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September 27 2013

06:15

NASCAR: Vorschau Dover September 2013

Am Wochenende steht Chase-Rennen #3 auf dem Programm, wenn der Sprint Cup die „Monster Mile“ in Dover unsicher macht. Steht uns ein weiterer Sieg durch Matt Kenseth bevor oder können die anderen Playoff-Teilnehmer endlich zurückschlagen? Am ehesten kommen zumindest die direkten Verfolger von Kenseth in Betracht.

aaa_400Wow, wir sind in Woche Nr. 3 des Chase und zur Abwechslung ist zwischen zwei Rennen mal so gut wie gar nichts passiert, über das es großartig zu berichten lohnt. Auf der anderen Seite kommt die Verschnaufpause nach den Playoff-Wirren des gesamten Monats nicht nur den Beteiligten gerade recht. Unter der Woche gab es dafür aber ein paar Sponsorenankündigungen, zu denen ich allerdings später kommen werde. Zunächst wollen wir uns mal anschauen, was uns am Wochenende erwartet: Der Dover International Speedway ist schon eine gewaltige Anlage und das, obwohl die Strecke nur eine Meile in der Länge misst. Das Spektakuläre an dieser Betonbahn ist das aggressive Banking in Höhe von 24 Grad, welches Bristol schon ein wenig Konkurrenz macht. Nicht umsonst bezeichnet man die „Monster Mile“ in Dover auch gerne als große Schwester der „World’s Fastest Half-Mile“.

Das namensgebende Monster mit Namen „Miles“, welchem außerhalb des weiten Runds eine riesige Statue mit Original-CoT in der Hand gewidmet ist, schlägt jedoch gerne einmal zu und dann kann es mit den Meisterschaftsträumen auch ganz schnell zu Ende sein. Das schwächste Glied der NASCAR-Kette ist in Dover für gewöhnlich der Goodyear-Reifen, dem bei den abrupten Übergängen von 24 auf 9 Grad und vice versa enorme Beanspruchung widerfährt. Wer zu aggressive Sturzwerte ausprobiert, findet sich womöglich in den Händen von Miles wieder. Selbst im TV kann man schön sehen, wie es die Wagen bei den Transits geradezu aushebelt – so groß ist der Höhenunterschied zwischen Kurve und Gerade auf der Ideallinie. Besonders absurd wirkt das Banking bei der Betrachtung der Fußgängerbrücken. Hier ist man durchaus geneigt, seiner Wasserwaage das Vertrauen zu entziehen.

Wenn man Bristol als den Superspeedway der Shorttracks bezeichnet und Watkins Glen den Superspeedway der Rundkurse nennt, dann wird Rusty Wallace mir sicherlich zustimmen, wenn ich behaupte, dass Dover den Superspeedway unter den Mile-Ovals darstellt! Kleiner Wermutstropfen: Am Sonntag ist kein Wheelhopping zu erwarten… Aber die Chase-Teilnehmer werden mit Sicherheit auch ohne diesen Effekt, welcher sich für 110% aller Abflüge und Verbremser verantwortlich zeigt, eine gute Show bieten. In der Meisterschaft ist die Lage ja nach wie vor sehr gespannt – zumindest an der Spitze:

Dort konnte Matt Kenseth mit zwei Siegen schon einen Vorsprung von 14 Punkten auf seinen Teamkollegen mit dem Abo auf den zweiten Platz herausfahren. Hinter jenem Kyle Busch folgt direkt Jimmie Johnson mit vier winzigen Zählern Rückstand. Danach klafft mit 18 Punkten schon eine größere Lücke zu Carl Edwards, der seinerseits ein mächtiges Verfolgerfeld bestehend aus Greg Biffle, Kevin Harvick, Kurt Busch, Jeff Gordon, Ryan Newman und Clint Bowyer innerhalb von 12 Zählern anführt. Die Plätze 11 – 13 belegen die mittlerweile fast chancenlosen Pechvögel Dale Earnhardt Jr (-62), Joey Logano (-69) und Kasey Kahne (-71).

Am Wochenende sehe ich die Initiative vor allem bei den Spitzenreitern der Tabelle, denn die letzten acht Jahre konnten in Dover fast ausschließlich die Platzhirsche von Hendrick Motorsports (und Stewart-Haas Racing), Joe Gibbs Racing und Roush-Fenway Racing dominieren. Zwar fuhr auch Penske Racing 2011 und 2012 in die Chase-Victory-Lane, doch mit denen sind 2013 wohl keine Playoffs zu gewinnen.

Sollte der ohnehin schon sehr konstante Jimmie Johnson endgültig in Schwung kommen? Immerhin stammen 4 der letzten 16 Siege seit 2008 von ihm und bei dieser Statistik kann ihm keiner das Wasser reichen, zumal er bei insgesamt sieben Dover-Erfolgen inzwischen sogar mit Bobby Allison und Richard Petty gleichgezogen ist! Interessant wird es sein, ob Kyle Busch mal seinen Teamkollegen Matt Kenseth im Rennen schlagen kann, einer Top-Qualifier ist er ja. Busch gewann in den genannten Jahren übrigens zwei Mal, während Kenseth nur auf einen Uralt-Erfolg auf der „Monster Mile“ aus dem Jahr 2006 im Gen4 zurückblicken kann. Die große Unbekannte ist Carl Edwards, welcher trotz seinem Spitznamen „Concrete Carl“ auf der Betonbahn in Dover bisher erst einmal in die Victory-Lane konnte.

Dafür gibt es seit dieser Woche einige Bekannte mehr, denn bei Stewart-Haas Racing gab es einige Sponsoren-Wechsel für 2014 zu verkünden: Kevin Harvick hat neben den 21 Rennen von „Budweiser“ und deren 2 durch „Outback Steakhouse“ nun auch für 12 Rennen seinen mehr oder weniger persönlichen Geldgeber „Jimmy John’s“ mit an Bord. Die #4 ist somit fast komplett finanziert, wie auch alle anderen SHR-Autos. Stattdessen geht „Quicken Loans“ übrigens wie erwartet mit Ryan Newman zu Richard Childress Racing – ebenfalls für 12 Meisterschaftsläufe. Noch kurz zu SHR: Die Startnummer für Kurt Busch nimmt Formen an, er soll im nächsten Jahr die #41 fahren, was allerdings noch nicht offiziell bestätigt ist.

Unterdessen schwelen die Gerüchte auch um Martin Truex Jr weiter, der prinzipiell immer noch NAPA hinter sich stehen hat, nur eben nicht bei Michael Waltrip Racing. Man fragte sich die Woche, wo Truex im Zweifelsfall andocken könnte und da wurden dann Gibbs, RCR und EGR genannt. Hier ist meiner Meinung aber nach nichts dran, das klingt alles viel zu unseriös. Keines dieser Teams kommt für eine so kurzfristige Erweiterung auf vier Wagen in Frage.

Zum Abschluss folgen an dieser Stelle wie gewohnt noch die Links (PDF) zu den aktuellen Ständen in der Fahrer- und Owner-Wertung sowie die Entry-List und einen Zeitplan für das TV-Programm vom Wochenende.

Freitag, 27.09.
17:00 Uhr, Sprint Cup Series Practice, FOX Sports 1
18:30 Uhr, Nationwide Series Final Practice, FOX Sports 1
21:00 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, ESPN2

Samstag, 28.09.
17:00 Uhr, Sprint Cup Series Practice, FOX Sports 2
18:00 Uhr, Nationwide Series Qualifying, FOX Sports 2
20:00 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, FOX Sports 2
21:30 Uhr, Nationwide Series Rennen (5-hour ENERGY 200), ESPN2 / RaceBuddy / Motors TV
02:30 Uhr, Truck Series Rennen (Smith’s 350), FOX Sports 1

Sonntag, 29.09.
20:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (AAA 400), ESPN / Motorvision TV ab 19 Uhr

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October 04 2011

06:03

NASCAR: Analyse Dover Oktober 2011

Drei Favoriten kristallisierten sich am Sonntag in Dover heraus und Kurt Busch holte schließlich den Sieg vor Jimmie Johnson und Carl Edwards. Das Endergebnis sorgt für eine relativ enge Top9-Gruppe in der Meisterschaftswertung und damit für einen Quasi-Reset des Chase nach nur drei Rennen.

Nur 19 Punkte trennen die Top9 in den Playoffs voneinander, wobei die Ränge 1 und 2 sowie 3 und 4 sogar jeweils punktgleich die Tabelle schmücken. Kevin Harvick und Carl Edwards luchsten Tony Stewart die Führung in der Meisterschaft ab, der nun gemeinsam mit Kurt Busch, dem Rennsieger von Dover, nur neun Zähler hinter dem Spitzenduo die Plätze belegt. Busch war allerdings nicht der einzige Kandidat für die Fahrt in die Victory-Lane, obwohl er sich schon von Runde 3 an bis zur Competition-Caution in Umlauf 40 in Front des Feldes in Szene setzen konnte. Auch Jimmie Johnson und Carl Edwards zeigten mit 157 bzw. 116 Führungsrunden, dass sie durchaus für einen Sieg in Frage kamen.

Johnson führte damit zum sechsten Mal in Folge bei einem Rennen auf dem Dover International Speedway die meisten Umläufe lang die Meute an und holte sich deshalb zusätzlich einen weiteren Bonuspunkt ab. Kurt Busch konnte zwar nur 90 Führungsrunden verbuchen, war aber im Gegensatz zur Konkurrenz zum richtigen Zeitpunkt zur Stelle. Die übrigen 37 Lead-Laps verteilen sich übrigens nicht aussagekräftig auf zehn weitere Piloten, wobei unter ihnen lediglich Kevin Harvick (10) hervorstach. Das Rennen selbst bot in seinen 400 Runden eigentlich fast alles, was man sich für den Sonntag gewünscht hatte: Viele Führungswechsel, gleich drei Kontrahenten im Kampf um den Sieg, zehn Cautions, viel Drama und natürlich ein bissiges Monster namens Miles!

Leider blieb die Schlussphase vergleichsweise unspektakulär, weil Johnson und Edwards lediglich mit stumpfen Waffen zum Endspurt angereist waren. Niemand konnte Busch mehr stoppen, der wie erwähnt auch nicht nur das Finale, sondern zunächst auch den Beginn des Rennens bestimmte. Nach der Competition-Caution war dann die frühe dominante Phase des späteren Siegers vorerst vorbei und an dieser Stelle übernahm Carl Edwards das Zepter, welches er Boxenstopp-bereinigt auch fast bis zum Ende der ersten Rennhälfte nicht mehr aus der Hand gab. In Runde 174 sorgte Gelbphase #5 etwa gegen Mitte des Fuel-Runs für einige Strategiespielchen in der Boxengasse.

Edwards bzw. sein Crew-Chief entschied sich in Führung liegend logischerweise für die konservative Variante namens vier neue Reifen, während knapp zehn andere Teams pokerten. So konnten sich zum Beispiel die Chaser Jimmie Johnson, Kevin Harvick und Kyle Busch gute Track-Position sichern, welche sich auch am Sonntag wieder als wichtiger Faktor zu erkennen gab. Allerdings funktionierten die Reifen auf der zu Beginn grünen Strecke im Herbst besser als noch zuletzt im Frühling und ließen weniger Abrieb auf der Betonbahn zurück. Vier neue Reifen erwiesen sich also nicht unbedingt als großer Vorteil, wenngleich sie natürlich trotzdem mehr Grip boten.

Nun war es an Jimmie Johnson, die zweite Rennhälfte einzuleiten und die kurzen Gastspiele von AJ Allmendinger und Kevin Harvick in Führung nach gut 15 Runden zu beenden. Das dritte Rennviertel hatte Johnson Boxenstopp-bereinigt komplett in der Hand und schickte sich auch bis Runde 350 langsam an, das Rennen in so dominanter Manier zu gewinnen, um im Chase einen großen Sprung zurück in Richtung eines möglichen sechsten Titels in Folge zu unternehmen. Der Dauermeister ahnte allerdings nicht, dass sich unterdessen Kurt Busch wieder zurückmeldete. Das Team mit der #22 hatte plötzlich die so lange anhaltende Schwäche von Handling-Problemen spät im Rennen überwunden und konnte Busch nach einem überzeugenden Start auch ein Top-Auto für das Finale bereitstellen.

Der entscheidende Moment des Rennens passierte dann in der zehnten und letzten Caution des Nachmittags, welche in Runde 352 glücklicherweise auch das Benzinfenster schloss und damit einen dritten Benzinkrimi in Folge ausschloss. Die Crew von Kurt Busch arbeitete schneller als die Meistermannschaft bei Hendrick Motorsports, wodurch der ältere Busch-Brüder als Erster zum Restart antrat. Hier zeigte Johnson plötzlich Nerven und ließ die Räder durchdrehen, was seinem Kontrahenten zu einem De-Facto-Blitzstart verhalf. Den Vorsprung könnte Johnson nicht mehr aufholen und musste sich zum Schluss mit Platz 2 hinter Kurt Busch geschlagen geben.

Carl Edwards konnte sich in dieser Phase des Rennens leider nicht mehr für weitere Führungsrunden zurückmelden, da er sich während der ersten Green-Flag-Pitstops nach seinem Verlust der Spitzenposition in der Aufholjagd von Platz 9 eine Durchfahrtsstrafe wegen Speedings in der Boxengasse einhandelte! Die anschließende Anstrengung brachte ihm aber immerhin noch einen für die Meisterschaft wichtigen dritten Platz ein. Hätte das Rennen vielleicht noch 50 Runden länger gedauert, wäre Edwards vielleicht noch an Johnson herangekommen.

Die Top5 komplettierten ein – in Erwartung seines baldigen Wechsels zu Hendrick Motorsports – starker Kasey Kahne und Matt Kenseth, der sich schon früh am Tag eher unauffällig dort festgesetzt hatte und nicht mehr zu vertreiben war. In den Top10 liefen außerdem folgende Piloten ein:

- Kyle Busch hielt sich ebenso wie Kenseth das gesamte Rennen über im Dunstkreis der Top5 auf,
- AJ Allmendinger hatte zu Anfang eine brisante Situation zu überstehen, als er bei ca. 130 mph einen übersteuernden Wagen in einem atemberaubenden Drift von der Mauer fernhalten konnte,
- Clint Bowyer, der vermutlich am nächsten Wochenende in Kansas seinen Wechsel von Richard Childress Racing zu Michael Waltrip Racing bekanntgeben wird,
- sowie Marcos Ambrose in einem soliden Rennen und
- Kevin Harvick, welcher durch seinen zehnten Platz die Führung in der Meisterschaftswertung erobern konnte.

