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March 02 2011

07:56

Ferner liefen: Die Newshappen

// Red Bull hat einen umfangreichen Sponsorenvertrag mit Infiniti unterzeichnet. Die Nobel-Tochter des Nissan-Konzerns wird 2011 und 2012 mit großflächigen Sponsorenaufklebern auf den Autos und den Overalls des Teams vertreten sein. Wegen der engen geschäftlichen Verbindung zwischen Nissan und Renault waren im Vorfeld einige Beobachter davon ausgegangen, dass auch Red Bulls Renault-Motor ab 2012 als “Infiniti” gebrandet sein könnte. Dem ist aber nicht so, die Autos werden auch künftig Red Bull-Renault heißen. Gewinner dieses Deals ist ganz klar Red Bull: Der Wagen trägt weiterhin den Namen des Getränkeherstellers, man bekommt aber zusätzlich Sponsorgelder von Infiniti, die man sonst selbst  hätte zahlen müssen. Außerdem soll es eine technische Zusammenarbeit geben: Beim östereichischen Team hofft man von Nissans Elektronik Know-how zu profitieren, um bei der KERS-Entwicklung mithalten zu können. Was sich Renault/Nissan von dem Deal erwarten ist dagegen weniger klar. (Vorsicht)

// Der vorläufig abgesagte Bahrain-GP könnte schon früher als gedacht nachgeholt werden. Bernie Ecclestone hat gegenüber Autosport angedeutet, dass er derzeit daran denke, das Rennen in der eigentlich als Sommerpause gedachten Zeit Mitte August auszutragen. Das könnte für Mensch und Material zu einer echten Belastungsprobe werden, denn zu dieser Jahreszeit liegen die durchschnittlichen Höchsttemperaturen in Bahrain bei 39°C. Ecclestone hält dieses Problem aber offenbar für überwindbar, und appelliert (gewissermaßen) an den Idealismus der Teams: “I think the teams are sensible enough even to race in Bahrain in the summer break, and despite high temperatures, because this is the way we can support the country.” Eine endgültige Entscheidung soll es spätestens bis zum Saisonstart geben. (Vorsicht)

// Mercedes hat sich die restlichen Anteile am eigenen Team gesichert. Bisher gehörten noch 24.9% Ross Brawn und Nick Fry, doch diese Anteile wurden jetzt von Mercedes und deren Partner Aabar Investments PJS übernommen. Mercedes hält jetzt 60%, Aabar 40% des Teams. Die staatliche Investmentgesellschaft aus Abu Dhabi hält ebenfalls rund 9% am Daimler Konzern. Wie viel Geld in Kassen von Brawn und Fry geflossen sind, ist nicht bekannt. Don

// Timo Glock wird die Testfahrten in Barcelona versäumen. Der Virgin Pilot musste sich am Montag den Bliddarm entfernen lassen, und wird daher in den nächsten paar Tagen etwas leiser treten. Für Australien sollte er aber wieder voll einsatzfähig sein, wie dem Twitter-Feed des Teams zu entnehmen ist. (Vorsicht)

// Außerdem gab es in dieser Woche noch eine ganze Menge lesenwerter Interviews mit führenden Motorsport-Persönlichkeiten. Bernie Ecclestone hat mit dem Spiegel seine Ansichten zum Verhältnis zwischen Sport und Politik, zu Michael Schumachers Comeback verraten. Außerdem hat er dabei seine Idee für ein Medaillensystem in der Formel 1 wieder aufgewärmt – und vorgeschlagen, Strecken künstlich zu überfluten, um die Rennen spannender zu machen. Max Mosley hat in einem halbstündigen Radio-Interview mit der BBC erstaunlich offen über seinen Sexskandal und den Schutz der Privatsphäre gesprochen – hier zum Nachhören. Und Randy Bernard hat dem hauseigenen Internetauftritt indycar.com ein stellenweise recht selbstkritisches Interview über sein erstes Jahr als INDYCAR-Chef gegeben. (Vorsicht)

// Opel wird 2012 nicht in die DTM einsteigen. Das meldet motorsport-total.com unter Berufung auf einen Artikel im Fachmagazin “Sponsors”. Angeblich fehlt es an Fachpersonal für den Aufbau eines Teams, außerdem wäre wohl auch die Zeit schon zu knapp. Spekuliert wird nun über einen Einstieg 2013. Ob die Chancen dafür allerdings angesichts dieser Meldungen besonders gut stehen, darf bezweifelt werden. (Vorsicht)

// Jules Bianchi muss noch einmal um seinen Meistertitel in der GP2 Asia zittern. Nach dem Ausfall der beiden Bahrain-Runden haben die Veranstalter kurzfristig ein weiteres Renn-Wochenende in Imola anberaumt, das vom 18.-20. März stattfinden soll. Damit stellt sich zwar endgültig die Frage, was an der Serie noch “Asia” sein soll – weil das Equipment aber offenbar schon wieder von Bahrain nach Europa transportiert wurde ist es aber verständlich, dass man nicht wieder alles nach Asien transportieren möchte. Etwas befremdlicher ist da schon die Auswahl des Austragungsortes Imola. Die nach dem Umbau wieder deutlich schnellere Strecke scheint für die GP2 doch etwas riskant. Immerhin besteht die Möglichkeit, vor Start/Ziel die Schikane zu nutzen, die auch von der Superbike WM verwendet wird. Ob die GP2 das auch macht, war bisher nicht in Erfahrung zu bringen. (Vorsicht)

// Die IndyCar Serie bleibt in den Schlagzeilen. Nach der Ankündigung, beim Saisonfinale fünf Piloten aus anderen Serien um ein Preisgeld von fünf Millionen Dollar fahren zu lassen wird nun eifrig über mögliche Kandidaten diskutiert. A.J. Allmendinger hat kürzlich sein Interesse bekundet. Der ehemalige Indy 500 Sieger Juan-Pablo Montoya scheint dagegen wenig Lust auf eine Open-Wheel Rückkehr zu haben. Ehemalige IndyCar-Piloten werden insgesamt nur in Ausnahmefällen antreten dürfen – und zwar dann, wenn sie von einem dafür zuständigen Komitee als “Legenden” anerkannt werden. Piloten wie Tomas Scheckter, Paul Tracy oder Bertrand Baguette dürfen also nicht auf den Jackpot hoffen. Einen sehr lesenswerten, aber auch furchtbar ausführlichen Artikel zum Thema hat Marshall Pruett vom speedtv.com verfasst. (Vorsicht)

// Und dann gibt es auch noch schlechte Neuigkeiten aus der IndyCar Series: Tony Kanaan wird in der kommenden Saison doch nicht für de Ferran Racing an den Start gehen. Der Meister von 2004 hat es nicht geschafft, genügend Sponsorengeld aufzutreiben. Damit steht nicht nur Kanaans sportliche Zukunft in Frage – auch das Team musste Ende vergangene Woche (zumindest vorübergehend) seine Pforten schließen. (Vorsicht)

// Sam Schmidt, Besitzer des Sam Schmidt Racing Teams hat Teile des FAZZT-Teams erworben. Bisher sind nur die Umrisse des Deals bekannt, es sieht aber wohl, zumindest auf längere Sicht, nach einer Fusion der beiden Mannschaftten aus. Fix scheint, dass Alex Tagliani wie geplant die volle Saison für FAZZT bestreitet. Ebenfalls unangetastet von der Fusion dürften die Schmidt-Einsätze Wade Cunninghams in Texas, Kentucky und Las Vegas, sowie von Townsend Bell und Jay Howard beim Indy 500 bleiben. Möglich scheint allerdings, dass sich aus der Zusammenarbeit der beiden Teams zusätzliche Cockpits oder zumindest weitere Einsatzmöglichkeiten für die Teilzeitpiloten ergeben. (Vorsicht)

// Der Meister der AutoGP-Serie 2011 darf sich auf eine Testfahrt in einem GP2 Auto freuen. Außerdem hat die Serie in der vergangenen Woche bekannt gegeben, dass man plant, eine U21-Wertung für Nachwuchspiloten einzurichten. Der Sieger dieser Wertung bekommt ebenfalls einen GP2 Test. Das deutet auf eine Zweifach-Strategie der Serienorganisatoren hin: Einerseits plant man wohl verdiente und erfahrene Piloten vom Stile eines Giorgio Pantano oder Romain Grosjean gegen Paydriver vom Schlage des “businessman” Giuseppe Cipriani antreten zu lassen. Andererseits soll sich die AutoGP aber wohl auch als ernstzunehmende Jugendserie profilieren. Die aktuellen Fahrerverpflichtungen aus der vergangenen Woche: Die beiden Italiener Fabio Onidi (23) und Fabrizio Crestani (23) bei Lazarus, und der 18-jährige Niederländer Daniel De Jong bei MP Motorsports. (Vorsicht)

// In der GP3-Series gibt es derzeit auch laufend neue Meldungen zu Fahrerverpflichtungen: Manor Racing wird 2011 mit Istanbul-Sieger 2010 Rio Haryanto und Adrain Quaife-Hobbs weitermachen. Das dritte Cockpit bekommt der Finne Matias Laine, der bisher mit mittelmäßigem Erfolg in der Formel Renault 2.0 und der F3 Euroseries angetreten ist. Jenzer holt den Russen Maxim Zimin aus der Formula Abarth. Arden Racing hat bekannt gegeben, dass neben den schon bekannten Mitch Evans und Simon Trummer der Brite Lewis Williamson für die Truppe an den Start gehen wird. Für Tech 1 fahren der Rumäne Doru Sechelariu und der Finne Aaro Vainio, während die amerikanische Zukunftshoffnung Conor Daly von Carlin Racing verpflichtet wurde. (Vorsicht)

// In der Formel Renault 3.5 hat derweil US-Talent Jake Rosenzweig für die kommende Saison beim Mofaz-Team unterschrieben. (Vorsicht)

// Und schließlich hat auch noch die Formel 2 Organisation verlautbart, dass der Russe Max Snegirev 2011 in der Serie an den Start gehen wird. (Vorsicht)

