Tumblelog by Soup.io
Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

November 02 2010

19:10

VLN: Analyse 35. DMV Münsterlandpokal

Als am Samstag der letzte Lauf zur VLN über 4 Stunden anstand, war die Meisterschaft zwar so gut wie entschieden. Das sogenannte Schinkenrennen versprach trotzdem einiges an Spannung, an der das Wetter nicht ganz unschuldig sein würde. Besondere Aufmerksamkeit verdienten natürlich die zahlreichen Comebacker – und die zukünftigen Meister von Bonk Motorsport.

Als das Zeittraining vorüber war, befürchtete man schon einen glatten Durchmarsch für die Porsche-Armada, denn unter den besten 7 befanden sich gleich 6 Porsche 911 GT3 R.
Die Pole hatte “der Dicke” mit der Startnummer #114 und der Besatzung Arno Klasen/Lucas Luhr/Marc Lieb mit einer Zeit von 8:11,149.  Dahinter der 1. Comebacker: Nämlich Mühlner Motorsport, wo Jörg Bergmeister aufzeigte, warum er den Titel in der ALMS geholt hat als er den Porsche nur 1 Sekunde hinter Marc Lieb auf den 2. Startplatz stellte. Auf P3 folgte dann der Wodka-Porsche vom Team Manthey mit der Besatzung Armin Hahne/Marc Gindof/Jochen Krumbach, bevor auf P4 der erste Nicht-Porsche folgte, nämlich der Audi R8 LMS von Phoenix mit der Startnummer #99 und der Besatzung Frank Stippler/Marc Basseng – Striezel Stuck hatte sich ja leider an der Hand verletzt, und muss sein Comeback daher auf das Jahr 2011 verschieben.

Auf den weiteren Plätzen folgte dann der WTM Porsche, gefolgt vom Haribo-Porsche (auf welchem Patrick Long sein Debüt auf der Nordschleife feierte) und dem Firkadelli Früh Kölsch-Porsche, pilotiert von Sabine Schmitz/Klaus Abbelen/Niclas Kentenich. Auf P8 folgte dann die MAOM-Corvette mit dem FIA GT3-EM Champion Christian Hohenadel und Lace David Arnold die sich damit noch knapp vor den beiden SLS AMG GT3 von Mamerow Racing und Black Falcon platzieren konnten. Auf P11 folgte dann der beste BMW Z4 GT3 von Schuberth Motorsport.
Scheid Motorsport landete auf den 46. Platz und war damit genau ein Platz hinter dem Aston Martin V8 Vantage von Mathol Racing in der SP10 Kategorie.

Die Schalls landeten auf den ersten Startplatz der H-Gruppe, und zeigten mit einer 9:10, dass man auch damit noch sehr flott unterwegs sein kann. Sie waren damit noch vor dem BMW M1 von den Heinrichs, die den 2. Startplatz und der H-Gruppe belegten.
Marc Lieb zeigte unterdessen noch auf, dass man auch mit einem SP7 Porsche noch vorne mitmischen kann, und stellte das Auto auf Gesamtstartplatz P19 für das Team Spanno, in welchem auch sein Vater am Steuer sitzt. Genau eine Position davor: Der 911 Cup vom Team Fanrbacher welcher von Dominik Farnbacher (2. Platz beim diesjährigen 24H-Rennen im Ferrari F430 GT2 !), Horst und Mario Farnbacher pilotiert wurde.

Als dann etwas verfrüht um kurz vor 13.00 Uhr die 1 Startgruppe ins Rennen geschickt wurde, entwickelte sich sofort ein sehenswerter Kampf um die Spitzenposition.
Arno Klasen hatte zwar den Start vor Jörg Bergmeister und Armin Hahne gewonnen, jedoch war ersichtlich dass Jörg Bergmeister heiß auf eine gute Platzierung war und drückte daher von der 1. Kurve weg. So ging es mehrmals Rad an Rad über die GP-Strecke wobei sich Arno Klasen noch vor Jörg Bergmeister behaupten konnte, während der Rest realtiv unverändert auch mit auf die Nordschleife abbog.

In der 2. Startgruppe gewann der Audi TT RS den Start erwartungsgemäß deutlich, nachdem er sich mit einer 8:36 auf Gesamtstartplatz 12 schieben konnte und noch im Verlauf des Rennens für Furore sorgen sollte.
In der letzten Startgruppe setzte sich sofort der BMW M1 an die Spitze, da er einfach mehr Leistung als der Rest hat und somit auch als erster auf die Nordschleife abbog während der Mercedes Benz 190 EVO II auf Platz 2 liegend dicht hinter ihm war.

Ein paar Minuten später kam dann auch schon die 1. Startgruppe wieder auf Start und Ziel zurück und es führte der Mühlner Porsche mit einem entfesselnd fahrenden Jörg Bergmeister knapp von dem “Dicken” und Armin Hahne, während der Wochenspiegel-Porsche mit Oliver Kainz den R8 von Frank Stippler überholen konnte.

Leider war das Comeback von Scheid Motorsport ganz und gar nicht vom Glück erfasst, denn der M3 GT4 musste schon nach 1. Runde mit Reifenschaden in die Box geschoben werden, wo er länger repariert werden musste da auch andere Teile in Mitleidenschaft gezogen wurden.
Jedoch war er dabei nicht der einzige. Denn auch die MAON Corvette hatte Probleme, und Lance David Arnold kam ebenfalls nach 1 Runde an die Box, konnte aber nach einer guten Minute mit neuen Reifen wieder los fahren.

Währenddessen hatte nun auch Frank Stippler seine Reifen auf Temperatur gebracht und drückte massiv auf Oliver Kainz, welchen er zu Beginn der 3. Runde auch dann überholen konnte, und sofort nach dem zweiten Arno Klasen griff, der seine Position aber noch verteidigen konnte obwohl Frank Stippler alles versuchte, auch öfters mal auf dem Gras war und sein Auto nur mit Müh und Not abfangen konnte.
Mit gut 1 Sekunde Vorsprung führte Jörg Bergmeister das Feld an, während die anderen Wagen innerhalb von 1,5 sek um die Positionen kämpften.

Als das Feld dann nach Runde Nr. 4 von Jörg Bergmeister auf Start und Ziel zurück geführt worden ist, trennten den 1. und den 6. des Renen nur 3 Sekunden, wobei Frank Stippler Arno Klasen überholen konnte und beim anbremsen der 1. Kurve Jörg Bergmeister überholen wollte, welcher aber bis zur Nordschleife seine Position mit aller Kraft verteidigen konnte. Die beiden SLS AMG GT3 folgten mit gut 8. Sekunden Rückstand auf den Plätzen, während die MAOM Corvette nochmals an die Box musste und das Rennen gelaufen schien.
Unterdessen war der Audi TT RS welcher als SP4T Auto in der 2. Startgruppe starten musste und somit ein Handicap von guten 2 Minuten hatte auf Position 13 schon vorgefahren!

Generell sollte die 5. Runde eine sehr turbulente Runde werden, da der Scheid M3 endlich wieder auf die Strecke gehen konnte und somit wichtige Kilometer sammeln konnte. An einen Klassensieg und somit einen Schinken, welcher jeder Klassensieger erhält war somit aber nicht mehr zu denken, jedoch zählte von nun an der Olympische Gedanke wie bei so vielen in der VLN, welche das Herz dieser Serie bilden.
Ebenfalls in Runde Nr.5 hatten die führenden in der Meisterschaft, Mario Merten und Wolf Sylvester einen etwas heftigeren Abflug im Bereich Brünnchen, was den Ausfall bedeutete. Die Mannschaft konnte aber nun trotz des Ausfalles zweimal jubeln, denn zum einen war der Fahrer Mario Merten ok, zum anderen bedeutete der Ausfall dass ein Ausschluss aus der Meisterschaft nun unmöglich war und das Team nun der Meister der VLN Saison 2010 war. Hier nochmals Glückwunsch an das beste und beständigste Team dieser Saison.

