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July 06 2013

05:26

FIA GT Series: Vorschau Zandvoort

In Zandvoort wird die erste Saisonhälfte der FIA GT Series beschlossen. Es ist auch der erste Auftritt auf der Rundstrecke von Sebastian Loeb nach seinem Rekord am Pikes Peak. FIA GT Zolder Die beiden Rennen am Wochenende beenden nicht nur die erste Saisonhälfte der FIA GT Series, sondern dienen auch als letztes Testrennen für viele Teams vor den 24h von Spa, die wohl das Highlight der SRO-Serien sind. Ein negativer Nebeneffekt könnte allerdings das Sandbagging sein, da zum Beispiel die Audi von WRT sicherlich noch auf eine bessere BoP für das 24h-Rennen hoffen. Einen Ansatz konnte man schon beim BES Rennen in Paul Ricard sehen, als der WRT-Audi (Semi-Werkseinsatz) eine halbe Sekunde langsamer war als ein privat eingesetzter Audi von Sainteloc Racing. Dass WRT in der Gesamtwertung der FIA GT auch noch einen relativ großen Vorsprung vor dem besten Nicht-Audi hat, dürfte zudem für Spielraum sorgen.

Doch “Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt!” und so könnte es doch zu zwei ansehnlichen Rennen auf der Naturstrecke im Nordwesten der Niederlande kommen. Gespannt sein darf man auf jeden Fall, ob endlich das Team von Sebastian Loeb so richtig in die Serie reinfindet und seinen ersten Sieg auf der internationalen GT-Bühne feiert. In Zandvoort wird Sebastian Loeb Racing wie schon bei den Stationen Nogaro und Zolder mit den Besetzungen Loeb/Parente und Zuber/Parisy antreten. Damit sind sie auch schon die persönlichen Favoriten für mich, denn nach den Misserfolgen bisher in dieser Saison, als man teilweise (un)schuldig in Kollisionen verwickelt wurde, rechne ich nun mit dem ersten Sieg des Teams. Dabei sollte das Duo mit dem neuen Pikes-Peak-Rekordhalter Sebastin Loeb und dem McLaren-Werksfahrer Parente das stärkere sein.

Wenn Audi bzw. die Teams kein Sandbagging betreiben sollten, sind auf jeden Fall auch die üblichen Audis vorne zu erwarten. Tabellenführer sind momentan Laurens Vanthoor und Stephane Ortelli in einem der Belgian Audi Club Team WRT Wagen. Nur 2 Punkte dahinter in der Tabelle liegen Edward Sandstrom und Frank Stippler, die aus dem gleichen Team kommen. Im dritten WRT-Auto sitzen Rene Rast und Niki Mayr-Melnhof, wobei man bedenken muss, dass Mayr-Melnhof eher noch ein Semiprofi ist und das Duo wohl nur eine Chance bei Regen hat, wenn Rast sein Talent zeigen kann. Einen weiteren Audi bringt Phoenix Racing an den Start. Ins Lenkrad greifen Anthony Kumpen und Enzo Ide, die immerhin das fünftbeste Duo in der Tabelle sind und damit noch vor allen Nicht-Audi-Teams liegen.

Eine Au­ßen­sei­ter­chan­ce hat zudem der SMS Seyffarth Motorsport SLS GT3 mit Jan Seyffarth und Karun Chandhok. Als stärkerer Fahrer der beiden lässt sich Jan Seyffarth sehen, da dieser schon seit dem Release des SLS mit dem Wagen fährt. Chandhok hingegen hat noch leichte Probleme, sich auf den GT3 umzustellen, kommt allerdings immer besser zurecht, sodass es an einem guten Tag für die beiden reichen könnte. Ein weiterer SLS wird von HTP Gravity Charouz an den Start gebracht mit dem Duo Maximilian Buhk und Alon Day. Mehr als die Top 5 sollten allerdings für die beiden nicht drin sein.

BMW wird im Feld vom BMW Sports Trophy Team Brasil repräsentiert. Die beiden Autos werden von Caca Bueno/Allam Khodair und Ricardo Zonta/Sergio Jimenez pilotiert. Mit Caca Bueno und Ricardo Zonta hat man zwar zwei gute Fahrer dabei, aber meistens scheitert es an den Co-Piloten. Auch hier dürfte man über einen Platz in den Top 5 froh sein.

Einen Rückzug gab es von Reiter Engineering, die normalerweise mit Peter Kox und Stefan Rosina fahren. Der einzige Grund könnte der tödliche Unfall von Andrea Mame letzte Woche in Paul Ricard sein bei der Lamborghini Super Trofeo. Besonders schade ist die Absage des Teams, da die beiden nur zwölf Punkte hinter den Tabellenführern liegen.

Auch das Vita4One Team ist von der Entry-List verschwunden, da man – nachdem man schon in Nogaro nicht gestartet ist – eh keine Chance mehr auf den Titel hat. Ein weiterer Grund sind wohl fehlende Teile für den BMW Z4 des Teams.

Das Qualifikationsrennen findet am Samstag um 13:45 statt, das Hauptrennen am Sonntag um 11:45. Beide Rennen gibt es wie immer via Streams, die ihr bei den TV Terminen findet.

Gesamtstand
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April 03 2013

16:00

FIA GT Series: Rückblick Nogaro

Um ein Haar wäre es ein Saisonauftakt nach Maß geworden für die neugestartete FIA GT Series, doch es hakte dann doch an der einen oder anderen Ecke…

audi motorsport 130402 2088 300x199 FIA GT Series: Rückblick NogaroDas Qualifikationsrennen am Ostersonntag bot grandiosen Rennsport auf trockener Strecke – auch wenn das Feld leider schon vor dem Start auf 22 Fahrzeuge dezimiert war, da der AF Corse-Ferrari nach einem Trainingsunfall zurückgezogen werden musste. Doch das hinderte Sebastian Loeb/Alvaro Parente und René Rast/Nikolaus Meyr-Melnhof nicht daran, sich fast das ganze Rennen über um die Spitze zu streiten. Schon in der Startrunde übernahm Rast im WRT-Audi die Führung und behauptete sie gegen einen starken Alvaro Parente, der Rast in fast jeder Runde am Ende der langen Geraden angriff, jedoch nicht vorbei kam. Das Spielchen wiederholte sich nach dem Fahrerwechsel, Gentleman-Driver Meyr-Melnhof wehrte sich beherzt gegen den neunmaligen WRC-Champion und Lokalmatador Loeb. Erst drei Runden vor Schluss konnte dieser den Österreicher in genau der Haarnadel, in der er es stets versuchte, austricksen und sich den Sieg beim Debüt sichern. Eingewöhnungszeit? Wer braucht denn sowas… Dahinter zeigte der junge Deutsche Maximilian Buhk eine gute Performance und hätte, hätte das Rennen noch wenige Minuten länger gedauert, auch noch um Rang 2 kämpfen können.

Am Montag regnete es; die Ränge waren trotzdem gut besetzt. Es war allerdings so nass, dass das Rennen erst nach zwei Runden hinter dem Safety Car richtig gestartet wurde, eine verständliche Maßnahme. Der Kampf an der Spitze glich dem aus dem Quali-Rennen am Vortag: Der Pro-Am-Audi von WRT mit Mayr-Melnhof jagte Loeb im eigenen McLaren. Obwohl das WRT-Team einen langsamen Boxenstopp hatte, wurde es an der Ausfahrt eng doch Parente behauptete die Spitze. Die beiden setzten das Dauer-Duell engagiert fort, bis Parente schließlich in Runde 29 eine Lücke sah, die sich – wenig überraschend – schnell schloss, sodass er Rast auf den hinteren Kotflügel fuhr und dieser sich drehte. Und ab diesem Zeitpunkt wurde es konfus.

Eine Strafe für diesen in der Tat vermeidbaren Kontakt wäre angebracht gewesen und eine Untersuchung gegen das Auto mit der #9 wurde auch eingeleitet – doch die Durchfahrtsstrafe wurde schließlich dafür ausgesprochen, dass Sebastien Loeb seinen Gurt löste, bevor das Auto in der Box zum Stillstand gekommen war. Das ist korrekt und muss auch so gehandhabt werden, da es sonst nicht mehr zu kontrollieren ist, die Strafe somit gerechtfertigt. Rast/Mayr-Melnhof gewannen das Rennen augenscheinlich, doch die Freude sollte nicht von langer Dauer sein.

Denn nach dem Rennen wurden die beiden mit einer nachträglichen Durchfahrtsstrafe belegt, da während des Boxenstopps der Motor weiterlief. Und schließlich konnte sich die Rennleitung auch noch dazu durchringen, weit nach Rennende Alvaro Parentes ungestümen Rempler zu bestrafen, sodass beide ihre guten Platzierungen verloren. Es blieb beim Sieg für WRT, denn so rückten die beiden Pro-Autos mit Stippler/Sandström und Ortelli/Vanthoor auf die Ränge 1 und 2 vor, Buhk/Day bekamen wieder den dritten Rang zugesprochen.

Am Ende des Hauptrennens standen – Strafen hin oder her – fünf Audi in den Top 6. Hat Audi einen Vorteil in der Balance of Performance? Möglicherweise, aber ich bin mir da nicht so sicher. WRT ist ein starkes und erfahrenes Team, das auch vom engen Kontakt zu Audi bzw. zum VW-Konzern profitiert und so mit drei starken Fahrertrios aufwarten konnte. Auch Phoenix Racing mit Kumpen/Ide ist keine Überraschung auf Rang 4, höchstens noch Viera/Campanico (Novadriver), die nach der Strafe für Rast/Mayr-Melhof die Pro-Am-Klasse gewonnen haben, doch diese Klasse ist auch schwierig einzuschätzen. McLaren und Mercedes konnten sehr gut vorn mithalten, die BMWs des brasilianischen Teams haben mich im Trockenen am Sonntag positiv überrascht. Nachjustiert werden wird sicherlich dennoch bis zu den nächsten Rennen, da sind FIA und SRO bekanntermaßen eifrig bei der Sache.

RTL Nitro machte beim Einstand einen guten Job, vergleichbar mit den GT Masters-Übertragungen auf Kabel 1. Die kompakte Vor- und Nachberichterstattung mit Fahrer-Interviews war in Ordnung, das Kommentatoren-Duo mit Peter Reichert, den man aus der Formel 1-Berichterstattung kennt, und dem GT3-Piloten Thomas Jäger lieferte einen überzeugenden Einstand ab. Man erklärte die wesentlichen Rahmenbedingungen einschließlich Balance of Performance, ohne dabei so nervig zu sein, wie es Waßer/Danner bei jedem F1-Rennen hinbekommen. Kleinere Fehler hier und da können immer passieren und wurden meist korrigiert, und Jäger lieferte gute Einblicke in Technik und Taktik. Enthusiasmus war in gesundem Maße vorhanden, aber nicht so aufdringlich wie bei SRO-Hauskommentator John Watson. Bitte weiter so!

(Bildquelle: Audi)

 FIA GT Series: Rückblick Nogaro

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Tags: Audi FIA GT GT3

March 29 2013

17:00

Vorschau: FIA GT & British GT am Oster-Wochenende

Mit traditionsreichen Oster-Events starten die neu konzeptionierte FIA GT Series und die Britische GT-Meisterschaft ins Jahr 2013.

Loeb2 300x200 Vorschau: FIA GT & British GT am Oster WochenendeFIA GT? Da war doch schon mal was… Stephane Ratel hat sich und der Welt im Sommer letzten Jahres schlussendlich eingestehen müssen, dass das Konzept der GT1-WM ein Fehlschlag war. Als Fahrzeug-Klasse hatte sich die GT1 in dem Moment erledigt, als der ACO entschied, diese Fahrzeuge für 2011 nicht mehr in Le Mans zuzulassen, und auch der WM-Gedanke funktionierte nicht, weil die Serie schlichtweg zu teuer war für die Privat-Teams, die sich Ratel wünschte. Die Nur-ein-Team-mit-zwei-Autos-pro-Marke-Regel dezimierte das Feld noch mehr. All das ist nun Geschichte: die neue FIA GT Series wird – wie bis 2008 – klar europazentriert sein und die Teams dürfen die GT3-Fahrzeuge an den Start bringen, die sie bevorzugen. Was bleibt, sind die zwei einstündigen Läufe, ein Qualifikations- und ein Hauptrennen. Und letzteres gibt es – und auch das ist neu – hierzulande im knapp ein Jahr alten Spartenkanal RTL Nitro live zu sehen, wo er gut ins Konzept passt.

Den Saisonauftakt bilden – wie schon im Jahre 2012 – die Coupes des Paques, also der Oster-Cup, auf dem Circuit Paul Armagnac im südfranzösischen Nogaro. Grundsätzlich wird die Serie sich dort so präsentieren, wie wir GT3-Rennserien aus den letzten Jahren gewohnt sind: acht Hersteller sind in dem 25 Fahrzeuge (Update: Sainteloc hat kurzfristig auch noch zurückgezogen) umfassenden Feld vertreten – eigentlich hätten es 26 sein sollen, doch das mehrfache FIA GT/GT1-Meister-Team Vita4One (ehemals Vitafone) von Michael Bartels hat gestern kurzfristig seine aNennung zurückgezogen, da man nach Motorenproblemen beim Testen nicht weitere Aggregate gefährden möchte und somit der Blancpain Endurance-Saisonauftakt in zwei Wochen in Gefahr geriete – interessant, denn es zeigt auch, wo die Prioritäten der Teams liegen.

Damit ist vor allem die Pro-Klasse als Speerspitze um ein Topteam ärmer, aber mit zehn Fahrzeugen ist sie immer noch gut besetzt. Allen voran natürlich mit einem der ganz großen, der seinen Erfahrungsschatz auf asphaltierten Rundkursen erweitern möchte: Sebastien Loeb ist mit seinem eigenen Team am Start und wird sich einen McLaren MP4-12C mit Alvaro Parente teilen. Der Portugiese debütierte im Vorjahr für Hexis Racing in der GT1-WM und konnte einige Podien einfahren, aber noch kein Rennen gewinnen. Man darf gespannt sein, wie viel Entwicklungszeit die beiden brauchen, um wirklich um Siege mitfahren zu können, beim ersten Lauf würde es zumindest mich noch überraschen. Denn die Konkurrenz ist zahlreich und erfahren und auch das zweite Loeb-Auto mit Andreas Zuber und Mike Parisy dürfte zumindest am Anfang die Nase vorn haben.

Mit der Startnummer 1 gehen Maximilian Buhk und Alon Day für http Gravity Charouz an den Start. Der einundzwanzigjährige Buhk stieg im Vorjahr von der ADAC Formel Masters in die GT3-EM auf und fuhr zusammen mit Dominik Baumann dominant den Titel ein, das Paar siegte – trotz BoP und Erfolgs-Strafen – in 6 von 12 Rennen, landete zwei weitere Male auf dem Podium und war nur einmal schlechter als Platz 5. Selbst in dem schwachen Starterfeld von meist nur etwa einem Dutzend Fahrzeugen ist das eine beachtliche Leistung und lässt aufhorchen.

Daniel Keilwitz und Niclas Kentenich teilen sich einen der beiden Dörr-Motorsport-McLaren und auch Jan Seyffarth ist mit 26 zwar nicht mehr wirklich ein Jungspund, aber trotzdem ein hoffnungsvoller Name der deutschen GT-Szene. Er bildet gemeinsam mit dem Ex-F1-Piloten Karun Chandhok ein sehr interessantes Duo. Chandhok konnte im Vorjahr im JRM-LMP1-Honda wenig Beeindruckendes zeigen, was jedoch auch daran lag, dass sich das Team die ganze Saison lang etwas schwer tat.

Drei weitere Audi R8 LMS sind mit Vollprofi-Besatzungen bestückt: Das Belgian Audi Club Team WRT mit Ortelli/Vanthoor und Stippler/Sandström und Phoenix Racing mit Kumpen/Die, die allesamt etwas reißen können. Viel schwieriger einzuschätzen sind da die beiden BMW Z4 des BMW Team Brazil, die außer Ricardo Zonta keine hierzulande bekannten Fahrer an den Start bringen: Caca Bueno hat in fünf der letzten sieben Jahre die brasilianische Stock Car-Meisterschaft gewonnen und auch schon WTCC-Erfahrung gesammelt, Allam Khodair ist zweifacher Vizemeister der brasilianischen GT3 und Sergio Jiminez hat bei vereinzelten Einsätzen in GT1 und GP2 schon Top 5-Resultate eingefahren.

In der gemischten Pro-Am-Kategorie sind vor allem zwei namhafte Duos dabei: René Rast/Nikolas Mayr-Melnhof für Belgian Audi Club Team WRT und Lucas Ordonez/Alex Buncombe für das Nissan GT Academy Team RJN. Doch insgesamt ist diese Klasse mit 11 10 Fahrzeugen von Teams wie AF Corse und SOFREV ASP breit aufgestellt und je nach BoP-Einstufung ist auch mit GT3-Europameister Dominik Baumann und dem ehrfahrenen Hari Proczyk im einzigen Lamborghini zu rechnen.

