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May 21 2013

05:14

24H Rennen: Kurzanalyse Nürburgring 2013

Ein wirkliches 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring war es dieses Jahr ja nicht, aber es gab viel Abwechslung an der Spitze. Der Regen spielte beim Ausgang eine entscheidende Rolle.

Aston Martin Nuerburgring 2013Zunächst sei kurz vermerkt, dass dies nur eine Kurzanalyse der Spitzengruppe ist. Eine genauere Betrachtung des Rennens folgt in den nächsten Tagen, wenn Flo und Gok vom Ring zurück sind und Zeit haben, ihre Geschichte zu schreiben. Daher bitte ich um Nachsicht, wenn ich nicht in die Klassen einsteige.
Bei bestem Wetter startete am Sonntag pünktlich um 17.00 Uhr das diesjährige 24H-Rennen am Nürburgring. Die Top40 Quali hatte schon ein paar Überraschungen parat gehalten. Dass die Audis schnell sein würden, hatte man erwartet, dass aber der Aston Martin mit der #007 um ein Haar die Pole erobert hätte, war dann schon eine kleine Überraschung. Ebenso erstaunlich war die eher schwache Performance der beiden Manthey Porsche, die mit Werksfahrern erstklassig besetzt waren. Doch beide Ergebnisse hatten mit dem Wetter zu tun.

Schon beim Start war klar, dass es irgendwann im Laufe der Nacht regnen würde. Einige Vorhersagen sprachen sogar von einem Unwetter mit Hagel und Gewitter, das jedoch ausblieb. Aston Martin Pilot Pedro Lamy zeigte sich beim Start schon recht skeptisch. Man sei im Trockenen schnell, im Nassen jedoch nicht. Man habe keine Abstimmung gefunden, die für Regen wirklich geeignet sei. Auch die Audi-Mannschaft schaute eher sorgenvoll zum Himmel. Der R18 mit seinem Mittelmotor ist im Regen eher schwierig zu fahren, wie alle Piloten einmütig durchblicken ließen. Entspannte Gesichter sah man bei Porsche, denn die eher mauen Rundenzeiten basierten auf einer Mischabstimmung, die der alte Nordschleifen-Fuchs Olaf Manthey ausgetüftelt hatte.

In den ersten, trockenen Stunden, nahm das Rennen den Verlauf aus der Top40 Qualifikation. Frank Stippler fuhr im Stuck-Audi sensationelle Zeiten, konnte sich aber nicht vom Aston Martin absetzen. Auch die #3, der Audi R8 mit Biela, Joens, Ludwig, Rusinov von Phoenix, klemmte sich an die Spitzengruppe. Der Aston übernahm dann die Führung und fuhr sich einen kleinen Vorsprung heraus. Doch schon nach einer knappen Stunde konnte man sehen, dass der Vorsprung auch bitter nötig war. Die R8 konnten mindestens eine Runde länger draußen bleiben, was sich im Verlauf des Rennens summiert hätte, denn ein Stopp kostet am Ring locker zwei Minuten.

Die beiden Werks-Porsche hatten zunächst das Nachsehen und verloren schon in den ersten Stunden massig viel Zeit. Weder hatten sie die Rundenzeiten, noch konnten sie über die Stintlänge etwas ausrichten. Wer geglaubt hatte, dass Manthey mal wieder hübsch geblufft hatte, sah sich zunächst enttäuscht.

Richtig miserabel lief es dagegen für die beiden Schubert BMW Z4. Gleich in den ersten Runden kam es zu einem unglücklichen Zwischenfall, als Uwe Alzen seiner Teamkollegin Claudia Hürtgen in einer Intervention-Zone, die hinter einer Kuppe lag, ins Heck krachte. Beide schafften es an die Box, doch die #19 konnte nicht mehr repariert werden. Pech vor allem für Augusto Farfus, der auf dem Wagen gemeldet war, und extra aus Brands Hatch an den Ring geflogen war. Der zweite Schubert BMW stand auch lange, und ging mit knapp zwei Runden Rückstand wieder auf die Strecke.

Das Bild an der Spitze änderte sich in den ersten Stunden kaum. Die Audi hetzten den Aston, die SLS hielten sich zurück, gleichzeitig den Abstand unter Kontrolle, während die Manthey Wagen weiter zurückfielen und gar mit einer Überrundung rechnen mussten.

Die Rettung kam dann so gegen 21.00 Uhr, als die ersten Regentropfen fielen. Die Situation war, wie meist am Ring, undurchsichtig. Zunächst war es auf der Döttinger Höhe und bei Start/Ziel nass, der Rest der Strecke blieb trocken. Das führte zu kniffligen Entscheidungen in Sachen Slicks vs. Regenreifen. Der Aston Martin erwischte es dann perfekt. Gerade, als es richtig anfing zu schütten, kam er an die Box und nahm sich Regenreifen. Fast gleichzeitig fuhren die Manthey Porsche auf Slicks weiter, ebenso einige R18. Nachdem sich das Wechselchaos gelichtet hatte, sah man den Aston immer noch vor den Audi und den ersten SLS.

Nachdem die Porsche dann endlich an der Box waren, ging es allerdings zur Sache. Die Mischabstimmung machte sich nun bezahlt und beide Wagen schnitten im Gleichschritt durchs Feld. Innerhalb einer knappen Stunde reduzierten sie ihren Rückstand von knapp 7 Minuten auf unter 10 Sekunden auf den Aston. Die Audi vielen hingegen zurück und mussten beide Rowe und den Black Falcon SLS mit Schneider, Bleekemolen, Edwards, Thiim passieren lassen. Noch noch weiter hinten nahten die beiden Marc VDS BMW Z4, die man bis zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht richtig auf dem Schirm hatte. Die lagen ebenfalls gut eine Runde zurück, hatten aber wohl auch auf eine Regenabstimmung gesetzt.