Am Ende der 6. Runde versuchte es Frank Stippler immer noch irgendwie an Jörg Bergmeister vorbeizukommen, jedoch sollte es ihm auch diesmal nicht gelingen, obwohl beide im Abstand von nur 0,3 Sekunden über Start und Ziel flogen.
Währenddessen kommt der Haribo-Porsche mit Richard Westbrook bereits am Anfang der 6. Runde in die Box, nachdem man mit diesem Auto anscheinend keinen Grip finden konnte und beständig an Zeit verlor. Nach dem Stopp fand man sich auf P. 17 mit mehreren Minuten Abstand zur Spitze wieder, während der Farnbacher Cup 911 auf P11 im Gesamtklassement lag und somit 2. in der Cup-Klasse war, welche die Busch-Brüder anführten.
Nachdem die beiden SLS AMG GT3 in der 5. Runde nicht ganz den Speed der Spitze gehen konnten/wollten, konnte sich die #739 Bernd Schneider/Chris Mamerow wieder bis auf 8 Sekunden an die Spitze ranrobben, während Arno Klasen etwas Boden verlor und das Tempo vorne nicht ganz mitgehen konnte.

Nachdem Frank Stippler und Jörg Bergmeister rundenlang im Abstand von ein paar Zentimeter über den Ring flogen, konnte sich der Fahrer der #99 in der ersten Kurve dem Haug-Haken außen an dem Mühlner-Porsche vorbeipressen und er konnte diese Position auch bis zum Ende der Runde halten, wo dann die ersten planmäßigen Boxenstopps anstanden.

Somit kamen zu Beginn der 8. Runde alles Top-Fahrzeuge an die Box um die Fahrer zu wechseln und Sprit zu tanken. Hier kam die #99 mit Marc Basseng am schnellsten raus, da man weniger Sprit tankte und dafür beim planmäßigen 2. oder 3. Stop länger brauchen würde. Im Mühlner-Porsche welcher nun auf Platz 2 lag, übernahm Tim Bergmeister das Steuer und die #114 (Der Dicke) wurde nun von Lucas Luhr pilotiert, während in der MAOM Corvette nun Christian Hohenadel Platz nahm, während der Mercedes mit der #738 Haase/Jäger sehr lange in der Box blieb und sich somit aus dem Kampf um die Spitzenpositionen verabschiedete und es sollte nicht besser werden. Nachdem man nach dem langen Boxenstopp wieder auf die Strecke zurück konnte, fiel das Auto sofort mit einer sehr langsamen Fahrweiße auf und es war klar, dass man hier einen größeren technischen Defekt hatte, welcher das Aus für den Mercedes bedeutete.

Währenddessen hat sich in Runde 8 Marc Lieb im SP7 Porsche von Spanno nun schon auf P. 3 nach vorne gearbeitet, da der Wagen noch nicht an der Box war. Im nächsten Umlauf war es dann aber so weit: Marc Lieb musste das Steuer aus der Hand geben, worauf im Laufe des Rennens das Auto dann sukzessive nach hinten durchgereicht wurde, da die anderen beiden Fahrer natürlich seinen Speed bei weitem nicht gehen konnten.
Der Audi TT RS ist hingegen auf P.12 und überrascht weiter sehr starken Rundenzeiten von ~8:36, wofür man den Fahrer Christopher Mies, Marc Hennerici und Christopher Breuer echt ein Lob aussprechen muss.

Nachdem in der 9. Runde nur das Überholmanöver von Lucas Luhr gegen Tim Bergmeister war, worauf “der Dicke” nun auf P2, 35 sek. hinter dem R8 lag, sollte es in der 10. Runde doch deutlich turbulenter zu gehen.
Auf einmal kam die Meldung, dass ein Fahrer oder der Teamchef von den Autos mit den Startnummern #112 (Wodka 911 GT3R);#107(Frikadelli);#180;#88 (Haribo Porsche);110 (WTM);708 zur Rennleitung mussten.
Dies deutet normal auf eine Strafe hin und so kam es dann auch wenig später auch. Die #88; #112; #110 erhielten eine Stop & Go Strafe wegen Überholen unter gelber Flagge.

Dies ist absolut zu begrüßen, denn in dieser Saison hat es schon oft Berichte und Kommentare von Fahrer und Streckenposten gegeben, dass gelbe Flaggen und vor allem doppelt gelb geschwenkte Flaggen unzureichend beachtet wurden. Gelb doppelt geschwenkt bedeutet Gefahr, Überholverbot und der Fahrer muss zum anhalten bereit sein und nicht ausgangs der Fuchsröhre mit vollem Tempo im Parralelflug nur ein paar Meter an dem zu bergenden Auto vorbeidonnern.

Da dies oft nicht beachtet wurde, haben sich Fahrer (welche sich an die Flaggen halten und damit oft Zeit verlieren auf die Fahrer, welche sich nicht an die Flaggen hielten) und eben auch Streckenposten immer wieder dafür ausgesprochen dass hier härter durchgegriffen wird.
Die Rennleitung hat daher vor dem Start alle Fahrer informiert dass man nun genauer hinsehen und gegebenenfalls strafen würden. Und das tat man dann eben auch. Und so viel sei gesagt: Es sollten nicht die letzten Strafen sein…
Leider sickerte dann auch die Meldung durch, dass der Mühlner-Porsche, der vorhin noch so stark war, in langsamer Fahrt im Bereich Brünnchen gesichtet wurde, und im Bereich Schwalbenschwanz Flammen aus dem Auto schlugen. Dies war für das Team leider das Aus, nachdem man die Anfangsphase so mitbestimmen konnte.

Nach 13 gefahrenen Runden konnte Lucas Luhr den Abstand auf Marc Basseng etwas reduzieren und war nur noch 28 Sekunden hinter dem Audi, während sich der SLS AMG GT3 #739 langsam aber sich auf den 3. Platz nach vorne arbeiten konnte. Gleichzeitig hatten die anderen Autos (WTM, Wodka Porsche, Haribo Porsche) aufgrund der Strafen deutlich an Boden verloren, und mussten nun fast 3 Minuten Rückstand aufholen.
Zu Beginn der 15. Runde eröffnete dann Marc Basseng den Reigen der nächsten Boxenstopps, während die #114 eine Runde länger fahren konnte. Für Marc Basseng übernahm wieder Frank Stippler.
Jedoch entwickelte sich für #99 eine Hiobsbotschaft, denn auch hier wurde ein Mitglied des Teams zur Rennleitung beordert und man musste davon ausgehen dass bald eine Strafe fällig werden würde.
Eine Runde später kamen dann auch die anderen Autos an die Box und bei der #114 übernahm nun Marc Lieb das Steuer des 911 GT3 R und es war somit klar, dass der Audi R8 auf Marc Lieb Zeit verlieren würde, denn Marc gilt nicht umsonst als schnellster Mann der Nordschleife und diesen Ruf sollte er gerecht werden.
Auf Platz 3 lag immer noch der SLS AMG GT3, wo nun Chirs Mamerow das Steuer übernahm, während sich die MOAM Corvette wieder auf Platz 4 vorfahren konnte, nachdem man Rundenlang die schnellsten Rundenzeiten fahren konnte und nur noch gute 50 sek. hinter dem Mercedes lag.

In der SP10 war der BMW von Scheid derweil auf dem 6. Platz und man konnte nun mit Dirk Adorf nun ohne Probleme seine Runden abspulen, jedoch hatte man durch die lange Reparatur-Phase 2 Runden verloren, so dass ein Sieg in der Klasse natürlich nicht möglich war. Jedoch hat man gezeigt dass man die Zeiten der Spitze absolut gehen kann und man somit sicher weiter vorne landen hätte können.

In der H2 Klasse war der Schall Mercedes derweil auf Platz 2 mit 6:20 Minuten Rückstand auf den BMW M3 von Werner Breuer und Udo Förster. Jedoch war hatte der BMW bald einen Technischen Defekt und verlor fast 2 Runden und man konnte sich somit an die Spitze der Klasse setzen und diese dann auch mit 1 Runde Vorsprung für sich entscheiden.

Erwartungsgemäß konnte Marc Lieb nun auch auf den Audi aufholen, indem er eine 8:14er Zeit nach der anderen raushaute und bis zu 5 Sekunden pro Runde schneller war als der Audi und so überaschte es nicht, dass er gegen Ende der 21 Runde am Heck das Audi klebte.
Nur kam er nicht dazu den Audi zu überholen, da dieser in die Box abbog und seinen letzten Pflichtboxenstopp absolvierte und auf Platz 2 mit guten 2 Minuten Rückstand auf Marc Lieb auf die Strecke zurückkehrte, während der Mercedes SLS AMG GT3 ebenfalls in der Box war und 2 min hinter dem Audi war.
Nun begann aber das Unheil für die Audi Mannschaft. Just als man aus der Boxengasse raus fuhr, begann es auf Start und Ziel sowie in anderen Bereichen wie dem Hatzenbach zu regnen, nachdem die Wolken immer wieder mal dunkler, mal wieder heller wurden.
Für den führenden Porsche kam dies natürlich gelegen, da er in der nächsten Runde eh zum Boxenstopp musste und somit auf Regenreifen wechselte.
Es kam auch der Mercedes sofort zum Reifenwechseln herein, nur der Audi R8 blieb draussen da man auf ein bladiges Ende des Regen hoffte und man somit vll. noch eine Chance auf den Sieg haben würde.
Jedoch eierte Marc Basseng so sehr über den Kurs, dass er eine gute Minute auf die anderen Autos verlor und dann trotzdem an die Box kommen musste um auf Regenreifen zu wechseln, da der Regen stärker wurde.
Nachdem auch der Mercedes anfangs Probleme mit den wechselden Bedingungen hatte und auch Zeit verlor, war der Weg frei für den Porsche.
Jedoch kam sogleich das nächste Ungemach für den Audi R8, da nun die Meldung kam dass die #99 eine Stop & Go Strafe erhält, da auch dieses Auto die Flaggen missachtet hat und somit folgerichtig nochmals reinkommen darf.
Nachdem der Audi dann gegen Ende der 25. Runde die Strafe angetreten hat, war Marc Lieb über 4:40 vorne weg und fuhr einen ungefährdeten Sieg nach Hause, währenddessen Chris Mamerow von der Strafe profitierte und nur noch 6 Sekunden hinter dem Audi war und den 2. Platz erobern wollte und als wäre das nicht genug, fuhr die Corvette im der noch die schnellsten Rundenzeiten und war eine gute Minute hinter den beiden Wagen und man rechnete sich noch Chancen auf das Podest aus.
Mittlerweile haben aber alle Teams auf Regenreifen gewechselt, da es nun fast überall stärker regnet und sich auch die Rundenzeiten der Topautos in einem Bereich von 10 Minuten bewegt haben.

Natürlich lagen vor allem dem Audi TT RS diese Verhältnisse und kann konnte von Pos. 14 noch auf Pos. 12 nach vorne lagen, da man aufgrund des Forderradantriebes im Regen natürlich deutliche Vorteile gegenüber den heckgetriebenen Fahrzeugen der Spitzengruppe hat.

Zu Beginn der 26. und vorletzten machte es sich Marc Lieb vorne gemütlich und fuhr mittlere 10:00er Zeiten, da sein Vorsprung groß genug war, während Chris Mamerow alles versuchte den R8 noch zu kriegen es aber auch in der 27. und letzten Runde nicht schaffte. und auch die MOAM-Corvette konnte nicht mehr eingreifen.

Es gewann somit die #114 mit 4 min Vorsprung vor dem Audi R8 LMS welcher den SLS AMG GT3 mit Chris Mamerow auf Platz 3 verwies und 40 sek. dahinter erreichte die Corvette mit Christian Hohenadel das Ziel, welche mit Platz 4 nach einer tollen Aufholjagd durchaus zufrieden sein kann und einmal mehr zeigte, dass mit diesem Auto in Zukunft sehr wohl zu rechnen sein wird und man Olaf Manthey das Leben durchaus deutlich ungemütlicher machen kann, denn man konnte mehrere Runden (bis Marc Lieb im Porsche das Steuer übernahm) die schnellsten Zeiten fahren.
Platz 5 ging an den Haribo-Porsche, welche auch ein mehr als durchwachsenes Rennen mit 4 Stopps und einer Durchfahrtsstrafe erlebten und daher mit dem Rang auch zufrieden sein können.
In der V5 konnte sich Black Falcon mit Leisen/Böhm/Knechtges den 3. Platz sichern und somit wenigstens den Divisions-Titel in der VLN Serienwagen Klasse holen, nachdem man für das letzte Rennen in eben jene Klasse zurückgewechselt ist.
Der Scheid M3 erreichte schlussendlich mit 3 Runden Rückstand auf Platz 6 in der Klasse das Ziel, welche von Mathol Racing mit einen Doppelsieg und 1 Runde Vorsprung auf die Konkurrenz deutlich gewonnen wurde.
Vielleicht werden einige den Illbruck Porsche nicht wieder gefunden haben. Dies liegt daran, dass er im Training in einem heftigen Unfall mit 2 anderen Fahrzeugen verwickelt war. Dem Fahrer ist anscheinend nichts schlimmes passiert, jedoch ist das Auto ein einziger Totalschaden und ein Start war somit leider ausgeschlossen und das Training musste daher nach 2 Runden unterbrochen werden. Schade um das Team und man kann nur hoffen dass man dieses Team auch 2011 am Ring sehen wird.

Die VLN verabschiedet sich somit in die Winterpause, ist aber trotzdem noch zweimal aktiv. Zum einen wird es einen größeren Stand auf der Essen Motorshow geben. Zum anderen findet am 11.12.2010 im Dorinth Hotel die Siegerehrung der Jahressieger statt, bevor es im Frühjahr des nächsten Jahres wieder mit den Test und Einstellfahrten weitergeht.

VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 35. DMV Muensterlandpokal VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 35. DMV Muensterlandpokal VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 35. DMV Muensterlandpokal VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 35. DMV Muensterlandpokal VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 35. DMV Muensterlandpokal VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 35. DMV Muensterlandpokal VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 35. DMV Muensterlandpokal VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 35. DMV Muensterlandpokal VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 35. DMV Muensterlandpokal VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 35. DMV Muensterlandpokal

June 08 2010

06:34

IRL Texas 550 – Wieder mit einem blauen Auge entkommen

Massenhaft Positionskämpfe, Andretti Autosport wieder vorn dabei und um ein Haar Danica Patrick als Siegerin – ein richtig schönes Ovalrennen. Stimmungsbremse: Der Crash von Simona de Silvestro – und die amateurhaften Versuche des Rettungsteams, ihr zu helfen.

Wenn es stimmt, was Manfred Jantke bei den legendären CART-Übertragungen auf Eurosport gerne erzählt hat, dass sich während der Rennen in Ovalen kleine Wirbelstürme bilden, dann muss am vergangenen Samstag in Fort Worth die Windstärke ganz ordentlich zugenommen haben. Denn in Texas gab es endlich wieder mal ein richtig spektakuläres Ovalrennen zu sehen. Irgendwo im Feld gab es fast in jeder Runde Positionskämpfe, und der Sieger stand diesmal auch nicht zur Rennhälfte fest. Einen kräftigen Schönheitsfehler hatte der Lauf aber dann doch: Dass Streckenposten bei einem Feuerunfall so lange hilflos neben dem Auto stehen, das hätte man sich im Jahr 2010 nicht mehr erwartet. Die IRL hate in Texas schon wieder Glück – sie muss aber trotzdem dringend reagieren.

Doch vorher noch zum sportlichen Teil: Eigentlich hatte man auch in Texas wieder mit einer Gala-Vorstellung von Penske und Ganassi gerechnet. Und am Ende holte sich Penske-Pilot Ryan Briscoe tatsächlich völlig verdient den Sieg. Schön für den Australier, der zuvor teamintern ein wenig in die Kritik geraten war. Völlig zufrieden wird man im Team aber trotzdem nicht sein. Denn wäre Will Power nicht ein Karbonteil unters Autos geraten, und hätte Mario Moraes nicht Helio Castroneves abgeräumt, dann wäre für die Truppe noch viel mehr drinnen gewesen.

Unerwartete Schwächen zeigte dagegen Ganassi: Scott Dixon konnte das ganze Rennen hindurch nicht wirklich glänzen – am Ende reichte es immerhin noch zu Platz vier. Dario Franchittis Wagen schien zwar zu Rennbeginn konkurrenzfähig zu laufen – im Verkehr war aber auch der Schotte nicht besonders gut unterwegs. Wie schon beim Indy 500 dürfte man bei Ganassi wohl eine riskante Abstimmung gewählt haben, die zwar an der Spitze des Feldes schnell ist, mit Luftverwirbelungen im Pulk aber nicht gut zurecht kommt. In Indianapolis hatte sich die Taktik noch ausgezahlt – in Texas reichte es nur für Platz fünf.

Strahlende Gesichter gab es dagegen bei Andretti Autosport: Am Ende standen alle vier Wagen in den Top sieben. Man darf nicht übersehen, dass die Leistung nur wegen des Pechs einiger Konkurrenten zustande kam – Power und Castroneves, womöglich auch Tagliani und Moraes wären bei normalem Rennverlauf womöglich vor der Truppe gelandet. Trotzdem ist es ein schöner Schritt nach vorn. Die zuletzt so vielgescholtene Danica Patrick hätte immerhin um ein Haar um den Sieg kämpfen können, und holte sich mit Rang zwei ihre mit Abstand beste Saisonplatzierung. Nach den eher frostigen Worten der vergangenen Wochen bedankte sie sich im Anschluss auch ganz artig beim Team. Ausschließlich Freunde hat se sich aber auch in Texas nicht gemacht: Ein ziemlich unschönes Blocking-Manöver an Tony Kanaan brachte den Brasilianer und (zumindest kurzfristig) auch Michael Andretti gegen sie auf.

Wieso sie dafür nicht bestraft wurde, weiß wohl nur Brian Barnhart allein. Andere Piloten (und zwar auch populäre, wie etwa Graham Rahal) hatten beim Indy 500 noch für harmlosere Manöver Durchfahrtsstrafen erhalten. Mag sein, dass eine starke Danica Patrick für die Show besser ist, als eine mit Rundenrückstand. Auf Dauer kann die Indycar Serie aber nur glaubhaft sein, wenn Strafen nach rein resportlichen Kriterien, und vor allem nicht derart willkürlich vergeben werden. Woher soll ein Fahrer am in zwei Wochen in Iowa sonst wissen, was er sich gerade noch  erlauben kann, und was nicht mehr? Auch unter den Fans mehrt sich in letzter Zeit die offene (und ziemlich persönliche) Kritik an den Entscheidungen der Rennleitung. Hinweis: Es mag aber auch sein, dass in der verlinkten Kolumne von Robin Miller, der aus der CART-Ecke kommt, auch einfach alte Rechnungen beglichen werden.

Weiterhin nicht so richtig auf Touren kommt bei den Indycars Takuma Sato. Nach einem tollen, aber frühzeitig beendeten Rennen in Kansas lief es für den Japaner in Texas eher mittelmäßig. Platz elf in der Qualifikation war noch recht gut. Im Rennen ging es dann aber eher rückwärts. Und in Runde 56 klebte der KV-Lotus überhaupt wieder mal in der Wand. Schwacher Trost: Am Ausfall war diesmal wohl nicht Sato selbst schuld, sondern ein technisches Gebrechen am Wagen. Mal sehen, wie sich der ehemalige F1-Fahrer in eineinhalb Wochen am traditionell japaner-freundlichen Oval von Iowa anstellt.

Ein anderer Rookie scheint sich dafür schön langsam in der IRL zurecht zu finden: Bertrand Baguettes Name wird zwar von den TV-Kommentatoren nach wie vor ziemlich abenteuerlich ausgesprochen. Auf der Strecke legte der Belgier aber in Texas seine mit Abstand beste Leistung hin. In Runde 129 war die Herrlichkeit zwar nach einem heftigen Mauerkontakt zu Ende, bis dahin fuhr Baguette aber munter im vorderen Mittelfeld mit. Wenn er seine Leistung weiter so steigern kann, dann wird er auf den Road Courses womöglich doch nur für die eine oder andere Überraschung gut sein.

Und damit zum unerfreulichsten Aspekt des Rennens: Es darf einfach nicht sein, dass es in einer derart professionellen Rennserie zu Szenen kommt, wie sie nach Simona de Silvestros Unfall zu sehen waren. Wer beim Youtube-Video mitstoppt, wird erschrocken feststellen, dass es vom Eintreffen des Sicherheitsteams an fast 40 Sekunden dauerte, bis die Schweizerin aus dem immer noch brennenden Auto befreit war. Dass sie sich dabei nur kleinere Brandwunden an der linken Hand zugezogen hat spricht für die Qualität der feuerfesten Ausrüstung, ändert aber nichts an der unprofessionellen Reaktion des Sicherheitsteams. Heftige Kritik von de Silvestros HVM-Team war die Folge.

Ich bin mir aber nicht sicher, ob die Kritik da nicht die Falschen trifft: Dass ein darart entscheidendes Teil wie der Löschschlauch des Sicherheitsfahrzeuges – wie auch die IRL zugibt – schlicht nicht funktioniert hat, ist ein Skandal. Die Kritik dafür trifft aber die IRL, nicht die Sicherheitscrew selbst. Darüber, wie man de Silvestro schließlich aus dem brennenden Auto herausgezogen hat, muss man sicher auch noch diskutieren. Nicht auszudenken, wenn man jemanden, der bei einem Crash etwa Rückverletzungen erlitten hat in dieser Weise extrahiert. Selbst in die Flammen zu greifen, um der Pilotin zu helfen, erfordert aber zumindest eine gehörige Portion Mut – Retter Mike Yates, der sich bei der Aktion selbst Verbrennungen im Gesicht zugezogen hat verdient dafür größten Respekt.

Dass es allerdings nicht gelingt, das Feuer binnen 40 Sekunden zu löschen, sollte auf jeden Fall ein Weckruf sein. Auch wenn der Schlauch nicht funktioniert, sollte in dieser Zeit doch wohl jemand auf die Idee kommen, einen Feuerlöscher einzusetzen. Es mag sein, dass man in den vergangenen Jahren andere Dinge trainiert hat, als den Umgang mit Feuerunfällen. Immerhin sind derartige Situationen im modernen Motorsport glücklicherweise sehr selten geworden. Das ist aber keine Entschuldigung, nicht dafür bereit zu sein. Wie die Vorfälle in Texas (und etwa auch jener, der sich vor zweieinhalb Wochen in Brünn ereignet hat) zeigen, muss man weiterhin auch mit dieser Gefahr rechnen.

Zurück zum Sport. In der Meisterschaft hat sich in Texas einiges getan: Indy 500 Sieger Dario Franchitti hat Will Power überholt, und liegt jetzt mit 246 zu 243 Punkten in Front. Ebenfalls noch realistische Chancen auf den Titel haben Scott Dixon (235), Helio Castroneves (211) und Ryan Biscoe (208). Sechster ist Ryan Hunter-Reay (201), der ebenfalls noch als Außenseitertipp af den Titel gelten könnte – in der Realitöt aber wohl leider keine Chancen hat. Denn wenn sich nicht auf die Schnelle noch ein wohlmeinender Geldgeber findet, dann war Texas das letzte Indycar-Rennen, das “RHR” in dieser Saison gefahren hat. Ein Jammer für die Serie, die ohnehin an einem Mangel an US-Fahrern leidet.

In der Oval-Wertung (die seit diesem Wochenende offiziell “A.J. Foyt Trophy” heißt) führt nach drei Rennen ebenfalls Dario Franchitti (134) vor seinem Teamkollegen Scott Dixon (123) und Ryan Briscoe (105). Wie die Road Course-Wertung heißen soll, wird in knapp einem Monat in Watkins Glen verlautbart. Bis dahin kann sich Will Power aber trotzdem schonmal über eine üppige Führung (172) vor Helio Castroneves (130) und Ryan Hunter-Reay (129) freuen.

Vorher geht es in eineinhalb Wochen aber noch einmal auf Oval. Dann steht nämlich das erfahrungsgemäß nicht ganz so mitreißende Rennen auf dem Iowa Speedway auf dem Programm.

Digg This  Reddit This  Stumble Now!  Buzz This  Vote on DZone  Share on Facebook  Bookmark this on Delicious  Kick It on DotNetKicks.com  Shout it  Share on LinkedIn  Bookmark this on Technorati  Post on Twitter  Google Buzz (aka. Google Reader)  
Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl