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August 03 2012

15:12

VLN: Vorschau 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen

Am Samstag statet mit dem 6H Rennen der 7. Lauf zur VLN und der Höhepunkt der Saison, welcher die heiße Phase im Kampf um die Meisterschaft einläutet. Dazu gibt Timo Bernhard sein Comeback.

Es war im März dieses Jahres, als Audi in Sebring die beiden neuen R18 getestet hat. Dabei erlitt der Wagen von Timo Bernhard eingangs der schnellen letzten Kurve mit dem Namen Sunset-Bend einen technischen Defekt und Timo verlor die Kontrolle über den Wagen, was einen heftigen Einschlag in die Begrenzungsmauer zur Folge hatte. Die Folgen sind bekannt: mehrere Verletzungen, unter anderem an der Halswirbelsäule und eine Auszeit, die bis jetzt dauerte, waren die Folge. Nach dem sich Timo Anfang Juli vollständig von den Folgen erholt hatte, konnte er mit dem spezifischen Training beginnen, so dass er nun sein lang erwartetes Comeback in einem Rennwagen geben kann. Sein Comeback wird er an der Seite seines langjährigen Teamkollegen, von Penkse, Audi und Manthey geben, nämlich Romain Dumas und Joch Krumbach auf dem Nadelstreifen Porsche von Manthey.

Ein leichtes Unterfangen hat er sich dabei nicht ausgesucht, denn die Konkurrenz ist hart, die Strecke berüchtigt und über 6 Stunden kann viel passieren, zumal wohl wechselhafte Bedingungen vorausgesagt wurden und was wechselhaft in der Eifel bedeutet, dürfte bekannt sein.
Ein Auto, welches bei solchen Verhältnissen in Profihänden schon immer sehr gut war und dies bei den 24H von Spa auch wieder eindrucksvoll unter Beweiß gestellt hat, ist der R8 lms. Hatte man bei trockenen Bedingungen nicht ganz das Tempo der Z4 mitgehen können, so war man im Regen und bei abtrocknenden Verhältnissen quasi unschlagbar. Dazu hat man den Verbrauch im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduzieren können, was in Verbindung mit dem 120 Liter Tank dafür sorgen könnte, dass man bei nassen Bedingungen Stints von 10 Runden fahren könnte. Bei den 24H schaffte man dies 1 mal und da die Variante der VLN gut 1 km kürzer ist sollte das also für 10er Stints reichen – wenn es regnet. Dazu haben Marc Basseng und Frank Stippler beim letzten Lauf einen neuen Rundenrekord über 29 Runden aufgestellt, was sie natürlich dann zu den Topfavoriten für Samstag macht.

Unterstützung erhalten sie hierbei von Christopher Haase. Im 2. Phoenix R8 lms mit der #5 starten dann Luca Ludwig und Rene Rast, während die gewohnte Besatzung rund um Frank Biela im Raeder R8 die Audis komplettiert. Am meisten Konkurrenz sollten sie dabei – neben dem Manthey GT3 R vom Rowe-SLS erhalten, welcher vor 2 Läufen knapp an einem Sieg vorbeigeschrammt ist und beim letzten Lauf trotz Reifenschaden auf den 3. Platz mit ebenfalls 29 Runden nach vorne gefahren. Hierbei erhalten Jan Seyfarth und Alexander Roloff Unterstützung von Mercedes-Fahrer Thomas Jäger. Für Überraschungen könnten die beiden McLaren von Dörr und Gemballa Racing, letztere erhalten nun nach der Auflösung des Vertrages mit Zaakspeed nun Unterstützung von Frikadelli Racing. Bei Gemballa werden Pedro Lamy und Tom Coronel Stammfahrer Sascha Bert unter die Arme greifen, während bei Dörr Motorsport, welche zuletzt erstmalig Führungskilometer sammeln konnten, wieder Arno Klasen, Kai Riemer, Henri Moser und Rudi Adams als Fahrer parat stehen.

Vor allem in der Anfangsphase sollte man hier durchaus für Furore sorgen können, denn mittlerweile wurde das Auto entsprechend weiterentwickelt bzw. hat nun auch McLaren dafür gesorgt, dass das Auto nun in den meisten Gt3 Serien und Strecken mit der Spitze mithalten kann. Dazu konnte man nun die weicheren Federn und Dämpfer sowie mehr Federweg verbauen, was vor allem auf der Nordschleife immens wichtig ist, denn nichts in schlimmer als ein Auto, welches auf den Wellen und Sprüngen permanent aufsetzt und durchschlägt oder unruhig auf der Hinterachse liegt. Ob das aber für das komplette Rennen reicht, wird man abwarten müssen, denn ein Wunder an Zuverlässigkeit war und ist der Wagen bei Leibe nicht und so sind Ausfälle technischer Natur immer noch eher die Regel als die Ausnahme.

Ausfälle und insbesondere Ausfälle technischer Natur, sollten bei den Piloten und Teams, welche noch Chancen auf den Sieg der Meisterschaft haben, denn kaum ein Team hat bislang kein Streichresultat verbuchen müssen. Die jenigen, welche vielleicht noch kein Streichresultat zu Buche stehen haben, wären Norbert Bermes und Marcel Belka von Mathol Racing, welche im 3. Lauf 8,75 Punkte erreichten. Sollten es aber Teams und Piloten, welche in Klassen mit hohen Starterzahlen starten, wie der V6 oder Cup3 allerdings Piloten mit 8 sehr hohen Ergebnissen in die Wertung schaffen, wird man bei Mathol dieses Ergebnis aber als Streichresultat werten müssen, denn bei 15-20 Starter in den entsprechenden Klassen kann man als Sieger oder 2. doch nen Tick mehr Punkte hinter dem Komma holen als in der SP10.

Nach dem 6 Stunden Rennen wird man dann aber wohl mehr erkennen können, denn denn dürften wohl einige Teams mit 2 oder gar 3 schlechten Ergebnissen aus dem Kampf um die Meisterschaft rutschen. Zu sehen gibt’s das alles ab 12.00 Uhr, wenn dann die 3 Gruppen auf die Reise über 6 hoffentlich 6 Stunden gehen und alles ohne Unfälle oder Rote Flaggen bleibt.

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October 05 2011

11:40

ALMS/ILMC: Analyse Petit Le Mans

Ein wirklich schönes Rennen war es nicht, auch wenn es an der Spitze der meisten Klassen zumindest zeitweise eng zuging. Am Ende setzte Peugeot seine Siegesserie bei Rennen abseits der 24h von Le Mans fort.

Das große Rennen an der Sarthe ging 2010 und 2011 an Audi – alles andere gewann in den letzten Jahren Peugeot. Das ist schon kurios, zumal in diesem Jahr beide Werke mit ihren neuen Autos erstmals vom Grundspeed und vom Entwicklungsstand her auf Augenhöhe sind. War der Audi R15 dem alten 908 Hdi-FAP noch klar unterlegen, waren in diesem Jahr alle Rennen sehr ausgeglichen, und so auch das Petit Le Mans. Beide hätten das Rennen gewinnen können, doch irgendwann kam es, wie es kommen musste: der Überrundungsverkehr beendete das Duell jäh – und verhalf Peugeot zur – wohlverdienten! – vorzeitigen Meisterschaft in der ILMC.

Das Petit Le Mans wurde geprägt vom für die kurze Strecke zu großen Feld: diese Kombination brachte massive Verkehrsprobleme, viele kleine Hakler und Zwischenfälle, Reifenschäden durch Teile auf der Strecke und ähnliches mit sich. Glücklicherweise blieben schwerere Unfälle, wie im Freien Training zwischen David Murry und David Ducote (der zur Vorsicht ins Krankenhaus eingeliefert wurde, aber soweit okay ist), dabei aus.

Überrundungen gehören zum Handwerk eines Prototypen-Piloten, aber bei einem so großen Feld wie diesem und den hohen Geschwindigkeitsdifferenzen zwischen den sechs Klassen sowie der geringeren Beschleunigung der neuen LMP1-Generation hat sich dieses Handwerk verändert. War es bisher meist Allan McNish, der mit kompromisslosen Manövern überzeugen konnte, scheinen die neuen Bedingungen eine etwas behutsamere Fahrweise, mehr Vor- und Rücksicht zu erfordern. Hinzu kommt die schlechte Sicht in den geschlossenen LMPs, die vermutlich maßgeblich zur Rennentscheidung beigetragen hat.

Doch schon das erste Renndrittel wurde von fünf Gelbphasen zerrissen; ein brennener Jaguar, Zwischenfälle mit Challenge-Fahrzeugen, aber auch Ausrutscher von Rebellion und Dyson waren die Gründe. Überhaupt gab es auch für einige frühe Probleme für Top-Teams: nicht nur der MuscleMilk-Lola-Aston Martin und einer der Werks-Corvettes erwischte es, sondern auch den #7-Peugeot, bei dem mit Sebastien Bourdais am Steuer das Getriebe versagte, und den Audi mit der #2, der nach diversen Berührungen mit langsameren Fahrzeugen mehrfach im Paddock repariert werden musste.

Die vielen Cautions führten zu unterschiedlichen Stopp-Strategien, so führten einige Zeit lang der Oreca-Peugeot und der Werks-Aston Martin, doch das war im Endeffekt bedeutungslos. Erst nach dem fünften Restart in Runde 127 konnte dieses Petit Le Mans so etwas wie Endurance-Charakter entwickeln. In der folgenden, gut 100 Runden langen Grünphase ging es dann richtig zur Sache, auch wenn es dem verbliebenen Audi nie gelang, dem #8-Peugeot die Führung abzuluchsen, der einen Vierfachstint auf einem Reifensatz fuhr. Die Zweikämpfe, soweit der Verkehr sie zuließ, waren sehenswert, z.B. dieser zwischen Montagny und Dumas:

Doch irgendwann kam es zur bereits angesprochenen überrundungs-bedingten Rennentscheidung: ausgangs der Kurve 7, der langsamsten Ecke der Strecke, liefen die beiden auf einen GTC-Porsche des TRG-Teams auf. Franck Montagny scherte weit nach rechts aus, um vorbeizugehen, richtete den Wagen aber danach wieder auf die Rückkehr zur Ideallinie für den folgenden Linksknick aus. Was er nicht ahnte: Romain Dumas versuchte auf deutlich engerer Linie am Porsche vorbeizugehen und sah anscheinend eine Chance, auch noch den Peugeot zu schnappen, der durch die weitere Linie die Tür für ihn geöffnet zu haben schien und der wegen des Überrundungsmanövers nicht voll hatte beschleunigen können.

Als Montagny also wieder in Richtung Ideallinie herüberzog, reagierte Dumas, vor dem sich die Lücke plötzlich schloss, und zuckte ebenfalls nach links – doch da er noch nicht ganz am Porsche vorbei war traf er dessen Front mit seinem hinteren linken Kotflügel und bog abrupt in die Mauer ab. Dumas passierte nichts, doch der R18 war dahin. Und sofort wurde über die Schuldfrage gestritten…

Dumas meldete sofort an die Box, Montagny habe ihn abgedrängt; die TV-Kommentatoren von Eurosport sahen einen Fehler des Franzosen in Audi-Diensten. Meiner Meinung nach ist das Ganze ein Rennunfall, wie er nunmal leider passieren kann, wenn eifrig kämpfenden Fahrern an einer ungünstigen Streckenpassage ein Überrundeter im Weg steht: Dumas Überholversuch war sehr gewagt, aber auch Montagny weite Linie und das folgende Zurücksteuern auf die Ideallinie waren nicht ganz astrein. Bei letzterem stellt sich auch die Frage, ob er den Audi wegen der schlechten Übersichtlichkeit der geschlossenen Prototypen nicht sehen konnte oder ob er nicht in den Spiegel schaute, weil er nicht mit ihm rechnete.