Die Strategie von Olaf Manthey wäre auch beinahe aufgegangen, wenn der Regen nicht so stark geworden wäre. Die Fahrer berichteten von massivem Aquaplaning auf der Döttinger Höhe, dazu kam Nebel im Bereich Pflanzgarten. Das führte dann um 22.42 Uhr zu einer roten Flagge und der Unterbrechung des Rennens. Die Rennleitung hatte zu dem ein Einsehen mit vielen kleinen Teams, die ihren Wagen im Regen an etlichen Leitplanken onduliert hatten, und hob die Parc Fermé Bestimmungen auf. Man konnte also an den Autos arbeiten, was aber den Vorteil von Manthey zunichte machte. Aus dem SLS-Lager hörte man dann gegen Ende des Rennens, dass die veränderte Abstimmung einiges gebracht habe.

Die Unterbrechung dauerte dann sehr lange. Der Regen fiel kräftig und der Rennleiter wollte die Piloten zu Recht nicht gefährden. Selbst nach Sonnenaufgang stand die Strecke noch mächtig unter Wasser, so dass der Restart erst am Montagmorgen um 08.20 Uhr erfolgte. Immerhin blieben so noch etwas mehr als acht Stunden Rennzeit.

Der Restart erfolgte immer noch unter schlechten Bedingungen und sah zunächst die Audi vorne. Der Aston fiel mit schlechten Rundenzeiten schnell zurück, aber auch die R8 konnten die Spitze nicht für sich beanspruchen. Beide Rowe SLS und der Black Falcon mit Bernd Schneider schoben sich nachdrücklich an die Spitze. Vor allem der Mercedes von Black Falcon setzte sich im Verlauf des Vormittags mit guten Rundenzeiten von beiden Markenkollegen ab.

Die beiden Manthey Porsche konnten ihre Dominanz vom Vorabend nicht mehr zeigen. Das lag sicher daran, dass die Konkurrenz in Sachen Abstimmung über Nacht nachgezogen hatte, aber auch an der BoP, die die Porsche offenbar weiter einbremst. Es ist bezeichnend, dass der beste Porsche auf P7 ins Ziel kam und aus der SP7 stammte (Manthey). Im Rennen wurden die Porsche teilweise von kleineren Problemen geplagt. So brachen beim “Frikadelli Porsche” zwei Stoßdämpfer, der “Dicke” von Manthey hatte ebenfalls kleinere Probleme.

Besser lief es am Vormittag für die verbliebenen BMW. Der Schubert-BMW mit Adorf, Hürtgen, Klingmann, Tomczyk holte eine Runde Rückstand auf und brannte sehr gute Rundenzeiten in den Asphalt. Noch besser lief es für den Marc VDS Z4 mit Martin, Piccini, Buurman, Göransson. Vor allem Maxime Martine zauberte Zeiten, die der Konkurrenz den Atem raubten. Sowohl am späten Abend als auch am Vormittag und Nachmittag war man teilweise 40 Sekunden schneller, als der Rest. Das wurde am Nachmittag zwar weniger, aber rund 15 Sekunden pro Runde reichten dem Team um beide Rowe SLS abzufangen. Wäre das Rennen durch die Nacht gegangen, der Z4 wäre nur schwer zu schlagen gewesen. So sah BMW das Rennen mit einem lachenden und weinenden Auge, denn am Ende fehlten nur 2.39min auf den siegreichen SLS von Black Falcon.

Die Dominanz der SLS, die am späten Sonntagabend mit dem einsetzenden Regen begann, war schon sehr beeindruckend. Der SLS war auf der Geraden das schnellste Auto und schien auch in den technisch anspruchsvollen Passagen kaum Schwächen zu haben. Weder die Reifen noch der Verbrauch spielten eine Rolle. Bernd Schneider hat zusammen mit seinem Team nun auch zum ersten Mal das 24H-Rennen gewonnen.

Ergebnis gesamt (pdf)
Ergebnis nach Klassen (pdf)

TV-Übertragung

Sport1 machte mit Hans-Peter Kohl und Eric Engesser einen sehr guten Job. Kohl war jederzeit auf der Höhe des Geschehens und warf auch einen Blick in die kleinen Klassen. Schade ist weiterhin, dass Sport1 nicht den Zweitsender Sport 1+ weiter nutzt. Der wurde nur von 18.30 Uhr bis 20.00 Uhr am Sonntag eingesetzt. Um 20.00, nach nur drei Stunden, war Schluss mit der Übertragung, die erst wieder am nächsten Morgen einsetzte. Und auch am Sonntag unterbrach man für 2 Stunden, um eine Aufzeichnung zu zeigen, ohne Sport1+ einzusetzen. Das ist ein wenig schade, auf der anderen Seite bot man einen 24H Livestream an und mit Radio Le Mans wurde man auch gut versorgt.

Vielleicht würde Sport1 ja mehr zeigen, wenn man nach Einbruch der Dunkelheit mehr Bilder senden könnte. Aber bekanntermaßen dürfen die Helikopter, die auch als Relaisstation für die Onboard und stationären Kameras auf der Nordschleife dienen, nach 22.00 Uhr nicht fliegen. Man müsste ein Glasfaserkabel und die dazu nötige Technik mit Verteilern und Verstärkern um die Nordschleife legen, was angesichts der Topografie des Rings keine leichte Sache ist. Und Geld hat man dafür auch nicht, der Ring soll ja verkauft werden.

SAVE_THE_RING_blackDer Verkauf des Nürburgrings stand auch oft im Fokus der Berichterstattung von Sport1. Die Redaktion und die Journalisten vor Ort waren offenbar klar gegen einen Verkauf und stellten jedem Fahrer und Teamchef die dementsprechenden Fragen. Die Stimmung war dementsprechend gegen einen Verkauf, auch wenn sich einige Teamchefs und Fahrer sehr diplomatisch äußerten. Sport1 servierte das Thema so oft, dass man gar nicht anders konnte, als es es wahrzunehmen.

Ein Wort noch zum Schluss. Ich war von Anfang an skeptisch, was die Verlegung des Starts auf den Sonntag angeht. Was sollte das bringen, denn die meisten Fans mussten wegen der Arbeit und weiten Rückfahrt sowieso am Montagmittag los. Die leer gefegten Zeltplätze gegen Mittag sprachen dann auch Bände. Das Pfingstwochenende zu nutzen ist sicher eine gute Idee gewesen, aber man hätte das Rennen besser Samstag starten sollen. Das wäre vor allem den Fans entgegen gekommen.
Am Ende steht aber wieder ein schönes 24H-Rennen, das dann eher ein 14H-Rennen war. Aber das tat der Stimmung offenbar keinen Abbruch. Immerhin konnte man so mal eine Nacht schlafen, was der Party-Stimmung nach dem Rennen sicher zu Gute kam. Besonders positiv ist, dass das Rennen trotz des schlechten Wetters von wirklich schweren Unfällen verschont wurde. Freuen wir uns also auf das nächste Jahr.

Michael Ammermueller / Frank Stippler / Ferdinand Stuck / Johannes Stuck (Phoenix Racing, Audi R8 LMS ultra, Startnummer 4) Laurens Vanthoor / Edward Sandstroem / Christopher Mies / Christopher Haase (Belgian Audi Club Team WRT, Audi R8 LMS ultra, Frank Biela / Christer Joens / Luca Ludwig / Roman Rusinov (G-Drive Racing by Phoenix, Audi R8 LMS ultra, Startnummer 3), 41. ADAC Zurich 24h- Georg Weiss / Oliver Kainz / Michael Jacobs / Jochen Krumbach (Wochenspiegel Team Manthey, Porsche 911 GT3 RSR, Startnummer 12)Georg Weiss / Oliver Kainz / Michael Jacobs / Jochen Krumbach (Wochenspiegel Team Manthey, Porsche 911 GT3 RSR, Startnummer 12) Bernd Schneider / Jeroen Bleekemolen / Sean Edwards / Nicki Thiim (Black Falcon, Mercedes-Benz SLS GT3, Startnummer 9) Richard Westbrook / Emmanuel Collard / Mike Stursberg / Hans Guido Riegel (Haribo Racing Team, Porsche 911 GT3 R, Startnummer 8), Michael Ammermueller / Frank Stippler / Ferdinand Stuck / Johannes Stuck (Phoenix Racing, Audi R8 LMS ultra, Startnummer 4) Klaus Graf / Thomas Jaeger / Jan Seyffarth / Nico Bastian (ROWE Racing, Mercedes-Benz SLS GT3, Startnummer 22) Darren Turner / Stefan Muecke / Allan Simonsen / Pedro Lamy (Aston Martin Racing, Aston Martin Vantage GT3, Startnummer 7), Marc Lieb / Roman Dumas / Lucas Luhr / Timo Bernhard (Manthey Racing, Porsche 911 GT3 RSR Wolf Henzler / Peter Dumbreck / Martin Ragginger / Sebastian Asch (Falken Motorsport, Porsche 911 GT3 R Darren Turner / Stefan Muecke / Allan Simonsen / Pedro Lamy (Aston Martin Racing, Aston Martin Vantage GT3 24h-Rennen Nuerburgring Nordschleife Nissan BMW Z4 VLN Mercedes SLS VLN Porsche GT3 VLN Audi R8 VLN

Bilder: ADAC Nordrhein

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August 08 2012

14:59

VLN: Analyse 6H ADAC Ruhr Pokal

Beim Saisonhöheunkt über 6 Stunden konnte sich ein Mercedes vor 2 Audis durchsetzen, während vor allem ein Team mal wieder einen Tiefschlag einstecken musste.

Das die SLS auf der Nordschleife recht flott unterwegs sind, ist seit letztem Jahr kein Geheimnis mehr, allerdings war die Art und Weise, wie man den Sieg beim Höhepunkt der VLN Saison einfahren ist, doch bemerkenswert. So konnte Thomas Jäger, welcher Alexander Roloff und Jan Seyfarth unterstützte, gleich am Samstag mit einer 8:07 ein Ausrufezeichen setzen und die Pole für das Rennen herausfahren. Am Start konnte man dann auch seine Position behaupten und sich den Angriffen der 3 Audis und des Nadelstreifen GT3R erwehren. Wer nun aber glaubt, dass das Trio Roloff, Jäger und Seyfarth einen ungefährdeten Start-Ziel Sieg einfuhr, der hat Unrecht, denn obwohl man die Führung nur kurz hergab, war es ein enges Rennen, welches keine Fehler verzieh und man auch das nötige Quäntchen Glück auf der Seite haben musste. So entstand der Vorsprung von 55 Sekunden nicht durch ein paar schnelle Runden, in der man mal eben schneller als der Raeder Audi, welcher den 2. Platz belegte, sondern dadurch, dass man Sekunde um Sekunde erkämpfte.

Dies war aber alles andere als leicht, denn auf jenem Audi fuhren mit Frank Biela, Thomas Mutsch und Christian Hohenadel 3 absolute Könner ihres Fach und das der Audi alles andere als langsam ist, hat man schon oft erleben müssen. Um so höher ist daher die Leistung des Teams anzurechnen, dass man diesen Raeder R8 mit gut 1 Minute in Schach halten konnte und auch den 2. R8 von Phoenix Racing mit Luca Ludwig, Christopher Haase und Christer Jöns auf den 3. Platz verweisen konnte. Einen großen Anteil daran hatte auch Alexander Roloff, welcher erneut durch sehr schnelle Rundenzeiten auf sich aufmerksam machte und den Werksfahrern in nichts mehr nachsteht. Im Gegenteil, denn 2 Läufe zuvor konnte er sogar Marc Lieb 2 Runden lang hinter sich halten und den Sieg sichern. Allerdings brauchte man etwas Glück bzw. konnte man Pech zum Beispiel in Form von Reifenschäden gar nicht gebrauchen und hätten jeder Zeit den Triumph zerstören können.

