz 4 nach einer tollen Aufholjagd durchaus zufrieden sein kann und einmal mehr zeigte, dass mit diesem Auto in Zukunft sehr wohl zu rechnen sein wird und man Olaf Manthey das Leben durchaus deutlich ungemütlicher machen kann, denn man konnte mehrere Runden (bis Marc Lieb im Porsche das Steuer übernahm) die schnellsten Zeiten fahren.
Platz 5 ging an den Haribo-Porsche, welche auch ein mehr als durchwachsenes Rennen mit 4 Stopps und einer Durchfahrtsstrafe erlebten und daher mit dem Rang auch zufrieden sein können.
In der V5 konnte sich Black Falcon mit Leisen/Böhm/Knechtges den 3. Platz sichern und somit wenigstens den Divisions-Titel in der VLN Serienwagen Klasse holen, nachdem man für das letzte Rennen in eben jene Klasse zurückgewechselt ist.
Der Scheid M3 erreichte schlussendlich mit 3 Runden Rückstand auf Platz 6 in der Klasse das Ziel, welche von Mathol Racing mit einen Doppelsieg und 1 Runde Vorsprung auf die Konkurrenz deutlich gewonnen wurde.
Vielleicht werden einige den Illbruck Porsche nicht wieder gefunden haben. Dies liegt daran, dass er im Training in einem heftigen Unfall mit 2 anderen Fahrzeugen verwickelt war. Dem Fahrer ist anscheinend nichts schlimmes passiert, jedoch ist das Auto ein einziger Totalschaden und ein Start war somit leider ausgeschlossen und das Training musste daher nach 2 Runden unterbrochen werden. Schade um das Team und man kann nur hoffen dass man dieses Team auch 2011 am Ring sehen wird.

Die VLN verabschiedet sich somit in die Winterpause, ist aber trotzdem noch zweimal aktiv. Zum einen wird es einen größeren Stand auf der Essen Motorshow geben. Zum anderen findet am 11.12.2010 im Dorinth Hotel die Siegerehrung der Jahressieger statt, bevor es im Frühjahr des nächsten Jahres wieder mit den Test und Einstellfahrten weitergeht.

VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 35. DMV Muensterlandpokal VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 35. DMV Muensterlandpokal VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 35. DMV Muensterlandpokal VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 35. DMV Muensterlandpokal VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 35. DMV Muensterlandpokal VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 35. DMV Muensterlandpokal VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 35. DMV Muensterlandpokal VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 35. DMV Muensterlandpokal VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 35. DMV Muensterlandpokal VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 35. DMV Muensterlandpokal

October 15 2010

15:33

VLN: Vorschau 34. DMV 250-Meilen-Rennen

Die beiden letzten Rennen der VLN stehen im Oktober auf dem Plan. Es geht wie immer über die Nordschleife und wie immer ist das Rennen richtig lang. Ein Blick auf die Serie und die Protagonisten

Kurze Vorbemerkung: Die VLN? Im Racingblog? Aber sicher! Die Frage ist eher, warum sie es bisher nicht hier hin geschafft hat. Das hat natürlich etwas damit zu tun, dass man erst einmal einen Autor finden muss, der Lust dazu hat, an dieser Stelle über die VLN zu berichten. Den haben wir aber jetzt gefunden und für die meisten ist es ein alter Bekannter. “Flo aus N” ist aus dem Chat bekannt und dort auch, weil er Samstags immer mal wieder die VLN Rennen tickert. Dankenswerterweise übernimmt er erst einmal für die letzten beiden Rennen der VLN die Berichterstattung, bevor auch die VLN in den Winterschlaf fällt. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass wir die VLN auch 2011 weiter im Programm haben werden. Danke an Flo, dass er die Aufgabe übernommen hat! Don Dahlmann

Am Samstag den 16.10 geht die VLN (Veranstaltergemeinschaft Langstreckenpokal Nürburgring) in das vorletzte Rennen der Saison, bevor am 30.10 das Finale steigt. In der Meisterschaftswertung führen 2 Rennen vor Schluss Alexander Böhm/Carsten Knechtges/Leisen Philipp vor Christoph Breuer/Elmar Deegener/Jürgen Wolfahrt, gefolgt von Elmar Jurek. In der besten Ausgangslage befindet sich aber das Duo mit dem Z4 von Bonk Motorsport auf den Plätzen 8 & 9 (Mario Merten und Sylvester Wolf).
Natürlich werden sich jetzt einige denken “hä, wie kann denn das sein?” und “die Fahrer kenne ich ja gar nicht, denn die letzten Rennen wurden von Fahrern wie Timo Bernhard, Lance David Arnold oder Lucas Luhr gewonnen?” Das stimmt auch, jedoch hat die VLN ein sehr einzigartiges Wertungssystem, welches ich mal näher darstellen möchte.

