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November 17 2011

17:03

WTCC: Macao Vorschau 2011

Nach dem Rennen in Shanghai auf der etwas besseren Kartbahn vor gefühlten 50 Zuschauern fährt die WTCC ihr letztes Rennen schon fast traditionell auf der verrückten Strecke im Spielerparadies Macao.

Zur Strecke muss man nicht viele Worte verlieren. Selbst für einen Stadkurs ist Macao sehr eng und schnell. Es gibt zwei, sofern man sie so nennen mag, Überholstellen. Eine nach der langen Geraden und eine vor der Haarnadel, dafür muss man aber schon sehr mutig sein und darauf hoffen, dass der Gegner mitspielt, sonst findet man sich schnell in den zahlreichen Reifenstapeln wieder. Hier gibt es eine Onboardrunde zu sehen: http://www.youtube.com/watch?v=xSI292N3AUU .

Es kommt auf Grund der Streckencharakteristik immer wieder zu schweren Unfällen in Macao , leider auch mit Verletzten und Toten, 2005 verstarb ein französischer Motorradfahrer. Vorletztes Jahr brach sich Franz Engstler das Schlüsselbein und den Oberschenkelknochen. Es bleibt nur zu hoffen, dass wir dieses Wochenende von solch schlimmen Bildern und Nachrichten verschont bleiben. Deswegen gibt es auch immer wieder Diskussionen, ob Macao denn in der heutigen Zeit überhaupt noch zu verantworten sei.

Ach ja, wie man im Onboardvideo sieht, fahren natürlich auch Motorräder auf der Strecke, was in allen anderen Teilen dieser Welt auf Stadtkursen wohl strengstens verboten sein dürfte, nicht so in Macao. Desweiteren besitzt das Rennen ein supervolles Rahmenprogramm: einen GT3 Cup mit Lamborghinis, Audis, Ferraris, Porsches und Aston Martins. Desweiteren mehrere lokale Tourenwagenserien und eben die erwähnten Motorräder. Wer einen Stream findet, sollte auf alle Fälle mal reinschauen, außer es tut einem zu sehr weh, wenn die ganzen die schönen Autos auf der Strecke kaputt gefahren werden.

Die eigentlich Hauptattraktion sind die F3 Rennen, in denen Top-Nachwuchspiloten aus allen F3-Serien dieser Welt das Weltfinale ausfahren. Es ist ein sehr prestigeträchtiges Rennen, die Siegerliste liest sich sehr erlesen: Senna, Brabham, Michael und Ralf Schumacher, Coulthard, Jörg Müller und Sato. Eine vollständige Entrylist gibt es hier, das zweite Rennen wird live auf n-tv übertragen: http://www.formel3.de/ergebnisse/2011-11-20-s.pdf?PHPSESSID=8442ba2e5718bb673a6299f5b9ce5bb9 .

Zurück zur WTCC, die mal wieder mit ihren “berühmten” Gaststartern antritt. Damit das Safetycar auch schön viel Einsatzzeit bekommt und die europäischen Fans auch ja während der zahlreichen Runden unter gelb wieder dahin schlummern, sind es dieses Jahr gleich 9 Gaststarter: Kuo Io Keong, Felipe C. de Souza, Mak Ka Lok, André Couto, Joseph Rosa Merszei, Charles Kaki Ng, Gary Kwok, Philip Ma Ching Yeung und Lo Ka Chun. Jener Lo Ka Chun tritt in einem Peugeot 308 an. Woher er diesen Peugeot 308 hat, der vom Team 778 Autosport eingesetzt wird, ist indes nicht klar. Die WTCC-Peugeots, die mir bekannt sind, waren 407er in den Jahren 2005-2006. Falls jemand eine Erklärung für den Peugeot hat, damit gerne in die Kommentare. Die Gaststarter kommen bis auf den Kanadier Gary Kwok aus dem asiatischem Raum und fahren in den dortigen lokalen Serien, wie der CTCC ( Chinese Touring Car Championship ) und der SuperGT mal mehr und mal weniger erfolgreich.

Bei den Vollzeitfahrern gibt es derweil keine großen Überraschungen, außer dass Taniguchi von Bamboo-engineering nicht antreten wird. Das Auto wurde in Shanghai so schwer beschädigt, dass es dem Team aus logistischen Gründen nicht möglich war es zu reparieren, da die Teile aus Europa nicht schnell genug nach Asien kamen.

Spannend ist es zum Glück immer noch im Kampf um die Meisterschaft. Yvan Muller liegt 20 Punkte vor Rob Huff, doch wenn man so mag, ist Huff ein Macao-Spezialist. In den letzten 3 Jahren gewann er 3 von 6 Rennen, während Yvan Müller aber auch immerhin 3 Podestplätze zu Stande brachte. Allerdings ist in Macao auch immer ein Ausfall im Bereich des Möglichen, die Meisterschaft ist eigentlich trotz des doch etwas größeren Punkteabstandes dank der Lotteriequalität von Macao noch vollkommen offen.

Die Rennen finden dank der Zeitverschiebung zu sehr unfreundlichen Zeiten statt, nämlich um 4 und 5 Uhr morgens am Sonntag. Ob man wirklich aufstehen mag, um vermutlich viele Runden hinter dem Safetycar zu sehen, sei jetzt mal dahingestellt, aber Macao stellt eben auch eines der Highlightrennen im WTCC-Kalender dar und ist das letzte Mal, dass man die Autos in diesem Jahr auf der Strecke sieht.

 

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July 01 2011

05:49

Vorschau: Formelserien am Wochenende

Weit muss man am Wochenende nicht reisen, um die Rennen der Juniorserien zu sehen: Die F3 Euroserie fährt mit der DTM am Noris-, die Formel 2 alleine am Nürburg- und die Formel Renault 3.5 am Hungaroring.