// Die WTCC plant wieder einmal an einem Rennen in den USA, und möchte zu diesem Zweck mit der amerikanischen USTCC kooperieren. Schon 2012 soll es so weit sein. Wie ernst diese Bemühungen nach dem Scheitern anderer WTCC-Projekte wie etwa den Rennen in Russland und Argentinien, und den bisher nie zustande gekommenen Läufen in den USA, der Absage des Mexiko-Rennens im vergangenen Jahr und dem angeblich drohenden Pleitegeier über der Marokko-Veranstaltung 2011 zu nehmen sind, darf freilich hinterfragt werden. (Vorsicht)

// Der neue Aston Martin LMP1 wurde gestern vorgestellt und er sieht… merkwürdig aus. Erinnert mich, Gulf-Lackierung hin oder her, an ein Bügelbrett. Don

// Die Kollegen von “Mulsanne Corner” wollen erfahren haben, dass es bei den Testfahrten mit dem neuen Peugeot LMP1 einen heftigen Unfall gegeben haben soll. Angeblich soll das 908 sogar abgehoben haben. Von Peugeot gibt es zu diesem Thema natürlich keine Stellungnahme. Don

// Der zumindest auf der Rennstrecke allseits beliebte Lord Dryson hat gegenüber “SpeedTV” ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert, was seine Zukunft angeht. Man wird beim EVCUP starten, einer neuen, auf rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge ausgerichtete Serie, die im Sommer in Silverstone startet. Dryson wird dort zusammen mit seinem Langzeitpilot Jonny Cocker an den Start gehen. Eine weitere Teilnahme in der ALMS wird es in diesem Jahr nicht geben. Schade, wir werden seine Lordschaft vermissen. Don

// Zum Thema “Rennen ohne Motorlärm” gab es die Woche auch einen schönen Text von Le Mans Urgestein Paul Truswell. Don

// Erste Bilder des neuen Lola B11/40 LMP2 sind jetzt aufgetaucht. Don

November 03 2010

07:38

Ferner liefen: Die Newshappen

// Nach Informationen der FAZ hat sich der Volkswagen-Konzern gegen den Einstieg in die Formel 1 entschieden. Weder wird man mit einem eigenen Team antreten, noch andere Teams mit Motoren beliefern. In den letzten Wochen gab es Spekulationen etwa über eine Rückkehr von Porsche in die Königsklasse. Entsprechende Analysen und Konzepte wurden wohl auch ausgearbeitet, letztlich nun aber verworfen. Stattdessen könnte es ein Engagement in der WRC geben, ebenso lässt der Artikel die Vermutung anklingen, es könne einen Porsche-Prototypen in Le Mans geben. (Stefan)

// HRT wird, sofern man den Winter finanziell überlebt, im kommenden Jahr Getriebe von Williams nutzen. Derzeit setzt man ja, so wie auch die anderen Newcomer Lotus und Virgin Getriebe von Xtrac – mit diesen Produkten ist aber keines der Teams wirklich zufrieden. Lotus wird aller Wahrscheinlichkeit im kommenden Jahr auch beim Getriebe auf Renault setzen, einzig Virgin scheint noch keinen Ersatz gefunden zu haben. Die Kooperation mit Williams ist für HRT jedenfalls nahe liegend – benützt das Team doch als einzige der etablierten Mannschaften ebenfalls Cosworth-Motoren. (Vorsicht)

// Während HRT also noch mit grundsätzlicheren Planungen beschäftigt ist, beschäftigen sich die anderen beiden Newcomer-Teams schon intensiver mit den Fahrerpaarungen für 2011. So soll bei Lotus Jarno Trulli vor der Ablöse stehen – und zwar angeblich durch Bruno Senna. Der hat sich zwar in seinem ersten Jahr nicht durch großartige fahrerische Leistungen profilieren können und hatte in Japan und Korea sogar mit Sakon Yamamoto zu kämpfen. Aber Senna im Lotus-Renault – das hätte trotzdem was. Jarno Trulli wird unterdessen nachgesagt, er könnte sich im kommenden Jahr womöglich in Richtung NASCAR orientieren, sollte es mit der Formel 1 tatsächlich nichts mehr werden. Bei Virgin scheinen sich derweil die Anzeichen zu verdichten, dass Neo-Testfahrer Jerome D’Ambrosio 2011 vor einen Beförderung zum Einsatzpiloten stehen könnte. (Vorsicht)

// Ex-HRT Pilot Karun Chandhok wird in diesem Jahr wohl nicht mehr in einem Formel 1 Auto zu sehen sein – zumindest hat der Inder selbst kürzlich in einem Interview bestätigt, dass seine Aufmerksamkeit nun einem Cockpit für 2011 gelte. Und da will er angeblich derzeit mit drei Teams in Gesprächen über ein Renncockpit stehen – um welche Mannschaften es sich dabei konkret handeln könnte, ist allerdings unklar. (Vorsicht)

// Etwas überraschend: Vergangene Woche hat Mercedes GP bekannt gegeben, dass beim Junior-Test in Abu Dhabi der britische Youngster Sam Bird im Cockpit sitzen wird. Nicht bekannt ist, welche Gründe für die Wahl des aktuell Fünften in der GP2-Meisterschaft ausschlaggebend waren, und ob Mercedes konkrete Zukunftspläne mit dem ART-Piloten hat. (Vorsicht)

// Bernie Ecclestone setzt derweil seine beliebte Serie kontroversieller Interviews fort, und zwar in der Financial Times. Kernaussagen diesmal: Bernie ist von den neuen Teams enttäuscht, und meint wörtlich, er würde gerne “ein paar dieser Krüppel” wieder loswerden. Gemeint ist damit wohl im wesentlichen HRT – auch bei Virgin rät er allerdings Richard Branson dringend dazu, finanziell eine Schippe nachzulegen. Sonst habe einzig Lotus eine realistische Zukunftsperspektive. Joe Saward spekuliert, dass hinter Bernies wiederholten Attacken auf die kleinen Teams ein finanzielles Motiv stecken könnte. Das in der Konstrukteurs-WM elft- und zwölftplatzierte Team erhält nämlich gemäß dem bis 2012 gültigen Concorde-Agreement je 10 Millionen Dollar aus einem speziellen Topf. Dieses Geld könnte sich die FOM aber behalten, wenn es nur zehn Team gäbe. (Vorsicht)

// Fraglich ist demnach auch, ob es wirklich schon 2011 eine HD-Übertragung von der Königsklasse geben soll – zumindest Onboard-Aufnahmen sind laut Ecclestone keinesfalls in HD möglich, da die Kameras dafür zu groß seien. Dem entgegen steht die Nachricht, dass der brasilianische TV-Sender Globo kürzlich bestätigt haben soll, die Formel 1 im kommenden Jahr in nativem HD zu übertragen. (Vorsicht)

// Stecken die Planungen für den US-Grand Prix 2012 nun doch in Problemen? Ein internes Planungsdokument, das von Austin News KXAN veröffentlicht wurde, spricht von einer Bauzeit von 24 Monaten – bei einem Baubeginn im Dezember dieses Jahres also zu lange für einen Grand Prix im Juni 2012. Die Planungsgesellschaft spricht in einer ersten Reaktion von einem Missverständnis – in den 24 Monaten sei auch die längt angelaufene Planungsphase mit einbegriffen. Das Dokument listet übrigens auch eine ganze Reihe von Serien auf, die die Veranstalter neben der F1 auf die Strecke locken möchten – darunter die NASCAR, Indycar und die “Moro GP” (sic). (Vorsicht)

// In Bulgarien schreiten die Planungen für den möglichen Bau einer Formel 1-Strecke dagegen voran – angeblich möchte man im Dezember so weit sein, mit Bernie Ecclestone einen Vertrag abzuschließen. Schon 2012 könnte der Lauf dann auf dem Kalender stehen. Das wiederum könnte die Rennen in der Türkei und in Ungarn gefährden – meint jedenfalls Organisator Bogdan Nikolov. Um auch abseits der Formel 1 Betrieb auf die Strecke zu locken, plant man in Bulgarien ein ganz besonderes Feature – eine Art Bodenheizung, die den Asphalt stets auf einer konstanten Temperatur halten soll. (Vorsicht)

// Peugeot hat vergangene Woche in Monza eine Übergangsversion seines LMP1 getestet. Auffälligste Neuerungen an dem bislang 90X genannten Fahrzeug waren die nach dem 2011er Reglement vorgeschriebene Finne über der Heckverkleidung, die Airbox auf dem (weiterhin geschlossenen) Cockpit und die Heckpartie. Die Motorabdeckung ist nun flacher, der Heckflügel hängt an zwei “Schwanenhälsen” und die Auspuffrohre enden am Heck, nicht wie bisher seitlich vor den Hinterrädern, diese drei Eigenschaften teilt sich das neue Modell mit dem Audi R15. Die Konfiguration des hinteren Fahrzeugendes ist aber noch nicht abschließend, ebenso ist laut technischem Direktor Bruno Famin noch unklar, mit welchem Motor der 908-Nachfolger ausgerüstet wird; motorsport-aktuell.com jedoch schreibt, es sei ein neuer Hybrid-Dieselmotor an Bord gewesen. Einige Bilder gibt es hier. (Stefan)

// Knalleffekt bei der Formel 2: Der britische TV-Kommentator Ben Constanduros meldet, dass die Nachwuchsformel 2011 nicht mehr im Rahmenprogramm der WTCC startet – damit wird die F2 sehr wahrscheinlich auch nicht mehr auf Eurosport zu sehen sein. Erstaunlich ist, dass die Trennung angeblich von der F2-Betreiberin Motorsport Vision ausgegangen sein soll – die fühlte sich nämlich von der WTCC stiefmütterlich behandelt, weil in Monza 2011 die Formel Renault 3.5 in deren Rahmenprogramm an den Start gehen wird. Zudem war man wohl bei Eurosport auch mit der Rolle der “zweiten Geige” hinter der WTCC unzufrieden. Im Rahmen welcher Serie die F2 nun im kommenden Jahr an den Start geht, ist bisher unbekannt – und auch, wo und ob man die Rennen im TV sehen kann ist fraglich. Ebenfalls unklar ist zur Stunde, welche Serie nun die WTCC unterstützen soll – angeblich arbeitet man bei Eurosport aber schon an Ersatz. (Vorsicht)

// Turbulente Woche auch bei den Indycars: Tony Kanaan wurde endgültig von Andretti Autosport aus seinem laufenden Vertrag entlassen, und “darf” sich nun bei anderen Teams nach einem Cockpit umsehen. Nur wenige Stunden später gab das Team dann dafür die Verpflichtung von Ryan Hunter-Reay bis 2012 bekannt. Dem Vernehmen nach hat man sich bei Andretti finanziell etwas verrant: Im Vertrauen darauf, dass 7-Eleven als Kanaan-Sponsor erhalten bleibt, hat man angeblich schon direkt nach dem Indy 500 einen zweijährigen Vertrag mit “RHR” unterfertigt – und so die verbleibenden Sponsoren an den Texaner gebunden. Als 7-Eleven dann unerwartet doch absprang, stand das Team mit einem ausfinanzierten Auto und an Hunter-Reay gebundenen Geldgebern da – aber hatte plötzlich kein Geld mehr für Teamleader Kanaan. Verständlich, dass der Brasilianer im Moment nicht so gut auf die Mannschaft zu sprechen sein soll. (Vorsicht)

// Ein Top-Cockpit soll dagegen Graham Rahal ergattert haben – Gerüchte sprechen davon, dass der Jungstar im kommenden Jahr für Chip Ganassi starten wird. Ein Grund zur Besorgnis für Fans von Dario Franchitti und Scott Dixon ist das aber nicht. Denn Rahal bringt über eigene Sponsoren angeblich um die 10 Millionen Dollar mit – genug für ein drittes Ganassi-Auto neben den beiden Stammpiloten. (Vorsicht)

// Ebenfalls der IRL erhalten bleibt Rookie Bertrand Baguette – das hat er zumindest der belgischen Nachrichtenagentur Belga erzählt. Details zu einem konkreten Vertrag mit einem Team sind nicht bekannt. (Vorsicht)

// Das Team von Signature Plus hat derweil bekannt gegeben, dass man 2011 in der F3 Euroseries mit dem aktuellen F3-Cup Vizemeister Daniel Abt an den Start gehen will. Was ja auch dafür sprechen würde, dass das Team 1) davon ausgeht, dass es im kommenden eine F3 Euroeries geben wird, und, dass man 2) dort auch wirklich teilnehmen will. (Vorsicht)

// Zwei Neuigkeiten gibt es in dieser Woche auch von den australischen V8 Supercars:
- Einerseits sind Gerüchte aufgetaucht, wonach BMW daran interssiert sein könnte, ab 2012 in der Serie zu starten. Und zwar dann, wenn das neue Reglement jenem der “neuen” DTM ausreichend ähnlich ist, um mit einem geringfügig umgebauten Auto in beiden Serien antreten zu können.
- Und andererseits gibt es einen Kalender für die Saison 2011. Viele Änderungen sind diesmal nicht dabei – es wird allerdings mit Abu Dhabi nur noch ein Rennen im Nahen Osten geben, Bahrain wurde aus dem Kalender entfernt. Dafür kehrt Barbagallo Raceway nahe Perth zurück. Das ist ein wenig erstaunlich, weil man der Strecke in diesem Jahr aus Sicherheitsgründen den Rücken gekehrt hatte – die notwendigen Umbauten sollen aber erst 2012 abgeschlossen sein.

1. 12. Februar – Abu Dhabi
2. 20. März – Adelaide
Ohne Punkte: 27. März – Royal Albert Park (F1-Rahmenprogramm)
3. 17. April – Hamilton
4. 8. Mai – Barbagallo
5. 19. Juni – Hidden Valley
6. 10. Juli – Townsville
7. 21. August – Queensland Raceway
8. 18. September – Phillip Island
9. 9. Oktober – Bathurst
10. 23. Oktober –  Surfers Paradise
11. 13. November – Symmons Plains
12. 20. November – Sandown
13. 4. Dezember – Sydney
(Vorsicht)

// LMS: OAK Racing wird für 2011 das offzielle Entwicklunsteam für die Reifen von Dunlop in den LMP-Klassen. GT-Eins berichtet indes auch darüber, dass das Team ab 2011 mit 3,4 Liter Judd Motoren in der LMP1 am Start sein wird. (Flo aus N.)

// Dallara bastelt derweil schon eifirg am neuen Chassis für die Indy Car Series, welche ab 2012 mit einem neuem Chassis antreten will. Zur Zeit konzentriert man sich auf die sogenannte “Safety-Cell(Flo aus N.)

October 21 2010

07:04

Formelrennen: Das letzte Finale

Maldonado, Gutierrez, Mortara, Vergne und Stoneman – in fast allen Nachwuchsserien stehen die Meister längst fest. Erfrischend also zu sehen, dass am Wochenende noch ganze 5 Teams Chancen auf den Titel in der SLF haben.

Realisitsche Chancen, den Führenden Davide Rigon (RSC Anderlecht) noch einzuholen hat vor allem Max Wissel. Der für den FC Basel startende Deutsche hat vor dem Finale auf der neuen Strecke in Navarra nur sieben Punkte Rückstand. Dahinter liegt Craig Dolby (Tottenham Hotspur), der lange Zeit in der Meisterschaft geführt hat, und zuletzt in China wieder seinem zwischenzeitlichen Formtief entkommen zu sein scheint. Die ganz große Sensation wäre es, wenn Ben Hanley noch den Titel für Olympiaco holen könnte – der Ersatzmann des beim Rennen in Brands Hatch schwer verünglückten Chris van der Drift hat so wie Dolby nur 19 Zähler Rückstand. Yelmer Buurman (AC Milan) hat mit 44 Punkten Abstand wohl nur noch Außernseiterchancen – möglich ist in der SLF aber bekanntlich alles. Eine andere (kleine) Entscheidung gab es am vergangenen Wochenende bei der F3 Euroseries, wo noch der Vizetitel und der des “Rookie of the Year” vergeben wurden.

Letzteren konnte sich Antonio Felix da Costa bereits beim verregneten (aber dennoch etwas actionarmen) Rennen am Samstagmorgen holen – ein neunter Platz war genug. Etwas spannender gestaltete sich die Entscheidung um die Vizemeisterschaft: Die hätte Marco Wittmann nämlich noch am Sonntag an Williams-Testpilot Valtteri Bottas verlieren können, sofern der Finne gewonnen hätte. Hat er aber nicht – weswegen Wittmann auch mit Rang acht noch zum Vizetitel fuhr.

Die Saison ist damit zu Ende – und wie in der Vorschau schon geschrieben kann ich mir nur schwer vorstellen, dass ihr irgendjemand in der F3 Euroseries viele Tränen nachweint. Und weil klar ist, dass sich etwas ändern muss, haben die F3 Euro-Verantwortlichen am Wochenende nicht nur einen neuen Kalender vorgestellt, sondern auch ein ganz neues Konzept für den Ablauf der Rennwochenenden.

Wie das dann konkret ablaufen soll, habe ich in den Newshappen schon grob geschildert. Daher hier nur soviel: Ich habe ein paar Zweifel, ob diese Pläne sich so einfach in die Realität umsetzen lassen. Im Grunde ist es ja legitim, auch die zweitschnellste Runde aus dem Quali für die Startaufstellung heranzuziehen – aber ist es nicht doch ein wenig kompliziert? Und verhindert das nicht auch, das Piloten in ihrer schnellsten Runde an die Grenzen gehen – weil ja immerhin Auto und Reifen noch eine zweite Runde halten müssen? Und wie sieht es mit allfälligen Strafen aus? Und vor allem: Versteht das der Zuseher an der Strecke und am TV-Bildschirm noch alles? Man darf jedenfalls gespannt sein, wie sich die F3 Euro im kommenden Jahr präsentiert.

Superleague Formula

Finanziell soll das Rennen in Beijing ein Erfolg gewesen sein, aus sportlicher Sicht dürfte sich aber (abgesehen von Sensationsmann Earl Bamber) nur noch einer darüber gefreut haben: Tabellenführer Davide Rigon (RSC Anderlecht). Der hat beim zweiten China-Auftritt der Fußball-Rennserie zwar keine guten Ergebnisse erzielt – weil für den Lauf aber wegen mangelnder FIA-Lizenz der Strecke etwas überraschend keine Punkte vergeben wurden, liegt das Team immer noch in Front. Zu sicher darf er sich seiner Sache aber trotzdem nicht sein. Wie in der Einleitung geschildert, haben auch noch vier weitere Teams Chancen auf den Titel – und dass in der Superleague Formula buchstäblich in jedem Rennen alles passieren kann, haben wir in dieser Saison ja schon mehrfach erlebt.

Austragugsort des Finales ist die erst vor wenigen Monaten eröffnete Rennstrecke im spanischen Navarra, auf der noch keiner der Piloten über größere Erfahung verfügt. Auch auf Youtube ist noch wenig Onbaord-Material zu finden, weshalb ich hier auf Material zurückgreifen muss, dessen Ersteller weder besondere Fahr- noch Kamerakünste demonstrieren. Einen (für mich recht positiven Erst-)Eindruck vermittelt es aber allemal.

Am Steuer der Autos werden zum Großteil wieder die üblichen Verdächtigen Platz nehmen – und das wird das Publiikum an der Strecke sicher freuen. Denn mit Celso Míguez (Galatasaray), Maxi Cortés (AS Roma), Marcos Martínez (Sevilla FC), Adrián Valles (Sporting Lissabon), Andy Soucek (Flamengo) und Maria de Villota (Atlétic de Madrid) sind gleich sechs Lokalmatadore am Start. Neu dabei: Esteban Guerrieri. Der argentinische Überraschungsmann der vergangenen WSbR-Saison wird für den PSV Eindhoven an den Start gehen.

Die Veranstaltung – die sich ausnahmsweise mit keinem andern Motorsport-Großereignis überschneidet – wird leider abermals nicht im deutschen TV übertragen. Der kostenlose Online-Stream soll aber wie gewohnt auch zum Finale wieder zur Verfügung stehen. Sport 1 bringt dem Vernehmen nach am Freitag, 29.10. um 17:00 Uhr eine Zusammenfassung.

