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March 05 2012

11:30

TV Rechte 2012: Wer zeigt was?

Die Motorsport Saison 2012 beginnt langsam wieder Fahrt aufzunehmen, und daher gibt es wie die letzten Jahr schon eine Vorschau vom Racingblog, wo es welche Rennserie zu sehen gibt.

Auch 2012 gibt es wieder einiges an Motorsport im Fernsehen zu sehen, bei den übertragenden Sendern hat sich nicht viel geändert. Die Situation der Internet-Streams ist dagegen in Bewegung. So gibt es dieses Jahr wohl zum ersten mal die V8 Supercars Live als Stream ohne “Geoblock” in Deutschland zu sehen. Bei den zwei größten Motorsportserien der Welt sieht es leider anders aus. Bei der Formel1 gibt es wie die letzten Jahre schon keinen offiziellen Stream, sondern nur ein Livetiming für registrierte User der Internet Seite. Auch bei der NASCAR sieht es nicht besser aus. Dort besitzt der Turner-Konzern sämtliche Internet Rechte für 2012. Und der machte bisher keine Anstalten, Rennen im Internet zu streamen (abgesehen von den Rennen auf TNT, die es dann im Racebuddy aus 10 verschieden Perspektiven gibt). Hoffen kann man allerdings auf das nächste Jahr: Anfang Februar hat die NASCAR die gesamten Online Rechte samt Livestreaming-Möglichkeiten ab 2013 von Turner zurückgekauft.

Insgesamt lässt sich allerdings feststellen, dass immer mehr Serien ihr Produkt auch übers Internet via offiziellen Livestreams und Interviews verbreiten. Zum Beispiel die oben erwähnte V8 Supercars oder die BTCC. Andere Serien übertragen sogar teilweise die ganzen Racedays samt Rahmenserien im Internet, etwa die ADAC GT Wochenende (abgesehen von den “Hauptrennen” der GT Masters) und die FFSA GT (Französische GT3 Meisterschaft). Als interessant lässt sich zudem sehen, dass vor allem der ACO wohl gemerkt hat, welche Möglichkeiten das Internet bietet. So wurden letztes Jahr die ALMS (American Le Mans Series) und die WEC (World Endurance Championship) komplett live gestreamt. Manche Dinge werden sich wohl nie ändern, und so gibt es auch dieses Jahr wieder keinen (legalen) Stream von MotorsTV – schade, da mal dieses Jahr einige interessante Serien überträgt.

Die folgende Übersicht ist nach den vorhanden Infos vom 4. März , wird allerdings im Laufe der Saison erweitert bzw geupdate wenn es neue Informationen gibt. Kleiner Hinweis: Eurosport zeigt sein Programm sowohl live, als auch on demand über den Eurosportplayer.

Eine generelle Übersicht der Streams haben wir auch zusammen gestellt.

Formelserien

F1 – sky/RTL
Sky hat den Vertrag wie schon letztes Jahr wieder um 1 Jahr verlängert, und zeigt alle Trainings, Qualifikationen und Rennen. Die Vorberichte und Nachberichte für die Rennen wird aus dem Sky Sport News Studio kommen. Zudem sind Jacques Schulz , Marc Surer und Tanja Bauer vor Ort. sky HD Kunden, die ein iPad haben, können die F1 wohl auch live über die skyGo Applikation schauen.
Bei RTL wird die Übertragung so ähnlich aussehen wie schon die letzten Jahre. Das heißt: FP3, Qualifikation, Rennen.
Die Freitags-Trainings wird es nach aktuellem Informationsstand nicht im Free TV geben, da Sport 1 aus der Übertragung aussteigt.

GP2 – sky
Alle Rennen der GP2 Meisterschaft werden live auf Sky übetragen

GP3 – Euro(2)
Die Rennen der GP3 werden wie letztes Jahr schon auf Eurosport (2) live oder mit delay gezeigt.

Formel Renault 3.5 – Euro(2)
Auch die Formel Renault 3.5 gibt es wieder auf Eurosport (2) live oder As-live zu sehen.

Auto GP World Series – Euro(2)
Eurosport (2) überträgt dieses Jahr alle Rennen der AutoGP live.

F2- MotorsTV, Stream
Die Formel 2 gibt es auch dieses Jahr wieder Live auf MotorTV. Zudem sollte es einen offiziellen Stream auf formulatwo.com geben.

F3 Euro – n-tv (?)
Bis jetzt gibt es keine Infos ob n-tv auch dieses Jahr wieder die Formel 3 Euro Series überträgt. Allerdings darf man darauf hoffen, nachdem der Sender die letzten Jahre sogar die Formel 3 Rennen aus Macao gezeigt hat. Sollte n-tv einsteigen, werden die Rennen auch auf deren Homepage gestreamt.

European F3 Open – MotorsTV / Stream (?)
Alle Rennen gibt es wohl Live oder Re-Live auf MotorsTV. Im vergangenen Jahr hat man die Läufe außerdem im Stream unter www.livestream.com/f3open gezeigt.

US-Racing

NASCAR Sprint Cup – Motorvision/ServusTV 
11 Rennen (Daytona+Chase) werden dieses Jahr live auf Motorvision gezeigt. Zudem überlegt man, weitere ausgewählte Rennen live zeigen. Von den restlichen Rennen wird es ausführliche Zusammenfassungen geben.
ServusTV zeigt dieses Jahr auch wieder den Sprint Cup als Zusammenfassung immer Montags gegen 23 Uhr. Zudem plant man wohl einige Rennen live zu übertragen, hierbei dürfte es sich wohl um Nachtrennen handeln. Bestätigt ist das aber noch nicht.

NASCAR Nationwide Series – MotorsTV
MotorsTV plant dieses Jahr alle Rennen live oder As-Live zuzeigen.

Indycar
Die Indycar Series wird es wahrscheinlich auch 2012 nicht im Deutschen Fernsehen geben. Auch die Chancen auf ein Livestream sind eher gering.

Tourenwagen

WTCC – Euro
Wie gehabt. Eurosport ist Host-Broadcaster und wird alle Rennen + Qualifying auf Eurosport und Eurosport2 (live) zeigen.

BTCC – itv4
Die BTCC wird dieses Jahr samt kompletten Raceday wieder auf ITV4 gezeigt. Zudem gibt es einen legalen Stream, der allerdings mit “Geoblock” versehen ist.

DTM – ARD
Nicht neues.

GT1/GT3/GT Endurance – Stream
Die SRO Serien werden wie letztes Jahr schon komplett im Internet übertragen und danach VoD gestellt. Inwiefern es eine Übertragung der GT1 WM bei Sport1(+) gibt, steht noch nicht fest. Allerdings ist noch nichts im TV Plan von Sport1 eingetragen, sodass man von einer Nicht-Übertragung ausgehen muss. Den Stream findet man auf der jeweiligen Homepage der Serien.

ADAC GT – Kabel 1
Trotz schwacher Einschaltquote hält Kabel 1 weiter an der ADAC GT Masters fest, die Rennen werden jetzt allerdings um 12:15 erst gestartet. Ob die Rahmenrennen (so wie 2011) wieder via Internet-Stream versendet werden, ist derzeit noch ungewiss.

VLN – Sport1 (Zusammenfassungen)
Es wird Ausschnitte aus den Rennen in verschiedenen Programmen (DMAX, Motorvision, Sport1) zu sehen geben, mehr aber nicht. Die 24H werden bei Sport1 laufen.

Porsche Supercup – Sky/Euro2
Sky überträgt die Serie auch 2012. Sollte auch bei Eurosport(2) zu sehen sein.

Porsche Cup – Sport1(+)?
Sport1(+) dürfte wohl wieder die Rennen des Porsche Carrera Cup zeigen. Zudem sollte es einen Livestream geben.

Scirocco Cup – MotorsTV/Sport1(+)
Läuft auf MotorsTV. Auch auf Sport1(+) eventuell zu sehen. Außerdem hatte VW im letzten Jahr ein verstecktes Livestream Angebot, das auch dieses Jahr wieder da sein könnte.

V8 Supercars – MotorsTV (1 Woche zeitversetzt) / Livestream
MotorsTV. Bathhurst 1000 wird live gezeigt, der Rest mit delay (1 Tag – 1 Woche). Zudem gibt es einen Livestream unter www.v8supercars.com.au, auf dem auch einige der Rahmenrennen zu sehen sind.

Superstar Serie – MotorsTV
Die interessante und gut besetzte italienische Serie läuft live auf MotorsTV.

International GT Open – MotorsTV
Die Rennen der Südeuropäisch geprägten Meisterschaft gibt es wieder auf MotorsTV und mit offiziellem Livestream (www.gtopen.tv) dieses Jahr zu sehen.

GT Sprint – MotorsTV
Die Rennen der GT Sprint (fährt zusammen mit der Superstars Serie) gibt es dieses Jahr wieder Live auf MotorsTV.

Ferrari Challenge Europa – MotorsTV
Live auf MotorsTV

Prototypen

WEC – Euro2
Eurosport(2) überträgt die Rennen wohl dieses Jahr wieder. In welchem Umfang die Rennen übertragen werden steht noch nicht fest. Zudem könnte es wieder einen Live Stream geben.

LMS – MotorsTV 
Die LMS läuft dieses Jahr auf MotorsTV, zudem soll es einen Livestream geben. Inwiefern Radio Le Mans von den Rennen berichtet, steht noch nicht fest.

24 H Le Mans – Eurosport
Auch in diesem Jahr gibt es wieder die kompletten 24 Stunden live bei Eurosport.

ALMS – MotorsTV
MotorsTV wird auch dieses Jahr wieder die meisten Rennen der ALMS live zeigen. Zudem gibt es die Rennen, die man nicht live zeigt As-Live. Auch wieder geplant: Ein guter Livestream auf der Homepage der Serie mit dem Kommentar der Jungs von Radio Le Mans.

GrandAm – MotorsTV
Die Rennen der GrandAm gibt es dieses Jahr auf MotorsTV fals Speed auch live überträgt. Ansonsten gibt es die Rennen mit delay.

Japan

Super GT
Die überaus interessante Super GT wird man leider auch dieses Jahr allenfalls über einen Stream aus den unendlichen Rändern des Internets verfolgen könnnen.

Formel Nippon
Auch die Formel Nippon wird es wohl nicht auf legalem Wege zu sehen geben.

Argentinien

Turismo Carretera / TRV6 / TC2000
Die höchste argentinische Rennklasse gibt es 2012 via (offenbar) offiziellem Stream auf justin.tv/tcarretera. Ebenfalls einen Livestream gibt es zur Silhouetten-Serie TRV6 (unter trv6.com.ar). Die Qualität beider Streamingangebote liegt allerdings, wie man so schön sagt, im Auge des Betrachters. Die vermutlich beste Tourenwagenserie Südamerikas, die TC2000, wird wird wohl leider auch weiterhin keinen offiziellen Stream bereitstellen.

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November 17 2011

17:03

WTCC: Macao Vorschau 2011

Nach dem Rennen in Shanghai auf der etwas besseren Kartbahn vor gefühlten 50 Zuschauern fährt die WTCC ihr letztes Rennen schon fast traditionell auf der verrückten Strecke im Spielerparadies Macao.

Zur Strecke muss man nicht viele Worte verlieren. Selbst für einen Stadkurs ist Macao sehr eng und schnell. Es gibt zwei, sofern man sie so nennen mag, Überholstellen. Eine nach der langen Geraden und eine vor der Haarnadel, dafür muss man aber schon sehr mutig sein und darauf hoffen, dass der Gegner mitspielt, sonst findet man sich schnell in den zahlreichen Reifenstapeln wieder. Hier gibt es eine Onboardrunde zu sehen: http://www.youtube.com/watch?v=xSI292N3AUU .

Es kommt auf Grund der Streckencharakteristik immer wieder zu schweren Unfällen in Macao , leider auch mit Verletzten und Toten, 2005 verstarb ein französischer Motorradfahrer. Vorletztes Jahr brach sich Franz Engstler das Schlüsselbein und den Oberschenkelknochen. Es bleibt nur zu hoffen, dass wir dieses Wochenende von solch schlimmen Bildern und Nachrichten verschont bleiben. Deswegen gibt es auch immer wieder Diskussionen, ob Macao denn in der heutigen Zeit überhaupt noch zu verantworten sei.

Ach ja, wie man im Onboardvideo sieht, fahren natürlich auch Motorräder auf der Strecke, was in allen anderen Teilen dieser Welt auf Stadtkursen wohl strengstens verboten sein dürfte, nicht so in Macao. Desweiteren besitzt das Rennen ein supervolles Rahmenprogramm: einen GT3 Cup mit Lamborghinis, Audis, Ferraris, Porsches und Aston Martins. Desweiteren mehrere lokale Tourenwagenserien und eben die erwähnten Motorräder. Wer einen Stream findet, sollte auf alle Fälle mal reinschauen, außer es tut einem zu sehr weh, wenn die ganzen die schönen Autos auf der Strecke kaputt gefahren werden.

Die eigentlich Hauptattraktion sind die F3 Rennen, in denen Top-Nachwuchspiloten aus allen F3-Serien dieser Welt das Weltfinale ausfahren. Es ist ein sehr prestigeträchtiges Rennen, die Siegerliste liest sich sehr erlesen: Senna, Brabham, Michael und Ralf Schumacher, Coulthard, Jörg Müller und Sato. Eine vollständige Entrylist gibt es hier, das zweite Rennen wird live auf n-tv übertragen: http://www.formel3.de/ergebnisse/2011-11-20-s.pdf?PHPSESSID=8442ba2e5718bb673a6299f5b9ce5bb9 .

Zurück zur WTCC, die mal wieder mit ihren “berühmten” Gaststartern antritt. Damit das Safetycar auch schön viel Einsatzzeit bekommt und die europäischen Fans auch ja während der zahlreichen Runden unter gelb wieder dahin schlummern, sind es dieses Jahr gleich 9 Gaststarter: Kuo Io Keong, Felipe C. de Souza, Mak Ka Lok, André Couto, Joseph Rosa Merszei, Charles Kaki Ng, Gary Kwok, Philip Ma Ching Yeung und Lo Ka Chun. Jener Lo Ka Chun tritt in einem Peugeot 308 an. Woher er diesen Peugeot 308 hat, der vom Team 778 Autosport eingesetzt wird, ist indes nicht klar. Die WTCC-Peugeots, die mir bekannt sind, waren 407er in den Jahren 2005-2006. Falls jemand eine Erklärung für den Peugeot hat, damit gerne in die Kommentare. Die Gaststarter kommen bis auf den Kanadier Gary Kwok aus dem asiatischem Raum und fahren in den dortigen lokalen Serien, wie der CTCC ( Chinese Touring Car Championship ) und der SuperGT mal mehr und mal weniger erfolgreich.

Bei den Vollzeitfahrern gibt es derweil keine großen Überraschungen, außer dass Taniguchi von Bamboo-engineering nicht antreten wird. Das Auto wurde in Shanghai so schwer beschädigt, dass es dem Team aus logistischen Gründen nicht möglich war es zu reparieren, da die Teile aus Europa nicht schnell genug nach Asien kamen.

Spannend ist es zum Glück immer noch im Kampf um die Meisterschaft. Yvan Muller liegt 20 Punkte vor Rob Huff, doch wenn man so mag, ist Huff ein Macao-Spezialist. In den letzten 3 Jahren gewann er 3 von 6 Rennen, während Yvan Müller aber auch immerhin 3 Podestplätze zu Stande brachte. Allerdings ist in Macao auch immer ein Ausfall im Bereich des Möglichen, die Meisterschaft ist eigentlich trotz des doch etwas größeren Punkteabstandes dank der Lotteriequalität von Macao noch vollkommen offen.

Die Rennen finden dank der Zeitverschiebung zu sehr unfreundlichen Zeiten statt, nämlich um 4 und 5 Uhr morgens am Sonntag. Ob man wirklich aufstehen mag, um vermutlich viele Runden hinter dem Safetycar zu sehen, sei jetzt mal dahingestellt, aber Macao stellt eben auch eines der Highlightrennen im WTCC-Kalender dar und ist das letzte Mal, dass man die Autos in diesem Jahr auf der Strecke sieht.

 

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May 12 2011

06:00

GT1-WM & ADAC GT Masters: Vorschau Sachsenring

Deutschlands großes GT-Event steht an diesem Wochenende an, die zahlreichen heimischen Fahrer und Teams in beiden Rennserien werden sich bemühen, auf dem Sachsenring gute Ergebnisse zu erzielen.

Passenderweise kommt reist auch ein deutsches Team als Meisterschaftsführender der GT1-Weltmeisterschaft nach Hohenstein-Ernstthal: Markus Winkelhock und Marc Basseng liegen nach den zwei Siegen in Zolder und zwei siebten Plätzen in Portimao (mit Erfolgsballast) mit 57 Punkten klar vorn und dürfen nun auch wieder leicht an den Start gehen. Teamkollegen Dominik Schwager und Nicky Pastorelli hatten ihr erstes brauchbares Wochenende der Saison, mit den Plätzen 5 und 4.

Auf dem zweiten Meisterschaftsrang liegen Michael Krumm und Lucas Luhr im JR Motorsports-Nissan. Die beiden haben auf der Berg- und Talbahn in der Algarve abgeräumt und nach dem zweiten Platz im Quali-Rennen dann das Hauptrennen gewonnen. Entsprechend werden sie schwer beladen ins Qualifikationsrennen am Sachsenring gehen und wohl kaum den Rückstand auf Winkelhock und Basseng weiter aufholen können, auch wenn der Nissan an sich auf der charakteristisch ähnlichen Strecke wieder gut liegen könnte. Das untermauerten auch Dumbreck/Westbrook, die Rennen 1 gewannen und i zweiten Lauf mit Reifenschaden ausschieden.

Punktgleich auf Rang 2 liegt ein weiteres deutsches Team, der Young Driver-Aston Martin mit Stefan Mücke und Darren Turner. Die beiden schafften es in Abu Dhabi und Zolder, nach Ausfällen in den Quali-Rennen jeweils noch sicher in die Punkte zu fahren. In Portimao überstanden sie erstmals auch den ersten Lauf und holten von der besseren Ausgangsposition den zweiten Platz im Championship Race am Sonntag. Rechnet man die beiden Ausfälle heraus, sind die beiden neben Winkelhock/Basseng das konstanteste Duo.

Der zweite Young Driver-Wagen mit Tomas Enge und Alex Müller hatte ein katastrophales Wochenende mit zwei Ausfällen. Entsprechend dürften sie aber am Sachsenring mit leichtem Auto stark sein, denn Strecken wie diese, mit mittelschnellen Kurven und Höhenunterschieden, scheinen den Aston Martin DBR9 und den Nissan GT-R recht gut zu liegen, wobei die Nissan wegen der bisher wenig erfolgreichen Saison untergewichtig unterwegs waren.