Außerdem zeigt sich wieder einmal die Problematik der kleinere Motoren: den LMPs fehlt die massive Beschleunigung der letzten Jahre, entsprechend werden Überrundungsmanöver schwieriger und dauern länger, vor allem, wenn sie – wie hier – nach einer langsamen Kurve stattfinden. Ändern wird sich an diesen Rahmenbedingungen so schnell nichts, also müssen die Piloten ihre Fahrweise anpassen. Und das trifft eben in diesem Fall auf Montagny wie auch auf Dumas zu.

Das Rennen war damit entschieden, der Peugeot mit Montagny/Sarrazin/Wurz gewann 100 Runden später als einzig verbliebener Werk-Diesel mit fünf Runden Vorsprung vor dem 2010er-Oreca-Peugeot. Eine weitere Runde zurück folgten Klien/Fernandez/Primat, die zeigten, dass der Lola-Aston Martin immer noch ein toller Langstrecken-Prototyp ist. Dass Aston Martin das radikale Projekt AMR-One wagte, anstatt auf einer guten Basis wie diesem Wagen aufzubauen, scheint im Nachhinein noch absurder, als es das vorher schon tat.

Der Audi-Totalausfall jedenfalls beschert Peugeot schon vor dem ILMC-Saisonfinale in Zhuhai sowohl mit dem Titelgewinn sowohl in der Hersteller- als auch in der Teamwertung. Verdient ist die Titelverteidigung allemal, doch ist und bleibt sie nur ein schwacher Trost für die verlorenen 24h von Le Mans. Mit dem offiziellen FIA-WM-Status dürfte die Bedeutung der Meisterschaft 2012 etwas steigen, doch das große Ziel von Peugeot wird es sein, nach 2009 noch einmal das „große“ Le Mans zu gewinnen, nicht nur das „kleine“ in Georgia.

Die LMP2 war wie seit Einführung des Kostenbegrenzungs- und Pro/Am-Reglements gewohnt von technischen Problemen geprägt und wurde, wie erwartet, zugunsten des Teams entschieden, das mit den wenigsten davon über die Distanz kommt. Dass das am Ende Level 5 mit Scott Tucker, Joao Barbosa und Christophe Bouchut ist, ist ebenso überraschend wie erfreulich. Überraschend, weil der HPD ARX-01g erst sein zweites Rennen überhaupt bestritt und die 1000 Meilen zuverlässig abspulte, erfreulich, weil der Sieg bei einem großen Rennen vor heimischem Publikum schön für Tucker und sein US-Team ist und all den Aufwand des Aufstiegs in die LMP2 und des Chassis-Wechsels während der Saison rechtfertigt.

Ebenso groß dürfte die Freude bei United Autosports gewesen sein, beim Debüt im Le Mans-Motorsport vor heimischem Publikum gleich Rang 2 in der Klasse einzufahren, wenn auch mit acht Runden Rückstand auf den Level5-HPD, da es während der zweiten SC-Phase zu einem Auffahrunfall kam und der Diffusor des Pescarolo ersetzt werden musste. Danach lief alles problemlos für Brown, Patterson und Johannson und sie schafften zehn Runden mehr als der von Problemen mit der Servolenkung geplagte Signatech-Oreca-Nissan, der das Podium komplettierte und damit den Titel ohne einen einzigen Rennsieg (!) holt.

Die GT-Klasse lieferte, was man mittlerweile seit einigen Jahren gewohnt ist: zahlreiche spannende Zweikämpfe. An der Spitze jedoch stellte sich im Laufe des Rennens der AF Corse-Ferrari mit Fisichella/Bruni/Kaffer als klar beste Kombination heraus, die schließlich auch gewann. In den knapp 80 Runden vor der späten letzten Gelbphase fuhr das Trio über 30 Sekunden Vorsprung auf die Verfolger heraus, und auch dieses letzte Safety Car brachte das Team nicht um den verdienten Sieg.

Die BMW-Konkurrenz litt wieder einmal unter den Reifenproblemen, diesmal waren es vor allem diverse Reifenschäden, die die beiden M3 GT zurückwarfen. Da dieses Schicksal auch noch einige andere Wagen traf, kann man die Schäden wohl auf Teile auf der Fahrbahn zurückführen. Jedenfalls konnte am Ende nur die #55 mit Auberlen/Werner/Farfus um Rang 2 kämpfen, wurde dann jedoch von Jörg Bergmeister im Flying Lizard-Porsche in der Doppelrechts Turn 6/7 außenherum im Überrundungsverkehr überholt – ein a

June 24 2011

05:39

Vorschau: 24H vom Nürburgring Teil 2

Nachdem der erste Teil der Vorschau über das Rennen an sich, BMW und Porsche handelte, handelt der 2. Teil nun über Audi, Mercedes, VW und die “Exoten”

Mercedes

Neben Porsche, welche in der Spitzengruppe zahlenmäßig am stärksten vertreten sind, schickt auch Mercedes eine ganze Armada an SLS GT3 ins Rennen. So werden sage und schreibe 9 Flügeltürer im ersten Einsatzjahr das Rennen um den Gesamtsieg aufnehmen.
Das stärkste Kontingent mit stellt hierbei Black Falcon Racing. Das Team welches letztes Jahr noch für den privaten Einsatz von 2 R8 LMS verantwortlich war, bringt heuer 3 SLS an den Start.
So wird die #20 von Ralf Schall, Maik Rosenberg, Hannes Plesse und Andrii Lebend gesteuert. Mit Maik Rosenberg und Ralf Schall hat man 2 zuverlässige und flotte Piloten, welche den Wagen zügig und routiniert über den Ring steuern können, aber bei den anderen 2 habe ich dort doch meine Bedenken.
Die #21 wird von den beiden Breslins, Sean Paul (welcher auch in Le Mans am Start war) und Sean-Patrick Breslin sowie Vimal Mehta und Stephan Rösler pilotiert. Hier dürfte ankommen und ohne Fehler durchkommen das Ziel sein – Wenn der Wagen hält, denn bisher hat der SLS nicht gerade den zuverlässigsten Eindruck gemacht.
Am stärksten wird man aber sicher das 3. Quartett nämlich Thomas Jäger, Kenneth Heyer, Jeroen Bleekemolen und Jan Seyfarth auf der #22 einschätzen dürfen. Von den Fahrern her, wäre man sicher ein Kadidat für die vorderen Plätze im Endklassement, aber dafür muss wie schon angesprochen die Technik erst einmal durchhalten, wobei es aber bei so vielen Startern durchaus möglich ist, dass 2 oder 3 Wagen ohne Probleme durchkommen werden. Von daher wird man hier abwarten müssen wie sich das Rennen entwickeln wird.

Ebenfalls stark besetzt ist die Nummer 25 von Horn Motorsport. Hier werden sich der sehr erfahrene aber auch sehr schnelle Sascha Bert sowie David Horn abwechseln. Eine faustdicke Überraschung gab es allerdings vor ein paar Monaten, als man ankündige sich bei den 24H vom Ring mit „Trommelwirbel“ Stephane Sarrazin http://www.sascha-bert.de/sascha-bert-startet-im-mercedes-sls-amg-gt3-mit-horn-motorsport-in-die-neue-saison/von Peugeot zu verstärken. In der VLN konnte man bisher überzeugen, wenn das Auto keine Mucken von sich gab, allerdings fuhr Stephane bisher nicht in der VLN, was sich vor allem in der Nacht bemerkbar machen sollte. Denn gerade hier braucht man viel Routine und Erfahrung um die Situationen richtig einzuschätzen.

Am stärksten schätze ich daher den SLS mit der Startnummer #30 ein. Hier werden sich Armin Hahne und keine geringeren als Pierre Kaffer sowie einer der schnellsten und besten Nordschleifenfahrer überhaupt und 2009 Fahrer das Jahres Chris Mamerow abwechseln. Dieses Auto von Mamerow Racing, welches vor der Saison von Porsche zu Mercedes gewechselt ist, konnte den 2. Lauf zur VLN von der Spitze weg kontrollieren und einen Sieg einfahren. Man wird diese Fahrer im Kampf um den Gesamtsieg sicher auf der Rechnung haben müssen, allerdings hatte man schon in der VLN über 4 bzw. 6 Stunden technische Probleme und dies kann man beim 24H Rennen natürlich gar nicht brauchen. Von der Zuverlässigkeit schätze ich halt z.b den GT3 RSR von Manthey oder die BMW M 3 GT durchaus ausgereifter ein als den Mercedes, aber wie schon angesprochen könnte es bei der schieren Anzahl an Starter auch gut möglich sein, dass 1 ein oder 2 Wagen ohne Probleme durchkommen können und wenn es ausgerechnet die #30 ist, dürfte einiges möglich sein.

Ein prominent besetzter SLS AMG GT3 wird mit der #32 von Heico Motorsport an den Start gehen. Hier hat man zwar mit Lance David Arnold einen absoluten Toppiloten verpflichten können und auch mit Christopher Brück einen mehr als soliden Mann, allerdings machte Christian Frankenhout in der VLN nicht so eine gute Figur wie seine 2 Kollegen. Ein Fragezeichen wird man wohl auch hinter Alex. Margaritis setzen dürfen. Der frühere DTM Pilot ist zwar im GT Masters mit Dino Lunardi im Alpina BMW sehr erfolgreich unterwegs, wie der Sieg in Zolder bewiesen hat, allerdings ist die Nordschleife doch noch eine andere Strecke als die im GT Masters. Viel wird also davon abhängen, wie gut sich die 2 im Verkehr und in der Nacht schlagen werden und ob eben die schon angesprochene Technik möglichst reibungslos mitspielt. Der Mercedes SLS ist aber wohl sehr angenehm und gutmütig zu fahren, was gerade bei einem 24H Stunden Rennen sehr von Vorteil ist, damit sich der Fahrer auf das fahren und den Verkehr konzentrieren muss, während er das Auto am absoluten Limit bewegt. Allerdings hat er die mit Abstand längste Nase im Feld und dies dürfte gerade beim Überrunden für die Piloten äußerst schwer sein, denn die Sicht nach vorne und zu den Radkästen wird dadurch sehr eingeschränkt sein. Auch dürfte das Thema Spritverbrauch wie bei allen anderen Teilnehmern wichtig sein. In der VLN schwankten die Anzahl der Runden zwischen 8 und vereinzelt 9 Runden. Jedoch ist der Tankinhalt per Reglement um 5 Liter auf 125 gestiegen und die 24H Variante ist um einen Kilometer länger. Wie massiv sich das auswirken kann, habe ich bereits in Teil1 dargestellt, nämlich bis zu gute 4 Sekunde die man pro Runde auf ein Auto mit 10 Runden rausfahren müsste. Sollte z.b die besser eingeschätzten SLS durch die Hatz somit nur 8 Runden fahren könnten, wäre dies aber großer Nachteil im Kampf um die vorderen Postionen.

2 weitere SLS mit den Startnummern #36 und #46 werden noch von Rowe Racing an den Start gebracht. So wird die #36 von den Piloten Marco Schelp, Roland Rehfeld sowie Hupert Haupt und Alexander Roloff pilotiert während hinter der #46 Dominik Schwager, Michael Zehe, Klaus Rader und der Amerikaner Mark Bullit Platz nehmen. Diese 2 Besatzungen sind normal nicht für eine vordere Platzierung im Gesamtklassement gut, was die Geschwindigkeit der Fahrer angeht, obwohl man mit Dominik Schwager einen sehr schnellen und zuverlässigen Piloten hat, schätze ich die #36 etwas ausgeglichener ein als das Schwesterauto. Ein Top 10 könnte möglich sein, denn Erfahrung hat man in diesem Auto sehr wohl, und man wird daher ein 24H Rennen nicht mit biegen und brechen angehen wollen um dann im Laufe des Rennen sich Stück für Stück nach vorne zu arbeiten. Allerdings kommt muss auch hier die Technik mitspielen und da schätze ich den SLS einfach noch als zu unausgereift ein, denn im ersten Jahr musste auch Audi Tribut zollen.
Audi

Im 3. Versuch will man mit wieder mit einem Großaufgebot versuchen die Phalanx von Porsche und BMW zu brechen, denn seit 2004 (!) haben nur diese beiden Marken gewonnen. Um dies zu erreichen, hat man den R8 LMS nochmals weiterentwickelt und bringt 4 hochkarätig besetzte Wagen an den Ring, welche alle für einen Gesamtsieg gut sind.
Die #14 von Phoenix Racing wird hierbei von Frank Stippler, Marc Basseng und Le Mans Sieger Marcel Fässler gesteuert. Fehlen wird hier leider Mike Rockenfeller, welcher ursprünglich für dieses Auto vorgesehen war, aber leider in Le Mans diesen fürchterlichen Abflug hatte und noch nicht in der Lage ist ins Cockpit zu steigen. Ersetzt wird er von Andrea Piccini, welcher ursprünglich für den TT RS mit der #126 genannt wurde. Das Schwesterauto wird derweil von Markus Winkelhock, welcher im Vorjahr völlig überraschend 3. wurde sowie Marc Hennerici und Christopher Hasse gesteuert. Auf diesem Wagen ist auch noch Frank Stippler genannt, allerdings wird dieser wohl seine meiste Zeit in der #14 verbringen, nachdem Rocky dort ja nicht starten kann und man mit 2 Fahrern ungern ein solches Rennen angeht.
In Sachen Speed wird man wohl ziemlich sicher mit den Ton angeben können, denn man hat beim 4. Lauf zur VLN die bisher schnellste Rennrunde in diesem Jahr absolvieren können und seitdem keine stärkeren Restriktionen in der BoP erfahren. Im Gegenteil, so darf man nun noch 5 Liter mehr im Tank haben, was dazu führen könnte, dass man im Rennen nicht mehr 9 Runden wie letztes Jahr, sondern womöglich 10 Runden gehen könnte, womit man dem Hybrid-Porsche oder den BMW sicher in nichts nachstehen wird. Und wie wichtig die Reichweite ist, habe ich oben in Teil 1 meiner Vorschau schon mal dargestellt.
Allerdings war Phoenix in der Vergangenheit immer recht erfolgreich darin, sich selbst ein Bein zu stellen wie falsche Reifenwahl, falsche Strategie oder Strafen wegen Überholen unter doppelt Gelb wie beim 10. Lauf 2010.
Sollte man aber keine solche Fehler machen, sind diese 2 Audis allesamt absolute Kandidaten für den Gesamtsieg, denn im 3. Jahr seines bestehen dürfte der R8 LMS mittlerweile auch technisch ausgereift sein um das Rennen durchzustehen.

Selbiges gilt auch für die 2 anderen Wagen von Abt Sportsline. Hier wechseln sich auf der #16 Matthias Ekström, der letztjährige Pole-Inhaber Marco Werner, Christian Abt sowie 2003 Gewinner Timo Scheider ab. Damit steht man den anderen 2 Wagen sicherlich in nichts nach und wird ein 24H Sprintrennen sicher nicht von der konservativen Seite aus angehen, sondern man wird sicher in der Lage sein voll an zugasen.
Das gleiche wird wohl auch das Schwesterauto versuchen mit den aus dem GT-Masters bekannten Fahrer Luca Ludwig, Christopher Mies, Christian Jöns sowie Christian Abt als Springer auf dem Wagen. Dass die 3 jungen sehr schnell sind, haben sie bewiesen, allerdings bleibt hier die Gefahr, dass einer aufgrund der noch eher geringen Erfahrung eventuell mal die Nerven verliert und das Auto in die Leitplanken setzt. Allerdings wird der sehr erfahrene Christian Abt schon dafür sorgen, dass dies nicht passiert und die jungen schnellen Fahrer den Wagen heile lassen.

Dies sind aber nicht die einzigen stark besetzten Audis, denn man hat sich wohl ein Hintertürchen offen gelassen, welches zum einen im trockenen sehr schnell ist, aber sicher gegen Regen nichts einzuwenden hätte.

Die Rede ist vom Audi TT-RS aus der SP4T. Jenes Auto, welches gegen Ende der letzten Saison in der VLN sein Debüt feiern konnte, verfügt über einen 2,5l Reihenfünfzylinder mit Turbolader und Frontantrieb im Gegensatz zu all den anderen heckgetriebenen Wagen. Dies dürfte sich vor allem bei nassen und wechselhaften Bedingungen als Vorteil gegenüber der Konkurrenz herausstellen, denn so war man letztes Jahr beim 9. VLN Lauf in der Lage mit diesem Konzept phasenweise die schnellsten Rundenzeiten zu fahren. Dass man diesen Einsatz sehr ernst nimmt, zeigen auch die Besatzungen, welche man für die 2 TT-RS ausgewählt hat und mit Raeder Motorsport an den Start gebracht werden.
So wird die #125 von Michael Ammermüller, Le Mans Sieger Frank Biela, Jens Klingmann und dem aus der DTM bekannten Martin Tomczyk gesteuert. Das 2. Auto die #126 wird hingegen von dem aus der GT1-WM bekannten Christian Hohenadel sowie Jimmy Johansson und dem DTM-Piloten Miguel Molina bewegt.
Viel wird daher darauf ankommen, wie zuverlässig das Auto ist und wie gut bzw. hier wie schlecht das Wetter während des Rennen ist denn man hat hier gute Fahrer und mit Raeder auch ein sehr gutes Team am Start. In der Klasse wird man sie normal nicht schlagen können, denn dafür dürften sie zu schnell sein, allerdings wird der Ford Focus der FH Köln sicher zur stelle sein, wenn es hier Probleme geben sollte. So war man in der Lage, dem TT-RS in der VLN schon das ein oder andere male zu schlagen, weil man selber keine Probleme hatte.

VW

Ein weiteres Auto welches sicher nichts gegen schlechtes Wetter haben dürfte, wird der VW Golf24H sein. Jener Golf, der von VW für das 24H Rennen aufgebaut wurde, konnte schon in der VLN von sich hören machen. Angetrieben wird das Auto von einem 2,51L Turbomotor und Allradantrieb, womit man in der SP8T start, vermutlich um sich in der SP4T nicht selber Konkurrenz zu machen. Wie schnell der Wagen ist, musste Wolfgang Kaufmann in der VLN erfahren, als er von dem Golf außen um Karussel überholt worden ist. Auch konnte der Wagen den Nadelstreifen Porsche GT3 R Ausgangs Hatzenbach ausbeschleunigen und auch noch Vorsprung herausfahren. Dies alles wohlgemerkt unter trockenen Bedingungen. So darf es nicht verwundern, dass man bei einer Bestzeit von 8:28.9 davon ausgeht, dass der Golf noch lange nicht sein wahres Potential gezeigt hat und dies vermutlich erst beim 24H Rennen tun wird. Auch kann ich die offizielle Leistungsangabe von 440 PS kaum glauben und es würde alles andere als verwundern, sollte da eine 5 vorne dran stehen.
Als Piloten werden auf der #135 Thomas Mutsch, Patrick Simon, Fredrik Ekblom und Edoardo Mortara genannt. Viel dürfte also davon abhängen, wie viel die ersten 2 Piloten fahren werden, denn Ekblom und Motora schätze ich deutlich schwächer als ihre Teamkollegen ein. Sollten Simon und Mutsch den Löwenanteil der Distanz fahren, was auch alles andere als einfach ist, dürfte der Golf doch noch etwas weiter nach vorne fahren können. Eine große Unbekannte stellt allerdings die Zuverlässigkeit des Wagens dar. Immerhin ist eine Leistung von knapp 200 PS pro Liter Hubraum auch sehr materialmordend und mit dem Allradantrieb hat man mehr Komponenten verbaut, welche halt auch kaputt gehen können.

Etwas ausgeglichener besetzt erscheint mir hier der VW Golf mit der #35 und der Besatzung Peter Terting, Nicki Thiim, sowie Rene Rast und Frank Mailleucx. Wichtig wäre für das Team, dass sich Nicki Thiim im Zaun hält und kein Kleinholz produziert, denn von der Geschwindigkeit her wäre nicht der schlechteste auf dem Auto.
Dies dürften auf jeden Fall die 2 VW Golf mit den meisten Chancen haben, denn den Golf mit den Leuten Johnny Herbert, Mark Blundell, Edoardo Mortara und Frank Mailleucx sehe ich nicht der Lage vorne mit zu mischen, da hier allen Piloten viele Kilometer auf der Nordschleife fehlen. Und das wird sich zum einen beim Überrunden, noch mehr in der Nacht bemerkbar machen und erst recht, wenn es zu regnen beginnt.

Die Exoten

Neben all diesen Marken und Wagen gibt es aber auch noch ein paar richtige Exoten für das Rennen, wie man schon alleine auf dem Bild links erkennen kann. Hierbei handelt es sich um den Glickenhaus Ferrari P4/5 Competizione, welchen es nur ein einziges mal auf der Welt gibt. Dieses Auto soll eine Hommage an den alten Ferrari 330 P4 sein, welcher seiner Zeit 1967 einen Doppelsieg für die Roten einfuhr. Der Multi-Milliardär James Glickenhaus wollte diesen Wagen wieder auf der Rennstrecke sehen und entschloss sich daher mit viel Liebe zum Detail und viel viel eigenem Geld diesen Prototyp bauen zu lassen. Die technische Basis, also Motor und Getriebe sowie ein Teil der Elektronik bildet der alte Ferrari F430 nach GT2-Regelement. Der Rest, also das Chassis welches komplett aus Carbon gefertigt ist, Cockpit, Aerodynamik, Fahrwerk, etc. musste alles selber entwickelt werden und dementsprechend groß war auch der Finanzielle und technische Aufwand. Nach dem 24H Rennen soll damit aber nicht Schluss sein, denn James Glickenhaus hat vor diesen Wagen später auch bei anderen Rennen wie den 24H von Le Mans starten zu lassen. Dass man hier allerdings nicht geizt, zeigt auch die Fahrerbesatzung die man angeheuert hat. So werden Mika Salo, Luca Capellari, Nicola Larini und Frabrizio Giovanardi den Wagen mit der #23 aus der E1-XP steuern. Dies sind zwar alles sehr namhafte Piloten, allerdings haben alle 4 bisher trotz der Testläufe kaum Kilometer auf der Nordschleife gesammelt und gerade Giovanardi ist aus der BTCC kommend nicht gerade dafür bekannt besonders schonend mit dem Material um zu gehen. Das Ziel bei diesem Projekt dürfte daher auch vollkommen richtig auf ankommen lauten und den schönen Wagen heile lassen.

Mehr Ambitionen wird man allerdings beim 2. Ferrari haben, nämlich den 2.platzierten des Vorjahres von Farnbacher Racing welche dieses Jahr einen neuen F458 GT2 Italia in der SP8 an den Start bringen. Damit konnte man auch gleich beim 3. Lauf zur VLN über 6 Stunden den Gesamtsieg knapp vor dem Manthey RSR erringen, wohl gleich dem Manthey RSR eine Runde abgezogen wurde, da er unter doppelt Gelb nicht genug vom Gas ging. Trotzdem konnte man mit einer 8:18 die schnellste Rennrunde erzielen, welche auch noch von AF-Corse Fahrer Jaime Melo bei seinem erst 2. Rennen auf der Nordschleife gefahren wurde. Der Ferrari scheint sehr viel Abtrieb zu erzeugen und geht auf sehr schnellen Kurven wie in Spa anscheinend sehr sehr flott, denn beim 6 Stunden Rennen waren die F458 kaum zu schlagen. Die große Schwachstelle dürfte aber vermutlich auch hier die Standfestigkeit sein. So hatte man in Le Mans technische Probleme und musste aufgrund dessen das Rennen vorzeitig beenden und auch die anderen Ferrari erwiesen sich bei diesem Dauerlauf nicht gerade als die Zuverlässigsten. Mit Dominik Farnbacher, Marco Seefried, Allan Simonsen sind 3 Fahrer von der letztjährigen Überschungsmannschaft an Board. Nur der 4. Mann ist nicht mehr Lehman Keen, sondern nun Jaime Melo welcher zwar sicher nochmals ne Ecke schneller ist, aber auch sehr unerfahren auf der Nordschleife und vor allem in der Nacht. Viel wird daher davon abhängen, wie sie ihr Rennen anlegen werden – wobei ich nicht glaube dass man die Hatz vorne mitgehen will, und ob sie die Probleme in den knapp 1,5 Wochen nach Le Mans aussortieren konnten.

Ein anderes Auto, wo Le Mans drin steckt, ist der Lexus LF-A von Gazzoo Racing aus der SP8 mit der #88. Dieses Auto konnte in der VL N bisher positiv überraschen, da man im Winter wohl mehrere Schritte in die richtig Richtung gemacht hat und nun in der Lage war teilweise in der Spitzengruppe mitzufahren bzw. hinten dran zu bleiben was früher nicht möglich war. Auf diesem Auto werden Takayuki Kinoshita, Juichi Wakisaka und der „Man of the race“ der 24H von Le Mans, Andre Lotterer fahren. Das Schwesterauto mit der #87 werden derweil von den 3 Japanern Akira Iida, Hiroaki Ishiura und Kazuya Oshima pilotiert, nachdem man im letzten Jahr mit dem LF-A den 18. Platz erreichen konnte. Sollte man ohne große technische Probleme und Unfälle durchfahren können, so dürfte es dieses Jahr noch ein paar Positionen weiter von vorne gehen. Vor allem Andre Lotterer wird extrem viel Selbstvertrauen und Momentum an den Ring bringen. Hoffentlich geht es für ihn heuer besser als letztes Jahr, als man in seinem Auto bereits nach nur 67 Runden zur Aufgabe gezwungen war.
Ein 3. Auto aus Japan wird der ISF mit der #86 und Akira Iida und Minoru Takaki sein.

Auch 2 bisher unbekannte Fahrzeuge sind die beiden Aston Martin Zagato, welche auch in der SP8 an den Start gehen werden. Dieses Fahrzeug mit der #3, welches erst beim 4. Lauf zur VLN sein Debüt feierte wird hier von Aston Martin Chef Dr. Ullrich Bez, Horst von Saurma und Matthey Marsch gesteuert wird, dürfte aufgrund der kurzen Vorbereitung aber keine Chance auf ein Durchkommen haben. Selbiges gilt für Richard Maedden, Peter Cate und Oliver Mathai im baugleichen Wagen mit der #5.

Auch Freunde der Australischen V8 dürften auf ihre Kosten kommen, denn Mai Rose wird zusammen mit Anthony Alford, Peter Leemhuis und Damien Flack einen Original Holden Commodore aus der Australischen V8 Meisterschaft an den Start bringen. Im Kampf um den Gesamt oder Klassensieg wird man damit zwar keine Chance haben, aber im Kampf um den besten Sound wird man sicher weit vorne sein.

Beenden möchte ich die Vorschau über die Teilnehmer mit einem weiteren Italienischen Auto, welches aber gar nicht so Italienisch ist. Es ist kein Ferrari, sondern der Lamborghini LP600+ von Reiter Engineering. Dies hat einen ganz einfachen Grund: Meine Vorschau zu den 24H habe ich mit Hans Joachim Stuck begonnen, wie er das erste Rennen gewinnen konnte. Daher möchte ich diese auch mit ihm beenden, denn auf diesem Lambo wird Striezel Stuck mit seinen beiden Söhnen Ferdinand und Johannes Stuck sein letztes Rennen überhaupt bestreiten. Das Team Stuck³, welches Unterstützung von Dennis Rostek erhält, makiert seinen Traum, einmal mit seinen Söhnen ein Rennen zu fahren und gleichzeitig das Ende seiner Karriere. Um den Sieg wird man damit wohl kaum fahren können, denn dafür hat das Auto bisher zu wenig Kilometer auf dem Buckel, aber das Auto wird sicher für viele Tränen sorgen. So oder so.

Der Zeitplan für die Trainings und das Rennen schaut wie folgt aus:

Freitag
16.55 – 18.55 Uhr 2. Zeittraining

Samstag
13.30 – 15.10 Uhr Startaufstellung
16.00 Uhr Start aller 3 Gruppen

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June 22 2011

13:30

Vorschau: 24H vom Nürburgring Teil 1

2 Wochen nach den dramatischen 24H von Le Mans trifft sich die Elite der Sportwagen-, GT- und Langstreckenpiloten am Nürburgring erneut um die Distanz 2 mal gegen die Uhr zu absolvieren. Das Rennen welches 1970 zum ersten mal ausgetragen wurde und von Hans Joachim “Striezel” Stuck auf einem BMW 2002 TI gewonnen wurde hat sich mittlerweile zum wohl 2. wichtigsten 24H Rennen der Welt entwickelt.

Das Rennen, welches damals wirklich noch auf 20832 Meter langen Nordschleife stattfand und noch richtiger Breitensport war, hat sich in den letzten Jahren zu einem prestigeträchtigen Lauf entwickelt, bei dem sich mittlerweile Jahr für Jahr Werksteams um den Sieg streiten.
So treten dieses Jahr Teams von Audi, Porsche, BMW, VW, Mercedes und anderen namhaften Herstellern an um den Gesamtsieg und/oder einen Klassen oder Wertungsgruppensieg zu erringen. Eine solche Dichte an der Spitze hat es wohl bei diesem Rennen noch nicht gegeben.

Wie oben schon angesprochen, wird das Rennen auf dem Nürburgring ausgetragen, jedoch nicht mehr nur alleine auf der Nordschleife, sondern auf der Nordschleife samt GP-Kurs. Man nutzt hier im wesentlichen den Verlauf, welcher aus der F1 oder dem GT Masters bekannt ist, jedoch mit 2 Unterschieden: Zum einen fährt man nicht die Mercedes Arena, sondern nach der Start/Ziel Geraden eine rechts-links Schikane, da der Raum der Mercedes Arena für die etwa 220 Teams und ihr Material benötigt wird. Von dieser Schikane aus, führt eine Gerade hinunter zur bekannten Ford-Kurve, wo man allerdings nicht wie in der VLN gewohnt rechts über die Kurzanbindung fährt, sondern über die Ford-Kurve bis runter zur Dunlopkurve.
Der 2. Unterschied betrifft die Schikane, bevor es auf die Nordschleife geht. Hier fährt man nicht die langsamere Variante der F1, sondern die schnellere Variante bevor man dann auf die Nordschleife abbiegt. In Sachen Klassen orientiert man sich an denen der VLN, bzw. die VLN an den 24H. Allerdings werden hier keine SP und V Klassen unter 1600 ccm sowie die H-Klassen ausgeschrieben und die Cup2 sowie die Cup3 gehen in die SP7 und SP3 auf. Dies führt dazu, dass am Samstag knapp über 210 Wagen das Rennen aufnehmen werden, was heißt, dass bei gleichmäßiger Veteilung alle 120 Meter ein Auto kommt. In Le Mans sind es bei 56 Wagen (oder 54…) 242 Meter, aber ohne die langen Geraden, welche in Le Mans den Löwenanteil ausmachen. Daher ist gerade die Erfahrung sprich die Nordschleifenkilometer der Fahrer ein noch entscheidender Faktor als auf anderen Rennstrecken, wenn die schnellen Wagen durch den dichten Verkehr müssen. Eine Runde mit Sabine Schmitz in ihrem Porsche sieht dann wie folgt aus :

Im absoluten Mittelpunkt des Interesses stehen aber die zahlreichen Fahrer, Teams und ihre Wagen welche hier um den Gesamtsieg kämpfen wollen und diese möchte ich einmal vorstellen:

Die Titelverteidiger

Im letzten Jahr konnte BMW bei seiner Rückkehr an den Ring gleich im ersten Anlauf das 24H Rennen gewinnen. Man wird auch dieses Jahr 2 BMW M3 GT in unveränderten Besetzungen ins Rennen schicken. So wird die Startnummer #1 wie im Vorjahr von Pedro Lamy, Jörg Müller, Augusto Farfus und Uwe Alzen pilotiert, während das Schwesterauto die Nummer #7, welches nach dem Abflug und der 45 Minuten langen Reparaturpause mit Dirk Adorf, Dirk Müller, Dirk Werner und Andy Priaulx noch auf Platz 7 fahren konnte.
Allerdings wird Andy Priaulx nicht am Steuer der #7 sitzen, da er sich einer Operation unterziehen musste und somit für das Rennen ausfällt. Als Ersatz hat man Pedro Lamy auf dem Wagen genannt, welcher somit als Springer fungieren wird und bei einem Sieg von BMW mit 6 Siegen alleiniger Rekordhalter werden könnte.
Beide Besatzungen halte ich für sehr schnell und erfahren und sind vom Speed her sicher für ein Top 3 Ergebnis gut. Von der Ausgewogenheit, würde ich die #7 etwas besser einschätzen, allerdings hatte die #1 in der VLN die besseren Ergebnisse(1. und 3. Platz gegen einen 2. Platz), wodurch ich alle 2 Wagen auf dem gleichen Niveau sehen würde.
Viel wird davon abhängen, wie schnell der BMW M3 in seiner im Vergleich zum Vorjahr überarbeiteten Version ist. In der VLN schien es so, als hätte man die Karten noch nicht aufgedeckt, wobei das für alle Teams gelten dürfte. Es ist durch das Sandbagging und den überarbeiteten Einstufungen schwer zu voraussagen, wer nun das schnellste Auto hat, aber die M3 GT werden sich hier sicher nicht verstecken müssen. Zu Gute kommen dürfte dem M3 sicher der spätere Termin, denn dadurch sollte es nicht so kalt werden wie letztes Jahr, wo die Dunlop-Reifen nicht so recht auf Temperatur kommen wollten. Allerdings hatte man in Le Mans kleinere technische Probleme welche das Team immer wieder leicht zurückgeworfen haben.
Sollte das Auto aber halten, dann sind beide Wagen absolute Siegkandidaten. Wichtig dürfte auch noch die Reichweite des Wagens sein. Letztes Jahr konnte man mit 100 Liter 9 Runden am Stück fahren, jedoch hat man heuer 50 kg mehr, dafür aber auch 10 Liter mehr Tankvolumen. Dadurch könnte es möglich sein, dass die BMW 10 Runden gehen könnten.

Allerdings werden dies nicht die einzigen BMW sein, welche um eine Topplatzierung vorne mitmischen wollen. So setzen Dörr Motorsport einen und Schuberth gleich 4 weiterentwickelte Z4 GT3 in der SP9 ein.
In der GT3-EM konnte das Auto mit 2 Siegen schon einmal zeigen dass man hier definitiv in die richtige Richtung entwickelt hat. Die größte Frage dürfte hier allerdings die Zuverlässigkeit sein. Letztes Jahr konnte man dank der Beständigkeit die Plätze 4 und 9 holen, allerdings hatte man in der VLN bisher gerade in diesem Punkt massive Probleme. So mussten z.b beim 4. Lauf alle 3 Z4 GT3 von Schuberth vorzeitig die Segel streichen.
Man hat zwar auf der #4 mit Tom Coronel, Jörg Viebahn, Marko Hartung sowie Claudia Hürtgen 4 sehr flotte Piloten, allerdings hat man mit Tom Coronel und Jörg Viebahn zwar schnelle, aber auch sehr temperamentvolle Fahrer am Start und gerade Jörg Viebahn hat in der Vergangenheit den ein oder anderen Unfall verursacht. Daher blicke ich einem Top10 Ergebnis sehr skeptisch gegenüber, auch wenn eine Claudia Hürtgen über alle Zweifel erhaben ist.
Daher schätze ich auch das Auto mit der #76 und Tommy Milner, Fredrik Larsson, Edward Sandström sowie Claudia Hürtgen als stärksten Z4 ein, denn hier fehlen einfach die heißsporne wie ein Jörg Viebahn oder Tom Coronel. Von den Fahrern und vom Speed des Wagen ehr sollte man in der Lage sein in die Top10 fahren zu können, wenn wie schon angesprochen das Auto hält. Man wird zwar sicher fleißig getestet haben, jedoch darf man Zweifel haben ob das Auto die 24H durchhält.
Der 3. Z4 von Schurberth mit der #77 wird derweil von den 3 Norwegern Stian Sorlie, Anders Burchardt, Nils Tronrud sowie dem Amerikaner John Mayes pilotiert. Man ist hier fahrerisch sicher nicht schlecht aufgestellt, aber hier werden doch eingie Sekunden pro Runde auf das Schwesterauto mit der #76 fehlen.

Der 4. Z4 GT3 wird von Dörr Motorsport eingesetzt. Hier hat man sich zu Beginn positiv über die Fortschritte beim Auto geäußert und scheint wohl mit dem Wagen zufrieden sein, was den Speed anbelangt. Mit Rudi Adams und Arno Klasen hat man auf jeden Fall 2 starke Fahrer, der Knackpunkt dürfte allerdings Chris Godwin sein. Man hat mit ihm sicherlich keinen schlechten Fahrer, allerdings dürften sich die fehlenden Kilometer auf der Nordschleife gerade in der Nacht beim überrunden bemerkbar machen.

Bei den GT4 Wagen wird Johannes Scheid mit seinem Team seinen Eifelbliz mit der Besatzung Dennis Rostek, Andreas Simonsen Stefan Landmann und Marathonmann Duncan Huisman den Start bringen. Nachdem man im letzten Jahr kein Auto von Scheid bewundern konnte, bringt man heuer den M3 GT4 an den Start. Man hat zwar auch hier wieder eine sehr sehr schnelle Besatzung, wobei das bei einem 24H nicht alles ist und man zu erst einmal ins Ziel kommen muss. Allderings hat es Johannes Scheid schon immer verstanden wie man ein 24H Rennen richtig angehen muss.

In der Klasse wird man sich vermutlich hauptsächlich mit dem M3 GT4 von Bonk und den von mir als stärksten Wagen der Klasse eingeschätzten, Aston Martin von Mathol Racing (gewann die ersten 4 Läufe der VLN in seiner Klasse der SP10 GT4) duellieren. Dieser M3 GT4 von Bonk mit der #62 wird von Andreas Montmann, Tim Mullen, Adam Chrsitodolou und Phil Quaify gesteuert. So kannte man unter anderem den letzten Lauf in der VLN gewinnen und liegt auch mit Rundenzeiten von knapp über 9 Minuten (auf der etwa 1 km kürzeren VLN-Variante) fast gleichauf mit dem Auto von Scheid und dem Mathol Aston Martin.

Ein weiterer BMW, welcher für eine Position zwischen 15 und 25 gut sein dürfte – wenn der Wagen hält ist der in der SP6 eingesetzt Z4 von Dörr Motorsport. Mit Rundenzeiten von ~8:40 in der VLN und dem schnellen Stefan Aust, Hanspeter Strehler und Uwe Ebertz. Hier wird natürlich viel davon abhängen, ob viele schnellere Wagen ausfallen (wo von ich persöhnlich ausgehen) werden und ob man selber ohne Probleme durchkommt.

Porsche

Der vermutlich stärkste Herausforderer von BMW dürften die Sportwagen aus Weissach sein und dort vor allem die Truppe rund um Olaf Manthey. Immerhin konnte man von 2006 bis 2009 alle 24H Rennen abräumen und auch heuer wird man ein Großaufgebot an den Start bringen um für alles gerüstet zu sein. Dies beginnt beim Sieger des 3. Laufes zur VLN und den 22 Stunden und 15 Minuten Sieger von 2010, dem Hybrid-Porsche. Über den Winter hat man bei Porsche den GT3 R Hybrid deutlich weiterentwickelt. So wiegt er nun 75 kg weniger, hat einer bessere Aero und die Elektromotoren haben mehr Leistung. Dafür musste man aber den Tankinhalt von 120 Liter auf 110 Liter reduzieren und liegt damit auf dem gleichen Niveau wie BMW mit dem M3 GT oder einem GT3 RSR. Beim 4. Lauf zur VLN hat man mit dem Sieg schon mal angedeutet was dieser Wagen leisten kann. Allerdings wurde man vor dem 24H Rennen durch die BoP nochmals massiv ausgebremst. So hat man dem Hybriden nur noch eine max. Motorleistung von 466 PS auf dem Rollenprüfstand erlaubt, während der normale GT3 R bei gleichen Gewicht 525 PS haben darf.
Pilotiert wird der Porsche von Richard Lietz, Marco Holzer sowie dem ALMS Duo von Flying Lizard, nämlich Jörg Bergmeister und Patrick Long, welcher sein 24H Debut feiern wird. Dies dürfte auch eines der Probleme des Wagen sein. Sicher sind alle 4 Piloten sehr schnell, aber vor allem bei Patrick Long fehlen mir doch noch einige Runden auf der Nordschleife, denn hier ist Erfahrung so wichtig wie sonst nirgends, gerade wenn es ums Überrunden geht, gerade in der Nacht. Ein Knackpunkt dürfte auch die Zuverlässigkeit sein, denn letztes Jahr sind alle namhaften Porsche vorzeitig ausgeschieden, auch wenn der Hybride als letzter die Segel streichen musste.
Sollte man aber ohne Probleme durchkommen, sollte eine Topplatzierung möglich sein.

Als stärkste Besatzung von Porsche und im gesamten Felde würde ich allerdings Timo Bernhard, Romain Dumas, Marc Lieb und Lucas Luhr einschätzen. Die ersten 3 konnten mit Marcel Tiemann zwischen 2007 und 2009 3 mal hintereinander die 24H gewinnen und man wäre auch heuer wieder mit Marcel gefahren, wäre nicht der Unfall in Imola gewessen. An dieser Stelle möchte ich und das gesamte Blog Marcel alles Gute für die Zukunft und seinem weiteren Genesungsprozess wünschen, damit sein Traum wahr wird und er eines Tages wieder in einem Rennwagen sitzen kann.
Aber mit Lucas Luhr hat man sich einen weiteren Hochkaräter geholt. Man besitzt hier die 2 erfolgreichsten Langstreckenprofis der letzten Jahr mit Bernhard/Dumas, mit Luhr einen 24H Gewinner von 2005 und mit Marc Lieb den schnellsten Piloten aller Starter hier im Felde. Daher ist diese Besatzung mein Siegfavorit. Interesant wird allerdings sein, auf welchem Wagen man fahren wird. Nachdem der GT3 R in diesem Jahr in allen Serien noch nichts reisen konnte und man laut Christian Menzel kaum mehr Luft nach oben habe, während die anderen noch mauern hat man sich bei Manthey entschieden in die Trickkiste zu greifen und hat den guten alten GT3 RSR aus der SP7 hervorgeholt. Diesen hat man beim 6 Stunden-Rennen eingesetzt, wo man fast noch den Ferrari geschlagen hat und auch beim 4. Lauf konnte man damit einen 2. Platz erreichen. Dabei hat man sogar den GT3 R und den RSR gleichzeitig eingesetzt um Vergleiche anstellen zu können.
Offensichtlich ist man sich bei Manthey aber wohl immer noch nicht sicher bzw. will sich beide Optionen offen halten und so hat man sowohl den GT3 R (#11) als auch den RSR (#18) mit allen 4 Fahrern für das Rennen genannt. Immerhin ist der GT3 RSR ein sehr ausgereiftes Auto mit dem man die 3 letzten Siege bei den 24H einfahren konnte und man hat 2009 damit eindrucksvoll bewießen, dass man damit ein 24H Sprintrennen ohne Fehler durchfahren kann. Außerdem konnte man damit bei der VLN 10 Runden am Stück fahren, genauso wie der Hybride. Allerdings ist die Strecke bei den 24H einen Kilometer länger und Marc Lieb sagte nach dem Rennen bei Sport1, dass er etwas Sprit sparen musste. Allerdings könnte man mit einer Reichweite von 9 Runden vermutlich immer noch eine Runde länger fahren als der GT3 R.

Und um zu verdeutlichen, wie wichtig die Reichweite ist, habe ich mal eine folgende Rechnung aufgemacht, welche für alle Fahrzeuge gültig ist: Ausgehend von einer Gesamtdistanz von 155 Runden, welche die Distanz von vor 2 Jahren war, muss man bei einer Reichweite von 10 Runden genau 155- 10 (Startturn) / 10 = 14.5 mal also 15 Stoppen. Bei einem Spritfenster von 9 Runden müsste man hingegen 16 mal an die Box kommen und bei einer Reichweite von nur 8 Runden, wie sie z.b letztes Jahr die GT3 R hatten wären es sogar 18 Stopps. Ausgehend von einer Zeit von 190 Sekunden pro Boxenstopp (144 sek sind durch den Tank-Pilot fix plus An und Abfahrt ) muss also ein Wagen mit einer Reichweite von 9 Runden jede Runde 1,3 Sekunden auf einen 10-Runden Fahrer rausfahren. Bei einer Reichweite von nur 8 Runden, müsste man sogar 3,7 Sekunden jede Runde schneller fahren um den Nachteil wieder egalisieren zu können.

Mich würde es daher auch nicht wundern, wenn der alte Fuchs Olaf Manthey sogar beide Wagen starten lässt und erst dann während des Rennen entscheidet, mit welchen Wagen er das Rennen zu Ende fährt. Allerdings gehe ich davon aus, dass man sich dann für den RSR entscheiden wird.

Dies sind aber nicht die einzigen Porsche. So wird auch dieses Jahr der Haribo Porsche mit der Nummer #8 an den Start gehen. Hier werden die sehr schnellen und erfahrenen Piloten Richard Westbrook, Christian Menzel und Mike Stursberg fahren, allerdings auch der deutlich langsamere Hans Guido Riegel. Es wird daher viel davon abhängen, wie oft Hans-Guido Riegel fahren wird, denn in der Vergangenheit hat er doch immer etliche Sekunden pro Runde auf seine Mitstreiter verloren, und bei einem erwarteten Sprintrennen wird es wohl um jede Sekunde ankommen.

Ein weiterer Porsche von Manthey, welcher auch Aussichtsreich sein dürfte ist der Wochenspiegel Porsche mit der #12. Es wird zwar eher kaum für ganz nach vorne reichen, allerdings hat die Besatzung Jochen Krumbach, Oliver Kainz, Georg Weiß und Michael Jacobs sehr viel Erfahrung und Routine. Man hat zwar mit den ersten 2 auch Fahrer welche den Speed an der Spitze mitgehen könnten, allerdings wird man hier eher nicht gleich alles geben und sich im Laufe des Rennen stetig nach vorne arbeiten, wenn die Topfahrzeuge sich zu Tode hetzen werden. Dazu kommt auch, dass man nicht mit dem etwas anfälligeren GT3 R sondern mit dem SP7 Porsche startet.

Wie wichtig Konstanz, Disziplin und Besonnenheit sind, hat im letzten Jahr Farnbacher demonstriert, als man zwar nicht das schnellste Auto hatte aber man sich durch die Probleme der Konkurrenten immer weiter nach vorne bis auf Platz 2 arbeiten konnte. Eine ähnliche Devise traue ich nicht nur dem WTM-Porsche zu, sondern auch dem Alzen Porsche mit der #31. Mit Jürgen Alzen, Klaus Ludwig, Sascha Bert und Artur Deutgen wird man sicher nicht das Höllen-Tempo der Spitze mitgehen, aber man hat extrem viel Erfahrung und Rountine auf der Nordschleife. So wird man sich sicher in die Top10 fahren können, wenn das Auto hält, aber da wird Jürgen Alzen schon dafür sorgen, dass der Cup S keine Probleme macht.

Selbiges gilt vermutlich auch für das Team Frikadelli Racing von Sabine Schmitz und Klaus Abbelen. So wird man heuer einen GT3 R einsetzen, mit welchen man heuer im 1. Lauf zur VLN Platz 5 und beim letzten Lauf den 2. Gesamtplatz erreichen konnte. Die beiden werden sich das Steuer der #26 mit dem sehr schnellen Niclas Kenntenich sowie dem Bruder von Jörg Bergmeister, Tim Bergmeister teilen. Ich denke nicht, dass man hier ab dem 1. Meter volles Risiko fahren wird, was man mit Sabine Schmitz und Niclas machen könnte, allerdings wissen die 2 Teaminhaber nur zu gut, wie man ein 24H Rennen angehen muss, als man 2008 mit einem 911 Cup den 3. Gesamtrang holen konnte.

Ein weiterer GT3 R wird von Falken Tyres eingesetzt und hier kann durchaus mit einer prominenten Besatzung aufwarten. So werden sich Wolf Henzler, Martin Ragginger, Sebastian Asch und Peter Dumbreck am Steuer der #44 abwechseln. Sicher hat das Team, welches in der Vergangnheit u.a den berühmten Nissan Skyline einsetze eine sehr schnelle Besatzung, aber es gibt hier doch einige mögliche Fehlerquelle, welche ein problemloses durchfahren relativ unwahrscheinlich machen. Zum einen setzt man auch hier auf den GT3 R, welche wie schon angesprochen im letzten Jahr nicht duch Zuverlässigkeit glänzten. Dazu kommen die Falkren Reifen, wo man nicht weiß wie gut die Schluss endlich sind. Sie können sehr gut sein, wie z.b die Hankook Reifen, aber auch nicht so toll.

Erfreulich ist auch, dass das erfolgreichste Deutsche Rennteam der Geschichte, Kremer Racing wieder am Start ist. Nachdem man in dieser Saison wieder mit 2 Porsche 911 Cup am Ring antritt wird man zum 24H Rennen einen nagel neuen GT3 R mit den Fahrern Daniel Schrey, Dirk Leßmeister sowie Adam Osieka und Wolfgang Kaufmann. Man hat sicher schnelle Piloten, die Frage wird allerdings sein, ob man das Rennen ohne Unfall bzw. Defekt über die Bühne bringen kann. Wenn ja, sollte eine Top10 Ankunft im Bereich des möglichen sein.

Abrunden möchte ich die Porsche mit dem Überraschungsteam des bisherigen Saisonverlaufes in der VLN, nämlich Pinta Racing mit der #27 auf ihrem GT3 R. Man hat hier mit Jörg van Ommen, Altfried Heger, Michael Illbruck und dem jungen aber sau schnellen Manuel Lauck eine gute Besatzung, welche Routine und Speed gut vereinigt, allerdings war man bisher eher glücklos unterwegs und musste Aufgrund von Unfällen und Technischen Defekten die Segel immer vorzeitig streichen. Sollte sich das nicht ändern, dann dürfte es für das Team welches teilweiße vorne so erfrischend mitmischen konnte, sehr schwer werden.

Man sollte hier aber nicht vergessen, dass ein Porsche von Manthey in der Regel immer etwas schneller ist als andere Porsche, was unter anderem auch daran liegt, dass Manthey zu den 24H immer Entwicklungsreifen von Michelin bekommen, während die anderen Teams diese nicht haben.

flattr this!

June 08 2011

14:00

Vorschau: 24h von Le Mans, Teil II – Die LMP1

Zum fünften Mal treffen Audi und Peugeot in Le Mans aufeinander – viermal siegte Audi. Wer in diesem Jahr die Nase vorn haben wird, ist kaum vorherzusagen.

Gefühlt dauert der Kampf der beiden Werke schon eine kleine Ewigkeit an, doch es ist tatsächlich erst fünf Jahre her, dass Peugeot mit dem 908 Hdi-FAP einen echten Herausforderer für die schon lange dominierenden Audis an die Sarthe brachte. Die Ingolstädter hatten ein Jahr zuvor mit dem R10 TDI bereits die Diesel-Ära eingeläutet, die bis heute andauert. Im ersten Jahr konnte sich Audi noch problemlos gegen die aufbegehrenden Franzosen wehren, doch seit 2008 hatte Peugeot stets das schnellere Auto. Weder der R10, noch der R15 und der R15+ konnten mithalten. Dennoch konnte Audi 2008 – durch Konstanz im Regen – und 2010 – durch Zuverlässigkeit – siegen. Entsprechend trägt ein Audi die #1 und das Sieger-Trio sitzt unverändert am Steuer: Timo Bernhard, Romain Dumas und Mike Rockenfeller.

Zum ersten Mal treten in diesem Jahr sowohl Audi als auch Peugeot mit einem neuen Auto an. Offensichtlich wird beim Betrachten der beiden Wagen vor allem Eines: Audi war mutiger. Peugeot dagegen musste stets betonen, dass der Wagen „komplett neu“ sei, denn dem 908 (auch beim Namen hat sich wenig geändert) ähnelt seinem Vorgänger äußerlich stark. Doch warum sollte man auch ein gutes Konzept komplett über den Haufen werfen?

Audi dagegen blieb nichts anderes übrig als sich ein neues Konzept einfallen zu lassen. Das neue Reglement, das kleinere Motoren vorschreibt, macht aerodynamische Effizient bedeutender als je zuvor, entsprechend musste Dr. Wolfgang Ulrich von seinem heißgeliebten „Roadster“ nach zehn Jahren Abschied nehmen.

Mit dem Coupé und dem neuen (äußerst leisen) 3,7l V6-Turbodiesel und erstmalig einem Sechsgang-Getriebe handelt es sich tatsächlich um ein völlig neues Auto. Die interessanten Ideen stecken dabei im Detail: der Motor hat mit 120° einen sehr großen Bankwinkel, in dem der Turbolader untergebracht ist, sodass sich ein kompaktes Paket ergibt, dass auch nur über einen Auspuff samt Partikelfilter verfügt. Leichtbau ist die PR-Message von Audi, nachdem man jahrelang vor allem den TDI-Motor beworben hat.

Überraschenderweise hat Audi vor einigen Wochen bekannt gegeben, dass man aus Effizienzgründen auch auf eine Klimaanlage verzichtet und stattdessen die vorgeschriebene Maximaltemperatur von 32°C durch geschickte Belüftung und reflektierendes Dach (wie bei Peugeot) erreichen will. Fotos des Motorraums zeigen auch Kühlleitungen, die von der Cockpitrückwand auszugehen scheinen; ich (als Laie) könnte mir vorstellen, dass man hier die warme Abluft aus dem Cockpit nutzt, um Komponenten zu kühlen und sich so weitere Einlässe im Heckbereich zu sparen. Weitere Analysen zu diesem Thema (sowie zu anderen Fahrzeugen) gibt es aRadio Le Mans</a>, die wie immer live berichten (englischsprachig), die <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">offizielle Seite des ACO mit News und Live-Timing oder denTracker von Thomas Baekdal</a> mit Timing, Twitter und anderen Diensten, auch für unterwegs. Den a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Spotter Guide von Alan Blackmore sollte man auch immer in Griff- oder Klickweite haben. Und wie im letzten Jahr werden wir hier im Racingblog wieder in aller Ausführlichkeit berichten, mit Liveblog für die kompletten 24 Stunden sowie voraussichtlich auch einige der Quali-Einheiten.

Außerdem bieten die drei Werksteams von Audi</a>, <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Peugeot und

June 01 2011

15:26

VLN: Analyse 53. ADAC ACAS H&R-Cup

Mittlerweile sind die Themen Effizienz und Energierückgewinnungssysteme in der gesamten Automobilbranche und auch im Rennsport eines der dominierenden Themen. So hat man in der F1 wieder den Einsatz von KERS erlaubt und in Le Mans wird ein Hybrid-Protoyp an den Start gehen. Das größte Echo in der medialen Welt dürfte aber bisher Porsche mit ihrem 911 GT3 R Hybrid erzeugt haben, als man 2010 am Ring debütierte.

Jenes Auto gewann fast den 3. Lauf zur VLN und führte bis gute 2 Stunden vor Schluss das 24H Rennen souverän an, als der Verbrennungsmotor und nicht das Hybrid-System den Geist aufgab. Seitdem hat Porsche jenen Wagen stetig weiterentwickelt und man sinnt auf Revanche für das diesjährige 24H Rennen und zumindest am Samstag hat dies prächtig funktioniert, als man den 4. Wertungslauf für sich entscheiden konnte. Nachdem das Zeittraining durch einen schweren Unfall im Bereich Kallenhard (u.a mit dem R8 von Graig Lowndes am Steuer) mit mehreren involvierten Wagen 20 Minuten vor Ende abgebrochen werden musste, ging man von Rang 8 ins Rennen.

Die Pole hatte zu diesem Zeitpunkt mit einer 8:18 der schon mehrmals auftrumpfende Pinta-Porsche mit Manuel Lauck erobert, dicht gefolgt vom Sieger des 2. Laufes, dem SLS von Mamerow Racing und dem 1. R8 von Phoenix, u.a mit Marc Basseng und Le Mans Sieger Mike Rockenfeller. Auf den Plätzen folgten ein weiterer SLS von Heico Motorsport (mit LD Arnold) sowie vor 4 Porsche aus dem Hause Manthey (Nadelstreifen vor dem GT3 RSR und dem GT3 R und den Hybriden), während 2 weitere Audi R8 mit u.a Mattias Ekström und
Frank Stipler die Top 10 komplettierten. Der eigentlich von Platz 9 startende R8 mit Craig Lowndes und Warren Luff musste aufgrund des Unfalles schon nach dem Training die Segel streichen und konnte gar nicht wieder antreten, was für die 2 Australier sehr schade ist, denn mit Rang 9 war man bisher recht flott unterwegs. Auch konnte der RSR nicht von seiner angestrebten Position starten, sondern musste sich 10 Plätze weiter hinten einordnen, da man unter Gelb wohl überholt hatte.

Da half ihnen auch kaum die Datenpanne bei der Zeitmessung, welche dafür sorgte dass der Rennstart erst mit gut 45 min Verspätung vonstattenging. Bei diesem Start konnte sich Patrick Long im Hybriden beim Anbremsen der 1. Kurve auf Rang 4 einsortierten, während die ersten 3 unverändert auf die Nordschleife abbogen.

So kamen sie auch mehr oder weniger unverändert aus der 1. Runde zurück und hier offenbarte “Wild Wild West Long” nun schon mal, was in dem weiterentwickelten Hybriden so alles steckt, und scheint so einiges zu sein, wie die Kollegen Mamerow und Lauck gleich im Bereich Mercedes Arena spüren sollten. So konnte er sich auf der Start und Ziel Geraden den SLS von Chris Mamerow dank guten 200 extra PS schnappen und machte gleich mal Jagd auf den Pinta Porsche, welchen er einen guten Kilometer später dann auch aufschnupfen konnte und als 1. auf die Nordschleife abbiegen konnte. Dahinter formierten sich dann die R8 von Audi sowie die Porsche von Manthey und dem Frikadelli Team sowie die SLS von Heico und Mamerow in sehr knappen Abständen.

So entwickelten sich mehrere schöne und enge Zweikämpfe, denn die Top14 lagen zu diesem Zeitpunkt nur 10 Sekunden auseinander! Dies ging bis zum 3. Umlauf gut, als sich im Bereich Wehrseifen ein folgenschwerer Unfall ereignete, welcher vor allem auf Porsche Seite für einiges an Ungemach sorgen sollte. Da wollte sich der Manuel Lauck außen an einem langsameren Auto vorbeibremsen, was ihm aber nicht gelang und wohl in der Begrenzung landete, was das Aus bedeutete. Dahinter wurde es natürlich sofort sehr eng. So konnte Marc Lieb gerade noch rechtzeitig bremsen um einen Unfall zu vermeiden, allerdings hing im zu diesem Zeitpunkt Niclas Kentenich im Frikadelli Porsche so dich im Getriebe, dass er kaum mehr reagieren konnte und dem Porsche hinten traf. Für das Auto von Sabine Schmitz war das Rennen sofort gelaufen, während Marc Lieb noch bis zur Box fahren konnte, wo erstmal größere Reparaturen anstanden und das Rennen für den 1. Dicken gelaufen war.

Bis zur 7. Runde konnten sich die 2 Führenden, Chris Mamerow und Patrick Long etwas vom Feld absetzen, um es sich dann aber mal richtig zu geben. Da wollte nun “Wild Wild West Long (O-Ton P. Simon) mit aller Gewalt an Chris Mamerow vorbei. Er versuchte es im Bereich Mercedes-Arena beim Anbremsen sich außen vorbei zu drücken. Als dies nichts half, versuchte er es ein paar Meter später wieder und klopfte dabei mehrmals herzhaft an der Tür von Chris Mamerow im SLS an. Dieser gab sich aber nicht geschlafen und konnte somit seine 1. Position verteidigen. Unterdessen kam auch das Feld im Zuge dieses Kampfes wieder im Formationsflug heran, angeführt von den R8 mit Mike Rockenfeller an der Spitze um einen Dreikampf zu eröffnen und Long auf der Nordschleife dann zu holen, während die Top 3 innerhalb von 0,6 Sekunden lagen.

In der 8. Runde wollte es dann Mike Rockenfeller sogar übers Gras versuchen, was ihm aber nicht gelang und er noch rechtzeitig zurückstecken konnte, um seine Position zu verteidigen, denn mittlerweile dachte sich Romain Dumas “Hey, aller guten Dinge sind zwar 3, aber 4 ist besser” und wollte nun seinerseits Rockenfeller kassieren. Nur ein Blick auf die Uhr und die angesetzte Distanz von 4 Stunden zeigte auf, dass noch gute 3 Stunden zu fahren sind.

Dies hat sich wohl auch über die Nordschleife fortgesetzt und fand erst ein Ende, als die R8 und der SLS von Chris Mamerow an die Box kamen zum 1. planmäßigen Service. Nur der Hybride und der RSR blieben draußen auf der Strecke und mussten erst 1 Runde später an die Box, was sich als rennentscheidend erweisen sollte.

Hierzu ein kleiner Exkurs in Sachen Rennlänge und Pit Window von mir: Bei einer Distanz von 4 Stunden ergeben sich im trockenen bzw. leicht feuchten Zustand in der Regel Distanzen von 27 oder 28 Runden. Die Tankgröße richtet sich nach dem Gewicht der Wagen, was bedeutete, dass der Hybrid und der RSR (1300 kg) 110 Liter tanken durften während der R8 und der SLS (beide 1350 kg) 120 Liter Tankinhalt haben. Aber da der R8 und der SLS einen etwas verbrauchsintensiveren Motor (größerer Air Restriktor) und mehr Gewicht haben, können sie 9 Runden draußen bleiben, während es der RSR und der Hybrid schafften, 10 Runden am Stück fahren zu können. Daraus ergeben sich für die GT3 Jungs 2 volle Stopps und ein kurzer Splash and Dash (wenn man das Fuel Window immer ausnutzt), während sich die 2 Porsche diesen Splash an Dash dann sparen können.

So konnten sich vor allem die 4 R8 LMS mit schnellen Zeiten und der schnellsten Runden einen Vorsprung von gut einer Minute auf die Gegner rausfahren, mussten aber einmal mehr an die Box und so kamen sie bereits Ende der 14. Runde an die Box, wobei man vermutlich absichtlich etwas früher kommen wollte, während die Porsche gegen Ende des 19. Umlaufes erst an die Box mussten.
In derselben Runde fiel auch der Mamerow SLS aus, wodurch sich nun endgültig ein Kampf zwischen Porsche und Audi entwickelte.

Denn die BMW in Form der Z4 GT3 hatten 0 Chance, denn der Auftritt der 3 Wagen von Schuberth entwickelte sich völlig zu einem Fiasko, als alle 3 in den Runden 22 und 23 die Segel streichen mussten. Der Alpina BMW kam gar nicht erst über den 1. Umlauf hinaus. Einzig der von Dörr eingesetzte Z4 GT3 konnte mit Platz 13 in der SP9 die Fahnen hochhalten, während der neue von Getrag nach SP7 aufgebaute Z4 ebenfalls vorzeitig die Fahnen senken musste. Mit einer 8:30 hat man aber schon mal aufgezeigt, dass man durchaus sehr sehr flott unterwegs ist.

Ebenfalls ein Fiasko erlebte der VW Golf24H, welcher mit Nicki Thiim bereits in der 2. Runde ausgerollt ist und nicht mehr ins Geschehen eingreifen konnte, genauso wie der VW Scirocco von LMS Engineering mit der #302, welcher mit seinem “Bruder” dem anderen Scirocco und dem TT-RS von Raeder Motorsport den Ton in der SP3T angibt.

Diese Klasse wurde nun wieder gewertet, welche die 3 Norweger von Schijaern knapp vor dem 2. Scirocco von LMS in ihrem TT gewinnen konnten. Mit 8:50 war man aber auch hier wieder 20 Sekunden schneller unterwegs als die meisten Konkurrenten und man darf gespannt sein, wie sich das nun noch entwickeln wird.

Ein weiterer sehr schneller Wagen war mal wieder der Audi TT-RS von Reader Motorsport mit Frank Biela, Jens Klingmann und Andrea Picinni, welcher den 14. Gesamtrang erreichen konnte und somit erstmals die FH Köln in der SP4T schlagen konnten.

Zurück an die Spitze und dort bahnte sich in der 19. Runde eine Vorentscheidung an. Gegen Ende dieses Umlaufes kamen nämlich die 2 Porsche an die Box und Marco Holzer übernahm von Lietz und Lieb übernahm von Luhr das Volant bis zum Ende. Diese hatten ab dem 27. Umlauf eine Doppelführung, da die Audi wie erwartet zum 3. Stopp mussten. Allerdings war Frank Stippler im besten R8 LMS nur 7 Sekunden hinter Marc Lieb im RSR und Marco Holzer begann anscheinend nicht mehr ganz am Limit zu fahren, sodass die 2 Verfolger mit 20 Sekunden Rückstand die vorletzte Runde in Angriff nahmen und immer näher kommen konnten.

Allerdings konnte Marco Holzer seine Vorsprung von guten 3 Sekunden über die Linie retten, während sich Marc Lieb noch erfolgreich gegen Stippler zur Wehr setzen konnte. Somit waren 3 Klassen und 2 verschiedene Wagen auf dem Gesamt-Podium.

Dies wird das letzte Aufeinandertreffen der Top Piloten vor den 24H vom Ring gewesen sein, denn der letzt Lauf vor dem Saisonhöhepunkt findet am gleichen Wochenende wie Le Mans statt und dann werden sich Müller, Lamy, Lieb, Luhr, Bernhard, Rockenfeller und Co. an der Sarthe einen Tanz auf der Rasierklinge liefern.

Mindestens genauso eng ging es aber auch in den anderen Klassen zu: So konnten sich Olivo Janek und Elmar Jurek den Sieg in der Renault Clio Cup mit einer Minute Vorsprung sichern, nachdem es auch dort stundenlang hin und her ging und man wenige Runden vor Schluss nur 3 Sekunden vor den späteren 2. Platzierten Dominik Brinkmann und Stefan Epp lag. 3. wurden in der Klasse die Linther Brüder während Schläppi Race-Tec, die Sieger des 1. Laufes auf Platz 4 ins Ziel kamen.

In der Serienwagen-Klasse bis 3000 ccm, der V5 ging es auch hoch her. Hier fährt seit Beginn des Jahres nicht nur das Black Falcon Junior Team mit den Führenden der Gesamtwertung, Metzger/Scheerbarth/Knechtges, sondern nun auch die Titelverteidiger von Bonk Motorsport, welche nach den wenigen Nennungen in ihrer Klasse (am Samstag waren es wieder nur 2 und dementsprechend wenig Punkte), der SP3 den Rücken kehrten und nun in der V5 direkt im Revier ihrer Rivalen Punkte holen wollen.

Dies ist ihnen schon mal sehr gut gelungen, denn man konnte gegen Endes des Rennens die Führung vom schon angesprochenen Black Falcon-Trio übernehmen, und mit gut 30 Sekunden Vorsprung die Klasse gewinnen.

Somit führt in der Meisterschaft weiterhin das Trio von Black Falcon, vor Wolfgang Weber/Norbert Bermes und Nilsson Rickardd vom Mathol Racing aus der SP10 vor dem 2. Black Falcon Trio aus der V6, nämlich Sean Paul Breslin, Leisen Phillip und Volin Oleg.

Der nächste Lauf findet wie schon angesprochen in 2 Wochen am Le Mans Weekend statt und gilt als Generalprobe, bevor 2 Wochen später die Hatz 2 mal um die Uhr durch die Eifel losgeht.

VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 42. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup

August 31 2010

16:07

ALMS: Analyse Mosport 2010

Das Wort “chaotisch” passte zwar nicht auf das Rennen, wohl aber auf die Übertragung von Speed und die Auswürfelung des Endergebnis.

Nach dem sensationellen Rennen der ALMS in Road America folgte mit Mosport ein Kurs, der in der Vergangenheit schon des öfteren für knappe Ergebnisse gut war. Die Strecke ist zwar, gelinde gesagt, in einem miserablen Zustand, aber weil es ein Höchstgeschwindigkeitskurs ist, spielt der Spritverbrach eine große Rolle. Je nach dem, wie die Cautions fallen, kann es am Ende richtig eng werden. Das wurde es gestern aber nicht, stattdessen brach nach einem heftigen Abflug eines Porsche aus der GTC-Klasse das Chaos aus. Richtig genervt war ich von Speed, die während des Rennens komplett den Überblick verloren und alle 10 Minuten eine Werbepause einlegten.


Dabei begann das Rennen unter guten Vorzeichen. Es hatte die letzten Tage nicht geregnet, so dass die Auslaufzonen, die ausschließlich aus Gras bestehen, immerhin auch etwas sicherer waren. Mosport ist in Sachen Sicherheit nicht wirklich ganz weit vorne finden. Obwohl man am Ende der langen Gegengeraden eine Höchstgeschwindigkeit von rund 190 mph (LMP) bzw. 155 mph (GT) erreicht, und auch Turn 2 nicht gerade langsam ist, sind die Auslaufzonen arg begrenzt. Wer abfliegt, zerstört sich unweigerlich den Wagen. Die teilweise etwas sehr alt aussehenden Leitplanken sollten dann später auch noch getestet werden.

Zunächst ging nach dem Start Romain Dumas im RS Spyder von Cytosport in Führung. Der Porsche auf niedrigen Abtrieb getrimmt, damit auf den langen Geraden gegen die deutlich stärkeren Prototypen von Autocon und Dyson eine Chance hatte. Weil man aber in der Quali gepatzt hatte, starteten John Field im Intersport Lola AER und Burgess im Autocon relativ weit hinten und mussten sich erstmal an David Brabham im Highcroft ARX vorbei mogeln. Der ehemalige Acura war mit dem Le Mans Aero-Kit unterwegs, das allerdings nicht wirklich auf die Strecke passte. Brabham beklagte später, dass man zu wenig Abtrieb habe, und in den wenigen, aber schnellen Kurven den Vorteil des höheren Topspeeds wieder verlieren wurde. Zumal die Höchstgeschwindigkeit auch nicht viel brachte, auf der Geraden gingen sowohl der Dyson-Lola als auch Field im Lola-AER spielend an dem ARX vorbei.

Dumas konnte sich lange vorne halten und einen Vorsprung von 12 Sekunden halten, aber es war klar, dass irgendwann einen Caution kommen musste. Danach würde es für den Spyder eng werden. Doch bevor es soweit war, ging das große Sterben in der LMP los. Fields stellte den Lola schon bald an der Box ab, weil die Kupplung ihren Geist aufgegeben hatte, der Lola-Mazda von Dyson hatte eine Begegnung mit einer Corvette, bei der ein leichter Schaden an der Hinterachse auftrat. Dazu kam, dass der Autocon Lola merkwürdig indisponiert war und während des Rennens keine Rolle spielte. Der Wagen seiner Lordschaft war ebenfalls von Defekten geplagt und hatte nie eine Chance. Ein guttimter Boxenstopp und eine passende Caution führten dann dazu, dass der Porsche fast eine Runde Vorsprung auf den ARX hatte auch nicht mehr abgab. Der Sieg war also schnell klar.

So langweilig es in der LMP Klasse war, so spannend war es mal wieder bei den GTs. Vorne weg fuhr zunächst das Duo Long/Bergmeister auf dem Flying Lizard Porsche GT3 RSR. Der lieferte sich aber ein sehenswertes Duell mit dem Corvette von Oliver Gavin und später stieß der übrig gebliebene Risi F430 mit Villander/Bruni am Steuer hinzu. Pierre Kaffer war nicht am Start, der hatte den zweiten Risi im Training nachhaltig in die Mauer gesetzt. Die BMWs hatten einen gemischten Tag. Joey Hand hielt sich in seinem Stint auf Platz 3, danach übergab er den Wagen an Jörg Müller. Der wurde allerdings vom Ford GT der Familie Robertson in den Esses geschnitten. Die Wagen berührten sich, der M3 steig sogar auf und schaufelte auf seinem Weg Richtung Kiesbett noch die halbe Botanik auf die Strecke. Eine längliche Caution war die Folge. Der zweite BMW mit Milner/Auberlen hielt sich wacker, war aber chancenlos.

Der Kampf in der GT-Klasse wurde gerade so richtig nett, als das Rennen unterbrochen wurde. Cocker im Drayson hatte im Verkehr auf der Gegengerade eine Lücke unterschätzt und den Porsche mit der Startnummer 48 gerammt. Luke Hines war komplett chancenlos, der GTC-Porsche bog mitten auf der Geraden scharf nach links und zerschellte fürchterlich in der Leitplanke. (Vorladen lassen, Bericht geht erst ab 0:30 los)

So einen massiven Einschlag habe ich lange nicht mehr gesehen. Die Leitplanken aber dabei ihren Zweck erfüllt. Weil sie teilweise aus der Verankerung gerissen wurden, haben sie weit genug nach gegeben, damit sich die Energie abbauen konnte. Die Gefahr bestand aber, dass der Porsche die Leitplanken durchbrochen hätte und in den Wald abgeflogen wäre. Aber auch so ist es ein Wunder, dass er nicht mehr getroffen wurde, obwohl mitten in den Verkehr zurück flog.

Das Rennen war nach Unfall vorbei. Die Verantwortlichen hielten zwar die Uhr an, aber der Schaden an der Begrenzung war so groß, dass man das Rennen nicht mehr starten konnte. Eine vernünftige Entscheidung, auch wenn es ein gutes Rennen zu früh beendet hatte.

Und dann begann das große Rätselraten, wer denn nun die GT-Klasse gewonnnen hatte. Der Speedticker zeigte Bergmeister vor Villander und Milner, das Livetiming der ALMS zeigte ein komplett anderes Ergebnis. Mittlerweile hat die ALMS das aber wieder korrigiert, offenbar war das Web-Livetiming nicht auf dem neusten Stand.

Die “as live” Übertragung von Speed war aber dennoch eine Katastrophe. Keine Ahnung, woran das lag, aber die Kommentatoren war völlig von der Rolle, der Regisseur ebenso. Man verpasste reihenweise die Boxenstopps, wusste nicht mehr, wo die einzelnen Wagen lagen. Das der Dyson mit der Corvette aneinander geraten war, hatte man nicht im Bild ebenso verpasste man sämtliche (!) Überholmanöver von Villander im Ferrari, der von Platz 11 gestartet war. Während zeitweise, wegen einer anderen Strategie, Milner vorne lag, war man bei Speed überzeugt, dass Bergmeister führen würde. Kann aber sein, dass die auch die Probleme mit den Livetiming vor Ort hatten. Die vielen, alle 10 Minuten kommenden, Werbepausen, machten die Übertragung auch nicht besser. Jedenfalls war es eine Katastrophe, man musste sich die Reihenfolge irgendwie selbst zusammenbasteln.

Die ALMS macht jetzt erst einmal eine Pause. Das nächste Rennen ist erst das Petit Le Mans, Anfang Oktober.
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August 27 2010

06:00

Sportwagen-Vorschau: GT-Serien am Nürburgring, ALMS im MoSport Park

Der Nürburgring bietet an diesem Wochenende ein sehr gut gefülltes Wochenende voller spannender Rennserien, die ALMS geht auf der grandiosen MoSport-Bahn an den Start.

Das Aufgebot an Rennserie, das es an diesem Wochenende am Nürburgring zu sehen gibt, ist gewaltig: Hauptdarsteller ist die FIA GT1-Weltmisterschaft mit ihren zwei Rennen, daneben sind drei der vier Serien des ADAC Masters-Weekends dabei: GT Masters, Formel 3 Cup und Formel Masters, nur für die Tourenwagen der Procar war im Zeitplan kein Platz mehr. Und dann treten auch noch der GT4 Euro Cup und die niederländische GT4-Meisterschaft in einem gemeinsamen Lauf an, der um die 30 Fahrzeuge umfassen soll. Elf Rennen sind damit insgesamt zu bewundern, die freien Trainings der ADAC-Serien starteten bereits am Donnerstag

GT1-Weltmeisterschaft

Einen spektakulären Wechsel gab es seit dem letzten Rennen: Romain Grosjean hat das Matech-Team verlassen und wird von Nicolas Prost ersetzt. Der junge Franco-Schweizer brillierte zu Saisonbeginn in Abu Dhabi und fuhr auch danach mit seinem Teamkollegen Thomas Mutsch einige Male gute Ergebnisse ein: so reichte es zu einem weiteren Sieg im Hauptrennen von Brünn und dem zweiten Rang in der Meisterschaft.

Doch Grosjean hatte das Gefühl, das Mutsch ihm zu langsam sein und bessere Ergebnisse verhindere (beispielsweise in Le Castellet war Mutsch schwächer unterwegs) und so gab es hinter den Kulissen Streit, die Team-Zusammensetzung wurde mit der Auflösung des Damen-Autos geändert, neuer Co-Pilot wurde Neel Jani. Die Ergebnisse in Spa waren trotzdem desolat – nur die Ränge 20 und 14 konnten sie in den beiden Rennen erreichen, wieder soll es Streit gegeben haben.

Nun verlässt Grosjean trotz durchaus noch realistischer Meisterschaftschancen die Sportwagen-Serie und versucht, wieder im Umfeld der Formel 1 Fuß zu fassen, und zwar mit einem Engagement beim  DAMS-Team für die restlichen Saisonrennen 2010 und Hoffnung auf ein besseres Cockpit im nächsten Jahr.

Die GT1-WM verliert dadurch ein Zugpferd, Matech büßt eine seiner zwei Speerspitzen im Kampf um die Fahrer-WM ein, bleibt noch Mutsch, der mit Richard Westbrook auch nach dem Wechsel einen starken Teamkollegen hat. Das ist für Matech besonders ärgerlich, da die Titelchancen in der Fahrerwertung höher einzuschätzen waren als in der Teamwertung, wo man dank des schwachen bzw. gar nicht erst angetreten zweiten Wagens deutlich hinter Vitaphone Racing weiter zurückliegt.

Das Rennen markiert nach neun Jahren in Oschersleben (und einem Rennen in Hockeheim) die Rückkehr der FIA GT bzw. GT1-WM auf die Traditionsstrecke in der Eifel. Beim letzten Auftritt der Serie hier waren es noch Lister Storm, Chrysler Viper und Ferrari 550 Maranello, die das Renngeschehen bestimmten, von daher ist es schwer zu sagen, wem die Strecke am besten liegt. Vitaphone dürfte wieder stark sein, nachdem man nach dem mäßigen Spa-Ergebnis (dank frühem Ausfall im Qualifikationsrennen) den Erfolgsballast wieder los ist, mit den Serienmeistern Bartels und Bertonlini sollte man also wieder rechnen, so nicht nochmal ein technisches oder sonstiges Problem dazwischenkommt.

Und dann ist eben die Frage, ob sich Richard Westbrook und Thomas Mutsch dagegen behaupten können, um Mutsch eine Meisterschaftschance zu eröffnen. Frank Kechele und Ricardo Zonta, die in Spa die Plätze zwei und eins einfuhren, sind zwar auch ein enorm starkes Duo, aber dank des Top-Ergebnisses ist ihr Reiter-Lamborghini recht stark benachteiligt. Eine Chance auf die Meisterschaft hben die beiden leider kaum noch, weil sie bisher jeweils nur an drei Rennwochenende starten durften, obwohl sie dabei stets Top-Ergebnisse einfuhren. Aber die so entstandenen 37 (Kechele) bzw. 41 (Zonta) Punkte Rückstand sind gegen das Vitaphone-Topduo trotz des großzügigen Punktesystems schwer aufzuholen.

Zum Deutschlandauftritt der Weltmeisterschaft überträgt Sport 1 auch einmal ausnahmsweise beide Läufe in voller Länge live: das Qualifikationsrennen am Samstag ab 14 Uhr, das Hauptrennen am Sonntag ab 15 Uhr, Start ist jeweils eine Viertelstunde nach Beginn der TV-Sendung. Wahlweise kann man die Rennen auch im Livestream auf a

August 19 2010

16:00

Sportwagen-Vorschau: LMS in Budapest, ALMS in Elkhart Lake

Dank einer grandiosen organisatorischen Leistung von IMSA und ACO werden am Sonntagabend Le Mans-Sportwagen beiderseits des Atlantiks gleichzeitig unterwegs sein.

Zunächst zur europäischen Le Mans-Serie. Die hat sich dieses Jahr einen Termin auf dem Hungaroring gesichert, einer Strecke, die aus der Formel 1 für ihre vielen Kurven und wenigen Geraden und die daraus resultierende Überholproblematik bekannt ist. Sportwagen sind da zwar etwas weniger empfindlich als die Monoposto-Königsklasse, dennoch dürfte das enge Layout das Rennen entscheidend beeinflussen, und zwar beim Überrunden. Für alle Fahrzeuge, zu Überrundende und Überrundende, wird das ein langer, anstrengender Abend, der viel Geduld erfordert. Zumal der Hungaroring ja auch nicht wenig anspruchsvoll ist.

Ja, richtig: Abend. Wie schon in der Algarve vor einigen Wochen fährt man wieder in die Dunkelheit hinein, Start wird um 18 Uhr sein, die Zieleinfahrt sollte entsprechend zwischen 21:30 und 22 Uhr anstehen. Eurosport wird auch leider wieder nur diese halbe Stunde übertragen.

Am Start sind 38 Fahrzeuge, Kruse-Schiller Motorsport hat heute abgesagt; offizielle Begründung: zwei der Stammfahrer sind nicht verfügbar. Es gibt allerdings die aamericanlemans.com/live</a> gestreamt. Alles Weitere zur ALMS gibt es im <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Race Hub, das LMS-Timing findet sich auf

June 15 2010

16:40
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