Tumblelog by Soup.io
Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

July 25 2012

14:24

IndyCar: Spiderman ist wieder da

Das Rennen auf dem Flugplatz von Edmonton zeigte sich trotz fehlender Gelbphasen sehr abwechslungsreich. Vielleicht waren die nicht vorhandenen Caution aber auch der Grund dafür.

© Bridgestone Media

Am Ende hing dann einer im Zaun. Helio Castroneves war es und das ist normalerweise immer ein deutliches Zeichen dafür, dass er sich freut. Im Gegensatz zu 2010, da hing er am Kragen eines IndyCar Offiziellen, der ihm kleinkariert ein Blocking-Manöver vorwarf und den Sieg einkassierte. Helio hat sich seinen Sieg also zurück geholt und dies in einem sehr klug gefahrenen und strategisch durchdachtem Rennen. Und plötzlich liegt Castroneves auch in der Meisterschaft in einer guten Position. Auch Will Power konnte seine Tabellensituation verbessern, weil Andretti Racing in Edmonton patzte.

Irgendwie ist Castroneves in diesem Jahr unter meinem Radar gefahren. Seit zwei Jahren tut sich der Ex-Meister schwer, auch gegen seinen Teamkollegen Will Power, der die Meisterschaft zwar zu dominieren pflegte, diese aber gerne im letzten Rennen an Dario Franchitti abtrat. Tatsächlich hat Helio in diesem Jahr schon mal gewonnen, in St. Petersburg war es. Und ähnlich wie Mark Webber in der Formel Eins, brachte sich Helio durch fleissiges, aber unauffälliges Punktesammeln in eine gute Position.

Das Rennen sah aber zunächst Alex Tagliani an der Spitze. Von Platz 3 kommend, quetschte er sich in der ersten Kurve an allen vorbei und übernahm die Spitze. So richtig groß wurde sein Abstand auf die Konkurrenz nicht, aber es reichte um ca. 2/3 des Rennens die Spitzenposition zu belegen. Will Power musste wegen eines Motorenwechsel von P17 starten, kämpfte sich aber langsam durch das Feld. Sein Problem war, dass er dabei einige “Push to pass” Sekunden verbrauchte, die ihm am Ende im Finish fehlen sollten.

Ryan Hunter-Ray lag zu Beginn des Rennens um P11 herum, war aber auch auf der härteren Mischung gestartet. Er versuchte seine Postion zu halten, vermutlich ging man davon aus, dass eine Gelbphase das Feld wieder zusammen bringen würde. Mit neuen, weichen Reifen wäre er in der Schlussphase dann in einer guten Position gewesen. Doch die Caution kam nicht, und die Strategen an der Andretti-Box sahen sich erhöhtem Druck von Penske ausgesetzt. RHR schien mit stumpfen Waffen zu kämpfen, denn auch mit den weichen Reifen kam er später kaum vom Fleck. Im Gegensatz zu Will Power, der sich langsam aber sicher an die Top 5 heran robbte.

Das letzte Renndrittel wurde dann von der Strategie bestimmt. Tagliani kämpfte mit nachlassenden Reifen, aber das Herta-Team wollte den letzten Stopp so spät wie möglich setzen, damit man genügend Sprit hatte. Penske holte Castroneves dann schliesslich an die Box, was sich als Glücksgriff erweisen sollte. Tagliani kam zwar eine Runde später, aber da hatte Castroneves den Undercut mit frischen Reifen schon geschafft.

Doch damit war Helio noch nicht durch, denn von hinten nahte der im ganzen Rennen sehr stark fahrende Takuma Sato. Der Japaner waar vor allem auf der Bremse deutlich besser als Castroneves, der hatte aber wiederum mehr “Push to Pass” Sekunden übrig. Sato kämpfte verzweifelt, kam aber nie in eine Position, in der er hätte angreifen können. Helio hilt dem Druck stand und holte sich schließlich den wohlverdienten Sieg.

Will Power schaffte am Ende P3, während Hunter-Ray nur auf P7 ins Ziel lief. Das kostet den Andretti-Piloten wichtige Punkte und die Meisterschaft ist nun wieder völlig offen. Noch führt RHR mit 362 Punkten, doch dahinter lauern die Castroneves mit 339 und Power mit 336 Zählern. Vier Rennen stehen noch aus, bei jedem kann man 50 Punkte einsammeln. Die nächsten Rennen werden also entscheidend sein. RHR braucht für das letzte Rennen in Fontana ein satten Vorsprung, denn im Oval werden die Penske schwer zu schlagen sein.

© Bridgestone Media edmonton_26 edmonton_17 edmonton_24 edmonton_15 edmonton_07 edmonton_11 edmonton_02 edmonton_03 edmonton_01

flattr this!

December 31 2010

08:21

Best of 2010: Teil Zwei

Hier der zweite Teil unserer “Best of 2010″-Reihe zum Jahreswechsel. Ich habe dieses Jahr 3 Serien ausführlich verfolgt: Formel 1, NASCAR und die Indycars. Deswegen setzt sich mein Best of 2010 auch hauptsächlich aus Diesen zusammen:

Bestes Rennen:
Bei Der Formel 1 fällt es mir hier schwer mich zwischen Kanada und Türkei zu entscheiden. Türkei war einfach was Szenen anging (Unfall Vettel/Webber; Zweikampf Button/Hamilton) das Rennen, was mir im Gedächtnis geblieben ist und Kanada war einfach nen sehr gutes Rennen mit allem was dazu gehörte.
In der NASCAR war das erste Talladega-Rennen soweit ich mich erinnere sehr gut, allerdings waren alle Superspeedwayrennen dieses Jahr ziemliche Knaller. Auch wenn einige Fahrer diese Rennen nicht mögen und sie gefährlich sind, es sind nunmal für die Zuschauer die besten Rennen. Und unabhängig davon hat die neue Green-White-Checkeredregelung zwar zu viel Schrott geführt, aber insgesamt finde ich sie richtig gut, da nicht mehr so viele Rennen unter gelb beendet werden.
Bei den Indycars fallen mir spontan Texas und Chicagoland ein, was natürlich auch die “schnellen und gefährlíchen” Rennen sind. Bei den Rundkursen muss ich ganz an den Anfang der Saison zurückgehen nach Sao Paulo, ja das war trotz allen Problemen ein schön anzusehendes Rennen.

Bestes Finish:
Ganz klar die Trucks in Talladega, da gibt es keine Diskussion:

Bester Fahrer:
Ganz schwere Sache, wie ich finde. Von den Formel 1 Fahrern her hat sich dieses Jahr keiner so heraus getan, als dass er das verdient hätte. Da waren (viel) zu viele individuelle Fehler dabei, selbst bei einem Alonso. Deshalb teilen sich den Titel Dario Franchitti und Jimmie Johnson. 5-Mal in einer Serie mit 36 Rennen, davon 10 “Play-Off-Rennen”, am Ende den Titel zu holen ist einfach eine unglaubliche Leistung und Franchitti ist cool geblieben und hat auf seine Stärke, die Ovale, vertraut.

Bestes Team:
Sehr schwer ich kann mich irgendwie zwischen Chip Ganassi Racing und RedBull nicht entscheiden, deshalb sind sie für mich beide die besten Teams des Jahres. Chip Ganassi hat in den USA so ziemlich alles gewonnen, was man gewinnen kann, zumindest an einzelnen Rennen.

Überholmanöver des Jahres:
Zuerstmal geht ein Spezialpreis an Kamui Kobayashi für die vielen schönen Überholmanöver dieses Jahr.

Ein Manöver, was mir in Erinnerung geblieben ist, hat Tony Kanaan in der ersten halbe Runde des Indy 500 gezeigt: 8 Autos in 2 Kurven überholt

Es gab dieses Jahr unzählige schöne Überholmanöver, weswegen ich es unmöglich finde, eins herauszupicken. Aber das “Überholmanöver des Jahres muss ja nicht unbedingt das Schönste sein. Deshalb vergebe ich den Preis an Michael Schumacher und Rubens Barichello. Das Überholmanöver von Schumacher an Barichello gehört sicherlich zu den spektakulärsten und ja auch zu den gefährlichsten der Motorsportsaison 2010. Aber in gewissem Maße sollte man auch die Kirche im Dorf lassen , wie es so schön heißt. Es hat beispielsweise nicht Kobayashi Petrov so überholt. Dies war ein Zweikampf zwischen 2 Piloten die den Rennsport schon beide knapp 3 Jahrzehnte betreiben und im Formel 1-Feld über die meiste Erfahrung verfügen und sich zu dem noch sehr gut kennen, wenn auvh nicht unbedingt mögen. Wie gesagt ja es war gefährlich und darf von mir aus auch bestraft werden, auch wenn ich die Bestrafung der FIA ( + 10 Plätze in Spa ) zu hart fand, aber die Stigmatisierung Schumachers danach “als rücksichtloser Fahrer aller Zeiten” und das Wort “Mordversuch” was im Raum stand war einfach zu viel.

