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October 30 2013

23:48

Racingblog Podcast: Ausgabe vom 31.10.2013

Der wöchentliche Podcast des Racingblog-Teams. Im Stream, im Download und bei iTunes.

Heute sind wir mal etwas kürzer. Zum einen ist der Krankenstand im Team hoch, zum anderen sind ja viele Serien schon im Winterschlaf. Wir haben aber dennoch viele Themen in der Formel Eins gefunden, inkl. des sehr volatilen Fahrermarktes. Die NASCAR und deren spannendes Finish im Chase wird von uns beleuchtet und dann berichtet Thomas von der V8 Supercars, wo die Meisterschaft ebenfalls extrem eng ist. Zum Schluss folgt noch ein Blick auf die WTCC und die Rahmenrennen der Formel Eins (GP2, GP3, PSC).

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Here is the Music Player. You need to installl flash player to show this cool thing!

Dauer: ca. 80 Minuten

00:00:00 F1
00:30:00 NASCAR
00:46:00 V8 Supercars
00:59:00 WTCC

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March 05 2012

11:30

TV Rechte 2012: Wer zeigt was?

Die Motorsport Saison 2012 beginnt langsam wieder Fahrt aufzunehmen, und daher gibt es wie die letzten Jahr schon eine Vorschau vom Racingblog, wo es welche Rennserie zu sehen gibt.

Auch 2012 gibt es wieder einiges an Motorsport im Fernsehen zu sehen, bei den übertragenden Sendern hat sich nicht viel geändert. Die Situation der Internet-Streams ist dagegen in Bewegung. So gibt es dieses Jahr wohl zum ersten mal die V8 Supercars Live als Stream ohne “Geoblock” in Deutschland zu sehen. Bei den zwei größten Motorsportserien der Welt sieht es leider anders aus. Bei der Formel1 gibt es wie die letzten Jahre schon keinen offiziellen Stream, sondern nur ein Livetiming für registrierte User der Internet Seite. Auch bei der NASCAR sieht es nicht besser aus. Dort besitzt der Turner-Konzern sämtliche Internet Rechte für 2012. Und der machte bisher keine Anstalten, Rennen im Internet zu streamen (abgesehen von den Rennen auf TNT, die es dann im Racebuddy aus 10 verschieden Perspektiven gibt). Hoffen kann man allerdings auf das nächste Jahr: Anfang Februar hat die NASCAR die gesamten Online Rechte samt Livestreaming-Möglichkeiten ab 2013 von Turner zurückgekauft.

Insgesamt lässt sich allerdings feststellen, dass immer mehr Serien ihr Produkt auch übers Internet via offiziellen Livestreams und Interviews verbreiten. Zum Beispiel die oben erwähnte V8 Supercars oder die BTCC. Andere Serien übertragen sogar teilweise die ganzen Racedays samt Rahmenserien im Internet, etwa die ADAC GT Wochenende (abgesehen von den “Hauptrennen” der GT Masters) und die FFSA GT (Französische GT3 Meisterschaft). Als interessant lässt sich zudem sehen, dass vor allem der ACO wohl gemerkt hat, welche Möglichkeiten das Internet bietet. So wurden letztes Jahr die ALMS (American Le Mans Series) und die WEC (World Endurance Championship) komplett live gestreamt. Manche Dinge werden sich wohl nie ändern, und so gibt es auch dieses Jahr wieder keinen (legalen) Stream von MotorsTV – schade, da mal dieses Jahr einige interessante Serien überträgt.

Die folgende Übersicht ist nach den vorhanden Infos vom 4. März , wird allerdings im Laufe der Saison erweitert bzw geupdate wenn es neue Informationen gibt. Kleiner Hinweis: Eurosport zeigt sein Programm sowohl live, als auch on demand über den Eurosportplayer.

Eine generelle Übersicht der Streams haben wir auch zusammen gestellt.

Formelserien

F1 – sky/RTL
Sky hat den Vertrag wie schon letztes Jahr wieder um 1 Jahr verlängert, und zeigt alle Trainings, Qualifikationen und Rennen. Die Vorberichte und Nachberichte für die Rennen wird aus dem Sky Sport News Studio kommen. Zudem sind Jacques Schulz , Marc Surer und Tanja Bauer vor Ort. sky HD Kunden, die ein iPad haben, können die F1 wohl auch live über die skyGo Applikation schauen.
Bei RTL wird die Übertragung so ähnlich aussehen wie schon die letzten Jahre. Das heißt: FP3, Qualifikation, Rennen.
Die Freitags-Trainings wird es nach aktuellem Informationsstand nicht im Free TV geben, da Sport 1 aus der Übertragung aussteigt.

GP2 – sky
Alle Rennen der GP2 Meisterschaft werden live auf Sky übetragen

GP3 – Euro(2)
Die Rennen der GP3 werden wie letztes Jahr schon auf Eurosport (2) live oder mit delay gezeigt.

Formel Renault 3.5 – Euro(2)
Auch die Formel Renault 3.5 gibt es wieder auf Eurosport (2) live oder As-live zu sehen.

Auto GP World Series – Euro(2)
Eurosport (2) überträgt dieses Jahr alle Rennen der AutoGP live.

F2- MotorsTV, Stream
Die Formel 2 gibt es auch dieses Jahr wieder Live auf MotorTV. Zudem sollte es einen offiziellen Stream auf formulatwo.com geben.

F3 Euro – n-tv (?)
Bis jetzt gibt es keine Infos ob n-tv auch dieses Jahr wieder die Formel 3 Euro Series überträgt. Allerdings darf man darauf hoffen, nachdem der Sender die letzten Jahre sogar die Formel 3 Rennen aus Macao gezeigt hat. Sollte n-tv einsteigen, werden die Rennen auch auf deren Homepage gestreamt.

European F3 Open – MotorsTV / Stream (?)
Alle Rennen gibt es wohl Live oder Re-Live auf MotorsTV. Im vergangenen Jahr hat man die Läufe außerdem im Stream unter www.livestream.com/f3open gezeigt.

US-Racing

NASCAR Sprint Cup – Motorvision/ServusTV 
11 Rennen (Daytona+Chase) werden dieses Jahr live auf Motorvision gezeigt. Zudem überlegt man, weitere ausgewählte Rennen live zeigen. Von den restlichen Rennen wird es ausführliche Zusammenfassungen geben.
ServusTV zeigt dieses Jahr auch wieder den Sprint Cup als Zusammenfassung immer Montags gegen 23 Uhr. Zudem plant man wohl einige Rennen live zu übertragen, hierbei dürfte es sich wohl um Nachtrennen handeln. Bestätigt ist das aber noch nicht.

NASCAR Nationwide Series – MotorsTV
MotorsTV plant dieses Jahr alle Rennen live oder As-Live zuzeigen.

Indycar
Die Indycar Series wird es wahrscheinlich auch 2012 nicht im Deutschen Fernsehen geben. Auch die Chancen auf ein Livestream sind eher gering.

Tourenwagen

WTCC – Euro
Wie gehabt. Eurosport ist Host-Broadcaster und wird alle Rennen + Qualifying auf Eurosport und Eurosport2 (live) zeigen.

BTCC – itv4
Die BTCC wird dieses Jahr samt kompletten Raceday wieder auf ITV4 gezeigt. Zudem gibt es einen legalen Stream, der allerdings mit “Geoblock” versehen ist.

DTM – ARD
Nicht neues.

GT1/GT3/GT Endurance – Stream
Die SRO Serien werden wie letztes Jahr schon komplett im Internet übertragen und danach VoD gestellt. Inwiefern es eine Übertragung der GT1 WM bei Sport1(+) gibt, steht noch nicht fest. Allerdings ist noch nichts im TV Plan von Sport1 eingetragen, sodass man von einer Nicht-Übertragung ausgehen muss. Den Stream findet man auf der jeweiligen Homepage der Serien.

ADAC GT – Kabel 1
Trotz schwacher Einschaltquote hält Kabel 1 weiter an der ADAC GT Masters fest, die Rennen werden jetzt allerdings um 12:15 erst gestartet. Ob die Rahmenrennen (so wie 2011) wieder via Internet-Stream versendet werden, ist derzeit noch ungewiss.

VLN – Sport1 (Zusammenfassungen)
Es wird Ausschnitte aus den Rennen in verschiedenen Programmen (DMAX, Motorvision, Sport1) zu sehen geben, mehr aber nicht. Die 24H werden bei Sport1 laufen.

Porsche Supercup – Sky/Euro2
Sky überträgt die Serie auch 2012. Sollte auch bei Eurosport(2) zu sehen sein.

Porsche Cup – Sport1(+)?
Sport1(+) dürfte wohl wieder die Rennen des Porsche Carrera Cup zeigen. Zudem sollte es einen Livestream geben.

Scirocco Cup – MotorsTV/Sport1(+)
Läuft auf MotorsTV. Auch auf Sport1(+) eventuell zu sehen. Außerdem hatte VW im letzten Jahr ein verstecktes Livestream Angebot, das auch dieses Jahr wieder da sein könnte.

V8 Supercars – MotorsTV (1 Woche zeitversetzt) / Livestream
MotorsTV. Bathhurst 1000 wird live gezeigt, der Rest mit delay (1 Tag – 1 Woche). Zudem gibt es einen Livestream unter www.v8supercars.com.au, auf dem auch einige der Rahmenrennen zu sehen sind.

Superstar Serie – MotorsTV
Die interessante und gut besetzte italienische Serie läuft live auf MotorsTV.

International GT Open – MotorsTV
Die Rennen der Südeuropäisch geprägten Meisterschaft gibt es wieder auf MotorsTV und mit offiziellem Livestream (www.gtopen.tv) dieses Jahr zu sehen.

GT Sprint – MotorsTV
Die Rennen der GT Sprint (fährt zusammen mit der Superstars Serie) gibt es dieses Jahr wieder Live auf MotorsTV.

Ferrari Challenge Europa – MotorsTV
Live auf MotorsTV

Prototypen

WEC – Euro2
Eurosport(2) überträgt die Rennen wohl dieses Jahr wieder. In welchem Umfang die Rennen übertragen werden steht noch nicht fest. Zudem könnte es wieder einen Live Stream geben.

LMS – MotorsTV 
Die LMS läuft dieses Jahr auf MotorsTV, zudem soll es einen Livestream geben. Inwiefern Radio Le Mans von den Rennen berichtet, steht noch nicht fest.

24 H Le Mans – Eurosport
Auch in diesem Jahr gibt es wieder die kompletten 24 Stunden live bei Eurosport.

ALMS – MotorsTV
MotorsTV wird auch dieses Jahr wieder die meisten Rennen der ALMS live zeigen. Zudem gibt es die Rennen, die man nicht live zeigt As-Live. Auch wieder geplant: Ein guter Livestream auf der Homepage der Serie mit dem Kommentar der Jungs von Radio Le Mans.

GrandAm – MotorsTV
Die Rennen der GrandAm gibt es dieses Jahr auf MotorsTV fals Speed auch live überträgt. Ansonsten gibt es die Rennen mit delay.

Japan

Super GT
Die überaus interessante Super GT wird man leider auch dieses Jahr allenfalls über einen Stream aus den unendlichen Rändern des Internets verfolgen könnnen.

Formel Nippon
Auch die Formel Nippon wird es wohl nicht auf legalem Wege zu sehen geben.

Argentinien

Turismo Carretera / TRV6 / TC2000
Die höchste argentinische Rennklasse gibt es 2012 via (offenbar) offiziellem Stream auf justin.tv/tcarretera. Ebenfalls einen Livestream gibt es zur Silhouetten-Serie TRV6 (unter trv6.com.ar). Die Qualität beider Streamingangebote liegt allerdings, wie man so schön sagt, im Auge des Betrachters. Die vermutlich beste Tourenwagenserie Südamerikas, die TC2000, wird wird wohl leider auch weiterhin keinen offiziellen Stream bereitstellen.

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August 24 2011

16:27

Vorschau: GP2/GP3 in Spa, F2 am Red Bull Ring

Nach der Sommerpause melden sich am Wochenende mit der Formel 1 auch GP2 und GP3 zurück. In deren Schatten fährt außerdem die Formel 2 in Spielberg. 

Das Ende ist nah: Nur noch zwei Runden stehen in den beiden GP-Serien auf dem Programm. In der GP2 nähert sich Romain Grosjean scheinbar unaufhaltsam dem Titel – der Franzose könnte sogar schon beim Rennen in Spa den Sack endgültig zumachen (Szenarien dazu nach dem Jump). In der GP3 ist die Sache deutlich weniger gefestigt – neben Tabellenführer Valtteri Bottas haben noch eine ganze Reihe weiterer Piloten mehr als nur theoretische Chancen auf die Meisterschaft. In der Formel 2, wo nach dem Wochenende in der Steiermark noch zwei weitere Runden geplant sind, scheint derweil alles auf einen Zweikampf um den Titel hinauszulaufen – wobei der führende Mirko Bortolotti schon einen deutlichen Vorteil auf Verfolger Christopher Zanella hat. Sicher kann sich aber keiner der drei Favoriten sein – denn bis zur Entscheidung kann noch viel passieren.

GP2

Dafür, dass in der GP2-Meisterschaft noch “viel” passiert, bedarf es allerdings schon eines kleinen Wunders. 25 Punkte beträgt der Vorsprung von Romain Grosjean auf den zweiten, Guido van der Garde. Vom drittplatzierten Charles Pic trennen ihn sogar schon 32 Zähler. Bei noch insgesamt 40 zu vergebenden Punkten haben außerdem noch Jules Bianchi und Sam Bird (je 39 Zähler Rückstand) Meisterschaftschancen – wenngleich äußerst theoretischer Natur.

Für das Wochenende in Spa ist die Rechnung relativ einfach: Bianchi oder Bird können nur dann im Rennen bleiben, wenn Grosjean punktelos bleibt – und einer der beiden beide Rennen gewinnt, jeweils die schnellste Runde fährt und auch noch am Samstag auf die Pole fährt.

Etwas schwerer zu schlagen sind van der Garde und Pic. Pic müsste am kommenden Wochenende zwölf Zähler aufholen, um Grosjean in Monza noch schlagen zu können. Wenn Grosjean also am Samstag vor oder knapp hinter ihm landet, ist der Meitschaftstraum auch für Charles Pic vorbei. Guido van der Garde muss insgesamt fünf Punkte aufholen, um seine theoretische Chance zu wahren.

Daraus folgt: Romain Grosjean kann sich bereits am Samstag zum Meister krönen. Und zwar dann, wenn er nicht zu allzu weit hinter Charles Pic landet und zwei Punkte mehr holt als Guido van der Garde (Ausnahme: Wenn van der Garde oder Grosjean selbst auf Pole stehen, dass braucht der Franzose vier Punkte mehr / gleich viele Punkte wie van der Garde)

Darüber, ob nach der Sommerpause irgendwelche Cockpits neu besetzt wurden, ist derzeit noch wenig bekannt. Einzig aus dem Lager von Coloni gibt es eine kleine Information. Dort darf ein alter Bekannter ein weiteres Rennen bestreiten: Nach seinen starken Leistungen am Nürburgring und in Budapest steigt Luca Filippi ein weiteres Mal ins Cockpit. Ob er auch beim letzten regulären Saisonrennen in Monza und beim (außerhalb der Meisterschaft stehenden) Saisonabschluss in Abu Dhabi mit dabei sein wird, ist dagegen noch nicht klar.

Zu sehen sind beide Rennen wie immer live auf sky sport 2 (Sa., 15:35, So, 10:30 Uhr). Das Rennen am Sonntagvormittag gibt es auch in besserer Bildqualität auf sky sport HD 1, das Samstagsrennen in kostenfreier Bildqualität auf rai sport 1.

GP3

Anders stehen die Dinge in der GP3, wo sich tatsächlich noch eine ganze Schar von Juniorpiloten realistische Hoffnungen auf den Titel machen kann. Neben Williams-Testfahrer Valtteri Bottas (41 Punkte) sind das Alexander Sims (34), Nigel Melker (32), Lewis Williamson, und James Calado (je 31). Theoretisch können aber sämtliche Piloten, die in dieser Saison bisher Punkte geholt haben noch Meister werden – diese Liste reicht bis zu Conor Daly, der aktuell auf Rang 20 der Tabelle rangiert.

Und, ganz ehrlich: In einer Saison wie der aktuellen, die bisher zehn verschiedene Sieger in zwölf Rennen gesehen hat, möchte ich mich hier mit Vorhersagen nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Bleibt also nur zu sagen: In der GP3 Meisterschaft kann auch nach sechs Wochenenden noch so ziemlich alles passieren.

Abseits der Meisterschaftsentscheidung zu beachten: Der Neuseeländer Richie Stanaway, der im deutschen F3 Cup deutlich in Führung liegt, wird in Spa sein GP3-Debut im Team von ART geben. Auch, wenn man beim allerersten Rennen in einer neuen Serie noch nicht allzu viel erwarten darf – sein Auftritt wird ein interessanter Gradmesser für die Qualität des Starterfeldes im F3 Cup sein.

Wie gewohnt läuft die GP3 auch am kommenden Wochenende auf Eurosport 2: Rennen 1 Samstag 18:00 und Sonntag 9:00 Uhr als Aufzeichnung, Rennen 2 am Sonntag um 9:30 Uhr live.

Formel 2

Als leichter vorhersagbar hätte ich da schon die Rennen der Formel 2 eingeschätzt – wären da nicht Ramon Pineiro und Jack Clarke gewesen, die etwas überraschend die beiden Rennen in Brands Hatch für sich entscheiden konnten.

Trotzdem: Die drei Meisterschaftsführenden (Mirko Bortolotti, Christopher Zanella und Miki Monras) sind gewiss auch in Spielberg die großen Favoriten.

Neu dabei sind am kommenden Wochenende der Brite Luciano Bacheta, der beim GP3 Rennen in Budapest durch einen massiven Traininscrash auf sich aufmerksam gemacht hat – und der Österreicher Rene Binder, der aktuell eine eher durchwachsene Saison im deutschen F3 Cup bestreitet.

Die Rennen der Formel 2 werden auch am kommenden Wochenende wieder von Motors TV übertragen: Samstag 13:35 und Sonntag 14:35 Uhr, jeweils live. Wer den in Deutschland zunehmend schwer empfangbaren Sender nicht sehen kann, hat außerdem die Möglichkeit, beide Rennen im Livestream auf formulatwo.com zu verfolgen.

Sonst

In der Formel Renault 3.5 sind am Rande der Silverstone-Rennen am vergangenen Wochenende übrigens erste Details zur kommenden Saison durchgesickert. Und wenn die Informationen stimmen, dann steht die Serie vor einer kleinen Revolution. So wurde etwa bekannt, dass das neue Auto über ein DRS-System verfügen soll, um das Überholen zu erleichtern, und so die Rennen spannender zu machen. Außerdem gibt es schon konkrete Planungen für den Kalender. Demnach soll die Nachwuchsformel erstmals die Grenzen Europas überschreiten. Geplant sind Rennen in Russland (autosport.com spricht sprach in einer mittlerweile geänderten Meldung von Sotschi – dabei müsste es sich aber um einen eilig errichteten Straßenkurs handeln, denn die F1-Strecke wird erst 2014 fertig sein) und Brasilien. In Deutschland soll die Serie nach derzeitigen Planungen wohl nicht mehr auftreten.

Foto: GP2

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July 28 2011

05:02

Vorschau: GP2/3 Ungarn, AutoGP Oschersleben

Der Nürburgring hat den Nachwuchsklassen gut getan – spannende Entscheidungen in fast allen Läufen. In Budapest darf man darauf nicht unbedingt hoffen. Und auch die AutoGP in Oschersleben könnte ruhiger verlaufen.

Nach den großartigen GP2-Rennen in Silverstone haben die Nachwuchsserien am Nürburgring erneut demonstriert, wie spannend Juniorserien sein können. In der GP2 zeigten am Sonntag gleich mehrere Piloten (darunter Bianchi und Vietoris) furiose Aufholjagden auf abtrocknender Strecke. Bei der GP3 gab es bereits am Sonntag einen packenden, zwei Runden langen Dreikampf um den Sieg – mit Slicks auf regennasser Fahrbahn. Am kommenden Wochenende könnten dann wieder strategischere Läufe auf dem Plan stehen – denn Überholmanöver mit Formelautos sind sowohl in Budapest, als auch in Oschersleben eher eine Rarität. Sollte es wirklich so kommen, kann man sich immer noch mit einigen Personalien beschäftigen – denn zwischen GP2, GP3 und AutoGP ist an den vergangenen Wochenende ein fröhliches Sesselrücken ausgebrochen.

GP2

So sehr sich die Dinge in der vermutlich immer noch besten Nachwuchsserie der Welt auch ändern mögen – eines bleibt konstant. Denn ob Regen, Hitze oder Hagelschlag: Romain Grosjean war in dieser Saison fast immer vorne mit dabei. So auch am vergangenen Wochenende am Nürburgring, als er nach einem dritten Platz im Hauptrennen am verregneten Sonntag zum Sieg fuhr. Ganz so glatt wie sonst lief es allerdings diesmal nicht. Denn um ein Haar hätte der von hinten heranstürmende Franzose es diesmal nicht mehr geschafft, seinen bis dahin führenden Landsmann Jules Bianchi noch zu überholen. Einzig ein Fehler in der vorletzten Runde erlaubte es Grosjean doch noch, auch diesmal wieder zum Sieg zu fahren.

Pilot des Wochenendes war aber dennoch ein anderer: Luca Fliippi, der vor dem Rennen das Team von Super Nova unter nicht näher bekannten Umständen (aber jedenfalls ohne Erfolge) verlassen hatte, zeigte sich am Samstag endlich wieder einmal von seiner besten Seite, und fuhr im Wagen des Coloni Teams zum Sieg. Am Sonntag zeigte er ein gleichfalls tolles Rennen, und war nahe daran, am Ende von Startplatz acht kommend sogar noch die Spitze zu gefährden.

Ein Lob hat auch Christian Vietoris verdient: Nach Abwesenheit bei einigen Rennen und Fragen über seine Motivation lieferte der junge Deutsche bereits zum zweiten Mal nach Silverstone eine beachtliche Vorstellung ab. Vor allem seine furiose Fahrt im Sprintrennen von Ende des Feldes bis auf Rang vier wusste zu überzeugen. Wenn es so weitergeht (und er auch im Qualifying etwas mehr Konstanz zeigt), dann könnte die Saison doch noch dabei helfen, sich für höhere Weihen zu empfehlen.

In der Meisterschaft hat sich auch am Nürburgring wenig getan: Grosjeans konstante Leistungen, gepaart mit zunehmenden Problemen seiner Gegner Charles Pic und Guido van der Garde sorgen dafür, dass der Franzose seine Meisterschaftsführung weiter ausbauen konnte. Drei (Meisterschafts-) Runden vor Schluss führt er in der Tabelle mit 18 Punkten Vorsprung auf van der Garde und 25 auf Pic. Zur Erinnerung: In der GP2 herrscht noch das “alte” Punktesystem: Die Maximalzahl aller erreichbaren Punkte pro Wochenende beträgt also nur 18 (10 für den Sieg am Samstag, 6 für Rang eins am Sonntag und je einer für die schnellste Runde in jedem der beiden Rennen).

Man darf gespannt sein, ob sich Grosjeans scheinbar mühelose Dominanz auch am Hungaroring fortsetzen wird. Ein anderer Trend dürfte (sofern es nicht auch in Ungarn regnet) allerdings reißen – nämlich der zu actionreichen Rennen. Der Hungeroring hat, wegen seiner mangelnden Überholmöglichkeiten, auch in der GP2 bisher fast immer “taktische” Rennen geliefert. Es ist davon auszugehen, dass es auch am kommenden Wochenende ähnlich ablaufen wird.

Luca Filippi hat sich mit seinen tollen Leistungen am Nürburgring einen weiteren Auftritt in der GP2 gesichert: Der Italiener wird auch am Wochenende wieder in einem Wagen von Coloni sitzen. Wehrmutstropfen: Seine Führung in der AutoGP-Meisterschaft wird er somit nicht verteidigen können, denn die ist zeitgleich in Oschersleben unterwegs (siehe unten). Dieses Faktum ist vor allem deswegen interessant, weil sein schärfster Konkurrent, Kevin Ceccon, sich vor dem Nürburgring aus der GP2 verabschiedet hat – mit dem Argument, seine volle Konzentration gelte nun dem Meistertitel in der AutoGP.

Ein anderer Fahrer der bisher zwischen allen Sesseln platziert war, wird die gesamte restliche Saison in der GP2 unterwegs sein: Adam Carrol, zuvor heuer schon bei Einzeleinsätzen in der Formel Renault 3.5 und der AutoGP zu bewundern, wird trotz mittelmäßigen Platzierungen am Nürburgring auch in Budapest, Spa und Monza Filippis ehemaliges Super Nova-Cockpit übernehmen.

Beide Rennen (Sa., 15:30, So., 10:30 Uhr) aus Ungarn gibt es wieder immer live auf sky sport 2 zu sehen, Lauf eins wird zusätzlich auch ohne Verschlüsselung auf rai sport 1 übertragen.

GP 3

Man kann über die GP3 sagen, was man will (und ich habe mich in der Vergangenheit ja schon öfter kritisch geäußert) – aber die Rennen am Nürburgring waren klasse. Vor allem der (faire!) Dreikampf um den Sieg zwischen Rio Haryanto, Lewis Williamson und Valtteri Bottas im Samstagsrennen gehört bisher zu den Motorsportmomenten in dieser Saison.

Am Ende hatte Rio Haryanto das bessere Ende für sich. Insgesamt konnte am Wochenende dennoch Bottas am meisten beeindrucken. Der Finne, Testfahrer bei Williams, und in den vergangenen beiden Jahren dritter der F3 Euroseries kommt nun auch in der GP3 langsam auf Touren. Er holte mit Rang drei im angesprochenen Samstagsrennen und dem Sieg am Sonntagvormittag sogar die meisten Punkte des Wochenendes.

In der Meisterschaft führen nach dem Wochenende am Nürburgring Alexander Sims (34 Punkte) und Lewis Williamson (28), die in der Eifel beide ein durchmischtes Wochenende hatten (je ein zweiter Platz und eine punktelose Ankunft im Mittelfeld). Richtig schlecht lief es für den Neuseeländer Mitch Evans, der am Nürburgring weit außerhalb der Punkte lag, und somit auf Rang drei der Tabelle zurückrutschte (ebenfalls 28 Punkte). Nigel Melker (27), der am Nürburgring starke James Calado (27) und Valtteri Bottas (24) haben drei Runden vor Schluss ebenfalls noch realistische Titelchancen.

Eurosport überträgt diesmal beide Rennen live. Anders als bisher aber nicht im Free TV auf den Hauptsender, sondern nur für die zahlenden Kunden auf Eurosport 2 (Sa., 17:30, So., 8:30 Uhr). Als Kommentator darf man sich wohl wieder auf Norbert Ockenga freuen, dem es am Nürburgring gelungen ist, auch den spannenden Zieleinlauf des Samstagsrennens so zu kommentierten, als hätte er sich zuvor einen Rennbericht schicken lassen, den er nun ziemlich lustlos und ohne wirklich auf den Bildschirm zu schauen vortragen würde. Schade, denn dass er es deutlich besser könnte, wenn ihn die Rennen denn interessieren, zeigt er regelmäßig bei den Sportwagen-Übertragungen.

AutoGP

Weil die WTCC am Wochenende in Oschersleben ausnahmsweise zeitgleich mit der Formel 1 unterwegs ist, stehen einige Nachwuchspiloten vor der Wahl: Entweder ihren GP2/GP3 Verpflichtungen nachgehen, oder in der AutoGP den Titel ins Visier nehmen. Das hat auch Folgen für die Meisterschaft: Tabellenführer Luica Filippi hat sich, wie oben schon erwähnt, wohl für die GP2 entschieden, sein Verfolger Kevin Ceccon für die AutoGP. Ob Filippi nach dem Wochenende wieder in die AutoGP zurückkehrt, steht in der Sternen, zumal er in der GP2 das Team von Super Nova, für die er bisher auch in der AutoGP fuhr, ja verlassen hat.

Vor der Wahl stand außerdem Rio Haryanto – er hat sich nach seinem Erfolg am Nürburgring für die GP3 entschieden. Das wiederum gibt einem weiteren Piloten aus einer andere Serie die Gelegenheit, AutoGP-Luft zu schnuppern. Denn für das Rennen in Oschersleben wird Kevin Korjus (sonst in der Formel Renault 3.5 recht erfolgreich unterwegs) den Indonesier ersetzen. Adam Carroll, in Donington noch bei Campos Racing unterwegs, wird dagegen, wie oben schon erwähnt, vorerst in der GP2 bleiben.

Wer in der Magdeburger Börde als Favorit gelten darf, ist schwer zu sagen: Mit sieben Siegern in acht Rennen hat sich die AutoGP bisher als motorsportliche Wundertüte erwiesen. Eine Auflösung auf die Frage bietet Eurosport – wie gewohnt in Form von Liveübertragungen. Rennen eins gibt es am Samstag um 11:00 Uhr auf Eurosport, den zweiten Durchgang am Sonntag um 10:00 Uhr auf Eurosport 2.

In Kürze

- Mirko Bortolotti gibt in der Formel 2 weiter den Ton an. In Brands Hatch reichte es zwar in weitgehend ereignislosen Rennen nur für die Ränge fünf und zwei, die direkte Konkurrenz um den Titel landete aber beide Male noch weiter hinten. Die Siege gingen an Jack Clacke und einen in Topform fahrenden Ramón Piñero (beide in der Meisterschaft weitgehend chancenlos). Bortolotti (187 Zähler) führt somit drei Runden vor Schluss mit 36 Punkten Abstand vor Christopher Zanella (151) und 79 Zählern Vorsprung Miki Monras (108). Zu bedenken: In der Formel 2 sind pro Wochenende 50 Punkte zu erringen, der Abstand ist also in der Realität nicht ganz so groß, wie er auf dem Papier aussieht.

- In der F3 Open (der früheren spanischen F3) gingen die Siege in Brands Hatch an den Malaysier Fahmi Ilyas und den Brasilianer Victor Corrêa. In der Meisterschaft liegt derzeit der Schweizer Alex Fontana (69) in Front, dahinter rangieren Fabio Gamerini (54) und der erwähnte Victor Corrêa (52, beide Brasilien). Ich habe die Serie bisher heuer nicht verfolgen können, und musste mich daher bisher mit Einschätzungen zurückhalten. Nun ist aber Abhilfe in Sicht: Die Läufe aus Brands Hatch (und jene aus Spa) sind im Internet unter http://www.livestream.com/f3open verfügbar (wo übrigens neuerdings auch live übertragen wird).

- Ein seltenes Vergnügen bietet sich am Samstagmittag (12:30 Uhr). Dann überträgt Motors TV nämlich live das dritte Rennen der britischen Formel 3 Meisterschaft aus Spa-Francorchamps. Meines Wissens nach handelt es sich dabei um die erste Liveübertragung eine britischen F3 Rennens seit einigen Jahren. Vermutlich kann man dieses Service anbieten, weil ohnehin Live-Equipment für das 24 Stunden-Rennen vor Ort ist. Außerdem zählt der Lauf auch zur neu geschaffenen “F3 International Trophy”: Es werden daher insgesamt 29 Starter erwartet, auch Daniel Abt, Marco Wittmann und und F3 Euro-Tabellenführer Roberto Merhi werden dabei sein. Der ehemalige Champion Marco Asmer (zwischenzeitlich komplett in der Versenkung verschwunden) wird ebenfalls ein Comeback geben.

Foto: GP2

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Tags: AutoGP GP2 GP3

July 21 2011

06:01

GP2/GP3 am Nürburgring / F2 in Brands Hatch

Bianchi, Vietoris und Co. schlagen zurück – in Silverstone zeigten die Favoriten endlich gute Rennen. Auch hinter den Kulissen hat sich Einiges getan.

Da habe ich in der letzten Vorschau noch so zuversichtlich geschrieben, Bianchi, Vietoris und die anderen Favoriten würden in dieser Saison enttäuschen – und dann schlagen sie mit richtig guten Leistungen in Silverstone zurück. Weil sich aber auch Romain Grosjean in Großbritannien keine Blöße gegeben hat, ist der Weg in der Meisterschaft trotzdem noch weit. Immerhin darf man nach den spannenden Rennen in Silverstone darauf hoffen, dass es auch am Nürburgring etwas packender zur Sache geht als bei manch anderen Läufen in dieser Saison. Auch organisatorisch hat sich in den vergangenen zwei Wochen viel getan: Ende dieser Saison wird es ein GP2-Rennen in Abu Dhabi geben, das aber nicht zur Meisterschaft zählen wird. Und ab 2012 wird die GP2-Serie dann überhaupt einen deutlich globaleren Einschlag nehmen. Unterdessen kehrt die Formel 2 ein weiteres Mal nach Brands Hatch zurück.

GP2

Und es geht doch! Nach langweiligen Rennen mit zum Teil etwas willkürlich wirkenden Siegern zeigte die GP2 in Silverstone endlich wieder einmal das, was sie in den vergangenen Jahren so populär gemacht hat: Enge Kämpfe durch das ganze Feld. Vor allem das Duell um Platz eins zwischen Christian Vietoris und Jules Bianchi auf abtrocknender Strecke war spannend anzusehen. Die Spannung war dabei, zugegebenermaßen, nicht nur den Piloten und der Serie geschuldet –  das Wetter spielte gewiss seine Rolle. Aber auch das (trockene) Sprintrennen am Sonntagvormittag bot einiges an Schauwerten. Das alles lässt für den Nürburgring auf spannende Läufe hoffen – zumal es ja auch in der Eifel gelegentlich unbeständige Wetterverhältnisse geben soll.

In der Tabelle hat die Rückkehr der Favoriten bisher noch nicht so viel bewirkt. Im Gegenteil: Romain Grosjean konnte mit dem Sieg im Sprintrennen seine Führung auf den Zweiten, Guido van der Garde, sogar noch ausbauen. Der Franzose liegt nun stattliche neun Punkte in Front. Der Dritte im Bunde, Sam Bird, liegt noch einmal sechs weitere Punkte dahinter.

Jules Bianchi konnte sich mit dem Wochenende in Silverstone immerhin in die Top Ten der Meisterschaft manövrieren, und liegt nun mit nicht völlig (aber doch sehr wahrscheinlich) uneinholbaren 24 Zählern Rückstand auf Rang sieben. Etwas stiller unterwegs, aber dennoch effektiv: Marcus Ericsson, der nun unmittelbar dahinter auf Rang acht liegt. Für Christian Vietoris war der Lauf trotz toller Vorstellung im Hauptrennen weniger einträglich. Der Deutsche liegt nun mit auf dem Meisterschaftsrang 16.

Eine kleine Änderung gibt es am kommenden Wochenende bei den Fahrerbesetzungen: Kevin Ceccon wird sich, wie es in der Pressemitteilung so schön heißt, ab sofort ganz auf die AutoGP Meisterschaft konzentrieren. Das klingt verständlich, denn dort kämpft der Italiener ja noch um den Titel. Die Tatsache, dass er in der GP2 mit null Meisterschaftspunkten auf dem 27. Rang rangiert, wird der Mannschaft von Coloni die Entscheidung aber wohl ebenfalls nicht schwer gemacht haben (und zeigt nebenbei den Leistungsunterschied zwischen den beiden Rennklassen auf). Ersetzt wird Ceccon bei Coloni von Luca Filippi, der in dieser Saison bisher bei Super Nova enttäuscht hat. Dort wird er von Adam Carroll ersetzt, dessen Weg aus der AutoGP in die GP2 den Sesselkreis zu Ceccon sehr anschaulich schließt.

GP2 Asia no more

Eine bedeutende Änderung rund um die GP2 Serie wurde ebenfalls nach dem Silverstone-Wochenende bekannt: Ab der kommenden Saison werden die GP2 Asia und die GP2-Hauptserie miteinander verschmolzen. Im Klartext heißt das, dass die GP2 wohl auch zwei bis drei Rennen außerhalb des europäischen Kontinents absolvieren wird. Mit zu großer Internationalität ist dennoch nicht zu rechnen: Denn ob sich die Erweiterung der GP2 auf mehr auswachsen wird, als Auftritte bei den beiden Rennen in Bahrain (sofern man dort 2012 wieder fahren kann) und Abu Dhabi darf allein schon aus Kostengründen bezweifelt werden. Einen fertigen Kalender möchte man in den kommenden Wochen präsentieren.

Auch für die aktuelle Situation ergibt sich mit dem Aus der GP2 Asia eine kleine Änderung. Offenbar hatte man nämlich geplant, die Wintersaison der Asienmeisterschaft heuer bereits im Rahmen des F1-GP von Abu Dhabi zu beginnen. Und weil man diesen Termin wohl nicht so leicht absagen kann, wird die GP2 dort auch in diesem Jahr an den Start gehen. Allerdings nicht im Rahmen einer Meisterschaft, sondern als Standalone-Event, bei dem die Teams schonmal mögliche Piloten für 2012 antesten können.

GP3

Auch die GP3 hat in Silverstone recht anschaubare Rennen gezeigt, ganz so fesselnd wie in der großen Schwesterserie war die Action dann aber wieder nicht.

Für den Briten Alexander Sims hat sich der Auftritt vor heimischem Publikum trotzdem gelohnt. Ein Sieg blieb ihm zwar verwehrt, mit einem zweiten und einem dritten Rang konnte er sich aber dennoch an die Spitze der Tabelle setzen.

Weniger glücklich lief das Wochenende für die beiden vormaligen Tabellenführer Mitch Evans und Nigel Melker, die aus Großbritannien beide mit Nullnummern an den Nürburgring weiterreisen.

Zu sehen sind die beiden Läufe wie immer am Sonntagmorgen auf Eurosport. Zunächst läuft um 9:00 Uhr die knapp halbstündige Zusammenfassung des ersten Laufes vom Samstag, direkt im Anschluss das zweite Rennen live.

Formel 2

Auch die, in ihrer Selbstsicht, dritte große Nachwuchsserie geht am kommenden Wochenende wieder einmal an den Start: Die Formel 2 fährt Samstag und Sonntag in Brands Hatch die fünfte ihrer acht Saisonkonkurrenzen aus. Die Frage, wieso man nach dem tödlichen Unfall von Henry Surtees 2009 und dem bösen Crash Chris van der Drift bei der Superleague Formula im vergangenen Jahr immer noch mit Formelautos auf dem Traditionskurs durch die Wälder der Grafschaft Kent rast, ist wohl nur mit einem Blick auf die Besitzverhältnisse zu erklären. Die Firma Motorsport Vision von Ex Formel 1 Pilot Jonathan Palmer betreibt nämlich sowohl die Nachwuchsserie als auch die Rennstrecke. Warum man aber nicht auf dem neu renovierten Kurs in Snetterton unterwegs ist (der sich ebenfalls im Besitz von Motorsport Vision befindet), bleibt dennoch ein Rätsel.

In sportlicher Hinsicht wird wohl auch beim zweiten Auftritt in Großbritannien Mirko Bortolotti der Pilot sein, den es zu schlagen gilt. Der Italiener hat mit einem Doppelsieg am Nürburgring wieder eine deutliche Führung in der Meisterschaft übernommen, Verfolger Christopher Zanella ist punktemäßig etwa einen Rennsieg entfernt. Die Chancen des zweiten Verfolgers, des Spaniers Miki Monras (mehr als 50 Punkte Rückstand), sind wohl schon zur Saisonhalbzeit eher theoretischer Natur.

Anders als am Nürburgring ist diesmal wieder ein Live-TV-Team zu Stelle, die beiden Rennen sind daher in Direktübertragung auf Motors TV und via Webstream zu sehen.

Grund dafür ist, dass man diesmal wieder im Rahmen der spanischen Open GT Meisterschaft an den Start geht, die wohl die Übertragungstechnik zur Verfügung stellt.

Sonst unterwegs

Das heißt wiederum auch, dass in Brands Hatch neben der F2 auch die F3 Open-Serie für Formel-Action sorgen wird. Die Serie hat sich in den vergangenen Jahren einen recht guten Ruf erarbeitet, ich selbst habe sie aber bisher noch kaum verfolgen können, und bin daher leider auch nicht in der Lage, eine vernünftige Vorschau dazu zu schreiben. Das könnte sich allerdings nun ändern: Denn laut Internetauftritt der F3 Open plant man, die Rennen aus Brands Hatch im Livestream zu übertragen. Derzeit befinden sich auf der Seite bereits Aufzeichnungen der beiden Rennen der Serie in Spa Francorchamps. Gleiches gilt übrigens auch für die Open GT Serie, deren Rennen nun wohl ebenfalls direkt ins Web übertragen werden.

Foto: GP2

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Tags: F2 GP2 GP3 Formel 2

July 07 2011

06:15

GP2/GP3: Halbzeit in Silverstone

Die beiden Juniorserien mit direktem F1-Anschluss nähern sich jenem Punkt der Saison, an dem sich die großen Talente schön langsam präsentieren sollten. Schade nur, dass beide zum zweiten Jahr in Folge eher enttäuschen.

Die Sommerpause der Formel 1 rückt unaufhörlich näher. Das freut nicht nur gestresste Mechaniker und ihre Angehörigen, sondern bietet auch manchen Teamchef Gelegenheit, sich im Bereich der Nachwuchsfahrer ein wenig genauer umzuschauen. Wenn die Scouts aber heuer in Richtung GP2 blicken, wird sich wohl unweigerlich ein wenig Enttäuschung breit machen. Denn derzeit sieht kaum danach aus, als wären diesmal große Talente a la Hamilton oder Rosberg dabei. Nach dem mittelmäßigen Jahr 2010 droht der Serie eine weitere Saison im Mittelmaß. Dabei waren vor Saisonbeginn die Hoffnungen noch groß. Gleich mehrere Piloten schienen sich für höhere Weihen zu empfehlen – doch überzeugen konnte keiner. Hat die Serie ein Problem?

Sam Bird, Esteban Gutierrez, Marcus Ericsson und vor allem Jules Bianchi – die Liste an angeblichen GP2-Favoriten war zu Saisonbeginn lang. Fast genauso lang ist nun jene der Enttäuschungen. Einzig Bird zog sich mit respektablen Leitungen und Rang vier in der Meisterschaft achtbar aus der Affäre. Der Rest ist in der Tabelle ab Rang 10 zu finden. Auch, wenn gelegentliche Glanzlichter dabei waren: Um in der Königsklasse als “the next big thing” zu gelten, ist das alles etwas dünn.

Stattdessen führt in der Meisterschaft ein Fahrer, der vor schon einmal als großes Talent gegolten hatte – und dann ziemlich klanglos in der Versenkung verschwand. Romain Grosjean hat sich nach seinem enttäuschenden F1-Einstand 2009 über kleinere Serien wie die AutoGP wieder zurück in die GP2 gekämpft. Der Franzose ist talentiert, und sicherlich besser, als seine Leitungen im Renault F1 vermuten ließen. Überhaupt: Die Qualität an der Meisterschaftsspitze ist zweifellos vorhanden.

Aber: Für die GP2-Organisatoren muss er trotzdem eine Art Horror-Titelkandidat sein. Denn er wäre nach Timo Glock und Giorgio Pantano schon der dritte Pilot in nur sieben Jahren, der nach einem missglückten Stint in der Formel 1 als Absteiger den GP2-Titel gewinnt. Für eine Serie, in der eigentlich junge Fahrer gutes Geld zahlen, um sich für den Aufstieg zu empfehlen, kann das auf Dauer nicht gut sein. Hinter ihm liegen mit Guido van der Garde und Davide Valsecchi zwei weitere alte Bekannte aus den vergangenen Jahren. Die “Verstopfung” mit ewigen Talenten an der Spitze der Tabelle, birgt auf Dauer die ernsthafte Gefahr, Jungtalente (und ihre Sponsoren) in andere Serien zu drängen. Kein Wunder etwa, dass das Niveau der Formel Renault 3.5 (bei allen Problemen, die auch diese Serie hat) in jüngster Zeit deutlich im Steigen begriffen ist.

Zugegeben: Viele Probleme der vermeintlichen Favoriten sind hausgemacht. Der verblüffendste Fall ist wohl jener von Jules Bianchi. 2008 in der F3 Euroserie schon gut unterwegs, hatte er die Rennklasse 2009 fast nach Belieben dominiert. Was auch Ferrari aufgefallen ist: Das noch von der Suche nach einem Massa-Ersatzfahrer gebeutelte Team sicherte sich die Dienste des Franzosen, und gliederte ihn in die hauseigene “Young Driver Academy ein”. Die Hoffnungen waren groß, dass er sich 2010 in der GP2 durchsetzen würde – und womöglich 2011 eine Chance in der Formel 1 bekommen könnte. Doch es kam anders: Gelegentlichem Aufblitzen seines fantastischen Grundspeeds standen häufige Fehler und unnötige Kollisionen gegenüber – und zu viele mittelmäßige Fahrten um Rang 10. Auch in seiner zweiten Saison scheinen sich die Dinge leider nicht wirklich zu bessern.

Ähnliche Probleme im Umgang mit Druck scheinen derzeit noch GP3-Meister Esteban Gutierrez zu plagen. Mit fünf Siegen und insgesamt acht Podien holte sich der Mexikaner im vergangenen Jahr in dominanter Weise die GP3 Meisterschaft. Dieses Ergebnis und die großzügige Unterstützung des Telmex-Konzerns von Carlos Slim brachten Gutierrez einen Platz als offizieller Test- und Ersatzfahrer bei Sauber ein. Auch von ihm wurde Großes für die laufende GP2-Saison erwartet, bisher weitgehend aber nicht erfüllt. Die Saison lief sogar so schlecht, dass Peter Sauber nach Sergio Perez’ Verletzung in Monaco Gutierrez als “noch nicht reif” für die Formel 1 einschätzte – und stattdessen den Edel-Pensionisten Pedro de la Rosa ins Cockpit hievte. Sein Sieg beim Sprintrennen in Valencia lässt aber zumindest leise Hoffnung aufkommen, dass er sich langsam an die professionelle Umgebung und das neue Auto gewöhnt.

Immerhin: Auch nach vier von neun Rennen ist in der Meisterschaft noch nichts entschieden. Die Tatsache, dass es 2011 keinen Überflieger gibt, hat nämlich auch dazu geführt, dass zwischen Platz eins und zehn in der Meisterschaft nur knapp mehr als zwanzig Punkte liegen (als ungefähr zwei Rennsiege – die GP2 verwendet noch das “alte” Punktesystem). Theoretisch steht die Türe also noch offen – auch für die bislang enttäuschenden Favoriten. Der Serie würde es gut tun, will sie sich weiter als unverzichtbare Station auf dem Weg in der Königsklasse bewähren.

GP3

Ein Problem hat auch die GP3: Zwar ist es der erst im vergangenen Jahr gegründeten Rennserie auf Anhieb gelungen, so viele Teams, Fahrer und Sponsoren anzuziehen, dass die Konkurrenten von der F3 Euro, der F2 oder gar der nicht mehr existenten Formula Master in arge Probleme gerieten. Als wahre Kaderschmiede hat sie sich aber noch nicht bewiesen, und auch die öffentliche Profil könnte etwas Schärfung vertragen. Die größte mediale Aufmerksamkeit erlangte die GP3 bislang dadurch, dass sie von Bernie Ecclestone als abschreckendes Beispiel für uninteressanten Motorsound genannt wurde.

Doch während sich die Ergebnislisten in der ersten Saison – abseits von Gutierrez’ Meistertitel – noch durch eine gewisse Beliebigkeit auszeichneten, scheint sich zumindest die Tabellenspitze 2011 etwas zu stabilisieren. Die Piloten auf den ersten vier Positionen konnte nicht so sehr durch einzelne Sternstunden, sondern durch beständige Leistungen überzeugen – meist ein sicheres Zeichen für eine gewisses Talent. Bis es die Herren Evans, Melker und Caldarelli aber ernsthaft in die Notizbücher der Formel 1 Chefs schaffen, müssen sie ihre Qualität aber noch etwas deutlicher unter Beweis stellen. So wie die Serie insgesamt.

Im TV

Die TV-Übertragungen laufen auch am kommenden Wochenende nach dem gewohnte Modus. Die GP2 fährt ihr Hauptrennen am Samstag nach dem Qualifying der Formel 1 (15:35 Uhr), das Sprintrennen am Sonntagvormittag (10:30 Uhr). Beides ist live bei sky sport 2 / sky sport HD 1 zu sehen. Die GP3 wird weiterhin nach dem bekannten (und auch nicht grade identitätsstiftenden) Modus auf Eurosport (HD) gezeigt. Will heißen: Am Sonntag um 9:00 Uhr gibts zunächst eine Aufzeichnung von Samstags-Rennen, und gleich im Anschluss (9:30 Uhr) live den Lauf vom Sonntag.

(Foto: GP2)

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Tags: GP2 GP3

June 23 2011

05:35

Vorschau: GP2/GP3 Valencia, F2 Spa

Im Rahmen der Formel 1 geht am Wochenende die GP2 in die vierte Runde. Auch die GP3 ist nach der Pause in Monaco nun wieder dabei. Außerdem: F2 in Spa.

Die kurze Pause ist vorbei – ab dem kommenden Wochenende hat die Formel 1 ihr volles Rahmenprogramm zurück. Die GP2 Serie, diesmal wohl wieder mit Christian Vietoris, fährt in Valencia schon fast der Saisonhalbzeit entgegen, es handelt sich um das vierte von neun Wochenenden. Einen klaren Meisterschaftsfavoriten gibt es bisher trotzdem noch nicht – es wird also interessant. Das gilt auch für die GP3 und die Formel 2 (die am Wochenende in Spa Franchorchamps ihr Rennen absolviert), wo allerdings erst je zwei von acht Wochenenden absolviert sind. Man darf also gespannt sein, ob sich am kommenden Wochenende in einer der drei Serien ein erster Titelanwärter herauskristallisieren kann.

Fünf Fahrer innerhalb von nur drei Punkten: Das gibt es auch in der gewohnt engen GP2 Serie sonst nur selten. Der Abstand zwischen Romain Grosjean (23 Punkte), Sam Bird (23), Charles Pic (22), Davide Valsecchi (21) und Guido van der Garde (21) beweist die Leistungsdichte, die in diesem Jahr in der Nachwuchsklasse herrscht. Andererseits: Der Abstand deutet auch darauf hin, dass wohl auch 2011 ein Jahr ohne Riesentalent in der GP2 sein wird – denn das hätte sich wohl von Langzeit GP2-Fahrern wie Valsecchi und van der Garde absetzen können.

Und das, obwohl sich vor Saisonbeginn fast alle Beobachter einig waren: 2011 sei die Serie wieder besser aufgestellt, als im Vorjahr. Namen wie Jules Bianchi, Christian Vietoris und Esteban Gutierrez wurden genannt. Aber: In der nun drei Rennwochenenden alten Realität konnte sich bisher keiner der drei Genannten so richtig in Szene setzen.

Andererseits: Alle drei sind auf ihren Karrieren in anderen Nachwuchsklassen für ihre Schnelligkeit bekannt. Die werden sie wohl kaum in der kurzen Zeit verloren haben – aber die Eingewöhnung in die diffizielen GP2-Wagen und ins Rampenlicht der F1-Wochenenden dauert wohl für so manche länger, als man glauben mag. Vielleicht schaffen sie es ja in Valencia endlich, ihr Können aufblitzen zu lassen.

Bis dahin bleibt aber wohl Romain Grosjean der Mann der Saison. Der von Renault entlassene Franzose hat sich 2010 in Serien wie der AutoGP, die, bei allem Respekt, eigentlich unter seiner Würde sind, wieder zurückgekämpft. Angeblich wird in Renault-Kreisen darüber spekuliert, dass er bald Nick Heidfeld beim finanzschwachen F1-Team des Autokonzerns ersetzen könnte. Wird er doch im Gegensatz zum sponsorenlosen Deutschen von der halben französischen Öl- und Technikindustrie gefördert. Bis es soweit ist, gilt es allerdings auch für ihn weiter, in der GP2 seinen Wert zu beweisen.

GP3

Fast noch diffuser als in der großen Schwesterserie ist die Situation in der GP3. Das liegt aber weniger am ausgeglichenen Feld, sondern eher daran, dass der Stand nach zwei Rennen noch keine wirklichen Schlüsse auf die Kräfteverhältnisse erlaubt.

Eines scheint aber klar: Nigel Melker, im vergangenen Jahr noch rennschwacher Quali-König scheint seinen Speed 2011 auch dann zeigen zu können, wenn es zählt – nämlich im Rennen. Sowohl in der Türkei, als auch in Bercelona konnte der Niederländer mit besonnen Fahrten in gute Positionen überzeugen.

Ähnliches gilt für den Serienzweiten Andrea Caldarelli und dessen Verfolger Mitch Evans, der morgen, Freitag seinen erst 17. Geburtstag feiern wird.

Andere Fahrer, die vor der Saison als heiße Titelanwärter genannt wurden sind noch nicht so wirklich in Fahrt gekommen. In diese Kategorie zählt bisher Williams-Tester Valtteri Bottas (Rang 12, 6 Punkte) genauso wie der schweizer Hoffnungsträger Nico Müller, der schon im vergangenen Jahr einige sehr gute Leistungen gezeigt hat.

Aber auch hier gilt das gleiche wie in der GP2: Auch der talentierteste Fahrer braucht seine Zeit, um mit Umfeld und Auto klar zu kommen. Wer in der GP3 heuer wirklich um den Titel kämpft, werden wir wohl auch nach dem Rennen in Valencia noch nicht letztgültig wissen.

Formel 2

Und schließlich zu einer Serie, bei der ich mich mit jeden Einschalten mehr darüber wundere, dass es sie noch gibt. Denn Fahrer, die Art der Übertragung und die Zuschauerzahlen an der Strecke machen nicht gerade den Eindruck bodenlosen Erfolgs. Immerhin: Ein paar talentierte Piloten sich doch dabei, und Kommentatoren und die Pitlane-Reporterin sich hörbar bemüht, und mit Spaß bei der Sache.

Außerdem: Das Rennen in Spa bietet allein schon wegen der Strecke gute Gründe, vielleicht trotz der genannten Makel kurz Fernseher oder Stream für die Serie einzuschalten.

Leistungsmäßig ist das Bild nach nur zwei Rennen ähnlich unklar wie in der GP3. Das erste Wochenende in Silverstone dominierte noch Mirko Bortolotti, beim zweiten Rennen in Magny-Cours konnte Christopher Zanella aber so richtig zuschlagen. Dank seiner beiden Siege auf der ehemaligen F1-Bahn im Herzen Frankreichs führt der Schweizer nun trotz eines vermissten Auftaktwochenendes die Meisterschaft knapp (71 Punkte) vor Bortolotti (66) an. Der Spanier Miki Monras liegt mit 64 Zählern nur unwesentlich dahinter.

Spa ist gewöhnlich eine Strecke, die auch in Juniorklassen die fahrerische Spreu vom Weizen trennt. Man darf also gespannt sein, wer sich in den belgischen Ardennen durchsetzen kann.

Im TV

Die GP2 liefert wie immer sky ins Haus, auch diesmal wieder mit der geschätzten Kommentierung durch das Duo Sascha Roos / Sven Heidfeld. Die genauen Sendezeiten: Samstag, 15:35 Uhr, sky sport 2 / Sonntag, 10:30 sky sport 2/HD1.

Die GP3 läuft im gewohnten “eine Wiederholung, einmal Live”-Format Sonntagmorgen (ab 9:00 Uhr) auf Eurosport Intl. und Eurosport HD.

Die Formel 2 läuft live auf Motors TV und im Stream auf formulatwo.com. Beginnzeiten sind dort wie da Samstag, 13:50 Uhr sowie Sonntag, 14:15 Uhr.

Foto: GP3

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Tags: F2 GP2 GP3 Formel 2

April 20 2011

06:00

Ferner liefen: Die Newshappen

#Formel 1: Sehr interessantes läuft im Moment hinter den Kulissen ab, so es denn stimmen sollte. Die Formel 1 gehört im Moment mehrheitlich der Delta Topco, welche eine Kombination von vielen verschiedenen Firmen hauptsächlich von Bernie Ecclestone ist. Delta Topco wiederrum gehört zu 70% den CVC Capital Partners, zu 20% JPMorgan und zu 10% Ecclestone selbst beziehungsweise seiner Familie . CVC hält also einen Großteil der Anteile an der Formel 1, wenn man so mag. Dies ist etwas vereinfacht dargestellt, denn ohne Ecclestone läuft nichts, da seine zahllosen Firmen verschiedene Rechte (Namen, TV, Vermarktung, etc…) halten. Wer mehr zu den extrem komplizierten Besitzverhältnissen wissen mag, kann gerne in diesem wunderbarem alten Artikel von Don mehr erfahren: http://www.racingblog.de/2008/12/07/formel-eins-das-finanzmonster-ein-blick-hinter-die-kulissen/ .

Es gibt einen Blog auf Sky News von Mark Kleinman ( http://blogs.news.sky.com/kleinman/Post:ba1e6a4b-b146-4edc-ae17-1bdcdcbeb360 ), der dort im Grunde folgendes schreibt: Die News Corp, eines der mächtigsten Medienunternehmen der Welt, denkt eventuell darüber nach, die Anteile von CVC an Delta Topco zu kaufen, was wohl faktisch einer Übernahme der Formel 1 durch die News Corp gleich kommen würde. Kurz zur News Corp: Dieser gehören unter anderem FOX, The Sun, The Times, Wall Street Journal und viele viele andere bedeutende (inter)nationale Zeitungen und TV-Sender. Das wichtigste ist jedoch, dass der News Corp auch unter anderem Sky Deutschland, Sky GB und Sky Italy gehören. Anmerkung: Vielen Dank an dogfood, der in den Kommentaren auf folgendes hinweist: “Kleine Ergänzung: News Corp gehört nicht BSkyB (Sky UK). Sie besitzen nur 39% und befinden sich gerade in fortgeschrittenen Übernahmegespräche (inkl. kartellrechtlichen Gesprächen). Das ist insofern etwas mehr als ein Detail, weil diese Übernahme News Corp zirka 8 bis 10 Milliarden Euro kosten dürfte und damit den Bewegungsspielraum der News Corp hinsichtlich einer möglichen Übernahme der F1 weiter verkleinert. Umgekehrt macht es deutlich, dass der Versuch BSkyB- *und* F1-Übernahme stemmen zu wollen, ein sehr aggressives/expanisionistisches Vorgehen wäre.”

Dies sind landestechnisch gesehen die absoluten Formel 1 Kernmärkte. Was eine Übernahme der Delta Tepco von der News Corp auf die Tv-Rechte für einen Einfluss haben würde, kann sich vermutlich jeder denken, auf alle Fälle wäre es vermutlich mit der breiten Free-Tv Präsenz der Formel 1 erstmal vorbei.

Aber selbst die News Corp mit ihren massiven Finanzreserven kann eine Übernahme der Formel 1 wohl nicht alleine stemmen, deswegen sondiert man wohl gerade Partner. Gesprochen hat man mit dem reichsten Mann der Welt, Carlos Slim. Diesem gehört unter anderem Telmex, die Sauber hauptsächlich sponsoren. Allerdings befinden sich die Pläne der News Corp, so es sie denn gibt in einem sehr frühen Stadium, es hat noch keine Kontakte zwischen der CVC und der News Corp gegeben. Unklar ist desweiteren ob und ab wann die Anteile von CVC an Delta Topco überhaupt zum Verkauf stehen und Ecclestone selbst schließt einen Verkauf innerhalb der nächsten 2 Jahre wohl aus, aber was heißt schon unverkäuflich in der heutigen Zeit? (Chaos)

#Le Mans: Am Ostersonntag steht auf dem Circuit de la Sarthe der Testtag an, den der ACO nach dreijähriger Pause wiederbelebt hat. 56 Fahrzeuge sind dafür gemeldet</a>, ebenso viele wie für das Rennen, doch es gibt einige Unterschiede. Audi und Peugeot sind aber mit je drei Werks-Fahrzeugen genauso aufgestellt wie in sechs Wochen zum 24 Stunden-Rennen. Lola wird <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">neue Aero-Teile an die Rebellion-Coupés montieren. Highcroft und Quifel lassen den Test aus, stattdessen ist das Reserveteam von Kronos Racing auf der Liste, die mit Vanina Ickx an der Spitze des Lineups noch auf einen freiwerdenden Platz für das Rennen hoffen. Keine Chancen auf einen Rennstart 2011 hat das Team MIK Corse, die Italiener bringen ihren neuen Hybrid-Zytek trotzdem an die Strecke. Aus der LMP2 lassen TDS und Strakka die Testmöglichkeit aus, aus der GTE-Pro u.a. die US-Teams Corvette Racing und Flying Lizard, die noch am vergangenen Wochenende in Long Beach um den Sieg fuhren. JMW verzichtet auf eine weitere Möglichkeit, den neuen F458 besser kennenzulernen. Robertson Racing, bringt beide Ford GT nach Le Mans, obwohl bisher nur einen einen festen Platz im Rennen hat, und auch Young Driver AMR testet seinen Vantage V8, während man in Paderborn weiter darauf hofft, nachrücken zu können. Wie üblich bei solchen Tests vor großen Rennen werden die Teams nicht ihr ganzes Potential zeigen, aber vielleicht wird der Test doch einige aufschlussreiche Informationen bringen. Viele Teams testen außerdem zurzeit auf anderen Strecken, so hat etwa Jetalliance erstmals den GT2-Lotus Evora auf die Strecke gebracht</a>, während AF Corse und Aston Martin in Spa a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">unterwegs sind, wo Anfang Mai auch der nächste ILMC-Lauf stattfinden wird, das letzte Rennen vor den 24h. (Stefan)

#WTCC: Die Rennserie plant wohl die Aufstockung des Kalenders auf 14 Rennen. Hinzukommen sollen Rennen in den USA, Russland und eventuell noch eine weitere Veranstaltung in Asien. (Chaos)

#GP2: Kurz vor dem Saisonstart testet die Serie nochmal in Barcelona. Am ersten Testtag war Davide Valsechhi vom Team Air Asia der schnellste Pilot auf der Strecke. Ganz knapp dahinter lag Luca Filippi, der ja für Supernova an den Start geht. 3. wurde Charles Pic. Saisonstart der GP2 ist zum Europaauftakt der Formel 1 in der Türkei am 7./8. Mai . (Chaos)

#Gp3: Auch hier wurde kurz vor Saisonstart nochmal getestet. Erster wurde Nigel Melker von Mücke Motorsport, Alexander Sims und Nico Muller wurden 2. und 3. Auch die GP3 beginnt am F1-Europaauftakt ihre neue Saison. (Chaos)

#Indycar: Pippa Mann, Fünfte der letzten Indylightssaison wird für Conquestracing das Indy 500 bestreiten, nun ja zumindest versucht sie sich zu qualifizieren. Sie konnte beim Indylightsrennen letztes Jahr sogar die Poleposition erringen, allerdings weiß ich nicht, ob es besonders schlau ist, jemanden im höchst anspruchsvollem Indy 500 sein Debut feiern zu lassen, aber den Themenkomplex “Fahrer-Erfahrung-Sicherheit” sieht man ja im Moment eher lasch bei den Indycars. (Chaos)

#NASCAR: Greg Biffle hat für 3 weitere Jahre bei Roush-Fenway-Racing unterschrieben. (Chaos)

#RoC: Das “Race of Champions” wird auch 2011 in Deutschland stattfinden, und zwar vom 3.-4. Dezember in der Commerzbankarena in Frankfurt. Am Grundkonzept wird sich wohl nichts ändern. (Chaos)

#Nissan hat angekündigt</a>, eine Rennversion des Elektroautos LEAF zu konstruieren. Der Wagen soll heute auf der New York Motor Show der Öffentlichkeit präsentiert werden. Noch sollen damit allerdings keine Rennen bestritten werden, die Schaffung einer eigenen Rennserie hält Nissan jedoch für möglich. Ich könnte mir auch vorstellen, dass der NISMO-LEAF irgendwann in den kommenden Jahren im a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">EV Cup, der dieses Jahr startet, einen Platz finden wird. (Stefan)

March 02 2011

07:56

Ferner liefen: Die Newshappen

// Red Bull hat einen umfangreichen Sponsorenvertrag mit Infiniti unterzeichnet. Die Nobel-Tochter des Nissan-Konzerns wird 2011 und 2012 mit großflächigen Sponsorenaufklebern auf den Autos und den Overalls des Teams vertreten sein. Wegen der engen geschäftlichen Verbindung zwischen Nissan und Renault waren im Vorfeld einige Beobachter davon ausgegangen, dass auch Red Bulls Renault-Motor ab 2012 als “Infiniti” gebrandet sein könnte. Dem ist aber nicht so, die Autos werden auch künftig Red Bull-Renault heißen. Gewinner dieses Deals ist ganz klar Red Bull: Der Wagen trägt weiterhin den Namen des Getränkeherstellers, man bekommt aber zusätzlich Sponsorgelder von Infiniti, die man sonst selbst  hätte zahlen müssen. Außerdem soll es eine technische Zusammenarbeit geben: Beim östereichischen Team hofft man von Nissans Elektronik Know-how zu profitieren, um bei der KERS-Entwicklung mithalten zu können. Was sich Renault/Nissan von dem Deal erwarten ist dagegen weniger klar. (Vorsicht)

// Der vorläufig abgesagte Bahrain-GP könnte schon früher als gedacht nachgeholt werden. Bernie Ecclestone hat gegenüber Autosport angedeutet, dass er derzeit daran denke, das Rennen in der eigentlich als Sommerpause gedachten Zeit Mitte August auszutragen. Das könnte für Mensch und Material zu einer echten Belastungsprobe werden, denn zu dieser Jahreszeit liegen die durchschnittlichen Höchsttemperaturen in Bahrain bei 39°C. Ecclestone hält dieses Problem aber offenbar für überwindbar, und appelliert (gewissermaßen) an den Idealismus der Teams: “I think the teams are sensible enough even to race in Bahrain in the summer break, and despite high temperatures, because this is the way we can support the country.” Eine endgültige Entscheidung soll es spätestens bis zum Saisonstart geben. (Vorsicht)

// Mercedes hat sich die restlichen Anteile am eigenen Team gesichert. Bisher gehörten noch 24.9% Ross Brawn und Nick Fry, doch diese Anteile wurden jetzt von Mercedes und deren Partner Aabar Investments PJS übernommen. Mercedes hält jetzt 60%, Aabar 40% des Teams. Die staatliche Investmentgesellschaft aus Abu Dhabi hält ebenfalls rund 9% am Daimler Konzern. Wie viel Geld in Kassen von Brawn und Fry geflossen sind, ist nicht bekannt. Don

// Timo Glock wird die Testfahrten in Barcelona versäumen. Der Virgin Pilot musste sich am Montag den Bliddarm entfernen lassen, und wird daher in den nächsten paar Tagen etwas leiser treten. Für Australien sollte er aber wieder voll einsatzfähig sein, wie dem Twitter-Feed des Teams zu entnehmen ist. (Vorsicht)

// Außerdem gab es in dieser Woche noch eine ganze Menge lesenwerter Interviews mit führenden Motorsport-Persönlichkeiten. Bernie Ecclestone hat mit dem Spiegel seine Ansichten zum Verhältnis zwischen Sport und Politik, zu Michael Schumachers Comeback verraten. Außerdem hat er dabei seine Idee für ein Medaillensystem in der Formel 1 wieder aufgewärmt – und vorgeschlagen, Strecken künstlich zu überfluten, um die Rennen spannender zu machen. Max Mosley hat in einem halbstündigen Radio-Interview mit der BBC erstaunlich offen über seinen Sexskandal und den Schutz der Privatsphäre gesprochen – hier zum Nachhören. Und Randy Bernard hat dem hauseigenen Internetauftritt indycar.com ein stellenweise recht selbstkritisches Interview über sein erstes Jahr als INDYCAR-Chef gegeben. (Vorsicht)

// Opel wird 2012 nicht in die DTM einsteigen. Das meldet motorsport-total.com unter Berufung auf einen Artikel im Fachmagazin “Sponsors”. Angeblich fehlt es an Fachpersonal für den Aufbau eines Teams, außerdem wäre wohl auch die Zeit schon zu knapp. Spekuliert wird nun über einen Einstieg 2013. Ob die Chancen dafür allerdings angesichts dieser Meldungen besonders gut stehen, darf bezweifelt werden. (Vorsicht)

// Jules Bianchi muss noch einmal um seinen Meistertitel in der GP2 Asia zittern. Nach dem Ausfall der beiden Bahrain-Runden haben die Veranstalter kurzfristig ein weiteres Renn-Wochenende in Imola anberaumt, das vom 18.-20. März stattfinden soll. Damit stellt sich zwar endgültig die Frage, was an der Serie noch “Asia” sein soll – weil das Equipment aber offenbar schon wieder von Bahrain nach Europa transportiert wurde ist es aber verständlich, dass man nicht wieder alles nach Asien transportieren möchte. Etwas befremdlicher ist da schon die Auswahl des Austragungsortes Imola. Die nach dem Umbau wieder deutlich schnellere Strecke scheint für die GP2 doch etwas riskant. Immerhin besteht die Möglichkeit, vor Start/Ziel die Schikane zu nutzen, die auch von der Superbike WM verwendet wird. Ob die GP2 das auch macht, war bisher nicht in Erfahrung zu bringen. (Vorsicht)

// Die IndyCar Serie bleibt in den Schlagzeilen. Nach der Ankündigung, beim Saisonfinale fünf Piloten aus anderen Serien um ein Preisgeld von fünf Millionen Dollar fahren zu lassen wird nun eifrig über mögliche Kandidaten diskutiert. A.J. Allmendinger hat kürzlich sein Interesse bekundet. Der ehemalige Indy 500 Sieger Juan-Pablo Montoya scheint dagegen wenig Lust auf eine Open-Wheel Rückkehr zu haben. Ehemalige IndyCar-Piloten werden insgesamt nur in Ausnahmefällen antreten dürfen – und zwar dann, wenn sie von einem dafür zuständigen Komitee als “Legenden” anerkannt werden. Piloten wie Tomas Scheckter, Paul Tracy oder Bertrand Baguette dürfen also nicht auf den Jackpot hoffen. Einen sehr lesenswerten, aber auch furchtbar ausführlichen Artikel zum Thema hat Marshall Pruett vom speedtv.com verfasst. (Vorsicht)

// Und dann gibt es auch noch schlechte Neuigkeiten aus der IndyCar Series: Tony Kanaan wird in der kommenden Saison doch nicht für de Ferran Racing an den Start gehen. Der Meister von 2004 hat es nicht geschafft, genügend Sponsorengeld aufzutreiben. Damit steht nicht nur Kanaans sportliche Zukunft in Frage – auch das Team musste Ende vergangene Woche (zumindest vorübergehend) seine Pforten schließen. (Vorsicht)

// Sam Schmidt, Besitzer des Sam Schmidt Racing Teams hat Teile des FAZZT-Teams erworben. Bisher sind nur die Umrisse des Deals bekannt, es sieht aber wohl, zumindest auf längere Sicht, nach einer Fusion der beiden Mannschaftten aus. Fix scheint, dass Alex Tagliani wie geplant die volle Saison für FAZZT bestreitet. Ebenfalls unangetastet von der Fusion dürften die Schmidt-Einsätze Wade Cunninghams in Texas, Kentucky und Las Vegas, sowie von Townsend Bell und Jay Howard beim Indy 500 bleiben. Möglich scheint allerdings, dass sich aus der Zusammenarbeit der beiden Teams zusätzliche Cockpits oder zumindest weitere Einsatzmöglichkeiten für die Teilzeitpiloten ergeben. (Vorsicht)

// Der Meister der AutoGP-Serie 2011 darf sich auf eine Testfahrt in einem GP2 Auto freuen. Außerdem hat die Serie in der vergangenen Woche bekannt gegeben, dass man plant, eine U21-Wertung für Nachwuchspiloten einzurichten. Der Sieger dieser Wertung bekommt ebenfalls einen GP2 Test. Das deutet auf eine Zweifach-Strategie der Serienorganisatoren hin: Einerseits plant man wohl verdiente und erfahrene Piloten vom Stile eines Giorgio Pantano oder Romain Grosjean gegen Paydriver vom Schlage des “businessman” Giuseppe Cipriani antreten zu lassen. Andererseits soll sich die AutoGP aber wohl auch als ernstzunehmende Jugendserie profilieren. Die aktuellen Fahrerverpflichtungen aus der vergangenen Woche: Die beiden Italiener Fabio Onidi (23) und Fabrizio Crestani (23) bei Lazarus, und der 18-jährige Niederländer Daniel De Jong bei MP Motorsports. (Vorsicht)

// In der GP3-Series gibt es derzeit auch laufend neue Meldungen zu Fahrerverpflichtungen: Manor Racing wird 2011 mit Istanbul-Sieger 2010 Rio Haryanto und Adrain Quaife-Hobbs weitermachen. Das dritte Cockpit bekommt der Finne Matias Laine, der bisher mit mittelmäßigem Erfolg in der Formel Renault 2.0 und der F3 Euroseries angetreten ist. Jenzer holt den Russen Maxim Zimin aus der Formula Abarth. Arden Racing hat bekannt gegeben, dass neben den schon bekannten Mitch Evans und Simon Trummer der Brite Lewis Williamson für die Truppe an den Start gehen wird. Für Tech 1 fahren der Rumäne Doru Sechelariu und der Finne Aaro Vainio, während die amerikanische Zukunftshoffnung Conor Daly von Carlin Racing verpflichtet wurde. (Vorsicht)

// In der Formel Renault 3.5 hat derweil US-Talent Jake Rosenzweig für die kommende Saison beim Mofaz-Team unterschrieben. (Vorsicht)

// Und schließlich hat auch noch die Formel 2 Organisation verlautbart, dass der Russe Max Snegirev 2011 in der Serie an den Start gehen wird. (Vorsicht)

// Die WTCC plant wieder einmal an einem Rennen in den USA, und möchte zu diesem Zweck mit der amerikanischen USTCC kooperieren. Schon 2012 soll es so weit sein. Wie ernst diese Bemühungen nach dem Scheitern anderer WTCC-Projekte wie etwa den Rennen in Russland und Argentinien, und den bisher nie zustande gekommenen Läufen in den USA, der Absage des Mexiko-Rennens im vergangenen Jahr und dem angeblich drohenden Pleitegeier über der Marokko-Veranstaltung 2011 zu nehmen sind, darf freilich hinterfragt werden. (Vorsicht)

// Der neue Aston Martin LMP1 wurde gestern vorgestellt und er sieht… merkwürdig aus. Erinnert mich, Gulf-Lackierung hin oder her, an ein Bügelbrett. Don

// Die Kollegen von “Mulsanne Corner” wollen erfahren haben, dass es bei den Testfahrten mit dem neuen Peugeot LMP1 einen heftigen Unfall gegeben haben soll. Angeblich soll das 908 sogar abgehoben haben. Von Peugeot gibt es zu diesem Thema natürlich keine Stellungnahme. Don

// Der zumindest auf der Rennstrecke allseits beliebte Lord Dryson hat gegenüber “SpeedTV” ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert, was seine Zukunft angeht. Man wird beim EVCUP starten, einer neuen, auf rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge ausgerichtete Serie, die im Sommer in Silverstone startet. Dryson wird dort zusammen mit seinem Langzeitpilot Jonny Cocker an den Start gehen. Eine weitere Teilnahme in der ALMS wird es in diesem Jahr nicht geben. Schade, wir werden seine Lordschaft vermissen. Don

// Zum Thema “Rennen ohne Motorlärm” gab es die Woche auch einen schönen Text von Le Mans Urgestein Paul Truswell. Don

// Erste Bilder des neuen Lola B11/40 LMP2 sind jetzt aufgetaucht. Don

February 23 2011

07:07

Ferner liefen: Die Newshappen

# Der Formel 1 Lauf in Barcelona könnte im Jahr 2012 zum letzten Mal stattfinden. Zwar geht der Vertrag der Rennstrecke mit der FOM noch bis 2016 – der katalanische Regierungspräsident Artur Mas hat allerdings gegenüber der Tageszeitung El País erklärt, dass die Finanzierung nur noch für die nächsten zwei Rennen gesichert sei. Damit steht neben dem Lauf in Valencia, der angeblich Probleme hat, der Formel 1 die Startgelder zu überweisen auch das zweite Rennen in Spanien auf der Kippe. (Vorsicht)

# Das Finale der IndyCar Saison 2011 wird am 16. Oktober am Las Vegas Motor Speedway stattfinden. Das haben die Veranstalter, wie allgemein erwartet, auf einer Pressekonferenz am Dienstagabend bekanntgegeben. Überraschend ist dagegen das Konzept für das 200 Runden-Rennen: Die INDYCAR schreibt nämlich ein Preisgeld in Höhe von fünf Millionen Dollar aus, das ausbezahlt wird, sofern ein Fahrer aus einer anderen Serie den Lauf gewinnen sollte. Welche Piloten man für dieses All-Star Konzept gewinnen will, ist allerdings ungewiss. Der Sprint Cup fährt am 15. Oktober in Charlotte ein Chase-Rennen. Es scheint also eher unwahrscheinlich, dass sich einer der großen NASCAR-Stars den Start in Las Vegas antut. Immerhin sollten zum Finale 2011 etwas mehr Fans vor Ort sein: Denn die ersten 80.000 Besitzer eines beliebigen IndyCar Tickets für 2011, die sich bei den Organisatoren melden erhalten gratis Eintritt zum Rennen in Las Vegas. (Vorsicht)

# Jules Bianchi hat die Meisterkrone in der GP2 Asia errungen. Das scheint im Moment zumindest sehr wahrscheinlich. Denn mit der Absage/Verschiebung des Formel 1-Rennens in Bahrain ist nun klar, dass dort auch die GP2 Asia nicht fahren wird. Weil der mäßig üppige Kalender dieser Serie nur drei Veranstaltungen umfasst, wäre der Franzose nach nur einem Lauf in Abu Dhabi Champion 2011. Ganz fix ist das aber bisher noch nicht: Eine Ersatzveranstaltung für zumindest eines der beiden Wochenenden steht nämlich noch im Raum – die GP2 Asia hält sich zur Zeit noch bedeckt. (Vorsicht)

# Die WTCC nähert sich langsam dem Start der neuen Saison, und das Fahrerfeld beginnt Formen anzunehmen. Team Engstler hat schon vor einiger Zeit die Verpflichtung von Kristian Poulsen, Marchy Lee und Engstler selbst bekannt gegeben, diese Woche waren Sunred und Proteam dran. Sunred wird 2011 mit sechs Wagen starten: Wieder dabei ist Gabriele Tarquini, der sich mit dem russischen Rennfahrer Aleksei Dudukalo die Sponsorenunterstützung von Lukoil teilen wird. Tiago Monteiro, Michel Nykjaer und Pepe Oriola werden in den Farben von Sunred Engineering antreten, Fredy Barth für SEAT Swiss Racing. Der Marokkaner Mehdi Bennani greift für Proteam ins Lenkrad, wo Fabio Fabiani und GP2-Veteran Javier Villa seine Teamkollegen sein werden. Eine Auflistung aller schon bekannten Fahrer (Stand Montag 21. 2.) gibt es in der provisorischen Entry-List bei den Kollegen von touringcartimes.com (Vorsicht)

# Neuigkeiten gibt es auch zu den Strecken: In Suzuka wird die WTCC, wie aus der Streckengrafik auf fiawtcc.com hervorgeht, auf der Kurzanbindung antreten. Das ist einerseits sinnvoll, denn die gesamte Strecke wäre für die Tourenwagen vielleicht wirklich etwas zu lang gewesen. Andererseits besteht der aktuelle Entwurf nur noch aus den Esses und der Zielgeraden. Das ist einerseits mit etwa 2 Kilometern dann etwas gar kurz, und verspricht auch nur wenige offensichtliche Überholmöglichkeiten. Aber da gelten bei den Tourenwagen ja ohnehin andere Gesetze – ob es die richtige Entscheidung war, wird wohl erst das Rennen im Oktober zeigen. Ganz andere Probleme gibt es in Marokko – dort könnte nämlich das ganze Rennen wegen “finanzieller Probleme” vor der kurzfristigen Absage stehen. (Vorsicht)

# Und damit nochmal zur IndyCar Series, wo sich auch das Transferkarussell weiterhin fleißig dreht: So soll Simon Pagenaud, 2007 sehr ordentlich in der ChampCar Serie unterwegs, und im vergangenen Jahr für den ALMS-Erfolg des Highcroft Teams mitverantwortlich über einen Vollzeit-Vertrag für 2011 verhandeln. Wie er speedtv.com verraten hat, ist er mit mehreren Teams in verheißungsvollen Gesprächen. Um welche Mannschaften es sich dabei genau handelt, wollte er allerdings nicht verraten. Nur soviel: Highcroft, denen man für 2012 ebenfalls IndyCar-Ambitionen nachsagt ist nicht darunter. (Vorsicht)

# Twitter-Gerüchte sprechen außerdem davon, dass Oriol Servia bei Newman-Haas untergekommen sein soll. (Vorsicht)

# Und Sam Schmidt Racing hat bestätigt, dass man 2011 in Texas, Kentucky und Las Vegas mit dem neuseeländischen Indy Lights Veteran (und Meister 2005) Wade Cunningham an den Start gehen wird. (Vorsicht)

# Die amerikanische Tochter des deutschen DHL Konzerns wird zukünftig Hauptsponsor von Ryan Hunter Reays Auto. Zusätzlich wird man als Nebensponsor von Mike Conway auftreten. (Flo aus N)

# Das Indy 500 wirft seine Schatten voraus. Im kommenden Jahr werden sie allerdings etwas kürzer sein. Denn die IndyCar Series gab bekannt dass man die Startzeit um eine Stunde von Ein auf Zwölf Uhr vorverlegen will. (Flo aus N)

# Auch in der DTM werden im kommenden Jahr einige Cockpits neu besetzt: Audi hat in der vergangenen Woche die Verpflichtungen von Formel 3 Euroseries-Meister Edoardo Mortara, des ehemaligen GP2 und A1GP Piloten Felipe Albuquerque (zuletzt in der italienischen GT Meisterschaft unterwegs) und der schweizer Formula Master und GT1-Pilotin Rahel Frey bekanntgegeben. (Vorsicht)

# Die GP3 Series ist seit gestern ebenfalls um einen Fahrer reicher: Der erst sechzehnjährige Neuseeländer Mitch Evans wird in der kommenden Saison ein Auto des Arden Teams pilotieren. (Vorsicht)

# Gute Neuigkeiten für GT1-Fans: Die Sportwagenserie wird auch im kommenden Jahr wieder live auf Sport 1 zu sehen sein – zumindest dann, wenn man der Programmvorschau auf der Homepage des Senders glauben schenken darf. (Vorsicht)

# Und die Superleague Formula hat in der vergangenen Woche verlauten lassen, dass man im Laufe der kommenden Tage die (Renn-)Teams für die kommenden Saison bekannt geben will. Angeblich haben 14 Mannschaften Interesse gezeigt. Da die SLF aber mit maximal 20 Autos an den Start gehen will, und jedes Team zumindest zwei Autos einsetzen muss, werden wohl einige außen vor bleiben. Interessanter als diese Ankündigung war aber eine Bemerkung von Serienchef Robin Webb am Rande der Pressemeldung, wonach die SLF “fünf Überseerennen auf vier verschiedenen Kontinenten” abhalten will. Geht man davon aus, dass zwei dieser Veranstaltungen in China stattfinden werden, bleiben noch drei weitere Austragungsorte übrig. Eines davon soll, wie berichtet, angeblich in Taupo, Neuseeland stattfinden. Über die Austragungsorte der anderen beiden Läufe gibt es bisher noch nicht einmal Gerüchte. Daher setze ich selbst eines in die Welt: Ein Lauf in Südamerika, wo ja gleich mehrere in der Serie vertretene (Fußball)-Teams herkommen würde sich gewiss anbieten. (Vorsicht)

# Auch in “Ferner liefen” noch unter “ferner liefen”: Der Inder Armaan Ebrahim wird auch in der kommenden Saison wieder in der Formel 2 antreten. Viel interessanter ist das schon die (meines Wissens nach) erste Onboard-Runde vom neuen Snetterton 300 Circuit, die vor ein paar Tagen ebenfalls auf der Homepage der Serie gepostet wurde. (Vorsicht)

# Verdächtig ruhig ist es in den vergangenen Wochen um die angeblich geplante A10 World Series geworden. Die verheißungsvollen aber inhaltsarmen Updates auf der Serienhomepage sind schon vor einigen Wochen verstummt, seither gab es keine neuen Meldungen mehr. Die Fanseite A10 GPGrid will nun immerhin von angeblichen Insidern ein Update bekommen haben: Die Pläne für die Serie sind demnach ungebrochen, die Verhandlungen rund um die Hinterlassenschaften der A1GP ziehen sich aber stärker als geplant in die Länge. (Vorsicht)

January 19 2011

10:46

Ferner liefen: Die Newshappen

// Zu Beginn etwas in eigener Sache. Wir freuen uns wirklich sehr, dass wir bei der Wahl zum “Sportbloggerbeitrag des Jahres 2010” den ersten Platz belegt haben. Das ist, angesichts der sehr guten Konkurrenz und dem Umstand, dass wir als einziges “Nicht Fußballblog” nominiert waren, dann doch eine schöne Überraschung. Der Dank geht an die Community und Leser des Blogs für die ganzen Stimmen, die für uns abgeben wurden, und an Trainer Baade für die gesamte Aktion. Das wir die Abstimmung gewinnen konnten zeigt auch, dass wir mit unserem Anspruch an die Berichterstattung und Qualität der Beiträge richtig liegen. Und da machen wir natürlich weiter :) Don

// Lotus Renault (alt) und Lotus Renault (neu) treffen sich nächste Woche vor Gericht in London, um zu klären, wer sich denn nun Lotus nennen darf. Ich vermute mal schwer, dass es keine befriedigende Entscheidung geben wird, da beide einen Rechtsanspruch haben. Lotus (alt) weil sie die Namensrechte am F1 Team haben, Lotus (neu) weil sie die Namensrechte an Straßenwagen halten. Das wird so oder so Tränen geben am Ende. Gleichzeitig hat Lotus (neu) Probleme mit der neuen schwarz/goldenen Lackierung. Die soll an das alte Team erinnern, aber der Name des Sponsors ist halt auch noch im Sinn. Da es die Marke noch gibt, könnte sich Lotus-Renault dem Vorwurf aussetzen, dass sie heimlich Werbung machen. Die Problematik hatten wir 2010 schon mal, als man Ferrari vorwarf, dass diese mit dem Barcode von Marlboro durch die Gegend fahren. Und die Lackierung von Renault ist ja noch deutlicher. Schwer zu sagen, wie das ausgehen wird, aber so vom Bauchgefühl her könnte Renault Ärger bekommen. Don

// Der geplante GP in Rom ist abgesagt. Bernie Ecclestone hat den Veranstaltern gesagt, dass es dort kein Rennen geben wird. Nachvollziehbar, der Kalender ist eh voll, mit Russland und den USA kommen zwei weitere Strecken und schon jetzt ist klar, dass vermutlich die Türkei, Spa oder Australien dafür über die Klinge springen werden müssen. Don

// Fairuz Fauzy, bisher Testfahrer bei Lotus, hat einen neuen Vertrag. Bei Lotus. Also Lotus-Renault (neu). [Ich muss mir dringend was überlegen, wie ich die beiden Teams sprachlich auseinander halte, das gibt sonst noch ein Unglück. Vielleicht mache ich es so, wie britische Presse, die das Lotus in "Lotus Renault" konsequent schlabbert, obwohl mittlerweile mehr Lotus als Renault im Team ist.] Don

// Kleine Änderung im GP3-Kalender. Zur allgemeinen Überrschung wird die Juniorenserie wohl aller Voraussicht nach auch in Monaco an den Start gehen. Eine letztgültige Bestätigung dieses Rennens steht allerdings noch aus. (Vorsicht)

// Mixed Messages aus der Superleague Formula: Serienorganisator Robin Webb hat in einem Interview (Video ist Niederländisch, Interview aber auf Englisch) mit einem niederländischen TV-Sender zugeben müssen, dass erst vier Termine auf dem Kalender für 2011 wirklich fix sind. So ist unter anderem das Deutschland-Rennen auf dem Nürburgring aus dem Kalender gefolgen, weil am geplanten Renntag schon die WSbR dort unterwegs ist – Ersatz könnte ein Lauf in Magny-Cours sein. Auch eine Veranstaltung in Brünn ist offenbar angedacht. Immerhin: Eine Verkleinerung des Kalenders steht deshalb offenbar nicht im Raum, Webb rechnet weiter mit zwölf Rennen. Außerdem angekündigt: Neue Fußballclubs (insgesamt 20 Autos) und bekannte Fahrer. (Vorsicht)

// Und gleich weiter mit etwas dubiosen Formelserien: Die geplante A10 World Series hat entgegen ihrer Ankündigung auf Twitter am Mittwoch doch keine Pressekonferenz abgehalten. Stattdessen gab es auf der Homepage nur ein paar kryptische Hinweise. Bis jetzt bekannt: Ein Bild vom Motor, den Kenner als Judd GV 5 (aus der LMS) erkannt haben wollen. Außerdem wurde im Laufe der Woche auf der Homepage enthüllt, dass die Serie 10 Rennwochenenden mit je zwei Rennen auf Strecken rund um den Globus abhalten will. Genannt werden als Austragungsorte allerdings keine konkreten Länder oder gar Strecken, sondern nur Kontinente – was die Glaubwürdigkeit der neuen Rennklasse nicht wirklich erhöhrt. Angeblicher Hintergrund des erratischen Verhaltens sind die anhaltenden Gerichtsstreitigkeiten um die Schulden der A1GP, deren Chassis und Konzept die A10WS verwenden möchte. Gerüchten zufolge wollten der Verantwortlichen die Serie vergangene Woche auf der Autosport International Show vorstellen, mussten die Ankündigung dann aber aus rechtlichen Gründen wieder absagen. Für heute waren weitere Neuigkeiten rund um das Rennformat angekündigt, bis zur endgültigen Vorstellung der Serie sollen nun aber noch ein paar Wochen vergehen. Bis dahin ist wohl eine gehörige Portion Skepsis durchaus angebracht. (Vorsicht)

// Zurück auf etwas sichererem Grund gibt es bei der IndyCar Series weiter einige Fahrerspekulationen, diesmal um zwei alte Bekannte. Einerseits soll Katherine Legge an einem Vertrag über einige Renneinsätze in der kommenden Saison verhandeln, dem Vernahmen nach mit HVM. Andererseits ist wohl Andretti Autosport grade damit beschäftigt, ein Sponsorenpaket für Formel 2 Meister 2009 und Virgin-Tester 2010 Andy Soucek zusammenzustellen. Außerdem könnte James Rossiter auf den Straßenkursen einen dritten Lotus (neben Sato und Viso) pilotieren. Milka Duno werden wir dafür womöglich nicht wiedersehen: Renndirektor Brian Barnhard soll zwar auf Intervention von Dale Coyne Dunos Startverbot für 2011 in ein Startverbot auf Straßenkursen umgewandelt haben. Duno selbst scheint aber das Interesse zu fehlen: Die Venezoelanerin dürfte sich derzeit eher in Richtung ARCA orientieren. (Vorsicht)

// Nach eher schlechten Zeiten in Sachen festes Cockpit hat James “Catweazle” Thompson endlich mal wieder einen Vertrag für eine Saison. Volvo hat ihn für ein Jahr in der STCC verpflichtet. Warum Volvo den in England überaus beliebten Thompson in der STCC einsetzt und den sicher nicht schlechten, aber unbekannten Robert Dahlgren in der BTCC, ist dann auch einer dieser Fragen, bei denen man sich am Kopf kratzt. So wird man auf das Duell Plato/Thompson verzichten müssen. Bekommt aber in der STCC das nicht minder interessante Duell Rydell/Thompson serviert. Der Alt-Meister aus Schweden wird 2011 von Chevrolet eingesetzt. Könnte sich 2011 also lohnen, mal die Suche nach einem Stream der STCC zu starten. Don

// In der WTCC haben sich Franz Engstler und Kristian Poulsen entschlossen, die neue Saison gemeinsam anzugehen. Die Anschaffung der neuen, 1.6 Liter Motoren dürfte für die Independents auch nicht gerade billig werden. Don

// Viele News aus den Le Mans-Serien momentan, was daran liegt, dass heute die Frist für ILMC-Entries und Bewerbungen für die 24h endet. Ausgezahlt hat sich die starke Performance der letzten Jahre in der ALMS und in Le Mans für den Honda-Sport-Ableger HPD. Das britische Team Ray Mallock Ltd., in den letzten Jahren stets mit Lola-Chassis unterwegs, wechselt für den Versuch, seinen Titel in der LMS-LMP2 zu verteidigen, als zweites europäisches Team neben Strakka auf das weiterentwickelte HPD ARX-01d-Chassis, nachdem man den dazugehörigen Motor ja bereits 2010 nutzte. Das Fahrertrio aus Ex-Stig Ben Collins, Tommy Erdos und Mike Newton bleibt unverändert. Stefan

// Pegasus Racing wird in der LMS ebenfalls einen Honda-Motor einsetzen, und zwar in einem Courage LC75-Chassis (das ja der Urahn des HPD ARX01 ist). Hinzu kommt ein Fahrzeug in der Formula Le Mans-Klasse, außerdem hat man für den kommenden Montag News bezüglich eines elektrischen Zero Emission-Prototypen (!) angekündigt, der angeblich in Zusammenarbeit mit einigen großen Unternehmen entwickelt werde. Stefan

// Außerdem hat Nick Wirth erklärt, dass seine Firma den bewährten ARX01 unter dem Buchstaben ‘e’ für die LMP1 aufgerüstet hat. Noch hat sich allerdings offiziell kein Team zum Einsatz dieses Fahrzeuges bekannt. Möglicherweise könnte Highcroft Racing den Einsatz des Wagens in der ALMS planen. Das Team von Duncan Dayton arbeitet noch daran, das nötige Geld für die Fortsetzung seines Engagements dort zusammenzutragen, hat jedoch via Twitter angekündigt, dass man bald große Neuigkeiten verkünden möchte. Deren Vorjahres-Pilot David Brabham ist allerdings nach eigener Auskunft bisher ohne Job für 2011. Stefan

// Das Einzelstück-Chassis des französischen Herstellers Norma, das Pegasus Racing 2009 vereinzelt fuhr, wird dieses Jahr vom französischen Team Extrême Limite eingesetzt. Dieses versuchte sich bisher in der VdeV-Serie, in der auch überwiegend Norma-Prototypen eingesetzt werden. Der M200P, der das erste Fahrzeug war, dass nach dem neuen LMP2-Reglement für 2011 gebaut wurde, wird mit dem neuen Judd-Motor ausgerüstet werden, Fahrer bei der ersten Testsession wird Fabien Rosier sein, der 2009 bereits ein Rennen für DAMS in der Formula Le Mans erfolgreich bestritt. Stefan

// Das belgische Team Kronos hat sich um einen Startplatz für die 24h von Le Mans beworben, und zwar mit dem private Lola-Aston Martin-LMP1, 2010 von Signature Plus auf die Rennstrecke gebracht. Kronos war im vergangenen Jahrzehnt in diversen Rallye-Mesiterschaften unterwegs, nachdem sie 1999 und 2000 die 24h von Spa gewannen. Vanina Ickx soll wieder am Steuer des Wagens sitzen. Allerdings wird man wohl in keiner der dazugehörigen Serie antreten. Stefan

// Das neugeformte italienische Familienteam Rangoni Motorsport wird in der LMP1-Klasse der LMS einen Zytek 09SH an den Start bringen, der im Laufe der Saison auch mit der Zytek-Hybridtechnologie ausgerüstet werden soll, was sich auch vorteilhaft auf die Le Mans-Bewerbung auswirken könnte. Zytek präsentierte seine Hybrid-Technik als erstes Team 2009 in der ALMS, als Corsa Motorsport den Wagen bei drei Läufen mit Johnny Mowlem und Stefan Johansson am Steuer einsetzte. Trotz Handlingsproblemen reichte es dabei zu drei Zielankünften einschließlich eines dritten Ranges. Stefan

// Nissan kehrt mit einem V8 nach Le Mans zurück. Man wird einen 4.5 Liter V8 ohne sonstigen Schnickschnack für die LMP2 liefern. Auf der Webseite der LMS gibt es einen kurzen Text auf französisch zum Thema. Interessant ist allerdings der angegebene Preis des Motors: Nissan will 75.000 Euro pro Motor haben, eine Revision wird nach 6000km fällig. Wenn man bedenkt, dass ein Chassis von der Stange gerne in Richtung 150.000 Euro geht, kann man sich ausrechnen, dass mit allem Zusatzkrempel (Reifen, Mechaniker, Ersatzteile usw.) ein Einsatz bei den 24H nicht mehr unter 500.000 Euro zu haben ist. Lustigerweise habe ich die Tage eine Doku über das 82er 24H Stunden Rennen gesehen. Dort bezifferte der Teamchef von Cooke Racing den Einsatz eines (damals) neuen Gruppe C Lola T610 und eines Porsche 935 K3 auf rund 750.000 Dollar. Der Wechselkurs DM/Dollar stand 82 bei ca. 2.40 DM, also locker umgerechnet 1.20 Euro, was dann damals also umgerechnet 900.000 Euro gewesen wären. Offensichtlich ist der ACO mit seiner rigiden Preispolitik für die LMP2 auf einem guten Weg. Don

// In der NASCAR gibt es Überlegungen, dass man das verwirrende Punktesystem ändert. Statt dreistelliger Punkte, soll es 43 Punkte für den Sieger geben, dann jeweils einen Punkt weniger für die folgenden Plätze. Bonuspunkte soll es weiterhin geben. Damit will man den Kampf an der Spitze und vor allem um die 12 Chaseplätze spannender gestalten. Platz 11 und 12 im Chase sollten angeblich ab dieser Saison an die Fahrer gehen, die zwar Rennen gewonnen haben, aber nicht im Chase platziert sind. Die NASCAR wird sich mit dem neuen System, sollte es denn kommen, nicht gerade beliebt machen. Die SEHR in ihre Statistik verliebten Amis werden Zeter und Mordio schreien, weil damit dann (ähnlich wie in der Formel Eins) alle Punkte-Statistiken für die Zukunft hinüber sind. Don

// Dave Blaney fährt für Tommy Baldwin Racing (TBR) die gesamte Cup-Saison 2011. Dürfte aber oft ein Start ‘n Park Einsatz werden.

//Eben frisch reingekommen und deshalb nur kurz gemeldet: ServusTv hat wohl die NASCAR-TVRechte im gleichen Umfang wie 2010 erworben. Das heißt 45 Minuten lange Zusammenfassungen der Rennen plus eine Saisonvorschau und einen Jahresrückblick. Auch wieder geben wird es erfreulicherweise die selbstproduzierten Sondersendungen an den rennfreien Wochenenden. Der Sendeplatz bleibt wohl auch der Gleiche, also Montags gegen 23.00 Uhr. Chaos

January 16 2011

08:27

Talente: Auf wen man 2011 achten muss

2010 war nicht das Jahr der Junioren. In kaum einer Nachwuchsklasse konnte ein Fahrer so wirklich herausstechen. Wer etwas genauer hinsieht, findet trotzdem einige Talente.

Pastor Maldonado, Sergio Pérez und Jerome D’Ambrosio haben es geschafft: Sie sind aus den unteren Ligen des Motorsports zu einem Stammplatz in der Formel 1 emporgestiegen. Was dabei auffällt: Alle drei Neueinsteiger kommen auch in der Saison 2011 wieder aus der GP2. Ebenfalls aus den Ecclestone-nahen Nachwuchsklassen kommen die Testfahrer Jules Bianchi (Ferrari/GP2), und Esteban Gutierrez (Sauber/GP3). Einzig Valtteri Bottas (Williams/F3 Euro) und Daniel Ricciardo (RBR/Formel Renault 3.5) konnten sich aus anderen Klassen in die Nähe der F1 hinaufarbeiten. Und trotzdem: Im Vergleich zu früheren Jahren schien die GP2-Talentdichte 2010 etwas dünner. Dafür konnten sich in den anderen Klassen ein paar Fahrer für höhere Aufgaben empfehlen.

GP2

Womöglich ist die GP2 ein Opfer ihres eigenen Erfolges: In den ersten fünf Jahres ihres Bestenens haben es immer alle drei Erstplatzierten in die Formel 1 geschafft (mit Ausnahme von Alexandre Prémat, dem Dritten 2006) – auch, wenn manche (Speed, Piquet, Jr., Pantano) mittlerweile nicht mehr dabei sind. Für eine Nachwuchsklasse wie die GP2 heißt das: Man muss jedes Jahr wieder drei gute Piloten finden, die in der Formel 1 mithalten können. Und während man in den ersten paar Jahren des Bestehens auf ein Reservoir an guten Fahrern zurückgreifen konnte, muss man mittlerweile erkennen: So viele neue Topfahrer gibt es nicht jedes Jahr. Und so war die Konkurrenz in diesem Jahr vielleicht etwas geringer.

Womit ich die Leistungen der drei Erstplatzierten nicht schmälern will. Pastor Maldonado wird meiner Ansicht nach etwas unterschätzt – er hat in den vergangenen Jahren immer wieder gezeigt, dass er an guten Tagen durchaus mit der Spitze der GP2-Piloten mithalten konnte, seine Leistungen 2010 waren zum Teil ziemlich beeindruckend. Und auf Stadtkursen scheint er überhaupt über sich hinauswachsen zu können. Allerdings dürfte er (so wie etwa auch Vitaly Petrov) Probleme haben, seinen Speed unter allen Bedinungen zu zeigen. Man wird wohl abwarten müssen, was er aus seiner Williams-Chance macht. Es besteht das Potenzial für Überraschungen – aber auch zur großen Enttäscuhung.

Noch etwas höher als den Venezuelaner schätze ich allerdings Sergio Pérez ein. Der Mexikaner hat in der britischen F3 seinen Speed beiweisen. Und mit etwas weniger Rennpech wäre jetzt wohl er GP2-Meister 2010. Allerdings mangelt es ihm noch an Erfahrung. Und mit Kamui Kobayashi hat er in der ersten Saison einen denkbar schwierigen Partner: Der Japaner ist fahrerisch schnell und aggressiv – als Teamkollege also eine hohe Messlatte. Oft haben junge Fahrer mit einem solchen Teamkollegen trotzdem Glück. Nämlich dann, wenn sie, so wie Barrichello 2010 bei Williams, auch erfahren genug sind, bei Abstimmung und Weiterentwicklung des Autos zu helfen. Ob Kobayashi das in diesem Zeitpunkt seiner Karriere schon kann, bleibt abzuwarten.

Nicht ganz unerwähnt soll aber auch der Meisterschaftsdritte bleiben: Jules Bianchi, 2009 noch als das Talent der Saison gehandelt, hat ein Seuchenjahr hinter sich. Viele Fehler in Quali und Rennen, zusätzlich oft auch nicht schnell genug. Oft hatte man das Gefühl, er wäre mit den in ihn gesetzten Erwartungen ein wenig überfordert. Und dann kam auch noch der schwere Unfall in Budapest. Trotzdem: Der Fanzose hat unbestreitbar großes Talent. Wenn er uns seine Betreuer eine Möglichkeit finden, das wieder abzurufen, könnte er 2011 wieder ganz oben auf den Ergebnislisten zu finden sein.

Auf den Ehrenplätzen: Dani Clos zeigte sich im Vergleich zu vergangenen Jahren deutlich verbessert – in der Formel 1 sehe ich ihn trotzdem nicht. Sam Bird zeigte ein paar schöne Überholmanover, muss sich aber auch 2011 noch merklich steigern. Ach ja: Christian Vietoris war auch dabei. Und zeigte bei einigen Anlässen auch schönen Speed – für 2011 muss auch er aber noch ein wenig an seiner Konstanz arbeiten.

GP3

Das Premierenjahr für die GP3 ist nun schon seit einigen Monaten vorbei, und ich weiß immer noch nicht so richtig, was ich von der kleinen Schwester der GP3 halten soll. Die Mischung aus jungen Fahrern, Quereinsteigern aus anderen Serien (etwa der A1GP oder der SLF), Piloten aus niedrig eingeschätzten Klassen, die plötzlich Erfolg hatten (etwa Rio Haryanto) und lange bekannten Gesichtern, die sich teils unerwartet schwer taten (Alex Rossi, James Jakes, Stefano Coletti) machte es kompliziert, zu einer Einschätzung über die Leistungsfähigkeit der Klasse zu kommen. Die folgenden Beurteilungen sind also noch etwas subjektiver als sonst.

Eines scheint aber unbestreitbar: Es war das Jahr des Esteban Gutierrez. Es ist schon lange her, dass ein Pilot eine gehobene Serie derart nach beliben dominierte, wie der Mexikaner im vergangenen Jahr die GP3. Auf Basis dessen scheinen sein guter Ruf und der Testplatz bei Sauber völlig gerechtfertigt. Und trotzdem: Ein Blick auf seine Ergebnisse in der eigentlich doch heuer etwas geringer eingeschätzten F3 Euroserie lassen Zweifel aufkommen. Mag natürlich sein, dass ihm der GP3 Wagen einfach besser gelgen ist – als Gradmesser für die Qualität der GP3 darf man jedenfalls gespannt sein, wie es ihm im kommenden Jahr in der GP2 ergehen wird.

Fast noch schwerer ist die Einschätzung der anderen Piloten: Der von Red Bull geschasste Robert Wickens zeigte, wie schon in der Formel 2, sehr gemischte Leistungen. Mal richtig schnell, dann wieder völlig im Mittelfeld. Das kommende Jahr wird für den Kanadier wohl einie make or break Saison – zumindest was europäische Monoposti anbelangt. Bei Nico Müller ist genau das Gegenteil der Fall: Nach einem etwas mittelmäßigen Saisonstart war der Schweizer fast immer vorne mit dabei. Für den großen Spitzenplatz hat es meist noch nicht gereicht – 2011 ist ihm der aber wohl zuzutrauen. Alexander Rossi war auch etwas wechselhaft unterwegs – für ihn spricht eher seine tolle Vorstellung beim WSbR-Rennen in Monaco als die Saison in der GP3. Ich denke trotzdem, dass er seinen Weg machen wird. Schon alleine deswegen, weil er derzeit als einziger einigermaßen F1-tauglicher Amerikaner ziemlich allein auf weiter Flur steht. Und Bernie Ecclestone hätte 2012 sicher gerne einen local hero am Start.

Formel Renault 3.5

Im Grunde hätte ich die Formel Renault 3.5 (das ist übrigens nicht die “WSbR” – so heißt nämlich die ganze, aus diversen Renault-Serien bestehende Wochendveranstaltung) ja vor der GP3 einreichen sollen. Die Autos sind zweifellos näher an der Formel 1, und auch die Piloten scheinen etwas stärker.

Zumindest ein paar davon. Der bekannteste Eleve ist vermutlich Vizemeister Daniel Ricciardo, der nach Saisonende zum zweiten Mal in Folge von Red Bull zum Young Drivers’ Test in Abu Dhabi eingeladen war – und, wie auch schon 2009, überzeugen konnte. Im kommenden Jahr wird er daher bei Toro Rosso die Freitagstrainings fahren dürfen – zumindest meistens. Denn nebenher ist er auch wieder in der Formel Renault 3.5 unterwegs – und an zwei Terminen gibt es da Überschneidungen mit den Formel 1-Rennen in China und Japan. Mal sehen, was ihm bzw. seinem Arbeitgeber Red Bull da wichtiger ist.

Im meisten beeindruckt hat mich allerdings der drittplatzierte Esteban Guerrieri aus Argentinien. Gleich mehrere Rennen hat er wegen Unterfinanzierung, technischem Pech oder grenzwertig harten Disqualifikationen versäumt. Und trotzdem blieb er bis zum letzten Lauf in Barcelona im Rennen um die Meisterschaft. Für mich der wahre Meister 2010 – ein Jammer, dass er sein Talent wohl im kommenden Jahr bei den Indy Lights vergeuden muss. Silberstreif am Horizont: Dem Vernehmen nach ist auch ein IndyCar-Einsatz in Mid Ohio geplant.

Und dann ist da noch Meister Mikhail Aleshin. Der Russe hat sich zweifellos zu einem sehr soliden Piloten entwickelt, der ziemlich konstant vorne mitfahren konnte. Auch seine Nerven bekam er zunehmend in den Griff, das letzte Rennen in Barcelona war ein verdientes Meisterstück. Und trotzdem bin ich mir nicht so ganz sicher, ob er das Zeug zum großen Champion hat. Über die Portion Talent, die so mach anderer Pay-Driver in der Formel 1 in den vergangenen Jahren mitgebracht hat, verfügt er aber zweifellos.

Formel 2

Tja – die Formel 2. Hält leider auch nicht so ganz das, was ihr Konzept versprochen hat. Zu erhoffen war eine unterhalb der Formel 1 angesiedelte Plattform für schnelle Piloten, etwa von Schlage des oben erwähnten Esteban Guerrieri, die sich eine andere Nachwuchsklasse wegen mangelnder Sponsoren nicht leisten können.

Bekommen haben wir eine Serie, in der sich zunehmend Fahrer befinden, denen es keineswegs an Geld fehlt – dafür aber an Talent. Was etwa der 37-jährige bulgarische Millionär Plamen Kralev und der 39-jährige Bollywood-Star Ajith Kumar in einer Nachwuchsserie zu suchen haben, das muss mir erstmal jemand erklären.

Schade, denn hinter der etwas schäbigen Fasade finden sich ein paar Piloten, denen durchaus mehr zuzutrauen ist. Vor allem Meister Dean Stoneman scheint jenes Bild eines schnellen aber unterfinanzierten Piloten zu erfüllen, für die die Serie erfunden wurde. Im kommenden Jahr ist er in der Formel Renault 3.5 unterwegs – und wenn er sein Talent umsetzten kann, dann könnten wir ihn in ein paar Jahr durchaus auch in einer noch höheren Klasse sehen.

Etwas Pech hatte die Formel 2 allerdings, wen man so will, mit dessen Herausforderer Jolyon Palmer. Denn die entstandene Optik, dass nun der Sohn des Lehrers zum Klassenprimus aufsteigt, war schon etwas ungünstig. Um es nochmal klar zu sagen: Ich denke nicht, dass man bei den guten Vorstellungen des Filius von Serienorganisator Jonathan nachgeholfen hat. Die große Steigerung seiner Leisung gegenüber der vergangenen Saison hat dem Image der Formel 2 aber vielleicht dennoch nicht sehr gut getan.

Viel schlechter für den Ruf der Serie ist aber eine andere Tatsache: Dass die Formel 2 nämlich trotz der tragischen Auftaktsaison immer noch ein wenig mit der Gesundheit ihrer Piloten zu spielen scheint. Die Auftritte auf Kursen wie Marrakesch und Brands Hatch sollten längst der Vergangenheit angehören. Zumindest auf dem britischen Traditionskurs wird man dennoch auch 2011 wieder starten – ein Zusammenhang mit der Tatsache, dass die Strecke der gleichen Betreiberfirma gehört, wie die F2 liegt nahe.

Wer die Serie trotzdem verfolgen will, muss sich im kommenden Jahr neu orientieren: Statt wie bisher auf Eurosport läuft die Serie jetzt auf MotorsTV und im Internet. Und zwar entgegen mancher Annahmen nicht wegen Unzufriedenheit von Eurosport, sondern auf Wunsch von Jonathan Palmer. Der verspricht sich von der Änderung eine gestärkte Marke und höhere Flexibilität. Ein Poker, der durchaus funktionieren könnte. Die Wahrscheinlichtkeit, dass die Serie am Ende scheitert, scheint mir aus heutiger Sicher aber mindestens genauso hoch.

Auto GP

Die Serie konnte ich leider nicht im TV verfolgen, weshalb ich mir kein endgültiges Urteil zutraue.

Zwei Bemerkungen aber trotzdem. Erstens: Der Meisterschaftssieg von Romain Grosjean, der erst mitten in der Saison in die Serie eingestiegen war, hat zwei Dinge bewiesen: Das Talent des in der Formel 1 vielleicht etwas zu unrecht geringgeschätzen Franzosen – und den Mangel an Speed des restlichen Fahrerfeldes. Zweitens: Der TV-Vertrag mit Eurosport kann dem Profil der vormals etwas dubiosen AutoGP nur gut tun. Für Racingfans ist er allemal ein Grund zur Freude. Ein Garant für tolle Piloten und langfristiges Überleben der einer Serie ist er aber nicht, wie die International Formula Master vor einigen Jahren ja schon bewiesen hat.

Formel 3 Euroseries

Man kann es mit Fug und Recht sagen: Das war keine gute Saison für die F3 Euroseries. Die finanziellen Probleme und der Fahrerschwund wurden hier im Blog ja schon mehrfach erläutert, daher gleich zum sportlichen Teil. Der leider auch nicht ganz unproblematisch ist.

Denn Edoardo Mortara ist als Formel 3-Meister schon eine etwas komische Wahl: Immerhin war der Italiener zwischen seinem ersten Auftritt in der F3 und der aktuellen Saison schon mit mäßigem Erfolg in der GP2 unterwegs. Seine Leistung 2010 ist unbestritten – ich denke dennoch, dass es ihm eher wie Andy Soucek oder Giorgio Pantano ergehen wird, die 2009 in der Formel 2 und 2008 in der GP2 ein ähnliches Erfolgerlebnis nach einem Rückschritt hatten. Und trotzdem danach in der Versenkung verschwanden.

Dass die Qualität der Fahrer und Teams im internationalen Vergleich immer noch stimmt, das hat der Auftritt der F3 Euro-Teams in Macao bewiesen. Für 2011 sind trotzdem dringend Verbesserungen hinsichtlich Zahl und Qualität der Fahrer von Nöten.

British F3

Die britische Formel 3 hat in den vergangenen Jahren so eine Art Wiederauferstehung erlebt: Nachdem sie zuvor von der F3 Euroseries ein wenig an den Rand gedrängt wurde, interessiert sich die Fachwelt nun wieder massiv für die Fahrer aus der traditionreichen Nachwuchsstaffel von der Insel. Ich selbst bin mir alledings nicht ganz so sicher, ob die Qualität der Piloten – vor allem in der Breite – wirklich schon wieder mit dem Ruf der Serie mithalten kann.

Ganz klar: Meister Jean-Eric Vergne ist ein Talent, das man im Auge bahelten sollte. Das haben auch seine ersten Auftritte in der Formel Renault 3.5 gezeigt. Ob man das selbse aber auch über seine klar besiegten Meisterschaftskonkurrenten James Calado, Oliver Webb und Adriano Buzaid sagen kann, wage ich dagegen doch zu bezweifeln. Als Fan britischer Renntradition lasse ich mich aber gerne eines Besseren belehren.

Formel BMW

In ihrer letzten Saison ist die einst so stolze Formel BMW fast ein wenig in Vergessenheit geraten – auch ich muss zugeben, dass ich die TV-Übertragungen nur sehr sporadisch verfolgt habe. Wenn sich zwei Fahrer aber so deutlich die Meisterschaft unter sich ausmachen, wie Robin Frijns und Jack Harvey, dann sollte man die beiden trotzdem auch in den kommenden Jahren nicht ganz aus den Augen verlieren.

Und sonst? Die Superleague Formula.

Nicht so ganz in das Nachwuchsklassen-Schema passt die Superleague Formula – und auch die Piloten, die dort antreten, haben wenig realistische Chancen auf einen beruflichen Aufstieg im Monoposto-Bereich.

Das ist aus zwei Gründen schade: Erstens deshalb, weil Fahrer wie Davide Rigon, Craig Dolby oder Max Wissel eine faire Chance verdient hätten. Und zweitens auch deshalb, weil sich die SLF im Grunde völlig unerwartet zu der Serie entwickelt hat, die die Formel 2 gerne wäre: Starke Autos, spannende Rennen – und talentierte Piloten, die sich den Einstieg in die große Welt des Motorsport leider nicht ganz leisten können. Vielleicht schaut ja doch mal jemand zu.

January 14 2011

09:30

TV Rechte 2011: Was wird wo gezeigt?

Wer in diesem Jahr viel Motorsport sehen möchte, der kommt um eine gute Internetleitung nicht herum. Die Zahl der Streams steigt, einige Serien sind ohne Rechner überhaupt nicht mehr zu sehen.

Es gibt auch 2011 viel Motorsport im Fernsehen zu sehen, aber einige Serien bekommt man weiterhin nur um Netz. Das gilt vor allem für die US-Serien, wobei sich die Lage etwas entspannt. Denn so wie es im Moment ausssieht, wird die ALMS ab 2011 ihre Rennen komplett live auf der eigenen Webseite zeigen. Düster sieht es aber weiterhin bei der NASCAR aus. Die NASCAR selber würde gerne die Rennen, vor allem für das internationale Publikum, gerne im Netz zeigen. ESPN und TNT ziehen schon mit aber FOX stellt sich quer. Der Grund: FOX ist der einzige Sender, der nicht allein per Kabel übertragen wird, sondern auch über die sogenannten “Affiliates” vertrieben wird. Und denen will FOX nicht die Zuschauer und damit die regionalen Werbeeinnahmen wegnehmen. Die NASCAR steckt da in einer Zwickmühle. Zum einen ist FOX, zusammen mit Speed, einer der wichtigsten Partner, andererseits laufen die Verträge noch bis Ende 2015 und so lange will man wohl nicht warten, bis man im Netz präsent ist. Das gilt auch für die sportlich zwar gute, ansonsten aber vor sich hinschwächelnde GrandAm Serie. Warum man die nicht per SpeedTV im Netz zeigt, ist nicht nachvollziehbar.

Ohne Rechner geht in diesem Jahr immer weniger. Die Streams werden mehr und laufen teilweise parallel zu den TV-Übertragungen. Einige Serien bieten sogar einen “On-Demand” Service an, aber das ist eher noch selten. Grundsätzlich ist die Tendenz aber zu erkennen, dass man das Netz als Verbreitungsplattform nicht ignorieren kann. Die Menge und die Qualität der Streams nimmt zu, es gibt immer weniger Serien, die völlig darauf verzichten. Dazu kommt, dass man Geo-IP-Blocking mittlerweile relativ einfach umgehen kann.

Verwunderlich ist aber weiterhin, dass MotorsTV das Internet komplett ignoriert. Die Webseite war schon immer eine Baustelle, der Youtube Kanal beitet nur Fitzel des Programms. Nachdem Kabel Deutschland den Sender aus dem Programmangebot genommen hat, sieht es mit der Verbreitung nicht so doll aus. Zwar ist Motors in England relativ stark, aber es würde Sinn machen, wenn man ein kostenpflichtes Abo-Modell für einen Stream anbieten würde. Warum da bei MotorsTV in dieser Richtung nichts passiert, ist mir ein Rätsel. Für die von MotorsTV übertragenden Serien dürfte die Netzrechte nicht allzu teuer sein, zudem hätte man die Chance sich vor allem für internationale Serien als zuverlässiger Verbreiter zu etablieren.

Interessant ist aber auch, dass die meisten Serien ihr internationales Potential bisher brach liegen lassen. Die Grand Am hatte ich erwähnt, aber auch teilweise hochklassig besetzte europäische Serien gehören dazu. Gemeint sind unter anderem die BTCC und die britische F3. Vor allem letztere ist gerade dabei eine, eine Chance zu verpassen. Die letzten Meister haben es allesamt in die F1 geschafft, die Qualität der Rennen ist enorm, die Konkurrenz hoch, dazu kommt der klassische britische Touch der Serie. Vermarktet wird sie mittlerweile von SRO, die ja auch die FIA GT organisieren, und die wohl auch für die weitere internationalisierung der britischen F3 zuständig sind. Im Moment gibt es nicht mal eine Liveübertragung der Rennen irgendwo im Fernsehen, MotorsTV strahlt eine Zusammenfassung mit ein bis zwei Wochen Verspätung aus. Das kann es ja nun nicht sein, wenn man gegen die F3 Euro usw. antreten möchte. Ein Stream wäre hier besonders dringend zu empfehlen.

Die folgende Übersicht hat noch ein paar Lücken, ich ergänze den Eintrag, sobald ich die Infos habe.

Formelserien
F1 – sky/RTL
sky hat den Vertrag mit der F1 nach viel Hin und Her um ein Jahr verlängert. Grund für die kurze Vertragslaufzeit: Bei RTL laufen die Rechte Ende 2011 aus, beide Sender müssen dann neuverhandeln. sky erhofft sich, dass man Exklusivpartner bei HD/3D werden wird, plus weitere Kameraperspektiven usw.

GP2 – sky
Weiter bei sky.

GP3 – Euro?
Lief 2010 auf Eurosport, habe aber keine Antwort, ob das auch 2011 so sein wird.

Formel Renault 3.5 – Euro
Sollte weiter auf Euro laufen.

Auto GP – Euro
Neu bei Eurosport, weil sie im Rahmen der WTCC die F2 ersetzt.

F2- MotorsTV, Stream
Die F2 wandert zu MotorsTV, wird alle Rennen aber auch als Livestream auf der eigenen Webseite anbieten. Ob es auch On-Demand sein wird, ist nicht bekannt. Ob sich Serienorganisator Dr. Jonathan Palmer damit einen Gefallen getan, bleibt abzuwarten. Hauptgrund für seinen Rückzug aus der WTCC sind wohl die unregelmäßigen Startzeiten der Serie, die Europosrt immer wieder dem Programm anpasst und vor allem im Sommer wild zwischen allen Sendern hin und her schiebt.

F3 Euro – n-tv
Bleibt bei n-tv, die letztes Jahr einen guten Job gemacht haben.

SLF – Stream
Hier bleibt es beim Stream auf der Webseite.

Tourenwagen
WTCC – Euro
Wie gehabt. Eurosport ist Host-Broadcaster und wird die Startzeiten wieder dem Programm anpassen.

BTCC – itv4
Bleibt die nächsten Jahre auch dort, einen legalen Stream gibt es nicht. Wobei man abwarten muss, ob itv4 eventuell auf der Webseite was zeigt. Das könnte man mit einem britischen VPN dann sehen.

DTM – ARD
Nicht neues.

GT1/GT3/GT Endurance – Stream
Ob Sport 1 die GT1-Übertragung fortsetzt ist mir nicht bekannt. Kann auch sein, dass es zu Sport1+ weiter geschoben wird. Die Streams laufen aber weiter, von daher ist es egal. Die GT3-EM wird außerdem live auf MotorsTV gesendet. Ob die dreistündigen Rennen der neuen GT Endurance Series von FIA und SRO im TV zu sehen sein werden, oder ob es wie bei den beiden anderen internationalen GT-Serien auch hier einen Stream geben wird, ist noch unbekannt.

ADAC GT – Kabel 1
Trotz schwacher Einschaltquote hält Kabel 1 an der ADAC GT ein weiteres Jahr fest.

VLN – ??
Es wird Ausschnitte aus den Rennen in verschiedenen Programmen (DMAX, Motorvision, Sport1) zu sehen geben, mehr aber nicht. Die 24H werden bei Sport1 laufen.

Porsche Supercup – sky/Euro
sky überträgt die Serie auch 2011. Sollte auch bei Eurosport zu sehen sein.

Porsche Cup – ??
Sport1, Motorvision?

Scirocco Cup – ??
Sport 1? Motorvision? Auf jeden Fall hatte VW im letzten Jahr ein verstecktes Livestream Angebot, das dieses Jahr wieder da sein sollte.

V8 Supercars – MotorsTV (1 Woche zeitversetzt)
MotorsTV. Bathhurst 1000 wird live gezeigt. Muss man auch abwarten, wie sich das bei MotorsTV entwickelt. Ohne eigenen Stream macht das bei denen langsam keinen Sinn mehr.

Prototypen
LMS – Euro
Vermutlich gibt es wieder die zerstückelte Berichterstattung auf Europsort. Einen Livestream scheint es auch in diesem Jahr nicht zu geben, was mir immer noch ein Rätsel ist. Bleibt Radio Le Mans.

24 H Le Mans – Eurosport
Auch in diesem Jahr gibt es wieder die kompletten 24 Stunden bei Eurosport.

USA
NASCAR – ??
ServusTV verhandelt mit der NASCAR über eine Verlängerung der Rechte. Es bleibt aber bei der Zusammenfassung am Montag. Gerüchteweise könnte das Daytona 500 live bei Servus laufen, weil die Amis das als Paket verkaufen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das stimmt, liegt aber bei unter 10%.

ALMS – Stream?
Es herrscht immer noch eine leichte Verwirrung darüber, ob die ALMS nun alle ihre Rennen live über die eigene Webseite streamt oder doch “nur” on-demand. Wenn es stimmt, wäre das natürlich toll. Das Angebot auf espn3.com soll nur ein Zusatz für die Amis sein. Die Rennen laufen in den USA nur noch teilweise live, der Rest zeitversetzt und zurechtgestutzt oder gar in dem 2010 erprobten “Doku-Drama”-Format, aber immer über ABC/ESPN. SpeedTV ist raus. Über die internationale Verbreitung hat man noch nichts gesagt. Laut Midweek Motorsport ist Radio Le Mans auch noch in Verhandlungen, allerdings ist man ziemlich sicher, dass man wieder dabei ist.

GrandAm – ??
Da wird man auf einen Stream von SpeedTV zurückgreifen müssen.

IRL – Stream
Die IRL streamt auch in diesem Jahr fast alle Rennen. Ausgenommen ist das Indy 500, das muss man sich woanders “besorgen”.

November 24 2010

07:12

Ferner liefen: Die Newshappen

// Unterstützung für Hermann Tilke? Neben dem Büro des Aachener Streckendesigners wird, wie am Montag bekannt wurde, auch die amerikanische Architektur-Firma HKS an der Konstruktion der Anlage in Austin, Texas beteiligt sein. Vermutlich werden die amerikanischen Stadionbau-Experten vor allem Know-How bei der Errichtung der Boxengasse und der Tribünen beisteuern – für die Strecke selbst wird wohl weiterhin nur Tilke verantwortlich zeichnen. Zum Streckendesign hat sich übrigens kürzlich FIA-Präsident Jean Todt zu Wort gemeldet, dem wohl mittlerweile auch die Häufung von Überhol-armen Rennen auf Strecken wie Bahrain, Valencia oder Abu Dhabi aufgefallen ist. Daher fordert der Franzose im Interview mit autosport.com, bei der Evaluierung von Strecken durch die FIA künftig neben der Sicherheit auch das Potential für Überholmanöver zu überprüfen. Sogar Änderungen an bereits existierenden Strecken könnte es demnach geben – und zwar möglicherweise schon im kommenden Jahr. Einen Entwurf für eine Änderung gibt es bereits: Silverstone-Umgestalter Populous haben für f1fanatic.co.uk einen Vorschlag mit Ideen zur Umgestaltung der Strecke von Abu Dhabi erstellt. Vorsicht

// Muss Vitantonio Liuzzi am Ende doch noch um seinen Platz bei Force India bangen? Trotz nur mittelmäßiger Leistungen war man ja bisher eher davon ausgegangen, dass das Team den Italiener mangels attraktiver Alternativen am Ende doch behalten würde. Nun hat aber Teamchef Vijay Mallya im Interview mit den Gulf News davon gesprochen, dass man in den kommenden Wochen die “new drivers” für 2011 bekannt geben will. Das ist natürlich etwas missverständlich formuliert, was auch an Mallyas Englischkenntnissen liegen kann (spekuliert jedenfalls Joe Saward) – einige britische F1-Kenner haben die Aussage aber dennoch als einen Wink in Richtung Paul di Resta verstanden. Vorsicht

// Die Formula Palmer Audi ist Geschichte. Jonathan Palmer, Ex-Formel 1-Rennfahrer und seit zwei Jahren mit seiner Firma MotorSport Vision auch Organisator der Formel 2, die auf dem FPA-Konzept basiert, sperrt den Laden nach 13 Saison zu. Der Grund ist, dass die Van Diemen-Chassis (Aluminim-Monocoque, H-Schaltung) aus dem Jahre 1998 mit nicht mehr zeitgemäß sind. Mit neu konstruierten Fahrzeugen nach aktuellen Standards ließe sich das günstige Preisniveau nicht halten, sodass die Serie in der aktuellen wirtschaftlichen Lage und bei der großen Zahl konkurrierender Serien (u.a. Formel Renault) ihre Rechtfertigung verlieren würde. Einige bekannte Namen haben die FPA in den vergangenen 13 Jahren durchlaufen, vor allem in den Anfangsjahren der Serie: die erste Meisterschaft gewann Justin Wilson (heute IndyCar) vor Darren Turner (Sportwagen), Andy Priaulx und Rob Huff ( beide WTCC) wurden jeweils Zweite in der Winter-Serie und auch Romain Dumas und Gary Paffett durchliefen die FPA-Schule. In den letzen Jahren sind Jolyon Palmer und Kazim Vasiliauskas in die F2 aufgestiegen, jedoch fanden sich auch mehr ältere Gentlemen Driver ein. Die Fahrzeuge werden nun von MotorSport Vision für andere Zwecke verwendet, etwa die Formula Jaguar und Firmenevents. (Quelle: Print-Autosport) Stefan

// Überraschung bei der WTCC:  Anfang der Woche wurde bekannt, dass die Formel 2 im Rahmenprogramm durch die AutoGP-Serie ersetzt wird. Die AutoGP, die in diesem Jahr erstmals unter diesem Namen aufgetreten ist, ist die ehemalige Euro F3000 – die seit zwei Jahren mit modifizierten A1GP-Lolas unterwegs ist. Die Partnerschaft betrifft auch das TV-Programm. Alle Rennen der AutoGP werden live auf Eurosport oder Eurosport 2 übertragen – ein großer Schritt für eine Serie, die bisher nur gelegentlich auf Motors TV zu sehen war. Veröffentlicht wurde zu diesem Anlass auch gleich der komplette AutoGP-Kalender für 2011: Neben den sechs Rennen im Rahmen der WTCC (Monza, Marrakesch, Brünn, Donington, Oschersleben und Valencia) wird die Serie Ende August zusätzlich auf dem Stadtkurs von Bukarest gastieren. Vorsicht

// Die Pläne von Lotus, sein Motorsport-Engagement auszudehnen, nehmen Form an: man steht kurz vor dem Abschluss eines Vertrages mit Jetalliance Racing über den Einsatz von zwei Lotus Evora in der GT Endurance-Kategorie der Le Mans Series einsetzen. Bis 2008 setzte das österreichische Team Aston Martin in der FIA GT-Meisterschaft ein, seitdem nahm man nur noch an ausgewählten Sportwagenevents teil, bei den 24h von Spa in diesem Jahr fuhren Lichtner-Hoyer/Seefried/Eckert/Rich einen Porsche 997 GT3 Cup auf Gesamtrang 17 bzw. Rang 4 in der GTN. (Quelle: Print-Autosport) Stefan

// Auch ART könnte sich nach dem Ende des Engagements in der F3-Euroserie einen Wechsel in die Le Mans Series vorstellen. Das Team von Frederic Vasseur evaluiert die Möglichkeit eines Einsatzes in einer der Protoypen-Klassen. Die technische Entwicklung wäre eine willkommene Herausforderung, so der Teamboss. Trotz der Verbindung mit Lotus in der GP2/GP3 und den LMP-Plänen des Sportwagenherstellers will ART zunächst aber als unabhängiges Privatteam antreten. (Quelle: Print-Autosport) Stefan

// Riley Technologies möchte nach Le Mans zurückkehren. Anfang Oktober hat man den Bau eines LMP2-Fahrzeugs angekündigt, das soll es nun sowohl als Coupe als auch als offenes Fahrzeug geben. Das Problem bei der Sache: man findet keine Abnehmer. Lola und Oreca, die ihre Fahrzeuge schon früher vorgestellt haben, stellen starke Konkurrenz dar, denn unter der neuen Budgetgrenzen-Regelung muss man mit Qualität punkten und die trauen die Teams offenbar eher den etablierten Le Mans-Konstrukteuren zu als Riley, die in den letzten Jahren der Sarthe ferngeblieben sind. Und solange man keinen Kunden hat, kann man es sich auch nicht leisten, überhaupt ein Fahrzeug aufzubauen. Stefan

// Fahrer-News gibt es in der Indycar-Serie:
- Roger Penske hat in der Radio-Sendung Trackside Ende vergangener Woche stätigt, dass Ryan Briscoe auch im kommenden Jahr den dritten Wagen neben Will Power und Helio Castroneves pilotieren wird.
- Im FAZZT-Team bahnt sich derweil eine Überraschung an: Ho-Pin Tung hat am Sonntag in Sebring für die kanadische Mannschaft getestet. Gerüchte sprechen davon, dass man kurz davor steht, einen Fahrer-Vertrag mit dem chinesisch-niederländischen GP2-Piloten zu unterzeichnen.
- Außerdem soll Graham Rahals Engagement bei Ganassi Racing mal wieder kurz vor der offiziellen Bekanntgabe stehen. Bisher sollen die Verhandlungen daran gespießt haben, dass Rahal das dritte Auto mit seinem eigenen, persönlichen Sponsor finanzieren möchte – was Ganassi-Geldgeber Target gar nicht gefällt. Eine Lösung in Form eines Satelliten-Teams für Rahal scheint aber in Sicht.
- Und schließlich hat auch noch (Group) Lotus-Chef Dany Bahar bei der Präsentation angedeutet, dass seine Firma im kommenden Jahr das Engagement bei KV Racing ausbauen will – und optimistisch von “drei oder mehr Autos” in den Lotus-Farben (im kommenden Jahr übrigens in der IRL das klassische Schwarz-Gold) gesprochen. Gerüchteweise möchte man trotz der vielen Totalschäden 2010 zumindest EJ Viso und Takuma Sato im Team behalten.
Vorsicht

// Und gleich nochmal Lotus-News: ART, die ja neuerdings auch unter dem klingenderen Namen “Lotus ART” firmieren, werden Williams-Tester Valtteri Bottas nach zwei guten, wenn auch nicht sensationell erfolgreichen Jahren in der F3 Euroseries in die GP3 Serie verschiebenVorsicht

// Nach de Erfolgen in Macau gibt es für die F3 Euroseries gleich wieder gute Neuigkeiten: Peter Mückes Team bleibt der strauchelnden Serie auch im kommenden Jahr erhalten – und plant dafür im Moment mit drei Autos. Vorsicht

// Die Fahrzeuge der eingemotteten Formel BMW werden eine neue Heimat in der britischen Intersteps-Nachwuchsserie finden, die Fahrern ab 15 Jahren eine Aufstiegschance bieten soll. Diese entsteht aus der bisherigen “Young Guns”-Meisterschaft, die in Zukunft von der britischen Racing Steps Foundation unterstützt wird. Die RSF pflegt Kontakte zu den Teams Carlin und Fortec, die entsprechend einen Einstieg in die Serie erwägen. (Quelle: Print-Autosport) Stefan

September 22 2010

06:31

Ferner liefen: Die Newshappen

Heute etwas kürzer als gewohnt, aber wir leiden momentan etwas an Personalmangel ;)

#ALMS Butch Leitzinger kehrt in die ALMS zurück. Er wird bei Petit Le Mans den 2 Jaguar des RSR Teams in der GT-Klasse pilotieren. Die anderen 2 Fahrer des Wagens sind Paul Gentilozzi, der Teameigner und Trans-Am-Champion Tomy Drissi. Butch Leitzinger hat unter anderem 1997, 1999 und 2004 die 24 Stunden von Daytona gewonnen. Sein letzter Einsatz in diesem Jahr beim Alex Job Team.

#BritishF3 Jack Harvey, Zweitplatzierter der diesjährigen und letzten Formel-BMW-Europa-Meisterschaft wird nächstes Jahr in der britischen Formel 3 antreten. Bei welchem Team indessen ist noch nicht klar. Das “Racing-Steps-Foundation-Programm”, welches die Karriere von Harvey fördert hat in der Vergangenheit jedoch mit “Carlin-Racing” zusammengearbeitet, hier könnte er also unterkommen. Der diesjährige Meister der britischen Formel 3, Jean-Eric Vergne, fuhr für “Carlin-Racing”.

#Nochmal BritishF3 : Der ehemalige Meisterschaftsführende in der A1Gp, Robbie Kerr, wird an diesem Rennwochenende in Brands Hatch einen Wagen des Litespeed-Teams pilotieren. Es ist jeodch bei weitem nicht sein erster Einsatz in der BritishF3, er gewann die Serie 2001.

#F1 Da war teuer: Der Grand-Prix von  Australien hat die dortigen Steuerzahler 46 Millionen (!) Dollar gekostet und das trotz der höchsten Zuschauerzahl der letzten 5 Jahre. Damit haben sich die Kosten des Events seit 2006 verdoppelt. Natürlich prasselt jetzt Kritik von vielen Seiten auf die Politik und Veranstalter ein, die jedoch an dem Event festhalten möchten. Was bleibt Ihnen auch anderes übrig, der Vertrag läuft bis 2014 und die Vertragstrafen von Ecclestone dürften ähnliche Ausmaße haben.


#F1 Ex-Renault-Fahrer Romain Grosjean ersetzt Nick Heidfeld als Pirelli-Testfahrer. Allerdings gilt sein Kontrakt zuerst mal nur für den nächsten Testtermin in Monza, Weiteres soll danach geklärt werden. Damit könnte der Franzose für einige Teams für die Saison 2011 interessant werden, da er neben Nick Heidfeld der einzige Fahrer ist, der Erfahrung mit den neuen Reifen hat.

#F1: Jerome D’Ambrosio, bisher Testfahrer bei Renault wird für 4 der verbleibenden 5 Rennen im 1. freien Training am Freitag das Auto von Lucas di Grassi übernehmen. Das kommt schon etwas überraschend und ist vielleicht die Vorbereitung darauf, dass di Grassi nächstes Jahr nicht mehr bei VirignGp fahren wird. Seine Leistungen sind im Vergleich zu Glocks ziemlich schlecht, und di Grassi hat keinen Vertrag für 2011 mit VirginGP, diese haben lediglich eine Option, ihn für ein weiteres Jahr zu verpflichten.

#F1 Der neue Formel 3 Meister, Esteban Gutierrez ist neuer Testfahrer bei Sauber. Das ist schon nicht schlecht, einige GP2-Piloten würden sich über den Job freuen.

#F1 Korea, die unendliche Geschichte Teil 567: Die Streckenabnahme durch Charlie Whiting, die eigentlich am 21.09 stattfinden sollte, wurde um eine Woche auf den 28.09 verschoben. Angeblich macht ein Feiertag das Reisen in Korea am 21.09 so kompliziert, dass man sich entschloss die Abnahme eben zu verlegen. Die Abnahme findet damit nur 23 Tage vor dem Grand-Prix statt. Dass man damit das eigene Regelwerk mal wissentlich übergeht, was 90 Tage fordert, scheint man zu ignorieren. Allerdings kann das Rennen sollten die Baumaßnahmen nicht wie geplant voranschreiten, auch nach der Abnahme noch abgesagt werden. Doch damit nicht genug: Die Asphaltschicht, auf der Karun Chandhok Demorunden im RedBull drehte war noch nicht die finale, weshalb die Tilke GmbH ihren besten Asphaltexperten jetzt runter nach Asien geschickt hat.

#GP2 2 neue Teams wird es nächstes Jahr in der Serie geben: Carlin kommt aus der British Formel 3 und GP3, während Air Asia neu gegründet wird und Lotus Teambesitzer Tony Fernandes gehört. Damit hat man nächstes Jahr ein volles Starterfeld mit 26 Autos in der GP2.

#LMS/LeMans “Jotasport” hat als erstes Kundenteam angekündigt, dass sie den neuen LMP1-Aston-Martin einsetzen möchten. Jedoch noch nicht nächstes Jahr, wo man zunächst mal in der LMP2 sein Glück versuchen wird. 2012 und 2013 möchte man dann den LMP1-Aston-Martin mit nach LeMans bringen.

#NASCAR Für Ekström scheint das Thema erledigt zu sein, sagte er zumindest in einem Interview letzte Woche. Das kommt jetzt schon sehr überraschend und ging vermutlich auch nicht von ihm aus. Eher hat Audi ihn zurückgepfiiffen. Audi muss Ekström für jeden NASCAR-Einsatz eine Freigabe erteilen, da er einen mehrjährigen Vertrag mit Audi hat. Dazu scheint Audi nun nicht mehr bereit. RedBull bekundet jedoch weiterhin auch gerne öffentlich Interesse an weiteren NASCAR-Einsätzen von Ekström. Brisant: RedBull sponsort Ekström in der DTM, droht dort ein Machtkampf Sponsor gegen Hersteller?

#NASCAR Und nochmal dementierte Wechselabsichten: Das Management von Kimi Raikkönnen teilte mit, dass kein Interesse an einem Wechsel in die NASCAR 2012 bestehe.

#RaceofChampions Kleine Sensation: Carl Edwards wird wieder am Race of Champions teilnehmen! Nach seiner ersten Teilnahme 2008 wo er Michael Schumacher aus dem Wettbewerb warf, wird er dieses Jahr zusammen mit Travis Pastrana die USA repräsentieren. Das diesjährige “Race of Champions” findet am 27./28 November in Düsseldorf statt. (alle News von Chaos)


September 16 2010

06:42

DTM/WTCC/BTCC & Formelserien: Vorschau Oschersleben/Valencia/Donington

DTM/WTCC/BTCC & Formelserien: Vorschau Oschersleben/Valencia/Donington
Wieder ein volles Tourenwagenprogramm am Wochenende. Vor allem in der BTCC dürfte es ordentlich zur Sache gehen.

Oschersleben und die DTM – das kann eigentlich nicht passen, denn auf der schmalen Strecke in der Nähe von Magdeburg kann man nicht so richtig überholen. Aber dennoch sind die Rennen hier oft besser, als man es erwarten würde, was auch daran liegt, dass die Strecke kaum Fehler verzeiht. Anders als auf den moderneren Rundkursen, hat man hier neben der Strecke wenig Asphalt und wenn man abfliegt, dann ist auch meist was kaputt. Die Ausgangslage in der Meisterschaft ist dafür nicht so richtig spannend. Mercedes hat den Titel so gut wie in der Tasche, fragt sich nur, welcher Fahrer am Ende vorne liegt. Spengler, Paffett und di Resta sind die Kandidaten um die es geht. Und da für Mercedes alles klar ist, wäre es doch mal nett zu sehen, wenn die Drei freie Fahrt hätten.


Aber jeder angedeutete Kampf, nebst dem in den Tourenwagen auch mal gern gesehene “Anlehnen” wird in der DTM ja leider komplett unterbunden. Einerseits von der “Rennleitung”, andererseits sieht es auch Mercedes nicht gerne, wenn sich die Fahrer von der Strecke boxen. Das passt nicht zum Markenimage, also kann wohl davon ausgehen, dass es klare Absprachen geben wird. Im Sinne von “Die Positionen werden nach dem nächsten Boxenstopp gehalten”. Aber die Hoffnung stirbt ja zuletzt.

Im Audi-Lager wird sich die Enttäuschung nach zwei Meisterschaften hintereinander in Grenzen halten. Man wird sich auf noch mögliche Siege konzentrieren, was in Oschersleben durchaus schon möglich ist, weil der Audi auf engen Strecken etwas besser geht. Die eher niedrige Durchschnittsgeschwindigkeit sollte auch die Vorderreifen der Audi nicht zu sehr belasten.

Hinter den Kulissen der DTM gibt es offensichtlich schon die ersten Dissonanzen zwischen Mercedes/der ITR und BMW. Die Stuttgarter sind angeblich genervt von den Münchnern, die mit immer neuen Forderungen das Regelment in ihre Richtung biegen wollen. Das soll dann auch der Grund sein, warum der gesamte Vorgang im Moment zum Halten gekommen ist und man auch in Richtung GrandAm und JapanGT nicht voran kommt. Ob es bei dem Streit um technische Regeln oder monetäre Angelegenheiten geht, wollte man mir nicht verraten. Nur so viel, dass BMW sehr verschnupft sein soll und eine endgültige Entscheidung sogar erst im November fallen könnte, also in dem Monat, in dem BMW gerne das Programm des kommenden Jahres bekannt gibt.

Ob das alles so stimmt ist dann wieder eine andere Frage. Allerdings ist es schon außergewöhnlich, dass man von BMW so gar nichts hört und die endgültige Entscheidung sich immer weiter rauszögert. Ich hatte schon im Juli gehört, dass man in München noch ganz und gar nicht von der DTM überzeugt ist, vor allem nach dem der ACO für Le Mans und die verkappte Weltmeisterschaft namens Intercontinatel Cup passende GT-Regeln präsentierte. BMW setzt in diesem Jahr schon einen M3 im Cup ein und die Konkurrenz mit Porsche, Ferrari und Aston Martin passt schon ins sportliche Konzept. Zu dem ist der fertig entwickelte M3 (bisher) a) günstiger und b) kann man ihn an Kunden verkaufen, wenn man das möchte.

BTCC
Die britische Serie hat ihren ersten Auftritt auf dem nicht umgebauten, aber wieder eröffneten Kurs in Donington. Nachdem man den schon begonnen Umbau der Strecke nicht weiter geführt hat, wird es interessant zu sehen, was genau man alles sinnlos abgerissen und neu- bzw. nicht gebaut hat. Gefahren wird auf jeden Fall auf der “großen” Schleife, also nimmt man den Haken mit der Haarnadel mit. Die Strecke ist sehr schnell und dürfte die Chevys, die Ford und die BMW bevorzugen. Trotz der Einbremsung geht der Fiesta immer noch wie die Hölle, die Hochgeschwindigkeitspassagen sollten Onslow-Cole und Chilton also liegen. Dennoch sehe ich den Cruze vorne, der hier einfach das beste Paket haben sollte. Schwer wird es für Honda, denen es trotz des neuen Motors etwas an Topspeed fehlt. Matt Neal und Gordon Shedden werden versuchen, den Schaden so gering wie möglich zu halten.

In der Meisterschaft liegt zwar weiter Plato vorne, aber sein Vorsprung ist dünn.

Jason Plato 202
Matt Neal 182
Tom Onslow-Cole 178
Gordon Shedden 169

Shedden wird für Neal fahren müssen, Chilton für Onslow-Cole, was eine kleine Überraschung ist, da man Cole nicht so stark erwartet hatte. Da es die vorletzte Station im Kalender ist, darf man ein wildes Wochenende erwarten. Wie üblich werden die Auseinandersetzungen bei den Wasserträgern bei den letzten Rennen immer etwas heftiger. Aus den Augen lassen sollte man auch nicht die BMW, die in Donington den ein oder anderen Meisterschaftsfavoriten ärgern könnten.

Die BTCC hat erste Zeichnungen des neuen NGTC gezeigt. Bilder gibt es weiter unten.

WTCC
Die Herren der WTCC sind auf der lahmen Strecke von Valencia, die bisher wenig gute Rennen für die Tourenwagen gebracht hat. Warum man nicht mal woanders vor leeren Tribünen fährt, ist auch eines der vielen Rätsel der Meisterschaft. Für Seat ist es das Heimrennen, also dürften die sehr angrifflustig sein, zumal Tarquini nach seinem rabenschwarzen Wochenende in Oschersleben dringend Punkte braucht, wenn er Yvan Muller noch abfangen möchte. BMW, die ja überraschenderweise auch noch richtig große Chancen auf den Titel haben, sollte man auch nicht unterschätzen. Ich bin wirklich angetan, was die Mannschaft um Bart Mampaey da leistet, denn das Konzept des 320si ist ja nun nicht mehr gerade auf dem neusten Stand, die Probleme mit dem Topspeed und der Leistung des Motors sind bekannt. Umso erstaunlicher, dass sie immer noch im Rennen sind.

Hinter den Kulissen geht es im Moment darum, wer 2011 als Werksteam mit dabei ist. BMW liefert auf jeden Fall einen Motor und ein Umbaukit für interessierte Kunden, aber die Entscheidung über einen Werkseinsatz steht noch aus (siehe DTM). Seat wird angeblich das diesjährige, ziemlich alberne Spiel um den “Nicht-Werkseinsatz, der doch einer ist” beenden und wieder als Marke auftreten. Der VW-Konzern hat großes Interesse daran den neuen 1.6 Liter Motor in möglichst vielen Rennserien einzusetzen. Mit Skoda macht man das ja in der WRC, andere Serien sollen folgen. Die Marke Seat braucht den Renneinsatz eher, als VW, auch wenn dort auch noch nichts offiziell beschlossen ist, da man ja die gesamte Motorsportkoordination durch den Ankauf von Porsche neu sortiert. Klar ist aber, dass VW mehr denn je in den Motorsport investieren wird.

Sie Veranstalter hoffen, dass auch Nissan und Toyota spätestens 2012 in die Weltmeisterschaft einsteigen. Sicher ist man sich aber offenbar nicht, denn man hat mittlerweile klar gemacht, dass man 2011 noch mit dem alten Motor in der Serie starten darf, da man wohl Angst hat, dass man etliche Privatteams verlieren könnte und das Feld dann zu sehr ausdünnt.

Ich weiß nicht so recht, was ich vom Rennen erwarten soll. Die Strecke ist wie erwähnt nicht sonderlich toll in Sachen Überholen, auch wenn sie fahrerisch anspruchsvoll ist, was eine schnelle Runde angeht. Chevy scheint, wie in der BTCC, das beste Paket zu haben, also dürften die mit zwei Wagen vorne sein. Rob Huff muss in Valencia 10 Plätze nach hinten, wegen seines Startchrash mit Farfus und weil er im zweiten Rennen einen Seat von der Strecke geschoben hat. Ich hoffe, in Valencia sind wieder vernünftige Rennkommissare dabei.

Formelserien
Da der Kollege Vorsicht im Urlaub weilt und ich wenig Zeit habe, nur eine Kurzfassung in Form von News

- Pastor Maldonado ist GP2 Meister, was ja zu erwarten war. Überzeugt hat er mich nicht, die Saison war eh komisch. “Wunderkind” Jules Bianchi ging total unter und musste sich regelmäßig von seinem Teamkollegen Sam Bird demütigen lassen. Maldonado ist jetzt auch nicht gerade ein Riesentalent, vermutlich wird man ihn so schnell nicht in der Formel Eins sehen.

- Die mit Abstand beste Szene in Monza lieferte Christian Vietoris beim Start zum zweiten Rennen, als er aus der dritten Reihe startend alles und jeden hinter sich ließ.

Sowas sieht man ja auch eher selten. Vietoris hat auch eine eher maue Saison hinter sich, wird im nächsten Jahr mit ART oder Addax in Verbindung gebracht.

- In der GP3 ist Esteban Gutiérrez Meister. Der als das größte Talent aus Mexico seit den Rodríguez-Brüdern beschriebene neunzehnjährige hatte die Saison mit 5 Siegen und vier weiteren Podiumsplätzen relativ locker im Griff. Und das, obwohl das Starterfeld mit Rossi, Wickens, Jakes, Tambay oder van der Zande durchaus gut besetzt war. Logischerweise steigt er nun eine Klasse auf und wird vermutlich weiter für ART fahren.

- Am Wochenende steigt auch das Finale der Formel 2. Die Meisterschaft hat Dean “the new Mansell” Stoneman eigentlich relativ sicher in der Tasche. Joylon Palmer hat vor allem das letzte Rennen in Oschersleben komplett versemmelt und liegt nun 31 Punkte hinter Stoneman. Da an einem Wochenende theoretisch 50 Punkte zu holen sind, hat er aber noch eine Chance. Da Stoneman aber in diesem Jahr so gut wie keine Fehler gemacht hat, dürfte es schwer werden, ihn noch abzufangen. Er machte auch insgesamt das ganze Jahr den etwas aggressiveren Eindruck.

- Die F3 Euro Serie startet am Wochenende auch in Oschersleben. Hier führt Edoardo Mortara mit satten 24 Punkten Vorsprung vor Marco Wittman. Da man an einem Rennwochenende maximal 17 Punkte erreichen kann, ist das Italiener also fast durch. Natürlich kann man schnell einen Totalausfall haben, wenn man im ersten Rennen ausfällt und im zweiten Rennen von hinten starten muss. Aber von “hinten” bedeutet bei dem kleinen Starterfeld ja nur Platz 12, da hat man noch Chancen auf Punkte, wenn es gut läuft. Mortara kann am Wochenende aber mit ein wenig Glück die Meisterschaft schon für sich entscheiden.
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September 08 2010

17:14

Formelserien: Wochenend-Analyse & Vorschau

Ereignisarm präsentierten sich am Wochenende F3 und F2 – dafür überraschte die SLF in Adria mit tollen Rennen. Indes stehen bei GP3 und GP2 die Meisterschaftsentscheidungen ins Haus.

Langsam gehen die europäischen Formelserien in die Zielgerade, und zwar jede auf ihre Art: F3 und F2 eher bedächtig, die WSbR solide und die Superleague Formula einmal mehr mit drei spannenden Läufen. Eng wird es fast überall noch in der Meisterschaft: In der Formel 2 konnte sich Dean Stoneman ein wenig absetzten, Jolyon Palmer hat aber in Valencia noch alle Chancen. Ähnlich stehen die Dinge Mit Edoardo Mortara und Marco Wittmann in der F3 Euroseries. Richtig spannend sind die Entscheidungen bei WSbR und Superleage: Dort haben jeweils noch einige Fahrer Chancen auf den Titel. Und am Wochenende geht es dann bei GP2 und GP3 ums Ganze – Vorentscheidungen sind aber in beiden Serien schon gefallen.


WSbR

Kein gutes Wochenende hatte Mikhail Aleshin in Hockenheim: Der stattliche Punktevorsprung des Russen ist weiter geschmolzen – und das trotz solider Vorstellungen. Schuld daran waren ein souveräner Sieg von Daniel Ricciardo am Samstag und ein Traum-Wochenende des Argentiniers Esteban Guerrieri.

Zunächst schien es das Wochenende des Daniel Riccardo zu werden: Klarer Start-Zielsieg am Samstag, und auch die Aussprache seines Namens war endlich geklärt (So wie “Ricardo”, nur englisch und mit australischem “å”). Doch am Sonntag war das Pech, das dem Red Bull Junior aus Down Under schon so oft am Stiefel geklebt ist wieder zurück: 70 statt 60 km/h in der Box, Durchfahrtsstrafe, und am Ende keine Punkte.

Dafür konnte Guerrieri sein Klasse-Wochenende mit einem hochverdienten Sieg krönen. Der Argentinier, der in dieser Saison zwei Wochenende wegen Finanzproblemem aussetzen musste, liegt damit zwei Runden vor Schluss in Reichweite des Meistertitels.

Konkret heißt das: Mikhail Aleshin (109 Punkte) führt die Tabelle weiterhin an, allerdings mit deutlich vermindertem Vorsprung auf Ricciardo (101). Dahinter lauert der angesprochene Guerrieri (85), dessen Teilnahme an den verbelibenden Runden in Silverstone und Barcelona wohl endlich auch finanziell abgesichert ist. Der Abstand ist dabei geringer, als er klingt, denn insgesamt sind noch 60 Punkte zu gewinnen. (Sehr) theoretisch haben also alle Fahrer bis hin zum neuntplatzierten Brendon Hartley (50) noch Chancen auf den Titel.

F3 Euroseries

Gemischte Gefühle für Serienleader Edoardo Mortara in Brands Hatch: Der Italiener konnte seiner Meisterschaftsführung zwar leicht ausbauen, es wäre aber deutlich mehr möglich gewesen.

Gut lief es für den Vizemeister von 2008 am Samstag. Vom dritten Startplatz weg schnellte er gleich am Start in Führung und gab selbige bis zum Ziel auch nicht mehr ab. Gleichzeitig landete Meisterschaftskonkurrent Marco Wittmann hinter dem wacker auffahrenden Laurens Vanthor nur auf Rang drei.

Ganz anders dann am Sonntag: Mortara schied nach einer Kollision mit Vanthor bereits in der ersten Kurve aus. Besser machte es Antonio Felix da Costa, Spezialist für Rennen mit Reverse Grid: Der Portugiese bestätigte seinen Ruf und holte den Sieg. Ein Trostpflaster gab es trotzdem für Mortara – denn auch Wittmann konnte sich im recht statischen Rennen nur um einen Platz verbessern, und beendete den Lauf schließlich auf Rang fünf.

In Punkten ausgedrückt: Mortara (87) führt nun mit einem Abstand von 24 Zählern auf Witmann (63), der seinerseits 12 Punkte vor dem in der Meitschaft bereits chancenlosen Williams-Testfahrer Valtteri Bottas liegt.

Fortsetzung folgt – in einenhalb Wochen in Oschersleben.

Formel 2

Als Mann für alle Jahreszeiten präsentierte sich Dean Stoneman in Oschersleben. Der Brite zeigte sowohl am nassen Samstag als auch am trockenen Sonntag seine Klasse, gewann beide Rennen, und baute seinen Vorsprung auf Meisterschaftskonkurrent Jolyon Palmer deutlich aus.

Zumindest mit seiner Rennperformance darf aber auch Palmer nicht unzufrieden sein: Der Brite zeigte vor allem am Samstag ein äußerst unterhaltsames Rennen, und verbesserte sich mit sehenswerten Manövern (und etwas Glück) vom achten Startplatz bis auf Rang drei.

Weniger toll lief es für Palmer am Sonntag. Die Aufholjagd vom 14. Startplatz endete für ihn bei trockenen Verhältnissen auf Rang 12. Palmer war allerdings nicht der einzige, dessen Rennen in der Nähe seiner Startplatzierung endete – der Kurs in Oschersleben bewies einmal mehr, dass es zumindest im Trockenen unglaublich schwer ist, mit Formelautos dort zu überholen.

Keine Reise wert war die Magdeburger Börde auch für Phillip Eng. Der Österreicher beendete nach kampfeslustigen aber letztlich mauen Auftritten beide Rennen außerhalb der Punkte. Der Durchhänger kommt zum ungünstigsten Zeitpunkt: Schon für Oschersleben wäre Eng um ein Haar das Geld ausgegangen, und nun muss er wohl auch um die Teilnahme beim Saisonfinale in Valencia zittern.

An der Tabellenspitze trennen Dean Stoneman (267 Punkte) und Jolyon Palmer (236) mittlerweile 31 Zähler. Insgesamt sind in Valencia noch 50 Punkte zu holen, Dean Stoneman kann also bereits mit einem zweiten Platz im Samstagsrennen alles klar machen. Sollte er allerdings ausfallen, könnte Palmer mit einem Sieg am Samstag die Lücke fast wieder schließen.

Spannend wir auch noch der Kampf um Rang drei: Phillip Eng (130) hat diese Position in Oschersleben vorläufig an Sergey Afanasiev (137) verloren, aber (sofern er antreten kann) noch alle Chancen zur Rückeroberung. Aber auch Kazim Vasilauskas (128), Will Bratt (126) und Benjamin Bailly (124) dürfen sich noch Chancen ausrechnen. Zur Erinnerung: In der Formel 2 werden für die ersten drei Platzierungen Superlizenzen für die Formel 1 vergeben.

Superleague Formula

Viel war von einem Formelrennen am Adria Raceway ja nicht zu erwarten. Aber einemal mehr überraschte die Superleague Formula mit drei sehr sehenswerten Läufen: Es gab viele Überholmanöver, ein paar Besucher auf den Tribünen und am Ende einen Sieg des Local Hero Davide Rigon. Und in der Meisterschaft hat sich der Zweikampf an der Spitze zum Dreikampf entwickelt.

Neben der tollen Vorstellung von Rigon war dafür auch die Ungeschicklichkeit von Tottenham Hotspur (Craig Dolby) und des AC Milan (Yelmer Buurman) verantwortlich. Eine Kollision der beiden nach dem Pflichtboxenstop sorgte nämlich dafür, dass sich die zwei Meisterschaftskontrahenten am Ende des Feldes wiederfanden.

Im zweiten Lauf machten die beiden zwar das beste aus der Revesre Grid – aber auch Dolbys zweiter Rang hinter Marcos Martinez und Buurmans Fahrt auf Rang vier reichten nicht für den Aufstieg ins Superfinale.

Dort holte sich Davide Rigon schließlich mit seinem zweiten Start-Zielsieg die Prämie von 100.000 Euro, auf den Plätzen landeten Max Wissel (FC Basel) und der ausgezeichnete Ben Hanley, der den verunfallten Chris van der Drift im Olympiacos-Auto glänzend ersetzte.

Für die Meisterschafts bedeutet das, dass Tottenham (518) nun mit nur drei Punkten vor dem AC Milan (515) führt, auch Rigons RSC Anderlecht (506) ist absolut in Schlagdistanz.

Weiter geht es in eineinhalb Wochen in Portimao, danach folgt am 2/3. und 9/10. Oktober die China-Tournee. Für den zweiten Lauf, der immerhin nur noch ein Monat entfernt ist, fehlt allerdings noch ein klitzekleines Detail: Der Austragungsort. Wird ein solcher nicht sehr bald gefunden, muss man wohl davon ausgehen, dass es nur einen Lauf in China geben wird.

Zum Abschluss noch ein großes Kompliment an der Media-Abteilung der SLF: Schon der Kommentar, den Ben Edwards gewöhnlich im Stream abliefert, ist toll. Aber das, was dessen “Ersatzmann” John Hinhaugh am Wochenende abgeliefert hat, würde man sehr gerne bald wieder hören!

GP2

Einen neuen GP2-Meister könnte es schon in Monza geben: Pastro Maldonado (87 Punkte) führt zwei Runden vor Schluss schon recht deutlich vor Sergio Pérez (60) – aller weiteren Fahrer sind bereits chancenlos. Das Szenario für das Hauptrennen am Samstag sieht also, wenn ich mich nicht verrechnet habe, folgendermaßen aus: Pastor Maldonado ist Meister, wenn er keinen Punkt auf Sergio Pérez verliert – also etwa im Falle einer Kollision. Außerdem dann, wenn er 1) gewinnt, 2) auf Rang zwei vor Pérez landet, 3) auf den Rängen 3 bis 8 vor Pérez landet, ohne dass letzterer die schnellste Runde fährt. Etwas komplizierter wird die Rechnung, sollte Pérez auf der Pole stehen, wofür es ebenfalls zwei Punkte gibt.

Sofern es am Samstag nicht reichen sollte, genügt vermutlich eine schlechte Punkteplatzierung am Sonntag – sogar im Falle zweier Ausfälle bei gleichzeitigem Doppelsieg, einer Pole und zweier schnellster Runden für Pérez ginge Maldonado mit sieben Punkten Polster ins Rennen in Abu Dhabi.

Sollte dies nicht geschehen, wird das Saisonfinale im Emirat, das spannungsfeindlicherweise gute zwei Monate nach den Monza-Läufen stattfindet jenen Status erhalten, den es auch verdient – nämlich den eines glitzenden Schaurennens.

Die Monza-Läufe finden wie immer im Anschluss am das F1-Qualifying sowie am Sonntagmorgen statt, und werden auf sky sport 2 live übertragen.

GP3

Eines hat die GP3 ihrer großen Schwester GP2 voraus: Es wird in Monza ganz sicher einen neuen Meister geben – denn die erfolgreiche Premierensaison der Nachwuchs-Nachwuchsserie endet im königlichen Park.

Möglicherweise darf man Esteban Gutierrez sogar schon vor dem ersten Rennen gratulieren – sofern nämlich Robert Wickens im Qualifying um 9 Uhr Früh nicht auf die Pole fährt, ist dem Mexikaner der Sieg nicht mehr zu nehmen. Andernfalls genügt ihm – selbst bei einem “perfekten” Wochenende seines Verfolgers – bereits ein siebter Rang am Samstag (oder ein fünfter Platz am Sonnatg) zum sicheren Meistertitel.

Live übertragen wird leider wieder nur das Rennen am Sonntag – nämlich um 9:30 Uhr auf Eurosport 2. Direkt davor (9:00 Uhr) gibts die As-Live Aufzeichung des Samstags-Laufes.

Formel BMW

(Sehr) leise “servus” sagt am Sonntag die Formel BMW Europa. Unter fast völligem Desinteresse kämpfen am Samstag und Sonntag Jack Harvey (340 Punkte) und Robin Frijns (333) um den Titel. Wegen des geringen Punkteabstandes bitte ich um Verzeichung, wenn ich keine Szenarien ausrechne, sondern einfach nur sage: Die Tür zum Sieg steht für beide noch weit offen, und der Kampf könnte spannend werden.

Wer sich von der sympathischen und ehemals sehr erfolgreichen Nachwuchsserie ordentlich verabschieden will, muss Opfer bringen: Das Rennen am Sonntag läuft bereits um 8:25 Uhr, das vorletzte Rennen am Samstag immerhin erst um 9:40 Uhr, beides live auf sky sport 2.

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September 02 2010

06:26

Formelserien: GP2/3 fast entschieden, Vorschau

In der GP3 fährt Esteban Gutierrez weiter seinem Meistertitel entgegen, in der GP2 konnte sein Landsmann Sergio Pérez ein wenig aufholen. Und am Wochenende stehen schon wieder vier hochrangige Serien auf dem Programm – zwei davon in Deutschland.

Ein wirklich bizarres Rennen in der GP3, eine sehr spektakulärer Sprintlauf der GP2, Siege der jeweiligen Meisterschaftsverfolger und leider wieder ein schwerer Unfall waren die Resultate der F1-Rahmenrennen vom Wochenende. Sergio Pérez und Robert Wickens konnten die Meisterschaften zwar jeweils knapp offen halten, de facto können Pastor Maldonado und Esteban Gutiérrez aber schonmal überlegen, in welchem Design sie ihre neuen Visitenkarten als jeweilige Meister gestalten wollen. Auch am kommenden Wochenende steht wieder viel Formelaction auf dem Programm, zwei Serien fahren sogar in Deutschland.


GP2

Am Samstag sah alles noch perfekt aus für Meisterschaftsleader Pastor Maldonado: Nach dem Ausfall des komfortabel führenden Jérôme D’Ambrosio konnte der Venezoelander seinen sechsten Sieg in Folge in einem Hauptrennen der GP2 feiern. Meisterschaftskonkurrent Sergio Pérez bekam wegen Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit in der Box ein Durchfahrtsstrafe aufgebrummt. Er konnte sich zwar mit einer starken Fahrt noch auf Rang 7 retten – verlor aber wieder eine Menge Punkte an Maldonado.

Keine Punkte gab es auch für den Meitschaftsdritten Dani Clos, der allerdings unter ziemlich unschönen Umständen ausschied. Der Spanier kollidierte am Start mit Sam Bird und stieg auf. Beim Aufprall auf den Boden zog er sich leider eine Rückenverletzung zu, so dass er am Sonntag nicht starten konnte. Zum Glück sind die Verletzungen wohl leicht, Clos wird dem Vernehmen nach schon in zwei Wochen in Monza wieder im Cockpit sitzen. Dennoch setzt sich damit eine ziemlich unschöne Serie von Rückenverletzungen in GP2 und GP3 fort, die bisher schon Simon Trummer, Jules Bianchi und Ho-Pin Tung erwischt hatte.

Wenig zufrieden war Maldonado sicher mit dem Ergebnis von Sonntag. Da endete sein Rennen nämlich bereits in Runde eins nach einem Ausrutscher in Les Combes im Kiesbett. Zu allem Überfluss konnte sich Sergio Pérez auch noch mit einer makellosen Fahrt den Sieg sichern, und den Rückstand in der Meisterschaft auf 27 Punkte verkürzen. Bei noch zwei verbeleibenden Rennwochenenden, an denen insgesamt maximal 40 Punkte vergeben werden, ist damit nomiell noch alles offen. Sehr wahrscheinlich scheint es aber nicht, dass Pérez ihn noch schlagen kann.

Die Überraschung des Wochenendes war die Performance der beiden Comeback-Fahrer Romain Grosjean und Álvaro Parente. Besonders letzterer konnte mit einem zweiten und einem dritten Platz überzeugen, aber auch Grosjean zeigte mit Platz drei am Samstag und Rang sechs am Sonntag eine ansprechende Leistung. Die Performance der beiden lässt aber auch ein paar Fragen hinsichtlich der Qualität des aktuellen GP2-Feldes aufkommen.

GP3

Mit einem wirklich kuriosen Sieg schaffte es Robert Wickens beim Samstagsrennen der GP3 die Meisterschaft noch bis zum Finalwochenende offen zu halten: Als es etwa 10 Minuten vor Ende des Rennens zu Regnen begann, fuhr der Kanadier nicht zum Reifenwechsel in die Box, sondern versuchte im strömenden Regen mit Trockenreifen sein Glück. Vorhersehbarerweise endete der Versuch schon vor La Source in der Boxenmauer – und mit ihm drehten sich auch einige andere Fahrer, die ebenfalls mit Slicks ihr Glück versucht hatten. Folge: Einsatz des Safety Cars. Und hinter dem Safety-Car in Führung: Robert Wickens, der nach dem Ausrutscher seinen Wagen wieder in Stand setzen konnte.

Als es dann vier Runden vor Schluss hieß, das Saftey Car werde wieder in die Box fahren, verlangsamte Wickens – immer noch mit den Slicks und mit einer ziemlich demolierten Frontpartie unterwegs – in der letzten Runde so stark, dass er es schaffte, erst nach Ablauf des 30 Minuten-Limits für das Rennen die Sart-Ziellinie zu überqueren. Nach dem Rennen arumentierte er bei dem Stewards damit, dass es mit den Trockenreifen einfach nicht sicher gewesen sei, schneller in Richtung Ziel zu fahren. Eine offensichtliche “Not”lüge, die die Rennleitung allerdings gewähren ließ – Wickens durfte den Sieg behalten.

Das Karma schlug allerdings schnell zurück: Am Sonntag landete Wickens nach einer Kollision in der ersten Runde neben der Strecke, und fuhr am Ende einen wenig beeindruckenden (und vor allem punktelosen) elften Rang ein. Allerdings: Auch Esteban Gutiérrez konnte sich im von einsetzendem Regen und Reifenwechseln geprägten Rennen nicht nicht in die Punkteränge schieben, und endete – denkbar knapp daneben – auf Platz sieben. Am besten taktierte Adrien Tambay. Der Franzose, der ohne Reifenwechsel durchfuhr, konnte schließlich vier Zehntel Vorsprung auf Alexander Rossi ins Ziel retten – auf jener Strecke, an der er sich im vergangenen Jahr beim Fußball spielen schwere Kopfverletzungen zugezogen hatte.

Wickens hat damit vor den letzten beiden Rennen in Monza 18 Punkte Rückstand in der Meisterschaft. Anders ausgedrückt: Schon ein siebter Platz im Hauptrennen, ein fünfter Platz im Sonntaglauf, die Poleposition am Samstag oder zwei schnellste Runden würden Gutiérrez reichen, um im folgenden Jahr “GP3 Champion” im Briefkopf führen zu dürfen.

Superleague Formula

Nach einer längeren Sommerpause kehrt die Superleague Formula erstmals nach dem schweren Unfall von Chris van der Drift auf die Strecke zurück. Der unverantwortlichen Entscheidung im Brands Hatch zu fahren folgt am Wochenende in gewisser Weise der gegenteilige Fehler: Der Adria Raceway wirkt schon bei Tourenwagenrennen wie eine etwas vergrößerte Kartbahn, und ich kann mir selbst bei der sonst so kampferprobten SLF fast nicht vorstellen, wo man mit den breiten Formelwagen auf dieser Strecke überholen will.

Immerhin: Die Sicherheit ist dort wohl gewährleistet – und das ist ja auch schon was. Chris van der Drift hat mittlerweile der Homepage der SLF ein Video-Interview gegeben. Er wirkt – vermutlich wegen der Schmerzmittel – noch ein wenig groggy, und es ist nicht schön, ihm dabei zuzhören, wie er seine ganzen Verletzungen aufzählt. Wenn man im Vorspann des Interviews aber nochmal Bilder vom völlig zerstörten Auto sieht, ist es doch sehr erleichternd, zu sehen, dass es ihm zumindest so geht, wie es ihm geht.

Weniger toll: Weil sein Management offensichtlich entgegen entsprechender Vereinbarungen keine Versicherung für Van der Drift abgeschlossen hatte, sitzt dieser nun auf den Rechnungen für seine medizinische Behandlung. Weiter verschärft wird diese Tatsache dadurch, dass es wohl auch die Superleague Formula bisher verabsäumt haben soll, ihm Preisgeld für bisherige Erfolge zu überweisen. (Was, nebenbei erwähnt, kein besonders gutes Zeichen für die finanzielle Gesundheit der Serie wäre). Abhilfe soll nun durch ein Benefiz-Kartrennen geschaffen werden, an dem sich nach derzeitigem Stand Mark Webber, Daniel Ricciardo, Brendon Hartly und Fairuz Fauzy beteiligen werden. Weitere Informationen auf der Facebook-Seite des Events.

Nach der Pause von mehr als einem Monat noch eine schnelle Erinnerung an der Meisterschaftsstand: Es führt der AC Milan (Fahrer: Yelmer Buurman, 436 Punkte) nur unglaubliche zwei Zähler vor Tottenham Hotspur (Craig Dolby, 461) und dem RSC Anderlecht (Davide Rigon, 427). Damit ist in der Meisterschaft natürlich noch alles völlig offen, insbesondere, wenn man bedenkt, dass immerhin noch fünf Veranstaltungen am Programms stehen.

Wer die Rennen sehen will, muss nach aktuellem Stand wohl wieder ins Internet ausweichen, da die SLF immer noch keinen Sender gefunden hat, der sie in Deutschland überträgt. Immerhin: Das Internet-Broadcast ist äußerst professionell produziert, der Stream läuft flüssig, und die Kommentatoren (meist Ben Edwards) wissen, wovon sie sprechen.

WSbR

Eine noch längere Pause hat die World Series by Renault hinter sich: Fast zwei Monate sind seit dem letzten Auftritt der Serie in Budapest vergangen. Am kommenden Wochenende wird man erstmals am Hockenheimring an den Start gehen – bisherige Gastspiele in Deutschland haben ja am Nürburgring stattgefunden.

Eine kleine Erinnerung an den Meisterschaftsstand: Mikhail Aleshin führt drei Runden vor Schluss mit 97 Punkten vor Red Bull Junior Daniel Ricciardo (86) und Sten Pentus (69). Auch da ist also noch alles völlig offen.

Beide Rennen werden, wie gewohnt, live auf Eurosport übertragen. Lauf eins am Samstag um 14:00 auf Eurosport Intl., Rennen zwei am Sonntag ebenfalls um 14:00 auf ESP 2.

Formel 2

Nur ein Monat Pause hat sie die Formel 2 gegönnt, die am Wochenende im Rahmen des WTCC-Rennens in Oschersleben zum vorletzten Mal in dieser Saison an den Start geht.

Eines ist in der Serie jetzt schon klar: Die Meistschaft geht nach Großbritannien. Unklar: An wen. Nur vier Punkte trennen Jolyon Palmer (221) und Dean Stoneman (217), der drittplatzierte Philipp Eng liegt bereits 99 Punkte dahinter.

Erfahrungsgemäß sind Formelrennen in Oschersleben zwar meist nicht der wahre Bringer – dafür ist die Strecke einfach zu schmal. Die Auftritte der Formel 2 im Vorjahr waren allerdings gar nicht so mal so übel – mal sehen, ob sich das Einschalten auch an diesem Wochenende wieder lohnt.

Zu überprüfen am Samstag um 11:30 Uhr auf ESP 2 und am Sonntag um 13:45 Uhr auf Eurosport Intl.

F3 Euroserie

Zum drittletzten Mal in diesem Jahr geht die F3 Euroserie am Wochenende im Rahmen der DTM in Brands Hatch an den Start. Und so manch einer mag froh drüber sein, dass die Saison bald zu Ende ist. Der Mangel an Startern, und, viel schlimmer, vielversprechenden Talenten hat die einst so stolze Serie in dieser Saison ein wenig aus dem Interesse driften lassen.

Um ganz kurz auch über den Sport zu sprechen: Eduardo Mortara führt mit 77 Punkten vor Marko Wittmann (55) und Alexander Sims (44). Ganze 17 Punkte werden pro Wochenende vergeben, folglich haben alle drei noch realistische Chancen auf den Gewinn des Meistertitels.

Auch die F3-Führung hat, nachdem die Teams gedroht hatten, in die britische F3 abzuwandern, wohl langsam bemerkt, dass irgendetwas nicht ganz rund läuft. Daher wurden vor ein paar Tagen einige Änderungen für 2011 vorgestellt, die Don in den Newshappen ja auch schon ein wenig erläutert hat.

Laut der Pressemeldung, die im gewohnten, bescheidenen Stil gehalten ist, weiß des “richtungsweisende” Konzept unter anderem durch die folgenden Punke zu “überzeugen”: Künftig soll es 30 statt bisher 20 Rennen geben, denn an jedem der geplanten zehn Rennwochenenden werden drei statt zwei Läufe stattfinden. Man will sich zwar weiterhin vornehmlich im Umfeld der DTM-Rennen aufhalten, der Hinweis, dass der Kalender erst nach Bekanntgabe der F1-Termine 2010 veröffentlicht wird, lässt aber vermuten, dass vielleicht auch wieder eine Veranstaltung im Rahmen der Königsklasse geplant sein könnte. Auch sonst plant man “weitere Formel-1-Test- und Rennstrecken” zu besuchen, erwähnt sind Spa, Silverstone und Le Castellet.

Das allein klingt ja noch nicht unbedingt nach Sparmaßnahmen. Weiter ist aber auch erwähnt, dass die Technik auf aktuellem Stand eingefroren wird, und künftig nur noch “vier Personen pro Fahrzeug” in den Teams tätig sein sollen.

Außerdem will man eine “noch asführlichere Berichterstattung im Free-TV generieren”. Ob die potentiellen TV-Partner allerdings wirklich von der Aussicht auf drei Rennen pro Wochenende besonders begeistert sein werden, bleibt wohl abzuwarten.

Am kommenden Wochenende jedenfalls wird wieder n-tv mit Liveübertragungen zur Stelle sein, und zwar diesmal am Samstag und Sonntag um jeweils um 11:50 Uhr.

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September 01 2010

06:30

Ferner liefen: Die Newshappen

# Der GP von Korea hängt immer noch ziemlich in der Schwebe. Zwar soll diese Woche Karun Chandhok eine Testrunde mit einem Red Bull Auto auf der Strecke drehen, Quellen von der FIA sprechen aber gegenüber Adam Cooper davon, dass diese geplante Veranstaltung ihnen nicht vorstellbar erscheint. Auch die Veranstalter haben sich Anfang der Woche mal wieder zu Wort gemeldet, mit der freudigen Meldung, dass die Strecke nun “zu 90% fertig gestellt” sei – was man darunter zu verstehen hat, wird allerdings nicht erklärt. Außerdem wurden ein paar Fotos veröffentlicht, die den Baufortschritt belegen sollen. Dass es sich dabei lediglich um Bildern von Gebäuden, nicht aber von der Strecke selbst handelt, stimmt allerdings nicht gerade zuversichtlich. Klar verpasst hat das “Korea International Circuit” jedenfalls die Frist von 90 Tagen vor dem Rennen, die die FIA an sich bei neuen Strecke für die finale Inspektion vorschriebt. Sollte das Rennen nicht stattfinden können, steht jedenfalls auch die Ausgabe von 2011 auf dem Spiel – denn die Regeln der FIA besagen, dass auch Rennstrecken, die kurzfristig Rennen absagen aus Strafgründen auch im folgenden Jahr nicht gefahren werden darf. [Vorsicht]


# Sollte es mit Korea in Folge gar nichts mehr werden, steht jedenfalls schon ein weiterer potentieller Austragungsort vor der Tür: Bulgarien. Die lokale Tageszeitung Standart News soll wohl berichtet haben, dass sich das Land mit den Besitzern der Strecke in Abu Dhabi auf ein Abkommen geeinigt habe. Demnach soll der bulgarische Staat ein Stück Land auf dem Gebiet eines ehemaligen Militärflugplatzes zur Verfügung stellen, auf der die Abu Dhabi-Betreiberfirma dann eine Strecke bauen würden. Bereits 2012, spätestens aber 2013 könnte demnach schon der erste GP stattfinden, der das motorsportnahe Image Bulgariens mit der Streckenbaukunst Abu Dhabis vereint. [Vorsicht]

# Nach den starken Beschränkungen der vergangenen Jahr gab es bei der FOTA Diskussionen, den Formel 1-Teams im kommenden Jahr wieder etwas mehr Testfahrten erlauben. Präsident Martin Whitmarsh wurde dahingehend zitiert, dass man sich wohl auf sechs Testsessions im kommenden Winter geeinigt hat. Bei zwei davon handelt es sich um den Young Driver Test sowie den Pirelli-Test, die beide zum Ende dieser Saison über die Bühne gehen sollen, einer weiterer Test sollte demnach unmittelbar vor Beginn der Saison 2011 in Bahrain stattfinden.  Autosport meldet dementgegen allerdings, dass alles beim Alten bleiben soll: 15 Testtage an vier verschiedenen Terminen. Kleine Änderung: Der letzte Testtermin soll wohl tatsächlich vor dem Rennen an der Strecke in Bahrain stattfinden. [Vorsicht]

# Lucas di Grassi scheint bei Virgin nicht sooo schlecht zu verdienen. Er hat sich gerade in das GP3 Team von Addax eingekauft. [Don]

# Es ist ein japanischer Trailer des kommenden Films über Ayrton Senna aufgetaucht. Warum erst auf japanisch? Senna wird in Japan weiterhin wie ein Halbgott verehrt, der Film scheint dort auch zu erst zu starten. (Via NobleF1) [Don]

# Der unzerstörbare Paul Tracy kehrt wieder in die Indycar Series zurück, und zwar im Dreyer & Reinbold-Auto des leider nicht unzerstörbaren Mike Conway. Wie indycar.com meldet, gilt der Vertrag für die kommenden beiden Rennen in Kentuky und Motegi – zum Saisonfinale könnte demnach vielleicht Conway wieder sein Comeback feiern. [Vorsicht]

# Die ADAC GT Masters werden auch 2011 live auf Kabel 1 übertragen. Wie aus einer am Wochenende veröffentlichen Pressemeldung hervorgeht, gibt es auch bereits einen provisorischen Kalender für die Deutsche Sportwagen-Serie. Dieser umfasst acht Rennen – eines mehr, als in dieser Saison. Neu sind zwei zusätzliche Auslandsauftritte in Zolder sowie am renovierten Österreich-Ring – weichen musste dafür der zweite Auftritt Oschersleben. [Vorsicht]

# Die ALMS hatte geplant, im nächsten Jahr ein Rennen auf einem Stadtkurs in Oklahoma City zu fahren. Das wird aber nicht passieren, die Stadtverwaltung hat sich dagegen entschieden. [Don]

# Rästelraten um den nächstjährigen Sponsor von Jeff Gordon. Sein bisheriger Geldgeber, Dupont, der seit 1994 dabei ist, schränkt sein Engagement ab 2011 etwas ein und sponsort nur noch wenige Rennen. Stattdessen sollte, so die Gerüchteküche, Walmart einsteigen. Der Einzelhandelsgigant bastelt seit ein paar Jahren an einem neuen Image. Weg vom Ausbeuter/Billigheimer, hin zu etwas mehr Qualität. Die Ehe NASCAR/Walmart würde eigentlich gut passen, aber offenbar wird die erst einmal nicht zu Stande kommen. Laut Jayski hat Walmart ein Sponsoring der #24 abgelehnt. [Don]

# Die DTM hat mal wieder eine Idee, die einen fassungslos macht. Die dazu gehörige Pressemitteilung ist… ach, lest einfach selbst: ” [...] Der neunte DTM-Lauf auf dem Hockenheimring am 17. Oktober wird auf einer um ca. 20 Prozent gekürzten Streckenvariante ausgetragen. Eigens dafür werden die Rennstrecken-Verantwortlichen den notwendigen Umbau vor der Mercedes-Benz-Tribüne in die Wege leiten und vom DMSB abnehmen lassen. Die Spitzkehre des GP-Kurses wird in der modifizierten Variante ausgelassen, dafür werden die DTM-Fahrzeuge knapp 400 Meter vorher in der Parabolika zwei Mal scharf nach rechts in Richtung Motodrom abbiegen. [...] Eine 20 Prozent kürzere Strecke bedeutet für die Fans auch mehr Action. Durch das veränderte Layout kommen die DTM-Piloten in ihren Boliden auch rund 20 Prozent häufiger an den Fans vorbei und haben somit öfter die Möglichkeit, die Konkurrenten vor der neugestalteten Doppelkurve auszubremsen.” Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Verkürzung die Überholmanöver noch mehr reduzieren wird, weil man auf dem kurzen Stück der Geraden keine Möglichkeit mehr hat, sich anzusagen. Aber – hey – 20% mehr Runden! [Don]

# Heute vor genau 25 Jahren verstarb Stefan Bellof bei seinem schrecklichen Unfall in Spa. Ich kann mich noch sehr genau daran erinnern, dass ich die Meldung von seinem Tod im Radio hörte und vollkommen schockiert war. Erst Manfred Winkelhock, dann Stefan Bellof. Es war das “schwarze Jahr” des deutschen Motorsport, nachdem zwei Jahre zuvor auch schon Rolf Stommelen verstorben war. Winkelhocks Tod war schon ein schwerer Schlag, aber die Meldung von Bellof riss vielen Fans den Boden unter den Füssen weg. Er galt als das Talent in Deutschland, einer, der er es nach Graf Berghe von Trips in der Formel Eins endlich wieder ganz nach vorne bringen würde. Seine beiden Jahren bei Tyrell (1984 und 85) waren eher zäh, aber in dem wirklich schlechten Chassis zeigte er immer, was er drauf hatte. Unvergessen sein Wahnsinnsrennen 1984 in Monte Carlo, als er im strömenden Regen auf Platz 3 landete (Dieses und alle anderen Resultate wurden Tyrell am Ende der Saison aberkannt, weil man mit dem Gewicht getrickst hatte). Die 85er Saison lief auch gut, ein vierter Platz in Detroit war dabei, und das noch mit einem Saugmotor. Angeblich hatte Ferrari Interesse daran, den Deutschen für die Saison 1986 zu verpflichten. Weil er bei Tyrell nichts verdiente und weil er dazu Lust hatte, startete er nebenbei in der Sportwagenweltmeisterschaft. Es gibt eine ganz interessante Doku, die neulich im Hessischen Rundfunk lief. Die ist noch ein paar Tage in der Mediathek abrufbar. Dazu unten den Sonntag (29.8.) auswählen und dann die Bellof Doku. [Don]

August 26 2010

16:37

Formel Vorschau – viel los am Wochenende

Nach dem unglücklichen Wochenende in Budapest kehren GP2 und GP3 in Spa wieder zurück auf die Rennstrecke. Wem das nicht reicht, dem winken am Wochenende außerdem noch Liveübertragungen von ein paar Nischen-Serien.

So schnell gehts: Gerade hat die GP2-Saison erst angefangen – da steht auch schon wieder da Finale vor der Tür. Nur noch Spa, Monza und der terminlich etwas unpassende Saisonabschluss in Abu Dhabi stehen auf dem Programm. Das wird vor allem Pastor Maldonado freuen: Der Venezoelaner hat in dieser Saison nach jahrelanger Durtstrecke endlich gezeigt, was in ihm steckt – und liegt drei Runden vor Schluss schon 26 Punkte vor seinem ärgsten Titelrivalen Sergio Pérez. Ähnlich klar scheint die Sache in der GP3: Dort führt Esteban Gutiérrez bereits mit 30 Punkten vor Robert Wickens. Und weil die GP3 noch dazu ihre Saison schon in Monza beschließt, ist der Titel wohl wirklich nur noch Formsache. Gut also, dass wenigstens die Strecke in Spa Spannung verspricht.


Zunächst aber noch eine erfreuliche Meldung: Jules Bianchi könnte womöglich schon in Spa wieder im GP2 Cockpit sitzen. Wenn die Ärzte beim heutigen Fitness-Check ihr OK geben, dann wäre es tatsächlich möglich, dass der Franzose nach seinem heftigen Crash von Budapest nur ein einziges Rennen (nämlich den Sprint in Ungarn) versäumt hätte. Bleibt zu hoffen, dass man kein medizinisches Risiko eingeht – denn das wäre angesichts Bianchis aussichtsloser Tabellensituation (und der augenscheinlich sicheren Ferrari-Förderung) eher unverantwortlich.

Unfallgegner Ho-Pin Tung hat sich derweil schon entschieden: Der Chinese, von dem es ursprünglich mal hieß, er habe leichtere Verletzungen erlitten als Bianchi, will sicherheitshalber in Spa auf einen Start verzichten. Für das Rennen ist dieses an sich bedauerliche Faktum vielleicht gar nicht so schlecht. Denn Tungs Ersatzmann Romain Grosjean hat immerhin schon bei seinem ersten Saisoneinsatz in Hockenheim für ein paar sehr spektakuläre Szenen gesorgt.

Ebenfalls neu dabei: Alvaro Parente. Auch vom Portugiesen, der den Glück- (und neuerdings wohl Sponsorgeldlosen) Alberto Valerio ersetzt, darf man sich in Spa einiges erwarten. Immerhin hat er dort im vergangenen Jahr das Hauptrennen gewonnen.

Die Ausgangsposition in der Tabelle habe ich ja schon geschildert, auch die aussichtsreichsten Akteure für Einzelsiege (Clos, Bird, Vietoris und, wenn vorhanden, Bianchi) sind sicher mittlerweile hinlänglich bekannt. Daher also nur noch schnell ein Blick auf die TV-Übertragungszeiten: Zu sehen sind die Rennen wie immer live auf sky sport 2, das Hautrennen am Samstag um 15:35, der Sprint am Sonntagvormittag um 10:30 Uhr. Auf eine hochskalierte sky sport 2 HD-Fassung hat man dagegen enttäuschenderweise verzichtet.

Und dann gibts noch ein kleines Newsschnipsel zur GP2 Asia: Ein Kommentarschreiber im Blog von GP2-Experten Will Buxton (der auch den englischen Wordfeed-Kommentar liefert), hatte die gute Idee, mal nach dem aktuellen Stand in Sachen Kalender zu fragen. Immerhin müsste der für die kommende Wintersaison ja schön langsam mal feststehen. Buxtons etwas enttäuschende Antwort: Es steht wohl die bisher kürzeste Saison des Winter-Ablegers der GP2 bevor. Diese soll nämlich nur drei Rennen umfassen, und vor allem als Testsession für das neue GP2-Auto genutzt werden.

GP3

Erfolgreicher scheint da schon der andere GP2-Ableger. Die GP3 hat sich in ihrer Premierensaison – abgesehen von der mageren TV-Präsenz – bisher recht gut profilieren können. Außerdem hatte man auch etwas Glück: Denn mit Seriendominator Esteban Gutiérrez wird in dieser Saison wohl ein Mann Meister, dessen Talent dazu reichen müsste, im kommenden Jahr in einer höheren Serie den guten Ruf der GP3 zu verfestigen.

Dabei hat er es in der Serie keineswegs mit Lückenfüllern zu tun: Die Top Ten der Meisterschaft sind fast ausschließlich mit Fahrern besetzt, die sich schon vorher in anderen Serien einen guten Ruf erarbeitet hatten.

Man darf jedenfalls gespannt sein, was die Youngsters auf der anspruchsvollen Strecke in Spa so zeigen. Das Publikum wird sich gegenüber den bisherigen Rennen wohl jedenfalls vergrößeren. Denn erstmals werden beide Rennen nicht im PayTV bei Eurosport 2, sondern beim “großen Bruder” Eurosport Intl. ausgestrahlt. Lauf 1 leider nur als Aufzeichnung am Sonntag um 9:00, Rennen 2 direkt in Folge (9:30 Uhr) live.

Sonstige Formelserien

Auch sonst ist am Wochenende in Sachen Formelrennen einiges los. Die größeren Serien (Formel 2, WSbR und SLF) machen zwar noch Pause, dafür kann man im TV und Internet gleich mehrere nationale Nachwuchsserien verfolgen.

Und eine internationale: Nämlich die Formel BMW Europa, die im letzten Jahr ihres Bestehens auch in Punkto Aufmerksamkeit ein wenig unter die Räder gerät. Für alle, die der Serie heuer genauso viel Beachtung geschenkt haben wie ich (also keine), hier ein kleiner Guide zum Saisonfinale: An der Tabellenspitze gibt es einen Zweikampf der beiden Dominatoren dieser Saison. Das sind der Brite Jack Harvey (sechs Siege, nur einmal nicht auf dem Podium – 302 Punkte) und Robin Frijns aus den Niederlanden (Vier Siege und fünf zweite Plätze – 279 Punkte). Der Tabellendritte, Carlos Sainz, Jr., hat bereits 101 Punkte Rückstand auf Harvey. Zu sehen sind die Rennen live auf sky sport 2, leider jeweils zu etwas unchristlichen Zeiten (Sa., 9:40 / So., 8:25 Uhr).

Auch der ATS Formel-3-Cup begeht am Nürburgring sein vorletztes Rennwochenende 2010. Passenderweise für die Konkurrenzveranstaltung zur deutsch-französischen F3 Euroserie führt dort der Franzose Tom Dillmann (96 Punkte) vor dem Deutschen Daniel Abt (85). Dahinter liegen in Lauerposition Kevin “Sohn von Jan” Magnussen (71), der ja auch schon ein F3 Euro Rennen in Valencia gewonnen hat, und Stef Dusseldorp (70) aus den Niederlanden. Eine Zusammenfassung der Geschehnisse gibt es in der Nacht von Sonnatg auf Montag (0:20 Uhr) auf Kabel 1.

Liveübertragungen gibts dagegen von zwei italienischen Formelserien: Der Formula Abarth und der italienischen Formel 3. Alle vier Rennen aus Varano werden am Sonntag live am unverschlüsselten italienischen Motorsport-Sender Nuvolari ausgestrahlt (wo es neuerdings übrigens auch die von motorvision.tv geschasste Superstar Series zu sehen gibt). Beide Serie fahren zwar nur in Italien, bestechen aber durch ein ziemlich internationales Starterfeld. Außerdem kann man noch ganz gut in die Saison einsteigen: die Serien haben gerade mal ihre erste Saisonhälfte hinter sich. Wer mehr wissen will, kann sich auf den überraschend guten, englischsprachigen Homepages von Formula Abarth und der F3 Italia informieren.

Ganz Formel-Hungrige können sich dann am Samstag und Sonntag zum Tagesabschluss noch die südamerikanische Formel 3 gönnen. Im Grunde handelt es sich dabei zunehmend um eine brasilianische Meisterschaft mit Gastvorstellungen in Uruguay und Argentinien – am Start sind in dieser Saison jedefalls ausschließlich Brasilianer (in der “Light”-Klasse starten auch noch ein Angolaner und ein Kolumbianer). Vor dem Ende der ersten Saisonhälfte führt in der Meisterschaft Bruno Andrade (192 Punkte) vor Yann Cunha (189) und Luiz “Sohn von Raul (?)” Boesel (152). (Offizielle) Liveübertragungen der Rennen gibt es auf racetv.com.br – leider sind mir aber bisher die genauen Startzeiten unbekannt.

Wer übrigens in dieser Saison bisher die britische Formel 3 nicht verfolgt hat, der sollte am Wochenende mal eine der Motors-TV Zusammenfassungen aus Silverstone gucken. Viel mehr zu sagen, wäre wohl ein Spoiler, daher nur das: Diese Zusammenfassung dürfte wohl die bedeutendeste in der laufenden Saison sein. An diesem Wochenende findet übrigens schon das nächste Rennwochenende (Snetterton) statt – leider wird die Serie aber nirgendwo live übertragen.

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