So erwischte es den schnellsten R8 mit Basseng, Rast und Stippler gleich in den ersten Runden, wodurch das Trio in die Box kommen musste und das Rennen erst mit knapp 1 Runde Rückstand wieder aufnehmen konnte. Mit den schnellsten Rundenzeiten und einer 8:11 als absolut schnellster Runde zeigte man dann, dass es sicher ein heiser Kampf mit dem SLS geworden wäre. Aber da es wieder einige Unfälle und Zwischenfälle ohne Einschläge, wie Berührungen und Rempeleien gab, gab es wieder jede Menge Kaltverformungen und somit viele kleine Carbonteile, welche auf der Strecke lagen und für einige Reifenschäden sorgten. So erwischte es Frikadelli Racing GT3 R gleich 2 mal, oder auch der Nadelstreifen GT3 R welche somit viel Zeit verloren haben.

Gerade Manthey hatte ein Wochenende zum vergessen: So begann alles mit einer tollen Nachricht, wonach Timo Bernhard sein Comeback geben würde und in den ersten Runden nachdem Stopp, als Dumas das Steuer an ihm übergab, merkte man ihm seine lange Pause kaum an. Allerdings fand sich das Auto dann gegen Ende des 10. Umlaufes nicht mehr auf dem Zeitentabelle. Der Grund war ein Motorschaden und somit das Aus für das Auto. Zum Glück erwischte es das Auto nicht so schlimm wie das Schwesterfahrzeug aus der SP7: Nachdem der Eigenau GT3 Porsche, auf Basis eines 911 Cups mit breiterem Bodykit und 4l Motor bereits beim 24H Rennen nach ein paar Runden ausschied und beim 5. Lauf einen Totalschaden erlitt, als man in dem heftigen Unfall in der Fuchsröhre bei Tempo 250 involviert war, beschloss man einen 2012er RSR zu ordern, welcher laut Listenpreis fast 600.000€ inkl. MwSt. kostet.

Um diesen neuen RSR auf die Nordschleife abzustimmen, führte man vor dem Wochenende Test und Abstimmungsarbeiten auf der Nordschleife mit Romain Dumas am Steuer durch und da geschah das unglaubliche: Der Wagen fing Feuer und brannte vollständig aus. Dumas konnte sich zwar noch aus dem Auto befreien, wodurch ihm nichts passierte, aber nach dem Eigenbau GT3, ist dies nach nur einem Renneinsatz der 2. Totalschaden für Georg Weiß und Olaf Manthey. Hoffentlich ist der Wagen gut versichert bzw. Porsche zeigt sich kulant, denn gute 900.000€ Schaden innerhalb von nicht mal 2 Rennen ist auch für Georg Weiß alles andere als ein Pappenstiel. Es wäre schade, wenn der Auftritt beim 6. Lauf der einzige mit einem 2012er RSR gewesen wäre, denn ist er doch ne willkommene Abwechslung unter den ganzen 911 Cup Porsche und umgebauten Cups aus der SP7, welche oft auf das GT3 R Bodykit setzen.

Um noch mal auf den Sieger in Form des SLS zurück zu kommen: Oft wird ja viel über die BoP bzw. die damit verbundene Einstufungen geredet und (wie ich es hier betreibe) geschrieben. Allerdings dürfte die starke Performance des SLS hier nicht aufgrund der Einstufung zustande kommen, denn der Audi mit Marc Basseng war sogar nen Ticken schneller, sondern an der sehr guten Mannschaft von Rowe und den Dunlops, welche mittlerweile bei allen Wetterlagen sehr gut funktionieren. So waren bis Ende letzten Jahres die Dunlops ja bei Leibe nicht schlecht, aber wenn es kühler wurde, hatten die Teams und Fahrer, insbesondere die BMW oft Probleme die Reifen auf die Temperatur zu bekommen, wo sie ihren maximalen Grip aufbauen. Dunlop und auch BMW hat sich diesem Problem angenommen und hat so nun für den Z4 nicht nur sehr gute Regenreifen, sondern auch sehr gute Slicks welche überall gut funktionieren. Auch scheinen sie recht robust zu sein, denn im Vergleich zur Konkurrenz hat man hier recht wenige Reifenschäden. Von dieser Arbeit profitiert natürlich dann auch ein Team wie Rowe, wenn also der Wissentransfer im Hause Dunlop stattfindet, denn obwohl die Autos verschieden sind, haben sie gewisse Gemeinsamkeiten. So haben beide den Motor vor dem Fahrer und relativ weit in der Mitte des Autos platziert, sie verfügen über viel Abtrieb und zumindest in der VLN über ein ähnliches Gewicht (1300 vs. 1340kg).

Der einzige Z4 GT3, welcher von Schuberth Motorsport eingesetzt wurde, konnte sich leider nicht platzieren, denn nach 24 Umläufen musste das Team um Claudia Hürtgen das Rennen aufgeben. Das Auto, war aber nicht nur in Sachen Motorensound wieder ein Ohrenschmaus, denn diesmal gabs auch was fürs Auge: Schuberth hat den Z4 zum einen als Homage an den BMW M1, zum anderen aber auch vor dem Hintergrund der finanziellen Situation mit einer „Sag ja zum Ring“ Beklebung foliert.
Ihr Debüt auf der Nordschleife gaben Klaus Bachler und Michael Christensen in einem 911 GT3 von Manthey. Sie teilten sich das Steuer mit Frank Kräling und Marco Schelp und erreichten dabei den 2. Platz in der Klasse SP7. Den Sieg konnte sich erneut Kremer Racing mit gut 3 Minuten Vorsprung sichern, obwohl beide auf Anhieb mit recht flott Zeiten zu überzeugen wussten. Zur Spitze fehlten aber trotzdem fast 7 Sekunden, denn der schnellste Umlauf des Kremer Porsche brachte eine 8:29 als Ergebnis hervor.