Freunde des Jahres:

Ob sie jetzt wirklich Freunde sind weiß ich nicht, aber ich fand es einfach eine extrem faire Geste, dass sich Bowyer und Harvick nachdem extrem knappen Finish in Talladega im Chase noch in den Autos die Hände geschüttelt haben:

Szene des Jahres:
Ganz klar für mich die Kollision zwischen Mark Webber und Sebastian Vettel in der Türkei. RedBull hatte sehr schnelle Autos und gute Chancen auf beide WMs, so viel war schon damals absehbar. Allerdings wusste man auch, dass man den unzuverlässigsten Wagen hatte, dass heißt man musste vorsichtig sein und versuchen, so viele Punkte wie möglich mit zu nehmen. Und dann schießt man sich gegenseitig im 7. , in Worten s-i-e-b-t-e-n Rennen der Saison im Kampf um die Führungsposition ab?! Sowas sollte eigentlich nichtmal Fahrern aus unterschiedlichen Rennställen passieren, wenn sie um die Führung kämpfen, aber Teamkollegen DARF das nicht passieren. Auf alle Fälle zeigt genau diese eine Szene wie ich finde die Intensität und Dramatik des WM-Kampfes in der Formel 1 dieses Jahr.

Kostenpunkt des Jahres:
Kameras, jetzt Mal im Ernst. Hat sich schon Mal jemand überlegt wie viele Kameras auf Rennstrecken jedes Jahr durch Kollisionen einen grausamen und qualvollen Tod sterben. Nein? Seht ihr, und jetzt überlegt euch Mal wie teuer das ist.

Schönster Moment des Jahres:
Beide WM-Siege von RedBull. Wie sagte ein Journalist auf Twitter so schön: “Ok, nun hat eine Getränkemarke also die großen Autohersteller Ferrari, McLaren und Mercedes geschlagen.”
Überraschung des Jahres:
Hier muss ich im Prinzip Abbitte leisten, denn für mich ist das Stattfinden und der ziemlich reibungslose Ablauf des Korea-Grandprixs die Überraschung des Jahres. Ich hätte speziell nach den Fotos die immer wieder kurz vorher auftauchten nicht gedacht, dass dies noch möglich wäre.

Enttäuschung des Jahres:
Einige würden hier sicherlich Michael Schumacher schreiben, aber darüber möchte ich erst nächstes Jahr urteilen. Die WTCC ist meine Enttäuschung des Jahres, da sie schön zeigt, wie man eine Rennserie mit unsinnigen Strafen- und Reglementsdiskussionen mit Anlauf gegen die Wand fahren kann. Auch wenn Chevrolet den Titel meiner Meinung nach verdient hat, ist es einfach falsch einen Titel am grünen Tisch zu gewinnen. Nächstes Jahr fährt dann Chevrolet allein um die WM, meinen Glückwunsch.

Langweiligstes Rennen:
Formel 1: Ähm Bahrain, Bahrain und öhm ach ja richtig Bahrain.
NASCAR: Öhm den Preis kriegen die Rennen in Phoenix, Homestead SCHNARCH!… und Pocono. Nicht unbedingt weil die Rennen da dieses Jahr so langweilig waren, außer in Pocono da waren sie wirklich grausam, sondern weil die Strecken allein schon wegen der Charakteristik wenig Möglichkeiten für spannende Rennen bieten und umgebaut gehören. Und warum Phoenix und Homestead unbedingt im Chase sein müssen… Dann lieber 8 Rennen und nicht ein Rumgefahre auf Strecken nur weil die Zahl 10 toll aussieht und es dort warm ist.

Racecontrol-Moment des Jahres:

Viele erwarten jetzt hier sicher irgendeine der diversen DTM-Racecontrolentscheidungen. Jedoch wiegen diese einzeln gesehen für mich nicht so schwer, wie das was sich die Indycarracecontrol in Edmonton geleistet hat. Deshalb geht dieser Preis vielleicht für einige etwas überraschenderweise an die Indycarraacecontrol für die Aberkennung des Sieges von Helio Castroneves in Edmonton. Was war passiert? Helio Castroneves lag wenige Runden vor Schluss in Führung. Dann kam es zu einer Caution. Beim darrauffolgenden Restart verteidigt Castroneves durch Fahren am Innenrand der Kurve seine Führungsposition gegenüber Will Power. Alles fair und gut. Allerdings gab es vor dem Rennen die übliche Fahrerbesprechung, in der gesagt wurde, dass man wie auf Ovalen Überholversuche nicht blockieren dürfte, wenn man dabei eine imaginäre Linie in der Kurvenmitte überfahren würde.

Auf Ovalen macht diese Regel ja sicherheitsmäßig Sinn. Aber auf dem quadratkilometergroßen Flugplatz von Edmonton mit seinen gefühllten 50 Meter breiten Landebahnen ist diese Regel einfach nur völlig Fehl am Platze. Am Ende fuhr Castroneves zwar als erster durchs Ziel , den Sieg bekam aber Dixon, der mittlerweile Power überholt hatte. Ich war selten so , man verzeihe mir die Wortwahl “angepisst” nach einem Rennen wie nach diesem. Dagegen war das was Ferrari am gleichen Wochenende in Hockenheim praktizierte ein Kindergeburtstag.

Ja die Regelauslegung war dem Regelwerk nach konform und ja das wurde auch vorher in der Fahrerbesprechung erläutert, aber in den letzten 3 Runden eines Rennens erwarte ich ein bisschen Feingefühl von der Indycarracecontrol, die ja öfters Sachen so und so auslegt ohne jetzt näher darauf eingehen zu wollen. Castroneves war nachdem Rennen natürlich richtig sauer, fühlte sich um seinen Sieg betrogen und ging dem Indycar Sicherheitschef buchstäblich an den Kragen der aber zum Glück cool blieb. Was bleibt ist die Erinnerung an die schlechteste Racecontrol Entscheidung des Jahres, ich gerate heute noch in Rage wenn ich nur daran denke.

Glückspilz des Jahres:
Herr Conway, Herr van der Drift und Herr Sadler sind die Glückspilze des Jahres. Bei diesen drei wirklich schweren Unfällen in Indianapolis, Brands Hatch und Pocono noch am Leben zu sein, dass ist zwar Einerseits der Verdienst der hochmodernen Sicherheitssysteme , aber Andererseits war da sicherlich bei allen Dreien auch eine gehörige Portion Glück dabei und eine Menge Schutzengel anwesend. Leider hatten andere Motorsportler in diesem Jahr weniger Glück.

Wünsche für 2011:

Wenig schwere Unfälle , viele schöne Rennen, spannende Meisterschaftsentscheidungen, mehr vernünftige legale Streamangebote und weniger strittige Racecontrole-Entscheidungen.

Feinde/Duell des Jahres:

Für mich der Kampf zwischen Audi und Peugeot in Le Mans. 2011 sind die Karten auf Grund der neuen Autos neu verteilt, aber die Materialschlacht auch dieses Jahr war mal wieder fantastisch anzusehen und man bewahrt sich trotz allem noch ein gesundes Maß an menschlicher und sportlicher Fairness.

Zum Schluss noch eine Danksagung an Don, für die Möglichkeit dieses Jahr hier mitzuwirken, an die anderen Autoren für die vielen Mailwechsel und selbstverständlich an die Leser des Blogs, egal ob eher still oder aktiv im Chat und in den Kommentaren! Auf ein gutes Jahr 2011!

