Tumblelog by Soup.io
Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

September 28 2011

14:33

VLN: Analyse 8. Saisonlauf + Kampf um die Meisterschaft

Der 8. Lauf zur VLN am Samstag war sicherlich der bisher schnellste Lauf in dieser Saison, was zum einen am sehr schönen Wetter lag, zum anderen aber auch, dass diesmal vergleichsweiße wenig Unfälle passiert sind.

Als Lucas Luhr am um kurz nach 16.00 Uhr die Ziellinie überquerte, standen 28 Runden bzw. ein Schnitt von fast 170 km/h fest, während die schnellste Rennrunde von Rene Rast im Haribo Porsche mit fast 178 km/h absolviert wurde. Neben den perfekten äußeren Bedingungen, trug aber sicher auch der Kampf an der Spitze dazu bei, dass sich dieser Lauf zu einem sehr schnellen entwickelte. So konnte sich der Phoenix Audi mit Frank Stippler die Pole ergattern und diese auch in die Kurve mitnehmen, allerdings war an einen Alleingang an der Spitze gar nicht zu denken, denn da hatte vor allem ein wohl kurzfristig verpflichteter Debütant auf dem Haribo Porsche etwas dagegen, welcher Tags zuvor noch die Freien Training der F1 kommentierte: Rene Rast fuhr zum ersten mal in einem Rennen einen GT3 R auf der Nordschleife und wie!


So konnte er sich bereits auf der ersten Runde auf Platz 2, vor seinem Teamkollegen Lucas Luhr schieben und dachte nicht im Traum daran nun auf ankommen zu fahren. Nein, eingangs Mercedes Arena holte er sich Frank Stippler im Audi und führte nun das Trio an, welches wie entfesselt um den Kurs jagte – permanente Rundenzeiten zwischen 8:13 und 8:20 waren die Folge, und Rene Rast hat dabei dann im 3. Umlauf auch noch die schnellste Runde des Tages in den Asphalt gebrannt: 8:13 ist bei seinem ersten Rennen auf diesem Wagen schon eine Hausnummer! Bis zum 6. Umlauf flogen die 3 Spitzenreiter Stoßstange an Stoßstange über den Kurs, bis Rene Rast etwas früher an die Box kam um nachzutanken.

So übernahm Frank Stippler knapp vor Lucas Luhr die Führung, jedoch hielt diese 2 Runden lang, als dann beide Wagen zu ihren 1. geplanten Stopps an die Box mussten. Hierbei übernahmen Arno Klasen(Manthey) bzw. Christopher Haase (Phoenix R8) die Wagen. Leider konnten an dieser Hatz 2 Wagen nicht teilnehmen, welche sicher aus dem Drei einen Fünfkampf hätten manch können. Zum einen konnte der Mamerow SLS nicht starten, weil man im Training einen stärkeren Unfall hatte und das Auto dadurch zu stark beschädigt war. Selbiges galt auch für den 2. R8 von Phoenix, mit Marc Basseng und Christopher Mies am Steuer. So konnte man im Audi nicht auf die Einführungsrunde gehen und startete daher aus der Box und man durfte eine Aufholjagd des Duos hoffen, welche dann aber nicht passieren sollte.

Nach 9 Runden kam das freiwillige Aus des Wagens, denn die Beschädigungen waren doch stärker und es drohte die Benzinleitung zu reisen, was einen Totalbrand des Wagens zur Folge haben hätte können. So entschied man sich daher aus Sicherheitsgründen den Wagen zurückzuziehen und nichts zu riskieren.
Dadurch dass Rene Rast etwas früher an die Box gekommen ist, musste er auch nicht so viel tanken , was weniger Standzeit bedeutete und er somit mit gut 30 Sekunden Vorsprung wieder die Führung übernehmen konnte und diese bis zur 13. Runde sukszessive auf knapp über 40 Sekunden ausbauen, bevor dann Hans Guido Riegel das Steuer übernahm und somit klar war, dass man diese Tempo nicht halten wird können.

In der Cup3 führte derweil des mir leider nicht bekannten Fahrers mit dem Pseudonym „Rennsemmel“ vor Karl Brinker, welcher die 4 Stunden alleine (!) durchfuhr und dem Duo Elmar Jurek und Jannik Olivo. In der V5, führte derweil das Black Falcon Junior Trio. Das lag zum einen, dass sie konstant die schnellsten Zeiten fuhren, zum anderen auch, dass Mario Merten und Wolf Sylvester nach ihrem Wechsel aus der SP3 zur V5 hier nicht am Start waren. Man hat sich bei den Titelverteidigern entschieden einen BMW 325i in der Klasse darunter, nämlich der V4 einzusetzen um somit Lars Heisel und Markus Schmickler die Punkte streitig zu machen. Diese konnten anfangs auch schneller fahren und führten zu diesem Zeitpunkt die Klasse vor Landgraf und Fübrich an, während Bonk Motorsport auf Platz 3 rangierte, aber immer näher ran kommen konnte. In der SP3T führten derweil auch die Favoriten, nämlich der VW Scirocco mit Emin Akata, Maik Rosenberg und Kristian Krognes, welche auch das schnellste Auto hatten und fast 15 Sekunden pro Runde schneller waren als die Konkurrenten. Somit konnten sie ihre Klasse gewinnen, ebenso wie Black Falcon in der V5. Eine Überaschung gab es allerdings in der SP10/GT4. Dort fiel das klar favorisierte Auto von Mathol Racing mit Wolfgang Weber, Norbert Bermes und Nilsson Rickard nach 9 Umläufen aus, und somit den Weg für Henry Walkenhorst und Rainer Kathan im BMW frei machte.

An der Spitze des Feldes entwickelte sich nun ein Zweikampf, bei welchem Christopher Haase den Vorsprung auf Arno Klasen bzw. dann auf Lucas Luhr stetig auf fast 40 Sekunden ausbauen konnte, denn der R8 LMS war an diesem Tag den Manthey Porsche vom Speed auf jeden Fall ebenbürtig und Haase fuhr richtig stark, denn es ist schon beachtlich, den Vorsprung ausbauen zu können, wenn der Gegner in Form von Arno Klasen Zeiten von bis zu 8:20 fahren konnte und es schien, als hätte der Audi leichte Vorteile, denn nachdem man 2 Runden vor dem Porsche zum Splash and Dash gekommen ist, hat man nur gute 30 Sekunden Rückstand auf den Porsche und dieser kamm dann auch kurz vor Schluss rein und bei einem Zeitverlust von 50-60 Sekunden wäre der R8 in Führung gewessen. Hätte daher, da es Phoenix bzw. Frank Stippler mal wieder schaffte sich selbst ein Bein zu stellen.

Als nämlich der Porsche aus der Box auf die Strecke fuhr, war er nämlich immer noch in Front, da der Audi unterwegs einen Einschlag bzw. eine Feindberührung hatte und auf der linken Seite stärker onduliert war. Dies schlug sich auch in den Zeiten nieder, denn so fuhr man auf einmal 1-2 Minuten pro Runde langsamer als vorher. Bei noch gut 2 Runden, die zu fahren waren, schaffte man es aber noch am Ende mit gut 2:30 min Rückstand auf Lucas Luhr auf Platz 2 ins Ziel zu kommen, während Mike Stursberg, welcher das Steuer dann von Hans Guido Riegel übernahm mit gut 5 Minuten Rückstand ins Ziel rollte. 1 Min dahinter fand sich dann auch der Porsche mit Sabine Schmitz ein, während Pinta Racing endlich mal das Ziel sah und dabei gleich Platz 5 belegen konnte, nachdem man schon so oft in der Saison ausgeschieden war.

Somit konnte Arno Klasen seinen 25. Gesamtsieg feiern und zog damit an Edgar Dören vorbei und befindet sich nun auf Platz 4, der ewigen Bestenliste, welche von Jürgen Alzen, Olaf Manthey und dem ehemaligen Teamkollegen von Olaf Manthey, Ullrich Richter (welcher leider vor gut 10 Jahren beim 6H Rennen tödlich verunglückte) mit je 28 Siegen angeführt wird.

Nachdem in der V5 und in der SP3T die Entscheidungen recht klar und schnell ausgingen, ging es in den Klassen Cup3 und V4 hoch her. In der V4 konnte sich gegen Ende das Duo der Titelverteidiger an den BMW von Heisel und Schmickler ranpirschen und schluss endlich sogar überholen, nachdem die Runden vorher ein beinharter Zweikampf vorausgegangen war. Am Ende waren es gerade einmal 10 Sekunden, die Mario Merten und Wolf Sylvester Vorsprung hatten. Ähnlich knapp ging es in der Cup3 zu. Nachdem Peter Jürgen und sein Kollege „Rennsemmel“ das Tempo nicht ganz halten konnten, wurden sie von Elmar Jurek und Jannik Oliva kassiert, welche sich aber knapp mit 40 Sekunden Rückstand auf Platz 2 zufrieden geben mussten, denn Karl Brinker, führ Mintgen Motorsport fahrend tat wirklich fabelhaftes:

Als einziger Pilot, sas er die kompletten 4 Stunden ohne Pause am Steuer und gewann die Klasse vor den 2 Titelanwärtern, welche aber dennoch aufgrund der Klassenstärke ordentlich punkten konnten. Die SP5, also die Spevials bis 3L Hubraum konnten aber ebenfalls von einem Mitstreiter um die Meisterschaft gewonnen werden, nämlich von Thomas Kappeler, Thomas Gerling und Harald Hennes, welche dann auch die Tabelle nach Addition bisherigen 8 Ergebnisse anführen, was dann wie folgt aussieht:

Pos. Fahrer |Gesamt |1 |2 |3 |4 |5 |6 |7 |8 1. Thomas Gerling, Thomas Kappeler, Harald Gerling |70,95 |9,29 |9,44 |8,50 |8,13 |9,00 |9,17 |8,13 |9,29 4. Mario Merten, Wolf Sylvester |70,37 |7,50 |9,06 |8,33 |9,64 |9,38 |8,21 |8,75 |9,50 6. Carsten Knechtges, Manuel Metger, Tim Scheerbarth |66,77 |9,62 |9,69 |9,67 |8,93 |0,00 |9,64 |9,58 |9,64 9. Lars Heisel, Markus Schmickler |65,58 |0,00 |9,55 |9,44 |9,58 |9,44 |9,55 |9,62 |8,50 11. Dominik Brinkmann, Stephan Epp |64,20 |0,00 |9,42 |9,32 |9,35 |9,76 |9,38 |8,70 |8,27 19. Wolfgang Weber, Norbert Bermes, Nilsson Rickard |62,13 |9,29 |9,29 |9,00 |9,38 |7,00 |9,00 |9,17 |0,00 24. Elmar Jurek, Jannik Olivo |57,86 |0,00 |9,81 |9,77 |9,78 |9,29 |9,79 |0,00 |9,42 26. Maik Rosenberg |57,71 |9,69 |9,77 |0,00 |9,17 |9,67 |9,69 |0,00 |9,72 27. Christian Krognes |56,63 |9,06 |9,32 |0,00 |9,17 |9,67 |9,69 |0,00 |9,72


Das sind natürlich nicht alle Fahrer, ich habe hier diejenigen herausgepickt, welche noch reelle Chancen auf die Meisterschaft haben. Allerdings ist die Tabelle in dieser Form noch nicht sehr aussagekräftig, daher habe ich das bisher schwächste Ergebnis rot markiert, und nun eine Tabelle erstellt, in der 1 von 2 Streichergebnissen berücksichtig ist, sowie eine Tabelle mit 2 Streichergebnissen und die jeweils die zugehörigen Schnitte, welche man dann mit dem Schnitt von Mario Merten und Wolf Sylvester, welcher 9,6 Punkte war aus dem letzten Jahr vergleichen kann:

Pos. Fahrer Punkte mit 1. Streichergebnis Schnitt 1. Carsten Knechtges, Manuel Metger, Tim Scheerbarth 66,77 9,54 4. Lars Heisel, Markus Schmickler 65,68 9,38 6. Dominik Brinkmann, Stephan Epp 64,20 9,17 8. Mario Merten, Wolf Sylvester 62,87 8,98 10. Thomas Kappeler, Harald Hennes, Thomas Gerling 62,82 8,95 13. Norbert Bermes, Wolfgang Weber, Nilsson Rickard 62,13 8,88 16. Elmar Jurek, Jannik Olivo 57,86 8,27 18. Maik Rosenberg 57,71 8,24 19. Christian Krognes 56,63 8,09


Hier ergibts sich schon ein etwas anderes Bild als vorhin und zeigt auf, wie kompliziert die Situation in der Meisterschaft ist und es daher wohl bis zum letzten Umlauf des letzten Rennens spannend bleiben wird, denn hier haben das Trio von Black Falcon, bzw das Duo aus der V4, nämlich Lars Heisel und Markus Schmickler die Besten Karten, wenn sie ihren Punkteschnitt halten können.
Dafür sind noch mind. ein 1. und 2. Platz in der V4, bzw. 2 1. Plätze in der V5 für das Black Falcon Trio her müssen. Gar nicht so gut sieht es dagegen für Mario Merten und Wolf Sylvester aus, denen hier zusätzlich zu den 7,50 Punkten aus dem 1. Lauf auch noch die Ergebnisse aus den Läufen 3 und 6 zu schaffen machen, weil hier die Mitkonkurrenten fast 1,5 Punkte mehr holen konnten. Probleme anderer Art, hat dahingegen das Trio von Mathol Racing im Kampf um die Meisterschaft: Aufgrund der niedrigen Starterzahlen kommt man selbst bei Siegen kaum über 9,29 Punkte hinaus, wohingegen andere Teams bis 9,81 Punkte gut machen können.

Allerdings sollte man hier bedenken, dass bei Maik Rosenberg, Christian Krognes sowie Elmar Jurek und Jannik Olivo noch ein 2. Salto Nullo in den Ergebnissen steht und dementsprechend den Schnitt nach unten zieht. Allerdings können diese Herren den Titel noch aus eigener Kraft holen, denn sollten diese Fahrer aber ihren Schnitt aus den besten 6 Rennen (also 2 Streichergebnisse eingerechnet) halten können, indem sie jeweils in den letzten Läufen 2 mal ihre Klasse gewinnen, dann wären sie kaum einzuholen, denn hier würden Jurrek/Olivo auf 9,64 Punkte im Schnitt kommen, während Maik Rosenberg auf 9,62 und Christian Krognes auf 9,44 kommt, was insbesondere für den Fall, dass Jurek/Olivo 2 mal die Klasse gewinnen würden dafür sorgen würde, dass das Black Falcon Trio in arge Nöte kommt.

Denn gesetzt diesen Fall, dass die beiden aus der Cup Klasse oder Maik Rosenberg ihre Schnitt halten, müssten die 3 in jedem Rennen 9,64 Punkte holen, was einen Patt mit jeweils 77,12 Punkten ergeben würde. Somit können sogar die Anzahl der Starter in der eigenen Klasse das Zünglein an der Wagge sein, welche dafür sorgen können, ob man das benötigte eine halbe Zehntel nach dem Komma noch bekommt oder nicht.

Christian Krognes dürfte mit seinen 9,44 aber eher kaum Chancen haben, zumal er oft auch mit Maik Rosenberg auf einem Auto sitzt, was bedeutet, dass sie die gleichen Punkte jeweils erhalten. Die nächste Chance dafür wäre am 15. Oktober, wenn der vorletzte Lauf über die Bühne geht.

Ich hoffe ich konnte die Situation im Kampf um die Meisterschaft etwas erklären bzw. verständlich machen. Wenn mir das nicht gelungen ist, bitte ich um Hinweiße in den Kommentaren.

vln-2011-09-24-001 vln-2011-09-24-005 vln-2011-09-24-006 vln-2011-09-24-009 vln-2011-09-24-012 vln-2011-09-24-014 vln-2011-09-24-016 vln-2011-09-24-017 vln-2011-09-24-019 vln-2011-09-24-021 vln-2011-09-24-023 vln-2011-09-24-025 vln-2011-09-24-026 vln-2011-09-24-027 vln-2011-09-24-028

flattr this!

August 19 2011

06:00

GT3-EM: Vorschau Slovakiaring

Eine echte Premiere erlebt an diesem Wochenende die GT3-EM, denn sie fährt hier ihren vorletzten Lauf auf dem neu erbauten 5,9 km langen Slovakiaring.

Ursprünglich hätte diese Lauf allerdings dort nicht stattfinden sollen, sondern auf der Strecke im russischen Smolensk. Diese Strecke, welche im Westen Russlands gelegen ist hätte ein gemeinsames Rennwochenende aus der Superleague Formula und eben jener GT3-EM bekommen, hätten die Veranstalter nach offiziellen Statements, die Strecke rechtzeitig fertig gestellt. Inoffiziell dürften wohl aber vor allem auch die hohen Transportkosten eine Rolle gespielt haben, so dass eben beide Serien ihren jeweiligen Auftritt dort abgesagt haben. Die Superleague hat keinen Ersatz gefunden, während die SRO auf dem ebenfalls kürzlich erbauten Slovakiaring aufmerksam wurde und dort nun ihre Rennen austragen wird. Offziell will man es wohl 2012 nochmals versuchen, ob daraus dann etwas wird steht allerdings in den Sternen.

Der Slovakiaring wurde von 2008 bis 2009 erbaut und war bisher nicht in bekannten GT oder Formel-Serien vertreten, dies kann sich aber unter Umständen in den nächsten Jahren ändern, obwohl die Kapazitäten mit bis 10.000 Zusehern etwas dürftig ausfallen, aber für GT3-EM und Superleague Formula dürfte es wohl (leider locker) reichen, obwohl beide gute Rennen liefern, welche auf bis zu 6 verschiedenen Varianten ausgetragen werden können.

Die GT3-EM geht hierbei gleich in die vollen und fährt nicht eine der kürzeren Varianten, sondern mit fast 6 km gleich die längste Möglichkeit. Eine Runde beginnt auf der knapp 900m langen Start-Ziel Geraden, welche in einer mittelschnellen 90 Grad rechts mündet und wohl eine gute Überholmöglichkeit bieten dürfte. Dann geht es wieder auf eine Gerade und eine sehr schnelle Rechts, welche nochmals von einer 180 Grad Rechtskurve gefolgt wird, welche aber wieder langsamer zu durchfahren sein dürfte. Nun beginnt das Infield der Strecke mit zwei leichten schnelleren Knicken nach links und rechts, welche kurz darauf vor einer weiteren mittelschnellen 180 Grad Rechtskurve gefolgt wird. Nun folgen 4 Linkskurven, wobei die erste wieder ein Knick ist und direkt in eine sehr enge Haarnadel mündet. Von dort geht es nach einer kurzen Geraden durch eine schnellere Links auf eine weitere langsame Haarnadel zu.

Diese Stelle dürfte wohl für Ausbremsmanöver ideal geeignet sein, aber man muss aufpassen, denn direkt nach der Haarnadel folgt eine weitere sehr enge Rechtskurve, welche den Gegnern Möglichkeiten zum kontern geben kann, wenn man mehr Schwung aus der Kurve mitnehmen kann, denn nun geht es auf die 2. längste Gerade, nämlich der Gegengeraden. Diese mündet dann in eine mittelschnelle Rechtskurve, welche aber auf dem ersten Blick wohl 2 Scheitelpunkte haben dürfte, denn sie bis zum Scheitel enger wird und dann sich immer mehr öffnet. Somit dürften hier mehrere Linien möglich sein um entweder direkt den vor einem fahrenden zu überholen, oder sich in Position zu bringen um den Gegner dann am Ende der dann folgenden Start-Ziel Geraden überholen zu können. Einen schönen Überblick über die Rennstrecke findet man hier: http://www.slovakiaring.sk/parametre-okruhu-de-DE/

Die dies natürlich eine komplett neue Strecke ist und Vergleiche somit fehlen, macht es dass einem natürlich schwer irgendwelche Favoriten herauszufinden, aber ich werde es mal versuchen.
Da der Kurs über einige schnelle und mittelschnelle Kurven und weniger über sehr lange Geraden mit größeren Höhenunterschieden, dürfte dies vor allem den Wagen mit mehr Downforce zu gute kommen.

An 1. Stelle möchte ich dabei die Z4 GT3 nennen, welche sowohl in Portimao als auch in Silverstone, also Strecken mit einer ähnlichen Charakteristik sehr gut abschneiden konnten und in Spa mit den vielen schnellen und mittelschnellen Kurven ging das Auto auch nach der Neueinstufung immer noch sehr gut und konnte dabei den 2. Platz erreichen. So werden an diesem Wochenende wieder 4 Z4 von Schuberth und Faster Racing mit den bekannten 4 starken Besatzungen an den Start gehen. Ganz oben würde ich dabei vor allem das Duo Claudia Hürtgen und Csaba Walter sowie ihre Teamkollegen Edward Sandström und Abdulaziz Al Faisal welche momentan den 3. Platz der Meisterschaft belegen. Beide Teams haben zu dem den Vorteil in Paul Ricard beim letzten Lauf nicht unter den Top3 gewessen zu sein, wodurch sie in R1 keine extra Sekunden an der Box stehen bleiben müssen.

Selbiges gilt auch für die beiden niederländischen Duos Hoevert Vos und
Jeroen den Boer sowie für Nick Catsburg und Harrie Kolen in ihren Faster Z4 GT3, welche die Plätze 5 und 8 in der Meisterschaft belegen.

In die gleiche Kategorie dürfte wohl auch der F458 Italia fallen, welchem der Kurs genauso gut liegen dürfte wie den Kollegen mit ihren bayuwarischen Gefährten, was sicherlich auch die aktuellen führenden in der Meisterschaft Federico Leo und Francesco Castellacci von AF Corse hoffen werden. Beide treten auch in ihrem 1. Lauf ohne Strafzeiten an, was somit gute Chancen auf einen Podestplatz gleichkommen dürfte. Ihre Teamkollenge Daniel Brown und Glyn Geddie dürften ihnen dabei aber sicher nicht in die Quere kommen, ebenso wie die 2 Ferrari von Mtech Motorsport, mit dem Duo Jan Denis und Zdeno Mikulasko, welche ihr Heimspiel feiern dürfen.

Viel eher werden wohl die Audi R8 von Belgian Audi Club und Sainteloc Racing ein Wörtchen vorne mitreden wollen. Vor allem die zweitplatzierten in der Meischertschaft, Enzo Ide und Gregory Fanchi werden versuchen die Spitze zu übernehmen, denn es steht nach den Läufen auf dem Slovakiaring nur noch ein 1 Wochenende aus! Allerdings müssen die beiden im 1. Rennen 5 sek. länger in der Box stehen bleiben, da sie beim 2. Lauf in Paul Ricard den 3. Platz belegten. Als 2. stärksten Audi würde ich allerdings den Wagen von Sainteloc Racing einschätzen, welcher von keinem geringeren als dem 2. platzierten im ADAC GT Masters, Dino Lunardi und dem Franzosen
Jerome Demay gesteuert wird.

Weniger stark würde ich allerdings die Porsche einschätzen. Klar haben die GT3 R einen deutlichen Aufwärtstrend in Sachen Performance in den GT3 Serien zu verzeichnen und mit Paul von Splunteren und Maxime Soulet hat man im Hause Prospeed Competition auch ein starkes Duo, welche sogar den letzten Lauf in Paul Ricard gewinnen konnten, allerdings rächt sich dies nun in satten 15 Sekunden, welche man beim Stop länger brauchen muss und man somit kaum Chancen auf das Podest haben dürfte. Wenn für die beiden also etwas zu holen ist, dann eher in Lauf 2 am Sonntag.

Selbiges gilt auch für den aus der GT1-WM und Le Mans bekannten Maxime Martin und Gael Lesoudier auf ihrem LMP MOTORSPORT Aston Martin, allerdings müssen beide 10 Sekunden länger stehen bleiben. Der 2. Platz in Paul Ricard sei dank. Allerdings wird mit ihnen wohl vor allem am Sonntag zu rechnen sein, denn in Silverstone konnte man einen 2. und einen 3. Platz herausfahren.

Einen Wagen welchen mal immer auf der Rechnung haben sollte, ist aber der Gallardo LP600 von Reiter, da er wohl das beste Allround-GT3 Auto ist und es kaum Strecken gibt wo er nicht funktioniert. So wird man hier vor allem auf die Sieger der 1. Läufe von Paul Ricard und Navarra gespannt sein dürfen, nämlich auf Prinz Albert von Thurn und Taxis und dem Österreicher Nikolaus Mayr-Melnhof. Richtig, genau jener Pilot, welcher bei den 24H von Spa das Kunststück fertig schaffte den Gallardo in der Bus Stop bei der Anfahrt zu den Boxen auf den Seitenspiegel zu legen. Da das Auto danach allerdings komplett neu aufgebaut werden musste, konnte der Prinz beim letzten Lauf zum GT Masters nicht starten und er steigt somit erst am Samstag wieder ins Cockpit. Zu gute kommen den beiden schnellen, aber leider auch nicht immer ganz fehlerfreien Piloten ( was hier bei allerdings für Nikolaus Mayr-Melnhof gilt) dass man im 1. Rennen keine Strafsekunden hat und sich Prinz Albert in den letzten Jahren zu einem sehr guten GT3 Fahrer entwickelt hat.
Als Dark Horses würde ich vll. Noch die beiden andere Piloten von Reiter auf der Liste haben, denn Anton Kiaba und Stefan Rosina dürften bei ihrem Heimrennen besonders motiviert zu Werke gehen – aber hoffentlich nicht zu übermotiviert.

Das gilt natürlich für alle, besonders aber auch für die führenden in der Meisterschaft und solche, welche es noch werden wollen, denn nach diesem Wochenende steht nur noch das Saisonfinale 2 Monate später in Zandvoort auf dem Programm und Fehler darf man sich dabei kaum mehr leisten.
Zum Schluss noch, möchte ich die aktuelle Entry-List, verlinken, sowie der Hinweiß, dass das Rennen auf der offizielen Homepage gestreamt wird und auch wohl wieder bei racingblog.de zu sehen sein wird. Hoffentlich geht der Stream von Daily Motion aber ohne Probleme, denn es dürften spannende Rennen werden, welche am Samstag um 14.45 und Sonntag um 11.15 Uhr starten.

Unter Woche wurden derweil noch die Teams genannt, welche je 2 McLaren GT3 gekauft haben und dann ab 2012 einsetzen werden. Dies wären ASM Team, Andrew Tate, Apex Motorsport, Boutsen Energy Racing/Ginion GroupGulf Racing, J.A.S. Motorsport, Klaas Hummel, Leon Price, Von Ryan Racing und als deutsches Team Dörr Motorsport welche den Wagen wohl in der VLN und beim 24H Rennen vom Nürburgring einsetzen werden.

flattr this!

July 30 2011

13:29

Blancpain Endurance: 24 H von Spa Livestream & Ticker

Nach den 24H von Le Mans und dem Rennen am Nürburgring folgt der dritte Klassiker in Sachen 24 H Rennen. Die Blancpain Endurance Serie startet in Spa und das mit einem extrem vollen Starterfeld.

Wir hatten in der Vorschau schon ausführlich beschrieben, was in den nächsten Stunden in Spa los sein wird. Aber 70 Wagen in Spa sind schon ein Wort, selbst für etwas mehr als 6 Kilometer. Zum Vergleich: auf der Nordschleife passen etwas mehr als 180 Autos. Es ist also was los in Spa und das Wetter wird natürlich auch wieder eine Rolle spielen. Bis zum Mittag war es noch feucht, doch das Wetter soll sich fangen und trocken bleiben. Angeblich, jedenfalls. In den Ardennen weiß man ja nie. Es gilt da der alte Spruch “Kuh auf der Weide – trocken. Kuh weg – Regen”. Es dürfte aber auch ohne Regen dürfte das Rennen in Spa richtig spannend werden, da das Feld sehr eng zusammen liegt. In der Quali war es schon sehr eng, aber da war die Strecke auch nass. Einen Livestream gibt es nach dem Klick, der Livetiming ist hier.


Live gt3</a> <i>von aa<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">GT3

Sollte der Stream zu sehr ruckeln, es gibt den auch bei AudiTV, wo er sauber läuft.

Blancpain Endurance – 24H von Spa

flattr this!

07:00

Blancpain Endurance: Vorschau 24h von Spa

Wieder ein neues Format für die 24h von Spa-Francorchamps, das aber dürfte nun dauerhafter sein. Auf alle Fälle bringt es wieder viele spektakuläre GT-Wagen für den Ardennen-Klassiker zusammen, u.a. den brandneuen McLaren MP4-12C.

In diesem Jahr stellt das Rennen den Saisonhöhepunkt der neu geschaffenen Blancpain Endurance Series dar, die für GT3- und GT4-Fahrzeuge ausgeschrieben wird. Die Abkehr von der FIA GT-Meisterschaft mit GT1 und GT2 bei einem der großen 24h-Klassiker mag einige Fans anfänglich enttäuscht haben, doch der Effekt auf die Starterzahlen war positiv: waren in FIA GT-Jahren stets um die 40 Fahrzeuge am Start, sind in diesem Jahr 62 Wagen für das Rennen gemeldet. Mehr hatten sich beworben, doch auch Spa mit seinen zwei Boxengassen stößt irgendwann an seine Kapazitätsgrenze.   

2010 war ein Übergangsjahr: die GT2-Europameisterschaft war nicht zustande gekommen, Organisator Stephane Ratel improvisierte und zauberte ein Rennen für Fahrzeuge der Kategorien GT2 bis GT4 aus dem Hut, auch national homologierte Sportwagen (GTN) waren zugelassen. Um den Sieg stritten sich die Schnitzer-BMW M3 (NGT) und die Porsches von IMSA Performance Matmut und der BMS Scuderia Italia (GT2), wobei am Ende letzterer die Oberhand behielt.

Die 2006 eingeführte GT3-Kategorie ist recht gesund – vielleicht befindet sie sich gerade auf ihrem Höhepunkt, das wird man in den nächsten Jahren sehen müssen. Jedenfalls nehmen die Werks-Engagements langsam aber sicher Überhand, was aktuell oft hochklassige Rennen bringt, aber langfristig problematisch werden könnte, Stichwort Wettrüsten (das ja bereits im Gange ist). Auch die großzügige Balance of Performance mag das nicht zu verhindern.

Die anstehende Ausgabe der 24h von Spa sollte aber zunächst einmal ein grandioses Motorsport-Event werden: Audi, BMW, Mercedes, Lamborghini, Aston Martin, Ferrari, Porsche und eben McLaren… die Liste siegfähiger Autos ist lang und viele Wagen sind mit tollen Fahrerpaarungen besetzt.

Die Blancpain Endurance Series setzt sich aus drei GT3-Kategorien zusammen; zwischen den Fahrzeugen gibt es allerdings keinen Unterschied, lediglich zwischen den Fahrern, entsprechend die Namen: Pro Cup, Pro-Am Cup und Gentlemen Trophy. Die GT4 mit leider nur fünf Fahrzeugen sowie eine Handvoll Cup-Porsche bilden zudem separate Klassen. Um den Gesamtsieg sollte es allerdings im GT3 Pro Cup gehen.

Mit der Startnummer 1 geht der Vita4One-Ferrari F458 von Michael Bartels, mit den Co-Piloten Frank Kechele und Nico Verdonck, ins Rennen. Die sind zwar nicht Titelverteidiger was dieses Rennen angeht, doch Vitaphone ist immerhin noch amtierender GT1-Champion, das allerdings auf dem Maserati MC12, auf dem Bartels dieses Rennen bereits dreimal gewinnen konnte. Auch Verdonck und vor allem Frank Kechele sind starke junge Piloten. Knackpunkt wird die Technik des GT3-Ferrari sein: die bereitete in Le Mans (dort bei der GT2-Version) und auch bei kürzeren Endurance-Rennen bisher noch einige Probleme, doch beim 3h-Lauf in Navarra funktionierte sie problemlos und die #1 siegte.

Der einzige weitere Pro-Ferrari wird von SOFREV Auto Sport Promotion eingesetzt, Gouselard/Pla/Jousse bilden ebenfalls ein starkes Trio mit zwei erfahrenen und schnellen Piloten und dem Nachwuchsmann Jousse, der für Pescarolo dieses Jahr erstmals die 24h von Le Mans bestritt. Beide Teams setzten noch weitere Ferraris in der Pro Am-Cup-Klasse ein, ebenso AF Corse. Die ist allerdings so eng und mit einer Mischung aus bekannten und weniger bekannten Namen besetzt, dass ich mir kaum ein Urteil über eventuelle Favoriten erlauben möchte.

Einen werksunterstützten Großangriff auf den Gesamtsieg fährt in diesem Jahr Audi mit dem R8. Für das belgische WRT-Team gehen Longin/Albuquerque/Ortelli und Franchi/Scheider/Ekström an den Start, für Phoenix Fässler/Piccini/Rockenfeller und Basseng/Haase/Stippler – eine Kombination aus Werksfahrern aus diversen Serien und anderen erfahrenen GT-Piloten. Rein nominell sollten also Top-Plätze möglich sein, doch der R8 hat allzu oft über 24h-Distanzen Schwächen gezeigt, die mal zu kleineren Zeitverlusten, mal zu Ausfällen führten und große Siege bislang verhinderten. Zugute kommen dürfte den Ingolstädtern die vor einigen Wochen erfolgte Balance of Performance-Änderung, die ihnen einen größeren Restriktor gewährt.

Im Vorjahr war United Autosport, das US-Team von und mit Zak Brown, die Audi-Speerspitze, die Ränge 3 und 4 in der GT3 waren das Ergebnis. United Autosport ist wieder mit zwei R8 LMS am Start und auch die Besatzung ist wie gewohnt mit großen Namen versehen, mit einer Mischung aus Profis und Amateueren treten sie jedoch „nur“ im Pro Am-Cup an: die Ex-F1-Stars Mark Blundell und Eddie Cheever teilen sich die #11 mit Mark Patterson und Matthew Bell, die #12 wird vom zweifachen Indy500-Champion Arie Luyendyk sowie Alan Li, Richard Meins und Henri Richard gesteuert. Teamchef Brown sitzt mit Johnny Herbert, Stefan Johansson und Richard Dean auf der #23.

Weiter geht es mit den deutschen Fabrikaten: BMW hat mit dem über den Winter runderneuerten Z4 anfangs in der GT3-EM dominiert, wurde durch BoP-Änderungen dann etwas eingebremst. Zwei Wagen treten im Pro-Cup an: das eine ist Schubert Motorsport mit Dirk Werner, Edward Sandström und Claudia Hürtgen. Das andere ist ein neuer BMW-Kunde: MarcVDS hat erkannt, dass sich mit dem nun schon fünf Jahre alten Matech-Ford GT nicht mehr allzuviel reißen lässt und lässt seine Top-Besetzung Hennerici/Martin/Leinders auf einem Z4 antreten.

Wie bei Ferrari gilt: wenn der Wagen hält, könnten beide Teams vorn mitkämpfen. Beweisen konnte er das bisher nicht, denn bei den 24h auf der Nordschleife verunfallten beide Schubert-Z4 heftig. In der Pro-Am-Klasse tritt das niederländische Team DB Motorsport mit zwei BMW an; die Kategorie ist aber, wie schon gesagt, äußerst schwer einzuschätzen. Ein Podium könnte für DB allemal drin sein.

Besagtes MarcVDS-Team setzt neben dem BMW als Top-Auto weiterhin einen Ford GT im Pro Cup ein, hinzu kommen zwei Ford Mustang, die vielleicht nicht um Siege, aber zumindest um die Gunst des Publikums kämpfen werden.

Auch die nächste Marke kommt aus Deutschland: Porsche. Im Pro Cup sind die Zuffenhausener mit zwei Wagen vertreten: Prospeed Competition aus Belgien konnte jüngst einen EM-Lauf gewinnen, nachdem der gute alte 911er in der BoP etwas besser gestellt wurde und so könnte das „Heimteam“ aus Goossens/Heylen/Soulet auch hier wieder zu den Favoriten gehören, denn das Porsche eine 24h-Distanz durchhalten können, haben sie mehr als einmal bewiesen.

Ruberti/Roda/Gianmaria für AutOrlando sind das zweite Profi-Porsche-Team. Die drei konnten, etwas überraschend, den ersten Lauf der Blancpain Endurance Series in Monza gewinnen und führen die Meisterschaft auch nach den zweiten Lauf weiterhin an – entsprechend muss man die Italiener auf die Favoritenliste setzen.

Hochinteressant aus deutscher Sicht ist der Porsche mit der #888: der von der Nordschleife bekannte Haribo-Porsche des Manthey-Teams geht in Spa an den Start. Mit Richard Westbrook und Christian Menzel sitzen hier zwei Top-Leute am Steuer, hinzu kommen Haribo-Chef Hans-Guido Riegel und Mike Stursberg. Über Endurance-Erfahrung verfügt die Manthey-Truppe wie kaum eine andere, eine Top-Platzierung in der Pro-Am-Klasse, wenn nicht sogar im Gesamtklassement, sollte drin sein. Weitere Pro-Am-Porsches kommen auch von Mühlner Motorsport, die nahe der Rennstrecke von Spa beheimatet sind, sowie de Lorenzi Racing und Prospeed.

Nach Porsche (acht Fahrzeuge) ist Mercedes mit dem neuen SLS AMG mit sieben Wagen am stärksten vertreten. Dieser Wagen hat bereits bei den 24h auf der Nordschleife gezeigt, dass er Endurance-Rennen durchstehen kann und auch vom Handling her gut für Pro- und Am-Fahrer geeignet ist. Entsprechend beliebt ist das in der Anschaffung zwar teure, dafür aber im Unterhalt günstigere Gefährt.

Den am stärksten besetzten SLS dürfte Black Falcon mit Kenneth Heyer, Thomas Jäger und Stéphane Lemeret vorzuweisen haben, aber auch das niederländische KRK-Team hat mit Mike Hezemans und Anthony Kumpen erfahrene Piloten am Steuer. Beide setzen darüber hinaus noch einen Pro-Am-Wagen ein. Derer gleich zwei starten für das französische Graff Racing-Team, die in der GT3-EM schon den einen oder anderen guten Platz eingefahren haben. Hier sitzt mit Olivier Panis ein weiterer Ex-F1-Fahrer am Steuer, der auch 24h-Erfahrung hat, ebenso wie Co-Pilot Nicolas Lapierre.

Der Reiter-Lamborghini Gallardo ist mit vier Exemplaren vertreten, zwei davon warden von Reiter Engineering selbst eingesetzt: Nikolaus Mayr-Melnhof und Albert von Thurn und Taxis, die im EM-Rennen in Le Castellet einen Sieg einfahren konnten, werden im Pro-Fahrzeug von Eugenio Amos unterstützt. Der 26jährige hat in diesem Jahr wie in den letzten Jahren bereits einige Siege in der Lamborghini Super Trofeo holen können. Blancpain-Chef Marc Hayek sowie die Profis Peter Kox und Jos Menten gehören im zweiten Reiter-Lambo zu den stärkeren Besatzungen im Pro Am-Cup, allemal stärker einzuschätzen als die Schwesterautos vom Gulf Team First (das auch in Le Mans dabei war) und Rhino’s Leipert Motorsport.

Nach den italienischen und deutschen bleiben noch die britischen Hersteller übrig. Aston Martin schickt noch ein letztes Mal eine DB9-Rennversion, in diesem Falle den DBRS9, in ein großes 24h-Rennen, bevor im nächsten Jahr mit dem GT3-Vantage die Ablösung folgt. Zu den Favoriten auf den Gesamtsieg gehört Hexis Racing, und hier wohl vor allem die #4 mit Henri Moser, Stef Dusseldorp und dem enorm starken Frédéric Makowiecki. Die #3 mit Mena/Rodrigues/Claray schätze ich etwas schwächer ein.

Kein Favorit, aber in jedem Falle ein willkommener Anblick ist der Aston Martin mit dem weißen Andreaskreuz auf blauem Grund: Hugh McCraig hat das Traditionsteam Ecurie Ecosse zum zweiten Mal wiederbelebt. Auf das Konto der ursprünglichen Teams gehen zwei Le Mans-Gesamtsiege mit Jaguar D-Types 1956 und 1957; 1986, beim ersten Revival, holten die Schotten den Titel in der Sportwagen-WM. Nun treten sie 25 Jahre später in Kooperation mit Barwell Motorsport mit dem Quartett Bryant/Smith/McCaig/Twyman in der Pro Am-Klasse an. Die Konkurrenz ist hier allerdings so groß, dass eine Top-Platzierung nur mit viel Glück zu erreichen sein dürfte.

Last, but definitely not least: die 2011er Ausgabe der 24h von Spa wird das erste „große“ Rennen des McLaren MP4-12C sein. Eigentlich hätte der Wagen sein erstes Rennen schon in Monza oder Navarra bestreiten sollen, doch es gab immer wieder Verzögerungen und so stand der Wagen erst beim BritishGT-Lauf in Spa vor einigen Wochen erstmals auf dem Grid – und zwar ganz vorn, denn für eines der beiden Rennen dort holten Goodwin/Kirkaldy mit einer Sekunde Vorsprung die Pole. Die Plätze 12 und 4 sprangen in den beiden einstündigen Rennen heraus.

CRS Racing, das Team von Andrew Kirkaldy, hat die GT3-Variante entwickelt und ausgiebig getestet – dennoch: ob der Wagen auf Anhieb standfest genug ist, um 24 Stunden unter Rennbedingungen durchzustehen, muss er erst noch zeigen. Der Wagen hat als einziger ein Kohlefaser-Chassis, der 3,8l-V8-Motor ist der erste, den McLaren selbst konstruiert hat. Für die GT3-Variante musste er allerdings um ca. 100PS gegenüber der Straßenvariante heruntergetunt werden. Schnell sollte der McLaren zweifelsohne sein – Knackpunkt wird eben die Haltbarkeit sein.

Drei orangefarbene Wagen bringt McLaren an den Start, zwei davon werden von CRS im Pro Cup eingesetzt: Kirkaldy/Parente/Turvey und Bell/Goodwin/Mullen sind die zwei starken Trios. Ergänzt werden sie um das Pro/Am-Quartett Christodoulou/Geddie/Quaife/Wills in einem von VonRyan Racing betreuten Wagen. Vor allem auf den jungen Schotten Glynn Geddie sollte man hier ein Auge haben: er stieg 2010 in die Britische GT-Meisterschaft ein und holte mit Teamkollege David Ashburn vier Siege – der Titel ging an Ashburn allein, da Geddie erst während der Saison eingestiegen war.

Noch ein ganz kurzer Blick auf die GT4-Klasse: die ist eigentlich nicht uninteressant, aber da leider mehrere Bewerber nicht auf die endgültige Entry List gekommen sind, sondern auf der Reserve-Liste hängen geblieben sind, ist die Besetzung mit vier Fahrzeugen sehr dünn. Schade, dass die Organisatoren, der Klasse nur eine so kleine Rolle einräumen, wo doch die Starterzahl in Spa so groß ist.

Um den Sieg dürften sich – größere Probleme ausgeschlossen – der Lotus Evora von Greg und Leo Mansell sowie Nachwuchsmann Edoardo Piscopo und der Nissan 370Z von Buncombe/Ward/Tresson streiten. Die weiteren Teilnehmer sind ein BMW M3 von DVB Racing sowie der Speed Lover-Aston Martin Vantage. Bei nur vier Teilnehmern braucht es natürlich nur ein wenig Glück, um plötzlich ganz vorn zu stehen. 2010 siegte Jota Sport mit einem Aston Martin Vantage – das Team ist inzwischen in die GTE-Klasse der Le Mans Series aufgestiegen.

Das Rennen wird heute um 16 Uhr gestartet. MotorsTV überträgt ausführlich mit mehreren mehrstündigen Fenstern. Wer kein MotorsTV empfängt, kann auch auf Sport1 im FreeTV Teile des Rennens verfolgen, allerdings etwas weniger als auf MotorsTV. Die genaueren Zeiten finden sich im TV-Programm.

20110731_Blancpain_Spa_092_d529EF Blancpain Endurance Series, Spa Francorchamps, 2011. photos V-IMAGES.com/Fabre 20110731_Blancpain_Spa_076_c958BD Blancpain Endurance Series, Spa Francorchamps, 2011. photos V-IMAGES.com/Fabre 20110731_Blancpain_Spa_059_b909BD Blancpain Endurance Series, Spa Francorchamps, 2011. photos V-IMAGES.com/Fabre Blancpain Endurance Series, Spa Francorchamps, 2011. photos V-IMAGES.com/Fabre 20110731_Blancpain_Spa_024_d191EF Blancpain Endurance Series, Spa Francorchamps, 2011. photos V-IMAGES.com/Fabre Blancpain Endurance Series, Spa Francorchamps, 2011. photos V-IMAGES.com/Fabre 20110731_Blancpain_Spa_000_a700EF 20110731_Blancpain_Spa_000_a269EF 20110731_Blancpain_Spa_000_a_013BD 20110731_Blancpain_Spa_000_a_002BD 2011 Blancpain Endurance Series Monza

flattr this!

July 29 2011

15:30

VLN: Vorschau 34. RCM DMV Grenzlandrennen

Nach dem 24H Rennen beginnt nun mit dem 6. Lauf die 2. Halbzeit in der VLN. Aber obwohl die 24H vom Ring vorbei sind und daher einige Teams wie Schnitzer oder ABT Sportsline wohl eher nicht mehr auftauchen werden kommen wieder knapp 160 Wagen an den Start.

Dies ist um so erstaunlicher, da doch einige Teams an diesem Wochenende in Spa beim traditionellen 24H Rennen antreten werden. So werden zwar die Wagen vom Haribo Team Manthey oder der SLS von Black Falcon u.a mit Thomas Jäger nicht am Start sein, allerdings gibt dass auch nach dem Ende der 24H wieder Teams die Chancen, welche keine Werksteams sind. Ferner wird auch der Kampf um die Meisterschaft nun in die entscheidende Phase gehen und Fehler sollten sich die favorisierten Teams dabei nicht erlauben, denn sonst können die Gegner davon ziehen.
←!–more–>

Ein Blick auf die Tabelle lässt erahnen, dass bei Leide noch keine Vorentscheidung gefallen ist und vermutlich so schnell auch nicht fallen wird, denn zu dicht sind die Spitzenfahrer und Teams beieinander und ich möchte die Situation mal etwas genauer darstellen:

So führen zur Halbzeit die 3 Fahrer des Kappeler m³ aus der SP5 Klasse Thomas Kappeler, Harald Hennes und Thomas Gerling mit 44,36 Punkten (9,29/9,44/8,50/8,13/9,00) nur 0,4 Punkte vor Mathol Racing mit ihrem Aston Martin aus der SP10 Klasse mit Norbert Bermes, Rickard Nilsson und Chef-Pilot Wolfgang Weber (2 x 9,29/9,00/9,38/7,00) . Nur 0,05 Punkte wiederum dahinter rangieren die Titelverteidiger aus dem Vorjahr, nämlich Mario Merten und Wolf Sylvester mit 7,50 und 9,06 Punkten aus der SP3, bevor man in die V5 zu den direkten Konkurrenzen von Black Falcon wechselte um dort mehr Punkte zu ergattern, da die SP3 nach der Auslagerung der Clio Cups heuer Zahlenmäßig sehr schwach besetzt ist und dementsprechend wenig Punkte abwirft.

Auf dem geteilten 15. Rang folgen dann die 2 Fahrer welche wohl mit die besten Karten bisher haben/hatten, nämlich Elmar Jurek und Jannik Olivo mit 38,56 Punkten. Der Grund, warum sie aber sehr gute Karten haben sind aber die sehr guten Einzelergebnisse, als man die Clio Cup Klasse 3 mal in Folge gewinnen konnte und beim letzten Lauf 2. wurde und dabei jeweils zwischen 9,29 und 9,81 Punkte ergattern konnte. So hat man zwar bisher nur 4 Ergebnisse stehen, was den Rückstand ausmacht, allerdings zählen zur Meisterschaft die besten 8 Ergebnisse, bei 10 Läufen pro Jahr.

Dies ist auch der Grund, warum es so schwer ist einen Favoriten vorher zu sagen und dazu führt, dass jetzt noch hinten liegende Piloten am Ende dann ganz vorne stehen können. Ein weiteres Beispiel gefällig ?
Dahinter liegen nämlich Lars Heisel und Markus Schmickler mit 4 Ergebnissen, welche immer zwischen 9,44 und 9,58 Punkten liegen. Selbiges gilt auch für die 3 Piloten dahinter, nämlich Carsten Knechtges, Manuel Metzger und Tim Scheerbarth aus der stark umkämpften V5. Diese Klasse konnte man beim 24H Rennen souverän gewinnen und mit dem Wagen sogar auf Platz 31 im Gesamt Klassement wieder zu finden war. Aber am Samstag wird man sich wieder vor allem mit den 2 schon angesprochenen Piloten von Bonk Motorsport um die Krone und die Punkte in der Klasse kämpfen. Mit 8,93 und vor allem 9,62, 9,67 und 9,69 Punkten hat sicher schon mal kein schlechtes Fundament gelegt.

Selbiges gilt für die 2 Clio Cup Piloten Dominik Brinkmann und Stephan Epp. Sie rangieren ebenfalls mit 4 sehr guten Ergebnissen knapp dahinter.
Wie sehr sich das unter Umständen dann aber schon wieder verschieben kann, zeigt ein Blick auf die Anzahl der Starter in den entsprechenden Klassen:
So sind in der SP10 der bis Samstag führenden von Mathol Racing nur 5 Wagen genannt, da u.a der Eifelblitz m³ GT4 nicht am Start ist, was für den ersten 3 Plätze dann 9,00; 7,00 bzw. nur noch 5,00 Punkte ergibt.
In der SP5 von Kappeler mit ihrem m³ sind 6 Wagen genannt, was dann 9,17; 7,50 und 5,83 Punkte ergeben würde. Man sieht hier also, dass für die beiden Teams Siege quasi Pflicht sind, da die anderen Podiumsplätze zu wenig Punkte abwerfen.

Etwas anders sieht es dahin gegen in der V5 mit 15 Startern aus: Dort können Bonk und Black Falcon für die ersten 3 Plätze dann 9,67; 9,00 und 8,33 Punkte ergattern. Noch besser sieht es hingegen in der wieder mal am stärksten besetzten Klasse, der Clio Cup mit satten 23 Startern aus. Dort sind somit 9,78, 9,35 und für den 3. immer noch 8,93 Punkte zu holen. Allerdings ist die Konkurrenz hier besonders groß, denn hier können neben den schon angesprochenen Piloten auch die Mannen von Flepper Motorsport oder Schläppi Race-Tec gewinnen, so dass spannende Zweikämpfe bis zur letzten Runde garantiert sein dürften.

Die genaue Punkterverteilung bis zum letzten Platz sowie eine Übersicht über die Klassen gibt es hier zu a

July 18 2011

16:00

GT1-WM & GT3-EM: Analyse Le Castellet

Nissan und Aston Martin stritten sich in der GT1 beim Rennwochende in Südfrankreich um die Podiumsplätze, in der GT3 siegten Lamborghini und Porsche. Mit kontroversen Zwischenfällen konnten beide Serien aufwarten…

Michael Krumm und Lucas Luhr im JR Motorsport-Nissan GT-R gewannen die beiden einstündigen Läufe auf dem Circuit Paul Ricard, die einzig echte Konkurrenz aus dem Hause Young Driver AMR konnten die beiden Deutschen dabei durchgehend im Zaum halten – im Quali-Rennen wurden Enge/Müller mit 8 Sekunden Rückstand Zweite; im Hauptrennen war es enger, hier mussten sich Mücke/Turner nur um knapp eine Sekunde geschlagen geben. Diese beiden Marken waren auch für den Großteil der Rennaction zuständig, denn hier gab es einige sehenswerte Duelle, vor allem jeweils in der zweiten Rennhälfte, nach den Fahrerwechseln, die ja immer das Kräfteverhältnis etwas ändern.

So zeigte z.B. Jamie Campbell-Walter ein sehenswertes Überholmanöver gegen Frédéric Makowiecki außenherum in der schnellen Signes-Kurve am Ende der langen Geraden. Auch im zweiten Rennen zeigten Campbell-Walter und Brabham eine tolle Leistung, erbten schließlich den vierten Rang, weil Markenkollege Dumbreck wenige Runden vor Schluss mit Aufhängungsschaden ausschied.

Dumbrecks Teamkollege Westbrook hatte die mit Rang 2 tolle Ausgangsposition schon im ersten Lauf verzockt, als er nach dem Stopp in den ersten Runden die Reifen auf der aggressiven Bahn etwas zu hart rannahm in dem Versuch, Platz 1 zu erkämpfen. So bauten seine Gummis schneller ab und er musste zum Ende hin noch die beiden Young Driver-Aston Martin vorbeiziehen lassen.

Die Frage, wo die übrigen Marken waren, lässt sich schnell und ohne große Überraschungen beantworten: drei der vier belgischen Ford GTs waren wie üblich in Zwischenfälle verwickelt und landeten in beiden Rennen am Ende des Feldes, nur Martin/Makowiecki als beste Fahrerpaarung konnten die Ränge 5 und 6 einfahren. Das haarsträubendste Manöver lieferte Marc Hennerici ab, der im Quali-Rennen beim ersten Passieren der Schikane den Bremspunkt zu spät setzte und einen Belgian Racing-Ford sowie einen Sumo Power-Nissan abräumte.

Die beiden All-Inkl.com-Lamborghini waren mit dem Erfolgsballast aus Navarra „gesegnet“ und traten auf der Stelle, rückten aber in der Startaufstellung für das Hauptrennen bis auf Platz 5 auf, von wo sie aber im Rennen, u.a. auch durch einen langsamen Boxenstopp, wieder auf Rang 8 zurückfielen, mehr Punkte waren nicht zu holen.

Das Vorrücken war dadurch zustande gekommen, dass die Rennleitung nach dem Samstags-Lauf Strafen für das Missachten der Streckenbegrenzung verteilte, und zwar an sechs der 16 Teilnehmer. Zwar ist das Neben-der-Strecke-fahren in den letzten Jahren mit zunehmenden asphaltierten Auslaufzonen auch auf anderen Rennstrecken immer häufiger geworden, doch nirgends ist es so extrem wie auf dem Circuit Paul Ricard, wo es ausschließlich Asphalt-Auslauf gibt. Vor allem bei den Rennstarts beider Rennserien gab es Fahrer, die nicht einmal ernsthaft zu versuchen schienen, in der ersten S-Kurve auf der Strecke zu bleiben, andere wurden von ihren Konkurrenten von der Bahn geschoben…

Das musste natürlich dazu führen, dass sich einige Fahrer ungerecht behandelt fühlten, und die taten das auch kund: die beiden Nissan-Piloten Richard Westbrook (JR Motorsport) und Jamie Campbell-Walter (Sumo Power) haben anscheinend bei Will Power und Co. abgeguckt und äußerten sich via Twitter:

a

July 14 2011

15:56

GT1 & GT3: Vorschau Le Castellet / ALMS: Analyse Lime Rock

Die beiden internationalen Sprint-Sportwagenserien treten in Südfrankreich an – wer wird die Vorjahressieger beerben, die in diesem Jahr nicht mehr dabei sind?