MarcVDS wird an diesem Wochenende wieder mit seiner Stammbesetzung unterwegs sein, nachdem Frederic Makowiecki am vergangenen Wochenende für Luxury Racing einen Ferrari beim ILMC-Lauf in Spa gefahren hat und durch Yann Clairay vertreten wurde. Clairay und Martin errangen im ersten Lauf Rang 6, Teamkollegen Bas Leinders und Marc Hennerici (der letzte Deutsche im Feld) dasselbe Ergebnis im Hauptrennen.

Das größere Problem für MarcVDS und deren Satellitenteam Belgian Racing ist aber, dass Matech, die den Ford GT für die GT1 entwickelt haben, diese Woche Konkurs angemeldet haben, nachdem vor einigen Wochen Firmengründer Martin Bartek verstorben ist. Es soll zuvor schon finanziell nicht gut um Matech gestanden haben. Damit könnte es eng werden, was Ersatzteile oder gar neue Chassis für MarcVDS und Belgian Racing angeht, Leinders und Co. müssen also, wie er selbst Twitter sagt, vorsichtig mit ihren Autos umgehen, was in den ersten Saisonrennen nicht sonderlich gut gelungen ist. Auch was Weiterentwicklungen des Wagens angeht, sieht es vorerst düster aus, bis sich hoffentlich ein Investor findet.

Nach einem schwachen Wochenende in der Algarve könnte auch das „Boxenstopp-Wunder“-Team Hexis AMR mit leichten DBR9s wieder zuschlagen. Piccione/Düsseldorp liegen noch sehr aussichtsreich auf Rang 4 in der Meisterschaft, Hohenadel/Piccini nur knapp dahinter auf Rang 6. Und – wie bereits gesagt – die von Hermann Tilke in die heutige Form gebrachte Erzgebirgs-Achterbahn zwischen Zwickau und Chemnitz könnte den Aston Martins liegen.

Hexis führt auch nach wie vor die Team-Wertung an, die noch enger ist als die Fahrer-Meisterschaft: mit 73 Punkten liegen die Franzosen nur einen Zähler vor All-Inkl.com Münnich Motorsport und JR Motorsports, 68 Punkte hat Young Driver AMR auf dem Konto, erst danach klafft eine größere Lücke.

In der Algarve bot das 18 Fahrzeuge umfassende GT1-Feld spannende Rennen, bleibt zu hoffen, dass es wieder ähnlich interessant wird. So lassen sich hoffentlich auch mehr Zuschauer anlocken als das im vergangenen Jahr am Nürburgring der Fall war. Allzu viele hochkarätige Rennveranstaltungen können ja am Sachsenring neben der MotoGP wegen der Lärm-Beschränkungen leider nicht ausgetragen werden.

Das Qualifying findet am Samstag um 9:10 Uhr statt, die beiden einstündigen Rennen starten am Samstag und Sonntag jeweils um 14:15 Uhr. Dies alles wird wie üblich auf gt1world.com live gestreamt und hinterher on demand verfügbar sein.

Das ist auch dringend nötig, denn Sport1 zeigt laut aktuellem Programm-Stand nicht eine Minute live, weder auf im Free-TV, noch auf Sport1+, da anscheinend auf beiden Kanälen die MotoGP laufen soll (bitte vorsichtshalber nochmal selbst am Samstag nachsehen, ob sich da noch etwas dran geändert hat!). Am Samstag gibt es eine Aufzeichnung des Qualifikationsrennens auf Sport1+ um 18:20 Uhr sowie eine halbstündige Zusammenfassung am späten Abend um 23:25 Uhr auf Sport1. Auch am Sonntag wird das Hauptrennen nur aufgezeichnet um 18:20 Uhr auf Sport1+ gezeigt, auf dem freien Sender erst am Dienstag um 15:00 Uhr.

ADAC GT Masters

Im Rahmenprogramm treten die Serien des ADAC Masters-Programms an, allen voran die in diesem Jahr so grandios besetzte GT Masters-Serie. In dem über 40 Fahrzeuge starken Feld ist es in diesem Jahr extrem schwer, gute Ergebnisse einzufahren. Mindestens ebenso schwer ist es aber auch, vorauszusagen, wer zu den Favoriten gehören können, gerade mit der dann noch hinzukommenden Balance of Performance und den Erfolgsgewichten.

So werden Dino Lunardi und Alexandros Margaritis im Engstler-BMW M6 nach den Rängen 1 und 3 viel Gewicht mit sich herumschleppen, ebenso Jöns/Klingmann im Abt-Audi nach den Plätzen 2 und 3 und die Stuck-Brüder nach dem Sieg im zweiten Lauf. Dieser Ballast fällt natürlich auf einer Bahn mit vielen Höhenunterschieden – Achtung Wortwitz – besonders ins Gewicht.

Die Teams und Fahrerduos, die am Rande des Erzgebirges potentiell etwas reißen könnten, sind kaum zu zählen, so viele prominente Namen der deutschen Tourenwagen- und GT-Szene sind am Start. Auch der Saisonauftakt der GT3-EM am vergangenen Wochenende in Portimao gibt eher wenig Aufschlüsse, denn dort dominierten in Lauf 1 die BMW Z4, die in der deutschen GT3-Serie leider komplett fehlen, vor drei Mercedes SLS AMG, die sehr wohl dabei sind und von denen sicherlich der eine oder andere um die Podiumsplätze kämpfen wird.

Lauf 2 ging knapp an den belgischen WRT-Audi R8, hier kamen allerdings erstmals die „Strafzeiten“ für die Podiumsplatzierten des vorangegangenen Rennens zum Einsatz, die sich noch heftiger dadurch auswirkten, dass die Stopps während einer Safety Car-Phase abliefen, die ausgerechnet wegen eines Unfalls des Siegers aus dem ersten lauf ausgerufen werden musste. Glücklicherweise haben sich die GT Masters-Organisatoren gegen diese Regel entschieden, auch wenn Erfolgsballast (in meinen Augen) kaum besser ist.

Interessant wird am zweiten GT Masters-Wochenende aber die Frage sein: können sich einige Teams, die in Oschersleben noch Probleme hatten, in Richtung Spitze vorarbeiten?

So kamen zum Beispiel Niclas Kentenich und Dominik Farnbacher im einzigen Ferrari F458 noch nicht wirklich gut von der Stelle, erreichten nur die Ränge 20 und 11. Mühlner Motorsport hatte mit seinen beiden Porsche 911 ein wirklich katastrophales Wochenende, die Enttäuschung war beim in Spa stationierten Team groß. Und auch die prominente Kombo aus Heinz-Harald Frentzen und Sven Hannawald (der ja 2010 einer der besten Amateure war) auf der Callaway-Corvette erreichte nicht wirklich viel.

Wieder dabei ist auch der vom Crash in Monza genesene Albert von Thurn und Taxis. Der Vorjahresmeister dürfte es aber in dem großen Feld auch nicht einfach haben, mit seinem neuen Teamkollegen Philipp Geipel seinen Platz zu finden. Ob die beiden sofort um vordere Platzierungen mitfahren können, wird sich zeigen müssen. Der Prinz war auch in Portimao schon wieder am Start, erreichte dort mit Nikolaus Mayr-Melnhof im zweiten Lauf Rang 4 nach Ausfall im Samstagsrennen.

Der ADAC hat in dieser Woche auch wieder kräftig an der BoP geschraubt, um stärkere Autos einzubremsen, sodass auch die zuletzt schwächeren Chancen haben. So ist die Viper 20kg leichter, die Porsche 997 R gar um 25kg, der Lamborghini LP600+ 5kg schwerer, die Mercedes SLS AMG um 15kg; die Audi bekommen einen um 0,5mm größeren Restriktor. Diese ganzen Änderungen erschweren das Erkennen einen Kräfteverhältnisses weiter.

Einen interessanten Kommentar zu BoP-Eingriffen hat übrigens GT4-Pilot Michael Mallock a

February 23 2011

07:07

Ferner liefen: Die Newshappen

# Der Formel 1 Lauf in Barcelona könnte im Jahr 2012 zum letzten Mal stattfinden. Zwar geht der Vertrag der Rennstrecke mit der FOM noch bis 2016 – der katalanische Regierungspräsident Artur Mas hat allerdings gegenüber der Tageszeitung El País erklärt, dass die Finanzierung nur noch für die nächsten zwei Rennen gesichert sei. Damit steht neben dem Lauf in Valencia, der angeblich Probleme hat, der Formel 1 die Startgelder zu überweisen auch das zweite Rennen in Spanien auf der Kippe. (Vorsicht)

# Das Finale der IndyCar Saison 2011 wird am 16. Oktober am Las Vegas Motor Speedway stattfinden. Das haben die Veranstalter, wie allgemein erwartet, auf einer Pressekonferenz am Dienstagabend bekanntgegeben. Überraschend ist dagegen das Konzept für das 200 Runden-Rennen: Die INDYCAR schreibt nämlich ein Preisgeld in Höhe von fünf Millionen Dollar aus, das ausbezahlt wird, sofern ein Fahrer aus einer anderen Serie den Lauf gewinnen sollte. Welche Piloten man für dieses All-Star Konzept gewinnen will, ist allerdings ungewiss. Der Sprint Cup fährt am 15. Oktober in Charlotte ein Chase-Rennen. Es scheint also eher unwahrscheinlich, dass sich einer der großen NASCAR-Stars den Start in Las Vegas antut. Immerhin sollten zum Finale 2011 etwas mehr Fans vor Ort sein: Denn die ersten 80.000 Besitzer eines beliebigen IndyCar Tickets für 2011, die sich bei den Organisatoren melden erhalten gratis Eintritt zum Rennen in Las Vegas. (Vorsicht)

# Jules Bianchi hat die Meisterkrone in der GP2 Asia errungen. Das scheint im Moment zumindest sehr wahrscheinlich. Denn mit der Absage/Verschiebung des Formel 1-Rennens in Bahrain ist nun klar, dass dort auch die GP2 Asia nicht fahren wird. Weil der mäßig üppige Kalender dieser Serie nur drei Veranstaltungen umfasst, wäre der Franzose nach nur einem Lauf in Abu Dhabi Champion 2011. Ganz fix ist das aber bisher noch nicht: Eine Ersatzveranstaltung für zumindest eines der beiden Wochenenden steht nämlich noch im Raum – die GP2 Asia hält sich zur Zeit noch bedeckt. (Vorsicht)

# Die WTCC nähert sich langsam dem Start der neuen Saison, und das Fahrerfeld beginnt Formen anzunehmen. Team Engstler hat schon vor einiger Zeit die Verpflichtung von Kristian Poulsen, Marchy Lee und Engstler selbst bekannt gegeben, diese Woche waren Sunred und Proteam dran. Sunred wird 2011 mit sechs Wagen starten: Wieder dabei ist Gabriele Tarquini, der sich mit dem russischen Rennfahrer Aleksei Dudukalo die Sponsorenunterstützung von Lukoil teilen wird. Tiago Monteiro, Michel Nykjaer und Pepe Oriola werden in den Farben von Sunred Engineering antreten, Fredy Barth für SEAT Swiss Racing. Der Marokkaner Mehdi Bennani greift für Proteam ins Lenkrad, wo Fabio Fabiani und GP2-Veteran Javier Villa seine Teamkollegen sein werden. Eine Auflistung aller schon bekannten Fahrer (Stand Montag 21. 2.) gibt es in der provisorischen Entry-List bei den Kollegen von touringcartimes.com (Vorsicht)

# Neuigkeiten gibt es auch zu den Strecken: In Suzuka wird die WTCC, wie aus der Streckengrafik auf fiawtcc.com hervorgeht, auf der Kurzanbindung antreten. Das ist einerseits sinnvoll, denn die gesamte Strecke wäre für die Tourenwagen vielleicht wirklich etwas zu lang gewesen. Andererseits besteht der aktuelle Entwurf nur noch aus den Esses und der Zielgeraden. Das ist einerseits mit etwa 2 Kilometern dann etwas gar kurz, und verspricht auch nur wenige offensichtliche Überholmöglichkeiten. Aber da gelten bei den Tourenwagen ja ohnehin andere Gesetze – ob es die richtige Entscheidung war, wird wohl erst das Rennen im Oktober zeigen. Ganz andere Probleme gibt es in Marokko – dort könnte nämlich das ganze Rennen wegen “finanzieller Probleme” vor der kurzfristigen Absage stehen. (Vorsicht)

# Und damit nochmal zur IndyCar Series, wo sich auch das Transferkarussell weiterhin fleißig dreht: So soll Simon Pagenaud, 2007 sehr ordentlich in der ChampCar Serie unterwegs, und im vergangenen Jahr für den ALMS-Erfolg des Highcroft Teams mitverantwortlich über einen Vollzeit-Vertrag für 2011 verhandeln. Wie er speedtv.com verraten hat, ist er mit mehreren Teams in verheißungsvollen Gesprächen. Um welche Mannschaften es sich dabei genau handelt, wollte er allerdings nicht verraten. Nur soviel: Highcroft, denen man für 2012 ebenfalls IndyCar-Ambitionen nachsagt ist nicht darunter. (Vorsicht)

# Twitter-Gerüchte sprechen außerdem davon, dass Oriol Servia bei Newman-Haas untergekommen sein soll. (Vorsicht)

# Und Sam Schmidt Racing hat bestätigt, dass man 2011 in Texas, Kentucky und Las Vegas mit dem neuseeländischen Indy Lights Veteran (und Meister 2005) Wade Cunningham an den Start gehen wird. (Vorsicht)

# Die amerikanische Tochter des deutschen DHL Konzerns wird zukünftig Hauptsponsor von Ryan Hunter Reays Auto. Zusätzlich wird man als Nebensponsor von Mike Conway auftreten. (Flo aus N)

# Das Indy 500 wirft seine Schatten voraus. Im kommenden Jahr werden sie allerdings etwas kürzer sein. Denn die IndyCar Series gab bekannt dass man die Startzeit um eine Stunde von Ein auf Zwölf Uhr vorverlegen will. (Flo aus N)

# Auch in der DTM werden im kommenden Jahr einige Cockpits neu besetzt: Audi hat in der vergangenen Woche die Verpflichtungen von Formel 3 Euroseries-Meister Edoardo Mortara, des ehemaligen GP2 und A1GP Piloten Felipe Albuquerque (zuletzt in der italienischen GT Meisterschaft unterwegs) und der schweizer Formula Master und GT1-Pilotin Rahel Frey bekanntgegeben. (Vorsicht)

# Die GP3 Series ist seit gestern ebenfalls um einen Fahrer reicher: Der erst sechzehnjährige Neuseeländer Mitch Evans wird in der kommenden Saison ein Auto des Arden Teams pilotieren. (Vorsicht)

# Gute Neuigkeiten für GT1-Fans: Die Sportwagenserie wird auch im kommenden Jahr wieder live auf Sport 1 zu sehen sein – zumindest dann, wenn man der Programmvorschau auf der Homepage des Senders glauben schenken darf. (Vorsicht)

# Und die Superleague Formula hat in der vergangenen Woche verlauten lassen, dass man im Laufe der kommenden Tage die (Renn-)Teams für die kommenden Saison bekannt geben will. Angeblich haben 14 Mannschaften Interesse gezeigt. Da die SLF aber mit maximal 20 Autos an den Start gehen will, und jedes Team zumindest zwei Autos einsetzen muss, werden wohl einige außen vor bleiben. Interessanter als diese Ankündigung war aber eine Bemerkung von Serienchef Robin Webb am Rande der Pressemeldung, wonach die SLF “fünf Überseerennen auf vier verschiedenen Kontinenten” abhalten will. Geht man davon aus, dass zwei dieser Veranstaltungen in China stattfinden werden, bleiben noch drei weitere Austragungsorte übrig. Eines davon soll, wie berichtet, angeblich in Taupo, Neuseeland stattfinden. Über die Austragungsorte der anderen beiden Läufe gibt es bisher noch nicht einmal Gerüchte. Daher setze ich selbst eines in die Welt: Ein Lauf in Südamerika, wo ja gleich mehrere in der Serie vertretene (Fußball)-Teams herkommen würde sich gewiss anbieten. (Vorsicht)

# Auch in “Ferner liefen” noch unter “ferner liefen”: Der Inder Armaan Ebrahim wird auch in der kommenden Saison wieder in der Formel 2 antreten. Viel interessanter ist das schon die (meines Wissens nach) erste Onboard-Runde vom neuen Snetterton 300 Circuit, die vor ein paar Tagen ebenfalls auf der Homepage der Serie gepostet wurde. (Vorsicht)

# Verdächtig ruhig ist es in den vergangenen Wochen um die angeblich geplante A10 World Series geworden. Die verheißungsvollen aber inhaltsarmen Updates auf der Serienhomepage sind schon vor einigen Wochen verstummt, seither gab es keine neuen Meldungen mehr. Die Fanseite A10 GPGrid will nun immerhin von angeblichen Insidern ein Update bekommen haben: Die Pläne für die Serie sind demnach ungebrochen, die Verhandlungen rund um die Hinterlassenschaften der A1GP ziehen sich aber stärker als geplant in die Länge. (Vorsicht)

November 18 2010

10:21

WTCC und Formel 3: Vorschau Macau 2010

Wie jedes Jahr, endet die Saison der Tourenwagen in Macau. Der Weltmeister steht allerdings schon fest, nachdem es mal wieder Chaos bei Regeln gab. Im Rahmenprogramm kämpfen beim internationalen Formel 3 Rennen die jungen Talente um den prestigereichen Sieg.

Die noch ziemlich junge Geschichte der WTCC hat neben ein paar guten Rennen vor allem immer wieder dann für Aufsehen gesorgt, wenn sich die Hersteller gegenseitig vor ein Sportgericht gezerrt haben. Und das hat man sehr oft und sehr gerne gemacht. Vor allem die Rechtsabteilungen von Seat und BMW hatten gut zu tun und die Arien um den Ladedruck, den Unterboden und das Mindestgewicht der Seat füllen mehrere Aktenordner. Nicht ganz schuldlos daran ist die für die WTCC verantwortliche Abteilung der FIA, die immer wieder widersprüchliche und zaghafte Urteile gesprochen hat. Mal senkte man den Ladedruck der Seat, mal hob man das Gewicht der BMW an, nur um ein paar Rennen später wieder alles anders zu entscheiden. Doch den größten Witz erlaubte sich die FIA und die Kommissare des letzten Rennens in Okayama. Denn man warf alle BMW nachträglich aus der Wertung, so dass Yvan Muller nun Meister ist. Nur was ist passiert? Die Sache ist, wie sollte es anders sein, kompliziert.