December 01 2010

06:57

Ferner liefen: Die Newshappen

# Die FIA hat die Formel 1-Nennliste für 2011 veröffentlicht. Große Überraschungen sucht man vergebens, einiges sticht aber doch ins Auge: Das Team von Tony Fernandes ist als “Team Lotus” aufgeführt – ob die Verhandlungen über den Namen aber von Erfolg gekrönt waren, oder ob Fernandes es einfach drauf ankommen lässt, ist daraus nicht zu erschließen.  Renault nennt sich weiterhin “Renault”, Sauber heißt jetzt nicht mehr “BMW”, dafür ist Virgin offiziell als “Marussia Virgin Racing” eingetragen. Als Lotus-Fahrer sind Jarno Trulli und Heikki Kovalainen laut Meldeliste bestätigt. Je ein freies Cockpit gibt es dagegen noch bei Renault und bei Williams. Etwas überraschend sind bei einigen Teams noch beide Autos unbesetzt: Force India, wo Adrian Sutil lange als gesetzt galt; Toro Rosso, wo ebenfalls beide Piloten einigermaßen sicher erschienen – und Virgin, wo Timo Glock im Grunde noch unter Vertrag stehen sollte. Bei HRT sind ebenfalls noch beide Cockpits zu haben. Vorsicht

# Heikki Kovalainen und seine Freundin Catherine Hyde haben sich beim Crash im Rahmen des Race of Champions in Düsseldorf doch etwas schwerer verletzt, als vermutet. Kovalainen selbst hat sich eine schwere Gehirnerschütterung zugezogen, und muss “als Vorsichtsmaßnahme” einige Tage das Bett hüten. Gleiches gilt für Hyde, die sich Ermüdungsbrüche im Becken und der Hüfte sowie eine Verletzung der Beinmuskulatur zugezogen hat. Vorsicht

# Bernie Ecclestone könnte drauf und dran sein, dem British Racing Driver’s Club die Kontrolle über die Rennstrecke von Silverstone abzuluchsen. Laut einem Bericht von pitpass.com sieht die finanzielle Situation der Strecke alles andere als rosig aus, nachdem sich die Umbauten an der Strecke als wesentlich teurer herausgestellt hatten, als geplant. Demnach suchen die Betreiber ziemlich angestrengt nach einem Retter, der die angeblich fehlenden Gelder in Höhe von immerhin 70 Mio. GBP aufbringt – und könnten schließlich gezwungen sein, Bernie Ecclestone als “weißen Ritter” zu akzeptieren. Ja, genau: Den selben Bernie Ecclestone, der jahrelang von den Streckenbetreibern verlangt hat, Umbauten durchzuführen, die sich diese nicht leisten konnten. Vorsicht

# Mikhail Aleshin hat sich in einem Interview äußerst positiv über seine Aussichten für 2011 gezeigt. Angeblich sei die Frage seiner Formel 1-Teilnahme bereits “gelöst”, eine Verlautbarung soll unmittelbar bevorstehen. Wo der WSbR-Champion starten soll, ist noch nicht bekannt – in Frage kommt wohl vor allem das vom russischen Sportwagenhersteller Marussia unterstützte Virgin-Team. Aber auch ein Cockpit bei Force India, HRT oder gar Renault scheint denkbar. Vorsicht

# Bei Force India könnte aber auch Nico Hülkenberg unterkommen. Das berichtet zumindest die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf einen gewissen Timo Gans, der im Management-Team des jungen Deutschen arbeitet. Zuvor hatten sich demnach Chancen auf einen Platz im Team von Toro Rosso zerschlagen. Vorsicht

# Schon wieder eine Woche mit zahlreichen Indycar-Neuigkeiten:
Ed Carpenter wird Sarah Fisher ersetzen, welche in die Leitung ihres Teams wechseln wird und vermutlich nicht mal mehr zum 500 ins Volant greifen wird. Geplant sind neun Rennen, wobei natürlich die Ovale im Vordergrund stehen werden und man auf den Rundkursen eher am Ende des Feldes sein wird. Flo aus N
- Das Rennen in Edmonton könnte nun doch gerettet sein – und womöglich im kommenden Jahr mit einer interessanteren Streckenführung überraschen. Der Stadtrat hat vergangene Woche einem Plan zugestimmt, zusätzliche 3 Mio. kanadische Dollar für Umbauten am Kurs bereitzustellen. Ursprünglich waren die Pläne für den Lauf ja deswegen ins Trudeln geraten, weil die Rennstrecke wegen des regen Flugaufkommens auf dem internationalen Flughafen auf einen stillgelegten Teil der Landebahn ausweichen muss – aber weder Promotor Octane noch die Stadt bereit waren, dafür zu bezahlen. Eine Bestätigung der Rückkehr seitens offizieller Indycar-Stellen steht noch aus. Vorsicht
- Dafür sind vergangene Woche Gerüchte aufgetaucht, wonach es ab 2012 einen zweiten Indycar-Lauf in Brasilien geben könnte. Das nach der südamerikanischen Freihandelszone “GP Mercosur de Indycar” getaufte Rennen würde demnach in Porto Alegre stattfinden – einer Stadt im Süden von Brasilien, in der Nähe von Uruguay und Argentinien. Dementsprechend wäre es auch das Ziel, diese beiden Länder bei der Ausrichtung mit an Bord zu nehmen. Vorsicht
- Und dann gibt es noch eine kleine Meldung aus der Kategorie “mysteriös”: Dienstagabend tauchten in mehreren Twitter-Feeds Meldungen auf, wonach der kanadische Indy Lights-Pilot James Hinchcliffe Mitte Dezember für Newman-Haas testen solle. Der in den Meldungen angegebene Link ist allerdings nicht aufrufbar – und auch sonst ist im Internet nichts dazu zu finden. Ob an der Meldung also was dran ist? Abwarten… Vorsicht

#Int. GT Open: In der nächsten Saison wird man an 8 Wochenenden Rennen fahren. Saisonstart ist am 1. Mai in Imola, das Finale findet am 30. Oktober in Barcelona statt. Ansonsten wird die Serie unter anderem in Monza, Magny Cours, Spa, Brands Hatch und am Nürburgring am Start sein. Neu dabei ist außerdem ein Termin am österreichischen Red Bull Ring. Die F3 Open wird bei den meisten Rennen wieder als Support unterwegs sein, hat aber auch ein paar Standalone-Termine in Spanien.

1. Mai: Imola (GT)
15. Mai: Magny-Cours (GT & F3)
17. April: Valencia (F3)
26. Juni: Spa (GT & F3)
3. Juli: Nürburgring (GT & F3)
24. Juli: Brands Hatch GP Kurs (GT & F3)
28. August: Red Bull Ring (GT)
2. Oktober: Monza (GT & F3)
16. Oktober: Jerez (F3)
30.Oktober: Barcelona (GT & F3)
Flo aus N & Vorsicht

#LMS: Der ACO hat das Programm für die LMS vorgestellt (Achtung, .pdf). Leider ist wieder kein Lauf in Deutschland dabei, dafür fährt man in Imola, welches den Hungaroring ersetzen wird. Finale ist in Portimao geplant, wobei 1 Woche später des Petit Le Mans ansteht und man daher davon ausgehen kann, dass sich hier noch was tun wird. Die Distanz wurde von 1000 km auf 6h geändert, um den TV-Sendern entgegen kommen zu können.

11.&12. März: Testfahrten Paul Ricard
3. April: Paul Ricard
8. Mai: Spa
3. Juli: Imola
11. September: Silverstone
25. September: Portimao
Flo aus N

# Außerdem wurde auch ein überarbeiteter Kalender für den ILMC bekannt: Insgesamt wird es sieben Rennen geben, Das Petit Le Mans wird Teil der Serie sein, außerdem auch, etwas überraschend,  die 6 Stunden von Imola. Als Saisonabschluss wird ein 6-Stunden-Rennen in China fungieren, wo genau sich die sicher hervorragend präparierte Strecke dafür befinden wird, ist derzeit noch unbekannt.

19. März: 12h Sebring
8. Mai: 6h Spa
11.&12. Juni: 24h LeMans
3. Juli: 6h Imola
11. September: 6h Silverstone
1. Oktober: Petit LeMans (12h, Road Atlanta)
12. November: 6h China (Strecke noch unbekannt)
Vorsicht

August 27 2010

16:42

Indycar: Vorschau Chicagoland

Für viele Fans ist das, was Samstagnacht auf dem Programm steht eines der Highlights der IRL-Saison. Fahrerisch ist Chicagoland zwar nicht besonders schwierig – aber dafür geht es dort immer unglaublich eng zur Sache.

Auch sonst hat die Indycar Series am kommenden Wochenende so einiges zu bieten: Etwa mit 29 Autos das größte Feld, das es jemals außerhalb des Indy 500 gegeben hat. Und dementsprechend auch die Rückkehr einiger Fan-Favoriten, die in diesem Jahr bisher gefehlt haben. Außerdem geht die bisher so spannende Meisterschaft in die Endphase. Dort wird die große Frage sein, ob es Dario Franchitti auf den Ovalen gelingt, den Rückstand auf “Rundkursmeister” Will Power zu schließen. Aber nicht alles ist eitel Wonne in der IRL: Hinter den Kulissen begehren die Teams gegen die bereits getroffene Chassis-Entscheidung für 2012 auf.


Aber zuerst mal zum sensationell großen Starterfeld. Mit 29 Autos in einem ganz normalen Ovalrennen hätte in dieser Saison wohl kaum jemand gerechnet. Die IRL musste sogar extra ihre Regeln ändern, so dass nun auch außerhalb des Indy 500 29 statt bisher 28 Wagen an den Start gehen dürfen. (Wieso es diese Regel gibt, wenn man sie bei Bedarf einfach ändert, das darf man sich allerdings schon fragen…) Außerdem musste man deshalb das Qualifying-Format verändern: Es bleibt beim gewohnten Einzelzeitfahren, allerdings drehen die Piloten nicht mehr vier, sondern nur noch zwei gezeitete Runden.

Ganz neu ist diesmal keiner der Fahrer dabei, das Feld wird also von “Rückkehrern” vergrößert. Da wäre etwa Ed Carpenter, der nach dem Aus von Vision Racing (das ja bekanntermaßen von seinem Stiefvater Tony George geführt wurde) dank neuem Sponsor mit Panther Racing zurückkehrt. Carpenter hatte in der Vergangenheit nicht den allerbesten Ruf, sicher waren auch die Familienbande zum damaligen Indycar-CEO nicht gerade hilfreich dabei, ein eigenständiges Image aufzubauen. Er hat aber, vor allem im vergangenen Jahr, einige äußerst respektable Vorstellungen abgeliefert. Man denke etwa an seinen zweiten Platz in Kentucky. In Chacagoland reichte es 2009 immerhin für Rang sechs.

Ebenfalls zurück im Cockpit, diesmal in jenem von Conquest, ist Tomas Scheckter. Conquest mag jetzt nicht gerade ein Team sein, das zu vorauseilenden Jubelschreien verleitet, aber Scheckter ist auf schnellen Ovalen eigentlich noch immer recht gut dabei gewesen. Vielleicht schafft er am Wochenende ja eine Überraschung.

Mike Conway ist immer noch nicht im Dreyer & Reinbold Cockpit zurück, er wird diesmal von Ana Beatriz ersetzt. Die Dritte der Indy Lights Saison 2009 (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Model) war schon in Sao Paulo und beim Indy 500 mit dabei, und hat dort eigentlich recht ansehnliche Leistungen abgeliefert. Sarah Fisher Racing ist diesmal gleich mit zwei Autos vertreten: Neben Fisher selbst ist auch Jay Howard am Start. Veteran Davey Hamilton rundet schließlich mit seinem zweiten Einsatz nach dem Indy 500 das Feld ab.

Zum Chicagoland Speedway gibt es hier im Blog ja dank NASCAR-Vorschau schon eine eigene Seite, folglich brauche ich dazu nicht mehr allzuviele Worte zu verlieren. Die IRL ist seit 2001 auf der Strecke unterwegs, und die Rennen hier haben eigentlich noch fast jedes Mal enge Manöver und eine Menge Spannung geboten. Wer bisher noch kein IRL-Rennen dort gesehen hat, der sollte das diesmal unbedingt tun. Umso mehr deshalb, weil man munkelt, dass es der vorläufig letzte Auftritt der Indycars auf dem Kurs sein könnte. Normalerweise folgt jetzt an dieser Stelle noch eine Onboard-Runde. Die gibt es diesmal zwar auch, hier im Blog wollte ich aber diesmal einfach die letzten drei Runden vom vergangenen Jahr einbinden. Die sagen eigentlich alles, was man zu Indycar-Rennen in Chicagoland wissen muss.

Sonstige Neuigkeiten

Die Indycar spielt weiter mit dem Kalender für die kommende Saison herum, zum Teil mit etwas kreativen Ideen. Am Texas Motor Speedway soll es 2011 statt einem 550Km-Rennen zwei direkt aufeinanderfolgende Läufe mit einer Länge von jeweils 275Km geben. Bei beiden Rennen soll dann jeweils die halbe Punktezahl eines “normalen” Wertungslaufes ausgeschrieben werden. Wie man mit Autos verfährt, die im ersten Rennen beschädigt werden, ist noch unklar.

Baltimore hat, wie schon in den Newshappen geschrieben, noch einmal das Streckenlayout etwas verändert. Die neue Streckenführung ist hier zu sehen. Außerdem wurde auch das Datum auf das Labor Day Weekend (1. Septemberwochenende) verschoben.

Der Iowa Speedway hat inzwischen wenig überraschend bestätigt, dass die IRL auch im kommenden Jahr dort zu Gast sein wird. Datum ist der 25. Juni.

IRL-Kenner Curt Cavin hat dieser Tage auch ein wenig spekuliert, was den Kalender betrifft. Aus den bisher bekannten Fakten würde sich also das folgende Bild ergeben:

? St. Petersburg ? Barber Motorsports Park 17. April Long Beach 1. Mai Sao Paulo 29. Mai Indy 500 11. Juni Texas Twin 275 25. Juni Iowa ? Toronto ? Edmonton 7. August Mid Ohio 14. August New Hampshire ? Sonoma 4. Septemberx Baltimore ? Kentucky ? Motegi ? Las Vegas

Text

insgesamt also 16 Rennen, möglicherweise (etwa dann, wenn doch Chicagoland noch dazukommt) 17.

Und damit noch schnell zum Unbill, den ich im ersten Absatz schon angekündigt hatte: Die Teams scheinen mit der Entscheidung über das neue Chassis für 2012 ganz und gar nicht glücklich zu sein – und schon gar nicht mit der Informationspolitik, die die IRL danach betrieben hat. Ganassi, Penske und Dreyer & Reinbold drohen gar damit, das Ding ganz einfach nicht zu kaufen. Tenor: Die Umstellung auf ein neues Auto sei zu teuer. Es muss aber wohl etwas mehr dahinter stecken: Immerhin schien Ganassi die Umstellung noch keineswegs zu teuer, als auch der (über Umwege) im Auftrag des Teams entwickelte Delta Wing noch im Rennen war.

Übertragungszeiten

Der Lauf in Chicagoland wird – wie alle restlichen Rennen dieser Saison – von Versus übertragen. Im Vergleich zu ESPN/ABC ist also das gewohnte Bild zu erwarten: Bessere Übertragung, aber weniger Zuseher und weniger Streams. Immerhin findet die Veranstaltung diesmal nicht zeitgleich mit einem NASCAR-Wettbewerb statt, die IRL dürfte also die Interessen der Motorsport-Zuseher auf sich vereinen können. Start der Übertragung ist in der Nacht von Samstag auf Sonntag um 01:00 Uhr.

July 28 2010

06:30

Ferner liefen: Die Newshappen

//Die Tinte unter dem Vertrag des US Grand Prix in Texas ist noch kaum trocken, da denkt Bernie Ecclestone schon über ein zweites US-Rennen nach. Nach der schnell verworfenen Idee, im Liberty State Park in Jersey City zu fahren, geht es wohl wieder um ein Rennen im “Garden State” – mit der Skyline der benachbarten New York City im Hintergrund. Herman  Tilke (wer auch sonst?) soll sich diesbezüglich in den letzten Wochen schon vor Ort auf die Suche nach einem passenden Gelände begeben haben. Die gestrige Performance der Austin-Verantwortlichen bei der Pressekonferenz wird ihn wohl darin bestätigt haben, bei möglichen Bietern diesmal etwas genauer hinzusehen.

// Williams wird wahrscheinlich auch 2011 mit Barrichello und Hülkenberg an den Start gehen. Das sagt zumindest Anteilseigner Toto Wolff im Interview mit motorline.cc. Bisher waren über beiden Piloten ein paar Fragezeichen gehangen – über Hülkenberg wegen der teils etwas mangelhaften Leitungen und über Barrchiello trotz guter Ergebnisse wegen seines Alters. Fix ist die Entscheidung aber ohnehin noch nicht, Wolff spricht von “Tendenzen”.

// Bei HRT sieht derweil alles nach einer Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Formel 1-Team von Toyota aus. Die verbleibenden Toyota-Techniker sollen im Auftrag von HRT Arbeiten am aktuellen Wagen durchführen, und dafür den Windkanal in Köln-Marsdorf nutzen. Auch die Tatsache, dass dort nach wie vor ein weitgehend fertiger Toyota für die Saison 2010 herumsteht, dessen Design man verwenden könnte, wird bei HRT sicher für Interesse gesorgt haben.

// Renault hat finanzielle Probleme. Das klingt überraschend, aber mittlerweile hat der Teamchef, Eric Boullier, die Gerüchte, die durch James Allen vor ein paar Tagen aufgebracht wurden, bestätigt. Man hat bei Bernie Ecclestone um einen “Vorschuss” gebeten, damit man die Entwicklung des 2011er Wagens weiter anschieben kann. Der hat die Anfrage aber abgelehnt. Da wundert man sich schon, denn Renault gehört zu 75% der Investmentgesellschaft Genii Capital. Die sollten doch eigentlich genug Geld haben, denkt man, aber offenbar gibt es ein klar vorgegebenes Budget, das dass Team dieses Jahr schon so weit ausgeschöpft hat, dass man nach neuen liquiden Mitteln sucht. Genii will jedenfalls nicht mehr Geld reinstecken. In der Tat hat Renault, nach dem mauen Start bei den Tests, ein erstaunliches Entwicklungstempo vorgelegt, und fast bei jedem Rennen viele neue Teile mit gebracht. Die Hoffnung war wohl auch, das man auf Grund der guten Ergebnisse neue Sponsoren finden würde, aber die Rechnung ist nicht aufgegangen. Damit ist Renault das zweite Team, dass nach Williams in diesem Jahr Geld von Bernie möchte. Man munkelt, dass auch HRT und Force India schon Geld bekommen haben.

// In der Indycar Series gehen die Kalenderspekulationen für die kommende Saison weiter: Edmonton hat, wie bereits berichtet, am Wochenende einen Vertrag für die Jahre 2011 bis 2013 unterzeichnet. Neuer Veranstalter des Rennens ist die Octane Racing Group, die auch das Formel 1-Rennen in Montreal ausrichtet. Ob es Veränderungen an der Strecke geben wird, um die Rennen etwas spannender zu machen, ist noch nicht bekannt. Derweil soll IRL-CEO Randy Bernard wohl mit dem Bundesstaat Wisconsin über eine Förderung für ein Rennen auf der Milwaukee Mile verhandeln. Nötig wären für die Ausrichtung eines Laufes auf der Traditionsstrecke rund 400.000 US$ an Zuschüssen, bisher gibt es keine Zusagen von öffentlicher Stelle.

// Nach BMW soll nun auch Opel an einer Rückkehr in die DTM interessiert sein, wie der Focus unter Berufung auf Motorsport aktuell (Print) berichtet. Demnach soll innerhalb der nächsten zwei Monate eine Entscheidung darüber fallen, ob sich die Rüsselsheimer tatsächlich an der Meisterschaft beteiligen wollen – das wird auch notwenidig sein, immerhin braucht auch der Bau eines geeigneten Autos danach noch so seine Zeit. Klar ist indes schon, dass im Falle einer Teilnehme wohl der Insignia zu Ehren kommen wird.

// In der WTCC hat Promoter Marcello Lotti in der Zwischenzeit bestätigt, dass man 2012 erstmals  in Argentinien und der chinesischen Provinz Guandong an den Start gehen wird – und zwar auf der ehemaligen Formel 1-Strecke in Buenos Aires (auf welchem Layout, ist allerdings unklar) und am brandneuen Guandong International Circuit (Onboard hier). Macao und Marrakesch sollen beide im Kalender bleiben – vor allem über dem marokkanischen Event hängen allerdings noch ein paar Fragezeichen. Die FIA hat den Veranstaltern wohl nach dem Fiasko in diesem Jahr ein Ultimatum gesetzt, wonach sie vor einer Verlängerung des Vertrages ein neues Konzept für die Sicherheit und die Verbesserung der Streckenräumung übermitteln müssen. Angeblich sind im kommenden Jahr gleich 12 Rennen geplant, zwei mehr als in dieser Saison. Es müsste also keines der bestehenden Events seinen Platz wieder abgeben. Ausnahmen: Mexiko ist wohl endgültig weg vom Fenster, Suzuka wird Okayama (ehemals TI Circuit Aida) ersetzen, Portimao wird im Zuge der regulären 2-Jahres-Rotation seinen Platz an Porto abgeben. Und dann ist das noch die Frage, ob Pau wieder auf den Kalender zurückkehrt.

// James Nash, der etwas überraschend Anfang des Jahres in der BTCC bei Triple 8 gelandet war, hat seinen Vertrag bis zum Ende der Saison verlängert bekommen. Obwohl seine Ergebnisse eher so mittelprächtig waren, darf er also weiter den Vorjahres-Astra durch die britische Landschaft schaukeln.

// Währenddessen hat BTCC Ex-Meister Fabrizio Giovanardi in der italienischen Superstar Serie angedockt. Und das bei seinen alten Bekannten von N-Technology, die ja früher in der WTCC mit Alfa unterwegs waren. In der Superstar Serie setzt man einen, ich konnte es selbst kaum glauben, Porsche Panamera ein. Offenbar geht die Kiste gut, denn man gewann gleich das erste Rennen.

// Kasey Kahne wird am Ende der Saison Richard Petty Motorsport verlassen. Wo er nächstes Jahr fahren wird ist noch nicht klar, aber ab 2012 sitzt er in der #5 bei Hendrick Motorsport. Immerhin scheint jetzt klar zu sein, wer sein Nachfolger werden soll: Marcos Ambrose. Der Australier, bisher bei JTG Daugherty unterwegs, die wiederum am Tropf von MWR hängen, hat einige gute Rennen hin gelegt und soll dann ab 2011 im Ford sitzen. Bestätigt ist bisher nur der Abgang von Ambrose, der Wechsel zu RPM ist es noch nicht.

July 27 2010

16:27

Indycar: Edmonton und der regelkonforme Skandal

Die IRL hatte richtig Glück, dass am Wochenende schon die Ferrari-Teamorder aus Hockenheim die Skandalspalten einnahm. Denn sonst wäre man selbst dort gelandet. Und das, obwohl man eigentlich alles richtig gemacht hat.

Dabei hätte alles so gut ausgehen können: Nach einer eher drögen ersten Rennhälfte schaukelte sich das Rennen in Folge einiger Gelbphasen am Ende zu einer richtig spannenden Angelegenheit auf: Schöne Zweikämpfe, ein paar sogar an der Spitze und “local hero” Paul Tracy direkt hinter den Ganassi und Penske-Autos als “best of the rest” auf Rang 6. Als die letzte Caution ein paar Runden vor Schluss zu Ende geht, greift Power Castroneves an. Der fährt innen und verteidigt in einem sehenswerten aber fairen Manöver seine Position – und Power wird von Dixon überholt. Und dann die verblüffende Meldung: Durchfahrtsstrafe wegen Blockierens für Castroneves. Die tritt er zwar nicht an, und fährt als erster durchs Ziel – zum Sieger wird aber Dixon erklärt. Es folgen wütende Proteste von Castroneves und Buhrufe der Zuseher. Mittlerweile hat die IRL ein Video veröffentlicht (nach dem Jump), das die Entscheidung erklärt. Sie war wohl regelkonform. Was nicht heißt, dass man die Sache darauf beruhen lassen sollte.

Wie aus dem Video ersichtlich besagen also die Regeln tatsächlich, dass sich Fahrer nicht gegen Überholmanöver verteidigen dürfen, indem sie vor der Kurven nach Innen fahren. Geahndet wird ein solches Verhalten dann, wenn sich die verteidigenden Piloten über eine fiktive Linie in der Mitte der Strecke hinweg bewegen. In der Fahrerbesprechung vor dem Rennen wurde das, wie auch im Video zu sehen, noch einmal ganz klar erklärt. Castroneves hat es aber trotzdem getan. Die Mindeststrafe dafür ist eine Drive-Through unter Grün – und die hat er dann ja auch bekommen. Die Strafe war also den Regeln nach gerechtfertigt, die Rennleitung konnte gar nicht anders, als so zu reagieren.

Aber: Ist die Regeln an sich sinnvoll? Wohl kaum. In den Ovalen – wo Blockieren ja tatsächlich gefährliche Folgen haben kann – mag sie ihre Berechtigung haben. Auch dort hat sie aber schon für Diskussionen gesorgt, vor allem deshalb, weil sie nicht konsequent eingesetzt wure: Graham Rahal wurde beim Indy 500 bestraft, Danica Patrick eine Woche später in Texas nicht – obwohl ihr Manöver gefährlicher war. Da entsteht schnell mal der Eindruck von Willkür – und das kann der Serie wohl kaum gut tun.

Und davon abgesehen: Auf den Rundstrecken haben die Indycars das doch überhaupt nicht nötig. Schon am engen Stadtkurs von Toronto gab es genug Überhol-Action. Und auf der 25 Meter breiten Landebahn von Edmonton wird die Regel dann endgültig lächerlich. Denn dort liegt ja der Reiz gerade darin, dass mehrere verschiedene Linien funktionieren. Renndirektor Brian Barnhart stand jedenfalls schon vor der Entscheidung schwer in der Kritik, und selbige ist nun nicht gerade leiser geworden. Nicht alles, was im verlinkten Artikel gesagt wird ist fair, manches ist wohl noch auf alte Feindschaften rund um den IRL-CART-Split zurückzuführen. Insgesamt muss man sich aber wohl trotzdem fragen, ob es die Indycar Series nicht mal mit einem neuen Mann an dieser verantwortungsvollen Stelle probieren sollte.

Etwas unter der Oberfläche war dann noch ein zweites Reglement-Thema im Gespräch: In einigen Internet-Foren geistern Gerüchte herum, dass Penske, Ganassi und Andretti Autosport Aufhängungsteile benützen sollen, die nicht vom eigentlichen Alleinausstatter Dallara hergestellt wurden. Während sich dies bei Ganassi und Andretti aber noch im Rahmen des Legalen bewege, seien die Penske-Teile so konstruiert, dass sie dem Team insbesondere auf den Rundkursen unfaire Vorteile bringe. Schwerwiegend: Angeblich weiß die IRL davon, hat sich aber entschlossen, das nicht zu verfolgen, weil man den Verlust von Penske und Konsorten nicht verschmerzen könnte. Die Vorwürfe klingen, insbesondere in der Art ihrer Formulierung, ein wenig dubios. Sie stammen aber angeblich wirklich von einem Insider. Ich gebe das jetzt hier einfach mal so weiter. Man muss aber wohl schon nochmal betonen, dass es an sich nicht ungewöhnlich ist, dass Teams – gerade in einer Serie mit Alleinausstattern – jeden letzten Millimeter des Reglements ausnützen.

Zum Rennen an sich: Der Leistung nach ist der Sieg von Scott Dixon nicht so ganz gerechtfertigt. Ganassi war den ganzen Tag lang den Penskes – vor allem Castroneves und Power – ein wenig unterlegen. Das Resultat fällt eher unter “Abstauber”. Will Power hat wieder ein großartiges Rennen gefahren, und hat lediglich am Ende zur falschen Reifenmischung gegriffen. Castroneves hätte sich den Sieg verdient. Aber gar so aufregen hätte er sich nach dem Rennen auch nicht müssen – denn so unsinng die Blocking-Regel ist, musste ihm doch bewusst sein, dass er ganz klar dagegen verstoßen hatte. Auch hier hat er übrigens mal wieder seine Klasse bewiesen, und sich mittlerweile für sein Verhalten entschuldigt. Weniger toll war das Rennen von Penskes Nr. 3 – Ryan Brsicoe war in Edmonton eher unauffällig unterwegs.

Ein Leistung lieferte war es für Paul Tracy. Nach eher mittelmäßiger Qualifikationsleistung fuhr sich der kanadische Altstar im Laufe des Rennens bis an die “best of the rest”-Position 6 vor, zum Teil mit sehenswerten Manövern. Am Ende wurde er noch vom erneut starken Ryan-Hunter Reay geschnappt. Es wäre sehr schade, hätten wir ihn das letzte Mal in dieser Saison (oder, man muss es in diesem Alter ja sagen: überhaupt) in einem Indycar gesehen.
Auch für die anderen drei KV-Autos war es ein gutes Rennen. Hinter Tracy landeten Moraes, Viso und Sato auf den Rängen sieben bis neun.

Dem Vernehmen nach verhandelt Tracy nun mit Dreyer & Reinbold über ein paar weitere Rennen in dieser Saison. Der Einsatz wäre in dem Fall aber wohl davon abhängig, dass Mike Conway nicht rechtzeitig wieder fit wird. Denn vor kurzem hat ja schon J.R. Hildebrand einen Vertrag mit dem Team abgeschlossen, demnach er drei Rennen bestreiten soll. Und zwar gegebenenfalls auch neben Mike Conway, sofern der ab Sonoma wieder zurückkehrt. Kaum vorstellbar, dass das kleine D&RR-Team noch ein weiteres Auto einsetzen könnte. Angeblich könnte aber auch ein Platz bei Conquest Racing frei werden – Mario Romancini soll nämlich gerüchteweise das Geld ausgegangen sein. Mal sehen, ob sich da was entwickelt.

Im Abwärtstrend befand sich in Edmonton Andretti Autosport. Der einzige Lichtblick blieb Ryan Hunter-Reay auf Rang fünf. Marco Andretti landete nach einem problembehafteten Rennen als erster Überrundeter auf Platz elf, Tony Kanaan direkt dahinter auf P12. Danica Patrick wurde nach einem Dreher nur 15. Viel besser wäre das Ergebnis aber wohl auch ohne den Ausrutscher nicht geworden, denn auch davor war sie nicht im vorderen Teil des Feldes zu finden.

Auf positive Weise von sich Reden machte dagegen wieder mal Simona de Silvestro. Die Schweizerin zeigte eine tolle Quali-Leitung und ging mit Rang sieben von ihrer bisher besten IRL-Startposition ins Rennen. Am Sonntag konnte sie dann auch noch EJ Viso überholen, und fuhr in der ersten Rennhälte auf Platz sechs, direkt hinter den fünf Wagen vom “Todesstern”. Die gute Leistung blieb aber unbelohnt – denn gegen Rennende wurde sie von Viso recht unsanft in den Reifenstapel geschickt.

In der Meisterschaft hat Will Power (420 Punkte) seine Führung wieder ausgebaut, und liegt nun wieder 50 Zähler (also einen ganzen Sieg) vor Dario Franchitti (370). Mit etwas Abstand folgen dann Scott Dixon (349) und Ryan Briscoe (324). In der Mario Andretti Trophy liegt Power (318) zwei Rennen vor Schluss schon fast uneinholbar in Führung, ebenfalls vor Franchitti (222) und Ryan Hunter-Reay (220).

Weiter gehts in zwei Wochen auf dem pittoresken aber nur mäßig Open Wheel geeigneten Mid-Ohio Sports Car Course, eine Vorschau darauf folgt wie immer in der kommenden Woche.

July 20 2010

06:48

Indycar: Wenig grün, aber spannend

Ein ziemlich ereignisreiches Rennen haben die Indycars am Sonntag in den Straßen von Toronto abgeliefert – am Ende hat aber doch wieder Will Power gewonnen. Weiter geht es schon kommenden Wochenende in Edmonton.

“Cautions breed cautions” – das hört man bei US-Rennübertragungen ja immer wieder. In so extremer Ausprägung wie vergangenen Sonntag in Toronto kann man diese goldene Regel aber sonst selten beobachten. Sechs Cautions über eine Länge von 21 Runden sagt die Statistik – beim Zusehen hat es gewirkt, als wären es noch deutlich mehr gewesen. Trotzdem war es eines der besseren Rennen in dieser Saison: Wenn nämlich einmal Grün war, denn ging es recht anständig zur Sache. Und endlich waren vorne auch wieder mal ein paar Fahrer dabei, die man sonst eher in der Mitte des Feldes findet. Gewonnen haben dann trotzdem wieder die Favoriten.

Diesmal waren es immerhin nur Power und Franchitti, die an der Spitze die Ehre des “Todessterns” gerettet haben. Ihre drei Teamkollegen fielen allesamt dem Rennchaos zum Opfer. Als ersten erwischte es Helio Castroneves: Der Brasilianer krachte beim Überholversuch hinten in Vitor Meiras Wagen, schlug dann links in die Leitplanke ein, und schließlich auch noch frontal in die Reifenstapel. Etwas später war auch das Rennen von Ryan Briscoe vorbei, nachdem ihm Graham Rahal ins Heck gefahren war. Und in den letzten Runden fiel dann auch noch Scott Dixon einem etwas ruppigen Überholmanöver von Ryan Hunter-Reay zum Opfer.

Gar kein gutes Wochenende gab es abermals für KV Racing: Mario Moraes ist wohl am Sonntag mit dem falschen Fuß aufgestanden, und räumte in zwei verschiedenen Vorfällen gleich zwei Fahrer von der Bahn. Besonders bitter: Einer davon war Teamkollege Takuma Sato, der dringend mal eine gute Zielankunft gebraucht hätte. Entsprechend sauer zeigte sich der Japaner denn auch im TV-Interview. Später landete dann auch noch Mario Romancini nach Feindberührung mit Moraes im Reifenstapel. Dabei galt Moraes nach einigen guten Platzierung zum Ende der vergangenen Saison schon als große Zukunftshoffnung, Team-Mitbesitzer Jimmy Vasser sprach gar vom “neuen Montoya”. In diesem Jahr hat bisher noch wenig gezeigt, das diesem Ruf bestätigen würde.

Eine tadellose Vorstellung lieferte dagengen einmal mehr Justin Wilson ab. Zumindest fast. Denn leider produzierte der Brite nach einer Gelbphase auf kalten Riefen auch einen Dreher. Ein Fehler, der Wilson um einem möglichen zweiten Platz brachte – nach dem Start hatte er das Rennen sogar von der Pole Position aus angeführt. Immerhin konnte er sich in den letzten Runden von Ende der Lead-Lap wieder bis auf Rang sieben nach vorne fahren. Man darf gespannt sein, ob es nicht auf den verbleibenden Rundstrecken doch in diesem Jahr nochmal für einen Sieg reicht. Ein gehobener Geheimtipp ist Wilson allemal.

Ebenfalls erfreulich: Die Leistung von Graham Rahal. Der Kontakt mit Ryan Briscoe war zwar kein Glanzstück, aber sonst gab es ein exzellentes Rennen, das schließlich auf Rang fünf endete. Vor allem, wenn man bedenkt, wo Teamkollege Hideki Mutoh mit dem Auto des gleichen Teams so herumfährt, ist das ein deutlicher Beweis für Rahals Talent. Erfreulich für ihn. Und auch gut für die Indycars, die ja bekanntlich mit Händen und Füßen um Aufmerksamkeit ringen – wofür ein Amerikaner, der Rennen gewinnen kann natürlich ziemlich wichtig ist.

Nicht so toll lief es beim ersten von zwei Heimrennen für die beiden Kanadier im Feld: Alex Tagliani kolldierte nach einem unauffälligen Rennen mit (dem übrigens ebenso unauffälligen) Tomas Scheckter. Sein FAZZT-Team scheint sich derzeit eher nach hinten zu bewegen. Paul Tracy hatte ein sehr bescheidenes Qualifying, kam im Rennen dann aber wegen einer anderen Boxenstrategie immerhin zu ein paar Führungrunden. Die Freude der Zuseher an der Strecke währte aber nur kurz: Nach einem etwas verunglückten Zweikampf mit Simona de Silvestro landete Tracy schließlich mit einer Runde Rückstand auf Rang 13.

Die Schweizerin selbst hatte wieder mal ein recht passables Rennen. Dabei hat sie zwar von einigen Ausfällen profitiert, konnte aber über weite Strecken das Tempo der ersten Verolgergruppe mitgehen. Gegen Ende des Rennens baute das Auto allerdings ab – am Schluss reichte es immerhin noch für Rang neun.

Gut lief es auch für die zweite ernstzunehmende Fahrerin im Feld: Danica Patrick lieferte ihr mit Abstand bestes Rundkursrennen der Saison und landete schließlich auf einem guten sechsten Rang. Geschlagen wurde sie dabei von ihren beiden Teamkollegen Ryan Hunter-Reay und Tony Kanaan, für die der Lauf mit den Plätzen drei und vier ein noch etwas besseres Ende nahm. Marco Andretti auf Rang acht komplettierte schließlich eine mannschaftlich starke, wenn auch insgesamt noch nicht ganz siegverdächtige Vorstellung von Andretti Autosport.

Milka Dunos Rennen war nach acht Runden wegen angeblicher “Handling-Probleme” zu Ende, bis dahin war sie schon einmal überrundet worden. Man hört immer wieder, dass Dale Coyne Duno trotz aller Probleme im Team behalten muss, weil ihr Sponsor CITGO auch den Wagen von Alex Llloyd mitfinanziert. Das ist demnach auch der Grund, wieso die Indycar-Offiziellen noch nicht weitergreifenden Maßnahmen ergriffen haben.

Erstaunlich ist ihre schwache Performance in diesem Jahr vor allem deshalb, weil man ja 2008 und vor allem 2009 ein wenig den Eindruck hatte, sie habe sich – wenn auch am Ende des Feldes – ganz gut in die IRL eingelebt. In diesem Jahr scheint ihre Performance aber leider eher rückwärts zu gehen. Kollege Tegethoff hat im Liveblog am Samstag ja schon eine Meldung aus dem Twitter-Äther gefischt, nach der Indycar-CEO Randy Bernard gesagt haben soll, Duno schade der Glaubwürdigkeit der Serie. Man darf gespannt sein, wie lange sie noch dabei ist.

Am anderen Ende der Meisterschaftstabelle hat Will Power (377 Punte) seine Führung auf Dario Franchitti (335) mit dem Sieg wieder etwas ausgebaut. Sonst hat sich unter den ersten Zehn nicht viel getan – einzig Ryan Hunter-Reay konnte sich verbessern, und liegt jetzt mit einem Punkt Vorsprung auf Helio Castroneves als “best of the rest” auf Rang fünf. In der “Mario Andretti Trophy” dürfte Will Power der Sieg indes kaum noch zu nehmen sein. Der Australier (275) führt bereits mit 85 Punkten Vorsprung vor Hunter-Reay (190) und Franchitti (187).

Next Stop: Edmonton, AB

Weiter geht es am kommenden Wochenende mit dem zweiten Kanada-Rennen in Edmonton. Amerikanische Open-Wheeler sind seit 2005 in der Hauptstadt der Provinz Alberta unterwegs, nach der Wiedervereinigung 2008 fand hier das erste Kanada-Rennen in der Geschichte der IRL statt.

Für besonders spannende Läufe stand die einzige Flughafenstrecke im Kalender bisher bei den Indycars leider nicht gerade. Vor allem das Rennen vom vergangenen Jahr war – abgesehen von Tony Kanaans Feuerunfall in der Box – einer der größten Gähner in jüngerer Vergangenheit.

Dabei sollte der Kurs eigentlich alles liefern, was ein schönes Airport-Rennen ausmacht: ein paar breeeeeeeeeeite Geraden, die in Kurven mit mehreren Linien münden, und einen engen Streckenteil, in dem es etwas mehr auf den Fahrer ankommt. Außerdem gibt es ein paar kräftige Wellen, die eigentlich für Fehler und Überholmöglichkeiten sorgen sollten. Eine detaillierte Vorstellung gibts dann wie immer im obligatorischen Onboard-Video, das ich an dieser Stelle einfügen werde, sobald es verfügbar ist. Als Platzhalter hier inzwischen die Streckenvorstellung vom vergangenen Jahr:

An der Fahrerfront gibt es nach derzeitigem Stand wenig Neues: Tomas Scheckter wird noch einmal den verletzten Mike Conway bie D&RR ersetzen, Paul Tracy sitzt zum vorläufig letzten Mal in einem Auto von KV Racing. Nicht dabei: Graham Rahal und Adam Carroll, die erst beim folgenden Rennen in Mid-Ohio wieder an den Start gehen.

Erfreulich: Versus übernimmt nun für den Rest der Saison wieder die US-Übertragungen. Bei ABC hatte man ja zuletzt eher das Gefühl, die Indycars würden nur mehr als lästige Pflicht betrachtet. Versus hat zwar weniger Zuseher – ist aber wenigstens mit Herzblut dabei. Fans aus dem deutschen Sprachraum werden sich das Rennen weiterhin leider nur im Internet ansehen können. Zur Wahl steht dabei wie immer der legale Weg über die Racecontrol auf indycar.com (kostenlose Anmeldung erforderlich) – oder der Gang in die schattigen Ecken des Webs.

Digg This  Reddit This  Stumble Now!  Buzz This  Vote on DZone  Share on Facebook  Bookmark this on Delicious  Kick It on DotNetKicks.com  Shout it  Share on LinkedIn  Bookmark this on Technorati  Post on Twitter  Google Buzz (aka. Google Reader)  

July 14 2010

06:30

Ferner liefen: Die Newshappen

// Obwohl Rubens Barrichello bei Williams hoch geschätzt wird und er bisher fast alle Punkte des Teams zusammen gefahren hat, ist der Vertrag für 2011 noch nicht fix. Die gesamte Führungsmannschaft von Williams redet seit Wochen davon, dass man ohne den Brasilianer nicht da sein würde, wo man jetzt ist, aber Barrichello selber hält sich bedeckt. Offenbar hat er ein Angebot von Williams, schaut aber vielleicht mit einem Auge zu Renault oder Force India, wo sich ja eventuell etwas tun könnte. Weiteres Problem für Williams: Ende des Jahres verabschieden sich die Sponsoren Air Asia und RBS. Vermutlich wird Barrichello bleiben, wenn die Finanzierung seines Vertrages steht.

// Ein weiter Mann, über den im Moment viel geredet wird, ist Kimi Räikkönen. Der Finne ist in der WRC zwar recht flott unterwegs, legt seinen Wagen aber mit schöner Regelmäßigkeit auch in der Botanik ab. Im Moment gibt es gleich drei Szenarien, die ihn als Hauptperson haben: 1. Er geht zu Renault. Es ist kein Geheimnis, das Renault die eher mauen Ergebnisse von Petrov kritisch beäugt und mit Kimi einen passenden Fahrer im Stall hätte. 2. Er geht zu Mercedes. Das Gerücht entstand die Tage, als durchsickerte, dass Norbert Haug vor ein paar Wochen bei Räikkönen zu Besuch war. Man relativierte den Besuch aber als “freundschaftlich”, was immer das heißen mag. Auf der anderen Seite müsste man dann Schumacher entlassen, was ja auch keiner glaubt. 3. Er geht zu Red Bull, Webber geht zu Renault. Nicht so unwahrscheinlich, wie es vielleicht im ersten Moment klingt. Die Probleme zwischen RB und Webber sind bekannt, Räikkönen fährt in der WRC dank des Sponsoring von Red Bull. Alle Szenarien haben nur einen Haken: Angeblich hat der Finne noch bis Ende 2011 einen Vertrag mit Ferrari, die ihm weiter sein Gehalt zahlen. Sollte er in die F1 zurückkehren wollen, wäre der Vertrag hinfällig

// Die FIA legt die Hürden ein 13. Team nach dem Desaster um USF1 offenbar sehr hoch. Wer auch immer den Zuschlag erhält, muss 19 Millionen Euro Sicherheitseinlage vorstrecken. Nach dem Motto: wer das hinbekommt, der kann auch eine Saison finanzieren. Dabei ist nicht mal klar, wer noch im Rennen ist, nachdem ART und Prodrive schon abgewunken haben. Selbst bei Euskadi soll das Geld eng werden. Bleibt Stefan GP und die mysteriöse “Cypher Group” aus den USA, die schon Jonathan Summerton als möglichen Fahrer bekannt gegeben haben. Die Ankündigung einer so hohen Sicherheitszahlung könnte darauf hindeuten, dass man es StefanGP und der Cypher Group schwer machen möchte.

// Dreyer & Reinbold-Racing hat gleich zwei weitere Piloten für das Auto des verunfallten Mike Conway engagiert. Am Wochenende wird Tomas Scheckter den Wagen durch Toronto pilotieren, Indy Lights Meister J.R. Hildebrand kommt dann in Mid-Ohio und Sonoma zu seiner Indycar-Premiere. Hildebrand ist dabei aber kein reiner Ersatz für Conway: Der Brite zielt derzeit auf ein Comeback am Infineon Raceway – sollte sich das tatsächlich ausgehen, wird D&RR dort einen zusätzlichen Wagen bereitstellen. Wer das Auto in der Zwischenzeit in Edmonton bekommt, ist noch unklar.

// Ein Cockpit hat endlich auch Graham Rahal gefunden – und zwar für sechs der verbleibenden acht Saisonrennen bei Newman/Haas. Los gehts bereits am kommenden Wochenende in Toronto, die anderen fünf Rennen sind Mid-Ohio, Sonoma, Motegi, Chicagoland und Homestead. Lediglich Edmonton und Kentucky werden voraussichtlich ohne Rahal auskommen müssen.

// Zumindest die Fans in Edmonton haben aber wohl im kommenden Jahr noch einmal Gelegenheit, den Youngster live bei der Arbeit zu sehen. Allgemein war damit gerechnet worden, dass der Lauf in der Hauptstadt der Provinz Alberta dem Sparstift zum Opfer fällt – immerhin hat die Stadt in den vergangenen Jahren mit dem Rennen Millionenverluste eingefahren. Jetzt hat sich aber wohl doch noch ein neuer Promotor gefunden – und zwar gleich für drei Jahre von 2011 bis 2013.

// Die Superleague Formula hat vom PR-Büro der Volksrepublik China wohl eine all-inclusive Reise geschenkt bekommen. Denn plötzlich sickert durch, dass die Fußball-Rennserie im Oktober dort zwei Rennen absolvieren möchte. Eine offizielle Pressemeldung gibt es noch nicht, aber auf der Homepage der Serie tauchen seit kurzem die zwei neuen Termine im Kalender auf. Der erste der beiden Läufe findet in Ordos, in der inneren Mongolei statt. Die Strecke dort soll im Juli fertig gestellt sein, ein Plan des “Ordos International Circuit” ist bereits verfügbar. Ziel der Regierung ist es, der bisher eher unbekannten aber durchaus wohlhabenden Region ein moderneres Image zu geben. Lokalkolorit bleibt trotzdem erhalten: Der Grundriss der Strecke ist einem durch die Steppe laufenden Pferd nachempfunden. Der Austragungsort des zweiten Rennens steht noch nicht fest, Gerüchte sprechen von einem Stadtkurs in Peking.

// Kalender-News gibt es auch aus der WTCC. Promoter Marcello Lotti hat gegenüber motorsport-total.de bestätigt, dass ein Rennen in Argentinien in der kommenden Saison wohl fix ist. Austragungsort des Laufes ist die ehemalige Formel 1-Strecke in Buenos Aires. Ob allerdings auch das F1-Layout, oder eine der unzähligen anderen Varianten gefahren wird, ist unklar. Die argentinische TC2000, in deren Rahmenprogramm man auftreten wird (bzw. die, wie Lotti versichert des Rahmenprogramm der WTCC darstellen wird) benützt in diesem Jahr die lange und ultraschnelle Variante 12. Beginnen wird die kommende Saison möglicherweise in Marrakesch – die marrokanischen Veranstalter haben sich wohl einen prominenteren Termin gewünscht. Außerdem vermutlich neu: Ein Rennen in China. Lotti hat dafür das neue Guandong International Circuit in der gleichnamigen Provinz – einem der chinesischen Wirtschaftsmotoren – im Auge. Problem: Unweit von der Strecke liegt auch die “Sonderverwaltungszone” Macau, traditioneller Ort des Saisonfinales, das Lotti unbedingt im Kalender halten will.

// Auch in dieser Saison tut sich in der WTCC weiterhin Einiges: So hat Volvo vergangene Woche bekannt gegeben, dass man bei den Rennen in Brands Hatch (also schon am kommenden Wochenende) und Okayama einen von Robert Dahlgren pilotierten c30 an den Start bringen wird. Das ganze soll ein Testlauf fpr 2011 werden – dann plant man nämlich die gesamte Saison zu bestreiten.

// Auch bei den Fahreren gibt es (neben Dahlgren) in Großbritannien zwei Neuzugänge: Tom Boardman wird einen Seat León pilotieren, der Brasilianer Cacá Bueno einen vierten Chevrolet Cruze. Bueno ist neben Leonel Pernía (bekannt durch den Start für Chevrolet in Monza) einer der beiden Piloten, die vermutlich im kommenden Jahr unter der Ägide von Honda Argentinien ganzjährig in der WTCC starten werden. Wieso der zunkünftige Konkurrent Chevrolet gleich beide Fahrer in diesem Jahr ans Steuer lässt, ist unklar.

Digg This  Reddit This  Stumble Now!  Buzz This  Vote on DZone  Share on Facebook  Bookmark this on Delicious  Kick It on DotNetKicks.com  Shout it  Share on LinkedIn  Bookmark this on Technorati  Post on Twitter  Google Buzz (aka. Google Reader)  
Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl