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September 30 2011

11:15

GT Masters: Vorschau Saisonfinale

Am Samstag und Sonntag starten in Hockenheim die beiden letzten Läufe zur diesjährigen Saison der GT Masters und rein rechnerisch haben noch 4 Wagen Chancen auf den Titel.

Zum einen sind dies natürlich die Tabellenführer Dino Lunardi und Alex Margaritis im Alpina BMW, Die Stuck Brüder mit 28 Punkten Rückstand auf die Spitzenreiter, sowie sowie Christopher Mies mit 31 Punkten und Luca Ludwig mit 42 Punkten Rückstand und somit nur extremen Außenseiterchancen auf den Titel, während sein Teamkollege der ersten 8. Läufe etwas besser da steht, denn bei 25 Punkten, welche der 1. eines Rennens erhält haben die Spitzenreiter ein kleines Polster, welches aber schnell aufgebraucht sein kann, gerade gegen die Stuck Brüder – wenn die keinen Ausrutscher haben, denn den werden sie sich nicht leisten dürfen, denn sonst kann der Titel schon nach dem 1. Lauf entschieden sein.

Grund dafür ist die Streckencharakteristik, welche dem Lamborghini der Stucks recht gut liegen sollte. Die Mischung aus schnellen Kurven wie der Nordkurve, oder der schnellen rechts nach der Haarnadel, in Verbindung mit den langsamen Kurven wie der Hairpin am Ende der Geraden sowie im Motodrom sollte dem Wagen sehr entgegenkommen, denn dieser war sowohl auf langsamen Kursen wie Oschersleben, als auch auf schnellen wie Zolder siegreich. Ein weiterer Punkt, welche zumindest in Sachen Speed für die Stucks spricht, sind die Ergebnisse des letzten Jahres. Damals konnten Albert von TuT und Peter Kox einen 1. und einen 2. Rang erreichen. Vom reinen Speed her, werden sie wohl sicher vorne zu finden sein, allerdings wird ihnen das alleine nichts nützen, und das Team wird auf einen Ausrutscher der Spitzenreiter hoffen müssen und Schützenhilfe kann im Kampf um die Meisterschaft ja bekanntlich auch nicht schaden und die könnnten sie auch bekommen, nämlich von ihrem Teamkollegen. So dürften Albert von TuT sowie sein Kollege Philip Geipel durchaus in der Lage sein, den Teamkollegen zu helfen, da sie natürlich über das gleiche Material verfügen und Albert von TuT im hier letzten Jahr sehr stark gefahren ist.

Diese Ausrutscher waren aber vor allem in der 2. Hälfte der Saison allerdings kaum vorhanden und so war man als einziges Team neben Chr. Mies in der Lage seit dem Doppelnuller vom Nürburgring immer zu punkten, wobei man mit 81 Punkten weit erfolgreicher als eben der junge Mies mit seinen 54 Zählern. An der fahrerischen Klasse der 2 Piloten sollte es auch nicht scheitern, denn dafür haben die 2 zu viel Erfahrung. Die große Frage ist aber eher: “Wie gut geht das Auto auf der Strecke ?” Letztes Jahr spielte der Alpina zwar kaum eine Rolle, aber man hat den Wagen im Winter ja stark verbessert und weiterentwickelt, sodass wohl erst die Zeittrainings Aufschluss darüber geben werden.

Eher schlecht als recht erging es letztes Jahr den R8 LMS Teams, welche maximal 2 sechste Plätze erreichen konnten, nachdem sich die ABT Wagen einmal selber eliminiert haben. Zum anderen funktioniert der Wagen in den langsameren Ecken nicht so gut wie zum Beispiel die Porsche oder der Lamborghini, wofür man aber wieder in den schnellen Kurven seine Vorteile hat, wie man z.b beim 24H Spa schön sehen konnte. Man wird zwar sicher versuchen zur Stelle zu sein, sollten die Stucks oder Lunardi/Margaritis einen Fehler machen, allerdings werden beide Piloten wohl mind. 1 Sieg und einen 2. oder 3. Platz holen müssen, was doch angesichts der Leistungsdichte und des Streckencharakters, welcher dem R8 eher nicht entgegenkommen dürfte, fast unmöglich machen dürfte.

Dazu kommt, das auch andere Teams vorne an der Spitze mitmischen wollen und auch werden, welche zwar nichts mit der Meisterschaft zu tun haben, aber ein schnelles Auto besitzen, wie zum Beispiel A-workx mit ihrem 911 GT3 R und Sebastian Asch und Michael Ammermüller. Dieses Team, welches am Eurospeedway gewinnen konnte, war nach der Neueinstufung der Porsche (50kg weniger Gewicht) das beste Fulltime Porsche Team der Saison und konnte immer vorne mitmischen. Ein Sieg und ein 3. Platz im Vorjahr, allerdings für Mühlner Motorsport unterstreicht auch die Fähigkeiten des Porsche auf diesem Kurs.

Ebenfalls auf dem aufsteigenden Ast ist das Farnbacher ESET Team mit seinem F458 GT3. Nachdem man zu Anfangs der Saison nicht so richtig auf Touren kommen konnte, da der Wagen bzw. der Motor zu wenig Leistung entfaltete, hat man bei Ferrari bzw. bei Michelotto wohl die nötigen PS aus dem 4,5 Liter V8 herausholen können um den Wagen auf den nötigen Topspeed zu bringen, welchen man natürlich fürs überholen braucht. Dass der Wagen auf schnellen Kursen wie in Assen sehr gut läuft, war augenscheinlich, als Niclas Kentenich und Dominik Farnbacher bei feucht-nassen Verhältnissen des ersten Sieg des Ferrari einfahren konnten. Allerdings wird an diesem Wochenende nicht Dominik Farnbacher neben Niclas am Steuer sitzen, sondern sein jüngerer Bruder Mario Farnbacher, da der große Bruder am Samstag das PLM fahren wird.

Dank der engen Leistungsdichte und des großen Starterfeldes wird man auch nicht die 20% kürzere Variante fahren müssen um 20% mehr Spannung zu erzeugen, denn dank satten 40 Startern (36 Fulltime + 4 Gaststarter) wird es auch so richtig eng werden und unter den Gaststartern ist auch ein komplett neues Team: Lambda Performance wird 2 Ford GT an den Start bringen. “Lambda wer?” wird sich wohl der ein oder andere fragen und um dies zu erklären muss ich etwas ausholen: Es war vor gut einem Jahr, als Matech Competitions, erklärte nicht mehr am aktiven Rennsport teilnehmen zu wollen. Dadurch blieb nur Matech Concepts über, also jene Firma, welche die Ford GT nach GT1 und GT3 Reglement entwickelt hatte und auch einen GTE Ford auf Kiel legen wollte bzw. dies auch zu einem Teil schon getan hat. Allerdings blieb diese Firma nach dem Tod des Inhabers Marin Bartek nicht mehr lange bestehen und man musste schlussendlich im Frühjahr Insolvenz anmelden. Nun hat das vor kurzem erst neu formierte Team von Lambda, bei welchem wohl ein großere Hersteller/Betreiber von Toiletten dahinter stellen soll, die Homologationsnummern des GT1 und GT3 Ford von Matech übernommen und plant wohl im Winter dieses Jahres den GTE-Ford fertig zu entwickeln und das 1. mal fahren zu lassen.

So werden die 2 Ford GT von Thomas Mutsch und Nicki Thiim pilotiert, welche schon auf dem VW Golf beim 24H Rennen fuhren und für Thomas Mutsch ist das auch der 1. Einsatz in einem Ford GT seit gut einem Jahr, als er das letzte mal in San Luis am Steuer des GT1 sas. Der 2. Ford wird indes von Achim Winter und Alex Müller gesteuert und man darf wirklich gespannt sein, was das Team und ihre Wagen bei ihrem 1. Auftritt gleich leisten können, denn eine Bereicherung sind sie auf jeden Fall und man will die Wagen auch im nächsten Jahr einsetzen.

Dies dürften im nächsten Jahr aber wohl nicht die einzigen neuen Wagen sein, denn neben Dörr Motorsport hat auch Gemballa bei McLaren 2 GT3 Wagen geordert und will diese an den Start bringen, sodass man davon ausgehen darf, dass die Anzahl der Starter wohl kaum geringer werden wird.

Die Rennen beginnen am Samstag und Sonntag jeweils ab 12.00 Uhr und Kabel 1 wird wie immer ab 11.45 Uhr Live berichten.

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July 14 2011

15:56

GT1 & GT3: Vorschau Le Castellet / ALMS: Analyse Lime Rock

Die beiden internationalen Sprint-Sportwagenserien treten in Südfrankreich an – wer wird die Vorjahressieger beerben, die in diesem Jahr nicht mehr dabei sind?

Beinahe wäre es in Le Castellet zu einer weiteren Dezimierung des ohnehin schon kleinen GT1-Grids gekommen: Ende letzter Woche vermeldete das belgische MarcVDS-Team verärgert, dass man nach den vielen Zuverlässigkeitsproblemen dieses Jahr neue Motoren von Ford-Tuner Roush Yates nachordern musste, die aber erst nach dem Independence Day verschickt worden waren. Anscheinend kamen die Aggregate aber doch noch rechtzeitig an und MarcVDS sowie das Satelliten-Team Belgian Racing werden am siebten Rennwochenende der Weltmeisterschaft teilnehmen können.

Damit hat die Serie noch einmal großes Glück gehabt – ohne die vier Ford GTs wäre das Starterfeld auf 12 Wagen dezimiert worden. Denn das Swiss Racing Team musste seine beiden Wagen wieder einmal abmelden, vermutlich muss man das Team leider auch mangels Ersatzteilen für den Rest der Saison abschreiben. Mit der „neuen“ Weltmeisterschaft für GT1-, GT2- und GT3-Wagen ab 2012 dürften die Tage des Murcielago R-SV dann wohl gezählt sein, Reiter Engineering scheint sich schon jetzt auf den GT3-Gallardo zu konzentrieren. Denn während davon fast 50 Wagen international unterwegs sind, gibt es vom Murcielago R-SV nur die 4 für die WM konstruierten Exemplare – eine sehr teure Angelegenheit.

Dennoch führt das All-Inkl.-Team mit seinen Murcielago nach dem grandiosen Wochenende in Navarra sowohl die Fahrer- als auch die Teamwertung an. Die andere Seite der Medaille ist natürlich, dass die beiden Wagen nach zwei Doppelsiegen stark beladen sind: 35kg Zusatzgewicht für Schwager/Pastorelli, 30kg für die Meisterschaftsführenden Basseng/Winkelhock. Die beiden Duos sollten damit nicht wirklich in den Kampf um den Sieg eingreifen können, die Schlagzeile „Can the Lambos be tamed?“ auf gt1world.com ist also mehr eine rhetorische Frage, denn dafür sorgt das Reglement schließlich ganz von selbst.

Die GT1 wie auch die GT3 werden eine der längsten Varianten des Circuit Paul Ricard befahren: die Original-Strecke, allerdings mit der langsameren S-Kurven-Variante am Ende von Start/Ziel (die aber auch eine sehr interessante Kurvenkombination ist) sowie einer Schikane etwa auf der Hälfte der langen Mistral-Geraden, die eine zusätzliche Überholmöglichkeit schafft.

In dieser Konfiguration biete die Strecke einen guten Mix aus langen Geraden, schnelleren und langsameren Kurven. Der lag im Vorjahr den Maserati am besten – die fehlen allerdings in diesem Jahr, sodass man abwarten muss, welchem Fabrikat der Kurs am besten liegt: Nissan, Aston Martin, Ford GT oder Corvette.

Die zwei Nissan GT-R von Krumm/Luhr und Brabham/Campbell-Walter werden mit 20kg bzw. 10kg Zusatzballast ins Wochenende gehen, alle vier Aston Martin dagegen sind nach dem katastrophalen Wochenende in Navarra von jeglichem Erfolgsballast befreit. Sie haben natürlich auch einiges aufzuholen: am besten platziert sind momentan noch Hohenadel/Piccini auf Meisterschaftsrang 3, deren Rückstand auf das führende Lamborghini-Duo beträgt 20 Punkte.

Vielleicht schaffen aber auch endlich einmal MarcVDS oder die Exim Bank Team China-Corvette den Durchbruch. Zweiter Fahrer auf der roten Corvette neben Mike Hezemans wird nach Silverstone ein zweites Mal Andreas Zuber sein, dort konnten die beiden zwei dritte Plätze erreichen. Maxime Martin im besten Ford GT hat diesmal wieder Frédéric Makowiecki an seiner Seite, die beiden schleppen allerdings auch 5kg Zusatzgewicht mit sich herum.

Das Quali-Rennen startet am Samstag um 16:15 Uhr, das Hauptrennen am Sonntagnachmittag eine Stunde früher. Beide Rennen sind bei Sport1+ sowie im Stream live zu sehen, im Free-TV jedoch nicht. Sport1 zeigt lediglich eine Zusammenfassung des ersten Rennens im kostenlosen Programm.

Nach diesem Wochenende wird es übrigens eine längere Pause geben. Das erste der drei außereuropäischen Rennen, die den Saisonabschluss bilden, findet erst am 4. September im chinesischen Ordos statt. Viel Zeit, um neue Ersatzteile oder -motoren zu beschaffen…

GT3-EM – Le Castellet

Zum letzten Mal in dieser Saison tritt die GT3-Europameisterschaft im Rahmen der GT1 an. Im Vorjahr, als Daniel Keilwitz und Christian Hohenadel die Serie dominierten, gab es an gleicher Stelle zwei Corvette-Doppelsiege; doch in der GT3-EM treten heuer keine Corvettes mehr an. Da weitere Balance of Performance-Änderungen überraschenderweise ausgeblieben (oder zumindest bisher nicht veröffentlicht worden) sind, dürften die Favoriten wieder die beiden Einsatzteams des BMW Z4 sein, DB Motorsport und Schubert.

Audi dagegen hat natürlich weiterhin den Vorteil der vor Navarra beschlossenen Restriktor-Vergrößerung, die vor allem auf den langen Geraden in Le Castellet viel ausmachen dürfte. Die/Franchi allerdings, Dritte in der Fahrer-Wertung, müssen wegen des Sieges im letzten Rennen nun am Samstag 15 Sekunden „Kompensationszeit“ in der Boxengasse absitzen. Erfolgs-Strafen von 10 bzw. 5 Sekunden treffen Catsburg/Kolen (DB Motorsport-BMW Z4) bzw. Parisy/Giauque (Graf-Mercedes SLS).

Die beiden erstplatzierten Duos der Meisterschaft, de Boer/Vos (DB) und Al-Faisal/Sandström (Schubert) dürften ohne dieses Hindernis um die Spitze mitfahren und so ihren Vorsprung wider ausbauen können.

Zwei neue Teams sind für das Paul Ricard-Rennwochenende genannt, beide jeweils mit einem Ferrari F458: JMB Racing, beheimatet am Circuit Paul Ricard, ist ein etabliertes GT-Team, das 2011 aber vor allem mit einem Formula Le Mans-Einsatz in der LMS beschäftigt ist, hinzu kam ein Einsatz in Le Mans mit einem Amateur-Ferrari F430. Erst im Juni erfolgte auch die Lieferung von zwei neuen Ferrari F458, einem GT2- und einem GT3-Modell. Das Debüt für beide war der GT Open-Lauf in Spa, mit dem GT3-Wagen erreichten Ballay/Misslin dort die Ränge 4 und 5, für den GT2-Ferrari war gar ein Podium drin.

Ombra Racing ist das zweite neue Team – eine italienische Mannschaft, die sich bisher vor allem im Bereich der kleineren Formelserien betätigte (2011 in der AutoGP), nun aber auch einen F458 erworben hat. Mit welchen Fahrern JMB und Ombra starten werden, wurde leider bisher noch nicht angekündigt.

Die Rennen finden am Samstag um 13:30 und am Sonntag um 11:15 statt, MotorsTV und Bloomberg dürften live drauf sein, aber natürlich wird es auch wieder den gewohnt guten Livestream geben.

ALMS – Analyse Lime Rock

Lime Rock Park war am vergangenen Samstag wie gewohnt sehr gut besucht, es sollen sogar mehr Zuschauer auf den hübschen grünen Hängen sein als im Jahr zuvor. Es ist erfreulich für die ALMS, dass sie trotz des schwachen Prototypen-Feldes und des suboptimalen TV-Vertrages zumindest noch viele Zuschauer direkt an die Rennstrecke locken kann.

Hauptattraktion ist in diesem Jahr das große GT-Feld, doch leider wurde das schon nach 20 Minuten des 2h45min-Laufs um einige Favoriten dezimiert: zwischen Guy Cosmos Extreme Speed-Ferrari und dem Performance Tech-LMPC-Fahrzeug kam es in der West Bend zu einem der zu erwartenden Überrundungs-Zwischenfälle. Der direkt dahinter fahrende #56-BMW bremste ab, die beiden Corvettes konnten nicht schnell genug reagieren, es folge ein Auffahrunfall, der diese drei Wagen für längere Zeit an die Box verfrachtete.

Für den Rest des Rennens musste der verbliebene BMW von Joey Hand und Dirk Müller also „nur“ die beiden Porsche 911 von Flying Lizard und Falken Tires abwehren, was ihm schließlich auch ohne wirklich ernsthaft in Bedrängnis zu geraten gelang. Die Siegesserie von Long/Bergmeister riss damit, dennoch ist ein zweiter Rang für die in diesem Jahr so geschundenen Porsche in Achtungserfolg.

Der wäre auch dem erstarkten Falken-Team, das seit dem letzten Rennen sein Paket  in Testfahrten verbessert hat, zu gönnen gewesen, doch in der letzten Kurve drängte Wolf Henzler im Kampf um Platz 3 den herannahenden Anthony Lazzaro ab und wurde zu Recht nachträglich mit einer Zeitstrafe belegt, die ihn auf Rang 5 zurückwarf. Im Gegenzug erbte der Robertson-Ford GT von Lazzaro/Murry nach einem soliden Rennen den Podiumsplatz.

Leider hat sich die ALMS bzw. IMSA nach dem Rennen entschieden, in die Balance of Performance der GT-Klasse einzugreifen: so muss BMW von nun an mit einem um 0,4mm kleineren Luftmengenbegrenzer antreten, die Porsche müssen die 15kg, die sie nach Sebring ausladen durften, nun wieder zuladen. Den (negativen) Kommentar dazu erspare ich mir…

Im LMP1-Duell siegte der Dyson-Lola-Mazda von Chris Dyson und Guy Smith. Dyson hatte anfangs Lucas Luhr im Aston Martin lange hinter sich gehalten. Der kam dann zwar schließlich doch vorbei, doch nach dem Fahrerwechsel verlor Klaus Graf diese wieder, als er sich beim Überrunden eines GTC-Porsches nach leichter Berührung drehte. Den so entstandenen Rückstand konnte Graf nie mehr ganz aufholen, auch eine Gelbphase kurz vor Schluss änderte nichts am Resultat.

Die Neueinsteiger Al-Masaood/Kane im Oryx Dyson-Lola wurden mit fünf Runden Rückstand Dritte. Der LMPC-Sieg ging an Elton Julian und Eric Lux (Genoa Racing), die GTC gewannen Dion von Moltke und Mike Piera für TRG, nachdem die Favoriten von Black Swan Racing wegen eines kleinen technischen Problems zurückgefallen waren. Sie beendeten das Rennen allerdings auf Rang 4 in der Führungsrunde der GTC-Klasse, die bis zur letzten Runde eng umkämpft war.

Das nächste Rennen steht am kommenden Wochenende im kanadischen MoSport an.

(Foto: GT1/SRO)

 

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July 05 2011

16:00

Sportwagen-Analyse: LMS/ILMC in Imola, GT1/GT3 in Navarra

Dominanz war das Thema des Wochenendes. Audi war chancenlos gegen Peugeot und die versammelte GT1-Konkurrenz hatte den All-Inkl.com-Lamborghinis nichts zu erwidern…

Nach den unfallträchtigen Rennwochenenden in Spa und Le Mans will ich erstmal eines voranstellen: die 6 Stunden von Imola gingen ohne schweren Unfall, ja sogar ohne irgendeinen nennenswerten Crash zu Ende, auch das Safety Car kam nicht ein einziges Mal zum Einsatz. Zwar war es das ein oder andere Mal wieder eng beim Überrunden, doch alle konnten sich einigermaßen im Zaum halten. So konnte sich über die LMS-Standarddistanz ein interessantes Rennen ohne Unterbrechungen oder Gelbphasen-bedingte Verschiebungen entwickeln. Und so zeigte sich schon früh: mit den beiden Peugeot 908 würden die Audi R18 nicht mithalten können. Imola ist eine relativ einzigartige Erscheinung im ILMC-Kalender, am ehesten noch mit Zhuhai zu vergleichen, mit vorrangig langsamen Kurven (bzw. Schikanen im Falle von Imola), verbunden durch Geraden. Damit scheint der Peugeot deutlich besser klarzukommen als der neue Audi R18.

So konnte der zwar im flotteren Mittelsektor (mit Piratella und Acque Minerale) punkten, doch auf den übrigen zwei Dritteln der Strecke waren die Franzosen im Vorteil, u.a. auch mit 6-8 km/h höherem Tospeed. Außerdem verstopfte die über die Renndauer zunehmende Menge an Gummiabrieb und Schmutz die Kühllufteinlässe der Vorderbremsen. Das führte zu Überhitzungsproblemen, wegen denen die Ingolstädter auch von der optimalen Bremsbalance abweichen mussten. Hinzu kamen die Temperaturen von bis zu 36°C waren ein Fall, für den Audi noch nicht ausreichend auf der Strecke testen konnte. Dass Peugeot Stints von bis zu 33 Runden fahren konnte, während die Audis konstant alle 30 Runden nachtankten, ist interessant, aber war an diesem Sonntag nicht rennentscheidend.

Konnten die Audi in der ersten Dreiviertelstunde noch gut mithalten, setzten sich die Peugeots dann allerdings ab der ersten Boxenstopp-Runde konstant ab; auch zwei schleichende Plattfüße etwa eine Stunde vor Schluss, die eine Änderung des Stopp-Rhythmus erforderten, änderten nichts mehr, dass am Ende etwa anderthalb Runden Vorsprung zu Buche standen: Sebastien Bourdais und Anthony Davidson siegten nach astreiner Performance vor Montagny/Sarrazin; Fässler/Bernhard hielten ihre Kollegen McNish/Kristensen im Kampf um den letzten Podiumsplatz hinter sich. Auch in beiden ILMC-Gesamtwertungen (Team- und Marken-Pokal) liegen die Franzosen nun klar vorn, auch wenn bei noch drei ausstehenden Rennen noch nichts entschieden ist.

Auch der Pescarolo-Judd des Pescarolo-Teams tat sich mit dieser Strecke schwer, so absolvierten die beiden Rebellion-Lola-Toyotas die Distanz diesmal ohne Probleme als beste Benziner, mit Belicchi/Boullion 17 Sekunden vor Jani/Prost. In der LMS-Gesamtwertung (a

June 30 2011

16:00

Sportwagen-Vorschau: ILMC/LMS in Imola, GT1 & GT3 in Navarra

Viel Sportwagen-Motorsport gibt’s am kommenden Wochenende zu sehen, darunter auch die Fortsetzung des Duells Audi vs. Peugeot; nach Le Mans richtet sich nun das Hauptaugenmerk auf die Meisterschaftstitel.

Drei Wochen nach den 24 Stunden von Le Mans geht der Intercontinental Le Mans Cup in seine nächste Runde, wie bei allen Europa-Rennen gemeinsam mit der Le Mans Series. Das wird sich im nächsten Jahr wohl ändern, wenn die ILMC zur FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft wird und Patrick Peters LMS wieder separat laufen soll.  Dieses eine Mal jedoch (und dabei wird es wohl bleiben, denn Spa und Silverstone sind die wahrscheinlichere Wahl als europäische WEC-Läufe) treten beide Serien gemeinsam mit entsprechend großem Feld auf dem vor einigen Jahren renovierten Kurs vor den Toren von Imola an.

Leider dürfte die Kombination aus dem großen Feld mit fünf Klassen und der durch den Umbau eher gefährlicher gewordenen Strecke alles andere als eine optimale Kombination sein. Gerade solche Knicke, wie es sie auf der langen und schnellen Start/Ziel-Passage mehrfach gibt, haben sich bei den vergangenen ILMC-Events als Gefahrenherde beim Überrunden herausgestellt.

Entscheidend dürfte sein, dass die Fahrer der verschiedenen Kategorien im Briefing Absprachen treffen, an die sich auch alle halten; das gilt insbesondere für die Fahrer der schnelleren Prototypen, von denen einige ihre Herangehensweise ändern und mehr Rücksicht nehmen müssen. Einige der Audi-Fahrer haben in Le Mans die Schuld für die schweren Unfälle auf die GT-Piloten und Amateure geschoben, doch vor allem sie selbst und ihre LMP1-Kollegen müssen Verantwortung übernehmen und im Zweifelsfall auch mal zurückstecken.

Das Teilnehmer-Limit für den italienischen Kurs liegt bei 53 Fahrzeugen, und ursprünglich schien es, als müsse man einige FLM-Teams ausladen. Doch in der vergangenen Woche hagelte es – auch prominente – Absagen. Dass Guess Racing (Grund: angeblich Elektrikprobleme) und Aston Martin (Grund: der AMR-One ;-)) wieder absagen würde, war abzusehen. Hinzu kommen jedoch auch noch Oreca, die ihren Peugeot 908 nach Le Mans erst wieder ordentlich aufbauen müssen; Quifel-ASM, die nach zwei Motorschäden in Folge lieber am Zytek-Aggregat arbeiten wollen; Hope Racing mit dem noch nicht ganz ausgereiften Hybrid-LMP1; und auch der in Le Mans verunfallte Gulf-Aston Martin Vantage wurde zurückgezogen.

Besonders bei Oreca ist die Absage überraschend, hätte das Team doch durchaus noch Chancen auf die Team-Meisterschaft in der ILMC gehabt. Vorn liegen in der Wertung allerdings das Audi Sport Team Joest und Peugeot Sport Total, und zwar denkbar knapp mit 50 zu 49 Punkten – allerdings: in der Herstellerwertung ist der Stand umgekehrt: Peugeot (103) deutlich vor Audi (69), die bislang in jedem Lauf weniger Punkte sammelten. Für Peugeot dürfte es besonders wichtig sein, beide Titel zu holen, um nach der erneuten Niederlage bei den 24h wenigstens etwas vorzuweisen zu können. Möglich wäre natürlich bei dem Titelgewirr, das leider auch in der zukünftigen WM bleibt, eine Meisterschaft für beide Konkurrenten…

Bernhard/Fässler und Kristensen/McNish fahren die beiden komplett neuen Audi R18 (der Le Mans-Siegerwagen kommt ins Museum), Bourdais/Davidson und Montagny/Sarrazin die Peugeots. Ein eventueller Vorteil für eines der beiden Werke ist schwer zu ermitteln. Peugeot wird sicher nicht mit einer strikt auf geringen Luftwiderstand getrimmten Abstimmung à la Le Mans ins Rennen gehen, entsprechend werden Verbrauchs- und Topspeed-Vorteil sowie der Nachteil in schnellen Passagen kleiner sein. Dennoch bleibt der 908 ein zum Übersteuern neigendes Fahrzeug mit schmalerem Performance-Fenster, wie die Fahrer inzwischen erklärt haben. Auch Audi wird auf ein Setup für mehr Downforce setzen. Heiß soll es am Sonntag nicht werden (es sind auch Schauer zu erwarten), also sollte auch die Klimaanlagen-lose Cockpitbelüftung nicht an ihre Grenzen stoßen.

Pescarolo und Rebellion werden sich um Sieg und Tabellenführung bei den Benzinern streiten, die Franzosen scheinen hier im Vorteil zu sein. In der LMP2 ist noch alles drin: in der LMS liegt Strakka trotz des schwachen Motors in Lauf 1 vorn (hier zählt ja Le Mans selbst nicht zur Meisterschaft), dahinter liegen allerdings noch neun weitere Teams innerhalb von zehn Punkten. Bei den drei ILMC-Teams dieser Klasse führt Signatech-Nissan mit 18 Punkten vor Level 5 und Oak Racing. Ein Favorit auf den Klassensieg in Imola ist schwer zu benennen, aber die Nissans dürften wieder leicht im Vorteil sein, besonders Strakka ist aber auch stets immer für ein Podium gut.

In der GTE-Pro streiten sich AF Corse (53 Punkte) und BMW (49) um den Team-Titel, Lotus arbeitet noch am neuen Wagen und Luxury Racing fehlen trotz guter Rennen die Ergebnisse. In der Hersteller-Wertung jagen BMW und Ferrari (je 72 Punkte) allerdings Corvette, die nach dem Le Mans-Sieg mit 84 Zählern vorn liegen – der Vorsprung dürfte allerdings wieder schmelzen, denn die Werks-Corvettes treten nur in den US-Runden an und die Larbre-Amateur-Corvette allein kann kaum ausreichend Punkte holen, um die Führung zu halten.

Porsche liegt bereits deutlich zurück, der 911 GT3 RSR kann mit den neuen Modellen der Konkurrenz nicht mehr ganz mithalten, wie die bisherigen Rennen zeigten. Auch in der LMS liegen die Ferrari-Teams AF Corse, Hankook-Farnbacher und JMW deutlich vorn. Beim Ferrari-Heimspiel in Imola dürften die Teams mit den F458 auch wieder stark einzuschätzen sein, und das nicht nur wegen des Heimvorteils. Auch die Haltbarkeit sollte über die Distanz von 6 Stunden ein kleineres Problem sein als über 24. Allerdings wird sich BMW wohl jetzt auch nicht mehr zurückhalten, anders als in Spa, als man wohl einer BoP-Neueinstufung entgehen wollte. Entsprechend dürfte die mit 14 Autos gut besetzte GTE-Pro-Klasse diesmal ein spannenderes Rennen bieten als beim letzten gemeinsamen ILMC/LMS-Lauf.

GT1-WM – Navarra

Die mit ILMC und LMS konkurrierenden Ratel-GT-Serien werden zum zweiten Mal nahe Los Arcos in der nordspanischen Region Navarra an den Start gehen. Der noch a

June 08 2011

14:00

Vorschau: 24h von Le Mans, Teil II – Die LMP1

Zum fünften Mal treffen Audi und Peugeot in Le Mans aufeinander – viermal siegte Audi. Wer in diesem Jahr die Nase vorn haben wird, ist kaum vorherzusagen.

Gefühlt dauert der Kampf der beiden Werke schon eine kleine Ewigkeit an, doch es ist tatsächlich erst fünf Jahre her, dass Peugeot mit dem 908 Hdi-FAP einen echten Herausforderer für die schon lange dominierenden Audis an die Sarthe brachte. Die Ingolstädter hatten ein Jahr zuvor mit dem R10 TDI bereits die Diesel-Ära eingeläutet, die bis heute andauert. Im ersten Jahr konnte sich Audi noch problemlos gegen die aufbegehrenden Franzosen wehren, doch seit 2008 hatte Peugeot stets das schnellere Auto. Weder der R10, noch der R15 und der R15+ konnten mithalten. Dennoch konnte Audi 2008 – durch Konstanz im Regen – und 2010 – durch Zuverlässigkeit – siegen. Entsprechend trägt ein Audi die #1 und das Sieger-Trio sitzt unverändert am Steuer: Timo Bernhard, Romain Dumas und Mike Rockenfeller.

Zum ersten Mal treten in diesem Jahr sowohl Audi als auch Peugeot mit einem neuen Auto an. Offensichtlich wird beim Betrachten der beiden Wagen vor allem Eines: Audi war mutiger. Peugeot dagegen musste stets betonen, dass der Wagen „komplett neu“ sei, denn dem 908 (auch beim Namen hat sich wenig geändert) ähnelt seinem Vorgänger äußerlich stark. Doch warum sollte man auch ein gutes Konzept komplett über den Haufen werfen?

Audi dagegen blieb nichts anderes übrig als sich ein neues Konzept einfallen zu lassen. Das neue Reglement, das kleinere Motoren vorschreibt, macht aerodynamische Effizient bedeutender als je zuvor, entsprechend musste Dr. Wolfgang Ulrich von seinem heißgeliebten „Roadster“ nach zehn Jahren Abschied nehmen.

Mit dem Coupé und dem neuen (äußerst leisen) 3,7l V6-Turbodiesel und erstmalig einem Sechsgang-Getriebe handelt es sich tatsächlich um ein völlig neues Auto. Die interessanten Ideen stecken dabei im Detail: der Motor hat mit 120° einen sehr großen Bankwinkel, in dem der Turbolader untergebracht ist, sodass sich ein kompaktes Paket ergibt, dass auch nur über einen Auspuff samt Partikelfilter verfügt. Leichtbau ist die PR-Message von Audi, nachdem man jahrelang vor allem den TDI-Motor beworben hat.

Überraschenderweise hat Audi vor einigen Wochen bekannt gegeben, dass man aus Effizienzgründen auch auf eine Klimaanlage verzichtet und stattdessen die vorgeschriebene Maximaltemperatur von 32°C durch geschickte Belüftung und reflektierendes Dach (wie bei Peugeot) erreichen will. Fotos des Motorraums zeigen auch Kühlleitungen, die von der Cockpitrückwand auszugehen scheinen; ich (als Laie) könnte mir vorstellen, dass man hier die warme Abluft aus dem Cockpit nutzt, um Komponenten zu kühlen und sich so weitere Einlässe im Heckbereich zu sparen. Weitere Analysen zu diesem Thema (sowie zu anderen Fahrzeugen) gibt es aRadio Le Mans</a>, die wie immer live berichten (englischsprachig), die <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">offizielle Seite des ACO mit News und Live-Timing oder denTracker von Thomas Baekdal</a> mit Timing, Twitter und anderen Diensten, auch für unterwegs. Den a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Spotter Guide von Alan Blackmore sollte man auch immer in Griff- oder Klickweite haben. Und wie im letzten Jahr werden wir hier im Racingblog wieder in aller Ausführlichkeit berichten, mit Liveblog für die kompletten 24 Stunden sowie voraussichtlich auch einige der Quali-Einheiten.

Außerdem bieten die drei Werksteams von Audi</a>, <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Peugeot und

June 02 2011

06:00

Vorschau: GT1-WM & GT3-EM in Silverstone

Die Vergabe der traditionsreichen RAC Tourist Trophy steht wieder einmal auf dem Programm, ausgefahren wird der Sieger dieser Tage in der GT1-WM.

Dass man sich genau dieses Wochenende für das Silverstone-Event, bei dem nach der Pause am Sachsenring auch die GT3-EM wieder am Start ist, ausgesucht hat, passt wunderbar: eine Woche nach dem Grand Prix von Monaco und dem Indy 500, eine Woche vor den 24 Stunden von Le Mans, liegt die Tourist Trophy, die älteste bis heute vergebene Trophäe des Motorsports, in diesem Jahr eingebettet zwischen den Rennen der Triple Crown. Und aus noch einem weiteren Grund ist das GT-Rennwochenende etwas Besonderes: Zum ersten Mal wird der „Silverstone Wing“, die neue Boxenanlage zwischen Club und Abbey, zum Einsatz kommen.

Auf der runderneuerten Rennstrecke fuhren GT1 und GT3 freilich schon im vergangenen Jahr, doch damals war der „Wing“ noch eine große Baustelle und der Start noch auf der Geraden zwischen Woodcote und Copse. Die neue Start/Ziel-Gerade ist ein wenig länger als die alte, vor allem aber kommt die erste enge Kurve deutlich früher: Bereits nach den rasanten Abbey und Farm muss für die Arena-Kehre gebremst werden, während zuvor eine halbe Runde bis zum ersten harten Bremspunkt vor Club zurückgelegt werden musste, wo sich das Feld dann bereits meist schon in eine Reihe sortiert hatte. Die Startphase könnte also heuer – auch im Juli beim Formel 1-Lauf – für mehr Positionswechsel sorgen.

Aber ein Mangel an Positionswechseln ist ja weder in der 2011er-F1 noch in den GT-Serien das Problem. In Silverstone boten die GT-Serien schon 2010 gute Rennen, wenn auch getrübt von der Disqualifikation des Sieger-Aston Martin nach dem Championship Race. Auch um des Publikums willen ist zu hoffen, dass dieses Jahr derjenige siegt, der zuerst die Ziellinie überquert.

Gute Chancen darauf sollten wieder die Aston Martin- und Nissan-Teams sowie die All-Inkl.com-Lamborghini haben, auch wenn nach dem Sachsenring-Wochenende einige dieser Wagen mit Erfolgsballast unterwegs sind. Je 30kg extra schleppen die Meisterschaftsführenden Christian Hohenadel und Andrea Piccini (Hexis AMR) sowie die drittplatzierten Stefan Mücke und Darren Turner (Young Driver AMR) mit sich herum, 25kg Nicky Pastorelli und Dominik Schwager, die am Sachsenring ein gutes Wochenende hatten, aber in der Meisterschaft weiter zurück liegen.

Einfacher dürften also jeweils die Teamkollegen dieser drei haben, allen voran Marc Basseng und Markus Winkelhock, die bisher eine tolle Saison fuhren, aber beim Heimrennen mit technischem defekt ausfielen. Mit diesen beiden sollte aber wieder zu rechnen sein, die Chancen auf eine Wiedereroberung der Meisterschaftsführung stehen nicht schlecht.

Piccione/Düsseldorp (Hexis) und Müller/Enge (Young Driver) in den leichten Aston Martin werden versuchen, ihnen das Podium streitig zu machen, ebenso wie die Nissan, die nach schwachem, crash-reichem Saisonstart besser und besser in Fahrt kommen. Die 5kg Ballast, mit denen beide Sumo Power-GT-R beladen sind, dürften bei der Jagd nach dem ersten Saisonsieg nicht übermäßig stören, schienen die japanischen Wagen doch im letzten Jahr gut zu liegen auf der teils in Northamptonshire, teils in Buckinghamshire gelegenen Bahn.

Ein Erfolg wäre auch den in dieser Saison mit viel Pech gestraften Ford GT von Marc VDS zu wünschen und auch die Exim Bank China-Corvette der beiden Niederländer Hezemans/Catsburg hat schon einige gute Rennen gezeigt, ohne aber dafür belohnt zu werden. Doch in Silverstone sahen beide Marken im vergangenen Jahr kein Land. Die zweite Corvette des DKR-Teams ist nach einmal Aussetzen am Sachsenring wieder dabei, wird aber wie üblich keine Rolle spielen.

Nach dem Unfall im Hauptrennen des deutschen Events fehlen allerdings die beiden Swiss Racing-Lamborghini, die noch nicht wieder aufgebaut werden konnten – somit werden nur 16 Fahrzeuge auf dem Grid stehen, was wieder einmal zeigt, dass sich Stéphane Ratel für 2012 dringend einen Trick überlegen muss, um ein attraktives Feld zu bekommen – preislich begrenzte Aufrüst-Kits für GT3-Fahrzeuge sind momentan wohl die favorisierte Variante.

GT3-EM

Dieser Weg könnte sich tatsächlich als sinnvolle Lösung erweisen, denn die GT3-Kategorie ist bekanntlich deutlich „gesünder“ als die GT1: 28 Fahrzeuge sind für Silverstone gemeldet. Beim Saisonauftakt präsentierten sich unter anderem die über den Winter runderneuerten BMW Z4 stark, beim Blancpain Endurance-Lauf in Navarra, wo auch die GT3 antrat, war der Ferrari F458 klar der schnellste Wagen.

Wie üblich hat allerdings die FIA vor dem Silverstone-Wochenende mal wieder an der Balance of Performance herumgespielt, um die Fahrzeuge anzugleichen. Je 15kg müssen die neuen Ferrari, die Mercedes SLS AMG sowie die BMW Z4 im Vergleich zum Algarve-Lauf zuladen, 25kg die Audi R8. Leichter werden Ford GT, Lamborghini und vor allem die Porsche 911 (-25kg) an den Start gehen.

Porsche schwächelt in diesem Jahr bisher in der GT3 wie in anderen GT-Serien gegen all die neuen Fahrzeuge, die inzwischen auch quantitativ die Überhand haben – nur noch Prospeed setzt in der GT3-EM zwei 911er ein. Rang 9 (Heylen/Lappalainen in Lauf 2) war das Beste, was sich damit in Portimao erreichen ließ. Trotz des deutlichen Gewichtsvorteils wird es auch in Silverstone sicher nicht einfach werden.

Schwer wird es auch für die Podiumsplatzierten des zweiten Portimao-Laufs werden, denn die bekommen in diesem Jahr statt Erfolgsballast Erfolgs-Boxenstopp-Zeitstrafen aufgedrückt: 20 Sekunden für Ide/Franchi (WRT-Audi), 15 Sekunden für Castellacci/Leo (AF Corse-Ferrari) und 10 für Bosi/Baumann (Heico-Mercedes), im zweiten Lauf dann entsprechend die Top 3 des Samstagsrennens.

Wer nun in all dem BoP- und Strafzeiten-Wirrwarr in Silverstone die Nase vorn haben könnte, ist beinahe unvorhersagbar, ebenso wie Tendenzen, was die Gesamtwertung angeht. Doch die Rennen werden sicherlich wieder unterhaltsam und sehenswert, wie man das von dieser Serie inzwischen gewohnt ist.

May 16 2011

16:00

Analyse: GT1-WM & GT Masters am Sachsenring

Viel Spektakel gab es am Wochenende, mal von der positiven, mal von der weniger schönen Sorte. Und auch das Wetter leistete auch seinen Beitrag.

Wie zuvor gemutmaßt lag den GT1-Boliden von Aston Martin und den Nissan die anspruchsvolle, hügelige Strecke sehr gut. Beide starteten mit je vier Fahrzeugen und stellten am Ende beider Läufe zusammen sieben Fahrzeuge in den Top Ten. Doch einfach war der Weg dahin nicht, denn auch das die Meisterschaft anführende All-Inkl.com-Team wollte ein Wörtchen mitreden und holte am Samstagmorgen mit Dominik Schwager und Nicky Pastorelli die Pole, wenn auch erst nachdem der Exim Bank China-Corvette die Zeiten gestrichen wurden.

Stark zeigten sich von Anfang an Stefan Mücke und Darren Turner, die trotz 20kg Erfolgsgewicht den dritten Rang in der Quali einfuhren. Den konnten sie auch im Quali-Rennen halten, ebenso wie Piccione/Dusseldorp ihren zweiten Platz – doch das Quali-Rennen war nicht so statisch, wie es scheinen mag. Denn den Sieg holten sich die von Startplatz 14 ins Rennen gegangenen Ford GT-Piloten Frederic Makowiecki und Maxime Martin.

Die Leistung von Makowiecki auf dem Weg dahin war grandios: in den ersten 25 Minuten des Rennens arbeitete er sich bis auf den fünften Rang nach vorn, dann blieb er lange draußen und fuhr weiter schnelle Zeiten, während die Konkurrenz schon die Boxenstopps einlegte – und als MarcVDS dann gegen Ende des Fensters auch seinen Fahrer- und Reifenwechsel vornahm, konnten sie tatsächlich vorn bleiben. Die Pole-Setter Schwager/Pastorelli fielen mit langsamem Stopp und Dreher auf Rang 7 zurück.

Zwischen den Nissan und Aston Martin gab es in der zweiten Rennhälfte einige sehenswerte Kämpfe und Überholmanöver, u.a. von Stefan Mücke und von Christian Hohenadel, der zusammen mit Andrea Piccini den zweiten Hexis-DBR9 von Startplatz 14 auf Rang 5 nach vorn brachte.

Damit war die Ausgangssituation für das Hauptrennen gesetzt. Doch schon in den a

May 12 2011

06:00

GT1-WM & ADAC GT Masters: Vorschau Sachsenring

Deutschlands großes GT-Event steht an diesem Wochenende an, die zahlreichen heimischen Fahrer und Teams in beiden Rennserien werden sich bemühen, auf dem Sachsenring gute Ergebnisse zu erzielen.

Passenderweise kommt reist auch ein deutsches Team als Meisterschaftsführender der GT1-Weltmeisterschaft nach Hohenstein-Ernstthal: Markus Winkelhock und Marc Basseng liegen nach den zwei Siegen in Zolder und zwei siebten Plätzen in Portimao (mit Erfolgsballast) mit 57 Punkten klar vorn und dürfen nun auch wieder leicht an den Start gehen. Teamkollegen Dominik Schwager und Nicky Pastorelli hatten ihr erstes brauchbares Wochenende der Saison, mit den Plätzen 5 und 4.

Auf dem zweiten Meisterschaftsrang liegen Michael Krumm und Lucas Luhr im JR Motorsports-Nissan. Die beiden haben auf der Berg- und Talbahn in der Algarve abgeräumt und nach dem zweiten Platz im Quali-Rennen dann das Hauptrennen gewonnen. Entsprechend werden sie schwer beladen ins Qualifikationsrennen am Sachsenring gehen und wohl kaum den Rückstand auf Winkelhock und Basseng weiter aufholen können, auch wenn der Nissan an sich auf der charakteristisch ähnlichen Strecke wieder gut liegen könnte. Das untermauerten auch Dumbreck/Westbrook, die Rennen 1 gewannen und i zweiten Lauf mit Reifenschaden ausschieden.

Punktgleich auf Rang 2 liegt ein weiteres deutsches Team, der Young Driver-Aston Martin mit Stefan Mücke und Darren Turner. Die beiden schafften es in Abu Dhabi und Zolder, nach Ausfällen in den Quali-Rennen jeweils noch sicher in die Punkte zu fahren. In Portimao überstanden sie erstmals auch den ersten Lauf und holten von der besseren Ausgangsposition den zweiten Platz im Championship Race am Sonntag. Rechnet man die beiden Ausfälle heraus, sind die beiden neben Winkelhock/Basseng das konstanteste Duo.

Der zweite Young Driver-Wagen mit Tomas Enge und Alex Müller hatte ein katastrophales Wochenende mit zwei Ausfällen. Entsprechend dürften sie aber am Sachsenring mit leichtem Auto stark sein, denn Strecken wie diese, mit mittelschnellen Kurven und Höhenunterschieden, scheinen den Aston Martin DBR9 und den Nissan GT-R recht gut zu liegen, wobei die Nissan wegen der bisher wenig erfolgreichen Saison untergewichtig unterwegs waren.

MarcVDS wird an diesem Wochenende wieder mit seiner Stammbesetzung unterwegs sein, nachdem Frederic Makowiecki am vergangenen Wochenende für Luxury Racing einen Ferrari beim ILMC-Lauf in Spa gefahren hat und durch Yann Clairay vertreten wurde. Clairay und Martin errangen im ersten Lauf Rang 6, Teamkollegen Bas Leinders und Marc Hennerici (der letzte Deutsche im Feld) dasselbe Ergebnis im Hauptrennen.

Das größere Problem für MarcVDS und deren Satellitenteam Belgian Racing ist aber, dass Matech, die den Ford GT für die GT1 entwickelt haben, diese Woche Konkurs angemeldet haben, nachdem vor einigen Wochen Firmengründer Martin Bartek verstorben ist. Es soll zuvor schon finanziell nicht gut um Matech gestanden haben. Damit könnte es eng werden, was Ersatzteile oder gar neue Chassis für MarcVDS und Belgian Racing angeht, Leinders und Co. müssen also, wie er selbst Twitter sagt, vorsichtig mit ihren Autos umgehen, was in den ersten Saisonrennen nicht sonderlich gut gelungen ist. Auch was Weiterentwicklungen des Wagens angeht, sieht es vorerst düster aus, bis sich hoffentlich ein Investor findet.

Nach einem schwachen Wochenende in der Algarve könnte auch das „Boxenstopp-Wunder“-Team Hexis AMR mit leichten DBR9s wieder zuschlagen. Piccione/Düsseldorp liegen noch sehr aussichtsreich auf Rang 4 in der Meisterschaft, Hohenadel/Piccini nur knapp dahinter auf Rang 6. Und – wie bereits gesagt – die von Hermann Tilke in die heutige Form gebrachte Erzgebirgs-Achterbahn zwischen Zwickau und Chemnitz könnte den Aston Martins liegen.

Hexis führt auch nach wie vor die Team-Wertung an, die noch enger ist als die Fahrer-Meisterschaft: mit 73 Punkten liegen die Franzosen nur einen Zähler vor All-Inkl.com Münnich Motorsport und JR Motorsports, 68 Punkte hat Young Driver AMR auf dem Konto, erst danach klafft eine größere Lücke.

In der Algarve bot das 18 Fahrzeuge umfassende GT1-Feld spannende Rennen, bleibt zu hoffen, dass es wieder ähnlich interessant wird. So lassen sich hoffentlich auch mehr Zuschauer anlocken als das im vergangenen Jahr am Nürburgring der Fall war. Allzu viele hochkarätige Rennveranstaltungen können ja am Sachsenring neben der MotoGP wegen der Lärm-Beschränkungen leider nicht ausgetragen werden.

Das Qualifying findet am Samstag um 9:10 Uhr statt, die beiden einstündigen Rennen starten am Samstag und Sonntag jeweils um 14:15 Uhr. Dies alles wird wie üblich auf gt1world.com live gestreamt und hinterher on demand verfügbar sein.

Das ist auch dringend nötig, denn Sport1 zeigt laut aktuellem Programm-Stand nicht eine Minute live, weder auf im Free-TV, noch auf Sport1+, da anscheinend auf beiden Kanälen die MotoGP laufen soll (bitte vorsichtshalber nochmal selbst am Samstag nachsehen, ob sich da noch etwas dran geändert hat!). Am Samstag gibt es eine Aufzeichnung des Qualifikationsrennens auf Sport1+ um 18:20 Uhr sowie eine halbstündige Zusammenfassung am späten Abend um 23:25 Uhr auf Sport1. Auch am Sonntag wird das Hauptrennen nur aufgezeichnet um 18:20 Uhr auf Sport1+ gezeigt, auf dem freien Sender erst am Dienstag um 15:00 Uhr.

ADAC GT Masters

Im Rahmenprogramm treten die Serien des ADAC Masters-Programms an, allen voran die in diesem Jahr so grandios besetzte GT Masters-Serie. In dem über 40 Fahrzeuge starken Feld ist es in diesem Jahr extrem schwer, gute Ergebnisse einzufahren. Mindestens ebenso schwer ist es aber auch, vorauszusagen, wer zu den Favoriten gehören können, gerade mit der dann noch hinzukommenden Balance of Performance und den Erfolgsgewichten.

So werden Dino Lunardi und Alexandros Margaritis im Engstler-BMW M6 nach den Rängen 1 und 3 viel Gewicht mit sich herumschleppen, ebenso Jöns/Klingmann im Abt-Audi nach den Plätzen 2 und 3 und die Stuck-Brüder nach dem Sieg im zweiten Lauf. Dieser Ballast fällt natürlich auf einer Bahn mit vielen Höhenunterschieden – Achtung Wortwitz – besonders ins Gewicht.

Die Teams und Fahrerduos, die am Rande des Erzgebirges potentiell etwas reißen könnten, sind kaum zu zählen, so viele prominente Namen der deutschen Tourenwagen- und GT-Szene sind am Start. Auch der Saisonauftakt der GT3-EM am vergangenen Wochenende in Portimao gibt eher wenig Aufschlüsse, denn dort dominierten in Lauf 1 die BMW Z4, die in der deutschen GT3-Serie leider komplett fehlen, vor drei Mercedes SLS AMG, die sehr wohl dabei sind und von denen sicherlich der eine oder andere um die Podiumsplätze kämpfen wird.

Lauf 2 ging knapp an den belgischen WRT-Audi R8, hier kamen allerdings erstmals die „Strafzeiten“ für die Podiumsplatzierten des vorangegangenen Rennens zum Einsatz, die sich noch heftiger dadurch auswirkten, dass die Stopps während einer Safety Car-Phase abliefen, die ausgerechnet wegen eines Unfalls des Siegers aus dem ersten lauf ausgerufen werden musste. Glücklicherweise haben sich die GT Masters-Organisatoren gegen diese Regel entschieden, auch wenn Erfolgsballast (in meinen Augen) kaum besser ist.

Interessant wird am zweiten GT Masters-Wochenende aber die Frage sein: können sich einige Teams, die in Oschersleben noch Probleme hatten, in Richtung Spitze vorarbeiten?

So kamen zum Beispiel Niclas Kentenich und Dominik Farnbacher im einzigen Ferrari F458 noch nicht wirklich gut von der Stelle, erreichten nur die Ränge 20 und 11. Mühlner Motorsport hatte mit seinen beiden Porsche 911 ein wirklich katastrophales Wochenende, die Enttäuschung war beim in Spa stationierten Team groß. Und auch die prominente Kombo aus Heinz-Harald Frentzen und Sven Hannawald (der ja 2010 einer der besten Amateure war) auf der Callaway-Corvette erreichte nicht wirklich viel.

Wieder dabei ist auch der vom Crash in Monza genesene Albert von Thurn und Taxis. Der Vorjahresmeister dürfte es aber in dem großen Feld auch nicht einfach haben, mit seinem neuen Teamkollegen Philipp Geipel seinen Platz zu finden. Ob die beiden sofort um vordere Platzierungen mitfahren können, wird sich zeigen müssen. Der Prinz war auch in Portimao schon wieder am Start, erreichte dort mit Nikolaus Mayr-Melnhof im zweiten Lauf Rang 4 nach Ausfall im Samstagsrennen.

Der ADAC hat in dieser Woche auch wieder kräftig an der BoP geschraubt, um stärkere Autos einzubremsen, sodass auch die zuletzt schwächeren Chancen haben. So ist die Viper 20kg leichter, die Porsche 997 R gar um 25kg, der Lamborghini LP600+ 5kg schwerer, die Mercedes SLS AMG um 15kg; die Audi bekommen einen um 0,5mm größeren Restriktor. Diese ganzen Änderungen erschweren das Erkennen einen Kräfteverhältnisses weiter.

Einen interessanten Kommentar zu BoP-Eingriffen hat übrigens GT4-Pilot Michael Mallock a

April 22 2011

13:24

GT Masters: Saisonvorschau & Auftakt in Oschersleben

Wenn man Audi R8, Porsche 911, Mercedes SLS, Corvette Z06, Ferrari F430/458, Lamborghini LP600, Dodge Viper und BMW Alpina B6 hört oder liest, wird man vermutlich sofort denken man wäre auf der IAA in Frankfurt gelandet, es sei denn man befindet sich am Osterwochenende in Oschersleben beim Auftakt der ADAC GT Masters. Denn genau dort gehen all diese Wagen an den Start um die Titelverteidiger Prinz Albert von Thurn und Taxis und Peter Kox vom Thron zu stoßen.

Die Meisterschaft welche auf dem FIA GT3-Reglement beruht und 2007 ihre ersten Rennen austrug hat sich mittlerweile zu einer festen Größe im Deutschen und Europäischen GT-Sport entwickelt und wird auch seit 2010 Live auf Kabel 1 ausgestrahlt. Dies zeigt auch die Anzahl der Nennungen, welche es Stand Donnerstag auf satte 41 Stück bringt! So viele Wagen haben weder BES, noch GT1-WM oder die GT3-EM vorzuweisen.


Zur neuen Saison hat sich im GT Masters einiges getan, so kommen neue Wagen, neue Teams, neue Fahrer und auch neue Strecken in die Serie. So wird man in diesem Jahr im August erstmals auf dem Red Bull Ring antreten, welches der wiederaufgebaute A1-Ring ist, der in diesen Tagen endlich wieder zum Leben erweckt wird. Außerdem gibt es weitere Abstecher nach Zolder und Assen. Der konkrete Terminkalender sieht dann wie folgt aus:

23.04.- 25.04.2011 Oschersleben (D)
12.05.- 15.05.2011 Sachsenring (D)
10.06.- 12.06.2011 Zolder (B)
08.07.- 10.07.2011 Nürburgring (D)
12.08.- 14.08.2011 Red Bull Ring (A)
02.09.- 04.09.2011 EuroSpeedway (D)
16.09.- 18.09.2011 Assen (NL)
30.09.- 02.10.2011 Hockenheim (D)

Eine weitere Änderung betrifft die Übertragung von Kabel 1. So wird dieses Jahr nicht mehr Rainer Braun die Rennen kommentieren, sondern der aus der VLN und LMS bekannte Fahrer und Kommentator Patrick Simon. So fährt Patrick Simon nicht nur in der FLM in der LMS, sondern kommentiert auch mit Lars Gutsche regelmäßig die Rennen der VLN. Eine kleine Kostprobe gibt es hier

Da es in Laufe der Saison recht häufig vorkommen wird, dass Teams einzelne Rennen auf einmal auslassen werden oder die Fahrerbesatzung öfters ändert, ist diese Vorschau nur unter Vorsicht zu genießen und es kann durchaus sein dass sich einzelne Besetzungen noch sehr kurzfristig ändern.

Beginnen möchte ich die Vorschau mit den Wagen aus dem Hause Porsche

Die meisten Fabrikate bringt dieses Jahr Porsche an den Start. Ganze 10 GT3 R und 1 Cup S werden in Oschersleben an den Start gehen, wobei leider vor allem die 2 GT3 R von Mühlner Motorsport immer noch äußert fraglich sind, denn bisher wurde nur Frank Schmickler auf dem GT3 R mit der Startnummer #6 genannt. Es ist also gut möglich, dass eventuell nur 1 oder gar kein Porsche von Mühlner in der Startaufstellung zu finden ist.

Anders sieht es hingegen bei der vermutlichen Speerspitze der Zuffenhausener aus, nämlich dem Team von a-workx Akrapovic welche 2 GT3 R einsetzen und dabei auf der #10 die beiden Fahrer Sebastian Asch und Michael Ammermüller, welcher Freitagsfahrer bei Red Bull und 2010 Fahrer eines R8 LMS mit Kenneth Heyer war, einsetzen.
Ferner hat auch die Mannschaft von Alfried Heger, HegerSport die Nennung von 2 GT3 R abgegeben, aber man wird nicht hinter dem Einsatz stehen, auch wenn Heger vorne drauf steht. Die Einsätze wurden de facto von Attempto Racing übernommen, denn wenn ein Team rechtzeitig einen Wagen für die Gesamte Saison meldet, werden einem 2/3, also 10.000 € des Nenngeldes rückerstattet. Pilotiert werden die Wagen von Robert Lukas Stefan Wendt (#29), Jürgen Häring, Nicolas Armindo (#30).

Das Teams 9Elf Dutt wird aber vermutlich kaum in den Kampf um die Spitze eingreifen, denn hier konzentriert man sich anscheinend stark auf die Amateur-Wertung. So werden bei 9Elf Dutt die Fahrer Oliver Dutt, Oliver Strasser die #13 steuern während Peter Veen und Uwe Kleen sich am Steuer der Nummero #14 dem einzigen 911 Cup S abwechseln werden.
Selbiges gilt mehr oder weniger auch für das Team FACH AUTO Tech, welche zwar schon dieses Jahr bei den 24H von Dubai am Start waren, aber ihr Augenmerk hier in Richtung der hart umkämpften Amateur-Wertung mit den Duos Daniel Dobitsch, Swen Dolenc in der #15 und Otto Klohs, Jens Richter in der #16.

Komplettiert wird das Feld von Bleekemolen RacePlanet Racing wo sich beim 1. Rennen Ronald van de Laar und Michael Bleekemolen, der jüngere Bruder von Jeroen am Steuer des Porsche mit Nummer 26 abwechseln werden.

Mercedes SLS AMG GT3

An diesem Wochenende wird auch Mercedes mit dem SLS AMG GT3 sein Debüt in jener Serie geben und dabei werden gleich 8 “Sternenkrieger” versuchen, den Titel nach Stuttgart zu holen. für das größte Kontingent wird dabei Heico Motorsport verantwortlich zeichnen, denn sie werden gleich 4 Wagen vorbereiten.
So wird die Startnummer #34 von keinem geringeren als Lance David Arnold, welcher letztes Jahr u.a. den Haribo Porsche steuerte und Andreas Zuber gesteuert, während sich auf dem Schwesterauto mit der #33 der mittlerweile GT-Erfahrene und aus der Champ Car bekannte Andreas Wirth sowie Christiaan Frankenhout aus den Niederlanden abwechseln werden. Die #31 wird von Thomas Holzer und Carsten Tilke, Sohn von Herrman Tilke gesteuert, während der 4. Wagen von den Piloten Dominik Baumann und Harald Proczyk pilotiert werden.

Als 2. Team wird Black Falcon 2 Mercedes an den Start bringen. Das Team welches bisher vor allem in der VLN seine Runden dreht, feiert nun sein Debüt im GT Masters und was für eins. So wird die #21 von keinem geringeren als Jan Seyfarth sowie Oliver Mayer gesteuert und die #20 von seinem Teamkollegen aus der VLN, Kenneht Heyer und Robert Renauer.
Ein weiterer SLS wird von MS Racing, dem Sieger des Porsche Carrera Cup 2009 mit David Sigacev und Dominik Stoll für das Rennen am Osterwochenende gemeldet.

Als 8. SLS fehlt bisher noch der SLS von Mamerow Racing. Das Team, welches nach Unstimmigkeiten mit Porsche im Winter zu Mercedes gewechselt ist und in der VLN am Start ist, hat zwar einen SLS genannt, jedoch sind bisher (Stand: Donnerstagmittag) keine Fahrer zu finden. Vermutlich wird zwar Chris Mamerow einer der Piloten sein, dass aber auch er eben nicht in der Liste auftaucht dürfte allerdings kein gutes Zeichen sein.

Lamborghini

Natürlich darf auch das Fabrikat nicht fehlen, welches letztes Jahr den Meister stellen konnte und diesmal geht ein wahres Großaufgebot von LP600+ an den Start, nachdem Reiter Engineering dem Lambo über den Winter nochmals ein umfangreiches Update spendiert hat.
Zumindest 6 Lambo wurden gemeldet, ob aber auch wirklich alle 6 in Oschersleben am Start sind, hängt vor allem vom Gesundheitszustand von Prinz Albert von Thurn und Taxis ab. Dieser hat ja bekanntlich am letzten Wochenende mit seinem Lambo in Monza bei der Blancpain Endurance Series aufs heftigste abgeflogen wobei er sich anscheinend doch verletzt hat. Denn Albert von T&T wurde in Regensburg mit einer Halskrause gesichtet und es machen doch Gerüchte über eine Verletzung der Halswirbel die Runde. Ob dies dann auch wirklich stimmt, ist zurzeit noch unklar, allerdings gab es bisher auch kein Dementi zu den Gerüchten.

Klar ist bisher nur, dass Reiter zur Zeit kein weiteres Chassis in der neuesten Konfiguration zur Verfügung hat, weshalb man zur Zeit ein Chassis aus dem Jahre 2007 vorbereitet, sollte man sich entscheiden mit 4 Wagen (ob nun mit oder ohne den Prinzen) an den Start zu gehen. Sein Beifahrer für Oschersleben und den Rest der Saison ist allerdings nicht mehr Peter Kox, dieser teil sich die #24 mit Marc A. Hayek, dem Hauptsponsor im Team von Reiter.
So wird für die #1 der schnelle GT-Pilot Phillip Geipel als Co-Fahrer vom Titelverteidiger aus Regensburg genannt.

Die beiden anderen Besatzungen vor Reiter sind zum einen die Söhne von Hans Joachim Stuck, Ferdinand und Johannes Stuck in der #2 und man darf gespannt sein, wie schnell vor allem Ferdinand Stuck sein wird, denn Johannes Stuck hat ja schon u.a in der VLN und bei den 24H bewiesen, dass er ein schneller Mann ist. Diese Einsätze im GT Masters dürften vermutlich aber auch hauptsächlich zur Vorbereitung auf das 24H Rennen dienen, denn dort wird es ein Team Stuck³ geben, bei dem alle 3 Stucks am Steuer eines Lambos sitzen werden.
Im 4. Reiter Lambo mit der Startnummer #25 werden sich der erfahrene Frank Kechele und Tunku Hammam Sulong aus Malaysia abwechseln.

Aber Reiter wird nicht das einzige Team mit den Italienischen Sportwagen sein, denn dieses Jahr erhalten sie Unterstützung vom Team rhino`s Leipert Motorsport welche 2 LP600+ mit David Mengesdorf, Dennis Vollmair in der #11 und Oleg Petrishin aus Russland und Marcel Leipert am Steuer der #12 an den Start bringen werden. Es bleibt abzuwarten wie sich diese beiden Duos schlagen werden.

Corvette

Sicherlich hat Corvette mit für die meisten Schlagzeilen gesorgt, als man bekannt gab, wer der neue Teamkollege von Sven Hannawald sein wird, nachdem Thomas Jäger es eben nicht mehr ist. Denn der neue Teamkollege wird Heinz-Harald Frentzen sein. Heinz Harald Frentzen wird zwar nach den Richtlinien der SRO als A Fahrer eingestuft, jedoch darf bezweifelt werden wie gut er in der GT3-Vette wirklich sein wird. Zum einen hat er in den GT-Fahrzeugen nicht viel bzw. kaum Erfahrung, zum anderen kann ich mich noch gut an seine Einstufungsfahrten zur GT1-WM aus dem letzten Jahr erinnern, nach denen die Nissan komplett falsch eingestuft waren und nicht den Hauch einer Chance hatten.

Die 2. von 4 Corvetten wird von Daniel Keilwitz und Diego Alessi mit der Startnummer #28 pilotiert und dürfte unter Umständen für die eine oder andere Überraschung gut sein, wenn die Einstufung des Fahrzeuges passt. Die 3. Corvette mit der #18 wird von Sven Hannawalds letztjährigen Konkurrenten um die Amateur-Meisterschaft, Toni Sailer pilotiert. Ihm zur Seite stehen wird der Österreicher Phillip Eng, während die 4. Corvette des Teams Callaway Competion vom schweizerischen Duo Hans Hauser und Remo Lips gesteuert wird (#19).

Audi

Nachdem man im letzten Jahr nur knapp den Titel gegen Albert/Kox verloren hatte, sind man heuer wieder auf Revanche und will mit aller Gewalt den Titel holen – Ein anderer Schluss lassen die Fahrerpaarungen kaum zu. So wird die #3 vom letztjährigen Vize-Duo Christopher Mies und Luca Ludwig gesteuert. Das 2. Auto von ABT Sportsline wird hingegen vom bekannten Jens Klingmann und dem einzigen Neuzugang im Team, Christer Jöns von Black Falcon kommend gesteuert.

Aber auch das Team Rosberg ist ebenfalls sehr hochkarätig besetzt, denn so greifen am Steuer des Wagens mit der Startnummer #7 Andreas Simonsen und kein geringerer als GT Masters Champion Christopher Haase ins Volant und auch das Schwesterauto mit #8 wird sicher ein Wörtchen um den Titel mitreden wollen bzw. können denn hier wechseln sich Stefan Landmann und Porsche Supercup Seiger Rene Rast hinter dem Lenkrad ab.

Neben diesen 4 sehr hochkarätig besetzten Audi R8 LMS, bringt Prosperia Team Brinkmann auch noch einen privat eingesetzten R8 mit den beiden holländischen Piloten Danny van Dongen und Arjan van der Zwaan mit der #39 an den Start.

Die “Exoten”

Es ist ja nicht so, dass hier nur R8, GT3 R und SLS sowie Corvetten um den Titel fahren würden, nein es gibt auch andere Wägen mit durchaus ernstzunehmenden Chancen auf das Podium bzw. auf mögliche Siege.
Zuerst sei hier natürlich der brandneue Ferrari F458 GT3 vom Team Farnbacher Racing genannt. Das Team welches letztes Jahr überraschend die 2 2. Plätze bei den 24H vom Ring und in der LMGT2 in Le Mans gewinnen konnte, wird hier sicher nicht auf ankommen fahren, denn die Besatzung mit Dominik Farnbacher und Niclas Kentenich ist sehr stark. So fuhr Niclas schon früher sehr erfolgreich im GT Masters und ist auch heuer z.b in der VLN für das Team von Sabine Schmitz am Start, während Dominik Farnbacher zu den besten und schnellsten GT Piloten zu zählen ist.

Ein weiterer F458 GT3 tauch in der Liste unter der Nennung Oliver Mayer mit den Fahrern Maximilian Götz und Maximilian Mayer auf, während Kessel Racing einen älteren F430 GT3 Freddy Kremer und Detlef Schmitz unter der Startnummer 50 gemeldet hat. Man kann nur hoffen dass auch beide Ferrari am Samstag in der Startaufstellung auftauchen und nicht noch kurzfristig absagen.

Viele werden sich auch gefragt haben, mit welchen Fahrzeugen aus München heuer zu rechnen ist und die Antwort wird folgende sein: Keine Z4, dafür aber 2 B6 vom Team Engstler. So werden heuer vermutlich keine Z4 GT3 von Schubert an den Start gehen, dafür werden aber 2 weiterentwickelte Alpina B6 vom Team Engstler an den Start gehen. So wird die #40 von Florian Spengler und einem ehemaligen Piloten des 2008 OPC Race Camp, Alexander Plenagl gesteuert werden. Das 2. Auto wird hingegen von Dino Lunardi und einem ehemaligen Tourenwagen Piloten, denn viele vll. noch aus der DTM kennen, Alexandros Margaritis gesteuert, nachdem man ja Andreas Wirth in Richtung Mercedes verloren hat.

Zum Abschluss gibt es noch einen Wagen auf den ich mich persönlich recht freue, nämlich die Vulkan Viper von Mintgen Motorsport. Nachdem es gegen Ende des Jahres um das Team etwas ruhiger wurde, haben sie es geschafft eine GT3 Viper mit Heiko Hammel und keinem geringeren als Sascha Bert vorzubereiten.

Die Rennen am Ostersonntag und am Ostermontag werden wie schon angesprochen von Kabel 1 Live übertragen.

masters-100430-0010 gt_masters-110106-0010 gt_masters-110106-0009 ADAC GT Masters Weekend Oschersleben 09.-11.April 2010 gt_masters-100815-0608 gt_masters-090607-0282 gt_masters-100602-0422 gt_masters-110414-0081

April 07 2011

06:30

GT1-WM: Vorschau Zolder

Zolder ist an diesem Wochenende der Schauplatz für die zweite Runde der Sportwagen-Weltmeisterschaft und dort stehen die belgischen Ford GT-Teams sowie GT1-Debütantin Vanina Ickx im Rampenlicht.

Die GT1-WM soll nicht die zweite Geige spielen, hat sich Stephane Ratel gedacht, und den belgischen Lauf seiner Königsklasse aus dem Rahmenprogramm der 24h von Spa in den April und ins flämische Zolder verlegt. Ein Blick auf die Zuschauerzahlen am Wochenende sollte zeigen, ob diese Idee Sinn macht oder nicht. Zwar sind die Belgier begeisterungsfähig für Motorsport, doch dürfte es schwer werden, mehr Aufmerksamkeit auf die Serie zu lenken als beim gut besuchten 24h-Rennen im letzten Sommer. Davon abgesehen ist der Circuit Zolder natürlich allein schon als Rennstrecke kein Ersatz für die allseits beliebte Ardennen-Achterbahn.

Der erste Sektor der Strecke – auf der einige Wochen vor Saisonbeginn der Shakedown der Serie stattfand, sodass alle Teams und alle Fahrer erste Erfahrungen sammeln konnten – ist eine Schleife mit drei mittelschnellen Kurven, dann folgt nach der Gegengeraden die übrigen zwei Drittel mit insgesamt drei Schikanen, die im Laufe der Jahrzehnte eingebaut wurden, als letzte die Gilles Villeneuve-Schikane nach dem Tod des Kanadiers in der dortigen schnellen Rechtskurve.

Die Vorgängerserie FIA-GT fuhr hier bereits zwischen 2007 und 2009, einmal gewann ein Jetalliance-Aston Martin, die beiden letzten Male jeweils ein Vitaphone-Maserati. Maseratis sind im aktuellen GT1-feld nicht mehr dabei, und es wird sich zeigen, ob der Kurs den Aston Martin nach wie vor liegt.

Doch zumindest die beiden Hexis-Wagen sind nach dem starken Hauptrennen in Abu Dhabi, als alle vier DBR9 unter die ersten sechs fuhren, mit einigem Zusatzgewicht beladen: 30kg müssen die Sieger Clivio Piccione und Stef Dusseldorp zuladen, nur 5kg ihre Teamkollegen Christian Hohenadel und Andrea Piccini. Im Sprintrennen werden zumindest Piccione und Dusseldorp also wohl kaum um den Sieg fahren können.

Damit dürften dann eher Young Driver AMR zu den Favoriten gehören, die in Abu Dhabi bereits top in Form waren, aber nach Ausfällen im Qualifikationsrennen im Hauptrennen „nur“ die Plätze 5 und 6 erreichten und so sogar leicht unter ihrem Normalgewicht in Zolder starten werden. Für Stephan Mücke, Tomas Enge und Alex Müller (der als gebürtiger Emmericher Zolder auch als ein Heimrennen sieht) sowie die Mechaniker des Teams ist es dabei das dritte Rennwochenende in Folge, nachdem sie auch beim LMS-Rennen in Le Castellet antraten.

Für die vier Ford GT im Feld ist Zolder das Heimspiel, doch nicht nur deswegen ist ihnen ein erfolgreiches Wochenende zu wünschen: gestern wurde bekannt, dass Martin Bartek, Gründer von Matech Concepts, verstorben ist. Das Schweizer Unternehmen mit Werkstatt in Mayen in der Eifel hat den Ford GT für die GT1-WM konstruiert und im vergangenen Jahr unter dem Matech Competition-Banner auch selbst eingesetzt, bei dem Bartek als Teamchef fungierte.

Das stärkere der beiden  diesjährigen Ford GT-Teams ist MarcVDS Racing, bei denen mit Bas Leinders/Marc Hennerici und Maxime Martin/Frédérik Makowiecki in jedem Wagen ein Belgier an Bord ist. Und obwohl Martin und Makowiecki das Qualifikationsrennen gewinnen konnten, werden beide untergewichtig an den Start gehen, denn das Hauptrennen verlief weniger erfolgreich.

Das Rampenlicht werden Leinders und Martin jedoch teilen müssen, und zwar mit Vanina Ickx, Tochter der Rennsport-Legende Jacky, denn die sechsunddreißigjährige feiert an diesem Wochenende ihr Debüt in der GT1-Weltmeisterschaft. An Sportwagen-Erfahrung fehlt es ihr natürlich nach zahlreichen Einsätzen in Le Mans-Prototypen, in der Belcar sowie der alten FIA-GT nicht, doch die GT1-WM mit ihren knackigen Sprintrennen ist eine andere Geschichte. Jedenfalls ersetzen Ickx und der Schweizer Mathias Beche beim MarcVDS-Satellitenteam namens Belgian Racing die beiden Franzosen Leclerc und Giroix, während den zweiten Wagen Milos Pavlovic und Martin Matzke (2010 in der GT Masters unterwegs) steuern. Beide Fahrzeuge konnten in Abu Dhabi nur mäßige Ergebnisse einfahren.

Den vier Nissan GT-R von Sumo Power und JR Motorsport – wie die beiden Ford-Teams gehören auch diese zum selben Stall – kommt die Strecke mit ihren zahlreichen langsamen Ecken zwar nicht unbedingt entgegen, doch die vier starken, erfahrenen Fahrerpaarungen sollten trotzdem in der Lage sein, um gute Platzierungen zu kämpfen – am wenigsten noch die nach zwei zweiten Rängen in Abu Dhabi mit 25kg Erfolgsgewicht „gesegneten“ Peter Dumbreck und Richard Westbrook, die in beiden Läufen dort nur knapp geschlagen wurden.

Gehandicapt ist auch der All-Inkl.com Münnich Motorsport-Lamborghini von Marc Basseng und Markus Winkelhock. Es wird spannend sein, zu sehen, ob diese konstant erfolgreich sein können, nachdem es im vergangenen Jahr nicht besonders gut lief. Zieht man allerdings einmal die 2010er Rennen aus Navarra, einem ebenfalls recht eckigen Kurs mit nur wenigen schnellen Kurven, heran, könnten die Lamborghini stark sein.

Das dortige Event räumten Frank Kechele und Ricardo Zonta im Reiter-Murcielago in dominanter Manier komplett ab. Das war einer der wenigen Erfolge für Lamborghini im ersten Jahr, doch Reiter und Kechele sind nicht mehr dabei und Zonta fährt Nissan. Stattdessen ist das Swiss Racing Team von Nissan zu den Italienern gewechselt. Deren stärkere Fahrerpaarung besteht aus den beiden Veteranen Wendlinger und Kox, die auf dem Yas Island die Plätze 10 und 7 einfuhren – hier dürfte noch Steigerungspotential schlummern.

Bleiben noch die Corvette-Teams. Nach all dem Hin und Her vor Saisonbeginn sind zwar die notwendigen vier Fahrzeuge eingeschrieben, doch nur für zwei sind bisher Fahrer gemeldet. Vermutlich werden die beiden anderen Corvettes also auch in Zolder fehlen. Deren Fehlen in Abu Dhabi hat bereits dazu geführt, dass beide Mannschaften keine Punkte für die Team-Wertung sammeln können, für die Fahrer zählen die erfahrenen Punkte allerdings.

Doch ob das ganze nun „(rennsport-)politisch korrekt“ ist oder nicht, die Fans dürften sich auch über zwei der amerikanischen V8-Boliden freuen, denn zwei sind immerhin mehr als gar keine. Zudem war die rote Exim Bank Team China-Corvette in Abu Dhabi auch nicht schlecht unterwegs, die beiden Niederländer Nicky Catsburg und Mike Hezemans erreichten immerhin die Ränge 7 und 10.

Das Qualifying-Rennen in Zolder findet am Samstag um 16:15 Uhr statt, die Startaufstellung für diesen Lauf wird um 10:05 Uhr am Vormittag ausgefahren. Start zum Hauptrennen ist am Sonntag um 14:45 Uhr. Die drei Sessions werden im offiziellen Livestream der Serie zu sehen sein. Sport 1 zeigt das Samstagsrennen in voller Länge live (ab 16:00 Uhr), vom entscheidenden Hauptrennen jedoch nur eine halbstündige Aufzeichnung am Sonntag um 16:30 Uhr.

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(Bilder: DPPI/GT1)

 

February 23 2011

07:07

Ferner liefen: Die Newshappen

# Der Formel 1 Lauf in Barcelona könnte im Jahr 2012 zum letzten Mal stattfinden. Zwar geht der Vertrag der Rennstrecke mit der FOM noch bis 2016 – der katalanische Regierungspräsident Artur Mas hat allerdings gegenüber der Tageszeitung El País erklärt, dass die Finanzierung nur noch für die nächsten zwei Rennen gesichert sei. Damit steht neben dem Lauf in Valencia, der angeblich Probleme hat, der Formel 1 die Startgelder zu überweisen auch das zweite Rennen in Spanien auf der Kippe. (Vorsicht)

# Das Finale der IndyCar Saison 2011 wird am 16. Oktober am Las Vegas Motor Speedway stattfinden. Das haben die Veranstalter, wie allgemein erwartet, auf einer Pressekonferenz am Dienstagabend bekanntgegeben. Überraschend ist dagegen das Konzept für das 200 Runden-Rennen: Die INDYCAR schreibt nämlich ein Preisgeld in Höhe von fünf Millionen Dollar aus, das ausbezahlt wird, sofern ein Fahrer aus einer anderen Serie den Lauf gewinnen sollte. Welche Piloten man für dieses All-Star Konzept gewinnen will, ist allerdings ungewiss. Der Sprint Cup fährt am 15. Oktober in Charlotte ein Chase-Rennen. Es scheint also eher unwahrscheinlich, dass sich einer der großen NASCAR-Stars den Start in Las Vegas antut. Immerhin sollten zum Finale 2011 etwas mehr Fans vor Ort sein: Denn die ersten 80.000 Besitzer eines beliebigen IndyCar Tickets für 2011, die sich bei den Organisatoren melden erhalten gratis Eintritt zum Rennen in Las Vegas. (Vorsicht)

# Jules Bianchi hat die Meisterkrone in der GP2 Asia errungen. Das scheint im Moment zumindest sehr wahrscheinlich. Denn mit der Absage/Verschiebung des Formel 1-Rennens in Bahrain ist nun klar, dass dort auch die GP2 Asia nicht fahren wird. Weil der mäßig üppige Kalender dieser Serie nur drei Veranstaltungen umfasst, wäre der Franzose nach nur einem Lauf in Abu Dhabi Champion 2011. Ganz fix ist das aber bisher noch nicht: Eine Ersatzveranstaltung für zumindest eines der beiden Wochenenden steht nämlich noch im Raum – die GP2 Asia hält sich zur Zeit noch bedeckt. (Vorsicht)

# Die WTCC nähert sich langsam dem Start der neuen Saison, und das Fahrerfeld beginnt Formen anzunehmen. Team Engstler hat schon vor einiger Zeit die Verpflichtung von Kristian Poulsen, Marchy Lee und Engstler selbst bekannt gegeben, diese Woche waren Sunred und Proteam dran. Sunred wird 2011 mit sechs Wagen starten: Wieder dabei ist Gabriele Tarquini, der sich mit dem russischen Rennfahrer Aleksei Dudukalo die Sponsorenunterstützung von Lukoil teilen wird. Tiago Monteiro, Michel Nykjaer und Pepe Oriola werden in den Farben von Sunred Engineering antreten, Fredy Barth für SEAT Swiss Racing. Der Marokkaner Mehdi Bennani greift für Proteam ins Lenkrad, wo Fabio Fabiani und GP2-Veteran Javier Villa seine Teamkollegen sein werden. Eine Auflistung aller schon bekannten Fahrer (Stand Montag 21. 2.) gibt es in der provisorischen Entry-List bei den Kollegen von touringcartimes.com (Vorsicht)

# Neuigkeiten gibt es auch zu den Strecken: In Suzuka wird die WTCC, wie aus der Streckengrafik auf fiawtcc.com hervorgeht, auf der Kurzanbindung antreten. Das ist einerseits sinnvoll, denn die gesamte Strecke wäre für die Tourenwagen vielleicht wirklich etwas zu lang gewesen. Andererseits besteht der aktuelle Entwurf nur noch aus den Esses und der Zielgeraden. Das ist einerseits mit etwa 2 Kilometern dann etwas gar kurz, und verspricht auch nur wenige offensichtliche Überholmöglichkeiten. Aber da gelten bei den Tourenwagen ja ohnehin andere Gesetze – ob es die richtige Entscheidung war, wird wohl erst das Rennen im Oktober zeigen. Ganz andere Probleme gibt es in Marokko – dort könnte nämlich das ganze Rennen wegen “finanzieller Probleme” vor der kurzfristigen Absage stehen. (Vorsicht)

# Und damit nochmal zur IndyCar Series, wo sich auch das Transferkarussell weiterhin fleißig dreht: So soll Simon Pagenaud, 2007 sehr ordentlich in der ChampCar Serie unterwegs, und im vergangenen Jahr für den ALMS-Erfolg des Highcroft Teams mitverantwortlich über einen Vollzeit-Vertrag für 2011 verhandeln. Wie er speedtv.com verraten hat, ist er mit mehreren Teams in verheißungsvollen Gesprächen. Um welche Mannschaften es sich dabei genau handelt, wollte er allerdings nicht verraten. Nur soviel: Highcroft, denen man für 2012 ebenfalls IndyCar-Ambitionen nachsagt ist nicht darunter. (Vorsicht)

# Twitter-Gerüchte sprechen außerdem davon, dass Oriol Servia bei Newman-Haas untergekommen sein soll. (Vorsicht)

# Und Sam Schmidt Racing hat bestätigt, dass man 2011 in Texas, Kentucky und Las Vegas mit dem neuseeländischen Indy Lights Veteran (und Meister 2005) Wade Cunningham an den Start gehen wird. (Vorsicht)

# Die amerikanische Tochter des deutschen DHL Konzerns wird zukünftig Hauptsponsor von Ryan Hunter Reays Auto. Zusätzlich wird man als Nebensponsor von Mike Conway auftreten. (Flo aus N)

# Das Indy 500 wirft seine Schatten voraus. Im kommenden Jahr werden sie allerdings etwas kürzer sein. Denn die IndyCar Series gab bekannt dass man die Startzeit um eine Stunde von Ein auf Zwölf Uhr vorverlegen will. (Flo aus N)

# Auch in der DTM werden im kommenden Jahr einige Cockpits neu besetzt: Audi hat in der vergangenen Woche die Verpflichtungen von Formel 3 Euroseries-Meister Edoardo Mortara, des ehemaligen GP2 und A1GP Piloten Felipe Albuquerque (zuletzt in der italienischen GT Meisterschaft unterwegs) und der schweizer Formula Master und GT1-Pilotin Rahel Frey bekanntgegeben. (Vorsicht)

# Die GP3 Series ist seit gestern ebenfalls um einen Fahrer reicher: Der erst sechzehnjährige Neuseeländer Mitch Evans wird in der kommenden Saison ein Auto des Arden Teams pilotieren. (Vorsicht)

# Gute Neuigkeiten für GT1-Fans: Die Sportwagenserie wird auch im kommenden Jahr wieder live auf Sport 1 zu sehen sein – zumindest dann, wenn man der Programmvorschau auf der Homepage des Senders glauben schenken darf. (Vorsicht)

# Und die Superleague Formula hat in der vergangenen Woche verlauten lassen, dass man im Laufe der kommenden Tage die (Renn-)Teams für die kommenden Saison bekannt geben will. Angeblich haben 14 Mannschaften Interesse gezeigt. Da die SLF aber mit maximal 20 Autos an den Start gehen will, und jedes Team zumindest zwei Autos einsetzen muss, werden wohl einige außen vor bleiben. Interessanter als diese Ankündigung war aber eine Bemerkung von Serienchef Robin Webb am Rande der Pressemeldung, wonach die SLF “fünf Überseerennen auf vier verschiedenen Kontinenten” abhalten will. Geht man davon aus, dass zwei dieser Veranstaltungen in China stattfinden werden, bleiben noch drei weitere Austragungsorte übrig. Eines davon soll, wie berichtet, angeblich in Taupo, Neuseeland stattfinden. Über die Austragungsorte der anderen beiden Läufe gibt es bisher noch nicht einmal Gerüchte. Daher setze ich selbst eines in die Welt: Ein Lauf in Südamerika, wo ja gleich mehrere in der Serie vertretene (Fußball)-Teams herkommen würde sich gewiss anbieten. (Vorsicht)

# Auch in “Ferner liefen” noch unter “ferner liefen”: Der Inder Armaan Ebrahim wird auch in der kommenden Saison wieder in der Formel 2 antreten. Viel interessanter ist das schon die (meines Wissens nach) erste Onboard-Runde vom neuen Snetterton 300 Circuit, die vor ein paar Tagen ebenfalls auf der Homepage der Serie gepostet wurde. (Vorsicht)

# Verdächtig ruhig ist es in den vergangenen Wochen um die angeblich geplante A10 World Series geworden. Die verheißungsvollen aber inhaltsarmen Updates auf der Serienhomepage sind schon vor einigen Wochen verstummt, seither gab es keine neuen Meldungen mehr. Die Fanseite A10 GPGrid will nun immerhin von angeblichen Insidern ein Update bekommen haben: Die Pläne für die Serie sind demnach ungebrochen, die Verhandlungen rund um die Hinterlassenschaften der A1GP ziehen sich aber stärker als geplant in die Länge. (Vorsicht)

January 14 2011

09:30

TV Rechte 2011: Was wird wo gezeigt?

Wer in diesem Jahr viel Motorsport sehen möchte, der kommt um eine gute Internetleitung nicht herum. Die Zahl der Streams steigt, einige Serien sind ohne Rechner überhaupt nicht mehr zu sehen.

Es gibt auch 2011 viel Motorsport im Fernsehen zu sehen, aber einige Serien bekommt man weiterhin nur um Netz. Das gilt vor allem für die US-Serien, wobei sich die Lage etwas entspannt. Denn so wie es im Moment ausssieht, wird die ALMS ab 2011 ihre Rennen komplett live auf der eigenen Webseite zeigen. Düster sieht es aber weiterhin bei der NASCAR aus. Die NASCAR selber würde gerne die Rennen, vor allem für das internationale Publikum, gerne im Netz zeigen. ESPN und TNT ziehen schon mit aber FOX stellt sich quer. Der Grund: FOX ist der einzige Sender, der nicht allein per Kabel übertragen wird, sondern auch über die sogenannten “Affiliates” vertrieben wird. Und denen will FOX nicht die Zuschauer und damit die regionalen Werbeeinnahmen wegnehmen. Die NASCAR steckt da in einer Zwickmühle. Zum einen ist FOX, zusammen mit Speed, einer der wichtigsten Partner, andererseits laufen die Verträge noch bis Ende 2015 und so lange will man wohl nicht warten, bis man im Netz präsent ist. Das gilt auch für die sportlich zwar gute, ansonsten aber vor sich hinschwächelnde GrandAm Serie. Warum man die nicht per SpeedTV im Netz zeigt, ist nicht nachvollziehbar.

Ohne Rechner geht in diesem Jahr immer weniger. Die Streams werden mehr und laufen teilweise parallel zu den TV-Übertragungen. Einige Serien bieten sogar einen “On-Demand” Service an, aber das ist eher noch selten. Grundsätzlich ist die Tendenz aber zu erkennen, dass man das Netz als Verbreitungsplattform nicht ignorieren kann. Die Menge und die Qualität der Streams nimmt zu, es gibt immer weniger Serien, die völlig darauf verzichten. Dazu kommt, dass man Geo-IP-Blocking mittlerweile relativ einfach umgehen kann.

Verwunderlich ist aber weiterhin, dass MotorsTV das Internet komplett ignoriert. Die Webseite war schon immer eine Baustelle, der Youtube Kanal beitet nur Fitzel des Programms. Nachdem Kabel Deutschland den Sender aus dem Programmangebot genommen hat, sieht es mit der Verbreitung nicht so doll aus. Zwar ist Motors in England relativ stark, aber es würde Sinn machen, wenn man ein kostenpflichtes Abo-Modell für einen Stream anbieten würde. Warum da bei MotorsTV in dieser Richtung nichts passiert, ist mir ein Rätsel. Für die von MotorsTV übertragenden Serien dürfte die Netzrechte nicht allzu teuer sein, zudem hätte man die Chance sich vor allem für internationale Serien als zuverlässiger Verbreiter zu etablieren.

Interessant ist aber auch, dass die meisten Serien ihr internationales Potential bisher brach liegen lassen. Die Grand Am hatte ich erwähnt, aber auch teilweise hochklassig besetzte europäische Serien gehören dazu. Gemeint sind unter anderem die BTCC und die britische F3. Vor allem letztere ist gerade dabei eine, eine Chance zu verpassen. Die letzten Meister haben es allesamt in die F1 geschafft, die Qualität der Rennen ist enorm, die Konkurrenz hoch, dazu kommt der klassische britische Touch der Serie. Vermarktet wird sie mittlerweile von SRO, die ja auch die FIA GT organisieren, und die wohl auch für die weitere internationalisierung der britischen F3 zuständig sind. Im Moment gibt es nicht mal eine Liveübertragung der Rennen irgendwo im Fernsehen, MotorsTV strahlt eine Zusammenfassung mit ein bis zwei Wochen Verspätung aus. Das kann es ja nun nicht sein, wenn man gegen die F3 Euro usw. antreten möchte. Ein Stream wäre hier besonders dringend zu empfehlen.

Die folgende Übersicht hat noch ein paar Lücken, ich ergänze den Eintrag, sobald ich die Infos habe.

Formelserien
F1 – sky/RTL
sky hat den Vertrag mit der F1 nach viel Hin und Her um ein Jahr verlängert. Grund für die kurze Vertragslaufzeit: Bei RTL laufen die Rechte Ende 2011 aus, beide Sender müssen dann neuverhandeln. sky erhofft sich, dass man Exklusivpartner bei HD/3D werden wird, plus weitere Kameraperspektiven usw.

GP2 – sky
Weiter bei sky.

GP3 – Euro?
Lief 2010 auf Eurosport, habe aber keine Antwort, ob das auch 2011 so sein wird.

Formel Renault 3.5 – Euro
Sollte weiter auf Euro laufen.

Auto GP – Euro
Neu bei Eurosport, weil sie im Rahmen der WTCC die F2 ersetzt.

F2- MotorsTV, Stream
Die F2 wandert zu MotorsTV, wird alle Rennen aber auch als Livestream auf der eigenen Webseite anbieten. Ob es auch On-Demand sein wird, ist nicht bekannt. Ob sich Serienorganisator Dr. Jonathan Palmer damit einen Gefallen getan, bleibt abzuwarten. Hauptgrund für seinen Rückzug aus der WTCC sind wohl die unregelmäßigen Startzeiten der Serie, die Europosrt immer wieder dem Programm anpasst und vor allem im Sommer wild zwischen allen Sendern hin und her schiebt.

F3 Euro – n-tv
Bleibt bei n-tv, die letztes Jahr einen guten Job gemacht haben.

SLF – Stream
Hier bleibt es beim Stream auf der Webseite.

Tourenwagen
WTCC – Euro
Wie gehabt. Eurosport ist Host-Broadcaster und wird die Startzeiten wieder dem Programm anpassen.

BTCC – itv4
Bleibt die nächsten Jahre auch dort, einen legalen Stream gibt es nicht. Wobei man abwarten muss, ob itv4 eventuell auf der Webseite was zeigt. Das könnte man mit einem britischen VPN dann sehen.

DTM – ARD
Nicht neues.

GT1/GT3/GT Endurance – Stream
Ob Sport 1 die GT1-Übertragung fortsetzt ist mir nicht bekannt. Kann auch sein, dass es zu Sport1+ weiter geschoben wird. Die Streams laufen aber weiter, von daher ist es egal. Die GT3-EM wird außerdem live auf MotorsTV gesendet. Ob die dreistündigen Rennen der neuen GT Endurance Series von FIA und SRO im TV zu sehen sein werden, oder ob es wie bei den beiden anderen internationalen GT-Serien auch hier einen Stream geben wird, ist noch unbekannt.

ADAC GT – Kabel 1
Trotz schwacher Einschaltquote hält Kabel 1 an der ADAC GT ein weiteres Jahr fest.

VLN – ??
Es wird Ausschnitte aus den Rennen in verschiedenen Programmen (DMAX, Motorvision, Sport1) zu sehen geben, mehr aber nicht. Die 24H werden bei Sport1 laufen.

Porsche Supercup – sky/Euro
sky überträgt die Serie auch 2011. Sollte auch bei Eurosport zu sehen sein.

Porsche Cup – ??
Sport1, Motorvision?

Scirocco Cup – ??
Sport 1? Motorvision? Auf jeden Fall hatte VW im letzten Jahr ein verstecktes Livestream Angebot, das dieses Jahr wieder da sein sollte.

V8 Supercars – MotorsTV (1 Woche zeitversetzt)
MotorsTV. Bathhurst 1000 wird live gezeigt. Muss man auch abwarten, wie sich das bei MotorsTV entwickelt. Ohne eigenen Stream macht das bei denen langsam keinen Sinn mehr.

Prototypen
LMS – Euro
Vermutlich gibt es wieder die zerstückelte Berichterstattung auf Europsort. Einen Livestream scheint es auch in diesem Jahr nicht zu geben, was mir immer noch ein Rätsel ist. Bleibt Radio Le Mans.

24 H Le Mans – Eurosport
Auch in diesem Jahr gibt es wieder die kompletten 24 Stunden bei Eurosport.

USA
NASCAR – ??
ServusTV verhandelt mit der NASCAR über eine Verlängerung der Rechte. Es bleibt aber bei der Zusammenfassung am Montag. Gerüchteweise könnte das Daytona 500 live bei Servus laufen, weil die Amis das als Paket verkaufen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das stimmt, liegt aber bei unter 10%.

ALMS – Stream?
Es herrscht immer noch eine leichte Verwirrung darüber, ob die ALMS nun alle ihre Rennen live über die eigene Webseite streamt oder doch “nur” on-demand. Wenn es stimmt, wäre das natürlich toll. Das Angebot auf espn3.com soll nur ein Zusatz für die Amis sein. Die Rennen laufen in den USA nur noch teilweise live, der Rest zeitversetzt und zurechtgestutzt oder gar in dem 2010 erprobten “Doku-Drama”-Format, aber immer über ABC/ESPN. SpeedTV ist raus. Über die internationale Verbreitung hat man noch nichts gesagt. Laut Midweek Motorsport ist Radio Le Mans auch noch in Verhandlungen, allerdings ist man ziemlich sicher, dass man wieder dabei ist.

GrandAm – ??
Da wird man auf einen Stream von SpeedTV zurückgreifen müssen.

IRL – Stream
Die IRL streamt auch in diesem Jahr fast alle Rennen. Ausgenommen ist das Indy 500, das muss man sich woanders “besorgen”.

December 16 2010

11:00

Saisonrückblick: Die FIA GT1-Weltmeisterschaft

Was den auf der Strecke stattfindenden Sport anbetrifft, war 2010 ein gutes Jahr für die neue GT1-WM, die Speerspitze des im Umbruch befindlichen Arsenals an internationalen GT-Serien unter der Kontrolle der FIA und der SRO. Blickt man jedoch neben das schmale Asphaltband, tun sich viele Fragen auf.

2009 kündigte Stephane Ratel sein Konzept für eine neue Weltmeisterschaft für GT1-Sportwagen vor. Vieles war neu und die Motorsport-Fachwelt wie auch die Fans wussten nicht wirklich, was sie davon halten sollen. Einstündige Sprintrennen statt Langstrecke und die strikte Reglementierung von sechs Fahrzeugtypen, paarweise eingesetzt von je zwei Teams waren die neuen Ideen, hinzu kam die schon lange in der FIA GT und anderen SRO-Serien eingesetzte Regelung mit Erfolgsballast und Balance of Performance-Nachregulierung auch in der Saison waren schon länger bekannt. Spektakuläre, TV- und fanfreundliche Rennen sollten so geboten werden.

Und, so zeigte die Debutsaison mit ihren 10 Events mit jeweils zwei Rennen, dieses Ziel wurde erreicht. An Spannung und Spektakel auf der Rennstrecke hat es in der Saison selten gemangelt. Fünf der sechs Hersteller haben mindestens ein Hauptrennen gewonnen, lediglich Corvette-Siege gab es nur in zwei Qualifikationsläufen, acht der zwölf Teams konnten Siege feiern. Die strengen Regeln sorgten für ein ausgewogenes Kräfteverhältnis und eine Meisterschaft, die bis zum Ende hin eng hätte sein können, wäre der in Silverstone siegreiche Young Driver-Aston Martin von Darren Turner und Tomas Enge nicht wegen einer um  etwa einen Millimeter zu stark abgenutzt Bodenplatte disqualifiziert worden.

Diese Spannung und Chancengleichheit steht aber stets im Konflikt mit der ursprünglichen Idee des Motorsport, in der die Leistung des Konstrukteurs ebenso viel zählt wie die des Fahrers. Die „Bestrafung“ erfolgreicher Teams führte oft zu einem Wellenrhythmus, zur entscheidenden Frage wurde es, welche Teams auch mit zusätzlichem Ballast noch in der Lage sind, Punkte zu sammeln. Dies gelang wie in den letzten Jahren in der FIA GT Michael Bartels und Andrea Bertolini im Maserati des von Bartels geleiteten Vitaphone-Teams am besten und so dehnten die beiden mit dem vierten Fahrer- und sechstem Team-Titel ihre Serie auch in die neue Serie aus. Doch der Weg zum Titel war lang, umfasste er doch insgesamt zehn Rennwochenenden…

Die Rennen

Die Saison begann mit einem Schockmoment: ausgerechnet auf dem hochmodernen Formel 1-Kurs in Abu Dhabi verunfallte Natacha Gachnang im Qualifying schwer. Am Ende der langen Gerade schoss ihr Matech-Ford GT geradeaus und stauchte mit kaum verminderter Geschwindigkeit die TecPro-Barrieren zusammen. Der hintere Bremskreislauf hatte versagt und zudem erwischte Gachnang beim reflexartigen Durchtreten des Bremspedals auch das Gaspedal. Ein komplizierter Bruch des rechten Beins war die Folge, sie konnte erst im Juni bei den 24h von Le Mans ins Cockpit zurückkehren.

In den Rennen beeindruckten vor allem Thomas Mutsch und der von Renault in der Formel 1 nicht mehr gebrauchte Romain Grosjean: nach mäßigen Qualifying fuhren sie von Rang 11 auf Rang 2 hinter Marc Hennerici und Andreas Zuber nach vorn, im Hauptrennen überholte das Ford-Duo die beiden sogar und siegte dominant mit 23 Sekunden Vorsprung. Vor allem Grosjean beeindruckte mit schnellen Runden und Überholmanövern und zeigte seine Klasse, wozu er in seiner kurzen und schwierigen Formel 1-Karriere keine Chance hatte.

Für die Lamborghini- und Aston Martin-Teams lief es mäßig, gar kein Land sahen die beiden Nissan-Teams Swiss Racing und Sumo Power. Nach dem Wochenende beklagten sich beide über Mängel an der Balance of Performance. Das Problem: bei den Einstufungstests vor der Saison zeigten die Teams selbstverständlich nicht ihre volle Leistungsfähigkeit. Bei von Heinz Harald Frentzen in der Woche vor dem ersten Rennen in Abu Dhabi durchgeführten Vergleichsfahrten zur Feineinstellung wurden dann den Nissan noch einmal 30kg aufgebrummt. Und das Qualifying, das Maßstab für eine kurzfristige letzte Korrektur hätte sein können, war früh abgebrochen worden.

Swiss Racing drohte gar mit dem Rückzug seiner Fahrzeuge für Silverstone, doch die FIA nahm sich des Problems an und stufte alle Fahrzeuge neu ein. Nur der Ford GT blieb unangetastet und diente quasi als Referenz. Aston Martin und Lamborghini bekamen jeweils über 100kg erlassen, Nissan 50kg – das sollte sich als wirksam erweisen, in der Folge war das Feld tatsächlich recht ausgeglichen, wenn auch selbstverständlich mit streckenspezifischen Schwankungen.

In Silverstone wirkte sich die Erleichterung prompt aus, im Qualifikationsrennen gab es einen Doppelsieg für die Hexis-Aston Martin, im Hauptrennen die Markenkollegen Enge/Turner vom Young Driver Team – doch der Sieg wurde aberkannt, wie bereits erwähnt wegen einer zu stark abgenutzten Bodenplatte. Auch die Zweitplatzierten Accary/Makowiecki wurden wegen zu spät angetretener Durchfahrtsstrafe noch einmal bestraft und so fiel der Sieg an Jamie Campbell-Walter und Warren Hughes im Sumo Power-Nissan. Es hatte sich jedoch gezeigt, dass der Aston Martin DBR9 am besten mit langgezogenen, schnellen und mittelschnellen Kurven klarkommt.

Und das bewies er auch beim folgenden Lauf in Brünn, wo Turner und Enge zwei zweite Plätze infuhren. Es siegten jedoch erst Bartels/Bertolini, dann im Hauptrennen Mutsch und Grosjean, die somit die Meiterschafsführendung zurückeroberten. Jedoch nur weil im Hauptrennen einiges schiefgelaufen war – schon der Start war konfus: der Maserati in Front beschleunigte zu früh, der Aston Martin von Turner/Enge fiel im entstehenden Chaos auf Rang 16 zurück, von wo aus sie sich wieder bis auf Rang 2 vorarbeiteten, während Bartels und Bertolini eine Durchfahrtsstrafe auferlegt bekamen. Durch einen schnellen Boxenstopp unter Safety Car-Bedingungen ging der Matech-Ford GT in Führung und hielt diese bis zum Rennende.

Vom Rennwochenende auf dem Circuit Paul Ricard wird wohl vor allem Jamie Campbell-Walters Überholmanöver gegen zwei Konkurrenten auf der Start-Ziel-Geraden in der Schlussphase des Hauptrennens in Erinnerung bleiben. Die Rennen bewiese vor allem zwei Dinge: zum Einen, dass der Kurs es verdient hat, häufiger Rennen zu sehen und nicht nur eine reine Teststrecke zu sein; zum Anderen, dass Bartels und Bertolini im Vitaphone-Maserati immer noch so dominant sein konnten wie in der Vorjahren: Pole und ungefährdete Siege in beiden Läufen. Dabei waren die Maserati von der BoP-Änderung vor diesem Lauf am stärksten betroffen: Corvette, Ford, Aston Martin und Maserati wurden verlangsamt, letztere durch 55kg zusätzlichen Ballast.

In Spa zeigte dann der junge Deutsche Frank Kechele, zusammen mit Ricardo Zonta im Reiter-Lamborghini unterwegs, seine Fähigkeiten. Nachdem er nur zwei der vorangegangenen vier Rennwochenende bestreiten durfte, sicherte er sich mit dem zweiten Rang im Qualifikationsrennen und einem dominanten Sieg im Hauptrennen das Cockpit für den Rest der Saison.

Es folgte Chaos bei Matech: unvermittelt gab man den Abschied von Romain Grosjean bekannt, der zurück in die GP2 wollte, um sich eine weitere Formel 1-Chance zu erkämpfen. Zudem hatte es Streit im Team gegeben, Thomas Mutsch sei zu langsam gewesen, und auch mit dem für Spa eingestellten neuen Teamkollegen Neel Jani habe es Probleme gegeben. Das Schweizer Damen-Auto hatte auch nicht die erhofften Erfolge eingefahren und war bereits nach dem Lauf in Le Castellet aufgelöst worden; die neuen Kombinationen für die folgenden Rennen lauteten: Richard Westbrook/Thomas Mutsch und Neel Jani/Nicolas Prost, wobei letzteres für die letzten drei Rennwochenenden durch Nicolas Armindo ersetzt wurde.

Nach diesem Aufreger zur Saisonmitte stand der nächste Lauf auf dem Nürburgring an – und die zahlreichen deutschen Teams dominierten das Heimatrennen. Darren Turner und Tomas Enge sicherten sich die Pole Position mit vier Zehnteln Vorsprung und gewannen beide Rennen um zehn Sekunden, damit war das Young Driver-Aston Martin-Team – dessen Management sitzt zwar in Kopenhagen, doch die Fahrzeuge werden von Fischer Racing in Paderborn vorbereitet – das erste mit zwei Siegen an einem Wochenende. Dahinter zeigten sich Reiter und Phoenix stark, für letztere war es nach dem Auftaktsieg einer der wenigen weiteren Saisonhöhepunkte.

Vor dem Rennwochenende in der Algarve korrigierte die FIA das Kräfteverhältnis, dem Ford GT wurde ein vergrößerter Luftmengenbegrenzer zugestanden. Dennoch konnten Mutsch und Westbrook trotz grandioser Aufholjagd nichts gegen den Vitaphone-Maserati von Bartels und Bertolini ausrichten: nach schwacher Qualifikation fuhren sie im Qualifikationslauf von Rang 22 auf 5 vor, während Dumbreck/Krumm im Sumo Power-Nissan und Bartels Bertolini wenige Minuten vor Schluss die trotz 20kg Erfolgsballast von der Pol gestartete und bis dahin führende Phoenix-Corvette von Zuber/Hennerici schnappten. In den letzten Minuten des Hauptrennens jagte Westbrook den nach missglücktem Boxenstopp des Sumo Power-Nissan führenden Maserati, doch näher als bis auf 1,4 Sekunden kam er nicht mehr heran.

Der geplante Lauf auf dem Stadtkurs im südafrikanischen Durban, wo auch die A1GP einige Male unterwegs war, musste noch mitten in der Saison gestrichen werden, da der Kurs aus finanziellen Gründen nicht aufgebaut werden konnte. Ein adäquater Ersatz wurde in der brandneuen Strecke im spanischen Navarra gefunden. Mit der Strecke, die zwar auch über einige schnelle Kurven, überwiegend aber über enge mit sehr kleinen Radien verfügt, kamen Ricardo Zonta und Frank Kechele im Reiter-Lamborghini am besten zurecht. Damit konnten sie wichtige Punkte auf die in der Meitserschaft vorn platzierten gutmachen, denn während Bartels/Bertolini zwar mit schwerem Auto noch einige Zähler sichern konnten, ging das Wochenende für Thomas Mutsch punktelos zu Ende.

Noch härter sollte es den deutschen Fahrer/Teammanager in Interlagos treffen: durch eine unverschuldete Kollision früh im Qualifikationsrennen verloren er und Richard Westbrook (der in der Fahrer-WM wegen dem nachträglichen Einstieg aber keine Rolle spielte) jede Chance auf einen echten Eingriff in den Meisterschaftskampf. Tomas Enge und Darren Turner erhielten sich eine kleine Titelchance durch den Sieg im Qualifikationsrennen, doch im Hauptrennen wurden sie durch die schnellere Boxenarbeit des Vitaphone-Teams von Enrique Bernoldi und Gastfahrer Alexandre Negrao im zweiten – oft erstaunlich schwachen – Maserati überholt, die damit einen Heimsieg (vor allerdings spärlichem Publikum) errangen.

Es folgte das Finale auf dem grandiosen und anspruchsvollen Kurs von Potrero de los Funes nahe San Luis in Argentinien. Der Vorsprung von Bartels und Bertolini war groß, so dass die Chance auf den Titel für die engsten Verfolger Turner und Enge bereits vor dem Rennen als klein eingeschätzt werden konnte. Mit dem 17. Rang in der Qualifikation war es dann beinahe endgültig vorbei – dem Erfolgsballast geschuldet, denn die anderen drei Aston Martin fanden sich in den Top 5 wieder mit dem Young Driver-Schwesterauto nach starker Qualifikation des Lokalmatadoren Jose Maria Lopez auf Pole.

Zwar wurde der #1-Maserati früh im Qualifikationsrennen unverschuldet umgedreht und fiel weit ins Mittelfeld zurück, doch auch das änderte nichts mehr. Vorn lieferten Frederic Makowiecki und Yann Claray – nachdem sie bereits beim fliegenden Start die Führung übernommen und danach die von Stefan Mücke ausgelöste Startkollision zwischen drei Aston Martins knapp überstanden hatten – makellose Arbeit ab und siegten mit 13 Sekunden Vorsprung vor Mutsch und Westbrook im Ford GT – damit war die Meisterschaft entschieden. Im zweiten Rennen änderte sich an der Spitze nichts, jedoch gab es im Mittelfeld viele spannende Duelle und Überholmanöver zu bewundern, Michael Krumm schnappte sich vor einer der schwierigen mittelschnellen Kurven gleich zwei Konkurrenten in einer sehenswerten Aktion.

Die Meister

Michael Bartels und Andrea Bertolini sind also zum vierten Mal in Folge Fahrerweltmeister in der höchstklassigen internationalen GT-Meisterschaft. Was sie in der alten FIA GT begonnen haben, konnten sie in der runderneuerten Serie fortsetzen. Ohne die Disqualifikation von Turner und Enge in Silverstone wäre der Kampf um die Krone deutlich enger geworden; dennoch ist der Titel verdient. Von allen Fahrerduos hat dieses die meisten Konstanz bewiesen. Der MC12 wurde von Maserati für den Renneinsatz konstruiert – was im GT-Sport eigentlich unerwünscht ist – doch der Vergleich zu den drei Schwesterfahrzeugen zeigt, dass es nicht nur am Fahrzeug gelegen hat, das ja auch von der strikten Balance of Performance zurückgehalten wurde.

Die Vitaphone-Mannschaft, deren Teamchef Bartels auch ist, sicherte sich ebenso die Team-Meisterschaft, trotz der schwachen Performance des zweiten Fahrzeuges, das nur in vier der 20 Rennen Punkte sammeln konnte. Mit 195 Punkten (138 eingefahren durch die #1) reichte es am Ende deutlich, um vor den oft unauffälligen, aber relativ konstanten Hexis AMR (177) und dem Reiter-Team (155) zu bleiben.

Dessen Fahrer Frank Kechele erreichte trotz zweier verpasster Rennwochenenden einen guten sechsten Rang in der Fahrer-WM. Der von Romain Grosjean kritisierte Thomas Mutsch errang Platz 2 mit 119 Zählern, vor dem Aston Martin-Trio Makowiecki (Hexis, 105), Enge und Turner (104, Young Driver) sowie Marc Hennerici in der Phoenix Corvette, der genausoviele Podiumsplätze einfuhr, wie das Meister-Duo.

Da Aston Martin die einzige Marke ist, die durch zwei etwa gleich starke Teams vertreten wurde, ging die Konstrukteurs-Trophäe, die vom SRO, aber nicht offiziell von der FIA verliehen wird, an den englischen Sportwagenbauer mit 305 Punkten, gefolgt von Maserati mit 270. Es schwächelten vor allem Corvette (über weite Strecken der Saison nur mit drei Fahrzeugen) und Nissan, denn deren Teams  Swiss Racing bzw. Mad-Croc Racing bekamen das ganze Jahr über kaum ein Bein auf den Boden. Zudem wurden beiden Corvette-Teams sämtliche eingefahrenen Punkte für die Teamwertung abgezogen, weil beide (aus finanziellen Gründen) nicht an allen Rennwochenenden jeweils zwei Fahrzeuge einsetzen konnten.

Die Zukunft I – Neue Horizonte!

Der Kalender für das Jahr 2011 wurde auf der FIA-Weltrats-Sitzung am vergangenen Freitag beschlossen und weist einige große Änderungen auf. Ob diese der Serie nützen oder nicht vielleicht eher schaden, das wird sich im Laufe des nächsten Jahres herausstellen müssen.

Im Rahmen der 24 Stunden von Spa, die dieses Jahr als Einzelevent für Fahrzeuge der Klasse GT2, GT3 und GT4 ausgetragen wurde, trug die GT1-Weltmeisterschaft ihre Rennen am Freitag und Samstag aus. Das soll sich nun für 2011 ändern. Denn Stephane Ratel will nicht, dass sein liebstes Kind, die Weltmeisterschaft, „nur“ ein Rahmenrennen ist. Also verlegt man den belgischen GT1-Lauf auf ein anderes Wochenende und eine andere Strecke: nach Zolder. Und ob der Organisator der Serie damit einen Gefallen tut, das darf doch stark bezweifelt werden. Denn viele der GT1-Rennwochenenden in der Debütsaison waren nicht besonders gut besucht. In Spa jedoch konnte man die WM als eine Hälfte eines Doubleheaders einem großen Publikum präsentieren.

Nicht so im nächsten Jahr. Sicher ist der Grundgedanke richtig, die Weltmeisterschaft als Headliner präsentieren zu wollen. Doch noch ist die runderneuerte Serie nicht so etabliert, dass man auf das Synergiepotential verzichten könnte. So wird sich zeigen müssen, ob die Rennaction, die die Meisterschaft 2010 geboten hat, ausreicht, um 2011 die Tribünen und damit auch die Kassen zu füllen.

Das dürfte für die Zukunft auch dringend nötig sein. Viel Geld dürfte man 2010 nämlich auch nicht mit der Vermarktung von Fernsehbildern verdient haben. Doch hier tat die SRO wohl tatsächlich einen guten Schritt: man bot für alle Rennen und Qualifying-Sessions einen qualitativ hochwertigen und kostenfreien Internet-Livestream an, zudem sind alle Events „on demand“ abrufbar. Wenn man keine wirklich großen TV-Verträge aufzuweisen hat, ist das der einzig richtige Weg, eine Fanbasis aufzubauen. In Deutschland zeigte Sport 1 die Rennen nach Gutdünken manchmal live, oft aber auch nur als Aufzeichnung oder Zusammenfassung. Diese durchwachsene Berichterstattung zieht sich durch die meisten großen Märkte, der Deal mit dem Börsensender Bloomberg, der zu Saisonbeginn präsentiert wurde, passt zwar zur Zielgruppe der in der Serie vertretenen Marken, mutet aber dennoch seltsam an. Es bleibt abzuwarten, ob und wie schnell sich daran etwas ändern wird. Für nächstes Jahr wird man aber wohl am Stream als Hauptmedium für Live-Übertragungen festhalten, um den Bekanntheitsgrad der Serie weiter zu erhöhen.

Zurück zum Kalender: Abu Dhabi, Portimao, Navarra, Silverstone, Le Castellet und San Luis bleiben erhalten, letzteres dürfte wiederum ein Doubleheader mit der argentinischen TC2000 werden und entsprechend einige Zuschauer anlocken. Auch die übrigen Bahnen in der Liste stellen keine schlechte Auswahl dar. Vor allem in Silverstone sollte man jedoch einen Blick auf die Tribünen werfen. Sollte die Meisterschaft nicht in der Lage sein, mehr der prinzipiell motorsportbegeisterten Briten an die Strecke zu locken als 2010 – als der Kurs zugegebenermaßen noch eine halbe Baustelle war – wäre das kein gutes Zeichen. Brünn wurde zugunsten der Chinareise gestrichen, da man den Teams verständlicherweise keine zu lange Saison zumuten möchte, zehn bis elf Rennen hat Ratel als Maß für die ersten Jahre festgesetzt.

Für die angesprochene China-Reise erweitert man anscheinend die Kooperation mit der Superleague Formula, die zwar ebenfalls ansprechende Rennen bietet, aber in Fan-Kreisen aufgrund der ungewohnten Verbindung zum Fußball immer noch einen etwas zweifelhaften Ruf hat. 2010 fuhr man bereits gemeinsam auf der neuen spanischen Strecke in Navarra, 2011 wird man die Reise nach Fernost gemeinsam bestreiten, die für Ratel so wichtig ist, und Rennen  auf der einem Steppenpferd nachempfundenen Bahn in Ordos sowie dem engen Peking-Stadtkurs austragen. Da letzterer nicht von der FIA homologiert ist – wohl zurecht, wenn man sich die Bilder du Berichte vom chaotischen SLF-Event dort anschaut – wird das nur ein Showrennen außerhalb der Wertung werden. Ein Rennen in den USA wird 2011 a

December 04 2010

17:05

GT1-Saisonfinale: Rückblick Interlagos & Vorschau San Luis

Der Circuito Potrero de los Funes wäre der beste Ort für einen grandiosen Meisterschafts-Showdown, den man sich vorstellen könnte – doch die Meisterschaften sind so gut wie entschieden. Oder erwartet uns etwa doch noch eine große Überraschung?

Unabhängig von dieser Möglichkeit bleibt aber auf jeden Hall die Hoffnung auf zwei gute Rennen zum GT1-Saisonabschluss auf der pittoresken Naturrennbahn</a> (später mehr) nahe der argentinischen Stadt San Luis. In der Fahrerwertung fehlen Michael Bartels und Andrea Bertolini nach einem mit nur zwei Punkten schwächeren Auftritt in Interlagos diesmal noch sechs Zähler zur Meisterschaft. Vorausgesetzt, Tomas Enge und Darren Turner gewinnen beide Läufe. Dazu müssten die beiden Aston Martin-Piloten eine ebenso starke Form wie am vergangenen Wochenende aufweisen, als die das Qualifikationsrennen (mithilfe eines schnellen Boxenstopps) gewannen und im Hauptrennen Zweite wurden. Es siegten (vor eher spärlich vertretenem Heimpublikum) die beiden Brasilianer Enrique Bernoldi und Alexandre Negrao im zweiten Vitaphone-Maserati – und vergrößerten so das Punktepolster ihrer Teamgefährten.<span id=">

Enge und Turner überholten jedoch Corvette-Pilot Marc Hennerici und Matech-Ford-Fahrer Thomas Mutsch, die beide auf Top-Positionen liegend Kollisionen zum Opfer fielen. Hennerici konnte jedoch noch den dritten Rang im Hauptrennen herausfahren, während Mutsch nach Komplettausfall im ersten Lauf es im zweiten nicht mehr in die Punkte schaffte.

In der Teamwertung ist die Lage ähnlich: Vitaphone-Maserati liegt mit 189 Punkten deutlich vor Reiter-Lamoborghini (142) und Young Driver AMR (137). Bei noch 57 maximal einzufahrenden Punkten (falls einem Team zwei Doppelsiege gelingen) sind auch Sumo Power-Nissan (130) und Hexis-AMR (129) rein mathematisch noch im Rennen. Das Kunststück zweier Doppelsiege an einem Wochenende ist jedoch noch keinem Team gelungen und auch in San Luis aufgrund des ausgeglichenen Kräfteverhältnisses in der Serie kein realistisches Szenario.

Eine entscheidende Rolle spielt dabei wie immer auch der Erfolgsballast: die Meister-in-spe Bartels und Bertolini sind nach dem mittelmäßigen Ergebnis in Sao Paulo wieder ohne Zusatzgewicht unterwegs, während die engsten Verfolger, Enge und Turner, 40kg in ihrem Aston Martin DBR9 verstauen müssen. Ebenso hart trifft es Miguel Ramos und Enrique Bernoldi im zweiten Vitaphone-MC12.

Soweit die Ausgangslage. Der GT1-Tross ist derweil weitergezogen vom größten ins zweitgrößte Land Südamerikas, von der Atlantikküste ins bergige Inland; doch Seen bleiben das Thema: in Sao Paulo fuhr man zwischen zweien, an diesem Wochenende um einen ebensolchen herum, und zwar im Krater eines erloschenen Vulkans 10km nordöstlich von San Luis. Potrero de los Funes heißen der Kratersee und die anliegende Ortschaft und als Rennstrecke dient die Perimeterstraße, die sich entlang des Hangs um das Gewässer windet.

Schon 1987 wurde dort ein Tourenwagen-Event ausgetragen, das jedoch nach mehreren Unfälle, bei denen auch Zuschauer tödlich verletzt wurden, zunächst eine einmalige Angelegenheit blieb. Erst 2008 kam man auf die Idee, die Strecke wiederzubeleben – und zwar richtig: es wurden größere Bauarbeiten vorgenommen, um einen Austragungsort für internationale Rennen zu schaffen. Um die Fia Grade 2-Lizenz zu erreichen, mussten Auslaufzonen geschaffen und an zwei Stellen, an denen das nicht in ausreichendem Maße möglich war, Schikanen eingebaut werden.

Dennoch hat die Strecke</a> aufgrund der Umgebung und ihres Ursprungs als Landstraße ein Flair, das man bei anderen modernen Rennstrecken oft vermisst, mit flüssigen Kurven und Steigungen und Senken und einer Höhendifferenz von etwa 50m. Es gibt einige langgezogene schnelle Kurven, mittelschnelle und blinde Ecken, die zwei Schikanen und die Bergauf-Serpentinen am Südende des Sees. Außerdem stehen, wie a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">diese Tourenwagen-Onboard-Runde zeigt – die Mauern stets nah an der Straße, was zum entscheidenen Faktor werden könnte, auch im Kampf um den Titel.

Die FIA GT fuhr 2008 dort, 2009 musste die Serie das Rennen wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage streichen, die argentinischen Tourenwagen nutzten die Bahn allein. Nun kehrt die runderneuerte GT1-Meisterschaft zurück. Einige Fahrer sind 2008 bereits dabei gewesen, einige nicht, jedoch freuen sich alle auf die anspruchsvolle Fahrerstrecke. Aufgrund der anspruchsvollen Mischung ist es schwierig, Favoriten unten den Herstellern auszumachen.

Im ersten freien Training waren fünf Marken auf den ersten sechs Rängen vertreten, lediglich Corvette ging das Wochenende verhalten an. Frank Kechele und der brasilianische Gaststarter Sergio Jimenez (in Interlagos für Mad Croc-Corvette unterwegs) führten im Reiter-Lamborghini die Zeitenliste an, Bartels/Bertolini fanden sich am Ende auf Rang 3 wieder.

Zwei Teams setzen an diesem Wochenende auf argentinische Piloten: All-Inkl-Lamborghini ersetzt Chritsophe Bouchut (der sich in der Interlagos-Qualifikation den seltsamen Patzer erlaubte, die karierte Flagge mehrfach zu übersehen und die weiße Linie an der Boxeneinfahrt zu überfahren, was zur Disqualifikation führte) durch Ricardo Risatti, der 2006 die spanische Formel 3 gewann und sich danach erfolglos in der GP2, der WSbR, der FIA GT und der argentinischen Tourenwagen-Meisterschaft TC2000 versuchte. Für ihn spricht jedoch, dass er aus dem Jahr 2008 bereits Erfahrung auf der schwierigen Rennstrecke hat.

Young Driver Aston Martin setzt Jose Maria Lopez an der Seite von Stammpilot Stefan Mücke ein. Der ehemalige Renault-Nachwuchs- und F1-Testfahrer hätte 2010 bei USF1 fahren sollen, woraus jedoch bekanntermaßen nichts wurde. Jedoch errang er in den beiden vergangenen Jahren den Titel in der TC2000 und hat entsprechend auch Erfahrung auf dem Circuito Potrero de los Funes. Sowohl Lopez/Mücke als auch Basseng/Risatti schafften es im ersten Training in die Top5.

Anders als sonst finden beim Saisonfinale beide Rennen am Sonntag statt. Nur die Qualifying-Session, mit der die Startaufstellung für das Qualifikationsrennen ermittelt wird, gibt es bereits heute zu sehen, und zwar um 21:15 Uhr im Livestream auf adiverser</a> <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Teams komplett überschwemmt. Außerdem ist das Feld bereits

October 22 2010

17:26

FIA GT1: Vorschau Navarra 2010

Die FIA GT1 Weltmeisterschaft gehört noch zu jenen, die in diesem Jahr noch etwas andauern. Allerdings scheint der Meister schon festzustehen.

Navarra? Noch die gehört, werden viele denken. Die Strecke in der gleichnamigen Provinz in Nord-Spanien ist auch erst in diesem Jahr eröffnet worden. Der Boom in Sachen neue Kurse in Spanien hält also an, ob das über die Jahre auch so bleiben wird, ist eine andere Sache. Navarra ist eine ziemlich kurze Strecke, gerade mal 4 Kilometer lang, hat aber 15 Kurven. Ein Video mit einer Runde auf der Strecke gibt es in der Vorschau zum Superleague Rennen. Die schweren GT1 werden sich in Navarra jedenfalls schwer tun. Aber man fuhr ja auch in Adria, die Fahrer kennen das also mit den engen Strecken.

In der Meisterschaft sieht es danach aus, als ob die mehrmaligen Champions Bartels/Bertolini sich auch in diesem schon wieder den Titel werden holen können. Sie haben beide 122 Punkte und führen damit mit 27 Punkten vor dem Ford GT Fahrer und Teambesitzer Thomas Mutsch. Hat man ein gutes Wochenende, kann man zwar 31 Punkte machen, aber dafür müsste der Maserati von Bartels schon komplett ausfallen, was im Laufe des Jahres noch nicht passiert ist. Dazu kommt, dass der Maserati auf der engen Strecke von Navarra etwas besser gehen sollte, als der Ford GT, dessen Stärke eher auf den langen Geraden liegt. Hinter Mutsch hat nur noch Mark Hennerici, der die Corvette Z06 pilotiert. Die könnte auf dem engen Kurs relativ gut gehen, zumal mit dem Ex-DTM-Piloten Alexander Margaritas ein Fahrer mit an Bord ist, der sich in diesem Jahr in der GT1 sehr gut geschlagen hat. Aber Hennerici hat schon 42 Punkte Rückstand und seine Chancen sind dementsprechend gering.

Richtig weit vorne sollten aber die Nissan GTR liegen. Der kompakte, leichte und mittlerweile dank der Balance of Performance auch richtig konkurrenzfähige Wagen, wird als erster Sieganwärter gehandelt. Die beiden Fahrerpaare Campell-Waters/Hughes und Dumbreck/Krumm sind erfahren genug und der Nissan von Sumo Power hat in diesem Jahr schon gezeigt, dass er siegen kann. Allerdings gelangen beide Siege auf den eher schnellen Strecken in Silverstone und Portimao.

Gefragt ist in Navarra nicht Aerodynamik, sondern eher die Traktion und vor allem die Bremsen. Es wird sich also lohnen in beiden Rennen die Sache zunächst vorsichtig angehen zu lassen. Wer Reifen und Bremsen bis zum Ende spart, könnte davon profitieren. Allerdings wird es mit dem Überholen eher schwierig werden. Man kann sich auf zwei spannende und gute Rennen einstellen.

Das ist dann auch das letzte Rennen der GT1 in Europa. Doch statt wie viele andere Serien die letzten Rennen in Asien zu begehen, zieht der Tross der GT1 nach Südamerika. Nach dem Rennen in Spanien folgt eine Pause von vier Wochen, bevor man am 28.11 in Interlagos und am 5.12 auf der wunderschönen Strecke von San Luis die Saison beendet.

Die Rennen am Wochenende kann man bequem über den Stream der Serie sehen.

September 29 2010

11:25

Ferner liefen: Die Newshappen

// Nun könnte es doch schon im kommenden Jahr so weit sein: Bernie Ecclestone hat im Interview mit der BBC verkündet, dass die FOTA möglicherweise schon 2011 alle Formel 1-Rennen in HD produzieren wird. Wenn auch die Aussage noch etwas schwammig wirkt: Denn im selben Atemzug meint er auch, dass es das Signal nur dann geben wird, wenn sichegestellt ist, dass alles in “Top Qualität” vorliegt – was “wahrscheinlich erst 2012″ der Fall sein dürfte. Immerhin: Fans hochauflösender Bilder dürfen nun wieder hoffen. Und mit ihnen sky, die sichsicher darüber freuen würden, dieses neue Feature exklusiv vermarkten zu können. (Vorsicht)

// Sofern sie denn überhaupt weiter übertragen: Denn laut Aussage von sky-Sportchef Carsten Schmidt in den Stuttgarter Nachrichten, steht die Formel 1 beim deutschen Bezahlfernsehen “auf dem Prüfstand“. Grund: Angeblich lassen sich mit der Königsklasse keine Neukunden gewinnen – der Erhalt von Bestandskunden spielt in diesem Kalkül wohl keine größere Rolle. Das Problem besteht vor allem auch darin, dass die Konkurrenz durch die Übertragung bei RTL im Free TV zu groß sei. Stattdessen will sich sky auf Sportarten konzentrieren, die in Deutschland nicht gratis zu empfangen sind. Wie gut diese Strategie bisher funktioniert hat, zeigt der durchschlagende Erfolg der sky-Übertragungen von NASCAR oder der Indycar-Series, aber auch der zahlreichen weiteren Sportarten, die derzeit im reichhaltigen, um nicht zu sagen “üppigen” Angebot des Senders zu bewundern sind. Natürlich kann man die Aussage auch als Taktik in den derzeit stattfindenden Verhandlungen mit Bernie Ecclestone betrachten – aber wären da die “Stuttgarter Nachrichten”, bei allem Respekt, wirklich das Medium der Wahl? Siehe dazu auch der Eintrag von gestern. (Vorsicht)

// Wie jedes Wochenende auch diesmal ein Korea-Update. Auf einer lokalen Internetseite ist ein Video davon aufgetaucht, wie die Strecke angeblich am 23.9. ausgesehen haben soll. Für alle, die Probleme mit der hierzulande äußerst langen Ladezeit haben: Die Strecke sieht so aus, als habe sich seit Chandhoks Demo-Run nicht besonders viel verändert. Überall stehen Baumaschinen herum, die Streckenbegrenzungen sind zum Teil noch unverankert, Auslaufzonen unbefestigt und die oberste Asphaltschicht liegt auch noch immer nicht. Neu: Einige sehr unschöne Schlaglöcher in der Sicht darunter, die angeblich vom unsachgermäßen Einsatz schweren Baugeräts stammen sollen. Auch Bernie Ecclestone kommentierte die Wahrscheinlichkeit, dass das Rennen stattfinden wird in Singapur eher verhalten – wenn auch weiterhin eher davon augegangen wird, dass am Ende doch alles knapp gutgeht. Der Inspektionstermin wurde jedenfalls schon mal auf den Montag nach dem Japan-GP verschoben. Was im Grunde für ein Rennen spricht – denn eine Absage zu derart später Stunde kann sich wohl keiner leisten. (Vorsicht)

// Weitere Streckennews gibt es gleich im Viererpack:
1. war die BBC gemeinsam mit Karun Chandhok zu Gast auf der indischen Baustelle, wo innerhalb des nächsten Jahres ein Formel1-Strecke entstehen soll. Und das Video zeigt, dass auch dort noch so Einiges zu tun bleibt. Ein Höhenterrain für die Bahn wurde wohl geschaffen, und die Streckenführung wohl mittlerweile notdürftig befestigt. Allerdings: Bisher steht kein einziges Gebäude. Dort, wo in Kurve Eins eine Senke entstehen soll, befindet sich derzeit ein kleiner See. Aber auch, wenn nach dem Desaster um die heuer von Indien ausgetragenen Commonwealth-Spiele und den langsamen Baufortschritt in Korea  im Fahrerlager einige Fragezeichen um den GP aufgekommen sind: Noch ist wohl ausreichend Zeit, um rechtzeitig fertig zu werden.

2. Ist erstaunlicherweise noch immer unklar, ob der erfolgreiche Grand Prix in Singapur auch nach Auslaufen des aktuellen Vertrages im Jahr 2012 weiter ausgetragen wird. Der Handels- und Industrieminister des Stadtstaates hat sich in einem Interview mit den Straights Times (via crash.net) jedenfalls ein wenig vorsichtig geäußert, und von einer “robusten Kosten-Nutzen-Analyse” gesprochen, die man zu diesem Thema durchführen will. Anders ausgedrückt soll das wohl heißen, dass man sich von Bernie Ecclestone einen besseren Vertrag erwartet, wenn er das von ihm als “Kronjuwel” bezeichnete Rennen noch länger durchführen will.

3. Gleichzeitig stehen möglicherweise schon wieder neue Austragungsorte vor der Tür: Wie Joe Saward berichtet, war der Premierminister des wohlhabenden afrikanischen Inselstaates Mauritius zu Gesprächen in Singapur vor Ort. Die Insel hat sich in den vergangenen Jahren als Sponsor diverser Nobelsport- und Kulturevents, wie etwa dem Pferderennen in Ascot oder den Filmfestspielen in Cannes einen Namen gemacht, und könnte daran interessiert sein, ihr Tourismusproil mit einem Formel 1-Rennen zu steigern. Und für die Königsklasse könnte ein WM-Lauf einen glamourösen Weg darstellen, auch in Afrika präsent zu sein.

4. Der Traditionsstrecke in Snetterton steht über den Winter ein Umbau bevor. Jonathan Palmer, Besitzer von MotorsportVison, denen wiederum die Strecke gehört, hat gegenüber Autosport bekannt gegeben, dass die Bahn und auf den Stand einer FIA Frade 2-Lizenz gebracht werden soll. Damit wäre man dann berechtigt, alle Wettbewerbe unterhalb der Formel 1 auszutragen. Der traditionalle Streckenverlauf soll weitgehend bestehen bleiben, einzig Kurve zwei wird zu einer Haarnadel umgebaut, die in einen neuen Streckenteil münden soll. Außerdem soll aus der Schikane vor Start und Ziel eine enge Linkskuve werden – ein Plan findet sich im verlinkten Autosport-Artikel. Palmer hofft unter anderem darauf, auf der “neuen” Strecke ein DTM-Rennen auszurichten. (Vorsicht)

// Die Auto GP-Serie hat es zwar nicht geschafft, am Wochenende eine Liveübertragung ihres Rennen auf der neuen Bahn von Navarra zu produzieren, hat aber wohl große Pläne für 2011. So wurde in der vergangenen Woche bekannt gegeben, dass für das kommende Jahr ein Stadtrennen auf dem Kurs in der rumänischen Hauptstadt Bukarest geplant ist. Wann, und im Rahmenprogramm welcher größeren Serie  der Lauf stattfinden soll, ist noch unklar. Bisher war auf dem “Bukarest Ring” in den Jahren 2007 und 2008 zweimal die FIA GT, Vorgängerin der aktuellen GT1 WM zu Gast. (Vorsicht)

// Auch bei den Indycars tut sich Einiges: Zwar ist immer noch unklar, wo das Saisonfinale 2011 stattfinden wird, allerdings blickt Serien-CEO Randy Bernard schon weiter in die Zukunft. Und da scheint er sehr interessiert, den Traditionskurs von Road America wieder in den IRL-Kalender aufzunehmen. Problem: Die Strecke liegt ein wenig abseits größerer Bevölkerungszentren, und tut sich schwer, einen zahlungskräftigen Promoter zu finden. (Vorsicht)

// Aktueller gibt es zu vermelden, dass Ana Beatriz und Sebastian Saavedra in Homestead wieder im Cockpit sitzen werden. Die Brasilianerin übernimmt dank “bigger cheque”, wie Paul Tracy etwas frustriert twittert, den Dreyer & Reinbold Wagen des nach wie vor nicht fahrbereiten Mike Conway. Und Sebastian Saavedra wird im zweiten Conquest-Wagen Platz nehmen. (Vorsicht)

// Außerdem sind mal wieder ein paar TV-Quoten bekannt geworden. Demnach hat sich die Zuseherzahl für die IRL auf Versus in diesem Jahr um 15 Prozent erhöht. In ganzen Zahlen ausgedrückt klingt die Sache dann allerdings weniger beeindruckend: Im Schnitt haben 2010 366.000 Zuseher bei Versus eingeschalten – 2009 waren es nur 319.000. (Vorsicht)

// Sicher ist derweil, dass Lotus (also die, die in der F1 unterwegs sind, glaube ich, nicht die anderen) ein weiteres Jahr bei KV-Racing angedockt haben. Vielleicht kommt Takuma Sato ja 2011 etwas häufiger in Ziel. (Don)

// In der Superleague Formula ist derweil zwar noch nicht klar, wo in einenhalb Wochen des zweiten Rennen der China-Tournee stattfinden wird (mutmaßlich im Transportflugzeug Richtung Europa, gerüchteweise aber vielleicht auch im olympischen Ruder- und Kanupark Shunyi nahe Beijing): Dafür ist nun immerhin bekannt, dass WSbR-Titelkandidat Esteban Guerrieri beim Lauf im innermongolischen Ordos am kommenden Wochenende den Wagen des PSV Eindhoven pilotieren wird, in dem in dieser Saison zuvor schon Hywel Lloyd und Narain Karthikeyan Platz genommen hatten. Auch sonst gibt es ein paar Verschiebungen: Vorjahreschampion Adrian Vallés kehrt im Cockpit von Sporting Lissabon in die Serie zurück,  Frank Pereira wird für Bordeaux starten, Andy Soucek für Flamengo un Ben Hanley wird im Olypmpiacos-Auto wieder Chris von der Drift ersetzen.  (Vorsicht)

// Trevor Bayne ist sein Cockpit bei Diamond-Waltrip in der Nationwide Serie los. Den Rest der Saison wird Ryan Truex, der ältere Bruder von Martin Truex jr. hinter Steuer sitzen. Etwas mehr Hintergründe gibt es bei NASCAR Insider. (Don)

// Noch eine Entlassung: Brain Scott, in der Rookie-Wertung gar nicht so schlecht, fährt nicht mehr für Braun Racing. Die Entscheidung hat wohl etwas mit dem Verkauf des Teams an Turner Motorsport zu tun, richtige Klarheit gibt es diesbezüglich aber noch nicht. (Don)

// Der als “The Stig” bekannt gewordene Ben Collins wird beim Saisonfinale der BTCC einen dritten Airwaves BMW pilotieren. Collins, den man sonst von den Rennstrecken eher nicht so kennt, wird aber nur dieses eine Rennen abliefern. (Don)

// Volvo hat bekannt gegeben, dass man 2011 werksseitig in die WTCC einsteigt. Auch wenn man erst einmal nur mit einem Wagen an den Start geht, sind das gute Nachrichten für die Serie, zu mal es weder von Seat noch von BMW eine Zusage für 2011 gibt. Fahrer wird Robert Dahlgren sein. (Don)

// Sehr interessantes Interview mit Ferdinand Piëch in der AMS. Im vorletzten Absatz lässt er durchblicken, dass der VW Konzern gerne Audi und Porsche in Le Mans sehen würde. Audi mit dem Diesel, Porsche mit einem Benzinmotor, vermutlich aber ein Hybrid. Das ist das erste Mal, dass etwas über die neue Motorsportstrategie von VW durchsickert. Ein Verantwortlicher bei Porsche Motorsport hat mir gegenüber vor ein paar Wochen schon mal angedeutet, dass Porsche mit dem Hybrid noch einiges vor hat und das sich das nicht nur auf den bekannten Hybrid 911er beziehen würde. Ich vermute mal, dass Porsche auf Dauer an einem neuen Prototypen arbeiten wird. Ob das schon 2011 so weit sein wird, bleibt abzuwarten, aber das halte ich für unwahrscheinlich. Man wird erst mehr Erfahrung mit dem 911er suchen, bevor man einen komplett neuen Motor für einen LMP1 bauen wird. (Don)

// DTM Kalender 2011.
01. Mai -Hockenheimring Baden-Württemberg (D)
15. Mai -Circuit Park Zandvoort (NL)
05. Juni – Red-Bull-Ring Spielberg (A)
19. Juni – EuroSpeedway Lausitz (D)
03. Juli – Norisring (D)
17. Juli – Showevent Olympiastadion München (D)
07. August – Nürburgring (D)
04. September – Brands Hatch (GB)
18. September – Oschersleben (D)
02. Oktober – Valencia (E)
23. Oktober – Hockenheimring Baden-Württemberg (D)
06. November – Shanghai (CN)

August 27 2010

06:00

Sportwagen-Vorschau: GT-Serien am Nürburgring, ALMS im MoSport Park

Der Nürburgring bietet an diesem Wochenende ein sehr gut gefülltes Wochenende voller spannender Rennserien, die ALMS geht auf der grandiosen MoSport-Bahn an den Start.

Das Aufgebot an Rennserie, das es an diesem Wochenende am Nürburgring zu sehen gibt, ist gewaltig: Hauptdarsteller ist die FIA GT1-Weltmisterschaft mit ihren zwei Rennen, daneben sind drei der vier Serien des ADAC Masters-Weekends dabei: GT Masters, Formel 3 Cup und Formel Masters, nur für die Tourenwagen der Procar war im Zeitplan kein Platz mehr. Und dann treten auch noch der GT4 Euro Cup und die niederländische GT4-Meisterschaft in einem gemeinsamen Lauf an, der um die 30 Fahrzeuge umfassen soll. Elf Rennen sind damit insgesamt zu bewundern, die freien Trainings der ADAC-Serien starteten bereits am Donnerstag

GT1-Weltmeisterschaft

Einen spektakulären Wechsel gab es seit dem letzten Rennen: Romain Grosjean hat das Matech-Team verlassen und wird von Nicolas Prost ersetzt. Der junge Franco-Schweizer brillierte zu Saisonbeginn in Abu Dhabi und fuhr auch danach mit seinem Teamkollegen Thomas Mutsch einige Male gute Ergebnisse ein: so reichte es zu einem weiteren Sieg im Hauptrennen von Brünn und dem zweiten Rang in der Meisterschaft.

Doch Grosjean hatte das Gefühl, das Mutsch ihm zu langsam sein und bessere Ergebnisse verhindere (beispielsweise in Le Castellet war Mutsch schwächer unterwegs) und so gab es hinter den Kulissen Streit, die Team-Zusammensetzung wurde mit der Auflösung des Damen-Autos geändert, neuer Co-Pilot wurde Neel Jani. Die Ergebnisse in Spa waren trotzdem desolat – nur die Ränge 20 und 14 konnten sie in den beiden Rennen erreichen, wieder soll es Streit gegeben haben.

Nun verlässt Grosjean trotz durchaus noch realistischer Meisterschaftschancen die Sportwagen-Serie und versucht, wieder im Umfeld der Formel 1 Fuß zu fassen, und zwar mit einem Engagement beim  DAMS-Team für die restlichen Saisonrennen 2010 und Hoffnung auf ein besseres Cockpit im nächsten Jahr.

Die GT1-WM verliert dadurch ein Zugpferd, Matech büßt eine seiner zwei Speerspitzen im Kampf um die Fahrer-WM ein, bleibt noch Mutsch, der mit Richard Westbrook auch nach dem Wechsel einen starken Teamkollegen hat. Das ist für Matech besonders ärgerlich, da die Titelchancen in der Fahrerwertung höher einzuschätzen waren als in der Teamwertung, wo man dank des schwachen bzw. gar nicht erst angetreten zweiten Wagens deutlich hinter Vitaphone Racing weiter zurückliegt.

Das Rennen markiert nach neun Jahren in Oschersleben (und einem Rennen in Hockeheim) die Rückkehr der FIA GT bzw. GT1-WM auf die Traditionsstrecke in der Eifel. Beim letzten Auftritt der Serie hier waren es noch Lister Storm, Chrysler Viper und Ferrari 550 Maranello, die das Renngeschehen bestimmten, von daher ist es schwer zu sagen, wem die Strecke am besten liegt. Vitaphone dürfte wieder stark sein, nachdem man nach dem mäßigen Spa-Ergebnis (dank frühem Ausfall im Qualifikationsrennen) den Erfolgsballast wieder los ist, mit den Serienmeistern Bartels und Bertonlini sollte man also wieder rechnen, so nicht nochmal ein technisches oder sonstiges Problem dazwischenkommt.