October 20 2010

06:31

Ferner liefen: Die Newshappen

// Bernie Ecclestone hat dem britischen Guardian ein ausführliches Interview gegeben. Neben dem üblichen Indiskutablen wie etwa einer Wiederholung dessen, was er schon in der Vergangenheit über Demokratie, Diktaturen, Hitler und Saddam Hussein gesagt hat, gab es auch ein paar brauchbare Aussagen – nämlich zur Entwicklung des Formel 1 Kalenders in den kommenden Jahren. Kurz zusammengefasst: Der Große Preis der Türkei könnte tatsächlich nach dem Rennen im kommenden Jahr vor dem Aus stehen. Auch Spa steht wohl auf der Kippe, sofern Förderungen der belgischen Regierung ausfallen. 20 Rennen pro Saison sind weiterhin das Ziel, es könnte aber vorübergehend auch einen etwas größeren Kalender geben. (Vorsicht)

// Zwei neue Gerüchte gibt es auch an der Fahrerfront: Pedro de la Rosa hat in einem Interview mit der spanischen Zeitung Diario AS erzählt, dass er im kommenden Jahr gerne für HRT an den Start gehen würde, und auch bereits entsprechende Gespräche führt. Dafür müsste das Team natürlich im kommenden Jahr auch noch existieren. Ein Hintergrundbericht von pitpass.com lässt daran aber zumindest zweifeln. Bei Williams neigt man derweil wohl doch eher dazu, Nico Hülkenbergs Vertrag für 2011 zu verlängern. Auch, wenn Pastor Maldonado noch nicht ganz aus dem Rennen ist, wie Joe Saward erfahren haben will. (Vorsicht)

// Die F3 Euroseries hat in der vergangenen Wochenende ihre Pläne für 2011 bekannt gegeben, darunter der Kalender für 2011 und ein neues Wochenendformat. Und das fällt, vorsichtig gesagt, ein wenig kompliziert aus: Am Freitag wird es zunächst ein Qualifying geben. Die Startaufstellung für das erste Rennen am Samstag (etwa 40 Minuten) ergibt sich dann aus der jeweils zweitbesten Runde jedes Fahrers. Neu: Am Samstagnachmittag soll es auch noch ein Sprintrennen geben – dessen Startaufstellung ergibt es aus einen Reverse Grid der besten acht des ersten Samstagsrennens. Die besten Runden vom Freitagsqualifying gelten dann schließlich für die Startaufstellung des dritten Rennens, das wie gewohnt am Sonntagmorgen stattfinden wird.
Der Kalender selbst ist weitgehend unverändert. Saisonstart ist wieder in Paul Ricard, das Finale steigt in Hockenheim. Neu im Programm ist der Österreichring. Nicht mehr dabei: Die Großbritannien-Runde im Rahmen der DTM in Brands Hatch. Ein mögliches zehntens Rennwochenende ist geplant, Näheres dazu soll in den kommenden Wochen veröffentlicht werden. (Vorsicht)

// Nur wenige Stunden später gab auch die britische Formel 3 ihren Kalender für 2011 bekannt. Der hat zwar noch keine genauen Daten – aber man will ja nicht hinter der F3 Euro anstehen. Von der angeblich geplanten Internationalisierung der Serie ist auf den ersten Blick nur wenig zu erkennen. Immerhin: Die Saison startet im April mit einem Rennen in Monza. Die Deutschland-Ausgabe wurde von Hockenheim zum Nürburgring verschoben, das Frankreich-Rennen von Magny-Cours nach Paul Ricard. Die Rennen in Großbritannien beleiben auf den gleichen Strecken wie in diesem Jahr – der Streit mit Jonathan Palmers Motorsport Vision-Gruppe, die die Kurse in Brands Hatch, Snetterton und Oulton Park besitzt scheint wohl beigelegt. (Vorsicht)

// Auch bei der Superleague Formula schielt man schön langsam mit einem Auge auf die Saison 2011. Und die ersten Rennen außerhalb Europas waren wohl zumindest finanziell ein Erfolg – zumindest hat sich Serien-CEO Robin Webb in einer Presseaussendung mit den Worten zitieren lassen, er sei zuversichtlich, dass man auch im kommenden Jahr wieder in China an den Start gehen werde. (Vorsicht)

// Und gleich noch einmal zu Kalender-News für 2011: Die WTCC, die ihren Plan ja eigentlich bereits vor einiger Zeit verlautbart hat, könnte noch einmal umbauen. Zumindest scheint derzeit eine Verlegung der britischen Runde von Brands Hatch nach Donington geplant. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es aber bisher noch nicht.  (Vorsicht)

// HVM hat laut der Holzausgabe der MSa Interesse bekundet, in die ALMS einzusteigen. Die IRL Pläne bleiben davon unberührt. Don

// Überhaupt ALMS. Das Regelchaos geht weiter. Während man sich in diesem Jahr eine eigene LMP-Klasse zusammen gebastelt hatte, in deren Regelment sowohl P1 als auch P2 unterkamen, will man 2011 wieder nach ACO Regeln mit zwei Klassen antreten. Das würde nach dem neuen LMP2 Gesetzen des ACO aber bedeuten, dass die bisherigen LMP2 der ALMS gar nicht startberechtigt wären. Im Moment prüft man, ob man die P2 auf P1 upgraden kann, denn echte LMP1 Starter wird man nach der Absage von Audi gar nicht bekommen. Die in Sachen Reglement ja sehr kreativen Amerikaner versuchen nun in Gesprächen mit allen Teams eine Lösung zu finden. Man könnte sich natürlich wieder was zusammenbasteln, doch zwei Läufe der ALMS sind auch im Interconti Cup gesetzt. Man muss die Regeln also so zurecht dengeln, dass die ALMS-Starter ohne große Umbaumaßnahmen an beiden Läufen teilnehmen können. Don

// Zwischen Richard Petty Motorsport und Kasey Kahne herrscht dicke Luft. Am letzten Wochenende hatte Kahne auf Grund einer Magenverstimmung den Wagen an J.J. Yaley im Rennen übergeben, startete aber am nächsten Tag beim einem lief aber am nächsten Tag einen Langstreckenlauf. Bei RPM ist man naturgemäß nicht erfreut. Es ist aber auch kein Geheimnis, dass Kahne seit seiner Unterzeichnung bei Hendrick keine Lust mehr auf RPM hat. Seine Leistungen sind in diesem Jahr auch eher mittelprächtig, selbst verglichen mit AJ. Allmendinger macht er keine gute Figur. Beide Seiten werden wohl froh sein, wenn man sich nicht mehr sehen muss. Don

// Die miserablen Quoten der NASCAR machen den Verantwortlichen Kopfzerbrechen. Die Rennen waren bisher im Chase gar nicht so schlecht, aber den Quoten hilft es nicht. Es hilft sicher nicht, dass Jimmie Johnson schon wieder den Chase dominiert, und dass im Moment es so aussieht, als könnten nur noch Danny Hamlin und Kevin Harvick den mehrmaligen Meister abfangen. Das Dale Earnhardt jr. nicht gewinnt, ist sicher auch nicht hilfreich, kann aber nicht der einzige Grund sein. Man vermutet, dass die Startzeit in den USA (13.00 Uhr) zu spät ist, weil man mit den NFL Spielen kollidiert. Aber selbst wenn man, wie früher, eine Stunde eher starten würde, wäre eine Verbesserung wohl nicht in Sicht. Heute Nachmittag folgt noch ein Artikel, in dem ich auf die Problematik näher eingehen werde. Don

October 14 2010

10:11

Formelrennen: Spannung, Chaos und Finale

Riesen-Chaos bei der SLF und ganz großes Renn-Kino bei der Formel Renault 3.5 – das Wochenende hatte für Formel-Freunde wieder Einiges zu bieten. Und schon in wenigen Tagen folgt in Hockenheim das nächste Finale.

Und wieder ein Wochenende mit zwei Formel-Rennen, die man unbedingt gesehen haben sollte – wenn auch aus völlig unterschiedlichen Gründen. Der zweite Lauf der Formel Renault 3.5 bewies einmal mehr, wieso die Serie von manchen Experten als beste Juniorklasse unterhalb der Formel 1 gehandelt wird. Daniel Ricciardo und Mikhail Aleshin lieferten sich im Regen ein spannedes Duell fast über die gesamte Länge des Rennens – und am Ende hatte auch noch der Verfolger das bessere Ende für sich. Ricciardo mag höher einzuschätzen sein – aber Aleshin hat sich mit diesem Auftritt den Titel redlich verdient. Moralischer Meister (wenn es sowas gibt) ist dennoch Esteban Guerrieri, der sich passenderweise im letzten Saisonrennen noch einmal den Sieg holte. Auch das Rennen der Superleague Formula bot Spektakel – wenn auch unter viel weniger erfreulichen Vorzeichen. Eine kleine Chronik.

Die Fußball-Rennserie hatte beim zweiten China-Rennen nämlich ein Rendezvous mit Herrn Murphy: alles, wirklich alles, was bei einem Stadtrennen so schieflaufen kann, ging auch tatsächlich in die Hose.

Zunächst waren da die Probleme mit der Strecke: Lange Zeit war nicht klar, wo die Superleague denn überhaupt ihr zweites China-Rennen absolvieren würde. Erst eine Woche vorher gab die SLF einen Ort bekannt – und am Wochenende wurde klar, dass das wohl doch nicht nur ein undurchsichtiges PR-Manöver war. Der Zustand der Strecke und die allgemeine Professionalität der Planung ließen erahnen, dass auch die Verantwortlichen selbst noch nicht viel länger wussten, wo man fahren würde.

Da wäre etwa die Tatsache, dass die Strecke zu eng war, um von der FIA eine Grade 2-Lizenz zu erhalten – und zwar wohlgemerkt nichtmal nachdem die SLF angeboten hatte, an der betreffenden Stelle das ganze Rennen lang unter Gelb zu fahren. Da es sich bei der Stelle um eine Brücke handelt, war es auch nicht möglich, die Strecke zu verbreitern – weshalb die SLF zu einem Trik greifen musste. Um das Rennen doch noch durchführen zu können, fuhr man nicht als internationale “Superleague Formula”, sondern als lokale, “chinesische” Ausgabe der Serie. Mit dem Resultat, dass für die beiden Rennen keine Punkte vergeben wurden.

