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October 27 2010

06:41

Ferner liefen: Die Newshappen

// Williams hat bestätigt, dass neben F2 Champion Dean Stoneman auch GP2 Meister Pastor Maldonado beim Young Driver’s Test nach dem Rennen in Abu Dhabi für das britische Traditionsteam im Auto sitzen wird. Das könnte auch ein gewisser Wink in Richtung einer Verpflichtung des Venezoelanders im Jahr 2011 sein. Denn Testzeit ist in der Formel 1 immerhin kostbar – einen Fahrer einzusetzen, von dem man schon ahnt, dass er 2011 im Team sein könnte, würde für das Team sicherlich Sinn machen. Hülkenberg-Manager Willi Weber beharrt derweil in einem Interview mit der dpa darauf, dass noch nichts entschieden sei – gibt aber auch zu, dass Williams aus finanziellen Gründen gezwungen sein könnte, Maldonado zu nehmen. Für diesen Fall gebe es in der F1 für Hülkenberg aber jedenfalls Alternativen. (Vorsicht)

// Lotus hat es nach einigen Verhandlungs-Mühen wohl endgülitg geschafft, für 2011 einen Motorenvertrag mit Renault abzuschließen. Nach positivem Verhandlungsbeginn hatte Teamchef Tony Fernandes im Rahmen des GP von Singapur den Deal schon mehr oder wenig live auf BBC bestätigt. Dann begann der Streit um den Lotus-Teamnamen, der Renault wohl ein wenig verunsichert hat. In Korea hat man jetzt aber nun eine endgültige Einigung erzielt – berichten zumindest in äußerst sicheren Worten Autosport und Joe Saward unter Verweis auf einen Insider. Eine offizielle Bestätigung soll es demnach vermutlich in Brasilien geben. (Vorsicht)

// Nach der letztlich doch gelungenen Grand Prix Premiere haben die Organisatoren von der Korea Auto Valley Assosiation (KAVO) schon wieder große Pläne: Glaubt man einer Aussage von CEO Chung Yung-Cho gibt es “hinter den Kulissen” bereits Planungen für ein koreanisches Formel 1 Team mit heimischem Fahrer. Wer hinter diesem angeblichen Plan stecken könnte, ist noch völlig unklar – KAVO steht aber wohl mit einer Finanzspritze bereit, sollte das Projekt über mangelnde Finanzen verfügen. Vielleicht war die Aussage auch überhaut nur ein Versuchsballon, um zu sehen, ob irgendeine koreanische Firma wegen des versprochenen Fördergeldes anbeißt. Denn immerhin erscheint es auch fraglich, wo man auf die Schelle einen einigermaßen F1-tauglichen koreanischen Fahrer herbekommen will. (Vorsicht)

// Und es dreht sich doch: Auch, wenn die Plätze bei den Topteams vergeben sind, im zweiten Teil des Feldes hat das Transfer-Karussell mittlerweile eine Geschwindigkeit aufgenommen, mit der man NASA-Astronauten trainieren könnte, wie aus einer sehr lesenswerten Meldung der altehrwürdigen Auto Motor und Sport hervorgeht. Der beste noch offene Platz ist demnach das zweite Cockpit bei Renault – Vitaly Petrov ist wegen seiner Sponsoren und Breitenwirkung in Russland wohl noch immer interessant. Allerdings könnte sich der Russe trotzdem als Verlustgeschäft erweisen – dann nämlich, wenn Renault mehr an Preisgeldern verliert, als sie an Sponsoren-Rubel einnehmen. Sollte man den  Platz tatsächlich neu besetzen wollen, haben angeblich zwei Deusche die besten Karten: Nick Heidfeld und Adrian Sutil. (Vorsicht)

// Der bei HRT aufs Abstellgleich verschobene Karun Chandhok könnte derweil bei Lotus andocken – das hat zumindest BBC Reporter Ted Kravitz im Rahmen des Rennens in Korea behauptet. Der sympathische Inder würde in diesem Szenario 2011 als Testfahrer zum malaysisch-britischen Team wechseln und im Folgejahr zum Stammfahrer aufsteigen. Mögliche Connection: Inder stellen eine der vier großen Volksgruppen im Vielvölkerstaat Malaysia – und Indien ist eine wichtige Destianation für Tony Fernandes’ Fluglinie Air Asia. (Vorsicht)

// Chandhoks ehemaliges Cockpit bei HRT könnte derweil für die restlichen zwei Saisonrennen von Sakon Yamamoto wieder zu Christian Klien zurückschwenken. Das zumindest berichtet die österreichische Kleine Zeitung. Angeblich hofft das Team darauf, dass Klien im Falle eines Chaos-Rennens am ehesten in der Lage ist, auf der Strecke zu bleiben. Wichtig ist das vor allem, um den derzeit elften Rang in der Konstrukteurs-WM vor Virgin zu verteidigen – oder mit viel Glück vielleicht doch noch Lotus zu schlagen. Bemerkenswert ist aber auch noch ein anderes Detail, das Klien in dem Artikel verrät: Demnach hat HRT seit dem Saisonauftakt in Bahrain keinerlei Änderungen an der Aerodynamik des Autos vorgenommen! (Vorsicht)

// Neue Gerüchte gibt es auch auf Seiten der Teams für 2011: Angeblich verhandelt Epsilon Euskadi-Chef Joan Villadelprat immer noch mit (nicht näher bezeichneten) Investoren über die Finanzierung eines Formel 1 Programms für das kommende Jahr. Die Mannschaft hat zwar bei der offiziellen Berwerbung um einen Platz keinen Zuschlag erhalten, Villadelprat geht aber in einem Interview mit der spanischen Zeitung Noticias de Gipuzkoa davon aus, dass über den Winter auch auf anderem Wege Lizenzen zu bekommen wären – seiner Ansicht nach stehen nämlich gleich mehrere Teams auf wackeligen finanziellen Beinen. Und damit ist noch nichtmal HRT gemeint – mit den spanischen Kollegen möchte Epsilon nämlich dezidiert nicht über eine Übernahme verhandeln. Sollte Epsilon Euskadi tatsächlich 2011 oder 2012 auf dem F1-Grid stehen, dann jedenfalls mit einem soliden finanziellen Unterbau – Villadelprat möchte nur dann in die Königsklasse einsteigen, wenn er eine Finanzierung für vier bis fünf Jahre sicherstellen kann. (Vorsicht)

// Die italienische International Superstars Series, die Italienische Superstars Series und die GT Sprint Series haben ihren Kalender für 2011 bekannt gegeben: Für die International Series wird es insgesamt wird es acht Rennen geben, je vier in Italien und vier im Ausland, darunter wieder das Deutschland-Rennen am Hockenheimring, wo auch die GT Sprint starten wird. Neu dabei ist in diesem Jahr Spa (wo auch die italienische Serie fahren wird), Kyalami ist dafür nicht mehr am Kalender vertreten. In etwas weniger verwirrender Tabellenform:

10. April Monza (Intl. / It / GT Sprint)
8. Mai Valencia (Intl.)
22. Mai Portimao (Intl.)
5. Juni Italien TBA (It. / GT Sprint)
19. Juni Italien TBA (It. / GT Sprint)
10. Juli Misano (Intl. / It / GT Sprint)
7. August Spa (Intl. / It / GT Sprint)
11. September Hockenheim (Intl. / GT Sprint)
25. September Mugello (Intl. / It / GT Sprint)
9. Oktober Vallelunga (Intl. / It / GT Sprint)
(Vorsicht)

// In der WTCC gibt derweil bei den Rennen am kommenden Wochenende in Okayama und Ende November in Macao noch einmal Colin Turkington ein Gastspiel. Pilotieren wird er dabei wie gewohnt einen BMW des WSR Teams. (Vorsicht)

September 22 2010

06:31

Ferner liefen: Die Newshappen

Heute etwas kürzer als gewohnt, aber wir leiden momentan etwas an Personalmangel ;)

#ALMS Butch Leitzinger kehrt in die ALMS zurück. Er wird bei Petit Le Mans den 2 Jaguar des RSR Teams in der GT-Klasse pilotieren. Die anderen 2 Fahrer des Wagens sind Paul Gentilozzi, der Teameigner und Trans-Am-Champion Tomy Drissi. Butch Leitzinger hat unter anderem 1997, 1999 und 2004 die 24 Stunden von Daytona gewonnen. Sein letzter Einsatz in diesem Jahr beim Alex Job Team.

#BritishF3 Jack Harvey, Zweitplatzierter der diesjährigen und letzten Formel-BMW-Europa-Meisterschaft wird nächstes Jahr in der britischen Formel 3 antreten. Bei welchem Team indessen ist noch nicht klar. Das “Racing-Steps-Foundation-Programm”, welches die Karriere von Harvey fördert hat in der Vergangenheit jedoch mit “Carlin-Racing” zusammengearbeitet, hier könnte er also unterkommen. Der diesjährige Meister der britischen Formel 3, Jean-Eric Vergne, fuhr für “Carlin-Racing”.

#Nochmal BritishF3 : Der ehemalige Meisterschaftsführende in der A1Gp, Robbie Kerr, wird an diesem Rennwochenende in Brands Hatch einen Wagen des Litespeed-Teams pilotieren. Es ist jeodch bei weitem nicht sein erster Einsatz in der BritishF3, er gewann die Serie 2001.

#F1 Da war teuer: Der Grand-Prix von  Australien hat die dortigen Steuerzahler 46 Millionen (!) Dollar gekostet und das trotz der höchsten Zuschauerzahl der letzten 5 Jahre. Damit haben sich die Kosten des Events seit 2006 verdoppelt. Natürlich prasselt jetzt Kritik von vielen Seiten auf die Politik und Veranstalter ein, die jedoch an dem Event festhalten möchten. Was bleibt Ihnen auch anderes übrig, der Vertrag läuft bis 2014 und die Vertragstrafen von Ecclestone dürften ähnliche Ausmaße haben.


#F1 Ex-Renault-Fahrer Romain Grosjean ersetzt Nick Heidfeld als Pirelli-Testfahrer. Allerdings gilt sein Kontrakt zuerst mal nur für den nächsten Testtermin in Monza, Weiteres soll danach geklärt werden. Damit könnte der Franzose für einige Teams für die Saison 2011 interessant werden, da er neben Nick Heidfeld der einzige Fahrer ist, der Erfahrung mit den neuen Reifen hat.

#F1: Jerome D’Ambrosio, bisher Testfahrer bei Renault wird für 4 der verbleibenden 5 Rennen im 1. freien Training am Freitag das Auto von Lucas di Grassi übernehmen. Das kommt schon etwas überraschend und ist vielleicht die Vorbereitung darauf, dass di Grassi nächstes Jahr nicht mehr bei VirignGp fahren wird. Seine Leistungen sind im Vergleich zu Glocks ziemlich schlecht, und di Grassi hat keinen Vertrag für 2011 mit VirginGP, diese haben lediglich eine Option, ihn für ein weiteres Jahr zu verpflichten.

#F1 Der neue Formel 3 Meister, Esteban Gutierrez ist neuer Testfahrer bei Sauber. Das ist schon nicht schlecht, einige GP2-Piloten würden sich über den Job freuen.

#F1 Korea, die unendliche Geschichte Teil 567: Die Streckenabnahme durch Charlie Whiting, die eigentlich am 21.09 stattfinden sollte, wurde um eine Woche auf den 28.09 verschoben. Angeblich macht ein Feiertag das Reisen in Korea am 21.09 so kompliziert, dass man sich entschloss die Abnahme eben zu verlegen. Die Abnahme findet damit nur 23 Tage vor dem Grand-Prix statt. Dass man damit das eigene Regelwerk mal wissentlich übergeht, was 90 Tage fordert, scheint man zu ignorieren. Allerdings kann das Rennen sollten die Baumaßnahmen nicht wie geplant voranschreiten, auch nach der Abnahme noch abgesagt werden. Doch damit nicht genug: Die Asphaltschicht, auf der Karun Chandhok Demorunden im RedBull drehte war noch nicht die finale, weshalb die Tilke GmbH ihren besten Asphaltexperten jetzt runter nach Asien geschickt hat.

#GP2 2 neue Teams wird es nächstes Jahr in der Serie geben: Carlin kommt aus der British Formel 3 und GP3, während Air Asia neu gegründet wird und Lotus Teambesitzer Tony Fernandes gehört. Damit hat man nächstes Jahr ein volles Starterfeld mit 26 Autos in der GP2.

#LMS/LeMans “Jotasport” hat als erstes Kundenteam angekündigt, dass sie den neuen LMP1-Aston-Martin einsetzen möchten. Jedoch noch nicht nächstes Jahr, wo man zunächst mal in der LMP2 sein Glück versuchen wird. 2012 und 2013 möchte man dann den LMP1-Aston-Martin mit nach LeMans bringen.

#NASCAR Für Ekström scheint das Thema erledigt zu sein, sagte er zumindest in einem Interview letzte Woche. Das kommt jetzt schon sehr überraschend und ging vermutlich auch nicht von ihm aus. Eher hat Audi ihn zurückgepfiiffen. Audi muss Ekström für jeden NASCAR-Einsatz eine Freigabe erteilen, da er einen mehrjährigen Vertrag mit Audi hat. Dazu scheint Audi nun nicht mehr bereit. RedBull bekundet jedoch weiterhin auch gerne öffentlich Interesse an weiteren NASCAR-Einsätzen von Ekström. Brisant: RedBull sponsort Ekström in der DTM, droht dort ein Machtkampf Sponsor gegen Hersteller?

#NASCAR Und nochmal dementierte Wechselabsichten: Das Management von Kimi Raikkönnen teilte mit, dass kein Interesse an einem Wechsel in die NASCAR 2012 bestehe.

#RaceofChampions Kleine Sensation: Carl Edwards wird wieder am Race of Champions teilnehmen! Nach seiner ersten Teilnahme 2008 wo er Michael Schumacher aus dem Wettbewerb warf, wird er dieses Jahr zusammen mit Travis Pastrana die USA repräsentieren. Das diesjährige “Race of Champions” findet am 27./28 November in Düsseldorf statt. (alle News von Chaos)


September 16 2010

06:42

DTM/WTCC/BTCC & Formelserien: Vorschau Oschersleben/Valencia/Donington

DTM/WTCC/BTCC & Formelserien: Vorschau Oschersleben/Valencia/Donington
Wieder ein volles Tourenwagenprogramm am Wochenende. Vor allem in der BTCC dürfte es ordentlich zur Sache gehen.

Oschersleben und die DTM – das kann eigentlich nicht passen, denn auf der schmalen Strecke in der Nähe von Magdeburg kann man nicht so richtig überholen. Aber dennoch sind die Rennen hier oft besser, als man es erwarten würde, was auch daran liegt, dass die Strecke kaum Fehler verzeiht. Anders als auf den moderneren Rundkursen, hat man hier neben der Strecke wenig Asphalt und wenn man abfliegt, dann ist auch meist was kaputt. Die Ausgangslage in der Meisterschaft ist dafür nicht so richtig spannend. Mercedes hat den Titel so gut wie in der Tasche, fragt sich nur, welcher Fahrer am Ende vorne liegt. Spengler, Paffett und di Resta sind die Kandidaten um die es geht. Und da für Mercedes alles klar ist, wäre es doch mal nett zu sehen, wenn die Drei freie Fahrt hätten.


Aber jeder angedeutete Kampf, nebst dem in den Tourenwagen auch mal gern gesehene “Anlehnen” wird in der DTM ja leider komplett unterbunden. Einerseits von der “Rennleitung”, andererseits sieht es auch Mercedes nicht gerne, wenn sich die Fahrer von der Strecke boxen. Das passt nicht zum Markenimage, also kann wohl davon ausgehen, dass es klare Absprachen geben wird. Im Sinne von “Die Positionen werden nach dem nächsten Boxenstopp gehalten”. Aber die Hoffnung stirbt ja zuletzt.

Im Audi-Lager wird sich die Enttäuschung nach zwei Meisterschaften hintereinander in Grenzen halten. Man wird sich auf noch mögliche Siege konzentrieren, was in Oschersleben durchaus schon möglich ist, weil der Audi auf engen Strecken etwas besser geht. Die eher niedrige Durchschnittsgeschwindigkeit sollte auch die Vorderreifen der Audi nicht zu sehr belasten.

Hinter den Kulissen der DTM gibt es offensichtlich schon die ersten Dissonanzen zwischen Mercedes/der ITR und BMW. Die Stuttgarter sind angeblich genervt von den Münchnern, die mit immer neuen Forderungen das Regelment in ihre Richtung biegen wollen. Das soll dann auch der Grund sein, warum der gesamte Vorgang im Moment zum Halten gekommen ist und man auch in Richtung GrandAm und JapanGT nicht voran kommt. Ob es bei dem Streit um technische Regeln oder monetäre Angelegenheiten geht, wollte man mir nicht verraten. Nur so viel, dass BMW sehr verschnupft sein soll und eine endgültige Entscheidung sogar erst im November fallen könnte, also in dem Monat, in dem BMW gerne das Programm des kommenden Jahres bekannt gibt.

Ob das alles so stimmt ist dann wieder eine andere Frage. Allerdings ist es schon außergewöhnlich, dass man von BMW so gar nichts hört und die endgültige Entscheidung sich immer weiter rauszögert. Ich hatte schon im Juli gehört, dass man in München noch ganz und gar nicht von der DTM überzeugt ist, vor allem nach dem der ACO für Le Mans und die verkappte Weltmeisterschaft namens Intercontinatel Cup passende GT-Regeln präsentierte. BMW setzt in diesem Jahr schon einen M3 im Cup ein und die Konkurrenz mit Porsche, Ferrari und Aston Martin passt schon ins sportliche Konzept. Zu dem ist der fertig entwickelte M3 (bisher) a) günstiger und b) kann man ihn an Kunden verkaufen, wenn man das möchte.

BTCC
Die britische Serie hat ihren ersten Auftritt auf dem nicht umgebauten, aber wieder eröffneten Kurs in Donington. Nachdem man den schon begonnen Umbau der Strecke nicht weiter geführt hat, wird es interessant zu sehen, was genau man alles sinnlos abgerissen und neu- bzw. nicht gebaut hat. Gefahren wird auf jeden Fall auf der “großen” Schleife, also nimmt man den Haken mit der Haarnadel mit. Die Strecke ist sehr schnell und dürfte die Chevys, die Ford und die BMW bevorzugen. Trotz der Einbremsung geht der Fiesta immer noch wie die Hölle, die Hochgeschwindigkeitspassagen sollten Onslow-Cole und Chilton also liegen. Dennoch sehe ich den Cruze vorne, der hier einfach das beste Paket haben sollte. Schwer wird es für Honda, denen es trotz des neuen Motors etwas an Topspeed fehlt. Matt Neal und Gordon Shedden werden versuchen, den Schaden so gering wie möglich zu halten.

In der Meisterschaft liegt zwar weiter Plato vorne, aber sein Vorsprung ist dünn.

Jason Plato 202
Matt Neal 182
Tom Onslow-Cole 178
Gordon Shedden 169

Shedden wird für Neal fahren müssen, Chilton für Onslow-Cole, was eine kleine Überraschung ist, da man Cole nicht so stark erwartet hatte. Da es die vorletzte Station im Kalender ist, darf man ein wildes Wochenende erwarten. Wie üblich werden die Auseinandersetzungen bei den Wasserträgern bei den letzten Rennen immer etwas heftiger. Aus den Augen lassen sollte man auch nicht die BMW, die in Donington den ein oder anderen Meisterschaftsfavoriten ärgern könnten.

Die BTCC hat erste Zeichnungen des neuen NGTC gezeigt. Bilder gibt es weiter unten.

WTCC
Die Herren der WTCC sind auf der lahmen Strecke von Valencia, die bisher wenig gute Rennen für die Tourenwagen gebracht hat. Warum man nicht mal woanders vor leeren Tribünen fährt, ist auch eines der vielen Rätsel der Meisterschaft. Für Seat ist es das Heimrennen, also dürften die sehr angrifflustig sein, zumal Tarquini nach seinem rabenschwarzen Wochenende in Oschersleben dringend Punkte braucht, wenn er Yvan Muller noch abfangen möchte. BMW, die ja überraschenderweise auch noch richtig große Chancen auf den Titel haben, sollte man auch nicht unterschätzen. Ich bin wirklich angetan, was die Mannschaft um Bart Mampaey da leistet, denn das Konzept des 320si ist ja nun nicht mehr gerade auf dem neusten Stand, die Probleme mit dem Topspeed und der Leistung des Motors sind bekannt. Umso erstaunlicher, dass sie immer noch im Rennen sind.

Hinter den Kulissen geht es im Moment darum, wer 2011 als Werksteam mit dabei ist. BMW liefert auf jeden Fall einen Motor und ein Umbaukit für interessierte Kunden, aber die Entscheidung über einen Werkseinsatz steht noch aus (siehe DTM). Seat wird angeblich das diesjährige, ziemlich alberne Spiel um den “Nicht-Werkseinsatz, der doch einer ist” beenden und wieder als Marke auftreten. Der VW-Konzern hat großes Interesse daran den neuen 1.6 Liter Motor in möglichst vielen Rennserien einzusetzen. Mit Skoda macht man das ja in der WRC, andere Serien sollen folgen. Die Marke Seat braucht den Renneinsatz eher, als VW, auch wenn dort auch noch nichts offiziell beschlossen ist, da man ja die gesamte Motorsportkoordination durch den Ankauf von Porsche neu sortiert. Klar ist aber, dass VW mehr denn je in den Motorsport investieren wird.

Sie Veranstalter hoffen, dass auch Nissan und Toyota spätestens 2012 in die Weltmeisterschaft einsteigen. Sicher ist man sich aber offenbar nicht, denn man hat mittlerweile klar gemacht, dass man 2011 noch mit dem alten Motor in der Serie starten darf, da man wohl Angst hat, dass man etliche Privatteams verlieren könnte und das Feld dann zu sehr ausdünnt.

Ich weiß nicht so recht, was ich vom Rennen erwarten soll. Die Strecke ist wie erwähnt nicht sonderlich toll in Sachen Überholen, auch wenn sie fahrerisch anspruchsvoll ist, was eine schnelle Runde angeht. Chevy scheint, wie in der BTCC, das beste Paket zu haben, also dürften die mit zwei Wagen vorne sein. Rob Huff muss in Valencia 10 Plätze nach hinten, wegen seines Startchrash mit Farfus und weil er im zweiten Rennen einen Seat von der Strecke geschoben hat. Ich hoffe, in Valencia sind wieder vernünftige Rennkommissare dabei.

Formelserien
Da der Kollege Vorsicht im Urlaub weilt und ich wenig Zeit habe, nur eine Kurzfassung in Form von News

- Pastor Maldonado ist GP2 Meister, was ja zu erwarten war. Überzeugt hat er mich nicht, die Saison war eh komisch. “Wunderkind” Jules Bianchi ging total unter und musste sich regelmäßig von seinem Teamkollegen Sam Bird demütigen lassen. Maldonado ist jetzt auch nicht gerade ein Riesentalent, vermutlich wird man ihn so schnell nicht in der Formel Eins sehen.

- Die mit Abstand beste Szene in Monza lieferte Christian Vietoris beim Start zum zweiten Rennen, als er aus der dritten Reihe startend alles und jeden hinter sich ließ.

Sowas sieht man ja auch eher selten. Vietoris hat auch eine eher maue Saison hinter sich, wird im nächsten Jahr mit ART oder Addax in Verbindung gebracht.

- In der GP3 ist Esteban Gutiérrez Meister. Der als das größte Talent aus Mexico seit den Rodríguez-Brüdern beschriebene neunzehnjährige hatte die Saison mit 5 Siegen und vier weiteren Podiumsplätzen relativ locker im Griff. Und das, obwohl das Starterfeld mit Rossi, Wickens, Jakes, Tambay oder van der Zande durchaus gut besetzt war. Logischerweise steigt er nun eine Klasse auf und wird vermutlich weiter für ART fahren.

- Am Wochenende steigt auch das Finale der Formel 2. Die Meisterschaft hat Dean “the new Mansell” Stoneman eigentlich relativ sicher in der Tasche. Joylon Palmer hat vor allem das letzte Rennen in Oschersleben komplett versemmelt und liegt nun 31 Punkte hinter Stoneman. Da an einem Wochenende theoretisch 50 Punkte zu holen sind, hat er aber noch eine Chance. Da Stoneman aber in diesem Jahr so gut wie keine Fehler gemacht hat, dürfte es schwer werden, ihn noch abzufangen. Er machte auch insgesamt das ganze Jahr den etwas aggressiveren Eindruck.

- Die F3 Euro Serie startet am Wochenende auch in Oschersleben. Hier führt Edoardo Mortara mit satten 24 Punkten Vorsprung vor Marco Wittman. Da man an einem Rennwochenende maximal 17 Punkte erreichen kann, ist das Italiener also fast durch. Natürlich kann man schnell einen Totalausfall haben, wenn man im ersten Rennen ausfällt und im zweiten Rennen von hinten starten muss. Aber von “hinten” bedeutet bei dem kleinen Starterfeld ja nur Platz 12, da hat man noch Chancen auf Punkte, wenn es gut läuft. Mortara kann am Wochenende aber mit ein wenig Glück die Meisterschaft schon für sich entscheiden.
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September 08 2010

17:14

Formelserien: Wochenend-Analyse & Vorschau

Ereignisarm präsentierten sich am Wochenende F3 und F2 – dafür überraschte die SLF in Adria mit tollen Rennen. Indes stehen bei GP3 und GP2 die Meisterschaftsentscheidungen ins Haus.

Langsam gehen die europäischen Formelserien in die Zielgerade, und zwar jede auf ihre Art: F3 und F2 eher bedächtig, die WSbR solide und die Superleague Formula einmal mehr mit drei spannenden Läufen. Eng wird es fast überall noch in der Meisterschaft: In der Formel 2 konnte sich Dean Stoneman ein wenig absetzten, Jolyon Palmer hat aber in Valencia noch alle Chancen. Ähnlich stehen die Dinge Mit Edoardo Mortara und Marco Wittmann in der F3 Euroseries. Richtig spannend sind die Entscheidungen bei WSbR und Superleage: Dort haben jeweils noch einige Fahrer Chancen auf den Titel. Und am Wochenende geht es dann bei GP2 und GP3 ums Ganze – Vorentscheidungen sind aber in beiden Serien schon gefallen.


WSbR

Kein gutes Wochenende hatte Mikhail Aleshin in Hockenheim: Der stattliche Punktevorsprung des Russen ist weiter geschmolzen – und das trotz solider Vorstellungen. Schuld daran waren ein souveräner Sieg von Daniel Ricciardo am Samstag und ein Traum-Wochenende des Argentiniers Esteban Guerrieri.

Zunächst schien es das Wochenende des Daniel Riccardo zu werden: Klarer Start-Zielsieg am Samstag, und auch die Aussprache seines Namens war endlich geklärt (So wie “Ricardo”, nur englisch und mit australischem “å”). Doch am Sonntag war das Pech, das dem Red Bull Junior aus Down Under schon so oft am Stiefel geklebt ist wieder zurück: 70 statt 60 km/h in der Box, Durchfahrtsstrafe, und am Ende keine Punkte.

Dafür konnte Guerrieri sein Klasse-Wochenende mit einem hochverdienten Sieg krönen. Der Argentinier, der in dieser Saison zwei Wochenende wegen Finanzproblemem aussetzen musste, liegt damit zwei Runden vor Schluss in Reichweite des Meistertitels.

Konkret heißt das: Mikhail Aleshin (109 Punkte) führt die Tabelle weiterhin an, allerdings mit deutlich vermindertem Vorsprung auf Ricciardo (101). Dahinter lauert der angesprochene Guerrieri (85), dessen Teilnahme an den verbelibenden Runden in Silverstone und Barcelona wohl endlich auch finanziell abgesichert ist. Der Abstand ist dabei geringer, als er klingt, denn insgesamt sind noch 60 Punkte zu gewinnen. (Sehr) theoretisch haben also alle Fahrer bis hin zum neuntplatzierten Brendon Hartley (50) noch Chancen auf den Titel.

F3 Euroseries

Gemischte Gefühle für Serienleader Edoardo Mortara in Brands Hatch: Der Italiener konnte seiner Meisterschaftsführung zwar leicht ausbauen, es wäre aber deutlich mehr möglich gewesen.

Gut lief es für den Vizemeister von 2008 am Samstag. Vom dritten Startplatz weg schnellte er gleich am Start in Führung und gab selbige bis zum Ziel auch nicht mehr ab. Gleichzeitig landete Meisterschaftskonkurrent Marco Wittmann hinter dem wacker auffahrenden Laurens Vanthor nur auf Rang drei.

Ganz anders dann am Sonntag: Mortara schied nach einer Kollision mit Vanthor bereits in der ersten Kurve aus. Besser machte es Antonio Felix da Costa, Spezialist für Rennen mit Reverse Grid: Der Portugiese bestätigte seinen Ruf und holte den Sieg. Ein Trostpflaster gab es trotzdem für Mortara – denn auch Wittmann konnte sich im recht statischen Rennen nur um einen Platz verbessern, und beendete den Lauf schließlich auf Rang fünf.

In Punkten ausgedrückt: Mortara (87) führt nun mit einem Abstand von 24 Zählern auf Witmann (63), der seinerseits 12 Punkte vor dem in der Meitschaft bereits chancenlosen Williams-Testfahrer Valtteri Bottas liegt.

Fortsetzung folgt – in einenhalb Wochen in Oschersleben.

Formel 2

Als Mann für alle Jahreszeiten präsentierte sich Dean Stoneman in Oschersleben. Der Brite zeigte sowohl am nassen Samstag als auch am trockenen Sonntag seine Klasse, gewann beide Rennen, und baute seinen Vorsprung auf Meisterschaftskonkurrent Jolyon Palmer deutlich aus.

Zumindest mit seiner Rennperformance darf aber auch Palmer nicht unzufrieden sein: Der Brite zeigte vor allem am Samstag ein äußerst unterhaltsames Rennen, und verbesserte sich mit sehenswerten Manövern (und etwas Glück) vom achten Startplatz bis auf Rang drei.

Weniger toll lief es für Palmer am Sonntag. Die Aufholjagd vom 14. Startplatz endete für ihn bei trockenen Verhältnissen auf Rang 12. Palmer war allerdings nicht der einzige, dessen Rennen in der Nähe seiner Startplatzierung endete – der Kurs in Oschersleben bewies einmal mehr, dass es zumindest im Trockenen unglaublich schwer ist, mit Formelautos dort zu überholen.

Keine Reise wert war die Magdeburger Börde auch für Phillip Eng. Der Österreicher beendete nach kampfeslustigen aber letztlich mauen Auftritten beide Rennen außerhalb der Punkte. Der Durchhänger kommt zum ungünstigsten Zeitpunkt: Schon für Oschersleben wäre Eng um ein Haar das Geld ausgegangen, und nun muss er wohl auch um die Teilnahme beim Saisonfinale in Valencia zittern.

An der Tabellenspitze trennen Dean Stoneman (267 Punkte) und Jolyon Palmer (236) mittlerweile 31 Zähler. Insgesamt sind in Valencia noch 50 Punkte zu holen, Dean Stoneman kann also bereits mit einem zweiten Platz im Samstagsrennen alles klar machen. Sollte er allerdings ausfallen, könnte Palmer mit einem Sieg am Samstag die Lücke fast wieder schließen.

Spannend wir auch noch der Kampf um Rang drei: Phillip Eng (130) hat diese Position in Oschersleben vorläufig an Sergey Afanasiev (137) verloren, aber (sofern er antreten kann) noch alle Chancen zur Rückeroberung. Aber auch Kazim Vasilauskas (128), Will Bratt (126) und Benjamin Bailly (124) dürfen sich noch Chancen ausrechnen. Zur Erinnerung: In der Formel 2 werden für die ersten drei Platzierungen Superlizenzen für die Formel 1 vergeben.

Superleague Formula

Viel war von einem Formelrennen am Adria Raceway ja nicht zu erwarten. Aber einemal mehr überraschte die Superleague Formula mit drei sehr sehenswerten Läufen: Es gab viele Überholmanöver, ein paar Besucher auf den Tribünen und am Ende einen Sieg des Local Hero Davide Rigon. Und in der Meisterschaft hat sich der Zweikampf an der Spitze zum Dreikampf entwickelt.

Neben der tollen Vorstellung von Rigon war dafür auch die Ungeschicklichkeit von Tottenham Hotspur (Craig Dolby) und des AC Milan (Yelmer Buurman) verantwortlich. Eine Kollision der beiden nach dem Pflichtboxenstop sorgte nämlich dafür, dass sich die zwei Meisterschaftskontrahenten am Ende des Feldes wiederfanden.

Im zweiten Lauf machten die beiden zwar das beste aus der Revesre Grid – aber auch Dolbys zweiter Rang hinter Marcos Martinez und Buurmans Fahrt auf Rang vier reichten nicht für den Aufstieg ins Superfinale.

Dort holte sich Davide Rigon schließlich mit seinem zweiten Start-Zielsieg die Prämie von 100.000 Euro, auf den Plätzen landeten Max Wissel (FC Basel) und der ausgezeichnete Ben Hanley, der den verunfallten Chris van der Drift im Olympiacos-Auto glänzend ersetzte.

Für die Meisterschafts bedeutet das, dass Tottenham (518) nun mit nur drei Punkten vor dem AC Milan (515) führt, auch Rigons RSC Anderlecht (506) ist absolut in Schlagdistanz.

Weiter geht es in eineinhalb Wochen in Portimao, danach folgt am 2/3. und 9/10. Oktober die China-Tournee. Für den zweiten Lauf, der immerhin nur noch ein Monat entfernt ist, fehlt allerdings noch ein klitzekleines Detail: Der Austragungsort. Wird ein solcher nicht sehr bald gefunden, muss man wohl davon ausgehen, dass es nur einen Lauf in China geben wird.

Zum Abschluss noch ein großes Kompliment an der Media-Abteilung der SLF: Schon der Kommentar, den Ben Edwards gewöhnlich im Stream abliefert, ist toll. Aber das, was dessen “Ersatzmann” John Hinhaugh am Wochenende abgeliefert hat, würde man sehr gerne bald wieder hören!

GP2

Einen neuen GP2-Meister könnte es schon in Monza geben: Pastro Maldonado (87 Punkte) führt zwei Runden vor Schluss schon recht deutlich vor Sergio Pérez (60) – aller weiteren Fahrer sind bereits chancenlos. Das Szenario für das Hauptrennen am Samstag sieht also, wenn ich mich nicht verrechnet habe, folgendermaßen aus: Pastor Maldonado ist Meister, wenn er keinen Punkt auf Sergio Pérez verliert – also etwa im Falle einer Kollision. Außerdem dann, wenn er 1) gewinnt, 2) auf Rang zwei vor Pérez landet, 3) auf den Rängen 3 bis 8 vor Pérez landet, ohne dass letzterer die schnellste Runde fährt. Etwas komplizierter wird die Rechnung, sollte Pérez auf der Pole stehen, wofür es ebenfalls zwei Punkte gibt.

Sofern es am Samstag nicht reichen sollte, genügt vermutlich eine schlechte Punkteplatzierung am Sonntag – sogar im Falle zweier Ausfälle bei gleichzeitigem Doppelsieg, einer Pole und zweier schnellster Runden für Pérez ginge Maldonado mit sieben Punkten Polster ins Rennen in Abu Dhabi.

Sollte dies nicht geschehen, wird das Saisonfinale im Emirat, das spannungsfeindlicherweise gute zwei Monate nach den Monza-Läufen stattfindet jenen Status erhalten, den es auch verdient – nämlich den eines glitzenden Schaurennens.

Die Monza-Läufe finden wie immer im Anschluss am das F1-Qualifying sowie am Sonntagmorgen statt, und werden auf sky sport 2 live übertragen.

GP3

Eines hat die GP3 ihrer großen Schwester GP2 voraus: Es wird in Monza ganz sicher einen neuen Meister geben – denn die erfolgreiche Premierensaison der Nachwuchs-Nachwuchsserie endet im königlichen Park.

Möglicherweise darf man Esteban Gutierrez sogar schon vor dem ersten Rennen gratulieren – sofern nämlich Robert Wickens im Qualifying um 9 Uhr Früh nicht auf die Pole fährt, ist dem Mexikaner der Sieg nicht mehr zu nehmen. Andernfalls genügt ihm – selbst bei einem “perfekten” Wochenende seines Verfolgers – bereits ein siebter Rang am Samstag (oder ein fünfter Platz am Sonnatg) zum sicheren Meistertitel.

Live übertragen wird leider wieder nur das Rennen am Sonntag – nämlich um 9:30 Uhr auf Eurosport 2. Direkt davor (9:00 Uhr) gibts die As-Live Aufzeichung des Samstags-Laufes.

Formel BMW

(Sehr) leise “servus” sagt am Sonntag die Formel BMW Europa. Unter fast völligem Desinteresse kämpfen am Samstag und Sonntag Jack Harvey (340 Punkte) und Robin Frijns (333) um den Titel. Wegen des geringen Punkteabstandes bitte ich um Verzeichung, wenn ich keine Szenarien ausrechne, sondern einfach nur sage: Die Tür zum Sieg steht für beide noch weit offen, und der Kampf könnte spannend werden.

Wer sich von der sympathischen und ehemals sehr erfolgreichen Nachwuchsserie ordentlich verabschieden will, muss Opfer bringen: Das Rennen am Sonntag läuft bereits um 8:25 Uhr, das vorletzte Rennen am Samstag immerhin erst um 9:40 Uhr, beides live auf sky sport 2.

Formula Two ADRIA-ROUND 8-SUPERLEAGUE FORMULA ADRIA-ROUND 8-SUPERLEAGUE FORMULA ADRIA-ROUND 8-SUPERLEAGUE FORMULA ADRIA-ROUND 8-SUPERLEAGUE FORMULA Formula Two Formula Two Formula Two Formula Two
05:47

Ferner liefen: Die Newshappen

# Karun Chandok hatte am letzten Wochenende die Ehre, die ersten Runden in einem Formel Eins auf der neuen Strecke in Korea zu drehen. Es wird viel spekuliert, ob man rechtzeitig zum Rennen überhaupt fertig wird, und nach Ansicht des Videos sind die Zweifel nicht gerade kleiner geworden. Wie man sehen kann, fehlt noch mindestens eine Asphaltlage, die Curbs und die gesamte Infrastruktur um die Strecke herum. Tribünen gibt es bisher nur an Start/Ziel. Nun sind Tribünen nicht das Problem, die kann man in einer Woche provisorisch erreichten. Weitaus schlimmer wiegt die Tatsache, dass auch vieles um die Strecke nicht fertig erscheint. Die FIA, die den Abnahmetermin eh schon in einem Verstoss gegen die eigenen Regeln weit nach hinten geschoben hat, will die Strecke nun endgültig um den 22.09 abnehmen. Keine Ahnung, wie so eine Abnahmeprozess aussieht, aber ich vermute mal, die FIA wird sehr oft beide Augen zumachen müssen. Der Kurs selber sieht zwar nicht schlecht aus, Überholmöglichkeiten gibt es aber nur am Ende der langen Geraden. (Don)


# Kamui Kobayashi, der in seiner kurzen F1-Laufbahn immer schon zwei schöne Spitznamen aufgesammelt hat (Kamikazeyashi und Cowboyyashi) wird auch 2011 für Spektakel sorgen. Das unbestritten größte Talent Japans seit Jahrzehnten wird auch weiter bei Sauber an den Start gehen. Wie es mit Pedro de la Rosa weitergeht, ist allerdings völlig unklar. Weder sein Input noch seine Ergebnisse scheinen eine Weiterverpflichtung zwingend erforderlich zu machen. Sponsoren hat er ja nun auch nicht gerade mitgebracht. Die Gerüchteküche vermeldet, dass Nick Heidfeld wieder bei Peter Sauber andocken könnte. (Don)

# Vielleicht kommt es aber auch anders: Peter Sauber wollte nämlich am Wochenende im Gespräch mit formula1.com auch nicht dementieren, dass er mit dem mexikanischen Milliardär Carlos Slim, dem angeblich reichsten Mann der Welt, über einen Sponsorenvertrag verhandelt. Dessen Telekommunikationsunternehmen Telmex unterstützt seit geraumer Zeit zwei große mexikanische Talente: Den zweiten der aktuellen GP2-Wertung, Sergio Pérez und GP3-Überflieger Esteban Gutiérrez. Sollte der Deal tatsächlich zustande kommen, wären die beiden wohl heiße Kandidaten auf das zweite Cockpit. Gutiérrez hat sogar schon einmal für Sauber getestet – als Belohnung für den Formel BMW-Titel 2008. (Vorsicht)

# Die letzten Reifensätze, die Bridgestone in ihrer Eigenschaft als F1-Ausrüster mit an die Strecke nehmen wird, werden wie folgt aussehen:

Italien: Soft & Hard
Singapore: Super Soft & Medium
Japan: Soft & Hard
Korea: Soft & Hard
Brasilien: Super Soft & Medium
Abu Dhabi: Super Soft & Medium

Mutig erscheint vor allem die Wahl für Brasilien. Wenn es da heiß ist, dürften einige Teams schwere Kopfschmerzen bekommen. (Don)

# Die Spatzen pfeifen von den Dächern, dass sich die FIA wohl entschieden hat, im kommenden Jahr keinem weiteren Formel 1-Team die Starterlaubnis zu erteilen. Demnach habe letztlich keiner der drei Bewerber (Epsilon Euskadi, Villeneuve-Durango und Stefan F1) die notwendige Kombination aus technischen Fähigkeiten und finanzieller Unterstützung präsentieren können. Klarheit wird es vielleicht schon in ein paar Stunden geben, wenn der FIA -Weltrat die Ergebnisse seiner heutigen Sitzung veröffentlicht. (Vorsicht)

# Pirelli wird vermutlich in der GP2 und in der F1 die gleichen Reifenmischungen einsetzen. Wenn sie das machen, dürfte die Nachfrage nach den Daten bei den GP2 Team rasant ansteigen. (Don)

# Wenn man sich das NASCAR-Fahrerfeld so anschaut fällt einem auf, dass es im Sprintcup kaum hispanische, farbige oder weibliche Fahrer gibt. Dies ist anscheinend auch den NASCAR-Offiziellen beim Betrachten der Entry-Lists ins Gedächtnis gerufen worden. Nicht, dass es ein neues Problem wäre, aber man könnte es mal angehen. Die Diskussionen in Charlotte dazu dürften in etwa so ausgesehen haben:

NASCAR-Marketing-Mensch-1: Hey wir haben den Auftrag für mehr hispanische, farbige und weibliche Fahrer in die NASCAR zu sorgen. Allerdings müssen wir das auch gut vermarkten können, denn unsere TV-Ratings sinken, wir brauchen neue Zuschauerschichten.
NASCAR-Marketing-Mensch-2: Das heißt wir brauchen etwas neues, innovatives, marketing-starkes mit dem wir hispanische, farbige und weibliche Fahrer in die NASCAR holen können, mmh. Ich habs wir machen eine TV-Show!
NASCAR-Marketing-Mensch-1: Ja genau und zwar Reality-Tv, eine CASTING SHOW mit hispanischen, farbigen und weiblichen Nachwuchsfahrern!
NASCAR-Marketing-Mensch-2: Super Idee!

Ähm ja oder auch nicht. Das Format “Changing Lines” sieht folgendermaßen aus: 10 farbige, weibliche und hispanische Nachwuchsfahrer aus dem “NASCAR’s Drive for Diversity Programm” treten gegeneinander an, wo sie um 4 Plätze in einem Team konkurrieren. In welcher Serie konnte ich leider nirgendwo finden. Sie leben zusammen in einem Haus und werden einer nachdem anderen eliminiert. Das Grundkonzept dahinter ist die Hoffnung, dass so Sponsoren auf die Talente aufmerksam werden und sie unterstützen. Ausgestrahlt wird das Format übrigens nicht auf ESPN, Versus oder einem anderen Sports Network sondern auf dem Sender BET. BET steht für Black Entertainement Television und ist hauptsächlich ein Musiksender für afro-amerikanische Bevölkerungsgruppen in den USA. Ich bezweifel stark, dass dieses Konzept aufgeht.Quelle</a> . (Link gefunden bei <a href=" http:="" plugins="" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">www.allesaussersport.de) (Chaos)

# Freude bei Traditionalisten: 2011 werden die Indycars wieder auf der Milwaukee Mile Station machen. Wie die Autoweek recherchiert hat, wird der Deal wohl am kommenden Freitag bei der Präsentation des neuen IRL-Kalenders bekannt gegeben. Vermutlich werden dabei nur 16 der 17 geplanten Rennen vorgestellt: Wo das Saisonfinale stattfinden soll, ist nämlich noch unklar – CEO Randy Bernard verhandelt seit geraumer Zeit mit Las Vegas, als Ausweichmöglichkeit würde sich aber auch Fontana anbieten. Die sonstigen Änderungen am Kalender: Watkins Glen, Chicagoland, Kansas und Homestead fliegen raus. Baltimore, New Hamshire, Milwaukee sowie das angesprochene Saisonfinale sind dafür neu dabei. (Vorsicht)

# Die Kollegen von den TouringCarTimes berichten, dass SEAT 2011 wieder werksseitig in der WTCC einsteigen könnte. Als Antrieb würde dabei ein 1.6 Liter Turbomotor fungieren – und zwar der gleiche, den auch Schwestermarke Skoda in der IRC einzusetzen gedenkt. Wie von Don schon erwähnt, hat auch BMW in Oschersleben bestätigt, dass man den Kundenteams im kommenden Jahr einen 1.6 Liter Turbo samt Umbau-Kits bereitstellen wird. Noch nicht entschieden ist dagegen, ob die Münchner im kommenden Jahr auch ein Werksteam an der Start bringen werden. (Vorsicht)

# Wegen der Motorenumstellung soll es für die Teams im kommenden Jahr etwas mehr Vorbereitungszeit geben, als sonst: Wie motorsport-total.com in Erfahrung gebracht hat, wird die Saison 2011 erst am 20. März in Brasilien beginnen. Danach folgt Argentinien und der Beginn der Europa-Tournee. Marrakesch ist im Juni geplant, auch Oschersleben behält sein Rennen. Neu: Aller Wahrscheinlichkeit wird der drittletzte Lauf der Saison am Guandong International Circuit in China ausgetragen, bevor es dann weiter nach Japan (Suzuka) und zum traditionellen WM-Abschluss in Macao geht. (Vorsicht)

September 02 2010

06:26

Formelserien: GP2/3 fast entschieden, Vorschau

In der GP3 fährt Esteban Gutierrez weiter seinem Meistertitel entgegen, in der GP2 konnte sein Landsmann Sergio Pérez ein wenig aufholen. Und am Wochenende stehen schon wieder vier hochrangige Serien auf dem Programm – zwei davon in Deutschland.

Ein wirklich bizarres Rennen in der GP3, eine sehr spektakulärer Sprintlauf der GP2, Siege der jeweiligen Meisterschaftsverfolger und leider wieder ein schwerer Unfall waren die Resultate der F1-Rahmenrennen vom Wochenende. Sergio Pérez und Robert Wickens konnten die Meisterschaften zwar jeweils knapp offen halten, de facto können Pastor Maldonado und Esteban Gutiérrez aber schonmal überlegen, in welchem Design sie ihre neuen Visitenkarten als jeweilige Meister gestalten wollen. Auch am kommenden Wochenende steht wieder viel Formelaction auf dem Programm, zwei Serien fahren sogar in Deutschland.


GP2

Am Samstag sah alles noch perfekt aus für Meisterschaftsleader Pastor Maldonado: Nach dem Ausfall des komfortabel führenden Jérôme D’Ambrosio konnte der Venezoelander seinen sechsten Sieg in Folge in einem Hauptrennen der GP2 feiern. Meisterschaftskonkurrent Sergio Pérez bekam wegen Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit in der Box ein Durchfahrtsstrafe aufgebrummt. Er konnte sich zwar mit einer starken Fahrt noch auf Rang 7 retten – verlor aber wieder eine Menge Punkte an Maldonado.

Keine Punkte gab es auch für den Meitschaftsdritten Dani Clos, der allerdings unter ziemlich unschönen Umständen ausschied. Der Spanier kollidierte am Start mit Sam Bird und stieg auf. Beim Aufprall auf den Boden zog er sich leider eine Rückenverletzung zu, so dass er am Sonntag nicht starten konnte. Zum Glück sind die Verletzungen wohl leicht, Clos wird dem Vernehmen nach schon in zwei Wochen in Monza wieder im Cockpit sitzen. Dennoch setzt sich damit eine ziemlich unschöne Serie von Rückenverletzungen in GP2 und GP3 fort, die bisher schon Simon Trummer, Jules Bianchi und Ho-Pin Tung erwischt hatte.

Wenig zufrieden war Maldonado sicher mit dem Ergebnis von Sonntag. Da endete sein Rennen nämlich bereits in Runde eins nach einem Ausrutscher in Les Combes im Kiesbett. Zu allem Überfluss konnte sich Sergio Pérez auch noch mit einer makellosen Fahrt den Sieg sichern, und den Rückstand in der Meisterschaft auf 27 Punkte verkürzen. Bei noch zwei verbeleibenden Rennwochenenden, an denen insgesamt maximal 40 Punkte vergeben werden, ist damit nomiell noch alles offen. Sehr wahrscheinlich scheint es aber nicht, dass Pérez ihn noch schlagen kann.

Die Überraschung des Wochenendes war die Performance der beiden Comeback-Fahrer Romain Grosjean und Álvaro Parente. Besonders letzterer konnte mit einem zweiten und einem dritten Platz überzeugen, aber auch Grosjean zeigte mit Platz drei am Samstag und Rang sechs am Sonntag eine ansprechende Leistung. Die Performance der beiden lässt aber auch ein paar Fragen hinsichtlich der Qualität des aktuellen GP2-Feldes aufkommen.

GP3

Mit einem wirklich kuriosen Sieg schaffte es Robert Wickens beim Samstagsrennen der GP3 die Meisterschaft noch bis zum Finalwochenende offen zu halten: Als es etwa 10 Minuten vor Ende des Rennens zu Regnen begann, fuhr der Kanadier nicht zum Reifenwechsel in die Box, sondern versuchte im strömenden Regen mit Trockenreifen sein Glück. Vorhersehbarerweise endete der Versuch schon vor La Source in der Boxenmauer – und mit ihm drehten sich auch einige andere Fahrer, die ebenfalls mit Slicks ihr Glück versucht hatten. Folge: Einsatz des Safety Cars. Und hinter dem Safety-Car in Führung: Robert Wickens, der nach dem Ausrutscher seinen Wagen wieder in Stand setzen konnte.

Als es dann vier Runden vor Schluss hieß, das Saftey Car werde wieder in die Box fahren, verlangsamte Wickens – immer noch mit den Slicks und mit einer ziemlich demolierten Frontpartie unterwegs – in der letzten Runde so stark, dass er es schaffte, erst nach Ablauf des 30 Minuten-Limits für das Rennen die Sart-Ziellinie zu überqueren. Nach dem Rennen arumentierte er bei dem Stewards damit, dass es mit den Trockenreifen einfach nicht sicher gewesen sei, schneller in Richtung Ziel zu fahren. Eine offensichtliche “Not”lüge, die die Rennleitung allerdings gewähren ließ – Wickens durfte den Sieg behalten.

Das Karma schlug allerdings schnell zurück: Am Sonntag landete Wickens nach einer Kollision in der ersten Runde neben der Strecke, und fuhr am Ende einen wenig beeindruckenden (und vor allem punktelosen) elften Rang ein. Allerdings: Auch Esteban Gutiérrez konnte sich im von einsetzendem Regen und Reifenwechseln geprägten Rennen nicht nicht in die Punkteränge schieben, und endete – denkbar knapp daneben – auf Platz sieben. Am besten taktierte Adrien Tambay. Der Franzose, der ohne Reifenwechsel durchfuhr, konnte schließlich vier Zehntel Vorsprung auf Alexander Rossi ins Ziel retten – auf jener Strecke, an der er sich im vergangenen Jahr beim Fußball spielen schwere Kopfverletzungen zugezogen hatte.

Wickens hat damit vor den letzten beiden Rennen in Monza 18 Punkte Rückstand in der Meisterschaft. Anders ausgedrückt: Schon ein siebter Platz im Hauptrennen, ein fünfter Platz im Sonntaglauf, die Poleposition am Samstag oder zwei schnellste Runden würden Gutiérrez reichen, um im folgenden Jahr “GP3 Champion” im Briefkopf führen zu dürfen.

Superleague Formula

Nach einer längeren Sommerpause kehrt die Superleague Formula erstmals nach dem schweren Unfall von Chris van der Drift auf die Strecke zurück. Der unverantwortlichen Entscheidung im Brands Hatch zu fahren folgt am Wochenende in gewisser Weise der gegenteilige Fehler: Der Adria Raceway wirkt schon bei Tourenwagenrennen wie eine etwas vergrößerte Kartbahn, und ich kann mir selbst bei der sonst so kampferprobten SLF fast nicht vorstellen, wo man mit den breiten Formelwagen auf dieser Strecke überholen will.

Immerhin: Die Sicherheit ist dort wohl gewährleistet – und das ist ja auch schon was. Chris van der Drift hat mittlerweile der Homepage der SLF ein Video-Interview gegeben. Er wirkt – vermutlich wegen der Schmerzmittel – noch ein wenig groggy, und es ist nicht schön, ihm dabei zuzhören, wie er seine ganzen Verletzungen aufzählt. Wenn man im Vorspann des Interviews aber nochmal Bilder vom völlig zerstörten Auto sieht, ist es doch sehr erleichternd, zu sehen, dass es ihm zumindest so geht, wie es ihm geht.

Weniger toll: Weil sein Management offensichtlich entgegen entsprechender Vereinbarungen keine Versicherung für Van der Drift abgeschlossen hatte, sitzt dieser nun auf den Rechnungen für seine medizinische Behandlung. Weiter verschärft wird diese Tatsache dadurch, dass es wohl auch die Superleague Formula bisher verabsäumt haben soll, ihm Preisgeld für bisherige Erfolge zu überweisen. (Was, nebenbei erwähnt, kein besonders gutes Zeichen für die finanzielle Gesundheit der Serie wäre). Abhilfe soll nun durch ein Benefiz-Kartrennen geschaffen werden, an dem sich nach derzeitigem Stand Mark Webber, Daniel Ricciardo, Brendon Hartly und Fairuz Fauzy beteiligen werden. Weitere Informationen auf der Facebook-Seite des Events.

Nach der Pause von mehr als einem Monat noch eine schnelle Erinnerung an der Meisterschaftsstand: Es führt der AC Milan (Fahrer: Yelmer Buurman, 436 Punkte) nur unglaubliche zwei Zähler vor Tottenham Hotspur (Craig Dolby, 461) und dem RSC Anderlecht (Davide Rigon, 427). Damit ist in der Meisterschaft natürlich noch alles völlig offen, insbesondere, wenn man bedenkt, dass immerhin noch fünf Veranstaltungen am Programms stehen.

Wer die Rennen sehen will, muss nach aktuellem Stand wohl wieder ins Internet ausweichen, da die SLF immer noch keinen Sender gefunden hat, der sie in Deutschland überträgt. Immerhin: Das Internet-Broadcast ist äußerst professionell produziert, der Stream läuft flüssig, und die Kommentatoren (meist Ben Edwards) wissen, wovon sie sprechen.

WSbR

Eine noch längere Pause hat die World Series by Renault hinter sich: Fast zwei Monate sind seit dem letzten Auftritt der Serie in Budapest vergangen. Am kommenden Wochenende wird man erstmals am Hockenheimring an den Start gehen – bisherige Gastspiele in Deutschland haben ja am Nürburgring stattgefunden.

Eine kleine Erinnerung an den Meisterschaftsstand: Mikhail Aleshin führt drei Runden vor Schluss mit 97 Punkten vor Red Bull Junior Daniel Ricciardo (86) und Sten Pentus (69). Auch da ist also noch alles völlig offen.

Beide Rennen werden, wie gewohnt, live auf Eurosport übertragen. Lauf eins am Samstag um 14:00 auf Eurosport Intl., Rennen zwei am Sonntag ebenfalls um 14:00 auf ESP 2.

Formel 2

Nur ein Monat Pause hat sie die Formel 2 gegönnt, die am Wochenende im Rahmen des WTCC-Rennens in Oschersleben zum vorletzten Mal in dieser Saison an den Start geht.

Eines ist in der Serie jetzt schon klar: Die Meistschaft geht nach Großbritannien. Unklar: An wen. Nur vier Punkte trennen Jolyon Palmer (221) und Dean Stoneman (217), der drittplatzierte Philipp Eng liegt bereits 99 Punkte dahinter.

Erfahrungsgemäß sind Formelrennen in Oschersleben zwar meist nicht der wahre Bringer – dafür ist die Strecke einfach zu schmal. Die Auftritte der Formel 2 im Vorjahr waren allerdings gar nicht so mal so übel – mal sehen, ob sich das Einschalten auch an diesem Wochenende wieder lohnt.

Zu überprüfen am Samstag um 11:30 Uhr auf ESP 2 und am Sonntag um 13:45 Uhr auf Eurosport Intl.

F3 Euroserie

Zum drittletzten Mal in diesem Jahr geht die F3 Euroserie am Wochenende im Rahmen der DTM in Brands Hatch an den Start. Und so manch einer mag froh drüber sein, dass die Saison bald zu Ende ist. Der Mangel an Startern, und, viel schlimmer, vielversprechenden Talenten hat die einst so stolze Serie in dieser Saison ein wenig aus dem Interesse driften lassen.

Um ganz kurz auch über den Sport zu sprechen: Eduardo Mortara führt mit 77 Punkten vor Marko Wittmann (55) und Alexander Sims (44). Ganze 17 Punkte werden pro Wochenende vergeben, folglich haben alle drei noch realistische Chancen auf den Gewinn des Meistertitels.

Auch die F3-Führung hat, nachdem die Teams gedroht hatten, in die britische F3 abzuwandern, wohl langsam bemerkt, dass irgendetwas nicht ganz rund läuft. Daher wurden vor ein paar Tagen einige Änderungen für 2011 vorgestellt, die Don in den Newshappen ja auch schon ein wenig erläutert hat.

Laut der Pressemeldung, die im gewohnten, bescheidenen Stil gehalten ist, weiß des “richtungsweisende” Konzept unter anderem durch die folgenden Punke zu “überzeugen”: Künftig soll es 30 statt bisher 20 Rennen geben, denn an jedem der geplanten zehn Rennwochenenden werden drei statt zwei Läufe stattfinden. Man will sich zwar weiterhin vornehmlich im Umfeld der DTM-Rennen aufhalten, der Hinweis, dass der Kalender erst nach Bekanntgabe der F1-Termine 2010 veröffentlicht wird, lässt aber vermuten, dass vielleicht auch wieder eine Veranstaltung im Rahmen der Königsklasse geplant sein könnte. Auch sonst plant man “weitere Formel-1-Test- und Rennstrecken” zu besuchen, erwähnt sind Spa, Silverstone und Le Castellet.

Das allein klingt ja noch nicht unbedingt nach Sparmaßnahmen. Weiter ist aber auch erwähnt, dass die Technik auf aktuellem Stand eingefroren wird, und künftig nur noch “vier Personen pro Fahrzeug” in den Teams tätig sein sollen.

Außerdem will man eine “noch asführlichere Berichterstattung im Free-TV generieren”. Ob die potentiellen TV-Partner allerdings wirklich von der Aussicht auf drei Rennen pro Wochenende besonders begeistert sein werden, bleibt wohl abzuwarten.

Am kommenden Wochenende jedenfalls wird wieder n-tv mit Liveübertragungen zur Stelle sein, und zwar diesmal am Samstag und Sonntag um jeweils um 11:50 Uhr.

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August 26 2010

16:37

Formel Vorschau – viel los am Wochenende

Nach dem unglücklichen Wochenende in Budapest kehren GP2 und GP3 in Spa wieder zurück auf die Rennstrecke. Wem das nicht reicht, dem winken am Wochenende außerdem noch Liveübertragungen von ein paar Nischen-Serien.

So schnell gehts: Gerade hat die GP2-Saison erst angefangen – da steht auch schon wieder da Finale vor der Tür. Nur noch Spa, Monza und der terminlich etwas unpassende Saisonabschluss in Abu Dhabi stehen auf dem Programm. Das wird vor allem Pastor Maldonado freuen: Der Venezoelaner hat in dieser Saison nach jahrelanger Durtstrecke endlich gezeigt, was in ihm steckt – und liegt drei Runden vor Schluss schon 26 Punkte vor seinem ärgsten Titelrivalen Sergio Pérez. Ähnlich klar scheint die Sache in der GP3: Dort führt Esteban Gutiérrez bereits mit 30 Punkten vor Robert Wickens. Und weil die GP3 noch dazu ihre Saison schon in Monza beschließt, ist der Titel wohl wirklich nur noch Formsache. Gut also, dass wenigstens die Strecke in Spa Spannung verspricht.


Zunächst aber noch eine erfreuliche Meldung: Jules Bianchi könnte womöglich schon in Spa wieder im GP2 Cockpit sitzen. Wenn die Ärzte beim heutigen Fitness-Check ihr OK geben, dann wäre es tatsächlich möglich, dass der Franzose nach seinem heftigen Crash von Budapest nur ein einziges Rennen (nämlich den Sprint in Ungarn) versäumt hätte. Bleibt zu hoffen, dass man kein medizinisches Risiko eingeht – denn das wäre angesichts Bianchis aussichtsloser Tabellensituation (und der augenscheinlich sicheren Ferrari-Förderung) eher unverantwortlich.

Unfallgegner Ho-Pin Tung hat sich derweil schon entschieden: Der Chinese, von dem es ursprünglich mal hieß, er habe leichtere Verletzungen erlitten als Bianchi, will sicherheitshalber in Spa auf einen Start verzichten. Für das Rennen ist dieses an sich bedauerliche Faktum vielleicht gar nicht so schlecht. Denn Tungs Ersatzmann Romain Grosjean hat immerhin schon bei seinem ersten Saisoneinsatz in Hockenheim für ein paar sehr spektakuläre Szenen gesorgt.

Ebenfalls neu dabei: Alvaro Parente. Auch vom Portugiesen, der den Glück- (und neuerdings wohl Sponsorgeldlosen) Alberto Valerio ersetzt, darf man sich in Spa einiges erwarten. Immerhin hat er dort im vergangenen Jahr das Hauptrennen gewonnen.

Die Ausgangsposition in der Tabelle habe ich ja schon geschildert, auch die aussichtsreichsten Akteure für Einzelsiege (Clos, Bird, Vietoris und, wenn vorhanden, Bianchi) sind sicher mittlerweile hinlänglich bekannt. Daher also nur noch schnell ein Blick auf die TV-Übertragungszeiten: Zu sehen sind die Rennen wie immer live auf sky sport 2, das Hautrennen am Samstag um 15:35, der Sprint am Sonntagvormittag um 10:30 Uhr. Auf eine hochskalierte sky sport 2 HD-Fassung hat man dagegen enttäuschenderweise verzichtet.

Und dann gibts noch ein kleines Newsschnipsel zur GP2 Asia: Ein Kommentarschreiber im Blog von GP2-Experten Will Buxton (der auch den englischen Wordfeed-Kommentar liefert), hatte die gute Idee, mal nach dem aktuellen Stand in Sachen Kalender zu fragen. Immerhin müsste der für die kommende Wintersaison ja schön langsam mal feststehen. Buxtons etwas enttäuschende Antwort: Es steht wohl die bisher kürzeste Saison des Winter-Ablegers der GP2 bevor. Diese soll nämlich nur drei Rennen umfassen, und vor allem als Testsession für das neue GP2-Auto genutzt werden.

GP3

Erfolgreicher scheint da schon der andere GP2-Ableger. Die GP3 hat sich in ihrer Premierensaison – abgesehen von der mageren TV-Präsenz – bisher recht gut profilieren können. Außerdem hatte man auch etwas Glück: Denn mit Seriendominator Esteban Gutiérrez wird in dieser Saison wohl ein Mann Meister, dessen Talent dazu reichen müsste, im kommenden Jahr in einer höheren Serie den guten Ruf der GP3 zu verfestigen.

Dabei hat er es in der Serie keineswegs mit Lückenfüllern zu tun: Die Top Ten der Meisterschaft sind fast ausschließlich mit Fahrern besetzt, die sich schon vorher in anderen Serien einen guten Ruf erarbeitet hatten.

Man darf jedenfalls gespannt sein, was die Youngsters auf der anspruchsvollen Strecke in Spa so zeigen. Das Publikum wird sich gegenüber den bisherigen Rennen wohl jedenfalls vergrößeren. Denn erstmals werden beide Rennen nicht im PayTV bei Eurosport 2, sondern beim “großen Bruder” Eurosport Intl. ausgestrahlt. Lauf 1 leider nur als Aufzeichnung am Sonntag um 9:00, Rennen 2 direkt in Folge (9:30 Uhr) live.

Sonstige Formelserien

Auch sonst ist am Wochenende in Sachen Formelrennen einiges los. Die größeren Serien (Formel 2, WSbR und SLF) machen zwar noch Pause, dafür kann man im TV und Internet gleich mehrere nationale Nachwuchsserien verfolgen.

Und eine internationale: Nämlich die Formel BMW Europa, die im letzten Jahr ihres Bestehens auch in Punkto Aufmerksamkeit ein wenig unter die Räder gerät. Für alle, die der Serie heuer genauso viel Beachtung geschenkt haben wie ich (also keine), hier ein kleiner Guide zum Saisonfinale: An der Tabellenspitze gibt es einen Zweikampf der beiden Dominatoren dieser Saison. Das sind der Brite Jack Harvey (sechs Siege, nur einmal nicht auf dem Podium – 302 Punkte) und Robin Frijns aus den Niederlanden (Vier Siege und fünf zweite Plätze – 279 Punkte). Der Tabellendritte, Carlos Sainz, Jr., hat bereits 101 Punkte Rückstand auf Harvey. Zu sehen sind die Rennen live auf sky sport 2, leider jeweils zu etwas unchristlichen Zeiten (Sa., 9:40 / So., 8:25 Uhr).

Auch der ATS Formel-3-Cup begeht am Nürburgring sein vorletztes Rennwochenende 2010. Passenderweise für die Konkurrenzveranstaltung zur deutsch-französischen F3 Euroserie führt dort der Franzose Tom Dillmann (96 Punkte) vor dem Deutschen Daniel Abt (85). Dahinter liegen in Lauerposition Kevin “Sohn von Jan” Magnussen (71), der ja auch schon ein F3 Euro Rennen in Valencia gewonnen hat, und Stef Dusseldorp (70) aus den Niederlanden. Eine Zusammenfassung der Geschehnisse gibt es in der Nacht von Sonnatg auf Montag (0:20 Uhr) auf Kabel 1.

Liveübertragungen gibts dagegen von zwei italienischen Formelserien: Der Formula Abarth und der italienischen Formel 3. Alle vier Rennen aus Varano werden am Sonntag live am unverschlüsselten italienischen Motorsport-Sender Nuvolari ausgestrahlt (wo es neuerdings übrigens auch die von motorvision.tv geschasste Superstar Series zu sehen gibt). Beide Serie fahren zwar nur in Italien, bestechen aber durch ein ziemlich internationales Starterfeld. Außerdem kann man noch ganz gut in die Saison einsteigen: die Serien haben gerade mal ihre erste Saisonhälfte hinter sich. Wer mehr wissen will, kann sich auf den überraschend guten, englischsprachigen Homepages von Formula Abarth und der F3 Italia informieren.

Ganz Formel-Hungrige können sich dann am Samstag und Sonntag zum Tagesabschluss noch die südamerikanische Formel 3 gönnen. Im Grunde handelt es sich dabei zunehmend um eine brasilianische Meisterschaft mit Gastvorstellungen in Uruguay und Argentinien – am Start sind in dieser Saison jedefalls ausschließlich Brasilianer (in der “Light”-Klasse starten auch noch ein Angolaner und ein Kolumbianer). Vor dem Ende der ersten Saisonhälfte führt in der Meisterschaft Bruno Andrade (192 Punkte) vor Yann Cunha (189) und Luiz “Sohn von Raul (?)” Boesel (152). (Offizielle) Liveübertragungen der Rennen gibt es auf racetv.com.br – leider sind mir aber bisher die genauen Startzeiten unbekannt.

Wer übrigens in dieser Saison bisher die britische Formel 3 nicht verfolgt hat, der sollte am Wochenende mal eine der Motors-TV Zusammenfassungen aus Silverstone gucken. Viel mehr zu sagen, wäre wohl ein Spoiler, daher nur das: Diese Zusammenfassung dürfte wohl die bedeutendeste in der laufenden Saison sein. An diesem Wochenende findet übrigens schon das nächste Rennwochenende (Snetterton) statt – leider wird die Serie aber nirgendwo live übertragen.

August 25 2010

06:39

Ferner liefen: Die Newshappen

// Die Formel Eins erwacht die Woche aus dem Sommerschlaf. Insgesamt mussten die Fabriken zwei Wochen geschlossen sein, gearbeitet wurde, offiziell, nicht, denn die Mitarbeiter mussten Urlaub nehmen. Zu glauben, dass sich aber in Sachen gar nichts getan hat, wäre natürlich auch nicht richtig. In Spa wird Ferrari einen neuen Diffusor mitbringen, Williams hat einen Front- und Heckflügel, Renault bringt ein F-Duct-System mit und auch der Rest wird ein Updates an den Wagen schrauben. Einige Teams haben die Weiterentwicklung am Wagen aber auch schon mehr oder weniger eingestellt. Virgin, Lotus und HRT konzentrieren sich schon auf das 2011er Auto, ebenso Mercedes und Williams. Man verspricht sich davon einen Vorteil, aber das muss nicht zwingend so sein. Ferrari hatte letztes Jahr nach dem Massa-Unfall die Entwicklung auch eingestellt, gebracht hat es ihnen allerdings wenig.

// Es gibt Gerüchte, dass HRT und Euskadi ihre Bemühungen zusammenlegen. HRT hat bekanntermaßen finanzielle Probleme, Euskadi würde gerne in die F1, hat aber keinen Slot. Bernie Ecclestone möchte aber nicht noch ein wackeliges Team in der Serie haben und hat beiden wohl ein gemeinsames Vorgehen angeraten. Man überlegt wohl, dass man sich das 2010er Chassis von Toyota zulegt, um das als Basis für 2011 zu nehmen. Sinn macht das nur teilweise. Einerseits dürfte man zwar ein gutes Basischassis haben, andererseits ist der Wagen nie gelaufen und man muss das Heck sowieso komplett neubauen, weil der Doppeldiffusor ab 2011 verboten ist. Das ist auch der Grund, warum Pirelli das 2009er Chassis nimmt, das die Abtriebswerte im Heck besser für 2011 simulieren kann.

// Letzte Woche tauchte dieses Bild bei Twitter auf, dass die GP Strecke in Korea zeigt. Oder besser gesagt: die Baustelle. Laut den Metadaten ist das Bild am 4.8.2010 gemacht worden und das, was man da sieht, ist nicht schön. Die Strecke scheint zumindest im Start/Zielbereich noch nicht existent zu sein. Der Asphalt ist auch noch nicht da, zumindest nicht in diesem Bereich. Wirklich beruhigend ist das nicht, zu mal der Asphalt schon so eine Zeit braucht. Es reicht nicht, ihn einfach aufzutragen, er muss sich auch noch etwas setzen und eventuell ausgebessert werden. Dazu kommt, dass die FIA die Strecke auch noch abnehmen muss. Der GP soll zwar erst Ende Oktober stattfinden, aber wenn die Koreaner es nicht schaffen, müsste Ecclestone einen Ersatz suchen. Angeblich hat er beim Motorland Aragon nach gefragt, die aber abgelehnt haben. Wegen der Jahreszeit bleibt der Formel Eins nur der Start in Spanien, Portugal oder in einem arabischen Land.

// McLaren wird in Monza das F-Duct System nicht nutzen. Da man auf der Strecke eh mit minimalem Abtrieb unterwegs ist, lohnt sich ein Einsatz wohl nicht.

// Romain Grosjean eretzt in Spa den immer noch verletzten Ho Pin Tung beim Gravitiy GP2 Team. Ebenfalls neu in Spa ist Alvaro Parente, der bei Coloni Alberto Valerio raus gedrängelt hat.

// Gestern wurden die Entry-Lists für das kommende NASCAR-Wochenende veröffentlicht: Die Nationwide Series</a> fährt auf der bekannten Formel-1-Strecke “Circuit Gilles Villeneuve” in Montreal ihr drittes und letztes Rundkursrennen in diesem Jahr. Mit dabei sind unter anderem <strong>Jacques Villeneuve, Marcos Ambrose, Patrick Carpentier und Boris Said</strong>. Nicht ausgewiesen ist dagegen Nelson Piquet Jr., der sich vor einigen Woche noch Hoffnungen auf ein Cockpit bei Baker-Curb Racing machte. Die <strong>Trucks</strong> sind auf dem Chicagoland Speedway unterwegs und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">laut Entry-List wird Kyle Busch nur in Illinois fahren. Außerdem bestreitet Narain Karthikeyan, der bisher noch auf sein erstes Top10-Resultat wartet, ein weiteres Truck-Rennen.

// Die vor sich hin darbende F3 Euro Serie plant für 2011 einen Relaunch. Nachdem man die in diesem Jahr startenden Teams zu einer Absichtserklärung überreden konnte, auch im nächsten Jahr einen Start in der Serie in Erwägung zu ziehen, hat man nun schon mal Teile des neuen Reglement vorgestellt. Es wird nächstes Jahr wieder 10 Rennwochenenden geben, aber man wird 3 Rennen pro Veranstaltung fahren. Vermutlich also eins am Samstag und zwei am Sonntag, um die Renntag etwas aufzupeppen. Motoren und Auspuffanlagen werden auf dem diesjährigen technischen Stand eingefroren, dazu heißt es “Das gesamte Teampersonal wird beschränkt auf vier Personen pro Fahrzeug.”. Dafür dürfen die Teams mehr Fahrzeuge einsetzen und die Zahl der “privaten Testtage” pro Fahrer wird auf 6 erhöht. Bisher kein Wort davon, was man mit der teuren Chassisentwicklung machen möchte. Mit der Maßnahme, dass die Teams nun unbegrenzt Wagen einsetzen können, hat man sich auch ein Schlupfloch gelassen, wie man das Feld auffüllen kann, sollten sich “überraschenderweise” doch weniger Teams als geplant einschreiben. Derweil hat die britische F3, die um einige Teams der F3 Euro Serie buhlt, angekündigt, dass man noch mehr auf europäischen Strecken unterwegs sein wird. Das würde ich schon eine klare Kampfansage nennen.

// Anfang September geht der Intercontinental Le Mans Cup (ILMC) los, eine Art “Best of” Meisterschaft aus der LMS, ALMS und Asiatischen LMS. Gefahren werden in diesem Jahr drei Rennen: die 1000km Silverstone, Petit Le Mans und die 1000km Zuhai. Interessanterweise starten bei den drei Rennen dann noch mal die Werkswagen. Audi ist dabei, Peugeot ebenso. In der GT2 hat BMW zugesagt. Sinn des Cups ist eine Art inoffizielle Weltmeisterschaft. Für 2011 hat man noch Sebring zum Cup hinzugefügt. Audi hat auch schon die Besetzung der Wagen bekannt gegeben. Speerspitze wird die Kombi Kristensen/McNish sein, die beim Petit Le Mans von Dindo Capello unterstützt werden. Der fährt aber auch den zweiten Wagen zusammen mit Timo Bernhardt in Silverstone. Dafür fahren Fässler/Lotterer/Treluyer den zweiten R15+ in den USA, in China teilt sich Capello den Wagen mit Dumas.

August 12 2010

07:02

F3 Euro Serie: Das Aus für die Serie?

Sie war lange das Aushängeschild des deutschen Motorsports. Wer hier Meister wurde, der konnte es weit bringen. Jetzt ist die Serie so gut wie tot.

Ryan Briscoe, Jamie Green, Lewis Hamilton, Paul di Resta, Romain Grosjean, Nico Hülkenberg und Jules Bianchi. Das sind die Namen der Meister, die die F3 Euro Serie seit 2003 hervor gebracht hat. Es finden sich noch viele anderen Namen in den alten Starterlisten, darunter Robert Kubica, Nico Rosberg oder Sebastian Vettel. Die aus der deutschen und französischen F3 Serie hervorgegangene Euro Serie hatte sich Windeseile ganz als Nachwuchsserie Nummer 1 platziert. Wer auch nur in die Nähe der Formel Eins wollte, der musste die Serie gewinnen. Wer regelmäßig nicht aufs Podium kam, der konnte gleich nach Hause gehen. 2008 hatte die Serie sage und schreibe 10 feste Teams und 30 Fahrer aus 14 Nationen kamen in die Wertung. In diesem Jahr bekommt man mit Mühe und Not gerade mal 10 bis 14 Fahrer pro Rennen zusammen. Und die Teams überlegen laut, in die britische F3 Serie zu wechseln. Was ist da passiert?

Fast hätte es die F3 Serie geschafft. Bis 2008 hatte sie den Markt im Griff. Wer wollte schon in der spanischen, italienischen oder britischen F3 unterwegs sein, wenn sich die internationale Aufmerksamkeit allein auf die F3 Euro Serie konzentrierte? Für einen Moment sah es so aus, als könnte die Euro Serie, die vom DMSB veranstaltet und von der ITR mit vermarktet wird, alle anderen Serien verdrängen. Und doch brach 2010 alles zusammen. Die Gründe dafür sind vielfältig:

1. Konkurrenz
Es gibt eine wahre Flut von Nachwuchsserien. Renault erlaubt sich den Luxus einer zweistufigen Serie (World Series by Renault in zwei Klassen), dann gibt es die britische F3, Formel 2 und die GP3. Ein kurzer Blick auf die Serien:

- Die britische F3 hat, trotz aller Vermarktungsprobleme, und obwohl sie kaum im Fernsehen läuft, durchgehalten und der britische Motorsport gilt noch immer als “die” Schule für Nachwuchspiloten. Man hat vorne ein schmales Starterfeld, füllt aber mit der “National Class” auf, eine Nachwuchsserie in der F3. Allerdings – meist kommt nur der Meister weiter. Weiterer Nachteil: Man fährt bis auf Spa und Hockenheim nur in England.

- Die WSbR lebt allein von der Unterstützung durch Renault, hat sich aber, auch dank des guten TV-Deals mit Eurosport, gut etabliert. Die Fahrer werden gezielt an die GP2 herangeführt, viele wechseln oft zwischen der WSbR und der GP3 hin und her. Man befährt viele Formel Eins Strecken.

- Die Formel 2 ist eine Idee von Max Mosley, der eine billige Einstiegsserie haben wollte. Vermutlich hat er sich an seine eigene Zeit als Teambesitzer (March) erinnert. Die Serie ist wirklich billig (250.000 Euro/Saison), hat aber das Problem, dass sie als unfallträchtig gilt (Henry Surtees) und bis jetzt noch keinen “echten” Neuling hervor gebracht. Der letztjährigee Meister, Andy Soucek, geht nicht mehr als “Rookie” durch. Dieses Jahr sieht es mit Dean Stoneman und Joylen Palmer besser aus. Weiterer Vorteil: Man fährt parallel zu WTCC.

- Die GP3 ist eine Kopfgeburt von Bernie Ecclestone, der der von der FIA kontrollierten Formel 2 etwas entgegensetzen wollte. Die erste Saison läuft auch, trotz der Anbindung an die Formel 1, etwas schleppend, weil sie faktisch kaum im Fernsehen zu sehen ist.

Gegen alle diese Serie muss die Euro Serie ankommen. Der Start im Rahmen der DTM ist sicher nicht schlecht, aber die Serie leidet zum einen unter der fehlenden Internationalität der DTM. Im Grunde ist sie eine kleine deutsche Serie, die nicht mehr und nicht weniger international ist, als die britische F3. Dagegen sind die F2, die WSbR und die GP3 auf deutlich anderen Kursen unterwegs.

2. Vermarktung

Wieder der Vergleich:

- Die britische F3 wird miserabel vermarktet. Sie findet im Rahmen der British GT statt, eine Serie, die zum Beispiel der ADAC GT Masters nicht im entferntesten das Wasser reichen kann. Selbst die Dutch Supercar oder die BelCar scheinen erfolgreicher zu sein. Auch wird sie nicht live im Fernsehen übertragen, es gibt nur Aufzeichnungen auf MotorsTV. Dennoch parkt zum Beispiel Red Bull mindestens einen Fahrer weiterhin in England. Eine Vermarktung im social media Bereich findet nicht statt.

- Die WSbR hat Renault und einen Deal mit Eurosport. Mehr braucht es ja fast nicht mehr. Ansonsten macht man wenig. Die Facebook Seite ist miserabel gepfelgt (letztes Update Anfang Juli). Manchmal wundere ich mich, dass es die Serie überhaupt noch gibt, aber Renault nutzt sie wohl nur zu Marketingzwecken. Deswegen ist bei den Rennen der Eintritt auch immer frei.

- Die GP3 findet im Rahmen der Formel Eins statt, was ihr sehr viel Aufmerksamkeit beschert. Zwar gibt es (zumindest in Deutschland) keine Live-Übertragung, aber das braucht sie auch nicht unbedingt. Ecclestone hat die Serie bewusst ins Paddock zur GP2 gepackt, damit Synergien entstehen. Sowohl zwischen den Teams als auch zwischen Fahrern und Sponsoren. Zusätzlich wird sie per Facebook und Twitter verteilt.

- Die Formel 2 hat einen Deal mit Eurosport, die die Serie auch übertragen. Die Präsenz bei den WTCC-Rennen bringt zwar wenig Synergieeffekte für die Teams, da die Tourenwagen aber bei der FIA eine große Rolle spielen, sorgt die FIA dafür, dass die Formel 2 vernünftig eingebunden wird. So startet sie nicht morgens unter ferner liefen wie die GP3 und manchmal die F3 Euro, sondern meist gegen Mittag zwischen den WTCC-Läufen. Das bringt ihr die maximale Aufmerksamkeit. Sie sind auf Twitter zu finden, da werden aber nur Links auf die Webseite gepostet.

Die F3 Euro hat eigentlich keine schlechte Vermarktung. Oberflächlich gesehen zumindest besser als die britische F3. Sie wird live gezeigt, dazu Aufzeichnungen auf Sport1 und DMAX. Aber gegen die F2 und die WSbR kommt man nicht an. Richtig gut zu sehen war die Serie aber selbst zu ihren besten Zeiten in Deutschland auch nicht, da sie nur auf sky gezeigt wurde. Da hat man jetzt durchaus mehr erreicht. Zwar hat man auch eine überraschend gut gepflegte Facebookseite, auf Twitter war die Serie aber nicht zu finden.

Im Vermarktungsbereich muss sich die Serie nicht verstecken. Die TV-Präsenz ist für eine kleine Feeder-Serie gut. Auch die Pressearbeit kann sich sehen lassen.

3. Kosten

Um einen vernünftigen Vergleich anzustellen, reichen meine Zahlen nicht. Wie üblich sind Zahlen, was etwas kostet, schwer zu bekommen, die Teams halten ihre Budgets meist unter Verschluss. Aber man weiß dann ungefähr folgende Summen, die man braucht, um vorne mit dabei zu sein.

- Britische F3 ca. 300.000 Euro
- WSbR: in der 2 Liter Klasse um die 250.000, die 3.5 Liter weiß ich nicht
- F2: 250.000 Euro
- GP3: Nicht bekannt, sponsored by Bernie
- F3 Euro: Zwischen 750.000 und 1.000.000 Euro

Und da liegt wohl das Hauptproblem der Serie, sie ist schlicht und einfach zu teuer. Warum die Serie im Vergleich zu anderen so exorbitant teuer ist, ist schwer zu sagen, da man am Chassis wenig verändert hat. Vom Reglement her versucht man, die Kosten zu reduzieren, allerdings kann man für verschiedene Strecken, verschiedene Chassis verwenden. Nur während einer Rennveranstaltung darf man kein Chassis-Wechsel vornehmen.

Tatsache ist aber, dass die Teams schon seit Jahren über die Kostenexplosion klagen und vonseiten des Veranstalters (DSMB und das frz. Pendant, die FFSA) nichts unternommen hat. Auch nach der Ankündigung der FIA, die F2 ins Leben zu rufen, wo die Kosten massiv begrenzt sind, tat sich bei den Regelhütern nichts. Eine fast sträfliche Unachtsamkeit, die spätesten seit dem Beginn der Wirtschaftskrise im September 2008 nicht angegangen wurde. Kein Wunder, dass sich Teams, Fahrer und Sponsoren nach anderen Möglichkeiten umgesehen haben.

Das Resultat kann man dieses Jahr sehen. Schlecht besetzt, kleines Starterfeld und Teams, die offen darüber diskutieren, ob ein Einsatz in der britischen F3 nicht mehr Sinn macht. Wenn man bedenkt, die schlecht die britische Serie in Sachen Vermarktung aufgestellt ist, kann man erkennen, wie miserabel die Stimmung bei den Teams sein muss.

Der DSMB zog am letzten Wochenende die Notbremse und setze sich mit den Teams an einen Tisch. Heraus kam eine Absichtserklärung der Teams für eine Vereinbarung, auch 2011 in der F3 Euro Serie zu starten. Bös ausgedrückt: eine nicht bindende Absichtserklärung für eine später zu erfolgende, andere Absichtserklärung mit den paar Teams, die jetzt noch unterwegs sind.

Noch wird die Serie von Mücke, ART, Signature und der Motopark Academy getragen. Wenn auch nur ein Team den Absprung macht, sieht es schlecht aus. Und ART hat in diesem Jahr schon einen Gaststart in den britischen F3 hingelegt. Wenn ART geht, könnten andere schnell folgen. Und deswegen versucht der DMSB die Serie zu retten.

Dafür müsste man allerdings auch Konzept vorlegen, wie die Kosten gesenkt werden können und wie man die Qualität der Serie wieder anheben kann. Allerdings – offiziell gibt es kein Konzept. Zwar haben VW und Mercedes als Motorlieferanten ein hohes Interesse am Erhalt der Serie, aber letztlich liefert man die Motoren europaweit aus. Der Verlust der im Moment wenigen Wagen aus der Euro Serie stellt kein großes finanzielles Risiko da. Für eine Rettung der Serie ist es noch nicht zu spät, angesichts der fortgeschrittenen Saison und den schon laufenden Planungen der Teams für 2011, die ihre Budgets bis zum Winter durchhaben wollen, wird die Zeit aber mächtig eng.

Die goldenen Zeiten, als man in Europa praktisch Alleinherrscher war, sind aber vorbei. Sollte die britische F3 weiter so gut laufen und neue Teams anziehen, dürfte es auch nicht mehr lange dauern, bis sie wieder live im Fernsehen zu sehen ist und dann wird es für die F3 Euro richtig eng. Die F3 Euro Serie hat zu lange von ihrem Ruf legt und die aufkommende Konkurrenz zu lange ignoriert. Der Schaden scheint fast irreparabel.

Anmerkung: Ich habe die ADAC F3 Serie nicht mit in die Liste aufgenommen, weil sie bisher keine Konkurrenz zu den erwähnten Serien darstellt.

August 03 2010

16:13

Formelserien: Kein gutes Wochenende

Gleich zwei schwere Unfälle mit drei verletzten Fahrern gab es am vergangenen Wochenende in den Formelklassen. Jener aus der GP2 kann wohl leider überall passieren – bei der Superleague sollten sich die Verantwortlichen aber vielleicht ein paar Gedanken machen.

Es ist ein wirklich hässlicher Trend, der am Wochenende seine Fortsetzung gefunden hat: Nach Josef Kral (Valencia, GP2) und Simon Trummer und James Jakes (Hockenheim, GP3) gibt es schon wieder Verletzte in den Formel 1-Rahmenrennen. Diesmal hat es Jules Bianchi und Ho-Ping Tung getroffen. Letzterer hat wohl “nur” einen leichten Lendenwirbelbruch und könnte in Spa schon wieder im Cockpit sitzen. Bianchi hat sich ebenfalls einen Lendenwirbel gebrochen – allerdings schwerer als der Chinese. Er wird wohl für die gesamte restliche Saison ausfallen. Ganz besonders schlimm war der Unfalls von Chris van der Drift bei der SLF in Brands Hatch. Aber so schmerzhaft die zahlreichen Verletzungen auch sicherlich sind: Mit einem gebrochenen Knöchel, zwei gebrochenen Rippen, einem gebrochenen Schulterblatt und zwei gebrochenen Fingern ist Van der Drift (und die Superleague) wohl noch günstig davongekommen.

Superleague Formula

Denn dass Van der Drift noch am Leben ist, ist – abgesehen von der sicheren Bauweise moderner Formelautos – nur einigen glücklichen Umständen zu verdanken. Wer sich das Video vom Unfall genauer ansieht, wird feststellen, dass sich der Wagen nach dem Abheben erst kurz vor der Brücke genau so auf den Kopf dreht, dass der Unterboden parallel zur Decke der Brücke steht – im Abstand von wenigen Zentimetern. Und, dass der Wagen dann den Brückenpfeiler mit dem Heck trifft, und auf die Strecke zurückgeworfen wird. Die Brücke ist auf einer solchen Strecke sicher gefährlich – und es sollte (wie etwa auch in Monza) überlegt werden, ob sie unbedingt notwendig ist. Der Einschlag am Pfeiler hat wohl zu Van der Drifts Verletzungen beigetragen. Trotzdem hat sie dem Neuseeländer womöglich das Leben gerettet – wäre der Wagen nämlich nicht vom Pfeiler abgelenkt worden, wäre er wohl in Richtung Bäume geflogen. Mit sicher noch fataleren Folgen.

Damit aber genug von den grausamen Details. Der eigentliche Wahnsinn ist ja noch nichtmal der Unfall selbst – sondern, dass die SLF überhaupt in Brands Hatch gefahren ist. Schon für die kleinere Formel 2 ist die Strecke nicht mehr modern genug – den Eurosport-Kommentatoren war auch ein Jahr nach Henry Surtees’ tödlichem Unfall die Angst richtiggehend anzuhören, als die Serie vor zweieinhalb Wochen dort gastierte. (“Jungs, macht das bitte nicht! Das ist doch so gefährlich!” etc.). Die AutoGP hat zu Beginn des Jahres ihr geplantes Rennen in dort abgesagt und nach Navarra verschoben. Weitsichtige Begründung des Serienorganisators Enzo Coloni:

“While Brands Hatch has a great tradition, Navarra’s safety standards are way better, and with high performing and very powerful cars like ours, safety is something that we have to keep in mind as one of our priorities.”

Die Superleague Formula ist auf vielen schönen Strecken unterwegs. Aber ob man – bei aller angeblichen Begeisterungsfähigkeit der Südeuropäer für die SLF – ausgerechnet in Jarama fahren muss, das seit ewigen Zeiten kaum noch Renovierungen gesehen hat? Und, bei aller Spannung vor zwei Wochen – ob Zolder wirklich eine ideale Strecke für eine so schnelle Rennserie ist? Von Brands Hatch, wo die Katastrophe bei Formelaction ohnehin immer in der Luft liegt, gar nicht zu reden.

Klar: Die Serie will wachsen. Und auch klar: Es gibt in Europa zwar viele Strecken. Aber so viele, die 1) nicht schon ausgebucht, und 2) überdies bereit sind, die SLF aufzunehmen, gibt es auch wieder nicht. Man darf nicht zu wählerisch sein, sonst landet man nur noch auf Kursen wie dem Adria Intl. Raceway, wo die Serie am 4. unf 5. September ihr nächstes Rennen fahren wird. Aber bei der Sicherheit darf man eben auch keine Kompromisse machen. Das Wochenende hat das noch einmal nachdrücklichst gezeigt – bleibt zu hoffen, dass die SLF wenigstens daraus lernt.

Noch ganz kurz zum sportlichen Teil: In der Tabelle hat sich in Brands Hatch wenig verändert. Die beiden Tabellenführer, der AC Milan (Yelmer Buurman) und Tottenham Horspur (Craig Dolby) fuhren in beiden Rennen direkt hintereinander. Am Ende konnte Tottenham ein wenig aufholen – und liegt jetzt mit 461 Punkten nur noch denkbar knapp hinter Milan (463). Der RSC Anderlecht (Davide Rigon) bleibt auf Rang drei, dahinter konnte Chris van der Drifts Olympiacos Piräus den FC Basel (mit Max Wissel am Steuer) überholen – Rennen 2 wurde ja nach dem Unfall mit der roten Flagge abgebrochen, Van der Drifts sechster Platz geht daher trotz des Unfalls in die Wertung ein.

Bleibt zu hoffen, dass er bald wieder einen Gesundheitszustand erreicht, der es ihm erlaubt, sich darüber zu freuen. Wir wünschen jedenfalls gute Genesung!

GP 2

Anders als bei der SLF, tendiere ich bei der GP2 dazu, die Verletzungen einfach unter “Rennfahrer-Risiko” abzuhandeln. Immerhin fährt man nur auf jenen ausgewählten Kursen, die auch die Formel 1 besucht – und auch die Autos müssen Formel 1-Crashtests bestehen. Die Häufung von Wirbelverletzungen (Kral, Bianchi, Tung) ist zwar ein wenig bedenklich – kann aber auch ein hässlicher Zufall sein. Der Unfallhergang am Samstag spricht jedenfalls dafür: Bianchi hatte sich, nachdem er sich zurück ins Feld gedreht hatte, zunächst die Nase bei Dani Clos abgefahren. Erst danach wurde er frontal (und eben ohne Nase als Knautschzone) von Tungs Wagen erfasst. Dieser nicht mehr gefederte Aufprall führte wohl trotz recht geringer Geschwindigkeit zu den Verletzungen. Ein Unglücksfall, wie er wohl bei allen Sicherheitsvorkehrungen leider passieren kann.

Das nach längerer Unterbrechung folgenden Rennen war dann jedenfalls weitgehend Budapest-typisch, um nicht zu sagen: zäh. Pastor Maldonado legte einen überzeugenden Start-Zielsieg hin, dahinter verteidigte ein kräftig auftrumpfender Christian Vietoris seinen zweiten Platz gegen Sergio Pérez. Rennen zwei gewann dann von der Reverse-Grid Pole aus Giacomo Ricci – ebenfalls in recht überzeugender Manier. Dass dahinter wieder Vietoris landete, war eine gewisse Überraschung. Vielleicht ist dem jungen Deutschen ja jetzt endgültig der Knoten geplatzt.

In der Meisterschaft liegt Pastor Maldonado nun schon mit 26 Punkten Vorsprung auf Pérez in Front. Es müsste also schon sehr viel Unvorhergesehenes passieren, damit dem Venezoelaner nach fast drei Viertel der Saison der Meisterschaftssieg noch zu nehmen ist. Weitere acht Punkte dahinter liegen Dani Clos und Jules Bianchi, deren Duell um den dritten Platz wohl durch den Unfall entschieden wurde.

Weiter geht es mit der GP2 in knapp vier Wochen in Spa.

Formel 2

Ein knappes Rennen um die Meisterschaft gibt es in der Formel 2: Zwei Rennwochenenden vor Schluss liegen Jolyon Palmer und Dean Stoneman nur 4 Punkte voneinander getrennt an der Tabellenspitze. Weitere Titelkandidaten gibt es allerdings nicht mehr. Denn der derzeit drittplatzierte Phillip Eng liegt schon fast 100 Punkte hinter Palmer. Um diesen dritten Platz wird es dann allerdings wieder ein knappes Rennen – neben Eng haben auch Will Bratt und Sergey Afanasiev noch gute Chancen.

Die Rennen auf der tschechischen Strecke waren für F2-Verhältnisse nicht ganz so berühmt – in den jeweiligen Startphasen gab es ein paar recht nette Duellen. Sonst ging der Blutdruck – außer beim Ausfall Engs auf Platz drei, nur eine Runde vor Ende des zweiten Rennens – nicht wirklich in die Höhe.

Im Vergleich mit den Geschehnissen bei SLF und GP2 mag das eine angenehme Abwechslung gewesen sein. Anfang September in Oschersleben wären etwas spannendere Rennen aber trotzdem eine schöne Sache.

Formel 3 Euroseries

Na, vermisst? Erstmals nach der hochverdienten Sommerpause lässt die F3 Euroserie am kommenden Wochenende am Nürburgring die Motoren wieder aufheulen. Und zwar wohl mit etwas größerem Starterfeld als bisher. Denn neben Perlen wie “Optimistically into the second season half” war auf der Serienhomepage kürzlich zu lesen, dass Mika Mäki und Christopher Zanella Comebacks in der Nachwuchsserie geben werden. Zumindest mit Mäki kann man sicher auch im vorderen Teil des Feldes rechnen.

An der Spitze der Meisterschaft liegt mit Eduardo Mortara derzeit ein weiterer Comeback-Mann. Und das schon ziemleich deutlich – nämlich mit einem Vorsprung von 15 Punkten auf Marco Wittmann, der seierseits sieben Zähler vor dem drittplatzierten Valtteri Bottas liegt.

Übertragen werden beide Rennen am Samstag und Sonntag jeweils um 11:20Uhr  – wie immer live auf n-tv.

July 28 2010

16:24

Formelserien: GP2/GP3-Analyse & das kommende Wochenende

Naja. So richtig toll waren die F1-Rahmenrennen in Hockenheim ja nicht – auch, wenn es gelegentlich doch ein wenig Action gab. Am kommenden Wochenende könnte wieder mehr los sein: Das Programm verspricht jedenfalls ordentlich Action. Zum Teil leider auf Kosten der Sicherheit.

Die GP2 bot in Hockenheim ein eher maues erstes, und ein etwas spannenderes zweites Rennen. Am Ende waren aber in beiden Läufen doch wieder die beiden Meisterschaftsleader vorn: Pastor Maldonado konnte mit einem ungefährdeten Sieg am Sonntag seine Führung ausbauen. Sergio Pérez zeigte am Sonntag mit einem etwas kampfbetonterem Sieg, was in ihm steckt. Bei der GP3  trat dagegen wiedermal ein alter Bekannter in Erscheiung: Robert Wickens gewannt Lauf eins, bevor Tabellenführer Gutierrez am Sonntag wieder die gewohnte Hackordnung zementierte. Am Wochenende fahren beide Serien schon wieder im Rahmen der Formel 1 – und außerdem noch die F2 in Brünn, und die Superleague Formula auf dem GP-Kurs von Brands Hatch.

GP2

Eine interessante Mischung uns jungen und älteren Talenten konnte sich beim GP2 Lauf in Hockenheim in Szene setzen. Auf Seiten der Altstars: Pastor Maldonado, der den ersten Lauf fast nach Belieben dominierte, und seine Tabellenführung ausbauen konnte. Außerdem Romain Grosjean. Der Franzose konnte beim Gasteinsatz als Ersatz für Jerome D’Ambrosio zwar keine Punkte holen, nach einem durchwachsenen Samstag konnte er sich aber immerhin von Ende des Feldes bis auf Rang sieben vorfahren. Sehr sehenswert – bis er dann kurz vor Schluss in eine von beiden Fahrern vermeidbare Kollision mit Maldonado verwickelt wurde, die beider Rennen beendete. Dafür konnte ein weiterer “Alter” endlich wieder jubeln: Nach langer Durststrecke reichte es beim Deutschland-GP für Adrian Zaugg zu einem Podium.

Aus Seiten der Jungen ist zuallererst Sergio Pérez zu nennen: Rang zwei am Samstag und ein schön herausgefahrener Sieg am Sonntag sorgten in Summe dafür, dass der Mexikaner seinen Abstand auf Maldonado leicht verkürzen konnte. Außerdem noch Jules Bianchi, der endlich zwei passable – wenn auch noch nicht glühend schnelle – Läufe auf die Reihe brachte, und zweimal gute Punkte holen konnte.

Keine Zähler gab es zum Heimspiel wieder mal für Chrisian Vietoris. Schön langsam müssten in seiner Umgebung mal die Alarmglocken zu schrillen beginnen – denn von Talent her müsste der junge Deutsche deutlich weiter vorne mitfahren. Zu Beginn der Saison war er – zumindest in den Trainings – ja auch gut dabei. Seitdem scheint er aber leider ab- statt zugebaut zu haben.

In der Meisterschaft liegt nach Beginn der zweiten Saisonhälfte immer noch Pastor Maldonado recht deutlich in Front. Wobei: die 21 Punkte Führung mögen nach viel klingen – wenn er aber auch nur einmal einen ersten Lauf verhaut, während Pérez gewinnt, ist der Mexikaner wieder klar in Schlagdistanz. Dirket dahinter liegt Saisonüberraschung Dani Clos, für den in Sachen Schlagdistanz das gleiche gilt, wie für Pérez. Jules Bianchi hat es mittlerweile auf Rang 4 der Tabelle geschafft. Mit fast 30 Punkten Rückstand bräuchte er aber schon zwei schlechte Maldonado-Wochenenden, um aufzuschließen.

Diese Woche wurde übrigens das GP2-Auto für die kommende Saison wieder getestet – und zwar bereits mit den Pirelli Reifen, die 2011 nicht nur in der GP2, sondern auch in der Formel 1 zum Einsatz kommen sollen. Drei Bilder davon unten in der Gallerie.

GP3

Etwas chaotischer ging es – wie gewohnt – bei der GP3 zu. Zum Glück weniger gewohnt: Diesmal gab es zwei Verletzte. Fast untergegangen ist in der etwas uninformativen Eurosport-Übertragung der schwere Unfall von Simon Trummer. Der Schweizer hob über das Heck eines Konkurrenten – dem Vernehmen nach Roberto Mehri – ab, schlug in Folge hart ein, und zog sich dabei Wirbelbrüche zu. Nun wird er wohl das kommende Monat pausieren müssen, und somit zumindest in Ungarn nicht am Start sein können. Fast schon ein Glück, dass jetzt die lange Sommerpause folgt, in der er sich vielleicht ein wenig erholen kann.

Womöglich auch nicht in Ungarn dabei: James Jakes. Der Brite kollidierte so unglücklich mit dem US-Amerikaner Josf Newgarden, dass er sich dabei Bänder im rechten Arm verletzte. Ob er am kommenden Wochenende Rennen fahren darf, werde die Ärzte erst in den kommenden Tagen beschließen.

Zum Sportlichen: Am Samstag holte sich Robert Wickens, bekannt aus Film, Fernsehen, A1 GP und Formel 2 (vor allem, um nicht zu sagen “ausschließlich” aber den beiden letzteren), einen relativ ungefährdeten Sieg, der ihn in der Meitschaft wieder einigermaßen souverän auf den kurzfristig verlorenen zweiten Platz zurückholte. Am Sonntag siegte dann wieder Saisondominator Esteban Gutierrez – und zwar in fast noch souveränerer Weise.

Drei Runden vor Schluss der GP3-Premierensaison führt also der Mexikaner nun mit 64 Punkten vor dem zweitplatzierten Robert Wickens, der bereits einen veritablem Rückstand von 30 Punkten hat – und folglich die Hälfte aller noch ausstehenden Rennen bei gleichzeitigem Ausfall von Gutierrez gewinnen müsste, nur um auf die Tabellenführung aufzuschließen. Dahinter folgen Alexander Rossi (26) und der beste Deutschsprachige im Feld, der Schweizer Nico Müller (23).

Eurosport 2 bringt am Wochenende – wie mittlerweile gewohnt – Lauf eins As-Live am Sonntag um 9:00Uhr, eine halbe Stunde später folgt dann die Liveübertragung des zweiten Rennens.

Formel 2

Nachdem es in Brands Hatch noch reichlich Spannung der völlig falschen Art gegeben hatte, kehrt die Formel 2 nun wieder auf einen weniger gefährlichen Kurs zurück. Im Rahmen der WTCC begeht man am kommenden Wochenende im tschechischen Brünn den Beginn des letzten Saisondrittels.

Und überraschenderweise wird es in der Meitschaft jetzt doch nochmal spannend. Denn Jolyon Palmer hat fast den gesamten Vorsprung auf seinen britischen Landsmann Dean Stoneman eingebüßt. 186 zu 181 steht es in der Tabelle, bei der Menge an noch zu erreichenden Punkten also quasi eine Pattsituation.

An dritter Stelle liegt nach dem Sieg in Brands Hatch nun wieder der Salzburger Phillip Eng, der allerdings mit 114 Punkten schon ein veritables Wunder brauchen würde, um die beiden in der Meitschaft noch einzuholen.

Rennen eins gibts am Samstag um 13:00Uhr live auf Eurosport Intl., Lauf zwei am Sontag um 15:45 ebenfalls live auf ESP2.

Superleague Formula

Da ist man gerade froh, dass die Formel 2 Rennen in Brands Hatch diesmal problemlos absolviert sind, da macht sich schon eine noch schnellere Serie bereit, dieses gefährliche Abenteuer zu begehen. Die Superleague Formula fährt am kommenden Wochenende erstmals auf dem GP Kurs der Strecke in der englischen Grafschaft Kent.

Nach einem glücklosen Wochenende für Craig Dolby und Tottenham Hotspur im belgischen Zolder ist in der Meisterschaft wieder alles offen – der AC Milan (Yelmer Buurman) hat sogar erstmals die Führung übernommen. Mit je etwa 40 Punkten Rückstand haben dahinter auch der RSC Anderlecht (Davide Rigon) und FC Basel (Max Wissel) noch sehr solide Siegchancen. Immerhin sind ja erst sechs von vermutlich 12 Rennen absolviert.

Zumindest der zehnte Saisonlauf, jener im innermongloischen Ordos, wurde mittlerweile auch mittels Pressemitteilung der SLF offiziell bestätigt. Das elfte Rennen hat zwar bereits einen Termin (eine Woche nach Ordos) und ein Austragungsland (ebenfalls China) – eine Strecke steht aber noch nicht fest. Klar ist dagegen: Das Saisonfinale findet Ende Oktober auf der brandneuen Strecke im spanischen Navarra statt.

Ein paar Neuigkeiten von der Fahrerfront gibt es auch noch: Franck Montagny wird in Brands Hatch wieder ins Cockpit des Girodins de Bordeaux-Wagens zurückkehren. Jaap van Lagens Gastspiel in diesem Auto in Zolder war also eher eine einmalige Geglegenheit – auf die Resultate kann der 33-jährige Niederländer, der zuletzt 2007 im Formelauto gesessen ist dennoch stolz sein. Andy Soucek wird – wie schon in Zolder – wieder am Steuer des Wagens von Sporting Lissabon sitzen, wo zuvor der Spanier Borja Garica gewerkt hatte. Ein 18. Auto wird es in England auch wieder geben: Olympique Lyonnais kehrt nach einem Aussetzer in Zolder wieder in die SLF zurück – allerdings nicht mehr mit Sébastien Bourdais am Steuern, sondern mit dessen Landsmann Franck Perera.

Zu sehen gibt es das alles wieder exklusiv (will heißen: ohne TV-Vertrag) im offiziellen Stream auf superleagueformula.com.

July 14 2010

16:21

Formelserien: Zwei Analysen und zwei Vorschauen

Langsam wachsen der GP3 Hand und Fuß – die Rennen in Silverstone waren erstmals richtig spannend. Dafür ziemlich lapp: Die GP2. Am Wochenende stehen dann Superleague Formula und F2 auf dem Programm.

Ziemlich gemischte Kost gab es am Wochenende bei den beiden großen Nachwuchsserien iin Silverstone. Das GP2-Hauptrennen war eher von der langatmigen Sorte, der Sprint am Sonntag war zwar dann etwas interessanter, aber für GP2-Verhältnisse auch nicht gerade nervenaufreibend. Viel spannender waren allerdings die Läufe der GP3, die sich immer mehr zu einer Serie mausert, bei deren Rennen man gerne den TV anwirft. Am kommenden Wochenende stehen dann schon wieder zwei Formelserien auf dem Programm: Die Superleague Formula beendet in Zolder ihre erste Saisonhälfte – und die Formel 2 kehrt fast auf den Tag genau ein Jahr nach der Tragödie um Henry Surtees nach Brands Hatch zurück.

GP2

Wie schon gesagt: Eher dröge, diese GP2 in Silverstone. Vor allem das Hauptrennen glich in unangenehmer Weise anderen Samstags-Vorstellungen in dieser Saison. Will heißen: Nach dem Start war nicht mehr viel los, weil alle auf die Boxenstopps gewartet haben. Und nach dem Stops hatte sich das Feld dann endgültig sortiert.

Immerhin hat Meisterschaftsleader Pastor Maldonado bewiesen, dass er auch ohne Pech und Unvermögen der Konkurrenz gewinnen kann. Der Sieg am Silverstone-Samstag schien nach dem Start (bei dem er Jules Bianchi überholte) nie in Gefahr. Am Sonntag konnte er sich immerhin von Position acht auf vier vorfahren. Eine tolle Vorstellung vom Venezolaner, der nun schon 19 Punkte Vorsprung auf den Meisteschaftszweiten Dani Clos, und ganze 25 auf den drittplatzierten Bianchi hat. Nur einen Punkt dahinter liegt Sergio Pérez, der ebenfalls ein gutes Wochenende hatte, und den Sieg im Sprintrennen einfahren konnte.

Weniger toll war wieder mal die Leistung von Christian Vietoris. Den sechsten Platz am Samstag muss man angesichts der bisherigen Saison wohl schon fast als Erfolg werten. Platz 10 am Sonntag, als er von der dritten Startposition losfuhr, lässt sich nicht mehr so einfach schönreden. Fairerweise muss aber auch gesagt werden, dass Vietoris am Sonntag wohl auch ein technisches Problem am Auto hatte. Trotzdem: Teamkollege Dani Clos liegt in der Meisterschaft auf Platz 2 – Vietoris nun auf 16. Ein paar Highlights in der zweiten Saisonhälfte würde dem deutschen Nachwuchspiloten sicher gut tun – zumindest am Talent sollte es ja eigentlich nicht mangeln.

Ein kleiner Hinweis noch zu den Bildern: Die GP2 hat jetzt ein paar offizielle Pressebilder des Autos für 2011-2013 veröffentlicht. Besonders schön finde ich die Kiste ja immer noch nicht – aber wenn sich jemand selbst ein Bild machen will: Ich habe ein paar davon unten an diesen Artikel gehängt.

GP3

In der GP3 zeigt weiterhin Esteban Gutierrez, dass Pérez nicht Mexikos einzige Hoffnung auf den ersten Formel 1 Piloten seit Héctor Rebaque 1981 ist. Der 19-jährige Formel BMW Meister des vergangenen Jahres drückt der ersten Saison der neuen Nachwuchsserie so richtig seinen Stempel auf: Zur Saisonhalbzeit hat er mit 52 Meisterschaftspunkten exakt doppelt so viele Zähler wie der zweitplatzierte Alexander Rossi (für Rechenfaule: 26).

Langeweile kommt in der GP3 trotzdem nicht auf: Fast in jeder Runde gibt es irgendeinen Zweikampf zwischen den 30 Nachwuchspiloten. Was am Anfang noch etwas unübersichtlich schien, beginnt mit zunehmender Vertrautheit mit der Serie so richtig Spaß zu machen. Das hat auch Europsort erkannt, die am vergangenen Wochenende erstmals beide Läufe live übertragen haben. Schade, dass man in einenhalb Wochen wohl wieder dazu zurückkehrt, nur das Sonntagsrennen live zu zeigen. Ein weiterer Wehrmutstropfen rund um die TV-Übertragung: Die internationale FOM-Regie wirkt so, als würde man die GP3-Rennen eher uninteressiert nebenbei übertragen. Positionswechsel werden nicht immer aufgelöst, vor allem ist wesentlich seltener als bei F1 und GP2 ein Leaderboard im Bild – was es gerade bei einer neuen Serie wohl so manchem Fan erschwert, das Chaos auf der Strecke richtig einzuordnen.

Aus deutschsprachiger Perspektive erfreulich: Der Schweizer Nico Müller hat sich in der Serie nach seinem Sieg in Valencia und konstanten Leistungen in Silverstone nun auf den dritten Tabellenplatz geschoben. Weniger konnten bisher leider der Deutsche Tobias Hegewald, der Schweizer Simon Trummer, Austro-Italiener Mirko Bortolotti und Patrick Reiterer aus Südtirol überzeugen, die lediglich auf den Rängen 15, 17, 21 und 30 liegen.

Bortolotti gab im zweiten Silverstone-Rennen, in dem er lange auf Platz drei lag, immerhin ein Lebenszeichen von sich. Am Ende wurde aber aus der Punkteplatzierung doch nichts, weil er für ein unfaires und gefährliches Manöver an Esteban Gutierrez völlig zu Recht nach dem Rennen mit einer 20-Sekunden-Strafe belegt wurde.

Superleague Formula

Die SLF beendet am kommenden Wochenende ihre erste Saisonhälfte in Zolder – und damit auf dem einzigen Kurs, auf dem sie bisher in allen drei Jahren ihres Bestehens unterwegs war. 2008 haben hier Liverpool (Adrian Valles) und Beijing Guoan (Davide Rigon) gewonnen, im vergangenen Jahr Tottenham Hotspur (Craig Dolby) und Al-Ain (Esteban Guerrieri). Wieso man ausgerechnet in Zolder bisher immer unterwegs war? Womöglich liegt es daran, dass es sich um das Heimrennen des derzeitigen Tabellenvierten RSC Anderlecht handelt. Außerdem ist mit Azerti Motorsport (Anderlecht und Corinthians) auch ein belgisches Team in der Serie vertreten.

Das ist also die Plus-Seite. Auf der Minus-Seite: Die Strecke ist, wie die Formel 2 erst vor ein paar Wochen wieder einmal bewiesen hat, für Formel-Rennen nur begrenzt geeignet und nicht ganz ungefährlich. Aber immerhin: Die SLF hat noch fast überall spannende Läufe hinbekommen – vielleicht dürften wir ja auch in Belgien auf eine Fortsetzung dieser Serie hoffen.

In der Tabelle führt nach wie vor Tottenham Hotspur (Craig Dolby), deren Vorsprung auf den AC Milan (Yelmer Buurman) allerdings nach einer schwachen Vorstellung auf dem Nürburgring etwas geschmolzen ist. An dritter Stelle liegt der FC Basel, dessen Auto von Deutschen Max Wissel gefahren wird.

Insgesamt werden in Zolder diesmal nur 17 der sonst 18 SLF-Boliden an den Start gehen: Sebastian Bourdais wird nicht nach Zolder reisen, weil sein LRS Formula Team Setup-Probleme am Wagen entdeckt hat, die sich wohl nicht rechtzeitig bis zum kommenden Wochenende lösen lassen.

Neuigkeiten gibt es von der Superleague Formula an einer anderen Front: Vergangene Woche hat die Serie ohne weiteren Kommentar ihren Online-Kalender für die laufenden Saison aktualisiert. Dort tauchen jetzt zwischen dem Lauf Ende September in Portimão und dem Saisonfinale in Navarra zwei Rennen in China auf. Die erste der beiden Meisterschaftsrunden wird am 2. und 3. Oktober am nagelneuen Ordos International Circuit in der inneren Mongloei stattfinden, der Austragungsort der zweiten China-Veranstaltung ist zur Stunde noch offen. Mehr dazu in den aktuellen Newshappen.

Eine Liveübertragung im TV scheint es auch diesmal wieder nicht zu geben – nicht völlig auszuschließen ist allerdings, dass die Rennen noch kurzfristig im Programm von Bloomberg auftauchen. Ansonsten wird man sich wieder mit dem (ausgezeichneten) Gratis-Stream auf der Serienhomepage begnügen müssen.

Formel 2

Bleibt noch die Formel 2, die an diesem Wochenende nach Brands Hatch zurückkehrt, wo am 19. Juni 2009 Henry Surtees beim Sonntagsrennen der Serie tödlich verunglückt ist. Der tragische Unfall hat damals für heftige Diskussionen um die Sicherheit in der Budget-Nachwuchsserie gesorgt, die bis heute nicht alle befriedigend gelöst sind.

Ein Kritikpunkt war damals, dass die Reifen nur ungenügend an den Autos fixiert seien. Hier scheint es wohl Verbesserungen gegeben zu haben, wie der Marrakesch-Unfall von Ricardo Teixeira zeigt – dort sind trotz des heftigen Einschlages alle Reifen am Auto geblieben.

Ein weiterer Kritikpunkt war die Auswahl der Strecken. Und da hat sich, meiner Meinung nach, zu wenig getan. Marrakesch, Monza und Zolder sind für eine so schnelle Nachwuchsformel mit zum Teil sehr unerfahrenen Piloten sicher nicht ideal. Und in Brands Hatch geht man in diesem Jahr eben auch wieder an den Start. Angeblich sollen dort zwar ein paar Verbesserungen des Auslaufs vorgenommen worden sein – das Grundproblem, dass die Strecke einfach für Monoposti nicht mehr zeitgemäß ist, hat man damit aber wohl kaum gelöst. Bleibt zu hoffen, dass in die Evalutation der neuen Sicherheitsmaßnahmen nicht die Tatsache eingeflossen ist, dass die Strecke der Betreiberfirma MotorSport Vision gehört. Jener Firma im Besitz von Jonathan Palmer also, die im Auftrag der FIA auch die Formel 2 Meisterschaft betreibt.

Noch kurz zum Sportlichen: Beim Test in Brands Hatch am Dienstag hatte einmal mehr Meisterschaftsleader Jolyon Palmer die Nase vorn. Will Bratt und Dean Stoneman auf den Plätzen zwei und drei vervollständigten das britische Führungstrio. Auch die Meisterschaft dürfte auf ein britisches Duell hinauslaufen. Dort führt Jolyon Palmer mit 182 Punkten vor Dean Stoneman (156). Der Abstand zu Platz drei (Phillip Eng, 88) ist bereits schier unüberwindbar.

Übertragen werden die beiden Rennen wie immer live auf Eurosport: Lauf eins Samstag, 12:30 auf ESP Intl., Rennen zwei am Sonntag, 13:45 auf ESP2.

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July 08 2010

06:51

Formel Vorschau: GP2/GP3 Silverstone, AutoGP Magny-Cours

Das Finale der Fußball-WM wirft seinen Schatten auf den Motorsport. Außer GP2 und GP3 im Begleitprogramm der F1 ist nicht viel los. Nur die AutoGP stellt sich wacker gegen den Trend.

Die wenigen Rennen, die am Wochenende doch stattfinden, könnten sich dafür aber lohnen: In der GP2 wird sich die Frage stellen, ob Pastor Maldonado sein überrschend gutes bisheriges Auftreten auch an die fünften der zehn Stationen hinüber retten kann. Aber auch abseits der Rennstrecke haben sich in der Top-Nachwuchsserie in den vergangenen zwei Wochen ein paar interessante Dinge getan. In der dritten Liga, der GP3 sieht weiter alles nach einem Durchmarsch von Esteban Gutiérrez aus. Zu sicher sollte er sich aber nicht sein, denn die Konkurrenz schläft schließlich nicht. Und an diesem Wochenende gibt es wieder harte Konkurrenz von Gastfahreren aus der F3 Euroseries.

GP2

Zunächst aber nochmal zur Königsklasse unter den Juniorserien – dort hat sich in der vergangenen Woche nämlich so einiges an Neuigkeiten angesammelt. Beginnen wir mit den schlechten Nachrichten: Josef Kral hat sich bei seinem Unfall im Sprintrennen von Valencia doch schwerer verletzt, als die beruhigenden Meldungen am Sonntag und Montag noch vermuten ließen. Checks im Krankenhaus von Liberec (Tschechien) haben ergeben, dass sich Kral zwei Wirbelbrüche zugezogen hat, und zwei bis drei Monate pausieren muss. Immerhin: Von Folgeschäden ist wohl nicht auszugehen. Sein Super Nova Team hat bereits reagiert, und setzt bis zu Krals Rückkehr GP2-Veteran Luca Filippi ins Cockpit.

Außerdem hat vergangene Woche die erste Testfahrt jenes Wagens stattgefunden, mit dem die GP2 in den Jahren 2011 bis 2013 an den Start gehen will – das aktuelle Auto wird ja nach Ende dieses Jahres eingemottet bzw. (wenn ich mich nicht irre) in die GP2 Asia verschoben. Die britische Rennbibel Autosport hat zu diesem Anlass einen Fotografen losgeschickt – natürlich völlig geheim und spontan und absolut ohne Einverständnis der PR-Abteilung der GP2. Und prompt ist dieser Mensch dann auch mit einem Bild des neuen Wagens zurückgekommen.

Durch besondere optische Werte kann die Karre beim Ersteindruck nicht unbedingt überraschen. Man muss ihr aber lassen, dass sie zumindest näher an der modernen Formel 1 dran ist, als die bisherigen Boliden. Und mit der richtigen Lackierung kann das alles ja auch schnell wieder viel freundlicher wirken.

Auch in einem anderen Aspekt rückt die GP2 noch näher an die Königsklasse des Motorsports heran: Pirelli, die ab kommender Saison ja neben der F1 auch die GP2 und GP3 ausrüsten, haben bekannt gegeben, dass sie die GP2 nicht länger mit eigenen Reifen ausrüsten werden. Stattdessen fährt die GP2 dann mit den selben Gummis, mit denen auch die Formel 1 unterwegs sein wird. Von Pirellis Standpunkt aus macht das Sinn – immerhin muss man so nicht eine weitere Mischung produzieren, sondern kann einfach mehr von der herstellen, die man ohnehin schon liefert. Außerdem ergibt sich dadurch eine glänzende Möglichkeit, das F1 Testverbot zu umgehen. Womöglich kann man sogar davon ausgehen, dass auch das eine oder andere Formel 1 Team sich somit nun wieder mehr um die Entwicklungsarbeit seines Juniorteams bemühen wird. Welche Folgen sich dadurch für das Racing ergeben, muss man dagegen abwarten. Ganz prinzipiell ist es für die Fahrer aber sicher nicht von Nachteil, sich in der GP2 schon mal an die zukünftigen Arbeitsutensilien gewöhnen zu können.

Nicht näher an die Formel 1 rückt derweil des ART-Team. Etwas überraschend hat die Truppe gestern nämlich bekannt gegeben, dass man wegen mangelnder finanzieller Unterstützung die Bewerbung um den 13. Startplatz für kommendes Jahr zurückgezogen hat.

GP3

Auch in der GP3 gibt es zwei personelle Nachrichten: Zum einen steht nach seinen glänzenden Auftritten in Valenica auch diesmal wieder Roberto Mehri auf der offiziellen Startliste. Zum anderen gibt es diesmal Verstärkung aus der F3 Euro-Fraktion. Denn auch Mehris Landsmann Daniel Juncadella wird nach zwei eher mäßigen Auftritten beim Saisonauftakt in Barcelona ins Tech 1-Cockpit zurückkehren. Man darf schon gespannt sein, wie die beiden jungen Herren die marode F3 Euroseries dabei verkaufen werden.

Zeigen sie beide gute Leistungen, halte ich es für durchaus möglich, dass in Zukunft wieder mehr Aufmerksamkeit auf den Talentepool der F3 Euro gelegt wird. Ob das allein die Serie aber aus ihrer momentanen Misere befreien könnte, bleibt abzuwarten.

AutoGP

Die AutoGP startet auch. In Magny-Cours. Und viel mehr kann ich aus sportlicher Sicht dazu eigentlich nicht schreiben. Denn mangels Kabelanschluss habe ich noch kein Rennen dieser Serie sehen können. Dabei scheint die Nachfolgeserie der Euro F3000 durchaus an Statur zu gewinnen.

Soviel lässt sich dann aber doch noch sagen: Romain Grosjean wird nach Spa vor eineinhalb Wochen auch in Magny-Cours in der Serie an den Start gehen. Der Meisterschaftszweite, Luca Filippi dafür (siehe oben) nicht. Ob Super Nova einen AutoGP-Ersatzmann für den Italiener findet (bzw. sucht), ist derzeit noch unklar. In der Entry-List auf der AutoGP Homepage ist derzeit noch Filippi verzeichnet. Und die Pressemeldung der AutoGP berichtet lediglich, dass er diesen Lauf versäumt. Und schweigt sich zu einem möglichen Ersatzmann ebenfalls aus.

Danach macht die AutoGP übrigens erstmals Sommerpause, und fährt erst wieder Ende September – dann zur Eröffnung des Circuito de Navarra in der gleichnamigen Provinz im Norden Spaniens.

Übertragen werden wieder beide Rennen live auf MotorsTV, wo es übrigens an diesem Wochenende (erstmals?) auch eine Live- und eine As-Live-Übertragung der F3 Open geben wird. Die spansiche F3-Serie mit internationalem Anspruch geht ebenfalls in Magny-Cours an den Start.

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July 07 2010

06:30

Ferner liefen: Die Newshappen

// Nach den Rennen in Barcelona und Valencia und den Formel1-zertifizierten Strecken in Valencia (Ricardo Tormo), Jerez und Aragon soll es in Spanien bald noch eine Strecke geben, auf der die Königsklasse des Motorsports Rennen bestreiten könnte. Joan Jaume Mulet, Bürgermeister der Gemeinde Llucmajor auf Mallorca soll sich beim GP von Europa mit Bernie Ecclestone über den Bau einer solchen Anlage auf der Baleareninsel unterhalten haben. Fertig könnte die Bahn frühestens 2013 sein. Architekt ist ausnahmsweise nicht Hermann Tilke – auch, wenn man das dem ersten Streckenplan nicht wirklich ansehen würde.

// Kein Formel 1 Rennen wird es dagegen wohl in nächster Zeit auf dem ehemaligen A1-Ring geben. Dietrich Mateschitz, dessen Red Bull-Konzern die Strecke gekauft hat, und derzeit renoviert, hat dementsprechende Gerüchte jedenfalls in einem Interview mit den Salzburger Nachrichten als “unfassbaren Unsinn” bezeichnet. Fazit: “Da ist nichts dran.”

// Eine andere Strecke scheint sich dagegen allen Unkenrufen zum Trotz ihrem F1-Debut zu nähern: Ein Sprecher des Korea International Circuit hat noch einmal bestätigt, dass der Kurs bereits jetzt fast fertig gestellt sei, und dem Formel 1 Rennen Ende Oktober folglich nichts im Wege stehen sollte.

// Autosport hat mal wieder den Fotospion losgeschickt. Ziel war diesmal Magny-Cours, wo das GP2-Auto für 2011-2013 seine ersten Runde gedreht hat. Der Ersteindruck: Die ganze Schönheit des Wagens geht aus dem Foto – sofern überhaupt vorhanden – wohl noch nicht hervor. Dafür ist der Wagen jetzt zumindest optisch deutlich näher an der Formel 1.

// Ryan Hunter-Reays Nagelbetten werden sich freuen: Die Zeit, in der er jede Woche bangen musste, ob er am folgenden Rennwochenende an der Start gehen kann, ist vorbei. IZOD und Andretti Autosport haben am Sonntag in Watkins Glen bekannt gegeben, dass der in der Meitschaft derzeit bestplatzierte Amerikaner nun doch genügend Sponsorengelder gefunden hat, um den Rest der Saison bestreiten zu können. Hauptgeldgeber bleibt IRL-Titelsponsor IZOD selbst (praktischerweise auch schon länger persönliche Sponsoren von Hunter-Reay), weiteres Geld kommt von Ethanol USA – und einer ganzen Reihe weiterer Sponsoren, die bei Interesse auf der oben verlinkten Teamhomepage nachzulesen sind.

// Weiter News gibt es derweil zum IRL-Kalender für 2011: planet-irl.com will von Serien-CEO Randy Bernard erfahren haben, dass die Saison 2011 nicht in Homestead ihr Finale feiern wird, was wohl überhaupt das Ende des Ovals auf dem Indycar-Kalender bedeuten würde. Stattdessen wünscht sich Bernard einen Saisonabschluss in Las Vegas – die Gespräche darüber sind allerdings noch nich abgeschlossen. Watkins Glen könnte dagegen – anders, als noch vorige Woche berichtet – doch auch im kommenden Jahr wieder ein Rennen ausrichten.

// Möglichweise auch schon im kommenden Jahr könnte das Indy 500 um 11 Uhr statt um 1 Uhr Ortszeit über die Bühne gehen. Grund dieses für europäische TV-Bedürfnisse nicht ganz unpassenden Wechsels: Indy 500 und Coca Cola 600 wären dann zeitlich weit geug voneinander entfernt, um Piloten die Möglichkeit zu geben, in beiden Rennen zu starten – und den geplanten 20 Mio. Dollar-Preis für beide Rennsiege zu gewinnen.

// Auch bei der NASCAR könnten im nächsten Jahr größere Veränderungen des Kalenders anstehen. Laut CBS-Informationen haben die beiden großen Streckenbetreiber-Firmen ISC und SMI um Anpassungen gebeten. Der Kentucky Speedway könnte endlich sein langersehntes Cup-Rennen bekommen, ebenso soll Las Vegas ein zweites Rennen zugesprochen werden. Dafür könnte das mangels Spektakel oft kritisierte New Hampshire ein Datum verlieren, ebenso der schnelle Atlanta-Kurs (bisher alles SMI-Besitz). Im ISC-Programm könnte Kansas das Februar-Rennen des stets schlecht besuchten Auto Club Speedway nahe LA erhalten. So harsch die Kritik an den Ovalen in Fontana und Loudon auch oft sein mag, insgesamt gäbe es, sollten diese Spekulationen sich bewahrheiten, weniger Abwechslung und mehr 1,5-Meiler im Sprint Cup-Kalender.

// Staunen auf dem Friedhof der Rennserien: Aus der Gruft mit der Aufschrift “A1 GP, 2005-2009″ ist Rumoren zu vernehmen! Autosport berichtet, dass der “Weltcup des Motorsports” vor der Rückkehr in der Wintersaison 2011/12 stehen könnte. Allerdings mit leicht verändertem Konzept – die Teams würden nicht mehr von der Serie finanziell unterstützt, sondern müssten – wie in anderen Rennserien auch – selbst ihr Auslangen finden. Unverändert bliebe der Kern: Nationenteams, die in der sonst motorsportfreien Wintersaison auf weniger genutzten Rennstrecken rund um die Welt ans Werk gehen.

// Peugeot hat nach intensiver Analyse die Ursache für die drei Motorschäden in Le Mans a  

June 30 2010

16:52

Formelserien: Analysen und Vorschau

Licht und Schatten bei den Formelrennen: Abwechslungsreiche Läufe bei der GP3, aber ein schwerer Crash und etwas Chaos bei der GP2. Und bei der Superleague Formula am Ring gab es wie immer gute Duelle – aber live gesehen hat sie wohl wieder fast niemand.

Um mit dem Positiven zu beginenn: Der Großteil der Formelrennen am vergangenen Wochenende war spannender, als gedacht. Vor allem die GP3 lieferte auf dem sonst so leblosen Stadtkurs in Valencia zwei recht ansehnliche Läufe. Auch die Rennen der Superleague am Nürburgring waren wieder mal recht sehenswert. Weniger gut: Auf den Tribünen waren außer Friends & Family wohl nicht sehr viele Menschen anzutreffen. Ganz besonders unschön: Josef Krals Crash beim Sprintrennen der GP2. Ähnlich wie Mark Webber einige Stunden später hob der Tscheche nach einem Auffahrunfall ab, und landete hart in den Leitplanken. Anders als Webber konnte sich Kral aber nicht selbständig aus dem Auto befreien. Die jüngsten Meldungen zu seinem Zustand sind aber erfreulich – er wurde gestern Abend aus dem Krankenhaus entlassen, und denkt schon wieder an das nächste Rennen.

Großer Gewinner des Wochenendes war mal wieder der alte Pastor Maldonado. Ein verdienter Sieg im chaotischen Hauptrennen und ein vierter Platz im Sprint sorgten dafür, dass der Venezoelaner seine Meisterschaftsführung weiter ausbauen konnte. Endlich mal ein passables Wochenende hat auch Jules Bianchi erwischt. Zumindest im ersten Rennen. Da reichte es diesmal für einen zweiten Platz – der Ausfall im Sprint sprach dann wieder nicht für besondere Konstanz. Für Christian Vietoris war es ein weiteres Wochenende zum Vergessen: Ein zwölfter Platz und ein Ausfall können den Ansprüchen des jungen Deutschen wohl kaum genügen.

Eine Chance zur Verbesserung haben alle Beteiligten in zwei Wochen im Rahmen des Formel 1 Grand Prix in Silverstone.

GP3

Bei der GP3 scheinen sich so langsam die Spitzenpiloten heraus zu kristallisieren. Es ist zwar noch zu früh zu sagen, wer nicht dazu gehört – aber eines ist dann doch klar: Esteban Gutierrez, Robert Wickens, Nigel Melker, Alexander Rossi und der Indonesier Ryo Haryanto zählen wohl zu den schnelleren Piloten in der Nachwuchs-Nachwuchsserie.

Gutierrez konnte das mit einem Sieg im Samstagsrennen gleich wieder unter Beweis stellen, am Sonntag reichte es diesmal allerdings nur für Rang 7. Die klare Meisterschaftsführung hat der Mexikaner aber trotzdem behalten. Sein Verfolger Robert Wickens hatte ein ähnliches Wochenende wieder der Tabellenleader: Platz zwei am Samstag war äußerst ordentlich, seine Rambo-Vorstellung von Sonntag zeugte allerdings nicht von der Reife die man ihm erwarten könnte. Immerhin war er aber auch am Sonntag schnell unterwegs. Das kann man vom Meisterschaftsdritten Alexander Rossi nicht unbedingt behaupten. Man kann aber auch das Gegenteil nicht behaupten. Das einzige was man doch beahaupten kann: Rossi schied in beiden Rennen zu früh aus, um seinen Speed beurteilen zu können.

Beeindrucken konnte dagegen Roberto Mehri: Der Spanier, derzeit nur Dritter in der F3 Euroseries, zeigte bei seinen heuer wohl einzigen Rennen in der GP3 eine tadellose Leistung und fuhr an beiden Tagen aufs Podest. So sehr – auch hier im Blog – die F3 Euroseries jüngst belächelt wurde: Mehris Ergebnis spricht doch sehr für die hohe Qualität ihrer Fahrer.

SLF

Also: Dass ich die SLF eine tolle Serie mit mangelhaftem Konzept halte, das habe ich ja schon mehrfach gesagt. Dass sie leider kaum Fans an die Strecke bringt auch. Daher gleich zu den Rennen: Da konnte diesmal in Lauf eins der sonst stets verlässliche aber nicht immer extra-schnelle Yelmer Buurman auftrumpfen – in Lauf zwei reichte es für den Niederländer im AC Milan Auto dann nochmal für Rang sieben. Angesichts des kompletten Reverse Grid keine üble Leistung.

Ein weniger tolles Wochenende hatte Meisterschagfsführer Craig Dolby im Tottenham Hotspur-Wagen: In Rennen eins brachte er das Paket nicht wirklich zum Arbeiten. Lauf zwei war dann zwar etwas besser – insgesamt reichte es aber dennoch erstmals in diesem Jahr nicht für den Einzug ins Superfinale. Der einzige Fahrer der seine weiße Weste noch behalten darf ist somit Max Wissel. Der Deutsche im SLF Feld schaffte zwar in den Rennen auch keine berauschenden Platzierungen, war aber immerhin wieder im Superfinale dabei.

Erstaunlich ist, wie schwer sich nach wie vor die ehemaligen Formel 1-Fahrer in der SLF tun: Sebastian Bourdais konnte in der vergangenen Saison immerhin noch Rennen dieser Meisterschaft gewinnen. Am Nürburgring reichte es diesmal nur für die Plätze 14 und 17, in der Meitschaft ist sein Team Olympique Lyonnais nur auf dem vorletzten Rang. Damit hat man immerhin noch den PSV Eindhofen mit Narain Karthikeyan geschlagen, der gar nur 18. und damit Letzter ist.

Die positive Überraschung des Rennens war dagegen María de Villota. Die Tochter des ehemaligen Formel 1-Fahrers Emilio de Villota wurde bisher eher ein wenig belächelt – mit ihrem gefährlichen Manöver vor einer Woche in Jarama hat sie sich sicher auch keinen Gefallen getan. Im zweiten Rennen am Nürburgring lieferte die Spanierin jetzt aber eine tadellose Vorstellung ab und landete auf Platz vier. Sicher: Dass sie im Reverse Grid auf Rang drei stand, hat das Ergebnis wohl erst möglich gemacht. Aber, wie Marc Surer immer so richtig sagt, “man muss die Zeit auch erstmal fahren”. Und de Villota fuhr das ganze Rennen lang ziemlich gute Zeiten, so dass sie gegen Rennende sogar schneller war, als der hinter ihr lauernde Meisterschaftsleader Craig Dolby.

Die SLF macht jetzt erstmal eine kurze Sommerpause und ist in zweieinhalb Wochen mit dem Rennen in Zolder wieder zurück.

F3 Euroseries

Die “beste Nachwuchsserie der Welt” hat am kommenden Wochenende eines der Rennen, auf das ich mich immer ganz besonders freue. Der Lauf am Norisring ist zwar zunehmend anachronisisch und die Strecke ist nicht ganz ungefährlich – aber die Windschattenschlachten machen trotzdem mächtig Laune. Wie viel davon auch in diesem Jahr zu sehen sein wird, ist unklar. Das hängt vor allem davon ab, ob die Organisatoren es schaffen, zumindest für dieses Prestige-Rennen etwas mehr Autos aufzutreiben, als die zwölf bis 13 Wagen, die bisher meist am Start waren.

Immerhin hat Valencia-Überraschung Kevin Magnussen von der die Startnummer 15 verliehen bekommen. Was darauf hindeuten könnte, dass man ihn bei den nächsten Rennen öfter mal sieht – dann reine Gaststarter erhalten sonst Nummern über 30.

Aus sportlicher Sicht spannend wird am kommenen Wochenende vor allem die Frage, ob es Marco Wittmann oder Valencia-Überraschung Roberto Mehro gelingt, auf den derzeit überlegenen Meisterschaftsleader Eduardo Mortara aufzuschließen.

Übertragen werden die beiden Rennen – wie immer – live auf n-tv. Und zwar am Samstag und Sonntag jeweils um 11:20 Uhr.

WSbR

Wie doch die Zeit vergeht: Bereits zwei Drittel der WSbR-Saison werden nach dem Lauf in Budapest am kommenden Wochenende vorbei sein. Was man von der Strecke erwarten (Langeweile) bzw. nicht erwarten (Überholmanöver) kann, dürfte ja allseits bekannt sein. Daher gleich zur sportlichen Ausgangssituation: In der Meisterschaft führt nach wie vor der Russe Mikhail Aleshin mit 75 Punkten vor dem höher eingeschätzten Daniel Ricciardo (66) und Esteban Guerrieri (58), der zwar den Lauf in Monaco verpasst hat, seither aber toll unterwegs war. In Ungarn ist er wohl auch wieder dabei.

Der sonstigen Prominenz ist es bisher nicht so toll ergangen: Red Bull Tester Brendon Hartley liegt nur auf Platz sieben, der einzige Deutschsprachige im Feld, Walter Grubmüller, jun. aus Österreich lediglich auf Position 13. Greg Mansell ist gar nur 16.

Zu sehen sind die Rennen auch diesmal wieder live auf Eurosport, und zwar am Samstag um 12:45 Uhr auf ESP Intl. und am Sonntag um 13:00 Uhr auf ESP 2.

F2

Die Formel 2 geht am kommenden Wochenende auch an den Start. Und zwar endlich mal wieder auf einer Strecke, der ich voll und ganz zustimmen kann. Im Rahmen der WTCC fährt man diesmal nämlich auf der Berg- und Talbahn von Portimão, wo man zweifelhaft ein paar schöne Duelle der jungen Talente sehen wird.

In der Meitschaft haben sich Jolyon Palmer (139 Punkte) und Dean Stoneman (131) schon ein wenig vom Dritten Philipp Eng (80) abgesetzt – man darf gespannt sein, ob sich dieser Erfolgslauf der beiden jungen Briten fortsetzt, oder ob Eng doch noch in das Rennen um den Titel mit eingreifen kann.

Beide Rennen gibts um jeweils 14:00 Uhr live auf Eurosport, Lauf eins auf ESP International, Lauf zwei auf ESP 2.

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June 25 2010

16:44

Formel Vorschau: GP2 Valencia, AutoGP Spa, SLF am Ring

Fans von Formelserien steht mal wieder ein prall gefülltes Wochenende bevor: GP2, GP3 und die gute, alte Formel BMW fahren in Valencia, die AutoGP in Spa. Und die Superleague Formula geht am Nürburgring an den Start.

Das Wochenende wird widersprüchlich: Die beste Nachwuchsserie der Welt fährt auf der wohl langweiligsten aller Formel 1 Strecken. Mit ihr die GP3, in die man zumindest ein paar Spannungs-Hoffnungen setzen darf. Die nicht so hoch eingeschätzte AutoGP geht auch an den Start – auf einem der besten Kurse der Welt in den belgischen Ardennen. Und die Serie, die versucht, Fußball und Motorsport zu vereinen fährt ihr einziges Deutschland-Rennen just an jenem Nachmittag, an dem ein Formel 1 Grand Prix und das Achtelfinalspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen England zusammenfallen. Trotz stets spannender Rennen wird ihr daher wohl wieder kaum jemand dabei zusehen.

GP2

Sechs Rennen und sechs verschiedene Sieger – so sieht die bisherige Bilanz der GP2 Saison 2010 aus. Anders, als in vergangenen Jahren gibt es also diesmal keinen klaren Dominator. Zumindest bisher. Denn ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass Jules Bianchi – und möglicherweise auch Teamkollege Sam Bird – vom reinen Talent her wohl das Zeug dazu hätten, die Konkurrenz klar zu distanzieren. Aber Talent allein reicht eben nicht immer: Wer es in sechs Rennen nicht auf die Reihe gebracht hat, einmal Quali und Rennen fehlerfrei und ohne übertriebene Aggressivität zu absolvieren, muss eben damit leben, nicht mehr als die französische Rennsport-Hoffnung schlechthin zu gelten.

Ähnliches (minus Frankreich) gilt für Chrisitan Vietoris: Auch der 21-jährige auch Gerolstein hätte zweifellos die Anlagen dazu, größeres zu erreichen, als den 17. Platz in der Meisterschaft, den er derzeit belegt.

Weil aber weder Bianchi, noch Bird oder Vietoris ihr Talent bisher abrufen konnten, führt eben Pastor Maldonado in der Meisterschaft. Ein Mann, der bisher – außer in Monaco – nicht durch besondere Glanzleistungen in Erinnerung geblieben ist, sondern eher dadurch, dass er schon das vierte Jahr in der GP2 unterwegs ist, und immer noch kein bleibendes Interesse in der Formel 1-Welt erregen konnte.

Es mag also durchaus sein, dass diese Saison so endet, wie 2008. Damals gewann Giorgio Pantano die Meisterschaft – und verschwand in Folge in der Versenkung. Es könnte aber auch immer noch anders kommen: Wenn einer der drei genannten es schafft, etwas weniger ungestüm aufzutreten. Oder wenn das vierte große Talent Sergio Pérez, endlich sein Pech hinter sich lassen kann. Dann würde doch noch ein Fahrer gewinnen, der auch in der Formel 1 eine Zukunft haben könnte.

Auf der Pole steht morgen Sergio Pérez, dahinter Pastor Maldonado und Jules Bianchi und Davide Valsecchi. In der dritten Reihe stehen Giedo van der Garde und der erstaunliche Michael Herck.

Zwei organisatorische Neuigkeiten gibt es auch noch: Zum einen wurde bekannt gegeben, dass Pirelli neben der Formel 1 und der GP3 in den kommenden drei Jahren auch die GP2 mit Reifen beliefern wird. Das ist einerseits konsequent, weil die jungen Talente so schon mal mit dem Material üben können, dass die auch in der Formel 1 beherrschen müssen. Andererseits macht es auch für Pirelli selbst Sinn: So meldet Autosport, dass man den Formel 1 Reifen für die kommenden Saison mit dem neuen GP2 Auto für 2011 testen wird. Zusätzlich ist so neben der Formel 1 auch ein weiterer sicherer Mark für die Pirelli-Renngummis geschaffen, so dass sich die Herstellung für die Italiener auch finanziell lohnen wird.

Zweitens hat die GP2 beschlossen, dass die Teams, die in der GP2 Hautserie antreten in Zukunft auch in der GP2 Asia fahren müssen. Das heißt also, Mannschaften wie Meritus Mahara, die bisher nur in der Asien-Meisterschaft tätig waren, wird es ab kommendem Winter nicht mehr geben. Allerdings: Das Team hat sich ohnehin um den Startplatz von Durango beworben, die ja schon in diesem Jahr aus finanziellen Gründen nicht mehr in Hauptserie antreten. Es gibt zwar dem Vernehmen nach auch weitere Bewerber, Meritus ist aber wohl der Favorit.

GP3

Auch die Nachwusserie zur GP2, die GP3 geht in Valencia an den Start. Favoriten lassen sich in dort auch nach zwei Rennwochenende für mich noch nicht wirklich festmachen. Ähnlich wie in der GP2 gab es bisher in vier Rennen vier verschiedene Sieger. Immerhin hat zweimal der gleiche Fahrer die Pole gefahren: Nigel Melker. Allerdings konnte der Niederländer bisher beide Trainigsergebnisse nicht in Rennpunkte ummünzen. Stattdessen führt in der Meisterschaft Esteban Guiterrez vor US-Hoffnung Alexander Rossi und Kanada-Talent Robert Wickens. Einmalig und nur in Spanien dabei: F3 Euro-Pilot Roberto Mehri.

Die Rennen werden wie gewohnt wieder am Sonntagvormittag auf Eurosport 2 übertragen, der erste Lauf vom Samstag als Aufzeichnung um 9:00Uhr, Rennen 2 live um 9:30Uhr.

Außerdem fährt in Valencia noch die Formel BMW. Viel mehr dazu kann ich allerdings guten Gewissens nicht schreiben, weil die bisherige Saison leider ziemlich an mir vorbeigegangen ist.

Auto GP

Die ehemaligen A1GP-Lolas sind auch wieder unterwegs, und zwar im Rahmenprogramm der Open GT Serie in Spa. Ich weiß ja immer noch nicht so recht, was ich von der Serie halten soll. Einersteits wirkt die Umbenennung von Euro F3000, der Einsatz der alten Lolas und die hohen Preisgelder vom Poker-Sponsor ein bisschen “gimmicky”.

Andererseits: Die AutoGP gewinnt durchaus an Profil, und es sind auch einige Piloten unterwegs, die zweifellos Talent haben. Luca Filippi zum Beispiel, oder Jonny Reid und der oben schon angesprochene Girgio Pantano. In Spa wird das Lineup jetzt auch noch durch Romain Grosjean verstärkt. Es könnte sich also lohnen, am Sonntag kurz reinzuschauen. Übertragen werden beide Rennen auf Motors TV. Der erste Lauf (9:50Uhr) sogar live, der zweite As-Live um 19:00Uhr.

Noch kurz ein Wort zur Meisterschaft: Dort führt Eduardo Piscopo mit 20 Punkten vor Adrien Tambay und Luca Filippi. Reid ist nur Elfter, Pantano mit einem Punkt gar nur auf Rang 16.

SLF

Und dann ist da noch die Superleague-Formula, die ich einfach nicht verstehe. Wie eingangs schon geschildert möchte diese merkwürdige Serie, die Fußball und Motorsport unter einen Hut bringen will, am Tag des F1 Grand Prix von Valencia und des Duells Deutschland gegen England ihren Auftritt am Nürburgring absolvieren. Zugegeben: Dass es auchgerechnet der Klassiker gegen England sein würde, war nicht zwingend im Frühjahr schon vorherzusehen. Dass Deutschland als Gruppensieger aber am Sonntagnachmittag spielen würde, war durchaus schon zu vermuten.

Immerhin versuchen die Veranstalter diesen unglücklichen Zufall mittels Fanzone und Übetragung am Ring zu meistern. Trotzdem: Dass viele Fans auf F1 und Fußball vorm heimischen TV verzichten, um die Superleague Fomula und die “Radical Masters” live zu sehen, wage ich trotz des geringen Eintrittspreises von 7,50 € zu bezweifeln.

Und das ist schade: Denn wie schon mehrfach festgestellt, liefert die SLF fast immer ziemlich spannende Rennen. Sogar auf dem winkeligen Kurs von Jarama ist es gelungen, für reichlich Überholmanöver zu sorgen. Trotzdem waren auch in Spanien, wo die SLF ja angeblich mehr Fans haben soll, als hierzulande recht viele Tribünenplätze leer.

An der Tabellensitze liegt nach vier Rennen weiterhin die Tottenham Hotspur mit Craig Dolby, der sich immer mehr als echtes Fahr- und Überholtalent erweist. Dahinter liegt AC Milan mit Yelmer Buurman und der FC Basel mit dem Deutschen Max Wissel am Steuer.

Übertragen werden beide Rennen wieder via Live-Stream auf superleagueformula.com. Aus Jarama hat außerdem wohl überraschend Bloomberg TV live übertragen – das Rennen vom Nürburgring steht bisher allerdings nicht in deren Schedule. Aber beim Wirschaftssender weiß man ja in Sachen Motorsport nie so wirklich, was sie machen – kurz reinschauen könnte sich also womöglich lohnen.

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May 26 2010

16:30

Formelserien: Analyse SLF/F2/F3 Euro, Vorschau GP2/GP3

Je zwei recht spannende Rennen bei der Formel 2 in Monza und bei der SLF in Magny-Cours. Das F3-Rennen in Valencia war nicht so toll, im zweiten Lauf gab’s aber immerhin einen Überraschungssieger. Am Wochenende gehen dann GP2 und GP3 in Istanbul an den Start.

Was sagt es wohl über eine Serie aus, wenn von 13 Fahrern, die für die Saison gemeldet sind nur elf an den Start gehen, und am Ende ein Gaststarter eines der beiden Rennen gewinnt? Wenn es sich bei der Serie um die F3 Euro handelt, die immerhin den Anspruch hat, die beste Nachwuchsserie der Welt zu sein, dann ist das jendenfalls gewiss kein gutes Zeichen. Zumal Kevin Magnussen, der Überraschungssieger des zweiten Laufes von Valencia auch in der geringer eingeschätzten deutschen F3 nur eines der vier bisherigen Rennen für sich entschieden hat. Aber auch, wenn der Sieg durch den Reverse Grid ein wenig geschmälert wird: Magnussen konnte mit seiner Fahrt im zweiten Rennen durchaus beeindrucken, zumal er dem restlichen Feld auch deutlich davongefahren ist. Was nicht gerade für das übrige Feld spricht.

In der Meisterschaft führt nach wie vor der Sieger des ersten Laufes, Eduardo Mortara (dessen Karriereplanung mir völlig schleierhaft bleibt) vor Marco Wittmann und Roberto Mehri. Das nächste Rennen findet erst in mehr als einem Monat statt – und dann wieder in Deutschland, nämlich am Norisring. Man darf hoffen, dass sich bei dieser Traditionsveranstaltung vielleicht etwas mehr Fahrer am Grid finden werden.

Formel 2

Spannender als die F3 Euro waren da schon die Läufe der Formel 2 auf der Hochgeschwindigkeitsbahn von Monza. Die befürchteten großen Crashes bleiben zum Glück aus (auch, wenn die beiden Dreher auf der Start- und Zielgeraden übel in Auge gehen hätten können). Die angekündigten spannenden Rennen gab es dafür allemal. An der Spitze ging es allerdings nicht gar so prickelnd zu: Jolyon Palmer übertraf auch in Monza die vor der Saison in ihn gesetzten Erwartungen deutlich, und fuhr gleich zweimal beeindruckende Start-Zielsiege ein. Als Lohn für den Briten gab es den Sprung auf Platz Eins der Meisterschaftstabelle.

Dahinter ging es allerdings ganz ordentlich zur Sache, auch zum Leidwesen von Phillip Eng, der noch als Tabellenführer nach Italien gekommen war. In Rennen 1 blieb der Österreicher blass und wurde in der zweiten Rennhälfte von mehreren Konkurrenten auf den langen Geraden überholt. Den zweiten Lauf beendete eine Kollision mit dem herastürmenden Dean Stoneman. Insgesamt also ein schmerzhafter “Nuller” für Eng, der Italien auf Tabellenrang drei und mit 23 Punkten Abstand auf Palmer wieder verließ.

Schöne Aufholjagden bot in beiden Rennen wieder einmal Dean Stoneman, Abzüge in der B-Note gibt es allerdings für die Kollision mit Eng die recht deutlich auf die Kappe des Briten ging. Dennoch reichte die Leistung für den nunmehr zweiten Tabellenplatz. Wieder gut dabei, aber weitgehend unbelohnt: Johan Jokinen. Wenn der Däne aber sein Programm mal ohne Fehler auf die Reihe bekommt, wird auch er ein paar Worte um den Sieg mitreden können.

Superleague Formula

Die Fußball-Rennserie liefert ein weiteres Beispiel für ihre unvergleichliche Fähigkeit, sich selbst in den Fuß zu schießen. Über die Auswahl des Austragungsortes mag man noch milde hinwegsehen – auch, wenn wohl abzusehen war, dass sich nur wenige Fans ins abgelegene Magny-Cours verirren würden. Das zweite Rennen allerdings, in dem wieder einmal ein Safety Car den falschen Führenden aufsammelte war wahrlich kein Ruhmesblatt für die Rennleitung.

Weil nämlich gleichzeitig diesem Fehler auch das Boxenfenster öffnete, bekam der Führende Max Wissel eine ganze Runde Vorsprung auf das restliche Feld geschenkt – und auch die Reihung der Konkurrenten wurde kräftig durcheinander gewirbelt, was etwa John Martin im Interview zu recht unschönen (aber nicht ungerechtfertigten) Flüchen veranlasste. Der Sieg für Wissel geht trotzdem völlig in Ordnung: Der junge Deutsche hatte schon vorher einen deutlichen Vorsprung harausgefahren, und wäre auch ohne SC-Einsatz wohl kaum mehr eingeholt worden.

Ebenfalls nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben sich die ehemaligen F1-Fahrer Robert Doornbos und Sebastian Bourdais. Beide bremsten im zweiten Lauf in der Adelaide Hairpin viel zu spät, und räumten in Folge völlig unschuldige Konkurrenten aus dem Weg. Für Bourdais besonders peinlich: Er traf  ausgerechnet seine zwei Landsmänner Franck Perera und Franck Montagny. Folge: Für gleich drei Franzosen war das Heimrennen auf einen Schlag beendet.

Viel besser lief es dagegen auch diemal wieder für Yelmer Buurmann (AC Milan), der den ersten Lauf und das Superfinale für sich entscheidunge konnte. Und für Craig Dolby (Tottenham Hotspur): Der Engländer scheint zwar in der Qualifikation und im Superfinale noch so seine Probleme zu haben – wenn es darum geht, sich im zweiten Lauf von hinteren Startpositionen wieder nach vorne zu fahren, ist er unerreicht. Folglich geht auch die deutliche Tabellenführung nach den ersten drei Läufen völlig in Ordnung.

Vorschau GP2/GP3

Die beiden Formel 1 Nachwuchsserien gehen am kommenden Wochenende in Istanbul an den Start. Jetzt bitte nicht gähnen: Anders als die Formel 1 hat die GP2 am Otodrom meist recht erinnernswerte Rennen geliefert. Es sei nur an Lewis Hamiltons Fahrt durch das Feld 2006 erinnert – oder an den unglücklichen Streuner, der Bruno Senna vor zwei Jahren ins Auto lief.

In der GP2 darf man gespannt sein, ob die beiden ART-Fahrer (aber auch Christian Vietrois) endlich die Mischung aus Pech und jugendlichem Übermut ablegen können, und es schaffen, Ergebnisse einzufahren, die den hohen Erwartungen entsprechen. Oder ob es doch Sergio Pérez gelingt, seine Tabellenführung weiter auszubauen.
In der GP3 wird man wohl einfach sehen müssen, ob die Top-Piloten vom Saisonauftakt in Barcelona (Wickens, Verhaug, Gutiérrez) ihre Leistungen wiederholen können – und welche anderen Fahrer ein Wörtchen mitreden können.

Die GP2 wird wie immer live auf sky übertragen. Ob man die GP3 wie in Barcelona auch diesmal wieder auf Eurosport sehen kann, scheint dagegen noch unklar: Bisher sind für die GP3 keine Rennen im ESP-Schedule verzeichnet. Vielleicht hat es sich aber auch einfach noch nicht bis nach Paris durchgesprochen, dass die Junior-Juniorserie nun doch auch in der Türkei an den Start geht. Wie schon fast vermutet steht die GP3 nun doch wieder bei Eurosport 2 im Programm. Beides am Sonntag ab 9:00Uhr, Rennen 1 als Aufzeichnung, danach Rennen 2 live.

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May 19 2010

16:30

Formelserien: Wieder viele Überraschungen

Die Monaco-Bilanz: Zwei muntere Rennen bei der GP2 – aber die Favoriten stehen sich immer noch selbst im Weg. In der WSbR konnte sich Daniel Ricciardo dafür endlich durchsetzen. Und die SLF bot abermals feines Racing. Schade, dass ihr auch am kommenden Wochenende keiner zusehen wird.

Es hätte schlechter kommen können: Immerhin neun Punkte nimmt Jules Bianchi von den beiden Rennen in Monaco mit, nur zwei weniger als der neue Meisterschaftsleader Sergio Pérez. Der Franzose bot vor allem im Sprintrennen eine tolle kämpferische Leistung und ließ seine Klasse aufblitzen – aber einmal Platz vier und einmal Rang drei sind trotzdem noch nicht das, was man sich vom Meisterschaftskandidaten Nr. 1 erwartet hätte. Auch von den anderen Favoriten konnten in Monaco fast keiner überzeugen: Sam Bird nimmt einen einzigen Punkt aus dem Fürstentum nach Hause mit, Charles Pic und Christian Vietoris gingen überhaupt leer aus. Dafür gab es wieder einige Überraschungen.

Schon zum zweiten Mal nach Barcelona fuhr der im vergangenen Jahr meist unauffällige Dani Clos im Hauptrennen auf das Podium – und seinem Teamkollegen Vietoris um die Ohren. Lohn ist der vorläufig dritte Platz in der Meisterschaft. Wenn er so weitermacht, sind auch Siege in diesem Jahr nicht ausgeschlossen. Jerome D’Ambrosio hat zwar auch in der Vergangenheit öfter mal seine Klasse aufblitzen lassen, Platz 1 im Sprintrennen kam trotzem etwas unerwartet. Die Überraschung des Wochenendes war aber Johnny Cecotto, Jr. Der junge Venezuelaner war im vergangenen Jahr in Monza im Regen schon einmal richtig gut unterwegs, crashte dann aber ins Aus. Sonst konnte er bisher nicht so ganz überzeugen – umso beeindruckender, wie er in Monaco von Startplatz neun auf Rang vier vorgefahren ist.

Als einziger aus dem erweiterten Favoritenkreis wirklich überzeugen konnte bisher Sergio Pérez. Schon beim Hauptrennen in Barcelona wäre der Mexikaner ohne technische Probleme zum Sieg gefahen, in Monaco hat es jetzt funktioniert. Die Meisterschaftsführung ist fürs erste völlig verdient – mal sehen, wie es beim nächsten Rennen dann weitergeht. Das ist (natürlich) wieder im Rahmen der Formel 1 – in zwei Wochen auf der legendären Traditionstrecke von Istanbul.

WSbR

Fast schon prophetisch war das (an diese Wochenende einzige) Rennen der WSbR am Sonntagvormittag: Ganz oben am Siegertreppchen stand ein Australier in den Farben von Red Bull. Nach zwei eher verkorksten Meetings in Aragón und Spa konnte sich Red Bull-Talent Daniel Ricciardo erstmals auch im Rennen durchsetzen. Und wie: Das, was der Red Bull-Junior von Start bis Ziel zeigte, sah ziemlich souverän aus, und lässt erahnen, wieso viele Beobachter so große Stücke auf ihn halten. Auch seinen Teamkollegen und potentiellen F1-Cockpit-Konkurrenten Brendon Hartley hatte Ricciardo in Monaco wieder deutlich im Griff – auch, wenn Hartley anders als in den vergangenen Wochen diesmal wieder eine sehr anständige Leistung gezeigt hat.

Eine große Überraschung gab es dann aber auch bei der WSbR: Bei seinem allerersten Rennwochenende in einem Renault 3.5 Auto konnte sich Alexander Rossi auf Platz fünf qualifizieren. Auch im Rennen konnte der erst 18-jährige Kalifornier gut mit der Spitze mithalten. Schade, dass der Lauf dann doch in den Leitplanken ein Ende fand – wegen der geringen Erfahrung ist das aber verzeihlich.

In der Meisterschaft führt auch nach Monte Carlo noch Mikhail Aleshin. Das scheint nach je einem Sieg in Aragón und Spa und einem zweiten Platz in Monaco auch sehr gerechtfertigt. Dritter ist Sten Pentus, der im Fürstentum eine eher diskrete Leitung gezeigt hat, und auf Platz 6 ins Ziel fuhr.

Jetzt gibts bei der WSbR erstmal Pause: Das nächste Rennwochenende findet erst in drei Wochen in tschechischen Brno statt.

Superleague Formula

Es ist und belibt ein Jammer. So viel machen die Organisatoren der Superleague Formula richtig: Tolle Autos, namhafte Fahrer, eine feine TV-Übertragung (wenn auch hierzulande nur noch via Stream), spannende Rennen und abwechslungesreiche Strecken. Außerdem eine attraktive Präsentation – und ein Seriensponsor (die angolanische Staats-Ölgesellschaft Sonangol), der zwar vielleicht nicht unglaublich potent sein mag, aber alles versucht, sich auf dem europäischen Markt zu etablieren. Trotzdem findet die Serie hierzulande fast völlig unter dem Radar statt. Das hat mehrere Gründe: Erstens braucht sich niemand, der ein Formelrennen zeitgleich mit dem GP von Monaco durchführt wundern, wenn er gegen die Königsklasse den Kürzeren zieht. Immerhin waren diesmal ein paar Fans an der Strecke vor Ort, sogar ein bengalisches Feuer war zu sehen. Trotzdem: Diese Terminplanung steht in einer Reihe mit der (gütig verworfenen) Idee, am Tag des WM-Finales einen Lauf der Fußball-Rennserie in Oschersleben durchzuführen.

Die gute Nachricht ist: Das ist ein Problem, das sich relativ einfach beheben lässt. Man muss einfach aus Erfahrung lernen, und beim nächsten Mal etwas behutsamer planen. Zweitens krankt die Serie aber leider auch anderswo – und dieses Problem wird sich nicht so leicht beheben lassen. Denn die eigenartige Mischung aus Fußball und Rennsport schlägt einfach nicht ein. Auch, wenn die SLF in Südeuropa und Lateinamerika wohl mehr Fans gefunden hat – ich habe bis jetzt niemanden, wirklich niemanden sagen hören, dass er sich die Serie deswegen ansieht, weil dort Fußballklubs mitfahren. Oft aber das Gegenteil. Ein paar Dinge könnte man aber auch hier schnell ändern: So wie in ihren führen Rennen auch die A1GP setzt die Superleague noch zu starr auf das Konzept. Es würde sicherlich helfen, wenn man in den Einblendungen und im TV-Kommentar auch ohne Spotters-Guide mitverfolgen könnte, welcher Fahrer denn nun für welchen Klub fährt.

Und dann gibt es aktuell noch ein neues Problem: Serienpräsident Alex Andreu hat seine Funktionen zurückgelegt, wie die Printausgabe von Autosport berichtet. Andreu behält zwar demnach eine Anteile an der Serie – eine besonders gute Nachricht für die SLF ist aber auch das wohl nicht.

Das alles ist, wie gesagt, schade: Denn was den Sport an sich betrifft, braucht sie die Superleague nicht zu verstecken. Die beiden Rennen in Assen waren beide äußerst ansehnlich, vor allem in Lauf zwei gab es ein paar sehr spektakuläre Überholmanöver zu bewundern. Der “komplette” Reverse-Grid, der bei der SLF zum Einsatz kommt ist zwar sportlich gesehen ziemlich unfair – aber er produziert eben auch spannende Rennen. Was den Leistungsstand betrifft, lässt sich nach zwei Rennen schonmal das Folgende sagen: Craig Dolby scheint mit dem SLF-Boliden richtig gut zurecht zu kommen. Nach einem tollen Lauf in Silverstone konnte der junge Brite diesmal zwar nicht gewinnen – seine Fahrt von Platz zwölf zu Rang zwei im zweiten Rennen war aber trotzdem äußerst sehenswert. Völlig verdient fahren Dolby und die Tottenham Hotspurs damit auch als Tabellenführer zum nächsten Rennen. Auf Platz zwei der Tabelle hat sich die Kombination aus Max Wissel und dem FC Basel halten können – auch, wenn die Vorstellung in Assen nicht ganz so überzeugend war, wie jene von Silverstone. Dahinter folgen Flamengo (Franck Perera in Assen und Duncan Tappy in Silverstone) und der AC Milan mit Yelmer Buurman. Fünfter ist Assen-Gesamtsieger Davide Rigon (RSC Anderlecht).

Weiter geht es mit der SLF schon am kommenden Wochenende in Magny Cours. Verfolgen können wird man die Läufe wohl wieder nur im offiziellen Stream. Aber wie gesagt: Wer gütig über das Konzept hinwegsehen kann, der sollte vielleicht auch einen zweiten Blick riskieren. Die Rennen sind es wirklich meist wert.

Formel 2

Eine ungute Fortsetzungsserie hat die Formel 2 im Programm. Nach Marrakesch geht es nun auch die nächste Strecke, die für Juniorklassen nur begrenzte Tauglichkeit hat: Monza. Das Autodromo Nazionale ist zwar sicherheitstechnisch um Welten besser, als der Kurs im Marokko. Und mit der F2 dort zu fahren, ist wohl vertretbar – andere Serien (etwas GP2 und GP3) machen es schließlich auch. Aber die Speeds sind trotzdem hoch – und wenn jemand abfliegt, dann sind die Leitplanken (und – im Horrorfall – der Wald) schnell da.

Dass die Serie nicht mal ein Jahr nach dem tragischen Tod eines jungen Fahrers mit stolzgeschwellter Brust auf ihrer Homepage berichtet, wie viele User sich das Videos von Teixeiras Horrorcrash auf Youtube angesehen haben, macht leider auch nicht den besten Eindruck.

Trotzdem: Sofern alles gut geht, sollten uns in Monza nach den Langweilern von Silverstone und dem Chaos von Marokko wieder einmal zwei spannendere Läufe bevorstehen. Denn immerhin kann im königlichen Park sogar die Formel 1 überholen – also wird wohl auch die F2 ein paar Manöver liefern. Als Meisterschaftsleader geht Phillip Eng ins dritte Rennwochenende, dahinter folgen Rookie Dean Stoneman, Jolyon Palmer und Will Bratt.

F3 Euroseries

Neuland beitritt am Wochenende die F3 Euroseries. Im Rahmen der DTM geht die Juniorklasse erstmals in Valencia an den Start. Eine Teilnehmerliste gibt es leider noch nicht, momentan deutet aber nichts darauf hin, dass am Wochenende mehr als die 13 für die gesamte Meisterschaft gemeldeten Piloten antreten werden. Vom tatsächlichen Teilnehmerstand wird man sich wieder an beiden Renntagen live auf n-tv ein Bild machen können.

Nach zwei Rennwochenenden führt Comeback-Mann Eduardo Mortara die Meisterschaft an,  nur einen Punkt dahinter liegt Marco Wittmann. Mit etwas Respaktabstand folgt auf Rang drei der hoch eingeschätzte Roberto Mehri.

Auto GP

Und dann gibts am Wochenende noch das zweite Rennen der AutoGP. Mangels Motors TV konnte ich leider bisher keine bewegten Bilder von der Serie sehen – daher gibt’s hier auch keine Einschätzung von Serie und Fahrern. Die Ausgangssituation vor dem Wochenende: Luca Filippi führt punktglich mit Eduardo Piscopo in der Tabelle, gefolgt von Vladimir Arabadziev.

Kabelkunden dürfen sich auch dieses Mal auf ausführliche Berichterstattung freuen: Motors TV überträgt Samstag und Sonntag beide Rennen – allerdings nicht live, sondern am späteren Nachmittag als Aufzeichnung.

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May 12 2010

06:30

Ferner liefen: Die Newshappen

// Wieder keine Reifenentscheidung in der Formel 1: Ursprünglich hatte man geplant, sich bis Barcelona hinsichtliches des Ausrüsters für 2010 einig zu werden, jetzt waren Stimmen zu vernehmen, die zumindest eine Einigung bis zum kommenden Wochenende in Monaco fordern. Offiziell beworben haben sich Michelin, Pirelli und Avon/Cooper. Gestern wurde allerdigs bekannt, dass die Teams auch weiterhin versuchen, Bridgestone zum Bleiben zu überreden. Zeit wäre es allemal für eine Entscheidung, denn immerhin ist bei den Teams die Entwicklung der Wagen für kommendes Jahr schon lange angelaufen – da wäre es schon mal praktisch zu wissen, mit welchen Reifen das Design dann arbeiten muss. Der Vorschlag, bereits 2011 mit 18 Zoll-Reifen zu fahren schient derweil vom Tisch – Michelin und Pirelli wären zwar weiterhin an einer Umstellung interessiert, würden aber wegen der hohen Entwicklungskosten einer Verschiebung auf 2012 oder 2013 zustimmen.

//2011 wird es in der Formel 1 keinen F-Schacht mehr geben: Die Team-Organisation FOTA beschloss am Rennsonntag in Spanien das System für 2011 zu verbieten. Die wohl kontroverseste Entwicklung dieses Jahres wird damit schon fürs nächste Jahr ausgeschlossen. McLaren bat die FOTA zwar kein Verbot auszusprechen, diese Bitte wurde jedoch abgelehnt. Sicherheitstechnische Aspekte sollen hierbei ebenfalls eine Rolle gesehen haben, da die Lösung von Ferrari, mit der Hand das Loch zuzuhalten, als kritisch angesehen wird, da ein Fahrer beide Hände wenn möglich am Lenkrad haben sollte.

// Dietrich Mateschitz hat überraschenderweise durchblicken lassen, wie viel Leistung dem Motor von Renault fehlt. Laut seiner Aussage sind es 30 bis 40 PS. Das erscheint mir etwas viel, vor allem wenn man den aerodynamisch leicht benachteiligten Renault sich so anschaut und wie der in der Lage ist, je nach Quali-Ergebnis sich unter den Top5 zu tummeln. Wenn dem Renault wirklich so viel Power fehlt, dann müsste Red Bull deutlich benachteiligt sein.

// Doch keine Rennen der GP2 und GP3 in Portimão – weil die Strecke “vertraglichen Verpflichtungen” nicht nachgekommen ist, wurden die für Juni geplanten Läufe abgesagt. Nach der Auto GP, die ihren für Portimão geplanten Saisonauftakt schon vor zwei Monaten wegen eines angeblichen Mangels an Streckenposten nach Brünn verschoben hat, ist es bereits das zweite Event auf der portugiesischen Bahn, das in diesem Jahr nicht stattfinden kann. Bleibt zu hoffen, dass sich die Berg- und Talbahn nicht so kurz nach der Eröffnung schon wieder in finanziellen Problemen befindet.

// Massig Zukunftsspekulationen gibt es auch in dieser Woche wieder in der WTCC: Promoter Marcello Lotti hat in einem Gespräch mit Autosport bestätigt, dass Ford, Honda, Toyota und Alfa Romeo am Einstieg in die Serie interessiert sind. Angeblich denkt zusätzlich auch noch Subaru über einen Einsatz nach. Alfa Romeo-Mutter FIAT macht ein mögliches Engagement allerdings davon abhängig, ob die WTCC in Hinkunft den den Einsatz von Biogas-Motoren erlaubt. Ist dies der Fall, könnte sich dem Vernehmen nach auch SEAT wieder einen verstärkten Einsatz in der Serie vorstellen. Ein möglicher Einsatz von Honda wiederum könnte über den Umweg über die Zweigstelle Honda Argentinien stattfinden – in diesem Sinne scheint die WTCC derzeit auch darüber nachzudenken, die kommende Saison in dem südamerikanischen Land zu beginnen. Bevor sich jetzt einige zu früh freuen: Ein Rennen in Potrero de los Funes (San Luis) ist wohl leider nicht angedacht, zur Wahl stehen offenbar die ehemalige Formel 1 Strecke in Buenos Aires oder eine Strecke bei der Stadt Termas del Rio Hondo im Nordwesten des Landes.

// Ein wenig zeitweisen Zuwachs wird es aber auch in diesem Jahr bereits geben: Kristian Poulsen und Fabio Fabiani werden in Monza zwei zusätzliche private BMW 320si pilotieren, Pierre-Yves Corthals in Zolder einen SEAT Léon Benziner.

// Eine Bestätigung des IRL-Straßenrennens in Baltimore rückt näher. Vergangene Woche haben die zuständigen Stellen der Stadtregierung Ausgaben in der Höhe von acht Millionen Dollar über die nächsten fünf Jahre für das Event bereitsgestellt. Nach Klärung der letzten Details könnte ein über diesen Zeitraum laufender Vertrag mit der IRL noch in diesem Monat bekannt gegeben werden. Das geplante Layout der Strecke folgt dem Stadtkurs-üblichem Schema – langen Geraden, zahlreiche 90-Grad Kurven und zwei enge Kehren – und soll unter anderem am pittoresken Inner Harbor und am M&T Bank Stadium vorbeiführen.

// Überhaupt scheinen die Überlegungen zum Indycar Kalender 2011 derzeit in einer kritischen Phase zu stecken. Die IRL ist nämlich ziemlich unzufriden mit der Vermarktung, die die Betreiberfirmer mehrerer Rennen am Indycar-Kalender, die ISC (International Speedway Corporation) für die Rennen betreibt. Der personell und strukturell eng mit der NASCAR verbundenen Firma gehören unter anderem die Ovale von Chicagoland, Homestead und Kansas sowie die Traditionsstrecke in Watkins Glen. Die Unstimmigkeiten scheinen so weit zu gehen, dass die Indycar angeblich sogar überlegen soll, alle der genannten Rennen 2011 aus ihrem Kalender zu streichen. Über möglichen Ersatz (New Hampshire? Atlanta? Charlotte? Road America?) wird bereits eifrig diskutiert.

// Beim Indy 500 in diesem Jahr könnten derweil erstmals fünf Frauen an den Start gehen. Neben Danica Patrick, Simona de Silvestro, Sarah Fischer und Milka Duno wird auch Ana Beatriz versuchen, sich für das Rennen am Brickyard zu qualifizieren.

// Gute Nachrichten aus Donington: Auf dem Traditionskurs in der Grafschaft Leicestershire sollen nach den glücklosen Umbauversuchen vom vergangenen Jahr bereits heuer wieder Rennen stattfinden. Schon im August sollen historische Motorräder unterwegs sein, das BTCC-Rennen Mitte September wird wohl auch wie geplant über die Bühne gehen können. Zunächst wird allerdings nur der “National Course” wieder in Stand gesetzt, der “Melbourne Loop” hinter den Boxen könnte später folgen. Die von Hermann Tilke geplante Verlängerung im Infield der Strecke wird dagegen wohl nicht gebaut.

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May 11 2010

06:30

Formelserien: GP2/GP3 Analyse, WSbR/SLF Vorschau

Der Saisonauftakt bei der GP2 ist vorbei, ein erster Leistungsstand einschätzbar. Die GP3 hatte eine pannenfreie Premiere und lieferte zwei passable Rennen. Das kommende Wochenende steht dann ganz im Zeichen des GP von Monaco, in dessen Rahmenprogramm sich GP2 und WSbR treffen. Und dann geht auch noch die SLF in Assen an den Start.

Die Macher der (mutmaßlich) still verschiedenen International Formula Master müssen sich am vergangenen Wochenende ziemlich bestätigt gefühlt haben. Nicht nur, dass das neue GP3 Auto dem IFM-Wagen deutlich ähnlich sieht – in den Rennen haben auch an beiden Tagen Fahrer gewonnen, die im vergangenen Jahr noch in der seligen Rennserie unterwegs waren. Und dann konnte IFM-Meiser Fabio Leimer auch noch das Sprintrennen der GP2 für sich entscheiden. Die großen Favoriten hatten in der Parade-Nachwuchsklasse dafür zum Teil noch ein paar Probleme. Umso besser für die Zuseher: Die Aufholjagden der ART-Piloten, allen voran des famosen Sam Bird sorgten dann zumindest für zwei Barcelona-untypisch spannende Rennen.

GP2

Nach der Qualifikation hatte alles noch so ausgesehen, wie viele Kenner vermutet hatten: Jules Bianchi auf der Pole, Sergio Pérez auf Startplatz zwei. Direkt dahinter der zweite ART mit Sam Bird – und auf Platz vier Christian Vietoris. Doch dann kam die kollisionträchtige Kurve eins dazwischen: Eine Kollision zwischen Bianchi und Vietoris nahm beide Heisporne aus dem Rennen, und zwang auch Sam Bird zu einem Ausweichmanöver, das ihn ins Mittelfeld zurückwarf. Der vierte im Bunde, Sergio Pérez, konnte die Führung zwar bis zu Boxenstopp halten, hatte dann aber auch Pech: Probleme beim Boxenstop warfen den Mexikaner auf Rang vier zurück. Nutznießer war Charles Pic, der die Führung übernahm, und sie auch bis zur Zielflagge nicht wieder hergab. Fraglos eine gute – und vor allem fehlerfreie – Leistung des Franzosen. Ohne die Ausrutscher der vier anderen Piloten hätte er aber wohl dennoch nicht gewonnen.

Ähnliches gilt auch für den Sieg Fabio Leimers im Sprintrennen. Schon klar: Eine fehlerfreie Leistung. Wer in der GP2 gewinnt, der hat es auch verdient. Trotzdem: Der schnellste Fahrer war Leimer in beiden Rennen nicht – der Sieg im Sprintrennen von der Reverse-Grid Pole aus schmeichelt seiner Leistung in Barcelona dann doch ein wenig. Immerhin hat der Schweizer aber in seinem allerersten GP2-Rennen gezeigt, dass er an der Spitze mitfahren kann – und dass er auch die Nerven hat, einen Rennsieg nach Hause zu bringen. Mal sehen, was Leimer in den kommenden Rennen zeigen kann.

An der Einschätzung des Kräfteverhältnisses hat das Wochenende trotzdem nicht viel geändert: Jules Bianchi ist wohl weiterhin der Mann, den es in diesem Jahr zu schlagen gilt. Ähnlich wie schon in der GP2 Asia gibt es nur einen Gegner, dem dieses Kunststück wirklich zuzutrauen ist: Jules Bianchi. Wenn der Franzose sein unbestrittenes Talent auch in Siege und Meisterschaften umsetzten will, dann muss er eben lernen, seinen Speed auch in Ergebnisse umzumünzen. Ein ähnliches Problem scheint auch Christian Vietoris aus der GP2 Asia mitgenommen zu haben: Schnell, aber im entscheidenen Moment noch etwas zu ungestüm. Auch dem dritten im Bunde, Sam Bird, könnte seine Fahrweise noch zum Verhängnis werden. Der Brite war an seinem Zurückfallen im Hauptrennen zwar weitgehend unschuldig, und zeigte dann eine atemberaubende Aufholjagd. Aber: Ein wenig so, wie Juan Pablo Montoya in seinen frühen Formel 1-Jahren, scheint auch Bird einer jener Fahrer zu sein, die glauben, ein angeborenes Recht darauf zu haben, dass alle anderen auf die Seite fahren, wenn sie zum Überholen ansetzen. Das sieht spektakulär aus, und schafft unter den Fans viele Freunde. So wie Montoya wird aber auch Bird, sofern er so weitermacht, feststellen müssen, dass dieses Verhalten nicht dazu beiträgt, Meisterschaften zu gewinnen.

Weiter geht’s bei der GP2 bereits am kommenden Wochenende beim Klassiker in Monaco. Das Hauptrennen dort findet bereits am F1-freien Freitag (!) statt, das Sprintrennen am Samstag nach der F1-Qualifikation.

GP3

Eine gelungene Premiere hat in Barcelona die GP3 hingelegt. Die Standfestigkeit der neuen Rennwagen war beeindruckend – das eifrige Testen und die lange Vorbereitungszeit hat sich gelohnt. Die Rennen selbst waren auch ganz in Ordnung, wenn auch Barcelona-typisch nach turbulenten Startphasen zum Teil etwas ruhig. Dass es in beiden Rennen allerdings Kollisionen auf der Start/Zielgeraden gab, beunruhigt dann doch ein wenig. Diesen Trend sollten die Herren Fahrer schnell wieder abstellen, denn wenn ein Feld von 30 Fahrzeugen auf ein Auto zuschießt, das sich gerade wieder auf die Strecke zurückdreht, dann kann das schnell auch weniger harmlos ausgehen, als dies zum Glück in Barcelona noch der Fall war.

Zum Sportlichen: Das erste Rennen konnte der norwegische IFM-Alumni Pål Verhaug nach einer ansprechenden Fahrt für sich entscheiden, Zweiter wurde F2-Vizechampion Robert Wickens vor Esteban Guiterrez aus Mexiko. Auch das Sprintrennen ging an einen Zögling der IFM: “Rookie of the Year” Alexander Rossi konnte den Lauf von der Reverse-Grid-Pole aus gewinnen, dahinter landeten Lucas Foresti und wiederum Guiterrez.

In Monaco ist die GP3 nicht zu Gast – was bei einem Feld von 30 heißblütigen Youngstern eine kluge Entscheidung ist, von der sich andere Nachwuchsserien (etwas die Formel 2) durchaus eine Scheibe abschneiden könnten. Die nächsten Läufe finden in drei Wochen bei F1 Grand Prix von Istanbul statt.

WSbR

An den Start gehen wird in Monaco dafür traditionsgemäß die World Series by Renault. Ähnlich wie in der GP2 leiden die Favoriten auch in der Talentschmiede des französisches Autokonzerns am Problem, ihren Speed im Rennen nicht in Ergebnisse ummünzen zu können: Daniel Ricciardo hatte sich im Motorland Aragon noch achtbar aus der Affäre gezogen – in Spa belief sich die Ausbeute des Australiers aber nur mehr auf einen mageren fünften Platz in Rennen 1. Immerhin reicht das noch für den zweiten Tabellenrang. Teamollege Brendon Hartley ist nach zwei von sieben Veranstaltungen gar nur auf Platz acht der Meisterschaft. Das alles ist aber nichts gegen die Probleme, die Esteban Guerreri plagen: Der Argentinier konnte zwar das zweite Rennen in Spa mit einer überzeugenden Leistung für sich entscheiden – in Monaco wird er aber wegen Geldmangels trotzdem nicht mehr im WSbR Cockpit sitzen. Ersetzen wird ihn dort GP3-Rennsieger Alexander Rossi für den der erste Auftritt im schnellen WSbR Boliden ausgerechnet in Monte Carlo zu einer echten Talentprobe werden wird.

Anders als sonst werden in Monaco nicht zwei, sondern nur ein Rennen des WSbR gefahren. Das findet dafür aber am Sonntagvormittag vor dem Grand Prix statt, und wird ab 11:00Uhr live auf Eurosport übertragen.

Superleague Formula

Die Terminplanung der SLF bleibt fragwürdig: Nach mehr als einmonatiger Pause ausgerechnet am Monaco-Wochenende  an die Strecke zurückzukehren, garantiert eigentlich, dass sich nur wenige Motorsportfans zur Fußball-Rennserie verirren werden. Das ist allerdings schade, denn in Silverstone hat die Superleague wieder einmal zwei durchaus interessante Rennen geboten, die Lust darauf gemacht hätten, sich auch den zweiten Saisonauftritt in Assen anzusehen.

Dort wird sich zeigen, ob Craig Dolby seine feine Leistung aus Silverstone (Kollege Stefan Tegethoff hat berichtet) wiederholen kann. Nach einem vierten und einem ersten Platz liegt der Wagen der Tottenham Hotspurs in der Meisterschaft mit 92 Punkten vor dem FC Porto (Álvaro Parente) und dem FC Basel (mit dem Deutschen Max Wissel am Steuer) in Führung.

Und wer weiß: Sofern sich das Rennen der Formel 1 nach 30 Minuten als Langweiler der Bahrain-Klasse entpuppen sollte, könnte es sich ja vielleicht doch lohnen, ab 14:30 mit einem Auge auf den Computerbildschrim zu schielen. Auch am kommenden Wochenende werden  die Läufe der SLF nämlich wieder live im offiziellen Stream übertragen, kommentieren soll dort angeblich Ben Edwards. Am Fernseher herumzuzappen wird dagegen wohl nicht zum gewünschten Erfolg führen: Bisher deutet nichts darauf hin, dass die SLF nach dem Aus auf Eurosport einen neuen TV-Partner im deutschen Sprachraum gefunden haben könnte.

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