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March 07 2012

06:26

Ferner liefen: Die Newshappen für 07.03.2012

// HRT hat als letztes Team den neuen Einsatzwagen vorgestellt. Der Wagen soll eine komplette Neukonstruktion sein, was angesichts des mittlerweile drei Jahre alten Dallara-Chassis auch sicher notwendig war. Neu ist auch die Lackierung, die noch jeden Sponsor vermissen lässt. HRT hat die gesamten Wintertests ausfallen lassen und ist gestern in Barcelona nur ein paar Installationsrunden gefahren. Man tritt in Melbourne also mit einem komplett ungetesteten Wagen an, was die Chancen nicht besser aussehen lässt. Immerhin hat HRT in diesem Jahr auch KERS an Bord. Man setzt das System von Williams ein. Dennoch dürfte HRT auch weiterhin die letzten Startplätze besetzen. Positiv zu vermerken ist allerdings, dass man mit Pedro de la Rosa einen sehr erfahrnen und bekanntermaßen guten Entwickler ins Team geholt hat. (Don)

// Bei Ferrari sind die Sorgenfalten nach dem Test sehr zahlreich. Der F2012 hat Potential, aber offenbar hat man nicht komplett verstanden, wie der Wagen eigentlich arbeitet. Fernando Alonso zeigt sich mittelmäßig beeindruckt, weiß aber laut GPupdate darauf hin, dass Red Bull jetzt auch nicht gerade problemlos unterwegs war. Hätte Ferrari so zwei schlechte letzte Testtage gehabt, würde man über das Team herfallen, so der Ex-Weltmeister. (Don)

// Ein möglicher Grund für die Probleme bei Ferrari dürfte die Vorderachse bzw. dessen Konstruktion sein, denn am letzten Montag, also dem 27.02 war Dr. Petter Schöggl, seines Zeichens leitender Ingenieur bzw. Simulationsexperte bei AVL zu Gast bei Servus TV und äußerte diese Vermutung (ab 55. bzw. 72. Minute). Hintergrund sind die sehr spitzen bzw. kleinen Winkel in den Querlenkern bzw. dem Pull Rod. Dies kann sehr schnell sein, allerdings ist der Aufwand hierfür sehr hoch und die Abstimmung sehr schwer. (Flo aus N)

// Laut Joe Saward steckt eh ungeliebte GP von Europa in Valencia in Schwierigkeiten. Angeblich hat man mal wieder die Sicherheitszahlungen an Eccelstone nicht geleistet, der nun damit droht, den GP ausfallen zu lassen. Laut Saward sucht der F1-Chef schon einen Ersatz. Da gibt es nicht so viele Möglichkeiten. Paul Ricard wäre eine, erfüllt aber (noch) nicht die Anforderungen in Sachen Anreise und Hotels der Formel Eins. Imola wäre eine andere Variante, hier fehlt aber vermutlich auch das Geld. Ähnliches gilt für den Nürburgring, wo es zudem einen Rechtsstreit zwischen dem Land und Pächter gibt. Da dieser offiziell gekündigt ist und das Land noch keinen Nachfolger benannt hat, gibt es eh keine Verhandlungen mit Eccelstone. Ein Rennen im euruopäischen Ausland fällt vermutlich aus logistischen Gründen flach. (Don)

// Laut Dr. Helmut Marko hat Mercedes ein F-Duct System, welches mittels DRS aktiviert wird. Dr. Helmut Marko war am Montag zu Gast in der Sendung Sport und Talk von Servus TV äußerte die Vermutung dass Mercedes massiv aufgeholt haben wird. Mitverantwortlich soll dabei ein Schacht System sein, welches mittels DRS aktiviert wird. Wie das ganze genau aussieht oder funktionieren soll wurde aber nicht verlautbart. (Flo aus N)

// Es gibt in diesem Jahr eine neuer Version der iPhone/iPad/Android/Blackberry Timing App der Formel Eins. Programmiert und verkauft wird diese über ein Unternehmen namens Soft Pauer. Dahinter verbirgt sich Otmar Szafnauer, der bei Force India momentan den Chief Operating Officer gibt und vorher bei Honda F1 angestellt war. Die App hat zwar einige interessante Feature wie ein Live-Tracking per GPS, Live-Timing, Reifenwahl usw. kostet aber auch stolze 25 Euro. Ich hatte sie im letzten Jahr auf meinem iPad und kann auf Grund meiner Erfahrungen keine Kaufempfehlung ausprechen. Das Live-Tracking ist nett, manchmal auch recht hilfreich, wenn es um sehr enge Boxenstopps geht und auch das Livetiming ist sehr schön, weil es ein wenig mehr Infos bietet (Letzte Rundenzeit z.B.) Allerdings habe ich bei bestimmt 40% aller Rennen einen Totalausfall des Feeds erlebt. Manchmal kam er wieder, manchmal auch nicht. Wenn man unterwegs ist und über eine stabile UMTS Verbindung verfügt, mag das eine nette Ergänzung sein, aber das Livetiming auf der offiziellen Seite geht auch auf dem Smartphone. (Don)

// Rahal Letterman Lanigan Racing hat es doch noch geschafft, ein zweites Auto für die IndyCar Series auszufinanzieren. Allerdings wird der Wagen, gesteuert vom Italiener Luca Filippi, erst mit dem Indy 500 in die laufende Saison einsteigen. Grund ist wohl, dass Honda erst dann wieder einen Motor liefern kann. Etwas merkwürdig ist die Sache trotzdem: RLL hatte bis vor kurzem nämlich einen zweiten Motor ab Saisonbeginn zur Verfügung – hat diesen aber an Sarah Fisher Racing abgegeben. (Vorsicht)

// Sebastian Saavedra wird 2012 das Indy 500 für Andretti Autosport bestreiten, und wird zudem “offizieller Ersatzfahrer” des Teams. Ansonsten nimmt der Kolumbianer allerdings einen Schritt zurück, und fährt die gesamte Saison der Indy Lights. Der gewöhnlich gut informierte Curt Cavin vom Indianapolis Star meldet allerdings, dass Saavedra ”vielleicht zwei bis drei weitere IndyCar-Rennen” für Andretti Autosport fahren darf. (Vorsicht)

// Währenddessen beginnen in Sebring die ersten “Open Tests” der neuen IndyCar-Saison. Am ersten Testtag hatte Ryan Hunter-Reay im Andretti-Chevy die Nase vorn, dicht gefolgt von Helio Castroneves im ebenfalls Chevrolet-befeuerten Penske. Honda war allerdings in Kombination mit Sam Schmidt Racing und Fahrer Simon Pagenaud ebenfalls nur eine Zehntelsekunde von der Bestzeit entfernt. Auch, wenn die Zeiten wohl noch nicht sehr viel wert sind – riesige Leitungsunterschiede zwischen den beiden großen Herstellern scheint es auf der Rundstrecke momentan nicht zu geben. Allerdings dürfte Chevrolet in Sachen Standfestigkeit und Entwicklungsfortschritt die Nase im Moment noch vorne haben. Mit zwei Sekunden Rückstand (auf einer knapp einminütigen Runde) und einigen technischen Problemen bildete Simona de Silvestro im einzigen Auto mit Lotus-Motor das Schlusslicht am ersten Testtag. Im Interview mit autosport.com zeigt sich die Schweizerin allerdings zuversichtlich, dass Lotus/Judd die Probleme bis zum Saisonstart in den Griff bekommt. (Vorsicht)

// Auch erste Details zur TV-Übertragung gibt es: In den neuen Autos werden neben den bekannte, drehbaren Kameras auf dem Überrollbügel auch drei neue Perspektiven zur Verfügung stehen. Geplant ist eine Kamera am Heckflügel, eine in den Rückspiegeln sowie eine weitere in Richtung der vorderen Aufhängung. Weiterhin werden aber nicht alle Autos mit einen Onboard-Videosystem ausgestattet, sondern bei “normalen” Rennen sechs, und beim Indy 500 zwölf Wagen. Der Rest bekommt der aerodynamischen Chancengleichheit halber Kameraatrappen. (Vorsicht)

// Die Formel Renault 3.5 hat via Twitter bekanntgegeben, dass der bisher noch fehlende Austragungsort für das August-Rennen Silverstone sein wird. Das ganze wird allerdings kein komplettes WSbR-Wochenende werden, sondern nur als Rahmenrennen der WEC dienen – ähnlich dem Auftritt gemeinsam mit der WTCC im vergangenen Frühjahr in Monza. Das Rennen in Brasilien, über das im vergangenen Sommer kurz spekuliert wurde, wird damit vorerst nicht stattfinden. (Vorsicht)

// “Lotus” (née Gravity Charouz Racing) hat derweil bekanntgegeben, dass man 2012 in der Formel Renault 3.5 mit dem Neuseeländer Richie Stanaway, Meister des deutschen F3 Cups, und dessen Vize, dem Dänen Marco Sørensen an den Start gehen wird. Sicher ein interessanter Referenzpunkt für die Fahrerqualität der deutschen Nachwuchsserie. (Vorsicht)

// Reiter Engineering wird 2012 zwei Gallardo LP600+ in der FIA GT1 einsetzen, die ja nun nach GT3 Regeln gefahren wird. Damit wächst das Starterfeld so langsam auf brauchbare Dimensionen an. (Don)

// In weniger als einem Monat (31. März / 01. April) startet die japanische Super GT auf dem Okayama International Circuit in ihre neue Saison. Über die letzten Wochen verteilt, haben einige der GT300-, insbesondere aber natürlich die GT500-Mannschaften, bereits ihre Fahrzeuge ausführlich über den Inselstaat verteilt getestet — ein direkter Vergleich war somit nur bedingt möglich. Im letzten Jahr aufgrund der tragischen Naturkatastrophe abgesagt, finden die offiziellen Testfahrten in diesem Jahr wieder in Okayama vom 17. bis 18. März 2012 statt. Für einige der GT300-Teams, die sich erst vor kurzem für die diesjährige Saison eingeschrieben haben, wird es die erste und einzige ausführliche Testfahrt vor dem Saisonstart sein, und gleichzeitig einen ersten Indikator für die Stärke, egal ob in der GT300- oder GT500-Klasse darstellen. Die Nennliste für die Testfahrten umfasst 40 von 45 für diese Saison gemeldeten Fahrzeugen. Interessante Nebenbemerkung: Für Petronas Team Tom’s ist lediglich Kazuki Nakajima für die Testfahrten gemeldet. (Yankee)

// Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag des Suzuka Circuits hat die Formel Nippon das offiziell als Round 0 bezeichnete Show-Rennen über 10 Runden bei Regen letzten Sonntag absolviert. Obwohl es lediglich als Unterhaltung für Fans gedacht war und es quasi “nur” um die Goldene Ananas (oder Prestige…) ging, entbrannte um den Sieg ein packender Dreikampf zwischen Joao Paulo de Oliveira, Takuma Sato und André Lotterer. Sato war von Beginn an konkurrenzfähig und erlangte kurz nach dem Start auch bereits die Führung. Erst kurz vor Schluss konnte de Oliveira den Japaner nach einem packenden Kampf vor der berühmten Löffelkurve überholen. Lotterer fiel bei dem Kampf ein wenig zurück, konnte sich allerdings kurz vor Schluss wieder auf knapp eine Sekunde an Sato herantasten, aber nicht mehr angreifen. Auf den Plätzen Vier und Fünf kamen Serienrückkehrer Loic Duval sowie Tsugio Matsuda ins Ziel. Das komplette Ergebnis sowie einige Bilder zum Rennen gibt es auf der offiziellen Webseite der Formel Nippon, eine Amateur-Aufnahme vom Start hier. (Yankee)

// Im Anschluss an die Feierlichkeiten absolvierte die Formel Nippon am letzten Montag und Dienstag zwei offizielle Testtage auf dem Suzuka Circuit. Nach schönsten Sonnenschein am Samstag, hatte der Regen wie auch am Sonntag am Montag allerdings keine Einsicht mit den Teams und bewegte die Organisatoren dazu, alle Fahraktivitäten für den Vormittag abzusagen. Glücklicherweise nahm der Regen ein wenig ab, so dass die für 15 Uhr Ortszeit geplante Session gestartet werden konnte. Auf der noch immer sehr nassen Fahrbahn hatte Joao Paulo de Oliveira am meisten Pech und beendete nach nur einer Runde seinen Testtag unsanft im Kiesbett. Am Wagen von Loic Duval wurde der neue Diffusor getestet. Unter anderem soll dieser bei Regenrennen die Gischt für den Hintermann reduzieren, ein akutes Problem des FN09. Laut den ersten Stimmen des japanischen Magazins Autosport Web fielen die Ergebnisse allerdings nicht wie erhofft aus, wenn auch ein kleiner Erfolg zu verzeichnen war. Die Ergebnisse für den ersten, verkürzten Testtag sind auf der offiziellen Webseite der Formel Nippon abrufbar. Am zweiten Testtag verschonte der Regen, abgesehen von der ersten Session am frühen Morgen, dann die Fahrer, während zur Mittagszeit der Himmel noch etwas verschlossen blieb, zum Nachmittag dann aber, passend zu den schnellsten Zeiten beider Tage, die Sonne zum Vorschein kam. Takuma Sato nahm wie bereits im Vorfeld verkündet lediglich am ersten der beiden Testtage teil, fuhr im Regen aber einen respektablen neunten Platz, mit lediglich knapp einer Sekunde (wohlgemerkt im Regen) Abstand auf den Tagesschnellsten Koudai Tsukakoshi von Docomo Team Dandelion Racing. Überhaupt waren beide Testtage fest in Honda-Hand. Beide Docomo-Piloten (Koudai Tsukakoshi & Takuya Izawa) könnten nicht nur aufgrund ihrer schnellen Zeiten eine entsprechende Rolle beim Saisonstart am 14. / 15. April, ebenfalls in Suzuka, spielen. Eine Zusammenfassung aller über beide Tage verteilten Testzeiten ist ebenfalls auf der offiziellen Webseite der Formel Nippon abrufbar. Wer eine Auflistung der einzelnen Sessions von Tag 2 möchte, wird hier und hier, ebenfalls auf der offiziellen Webseite der Rennserie fündig. Zwei weitere, offizielle Testtage werden am 20. und 21. März in Fuji stattfinden. (Yankee)

// Die offizielle Präsentation der Formel Nippon wird am 26. März in Tokyo stattfinden. Entgegen einiger Gerüchte wird es 2012 (noch) keine Rückkehr des Freien Trainings am Freitag vor jedem Rennwochenende geben, auch die angedachte Änderung des Rennformats (längere Rennen, zwei Pflichtboxenstopps) wird es in diesem Jahr nicht geben. (Yankee)

// Im Rahmen der Feierlichkeiten in Suzuka hat die JRP (Japanese Race Promotion) einige interessante Informationen zur Zukunft der Formel Nippon bekanntgegeben. Zum einen wurde über die schon länger geplante Expansion der Serie in den asiatischen Raum gesprochen. Konkrete Pläne gäbe es zwar noch keine, möglich wäre allerdings ein Rennen auf der F1-Strecke in Süd-Korea, vielleicht zusammen mit der Super GT, die 2013 dort das erste mal gastieren wird. In wie fern die Verhandlungen mit den Streckenbetreibern und Organisatoren vor Ort verläuft, liegt allerdings auch an der Wirtschaftslage. Die lediglich in einer Skizze vorhandenen Ideen für ein Rennen in Singapur sind derzeit hingegen komplett auf Eis gelegt, da hinter dem Bau einer permanenten Rennstrecke in Changi (für internationale Rennserien abseits der Formel 1, zum Beispiel der MotoGP) ein großes Fragezeichen steht. Ursprünglich sollte der Bau für die kürzer als 3km lange Strecke spätestens Anfang 2011 beendet werden, aufgrund von unter anderem nicht zahlenden und abgesprungenen Investoren rechnet allerdings fast niemand mehr mit der Fertigstellung des Kurses.

// Des Weiteren wurde über System E, ein Energierückgewinnungssystem ähnlich KERS in der Formel 1, gesprochen. Nach derzeitigen Stand soll das System, nach einiger Verzögerungen, 2014 zusammen mit dem neuen Einheitswagen eingesetzt werden, da die beiden von Toyota und Honda entwickelten Systeme nicht sonderlich gut mit dem FN09 funktionieren. Erste Testfahrten, unter anderem in Fuji, ergaben deutlich langsamere Zeiten als mit dem aktuellen “Boost”-System. Mehr zu den Zukunftsplänen der Formel Nippon erfahrt ihr in unserer Saisonvorschau Anfang April. (Yankee)

 

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March 05 2012

11:30

TV Rechte 2012: Wer zeigt was?

Die Motorsport Saison 2012 beginnt langsam wieder Fahrt aufzunehmen, und daher gibt es wie die letzten Jahr schon eine Vorschau vom Racingblog, wo es welche Rennserie zu sehen gibt.