Die übrigen Chaser im Überblick:

- Jeff Gordon erreichte immerhin Platz 12, nachdem das Handling seines Chevrolets die gesamte Renndistanz über nicht vom Untersteuern zu befreien war. Denny Hamlin absolvierte ein ebenso unauffälliges Rennen auf einem 18. Rang, was seine Meisterschaftschancen nicht gerade bestärkt hat. Denn wenn ein relativ guter Tag schon so schlecht verläuft…

- Der in den letzten Wochen so konstante Brad Keselowski startete zunächst in den Top5 eine Fortsetzung seiner Super-Serie, handelte sich jedoch nach 115 Runden eine Durchfahrtsstrafe ein. Zwar konnte er den Anschluss an die Spitze wiederherstellen, bekam in der zweiten Rennhälfte aber das nächste Problem in Form einer defekten Servolenkung präsentiert. Unter normalen Umständen wäre also mehr als Platz 20 drin gewesen. Bleibt nur zu hoffen, dass sein Momentum nicht zu stark unter diesem plötzlichen Pech gelitten hat.

- Noch schlechter lief es nur für Ryan Newman, Dale Earnhardt Jr. und Tony Stewart, die geschlossen die Platzierungen 23-25 belegten. Für die Teamkollegen von Stewart-Hass Racing lief so gut wie nichts zusammen, nachdem Smoke über zwei Wochen in Folge die Cup-Szenerie nach Belieben bestimmt hatte. Unerwartete, größere Handling-Probleme verhagelten Stewart und Newman eine Fortführung des guten Starts in den Chase. Ich kann mir diese überraschende Schwäche absolut nicht erklären!

- Am schlimmsten erwischte es wohl Dale Earnhardt Jr., dem Materialermüdung einen Strich durch die Rechnung machte. Bereits kurz nach dem Start des Rennens brach an Juniors Auto die Sway-Bar, was eine Reparatur notwendig machte. Nachdem er seinen Rundenverlust mit Hilfe des Lucky-Dogs wieder rückgängig machen konnte und gegen Rennhälfte in Griffweite der Top10 angelangt war, brachte ihn ein loser Reifen erneut unter Grün an die Box. Den dabei erhaltenen Rückstand von zwei Umläufen konnte er in der zweiten Rennhälfte nicht wieder korrigieren.

Polesitter Martin Truex Jr. landete nur auf Rang 30, nachdem er vor Ablauf der ersten 100 Runden schon die Top20 verlassen hatte und zu Beginn des letzten Rennviertels durch einen Reifenplatzer und anschließendem Boxenstopp unter grüner Flagge eine Menge weitere Plätze verlor.

Der Meisterschaft brachte dieses Rennergebnis eine Menge Spannung, da die Top9 in der Fahrerwertung auf 19 Punkte Unterschied komprimiert wurden. Lediglich Dale Earnhardt Jr. (-34), Ryan Newman (-41) und Denny Hamlin (-68) benötigen bei ihrem Rückstand schon so einige gute Rennen bei gleichzeitigem Pech der Konkurrenz, um noch ein Wörtchen in der Meisterschaft mitzureden.

Dass ein Aufholen nicht so ohne weiteres möglich ist, zeigte Jimmie Johnson ganz gut, der seinen Abstand auf die Spitze von 29 Punkten in einem für ihn guten Rennen nur um 16 Zähler verkürzen konnte. Dabei profitierte er natürlich vom glücklosen Tony Stewart, woran man sieht, wie schwer ein solches Comeback ist.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden</a>. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Punkteständen bei den Fahrern und

September 30 2011

06:05

NASCAR: Vorschau Dover Oktober 2011

Nach zwei Siegen in Folge ist Tony Stewart der unbestrittene Favorit im diesjährigen Meisterschaftskampf. Am Wochenende geht es wieder auf ein 1-Meilen-Oval, wenn in Dover das zweite von drei Chase-Rennen dieser Kategorie ansteht. Kann Stewart einen dritten Erfolg nachlegen, bevor es wieder auf die Intermediate-Speedways geht?

Der adie Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende:

In Dover ist die Nationwide Series gemeinsam mit dem Sprint Cup unterwegs, wobei sich ESPN2 am Freitag um die Practices kümmert und SPEED am Samstag die Qualifyings abdeckt, das erste Training des Cups wird leider nicht übertragen. Beide Rennen sind bei ESPN bzw. ESPN2 zu sehen und beginnen zu angenehmen Uhrzeiten. Unterdessen fahren die Trucks im Rahmen des vorletzten Saisonrennens der IndyCar Series in Kentucky ein Nachtrennen aus. Da der komplette Vorbetrieb der Trucks nicht im TV übertragen wird, habe ich wie gehabt nur das Rennen selbst aufgelistet. Viel Spaß am Wochenende beim NASCAR schauen!

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 30.09.
17:00 Uhr, Sprint Cup Series Practice, nicht im TV
18:30 Uhr, Nationwide Series Final Practice, ESPN2
20:30 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, ESPN2

Samstag, 01.10.
18:00 Uhr, Nationwide Series Qualifying, SPEED
19:30 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, SPEED
21:30 Uhr, Nationwide Series Rennen (OneMain Financial 200), ESPN2
02:00 Uhr, Truck Series Rennen (Kentucky 225), SPEED

Sonntag, 02.10.
20:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (AAA 400), ESPN / RaceBuddy auf NASCAR.com (mit Geoblocking!)

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May 17 2011

06:35

NASCAR: Analyse Dover Mai 2011

333 Runden lang hatten Jimmie Johnson und Carl Edwards das Feld im Griff, bevor sich zuerst Clint Bowyer und später Matt Kenseth sowie Mark Martin gegen die Dominanz auflehnten. Grip-Veränderungen auf der Strecke machten Strategiespiele möglich, welche die konservativ agierenden Führenden nicht eingehen wollten. Kenseth nahm ihnen daher den Sieg ab!

Das Rennen auf dem Dover International Speedway am Sonntag war nun nicht unbedingt der Brüller, plätscherte es doch mehr als ein Dreiviertel der Renndistanz vor sich hin. 331 Runden lang war so gut wie nichts passiert, während sich Jimmie Johnson und Carl Edwards wie erwartet an der Spitze um die Führung stritten. Kasey Kahne läutete mit einem Mauerkuss Gelbphase #5 und damit die entscheidende Phase des Rennens ein. Die folgenden Boxenstopps brachten dann erstmals Clint Bowyer nach einer Turboabfertigung vor die beiden Favoriten. Das ist jetzt zwar nicht so ungewöhnlich, jedoch war Bowyer in der folgenden Grünphase der erste Pilot des Tages, welcher sich auch länger als ein oder zwei Runden gegen Johnson und Edwards durchsetzen konnte. Allerdings war nach dem Schwenken der grünen Flagge über 60 Runden vor dem Ende klar, dass der Sprit im Tank wohl genau nicht ausreichen würde.

Nach knapp 30 Runden unter Grün sah plötzlich Clint Bowyer wie der sichere Sieger aus, da er mit Clean-Air die Verfolger locker hinter sich halten konnte. Für den letzten Game-Changer des Rennens sorgte dann Juan Pablo Montoya, der schon den ganzen Tag über massive Probleme hatte und sich ohne Fremdverschulden in die Mauer drehte, womit er die sechste und letzte Caution verursachte. Die nun folgenden finalen Pitstops lösten damit zwar alle etwaigen Tankspielereien in Luft auf, doch eine wichtige Frage galt es noch zu beantworten: zwei oder vier neue Reifen?

Während Clint Bowyer, Jimmie Johnson und Carl Edwards als Top3-Piloten natürlich die konservative Spielweise vertraten, gab es zur Überraschung vieler Beobachter einige Piloten, die sich mit zwei neuen Pneus wieder auf die Strecke wagten. So setzten sich unter anderem Matt Kenseth, Dale Earnhardt Jr und Brian Vickers durch diese Taktik vor die Favoriten. Mark Martin löste diese Problematik auf seine Weise und ging einfach gar nicht an die Boxengasse, womit er sich natürlich auch eng am Rande des Tankfensters bewegen sollte. Allerdings stellte sich die Frage, ob er ohne frische Reifen überhaupt länger als eine halbe Runde der lauernden Meute entfliehen können würde.

