Tumblelog by Soup.io
Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

June 17 2013

07:04

DTM: Analyse Lausitzring 2013

Die DTM lieferte am Lausitzring ein an der Spitze eher ruhiges Rennen ab. Immerhin ging es vergangenen Wochenende hinter den Top 3 gut zur Sache.

Mike Rockenfeller Christian VietorisIm Grunde war das Rennen schon am Start entschieden. Gary Paffett startete wie eine Rakete und ließ dem Polesitter Christian Vietoris nicht den Hauch einer Chance. Schon in der ersten Kurve setzte er sich ab und gab die Führung bis zum Ziel nicht mehr ab. Überraschend war dann eher schon die Tatsache, dass Mercedes plötzlich wieder vorne mitmischt. Der letzte Sieg eines Mercedes datierte aus dem letzten Jahr, als Jamie Green am Norisring gewinnen konnte. Seit dem schaute man beim Gewinnen nur zu. Woher kommt die also die Wiederauferstehung der Stuttgarter?

Bei AMG und den anderen Teams wird man hart gearbeitet haben, das ist klar. Ein leichter Aufwärtstrend war schon am Red-Bull-Ring zu sehen, hat man also nun den Anschluss an BMW und Audi geschafft? Ich vermute eher nicht. Denn auf der anderen Seite muss man sich am Lausitzring BMW anschauen. Die kamen mit der Strecke überhaupt nicht klar und verpassten schon in der Qualifikation zum ersten Mal seit Langem die Top 4. Nun werden weder Augusto Farfus noch Timo Glock das Fahren verlernt haben, beide krebsten im Rennen aber außerhalb der Top Ten herum und im letzten Jahr gewann man an selber Stelle. Was die Vermutung nahe legt, dass der Kurs am Eurospeedway den Mercedes einfach richtig gut passt.

Die BMW-Fahrer beschwerten sich unisono über ein schlecht liegendes Auto und Untersteuern. Das konnte man im Rennen bei Bruno Spengler sehen, dessen Linie deutlich weiter verlief, als die seiner Konkurrenten. Vielleicht hat man sich bei BMW wegen der kurzen Vorbereitungszeit auch mit der Abstimmung verhauen. Seitdem die ITR die Freitagstest verbannt hat, ist die Zeit für eine gute Abstimmung knapp geworden. Auf der anderen Seite ist da die FIA, die den Streckenbesitzern nun aufgetragen hat, auf der Strecke teilweise neuen Asphalt aufzutragen. Folgt man der Anweisung nicht, verliert man die FIA-Zertifizierung und damit auch die Top-Rennen.

Interessant war es an diesem Wochenende mal wieder in Sachen Strategie. Seit die DTM in diesem Jahr die etwas weicheren “Option” Reifen eingeführt hat und man wechseln kann, wann man will, ist das Rennen komplexer geworden. Zwei Beispiele machen das klar. Timo Scheider und Mattias Ekstörm. Beide Audi-Piloten erledigten ihre Pflichtboxenstopps in Runde 5 und Runde 8 und wollten mit den weichen Reifen dann bis zum Ende durchfahren. Bei Ekström ging die Rechnung auf. Nach dem zweiten Stopp lag er auf P19, kämpfte sich dann aber auf P8 vor, ohne noch einmal stoppen zu müssen. Bei Scheider klappte das nicht, er musste mit abbauenden Reifen 9 Runden vor Schluss noch mal reinkommen und landete so am Ende nur auf P20.

Immerhin sorgte Ekström mit seiner Fahrt dafür, dass es einiges an Überholmanövern zu sehen gab. In der letzten Runde attackierte er den bestplatzierten BMW mit Bruno Spengler, der auf P7 lag. Die beiden lagen auf der Geraden nebeneinander und berührten sich auf der Zielgeraden mehrfach. Spengler rettete sich mit einer knappen Zehntel Vorsprung und quittierte die Aktion des Schweden mit einem ausgetrekkten Mittelfinger. Die ausgefallene Strategie von Audi zahlte sich aber dennoch aus, denn Ekström war nur von P18 gestartet.

Überhaupt lief es für die Audi im Rennen etwas besser, als noch in der Qualifikation. Mike Rockenfeller, der in diesem Jahr einen richtig guten Lauf hat, verbesserte sich im Rennen von P6 auf P2. Auch hier half eine andere Strategie, die ihm erlaubte, sich an den vor ihm liegenden Mercedes vorbei zu schieben. Auch er hatte früh gestoppt, fuhr dann einen langen Mittelstint und kam erst im letzten Drittel des Rennens wieder an die Box. Danach lag er zunächst knapp hinter Gary Paffett, der sich aber nach und nach doch absetzen konnte.

Erwähnenswert ist noch das Rennen von Daniel Juncadella. Der Mercedes-Junior startete von P13 und zauberte einige sehenswerte Überholmanöver auf die Strecke. Bruno Spengler überraschte er mit einem wilden Manöver am Ende der Start/Zielgeraden, das sich zu den Besten des Rennens gehört.

Weil bei BMW am Wochenende nichts ging, blieben auch deren Piloten unter ferner liefer. Nur Spengler rettete sich in Top Ten, verlor aber in der Meisterschaft wichtige Punkte an Mike Rockenfeller, der der wegen der besseren Gesamtergebnisse die Gesamtführung übernommen hat. Die DTM-Saison 2013 scheint spannend zu werden, vor allem wenn Mercedes die Form vom Lausitzring in den nächsten Rennen bestätigen kann.

1. Mike Rockenfeller (Audi) 59 Punkte
2. Bruno Spengler (BMW) 59 Punkte
3. Gary Paffett (Mercedes-Benz) 47 Punkte
4. Christian Vietoris (Mercedes-Benz) 40 Punkte
5. Augusto Farfus (BMW) 33 Punkte
6. Marco Wittmann (BMW) 32 Punkte
7. Robert Wickens (Mercedes-Benz) 27 Punkte
8. Dirk Werner (BMW) 22 Punkte
9. Mattias Ekström (Audi) 20 Punkte
10. Joey Hand (BMW) 16 Punkte

ZF Race Reporter_Online-Banner

3 Gary Paffett (GB), HWA, DTM Mercedes AMG C-Coupé Start DTM Lausitzring 2013 Start DTM Lausitzring 2013 19 Mike Rockenfeller (D), Audi Sport Team Phoenix, Audi RS 5 DTM 12 Jamie Green (GB), Audi Sport Team Abt Sportsline, Audi RS 5 DTM 9 Christian Vietoris (D), HWA, DTM Mercedes AMG C-Coupé Gary Paffett (GB), HWA, DTM Mercedes AMG C-Coupé 3 Gary Paffett (GB), HWA, DTM Mercedes AMG C-Coupé Mike Rockenfeller Christian Vietoris

78 total views, 72 views today

The post DTM: Analyse Lausitzring 2013 appeared first on Racingblog.

flattr this!

August 16 2010

02:40

Analyse: ADAC GT Masters in der Lausitz

Weder im Regen am Samstag, noch bei blauem Himmel am Sonntag konnte einer der Konkurrenten etwas gegen Peter Kox und Albert Prinz von Thurn und Taxis im Reiter-Lamborghini ausrichten.

Albert von Thurn und Taxis hatte die Pole fürs Samstagsrennen geholt, Peter Kox die für das am Sonntag, nach dem mäßigen Assen-Wochenende von den lästigen Erfolgsgewichten erlöst konnten die beiden zunächst völlig frei auffahren. Im nassen Rennen 1 münzte der Fürst die Pole in eine Führung um, die die beiden bis zum Rennende nicht mehr abgeben sollten. Luca Ludwig und Christopher Mies, die in der Meisterschaft die ärgsten Verfolger des Reiter-Duos sind, konnten mit ihrem um 50kg schwereren Audi mithalten, am Ende gewann Kox nur deshalb mit „nur“ knapp neun Sekunden Vorsprung, weil er schon früh das Tempo herausnahm und auf leicht abtrocknender Strecke die Regenreifen schonte.

Das Mühlner-Team, für das Tim Bergmeister noch im Meisterschaftsrennen war, schickte dessen Teamkollegen Frank Schmickler für die zweite Rennhälfte mit Slicks zurück auf die Bahn, was sich als Fehlgriff erwies, man blieb punktelos. Überhaupt war das Rennen für Porsche ein Desaster, bester 911er war das a-workx/Wieth-Auto mit Asch/Kentenich auf Platz 9, während die Audi-Phalanx die Ränge 2 bis 6 vor den Callaway-Corvettes einfuhr.

Kurios: nach Ablauf des Boxenstoppfensters schien es zunächst so, als müssten neun Fahrzeuge wegen Unterschreitens der Boxenstopp-Mindestzeit eine Durchfahrtsstrafe antreten. Diese wurden aber noch während des Rennens wieder zurückgenommen, da es sich um ein Problem mit den Zeitschleifen handelte (wie man mir freundlicherweise a

August 13 2010

16:00

Sportwagen: ADAC GT Masters und British GT Championship

Wenig los diese Woche auf den Rennstrecken dieser Welt, daher bleibt neben der üblichen GT Masters-Vorschau heute auch mal Zeit für einen kurzen Blick über den Kanal auf die britische GT-Meisterschaft.

Die ADAC GT Masters kehren nach dem Ausflug in die Niederlande nach Deutschland zurück, Rennwochenende 5 von 7 wird auf dem EuroSpeedway Lausitz ausgetragen. man wird vermutlich wie 2009 die aktuelle DTM-Variante nutzen, auch wenn auf der ADAC Masters Weekend-Homepage</a> der alte, lange Infield-Kurs angegeben ist und die Skizze auf der <a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">SRO-GT Masters-Seite gar die Langstreckenvariante mit Testoval zeigt (was natürlich schlichtweg absurd ist). So oder so, die vielen engen Kurven im flachen Infield lassen sich charakteristisch am ehesten mit dem Kurs in Oschersleben vergleichen, wo im April der Saisonauftakt stattfand. Dort waren die Porsche der Teams Mühlner und a-workx sehr stark.

Das Kräfteverhältnis hat sich im Laufe der Saison aber von Rennen zu Rennen verschoben, vor allem natürlich beeinflusst durch die Platzierungsgewichte. Da haben dieses Mal die beiden Abt-Audis nach den starken Auftritten in Assen am meisten zu schleppen: 40kg für Ludwig/Mies und 30kg für Klingmann/Giermaziak. Bei Hammel/Johansson im Pole Promotion-Audi sind es noch 20kg, 10kg sind es für Bert/Karlhofer in der Callaway-Corvette.

Spannend ist vor allem die Frage, ob die Audi R8-Flotte trotz dieser Platzierungsgewichte wieder so stark sein wird wie in Assen, wo man ihnen vorher einige der zu Jahresbeginn aufgebürdeten Balance of Performance-Einschränkungen wieder erlassen hatte.

Mit den bereits genannten Porsche-Teams sollte auch wieder zu rechnen sein, wobei sich hier noch eine Änderung ergeben hat: für Mühlner sollten eigentlich die beiden Bergmeister-Brüder in der #10 und Frank Schmickler mit einem noch zu nennende Fahrer in der #12 antreten, doch kürzlich verkündete die Mannschaft a

Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl