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September 02 2012

16:52

Formel Eins: Analyse Spa 2012

Ein ereignisreiches Rennen, dass allerdings am Start knapp an einer Katastrophe vorbei schrammte. Die WM ist jetzt wieder völlig offen.

Die Wetten, dass Maldonado am Start irgendeinen Blödsinn fabrizieren würde, standen recht gut und er tat mit seinem Fehlstart alles, sie zu erfüllen. Aber was Grosjean sich in Spa geleistet hat, war dann doch eine ganze Ecke zu viel. Ein Unfall in der Startphase ist immer schlimm, man lässt sich deswegen auch immer etwas Platz. Eine Regel, von der der Franzose offenbar nichts gehört hat. Er klemmte Hamilton ein, der keine Chance hatte und er wusste, dass er den Briten den Weg abschneidet. Er war nicht mal halb vorbei, da hatte der McLaren-Pilot nicht mal die Chance vom Gas zu gehen, ohne eine Berührung zu riskieren. Die anschliessende Kollision war furchterregend, gerade weil der gesamte Lotus quer in der Luft liegend ein paar Zentimeter am Cockpit des Ferrari vorbei flog. Wie knapp das war, twitterte Alonso nach dem Rennen dann selber. Niemand kam zu Schaden, und Unfall würfelte das Feld gehörig durch. Die FIA war aber mächtig sauer.

Nach dem Rennen bestrafte die FIA dann Grosjean und sperrte ihn für das Rennen in Monza. Plus eine Strafe von 50.000 Dollar. Man wirft ihm eine “schweren Bruch der Regeln” vor und die willentliche Gefährdung anderer Fahrer. Zu dem war man wohl sauer, weil sich weder das Team, noch Grosjean während und nach dem Rennen offiziell entschuldigt hat. Wie auch immer: So einen Unfall will man nicht auf einer Strecke sehen, wo der Weg vom Start zur ersten Kurve länger ist und es weniger Auslaufzonen gibt, die Strafe ist hart, aber vielleicht hilft es ja. Normalerweise müsste jetzt Jerome D’Ambrosio in Monza fahren, aber mal abwarten, was Lotus diese Woche entscheidet. Ich bin mit der Strafe einverstanden. Sie ist nicht allein auf den Unfall in Spa zurückzuführen, sondern basiert auf einer ganzen Reihe von Kollisionen in diesem Jahr. Die Heftigkeit des Unfalls in Spa und das Fehlen jeder Entschuldigung hat die Strafe nachvollziehbar gemacht.

Mit dem Unfall verabschiedeten sich auch die Hoffnungen von Sauber, Alonso und Hamilton. Sauber, aussichtsreich aus P2 und P5 gestartet, verlor Perez sofort. Kobayashi, der schlecht gestartet war, fiel ans Ende des Feldes zurück. Das sein Wagen überhaupt noch fuhr nach dem Hamilton drüber flog, war schon eine kleine Sensation. Der Ausfall von Alonso eröffnete dann eine gute Möglichkeit für Räikkönen und beide Red Bull. Letztere steckten nach dem Crash um P10 herum, doch der RB8 erwies sich im Rennen mal wieder etwas besser, als in der Qualifikation.

Vorne zog jedoch Jenson Button nach dem Restart einsam seine Runde. Kein Konkurrent war in der Lage, dem McLaren zu folgen, Button brannte die schnellsten Rundenzeiten in den Asphalt und besorgte sich schnell ein Polster von mehr als 10 Sekunden. Der Champion von 2009 hatte schon in der Quali geszeigt, dass die neuen Updates am McLaren perfekt funktionieren. Dazu kam ein neuer Heckflügel, um den es teamintern aber großen Ärger gab. Während sich die Button-Mannschaft dazu entschloss, den Flügel zu fahren, schraubte man Hamilton die alte Version drauf. Der beschwerte sich nach dem Rennen per Twitter mit einem herzhaften “wtf” und stellte bei Instagram als Beweis ein Bild der Telemetriedaten ein. Er löschte das Bild zwar wieder, aber da war es dann schon zu spät.

Erklärung der Linien von unten nach oben:
- Gaspedalstellung
- Getriebe, Gang
- Gestrichelte Linie = Zeitverlust zu Button, je weiter sie nach unten zeigt
- Bremse (nicht ganz sicher)
- Geschwindigkeit
- Die Zahlen links zeigen Unterschiede zu Button

Red Bull und Ferrari vermeldeten süffisant, dass sie sich die Zahlen sehr genau anschauen würden. Viel anders als das, was man selber an Daten hat, wird es aber auch nicht sein.

Aber zurück zum Rennen. Button vorne war weg, dahinter wollte es sich Räikkönen bequem machen, der musste sich aber mit Nico Hülkenberg rumschlagen, der im Startgetümmel irgendwie auf P3 gelandet war. Hinter lag Paul di Resta, der allerdings das gesamte Rennen ohne KERS auskommen musste, und dementsprechend zurück fiel. Der Deutsche brannte vorne aber ein kurzes Feuerwerk und schnappte sich dank DRS auch den Lotus. Wegen des hohen Reifenverschleiss des Force India musste er aber eine andere Strategie einschlagen und verlor P2 am Ende gegen Räikkönen und Vettel. Aber er hat sich mal wieder nachdrücklich für ein Cockpit in einem Top Team empfohlen und die Gerüchteküche in Spa bringt in mittlerweile mit Ferrari in Verbindung. Die werden sich das Rennen des Deutschen genau angeschaut haben, landete er doch vor Massa.

Maßgeblich für den Ausgang des Rennens war aber die Reifenstrategie. Es hatte kurz vor dem Rennen Gerüchte gegeben. das Red Bull eventuell Probleme haben würde. Es war sogar zu lesen, dass Horner von Pirelli verlangt habe, aus Sicherheitsgründen alle Teams auf drei Stopps festzulegen. Paul Hembry kommentierte die Meldungen mit “Blödsinn” und auch bei Red Bull wollte man nichts davon wissen. Tatsächlich splitteten sie die Strategie von Vettel und Webber und ließen Vettel mit einer Ein-Stopp-Strategie fahren. Im Falle von Button, der ebenfalls nur einmal hielt, war ich mir sicher, dass es klappen würde, bei Vettel nicht. Aber offenbar ist die harte Mischung sehr widerstandsfähig und hält locker eine halbe Renndistanz in Spa durch. Das es recht kühl war, mag Red Bull geholfen haben.

Vettel profitierte aber nicht nur von einer guten Strategie. Er kämpfte sich an Webber, Massa und Senna vorbei, jeweils in der letzten Schikane. Besonders peinlich für Massa, den gleich zweimal auf die gleiche Art und Weise stehen ließ. Vermutlich wäre Vettel Button am Ende noch näher gekommen, wäre er schneller an Michael Schumacher vorbei gekommen, der ihn eine Zeit lang aufhalten konnte. Ein weiteres Glück war, dass Vettel nach seinem Stopp in eine Lücke rauskam und so “clean air” hatte, seine neuen Reifen also effektiv nutzen konnte. Und so konnte er dann von P11 auf P2 vorfahren.

Sein ärgster Konkurrent war Kimi Räikkönen, aber bei Lotus hatte man sich mit der Strategie verhauen. Der erste Stopp kam zwar spät, aber eigentlich noch etwas zu früh. Die Zwei-Stopp-Strategie war nur auf dem Papier schneller, dazu kam, dass sich der Finne mit Schumacher rumschlagen musste, der auf der Geraden deutlich schneller war, als der Lotus. Zwar passierte Räikkönen den Ex-Meister vor, bzw. in Eau Rouge auf spektakuläre Art und Weise, profitierte aber auch davon, dass Schumacher zu diesem Zeitpunkt der sechste Gang fehlte. Räikkönen war von vielen als möglicher Sieger getippt worden, aber das Rennen zeigte dann doch, dass Lotus noch ein ganzes Stück davon entfernt ist, Druck auf die Spitze ausüben zu können. Immerhin holte der Finne einen dritten Platz, mehr wäre auch nicht drin gewesen. Im Gegenteil, mit Alonso und Hamilton wäre es sehr eng geworden.

Mercedes machte in der Quali genau das, was man erwartet hatte, nämlich in Q2 hängen bleiben. Im Rennen sah die Sache jedoch ganz anders aus. Schumacher hatte in der Unfallphase etwas Glück und wurde auf P5 nach vorne gespült. Im Verlauf des ersten Stints zeigte er aber, was er noch kann und schnappte sich nacheinander die Force India und den Lotus. Die Strategie von Mercedes sah nur einen Stopp vor, doch das ging am Ende schief. Erstaunlicherweise schien der Wagen mit leichter werdenden Auto die Reifen mehr zu belasten, als mit vollen Tanks. Am Ende wurde es nur P7, aber das entspricht dann auch dem Platz, auf den Mercedes zur Zeit gehört.

Rosberg erging es ebenfalls nicht gut. Er fand sich nach der ersten Runde auf P13 wieder, immerhin 10 Plätze vor seinem Startplatz. Ich hatte eigentlich erwartet, dass Rosberg sich von dort aus, ebenso wie Massa, der vor ihm lag, nach vorne würde fahren können, aber das passierte nicht. Rosberg blieb einfach stecken. Durch die teilweise frühen Boxenstopps wurde er nach vorne gespült, Mercedes ließ ihn allerdings zu lange draussen und er verlor seine gute Position wieder. Auch seine Ein-Stopp-Strategie ging am Ende schief. Immerhin zeigte er mit frischen Reifen und leeren Auto am Ende sehr gute Rundenzeiten.

Massa hatte ein unauffälliges Rennen. Von P14 gestartet schob er sich langsam aber sich durch das Feld und belegte am Ende P5. So ein Rennen hätte man eigentlich von Rosberg erwartet, also kann man schon sagen, dass Massa sich gut geschlagen hat. Sein Abstand auf die Spitze betrug am Ende knapp 30 Sekunden und zeigt, wie gut der F2012 im Rennen war. Und was man mit Alonso vorne verpasst hat.

Erwähnenswert sind doch die Toro Rosso. Vergne und Ricciardo überlebten den Startunfall und fanden sich zeitweise auf P6 und P7 wieder. Beide fuhren ein kluges Rennen, ohne unnötigen Risiken einzugehen, konnten aber Webber, Vettel und Massa nicht halten, die von hinten an ihnen vorbei stürmten. Am Ende landete Vergne auf P8 und Ricciardo auf P9, was Toro Rosso wichtige Punkte einbrachte.

Was sonst noch war:

- Maldonado hatte erst einen fulminanten Fehlstart (er war von der Kupplung abgerutscht) und zerlegte den Williams dann nach dem Restart irgendwo zwischen La Source und Eau Rouge. Und wieder keine Punkte. Er hat seit seinem Sieg keine mehr geholt. Dafür bestrafte ihn die FIA nach dem Rennen mit einer Rückversetzung von 10 Plätzen in Monza. 5 für den Frühstart, 5 weil er eine weitere Kollision hatte. Maldonando ist auf einem guten Weg, alle Strafen, die die FIA in einer Saison so aussprechen kann, einzuholen. Langsam hat man den Eindruck, dass der Venezuelaner Williams mehr kostet, als er bringt.

- Bruno Senna fuhr mal wieder ein gutes Rennen. Er hielt beide Red Bull eine Zeit hinter sich und blieb die ganze Zeit in den Punkten. Die Eins-Stopp-Strategie passte beim ihm aber nicht so ganz, dazu kam ein schleichender Plattfuss in den letzten Runden. P12 entspricht nicht der Leistung von Senna, der zu dem die schnellste Rennrunde fuhr. Wenn Senna seine Quali-Schwäche abstellen könnte, wären Punkte drin.

- Marussia hatte ein neues Update nach Spa geschleppt und das hat sich offenbar ausgezahlt. Zwar war man immer noch weit hinten, verkürzte aber Rückstand auf Caterham. Die waren in Spa einfach nur langsam.

Für die WM bedeutet der Ausfall von Alonso mehr Spannung.

Alonso – 164
Vettel – 140
Webber – 132
Räikkönen – 131
Hamilton – 117
Button – 101

Button dürfte aus der WM raus sein, für Hamilton gibt es eine kleine Restchance. Ab Räikkönen haben alle noch sehr gute Aussichten auf die WM-Krone. Für Alonso geht es jetzt darum, so schnell wie möglich die Gegner wieder hinter sich zu lassen. Gut für ihn ist, dass er bisher erst vier neue Motoren eingesetzt hat. Für Monza wird auf jeden Fall ein neues Aggregat benötigen, aber die Konkurrenz hat schon den fünften Motor im Heck. Ein kleiner Vorteil für Ferrari, der sich am Ende der Saison noch richtig auszahlen könnte.

2vzix Motorsports: FIA Formula One World Championship 2012, Grand Prix of Belgium F1_SPA_2012_029 F1_SPA_2012_028 F1_SPA_2012_027 F1_SPA_2012_026 2012 Belgian Grand Prix - Saturday 2012 Belgian Grand Prix - Saturday F1_SPA_2012_023 F1_SPA_2012_022 F1 Grand Prix of Belgium - Qualifying F1 Grand Prix of Belgium - Qualifying F1 Grand Prix of Belgium - Qualifying F1 Grand Prix of Belgium - Qualifying F1 Grand Prix of Belgium F1 Grand Prix of Belgium Motorsports: FIA Formula One World Championship 2012, Grand Prix of Belgium Motorsports: FIA Formula One World Championship 2012, Grand Prix of Belgium F1_SPA_2012_012 F1_SPA_2012_011 Motor Racing - Formula One World Championship - Belgian Grand Prix - Qualifying Day - Spa Francorchamps, Belgium Motor Racing - Formula One World Championship - Belgian Grand Prix - Race Day - Spa Francorchamps, Belgium Motor Racing - Formula One World Championship - Belgian Grand Prix - Race Day - Spa Francorchamps, Belgium Motor Racing - Formula One World Championship - Belgian Grand Prix - Race Day - Spa Francorchamps, Belgium Motorsports: FIA Formula One World Championship 2012, Grand Prix of Belgium Motorsports: FIA Formula One World Championship 2012, Grand Prix of Belgium F1_SPA_2012_006 GP BELGIO F1/2012 GP BELGIO F1/2012 GP BELGIO F1/2012
Bilder: Ferrari, McLaren, Daimler AG, Red Bull/Gepa, Toro Rosso/Gepa, Marussia, Caterham, Force India, Lotus

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September 02 2010

06:26

Formelserien: GP2/3 fast entschieden, Vorschau

In der GP3 fährt Esteban Gutierrez weiter seinem Meistertitel entgegen, in der GP2 konnte sein Landsmann Sergio Pérez ein wenig aufholen. Und am Wochenende stehen schon wieder vier hochrangige Serien auf dem Programm – zwei davon in Deutschland.

Ein wirklich bizarres Rennen in der GP3, eine sehr spektakulärer Sprintlauf der GP2, Siege der jeweiligen Meisterschaftsverfolger und leider wieder ein schwerer Unfall waren die Resultate der F1-Rahmenrennen vom Wochenende. Sergio Pérez und Robert Wickens konnten die Meisterschaften zwar jeweils knapp offen halten, de facto können Pastor Maldonado und Esteban Gutiérrez aber schonmal überlegen, in welchem Design sie ihre neuen Visitenkarten als jeweilige Meister gestalten wollen. Auch am kommenden Wochenende steht wieder viel Formelaction auf dem Programm, zwei Serien fahren sogar in Deutschland.


GP2

Am Samstag sah alles noch perfekt aus für Meisterschaftsleader Pastor Maldonado: Nach dem Ausfall des komfortabel führenden Jérôme D’Ambrosio konnte der Venezoelander seinen sechsten Sieg in Folge in einem Hauptrennen der GP2 feiern. Meisterschaftskonkurrent Sergio Pérez bekam wegen Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit in der Box ein Durchfahrtsstrafe aufgebrummt. Er konnte sich zwar mit einer starken Fahrt noch auf Rang 7 retten – verlor aber wieder eine Menge Punkte an Maldonado.

Keine Punkte gab es auch für den Meitschaftsdritten Dani Clos, der allerdings unter ziemlich unschönen Umständen ausschied. Der Spanier kollidierte am Start mit Sam Bird und stieg auf. Beim Aufprall auf den Boden zog er sich leider eine Rückenverletzung zu, so dass er am Sonntag nicht starten konnte. Zum Glück sind die Verletzungen wohl leicht, Clos wird dem Vernehmen nach schon in zwei Wochen in Monza wieder im Cockpit sitzen. Dennoch setzt sich damit eine ziemlich unschöne Serie von Rückenverletzungen in GP2 und GP3 fort, die bisher schon Simon Trummer, Jules Bianchi und Ho-Pin Tung erwischt hatte.

Wenig zufrieden war Maldonado sicher mit dem Ergebnis von Sonntag. Da endete sein Rennen nämlich bereits in Runde eins nach einem Ausrutscher in Les Combes im Kiesbett. Zu allem Überfluss konnte sich Sergio Pérez auch noch mit einer makellosen Fahrt den Sieg sichern, und den Rückstand in der Meisterschaft auf 27 Punkte verkürzen. Bei noch zwei verbeleibenden Rennwochenenden, an denen insgesamt maximal 40 Punkte vergeben werden, ist damit nomiell noch alles offen. Sehr wahrscheinlich scheint es aber nicht, dass Pérez ihn noch schlagen kann.

Die Überraschung des Wochenendes war die Performance der beiden Comeback-Fahrer Romain Grosjean und Álvaro Parente. Besonders letzterer konnte mit einem zweiten und einem dritten Platz überzeugen, aber auch Grosjean zeigte mit Platz drei am Samstag und Rang sechs am Sonntag eine ansprechende Leistung. Die Performance der beiden lässt aber auch ein paar Fragen hinsichtlich der Qualität des aktuellen GP2-Feldes aufkommen.

GP3

Mit einem wirklich kuriosen Sieg schaffte es Robert Wickens beim Samstagsrennen der GP3 die Meisterschaft noch bis zum Finalwochenende offen zu halten: Als es etwa 10 Minuten vor Ende des Rennens zu Regnen begann, fuhr der Kanadier nicht zum Reifenwechsel in die Box, sondern versuchte im strömenden Regen mit Trockenreifen sein Glück. Vorhersehbarerweise endete der Versuch schon vor La Source in der Boxenmauer – und mit ihm drehten sich auch einige andere Fahrer, die ebenfalls mit Slicks ihr Glück versucht hatten. Folge: Einsatz des Safety Cars. Und hinter dem Safety-Car in Führung: Robert Wickens, der nach dem Ausrutscher seinen Wagen wieder in Stand setzen konnte.

Als es dann vier Runden vor Schluss hieß, das Saftey Car werde wieder in die Box fahren, verlangsamte Wickens – immer noch mit den Slicks und mit einer ziemlich demolierten Frontpartie unterwegs – in der letzten Runde so stark, dass er es schaffte, erst nach Ablauf des 30 Minuten-Limits für das Rennen die Sart-Ziellinie zu überqueren. Nach dem Rennen arumentierte er bei dem Stewards damit, dass es mit den Trockenreifen einfach nicht sicher gewesen sei, schneller in Richtung Ziel zu fahren. Eine offensichtliche “Not”lüge, die die Rennleitung allerdings gewähren ließ – Wickens durfte den Sieg behalten.

Das Karma schlug allerdings schnell zurück: Am Sonntag landete Wickens nach einer Kollision in der ersten Runde neben der Strecke, und fuhr am Ende einen wenig beeindruckenden (und vor allem punktelosen) elften Rang ein. Allerdings: Auch Esteban Gutiérrez konnte sich im von einsetzendem Regen und Reifenwechseln geprägten Rennen nicht nicht in die Punkteränge schieben, und endete – denkbar knapp daneben – auf Platz sieben. Am besten taktierte Adrien Tambay. Der Franzose, der ohne Reifenwechsel durchfuhr, konnte schließlich vier Zehntel Vorsprung auf Alexander Rossi ins Ziel retten – auf jener Strecke, an der er sich im vergangenen Jahr beim Fußball spielen schwere Kopfverletzungen zugezogen hatte.

Wickens hat damit vor den letzten beiden Rennen in Monza 18 Punkte Rückstand in der Meisterschaft. Anders ausgedrückt: Schon ein siebter Platz im Hauptrennen, ein fünfter Platz im Sonntaglauf, die Poleposition am Samstag oder zwei schnellste Runden würden Gutiérrez reichen, um im folgenden Jahr “GP3 Champion” im Briefkopf führen zu dürfen.

Superleague Formula

Nach einer längeren Sommerpause kehrt die Superleague Formula erstmals nach dem schweren Unfall von Chris van der Drift auf die Strecke zurück. Der unverantwortlichen Entscheidung im Brands Hatch zu fahren folgt am Wochenende in gewisser Weise der gegenteilige Fehler: Der Adria Raceway wirkt schon bei Tourenwagenrennen wie eine etwas vergrößerte Kartbahn, und ich kann mir selbst bei der sonst so kampferprobten SLF fast nicht vorstellen, wo man mit den breiten Formelwagen auf dieser Strecke überholen will.

Immerhin: Die Sicherheit ist dort wohl gewährleistet – und das ist ja auch schon was. Chris van der Drift hat mittlerweile der Homepage der SLF ein Video-Interview gegeben. Er wirkt – vermutlich wegen der Schmerzmittel – noch ein wenig groggy, und es ist nicht schön, ihm dabei zuzhören, wie er seine ganzen Verletzungen aufzählt. Wenn man im Vorspann des Interviews aber nochmal Bilder vom völlig zerstörten Auto sieht, ist es doch sehr erleichternd, zu sehen, dass es ihm zumindest so geht, wie es ihm geht.

Weniger toll: Weil sein Management offensichtlich entgegen entsprechender Vereinbarungen keine Versicherung für Van der Drift abgeschlossen hatte, sitzt dieser nun auf den Rechnungen für seine medizinische Behandlung. Weiter verschärft wird diese Tatsache dadurch, dass es wohl auch die Superleague Formula bisher verabsäumt haben soll, ihm Preisgeld für bisherige Erfolge zu überweisen. (Was, nebenbei erwähnt, kein besonders gutes Zeichen für die finanzielle Gesundheit der Serie wäre). Abhilfe soll nun durch ein Benefiz-Kartrennen geschaffen werden, an dem sich nach derzeitigem Stand Mark Webber, Daniel Ricciardo, Brendon Hartly und Fairuz Fauzy beteiligen werden. Weitere Informationen auf der Facebook-Seite des Events.

Nach der Pause von mehr als einem Monat noch eine schnelle Erinnerung an der Meisterschaftsstand: Es führt der AC Milan (Fahrer: Yelmer Buurman, 436 Punkte) nur unglaubliche zwei Zähler vor Tottenham Hotspur (Craig Dolby, 461) und dem RSC Anderlecht (Davide Rigon, 427). Damit ist in der Meisterschaft natürlich noch alles völlig offen, insbesondere, wenn man bedenkt, dass immerhin noch fünf Veranstaltungen am Programms stehen.

Wer die Rennen sehen will, muss nach aktuellem Stand wohl wieder ins Internet ausweichen, da die SLF immer noch keinen Sender gefunden hat, der sie in Deutschland überträgt. Immerhin: Das Internet-Broadcast ist äußerst professionell produziert, der Stream läuft flüssig, und die Kommentatoren (meist Ben Edwards) wissen, wovon sie sprechen.

WSbR

Eine noch längere Pause hat die World Series by Renault hinter sich: Fast zwei Monate sind seit dem letzten Auftritt der Serie in Budapest vergangen. Am kommenden Wochenende wird man erstmals am Hockenheimring an den Start gehen – bisherige Gastspiele in Deutschland haben ja am Nürburgring stattgefunden.

Eine kleine Erinnerung an den Meisterschaftsstand: Mikhail Aleshin führt drei Runden vor Schluss mit 97 Punkten vor Red Bull Junior Daniel Ricciardo (86) und Sten Pentus (69). Auch da ist also noch alles völlig offen.

Beide Rennen werden, wie gewohnt, live auf Eurosport übertragen. Lauf eins am Samstag um 14:00 auf Eurosport Intl., Rennen zwei am Sonntag ebenfalls um 14:00 auf ESP 2.

Formel 2

Nur ein Monat Pause hat sie die Formel 2 gegönnt, die am Wochenende im Rahmen des WTCC-Rennens in Oschersleben zum vorletzten Mal in dieser Saison an den Start geht.

Eines ist in der Serie jetzt schon klar: Die Meistschaft geht nach Großbritannien. Unklar: An wen. Nur vier Punkte trennen Jolyon Palmer (221) und Dean Stoneman (217), der drittplatzierte Philipp Eng liegt bereits 99 Punkte dahinter.

Erfahrungsgemäß sind Formelrennen in Oschersleben zwar meist nicht der wahre Bringer – dafür ist die Strecke einfach zu schmal. Die Auftritte der Formel 2 im Vorjahr waren allerdings gar nicht so mal so übel – mal sehen, ob sich das Einschalten auch an diesem Wochenende wieder lohnt.

Zu überprüfen am Samstag um 11:30 Uhr auf ESP 2 und am Sonntag um 13:45 Uhr auf Eurosport Intl.

F3 Euroserie

Zum drittletzten Mal in diesem Jahr geht die F3 Euroserie am Wochenende im Rahmen der DTM in Brands Hatch an den Start. Und so manch einer mag froh drüber sein, dass die Saison bald zu Ende ist. Der Mangel an Startern, und, viel schlimmer, vielversprechenden Talenten hat die einst so stolze Serie in dieser Saison ein wenig aus dem Interesse driften lassen.

Um ganz kurz auch über den Sport zu sprechen: Eduardo Mortara führt mit 77 Punkten vor Marko Wittmann (55) und Alexander Sims (44). Ganze 17 Punkte werden pro Wochenende vergeben, folglich haben alle drei noch realistische Chancen auf den Gewinn des Meistertitels.

Auch die F3-Führung hat, nachdem die Teams gedroht hatten, in die britische F3 abzuwandern, wohl langsam bemerkt, dass irgendetwas nicht ganz rund läuft. Daher wurden vor ein paar Tagen einige Änderungen für 2011 vorgestellt, die Don in den Newshappen ja auch schon ein wenig erläutert hat.

Laut der Pressemeldung, die im gewohnten, bescheidenen Stil gehalten ist, weiß des “richtungsweisende” Konzept unter anderem durch die folgenden Punke zu “überzeugen”: Künftig soll es 30 statt bisher 20 Rennen geben, denn an jedem der geplanten zehn Rennwochenenden werden drei statt zwei Läufe stattfinden. Man will sich zwar weiterhin vornehmlich im Umfeld der DTM-Rennen aufhalten, der Hinweis, dass der Kalender erst nach Bekanntgabe der F1-Termine 2010 veröffentlicht wird, lässt aber vermuten, dass vielleicht auch wieder eine Veranstaltung im Rahmen der Königsklasse geplant sein könnte. Auch sonst plant man “weitere Formel-1-Test- und Rennstrecken” zu besuchen, erwähnt sind Spa, Silverstone und Le Castellet.

Das allein klingt ja noch nicht unbedingt nach Sparmaßnahmen. Weiter ist aber auch erwähnt, dass die Technik auf aktuellem Stand eingefroren wird, und künftig nur noch “vier Personen pro Fahrzeug” in den Teams tätig sein sollen.