Im Kampf um die Meisterschaft scheint eine kleine Vorentscheidung gefallen zu sein, denn das Team von TKS, also Elmar Jurek und Jannik Olivo hat die Klasse Cup3 mit 2 Runden Vorsprung gewonnen und hat nun unter Berücksichtigung eines Streichresultates 57,71 Punkte, was bei 6 Läufen einen Schnitt von exakt 9,618333333333 Punkten entspricht. Sollten die beiden aus den verbleibenden 3 Rennen noch 2 ähnliche Ergbnisse wie bisher einfahren, so wird kaum ein Team oder Fahrer in der Lage sein die beiden abzufangen, denn dafür haben die anderen momentan nicht genügend Punkte bzw. schon teilweiße 3 Streichergenisse eingefahren, wobei nur 2 rausfallen, was gleichbedeutend mit dem Aus im Kampf um die Meisterschaft ist, denn dafür haben Olivo/Jurek bisher zu viele Punkte gesammelt. Mehr dazu gibts aber in der nächsten Vorschau, wenn man 25.08 der 8. Lauf über 4 Stunden stattfindet. Den kompletten Stand in der Meisterschaft gibts hier

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August 03 2012

15:12

VLN: Vorschau 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen

Am Samstag statet mit dem 6H Rennen der 7. Lauf zur VLN und der Höhepunkt der Saison, welcher die heiße Phase im Kampf um die Meisterschaft einläutet. Dazu gibt Timo Bernhard sein Comeback.

Es war im März dieses Jahres, als Audi in Sebring die beiden neuen R18 getestet hat. Dabei erlitt der Wagen von Timo Bernhard eingangs der schnellen letzten Kurve mit dem Namen Sunset-Bend einen technischen Defekt und Timo verlor die Kontrolle über den Wagen, was einen heftigen Einschlag in die Begrenzungsmauer zur Folge hatte. Die Folgen sind bekannt: mehrere Verletzungen, unter anderem an der Halswirbelsäule und eine Auszeit, die bis jetzt dauerte, waren die Folge. Nach dem sich Timo Anfang Juli vollständig von den Folgen erholt hatte, konnte er mit dem spezifischen Training beginnen, so dass er nun sein lang erwartetes Comeback in einem Rennwagen geben kann. Sein Comeback wird er an der Seite seines langjährigen Teamkollegen, von Penkse, Audi und Manthey geben, nämlich Romain Dumas und Joch Krumbach auf dem Nadelstreifen Porsche von Manthey.

Ein leichtes Unterfangen hat er sich dabei nicht ausgesucht, denn die Konkurrenz ist hart, die Strecke berüchtigt und über 6 Stunden kann viel passieren, zumal wohl wechselhafte Bedingungen vorausgesagt wurden und was wechselhaft in der Eifel bedeutet, dürfte bekannt sein.
Ein Auto, welches bei solchen Verhältnissen in Profihänden schon immer sehr gut war und dies bei den 24H von Spa auch wieder eindrucksvoll unter Beweiß gestellt hat, ist der R8 lms. Hatte man bei trockenen Bedingungen nicht ganz das Tempo der Z4 mitgehen können, so war man im Regen und bei abtrocknenden Verhältnissen quasi unschlagbar. Dazu hat man den Verbrauch im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduzieren können, was in Verbindung mit dem 120 Liter Tank dafür sorgen könnte, dass man bei nassen Bedingungen Stints von 10 Runden fahren könnte. Bei den 24H schaffte man dies 1 mal und da die Variante der VLN gut 1 km kürzer ist sollte das also für 10er Stints reichen – wenn es regnet. Dazu haben Marc Basseng und Frank Stippler beim letzten Lauf einen neuen Rundenrekord über 29 Runden aufgestellt, was sie natürlich dann zu den Topfavoriten für Samstag macht.

Unterstützung erhalten sie hierbei von Christopher Haase. Im 2. Phoenix R8 lms mit der #5 starten dann Luca Ludwig und Rene Rast, während die gewohnte Besatzung rund um Frank Biela im Raeder R8 die Audis komplettiert. Am meisten Konkurrenz sollten sie dabei – neben dem Manthey GT3 R vom Rowe-SLS erhalten, welcher vor 2 Läufen knapp an einem Sieg vorbeigeschrammt ist und beim letzten Lauf trotz Reifenschaden auf den 3. Platz mit ebenfalls 29 Runden nach vorne gefahren. Hierbei erhalten Jan Seyfarth und Alexander Roloff Unterstützung von Mercedes-Fahrer Thomas Jäger. Für Überraschungen könnten die beiden McLaren von Dörr und Gemballa Racing, letztere erhalten nun nach der Auflösung des Vertrages mit Zaakspeed nun Unterstützung von Frikadelli Racing. Bei Gemballa werden Pedro Lamy und Tom Coronel Stammfahrer Sascha Bert unter die Arme greifen, während bei Dörr Motorsport, welche zuletzt erstmalig Führungskilometer sammeln konnten, wieder Arno Klasen, Kai Riemer, Henri Moser und Rudi Adams als Fahrer parat stehen.

Vor allem in der Anfangsphase sollte man hier durchaus für Furore sorgen können, denn mittlerweile wurde das Auto entsprechend weiterentwickelt bzw. hat nun auch McLaren dafür gesorgt, dass das Auto nun in den meisten Gt3 Serien und Strecken mit der Spitze mithalten kann. Dazu konnte man nun die weicheren Federn und Dämpfer sowie mehr Federweg verbauen, was vor allem auf der Nordschleife immens wichtig ist, denn nichts in schlimmer als ein Auto, welches auf den Wellen und Sprüngen permanent aufsetzt und durchschlägt oder unruhig auf der Hinterachse liegt. Ob das aber für das komplette Rennen reicht, wird man abwarten müssen, denn ein Wunder an Zuverlässigkeit war und ist der Wagen bei Leibe nicht und so sind Ausfälle technischer Natur immer noch eher die Regel als die Ausnahme.

Ausfälle und insbesondere Ausfälle technischer Natur, sollten bei den Piloten und Teams, welche noch Chancen auf den Sieg der Meisterschaft haben, denn kaum ein Team hat bislang kein Streichresultat verbuchen müssen. Die jenigen, welche vielleicht noch kein Streichresultat zu Buche stehen haben, wären Norbert Bermes und Marcel Belka von Mathol Racing, welche im 3. Lauf 8,75 Punkte erreichten. Sollten es aber Teams und Piloten, welche in Klassen mit hohen Starterzahlen starten, wie der V6 oder Cup3 allerdings Piloten mit 8 sehr hohen Ergebnissen in die Wertung schaffen, wird man bei Mathol dieses Ergebnis aber als Streichresultat werten müssen, denn bei 15-20 Starter in den entsprechenden Klassen kann man als Sieger oder 2. doch nen Tick mehr Punkte hinter dem Komma holen als in der SP10.

Nach dem 6 Stunden Rennen wird man dann aber wohl mehr erkennen können, denn denn dürften wohl einige Teams mit 2 oder gar 3 schlechten Ergebnissen aus dem Kampf um die Meisterschaft rutschen. Zu sehen gibt’s das alles ab 12.00 Uhr, wenn dann die 3 Gruppen auf die Reise über 6 hoffentlich 6 Stunden gehen und alles ohne Unfälle oder Rote Flaggen bleibt.

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September 28 2011

14:33

VLN: Analyse 8. Saisonlauf + Kampf um die Meisterschaft

Der 8. Lauf zur VLN am Samstag war sicherlich der bisher schnellste Lauf in dieser Saison, was zum einen am sehr schönen Wetter lag, zum anderen aber auch, dass diesmal vergleichsweiße wenig Unfälle passiert sind.

Als Lucas Luhr am um kurz nach 16.00 Uhr die Ziellinie überquerte, standen 28 Runden bzw. ein Schnitt von fast 170 km/h fest, während die schnellste Rennrunde von Rene Rast im Haribo Porsche mit fast 178 km/h absolviert wurde. Neben den perfekten äußeren Bedingungen, trug aber sicher auch der Kampf an der Spitze dazu bei, dass sich dieser Lauf zu einem sehr schnellen entwickelte. So konnte sich der Phoenix Audi mit Frank Stippler die Pole ergattern und diese auch in die Kurve mitnehmen, allerdings war an einen Alleingang an der Spitze gar nicht zu denken, denn da hatte vor allem ein wohl kurzfristig verpflichteter Debütant auf dem Haribo Porsche etwas dagegen, welcher Tags zuvor noch die Freien Training der F1 kommentierte: Rene Rast fuhr zum ersten mal in einem Rennen einen GT3 R auf der Nordschleife und wie!


So konnte er sich bereits auf der ersten Runde auf Platz 2, vor seinem Teamkollegen Lucas Luhr schieben und dachte nicht im Traum daran nun auf ankommen zu fahren. Nein, eingangs Mercedes Arena holte er sich Frank Stippler im Audi und führte nun das Trio an, welches wie entfesselt um den Kurs jagte – permanente Rundenzeiten zwischen 8:13 und 8:20 waren die Folge, und Rene Rast hat dabei dann im 3. Umlauf auch noch die schnellste Runde des Tages in den Asphalt gebrannt: 8:13 ist bei seinem ersten Rennen auf diesem Wagen schon eine Hausnummer! Bis zum 6. Umlauf flogen die 3 Spitzenreiter Stoßstange an Stoßstange über den Kurs, bis Rene Rast etwas früher an die Box kam um nachzutanken.

So übernahm Frank Stippler knapp vor Lucas Luhr die Führung, jedoch hielt diese 2 Runden lang, als dann beide Wagen zu ihren 1. geplanten Stopps an die Box mussten. Hierbei übernahmen Arno Klasen(Manthey) bzw. Christopher Haase (Phoenix R8) die Wagen. Leider konnten an dieser Hatz 2 Wagen nicht teilnehmen, welche sicher aus dem Drei einen Fünfkampf hätten manch können. Zum einen konnte der Mamerow SLS nicht starten, weil man im Training einen stärkeren Unfall hatte und das Auto dadurch zu stark beschädigt war. Selbiges galt auch für den 2. R8 von Phoenix, mit Marc Basseng und Christopher Mies am Steuer. So konnte man im Audi nicht auf die Einführungsrunde gehen und startete daher aus der Box und man durfte eine Aufholjagd des Duos hoffen, welche dann aber nicht passieren sollte.

Nach 9 Runden kam das freiwillige Aus des Wagens, denn die Beschädigungen waren doch stärker und es drohte die Benzinleitung zu reisen, was einen Totalbrand des Wagens zur Folge haben hätte können. So entschied man sich daher aus Sicherheitsgründen den Wagen zurückzuziehen und nichts zu riskieren.
Dadurch dass Rene Rast etwas früher an die Box gekommen ist, musste er auch nicht so viel tanken , was weniger Standzeit bedeutete und er somit mit gut 30 Sekunden Vorsprung wieder die Führung übernehmen konnte und diese bis zur 13. Runde sukszessive auf knapp über 40 Sekunden ausbauen, bevor dann Hans Guido Riegel das Steuer übernahm und somit klar war, dass man diese Tempo nicht halten wird können.

In der Cup3 führte derweil des mir leider nicht bekannten Fahrers mit dem Pseudonym „Rennsemmel“ vor Karl Brinker, welcher die 4 Stunden alleine (!) durchfuhr und dem Duo Elmar Jurek und Jannik Olivo. In der V5, führte derweil das Black Falcon Junior Trio. Das lag zum einen, dass sie konstant die schnellsten Zeiten fuhren, zum anderen auch, dass Mario Merten und Wolf Sylvester nach ihrem Wechsel aus der SP3 zur V5 hier nicht am Start waren. Man hat sich bei den Titelverteidigern entschieden einen BMW 325i in der Klasse darunter, nämlich der V4 einzusetzen um somit Lars Heisel und Markus Schmickler die Punkte streitig zu machen. Diese konnten anfangs auch schneller fahren und führten zu diesem Zeitpunkt die Klasse vor Landgraf und Fübrich an, während Bonk Motorsport auf Platz 3 rangierte, aber immer näher ran kommen konnte. In der SP3T führten derweil auch die Favoriten, nämlich der VW Scirocco mit Emin Akata, Maik Rosenberg und Kristian Krognes, welche auch das schnellste Auto hatten und fast 15 Sekunden pro Runde schneller waren als die Konkurrenten. Somit konnten sie ihre Klasse gewinnen, ebenso wie Black Falcon in der V5. Eine Überaschung gab es allerdings in der SP10/GT4. Dort fiel das klar favorisierte Auto von Mathol Racing mit Wolfgang Weber, Norbert Bermes und Nilsson Rickard nach 9 Umläufen aus, und somit den Weg für Henry Walkenhorst und Rainer Kathan im BMW frei machte.

An der Spitze des Feldes entwickelte sich nun ein Zweikampf, bei welchem Christopher Haase den Vorsprung auf Arno Klasen bzw. dann auf Lucas Luhr stetig auf fast 40 Sekunden ausbauen konnte, denn der R8 LMS war an diesem Tag den Manthey Porsche vom Speed auf jeden Fall ebenbürtig und Haase fuhr richtig stark, denn es ist schon beachtlich, den Vorsprung ausbauen zu können, wenn der Gegner in Form von Arno Klasen Zeiten von bis zu 8:20 fahren konnte und es schien, als hätte der Audi leichte Vorteile, denn nachdem man 2 Runden vor dem Porsche zum Splash and Dash gekommen ist, hat man nur gute 30 Sekunden Rückstand auf den Porsche und dieser kamm dann auch kurz vor Schluss rein und bei einem Zeitverlust von 50-60 Sekunden wäre der R8 in Führung gewessen. Hätte daher, da es Phoenix bzw. Frank Stippler mal wieder schaffte sich selbst ein Bein zu stellen.

Als nämlich der Porsche aus der Box auf die Strecke fuhr, war er nämlich immer noch in Front, da der Audi unterwegs einen Einschlag bzw. eine Feindberührung hatte und auf der linken Seite stärker onduliert war. Dies schlug sich auch in den Zeiten nieder, denn so fuhr man auf einmal 1-2 Minuten pro Runde langsamer als vorher. Bei noch gut 2 Runden, die zu fahren waren, schaffte man es aber noch am Ende mit gut 2:30 min Rückstand auf Lucas Luhr auf Platz 2 ins Ziel zu kommen, während Mike Stursberg, welcher das Steuer dann von Hans Guido Riegel übernahm mit gut 5 Minuten Rückstand ins Ziel rollte. 1 Min dahinter fand sich dann auch der Porsche mit Sabine Schmitz ein, während Pinta Racing endlich mal das Ziel sah und dabei gleich Platz 5 belegen konnte, nachdem man schon so oft in der Saison ausgeschieden war.

Somit konnte Arno Klasen seinen 25. Gesamtsieg feiern und zog damit an Edgar Dören vorbei und befindet sich nun auf Platz 4, der ewigen Bestenliste, welche von Jürgen Alzen, Olaf Manthey und dem ehemaligen Teamkollegen von Olaf Manthey, Ullrich Richter (welcher leider vor gut 10 Jahren beim 6H Rennen tödlich verunglückte) mit je 28 Siegen angeführt wird.

Nachdem in der V5 und in der SP3T die Entscheidungen recht klar und schnell ausgingen, ging es in den Klassen Cup3 und V4 hoch her. In der V4 konnte sich gegen Ende das Duo der Titelverteidiger an den BMW von Heisel und Schmickler ranpirschen und schluss endlich sogar überholen, nachdem die Runden vorher ein beinharter Zweikampf vorausgegangen war. Am Ende waren es gerade einmal 10 Sekunden, die Mario Merten und Wolf Sylvester Vorsprung hatten. Ähnlich knapp ging es in der Cup3 zu. Nachdem Peter Jürgen und sein Kollege „Rennsemmel“ das Tempo nicht ganz halten konnten, wurden sie von Elmar Jurek und Jannik Oliva kassiert, welche sich aber knapp mit 40 Sekunden Rückstand auf Platz 2 zufrieden geben mussten, denn Karl Brinker, führ Mintgen Motorsport fahrend tat wirklich fabelhaftes:

Als einziger Pilot, sas er die kompletten 4 Stunden ohne Pause am Steuer und gewann die Klasse vor den 2 Titelanwärtern, welche aber dennoch aufgrund der Klassenstärke ordentlich punkten konnten. Die SP5, also die Spevials bis 3L Hubraum konnten aber ebenfalls von einem Mitstreiter um die Meisterschaft gewonnen werden, nämlich von Thomas Kappeler, Thomas Gerling und Harald Hennes, welche dann auch die Tabelle nach Addition bisherigen 8 Ergebnisse anführen, was dann wie folgt aussieht:

Pos. Fahrer |Gesamt |1 |2 |3 |4 |5 |6 |7 |8 1. Thomas Gerling, Thomas Kappeler, Harald Gerling |70,95 |9,29 |9,44 |8,50 |8,13 |9,00 |9,17 |8,13 |9,29 4. Mario Merten, Wolf Sylvester |70,37 |7,50 |9,06 |8,33 |9,64 |9,38 |8,21 |8,75 |9,50 6. Carsten Knechtges, Manuel Metger, Tim Scheerbarth |66,77 |9,62 |9,69 |9,67 |8,93 |0,00 |9,64 |9,58 |9,64 9. Lars Heisel, Markus Schmickler |65,58 |0,00 |9,55 |9,44 |9,58 |9,44 |9,55 |9,62 |8,50 11. Dominik Brinkmann, Stephan Epp |64,20 |0,00 |9,42 |9,32 |9,35 |9,76 |9,38 |8,70 |8,27 19. Wolfgang Weber, Norbert Bermes, Nilsson Rickard |62,13 |9,29 |9,29 |9,00 |9,38 |7,00 |9,00 |9,17 |0,00 24. Elmar Jurek, Jannik Olivo |57,86 |0,00 |9,81 |9,77 |9,78 |9,29 |9,79 |0,00 |9,42 26. Maik Rosenberg |57,71 |9,69 |9,77 |0,00 |9,17 |9,67 |9,69 |0,00 |9,72 27. Christian Krognes |56,63 |9,06 |9,32 |0,00 |9,17 |9,67 |9,69 |0,00 |9,72


Das sind natürlich nicht alle Fahrer, ich habe hier diejenigen herausgepickt, welche noch reelle Chancen auf die Meisterschaft haben. Allerdings ist die Tabelle in dieser Form noch nicht sehr aussagekräftig, daher habe ich das bisher schwächste Ergebnis rot markiert, und nun eine Tabelle erstellt, in der 1 von 2 Streichergebnissen berücksichtig ist, sowie eine Tabelle mit 2 Streichergebnissen und die jeweils die zugehörigen Schnitte, welche man dann mit dem Schnitt von Mario Merten und Wolf Sylvester, welcher 9,6 Punkte war aus dem letzten Jahr vergleichen kann:

Pos. Fahrer Punkte mit 1. Streichergebnis Schnitt 1. Carsten Knechtges, Manuel Metger, Tim Scheerbarth 66,77 9,54 4. Lars Heisel, Markus Schmickler 65,68 9,38 6. Dominik Brinkmann, Stephan Epp 64,20 9,17 8. Mario Merten, Wolf Sylvester 62,87 8,98 10. Thomas Kappeler, Harald Hennes, Thomas Gerling 62,82 8,95 13. Norbert Bermes, Wolfgang Weber, Nilsson Rickard 62,13 8,88 16. Elmar Jurek, Jannik Olivo 57,86 8,27 18. Maik Rosenberg 57,71 8,24 19. Christian Krognes 56,63 8,09


Hier ergibts sich schon ein etwas anderes Bild als vorhin und zeigt auf, wie kompliziert die Situation in der Meisterschaft ist und es daher wohl bis zum letzten Umlauf des letzten Rennens spannend bleiben wird, denn hier haben das Trio von Black Falcon, bzw das Duo aus der V4, nämlich Lars Heisel und Markus Schmickler die Besten Karten, wenn sie ihren Punkteschnitt halten können.
Dafür sind noch mind. ein 1. und 2. Platz in der V4, bzw. 2 1. Plätze in der V5 für das Black Falcon Trio her müssen. Gar nicht so gut sieht es dagegen für Mario Merten und Wolf Sylvester aus, denen hier zusätzlich zu den 7,50 Punkten aus dem 1. Lauf auch noch die Ergebnisse aus den Läufen 3 und 6 zu schaffen machen, weil hier die Mitkonkurrenten fast 1,5 Punkte mehr holen konnten. Probleme anderer Art, hat dahingegen das Trio von Mathol Racing im Kampf um die Meisterschaft: Aufgrund der niedrigen Starterzahlen kommt man selbst bei Siegen kaum über 9,29 Punkte hinaus, wohingegen andere Teams bis 9,81 Punkte gut machen können.

Allerdings sollte man hier bedenken, dass bei Maik Rosenberg, Christian Krognes sowie Elmar Jurek und Jannik Olivo noch ein 2. Salto Nullo in den Ergebnissen steht und dementsprechend den Schnitt nach unten zieht. Allerdings können diese Herren den Titel noch aus eigener Kraft holen, denn sollten diese Fahrer aber ihren Schnitt aus den besten 6 Rennen (also 2 Streichergebnisse eingerechnet) halten können, indem sie jeweils in den letzten Läufen 2 mal ihre Klasse gewinnen, dann wären sie kaum einzuholen, denn hier würden Jurrek/Olivo auf 9,64 Punkte im Schnitt kommen, während Maik Rosenberg auf 9,62 und Christian Krognes auf 9,44 kommt, was insbesondere für den Fall, dass Jurek/Olivo 2 mal die Klasse gewinnen würden dafür sorgen würde, dass das Black Falcon Trio in arge Nöte kommt.

Denn gesetzt diesen Fall, dass die beiden aus der Cup Klasse oder Maik Rosenberg ihre Schnitt halten, müssten die 3 in jedem Rennen 9,64 Punkte holen, was einen Patt mit jeweils 77,12 Punkten ergeben würde. Somit können sogar die Anzahl der Starter in der eigenen Klasse das Zünglein an der Wagge sein, welche dafür sorgen können, ob man das benötigte eine halbe Zehntel nach dem Komma noch bekommt oder nicht.

Christian Krognes dürfte mit seinen 9,44 aber eher kaum Chancen haben, zumal er oft auch mit Maik Rosenberg auf einem Auto sitzt, was bedeutet, dass sie die gleichen Punkte jeweils erhalten. Die nächste Chance dafür wäre am 15. Oktober, wenn der vorletzte Lauf über die Bühne geht.

Ich hoffe ich konnte die Situation im Kampf um die Meisterschaft etwas erklären bzw. verständlich machen. Wenn mir das nicht gelungen ist, bitte ich um Hinweiße in den Kommentaren.

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