Als es dann am Freitag endlich auf die Strecke ging, tauchte das nächste Problem auf: In mehreren Kurven lösten sich schon nach dem ersten Freiten Training die Curbs aus dem Boden, das zweite Training wurde abgesagt. Auch sonst waren nicht alle vom Zustand der Bahn begeistert. Tottenham Hotspur-Pilot Craig Dolby sprach von “the scariest thing I’ve ever done in my life” – aber immerhin auch “really good fun”.

Am Samstag dann die nächsten Probleme: Noch vor dem Qualifying drohten die Fahrer damit, in Streik zu treten. Grund dafür waren angeblich nicht bezahlte Preisgelder – davon hatte man ja zuvor schon einmal rund um Chris van der Drifts Geldnot nach seinem Unfall gehört. Am Ende gab es aber, zumindest für’s Erste, doch noch eine Einigung – und das Qualifying konnte beginnen. Dann knallte Andy Soucek in der schnellen Schikane vor Start und Ziel in die Mauer. Er selbst bleib zum Glück unverletzt, das Auto war allerdings irreparabel – und das Wochenende für die Mannschaft von Flamengo damit vorbei.

Und dann kam der Sonntag. Rennen Eins verlief noch relativ normal, man könnte sogar sagen “unspektakulär” – wenn man davon absieht, dass der dichte Smog, der über der Strecke hing wohl keine besondere Werbung für den chinesischen Fremdenverkehr war. Dafür winkten in Rennen zwei gleich die nächsten Handicaps: Einerseits hatte wohl bei der Planung keiner bedacht, wann es in Beijing denn so zu dämmern beginnt. Folge war, dass bereits im Halbdunkel gestartet, und es danach rapide dunkler wurde. Und zwar immerhin in einem Maße, dass man auf jeder Einstellung das Glühen der Bremsscheiben erkennen konnte – auch dann, wenn gar nicht gebremst wurde, also etwa beim Reifenwechsel in der Box.

Dann begann es auch noch zu Regnen, und der Lauf musste endgültig abgebrochen werden. Unglaublicherweise wurde im fast vollständigen Dunkel dann noch einmal gestartet. Was noch nicht einmal der dickste Brocken des Tages war – den lieferte die Racecontrol zum Ende des Rennens ab, als man über mehrere Runden nur lokal Gelb zeigte, während das Auto von Team China mitten auf der Strecke stand. Und zwar nicht irgendwo, sondern just an jener Engstelle, die die FIA dazu bewogen hatte, dem Kurs die Lizenz zu verweigern. Und sofern sich jeamand fragt, was in so einer Situation mit dem Piloten dieses Fahrzeugs passiert: Der saß natürlich die ganze Zeit über im gestrandeten Wagen.

Immerhin: Gut besucht war das Spektakel, finainziell könnte sich die Reise also gelohnt haben. Bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen die Ereignisse trotzdem zum Anlass nehmen, ein wenig in sich zu gehen. Denn nach Brands Hatch war dies schon das zweite Rennen in dieser Saison, das man eigentlich nicht hätte starten dürfen. Zumindest hat sich diesmal niemand schwerer verletzt.

Achja: Gewonnen hat das erste Rennen nach einer sauberen Fahrt Craig Dolby. Den zweiten Rennsieg hat sich Alvaro Parente (FC Porto) geholt – inwieweit dieser allerdings wirklich verdient war, muss bezweifelt werden. Immerhin war es ein Dreher des zu diesem Zeitpunkt führenden Parente, der die Rennunterbrechung ausgelöst hatte – was ihn nicht daran hinderte, beim Restart wieder an der Spitze des Feldes zu stehen.

Ein Superfinale gab es wegen der schlechten Bedinungen zum Glück nicht mehr, somit ging der Gesamtsieg an den Punktbesten des Wochenendes: Das war einmal mehr Earl Bamber, der nun bei beiden seiner Starts in der Serie die Prämie in Höhe von 100.000 € gewonnen hat.

F3 Euroseries

Für die F3 Euroseries steht am kommenden Wochenende das letzte Rennen der Saison auf dem Programm – und auch als Freund der Serie ist man geneigt zu sagen: “Zum Glück”. Denn das, was die ehemals so hoch eingeschätzte Rennklasse in dieser Saison gezeigt hat, war leider ein wenig dürftig.

Die Liste der Probleme ist lang, und wurde auch hier im Blog schon geschildert. Vor allem die mangelnde Größe des Starterfeldes machte der F3 Euroseries in der vergangenen Saison kräftig zu schaffen. Die aktuelle Tabelle weist nur 15 Positionen auf, und ein kursorischer Blick auf die Ergebnislisten zeigt, dass über den gesamten Saisonverlauf sogar noch weniger Piloten regemäßig am Start waren.

Dass dann zu allem Überfluss auch noch GP2-Absteiger Edoardo Mortara den Titel gewann, spricht leider auch nicht für die Konkurrenzfähigkeit der verbleibenden Piloten. Um Misserständnissen vorzubeugen: Mortara ist gewiss kein schlechter Fahrer – 2008 hat der Italiener in der F3-Meisterschaft immerhin Piloten wie Jules Bianchi und Christian Vietoris geschlagen, und auch den GP von Macao gewinnt man nicht einfach so. Aber seine GP2-Leistungen deuten andererseits auch nicht darauf hin, dass es sich beim Italiener um einen unschlagbaren Gegner handelt.

Wie dem auch sei: Bevor im kommenden Jahr einige Änderungen geplant sind, die die Serie wirtschaftlich und sportlich wieder konkurrenzfähig machen sollen, quält man sich am Wochenende noch ein letztes Mal im alten Modus über die Runden.

Dabei kann es am zweiten Meisterschaftsrang noch zu Verschiebungen kommen: Marco Wittmann hat nur 8 Punkte Vorsprung auf Williams-Testfahrer Valtteri Bottas. Auch der viertplatzierte Alexander Sims hat noch theoretische Chancen auf den Vize-Titel.

Übertragen werden beide Läufe live, Samstag und Sonntag um 11:20 auf n-tv.

September 08 2010

17:14

Formelserien: Wochenend-Analyse & Vorschau

Ereignisarm präsentierten sich am Wochenende F3 und F2 – dafür überraschte die SLF in Adria mit tollen Rennen. Indes stehen bei GP3 und GP2 die Meisterschaftsentscheidungen ins Haus.

Langsam gehen die europäischen Formelserien in die Zielgerade, und zwar jede auf ihre Art: F3 und F2 eher bedächtig, die WSbR solide und die Superleague Formula einmal mehr mit drei spannenden Läufen. Eng wird es fast überall noch in der Meisterschaft: In der Formel 2 konnte sich Dean Stoneman ein wenig absetzten, Jolyon Palmer hat aber in Valencia noch alle Chancen. Ähnlich stehen die Dinge Mit Edoardo Mortara und Marco Wittmann in der F3 Euroseries. Richtig spannend sind die Entscheidungen bei WSbR und Superleage: Dort haben jeweils noch einige Fahrer Chancen auf den Titel. Und am Wochenende geht es dann bei GP2 und GP3 ums Ganze – Vorentscheidungen sind aber in beiden Serien schon gefallen.


WSbR

Kein gutes Wochenende hatte Mikhail Aleshin in Hockenheim: Der stattliche Punktevorsprung des Russen ist weiter geschmolzen – und das trotz solider Vorstellungen. Schuld daran waren ein souveräner Sieg von Daniel Ricciardo am Samstag und ein Traum-Wochenende des Argentiniers Esteban Guerrieri.

Zunächst schien es das Wochenende des Daniel Riccardo zu werden: Klarer Start-Zielsieg am Samstag, und auch die Aussprache seines Namens war endlich geklärt (So wie “Ricardo”, nur englisch und mit australischem “å”). Doch am Sonntag war das Pech, das dem Red Bull Junior aus Down Under schon so oft am Stiefel geklebt ist wieder zurück: 70 statt 60 km/h in der Box, Durchfahrtsstrafe, und am Ende keine Punkte.

Dafür konnte Guerrieri sein Klasse-Wochenende mit einem hochverdienten Sieg krönen. Der Argentinier, der in dieser Saison zwei Wochenende wegen Finanzproblemem aussetzen musste, liegt damit zwei Runden vor Schluss in Reichweite des Meistertitels.

Konkret heißt das: Mikhail Aleshin (109 Punkte) führt die Tabelle weiterhin an, allerdings mit deutlich vermindertem Vorsprung auf Ricciardo (101). Dahinter lauert der angesprochene Guerrieri (85), dessen Teilnahme an den verbelibenden Runden in Silverstone und Barcelona wohl endlich auch finanziell abgesichert ist. Der Abstand ist dabei geringer, als er klingt, denn insgesamt sind noch 60 Punkte zu gewinnen. (Sehr) theoretisch haben also alle Fahrer bis hin zum neuntplatzierten Brendon Hartley (50) noch Chancen auf den Titel.

F3 Euroseries

Gemischte Gefühle für Serienleader Edoardo Mortara in Brands Hatch: Der Italiener konnte seiner Meisterschaftsführung zwar leicht ausbauen, es wäre aber deutlich mehr möglich gewesen.

Gut lief es für den Vizemeister von 2008 am Samstag. Vom dritten Startplatz weg schnellte er gleich am Start in Führung und gab selbige bis zum Ziel auch nicht mehr ab. Gleichzeitig landete Meisterschaftskonkurrent Marco Wittmann hinter dem wacker auffahrenden Laurens Vanthor nur auf Rang drei.

Ganz anders dann am Sonntag: Mortara schied nach einer Kollision mit Vanthor bereits in der ersten Kurve aus. Besser machte es Antonio Felix da Costa, Spezialist für Rennen mit Reverse Grid: Der Portugiese bestätigte seinen Ruf und holte den Sieg. Ein Trostpflaster gab es trotzdem für Mortara – denn auch Wittmann konnte sich im recht statischen Rennen nur um einen Platz verbessern, und beendete den Lauf schließlich auf Rang fünf.

In Punkten ausgedrückt: Mortara (87) führt nun mit einem Abstand von 24 Zählern auf Witmann (63), der seinerseits 12 Punkte vor dem in der Meitschaft bereits chancenlosen Williams-Testfahrer Valtteri Bottas liegt.

Fortsetzung folgt – in einenhalb Wochen in Oschersleben.

Formel 2

Als Mann für alle Jahreszeiten präsentierte sich Dean Stoneman in Oschersleben. Der Brite zeigte sowohl am nassen Samstag als auch am trockenen Sonntag seine Klasse, gewann beide Rennen, und baute seinen Vorsprung auf Meisterschaftskonkurrent Jolyon Palmer deutlich aus.

Zumindest mit seiner Rennperformance darf aber auch Palmer nicht unzufrieden sein: Der Brite zeigte vor allem am Samstag ein äußerst unterhaltsames Rennen, und verbesserte sich mit sehenswerten Manövern (und etwas Glück) vom achten Startplatz bis auf Rang drei.

Weniger toll lief es für Palmer am Sonntag. Die Aufholjagd vom 14. Startplatz endete für ihn bei trockenen Verhältnissen auf Rang 12. Palmer war allerdings nicht der einzige, dessen Rennen in der Nähe seiner Startplatzierung endete – der Kurs in Oschersleben bewies einmal mehr, dass es zumindest im Trockenen unglaublich schwer ist, mit Formelautos dort zu überholen.

Keine Reise wert war die Magdeburger Börde auch für Phillip Eng. Der Österreicher beendete nach kampfeslustigen aber letztlich mauen Auftritten beide Rennen außerhalb der Punkte. Der Durchhänger kommt zum ungünstigsten Zeitpunkt: Schon für Oschersleben wäre Eng um ein Haar das Geld ausgegangen, und nun muss er wohl auch um die Teilnahme beim Saisonfinale in Valencia zittern.

An der Tabellenspitze trennen Dean Stoneman (267 Punkte) und Jolyon Palmer (236) mittlerweile 31 Zähler. Insgesamt sind in Valencia noch 50 Punkte zu holen, Dean Stoneman kann also bereits mit einem zweiten Platz im Samstagsrennen alles klar machen. Sollte er allerdings ausfallen, könnte Palmer mit einem Sieg am Samstag die Lücke fast wieder schließen.

Spannend wir auch noch der Kampf um Rang drei: Phillip Eng (130) hat diese Position in Oschersleben vorläufig an Sergey Afanasiev (137) verloren, aber (sofern er antreten kann) noch alle Chancen zur Rückeroberung. Aber auch Kazim Vasilauskas (128), Will Bratt (126) und Benjamin Bailly (124) dürfen sich noch Chancen ausrechnen. Zur Erinnerung: In der Formel 2 werden für die ersten drei Platzierungen Superlizenzen für die Formel 1 vergeben.

Superleague Formula

Viel war von einem Formelrennen am Adria Raceway ja nicht zu erwarten. Aber einemal mehr überraschte die Superleague Formula mit drei sehr sehenswerten Läufen: Es gab viele Überholmanöver, ein paar Besucher auf den Tribünen und am Ende einen Sieg des Local Hero Davide Rigon. Und in der Meisterschaft hat sich der Zweikampf an der Spitze zum Dreikampf entwickelt.

Neben der tollen Vorstellung von Rigon war dafür auch die Ungeschicklichkeit von Tottenham Hotspur (Craig Dolby) und des AC Milan (Yelmer Buurman) verantwortlich. Eine Kollision der beiden nach dem Pflichtboxenstop sorgte nämlich dafür, dass sich die zwei Meisterschaftskontrahenten am Ende des Feldes wiederfanden.

Im zweiten Lauf machten die beiden zwar das beste aus der Revesre Grid – aber auch Dolbys zweiter Rang hinter Marcos Martinez und Buurmans Fahrt auf Rang vier reichten nicht für den Aufstieg ins Superfinale.

Dort holte sich Davide Rigon schließlich mit seinem zweiten Start-Zielsieg die Prämie von 100.000 Euro, auf den Plätzen landeten Max Wissel (FC Basel) und der ausgezeichnete Ben Hanley, der den verunfallten Chris van der Drift im Olympiacos-Auto glänzend ersetzte.

Für die Meisterschafts bedeutet das, dass Tottenham (518) nun mit nur drei Punkten vor dem AC Milan (515) führt, auch Rigons RSC Anderlecht (506) ist absolut in Schlagdistanz.

Weiter geht es in eineinhalb Wochen in Portimao, danach folgt am 2/3. und 9/10. Oktober die China-Tournee. Für den zweiten Lauf, der immerhin nur noch ein Monat entfernt ist, fehlt allerdings noch ein klitzekleines Detail: Der Austragungsort. Wird ein solcher nicht sehr bald gefunden, muss man wohl davon ausgehen, dass es nur einen Lauf in China geben wird.

Zum Abschluss noch ein großes Kompliment an der Media-Abteilung der SLF: Schon der Kommentar, den Ben Edwards gewöhnlich im Stream abliefert, ist toll. Aber das, was dessen “Ersatzmann” John Hinhaugh am Wochenende abgeliefert hat, würde man sehr gerne bald wieder hören!

GP2

Einen neuen GP2-Meister könnte es schon in Monza geben: Pastro Maldonado (87 Punkte) führt zwei Runden vor Schluss schon recht deutlich vor Sergio Pérez (60) – aller weiteren Fahrer sind bereits chancenlos. Das Szenario für das Hauptrennen am Samstag sieht also, wenn ich mich nicht verrechnet habe, folgendermaßen aus: Pastor Maldonado ist Meister, wenn er keinen Punkt auf Sergio Pérez verliert – also etwa im Falle einer Kollision. Außerdem dann, wenn er 1) gewinnt, 2) auf Rang zwei vor Pérez landet, 3) auf den Rängen 3 bis 8 vor Pérez landet, ohne dass letzterer die schnellste Runde fährt. Etwas komplizierter wird die Rechnung, sollte Pérez auf der Pole stehen, wofür es ebenfalls zwei Punkte gibt.

Sofern es am Samstag nicht reichen sollte, genügt vermutlich eine schlechte Punkteplatzierung am Sonntag – sogar im Falle zweier Ausfälle bei gleichzeitigem Doppelsieg, einer Pole und zweier schnellster Runden für Pérez ginge Maldonado mit sieben Punkten Polster ins Rennen in Abu Dhabi.

Sollte dies nicht geschehen, wird das Saisonfinale im Emirat, das spannungsfeindlicherweise gute zwei Monate nach den Monza-Läufen stattfindet jenen Status erhalten, den es auch verdient – nämlich den eines glitzenden Schaurennens.

Die Monza-Läufe finden wie immer im Anschluss am das F1-Qualifying sowie am Sonntagmorgen statt, und werden auf sky sport 2 live übertragen.

GP3

Eines hat die GP3 ihrer großen Schwester GP2 voraus: Es wird in Monza ganz sicher einen neuen Meister geben – denn die erfolgreiche Premierensaison der Nachwuchs-Nachwuchsserie endet im königlichen Park.

Möglicherweise darf man Esteban Gutierrez sogar schon vor dem ersten Rennen gratulieren – sofern nämlich Robert Wickens im Qualifying um 9 Uhr Früh nicht auf die Pole fährt, ist dem Mexikaner der Sieg nicht mehr zu nehmen. Andernfalls genügt ihm – selbst bei einem “perfekten” Wochenende seines Verfolgers – bereits ein siebter Rang am Samstag (oder ein fünfter Platz am Sonnatg) zum sicheren Meistertitel.

Live übertragen wird leider wieder nur das Rennen am Sonntag – nämlich um 9:30 Uhr auf Eurosport 2. Direkt davor (9:00 Uhr) gibts die As-Live Aufzeichung des Samstags-Laufes.

Formel BMW

(Sehr) leise “servus” sagt am Sonntag die Formel BMW Europa. Unter fast völligem Desinteresse kämpfen am Samstag und Sonntag Jack Harvey (340 Punkte) und Robin Frijns (333) um den Titel. Wegen des geringen Punkteabstandes bitte ich um Verzeichung, wenn ich keine Szenarien ausrechne, sondern einfach nur sage: Die Tür zum Sieg steht für beide noch weit offen, und der Kampf könnte spannend werden.

Wer sich von der sympathischen und ehemals sehr erfolgreichen Nachwuchsserie ordentlich verabschieden will, muss Opfer bringen: Das Rennen am Sonntag läuft bereits um 8:25 Uhr, das vorletzte Rennen am Samstag immerhin erst um 9:40 Uhr, beides live auf sky sport 2.

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April 22 2010

07:00

Formelserien: AutoGP startet / F2 & WSbR Analyse

Gemischtes Programm in der Nachwuchs-Szene: Spannende Läufe bei der WSbR, aber Fadesse bei der Formel 2. Am Wochenende hat schon wieder eine Rennklasse Premiere – und die F3 Euroseries geht in die zweite Runde.

Und noch eine: Als ob das Feld der europäischen Nachwuchsformeln nicht schon groß genug wäre, feiert am kommenden Wochenende im tschechischen Brno die AutoGP ihr Debut. Ganz neu ist die Serie nicht – im Grunde handelt es sich dabei um die Nachfolgerin der Euro F3000. Bereits im vergangenen Jahr trat man dort mit den ausrangierten Lola Chassis aus der A1GP Serie an, in diesem Jahr kommt noch ein neues Konzept und der geänderte Name dazu. Die AutoGP ist -anders als die Euro 3000 – keine reine Nachwuchsklasse mehr. Sie erinnert eher ein wenig an die selige A1GP und die Superleague Formula, in denen erfahrene Haudegen und ewige Talente mit Junioren um die Plätze kämpfen. Anders als bei den genannten Serien gibt es aber bei der AutoGP keine Verwirrung durch “Landesmeisterschaften” oder gar Partnerschaften von Fußballklubs. Stattdessen hat man sich ein Scheibchen von amerikanischen Rennserien abgeschnitten: Den bestplatzierten Fahreren winken gut dotierte Geldpreise.

Insgesamt wechseln über den Lauf der aus sechs Rennen bestehenden Saison 1,2 Millionen Euro die Hand – 200.000 pro Event. Dem Sieger allein winken dabei pro Wochenende 80.000 Euro, Geld bekommen auch die zweit- bis sechstplatzierten. Pro Rennsonntag gibt es zwei Läufe – der erste Durchgang hat eine Länge von 90km oder 40-45 Minuten und beinhaltet einen Pflichtboxenstopp. Rennen zwei geht über 70km oder 30-35 Minuten. Die Preise werden nach den pro Wochenende erreichten Punkten vergeben. Das Geld dafür dürfte mutmaßlich von Seriensponsor partypoker.it kommen. Abgesehen vom Rennen in Brno stehen noch Ausgaben in Imola, Spa, Magny-Cours, Monza und am brandneuen Circuito de Navarra im Südwesten Spaniens auf dem Programm.

Fürs erste scheint das Konzept ganz passabel aufzugehen – die Serie hat über die Winterpause einige namhafte Teams angezogen, und auch bei den Fahrern sind ein paar alte Bekannte am Start. Die beste Fahrerpaarung hat wohl Super Nova: Dort greifen Giorgio Pantano und der ehemalige A1GP-Neuseeland Fahrer Jonny Reid ins Lenkrad, der praktischerweise schon über reichlich Erfahrung mit dem Auto verfügt. Für Euronova Racing geht Luca Filippi ins Rennen, Trident startet mit Adrian Zaugg, der den A1GP-Lola ebenfalls gut kennt und WSbR-Heißsporn Omar Leal aus Kolumbien. Gleich vier Fahrer treten für Charouz-Gravity an: Jan Charouz, Walter Grubmüller und Adrien Tambay sind fix. Dann wäre da noch Natacha Gachnang gewesen, die nach ihrem Unfall bei der GT1 aber nun natürlich nicht dabei sein kann. Praktischerweise hatte man beim Team schon vorher einen Ersatzfahrer parat – Ho-Pin Tung wird auf der Serienhomepage in dieser Funktion geführt. Es ist davon auszugehen, dass er Gachnangs Auto übernimmt.

Übertragen werden alle Rennen der Meisterschaft auf Motors TV – mindestens ein Lauf pro Wochenede soll sogar live gesendet werden, wie die Mitteilung des TV-Kanals verspricht. Wer zu den zahlreichen Unglücklichen gehört, die den Motorsportsender mangels Kabel-TV nicht empfangen können, muss wohl auf einen offiziellen Stream hoffen. Ob es den gibt, ist aber leider noch unklar – im vergangenen Jahr hat die Euro 3000 mit einem solchen Angebot geworben. Funktioniert hat die Übertragung aber nur in Ausnahmefällen. Am Wochenende nach der AutoGP Ausschau zu halten, mag sich aber durchaus lohnen. Denn Konzept, Fahrer, Streckenauswahl und nicht zuletzt die Autos sprechen dafür, dass die Serie interessantes Racing für Formelfans bieten könnte.

Analyse – WSbR

Überraschend lebhafte Rennen gab es am vergangenen Wochenende beim Saisonstart der WSbR. Am Samstag sorgte Dauerregen für zahlreiche Ausfälle. Das Rennen am Sonnag war dann weniger spektakulär und stärker von der Strategie bestimmt – das Duell an der Spitze bot trotzdem einiges an Spannung. Am Ende führte dann doch der Favorit und zweifache Polemann Daniel Ricciardo die Meisterschaft an, gewinnen konnte er aber keines der Rennen. Stattdessen gab es zwei Sieger, mit denen wohl nicht viele gerechnet hatten. Am Samstag gelang es Mikhail Aleshin nach einem guten Start am besten, den Bedinungen von der Spitze des Feldes aus Herr zu werden. Noch überraschender war der Sieger des Sonntagsrennens: Der 28-jährige Este Sten Pentus konnte völlig ohne Wetterglück und auf trockender Piste sein erstes WSbR-Rennen gewinnen. Zweiter wurde Jan Charouz, der sich ein schönes Fernduell mit Pentus geliefert hatte. Der Tscheche durfte sich allerdings nicht lang über diese Platzierung freuen – er wurde nach dem Rennen disqualifiziert, weil des Auto nicht mehr genügend Benzin für die Überprüfung des Treibstoffes im Tank hatte. Das nächste Renault-Weekend findet schon in eineinhalb Wochen in Spa statt.

Analyse – Formel 2

Erstaunlich dröge waren dagegen war dagengen der Saisonauftakt der Formel 2 in Silverstone. Jolyon Palmer konnte sich im ereignisarmen ersten Rennen den Sieg vor Dean Stoneman und Sergei Afanasiev sichern, Philipp Eng gewann von der Pole aus Rennen 2 vor Palmer und Johan Jokinen. Immerhin war Palmer im zweiten Rennen sichtbar schneller unterwegs als Eng, weshalb kurzfristig so etwas ähnliches wie Spannung entstand. Die ebbte aber schnell wieder ab, nachdem klar wurde, dass Palmer ab einem Abstand von ungefähr einer Sekunde nicht mehr näher an Eng heranfahren konnte. Es bleibt zu hoffen, dass die aerodynamischen Verbesserungen, die Williams über den Winter an den Autos durchgeführt hat, nicht dazu führen, dass wie in anderen Rennserien das Heranfahren an den Vordermann schwieriger wird. Es wäre wirklich schade um die Rennserie, die sich in ihrer ersten Saison zwar nicht als große Talentschmiede erwiesen, aber zumindest meist gute Rennen geliefert hat. Weiter geht’s mit der Formel 2 ebenfalls in einenhalb Wochen in Marrakesch.

Vorschau – F3 Euroseries

Und dann ist da noch die F3 Euroseries, die nach den mäßig interessanten Rennen in Le Castellet im Rahmenprogramm des DTM-Auftaktes bereits ihr zweites Rennwochenende begeht. Erfreulich: In Hockenheim werden Esteban Guiterrez, Jimmy Eriksson, Luis Sá Silva aus Angola und der Schweizer Sandro Zeller das Feld von 13 auf 17 Starter erweitern. Weniger dürften sich die Organisatoren über die Nachricht gefreut haben, dass Serienleader Alexander Sims, Jim Pla und Esteban Guiterrez für ART auch beim Silverstone-Rennen der britischen F3 an den Start gehen werden. Nun sind solche Gastauftritte in der F3 keine Seltenheit – im konkreten Fall könnte man aber trotzdem fast auf die Idee kommen, dass sich da jemand für den Fall des Falles ein weiteres Betätigungsfeld offen halten will.

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April 15 2010

06:30

F2/WSbR Saisonvorschau, F3 Euro Analyse

Das Motorsportjahr nimmt weiter Fahrt auf: Am vergangenen Wochenende ist eine Nachwuchsserie gestartet, diesmal folgen gleich zwei weitere. Eine davon verspricht wieder unterhaltsame Rennen – in der anderen sind ein paar große Talente am Start. Und in der dritten fährt fast gar keiner mehr.

Schon bemerkt? Seit dem Wochenende ist die neue Saison der F3 Euroseries in vollem Gange. Wenn nicht, dann ist das verständlich: Irgendwie ist in diesem Jahr fast gar nichts über die Saisonvorbereitungen der laut Eigendefinition “stärksten Juniorserie der Welt” an die Öffentlichkeit gedrungen. Nicht nur bei den Fans ist wenig angekommen – auch einige Fahrer dürften den Saisonbeginn verschlafen haben, denn zur Premiere standen nur 13 Starter am Grid. Deutlich mehr Piloten werden am kommenden Wochenende in der Formel 2 das Racingjahr 2010 in Angriff nehmen – nicht alle davon sind aber ganz unumstritten. Immerhin hat Konstrukteur Williams F1 angekündigt, dass das Auto in diesem Jahr deutlich näher an Formel 1 Wagen dran sein soll. Außerdem gibt es in der Formel 2 ja bekanntlich Superlizenzen für die drei erstplatzierten Fahrer – ein nicht zu unterschätzendes Asset, wie sich im Winter gezeigt hat, als einige der neuen Teams nach startfähigen Talenten mit Kleingeld gesucht haben. Gerade an Talenten scheint es in der Formel 2 aber in diesem Jahr – mit wenigen Ausnahmen – ein bisschen zu mangeln. Daher erstmal zur anderen Serie, die an diesem Wochenende startet: Denn in der World Series by Renault gehen 2010 einige sehr viel versprechende Fahrer an den Start.

Da wäre zunächst Daniel Ricciardo. Der Red Bull Junior aus Australien konnte im vergangenen Jahr in der Britischen Formel 3 überzeugen, und hat auch bei den Formel 1-Testfahrten im Herbst eine gute Figur gemacht. In diesem Jahr wechselt er sich mit Brendon Hartley als Ersatzfahrer bei den beiden Red Bull F1-Teams ab. Mit dem Neuseeländer teilt sich Ricciardo neben der Ersatzfahrerrolle und der ozeanischen Herkunft in diesem Jahr außerdem den Platz bei Tech 1 Racing in der WSbR. Auch wenn Hartley 2009 eher ein charakterbildendes Jahr eingelegt hat: In der Branche wird ihm nach wie vor eine große Portion Talent nachgesagt. Sofern er das wieder findet, sind wohl beide Fahrer Titelkandidaten.

Aus deutschsprachiger Sicht interessant: Walter Grubmüller. Der Österreicher wurde 2009 hinter Ricciardo Vizemeister in der birtischen Formel 3 – war dort aber vorher schon ein paar Jahr mit eher durchschnittlichem Erfolg unterwegs. Mal sehen, was ihm im Familieneigenen P1 Motorsport-Team gelingt. Ganz interessant könnte auch das Abschneiden von Esteban Guerrieri werden, sofern sich der Argentinier in diesem Jahr endlich mal eine ganze Saison leisten kann. Guerrieri ist schon einige Jahr in europäischen Juniorserien unterwegs. Dass er sich nie wirklich durchsetzen konnte, dürfte aber eher am mangelnden Budget als am Talent liegen: 2004 fuhr er in der Formel 3000 regelmäßig in die Punkte, 2008 in der WSbR. Im vergangenen Jahr gelangen ihmin der SLF sogar zwei Siege. Die WSbR hat aber einen Hang dazu, dass dort auf einmal Talente auftauchen, die man vorher nicht so auf der Rechnung hatte – es kann also gut sein, dass sich am Ende ein Fahrer durchsetzt, der hier nicht erwähnt wurde. Spannend wird es aber allemal – immerhin genießt die Serie einen ausgezeichneten Ruf. Nicht umsonst waren Sebastian Vettel, Robert Kubica und Fernando Alonso alle mal in der Serie unterwegs.

Bei den Strecken bemüht sich Renault, möglichst oft auf Kursen zu fahren, auf denen auch die Formel 1 unterwegs ist. Highlight der Saison ist wohl auch in diesem Jahr das Rennen im Rahmen des GP von Monaco – Lowlights versprechen aus Überhol-Sicht dagegen die Ausgaben am Hungaroring und in Barcelona zu werden. Außerdem fährt die Serie noch in Spa, Magny-Cours, und in Silverstone. Wer selbst einmal eines der Rennen besuchen will, kann das in diesem Jahr wohl am besten in Hockenheim (3.-5. September) oder (von Österreich aus) in Brno (4.-6. Juni) machen. Renault bietet an allen Wochenenden ein ziemlich breites Programm: Neben der WSbR 3.5 sind noch ein paar weitere Serien aus dem Haus des “Créateur d’automobiles” unterwegs: Formel Renault 2.0 und 1.6, Clio Cup und lokale Tourenwagen Meisterschaften. Der Clou: Der Besuch ist gratis, man muss sich nur aus versicherungstechnischen Gründen ein Ticket beim Renault-Händler abholen – oder von der Serienhomepage ausdrucken.

Los geht’s am Wochenende an der selben Strecke, an der die letzte Saison geendet hat – am Motorland Aragon. Der Kurs im Nordosten Spaniens hat mir beim ersten Auftritt 2009 recht gut gefallen. Es handlet sich um ein Tilkodrom der gehobenen Klasse. Will heißen: Die Strecke ist von Verlauf her recht ähnlich wie zum Beispiel jene in Istanbul – ein paar schnelle Kurven, relativ viel Auslauf, eine lange Gerade, deutliche Höhenunterschiede. Die gehobene Klasse zeigt sich darin, dass der Kurs schöner in die Landschaft gebaut ist, und viel weniger seril wirkt, als das Otodrom. Außerdem waren im vergangenen Herbst auch ein paar Fans vor Ort. Kollege Stefan Tegethoff hat die Strecke zur Eröffnung damals ausführlicher vorgestellt – wer mehr wissen will, folge also diesem Link. Für alle anderen hier die “Kurzversion” der Streckenvorstellung in Form eines Onboard-Videos.

Formel 2

Etwas mehr Nähe zur Königsklasse sucht man auch in der Formel 2, die am kommenden Wochenende in Silverstone ins Racingjahr 2010 startet. Im vergangenen Jahr war die Serie mit dem Anspruch, eine der GP2 und WSbR gleichwertige, aber deutlich billigere Feederserie für die Formel 1 zu werden gestartet. Ganz ist das noch nicht gelungen: Meister Andy Soucek hat sich als einziger Teilnehmer einen Platz imF1-Milieu sichern können – und zwar als einer von zwei Testfahreren beim Neuling Virgin F1. Ob und wie oft er dort im Cockpit sitzen wird, muss sich erst zeigen. Vizemeister Robert Wickens ebenfalls “aufgestigen” – allerdings nicht in die Formel 1, und auch nicht in die GP2. Stattdessen wird der Kanadier im kommenden Jahr in der GP3 an den Start gehen. Nicht gerade ein Qualitätsausweis für den Ruf der Formel 2 als Talentschmiede. Aber was nicht ist, kann ja noch werden: Daher hat Williams im Winter am Wagen gearbeitet. Das Chassis wird nun 24 Prozent mehr aerodynamische Effektivität bieten, der Motor hat 30 PS zugelegt, und auch das Fahrverhalten soll deutlich näher an einem Formel 1 Auto dran sein.

Ob sich aber auch das Niveau der Fahrer entsprechend verbessert hat, dass darf man bezweifeln. Zwar ist diesmal kein Juniorserien-Altstar wie Vorjahresmeister Andy Soucek dabei. Dafür fehlen aber auch Talente wie Mirko Bortolotti oder Robert Wickens. Wieder am Start ist dafür Phillip Eng. Für den Österreicher ist in seiner zweiten Saison in der Serie der Titel das klare Ziel. Bei den Testfahretn schnell unterwegs waren sonst etwa noch Will Bratt, Benjamin Bailly und Dean Stoneman. Außerdem konnte sich noch Jolyon Palmer, Sohn des ehemaligen Formel 1 Fahrers und Serienorganisators Jonathan eine Tagesbestzeit sichern. Weniger toll für den Ruf der Serie als Nachwuchs-Kaderschmiede sind wohl die Engagements des 38-jährigen Bollywood-Stars Ajith Kumar und des 37-jährigens bulgarischen Geschäftsmanns Plamen Kralev. Die beiden werden sich mit GP2-Dropout Ricardo Teixeira wohl ein munteres Duell um den letzten Platz liefern.

Das Engagement solcher Gentleman-Junioren inmitten echter Heißsporne ist dabei alles andere als unriskant. Vor allem, wenn man sich die Strecken ansieht, auf denen die Formel 2 in diesem Jahr fahren wird. Wie schnell im Rennsport nach wie vor etwas passieren kann, hat uns allen der tragische Unfall von Henry Surtees viel zu deutlich vor Augen geführt. Was ich davon halte, dass die Formel 2 trotzdem heute nicht nur wieder in Brands Hatch, sondern außerdem noch in Zolder und am Stadtkurs von Marrakesch unterwegs ist, ist mittlerweile sicher hinlänglich bekannt – dehalb hier nicht nochmal die ganze Leier. Ich hoffe natürlich sehr, mit meinen Befürchtungen unrecht zu haben. Abgesehen davon fährt die Formel 2 noch in Monza, Portimao, Brünn, Oschersleben und in Valencia. Die Saisonpremiere am kommenden Wochenende wird wohl das letzte große Rennen am “alten” Kurs in Silverstone sein – die GT1-WM fährt zwei Wochen später schon am neuen “Arena”-Layout.

Übertragen wird die Formel 2 auch in diesem Jahr wieder auf Eurosport und Eurosport 2. Laut Serienhomepage sollten alle Rennen live gesendet werden. Derzeit steht aber nur das zweite Rennen im Eurosport-Programm, das erste ist nichteinmal als Wiederholung gelistet. Mal sehen, ob sich das im Lauf der Woche noch ändert. Sofern nicht bleibt noch die Hoffnung auf einen Livestream – ein solcher soll auch in diesem Jahr wieder gratis auf formulatwo.com verfügbar sein. Ebenfalls auf Eurosport laufen heuer auch wieder die Rennen der WSbR – für das kommenden Wochenende sind derzeit beide Rennen als Liveübertragungen geplant.

F3 Euro-Analyse

Und dann ist da noch “die stärkste Juniorserie der Welt”. Es war ja zu erwarten, dass die steigende Masse an Nachwuchsformeln auch an der F3 Euroserie nicht ganz spurlos vorbeigehen würde. Aber das, was dann am vergangenen Wochenende offensichtlich wurde, hat doch etwas überrascht: Nur 13 Fahrer haben die Reise nach Le Castellet angetreten, wo man im Rahmen der LMS die ersten beiden Rennen dieses Jahres gefahren ist. Zwar sollen sollen in Hockenheim angeblich wieder etwas mehr Starter ins Rennen gehen – aber Werbung für die Serie war das vergangene Wochenende nicht gerade. Es ist verständlich, dass die Reise nach Frankreich für zwei Rennen im Rahmen der LMS in Zeiten der Wirtschaftskrise nicht für alle Teams interessant ist. Aber andererseits kommt der Name “Euroserie” ja nicht von ungefähr: Die Klasse ist aus dem Zusammenschluss der deutschen und französischen F3 hervorgegangen und hat internationalen Anspruch – Rennen im Ausland gehören eben dazu. Und nur der Wirtschaftskrise oder gar den Teams die Schuld zu geben, greift auch zu kurz – ein bisschen müssen sich die Serienorganisatoren schon selbst an die Nase fassen. Denn irgendwas scheint auch bei der Öffentlichkeitsarbeit nicht so ganz zu funktionieren: Da, wo man von anderen Serien während der Winterpause immer wieder mal hört, so dass sich langsam eine gewisse Vorfreude entwickelt, schien bei der F3 Euro gepflegtes Schweigen zu herrschen. Dabei kann man nichtmal fehlendes Bemühen unterstellen: Den ganzen März über hat man Fahrerportraits und Testberichte veröffentlicht, zum Saisonstart war es eine schicke neue Homepage online, und nach dem TV-Desaster des vergangenen Jahres gibt’s heuer jeweils beide Rennen live auf n-tv. Trotzdem: Irgenwas läuft falsch, und man sollte schnell darauf reagieren – wenn der Eindruck der “Premiummarke” nämlich verloren geht, wird die verhältnismäßig teure F3 Euro wohl als Verlierer aus dem “Kampf der Juniorserien” hervorgehen.

Immerhin: Bei den wenigen Piloten, die am Wochenende am Start waren, sind gleich einige gute Talente dabei. Und auch die Rennen selbst waren nicht übel: Wer seine Augen an den migränigen Streifen-Auslauf von Le Castellet gewöhnt hatte, konnte in beiden Läufen ein paar schöne Zweikämpfe beobachten. Besonders hervortun konnte sich dabei Edoardo Mortara. Der Italiener gibt in diesem Jahr den “Andy Soucek der Formel 3″: Er kehrt nach einem mittelmäßigen Jahr in der GP2 wieder in die Serie zurück, und will dort versuchen, seine Karriere wieder in die richtige Bahn zu lenken. Am Samstag konnte er nach einem frühen Zweikampf mit Pole-Mann Juncadella recht unbedrängt den Sieg ins Ziel fahren. Sonntags konnte Mortara sich in der letzten Runde noch von Platz vier auf Rang zwei hinter Sieger Alexander Sims hochkämpfen. Lohn der harten Arbeit: Drei Punkte Vorsprung (insgesamt 15) in der Meisterschaft auf die beiden zweitplatzierten Sims und Marco Wittmann (beide 12). Weiter geht es in zwei Wochen beim DTM-Auftakt in Hockenheim – es bleibt zu hoffen, dass sich die Ankündigungen bewahrheiten, und dann wieder mehr Teams an den Start gehen werden.

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