In der reinen Gentleman-Kategorie treten nur vier Fahrzeuge an, bekanntester Fahrer ist Ex-Nationaltorwart Fabien Barthez. Die Autos kommen von Charouz, Rodrive, Dörr und SOFREV, aber dieser Klasse dürfte wohl weniger Aufmerksamkeit zukommen.

Das Hauptrennen startet am Montag um 14:15, die Berichterstattung auf RTL Nitro eine Viertelstunde früher. Wie gewohnt gibt es aber auch weiterhin das gesamte Wochenende im qualitativ hochwertigen Livestream auf http://www.fiagtseries.com/

British GT – Oulton Park

Auch auf dem geschichtsträchtigen Kurs von Oulton Park in Cheshire wird traditionell am Ostermontag Motorsport betrieben, und wie in den vergangenen Jahren übernimmt auch 2013 die Britische GT-Meisterschaft diese Rolle. Die hat sich nach einer Durststrecke nach der Umstellung auf die GT3 in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt und kann zum Saisonstart beachtliche 34 gemeldete Fahrzeuge aufweisen, davon fünf GT4-Fahrzeuge.

Der Großteil der Fahrer ist hierzulande kaum bekannt, aber unter anderem sind Richard Westbrook und Nick Tandy (Trackspeed-Porsche), Mark Blundell (United Autosport-McLaren), Matt Griffin (MTECH-Ferrari), Allan Simonsen (Rosso Verde-Ferrari), Warren Hughes (M-Sport-Ferrari) und James Walker (Fortec-Mercedes) am Start. Wie in der stark gewachsenen GT Masters ist es auch hier extrem schwierig, vorherzusagen, wer sich durchsetzen wird. Titelverteidiger ist Michael Caine im Motorbase-Porsche, der im Vorjahr zusammen mit Daniele Perfetti den Titel holte, ohne ein einziges Rennen zu gewinnen. In diesem Jahr hat Caine jedoch mit Ahmad Al Harthy einen neuen Teamkollegen.

Die Rennformate sind in der britischen GT-Meisterschaft variabel, am Ostermontag stehen zwei einstündige Läufe. Die Rennen sind in Highlight-Form in Deutschland mit einer Woche Verzögerung auf MotorsTV zu sehen (Danke für den Hinweis an unseren Leser Paytv h3). Wenn man den Sender kriegt und noch ein bisschen motorsportlichen Zeitvertreib sucht, ist die British GT allemal empfehlenswert.

(Bild: SRO/FIA GT Series)

 Vorschau: FIA GT & British GT am Oster Wochenende

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August 19 2012

03:10

Super GT: Live-Ticker Round 5 International Pokka 1000km Suzuka

Die 1000km von Suzuka, das International Pokka 1000km, ist nicht nur eines der prestigeträchtigsten und legendärsten Rennen Japans, sondern gleichzeitig auch der absolute Saisonhöhepunkt der Super GT. Seit 2009 wurde das Rennen auf 700km und im letzten Jahr in Folge der schlimmenden Naturkatastrophe auf 500km verkürzt. In diesem Jahr feiert die komplette Distanz hingegen wieder ihre Rückkehr — und wie zu allen Läufen der Super GT, bieten wir auch zum füften Meisterschaftslauf unseren exklusiven, deutschen Live-Ticker an.

In meiner ausführlichen Vorschau sprach ich noch davon, dass Nissan in Suzuka unbedingt gewinnen sollte, wenn der Meisterschaftszug nicht vorzeitig abfahren soll. Einen ersten Schritt in diese Richtung gingen in der Qualifikation bereits Masataka Yanagida und sein Teamkollege Ronnie Quintarelli, als sie ihren S Road Reito Mola GT-R mit 1:51.554 auf die Pole Position stellten. Die restlichen Plätze unter den besten Fünf teilen sich Lexus und Nissan auf: Ebenfalls aus Startreihe eins startend ist der Denso Kobelco SC430 (1:51.875), dahinter gesellen sich der Sieger aus Sugo, der Eneos Sustina SC430 (1:51.951), der Motul Autech GT-R (1:51.975) sowie der Calsonic Impul GT-R (1:52.337). Honda befand sich in der Qualifikation erneut im Niemandsland, lediglich der Keihin HSV-010 schaffte es ins dritte Segment. Das Duo Kaneishi/Tsukakoshi geht von Position 6 ins Rennen. Die Qualifikation der GT300 endete mit einer kleinen Überraschung: Nachdem der triple a vantage GT3 aufgrund einer zu hohen Spritmenge im Tank alle Zeiten gestrichen bekam, startet Hondas Hybrid-Wagen, der CR-Z von Team Mugen, von der Pole Position (2:02.130). Die Top 5 werden vom S Road NDDP GT-R (2:02.885), dem GSR Hatsunemiku BMW (2:02.987) sowie dem Subaru BRZ (2:03.175) und dem MonePa Lamborghini GT3 (2:03.287) komplettiert. Das Rennen über 1000km (175 Runden) verspricht einiges an Spannung, zumal die Temperaturen über 30 Grad die Strecke in ein Dampfbad verwandeln werden. Den Link zum Live-Ticker gibt’s nach dem Sprung.Da die Einbidung unseres neuen Live-Ticker-Systems innerhalb die Artikel leider noch nicht möglich ist, muss zunächst noch die Untersteite angesteuert werden. Nach dem Rennen werde ich den Live-Ticker zusätzlich hier aber noch erneut zum nachlesen archivieren.

aLive-Ticker

aQualifikations-Ergebnis GT500

aQualifikations-Ergebnis GT300

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August 17 2012

19:26

Super GT: Vorschau Round 5 International Pokka 1000km (Suzuka)

Neben dem Grand Prix der Formel 1 und sogar noch vor den Suzuka 8 Hours, sind die 1000km von Suzuka, das International Pokka 1000km, wohl das legendärste und prestigeträchtigste Rennen Japans. Gleichzeitig stellt es den Saisonhöhepunkt der Super GT dar. Nachdem die Renndistanz seit 2009 häufiger gesenkt wurde, findet es in diesem Jahr erstmals wieder über die komplette Distanz von 1000km statt.

Die Geschichte des Rennens, das in diesem Jahr bereits zum 41. Mal stattfindet, geht weit zurück: Drei Jahre nach dem ersten Formel-1-Grandprix in Japan, fand 1966 erstmals der Langstrecken-Klassiker – damals noch über 500km – auf dem Suzuka Circuit statt. Seitdem änderten die Organisatoren die Distanz, abgesehen von zwei Ausnahmen über jeweils 12 Stunden in den Jahren 1967 sowie 1969 – auf die heute bekannten 1000km.

Während das Rennen bis 1982 noch ohne Meisterschaftsintegrierung stattfand, wurde es im folgenden Jahr Teil der All Japan Sports Prototype Championship, einer inländischen Serie in der hauptsächlich Fahrzeuge der legendären Gruppe C sowie IMSA GTP Prototypen fuhren. Nachdem die Japanese Automobile Federation (JAF) die JSPC Ende 1992 auflöste und im darauffolgenden Jahr die JGTC (die sich bekanntlich 2005 in die heutige Super GT umbenannte) gründete, wanderte bereits 1992 das 1000km-Rennen zur der sich in ihrem letzten Jahr befindlichen Sportwagen-Weltmeisterschaft (WSC) über. Nachdem das Rennen 1993 dann einmalig Teil des JGTC-Kalenders war, wanderte es 1994 zur BPR Global GT Series, dem Vorgänger der 1997 gegründeten FIA GT. Die Abkürzung BPR stand übrigens für die Nachnamen der Seriengründer: Jürgen Barth, Patrick Peter und dem Weltmeister im GT-Serien gründen, Stéphane Ratel. Lediglich in den Jahren 1996 sowie 1997 waren die 1000-Kilometer in die FIA-GT-Meisterschaft integriert. In den darauffolgenden Jahren fand der Langstreckenklassiker hingegen wie in den Anfangsjahren als eigenständiges Event statt, an denen hauptsächlich die Teams der JGTC teilnahmen. Zwar waren die GT500- sowie GT300-Boliden in den Jahren zuvor als Gaststarter ebenfalls startberechtigt, was allerdings nur wenige Teams auch tatsächlich nutzten. 2006 fand das Internatonal Pokka 1000km im Kalender der Super GT endlich sein neues zu Hause. Als Gegenmaßnahme der hohen Kosten, insbesondere im Zuge der Weltwirtschaftskrise, reduzierte man die Renndistanz im Jahr 2009 zunächst auf unbestimmte Zeit auf 700km. Nach der verheerenden Naturkatastrophe im März 2011, wurde das Rennen auf 500km gekürzt. Es ist daher umso erfreulich, dass die 1000km in diesem Jahr wieder ihr Comeback feiern!

Den Rekord mit den meisten Siegen hält Kunimitsu Takahashi inne, der den Langstrecken-Klassiker insgesamt vier Mal (1973, 1984, 1985, 1989) gewann. Takahashi mag international zwar nicht so bekannt wie Satoru Nakajima, Aguri Suzuki oder Kazuyoshi Hoshino sein, dennoch ist auch er eine Legende des japanischen Motorsports. Oftmals gerne als der „Vater des Drifts“ bezeichnet, nahm er 1977 am Japan-Grand-Prix der Formel 1 teil. Bei seinem lediglich einzigen F1-Rennen übernahm er das Steuer des gleichen Tyrells, den ein Jahr zuvor Kazuyoshi Hoshino pilotierte, und erreichte den neunten Platz. Takahashis Karriere begann zunächst aber im Motorradrennsport, wo er 1961 in Hockenheim auf einer 250cc-Maschine von Honda als erster Japaner ein Grand-Prix-Rennen gewann. Es sollten noch drei weitere Siege folgen, ehe er sich 1962 beim Isle of Man TT schwer verletzte und 1965 in den Automobil-Rennsport wechselte. Neben seiner Karriere in der Japanese Formula 3000 nahm Kunimitsu Takahashi zwischen 1986 und 1996 achtmal an den 24 Stunden von Le Mans teil. Den größten Erfolg erreichte er dort 1995, als er in einem Honda NSX die GT2-Klasse gewann. Von 1993 bis 2007 war Takahashi außerdem der Vorsitzende der GTA und damit direkter Vorgänger von Masaaki Bandoh. Aus deutscher Sicht gewannen erst drei Piloten das International Pokka 1000km in Suzuka: 1997 Marcel Tiemann zusammen mit Alessandro Nannini im Mercedes-Benz CLK-GTR, 1998 Bernd Schneider zusammen mit Mark Webber im Mercedes-Benz CLK LM sowie 2007 André Lotterer zusammen mit Juichi Wakisaka und Oliver Jarvis.

Der Suzuka Circuit selbst benötigt keine große Einführung. Zusammen mit dem Fuji Speedway stellt die Strecke, die bereits im Frühjahr dieses Jahres ihren 50. Geburtstag feierte, den international bekanntesten Kurs Japans dar. Viele Fans und Fahrer bezeichnen die 5,807 km lange Strecke als eine der besten Rennstrecken der Welt. Die außergewöhnliche und einmalige Form einer 8 sowie die insgesamt 17 Kurven mit Namen wie Degner (benannt in Ehren nach dem 1983 verstorbenen Motorrad-Rennfahrer Ernst Degner, der just an dieser Stelle 1963 einen schlimmen Feuerunfall erlitt), Spoon, Dunlop aber auch Hairpin und natürlich die schnelle 130R entzücken Fans sowie Fahrer gleichermaßen. Jene 130R ist es allerdings auch, die nicht nur als schnelle und gefährliche (Mut-)Kurve gilt, sondern über die Jahre auch mehrmals aufgrund schwerer Unfälle aus aSicherheitsgründen umgebaut wurde. Während die Kurve mit der vergrößerten, asphaltierten Auslaufzone für Autorennen sicherer wurde, verstarb beim MotoGP-Japan-Grand-Prix Daiijiro Kato, als er aufgrund eines technischen Defekts in der 130R die Kontrolle über seine Maschine verlor. Es war das letzte Suzuka-Rennen der Motorrad-Weltmeisterschaft, ehe man aus Gründen der Sicherheit auf den deutlich langsameren und für Motorräder wohl auch sicheren Straßenkurs des Twin Ring Motegi wechselte.

Suzuka ist auch jener Ort, an dem die NASCAR 1996 sowie 1997 jeweils ihre beiden NASCAR Thunder 100-Einladungsrennen auf dem 2,3km langen Ostkurs austrug, auf dem auch die WTCC seit 2011 unterwegs ist. Während das Rennen 1997 aufgrund des erstmaligen Einsatzes von Regenreifen in die NASCAR Sprint Cup-Geschichte einging, verstarb im Jahr zuvor Pace-Car-Fahrer Elmo Langley auf tragische Weise, als er in den S-Kurven während einer Evaluierungsrunde einen Herzinfarkt erlitt.

Wie eine Super-GT-Runde auf dem Suzuka Circuit aussieht, soll folgende Onboard-Aufnahme von Takashi Kogure im Weider HSV-010 aus dem Jahr 2010 verdeutlichen:

 

 

GT500

Die Marke der Stunde ist derzeit Lexus. Drei von vier Siegen, zwei dazu auf Strecken, die dem SC430 ursprünglich eigentlich nicht liegen sollten. Obwohl die Statistik auf eine nahezu unschlagbare Übermacht schließen lässt, hatten die Piloten von Toyotas Edelmarke für ihre Erfolge, abgesehen von Sugo, zu kämpfen. Dennoch gelten auch in Suzuka insbesondere der Zent Cerumo SC430 (mit 88kg Gewichts-Handicap der schwerste Wagen im Feld) aber auch der Denso Kobelco SC430 (76kg) zu den absoluten Favoriten. Insbesondere nach dem starken Auftritt in Sepang und dem Sieg in Sugo, darf aber auch der Eneos Sustina SC430 (64kg) nicht vergessen werden, genauso wie der Petronas Tom’s SC430 (58kg). Letzter erreichte in Sugo nach langer Durststrecke das erste Podium seit 2010, während es für den Eneos Sustina SC430 der erste Sieg seit 2006 war. Beide Fahrzeuge machten an den zwei offiziellen Testtagen Ende Juli in Suzuka ebenfalls eine gute Figur (zweit- und drittschnellste Zeit hinter dem S Road Mola GT-R), wenn auch der Regen genauso wie das Ausprobieren von neuen Teilen keinen direkten Aufschluss über die tatsächliche Stärke gaben. In wie fern die Zusatzgewichte, welche die Top-Lexus-Wagen mit sich tragen, einen Einfluss auf die Performance haben werden, wird sich spätestens in der Qualifikation zeigen.

Im letzten Jahr war Nissan mit fünf von acht Siegen die dominierende Marke in der Super GT. Heuer stehen sie, trotz einiger guten Chancen, mit noch null Siegen hingegen etwas abgeschlagen hinter Lexus und Honda im Klassement. Zurückzuführen ist dies allerdings nicht auf eine mögliche, schlechte Performance des Wagens, sondern eher auf eigene Fehler und das nicht vorhandene Rennglück. In Okayama war laut Michael Krumm (Motul Autech GT-R) beispielsweise die Reifentemperatur ein großes Problem, die während des Rennens nicht das Betriebsfenster erreichte, welches benötigt wurde. Gleichzeitig schlichen sich bei Quintarelli/Yanagida (S Road Mola GT-R) sowie Oliveira/Matsuda) Reifenschäden, Fahrfehler und Kollisionen ein, mit dem wohl gröbsten, unglücklichsten Fehler in Sugo, als Joao Paulo de Oliveira nach einem guten Start zu früh die Spur wechselte, den Eneos Sustina SC430 traf und dabei Markenkollegen Satoshi Motoyama im Motul Autech GT-R sowie sich selbst ins Aus riss. Dies war eines der Rennen, die Nissan hätte gewinnen können. So steht bislang „lediglich“ ein guter, dritter Platz in Fuji von Krumm/Motoyama als bestes Resultat auf dem Papier. Aufgrund der fehlenden Erfolge gehören alle vier Nissan GT-Rs aber immerhin zu den leichtesten GT500-Boliden im Feld, auch wenn alle Fahrer-Duos die fehlenden Kilos wohl sicherlich gegen wertvolle Meisterschaftspunkte eintauschen würden. Nicht nur weil es bei einer Distanz von über 700km ein paar Punkte extra vergeben werden (der Sieger erhält beispielsweise 25 anstatt der üblichen 20 Zähler), ist der Sieg für eines der Nissan-Fahrzeuge Pflicht. Suzuka leitet auch die zweite Hälfte der Meisterschaft ein. Wenn man nicht weiter Boden verlieren und um den Titel noch kämpfen möchte, muss ein Sieg her, der in Suzuka aufgrund der Prestige und der leicht höheren Punktzahl sogar noch wertvoller ist. Interessant wird zu beobachten sein, in wie fern Nissan die bereits im Juli getesteten, neuen Teile an diesem Wochenende einsetzen wird. Auffallend war an den Testtagen eine schwarze Montur auf der Motorhaube des S Road Mola GT-R, die laut Nismos Team-Chef Kunihiko Kakimoto als Gegenmaßnahme für die Hitze gedacht sei. Hintergrund sei derer, dass insbesondere durch die der Vergrößerung der Lüftungsgitter zu den Sommerrennen auf insgesamt 25mm, die Montur die Hitze effektiver vom Kühler ausfließen lassen soll.

Überhaupt wird die Hitze eine zentrale Rolle spielen. Fürs Wochenende sind über 30 Grad vorhergesagt, was zu Temperaturen über 60 Grad in den Autos führen wird. Nissan war die erste Marke, die trotz eines minimalen PS-Verlustes auf eine Klimaanlage setzte. Honda zog ihnen in diesem Jahr gleich, lediglich Lexus verzichtet derzeit noch auf die bessere Alternative zu den Cool-Pads in den Rennanzügen der Fahrer. Es ist auch davon auszugehen, dass sie nicht extra für Suzuka nachgerüstet haben. Die Fahrer werden es ihnen sicherlich danken… Ein großes Fragezeichen steht nach Sugo hinter Honda. In Okayama und Fuji noch um den Sieg gekämpft, gelang es dem Duo Kogure/van Dam den Erfolg aus dem letzten Jahr in Sepang zu wiederholen. In Sugo ist die Marke hingegen im Niemandsland verschwunden. Im Rennen spielten die HSV-010s überhaupt keine Rolle. Erst auf Position 7 kam mit dem Weider HSV-010 der erste Wagen ins Ziel. Die schnellste Rennrunde von Koudai Tsukakoshi (Keihin HSV-010) konnte da nicht drüber hinwegtäuschen, dass man in ernsten Problemen war. Grund hierfür soll laut eigener Aussage ein mysteriöses Übersteuern am Scheitelpunkt der Kurven, insbesondere in denen des zweiten Sektors, gewesen sein. Dadurch war man nicht nur in den Kurven langsam, sondern hatte auch nicht genügend Schwung beim beschleunigen und folglich eine geringere Höchstgeschwindigkeit. Bei den beiden offiziellen Testtagen in Fuji am 8. und 9. August testete Honda neue Seitenspiegel, die direkt an der Finne auf dem Kotflügel montiert sind. Die Fahrer mussten sich an die neuen, so genannten „Fender Mirros“ erst noch gewöhnen, außerdem seien wohl keine signifikanten Unterschiede der Neuentwicklung, die speziell für Suzuka getestet wurde, bemerkbar gewesen. Ersten Fotos aus dem Fahrerlager zufolge, hat man die neuen „Fender Mirrors“ an diesem Wochenende wohl auch nicht dabei, oder nicht an allen HSV-010s montiert.

Besonders interessant war Suzuka in der Vergangenheit immer deshalb, weil alle drei GT500-Marken in jedem der drei Sektoren unterschiedlich stark waren, was zu einer sehr gesunden und spannenden Ausgeglichenheit führte. Einen Sieger zu tippen ist deshalb unmöglich. Im letzten Jahr gewannen Kakashi Kogure und Loic Duval im Weider HSV-010 vor Ronnie Quintarelli und Masataka Yanagida im S Road Mola GT-R ein unglaublich spannendes, vom Regen aufgemischtes und mit einigen Zwischenfällen ausgestattetes Rennen. Zwar waren es „nur“ 500km, für mich persönlich war es trotzdem, serienübergreifend, dass beste Rennen des Jahres. Der Regen sollte in diesem Jahr keine Rolle spielen, auch wenn über die gesamte Renndistanz von gut sechs Stunden hier und da die geringe Möglichkeit auf vereinzelte Tropfen besteht. Aufgrund der heißen Temperaturen sowie der hohen Luftfeuchtigkeit sollten etwaige, kurze Niederschläge aber keine Probleme bereiten. Alle GT500-Teams setzen in diesem Jahr übrigens keinen dritten Gastfahrer ein.

 

aEntry List GT500 (mit Gewichtsangaben)

 

GT300

Bei dem intensiven Kampf um die GT500-Krone kann die GT300 durchaus untergehen, wenn auch die „kleinere“ der beiden Klassen in Sugo das deutlich bessere Rennen ablieferte. Alle Augen sind nach dem Sieg des NDDP GT-R GT3 natürlich auf Nissans Nachwuchs-Team gerichtet. Die Charakteristik des Suzuka Circuits passt in der Theorie zum einzigen, japanischen GT3-Boliden im Feld. Zusätzlich zählt der Wagen des Duos Yuhi Sekiguchi / Katsumasa Chiyo zu einem der Effizientesten im Spritverbrauch, was man durchaus nicht von allen GT3-Fahrzeugen behaupten kann. Unterstützung bekommt das Team in Form des Gaststarters Daiki Sasaki, der seit 2010 in der Japanese Formula 3 unterwegs ist. Einige, wenn auch nicht alle, GT300-Teams setzen bei den 1000km auf Unterstützung in Form eines dritten Fahrers. Der bekannteste dürfte dabei Richard Lyons sein, der Akihiro Tsuzuki und die Schweizerin Cyndie Allemann im Zent Audi R8 LMS unterstützen wird. Lyons fuhr in diesem Jahr bereits in Fuji als Ersatz für Loic Duval, der aufgrund einer Terminkollision für Audi in Spa unterwegs war. Im Jahr 2004 gewann Lyons zudem die Meisterschaft in der GT500. Eine bessere Unterstützung hätte sich Hitotsuyama Racing nicht holen können.

Ein weiterer Bekannter in der Super-GT-Szene gibt an diesem Wochenende ebenfalls sein Comeback. Akihiko Nakaya wird das Duo Hironori Takeuchi / Haruki Kurosawa im Green Tec & Leon SLS unterstützen, der in Sugo zweiter wurde. In wie fern sich Nakaya, der in der Vergangenheit unter anderem mit einem Mitsubishi FTO unterwegs war, sich auf den SLS in solch einer kurzen Zeit einstimmen wird können, bleibt abzuwarten. Es ist dennoch schön sein Gesicht wieder im Fahrerlager zu sehen. Im Gegensatz zu Team Mugen, die keinen dritten Fahrer als Unterstützung für Daisuke Nakajima und Hideki Mutoh im CR-Z GT engagiert haben, werden Morio Nitta und Koki Saga im Hybrid-Prius von Yuichi Nakayama, ebenfalls einem japanischen Formel-3-Youngster, unterstützt. Ähnlich Team Mugen setzen auch einige weitere Teams lediglich auf ihre beiden Stammpiloten, die prominentsten davon dürften wohl beide BMW Z4s, aber auch der Hankook Porsche, der Endless Taisan 911 sowie der Subaru BRZ sein. Letzterer ist an diesem Wochenende erstmals mit dem so genannten „front-side exhaust“ ausgestattet. Ein System, welches auch Lexus und Nissan in der GT500 in diesem Jahr eingeführt haben.

Im letzten Jahr gewann Subaru ein packendes Rennen mit dem Legacy B4, weshalb die Erwartungen an den neuen BRZ in diesem Jahr natürlich enorm sind. Der im Gegensatz zu ein paar GT3-Konkurrenten etwas bessere Spritverbrauch des nach JAF-GT300-Reglment gebauten Wagens spricht auf dem Papier für das Team. Überhaupt werden den japanischen Wagen einige Chancen zugesprochen, wenn auch die Hauptfavoriten unter anderem der Hankook Porsche, natürlich der Endless Taisan 911, aber auch der Gainer Dixcel R8 LMS sowie der Hatsunemiku Z4 sind. Letzterer startete in Sugo erstmals mit dem 2012er Update von BMW, was ihm nach FIA-BoP-Einstufung aber gleich noch mal 30kg mehr an regulärem Gewicht einbrachte. Zusätzlich ist der Wagen mit 70kg Gewichts-Handicap zusammen mit dem Gainer Dixcel R8 LMS der zweitschwerste Wagen im Feld. Lediglich der Endless Taisan 911 hat noch mal acht Kilo mehr an Bord. Der effiziente Spritverbrauch spricht hingegen für den Z4.

 

aEntry List GT300 (mit Gewichtsangaben)

 

News & TV-Zeiten

Ende letzter Woche hatte die GTA den aprovisorischen Kalender – Freigabe der FIA steht noch aus – für die Saison 2013 veröffentlicht. Die größte Änderung stellt selbstverständlich das Einladungsrennen auf dem Korean International Circuit dar, auf dem auch die Formel 1 seit 2010 unterwegs ist. Angesetzt ist das Rennen zwischen dem Lauf in Fuji und Sepang (Malaysia) am 19. Mai 2013. Ansonsten bleibt der Ablauf im Kalender gleich: Eröffnet wird die Saison am 7. April 2013 in Okayama. Anschließend geht es wie auch in diesem Jahr in der Golden Week nach Fuji, wo das Rennen am Montag (!), den 29. April 2013 ausgetragen wird. Das Rennen ist dieses Mal auf den „showa no hi“ angesetzt, dem Feiertag zu Ehren des 1989 verstorbenen Kaisers Hirohito Showa. Er war der direkte Vorgänger des derzeit amtierenden Kaisers Akihito. Man hat sich wohl den Montag ausgesucht, weil die Feiertage zweigeteilt auf drei respektive vier aneinander folgende Tage sind, wobei davon auszugehen ist, dass die Dichte der meisten, reisenden Bürger um den 3. Mai stark zunehmen wird, was geringere Zuschauerzahlen zufolge hätte. Des Weiteren muss natürlich den Teams genügend Zeit eingeräumt werden, mögliche Schäden etc. zu reparieren, bevor die Autos nach Südkorea verschifft werden. Nach Südkorea geht die Reise weiter nach Sepang, Malaysia. Es folgen Sugo, Suzuka, erneut Fuji, Autopolis und das Finale am Twin Ring Motegi. Der große, mittlerweile traditionelle JAF Grand Prix als Saisonabschluss, zusammen mit der Formula Nippon (Super Formula ab 2013), findet zwei Wochen nach Motegi vom 15. bis zum 17. November 2013 statt. Änderungen sind aufgrund der provisorischen Natur des Kalenders natürlich jederzeit möglich.

Des Weiteren gab die GTA bekannt, dass sie am Rennsonntag um 9:55 Uhr Ortszeit eine gemeinsame Pressekonferenz mit dem ACO halten, in der die Pläne für eine Kooperation mit der Asia Le Mans Series für 2013 bekannt gegeben werden (Zulassung der JAF-GT300-Fahrzeuge in der GTE- und / oder GTC-Klasse, wir berichteten). Hierfür sind unter anderem Rémy Brourad (Global Development Director) sowie Daniel Perdrix (International Technical Delegate) vom ACO vor Ort. Da in der Ankündigung lediglich von einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ACO die Rede ist, ist davon auszugehen, dass es derzeit wohl keine weiteren Informationen zur Kooperation mit der DTM gibt.

In der TV-Landschaft hat sich selbstredend natürlich weiterhin nichts geändert, weshalb erneut auf die unbeliebte Graualternative zurückgegriffen werden muss. J Sports 3 überträgt am Samstag die vollständige Qualifikation im Knock-Out-Format ab 6:50 Uhr deutscher Zeit. Die Qualifikation sowie das Freie Training sind zudem ebenfalls im offiziellen allerdings wie gehabt geoblockten Live-Stream auf der Seite des japanischen Anbieters Nico Nico Douga (kostenlose Registrierung erforderlich) sehbar. Am Sonntag beginnt J Sports 4 die Übertragung um 5 Uhr deutscher Zeit. Der Start zum 1000km langen Rennen (173 Runden) erfolgt eine halbe Stunde später um 5:30 Uhr. Wie zu jedem Rennen, sollte die Technik nicht verrückt spielen, bieten wir selbstverständlich auch zum International Pokka 1000km unseren exklusiven, deutschen Live-Ticker an. Aufstehen lohnt sich!

flattr this!

March 25 2011

16:25

GT1-WM: Saisonauftakt in Abu Dhabi

Es ist mittlerweile Ende März und langsam nehmen alle namhaften Serien wieder Fahrt auf bzw. haben es wie die Nascar schon getan. An diesem Wochenende startet nun eine Serie in ihre 2. Saison und es könnte auch bereits ihre letzte Saison in der bisherigen Konstellation werden. Die Rede ist von der GT1-WM, der mittlerweile einzigen verbliebenen Serie in der noch Wagen nach GT1-Reglement eingesetzt werden, nachdem die GT1 aus diversen Serien und Rennen wie den 24H von Le Mans oder der ALMS aus dem Reglement gestrichen wurde. Nichts desto trotz konnte man bereits in der 1. Saison über die komplette Saison und quer durch das gesamte Feld fantastische Rennen abliefern.

Die wichtigste Meldung welche vermutlich bereits viele mitbekommen haben, möchte ich natürlich gleich am Anfang hinsetzen: Die Titelverteidiger, Michael Bartels & Andrea Bertolini sowie ihr Team Vitaphone Racing werden mit ihren Maserati 2011 nicht mehr teilnehmen. Schuld ist nicht etwa das Team selber, sondern die von Stephane Ratel eigens geschaffenen Regeln in Bezug auf die Anzahl der Wagen sowie das Thema Sponsoren, aber der Reihe nach. Also eine der wichtigsten Regeln für die Fahrzeuge steht im Reglement der GT1 Weltmeisterschaft, dass ein Wagen wie der Maserati in 4facher Ausführung am Start sein muss und das ganz klassisch auf 2 Team à 2 Wagen verteilt.


Soweit so gut, werden aber z.b nur 2 Maserati genannt wie eben heuer geschehen, dann werden diese nicht zugelassen – begründet wurde diese Regel 2010 bei der Einführung mit einer möglichst großen Chancengleichheit sowie einer möglich fairen Einstufung der Fahrzeuge im Rahmen der BoP. Dies führte dazu, dass oft Satellitenteams entstanden welche zwar die Gelder für den Einsatz der Wagen aufbringen oder gar nicht aufbringen mussten wie z.b Hegersport mit den 2 Maserati welche de facto von Vitaphone betreut werden oder wie Belgian Racing – einem Unterteam von Marc VDS welche für den Einsatz von allen 4 Ford GT verantwortlich zeichnen.
Im Falle der Maserati war aber die Saison nur bei den 2 Hauptwagen von Vitaphone gesichert und es konnten daher nur diese 2 Wagen eingeschrieben werden, da für zwei Maserati egal unter welchem Banner sie gelaufen wären keine ausreichende Finanzierung stand oder kurz gesagt, keine Sponsoren auftauchten. Daher wird dieses Jahr der Titelverteidiger nicht am Start sein.

Wer nun meint dies wäre das einzige Opfer der neue Regeln, sieht sich getäuscht, denn beinahe hätte diese Regel dazu geführt, dass Ratel nicht die mindestens 20 benötigten Wagen für die Saison zusammenbekommen hätte, da der Einsatz der Corvetten auch auf Messers Schneide stand. Ratel benötigt diese Wagen, da in TV Verträgen gerne Mindeststarterzahlen sowie eine festgelegte Anzahl an Läufen festgeschrieben wird und bei nicht einhalten teils hohe Strafen drohen.

Jedoch hat man es noch auf die Reihe bekommen zumindest 2 Vetten für Abu Dhabi an den Start zu bringen und dann für den Rest der Saison auf 4 aufzustocken um somit eben jene 20 Wagen beisammen zu haben. Wer finanziell genau dahinter steckt ist teils ungewiss, es könnte aber auch gut sein dass Stephane Ratel hier noch ein paar Euro selber nach schießen muss.

Nachdem die Maseratis ja nun nicht mehr am Start sind, bleiben aber alle anderen Hersteller an Bord und man wird somit weiter den Aston Martin DBR9 (Hexis und Young Driver AMR), die mittlerweile auch schon betagte Corvette Z06-GT1 (Exim Bank China Team sowie DKR Engineering, wo aber Bamboo Racing hinter dem Einsatz stehen wird), wo ein Chassis anscheinend noch von Pratt & Miller aus den USA per Flieger nach Europa transportiert werden soll um genügend Chassis zu haben, den Lamborghini Murcielago All-Ink sowie Swiss Racing welche von Nissan auf den Lambo gewechselt sind) , den Ford GT (Marc VDS sowie Belgian Luxury Team) sowie die Nissan GT-R (Sumo Power und JR Motorsports).
Nicht mehr am Start sein werden sind Phoenix, Vitaphone sowie Matech welche sich ja komplett als Einsatzteam zurückziehen wollen. Die Ford GT von Matech hingegen bleiben der GT1 weiterhin erhalten, da beide von Belgian Racing übernommen worden)

Eine komplette Übersicht über die Wagen und deren Fahrer welche für Abu Dhabi gemeldet sind:

Aston Martin DB9

Yound Driver AMR #7 Thomas Enge/Alex Müller
Young Driver AMR #8 Stefan Mücke/Darren Turner

Hexis AMR #3 Clivio Piccione/Stef Dusseldorp
Hexis AMR #4 Christian Hohenadel/Andrea Piccini

 
 
 

Lamborghini Murcielago 670 R-SV

Swiss Racing Team #5 Karl Wendlinger/Peter Kox
Swiss Racing Team #6 Max Nilssen/Jiri Janak

All Ink. #37 Marc Basseng/Markus Winkelhock
All Ink. #38 Dominick Schwager/Nicki Pastorelli

 
 
 

Nissan GT-R

Sumo Power GT #20 Enrique Bernoldi/Ricardo Zonta
Sumo Power GT #21 Jame Campbell-Walter/David Brabham

JR Motorsports #22 Peter Dumbreck/Richard Westbrook
JR Motorsports #23 Lucas Luhr/Michael Krumm

 

Ford GT

Marc VDS Racing #40 Bas Leinders/Marc Hennerici
Marc VDS Racing #41 Maxime Martin/Frederic Makowiecki

Belgian Racing #9 Antoine Leclerc/Fabien Giroix
Belgian Racing #10 Martin Matzke/Milos Pavlovic

 

Corvette ZO6-GT1

DKR Engineering #47 Jean-Clause Police/Laurent Cazaneve

EXIM Bank Team China #11 Mike Hezemans/Nick Catsburg

 
 
 
 

Auffällig ist vor allem dass Nissan 4 sehr namhaft besetzte Wagen an den Start bringt und man darf vor allem auf die Auftritt von David Brabham sowie GT1 Neuling Lucas Luhr gespannt sein.

Den Auftakt zur offiziellen Weltmeisterschaft bildet in diesem Jahr wie schon 2010 der Yas Marina Circuit in Abu Dhabi. Dieser Kurs welcher schon aus der F1 und dem ein oder anderen aus der V8 oder der GP2 bekannt sein dürfte hat trotz seines Tielke-Characters letztes Jahr bereits für einen fulminanten Auftakt gesorgt, wie man hier nachlesen kann. Gefahren wird wie in der F1 und 2010 beim Auftakt auch heuer die lange Variante und man darf davon ausgehen dass vor allem am Ende der langen Geraden es zu einigen Ausbremsversuchen kommen wird, aber man wird auch im Infield nicht davor geschützt sein bei einem Fehler an einer nicht gerade üblichen Stelle überholt zu werden wie das letzte Jahr bewiesen hat.

Damals gewann der Ford GT mit Thomas Mutsch und Romain Grosjean am Steuer das Rennen überlegen, jedoch lag dies auch an einer damals noch nicht ausgereiften Einstufung. Auch dieses Jahr wird es daher neben der BoP wieder Zusatzgewichte für die Erstplatzierten geben, welche sich auf bis zu 150kg im Extremfall aufaddieren können um ein möglichst ausgeglichenes Feld zu haben. Mann kann nun darüber streiten ob es Sinn macht den 1. zu bestrafen, jedoch hat diese Regelung zumindest für sehr spannende Rennen gesorgt.

Aber es gibt ja auch nicht nur alte bekannte Strecken im Kalender, sondern auch neue Strecken haben es ins Programm geschafft.
So fährt man dieses Jahr z.B in Belgien, genauer gesagt in Zolder anstatt in Spa, einem Asia Rennen in Ordos (die Strecke auf der die SLF letztes Jahr fuhr und durch die Schanze in der Schikane zu beeindrucken wusste), sowie und das ist nun für alle deutschen Fans sehr wichtig: Am 13. Mai fährt man gemeinsam mit dem ADAC GT Masters einen Doubleheader auf dem Sachsenring welcher den Nürbrugring im Programm ersetzen wird. Wer auf viele schöne GT1, GT3 Wagen, auf enge Rennen und ein ausgiebiges Rahmenprogramm steht sollte sich echt überlegen dort hin zu fahren.

Zumindest diese wird die GT1-WM dieses Jahr auf jeden Fall benötigen, denn nach dieser Saison werden für 2012 nicht alten GT1 wie der Aston Martin oder die Corvette nicht mehr zugelassen sein und man wird sich nach neuen Herstellern umsehen müssen, will man nächstes Jahr nicht mit max. 4 Wagen an den Start gehen, denn aus den offziell angekündigten Herstellern wie Veritas oder Aurora wurde bisher nichts als heiße Luft vermeldet und man darf davon ausgehen dass diese Projekte nicht mehr realisiert werden. Mann kann daher nur hoffen dass die GT1 möglichst viel Werbung in eigener Sache produzieren kann welche man dann aber auch vernünftig ansehen kann. Mann kann nur hoffen dass Sport 1 möglichst viel Live und wenn als Aufzeichnung, dann bitte ordentlich und nicht als 45 Minuten dauernde Zusammenfassung des Wochenendes welche auch noch von 50% Werbung unterbrochen wird. Verdient hätte die GT1-WM es auf jeden Fall.

Zu guter letzt hier noch das offzielle Timetable für Abu Dhabi:

Freitag:
08:00 FIA GT1 World Championship – Free Practice
12:35 FIA GT1 World Championship – Pre-Qualifying
16:45 FIA GT1 World Championship – Qualifying

Samstag:
08:50 FIA GT1 World Championship – Warm up
10:15 FIA GT1 World Championship – Qualifying Race
16:45 FIA GT1 World Championship – Championship Race

Die Zeitangaben sind in (MEZ) angegeben.
Zu sehen sein wird das Qualifying live im Netz und beide Rennen wie immer vom Sender Sport1 oder auf GT1world. Das Live Timing samt Stream findet man unter folgenden Link Und damit man die Wagen samt Fahrer erkennt gibts wie immer einen Spotterguide welche die Kollegen von Spotterguides.com erstellt haben:

March 06 2011

08:00

Die WTCC – Hintergründe und Diskussionspunkte

Zum Start dieser Artikelreihe: In ein paar Wochen geht die Rennsaison wieder richtig los. Und damit für uns Fans auch der Stress: Jedes Jahr kommen neue Klassen dazu. Andere Rennformeln sterben aus, oder werden wiederbelebt. Findige Organisatoren mogeln, wie etwa bei der F2, ein wenig bei den Bezeichnungen. Kurz: Auch der größte Petrolhead kann schon mal den Überblick verlieren.
Daher die Idee zu dieser Artikelserie: Hier soll es um die Hintergründe der wichtigsten Rennklassen gehen. Dazu gehören ein paar “historische” Daten – aber auch die Eckpunte zur aktuellen Position in der Motorsportwelt, etwa zur Präsentation in der Medien oder der Vermarktung. Und dann will ich auch noch die wichtigsten Streitfragen beleuchten, mit die mir zur Serie im Gedächtnis sind – Meinungsaustausch in den Kommentaren ist sehr erwünscht. Den Anfang macht heute die WTCC.

Die Anfänge:
1963 wurde die European Touring Car Challenge im Auftrag der FIA ins Leben gerufen. Der Rennkalender bestand unter anderem aus den Traditionsstrecken Nürburgring, Zandvoort, Zolder und Brands Hatch. Das Starterfeld setzte sich aus wahnwitzigen 9 Klassen zusammen, nach Hubraum geordnet. Trotzdem gab es nur einen Gesamtsieger. Dies führte am Ende der ersten Saison zu der kuriosen Situation , dass gleich 5 Fahrer gleich viele Punkte hatten. Die Serie gewann relativ schnell an Popularität und mehr Hersteller und Fahrzeuge kamen hinzu.
In den 70er Jahren wurde die Serie in European Touring Car Championship umbenannt – und hatte wegen der Ölkrisen mit kleineren Starterfeldern zu kämpfen.

Die 80er und 90er:
Anfang der 80er feilte man massiv am Regelwerk, was effektiv den Tod der Serie bedeuten sollte. Es gab nur noch 4 Klassen, die Kosten explodierten und die Rennsieger waren mit Ford, Toyota und BMW immer die Gleichen. 1988 wurde sie Serie eingestellt, nicht jedoch ohne vorher 1987 unter dem Namen World Touring Championship die internationale Expansion zu versuchen. Diese endete jedoch in einem ziemlichen Disaster. Auf Grund der hohen 60.000 $ Meisterschaftsstartgeld gab es nur 15 Fahrzeuge, die um die Punkte fuhren. Dies sollte für lange Zeit die einzige Saison der WTCC bleiben.
Die Idee von einer Tourenwagenweltmeisterswchaft lebte aber natürlich weiter. Von 1993-1995 wurden Einzelevents, die so genannten Touring Car World Cups ausgetragen, jedoch nur auf jeweils einer Strecke pro Jahr und zwar in Monza, Donington und Le Castellet. Die Bestrebungen für eine Tourenwagenweltmeisterschaft wurden immer konkreter und schließlich wurde 1995 die International Touring Car Championship (=ITC) ins Leben gerufen. Diese war im Prinzip eine “Internationalisierung der DTM”, in der die Kosten explodiert waren. Man brauchte also einen “Grund” so hohe Summen auszugeben, folglich gründete man die ITC. Die Rennen wurden mit gleichen Fahrzeugen und Fahrern ausgetragen, die Veranstaltungen im Deutschland brachten Punkte für die DTM, jene im Ausland für die ITC. Als die Verantwortlichen merkten, dass dieses Konzept (besonders im Bezug aufs Marketing) “überraschenderweise” nicht ganz aufging, strich man die DTM-Saison 1996 und es gab nur noch die ITC. Diese bot sehr spannende Rennen, da fast alle Marken gleich stark waren. Auch das Fahrerfeld liest sich beeindruckend: Alten DTM-Hasen wie Hans-Joachim Stuck oder Klaus Ludwig und ehemalige Formel 1-Piloten wie JJ Lehto oder Aguri Suzuki. Außerdem junge Talente vom Schlage eines Juan-Pablo Montoya, Jan Magnussen oder Alex Wurz – vielleicht eines der wenigen Jahre in jüngerer Zeit, in denen der Weg Richtung Formel 1 über eine Tourenwagenklasse geführt hat. Allerdings waren die Eintrittspreise enorm hoch. Desweiteren ging das Wettrüsten auch in der ITC weiter, welche zum damaligen Zeitpunkt wohl weiter entwickelte Autos als die Formel 1 hatte. Die Kosten explodierten in astronomische Höhen. Schließlich war auf für die ITC nach 1996 Schluss.

2000 und heute:
2000 wurde die Italian Superturismo Championship von der FIA zum European Supertouring Cup umbenannt, auch wenn ein Großteil der Rennen noch in Italien und mit italienischen Fahrern stattfand. 2002 folgte die nächste Namensänderung in European Touring Car Championship (ETCC). Hier tritt Eurosport das erste Mal auf den Plan. Diese übertrugen alle Rennen der ETCC live. 2004 wurde von der FIA beschlossen, die ETCC in die World Touring Car Championship umzuwandeln. Diese weitere Internationalisierung war vorher durch außereuropäische Gehversuche der ETCC vorbereitet worden.
2005 wurde die WTCC schließlich das zweite Mal (nach 1987) ausgetragen. Wieder dabei war Eurosport, die die WTCC auch heute noch mitvermarkten und somit mehr als “nur ein TV-Partner” sind, mehr dazu im weiteren Verlauf des Artikels. Die Rennen wurden damals noch zusammen mit der FIA-GT ausgetragen. 2006 wollte Eurosport, die auch diese Serie live übertrugen, die FIA-GT dazu bringen ihre Rennen um 1 Stunde auf 120 Minuten Rennzeit zu verkürzen. Dies lehnte jedoch die SRO, Organisator der FIA-GT ab. Somit gingen FIA-GT und WTCC ab 2006 getrennte Wege. 5 Hersteller waren in der ersten Saison entweder werksseitig oder auf Kundenbasis dabei: SEAT, BMW, Ford, Alfa Romeo und Chevrolet. 2006 stieg Alfa Romeo werksseitig etwas überraschend aus der WTCC aus und lieferte nur noch technische Unterstützung für Privatteams. Um weiterhin wohl etwas präsenter in der Serie zu bleiben, überwies man das Startgeld an die FIA, womit man in der normalen Fahrerwertung fuhr, und nicht in der Independents Trophy. Erwartet worden war hingegen der Ausstieg von Ford nach einer schlechten Saison 2005.

In den folgenden Jahren gab es kurze Gastspiele von Lada und Honda, die jedoch in keinem großen Engagement mündeten. 2010 stieg dann SEAT werksseitig aus, blieb der Serie aber durch umfrangreiche Betreuung der Privatteams erhalten. Auch BMW begann den schrittweisen Rückzug und war 2010 nur noch mit zwei Werks-Autos dabei. Die Privatteams konnten den Verlust an Fahrzeugen aber in Grenzen halten, so dass man im Durchschnitt immer noch mit mindestens 20 Autos antrat.
2011 wird man mit Volvo immerhin einen weiteren Hersteller in die Serie bekommen, und zwar in Form eines 1-Wagen-Teams. Volvo wird eventuell 2012 komplett werksseitig einsteigen. Auch Subaru denkt wohl über einen Einstieg nach, genau so wie Ford, Honda und – über den Umweg einer argentinischen Niederlassung – Toyota.

Vermarktung:
Die Vermarktung und Organisation der WTCC liegt bei der KSO, Kigema Sport Organisation. Diese war von der FIA schon dazu beauftragt worden die ETCC zu vermarkten, den Schritt der KSO nun auch die Vermarktung der WTCC zu übergeben, erscheint logisch. Noch nachvollziehbarer wird der Schritt, wenn man sich die Besitzverhältnisse an der KSO anschaut. Diese gehört zu 60% nämlich Eurosport. Die KSO an sich wiederrum ist eine Tochterfirma SRW Events Ltd (Super Racing Weekend Events), an der der TV-Sender ebenfalls Anteile hält. Als Eursosport 2003 dort einstieg wurde ein Eurosportmann Vorsitzender von SRW Events.
Wie groß das Gewicht des Senders für die Serie ist, zweigt auch das gelegentliche Verschieben der Startzeiten – manchmal sogar kurzfristig , um sie an das aktuelle Liveprogramm anzupassen. Immerhin wird die WTCC so weltweit in 160 Ländern übertragen.
Es ist schon interessant zu sehen, dass die FIA sich so extrem auf einen Partner eingelassen hat. Man ist schon sehr von Eurosport abhängig. Sollten diese sich entscheiden auszusteigen, steht man plötzlich nicht nur ohne TV-Sender, sondern auch ohne Hauptsponsor und Marketingpartner dar. Derzeit scheint das allerdings unwahrscheinlich – wie kürzlich bei allesaußersport.de zu lesen war, verdient Eurosport mit der WTCC nämlich immer noch gutes Geld.

Diskussionspunkte:
Eurosport: Ein so starker Partner bringt natürlich auch Probleme mit sich. Eurosport möchte aus Programmplanungsgründen die WTCC Rennen möglichst gut zwischen anderen Livevents einbinden. Deshalb gibt es kaum einheitliche Startzeiten oder diese werden kurzerhand verschoben. Dies macht es dem Fan nicht gerade einfacher die Serie zu verfolgen. Auch das Abschieben einiger weniger Rennen zu Eurosport 2 ist zumindest in Deutschland alles andere als erfreulich, da nicht jeder das Programm empfängt. Immerhin dieses Problem ist aber großteils auf Deutschland begrenzt, da nur in Eurosport nur hierzulande Free-TV ist. In allen anderen Staaten ist auch “Eurosport 1″ Pay-TV und in diesen Paketen ist meistens Eurosport 2 mit drin. Über die Gefahren eines Ausstiegs von Eurosport hab ich oben schon geschrieben.

Die Rennlänge: Grundsätzlich ist die Idee von 2 kurzen Sprintrennen ja ganz nett. Allerdings möchte dabei nicht wirkliches Rennfeeling aufkommen, weil zum Beispiel keine Strategie erforderlich ist.Die Rennen haben öfters eher “Destructionsprint”-Charakter, was aber auch durchaus ansehbar ist. Da die WTCC es nicht lassen kann auf Strecken wie Marrakesh und Macao zu fahren ist es auch gut möglich, dass 2/3 des Rennens hinter dem Safetycar stattfinden. Es kommt bei Tourenwagenrennen aber so oder so gerne mal zu Safetycarphasen, deshalb wäre schon viel gewonnen, wenn die angesetzte Distanz kopmplett als Rennrunden gefahren wird und Safetycarrunden nicht ab der dritten als Rennrunden zählen würden. Dass die Rennen nicht länger sind liegt aber vermutlich auch an Eurosport, weil sie so viele Liverechte haben, dass die Wochenenden im Programm immer vollkomen überladen sind.

Reglement: Ganz heikles Thema für die Serie. Oft wurden Entscheidungen, wie der Ladedruck der Seats von Rennen zu Rennen auf Grund von Beschwerden der Hersteller geändert. Dies tut weder der Serie noch ihrer Glaubwürdigkeit gut. Aber die Krone setzte man sich selber 2010 auf, als man die Meisterschaft am grünen Tisch entschied. Eine Meisterschaft nicht auf der Rennstrecke zu entscheiden, ist ein absolutes no-go. Wenn man weitere Hersteller in dier Serie locken will, die man dringend braucht, sollte man dort eine konsequente und fanfreundliche Linie einschlagen.

Nur 1 vollständiges Werksteam: Mit Chevrolet ist nur noch ein vollständiges Werksteam in der Serie vertreten. Das ist auf lange Sicht einfach zu wenig, man kann das Feld nicht nur mit Privatfahrern auffüllen. Auch Konkurrenz zu den Chevrolets wäre angebracht, die diese auf Dauer die Serie wohl doch dominieren würden, deswegen braucht man dringend einen Gegner. Außerdem schaden vollere Startferfelder einer Serie nie.

January 14 2011

09:30

TV Rechte 2011: Was wird wo gezeigt?

Wer in diesem Jahr viel Motorsport sehen möchte, der kommt um eine gute Internetleitung nicht herum. Die Zahl der Streams steigt, einige Serien sind ohne Rechner überhaupt nicht mehr zu sehen.

Es gibt auch 2011 viel Motorsport im Fernsehen zu sehen, aber einige Serien bekommt man weiterhin nur um Netz. Das gilt vor allem für die US-Serien, wobei sich die Lage etwas entspannt. Denn so wie es im Moment ausssieht, wird die ALMS ab 2011 ihre Rennen komplett live auf der eigenen Webseite zeigen. Düster sieht es aber weiterhin bei der NASCAR aus. Die NASCAR selber würde gerne die Rennen, vor allem für das internationale Publikum, gerne im Netz zeigen. ESPN und TNT ziehen schon mit aber FOX stellt sich quer. Der Grund: FOX ist der einzige Sender, der nicht allein per Kabel übertragen wird, sondern auch über die sogenannten “Affiliates” vertrieben wird. Und denen will FOX nicht die Zuschauer und damit die regionalen Werbeeinnahmen wegnehmen. Die NASCAR steckt da in einer Zwickmühle. Zum einen ist FOX, zusammen mit Speed, einer der wichtigsten Partner, andererseits laufen die Verträge noch bis Ende 2015 und so lange will man wohl nicht warten, bis man im Netz präsent ist. Das gilt auch für die sportlich zwar gute, ansonsten aber vor sich hinschwächelnde GrandAm Serie. Warum man die nicht per SpeedTV im Netz zeigt, ist nicht nachvollziehbar.

Ohne Rechner geht in diesem Jahr immer weniger. Die Streams werden mehr und laufen teilweise parallel zu den TV-Übertragungen. Einige Serien bieten sogar einen “On-Demand” Service an, aber das ist eher noch selten. Grundsätzlich ist die Tendenz aber zu erkennen, dass man das Netz als Verbreitungsplattform nicht ignorieren kann. Die Menge und die Qualität der Streams nimmt zu, es gibt immer weniger Serien, die völlig darauf verzichten. Dazu kommt, dass man Geo-IP-Blocking mittlerweile relativ einfach umgehen kann.

Verwunderlich ist aber weiterhin, dass MotorsTV das Internet komplett ignoriert. Die Webseite war schon immer eine Baustelle, der Youtube Kanal beitet nur Fitzel des Programms. Nachdem Kabel Deutschland den Sender aus dem Programmangebot genommen hat, sieht es mit der Verbreitung nicht so doll aus. Zwar ist Motors in England relativ stark, aber es würde Sinn machen, wenn man ein kostenpflichtes Abo-Modell für einen Stream anbieten würde. Warum da bei MotorsTV in dieser Richtung nichts passiert, ist mir ein Rätsel. Für die von MotorsTV übertragenden Serien dürfte die Netzrechte nicht allzu teuer sein, zudem hätte man die Chance sich vor allem für internationale Serien als zuverlässiger Verbreiter zu etablieren.

Interessant ist aber auch, dass die meisten Serien ihr internationales Potential bisher brach liegen lassen. Die Grand Am hatte ich erwähnt, aber auch teilweise hochklassig besetzte europäische Serien gehören dazu. Gemeint sind unter anderem die BTCC und die britische F3. Vor allem letztere ist gerade dabei eine, eine Chance zu verpassen. Die letzten Meister haben es allesamt in die F1 geschafft, die Qualität der Rennen ist enorm, die Konkurrenz hoch, dazu kommt der klassische britische Touch der Serie. Vermarktet wird sie mittlerweile von SRO, die ja auch die FIA GT organisieren, und die wohl auch für die weitere internationalisierung der britischen F3 zuständig sind. Im Moment gibt es nicht mal eine Liveübertragung der Rennen irgendwo im Fernsehen, MotorsTV strahlt eine Zusammenfassung mit ein bis zwei Wochen Verspätung aus. Das kann es ja nun nicht sein, wenn man gegen die F3 Euro usw. antreten möchte. Ein Stream wäre hier besonders dringend zu empfehlen.

Die folgende Übersicht hat noch ein paar Lücken, ich ergänze den Eintrag, sobald ich die Infos habe.

Formelserien
F1 – sky/RTL
sky hat den Vertrag mit der F1 nach viel Hin und Her um ein Jahr verlängert. Grund für die kurze Vertragslaufzeit: Bei RTL laufen die Rechte Ende 2011 aus, beide Sender müssen dann neuverhandeln. sky erhofft sich, dass man Exklusivpartner bei HD/3D werden wird, plus weitere Kameraperspektiven usw.

GP2 – sky
Weiter bei sky.

GP3 – Euro?
Lief 2010 auf Eurosport, habe aber keine Antwort, ob das auch 2011 so sein wird.

Formel Renault 3.5 – Euro
Sollte weiter auf Euro laufen.

Auto GP – Euro
Neu bei Eurosport, weil sie im Rahmen der WTCC die F2 ersetzt.

F2- MotorsTV, Stream
Die F2 wandert zu MotorsTV, wird alle Rennen aber auch als Livestream auf der eigenen Webseite anbieten. Ob es auch On-Demand sein wird, ist nicht bekannt. Ob sich Serienorganisator Dr. Jonathan Palmer damit einen Gefallen getan, bleibt abzuwarten. Hauptgrund für seinen Rückzug aus der WTCC sind wohl die unregelmäßigen Startzeiten der Serie, die Europosrt immer wieder dem Programm anpasst und vor allem im Sommer wild zwischen allen Sendern hin und her schiebt.

F3 Euro – n-tv
Bleibt bei n-tv, die letztes Jahr einen guten Job gemacht haben.

SLF – Stream
Hier bleibt es beim Stream auf der Webseite.

Tourenwagen
WTCC – Euro
Wie gehabt. Eurosport ist Host-Broadcaster und wird die Startzeiten wieder dem Programm anpassen.

BTCC – itv4
Bleibt die nächsten Jahre auch dort, einen legalen Stream gibt es nicht. Wobei man abwarten muss, ob itv4 eventuell auf der Webseite was zeigt. Das könnte man mit einem britischen VPN dann sehen.

DTM – ARD
Nicht neues.

GT1/GT3/GT Endurance – Stream
Ob Sport 1 die GT1-Übertragung fortsetzt ist mir nicht bekannt. Kann auch sein, dass es zu Sport1+ weiter geschoben wird. Die Streams laufen aber weiter, von daher ist es egal. Die GT3-EM wird außerdem live auf MotorsTV gesendet. Ob die dreistündigen Rennen der neuen GT Endurance Series von FIA und SRO im TV zu sehen sein werden, oder ob es wie bei den beiden anderen internationalen GT-Serien auch hier einen Stream geben wird, ist noch unbekannt.

ADAC GT – Kabel 1
Trotz schwacher Einschaltquote hält Kabel 1 an der ADAC GT ein weiteres Jahr fest.

VLN – ??
Es wird Ausschnitte aus den Rennen in verschiedenen Programmen (DMAX, Motorvision, Sport1) zu sehen geben, mehr aber nicht. Die 24H werden bei Sport1 laufen.

Porsche Supercup – sky/Euro
sky überträgt die Serie auch 2011. Sollte auch bei Eurosport zu sehen sein.

Porsche Cup – ??
Sport1, Motorvision?

Scirocco Cup – ??
Sport 1? Motorvision? Auf jeden Fall hatte VW im letzten Jahr ein verstecktes Livestream Angebot, das dieses Jahr wieder da sein sollte.

V8 Supercars – MotorsTV (1 Woche zeitversetzt)
MotorsTV. Bathhurst 1000 wird live gezeigt. Muss man auch abwarten, wie sich das bei MotorsTV entwickelt. Ohne eigenen Stream macht das bei denen langsam keinen Sinn mehr.

Prototypen
LMS – Euro
Vermutlich gibt es wieder die zerstückelte Berichterstattung auf Europsort. Einen Livestream scheint es auch in diesem Jahr nicht zu geben, was mir immer noch ein Rätsel ist. Bleibt Radio Le Mans.

24 H Le Mans – Eurosport
Auch in diesem Jahr gibt es wieder die kompletten 24 Stunden bei Eurosport.

USA
NASCAR – ??
ServusTV verhandelt mit der NASCAR über eine Verlängerung der Rechte. Es bleibt aber bei der Zusammenfassung am Montag. Gerüchteweise könnte das Daytona 500 live bei Servus laufen, weil die Amis das als Paket verkaufen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das stimmt, liegt aber bei unter 10%.

ALMS – Stream?
Es herrscht immer noch eine leichte Verwirrung darüber, ob die ALMS nun alle ihre Rennen live über die eigene Webseite streamt oder doch “nur” on-demand. Wenn es stimmt, wäre das natürlich toll. Das Angebot auf espn3.com soll nur ein Zusatz für die Amis sein. Die Rennen laufen in den USA nur noch teilweise live, der Rest zeitversetzt und zurechtgestutzt oder gar in dem 2010 erprobten “Doku-Drama”-Format, aber immer über ABC/ESPN. SpeedTV ist raus. Über die internationale Verbreitung hat man noch nichts gesagt. Laut Midweek Motorsport ist Radio Le Mans auch noch in Verhandlungen, allerdings ist man ziemlich sicher, dass man wieder dabei ist.

GrandAm – ??
Da wird man auf einen Stream von SpeedTV zurückgreifen müssen.

IRL – Stream
Die IRL streamt auch in diesem Jahr fast alle Rennen. Ausgenommen ist das Indy 500, das muss man sich woanders “besorgen”.

December 16 2010

11:00

Saisonrückblick: Die FIA GT1-Weltmeisterschaft

Was den auf der Strecke stattfindenden Sport anbetrifft, war 2010 ein gutes Jahr für die neue GT1-WM, die Speerspitze des im Umbruch befindlichen Arsenals an internationalen GT-Serien unter der Kontrolle der FIA und der SRO. Blickt man jedoch neben das schmale Asphaltband, tun sich viele Fragen auf.

2009 kündigte Stephane Ratel sein Konzept für eine neue Weltmeisterschaft für GT1-Sportwagen vor. Vieles war neu und die Motorsport-Fachwelt wie auch die Fans wussten nicht wirklich, was sie davon halten sollen. Einstündige Sprintrennen statt Langstrecke und die strikte Reglementierung von sechs Fahrzeugtypen, paarweise eingesetzt von je zwei Teams waren die neuen Ideen, hinzu kam die schon lange in der FIA GT und anderen SRO-Serien eingesetzte Regelung mit Erfolgsballast und Balance of Performance-Nachregulierung auch in der Saison waren schon länger bekannt. Spektakuläre, TV- und fanfreundliche Rennen sollten so geboten werden.

Und, so zeigte die Debutsaison mit ihren 10 Events mit jeweils zwei Rennen, dieses Ziel wurde erreicht. An Spannung und Spektakel auf der Rennstrecke hat es in der Saison selten gemangelt. Fünf der sechs Hersteller haben mindestens ein Hauptrennen gewonnen, lediglich Corvette-Siege gab es nur in zwei Qualifikationsläufen, acht der zwölf Teams konnten Siege feiern. Die strengen Regeln sorgten für ein ausgewogenes Kräfteverhältnis und eine Meisterschaft, die bis zum Ende hin eng hätte sein können, wäre der in Silverstone siegreiche Young Driver-Aston Martin von Darren Turner und Tomas Enge nicht wegen einer um  etwa einen Millimeter zu stark abgenutzt Bodenplatte disqualifiziert worden.

Diese Spannung und Chancengleichheit steht aber stets im Konflikt mit der ursprünglichen Idee des Motorsport, in der die Leistung des Konstrukteurs ebenso viel zählt wie die des Fahrers. Die „Bestrafung“ erfolgreicher Teams führte oft zu einem Wellenrhythmus, zur entscheidenden Frage wurde es, welche Teams auch mit zusätzlichem Ballast noch in der Lage sind, Punkte zu sammeln. Dies gelang wie in den letzten Jahren in der FIA GT Michael Bartels und Andrea Bertolini im Maserati des von Bartels geleiteten Vitaphone-Teams am besten und so dehnten die beiden mit dem vierten Fahrer- und sechstem Team-Titel ihre Serie auch in die neue Serie aus. Doch der Weg zum Titel war lang, umfasste er doch insgesamt zehn Rennwochenenden…

Die Rennen

Die Saison begann mit einem Schockmoment: ausgerechnet auf dem hochmodernen Formel 1-Kurs in Abu Dhabi verunfallte Natacha Gachnang im Qualifying schwer. Am Ende der langen Gerade schoss ihr Matech-Ford GT geradeaus und stauchte mit kaum verminderter Geschwindigkeit die TecPro-Barrieren zusammen. Der hintere Bremskreislauf hatte versagt und zudem erwischte Gachnang beim reflexartigen Durchtreten des Bremspedals auch das Gaspedal. Ein komplizierter Bruch des rechten Beins war die Folge, sie konnte erst im Juni bei den 24h von Le Mans ins Cockpit zurückkehren.

In den Rennen beeindruckten vor allem Thomas Mutsch und der von Renault in der Formel 1 nicht mehr gebrauchte Romain Grosjean: nach mäßigen Qualifying fuhren sie von Rang 11 auf Rang 2 hinter Marc Hennerici und Andreas Zuber nach vorn, im Hauptrennen überholte das Ford-Duo die beiden sogar und siegte dominant mit 23 Sekunden Vorsprung. Vor allem Grosjean beeindruckte mit schnellen Runden und Überholmanövern und zeigte seine Klasse, wozu er in seiner kurzen und schwierigen Formel 1-Karriere keine Chance hatte.

Für die Lamborghini- und Aston Martin-Teams lief es mäßig, gar kein Land sahen die beiden Nissan-Teams Swiss Racing und Sumo Power. Nach dem Wochenende beklagten sich beide über Mängel an der Balance of Performance. Das Problem: bei den Einstufungstests vor der Saison zeigten die Teams selbstverständlich nicht ihre volle Leistungsfähigkeit. Bei von Heinz Harald Frentzen in der Woche vor dem ersten Rennen in Abu Dhabi durchgeführten Vergleichsfahrten zur Feineinstellung wurden dann den Nissan noch einmal 30kg aufgebrummt. Und das Qualifying, das Maßstab für eine kurzfristige letzte Korrektur hätte sein können, war früh abgebrochen worden.

Swiss Racing drohte gar mit dem Rückzug seiner Fahrzeuge für Silverstone, doch die FIA nahm sich des Problems an und stufte alle Fahrzeuge neu ein. Nur der Ford GT blieb unangetastet und diente quasi als Referenz. Aston Martin und Lamborghini bekamen jeweils über 100kg erlassen, Nissan 50kg – das sollte sich als wirksam erweisen, in der Folge war das Feld tatsächlich recht ausgeglichen, wenn auch selbstverständlich mit streckenspezifischen Schwankungen.

In Silverstone wirkte sich die Erleichterung prompt aus, im Qualifikationsrennen gab es einen Doppelsieg für die Hexis-Aston Martin, im Hauptrennen die Markenkollegen Enge/Turner vom Young Driver Team – doch der Sieg wurde aberkannt, wie bereits erwähnt wegen einer zu stark abgenutzten Bodenplatte. Auch die Zweitplatzierten Accary/Makowiecki wurden wegen zu spät angetretener Durchfahrtsstrafe noch einmal bestraft und so fiel der Sieg an Jamie Campbell-Walter und Warren Hughes im Sumo Power-Nissan. Es hatte sich jedoch gezeigt, dass der Aston Martin DBR9 am besten mit langgezogenen, schnellen und mittelschnellen Kurven klarkommt.

Und das bewies er auch beim folgenden Lauf in Brünn, wo Turner und Enge zwei zweite Plätze infuhren. Es siegten jedoch erst Bartels/Bertolini, dann im Hauptrennen Mutsch und Grosjean, die somit die Meiterschafsführendung zurückeroberten. Jedoch nur weil im Hauptrennen einiges schiefgelaufen war – schon der Start war konfus: der Maserati in Front beschleunigte zu früh, der Aston Martin von Turner/Enge fiel im entstehenden Chaos auf Rang 16 zurück, von wo aus sie sich wieder bis auf Rang 2 vorarbeiteten, während Bartels und Bertolini eine Durchfahrtsstrafe auferlegt bekamen. Durch einen schnellen Boxenstopp unter Safety Car-Bedingungen ging der Matech-Ford GT in Führung und hielt diese bis zum Rennende.

Vom Rennwochenende auf dem Circuit Paul Ricard wird wohl vor allem Jamie Campbell-Walters Überholmanöver gegen zwei Konkurrenten auf der Start-Ziel-Geraden in der Schlussphase des Hauptrennens in Erinnerung bleiben. Die Rennen bewiese vor allem zwei Dinge: zum Einen, dass der Kurs es verdient hat, häufiger Rennen zu sehen und nicht nur eine reine Teststrecke zu sein; zum Anderen, dass Bartels und Bertolini im Vitaphone-Maserati immer noch so dominant sein konnten wie in der Vorjahren: Pole und ungefährdete Siege in beiden Läufen. Dabei waren die Maserati von der BoP-Änderung vor diesem Lauf am stärksten betroffen: Corvette, Ford, Aston Martin und Maserati wurden verlangsamt, letztere durch 55kg zusätzlichen Ballast.

In Spa zeigte dann der junge Deutsche Frank Kechele, zusammen mit Ricardo Zonta im Reiter-Lamborghini unterwegs, seine Fähigkeiten. Nachdem er nur zwei der vorangegangenen vier Rennwochenende bestreiten durfte, sicherte er sich mit dem zweiten Rang im Qualifikationsrennen und einem dominanten Sieg im Hauptrennen das Cockpit für den Rest der Saison.

Es folgte Chaos bei Matech: unvermittelt gab man den Abschied von Romain Grosjean bekannt, der zurück in die GP2 wollte, um sich eine weitere Formel 1-Chance zu erkämpfen. Zudem hatte es Streit im Team gegeben, Thomas Mutsch sei zu langsam gewesen, und auch mit dem für Spa eingestellten neuen Teamkollegen Neel Jani habe es Probleme gegeben. Das Schweizer Damen-Auto hatte auch nicht die erhofften Erfolge eingefahren und war bereits nach dem Lauf in Le Castellet aufgelöst worden; die neuen Kombinationen für die folgenden Rennen lauteten: Richard Westbrook/Thomas Mutsch und Neel Jani/Nicolas Prost, wobei letzteres für die letzten drei Rennwochenenden durch Nicolas Armindo ersetzt wurde.

Nach diesem Aufreger zur Saisonmitte stand der nächste Lauf auf dem Nürburgring an – und die zahlreichen deutschen Teams dominierten das Heimatrennen. Darren Turner und Tomas Enge sicherten sich die Pole Position mit vier Zehnteln Vorsprung und gewannen beide Rennen um zehn Sekunden, damit war das Young Driver-Aston Martin-Team – dessen Management sitzt zwar in Kopenhagen, doch die Fahrzeuge werden von Fischer Racing in Paderborn vorbereitet – das erste mit zwei Siegen an einem Wochenende. Dahinter zeigten sich Reiter und Phoenix stark, für letztere war es nach dem Auftaktsieg einer der wenigen weiteren Saisonhöhepunkte.

Vor dem Rennwochenende in der Algarve korrigierte die FIA das Kräfteverhältnis, dem Ford GT wurde ein vergrößerter Luftmengenbegrenzer zugestanden. Dennoch konnten Mutsch und Westbrook trotz grandioser Aufholjagd nichts gegen den Vitaphone-Maserati von Bartels und Bertolini ausrichten: nach schwacher Qualifikation fuhren sie im Qualifikationslauf von Rang 22 auf 5 vor, während Dumbreck/Krumm im Sumo Power-Nissan und Bartels Bertolini wenige Minuten vor Schluss die trotz 20kg Erfolgsballast von der Pol gestartete und bis dahin führende Phoenix-Corvette von Zuber/Hennerici schnappten. In den letzten Minuten des Hauptrennens jagte Westbrook den nach missglücktem Boxenstopp des Sumo Power-Nissan führenden Maserati, doch näher als bis auf 1,4 Sekunden kam er nicht mehr heran.

Der geplante Lauf auf dem Stadtkurs im südafrikanischen Durban, wo auch die A1GP einige Male unterwegs war, musste noch mitten in der Saison gestrichen werden, da der Kurs aus finanziellen Gründen nicht aufgebaut werden konnte. Ein adäquater Ersatz wurde in der brandneuen Strecke im spanischen Navarra gefunden. Mit der Strecke, die zwar auch über einige schnelle Kurven, überwiegend aber über enge mit sehr kleinen Radien verfügt, kamen Ricardo Zonta und Frank Kechele im Reiter-Lamborghini am besten zurecht. Damit konnten sie wichtige Punkte auf die in der Meitserschaft vorn platzierten gutmachen, denn während Bartels/Bertolini zwar mit schwerem Auto noch einige Zähler sichern konnten, ging das Wochenende für Thomas Mutsch punktelos zu Ende.

Noch härter sollte es den deutschen Fahrer/Teammanager in Interlagos treffen: durch eine unverschuldete Kollision früh im Qualifikationsrennen verloren er und Richard Westbrook (der in der Fahrer-WM wegen dem nachträglichen Einstieg aber keine Rolle spielte) jede Chance auf einen echten Eingriff in den Meisterschaftskampf. Tomas Enge und Darren Turner erhielten sich eine kleine Titelchance durch den Sieg im Qualifikationsrennen, doch im Hauptrennen wurden sie durch die schnellere Boxenarbeit des Vitaphone-Teams von Enrique Bernoldi und Gastfahrer Alexandre Negrao im zweiten – oft erstaunlich schwachen – Maserati überholt, die damit einen Heimsieg (vor allerdings spärlichem Publikum) errangen.

Es folgte das Finale auf dem grandiosen und anspruchsvollen Kurs von Potrero de los Funes nahe San Luis in Argentinien. Der Vorsprung von Bartels und Bertolini war groß, so dass die Chance auf den Titel für die engsten Verfolger Turner und Enge bereits vor dem Rennen als klein eingeschätzt werden konnte. Mit dem 17. Rang in der Qualifikation war es dann beinahe endgültig vorbei – dem Erfolgsballast geschuldet, denn die anderen drei Aston Martin fanden sich in den Top 5 wieder mit dem Young Driver-Schwesterauto nach starker Qualifikation des Lokalmatadoren Jose Maria Lopez auf Pole.

Zwar wurde der #1-Maserati früh im Qualifikationsrennen unverschuldet umgedreht und fiel weit ins Mittelfeld zurück, doch auch das änderte nichts mehr. Vorn lieferten Frederic Makowiecki und Yann Claray – nachdem sie bereits beim fliegenden Start die Führung übernommen und danach die von Stefan Mücke ausgelöste Startkollision zwischen drei Aston Martins knapp überstanden hatten – makellose Arbeit ab und siegten mit 13 Sekunden Vorsprung vor Mutsch und Westbrook im Ford GT – damit war die Meisterschaft entschieden. Im zweiten Rennen änderte sich an der Spitze nichts, jedoch gab es im Mittelfeld viele spannende Duelle und Überholmanöver zu bewundern, Michael Krumm schnappte sich vor einer der schwierigen mittelschnellen Kurven gleich zwei Konkurrenten in einer sehenswerten Aktion.

Die Meister

Michael Bartels und Andrea Bertolini sind also zum vierten Mal in Folge Fahrerweltmeister in der höchstklassigen internationalen GT-Meisterschaft. Was sie in der alten FIA GT begonnen haben, konnten sie in der runderneuerten Serie fortsetzen. Ohne die Disqualifikation von Turner und Enge in Silverstone wäre der Kampf um die Krone deutlich enger geworden; dennoch ist der Titel verdient. Von allen Fahrerduos hat dieses die meisten Konstanz bewiesen. Der MC12 wurde von Maserati für den Renneinsatz konstruiert – was im GT-Sport eigentlich unerwünscht ist – doch der Vergleich zu den drei Schwesterfahrzeugen zeigt, dass es nicht nur am Fahrzeug gelegen hat, das ja auch von der strikten Balance of Performance zurückgehalten wurde.

Die Vitaphone-Mannschaft, deren Teamchef Bartels auch ist, sicherte sich ebenso die Team-Meisterschaft, trotz der schwachen Performance des zweiten Fahrzeuges, das nur in vier der 20 Rennen Punkte sammeln konnte. Mit 195 Punkten (138 eingefahren durch die #1) reichte es am Ende deutlich, um vor den oft unauffälligen, aber relativ konstanten Hexis AMR (177) und dem Reiter-Team (155) zu bleiben.

Dessen Fahrer Frank Kechele erreichte trotz zweier verpasster Rennwochenenden einen guten sechsten Rang in der Fahrer-WM. Der von Romain Grosjean kritisierte Thomas Mutsch errang Platz 2 mit 119 Zählern, vor dem Aston Martin-Trio Makowiecki (Hexis, 105), Enge und Turner (104, Young Driver) sowie Marc Hennerici in der Phoenix Corvette, der genausoviele Podiumsplätze einfuhr, wie das Meister-Duo.

Da Aston Martin die einzige Marke ist, die durch zwei etwa gleich starke Teams vertreten wurde, ging die Konstrukteurs-Trophäe, die vom SRO, aber nicht offiziell von der FIA verliehen wird, an den englischen Sportwagenbauer mit 305 Punkten, gefolgt von Maserati mit 270. Es schwächelten vor allem Corvette (über weite Strecken der Saison nur mit drei Fahrzeugen) und Nissan, denn deren Teams  Swiss Racing bzw. Mad-Croc Racing bekamen das ganze Jahr über kaum ein Bein auf den Boden. Zudem wurden beiden Corvette-Teams sämtliche eingefahrenen Punkte für die Teamwertung abgezogen, weil beide (aus finanziellen Gründen) nicht an allen Rennwochenenden jeweils zwei Fahrzeuge einsetzen konnten.

Die Zukunft I – Neue Horizonte!

Der Kalender für das Jahr 2011 wurde auf der FIA-Weltrats-Sitzung am vergangenen Freitag beschlossen und weist einige große Änderungen auf. Ob diese der Serie nützen oder nicht vielleicht eher schaden, das wird sich im Laufe des nächsten Jahres herausstellen müssen.

Im Rahmen der 24 Stunden von Spa, die dieses Jahr als Einzelevent für Fahrzeuge der Klasse GT2, GT3 und GT4 ausgetragen wurde, trug die GT1-Weltmeisterschaft ihre Rennen am Freitag und Samstag aus. Das soll sich nun für 2011 ändern. Denn Stephane Ratel will nicht, dass sein liebstes Kind, die Weltmeisterschaft, „nur“ ein Rahmenrennen ist. Also verlegt man den belgischen GT1-Lauf auf ein anderes Wochenende und eine andere Strecke: nach Zolder. Und ob der Organisator der Serie damit einen Gefallen tut, das darf doch stark bezweifelt werden. Denn viele der GT1-Rennwochenenden in der Debütsaison waren nicht besonders gut besucht. In Spa jedoch konnte man die WM als eine Hälfte eines Doubleheaders einem großen Publikum präsentieren.

Nicht so im nächsten Jahr. Sicher ist der Grundgedanke richtig, die Weltmeisterschaft als Headliner präsentieren zu wollen. Doch noch ist die runderneuerte Serie nicht so etabliert, dass man auf das Synergiepotential verzichten könnte. So wird sich zeigen müssen, ob die Rennaction, die die Meisterschaft 2010 geboten hat, ausreicht, um 2011 die Tribünen und damit auch die Kassen zu füllen.

Das dürfte für die Zukunft auch dringend nötig sein. Viel Geld dürfte man 2010 nämlich auch nicht mit der Vermarktung von Fernsehbildern verdient haben. Doch hier tat die SRO wohl tatsächlich einen guten Schritt: man bot für alle Rennen und Qualifying-Sessions einen qualitativ hochwertigen und kostenfreien Internet-Livestream an, zudem sind alle Events „on demand“ abrufbar. Wenn man keine wirklich großen TV-Verträge aufzuweisen hat, ist das der einzig richtige Weg, eine Fanbasis aufzubauen. In Deutschland zeigte Sport 1 die Rennen nach Gutdünken manchmal live, oft aber auch nur als Aufzeichnung oder Zusammenfassung. Diese durchwachsene Berichterstattung zieht sich durch die meisten großen Märkte, der Deal mit dem Börsensender Bloomberg, der zu Saisonbeginn präsentiert wurde, passt zwar zur Zielgruppe der in der Serie vertretenen Marken, mutet aber dennoch seltsam an. Es bleibt abzuwarten, ob und wie schnell sich daran etwas ändern wird. Für nächstes Jahr wird man aber wohl am Stream als Hauptmedium für Live-Übertragungen festhalten, um den Bekanntheitsgrad der Serie weiter zu erhöhen.

Zurück zum Kalender: Abu Dhabi, Portimao, Navarra, Silverstone, Le Castellet und San Luis bleiben erhalten, letzteres dürfte wiederum ein Doubleheader mit der argentinischen TC2000 werden und entsprechend einige Zuschauer anlocken. Auch die übrigen Bahnen in der Liste stellen keine schlechte Auswahl dar. Vor allem in Silverstone sollte man jedoch einen Blick auf die Tribünen werfen. Sollte die Meisterschaft nicht in der Lage sein, mehr der prinzipiell motorsportbegeisterten Briten an die Strecke zu locken als 2010 – als der Kurs zugegebenermaßen noch eine halbe Baustelle war – wäre das kein gutes Zeichen. Brünn wurde zugunsten der Chinareise gestrichen, da man den Teams verständlicherweise keine zu lange Saison zumuten möchte, zehn bis elf Rennen hat Ratel als Maß für die ersten Jahre festgesetzt.

Für die angesprochene China-Reise erweitert man anscheinend die Kooperation mit der Superleague Formula, die zwar ebenfalls ansprechende Rennen bietet, aber in Fan-Kreisen aufgrund der ungewohnten Verbindung zum Fußball immer noch einen etwas zweifelhaften Ruf hat. 2010 fuhr man bereits gemeinsam auf der neuen spanischen Strecke in Navarra, 2011 wird man die Reise nach Fernost gemeinsam bestreiten, die für Ratel so wichtig ist, und Rennen  auf der einem Steppenpferd nachempfundenen Bahn in Ordos sowie dem engen Peking-Stadtkurs austragen. Da letzterer nicht von der FIA homologiert ist – wohl zurecht, wenn man sich die Bilder du Berichte vom chaotischen SLF-Event dort anschaut – wird das nur ein Showrennen außerhalb der Wertung werden. Ein Rennen in den USA wird 2011 a

December 04 2010

17:05

GT1-Saisonfinale: Rückblick Interlagos & Vorschau San Luis

Der Circuito Potrero de los Funes wäre der beste Ort für einen grandiosen Meisterschafts-Showdown, den man sich vorstellen könnte – doch die Meisterschaften sind so gut wie entschieden. Oder erwartet uns etwa doch noch eine große Überraschung?

Unabhängig von dieser Möglichkeit bleibt aber auf jeden Hall die Hoffnung auf zwei gute Rennen zum GT1-Saisonabschluss auf der pittoresken Naturrennbahn</a> (später mehr) nahe der argentinischen Stadt San Luis. In der Fahrerwertung fehlen Michael Bartels und Andrea Bertolini nach einem mit nur zwei Punkten schwächeren Auftritt in Interlagos diesmal noch sechs Zähler zur Meisterschaft. Vorausgesetzt, Tomas Enge und Darren Turner gewinnen beide Läufe. Dazu müssten die beiden Aston Martin-Piloten eine ebenso starke Form wie am vergangenen Wochenende aufweisen, als die das Qualifikationsrennen (mithilfe eines schnellen Boxenstopps) gewannen und im Hauptrennen Zweite wurden. Es siegten (vor eher spärlich vertretenem Heimpublikum) die beiden Brasilianer Enrique Bernoldi und Alexandre Negrao im zweiten Vitaphone-Maserati – und vergrößerten so das Punktepolster ihrer Teamgefährten.<span id=">

Enge und Turner überholten jedoch Corvette-Pilot Marc Hennerici und Matech-Ford-Fahrer Thomas Mutsch, die beide auf Top-Positionen liegend Kollisionen zum Opfer fielen. Hennerici konnte jedoch noch den dritten Rang im Hauptrennen herausfahren, während Mutsch nach Komplettausfall im ersten Lauf es im zweiten nicht mehr in die Punkte schaffte.

In der Teamwertung ist die Lage ähnlich: Vitaphone-Maserati liegt mit 189 Punkten deutlich vor Reiter-Lamoborghini (142) und Young Driver AMR (137). Bei noch 57 maximal einzufahrenden Punkten (falls einem Team zwei Doppelsiege gelingen) sind auch Sumo Power-Nissan (130) und Hexis-AMR (129) rein mathematisch noch im Rennen. Das Kunststück zweier Doppelsiege an einem Wochenende ist jedoch noch keinem Team gelungen und auch in San Luis aufgrund des ausgeglichenen Kräfteverhältnisses in der Serie kein realistisches Szenario.

Eine entscheidende Rolle spielt dabei wie immer auch der Erfolgsballast: die Meister-in-spe Bartels und Bertolini sind nach dem mittelmäßigen Ergebnis in Sao Paulo wieder ohne Zusatzgewicht unterwegs, während die engsten Verfolger, Enge und Turner, 40kg in ihrem Aston Martin DBR9 verstauen müssen. Ebenso hart trifft es Miguel Ramos und Enrique Bernoldi im zweiten Vitaphone-MC12.

Soweit die Ausgangslage. Der GT1-Tross ist derweil weitergezogen vom größten ins zweitgrößte Land Südamerikas, von der Atlantikküste ins bergige Inland; doch Seen bleiben das Thema: in Sao Paulo fuhr man zwischen zweien, an diesem Wochenende um einen ebensolchen herum, und zwar im Krater eines erloschenen Vulkans 10km nordöstlich von San Luis. Potrero de los Funes heißen der Kratersee und die anliegende Ortschaft und als Rennstrecke dient die Perimeterstraße, die sich entlang des Hangs um das Gewässer windet.

Schon 1987 wurde dort ein Tourenwagen-Event ausgetragen, das jedoch nach mehreren Unfälle, bei denen auch Zuschauer tödlich verletzt wurden, zunächst eine einmalige Angelegenheit blieb. Erst 2008 kam man auf die Idee, die Strecke wiederzubeleben – und zwar richtig: es wurden größere Bauarbeiten vorgenommen, um einen Austragungsort für internationale Rennen zu schaffen. Um die Fia Grade 2-Lizenz zu erreichen, mussten Auslaufzonen geschaffen und an zwei Stellen, an denen das nicht in ausreichendem Maße möglich war, Schikanen eingebaut werden.

Dennoch hat die Strecke</a> aufgrund der Umgebung und ihres Ursprungs als Landstraße ein Flair, das man bei anderen modernen Rennstrecken oft vermisst, mit flüssigen Kurven und Steigungen und Senken und einer Höhendifferenz von etwa 50m. Es gibt einige langgezogene schnelle Kurven, mittelschnelle und blinde Ecken, die zwei Schikanen und die Bergauf-Serpentinen am Südende des Sees. Außerdem stehen, wie a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">diese Tourenwagen-Onboard-Runde zeigt – die Mauern stets nah an der Straße, was zum entscheidenen Faktor werden könnte, auch im Kampf um den Titel.

Die FIA GT fuhr 2008 dort, 2009 musste die Serie das Rennen wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage streichen, die argentinischen Tourenwagen nutzten die Bahn allein. Nun kehrt die runderneuerte GT1-Meisterschaft zurück. Einige Fahrer sind 2008 bereits dabei gewesen, einige nicht, jedoch freuen sich alle auf die anspruchsvolle Fahrerstrecke. Aufgrund der anspruchsvollen Mischung ist es schwierig, Favoriten unten den Herstellern auszumachen.

Im ersten freien Training waren fünf Marken auf den ersten sechs Rängen vertreten, lediglich Corvette ging das Wochenende verhalten an. Frank Kechele und der brasilianische Gaststarter Sergio Jimenez (in Interlagos für Mad Croc-Corvette unterwegs) führten im Reiter-Lamborghini die Zeitenliste an, Bartels/Bertolini fanden sich am Ende auf Rang 3 wieder.

Zwei Teams setzen an diesem Wochenende auf argentinische Piloten: All-Inkl-Lamborghini ersetzt Chritsophe Bouchut (der sich in der Interlagos-Qualifikation den seltsamen Patzer erlaubte, die karierte Flagge mehrfach zu übersehen und die weiße Linie an der Boxeneinfahrt zu überfahren, was zur Disqualifikation führte) durch Ricardo Risatti, der 2006 die spanische Formel 3 gewann und sich danach erfolglos in der GP2, der WSbR, der FIA GT und der argentinischen Tourenwagen-Meisterschaft TC2000 versuchte. Für ihn spricht jedoch, dass er aus dem Jahr 2008 bereits Erfahrung auf der schwierigen Rennstrecke hat.

Young Driver Aston Martin setzt Jose Maria Lopez an der Seite von Stammpilot Stefan Mücke ein. Der ehemalige Renault-Nachwuchs- und F1-Testfahrer hätte 2010 bei USF1 fahren sollen, woraus jedoch bekanntermaßen nichts wurde. Jedoch errang er in den beiden vergangenen Jahren den Titel in der TC2000 und hat entsprechend auch Erfahrung auf dem Circuito Potrero de los Funes. Sowohl Lopez/Mücke als auch Basseng/Risatti schafften es im ersten Training in die Top5.

Anders als sonst finden beim Saisonfinale beide Rennen am Sonntag statt. Nur die Qualifying-Session, mit der die Startaufstellung für das Qualifikationsrennen ermittelt wird, gibt es bereits heute zu sehen, und zwar um 21:15 Uhr im Livestream auf adiverser</a> <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Teams komplett überschwemmt. Außerdem ist das Feld bereits

November 26 2010

11:00

GT1-WM: Vorschau Interlagos

Der Endspurt in der Debutsaison der FIA GT1-Weltmeisterschaft steht an, mit zwei Südamerika-Rennen an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden.

Alle anderen großen internationalen Rennserien haben sich mittlerweile in die Winterpause verabschiedet, sodass die GT1-WM zum Ende ihrer ersten Saison die ganze Aufmerksamkeit der Fans haben sollte. Beide Rennen sollten sich wegen der tollen Strecken auch durchaus anzuschauen lohnen. Doch bevor es Anfang Dezember nach San Luis zum aufregenden Potrero de los Funes geht, ist das brasilianische Interlagos an der Reihe, ebenfalls eine beliebte Bahn. Im Senna-S können schließlich sogar Formel 1-Boliden überholen, es dürften also an diesem Wochenende zwei spektakuläre Rennen bevorstehen.

Um den Meistertitel wird es allerdings nur dann noch einmal spannend, wenn die GT1-Dominatoren der letzten Jahre, Michael Bartels und Andrea Bertolini in ihrem Vitaphone-Maserati MC12, in Brasilien wenig bis gar nicht punkten. Denn auch bei 66 maximal noch einzufahrenden Punkten sind 35 Punkte Vorsprung viel. Schließlich werden Seriensiege, und damit eine Aufholjagd, wie sie notwendig wäre, durch den Erfolgsballast stark erschwert.

Thomas Mutsch (Matech-Ford GT), Marc Hennerici (Phoenix-Corvette) und Frank Kechele (Reiter-Lamborghini) heißen die Verfolger. Insbesondere letzterer hat in dieser Saison sein Talent mehrfach bewiesen, weswegen er auch so weit oben in der Meisterschaft dabei ist, obwohl er an zwei Rennwochenenden ausgesetzt hat. Auch ein Teamgefährt Ricardo Zonta wird bei seinem Heimrennen entsprechend motiviert sein, er geht auch davon aus, dass die Traktion und Motorleistung seines Wagens besonders auf der langen Bergauf-Start/Ziel-Passage ihm und seinen Markenkollegen zum Vorteil gereicht. In der Teamwertung hat Reiter auch noch realistische Chancen auf den Titel, bei nur 18 Punkten Rückstand auf Vitaphone. Hier zählen selbstverständlich auch die zweiten Fahrzeuge der Teams, und bei Vitaphone sitz in diesem mit Enrique Bernoldi ein weiterer Lokalmatador.

Weitere Würze bekommt das Duell dieser beiden Teams dadurch, dass sowohl die #1, das Vitaphone-Topauto, als auch die #25 von Kechele/Zonta mit je 40kg Zusatzgewicht die schwersten Fahrzeuge im Feld sind, während die zweiten Wagen beider Teams mit Normalgewicht unterwegs sein werden – also ein Kampf auf Augenhöhe. Gut möglich aber, dass sich ganz vorne auch wieder andere Teams blicken lassen werden, etwa die Young Driver-Aston Martin, die Pilot Nygaard wegen der langgezogenen, schnellen Kurven im Vorteil sieht, die Sumo Power-Nissan und Matech-Ford GT. Denn letztere sind nach dem desaströsen Hauptrennen in Navarra wieder ohne Ballast unterwegs und haben noch Rang 3 der Teamwertung in Reichweite, während der mathematisch auch noch erreichbare Fahrertitel für Mutsch wohl eher unrealistisch ist.

Die Rennen starten am Samstag um 17:30 Uhr und Sonntag um 18 Uhr deutscher Zeit und sind auf Sport 1 oder, mit jeweils viertelstündiger Vor- und Nachberichterstattung, im Livestream auf der Homepage der Rennserie zu sehen.

November 24 2010

07:12

Ferner liefen: Die Newshappen

// Unterstützung für Hermann Tilke? Neben dem Büro des Aachener Streckendesigners wird, wie am Montag bekannt wurde, auch die amerikanische Architektur-Firma HKS an der Konstruktion der Anlage in Austin, Texas beteiligt sein. Vermutlich werden die amerikanischen Stadionbau-Experten vor allem Know-How bei der Errichtung der Boxengasse und der Tribünen beisteuern – für die Strecke selbst wird wohl weiterhin nur Tilke verantwortlich zeichnen. Zum Streckendesign hat sich übrigens kürzlich FIA-Präsident Jean Todt zu Wort gemeldet, dem wohl mittlerweile auch die Häufung von Überhol-armen Rennen auf Strecken wie Bahrain, Valencia oder Abu Dhabi aufgefallen ist. Daher fordert der Franzose im Interview mit autosport.com, bei der Evaluierung von Strecken durch die FIA künftig neben der Sicherheit auch das Potential für Überholmanöver zu überprüfen. Sogar Änderungen an bereits existierenden Strecken könnte es demnach geben – und zwar möglicherweise schon im kommenden Jahr. Einen Entwurf für eine Änderung gibt es bereits: Silverstone-Umgestalter Populous haben für f1fanatic.co.uk einen Vorschlag mit Ideen zur Umgestaltung der Strecke von Abu Dhabi erstellt. Vorsicht

// Muss Vitantonio Liuzzi am Ende doch noch um seinen Platz bei Force India bangen? Trotz nur mittelmäßiger Leistungen war man ja bisher eher davon ausgegangen, dass das Team den Italiener mangels attraktiver Alternativen am Ende doch behalten würde. Nun hat aber Teamchef Vijay Mallya im Interview mit den Gulf News davon gesprochen, dass man in den kommenden Wochen die “new drivers” für 2011 bekannt geben will. Das ist natürlich etwas missverständlich formuliert, was auch an Mallyas Englischkenntnissen liegen kann (spekuliert jedenfalls Joe Saward) – einige britische F1-Kenner haben die Aussage aber dennoch als einen Wink in Richtung Paul di Resta verstanden. Vorsicht

// Die Formula Palmer Audi ist Geschichte. Jonathan Palmer, Ex-Formel 1-Rennfahrer und seit zwei Jahren mit seiner Firma MotorSport Vision auch Organisator der Formel 2, die auf dem FPA-Konzept basiert, sperrt den Laden nach 13 Saison zu. Der Grund ist, dass die Van Diemen-Chassis (Aluminim-Monocoque, H-Schaltung) aus dem Jahre 1998 mit nicht mehr zeitgemäß sind. Mit neu konstruierten Fahrzeugen nach aktuellen Standards ließe sich das günstige Preisniveau nicht halten, sodass die Serie in der aktuellen wirtschaftlichen Lage und bei der großen Zahl konkurrierender Serien (u.a. Formel Renault) ihre Rechtfertigung verlieren würde. Einige bekannte Namen haben die FPA in den vergangenen 13 Jahren durchlaufen, vor allem in den Anfangsjahren der Serie: die erste Meisterschaft gewann Justin Wilson (heute IndyCar) vor Darren Turner (Sportwagen), Andy Priaulx und Rob Huff ( beide WTCC) wurden jeweils Zweite in der Winter-Serie und auch Romain Dumas und Gary Paffett durchliefen die FPA-Schule. In den letzen Jahren sind Jolyon Palmer und Kazim Vasiliauskas in die F2 aufgestiegen, jedoch fanden sich auch mehr ältere Gentlemen Driver ein. Die Fahrzeuge werden nun von MotorSport Vision für andere Zwecke verwendet, etwa die Formula Jaguar und Firmenevents. (Quelle: Print-Autosport) Stefan

// Überraschung bei der WTCC:  Anfang der Woche wurde bekannt, dass die Formel 2 im Rahmenprogramm durch die AutoGP-Serie ersetzt wird. Die AutoGP, die in diesem Jahr erstmals unter diesem Namen aufgetreten ist, ist die ehemalige Euro F3000 – die seit zwei Jahren mit modifizierten A1GP-Lolas unterwegs ist. Die Partnerschaft betrifft auch das TV-Programm. Alle Rennen der AutoGP werden live auf Eurosport oder Eurosport 2 übertragen – ein großer Schritt für eine Serie, die bisher nur gelegentlich auf Motors TV zu sehen war. Veröffentlicht wurde zu diesem Anlass auch gleich der komplette AutoGP-Kalender für 2011: Neben den sechs Rennen im Rahmen der WTCC (Monza, Marrakesch, Brünn, Donington, Oschersleben und Valencia) wird die Serie Ende August zusätzlich auf dem Stadtkurs von Bukarest gastieren. Vorsicht

// Die Pläne von Lotus, sein Motorsport-Engagement auszudehnen, nehmen Form an: man steht kurz vor dem Abschluss eines Vertrages mit Jetalliance Racing über den Einsatz von zwei Lotus Evora in der GT Endurance-Kategorie der Le Mans Series einsetzen. Bis 2008 setzte das österreichische Team Aston Martin in der FIA GT-Meisterschaft ein, seitdem nahm man nur noch an ausgewählten Sportwagenevents teil, bei den 24h von Spa in diesem Jahr fuhren Lichtner-Hoyer/Seefried/Eckert/Rich einen Porsche 997 GT3 Cup auf Gesamtrang 17 bzw. Rang 4 in der GTN. (Quelle: Print-Autosport) Stefan

// Auch ART könnte sich nach dem Ende des Engagements in der F3-Euroserie einen Wechsel in die Le Mans Series vorstellen. Das Team von Frederic Vasseur evaluiert die Möglichkeit eines Einsatzes in einer der Protoypen-Klassen. Die technische Entwicklung wäre eine willkommene Herausforderung, so der Teamboss. Trotz der Verbindung mit Lotus in der GP2/GP3 und den LMP-Plänen des Sportwagenherstellers will ART zunächst aber als unabhängiges Privatteam antreten. (Quelle: Print-Autosport) Stefan

// Riley Technologies möchte nach Le Mans zurückkehren. Anfang Oktober hat man den Bau eines LMP2-Fahrzeugs angekündigt, das soll es nun sowohl als Coupe als auch als offenes Fahrzeug geben. Das Problem bei der Sache: man findet keine Abnehmer. Lola und Oreca, die ihre Fahrzeuge schon früher vorgestellt haben, stellen starke Konkurrenz dar, denn unter der neuen Budgetgrenzen-Regelung muss man mit Qualität punkten und die trauen die Teams offenbar eher den etablierten Le Mans-Konstrukteuren zu als Riley, die in den letzten Jahren der Sarthe ferngeblieben sind. Und solange man keinen Kunden hat, kann man es sich auch nicht leisten, überhaupt ein Fahrzeug aufzubauen. Stefan

// Fahrer-News gibt es in der Indycar-Serie:
- Roger Penske hat in der Radio-Sendung Trackside Ende vergangener Woche stätigt, dass Ryan Briscoe auch im kommenden Jahr den dritten Wagen neben Will Power und Helio Castroneves pilotieren wird.
- Im FAZZT-Team bahnt sich derweil eine Überraschung an: Ho-Pin Tung hat am Sonntag in Sebring für die kanadische Mannschaft getestet. Gerüchte sprechen davon, dass man kurz davor steht, einen Fahrer-Vertrag mit dem chinesisch-niederländischen GP2-Piloten zu unterzeichnen.
- Außerdem soll Graham Rahals Engagement bei Ganassi Racing mal wieder kurz vor der offiziellen Bekanntgabe stehen. Bisher sollen die Verhandlungen daran gespießt haben, dass Rahal das dritte Auto mit seinem eigenen, persönlichen Sponsor finanzieren möchte – was Ganassi-Geldgeber Target gar nicht gefällt. Eine Lösung in Form eines Satelliten-Teams für Rahal scheint aber in Sicht.
- Und schließlich hat auch noch (Group) Lotus-Chef Dany Bahar bei der Präsentation angedeutet, dass seine Firma im kommenden Jahr das Engagement bei KV Racing ausbauen will – und optimistisch von “drei oder mehr Autos” in den Lotus-Farben (im kommenden Jahr übrigens in der IRL das klassische Schwarz-Gold) gesprochen. Gerüchteweise möchte man trotz der vielen Totalschäden 2010 zumindest EJ Viso und Takuma Sato im Team behalten.
Vorsicht

// Und gleich nochmal Lotus-News: ART, die ja neuerdings auch unter dem klingenderen Namen “Lotus ART” firmieren, werden Williams-Tester Valtteri Bottas nach zwei guten, wenn auch nicht sensationell erfolgreichen Jahren in der F3 Euroseries in die GP3 Serie verschiebenVorsicht

// Nach de Erfolgen in Macau gibt es für die F3 Euroseries gleich wieder gute Neuigkeiten: Peter Mückes Team bleibt der strauchelnden Serie auch im kommenden Jahr erhalten – und plant dafür im Moment mit drei Autos. Vorsicht

// Die Fahrzeuge der eingemotteten Formel BMW werden eine neue Heimat in der britischen Intersteps-Nachwuchsserie finden, die Fahrern ab 15 Jahren eine Aufstiegschance bieten soll. Diese entsteht aus der bisherigen “Young Guns”-Meisterschaft, die in Zukunft von der britischen Racing Steps Foundation unterstützt wird. Die RSF pflegt Kontakte zu den Teams Carlin und Fortec, die entsprechend einen Einstieg in die Serie erwägen. (Quelle: Print-Autosport) Stefan

October 22 2010

17:26

FIA GT1: Vorschau Navarra 2010

Die FIA GT1 Weltmeisterschaft gehört noch zu jenen, die in diesem Jahr noch etwas andauern. Allerdings scheint der Meister schon festzustehen.

Navarra? Noch die gehört, werden viele denken. Die Strecke in der gleichnamigen Provinz in Nord-Spanien ist auch erst in diesem Jahr eröffnet worden. Der Boom in Sachen neue Kurse in Spanien hält also an, ob das über die Jahre auch so bleiben wird, ist eine andere Sache. Navarra ist eine ziemlich kurze Strecke, gerade mal 4 Kilometer lang, hat aber 15 Kurven. Ein Video mit einer Runde auf der Strecke gibt es in der Vorschau zum Superleague Rennen. Die schweren GT1 werden sich in Navarra jedenfalls schwer tun. Aber man fuhr ja auch in Adria, die Fahrer kennen das also mit den engen Strecken.

In der Meisterschaft sieht es danach aus, als ob die mehrmaligen Champions Bartels/Bertolini sich auch in diesem schon wieder den Titel werden holen können. Sie haben beide 122 Punkte und führen damit mit 27 Punkten vor dem Ford GT Fahrer und Teambesitzer Thomas Mutsch. Hat man ein gutes Wochenende, kann man zwar 31 Punkte machen, aber dafür müsste der Maserati von Bartels schon komplett ausfallen, was im Laufe des Jahres noch nicht passiert ist. Dazu kommt, dass der Maserati auf der engen Strecke von Navarra etwas besser gehen sollte, als der Ford GT, dessen Stärke eher auf den langen Geraden liegt. Hinter Mutsch hat nur noch Mark Hennerici, der die Corvette Z06 pilotiert. Die könnte auf dem engen Kurs relativ gut gehen, zumal mit dem Ex-DTM-Piloten Alexander Margaritas ein Fahrer mit an Bord ist, der sich in diesem Jahr in der GT1 sehr gut geschlagen hat. Aber Hennerici hat schon 42 Punkte Rückstand und seine Chancen sind dementsprechend gering.

Richtig weit vorne sollten aber die Nissan GTR liegen. Der kompakte, leichte und mittlerweile dank der Balance of Performance auch richtig konkurrenzfähige Wagen, wird als erster Sieganwärter gehandelt. Die beiden Fahrerpaare Campell-Waters/Hughes und Dumbreck/Krumm sind erfahren genug und der Nissan von Sumo Power hat in diesem Jahr schon gezeigt, dass er siegen kann. Allerdings gelangen beide Siege auf den eher schnellen Strecken in Silverstone und Portimao.

Gefragt ist in Navarra nicht Aerodynamik, sondern eher die Traktion und vor allem die Bremsen. Es wird sich also lohnen in beiden Rennen die Sache zunächst vorsichtig angehen zu lassen. Wer Reifen und Bremsen bis zum Ende spart, könnte davon profitieren. Allerdings wird es mit dem Überholen eher schwierig werden. Man kann sich auf zwei spannende und gute Rennen einstellen.

Das ist dann auch das letzte Rennen der GT1 in Europa. Doch statt wie viele andere Serien die letzten Rennen in Asien zu begehen, zieht der Tross der GT1 nach Südamerika. Nach dem Rennen in Spanien folgt eine Pause von vier Wochen, bevor man am 28.11 in Interlagos und am 5.12 auf der wunderschönen Strecke von San Luis die Saison beendet.

Die Rennen am Wochenende kann man bequem über den Stream der Serie sehen.

October 16 2010

10:00

DTM: BMW, keine Vorschau und eine Umfrage

BMW steigt also nun doch in die DTM ein. Voraus gegangen war eine monatelang andauernde Diskussion um die neuen Regeln.

Nun also doch. BMW hat ganz offiziell seinen Einstieg in die DTM bekannt gegeben. Ab 2012 will man gegen Audi und Mercedes mit einem Wagen auf Basis des M3 antreten. Die Münchner hatten schon früh klar gemacht, dass bei einem Engagement in der DTM entweder der Werkseinsatz in der ALMS oder in der WTCC über die Klinge springen muss. Welche Serie dran glauben muss, ist noch nicht bekannt. Auch hatte man einen Einsteig in die DTM von neuen Reglement abhängig gemacht. Und genau darüber gab es im Sommer wohl einen gepflegten Streit zwischen Mercedes und BMW. Für BMW ist es wichtig, dass der Einsatz sich monetär auszahlt. Sieht man mal von Einsatz in der Formel Eins ab, fährt BMW traditionell die Linie, dass man die in einer Serie eingesetzten Wagen auch an Kunden weiter verkaufen kann. So profitieren etliche Serien weltweit vom Engagement des Herstellers in der S2000 Klasse. Wie genau das neue Reglement aber aussehen wird, wurde bisher noch nicht verraten. Offenbar wird die DTM aber nicht die einzige Serie auf der Welt sein, die nach den neuen Regeln arbeiten wird.

Hans-Werner Aufrecht, ITR-Vorstand, hat schon im Sommer angedeutet, dass man mit der Super GT in Japan und der NASCAR über eine Serie spricht, die auf den jeweiligen Kontinenten eingesetzt werden kann. Die Idee, vor der Erstellung neuer Regeln mit anderen Veranstaltern über die Zukunft zu sprechen, ist sicher eine der besseren Ideen. Die DTM steht in ihrer momentanen Verfassung nicht zu letzt deswegen vor dem Aus, weil sich kein anderer Hersteller finden lässt, der sich auf die sehr speziellen und teuren Regeln der DTM einlassen will. Dazu kommt, dass der Vorsprung von Audi und Mercedes in der Serie so groß ist, dass ein neuer Hersteller in faktisch nicht mehr aufholen kann. Neue Regeln waren also unumgänglich.

Doch wie soll man die ausgestalten? Offenbar hält man bei der ITR wenig davon, einfach die Super2000/NGTC oder GT2/GT3 Regeln der FIA zu übernehmen. Das ist auf verschiedenen Ebenen nachvollziehbar. Zum einen braucht die Welt nun wirklich nicht noch eine GT-Serie, die per Balance of Performance zu einem Event zusammen geregelt wird. Zum anderen bietet eigene Regeln auch größere Freiheiten und die Möglichkeit, sich zu unterscheiden. Während die Freiheiten die Hersteller anlocken soll, ist das Untescheidungsmerkmal bei der Sponsorensuchen ja nicht ganz unwichtig.

Wie oben erwähnt besteht BMW aber darauf, dass man die Chassis aber auch in anderen Serien verwenden kann. Das würde die DTM bedeuten, dass man einen Wagen hat, der mehr oder weniger auf den FIA GT Regeln basiert. Ähnlich wie bei den leicht unterschiedlichen Regeln der FIA und des ACO, könnte man so die Wagen ohne großen Aufwand anpassen. Genau dies scheint aber nicht zu passieren. Stattdessen plant die Serie selber in andere Länder zu exportieren. In Japan soll, so die ITR, die Super GT (GT 500) zur Saison 2013 die Regeln der neuen DTM übernehmen. Das würde bedeuten, dass die drei deutschen Hersteller ihre Fahrzeuge auch dort starten lassen, im Umkehr dafür, könnten die japanischen (Semi-) Werksteams auch in Europa an den Start gehen. Das macht Sinn, denn bekommt man Toyota oder Honda dazu, ab 2013 in die DTM einzusteigen, dürften andere europäische Hersteller (Citroen, Fiat, Ford) ein erhöhtes Interesse bekunden.

Gleichzeitig ist man wohl mit der NASCAR im Gespräch. Angeblich würde man gerne bei sechs Rennen der GrandAm und bei weiteren sechs der NASCAR im Rahmenprogramm starten. Die Zusammenarbeit mit der auch nicht gerade extrem populären GrandAm macht ja Sinn, aber mit der NASCAR? Bisher ist allerdings nicht erwähnt, im Rahmenprogramm welcher NASCAR Serie man unterwegs sein will und die Amis haben ja einiges an Serien zu bieten. Überhaupt stellen sich beim US-Engagement etliche Frage. Will man Ovale fahren? Oder nur die Strassenkurse? Woher sollen die Teams kommen? Woher die Fahrer? Wer sollte sich in den USA dafür interessieren?

Sinn würde es ja machen, wenn die Grand Am ihre bisherigen Regeln in der GT-Klasse (Regeln, pdf), die eh schon in einigen Bereichen den GT3 Regeln nicht unähnlich sind, für die neuen Regeln der DTM opfern würde. Aber das scheint nicht der Fall zur sein. Stattdessen will man eine weitere Serie etablieren, was ich, grob gesagt, mutig finde. GT-Sport ist in den USA nicht gerade ein Highlight, schon in der ALMS, kommen die meisten Protagonisten aus Europa.

Wer die DTM Vorschau für das Rennen auf dem kastrierte Hockenheimring vermisst, bitte hier noch die Begründung lesen, warum wir die DTM für dieses Jahr aus dem Programm genommen haben.

Es macht aber auch keinen Sinn, eine Serie immer nur zu kritisieren. Daher meine Frage an die Leser: Wie würdet Ihr euch die “neue DTM” vorstellen? Was sind Eure Wünsche? Was gilt es zu verbessern?

September 29 2010

11:25

Ferner liefen: Die Newshappen

// Nun könnte es doch schon im kommenden Jahr so weit sein: Bernie Ecclestone hat im Interview mit der BBC verkündet, dass die FOTA möglicherweise schon 2011 alle Formel 1-Rennen in HD produzieren wird. Wenn auch die Aussage noch etwas schwammig wirkt: Denn im selben Atemzug meint er auch, dass es das Signal nur dann geben wird, wenn sichegestellt ist, dass alles in “Top Qualität” vorliegt – was “wahrscheinlich erst 2012″ der Fall sein dürfte. Immerhin: Fans hochauflösender Bilder dürfen nun wieder hoffen. Und mit ihnen sky, die sichsicher darüber freuen würden, dieses neue Feature exklusiv vermarkten zu können. (Vorsicht)

// Sofern sie denn überhaupt weiter übertragen: Denn laut Aussage von sky-Sportchef Carsten Schmidt in den Stuttgarter Nachrichten, steht die Formel 1 beim deutschen Bezahlfernsehen “auf dem Prüfstand“. Grund: Angeblich lassen sich mit der Königsklasse keine Neukunden gewinnen – der Erhalt von Bestandskunden spielt in diesem Kalkül wohl keine größere Rolle. Das Problem besteht vor allem auch darin, dass die Konkurrenz durch die Übertragung bei RTL im Free TV zu groß sei. Stattdessen will sich sky auf Sportarten konzentrieren, die in Deutschland nicht gratis zu empfangen sind. Wie gut diese Strategie bisher funktioniert hat, zeigt der durchschlagende Erfolg der sky-Übertragungen von NASCAR oder der Indycar-Series, aber auch der zahlreichen weiteren Sportarten, die derzeit im reichhaltigen, um nicht zu sagen “üppigen” Angebot des Senders zu bewundern sind. Natürlich kann man die Aussage auch als Taktik in den derzeit stattfindenden Verhandlungen mit Bernie Ecclestone betrachten – aber wären da die “Stuttgarter Nachrichten”, bei allem Respekt, wirklich das Medium der Wahl? Siehe dazu auch der Eintrag von gestern. (Vorsicht)

// Wie jedes Wochenende auch diesmal ein Korea-Update. Auf einer lokalen Internetseite ist ein Video davon aufgetaucht, wie die Strecke angeblich am 23.9. ausgesehen haben soll. Für alle, die Probleme mit der hierzulande äußerst langen Ladezeit haben: Die Strecke sieht so aus, als habe sich seit Chandhoks Demo-Run nicht besonders viel verändert. Überall stehen Baumaschinen herum, die Streckenbegrenzungen sind zum Teil noch unverankert, Auslaufzonen unbefestigt und die oberste Asphaltschicht liegt auch noch immer nicht. Neu: Einige sehr unschöne Schlaglöcher in der Sicht darunter, die angeblich vom unsachgermäßen Einsatz schweren Baugeräts stammen sollen. Auch Bernie Ecclestone kommentierte die Wahrscheinlichkeit, dass das Rennen stattfinden wird in Singapur eher verhalten – wenn auch weiterhin eher davon augegangen wird, dass am Ende doch alles knapp gutgeht. Der Inspektionstermin wurde jedenfalls schon mal auf den Montag nach dem Japan-GP verschoben. Was im Grunde für ein Rennen spricht – denn eine Absage zu derart später Stunde kann sich wohl keiner leisten. (Vorsicht)

// Weitere Streckennews gibt es gleich im Viererpack:
1. war die BBC gemeinsam mit Karun Chandhok zu Gast auf der indischen Baustelle, wo innerhalb des nächsten Jahres ein Formel1-Strecke entstehen soll. Und das Video zeigt, dass auch dort noch so Einiges zu tun bleibt. Ein Höhenterrain für die Bahn wurde wohl geschaffen, und die Streckenführung wohl mittlerweile notdürftig befestigt. Allerdings: Bisher steht kein einziges Gebäude. Dort, wo in Kurve Eins eine Senke entstehen soll, befindet sich derzeit ein kleiner See. Aber auch, wenn nach dem Desaster um die heuer von Indien ausgetragenen Commonwealth-Spiele und den langsamen Baufortschritt in Korea  im Fahrerlager einige Fragezeichen um den GP aufgekommen sind: Noch ist wohl ausreichend Zeit, um rechtzeitig fertig zu werden.

2. Ist erstaunlicherweise noch immer unklar, ob der erfolgreiche Grand Prix in Singapur auch nach Auslaufen des aktuellen Vertrages im Jahr 2012 weiter ausgetragen wird. Der Handels- und Industrieminister des Stadtstaates hat sich in einem Interview mit den Straights Times (via crash.net) jedenfalls ein wenig vorsichtig geäußert, und von einer “robusten Kosten-Nutzen-Analyse” gesprochen, die man zu diesem Thema durchführen will. Anders ausgedrückt soll das wohl heißen, dass man sich von Bernie Ecclestone einen besseren Vertrag erwartet, wenn er das von ihm als “Kronjuwel” bezeichnete Rennen noch länger durchführen will.

3. Gleichzeitig stehen möglicherweise schon wieder neue Austragungsorte vor der Tür: Wie Joe Saward berichtet, war der Premierminister des wohlhabenden afrikanischen Inselstaates Mauritius zu Gesprächen in Singapur vor Ort. Die Insel hat sich in den vergangenen Jahren als Sponsor diverser Nobelsport- und Kulturevents, wie etwa dem Pferderennen in Ascot oder den Filmfestspielen in Cannes einen Namen gemacht, und könnte daran interessiert sein, ihr Tourismusproil mit einem Formel 1-Rennen zu steigern. Und für die Königsklasse könnte ein WM-Lauf einen glamourösen Weg darstellen, auch in Afrika präsent zu sein.

4. Der Traditionsstrecke in Snetterton steht über den Winter ein Umbau bevor. Jonathan Palmer, Besitzer von MotorsportVison, denen wiederum die Strecke gehört, hat gegenüber Autosport bekannt gegeben, dass die B