In Deutschland oder im nahen Ausland spielt sich am kommenden Wochenende die Action in den Nachwuchsklassen ab. Um mit der bestbesetzten Serien zu beginnen: Die Formel Renault 3.5 startet in Ungarn in ihre zweite Saisonhälfte. Robert Wickens hat sich nach den zwei total verrückten – aber äußerst sehenswerten – Rennen am Nürburgring an der Spitze etwas absetzen können. Eine klare Sache sieht aber gänzlich anders aus. Denn nur etwa einen Sieg entfernt von ihm liegen die punktgleichen Verfolger Jean-Eric Vergne und Kevin Korjus. Auch Neo-F1-Pilot Daniel Ricciardo wird in Ungarn an den Start gehen. Die F3 Euroserie fährt derweil am Norisring eines ihrer wohl spannenderen Rennen in dieser Saison. Und die F2 unter weitgehendem Ausschluss der Öffentlichkeit – aber immerhin mit etwas vergrößertem Feld – am Nürburgring.

Am Hungaroring könnte etwas unverhofft ein weiterer Sieganwärter das Feld der Formel Renault 3.5 vergrößern: Adam Carrol, der mit Team Irland der letzte Meister der A1GP und im vergangenen Jahr mit ein paar guten Performances in der IndyCar Series unterwegs, wird Walter Grubmüller, jun. ersetzen, der sich bei einem Trainingscrash am Nürburgring Brustwirbelverletzungen zugezogen hat. Dem Iren ist durchaus zuzutrauen, dass er auf dem Level von Wickens, Vergne, Korjus oder Ricciardo mitmischen kann – sofern es sein Wagen vom P1 Motorsport Team erlaubt.

Ob Daniel Ricciardo noch mit vollem Elan dabei sein wird, darf bezweifelt werden. Der heute 22-jährige (wir gratulieren!) wurde gestern als neuer Pilot des HRT Formel 1-Teams vorgestellt. Er wird dort ab sofort Narain Karthikeyan ersetzen. Ausnahme: Der indische Grand Prix, wo Karthikeyan wohl den Weg zurück ins Cockpit finden wird. Trotzdem wird Riccirado – so wie etwa auch Alguersuari 2009  - die Saison in der Formel Renault 3.5 beenden. Aber: Dabei wird es vor allem darum gehen, die Strecken, auf denen heuer auch die Formel 1 noch Station machen wird zu üben. Man darf gespannt sein, ob die große Chance in der Formel 1 sich negativ in den Formel Renault 3.5 Leistungen des Australiers niederschlägt.

Zu sehen sind am Wochenende beide Rennen live: Lauf 1 am Samstag um 13:00 auf Eurosport Intl., der zweite Streich dann am Sonntag um 13:00 auf Eurosport 2.

F3 Euroseries

Sie ist mittlerweile ein seltener Besucher in diesem Blog geworden, auch deshalb, weil sich die Größe des Fahrerfeldes und die gefühlte Bedeutung der F3 Euroseries auf beständig niedrigem Niveau halten. Am Wochenende startet sie am Norisring – und der Auftritt auf der traditionsreichen Bahn soll ein guter Anlass sein, ein Auge auf den aktuellen Stande der Dinge zu werfen.

In der Meisterschaft durchgehend aktiv sind, wie schon seit Beignn der Saison, nur zwölf Piloten. Auch die Aufwertung der Hockenheim-Rennen, die als Station der Formula 3 Intl. Trophy ausgeschrieben waren, haben nur für ein geringfügig größeres Starterfeld gesorgt: Nur viel Piloten aus der britischen F3 plus dem Schweizer Sandro Zeller ließen sich vom Prestige der neu geschaffenen FIA-Meisterschaft anlocken. Am Norisring sind die vier wieder nicht mehr dabei – und das F3 Euro Feld auf die “normale” Größe geschrumpft.

Die Meisterschaft ist nach vier von neun Rennwochenenden fest in spanischer Hand: Roberto Merhi (162 Punkte) fürt vor Daniel Juncadella (134).  Auf den Rängen drei und vier folgen mit 123 bzw. 119 Zählern der Niederländer Nigel Melker und der bestplatzierte Deutsche im Feld, Marco Wittmann. Rein rechnerisch ist aber auch hier noch alles offen.

Wir gewohnt überträgt n-tv Rennen eins und drei am Samstag- (10:20 Uhr) und Sonntagvormittag (10:05 Uhr) live. Das zweite Rennen am Samstag wird es wieder nur in den Rennzusammenfassungen auf Sport 1 bzw. als Kurz-Clip am Sonntag vor Rennen drei zu sehen geben.

Formel 2

Und schließlich geht auch noch die Formel 2 an den Start. Sehen werden die Rennen allerdings nur ein paar “happy few” – nämlich die Zuschauer an der Strecke. Eine TV-Übertragung wird es diesmal nicht geben –  weder auf Motors TV, noch via Stream der Serie. Der Grund dafür ist ganz simpel: Normalerweise verwendet die Formel 2 das Equipment und den Kamerawagen der Open GT Serie mit. Die fährt aber am Nürburgring nicht im Rahmenprogramm der Formel 2 – und daher ist auch kein Übertragungswagen zu Stelle, der bewegte Bilder vom Rennen in die Welt hinaustragen könnte. Ab Mitte der kommenden Woche soll es allerdings bei Motors TV Zusammenfassungen des F2-Rennen zu sehen geben.

Die Rennen selbst könnten diesmal ganz interessant werden – denn an der Meisterschaftsspitze trennen Mirko Bortolotti (109 Punkte) und den Schweizer Christopher Zanella (104) lediglich fünf Punkte. Auch wenn man die Regenfälle in Spa und Magny-Cours nicht in die Wertung mit einbeziehen würde: Die beiden scheinen auf einem sehr ähnlichen Level unterwegs zu sein.

Auf den Rängen lauern Miki Monras (78), Will Bratt (68) und der Deutsche Tobias Hegewald.

Am Wochenende wird jedenfalls noch ein neuer Pilot das Feld der Formel 2 verstärken: Der Brasilianer Fabio Gamberini, sonst in der F3 Open unterwegs, geht ab sofort in der Formel 2 an den Start. Außerdem wird Jolyon Palmer, Sohn des Serienorganisators Jonathan und Vizemeister 2010 am Nürburgring einen Gaststart in der Serie unternehmen. Man darf gespannt sein, wie sich die aktuellen Fahrer gegen ihn so halten werden.

Sonst in der Formelwelt

Ansonstan hat in dieser Woche (nach einiger Zeit auf Tauchstation) die Superleague Formula auf sich aufmerksam gemacht. Zunächst wurde bekannt, dass das geplante Rennen in Smolensk nicht stattfinden wird. Die Serie ist allerdings auf der Suche nach Alternativen. Und dann kamen noch zwei gute Neuigkeiten: Max Wissel und Formel Renault 3.5 Meister Mikhail Aleshin werden in zwei Wochen in Zolder mit von der Partie sein. Aleshin wird in den Farben Russlands antreten, Max Wissel wurde von der Superleague Formula kurzerhand zum Südkoreaner ernannt. Jedenfalls startet er für ein Team, das in den Farben des asiatischen Startes antreten möchte. Ob das als Hinweis auf den Austragungsort eines möglichen Ersatzlaufes für Smolensk gedacht ist, oder lediglich Zufall ist, bleibt abzuwarten.

Und auch die AutoGP Serie musste ein Rennen absagen. Wenig überraschend handelt es sich dabei um die Rumänien-Ausgabe in Bukarest – offiziell deswegen, weil die dort geplante Strecke nicht den Anforderungen der FIA genügt. Inoffiziell wäre es aber auch denkbar, dass allen Beteiligten spät aber doch klar geworden ist, dass man mit einem Standalone-Rennen der eher belächelten AutoGP keinen finanziellen Gewinn machen könnte.

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February 23 2011

07:07

Ferner liefen: Die Newshappen

# Der Formel 1 Lauf in Barcelona könnte im Jahr 2012 zum letzten Mal stattfinden. Zwar geht der Vertrag der Rennstrecke mit der FOM noch bis 2016 – der katalanische Regierungspräsident Artur Mas hat allerdings gegenüber der Tageszeitung El País erklärt, dass die Finanzierung nur noch für die nächsten zwei Rennen gesichert sei. Damit steht neben dem Lauf in Valencia, der angeblich Probleme hat, der Formel 1 die Startgelder zu überweisen auch das zweite Rennen in Spanien auf der Kippe. (Vorsicht)

# Das Finale der IndyCar Saison 2011 wird am 16. Oktober am Las Vegas Motor Speedway stattfinden. Das haben die Veranstalter, wie allgemein erwartet, auf einer Pressekonferenz am Dienstagabend bekanntgegeben. Überraschend ist dagegen das Konzept für das 200 Runden-Rennen: Die INDYCAR schreibt nämlich ein Preisgeld in Höhe von fünf Millionen Dollar aus, das ausbezahlt wird, sofern ein Fahrer aus einer anderen Serie den Lauf gewinnen sollte. Welche Piloten man für dieses All-Star Konzept gewinnen will, ist allerdings ungewiss. Der Sprint Cup fährt am 15. Oktober in Charlotte ein Chase-Rennen. Es scheint also eher unwahrscheinlich, dass sich einer der großen NASCAR-Stars den Start in Las Vegas antut. Immerhin sollten zum Finale 2011 etwas mehr Fans vor Ort sein: Denn die ersten 80.000 Besitzer eines beliebigen IndyCar Tickets für 2011, die sich bei den Organisatoren melden erhalten gratis Eintritt zum Rennen in Las Vegas. (Vorsicht)

# Jules Bianchi hat die Meisterkrone in der GP2 Asia errungen. Das scheint im Moment zumindest sehr wahrscheinlich. Denn mit der Absage/Verschiebung des Formel 1-Rennens in Bahrain ist nun klar, dass dort auch die GP2 Asia nicht fahren wird. Weil der mäßig üppige Kalender dieser Serie nur drei Veranstaltungen umfasst, wäre der Franzose nach nur einem Lauf in Abu Dhabi Champion 2011. Ganz fix ist das aber bisher noch nicht: Eine Ersatzveranstaltung für zumindest eines der beiden Wochenenden steht nämlich noch im Raum – die GP2 Asia hält sich zur Zeit noch bedeckt. (Vorsicht)

# Die WTCC nähert sich langsam dem Start der neuen Saison, und das Fahrerfeld beginnt Formen anzunehmen. Team Engstler hat schon vor einiger Zeit die Verpflichtung von Kristian Poulsen, Marchy Lee und Engstler selbst bekannt gegeben, diese Woche waren Sunred und Proteam dran. Sunred wird 2011 mit sechs Wagen starten: Wieder dabei ist Gabriele Tarquini, der sich mit dem russischen Rennfahrer Aleksei Dudukalo die Sponsorenunterstützung von Lukoil teilen wird. Tiago Monteiro, Michel Nykjaer und Pepe Oriola werden in den Farben von Sunred Engineering antreten, Fredy Barth für SEAT Swiss Racing. Der Marokkaner Mehdi Bennani greift für Proteam ins Lenkrad, wo Fabio Fabiani und GP2-Veteran Javier Villa seine Teamkollegen sein werden. Eine Auflistung aller schon bekannten Fahrer (Stand Montag 21. 2.) gibt es in der provisorischen Entry-List bei den Kollegen von touringcartimes.com (Vorsicht)

# Neuigkeiten gibt es auch zu den Strecken: In Suzuka wird die WTCC, wie aus der Streckengrafik auf fiawtcc.com hervorgeht, auf der Kurzanbindung antreten. Das ist einerseits sinnvoll, denn die gesamte Strecke wäre für die Tourenwagen vielleicht wirklich etwas zu lang gewesen. Andererseits besteht der aktuelle Entwurf nur noch aus den Esses und der Zielgeraden. Das ist einerseits mit etwa 2 Kilometern dann etwas gar kurz, und verspricht auch nur wenige offensichtliche Überholmöglichkeiten. Aber da gelten bei den Tourenwagen ja ohnehin andere Gesetze – ob es die richtige Entscheidung war, wird wohl erst das Rennen im Oktober zeigen. Ganz andere Probleme gibt es in Marokko – dort könnte nämlich das ganze Rennen wegen “finanzieller Probleme” vor der kurzfristigen Absage stehen. (Vorsicht)