Auch 2012 gibt es wieder einiges an Motorsport im Fernsehen zu sehen, bei den übertragenden Sendern hat sich nicht viel geändert. Die Situation der Internet-Streams ist dagegen in Bewegung. So gibt es dieses Jahr wohl zum ersten mal die V8 Supercars Live als Stream ohne “Geoblock” in Deutschland zu sehen. Bei den zwei größten Motorsportserien der Welt sieht es leider anders aus. Bei der Formel1 gibt es wie die letzten Jahre schon keinen offiziellen Stream, sondern nur ein Livetiming für registrierte User der Internet Seite. Auch bei der NASCAR sieht es nicht besser aus. Dort besitzt der Turner-Konzern sämtliche Internet Rechte für 2012. Und der machte bisher keine Anstalten, Rennen im Internet zu streamen (abgesehen von den Rennen auf TNT, die es dann im Racebuddy aus 10 verschieden Perspektiven gibt). Hoffen kann man allerdings auf das nächste Jahr: Anfang Februar hat die NASCAR die gesamten Online Rechte samt Livestreaming-Möglichkeiten ab 2013 von Turner zurückgekauft.

Insgesamt lässt sich allerdings feststellen, dass immer mehr Serien ihr Produkt auch übers Internet via offiziellen Livestreams und Interviews verbreiten. Zum Beispiel die oben erwähnte V8 Supercars oder die BTCC. Andere Serien übertragen sogar teilweise die ganzen Racedays samt Rahmenserien im Internet, etwa die ADAC GT Wochenende (abgesehen von den “Hauptrennen” der GT Masters) und die FFSA GT (Französische GT3 Meisterschaft). Als interessant lässt sich zudem sehen, dass vor allem der ACO wohl gemerkt hat, welche Möglichkeiten das Internet bietet. So wurden letztes Jahr die ALMS (American Le Mans Series) und die WEC (World Endurance Championship) komplett live gestreamt. Manche Dinge werden sich wohl nie ändern, und so gibt es auch dieses Jahr wieder keinen (legalen) Stream von MotorsTV – schade, da mal dieses Jahr einige interessante Serien überträgt.

Die folgende Übersicht ist nach den vorhanden Infos vom 4. März , wird allerdings im Laufe der Saison erweitert bzw geupdate wenn es neue Informationen gibt. Kleiner Hinweis: Eurosport zeigt sein Programm sowohl live, als auch on demand über den Eurosportplayer.

Eine generelle Übersicht der Streams haben wir auch zusammen gestellt.

Formelserien

F1 – sky/RTL
Sky hat den Vertrag wie schon letztes Jahr wieder um 1 Jahr verlängert, und zeigt alle Trainings, Qualifikationen und Rennen. Die Vorberichte und Nachberichte für die Rennen wird aus dem Sky Sport News Studio kommen. Zudem sind Jacques Schulz , Marc Surer und Tanja Bauer vor Ort. sky HD Kunden, die ein iPad haben, können die F1 wohl auch live über die skyGo Applikation schauen.
Bei RTL wird die Übertragung so ähnlich aussehen wie schon die letzten Jahre. Das heißt: FP3, Qualifikation, Rennen.
Die Freitags-Trainings wird es nach aktuellem Informationsstand nicht im Free TV geben, da Sport 1 aus der Übertragung aussteigt.

GP2 – sky
Alle Rennen der GP2 Meisterschaft werden live auf Sky übetragen

GP3 – Euro(2)
Die Rennen der GP3 werden wie letztes Jahr schon auf Eurosport (2) live oder mit delay gezeigt.

Formel Renault 3.5 – Euro(2)
Auch die Formel Renault 3.5 gibt es wieder auf Eurosport (2) live oder As-live zu sehen.

Auto GP World Series – Euro(2)
Eurosport (2) überträgt dieses Jahr alle Rennen der AutoGP live.

F2- MotorsTV, Stream
Die Formel 2 gibt es auch dieses Jahr wieder Live auf MotorTV. Zudem sollte es einen offiziellen Stream auf formulatwo.com geben.

F3 Euro – n-tv (?)
Bis jetzt gibt es keine Infos ob n-tv auch dieses Jahr wieder die Formel 3 Euro Series überträgt. Allerdings darf man darauf hoffen, nachdem der Sender die letzten Jahre sogar die Formel 3 Rennen aus Macao gezeigt hat. Sollte n-tv einsteigen, werden die Rennen auch auf deren Homepage gestreamt.

European F3 Open – MotorsTV / Stream (?)
Alle Rennen gibt es wohl Live oder Re-Live auf MotorsTV. Im vergangenen Jahr hat man die Läufe außerdem im Stream unter www.livestream.com/f3open gezeigt.

US-Racing

NASCAR Sprint Cup – Motorvision/ServusTV 
11 Rennen (Daytona+Chase) werden dieses Jahr live auf Motorvision gezeigt. Zudem überlegt man, weitere ausgewählte Rennen live zeigen. Von den restlichen Rennen wird es ausführliche Zusammenfassungen geben.
ServusTV zeigt dieses Jahr auch wieder den Sprint Cup als Zusammenfassung immer Montags gegen 23 Uhr. Zudem plant man wohl einige Rennen live zu übertragen, hierbei dürfte es sich wohl um Nachtrennen handeln. Bestätigt ist das aber noch nicht.

NASCAR Nationwide Series – MotorsTV
MotorsTV plant dieses Jahr alle Rennen live oder As-Live zuzeigen.

Indycar
Die Indycar Series wird es wahrscheinlich auch 2012 nicht im Deutschen Fernsehen geben. Auch die Chancen auf ein Livestream sind eher gering.

Tourenwagen

WTCC – Euro
Wie gehabt. Eurosport ist Host-Broadcaster und wird alle Rennen + Qualifying auf Eurosport und Eurosport2 (live) zeigen.

BTCC – itv4
Die BTCC wird dieses Jahr samt kompletten Raceday wieder auf ITV4 gezeigt. Zudem gibt es einen legalen Stream, der allerdings mit “Geoblock” versehen ist.

DTM – ARD
Nicht neues.

GT1/GT3/GT Endurance – Stream
Die SRO Serien werden wie letztes Jahr schon komplett im Internet übertragen und danach VoD gestellt. Inwiefern es eine Übertragung der GT1 WM bei Sport1(+) gibt, steht noch nicht fest. Allerdings ist noch nichts im TV Plan von Sport1 eingetragen, sodass man von einer Nicht-Übertragung ausgehen muss. Den Stream findet man auf der jeweiligen Homepage der Serien.

ADAC GT – Kabel 1
Trotz schwacher Einschaltquote hält Kabel 1 weiter an der ADAC GT Masters fest, die Rennen werden jetzt allerdings um 12:15 erst gestartet. Ob die Rahmenrennen (so wie 2011) wieder via Internet-Stream versendet werden, ist derzeit noch ungewiss.

VLN – Sport1 (Zusammenfassungen)
Es wird Ausschnitte aus den Rennen in verschiedenen Programmen (DMAX, Motorvision, Sport1) zu sehen geben, mehr aber nicht. Die 24H werden bei Sport1 laufen.

Porsche Supercup – Sky/Euro2
Sky überträgt die Serie auch 2012. Sollte auch bei Eurosport(2) zu sehen sein.

Porsche Cup – Sport1(+)?
Sport1(+) dürfte wohl wieder die Rennen des Porsche Carrera Cup zeigen. Zudem sollte es einen Livestream geben.

Scirocco Cup – MotorsTV/Sport1(+)
Läuft auf MotorsTV. Auch auf Sport1(+) eventuell zu sehen. Außerdem hatte VW im letzten Jahr ein verstecktes Livestream Angebot, das auch dieses Jahr wieder da sein könnte.

V8 Supercars – MotorsTV (1 Woche zeitversetzt) / Livestream
MotorsTV. Bathhurst 1000 wird live gezeigt, der Rest mit delay (1 Tag – 1 Woche). Zudem gibt es einen Livestream unter www.v8supercars.com.au, auf dem auch einige der Rahmenrennen zu sehen sind.

Superstar Serie – MotorsTV
Die interessante und gut besetzte italienische Serie läuft live auf MotorsTV.

International GT Open – MotorsTV
Die Rennen der Südeuropäisch geprägten Meisterschaft gibt es wieder auf MotorsTV und mit offiziellem Livestream (www.gtopen.tv) dieses Jahr zu sehen.

GT Sprint – MotorsTV
Die Rennen der GT Sprint (fährt zusammen mit der Superstars Serie) gibt es dieses Jahr wieder Live auf MotorsTV.

Ferrari Challenge Europa – MotorsTV
Live auf MotorsTV

Prototypen

WEC – Euro2
Eurosport(2) überträgt die Rennen wohl dieses Jahr wieder. In welchem Umfang die Rennen übertragen werden steht noch nicht fest. Zudem könnte es wieder einen Live Stream geben.

LMS – MotorsTV 
Die LMS läuft dieses Jahr auf MotorsTV, zudem soll es einen Livestream geben. Inwiefern Radio Le Mans von den Rennen berichtet, steht noch nicht fest.

24 H Le Mans – Eurosport
Auch in diesem Jahr gibt es wieder die kompletten 24 Stunden live bei Eurosport.

ALMS – MotorsTV
MotorsTV wird auch dieses Jahr wieder die meisten Rennen der ALMS live zeigen. Zudem gibt es die Rennen, die man nicht live zeigt As-Live. Auch wieder geplant: Ein guter Livestream auf der Homepage der Serie mit dem Kommentar der Jungs von Radio Le Mans.

GrandAm – MotorsTV
Die Rennen der GrandAm gibt es dieses Jahr auf MotorsTV fals Speed auch live überträgt. Ansonsten gibt es die Rennen mit delay.

Japan

Super GT
Die überaus interessante Super GT wird man leider auch dieses Jahr allenfalls über einen Stream aus den unendlichen Rändern des Internets verfolgen könnnen.

Formel Nippon
Auch die Formel Nippon wird es wohl nicht auf legalem Wege zu sehen geben.

Argentinien

Turismo Carretera / TRV6 / TC2000
Die höchste argentinische Rennklasse gibt es 2012 via (offenbar) offiziellem Stream auf justin.tv/tcarretera. Ebenfalls einen Livestream gibt es zur Silhouetten-Serie TRV6 (unter trv6.com.ar). Die Qualität beider Streamingangebote liegt allerdings, wie man so schön sagt, im Auge des Betrachters. Die vermutlich beste Tourenwagenserie Südamerikas, die TC2000, wird wird wohl leider auch weiterhin keinen offiziellen Stream bereitstellen.

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February 29 2012

07:38

Ferner liefen: Die Newshappen für 29.02.2012

// Rückschlag für Marussia: Das ehemalige Virgin-Team wird nun doch nicht bei den morgen startenden Testfahrten in Barcelona dabei sein. Das ohnehin spät fertiggestellte Auto hat einen der 18 von der FIA vorgeschriebenen Crashtests nicht bestanden. Dabei wird dem russischen Team eine Regeländerung der FIA für die laufende Saison zu Verhängnis, wonach die Autos alle Crashtests bestanden haben müssen, bevor sie für die Testfahrten zugelassen werden. Bisher hatten die Boliden die Crashtests nur bis zum ersten Rennen bestehen müssen. Der spanische Marussia-Konkurrent HRT hat dagegen nun auch den letzten Crashtest bestanden, und wird vermutlich im Laufe der Testfahrten in Barcelona erstmals das neue Auto zeigen. (Vorsicht)

// Doch schon ab Donnerstag wird man die Autos von Red Bull und Ferrari in Barcelona bewundern dürfen: Die FIA hat das Ansuchen der beiden Teams abgelehnt, statt von Donnerstag bis Sonntag von Freitag bis Montag testen zu dürfen. (Vorsicht)

// Erfreuliche Nachrichten gibt es aus der IndyCar-Serie: Sarah Fisher Hartman Racing hat doch noch einen Honda-Motor bekommen, und wird somit bereis ab Saisonbeginn in St. Petersburg in der Serie antreten können. Edler Spender ist Rahal Letterman Racing, die statt der bestellten zwei Motoren doch nur einen brauchen werden. Der Grund: Man hat es nicht geschafft, ein zweites Autos die gesamte Saison hindurch zu finanzieren. (Vorsicht)

// Auch EJ Viso wird in St. Petersburg an den Start gehen. Der Venezolaner hat das nötige Sponsorenpaket geschnürt, der lange erwartete Deal mit KV-Racing ist damit in trockenen Tüchern. Dort könnte er Teamkollege von Rubens Barrichello werden, dessen Engagement aber noch immer nicht fix ist. Bei den Testfahrten in Sonoma war er dabei, angeblich soll er knapp vor der Unterzeichnung eines Sponsorenvertrages stehen. (Vorsicht)

// Gleichzeitig waren andere Teams auf dem Texas Speedway unterwegs. Glaubt man den Aussagen, scheint das neue Auto nun auch auf dem Oval besser zu laufen. Gleich schnell wie der alte Dallara ist die neue Oval-Version aber immer noch nicht. (Vorsicht)

// Einige Fahrer-News gibt es auch aus der GP2: Der Vorjahresfünfte, Giedo van der Garde wird die Saison bei Caterham Racing in Angriff nehmen, der Brasilianer Luiz Razia bei Arden, und der indonesische GP3- und AutoGP-Pilot Rio Haryanto wird bei Carlin sein GP2-Debut geben. Dienstag fanden erste Testfahrten statt: Tagesschnellster war Davide Valsecchi (DAMS), konstant gut unterwegs waren außerdem die beiden Lotus-Junioren Esteban Gutierrez und James Calado. Auch iSport-Routinier Marcus Ericssion war in beiden Sessions vorne mit dabei. (Vorsicht)

// Verzichten muss die GP2 dagegen auf Sam Bird. Der Brite wechselt nämlich 2012 in die Formel Renault 3.5 (zu ISR), wo er auf Force India-Tester Jules Bianchi (Tech1) treffen wird. Auch Mikhail Aleshin (RFR), der 2010 den Meistertitel gewonnen hatte, ist im kommenden Jahr wieder dabei – was er sich davon erhofft, ist nicht ganz klar. (Vorsicht)

// Neuigkeiten gibt es auch aus der DTM. Die Kollegen von touringcartimes.com wollen Gerüchte gehört haben, wonach Formel Renault-Champion Robert Wickens und Euro-F3-Meister Roberto Merhi die verbleibenden Mercedes-Cockpits erhalten sollen. Wenn das stimmt, ist es eine löbliche Chance für zwei vielversprechende, aber vielleicht etwas unterfinanzierte Talente. (Vorsicht)

// Nissan hat am 24. Februar 2012 seinen GT500-Fahrerkader für die Super GT vorgestellt. Wenig überraschend wurde dabei Michael Krumm als Nachfolger von Benoît Tréluyer an der Seite von Satoshi Motoyama bei Nismo im Motul Autech GT-R bestätigt. Japan ist für Krumm keine fremde Welt, schließlich kehrte der Deutsche 1994 Europa erstmals den Rücken, um sich in der japanischen Formel-3-Meisterschaft zu beweisen, die er auch auf Anhieb gewann. Es folgten Jahre in der japanischen Tourenwagen-Meisterschaft sowie der japanischen F3000 (Vorgänger der Formel Nippon) sowie der JGTC (Vorgänger der heutigen Super GT). Die JGTC gewann er zusammen mit seinem Freund und gleichzeitigen Rivalen Satoshi Motoyama im Jahr 2003, ehe er das Land des Lächelns 2009 verließ und in der FIA GT respektive der GT1-WM unterwegs war. Nach drei Jahren Abstinenz kehrt Krumm nun wieder nach Japan zurück. Krumm stellt die Einzige Änderung im GT500-Fahrerkader von Nissan dar. Neu ist hingegen der Sponsorenzuwachs auf dem Meisterwagen von Quiantarelli und Yanagida — der Wagen heißt in diesem Jahr S Road Reito Mola GT-R.

Im nachfolgenden das GT500-Aufgebot von Nissan:

Mola
Ronnie Quintarelli / Masataka Yanagida

Team Impul
Joao Paulo de Oliveira / Tsugio Matsuda

Nismo
Satoshi Motoyama / Michael Krumm

Kondo Racing
Hironobu Yasuda / Björn Wirdheim
(Yankee)

// Nissan die Zweite: In die GT300 hält der Nismo GT-R GT3 dieses Jahr Einzug, der Anfang des Jahres von Michael Krumm beim 24-Stunden-Rennen in Dubai pilotiert wurde. Nissan setzt dabei auf  Katsumasa Chiyo und Yuhi Sekiguchi, zwei hoffnungsvolle Nachwugspiloten. Sekiguchi konnte letztes Jahr unter anderem die japanische Formel-3-Meisterschaft gewinnen und fuhr für JLOC bereits in der GT300 mit, während Chiyo aus dem Nachwuchsprogramm von Nissan stammt und ebenfalls in der japanischen F3 unterwegs war. (Yankee)

// Honda tat es schon vor ein paar Wochen, nun hat Toyota pünktlich zu den offiziellen Testfahrten der Formel Nippon endlichen seinen Fahrerkader vorgestellt. Wie bereits vor rund zwei Wochen berichtet, kehrt Loic Duval, Meister von 2009, in die Serie zurück — er steigt für Team Kygnus Sunoco ins Cockpit. Erfreulich ist der Verbleib letztjährigen Champions André Lotterer. Der Deutsche bleibt Toyota treu und wird mit neben seinem Teamkollegen Kazuki Nakajima für Petronas Team Tom’s zur etwaigen Titelverteidigung antreten. Noch ist allerdings nicht sicher, an wie vielen Rennen Lotterer am Ende teilnehmen wird, da er bei Terminüberschneidungen sein Engagement bei Audi in der WEC selbstredend vorrang hat.

Im nachfolgenden alle von Toyota und Honda ernannten Teams und Fahrer der diesjährigen Formel-Nippon-Saison. Bitte beachten, dass es sich hierbei noch um keine offizielle Nennliste handelt:

Petronas Team Tom’s (Toyota)
André Lotterer
Kazuki Nakajima

Kondo Racing (Toyota)
Hironobu Yasuda

Team Le Mans (Toyota)
Kazuya Oshima

Team Kygnus Sunoco (Toyota)
Loic Duval

HP Real Racing (Honda)
Toshihiro Kaneishi

Team Mugen (Honda)
Naoki Yamamoto

Team Impul (Toyota)
Joao Paulo de Oliveira
Tsugio Matsuda

Nakajima Racing (Honda)
Daisuke Nakajima
Takashi Kogure

Project μ/cerumo・INGING (Toyota)
Kohei Hirate
Yuji Kunimoto

Docomo Dandelion (Honda)
Takuya Izawa
Koudai Tsukakoshi

Le Beausset (Toyota)
Hiroki Saga

TBA (Honda)*
TBA

*Beim bisher noch unbenannten Honda-Boliden handelt es sich um aller Wahrscheinlichkeit um den Wagen für Takuma Sato. Die offizielle Nennung von Sato sowie das mögliche Team stehen allerdings noch aus. (Yankee)

 

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July 01 2011

05:49

Vorschau: Formelserien am Wochenende

Weit muss man am Wochenende nicht reisen, um die Rennen der Juniorserien zu sehen: Die F3 Euroserie fährt mit der DTM am Noris-, die Formel 2 alleine am Nürburg- und die Formel Renault 3.5 am Hungaroring.

In Deutschland oder im nahen Ausland spielt sich am kommenden Wochenende die Action in den Nachwuchsklassen ab. Um mit der bestbesetzten Serien zu beginnen: Die Formel Renault 3.5 startet in Ungarn in ihre zweite Saisonhälfte. Robert Wickens hat sich nach den zwei total verrückten – aber äußerst sehenswerten – Rennen am Nürburgring an der Spitze etwas absetzen können. Eine klare Sache sieht aber gänzlich anders aus. Denn nur etwa einen Sieg entfernt von ihm liegen die punktgleichen Verfolger Jean-Eric Vergne und Kevin Korjus. Auch Neo-F1-Pilot Daniel Ricciardo wird in Ungarn an den Start gehen. Die F3 Euroserie fährt derweil am Norisring eines ihrer wohl spannenderen Rennen in dieser Saison. Und die F2 unter weitgehendem Ausschluss der Öffentlichkeit – aber immerhin mit etwas vergrößertem Feld – am Nürburgring.

Am Hungaroring könnte etwas unverhofft ein weiterer Sieganwärter das Feld der Formel Renault 3.5 vergrößern: Adam Carrol, der mit Team Irland der letzte Meister der A1GP und im vergangenen Jahr mit ein paar guten Performances in der IndyCar Series unterwegs, wird Walter Grubmüller, jun. ersetzen, der sich bei einem Trainingscrash am Nürburgring Brustwirbelverletzungen zugezogen hat. Dem Iren ist durchaus zuzutrauen, dass er auf dem Level von Wickens, Vergne, Korjus oder Ricciardo mitmischen kann – sofern es sein Wagen vom P1 Motorsport Team erlaubt.

Ob Daniel Ricciardo noch mit vollem Elan dabei sein wird, darf bezweifelt werden. Der heute 22-jährige (wir gratulieren!) wurde gestern als neuer Pilot des HRT Formel 1-Teams vorgestellt. Er wird dort ab sofort Narain Karthikeyan ersetzen. Ausnahme: Der indische Grand Prix, wo Karthikeyan wohl den Weg zurück ins Cockpit finden wird. Trotzdem wird Riccirado – so wie etwa auch Alguersuari 2009  - die Saison in der Formel Renault 3.5 beenden. Aber: Dabei wird es vor allem darum gehen, die Strecken, auf denen heuer auch die Formel 1 noch Station machen wird zu üben. Man darf gespannt sein, ob die große Chance in der Formel 1 sich negativ in den Formel Renault 3.5 Leistungen des Australiers niederschlägt.

Zu sehen sind am Wochenende beide Rennen live: Lauf 1 am Samstag um 13:00 auf Eurosport Intl., der zweite Streich dann am Sonntag um 13:00 auf Eurosport 2.

F3 Euroseries

Sie ist mittlerweile ein seltener Besucher in diesem Blog geworden, auch deshalb, weil sich die Größe des Fahrerfeldes und die gefühlte Bedeutung der F3 Euroseries auf beständig niedrigem Niveau halten. Am Wochenende startet sie am Norisring – und der Auftritt auf der traditionsreichen Bahn soll ein guter Anlass sein, ein Auge auf den aktuellen Stande der Dinge zu werfen.

In der Meisterschaft durchgehend aktiv sind, wie schon seit Beignn der Saison, nur zwölf Piloten. Auch die Aufwertung der Hockenheim-Rennen, die als Station der Formula 3 Intl. Trophy ausgeschrieben waren, haben nur für ein geringfügig größeres Starterfeld gesorgt: Nur viel Piloten aus der britischen F3 plus dem Schweizer Sandro Zeller ließen sich vom Prestige der neu geschaffenen FIA-Meisterschaft anlocken. Am Norisring sind die vier wieder nicht mehr dabei – und das F3 Euro Feld auf die “normale” Größe geschrumpft.

Die Meisterschaft ist nach vier von neun Rennwochenenden fest in spanischer Hand: Roberto Merhi (162 Punkte) fürt vor Daniel Juncadella (134).  Auf den Rängen drei und vier folgen mit 123 bzw. 119 Zählern der Niederländer Nigel Melker und der bestplatzierte Deutsche im Feld, Marco Wittmann. Rein rechnerisch ist aber auch hier noch alles offen.

Wir gewohnt überträgt n-tv Rennen eins und drei am Samstag- (10:20 Uhr) und Sonntagvormittag (10:05 Uhr) live. Das zweite Rennen am Samstag wird es wieder nur in den Rennzusammenfassungen auf Sport 1 bzw. als Kurz-Clip am Sonntag vor Rennen drei zu sehen geben.

Formel 2

Und schließlich geht auch noch die Formel 2 an den Start. Sehen werden die Rennen allerdings nur ein paar “happy few” – nämlich die Zuschauer an der Strecke. Eine TV-Übertragung wird es diesmal nicht geben –  weder auf Motors TV, noch via Stream der Serie. Der Grund dafür ist ganz simpel: Normalerweise verwendet die Formel 2 das Equipment und den Kamerawagen der Open GT Serie mit. Die fährt aber am Nürburgring nicht im Rahmenprogramm der Formel 2 – und daher ist auch kein Übertragungswagen zu Stelle, der bewegte Bilder vom Rennen in die Welt hinaustragen könnte. Ab Mitte der kommenden Woche soll es allerdings bei Motors TV Zusammenfassungen des F2-Rennen zu sehen geben.

Die Rennen selbst könnten diesmal ganz interessant werden – denn an der Meisterschaftsspitze trennen Mirko Bortolotti (109 Punkte) und den Schweizer Christopher Zanella (104) lediglich fünf Punkte. Auch wenn man die Regenfälle in Spa und Magny-Cours nicht in die Wertung mit einbeziehen würde: Die beiden scheinen auf einem sehr ähnlichen Level unterwegs zu sein.

Auf den Rängen lauern Miki Monras (78), Will Bratt (68) und der Deutsche Tobias Hegewald.

Am Wochenende wird jedenfalls noch ein neuer Pilot das Feld der Formel 2 verstärken: Der Brasilianer Fabio Gamberini, sonst in der F3 Open unterwegs, geht ab sofort in der Formel 2 an den Start. Außerdem wird Jolyon Palmer, Sohn des Serienorganisators Jonathan und Vizemeister 2010 am Nürburgring einen Gaststart in der Serie unternehmen. Man darf gespannt sein, wie sich die aktuellen Fahrer gegen ihn so halten werden.

Sonst in der Formelwelt

Ansonstan hat in dieser Woche (nach einiger Zeit auf Tauchstation) die Superleague Formula auf sich aufmerksam gemacht. Zunächst wurde bekannt, dass das geplante Rennen in Smolensk nicht stattfinden wird. Die Serie ist allerdings auf der Suche nach Alternativen. Und dann kamen noch zwei gute Neuigkeiten: Max Wissel und Formel Renault 3.5 Meister Mikhail Aleshin werden in zwei Wochen in Zolder mit von der Partie sein. Aleshin wird in den Farben Russlands antreten, Max Wissel wurde von der Superleague Formula kurzerhand zum Südkoreaner ernannt. Jedenfalls startet er für ein Team, das in den Farben des asiatischen Startes antreten möchte. Ob das als Hinweis auf den Austragungsort eines möglichen Ersatzlaufes für Smolensk gedacht ist, oder lediglich Zufall ist, bleibt abzuwarten.

Und auch die AutoGP Serie musste ein Rennen absagen. Wenig überraschend handelt es sich dabei um die Rumänien-Ausgabe in Bukarest – offiziell deswegen, weil die dort geplante Strecke nicht den Anforderungen der FIA genügt. Inoffiziell wäre es aber auch denkbar, dass allen Beteiligten spät aber doch klar geworden ist, dass man mit einem Standalone-Rennen der eher belächelten AutoGP keinen finanziellen Gewinn machen könnte.

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June 16 2011

11:04

Vorschau: Renault 3.5 am Ring & AutoGP Brünn

Groß ist die Auswahl für Fans von Formelserien am kommenden Wochenende nicht. Mit den Formel Renault 3.5 Rennen in der Eifel stehen aber immerhin Leckerbissen auf dem Programm. Außerdem fährt noch die AutoGP in Brünn.

Um es gleich vorwegzunehmen: Die folgende Vorschau ist auch für kürzere Arbeitspausen geeignet. Denn wahnsinnig viel ist am kommenden Wochenende nicht los – zumindest was Nachwuchs-Formelserien betrifft. Die in dieser Saison besonders spannende Formel Renault 3.5 verdient es aber trotzdem, erwähnt zu werden. Die Serie ist anno 2011 womöglich besser besetzt als die GP2. Die beiden Red Bull Piloten Daniel Ricciardo und Jean-Eric Vergne sind wohl die größten Talente, die der Energydrink-Konzern seit Sebastian Vettel gefördert hat. Und dazu sind mit Robert Wickens, Alexander Rossi, Kevin Korjus und Brendon Hartley auch noch einige weitere Fahrer unterwegs, die früher oder später mit der Welt der Formel 1 in Berührung kommen könnten – oder das schon getan haben. In Brünn geht außer dem die AutoGP an den Start, die ich immer noch etwas rätselhaft finde.

Bei allen genannten Favoriten – möglich wäre auch, dass ein anderer Pilot die Meisterschaft am Ende für sich entscheidet: Albert Costa hat in dieser Saison durchgehend gute (wenn auch keine dominierenden) Leistungen gezeigt, und liegt in der Tabelle auf dem sehr ehrenwerten vierten Rang (64 Punkte). Um nach vorne aufzurücken bräuchte er allerdings Fehler und Ausfälle der drei vor ihm platzierten Piloten. Denn auf Jean-Eric Vergne an der Spitze der Meisterschaft fehlen immerhin bereits 26 Punkte – dessen wohl schärfster Konkurrent Robert Wickens liegt nach einer guten Vorstellung mit Rang zwei in Monaco nur einen einzigen Punkt dahinter. Fast schon ein wenig abgeschlagen liegt Brendon Hartley mit 17 Zählern Rückstand auf Rang drei. Red Bull Wunderkind Daniel Ricciardo rangiert trotz Sieg in Monaco im Moment nur auf Platz sechs der Meisterschaftstabelle (61 Punkte) – der Rückstand wird allerdings verständlich, wenn man sich vor Augen hält, dass Ricciardo bei allem Formel 1 Rennen in dieser Saison die Freitagstests für Toro Rosso bestreitet, und daher Rennen der Formel Renault 3.5 versäumen muss.

Spannend wird es also sicherlich, wenn die Serie am kommenden Wochenende am Nürburgring an den Start geht. Und auch das Rahmenprogramm lässt sich sehen – neben der Formel Renault 3.5 sind auch noch Formel Renault Eurocup 2.0, die Megane Trophy, und der Clio Cup am Start. Ach ja: Die Eintrittskarten für die Veranstaltung sind gratis, und können nach Registrierung hier heruntergeladen werden. Wer also in der Nähe wohnt, und noch nichts vorhat… Die Wettervorhersage für das Wochenende verlockt allerdings eher dazu, vor dem Fernseher sitzen zu bleiben. An beiden Tagen soll es regnen, und auch die Temperaturen werden wohl nicht überragend.

Immerhin würde das wohl spannendere Rennen versprechen – was Nachwuchs-Formelrennen am Nürburgring ja in der Regel auch ganz gut vertragen können.

Neben Ricciardo hatten auch andere Piloten bereits Kontakt mit der Formel 1: Robert Wickens wurde kürzlich zum dritten Fahrer des Virgin-Teams ernannt (in deren Farben er auch in der Formel Renault 3.5 antritt). Angeblich soll der Kanadier in dieser Saison auch einmal als Freitagstester antreten dürfen. Auch Alexander Rossi und Brendon Hartley haben bereits Formel 1 Autos getestet – Hartley in seiner Zeit als Red Bull Junior, Rossi als Belohnung für den Gewinn der Formel BMW Weltfinales 2009. Fast unglaublich: Wegen der absolvierten Testkilometer ist Rossi im Besitz einer Superlizenz – als derzeit einziger Amerikaner.

Ein weiterer Pilot könnte bereits in Kürze erste Formel 1 Erfahrung sammeln. Denn der Tabellenführer nach dem Nürburgring-Rennen darf beim World Series by Renault-Wochenende in Budapest eine Demofahrt mit einem aktuellen Renault F1-Boliden duchführen.

Zu sehen sind beide Rennen live auf Eurosport, Lauf eins am Samstag um 13:00 Uhr, Lauf zwei am Sonntag um 14:15 Uhr (beide auf Eurosport 2).

AutoGP

Im Rahmenprogramm der WTCC geht am Wochenende auch die AutoGP wieder an den Start. Und ich muss ehrlich sagen: So ganz habe ich die Vorzüge dieser Serie nach den drei ersten Rennen noch nicht durchschaut. Klar, die umgebauten alten A1GP-Boliden haben ihren Reiz. Gleichfalls die Liveübertragung auf Eurosport. Aber: Den Eindruck, dass es dabei wirklich um etwas geht, konnte bisher noch keines der Rennen erwecken. Und das liegt nicht nur daran, dass auch die Eurosport-Kommentatoren Dirk Adorf und Uwe Winter nicht den Eindruck machen, als könnten sie mit dieser Serie besonders viel anfangen. Auch sonst vermag die Kombination aus Jungtalenten, die in anderen Serien meist nicht vorne dabei waren und älteren italienischen Bezahlfahrern nicht wirklich so begeistern. Im Vorjahr hatte man immerhin noch Romain Grosjean – in  diesem Jahr muss GP2 Urgestein Luca Filippi als Favorit herhalten.

So richtig bestätigt hat er diese Favoritenrolle mit Rang fünf in der Meisterschaft (39 Pukte) aber nicht. Stattdessen führt der bislang eher unbekannte Giovanni Venturini (49) vor Kevin Ceccon (45). Dritter ist Sergei Afanasiev (40), bekannt aus der Formula Master und der Formel 2. An Rang vier liegt der ebenfalls vor einiger Zeit als Talent gehandelte Adrien Tambay (39).

Kleine Kuriosität an diesem Wochenende: Beide Rennen finden am Sonntag statt. Lauf eins (9:45 Uhr) ist auf Eurosport 2 zu sehen, Rennen zwei (13:45 Uhr) in der Pause zwischen den beiden WTCC-Rennen auf Eurosport International und HD.

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May 26 2011

15:58

GP2 & Formel Renault 3.5: Vorschau Monaco

Die ersten Rennen in den zwei wichtigsten Nachwuchsserien sind geschlagen, zaghafte Trends scheinen sich abzuzeichnen. Am Wochenende fahren beide in Monaco.

Die GP2 hat die Rennen in der Türkei und in Barcelona hinter sich, die Formel Renault 3.5 sogar bereits drei Wochenenden in Aragon, Spa und Monza. Klare Favoriten gibt es in beiden Serien noch nicht – wer vorne dabei sein wird, scheint aber mittlerweile klar. Fest steht außerdem: 2011 ist eine gute Nachwuchs-Saison. Freilich, ein paar Geheimtipps haben enttäuscht, nur manche haben ihre Vorschusslorbeen bestätigt. Aber in beiden Serien gibt es gleich eine Reihe von Fahrern, die bald auch für die Formel 1 interessant werden könnten.

GP2

In der GP2 war es bisher eher eine Saison der Überraschungen: Weder Ferrari-Junior Jules Bianchi, noch Sauber-Tester Esteban Gutierrez oder Ex-Renault Pilot Romain Grosjean konnten bisher so richtig überzeugen.

Ganz unbekannt sind die Piloten an der Tabellenspitze aber auch nicht: Der Führende, Guido van der Garde ist schon länger im Umfeld der Formel 1 unterwegs – etwa als Testpilot für Super Aguri und Spyker. 2008 war der Niederländer Meister der Formel Renault 3.5. In der GP2 hat er sich bislang nicht so glänzend in Szene gesetzt, in dieser Saison könnte er den Durchbruch aber endlich schaffen.

Auf Rang zwei findet sich derzeit Sam Bird – der Brite hat sich schon 2010 als schneller und überholfreudiger Pilot erwiesen, und hat heuer die konstantesten guten Leistungen gezeigt. Im vergangenen Jahr durfte er beim F1-Juniortest einen Mercedes pilotieren, und konnte auch in dieser Funktion sein Talent beweisen. Man darf gespannt sein, wie er sich im weiteren Laufe der Saison entwickelt – gut vorstellbar, dass man ihm in nächster Zeit auch in der F1 wiederfinden könnte.

Dahinter lauern mit Charles Pic und Romain Grosjean gleich zwei Franzosen: Beide haben zweifelsfrei Talent, vor allem Grosjean stieg bei seinem Auftritt in der Königsklasse sehr unglücklich aus. Will heißen: Er hat sicher mehr Talent, als er in der halben Saison an der Seite von Fernando Alonso und unter der Regie Flavio Briatores zeigen konnte. Theoretisch steht ihm der Weg von Timo Glock (GP2-Champ und dann zurück in die F1) offen – praktisch könnte er aber durchaus auch so enden, wie Giorgio Pantano.

Ansonsten konnten sich bisher in Szene setzen: Dani Clos (Meisterschaft: Rang 6), der sich in Barcelona sowohl durch eine etwas eigenwillige Interpretation der Safety Car Regeln (die erstaunlicherweise nicht bestraft wurde) als auch durch ein gutes zweites Rennen ins Rampenlicht fuhr. Und Fabio Leimer (7), der in Barcelona zwei tolle Rennen zeigte, und als Lohn den Sieg im Sprintlauf holte.

Von den beiden deutschen Fahrern war bisher weniger zu sehen: Christian Vietoris war in Istanbul eher mager unterwegs, verunfallte dann im zweiten Rennen, und trat in Barcelona wegen der gesundheitlichen Folgen dieses Crashes erst gar nicht an. Angesichts der Tatsache, dass er ein Wochenende zuvor (!) in Zandvoort in der DTM trotz der Crashfolgen schon am Start war, könnte man seine Motivation für die GP2 Saison doch etwas hinterfragen. Kevin Mirocha (zuvor in der deutschen und europäischen F3 sowie der Formel Rnault 2.0 NEC unterwegs) war zwar wegen reger Teilnahme an Zweikämpfen oft im TV zu sehen, konnte allerdings auch noch keine Topleistungen zeigen.

Formel Renault 3.5

Medial steht die Serie trotz guter Liveübertragung bei Eurosport noch immer im Schatten der GP2. Sie hat in den vergangenen Jahren aber bewiesen, dass sie sich hinter dem großen Konkurrenten nicht zu verstecken braucht: Zumindest was die Spitze des Feldes betrifft war die Serie zuletzt ähnlich gut bestückt wie die GP2 – nicht zuletzt auch deswegen, weil Red Bull die etwas günstigeren Preise nützt, um dort seine Juniorpiloten auf größere Aufgaben vorzubereiten.

So auch heuer. Und mit Daniel Ricciardo und Jean-Eric Vergne hat der österreichische Getränkehersteller endlich wieder Piloten unter Vertrag, deren Leitungen Großes versprechen. Anfangs der Saison wurde Ricciardo, Vizemeister des Vorjahres und Star der F1-Juniortests im vergangenen Herbst, als großer Tipp auf die Meisterschaftskrone gehandelt. In den bisherigen Rennen hat sich der britische F3 Champion Vergne allerdings als mindestens ebenbürtig erwiesen – wenn auch Ricciardo heuer nicht mehr alles gibt, und den Saisonauftakt wegen seiner Verpflichtungen als Toro Rosso-Tester sogar auslassen musste.

Ersthafte Chancen auf den Titel haben neben den beiden aber noch mindestens drei weitere Piloten: US-Hoffnung Alexander Rossi, Robert Wickens und der Este Kevin Korjus, im vergangenen Jahr Meister der Formel Renault 2.0.

Alex Rossi hatte vor allem in Aragon ein tolles Wochenende, danach war nicht mehr so ganz konstant unterwegs. In Monaco konnte er allerdings im vergangenen Jahr bei seinem einzigen Saisoneinsatz in der Formel Renault 3.5 mächtig beeindrucken – auch, wenn er wenige Runden vor Schluss nahe Casino in die Leitplanken abflog. Wenn er diese Leistung heuer wiederholen kann, dann ist von ihm sicher so einiges zu erwarten.

Formel Renault 3.5, A1GP, F3 Euro, Formel 2, britische F3, Formel Atlantic, GP3 – und jetzt wieder Formel Renault 3.5: Robert Wickens war in seiner langen Juniorkarriere schon in allen erdenklichen Serien unterwegs. Gemeinsam ist allen diesen Auftritten ein Mangel an Konstanz – und die Tatsache, dass er an guten Tagen richtig schnell unterwegs ist. Die fehlende Beständigkeit mag sich zum Teil auch aus seiner Zeit als Red Bull Junior erklären – wer an jedem Wochenende von Dr. Marko in ein wieder anderes Auto gesetzt wird, kann sich eben nie richtig auf eine Serie einstellen. So manches Talent ist an diesen Anforderungen schon gescheitert – siehe etwa den ebenfalls in der Formel Renault 3.5 fahrenden Brendon Hartley. Ohne Red Bull Sponsorship war Wickens 2010 zweiter der GP3 – und ist in diesem Jahr in der Formel Renault wieder richtig schnell unterwegs. In Monza kam zuletzt allerindgs wieder die mangelnde Konstanz zum Vorschein. Wenn er es schafft, dieses Problem in den Griff zu bekommen, dann ist mit dem Kanader aber gewiss zu rechnen. Andernfalls droht dem 22-jährigen der Ruf des ewigen Talents.

Bleibt noch Kevin Korjus: Dass der Este bereits bei seinen ersten Auftritten in der Formel Renault 3.5 so schnell unterwegs ist, spricht für sein Talent. Einen Sieg im erst zweiten Rennen in Aragon hätte wohl kaum jemand erwartet. Nun aber einen Titel in der Premirensaison zu erhoffen, wäre vielleicht doch etwas vermessen. Im Laufe der kommenden Jahre ist mit Korjus aber womöglich auch in höheren Aufgaben zu rechnen.

Schade: Nachdem die Formel Renault 3.5 mit einer Reihe von tollen Strecken begonnen hat, wird mit dem Spaß nun bald Schluss sein – im weiteren Verlauf der Saison winken (immerhin) der Nürburgring und Silverstone – aber auch die garantierten Langweiler am Hungaroring, in Le Castellet und Barcelona. Trost: Immerhin sind die Kurse für die Fahrer anspruchsvoll – und wenn es bei einem Rennen (so wie etwa beim Finale 2010 in Barcelona) regnen sollte, dann kann es trotzdem spannende Läufe geben. Das Niveau und die Anzahl der Spitzenpiloten versprechen allemal eine interessante Saison.

Am Wochenende im TV

Achtung: Die GP2 fährt ihr erstes Monaco-Rennen traditionsgemäß schon am Freitag (11:10 Uhr), Lauf 2 folgt dann nach dem Formel 1 Qualifying am Samstagnachmittag (16:05 Uhr). Beide Läufe werden wie immer live auf sky sport 2 (bzw. sky sport 1 HD) übertragen. Außerdem zeigt auch der via Hotbird frei empfangbare rai sport 2 die Rennen (wie immer bei den italienischen Sendern möchte ich aber keine Garantie dafür übernehmen, dass es für die Übertragung nicht ein Satelliten-Blackout gibt).

Die Formel Renault 3.5 fährt in Monaco nur ein Rennen, das findet aber dafür in direkter zeitlicher Nähe zum F1-Lauf statt: Am Sonnatg um 11:00 Uhr. Eurosport 2 ist live dabei, für Free TV-Zuseher gibt es um 23:00 eine Zusammenfassung auf Eurosport Deutschland (und um 22:30 auf Eurosport HD).

April 15 2011

15:51

Vorschau: Start in den Formel-Sommer

Auch die Nachwuchsklassen erwachen langsam aus dem Winterschlaf. Nachdem vor zwei Wochen schon die F3 Euroseries ihr erstes Rennen gezeigt hat, beginnen am Wochenende die Saisons der Formel Renault 3.5, Formel 2 und der britischen F3.

Ein spannendes Jahr dürfte uns vor allem in der Formel Renault 3.5 bevorstehen, wo 2011 gleich eine ganze Reihe talentierter Fahrer an den Start gehen wird. Neben Vorjahres-Vizemeister Daniel Ricciardo treten auch der überzeugende Meister der britischen F3 2010, Jean-Eric Vergne, der ehemals so hoch gehandelte Brendon Hartley, US-Hoffnung Alexander Rossi und Robert Wickens in der Serie an. In der Formel 2 wird sich die Spannung eher auf einen anderen Sachverhalt konzentrieren: Schafft es die von Jonathan Palmer geleitete Juniorklasse, sich mit  generalüberholtem Rennformat und neuem TV-Partner als ernsthafte Alternative für junge Talente zu positionieren – oder droht am Ende der Saison das Aus? Und schließlich startet auch noch in Monza die britische Formel 3 ihren Versuch, die F3 Euroseries an der Spitze der internationalen F3-Serien abzulösen.

Formel Renault 3.5

Nach einem eher mauen Nachwuchs-Jahrgang 2010 ist in diesem Jahr wieder ein deutlicher Aufwärtstrend zu erwarten. Denn nicht nur in der GP2 sind eine ganze Menge vielversprechender Jungtalente am Start – das Starterfeld der Formel Renault 3.5 hat alle Vorzeichen, über einen mindestens ebenso großen Talentepool zu verfügen.

An erster Stelle muss wohl Red Bull Junior Daniel Ricciardo genannt werden. Der Australier hätte sich bereits im vergangenen Jahr fast im Kampf um den Titel durchgesetzt. Außerdem konnte er bei den Formel 1 Juniortests Ende 2010 im Red Bull auf der ganzen Linie überzeugen. Weil aber weder bei Red Bull Racing noch bei Toro Rosso derzeit ein Platz frei ist, hat ihm Dr. Helmut Marko eine weitere Saison in der Formel Renault 3.5 verordnet. Da Ricciardo aber gleichzeitig offizieller Ersatzfahrer beider Red Bull-Teams ist, muss er bei allen F1-Wochenenden vor Ort sein – damit ist er zum Saisonauftakt im Motorland Aragon schon einmal nicht am Start. Seinen Wagen wird interimistisch der Schotte Lewis Williamson übernehmen. Sollten Jaime Alguersuari oder Sebastian Buemi heuer nicht auf der ganzen Linie überzeugen, könnte Ricciardo gerüchteweise die Formel Renault 3.5 Mitte des Jahres endgültig in Richtung Formel 1 verlassen.

Favorit auf den Sieg ist dann wohl der ebenfalls von Red Bull unterstützte Jean-Eric Vergne. Der aktuelle Meister der britischen F3 – übrigens der erste Franzose, der diesen Titel trägt – hat schon 2010 bei seinen Gastauftritten in der Serie geglänzt. Wenn er sich 2011 nicht wieder an der Spitze des Feldes findet, wäre das wahrscheinlich für ihn und Sponsor Red Bull bereits eine Enttäuschung.

Bei den Testfahrten vor der Saison konnte allerdings ein anderer alter Bekannter überzeugen: Der Kanadier Robert Wickens, 2009 in der Formel 2 und 2010 in der GP3 glücklos aber schnell unterwegs, war sowohl im Nassen als auch im Trockenen an der Spitze der Zeitenlisten zu finden. Für Wickens ist die Saison wohl eine Art letzte Chance, sich für die Formel 1 zu empfehlen. 2008 war er als 18-Jähriger schon einmal in der Formel Renault 3.5 unterwegs. Trotz eines Sieges in Silverstone beendete er das Jahr damals nur im Mittelfeld der Tabelle.

Ebenfalls auf der Favoritenliste steht der US-Amerikaner Alexander Rossi. Die Nachwuchshoffnung aus den Staaten war 2010 in der GP3 unterwegs, und dort nur recht mäßig erfolgreich. Überzeugen konnte er dagegen bei seinem bislang einzigen Auftritt in der Formel Renault 3.5. In Monaco ersetzte er im vergangenen Jahr den finanzschwachen Esteban Guerrieri, und fuhr prompt an der Spitze mit – bis er einige Runden vor Schluss das Rennen in der Leitplanken von Massenet beenden musste.

Anonsten zu beachten: Brendon Hartley, der sich nach seiner Entlassung aus dem Red Bull Juniorkader in die Serie zurückgekämpft hat, und bei den Testfahrten gut unterwegs war; Formel Renault 2.0 Meister Kevin Korjus aus Estland; Der ganz besonders von Norbert Ockenga hochgeschätzte Albert Costa – und womöglich Sten Pentus, der Überraschungsmann der vergangenen Saison.

Formel 1 Jung-Nostalgiker werden sich außerdem am neuen BVM Target Team erfreuen: Die italienische Mannschaft fungiert als eine Art inoffizielles Ferrari-Juniorteam, und wird mit Daniel Zampieri und Sergio Canamasas auch Fahrer aus dem Umfeld der italienischen Nobelmarke einsetzen. Der Clou: Das Team wird von Giovanni Minardi geleitet, dem Sohn von Gian Carlo Minardi, dem ehemaligen Besitzer des gleichnamigen Formel 1 Teams.

Los gehts am kommenden Wochenende mit zwei Rennen auf einer der besseren Tilke-Strecken, dem Motorland Aragon. Eurosport überträgt live, am Samstag um 14:00 Uhr und am Sonntag um 14:15 Uhr.

Außerdem finden im Rahmen des “World Series by Renault”-Wochenendes auch noch Rennen der Formel Renault 2.0, des Renault Megane Eurocups und des neuen Renault Clio Cups statt. Besonders die Rennen der Formel Renault 2.0 wären vermutlich einen Blick wert, geht dort doch die rekordverdächtige Zahl von 38 Autos (!) an den Start. Leider wird die Serie aber nirgendwo übertragen. Man kann wohl nur in der Wochenend-Zusammenfassung (Dienstag, 23:30, Eurosport) einen Blick auf die Läufe erhaschen. Anders verhält sich die Sache beim Megane Cup: Der wird 2011 live auf Motors TV übertragen (Samstag 15:50, Sonntag 12:15 Uhr). Außerdem stehen auch Übertragungen (allerdings mit falschen Startzeiten) im Wochenend-Programm des Eurosport Player.

Formel 2

Der 2009 mit großen Hoffnungen gestarteten Juniorklasse steht im dritten Jahr ihres Bestehens eine Schicksals-Saison bevor. Ende des Jahres läuft nämlich die Lizenz aus, die es der Serie erlaubt, sich als offizielle FIA-Nachwuchsklasse zu deklarieren. Und ob die Ereignisse der vergangenen zwei Jahre unbedingt dazu angetan sind, die Motorsportbehörde zu einer Verlängerung dieser Lizenz zu bewegen, darf bezweifelt werden.

Deshalb haben sich die Verantwortlichen rund um Serienchef Jonathan Palmer wohl auch dazu entscheiden, eine Art Re-Launch zu vollziehen: Man hat sich über den Winter aus dem Rahmenprogramm der WTCC gelöst, und tritt nun selbst als “Hauptattraktion” der Formel 2-Wochenenden an. Die Trennung bedeutet auch, dass die Formel 2 fortan nicht mehr im Programm des WTCC-Veranstalters Eurosport zu sehen ist, von dem sich die Formel 2 ganz besonders stiefmütterlich behandelt fühlte. Fraglich bleibt, ob der neue TV-Partner Motors TV da einen Mehrwert bilden kann. Immerhin: Nach sporadischen Web-TV Versuchen von Eurosport soll die Formel 2 in diesem Jahr endlich flächendeckend und ohne Geo-Block auch via Internetstream verfügbar sein.

Fahrerisch hat sich in der Serie über den Winter nur erstaunlich wenig getan. Kevin Snoeks, Mihai Marinescu, Will Bratt, Benjamin Lariche, Jack Clarke, Tobias Hegewald und und Natalia Kowalska stellen nur eine Auswahl jener Piloten dar, die 2011 eine weitere Saison in der Formel 2 absolvieren werden. Dazu kommt nach einem erfolglosen Jahr in der GP3 Meisterschaft Mirko Bortolotti, der schon 2009 den vierten Platz in der (damals noch etwas stärker besetzten) Formel 2 errungen hat.

An neuen Talenten wird man wohl am ehesten noch den Briten James Cole (den zweiten der “National Class” in der britischen F3), den Spanier Miki Monras (2010 Zehnter in der GP3) und den Schweizer Christopher Zanella (sechster der italinischen F3 des Vorjahres) beachten müssen.

Auch 2011 nicht im Spitzenfeld zu erwarten ist dagegen eine ganze Riege von Pay-Drivern. Da wäre etwa der 38-jährige bulgarische Millionär Plamen Kralev, der zwar ein sympathischer Motorsport-Botschafter seiner Heimat sein mag, aber wohl nur noch schwer als Nachwuchspilot zu verkaufen ist. Außerdem die beiden Inder Parthiva Sureshwaren und Armaan Ebrahim, beide schon seit einigen Jahren ohne große Erfolge in diversen Nachwuchsklassen unterwegs. Zumindest Ebrahim hat in der vegangenen Saison aber gelgentlich den Eindruck hinterlassen, dass er sich zu einer Art Pedro Diniz der Formel 2 mausern könnte – ein Pay-Driver, der sich im Laufe der Zeit zu einem durchaus soliden Piloten entwickelt. Komplettiert wird das Feld vom Koreaner Sung-Hak Mun, als dessen bisher größte Errungenschaft die Website der Formel 2 mitteilt, er sei Testfahrer des koreanischen A1GP-Teams gewesen.

Nur um es noch einmal klarzustellen: Als Freund von Underdogs würde es mich sehr freuen, wenn einer der zuletzt genannten Fahrer sich im Laufe der kommenden Saison wieder Erwarten doch als motorsportliche Erfolgsgeschichte erweisen könnte. Gleiches gilt für die Serie an sich. Leider stehen die Vorzeichen aber in beiden Fällen nicht besonders gut.

Zum Saisonauftakt am Wochenende stehen zwei Läufe in Slverstone auf dem Programm. Zu sehen sind, wie oben erwähnt, beide Rennen live bei Motos TV und im offiziellen Stream auf formulatwo.com. Rennen 1 startet am Samstag um 14:50 Uhr, Lauf zwei am Sonntag um 15:35 Uhr.

Britisch F3

International wie schon lange nicht mehr präsentiert sich zum Saisonstart die britische Formel 3 Meisterschaft. Vier der zehn Veranstaltungen 2011 werden außerhalb Großbritanniens ausgetragen, der Saisonstart findet symbolhafterweise in Monza statt. Überhaupt hofft man bei der traditionsreichen Nachwuchsklasse darauf, von den aktuellen Problemen der F3 Euroseries zu profitieren.

Ein neuer TV-Vertrag ist leider nicht Teil der Wachstumspläne. Die Läufe der Serie werden daher auch in der aktuellen Saison nicht live zu verfolgen sein, sondern lediglich eine Woche nach Austragung als Relays am britischen Channel 4; Danach – in einer etwas längeren Version – auf Motors TV. Fans mit einer britischen IP-Adresse können sich die Zusammenfassungen außerdem wohl auch 2011 wieder auf dem offiziellen Youtube-Kanal ansehen.

Und trotzdem werden wir von der britischen Formel 3 in diesem Jahr etwas mehr zu sehen bekommen. Denn wie auch bei der F3 Euro und dem deutschen F3 Cup qualifiziert die Teilnahme an der Serie zum Start in der neu gegründeten F3 International Trophy. Die meisten Starter werden daher auch mindestens einmal im deutschen Fernsehen auftreten – beim Lauf der F3 Euro in Hockenheim, der gleichzeitig den ersten Durchgang der International Trophy darstellt. Ob auch die anderen Stationen der internationalen Meisterschaft (Spa, Pau, Zandvoort, Macao und Korea) im Fernsehen übertragen werden, ist noch unklar. Zumindest Macao lief 2010 ziemlich überraschend bei n-tv.

Bei den Fahrern sticht ein prominenter Name aus der Masse heraus: Kevin Magnussen, Sohn des ehemaligen Formel 1 Fahrers Jan und Dritter des deutschen Formel 3 Cups 2010. Außerdem aus anderen Serien (vor allem aus der Formel BMW) bekannt sich etwa Felipe Nasr (dem Autosport in dieser Woche ein eigenes Special widmet), William Buller, Lucas Foresti, Rupert Svendsen-Cook, Jack Harvey oder Jazeman Jaafar. Den Großteil der Piloten kenne ich allerdings zu wenig, um mir ein Urteil über ihre Fähigkeiten zu erlauben – man wird also die ersten ein, zwei Rennen abwarten müssen, um zu sehen, wer ernsthaft um die Meisterschaft mitfahren kann. Aber das ist ja auch mal ganz nett…

March 02 2011

07:56

Ferner liefen: Die Newshappen

// Red Bull hat einen umfangreichen Sponsorenvertrag mit Infiniti unterzeichnet. Die Nobel-Tochter des Nissan-Konzerns wird 2011 und 2012 mit großflächigen Sponsorenaufklebern auf den Autos und den Overalls des Teams vertreten sein. Wegen der engen geschäftlichen Verbindung zwischen Nissan und Renault waren im Vorfeld einige Beobachter davon ausgegangen, dass auch Red Bulls Renault-Motor ab 2012 als “Infiniti” gebrandet sein könnte. Dem ist aber nicht so, die Autos werden auch künftig Red Bull-Renault heißen. Gewinner dieses Deals ist ganz klar Red Bull: Der Wagen trägt weiterhin den Namen des Getränkeherstellers, man bekommt aber zusätzlich Sponsorgelder von Infiniti, die man sonst selbst  hätte zahlen müssen. Außerdem soll es eine technische Zusammenarbeit geben: Beim östereichischen Team hofft man von Nissans Elektronik Know-how zu profitieren, um bei der KERS-Entwicklung mithalten zu können. Was sich Renault/Nissan von dem Deal erwarten ist dagegen weniger klar. (Vorsicht)

// Der vorläufig abgesagte Bahrain-GP könnte schon früher als gedacht nachgeholt werden. Bernie Ecclestone hat gegenüber Autosport angedeutet, dass er derzeit daran denke, das Rennen in der eigentlich als Sommerpause gedachten Zeit Mitte August auszutragen. Das könnte für Mensch und Material zu einer echten Belastungsprobe werden, denn zu dieser Jahreszeit liegen die durchschnittlichen Höchsttemperaturen in Bahrain bei 39°C. Ecclestone hält dieses Problem aber offenbar für überwindbar, und appelliert (gewissermaßen) an den Idealismus der Teams: “I think the teams are sensible enough even to race in Bahrain in the summer break, and despite high temperatures, because this is the way we can support the country.” Eine endgültige Entscheidung soll es spätestens bis zum Saisonstart geben. (Vorsicht)

// Mercedes hat sich die restlichen Anteile am eigenen Team gesichert. Bisher gehörten noch 24.9% Ross Brawn und Nick Fry, doch diese Anteile wurden jetzt von Mercedes und deren Partner Aabar Investments PJS übernommen. Mercedes hält jetzt 60%, Aabar 40% des Teams. Die staatliche Investmentgesellschaft aus Abu Dhabi hält ebenfalls rund 9% am Daimler Konzern. Wie viel Geld in Kassen von Brawn und Fry geflossen sind, ist nicht bekannt. Don

// Timo Glock wird die Testfahrten in Barcelona versäumen. Der Virgin Pilot musste sich am Montag den Bliddarm entfernen lassen, und wird daher in den nächsten paar Tagen etwas leiser treten. Für Australien sollte er aber wieder voll einsatzfähig sein, wie dem Twitter-Feed des Teams zu entnehmen ist. (Vorsicht)

// Außerdem gab es in dieser Woche noch eine ganze Menge lesenwerter Interviews mit führenden Motorsport-Persönlichkeiten. Bernie Ecclestone hat mit dem Spiegel seine Ansichten zum Verhältnis zwischen Sport und Politik, zu Michael Schumachers Comeback verraten. Außerdem hat er dabei seine Idee für ein Medaillensystem in der Formel 1 wieder aufgewärmt – und vorgeschlagen, Strecken künstlich zu überfluten, um die Rennen spannender zu machen. Max Mosley hat in einem halbstündigen Radio-Interview mit der BBC erstaunlich offen über seinen Sexskandal und den Schutz der Privatsphäre gesprochen – hier zum Nachhören. Und Randy Bernard hat dem hauseigenen Internetauftritt indycar.com ein stellenweise recht selbstkritisches Interview über sein erstes Jahr als INDYCAR-Chef gegeben. (Vorsicht)

// Opel wird 2012 nicht in die DTM einsteigen. Das meldet motorsport-total.com unter Berufung auf einen Artikel im Fachmagazin “Sponsors”. Angeblich fehlt es an Fachpersonal für den Aufbau eines Teams, außerdem wäre wohl auch die Zeit schon zu knapp. Spekuliert wird nun über einen Einstieg 2013. Ob die Chancen dafür allerdings angesichts dieser Meldungen besonders gut stehen, darf bezweifelt werden. (Vorsicht)

// Jules Bianchi muss noch einmal um seinen Meistertitel in der GP2 Asia zittern. Nach dem Ausfall der beiden Bahrain-Runden haben die Veranstalter kurzfristig ein weiteres Renn-Wochenende in Imola anberaumt, das vom 18.-20. März stattfinden soll. Damit stellt sich zwar endgültig die Frage, was an der Serie noch “Asia” sein soll – weil das Equipment aber offenbar schon wieder von Bahrain nach Europa transportiert wurde ist es aber verständlich, dass man nicht wieder alles nach Asien transportieren möchte. Etwas befremdlicher ist da schon die Auswahl des Austragungsortes Imola. Die nach dem Umbau wieder deutlich schnellere Strecke scheint für die GP2 doch etwas riskant. Immerhin besteht die Möglichkeit, vor Start/Ziel die Schikane zu nutzen, die auch von der Superbike WM verwendet wird. Ob die GP2 das auch macht, war bisher nicht in Erfahrung zu bringen. (Vorsicht)

// Die IndyCar Serie bleibt in den Schlagzeilen. Nach der Ankündigung, beim Saisonfinale fünf Piloten aus anderen Serien um ein Preisgeld von fünf Millionen Dollar fahren zu lassen wird nun eifrig über mögliche Kandidaten diskutiert. A.J. Allmendinger hat kürzlich sein Interesse bekundet. Der ehemalige Indy 500 Sieger Juan-Pablo Montoya scheint dagegen wenig Lust auf eine Open-Wheel Rückkehr zu haben. Ehemalige IndyCar-Piloten werden insgesamt nur in Ausnahmefällen antreten dürfen – und zwar dann, wenn sie von einem dafür zuständigen Komitee als “Legenden” anerkannt werden. Piloten wie Tomas Scheckter, Paul Tracy oder Bertrand Baguette dürfen also nicht auf den Jackpot hoffen. Einen sehr lesenswerten, aber auch furchtbar ausführlichen Artikel zum Thema hat Marshall Pruett vom speedtv.com verfasst. (Vorsicht)

// Und dann gibt es auch noch schlechte Neuigkeiten aus der IndyCar Series: Tony Kanaan wird in der kommenden Saison doch nicht für de Ferran Racing an den Start gehen. Der Meister von 2004 hat es nicht geschafft, genügend Sponsorengeld aufzutreiben. Damit steht nicht nur Kanaans sportliche Zukunft in Frage – auch das Team musste Ende vergangene Woche (zumindest vorübergehend) seine Pforten schließen. (Vorsicht)

// Sam Schmidt, Besitzer des Sam Schmidt Racing Teams hat Teile des FAZZT-Teams erworben. Bisher sind nur die Umrisse des Deals bekannt, es sieht aber wohl, zumindest auf längere Sicht, nach einer Fusion der beiden Mannschaftten aus. Fix scheint, dass Alex Tagliani wie geplant die volle Saison für FAZZT bestreitet. Ebenfalls unangetastet von der Fusion dürften die Schmidt-Einsätze Wade Cunninghams in Texas, Kentucky und Las Vegas, sowie von Townsend Bell und Jay Howard beim Indy 500 bleiben. Möglich scheint allerdings, dass sich aus der Zusammenarbeit der beiden Teams zusätzliche Cockpits oder zumindest weitere Einsatzmöglichkeiten für die Teilzeitpiloten ergeben. (Vorsicht)

// Der Meister der AutoGP-Serie 2011 darf sich auf eine Testfahrt in einem GP2 Auto freuen. Außerdem hat die Serie in der vergangenen Woche bekannt gegeben, dass man plant, eine U21-Wertung für Nachwuchspiloten einzurichten. Der Sieger dieser Wertung bekommt ebenfalls einen GP2 Test. Das deutet auf eine Zweifach-Strategie der Serienorganisatoren hin: Einerseits plant man wohl verdiente und erfahrene Piloten vom Stile eines Giorgio Pantano oder Romain Grosjean gegen Paydriver vom Schlage des “businessman” Giuseppe Cipriani antreten zu lassen. Andererseits soll sich die AutoGP aber wohl auch als ernstzunehmende Jugendserie profilieren. Die aktuellen Fahrerverpflichtungen aus der vergangenen Woche: Die beiden Italiener Fabio Onidi (23) und Fabrizio Crestani (23) bei Lazarus, und der 18-jährige Niederländer Daniel De Jong bei MP Motorsports. (Vorsicht)

// In der GP3-Series gibt es derzeit auch laufend neue Meldungen zu Fahrerverpflichtungen: Manor Racing wird 2011 mit Istanbul-Sieger 2010 Rio Haryanto und Adrain Quaife-Hobbs weitermachen. Das dritte Cockpit bekommt der Finne Matias Laine, der bisher mit mittelmäßigem Erfolg in der Formel Renault 2.0 und der F3 Euroseries angetreten ist. Jenzer holt den Russen Maxim Zimin aus der Formula Abarth. Arden Racing hat bekannt gegeben, dass neben den schon bekannten Mitch Evans und Simon Trummer der Brite Lewis Williamson für die Truppe an den Start gehen wird. Für Tech 1 fahren der Rumäne Doru Sechelariu und der Finne Aaro Vainio, während die amerikanische Zukunftshoffnung Conor Daly von Carlin Racing verpflichtet wurde. (Vorsicht)

// In der Formel Renault 3.5 hat derweil US-Talent Jake Rosenzweig für die kommende Saison beim Mofaz-Team unterschrieben. (Vorsicht)

// Und schließlich hat auch noch die Formel 2 Organisation verlautbart, dass der Russe Max Snegirev 2011 in der Serie an den Start gehen wird. (Vorsicht)

// Die WTCC plant wieder einmal an einem Rennen in den USA, und möchte zu diesem Zweck mit der amerikanischen USTCC kooperieren. Schon 2012 soll es so weit sein. Wie ernst diese Bemühungen nach dem Scheitern anderer WTCC-Projekte wie etwa den Rennen in Russland und Argentinien, und den bisher nie zustande gekommenen Läufen in den USA, der Absage des Mexiko-Rennens im vergangenen Jahr und dem angeblich drohenden Pleitegeier über der Marokko-Veranstaltung 2011 zu nehmen sind, darf freilich hinterfragt werden. (Vorsicht)

// Der neue Aston Martin LMP1 wurde gestern vorgestellt und er sieht… merkwürdig aus. Erinnert mich, Gulf-Lackierung hin oder her, an ein Bügelbrett. Don

// Die Kollegen von “Mulsanne Corner” wollen erfahren haben, dass es bei den Testfahrten mit dem neuen Peugeot LMP1 einen heftigen Unfall gegeben haben soll. Angeblich soll das 908 sogar abgehoben haben. Von Peugeot gibt es zu diesem Thema natürlich keine Stellungnahme. Don

// Der zumindest auf der Rennstrecke allseits beliebte Lord Dryson hat gegenüber “SpeedTV” ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert, was seine Zukunft angeht. Man wird beim EVCUP starten, einer neuen, auf rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge ausgerichtete Serie, die im Sommer in Silverstone startet. Dryson wird dort zusammen mit seinem Langzeitpilot Jonny Cocker an den Start gehen. Eine weitere Teilnahme in der ALMS wird es in diesem Jahr nicht geben. Schade, wir werden seine Lordschaft vermissen. Don

// Zum Thema “Rennen ohne Motorlärm” gab es die Woche auch einen schönen Text von Le Mans Urgestein Paul Truswell. Don

// Erste Bilder des neuen Lola B11/40 LMP2 sind jetzt aufgetaucht. Don

January 26 2011

07:49

Ferner liefen: Die Newshappen

// Die Tage des Australischen Grand Prix in Melbourne könnten gezählt sein. Zumindest wenn es nach Bürgermeister Robert Doyle geht, der am Wochenende in einer Kolumne in der Herald Sun über die hohen Kosten der Veranstaltung geklagt hat. In den 1990er-Jahren habe das Event dem Image der Stadt sehr geholfen.  Nach mehr als 15 Jahren habe sich der Werbewert aber etwas überlebt – die stetig steigenden Zuschusskosten von mittlerweile 70 Millionen australischen Dollar seinen für die Steuerzahler daher nicht mehr tragbar. Ob es sich dabei nun um Verhandlungstaktik handelt, oder um eine ernst gemeinte Ankündigung: In unmittelbarer Gefahr ist das Rennen noch nicht. Den bestehenden Vertrag mit Bernie Ecclestone will die Stadt nämlich auf jeden Fall erfüllen – und der läuft immerhin noch bis 2015. (Vorsicht)

// Bei Force India ist man sich wohl immer noch nicht ganz im Klaren darüber, wer in der kommenden Saison das zweite Auto neben Adrian Sutil pilotieren wird. Autosport (Print-Edition) hat in der vergangenen Woche als fix gemeldet, dass Paul di Resta diese Position übernehmen wird – Joe Saward will derweil aber “verlässlichen Quellen” im Team erfahren haben, dass man noch immer keinen Weg gefunden habe, Vitantonio Liuzzi loszuwerden. Der Italiener scheint nämlich einen erstaunlich wasserfesten Kontrakt für die kommende Saison zu besitzen, und Teameigner Vijay Mallya ist wohl nicht gewillt, den Italiener aus diesem Vertrag herauszukaufen. Jon Noble von Autosport bleibt trotzdem dabei – und kündigt für heute, gegen 4 Uhr Nachmittags eine entsprechende Verlautbarung an. Nachtrag, 26.1., 16:20: Nun ist es offiziell: Paul Di Resta wird das zweite Cockpit neben Sutil erhalten, Hülkenberg wurde als Testfahrer engagiert. (Vorsicht)

// Bei Team Lotus verhandelt man derweil mit Karun Chandhok über ein Engagement als Testfahrer. Ziel des Inders wäre es, 2011 die Abläufe im Team zu lernen, und in der folgenden Saisons dann ein Stammcockpit  zu ergattern. Noch ist allerdings, wie auch Chandhok selbst einräumt, nichts unterschrieben. Bei der Group Lotus, dem ehemaligen Team von Renault, hat man sich derweil für 2011 die testfahrerische Expertise von Fairuz Fauzy gesichert. Pikant: Der Malaysier stand im vergangenen Jahr noch in Diensten der Intimfeinde vom Team Lotus. (Vorsicht)

// Neben dieser Tätigkeit wird Fauzy auch in der GP2 und GP2 Asia an den Start gehen. Und zwar erstaunlicherweise nicht für das mit Lotus verbandelte Team von ART, sondern bei Super Nova Racing(Vorsicht)

//F2 Meister Dean Stoneman wird in der kommenden Saison leider nicht auf der Strecke zu sehen sein. Der Brite, der eigentlich in der Formel Renault 3.5 an den Start gehen sollte, ist an Hodenkrebs erkrankt, und muss daher erstmal aussetzen. Wie man hört wurde die Erkrankung in einem frühen Stadium entdeckt, so dass es um die Heilungschancen wohl ganz gut bestellt ist. Wir wünschen jedenfalls alles Gute, und hoffen, ihn schon bald wieder auf der Rennstrecke zu sehen! (Vorsicht)

// Zwei weitere Namen aus der GP2. Joylon Palmer, Sohn des Ex-F1 Fahrer Jonathan Palmer hat bei Arden angedockt. Er überspringt die GP3 und versucht sein Glück direkt in der GP2. Ebenfalls in der GP2, dafür aber mit einem bekannteren Namen ausgestattet, ist Romain Grosjean. Der von Renault fast verheizte Nachwuchspilot hat im letzten Jahr in der AutoGP alles in Grund und Boden gefahren und versucht sich jetzt erneut am GP2 Titel, dieses Mal mit DAMS. Seinen ersten Versuch hatte er ja abbrechen müssen, weil er zu Renault gelotst wurde, die Nelson Piquet jr. raus geschmissen hatten.Don

// Seit Dezember schon fix, und jetzt auch offiziell bestätigt: Simona de Silvestro wird auch 2011 eine volle Saison in der IndyCar Series bestreiten. Am Montag hat das HVM-Team den neuen Sponsor “Entergy” (einen Stromanbieter, der sich auf Nuklearenergie spezialisiert hat und neun Kernkraftwerke betreibt) vorgestellt. Noch nicht ganz am Ziel ist derweil James Hinchcliffe – allerdings hat der Kanadier in der vergangenen Woche zum wiederholten Male für Newman/Haas Racing getestet. Und dort wiederum scheint man mit den Leistungen des Teilzeit-TV-Kommentators ziemlich zufrieden zu sein. Fehlt für einen Renneinsatz also nur noch ein passender Sponsorendeal – der derzeit aber wohl noch nicht in trockenen Tüchern ist. (Vorsicht)

// In der Nationwide Serie werden ab 2011 die Punkte anders verteilt. Da sich die Fahrer beim Einschreiben in die Saison entscheiden mussten, in welcher Serie sie punkten wollen, war eine Anpassung nötig geworden. Die Sache wird nicht unkompliziert. Punkte bekommen nur die Fahrer, die sich für die NW gemeldet haben. Fahrer aus dem Sprint Cup, die dort auch Meister werden wollen und das entsprechende Häkchen gesetzt haben, gehen leer aus. Liegen drei Cup-Fahrer auf den ersten Plätzen, bekommt der erste NW-Pilot aber trotzdem nur die Punkte für Platz 4. Die Owner Wertung bleibt jedoch unangetastet, die Cup-Fahrer können also für die Besitzer voll punkten und diesen Titel einfahren. Die NASCAR will so den Nachwuchs stärker fördern, ohne die Sponsoren zu vertreiben. Bedeutet im Umkehr im übrigen auch, dass NW-Fahrer keine Punkte mehr im Cup bekommen. Don

// Der Leiter von Fox Sports hat angemerkt, dass die Rennen der NASCAR durchaus etwas kürzer sein könnten. Alles in allem schwebt ihm ein 4 Stunden Fenster vor. 40 Minuten Vorberichte, 3 Stunden Rennen, 20 Minuten Nachberichte. Die Startzeit der Rennen ist im Moment in den USA am Sonntag um 13.00 Uhr, damit wäre man um 17.00 Uhr fertig. So würde man auch der NFL aus dem Weg gehen, wenn das Rennen mal wieder länger dauert. Allerdings – die wenigsten Rennen kratzen an der vier Stunden Grenze, wenn alles glatt läuft. Meist ist die NASCAR in 180 bzw. 210 Minuten fertig. Dazu kommen die “rain outs”, die man nicht einkalkulieren kann. In den USA wertet man die Aussage von Fox schon mal als Versuch der NASCAR klar zu machen, dass sich bei den Quoten was ändern muss, die seit Jahren langsam aber sicher absinken. Don

// Die Testfahrten der NASCAR letzte Woche in Daytona haben wenig Neuigkeiten erbracht. Die Zeiten kann man getrost vergessen, weil kaum in größeren Paketen gefahren wurde. Die Fahrer haben schon neue Spitznamen für die Strecke “Daydega” oder “Tellatona”. Nach der Neuasphaltierung sind wie befürchtet alle Bumps weg, die Splitter bewegten sich kaum einen Millimeter. Das wird dazu führen, dass man statt zu zweit, zu dritt nebeneinander fahren kann, was auf der engen Strecke sicher spaßig wird. Ein “Big One” ist vorprogrammiert, wie viele Fahrer zu Recht kritisierten. Auffallend ist auch der sehr dunkle Asphalt, der viel Hitze speichert. Die Reifen haben zwar beim Test gehalten, aber wie das im Rennen sein wird, ist eine andere Geschichte. Nicht asphaltiert wurde im übrigen das Infield, was bei den 24H von Daytona am Wochenende sicher zu Problemen führen wird.Don

// Aus der LMS gibt es zwei Meldungen: Zum einen wird Audi mit der 2010er Mannschaft wieder antreten, zum anderen hat BMW zwei M3 GT2 für die ILMC bestätigt. Don

// Porsche hat bestätigt, dass man im Kundenauftrag (also VW) an einem Vierzylinder arbeitet. Die möglichen Konsequenzen aus der Geschichte sind klar, die Gerüchte brauchten dann auch nur ca. 1 Nanosekunde. Offenbar baut man den Motor auch mit Blick auf die Formel Eins. Weswegen sonst sollte Porsche für einen Konzern an einem Vierzylinder basteln, in dem es nun wahrlich nicht an kleinen Vierzylindern mangelt. Don

January 14 2011

09:30

TV Rechte 2011: Was wird wo gezeigt?

Wer in diesem Jahr viel Motorsport sehen möchte, der kommt um eine gute Internetleitung nicht herum. Die Zahl der Streams steigt, einige Serien sind ohne Rechner überhaupt nicht mehr zu sehen.

Es gibt auch 2011 viel Motorsport im Fernsehen zu sehen, aber einige Serien bekommt man weiterhin nur um Netz. Das gilt vor allem für die US-Serien, wobei sich die Lage etwas entspannt. Denn so wie es im Moment ausssieht, wird die ALMS ab 2011 ihre Rennen komplett live auf der eigenen Webseite zeigen. Düster sieht es aber weiterhin bei der NASCAR aus. Die NASCAR selber würde gerne die Rennen, vor allem für das internationale Publikum, gerne im Netz zeigen. ESPN und TNT ziehen schon mit aber FOX stellt sich quer. Der Grund: FOX ist der einzige Sender, der nicht allein per Kabel übertragen wird, sondern auch über die sogenannten “Affiliates” vertrieben wird. Und denen will FOX nicht die Zuschauer und damit die regionalen Werbeeinnahmen wegnehmen. Die NASCAR steckt da in einer Zwickmühle. Zum einen ist FOX, zusammen mit Speed, einer der wichtigsten Partner, andererseits laufen die Verträge noch bis Ende 2015 und so lange will man wohl nicht warten, bis man im Netz präsent ist. Das gilt auch für die sportlich zwar gute, ansonsten aber vor sich hinschwächelnde GrandAm Serie. Warum man die nicht per SpeedTV im Netz zeigt, ist nicht nachvollziehbar.

Ohne Rechner geht in diesem Jahr immer weniger. Die Streams werden mehr und laufen teilweise parallel zu den TV-Übertragungen. Einige Serien bieten sogar einen “On-Demand” Service an, aber das ist eher noch selten. Grundsätzlich ist die Tendenz aber zu erkennen, dass man das Netz als Verbreitungsplattform nicht ignorieren kann. Die Menge und die Qualität der Streams nimmt zu, es gibt immer weniger Serien, die völlig darauf verzichten. Dazu kommt, dass man Geo-IP-Blocking mittlerweile relativ einfach umgehen kann.

Verwunderlich ist aber weiterhin, dass MotorsTV das Internet komplett ignoriert. Die Webseite war schon immer eine Baustelle, der Youtube Kanal beitet nur Fitzel des Programms. Nachdem Kabel Deutschland den Sender aus dem Programmangebot genommen hat, sieht es mit der Verbreitung nicht so doll aus. Zwar ist Motors in England relativ stark, aber es würde Sinn machen, wenn man ein kostenpflichtes Abo-Modell für einen Stream anbieten würde. Warum da bei MotorsTV in dieser Richtung nichts passiert, ist mir ein Rätsel. Für die von MotorsTV übertragenden Serien dürfte die Netzrechte nicht allzu teuer sein, zudem hätte man die Chance sich vor allem für internationale Serien als zuverlässiger Verbreiter zu etablieren.

Interessant ist aber auch, dass die meisten Serien ihr internationales Potential bisher brach liegen lassen. Die Grand Am hatte ich erwähnt, aber auch teilweise hochklassig besetzte europäische Serien gehören dazu. Gemeint sind unter anderem die BTCC und die britische F3. Vor allem letztere ist gerade dabei eine, eine Chance zu verpassen. Die letzten Meister haben es allesamt in die F1 geschafft, die Qualität der Rennen ist enorm, die Konkurrenz hoch, dazu kommt der klassische britische Touch der Serie. Vermarktet wird sie mittlerweile von SRO, die ja auch die FIA GT organisieren, und die wohl auch für die weitere internationalisierung der britischen F3 zuständig sind. Im Moment gibt es nicht mal eine Liveübertragung der Rennen irgendwo im Fernsehen, MotorsTV strahlt eine Zusammenfassung mit ein bis zwei Wochen Verspätung aus. Das kann es ja nun nicht sein, wenn man gegen die F3 Euro usw. antreten möchte. Ein Stream wäre hier besonders dringend zu empfehlen.

Die folgende Übersicht hat noch ein paar Lücken, ich ergänze den Eintrag, sobald ich die Infos habe.

Formelserien
F1 – sky/RTL
sky hat den Vertrag mit der F1 nach viel Hin und Her um ein Jahr verlängert. Grund für die kurze Vertragslaufzeit: Bei RTL laufen die Rechte Ende 2011 aus, beide Sender müssen dann neuverhandeln. sky erhofft sich, dass man Exklusivpartner bei HD/3D werden wird, plus weitere Kameraperspektiven usw.

GP2 – sky
Weiter bei sky.

GP3 – Euro?
Lief 2010 auf Eurosport, habe aber keine Antwort, ob das auch 2011 so sein wird.

Formel Renault 3.5 – Euro
Sollte weiter auf Euro laufen.

Auto GP – Euro
Neu bei Eurosport, weil sie im Rahmen der WTCC die F2 ersetzt.

F2- MotorsTV, Stream
Die F2 wandert zu MotorsTV, wird alle Rennen aber auch als Livestream auf der eigenen Webseite anbieten. Ob es auch On-Demand sein wird, ist nicht bekannt. Ob sich Serienorganisator Dr. Jonathan Palmer damit einen Gefallen getan, bleibt abzuwarten. Hauptgrund für seinen Rückzug aus der WTCC sind wohl die unregelmäßigen Startzeiten der Serie, die Europosrt immer wieder dem Programm anpasst und vor allem im Sommer wild zwischen allen Sendern hin und her schiebt.

F3 Euro – n-tv
Bleibt bei n-tv, die letztes Jahr einen guten Job gemacht haben.

SLF – Stream
Hier bleibt es beim Stream auf der Webseite.

Tourenwagen
WTCC – Euro
Wie gehabt. Eurosport ist Host-Broadcaster und wird die Startzeiten wieder dem Programm anpassen.

BTCC – itv4
Bleibt die nächsten Jahre auch dort, einen legalen Stream gibt es nicht. Wobei man abwarten muss, ob itv4 eventuell auf der Webseite was zeigt. Das könnte man mit einem britischen VPN dann sehen.

DTM – ARD
Nicht neues.

GT1/GT3/GT Endurance – Stream
Ob Sport 1 die GT1-Übertragung fortsetzt ist mir nicht bekannt. Kann auch sein, dass es zu Sport1+ weiter geschoben wird. Die Streams laufen aber weiter, von daher ist es egal. Die GT3-EM wird außerdem live auf MotorsTV gesendet. Ob die dreistündigen Rennen der neuen GT Endurance Series von FIA und SRO im TV zu sehen sein werden, oder ob es wie bei den beiden anderen internationalen GT-Serien auch hier einen Stream geben wird, ist noch unbekannt.

ADAC GT – Kabel 1
Trotz schwacher Einschaltquote hält Kabel 1 an der ADAC GT ein weiteres Jahr fest.

VLN – ??
Es wird Ausschnitte aus den Rennen in verschiedenen Programmen (DMAX, Motorvision, Sport1) zu sehen geben, mehr aber nicht. Die 24H werden bei Sport1 laufen.

Porsche Supercup – sky/Euro
sky überträgt die Serie auch 2011. Sollte auch bei Eurosport zu sehen sein.

Porsche Cup – ??
Sport1, Motorvision?

Scirocco Cup – ??
Sport 1? Motorvision? Auf jeden Fall hatte VW im letzten Jahr ein verstecktes Livestream Angebot, das dieses Jahr wieder da sein sollte.

V8 Supercars – MotorsTV (1 Woche zeitversetzt)
MotorsTV. Bathhurst 1000 wird live gezeigt. Muss man auch abwarten, wie sich das bei MotorsTV entwickelt. Ohne eigenen Stream macht das bei denen langsam keinen Sinn mehr.

Prototypen
LMS – Euro
Vermutlich gibt es wieder die zerstückelte Berichterstattung auf Europsort. Einen Livestream scheint es auch in diesem Jahr nicht zu geben, was mir immer noch ein Rätsel ist. Bleibt Radio Le Mans.

24 H Le Mans – Eurosport
Auch in diesem Jahr gibt es wieder die kompletten 24 Stunden bei Eurosport.

USA
NASCAR – ??
ServusTV verhandelt mit der NASCAR über eine Verlängerung der Rechte. Es bleibt aber bei der Zusammenfassung am Montag. Gerüchteweise könnte das Daytona 500 live bei Servus laufen, weil die Amis das als Paket verkaufen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das stimmt, liegt aber bei unter 10%.

ALMS – Stream?
Es herrscht immer noch eine leichte Verwirrung darüber, ob die ALMS nun alle ihre Rennen live über die eigene Webseite streamt oder doch “nur” on-demand. Wenn es stimmt, wäre das natürlich toll. Das Angebot auf espn3.com soll nur ein Zusatz für die Amis sein. Die Rennen laufen in den USA nur noch teilweise live, der Rest zeitversetzt und zurechtgestutzt oder gar in dem 2010 erprobten “Doku-Drama”-Format, aber immer über ABC/ESPN. SpeedTV ist raus. Über die internationale Verbreitung hat man noch nichts gesagt. Laut Midweek Motorsport ist Radio Le Mans auch noch in Verhandlungen, allerdings ist man ziemlich sicher, dass man wieder dabei ist.

GrandAm – ??
Da wird man auf einen Stream von SpeedTV zurückgreifen müssen.

IRL – Stream
Die IRL streamt auch in diesem Jahr fast alle Rennen. Ausgenommen ist das Indy 500, das muss man sich woanders “besorgen”.

November 03 2010

07:38

Ferner liefen: Die Newshappen

// Nach Informationen der FAZ hat sich der Volkswagen-Konzern gegen den Einstieg in die Formel 1 entschieden. Weder wird man mit einem eigenen Team antreten, noch andere Teams mit Motoren beliefern. In den letzten Wochen gab es Spekulationen etwa über eine Rückkehr von Porsche in die Königsklasse. Entsprechende Analysen und Konzepte wurden wohl auch ausgearbeitet, letztlich nun aber verworfen. Stattdessen könnte es ein Engagement in der WRC geben, ebenso lässt der Artikel die Vermutung anklingen, es könne einen Porsche-Prototypen in Le Mans geben. (Stefan)

// HRT wird, sofern man den Winter finanziell überlebt, im kommenden Jahr Getriebe von Williams nutzen. Derzeit setzt man ja, so wie auch die anderen Newcomer Lotus und Virgin Getriebe von Xtrac – mit diesen Produkten ist aber keines der Teams wirklich zufrieden. Lotus wird aller Wahrscheinlichkeit im kommenden Jahr auch beim Getriebe auf Renault setzen, einzig Virgin scheint noch keinen Ersatz gefunden zu haben. Die Kooperation mit Williams ist für HRT jedenfalls nahe liegend – benützt das Team doch als einzige der etablierten Mannschaften ebenfalls Cosworth-Motoren. (Vorsicht)

// Während HRT also noch mit grundsätzlicheren Planungen beschäftigt ist, beschäftigen sich die anderen beiden Newcomer-Teams schon intensiver mit den Fahrerpaarungen für 2011. So soll bei Lotus Jarno Trulli vor der Ablöse stehen – und zwar angeblich durch Bruno Senna. Der hat sich zwar in seinem ersten Jahr nicht durch großartige fahrerische Leistungen profilieren können und hatte in Japan und Korea sogar mit Sakon Yamamoto zu kämpfen. Aber Senna im Lotus-Renault – das hätte trotzdem was. Jarno Trulli wird unterdessen nachgesagt, er könnte sich im kommenden Jahr womöglich in Richtung NASCAR orientieren, sollte es mit der Formel 1 tatsächlich nichts mehr werden. Bei Virgin scheinen sich derweil die Anzeichen zu verdichten, dass Neo-Testfahrer Jerome D’Ambrosio 2011 vor einen Beförderung zum Einsatzpiloten stehen könnte. (Vorsicht)

// Ex-HRT Pilot Karun Chandhok wird in diesem Jahr wohl nicht mehr in einem Formel 1 Auto zu sehen sein – zumindest hat der Inder selbst kürzlich in einem Interview bestätigt, dass seine Aufmerksamkeit nun einem Cockpit für 2011 gelte. Und da will er angeblich derzeit mit drei Teams in Gesprächen über ein Renncockpit stehen – um welche Mannschaften es sich dabei konkret handeln könnte, ist allerdings unklar. (Vorsicht)

// Etwas überraschend: Vergangene Woche hat Mercedes GP bekannt gegeben, dass beim Junior-Test in Abu Dhabi der britische Youngster Sam Bird im Cockpit sitzen wird. Nicht bekannt ist, welche Gründe für die Wahl des aktuell Fünften in der GP2-Meisterschaft ausschlaggebend waren, und ob Mercedes konkrete Zukunftspläne mit dem ART-Piloten hat. (Vorsicht)

// Bernie Ecclestone setzt derweil seine beliebte Serie kontroversieller Interviews fort, und zwar in der Financial Times. Kernaussagen diesmal: Bernie ist von den neuen Teams enttäuscht, und meint wörtlich, er würde gerne “ein paar dieser Krüppel” wieder loswerden. Gemeint ist damit wohl im wesentlichen HRT – auch bei Virgin rät er allerdings Richard Branson dringend dazu, finanziell eine Schippe nachzulegen. Sonst habe einzig Lotus eine realistische Zukunftsperspektive. Joe Saward spekuliert, dass hinter Bernies wiederholten Attacken auf die kleinen Teams ein finanzielles Motiv stecken könnte. Das in der Konstrukteurs-WM elft- und zwölftplatzierte Team erhält nämlich gemäß dem bis 2012 gültigen Concorde-Agreement je 10 Millionen Dollar aus einem speziellen Topf. Dieses Geld könnte sich die FOM aber behalten, wenn es nur zehn Team gäbe. (Vorsicht)

// Fraglich ist demnach auch, ob es wirklich schon 2011 eine HD-Übertragung von der Königsklasse geben soll – zumindest Onboard-Aufnahmen sind laut Ecclestone keinesfalls in HD möglich, da die Kameras dafür zu groß seien. Dem entgegen steht die Nachricht, dass der brasilianische TV-Sender Globo kürzlich bestätigt haben soll, die Formel 1 im kommenden Jahr in nativem HD zu übertragen. (Vorsicht)

// Stecken die Planungen für den US-Grand Prix 2012 nun doch in Problemen? Ein internes Planungsdokument, das von Austin News KXAN veröffentlicht wurde, spricht von einer Bauzeit von 24 Monaten – bei einem Baubeginn im Dezember dieses Jahres also zu lange für einen Grand Prix im Juni 2012. Die Planungsgesellschaft spricht in einer ersten Reaktion von einem Missverständnis – in den 24 Monaten sei auch die längt angelaufene Planungsphase mit einbegriffen. Das Dokument listet übrigens auch eine ganze Reihe von Serien auf, die die Veranstalter neben der F1 auf die Strecke locken möchten – darunter die NASCAR, Indycar und die “Moro GP” (sic). (Vorsicht)

// In Bulgarien schreiten die Planungen für den möglichen Bau einer Formel 1-Strecke dagegen voran – angeblich möchte man im Dezember so weit sein, mit Bernie Ecclestone einen Vertrag abzuschließen. Schon 2012 könnte der Lauf dann auf dem Kalender stehen. Das wiederum könnte die Rennen in der Türkei und in Ungarn gefährden – meint jedenfalls Organisator Bogdan Nikolov. Um auch abseits der Formel 1 Betrieb auf die Strecke zu locken, plant man in Bulgarien ein ganz besonderes Feature – eine Art Bodenheizung, die den Asphalt stets auf einer konstanten Temperatur halten soll. (Vorsicht)

// Peugeot hat vergangene Woche in Monza eine Übergangsversion seines LMP1 getestet. Auffälligste Neuerungen an dem bislang 90X genannten Fahrzeug waren die nach dem 2011er Reglement vorgeschriebene Finne über der Heckverkleidung, die Airbox auf dem (weiterhin geschlossenen) Cockpit und die Heckpartie. Die Motorabdeckung ist nun flacher, der Heckflügel hängt an zwei “Schwanenhälsen” und die Auspuffrohre enden am Heck, nicht wie bisher seitlich vor den Hinterrädern, diese drei Eigenschaften teilt sich das neue Modell mit dem Audi R15. Die Konfiguration des hinteren Fahrzeugendes ist aber noch nicht abschließend, ebenso ist laut technischem Direktor Bruno Famin noch unklar, mit welchem Motor der 908-Nachfolger ausgerüstet wird; motorsport-aktuell.com jedoch schreibt, es sei ein neuer Hybrid-Dieselmotor an Bord gewesen. Einige Bilder gibt es hier. (Stefan)

// Knalleffekt bei der Formel 2: Der britische TV-Kommentator Ben Constanduros meldet, dass die Nachwuchsformel 2011 nicht mehr im Rahmenprogramm der WTCC startet – damit wird die F2 sehr wahrscheinlich auch nicht mehr auf Eurosport zu sehen sein. Erstaunlich ist, dass die Trennung angeblich von der F2-Betreiberin Motorsport Vision ausgegangen sein soll – die fühlte sich nämlich von der WTCC stiefmütterlich behandelt, weil in Monza 2011 die Formel Renault 3.5 in deren Rahmenprogramm an den Start gehen wird. Zudem war man wohl bei Eurosport auch mit der Rolle der “zweiten Geige” hinter der WTCC unzufrieden. Im Rahmen welcher Serie die F2 nun im kommenden Jahr an den Start geht, ist bisher unbekannt – und auch, wo und ob man die Rennen im TV sehen kann ist fraglich. Ebenfalls unklar ist zur Stunde, welche Serie nun die WTCC unterstützen soll – angeblich arbeitet man bei Eurosport aber schon an Ersatz. (Vorsicht)

// Turbulente Woche auch bei den Indycars: Tony Kanaan wurde endgültig von Andretti Autosport aus seinem laufenden Vertrag entlassen, und “darf” sich nun bei anderen Teams nach einem Cockpit umsehen. Nur wenige Stunden später gab das Team dann dafür die Verpflichtung von Ryan Hunter-Reay bis 2012 bekannt. Dem Vernehmen nach hat man sich bei Andretti finanziell etwas verrant: Im Vertrauen darauf, dass 7-Eleven als Kanaan-Sponsor erhalten bleibt, hat man angeblich schon direkt nach dem Indy 500 einen zweijährigen Vertrag mit “RHR” unterfertigt – und so die verbleibenden Sponsoren an den Texaner gebunden. Als 7-Eleven dann unerwartet doch absprang, stand das Team mit einem ausfinanzierten Auto und an Hunter-Reay gebundenen Geldgebern da – aber hatte plötzlich kein Geld mehr für Teamleader Kanaan. Verständlich, dass der Brasilianer im Moment nicht so gut auf die Mannschaft zu sprechen sein soll. (Vorsicht)

// Ein Top-Cockpit soll dagegen Graham Rahal ergattert haben – Gerüchte sprechen davon, dass der Jungstar im kommenden Jahr für Chip Ganassi starten wird. Ein Grund zur Besorgnis für Fans von Dario Franchitti und Scott Dixon ist das aber nicht. Denn Rahal bringt über eigene Sponsoren angeblich um die 10 Millionen Dollar mit – genug für ein drittes Ganassi-Auto neben den beiden Stammpiloten. (Vorsicht)

// Ebenfalls der IRL erhalten bleibt Rookie Bertrand Baguette – das hat er zumindest der belgischen Nachrichtenagentur Belga erzählt. Details zu einem konkreten Vertrag mit einem Team sind nicht bekannt. (Vorsicht)

// Das Team von Signature Plus hat derweil bekannt gegeben, dass man 2011 in der F3 Euroseries mit dem aktuellen F3-Cup Vizemeister Daniel Abt an den Start gehen will. Was ja auch dafür sprechen würde, dass das Team 1) davon ausgeht, dass es im kommenden eine F3 Euroeries geben wird, und, dass man 2) dort auch wirklich teilnehmen will. (Vorsicht)

// Zwei Neuigkeiten gibt es in dieser Woche auch von den australischen V8 Supercars:
- Einerseits sind Gerüchte aufgetaucht, wonach BMW daran interssiert sein könnte, ab 2012 in der Serie zu starten. Und zwar dann, wenn das neue Reglement jenem der “neuen” DTM ausreichend ähnlich ist, um mit einem geringfügig umgebauten Auto in beiden Serien antreten zu können.
- Und andererseits gibt es einen Kalender für die Saison 2011. Viele Änderungen sind diesmal nicht dabei – es wird allerdings mit Abu Dhabi nur noch ein Rennen im Nahen Osten geben, Bahrain wurde aus dem Kalender entfernt. Dafür kehrt Barbagallo Raceway nahe Perth zurück. Das ist ein wenig erstaunlich, weil man der Strecke in diesem Jahr aus Sicherheitsgründen den Rücken gekehrt hatte – die notwendigen Umbauten sollen aber erst 2012 abgeschlossen sein.

1. 12. Februar – Abu Dhabi
2. 20. März – Adelaide
Ohne Punkte: 27. März – Royal Albert Park (F1-Rahmenprogramm)
3. 17. April – Hamilton
4. 8. Mai – Barbagallo
5. 19. Juni – Hidden Valley
6. 10. Juli – Townsville
7. 21. August – Queensland Raceway
8. 18. September – Phillip Island
9. 9. Oktober – Bathurst
10. 23. Oktober –  Surfers Paradise
11. 13. November – Symmons Plains
12. 20. November – Sandown
13. 4. Dezember – Sydney
(Vorsicht)

// LMS: OAK Racing wird für 2011 das offzielle Entwicklunsteam für die Reifen von Dunlop in den LMP-Klassen. GT-Eins berichtet indes auch darüber, dass das Team ab 2011 mit 3,4 Liter Judd Motoren in der LMP1 am Start sein wird. (Flo aus N.)

// Dallara bastelt derweil schon eifirg am neuen Chassis für die Indy Car Series, welche ab 2012 mit einem neuem Chassis antreten will. Zur Zeit konzentriert man sich auf die sogenannte “Safety-Cell(Flo aus N.)

October 14 2010

10:11

Formelrennen: Spannung, Chaos und Finale

Riesen-Chaos bei der SLF und ganz großes Renn-Kino bei der Formel Renault 3.5 – das Wochenende hatte für Formel-Freunde wieder Einiges zu bieten. Und schon in wenigen Tagen folgt in Hockenheim das nächste Finale.

Und wieder ein Wochenende mit zwei Formel-Rennen, die man unbedingt gesehen haben sollte – wenn auch aus völlig unterschiedlichen Gründen. Der zweite Lauf der Formel Renault 3.5 bewies einmal mehr, wieso die Serie von manchen Experten als beste Juniorklasse unterhalb der Formel 1 gehandelt wird. Daniel Ricciardo und Mikhail Aleshin lieferten sich im Regen ein spannedes Duell fast über die gesamte Länge des Rennens – und am Ende hatte auch noch der Verfolger das bessere Ende für sich. Ricciardo mag höher einzuschätzen sein – aber Aleshin hat sich mit diesem Auftritt den Titel redlich verdient. Moralischer Meister (wenn es sowas gibt) ist dennoch Esteban Guerrieri, der sich passenderweise im letzten Saisonrennen noch einmal den Sieg holte. Auch das Rennen der Superleague Formula bot Spektakel – wenn auch unter viel weniger erfreulichen Vorzeichen. Eine kleine Chronik.

Die Fußball-Rennserie hatte beim zweiten China-Rennen nämlich ein Rendezvous mit Herrn Murphy: alles, wirklich alles, was bei einem Stadtrennen so schieflaufen kann, ging auch tatsächlich in die Hose.

Zunächst waren da die Probleme mit der Strecke: Lange Zeit war nicht klar, wo die Superleague denn überhaupt ihr zweites China-Rennen absolvieren würde. Erst eine Woche vorher gab die SLF einen Ort bekannt – und am Wochenende wurde klar, dass das wohl doch nicht nur ein undurchsichtiges PR-Manöver war. Der Zustand der Strecke und die allgemeine Professionalität der Planung ließen erahnen, dass auch die Verantwortlichen selbst noch nicht viel länger wussten, wo man fahren würde.

Da wäre etwa die Tatsache, dass die Strecke zu eng war, um von der FIA eine Grade 2-Lizenz zu erhalten – und zwar wohlgemerkt nichtmal nachdem die SLF angeboten hatte, an der betreffenden Stelle das ganze Rennen lang unter Gelb zu fahren. Da es sich bei der Stelle um eine Brücke handelt, war es auch nicht möglich, die Strecke zu verbreitern – weshalb die SLF zu einem Trik greifen musste. Um das Rennen doch noch durchführen zu können, fuhr man nicht als internationale “Superleague Formula”, sondern als lokale, “chinesische” Ausgabe der Serie. Mit dem Resultat, dass für die beiden Rennen keine Punkte vergeben wurden.

Als es dann am Freitag endlich auf die Strecke ging, tauchte das nächste Problem auf: In mehreren Kurven lösten sich schon nach dem ersten Freiten Training die Curbs aus dem Boden, das zweite Training wurde abgesagt. Auch sonst waren nicht alle vom Zustand der Bahn begeistert. Tottenham Hotspur-Pilot Craig Dolby sprach von “the scariest thing I’ve ever done in my life” – aber immerhin auch “really good fun”.

Am Samstag dann die nächsten Probleme: Noch vor dem Qualifying drohten die Fahrer damit, in Streik zu treten. Grund dafür waren angeblich nicht bezahlte Preisgelder – davon hatte man ja zuvor schon einmal rund um Chris van der Drifts Geldnot nach seinem Unfall gehört. Am Ende gab es aber, zumindest für’s Erste, doch noch eine Einigung – und das Qualifying konnte beginnen. Dann knallte Andy Soucek in der schnellen Schikane vor Start und Ziel in die Mauer. Er selbst bleib zum Glück unverletzt, das Auto war allerdings irreparabel – und das Wochenende für die Mannschaft von Flamengo damit vorbei.

Und dann kam der Sonntag. Rennen Eins verlief noch relativ normal, man könnte sogar sagen “unspektakulär” – wenn man davon absieht, dass der dichte Smog, der über der Strecke hing wohl keine besondere Werbung für den chinesischen Fremdenverkehr war. Dafür winkten in Rennen zwei gleich die nächsten Handicaps: Einerseits hatte wohl bei der Planung keiner bedacht, wann es in Beijing denn so zu dämmern beginnt. Folge war, dass bereits im Halbdunkel gestartet, und es danach rapide dunkler wurde. Und zwar immerhin in einem Maße, dass man auf jeder Einstellung das Glühen der Bremsscheiben erkennen konnte – auch dann, wenn gar nicht gebremst wurde, also etwa beim Reifenwechsel in der Box.

Dann begann es auch noch zu Regnen, und der Lauf musste endgültig abgebrochen werden. Unglaublicherweise wurde im fast vollständigen Dunkel dann noch einmal gestartet. Was noch nicht einmal der dickste Brocken des Tages war – den lieferte die Racecontrol zum Ende des Rennens ab, als man über mehrere Runden nur lokal Gelb zeigte, während das Auto von Team China mitten auf der Strecke stand. Und zwar nicht irgendwo, sondern just an jener Engstelle, die die FIA dazu bewogen hatte, dem Kurs die Lizenz zu verweigern. Und sofern sich jeamand fragt, was in so einer Situation mit dem Piloten dieses Fahrzeugs passiert: Der saß natürlich die ganze Zeit über im gestrandeten Wagen.

Immerhin: Gut besucht war das Spektakel, finainziell könnte sich die Reise also gelohnt haben. Bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen die Ereignisse trotzdem zum Anlass nehmen, ein wenig in sich zu gehen. Denn nach Brands Hatch war dies schon das zweite Rennen in dieser Saison, das man eigentlich nicht hätte starten dürfen. Zumindest hat sich diesmal niemand schwerer verletzt.

Achja: Gewonnen hat das erste Rennen nach einer sauberen Fahrt Craig Dolby. Den zweiten Rennsieg hat sich Alvaro Parente (FC Porto) geholt – inwieweit dieser allerdings wirklich verdient war, muss bezweifelt werden. Immerhin war es ein Dreher des zu diesem Zeitpunkt führenden Parente, der die Rennunterbrechung ausgelöst hatte – was ihn nicht daran hinderte, beim Restart wieder an der Spitze des Feldes zu stehen.

Ein Superfinale gab es wegen der schlechten Bedinungen zum Glück nicht mehr, somit ging der Gesamtsieg an den Punktbesten des Wochenendes: Das war einmal mehr Earl Bamber, der nun bei beiden seiner Starts in der Serie die Prämie in Höhe von 100.000 € gewonnen hat.

F3 Euroseries

Für die F3 Euroseries steht am kommenden Wochenende das letzte Rennen der Saison auf dem Programm – und auch als Freund der Serie ist man geneigt zu sagen: “Zum Glück”. Denn das, was die ehemals so hoch eingeschätzte Rennklasse in dieser Saison gezeigt hat, war leider ein wenig dürftig.

Die Liste der Probleme ist lang, und wurde auch hier im Blog schon geschildert. Vor allem die mangelnde Größe des Starterfeldes machte der F3 Euroseries in der vergangenen Saison kräftig zu schaffen. Die aktuelle Tabelle weist nur 15 Positionen auf, und ein kursorischer Blick auf die Ergebnislisten zeigt, dass über den gesamten Saisonverlauf sogar noch weniger Piloten regemäßig am Start waren.

Dass dann zu allem Überfluss auch noch GP2-Absteiger Edoardo Mortara den Titel gewann, spricht leider auch nicht für die Konkurrenzfähigkeit der verbleibenden Piloten. Um Misserständnissen vorzubeugen: Mortara ist gewiss kein schlechter Fahrer – 2008 hat der Italiener in der F3-Meisterschaft immerhin Piloten wie Jules Bianchi und Christian Vietoris geschlagen, und auch den GP von Macao gewinnt man nicht einfach so. Aber seine GP2-Leistungen deuten andererseits auch nicht darauf hin, dass es sich beim Italiener um einen unschlagbaren Gegner handelt.

Wie dem auch sei: Bevor im kommenden Jahr einige Änderungen geplant sind, die die Serie wirtschaftlich und sportlich wieder konkurrenzfähig machen sollen, quält man sich am Wochenende noch ein letztes Mal im alten Modus über die Runden.

Dabei kann es am zweiten Meisterschaftsrang noch zu Verschiebungen kommen: Marco Wittmann hat nur 8 Punkte Vorsprung auf Williams-Testfahrer Valtteri Bottas. Auch der viertplatzierte Alexander Sims hat noch theoretische Chancen auf den Vize-Titel.

Übertragen werden beide Läufe live, Samstag und Sonntag um 11:20 auf n-tv.

October 07 2010

06:24

Formelserien: WSbR-Finale, SLF in Beijing

Eine äußerst spannende Saison geht in der Formel Renault 3.5 in Barcelona zu Ende – noch immer tobt an der Spitze ein Dreikampf um den Titel. Auch die SLF geht in China in die vorletzte Runde – und zwar auf einem etwas mysteriösen Kurs in Beijing.

31 Punkte gibt es in der möglicherweise bestbesetzten Juniorserie der Welt insgesamt noch zu gewinnen, aber nur 16 Zähler trennen die drei Fahrer an der Tabellenspitze. Das ist die Ausgangslage vor den beiden Finalläufen der Formel Renault 3.5 am kommenden Wochenende in Barcelona. Um den Titel fahren dabei Überraschungsmann Mikhail Aleshin (116), Red Bull Juniorhoffnung Daniel Ricciardo (113) und Sensationsmann Esteban Guerrieri (100) aus Argentinien, der trotz zweier verpasster Rennwochenenden und einer äußerst unglücklichen Disqualifikation in Silverstone immer noch alle Chancen hat, am Ende den Meistertitel zu erringen. Auch die SLF-Saison 2010 neigt sich dem Ende zu. Zwei Rennen vor Schluss sind immer noch fünf Teams in Reichweite des Titels. Spannend wird es aber auch aus anderen Gründen: Über die Strecke, auf der man am Wochenende fahren will, gibt es bisher nur sehr spärliche Informationen.

Eigentlich könnte nur ein Umstand die Rennen der Formel Renault 3.5 am kommenden Wochenende noch spannender machen – nämlich Regen. Und genau den soll es laut Wettervorhersage auch tatsächlich geben. Das könnte Mikhail Aleshin entgegenkommen. Der Russe hat zwar in den vergangenen Rennen beständig an Punkten verloren, liegt aber immer noch an der Tabellenspitze. Bisherige Erfahrungen lassen vermuten, dass er im Regen etwas bessere Chancen haben könnte, die Führung zu verteidigen, als im Trockenen.

Trotzdem: Favorit auf der Meistertitel ist wohl Daniel Ricciardo. Der Australier verfügt zweifelsohne über mehr Speed als sein Konkurrent, und gilt als Barcelona-Spezialist. Dass er in der Meisterschaft nicht schon lange führt, liegt weniger an mandem Fahrtalent, sondern eher daran, dass er etwas zu viele Fehler gemacht hat – und, vor allem in den ersten Saisonrennen, auch an mangelnder Konstanz. In den letzten Rennen kam dann auch noch etwas Pech dazu – etwa in Silverstone, wo er in Rennen eins gleich am Start von Burt Jon Lancaster abgeschossen wurde.

Der schnellste Pilot der Saison 2010 kommt aber wohl aus Argentinien: Esteban Guerrieri hat mehrfach unter Beweis gestellt, dass er sowohl Ricciardo als auch Aleshin auf der Strecke schlagen kann. Dazu kam in Hockenheim und Silverstone auch noch eine clevere Fahrweise, mit der er am Anfang ein wenig Reifen sparte, und am Ende nochmal zulegen konnte. Das bekam vor allem Ricciardo drastisch zu spüren, als er vor zwei Wochen noch in den letzten Kurven von Guerrieri in einem tollen Überholmanöver um Führung und Sieg gebracht wurde. Dass er die Tabelle nicht anführt, ist auf mangelnde Finanzen und eine Portion Pech zurückzuführen: In Monaco fehlte das Geld, auf dem Hungeroring konnte er wegen technischer Probleme nicht an den Start gehen, und in Silverstone wurde ihm der Sieg in Rennen eins aberkannt, weil ein Mechaniker eine Abdeckung auf der Fahrzeugnase mit einem Klebeband befestigt hatte – was zwar keine Vorteile bringt, aber laut Regularien der Formel Renault 3.5 trotzdem verboten ist.

Übertragen werden beide Läufe wie gewohl live auf Eurosport – und zwar zur besten Sendezeit am Samstag um 14:45 auf Eurosport Intl., und am Sonntag um 13:00 Uhr, leider nur auf ESP 2.

Superleague Formula

Vergangenes Wochenende hat sich die Serie gleich mal mit zwei richtigen Knallern in China eingeführt: Lauf zwei und das “Superfinale” lieferten großartigen Rennsport, und wenn jemand die Möglichkeit hat, irgendwo eine Wiederholung oder Zusammenfassung zu sehen, würde ich sehr empfehlen, das zu tun. Fairerweise sei gesagt: Dass die Rennen so spannend waren, ist nicht nur der Serie an sich geschuldet, sondern auch dem neuen Kurs im innermongolischen Ordos.

Nicht, dass dieser so überholfreundlich geplant oder gut in Schuss gebracht worden wäre – ganz im Gegenteil. Die brandneue Strecke, die in ihrer Form einem springenden Steppenpferd nachempfunden ist, glich, wie Robert Dornboos so richtig sagte “Adria auf Steroiden”. Adria, weil es kaum lange Geraden, dafür aber sehr viele enge Kurven gibt. Steroide, weil die Strecke trotzdem ziemlich anspruchsvoll ist: Gleich zwei Kehren ähneln der ersten Kurve in Shaghai, und machen in ihrem Verlauf immer mehr zu, was zu erstunaulich spannenden Manövern geführt hat. Für besonderes Spektakel sogte aber eine zunächst unauffällige Schikane im mittleren Streckenteil. Einerseits deshalb, weil sich darin eine Bodenwelle befindet, die die Boliden in jeder Runde unwillkürlich abheben lies (siehe Foto). Außerdem war der Kurvenausgang stets mit einer ordentlichen Sandschicht bedeckt, die wohl aus der angrenzenden Wüste Gobi auf die Strecke geweht wurde.

Dass am Ende Earl Bamber im Superfinale um den Sieg mitkämpfte (und schließlich, wenn auch “nur” am grünen Tisch) auch noch gewann, trug ebenfalls zur Stimmung bei. Immerhin war der Neuseeländer in der Annahme angereist, in Ordos als TV Co-Kommentator aufzutreten. Als dann Alvaro Parente Probleme mit den chinesischen Einreisebehörden hatte, musste Bamber kurzerhand einspringen. Entsprechend parteiisch agierte auch die TV-Crew im Online-Stream. An sich nicht ganz fair, aber großes TV.

Eine Vorstellung der Strecke, auf der man am kommenden Wochenende fahren will, ist leider nicht möglich. Lange war überhaupt nicht bekannt, wo in China man denn das zweite Rennen austragen möchte, kurz vor dem Ordos-Wochenende wurde bekannt, dass es sich um den olympischen Kanu- und Ruderpark in Beijing handeln soll. Offenbar möchte man einen Stadtkurs bauen, der sowohl über das eigentliche Rudergelände führen soll, als auch durch die angrenzenden Straßen. Mehr ist nicht bekannt – abgesehen von einem wissenden Grisen von Serienorganisator Robin Webb, der im Interview sagte, er habe die Strecke schon gesehen, und sei hellauf begeistert. Im Normalfall müsste man das für reines PR-Gerede halten – irgendwas an Tonfall und Mimik ließ aber vermuten, dass vielleicht doch mehr dran sein könnte. Man darf gespannt sein.

Auch abseites der Strecken-Frage verspricht das Wochenende Spannung. Denn immer noch sind fünf Teams in Reichweite der Meisterschaft. Der RSC Anderlecht mit Davide Rigon (635) hat sich in den vergangenen Rennen als jenes Team präsentiert, das es wohl zu schlagen gilt. Rigon ist schnell unterwegs und verlässlich, der Wagen scheint auch gut zu gehen. Dahinter liegt der Deutsche Max Wissel mit dem FC Basel (628), der ebenfalls in den vergangenen Rennen einen Aufwärtstrend verzeichnen konnte. Leicht abgebaut hat dagegen die Mannschaft von Tottenham Hotspur und Fahrer Craig Dolby (616), die nur noch auf dem dritten Tabellenrang liegen, punktgleich mit Olypmiacos Piräus, deren Van der Drift-Ersatzfahrer Ben Hanley auch in Ordos wieder sein Talent unter Beweis gestellt hat. Schießlich hat auch der ehemalige Tabellenführer AC Milan mit Yelmer Buurman (591) noch Chancen auf den Titel.

Weniger toll als Spannung und Racing ist wieder mal die Terminsetzung der Serie. Nachdem man in diesem Jahr schon zeitgeleich mit dem Monaco F1-Grand Prix und dem Viertelfinalspiel der Deutschen Nationalmannschaft (als Fußballserie am Nürburgring) an den Start gegangen ist, hat man es diesmal geschafft, einen von nur zwei Asien-Terminen großteils zeitgleich mit dem Formel 1-Rennen in Suzuka anzusetzen. Konkret: Rennen 1 findet um 05:00 statt, Lauf 2 pünktlich zur zweiten Suzuka-Renhälfte um 09:00, das Superfinale um 10:00 Uhr. Übertragen wird – wie immer – in Deutschland nicht live im TV, dafür gibt es den qualitativ hochwertigen, flüssig laufenden und gut kommentierten Livestream auf superleagueformula.com.

Ein Hinweis noch: Sport 1 hat die SLF neu in Form von 26-Minuten-Zusammenfassungen der Rennwochenenden im Programm. Das ganze ist mit einem überraschend annehmbaren deutschen Kommentar versehen. Die (ohne Werbung) 22 Minuten scheinen aber leider etwas zu kurz, um alle Storylines der Rennen ausreichend zusammenzufassen. Unpraktischerweise ist die Sendung im Sport 1 TV-Schedule nur als “Sport 1 Reportage” gekennzeichnet, so dass man schon etwas länger suchen muss, bis man die passenden Informationen findet. Das derzeit bekannte Programm:

Donnerstag, 7.10.
06:15 Uhr – Portimao
17:30 Uhr – Ordos

Dienstag 12.10.
07:30 Uhr – Ordos
19:30 Uhr – Beijing

Donnerstag 14.10.
06:00 Uhr – Ordos
06:30 Uhr – Beijing

(ohne Gewähr)

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