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February 25 2014

09:00

November 19 2013

08:00

NASCAR: Analyse Homestead 2013 – Six-Pack!

Flammen, Rauch und ein großes Feuerwerk. Der NASCAR Sprint Cup hatte zum Saisonfinale auf dem Homestead-Miami Speedway einiges im Angebot und sorgte am Ende für zwei strahlende Gesichter. 

Ford EcoBoost 400Es ist vorbei! Nach 36 Saisonrennen wurde am Sonntagabend der neue NASCAR-Champion gekrönt. Völlig unerwartet ließ sich Jimmie Johnson seine 28 Punkte Vorsprung auf Matt Kenseth nicht mehr nehmen und mutierte so von “Five-Time” zu “Six-Pack”. Damit nähert er sich immer mehr den Rekordmeistern Richard Petty und Dale Earnhardt, die insgesamt sieben Mal die höchste Klasse des NASCAR-Sports für sich entscheiden konnten. Ich glaube es bestehen kaum Zweifel daran, dass Johnson diese Rekordmarke einstellen oder sogar übertreffen wird. Doch bevor wir zu weit in die Zukunft blicken, widmen wir uns vorerst der Vergangenheit und dem Ford Eco Boost 400 auf dem Homestead-Miami Speedway, denn hier dürfte nicht nur Jimmie Johnson das Rennen am Sonntagabend freudestrahlend verlassen haben.

Der letzte Saisonlauf begann gegen 21:20 Uhr unserer Zeit und sah zunächst Matt Kenseth an der Spitze dominieren. Die #20 hatte schon die Traningssessions und das Qualifying klar für sich entschieden und ging als großer Favorit ins Rennen. Eine andere Möglichkeit außer der Flucht nach vorn hatte Kenseth auch nicht, denn er musste auf einen Fehler bei Jimmie Johnson hoffen. Dieser allerdings war stetig unter den ersten Zehn zu finden und somit zu diesem Zeitpunkt unangefochten Meister. Aber das Rennen hatte auch erst begonnen und der Schockmoment sollte noch kommen. Zuvor sorgte Travis Kvapil in Runde 11 mit einem Streifschuss an der Mauer in Kurve drei für die erste Caution des Abends. Beim Restart konnte sich zunächst der dritte Titelaspirant Kevin Harvick an die Spitze setzen, doch Kenseth hatte schon kurze Zeit später die passende Antwort gefunden und setzte sich wieder in Front.

Nur zwölf Umläufe nach seinem ersten Mauerkontakt schaffte es Travis Kvapil, dieses Kunststück in der gleichen Kurve erneut zu vollbringen. Er legte sogar noch eine kleine Zugabe oben drauf, indem er sich, beim Versuch sich von der Mauer zu lösen, nach innen abdrehte. Beim Restart dann ein ganz ungewohntes Bild: David Regan (der Gewinner des Talladega Frühjahrsrennens) setzte sich im Ford von Front Row Motorsports an die Spitze, allerdings auch nur, weil er während der Gelbphase nicht an der Box war. Folglicherweise wurde er nach der grünen Flagge wieder nach hinten durchgereicht und Matt Kenseth konnte weiter seine Runden an der Spitze drehen, um sich den zweiten Bonuspunkt für die meisten Führungsrunden zu sichern. Travis Kvapil schaffte es inzwischen, sein Auto aus der Mauer zu halten und so kam es schließlich zu den ersten Boxenstopps unter grüner Flagge. Doch mitten rein platzte mal wieder eine unserer geliebten Debris-Cautions.

Nachdem sich alle Piloten an der Box vier frische Pneus und Sprit geholt hatten, durfte das Feld immerhin 20 Runden mit Vollgas unter die Räder nehmen. Dann sorgte Dave Blaney in seinem vielleicht letzten Sprint-Cup-Rennen für die vierte Gelbphase des Abends, als er – wie schon Kvapil zuvor – sein Auto in die Mauer setzte und sich anschließend Richtung Apron drehte. Das alles kümmerte Matt Kenseth wenig, der weiterhin an der Spitze einsam seine Kreise fuhr. Mehr Probleme hatte der dritte Meisterschaftskandidat Kevin Harvick, der nach dem Boxenstopp mit einem für ihn zu stark untersteuernden Fahrzeug kämpfte. Dies warf ihn zunächst aus den Top 20 und sorgte für einen verfrühten Boxenstopp der #29.

Während also Harvick in argen Problemen war, zeigte Joe Gibbs Racing seine volle Stärke. Mit allen drei Fahrzeugen belegte man die ersten drei Plätze. Hinter den Toyotas sortierte sich mit Ausnahme von Kasey Kahne die Hendrick-Armada ein und es wurde recht schnell klar, dass entweder ein Toyota von Joe Gibbs oder ein Hendrick-Chevrolet diesen Abend in die Victory Lane einfahren würde. Doch noch war das Rennen lang und die Nacht brach über den Süden Floridas herein.

Inzwischen war das Rennen in Runde 140 angelangt und die ersten Piloten suchten ihre Pitcrew erneut auf. Nachdem alle Fahrer ihre Stopps absolviert hatten, zeigte sich ein anderes Bild an der Spitze. Dale Earnhardt Jr. hatte, kurz bevor er an der Box fuhr, die Führung übernommen und behielt diese auch nach dem Besuch in der Boxengasse. Sein Fahrzeug war an diesem Abend besonders schnell auf den Long-Runs, hatte aber bei den kurzen Sprints seine Schwierigkeiten. Außerdem fuhr Earnhardt fast ausschließlich die oberste Linie direkt an der Mauer entlang. Falls er sich doch mal weiter unten versuchte, verlor er Zeit, was ihm wiederum am Ende des Rennens noch zum Verhängnis werden sollte.

Ungeachtet der Stärken und Schwächen der #88 kam es in Runde 153 zur bereits fünften Unterbrechung des Rennens. Schuld waren erneut Debris, die sich dieses Mal auf der Gegengerade befanden. Matt Kenseth holte sich in der Box erneut die Führung, doch konnte anschließend auf der kälter werdenden Strecke nicht mehr so dominieren und musste nach wenigen Runden die Führung an seinen Teamkollegen Denny Hamlin abgeben. Den Bonuspunkt für die meisten Führungsrunden hatte er zu diesem Zeitpunkt bereits sicher.

Kurz vor dem Erreichen der 190. Runde wurde die sechste Caution des Renntages ausgelöst und völlig überraschend waren es Debris, nur dass sich diese jetzt in Kurve drei befanden. Diese Caution sollte aber noch ein einschneidendes Erlebnis für unsere beiden Meisterschaftsanwärter Jimmie Johnson und Matt Kenseth werden, denn beim Restart verlor Jeff Gordon in Reihe eins fast sein Fahrzeug und verursachte hinter ihm eine Kettenreaktion. Bei dieser wurde Jimmie Johnson von hinten angeschoben und verlor fast die Kontrolle über sein Fahrzeug. Beim Versuch, sein Auto wieder in den Griff zu bekommen, traf er Matt Kenseth an der rechten hinteren Seite, was diesen ebenfalls in kurzzeitige Probleme brachte. Doch beide Piloten hielten ihre Fahrzeuge auf der Bahn und konnten mit sichtlichen Kampfspuren das Rennen fortsetzen, allerdings nun einige Plätze weiter hinten im Feld. An der Spitze hatte sich inzwischen Kevin Harvick eingefunden.

Kurz nach diesem Zwischenfall gab es erneut eine Gelbphase. Dieses Mal war der rechte Hinterreifen am Fahrzeug von Paul Menard schuld, der seinen Dienst quittierte. Beim Restart setzte der inzwischen entthronte Champion Brad Keselowski nochmal ein Ausrufezeichen, indem er sich die Führung von Kevin Harvick holte. Doch von hinten kam nach einigen Runden erneut der in den letzten Wochen extrem gut aufgelegte Dale Earnhardt Jr. Dieser quetschte sich auf der äußersten Bahn in einem Bombenmanöver in Kurve zwei sowohl an Denny Hamlin als auch am führenden Brad Keselowski vorbei und übernahm die Spitzenposition.

30 Runden vor Schluss sorgte erneut die #27 von Paul Menard für eine Gelbphase. Sein Fahrzeug brannte bereits auf der Gegengeraden am rechten Hinterreifen und verlor einige Teile. Als er sich schließlich an seiner Box einfand, breitete sich das Feuer schnell auf den Rest des Fahrzeuges aus und sorgte für eine recht heftige Explosion, als der rechte Hinterreifen der Hitze nachgab. Als Grund für den Ausbruch des Feuers gab Paul Menard den Restart in Runde 194 an, bei dem er durch die Kettenreaktion (mit Johnson und Kenseth) einen Reifenschaden erlitt. Dadurch verfingen sich einige Gummiteile an der Hinterachse, die man bei den Stopps nicht komplett entfernen konnte. Diese entzündeten sich im weiteren Verlauf und sorgten für seinen spektakulären Ausfall. Zum Glück wurden dabei sowohl Menard als auch seine Crewmitglieder nicht verletzt.

Nach dem anschließenden Restart duellierten sich Dale Eanrhardt Jr. und Denny Hamlin um die Spitze, wobei sich Hamlin nach einigen Runden durchsetzen konnte. Auch Matt Kenseth schob sich an der #88 vorbei und servierte uns dadurch einen spannenden Fight in den letzten Runden. Denn Junior kam erneut über den Long-Run und wollte an Kenseth vorbei. Doch sobald Junior sich auf der unteren Linie versuchte, zog Kenseth wieder davon. Durch diesen Zweikampf mit leichten Berührungen konnte sich Denny Hamlin etwas Luft verschaffen und fuhr nach 267 Runden seinen lang ersehnten ersten Saisonsieg ein. Hinter ihm kam der nun als Vizemeister feststehende Matt Kenseth vor dem diese Saison sieglosen Dale Earnhardt Jr. ins Ziel. Jimmie Johnson sah auf Platz neun liegend die Zielflagge und sicherte sich nach zwei Jahren Pause seinen nächsten und bereits sechsten Titel. Ohne den Total-Ausfall der #20 in Phoenix hätte auch Matt Kenseth nach der Krone greifen können, doch Fehler darf man sich im Chase eben nicht erlauben. So ist erneut Johnson hochverdient der neue Champion.

Zum Abschluss nun noch die Finalstände der Fahrer- und Ownerwertung. Damit sind wir am Ende angelangt, zumindest für diese Saison. Nach 36 Rennen müssen nun alle NASCAR-Süchtigen den Winter überbrücken, bevor die Saison 2014 mit dem Daytona 500 am 23. Februar eingeläutet wird. Ein abschließendes Dankeschön geht an alle Racingblog-Leser und positiv Verrückten, die dem NASCAR-Zirkus Woche für Woche nicht entkommen. Bis zum nächsten Jahr!

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July 09 2013

06:15

NASCAR: Analyse Daytona Juli 2013

„Ooops, I did it again!“ dürfte sich Jimmie Johnson gedacht haben, als er nach dem Daytona 500 auch das Sommerrennen auf dem legendären Superspeedway in Florida gewann. Die im Vorfeld stark auftretende Armada von Joe Gibbs Racing konnte in der Nacht dagegen nicht mithalten und so holte Johnson ausgerechnet mit Restrictor-Plates die meisten Führungsrunden und landete am Ende in der Victory-Lane.

Jimmie_Johnson_070613_Burnout_DaytonaEigentlich musste Jimmie Johnson ja gewinnen, nachdem sein Superspeedway-Knoten im Daytona 500 endlich geplatzt war. Was hatte er seit 2006 jahrelang auf den Restrictor-Plate-Ovalen gelitten und war in einen Big-One nach dem anderen verwickelt. Der Stochastik nach stand also quasi irgendwann eine sehr erfolgreiche Zeit bevor und je länger das Pech andauerte, desto größer würde das anschließende Glück ausfallen müssen. Die Mathematik gab ihm Recht und so gewann Johnson in dieser Saison gleich beide Rennen in Daytona – unglaublich! Auch wenn ich ihn nicht als den idealen Sieger empfunden habe und mir Außenseiter-Erfolge lieber sind, hat er sich die Fahrt in die Victory-Lane doch reichlich verdient. Immerhin führte Jimmie das Feld satte 94 der 160 Runden durch die Nacht und das ist für ein Superspeedway-Rennen natürlich schon eine Wucht. Die nur 18 Führungswechsel waren dann die logische Folge und es überrascht jetzt auch eher, dass trotz dieser Zahl wenig Single-File gefahren wurde.

Insgesamt präsentierte sich das Gen6 im Draft nämlich sehr „fahrbar“ und ruhig, was wohl an den bisherigen Erfahrungen aus Daytona und Talladega liegen dürfte. So war es möglich, dass sich fast durchgehend zwei Linien herausbilden konnten, während es bei den Restarts sogar three-wide erstaunlich unkompliziert ablief. Dementsprechend kam es auch nur zu insgesamt 6 Cautions, von denen die erste recht früh durch den Motorschaden von Paul Menard ausgelöst wurde. In den ersten 150 Runden waren die Crashes zudem noch recht übersichtlich und betrafen wenige Fahrer. Kurz zusammengefasst:

Caution #2: Joey Logano (Reifenschaden)
Caution #3: Martin Truex Jr dachte, er sei clear und wurde vom hinterherfahrenden Denny Hamlin umgedreht. Hamlin bekam wiederum von Teamkollege Kyle Busch einen Schubser und landete direkt vor der Motorhaube von Juan Pablo Montoya.
Caution #4: Eine ähnliche Rangelei zwischen Marcos Ambrose und David Stremme sorgte für eine Kettenreaktion im Hinterfeld zwischen Aric Almirola, AJ Allmendinger und Greg Biffle.

Während dieser Gelbphase gut 30 Runden vor dem Ende konnten übrigens auch alle Fahrer das Benzinfenster schließen. Zudem überraschten viele Teams mit der Entscheidung, für den finalen Fuelrun keine neuen Reifen aufzuziehen. Ganz allgemein gesehen hielten die Goodyears wirklich absurd lange. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, wer es war, aber bei den Interviews nach dem Rennen wurde irgendwann erwähnt, dass ein Fahrer die komplette Nacht mit einem einzigen Satz linker Pneus absolviert hätte. Leider habe ich diese Aussage jetzt auf die Schnelle nicht mehr gefunden, um es ganz sicher belegen zu können – schade.

Die aufregenden Momente des Rennens spielten sich dann in den letzten 10 Runden ab, als zwei Big-Ones Schlag auf Schlag folgten. Zunächst hebelte sich Denny Hamlin auf dem Apron ausgangs Turn 4 selbst aus und riss die Meute hinter sich ins Verderben. Matt Kenseth konnte gerade noch so ausweichen, ansonsten hätte er seinen Teamkollegen à la T-Bone auf die Hörner genommen. Getroffen wurde Hamlin aber dennoch und zwar von AJ Allmendinger, der meiner Meinung nach noch etwas zu schnell unterwegs war. Allerdings spielt sich sowas in Sekundenbruchteilen ab, von daher ist die tatsächliche Reaktionsmöglichkeit immer schwer einzuschätzen. Jedenfalls hatte Denny richtig viel Glück, da er um 180 Grad herumgerissen wurde und aufzusteigen drohte. Ebenfalls beteiligt waren noch Jeff Gordon, David Reutimann und Dave Blaney.

Anschließend musste das Rennen für knapp 10 Minuten mit einer roten Flagge gestoppt werden, um das Chaos rechtzeitig vor dem Ende aufräumen zu können. Der arme Jimmie Johnson war nun im Finale mit den so ungeliebten Restarts konfrontiert, die ihm in den Wochen zuvor schon einige Probleme einbrachten. Dieses Mal konnte er als Führender aber immerhin selbst das Tempo vorgeben. Trotzdem bekam hinter ihm Marcos Ambrose plötzlich einen riesigen Run auf die #48 und versuche, auf der Gegengeraden innen vorbeizuziehen. Dabei kollidierte der Australier mit Jimmie und wurde daraufhin wie beim Billard in Kasey Kahne gedrückt. Der übernahm den elastischen Stoß und bog seitwärts in die SAFER-Barrier ab, wobei der Einschlag sich zudem als recht gewalttätig entpuppte.

Auf dem Plan stand anschließend Green-White-Checkered-Verlängerung #1, die zwar ausreichen sollte, aber trotzdem nicht ereignislos blieb. Jimmie Johnson lieferte dabei eine absolut souveräne Vorstellung ab und hielt fast mühelos beide Linien hinter sich. Das sah schon sehr beeindruckend aus! Währenddessen wurde eingangs der letzten Runde hinter ihm Carl Edwards von Scott Speed umgedreht. Die mitgerissenen Piloten hießen hier Marcos Ambrose, Bobby Labonte, Joe Nemechek und Landon Cassill. Da dies jedoch erst in Turn 2 geschah, war vorne ohne Probleme ein Rennen um den Sieg unter Grün möglich. Ich möchte ein Kompliment an die NASCAR-Offiziellen aussprechen, die hier alles richtig gemacht haben und die gelbe Flagge im Köcher ließen.

Während Jimmie Johnson bei der Einfahrt ins Trioval Tony Stewart hinter sich lassen konnte, versuchten sich Danica Patrick, Ricky Stenhouse Jr, Kyle Busch und David Gilliland an einem Four-Wide-Manöver, was letztlich Danica in einen Dreher schickte. Die trudelnde #10 sammelte schließlich alles jenseits der Top8 ein, was das Endresultat wie üblich etwas durcheinanderwürfelte. Hinter Johnson holten sich Tony Stewart, Kevin Harvick, Clint Bowyer und Michael Waltrip ein Top5-Ergebnis, während Kurt Busch, Jamie McMurray, Dale Earnhardt Jr, Casey Mears und Ryan Newman die Top10 komplettierten.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den Punkteständen bei den Fahrern und in der Owner-Wertung (Achtung: Alles PDF-Dateien!).

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May 10 2013

06:15

NASCAR: Vorschau Darlington 2013

Im Gegensatz zu Talladega ist das Rennen auf dem Darlington Raceway am Wochenende eine geplante Nachtfahrt. Unter Flutlicht nimmt der Sprint Cup dort die altehrwürdige „Lady in Black“ unter die Räder. Das Southern 500 ist eines der traditionsreichsten NASCAR-Events überhaupt, welches zudem auf einem sehr eigenwilligen Oval ausgetragen wird.

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Der Darlington Raceway ist die zweitälteste Strecke im aktuellen Kalender nach Martinsville und der erste komplett asphaltierte Speedway der NASCAR-Geschichte. Zudem fand auf diesem Intermediate-Oval bereits neun Jahre vor dem initialen Daytona 500 das allererste Stockcar-Rennen mit einer Distanz von 500 Meilen statt. Darlington ist etwas „ei“genwillig geformt, denn von oben sieht die Strecke tatsächlich aus wie das allseits beliebte Hühnerprodukt. Die Gründe für die beiden unterschiedlichen Kurvenradien und Bankings könnt ihr in der oben verlinkten Beschreibung nachlesen. An dieser Stelle sei aber noch kurz erwähnt, dass Turn 1 & 2 mit 25 Grad und Turn 3 & 4 mit 23 Grad überhöht sind. Dadurch müssen sich die Crews bei der Abstimmung der Autos ähnlich wie in Pocono wirklich lang machen. Außerdem sorgt die Konfiguration für eine besondere Rennlinie:

Wer die SAFER-Barrier und die rechte Seite der Fahrzeuge nach einer Trainingssitzung einmal genauer beobachtet, der wird schnell die charakteristischen schwarzen Streifen an der Mauer und die zerschlissenen Sponsorenaufkleber („wrapping“) und Reifenwände am Wagen feststellen. Diese Lackschäden begründen sich mit der extrem hohen Linie, welche aufgrund des Streckenlayouts gefahren wird, um oben möglichst viel Schwung mit durch die Kurve zu nehmen. Wenn man so dicht an der Begrenzung unterwegs ist, erhöht sich natürlich die Wahrscheinlichkeit eines Mauerkontakts, wenn das Auto plötzlich mit Unter- („tight“) oder Übersteuern („loose“) reagiert. Fast jeder Fahrer im Feld holt sich pro Rennen also seine sogenannten „Darlington Stripes“ ab und macht den Darlington Raceway damit zur „Lady in Black“, was natürlich auf den schwarzen Abrieb an der SAFER-Wall anspielt.