Außerdem will man eine “noch asführlichere Berichterstattung im Free-TV generieren”. Ob die potentiellen TV-Partner allerdings wirklich von der Aussicht auf drei Rennen pro Wochenende besonders begeistert sein werden, bleibt wohl abzuwarten.

Am kommenden Wochenende jedenfalls wird wieder n-tv mit Liveübertragungen zur Stelle sein, und zwar diesmal am Samstag und Sonntag um jeweils um 11:50 Uhr.

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June 01 2010

06:30

Indy 500: Knapp an der Katastrophe vorbei

Ein dominanter Dario Franchitti hätte dem Rennen fast die Spannung genommen – die starken Andretti-Autos und der Benzinpoker sorgten dann doch nochmal für Unterhaltung. Und Mike Conways Crash zeigte deutlich, wie gefährlich Open-Wheel Ovalrennen immer noch sind.

Am Ende wurde es doch nochmal knapp: Nachdem Dario Franchitti den Großteil des Rennens nach Belieben dominierte, hätte ihm der Spritpoker am Ende fast noch den Sieg gekostet. Das sorgte immerhin für ein wenig Spannung in einem sonst eher taktisch geprägten Ovalrennen. Immerhin:  Auf den Plätzen hinter dem Schotten tummelten sich Fahrer, mit denen man nicht wirklich rechnen durfte. Vor allem Andretti Autosport überraschte mit einer starken Performance. Wenig Grund zur Zufriedenheit hat dagegen Roger Penske: Fehler von Team und Fahrern kosteten allen drei Wagen eine Spitzenplatzierung. Dass man sich bei aller Spannung vielleicht etwas überlegen sollte, um den Spritpoker auf Ovalen einzudämmen zeigte dann der Crash von Mike Conway. Der Brite hatte noch viel Glück im Unglück. Ein etwas anderer Einschlagswinkel hätte für die große Katastrophe gesorgt.

In gewisser Weise erfüllte das Rennen schließlich doch die Erwartungen: Viele waren davon ausgegangen, dass die Penske und Ganassi-Autos den Klassiker dominieren würden. Dass dann aber nur einer der Wagen so deutlich vorausfahren würde, ist schon eine Überraschung. Vor allem Franchittis Vorsprung auf Scott Dixon war verblüffend. Der Kiwi verlor zwar auch zahlreiche Plätze wegen eines lose montierten Vorderrads – auch ohne diesen Fehler seiner Boxencrew war er aber nie eine Bedrohung für den amtierenden IRL Meister.

Klarer war da die Sache schon bei Penske: Dort wären die Fahrer – allen voran Helio Castroneves – vielleicht näher an Franchitti drangewesen. Schließlich verhinderten aber zahlreiche Fehler ein gutes Ergebnis. Mit Will Power auf Rang acht als besten der drei Piloten wird die erfolgsverwöhnte Truppe sicher nicht zufrieden sein können. Zumal man ja auch immer noch auf der Suche nach einem Hauptsponsor ist.

Damit zu den positiven Überraschungen: Da wäre allen voran Andretti Autosport. Damit, dass das Team so gut mithalten kann, hätte nach den riesigen Problemen beim Qualifying vor einer Woche wohl kaum jemand gerettet. Vor allem Tony Kanaan, der sich von Startplatz 33 zeitweise bis Rang zwei vorkämpfte zeigte eine äußerst beeindruckende Leistung. Gut dabei war aber auch Marco Andretti, der sein bestens Ovalrennen seit langen ablieferte, und am Ende mit Rang drei belohnte wurde.

Eher diskret unterwegs war Ryan Hunter-Reay: Der im bisherigen Saisonverlauf konstant beste Andretti-Pilot war brav im Mittelfeld unterwegs. Sein Rennen endete zwar mit einem Paukenschlag, bis zur letzten Runde blieb er aber ziemlich unauffällig. Danica Patrick war zwar wieder mit dem Auto nicht zufrieden, schaffte aber am Ende trotzdem mit Rang sechs ihre beste Saisonplatzierung. In guter Erinnerung wird sie den Mai 2010 dennoch nicht behalten: Auch vor dem Rennen waren wieder vereinzelte Buhrufe von den Tribünen zu vernehmen. Für jemanden, der so an Schulterklopfer und positiven Medienhype gewöhnt ist, sicher eine charakterbildende Erfahrung.

Ein tolles Rennen erwischte Dan Wheldon: Fast die ganze Zeit war der Brite im vorderen Feld unterwegs, sparte dabei aber ausreichend Sprit, um am Ende fast noch Franchitti angreifen zu können. Nach eher unauffälligen Rennen auf den Rundkursen schient die Truppe von Panther Racing auf den Ovalen wieder zu Form aufzulaufen.

Beeindrucken konnte auch das Rahal-Letterman-Team: Niedmand hätte gemerkt, dass seit dem Indy 500 im vergangenen Jahr kein IRL-Wagen der Truppe mehr auf der Strecke war. Trotzdem konnte man zahlreiche etablierte Teams schlagen, und sich über weite Strecken im Vorderfeld halten. Schließlich wurde Graham Rahal mit einer eher fragwürdigen schwarzen Flagge aus den Top 10 entfernt: Der US-Pilot hatte im Zweikampf mit Dan Whelon wohl zu oft die Linie gewechselt. Für europäische Verhältnisse sah das Manöver nicht strafwürdig aus – andererseits zeigt der Unfall von Conway, dass man bei der IRL schon richtig handelt, wenn man unter allen Umständen Duelle zu vermeiden versucht, die so gefahren werden, dass sich die Räder der Autos berühren könnten.

Bester Rookie war am Ende Mario Romancini (Platz 13), der der Duell mit Simona de Silvestro (14) knapp für sich entscheiden konnte. Verdient hätten den Sieg in der Rookie-Kategorie aber beide: Romancini konnte nach bisher eher mittelmäßigen Fahrten am Bump Day und im Rennen endlich zeigen, dass er doch über mehr Talent verfügen dürfte, als bisher zu sehen war. Aber auch Simona de Silvestro lieferte auf dem kräfteraubenden Indianapolis Speedway bei ihrem erst zweiten Lauf auf einem Oval eine tadellose Leistung ab.

Auch Justin Wilson und Mike Conway waren in den Dreyer&Reinbold Wagen gut unterwegs, und konnten über 199 Runden das beste aus ihrem Material machen.

Conways Unfall in der letzten Runde führte dann plastisch vor Augen, wie gefährlich Open-Wheel Ovalrennen immer noch sind: Dem vor ihm fahrenden Ryan Hunter-Reay ging in der letzten Runde plötzlich der Sprit aus, Conway konnte nicht mehr ausweichen, und fuhr auf. Der Wagen stieg in Richtung Fanzaun auf und brach beim folgenden Einschlag in mehrere Teile. Glücklicherweise blieb immerhin das Monocoque intakt. Conway brach sich bei dem Unfall das linke Beim und einen Brustwirbel. Als Folge muss er nun drei Monate lang einen Stützgips für den Rücken tragen – die Saison ist wohl gelaufen. Ryan Hunter-Reay verletzte sich ein paar Bädner im Daumen, und musste sich ebenfalls einer Operation unterziehen. Er soll aber schon am kommenden Wochenende in Texas wieder dabei sein.

Das alles ist übel – Trotz der teils schweren Verletzungen hatten beide Fahrer aber noch immenses Glück im Unglück. Denn hätte sich Conways Wagen nach dem Abheben etwas anders bewegt, wäre er mit dem Helm im Fangzaun gelandet – und ob er in dem Fall noch unter und weilen würde, muss bezweifelt werden. Auch Hunter-Reay hatte riesiges Glück: Conways fliegendes Auto traf seinen Boldien in Helmhöhe. Die Fahrgastzelle hat Kratzer vor und hinter dem Helm. Nur Hunter-Reays Kopf bleib durch schieries Glück verschon. Auch hier gilt: Hätte ihn der Wagen am Kopf getroffen, wäre die Katastrophe wohl unvermeidlich gewesen.

So ist die IRL noch einmal entkommen. Trotzdem sollte man sich bei allem Spektakel, das ein Tankdrama bringt vielleicht überlegen, ob man das weiterhin riskieren will. Denn kein Fahrer kann schnell genug reagieren, um auf einem Oval einem unmittelbar davor langsamer werdenen Auto noch angemessen auszuweichen. Unfälle wie der vom Sonntag können wohl nur vermieden werden, wenn man etwas am Tankregelemnt ändert. Eine Prüfmenge, die nach der Zieldurchfahrt noch vorhanden sein muss, würde nichts von der Spannung eines Spritpokers nehmen – denn ob es dabei darum geht, das gerade noch mit Sprit oder “gerade noch mit 5 Litern” ins Ziel zu kommmen ist für die Spannung unerheblich. Sie könnte das Risiko solcher Unfälle aber massiv verringern.

In der Meisterschaft hat sich auch nach dem Indy 500 wenig getan: Will Power führt weiterhin relativ deutlich – auch, wenn der Vorsprung wegen des magern Platz Acht in Indy etwas gesunken ist. Dahiner lauert nunmehr Dario Franchitti, der seinerseits vom Teamkollegen Dixon verfolgt wird.

Das nächste Rennen findet schon Samstagnacht in Fort Worth, Texas statt. Eine ausführliche Vorschau darauf folgt gegen Ende der Woche.

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