Beinahe wäre es in Le Castellet zu einer weiteren Dezimierung des ohnehin schon kleinen GT1-Grids gekommen: Ende letzter Woche vermeldete das belgische MarcVDS-Team verärgert, dass man nach den vielen Zuverlässigkeitsproblemen dieses Jahr neue Motoren von Ford-Tuner Roush Yates nachordern musste, die aber erst nach dem Independence Day verschickt worden waren. Anscheinend kamen die Aggregate aber doch noch rechtzeitig an und MarcVDS sowie das Satelliten-Team Belgian Racing werden am siebten Rennwochenende der Weltmeisterschaft teilnehmen können.

Damit hat die Serie noch einmal großes Glück gehabt – ohne die vier Ford GTs wäre das Starterfeld auf 12 Wagen dezimiert worden. Denn das Swiss Racing Team musste seine beiden Wagen wieder einmal abmelden, vermutlich muss man das Team leider auch mangels Ersatzteilen für den Rest der Saison abschreiben. Mit der „neuen“ Weltmeisterschaft für GT1-, GT2- und GT3-Wagen ab 2012 dürften die Tage des Murcielago R-SV dann wohl gezählt sein, Reiter Engineering scheint sich schon jetzt auf den GT3-Gallardo zu konzentrieren. Denn während davon fast 50 Wagen international unterwegs sind, gibt es vom Murcielago R-SV nur die 4 für die WM konstruierten Exemplare – eine sehr teure Angelegenheit.

Dennoch führt das All-Inkl.-Team mit seinen Murcielago nach dem grandiosen Wochenende in Navarra sowohl die Fahrer- als auch die Teamwertung an. Die andere Seite der Medaille ist natürlich, dass die beiden Wagen nach zwei Doppelsiegen stark beladen sind: 35kg Zusatzgewicht für Schwager/Pastorelli, 30kg für die Meisterschaftsführenden Basseng/Winkelhock. Die beiden Duos sollten damit nicht wirklich in den Kampf um den Sieg eingreifen können, die Schlagzeile „Can the Lambos be tamed?“ auf gt1world.com ist also mehr eine rhetorische Frage, denn dafür sorgt das Reglement schließlich ganz von selbst.

Die GT1 wie auch die GT3 werden eine der längsten Varianten des Circuit Paul Ricard befahren: die Original-Strecke, allerdings mit der langsameren S-Kurven-Variante am Ende von Start/Ziel (die aber auch eine sehr interessante Kurvenkombination ist) sowie einer Schikane etwa auf der Hälfte der langen Mistral-Geraden, die eine zusätzliche Überholmöglichkeit schafft.

In dieser Konfiguration biete die Strecke einen guten Mix aus langen Geraden, schnelleren und langsameren Kurven. Der lag im Vorjahr den Maserati am besten – die fehlen allerdings in diesem Jahr, sodass man abwarten muss, welchem Fabrikat der Kurs am besten liegt: Nissan, Aston Martin, Ford GT oder Corvette.

Die zwei Nissan GT-R von Krumm/Luhr und Brabham/Campbell-Walter werden mit 20kg bzw. 10kg Zusatzballast ins Wochenende gehen, alle vier Aston Martin dagegen sind nach dem katastrophalen Wochenende in Navarra von jeglichem Erfolgsballast befreit. Sie haben natürlich auch einiges aufzuholen: am besten platziert sind momentan noch Hohenadel/Piccini auf Meisterschaftsrang 3, deren Rückstand auf das führende Lamborghini-Duo beträgt 20 Punkte.

Vielleicht schaffen aber auch endlich einmal MarcVDS oder die Exim Bank Team China-Corvette den Durchbruch. Zweiter Fahrer auf der roten Corvette neben Mike Hezemans wird nach Silverstone ein zweites Mal Andreas Zuber sein, dort konnten die beiden zwei dritte Plätze erreichen. Maxime Martin im besten Ford GT hat diesmal wieder Frédéric Makowiecki an seiner Seite, die beiden schleppen allerdings auch 5kg Zusatzgewicht mit sich herum.

Das Quali-Rennen startet am Samstag um 16:15 Uhr, das Hauptrennen am Sonntagnachmittag eine Stunde früher. Beide Rennen sind bei Sport1+ sowie im Stream live zu sehen, im Free-TV jedoch nicht. Sport1 zeigt lediglich eine Zusammenfassung des ersten Rennens im kostenlosen Programm.

Nach diesem Wochenende wird es übrigens eine längere Pause geben. Das erste der drei außereuropäischen Rennen, die den Saisonabschluss bilden, findet erst am 4. September im chinesischen Ordos statt. Viel Zeit, um neue Ersatzteile oder -motoren zu beschaffen…

GT3-EM – Le Castellet

Zum letzten Mal in dieser Saison tritt die GT3-Europameisterschaft im Rahmen der GT1 an. Im Vorjahr, als Daniel Keilwitz und Christian Hohenadel die Serie dominierten, gab es an gleicher Stelle zwei Corvette-Doppelsiege; doch in der GT3-EM treten heuer keine Corvettes mehr an. Da weitere Balance of Performance-Änderungen überraschenderweise ausgeblieben (oder zumindest bisher nicht veröffentlicht worden) sind, dürften die Favoriten wieder die beiden Einsatzteams des BMW Z4 sein, DB Motorsport und Schubert.

Audi dagegen hat natürlich weiterhin den Vorteil der vor Navarra beschlossenen Restriktor-Vergrößerung, die vor allem auf den langen Geraden in Le Castellet viel ausmachen dürfte. Die/Franchi allerdings, Dritte in der Fahrer-Wertung, müssen wegen des Sieges im letzten Rennen nun am Samstag 15 Sekunden „Kompensationszeit“ in der Boxengasse absitzen. Erfolgs-Strafen von 10 bzw. 5 Sekunden treffen Catsburg/Kolen (DB Motorsport-BMW Z4) bzw. Parisy/Giauque (Graf-Mercedes SLS).

Die beiden erstplatzierten Duos der Meisterschaft, de Boer/Vos (DB) und Al-Faisal/Sandström (Schubert) dürften ohne dieses Hindernis um die Spitze mitfahren und so ihren Vorsprung wider ausbauen können.

Zwei neue Teams sind für das Paul Ricard-Rennwochenende genannt, beide jeweils mit einem Ferrari F458: JMB Racing, beheimatet am Circuit Paul Ricard, ist ein etabliertes GT-Team, das 2011 aber vor allem mit einem Formula Le Mans-Einsatz in der LMS beschäftigt ist, hinzu kam ein Einsatz in Le Mans mit einem Amateur-Ferrari F430. Erst im Juni erfolgte auch die Lieferung von zwei neuen Ferrari F458, einem GT2- und einem GT3-Modell. Das Debüt für beide war der GT Open-Lauf in Spa, mit dem GT3-Wagen erreichten Ballay/Misslin dort die Ränge 4 und 5, für den GT2-Ferrari war gar ein Podium drin.

Ombra Racing ist das zweite neue Team – eine italienische Mannschaft, die sich bisher vor allem im Bereich der kleineren Formelserien betätigte (2011 in der AutoGP), nun aber auch einen F458 erworben hat. Mit welchen Fahrern JMB und Ombra starten werden, wurde leider bisher noch nicht angekündigt.

Die Rennen finden am Samstag um 13:30 und am Sonntag um 11:15 statt, MotorsTV und Bloomberg dürften live drauf sein, aber natürlich wird es auch wieder den gewohnt guten Livestream geben.

ALMS – Analyse Lime Rock

Lime Rock Park war am vergangenen Samstag wie gewohnt sehr gut besucht, es sollen sogar mehr Zuschauer auf den hübschen grünen Hängen sein als im Jahr zuvor. Es ist erfreulich für die ALMS, dass sie trotz des schwachen Prototypen-Feldes und des suboptimalen TV-Vertrages zumindest noch viele Zuschauer direkt an die Rennstrecke locken kann.

Hauptattraktion ist in diesem Jahr das große GT-Feld, doch leider wurde das schon nach 20 Minuten des 2h45min-Laufs um einige Favoriten dezimiert: zwischen Guy Cosmos Extreme Speed-Ferrari und dem Performance Tech-LMPC-Fahrzeug kam es in der West Bend zu einem der zu erwartenden Überrundungs-Zwischenfälle. Der direkt dahinter fahrende #56-BMW bremste ab, die beiden Corvettes konnten nicht schnell genug reagieren, es folge ein Auffahrunfall, der diese drei Wagen für längere Zeit an die Box verfrachtete.

Für den Rest des Rennens musste der verbliebene BMW von Joey Hand und Dirk Müller also „nur“ die beiden Porsche 911 von Flying Lizard und Falken Tires abwehren, was ihm schließlich auch ohne wirklich ernsthaft in Bedrängnis zu geraten gelang. Die Siegesserie von Long/Bergmeister riss damit, dennoch ist ein zweiter Rang für die in diesem Jahr so geschundenen Porsche in Achtungserfolg.

Der wäre auch dem erstarkten Falken-Team, das seit dem letzten Rennen sein Paket  in Testfahrten verbessert hat, zu gönnen gewesen, doch in der letzten Kurve drängte Wolf Henzler im Kampf um Platz 3 den herannahenden Anthony Lazzaro ab und wurde zu Recht nachträglich mit einer Zeitstrafe belegt, die ihn auf Rang 5 zurückwarf. Im Gegenzug erbte der Robertson-Ford GT von Lazzaro/Murry nach einem soliden Rennen den Podiumsplatz.

Leider hat sich die ALMS bzw. IMSA nach dem Rennen entschieden, in die Balance of Performance der GT-Klasse einzugreifen: so muss BMW von nun an mit einem um 0,4mm kleineren Luftmengenbegrenzer antreten, die Porsche müssen die 15kg, die sie nach Sebring ausladen durften, nun wieder zuladen. Den (negativen) Kommentar dazu erspare ich mir…

Im LMP1-Duell siegte der Dyson-Lola-Mazda von Chris Dyson und Guy Smith. Dyson hatte anfangs Lucas Luhr im Aston Martin lange hinter sich gehalten. Der kam dann zwar schließlich doch vorbei, doch nach dem Fahrerwechsel verlor Klaus Graf diese wieder, als er sich beim Überrunden eines GTC-Porsches nach leichter Berührung drehte. Den so entstandenen Rückstand konnte Graf nie mehr ganz aufholen, auch eine Gelbphase kurz vor Schluss änderte nichts am Resultat.

Die Neueinsteiger Al-Masaood/Kane im Oryx Dyson-Lola wurden mit fünf Runden Rückstand Dritte. Der LMPC-Sieg ging an Elton Julian und Eric Lux (Genoa Racing), die GTC gewannen Dion von Moltke und Mike Piera für TRG, nachdem die Favoriten von Black Swan Racing wegen eines kleinen technischen Problems zurückgefallen waren. Sie beendeten das Rennen allerdings auf Rang 4 in der Führungsrunde der GTC-Klasse, die bis zur letzten Runde eng umkämpft war.

Das nächste Rennen steht am kommenden Wochenende im kanadischen MoSport an.

(Foto: GT1/SRO)

 

flattr this!

July 05 2011

16:00

Sportwagen-Analyse: LMS/ILMC in Imola, GT1/GT3 in Navarra

Dominanz war das Thema des Wochenendes. Audi war chancenlos gegen Peugeot und die versammelte GT1-Konkurrenz hatte den All-Inkl.com-Lamborghinis nichts zu erwidern…

Nach den unfallträchtigen Rennwochenenden in Spa und Le Mans will ich erstmal eines voranstellen: die 6 Stunden von Imola gingen ohne schweren Unfall, ja sogar ohne irgendeinen nennenswerten Crash zu Ende, auch das Safety Car kam nicht ein einziges Mal zum Einsatz. Zwar war es das ein oder andere Mal wieder eng beim Überrunden, doch alle konnten sich einigermaßen im Zaum halten. So konnte sich über die LMS-Standarddistanz ein interessantes Rennen ohne Unterbrechungen oder Gelbphasen-bedingte Verschiebungen entwickeln. Und so zeigte sich schon früh: mit den beiden Peugeot 908 würden die Audi R18 nicht mithalten können. Imola ist eine relativ einzigartige Erscheinung im ILMC-Kalender, am ehesten noch mit Zhuhai zu vergleichen, mit vorrangig langsamen Kurven (bzw. Schikanen im Falle von Imola), verbunden durch Geraden. Damit scheint der Peugeot deutlich besser klarzukommen als der neue Audi R18.

So konnte der zwar im flotteren Mittelsektor (mit Piratella und Acque Minerale) punkten, doch auf den übrigen zwei Dritteln der Strecke waren die Franzosen im Vorteil, u.a. auch mit 6-8 km/h höherem Tospeed. Außerdem verstopfte die über die Renndauer zunehmende Menge an Gummiabrieb und Schmutz die Kühllufteinlässe der Vorderbremsen. Das führte zu Überhitzungsproblemen, wegen denen die Ingolstädter auch von der optimalen Bremsbalance abweichen mussten. Hinzu kamen die Temperaturen von bis zu 36°C waren ein Fall, für den Audi noch nicht ausreichend auf der Strecke testen konnte. Dass Peugeot Stints von bis zu 33 Runden fahren konnte, während die Audis konstant alle 30 Runden nachtankten, ist interessant, aber war an diesem Sonntag nicht rennentscheidend.

Konnten die Audi in der ersten Dreiviertelstunde noch gut mithalten, setzten sich die Peugeots dann allerdings ab der ersten Boxenstopp-Runde konstant ab; auch zwei schleichende Plattfüße etwa eine Stunde vor Schluss, die eine Änderung des Stopp-Rhythmus erforderten, änderten nichts mehr, dass am Ende etwa anderthalb Runden Vorsprung zu Buche standen: Sebastien Bourdais und Anthony Davidson siegten nach astreiner Performance vor Montagny/Sarrazin; Fässler/Bernhard hielten ihre Kollegen McNish/Kristensen im Kampf um den letzten Podiumsplatz hinter sich. Auch in beiden ILMC-Gesamtwertungen (Team- und Marken-Pokal) liegen die Franzosen nun klar vorn, auch wenn bei noch drei ausstehenden Rennen noch nichts entschieden ist.

Auch der Pescarolo-Judd des Pescarolo-Teams tat sich mit dieser Strecke schwer, so absolvierten die beiden Rebellion-Lola-Toyotas die Distanz diesmal ohne Probleme als beste Benziner, mit Belicchi/Boullion 17 Sekunden vor Jani/Prost. In der LMS-Gesamtwertung (a

June 30 2011

16:00

Sportwagen-Vorschau: ILMC/LMS in Imola, GT1 & GT3 in Navarra

Viel Sportwagen-Motorsport gibt’s am kommenden Wochenende zu sehen, darunter auch die Fortsetzung des Duells Audi vs. Peugeot; nach Le Mans richtet sich nun das Hauptaugenmerk auf die Meisterschaftstitel.

Drei Wochen nach den 24 Stunden von Le Mans geht der Intercontinental Le Mans Cup in seine nächste Runde, wie bei allen Europa-Rennen gemeinsam mit der Le Mans Series. Das wird sich im nächsten Jahr wohl ändern, wenn die ILMC zur FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft wird und Patrick Peters LMS wieder separat laufen soll.  Dieses eine Mal jedoch (und dabei wird es wohl bleiben, denn Spa und Silverstone sind die wahrscheinlichere Wahl als europäische WEC-Läufe) treten beide Serien gemeinsam mit entsprechend großem Feld auf dem vor einigen Jahren renovierten Kurs vor den Toren von Imola an.

Leider dürfte die Kombination aus dem großen Feld mit fünf Klassen und der durch den Umbau eher gefährlicher gewordenen Strecke alles andere als eine optimale Kombination sein. Gerade solche Knicke, wie es sie auf der langen und schnellen Start/Ziel-Passage mehrfach gibt, haben sich bei den vergangenen ILMC-Events als Gefahrenherde beim Überrunden herausgestellt.

Entscheidend dürfte sein, dass die Fahrer der verschiedenen Kategorien im Briefing Absprachen treffen, an die sich auch alle halten; das gilt insbesondere für die Fahrer der schnelleren Prototypen, von denen einige ihre Herangehensweise ändern und mehr Rücksicht nehmen müssen. Einige der Audi-Fahrer haben in Le Mans die Schuld für die schweren Unfälle auf die GT-Piloten und Amateure geschoben, doch vor allem sie selbst und ihre LMP1-Kollegen müssen Verantwortung übernehmen und im Zweifelsfall auch mal zurückstecken.

Das Teilnehmer-Limit für den italienischen Kurs liegt bei 53 Fahrzeugen, und ursprünglich schien es, als müsse man einige FLM-Teams ausladen. Doch in der vergangenen Woche hagelte es – auch prominente – Absagen. Dass Guess Racing (Grund: angeblich Elektrikprobleme) und Aston Martin (Grund: der AMR-One ;-)) wieder absagen würde, war abzusehen. Hinzu kommen jedoch auch noch Oreca, die ihren Peugeot 908 nach Le Mans erst wieder ordentlich aufbauen müssen; Quifel-ASM, die nach zwei Motorschäden in Folge lieber am Zytek-Aggregat arbeiten wollen; Hope Racing mit dem noch nicht ganz ausgereiften Hybrid-LMP1; und auch der in Le Mans verunfallte Gulf-Aston Martin Vantage wurde zurückgezogen.

Besonders bei Oreca ist die Absage überraschend, hätte das Team doch durchaus noch Chancen auf die Team-Meisterschaft in der ILMC gehabt. Vorn liegen in der Wertung allerdings das Audi Sport Team Joest und Peugeot Sport Total, und zwar denkbar knapp mit 50 zu 49 Punkten – allerdings: in der Herstellerwertung ist der Stand umgekehrt: Peugeot (103) deutlich vor Audi (69), die bislang in jedem Lauf weniger Punkte sammelten. Für Peugeot dürfte es besonders wichtig sein, beide Titel zu holen, um nach der erneuten Niederlage bei den 24h wenigstens etwas vorzuweisen zu können. Möglich wäre natürlich bei dem Titelgewirr, das leider auch in der zukünftigen WM bleibt, eine Meisterschaft für beide Konkurrenten…

Bernhard/Fässler und Kristensen/McNish fahren die beiden komplett neuen Audi R18 (der Le Mans-Siegerwagen kommt ins Museum), Bourdais/Davidson und Montagny/Sarrazin die Peugeots. Ein eventueller Vorteil für eines der beiden Werke ist schwer zu ermitteln. Peugeot wird sicher nicht mit einer strikt auf geringen Luftwiderstand getrimmten Abstimmung à la Le Mans ins Rennen gehen, entsprechend werden Verbrauchs- und Topspeed-Vorteil sowie der Nachteil in schnellen Passagen kleiner sein. Dennoch bleibt der 908 ein zum Übersteuern neigendes Fahrzeug mit schmalerem Performance-Fenster, wie die Fahrer inzwischen erklärt haben. Auch Audi wird auf ein Setup für mehr Downforce setzen. Heiß soll es am Sonntag nicht werden (es sind auch Schauer zu erwarten), also sollte auch die Klimaanlagen-lose Cockpitbelüftung nicht an ihre Grenzen stoßen.

Pescarolo und Rebellion werden sich um Sieg und Tabellenführung bei den Benzinern streiten, die Franzosen scheinen hier im Vorteil zu sein. In der LMP2 ist noch alles drin: in der LMS liegt Strakka trotz des schwachen Motors in Lauf 1 vorn (hier zählt ja Le Mans selbst nicht zur Meisterschaft), dahinter liegen allerdings noch neun weitere Teams innerhalb von zehn Punkten. Bei den drei ILMC-Teams dieser Klasse führt Signatech-Nissan mit 18 Punkten vor Level 5 und Oak Racing. Ein Favorit auf den Klassensieg in Imola ist schwer zu benennen, aber die Nissans dürften wieder leicht im Vorteil sein, besonders Strakka ist aber auch stets immer für ein Podium gut.

In der GTE-Pro streiten sich AF Corse (53 Punkte) und BMW (49) um den Team-Titel, Lotus arbeitet noch am neuen Wagen und Luxury Racing fehlen trotz guter Rennen die Ergebnisse. In der Hersteller-Wertung jagen BMW und Ferrari (je 72 Punkte) allerdings Corvette, die nach dem Le Mans-Sieg mit 84 Zählern vorn liegen – der Vorsprung dürfte allerdings wieder schmelzen, denn die Werks-Corvettes treten nur in den US-Runden an und die Larbre-Amateur-Corvette allein kann kaum ausreichend Punkte holen, um die Führung zu halten.

Porsche liegt bereits deutlich zurück, der 911 GT3 RSR kann mit den neuen Modellen der Konkurrenz nicht mehr ganz mithalten, wie die bisherigen Rennen zeigten. Auch in der LMS liegen die Ferrari-Teams AF Corse, Hankook-Farnbacher und JMW deutlich vorn. Beim Ferrari-Heimspiel in Imola dürften die Teams mit den F458 auch wieder stark einzuschätzen sein, und das nicht nur wegen des Heimvorteils. Auch die Haltbarkeit sollte über die Distanz von 6 Stunden ein kleineres Problem sein als über 24. Allerdings wird sich BMW wohl jetzt auch nicht mehr zurückhalten, anders als in Spa, als man wohl einer BoP-Neueinstufung entgehen wollte. Entsprechend dürfte die mit 14 Autos gut besetzte GTE-Pro-Klasse diesmal ein spannenderes Rennen bieten als beim letzten gemeinsamen ILMC/LMS-Lauf.

GT1-WM – Navarra

Die mit ILMC und LMS konkurrierenden Ratel-GT-Serien werden zum zweiten Mal nahe Los Arcos in der nordspanischen Region Navarra an den Start gehen. Der noch a

June 29 2011

14:54

24H Nürburgring: Der Null Fehler Job

Manfred Jantke sagte einmal, dass ein Team einen „Null Fehler-Job“ hinlegen muss, um ein 24H Rennen gewinnen zu können. Keiner dürfe einen Fehler machen, weder die Ingenieure, die Mechaniker und Fahrer oder die Strategen hinter der Mauer.

Dies zu schaffen ist eine Kunst für sich und auch dieses Jahr wieder versuchten es viele namhafte Teams, woran aber fast alle gescheitert sind. Fast alle, denn ein Team gab es, welches diesen Job erledigen konnte, und das war der Sieger – Manthey Racing mit ihrem Porsche. Aber die Geschichte von diesem Sieg und, eng verknüpft damit, mit dem Wagen begann bereits im letzten Jahr.


Anfang 2010 entschied man sich bei Manthey Racing den zuverlässigen GT3 RSR am Ring nicht mehr einzusetzen, da man per Reglement die SP9 mit ihren GT3-Wagen zur Topklasse auserkoren hat und dabei die SP7 mit dem RSR eingebremst hat und nicht mehr so schnell wie benötigt war. Folglich setzte auch Manthey bis zum 3. Lauf zur VLN in diesem Jahr den GT3 R als ihr Topauto ein. Allerdings begann sich der Wind schon seit Beginn der VLN-Saison etwas zu drehen, denn der Technikausschuss hatte feststellen müssen, dass die Wagen mittlerweile für den Ring fast zu schnell geworden sind und wollte eingreifen, denn es wurden Rundenschnitte von teilweiße über 180 km/h gefahren.
So verordnete man allen GT3-Wagen der SP9 Air Restriktoren in der Absicht, die Leistung der Wagen von bis zu 600 PS zu reduzieren. Zusätzlich wurden max. Leistungswerte in Abhängigkeit von Hubraum und Gewicht verordnet um die Geschwindigkeiten zu reduzieren. Da die Ansaugsysteme der GT3-Wagen nicht ganz so ausgeklügelt waren/sein sollten wie jene der der GT2, erhoffte man sich hier trotz den recht großen Restriktoren im Vergleich zu GT2 doch einschneidende Ergebnisse. Dies wurde nach jedem Rennen analysiert und bei fast allen Wagen wurden die Restriktoren und die Leistung immer weiter nach unten geschraubt, da sie wohl nicht den gewünschten Effekt erreichten. Zusätzlich erhielten die SP7 wieder etwas größere Restriktoren (0,5 mm), da hier nun kein Werksteam mehr vertreten war und die Geschwindigkeitsunterschiede nicht zu groß werden sollten.
Dies führte dazu, dass der GT3 R, welcher heuer eh nicht so besonders konkurrenzfähig zu sein scheint, aus dem optimalen Betriebsfenster geflogen ist und es hat sich abgezeichnet, dass man damit beim 24H wohl nicht die Pace der Spitze mitgehen wird können und bei den letzten 24H auch nicht gerade durch Zuverlässigkeit glänzte. Also musste Ersatz her, und da hat der schlaue Olaf Manthey einmal gaaaaaaaanz tief in die Trickkiste, bzw. in seine Garage geguckt und siehe da, taaaaadaaaa den Gesamtsieger von 2007, 2008 und 2009, den 911 GT3 RSR aus der SP7 rausgeholt.
Mit diesem Wagen hat man dann im 3. und 4. Lauf jeweils den 2. Platz geholt, während man beim letzten Lauf sogar den GT3 R und den RSR einsetzte um einzuschätzen, welches Auto nun am besten sei. Allerdings konnte oder wollte das nicht komplett festgestellt werden und man nannte beide Wagen zu den 24H mit Lucas Luhr, Timo Bernhard, Romain Dumas und Marc Lieb um zum einen auf Nummer sicher zu gehen und auch von allen möglichen weiteren Einschränkungen in der BoP möglichst verschont zu bleiben. (Er sollte nicht Unrecht haben…).
Der Plan ging sogar so weit, dass man in der Anfangsphase mit beiden Wagen in das Rennen startete, jedoch den GT3 R dann nach gut 2,5 Stunden zurück zog um die Fahrer nicht zu überfordern.
Dies war absolute die richtige Entscheidung, denn auch der GT3 R Haribo konnte die Zeiten an der Spitze kaum mitgehen und hatte nie eine Chance auf den Sieg. Selbiges gilt auch für den Hybriden. Konnte man sich anfangs dank der Wahl auf Slicks zu starten und einer ungeschlagenen Reichweite von 10 Runden bis nach vorne arbeiten, schlug dann der Fehlerteufel zu, und zwar gewaltig. So musste einmal das komplette Getriebe gewechselt werden und im Laufe des Rennens war dann auch noch der Getriebeflansch für das Differential fällig, was ebenfalls zu langen Reparaturarbeiten führte und somit jede Chance nahm.
Erfreulich war aber schon angesprochen die Reichweite, denn obwohl man 10 Liter weniger im Tank haben durfte als letztes Jahr, konnte man eben 10 Runden gehen und es wurde sogar mal über 11 Runden im Laufe des Training spekuliert, was sich aber nicht als wahr herausstellen sollte.
Offenbar hat man bei Porsche den Motor wirklich dahingehend entwickelt etwas Sprit zu sparen, was zwar Leistung kostet aber Reichweite bringt und man will die fehlenden PS durch das Hybrid-System wieder reinholen. Ein Konzept was bei der VLN sehr gut funktionierte und auch in Zukunft wohl sehr gut funktionieren dürfte, womit man davon ausgehen darf, dass das sicher nicht der letzte Auftritt eines Hybrid-Porsches war. So konnte man bei gleichem Tankinhalt eine Runde länger als der RSR fahren.
So hatte der GT3 RSR zu Beginn zwar leichte Probleme, da man damit auf Slicks gestartet war, allerdings konnte man sich dank abtrocknender Strecke relativ schnell nach vorne arbeiten, da alle anderen nach 2 bis 4 Runden zum Reifenwechsel mussten um von Regen- auf Trockenreifen zu wechseln. Zu Beginn der Nacht tauchte man dann an der Spitze auf, welche Anfangs der famos auftrumpfende Farnbacher Ferrari sowie der BMW mit der #1, später dann der SLS von Mamerow bildete. In der Nacht blies man allerdings dann vollkommen zur Attacke und konnte sich die Spitze sichern sowie mehrere Minuten Vorsprung auf den 2. platzierten herausfahren, welche man bis ins Ziel nicht mehr hergeben wollte und dies auch schaffte.
Allerdings war das keine Spazierfahrt, denn die Piloten mussten bis 1 Stunde vor Ende volles Rohr fahren, denn auch die Verfolger wie der BMW M3 GT um Jürgen Alzen, Pedro Lamy, Jörg Müller und Augusto Farfus war ständig am angasen und konnte permanent die gleichen Rundenzeiten wie der Porsche fahren, ebenso wie die Audi R8 oder die Mercedes SLS, insbesondere der von Heico Motorsport. Auch konnte man trotz massiver Gelbphasen in der Nacht, als an vielen Stellen die Leitplanken und Fangzäune repariert werden mussten und die Zeiten damit lange über 9 Minuten blieben mit 156 Runden einen neuen Distanzrekord aufstellen, was einem Schnitt von fast 165 km/h entspricht.
Hauptverantworlich war neben der überragenden Leistung der Fahrer die enorme Zuverlässigkeit des Wagens. So hatte man nur eine leichte Berührung vorne rechts, welche aber keinen Schaden verursachte, sowie keinen einzigen kleinen technischen Defekt. Seit dem Beginn des 24H Rennen 2008, als dem RSR ein Kühlwasserschlauch platzte, gab es bei 24H Rennen keine Auffälligkeiten, Defekte oder technisch bedingte Zwischenfälle. Auch war von Vorteil, dass man in der Regel eine Runde länger fahren konnte als z.B. die Audi und sich somit über die Distanz ganze 3 Stopps auf den 3. platzierten Audi, den Bilstein Audi R8 LMS von Phoenix mit der #14 einsparen konnte.
Dass die Audis allerdings lange Zeit nur 8 und teils sogar nur 7 Runden gefahren sind ist allerdings schon verwunderlich, denn man war letztes Jahr mit dem gleichen Wagen in der Lage 9 Runden zu fahren und man durfte heuer sogar 5 Liter mehr Sprit an Board haben.
Ich vermute, dass man durch „fettere“ und aggressivere Motorkennfelder versucht hat, die Leistungsverluste durch die Air Restriktionen wieder aufzufangen, denn anscheinend reagiert der Motor recht sensibel auf jene Air Restriktionen.
Zusätzlich mussten die 3 Audi R8, welche auf den Plätzen 3 (#14), 4 (#15), 5(16) mit je einer bzw. 2 Runden Rückstand jeweils für ein paar Minuten länger an der Box stehen um kleinere Reparaturarbeiten durchzuführen. Dies erklärt dann den Rückstand der Audis, welche die gleichen Rundenzeiten wie die Spitze fahren konnten und nicht die Einstufung durch die Balance of Performance. Daher kann ich die Aussage („Es hatte sich schon im Qualifying angedeutet, dass unser R8 LMS mit der aktuellen Einstufung nicht das schnellste Auto ist“) von Dr. Wolfang Ullrich nicht ganz so verstehen, denn man vor z.B. auch die 2. und 4. schnellste Runde und wenn man einigermaßen freie Bahn hatte, konnte man sich diesen Zeit sehr gut und konstant annähern.
Dies möchte ich mal am Beispiel der #14, dem 3. und besten Audi zeigen: 3 Boxenstopps x 3:00 Minuten = 9 Minuten + ~ 3 Minuten extra, die man in der Nacht bei einem Stopp aufgrund eines kleinen Problems für die notwendigen Reparaturen benötigte. also gute 12 Minuten und die war man dann Schlussendlich auch im Ziel hinten im Vergleich zum Manthey Porsche, als man mit mehr als einer Runde Rückstand ins Ziel rollte.
Also lag es kaum an der Pace die der Audi gehen konnte, sondern es bewahrheitete sich der Spruch „Kleinvieh macht auch Mist“ und so summierten sich die 3 zusätzlichen Stopps und die kleine Reparatur zu den 12 Minuten Rückstand auf, denn der Sieger hatte dies einfach nicht nötig.
Außerdem durfte der Audi kurz vor Beginn des Rennen wie die anderen Wagen der SP9 noch 25 Kilogramm ausladen.
Diesem Hick-Hack vorausgegangen war am Donnerstag die Pole-Zeit des Farnbacher-Ferraris, als Dominik Farnbacher so ziemlich als erster auf die Nordschleife einbiegen konnte und eine komplett freie Runde erwischte. So konnte er mit extra weichen Qualfying Reifen, eine Zeit von 8:23 Min in den Asphalt brennen. Dies war eine Sekunde schneller als die Vorjahres Zeit, welche aber nicht bei einer freien Runde gedreht wurde und auch am Freitag konnten die anderen Piloten bis auf ein paar Sekunden an die Zeit ran kommen, obwohl sie keine komplett freie Runde erwischten.
Nichts desto trotz hat die Technik Komission am Freitagnachmittag entschieden, dass der Ferrari 25 Kilo zusätzlich einladen darf. Diese Entscheidung war aber noch nicht endgültig, denn am Samstag, kurz vor dem Rennen (!!!), wurde die Entscheidung geändert, der Ferrari musste keinen zusätzlichen Ballast aufnehmen, allerdings durften auf einmal alle Wagen der SP9, sprich der GT3 25 Kilo ausladen und der Hybride durfte seinen Air Restriktor um 1 mm. Vergrößern, was 4,5 % mehr Durchlass-Fläche und somit max. 4,5 % mehr Leistung entspricht, was bei 500 PS gute 23 PS mehr wären. Allerdings sollte der Hybride eh keine Rolle in der Entscheidung spielen.
Betroffen waren hiervon alle GT3 Wagen, also auch der Mercedes, der Reiter Lambo und auch der Hauptsponsor Audi. Ob die Entscheidung nun richtig oder falsch war, darüber kann man sicherlich geteilter Meinung sein, was nicht zuletzt auch daran liegt, ob man ein Befürworter der BoP ist oder nicht, auf jeden Fall sollte sie nicht erst kurz vor dem Start erfolgen, wenn keine Möglichkeit mehr besteht Abstimmungsarbeiten mit einem möglichen Zusatzgewicht durchzuführen, oder man sogar noch kurz vor dem Start ein neues Motormapping aufspielen muss. Benachteiligt war man aber auf Seiten von Audi nicht, und das deckt sich auch mit der Aussage von Merco Werner bei Radio Le Mans, als er monierte dass das Handlich in den Kurven des R8 nicht gerade optimal gewessen sei.
Man konnte erkennen, dass man bei Audi den R8 weiterentwickelt hat. So hatte man nun vorne Winglets um mehr Abtrieb zu haben und auch der Heckflügel schien mir etwas steiler angestellt zu sein als im letzten Jahr. Offenbar hat man es bei den Neuentwicklungen daher nicht geschafft den Wagen perfekt abzustimmen.
Selbiges gilt auch für Mercedes, welche wirklich sehr positiv überraschten. So war der Mamerow-SLS bis in die Nacht hinein Spizenreiter und wurde nur ausgebremst, als Armin Hahne in einen heftigen Unfall verwickelt wurde, was das Aus für das Trio Mamerow/Hahne/Kaffer war. So konnten die SLS am Anfang mit das Tempo bestimmen, als in der 1. Runde gleich 3 SLS in Front waren nachdem sich Allan Simonsen am Start etwas überrumpeln lies. Auch war die Zuverlässigkeit sehr gut, denn so konnten der Black Falcon SLS welcher auf Platz 6 Gesamt landete ohne technische Probleme durchfahren, und auch der sehr lange bis kurz vor Ende um Platz 3 kämpfenden Heico-SLS hatte keine technischen Probleme.
Allerdings hatte dieser Wagen leider extrem viel Pech, denn im Laufe des Rennen wurde man in eine leichte Kollision verwickelt, bei dem der hintere Stoßfänger und wohl auch die Hinterachse leicht beschädigt wurden. Dies machte allerdings bis kurz vor Ende keine Probleme und so konnte man beherzt mit dem Bilstein Audi im Platz 3 kämpfen, als man im frühen Nachmittag sogar die Nordschleife Rad an Rad umrundete und man sogar mit leicht besseren Karten da stand, da man auch hier 9 Runden pro Stint gehen konnte und nicht wie befürchtet nur 8. Leider schlug wie schon angesprochen, kurz vor Ende der Fehlerteufel zu, so dass alle Träume zerplatzten und man musste nur in das Gesicht von Christopher Brück gucken, um zu sehen dass es allen von Team Heico in diesem Moment das Herz zerriss. Wenigstens konnte man das Rennen wieder aufnehmen und auf Rang 7 ins Zeil einlaufen, was allerdings nur ein sehr schwacher Trost sein dürfte.
Auch überraschte die Fahrbarkeit des SLS. Gilt im Allgemeinen der R8 LMS etwas diffizil im Handling, was man letztes Jahr recht schön bei Black Falcon sehen konnte, da dort keine Profis wie bei Phoenix oder Abt den Audi bewegen, sondern Privatfahrer. Diese haben im R8 letztes Jahr relativ viel Zeit pro Runde verloren, während dies heuer im SLS nicht so stark ausgeprägt war.
Unterstrichen wird dies auch von mehreren Aussagen von Fahrern, dass man beim SLS wirklich ein sehr gutes und ausgeglichenes Kurvensetup fahren konnte, was bei einem 24H Rennen sehr wichtig ist, um schnell und konstant ohne große Anstrengungen fahren zu können. Hier wird sicher auch der große Motor geholfen haben, welcher dank 6,2L Hubraum und eher weniger Drehzahl sicher nicht ideal für die allerhöchste Topspeed ist, aber dank dem Hubraum viel Drehmoment unten raus und im mittleren Drehzahlbereich entwickelt. Dies ist bei den ganzen Überrundungen auf der Nordschleife auch sehr hilfreich, wenn man nicht lange auf die Power warten muss.
Für 2012 hat Mercedes schon mal ein Update angekündigt und sollte dies in die richtige Richtung gehen, dann wird man für 2012 mit den Sternen def. Rechnen müssen.
Ein weiteres Auto, welches richtig stark unterwegs war, war der Ferrari F458 Itatlia von Farnbacher. War das Privat-Team von Horst Farnbacher am Anfang in der Lage mit den BMW die Pace zu bestimmen, so konnte man sich sogar einen leichten Vorsprung von gut 40 Sekunden bis in die frühen Abenstunden herausfahren, bis nach etwas über 4 Stunden leider (oder zum Glück wird die Konkurrenz sagen) ein Defekt alle Träume zum Platzen brachte. Jaime Melo berichtete auf einmal von komischen Lenkbewegungen und das das Auto immer zur Seite ziehe und nicht mehr stabil lag. Als er in die Box abbog stellte sich sofort heraus, dass ein Ermüdungsbruch am hinteren Radträger vorlag und dieser gewechselt werden müsse. Zum einen ist ein solcher Defekt sehr überaschend, zum anderen verlor man 45 Minuten bzw. 5 komlette Runden an der Box bei der Reparatur, womit man keine Chance auf den Gesamtsieg mehr hatte, denn dieses Auto hätte Chancen gehabt und was für welche!
So konnte man im Laufe des Rennens eine komplette Runde auf den Manthey RSR wieder reinfahren und mit 4 Runden Rückstand Platz 8 erreichen. Zum anderen lief das Auto dann wie ein Uhrwerk und machte keine weiteren Probleme mehr. Außerdem war man schnell und zwar richtig schnell. So konnte man die Pole rausfahren, am Anfang am Anfang die Pace bestimmen, phasenweiße oft mehrere Sekunden pro Runde schneller fahren als alle anderen und nach 23 Stunden Rennen, dann mitten im Stint mit 8:31 die schnellste Rennrunde rausknallen. Wäre also dieser Defekt nicht gewesen, dann hätte dieses Auto den führenden Autos aber mal so richtig Feuer unter dem Hintern gemacht und wäre def. Gesamtsiegfähig gewesen.
Selbiges gilt vermutlich auch für den 2. Platzierten Wagen, den BMW mit der #1. So konnte man die gleichen Zeiten wie der Manthey Porsche gehen, ebenfalls 9 Runden fahren und hatte keine technischen Probleme. Allerdings hatte man im Ziel 4:30 Min Rückstand und die Frage war natürlich, wo diese hergekommen ist. Der Grund war folgender: am frühen Abend eilte der BMW die Steilstrecke zum Karussell hoch und vor ihm war ein langsamer BMW. Dieser fuhr zuerst von links nach rechts und machte die Ideallinie somit für den Titelverteidiger frei. Allerdings zog er später wieder nach links hinüber und zwang Pedro Lamy damit über das Gras im inneren des Karussells auszuweichen. Dort rutschte er hinüber und traf dann innen in der Kurve den eben schon erwähnten BMW leicht. Beide hatten zwar kaum Schaden davon getragen, allerdings stand der BMW mit der #1 nun in entgegen gesetzter Richtung und eine Kehrtwendung wäre nur über die Innenseite des Karussels möglich gewesen, wobei er unweigerlich die Kante innen mitnehmen hätte müssen, was massive Schäden am Wagen verursachen hätte können. Die richtige Entscheidung wäre nun gewesen auf die Streckenfahrzeuge zu warten, diese die Stelle absichern zu lassen und diese hätten ihn dann selber umgedreht.

Allerdings war dies Pedro Lamy zu zeitaufwändig und er fuhr gegen die Fahrtrichtung bis zum Eingang des Karussell um dann dort Kehrt zu machen. Dies ist allerdings laut Reglement unter allen Umständen verboten und es hätte zu einem Frontalzusammenstoß führen können, wenn just in diesem Moment 2 Wagen nebeneinander da hoch gekommen wären! So entschied die Rennleitung kurz vor Mitternacht auf eine 3 Minuten Stopp and Go Strafe, wodurch der BMW nun ebene jene 4:30 Rückstand auf den Manthey erhielt. Dies ist sehr schade, denn wäre die Aktion nicht gewesen, wäre es wohl ein Sprint bis zu Ziellinie um jede Sekunde geworden.
Weniger gut lief es für den anderen BMW, nämlich die Startnummer 7 mit den 3 Dirks und ebenfalls Lamy. Hier konnte man auch zu Beginn durch eine gute Taktik und sehr flotte Fahrweiße die Spitze mit dem Schwesterauto und den F458 markieren, allerdings gab es dann Unregelmäßigkeiten an der Bremsanlage was dazu führte, dass man für gut 70 Minuten an der Box warten musste, da man dort wohl fast die kompletten Hyrdaulikschläuche und die Bremsanlage wechseln musste um den Defekt zu beseitigen. Das Rennen war dadurch natürlich gelaufen, allerdings nahm man wieder das Rennen auf und wollte soweit es geht nach vorne fahren. Aber auch dies klappte dann nicht mehr, denn kurz vor Ende hatte man einen Motorschaden und schied somit leider aus.
Ebenfalls überhaupt nicht lief es leider mal wieder für das Schuberth Team mit ihren 3 Z4 GT3. Man konnte am Anfang mit allen Autos in die Top 10 fahren und auch das Tempo der Spitze mitgehen, viel mehr konnte man sich sogar mit dem Topauto der #76 mit Claudia Hürtgen, Tommy Milner und Frederik Larrson kurz nach Mitternacht auf die 2. Position fahren und die Verfolgung des Manthey RSR aufnehmen. Leider kam es kurz vor 2 Uhr zu einem massiven Unfall mit dem Race & Event SLS von Heinz Schmersal. Der Z4 wollte ausgangs Eiskurve Richtung Pflanzgarten 1, 2 Wagen außen überholen. Den 1. Wagen konnte er sich auch schnappen und wollte aber auch den SLS holen, was dort aber nicht funktionierte und somit beide Wagen bei hohem Tempo kollidierten. Das Rennen war somit für beide Wagen natürlich beendet, da alle 2 Autos Kernschrott waren was einem Schaden von 700.000 – 800.000€ entsprechen dürfte. Viel wichtiger war jedoch, dass beiden Fahrern und auch Fans oder Streckenposten bei diesem Crash nichts passiert ist und alle noch mal gutgegangen ist. Selbiges gilt für den 318i von den Gebrüdern Memminger, welcher am frühen Abend ebenfalls am Pflanzgarten 1 abhob und dort heftig verunfallte.
Der 2. Z4 GT3 verunfallte dann auch sehr heftig am Morgen auf der Anfahrt zum Schwalbenschwanz. Anders Burchardt wollte dort einen langsameren Civic überholen, dieser lenkte aber nach links ein und traf den Z4 GT3 an der Seite. Dieser bog in die Leitplanke ab und hob dort ab und wurde vom Sicherheitszaun noch eingefangen. Glücklicherweiße kamen wohl beiden Fahrer relativ unbeschadet davon, denn das hätte auch ganz böse ins Auge gehen können, denn hier fährt man die Kurve im 6. Gang mit 230 und mehr an, bevor man dann runter in den 3 oder 4. Gang schaltet. Überhaupt passierten heuer sehr viele Unfälle, wobei viele wirklich nicht ohne waren. Uwe Alzen meinte in der Nacht sogar sinngemäß, „wenn die so weiterfahren, dann kommt kein Auto am Sonntag ins Ziel“ So mussten in der Nacht unter dem Rennen teilweiße mehrere Stunden lang Leitplanken und Fangzäune repariert werden, da zuvor Wagen sehr hart dort eingeschlagen sind. Dies zeigt sich auch in den Rundenzeiten, da es dort so viel Gelb gab, dass selbst die Topautos deutlich über 9 Minuten für eine Umrundung benötigen.
Und auch der 3. Z4 GT3 hatte kein Glück, denn nach einem Schaden im Antriebsstrang entschied man sich den Wagen nicht mehr zu reparieren um nicht noch einen Abflug zu riskieren, denn immerhin will man an diesem Wochenende wieder mit dem Z4 GT3 in der GT3-EM starten.
Ebenso wenig erfreulich lief es für VW. Man konnte zwar die AT-Klasse gewinnen, allerdings gab es dort auch kaum Gegenwehr, denn die Rennleitung hatte richtig gelegen mit ihrer Entscheidung Tim Schrick’s Bio-Auto trotz mangelnden Nacht-Runden an den Start gehen zu lassen, wäre keine Gefahr – denn bis zur Nacht kam das Auto nicht einmal und als kurz nach dem Start eine riesengroße weiße Rauchsäule im Bereich Antoniusbuche/Hohenrain emporstieg, meinten viele ein Kühlturm eines Kraftwerks wäre in Betrieb gegangen. In Wahrheit war es aber der Motor des Schrick-Wagens, welcher sich in Luft auflöste und dafür sorgte, dass das Rennen zu Ende war.
Zurück zum VW Team und die erlebten ein wahres Déjà-vu mit ihrem Golf 24H. So konnte man sich zwar aufgrund der feuchten/abtrocknenden Bedingungen immer weiter nach vorne arbeiten und sich z.B. Thomas Mutsch einen schönen Zweikampf mit Striezel Stuck in dessen Lambo lieferte, als man Stoßstange an Stoßstange den Lambo vor sich her jagte. Aber man verlor schon relativ bald die 2 Topgesetzten Golf 24H. So fiel die #135 gegen 22 Uhr nach einem schweren Unfall aus, wobei Mortara vorsichtshalber zur genauen Untersuchung ins Krankenhaus eingeliefert wurde, jenes aber bald entlassen konnte. Nur ein paar Minuten später erwischte es die #35, als man mit Getriebeschaden ausschied und auch die #235, der „Promi-Golf“ mit Johnny Herbert und Mark Blundell hatte kein Glück als man im frühen Sonntagnachmittag ebenfalls mit einem Getriebeschaden ausfiel. Es wäre echt interessant gewessen, was man im Laufe von 24H mit dem Wagen leisten hätte können, aber leider sind die 2 am stärksten besetzten Golf schon so früh raus.
Richtig erfreuliches hingegen gab es vom Team um Sabine Schmitz und Klause Abbelen mit ihrem Frikadelli Porsche zu berichten. Man hatte sich von Anfang darauf ausgerichtet nichts zu überstürzen und erst mal auf ankommen zu fahren. Diese Taktik ging voll auf, denn so konnte man sich auf Platz 9 im Gesamtklassement fahren, indem man jedem Unfall oder technischen Defekt aus dem Weg ging. Auch die anfänglichen Wackelkandidaten Tim Bergmeister und der junge und sehr schnelle aber auch etwas unerfahrene Niclas Kenntenich machten keinen Fehler und sorgten für die 23. beste Platzierung eines Porsche, wenn man die letzten 2 Jahre zusammenrechnet. Besser waren heuer nur der RSR und 2010 der Alzen Cup S mit Platz 6 Gesamt.
Selbiges gilt fast auch für einen der absoluten Publikumslieblinge, dem P4/5 Competizione von James Glickenhaus. Das Auto welches mit viel Liebe und Engagement aufgebaut wurde und eine Hommage an die P-Serie von Ferrari darstellt, schaffte es innerhalb weniger Wochen zu einem der Lieblinge der Fans zu werden. Das symphytische Team, welches zwar nicht ganz ohne Probleme und 3 etwas längeren Reparaturen an die Box musste, konnte aber durchfahren und Platz 39 erringen. Nach diesem Rennen soll das Auto wohl in die Garage wandern und nicht mehr gefahren werden, obwohl es ja schon mal Stimmen gab die sagten dass da noch was kommen würde, und man z.b 2012 gerne Le Mans fahren würde. Verdient hätte es das Auto und das Team allemal und es zeigt was mit viel Mühe und auch (finanziellen) Einsatz möglich ist. Immerhin hat das ganze Projekt wohl zwischen 10 und 15 Millionen gekostet.
DER Publikumsliebling, schaffte es auch seine Klasse beim 24H Comeback zu gewinnen. Gemeint ist der Eifelblitz aus der SP10. Hier konnte das Team rund um Johannes Scheid auch durch konstante und schnelle Zeiten nach vorne arbeiten und so prominente Konkurrenz wie den hoch eingeschätzten Mathol Aston Martin oder den Dörr M 3 GT4 auf die Plätze verweisen und den 30. Gesamtrang erreichen.
Aber wie heißt es so schön, das beste kommt zum Schluss und somit möchte ich es auch diesmal wieder halten. Gemeint ist der Abgang eines ganz großen, nämlich Hans Joachim Stuck in seinem Team Stuck³. Hier konnte man das Rennen ohne größere Probleme (ein paar kleine Probleme mit der Elektronik mal außen vor) durchziehen, was nicht viele für möglich gehalten haben, denn immerhin ist es das erste 24H Rennen, was der neue LP600 von Reiter auch durchhält. Aber das Team aus Bayern hat bewiesen, dass es zu Recht als eines der besten GT3-Schmieden der Welt gilt, denn man konnte sich hier mit konstant guten Zeiten auf Platz 15 im Gesamtklassement fahren, da auch hier die Devise eben nicht 110% lautete, sondern man auf Schonung von Fahrer und Material bedacht war und das dürfte auch hier die richtige Entscheidung gewesen sein. Auch recht interessant: Die schnellste Zeit von 8:45 fuhr ausgerechnet der jüngste und erfahrenste im Bunde, nämlich Ferdinand Stuck. Strietzel ließ es sich dann auch nicht mehr nehmen die letzten Runden des Rennens und seiner Karriere dann selber zu fahren und übernahm beim letzten Stopp das Auto um es dann über die Ziellinie zu fahren. Nach diesem emotionalen Abschied erklärte er dann unter Tränen dass es Zeit sei den Kelch an seine Söhne abzugeben und zurückzutreten. Man darf gespannt sein, ob das wirklich sein letztes Rennen war ;-)

Zum Schluss möchte ich allen Klassensiegern und ankommenden Wagen meinen Glückwunsch aussprechen und auch einmal den vielen hart arbeitenden Streckenposten, Freiwilligen und Marshals danke, denn ohne sie wäre ein solches 24H Rennen definitiv nicht durchführbar.

Zum einen gibt es eine sehr große Galerie von janw und auch Flo und Stephan K. welche vor Ort waren haben einige Fotos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

d_20056_800_600_90 DSCN0636 DSCN0645 DSCN0647 DSCN0652 DSCN0655 DSCN0671 DSCN0756 DSCN0819 DSCN0821 DSCN0846 DSCN0852 DSCN0856 DSCN0879 DSCN0891 DSCN0912 DSCF1024 DSCF1028 DSCF1184 DSCF1200 DSCF1207

flattr this!

June 24 2011

05:39

Vorschau: 24H vom Nürburgring Teil 2

Nachdem der erste Teil der Vorschau über das Rennen an sich, BMW und Porsche handelte, handelt der 2. Teil nun über Audi, Mercedes, VW und die “Exoten”

Mercedes

Neben Porsche, welche in der Spitzengruppe zahlenmäßig am stärksten vertreten sind, schickt auch Mercedes eine ganze Armada an SLS GT3 ins Rennen. So werden sage und schreibe 9 Flügeltürer im ersten Einsatzjahr das Rennen um den Gesamtsieg aufnehmen.
Das stärkste Kontingent mit stellt hierbei Black Falcon Racing. Das Team welches letztes Jahr noch für den privaten Einsatz von 2 R8 LMS verantwortlich war, bringt heuer 3 SLS an den Start.
So wird die #20 von Ralf Schall, Maik Rosenberg, Hannes Plesse und Andrii Lebend gesteuert. Mit Maik Rosenberg und Ralf Schall hat man 2 zuverlässige und flotte Piloten, welche den Wagen zügig und routiniert über den Ring steuern können, aber bei den anderen 2 habe ich dort doch meine Bedenken.
Die #21 wird von den beiden Breslins, Sean Paul (welcher auch in Le Mans am Start war) und Sean-Patrick Breslin sowie Vimal Mehta und Stephan Rösler pilotiert. Hier dürfte ankommen und ohne Fehler durchkommen das Ziel sein – Wenn der Wagen hält, denn bisher hat der SLS nicht gerade den zuverlässigsten Eindruck gemacht.
Am stärksten wird man aber sicher das 3. Quartett nämlich Thomas Jäger, Kenneth Heyer, Jeroen Bleekemolen und Jan Seyfarth auf der #22 einschätzen dürfen. Von den Fahrern her, wäre man sicher ein Kadidat für die vorderen Plätze im Endklassement, aber dafür muss wie schon angesprochen die Technik erst einmal durchhalten, wobei es aber bei so vielen Startern durchaus möglich ist, dass 2 oder 3 Wagen ohne Probleme durchkommen werden. Von daher wird man hier abwarten müssen wie sich das Rennen entwickeln wird.

Ebenfalls stark besetzt ist die Nummer 25 von Horn Motorsport. Hier werden sich der sehr erfahrene aber auch sehr schnelle Sascha Bert sowie David Horn abwechseln. Eine faustdicke Überraschung gab es allerdings vor ein paar Monaten, als man ankündige sich bei den 24H vom Ring mit „Trommelwirbel“ Stephane Sarrazin http://www.sascha-bert.de/sascha-bert-startet-im-mercedes-sls-amg-gt3-mit-horn-motorsport-in-die-neue-saison/von Peugeot zu verstärken. In der VLN konnte man bisher überzeugen, wenn das Auto keine Mucken von sich gab, allerdings fuhr Stephane bisher nicht in der VLN, was sich vor allem in der Nacht bemerkbar machen sollte. Denn gerade hier braucht man viel Routine und Erfahrung um die Situationen richtig einzuschätzen.

Am stärksten schätze ich daher den SLS mit der Startnummer #30 ein. Hier werden sich Armin Hahne und keine geringeren als Pierre Kaffer sowie einer der schnellsten und besten Nordschleifenfahrer überhaupt und 2009 Fahrer das Jahres Chris Mamerow abwechseln. Dieses Auto von Mamerow Racing, welches vor der Saison von Porsche zu Mercedes gewechselt ist, konnte den 2. Lauf zur VLN von der Spitze weg kontrollieren und einen Sieg einfahren. Man wird diese Fahrer im Kampf um den Gesamtsieg sicher auf der Rechnung haben müssen, allerdings hatte man schon in der VLN über 4 bzw. 6 Stunden technische Probleme und dies kann man beim 24H Rennen natürlich gar nicht brauchen. Von der Zuverlässigkeit schätze ich halt z.b den GT3 RSR von Manthey oder die BMW M 3 GT durchaus ausgereifter ein als den Mercedes, aber wie schon angesprochen könnte es bei der schieren Anzahl an Starter auch gut möglich sein, dass 1 ein oder 2 Wagen ohne Probleme durchkommen können und wenn es ausgerechnet die #30 ist, dürfte einiges möglich sein.

Ein prominent besetzter SLS AMG GT3 wird mit der #32 von Heico Motorsport an den Start gehen. Hier hat man zwar mit Lance David Arnold einen absoluten Toppiloten verpflichten können und auch mit Christopher Brück einen mehr als soliden Mann, allerdings machte Christian Frankenhout in der VLN nicht so eine gute Figur wie seine 2 Kollegen. Ein Fragezeichen wird man wohl auch hinter Alex. Margaritis setzen dürfen. Der frühere DTM Pilot ist zwar im GT Masters mit Dino Lunardi im Alpina BMW sehr erfolgreich unterwegs, wie der Sieg in Zolder bewiesen hat, allerdings ist die Nordschleife doch noch eine andere Strecke als die im GT Masters. Viel wird also davon abhängen, wie gut sich die 2 im Verkehr und in der Nacht schlagen werden und ob eben die schon angesprochene Technik möglichst reibungslos mitspielt. Der Mercedes SLS ist aber wohl sehr angenehm und gutmütig zu fahren, was gerade bei einem 24H Stunden Rennen sehr von Vorteil ist, damit sich der Fahrer auf das fahren und den Verkehr konzentrieren muss, während er das Auto am absoluten Limit bewegt. Allerdings hat er die mit Abstand längste Nase im Feld und dies dürfte gerade beim Überrunden für die Piloten äußerst schwer sein, denn die Sicht nach vorne und zu den Radkästen wird dadurch sehr eingeschränkt sein. Auch dürfte das Thema Spritverbrauch wie bei allen anderen Teilnehmern wichtig sein. In der VLN schwankten die Anzahl der Runden zwischen 8 und vereinzelt 9 Runden. Jedoch ist der Tankinhalt per Reglement um 5 Liter auf 125 gestiegen und die 24H Variante ist um einen Kilometer länger. Wie massiv sich das auswirken kann, habe ich bereits in Teil1 dargestellt, nämlich bis zu gute 4 Sekunde die man pro Runde auf ein Auto mit 10 Runden rausfahren müsste. Sollte z.b die besser eingeschätzten SLS durch die Hatz somit nur 8 Runden fahren könnten, wäre dies aber großer Nachteil im Kampf um die vorderen Postionen.

2 weitere SLS mit den Startnummern #36 und #46 werden noch von Rowe Racing an den Start gebracht. So wird die #36 von den Piloten Marco Schelp, Roland Rehfeld sowie Hupert Haupt und Alexander Roloff pilotiert während hinter der #46 Dominik Schwager, Michael Zehe, Klaus Rader und der Amerikaner Mark Bullit Platz nehmen. Diese 2 Besatzungen sind normal nicht für eine vordere Platzierung im Gesamtklassement gut, was die Geschwindigkeit der Fahrer angeht, obwohl man mit Dominik Schwager einen sehr schnellen und zuverlässigen Piloten hat, schätze ich die #36 etwas ausgeglichener ein als das Schwesterauto. Ein Top 10 könnte möglich sein, denn Erfahrung hat man in diesem Auto sehr wohl, und man wird daher ein 24H Rennen nicht mit biegen und brechen angehen wollen um dann im Laufe des Rennen sich Stück für Stück nach vorne zu arbeiten. Allerdings kommt muss auch hier die Technik mitspielen und da schätze ich den SLS einfach noch als zu unausgereift ein, denn im ersten Jahr musste auch Audi Tribut zollen.
Audi

Im 3. Versuch will man mit wieder mit einem Großaufgebot versuchen die Phalanx von Porsche und BMW zu brechen, denn seit 2004 (!) haben nur diese beiden Marken gewonnen. Um dies zu erreichen, hat man den R8 LMS nochmals weiterentwickelt und bringt 4 hochkarätig besetzte Wagen an den Ring, welche alle für einen Gesamtsieg gut sind.
Die #14 von Phoenix Racing wird hierbei von Frank Stippler, Marc Basseng und Le Mans Sieger Marcel Fässler gesteuert. Fehlen wird hier leider Mike Rockenfeller, welcher ursprünglich für dieses Auto vorgesehen war, aber leider in Le Mans diesen fürchterlichen Abflug hatte und noch nicht in der Lage ist ins Cockpit zu steigen. Ersetzt wird er von Andrea Piccini, welcher ursprünglich für den TT RS mit der #126 genannt wurde. Das Schwesterauto wird derweil von Markus Winkelhock, welcher im Vorjahr völlig überraschend 3. wurde sowie Marc Hennerici und Christopher Hasse gesteuert. Auf diesem Wagen ist auch noch Frank Stippler genannt, allerdings wird dieser wohl seine meiste Zeit in der #14 verbringen, nachdem Rocky dort ja nicht starten kann und man mit 2 Fahrern ungern ein solches Rennen angeht.
In Sachen Speed wird man wohl ziemlich sicher mit den Ton angeben können, denn man hat beim 4. Lauf zur VLN die bisher schnellste Rennrunde in diesem Jahr absolvieren können und seitdem keine stärkeren Restriktionen in der BoP erfahren. Im Gegenteil, so darf man nun noch 5 Liter mehr im Tank haben, was dazu führen könnte, dass man im Rennen nicht mehr 9 Runden wie letztes Jahr, sondern womöglich 10 Runden gehen könnte, womit man dem Hybrid-Porsche oder den BMW sicher in nichts nachstehen wird. Und wie wichtig die Reichweite ist, habe ich oben in Teil 1 meiner Vorschau schon mal dargestellt.
Allerdings war Phoenix in der Vergangenheit immer recht erfolgreich darin, sich selbst ein Bein zu stellen wie falsche Reifenwahl, falsche Strategie oder Strafen wegen Überholen unter doppelt Gelb wie beim 10. Lauf 2010.
Sollte man aber keine solche Fehler machen, sind diese 2 Audis allesamt absolute Kandidaten für den Gesamtsieg, denn im 3. Jahr seines bestehen dürfte der R8 LMS mittlerweile auch technisch ausgereift sein um das Rennen durchzustehen.

Selbiges gilt auch für die 2 anderen Wagen von Abt Sportsline. Hier wechseln sich auf der #16 Matthias Ekström, der letztjährige Pole-Inhaber Marco Werner, Christian Abt sowie 2003 Gewinner Timo Scheider ab. Damit steht man den anderen 2 Wagen sicherlich in nichts nach und wird ein 24H Sprintrennen sicher nicht von der konservativen Seite aus angehen, sondern man wird sicher in der Lage sein voll an zugasen.
Das gleiche wird wohl auch das Schwesterauto versuchen mit den aus dem GT-Masters bekannten Fahrer Luca Ludwig, Christopher Mies, Christian Jöns sowie Christian Abt als Springer auf dem Wagen. Dass die 3 jungen sehr schnell sind, haben sie bewiesen, allerdings bleibt hier die Gefahr, dass einer aufgrund der noch eher geringen Erfahrung eventuell mal die Nerven verliert und das Auto in die Leitplanken setzt. Allerdings wird der sehr erfahrene Christian Abt schon dafür sorgen, dass dies nicht passiert und die jungen schnellen Fahrer den Wagen heile lassen.

Dies sind aber nicht die einzigen stark besetzten Audis, denn man hat sich wohl ein Hintertürchen offen gelassen, welches zum einen im trockenen sehr schnell ist, aber sicher gegen Regen nichts einzuwenden hätte.

Die Rede ist vom Audi TT-RS aus der SP4T. Jenes Auto, welches gegen Ende der letzten Saison in der VLN sein Debüt feiern konnte, verfügt über einen 2,5l Reihenfünfzylinder mit Turbolader und Frontantrieb im Gegensatz zu all den anderen heckgetriebenen Wagen. Dies dürfte sich vor allem bei nassen und wechselhaften Bedingungen als Vorteil gegenüber der Konkurrenz herausstellen, denn so war man letztes Jahr beim 9. VLN Lauf in der Lage mit diesem Konzept phasenweise die schnellsten Rundenzeiten zu fahren. Dass man diesen Einsatz sehr ernst nimmt, zeigen auch die Besatzungen, welche man für die 2 TT-RS ausgewählt hat und mit Raeder Motorsport an den Start gebracht werden.
So wird die #125 von Michael Ammermüller, Le Mans Sieger Frank Biela, Jens Klingmann und dem aus der DTM bekannten Martin Tomczyk gesteuert. Das 2. Auto die #126 wird hingegen von dem aus der GT1-WM bekannten Christian Hohenadel sowie Jimmy Johansson und dem DTM-Piloten Miguel Molina bewegt.
Viel wird daher darauf ankommen, wie zuverlässig das Auto ist und wie gut bzw. hier wie schlecht das Wetter während des Rennen ist denn man hat hier gute Fahrer und mit Raeder auch ein sehr gutes Team am Start. In der Klasse wird man sie normal nicht schlagen können, denn dafür dürften sie zu schnell sein, allerdings wird der Ford Focus der FH Köln sicher zur stelle sein, wenn es hier Probleme geben sollte. So war man in der Lage, dem TT-RS in der VLN schon das ein oder andere male zu schlagen, weil man selber keine Probleme hatte.

VW

Ein weiteres Auto welches sicher nichts gegen schlechtes Wetter haben dürfte, wird der VW Golf24H sein. Jener Golf, der von VW für das 24H Rennen aufgebaut wurde, konnte schon in der VLN von sich hören machen. Angetrieben wird das Auto von einem 2,51L Turbomotor und Allradantrieb, womit man in der SP8T start, vermutlich um sich in der SP4T nicht selber Konkurrenz zu machen. Wie schnell der Wagen ist, musste Wolfgang Kaufmann in der VLN erfahren, als er von dem Golf außen um Karussel überholt worden ist. Auch konnte der Wagen den Nadelstreifen Porsche GT3 R Ausgangs Hatzenbach ausbeschleunigen und auch noch Vorsprung herausfahren. Dies alles wohlgemerkt unter trockenen Bedingungen. So darf es nicht verwundern, dass man bei einer Bestzeit von 8:28.9 davon ausgeht, dass der Golf noch lange nicht sein wahres Potential gezeigt hat und dies vermutlich erst beim 24H Rennen tun wird. Auch kann ich die offizielle Leistungsangabe von 440 PS kaum glauben und es würde alles andere als verwundern, sollte da eine 5 vorne dran stehen.
Als Piloten werden auf der #135 Thomas Mutsch, Patrick Simon, Fredrik Ekblom und Edoardo Mortara genannt. Viel dürfte also davon abhängen, wie viel die ersten 2 Piloten fahren werden, denn Ekblom und Motora schätze ich deutlich schwächer als ihre Teamkollegen ein. Sollten Simon und Mutsch den Löwenanteil der Distanz fahren, was auch alles andere als einfach ist, dürfte der Golf doch noch etwas weiter nach vorne fahren können. Eine große Unbekannte stellt allerdings die Zuverlässigkeit des Wagens dar. Immerhin ist eine Leistung von knapp 200 PS pro Liter Hubraum auch sehr materialmordend und mit dem Allradantrieb hat man mehr Komponenten verbaut, welche halt auch kaputt gehen können.

Etwas ausgeglichener besetzt erscheint mir hier der VW Golf mit der #35 und der Besatzung Peter Terting, Nicki Thiim, sowie Rene Rast und Frank Mailleucx. Wichtig wäre für das Team, dass sich Nicki Thiim im Zaun hält und kein Kleinholz produziert, denn von der Geschwindigkeit her wäre nicht der schlechteste auf dem Auto.
Dies dürften auf jeden Fall die 2 VW Golf mit den meisten Chancen haben, denn den Golf mit den Leuten Johnny Herbert, Mark Blundell, Edoardo Mortara und Frank Mailleucx sehe ich nicht der Lage vorne mit zu mischen, da hier allen Piloten viele Kilometer auf der Nordschleife fehlen. Und das wird sich zum einen beim Überrunden, noch mehr in der Nacht bemerkbar machen und erst recht, wenn es zu regnen beginnt.

Die Exoten

Neben all diesen Marken und Wagen gibt es aber auch noch ein paar richtige Exoten für das Rennen, wie man schon alleine auf dem Bild links erkennen kann. Hierbei handelt es sich um den Glickenhaus Ferrari P4/5 Competizione, welchen es nur ein einziges mal auf der Welt gibt. Dieses Auto soll eine Hommage an den alten Ferrari 330 P4 sein, welcher seiner Zeit 1967 einen Doppelsieg für die Roten einfuhr. Der Multi-Milliardär James Glickenhaus wollte diesen Wagen wieder auf der Rennstrecke sehen und entschloss sich daher mit viel Liebe zum Detail und viel viel eigenem Geld diesen Prototyp bauen zu lassen. Die technische Basis, also Motor und Getriebe sowie ein Teil der Elektronik bildet der alte Ferrari F430 nach GT2-Regelement. Der Rest, also das Chassis welches komplett aus Carbon gefertigt ist, Cockpit, Aerodynamik, Fahrwerk, etc. musste alles selber entwickelt werden und dementsprechend groß war auch der Finanzielle und technische Aufwand. Nach dem 24H Rennen soll damit aber nicht Schluss sein, denn James Glickenhaus hat vor diesen Wagen später auch bei anderen Rennen wie den 24H von Le Mans starten zu lassen. Dass man hier allerdings nicht geizt, zeigt auch die Fahrerbesatzung die man angeheuert hat. So werden Mika Salo, Luca Capellari, Nicola Larini und Frabrizio Giovanardi den Wagen mit der #23 aus der E1-XP steuern. Dies sind zwar alles sehr namhafte Piloten, allerdings haben alle 4 bisher trotz der Testläufe kaum Kilometer auf der Nordschleife gesammelt und gerade Giovanardi ist aus der BTCC kommend nicht gerade dafür bekannt besonders schonend mit dem Material um zu gehen. Das Ziel bei diesem Projekt dürfte daher auch vollkommen richtig auf ankommen lauten und den schönen Wagen heile lassen.

Mehr Ambitionen wird man allerdings beim 2. Ferrari haben, nämlich den 2.platzierten des Vorjahres von Farnbacher Racing welche dieses Jahr einen neuen F458 GT2 Italia in der SP8 an den Start bringen. Damit konnte man auch gleich beim 3. Lauf zur VLN über 6 Stunden den Gesamtsieg knapp vor dem Manthey RSR erringen, wohl gleich dem Manthey RSR eine Runde abgezogen wurde, da er unter doppelt Gelb nicht genug vom Gas ging. Trotzdem konnte man mit einer 8:18 die schnellste Rennrunde erzielen, welche auch noch von AF-Corse Fahrer Jaime Melo bei seinem erst 2. Rennen auf der Nordschleife gefahren wurde. Der Ferrari scheint sehr viel Abtrieb zu erzeugen und geht auf sehr schnellen Kurven wie in Spa anscheinend sehr sehr flott, denn beim 6 Stunden Rennen waren die F458 kaum zu schlagen. Die große Schwachstelle dürfte aber vermutlich auch hier die Standfestigkeit sein. So hatte man in Le Mans technische Probleme und musste aufgrund dessen das Rennen vorzeitig beenden und auch die anderen Ferrari erwiesen sich bei diesem Dauerlauf nicht gerade als die Zuverlässigsten. Mit Dominik Farnbacher, Marco Seefried, Allan Simonsen sind 3 Fahrer von der letztjährigen Überschungsmannschaft an Board. Nur der 4. Mann ist nicht mehr Lehman Keen, sondern nun Jaime Melo welcher zwar sicher nochmals ne Ecke schneller ist, aber auch sehr unerfahren auf der Nordschleife und vor allem in der Nacht. Viel wird daher davon abhängen, wie sie ihr Rennen anlegen werden – wobei ich nicht glaube dass man die Hatz vorne mitgehen will, und ob sie die Probleme in den knapp 1,5 Wochen nach Le Mans aussortieren konnten.

Ein anderes Auto, wo Le Mans drin steckt, ist der Lexus LF-A von Gazzoo Racing aus der SP8 mit der #88. Dieses Auto konnte in der VL N bisher positiv überraschen, da man im Winter wohl mehrere Schritte in die richtig Richtung gemacht hat und nun in der Lage war teilweise in der Spitzengruppe mitzufahren bzw. hinten dran zu bleiben was früher nicht möglich war. Auf diesem Auto werden Takayuki Kinoshita, Juichi Wakisaka und der „Man of the race“ der 24H von Le Mans, Andre Lotterer fahren. Das Schwesterauto mit der #87 werden derweil von den 3 Japanern Akira Iida, Hiroaki Ishiura und Kazuya Oshima pilotiert, nachdem man im letzten Jahr mit dem LF-A den 18. Platz erreichen konnte. Sollte man ohne große technische Probleme und Unfälle durchfahren können, so dürfte es dieses Jahr noch ein paar Positionen weiter von vorne gehen. Vor allem Andre Lotterer wird extrem viel Selbstvertrauen und Momentum an den Ring bringen. Hoffentlich geht es für ihn heuer besser als letztes Jahr, als man in seinem Auto bereits nach nur 67 Runden zur Aufgabe gezwungen war.
Ein 3. Auto aus Japan wird der ISF mit der #86 und Akira Iida und Minoru Takaki sein.

Auch 2 bisher unbekannte Fahrzeuge sind die beiden Aston Martin Zagato, welche auch in der SP8 an den Start gehen werden. Dieses Fahrzeug mit der #3, welches erst beim 4. Lauf zur VLN sein Debüt feierte wird hier von Aston Martin Chef Dr. Ullrich Bez, Horst von Saurma und Matthey Marsch gesteuert wird, dürfte aufgrund der kurzen Vorbereitung aber keine Chance auf ein Durchkommen haben. Selbiges gilt für Richard Maedden, Peter Cate und Oliver Mathai im baugleichen Wagen mit der #5.

Auch Freunde der Australischen V8 dürften auf ihre Kosten kommen, denn Mai Rose wird zusammen mit Anthony Alford, Peter Leemhuis und Damien Flack einen Original Holden Commodore aus der Australischen V8 Meisterschaft an den Start bringen. Im Kampf um den Gesamt oder Klassensieg wird man damit zwar keine Chance haben, aber im Kampf um den besten Sound wird man sicher weit vorne sein.

Beenden möchte ich die Vorschau über die Teilnehmer mit einem weiteren Italienischen Auto, welches aber gar nicht so Italienisch ist. Es ist kein Ferrari, sondern der Lamborghini LP600+ von Reiter Engineering. Dies hat einen ganz einfachen Grund: Meine Vorschau zu den 24H habe ich mit Hans Joachim Stuck begonnen, wie er das erste Rennen gewinnen konnte. Daher möchte ich diese auch mit ihm beenden, denn auf diesem Lambo wird Striezel Stuck mit seinen beiden Söhnen Ferdinand und Johannes Stuck sein letztes Rennen überhaupt bestreiten. Das Team Stuck³, welches Unterstützung von Dennis Rostek erhält, makiert seinen Traum, einmal mit seinen Söhnen ein Rennen zu fahren und gleichzeitig das Ende seiner Karriere. Um den Sieg wird man damit wohl kaum fahren können, denn dafür hat das Auto bisher zu wenig Kilometer auf dem Buckel, aber das Auto wird sicher für viele Tränen sorgen. So oder so.

Der Zeitplan für die Trainings und das Rennen schaut wie folgt aus:

Freitag
16.55 – 18.55 Uhr 2. Zeittraining

Samstag
13.30 – 15.10 Uhr Startaufstellung
16.00 Uhr Start aller 3 Gruppen

flattr this!

June 22 2011

13:30

Vorschau: 24H vom Nürburgring Teil 1

2 Wochen nach den dramatischen 24H von Le Mans trifft sich die Elite der Sportwagen-, GT- und Langstreckenpiloten am Nürburgring erneut um die Distanz 2 mal gegen die Uhr zu absolvieren. Das Rennen welches 1970 zum ersten mal ausgetragen wurde und von Hans Joachim “Striezel” Stuck auf einem BMW 2002 TI gewonnen wurde hat sich mittlerweile zum wohl 2. wichtigsten 24H Rennen der Welt entwickelt.

Das Rennen, welches damals wirklich noch auf 20832 Meter langen Nordschleife stattfand und noch richtiger Breitensport war, hat sich in den letzten Jahren zu einem prestigeträchtigen Lauf entwickelt, bei dem sich mittlerweile Jahr für Jahr Werksteams um den Sieg streiten.
So treten dieses Jahr Teams von Audi, Porsche, BMW, VW, Mercedes und anderen namhaften Herstellern an um den Gesamtsieg und/oder einen Klassen oder Wertungsgruppensieg zu erringen. Eine solche Dichte an der Spitze hat es wohl bei diesem Rennen noch nicht gegeben.

Wie oben schon angesprochen, wird das Rennen auf dem Nürburgring ausgetragen, jedoch nicht mehr nur alleine auf der Nordschleife, sondern auf der Nordschleife samt GP-Kurs. Man nutzt hier im wesentlichen den Verlauf, welcher aus der F1 oder dem GT Masters bekannt ist, jedoch mit 2 Unterschieden: Zum einen fährt man nicht die Mercedes Arena, sondern nach der Start/Ziel Geraden eine rechts-links Schikane, da der Raum der Mercedes Arena für die etwa 220 Teams und ihr Material benötigt wird. Von dieser Schikane aus, führt eine Gerade hinunter zur bekannten Ford-Kurve, wo man allerdings nicht wie in der VLN gewohnt rechts über die Kurzanbindung fährt, sondern über die Ford-Kurve bis runter zur Dunlopkurve.
Der 2. Unterschied betrifft die Schikane, bevor es auf die Nordschleife geht. Hier fährt man nicht die langsamere Variante der F1, sondern die schnellere Variante bevor man dann auf die Nordschleife abbiegt. In Sachen Klassen orientiert man sich an denen der VLN, bzw. die VLN an den 24H. Allerdings werden hier keine SP und V Klassen unter 1600 ccm sowie die H-Klassen ausgeschrieben und die Cup2 sowie die Cup3 gehen in die SP7 und SP3 auf. Dies führt dazu, dass am Samstag knapp über 210 Wagen das Rennen aufnehmen werden, was heißt, dass bei gleichmäßiger Veteilung alle 120 Meter ein Auto kommt. In Le Mans sind es bei 56 Wagen (oder 54…) 242 Meter, aber ohne die langen Geraden, welche in Le Mans den Löwenanteil ausmachen. Daher ist gerade die Erfahrung sprich die Nordschleifenkilometer der Fahrer ein noch entscheidender Faktor als auf anderen Rennstrecken, wenn die schnellen Wagen durch den dichten Verkehr müssen. Eine Runde mit Sabine Schmitz in ihrem Porsche sieht dann wie folgt aus :

Im absoluten Mittelpunkt des Interesses stehen aber die zahlreichen Fahrer, Teams und ihre Wagen welche hier um den Gesamtsieg kämpfen wollen und diese möchte ich einmal vorstellen:

Die Titelverteidiger

Im letzten Jahr konnte BMW bei seiner Rückkehr an den Ring gleich im ersten Anlauf das 24H Rennen gewinnen. Man wird auch dieses Jahr 2 BMW M3 GT in unveränderten Besetzungen ins Rennen schicken. So wird die Startnummer #1 wie im Vorjahr von Pedro Lamy, Jörg Müller, Augusto Farfus und Uwe Alzen pilotiert, während das Schwesterauto die Nummer #7, welches nach dem Abflug und der 45 Minuten langen Reparaturpause mit Dirk Adorf, Dirk Müller, Dirk Werner und Andy Priaulx noch auf Platz 7 fahren konnte.
Allerdings wird Andy Priaulx nicht am Steuer der #7 sitzen, da er sich einer Operation unterziehen musste und somit für das Rennen ausfällt. Als Ersatz hat man Pedro Lamy auf dem Wagen genannt, welcher somit als Springer fungieren wird und bei einem Sieg von BMW mit 6 Siegen alleiniger Rekordhalter werden könnte.
Beide Besatzungen halte ich für sehr schnell und erfahren und sind vom Speed her sicher für ein Top 3 Ergebnis gut. Von der Ausgewogenheit, würde ich die #7 etwas besser einschätzen, allerdings hatte die #1 in der VLN die besseren Ergebnisse(1. und 3. Platz gegen einen 2. Platz), wodurch ich alle 2 Wagen auf dem gleichen Niveau sehen würde.
Viel wird davon abhängen, wie schnell der BMW M3 in seiner im Vergleich zum Vorjahr überarbeiteten Version ist. In der VLN schien es so, als hätte man die Karten noch nicht aufgedeckt, wobei das für alle Teams gelten dürfte. Es ist durch das Sandbagging und den überarbeiteten Einstufungen schwer zu voraussagen, wer nun das schnellste Auto hat, aber die M3 GT werden sich hier sicher nicht verstecken müssen. Zu Gute kommen dürfte dem M3 sicher der spätere Termin, denn dadurch sollte es nicht so kalt werden wie letztes Jahr, wo die Dunlop-Reifen nicht so recht auf Temperatur kommen wollten. Allerdings hatte man in Le Mans kleinere technische Probleme welche das Team immer wieder leicht zurückgeworfen haben.
Sollte das Auto aber halten, dann sind beide Wagen absolute Siegkandidaten. Wichtig dürfte auch noch die Reichweite des Wagens sein. Letztes Jahr konnte man mit 100 Liter 9 Runden am Stück fahren, jedoch hat man heuer 50 kg mehr, dafür aber auch 10 Liter mehr Tankvolumen. Dadurch könnte es möglich sein, dass die BMW 10 Runden gehen könnten.

Allerdings werden dies nicht die einzigen BMW sein, welche um eine Topplatzierung vorne mitmischen wollen. So setzen Dörr Motorsport einen und Schuberth gleich 4 weiterentwickelte Z4 GT3 in der SP9 ein.
In der GT3-EM konnte das Auto mit 2 Siegen schon einmal zeigen dass man hier definitiv in die richtige Richtung entwickelt hat. Die größte Frage dürfte hier allerdings die Zuverlässigkeit sein. Letztes Jahr konnte man dank der Beständigkeit die Plätze 4 und 9 holen, allerdings hatte man in der VLN bisher gerade in diesem Punkt massive Probleme. So mussten z.b beim 4. Lauf alle 3 Z4 GT3 von Schuberth vorzeitig die Segel streichen.
Man hat zwar auf der #4 mit Tom Coronel, Jörg Viebahn, Marko Hartung sowie Claudia Hürtgen 4 sehr flotte Piloten, allerdings hat man mit Tom Coronel und Jörg Viebahn zwar schnelle, aber auch sehr temperamentvolle Fahrer am Start und gerade Jörg Viebahn hat in der Vergangenheit den ein oder anderen Unfall verursacht. Daher blicke ich einem Top10 Ergebnis sehr skeptisch gegenüber, auch wenn eine Claudia Hürtgen über alle Zweifel erhaben ist.
Daher schätze ich auch das Auto mit der #76 und Tommy Milner, Fredrik Larsson, Edward Sandström sowie Claudia Hürtgen als stärksten Z4 ein, denn hier fehlen einfach die heißsporne wie ein Jörg Viebahn oder Tom Coronel. Von den Fahrern und vom Speed des Wagen ehr sollte man in der Lage sein in die Top10 fahren zu können, wenn wie schon angesprochen das Auto hält. Man wird zwar sicher fleißig getestet haben, jedoch darf man Zweifel haben ob das Auto die 24H durchhält.
Der 3. Z4 von Schurberth mit der #77 wird derweil von den 3 Norwegern Stian Sorlie, Anders Burchardt, Nils Tronrud sowie dem Amerikaner John Mayes pilotiert. Man ist hier fahrerisch sicher nicht schlecht aufgestellt, aber hier werden doch eingie Sekunden pro Runde auf das Schwesterauto mit der #76 fehlen.

Der 4. Z4 GT3 wird von Dörr Motorsport eingesetzt. Hier hat man sich zu Beginn positiv über die Fortschritte beim Auto geäußert und scheint wohl mit dem Wagen zufrieden sein, was den Speed anbelangt. Mit Rudi Adams und Arno Klasen hat man auf jeden Fall 2 starke Fahrer, der Knackpunkt dürfte allerdings Chris Godwin sein. Man hat mit ihm sicherlich keinen schlechten Fahrer, allerdings dürften sich die fehlenden Kilometer auf der Nordschleife gerade in der Nacht beim überrunden bemerkbar machen.

Bei den GT4 Wagen wird Johannes Scheid mit seinem Team seinen Eifelbliz mit der Besatzung Dennis Rostek, Andreas Simonsen Stefan Landmann und Marathonmann Duncan Huisman den Start bringen. Nachdem man im letzten Jahr kein Auto von Scheid bewundern konnte, bringt man heuer den M3 GT4 an den Start. Man hat zwar auch hier wieder eine sehr sehr schnelle Besatzung, wobei das bei einem 24H nicht alles ist und man zu erst einmal ins Ziel kommen muss. Allderings hat es Johannes Scheid schon immer verstanden wie man ein 24H Rennen richtig angehen muss.

In der Klasse wird man sich vermutlich hauptsächlich mit dem M3 GT4 von Bonk und den von mir als stärksten Wagen der Klasse eingeschätzten, Aston Martin von Mathol Racing (gewann die ersten 4 Läufe der VLN in seiner Klasse der SP10 GT4) duellieren. Dieser M3 GT4 von Bonk mit der #62 wird von Andreas Montmann, Tim Mullen, Adam Chrsitodolou und Phil Quaify gesteuert. So kannte man unter anderem den letzten Lauf in der VLN gewinnen und liegt auch mit Rundenzeiten von knapp über 9 Minuten (auf der etwa 1 km kürzeren VLN-Variante) fast gleichauf mit dem Auto von Scheid und dem Mathol Aston Martin.

Ein weiterer BMW, welcher für eine Position zwischen 15 und 25 gut sein dürfte – wenn der Wagen hält ist der in der SP6 eingesetzt Z4 von Dörr Motorsport. Mit Rundenzeiten von ~8:40 in der VLN und dem schnellen Stefan Aust, Hanspeter Strehler und Uwe Ebertz. Hier wird natürlich viel davon abhängen, ob viele schnellere Wagen ausfallen (wo von ich persöhnlich ausgehen) werden und ob man selber ohne Probleme durchkommt.

Porsche

Der vermutlich stärkste Herausforderer von BMW dürften die Sportwagen aus Weissach sein und dort vor allem die Truppe rund um Olaf Manthey. Immerhin konnte man von 2006 bis 2009 alle 24H Rennen abräumen und auch heuer wird man ein Großaufgebot an den Start bringen um für alles gerüstet zu sein. Dies beginnt beim Sieger des 3. Laufes zur VLN und den 22 Stunden und 15 Minuten Sieger von 2010, dem Hybrid-Porsche. Über den Winter hat man bei Porsche den GT3 R Hybrid deutlich weiterentwickelt. So wiegt er nun 75 kg weniger, hat einer bessere Aero und die Elektromotoren haben mehr Leistung. Dafür musste man aber den Tankinhalt von 120 Liter auf 110 Liter reduzieren und liegt damit auf dem gleichen Niveau wie BMW mit dem M3 GT oder einem GT3 RSR. Beim 4. Lauf zur VLN hat man mit dem Sieg schon mal angedeutet was dieser Wagen leisten kann. Allerdings wurde man vor dem 24H Rennen durch die BoP nochmals massiv ausgebremst. So hat man dem Hybriden nur noch eine max. Motorleistung von 466 PS auf dem Rollenprüfstand erlaubt, während der normale GT3 R bei gleichen Gewicht 525 PS haben darf.
Pilotiert wird der Porsche von Richard Lietz, Marco Holzer sowie dem ALMS Duo von Flying Lizard, nämlich Jörg Bergmeister und Patrick Long, welcher sein 24H Debut feiern wird. Dies dürfte auch eines der Probleme des Wagen sein. Sicher sind alle 4 Piloten sehr schnell, aber vor allem bei Patrick Long fehlen mir doch noch einige Runden auf der Nordschleife, denn hier ist Erfahrung so wichtig wie sonst nirgends, gerade wenn es ums Überrunden geht, gerade in der Nacht. Ein Knackpunkt dürfte auch die Zuverlässigkeit sein, denn letztes Jahr sind alle namhaften Porsche vorzeitig ausgeschieden, auch wenn der Hybride als letzter die Segel streichen musste.
Sollte man aber ohne Probleme durchkommen, sollte eine Topplatzierung möglich sein.

Als stärkste Besatzung von Porsche und im gesamten Felde würde ich allerdings Timo Bernhard, Romain Dumas, Marc Lieb und Lucas Luhr einschätzen. Die ersten 3 konnten mit Marcel Tiemann zwischen 2007 und 2009 3 mal hintereinander die 24H gewinnen und man wäre auch heuer wieder mit Marcel gefahren, wäre nicht der Unfall in Imola gewessen. An dieser Stelle möchte ich und das gesamte Blog Marcel alles Gute für die Zukunft und seinem weiteren Genesungsprozess wünschen, damit sein Traum wahr wird und er eines Tages wieder in einem Rennwagen sitzen kann.
Aber mit Lucas Luhr hat man sich einen weiteren Hochkaräter geholt. Man besitzt hier die 2 erfolgreichsten Langstreckenprofis der letzten Jahr mit Bernhard/Dumas, mit Luhr einen 24H Gewinner von 2005 und mit Marc Lieb den schnellsten Piloten aller Starter hier im Felde. Daher ist diese Besatzung mein Siegfavorit. Interesant wird allerdings sein, auf welchem Wagen man fahren wird. Nachdem der GT3 R in diesem Jahr in allen Serien noch nichts reisen konnte und man laut Christian Menzel kaum mehr Luft nach oben habe, während die anderen noch mauern hat man sich bei Manthey entschieden in die Trickkiste zu greifen und hat den guten alten GT3 RSR aus der SP7 hervorgeholt. Diesen hat man beim 6 Stunden-Rennen eingesetzt, wo man fast noch den Ferrari geschlagen hat und auch beim 4. Lauf konnte man damit einen 2. Platz erreichen. Dabei hat man sogar den GT3 R und den RSR gleichzeitig eingesetzt um Vergleiche anstellen zu können.
Offensichtlich ist man sich bei Manthey aber wohl immer noch nicht sicher bzw. will sich beide Optionen offen halten und so hat man sowohl den GT3 R (#11) als auch den RSR (#18) mit allen 4 Fahrern für das Rennen genannt. Immerhin ist der GT3 RSR ein sehr ausgereiftes Auto mit dem man die 3 letzten Siege bei den 24H einfahren konnte und man hat 2009 damit eindrucksvoll bewießen, dass man damit ein 24H Sprintrennen ohne Fehler durchfahren kann. Außerdem konnte man damit bei der VLN 10 Runden am Stück fahren, genauso wie der Hybride. Allerdings ist die Strecke bei den 24H einen Kilometer länger und Marc Lieb sagte nach dem Rennen bei Sport1, dass er etwas Sprit sparen musste. Allerdings könnte man mit einer Reichweite von 9 Runden vermutlich immer noch eine Runde länger fahren als der GT3 R.

Und um zu verdeutlichen, wie wichtig die Reichweite ist, habe ich mal eine folgende Rechnung aufgemacht, welche für alle Fahrzeuge gültig ist: Ausgehend von einer Gesamtdistanz von 155 Runden, welche die Distanz von vor 2 Jahren war, muss man bei einer Reichweite von 10 Runden genau 155- 10 (Startturn) / 10 = 14.5 mal also 15 Stoppen. Bei einem Spritfenster von 9 Runden müsste man hingegen 16 mal an die Box kommen und bei einer Reichweite von nur 8 Runden, wie sie z.b letztes Jahr die GT3 R hatten wären es sogar 18 Stopps. Ausgehend von einer Zeit von 190 Sekunden pro Boxenstopp (144 sek sind durch den Tank-Pilot fix plus An und Abfahrt ) muss also ein Wagen mit einer Reichweite von 9 Runden jede Runde 1,3 Sekunden auf einen 10-Runden Fahrer rausfahren. Bei einer Reichweite von nur 8 Runden, müsste man sogar 3,7 Sekunden jede Runde schneller fahren um den Nachteil wieder egalisieren zu können.

Mich würde es daher auch nicht wundern, wenn der alte Fuchs Olaf Manthey sogar beide Wagen starten lässt und erst dann während des Rennen entscheidet, mit welchen Wagen er das Rennen zu Ende fährt. Allerdings gehe ich davon aus, dass man sich dann für den RSR entscheiden wird.

Dies sind aber nicht die einzigen Porsche. So wird auch dieses Jahr der Haribo Porsche mit der Nummer #8 an den Start gehen. Hier werden die sehr schnellen und erfahrenen Piloten Richard Westbrook, Christian Menzel und Mike Stursberg fahren, allerdings auch der deutlich langsamere Hans Guido Riegel. Es wird daher viel davon abhängen, wie oft Hans-Guido Riegel fahren wird, denn in der Vergangenheit hat er doch immer etliche Sekunden pro Runde auf seine Mitstreiter verloren, und bei einem erwarteten Sprintrennen wird es wohl um jede Sekunde ankommen.

Ein weiterer Porsche von Manthey, welcher auch Aussichtsreich sein dürfte ist der Wochenspiegel Porsche mit der #12. Es wird zwar eher kaum für ganz nach vorne reichen, allerdings hat die Besatzung Jochen Krumbach, Oliver Kainz, Georg Weiß und Michael Jacobs sehr viel Erfahrung und Routine. Man hat zwar mit den ersten 2 auch Fahrer welche den Speed an der Spitze mitgehen könnten, allerdings wird man hier eher nicht gleich alles geben und sich im Laufe des Rennen stetig nach vorne arbeiten, wenn die Topfahrzeuge sich zu Tode hetzen werden. Dazu kommt auch, dass man nicht mit dem etwas anfälligeren GT3 R sondern mit dem SP7 Porsche startet.

Wie wichtig Konstanz, Disziplin und Besonnenheit sind, hat im letzten Jahr Farnbacher demonstriert, als man zwar nicht das schnellste Auto hatte aber man sich durch die Probleme der Konkurrenten immer weiter nach vorne bis auf Platz 2 arbeiten konnte. Eine ähnliche Devise traue ich nicht nur dem WTM-Porsche zu, sondern auch dem Alzen Porsche mit der #31. Mit Jürgen Alzen, Klaus Ludwig, Sascha Bert und Artur Deutgen wird man sicher nicht das Höllen-Tempo der Spitze mitgehen, aber man hat extrem viel Erfahrung und Rountine auf der Nordschleife. So wird man sich sicher in die Top10 fahren können, wenn das Auto hält, aber da wird Jürgen Alzen schon dafür sorgen, dass der Cup S keine Probleme macht.

Selbiges gilt vermutlich auch für das Team Frikadelli Racing von Sabine Schmitz und Klaus Abbelen. So wird man heuer einen GT3 R einsetzen, mit welchen man heuer im 1. Lauf zur VLN Platz 5 und beim letzten Lauf den 2. Gesamtplatz erreichen konnte. Die beiden werden sich das Steuer der #26 mit dem sehr schnellen Niclas Kenntenich sowie dem Bruder von Jörg Bergmeister, Tim Bergmeister teilen. Ich denke nicht, dass man hier ab dem 1. Meter volles Risiko fahren wird, was man mit Sabine Schmitz und Niclas machen könnte, allerdings wissen die 2 Teaminhaber nur zu gut, wie man ein 24H Rennen angehen muss, als man 2008 mit einem 911 Cup den 3. Gesamtrang holen konnte.

Ein weiterer GT3 R wird von Falken Tyres eingesetzt und hier kann durchaus mit einer prominenten Besatzung aufwarten. So werden sich Wolf Henzler, Martin Ragginger, Sebastian Asch und Peter Dumbreck am Steuer der #44 abwechseln. Sicher hat das Team, welches in der Vergangnheit u.a den berühmten Nissan Skyline einsetze eine sehr schnelle Besatzung, aber es gibt hier doch einige mögliche Fehlerquelle, welche ein problemloses durchfahren relativ unwahrscheinlich machen. Zum einen setzt man auch hier auf den GT3 R, welche wie schon angesprochen im letzten Jahr nicht duch Zuverlässigkeit glänzten. Dazu kommen die Falkren Reifen, wo man nicht weiß wie gut die Schluss endlich sind. Sie können sehr gut sein, wie z.b die Hankook Reifen, aber auch nicht so toll.

Erfreulich ist auch, dass das erfolgreichste Deutsche Rennteam der Geschichte, Kremer Racing wieder am Start ist. Nachdem man in dieser Saison wieder mit 2 Porsche 911 Cup am Ring antritt wird man zum 24H Rennen einen nagel neuen GT3 R mit den Fahrern Daniel Schrey, Dirk Leßmeister sowie Adam Osieka und Wolfgang Kaufmann. Man hat sicher schnelle Piloten, die Frage wird allerdings sein, ob man das Rennen ohne Unfall bzw. Defekt über die Bühne bringen kann. Wenn ja, sollte eine Top10 Ankunft im Bereich des möglichen sein.

Abrunden möchte ich die Porsche mit dem Überraschungsteam des bisherigen Saisonverlaufes in der VLN, nämlich Pinta Racing mit der #27 auf ihrem GT3 R. Man hat hier mit Jörg van Ommen, Altfried Heger, Michael Illbruck und dem jungen aber sau schnellen Manuel Lauck eine gute Besatzung, welche Routine und Speed gut vereinigt, allerdings war man bisher eher glücklos unterwegs und musste Aufgrund von Unfällen und Technischen Defekten die Segel immer vorzeitig streichen. Sollte sich das nicht ändern, dann dürfte es für das Team welches teilweiße vorne so erfrischend mitmischen konnte, sehr schwer werden.

Man sollte hier aber nicht vergessen, dass ein Porsche von Manthey in der Regel immer etwas schneller ist als andere Porsche, was unter anderem auch daran liegt, dass Manthey zu den 24H immer Entwicklungsreifen von Michelin bekommen, während die anderen Teams diese nicht haben.

flattr this!

June 02 2011

06:00

Vorschau: GT1-WM & GT3-EM in Silverstone

Die Vergabe der traditionsreichen RAC Tourist Trophy steht wieder einmal auf dem Programm, ausgefahren wird der Sieger dieser Tage in der GT1-WM.

Dass man sich genau dieses Wochenende für das Silverstone-Event, bei dem nach der Pause am Sachsenring auch die GT3-EM wieder am Start ist, ausgesucht hat, passt wunderbar: eine Woche nach dem Grand Prix von Monaco und dem Indy 500, eine Woche vor den 24 Stunden von Le Mans, liegt die Tourist Trophy, die älteste bis heute vergebene Trophäe des Motorsports, in diesem Jahr eingebettet zwischen den Rennen der Triple Crown. Und aus noch einem weiteren Grund ist das GT-Rennwochenende etwas Besonderes: Zum ersten Mal wird der „Silverstone Wing“, die neue Boxenanlage zwischen Club und Abbey, zum Einsatz kommen.

Auf der runderneuerten Rennstrecke fuhren GT1 und GT3 freilich schon im vergangenen Jahr, doch damals war der „Wing“ noch eine große Baustelle und der Start noch auf der Geraden zwischen Woodcote und Copse. Die neue Start/Ziel-Gerade ist ein wenig länger als die alte, vor allem aber kommt die erste enge Kurve deutlich früher: Bereits nach den rasanten Abbey und Farm muss für die Arena-Kehre gebremst werden, während zuvor eine halbe Runde bis zum ersten harten Bremspunkt vor Club zurückgelegt werden musste, wo sich das Feld dann bereits meist schon in eine Reihe sortiert hatte. Die Startphase könnte also heuer – auch im Juli beim Formel 1-Lauf – für mehr Positionswechsel sorgen.

Aber ein Mangel an Positionswechseln ist ja weder in der 2011er-F1 noch in den GT-Serien das Problem. In Silverstone boten die GT-Serien schon 2010 gute Rennen, wenn auch getrübt von der Disqualifikation des Sieger-Aston Martin nach dem Championship Race. Auch um des Publikums willen ist zu hoffen, dass dieses Jahr derjenige siegt, der zuerst die Ziellinie überquert.

Gute Chancen darauf sollten wieder die Aston Martin- und Nissan-Teams sowie die All-Inkl.com-Lamborghini haben, auch wenn nach dem Sachsenring-Wochenende einige dieser Wagen mit Erfolgsballast unterwegs sind. Je 30kg extra schleppen die Meisterschaftsführenden Christian Hohenadel und Andrea Piccini (Hexis AMR) sowie die drittplatzierten Stefan Mücke und Darren Turner (Young Driver AMR) mit sich herum, 25kg Nicky Pastorelli und Dominik Schwager, die am Sachsenring ein gutes Wochenende hatten, aber in der Meisterschaft weiter zurück liegen.

Einfacher dürften also jeweils die Teamkollegen dieser drei haben, allen voran Marc Basseng und Markus Winkelhock, die bisher eine tolle Saison fuhren, aber beim Heimrennen mit technischem defekt ausfielen. Mit diesen beiden sollte aber wieder zu rechnen sein, die Chancen auf eine Wiedereroberung der Meisterschaftsführung stehen nicht schlecht.

Piccione/Düsseldorp (Hexis) und Müller/Enge (Young Driver) in den leichten Aston Martin werden versuchen, ihnen das Podium streitig zu machen, ebenso wie die Nissan, die nach schwachem, crash-reichem Saisonstart besser und besser in Fahrt kommen. Die 5kg Ballast, mit denen beide Sumo Power-GT-R beladen sind, dürften bei der Jagd nach dem ersten Saisonsieg nicht übermäßig stören, schienen die japanischen Wagen doch im letzten Jahr gut zu liegen auf der teils in Northamptonshire, teils in Buckinghamshire gelegenen Bahn.

Ein Erfolg wäre auch den in dieser Saison mit viel Pech gestraften Ford GT von Marc VDS zu wünschen und auch die Exim Bank China-Corvette der beiden Niederländer Hezemans/Catsburg hat schon einige gute Rennen gezeigt, ohne aber dafür belohnt zu werden. Doch in Silverstone sahen beide Marken im vergangenen Jahr kein Land. Die zweite Corvette des DKR-Teams ist nach einmal Aussetzen am Sachsenring wieder dabei, wird aber wie üblich keine Rolle spielen.

Nach dem Unfall im Hauptrennen des deutschen Events fehlen allerdings die beiden Swiss Racing-Lamborghini, die noch nicht wieder aufgebaut werden konnten – somit werden nur 16 Fahrzeuge auf dem Grid stehen, was wieder einmal zeigt, dass sich Stéphane Ratel für 2012 dringend einen Trick überlegen muss, um ein attraktives Feld zu bekommen – preislich begrenzte Aufrüst-Kits für GT3-Fahrzeuge sind momentan wohl die favorisierte Variante.

GT3-EM

Dieser Weg könnte sich tatsächlich als sinnvolle Lösung erweisen, denn die GT3-Kategorie ist bekanntlich deutlich „gesünder“ als die GT1: 28 Fahrzeuge sind für Silverstone gemeldet. Beim Saisonauftakt präsentierten sich unter anderem die über den Winter runderneuerten BMW Z4 stark, beim Blancpain Endurance-Lauf in Navarra, wo auch die GT3 antrat, war der Ferrari F458 klar der schnellste Wagen.

Wie üblich hat allerdings die FIA vor dem Silverstone-Wochenende mal wieder an der Balance of Performance herumgespielt, um die Fahrzeuge anzugleichen. Je 15kg müssen die neuen Ferrari, die Mercedes SLS AMG sowie die BMW Z4 im Vergleich zum Algarve-Lauf zuladen, 25kg die Audi R8. Leichter werden Ford GT, Lamborghini und vor allem die Porsche 911 (-25kg) an den Start gehen.

Porsche schwächelt in diesem Jahr bisher in der GT3 wie in anderen GT-Serien gegen all die neuen Fahrzeuge, die inzwischen auch quantitativ die Überhand haben – nur noch Prospeed setzt in der GT3-EM zwei 911er ein. Rang 9 (Heylen/Lappalainen in Lauf 2) war das Beste, was sich damit in Portimao erreichen ließ. Trotz des deutlichen Gewichtsvorteils wird es auch in Silverstone sicher nicht einfach werden.

Schwer wird es auch für die Podiumsplatzierten des zweiten Portimao-Laufs werden, denn die bekommen in diesem Jahr statt Erfolgsballast Erfolgs-Boxenstopp-Zeitstrafen aufgedrückt: 20 Sekunden für Ide/Franchi (WRT-Audi), 15 Sekunden für Castellacci/Leo (AF Corse-Ferrari) und 10 für Bosi/Baumann (Heico-Mercedes), im zweiten Lauf dann entsprechend die Top 3 des Samstagsrennens.

Wer nun in all dem BoP- und Strafzeiten-Wirrwarr in Silverstone die Nase vorn haben könnte, ist beinahe unvorhersagbar, ebenso wie Tendenzen, was die Gesamtwertung angeht. Doch die Rennen werden sicherlich wieder unterhaltsam und sehenswert, wie man das von dieser Serie inzwischen gewohnt ist.

June 01 2011

15:26

VLN: Analyse 53. ADAC ACAS H&R-Cup

Mittlerweile sind die Themen Effizienz und Energierückgewinnungssysteme in der gesamten Automobilbranche und auch im Rennsport eines der dominierenden Themen. So hat man in der F1 wieder den Einsatz von KERS erlaubt und in Le Mans wird ein Hybrid-Protoyp an den Start gehen. Das größte Echo in der medialen Welt dürfte aber bisher Porsche mit ihrem 911 GT3 R Hybrid erzeugt haben, als man 2010 am Ring debütierte.

Jenes Auto gewann fast den 3. Lauf zur VLN und führte bis gute 2 Stunden vor Schluss das 24H Rennen souverän an, als der Verbrennungsmotor und nicht das Hybrid-System den Geist aufgab. Seitdem hat Porsche jenen Wagen stetig weiterentwickelt und man sinnt auf Revanche für das diesjährige 24H Rennen und zumindest am Samstag hat dies prächtig funktioniert, als man den 4. Wertungslauf für sich entscheiden konnte. Nachdem das Zeittraining durch einen schweren Unfall im Bereich Kallenhard (u.a mit dem R8 von Graig Lowndes am Steuer) mit mehreren involvierten Wagen 20 Minuten vor Ende abgebrochen werden musste, ging man von Rang 8 ins Rennen.

Die Pole hatte zu diesem Zeitpunkt mit einer 8:18 der schon mehrmals auftrumpfende Pinta-Porsche mit Manuel Lauck erobert, dicht gefolgt vom Sieger des 2. Laufes, dem SLS von Mamerow Racing und dem 1. R8 von Phoenix, u.a mit Marc Basseng und Le Mans Sieger Mike Rockenfeller. Auf den Plätzen folgten ein weiterer SLS von Heico Motorsport (mit LD Arnold) sowie vor 4 Porsche aus dem Hause Manthey (Nadelstreifen vor dem GT3 RSR und dem GT3 R und den Hybriden), während 2 weitere Audi R8 mit u.a Mattias Ekström und
Frank Stipler die Top 10 komplettierten. Der eigentlich von Platz 9 startende R8 mit Craig Lowndes und Warren Luff musste aufgrund des Unfalles schon nach dem Training die Segel streichen und konnte gar nicht wieder antreten, was für die 2 Australier sehr schade ist, denn mit Rang 9 war man bisher recht flott unterwegs. Auch konnte der RSR nicht von seiner angestrebten Position starten, sondern musste sich 10 Plätze weiter hinten einordnen, da man unter Gelb wohl überholt hatte.

Da half ihnen auch kaum die Datenpanne bei der Zeitmessung, welche dafür sorgte dass der Rennstart erst mit gut 45 min Verspätung vonstattenging. Bei diesem Start konnte sich Patrick Long im Hybriden beim Anbremsen der 1. Kurve auf Rang 4 einsortierten, während die ersten 3 unverändert auf die Nordschleife abbogen.

So kamen sie auch mehr oder weniger unverändert aus der 1. Runde zurück und hier offenbarte “Wild Wild West Long” nun schon mal, was in dem weiterentwickelten Hybriden so alles steckt, und scheint so einiges zu sein, wie die Kollegen Mamerow und Lauck gleich im Bereich Mercedes Arena spüren sollten. So konnte er sich auf der Start und Ziel Geraden den SLS von Chris Mamerow dank guten 200 extra PS schnappen und machte gleich mal Jagd auf den Pinta Porsche, welchen er einen guten Kilometer später dann auch aufschnupfen konnte und als 1. auf die Nordschleife abbiegen konnte. Dahinter formierten sich dann die R8 von Audi sowie die Porsche von Manthey und dem Frikadelli Team sowie die SLS von Heico und Mamerow in sehr knappen Abständen.

So entwickelten sich mehrere schöne und enge Zweikämpfe, denn die Top14 lagen zu diesem Zeitpunkt nur 10 Sekunden auseinander! Dies ging bis zum 3. Umlauf gut, als sich im Bereich Wehrseifen ein folgenschwerer Unfall ereignete, welcher vor allem auf Porsche Seite für einiges an Ungemach sorgen sollte. Da wollte sich der Manuel Lauck außen an einem langsameren Auto vorbeibremsen, was ihm aber nicht gelang und wohl in der Begrenzung landete, was das Aus bedeutete. Dahinter wurde es natürlich sofort sehr eng. So konnte Marc Lieb gerade noch rechtzeitig bremsen um einen Unfall zu vermeiden, allerdings hing im zu diesem Zeitpunkt Niclas Kentenich im Frikadelli Porsche so dich im Getriebe, dass er kaum mehr reagieren konnte und dem Porsche hinten traf. Für das Auto von Sabine Schmitz war das Rennen sofort gelaufen, während Marc Lieb noch bis zur Box fahren konnte, wo erstmal größere Reparaturen anstanden und das Rennen für den 1. Dicken gelaufen war.

Bis zur 7. Runde konnten sich die 2 Führenden, Chris Mamerow und Patrick Long etwas vom Feld absetzen, um es sich dann aber mal richtig zu geben. Da wollte nun “Wild Wild West Long (O-Ton P. Simon) mit aller Gewalt an Chris Mamerow vorbei. Er versuchte es im Bereich Mercedes-Arena beim Anbremsen sich außen vorbei zu drücken. Als dies nichts half, versuchte er es ein paar Meter später wieder und klopfte dabei mehrmals herzhaft an der Tür von Chris Mamerow im SLS an. Dieser gab sich aber nicht geschlafen und konnte somit seine 1. Position verteidigen. Unterdessen kam auch das Feld im Zuge dieses Kampfes wieder im Formationsflug heran, angeführt von den R8 mit Mike Rockenfeller an der Spitze um einen Dreikampf zu eröffnen und Long auf der Nordschleife dann zu holen, während die Top 3 innerhalb von 0,6 Sekunden lagen.

In der 8. Runde wollte es dann Mike Rockenfeller sogar übers Gras versuchen, was ihm aber nicht gelang und er noch rechtzeitig zurückstecken konnte, um seine Position zu verteidigen, denn mittlerweile dachte sich Romain Dumas “Hey, aller guten Dinge sind zwar 3, aber 4 ist besser” und wollte nun seinerseits Rockenfeller kassieren. Nur ein Blick auf die Uhr und die angesetzte Distanz von 4 Stunden zeigte auf, dass noch gute 3 Stunden zu fahren sind.

Dies hat sich wohl auch über die Nordschleife fortgesetzt und fand erst ein Ende, als die R8 und der SLS von Chris Mamerow an die Box kamen zum 1. planmäßigen Service. Nur der Hybride und der RSR blieben draußen auf der Strecke und mussten erst 1 Runde später an die Box, was sich als rennentscheidend erweisen sollte.

Hierzu ein kleiner Exkurs in Sachen Rennlänge und Pit Window von mir: Bei einer Distanz von 4 Stunden ergeben sich im trockenen bzw. leicht feuchten Zustand in der Regel Distanzen von 27 oder 28 Runden. Die Tankgröße richtet sich nach dem Gewicht der Wagen, was bedeutete, dass der Hybrid und der RSR (1300 kg) 110 Liter tanken durften während der R8 und der SLS (beide 1350 kg) 120 Liter Tankinhalt haben. Aber da der R8 und der SLS einen etwas verbrauchsintensiveren Motor (größerer Air Restriktor) und mehr Gewicht haben, können sie 9 Runden draußen bleiben, während es der RSR und der Hybrid schafften, 10 Runden am Stück fahren zu können. Daraus ergeben sich für die GT3 Jungs 2 volle Stopps und ein kurzer Splash and Dash (wenn man das Fuel Window immer ausnutzt), während sich die 2 Porsche diesen Splash an Dash dann sparen können.

So konnten sich vor allem die 4 R8 LMS mit schnellen Zeiten und der schnellsten Runden einen Vorsprung von gut einer Minute auf die Gegner rausfahren, mussten aber einmal mehr an die Box und so kamen sie bereits Ende der 14. Runde an die Box, wobei man vermutlich absichtlich etwas früher kommen wollte, während die Porsche gegen Ende des 19. Umlaufes erst an die Box mussten.
In derselben Runde fiel auch der Mamerow SLS aus, wodurch sich nun endgültig ein Kampf zwischen Porsche und Audi entwickelte.

Denn die BMW in Form der Z4 GT3 hatten 0 Chance, denn der Auftritt der 3 Wagen von Schuberth entwickelte sich völlig zu einem Fiasko, als alle 3 in den Runden 22 und 23 die Segel streichen mussten. Der Alpina BMW kam gar nicht erst über den 1. Umlauf hinaus. Einzig der von Dörr eingesetzte Z4 GT3 konnte mit Platz 13 in der SP9 die Fahnen hochhalten, während der neue von Getrag nach SP7 aufgebaute Z4 ebenfalls vorzeitig die Fahnen senken musste. Mit einer 8:30 hat man aber schon mal aufgezeigt, dass man durchaus sehr sehr flott unterwegs ist.

Ebenfalls ein Fiasko erlebte der VW Golf24H, welcher mit Nicki Thiim bereits in der 2. Runde ausgerollt ist und nicht mehr ins Geschehen eingreifen konnte, genauso wie der VW Scirocco von LMS Engineering mit der #302, welcher mit seinem “Bruder” dem anderen Scirocco und dem TT-RS von Raeder Motorsport den Ton in der SP3T angibt.

Diese Klasse wurde nun wieder gewertet, welche die 3 Norweger von Schijaern knapp vor dem 2. Scirocco von LMS in ihrem TT gewinnen konnten. Mit 8:50 war man aber auch hier wieder 20 Sekunden schneller unterwegs als die meisten Konkurrenten und man darf gespannt sein, wie sich das nun noch entwickeln wird.

Ein weiterer sehr schneller Wagen war mal wieder der Audi TT-RS von Reader Motorsport mit Frank Biela, Jens Klingmann und Andrea Picinni, welcher den 14. Gesamtrang erreichen konnte und somit erstmals die FH Köln in der SP4T schlagen konnten.

Zurück an die Spitze und dort bahnte sich in der 19. Runde eine Vorentscheidung an. Gegen Ende dieses Umlaufes kamen nämlich die 2 Porsche an die Box und Marco Holzer übernahm von Lietz und Lieb übernahm von Luhr das Volant bis zum Ende. Diese hatten ab dem 27. Umlauf eine Doppelführung, da die Audi wie erwartet zum 3. Stopp mussten. Allerdings war Frank Stippler im besten R8 LMS nur 7 Sekunden hinter Marc Lieb im RSR und Marco Holzer begann anscheinend nicht mehr ganz am Limit zu fahren, sodass die 2 Verfolger mit 20 Sekunden Rückstand die vorletzte Runde in Angriff nahmen und immer näher kommen konnten.

Allerdings konnte Marco Holzer seine Vorsprung von guten 3 Sekunden über die Linie retten, während sich Marc Lieb noch erfolgreich gegen Stippler zur Wehr setzen konnte. Somit waren 3 Klassen und 2 verschiedene Wagen auf dem Gesamt-Podium.

Dies wird das letzte Aufeinandertreffen der Top Piloten vor den 24H vom Ring gewesen sein, denn der letzt Lauf vor dem Saisonhöhepunkt findet am gleichen Wochenende wie Le Mans statt und dann werden sich Müller, Lamy, Lieb, Luhr, Bernhard, Rockenfeller und Co. an der Sarthe einen Tanz auf der Rasierklinge liefern.

Mindestens genauso eng ging es aber auch in den anderen Klassen zu: So konnten sich Olivo Janek und Elmar Jurek den Sieg in der Renault Clio Cup mit einer Minute Vorsprung sichern, nachdem es auch dort stundenlang hin und her ging und man wenige Runden vor Schluss nur 3 Sekunden vor den späteren 2. Platzierten Dominik Brinkmann und Stefan Epp lag. 3. wurden in der Klasse die Linther Brüder während Schläppi Race-Tec, die Sieger des 1. Laufes auf Platz 4 ins Ziel kamen.

In der Serienwagen-Klasse bis 3000 ccm, der V5 ging es auch hoch her. Hier fährt seit Beginn des Jahres nicht nur das Black Falcon Junior Team mit den Führenden der Gesamtwertung, Metzger/Scheerbarth/Knechtges, sondern nun auch die Titelverteidiger von Bonk Motorsport, welche nach den wenigen Nennungen in ihrer Klasse (am Samstag waren es wieder nur 2 und dementsprechend wenig Punkte), der SP3 den Rücken kehrten und nun in der V5 direkt im Revier ihrer Rivalen Punkte holen wollen.

Dies ist ihnen schon mal sehr gut gelungen, denn man konnte gegen Endes des Rennens die Führung vom schon angesprochenen Black Falcon-Trio übernehmen, und mit gut 30 Sekunden Vorsprung die Klasse gewinnen.

Somit führt in der Meisterschaft weiterhin das Trio von Black Falcon, vor Wolfgang Weber/Norbert Bermes und Nilsson Rickardd vom Mathol Racing aus der SP10 vor dem 2. Black Falcon Trio aus der V6, nämlich Sean Paul Breslin, Leisen Phillip und Volin Oleg.

Der nächste Lauf findet wie schon angesprochen in 2 Wochen am Le Mans Weekend statt und gilt als Generalprobe, bevor 2 Wochen später die Hatz 2 mal um die Uhr durch die Eifel losgeht.

VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 42. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup
06:57

Ferner liefen: Die Newshappen

// Die Formel 1 Saison 2011 könnte länger werden als ursprünglich geplant. Der Grand Prix von Bahrain könnte nämlich den ursprünglich geplanten Platz des indischen Grand Prix am 30. Oktober einnahmen, sofern die FIA zum Schluss kommt, dass die politische Lage im Land die Austragung eines Rennens erlaubt. Das wäre durchaus denkbar, denn heute, Mittwoch sollten die während der Proteste eingeführten Notstandsgesetze wieder aufgehoben werden. Zumindest offiziell, denn auch danach wird man den offiziellen Druck gegen Proteste nicht lösen. Der Indische Grand Prix könnte in Folge dessen an das Ende der Saison verschoben werden. Das bisher letzte Rennen ist der GP von Brasilien am 27. November – weil aber neue Grand Prix wegen der Unwegbarkeiten bei Einreise und Zoll immer im zweiwöchigen Abstand vom vorherigen Rennen stattfinden, wäre der erste mögliche Termin also der 11. Dezember. Angeblich sollen die Organisatoren in Indien darüber ganz froh sein, weil die Arbeiten an der Strecke wohl doch nicht ganz so schnell vorangehen wie erwartet. Nicht begeistert sind dagegen die Teams, deren Mitarbeiter im Dezember die einzige Chance haben, sich ein wenig Freizeit abseits der Formel 1 zu gönnen. (Vorsicht)

// Sergio Perez und Vitaly Petrov haben nach ihren Unfällen in Monaco das Krankenhaus verlassen, und sich beide zuversichtlich, in Montreal wieder antreten zu können. Petrov hat zwar noch Schmerzen in den Beinen, ist sich aber “sicher“, in Montreal wieder antreten zu können. Nicht ganz so sicher ist die Angelegenheit bei Sergio Perez. Er selbst spricht davon, zwar noch Muskelschmerzen in den Beinen und im Nacken zu haben und sich an den Unfall nicht genau erinnern zu können – er ist aber ebenfalls “ziemlich sicher“, eine Rennfreigabe für Kanada zu erhalten. (Vorsicht)

// Renault stellt Nick Heidfeld die Rute ins Fenster. Man sei mit den Leistungen des Deutschen, vor allem im Qualifying, nicht zufrieden – das sagte Renault Teamchef Eric Boullier gegenüber autosport.com. Momentan ist aber davon auszugehen, dass diese Aussagen eher Heidfelds Motivation dienen sollen. Ihnen fehlt nämlich das Drohpotenzial – Renault fehlen nämlich schlichtweg Piloten, mit denen man Heidfeld einigermaßen gleichwertig ersetzen könnte. (Vorsicht)

// Die GP2 Asia Serie könnte nach vier zunehmend enttäuschenden Saisons vor dem Aus stehen. Offenbar ist man bei Teams und Organisatoren unzufrieden – auch, weil die Serie das ursprüngliche Ziel, nämlich asiatische Fahrer an die Formel 1 heranzuführen, verfehlt hat. Als Ersatz will man die “große” GP2 Serie um einige Überseerennen im Rahmen der F1 erweitern. Debattiert wird etwa über ein Rennen in Bahrain (sofern dort noch gefahren wird), in Abu Dhabi oder auch in Singapur. Zu viele zusätzliche Läufe soll es aber nicht geben, da sonst das Sponsorbudget für GP2-Piloten zu hoch würde. (Vorsicht)

// Wilde Gerüchte um Penske. Wie eine italienische Motorsportseite unter Berufung auf Gerüchte berichtet, sollen sich Roger Penske und Hendrick Motorsports auf eine Zusammenarbeit in der kommenden Saison geeinigt haben. Demnach wollen die beiden Teams 2012 gemeinsam mit Chevrolet in der IndyCar Serie antreten – und sollen außerdem daran interessiert sein, Simona de Silvestro als Fahrerin zu engagieren. (Vorsicht)

// Die geplanten Rennen der Superleague Formula und der GT3 EM im russischen Smolensk könnten vor der Absage stehen. Das behauptet zumindest eine russische News-Seite die einen Verantwortlichen der Rennstrecke mit den Worten zitiert, dass leider für beide Veranstaltungen ein Sponsor abgesprungen sei. Die Strecke könne sich die beiden Rennen daher nicht mehr leisten. Für die ohnehin etwas chaotisch wirkende Superleague Formula mag das nicht so überraschen – mehr dazu morgen in der Saisonvorschau zur Serie, sofern ich es bis dahin geschafft habe, mir ein kohärentes Bild zu veschaffen. Dass auch die GT3 dort nicht fahren soll, erstaunt aber doch etwas. Die französische AUTOhebdo vermeldet dazu, dass die Organisatoren die von der FIA geforderten Umbauten an der Strecke nicht vorgenommen haben. Und beim abgesprungenen “Sponsor” soll es sich demnach um öffentliche Gelder der Region Smolensk handeln, die nicht eingetroffen sind. Die Absage hat mittlerweile auch die GT3 offiziell bestätigt. Man will sich um einen anderen Austragungsort für einen Ersatzlauf umsehen. Das letzte Wort ist aber trotzdem noch nicht gesprochen, die Superleague Formula behauptet auf ihrer Facebook-Seite, es sei lediglich das Datum um eine Woche nach vorne verlegt worden. Vielleicht wird es sich bei dem Rennen dann aber, wie schon 2010 in Beijing, um ein “Einladungsrennen” ohne Sanktus der FIA und ohne Punkte handeln. (Vorsicht)

May 27 2011

13:00

VLN: Vorschau 53. ADAC ACAS H&R-Cup

Nachdem der letzte Lauf der VLN über 50% mehr an Distanz und vermutlich mindestens genauso viel Action ging, steht am Samstag der 4. Lauf zur Meisterschaft wieder über die klasische Distanz von 4 Stunden an.

Diesen Lauf konnten etwas überaschend Marco Seefried und Jaime Melo im Farnbacher Ferrari F458 hauchdünn gegen den Manthey GT3 RSR gewinnen, indem Marco Seefried am Ende ganze 0,8 Sekunden vor Marc Lieb ins Ziel kamm. Jedoch musste der Manthey Porsche eine komplette Runde aufholen, nachdem ihm diese und gut 20 anderen Wagen aberkannt worden ist, da sie zu schnell an einer Unfallstelle vorbeigefahren sind, bei der Gelb doppelt geschwenkt wurde. Trotzdem war der 1. Ferrari Sieg in der Geschichte der VLN mehr als verdient, denn Jaime Melo konnte bei seinem erst 2. Rennen auf der Nordschleife mit 8:19 die schnellste Rennrunde des gesamten Feldes hinlegen und somit zeigen dass man mit den Jungs beim 24H def. rechnen muss.

Ebenfalls auftrumpfen, konnte ein Team, welches zwar in seiner Klasse der Cup2 zur Zeit die klare Nummer 1 ist und auch schon mal des öfteren in den Top Ten zu finden war, es jedoch nie ganz nach vorne gereicht hat. Dieses Team konnte vor 2 Wochen durch eine umsichtige und klevere Fahrweiße bei schwierigen Bedingungen die Gesamtführung übernehmen und sie bis nach Halbzeit halten, wobei sie die letzten 90 Minuten ohne Serverlenkung auskommen mussten und daher noch Plätze verloren haben. Die Rede ist hier von Kai Riemer und Rodney Forbes auf ihrem 911 GT3 Cup. Am Ende stand somit ein 10. Gesamtplatz zu Buche.

Alle oben genannten Teams werden, bis auf den Farnbacher Ferrari daher auch wieder mit von der Partie sein, denn für viele Top Teams wird es der letzte Lauf in der VLN vor dem 24H Rennen sein, denn der nächte Lauf kollidiert in 2 Wochen mit der 24 Stunden Hatz an der Sarthe und dort werden dann Timo Bernhard, Jaime Melo, Dirk Müller und Co. um die Siege in den Klassen und dem Gesamtsieg fighten anstannt in der Eifel zu fahren. Daher haben Farnbacher und BMW ihre letzten Läufe schon bei vergangen Rennen absolviert und werden erst wieder zum 24H Rennen kommen. Zum einen wegen Le Mans, zum anderen wird aber auch sicher die Regelung der BoP eine Rolle gespielt haben, denn man möchte sich sicher nicht noch kleinere Air Restriktoren oder Zusatzgewichte einfangen.

Eine Situation, welche oft besondere Maßnahmen erfodert – und hier tut sich vor allem Manthey Racing hervor. Nachdem man den letzten Lauf zur VLN nicht mit dem GT3 R, sondern etwas überaschend mit dem Auto aus der 2009er Saison, dem GT3 RSR gefahren hat, setzt man nun noch einen drauf und es kommt für Manthey zum ultiamtiven Vergleichstest, welches Auto nund aufgrund der aktuellen Einstufungen die besseren Chancen hat, wobei davon auszugehen ist, dass wohl nur Manthey danach selber weiß, welches Auto schneller ist, es sei denn die Fahrer werden angewißen volles Rohr zu fahren, was jedoch unwahrscheinlich erscheint.

So werden Romain Dumas und Lucas Luhr das Rennen auf dem GT3 RSR fahren, während die andere Hälfte des Quartetts, nämlich Marc Lieb und Timo Bernhard den GT3 R in der SP9 pilotieren. Diese Klasse erhält neben den schon bekannten Wagen wie den SLS oder dem Porsche vom Team Frikadelli oder Haribo Manthey nun auch wieder ordentlich Konkurrenz von Audi. So werden unter anderem Timo Scheider, Matthias Eckström, Mike Rockenfeller, Christopher Mies, Marc Hennerici die 4 Werks Audi R8 pilotieren, welche von Phoenix Racing und Abt an den Start gebracht werden.

2 weitere R8 werden von der Audi Race Expierence an den Start gebracht und hier hat sich zumindest in einem Auto eine sehr namhafte Besatzung gefunden. So wird die #18 unter anderen von Marco Werner pilotiert, während die #17 von den V8-Stars Graig Lowndes und Warren Luff gesteuert werden ! Für beide Piloten ist die Nordschleife Neuland, aber dass sie auch auf äußerst kriminellen Kursen sehr flott unterwegs sind, haben sie z.b mehrfach in Bathurst auf dem Mount Panorama Circuit bewießen.

Ein weiteres Großaufgebot in der SP9, welche mit 28 Nennungen am Samstag die größe Klasse stellt, stellt Schuberth Motorsport dar, welche gleich 3 Z4 GT3 als Test auf die Bahn schicken. So werden Claudia Hürtgen, Edward Sandström und Fredrik Larrson den Z4 mit der #6 pilotieren, während die #16 mit Marko Hartung und Tom Coronel kaum weniger stark besetzt ist, und auch die Paarung Peter Posovac, Jörg Viebahn und John Mayes sollte man nicht vergessen.
Hinzu kommt der schon bekannte Z4 von Dörr Motorsport, welcher wieder von Arno Klasen unterstützt wird und sich mit den Stammfahrern Rudi Adams, Stefan Aust und Peter Posavac abwechseln wird. Das Team hat sich schon nach den ersten Kilometern sehr angetan über die Weiterentwicklung geäußert und man wird sicher noch den ein oder andere Schritt in die richtige Richtung mit dem Auto machen, nachdem man im letzten Jahr mit dem Z4 nicht ganz die Pace an der Spitze gehen konnte.
Jenes Team wird auch einen BMW Alpina B6 GT3 an den Start bringen, welcher im GT Masters ja schon sein Potential aufgezeigt hat und mit Rolf Scheibner, Michael Funke und Jörg Weidinger besetzt sein wird. Auch hier darf man davon ausgehen, dass auch jenes Team bei den 24H mit diesem Wagen am Start sein wird.

Auch dort vertreten sein, werden die beiden Stuck Brüder und Frank Kechele mit ihrem Lamborghini LP600 von Reiter Engineerig, welche das Großaufgebot des VW-Konzern in den oberen Klassen abrunden.

Aber das wäre ja noch nicht alles, denn immerhin will auch der VW Mutterkonzern mitfahren und dort hat man es sich anscheinend auf die Fahne geschrieben Porsche 911 und ähnliche – auf dem Papier stärkere Wagen gehörig ins Schwitzen zu bringen.
Nicht nur, dass man wieder den sehr gut besetzten VW Übergolf, namens Golf24H ins Rennen schickt welcher mittlweile bei 8:28 angekommen ist und schon mal einen 911 von Kremer Racing im Karussel außen überholt.

Nein, man packt auch wieder den VW Erdgas-Scirocco aus, welcher im letzten Jahr auch für diverse Schweißperlen und Verfolgungsängste bei 911 Cup Fahrern und Co verantwortlich gezeichnet hat. Offiziel hatte man letztes Jahr 330 PS, aber laut Aussage von Dirk Adorf beim letzten 24H Rennen, würde es ihn nicht wundern wenn da ne 4 vorne dran ist. Bedenkt man dann noch, dass VW den Wagen noch weiterentwickelt hat, kann man sich ausmalen, wohin die Reise hier gehen kann ;-) Hier werden unter anderem der Rallye Dakar Sieger Nasser Al-Attiyah, Bernd Ostmann und “trommelwirbel”… Johnny Herbert ins Volant greifen

Generell sind die Autos mit 2l Turbo in letzter Zeit sehr flott unterwegs. Fast zu flott würde man meinen und das sieht wohl auch die VLN so, denn da rumort es gewaltig im Hintergrund. So fuhren beim 6H Rennen der TT von Raeder Motorsport eine 8:43 und der VW Scirocco von LMS eine 8:47. Mal ein paar Zeiten zum Vergleich: Als Audi und Opel vor einigen Jahren mit ihren DTM-Wagen das 24H Rennen bestrieten, fuhren sie auf der etwas längeren 24H Variante Zeiten von ~9 Minuten und auch ein 911 Cup fährt so im Schnitt 8:45er Zeiten. (Danke an Mike Frison für die Informationen).

So gab es wohl einen Protest gegen die Wertung der SP3T nach dem 6H Rennen und auch die VLN will/wollte sich das mal genauer anschauen, wie es zu solchen Zeitsprüngen kommen konnte.
Daher wurde die SP3T Klasse nicht gewertet und man darf sehr gespannt sein, wie sich das alles in der Klasse am Samstag entwickeln wird.
Dies wird vor allem die schon oben angesprochenen schnellen Teams der Klasse ärgern, denn man hätte hier sicher gerne die vielen Punkte im Kampf um die Meisterschaft mitgenommen.

Diesen Kampf hat auch der Titelverteidiger, Bonk Motorsport nicht aufgegeben und man hat wie allgemein erwartet, die Klasse gewechselt und fährt nun in der Serienwagen Klasse V5 gegen die direkten Konkurrenten von Black Falcon und die momentan Meisterschaftsführenden Carsten Knechtges, Tim Scheerbarth und Manuel Metzger. Dort will man wieder mehr Punkte sammeln, nachdem dies in der “Stammklasse” SP3 nicht mehr möglich war, da einfach zu wenig Autos an den Start gingen.

Eine andere Klasse, welche nun wieder etwas Aufwind bekommt ist die SP8. Nicht nur wegen des Ferrari ist dies eine sehr gute Klasse, denn hier befinden sich viele eher exotischere Wagen. So wird Aston Martin den neuen Zagato an den Start bringen und auch 2 Corvetten, nämlich von Kissling Motorsport und GMAXX Cars werden sicher wieder führ einen schönen Klang sorgen. Diesen wird auch sicher wieder Lexus LFA aufweißen können, aber man konnte sich hier im Vergleich zu den letzten Jahren massiv steigern und kann nun auch mal vorne an den Top10-15 riechen, denn man ist nun in der Lage auch mal ne Zeit von unter 8:30 zu fahren.

Alle die die in der Nähe des Ringes wohnen, können sich die Bilder per DVB-T ins Haus oder auf den TV/Laptop holen, während alle anderen vermutlich wieder auf den Live Ticker, samt Live Timing und das Fan Radio mit Patrick Simon und Lars Gutsche angewießen sind.

Ein bekanntes Sprichwort lautet: “Das beste kommt zum Schluss” und so möchte auch ich es halten. Wir schreiben hier viel über Motorsport, aber Siege, Überholmanöver werden absolut unwichtig, wenn es um die wirklich wichtigen Dinge des Lebens geht, wie z.b der Gesundheit eines Menschnen. Denn der 20832.com-Fahrer des Jahres 2010, Marcel Tiemann hat angekündigt vor Ort zu sein und laut seines eigenen Twitter-Channels scheint es ihm auch immer besser zu gehen.

Ich ziehe meinen Hut vor ihm und wünsche ihm daher alles Gute für seine weitere Genesung, seine Gesundheit und seine Zukunft.

May 24 2011

10:00

Analyse: Blancpain Endurance in Navarra

Michael Bartels ist zurück an der Spitze – mit dem neuen Ferrari F458 GT3 und seinem in Vita4One umgetauften Team konnte er mit seinen Teamkameraden Frank Kechele und Nico Verdonck endlich wieder siegen.

Eigentlich hatten sie ja mit dem Maserati in der GT1-WM antreten wollen, doch dort fand sich kein zweites Einsatzteam, wie es das Reglement forderte – darum der Wechsel in die GT3 und zu Ferrari. Die haben mit dem F458 ein gutes Auto gebaut, dessen GT-Varianten auch schon früh in ihrer Debütsaison an der Spitze mitfahren. Die GTE (GT2)-Variante räumte zuletzt in der Le Mans Series groß ab und nun hat auch der zuletzt entwickelte GT3-Bolide seinen ersten Sieg eingefahren. Vom Speed her hätten noch mehr F458 auf dem Treppchen stehen können, doch bekanntermaßen spielen im Motorsport noch mehr Faktoren eine Rolle.

Auf die Pole war allerdings ein Audi gefahren – Filipe Albuquerqe hatte mit dem R8 LMS des belgischen WRT-Teams knapp die Bestzeit erreicht. Dessen Kollege Stephane Ortelli konnte zunächst auch vom ersten Startplatz aus in Führung gehen. Schützenhilfe gegen die Ferrari-Armada bot ihm der AutOrlando-Porsche, der beim Auftaktrennen in Monza gesiegt hatte. Gianluca Roda war zwar bis zu einer Sekunde langsamer als die Ferrari, doch schaffte er es, sein Heck breit genug zu machen und die Konkurrenz hinter sich zu halten.

Frank Kechele war der erste und zunächst einzige, der es vorbei schaffte und danach Jagd auf Ortelli machte, nach knapp 30 Minuten kam es zum Führungswechsel. Mit dem Vita4One-Ferrari konnte an diesem Sonntag auf der technisch anspruchsvollen Bahn von Navarra niemand mithalten, entsprechend behielt das Team die Führung für den Rest des Tages, sieht man mal von den Boxenstopps ab.

Hinter Roda beschäftigten sich die beiden SOFREV-Ferrari von Julien Jousse und Ludovic Badey gegenseitig. Und auch sonst erging es der Konkurrenz in der ersten Stunde nicht gut: der MarcVDS-Ford GT wurde mit Aufhängungsproblemen hinten links in die Garage geschoben, Audi-Pilot Piccini legte von einem falschen Safety Car-Schild irritiert einen frühen Boxenstopp ein.

Doch das Safety Car kam kurz darauf tatsächlich zum Einsatz, und zwar zweimal: zunächst wegen des heftig verunfallten AF Corse-Ferrari von Jack Gerber, dann wegen eines in Flammen stehenden GT4-Ginetta – beide Fahrer blieben unverletzt. Die Gelbphasen wurden von den meisten Teams für Boxenstopps genutzt – überraschenderweise war aber Frank Kechele sogar schon vorher zum ersten regulären Stopp gekommen und hatte an Nico Verdonck übergeben.

Der konnte dann in der zweiten Rennstunde ungefährdet vorn wegziehen, nachem es zwischen den Safety Car-Phasen noch einmal zum Duell mit dem WRT-Audi von Bert Longin gekommen war. Hinter Kechele ging es weiter munter zu, Raffaele Gianmaria im Porsche konnte sich an beiden Audi vorbei auf P2 schieben.

Die Konkurrenz hatte weiterhin Pech: Simon Knap im einzigen BMW Z4 erlitt auf Rang 6 liegend einen Reifenschaden, der Hexis-Aston Martin verfehlte beim Stopp seine Box; und der anfangs um P3 kämpfende SOFREV-Ferrari mit der #10 wurde mit Getriebeproblemen in die Garage geschoben.

Abgesehen von unterschiedlichen Stopp-Rythmen – teils auch durch die Safety Car-Phasen verzerrt – waren ab Halbzeit zunächst die Positionen fest bezogen: Bartels führte nach dem letzten Stopp etwa eine Stunde vor Schluss 15 Sekunden vor Ruberti im AutOrlando-Porsche, weitere 7 bzw. 14 Sekunden dahinter folgten die beiden WRT-Audis. Der Sprit-Verbrauch war diesmal anders als in Monza, als einige Autos gegen Ende noch einmal Sprit nachfassen musste, kein Thema.

Für etwas Action sorgte Albert von Thurn und Taxis, der aber auch mit seinem verbissenen Fahrstil nicht Matteo Bobbi und Frederic Makowiecki hinter sich halten konnte – dennoch sollte es am Ende mit Rang 7 zu einem ersten Erfolgserlebnis in der Saison 2011 reichen.

In den letzten 20 Minuten kam es dann noch einmal zu einem Zweikampf ums Podium: Pole-Setter Filipe Albuquerqe holte im Audi in großen Schritten auf Paolo Ruberti auf und überholte ihn schließlich auch. Am Sieg des Via4One-Ferrari jedoch gab es nichts mehr zu rütteln – mit 17 Sekunden Vorsprung überquerte Michael Bartels nach drei Stunden die Ziellinie.

Ein Drama spielte sich dagegen in der GT4-Klasse ab: Die Mansell-Brüder Greg und Leo sowie Edoardo Piscopo hatten lange Zeit geführt, nachdem sowohl der zweite Lotus als auch der britische RJN-Nissan mit kleineren Problemen zurückgefallen waren – doch dann musste auch der Mansell-Evora mit Getriebeproblemen noch einen zehnminütigen Stopp einlegen – so ging der Sieg diesmal an den Lotus von Lorenz Frey, Rolf Maritz und Fredy Barth.

Bestes Pro/Am-GT3-Auto war hinter auf Rang 5 der Ferrari F458 von Franck Morel, Jean-Luc Beaubelique und Ludovic Badey. Vier Ferrari schafften es im Gesamtklassement in die Top10. Dazu gehörte auch der zweite Vita4One-Wagen mit Nick Hommerson, Louis Machiels und Paul van Splunteren, die den zweiten Rang in der Pro/Am-Wertung einfuhren und so das starke Gesamtbild des Teams bestätigten, nachdem in Monza noch vieles schief gegangen war.

In der Gesamtwertung des GT3  Pro-Cups liegen nach zwei Läufen nun Ruberti/Roda/Gianmaria mit 40 Punkten vorn – es ist schon beinahe überraschend in einem Jahr, in dem Porsche mit dem „nur“ verbesserten 997 allgemein zu schwächeln scheint gegen die neueren Modelle der Konkurrenz. Vier Zähler dahinter die Audi-Piloten Ortelli/Longin/Albuquerqe. Weitere elf Punkte zurück sind nach Ausfall im ersten und Sieg im zweiten Lauf Kechele/Verdonck/Bartels.

Zwar sind nur noch drei Läufe zu fahren, doch noch ist nichts entschieden, zumal die nächste Runde das 24 Stunden-Rennen in Spa sein wird, das den Kern der Blancpain Endurance Series bildet und für das es auch mehr Punkte gibt. Dort wird allerdings auch die Konkurrenz zahlreicher sein. Dennoch: so wie sich das Vita4One-Team in Navarra präsentierte, sollte die Mannschaft auch in Spa um den Sieg mitfahren können – so denn der noch junge F458 GT3 auch über 24h-Distanz standfest ist…

 

May 16 2011

16:00

Analyse: GT1-WM & GT Masters am Sachsenring

Viel Spektakel gab es am Wochenende, mal von der positiven, mal von der weniger schönen Sorte. Und auch das Wetter leistete auch seinen Beitrag.

Wie zuvor gemutmaßt lag den GT1-Boliden von Aston Martin und den Nissan die anspruchsvolle, hügelige Strecke sehr gut. Beide starteten mit je vier Fahrzeugen und stellten am Ende beider Läufe zusammen sieben Fahrzeuge in den Top Ten. Doch einfach war der Weg dahin nicht, denn auch das die Meisterschaft anführende All-Inkl.com-Team wollte ein Wörtchen mitreden und holte am Samstagmorgen mit Dominik Schwager und Nicky Pastorelli die Pole, wenn auch erst nachdem der Exim Bank China-Corvette die Zeiten gestrichen wurden.

Stark zeigten sich von Anfang an Stefan Mücke und Darren Turner, die trotz 20kg Erfolgsgewicht den dritten Rang in der Quali einfuhren. Den konnten sie auch im Quali-Rennen halten, ebenso wie Piccione/Dusseldorp ihren zweiten Platz – doch das Quali-Rennen war nicht so statisch, wie es scheinen mag. Denn den Sieg holten sich die von Startplatz 14 ins Rennen gegangenen Ford GT-Piloten Frederic Makowiecki und Maxime Martin.

Die Leistung von Makowiecki auf dem Weg dahin war grandios: in den ersten 25 Minuten des Rennens arbeitete er sich bis auf den fünften Rang nach vorn, dann blieb er lange draußen und fuhr weiter schnelle Zeiten, während die Konkurrenz schon die Boxenstopps einlegte – und als MarcVDS dann gegen Ende des Fensters auch seinen Fahrer- und Reifenwechsel vornahm, konnten sie tatsächlich vorn bleiben. Die Pole-Setter Schwager/Pastorelli fielen mit langsamem Stopp und Dreher auf Rang 7 zurück.

Zwischen den Nissan und Aston Martin gab es in der zweiten Rennhälfte einige sehenswerte Kämpfe und Überholmanöver, u.a. von Stefan Mücke und von Christian Hohenadel, der zusammen mit Andrea Piccini den zweiten Hexis-DBR9 von Startplatz 14 auf Rang 5 nach vorn brachte.

Damit war die Ausgangssituation für das Hauptrennen gesetzt. Doch schon in den a

May 13 2011

15:28

VLN: Vorschau 42. Adenauer ADAC Rundstrecken-Tophy

Am Samstag startet mit dem 3. von 5 VLN Rennen vor dem 24H Rennen gleich einer der beiden Höhepunkte der VLN-Saison, denn es steht das erste von insgesamt 2 6h Rennen der VLN an. Gewöhnlich gehen die Rennen über max. 4 Stunden, jedoch machte man seit Jahren mit dem 6 Stunden ADAC-Ruhr Pokal-Rennen eine Ausnahme, welche mit 6 Stunden in der Regel den Höhepunkt der VLN-Saison markierte.

Im vergangenen Jahr war jenes einzige 6 Stunden Rennen fest in der Porsche-Hand, denn von den ersten 13 Wagen, welche das Ziel erreichten hatten 12 Autos die Zahl 911 im Namen stehen. Dabei dominierte vor allem ein Team: Manthey. Die Truppe um Olaf Manthey schaffte es das Podium komplett für sich alleine zu besetzen und dabei die Nordschleife ganze 42 mal zu umrunden, was unter dem Strich eine Distanz von sage und schreibe 1023,5 km bedeutete – Noch nie in der Geschichte der Nordschleife wurde vorher von Tourenwagen oder GT-Wagen innerhalb eines 6h-Rennen die 1000km geknackt. Damals gewann der Haribo-Porsche vor dem grün gelben “Dicken” und dem Nadelstreifen Wodka-Porsche GT3 R, welche allesamt über 1 Runde Vorsprung vor dem 4. Platzierten hatten.


So erstaunlich jene Dominanz im letzten Jahr war, ein 3-Fach Sieg für das Team Manthey erscheint in diesem Jahr allerdings etwas unrealistisch, wenn man sich die Konkurrenz ansieht. So ist auf dem Haribo Porsche nicht mehr der sehr schnelle Lance David Arnold Teamkollege von Christian Menzel (welcher hier auch noch Doppelstart fährt!), sondern Mike Stursberg und der Nadelstreifen GT3 R geht mit dem sehr schnellen Jochen Krumbach und Phillip Wlazik ins Rennen.

Konkurrenz werden sie hier vor allem vom Gewinner des letzten Laufes, dem Mamerow-SLS mit Armin Hahne und Chris Mamerow bekommen, welche für das Rennen Unterstützung von Pierre Kaffer erhalten. Konkurrenz werden sie auch vom SLS von ROWE Racing mit der #15 erhalten, wo sich Thomas Jäher, Alexander Roloff und Roland Rehfeld am Steuer abwechseln werden und vor allem auch von Horn Motorsport, welche wieder mit David Horn und dem sehr schnellen Sascha Bert an den Start gehen werden. Es fehlen aber die Top-Besetzten SLS GT3 von Black Falcon, welche bei den 2 letzten Läufen in der VLN noch am Start waren, so dass man “nur” auf 5 Sternenkrieger kommt.

Der einzige Nicht-Porsche unter den besten 13 im letzten Jahr, war ein BMW Z4 GT3, eingesetzt von Dörr Motorsport welche mit Platz 7 den totalen Porsche Triumph verhindern konnten. Dass ein solcher Triumph nicht nochmal geschieht, dafür sorgen an diesem Wochenende gleich 5 Wagen aus München. So wird Schuberth Motorsport sein 2011-Debüt in der VLN mit dem kräftig überarbeiteten Z4 GT3 feiern und dabei versuchen mit den Trio’s Marco Hartung, Jörg Viebahn und dem aus den USA bekannten Tommy Milner (#16) sowie dem rein norwegischen Trio Anders Burchardt/ Nils Tonrud/ Stian Sorlie im Rahmen ihrer Möglichkeiten vorne mitzumischen. Ein 3. Z4 mit Claudia Hürtgen findet sich leider Stand Mittwochabend nicht in der Liste wieder.

Teamchef Rainer Dörr, welcher wieder seinen Z4 GT3 mit der gewohnten Besatzung ins Rennen schickt, hat nach dem letzten Lauf schon mal angedeutet, dass man mit dem Z4 bei BMW wohl einen sehr guten Schritt in die richtige Richtung gemacht hat und man mit dem komplett erneuerten Auto sicher noch Zeit finden wird. Unter anderem hat man mehr Leistung, eine deutlich veränderte Aero welche an dem neuen großen Heckflügel erkennbar ist. Der Z4 hat bei der GT3-EM in Portimao mit 2 Laufsiegen schon mal aufgezeigt dass man hier ein sehr flottes Auto entwickeln konnte.

Die beiden anderen Gesamtsiegfähigen BMW stellen die 2 M3 GT2 von AC Schnitzer dar, welche am Samstag ihren planmäßig letzten Auftritt vor den 24H haben werden mit den 2 bekannten Trios Jörg Müller/Augusto Farfus/Pedro Lamy sowie das “Dirk-Auto” mit Dirk Adorf, Dirk Müller und “Dirk” Priaulx dar.

In der gleichen Klasse, der E1-XP findet sich auch der Ferrari P4/5 Competizione wieder, nachdem man den letzten Lauf zu Gunsten von Testfahren ausgelassen hat wieder. Man wollte lauf Facebook Kommentaren hier Erfahrungen sammeln und eine neue Einstufung austesten, welche auf mehr Gewicht, dafür aber einem größeren Air Restriktor setzen würde. Anscheinend hat man sich aber für die letztmals benutzte ursprüngliche Variante entschieden, denn in der BoP Tabelle taucht man nach wie vor mit 2 x 28,6mm und 1200 kg Gewicht auf.

Ein weiterer Ferrari, und da muss man den Jungs von Farnbacher für ihre Ausdauer echt ein Kompliment aussprechen, ist der F458 von Farnbacher Racing. Nach RCN-Lauf, LM-Test, VLN-Lauf mit Unfall, 1000km von Spa steht nun der fünfte Ausdauer Einsatz innerhalb von 5 Wochen für das Team an! Unterstützt werden Dominik “Dominator” Farnbacher und Marco Seefried hier von Jaime Melo, seines Zeichens Ferrari-Werksfahrer. Vor allem für Dominik Farnbacher wir das ein stressiger Samstag werden, denn er wird zuerst beim GT Masters am Sachsenring starten und dann vermutlich per Heli zum Ring transportiert um dort dann in das Geschehen einzugreifen.

Neben den Gesamtsiegfähigen SLS von Black Falcon, dem Lambo von Stuck³ und dem Hybrid-Porsche glänzen auch die R8 LMS von ABT und Phoenix durch Abwesenheit in der Nennliste. So werden zwar 2 R8 LMS von Audi Race Expierence an die Strecke rollen, welche mit jeweils einem Profi (wie hier Marco Werner und Florian Gruber) und Amateuren besetzt sind. Die Leitung dieses Projekts, hat seit kurzem ein alter Bekannter von Porsche und Eurosport-Zeiten inne: Manfred Jantke.

Ein Porsche fehlt hier allerdings bis jetzt: Der “Dicke” von Manthey mit Marc Lieb, Arno Klasen sowie Timo Bernhard. Dies liegt allerdings nicht daran, dass man nicht startet, sondern die Klasse gewechselt hat. Man startet nun wie 2009 in der SP7 mit dem 911 GT3 RSR in der gleichen Klasse wie der WTM, welche allerdings keinen RSR fahren. Aber anscheinend war man seitens der TK nicht so begeistert von der Idee und hat veranlasst, dass alle Air Restriktoren für Wagen der SP7 um 0,5mm kleiner werden und der Tankinhalt auf 105 Liter gesenkt wird.
Ob das alles nur gemacht wird, um im Hause Manthey einem Vergleich in der SP9 aus dem Weg zu gehen, oder ob man ernsthaft überlegt wieder in die SP7 zu gehen, ist leider nicht bekannt. Seitens der VLN wurde die max. erlaubte Leistung der Motoren, welche auf einer Tabelle in Abhängigkeit vom Gewicht und Hubraum ermittelt wird, erneut auf offiziell knapp unter 500 PS für die Porsche gesenkt. Etwas verwirrend sind jedoch die damit einhergehenden Einstufungsvarianten, denn so ist es möglich denn GT3 R mit 1250 kg und einmal mit 1300 kg, mehr Leistung sowie 110 Liter Tank starten zu lassen. Dies zieht sich mittlerweile durch mehrere Klassen und Fahrzeuge, denn so kann man auch den BMW M3 GT2 in 2 verschiedenen Einstufungen starten lassen. Eine Regelung welche nicht gerade für mehr Klarheit in der BoP sorgt wie ich finde.

Der Verzicht von Nennungen von SP9-Teams könnte Möglichkeiten für Teams eröffnen, welche bisher zwar schnell waren, aber nicht ohne Probleme über die Distanz gekommen sind. Allen voran wäre dies der Frikadelli Porsche rund um Sabine Schmitz sowie der Pinta-Porsche, welcher beim letzten Lauf leider technische Probleme hatte und somit nur wenige Runden fahren konnte. Ein anderes Auto, welches vom Speed her sicher auch vorne mitmischen könnte, wenn es denn will ist der VW Golf24H welcher seit seinem ersten Auftritt nur noch als “Übergolf” bezeichnet wird. Grund sind Szenen wie diese, als Peter Terting Wolfgang Kaufmann von Kremer Racing im Karussel außen (!!!) überholte :

Daher hat man auch seitens der Technischen Kommission reagiert und den Air Restriktor für den 2,51l Turbo auf 42,3mm und das Gewicht auf 1300 kg heraufgesetzt. Gesteuert wird der Wagen von Thomas Mutsch, Frederik Ekblom sowie Franck Mailleux.

In der SP3T werden sich hingegen wieder der Audi TT von Raeder Motorsport sowie die beiden von LMS Engineering eingesetzten VW Scirocoo um sehr wichtige Punkte für die Meisterschaft duellieren. Ein weiterer sehr prominent besetzter Scirocco wird in der SP11 für alternative Kraftstoffe genannt. Pilotiert wird dieser Wagen von Carlos Sainz, Peter Wyss ,Dr. Ulrich Hackenberg und Mark Blundell. Anscheinend hat man noch keinen 2. Golf zur Hand und möchte jenen Piloten Rennpraxis sammeln lassen, denn jene Piloten werden auf den insgesamt 3 Golf24 vermutet.

Etwas stärker ist wieder die zuletzt sehr schmal besetzte SP3 besetzt. So werden immerhin 8 Wagen versuche Mario Merten und Wolf Sylvester den Klassensieg streitig zu machen, während jene versuchen werden die Klasse zu gewinnen um ordentlich punkten zu können. Auch gut Punkten wollen, wird das Trio von Black Falcon aus der V5 Klasse wollen, denn nachdem mal 2 mal die Klasse gewinnen konnte, werden nun auch Tim Scheerbath Manuel Matzger und Carsten Knechtges versuchen die Klasse ein 3. mal zu gewinnen um im Kampf um die Meisterschaft weiter tatkräftig vorne mitmischen zu können.

Auch sehr knapp dürfte es im Kampf um den Sieg um die Renault Clio Cup Klasse hergehen, wo mehrere Wagen das Potential zu siegen haben wie die Wagen Flepper Racing, Schläppi RaceTec oder der Clio Cup von Olivo Jannik und Elmar Jurek. Vll. gewinnt hier aber auch ein anderer Wagen ?

Den Besuchern vor Ort wird also definitiv was geboten, wenn das Rennen eine halbe Stunde früher, um 11:30 gestartet wird und über 6 Stunden geht. Daher verschiebt sich auch der Beginn des Zeittrainings auf 8:05. Wer in der Nähe der Eifel wohnt, kann das Fan-TV über DVB-T empfangen. Für alle anderen wird vermutlich wieder das Live Radio mit Olli Martini und Lars Gutsche sowie der Live Ticker und das Live Timing herhalten müssen.

May 12 2011

06:00

GT1-WM & ADAC GT Masters: Vorschau Sachsenring

Deutschlands großes GT-Event steht an diesem Wochenende an, die zahlreichen heimischen Fahrer und Teams in beiden Rennserien werden sich bemühen, auf dem Sachsenring gute Ergebnisse zu erzielen.

Passenderweise kommt reist auch ein deutsches Team als Meisterschaftsführender der GT1-Weltmeisterschaft nach Hohenstein-Ernstthal: Markus Winkelhock und Marc Basseng liegen nach den zwei Siegen in Zolder und zwei siebten Plätzen in Portimao (mit Erfolgsballast) mit 57 Punkten klar vorn und dürfen nun auch wieder leicht an den Start gehen. Teamkollegen Dominik Schwager und Nicky Pastorelli hatten ihr erstes brauchbares Wochenende der Saison, mit den Plätzen 5 und 4.

Auf dem zweiten Meisterschaftsrang liegen Michael Krumm und Lucas Luhr im JR Motorsports-Nissan. Die beiden haben auf der Berg- und Talbahn in der Algarve abgeräumt und nach dem zweiten Platz im Quali-Rennen dann das Hauptrennen gewonnen. Entsprechend werden sie schwer beladen ins Qualifikationsrennen am Sachsenring gehen und wohl kaum den Rückstand auf Winkelhock und Basseng weiter aufholen können, auch wenn der Nissan an sich auf der charakteristisch ähnlichen Strecke wieder gut liegen könnte. Das untermauerten auch Dumbreck/Westbrook, die Rennen 1 gewannen und i zweiten Lauf mit Reifenschaden ausschieden.

Punktgleich auf Rang 2 liegt ein weiteres deutsches Team, der Young Driver-Aston Martin mit Stefan Mücke und Darren Turner. Die beiden schafften es in Abu Dhabi und Zolder, nach Ausfällen in den Quali-Rennen jeweils noch sicher in die Punkte zu fahren. In Portimao überstanden sie erstmals auch den ersten Lauf und holten von der besseren Ausgangsposition den zweiten Platz im Championship Race am Sonntag. Rechnet man die beiden Ausfälle heraus, sind die beiden neben Winkelhock/Basseng das konstanteste Duo.

Der zweite Young Driver-Wagen mit Tomas Enge und Alex Müller hatte ein katastrophales Wochenende mit zwei Ausfällen. Entsprechend dürften sie aber am Sachsenring mit leichtem Auto stark sein, denn Strecken wie diese, mit mittelschnellen Kurven und Höhenunterschieden, scheinen den Aston Martin DBR9 und den Nissan GT-R recht gut zu liegen, wobei die Nissan wegen der bisher wenig erfolgreichen Saison untergewichtig unterwegs waren.

MarcVDS wird an diesem Wochenende wieder mit seiner Stammbesetzung unterwegs sein, nachdem Frederic Makowiecki am vergangenen Wochenende für Luxury Racing einen Ferrari beim ILMC-Lauf in Spa gefahren hat und durch Yann Clairay vertreten wurde. Clairay und Martin errangen im ersten Lauf Rang 6, Teamkollegen Bas Leinders und Marc Hennerici (der letzte Deutsche im Feld) dasselbe Ergebnis im Hauptrennen.

Das größere Problem für MarcVDS und deren Satellitenteam Belgian Racing ist aber, dass Matech, die den Ford GT für die GT1 entwickelt haben, diese Woche Konkurs angemeldet haben, nachdem vor einigen Wochen Firmengründer Martin Bartek verstorben ist. Es soll zuvor schon finanziell nicht gut um Matech gestanden haben. Damit könnte es eng werden, was Ersatzteile oder gar neue Chassis für MarcVDS und Belgian Racing angeht, Leinders und Co. müssen also, wie er selbst Twitter sagt, vorsichtig mit ihren Autos umgehen, was in den ersten Saisonrennen nicht sonderlich gut gelungen ist. Auch was Weiterentwicklungen des Wagens angeht, sieht es vorerst düster aus, bis sich hoffentlich ein Investor findet.

Nach einem schwachen Wochenende in der Algarve könnte auch das „Boxenstopp-Wunder“-Team Hexis AMR mit leichten DBR9s wieder zuschlagen. Piccione/Düsseldorp liegen noch sehr aussichtsreich auf Rang 4 in der Meisterschaft, Hohenadel/Piccini nur knapp dahinter auf Rang 6. Und – wie bereits gesagt – die von Hermann Tilke in die heutige Form gebrachte Erzgebirgs-Achterbahn zwischen Zwickau und Chemnitz könnte den Aston Martins liegen.

Hexis führt auch nach wie vor die Team-Wertung an, die noch enger ist als die Fahrer-Meisterschaft: mit 73 Punkten liegen die Franzosen nur einen Zähler vor All-Inkl.com Münnich Motorsport und JR Motorsports, 68 Punkte hat Young Driver AMR auf dem Konto, erst danach klafft eine größere Lücke.

In der Algarve bot das 18 Fahrzeuge umfassende GT1-Feld spannende Rennen, bleibt zu hoffen, dass es wieder ähnlich interessant wird. So lassen sich hoffentlich auch mehr Zuschauer anlocken als das im vergangenen Jahr am Nürburgring der Fall war. Allzu viele hochkarätige Rennveranstaltungen können ja am Sachsenring neben der MotoGP wegen der Lärm-Beschränkungen leider nicht ausgetragen werden.

Das Qualifying findet am Samstag um 9:10 Uhr statt, die beiden einstündigen Rennen starten am Samstag und Sonntag jeweils um 14:15 Uhr. Dies alles wird wie üblich auf gt1world.com live gestreamt und hinterher on demand verfügbar sein.

Das ist auch dringend nötig, denn Sport1 zeigt laut aktuellem Programm-Stand nicht eine Minute live, weder auf im Free-TV, noch auf Sport1+, da anscheinend auf beiden Kanälen die MotoGP laufen soll (bitte vorsichtshalber nochmal selbst am Samstag nachsehen, ob sich da noch etwas dran geändert hat!). Am Samstag gibt es eine Aufzeichnung des Qualifikationsrennens auf Sport1+ um 18:20 Uhr sowie eine halbstündige Zusammenfassung am späten Abend um 23:25 Uhr auf Sport1. Auch am Sonntag wird das Hauptrennen nur aufgezeichnet um 18:20 Uhr auf Sport1+ gezeigt, auf dem freien Sender erst am Dienstag um 15:00 Uhr.

ADAC GT Masters

Im Rahmenprogramm treten die Serien des ADAC Masters-Programms an, allen voran die in diesem Jahr so grandios besetzte GT Masters-Serie. In dem über 40 Fahrzeuge starken Feld ist es in diesem Jahr extrem schwer, gute Ergebnisse einzufahren. Mindestens ebenso schwer ist es aber auch, vorauszusagen, wer zu den Favoriten gehören können, gerade mit der dann noch hinzukommenden Balance of Performance und den Erfolgsgewichten.

So werden Dino Lunardi und Alexandros Margaritis im Engstler-BMW M6 nach den Rängen 1 und 3 viel Gewicht mit sich herumschleppen, ebenso Jöns/Klingmann im Abt-Audi nach den Plätzen 2 und 3 und die Stuck-Brüder nach dem Sieg im zweiten Lauf. Dieser Ballast fällt natürlich auf einer Bahn mit vielen Höhenunterschieden – Achtung Wortwitz – besonders ins Gewicht.

Die Teams und Fahrerduos, die am Rande des Erzgebirges potentiell etwas reißen könnten, sind kaum zu zählen, so viele prominente Namen der deutschen Tourenwagen- und GT-Szene sind am Start. Auch der Saisonauftakt der GT3-EM am vergangenen Wochenende in Portimao gibt eher wenig Aufschlüsse, denn dort dominierten in Lauf 1 die BMW Z4, die in der deutschen GT3-Serie leider komplett fehlen, vor drei Mercedes SLS AMG, die sehr wohl dabei sind und von denen sicherlich der eine oder andere um die Podiumsplätze kämpfen wird.

Lauf 2 ging knapp an den belgischen WRT-Audi R8, hier kamen allerdings erstmals die „Strafzeiten“ für die Podiumsplatzierten des vorangegangenen Rennens zum Einsatz, die sich noch heftiger dadurch auswirkten, dass die Stopps während einer Safety Car-Phase abliefen, die ausgerechnet wegen eines Unfalls des Siegers aus dem ersten lauf ausgerufen werden musste. Glücklicherweise haben sich die GT Masters-Organisatoren gegen diese Regel entschieden, auch wenn Erfolgsballast (in meinen Augen) kaum besser ist.

Interessant wird am zweiten GT Masters-Wochenende aber die Frage sein: können sich einige Teams, die in Oschersleben noch Probleme hatten, in Richtung Spitze vorarbeiten?

So kamen zum Beispiel Niclas Kentenich und Dominik Farnbacher im einzigen Ferrari F458 noch nicht wirklich gut von der Stelle, erreichten nur die Ränge 20 und 11. Mühlner Motorsport hatte mit seinen beiden Porsche 911 ein wirklich katastrophales Wochenende, die Enttäuschung war beim in Spa stationierten Team groß. Und auch die prominente Kombo aus Heinz-Harald Frentzen und Sven Hannawald (der ja 2010 einer der besten Amateure war) auf der Callaway-Corvette erreichte nicht wirklich viel.

Wieder dabei ist auch der vom Crash in Monza genesene Albert von Thurn und Taxis. Der Vorjahresmeister dürfte es aber in dem großen Feld auch nicht einfach haben, mit seinem neuen Teamkollegen Philipp Geipel seinen Platz zu finden. Ob die beiden sofort um vordere Platzierungen mitfahren können, wird sich zeigen müssen. Der Prinz war auch in Portimao schon wieder am Start, erreichte dort mit Nikolaus Mayr-Melnhof im zweiten Lauf Rang 4 nach Ausfall im Samstagsrennen.

Der ADAC hat in dieser Woche auch wieder kräftig an der BoP geschraubt, um stärkere Autos einzubremsen, sodass auch die zuletzt schwächeren Chancen haben. So ist die Viper 20kg leichter, die Porsche 997 R gar um 25kg, der Lamborghini LP600+ 5kg schwerer, die Mercedes SLS AMG um 15kg; die Audi bekommen einen um 0,5mm größeren Restriktor. Diese ganzen Änderungen erschweren das Erkennen einen Kräfteverhältnisses weiter.

Einen interessanten Kommentar zu BoP-Eingriffen hat übrigens GT4-Pilot Michael Mallock a

Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl