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January 29 2014

06:54

USCC: 24h Daytona Analyse 2014

Die 24 Stunden von Daytona waren in einigen Klassen eine Materialschlacht. Aber auch die BoP und Rennleitung haben ihr übriges zum Rennverlauf und Ergebnis dazu getan.
IMG_6895Mit den 24h von Daytona wurde die internationale Motorsport-Saison eröffnet, und es gab alle positiven und negativen Ereignisse, die bei einer Motorsportveranstaltung vorkommen können. Schon vor dem Rennen gab es viele Diskussionen, ob es möglich sei, die LMP2 und die DP auf ein Niveau zu bekommen, da die LMP2 bei Vergleichstests im letzten Jahr deutlich schneller waren. Dies hat man im Winter mit Updates bei den DP und Restriktoren für die LMP2 geschafft und damit ein spannendes Rennen in Daytona geschaffen. Überschattet wurde das Rennen dann trotzdem von einem schweren Unfall zwischen Memo Gidley im Gainsco Corvette DP und Matteo Malucelli im Risi Competizione Ferrari 458 GTE. Memo musste bereits am Bein und am Arm operiert werden und muss die Tage aufgrund eines Bruchs am Rücken nochmal in den Operationssaal. Auch Malucelli hat eine Gehirnerschütterung erlitten.

Schnell war klar, dass der Sonnenuntergang und die damit einhergehende schlechte Sicht auch Schuld am Unfall hatte. Es gab auch einige Fahrer, die vorgeschlagen hatten, dass man in diese Zeit eine 20-minütige Caution legen könnte. Die Offiziellen haben sich bisher noch nicht dazu geäußert. Auch wurde die Sicht durch einen der GTD Ferrari für Memo verdeckt, sodass er keine Chance zum Verzögern hatte und mit ca. 180 km/h Überschuss auf Malucelli auffuhr. All diese Faktoren kann man sich nochmal in dem folgenden Video genau anschauen.

Das folgende Video enthält einen schweren Unfall bei dem Memo Gidley und Matteo Malucelli verletzt wurden.

P-Klasse
Die DP zeigten schon während der Testfahrten und Trainings ihre Stärken gegenüber den LMP2, sodass allen klar war, dass die LMP2 höchstens über die Haltbarkeit eine Chance hatten. Die Dominanz der DP kommt durch die höhere Höchstgeschwindigkeit, die in Daytona der entscheidende Faktor ist und so auch für die knapp 1,5 Sekunden Abstand pro Runde zwischen DP und LMP2 sorgte. Folgerichtig sicherte sich also Alex Gurney im Gainsco Corvette DP die Pole Position für das 24-Stunden-Rennen. Doch auch war vielen klar, dass die Motoren der Daytona Prototypen nicht für die neue Leistung gebaut wurden und deswegen auch ein Ankommen ohne Probleme unwahrscheinlich war.

Doch im Rennen kam es dann ganz anders. Die DP waren diejenigen, die relativ problemlos durch das Rennen kamen und nicht die LMP2. Über das komplette Rennen gab es ein Vierkampf zwischen den beiden Action Express Corvette DP, dem Wayne Taylor Racing DP und dem Ganassi Riley DP Ford EcoBoost mit der Startnummer 2. Auch gab es mit dem Oreca Nissan von Pickett Racing noch einen LMP2, der in Schlagweite war, aber nie die Geschwindigkeit hatte, sich wirklich nach ganz vorne zu setzen. Zudem hatte man in der Anfangsphase mit Reifenproblemen bzw. Reifenschäden zu kämpfen. Am Ende sollte es für einen guten 5. Platz für Pickett Racing mit Lucas Luhr und Klaus Graf reichen.

Die #02 von Ganassi hatte wenige Stunden vor Rennende mit Motorproblemen zu kämpfen – es war das erste Rennen für Ganassi mit dem Ford Ecoboost Motor -, sodass man nicht mehr um den Gesamtsieg mitfahren konnte. Es lief also auf einen Dreikampf zwischen den Action Express Corvette DP und dem WTR DP hinaus, den schließlich die #5 von Action Express gewinnen sollte, u.a. mit Barbosa als Schlussfahrer.

Durch das Einsetzen von Joao Barbosa als Schlussfahrer lässt sich wohl auch der Sieg begründen, denn bei WTR hatte man als Schlussfahrer Max Angelelli gehabt, der nicht das Tempo mitgehen konnte. Man hätte wohl eine Chance gehabt, wenn Ricky Taylor den Schlussstint gefahren wäre, doch dieser hatte schon am frühen Morgen seine maximale Fahrzeit überschritten. Angelelli konnte zwar meist an Barbosa dran bleiben, ihm aber nie wirklich gefährlich werden. Ähnlich ging es der #9 von Action Express, die mit Brian Frisselle am Ende keinen Fahrer hatte, der nochmal angreifen konnte. Schließlich durften sich Sébastien Bourdais, Christian Fittipaldi und Joao Barbosa über eine neue Rolex Daytona freuen.

Einen Lichtblick für die LMP2 gab es noch teilweise von OAK Racing, die in den Morgenstunden sogar einige DP auf der Strecke überholen konnten. Eine kleine Überraschung gab es für das Deltawing Team, das sich immerhin relativ lange ohne (technische) Probleme halten konnte. Am Ende reicht es trotzdem nur für einen 61. Platz in der Gesamtwertung. Überraschend und enttäuschend zugleich war das Debüt des Speedsource Teams mit dem neuen Mazda LMP2. Die Rundenzeiten waren mehr als zehn Sekunden hinter den Zeiten der Spitze und auch konnte man kaum eine Stunde ohne Probleme fahren. Beide Wagen fielen dann schließlich sogar noch aus. Doch bei Mazda war man überrascht, dass es überhaupt so gut lief, da der Rekord für den Motor bisher bei sechs Stunden lag.

PC
Den ersten Aufreger in der (LM)PC gab es schon nach wenigen Metern. Denn Marc Goosen in der SRT Viper drehte den auf der Pole stehenden Colin Braun im LMPC. In der Anfangsphase konnte auch Renger van der Zande die Führung übernehmen, der sich mit dem deutschen Marco Schultis das Auto geteilt hatte. Man hatte allerdings konsequent mit technischen Problemen zu tun, wobei es immerhin für einen 5. Platz in der Klasse reichte. Diesen konnte man aber auch nur einfahren, da es auch in dieser Klasse für viele Teams Probleme gab.

Einige Wagen standen einfach spontan in Flammen wie der Starworks LMPC mit u.a. Pierre Kaffer am Steuer und bei anderen Fahrern scheiterte es einfach an der Fahrerpaarung. Schließlich blieben noch Core Autosport und 8Star, die sich das komplette Rennen um den Sieg duelliert hatten. Leider scheint man bei Fox kein großer Fan der Klasse zu sein, sodass es bis zum Ende nur ca. 30 Minuten Bilder aus der Klasse gab. Am Ende konnte sich Core Autosport mit Colin Braun im Schlussstint durchsetzen. Ähnlich wie in der P-Klasse war sein Speed am Schluss entscheidend für den Sieg über Tom Kimber-Smith im 8Star LMPC.

GTLM
In der GTLM war es über lange Zeit ein Rennen der Debütanten. Porsche, die zum ersten Mal ihren 991 GT3 RSR mit nach Amerika brachten, kämpfte bis wenige Stunden vor Schluss gegen die komplett neue Corvette C7.R. Doch zuerst einmal zu den großen Verlierern der Klasse: Ferrari. Der Risi Competizione Ferrari war nach dem Unfall aus dem Rennen und auch der Krohn Ferrari hatte dauerhaft mit Problemen zu kämpfen. Verwunderlich wenn man bedenkt, wie gut sonst der Wagen läuft.

Ähnlich enttäuschend lief es für Aston Martin Racing, die in Amerika nur am Endurance Cup teilnehmen. Insgesamt 69 Runden Abstand zum Klassensieger hatte man sich über 24 Stunden eingefangen und man musste auch einmal auf der Strecke parken und kam nicht aus eigener Kraft an die Box. Zufriedener dürfte man bei SRT sein, da das Rennen wesentlich erfolgreicher war als noch das in Le Mans. Platz 3 stand am Ende für das Team zu Buche und das trotz einiger Probleme mit der Motorsteuerung. Dass man inzwischen auf Augenhöhe mit den etablierten Größen wie Corvette und Porsche ist, hat auch das Qualifying gezeigt, da man dort die Pole geholt hat.

Für Chevrolet stand das erste 24-Stunden-Rennen an mit dem neuen Wagen an und man hätte sich wohl eher gewünscht, dass es ein 20-Stunden-Rennen gewesen wäre. Die meiste Zeit des Rennens war man in der Führungsrunde und konnte permanent gegen die anderen fighten, allerdings musste man im späten Rennverlauf mit Motor- und Überhitzungsproblemen kämpfen. Am Ende reichte es noch für Platz 5 und viele zufriedene Gesichter, da es die meiste Zeit gut lief mit dem neuen Wagen.

Der Sieger des Rennens wird dann aber doch von Porsche gestellt mit der Fahrerpaarung Richard Lietz, Nick Tandy und Patrick Pilet, die mit der Nummer 911 fahren durften. Probleme gab es beim Schwesterauto nach 18 Stunden mit Überhitzungsproblemen, deswegen war man auch permanent bei Porsche angespannt. Eine Premiere dürfte es übrigens sein, dass mit Core Autosport ein Team in zwei Klassen den Sieg holt. Core Autosport darf dieses Jahr die Werkseinsätze von Porsche in Amerika fahren und spätestens durch die 24h in Daytona haben gezeigt, dass es verdient ist.

Profiteur der vielen Ausfälle in der GTLM war übrigens BMW, die wie immer von RLM eingesetzt wurden. Beim ersten 24-Stunden-Rennen für den Wagen kam man fast problemlos durch und hatte durch die letzte Caution sogar noch Chancen auf den Klassensieg, obwohl der Wagen auf der Geraden 10 km/h langsamer war als die anderen GT-Wagen. In Sebring wird man sicherlich durch die starke Aerodynamik wieder eine gute Chance haben, auch durch den Speed die andere auszustechen.

Schwach hingegen war wieder, wie FOX die Klasse behandelt hat. Abgesehen von den eingekauften Werbezeiten innerhalb der Übertragung hat man kaum etwas von der Klasse gesehen und musste sich meistens per Live Timing auf dem neusten Stand halten. Doch wenn man mal was gezeigt hat, ging es ordentlich ab in der Klasse mit vielen Überholmanövern.

GTD
In der GTD gab es einen dauerhaften Kampf der Fabrikate. Porsche, Audi und Ferrari kämpften die kompletten 24 Stunden um den Sieg. Viel mehr kann man leider gar nicht sagen, da es kaum Bilder gab. Trotzdem sorgte man für eine der Rennszenen überhaupt, als Markus Winkelhock sich in der letzten Runde an Alessandro Pier Guidi außen vorbeschieben wollte und aufs Gras kam. Erst gab es für Guidi eine Strafe für den Kontakt, doch diese wurde wieder zurückgenommen, nachdem es einen Shitstorm gab. Gewonnen hat also der Level5 Ferrari 458 GT3 mit Scott Tucker, Bill Sweedler, Townsend Bell, Jeff Segal und Alessandro Pier Giuidi, die aus der LMP2 rübergewechselt sind. Die komplette Top 3 lagen übrigens innerhalb von 1,5 Sekunden.

Übertragung
Die Übertragung war grauenhaft. Teilweise bis zu dreimal Werbung in zehn Minuten und man ist dann nur für 20 Sekunden beim Rennen gewesen. Auch gab es keinen richtig offiziellen Stream für das Rennen, wie es ihn damals bei der ALMS gab. Die Kommentatoren von FOX und MRN waren auch eher schlecht als recht und nicht mit RLM vergleichbar. Vielleicht kommt es ja in diesem Bereich zu Verbesserung für die nächsten Rennen. Weiter geht es im März mit den 12 Stunden von Sebring.

Don hat viele Fotos mitgebracht aus Daytona. Ein paar davon haben wir auch hier…

Rennergebnis

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Alle Bilder: Racingblog/Dahlmann

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January 24 2014

10:40

USCC: 24H Daytona Vorschau 2014

Die Motorsportsaison 2014 startet traditionell mit dem 24-Stunden-Rennen in Daytona. In diesem Jahr ist vieles neu: die Serie, die Fahrzeuge und die Regeln.

2014 TUDOR United Sportscar Championship Daytona TestingDie US-Protoypenserien ALMS und GrandAm gibt es nicht mehr. An ihre Stelle ist die USCC getreten, die United Sport Car Championship. Im Grunde hat man die beiden Serien einfach zusammengeworfen, denn man wird in diesem Jahr gleich mit fünf Klassen beglückt. Die LMP2, die GTLM und die PC aus der ALMS, die DP und die GTD aus der GrandAm. Da ist ein gewisses Regelchaos programmiert, auf der anderen Seite hat man ein riesiges Starterfeld. Allein in Daytona werden 67 Fahrzeuge an den Start gehen, was die Sache auf der Strecke auch nicht gerade einfacher machen wird.

DPs vs. LMP2

Spannend dürfte vor allem der Kampf um den Gesamtsieg zwischen den DP und den LMP2 werden. Die IMSA hat in den letzten Monaten lange getüftelt, damit die beiden sehr unterschiedlichen Prototypen im Rennen einigermaßen gleichauf liegen. Dabei hat man sich vor allem die DP und deren Abtriebswerte zur Brust genommen, die weit unter jenen der LMP2 lagen. Mittels eines neuen Hecks und eines Diffusors hat man die DP in den Kurven schneller gemacht, dazu kam eine kräftige Erhöhung der Motorleistung. Zusätzlich dürfen die DP jetzt auch mit Carbonbremsen ausgestattet werden. Die Überarbeitung war nicht problemlos, bei den ersten Tests in November verunfallten zwei Daytona Prototypen schwer, weil ein Reifen platzte. Diese Probleme hat man dank verstärkter Reifen wohl in den Griff bekommen, bei den letzten Tests vor wenigen Wochen konnten die DP problemlos ihre Stints absolvieren.

2014 TUDOR United Sportscar Championship Daytona TestingDie LMP2 ist mit vier Chassis vertreten: HPD, Oreca (Morgan), Mazda und dem Delta-Wing. HPD und Oreca hat man in Sachen Motorleistung etwas eingebremst und das Gewicht wurde zunächst auf 960 kg angehoben. Mittlerweile hat man die 60kg wieder rausgenommen, die Fahrzeuge sind also mit ihrem Normalgewicht unterwegs. Mazda startet mit einem Diesel und ist damit ebenso etwas außer Konkurrenz unterwegs wie der Delta Wing.

Die vielen Änderungen haben zumindest dazu geführt, dass die DP in Daytona wieder die schnellsten Prototypen sind. Auf der Geraden wurden rund 193 mph gemessen, die LMP2 waren 5 bis 8 Meilen langsamer. Auch bei den Rundenzeiten haben die DP weiter die Nase vorne. Bei den Vortests in der ersten Januarwoche lagen auf den ersten sechs Plätzen die DP, der Abstand zum schnellsten LMP2 von Extreme Motorsport betrug rund eine Sekunde (1:38.630 vs. 1:39.750). Das waren allerdings Zeiten, die auf freier Strecke gefahren wurden – ein Luxus, den man im 24h-Rennen nur selten haben wird.

Dennoch werden die LMP2 in den ersten Stunden des Rennens vermutlich nicht vorne zu sehen sein. Im Verlauf des Rennens wird sich das allerdings wieder ändern, denn dann kommt die Strategie zum Tragen. Die DP werden wohl zwischen 21 und 23 Runden fahren können, die P2 zwischen 23 und 25 Runden. Am Ende könnte hier der Schlüssel zum Sieg liegen.

Ein Blick zu den Teilnehmern der beiden Klassen, aus Platzgründen beschränkt auf die wichtigsten Starter:

DP:

2014 TUDOR United SportsCar Championship Daytona TestingAction Express – Corvette DP
#5 Joao Barbosa – Christian Fittipaldi – Sebastien Bourdais – Burt Frisselle

Die übliche Besetzung bei Action Express, die waren bei fast allen Tests auch die schnellsten. Die Besetzung ist sehr stark, alle Fahrer verfügen über viel Erfahrung in 24h-Rennen. Friselle, Barbosa und Fittipaldi haben das Rennen schon gewinnen können.

Michael Shank Racing – Riley DP / Ford
#60 John Pew – Oswaldo Negri Jr. – AJ Allmendinger – Justin Wilson

Kein Underdogteam, aber bisher lief es bei den Tests noch nicht ganz so gut, wie man es sich erhofft hatte. Die Besetzung ist allerdings für einen Sieg gut. Ob man sich aber gegen Ganassi und Konsorten wird durchsetzen können?

Spirit of Dayona – Corvette DP
#90 Richard Westbrook – Michael Valiante – Mike Rockenfeller

Die waren bei allen Tests extrem schnell, hatten im November allerdings auch einen schweren Unfall, als Westbrook sich mehrfach überschlug. Ganz klare Favoriten in Daytona. Wie überhaupt die Corvette Chassis gegen über den alten Rileys im Vorteil sind.

Gainsco/Bob Stallings Racing – Corvette DP
#99 Alex Gurney – Jon Fogarty – Memo Gidley – Darren Law

In Daytona ist das Team meist vom Pech verfolgt, aber die Besetzung ist schon allererste Güte. Während andere Teams meist noch einen Fahrer an Bord haben, dem etwas die Erfahrung fehlt, ist diese Fahrerpaarung über alle Zweifel erhaben. Das kann sich bei einem engen Rennen durchaus auszahlen.

Chip Ganassi Racing – Riley DP / Ford
#01 Scott Pruett- Memo Rojas – Jamie McMurray – Sage Karam
#02 Scott Dixon – Tony Kanaan – Marino Franchitti – Kyle Larson

Die Dauersieger bei den 24h, dieses Jahr mal ohne Juan Pablo Montoya, dafür mit dem mir unbekannten Sage Karam. Der stammt aus der Indy Lights Series und ist gerade mal 18 Jahre alt. Da geht Ganassi ein ganz schönes Risiko ein. Der zweite Wagen sieht als Gaststarter Tony Kanaan. Beide Wagen sind mal wieder für einen Sieg gut.

Starworks Motorsport – Riley DP / Dinan
#78 Scott Mayer – Alex Popow – Brendon Hartley

Nicht ganz stark besetzt wie in den Jahren zuvor, auch wenn Brandon Hartley natürlich zu den schnellsten im Feld gehört. Starworks konzentriert sich in diesem Jahr aber etwas überraschend auf die LMPC-Klasse.

LMP2

Da gibt es vor allem alte Bekannte, die man trifft. Muscle Milk/Pikett haben sich ein Oreca-Chassis zugelegt und neben der Besetzung Luhr/Graf wird der sehr schnelle Alex Brundle in Daytona starten. Extreme Motorsport kommt mit zwei HPD, die sich bei den Tests als die schnellsten P2 vorgestellt haben. In einem Wagen werden Sharp/Dalziel/Brabham sitzen, im zweiten Pagenaud/van Overbeek/Brown/Lazzaro. Aus Europa kommt das aus ELMS und WEC bekannte OAK Racing, die auf Pla/Rusinov/Yacaman/Webb setzen. Starke Besetzung, bei den Tests fehlten allerdings 1,6 Sekunden auf den schnellsten DP.

Und dann wären da noch die beiden Mazda Diesel mit Tremblay/Hinchcliffe/Tom Long und Miller/Nunez/Vautier. Die werden aber im Rennen keine Rolle spielen, dafür sind sie zu langsam. Auch den Delta-Wing wird man vermutlich nicht allzu lange sehen. Wenn der Elan-Motor 24 Stunden durchhalten sollte, wäre das allein ja schon eine Sensation.

LMPC

2014 TUDOR United Sportscar Championship Daytona TestingAuch die Klasse gibt es noch in der USCC und sie hat sich erstaunlicherweise zu einem Sammelbecken von sehr guten Teams und Fahrern entwickelt. Man findet in der Entry-List (Link siehe unten) etliche Namen, die man aus der LMP2 kennt. Starworks und 8Star haben sich in diesem Jahr dazu entschlossen, in der PC-Klasse anzutreten.

Die LMPC haben der IMSA aber ein wenig Kopfzerbrechen bereitet, denn die Wagen waren auf der Geraden schlichtweg zu langsam. Bei den ersten Tests waren die GTs deutlich schneller, ein Phänomen, dass man schon in der ALMS hier und da beobachten konnten. Daher hat man die GTs etwas einbremsen müssen, damit die PCs auf den Geraden auch vorbeikommen.

GTLM

2014 TUDOR United SportsCar Championship Daytona TestingIm Prinzip ist das die alte GT-Klasse aus der ALMS, in der auch die üblichen Verdächtigen antreten werden. Neu dabei in diesem Jahr: Porsche, die einen Werkseinsatz wagen. Die Autos werden von Porsche Nordamerika direkt eingesetzt und sind mit den Werksfahrern Tandy/Lietz/Pilet und Long/Bergmeister/Christensen besetzt. Der 991 hatte bei den Tests allerdings mit einigen Problemen zu kämpfen, weil die Antriebswellen die Belastung in den Steilkurven nicht ausgehalten haben. Das soll aber mittlerweile behoben sein. Immerhin konnte man bei den Tests die schnellste Zeit in der GT-Klasse fahren.