Soweit nun also alles zur Strecke, bleiben noch ein paar News der Woche. Bei ihren Berufungen konnten Penske und Joe Gibbs einige Teilerfolge erzielen:

Bei Penske Racing erging schließlich in der dritten und letzten Instanz das finale Urteil durch den Vorsitzenden der NASCAR-Berufungskommission John Middlebrook. Für die Unregelmäßigkeiten an den Hinterachsen von Brad Keselowski und Joey Logano erhielt das Team zunächst eine schwere Strafe, welche in puncto Sperren zumindest abgemildert werden konnte. Während die Punktabzüge und Geldstrafen bestehen blieben, reduzierte Middlebrook die Suspendierungen der beiden Crew- und Car-Chiefs der #2 sowie der #22 und diejenige von Team-Manager Travis Geisler auf nur noch 2 Rennen. Dabei ist das All-Star-Rennen aufgrund seiner Insellage zwischen den nächsten beiden Punktevents in Darlington und Charlotte allerdings ebenfalls betroffen.

Auch die Berufung von Joe Gibbs Racing wurde während der Woche angehört, allerdings erst in zweiter Instanz. Im Toyota-Motor der #20 von Matt Kenseth fanden die NASCAR-Offiziellen nach dem Sieg in Kansas eine zu leichte Pleuelstange. Das ursprüngliche, sehr harte Urteil wurde auch hier abgemildert, wenngleich die Geldstrafe für Crew-Chief Jason Ratcliff unverändert bleibt. Immerhin wurde seine Sperre von 6 auf nur 1 Rennen reduziert.

Der, meiner Meinung nach zu einseitige und hohe, Punktabzug ist ebenfalls korrigiert worden: Fahrer und Owner bekommen nun lediglich 12 statt 50 Zähler gestrichen und zudem zählt der Sieg von Kenseth auch wieder für Bonuszähler und Wildcards im Chase. Zusätzlich bekommt Toyota nun 7 statt 5 Zähler in der Herstellerwertung abgezogen, um die Schuld des Aggregatbauers noch besser hervorzuheben. Eine gute Entscheidung der Berufungskommission, welche das Urteil doch deutlich verständlicher gestaltet. Damit bleibt dem Team zwar noch die Möglichkeit, Herrn Middlebrook zu Rate zu ziehen, bisher ist allerdings nicht klar, ob JGR von diesem Rechtsmittel Gebrauch machen wird.

Dauerhaften Gebrauch wird JGR in Darlington dagegen wohl wieder von ihrem länger verletzten Fahrer Denny Hamlin machen. Der Pilot der #11 zog sich nach einem Unfall in der Schlussphase von Fontana eine Wirbelverletzung zu, die er zum Glück nur durch viel Ruhe und ohne eine Operation auskurieren konnte. Während man in Talladega aus Sicherheitsgründen noch einmal den starken Brian Vickers als Ersatzfahrer auflaufen ließ, könnte Hamlin sein Cockpit in Darlington nun wieder komplett übernehmen. Interessant ist vielleicht noch, dass Vickers seinem Stammfahrer mit Platz 34 immerhin zehn Punkte bis zu seinem Ausfall im Big-One retten konnte, da Hamlin das Rennen ja bekanntlich selbst gestartet hatte und daher die vollen Zähler erhielt.

Aufgrund meiner Vorbereitungen für das lange Wochenende ist der Artikel ausnahmsweise etwas kürzer und verzichtet auf die Betrachtung einzelner Siegkandidaten. Da die NASCAR-Vorschau daher auch Stand Mittwochabend ist, können sich eventuell noch einige Dinge ändern. Damit meine ich natürlich weniger das Banking oder die Länge der Strecke, sondern eher eine mögliche weitere Berufung im Falle Joe Gibbs Racing sowie der wahrscheinliche Kompletteinsatz von Denny Hamlin. Zum Abschluss folgen an dieser Stelle wie gewohnt noch die Links (PDF) zu den aktuellen Ständen in der Fahrer- und Owner-Wertung sowie die Entry-List und ein Zeitplan für das TV-Programm vom Wochenende:

Freitag, 10.05.
15:00 Uhr, Nationwide Series Final Practice, nicht im TV
17:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
20:00 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED
21:30 Uhr, Nationwide Series Qualifying, ESPN2
23:00 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, SPEED
01:30 Uhr, Nationwide Series Rennen (VFW Sport Clips Help A Hero 200), ESPN2

Samstag, 11.05.
00:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Bojangles’ Southern 500), FOX

 NASCAR: Vorschau Darlington 2013

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March 26 2013

07:15

NASCAR: Analyse Fontana 2013

Was für ein Wochenende! In vielen Rennserien ging es gehörig durcheinander, die NASCAR machte da am Sonntag keine Ausnahme und das wohl spannendste Finale der Fontana-Geschichte war die Folge. Leider ging das nicht ohne blaue Flecken aus, da Tony Stewart nach der Auslaufrunde auf Joey Logano wartete. Zudem hatte Denny Hamlin einen heftigen Unfall.

auto club 400 kyle busch sunoco flag nascar 2013 300x183 NASCAR: Analyse Fontana 2013Eigentlich hatte ich ja gedacht, dass ich an dieser Stelle wieder ausführlich über die Reifen von Goodyear schreiben würde, doch die haben sich am Sonntag erstaunlich gut gehalten. Dafür soll das Thema des Tages die letzte Runde des Rennens sein, welche man getrost in die Hall-of-Fame der besten NASCAR-Finishes aufnehmen kann. Ich erinnere mich auf die Schnelle nur an eine Handvoll gleichwertiger Zieleinläufe seit 2007: Watkins Glen 2012, Martinsville 2010 und ein paar Talladega-Rennen. Dass sich nun ausgerechnet Fontana in dieser Wertung einreiht, überrascht allerdings etwas. Das große Drama fing – wie vor Ort gewohnt – mehr oder weniger beim letzten Restart zehn Runden vor Schluss an. Kyle Busch lag in Führung und auf direktem Kurs zum Sieg, nachdem er den Nachmittag fast im Alleingang dominieren konnte. Hinter ihm startete Teamkollege Denny Hamlin und neben den beiden bildeten Joey Logano sowie Tony Stewart die zweite Linie.

Damit waren alle Zutaten für dieses NASCAR-Meisterwerk in den Topf geworfen, denn schon beim Schwenken der grünen Flagge zum letzten Run ging es los: Joey Logano hatte Schwierigkeiten, Leader Busch – wie vom Reglement verlangt – den Vortritt beim Überqueren der Ziellinie zu lassen und wurde stattdessen leicht langsamer. Dadurch schloss Tony Stewart recht schnell auf und wollte innen an Logano vorbei, welcher aber seinerseits einen Block zur Verteidigung setzte. Das gefiel Stewart ganz und gar nicht und deshalb passte er Logano nach der Auslaufrunde ab, indem er seinen Chevy direkt vor die #22 parkte. Ein kleines Handgemenge konnte recht schnell von den Mechanikern aufgelöst werden, aber der Rauch hatte sich sozusagen noch lange nicht verzogen. Smoke war völlig außer sich und erging sich in Schimpftiraden, welche nachträglich von FOX zensiert werden mussten.

Laut Stewart hätte Logano in keinster Weise das Recht gehabt, ihn zu blocken, da der Penske-Pilot sich selbst wegen solcher Situationen in der Vergangenheit des Öfteren aufregt habe. Logano habe ohnehin im Gegensatz zum Rest seiner Fahrerkollegen an keinem Tag in seinem Leben hart arbeiten müssen, um in den Sprint Cup zu gelangen und solle sich bei Konfrontationen außerdem nicht immer hinter seiner Crew verstecken. Der Rest waren ein paar harsche Ausdrücke und das Versprechen, Logano demnächst gehörig in den Allerwertesten zu treten.

Diese Meinung kann man verstehen und vielleicht sogar unterstützen, aber meines Erachtens hat Stewart eventuell ein wenig überreagiert, zumal er selbst kein Kind von Traurigkeit ist, was solche Fahrmanöver angeht. Als äußerst interessant empfand ich es, dass Kasey Kahne dem Hendrick-Partner zumindest verbal direkt zur Seite sprang und dessen Ansicht bezüglich Loganos Fahrweise verteidigte. Möglicherweise ist das aber auch nur Teamwork, denn natürlich machte sich im Gegenzug auch der „Captain“ Roger Penske aus dem fernen St. Petersburg wiederum für seinen Fahrer stark.

Die Quintessenz der ganzen Geschichte ist für mich persönlich: Das Logano-Manöver kann man machen, wenn es wie hier um den Sieg geht. Kommt sowas aber zu häufig vor oder beschwert man sich auch noch, wenn diese Taktik gegen einen selbst eingesetzt wird, dann ist das tatsächlich bescheuert. Natürlich kam die Situation mit Hamlin aus der Vorwoche bei Stewarts Beurteilung erschwerend dazu und ich vermute mal, dass Smoke sich beim Thema „jammern“ exakt auf die Logano-Reaktion aus Bristol berufen haben wird. Dann allerdings so einen Aufstand zu machen, dass man schon Angst haben muss, ist aber sicher auch nicht die feine englische Art. Na gut, wir sind halt in der NASCAR, da muss Logano wahrscheinlich mit sowas leben.

Aber nun zurück zum Finale, denn an der Spitze war zwischen Kyle Busch, Joey Logano und Denny Hamlin ja noch nicht ausgemacht, wer denn in die Victory-Lane fahren würde. Busch konnte sich auf diesem Shortrun nicht mehr so leicht in Führung halten wie noch zuvor und musste nach vier Runden die Spitzenposition an Logano abgeben und kurz darauf auch Hamlin ziehen lassen. Während sich ganz vorne die beiden Bristol-Streithähne gegenseitig keinen Millimeter schenkten, wurde Busch dahinter kurzzeitig sogar von Carl Edwards bedroht. Die letzten beiden Runden waren dann wirklich filmreif und hätten gut und gerne direkt aus einem NASCAR-Rennen der 70er-Jahre stammen können.

Während Logano und Hamlin einander das Leben schwer machten, zog der Gibbs-Toyota von Kyle Busch plötzlich wieder an. In der letzten Runde war er dann tatsächlich der lachende Dritte und holte sich nach dem Sieg vom Vortag in der Nationwide Series eine weitere Trophäe für den heimischen Wohnzimmerschrank ab. Nachdem Busch an den Streithähnen vorbei war und diese ihre Niederlage realisiert hatten, ging es quasi nur noch um die Ehre in Form einer ausstehenden Revanche. Es kam also wie es kommen musste und die beiden Fahrzeuge berührten sich, weil Joey Logano in der letzten Runde ausgangs von Turn 4 die obere Linie nicht aufgeben wollte und erneut eine Blockade versuchte. Denny Hamlin war allerdings schon neben der #22 und es krachte.

Joey Logano schlug in die Außenmauer ein und rollte als Dritter hinter einem dankend abstaubenden Dale Earnhardt Jr über die Ziellinie. Denny Hamlin schoss dagegen in Richtung Infield und schlug frontal hart in die innere Streckenbegrenzung ein. Zu seinem Unglück befand sich an dieser Stelle allerdings keine SAFER-Barrier, was in einen unglaublichen Aufprall mündete; so einen schweren Unfall haben wir wohl seit Elliott Sadler in Pocono nicht mehr gesehen. Hamlin war zwar bei Bewusstsein und nahm das Window-Net herunter, allerdings musste er sich nach dem Ausstieg sofort auf den Boden legen, was zeigte, wie sehr ihn der Einschlag tatsächlich mitgenommen hatte.

Da Hamlin über Rückenschmerzen klagte, transportierten die Hilfskräfte ihn zur Sicherheit zunächst auf einer Trage ab. Anschließend brachte ihn ein Helikopter zur nächtlichen Beobachtung in das nächstgelegene Krankenhaus. Diesen Weg wählte man allerdings nur, um dem Rückreiseverkehr von der Strecke zu entgehen. Am Montag wurde dann bekanntgegeben, dass sich Hamlin einen Lendenwirbel gebrochen habe (L1 compression fracture). Das kann jetzt erstmal von einem Monat Pause bis Saisonende alles bedeuten, jedoch sollte man zu allererst an eine vollständige Genesung denken. An dieser Stelle möchte ich Denny Hamlin daher die besten Wünsche auf diesem (hoffentlich nicht zu langen) Weg ausrichten. Alles Gute!

Zur Verdeutlichung sollen hier dann zusätzlich noch die Videos des Fontana-Finales helfen:

Den Rest vom Schützenfest möchte ich nur noch kurz anreißen:

- Hinter Kyle Busch komplettierten wie erwähnt Dale Earnhardt, Jr. und Joey Logano die Top3, gefolgt von Carl Edwards und einem erneut sensationell aufgelegten Kurt Busch.

- Ein Top10-Resultat erreichten Greg Biffle, Matt Kenseth, Paul Menard, Kasey Kahne und Ryan Newman. Biffle musste das Rennen nach einem Motorenwechsel von ganz hinten aufnehmen. Kenseth hätte ich nach dem Verlauf des Nachmittags eigentlich weiter oben erwartet, er war zumindest lange Zeit schnell genug dafür.

- Jeff Gordon (11.) und Jimmie Johnson (12.) konnten noch ein paar wichtige Punkte für die Meisterschaft retten, nachdem sie zwischenzeitlich mit schlechtem Handling ziemlich weit zurückfielen.

- Danica Patrick verlor nur eine Runde auf die Führenden und beendete das Rennen auf Platz 26, was eine durchaus solide Leistung darstellt.

- Die drei Piloten von Michael Waltrip Racing waren in Fontana lange Zeit in der Top10-Region unterwegs, konnte am Ende allerdings keinen Blumentopf gewinnen: Clint Bowyer (35.) erlitt einen Motorschaden und Mark Martin (37.) drehte sich spät im Rennen in Turn 2 von der Piste. Warum Martin Truex Jr nur Platz 18 holte, konnte ich nicht nachvollziehen.

- Wer jetzt Tony Stewart (22.) vermisst, dem sei gesagt, dass er gemeinsam mit Brad Keselowski (23.) nur am Ende der Führungsrunde im Ziel eintreffen konnte. Das erklärt seine Wut auf Logano sicher noch ein wenig besser. Keselowski musste übrigens ebenfalls einen Motorenwechsel vornehmen lassen und war eigentlich auf Top10-Kurs. Beim letzten Restart verlor er allerdings massiv an Boden.

Nach dieser ganzen Aufregung können wir und alle direkt Beteiligten nur von Glück reden, dass sich am nächsten Wochenende erstmal eine kleine Verschnaufpause bietet. Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn man Stewart an Ostern auf Logano loslassen würde. Weiter geht es dann eine Woche später mit dem Shorttrack-Klassiker in Martinsville und dort werden mit Sicherheit wieder einige „Freundschaften geschlossen“.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den Punkteständen bei den Fahrern und in der Owner-Wertung (Achtung: Alles PDF-Dateien!).

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September 04 2012

15:15

NASCAR: Analyse Atlanta 2012

Nach zuletzt zwei sehr guten Rennen in Michigan und Bristol bot Atlanta dagegen wieder das leidlich gewohnte Bild der Saison 2012: Keine abweichenden Faktoren im Vergleich zum letzten Jahr ließen nicht zuletzt dank Goodyear einen zähen Mittelteil entstehen, der Kampf um den Sieg zwischen Hamlin, Gordon und Truex war dann aber durchaus spannend.

Denny Hamlin holte sich in einem über weite Strecken zähen Atlanta-Rennen seinen zweiten Sieg in Folge und belegt damit vorerst die Spitze der noch nicht finalen Chase-Setz-Tabelle. Vier Saisonsiege konnte Hamlin 2012 bisher insgesamt einfahren, was ihn kurz vor den Playoffs nun zum nächsten ernsthaften Kandidaten für den diesjährigen Sprint-Cup-Titel beförderte. Dabei war die Fahrt in die Victory-Lane für den Gibbs-Piloten nicht gerade selbstverständlich, denn beim vorletzten Restart setzte sich erstmals Martin Truex Jr in Führung und läutete damit einen sehr spannenden letzten Stint ein, dessen Länge aber sowas von knapp an der Grenze eines Fuelruns lag. Beginnen wollen wir aber wie üblich vorne:

Recht schnell zeigte sich, dass Goodyear die wohl härtesten Reifen mitgebracht hatte, welche man im Lager finden konnte. Die Autos waren das ganze Rennen über nur am Rutschen und dabei spielte es keine Rolle, auf welcher der unzähligen Linien gefahren wurde. Auch mit sinkenden Asphalttemperaturen nach dem Sonnenuntergang verschwand das Übersteuern bei den meisten Teams nicht. Einige Fahrer berichteten auch von der spitzenmäßigen Kombination aus Übersteuern am Kurveneingang und Untersteuern am Kurvenausgang, was man ja nun überhaupt nicht gebrauchen kann.

Der Einheitslieferant hat sich meiner Meinung nach mal wieder nicht mit Ruhm bekleckert, was den Einfluss auf die Spannung des Rennens anbelangt. Das ist aber auch kein Wunder, da Goodyear nach dem Indianapolis-Debakel nur noch darauf aus ist, einen haltbaren Reifen an die Strecke zu bringen, um weitere PR-Desaster zu verhindern. Immerhin muss man sagen, dass ihnen das mittlerweile zu gut gelingt. In Schwierigkeiten kommt Goodyear häufig nur, wenn eine Neuasphaltierung oder Konfigurationsarbeiten eine Strecke signifikant verändert haben und das bringt dann Spannung und Dynamik in die Rennen, wie wir in Michigan und Bristol zuletzt sehen konnten. Nach ein bis zwei Ausgaben sind die Parameter aber wieder ausreichend bekannt und die (ungewollten) Ausschläge im Gripniveau meistens ausgebügelt.

Für das Rennen in Atlanta bedeutete das viele Green-Flag-Runs ohne Unterbrechung, die ersten zwei Drittel des Abends wurde so zum Beispiel lediglich zwei Mal neutralisiert: Die erste Caution löste Aric Almirola (32.) mit einem rauchenden Wagen aus, was in Runde 39 jedoch ohnehin zum Ende des ersten Fuelruns geschah und deshalb wenig Einfluss auf die Strategie der Teams nahm. An der Spitze hatten sich unterdessen die beiden Gibbs-Toyotas von Denny Hamlin und Kyle Busch vor Jeff Gordon festgesetzt. Zusätzlich gesellten sich Kevin Harvick und Jimmie Johnson zur Spitzengruppe.

Es folgte eine lange Grünphase, bis es der NASCAR in Runde 130 zu bunt wurde und die Offiziellen zwar nicht den unsichtbaren Obama, dafür aber immerhin Phantom-Debris fanden. Bei Restart begann der Tag von Kevin Harvick (5.), welcher die nächsten etwas mehr als 100 Umläufe bestimmte und endlich mal wieder mit einer soliden Vorstellung überzeugen konnte. Zu einem Sieg sollte es für Harvick zwar am Ende nicht reichen, doch immerhin konnte er das Rennen in den Top5 beenden. Ob er nun im letzten Fuelrun Benzin sparen musste oder einfach im letzten Renndrittel das Handling seines Autos verlor, konnte ich leider nicht ermitteln.

Unterdessen hatte Joey Logano (18.) ein Erlebnis der besonderen Art frei nach dem Motto „Wenn es schon blöd läuft, dann aber bitte auch richtig!“ Der Wildcard-Anwärter fing sich zum Start des Wochenendes eine Lebensmittelvergiftung ein, was das Team sogar dazu veranlasste, einen Ersatzfahrer in Person von Michael McDowell zu benennen, der auf dem War-Wagon der #20 seinen möglichen Einsatz erwartete. Logano biss jedoch die Zähne zusammen und setzte sich nicht nur gegen die Erkrankung zur Wehr, sondern strotze zu allem Überfluss auch noch einer defekten Helmkühlung. Wahrlich bemerkenswert…

Der bereits angesprochene zähe Mittelteil endete schließlich in Runde 241 mit einer leichten Mauerberührung von Juan Pablo Montoya (21.), was die NASCAR erneut dazu veranlasste, den Fans eine Möglichkeit zum Nachfüllen ihrer Getränke zu bescheren. Hierzu gibt es eigentlich nur zwei Dinge zu sagen: Von Montoya war mal wieder überhaupt nichts zu sehen, sein Ergebnis bestätigte die verbesserungswürdige Performance von Earnhardt-Ganassi Racing. Zudem war auch bei dieser die Caution klar erkennbar, dass sie einzig und alleine dazu diente, etwas mehr Dynamik ins Rennen zu bringen. Immerhin befanden sich zwischenzeitlich nur noch knapp 10 Fahrzeuge in der Führungsrunde, was diese Maßnahme irgendwie doch berechtigte.

Ab dem Restart in Runde 247 übernahm dann Denny Hamlin erneut das Ruder und gab die Führung auch wie zuvor erwähnt bis zur vorletzten Gelbphase nicht mehr ab. Die nächste Caution folgte allerdings schon nach knapp 20 Umläufen, weil sich ausgerechnet der Motor von Carl Edwards (36.) in Schall und Rauch auflöste, was ihn wertvolle Punkte kostete. Für den leidgeprüften Ford-Piloten ist das sicherlich ein herber Rückschlag in Sachen Chase-Qualifikation, auf die genauen Auswirkungen werde ich aber zum Ende dieses Artikels eingehen.

Die Caution kam etwas ungelegen, da man bei noch 60 zu fahrenden Runden einen weiteren Tankstopp oder mehrere Gelbphasen benötigen würde. Vorsichtshalber fingen einige Fahrer schon mal mit dem Spritsparen an, wobei aber zumindest die Rechnung des Crew-Chiefs von Kevin Harvick dann weniger optimistisch stimmte – man war nämlich ca. acht Runden short!

Beim Restart in Runde 269 ging es jedoch nicht lange gut, denn Sam Hornish Jr (11.) kam Jimmie Johnson (34.) in die Quere, wobei zusätzlich auch noch Ryan Newman (35.) mit ins Verderben gerissen wurde. Während Hornish seinen Weg zu einem recht ordentlichen Resultat fortsetzen konnte, mussten Johnson und Newman die Segel streichen. Das war besonders für Newman äußerst bitte, da er nun ähnlich wie Edwards auf einen weiteren Saisonsieg angewiesen ist, um noch den Chase erreichen zu können. Johnson verfügte in Atlanta dagegen über ein klares Shortrun-Auto, weshalb er immer pünktlich zur Halbzeit eines Fuelruns nach hinten durchgereicht wurde. Das machte die #48 zum einen nicht zu einem Siegkandidaten und zum anderen war Johnson ohnehin schon für die Playoffs qualifiziert, wodurch ihn dann aufgrund der möglichen Bonuspunkte eh nur eine Fahrt in die Victory-Lane interessierte.

Die Benzinstrategie wurde 49 Runden vor Schluss unter Gelb noch einmal richtig durcheinander gewürfelt, da sich bis auf Denny Hamlin, Martin Truex Jr, Kyle Busch und Matt Kenseth alle Fahrer für einen zusätzlichen und rettenden Boxenstopp entschieden. Ich kann nicht so richtig verstehen, wie man zu diesem Zeitpunkt bei den vier Teams denken konnte, das Rennen so beenden zu können. Nach dem Restart in Runde 279 setzte sich Martin Truex Jr an Denny Hamlin vorbei, nachdem er dies bereits kurz vor dem Ausbruch der Caution-Flut 15 Umläufe zuvor nur versucht hatte. Im Camp von Truex war man sich unterdessen ziemlich sicher, dass der Sprit reichen würde, wenn man unter Grün noch etwas sparsamer mit dem Gaspedal umginge.

Herausfinden werden wir das leider nie, da sich Jamie McMurray (24.) nur fünf Runden vor Schluss in die Mauer verabschiedete und noch eine letzte Gelbphase auslöste. An diesem Punkt ging jeder dann noch einmal tanken, weil zum einen die erste Green-White-Checkered-Verlängerung ausgerufen wurde und zum anderen noch zwei weitere davon drohten. Die Boxencrew von Denny Hamlin arbeitete hier am schnellsten und brachte die #11 wieder vor die #56 von Truex. Die finalen zwei Umläufe ließ Hamlin dann nichts mehr anbrennen und konnte sich sogar noch gegen ein Dive-Bomb-Manöver von Jeff Gordon (2.) wehren, der beim Restart seinerseits zunächst Martin Truex Jr (4.) einkassieren konnte. Letzterer musste sich sogar noch Brad Keselowski (3.) geschlagen geben, der irgendwie aus dem Nichts auftauchte. Fünfter wurde wie erwähnt Kevin Harvick.

Die Top10 komplettierten Kyle Busch, Dale Earnhardt Jr, Paul Menard, Matt Kenseth und Mark Martin. Für Menard ist Rang 8 natürlich wieder ein starkes Ergebnis, welches auch zeigt, wie gut er sich in den letzten beiden Jahren entwickelt hat. Vom Rest dieser fünf Piloten hat man mit Ausnahme von Busch eigentlich kaum etwas gesehen, vor allem Earnhardt und Martin fuhren ein sehr unauffälliges Rennen. Solche Ergebnisse könnten Junior im Chase dann weit nach vorne bringen.

Sonstige Bemerkungen: Kasey Kahne (23.) hatte im Finale anscheinend Motorenprobleme und verlor insgesamt zwei Runden. Auch Clint Bowyer (27.) hatte keinen guten Abend, denn nachdem er zuvor wegen eines Motorenwechsels vom Ende des Feldes starten musste, ging auch noch die Batterie kaputt. Während man diese an der Box wechselte, verlor Bowyer drei Umläufe. Danica Patrick (29.) schwamm unterdessen irgendwie mit und handelte sich sechs Runden Rückstand ein. Für sie geht es aber nicht um Ergebnisse, sondern um Streckenzeit und dieses Ziel hat sie kurz und knapp erfüllt.

Die Enttäuschung des Tages erlebte ausgerechnet Polesitter Tony Stewart, welcher seine im Qualifying gewonnene Initial-Führung lediglich acht Runden lang beibehalten konnte. Im gesamten Verlauf des Abends wollte das Handling an seinem Chevrolet einfach überhaupt nicht passen, was ihn zunächst in Runde 92 aus der Lead-Lap warf und am Ende nur Rang 22 für Smoke bedeutete. Stewart steht aber immerhin sicher im Chase, wobei wegen seines knappen Vorsprungs von nur 18 Punkten auf Platz 11 noch nicht klar ist, ob er auf seine drei Saisonsiege und damit die erste Wildcard zurückgreifen muss. Letzteres Szenario wäre natürlich schade, weil der Owner-Driver dann auf seine neun Bonuszähler verzichten müsste, welche ihm im Falle einer Qualifikation unter den Top10 zustehen würden.

Insgesamt betrachtet ist die Wildcard-Situation direkt vor dem letzten Rennen der Regular-Season endlich berechenbar geworden – zumindest mathematisch. Die magische Zahl für Richmond lautet dann 48, denn so viele Punkte kann man in einem NASCAR-Event noch maximal auf die Konkurrenz gutmachen. Damit sind die Top9 (+56 Zähler auf den Cut) sowie Tony Stewart (3 Saisonsiege) fest qualifiziert, was noch zwei offene Positionen für den Chase bedeutet. Die 8 Bewerber können dabei in kleine Grüppchen unterteilt werden:

- Kasey Kahne hat mit seinen zwei Saisonsiegen die besten Chancen und muss nur um die Playoff-Teilnahme zittern, falls noch jemand Stewart aus den Top10 verdrängt und gleichzeitig einer der direkten Konkurrenten einen zweiten Erfolg einfährt. Platz 10 ist für Kahne (-18) ebenfalls erreichbar, dann würde er im Chase sogar über sechs Bonuspunkte verfügen.

- Kyle Busch (-23) und Jeff Gordon (-35) sind in Reichweite der Top10, allerdings müsste Stewart in diesem Szenario schon sehr schlecht abschneiden. Mit einem zweiten Saisonsieg wäre einer der beiden Piloten sicher im Chase, solange nicht der jeweils andere noch die Qualifikation über die Punkte hinbekommt, was dann möglicherweise Stewart und Kahne in die Playoffs bringt.

- Carl Edwards (-49) und Paul Menard (-59) haben mehr als 48 Punkte Rückstand auf Platz 10, womit ein Sieg in Richmond ihren letzten Strohhalm darstellt. Dabei benötigen sie allerdings Schützenhilfe, denn weder Busch noch Gordon dürfen Stewart aus den Top10 verdrängen – solange Kahne nicht extrem früh ausfällt.

- Marcos Ambrose (-63), Ryan Newman (-72) und Joey Logano (-105) müssen gewinnen, denn die Wahrscheinlichkeit, dass sie noch an Gordon oder Busch vorbeiziehen liegt irgendwo zwischen „gering“ und „mathematisch gleich Null“. Auch hier wäre ein Verbleib von Stewart in den Top10 fast Voraussetzung.

Die ganz detaillierten Rechenspiele folgen dann in der Vorschau am Freitag, wobei wir sicherlich auch im Podcast noch genauer darauf eingehen werden. Ob ich allerdings in dieser Woche dabei bin, kann ich noch nicht sagen, da ich zeitlich leider momentan etwas begrenzt aufgestellt bin.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den Punkteständen bei den Fahrern und in der Owner-Wertung (Achtung: Alles PDF-Dateien!).

danica-patrick-nascar-atlanta-2012 Advocare-500-nascar-sprint-cup-series-atlanta-2012-green-flag brad-keselowski-atlanta-nascar-2012 kyle-busch-samantha-busch-nascar-atlanta-2012 denny-hamlin-pit-stop-atlanta-2012 nascar-atlanta-2012-sunset dale-earnhardt-jr-pit-stop-atlanta-2012 jimmie-johnson-american-flag-nascar-atlanta-2012 carl-edwards-dnf-atlanta-2012 denny-hamlin-wins-atlanta-2012 denny-hamlin-burnout-atlanta-2012 denny-hamlin-checkered-flag-atlanta-2012 Ryan-Newman-crash-atlanta-2012 2012_Atlanta_Denny_Hamlin_Celebrates_With_Burnout denny-hamlin-jeff-gordon-atlanta-2012

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August 28 2012

06:15

NASCAR: Analyse Bristol August 2012

WOW, was für ein Wahnsinns-Rennen war das denn am Wochenende? Der Umbau in Bristol hat sich absolut gelohnt und produzierte eine sehenswerte Shorttrack-Schlacht inklusive wahnsinnig vieler Siegkandidaten und einer Menge „Bumpin‘ & Bangin‘“. Dabei kam sogar eine lange vermisste, fast olympische Disziplin wieder zum Vorschein: der Helm-Weitwurf!

Zu Beginn aber erstmal hoch mit den Händen: Wer hat bei 13 Cautions (die meisten seit 2007) und 22 Führungswechseln (All-Time-Platz 5) unter 13 Fahrern eigentlich den Überblick behalten? Niemand? Finde ich ja total sympathisch! Falls ich also etwas vergessen sollte, bitte direkt per Kommentarfunktion ergänzen, danke. Jetzt aber zum wichtigsten Thema des Wochenendes, denn nachdem die Streckenbetreiber im Anschluss an das Frühjahrsrennen den Betonhobel auf das kleine Oval geschickt hatten, zeigten sich wie erhofft einige Veränderungen an den Fahrspuren. Gab es vorher zwei komplette und gleichberechtigte Linien, verfügt Bristol nach der teilweisen Entfernung des oberen progressiven Bankings nur noch über deren 1,5. Dies wirkte sich jedoch etwas anders aus, als ich zunächst gedacht hatte:

Im Prinzip blieb es nämlich trotzdem bei zwei unterschiedlichen Linien, jedoch war die obere so weit nach unten gerückt, dass sie sich zur Hälfte mit der unteren Spur überschnitt. Interessanterweise entpuppte sich nun die obere Linie als die schnellere, was wohl daran liegt, dass immer noch eine gewisse ansteigende Kurvenüberhöhung auf der Betonbahn existiert. Wie groß diese allerdings ist, weiß man bei der bescheidenen Informationspolitik des Speedways zu diesem Thema natürlich nie so genau. Wer also in der Mitte der Strecke unterwegs war, konnte sich in den meisten Fällen gegen die Konkurrenz auf der unteren Seite durchsetzen.

Gegen Ende bewegte sich die Ideallinie sogar sehr hoch in Richtung Außenmauer, da später gebremst wurde und möglichst viel Schwung mit durch die Kurven genommen werden wollte. Das alles führte automatisch dazu, dass man innen deutlich aggressiver fahren musste, um eine Position zu gewinnen. Bei einem Fahrfehler samt Unter- oder Übersteuern kam dann natürlich der Wagen auf der Außenbahn als Prellbock zum Einsatz, was öfter im Rennen zu erbitterten Kämpfen und teilweise auch zu wilden Abflügen führte. Das beste Beispiel dafür boten Matt Kenseth (25.) und Tony Stewart (27.) in Runde 333, als beide Piloten nach einem Restart fünf Runden zuvor beinhart um die Führung stritten.

Kenseth war auf der unteren Bahn unterwegs und lehnte sich großzügig bei Stewart an, welcher seinerseits natürlich keinen Meter nachgab. Es kam, wie es kommen musste, beide drehten sich in die innere SAFER-Barrier und konnten ihr Rennen danach abschreiben. Meiner Meinung nach ein klarer Rennunfall, welcher entsteht, wenn beide Piloten einfach zu hart fahren, doch Smoke sah die Sache anders und holte zum großen Wurf aus. Nachdem Kenseth seine mühsam getapte #17 wieder aus der Boxengasse schleppte, wartete Stewart noch immer am Unfallort und donnerte seinen Helm auf die Motorhaube des Fords. Lange nicht gesehen, großer Unterhaltungswert, deshalb hier nochmal:

Seinen Helm wollte Stewart übrigens nicht wieder haben, Zitat: „I don’t give a crap! To hell with the helmet!“ Mal schauen, wie es in den nächsten Wochen zwischen den beiden Fahrern weitergeht, denn Smoke hat schon angekündigt, Kenseth bei jeder ihm sich bietenden Gelegenheit abzuräumen. Auf Dauer dürfte das aber ganz schön ins Budget seines eigenen Teams gehen und Stewart wird sich vermutlich eines Besseren besinnen, sobald er denn ein paar Mal kalt geduscht hat. Diese Fehde war jedoch nicht die einzige in einer hitzigen Bristol-Nacht:

Ebenso gerieten Danica Patrick (29.) und Regan Smith (16.) in Runde 434 aneinander, um die letzte Gelbphase des Abends auszulösen. Auch hier ein ähnliches Missverständnis: Patrick dachte wohl, sie sei schon clear und zog im Ausgang von Turn 4 nach unten, wo allerdings Smith wartete. Ich hatte den Eindruck, dass er noch versuchte, den Crash zu verhindern, aber es war schon zu spät. Danica schlug hart in die innere SAFER-Barrier ein und musste somit ein recht solides Rennen beenden, in welchem sie sich bis dahin ansonsten aus allem Ärger heraushielt und durchgehend in der Führungsrunde verbleiben konnte. Smith machte mit einem Top20-Resulatet noch das Beste aus einem verkorksten Tag, denn dieses Scharmützel war nicht das einzige, an dem er beteiligt war.

Weitere Unfälle:
- Caution #1: Ken Schrader und Jason Leffler (Runde 9)
- Caution #3: Sam Hornish Jr und Kurt Busch in separaten Vorfällen (Runde 122)
- Caution #4: Motorschaden bei David Ragan – er und Kasey Kahne rutschen auf dem Öl aus (Runde 148)
- Caution #5: Ryan Newman und Jeff Burton – ausgelöst durch Juan Pablo Montoya, der Newman umdrehte (Runde 191)
- Caution #6: Aric Almirola und David Gilliland (Runde 224)
- Caution #7: Brad Keselowski (Runde 271)
- Caution #8: Regan Smith und Kurt Busch (Runde 322)
- Caution #10: Casey Mears (Runde 413)

Wie man sieht, gab es also genügend Kaltverformungen, um das Geschehen mehrmals komplett durchzumischen und den Fahrern ausreichend Möglichkeiten für unterschiedliche Strategien zu bieten. Aufgrund der vielen Gelbphasen fielen diese jedoch wie in Michigan zum Ende wieder zusammen, sodass nur Carl Edwards (22.) vier (kurze) Runden vor Schluss mit trockenem Tank ausrollte. Der einzige große Wildcard-Anwärter ohne Saisonsieg ging viel Risiko ein und blieb in Runde 415 draußen, als die meisten Piloten noch einmal zum Nachfassen kamen. Edwards muss nun eigentlich die nächsten beiden Rennen in Atlanta und Richmond gewinnen, um sicher im Chase zu stehen, ein Einzelerfolg könnte schon zu wenig sein. Allerdings gibt es auch hier noch ein paar Szenarien, in denen selbst das nicht reichen würde.

Gewonnen hat das Rennen am Ende Denny Hamlin, welcher sich in Runde 461 während des letzten Green-Flag-Runs seinerseits am spritsparenden Carl Edwards vorbeisetzen konnte – Edwards hatte zudem nicht mehr die neuesten Reifen. Hamlin hielt sich schadlos, war die meiste Zeit in den Top5 unterwegs und stieg somit in die nun vier Mann starke Riege der Dreifachsieger auf. Im Grunde genommen hätte aber auch jeder andere Fahrer in die Victory-Lane fahren können, so chaotisch verlief der Abend. Eigentlich kam es wie in den alten Zeiten darauf an, im entscheidenden Moment an der Spitze zu sein. Eine Gelbphase mehr und das Ergebnis hätte wieder ganz anders aussehen können.

Auf Platz 2 lauerte nämlich schon Jimmie Johnson, welcher bei freier Fahrt nicht mehr zu Hamlin aufschließen konnte. Johnson war zuvor nur von Rang 37 ins Rennen gegangen, weil das Qualifying wegen Regens abgesagt werden musste und sich die Startreihenfolge aus dem ersten freien Training ergab, in welchem die #48 nicht wirklich eines der schnellsten Autos war. Bis zur Hälfte der 500 Runden hatte Johnson sich aber schon in die Top5 nach vorne gearbeitet. Die Belohnung ist ein zweiter Platz in der Fahrerwertung und eine nun mittlerweile rechnerisch sichere Teilnahme am Chase.

Ein (fast) ruhiger Tag war am Ende schon fast die Garantie für ein Top5-Ergebnis, welches hinter Johnson auch sein Teamkollege Jeff Gordon (3.) sowie Brian Vickers (4.) und Marcos Ambrose (5.) einfahren konnten. Vickers zeigte sich wie bei seinem ersten Bristol-Auftritt des Jahres für Michael Waltrip Racing erneut stark, während ich von Ambrose eher ein wenig überrascht war. Der Australier legte aber in den letzten vier Saisonrennen eine sehr gute Serie hin (10/1/5/5) und fuhr jedes Mal in die Top10. Für eine Chase-Qualifikation könnte das aber leider zu spät kommen, es sei denn, er gewinnt in Atlanta oder Richmond noch ein weiteres Event. Auch Gordon bringen diese soliden Punkte-Tage bei 55 Punkten Rückstand auf Platz 10 nicht viel mehr als Momentum – er MUSS jetzt gewinnen, wenn er in die Playoffs will.

Die Top10 komplettierten Kyle Busch, Clint Bowyer, Joey Logano, Kasey Kahne und Paul Menard: Von Busch habe ich ehrlich gesagt gar nichts gesehen, doch sein sechster Platz brachte ihn dank des gleichzeitigen Ausfalls von Ryan Newman (36.) auf Wildcard-Position #2 nach vorne. Bowyer unterstrich ebenso wie sein Teamkollege Vickers die momentane Stärke von Michael Waltrip Racing, welche zusätzlich noch durch Martin Truex Jr auf Rang 11 untermauert wurde. Die beiden Vollzeitfahrer von MWR befinden sich auf Platz 5 und 6 in der Meisterschaft verdienterweise auf einem soliden Chase-Kurs. Logano hätte das Rennen auch anstelle von Hamlin gewinnen können, bedenkt man, dass er mit 139 Umläufen die meisten Führungsrunden einfuhr. Irgendwie hat er dann aber leider den Anschluss verloren und damit vielleicht seine letzte Chance auf eine Playoff-Teilnahme vergeben.

Für Dale Earnhardt Jr (12.) hatte das Rennen in Bristol eine gute und eine schlechte Seite: Zum einen war er wieder in der Boxengasse auffällig, wo er in der Anfangsphase eine Rückversetzung wegen Speedings kassierte und später eine weitere Strafe absitzen musste, weil die Pitlane bei seinem Stopp wegen einer Caution noch geschlossen war. Zum anderen ist er neben seinem Teamkollegen Jimmie Johnson ab sofort einer von insgesamt drei Piloten, die rechnerisch sicher im Chase stehen – der Dritte im Bunde ist derweil Greg Biffle (19.). Für die NASCAR ist es natürlich unbezahlbar einen konkurrenzfähigen Junior in den Playoffs zu haben, was sich hoffentlich auch bald in den Einschaltquoten und Kartenverkäufen niederschlägt.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den Punkteständen bei den Fahrern und in der Owner-Wertung (Achtung: Alles PDF-Dateien!), über die Wildcard-Situation werde ich wie gewohnt in der nächsten Vorschau ausführlicher sprechen.

IRWIN Tools Night Race 2012_Bristol2_Casey_Mears_Leads_Field_To_Green_Flag 2012_Bristol2_Cup_Michael_Buffer_Before_The_Race 2012_Bristol2_Denny_Hamlin_Dances_During_Driver_Introductions 2012_Bristol2_Ryan_Newman_Spins_In_Front_Of_Juan_Pablo_Montoya IRWIN Tools Night Race 2012_Bristol2_Danica_Patrick_Wags_Finger_At_Regan_Smith_After_Incident 2012_Bristol2_Dale_Earnhardt_Jr._Pit_Stop 2012_Bristol2_Tony_Stewart_Matt_Kenseth_Race_Alongside_Each_Other 2012_Bristol2_Denny_Hamlin_Takes_Checkered_Flag 2012_Bristol2_Denny_Hamlin_Celebrates_With_Burnout 2012_Bristol2_Denny_Hamlin_Celebrates_With_Checkered_Flag 2012_Bristol2_Denny_Hamlin_Celebrates_In_Victory_Lane

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September 16 2011

06:06

NASCAR: Vorschau Chicagoland 2011 / Chase

Nach 26 Saisonrennen beginnt an diesem Wochenende auf dem Chicagoland Speedway die Meisterschaftsentscheidung der obersten NASCAR-Liga. Im „Chase for the Sprint Cup“ wird über zehn Rennen unter zwölf Fahrern der Titel ausgefahren. In dieser Vorschau werfen wir mal einen genaueren Blick auf die Teilnehmer sowie das Format.

Der Beginn des diesjährigen „Chase for the Sprint Cup“ findet 2011, anders als noch in den vorherigen Saisons, auf dem adie Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende:

Eine gute Nachricht gab es in dieser Woche zu vermelden, denn ab dieser Saison werden neun von zehn Chase-Rennen im bekannten Format des RaceBuddy als Internet-Stream angeboten – und zwar kostenlos! Acht Kanäle (vier Streckenkameras, vier Cockpit-Perspektiven) werden aufgeteilt auf zwei Mosaiks analog zum Sommer-Service von TNT zur Verfügung stehen. Alle Rennen, welche auf ESPN übertragen werden, können im sogenannten ChaseBuddy auf NASCAR.com angeschaut werden, lediglich auf das Rennen unter Flutlicht aus Charlotte muss verzichtet werden. ABC möchte seine regionalen Affiliates nicht mit einem Stream entblößen, beim Kabelsender ESPN ist dies hingegen kein Problem. Auf der anderen Seite hoffe ich aber noch auf einen Einsatz von ServusTV beim letzten Nachtrennen der Saison. Ob der TV-Kommentar auch mit in den RaceBuddy durchgeschleift wird, ist mir leider nicht bekannt, in der Summer-Series kam es ja öfters dazu.

Der ChaseBuddy ist übrigens kein einmaliger Service, sondern gilt bis zum Ende der aktuellen TV-Verträge nach der Saison 2014. Zusätzlich werden ab 2012 ALLE(!) ESPN-Rennen im RaceBuddy gezeigt, womit nun lediglich die drei ABC-Ausstrahlungen und die FOX-Übertragungen in der Liste fehlen. Da scheint sich auch bis Ende 2014 nichts zu bewegen…

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 16.09.
16:00 Uhr, Truck Series Practice, nicht im TV
17:30 Uhr, Truck Series Final Practice, nicht im TV
18:40 Uhr, Nationwide Series Practice, nicht im TV
20:00 Uhr, Sprint Cup Series Practice, ESPN2
21:30 Uhr, Truck Series Qualifying, SPEED
22:30 Uhr, Nationwide Series Final Practice, SPEED
00:00 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED
02:00 Uhr, Truck Series Rennen (Fast Five 225), SPEED

Samstag, 17.09.
18:00 Uhr, Nationwide Series Qualifying, SPEED
19:30 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, SPEED
21:30 Uhr, Nationwide Series Rennen (Dollar General 300), ESPN2

Sonntag, 18.09.
20:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Geico 400), ESPN / RaceBuddy auf NASCAR.com

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August 26 2011

06:12

NASCAR: Vorschau Bristol August 2011

Drei Nachtrennen trennen die Sprint-Cup-Piloten noch vom Meisterschaftsendspurt in diesem Jahr. Doch für den Chase muss man sich auch erstmal qualifizieren und auf dem Bristol Motor Speedway wird an diesem Wochenende das nächste Kapitel in diesem Buch geschrieben. ServusTV überträgt dabei wieder LIVE in der Nacht von Samstag auf Sonntag!

Der adie Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende:

Die Trucks sind in dieser Woche zwar ebenfalls in Bristol mit dabei, fuhren ihr Rennen aber bereits am Mittwoch aus. Da nur die Hauler und das Equipment zweier Rennserien im kleinen Kolosseum von Bristol Platz finden und die Nationwide Series den Sprint Cup am Wochenende zusätzlich unterstützen soll, mussten die Trucks schon vorher ran. Das Rennen gewann Kevin Harvick, welcher damit den dritten Saisonlauf in Folge für sich verbuchen konnte. Kyle Buschs Toyota-Truck fiel einem Unfall zum Opfer und wurde nur auf Platz 30 gewertet.

Das Sprint-Cup-Rennen wird an diesem Wochenende mal wieder von ServusTV übertragen, ebenso wie übrigens auch das Finale des Kampfs um die Chase-Qualifikation aus Richmond in zwei Wochen. Ab 01:30 Uhr zeigt der österreichische Sender das Rennen in HD und Zweikanalton. Die deutschen Kommentatoren sind Andreas Gröbl und Christian Kuhn, welche nach einhelliger Meinung hier in den Kommentaren schon beim Rennen aus Daytona einen guten Job erledigt haben. Bei mir funktionierte im Juli auch der Webstream zu ServusTV während des Daytona-Rennens, was eigentlich kaum einen Zuschauer ausschließen dürfte, sollte es erneut im Internet verfügbar sein. Als besonderer Bonus wurde Daytona ja werbefrei gesendet und man wird abwarten müssen, ob das auch in Bristol und Richmond so bleibt.

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 26.08.
15:00 Uhr, Nationwide Series Final Practice, SPEED (TV um 15:30 Uhr)
18:00 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
20:30 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED
21:30 Uhr, Nationwide Series Qualifying, SPEED
23:00 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, SPEED
01:30 Uhr, Nationwide Series Rennen (Food City 250), ESPN2

Samstag, 27.08.
01:30 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Irwin Tools Night Race), ABC / ServusTV

In eigener Sache:

Zum Schluss möchte ich mich noch zu den Kommentaren für die Michigan-Analyse äußern. Falls in den letzten Wochen der Eindruck entstanden sein sollte, dass ich hier bewusst NASCAR-Bashing betreiben möchte, dann ist das meine Antwort dazu:

NASCAR ist der Grund, warum ich damals zum Racingblog kam und NASCAR ist gleichzeitig auch mein liebstes Hobby! Versteht mich bloß nicht falsch, ich liebe NASCAR wirklich sehr. Was in den letzten Rennen aber abgelaufen ist, kann man wahrlich nicht mit der Situation vor 2011 vergleichen. Schaut man sich bei Jayski.com beispielsweise einfach mal die Anzahl der Cautions im Vergleich über die Jahre an, dann kann man sehen, dass sich in puncto Rennfluss wirklich etwas verändert hat und das ist sicherlich nicht der einzige Aspekt.

Weniger Cautions/Unfälle und weniger technische Defekte bringen die Rennen in den letzten Monaten eher in einen europäischen Fluss, was mir nicht wirklich gefällt. Schließlich habe ich mich mit meiner Rückkehr zur NASCAR 2007 eigentlich der amerikanischen Variante des Motorsports verschrieben (Geschmäcker sind halt verschieden, was aber nicht heißt, dass ich gerne Unfälle sehen will oder sowas!). Die hohe Leistungsdichte trägt im Moment ihr Übriges dazu bei: Zwar dominieren immer wieder andere Fahrer und das ist ja auch schön, doch tun sie dies meist über das gesamte Rennen, da einer kleiner Unterschied in der Performance oft einen großen Sprung nach vorne oder hinten ermöglicht. Letzteres kommt seit diesem Jahr VERSTÄRKT vor, obwohl es sowas in Pocono oder Michigan schon länger gab. Dazu kommt, dass nur noch knapp 30 Autos ernsthaft um irgendwas mitfahren, während es bei meinem Wiedereinstieg 2007 noch mehr als 40 waren…

Kritik ist auch nicht immer nur schlecht, hat es doch in Pocono über die letzten zwei Jahre für viele Verbesserungen gesorgt! Fans von dortigen 500-Meilen-Rennen ohne SAFER-Barrier haben selbstverständlich mein vollstes Mitgefühl. Außerdem sehe ich nicht alles nur negativ: Es gibt nämlich durchaus positive Aspekte, welche ich in den Artikeln hier auch erwähne: Die Rennen werden zum Beispiel zwar weniger abwechslungsreich (langweiliger), die Meisterschaft wird wegen der hohen Leistungsdichte aber zunehmend spannender. Zudem gibt es nun mal Strecken, die nicht gerade für spannende Rennen bekannt sind und davon folgten zuletzt einige Ausgaben aufeinander. Über die Reihenfolge kann man sich natürlich streiten, ich persönlich fand Pocono wirklich interessanter als Michigan von letzter Woche!

Falls jemand wissen möchte, warum ich bei den Samstag-Nacht-Rennen öfter einschlafe: Das liegt nicht (nur) an der mangelnden Abwechslung über drei Stunden Rennzeit, sondern auch daran, dass ich unter der Woche einen Hauptberuf habe. Als Student ist mir sowas nicht passiert, aber da hatte ich natürlich auch noch ganz andere Zeiten! ;o) Dass man dann in der Nacht ab 1 Uhr eher müde ist, können viele Leser sicherlich verstehen und/oder nachvollziehen.

Zu guter Letzt: Das hier ist ein Blog und das bietet mir daher auch die Möglichkeit, subjektiv meine Meinung zu äußern. Und das ist sicherlich einer der Gründe, warum ihr gerne zum Lesen und Mitmachen hier auf die Seite kommt und womit wir uns von anderen Angeboten im Netz unterscheiden/abgrenzen.

Fazit: Ich liebe NASCAR, aber nicht um jeden Preis! Kritik muss erlaubt bleiben und dafür haben wir hier auch den Kommentarbereich. Für Meinungen gilt das sowieso und nur weil ich ein Rennen langweilig fand, müsst ihr das nicht genauso sehen und andersherum. Trotzdem bemühe ich mich immer, meine persönliche Meinung von der eigentlichen Analyse zu trennen.

Vielen Dank für eure bisherigen Kommentare und ich denke, dass nach diesen Zeilen noch einige dazukommen werden.

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August 16 2011

16:47

NASCAR: Analyse Watkins Glen 2011

Einen Tag später als geplant konnte das zweite Rundkursrennen der Saison in Watkins Glen über die Bühne gebracht werden. Die Warterei war nicht vergeblich, denn die Fans wurden mit einem spannenden Rennen belohnt: Marcos Ambrose fuhr endlich seinen ersten Cup-Sieg, während nicht nur Boris Said und Greg Biffle für ordentlich Action sorgten.

Marcos Ambrose hat lange auf diesen ersten Cup-Sieg warten müssen, nachdem er 2008, 2009 und 2010 schon drei Mal in Folge das Nationwide-Rennen in Watkins Glen gewinnen konnte. Letztes Jahr verhagelte ihm der Spritsparmodus unter Gelb in Sonoma schon einen sichergeglaubten Erfolg, als der Motor in der steilen Bergaufpassage nach der Zielgeraden nicht wieder ansprang und Ambrose seine Führung an den späteren Sieger Jimmie Johnson abgeben musste. Etwas mehr als ein Jahr später steht nun der zweimalige, australische V8-Supercar-Champion endlich in der Victory-Lane und das auch äußerst verdient. Seinen Erfolg hat er sich ganz alleine herausgefahren und musste dieses Mal auch nicht am Benzin sparen, obwohl das Rennen durchaus auch zum Spritpoker hätte verkommen können.

Kyle Busch brachte das Feld zur grünen Flagge und behielt die Spitzenposition insgesamt über die Hälfte der Renndistanz bei. Beim Start musste er sich aber direkt dem Duo von Richard Petty Motorsports geschlagen geben, denn zunächst gaben AJ Allmendinger und Marcos Ambrose den Ton an. In den ersten Runden rutschte bereits Kurt Busch von der Strecke und musste sich an der Box den Kühlergrill reinigen lassen. Blöderweise kam er genau zwischen den beiden Petty-Fords wieder auf die Strecke zurück. Busch wehrte sich so vehement gegen seine Überrundung, dass er Allmendinger kurzerhand abschoss. Letzterer sann über den Funk sofort nicht gerade jugendfrei nach Rache, woraus jedoch nichts werden sollte – zumindest nicht in Watkins Glen, doch dazu später mehr.

Kyle Busch versuchte derweil, wie sein Bruder Kurt in Sonoma, mit einer Zweistopp-Strategie ins Ziel zu kommen. Marcos Ambrose und unter anderem auch Juan Pablo Montoya kamen allerdings recht früh zu ihrem ersten Pitstop, da hier zum Teil auch noch die Rechnung bis zur Halbzeit gemacht wurde, denn der Regen gefährdete zunächst ebenfalls den Montagstermin. Als Montoya und Ambrose in Runde 17 die Box ansteuerten, konnten sie sich sicher sein, zumindest an der Wertungsgrenze (50% des Rennens) in Führung zu liegen, falls es denn erneut regnen würde. Die neuen Reifen waren nämlich schnell genug, um in kürzester Zeit das gesamte Feld umzukrempeln, während vorne Kyle Busch einsam seine Runden abspulte.

Pünktlich zum Ende des Fuel-Windows in Runde 28 rollte dann Greg Biffle ohne Sprit aus, was auch zeigte, dass der Benzinverbrauch sich am Montag nicht gerade als zuverlässig bekannt bezeichnen ließ. Einige Fahrer wie z.B. Jeff Gordon und Jimmie Johnson waren daher ebenfalls schon vor der Caution zum Tanken gekommen. Während die meisten Piloten nun ihre leeren Tanks nachfüllen konnten, kamen Allmendinger und Johnson nur für zwei neue Reifen an die Box und Ambrose sowie Montoya verzichteten sogar gänzlich auf ein Nachfassen, was ihre unterschiedliche Strategie noch einmal unterstrich und die beiden Fahrer wieder in Führung spülte.

Um Runde 40 herum war dann allerdings auch deren Tank leer, was zuerst Ambrose (R38) und danach auch Montoya (R42) zum Pitstop zwang und Kyle Busch direkt zur Halbzeit (R45) wieder an die Spitze des Feldes brachte, da auch Jeff Gordon langsam aber sicher mit alten Reifen zurückfiel. Jimmie Johnson kam übrigens in Runde 43 zum Nachfassen.

Gelbphase #2 war dann wenig später der Grund, warum Kurt Busch keine Rache mehr von AJ Allmendinger fürchten musste, auch wenn das die Situation für ihn nicht besser machte: Ein Reifenplatzer im leicht überhöhten Turn 5 direkt nach dem Inner Loop (Busstop-Schikane) katapultierte Buschs Penske frontal mit einer Menge Geschwindigkeit in die Reifenstapel. Der Onboard-Kamera konnte man dann ganz gut entnehmen, wie das HANS-System seine Arbeit verrichtete, sodass Busch dem Wrack gottseidank unverletzt entsteigen konnte.

Dies sollte allerdings nicht der letzte Unfall des Tages dieser Art bleiben, denn nur gut 15 Runden später ereilte Denny Hamlin derselbe Defekt beim Anbremsen auf den abschüssigen Turn 1. Auch hier folgte ein sehr harter Einschlag, zum Glück jedoch ebenfalls ohne schlimme Folgen. Die Ursache für die Reifenschäden müssen wohl bei den sehr heißen Temperaturen der Bremsen auf Rundstrecken gesucht werden. Obwohl die Bremsen wirklich massiv durch eigene Lüfter und den Fahrtwind gekühlt werden, lässt sich ein Überhitzen bei Überbremsen der Fahrzeuge leider nie ganz vermeiden. Die Hitze setzt dann den Reifen derartig zu, dass sie einfach irgendwann nachgeben. Schlimmer hätte es nur kommen können, wenn einem Fahrer womöglich gar eine ganze Bremsscheibe geplatzt wäre.

Zwischen diesen beiden Gelbphasen kamen dann die unterschiedlichen Strategien sehr schön zum Tragen, als zunächst Brad Keselowski die Führung auf der Rennstrecke von Kyle Busch übernahm, nur um kurze Zeit später den vorletzten Boxenstopp absolvieren zu müssen. Das brachte nun natürlich wieder Ambrose und Montoya in Führung, die bei normalem Rennverlauf nur noch einen finalen Pitstop vor sich haben würden. Diesen legten sie übrigens zwei Umläufe vor Hamlins Umfall in Runde 64 ein, wobei ihnen die anschließende Caution sogar wertvolle Spritspar-Runden für eine später auch eingetretene Green-White-Checkered-Verlängerung einbrachte.

Der Rest des Feldes absolvierte den letzten Boxenstopp während dieser Caution und damit waren dann auch wieder alle Fahrzeuge annähernd in derselben Sequenz unterwegs. Für Ambrose und Montoya kam die Gelbphase leider zwei Runden zu spät, denn sie verloren wertvolle Zeit an der Boxengasse, während die Konkurrenz unter Renntempo an ihnen vorbeidonnerte. Kyle Busch konnte dagegen unter Gelb ganz gemütlich zum Nachfassen erscheinen und die Führung verteidigen. Die Ausgangssituation für das Finale über 21 Runden war damit geschaffen:

Kyle Busch führte das Feld vor Brad Keselowski, Martin Truex Jr und Marcos Ambrose zum Restart, Juan Pablo Montoya war in diesem Moment meiner Erinnerung nach Fünfter. Das Problem von Ambrose und Montoya war nun, dass sie ihre Track-Position bis zum Führenden Busch auf der Strecke gutmachen mussten. Dem Australier gelang das wirklich vortrefflich, denn er war sechs Runden später bereits Zweiter hinter Busch, während Montoya eher zurückfiel und seinen fünften Rang zehn Umläufe nach dem Restart bereits an einen heranstürmenden Jimmie Johnson abgeben musste.

Zehn Runden vor Schluss begann dann die vermeintlich entscheidende Rennsituation, als Marcos Ambrose damit begann, sich Kyle Busch zurechtzulegen. Sechs Umläufe lang gelang es Ambrose allerdings nicht, die Führung zu übernehmen, auch wenn er Busch in den einen oder anderen Fehler zwingen konnte. Dann gab plötzlich auch bei Paul Menard ein Reifen nach, was einen Einschlag inkl. Ölfeuer unter der #27 ausgangs von Turn 5 zum Ergebnis hatte. Natürlich rief NASCAR die vierte Caution aus, weil die Strecke eingehend gesäubert werden musste. Diese längere Maßnahme führte dann dazu, dass der finale Restart direkt als erste Green-White-Checkered-Verlängerung ausgerufen wurde.

Diese begann Kyle Busch auf der Innenseite gegen Marcos Ambrose in Reihe 1, gefolgt von Brad Keselowski und Martin Truex Jr. Innerhalb von einer halben Runde war das Rennen dann entschieden und obwohl Ambrose zunächst mit durchdrehenden Reifen nicht von der Stelle kam, verließ er trotzdem den Inner Loop als neuer Führender. Das passierte, weil zunächst Kyle Busch zu schnell in die Kurve fuhr und innen vom lachenden Dritten Brad Keselowski überholt wurde. Alle drei Piloten waren dann three-wide unterwegs, wobei Busch außen auf dem Gras den Kürzeren zog. Für den neuen Führenden Keselowski war dann vor der Busstop-Schikane Schluss, als Marcos Ambrose auf der Bremse die Position an der Spitze eroberte.

Im Normalfall hätte der Australier jetzt noch mehr als eine Runde zittern müssen, doch nachdem die weiße Flagge draußen war, gab es im Mittelfeld einen massiven Unfall in den Esses (Turns 2, 3 und 4) unter Beteiligung von Boris Said, David Ragan und David Reutimann. Außerdem rodelte Tony Stewart im Inner Loop durchs Gras und räumte dabei noch Clint Bowyer ab. NASCAR machte das einzig Richtige und brach das Rennen mit Marcos Ambrose als verdientem Sieger direkt ab, um den schlimmen Crash am Anfang der Strecke auflösen zu können.

Said hatte auf der Außenseite keinen Platz mehr, ohne selber auf das Gras zu gehen. Daher drehte er in einem typischen Rennunfall stattdessen David Ragan mit der linken Frontpartie zuerst in die Leitplanke. Dabei verletzte sich Ragan nach eigener Aussage leicht am Fuß, da ihm die Fußstütze bzw. -ablage entgegen kam und auch die Pedale einen gehörigen Satz nach rechts machten. Anschließend schoss der Ford mit der #6 quer über die Strecke und traf blöderweise direkt David Reutimann, der dann mit der Fahrerseite zuerst direkt in die gegenüberliegende Leitplanke krachte und sich danach über die Fahrbahn zurück mehrfach überschlug. Kein schöner Anblick und der Unfall ging zum Glück sehr sehr glimpflich aus.

Später forderten beteiligte Fahrer auch an dieser Stelle die Errichtung einer SAFER-Barrier, nachdem zuletzt schon in Turn 10 und 11 eine solche installiert worden war. Grundsätzlich ist diese Forderung zu begrüßen und zu unterstützen, doch leider wird auch hier wieder klar, dass die – für ein solches Upgrade relevanten – Streckenteile vielmals erst nach einem schweren Unfall offenbar werden. Im Grunde genommen könnten viele Rundkurse und Ovale noch weitere Sicherheitsüberholungen vertragen, doch wer investiert schon gerne die Millionen an Umbaukosten.

Der ganz große Spaß brach dann nach dem Rennen los, als ESPN plötzlich hektisch in den Garagenbereich schaltete, wo sich Boris Said mit Greg Biffle ziemlich in der Wolle hatte. Offenbar ging es wohl um eine mir unbekannte Szene während des Rennens, als der Ford-Pilot laut Said trotz Rundenrückstand sehr unfair gefahren sein soll. Dabei wurden beide Piloten auch massiv handgreiflich und ein sehr aufgebrachter Boris Said kündigte an, Greg Biffle unter der Woche mal einen Besuch abzustatten. Die Szene möchte ich hier noch einmal in Bild und Wort wiedergeben, sicherlich schon sehr kurios die Nummer:

“He’s the most unprofessional little scaredy cat I’ve ever seen in my life,” Said fumed. “He wouldn’t even fight me like a man after. So, if someone texts me his address, I’ll go see him Wednesday at his house and show him what he really needs. He needs a whipping, and I’m going to give it to him. He was flipping me off, giving me the finger. Totally unprofessional, two laps down — I mean he is a chump.”

“I went over there to go talk to him. He wouldn’t even let me get out of the car. He comes over and throws a few little baby punches, and then when I get out, he runs away and hides behind some big guys. But he won’t hide from me long. I’ll find him. I won’t settle it out on the track. It’s not right to wreck cars, but he’ll show up at a race with a black eye one of these days. I’ll see him somewhere.”

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden</a>. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Punkteständen bei den Fahrern und

August 09 2011

06:18

NASCAR: Analyse Pocono August 2011

Pocono hat exakt gehalten was es im Vorfeld versprach, nur das Wetter hat dem Rennen am Wochenende einen gehörigen Strich durch die Rechnung gemacht. Fünf Stunden dauerte deshalb die Sprint-Cup-Veranstaltung und am Ende gewann ein verletzter Brad Keselowski – der Fahrer, von dem man es wohl am wenigsten erwartet hätte.

Das sage ich nicht etwa, weil Keselowski nicht fahren könnte. Viel mehr geht es darum, dass es sich mit einem gebrochenen (Ja, er ist doch gebrochen!) Knöchel wirklich schwerlich Auto fahren lässt. Bei Tests in Road Atlanta hatte der Penske-Pilot einen schweren Unfall, nachdem die Bremsen an seinem Dodge versagten. Mit 160 km/h schlug er in eine mit Reifenstapeln „gesicherte“ Betonwand ein und verletzte sich dabei wie durch ein Wunder „nur“ an seinem Knöchel. Die zugehörigen Bilder hatte ich ja bereits in der Vorschau gepostet und selbst Keselowski gab später zu, dass er da wohl eine ganze Menge Glück gehabt hatte! Erschwerend kam am Sonntag in Pocono die Tatsache hinzu, dass seit einer Veränderung der Gear-Rule seitens NASCAR in diesem Jahr auf dem Trioval wieder geschaltet wird, um das beste Drehmoment für die langen Geraden zu erwischen.

Die 500 Meilen dürften für Brad Keselowski also nicht schmerzfrei über die Bühne gegangen sein, was seinen Erfolg natürlich noch weiter aufwertet. Da kann man von dem Burschen halten, was man will, aber das ist schon eine Hausnummer, bei 200mph 200 Runden lang die Zähne zusammenzubeißen und dann noch den Sieg mit nach Hause zu nehmen. Die Ausgangsposition für seinen Sieg legte Keselowski gemeinsam mit dem Teamkollegen Kurt Busch kurz vor der gut 100-minütigen Regenunterbrechung. Die beiden Penske-Piloten kamen gemeinsam vor dem Rest des Feldes zum Tankstopp und sahen sich danach die Spitze vorerst von den hinteren Plätzen an. Dann fiel allerdings der Regen und es sah nach dem Rennen eines anderen Fahrers aus:

Nach 124 Runden lag Joey Logano in Front, als es nass wurde. Logano hatte das Rennen vorher schon für über 40 Umläufe angeführt und gemeinsam mit seinen Teamkollegen Kyle Busch und Denny Hamlin einen Anspruch auf den Rennsieg angemeldet. Die drei Fahrer von Joe Gibbs Racing lagen unter roter Flagge auf den Plätzen 1,3 und 4, nur getrennt durch Jimmie Johnson auf Rang 2. Im ersten Moment dachte ich nach einem Blick auf das Radar, dass die nächste Regenfront einfach zu schnell nachziehen würde, um eine Wiederaufnahme des Rennens ermöglichen zu können. Wäre es so gewesen, wäre dieser Artikel vermutlich jetzt zu Ende. Doch irgendwie gab es eine Veränderung in der Macht und der Regen blieb aus, noch dazu konnte man das 2,5-Meilen-Oval in weniger als den üblichen zwei Stunden wieder abtrocknen. Das Rennen wurde fortgesetzt…

Da zu diesem Zeitpunkt alle Piloten bis auf die Penske-Teamkollegen am Ende ihres Spritfensters angelangt waren, mussten sie nachfassen. Brad Keselowski und Kurt Busch wurden daher sofort nach den Boxenstopps an die Spitze des Feldes gespült und waren auch durch weitere Green-Flag-Pitstops und eine letzte Caution nicht mehr aus den Top5 zu vertreiben. Hier zeigte sich wieder ganz klar, was in Pocono am wichtigsten ist, nämlich Track-Position. Wie in der Vorschau beschrieben, zog sich das Feld nach maximal fünf Runden massiv auseinander und verteilte sich auf dem riesigen Trioval. Während der Restarts war es aber wie erwartet durchaus spaßig und es ging teilweise five-wide zu Sache. Eigentlich müsste man in Pocono das Rennen auf 300 Meilen verkürzen und alle 10-20 Runden eine Competition-Caution werfen, dann hätte man eine Menge Spaß!

Nachdem die Penske-Piloten ihre Führung in Folge der letzten Boxenstopps unter grüner Flagge an Kyle Busch verloren hatten, gerieten 20 Umläufe vor Schluss Juan Pablo Montoya und Kasey Kahne aneinander. Der Kolumbianer „übersah“ Kahnes Red-Bull-Toyota auf der Außenseite bei der Ausfahrt aus Turn 1, weil sein Spotter kurzzeitig am Funk gestört wurde. Das „Outside“-Kommando kam anscheinend nie bei der #42 an, weshalb der Tag für beide Fahrer nach dem folgenden Mauerkontakt gelaufen war. Für Montoya ist der Chase damit außerhalb seiner eigenen Reichweite, denn selbst ein Rennsieg nützt ihm jetzt kaum noch etwas: Erstens haben bereits zu viele Piloten vor ihm eine Fahrt in die Victory-Lane vorzuweisen und zweitens bleiben die Wildcard-Plätze außerhalb der Top20 unerreichbar und dort befindet Montoya sich nun!

Zurück zum Rennen: Die letzte Caution wurde noch einmal zum Tanken und Reifenwechseln genutzt und brachte die erste Reihe unverändert zum Restart: Kyle Busch vor Brad Keselowski und Jimmie Johnson. Letzterer witterte seine Chance und scherte nach der Ziellinie unten aus, um beiden Autos auf einmal zu schnappen. Da Busch jedoch konterte, konnte Keselowski die Führung übernehmen. Sofort zog sich das Feld wieder auseinander und die Clean-Air an der Spitze rettete der blauen #2 die Spitzenposition bis ins Ziel. Kyle Busch konnte kämpfen wie er wollte und das tat er auch, doch trotz Quersteher in der letzten Kurve der letzten Runde blieb Keselowski für ihn unerreichbar. Trotzdem sollte Buschs Leistung in einem guten Licht gesehen werden:

Bereits früh im Rennen warf der jüngere Busch-Bruder fast alle Chancen auf ein solides Ergebnis weg, als er sich ausgangs von Turn 3 drehte und fast in der Boxenmauer landete. Um keinen Reifenschaden mit den entstandenen Bremsplatten auf einer Extrarunde zu riskieren, musste er direkt in der noch gesperrten Boxengasse zum Reifenwechsel kommen. Weil NASCAR sowas natürlich nicht erlaubt, musste er beim Restart zurück ans Ende der längsten Schlange. Doch Busch kämpfte sich wie gesehen zurück.

Ebenfalls im Pech aber ohne Rebound fanden sich folgende Piloten wieder:

- David Ragan löste die zweite Gelbphase in Runde 20 aus und beschädigte sich seinen Wagen fast irreparabel. Somit verlor er am Schluss 51 Umläufe und kam nur als 34. ins Ziel.

- Joey Logano sah zunächst wie der sichere Rainout-Sieger aus, kam dann aber nach dem Neustart ganz schön unter die Räder: Ein Reifenschaden spät im Rennen zwang ihn zu einem unplanmäßigen Boxenstopp unter Grün und bedeutete am Ende nur Platz 26.

- Was für Joe Gibbs Racing so gut begann, endete schließlich nur für Kyle Busch mit einem (fast) Happy-End. Denny Hamlin, der dritte Fahrer im Bunde, musste aufgrund einer abgefallenen Radmutter beim letzten Pitstop auf eine bessere Platzierung verzichten. Immerhin sprang noch Rang 15 raus, auch wenn im Kampf um eine Chase-Teilnahme natürlich weitere Rennsiege her müssen!

Außerdem gerieten noch Kurt Busch und Jimmie Johnson in den letzten Runden beim Kampf um Platz 3 teilweise heftig aneinander. Während Johnson der Meinung war, dass Busch nicht fair gegen ihn gefahren sei, forderte Letzterer natürlich sein Recht auf Positionsverteidigung ein. Man konnte nicht genau sehen, ob Busch wirklich zu hart im Zweikampf unterwegs war, doch den Auslöser der Anklopf-Orgie startete Johnson mit einem echt überflüssigen Fast-Rempler. Dass Busch sich sowas nicht bieten lassen würde, war klar und so rempelte er die #48 einmal heftig an, was Johnson auch gleich an die #22 zurückgab. Nach der Zieldurchfahrt unterhielten sich die beiden Piloten noch einmal ausführlichst in der Boxengasse über den Vorfall und konnten sich nicht wirklich einig werden. Eine körperliche Auseinandersetzung blieb aber aus, auch wenn es zwischenzeitlich doch danach aussah.

Für Brad Keselowski bedeutet sein zweiter Saisonsieg außer dem Vorstoß in die Top20 der Fahrerwertung  damit verbunden  natürlich auch das derzeitige Anrecht auf den ersten Wildcard-Platz. Zwei Erfolge sind an dieser Stelle zwar schon eine gute Leistung, doch innerhalb von zwei Rennen könnte sich mit Rennsiegen der falschen Fahrer das Blatt ganz schnell wieder drehen. In den Top10 der Meisterschaft hat sich dagegen kaum etwas geändert: Carl Edwards führt weiterhin vor Jimmie Johnson, dahinter stehen jetzt Kyle Busch, Kurt Busch, Kevin Harvick und Matt Kenseth in veränderter Reihenfolge.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden</a>. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Punkteständen bei den Fahrern und

July 15 2011

06:21

NASCAR: Vorschau New Hampshire Juli 2011

Im letzten Jahr war New Hampshire noch der Startschuss für das Race to the Chase, doch mit dem überarbeiteten 2011er-Kalender sind wir um die gleiche Zeit schon weiter im Rennen um die besten Plätze in den Playoffs. Acht Rennen verbleiben den Piloten ab diesem Wochenende noch, um die Teilnehmer der Titeljagd auszufahren.

Am Wochenende besuchen die beiden höchsten Rennklassen der NASCAR zum ersten Mal in diesem Jahr den adie Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende:

Der Sprint Cup wird in New Hampshire von der Nationwide Series unterstützt und beide Ligen bieten sowohl Freitag als auch Samstag jede Menge Programm für den Couch-Potato. Dazu kommt, dass nach einigen Nachtrennen endlich wieder früher losgefahren wird, damit wir dann auch mal etwas mehr Schlaf bekommen. Zusätzlich sind die Trucks in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Iowa für all jene Fans unterwegs, die trotzdem nicht genug von den Flutlichtrennen bekommen können. Ich habe unten mal nur das Rennen aufgelistet, Trainings und Qualifying werden eh nicht übertragen.

Achso, bevor ich es vergesse: Nach New Hampshire geht der Sprint Cup in sein letztes Off-Weekend für dieses Jahr und zwar weit früher als sonst. Zwar gab es vor dem Indianapolis-Ausflug schon länger ein freies Wochenende, doch im alten Kalender bot NASCAR den Teams auch nach Bristol kurz vor dem Ende des Race to the Chase noch eine Pause an. Das heißt dann, dass der Cup seine zweite Saisonhälfte fast vollständig in 17 Wochen am Stück durchzieht. Ganz schön heftig… Wer trotzdem nicht auf NASCAR verzichten kann oder will, holt sich am besten seine Dosis Racing in Nashville ab, denn dort sind Nationwide Series und die Trucks unterwegs – selbstverständlich nachts!

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 15.07.
16:30 Uhr, Nationwide Series Practice, nicht im TV
17:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
19:30 Uhr, Nationwide Series Final Practice, SPEED
21:00 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, SPEED

Samstag, 16.07.
15:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
16:30 Uhr, Nationwide Series Qualifying, SPEED
17:45 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED
21:30 Uhr, Nationwide Series Rennen (New England 200), ESPN
02:00 Uhr, Truck Series Rennen (Coca-Cola 200 presented by Hy-Vee), SPEED

Sonntag, 17.07.
19:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Lenox Industrial Tools 301), TNT / NASCAR.com RaceBuddy

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June 21 2011

06:16

NASCAR: Analyse Michigan 2011

Ein echter “Burner” war das Rennen in Michigan ja nicht gerade, was Denny Hamlin aber am Ende vermutlich am allerwenigsten störte.

Es ist immer so eine Sache mit den ultrabreiten 1.5 Meilen Ovalen. In Las Vegas sind die Rennen durchaus brauchbar, in Michigan eher nicht. Und dabei sind beide Ovale fast baugleich, lediglich 2 Grad Banking gibt es in Las Vegas, was ja nun nicht den großen Unterschied machen sollte. Michigan steht meist für Verbrauchsrennen mit wenig Gelbphasen, was dann, ähnlich wie in Pocono dann immerhin den Vorteil hat, dass die Rennen auch schneller vorbei sind. In der Riesenschüssel von Michigan gab es leider auch wenig Abwechslung an der Spitze. Das Rennen teilten sich mehr oder weniger die Gibbs- und die Roushtruppe unter sich auf. Vor allem Roush ist rechtzeitig zum Sommer in guter Form und bringt seine Fahrer wieder in aussichtsreiche Position. Edwards führt die Meisterschaft an, Kenseth lauert auf P6, nur Biffle ist noch nicht im Chase. Größere Sorgenfalten gibt es derweil im Hendrick Lager.

Doch zunächst zum Rennen, dass wie erwähnt eher im Bereich “Muss man nicht sehen” angesiedelt ist. Pole-Sitter Kurt Busch führte das Feld zwar nach der ersten Runde an, aber nach 12 Runden war dann schon der erste Roush-Fahrer in Form von Greg Biffle an der Reihe. Bis zur Halbzeit tat sich vorne kaum etwas, sei denn Biffle und Carl Edwards lösten sich an der Spitze an. Auch Matt Kenseth war vorne zu finden hielt sich aber zurück und ließ Edwards und Biffle gewähren. Die Duelle um die Spitze waren nett, aber eben auch etwas fad. Etwas mehr Pfeffer kam in die Sache, als Kyle Busch seinen Toyota nach vorne schieben konnte. Die Gibbs Motoren waren offenbar die einzigen, die mithalten konnten, denn auch Denny Hamlin hielt sich relativ weit vorne. Nur Joey Logano kam mal wieder nicht vom Fleck.

Bis Runde 158 tat sich wenig, dann löste ein unglücklicher Crash zwischen Montoya und Andy Lally eine entscheidende Safety Car Phase ein. Montoya war mitten im letzten Turn der Sprit ausgegangen und er versuchte noch in die Boxeneinfahrt zu kommen, als Lally von hinten angerauscht kam und das Heck der #43 traf. Für den Kolumbianer war es ein Wochenende zum Vergessen. In der Quali lief es schon nicht und im Rennen ging nach vorne gar nichts. Montoya konnte zwar weiterfahren, endete aber auf P29, was seinen Chase-Ambitionen auch nicht gerade gut tut. Auch bei seinem Teamkollegen Jamie McMurray lief es nicht wirklich gut. Der blieb im gesamten Rennen auffällig und blieb im Mittelfeld stecken. Im Ziel landete er auf P19.

Die Gelbphase lag zu einem interessanten Zeitpunkt, mit noch ca. 40 Runden zu fahren. Das lag ganz knapp im Benzinfenster der meisten Teams, allerdings durfte dann auch kein GWC mehr kommen. Also verordneten die meisten Crew Chiefs ihren Fahrern eine Benzin-Diät. Vor allem Kenseth wurde darauf aufmerksam gemacht, dass er rund zwei Runden “short” sei, was dieser mit leichten Ungefallen per Boxenfunk quittierte, weil er die Führung an Edwards abegeben musste. Der segelte dann auch davon und schien das Rennen als Sieger beenden zu könnne.

Doch dann hämmerte Junior seinen Wagen in die Mauer und in Runde 192 gab es wieder Gelb. Earnhardt war in Michigan eigentlich sehr gut unterwegs. Er hatte mal wieder einen Top 10 Wagen und lag teilweise auf P5. Doch eine verlorene Radmutter zwang ihn zu einem Extra-Stopp und er landete auf P19. Dort traf er dann unglücklicherweise auf Mark Martin, der Ausgangs Turn 2 massives Untersteuern hatte und Junior leicht in die Mauer zwang. Ein paar Runden später verabschiedete sich dann der rechte Vorderreifen von Junior, was den Abflug erzwang. Dennoch mal wieder ein gutes Rennen für Junior.

Die Pause nutzten alle Fahrer um an die Box zu gehen und nachdem die Stopps absolviert waren, lag plötzlich Denny Hamlin an der Spitze, dessen Team am schnellsten gearbeitet hatte. Seine “Pole” setzte er dann in eine Führung um, die er leicht ausbauen konnte, da sich Matt Kenseth und Carl Edwards zunächst nicht so richtig einig waren, wer denn nun hinter Hamlin her sollte. Kenseth entschied das Duelle für sich, hatte aber die entscheidenden Sekunden verloren und konnte Hamlin nicht mehr einholen.

Auf den Plätzen hinter Hamlin und Kenseth landeten Kyle Busch, der erstaunliche Paul Menard, Carl Edwards, Ryan Newman, Tony Stewart, Clint Bowyer, Mark Martin und Brian Vickers. Vor allem für das gebeutelte Red Bull Team mal wieder ein gutes Ergebnis.

Auch das Ergebnis von Mark Martin ist erfreulich, den man so weit vorne lange nicht mehr gesehen hat. Ansonsten lief das Wochenende für Hendrick zäh. Pocono-Sieger Jeff Gordon warf ein besseres Ergebnis beim letzten Stopp weg, als man statt zwei Reifen dann doch auch vier frische Goodyears setzte. Noch schlechter lief es für Jimmie Johnson, der sich schon nach neun Runden drehte und wegen eines Swaybar-Wechsels dann 2 Runden verlor. Die Sommerschwäche von Hendrick ist ebenso ungewöhnlich, wie die Tatsache, dass Dale Earnhardt im Moment noch am Besten in der Meisterschaft liegt. Der benötigt für einen guten Chase aber dringend einen (überfälligen) Sieg.

Nächste Woche geht es aber erst einmal auf die Rundstrecke und nach Infinion. Da dürften andere Namen vorne an der Spitze aufpoppen.

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June 10 2011

06:13

NASCAR: Vorschau Pocono Juni 2011

An diesem Wochenende steht das erste Pocono-Rennen auf dem Programm, welches ja nicht ganz unumstritten ist. Immerhin hat man nach den zwei schweren Unfällen im letzten Jahr etwas für die Sicherheit der Strecke getan. Zudem überträgt TNT das erste Rennen in dieser Saison, nachdem sich FOX bis zum nächsten Daytona 500 verabschiedete. Den Coup des Jahres hat aber eindeutig der Hauptsponsor des Rennens gemacht.

Ein in der NASCAR bekannter Hersteller von Energy-Drinks sicherte sich die Werberechte für das Rennen am Sonntag und könnte damit eindeutig nicht richtiger liegen. Vermutlich wird man eines ihrer Produkte benötigen, um über die komplette Renndistanz zu kommen. Auf dem fragwürdigen adie Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende. Der Sprint Cup vertritt die Farben der NASCAR in Pocono komplett alleine, lediglich die ARCA-Serie ist noch am 2,5-Meilen-Oval. Die Nationwide Series macht in dieser Woche Pause und ist in sieben Tagen auf dem Michigan International Speedway wieder mit von der Partie. Die Trucks sind gemeinsam mit der IndyCar Series in Texas und starten zu einer wirklich gemeingefährlichen Uhrzeit! Da das komplette Vorprogramm der Trucks auch schon gelaufen ist (allerdings nicht im TV), wird es ein karges NASCAR-Wochenende.

Auch blöd ist, dass die Formel 1 in Kanada zu einer für NASCAR-Fans unglücklichen Zeit fährt. Das Rennen in Montreal zählt ja bekanntlich zu den besseren Grand Prix und ist durchaus sehenswert, startet aber 15 Minuten vor dem NASCAR-Rennen. Meine Empfehlung für den Sonntagabend lautet daher: Sich um 18 Uhr bei gutem Wetter mit Freunden und/oder Familie schön den Grill vollschaufeln und ggf. die Vorberichte nach Wahl anschauen. Um 19 Uhr dann Formel 1 und ab ca. 20:30 Uhr die restlichen 2,5 Stunden aus Pocono mitnehmen. Ich wünsche allseits ein schönes und erholsames Wochenende!

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 10.06.
18:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
21:30 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED
03:00 Uhr, Truck Series Rennen (WinStar World Casino 400k), SPEED

Samstag, 11.06.
17:00 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, SPEED (ab 17:30 Uhr)

Sonntag, 12.06.
19:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (5-Hour Energy 500), TNT / NASCAR.com RaceBuddy

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June 07 2011

06:21

NASCAR: Analyse Kansas Juni 2011

Das zweite Saisondrittel startete, wie das erste aufgehört hatte: mit einem ausgewachsenen Benzinkrimi! In Kansas spielte Dale Earnhardt Jr wieder eine der Hauptrollen und beendete das Rennen erneut nur auf dem zweiten Platz, während dieses Mal Brad Keselowski als Sparfuchs in die Victory Lane fuhr. Die favorisierten Fords spielten dabei übrigens nur als Statisten mit.

Am Sonntag begann auf dem Kansas Speedway das zweite Drittel der Sprint-Cup-Saison. Zunächst deutete allerdings nichts auf dieses spannende Finale hin, denn ein Großteil des Rennens wurde unter grüner Flagge absolviert. Drei der fünf Cautions wurden zudem wegen Debris ausgerufen, während Landon Cassill und Dale Earnhardt Jr jeweils ein Mal Interaktion mit der Außenmauer zeigten. Der Quersteher von Earnhardt brachte ihn zwar durch den erwägten Spritpoker in die Nähe eines Sieges, kostete ihn gleichzeitig aber auch eine Menge Positionen und womöglich den Erfolg, als Junior seinen Wagen driftend wieder einfangen musste. Am Ende lagen nämlich nur noch der spätere Rennsieger Brad Keselowski und Verfolger Denny Hamlin mit Earnhardt im spekulativen Spritfenster. Wäre er seine Taktik mit besserer Track-Position angegangen, hätte er seinen ersten Sieg seit Michigan 2008 feiern können.

Naja, „hätte-hätte-Fahrradkette“ sagt man in solch einem Fall und rollt das Rennen lieber konventionell auf. Das hätte (no pun intended!) sich auch die Crew der Vorberichterstattung auf SPEED zu Herzen nehmen sollen. Die kannten nämlich in einer ihrer schlechtesten Sendungen seit langem kein anderes Thema außer dem Fast-Sieg von Earnhardt beim Coca-Cola 600. Anscheinend gelten in den USA andere Gesetze, wenn selbst ein Mike Joy von FOX sich nicht zu schade ist, auf das kursierende YouTube-Video des, sagen wir mal massiv enttäuschten, weiblichen Junior-Fans hinzuweisen.

In der nächsten Woche übernimmt zwar TNT die Übertragung der kommenden sechs Rennen, doch das wird den Hype sicherlich nicht besonders bremsen oder verstummen lassen. Die Junior-Nation steht derweil Kopf, seit ihr Held wieder in Richtung von Rennsiegen und Chase unterwegs ist. Letzteres wird Earnhardt in diesem Jahr wohl ziemlich sicher erreichen, denn nach Kansas rangiert er bereits auf Platz 3 in der Meisterschaft. Doch nun wirklich zum Rennen:

Eigentlich sollte Kansas das Rennen eines ganz anderen Piloten werden, denn Kurt Busch holte sich völlig überraschend die Pole-Position und im Anschluss mit 152 von 267 Umläufen auch mehr als 50% der Führungsrunden ab. So stark unterwegs verzichtet man natürlich auf sämtliche Strategiespielchen und verhält sich lieber konservativ, um einen Sieg nicht leichtfertig wegzuwerfen. Fallen dann jedoch die Gelbphasen ungünstig oder bleiben gänzlich aus, wirft man die Fahrt in die Victory Lane aber eben gerade wegen der vorsichtigen Herangehensweise weg. So ist es Sonntag dann Kurt Busch passiert, der im Normalfall mit einer späten Caution den Sieg davongetragen hätte. Da er mit seinem letzten Boxenstopp extrem lange wartete, stotterte sein Dodge nach der Rückkehr auf die Strecke sogar etwas vor sich hin, weil die Benzinleitung zwischenzeitlich schon trockengelaufen war.

Die entscheidende Phase des Rennens begann aber schon gute 90 Runden zuvor, als in der letzten Gelbphase neben Denny Hamlin lediglich Piloten von außerhalb der Top20 noch einmal an die Boxengasse kamen. Der Rest riskierte den Verlust von wertvoller Track-Position nicht, nachdem nur gut zehn Umläufe zuvor in der vorletzten Gelbphase des Rennens eh vollgetankt wurde. Zwar konnten einige Kandidaten jetzt mit nur einem statt zwei weiteren Pitstops durchfahren, doch dafür mussten sie bei noch gut 110 zu fahrenden Runden ans äußerste Extrem des Fuel-Windows von max. 55 Umläufen gehen!

Tony Stewart versuchte unterdessen im Laufe des nach dem Restart folgenden Green-Flag-Runs ebenfalls, einen Boxenstopp so lange wie möglich heraus zu zögern, hatte bei seinem vermeintlich letzten Aufenthalt aber Pech. Ausgerechnet im entscheidenden Moment floss nicht genug Sprit in den Tank von Smoke, welcher sonst ebenfalls als Siegkandidat in Frage gekommen wäre. So langsam kommt Stewart wieder in seinen gewohnten Sommer-Schwung, wo er in der prallen Sonne auf dem heißen Asphalt mit einem rutschigen Auto wesentlich besser umgehen kann. Gleiches komme ab sofort nach eigener Aussage auch Dale Earnhardt Jr in den nächsten Rennen zu Gute. Ob das nun stimmt, wird sich zeigen, aber zumindest bei Smoke kann man das Kalenderblatt vom Juni aufblättern, wenn er wieder in Reichweite der Victory-Lane gelangt.

Die finale Schlacht ergab sich dann zehn Runden vor dem Ende des Rennens, als Kurt Busch seinen Dodge an die Box lenkte und seinem Teamkollegen damit die Führung überließ. Dieser wusste zu dem Zeitpunkt übrigens gar nicht, dass er auf dem Weg zum Sieg war, da sein Crew-Chief ihn nicht über seine Position informierte. Keselowski erblickte nach eigener Aussage erst zwei Runden vor Schluss eigenäugig seine Startnummer #2 an oberster Stelle der Anzeigetafel im Infield – auch sehr kurios… In den Top3 waren nun Keselowski, Earnhardt und Hamlin verblieben. Dabei wurde letzterer zwischenzeitlich auf Befehl von Crew-Chief Steve Letarte von Junior geschluckt, die sich mit einem solchen Manöver gute Chancen auf einen Sieg ausrechneten, solche Keselowski noch ohne Benzin ausrollen.

Der spätere Sieger war davon geschätzt auch gar nicht soweit entfernt, da er aufgefordert wurde, den Wagen in den Kurven mehr rollen zu lassen und das Gaspedal noch sparsamer zu benutzen. Deshalb kuppelte Keselowski kurzerhand in voller Fahrt einfach aus und gewann so die entscheidenden Gallonen für eine saubere Zieldurchfahrt. Danach hatte der blaue Dodge mit der #2 zur Freude der Fans sogar noch genügend Benzin für einige Donuts und die Fahrt in die Victory-Lane übrig. Hinter ihm musste Junior sich mit Platz 2 zufrieden geben, da auch seine Spritrechnung nicht ganz auf Vollgas ausgelegt war. Somit cruisten die Top3 am Ende gemütlich dem Ziel entgegen, während Jeff Gordon und Carl Edwards die Top5 komplettierten.

Zwar gelangten mit Matt Kenseth (6.) und meinem ausgerechneten Favoriten Greg Biffle (10.) noch zwei weitere Fahrer von Roush-Fenway Racing in die Top10, doch sie spielten am Wochenende nicht die erste Geige. Um besagtes Musikinstrument stritten sich Penske Racing und Hendrick Motorsports, wobei vor allem die Penske-Jungs seit einigen Rennen endlich von ihrer Schwächephase Abschied nehmen dürfen. Die interne Neustrukturierung inkl. einer Entlassung am Auto von Kurt Busch sorgte für frischen Wind und bessere Performance. Am nächsten Wochenende steht mit Pocono auch eine Strecke an, welche Busch in der Vergangenheit schon öfter mit guten Ergebnissen belohnt hat. Der Fahrer der #22 wurde am Ende übrigens nach seinem Benzin-Schluckauf noch Neunter.

Die verbliebenen Top10-Positionen belegten Jimmie Johnson (7.) in einem unauffälligen Rennen ohne Führungsrunden und der ebenfalls geschlagene Tony Stewart (8.). Insgesamt fiel auf, dass nach einem sehr wettbewerbsfähigen Wochenende in Charlotte dieses Mal nur sieben Fahrer eine signifikante Anzahl an Umläufen in Front des Feldes absolvieren konnten. Das Rennen war wegen der nervenaufreibenden Schlussphase natürlich alles andere als langweilig, hätte aber auch ohne den Benzinkrimi auskommen können. Immerhin zerriss der Verkehr wie erwartet nicht so schnell, wie z.B. auf der Strecke in Fontana, die ja eines ihrer Saisonrennen an Kansas abgehen musste. Daher gab es bei der großzügig bemessenen Streckenbreite auch eine 5-Wide-Aktion zu bewundern. Grundsätzlich konnten auch mehr als zwei Linien auf dem Oval befahren werden, wobei allerdings die oberste direkt an der Mauer nicht immer ohne Berührung der SAFER-Barrier zu absolvieren war.

Was ich noch erwähnen wollte: Wirklich gar nichts gesehen hat man in Kansas von Richard Petty Motorsports! Entgegen meiner Erwartungen kamen Marcos Ambrose (26.) und AJ Allmendinger (27.) geschlossen am Ende der Top30 ins Ziel, so ein schlechtes Rennen erwischte außer ihnen nur Jamie McMurray (29.). Aber auch Mark Martin (21.), Joey Logano (23.) und Jeff Burton (25.) müssen sich nach diesem Rennen fragen, warum man von ihnen in Kansas so gut wie gar nichts gesehen hat.

Einen Fahrer mit trockenem Tank gab es bei allen Spritsparern aber trotzdem noch: Juan Pablo Montoya rollte in den Top10 liegend aus und wurde nur auf Platz 17 gewertet. Der Kolumbianer und seine Crew müssen sich bei den nächsten Rennen wirklich mehr anstrengen, denn in Kansas verlor man erneut das Handling des Wagens und Montoya setzte die #42 auch ein Mal etwas unsanft in die Mauer, was einen erfolgreicheren Tag eigentlich komplett beendete. Da nützen auch die zehn Führungsrunden nicht viel.

Ein Blick auf die Meisterschaftstabelle zeigt folgende Situation: Zumindest bei Martin Truex Jr, David Reutimann, Jeff Burton, Joey Logano, Brian Vickers und Jamie McMurray darf man die Saison nun wohl schon mal abhaken, denn nach einem Drittel des Jahres befinden sich diese Piloten geschlossen nur auf den Rängen 22-27. Das ist sicherlich unter den Erwartungen aller, auch bei Michael Waltrip Racing, die 2010 deutlich besser unterwegs waren. Brad Keselowski liegt auf Platz 21 nur knapp davor, könnte sich aber eine Chase-Wildcard sichern, wenn er die neun Punkte auf den 20. Rang von Paul Menard noch knackt. Erst ab dort gilt nämlich die Playoff-Ausnahmegenehmigung für Rennsieger.

Weiter vorne hat sich wenig geändert, außer dass Jeff Gordon und Denny Hamlin sich stetig weiter an den Chase heranrobben, wobei Gordon ja zumindest noch seinen einzelnen Saisonsieg als Chase-Joker besitzt. Auf den Playoff-Positionen rutschten unterdessen Jimmie Johnson und Dale Earnhardt Jr an Kevin Harvick vorbei auf die Plätze 2 und 3. An der Spitze liegt nach wie vor Carl Edwards mit einem sicheren Polster von 40 Zählern, da er 2011 in zehn von dreizehn Rennen in die Top7 gefahren ist. Damit machte er sich selbst zum derzeit größten Konkurrenten für Johnson, welcher nur acht Top9-Resultate einfahren konnte. Die Konstanz von Edwards wird vor allem im Chase selbst sicher von Nutzen sein.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden</a>. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Punkteständen bei den Fahrern und

May 31 2011

06:12

NASCAR: Analyse Charlotte Mai 2011

Kevin Harvick sicherte sich im Coca-Cola 600 seinen dritten Saisonsieg und kam dabei, wie schon bei den ersten beiden Fahrten in die Victory Lane, augenscheinlich aus dem Nichts. Auch im NASCAR-Teil des Super-Wochenendes gab es einen großen Verlierer, denn Dale Earnhardt Jr ging in der letzten Kurve der letzten Runde in Führung liegend der Sprit aus!

Wer am Sonntag gegen Mitternacht nach den spannenden Klassikern von Monaco und Indianapolis noch für eine weitere Runde wach geblieben ist, der wird es wahrscheinlich nicht bereut haben. Zwar ging ein Großteil des Rennens mit längeren Ausdauerfahrten unter Grün über die Bühne, aber das war ja beim längsten Meisterschaftslauf der NASCAR-Saison immerhin angekündigtes Programm. Wer dann auch noch bis zum Ende durchgehalten hat, der wurde mit einem spannenden Finish belohnt. Ich bin dummerweise leider ca. fünf Runden vor Schluss eingeschlafen und wurde gegen Ende von Kevin Harvicks Zeremonie in der Victory Lane wieder kurz wach. Die Frage, welche ich mir sofort stellte, war die übliche zu den Themen Harvick und Rennsiege: Where the hell did he come from? Weil ich dann vor der Arbeit noch etwas Schlaf kriegen wollte, schaltete ich den Rechner aus und bekam dabei ein wichtiges Detail erst gar nicht mit: Fast hätte Dale Earnhardt Jr das Rennen gewonnen, rollte jedoch kurz vor dem ersehnten Ziel ohne Benzin aus!

Den Weg zu diesen verpassten 15 Minuten ebnete die vorletzte Gelbphase des Abends ca. 55 Runden vor Schluss. Weil das Spritfenster normalerweise nur gute 50 Umläufe groß ist, begann zu diesem Zeitpunkt der große Spritpoker von Charlotte. Schon kurz vor dem Ende des Fuel-Runs mussten Matt Kenseth und Jeff Gordon mit geringem Benzindruck aufgeben und Sprit nachfassen, um nicht auszurollen.

Ihr größtes Problem war dabei, dass Jimmie Johnsons Motor nur einige Runden später den Tag vorzeitig beenden wollte, nachdem der Dauermeister schon zuvor nicht gerade vom Glück verfolgt war. Mehrere Scharmützel in der Boxengasse, darunter ein steckengebliebener Stellschraubenschlüssel in der Öffnung der Heckscheibe, warfen Johnson zeitweilig zurück. Just als er in die Top10 vordrang, löste er vier Runden vor dem regulären Ende die letzte Gelbphase aus und brachte den Benzinkrimi damit auch noch in die Verlängerung.

Nun könnte man meinen, dass Kenseth und Gordon dadurch mit vollem Tank einen Vorteil beim Restart haben würden, nur hingen beide nach ihrem Stopp unter Grün am Ende der Führungsrunde bzw. mit einem Umlauf Rückstand im Hinterfeld fest. Da die langsam trockenlaufende Konkurrenz aber keinen Moment lang daran dachte, noch einmal zum Nachfassen an die Box zu kommen, war ihr Tag damit erledigt. Der nächste Top-Contender, Greg Biffle, überstand das Herumrollen unter gelber Flagge nicht und musste ebenfalls zum Tanken fahren.

Dale Earnhardt Jr hatte sich zum Restart an zweiter Stelle hinter Kasey Kahne platziert und hatte nach einem guten Rennverlauf innerhalb der Top10 auch tatsächlich eine Siegchance. Sein letzter Erfolg entstammte natürlich ebenfalls einem Spritpoker, das war bekanntlich 2008 in Michigan. Doch fast wäre es für Junior schon unter Gelb vorbei gewesen, da er große Probleme damit hatte, seinen Motor wieder anzustellen, nachdem er ihn zuvor zum Benzinsparen ausschaltete. Dass man so auch ein Rennen verlieren kann, darüber wird Marcos Ambrose sicherlich noch eine lange Geschichte erzählen können, davon dass er im letzten Jahr in den kalifornischen Bergen ausrollte und Jimmie Johnson den Vortritt lassen musste.

Hinter Kahne und Earnhardt starteten dann übrigens Denny Hamlin und Brad Keselowski in die Verlängerung über zwei Runden. Der Restart ging jedoch überhaupt nicht gut, da Kasey Kahne sofort nach dem Schwenken der grünen Flagge ohne Benzin ausrollte. Als Führender stand er damit natürlich einer Menge weiterer Piloten im Weg rum, was fast zu einer Massenkarambolage führte. Weil alle betroffenen Fahrer ihre Wagen allerdings sofort wieder unter Kontrolle bekamen, sah NASCAR keinen Anlass, erneut eine Caution auszurufen. Man konnte an dieser Stelle sicherlich wieder die bösen Zungen vernehmen, welche einen Zusammenhang zur nun erlangten Führung von Dale Earnhardt Jr sahen. Mir liegt es dieses Mal jedoch fern, denn ich denke, dass NASCAR dort richtig entschieden hat. Immerhin löste sich die Gefahrensituation wirklich schnell wieder auf.

Nutzen konnte Junior den Umstand allerdings nicht mehr, denn nachdem zunächst Anfang der letzten Runde Verfolger Denny Hamlin der Sprit ausging, rollte auch Earnhardt ausgangs von Turn 4 mit leerem Tank langsam in Richtung Ziellinie. Profitieren konnte wieder einmal Kevin Harvick – oder „The Closer“ wie er jetzt genannt wird! Harvick führte im Laufe des Rennens übrigens nur zwei Runden an. Auf die Gründe für seinen Erfolg in diesem Benzinkrimi gehe ich gleich ein, zunächst möchte ich noch ein paar Worte über die in Charlotte sehr starke Ford-Flotte verlieren:

Denn Roush-Fenway Racing stellt sich momentan eindeutig am besten an, auch wenn man den Poker zum Schluss verlor und am Ende leider größtenteils nicht mehr in die Top12 fahren konnte. Die Roush-Fahrer dominierten über die Hälfte des Rennens, als es noch unter normalen Bedingungen zuging. Matt Kenseth (103, Rang 14), Carl Edwards (61, Platz 16), Greg Biffle (50, Rang 13) und David Ragan (7, Platz 2) führten gemeinsam 221 der 400 Runden an. Weil Ragan aber während der letzten Gelbphase an die Boxengasse kam, konnte er an den ausrollenden Fahrzeugen vorbei auf einen starken zweiten Rang fahren, welcher sich zuvor schon über die gesamte Renndistanz ankündigte. Insgesamt haben wir gesehen, dass sich die Roush-Fords sehr schwer mit ihrem Benzinverbrauch taten, ähnlich wie auch die Chevrolets von Hendrick Motorsports.

Der Meister im Spritsparen bleibt also nach wie vor der Chevy-Motor von Richard Childress Racing, welcher in Kooperation mit Earnhardt-Ganassi Racing hergestellt wird. Allerdings darf man bei aller Euphorie im Team auch nicht vergessen, dass z.B. Paul Menard (der zu diesem Zeitpunkt schon mehrere Runden Rückstand hatte) als Schützenhilfe einsprang, um seinen Teamkollegen Harvick wörtlich durch die Gelbphase zu schieben. Eine solche Aktion ist im Übrigen nicht illegal, wenn sie nicht in der letzten Runde erfolgt. Damit ist RCR natürlich auch eine taktische Meisterleistung gelungen, welche die Super-Strategen von Hendrick gar nicht auf dem Programm hatten.

Dass aber auch sonst eine Menge passiert war, zeigte sich alleine an der Verteilung der Führungsrunden: Von den Top23 in der Ergebnisliste führten nicht weniger als 17 Fahrer das Rennen für mindestens eine Runde an. Rechnet man die Totalausfälle zweier weiterer Piloten mit ein, befanden sich sogar 19 von 43 unterschiedlichen Fahrern zwischenzeitlich an der Spitze des Feldes, was immerhin knapp 50% entspricht. Dabei wird auch die hohe Leistungsdichte im Sprint Cup deutlich, welche in dieser Saison ja schon so einige Male aufgeblitzt ist.

Leider entspricht das letztendliche Rennergebnis nicht so richtig dem Verlauf des Abends, daher kann ich lediglich auflisten, wer sich besonders gut und wer besonders schlecht verkauft hat:

- Roush-Fenway Racing und Kasey Kahne, auch wenn das nur in einem Fall belohnt wurde,
- Marcos Ambrose und AJ Allmendinger fuhren in die Top6, nachdem sie vorher auch lange Zeit konstant in den Top10 unterwegs waren,
- Ricky Stenhouse Jr verkaufte sich bei seinem Cup-Debüt recht ordentlich, bedenkt man, dass er zuvor schon 300 Meilen in der Nationwide Series gefahren ist. Platz 11 ist nach dem frühen Mauerkuss ein gutes Ergebnis!
- Kyle Busch und Mark Martin waren dummerweise in Umfälle verwickelt, während sich Jimmie Johnson und Jamie McMurray jeweils vor Rennende von ihren Triebwerken verabschieden mussten.

Kevin Harvick katapultierte sich mit seinem Sieg von Platz 5 in der Meisterschaftswertung auf Rang 2, vorbei an Jimmie Johnson (3.), Dale Earnhardt Jr (4.) und Kyle Busch (5.). Ganz vorne steht nach wie vor mit 36 Punkten Vorsprung Carl Edwards.

Das gute Ergebnis von Ricky Stenhouse Jr beförderte am Wochenende außerdem Robby Gordon aus den Top35 der Owner Points und das mehr als deutlich. Zwischen den Plätzen 35 und 36 liegen nun 17 Punkte, was das Rennen um die garantierten Startplätze erstmal für mindestens ein Rennen entschärfen dürfte.

In der nächsten Woche geht es dann gleich in Kansas weiter, einem weiteren 1,5-Meilen-Oval. Zur Unterstützung sind die Trucks dabei, während die Nationwide Series sich in Chicagoland vergnügt.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden</a>. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Punkteständen bei den Fahrern und

May 13 2011

06:18

NASCAR: Vorschau Dover Mai 2011

Am Wochenende fährt der Sprint Cup erstmals in diesem Jahr auf der Beton-Meile von Dover im US-Bundesstaat Delaware. Schaut man in die jüngere Vergangenheit, dann kommen eigentlich nur die Top3 der Meisterschaft für einen Sieg in Frage. Weil die Leistungsdichte 2011 aber äußerst hoch ist, muss man noch einige weitere Fahrer mit in die Rechnung einbeziehen.

Regan Smith bewies in der letzten Woche, was Trevor Bayne zum Jahresanfang in Daytona bereits angedeutet hatte: 2011 ist erstmals wieder ein Jahr, in dem so gut wie jeder Fahrer eine Chance auf den Sieg hat, zumindest wenn er sein Material von einem der Top-Teams bezieht. Solche Erfolge von Kundenteams hatten aber in der jüngeren Vergangenheit durchaus Seltenheitswert. An diesem Wochenende geht es auf dem adie Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende. Zur Unterstützung des Sprint Cups sind Nationwide Series und Trucks in Dover mit dabei, wobei die Trucks ihre beiden Practice Sessions schon am gestrigen Donnerstag absolviert haben. Im TV wurde allerdings nichts davon übertragen.

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 13.05.
16:00 Uhr, Truck Series Qualifying, SPEED
17:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
18:30 Uhr, Nationwide Series Final Practice, nicht im TV
20:30 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED
22:45 Uhr, Truck Series Rennen (Lucas Oil 200), SPEED (TV um 02:30 Uhr!)

Samstag, 14.05.
16:30 Uhr, Nationwide Series Qualifying, ESPN2
18:00 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, SPEED
20:00 Uhr, Nationwide Series Rennen (5-Hour Energy 200), ESPN

Sonntag, 15.05.
19:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (FedEx 400 benefiting Autism Speaks), FOX

May 03 2011

06:16

NASCAR: Analyse Richmond April 2011

Kyle Busch gewann in Richmond sein zweites Rennen 2011 und somit die dritte Ausgabe dieses Frühjahrsrennens in Folge. Gemeinsam mit Denny Hamlin beherrschte er nach dem Vorstoß an die Spitze etwa drei Viertel des Abends und musste nur im turbulenten Mittelteil auf die Führung verzichten. Derweil hält sich Carl Edwards mit einem Top5-Resultat an der Tabellenspitze.

Das Rennen in der Nacht von Samstag auf Sonntag startete gemächlich und sah in der ersten Hälfte nur zwei Gelbphasen. Das hat immerhin dafür gesorgt, dass ich recht schnell ins Land der Träume gesegelt und nur vereinzelt mal kurz wieder aufgewacht bin. Viel verpasst habe ich aber anscheinend nicht, denn nach Aufarbeitung des Geschehens stellte sich heraus, dass ich nur das Revanchefoul von Juan Pablo Montoya nicht mehr auf dem Schirm hatte. Ich konnte sogar den unvermeidlichen Sieg von Kyle Busch vermutlich besser riechen als das notwendige Riechsalz zum Wachbleiben, denn die Zieldurchfahrt ist mir ebenfalls nicht mehr in Erinnerung. Das heißt aber nicht, dass das Rennen keine Action zu bieten hatte, immerhin wartete die zweite Hälfte mit nicht weniger als vier Cautions auf – darunter auch ein Big-One! Doch von vorne:

Aus der zweiten Pole Position in diesem Jahr von Juan Pablo Montoya wurde wieder nichts. Schon nach 25 Runden musste der Kolumbianer mit starkem Untersteuern der in der beginnenden Nacht kälter werdenden Strecke Tribut zollen und wurde nach hinten durchgereicht. Dabei verstrickte er sich in ein Scharmützel mit Ryan Newman, der ihm beim Einscheren nach Turn 2 offenbar zu wenig Platz ließ. Montoya touchierte die äußere Mauer und riss sich dabei den Spoiler ab, welcher anschließend aufwändig repariert werden musste. Fünf Runden Rückstand waren am Ende die Folge dieser Szene. Für Unfallpartner Newman ging die Sache nicht weniger brenzlig aus, denn Montoya ließ einmal mehr sein heißsporniges Gemüt aufblitzen und nahm den Stewart-Hass-Piloten zum passenden Zeitpunkt ebenfalls aus dem Rennen.

Nun mag man von solchen Revanchefouls halten was man möchte, doch eigentlich ist es der Inbegriff vom Shorttrack-Racing der NASCAR und ein Resultat der sehr unterschiedlichen Charaktere auf der Strecke, die schon seit Jahren ihre Probleme fast ausnahmslos untereinander lösen. Daher ließ sich NASCAR auch nur zu einer Ermahnung Montoyas hinreißen und das reichte meiner Meinung nach aus. Dass sich beispielsweise ein Denny Hamlin sehr angefressen zu dieser Situation äußerte, ist mir nicht entgangen, aber damit verleugnet er meiner Meinung nach zu eindeutig seine Herkunft. Gerade Hamlin, ein Shorttrack-Meister und traditioneller Aufsteiger aus Virginia sollte es besser wissen.

Vielleicht steckt ihm aber auch der verharzte Saisonstart und der verpasste Sieg gegen den Teamkollegen Kyle Busch etwas mehr in den Knochen, als er es zugeben mag. Dazu kommt sicherlich auch seine persönliche Geschichte mit Montoya, der allerdings in der Vergangenheit auch schon öfter sehr beherzt auf seine Fehler aufmerksam gemacht wurde. Schön und fair ist es sicher nicht immer, aber das gehört meines Erachtens einfach zur NASCAR dazu, wenngleich man aus der Szene konträr auch herauslesen könnte, dass Newman Montoya wirklich soviel Raum gegeben hatte, wie er nur konnte. Wenn ein Kontrahent (Montoya) in Zukunft zu übermütig werden sollte, dann löst sich das Problem mit Sicherheit unter Beteiligung aller selbsternannten Rächer im Feld von alleine und auch ihm werden seine Grenzen aufgezeigt werden.

Zurück zum Rennen: Das erste Viertel bis zur Debris-Caution verursacht durch Montoyas Spoiler war schnell absolviert. Nach einigen Boxenstopps unter grüner Flagge hatte sich zudem das dominante Auto von Kyle Busch gegen die Konkurrenz bestehend aus Montoya, Clint Bowyer, Kasey Kahne und Denny Hamlin durchgesetzt. Lediglich 33 Runden benötigte der spätere Sieger unter anderem für seinen Vorstoß von Platz 20 in die Top10.

Das zweite Viertel beherrschte Kyle Busch dann nach Belieben ebenfalls komplett unter grüner Flagge, einzig verfolgt vom Teamkollegen Hamlin. Nach weiteren Green-Flag-Pitstops war die Hälfte des Rennens absolviert, als Kurt Busch bei einem kleinen Mauerkuss einige Teile verlor und die zweite Caution des Abends einläutete. Ein schönes Bild für die RTL-Abendnachrichten steuerte an dieser Stelle Robby Gordon bei, welcher in der Boxengasse ein kleines Lagerfeuer entfachte, weil beim Losfahren Rest-Benzin auf eine am Boden liegende, glühende Radmutter spritzte.

Gelbphase #3 wurde dann durch die angesprochene Montoya-Newman-Revanche-Geschichte ausgelöst. Beim Restart sorgte Martin Truex Jr für eine spektakuläre Rennszene, als er sich mit einer Three-Wide-Aktion auf der unteren Spur an den beiden Gibbs-Piloten vorbeischieben konnte und für elf Runden die Führung übernahm, ehe die nächste Caution seinen Vorwärtsdrang stoppte. Jimmie Johnson zeichnete sich dafür verantwortlich, weil er auf der Innenbahn den Grip verlor und die Strecke hochrutschte, wo sich in diesem Moment leider Joey Logano aufhielt. Der Toyota mit der #20 drehte sich in die Mauer, für Logano war der Tag damit aber glücklicherweise noch nicht beendet. Im Zuge einer Joe-Gibbs-Mannschaftsleistung holte sich das jüngste Teammitglied noch einen elften Platz ab.

Frei nach dem Motto „Cautions breed Cautions“ kam es innerhalb von kürzester Zeit beim Restart oder auch nur kurz danach zu vier weiteren Gelbphasen innerhalb von nicht einmal vierzig Runden. Die einzig erwähnenswerten Punkte waren nach Aufarbeitung des Rennens die abwechselnde Führung zwischen Matt Kenseth, Carl Edwards, Denny Hamlin und Kyle Busch sowie die direkte Beteiligung von Brad Keselowski an zwei dieser vier Cautions. Keselowski bekommt in dieser Saison auch nicht wirklich ein Bein auf den Boden, nach einem Viertel des Jahres steht er auf Platz 28 in der Meisterschaft am Ende der etablierten Kräfte ohne ein Top10-Ergebnis da.

Die achte und letzte Gelbphase (Caution #4 dieses kleinen Pakets) war dann die folgenreichste des ganzen Abends. Der auslösende Big-One war ein Ergebnis des abnehmenden Gefahrenbewusstseins nach mehreren Three- und Four-Wide-Situationen, welche ausnahmslos gut ausgingen. Alleine bis zu diesem Zeitpunkt konnte ich zwei oder drei Four-Wides ausfindig machen, was natürlich spektakulär aussieht, aber selten gutgeht. Direkt zum Beginn des letzten Rennviertels nur zwei Runden nach dem letzten Restart gerieten Paul Menard, Matt Kenseth und Jeff Gordon aneinander, die in einer Kettenreaktion auch noch mehrere Fahrer im Hinterfeld abräumten. Menard erwischte Kenseth, der seinerseits Gordon umdrehte, der zu diesem Zeitpunkt völlig überrascht gewesen sein muss.

Nur drei Sekunden später schlug die #24 mit der Fahrerseite hart in eine Stelle an der inneren Mauer ein, welche nicht durch eine SAFER-Barrier gesichert war und außerdem noch in einem leicht ungünstigen Winkel zur Strecke stand. Jeff Gordon beschrieb den Einschlag als sehr unangenehm und witzelte noch, dass er dafür prädestiniert sei, immer die Mauern ohne Soft-Wall zu treffen. Die Aufprallenergie gab das Auto mit Sicherheit fast komplett an Gordon weiter, weil die Zerstörung am Chevrolet hinterher vergleichsweise minimal zu erkennen war. Bei diesem Aufschlag nahezu exakt parallel zwischen Wagen und Mauer konnte eigentlich nur die energieabsorbierende Hartschaumeinlage im Seitenbereich des Autos einen Teil der entstandenen Kräfte aufgenommen haben. Vermutlich sehr unangenehm…

Beim folgenden, letzten Restart des Abends zeigte Kyle Busch endgültig, dass er der spätere Rennsieger werden sollte. Nur an vierter Stelle wieder ins Rennen gegangen, musste er sich außerdem mit Dale Earnhardt Jr auseinandersetzen, der vor ihm die Reifen durchdrehen ließ. Busch schaltete schnell und setzte sich außen an Junior vorbei, um innerhalb von nur knapp zwei Runden alle vor ihm liegenden Fahrer zu düpieren, so viel schneller war er unterwegs. In den letzten 84 Umläufen behielt Busch einen klaren Kopf und überwand sogar längere Befürchtungen, dass der Sprit nicht bis zum Ende reichen könnte. Am Ende blieb tatsächlich niemand mit trockenem Tank liegen, als Kyle Busch die Ziellinie als Sieger überquerte. Vielleicht könnte man diesen Sieg aber auch dem Spritverbrauch der Gibbs-Toyotas zusprechen, die zu Saisonbeginn wegen Verbrauchsoptimierungen noch einige Motorschäden einstecken mussten. Vermutlich hat man dieses Problem nun zufriedenstellend gelöst, mit Sicherheit kann ich das aber natürlich nicht sagen.

Drei Viertel des Richmond-Rennens dominierte das Duo von Joe Gibbs Racing nahezu beliebig, der Sieg von Kyle Busch war eigentlich nur halbwegs ernsthaft durch seinen Teamkollegen Denny Hamlin gefährdet. Busch hatte das Auto, welches es zu schlagen gilt, wie man im NASCAR-Jargon so schön sagt. Die zweite Fahrt von Busch in die Victory-Lane 2011 zeigte, dass in diesem Jahr mit ihm und dem Team zu rechnen ist und dass sein Sieg in Bristol kein Ausreißer war. Übrigens: Mit 16 bisher gesammelten Bonuspunkten führt Kyle Busch 2011 diese Wertung souverän vor Kevin Harvick (12), Jeff Gordon (11) und Carl Edwards (10) an! Auch Denny Hamlin erlebte mit seinem zweiten Platz ein gutes Comeback und kann nun hoffentlich konsequent auf die Chase-Platzierungen aufholen, 37 Zähler fehlen ihm dazu.

Einen sensationellen dritten Rang holte Kasey Kahne für Red Bull Racing, nur wenige Tage nach seiner erneuten Knie-OP, eine Wahnsinnsleistung! Die Top5 komplettierten David Ragan und Carl Edwards: Während Edwards damit seine Meisterschaftsführung halten konnte, zeigte Ragan, dass der Groschen im Sprint Cup bei ihm so langsam zu fallen scheint. Ragan startete 2007 gemeinsam mit Montoya in der höchsten Klasse der NASCAR und der unterschiedliche Werdegang ist doch schon bezeichnend gewesen und ehrlich gesagt bin ich überrascht, dass Ragan sich so lange im Top-Team von Roush-Fenway Racing halten konnte. Bei Hendrick Motorsports hatte man beispielsweise einen Casey Mears schon viel eher auf die Straße gesetzt. Da ich aber immer ein Freund der Underdogs war und nach wie vor bin, freut es mich für David Ragan.

Etwas unauffälliger (mit Ausnahme von Bowyer) komplettierten Clint Bowyer, AJ Allmendinger, Jimmie Johnson, Tony Stewart und Brian Vickers die Top10. Auf Platz 13 kam völlig überraschend – oder auch nicht, nach dem Talladega-Auftritt – Dave Blaney für Tommy Baldwin Racing ins Ziel und zeigte damit, dass das neue Sponsorenpaket und die Erlösung vom Start-&-Part-Dasein eine Menge Druck von den Schultern des Teams genommen hat. Die Belohnung für das gute Ergebnis ist Rang 34 in den Owner Points und damit ein garantiertes Startrecht in Darlington am nächsten Wochenende. Gratulation an dieser Stelle!

Martin Truex Jr lag lange Zeit im Bereich der Top5 und musste sich bei seinem letzten Boxenstopp einer vergessenen Reifenmutter beugen, die ihn bei einem weiteren Besuch seiner Crew unter sichtlichem Ärger auf Platz 27 zurückwarf. Schade, denn Truex hätte an diesem Abend ein gutes Resultat holen können und auch müssen! / Für Hendrick Motorsports war es ein sehr durchwachsenes Rennen, welches drei der vier Autos immerhin in den Top20 beenden konnten. Einzig Jimmie Johnson betrieb aber auf Platz 8 ausreichend Schadensbegrenzung im Sinne einer Chase-Qualifikation.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden</a>. Wer ebenso wie ich aus grandioser Übermüdung insgesamt recht wenig vom Rennen mitbekommen haben sollte, der kann sich a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">auf NASCAR.com mit Hilfe dieser 11-minütigen Zusammenfassung einen kurzen Überblick verschaffen.

Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den Punkteständen bei den Fahrern</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">in der Owner-Wertung, welche nach einem Viertel der Saison ja schon ziemlich aussagekräftig ist!

Bei den Fahrern führt derzeit Carl Edwards knapp vor Jimmie Johnson, dahinter haben Kyle Busch, Dale Earnhardt Jr und Kevin Harvick schon etwas Respektabstand. Juniors Leistung kann man 2011 nach den vergangenen beiden Jahren momentan gar nicht hoch genug bewerten. Bei ihm fehlt zum völligen Durchbruch lediglich ein Sieg!

Bei den Ownern ergibt sich die kuriose Situation, dass die #32 von Frank Stoddard, die #13 von Germain Racing und die #71 von TRG Motorsports punktgleich auf dem letzten Platz der Top35 rangieren. Weil die Wood Brothers aber in Darlington erneut aussetzen, rückt zumindest Casey Mears in der #13 auf einen garantierten Startplatz vor. Insgesamt betrachtet liegen Platz 32 bis 37 derzeit nur 8 Pünktchen und damit 8 Positionen im nächsten Rennen auseinander.

2011_Richmond_Apr_Mike_Helton_Race_Day 2011_Richmond_Apr_NSCS_race_start 2011_Richmond_Apr_NSCS_Juan_Pablo_Montoya_leads 2011_Richmond_Apr_NSCS_Ryan_Newman_accident 2011_Richmond_Apr_NSCS_aerial_view 2011_Richmond_Apr_NSCS_Jeff_Gordon_accident 2011_Richmond_Apr_NSCS_Denny_Hamlin_fan 2011_Richmond_Apr_NSCS_Kyle_Busch_leads_Denny_Hamlin 2011_Richmond_Apr_NSCS_Kyle_Busch_crosses_finish_line 2011_Richmond_Apr_NSCS_Kyle_Busch_burnout 2011_Richmond_Apr_NSCS_Kyle_Busch_Victory_Lane

April 29 2011

06:26

NASCAR: Vorschau Richmond April 2011

Das neunte Saisonrennen beschließt an diesem Wochenende das erste Viertel des Jahres. In Richmond findet dabei das bereits dritte echte Shorttrack-Rennen nach Bristol und Martinsville und außerdem die erst zweite Flutlichtschlacht nach Texas statt. Die vier Ausgaben seit 2009 hat Joe Gibbs Racing dominiert, kann Denny Hamlin also endlich in die Gänge kommen?

Drei Monate oder ein Vierteljahr ist die NASCAR-Saison nun schon alt, wenn auf dem Richmond International Raceway Saisonrennen Nummer 9 von 36 ansteht. Damit ist die Orientierungsphase abgeschlossen und jetzt gilt es, die verbliebenen Probleme endlich auszumerzen bzw. weiterhin konstant Top10-Ergebnisse einzufahren, möchte man das „Race to the Chase“ zur Halbzeit der Saison dann aus einer komfortablen Position in Angriff nehmen. Hierbei denke ich besonders an Denny Hamlin, Jeff Burton und Joey Logano, die in Richmond eine gute Vergangenheit hatten, 2011 aber bisher noch nicht in einen vernünftigen Fluss gekommen sind. Das dritte echte Shorttrack-Rennen des Jahres auf dem 0,75 Meilen langen D-shaped-Oval läutet über dies eine zweiwöchige Nachtschicht im Sprint Cup ein, denn in Richmond und Darlington wird unter Flutlicht gefahren. Zur Orientierung: Daraufhin folgt dann Dover zur gewohnten Zeit am Sonntag, bevor das All-Star-Weekend (ebenfalls nachts) und das Coca-Cola 600 (spät am Sonntag) anstehen!

Zur Strecke an sich sage ich jetzt mal nicht viel mehr, als dass sich das Anschauen des Rennens definitiv lohnt. Im oben verlinkten Streckenportrait kann man einiges zur besonderen Charakteristik des Richmond International Raceway nachlesen, die ich persönlich sehr ansprechend finde. Zudem verfügt das Nachtrennen über eine Menge Tradition und unter Flutlichtbedingungen kommt die Rennaction noch mal mit ein Stück mehr Flair rüber. Nein, ich meine nicht Ric Flair, den sehen wir dann höchstwahrscheinlich erst in Dover oder seiner Heimatstadt Charlotte wieder…

Zum Thema Stärkeverteilung am Wochenende: Die bisherigen acht Saisonrennen gewannen 2011 nicht weniger als sieben unterschiedliche Piloten. Lediglich Kevin Harvick konnte in Fontana und Martinsville zu einem Doppelschlag ausholen. Nachdem dann in Texas Matt Kenseth den Rest der Roush-Fenway-Flotte wieder zum Leben erweckte, sicherte sich Jimmie Johnson in Talladega seinen ersten Saisonerfolg in einer Hendrick-Paradevorstellung um winzige 0,002 s. Im Prinzip bedeutet diese Aufzählung, dass im Moment eigentlich in jeder Woche jeder Fahrer ein Rennen gewinnen könnte. Noch nie war eine Sprint Cup Saison so kompetitiv, was auch die Anzahl der Führungswechsel und Überholmanöver belegt, welche ich in einem vergangenen Artikel mal aufgelistet hatte.

Richmond könnte also die Chance für z.B. Denny Hamlin sein, endlich Anschluss an den Rest der Chase-Anwärter zu bekommen. Immerhin dominierte sein Team Joe Gibbs Racing die letzten beiden Jahre auf dem Shorttrack. 2009 und 2010 gewann Kyle Busch jeweils die Frühlingsausgaben, während Denny Hamlin immer das letzte Rennen vor dem Chase für sich entscheiden konnte. Kyle Busch steht in der Meisterschaft auf derzeit auf Platz 6, aber auch nur, weil er durch seinen frühen Ausfall in Talladega vier Ränge abgestürzt ist. Das zeigt, wo Denny Hamlin und Joey Logano stehen könnten, wenn denn nur die Qualität des Materials gezählt würde.

Teamintern überlegt man daher laut einen Crew-Chief-Tausch bei den beiden weniger erfolgreichen Wagen. Ich befürworte unterdessen den möglichen Wechsel von Greg Zipadelli an die #11 sowie von Mike Ford an die #20. Was bei Hendrick Motorsports so prima funktioniert hat, könnte bei Gibbs ebenso klappen. Manchmal braucht es nur eine kleine Luftveränderung, denn weder haben Hamlin und Logano das Fahren verlernt, noch sind Zipadelli und Ford auf den Kopf gefallen. „Zippy“ ist immerhin zweimaliger Meister mit Tony Stewart geworden! Was Joey Logano betrifft, so sollte zumindest ein Top10-Resultat am Wochenende drin sein, denn in der Nähe dieser Marke hielt sich der Youngster in allen seinen vier Richmond-Teilnahmen auf.

Apropos Hendrick Motorsports: Was das Team in Talladega abgezogen hat, war schon unglaublich. Aus den ersten vier Plätzen in der Qualifikation machten die Mannschaften von Jimmie Johnson, Jeff Gordon, Dale Earnhardt Jr und Mark Martin nach 188 harten Restrictor-Plate-Runden ein internes Top8-Ergebnis. Zudem ist auch Richmond kein unbekanntes Pflaster für Jimmie Johnson, der 2007 und 2008 drei der vier Rennen dort gewinnen konnte. Dazwischen kam ihm 2008 nur Clint Bowyer, der dort seinen zweiten von vier Sprint-Cup-Siegen einfuhr.

Dale Earnhardt Jr befindet sich in der Form seines Lebens, denn mit einer durchschnittlichen Zielankunft von exakt Platz 10 stellt 2011 bisher seine beste Cup-Saison dar. Lediglich ein Sieg fehlt Junior noch zum großen Glück und dem Wiedergewinn seines Selbstvertrauens. Wie man in Richmond siegt weiß Earnhardt, schließlich gelang es ihm schon drei Mal. In der jüngsten Vergangenheit hinderten ihn allerdings einige Scharmützel mit Kyle Busch an einem weiteren Erfolg auf dem Shorttrack. Platz 3 in der Meisterschaft ist aber schon ein himmelweiter Unterschied zu den grottenschlechten letzten beiden Jahren! Junior ist auf einem guten Weg… Währenddessen geht es bei Jeff Gordon und Mark Martin weiterhin auf und ab, beide sind in Richmond in den vergangenen Saisons aber regelmäßig in die Top5 gefahren und könnten nun endlich nach vorne durchbrechen.

2008 siegte wie erwähnt einmal Clint Bowyer, der in diesem Jahr erst spät auf Touren kam. Nach anfangs sehr miesen Ergebnissen außerhalb der Top15, konnte er in den letzten vier Rennen in die Top10 vorstoßen und zuletzt sogar zwei zweite Ränge in Folge holen. Damit setzte er sich auf den zehnten und letzten festen Chase-Rang und wäre damit derzeit ebenso für die Playoffs qualifiziert, wie seine Teamkollegen Kevin Harvick (4.) und Überflieger Paul Menard (11.). Besonders Menard zeigt in dieser Saison was er wirklich kann, wenn er denn ordentliches Material zur Verfügung hat. Hier darf man weiterhin gespannt sein, denn auch dieser Mann fährt derzeit die mit Abstand beste Saison seiner Karriere. Die zweitbeste war letztes Jahr in Diensten von Richard Petty Motorsports, wo er nach langen Jahren bei DEI erstmals so richtig aufblitzen konnte.

Schlecht sieht es für Richard Childress Racing im Moment weiterhin bei Jeff Burton aus, der 2011 noch kein einziges Top10-Resultat ergattern konnte, zumindest fährt er seit Texas aber wieder regelmäßig in die Top20. Wenn Burton in diesem Jahr in den Chase will, dann muss die Leistung jetzt kommen! Richmond könnte ein guter Punkt sein, denn in den letzten sechs Rennen fuhr er dort drei Mal in die Top6. Die anderen Ergebnisse waren immer noch Top18s, was ja nun wirklich keine so schlechte Statistik ist.

So gar nicht einschätzen kann ich nach wie vor die Ford-Teams: Klar, in Texas sind sie eingeschlagen wie eine Bombe und auch in Talladega zeigten sie mehrfach gute Zeiten im Draft. Wie gut sie nun aber auf dem Shorttrack in Richmond klarkommen, kann ich absolut nicht beurteilen. Bisherige Ergebnisse dort lassen die Mannschaften von Roush-Fenway Racing und Richard Petty Motorsports nicht gerade als Spezialisten dieser Disziplin dastehen, doch der Amerikaner schwört auf sein „Momentum“. Wenn Ford also am Wochenende stark auftreten sollte, dann sitzt Carl Edwards ganz sicher noch fester im „Kampf um die Meisterschaft“-Sattel als ohnehin schon! Edwards ist dazu noch der einzige Ford-Pilot, welcher in den letzten sechs Richmond-Ausgaben mehr als ein Top10-Ergebnis einfahren konnte – darunter ist auch ein fünfter Platz aus dem letztjährigen Frühjahrsrennen.

Weiterhin nicht zu unterschätzen sind Tony Stewart, Ryan Newman und Juan Pablo Montoya. Alle drei Piloten haben sich 2011 mit eher unauffälligen Top5- und Top10-Resultaten auf den Chase-Rängen festgesetzt. Die beiden Piloten von Stewart-Haas Racing schwächelten zuletzt ein wenig und müssen in Richmond nun wieder zu alter Stärke zurückfinden. Gerade für Newman ist der Shorttrack eine echte Lieblingsstrecke, denn Ergebnisse außerhalb der Top12 sucht man fast vergebens. Seit seinem Debüt 2002 passierte das nämlich nur vier Mal! Tony Stewart errang 2008 und 2009 als Ausreißer jeweils einen zweiten Rang und wird es schon schwerer haben. Montoya steigerte sich in seinen bisher acht Richmond-Rennen kontinuierlich und beendete drei der letzten vier Ausgaben in den Top10. Ein solches Ergebnis muss jetzt nach dem Ausfall in Talladega dringend wieder her, um Platz 9 in der Meisterschaft auszubauen oder mindestens zu halten.

Mein Dark-Horse ist in dieser Woche Marcos Ambrose, der zuletzt in Talladega etwas Pech hatte und auch in den Rennen davor mehr so „Hop oder Top“ unterwegs war. Entweder klappt es bei ihm mit einem Top5-Resultat oder er kommt jenseits von Platz 15 ins Ziel. Für Ambrose mag das ganz in Ordnung sein, doch waren 2011 50% seiner Rennergebnisse Totalausfälle. In Richmond zeigte der Australier in seinen bisher vier Auftritten aber, dass ihm die Strecke liegt und an diesem Wochenende mal wieder ein gutes Ergebnis drin sein könnte: Drei Top11s stehen aus diesen vier Rennen zu Buche, mit dabei sogar ein fünfter Platz aus der letzten Ausgabe.

Ein kurzes Wort noch zu den „Hinterbänklern“: Trevor Bayne und die Wood Brothers haben bekanntlich trotz des Sieges im Daytona 500 keine Sponsoren für eine komplette Saison an Land ziehen können. Da man schon die Paychecks für acht von ca. 20 Rennen eingelöst hat, holt das Traditionsteam mit der #21 nun die Realität langsam wieder ein. In den nächsten drei Rennen (Richmond, Darlington und Dover) verzichtet man daher auf eine Teilnahme, um beim All-Star-Rennen und dem Coca-Cola 600 wieder voll durchzustarten. Start-&-Park-Einsätze lehnen die Wood Brothers kategorisch ab, dafür möchte man sich nicht hergeben. Die Nutznießer dieser Situation sind vorerst die Mannen von TRG Motorsports, welche bei Abwesenheit der #21 in die Top35 vorrücken dürfen.

Besser traf es in dieser Woche Tommy Baldwin Racing: Golden Corral und Big Red kommen für einen Großteil der restlichen Saison an Bord des kleinen Teams mit der #36 und sichern Fahrer Dave Blaney damit volle Renneinsätze zu. Abschließend sind meiner Rechnung nach lediglich vier Rennen nach wie vor nicht bezahlt, was sicherlich zu verschmerzen sein dürfte. Die nächste Aufgabe ist es nun, von Platz 37 in die Top35 der Owner Points vorzustoßen, die derzeit elf Punkte vorweg liegen.

Zum Abschluss wie gewohnt noch die Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer- und Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende. Zur Unterstützung des Sprint Cups ist die Nationwide Series in Richmond vor Ort, während die Trucks eine etwas längere Frühlingspause bis zum Rennen in Dover einlegen. Außerdem ist die Nationwide Series dieses Mal ausnahmsweise auf SPEED zu sehen! Das Einschalten lohnt sich am Wochenende auf jeden Fall, denn besonders der Freitagabend ist mit fast zwölf Stunden NASCAR am Stück gut vollgepackt.

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 29.04.
15:00 Uhr, Nationwide Series Final Practice, SPEED (TV um 16:30 Uhr!)
18:00 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
20:30 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED
22:00 Uhr, Nationwide Series Qualifying, SPEED
23:30 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, SPEED
01:30 Uhr, Nationwide Series Rennen (Bubba Burger 250), SPEED

Samstag, 30.04.
01:30 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Crown Royal presents the Matthew and Daniel Hansen 400), FOX

April 08 2011

06:15

NASCAR: Vorschau Texas April 2011

An diesem Wochenende steht auf dem Texas Motor Speedway eine Premiere in doppelter Hinsicht an, denn der siebte Saisonlauf von Samstag auf Sonntag ist nicht nur das erste Nachtrennen 2011 um Meisterschaftspunkte, sondern auch das erste NASCAR-Nachtrennen in Texas überhaupt.

Der adie Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende. Die Nationwide Series ist in Texas wieder mit von der Partie, dafür pausieren jetzt die Trucks.

Ausstrahlungsdaten

Für die Nationwide Series gab es am gestrigen Donnerstag schon zwei erste Practice-Sessions, sehr wahrscheinlich wegen des neuen Autos, das man in dieser Saison erstmals Vollzeit einsetzt. Der Sprint Cup absolvierte ebenfalls gestern Abend das erste Training, die Ergebnisse kann man a

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