Und dann ist eben die Frage, ob sich Richard Westbrook und Thomas Mutsch dagegen behaupten können, um Mutsch eine Meisterschaftschance zu eröffnen. Frank Kechele und Ricardo Zonta, die in Spa die Plätze zwei und eins einfuhren, sind zwar auch ein enorm starkes Duo, aber dank des Top-Ergebnisses ist ihr Reiter-Lamborghini recht stark benachteiligt. Eine Chance auf die Meisterschaft hben die beiden leider kaum noch, weil sie bisher jeweils nur an drei Rennwochenende starten durften, obwohl sie dabei stets Top-Ergebnisse einfuhren. Aber die so entstandenen 37 (Kechele) bzw. 41 (Zonta) Punkte Rückstand sind gegen das Vitaphone-Topduo trotz des großzügigen Punktesystems schwer aufzuholen.

Zum Deutschlandauftritt der Weltmeisterschaft überträgt Sport 1 auch einmal ausnahmsweise beide Läufe in voller Länge live: das Qualifikationsrennen am Samstag ab 14 Uhr, das Hauptrennen am Sonntag ab 15 Uhr, Start ist jeweils eine Viertelstunde nach Beginn der TV-Sendung. Wahlweise kann man die Rennen auch im Livestream auf a

July 06 2010

16:28

Analyse: GT1 und GT3 in Le Castellet

Wer sich am Sonntag um 14 Uhr über die Langeweile und Ereignislosigkeit auf dem Norisring beschwert hat, dem gebe ich einen Tipp: nächstes Mal lieber GT-Rennen gucken ;-)

Ich spare mir jetzt mal die allzu detaillierte Aufarbeitung der vier einzelnen Rennen zugunsten einer etwas allgemeiner gefassten Analyse, die Lobhudelei mit Kritik kombiniert, weil ich das zur Mitte der Motorsportsaison ganz angebracht finde.

Zunächst mal: mit meiner Einschätzung des Kräfteverhältnisses in der Vorschau lag ich vor allem kräftig daneben, was die GT1 angeht. Neben den starken Maserati waren es nämlich die Sumo Power-Nissan und die Corvettes von Phoenix und Mad-Croc (bzw. eine davon), die am meisten brillierten. Die Aston Martin dagegen versanken mit ihren Zusatzgewichten im Mittelfeld, wobei das französische Hexis-Team deutlich besser abschnitt als die noch schwerer beladene deutsch-skandinavische Young Driver-Mannschaft, bei der auch noch Pech hinzukam. Trotzdem war ausgerechnet Stefan Mücke in der Lage, im Hauptrennen noch die schnellste Rennrunde in den heißen südfranzösischen Asphalt zu brennen!

Es ist also so eine Sache mit der Balance of Performance und dem Erfolgsbalast – ein System, mit dem ich persönlich auf Kriegsfuß stehe: gewinnst du, wirst du bestraft, verbringst ein Rennen im Mittelfeld und darfst dann das Gewicht wieder ausladen, um beim nächsten Mal wieder um den Sieg mitzufahren. Gewinnst du trotz Erfolgsgewicht, werden einfach noch ein paar zusätzliche Kilos unter dem Label „BoP“ draufgepackt.

Der Vorteil der ganzen Angelegenheit: die einzelnen Rennen sind spannend und spektakulär, weil die verschiedenen Fahrzeugmodelle durchgehend auf einem Niveau gehalten werden. Betrachtet man aber eine ganze Saison, verringern die relativ willkürlichen Eingriffe zwischen den Rennen in meinen Augen die Bedeutung der Meisterschaftswertung. Beispielsweise hatte der an diesem Wochenende so starken #1-Maserati ja vor allem deswegen kein Zusatzgewicht, weil er in Brünn nach einer Durchfahrtsstrafe nur Fünfter wurde, obwohl er eigentlich schon dort das deutlich stärkste Fahrzeug war.

Zudem werden unterschiedliche Fahrzeuge mit ihren eigentlich unterschiedlichen Stärken und Schwächen zur reinen Fassade gemacht, wenn bei jeder Gelegenheit Motorleistung und/oder Gewicht geändert werden. Andere Serien schaffen es, spannende Rennen und Meisterschaften auch ohne so exzessive Eingriffe auf die Reihe zu bekommen; damit meine ich vor allem die ACO-Serien ALMS und LMS.

Zwar ist auch in aGT1</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">GT3:

Auch in der GT3 wurde munter gekämpft und überholt, gerne auch mal außen herum in die erste Kurve La Verrerie hinein. So übernahm Daniel Keilwitz auch die Führung im zweiten Rennen gegen die Meisterschaftskonkurrenz Parisy/Lamotte aus dem Hause Graff Racing, die damit in beiden Rennen als Zweite hinter der Callaway-Corvette ins Ziel kamen. Und so – die technisch starke, aber fahrerisch teils fehlerbehaftete Performance der Corvette-Teams in der GT1 mit einbezogen – wurde der Circuit Paul Ricard wieder seinem Ruf als Corvette-freundliche gerecht. Einzig Holzer/van Splunteren im Prospeed-Porsche konnten in Rennen 2 mithalten und lagen lange auf Platz 2, der Rest der Konkurrenz kabbelte sich jeweils rund 20 Sekunden dahinter.

Äußerst schwach ist weiterhin die Performance der Audi R8. Die dominierten in der vergangenen Saison, wurden aber über den Winter durch mehr Gewicht und vor allem ein Drehzahllimit so sehr geschwächt, dass sie trotz Erfolgsballast für die Konkurrenz keine Chance auf vordere Platzierungen haben, sieht man einmal von dem – ohne die fahrerische Leistung schälern zu wollen – etwas glücklichen Abstauber-Sieg von Heyer/Herndlhofer im Rosberg-Audi in Jarama ab. Und so finden sich die vier Audi-Mannschaften Rosberg, Sainteloc-Phoenix, Black Falcon und United Autosports allesamt unter den letzten fünf der Team-Meisterschaft wieder. Leider ein Beispiel für eine misslungene Balance of Performance: 2009 zu stark, 2010 zu schwach.

Und noch ein interessanter Aspekt zum Abschluss: Sowohl im zweiten Rennen der GT3 als auch im Hauptrennen der GT1 wurde jeweils eine Strafe für das Missachten der Fahrbahnbegrenzung am Start ausgesprochen. Auch wenn es dabei in der kleinen Kategorie leider den durch dieses Manöver von 14 auf 2 nach vorn gestürmten Ferrari F430 von Diego Alessi traf, der für mehr Abwechslung in der Spitzengruppe hätte sorgen können, finde ich es gut, dass man in den GT-Serien so klare Grenzen zieht.

Bereits beim Rennwochenende der GT Masters in Hockenheim fiel auf, dass bei halbwegs konsequenter Durchsetzung dieser „Das Rennen findet zwischen den beiden weißen Linien statt“-Regel die Strecke auch dementsprechend befahren wird, nämlich so, wie sie vom Architekten einmal gedacht war. Wenn man sch dagegen anschaut, wie die DTM in Hockenheim in der Nordkurve die Auslaufzone zur Rennstrecke macht…

In den Meisterschaften führen – wie könnte es anders sein – selbstverständlich die Doppelrennsieger. Der Stand in der GT1:

  1. Bartels/Bertonlini (Vitaphone-Maserati #1) – 77
  2. Mutsch/Grosjean (Matech-Ford GT #5) – 62
  3. Hennerici (Phoenix-Corvette #13) – 40
  4. Dumbrech/Krumm (Sumo Power-Nissan #23) – 37
  5. Hughes/Campbell-Walter (Sumo Power-Nissan #22) – 33

Meisterschaftstabelle der GT3-EM:

  1. Keilwitz/Hohenadel (Callaway-Corvette #101) – 138
  2. Parisy/Lambotte (Graff-Corvette #16) – 87
  3. Walter/Hürtgen (Schubert BMW Z4 #77) – 66

Der große Unterschied: in der GT3 sind bereits vier von nur sechs Rennwochenenden vorüber, in der GT1 erst vier von zehn, da die Saison sich bis in den Dezember zieht. Nächster gemeinsamer Auftritt ist Mitte September in der Algarve, zwischendurch tritt die GT1 aber noch in Spa (01.08.) und auf dem Nürburgring (29.08.) an.

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July 02 2010

18:45

Vorschau: GT1 & GT3 in Le Castellet / Grand-Am in Daytona

Der Circuit Paul Ricard wird 40, GT1-WM und GT3-EM kommen zum Feiern vorbei. Auch in den USA ist Party angesagt, die Grand-Am fährt kurz vorm Unabhängigkeitstag in Daytona und auch hier steht ein rundes Jubiläum an.

Die nahe Marseille gelegene Bahn kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken: nach dem Ende der F1-Ära lange verwaist und dann zur Teststrecke modifiziert, mausert sie sich langsam aber sicher wieder zu einer beliebten Rennstrecke, vor allem für Sportwagenserien. Zuerst waren es Markenpokale, die hierher zurückkehrten, dann kam die FIA-GT, die nun durch die GT1-Weltmeisterschaft abgelöst wird. Die tritt an diesem Wochenende gemeinsam mit der GT3-Europameisterschaft an und bildet so das zweite große Event des Jubiläumsjahres, nachdem im April bereits auch die Le Mans Series zu einem 8h-Rennen in Le Castellet zu Gast war.

Als eine der frühen Retortenbahnen mit für damalige Verhältnisse recht großen Auslaufzonen war der Circuit Paul Ricard nicht von Anfang an besonders beliebt (Marc Surer etwa kritisierte das sehr künstlich wirkende kurvige Infield), heute aber gilt die endlose Mistral-Gerade mit der anschließenden Signes-Kurve beinahe als Kult.

Trotz der Auslaufzonen verunglückte Elio de Angelis 1986 bei einem Formel 1-Test tödlich, was zu einer Verkürzung über eine grausam enge Querspange führte. Heute gibt es neben diesen beiden Varianten noch unzählige weitere, denn unter Bernie Ecclestone wurde der Kurs ab 1999 zu einem High Teck Test Track aufgerüstet. An diesem Wochenende wird die Variante mit der langsamsten der drei La Verrerie-S-Kurven sowie einer Schikane in der Mitte der langen Mistral-Geraden gefahren. Letztere raubt der Strecke zwar ihr prägendes Element, aber dürfte eine gute Überholmöglichkeit darstellen.

Charakteristisch sind heute die blauen und roten Streifen der asphaltierten Auslaufzonen. Diese stellen als Sicherheitskonzept eingerichtete unterschiedliche Grip-Zonen dar, sind aber bei den Zuschauern eher unbeliebt, auch wenn die GT1-Promoter a  

May 21 2010

16:00

Vorschau: ALMS in Laguna Seca / GT1 und GT3 in Brünn

Die ALMS fährt am späten Samstagabend ihren neuen Langstrecken-Event auf der Kultbahn von Laguna Seca aus, für einige Teams ein wichtiger letzter Test vor Le Mans. Derweil verbringt die GT1-Weltmeisterschaft zusammen mit der GT3-EM das Wochenende im tschechischen Brünn.

Mit den 6h von Laguna Seca baut die American Le Mans Series nun neben Sebring und dem Petit Le Mans auf eine dritte Langstrecken-Säule in ihrem ansonsten über die Jahre leicht geschrumpften Kalender Kalender. Es war ein absolut richtiger und wichtiger Schritt, das Rennen auf der allseits beliebten Strecke nahe Monterey, Kalifornien in den Mai vorzuziehen und die Renndauer um 50% zu erhöhen.

So wird das Event für die Teams, die in drei Wochen den Atlantik überqueren werden, um beim 24 Stunden-Rennen an der Sarthe zu starten, eine willkommene letzte Testmöglichkeit vor dem großen Rennen sein, auch wenn Laguna Seca in keinster Weise mit dem Circuit de la Sarthe zu vergleichen ist.

Bei den Prototypen handelt es sich hier um die Autocon-Mannschaft, die in Le Mans mit Michael Lewis zusammenspannt, Highcroft mit dem starken HPD-formerly-known-as-Acura sowie Drayson Racing. Paul Drayson kann sich ja nun seit einigen Wochen zu 100% aufs Rennfahren konzentrieren, seinen „Zweit-Job“ hat der ehemalige Labour-Wissenschaftsminister mit dem Regierungswechsel in Großbritannien verloren. Mit den Kollegen Cocker und Pirro bildet er ein solides Trio, wenn nur die Technik hält – über die 12h von Sebring hat es nicht gereicht, Laguna Seca wird eine wichtige Erprobungsfahrt für das grüne Lola-Coupé.

Aus der GT(2)-Klasse sind diese Teams die beiden Corvettes, die Risi-Ferraris sowie ein Flying Lizard-Porsche und Rocketsports mit dem neuen, noch nicht konkurrenzfähigen Jaguar XKR. Anders als BMW treten diese schließlich nur in der amerikanischen Le Mans Series an, für die Münchner war Spa aufgrund der unterschiedlichen Fahrzeugkonfigurationen wohl der bedeutendere Test.

Laguna Seca ist natürlich vor allem für die Corkscrew bekannt. Ein schönes Feature mit Fahrerstimmen dazu hat die ALMS dieser Tage veröffentlicht:

Ansonsten besteht die Strecke aus überwiegend mittelschnellen Kurven, die beste – und eigentlich einzige – Überholmöglichkeit ist die Andretti Hairpin nach Start/Ziel. Aufgrund dieser Charakteristik dürften die als LMP2 konstruierten Fahrzeuge gute Chancen auf den Gesamtsieg haben, zumal die beiden Prototypen ja auf ein Niveau gebracht sind. Die eigentlichen LMP1-Fahrzeuge können aber ihre wichtigste Stärke, den höheren Topspeed, hier nicht ausnutzen. Der Highcroft-Honda mit den Top-Piloten David Brabham, Simon Pagenaud und Marino Franchitti dürfte als Favorit einzuschätzen sein, bei den übrigen Prototypen wird die Haltbarkeit der Knackpunkt sein; nur der Cytosport-Porsche ist zwar zuverlässig, aber mangels Weiterentwicklung nicht schnell genug, um den HPD ARX-01c zu schlagen.

Das Rennen wird in voller Länge und mit Radio Le Mans-Kommentar als offizieller und kostenloser Stream angeboten, für den es allerdings nur 10.000 Plätze gibt. Anmelden kann man sich hier. Zu beachten ist allerdings, dass das Rennen erst um 23:30 Uhr am Samstag deutscher Zeit startet (14:30 Uhr Ortszeit in Kalifornien). Alles was man sonst so brauchen könnte gibt es wie immer bei der ALMS gesammelt im Race Hub.

GT1-WM

Die GT1-Weltmeisterschaft geht bereits in Runde 3. Diesmal reist man ins südöstliche Tschechien, genauer gesagt nach Brünn, wo auf dem Automotodrom Brno (oder Masaryk-Ring) gefahren wird. Im letzten Jahr sparte man die im Waldgebiet des Naturparks Podkomorské lesy gelegene Strecke aus, die Rückkehr dürfte Fahrer und Fans erfreuen, da die Bahn aufgrund der Höhenunterschiede und der flüssigen Kurven ziemlich beliebt ist. Auf dem maximal 8% steilen Bergaufstück, das die Kehre am tiefsten Punkt der Strecke mit dem am Hochpunkt gelegenen Start/Ziel-Bereich verbindet, ist ein starker Motor gefragt und ein geringes Gewicht hilfreich.

Ansonsten liegt die Strecke mit den überwiegend mittelschnellen und langgezogenen Kurven vom Charakter her zwischen dem eckigen Yas Marina Circuit und der schnellen Bahn von Silverstone. Auf ersterem gingen Ford und Corvette besonders gut, in England lagen Nissan und Aston Martin vorn. Da diese nun entsprechend mit Gewicht beladen sind, könnte nun endlich die Stunde der Maserati schlagen, die bisher immer knapp hinter der Spitze lauerten, aber nicht ernsthaft um den Sieg mitkämpfen konnten.

Andererseits siegte beim letzten GT1-Rennen in Brünn 2008 ein Aston Martin und gerade der Tscheche Tomas Enge wird bei seinem Heimrennen besonders motiviert sein. Nach dem schweren Nygaard-Unfall in Spa und dem nachträglich entrissenen Sieg wegen minimal zu dünner Bodenplatte (die Berufung war erfolglos) dürfte es die Fahrer des Young Driver AMR-Teams nach einem großen Erfolg dürsten. Es ist aber schlicht und einfach schwierig, bei den verschiedenen Streckentypen und der bei Bedarf von der FIA angepassten Balance of Performance sowie den Platzierungsgewichten klare Favoriten auszumachen.

Unter eben diesem – wie angesprochen hier besonders hinderlichen – Success Balast leiden nach den vergangenen zwei Events der Enge/Turner-Aston Martin (40kg), der Hughes/Campbell-Walter-Nissan (30kg) der Sarrazin/Makowiecki-Aston Martin (20kg) und der Kechele/Danis-Lamborghini (10kg). Peugeot-LMP-Pilot Stéphane Sarrazin ist der bekannteste der in Brünn antretenden Gaststarter, der Kombination aus ihm und Frédéric Makowiecki ist trotz der 20kg auch durchaus ein gutes Ergebnis zuzutrauen.

Außerdem wird das Feld zum ersten Mal in dieser Saison in voller Stärke, also mit 24 Fahrzeugen an den Start gehen, da Rahel Frey die nach dem Unfall in Abu Dhabi noch verletzte Natacha Gachnang im Matech-Ford GT ersetzt. Beim LMS-Event der 1000km von Spa reichte es für die beiden Schweizerinnen mit Unterstützung von Landsmann Yann Zimmer immerhin für den dritten Klassenrang auf einem rein von Ford GT besetzten Podium.

Sport1 wird enttäuschenderweise wieder nur Highlights senden, dieses Mal sogar nur eine halbe Stunde (abzüglich Werbung…) und zwar am Sonntag um 17:15 Uhr. Ausführlichere Aufzeichnungen hätte es bei Bloomberg Samstag wie auch Sonntag geben sollen, aber die sind leider seit ein paar Stunden nicht mehr im Programm enthalten. Live gibt es die beiden Rennen (Qualification Race am Samstag um 17:30 Uhr und das Championship race am Sonntag um 14:15 Uhr) also nur im offiziellen Stream zu sehen, der sich aber auf jeden Fall anzuschauen lohnt.

Übrigens fanden bisher beide Trainings (einmal Vitaphone-Maserati vorn, einmal ein MarcVDS-Ford GT) auf feuchter bis nasser Strecke statt und auch für die kommenden Tage ist Regen vorhergesagt: Schauer am Samstagnachmittag, 60% Niederschlagswahrscheinlichkeit am Sonntag.

Und noch eine kurze Info trauriger Art: Loris Kessel, Teamchef des von ihm gegründeten Kessel Racing, das in der FIA-GT und anderen Sportwagenserien in den letzten Jahren Ferraris einsetzte, verstarb am Samstag an Leukämie.

GT3-EM

Als Support zur GT1 rücken wie bereits in Silverstone die Teams der Europameisterschaft in der GT3-Kategorie zum zweiten ihrer sechs Rennwochenenden an. 2008 war die Serie zuletzt in Brünn unterwegs, damals siegten Alessi/Zano im Aston Martin DBRS9 und Mutsch/Khan im Ford GT.

Nach den recht gut durchmischten Rennergebnissen in England lässt sich ein eindeutiger Favorit in dem 34 Fahrzeuge starken Starterfeld nicht ausmachen. Die Kombination Jose Luis Cunill/Tim Bergmeister im Trackspeed-Porsche dürfte nach den Rängen 1 und 3 beim Saisonauftakt recht stark einzuschätzen sein, auch der Argo-Lamborghini mit Philip Geipel und Ellen Lohr war – insbesondere dank ersterem – stark, erreichte die Ränge 3 und 4. Sieger in Rennen 2 waren Christian Hohenadel und Daniel Keilwitz in einer der Callaway-Corvette.

Da neben dem Erfolgsbalast, der jeweils die ersten drei eines Rennens betrifft, auch noch die Balance of Performance nach Silverstone zu Ungunsten von Corvette (+60kg), Lamborghini (+20kg) und Porsche (+50kg sowie kleinerer Air Restrictor) sowie auch Audi (neues Drehzahllimit) geändert wurde, dürften diese es aber in Brünn deutlich schwerer haben.

Die Rennen gibt es am Samstag um 14 Uhr und am Sonntag um 12 Uhr live auf MotorsTV zu sehen. Auch die GT3 scheint kurzfristig aus dem Programm von Bloomberg TV geflogen zu sein, das verstehe, wer wolle. Ansonsten gibt es den wie bei der GT1 qualitativ hochwertigen Live-Stream auf der Serien-Homepage.

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