# Und damit nochmal zur IndyCar Series, wo sich auch das Transferkarussell weiterhin fleißig dreht: So soll Simon Pagenaud, 2007 sehr ordentlich in der ChampCar Serie unterwegs, und im vergangenen Jahr für den ALMS-Erfolg des Highcroft Teams mitverantwortlich über einen Vollzeit-Vertrag für 2011 verhandeln. Wie er speedtv.com verraten hat, ist er mit mehreren Teams in verheißungsvollen Gesprächen. Um welche Mannschaften es sich dabei genau handelt, wollte er allerdings nicht verraten. Nur soviel: Highcroft, denen man für 2012 ebenfalls IndyCar-Ambitionen nachsagt ist nicht darunter. (Vorsicht)

# Twitter-Gerüchte sprechen außerdem davon, dass Oriol Servia bei Newman-Haas untergekommen sein soll. (Vorsicht)

# Und Sam Schmidt Racing hat bestätigt, dass man 2011 in Texas, Kentucky und Las Vegas mit dem neuseeländischen Indy Lights Veteran (und Meister 2005) Wade Cunningham an den Start gehen wird. (Vorsicht)

# Die amerikanische Tochter des deutschen DHL Konzerns wird zukünftig Hauptsponsor von Ryan Hunter Reays Auto. Zusätzlich wird man als Nebensponsor von Mike Conway auftreten. (Flo aus N)

# Das Indy 500 wirft seine Schatten voraus. Im kommenden Jahr werden sie allerdings etwas kürzer sein. Denn die IndyCar Series gab bekannt dass man die Startzeit um eine Stunde von Ein auf Zwölf Uhr vorverlegen will. (Flo aus N)

# Auch in der DTM werden im kommenden Jahr einige Cockpits neu besetzt: Audi hat in der vergangenen Woche die Verpflichtungen von Formel 3 Euroseries-Meister Edoardo Mortara, des ehemaligen GP2 und A1GP Piloten Felipe Albuquerque (zuletzt in der italienischen GT Meisterschaft unterwegs) und der schweizer Formula Master und GT1-Pilotin Rahel Frey bekanntgegeben. (Vorsicht)

# Die GP3 Series ist seit gestern ebenfalls um einen Fahrer reicher: Der erst sechzehnjährige Neuseeländer Mitch Evans wird in der kommenden Saison ein Auto des Arden Teams pilotieren. (Vorsicht)

# Gute Neuigkeiten für GT1-Fans: Die Sportwagenserie wird auch im kommenden Jahr wieder live auf Sport 1 zu sehen sein – zumindest dann, wenn man der Programmvorschau auf der Homepage des Senders glauben schenken darf. (Vorsicht)

# Und die Superleague Formula hat in der vergangenen Woche verlauten lassen, dass man im Laufe der kommenden Tage die (Renn-)Teams für die kommenden Saison bekannt geben will. Angeblich haben 14 Mannschaften Interesse gezeigt. Da die SLF aber mit maximal 20 Autos an den Start gehen will, und jedes Team zumindest zwei Autos einsetzen muss, werden wohl einige außen vor bleiben. Interessanter als diese Ankündigung war aber eine Bemerkung von Serienchef Robin Webb am Rande der Pressemeldung, wonach die SLF “fünf Überseerennen auf vier verschiedenen Kontinenten” abhalten will. Geht man davon aus, dass zwei dieser Veranstaltungen in China stattfinden werden, bleiben noch drei weitere Austragungsorte übrig. Eines davon soll, wie berichtet, angeblich in Taupo, Neuseeland stattfinden. Über die Austragungsorte der anderen beiden Läufe gibt es bisher noch nicht einmal Gerüchte. Daher setze ich selbst eines in die Welt: Ein Lauf in Südamerika, wo ja gleich mehrere in der Serie vertretene (Fußball)-Teams herkommen würde sich gewiss anbieten. (Vorsicht)

# Auch in “Ferner liefen” noch unter “ferner liefen”: Der Inder Armaan Ebrahim wird auch in der kommenden Saison wieder in der Formel 2 antreten. Viel interessanter ist das schon die (meines Wissens nach) erste Onboard-Runde vom neuen Snetterton 300 Circuit, die vor ein paar Tagen ebenfalls auf der Homepage der Serie gepostet wurde. (Vorsicht)

# Verdächtig ruhig ist es in den vergangenen Wochen um die angeblich geplante A10 World Series geworden. Die verheißungsvollen aber inhaltsarmen Updates auf der Serienhomepage sind schon vor einigen Wochen verstummt, seither gab es keine neuen Meldungen mehr. Die Fanseite A10 GPGrid will nun immerhin von angeblichen Insidern ein Update bekommen haben: Die Pläne für die Serie sind demnach ungebrochen, die Verhandlungen rund um die Hinterlassenschaften der A1GP ziehen sich aber stärker als geplant in die Länge. (Vorsicht)

October 21 2010

07:04

Formelrennen: Das letzte Finale

Maldonado, Gutierrez, Mortara, Vergne und Stoneman – in fast allen Nachwuchsserien stehen die Meister längst fest. Erfrischend also zu sehen, dass am Wochenende noch ganze 5 Teams Chancen auf den Titel in der SLF haben.

Realisitsche Chancen, den Führenden Davide Rigon (RSC Anderlecht) noch einzuholen hat vor allem Max Wissel. Der für den FC Basel startende Deutsche hat vor dem Finale auf der neuen Strecke in Navarra nur sieben Punkte Rückstand. Dahinter liegt Craig Dolby (Tottenham Hotspur), der lange Zeit in der Meisterschaft geführt hat, und zuletzt in China wieder seinem zwischenzeitlichen Formtief entkommen zu sein scheint. Die ganz große Sensation wäre es, wenn Ben Hanley noch den Titel für Olympiaco holen könnte – der Ersatzmann des beim Rennen in Brands Hatch schwer verünglückten Chris van der Drift hat so wie Dolby nur 19 Zähler Rückstand. Yelmer Buurman (AC Milan) hat mit 44 Punkten Abstand wohl nur noch Außernseiterchancen – möglich ist in der SLF aber bekanntlich alles. Eine andere (kleine) Entscheidung gab es am vergangenen Wochenende bei der F3 Euroseries, wo noch der Vizetitel und der des “Rookie of the Year” vergeben wurden.

Letzteren konnte sich Antonio Felix da Costa bereits beim verregneten (aber dennoch etwas actionarmen) Rennen am Samstagmorgen holen – ein neunter Platz war genug. Etwas spannender gestaltete sich die Entscheidung um die Vizemeisterschaft: Die hätte Marco Wittmann nämlich noch am Sonntag an Williams-Testpilot Valtteri Bottas verlieren können, sofern der Finne gewonnen hätte. Hat er aber nicht – weswegen Wittmann auch mit Rang acht noch zum Vizetitel fuhr.

Die Saison ist damit zu Ende – und wie in der Vorschau schon geschrieben kann ich mir nur schwer vorstellen, dass ihr irgendjemand in der F3 Euroseries viele Tränen nachweint. Und weil klar ist, dass sich etwas ändern muss, haben die F3 Euro-Verantwortlichen am Wochenende nicht nur einen neuen Kalender vorgestellt, sondern auch ein ganz neues Konzept für den Ablauf der Rennwochenenden.

Wie das dann konkret ablaufen soll, habe ich in den Newshappen schon grob geschildert. Daher hier nur soviel: Ich habe ein paar Zweifel, ob diese Pläne sich so einfach in die Realität umsetzen lassen. Im Grunde ist es ja legitim, auch die zweitschnellste Runde aus dem Quali für die Startaufstellung heranzuziehen – aber ist es nicht doch ein wenig kompliziert? Und verhindert das nicht auch, das Piloten in ihrer schnellsten Runde an die Grenzen gehen – weil ja immerhin Auto und Reifen noch eine zweite Runde halten müssen? Und wie sieht es mit allfälligen Strafen aus? Und vor allem: Versteht das der Zuseher an der Strecke und am TV-Bildschirm noch alles? Man darf jedenfalls gespannt sein, wie sich die F3 Euro im kommenden Jahr präsentiert.

Superleague Formula

Finanziell soll das Rennen in Beijing ein Erfolg gewesen sein, aus sportlicher Sicht dürfte sich aber (abgesehen von Sensationsmann Earl Bamber) nur noch einer darüber gefreut haben: Tabellenführer Davide Rigon (RSC Anderlecht). Der hat beim zweiten China-Auftritt der Fußball-Rennserie zwar keine guten Ergebnisse erzielt – weil für den Lauf aber wegen mangelnder FIA-Lizenz der Strecke etwas überraschend keine Punkte vergeben wurden, liegt das Team immer noch in Front. Zu sicher darf er sich seiner Sache aber trotzdem nicht sein. Wie in der Einleitung geschildert, haben auch noch vier weitere Teams Chancen auf den Titel – und dass in der Superleague Formula buchstäblich in jedem Rennen alles passieren kann, haben wir in dieser Saison ja schon mehrfach erlebt.

Austragugsort des Finales ist die erst vor wenigen Monaten eröffnete Rennstrecke im spanischen Navarra, auf der noch keiner der Piloten über größere Erfahung verfügt. Auch auf Youtube ist noch wenig Onbaord-Material zu finden, weshalb ich hier auf Material zurückgreifen muss, dessen Ersteller weder besondere Fahr- noch Kamerakünste demonstrieren. Einen (für mich recht positiven Erst-)Eindruck vermittelt es aber allemal.

Am Steuer der Autos werden zum Großteil wieder die üblichen Verdächtigen Platz nehmen – und das wird das Publiikum an der Strecke sicher freuen. Denn mit Celso Míguez (Galatasaray), Maxi Cortés (AS Roma), Marcos Martínez (Sevilla FC), Adrián Valles (Sporting Lissabon), Andy Soucek (Flamengo) und Maria de Villota (Atlétic de Madrid) sind gleich sechs Lokalmatadore am Start. Neu dabei: Esteban Guerrieri. Der argentinische Überraschungsmann der vergangenen WSbR-Saison wird für den PSV Eindhoven an den Start gehen.

Die Veranstaltung – die sich ausnahmsweise mit keinem andern Motorsport-Großereignis überschneidet – wird leider abermals nicht im deutschen TV übertragen. Der kostenlose Online-Stream soll aber wie gewohnt auch zum Finale wieder zur Verfügung stehen. Sport 1 bringt dem Vernehmen nach am Freitag, 29.10. um 17:00 Uhr eine Zusammenfassung.

August 03 2010

16:13

Formelserien: Kein gutes Wochenende

Gleich zwei schwere Unfälle mit drei verletzten Fahrern gab es am vergangenen Wochenende in den Formelklassen. Jener aus der GP2 kann wohl leider überall passieren – bei der Superleague sollten sich die Verantwortlichen aber vielleicht ein paar Gedanken machen.

Es ist ein wirklich hässlicher Trend, der am Wochenende seine Fortsetzung gefunden hat: Nach Josef Kral (Valencia, GP2) und Simon Trummer und James Jakes (Hockenheim, GP3) gibt es schon wieder Verletzte in den Formel 1-Rahmenrennen. Diesmal hat es Jules Bianchi und Ho-Ping Tung getroffen. Letzterer hat wohl “nur” einen leichten Lendenwirbelbruch und könnte in Spa schon wieder im Cockpit sitzen. Bianchi hat sich ebenfalls einen Lendenwirbel gebrochen – allerdings schwerer als der Chinese. Er wird wohl für die gesamte restliche Saison ausfallen. Ganz besonders schlimm war der Unfalls von Chris van der Drift bei der SLF in Brands Hatch. Aber so schmerzhaft die zahlreichen Verletzungen auch sicherlich sind: Mit einem gebrochenen Knöchel, zwei gebrochenen Rippen, einem gebrochenen Schulterblatt und zwei gebrochenen Fingern ist Van der Drift (und die Superleague) wohl noch günstig davongekommen.

Superleague Formula

Denn dass Van der Drift noch am Leben ist, ist – abgesehen von der sicheren Bauweise moderner Formelautos – nur einigen glücklichen Umständen zu verdanken. Wer sich das Video vom Unfall genauer ansieht, wird feststellen, dass sich der Wagen nach dem Abheben erst kurz vor der Brücke genau so auf den Kopf dreht, dass der Unterboden parallel zur Decke der Brücke steht – im Abstand von wenigen Zentimetern. Und, dass der Wagen dann den Brückenpfeiler mit dem Heck trifft, und auf die Strecke zurückgeworfen wird. Die Brücke ist auf einer solchen Strecke sicher gefährlich – und es sollte (wie etwa auch in Monza) überlegt werden, ob sie unbedingt notwendig ist. Der Einschlag am Pfeiler hat wohl zu Van der Drifts Verletzungen beigetragen. Trotzdem hat sie dem Neuseeländer womöglich das Leben gerettet – wäre der Wagen nämlich nicht vom Pfeiler abgelenkt worden, wäre er wohl in Richtung Bäume geflogen. Mit sicher noch fataleren Folgen.

Damit aber genug von den grausamen Details. Der eigentliche Wahnsinn ist ja noch nichtmal der Unfall selbst – sondern, dass die SLF überhaupt in Brands Hatch gefahren ist. Schon für die kleinere Formel 2 ist die Strecke nicht mehr modern genug – den Eurosport-Kommentatoren war auch ein Jahr nach Henry Surtees’ tödlichem Unfall die Angst richtiggehend anzuhören, als die Serie vor zweieinhalb Wochen dort gastierte. (“Jungs, macht das bitte nicht! Das ist doch so gefährlich!” etc.). Die AutoGP hat zu Beginn des Jahres ihr geplantes Rennen in dort abgesagt und nach Navarra verschoben. Weitsichtige Begründung des Serienorganisators Enzo Coloni:

“While Brands Hatch has a great tradition, Navarra’s safety standards are way better, and with high performing and very powerful cars like ours, safety is something that we have to keep in mind as one of our priorities.”

Die Superleague Formula ist auf vielen schönen Strecken unterwegs. Aber ob man – bei aller angeblichen Begeisterungsfähigkeit der Südeuropäer für die SLF – ausgerechnet in Jarama fahren muss, das seit ewigen Zeiten kaum noch Renovierungen gesehen hat? Und, bei aller Spannung vor zwei Wochen – ob Zolder wirklich eine ideale Strecke für eine so schnelle Rennserie ist? Von Brands Hatch, wo die Katastrophe bei Formelaction ohnehin immer in der Luft liegt, gar nicht zu reden.

Klar: Die Serie will wachsen. Und auch klar: Es gibt in Europa zwar viele Strecken. Aber so viele, die 1) nicht schon ausgebucht, und 2) überdies bereit sind, die SLF aufzunehmen, gibt es auch wieder nicht. Man darf nicht zu wählerisch sein, sonst landet man nur noch auf Kursen wie dem Adria Intl. Raceway, wo die Serie am 4. unf 5. September ihr nächstes Rennen fahren wird. Aber bei der Sicherheit darf man eben auch keine Kompromisse machen. Das Wochenende hat das noch einmal nachdrücklichst gezeigt – bleibt zu hoffen, dass die SLF wenigstens daraus lernt.

Noch ganz kurz zum sportlichen Teil: In der Tabelle hat sich in Brands Hatch wenig verändert. Die beiden Tabellenführer, der AC Milan (Yelmer Buurman) und Tottenham Horspur (Craig Dolby) fuhren in beiden Rennen direkt hintereinander. Am Ende konnte Tottenham ein wenig aufholen – und liegt jetzt mit 461 Punkten nur noch denkbar knapp hinter Milan (463). Der RSC Anderlecht (Davide Rigon) bleibt auf Rang drei, dahinter konnte Chris van der Drifts Olympiacos Piräus den FC Basel (mit Max Wissel am Steuer) überholen – Rennen 2 wurde ja nach dem Unfall mit der roten Flagge abgebrochen, Van der Drifts sechster Platz geht daher trotz des Unfalls in die Wertung ein.

Bleibt zu hoffen, dass er bald wieder einen Gesundheitszustand erreicht, der es ihm erlaubt, sich darüber zu freuen. Wir wünschen jedenfalls gute Genesung!

GP 2

Anders als bei der SLF, tendiere ich bei der GP2 dazu, die Verletzungen einfach unter “Rennfahrer-Risiko” abzuhandeln. Immerhin fährt man nur auf jenen ausgewählten Kursen, die auch die Formel 1 besucht – und auch die Autos müssen Formel 1-Crashtests bestehen. Die Häufung von Wirbelverletzungen (Kral, Bianchi, Tung) ist zwar ein wenig bedenklich – kann aber auch ein hässlicher Zufall sein. Der Unfallhergang am Samstag spricht jedenfalls dafür: Bianchi hatte sich, nachdem er sich zurück ins Feld gedreht hatte, zunächst die Nase bei Dani Clos abgefahren. Erst danach wurde er frontal (und eben ohne Nase als Knautschzone) von Tungs Wagen erfasst. Dieser nicht mehr gefederte Aufprall führte wohl trotz recht geringer Geschwindigkeit zu den Verletzungen. Ein Unglücksfall, wie er wohl bei allen Sicherheitsvorkehrungen leider passieren kann.

Das nach längerer Unterbrechung folgenden Rennen war dann jedenfalls weitgehend Budapest-typisch, um nicht zu sagen: zäh. Pastor Maldonado legte einen überzeugenden Start-Zielsieg hin, dahinter verteidigte ein kräftig auftrumpfender Christian Vietoris seinen zweiten Platz gegen Sergio Pérez. Rennen zwei gewann dann von der Reverse-Grid Pole aus Giacomo Ricci – ebenfalls in recht überzeugender Manier. Dass dahinter wieder Vietoris landete, war eine gewisse Überraschung. Vielleicht ist dem jungen Deutschen ja jetzt endgültig der Knoten geplatzt.

In der Meisterschaft liegt Pastor Maldonado nun schon mit 26 Punkten Vorsprung auf Pérez in Front. Es müsste also schon sehr viel Unvorhergesehenes passieren, damit dem Venezoelaner nach fast drei Viertel der Saison der Meisterschaftssieg noch zu nehmen ist. Weitere acht Punkte dahinter liegen Dani Clos und Jules Bianchi, deren Duell um den dritten Platz wohl durch den Unfall entschieden wurde.

Weiter geht es mit der GP2 in knapp vier Wochen in Spa.

Formel 2

Ein knappes Rennen um die Meisterschaft gibt es in der Formel 2: Zwei Rennwochenenden vor Schluss liegen Jolyon Palmer und Dean Stoneman nur 4 Punkte voneinander getrennt an der Tabellenspitze. Weitere Titelkandidaten gibt es allerdings nicht mehr. Denn der derzeit drittplatzierte Phillip Eng liegt schon fast 100 Punkte hinter Palmer. Um diesen dritten Platz wird es dann allerdings wieder ein knappes Rennen – neben Eng haben auch Will Bratt und Sergey Afanasiev noch gute Chancen.

Die Rennen auf der tschechischen Strecke waren für F2-Verhältnisse nicht ganz so berühmt – in den jeweiligen Startphasen gab es ein paar recht nette Duellen. Sonst ging der Blutdruck – außer beim Ausfall Engs auf Platz drei, nur eine Runde vor Ende des zweiten Rennens – nicht wirklich in die Höhe.

Im Vergleich mit den Geschehnissen bei SLF und GP2 mag das eine angenehme Abwechslung gewesen sein. Anfang September in Oschersleben wären etwas spannendere Rennen aber trotzdem eine schöne Sache.

Formel 3 Euroseries

Na, vermisst? Erstmals nach der hochverdienten Sommerpause lässt die F3 Euroserie am kommenden Wochenende am Nürburgring die Motoren wieder aufheulen. Und zwar wohl mit etwas größerem Starterfeld als bisher. Denn neben Perlen wie “Optimistically into the second season half” war auf der Serienhomepage kürzlich zu lesen, dass Mika Mäki und Christopher Zanella Comebacks in der Nachwuchsserie geben werden. Zumindest mit Mäki kann man sicher auch im vorderen Teil des Feldes rechnen.

An der Spitze der Meisterschaft liegt mit Eduardo Mortara derzeit ein weiterer Comeback-Mann. Und das schon ziemleich deutlich – nämlich mit einem Vorsprung von 15 Punkten auf Marco Wittmann, der seierseits sieben Zähler vor dem drittplatzierten Valtteri Bottas liegt.

Übertragen werden beide Rennen am Samstag und Sonntag jeweils um 11:20Uhr  – wie immer live auf n-tv.

June 30 2010

16:52

Formelserien: Analysen und Vorschau

Licht und Schatten bei den Formelrennen: Abwechslungsreiche Läufe bei der GP3, aber ein schwerer Crash und etwas Chaos bei der GP2. Und bei der Superleague Formula am Ring gab es wie immer gute Duelle – aber live gesehen hat sie wohl wieder fast niemand.

Um mit dem Positiven zu beginenn: Der Großteil der Formelrennen am vergangenen Wochenende war spannender, als gedacht. Vor allem die GP3 lieferte auf dem sonst so leblosen Stadtkurs in Valencia zwei recht ansehnliche Läufe. Auch die Rennen der Superleague am Nürburgring waren wieder mal recht sehenswert. Weniger gut: Auf den Tribünen waren außer Friends & Family wohl nicht sehr viele Menschen anzutreffen. Ganz besonders unschön: Josef Krals Crash beim Sprintrennen der GP2. Ähnlich wie Mark Webber einige Stunden später hob der Tscheche nach einem Auffahrunfall ab, und landete hart in den Leitplanken. Anders als Webber konnte sich Kral aber nicht selbständig aus dem Auto befreien. Die jüngsten Meldungen zu seinem Zustand sind aber erfreulich – er wurde gestern Abend aus dem Krankenhaus entlassen, und denkt schon wieder an das nächste Rennen.

Großer Gewinner des Wochenendes war mal wieder der alte Pastor Maldonado. Ein verdienter Sieg im chaotischen Hauptrennen und ein vierter Platz im Sprint sorgten dafür, dass der Venezoelaner seine Meisterschaftsführung weiter ausbauen konnte. Endlich mal ein passables Wochenende hat auch Jules Bianchi erwischt. Zumindest im ersten Rennen. Da reichte es diesmal für einen zweiten Platz – der Ausfall im Sprint sprach dann wieder nicht für besondere Konstanz. Für Christian Vietoris war es ein weiteres Wochenende zum Vergessen: Ein zwölfter Platz und ein Ausfall können den Ansprüchen des jungen Deutschen wohl kaum genügen.

Eine Chance zur Verbesserung haben alle Beteiligten in zwei Wochen im Rahmen des Formel 1 Grand Prix in Silverstone.

GP3

Bei der GP3 scheinen sich so langsam die Spitzenpiloten heraus zu kristallisieren. Es ist zwar noch zu früh zu sagen, wer nicht dazu gehört – aber eines ist dann doch klar: Esteban Gutierrez, Robert Wickens, Nigel Melker, Alexander Rossi und der Indonesier Ryo Haryanto zählen wohl zu den schnelleren Piloten in der Nachwuchs-Nachwuchsserie.

Gutierrez konnte das mit einem Sieg im Samstagsrennen gleich wieder unter Beweis stellen, am Sonntag reichte es diesmal allerdings nur für Rang 7. Die klare Meisterschaftsführung hat der Mexikaner aber trotzdem behalten. Sein Verfolger Robert Wickens hatte ein ähnliches Wochenende wieder der Tabellenleader: Platz zwei am Samstag war äußerst ordentlich, seine Rambo-Vorstellung von Sonntag zeugte allerdings nicht von der Reife die man ihm erwarten könnte. Immerhin war er aber auch am Sonntag schnell unterwegs. Das kann man vom Meisterschaftsdritten Alexander Rossi nicht unbedingt behaupten. Man kann aber auch das Gegenteil nicht behaupten. Das einzige was man doch beahaupten kann: Rossi schied in beiden Rennen zu früh aus, um seinen Speed beurteilen zu können.

Beeindrucken konnte dagegen Roberto Mehri: Der Spanier, derzeit nur Dritter in der F3 Euroseries, zeigte bei seinen heuer wohl einzigen Rennen in der GP3 eine tadellose Leistung und fuhr an beiden Tagen aufs Podest. So sehr – auch hier im Blog – die F3 Euroseries jüngst belächelt wurde: Mehris Ergebnis spricht doch sehr für die hohe Qualität ihrer Fahrer.

SLF

Also: Dass ich die SLF eine tolle Serie mit mangelhaftem Konzept halte, das habe ich ja schon mehrfach gesagt. Dass sie leider kaum Fans an die Strecke bringt auch. Daher gleich zu den Rennen: Da konnte diesmal in Lauf eins der sonst stets verlässliche aber nicht immer extra-schnelle Yelmer Buurman auftrumpfen – in Lauf zwei reichte es für den Niederländer im AC Milan Auto dann nochmal für Rang sieben. Angesichts des kompletten Reverse Grid keine üble Leistung.

Ein weniger tolles Wochenende hatte Meisterschagfsführer Craig Dolby im Tottenham Hotspur-Wagen: In Rennen eins brachte er das Paket nicht wirklich zum Arbeiten. Lauf zwei war dann zwar etwas besser – insgesamt reichte es aber dennoch erstmals in diesem Jahr nicht für den Einzug ins Superfinale. Der einzige Fahrer der seine weiße Weste noch behalten darf ist somit Max Wissel. Der Deutsche im SLF Feld schaffte zwar in den Rennen auch keine berauschenden Platzierungen, war aber immerhin wieder im Superfinale dabei.

Erstaunlich ist, wie schwer sich nach wie vor die ehemaligen Formel 1-Fahrer in der SLF tun: Sebastian Bourdais konnte in der vergangenen Saison immerhin noch Rennen dieser Meisterschaft gewinnen. Am Nürburgring reichte es diesmal nur für die Plätze 14 und 17, in der Meitschaft ist sein Team Olympique Lyonnais nur auf dem vorletzten Rang. Damit hat man immerhin noch den PSV Eindhofen mit Narain Karthikeyan geschlagen, der gar nur 18. und damit Letzter ist.

Die positive Überraschung des Rennens war dagegen María de Villota. Die Tochter des ehemaligen Formel 1-Fahrers Emilio de Villota wurde bisher eher ein wenig belächelt – mit ihrem gefährlichen Manöver vor einer Woche in Jarama hat sie sich sicher auch keinen Gefallen getan. Im zweiten Rennen am Nürburgring lieferte die Spanierin jetzt aber eine tadellose Vorstellung ab und landete auf Platz vier. Sicher: Dass sie im Reverse Grid auf Rang drei stand, hat das Ergebnis wohl erst möglich gemacht. Aber, wie Marc Surer immer so richtig sagt, “man muss die Zeit auch erstmal fahren”. Und de Villota fuhr das ganze Rennen lang ziemlich gute Zeiten, so dass sie gegen Rennende sogar schneller war, als der hinter ihr lauernde Meisterschaftsleader Craig Dolby.

Die SLF macht jetzt erstmal eine kurze Sommerpause und ist in zweieinhalb Wochen mit dem Rennen in Zolder wieder zurück.

F3 Euroseries

Die “beste Nachwuchsserie der Welt” hat am kommenden Wochenende eines der Rennen, auf das ich mich immer ganz besonders freue. Der Lauf am Norisring ist zwar zunehmend anachronisisch und die Strecke ist nicht ganz ungefährlich – aber die Windschattenschlachten machen trotzdem mächtig Laune. Wie viel davon auch in diesem Jahr zu sehen sein wird, ist unklar. Das hängt vor allem davon ab, ob die Organisatoren es schaffen, zumindest für dieses Prestige-Rennen etwas mehr Autos aufzutreiben, als die zwölf bis 13 Wagen, die bisher meist am Start waren.

Immerhin hat Valencia-Überraschung Kevin Magnussen von der die Startnummer 15 verliehen bekommen. Was darauf hindeuten könnte, dass man ihn bei den nächsten Rennen öfter mal sieht – dann reine Gaststarter erhalten sonst Nummern über 30.

Aus sportlicher Sicht spannend wird am kommenen Wochenende vor allem die Frage, ob es Marco Wittmann oder Valencia-Überraschung Roberto Mehro gelingt, auf den derzeit überlegenen Meisterschaftsleader Eduardo Mortara aufzuschließen.

Übertragen werden die beiden Rennen – wie immer – live auf n-tv. Und zwar am Samstag und Sonntag jeweils um 11:20 Uhr.

WSbR

Wie doch die Zeit vergeht: Bereits zwei Drittel der WSbR-Saison werden nach dem Lauf in Budapest am kommenden Wochenende vorbei sein. Was man von der Strecke erwarten (Langeweile) bzw. nicht erwarten (Überholmanöver) kann, dürfte ja allseits bekannt sein. Daher gleich zur sportlichen Ausgangssituation: In der Meisterschaft führt nach wie vor der Russe Mikhail Aleshin mit 75 Punkten vor dem höher eingeschätzten Daniel Ricciardo (66) und Esteban Guerrieri (58), der zwar den Lauf in Monaco verpasst hat, seither aber toll unterwegs war. In Ungarn ist er wohl auch wieder dabei.

Der sonstigen Prominenz ist es bisher nicht so toll ergangen: Red Bull Tester Brendon Hartley liegt nur auf Platz sieben, der einzige Deutschsprachige im Feld, Walter Grubmüller, jun. aus Österreich lediglich auf Position 13. Greg Mansell ist gar nur 16.

Zu sehen sind die Rennen auch diesmal wieder live auf Eurosport, und zwar am Samstag um 12:45 Uhr auf ESP Intl. und am Sonntag um 13:00 Uhr auf ESP 2.

F2

Die Formel 2 geht am kommenden Wochenende auch an den Start. Und zwar endlich mal wieder auf einer Strecke, der ich voll und ganz zustimmen kann. Im Rahmen der WTCC fährt man diesmal nämlich auf der Berg- und Talbahn von Portimão, wo man zweifelhaft ein paar schöne Duelle der jungen Talente sehen wird.

In der Meitschaft haben sich Jolyon Palmer (139 Punkte) und Dean Stoneman (131) schon ein wenig vom Dritten Philipp Eng (80) abgesetzt – man darf gespannt sein, ob sich dieser Erfolgslauf der beiden jungen Briten fortsetzt, oder ob Eng doch noch in das Rennen um den Titel mit eingreifen kann.

Beide Rennen gibts um jeweils 14:00 Uhr live auf Eurosport, Lauf eins auf ESP International, Lauf zwei auf ESP 2.

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