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November 24 2010

07:12

Ferner liefen: Die Newshappen

// Unterstützung für Hermann Tilke? Neben dem Büro des Aachener Streckendesigners wird, wie am Montag bekannt wurde, auch die amerikanische Architektur-Firma HKS an der Konstruktion der Anlage in Austin, Texas beteiligt sein. Vermutlich werden die amerikanischen Stadionbau-Experten vor allem Know-How bei der Errichtung der Boxengasse und der Tribünen beisteuern – für die Strecke selbst wird wohl weiterhin nur Tilke verantwortlich zeichnen. Zum Streckendesign hat sich übrigens kürzlich FIA-Präsident Jean Todt zu Wort gemeldet, dem wohl mittlerweile auch die Häufung von Überhol-armen Rennen auf Strecken wie Bahrain, Valencia oder Abu Dhabi aufgefallen ist. Daher fordert der Franzose im Interview mit autosport.com, bei der Evaluierung von Strecken durch die FIA künftig neben der Sicherheit auch das Potential für Überholmanöver zu überprüfen. Sogar Änderungen an bereits existierenden Strecken könnte es demnach geben – und zwar möglicherweise schon im kommenden Jahr. Einen Entwurf für eine Änderung gibt es bereits: Silverstone-Umgestalter Populous haben für f1fanatic.co.uk einen Vorschlag mit Ideen zur Umgestaltung der Strecke von Abu Dhabi erstellt. Vorsicht

// Muss Vitantonio Liuzzi am Ende doch noch um seinen Platz bei Force India bangen? Trotz nur mittelmäßiger Leistungen war man ja bisher eher davon ausgegangen, dass das Team den Italiener mangels attraktiver Alternativen am Ende doch behalten würde. Nun hat aber Teamchef Vijay Mallya im Interview mit den Gulf News davon gesprochen, dass man in den kommenden Wochen die “new drivers” für 2011 bekannt geben will. Das ist natürlich etwas missverständlich formuliert, was auch an Mallyas Englischkenntnissen liegen kann (spekuliert jedenfalls Joe Saward) – einige britische F1-Kenner haben die Aussage aber dennoch als einen Wink in Richtung Paul di Resta verstanden. Vorsicht

// Die Formula Palmer Audi ist Geschichte. Jonathan Palmer, Ex-Formel 1-Rennfahrer und seit zwei Jahren mit seiner Firma MotorSport Vision auch Organisator der Formel 2, die auf dem FPA-Konzept basiert, sperrt den Laden nach 13 Saison zu. Der Grund ist, dass die Van Diemen-Chassis (Aluminim-Monocoque, H-Schaltung) aus dem Jahre 1998 mit nicht mehr zeitgemäß sind. Mit neu konstruierten Fahrzeugen nach aktuellen Standards ließe sich das günstige Preisniveau nicht halten, sodass die Serie in der aktuellen wirtschaftlichen Lage und bei der großen Zahl konkurrierender Serien (u.a. Formel Renault) ihre Rechtfertigung verlieren würde. Einige bekannte Namen haben die FPA in den vergangenen 13 Jahren durchlaufen, vor allem in den Anfangsjahren der Serie: die erste Meisterschaft gewann Justin Wilson (heute IndyCar) vor Darren Turner (Sportwagen), Andy Priaulx und Rob Huff ( beide WTCC) wurden jeweils Zweite in der Winter-Serie und auch Romain Dumas und Gary Paffett durchliefen die FPA-Schule. In den letzen Jahren sind Jolyon Palmer und Kazim Vasiliauskas in die F2 aufgestiegen, jedoch fanden sich auch mehr ältere Gentlemen Driver ein. Die Fahrzeuge werden nun von MotorSport Vision für andere Zwecke verwendet, etwa die Formula Jaguar und Firmenevents. (Quelle: Print-Autosport) Stefan

// Überraschung bei der WTCC:  Anfang der Woche wurde bekannt, dass die Formel 2 im Rahmenprogramm durch die AutoGP-Serie ersetzt wird. Die AutoGP, die in diesem Jahr erstmals unter diesem Namen aufgetreten ist, ist die ehemalige Euro F3000 – die seit zwei Jahren mit modifizierten A1GP-Lolas unterwegs ist. Die Partnerschaft betrifft auch das TV-Programm. Alle Rennen der AutoGP werden live auf Eurosport oder Eurosport 2 übertragen – ein großer Schritt für eine Serie, die bisher nur gelegentlich auf Motors TV zu sehen war. Veröffentlicht wurde zu diesem Anlass auch gleich der komplette AutoGP-Kalender für 2011: Neben den sechs Rennen im Rahmen der WTCC (Monza, Marrakesch, Brünn, Donington, Oschersleben und Valencia) wird die Serie Ende August zusätzlich auf dem Stadtkurs von Bukarest gastieren. Vorsicht

// Die Pläne von Lotus, sein Motorsport-Engagement auszudehnen, nehmen Form an: man steht kurz vor dem Abschluss eines Vertrages mit Jetalliance Racing über den Einsatz von zwei Lotus Evora in der GT Endurance-Kategorie der Le Mans Series einsetzen. Bis 2008 setzte das österreichische Team Aston Martin in der FIA GT-Meisterschaft ein, seitdem nahm man nur noch an ausgewählten Sportwagenevents teil, bei den 24h von Spa in diesem Jahr fuhren Lichtner-Hoyer/Seefried/Eckert/Rich einen Porsche 997 GT3 Cup auf Gesamtrang 17 bzw. Rang 4 in der GTN. (Quelle: Print-Autosport) Stefan

// Auch ART könnte sich nach dem Ende des Engagements in der F3-Euroserie einen Wechsel in die Le Mans Series vorstellen. Das Team von Frederic Vasseur evaluiert die Möglichkeit eines Einsatzes in einer der Protoypen-Klassen. Die technische Entwicklung wäre eine willkommene Herausforderung, so der Teamboss. Trotz der Verbindung mit Lotus in der GP2/GP3 und den LMP-Plänen des Sportwagenherstellers will ART zunächst aber als unabhängiges Privatteam antreten. (Quelle: Print-Autosport) Stefan

// Riley Technologies möchte nach Le Mans zurückkehren. Anfang Oktober hat man den Bau eines LMP2-Fahrzeugs angekündigt, das soll es nun sowohl als Coupe als auch als offenes Fahrzeug geben. Das Problem bei der Sache: man findet keine Abnehmer. Lola und Oreca, die ihre Fahrzeuge schon früher vorgestellt haben, stellen starke Konkurrenz dar, denn unter der neuen Budgetgrenzen-Regelung muss man mit Qualität punkten und die trauen die Teams offenbar eher den etablierten Le Mans-Konstrukteuren zu als Riley, die in den letzten Jahren der Sarthe ferngeblieben sind. Und solange man keinen Kunden hat, kann man es sich auch nicht leisten, überhaupt ein Fahrzeug aufzubauen. Stefan

// Fahrer-News gibt es in der Indycar-Serie:
- Roger Penske hat in der Radio-Sendung Trackside Ende vergangener Woche stätigt, dass Ryan Briscoe auch im kommenden Jahr den dritten Wagen neben Will Power und Helio Castroneves pilotieren wird.
- Im FAZZT-Team bahnt sich derweil eine Überraschung an: Ho-Pin Tung hat am Sonntag in Sebring für die kanadische Mannschaft getestet. Gerüchte sprechen davon, dass man kurz davor steht, einen Fahrer-Vertrag mit dem chinesisch-niederländischen GP2-Piloten zu unterzeichnen.
- Außerdem soll Graham Rahals Engagement bei Ganassi Racing mal wieder kurz vor der offiziellen Bekanntgabe stehen. Bisher sollen die Verhandlungen daran gespießt haben, dass Rahal das dritte Auto mit seinem eigenen, persönlichen Sponsor finanzieren möchte – was Ganassi-Geldgeber Target gar nicht gefällt. Eine Lösung in Form eines Satelliten-Teams für Rahal scheint aber in Sicht.
- Und schließlich hat auch noch (Group) Lotus-Chef Dany Bahar bei der Präsentation angedeutet, dass seine Firma im kommenden Jahr das Engagement bei KV Racing ausbauen will – und optimistisch von “drei oder mehr Autos” in den Lotus-Farben (im kommenden Jahr übrigens in der IRL das klassische Schwarz-Gold) gesprochen. Gerüchteweise möchte man trotz der vielen Totalschäden 2010 zumindest EJ Viso und Takuma Sato im Team behalten.
Vorsicht

// Und gleich nochmal Lotus-News: ART, die ja neuerdings auch unter dem klingenderen Namen “Lotus ART” firmieren, werden Williams-Tester Valtteri Bottas nach zwei guten, wenn auch nicht sensationell erfolgreichen Jahren in der F3 Euroseries in die GP3 Serie verschiebenVorsicht

// Nach de Erfolgen in Macau gibt es für die F3 Euroseries gleich wieder gute Neuigkeiten: Peter Mückes Team bleibt der strauchelnden Serie auch im kommenden Jahr erhalten – und plant dafür im Moment mit drei Autos. Vorsicht

// Die Fahrzeuge der eingemotteten Formel BMW werden eine neue Heimat in der britischen Intersteps-Nachwuchsserie finden, die Fahrern ab 15 Jahren eine Aufstiegschance bieten soll. Diese entsteht aus der bisherigen “Young Guns”-Meisterschaft, die in Zukunft von der britischen Racing Steps Foundation unterstützt wird. Die RSF pflegt Kontakte zu den Teams Carlin und Fortec, die entsprechend einen Einstieg in die Serie erwägen. (Quelle: Print-Autosport) Stefan

September 08 2010

17:14

Formelserien: Wochenend-Analyse & Vorschau

Ereignisarm präsentierten sich am Wochenende F3 und F2 – dafür überraschte die SLF in Adria mit tollen Rennen. Indes stehen bei GP3 und GP2 die Meisterschaftsentscheidungen ins Haus.

Langsam gehen die europäischen Formelserien in die Zielgerade, und zwar jede auf ihre Art: F3 und F2 eher bedächtig, die WSbR solide und die Superleague Formula einmal mehr mit drei spannenden Läufen. Eng wird es fast überall noch in der Meisterschaft: In der Formel 2 konnte sich Dean Stoneman ein wenig absetzten, Jolyon Palmer hat aber in Valencia noch alle Chancen. Ähnlich stehen die Dinge Mit Edoardo Mortara und Marco Wittmann in der F3 Euroseries. Richtig spannend sind die Entscheidungen bei WSbR und Superleage: Dort haben jeweils noch einige Fahrer Chancen auf den Titel. Und am Wochenende geht es dann bei GP2 und GP3 ums Ganze – Vorentscheidungen sind aber in beiden Serien schon gefallen.


WSbR

Kein gutes Wochenende hatte Mikhail Aleshin in Hockenheim: Der stattliche Punktevorsprung des Russen ist weiter geschmolzen – und das trotz solider Vorstellungen. Schuld daran waren ein souveräner Sieg von Daniel Ricciardo am Samstag und ein Traum-Wochenende des Argentiniers Esteban Guerrieri.

Zunächst schien es das Wochenende des Daniel Riccardo zu werden: Klarer Start-Zielsieg am Samstag, und auch die Aussprache seines Namens war endlich geklärt (So wie “Ricardo”, nur englisch und mit australischem “å”). Doch am Sonntag war das Pech, das dem Red Bull Junior aus Down Under schon so oft am Stiefel geklebt ist wieder zurück: 70 statt 60 km/h in der Box, Durchfahrtsstrafe, und am Ende keine Punkte.

Dafür konnte Guerrieri sein Klasse-Wochenende mit einem hochverdienten Sieg krönen. Der Argentinier, der in dieser Saison zwei Wochenende wegen Finanzproblemem aussetzen musste, liegt damit zwei Runden vor Schluss in Reichweite des Meistertitels.

Konkret heißt das: Mikhail Aleshin (109 Punkte) führt die Tabelle weiterhin an, allerdings mit deutlich vermindertem Vorsprung auf Ricciardo (101). Dahinter lauert der angesprochene Guerrieri (85), dessen Teilnahme an den verbelibenden Runden in Silverstone und Barcelona wohl endlich auch finanziell abgesichert ist. Der Abstand ist dabei geringer, als er klingt, denn insgesamt sind noch 60 Punkte zu gewinnen. (Sehr) theoretisch haben also alle Fahrer bis hin zum neuntplatzierten Brendon Hartley (50) noch Chancen auf den Titel.

F3 Euroseries

Gemischte Gefühle für Serienleader Edoardo Mortara in Brands Hatch: Der Italiener konnte seiner Meisterschaftsführung zwar leicht ausbauen, es wäre aber deutlich mehr möglich gewesen.

Gut lief es für den Vizemeister von 2008 am Samstag. Vom dritten Startplatz weg schnellte er gleich am Start in Führung und gab selbige bis zum Ziel auch nicht mehr ab. Gleichzeitig landete Meisterschaftskonkurrent Marco Wittmann hinter dem wacker auffahrenden Laurens Vanthor nur auf Rang drei.

Ganz anders dann am Sonntag: Mortara schied nach einer Kollision mit Vanthor bereits in der ersten Kurve aus. Besser machte es Antonio Felix da Costa, Spezialist für Rennen mit Reverse Grid: Der Portugiese bestätigte seinen Ruf und holte den Sieg. Ein Trostpflaster gab es trotzdem für Mortara – denn auch Wittmann konnte sich im recht statischen Rennen nur um einen Platz verbessern, und beendete den Lauf schließlich auf Rang fünf.

In Punkten ausgedrückt: Mortara (87) führt nun mit einem Abstand von 24 Zählern auf Witmann (63), der seinerseits 12 Punkte vor dem in der Meitschaft bereits chancenlosen Williams-Testfahrer Valtteri Bottas liegt.

Fortsetzung folgt – in einenhalb Wochen in Oschersleben.

Formel 2

Als Mann für alle Jahreszeiten präsentierte sich Dean Stoneman in Oschersleben. Der Brite zeigte sowohl am nassen Samstag als auch am trockenen Sonntag seine Klasse, gewann beide Rennen, und baute seinen Vorsprung auf Meisterschaftskonkurrent Jolyon Palmer deutlich aus.

Zumindest mit seiner Rennperformance darf aber auch Palmer nicht unzufrieden sein: Der Brite zeigte vor allem am Samstag ein äußerst unterhaltsames Rennen, und verbesserte sich mit sehenswerten Manövern (und etwas Glück) vom achten Startplatz bis auf Rang drei.

Weniger toll lief es für Palmer am Sonntag. Die Aufholjagd vom 14. Startplatz endete für ihn bei trockenen Verhältnissen auf Rang 12. Palmer war allerdings nicht der einzige, dessen Rennen in der Nähe seiner Startplatzierung endete – der Kurs in Oschersleben bewies einmal mehr, dass es zumindest im Trockenen unglaublich schwer ist, mit Formelautos dort zu überholen.

Keine Reise wert war die Magdeburger Börde auch für Phillip Eng. Der Österreicher beendete nach kampfeslustigen aber letztlich mauen Auftritten beide Rennen außerhalb der Punkte. Der Durchhänger kommt zum ungünstigsten Zeitpunkt: Schon für Oschersleben wäre Eng um ein Haar das Geld ausgegangen, und nun muss er wohl auch um die Teilnahme beim Saisonfinale in Valencia zittern.

An der Tabellenspitze trennen Dean Stoneman (267 Punkte) und Jolyon Palmer (236) mittlerweile 31 Zähler. Insgesamt sind in Valencia noch 50 Punkte zu holen, Dean Stoneman kann also bereits mit einem zweiten Platz im Samstagsrennen alles klar machen. Sollte er allerdings ausfallen, könnte Palmer mit einem Sieg am Samstag die Lücke fast wieder schließen.

Spannend wir auch noch der Kampf um Rang drei: Phillip Eng (130) hat diese Position in Oschersleben vorläufig an Sergey Afanasiev (137) verloren, aber (sofern er antreten kann) noch alle Chancen zur Rückeroberung. Aber auch Kazim Vasilauskas (128), Will Bratt (126) und Benjamin Bailly (124) dürfen sich noch Chancen ausrechnen. Zur Erinnerung: In der Formel 2 werden für die ersten drei Platzierungen Superlizenzen für die Formel 1 vergeben.

Superleague Formula

Viel war von einem Formelrennen am Adria Raceway ja nicht zu erwarten. Aber einemal mehr überraschte die Superleague Formula mit drei sehr sehenswerten Läufen: Es gab viele Überholmanöver, ein paar Besucher auf den Tribünen und am Ende einen Sieg des Local Hero Davide Rigon. Und in der Meisterschaft hat sich der Zweikampf an der Spitze zum Dreikampf entwickelt.

Neben der tollen Vorstellung von Rigon war dafür auch die Ungeschicklichkeit von Tottenham Hotspur (Craig Dolby) und des AC Milan (Yelmer Buurman) verantwortlich. Eine Kollision der beiden nach dem Pflichtboxenstop sorgte nämlich dafür, dass sich die zwei Meisterschaftskontrahenten am Ende des Feldes wiederfanden.

Im zweiten Lauf machten die beiden zwar das beste aus der Revesre Grid – aber auch Dolbys zweiter Rang hinter Marcos Martinez und Buurmans Fahrt auf Rang vier reichten nicht für den Aufstieg ins Superfinale.

Dort holte sich Davide Rigon schließlich mit seinem zweiten Start-Zielsieg die Prämie von 100.000 Euro, auf den Plätzen landeten Max Wissel (FC Basel) und der ausgezeichnete Ben Hanley, der den verunfallten Chris van der Drift im Olympiacos-Auto glänzend ersetzte.

Für die Meisterschafts bedeutet das, dass Tottenham (518) nun mit nur drei Punkten vor dem AC Milan (515) führt, auch Rigons RSC Anderlecht (506) ist absolut in Schlagdistanz.

Weiter geht es in eineinhalb Wochen in Portimao, danach folgt am 2/3. und 9/10. Oktober die China-Tournee. Für den zweiten Lauf, der immerhin nur noch ein Monat entfernt ist, fehlt allerdings noch ein klitzekleines Detail: Der Austragungsort. Wird ein solcher nicht sehr bald gefunden, muss man wohl davon ausgehen, dass es nur einen Lauf in China geben wird.

Zum Abschluss noch ein großes Kompliment an der Media-Abteilung der SLF: Schon der Kommentar, den Ben Edwards gewöhnlich im Stream abliefert, ist toll. Aber das, was dessen “Ersatzmann” John Hinhaugh am Wochenende abgeliefert hat, würde man sehr gerne bald wieder hören!

GP2

Einen neuen GP2-Meister könnte es schon in Monza geben: Pastro Maldonado (87 Punkte) führt zwei Runden vor Schluss schon recht deutlich vor Sergio Pérez (60) – aller weiteren Fahrer sind bereits chancenlos. Das Szenario für das Hauptrennen am Samstag sieht also, wenn ich mich nicht verrechnet habe, folgendermaßen aus: Pastor Maldonado ist Meister, wenn er keinen Punkt auf Sergio Pérez verliert – also etwa im Falle einer Kollision. Außerdem dann, wenn er 1) gewinnt, 2) auf Rang zwei vor Pérez landet, 3) auf den Rängen 3 bis 8 vor Pérez landet, ohne dass letzterer die schnellste Runde fährt. Etwas komplizierter wird die Rechnung, sollte Pérez auf der Pole stehen, wofür es ebenfalls zwei Punkte gibt.

Sofern es am Samstag nicht reichen sollte, genügt vermutlich eine schlechte Punkteplatzierung am Sonntag – sogar im Falle zweier Ausfälle bei gleichzeitigem Doppelsieg, einer Pole und zweier schnellster Runden für Pérez ginge Maldonado mit sieben Punkten Polster ins Rennen in Abu Dhabi.

Sollte dies nicht geschehen, wird das Saisonfinale im Emirat, das spannungsfeindlicherweise gute zwei Monate nach den Monza-Läufen stattfindet jenen Status erhalten, den es auch verdient – nämlich den eines glitzenden Schaurennens.

Die Monza-Läufe finden wie immer im Anschluss am das F1-Qualifying sowie am Sonntagmorgen statt, und werden auf sky sport 2 live übertragen.

GP3

Eines hat die GP3 ihrer großen Schwester GP2 voraus: Es wird in Monza ganz sicher einen neuen Meister geben – denn die erfolgreiche Premierensaison der Nachwuchs-Nachwuchsserie endet im königlichen Park.

Möglicherweise darf man Esteban Gutierrez sogar schon vor dem ersten Rennen gratulieren – sofern nämlich Robert Wickens im Qualifying um 9 Uhr Früh nicht auf die Pole fährt, ist dem Mexikaner der Sieg nicht mehr zu nehmen. Andernfalls genügt ihm – selbst bei einem “perfekten” Wochenende seines Verfolgers – bereits ein siebter Rang am Samstag (oder ein fünfter Platz am Sonnatg) zum sicheren Meistertitel.

Live übertragen wird leider wieder nur das Rennen am Sonntag – nämlich um 9:30 Uhr auf Eurosport 2. Direkt davor (9:00 Uhr) gibts die As-Live Aufzeichung des Samstags-Laufes.

Formel BMW

(Sehr) leise “servus” sagt am Sonntag die Formel BMW Europa. Unter fast völligem Desinteresse kämpfen am Samstag und Sonntag Jack Harvey (340 Punkte) und Robin Frijns (333) um den Titel. Wegen des geringen Punkteabstandes bitte ich um Verzeichung, wenn ich keine Szenarien ausrechne, sondern einfach nur sage: Die Tür zum Sieg steht für beide noch weit offen, und der Kampf könnte spannend werden.

Wer sich von der sympathischen und ehemals sehr erfolgreichen Nachwuchsserie ordentlich verabschieden will, muss Opfer bringen: Das Rennen am Sonntag läuft bereits um 8:25 Uhr, das vorletzte Rennen am Samstag immerhin erst um 9:40 Uhr, beides live auf sky sport 2.

Formula Two ADRIA-ROUND 8-SUPERLEAGUE FORMULA ADRIA-ROUND 8-SUPERLEAGUE FORMULA ADRIA-ROUND 8-SUPERLEAGUE FORMULA ADRIA-ROUND 8-SUPERLEAGUE FORMULA Formula Two Formula Two Formula Two Formula Two

June 25 2010

16:44

Formel Vorschau: GP2 Valencia, AutoGP Spa, SLF am Ring

Fans von Formelserien steht mal wieder ein prall gefülltes Wochenende bevor: GP2, GP3 und die gute, alte Formel BMW fahren in Valencia, die AutoGP in Spa. Und die Superleague Formula geht am Nürburgring an den Start.

Das Wochenende wird widersprüchlich: Die beste Nachwuchsserie der Welt fährt auf der wohl langweiligsten aller Formel 1 Strecken. Mit ihr die GP3, in die man zumindest ein paar Spannungs-Hoffnungen setzen darf. Die nicht so hoch eingeschätzte AutoGP geht auch an den Start – auf einem der besten Kurse der Welt in den belgischen Ardennen. Und die Serie, die versucht, Fußball und Motorsport zu vereinen fährt ihr einziges Deutschland-Rennen just an jenem Nachmittag, an dem ein Formel 1 Grand Prix und das Achtelfinalspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen England zusammenfallen. Trotz stets spannender Rennen wird ihr daher wohl wieder kaum jemand dabei zusehen.

GP2

Sechs Rennen und sechs verschiedene Sieger – so sieht die bisherige Bilanz der GP2 Saison 2010 aus. Anders, als in vergangenen Jahren gibt es also diesmal keinen klaren Dominator. Zumindest bisher. Denn ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass Jules Bianchi – und möglicherweise auch Teamkollege Sam Bird – vom reinen Talent her wohl das Zeug dazu hätten, die Konkurrenz klar zu distanzieren. Aber Talent allein reicht eben nicht immer: Wer es in sechs Rennen nicht auf die Reihe gebracht hat, einmal Quali und Rennen fehlerfrei und ohne übertriebene Aggressivität zu absolvieren, muss eben damit leben, nicht mehr als die französische Rennsport-Hoffnung schlechthin zu gelten.

Ähnliches (minus Frankreich) gilt für Chrisitan Vietoris: Auch der 21-jährige auch Gerolstein hätte zweifellos die Anlagen dazu, größeres zu erreichen, als den 17. Platz in der Meisterschaft, den er derzeit belegt.

Weil aber weder Bianchi, noch Bird oder Vietoris ihr Talent bisher abrufen konnten, führt eben Pastor Maldonado in der Meisterschaft. Ein Mann, der bisher – außer in Monaco – nicht durch besondere Glanzleistungen in Erinnerung geblieben ist, sondern eher dadurch, dass er schon das vierte Jahr in der GP2 unterwegs ist, und immer noch kein bleibendes Interesse in der Formel 1-Welt erregen konnte.

Es mag also durchaus sein, dass diese Saison so endet, wie 2008. Damals gewann Giorgio Pantano die Meisterschaft – und verschwand in Folge in der Versenkung. Es könnte aber auch immer noch anders kommen: Wenn einer der drei genannten es schafft, etwas weniger ungestüm aufzutreten. Oder wenn das vierte große Talent Sergio Pérez, endlich sein Pech hinter sich lassen kann. Dann würde doch noch ein Fahrer gewinnen, der auch in der Formel 1 eine Zukunft haben könnte.

Auf der Pole steht morgen Sergio Pérez, dahinter Pastor Maldonado und Jules Bianchi und Davide Valsecchi. In der dritten Reihe stehen Giedo van der Garde und der erstaunliche Michael Herck.

Zwei organisatorische Neuigkeiten gibt es auch noch: Zum einen wurde bekannt gegeben, dass Pirelli neben der Formel 1 und der GP3 in den kommenden drei Jahren auch die GP2 mit Reifen beliefern wird. Das ist einerseits konsequent, weil die jungen Talente so schon mal mit dem Material üben können, dass die auch in der Formel 1 beherrschen müssen. Andererseits macht es auch für Pirelli selbst Sinn: So meldet Autosport, dass man den Formel 1 Reifen für die kommenden Saison mit dem neuen GP2 Auto für 2011 testen wird. Zusätzlich ist so neben der Formel 1 auch ein weiterer sicherer Mark für die Pirelli-Renngummis geschaffen, so dass sich die Herstellung für die Italiener auch finanziell lohnen wird.

Zweitens hat die GP2 beschlossen, dass die Teams, die in der GP2 Hautserie antreten in Zukunft auch in der GP2 Asia fahren müssen. Das heißt also, Mannschaften wie Meritus Mahara, die bisher nur in der Asien-Meisterschaft tätig waren, wird es ab kommendem Winter nicht mehr geben. Allerdings: Das Team hat sich ohnehin um den Startplatz von Durango beworben, die ja schon in diesem Jahr aus finanziellen Gründen nicht mehr in Hauptserie antreten. Es gibt zwar dem Vernehmen nach auch weitere Bewerber, Meritus ist aber wohl der Favorit.

GP3

Auch die Nachwusserie zur GP2, die GP3 geht in Valencia an den Start. Favoriten lassen sich in dort auch nach zwei Rennwochenende für mich noch nicht wirklich festmachen. Ähnlich wie in der GP2 gab es bisher in vier Rennen vier verschiedene Sieger. Immerhin hat zweimal der gleiche Fahrer die Pole gefahren: Nigel Melker. Allerdings konnte der Niederländer bisher beide Trainigsergebnisse nicht in Rennpunkte ummünzen. Stattdessen führt in der Meisterschaft Esteban Guiterrez vor US-Hoffnung Alexander Rossi und Kanada-Talent Robert Wickens. Einmalig und nur in Spanien dabei: F3 Euro-Pilot Roberto Mehri.

Die Rennen werden wie gewohnt wieder am Sonntagvormittag auf Eurosport 2 übertragen, der erste Lauf vom Samstag als Aufzeichnung um 9:00Uhr, Rennen 2 live um 9:30Uhr.

Außerdem fährt in Valencia noch die Formel BMW. Viel mehr dazu kann ich allerdings guten Gewissens nicht schreiben, weil die bisherige Saison leider ziemlich an mir vorbeigegangen ist.

Auto GP

Die ehemaligen A1GP-Lolas sind auch wieder unterwegs, und zwar im Rahmenprogramm der Open GT Serie in Spa. Ich weiß ja immer noch nicht so recht, was ich von der Serie halten soll. Einersteits wirkt die Umbenennung von Euro F3000, der Einsatz der alten Lolas und die hohen Preisgelder vom Poker-Sponsor ein bisschen “gimmicky”.

Andererseits: Die AutoGP gewinnt durchaus an Profil, und es sind auch einige Piloten unterwegs, die zweifellos Talent haben. Luca Filippi zum Beispiel, oder Jonny Reid und der oben schon angesprochene Girgio Pantano. In Spa wird das Lineup jetzt auch noch durch Romain Grosjean verstärkt. Es könnte sich also lohnen, am Sonntag kurz reinzuschauen. Übertragen werden beide Rennen auf Motors TV. Der erste Lauf (9:50Uhr) sogar live, der zweite As-Live um 19:00Uhr.

Noch kurz ein Wort zur Meisterschaft: Dort führt Eduardo Piscopo mit 20 Punkten vor Adrien Tambay und Luca Filippi. Reid ist nur Elfter, Pantano mit einem Punkt gar nur auf Rang 16.

SLF

Und dann ist da noch die Superleague-Formula, die ich einfach nicht verstehe. Wie eingangs schon geschildert möchte diese merkwürdige Serie, die Fußball und Motorsport unter einen Hut bringen will, am Tag des F1 Grand Prix von Valencia und des Duells Deutschland gegen England ihren Auftritt am Nürburgring absolvieren. Zugegeben: Dass es auchgerechnet der Klassiker gegen England sein würde, war nicht zwingend im Frühjahr schon vorherzusehen. Dass Deutschland als Gruppensieger aber am Sonntagnachmittag spielen würde, war durchaus schon zu vermuten.

Immerhin versuchen die Veranstalter diesen unglücklichen Zufall mittels Fanzone und Übetragung am Ring zu meistern. Trotzdem: Dass viele Fans auf F1 und Fußball vorm heimischen TV verzichten, um die Superleague Fomula und die “Radical Masters” live zu sehen, wage ich trotz des geringen Eintrittspreises von 7,50 € zu bezweifeln.

Und das ist schade: Denn wie schon mehrfach festgestellt, liefert die SLF fast immer ziemlich spannende Rennen. Sogar auf dem winkeligen Kurs von Jarama ist es gelungen, für reichlich Überholmanöver zu sorgen. Trotzdem waren auch in Spanien, wo die SLF ja angeblich mehr Fans haben soll, als hierzulande recht viele Tribünenplätze leer.

An der Tabellensitze liegt nach vier Rennen weiterhin die Tottenham Hotspur mit Craig Dolby, der sich immer mehr als echtes Fahr- und Überholtalent erweist. Dahinter liegt AC Milan mit Yelmer Buurman und der FC Basel mit dem Deutschen Max Wissel am Steuer.

Übertragen werden beide Rennen wieder via Live-Stream auf superleagueformula.com. Aus Jarama hat außerdem wohl überraschend Bloomberg TV live übertragen – das Rennen vom Nürburgring steht bisher allerdings nicht in deren Schedule. Aber beim Wirschaftssender weiß man ja in Sachen Motorsport nie so wirklich, was sie machen – kurz reinschauen könnte sich also womöglich lohnen.

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