Die Strategie zahlte sich für einige Fahrer aus, Junior und Jeff Gordon kamen aber leider nicht in diesen Genuss und wurden in den verbleibenden 34 Runden noch von der Konkurrenz aus den Top10 herausgefahren. Besser funktionierten die zwei Reifen ganz vorne in Clean-Air, wo Kenseth schließlich Martin überholte, der sich aber erstaunlicherweise auf den alten Gummis zwei Umläufe in Führung halten konnte. Die Favoriten hatten inzwischen Pech, weil gleich mehrere Piloten auf der Zwei-Reifen-Strategie einen zu großen Puffer zwischen ihnen und dem nun Führenden Matt Kenseth bildeten. Mitten im Verkehr hatten Bowyer, Johnson und Edwards keine Chance mehr und mussten am Ende nach überragender Dominanz mit Plätzen außerhalb der Top5 Vorlieb nehmen, während Kenseth fast ungefährdet seinen zweiten Saisonsieg einfuhr.

Die nachträgliche Analyse der letzten Boxenstopp-Phase lässt den Erfolg der nur zwei neuen Reifen bei der Mischung an sich und ihrer Zusammenarbeit mit der Strecke finden. Nach mehreren Regenschauern Samstag und auch Sonntag gingen die Fahrer um 19:15 Uhr auf eine nahezu grüne Strecke, weswegen auch eine Competition-Caution in Runde 40 notwendig wurde, um den Reifenverschleiß überprüfen zu können. Im Laufe des Rennens verteilte sich das Gummi sehr gut auf der Betonbahn und bildete auf den unteren beiden Spuren einen durchgehenden schwarzen Film. Paradoxerweise erwähnten aber einige Fahrer in den Post-Race-Interviews, dass der viele Abrieb die Strecke eher rutschiger gemacht hätte und eigentlich würde man ja eher das Gegenteil erwarten.

Das führte dann spät im Rennen auch dazu, dass oberhalb der schwarzen Spur eine dritte Lane aufgemacht wurde, um gegen den verstärkten Grip-Verlust anzukämpfen. Was der Abrieb aber auch brachte, war extrem verminderter Reifenverschleiß! Das sorgte im Finale dann schließlich dafür, dass die alten Gummis gegenüber den neuen Pneus keinen größeren Nachteil hatten, weil sie sich nur noch mit dem vorhandenen Gummiabrieb auf der Strecke auseinandersetzen mussten und nicht mehr mit dem Betonbelag an sich.

Zwar versuchte sich Clint Bowyer am Anfang des Rennens in der Competition-Caution ebenfalls an nur zwei neuen Reifen, zu diesem Zeitpunkt war aber noch längst nicht genug Gummi auf der Strecke verteilt. Die Erfahrung aus besagtem Boxenstopp könnte die Favoriten am Ende davon abgehalten haben, ein Wagnis einzugehen. Der Mut einiger anderer Piloten und deren Crew-Chiefs, wie z.B. Kenseth und Vickers, wurde daher dieses Mal belohnt. Sicherlich aber ein Ergebnis besonderer Umstände…

Zu den Ergebnissen ausgewählter Piloten:

- Während Matt Kenseth und Mark Martin als erste beide Fahrer die Zieldurchfahrt unternahmen, komplettierten Marcos Ambrose, Kyle Busch und Brian Vickers die Top5. Ambrose und Vickers fuhren ein fehlerfreies Rennen und wurden für ihre Anstrengungen endlich mal belohnt. Bei Vickers war Dover unterdessen im letzten Jahr der erste Saisonlauf, welchen er wegen seiner Krankheit aussetzen musste. Kyle Busch holte den vierten Rang nach einer fulminanten Aufholjagd (alleine beim letzten Restart überholte er innerhalb einer Runde fünf andere Piloten auf der äußeren Spur) vom Ende des Feldes, nachdem er wegen eines Motorenwechsels von ganz hinten starten musste.

- Die eigentlichen Sieger Clint Bowyer und Carl Edwards landeten nur auf den Plätzen 6 und 7, dahinter liefen Martin Truex, Jimmie Johnson und Kevin Harvick ein. Johnson hatte in Dover zuvor 207 Runden geführt und sich damit den Bonuspunkt in dieser Kategorie verdient. Zufrieden können er und sein Team deshalb aber natürlich nicht sein. Besser lief es da im Endeffekt eher für Richard Childress Racing, die drei ihrer vier Fahrer in die Top11 brachten, welche Jeff Burton komplettierte. Lediglich Paul Menard warf mit einem Mauerkuss in Runde 340 ein besseres Ergebnis für sich und die Truppe weg. Diese Steigerung hatte ich im Vorfeld nicht erwartet.

- Dale Earnhardt Jr, Kurt Busch, Brad Keselowski und David Reutimann lieferten neben Burton solide Resultate innerhalb der Top15 ab, vor allem bei den drei letztgenannten Fahrern ist dies ja schon ein gewaltiger Fortschritt in diesem Jahr. Direkt dahinter verpassten Jeff Gordon und Denny Hamlin einen Einzug in die Top15 knapp, wobei diese Ergebnis-Gefilde allerdings auch nicht ihr Ziel sein dürfen und sollten.

- Enttäuscht haben an diesem Wochenende auch Greg Biffle (19.), Jamie McMurray (20.), Ryan Newman (21.) und abermals Joey Logano, der sich sogar nur auf Rang 27 einfand, nachdem er sich bereits in Runde 20 in den Top10 liegend drehte und früh eine Runde verlor. Davon konnte er sich nicht in der Folge nicht mehr erholen. Ganz schlimm erwischte es Tony Stewart (29.) und Juan Pablo Montoya (32.), welche überhaupt nichts mit dem Handling ihrer Autos anfangen konnten. Beide landeten mindestens fünf Runden hinter der Spitze im Ziel.

- Die Pechvögel des Rennens waren Regan Smith (34.), Kasey Kahne (36.) und AJ Allmendinger (37.). Alle drei Piloten mussten, nachdem sie zuvor konstant innerhalb der Top10 unterwegs waren, schwere Rückschläge hinnehmen. Bei Smith brach knapp 100 Runden vor Schluss die Trackbar, während Kahne etwa zur selben Zeit einen Motorschaden hinnehmen musste. Bei einem Restart kam der Toyota nicht auf Touren, was Kasey zum Zurückschalten provozierte, wobei er die Maschine dann blöderweise überdrehte. Allmendinger traf das gleiche Schicksal wie Kahne, jedoch verabschiedete sich sein Motor kurz vor Halbzeit ohne Eigenverschulden.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden</a>. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Punkteständen bei den Fahrern und

May 13 2011

06:18

NASCAR: Vorschau Dover Mai 2011

Am Wochenende fährt der Sprint Cup erstmals in diesem Jahr auf der Beton-Meile von Dover im US-Bundesstaat Delaware. Schaut man in die jüngere Vergangenheit, dann kommen eigentlich nur die Top3 der Meisterschaft für einen Sieg in Frage. Weil die Leistungsdichte 2011 aber äußerst hoch ist, muss man noch einige weitere Fahrer mit in die Rechnung einbeziehen.

Regan Smith bewies in der letzten Woche, was Trevor Bayne zum Jahresanfang in Daytona bereits angedeutet hatte: 2011 ist erstmals wieder ein Jahr, in dem so gut wie jeder Fahrer eine Chance auf den Sieg hat, zumindest wenn er sein Material von einem der Top-Teams bezieht. Solche Erfolge von Kundenteams hatten aber in der jüngeren Vergangenheit durchaus Seltenheitswert. An diesem Wochenende geht es auf dem adie Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende. Zur Unterstützung des Sprint Cups sind Nationwide Series und Trucks in Dover mit dabei, wobei die Trucks ihre beiden Practice Sessions schon am gestrigen Donnerstag absolviert haben. Im TV wurde allerdings nichts davon übertragen.

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 13.05.
16:00 Uhr, Truck Series Qualifying, SPEED
17:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
18:30 Uhr, Nationwide Series Final Practice, nicht im TV
20:30 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED
22:45 Uhr, Truck Series Rennen (Lucas Oil 200), SPEED (TV um 02:30 Uhr!)

Samstag, 14.05.
16:30 Uhr, Nationwide Series Qualifying, ESPN2
18:00 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, SPEED
20:00 Uhr, Nationwide Series Rennen (5-Hour Energy 200), ESPN

Sonntag, 15.05.
19:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (FedEx 400 benefiting Autism Speaks), FOX

September 24 2010

06:23

NASCAR: Vorschau Dover September 2010

Das zweite Chase-Rennen findet an diesem Wochenende in Dover statt und einige Fahrer haben viele Punkte gut zu machen. Einer davon ist ausgerechnet der New-Hampshire-Sieger Clint Bowyer. Ein massiver Punktabzug wegen eines Regelverstoßes warf ihn weit zurück.

Clint Bowyer gewann am vergangenen Sonntag das erste Rennen des Chase in New Hampshire und rückte dadurch auf Platz 2 in den Punkten direkt hinter Spitzenreiter Denny Hamlin vor. Ein Super-Start, der nun allerdings seitens NASCAR eingebremst wurde. Die Geschichte beginnt jedoch eine Woche vorher in Richmond: Nach dem dortigen Rennen nahmen die Offiziellen das Auto mit der #33 unter ihre Fittiche und brachten es nach Concord, North Carolina ins hauseigene R&D-Center zwecks genauerer Inspektion. Dabei stellte sich heraus, dass Richard Childress Racing ziemlich haarscharf an den durch die Templates vorgegebenen Maßen arbeitet. Der Wagen war zwar innerhalb gültiger Parameter was Maße und Abstände angeht, doch es reichte dafür, dass NASCAR eine Warnung an RCR aussprach, nicht die Linie zu überschreiten.

Da NASCAR nach jeden Rennen ausnahmslos immer auch das Auto des Siegers untersucht, wurde eine Woche später direkt der zweite Wagen von Bowyer nach Concord geschickt. Und dieses Mal war passiert, wovor die Offiziellen gewarnt hatten: Der linke, hintere Kotflügel wies einen zu großen Abstand vom Boden auf. Bestraft wurde dies mit jeweils 150 Punkten Abzug in Fahrer- und Owner-Wertung. Zusätzlich suspendierte NASCAR den Crew-Chief Shane Wilson und Car-Chief Chad Haney für die nächsten sechs Rennen, Wilson erhielt noch eine Geldstrafe in Höhe von 150.000 US-Dollar. Für Clint Bowyer dürfte damit schon nach dem ersten Chase-Rennen die Meisterschaft in diesem Jahr gelaufen sein, denn wie soll er 185 Punkte in den verbleibenden neun Rennen aufholen?

Teamchef Richard Childress wusste direkt den Grund für den Regelverstoß zu berichten: Nachdem Bowyer der Sprit während der Sieger-Donuts ausging, musste er von einem Abschleppwagen in die „victory lane“ geschoben werden. NASCAR-üblich geschieht das durch sprichwörtliches Anschieben. Außerdem beglückwünschten einige andere Fahrer Bowyer direkt nach dem Rennen mittels einiger „bumps“ an die hintere Stoßstange. Laut Childress hätten diese Vorfälle dafür gesorgt, dass der Kotflügel eben ein Stück zu weit nach oben gedrückt wurde.

Da stellt sich für mich die Frage, ob NASCAR nicht Recht hatte und die #33 wirklich zu extrem die Grenzbereiche beim Chassisbau auslotet. Richard Childress hat derweil gegen die Entscheidung Protest eingelegt, wird aber vermutlich keine Chance auf Erfolg haben. Wann hat NASCAR denn mal eine ausgesprochene Strafe zurückgenommen? Ganz ehrlich, das ist auch richtig so! Immerhin funktioniert die Serie gerade wegen der harten Hand der NASCAR so gut und Lobbyisten haben anders als in der Formel 1 – und momentan ganz offensichtlich in der DTM – nie große Einflussmöglichkeiten gehabt. Der einzige negative Punkt, der mir da spontan einfällt, dürfte eine fehlende Fahrer-Gewerkschaft sein. Eigentlich eine nützliche Einrichtung, hat ein Streben in ihre Richtung schon mindestens einen Fahrer die Lizenz gekostet. So verlor beispielsweise Curtis Turner 1961 für fünf Jahre seine Rennerlaubnis.

Auf der anderen Seite steht nun NASCAR und ließ durch Robin Pemberton ausrichten, dass RCR besser auf sie gehört hätte, wie vor einem Jahr Hendrick Motorsports. Zwei Autos von Rick Hendrick wurden Ende 2009 ebenfalls für zu dicht am Reglement-Limit befunden und daraufhin später erneut untersucht. HMS hatte das Problem erkannt, hausintern nachgebessert und verschwand aus dem Fokus der Offiziellen. Ohne tiefgreifende Einsicht in die Aktenlage ist es natürlich schwierig zu entscheiden, wer nun tatsächlich Recht hat. In diesem Fall ist NASCAR aber im Recht, denn die Serie wird diktatorisch geführt und die Offiziellen haben auch einiges zu verlieren, wenn die eiserne Faust nicht regelmäßig geschwungen wird. Childress sollte also einfach die Strafe akzeptieren und in Zukunft besser aufpassen, bevor NASCAR noch laut darüber nachdenkt, ein weiteres Exempel zu statuieren. Jeremy Mayfield kennt sich mit sowas ja schon genügend aus…

Die Vorschau für das zweite Chase-Rennen auf dem Dover International Speedway fällt nun leider etwas kürzer aus, da meine Zeit in der zweiten Wochenhälfte begrenzt ist. Deswegen beschränke ich mich auf die Chancen der Playoff-Fahrer in diesem Rennen:

Jimmie Johnson hätte eigentlich das Frühlings-Rennen in Dover gewonnen, doch dann nahm er sich kurz vor Schluss mit einem Speeding in der Boxengasse selbst aus dem Rennen. Er führte die meisten Runden an und konnte auf den „long runs“ Kyle Busch das Wasser abgraben. Letztendlich gewann dann aber Kyle und auch sein Teamkollege Denny Hamlin wurde als Vierter mit einem guten Ergebnis belohnt. Das war übrigens inmitten der starken Serie von Joe Gibbs Racing nach dem Wechsel vom Flügel zum Spoiler. Da beide Fahrer auch in der letzten Woche auf dem Short-Track in New Hampshire gut unterwegs waren, dürften sie auf der Betonmeile zu den Siegkandidaten gehören.

Jimmie Johnson braucht nach seinem bescheidenen Finish vom vergangenen Wochenende dringend ein Top-Resultat und das könnte er in Dover auch holen. 2009 gewann er dort auf dem Weg zu seiner vierten Meisterschaft in Folge beide Rennen und die erste diesjährige Ausgabe wäre ja auch fast sein Rennen geworden.

Dieses Wochenende könnte aber der richtige Zeitpunkt für Ford sein, um ein Wörtchen um den Titel mitzureden. Matt Kenseth hat eine besonders gute Dover-Statistik und benötigt auch dringend Punkte in der Meisterschaft. In den letzten sieben Dover-Ausgaben (seit 2007) fuhr er sage und schreibe sechs (!) Mal in die Top5, ein Sieg blieb ihm dabei aber vergönnt. Ebenfalls gut aufgestellt sind seine Teamkollegen Carl Edwards und Greg Biffle: Edwards fuhr seit 2005 nur zwei Mal nicht in die Top8 und Biffle in derselben Zeit nur drei Mal nicht in die Top9. Hier sind also Top-Resultate für Ford in Dover möglich.

Die anderen sechs Chaser haben mit Ausnahme von Clint Bowyer gute Chancen auf Top5- oder Top10-Platzierungen. Bowyer dürfte die Strafe so ziemlich alles an Momentum gekostet haben, welches er benötigt, um seine Dover-Resultate aufzupolieren. Mehr als ein achter Platz war bisher nicht für ihn drin. Der „best of the rest“ wird von Jeff Gordon angeführt, der etwas bessere Ergebnisse in Dover aufweisen kann als Kevin Harvick, Kurt Busch, Tony Stewart und Jeff Burton. Bei Harvick gehe ich eigentlich fest von einem Top10-Resultat aus, seine Statistik ist 2010 einfach der helle Wahnsinn.

Als Geheimtipp außerhalb des Chase habe ich noch David Reutimann, der am letzten Wochenende Siebter wurde und das Dover-Frühlingsrennen auf dem fünften Platz beendete. Ryan Newman dürfte für die Top10 zu haben sein und bei Jamie McMurray bin ich gespannt, ob er nach seinem guten dritten Rang in New Hampshire wieder etwas zeigen kann. Juan Pablo Montoya wurde im letzten Dover-Chase-Rennen 2009 Vierter und hat hier ansonsten nur ein weiteres Top10-Ergebnis holen können. Am letzten Wochenende schwächelte er ja etwas, vielleicht ist dieses Mal wieder ein Top10-Resultat für den Kolumbianer drin.

Zum Schluss noch die Übersicht der bisherigen, noch aktiven Sieger auf dem Dover International Speedway und der Hinweis auf die Übertragungsdaten nach den Grafiken von NASCAR-Media. Die Meisterschaftsstände habe ich ja schon in der New-Hampshire-Analyse kommentiert.

1. Jeff Gordon, Mark Martin und Jimmie Johnson (je 4 Siege)
2. Ryan Newman (3 Siege)
3. Tony Stewart, Greg Biffle und Kyle Busch (je 2 Siege)
4. Dale Earnhardt Jr., Bobby Labonte, Jeff Burton, Carl Edwards, Matt Kenseth und Martin Truex Jr (je 1 Sieg)

Ausstrahlungsdaten

Nur Sprint Cup und Nationwide Series sind an diesem Wochenende in Dover unterwegs, die Truck Series fährt ein Nachtrennen in Las Vegas. Wegen der großen Entfernung sind keine Cup-Stars am Start, allerdings stehen Nelson Piquet Jr. und Narain Karthikeyan mal wieder auf der Entry List. Las Vegas ist ein sehr lukratives Rennen und in der Qualifikation werden sich 41 Fahrer um 36 Startplätze streiten. Von den Ex-Formel-1-Piloten ist dabei nur der Inder fest qualifiziert. In der Nationwide Series tritt an diesem Wochenende zudem Danica Patrick an.

Freitag, 24.09.
17:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
19:00 Uhr, Nationwide Series Final Practice, ESPN2
21:00 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, ESPN2

Samstag, 25.09.
16:30 Uhr, Nationwide Series Qualifying, ESPN2
18:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
21:00 Uhr, Nationwide Series Rennen (Dover 200), ESPN2
03:00 Uhr, Truck Series Rennen (Smith’s Food & Drug Stores 350), SPEED

Sonntag, 26.09.
19:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (AAA 400), ESPN

May 18 2010

16:57

NASCAR: Analyse Dover Mai 2010

Nach zuletzt einigen guten Rennen in dieser Saison bot Dover am Wochenende mal wieder einen Riesenlangweiler. Nur fünf Cautions zogen das Feld teilweise beträchtlich auseinander und am Ende gab Jimmie Johnson einen fast sicheren Sieg durch einen Fehler an Kyle Busch ab.

Das Rennen in Dover kam am Ende auf insgesamt nur fünf Cautions, was die Marken aus dem letzten Jahr in etwa halbiert – auch was die Anzahl der Runden unter Gelb angeht. Da die Gelbphasen in etwa gleich verteilt lagen, gab es mehrere „long runs“ in denen das Feld stark auseinandergezogen wurde und teilweise nur noch 15 Autos in der Führungsrunde unterwegs waren. Fünf Cautions auf 400 Runden gesehen brachten zwei Boxenstopp-Durchgänge unter grüner Flagge mit sich und die zweite Phase der „green flag stops“ sollte dann auch das Rennen entscheiden. Im Grunde genommen folgte der Rhythmus des Rennens die ganze Zeit demselben Muster:

Jimmie Johnson kam in den meisten Fällen unter gelb als erster wieder aus der Boxengasse, wurde aber innerhalb von 2-3 Runden durch Kyle Busch überholt. Der Toyota von Busch war über das ganze Rennen stark auf den „short runs“ unterwegs, doch nach maximal 25 Runden kassierte Johnson den späteren Sieger immer wieder ein. 45 Runden vor Schluss lieferten sich die beiden Fahrer einen letzten Zweikampf, bevor 10 Runden später der letzte Boxenstopp für alle anstand. Buschs einzige Hoffnung war zu diesem Zeitpunkt eine späte Caution, damit er seine Stärke auf den „short runs“ würde ausspielen können. Doch der viermalige Meister Johnson nahm sich ganz alleine aus dem Geschehen und zwar mit einem für ihn ungewöhnlichen Fehler: Speeding in der Pitlane!

Kyle Busch, der über das gesamte Rennen mit vorne bei der Musik dabei war, gingen damit die Konkurrenten aus. Niemand war in der Lage, den Vorsprung der #18 einzuschmelzen. Lediglich Jeff Burton konnte den Abstand auf den Führenden einigermaßen konstant halten und wurde dann auch mit einem zweiten Platz belohnt. Ein spannendes Finale mit einer späten Gelbphase oder „green white checkered“ wie bei den vorherigen Rennen blieb in Dover aus. Dafür gewann Kyle Busch das Rennen aber verdient, denn er hatte eines der beiden Autos, die es zu schlagen galt. Lange Zeit sah es eben danach aus, dass der Zeitpunkt der letzten Caution das Rennen entscheiden würde – dann kam es aber zu Johnsons Fehler. Wäre der nicht gewesen, hätte die #48 es wohl in die Victory Lane geschafft, da die späte Caution ausblieb.

Zwei andere Fahrer konnten in Dover kurz aufblitzen und die kamen überraschenderweise aus dem Ford-Lager: Kasey Kahne führte die ersten 24 Runden, verlor aber durch die Reparatur eines gebrochenen Schalthebels eine Runde und wurde am Schluss bis auf Platz 20 durchgereicht. Ähnlich schlecht erging es AJ Allmendinger, der über 150 Runden in den Top5 unterwegs war und in einigen „green flag runs“ als einziger Fahrer beständig an Jimmie Johnsons Hinterteil kleben konnte. Zeitweise qualifizierte er sich damit sogar als dritter Kandidat für einen Sieg, bis seine Pitcrew einen entscheidenden Fehler machte und danach auch noch Pech dazu kam. Eine nicht richtig angezogene Radmutter brachte Allmendinger kurz nach seinem „green flag stop“ erneut an die Box, doch genau in diesem Moment bog Marcos Ambrose in die Mauer ab. Durch die Gelbphase lag die #43 dann plötzlich aussichtlos zwei Runden zurück. Am Ende konnte Allmendinger noch einen 14. Platz rausholen und kam als erster überrundeter Fahrer ins Ziel.

Alle anderen Fahrer hatten mit dem Ausgang des Rennens so gut wie nichts zu tun. Insgesamt gab es acht verschiedene Führende, was aber vor allem aus den Positionsveränderungen während der Boxenstopps unter grüner Flagge herrührt. Der Polesitter Martin Truex Jr konnte nie ernsthaft Akzente setzen und verlor noch in der ersten Runde seine Führung an Kasey Kahne. Während der „green flag stops“ gelangen der #56 dann doch wenigstens noch zwei Führungsrunden, um die fünf Bonuspunkte zu kassieren. Die Teamkollegen Juan Pablo Montoya und Jamie McMurray fielen kurz nacheinander mit dem gleichen Aufhängungsschaden aus. Da wird es für Montoya nun wirklich schwer, die über 100 Punkte Rückstand auf den Chase aufzuholen, doch 14 Rennen bleiben ihm noch. Hier zur Übersicht noch die Top10, welche sich aus den drei Herstellern Toyota, Chevrolet und Ford recht ausgeglichen zusammensetzt; der erste Dodge ist erst auf Platz 18 vertreten:

1. Kyle Busch (Toyota)
2. Jeff Burton (Chevy)
3. Matt Kenseth (Ford)
4. Denny Hamlin (Toyota)
5. David Reutimann (Toyota)
6. Greg Biffle (Ford)
7. Kevin Harvick (Chevy)
8. Carl Edwards (Ford)
9. Tony Stewart (Chevy)
10. Joey Logano (Toyota)

Die Chevys von Richard Childress Racing haben sich in Dover wider meiner Erwartungen ganz annehmbar geschlagen, Tabellenführer Harvick und Burton stießen in die Top10 vor, während Clint Bowyer auf Platz 17 ins Ziel kam. Die Rückkehr der Fords war durchaus im Bereich des Möglichen, da muss man aber abwarten, wie Roush-Fenway Racing und Richard Petty Motorsports in Charlotte unterwegs sind – eigentlich eine der besseren Ford-Strecken. Klar erwartet und auch bestätigt worden ist dagegen die derzeitige Dominanz von Hendrick Motorsports und Joe Gibbs Racing:

Die Gibbs-Fahrer gewannen fünf der letzten sieben Rennen und das ausgerechnet seit der Einführung des neuen Heckspoilers, welche Jimmie Johnsons Siegesserie in Martinsville durchbrach. Einige Beobachter sehen da einen Zusammenhang zwischen Spoiler und Machtwechsel, doch da muss man vorerst noch abwarten. Hendrick sollte man zu keinem Zeitpunkt abschreiben, dafür haben die einfach ein zu großes Budget und eine zu gute Entwicklungsabteilung, um nicht innerhalb von ein paar Wochen wieder am Ball zu sein. Schwieriger wird es für Gibbs werden, wenn Hendrick erst einmal zurück ist. Auffällig ist aber momentan die abreißende Glücksträhne von Jimmie Johnson: Nicht selbst verschuldete Crashes in Talladega und Darlington, sowie „nur“ ein Zehnter Platz in Richmond. Anscheinend wird der Dauermeister langsam nervös und das könnte zu seinem Patzer in der Dover-Boxengasse durchaus beigetragen haben. „Is Jimmie Johnson losing his momentum?“

Merkwürdig auch, dass man von Jeff Gordon, Mark Martin und Dale Earnhardt Jr so wenig gesehen hat. Während Gordon die Wochen zuvor immer dicht an einem Sieg vorbeigeschrammt ist, landete er in Dover nur auf Platz 11. Martin wurde Fünfzehnter und Junior musste erneut ein komplett verkorkstes Rennen mit zehn Runden Rückstand auf Platz 30 beenden. Es geht ja seit längerem das Gerücht um, dass es zwischen Earnhardt und Lance McGrew kriselt, doch auch die Ergebnisse unter seinem ehemaligen Crew Chief Tony Eury Jr waren nicht wirklich besser. Da fragt man sich doch wirklich langsam, ob es nicht an Junior selbst liegt. Hat er nun sein Talent verloren oder macht ihm diese schwere Zeit einfach mental zu schaffen und verhindert somit gute Ergebnisse? Der Druck wird jedenfalls nicht weniger… Interessant wäre es zu sehen, was Chad Knaus aus dem Team machen könnte. Die engere Verbindung der Teams #5 und #88 hat sich jedenfalls für Junior nicht ausgezahlt.

Zum Schluss noch der obligatorische Blick in die Meisterschaftswertungen: Bei den Fahrern ist Dale Earnhardt Jr wieder aus dem Chase verschwunden, Martin Truex Jr aber dafür drin. Gordon und Johnson haben jeweils zwei Plätze verloren, neuer Zweiter ist Sieger Kyle Busch hinter Kevin Harvick, der 69 Punkte Vorsprung hat. Bei den Top35 der Owner-Wertung ist die Situation nun noch knapper geworden, denn Platz 34-36 liegen nur winzige zwei Punkte auseinander. Da Gilliland jetzt drin ist, muss Kevin Conway in Charlotte in die Qualifikation, und qualifiziert hat sich der Rookie bisher nie gut. Möglich wäre hier demnächst also wieder ein Tausch der Startnummern zwischen Gilliland und Conway, wie bereits zu Anfang der Saison. Nächste Woche kommt dann das All-Star-Rennen, bei dem keine Punkte vergeben werden. Da geht es „lediglich“ um eine Million US-Dollar für den Sieger. Da mit Kyle Busch ein bereits qualifizierter Pilot in Dover gewonnen hat, fahren nur 18 Piloten + 3 Qualifikanten (Showdown + Fan-Vote) beim Preisgeldrennen mit.

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May 13 2010

08:00

NASCAR: Vorschau Dover Mai 2010

An diesem Wochenende fahren alle drei nationalen Serien auf dem Dover International Speedway, dem großen Bruder des Bristol Motor Speedways. Dies ist die letzte Chance für einige Fahrer, sich mit einem Rennsieg direkt für das All-Star-Rennen in einer Woche zu qualifizieren.

Seit dieser Woche gibt es wieder etwas Neues auf der Seite, was mir die Arbeit in Zukunft ein wenig erleichtern wird und Euch jederzeit ohne tief graben zu müssen viele Informationen zu allen NASCAR-Strecken bereitstellt. Bisher sind lediglich Richmond, Darlington und Dover in der Übersicht zu einem eigenen Artikel verlinkt, aber da kommen mit der Zeit noch mehr Strecken hinzu. Ziel ist es, bis spätestens zum Saisonende für alle Strecken einen kleinen informativen Extra-Artikel zu haben. Da ich aber vielfach nur in früheren Vorschauen suchen muss, dürfte es deutlich schneller von statten gehen. Hier erstmal der Link zur neuen NASCAR-Streckenübersicht, dieser Link ist auch in der NASCAR-FAQ zu finden. Für Informationen zum Dover International Speedway, auf dem in dieser Woche gefahren wird, also bitte dort nachschauen.

Deshalb hier nur kurz: Dover ist eine der beiden Rennstrecken im Cup, welche komplett betoniert ist. Der Speedway ist eine Meile lang und hat mit 24° ein sehr hohes Banking, was ihn quasi zum großen Bruder von Bristol macht, welches ebenfalls eine Betonfahrbahn hat. An diesem Wochenende gibt es seit längerem einmal wieder einen „triple header“, was bedeutet, dass alle drei nationalen Rennserien Freitag, Samstag und Sonntag nacheinander ihre Rennen austragen. Dementsprechend werden u.a. Kyle Busch und Kevin Harvick wieder eine Extraschicht einlegen müssen.

Beim Dover International Speedway gibt es viele unterschiedliche Aussagen, wer denn oft vorne mitfährt und wem die Strecke so liegt. Zum einen sagt man, dass Dover so ein wenig die Hausstrecke von Ford sei, was aber nicht ganz stimmt: Seit 2000 wurden nur 5 der 20 Rennen von einem Ford gewonnen. Die anderen Meisterschaftsläufe gewann überwiegend Chevrolet (9), gefolgt von Dodge (3) und Pontiac (2, beide in 2000). Für Toyota konnte Kyle Busch 2008 erst einen einzigen Erfolg holen, die Japaner sind aber auch erst seit 2007 im Cup dabei und seit 2008 im Gespann mit Joe Gibbs Racing unterwegs.

Zum anderen liegen ja Carl Edwards die Betonstrecken so gut, jedoch stimmt auch das nicht so wirklich: Seit 2008 hat Edwards weder in der Nationwide Series noch im Cup auf den aktuellen drei Betonpisten (Dover, Bristol und Nashville) ein Rennen gewonnen. Ausnahme sind die letzten beiden Läufe auf der nicht mehr im Nationwide-Kalender befindlichen Milwaukee Mile. Da nun Ford und auch Edwards 2010 nicht gerade auf der sonnigen Seite der Ergebnislisten stehen, kommen in Dover ganz andere Kaliber für einen Rennsieg in Frage. Teilt man die bisherige Saison in zwei Hälften, so dominierte Jimmie Johnson die erste und Denny Hamlin die zweite. Beide haben nun jeweils drei Rennsiege auf dem Konto und Hamlin scheint wieder zum Meisterschaftskandidaten aufgerückt zu sein. Außerdem gibt sogar Rick Hendrick persönlich zu, dass Joe Gibbs dem Klassenprimus gerade möglicherweise den Rang abläuft.

Ein Blick auf die bisherigen noch aktiven Sieger zeigt, dass Jeff Gordon, Mark Martin und Jimmie Johnson mit jeweils vier Siegen die Nase vorn haben. Allerdings haben die beiden Routiniers schon seit 2001 bzw. 2004 keinen Blumentopf mehr in Dover gewonnen und zehren somit mehr von ihrer erfolgreicheren Zeit Mitte der 90er-Jahre. Damals fuhr Mark Martin auch noch im Team von Jack Roush die legendäre #6. Jimmie Johnson dagegen gewann im letzten Jahr gleich beide Dover-Rennen, das zweite im Chase auf dem Weg zum vierten Meisterschaftstitel in Folge. Notiz an die Spannung während des Rennens: Das waren nun schon drei von vier Hendrick-Piloten, die in dieser Statistik ganz oben stehen.

Direkt dahinter folgt Ryan Newman, der 2003 und 2004 drei Erfolge in einem Dodge für Roger Penske eingefahren hat. Zwei Erfolge gelangen immerhin Tony Stewart, damals noch in einem Joe-Gibbs-Pontiac und Greg Biffle. Damit ist dann auch die zweite Garde von Rick Hendrick komplett, fehlt nur noch Dale Earnhardt Jr im Haupt-Team: Junior gewann ebenso wie Bobby Labonte, Jeff Burton, Carl Edwards, Matt Kenseth, Martin Truex Jr und Kyle Busch erst ein einziges Mal in Dover. Der Erfolg von Kyle Busch im Frühling 2008 stellt dabei den ersten Joe-Gibbs-Sieg nach der Pontiac-Ära Ende der 90er-Jahre dar. Hier wird sich nun zeigen, ob die Gibbs-Toyota wirklich so auf Hendrick-Motorsports aufgeholt haben, wie Teamchef Rick Hendrick behauptet.

Von den oben aufgezählten Gewinnern sollte man besonders auf die Chaser Johnson (2 Siege in 2009), Kenseth (immer Top5 seit 2007), Biffle (immer Top10 seit 2005, nur zwei Ausnahmen als 13.), Martin (bereits seit 2004 immer Top10, nur zwei Ausnahmen als 14. und 23.) und Edwards (nur zwei mal nicht Top10 seit 2005) achten. Da kommt es aber darauf an, ob die Fords weiterhin so schlecht drauf sind, weil es dann vermutlich ein Hendrick-Schützenfest wird. Ansonsten könnte für Kasey Kahne und AJ Allmendinger was drin sein, die waren 2009 in Dover in den Top10 unterwegs. Kurt Busch gelangen sogar zwei fünfte Plätze im letzten Jahr. In die Top10 sollten es auch Jeff Gordon und Ryan Newman schaffen, bei Hamlin und Busch bleibt halt die Frage, ob die Gibbs-Serie hält.

Von RCR erwarte ich keine Glanzleistungen, die waren wirklich nur ganz zum Anfang der Saison stark. Da Harvick mit seiner Konstanz, dem Sieg in Talladega und dem Ausfall von Johnson in Darlington 100 Punkte Vorsprung gesammelt hat, könnte er sich nach Dover noch an der Spitze befinden. Früher oder später wird er dort jedoch abgelöst werden. Bei EGR konnte Juan Pablo Montoya letztes Jahr einen vierten Platz rausfahren und wenn es bei Ganassi läuft, dann sind immer Top5-Platzierungen drin; das gilt natürlich auch für Jamie McMurray. Alles in allem gilt aber gerade bei der NASCAR: Nichts ist sicher und es kommt immer anders als man denkt. Für eine genauere Vorhersage sind die Rennen einfach zu lang und die Leistungsdichte ist zu groß.

Hier noch wie in der letzten Woche die Übersicht über die Meisterschaftstabellen der Fahrer und Owner. Bei den Owners hat sich nichts geändert und bei den Fahrern ist Junior wieder auf einem Chase-Platz, den Clint Bowyer aufgeben musste.

Los geht es glücklicherweise wieder früher als in den letzten beiden Wochen: Der Cup fährt am Sonntagabend ab ca. 19:15 Uhr, FOX überträgt sein vorletztes Rennen in diesem Jahr bereits ab 18 Uhr. Das Qualifying findet am Freitag um 21 Uhr bei SPEED statt. Die Nationwide Series fährt am Samstagabend ab 20 Uhr bei ABC und die Trucks sind am Freitagabend nach dem Cup-Qualifying um 22:30 Uhr unterwegs. SPEED zeigt das Truck-Rennen aber nur als Aufzeichnung und das erst um 2 Uhr nachts.

Da in der nächsten Woche das All-Star-Rennen auf dem Programm steht, ist Dover für einige Fahrer die letzte Gelegenheit, sich mit einem Sieg einen garantierten Startplatz zu sichern. Namentlich sind das Carl Edwards, Greg Biffle, Clint Bowyer und Jeff Burton, die 2008 zuletzt in die “victory lane” fahren konnten und Martin Truex Jr sowie Juan Pablo Montoya, deren letzter Erfolg aus 2007 stammt. Wer 2009 und 2010 kein Rennen gewonnen hat und in den letzten zehn Jahren weder eine Meisterschaft noch das All-Star-Rennen gewonnen hat, dem bleibt nur der Weg über das Qualifikationsrennen und die Fan-Abstimmung. Die beiden bestplatzierten Fahrer im “Sprint Showdown” rücken dann ebenso ins All-Star-Rennen auf wie der Gewinner des Fan-Votings.

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