General Motors schickt die komplett neue Corvette C7-R ins Rennen, die ebenfalls aus dem Stand sehr schnell scheint. Der neue Wagen war auch überfällig, nachdem man in den letzten zwei Jahren hinter die BMW und die Ferrari zurückgefallen war. Mit Magnussen/Garcia/Briscoe und Gavin/Millner/Lidell geht GM in Sachen Fahrer auch keine Risiken ein. Ob die C7 aber schon standfest genug ist, um 24 Stunden durchzuhalten? GM wird das Rennen auch als Test für das Rennen in Le Mans sehen.

BMW setzt in Zusammenarbeit mit RLL weiter auf den Z4. Bei der Fahrerbesetzung hat man alles an den Start gebracht, was gut und schnell ist. In einem Wagen sitzen Auberlen/Priaulx/Hand/Martine im anderen Dirk Müller/Edwards/Rahal/Werner. Besser kann man kaum unterwegs sein.

Mit leichten Sorgenfalten reisen die Ferrari nach Daytona. Den F458 hatte man in den letzten Jahren immer weiter eingebremst und so mehr oder weniger chancenlos gemacht. Kurz vor dem Rennen hat die IMSA allerdings die BoP etwas angepasst, sodass der Ferrari nun etwas mehr Luft und damit Leistung bekommt. Die Ferrari-US-Abteilung Risi setzt auf Fisichella/Bruni/Beretta/Malucelli, der zweite Wagen kommt von Krohn und ist mit Dumbreck/Bertolini/Jonsson/Krohn belegt.

Dann sind da noch die beiden Viper mit Farnbacher/Goosens/Hunter-Reay und Robert Bell/Bomarito/Wittmer. In Le Mans fuhr die Viper bekanntermaßen weit hinterher, in den USA ist die BoP-Einstellung allerdings anders. In der ALMS konnte die Viper ein paar Siege einholen, dementsprechend schnell ist man auch in Daytona, wie die Tests schon gezeigt haben.

Nicht neu, aber zumindest ungewohnt ist der Start eines Werks-Aston-Martin. Dave Richards setzt auf Mücke/Turner/Lamy/Stanaway/Della Lana und war bei den Tests gut dabei. Auf jeden Fall ein Wagen, der auf Sieg fahren kann.

GTD

2014 TUDOR United Sportscar Championship Daytona TestingDie GTD unterscheiden sich von den GTLM vor allem in Sachen Aerodynamik und Leistung. Im Grunde handelt es sich, grob gesagt, um die US-GT3-Variante. Die Klasse ist mit knapp 30 Fahrzeugen dann auch für die Hälfte des Feldes zuständig. Eine riesige Armada von Porsche ist am Start, aber auch fünf Audi R8 LMS, die teilweise mit Werksunterstützung unterwegs sind. Nachdem Flying Lizard Motorsports von Porsche zu Audi gewechselt ist, stellt das Team auch die Speerspitze der Ingolstädter dar. Mit Canache jr/Pumpelly/Pappas/Winkelhock hat man jedenfalls keine Amateurfahrer am Start.

Die Starterliste komplett durchzugehen, würde den Rahmen sprengen, aber es finden sich extrem gute Gaststarter wie Shane van Gisbergen, Marco Holzer, Marc Lieb, Nicki Thiim, Marc Basseng, Familie Bleekemolen, Filipe Albuquerque, Réné Rast, Toni Vilander, Timo Bernhard, Mika Salo, Kevin Estre, Augusto Farfus und Markus Palttala in der Startliste.

Die Strecke

Der Rundkurs in Daytona ist bekannt. Man fährt alle Steilkurven, biegt aber nach Turn 4 zunächst ins teils enge, teils sehr schnelle Infield ab. Dann geht es raus in T1 und T2. Damit man nicht zu schnell wird, hat man vor T3 eine durchaus flüssige Schikane eingebaut.

Das Wetter dürfte in diesem Jahr keine große Rolle spielen. Die USCC fährt auch bei Regen, aber die Regenreifen wird Continental wohl im Schrank lassen können. Angesagt sind knapp 18 Grad am Tag und 8 Grad in der Nacht. Ein Problem verursachte in den letzten Jahren immer wieder der Nebel, der vom Meer aus kommen kann. Da es aber nicht so feucht sein soll, dürfte dieses Jahr auch das Problem nicht existieren.

Übertragungen
MotorsTV wird das Rennen relativ lange übertragen, dazu kommt ein Livestream der IMSA, der dann ansetzt, wenn die großen Sender aussteigen.

Motors TV: Sa. 19:45 – 01:45 Uhr // So. 11:45 Uhr – 20:45 Uhr
Fox: Sa. 20:00 Uhr – 22:00 Uhr
Fox Sports 2: Sa. 22:00 – 03.00 Uhr
IMSA Livestream: So. 03:00 – 13:00 Uhr
Fox Sports 1: So. 13:00 Uhr – 21:00 Uhr

Ein Livetiming sollte es bei der IMSA geben.

Die Entrylist ist hier zu finden.

Spotterguide ist hier. Allerdings ist der dieses Jahr in Sachen Format etwas unglücklich ausgefallen.

Zu guter Letzt: Ich werde dieses Jahr vor Ort in Daytona sein. US-SIM-Karte vorausgesetzt sollte ich Internet haben und damit auch jede Menge Bilder und Infos von vor Ort senden können. Die laufen dann über Twitter ein. Sollte das mit dem Internet nicht klappen, gibt es dann später jede Menge Bilder aus Daytona.

(Bilder: “Courtesy of IMSA”)

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October 06 2013

16:17

ADAC GT Masters: Analyse Hockenheimring 2013

Ein spannenderes Finale als das der ADAC GT Masters hätte es wohl gar nicht geben können. Kollisionen, technische Probleme und sogar eine Rennunterbrechung gab es in den beiden Rennen.

ADAC GT Masters Hockenheim

ADAC GT Masters Hockenheim

Die Vorzeichen vor dem Saisonfinale standen auf ein Duell zwischen Diego Alessi und Daniel Keilwitz, in der Callaway Corvette gegen Maximilian Buhk und Maximilian Götz im Polarweiss Racing SLS GT3 und so sollte es auch kommen. Nach den beiden Qualifyings sah es etwas besser aus die für die beiden Maxis, jedoch hatten Keilwitz und Alessi ein kleines Punktepolster. Als ganz große Favoriten um Siege gingen hingegen die Ford GT Piloten Frank Kechele und Dominik Schwager ins die beiden Rennen, nachdem man die Qualifyings teilweise dominiert hat.

Rennen 1
Im ersten Rennen ging Frank Kechele von der Pole ins Rennen vor Maximilian Buhk. Robert Renauer geht von Platz 5 in das Rennen, Diego Alessi nur von Platz 10. Doch der Start selbst wurde überschattet von einem bösen Unfall von Gerd Beisel, der sich ganz hinten im Feld abspielte. Nico Verdonck im Phoenix Audi R8 LMS Ultra schiebt Beisel in einen der JRM Nissan. Dabei verliert Beisel die Kontrolle über sein Wagen und knallt mit ca. 200km/h in die innere Streckenbegrenzung. Bei dem Aufprall wird ihm das HANS System aus der Halterung gerissen, sodass er prinzipiell noch froh sein kann, dass er “nur” mit Rippenbrüchen aus diesem Unfall herausgekommen ist. Auch von dieser Stelle wünscht der gesamte Racingblog noch eine gute Genesung an Gerd Beisel!

Als sich das Feld aufgrund des folgenden Rennabbruchs zusammengestaucht hat, kam es zudem noch zu einem Überschlag von Rahel Frey. Sie wollte anscheinend in der Parabolica-Geraden einem anderen Fahrzeug ausweichen, ist aufs Gras ausgewichen und hat sich dann überschlagen. Glücklicherweise konnte sie allerdings ohne Verletzungen sofort aussteigen.
Nach einer 30 minütigen Rennunterbrechung wurde dann das Rennen neugestartet mit einer Restzeit von 40 Minuten. Logischerweise war nun das Boxenstoppfenster zwischen Minute 15 und 25.
Beim Restart selbst blieb es glückerlichweise ruhig, dies kam auch dadurch das man dieses mal ein Single-File Start hatte. Renauer konnte sich allerdings relativ schnell an Jahn vorbeigehen im Farnbacher Racing Porsche und damit wertvolle Punkte für die Gesamtwertung holen.

Schon wenige Runden nach dem Restart wurde klar das Kechele im Ford GT der schnellste im Feld ist. Er konnte sich schon nach 2-3 Runden ca. drei Sekunden vom restlichen Feld absetzen. Nicht so erfolgreich lief es bei Alessi, der nicht von Platz 10 nach vorne kam. Drama gab es dann bei Rene Rast, dem einfach der Audi R8 mehrfach ausging. Besonders bitter war es, da er der bestplatzierte Pilot von Prosperia C Abt Racing war und daher Punkte für die Teamwertung sammeln wollte. Er musste den Wagen dann später im Rennen noch abstellen. Probleme gab es dann auch noch beim letzten verbliebenen Prosperia Audi. Als Markus Winkelhock den Wagen zum regulären Boxenstopp bringen wollte, kam es plötzlich zu einem Leck im Kühlsystem und das Wasser spritzte aus dem Wagen raus.

Ansonsten wäre noch zu erwähnen, dass Farnbacher/Frommwiller zu kurz in der Box waren und daher eine Drive-Through Strafe antreten mussten. Der große Gewinner der Zeit nach den Boxenstopps war Daniel Keilwitz, der sich immerhin noch auf Platz 5 nach vorne schieben konnte. Hinten im Feld kam es zudem noch zu Drehern von Philipp Geipel im THE BOSS YACO RACING R8 LMS Ultra und von Remo Lips in einer der vielen Callaway Corvettes. Beides sollte allerdings weder für das Rennen, noch für die Meisterschaft entscheidend sein.

Dominik Schwager im Ford GT konnte dann schließelich als Erster den Zielstrich überfahren vor Maximilian Götz und Robert Renauer. Keilwitz kam als fünfter ins Ziel, sodass die Titelentscheidung offen blieb.
In der Gentlemen-Wertung konnte allerdings Christina Nielsen sich den Titel durch einen Sieg und den Ausfall ihres Konkurrenten René Bourdeaux schon vorzeitig sichern.
Das komplette Ergebniss gibt es ahier</a><br /> SaReNi United -die mit dem Camaro einen Gaststart machen wollten- konnten am ersten Rennen nicht teilnehmen, da unter der Woche der Motor kaputt ging </p> <p><strong> Rennen 2 </strong><br /> Im zweiten Rennen ging Jeroen Bleekemolen von der Pole in das Rennen. Dahinter konnten sich Buhk, Schwager und Keilwitz platzieren. Doch direkt am Start sollte sich das Bild an der Spitze verändern, da Keilwitz nicht sehr gut durch die ersten zwei Kurven kam und dann auch noch von Simon Knap im DB Motorsport Z4 GT3 in der Spitzkehre gedreht wurde. Dies bedeutete das er nun sich von ganz hinten irgendwie nach vorne kämpfen musste. Als Strafe gab es für Knap eine Durchfahrtsstrafe, am Ende sollte es für Platz 11 noch reichen.</p> <p>Doch schnell konnte Keilwitz wieder an den anderen vorbeifahren, sodass er schon nach 10 Minuten wieder ca. 15 Positionen gut gemacht hat. Allerdings darf man auch fragen, ob die Corvette nicht wieder ein bisschen zu stark eingestuft wurde, da man einfach an den anderen auf der Geraden vorbeifahren konnte. Eine Divebomb hat Remo Lips hingelegt, dabei hat er Jody Fannin im JRM Nissan und Enzo Ide im Phoenix Audi gedreht. Fannin hat sich später nochmal mit einem Anstupser bei Lips revanchiert.</p> <p>Nach einem Fahrfehler von Maximilan Buhk kann Frank Kechele an ihm vorbeigehen. Nur wenige Runden später erleidet der Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von den beiden Maxis einen Motorschaden, sodass der Titel nur außer Reichweite ist. Besonders bitter ist der technische Schaden, wenn man bedankt das der SLS sonst einer der solidisten Fahrzeuge überhaupt in der GT3 Szene ist. Dank des Ausfalls würde selbst bei einem Ausfall würden nur Keilwitz und Alessi den Titelgewinnen, solang Renauer nicht auf das Podium kommt. </p> <p>Keilwitz konnte allerdings schon während seines Stints auf Platz 6 vorfahren. Nach den Boxenstopps kann Kechele an dem Amateur Toni Seiler vorbeigehen nach einer Runde. Seiler fällt im weiteren Verlauf des Rennens zudem noch aus. Für die Teamwertung ist dies äußerst interessant, da dadurch Rene Rast im Prosperia ABT R8 vor den Corvettes liegt und damit Prosperia ABT den Teamtitel sichert. </p> <p>Der Grund für den Ausfall von Seiler war, dass er den Wagen verloren als er Claudia Hürtgen ausweichen wollte. Sie hatte 15 Minuten vor Schluss noch einen Reifenschaden erlitten. Beim Ausweichen verlor Seiler den Wagen und fuhr ihr in den Wagen. Als Folge der Kollision mussten beide ihren Wagen abstellen und das Rennen aufgeben. </p> <p>Wie schon am Vortag erreichte der Lambda Performance Ford GT als erstes den Zielstrich. Auf Platz 2 kam Rene Rast vor Markus Winkelhock ins Ziel. Fünfter wurden die neuen Meister Daniel Keilwitz und Diego Alessi! Wie schon geschrieben ging der Teamtitel an Prosperia C. Abt Racing, durch den 2. Platz von Rast.<br /> Das komplette Ergebniss gibt es <a href=" http:="" target="\" title="\">hier
Meisterschaft</a></p> <p>Das war es also schon wieder mit der GT Masters Saison 2013. Ich danke allen Lesern des Blogs und natürlich dem Team selbst. Von mir gibt es nächste Woche nochmal einen Bericht über den JRM Auftritt am Hockenheimring, und im Dezember den üblichen Jahresrückblick. Eventuell gibt es auch noch einen Saisonrückblich, aber da möchte ich noch nicht zu viel versprechen. <div class=">

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September 12 2013

09:05

ADAC GT Masters: Vorschau Slovakiaring

Die ADAC GT Masters macht dieses Wochenende ein Ausflug in die Slowakei an den Slovakiaring. Insgesamt ist es schon das dritte Wochenende im Ausland für die GT Masters und die vorletzten Saisonläufe der Saison 2013.
Motorsports / ADAC GT Masters Lausitzring Die einzige Rennstrecke in der Slowakei dürfte dabei für einige Teams schon zum do or die Erlebniss werden, da man aus rein realistischer Sicht nicht mehr als 20 Punkte hinter den Tabellenführern liegen sollte zum Saisonfinale in Hockenheim. Aber nicht nur Entscheidungen im Titelkampf werden schon dieses Wochenende gefällt, sondern auch der Camaro GT3 von SaReNi-United gibt sein zweites Gastspiel in der GT Masters. Ob allerdings der Slovakiaring mit seiner unverwechselbaren Reifenschikane und den schnellen Kurven eine gute Wahl ist, wird sich erst noch herausstellen. Am Steuer in diesem Fahrzeug sitzen Albert von Thurn und Taxis und Stefan Rosina. Beides Fahrer die eigentlich gut für die Top10 wären, wenn der Wagen passt.

Die Streckenvorschau stammt aus dem Jahr 2011, als die GT3-EM ihr Debüt am Slovakiaring gegeben hat. Geschrieben wurde sie von Flo aus N

Der Slovakiaring wurde von 2008 bis 2009 erbaut und war bisher nicht in bekannten GT oder Formel-Serien vertreten, dies kann sich aber unter Umständen in den nächsten Jahren ändern, obwohl die Kapazitäten mit bis 10.000 Zusehern etwas dürftig ausfallen, aber für GT3-EM und Superleague Formula dürfte es wohl (leider locker) reichen, obwohl beide gute Rennen liefern, welche auf bis zu 6 verschiedenen Varianten ausgetragen werden können.

Die GT3-EM geht hierbei gleich in die vollen und fährt nicht eine der kürzeren Varianten, sondern mit fast 6 km gleich die längste Möglichkeit. Eine Runde beginnt auf der knapp 900m langen Start-Ziel Geraden, welche in einer mittelschnellen 90 Grad rechts mündet und wohl eine gute Überholmöglichkeit bieten dürfte. Dann geht es wieder auf eine Gerade und eine sehr schnelle Rechts, welche nochmals von einer 180 Grad Rechtskurve gefolgt wird, welche aber wieder langsamer zu durchfahren sein dürfte. Nun beginnt das Infield der Strecke mit zwei leichten schnelleren Knicken nach links und rechts, welche kurz darauf vor einer weiteren mittelschnellen 180 Grad Rechtskurve gefolgt wird. Nun folgen 4 Linkskurven, wobei die erste wieder ein Knick ist und direkt in eine sehr enge Haarnadel mündet. Von dort geht es nach einer kurzen Geraden durch eine schnellere Links auf eine weitere langsame Haarnadel zu.

Diese Stelle dürfte wohl für Ausbremsmanöver ideal geeignet sein, aber man muss aufpassen, denn direkt nach der Haarnadel folgt eine weitere sehr enge Rechtskurve, welche den Gegnern Möglichkeiten zum kontern geben kann, wenn man mehr Schwung aus der Kurve mitnehmen kann, denn nun geht es auf die 2. längste Gerade, nämlich der Gegengeraden. Diese mündet dann in eine mittelschnelle Rechtskurve, welche aber auf dem ersten Blick wohl 2 Scheitelpunkte haben dürfte, denn sie bis zum Scheitel enger wird und dann sich immer mehr öffnet. Somit dürften hier mehrere Linien möglich sein um entweder direkt den vor einem fahrenden zu überholen, oder sich in Position zu bringen um den Gegner dann am Ende der dann folgenden Start-Ziel Geraden überholen zu können. Einen schönen Überblick über die Rennstrecke findet man hier: http://www.slovakiaring.sk/parametre-okruhu-de-DE/

Die dies natürlich eine komplett neue Strecke ist und Vergleiche somit fehlen, macht es dass einem natürlich schwer irgendwelche Favoriten herauszufinden, aber ich werde es mal versuchen.
Da der Kurs über einige schnelle und mittelschnelle Kurven und weniger über sehr lange Geraden mit größeren Höhenunterschieden, dürfte dies vor allem den Wagen mit mehr Downforce zu gute kommen.

Im engere Feld der Titelkandidaten sind noch die Duos Diego Alessi/Daniel Keilwitz (Callaway Competition Corvette C6 GT3), Robert Renauer (Tonino powered by Herberth Motorsport Porsche GT3 R), Dominik Baumann/Claudia Hürtgen (PIXUM Team Schubert BMW Z4 GT3) und Maximilian Götz/Maximilian Buhk (Polarweiss Racing Mercedes-Benz SLS AMG GT3). Das macht also noch 3 1/2 Duos die Chancen auf einen Gesamtsieg. Positiv zu vermerken ist dabei, dass alle auf anderen Fahrzeugen fahren, sodass die BoP doch nicht so schlecht war.

Doch wenn man den Ergebnissen der FIA GT trauen darf, dann sind wohl die Audi R8 LMS ultra die großen Favoriten. Mit mehr als einer halben Sekunde Abstand konnte man die schnellste Rundenzeit fahren und zudem im Hauptlauf drei Autos in die Top4 bringen. Allerdings hat man das auf Pirelle Bereifung geschafft und nicht auf den Yokohamas. Trotzdem bin ich positiv das nach dem relativ erfolgreichen Wochenende am Lausitzring auch dieses Wochenene Rene Rast und Christopher Mies wieder gute Siegchancen haben.

Starterliste
Punktestand

Beide Rennen laufen am Wochenende auf Kabel Eins. Rennstart ist um 12:15 und die Übertragungen beginnen an beiden Tagen schon um 12 Uhr.

Aufgrund der relativ geringen Freizeit des Autors dieser Zeilen halte ich die Vorschau diese Woche sehr kurz. Zum großen Saisonfinale in Hockenheim wird dafür eine umso umfangreichere Vorschau erscheinen.

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September 04 2013

07:20

Analyse: ADAC GT Masters Lausitzring 2013

Das Auto mit den meisten Führungskilometern am Wochenende dürfte wohl das Safety Car gewesen sein. In Lauf 1 gab es zudem nach einem missglückten Überholversuch auch noch eine Rennunterbrechung. Motorsports / ADAC GT Masters Lausitzring
Abgesehen von den Teams, die mit dem Mercedes SLS GT3 unterwegs waren, dürften alle Teams einigermaßen mit der BoP zufrieden gewesen sein: Sechs verschiedene Fahrzeugkonzepte in den Top 10 im ersten Lauf und sogar fünf verschiedene Fahrzeuge in den Top 5. Eine dicke Fehlentscheidung hat die Racecontrol aber auf jeden Fall gemacht, als man Rene Rast für einen deutlichen Frühstart am Samstag nicht bestrafte – später war Rast noch in einen Vorfall mit Mario Farnbacher verwickelt, bei dem sich dieser den Wagen so sehr beschädigte, dass er das Rennen aufgeben musste. Warum die Rennleitung erst auf Beschwerde von Farnbacher Racing reagiert hat, bleibt mir ein Rätsel.

Rennen 1
Die Pole für den ersten Lauf des Wochenendes konnte sich Mario Farnbacher sichern und damit auch den ersten Teilerfolg für die Porsche-Teams. Hinter ihm ging Rene Rast in das Rennen. Doch schon direkt am Start sollte sich das Blatt wenden und Rene Rast konnte die Führung übernehmen. Später stellte sich allerdings heraus, dass Rast schon, bevor die Ampel auf grün geschaltet wurde, an Farnbacher vorbeigegangen war.

Einen guten und auch regulären Start erwischte Claudia Hürtgen, die sich direkt um zwei Plätze auf Position 4 verbessern konnte. Ebenfalls eine gute Performance zeigte Christer Jöns, der den Audi R8 LMS schon direkt nach dem Start auf Platz 3 bringen konnte. An der Spitze entwickelte sich ein Zweikampf zwischen Rene Rast und Mario Farnbacher, der auch dank höherer Höchstgeschwindigkeit Druck auf Rene Rast ausüben konnte.

Im hinteren Mittelfeld kam es zu vielen Positionskämpfen, die schön anzusehen waren. Die einzige nennenswerte Aktion dürfte trotzdem der Dreher von Toni Seiler in der Callaway Competition Corvette gewesen sein. Am Rande sei noch die weiterhin immense Höchstgeschwindigkeit der Corvette erwähnt, man konnte selbst mit dem kleineren Airrestriktor die Gegner leicht auf der Geraden überholen. Bei den BMW Z4 GT3 war genau das Gegenteil zu beobachten, da man zwar im Infield schneller war als die meisten Konkurrenten, aber auf den Geraden nicht mithalten konnte.

Zum großen Aufreger des Rennens kam es nach 20 Minuten, als sich Mario Farnbacher am Ende der Start-Ziel-Geraden gewaltsam an Rene Rast vorbeischieben wollte. Dabei versuchte er, in eine nicht vorhanden Lücke zu stoßen, entschied sich am Ende aber doch für den Ludwigteller, der im Kurveninneren stand. Dabei wurde die Front des Wagens stark beschädigt und man wurde durch einen kaputten Kühler zum Aufgeben gezwungen.

Viel folgenreicher war allerdings der beschädigte Ludwigteller, der erst für eine Safety-Car-Phase sorgte und schließlich für eine Rote Flagge. Das Problem war nämlich, dass der Farnbacher Porsche die Oberfläche beschädigt hatte und dadurch Teile aus dem Ludwigteller hervorstanden, die für folgenschwere Schäden an den anderen Fahrzeugen hätten sorgen können. Besonders wütend war der “Co-Pilot” von Mario Farnbacher, Philipp Frommwiler, der die Schuld an diesem Unfall bei Rene Rast sah. Ich würde die Schuld aber eher zu 80% bei Mario Farnbacher sehen. Während der Safety-Car-Phase verpasste es Rene Rast, dem Safety Car durch die Box zu folgen, und bekam daher eine Drive-Through-Penalty.

Knapp 20 Minuten vor Schluss wurden dann das Rennen neu gestartet, allerdings mit einem neuen verspäteten Boxenstoppfenster, da man keine Fahrerwechsel während der Roten Flagge vornehmen durfte. Diese Regel sollte man vielleicht nochmal überdenken, da ein ruhiger Fahrerwechsel in der Rennunterbrechung wohl am sinnvollsten gewesen wäre. Beim Restart konnte Rast dann seine Spitzenplazierung behalten, vor Christer Jöns und Claudia Hürtgen.

Nach dem Boxenstoppfenster und der angetretenen Drive-Through für Rast lag Diego Alessi dank einer guten Strategie mit einem späten und guten Stopp vorne. Nach den Boxenstopps sollte auch nichts mehr passieren, sodass Diego Alessi als erster die Zielflagge sah. Auf Platz 2 konnte Dominik Baumann im Schubert BMW Z4 das Rennen vor Martin Ragginger beenden. Für die Tabellenführer Maximilian Götz und Maximilian Buhk sollte nur ein siebter Platz rausspringen, sodass Diego Alessi und Daniel Keilwitz mit dem dritten Sieg in Folge die Tabellenführung übernahmen.

Rennen 2
Im zweiten Lauf ging Martin Ragginger von der Pole ins Rennen vor Dominik Baumann. Die Wettervorhersagen sagten zwar Regen voraus, allerdings sollte es dann doch das ganze Rennen trocken bleiben. Am Start konnte Martin Ragginger Platz 1 halten, doch dahinter gab es Verschiebungen: Dominik Schwager konnte sich im Ford GT von Platz 4 auf Platz 2 nach vorne schieben. Enttäuschung gab es nach dem Vortagsergebnis bei Prosperia ABT, der beste Audi lag nach dem Start nur auf Platz 7.

Direkt nach dem Start konnte sich die Spitze – bestehend aus Ragginger, Schwager, Baumann und dem Gaststarter Nick Tandy – absetzen. Jedoch konnte Mike Parisy in der Callayway Corvette sich dann bis Platz 3 nach vorne schieben, da er die anderen auf der Geraden problemlos mit der Corvette überholen konnte und ein Zurücküberholen der anderen meist unmöglich war.

Als erstes ging Frommwiler in die Box und wechselte auf Mario Farnbacher, was allerdings nicht für die Spitze entscheidend war. Am Ende reichte es noch für einen guten achten Platz. Probleme gab es beim Ford GT, der einfach seine Frontabdeckung auf der Start-Ziel-Geraden verlor. Schwager hielt daraufhin kurz mit dem Fahrzeug an und verlor viele Plätze. Schließlich gab man das Rennen sogar noch komplett auf.

An der Spitze blieb alles gleich und Robert Renauer konnte nach den Boxenstopps die Führung von Ragginger übernehmen. Auch dahinter kam es zu keinen Verschiebungen mehr. Sebastian Asch verlor im Infield noch seinen MS Racing R8 und dadurch entstand auch die einzige Safety-Car-Phase des Rennens. Der einzige Aufreger sollte nach einem Kontakt mit Toni Seiler noch ein Dreher von Christian Engelhart sein.

Robert Renauer im Herberth Motorsport Porsche 911 GT3 R sah schließlich als erster die Zielflagge, vor Claudia Hürtgen und Christer Jöns.

Ergebniss Lauf 1
Ergebniss Lauf 2
Gesamtwertung

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August 09 2013

16:00

ALMS & Grand-Am: Vorschau Road America / Ausblick auf die USCR 2014 / AsianLMS: Rückblick Inje

Die American Le Mans Series und die Grand Am fahren an diesem Wochenende in einem gemeinsamen Event – allerdings in getrennten Rennen – auf der Road America. Da bietet sich ein Überblick über den Stand der Dinge bezüglich #thefuture an, also der Vereinigung beider Serien in der United Sports Car Series (kurz USCR) im kommenden Jahr. Nach längerer Funkstille wurden im Juli nach und nach Teile des Reglements vorgestellt – endlich, denn die Zeit drängt: Hersteller, Teams, Sponsoren und Fahrer brauchen Planungssicherheit, um ihre Pakete für 2014 zu schnüren. Eines der wichtigsten Teile im Puzzle allerdings, der Kalender, fehlt weiterhin…

GT_fieldAls Fixpunkt haben sich die Regelmacher der neuen Serie die heutige GTE-Klasse ausgewählt, die in der ALMS aktuell „GT“ heißt und in der USCR zukünftig „GTLM“ heißen wird. Hier bleibt alles beim Alten, denn – das „LM“ gibt den Hinweis – diese Klasse stellt die wichtige Verbindung zu den 24 Stunden von Le Mans dar, die man beibehalten möchte. Die aktuelle ALMS-GT-Klasse funktioniert gut, bietet bei ordentlicher Markenvielfalt meist schönen Motorsport und entsendet Jahr für Jahr Teams an die Sarthe, allen voran das Corvette-Werksteam, das die USCR-Macher sicherlich nicht an die WEC verlieren wollen. Wichtigste Neuerung: Die Fahrzeuge bekommen die US-typischen „window nets“; ob die jedoch wirklich einen Sicherheitsmehrwert über die Hightech-Sitze hinaus bieten, bezweifle ich.

Die GT-Klasse der heutigen Grand Am Rolex-Serie wird bekanntermaßen „GTD“ für „GT Daytona“ heißen. Diese Fahrzeuge werden eingebremst, einerseits um die Kosten zu reduzieren, andererseits um sie deutlich von der GTLM abzusetzen. Ein Einheits-Heckflügel und ein Luftmengenbegrenzer werden hierzu vorgeschrieben.

Gleichzeitig hat man sich aber auch entschieden, FIA-homologierte GT3-Fahrzeuge in dieser Klasse zuzulassen, ohne dass wie bisher größere Modifikationen zur Bedingung gemacht werden. Das bedeutet einerseits großes Wachstumspotential für diese Klasse, birgt aber auch das Risiko, dass sie die GTLM in den Schatten stellt und dass die „traditionellen“ Grand Am-GT-Fahrzeuge (z.B. BMW M3, Chevrolet Camaro) durch die teuren GT3s verdrängt werden. Doch diese Verdrängung hat bereits mit der Zulassung modifizierter GT3 bereits begonnen; außerdem wird ein Auslaufen-Lassen der genannten „traditionellen“ Grand Am-GTs angestrebt, wie Scott Elkins aim Interview mit John Dagys</a> im Juli erklärte.</p> <p><span>Über kurz oder lang wird die GTD also eine amerikanische GT3-Klasse; eine eigenständige Serie, wie sie Stephane Ratel einst plante, ist damit überflüssig und für den Fall, dass das Ende des GTE-Reglements in einigen Jahren kommen sollte, hätte die USCR weiterhin eine sichere GT-Basis. So unklug scheint die Entscheidung alles in allem also nicht zu sein.</span></p> <p><a href=" http:="" rel='\"attachment'>0P1Und damit zur „spannendsten“ Klasse, was das Austüfteln des technischen Reglements angeht: Langsam aber sicher tasten sich die Experten an die Ausbalancierung von Daytona Prototypes, LMP2-Boliden und Delta Wing heran, doch eine fertige Lösung steht noch nicht. Bisher steht fest, dass alle diese Wagen Sechsgang-Getriebe mit Schaltwippen erhalten und dass Luftmengenbegrenzer zur Regulierung eingesetzt werden. Außerdem nennt adie Pressemitteilung</a> folgendes: „Cars considered P2 in origin will follow current technical specs of the ACO”. Dies scheint so gemeint zu sein, dass die LMP2-Fahrzeuge (abgesehen von der Regulierung der Größe des Luftmengenbegrenzers) unverändert starten und alle weiteren Anpassungen lediglich an den Daytona Prototypen vorgenommen werden. Das wäre zumindest eine sinnvollere Lösung, als die LMP2s auf DP-Niveau zu verlangsamen.</p> <p>Doch gerade die <b>Details </b>zur Einstufung, die in dieser Pressemitteilung <b>fehlen</b>, sind die Herausforderung. In dieser Hinsicht wird das anstehende Rennwochenende (das bereits gestern, am Donnerstag begonnen hat) für die Regelmacher von großer Bedeutung sein, denn sie werden (hoffentlich) Massen an Vergleichsdaten sammeln und auswerten können. Die Road America (nahe Elkhart Lake in Wisconsin gelegen) sollte dafür gut geeignet sein, denn sie vereinigt auf 6,5 Kilometern Länge viele verschiedene Typen von Kurven (von engen Ecken wie Turn 5 und der Canada Corner bis hin zum schnellen, langgezogenen Carousel sowie dem berüchtigten „Kink“ danach) und sehr lange Geraden (bis zu 1,2km); außerdem kommen Steigungen und Gefälle hinzu. So sollte sich ein gutes Gesamtbild erzeugen lassen können, wo welche Fahrzeuge ihre Stärken und Schwächen haben, was hoffentlich zu einem baldigen Ergebnis führt.</p> <p>Wie von vielen erwartet wurde außerdem bekanntgegeben, dass der deutsche Hersteller <b>Continental</b> drei der vier Klassen der USCR mit <b>Einheitsreifen</b> versorgen wird. Lediglich in der GTLM wird es – aus oben genanntem Grund – weiterhin offenen Wettbewerb zwischen allen interessierten Reifenherstellern geben. Für GT3-Teams, die an einen Gaststart, etwa bei den 24h von Daytona, denken, bedeutet dies, dass sie sich auf einen weiteren Reifentyp einstellen müssten (in Europa sind GT3s je nach Serie auf Gummis von z.B. Michelin, Dunlop, Yokohama oder Avon unterwegs).</p> <p>Umstellen müssen sich aber vor allem die Teams, die einen LMP2-Boliden in der neuen Serie einsetzen möchten, denn Continental hat bisher keine Teams dieser Klasse beliefert. Die Frage ist, ob Teams dann auch mit Continental-Reifen in Le Mans antreten würden oder ob diese sich aufgrund des Charakters nicht für den Wettbewerb dort eignen (schließlich müssen sie auch den Daytona Prototypes „passen“ und sollen einen gleichmäßigen Wettbewerb zwischen beiden ermöglichen); in diesem Fall müssten LMP2-Teams für Le Mans einen anderen Reifen testen und auswählen und das Auto auf diesen abstimmen, was erhöhte Kosten und damit eine große Hürde für die Le Mans-Teilnahme amerikanischer LMP2-Teams darstellt.</p> <p>Auch für den Delta Wing wird Continental gesonderte Reifen herstellen müssen, wenn dieses Projekt nicht mangels eines funktionsfähigen Motors über den Winter eingestellt wird. Details zum Continental-Deal gibt es a<a href=" http:="" target="\">bei SpeedTV.

Auch zum sportlichen Reglement gab es erste Veröffentlichungs-Häppchen (aaPressemitteilung hier</a>): Während in der Prototyp- und in der GTLM-Klasse die </span><b>Fahrerwahl</b><span> frei sein wird (min. 2, max. 3, bei 12h-Rennen max. 4, bei 24h-Rennen max. 5 Fahrer), darf in der Prototype Challenge und GT Daytona höchstens ein als Platin oder Gold eingestufter Pilot pro Wagen starten. Die IMSA stellt hierzu eine eigene Fahrer-Einstufung auf Basis der FIA-Regeln zusammen. Bei </span><b>Boxenstopps</b><span> dürfen sechs Personen am Auto arbeiten; zwei Schlagschrauber sind erlaubt und es darf gleichzeitig getankt und ein Reifenwechsel vorgenommen werden, was aktuell in den Le Mans-Serien verboten ist.</span></p> <h2>ALMS</h2> <p><a href=" http:="" rel='\"attachment'>551P2_6P1_checkerIm Vorjahr boten Dyson und Muscle Milk Racing auf dieser Strecke das knappste Finish der ALMS-Geschichte: Um 0.083 Sekunden schlugen Chris Dyson und Guy Smith damals Lucas Luhr und Klaus Graf. Ein solcher Ausgang ist in diesem Jahr unwahrscheinlich, denn mit Chris McMurry und Tony Burgess ist der Dyson-Lola-Mazda chancenlos gegen den Muscle Milk-HPD, wenn dieser hält (was in diesem Jahr bisher immer der Fall war). Mit technischen Problemen kämpft weiterhin der Delta Wing. Die LMP1 dürfte also leider für wenig Spannung sorgen.

Anders die LMP2: Die vier HPDs – je zwei von Level 5 und Extreme Speed Motorsports – sind inzwischen gleichermaßen siegfähig. Dreieinhalb von fünf Siegen gingen bisher an Level 5: In Lime Rock wurden den Siegern Tucker/Briscoe nachträglich zu Recht die Punkte aberkannt, weil Briscoe im Kampf um den Klassensieg den Extreme Speed-Wagen abschoss; doch wie in Amerika leider üblich, dürfen sie den unrechtmäßig erfahrenen Sieg trotzdem behalten. Jedenfalls steht es in der Meisterschaft nach fünf von zehn Rennen 95:88 für Level 5 in der Team-Wertung.

Da Ryan Briscoe sich beim IndyCar-Rennen in Toronto das Handgelenk gebrochen hat, hat Scott Tucker aals Ersatz Simon Pagenaud engagiert</a>, der mit seiner großen LMP-Erfahrung den Australier adäquat ersetzen können sollte. Er wird sich in der #552 mit Ricardo Gonzalez abwechseln, Tucker konzentriert sich ausnahmsweise auf die #551, anstatt beide Fahrzeuge zu pilotieren. Ich könnte mir vorstellen, dass auch taktische Erwägungen dahinterstecken, da es die Strategie des Teams oft einschränkt, dass Tucker in beiden Fahrzeugen die vorgeschriebene minimale Fahrzeit absolviert.</p> <p><span>Was die </span><b>GT-Klasse</b><span> angeht, ist die Road America in den vergangenen Jahren BMW-Land gewesen: 2010 und 2012 siegte das Rahal Letterman-Team mit dem M3 GT2, 2011 wurden die beiden Wagen durch den Risi-Ferrari knapp auf die Plätze 2 und 3 verdrängt. Der neue Z4 GTE hat sich in diesem Jahr bisher gut gemacht und konnte sowohl auf dem hakeligen Stadtkurs von Long Beach als auch auf der flüssigeren Strecke von Lime Rock siegen. Die Road America ist allerdings ein recht eigener Streckentyp, da sie lange Geraden mit relativ engen Kurven verbindet.</span></p> <p><a href=" http:="" rel='\"attachment'>4GT_6P1Großer Konkurrent von BMW ist Corvette Racing, die die anderen vier Saisonrennen gewonnen haben. Corvette führt die Team-Wertung mit 92:80 an; in der Fahrerwertung liegt jedoch BMW-Pilot Dirk Müller weiterhin knapp vor dem Corvette-Duo Gavin/Milner (70:65). Zwar ist es für die ALMS erst das sechste von zehn Rennwochenenden und damit gerade einmal Saisonhalbzeit, doch zwischen diesen beiden Teams geht es um jeden einzelnen Punkt im Kampf um die Meisterschaft.

Mit etwas Glück könnten auch die beiden SRT Viper an die starke Leistung aus Mosport anknüpfen, als sie die Pole holten und den Sieg knapp verpassten, aber beide Wagen aufs Podium zu stellen vermochten.

In der Prototype Challenge (die im kommenden Jahr in der USCR weiterleben wird) liegt wieder einmal CORE Autosport vorn, allerdings hat auch PR1 Mathiasen noch Titelchancen; beide haben zwei Siege auf dem Konto. In der GTC liegen Alex Job Racing (Bleekemolen/MacNeil) und Flying Lizard (Canache/Pumpelly) gleichauf bei 77 Zählern, ebenfalls mit je zwei Siegen.

Das Rennen der ALMS startet am Sonntag um 21 Uhr deutscher Zeit, Stream und Übertragung auf MotorsTV beginnen 15 Minuten vorher. Stream, Live Timing, Spotter Guide und alles weitere gibt es auf der aWebseite der ALMS</a>.</p> <h2>Grand-Am</h2> <p>Schon am Samstag tragen die beiden Serien der Grand Am ihre Rennen aus: Erst die Continental Tire Sports Car Challenge Series am frühen, dann die Rolex Sports Car Series am späten Nachmittag, genauer gesagt um 23 Uhr deutscher Zeit. Für sie ist das wunderbar unpassend betitelte „VisitFlorida.com Sports Car 250“ bereits das neunte Saisonrennen von insgesamt zwölf, die Saison wird bereits Ende September enden.</p> <p>14 Daytona Prototypes, 13 GT- und zwei GX-Boliden sind gemeldet. Das <b>DP-Feld</b> ist mit dem modifizierten Reglement, das seit Anfang 2012 in Kraft ist, also stabil geblieben und wird aller Voraussicht nach auch im kommenden Jahr den größeren Teil des Prototypen-Feldes der USCR stellen. Die Punktwertungen werden ausnahmsweise einmal nicht vom Ganassi-Team angeführt: Rojas/Pruett haben zwar zweimal gewonnen (unter anderem die 24h von Daytona), doch sie haben auch zwei Ergebnisse außerhalb der Top Ten in ihrer bisherigen Saisonbilanz. Dennoch gehören die beiden stets zu den Top-Favoriten.</p> <p>Aktuell Meisterschaftsführende sind nach ihrem Sieg beim letzten Rennen in Indianapolis Ryan Dalziel und Alex Popow für Starworks, die wie das Ganassi-Team einen Riley-BMW einsetzen. Ebenfalls sehr gut positioniert sind Gurney/Fogarty für GAINSCO/Bob Stallings, ebenfalls eines der langjährigen Top-Teams der Serie und in dieser Saison mit bisher einem Sieg. Je zwei Siege können Angelelli/Taylor (Wayne Taylor Racing) und Fittipaldi/Barbosa (Action Express) aufweisen, beide setzen auf den Corvette DP.</p> <p>Einige weitere in Europa bekannte Namen sind außerdem dabei: 8 Star Motorsports setzt auf der Road America wieder einmal auf Sebastien Bourdais als Gaststarter; Stephane Sarrazin gehört in diesem Jahr bereits zur Stammbesetzung des Teams. Außerdem hat sich das zweite Starworks-Team mit Brendon Hartley und wechselnden Partnern (diesmal Scott Mayer) in den letzten zwei Rennen endlich aus dem Mittelfeld lösen können; bei den 6h von Watkins Glen reichte es mit dem dritten Fahrer Pierre Kaffer erstmals für einen Podiumsplatz. Richard Westbrook und Ricky Taylor sind die „dritten Männer“ für die GTE-Corvettes in Le Mans 2012 und 2013 gewesen.</p> <p>Die DP-Kategorie ist aufgrund des Reglements von der Technik her sehr ausgeglichen ist, das Fahrerfeld ist bunt durchmischt. Mehrere der aufgezählten Teams sind an diesem Wochenende als Siegkandidaten zu nennen und auch die Meisterschaft ist noch lang nicht entschieden.</p> <p>Auch die <b>GT-Klasse</b> ist breit aufgestellt: Andy Lally und John Potter im Magnus-Porsche führen trotz Sieglosigkeit, aber mit Konstanz, die Meisterschaftswertungen an, knapp gefolgt von Edwards/Liddell im Stevenson-Camaro mit vier Siegen (aus acht Rennen), aber auch zwei 15. Plätzen. Auch die Ferrari 458 von Scuderia Corsa (mit Alessandro Balzan und diesmal Leh Keen) und AIM Autosport (mit Assentato/Lazzaro) sind ohne Siege noch in Reichweite zur Tabellenspitze. Paul Dalla Lana und Bill Auberlen sind, wenn sie zusammen antreten, auch stets zu beachten (bereits zwei Siege in dieser Saison).</p> <p>Außerdem dabei sind diesmal: Maxime Martin im zweiten Turner-BMW M3 und der zweite Mühlner Motorsport-Porsche mit Tim Bergmeister und Jeroen Bleekemolen. Einige Fahrer sind an diesem Wochenende doppelt beansprucht, unter anderem der bereits angesprochene Maxime Martin. Bill Auberlen, John Edwards und Spencer Pumpelly werden a<a href=" http:="" target="\">sogar in drei Serien (ALMS und beide Grand Am-Rennen) am Start stehen.

Das Rennen der Rolex Sports Car Series startet am Samstag um 23 Uhr deutscher Zeit und ist auf MotorsTV live zu sehen.

Rückblick: Asian Le Mans Series in Inje

Der Vollständigkeit halber ganz kurz ein Rückblick auf das erste Rennwochenende der Asian Le Mans Series im südkoreanischen Inje. Tatsächlich traten nur ganze acht Wagen das 3h-Rennen auf dem neuen Kurs namens „Inje Speedium“ an, davon zwei LMP2-Boliden und ein GTE-Ferrari. Der Sieg ging an das chinesische KCMG-Team mit Gary Thompson, James Winslow und dem sechzehnjährigen Akash Nandy. Die schnellste Runde, die dieses Team drehen konnte, war knapp drei Sekunden schneller als die des OAK Racing-Teams; beide starteten mit einem Morgan-Chassis, KCMG mit Nissan-Motor, OAK mit Judd-Aggregat. Bei OAK Racing kamen außerdem fünf Minuten mehr Boxenstandzeit zusammen, sodass sich insgesamt ein Abstand von fünf Runden akkumulierte, was am Ende nur Gesamtrang 3 bedeutete.

Gesamt-Zweiter wurde AF Corse mit dem GT3-Ferrari und Rugolo/Bertolini/Wyatt, ebenfalls fünf Runden vor dem nächsten Klassen-Konkurrenten. Der einsame GTE-Ferrari des Taisan Ken Endless-Teams erreichte Gesamtrang vier. Zwischen den beiden Ferrari 458-Varianten lagen in der schnellsten Rundenzeit nur drei Zehntel (zugunsten der GTE-Variante).

Das nächste Rennen der Asian Le Mans Series wird am 22. September in Fuji ausgetragen. Dann sollen 8 bis 10 Fahrzeuge mehr am Start stehen, allesamt Gaststarter aus der GT300-Klasse der beliebten Super GT-Serie. Doch was kommt danach?

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August 02 2013

22:18

ADAC GT Masters: Vorschau Nürburgring

Nach der knapp zwei Monate langen Sommerpause startet man jetzt am Nürburgring in die zweite Saisonhälfte. Erstaunlich ist, dass diese – und damit die gesamte Saison – in zwei Monaten auch schon wieder zu Ende ist. GT Masters BMW/Audi Nachdem man die letzten Jahre immer im Rahmen des Truck Grand Prix am Nürburgring gefahren ist und gute Zuschauerzahlen hatte, schlägt man dieses Jahr mit dem ADAC Masters Weekend auf. Aber dessen ungeachtet dürfte es wieder einiges an Action geben, da ganze zehn Fahrerpaarung noch eine Chance auf die Meisterschaft haben. Diese zehn Fahrerpaarung sitzen in fünf verschiedenen Fahrzeugkonzepten, sodass man von einer relativ ausgeglichenen BoP sprechen kann. Das Team rhino’s Leipert Motorsport kam allerdings gar nicht mit der BoP und den Reifen zurecht und zog daher den einzig verbleibenden Lamborghini für die Saison 2013 zurück.


Die Neuigkeiten aus der Sommerpause sind, dass sich Philip Geipel für das Rennen am Nürburgring im Audi R8 LMS von Yaco Racing das Steuer mit dem erfahrenen Frank Schmickler teilen wird.

Auch Christina Nielsen im Farnbacher Racing Porsche bekommt mit Sean Edwards einen neuen Mitstreiter. Sie fuhr vor den 24 Stunden von Le Mans mit Allan Simonsen zusammen. Was dann in Le Mans geschehen ist, wird wohl noch den meisten Motorsportfans in den Knochen stecken…

Die heißesten Tipps für die Rennen am Wochenende sind wohl das Duo Sergey Afanasiev/Andreas Simonsen sowie die Sieger des 24 Stunden Rennen von Spa: Maximilian Buhk und Maximilian Götz. Der SLS GT3 konnte letztes Jahr immerhin drei Mal mal in den Top6 platziert werden und daher sollte man dieses Mal auch wieder mit dem etwas schweren Wagen rechnen. Im Training hing man bisher allerdings ein wenig hinterher.

Die ersten Trainings gingen bisher an die Porsche-Duos Christina Nielsen/Sean Edwards sowie Christian Engelhart/Nicolas Armindo. Auch die Porsche konnten im letzten Jahr gute Platzierung am Nürburgring erreichen und sind daher Siegesaspiranten.

Wie immer sollte man auch ein Auge auf den Ford GT von Frank Kechele/Dominik Schwager werfen, denn mit 34 Punkten Abstand auf die Führendenen Rast/Mies ist das schon die letzte Möglichkeit für Frank Kechele, die Titelchancen zu bewahren.

Das vierte Fabrikat, das Siegchancen hat, ist BMW mit dem Z4. Die Speerspitze wird dabei von Schubert Motorsport (Dominik Baumann/Claudia Hürtgen) und DB Motorsport (Simon Knap/Jeroen den Boer) gestellt. Beide Teams sind nur 16 bzw. 17 Punkte hinter den Tabellenführern und konnten in den Trainings bisher in die Top10 fahren.

Die Tabellenführer Rast/Mies haben wohl durch die BoP und Yokohama-Reifen eher keine Siegchance. Die beiden konnten bisher kaum auf trockener Strecke punkten und holten ihre einzigen Siege bei nassen Bedingungen. Insgesamt sollte man überlegen, ob man Audi und Lamborghini nicht neue Reifen gestattet, so wie man es letztes Jahr mit Porsche getan hat, oder ob man einfach wieder direkt auf Reifen der Marken Pirelli und Michelin wechselt. Der Wechsel der Reifenmarke könnte allerdings erst nächstes Jahr geschehen, da der Vertrag mit Yokohama noch bis 2015 läuft.

Am Samstag könnte es zu einem Regenrennen kommen und Sonntag dürfte es auf ein Trockenrennen hinauslaufen. Wie immer gibt es beide Rennen bei Kabel 1 ab 12:15 zu sehen, die Grüne Flagge fällt um 12:30.

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July 26 2013

11:11

24H von Spa: Audi, BMW oder Mercedes

Als letztes großes europäisches 24 Stunden Rennen steht an diesem Wochenende der Lauf in Spa auf dem Programm.

Blancpain Endurance Series 2013 24H SpaSeit 2011 wird das Rennen im Rahmen der Blancpain-Serie ausgetragen und hat damit wieder etwas mehr Schwung bekommen. Der Lack war etwas ab beim Rennen, besonders Ende der 90er Jahre, aber seit der Jahrtausendwende haben die 24H von Spa, die immerhin das erste Mal 1924 ausgetragen wurden, wieder an Schwung gewonnen. Das GT3-Regelement der Blancpain Serie sorgt für ein knallvolles Starterfeld mit fast 70 Fahrzeugen. Dementsprechend eng geht es in der Boxengasse zu. Im Rennen selber gibt es drei Klassen: Den Pro-Cup, den Pro-Am-Cup und die Gentleman Trophy. Im Pro-Cup können die Teams komplett auf Profis setzen, es gibt da keine Einschränkung in den Kategorien. Anders sieht es im Pro-Am-Cup aus.

Hier sehen die Fahrerpaarungen wie folgt aus:
Platinum / Platinum / Bronze / Bronze
Platinum / Gold /Silver /Bronze
Gold / Gold / Bronze / Bronze
Silver / Silver / Silver / Bronze

In der Gentlemans Trophy dürfen nur “Silver” und “Bronze” Fahrer an den Start gehen.

Um den Gesamtsieg wird also nur im Pro-Cup gefahren. Auch wenn es in der Blancpain offiziell keine Werksteams gibt, die Hersteller unterstützen die Teams doch sehr stark. Audi hat sich dieses Jahr vorgenommen das Rennen zum dritten Mal in Folge zu gewinnen und schickt das “Belgian Audi Club Team WRT” vor, die vier R8 LMS Ultra einsetzen. Dabei sind drei Fahrzeuge hochklassig besetzt:

#1 Ortelli, Vanthoor, Rast
#2 Stippler, Mies, Lotterer
#13 Sandstörm, Ekström, Fässler

Dazu kommt noch ein Wagen von Phoenix

#6 Primat, Jarvis, Haase

Ganz ohne Konkurrenz sind die Audi aber natürlich nicht. Zu vorderst ist der BMW Z4 von Marc VDS Racing mit der Startnummer #3 zu nennen, der mit Leinders, Buurman, Martine erstklassig besetzt ist und in diesem Jahr schon gewinnen konnte. Der zweite Z4 (#4) ist mit Paltalla, Moser, Catsburg nicht ganz so gut aufgestellt.

Auch nicht vergessen sollte man die drei Mercedes SLS.

Fortec Motorsport #62 Webb, Wendlinger
HTP Gravity Charouz #84 Buhk, Götz, Schneider
Rowe Racing #127 Seyffahrt, Arnold, Graf

Im freien Training waren die SLS schon mal die schnellsten auf der Strecke, was man aber nicht überbewerten sollte.

Nicht vergessen sollte man Manthey Racing, die alledings mit einem 997 GT3 R an den Start gehen. Die Mannschaft aus Lieb, Lietz und Pillet ist jeden Falls stark genug für einen Sieg. Beim Auto bin ich mir da nicht so sicher, dem 997 fehlt es vor allem gegenüber dem SLS und den R8 an Leistung.

Der Rest des Feldes füllt sich mit einigen McLaren MP4-12C und weiteren Porsche. Aston Martin setzt nur einen Wagen ein (#100), der mit Baguette, Turner, Campbell-Water auch sehr gut besetzt ist. Aber die Chancen stehen wohl eher schlecht. Ebenfalls mit dabei ist der Nissan GT-R (#23) der mit Luhr, Kane und Dumbreck ebenfalls klasse belegt ist. Nur ist der Nissan in dieser Saison einfach zu langsam.

Den Pro-Am-Cup spare ich mir an der Stelle mal, das Feld ist da so eng zusammen, dass man gleich ein Dutzend Favoriten nennen könnte. Ein Blick in die vom Veranstalter leider nicht aktuell gehaltene Entry-List schafft einen ungefähren Überblick.

Das Rennen startet am Samstag um 16.30 Uhr, also relativ spät. Vom Wetter erwartet man auch in Belgien das heißeste Wochenende des Jahres, dazu sind Gewitter jederzeit möglich. Einfach sind die Bedingungen, gerade für die Amateure in Spa also nicht, was die Ausfallquote drastisch erhöhen könnte.

Der vermutliche wichtigste Faktor im Rennen wird sein, wie man durch den Verkehr kommt. 70 Fahrzeuge sind auch auf den sieben Kilometer von Spa nicht zu verachten und es gibt ja ein paar Stellen, wo das Überholen eher schwierig ist.

Es gibt zwei Livestreams fürs Wochendende:
http://www.blancpain-endurance-series.com/pages/live
http://www.youtube.com/user/gt1world/featured
(Kann sein, dass der YouTube Stream geo-geblockt ist)

Das Liveiming gibt es unterhalb des Streams auf der Blancpain-Seite.

Radio Le Mans ist mit John Hindhaugh ebenfalls vor Ort und berichtet rund um die Uhr live.

Blancpain Endurance Series 201324H Spa Blancpain Endurance Series 2013
24H Spa Blancpain Endurance Series 201324H Spa Blancpain Endurance Series 201324H Spa Blancpain Endurance Series 2013
24H Spa Blancpain Endurance Series 2013
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24H Spa

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July 06 2013

05:26

FIA GT Series: Vorschau Zandvoort

In Zandvoort wird die erste Saisonhälfte der FIA GT Series beschlossen. Es ist auch der erste Auftritt auf der Rundstrecke von Sebastian Loeb nach seinem Rekord am Pikes Peak. FIA GT Zolder Die beiden Rennen am Wochenende beenden nicht nur die erste Saisonhälfte der FIA GT Series, sondern dienen auch als letztes Testrennen für viele Teams vor den 24h von Spa, die wohl das Highlight der SRO-Serien sind. Ein negativer Nebeneffekt könnte allerdings das Sandbagging sein, da zum Beispiel die Audi von WRT sicherlich noch auf eine bessere BoP für das 24h-Rennen hoffen. Einen Ansatz konnte man schon beim BES Rennen in Paul Ricard sehen, als der WRT-Audi (Semi-Werkseinsatz) eine halbe Sekunde langsamer war als ein privat eingesetzter Audi von Sainteloc Racing. Dass WRT in der Gesamtwertung der FIA GT auch noch einen relativ großen Vorsprung vor dem besten Nicht-Audi hat, dürfte zudem für Spielraum sorgen.

Doch “Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt!” und so könnte es doch zu zwei ansehnlichen Rennen auf der Naturstrecke im Nordwesten der Niederlande kommen. Gespannt sein darf man auf jeden Fall, ob endlich das Team von Sebastian Loeb so richtig in die Serie reinfindet und seinen ersten Sieg auf der internationalen GT-Bühne feiert. In Zandvoort wird Sebastian Loeb Racing wie schon bei den Stationen Nogaro und Zolder mit den Besetzungen Loeb/Parente und Zuber/Parisy antreten. Damit sind sie auch schon die persönlichen Favoriten für mich, denn nach den Misserfolgen bisher in dieser Saison, als man teilweise (un)schuldig in Kollisionen verwickelt wurde, rechne ich nun mit dem ersten Sieg des Teams. Dabei sollte das Duo mit dem neuen Pikes-Peak-Rekordhalter Sebastin Loeb und dem McLaren-Werksfahrer Parente das stärkere sein.

Wenn Audi bzw. die Teams kein Sandbagging betreiben sollten, sind auf jeden Fall auch die üblichen Audis vorne zu erwarten. Tabellenführer sind momentan Laurens Vanthoor und Stephane Ortelli in einem der Belgian Audi Club Team WRT Wagen. Nur 2 Punkte dahinter in der Tabelle liegen Edward Sandstrom und Frank Stippler, die aus dem gleichen Team kommen. Im dritten WRT-Auto sitzen Rene Rast und Niki Mayr-Melnhof, wobei man bedenken muss, dass Mayr-Melnhof eher noch ein Semiprofi ist und das Duo wohl nur eine Chance bei Regen hat, wenn Rast sein Talent zeigen kann. Einen weiteren Audi bringt Phoenix Racing an den Start. Ins Lenkrad greifen Anthony Kumpen und Enzo Ide, die immerhin das fünftbeste Duo in der Tabelle sind und damit noch vor allen Nicht-Audi-Teams liegen.

Eine Au­ßen­sei­ter­chan­ce hat zudem der SMS Seyffarth Motorsport SLS GT3 mit Jan Seyffarth und Karun Chandhok. Als stärkerer Fahrer der beiden lässt sich Jan Seyffarth sehen, da dieser schon seit dem Release des SLS mit dem Wagen fährt. Chandhok hingegen hat noch leichte Probleme, sich auf den GT3 umzustellen, kommt allerdings immer besser zurecht, sodass es an einem guten Tag für die beiden reichen könnte. Ein weiterer SLS wird von HTP Gravity Charouz an den Start gebracht mit dem Duo Maximilian Buhk und Alon Day. Mehr als die Top 5 sollten allerdings für die beiden nicht drin sein.

BMW wird im Feld vom BMW Sports Trophy Team Brasil repräsentiert. Die beiden Autos werden von Caca Bueno/Allam Khodair und Ricardo Zonta/Sergio Jimenez pilotiert. Mit Caca Bueno und Ricardo Zonta hat man zwar zwei gute Fahrer dabei, aber meistens scheitert es an den Co-Piloten. Auch hier dürfte man über einen Platz in den Top 5 froh sein.

Einen Rückzug gab es von Reiter Engineering, die normalerweise mit Peter Kox und Stefan Rosina fahren. Der einzige Grund könnte der tödliche Unfall von Andrea Mame letzte Woche in Paul Ricard sein bei der Lamborghini Super Trofeo. Besonders schade ist die Absage des Teams, da die beiden nur zwölf Punkte hinter den Tabellenführern liegen.

Auch das Vita4One Team ist von der Entry-List verschwunden, da man – nachdem man schon in Nogaro nicht gestartet ist – eh keine Chance mehr auf den Titel hat. Ein weiterer Grund sind wohl fehlende Teile für den BMW Z4 des Teams.

Das Qualifikationsrennen findet am Samstag um 13:45 statt, das Hauptrennen am Sonntag um 11:45. Beide Rennen gibt es wie immer via Streams, die ihr bei den TV Terminen findet.

Gesamtstand
Entry List

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May 21 2013

05:14

24H Rennen: Kurzanalyse Nürburgring 2013

Ein wirkliches 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring war es dieses Jahr ja nicht, aber es gab viel Abwechslung an der Spitze. Der Regen spielte beim Ausgang eine entscheidende Rolle.

Aston Martin Nuerburgring 2013Zunächst sei kurz vermerkt, dass dies nur eine Kurzanalyse der Spitzengruppe ist. Eine genauere Betrachtung des Rennens folgt in den nächsten Tagen, wenn Flo und Gok vom Ring zurück sind und Zeit haben, ihre Geschichte zu schreiben. Daher bitte ich um Nachsicht, wenn ich nicht in die Klassen einsteige.
Bei bestem Wetter startete am Sonntag pünktlich um 17.00 Uhr das diesjährige 24H-Rennen am Nürburgring. Die Top40 Quali hatte schon ein paar Überraschungen parat gehalten. Dass die Audis schnell sein würden, hatte man erwartet, dass aber der Aston Martin mit der #007 um ein Haar die Pole erobert hätte, war dann schon eine kleine Überraschung. Ebenso erstaunlich war die eher schwache Performance der beiden Manthey Porsche, die mit Werksfahrern erstklassig besetzt waren. Doch beide Ergebnisse hatten mit dem Wetter zu tun.

Schon beim Start war klar, dass es irgendwann im Laufe der Nacht regnen würde. Einige Vorhersagen sprachen sogar von einem Unwetter mit Hagel und Gewitter, das jedoch ausblieb. Aston Martin Pilot Pedro Lamy zeigte sich beim Start schon recht skeptisch. Man sei im Trockenen schnell, im Nassen jedoch nicht. Man habe keine Abstimmung gefunden, die für Regen wirklich geeignet sei. Auch die Audi-Mannschaft schaute eher sorgenvoll zum Himmel. Der R18 mit seinem Mittelmotor ist im Regen eher schwierig zu fahren, wie alle Piloten einmütig durchblicken ließen. Entspannte Gesichter sah man bei Porsche, denn die eher mauen Rundenzeiten basierten auf einer Mischabstimmung, die der alte Nordschleifen-Fuchs Olaf Manthey ausgetüftelt hatte.

In den ersten, trockenen Stunden, nahm das Rennen den Verlauf aus der Top40 Qualifikation. Frank Stippler fuhr im Stuck-Audi sensationelle Zeiten, konnte sich aber nicht vom Aston Martin absetzen. Auch die #3, der Audi R8 mit Biela, Joens, Ludwig, Rusinov von Phoenix, klemmte sich an die Spitzengruppe. Der Aston übernahm dann die Führung und fuhr sich einen kleinen Vorsprung heraus. Doch schon nach einer knappen Stunde konnte man sehen, dass der Vorsprung auch bitter nötig war. Die R8 konnten mindestens eine Runde länger draußen bleiben, was sich im Verlauf des Rennens summiert hätte, denn ein Stopp kostet am Ring locker zwei Minuten.

Die beiden Werks-Porsche hatten zunächst das Nachsehen und verloren schon in den ersten Stunden massig viel Zeit. Weder hatten sie die Rundenzeiten, noch konnten sie über die Stintlänge etwas ausrichten. Wer geglaubt hatte, dass Manthey mal wieder hübsch geblufft hatte, sah sich zunächst enttäuscht.

Richtig miserabel lief es dagegen für die beiden Schubert BMW Z4. Gleich in den ersten Runden kam es zu einem unglücklichen Zwischenfall, als Uwe Alzen seiner Teamkollegin Claudia Hürtgen in einer Intervention-Zone, die hinter einer Kuppe lag, ins Heck krachte. Beide schafften es an die Box, doch die #19 konnte nicht mehr repariert werden. Pech vor allem für Augusto Farfus, der auf dem Wagen gemeldet war, und extra aus Brands Hatch an den Ring geflogen war. Der zweite Schubert BMW stand auch lange, und ging mit knapp zwei Runden Rückstand wieder auf die Strecke.

Das Bild an der Spitze änderte sich in den ersten Stunden kaum. Die Audi hetzten den Aston, die SLS hielten sich zurück, gleichzeitig den Abstand unter Kontrolle, während die Manthey Wagen weiter zurückfielen und gar mit einer Überrundung rechnen mussten.

Die Rettung kam dann so gegen 21.00 Uhr, als die ersten Regentropfen fielen. Die Situation war, wie meist am Ring, undurchsichtig. Zunächst war es auf der Döttinger Höhe und bei Start/Ziel nass, der Rest der Strecke blieb trocken. Das führte zu kniffligen Entscheidungen in Sachen Slicks vs. Regenreifen. Der Aston Martin erwischte es dann perfekt. Gerade, als es richtig anfing zu schütten, kam er an die Box und nahm sich Regenreifen. Fast gleichzeitig fuhren die Manthey Porsche auf Slicks weiter, ebenso einige R18. Nachdem sich das Wechselchaos gelichtet hatte, sah man den Aston immer noch vor den Audi und den ersten SLS.

Nachdem die Porsche dann endlich an der Box waren, ging es allerdings zur Sache. Die Mischabstimmung machte sich nun bezahlt und beide Wagen schnitten im Gleichschritt durchs Feld. Innerhalb einer knappen Stunde reduzierten sie ihren Rückstand von knapp 7 Minuten auf unter 10 Sekunden auf den Aston. Die Audi vielen hingegen zurück und mussten beide Rowe und den Black Falcon SLS mit Schneider, Bleekemolen, Edwards, Thiim passieren lassen. Noch noch weiter hinten nahten die beiden Marc VDS BMW Z4, die man bis zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht richtig auf dem Schirm hatte. Die lagen ebenfalls gut eine Runde zurück, hatten aber wohl auch auf eine Regenabstimmung gesetzt.

Die Strategie von Olaf Manthey wäre auch beinahe aufgegangen, wenn der Regen nicht so stark geworden wäre. Die Fahrer berichteten von massivem Aquaplaning auf der Döttinger Höhe, dazu kam Nebel im Bereich Pflanzgarten. Das führte dann um 22.42 Uhr zu einer roten Flagge und der Unterbrechung des Rennens. Die Rennleitung hatte zu dem ein Einsehen mit vielen kleinen Teams, die ihren Wagen im Regen an etlichen Leitplanken onduliert hatten, und hob die Parc Fermé Bestimmungen auf. Man konnte also an den Autos arbeiten, was aber den Vorteil von Manthey zunichte machte. Aus dem SLS-Lager hörte man dann gegen Ende des Rennens, dass die veränderte Abstimmung einiges gebracht habe.

Die Unterbrechung dauerte dann sehr lange. Der Regen fiel kräftig und der Rennleiter wollte die Piloten zu Recht nicht gefährden. Selbst nach Sonnenaufgang stand die Strecke noch mächtig unter Wasser, so dass der Restart erst am Montagmorgen um 08.20 Uhr erfolgte. Immerhin blieben so noch etwas mehr als acht Stunden Rennzeit.

Der Restart erfolgte immer noch unter schlechten Bedingungen und sah zunächst die Audi vorne. Der Aston fiel mit schlechten Rundenzeiten schnell zurück, aber auch die R8 konnten die Spitze nicht für sich beanspruchen. Beide Rowe SLS und der Black Falcon mit Bernd Schneider schoben sich nachdrücklich an die Spitze. Vor allem der Mercedes von Black Falcon setzte sich im Verlauf des Vormittags mit guten Rundenzeiten von beiden Markenkollegen ab.

Die beiden Manthey Porsche konnten ihre Dominanz vom Vorabend nicht mehr zeigen. Das lag sicher daran, dass die Konkurrenz in Sachen Abstimmung über Nacht nachgezogen hatte, aber auch an der BoP, die die Porsche offenbar weiter einbremst. Es ist bezeichnend, dass der beste Porsche auf P7 ins Ziel kam und aus der SP7 stammte (Manthey). Im Rennen wurden die Porsche teilweise von kleineren Problemen geplagt. So brachen beim “Frikadelli Porsche” zwei Stoßdämpfer, der “Dicke” von Manthey hatte ebenfalls kleinere Probleme.

Besser lief es am Vormittag für die verbliebenen BMW. Der Schubert-BMW mit Adorf, Hürtgen, Klingmann, Tomczyk holte eine Runde Rückstand auf und brannte sehr gute Rundenzeiten in den Asphalt. Noch besser lief es für den Marc VDS Z4 mit Martin, Piccini, Buurman, Göransson. Vor allem Maxime Martine zauberte Zeiten, die der Konkurrenz den Atem raubten. Sowohl am späten Abend als auch am Vormittag und Nachmittag war man teilweise 40 Sekunden schneller, als der Rest. Das wurde am Nachmittag zwar weniger, aber rund 15 Sekunden pro Runde reichten dem Team um beide Rowe SLS abzufangen. Wäre das Rennen durch die Nacht gegangen, der Z4 wäre nur schwer zu schlagen gewesen. So sah BMW das Rennen mit einem lachenden und weinenden Auge, denn am Ende fehlten nur 2.39min auf den siegreichen SLS von Black Falcon.

Die Dominanz der SLS, die am späten Sonntagabend mit dem einsetzenden Regen begann, war schon sehr beeindruckend. Der SLS war auf der Geraden das schnellste Auto und schien auch in den technisch anspruchsvollen Passagen kaum Schwächen zu haben. Weder die Reifen noch der Verbrauch spielten eine Rolle. Bernd Schneider hat zusammen mit seinem Team nun auch zum ersten Mal das 24H-Rennen gewonnen.

Ergebnis gesamt (pdf)
Ergebnis nach Klassen (pdf)

TV-Übertragung

Sport1 machte mit Hans-Peter Kohl und Eric Engesser einen sehr guten Job. Kohl war jederzeit auf der Höhe des Geschehens und warf auch einen Blick in die kleinen Klassen. Schade ist weiterhin, dass Sport1 nicht den Zweitsender Sport 1+ weiter nutzt. Der wurde nur von 18.30 Uhr bis 20.00 Uhr am Sonntag eingesetzt. Um 20.00, nach nur drei Stunden, war Schluss mit der Übertragung, die erst wieder am nächsten Morgen einsetzte. Und auch am Sonntag unterbrach man für 2 Stunden, um eine Aufzeichnung zu zeigen, ohne Sport1+ einzusetzen. Das ist ein wenig schade, auf der anderen Seite bot man einen 24H Livestream an und mit Radio Le Mans wurde man auch gut versorgt.

Vielleicht würde Sport1 ja mehr zeigen, wenn man nach Einbruch der Dunkelheit mehr Bilder senden könnte. Aber bekanntermaßen dürfen die Helikopter, die auch als Relaisstation für die Onboard und stationären Kameras auf der Nordschleife dienen, nach 22.00 Uhr nicht fliegen. Man müsste ein Glasfaserkabel und die dazu nötige Technik mit Verteilern und Verstärkern um die Nordschleife legen, was angesichts der Topografie des Rings keine leichte Sache ist. Und Geld hat man dafür auch nicht, der Ring soll ja verkauft werden.

SAVE_THE_RING_blackDer Verkauf des Nürburgrings stand auch oft im Fokus der Berichterstattung von Sport1. Die Redaktion und die Journalisten vor Ort waren offenbar klar gegen einen Verkauf und stellten jedem Fahrer und Teamchef die dementsprechenden Fragen. Die Stimmung war dementsprechend gegen einen Verkauf, auch wenn sich einige Teamchefs und Fahrer sehr diplomatisch äußerten. Sport1 servierte das Thema so oft, dass man gar nicht anders konnte, als es es wahrzunehmen.

Ein Wort noch zum Schluss. Ich war von Anfang an skeptisch, was die Verlegung des Starts auf den Sonntag angeht. Was sollte das bringen, denn die meisten Fans mussten wegen der Arbeit und weiten Rückfahrt sowieso am Montagmittag los. Die leer gefegten Zeltplätze gegen Mittag sprachen dann auch Bände. Das Pfingstwochenende zu nutzen ist sicher eine gute Idee gewesen, aber man hätte das Rennen besser Samstag starten sollen. Das wäre vor allem den Fans entgegen gekommen.
Am Ende steht aber wieder ein schönes 24H-Rennen, das dann eher ein 14H-Rennen war. Aber das tat der Stimmung offenbar keinen Abbruch. Immerhin konnte man so mal eine Nacht schlafen, was der Party-Stimmung nach dem Rennen sicher zu Gute kam. Besonders positiv ist, dass das Rennen trotz des schlechten Wetters von wirklich schweren Unfällen verschont wurde. Freuen wir uns also auf das nächste Jahr.

Michael Ammermueller / Frank Stippler / Ferdinand Stuck / Johannes Stuck (Phoenix Racing, Audi R8 LMS ultra, Startnummer 4) Laurens Vanthoor / Edward Sandstroem / Christopher Mies / Christopher Haase (Belgian Audi Club Team WRT, Audi R8 LMS ultra, Frank Biela / Christer Joens / Luca Ludwig / Roman Rusinov (G-Drive Racing by Phoenix, Audi R8 LMS ultra, Startnummer 3), 41. ADAC Zurich 24h- Georg Weiss / Oliver Kainz / Michael Jacobs / Jochen Krumbach (Wochenspiegel Team Manthey, Porsche 911 GT3 RSR, Startnummer 12)Georg Weiss / Oliver Kainz / Michael Jacobs / Jochen Krumbach (Wochenspiegel Team Manthey, Porsche 911 GT3 RSR, Startnummer 12) Bernd Schneider / Jeroen Bleekemolen / Sean Edwards / Nicki Thiim (Black Falcon, Mercedes-Benz SLS GT3, Startnummer 9) Richard Westbrook / Emmanuel Collard / Mike Stursberg / Hans Guido Riegel (Haribo Racing Team, Porsche 911 GT3 R, Startnummer 8), Michael Ammermueller / Frank Stippler / Ferdinand Stuck / Johannes Stuck (Phoenix Racing, Audi R8 LMS ultra, Startnummer 4) Klaus Graf / Thomas Jaeger / Jan Seyffarth / Nico Bastian (ROWE Racing, Mercedes-Benz SLS GT3, Startnummer 22) Darren Turner / Stefan Muecke / Allan Simonsen / Pedro Lamy (Aston Martin Racing, Aston Martin Vantage GT3, Startnummer 7), Marc Lieb / Roman Dumas / Lucas Luhr / Timo Bernhard (Manthey Racing, Porsche 911 GT3 RSR Wolf Henzler / Peter Dumbreck / Martin Ragginger / Sebastian Asch (Falken Motorsport, Porsche 911 GT3 R Darren Turner / Stefan Muecke / Allan Simonsen / Pedro Lamy (Aston Martin Racing, Aston Martin Vantage GT3 24h-Rennen Nuerburgring Nordschleife Nissan BMW Z4 VLN Mercedes SLS VLN Porsche GT3 VLN Audi R8 VLN

Bilder: ADAC Nordrhein

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May 15 2013

18:14

ADAC GT Masters: Rückschau Spa-Francorchamps 2013

Nach dem Auftakt in Oschersleben ging es vergangenes Wochenende für die ADAC GT Masters nach Spa-Franchorchamps. Dort sollte man das übliche Wetter antreffen, das dann auch für die eine oder andere Überraschung sorgte. 2013 GTM 02 S 3128 300x200 ADAC GT Masters: Rückschau Spa Francorchamps 2013

Aber zuerst einmal muss ein wenig Kritik an den Ausrichtern erlaubt sein. Zu den Zuschauerzahlen am Wochenende gab es keine offiziellen Angaben und das dürfte auch seinen Grund haben, denn es war kaum jemand vor Ort. Schuld dürfte die Terminplanung der Veranstalter sein, denn die wenigsten Zuschauer fahren eine Woche, nachdem die WEC in Spa gastiert hat, noch einmal zu den Rennen der ADAC GT Masters an die Strecke. Der Regen trug sein Übriges dazu bei. Schade, dass der ACO und ADAC sich nicht auf ein gemeinsames Wochenende einigen konnten, vor allem da die WEC mit der Porsche GT3 Cup Challenge Benelux auch nur ein eher mittelmäßiges Rahmenprogramm hatte. Eine gemeinsame Veranstaltung mit vielleicht sogar einem zweistündigen GT-Masters-Lauf am Samstag hätte sicher beiden Serien gut getan.

Rennen 1:
Schon im Qualifying sollte man sehen, wer dieses Wochenende die Hosen an hatte. Verdonck und Kechele stellten ihren 2013er Ford GT3 für beide Rennen auf die Pole und das mit jeweils 4/10 Sekunden Abstand zum Zweitplatzierten. Im ersten Rennen gingen Jeroen den Boer und Simon Knap vom zweiten Startplatz ins Rennen.

Das sollte sich auch beim Start, der relativ ruhig blieb für Spa, nicht ändern. Auch danach gab es in der ersten Rennhälfte wenig Aufreger und man konnte in Ruhe beobachten, wie Verdonck sich vom Feld absetzen konnte. Ein bisschen Unruhe kam dann in das Rennen, als nach 20 Minuten Rennzeit ein Regenschauer aufkam, der Erinnerungen an die letztjährigen 24 Stunden von Spa weckte, bei denen dann doch einige Autos in La Source in den Leitplanken gelandet sind. Die Fahrer in der ADAC GT Masters hatten jedoch mehr Glück und kamen alle heil durch, bis das Boxenfenster in der 25. Minute geöffnet wurde. Dementsprechend groß war nun auch die Anzahl der Leute, die gleich rein kamen. Bei den Boxenstopps wurden natürlich die Reifen gewechselt, was bei einigen Teams für Probleme sorgte, da man ja sonst nie die Reifen wechselt.

Eine etwas alternative Strategie sind Engelhart und Armindo im Schütz Motorsport Porsche gefahren. Man dachte wohl, dass man auf den (noch) trockenen Teilen der Strecke genügend Zeit rausholen könnte, um sich nach vorne zu schieben. Das ganze scheiterte allerdings auch dank einem schlechten Boxenstopp grandios, sodass am Ende nur ein 14. Platz rausspringen sollte.

Die großen Gewinner waren Maximilian Buhk und Maximilian Götz im SLS GT3 von Polarweiss Racing. Allerdings konnte man nicht an Frank Kechele rankommen, auch nicht als dieser sich am Ausgang von Stavelot drehte und so einige Sekunden verlor. Ansonsten sollte es trotz des schwierigen Wetters nicht mehr zu größeren Zwischenfällen kommen.

Die Sieger des 1. Laufes waren daher Frank Kechele und Nico Verdonck, die sieben Sekunden vor Buhk und Götze ins Ziel kamen. Auf Platz 3 kamen Jeroen den Boer und Simon Knap im DB Motorsport BMW ins Ziel.
Die besten Gaststarter waren Yelmer Buurman und Martin Matzke, die auf Platz 15 landeten.

Rennen 2:
Auch im 2. Rennen gingen Verdonck und Kechele von der Pole ins Rennen. Auf Platz 2 starten allerdings dieses Mal Martin Ragginger und Robert Renauer.

Zu einem unschönen Zwischenfall auf der verregneten Rennstrecke kam es dann direkt nach dem Start in der Eau Rouge, als Rast in seinem Audi von einem der Farnbacher Porsche gedreht wurde. Da er direkt hinter der Kuppe stand, konnte Jörg Müller im hinterherfahrenden BMW nicht ausweichen und fuhr in sein Heck. Jörg Müller trug Rippenschmerzen davon, konnte aber immerhin direkt aussteigen. Bei Rast dauert es etwas länger, bis er aus dem Auto raus kam. Er musste auf einer Trage davongetragen werden, hatte Leber- und Nackenschmerzen, kann allerdings beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring dieses Wochenende starten.

Die Safety-Car-Phase dauerte knapp 20 Minuten, sodass sich das Feld vor dem Boxengassenfenster nicht allzu sehr auseinanderziehen konnte. Die mutigste Entscheidung in dieser Phase hat dann Kechele getroffen, denn er dachte, dass der Ford GT auf Slicks schneller sei als die anderen Fahrzeuge auf Regenreifen. Das stellte sich allerdings schnell als Fehleinschätzung heraus, sodass es am Ende nur für einen 9. Platz reichen sollte. Einen spannenden Zweikampf um die Führung gab es in der zweiten Rennhälfte dann zwischen dem verbliebenen Schubert BMW mit Claudia Hürtgen und dem Polarweiss Racing SLS mit Maximilian Götz am Steuer. Der Zweikampf entschied sich allerdings in der Schlussphase, als Götz den Bremspunkt in der Bus Stop nicht erwischte und damit die Tür für Hürtgen offen war.

Auf Platz 3 kamen wieder Jeroen den Boer und Simon Knap ins Ziel. Yelmer Buurman und Martin Matzke durften sich über einen guten 6. Platz freuen.

Die beiden 3. Plätze reichten Jeroen den Boer und Simon Knap am Ende sogar für die Führung in der Gesamtwertung. Die komplette Fahrer- und Teamwertung gibt es auf der aSeite der ADAC GT Masters.

Unzufrieden darf man mit der Übertragung von Kabel1 sein, die kaum Nachberichte zeigten und zudem mit zwölf Minuten Werbung in 60 Minuten Rennen fast auf NASCAR-Niveau sind. Ein Lob allerdings an Jaques “Ich lese alles” Schulz, der nach dem holprigen Start in Oschersleben in Spa überzeugt hat.

Wer sich über die BoP aufregt, sich benachteiligt fühlt und vieles mehr könnt ihr in der Vorschau zum Rennen am Sachsenring in zwei Wochen lesen!

 ADAC GT Masters: Rückschau Spa Francorchamps 2013

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April 03 2013

16:00

FIA GT Series: Rückblick Nogaro

Um ein Haar wäre es ein Saisonauftakt nach Maß geworden für die neugestartete FIA GT Series, doch es hakte dann doch an der einen oder anderen Ecke…

audi motorsport 130402 2088 300x199 FIA GT Series: Rückblick NogaroDas Qualifikationsrennen am Ostersonntag bot grandiosen Rennsport auf trockener Strecke – auch wenn das Feld leider schon vor dem Start auf 22 Fahrzeuge dezimiert war, da der AF Corse-Ferrari nach einem Trainingsunfall zurückgezogen werden musste. Doch das hinderte Sebastian Loeb/Alvaro Parente und René Rast/Nikolaus Meyr-Melnhof nicht daran, sich fast das ganze Rennen über um die Spitze zu streiten. Schon in der Startrunde übernahm Rast im WRT-Audi die Führung und behauptete sie gegen einen starken Alvaro Parente, der Rast in fast jeder Runde am Ende der langen Geraden angriff, jedoch nicht vorbei kam. Das Spielchen wiederholte sich nach dem Fahrerwechsel, Gentleman-Driver Meyr-Melnhof wehrte sich beherzt gegen den neunmaligen WRC-Champion und Lokalmatador Loeb. Erst drei Runden vor Schluss konnte dieser den Österreicher in genau der Haarnadel, in der er es stets versuchte, austricksen und sich den Sieg beim Debüt sichern. Eingewöhnungszeit? Wer braucht denn sowas… Dahinter zeigte der junge Deutsche Maximilian Buhk eine gute Performance und hätte, hätte das Rennen noch wenige Minuten länger gedauert, auch noch um Rang 2 kämpfen können.

Am Montag regnete es; die Ränge waren trotzdem gut besetzt. Es war allerdings so nass, dass das Rennen erst nach zwei Runden hinter dem Safety Car richtig gestartet wurde, eine verständliche Maßnahme. Der Kampf an der Spitze glich dem aus dem Quali-Rennen am Vortag: Der Pro-Am-Audi von WRT mit Mayr-Melnhof jagte Loeb im eigenen McLaren. Obwohl das WRT-Team einen langsamen Boxenstopp hatte, wurde es an der Ausfahrt eng doch Parente behauptete die Spitze. Die beiden setzten das Dauer-Duell engagiert fort, bis Parente schließlich in Runde 29 eine Lücke sah, die sich – wenig überraschend – schnell schloss, sodass er Rast auf den hinteren Kotflügel fuhr und dieser sich drehte. Und ab diesem Zeitpunkt wurde es konfus.

Eine Strafe für diesen in der Tat vermeidbaren Kontakt wäre angebracht gewesen und eine Untersuchung gegen das Auto mit der #9 wurde auch eingeleitet – doch die Durchfahrtsstrafe wurde schließlich dafür ausgesprochen, dass Sebastien Loeb seinen Gurt löste, bevor das Auto in der Box zum Stillstand gekommen war. Das ist korrekt und muss auch so gehandhabt werden, da es sonst nicht mehr zu kontrollieren ist, die Strafe somit gerechtfertigt. Rast/Mayr-Melnhof gewannen das Rennen augenscheinlich, doch die Freude sollte nicht von langer Dauer sein.

Denn nach dem Rennen wurden die beiden mit einer nachträglichen Durchfahrtsstrafe belegt, da während des Boxenstopps der Motor weiterlief. Und schließlich konnte sich die Rennleitung auch noch dazu durchringen, weit nach Rennende Alvaro Parentes ungestümen Rempler zu bestrafen, sodass beide ihre guten Platzierungen verloren. Es blieb beim Sieg für WRT, denn so rückten die beiden Pro-Autos mit Stippler/Sandström und Ortelli/Vanthoor auf die Ränge 1 und 2 vor, Buhk/Day bekamen wieder den dritten Rang zugesprochen.

Am Ende des Hauptrennens standen – Strafen hin oder her – fünf Audi in den Top 6. Hat Audi einen Vorteil in der Balance of Performance? Möglicherweise, aber ich bin mir da nicht so sicher. WRT ist ein starkes und erfahrenes Team, das auch vom engen Kontakt zu Audi bzw. zum VW-Konzern profitiert und so mit drei starken Fahrertrios aufwarten konnte. Auch Phoenix Racing mit Kumpen/Ide ist keine Überraschung auf Rang 4, höchstens noch Viera/Campanico (Novadriver), die nach der Strafe für Rast/Mayr-Melhof die Pro-Am-Klasse gewonnen haben, doch diese Klasse ist auch schwierig einzuschätzen. McLaren und Mercedes konnten sehr gut vorn mithalten, die BMWs des brasilianischen Teams haben mich im Trockenen am Sonntag positiv überrascht. Nachjustiert werden wird sicherlich dennoch bis zu den nächsten Rennen, da sind FIA und SRO bekanntermaßen eifrig bei der Sache.

RTL Nitro machte beim Einstand einen guten Job, vergleichbar mit den GT Masters-Übertragungen auf Kabel 1. Die kompakte Vor- und Nachberichterstattung mit Fahrer-Interviews war in Ordnung, das Kommentatoren-Duo mit Peter Reichert, den man aus der Formel 1-Berichterstattung kennt, und dem GT3-Piloten Thomas Jäger lieferte einen überzeugenden Einstand ab. Man erklärte die wesentlichen Rahmenbedingungen einschließlich Balance of Performance, ohne dabei so nervig zu sein, wie es Waßer/Danner bei jedem F1-Rennen hinbekommen. Kleinere Fehler hier und da können immer passieren und wurden meist korrigiert, und Jäger lieferte gute Einblicke in Technik und Taktik. Enthusiasmus war in gesundem Maße vorhanden, aber nicht so aufdringlich wie bei SRO-Hauskommentator John Watson. Bitte weiter so!

(Bildquelle: Audi)

 FIA GT Series: Rückblick Nogaro

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Tags: Audi FIA GT GT3

March 29 2013

17:00

Vorschau: FIA GT & British GT am Oster-Wochenende

Mit traditionsreichen Oster-Events starten die neu konzeptionierte FIA GT Series und die Britische GT-Meisterschaft ins Jahr 2013.

Loeb2 300x200 Vorschau: FIA GT & British GT am Oster WochenendeFIA GT? Da war doch schon mal was… Stephane Ratel hat sich und der Welt im Sommer letzten Jahres schlussendlich eingestehen müssen, dass das Konzept der GT1-WM ein Fehlschlag war. Als Fahrzeug-Klasse hatte sich die GT1 in dem Moment erledigt, als der ACO entschied, diese Fahrzeuge für 2011 nicht mehr in Le Mans zuzulassen, und auch der WM-Gedanke funktionierte nicht, weil die Serie schlichtweg zu teuer war für die Privat-Teams, die sich Ratel wünschte. Die Nur-ein-Team-mit-zwei-Autos-pro-Marke-Regel dezimierte das Feld noch mehr. All das ist nun Geschichte: die neue FIA GT Series wird – wie bis 2008 – klar europazentriert sein und die Teams dürfen die GT3-Fahrzeuge an den Start bringen, die sie bevorzugen. Was bleibt, sind die zwei einstündigen Läufe, ein Qualifikations- und ein Hauptrennen. Und letzteres gibt es – und auch das ist neu – hierzulande im knapp ein Jahr alten Spartenkanal RTL Nitro live zu sehen, wo er gut ins Konzept passt.

Den Saisonauftakt bilden – wie schon im Jahre 2012 – die Coupes des Paques, also der Oster-Cup, auf dem Circuit Paul Armagnac im südfranzösischen Nogaro. Grundsätzlich wird die Serie sich dort so präsentieren, wie wir GT3-Rennserien aus den letzten Jahren gewohnt sind: acht Hersteller sind in dem 25 Fahrzeuge (Update: Sainteloc hat kurzfristig auch noch zurückgezogen) umfassenden Feld vertreten – eigentlich hätten es 26 sein sollen, doch das mehrfache FIA GT/GT1-Meister-Team Vita4One (ehemals Vitafone) von Michael Bartels hat gestern kurzfristig seine aNennung zurückgezogen, da man nach Motorenproblemen beim Testen nicht weitere Aggregate gefährden möchte und somit der Blancpain Endurance-Saisonauftakt in zwei Wochen in Gefahr geriete – interessant, denn es zeigt auch, wo die Prioritäten der Teams liegen.

Damit ist vor allem die Pro-Klasse als Speerspitze um ein Topteam ärmer, aber mit zehn Fahrzeugen ist sie immer noch gut besetzt. Allen voran natürlich mit einem der ganz großen, der seinen Erfahrungsschatz auf asphaltierten Rundkursen erweitern möchte: Sebastien Loeb ist mit seinem eigenen Team am Start und wird sich einen McLaren MP4-12C mit Alvaro Parente teilen. Der Portugiese debütierte im Vorjahr für Hexis Racing in der GT1-WM und konnte einige Podien einfahren, aber noch kein Rennen gewinnen. Man darf gespannt sein, wie viel Entwicklungszeit die beiden brauchen, um wirklich um Siege mitfahren zu können, beim ersten Lauf würde es zumindest mich noch überraschen. Denn die Konkurrenz ist zahlreich und erfahren und auch das zweite Loeb-Auto mit Andreas Zuber und Mike Parisy dürfte zumindest am Anfang die Nase vorn haben.

Mit der Startnummer 1 gehen Maximilian Buhk und Alon Day für http Gravity Charouz an den Start. Der einundzwanzigjährige Buhk stieg im Vorjahr von der ADAC Formel Masters in die GT3-EM auf und fuhr zusammen mit Dominik Baumann dominant den Titel ein, das Paar siegte – trotz BoP und Erfolgs-Strafen – in 6 von 12 Rennen, landete zwei weitere Male auf dem Podium und war nur einmal schlechter als Platz 5. Selbst in dem schwachen Starterfeld von meist nur etwa einem Dutzend Fahrzeugen ist das eine beachtliche Leistung und lässt aufhorchen.

Daniel Keilwitz und Niclas Kentenich teilen sich einen der beiden Dörr-Motorsport-McLaren und auch Jan Seyffarth ist mit 26 zwar nicht mehr wirklich ein Jungspund, aber trotzdem ein hoffnungsvoller Name der deutschen GT-Szene. Er bildet gemeinsam mit dem Ex-F1-Piloten Karun Chandhok ein sehr interessantes Duo. Chandhok konnte im Vorjahr im JRM-LMP1-Honda wenig Beeindruckendes zeigen, was jedoch auch daran lag, dass sich das Team die ganze Saison lang etwas schwer tat.

Drei weitere Audi R8 LMS sind mit Vollprofi-Besatzungen bestückt: Das Belgian Audi Club Team WRT mit Ortelli/Vanthoor und Stippler/Sandström und Phoenix Racing mit Kumpen/Die, die allesamt etwas reißen können. Viel schwieriger einzuschätzen sind da die beiden BMW Z4 des BMW Team Brazil, die außer Ricardo Zonta keine hierzulande bekannten Fahrer an den Start bringen: Caca Bueno hat in fünf der letzten sieben Jahre die brasilianische Stock Car-Meisterschaft gewonnen und auch schon WTCC-Erfahrung gesammelt, Allam Khodair ist zweifacher Vizemeister der brasilianischen GT3 und Sergio Jiminez hat bei vereinzelten Einsätzen in GT1 und GP2 schon Top 5-Resultate eingefahren.

In der gemischten Pro-Am-Kategorie sind vor allem zwei namhafte Duos dabei: René Rast/Nikolas Mayr-Melnhof für Belgian Audi Club Team WRT und Lucas Ordonez/Alex Buncombe für das Nissan GT Academy Team RJN. Doch insgesamt ist diese Klasse mit 11 10 Fahrzeugen von Teams wie AF Corse und SOFREV ASP breit aufgestellt und je nach BoP-Einstufung ist auch mit GT3-Europameister Dominik Baumann und dem ehrfahrenen Hari Proczyk im einzigen Lamborghini zu rechnen.

In der reinen Gentleman-Kategorie treten nur vier Fahrzeuge an, bekanntester Fahrer ist Ex-Nationaltorwart Fabien Barthez. Die Autos kommen von Charouz, Rodrive, Dörr und SOFREV, aber dieser Klasse dürfte wohl weniger Aufmerksamkeit zukommen.

Das Hauptrennen startet am Montag um 14:15, die Berichterstattung auf RTL Nitro eine Viertelstunde früher. Wie gewohnt gibt es aber auch weiterhin das gesamte Wochenende im qualitativ hochwertigen Livestream auf http://www.fiagtseries.com/

British GT – Oulton Park

Auch auf dem geschichtsträchtigen Kurs von Oulton Park in Cheshire wird traditionell am Ostermontag Motorsport betrieben, und wie in den vergangenen Jahren übernimmt auch 2013 die Britische GT-Meisterschaft diese Rolle. Die hat sich nach einer Durststrecke nach der Umstellung auf die GT3 in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt und kann zum Saisonstart beachtliche 34 gemeldete Fahrzeuge aufweisen, davon fünf GT4-Fahrzeuge.

Der Großteil der Fahrer ist hierzulande kaum bekannt, aber unter anderem sind Richard Westbrook und Nick Tandy (Trackspeed-Porsche), Mark Blundell (United Autosport-McLaren), Matt Griffin (MTECH-Ferrari), Allan Simonsen (Rosso Verde-Ferrari), Warren Hughes (M-Sport-Ferrari) und James Walker (Fortec-Mercedes) am Start. Wie in der stark gewachsenen GT Masters ist es auch hier extrem schwierig, vorherzusagen, wer sich durchsetzen wird. Titelverteidiger ist Michael Caine im Motorbase-Porsche, der im Vorjahr zusammen mit Daniele Perfetti den Titel holte, ohne ein einziges Rennen zu gewinnen. In diesem Jahr hat Caine jedoch mit Ahmad Al Harthy einen neuen Teamkollegen.

Die Rennformate sind in der britischen GT-Meisterschaft variabel, am Ostermontag stehen zwei einstündige Läufe. Die Rennen sind in Highlight-Form in Deutschland mit einer Woche Verzögerung auf MotorsTV zu sehen (Danke für den Hinweis an unseren Leser Paytv h3). Wenn man den Sender kriegt und noch ein bisschen motorsportlichen Zeitvertreib sucht, ist die British GT allemal empfehlenswert.

(Bild: SRO/FIA GT Series)

 Vorschau: FIA GT & British GT am Oster Wochenende

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August 22 2012

06:16

ADAC GT Masters: Vorschau Lausitzring

Die ADAC GT Masters geht in ihren letzten Saisonmonat und startet dieses Wochenende auf dem kurvenreichen Lausitzring (auch bekannt als Eurospeedway). Dabei gibt es einige Überraschungen was die BoP angeht.
Entgegen meiner Erwartung (und auch wohl der vieler anderen) bekommt Porsche kein (!) Zusatzgewicht für die Rennen am Lausitzring nach der dominanz am Red Bull Ring. Insgesamt wurde an der BoP diesesmal wenig gedreht und man hat keinem Fahrzeug Gewicht draufgepackt, sondern nur einige Wagen entlastet. Das wäre der Audi R8 LMS Ultra der von 1275kg auf 1260kg (Normalgewicht) runter ist, der BMW Z4 GT3 bei dem Schubert und DB Motorsport 20kg rausnehmen dürfen (von 1260kg auf 1240kg), der Lamborghini Gallardo LP600 der jetzt bei -25kg zu seinem Normalgewicht liegt (von 1225kg auf 1210kg) und zu guter letzt dürfen auch die Jungs von Young Driver AMR 20kg rausnehmen (von 1290kg) womit man jetzt auch -40kg zu dem Normalgewicht liegt.

Um uns anzuschauen wem die Streckencharakteristik in die Karten spielt, schauen wir uns erstmal die Strecke an. Zuerst geht es ersteinmal auf die relativ kurze Start-Ziel Gerade,  die dann in einer 90° Kurve nach links endet. Dann geht es in ein langsames, 3 Kurve andauerndes Geschlängel von der es wieder auf eine etwas längere Gerade geht, die allerdings ähnlich wie Start-Ziel zu kurz ist um am Gegner vorbeizugehen. Diese mündet in einer Schikane, die die Tür zum Infield ist. Das Infield ist dann mit 2 richtigen und 2 mehr oder minder 180° Kurven einfach nur noch Start-Stopp bereich. Nach nochmal 3 Kurven die den langsamensten Teil der Strecke darstellen geht es wieder auf Start-Ziel.

Mein Favorit für das Wochenende ist wieder Porsche , die durch die Streckencharakterstik des Lausitzring (ähnelt ganz grob dem Streckenverlauf des Red Bull Ring). Der Wagen dürfte besonders aus den etwas langsameren Kurven gut rauskommen, durch den Heckmotor. Unter den Porsche Teams würde ich wie am Red Bull Ring wieder auf das ESET Farnbacher Team setzen, dass letztes Jahr auch schon mit dem Ferrari den einzigen Sieg am Lausitzring holen konnte. Auch rechnen darf man mit Schütz Motorsport die (vertreten durch Christian Engelhart) noch mitten im Fahrertitelkampf stecken. Engelhart steckt momentan nur 6 Punkte hinter den führenden Keilwitz und Alessi und so könnte es wenn es gut für ihn und sein Teamkollegen Tandy läuft am Lausitzring für die Führung reichen im Gesamtklassement.

Damit kommen wir zu dem Team von Callaway Competition die nach der Pleite am Red Bull Ring als Alessi/Keilwitz der Sprit ausgegangen ist sicherlich auf Wiedergutmachung hoffen und dafür auch aufjedenfall das Potenzial mitbringen. Außerdem hofft man bei Heinz Harald Frentzen und Wirth nun endlich mal eine Podieumsplatzierung einzufahren, nachdem man nun schon etliche male auf Platz 4 gefahren ist.

Jetzt kommen wir zu zwei Teams die am Red Bull Ring so ein bisschen unter dem Radar geflogen sind, dies wäre einmal das Alpina Team mit Lunardi und Martin die am Red Bull Ring nur Platz 18 und 13 geholt haben, aber das ganze sollte eher am Streckenverlauf liegen. Wobei da der Lausitzring auch nicht gerade dem Alpina liegt,sodass man gespannt sein was am Ende des Wochenende drin ist. Auf der anderen Seite wäre da noch der BMW Z4 GT3 mit Hürtgen und Schwager am Steuer, für die es schon die letzten Rennen nicht so gut lief, aber dank der neuen BoP dürfte es zumindest wieder ein bisschen nach vorne gehen.

Im TV

Beide Rennen laufen wie immer live auf Kabel1 um 12:30 (Rennstart). Leider überschneidet sich am Sonntag die 2. Hälfte des Rennens mit dem WEC Lauf in Silverstone, wobei man WEC ja ruhig über den Stream laufen kann . Eventuell wird es auch zu den beiden Rennen ein Liveblog geben, aber dazu steht noch nichts 100%ig fest.

Da diese Woche die Vorschau doch sehr kurz ausfällt gibt es diesesmal hier noch eine Bildergalerie

A1 Grand Prix ADAC GT MASTERS 2012, 5. Rennen Red Bull Ring _P5R8370 _P5R8234 _P5R8029 _P5R5109 _P5R4831 _P5R4478 _P5R4467 _P5R4306 SLS Red Bull Ring Heico Box

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August 03 2012

15:12

VLN: Vorschau 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen

Am Samstag statet mit dem 6H Rennen der 7. Lauf zur VLN und der Höhepunkt der Saison, welcher die heiße Phase im Kampf um die Meisterschaft einläutet. Dazu gibt Timo Bernhard sein Comeback.

Es war im März dieses Jahres, als Audi in Sebring die beiden neuen R18 getestet hat. Dabei erlitt der Wagen von Timo Bernhard eingangs der schnellen letzten Kurve mit dem Namen Sunset-Bend einen technischen Defekt und Timo verlor die Kontrolle über den Wagen, was einen heftigen Einschlag in die Begrenzungsmauer zur Folge hatte. Die Folgen sind bekannt: mehrere Verletzungen, unter anderem an der Halswirbelsäule und eine Auszeit, die bis jetzt dauerte, waren die Folge. Nach dem sich Timo Anfang Juli vollständig von den Folgen erholt hatte, konnte er mit dem spezifischen Training beginnen, so dass er nun sein lang erwartetes Comeback in einem Rennwagen geben kann. Sein Comeback wird er an der Seite seines langjährigen Teamkollegen, von Penkse, Audi und Manthey geben, nämlich Romain Dumas und Joch Krumbach auf dem Nadelstreifen Porsche von Manthey.

Ein leichtes Unterfangen hat er sich dabei nicht ausgesucht, denn die Konkurrenz ist hart, die Strecke berüchtigt und über 6 Stunden kann viel passieren, zumal wohl wechselhafte Bedingungen vorausgesagt wurden und was wechselhaft in der Eifel bedeutet, dürfte bekannt sein.
Ein Auto, welches bei solchen Verhältnissen in Profihänden schon immer sehr gut war und dies bei den 24H von Spa auch wieder eindrucksvoll unter Beweiß gestellt hat, ist der R8 lms. Hatte man bei trockenen Bedingungen nicht ganz das Tempo der Z4 mitgehen können, so war man im Regen und bei abtrocknenden Verhältnissen quasi unschlagbar. Dazu hat man den Verbrauch im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduzieren können, was in Verbindung mit dem 120 Liter Tank dafür sorgen könnte, dass man bei nassen Bedingungen Stints von 10 Runden fahren könnte. Bei den 24H schaffte man dies 1 mal und da die Variante der VLN gut 1 km kürzer ist sollte das also für 10er Stints reichen – wenn es regnet. Dazu haben Marc Basseng und Frank Stippler beim letzten Lauf einen neuen Rundenrekord über 29 Runden aufgestellt, was sie natürlich dann zu den Topfavoriten für Samstag macht.

Unterstützung erhalten sie hierbei von Christopher Haase. Im 2. Phoenix R8 lms mit der #5 starten dann Luca Ludwig und Rene Rast, während die gewohnte Besatzung rund um Frank Biela im Raeder R8 die Audis komplettiert. Am meisten Konkurrenz sollten sie dabei – neben dem Manthey GT3 R vom Rowe-SLS erhalten, welcher vor 2 Läufen knapp an einem Sieg vorbeigeschrammt ist und beim letzten Lauf trotz Reifenschaden auf den 3. Platz mit ebenfalls 29 Runden nach vorne gefahren. Hierbei erhalten Jan Seyfarth und Alexander Roloff Unterstützung von Mercedes-Fahrer Thomas Jäger. Für Überraschungen könnten die beiden McLaren von Dörr und Gemballa Racing, letztere erhalten nun nach der Auflösung des Vertrages mit Zaakspeed nun Unterstützung von Frikadelli Racing. Bei Gemballa werden Pedro Lamy und Tom Coronel Stammfahrer Sascha Bert unter die Arme greifen, während bei Dörr Motorsport, welche zuletzt erstmalig Führungskilometer sammeln konnten, wieder Arno Klasen, Kai Riemer, Henri Moser und Rudi Adams als Fahrer parat stehen.

Vor allem in der Anfangsphase sollte man hier durchaus für Furore sorgen können, denn mittlerweile wurde das Auto entsprechend weiterentwickelt bzw. hat nun auch McLaren dafür gesorgt, dass das Auto nun in den meisten Gt3 Serien und Strecken mit der Spitze mithalten kann. Dazu konnte man nun die weicheren Federn und Dämpfer sowie mehr Federweg verbauen, was vor allem auf der Nordschleife immens wichtig ist, denn nichts in schlimmer als ein Auto, welches auf den Wellen und Sprüngen permanent aufsetzt und durchschlägt oder unruhig auf der Hinterachse liegt. Ob das aber für das komplette Rennen reicht, wird man abwarten müssen, denn ein Wunder an Zuverlässigkeit war und ist der Wagen bei Leibe nicht und so sind Ausfälle technischer Natur immer noch eher die Regel als die Ausnahme.

Ausfälle und insbesondere Ausfälle technischer Natur, sollten bei den Piloten und Teams, welche noch Chancen auf den Sieg der Meisterschaft haben, denn kaum ein Team hat bislang kein Streichresultat verbuchen müssen. Die jenigen, welche vielleicht noch kein Streichresultat zu Buche stehen haben, wären Norbert Bermes und Marcel Belka von Mathol Racing, welche im 3. Lauf 8,75 Punkte erreichten. Sollten es aber Teams und Piloten, welche in Klassen mit hohen Starterzahlen starten, wie der V6 oder Cup3 allerdings Piloten mit 8 sehr hohen Ergebnissen in die Wertung schaffen, wird man bei Mathol dieses Ergebnis aber als Streichresultat werten müssen, denn bei 15-20 Starter in den entsprechenden Klassen kann man als Sieger oder 2. doch nen Tick mehr Punkte hinter dem Komma holen als in der SP10.

Nach dem 6 Stunden Rennen wird man dann aber wohl mehr erkennen können, denn denn dürften wohl einige Teams mit 2 oder gar 3 schlechten Ergebnissen aus dem Kampf um die Meisterschaft rutschen. Zu sehen gibt’s das alles ab 12.00 Uhr, wenn dann die 3 Gruppen auf die Reise über 6 hoffentlich 6 Stunden gehen und alles ohne Unfälle oder Rote Flaggen bleibt.

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November 16 2011

11:52

ILMC: Rückblick Saisonfinale in Zhuhai / Ausblick auf die WEC 2012

Peugeot siegt, Ferrari sichert sich die GT-Titel und der Kalender für die WEC 2012 wurde bekanntgegeben.

Die Anfangsphase des Finallaufs im chinesischen Zhuhai war noch vielversprechend: zwar hatten sich die beiden Werks-Peugeots die erste Startreihe gesichert, doch konnten sich die beiden Audi R18 in den ersten Runden erst zwischen und dann sogar vor diese kämpfen. Doch das Feuerwerk der Ingolstädter hielt nicht lange an, im Laufe der ersten Rennhälfte übernahmen die Peugeots mit sinkenden Temperaturen wieder das Kommando. Auch unterschiedliche Strategien änderten nichts mehr daran, dass es am Ende einen französischen Doppelsieg gab und Peugeot seine Serie perfekt machte: Siege in allen ILMC-Läufen – außer Le Mans.

Dass die beiden Werks-Diesel-Prototypen sehr eng beieinander liegen, zeigt ein Blick auf die schnellsten Runden: Nur 31 Tausendstel fehlten Timo Bernhard auf die Bestzeit von Sebastien Bourdais, doch hatte der Audi-Pilot seine Bestzeit in Runde 5 gefahren, als es die Streckentemperatur noch bei ca. 30 Grad lag. Auch beim Topspeed lag der Unterschied lediglich bei 1,5 km/h zugunsten der beiden 908. Doch die Franzosen hatten für die kühleren Temperaturen, die den Großteil des Rennens ausmachten, das bessere Setup und so siegten am Ende Sebastien Bourdais und Anthony Davdison nach fehlerfreier Fahrt vor Franck Montagny und Stephane Sarrazin.

Für Bernhard und Le Mans-Sieger Fässler blieb dennoch nur Rang 3 mit einer Runde Rückstand – Kristensen/McNish waren nach einem Zusammenstoß mit dem Rebellion-Lola-Toyota ausgeschieden, der allerdings weiterfahren konnte und als Vierter ins Ziel kam. Auch die Mannschaft der Tokai University schaffte es mit dem neuen Abgas-Abwärme-Hybrid ins Ziel, wenn auch mit 62 Runden Rückstand.

In der GTE-Pro-Klasse, der einzigen mit noch offenem Titel, dominierte BMW: die beiden M3 GT führten alle bis auf 6 Runden Farfus/Müller siegten vor Priaulx/Alzen. Und doch reichte es nicht zur Meisterschaft: zwar wurden Fisichella/Bruni im AF Corse-Ferrari nur Letzte mit 40 Runden Rückstand auf die BMWs, doch sie erreichten das Ziel und kassierten wegen der geringen Teilnehmerzahl in der Klasse die wenigen nötigen Punkte, um den Team-Titel zu sichern. Auch der Hersteller-Titel geht nach Italien, sogar noch etwas deutlicher, denn Luxury Racing sammelte mit dem dritten Rang von Ortelli/Makowiecki noch einige Zähler.

Damit hat BMW trotz des Werks-Engagements in beiden ILMC-Jahren den Titel verpasst – doch es gibt anscheinend noch etwas Hoffnung: sollte sich ein neues Einsatzteam als Ersatz für Schnitzer, die zur DTM abwandern, finden, könnten die BMW M3 laut SpeedTV-Journalist aJohn Dagys auch im kommenden Jahr in der WEC am Start stehen.

Die GTE-Am gewann der einzige Porsche im Feld, Lietz/Road/Ried für Proton Competition, um eine Runde vor der Larbre-Corvette, in der mit nur zwei Wagen besetzten LMP2 führte der Signatech-Nissan von Ordonez/Vernay/Mailleux vom Start bis ins Ziel.

Mika Häkkinens Debüt auf der Langstrecke verlief wenig erfolgreich: zwar konnte er in seinem Start-Stint die Führung in der GTC-Klasse übernehmen, doch hielt der Mercedes SLS AMG nicht lange durch und so ging der Sieg am Ende an den Audi von Mortara/O’Young/Imperatori.

Bemerkenswert: die GT3-Fahrzeuge konnten sowohl bei den Rundenzeiten – zumindest in der Quali – als auch beim Topspeed mit den GTE-Fahrzeugen mitzuhalten; auch was die Renn-Rundenzeiten angeht fehlte nicht viel. Umso trauriger ist es, dass ACO, SRO und FIA es nicht geschafft haben, eine gemeinsame GT-Formel zu entwickeln, die sowohl in Le Mans als auch in den zahlreichen nationalen Meisterschaften eingesetzt werden könnte…

Fortschritte gibt es dagegen vom Organisationskomitee der neuen World Endurance Championship zu vermelden. Neben einem aneuen Logo wurde auch der Kalender für die erste Saison der neuen WM wie erwartet veröffentlicht. Zwar war vieles schon im Vorfeld vermutet und gerüchtelt worden, doch herrscht nun Gewissheit.

Acht Rennen in acht Staaten auf drei Kontinenten wird der WEC-Tross – der nach Einschätzung von John Dagys 30-35 Full-Season-Entries umfassen könnte – aufsuchen. Das heißt zunächst erstmal: es wird keine zwei Rennen in den USA geben, nur Sebring wird als Auftaktrennen im März Teil der Serie. Das Petit Le Mans bleibt außen vor.

Vor dem Hintergrund, dass das Feld aus ILMC und ALMS dort bereits in diesem Jahr zu groß war, und dass die ALMS nicht auf die Challenge-Klassen verzichten kann und will, ist diese Entscheidung allerdings meiner Meinung nach nicht einmal die schlechteste. Außerdem gab es schon für Sebring Streit wegen der GTC-Kategorie, nur widerwillig haben die WEC-Offiziellen deren Teilnahme für 2012 gebilligt. Und: auch Sebring könnte für 2013 als WEC-Lauf aauf der Kippe stehen, denn die Organisatoren möchten gemeinsame Läufe vermeiden, um alle WM-Rennen nach gleichen Regeln austragen zu können.

Problematisch ist dagegen die Terminkollision des Petit Le Mans mit dem WEC-Lauf in Bahrain. Zu der Idee, einen FIA-sanktionierten WM-Lauf ausgerechnet in Bahrain zu veranstalten, muss wohl nicht mehr viel gesagt werden und ich bin mir noch nicht sicher, dass das Rennen tatsächlich über die Bühne gehen wird. Als Gradmesser darf man wohl abwarten, ob das Formel 1-Rennen auf der Wüsteninsel stattfindet oder erneut abgesagt wird.

Zu den weiteren WEC-Läufen: nach dem Auftakt in Sebring gibt es eine anderthalbmonatige Pause bis zum 6h-Lauf in Spa, der wie gewohnt als letztes Rennen vor Le Mans Anfang Mai stattfindet. Anfang Juni folgt der Le Mans-Testtag, zwei Wochen später am 16. und 17.6. das große Rennen in seiner 80. Ausgabe. Die Europa-Saison endet danach früh, Ende August, in Silverstone.

Damit hat die WEC sich zwei wichtige und traditionsreiche Läufe gesichert – ob die LMS auch an einem anderen Termin noch in Spa und/oder Silverstone antritt, bleibt abzuwarten. In England stünden mit Donington oder dem neuen Snetterton 300-Kurs Alternativen zur Verfügung; der Spa-Einzugsbereich könnte auch mit einem Lauf am Nürburgring abgedeckt werden. Klar ist nur eins: die LMS wird in Brünn fahren, dieser Termin ist bereits bestätigt. Ich würde außerdem davon ausgehen, dass auch Le Castellet wieder im Kalender sein wird; auch ein Rennen in Italien würde für die LMS Sinn machen, da die Weltmeisterschaft diesen Markt auslässt.

Derweil überquert die WEC den Atlantik und wird in Interlagos antreten, der anscheinend einzigen Option in Südamerika. Danach geht es zum Toyota- und Nissan-Heimrennen auf dem Fuji Circuit – ein Lauf der schon einmal für die Asian Le Mans Series geplant war, aber abgesagt wurde. Dieses wird, wie das skeptisch zu betrachtende Bahrain-Rennen, über sechs Stunden gehen, auch wenn es zuvor Gerüchte über ein 12h-Rennen in Bahrain gab.

Schließlich soll das Saisonfinale am 11. November in China stattfinden. Dabei ist noch nicht entschieden, ob das 6h-Rennen wieder in Zhuhai oder auf dem Formel 1-Kurs von Shanghai ausgetragen wird. Ich würde, was die Strecke angeht, Shanghai bevorzugen; doch den Stimmen vom vergangenen Wochenende nach zu urteilen haben die Organisatoren in Zhuhai ein schönes Event mit toller Atmosphäre auf die Beine gestellt, u.a. mit einer Fahrerparade durch die Stadt, wie in Le Mans. Trotzdem fanden wenige Chinesen den Weg auf die Tribünen – doch ich bezweifle, dass es in Shanghai deutlich mehr wären.

Das sind also die Voraussetzungen für 2012. Bleibt zu hoffen, dass die Titelentscheidungen zumindest in einigen Klassen spannender werden als in der gerade zuende gegangenen Saison. Der erste wichtige Termin, den sich Sportwagen-Fans im Kalender anstreichen sollten, ist der 2. Februar: dann nämlich wird das WEC-Feld sowie die restlichen Teilnehmer der 24h von Le Mans verkündet.

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(Bilder: Audi, ACO)

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October 19 2011

14:33

VLN: Analyse 9. Lauf

Dieses Wochenende hätte nochmals schwärzer ausgehen können, als es schon ist, während die Entscheidung in der Meisterschaft gefallen ist.

Die tragischen Ereignisse von Las Vegas sind zwar nun schon 2 Tage alt, aber es hat wohl nicht viel gefehlt, und man hätte nach 2010 wieder einen Toten bei der VLN bedauern müssen. Diesmal wäre es kein Fahrer, sondern eine der vielen und sehr wichtigen Sportwate getroffen. Die Rede ist von einer Frau, welche im Bereich Anfahrt Hohe Acht ihren Dienst verrichtete, als ein Audi R8 LMS und ein Ford aus der SP4T kollidierten, der Ford wurde dann Richtung Zaun geschleudert, flog über die Leitplanken, erwischte einen Baum und erfasste dann die Sportwartin. Diese wurde dann per Hubschrauber ins Spital eingeliefert. Nach ersten Berichten geht es ihr wohl “den Umständen entsprechend gut”. Näheres ist mir zu diesem Zeitpunkt leider auch nicht bekannt, ich möchte ihr aber an dieser Stelle alles gute für die weitere Genesung wünschen.

Der Hubschrauber konnte dabei direkt auf der Strecke landen, da zu diesem Zeitpunkt, sehr kurz nach diesem Unfall die Rote Flagge geschwenkt wurde, da dies bei Leibe nicht der einzige Unfall war. So waren zu diesem Zeitpunkt sämtliche Fahrzeuge der Streckensicherung, der Feuerwehr und des medizinischen Personals unterwegs um all die anderen Unfälle abzubarbeiten. Die VLN hat sich daher zu diesem Zeitpunkt zurecht dafür entschieden dass Rennen mit Rot zu unterbrechen und später neu zu starten.

Wie umfangreich die Arbeiten an der Strecke dann waren, zeigt die Dauer, welche zwischen der Roten Flagge und dem Start in die erneute Einführungsrunde verging – gute 90 Minuten vergingen. Dies hatte natürlich auch Auswirkungen auf die Renndistanz, denn aufgrund von Rundenzeiten von bis knapp über 8:10 schafften die Sieger vom Team Manthey in den 2 Teilen des Rennen, welche dann addiert werden, 24 Runden zu absolvieren, was einem Schnitt von knapp über 171 km/h entspricht, während die schnellste Runde von Chris Mamero mit 8:10 schneller als im Zeittraining unterwegs war. Für Arno Klasen war esd damit sein 26. Gesamtsieg in der VLN und er ist damit nur noch 2 Gesamtsiege vor den Spitzenreitern Olaf Manthey, Ullrich Richter und Jürgen Alzen entfernt. Allerdings fuhren nicht nur die Spitzenreiter so schnell über die Schleife, auch in den “kleineren” Klassen wird mittlerweile so schnell gefahren und entwickelt, dass auch dort die Zeiten mittlerweile ein Niveau erreicht haben, welche früher fast nur die Topwagen erreichen konnten.

Auch dort sind definitiv die Zeiten vorbei, als man das Rennen erst mal ruhig begonnen hatte und vll. nach 3 Stunden mal geguckt hat wo die Gegner in der Klasse sich befinden. Nein auch hier wird mittlerweile ab dem 1m auf Attacke gefahren, was man leider aber auch an den Unfallzahlen sieht.

Da wäre zum einen der Audi TT RS (gut, so “klein ist der auch nicht und wird direkt vom Werk eingesetzt), der holt aus seinem 2,5l Fünfzylinder offiziel 380 PS, fährt aber mittlerweile Zeiten von bis zu 8:23 im Rennen, womit man gerade einmal 3 sek langsamer als der große Bruder R8 LMS war, welcher von Marc Basseng, Frank Stippler und Rene Rast gesteuert wurde. Die “kleinen Brüder” aus der SP3T, holen aus ihren 2l Turbos mittlerweile aber auch 350 PS und mehr raus, wodurch zum Beispiel die VW Scirocco in dieser Saison schon Zeiten von ~8:45 fahren konnten. Zum Vergleich: 2007 fuhr die Zakspeed Viper beim 4. Lauf Zeiten von bis zu 8:42 und man hätte sich mit diesem Wage nur dem Land Motorsport 997 GT3 RSR, dem Z4M Coupe und der Viper geschlagen geben müssen. Die anderen Teams mit ihren 996 GT3 RSR, Opel V8 DTM (Schall-Opel), oder dem M3 GTS von Scheid, dem Eifelblitz wären langsamer unterwegs gewessen!

Wie schon angesprochen, führt diese Leie enorme Leistungsdichte zwar zu tollen Zweikämpfen und engen Rennausgängen, denn die ersten 2 Plätze im Gesamtklassement trennten in der Summe nur 4 Sekunden, allerdings steigt damit auch die Gefahr von Unfällen und Fehlern, wenn auch die zu überrundeteten Wagen voll am Limit unterwegs sind und um jeden Zentimeter kämpfen müssen um in der Klasse vorne platziert zu sein. Dies gilt gerade für Teams mit Chancen auf die Meisterschaft, denn dort sind oft Siege in den Klassen zwingend, will man die benötigen Punkte einfahren.

Dass es aber auch die Teams aus den größeren Klassen erwischen kann/hat, zeigte zum einen Phoenix mit dem Crash ihres R8 LMS, Der Fahrer des Pinta Porsche flog im Bereich Tiergarten heftigst ab, und auch der Mathol Aston Martin aus der SP10 wurde zum Beispiel im Pflanzgarten stark onduliert. Hoffentlich haben die Fahrer dies alles gut überstanden, denn diese Stellen sucht man sich auch nicht gerade freiwillig für einen Abflug aus. Auch hier ist also der Trend der vergangen Jahre zu sehen, welcher sich auf der Langstrecke immer mehr breit macht: Langstreckenrennen werden mittlweile wie Sprintrennen gefahren, nur mit dem Unterschied, dass die Distanz nicht 60 Minuten wie beim GT Masters ist, sondern 4,6 oder 24 Stunden.

Allerdings kann das auch dazu führen, dass man in Unfälle verwickelt wird, wie der Ford Mondeo, als ihn der R8 mit der #17 aussen auf dem Gras überholen wollte und dabei den Unfall zur Hohen Acht ausgelöst hat, was somit dann natürlich auch einen Schritt zurück im Kampf um den Titel bedeuten kann, oder sogar das Aus. So erwischte es am Samstag gleich mehrere Teams: Lars Heisel, Frank Schmickler und Guido Strohe hatten zum Beispiel 3 Runden Rückstand in der Klasse, weil sie in einen Unfall verwickelt wurden, nebst anstehender Reparatur, was am Ende der letzte Rang in der Klasse, Rang 7 samt 3 Runden Rückstand auf die Sieger, Mario Merten und Wolf Sylvester bedeutete.

Fast das selbe galt aber auch für Elmar Jurek und Jannik Olivo aus der Clio Cup: Sie wurden ebenso, wie auch Maik Rosenberg in seinem LMS Scirocco in einen Unfall verwickelt und somit mussten beide Teams das Rennen vorzetig aufgeben, wodurch aus 5 Teams nur noch 2 im Kampf um die Meisterschaf übrig blieben. Es blieben zwischenzeitlich somit Dominik Brinkmann und Stephan Epp auf ihrem Clio Cup sowie das Trio von Black Falcon aus der V5 im Kampf um die Meisterschaft übrig, da die anderen Teams den Punkterückstand im letzten Lauf mathematisch nicht mehr aufholen können. So ging man zwar noch vor dem Rennen davon aus, dass mit bis zu 5 Teams die Meisterschaft am Samstag nicht entschieden werden wird, denn dass hätte auch nur zu Gunsten von Knechtges/Scheerbarth und Metzger passieren können.

Allerdings konnten die 3 einen kühlen Kopf bewahren und ihren Z4 sicher über die Nordschleife lenken, wodurch sie die Klasse und somit dann auch den Titel holen konnten, denn Epp/Brinkmann im Clio holten nur Rang 2, wodurch Carsten Knechtges, Tim Scheerbarth und Manuel Metzger den Titel in der Tasche haben, da sie nun in der Addition der besten 8 Resultate über 10 Punkte Vorsprung auf alle anderen haben. Bei max. 10 zu holenden Punkten ist die Meisterschaft daher de facto entschieden und sie treten die Nachfolger von Mario Merten und Bonk Motorsport an. Glückwunsch an Manuel Metzger, Tim Scheerbarth und Karsten Knechtges, welche über die Gesamte Saison gesehen kaum einen Fehler gemacht haben und auch beim 24H Rennen ihren V5 Z4 auf Platz 29 Gesamt gesteuert haben!

Bester BMW wurde der Alpina B6, eingesetzt von Dörr Motorsport, welcher bei seinem Comeback am Ring gleich den 5. Gesamtrang erringen konnte und auch der 2. Comebacker aus dem Hause BMW, nämlich der Eifelblitz sollte in der Lage sein sein Comeback zu krönen: Rang 1 in der SP10 der GT4 Wagen, nachdem man allerdings sicher vom Ausfall vom AM von Mathol profiziert hat, welcher die Referenz in der Klasse darstellt. Dies soll aber nicht die Leistung von Johannes Scheids Team schmälern und es wäre nur zu wünschen, dass dieser Wagen samt Team nicht nur beim letzten Lauf der Saison, sondern auch 2012 wieder an den Start rollt.

Ebenfalls durchfahren konnte der neu entwickelte F458 Endurance mit Pierre Kaffer und Marco Seefried am Steuer. Ich bin ja gespannt wie sich dieser Wagen entwickeln wird und ob man nicht immer mehr Wagen aus Italien am Ring sehen wird, eins sei aber verraten, beim letzten Lauf am Samstag den 30.10 wird noch mind. 1 dazukommen, und zwar ein echtes Unikat wird wieder am Ring auftauchen ;-)
VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 35. DMV 250-Meilen-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 35. DMV 250-Meilen-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 35. DMV 250-Meilen-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 35. DMV 250-Meilen-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 35. DMV 250-Meilen-Rennen VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 35. DMV 250-Meilen-Rennen

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October 15 2011

06:00

GT3-EM: Vorschau Saisonfinale in Zandvoort

Nach zwei Monaten Pause fährt die GT3-Europameisterschaft noch ihre beiden Abschlussrennen auf dem beliebten niederländischen Dünenkurs.

Nachdem die Serie zuletzt im August auf dem Slovakiaring antrat, könnte man ihr Saisonfinale beinahe übersehen. Der Grund für die große Lücke ist natürlich vor allem die Kalender-Abstimmung mit den zahlreichen nationalen GT3-Serien, beispielsweise kürten ja die ADAC GT Masters (Lunardi/Margaritis auf BMW), die British GT (Geddie/Geddie auf Ferrari) und auch die europaweite Blancpain Endurance Series (Franchi auf Audi) ihre Champions und es gibt zahlreiche Teams, die in mehreren dieser Serien antreten.

Diese kurze Liste von Titelträgern zeigt schon die aktuell bestehende Vielfalt der GT3-Kategorie (in der französischen GT stehen außerdem noch Porsches an der Tabellenspitze); und auch in Zandvoort werden 30 Fahrzeuge acht verschiedener Fabrikate zum Einsatz kommen.

Die Balance of Performance hat man glücklicherweise seit dem dritten Rennwochenende in Ruhe gelassen, nachdem vor stark daran rumgeschraubt worden war, v.a. um die BMW Z4 einzubremsen. Aus dieser Zeit erhalten geblieben ist allerdings ein deutlicher Vorsprung der beiden BMW-Teams Schubert (158 Punkte) und DB Motorsport (137), die in der Teamwertung nur schwer einzuholen sein werden. Graff (118), AF Corse (115) und Heico (114) sind die engsten Verfolger, werden sich aber eher um Platz 3 streiten, es sei denn die Holländer von DB Motorsport werden beim Heimspiel vom Pech verfolgt.

Es ist das erste Mal, dass die GT3-EM auf der bei Fans wie Fahrern beliebten Strecke an der niederländischen Nordseeküste antritt. Zwar ist der Circuit Park Zandvoort nicht mehr ganz so rasant wie in seiner ursprünglichen Variante, doch verfügt die Bahn immer noch über eine Reihe schneller, flüssiger Kurven sowie Kuppen. Die Tarzanbocht nach Start/Ziel mit ihrem Banking sowie die Doppel-Haarnadel und die Schikane im „neuen“ Teil der Strecke sollten bei den GT3-Boliden auch einige Überholmanöver zulassen. Ob die vermutlich bessere Streckenkenntnis den niederländischen Teams und Fahrern einen Vorteil beschert ist schwer zu sagen.

Allzu dominant kann ein Team an einem GT3-Wochenende aber so oder so nicht sein, dafür sorgt schon die Strafzeiten-Regelung, mit der die Podiumsplatzierten des vorigen Rennens im folgenden Lauf eingebremst werden. Für den ersten Lauf trifft diese Regelung einen der Graff-Mercedes (+15 Sek.), einen Gravity-Charouz-Mercedes (+10 Sek.) und den BMW von Claudia Hürtgen und Czaba Walter (+5 Sek.).

Da das Graff-Duo Giauque/Parisy noch Chancen auf die Meisterschaft hat, hat das französische Team die beiden Fahrer diesmal getrennt, sodass nur Mike Parisy im Auto mit der #3 von der Strafe betroffen ist, während der Schweizer Philippe Giauque in der #4 und mit dem starken deutschen Teamkollegen Thomas Jäger befreit zum Angriff auf die Meisterschaft blasen kann.

Die haben momentan die beiden jungen Italiener Federico Leo (23) und Francesco Castellacci (24) in Diensten des Ferrari-Teams AF Corse inne, obwohl auch sie erst ein einziges Rennen gewonnen haben. Doch mit den Strafzeiten und den BoP-Änderungen in der ersten Saisonhälfte war von vornherein klar, dass Seriensiege in dieser Meisterschaft nicht möglich sind, sondern dass man an jedem Wochenende das Maximum aus den Gegebenheiten rausholen muss. Das sieht dann im Endeffekt so aus, dass die Tabellenführer genauso oft auf dem Treppchen gestanden haben, wie sie auch außerhalb der Punkteränge ins Ziel kamen, nämlich jeweils viermal bei bisher zehn Rennen. In der Slovakei waren es die Plätze 2 und 21, sodass auch sie im ersten Lauf ohne Kompensationszeit fahren dürfen.

Da noch insgesamt 50 Punkte zu vergeben sind, ist der Kreis rein theoretischer Meisterschaftskandidaten noch recht groß. Die mit 14 Zählern Rückstand dichtesten Verfolger, Giauque/Parisy, habe ich bereits angesprochen, mit 16-23 Punkten Rückstand auf die Italiener an der Spitze folgen Lesoudier/Martin (LMP-Aston Martin), den Boer/Vos (DB Motorsports-BMW), Franchi/Ide (WRT-Audi), Sandstrom/Al-Faisal und Walter/Hürtgen (beide Schubert-BMW).

Das belgische WRT-Audi-Team verfolgt dabei die gleiche Taktik wie Graff Racing und splittet seine Piloten, Franchi bekommt Didier Andre zugeteilt, Ide mit Christopher Haase einen weiteren erfahrenen deutschen Kollegen. Die beiden BMW-Teams behalten ihre bewährten Formationen dagegen bei.

In der Tat können sich all diese Teams noch Chancen auf die Fahrerwertung ausrechnen, da eben die GT3-Rennen so schwer vorhersagbar sind. Das zeigen auch die Freitags-Trainings mit ihren bunt durcheinandergewürfelten Klassements und den vor allem in der zweiten Session geringen Abständen – die ersten 19 Wagen innerhalb von einer Sekunde!

Die Fans auf den Dünen und an den Fernsehern (bzw. Computern, denn der Stream ist neben Bloomberg TV wieder eine der Hauptbezugsquellen) dürfen sich also auf ein spannendes Entscheidungswochenende freuen. Der erste Lauf findet heute, am Samstagnachmittag um 15:45 statt, Lauf 2 am Sonntag um 13:15; wie gewohnt wird jeweils über eine Stunde gefahren, mit Boxenstopp und Fahrerwechsel. Spätestens danach – eine Entscheidung am grünen Tisch wird wohl hoffentlich ausbleiben – wissen wir dann, wer die Callaway-Corvette-Piloten Daniel Keilwitz und Christian Hohenadel beerbt, die im Vorjahr die GT3-EM dominant gewannen, ihn aber leider nicht zu verteidigen versucht haben.

(Bildquelle: Ferrari)

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Tags: GT3

October 07 2011

16:16

Blancpain Endurance Series: Vorschau Silverstone

Am Wochenende beschliesßt die neue GT3-Serie auf einer historischen Strecke ihre 1. Saison: In Silverstone findet der letzte Lauf über 3 Stunden statt.

Als man die Blancpain Endurance Series vorstellte, war das Ziel eine Langstreckenserie für GT-Wagen unter dem Dach der SRO zu installieren, da die GT1-WM und die GT3-EM Sprintrennen über je 1 Stunde sind. Dass es aber für den Sport auf der Strecke nicht schädlich ist, über längere Distanzen zu fahren, konnte auch die neu geschaffene Serie schon in ihrer Debütsaison unter Beweiß stellen. So konnte bei keinem 3 Stunden Rennen kein Team einen Vorsprung von mehr als 1 Minute rausfahren und auch in der Meisterschaft ist noch nichts entschieden, obwohl der Spitzenreiter mit satten 21,5 Punkten Vorsprung die Tabelle anführt.

So werden sich zwar viele Augen auf Greg Franchi richten, welcher die Meisterschaft dank seines Sieges bei den 24H von Spa mit 21,5 Punkten Vorsprung anführt. Da beim Saisonhöhepunkte der Serie 2×25 Punkte vergeben wurden, konnte er sich mit Timo Scheider und Matthias Eckström satte 46,5 Zähler sichern, während seine schärfsten Verfolger in der Meisterschaft, das Trio von Auto Orlando hier leer ausging. Allerdings konnte das Team in den anderen 3 Rennen über 3 Stunden sehr gut Punkten und dabei mit einem 1,2 und 3. Platz immer am Podium stehen, während der WRT Audi von Greg Franchi und seinen Kollegen nur einen 3. Platz als bestes Ergebnis vorzuweissen hat.

Somit brauchen AutoOrlando fast einen Ausfall des Konkurrenten, was aber bei einer Rennlänge von 3 Stunden durchaus passieren kann, während man selber zum Siegen verdammt ist um die Chance aufrecht zu erhalten. Selbiges gilt auch für das Schwesterauto von Greg Franchi, dem 2. WRT Audi. So liegen Stephane Ortelli, Bert Longin und DTM-Pilot Filipe Albuquerque ihrerseits nur 2 Punkte hinter dem Porsche aus Italien, sodass sie ebenfalls siegen müssen, und auf einen max. 10 Platz des Schwesterauto in der Pro Klasse hoffen müssen. Eigentlich wäre sowas fast aussichtslos, aber wie schon oben erwähnt, kann bei einem Rennen über 3 Stunden vieles passieren und es gibt so einige Wagen, welche da durchaus sofort zur Stelle sind.

Schützenhilfe könnten die Audis dabei aber ausgerechnet aus Italien erhalten, in Form des F458 Ferrari. Nachdem man zu Beginn der Saison wohl Probleme hatte die nötige Leistung aus dem komplett neuen 4,5l V8 zu holen, konnte man dies sowohl in der GTE-Version, als auch in der GT3 aufholen und so das bisherige Manko des zu geringen Topspeeds ausgleichen. Dies konnte man unter anderen auch in den letzten 2 Wochenenden des GT-Masters sehen, als der Ferrari von Farnbacher mit zu den schnellsten Wagen im Felde war und dabei auch einen Lauf gewinnen konnte. So würde ich das Trio von Vita4One mit Frank Kechele, Nico Verdonk und Matteo Bobbi am stärksten einschätzen, während der Teameigner und Pilot Michael Bartels diesmal in der Pro/Am Kategorie antritt.

Zum anderen wäre da der Z4 GT3 von Marc VDS zu nennen, denn die Z4 konnten beim GT3-EM Rennen im 2. Rennen die ersten beiden Plätze erobern und bei im 1. Rennen konnten die BMW Wagen geschlossen die Plätze 4-7 erobern. Die von der ILMC/LMS und der F1 bekannte Strecke dürften dem Wagen also demnach sehr gut liegen, zumal Maxime Martin, Bas Leinders und Markus Paltalla aus Finnland das letzte Rennen, welches unter Flutlicht in Magny Cours ausgefahren wurde, mit guten 10 Sekunden Vorsprung gewinnen konnten. Das wird aber nicht der einzige BMW von VDS sein, denn auf der Nennliste taucht noch ein weiteres bayerisches Gefähr auf, allerdings nicht ein weiterer Z4, sondern der siegreiche Wagen aus der heurigen GT Masters Saison, der Alpina B6 GT3. Dieser wird dabei von Dylan Derdaele sowie Dino Lunardi und Alexandros Margaritis gesteuert und begeht somit sein Debüt in dieser Serie.

Ebenfalls sehr gut funktionierte dort der GT3 Aston Martin von Hexis Aston Martin, sodass man auf die beiden Wagen aufpassen sollte, nicht nur wegen des Heimrennens für die Marke, zumal das eines der letzten Rennen überhaupt für diesen Wagens ist, und man daher wohl besonders motiviert ist, den Dienstälteste GT3-Wagen nach fast 7 Jahren Dienstzeit (2005-2011) gebührend zu verabschieden, bevor 2012 dann der Nachfolger in Form des Vantage GT3 aufschlägt. Seit Spa gibt es aber auch noch einen weiteren GT3-Wagen auf dieser Welt, welcher nun seinen 3. Einsatz in jeder Serie haben wird und dabei wieder der Verbesserung und Weiterentwicklung dienen wird: Die Rede ist natürlich vom McLaren GT3 welcher in der Pro-Wertung von Alvaro Parente sowie Oliver Turvey und Danny Watts gesteuert wird.

Für eine dicke Überaschung sollte womöglich noch der brandneue GT3 Nissan bieten, denn die GT3 Version des GT-R feierte erst in Magny Cours ihr Renndebüt und konnte dabei das 1. Rennen gleich komplett durchfahren und dabei gleich den 8. Gesamtrang holen. An den Fahrern wird es sicher nicht scheitern, denn auch hier fahren wieder keine geringeren als Peter Dumbreck und Richard Westbrook.

In der Pro-AM Wertung geht es dagegen deutlich enger zu, denn hier führen die 3 Franzosen von SOFREV, nämlich Franck Morel, Jean-Luc Beaubelique und Ludovic Badey nur 5,5 Punkte vor den 2.platzierten Niek Hommerson und Louis Machiels, welche aber die Unterstützung von keinem geringeren als Michael Bartels erhalten. Das Team aus Frankreich trat zwar beim 1. Lauf nicht an, konnte aber dann jedes Rennen in der Klasse samt den 24H von Spa mit doppelten Punkten für sich entscheiden, sodas nun seit Magny Cours die Führung von Vita4One auf sie übergegangen ist. Somit dürfte die Spannung über das ganze Rennen noch anhalten, wenn die Titel in der Pro und der Pro/Am Klasse ab Sonntag 12.15 Uhr britischer Zeit ausgefahren werden.

Man wird das Rennen wie gewohnt über den Stream auf der Homepage der BES sehen können, oder aber auch wahrscheinlich hier im Racingblog, wenn der Feed wieder eingebunden wird.

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September 30 2011

11:15

GT Masters: Vorschau Saisonfinale

Am Samstag und Sonntag starten in Hockenheim die beiden letzten Läufe zur diesjährigen Saison der GT Masters und rein rechnerisch haben noch 4 Wagen Chancen auf den Titel.

Zum einen sind dies natürlich die Tabellenführer Dino Lunardi und Alex Margaritis im Alpina BMW, Die Stuck Brüder mit 28 Punkten Rückstand auf die Spitzenreiter, sowie sowie Christopher Mies mit 31 Punkten und Luca Ludwig mit 42 Punkten Rückstand und somit nur extremen Außenseiterchancen auf den Titel, während sein Teamkollege der ersten 8. Läufe etwas besser da steht, denn bei 25 Punkten, welche der 1. eines Rennens erhält haben die Spitzenreiter ein kleines Polster, welches aber schnell aufgebraucht sein kann, gerade gegen die Stuck Brüder – wenn die keinen Ausrutscher haben, denn den werden sie sich nicht leisten dürfen, denn sonst kann der Titel schon nach dem 1. Lauf entschieden sein.

Grund dafür ist die Streckencharakteristik, welche dem Lamborghini der Stucks recht gut liegen sollte. Die Mischung aus schnellen Kurven wie der Nordkurve, oder der schnellen rechts nach der Haarnadel, in Verbindung mit den langsamen Kurven wie der Hairpin am Ende der Geraden sowie im Motodrom sollte dem Wagen sehr entgegenkommen, denn dieser war sowohl auf langsamen Kursen wie Oschersleben, als auch auf schnellen wie Zolder siegreich. Ein weiterer Punkt, welche zumindest in Sachen Speed für die Stucks spricht, sind die Ergebnisse des letzten Jahres. Damals konnten Albert von TuT und Peter Kox einen 1. und einen 2. Rang erreichen. Vom reinen Speed her, werden sie wohl sicher vorne zu finden sein, allerdings wird ihnen das alleine nichts nützen, und das Team wird auf einen Ausrutscher der Spitzenreiter hoffen müssen und Schützenhilfe kann im Kampf um die Meisterschaft ja bekanntlich auch nicht schaden und die könnnten sie auch bekommen, nämlich von ihrem Teamkollegen. So dürften Albert von TuT sowie sein Kollege Philip Geipel durchaus in der Lage sein, den Teamkollegen zu helfen, da sie natürlich über das gleiche Material verfügen und Albert von TuT im hier letzten Jahr sehr stark gefahren ist.

Diese Ausrutscher waren aber vor allem in der 2. Hälfte der Saison allerdings kaum vorhanden und so war man als einziges Team neben Chr. Mies in der Lage seit dem Doppelnuller vom Nürburgring immer zu punkten, wobei man mit 81 Punkten weit erfolgreicher als eben der junge Mies mit seinen 54 Zählern. An der fahrerischen Klasse der 2 Piloten sollte es auch nicht scheitern, denn dafür haben die 2 zu viel Erfahrung. Die große Frage ist aber eher: “Wie gut geht das Auto auf der Strecke ?” Letztes Jahr spielte der Alpina zwar kaum eine Rolle, aber man hat den Wagen im Winter ja stark verbessert und weiterentwickelt, sodass wohl erst die Zeittrainings Aufschluss darüber geben werden.

Eher schlecht als recht erging es letztes Jahr den R8 LMS Teams, welche maximal 2 sechste Plätze erreichen konnten, nachdem sich die ABT Wagen einmal selber eliminiert haben. Zum anderen funktioniert der Wagen in den langsameren Ecken nicht so gut wie zum Beispiel die Porsche oder der Lamborghini, wofür man aber wieder in den schnellen Kurven seine Vorteile hat, wie man z.b beim 24H Spa schön sehen konnte. Man wird zwar sicher versuchen zur Stelle zu sein, sollten die Stucks oder Lunardi/Margaritis einen Fehler machen, allerdings werden beide Piloten wohl mind. 1 Sieg und einen 2. oder 3. Platz holen müssen, was doch angesichts der Leistungsdichte und des Streckencharakters, welcher dem R8 eher nicht entgegenkommen dürfte, fast unmöglich machen dürfte.

Dazu kommt, das auch andere Teams vorne an der Spitze mitmischen wollen und auch werden, welche zwar nichts mit der Meisterschaft zu tun haben, aber ein schnelles Auto besitzen, wie zum Beispiel A-workx mit ihrem 911 GT3 R und Sebastian Asch und Michael Ammermüller. Dieses Team, welches am Eurospeedway gewinnen konnte, war nach der Neueinstufung der Porsche (50kg weniger Gewicht) das beste Fulltime Porsche Team der Saison und konnte immer vorne mitmischen. Ein Sieg und ein 3. Platz im Vorjahr, allerdings für Mühlner Motorsport unterstreicht auch die Fähigkeiten des Porsche auf diesem Kurs.

Ebenfalls auf dem aufsteigenden Ast ist das Farnbacher ESET Team mit seinem F458 GT3. Nachdem man zu Anfangs der Saison nicht so richtig auf Touren kommen konnte, da der Wagen bzw. der Motor zu wenig Leistung entfaltete, hat man bei Ferrari bzw. bei Michelotto wohl die nötigen PS aus dem 4,5 Liter V8 herausholen können um den Wagen auf den nötigen Topspeed zu bringen, welchen man natürlich fürs überholen braucht. Dass der Wagen auf schnellen Kursen wie in Assen sehr gut läuft, war augenscheinlich, als Niclas Kentenich und Dominik Farnbacher bei feucht-nassen Verhältnissen des ersten Sieg des Ferrari einfahren konnten. Allerdings wird an diesem Wochenende nicht Dominik Farnbacher neben Niclas am Steuer sitzen, sondern sein jüngerer Bruder Mario Farnbacher, da der große Bruder am Samstag das PLM fahren wird.

Dank der engen Leistungsdichte und des großen Starterfeldes wird man auch nicht die 20% kürzere Variante fahren müssen um 20% mehr Spannung zu erzeugen, denn dank satten 40 Startern (36 Fulltime + 4 Gaststarter) wird es auch so richtig eng werden und unter den Gaststartern ist auch ein komplett neues Team: Lambda Performance wird 2 Ford GT an den Start bringen. “Lambda wer?” wird sich wohl der ein oder andere fragen und um dies zu erklären muss ich etwas ausholen: Es war vor gut einem Jahr, als Matech Competitions, erklärte nicht mehr am aktiven Rennsport teilnehmen zu wollen. Dadurch blieb nur Matech Concepts über, also jene Firma, welche die Ford GT nach GT1 und GT3 Reglement entwickelt hatte und auch einen GTE Ford auf Kiel legen wollte bzw. dies auch zu einem Teil schon getan hat. Allerdings blieb diese Firma nach dem Tod des Inhabers Marin Bartek nicht mehr lange bestehen und man musste schlussendlich im Frühjahr Insolvenz anmelden. Nun hat das vor kurzem erst neu formierte Team von Lambda, bei welchem wohl ein großere Hersteller/Betreiber von Toiletten dahinter stellen soll, die Homologationsnummern des GT1 und GT3 Ford von Matech übernommen und plant wohl im Winter dieses Jahres den GTE-Ford fertig zu entwickeln und das 1. mal fahren zu lassen.

So werden die 2 Ford GT von Thomas Mutsch und Nicki Thiim pilotiert, welche schon auf dem VW Golf beim 24H Rennen fuhren und für Thomas Mutsch ist das auch der 1. Einsatz in einem Ford GT seit gut einem Jahr, als er das letzte mal in San Luis am Steuer des GT1 sas. Der 2. Ford wird indes von Achim Winter und Alex Müller gesteuert und man darf wirklich gespannt sein, was das Team und ihre Wagen bei ihrem 1. Auftritt gleich leisten können, denn eine Bereicherung sind sie auf jeden Fall und man will die Wagen auch im nächsten Jahr einsetzen.

Dies dürften im nächsten Jahr aber wohl nicht die einzigen neuen Wagen sein, denn neben Dörr Motorsport hat auch Gemballa bei McLaren 2 GT3 Wagen geordert und will diese an den Start bringen, sodass man davon ausgehen darf, dass die Anzahl der Starter wohl kaum geringer werden wird.

Die Rennen beginnen am Samstag und Sonntag jeweils ab 12.00 Uhr und Kabel 1 wird wie immer ab 11.45 Uhr Live berichten.

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