BMW fährt seit Jahren mit einem normalen Fünfgang-Getriebe, während der Rest der Welt schon längst auf ein sequentielles Sechsgang-Getriebe setzt. Das Problem: BMW hat den 320si angeblich nie mit einem sequentiellen Getriebe bei der FIA homologiert. Allerdings gab es eine Ausnahme, die man für Alex Zanardi gemacht hatte. Aufgrund seiner Behinderung erlaubte die FIA in seinem Wagen, und nur dort, den Einsatz des neuen Getriebes. Allerdings setzte Franz Engstler beim Fahrzeug von Romanov in der Independent Klasse ebenfalls ein neues Getriebe ein, und das in diesem Jahr sechs Rennen lang. Die FIA beanstandete diese Sache nicht. In Okayama überraschte BMW die Rennkommissare aber damit, dass man die Werkswagen mit einem sequentiellen Sechsgang-Getriebe ausgestattet hatte. Man argumentierte, dass durch den Einsatz von Romanov und die früheren Fahrten von Zanardi, das Getriebe quasi-homologiert sei, also dürfe man es auch einsetzen. Die Japaner vor Ort sahen das auch so, die Konkurrenz, in dem Fall Chevrolet, allerdings nicht und man legte vor der FIA Berufung ein. Das Argument lautete: Da BMW das Getriebe nie offiziell bei der FIA angemeldete hatte (also mit Papieren und die übliche Bezahlung von Gebühren), ist es auch illegal. Nur weil der FIA die Sache bei Romanov bisher nicht aufgefallen sei, bedeute dies ja nicht, dass sie deswegen legal werden würde. Allerdings dürfte es auch Chevy nicht entgangen sein, dass das Engstler Team das nun nicht mehr legale Getriebe die halbe Saison eingesetzt hat. Warum man jetzt erst mit einem Protest anrückt, ist dann wieder eine ganz andere Frage.

Der Ärger von Chevy richtete sich nicht nur gegen das neue Getriebe, sondern auch gegen die neue Gewichtseinstufung, die BMW durch das neue Getriebe erhalten hatte. Die richtet sich ja nach den Erfolgen der Wagen, da Romanov ja eher selten die Strecke so trifft, dass er ganz weit vorne ist, hatte der “neue” BMW eine bessere Einstufung, als der BMW mit dem alten Getriebe. Verstehen muss man das vermutlich nicht, aber tatsächlich waren die BMW in Okayama mit der sequentiellen Schaltung satte 30 kg leichter, als die BMW mit der H-Schaltung. Allein diese Sache zeigt, wie absurd das gesamte Ballastsystem der FIA ist.

Die FIA schloss sich der Meinung von Chevrolet dann auch an. Man nahm beide BMW aus der Wertung des zweiten Laufs in Okayama, was immerhin dazu führte, dass Colin Turkington (der mit H-Schaltung unterwegs war) seinen ersten Sieg erlangt hat. Gleichzeitig bedeutete dies aber auch, dass Yvan Muller vor den Rennen in Macau endgültig Meister ist. Schön für Muller, der es sicher auch verdient hat, schlecht für den Sport, wo man eine andere Entscheidung erwarten würde.

Aber die WTCC wäre nicht die WTCC wenn diese, teilweise ja durchaus nachvollziehbare Entscheidung, nicht noch einen Haken hätte. Denn man untersagt BMW zwar den Einsatz eines sequentiellen Getriebe und streicht die Punkte, aber diese Entscheidung gilt ausdrücklich nicht für die Independent Trophy. Romanov darf seine Punkte dort also behalten, wobei mir jetzt nicht klar ist, ob das auch bedeutet, dass er weiter mit der neuen Schaltung unterwegs sein darf.

Was für ein Chaos, kann man da nur sagen, wobei man sich auch fragen kann, was BMW da eigentlich geritten hat.

Zum Rennen in Macau. Der Stadtkurs ist bekanntermaßen ebenso eng, wie schnell. Es geht mitten durch die Stadt, ein paar Serpentinen hoch, später muss man seinen Wagen um eine schon absurd enge Haarnadel wuchten, bevor es bergab wieder Richtung Hafen geht. Fahrerisch ist die Strecke schon lustig, in Sachen Sicherheit ist sie ein Albtraum. Was man letzten Jahr sehen konnte, als Gelegenheitspilot Cuoto nicht sämtliche gelbe Flaggen und Trümmerteile auf der Strecke ignorierte und in den BMW von Franz Engstler rauschte, der sich ein paar Rippen brach. Auch der erste Knick nach Start/Ziel gehört zu den Stellen, an denen es gerne mal kracht. Sehr anschaulich kann man das in diesem Video aus dem F3 Rennen im letzten Jahr sehen.

Die Rennen in Macau sind ohne Unfälle allerdings auch oft recht spannend. Wegen der fehlenden Überholmöglichkeiten, wird halt gerne mal angeklopft oder man schiebt den Kollegen gleich ganz zur Seite.

Die WTCC verabschiedet sich damit auch in die Winterpause. Im März geht es dann mit den neuen Motoren weiter, die dann hoffentlich auch dafür sorgen, dass die elendigen Streitigkeiten um das Gewicht, den Ladedruck usw. aufhören. Besser wäre es, sonst verkommt die WTCC noch völlig zu einer Lachnummer.

F3 Grand Prix in Macau
(von Vorsicht)

Auch, wenn man das Rennen fast nirgendwo verfolgen kann – unter Experten gilt der Formel 3 Grand Prix in Macau immer noch als besonderer Gradmesser für junge Talente. Und das nicht ganz zu Unrecht. Seit 1983 die Veranstaltung zum ersten Mal unter Formel 3-Regeln abgehalten wurde, haben sich eine ganze Reihe illustrer Namen in die Siegerlisten eingeschriben: Ayrton Senna zur Premiere, Michael (1990) und Ralf (1995) Schumacher, David Coulthard (1991) und Takuma Sato (2001). Ein Sieg ist zwar nicht immer die Eintrittskarte für die große Karriere – siehe etwa Soheil Ayari und André Couto – und über die Sicherheit an der Strecke müsste man ebenfalls mal diskutieren. Massiv Prestige bringt es aber immer noch, auf den Straßen der ehemaligen protugiesischen Kolonie den ersten Platz einzufahren.

Immerhin 31 Piloten sind (nach derzeitigem Stand) dem Ruf der Tradition gefolgt, und werden am Wochenende an den Start gehen. Auch Vorjahressieger Edoardo Mortara – der neue und möglicherweise letzte Meister der F3 Euroseries – ist wieder mit dabei. Sollte er den Sieg holen, wäre er der erste Fahrer seit Riccardo Patrese 1977 und 1978, dem der Doppelschlag in der Glücksspielstadt gelingt.

Auch zwei weitere Meister sind am Wochenende am Start: Jean-Eric Vergne vertritt die britische F3, Yuji Kunimoto (der Bruder des 2008er-Siegers Keisuke) die All-Japan-F3. Der deutsche Formel 3-Cup wird vom Gesamtzweiten Daniel Abt repräsentiert. Auch ein Pilot aus der (großteils spanischen) Open F3 ist dabei: Local Hero Michael Ho hat dort heuer ein paar Rennen bestritten. “Hauptberuflich” ist der Macanese (ja, ich musste auch nachschlagen, wie das korrekt heißt) in der Chinesischen Tourenwagenmeisterschaft unterwegs, wo er heuer Vierter wurde. Und dann ist da noch Ryo Harianto. Die F3-Kenntnisse des indonesischen GP3-Fünften aus diesem Jahr beschränken sich zwar auf zwei Rennwochenenden in der Australischen F3 – es wird aber trotzdem spannend zu sehen sein, wie er sich beim Sprung zurück aus dem Virgin F1-Cockpit so schlägt.

Die erste von zwei Qualifying-Sitzungen ist bereits vorbei, und bisher sieht es so aus, als dürfe die F3 Euroseries nocheinmal stolz auf sich sein: Auf der provisorischen Pole steht Edoardo Mortara, gefolgt von Valtteri Bottas, Marco Wittmann und Laurens Vanthoor. Carlos Huertas (Rang fünf) hat als erste Fahrer aus der britischen F3 schon fast eine Sekunde Rückstand. Daniel Abt landete auf Rang zehn, noch vor dem hoch eingeschätzten britischen F3 Meister Jean-Eric Vergne, dem auf Platz zwölf immerhin schon fast 1,7 Sekunden auf Mortara fehlen. Mag aber sein, dass da auch noch der Jetlag mitspielt – immerhin war Vergne bis vorgestern, Dienstag, beim Young Driver Test in Abu Dhabi für Toro Rosso unterwegs. Für die Fahrer aus der japanischen F3 scheint es bisher noch nicht ganz so gut zu laufen – bester Fahrer ist Alexandre Imperatori auf Rang neun, Meister Yuji Kunimoto folgt mit 2,7 Sekunden Rückstand auf Rang 17.

Bleibt noch die bange Frage, wo bzw. ob man das ganze überhaupt sehen kann. Und das ist leider ziemlich ungewiss. Die offiziellen Möglichkeiten halten sich nach dem Ende der Partnerschaft mit Eurosport vor einigen Jahren jedenfalls in engen Grenzen. Allenfalls ist irgendwann im Dezember mit einer Zusammenfassung auf Motors TV zu rechnen – zumindest in Großbritannien ist diese für den 11.12. angekündigt. Eine Liveübertragung gibt es wohl nirgendwo zu sehen. Bleibt also noch der Weg ins Netz. Und auch dort sieht es ein wenig blass aus. Denn live übertragen laut offiziellem Broadcast-Plan nur zwei Sender: der macanesische TDM (alle Trainings und Rennen sowohl in Porutgiesisch als auch in Mandarin) und “TVB Jade” aus Hong-Kong. Dem Vernehmen nach sind diese beiden Kanäle über einschlägige P2P-Streaming-Dienste zu sehen. Immerhin: Einen offiziellen Live-Audiostream gibt es auf der Event-Homepage. Ansonsten bleibt mir leider nur zu sagen: Happy Hunting!

Nach Macau wollte der Formel 3-Zirkus übrigens nach Korea weiterziehen, wo es ebenfalls ein internationales Rennen hätte geben sollen. Wird es aber nicht: Wegen “jursitischen Problemen” mit der Strecke (angeblich hat man mit der hastigen Fertigstellung massive Schulden angehäuft) musste die Veranstaltung vor kurzem abgesagt werden.

August 26 2010

16:37

Formel Vorschau – viel los am Wochenende

Nach dem unglücklichen Wochenende in Budapest kehren GP2 und GP3 in Spa wieder zurück auf die Rennstrecke. Wem das nicht reicht, dem winken am Wochenende außerdem noch Liveübertragungen von ein paar Nischen-Serien.

So schnell gehts: Gerade hat die GP2-Saison erst angefangen – da steht auch schon wieder da Finale vor der Tür. Nur noch Spa, Monza und der terminlich etwas unpassende Saisonabschluss in Abu Dhabi stehen auf dem Programm. Das wird vor allem Pastor Maldonado freuen: Der Venezoelaner hat in dieser Saison nach jahrelanger Durtstrecke endlich gezeigt, was in ihm steckt – und liegt drei Runden vor Schluss schon 26 Punkte vor seinem ärgsten Titelrivalen Sergio Pérez. Ähnlich klar scheint die Sache in der GP3: Dort führt Esteban Gutiérrez bereits mit 30 Punkten vor Robert Wickens. Und weil die GP3 noch dazu ihre Saison schon in Monza beschließt, ist der Titel wohl wirklich nur noch Formsache. Gut also, dass wenigstens die Strecke in Spa Spannung verspricht.


Zunächst aber noch eine erfreuliche Meldung: Jules Bianchi könnte womöglich schon in Spa wieder im GP2 Cockpit sitzen. Wenn die Ärzte beim heutigen Fitness-Check ihr OK geben, dann wäre es tatsächlich möglich, dass der Franzose nach seinem heftigen Crash von Budapest nur ein einziges Rennen (nämlich den Sprint in Ungarn) versäumt hätte. Bleibt zu hoffen, dass man kein medizinisches Risiko eingeht – denn das wäre angesichts Bianchis aussichtsloser Tabellensituation (und der augenscheinlich sicheren Ferrari-Förderung) eher unverantwortlich.

Unfallgegner Ho-Pin Tung hat sich derweil schon entschieden: Der Chinese, von dem es ursprünglich mal hieß, er habe leichtere Verletzungen erlitten als Bianchi, will sicherheitshalber in Spa auf einen Start verzichten. Für das Rennen ist dieses an sich bedauerliche Faktum vielleicht gar nicht so schlecht. Denn Tungs Ersatzmann Romain Grosjean hat immerhin schon bei seinem ersten Saisoneinsatz in Hockenheim für ein paar sehr spektakuläre Szenen gesorgt.

Ebenfalls neu dabei: Alvaro Parente. Auch vom Portugiesen, der den Glück- (und neuerdings wohl Sponsorgeldlosen) Alberto Valerio ersetzt, darf man sich in Spa einiges erwarten. Immerhin hat er dort im vergangenen Jahr das Hauptrennen gewonnen.

Die Ausgangsposition in der Tabelle habe ich ja schon geschildert, auch die aussichtsreichsten Akteure für Einzelsiege (Clos, Bird, Vietoris und, wenn vorhanden, Bianchi) sind sicher mittlerweile hinlänglich bekannt. Daher also nur noch schnell ein Blick auf die TV-Übertragungszeiten: Zu sehen sind die Rennen wie immer live auf sky sport 2, das Hautrennen am Samstag um 15:35, der Sprint am Sonntagvormittag um 10:30 Uhr. Auf eine hochskalierte sky sport 2 HD-Fassung hat man dagegen enttäuschenderweise verzichtet.

Und dann gibts noch ein kleines Newsschnipsel zur GP2 Asia: Ein Kommentarschreiber im Blog von GP2-Experten Will Buxton (der auch den englischen Wordfeed-Kommentar liefert), hatte die gute Idee, mal nach dem aktuellen Stand in Sachen Kalender zu fragen. Immerhin müsste der für die kommende Wintersaison ja schön langsam mal feststehen. Buxtons etwas enttäuschende Antwort: Es steht wohl die bisher kürzeste Saison des Winter-Ablegers der GP2 bevor. Diese soll nämlich nur drei Rennen umfassen, und vor allem als Testsession für das neue GP2-Auto genutzt werden.

GP3

Erfolgreicher scheint da schon der andere GP2-Ableger. Die GP3 hat sich in ihrer Premierensaison – abgesehen von der mageren TV-Präsenz – bisher recht gut profilieren können. Außerdem hatte man auch etwas Glück: Denn mit Seriendominator Esteban Gutiérrez wird in dieser Saison wohl ein Mann Meister, dessen Talent dazu reichen müsste, im kommenden Jahr in einer höheren Serie den guten Ruf der GP3 zu verfestigen.

Dabei hat er es in der Serie keineswegs mit Lückenfüllern zu tun: Die Top Ten der Meisterschaft sind fast ausschließlich mit Fahrern besetzt, die sich schon vorher in anderen Serien einen guten Ruf erarbeitet hatten.

Man darf jedenfalls gespannt sein, was die Youngsters auf der anspruchsvollen Strecke in Spa so zeigen. Das Publikum wird sich gegenüber den bisherigen Rennen wohl jedenfalls vergrößeren. Denn erstmals werden beide Rennen nicht im PayTV bei Eurosport 2, sondern beim “großen Bruder” Eurosport Intl. ausgestrahlt. Lauf 1 leider nur als Aufzeichnung am Sonntag um 9:00, Rennen 2 direkt in Folge (9:30 Uhr) live.

Sonstige Formelserien

Auch sonst ist am Wochenende in Sachen Formelrennen einiges los. Die größeren Serien (Formel 2, WSbR und SLF) machen zwar noch Pause, dafür kann man im TV und Internet gleich mehrere nationale Nachwuchsserien verfolgen.

Und eine internationale: Nämlich die Formel BMW Europa, die im letzten Jahr ihres Bestehens auch in Punkto Aufmerksamkeit ein wenig unter die Räder gerät. Für alle, die der Serie heuer genauso viel Beachtung geschenkt haben wie ich (also keine), hier ein kleiner Guide zum Saisonfinale: An der Tabellenspitze gibt es einen Zweikampf der beiden Dominatoren dieser Saison. Das sind der Brite Jack Harvey (sechs Siege, nur einmal nicht auf dem Podium – 302 Punkte) und Robin Frijns aus den Niederlanden (Vier Siege und fünf zweite Plätze – 279 Punkte). Der Tabellendritte, Carlos Sainz, Jr., hat bereits 101 Punkte Rückstand auf Harvey. Zu sehen sind die Rennen live auf sky sport 2, leider jeweils zu etwas unchristlichen Zeiten (Sa., 9:40 / So., 8:25 Uhr).

Auch der ATS Formel-3-Cup begeht am Nürburgring sein vorletztes Rennwochenende 2010. Passenderweise für die Konkurrenzveranstaltung zur deutsch-französischen F3 Euroserie führt dort der Franzose Tom Dillmann (96 Punkte) vor dem Deutschen Daniel Abt (85). Dahinter liegen in Lauerposition Kevin “Sohn von Jan” Magnussen (71), der ja auch schon ein F3 Euro Rennen in Valencia gewonnen hat, und Stef Dusseldorp (70) aus den Niederlanden. Eine Zusammenfassung der Geschehnisse gibt es in der Nacht von Sonnatg auf Montag (0:20 Uhr) auf Kabel 1.

Liveübertragungen gibts dagegen von zwei italienischen Formelserien: Der Formula Abarth und der italienischen Formel 3. Alle vier Rennen aus Varano werden am Sonntag live am unverschlüsselten italienischen Motorsport-Sender Nuvolari ausgestrahlt (wo es neuerdings übrigens auch die von motorvision.tv geschasste Superstar Series zu sehen gibt). Beide Serie fahren zwar nur in Italien, bestechen aber durch ein ziemlich internationales Starterfeld. Außerdem kann man noch ganz gut in die Saison einsteigen: die Serien haben gerade mal ihre erste Saisonhälfte hinter sich. Wer mehr wissen will, kann sich auf den überraschend guten, englischsprachigen Homepages von Formula Abarth und der F3 Italia informieren.

Ganz Formel-Hungrige können sich dann am Samstag und Sonntag zum Tagesabschluss noch die südamerikanische Formel 3 gönnen. Im Grunde handelt es sich dabei zunehmend um eine brasilianische Meisterschaft mit Gastvorstellungen in Uruguay und Argentinien – am Start sind in dieser Saison jedefalls ausschließlich Brasilianer (in der “Light”-Klasse starten auch noch ein Angolaner und ein Kolumbianer). Vor dem Ende der ersten Saisonhälfte führt in der Meisterschaft Bruno Andrade (192 Punkte) vor Yann Cunha (189) und Luiz “Sohn von Raul (?)” Boesel (152). (Offizielle) Liveübertragungen der Rennen gibt es auf racetv.com.br – leider sind mir aber bisher die genauen Startzeiten unbekannt.

Wer übrigens in dieser Saison bisher die britische Formel 3 nicht verfolgt hat, der sollte am Wochenende mal eine der Motors-TV Zusammenfassungen aus Silverstone gucken. Viel mehr zu sagen, wäre wohl ein Spoiler, daher nur das: Diese Zusammenfassung dürfte wohl die bedeutendeste in der laufenden Saison sein. An diesem Wochenende findet übrigens schon das nächste Rennwochenende (Snetterton) statt – leider wird die Serie aber nirgendwo live übertragen.

June 30 2010

16:52

Formelserien: Analysen und Vorschau

Licht und Schatten bei den Formelrennen: Abwechslungsreiche Läufe bei der GP3, aber ein schwerer Crash und etwas Chaos bei der GP2. Und bei der Superleague Formula am Ring gab es wie immer gute Duelle – aber live gesehen hat sie wohl wieder fast niemand.

Um mit dem Positiven zu beginenn: Der Großteil der Formelrennen am vergangenen Wochenende war spannender, als gedacht. Vor allem die GP3 lieferte auf dem sonst so leblosen Stadtkurs in Valencia zwei recht ansehnliche Läufe. Auch die Rennen der Superleague am Nürburgring waren wieder mal recht sehenswert. Weniger gut: Auf den Tribünen waren außer Friends & Family wohl nicht sehr viele Menschen anzutreffen. Ganz besonders unschön: Josef Krals Crash beim Sprintrennen der GP2. Ähnlich wie Mark Webber einige Stunden später hob der Tscheche nach einem Auffahrunfall ab, und landete hart in den Leitplanken. Anders als Webber konnte sich Kral aber nicht selbständig aus dem Auto befreien. Die jüngsten Meldungen zu seinem Zustand sind aber erfreulich – er wurde gestern Abend aus dem Krankenhaus entlassen, und denkt schon wieder an das nächste Rennen.

Großer Gewinner des Wochenendes war mal wieder der alte Pastor Maldonado. Ein verdienter Sieg im chaotischen Hauptrennen und ein vierter Platz im Sprint sorgten dafür, dass der Venezoelaner seine Meisterschaftsführung weiter ausbauen konnte. Endlich mal ein passables Wochenende hat auch Jules Bianchi erwischt. Zumindest im ersten Rennen. Da reichte es diesmal für einen zweiten Platz – der Ausfall im Sprint sprach dann wieder nicht für besondere Konstanz. Für Christian Vietoris war es ein weiteres Wochenende zum Vergessen: Ein zwölfter Platz und ein Ausfall können den Ansprüchen des jungen Deutschen wohl kaum genügen.

Eine Chance zur Verbesserung haben alle Beteiligten in zwei Wochen im Rahmen des Formel 1 Grand Prix in Silverstone.

GP3

Bei der GP3 scheinen sich so langsam die Spitzenpiloten heraus zu kristallisieren. Es ist zwar noch zu früh zu sagen, wer nicht dazu gehört – aber eines ist dann doch klar: Esteban Gutierrez, Robert Wickens, Nigel Melker, Alexander Rossi und der Indonesier Ryo Haryanto zählen wohl zu den schnelleren Piloten in der Nachwuchs-Nachwuchsserie.

Gutierrez konnte das mit einem Sieg im Samstagsrennen gleich wieder unter Beweis stellen, am Sonntag reichte es diesmal allerdings nur für Rang 7. Die klare Meisterschaftsführung hat der Mexikaner aber trotzdem behalten. Sein Verfolger Robert Wickens hatte ein ähnliches Wochenende wieder der Tabellenleader: Platz zwei am Samstag war äußerst ordentlich, seine Rambo-Vorstellung von Sonntag zeugte allerdings nicht von der Reife die man ihm erwarten könnte. Immerhin war er aber auch am Sonntag schnell unterwegs. Das kann man vom Meisterschaftsdritten Alexander Rossi nicht unbedingt behaupten. Man kann aber auch das Gegenteil nicht behaupten. Das einzige was man doch beahaupten kann: Rossi schied in beiden Rennen zu früh aus, um seinen Speed beurteilen zu können.

Beeindrucken konnte dagegen Roberto Mehri: Der Spanier, derzeit nur Dritter in der F3 Euroseries, zeigte bei seinen heuer wohl einzigen Rennen in der GP3 eine tadellose Leistung und fuhr an beiden Tagen aufs Podest. So sehr – auch hier im Blog – die F3 Euroseries jüngst belächelt wurde: Mehris Ergebnis spricht doch sehr für die hohe Qualität ihrer Fahrer.

SLF

Also: Dass ich die SLF eine tolle Serie mit mangelhaftem Konzept halte, das habe ich ja schon mehrfach gesagt. Dass sie leider kaum Fans an die Strecke bringt auch. Daher gleich zu den Rennen: Da konnte diesmal in Lauf eins der sonst stets verlässliche aber nicht immer extra-schnelle Yelmer Buurman auftrumpfen – in Lauf zwei reichte es für den Niederländer im AC Milan Auto dann nochmal für Rang sieben. Angesichts des kompletten Reverse Grid keine üble Leistung.

Ein weniger tolles Wochenende hatte Meisterschagfsführer Craig Dolby im Tottenham Hotspur-Wagen: In Rennen eins brachte er das Paket nicht wirklich zum Arbeiten. Lauf zwei war dann zwar etwas besser – insgesamt reichte es aber dennoch erstmals in diesem Jahr nicht für den Einzug ins Superfinale. Der einzige Fahrer der seine weiße Weste noch behalten darf ist somit Max Wissel. Der Deutsche im SLF Feld schaffte zwar in den Rennen auch keine berauschenden Platzierungen, war aber immerhin wieder im Superfinale dabei.

Erstaunlich ist, wie schwer sich nach wie vor die ehemaligen Formel 1-Fahrer in der SLF tun: Sebastian Bourdais konnte in der vergangenen Saison immerhin noch Rennen dieser Meisterschaft gewinnen. Am Nürburgring reichte es diesmal nur für die Plätze 14 und 17, in der Meitschaft ist sein Team Olympique Lyonnais nur auf dem vorletzten Rang. Damit hat man immerhin noch den PSV Eindhofen mit Narain Karthikeyan geschlagen, der gar nur 18. und damit Letzter ist.

Die positive Überraschung des Rennens war dagegen María de Villota. Die Tochter des ehemaligen Formel 1-Fahrers Emilio de Villota wurde bisher eher ein wenig belächelt – mit ihrem gefährlichen Manöver vor einer Woche in Jarama hat sie sich sicher auch keinen Gefallen getan. Im zweiten Rennen am Nürburgring lieferte die Spanierin jetzt aber eine tadellose Vorstellung ab und landete auf Platz vier. Sicher: Dass sie im Reverse Grid auf Rang drei stand, hat das Ergebnis wohl erst möglich gemacht. Aber, wie Marc Surer immer so richtig sagt, “man muss die Zeit auch erstmal fahren”. Und de Villota fuhr das ganze Rennen lang ziemlich gute Zeiten, so dass sie gegen Rennende sogar schneller war, als der hinter ihr lauernde Meisterschaftsleader Craig Dolby.

Die SLF macht jetzt erstmal eine kurze Sommerpause und ist in zweieinhalb Wochen mit dem Rennen in Zolder wieder zurück.

F3 Euroseries

Die “beste Nachwuchsserie der Welt” hat am kommenden Wochenende eines der Rennen, auf das ich mich immer ganz besonders freue. Der Lauf am Norisring ist zwar zunehmend anachronisisch und die Strecke ist nicht ganz ungefährlich – aber die Windschattenschlachten machen trotzdem mächtig Laune. Wie viel davon auch in diesem Jahr zu sehen sein wird, ist unklar. Das hängt vor allem davon ab, ob die Organisatoren es schaffen, zumindest für dieses Prestige-Rennen etwas mehr Autos aufzutreiben, als die zwölf bis 13 Wagen, die bisher meist am Start waren.

Immerhin hat Valencia-Überraschung Kevin Magnussen von der die Startnummer 15 verliehen bekommen. Was darauf hindeuten könnte, dass man ihn bei den nächsten Rennen öfter mal sieht – dann reine Gaststarter erhalten sonst Nummern über 30.

Aus sportlicher Sicht spannend wird am kommenen Wochenende vor allem die Frage, ob es Marco Wittmann oder Valencia-Überraschung Roberto Mehro gelingt, auf den derzeit überlegenen Meisterschaftsleader Eduardo Mortara aufzuschließen.

Übertragen werden die beiden Rennen – wie immer – live auf n-tv. Und zwar am Samstag und Sonntag jeweils um 11:20 Uhr.

WSbR

Wie doch die Zeit vergeht: Bereits zwei Drittel der WSbR-Saison werden nach dem Lauf in Budapest am kommenden Wochenende vorbei sein. Was man von der Strecke erwarten (Langeweile) bzw. nicht erwarten (Überholmanöver) kann, dürfte ja allseits bekannt sein. Daher gleich zur sportlichen Ausgangssituation: In der Meisterschaft führt nach wie vor der Russe Mikhail Aleshin mit 75 Punkten vor dem höher eingeschätzten Daniel Ricciardo (66) und Esteban Guerrieri (58), der zwar den Lauf in Monaco verpasst hat, seither aber toll unterwegs war. In Ungarn ist er wohl auch wieder dabei.

Der sonstigen Prominenz ist es bisher nicht so toll ergangen: Red Bull Tester Brendon Hartley liegt nur auf Platz sieben, der einzige Deutschsprachige im Feld, Walter Grubmüller, jun. aus Österreich lediglich auf Position 13. Greg Mansell ist gar nur 16.

Zu sehen sind die Rennen auch diesmal wieder live auf Eurosport, und zwar am Samstag um 12:45 Uhr auf ESP Intl. und am Sonntag um 13:00 Uhr auf ESP 2.

F2

Die Formel 2 geht am kommenden Wochenende auch an den Start. Und zwar endlich mal wieder auf einer Strecke, der ich voll und ganz zustimmen kann. Im Rahmen der WTCC fährt man diesmal nämlich auf der Berg- und Talbahn von Portimão, wo man zweifelhaft ein paar schöne Duelle der jungen Talente sehen wird.

In der Meitschaft haben sich Jolyon Palmer (139 Punkte) und Dean Stoneman (131) schon ein wenig vom Dritten Philipp Eng (80) abgesetzt – man darf gespannt sein, ob sich dieser Erfolgslauf der beiden jungen Briten fortsetzt, oder ob Eng doch noch in das Rennen um den Titel mit eingreifen kann.

Beide Rennen gibts um jeweils 14:00 Uhr live auf Eurosport, Lauf eins auf ESP International, Lauf zwei auf ESP 2.

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May 26 2010

16:30

Formelserien: Analyse SLF/F2/F3 Euro, Vorschau GP2/GP3

Je zwei recht spannende Rennen bei der Formel 2 in Monza und bei der SLF in Magny-Cours. Das F3-Rennen in Valencia war nicht so toll, im zweiten Lauf gab’s aber immerhin einen Überraschungssieger. Am Wochenende gehen dann GP2 und GP3 in Istanbul an den Start.

Was sagt es wohl über eine Serie aus, wenn von 13 Fahrern, die für die Saison gemeldet sind nur elf an den Start gehen, und am Ende ein Gaststarter eines der beiden Rennen gewinnt? Wenn es sich bei der Serie um die F3 Euro handelt, die immerhin den Anspruch hat, die beste Nachwuchsserie der Welt zu sein, dann ist das jendenfalls gewiss kein gutes Zeichen. Zumal Kevin Magnussen, der Überraschungssieger des zweiten Laufes von Valencia auch in der geringer eingeschätzten deutschen F3 nur eines der vier bisherigen Rennen für sich entschieden hat. Aber auch, wenn der Sieg durch den Reverse Grid ein wenig geschmälert wird: Magnussen konnte mit seiner Fahrt im zweiten Rennen durchaus beeindrucken, zumal er dem restlichen Feld auch deutlich davongefahren ist. Was nicht gerade für das übrige Feld spricht.

In der Meisterschaft führt nach wie vor der Sieger des ersten Laufes, Eduardo Mortara (dessen Karriereplanung mir völlig schleierhaft bleibt) vor Marco Wittmann und Roberto Mehri. Das nächste Rennen findet erst in mehr als einem Monat statt – und dann wieder in Deutschland, nämlich am Norisring. Man darf hoffen, dass sich bei dieser Traditionsveranstaltung vielleicht etwas mehr Fahrer am Grid finden werden.

Formel 2

Spannender als die F3 Euro waren da schon die Läufe der Formel 2 auf der Hochgeschwindigkeitsbahn von Monza. Die befürchteten großen Crashes bleiben zum Glück aus (auch, wenn die beiden Dreher auf der Start- und Zielgeraden übel in Auge gehen hätten können). Die angekündigten spannenden Rennen gab es dafür allemal. An der Spitze ging es allerdings nicht gar so prickelnd zu: Jolyon Palmer übertraf auch in Monza die vor der Saison in ihn gesetzten Erwartungen deutlich, und fuhr gleich zweimal beeindruckende Start-Zielsiege ein. Als Lohn für den Briten gab es den Sprung auf Platz Eins der Meisterschaftstabelle.

Dahinter ging es allerdings ganz ordentlich zur Sache, auch zum Leidwesen von Phillip Eng, der noch als Tabellenführer nach Italien gekommen war. In Rennen 1 blieb der Österreicher blass und wurde in der zweiten Rennhälfte von mehreren Konkurrenten auf den langen Geraden überholt. Den zweiten Lauf beendete eine Kollision mit dem herastürmenden Dean Stoneman. Insgesamt also ein schmerzhafter “Nuller” für Eng, der Italien auf Tabellenrang drei und mit 23 Punkten Abstand auf Palmer wieder verließ.

Schöne Aufholjagden bot in beiden Rennen wieder einmal Dean Stoneman, Abzüge in der B-Note gibt es allerdings für die Kollision mit Eng die recht deutlich auf die Kappe des Briten ging. Dennoch reichte die Leistung für den nunmehr zweiten Tabellenplatz. Wieder gut dabei, aber weitgehend unbelohnt: Johan Jokinen. Wenn der Däne aber sein Programm mal ohne Fehler auf die Reihe bekommt, wird auch er ein paar Worte um den Sieg mitreden können.

Superleague Formula

Die Fußball-Rennserie liefert ein weiteres Beispiel für ihre unvergleichliche Fähigkeit, sich selbst in den Fuß zu schießen. Über die Auswahl des Austragungsortes mag man noch milde hinwegsehen – auch, wenn wohl abzusehen war, dass sich nur wenige Fans ins abgelegene Magny-Cours verirren würden. Das zweite Rennen allerdings, in dem wieder einmal ein Safety Car den falschen Führenden aufsammelte war wahrlich kein Ruhmesblatt für die Rennleitung.

Weil nämlich gleichzeitig diesem Fehler auch das Boxenfenster öffnete, bekam der Führende Max Wissel eine ganze Runde Vorsprung auf das restliche Feld geschenkt – und auch die Reihung der Konkurrenten wurde kräftig durcheinander gewirbelt, was etwa John Martin im Interview zu recht unschönen (aber nicht ungerechtfertigten) Flüchen veranlasste. Der Sieg für Wissel geht trotzdem völlig in Ordnung: Der junge Deutsche hatte schon vorher einen deutlichen Vorsprung harausgefahren, und wäre auch ohne SC-Einsatz wohl kaum mehr eingeholt worden.

Ebenfalls nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben sich die ehemaligen F1-Fahrer Robert Doornbos und Sebastian Bourdais. Beide bremsten im zweiten Lauf in der Adelaide Hairpin viel zu spät, und räumten in Folge völlig unschuldige Konkurrenten aus dem Weg. Für Bourdais besonders peinlich: Er traf  ausgerechnet seine zwei Landsmänner Franck Perera und Franck Montagny. Folge: Für gleich drei Franzosen war das Heimrennen auf einen Schlag beendet.

Viel besser lief es dagegen auch diemal wieder für Yelmer Buurmann (AC Milan), der den ersten Lauf und das Superfinale für sich entscheidunge konnte. Und für Craig Dolby (Tottenham Hotspur): Der Engländer scheint zwar in der Qualifikation und im Superfinale noch so seine Probleme zu haben – wenn es darum geht, sich im zweiten Lauf von hinteren Startpositionen wieder nach vorne zu fahren, ist er unerreicht. Folglich geht auch die deutliche Tabellenführung nach den ersten drei Läufen völlig in Ordnung.

Vorschau GP2/GP3

Die beiden Formel 1 Nachwuchsserien gehen am kommenden Wochenende in Istanbul an den Start. Jetzt bitte nicht gähnen: Anders als die Formel 1 hat die GP2 am Otodrom meist recht erinnernswerte Rennen geliefert. Es sei nur an Lewis Hamiltons Fahrt durch das Feld 2006 erinnert – oder an den unglücklichen Streuner, der Bruno Senna vor zwei Jahren ins Auto lief.

In der GP2 darf man gespannt sein, ob die beiden ART-Fahrer (aber auch Christian Vietrois) endlich die Mischung aus Pech und jugendlichem Übermut ablegen können, und es schaffen, Ergebnisse einzufahren, die den hohen Erwartungen entsprechen. Oder ob es doch Sergio Pérez gelingt, seine Tabellenführung weiter auszubauen.
In der GP3 wird man wohl einfach sehen müssen, ob die Top-Piloten vom Saisonauftakt in Barcelona (Wickens, Verhaug, Gutiérrez) ihre Leistungen wiederholen können – und welche anderen Fahrer ein Wörtchen mitreden können.

Die GP2 wird wie immer live auf sky übertragen. Ob man die GP3 wie in Barcelona auch diesmal wieder auf Eurosport sehen kann, scheint dagegen noch unklar: Bisher sind für die GP3 keine Rennen im ESP-Schedule verzeichnet. Vielleicht hat es sich aber auch einfach noch nicht bis nach Paris durchgesprochen, dass die Junior-Juniorserie nun doch auch in der Türkei an den Start geht. Wie schon fast vermutet steht die GP3 nun doch wieder bei Eurosport 2 im Programm. Beides am Sonntag ab 9:00Uhr, Rennen 1 als Aufzeichnung, danach Rennen 2 live.

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