Die VLN ist in 4 Divisionen unterteilt welcher sich wiederum in unzählige Klassen teilen. Das ganze ist dann wie folgt aufgebaut:

Division VLN Serienwagen: Hier fahren Serienwagen, welche einen Überrolkäfig besitzen und einen Sicherheitstank, aber von der Leistung, dem Antriebsstrang und dem Fahrwerk sowie der Karrose dem Serienzustand sehr ähneln und nicht so viele Modifikationen erlaubt. Ziel ist es den Teams einen Einsatz mit möglichst geringen Kosten zu ermöglichen. Die Fahrzeuge selber werden dann nach dem Hubraum in die verschiedenen Klassen eingeteilt, was wie folgt aussieht:

VLN Serienwagen V1 bis 1600 ccm
VLN Serienwagen V2 über 1600 ccm bis 1800 ccm
VLN Serienwagen V3 über 1800 ccm bis 2000 ccm
VLN Serienwagen V4 über 2000 ccm bis 2500 ccm
VLN Serienwagen V5 über 2500 ccm bis 3000 ccm
VLN Serienwagen V6 über 3000 ccm bis 3500 ccm
VLN Serienwagen V D (Diesel) bis 3500 ccm

Division VLN Specials: Dies sind Fahrzeuge welche umfassend modifiziert und umgebaut sind und sich schon optisch von den VLN Serienwagen unterscheiden. Dies umfasst Rennmotoren, Renngetriebe, eine stark veränderte Aerodynamik (Splitter, Heckflügel, Body-Kits, Spoiler). Jedoch darf man hier nicht alles verbauen und die Vorschriften sind für die einzelnen Klassen unterschiedlich. So ist es zum Beispiel nicht erlaubt dass in der Klasse SP7 der Heckflügel über den hintersten Punkt der Karroserie hinaus ragt oder dass man einen Air Restriktor oder Ladedruckbegrenzer einbauen muss.
Die Klassen selber unterteilen sich wie folgt:

VLN Specials 1 bis 1400 ccm
VLN Specials 2 über 1400 ccm bis 1750 ccm
VLN Specials 3 über 1750 ccm bis 2000 ccm
VLN Specials 4 über 2000 ccm bis 2500 ccm
VLN Specials 5 über 2500 ccm bis 3000 ccm
VLN Specials 6 über 3000 ccm bis 3500 ccm
VLN Specials 7 über 3500 ccm bis 4000 ccm
VLN Specials 8 über 4000 ccm bis 6250 ccm
VLN Specials 9 Fahrzeuge mit FIA GT3 Homologierung
VLN Specials 10 Fahrzeuge mit FIA GT4 Homologierung
VLN Specials 11 Alternative Kraftstoffe
VLN Specials 12 Gas- und Hybridfahrzeuge

Daneben gibt es noch Klassen für Fahrzeuge mit Turbomotoren:

VLN Specials 2T bis 1600 ccm mit Turbolader
VLN Specials 3T über 1600 ccm bis 2000 ccm mit Turbolader
VLN Specials 4T über 2000 ccm bis 2500 ccm mit Turbolader
VLN Specials 8T über 2500 ccm bis 4000 ccm mit Turbolader

VLN-D1T (Diesel) über 1750 ccm bis 2000 ccm
VLN-D2T (Diesel) über 2000 ccm bis 2500 ccm
VLN-D3T (Diesel) über 2500 ccm bis 3000 ccm
VLN-D4T (Diesel) über 3000 ccm bis 6000 ccm

Daneben gibt es noch die Sonderklasse E1-XP in welcher Fahrzeuge zugelassen werden die nicht in eine der bestehenden Klassen untergebracht werden können/wollen. Der BMW M3 GT2 fuhr hier die ersten 3 Rennen oder auch der 911 GT3 R Hybrid, sowie der SLS GT3, da dieser noch keine FIA GT3 Homologierung besitzt.

Zusätzlich gibt es 2 Cup-Klassen (Cup-Division), welche zum einen für die Renault Clio Cup ist und die 2te Cup Klasse für die Porsche 911 Cup (Baujahr 2006-2009 sowie Baujahr 2004) gedacht ist.

Damit auch die historischen Fahrzeuge mit den Baujahren 1996 oder älter auch fahren können wie der BMW M1, gibt es noch die H-Division mit ihren Klassen welche sich auch nach dem Hubraum unterscheiden:

Klasse H1 bis 2000ccm
Klasse H2 über 2000 ccm bis 2500 ccm
Klasse H3 über 2500 ccm bis 3000 ccm
Klasse H4 über 3000 ccm bis 6250 ccm

Insgesamt starten somit immer zwischen 170 und 210 Wagen und in jeder Klasse können Klassensiege geholt werden und diese werden mit Punkten vergütet. Dies geschieht aber nicht nach einem gängigen festen Verfahren, sondern errechnet sich aus einer Formel welche die Punkte in Abhängigkeit des Starterfeldes in der Klasse errechnet die wie folgt lautet: 10*(Starter +0,5 – Platzierung)/Starter
Dadurch ergibt sich dann folgende Punkteverteilung:

Das heißt ein Sieg in einer zahlenmässig stark besetzen Klasse ist mehr wert als ein Sieg in einer weniger stark besetzten Klasse.
Da vor allem kleinere Klassen wie die SP3, SP3T oder die V-Klassen, die meisten Starter aufweisen, ergibt es sich dass eben die Sieger aus den kleineren Klassen die meisten Punkte einfahren können. Somit kann Manthey immer die SP9 und den Wertungslauf entscheiden, aber für den Gesamtsieg fahren in der SP9 zu wenig Autos rum um mehr Punkte durch den Sieg holen zu können.

Zu beachten ist jedoch eben auch, dass ein Team 2 Streichresultate hat und somit nur 8 Ergebnisse zählen, was dazu führt, dass Bonk Motorsport der Titel fast nicht mehr zu nehmen ist, wenn sie ihre Klasse die SP3 wieder gewinnen. Aus diesem Grund ist eben auch Black Falcon mit den momentan noch 1. der Gesamtwertung in diese Klasse gewechselt um ihnen dort die Punkte direkt streitig machen zu können.

Interessante und sehenswerte Autos gibt es aber nicht nur in der großen SP9, sondern auch in kleineren Klassen wie den BMW M1 in der H4, sondern auch den SLS GT 3 in der E1-XP, oder den neuen Audi TTRS welcher in der SP4T debütieren wird und natürlich der berühmte Opel Manta.
Aber ich fange mal mit den Favoriten auf den Gesamtsieg an, und das dürften vor allem die beiden top besetzten Porsche 911 GT3 R von Manthey Racing sein. So werden Lance David Arnold/Christian Menzel/Richard Westbrook den Haribo Porsche mit der Startnummer #88 pilotieren, während “Der Dicke” #114 von Timo Bernhard/Lucas Luhr/Arno Klasen(welcher dieses Jahr einen großen Sprung gemacht hat) gesteuert wird.
Daneben gibt es weitere sehr gut besetzte 911 GT3 R, wie den Wochenspiegel Porsche oder den Wodka Porsche mit der starken Besetzung Arne Hahne/Jochen Krumbach/Marc Gindorf.
Frikadelli Racing tritt nicht mit dem GT3 Ran, genauso wie der 911 GT3 R von Mamerow welcher aufgrund diverser Streitigkeiten mit Porsche schon seit ein paar Rennen nicht mehr zum Einsatz kommt wobei Chris Mamerow wieder einen Platz gefunden hat. Dafür fährt das Team um Sabine Schmitz laut Nennliste mit dem betagten 911 GT3 RSR. Das verstehe ich nun aber ehrlich gesagt nicht so ganz…

So aber nun genug über die Porsche geschrieben, es gibt ja vorne noch jede Menge andere gute Autos.
So sollte man auf jeden Fall den Phoenix R8 #99 mit Frank Stippler und Marc Basseng im Auge behalten, welcher nach den der neuen BoP Einstufung durch die VLN 25 Kg ausladen darf, was eine höchst fragwürdige Entscheidung ist, wenn man bendenkt dass mit Einführung der GT3 die 8:30 min als max. Zeit ausgegeben wurden und der Audi im Zeittraining eine 8:09 gefahren ist. Ebenso wie die 3 Z4 GT3, wovon 2 von Schubert Motorsport und 1 von Dörr Motorsport eingesetzt werden. So sitzen auf der #92 keine geringeren als Jörg Müller und Dirk Adorf welche es sicher fliegen lassen werden. Auch sollte man den Dörr Z4 nicht vergessen, braucht sich die Besetzung Rudi Adams/Stefan Aust/Peter Posavac auch nicht gerade verstecken.

Kommen wir nun zum Mercedes SLS GT3 AMG, welcher ja schon beim letzten Lauf sein Debüt feierte und aufgrund fehlender GT3 Homologation in der E1-XP startet.
Ich hab ja schon angedeutet, dass Mamerow nicht mit dem 911 GT3 R startet, denn Mercedes setzt unter ihrem Banner einen von 2 SLS GT3 AMG mit der Startnummer 739 ein, welcher von Chris Mamerow und Bern Schneider gesteuert wird. Der 2. SLS AMG GT3 wird dagegen von Christopher Haase und Thomas Jäger mit der Startnummer 738 gesteuert welcher unter der Nennung von Black Falcon startet. Dort scheint man vor allem mit der Zuverlässigkeit des Audi R8 nicht zufrieden zu sein und überlegt wohl für nächstes Jahr auch auf den SLS GT3 AMG umzusteigen.
Verwunderlich ist der Einsatz von Mamerow auf dem SLS GT3 nicht, denn es gibt ja schon lange anhaltende Gerüchte dass man mit Porsche und ihrer Politik den Teams gegenüber höchst unzufrieden ist und man daher gerne wechseln würde. Mich würde es daher nicht wundern wenn das nicht der letzte Einsatz eines SLS GT3 für sie ist.

Es fehlen leider die beiden Vipers von Mintgen Vulkan (SP9) und von TITUS (SP12), welche sicher noch mehr Abwechslung gebracht hätten ebenso wie die MAOM Corvette mit Christian Hohenadel.

Auch sollte man immer ein Auge auf die Cup-Porsche werfen, denn diese liefern sich oft bis zum Schluss enge Kämpfe und wenn es etwas länger regnet und feucht bleibt sind diese Autos mit einem guten Piloten auch eine sehr Basis um die großen Autos ordentlich zu ärgern und das traue ich auch besonders dem Land Porsche mit der #672 und der Besetzung Dzikevic Andzej/Roland Botor zu und ich freue mich dass Land Motorsport seit geraumer Zeit wieder Rennen auf der Nordschleife fährt.

Ein weiteres Auto wird bei diesem Rennen seine Premiere feiern, nämlich der Audi TT RS, eingesetzt von Raeder Motorsport mit Chrsitoper Mies/Christoph Breuer/Marc Hennerici. Man darf gespannt sein was die Leute, welche damit in der SP4T starten alles erreichen können.

Aber eines der Highlight ist sicher auch der legendäre BMW M1 welcher von Achim und Peter Heinrich gesteuert wird und in der Klasse H4 startet und dabei aber immer noch sehr flott unterwegs ist, was ihre schnellste Runde aus dem letzten Rennen mit einer Zeit von 9:12.194 eindrucksvoll unterstreicht.

Zur Strecke noch kurz was:
Gefahren wird die Variante aus Nordschleife, Mercedes Arena und Kurzanbindung (DTM-Version), bevor es dann kurz vor der Zielkurve der GP-Strecke nach link auf die Norschleife geht.
Diese Variante ist ca. 23,8 km lang und damit gute 20 sek. langsamer als die lange Variante welche beim 24H Rennen befahren wird (“Hacker-Ecke”, Mühlenbachschleife), da mann dort den Platz der Mercedes Arena für das Fahrerlager braucht.
Die Rennen selber sind gewöhnlich über eine Distanz von 4 Stunden angesetzt auch wenn der Namen etwas anderes vermuten lässt, bis auf das ADAC Ruhr-Pokal-Rennen welches 6 Stunden dauert.

Gestartet werden die Rennen immer um 12:00 Uhr nach dem das Zeittraining von 8:30 Uhr bis 10:00 läuft.
VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis punktematrix VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis

July 30 2010

05:30

Vorschau: GT1 und 24h von Spa-Francorchamps / Analyse: ALMS in Lime Rock

Mal etwas anderes: die GT1-Weltmeisterschaft ist an diesem Wochenende quasi nur Support-Serie, wenn die unteren GT-Klassen in eines der Sportwagen-Saisonhighlights starten, das 24 Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps.

Seit 1924 wird dieses traditionsreiche Ausdauerrennen (mit einigen Lücken)ausgetragen und war dabei vielen Wechseln unterworfen: mal gehörte es zur Sportwagen-Weltmeisterschaft, mal zur Tourenwagen-EM, mal war es ein Standalone-Event, in den letzten Jahren fuhren dann schließlich die Top-Sportwagen der FIA GT1 und GT2 in den Ardennen zweimal rund um die Uhr.

Doch nach der neuesten Umgestaltung der Sportwagenklassen durch FIA und SRO hätte das Rennen anno 2010 Teil der GT2-Europameisterschaft sein sollen. Da die nun – mangels Teilnehmern – für dieses Jahr ausgesetzt wurde, stellen die anstehenden 24 Stunden allein den „GT2 European Cup“ dar – unterstützt von GT3 und GT4 sowie einigen Fahrzeugen in der Sonderklasse GTN.

Über 40 Teams hat man so zusammenbekommen, und die Starterliste enthält eine ganze Reihe von großen Namen. In der Top-Klasse GT2 handelt es sich um das übliche Duell Porsche vs. Ferrari. Mit zwei F430 läuft die Team-Koperation AF Corse-ALD Vitaphone auf. Bruni/van de Poele/Longin/Vilander gehören dabei sicherlich zu den Top-Favoriten für das Rennen, interessant ist aber auch der erste große Europa-Auftritt des zweimaligen Daytona 500-Siegers Michael Waltrip im anderen Fahrzeug, an der Seite seines geschäftlichen Partners Robert Kauffmann und von Nicola Cadei. Waltrip nahm in diesem Jahr schon an den 24h von Dubai teil, sein großes Ziel ist Le Mans.

Zu den stärksten Porsche-Wagen sollten rein nominell das BMS Scuderia Italia-Fahrzeug (3. In Le Mans!) mit Dumas/Bergmeister/Ragginger/Henzler sowie einer der beiden IMSA Performance Matmut-911er mit Narac/Pilet/Long/Lietz gehören. Auch den zweiten Wagen des Heimteams Prospeed mit Westbrook/Holzer/Lieb/Goossens sollte man nicht unterschätzen. Für Trackspeed gehen mit Sebastian Asch und Tim Bergemister u.a. zwei deutsche GT Masters-Piloten an den Start.

Ein Wort um den Gesamtsieg mitreden werden aber auch einige Teams, die in der auf nationalen Reglements basierenden GTN-Klasse eingeschrieben sind, so vor allem Schnitzer-BMW mit zwei M3 GT2 in der ALMS-Variante und den Fahrertrios J. Müller/Lamy/Alzen und Werner/D. Müller/Adorf.

Ebenfalls stark besetzt in der GTN-Klasse unterwegs ist der Mosler MT900 des belgischen Gravity International-Teams mit dem in der GT1 auftrumpfenden Romain Grosjean sowie Diego Alessi, der in der GT3-EM zuletzte stärkere Leistungen zeigte, und den Belgiern Radermecker und Marchal. Das österreichische JetAlliance-Team, ehemals in der FIA GT unterwegs, setzt in dieser Klasse einen Porsche 997 Cup mit Lichtner-Hoyer/Eckert/Seefried/Rich ein.

In der GT3, der zahlmäßig stärksten Klasse, herrscht die aus der Europameisterschaft und den nationalen Serien bekannte Vielfalt: Audi, Porsche, BMW, Ford GT, Ford Mustang und Lamborghini sind dabei. Zwei der R8 LMS kommen von Phoenix Racing, Kumpen/Fässler/Luhr/Rockenfeller und Margaritis/Hennerici/Piccini/Moser steuern die beiden; in einem der drei Audi des WRT-Teams sitzen u.a. die beiden deutschen Routiniers Frank Biela und Frank Stippler

Das nahe der Rennstrecke angesiedelte Mühlner Motorsports-Team setzt zwei Cup S-Porsche ein, und auch MarcVDS, die bereits die 1000km von Spa in der GT1-Klasse hier vor heimischen Publikum gewonnen haben, ist mit zwei Ford GT am Start. Für das US-amerikanische United Autosports-Team sind mit Mark Blundell, Eddie Cheever und Stefan Johansson drei Ex-F1-Piloten auf die zwei Audi R8 verteilt.

In der kleinen GT4-Klasse sind lediglich vier Fahrzeuge am Start, beachtenswert ist dabei vor allem das Jota Team mit seinem neuen Aston Martin V8 Vantage, den bei der ersten Ausfahrt Simon Dolan, Sam Hancock, Roger Wills und Joe Twyman steuern; denn die britische Mannschaft hat bereits vor einige Wochen angekündigt, 2011 für Aston Martin Racing in der GT2-Klasse der Le Mans Series anzutreten, langfristig strebt man sogar ein LMP1-Engagement an.

Das Wetter dürfte auf der beliebten Ardennen-Achterbahn wie so oft wieder wechselhaft werden, wobei die Regenwahrscheinlichkeit am Sonntag höher ist als am Samstag. Das Rennen startet am Samstag um 16 Uhr, MotorsTV wird erfreulicherweise ein gutes Stück live übertragen und auch auf der GT1-Website soll es Teile zu sehen geben. Die TV-Zeiten stehen in unserer TV-Vorschau. Das Live Timing sollte es auf der a

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Schweinderl