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May 08 2013

18:30

BTCC: Rückblick Thruxton 2013

Nach den drei BTCC-Rennen in Thruxton mit Siegen von Matt Neal und Gordon Shedden ist klar, dass sich die Honda eigentlich nur selbst schlagen können. Überraschend war, dass sich neben den MGs Toms Onslow-Cole im VW CC als gleichwertig starker Verfolger präsentierte.

hi 9712 409a 300x200 BTCC: Rückblick Thruxton 2013Zweieinhalb mal bremsen und den Rest der Runde Vollgas – so könnte man Thruxton auch beschreiben. Am letzten Wochenende gastierte die BTCC auf der Highspeedrennstrecke in Hampshire, die insbesondere den Reifen hohe Belastungen abverlangt. Daher waren an diesem Wochenende auch nicht die weicheren Option-Tyre im Einsatz. Gefahren wurde ausschließlich auf der härteren Standard-Reifenmischung. Bei allerbestem Frühlingswetter bot die BTCC wieder einmal gut anzusehenden Motorsport, wenngleich die Übermacht der Honda schon erdrückend schien. Dass es am Ende Matt Neal war, der gleich zwei Rennen gewinnen konnte, während der eigentlich viel stärker aussehende Andrew Jordan leer ausging, war dann aber letztendlich fast genauso überraschend wie die zwei Podiumsplatzierungen von Tom Onslow-Cole im neu entwickelten VW CC.

hi 9688 6fb2 300x199 BTCC: Rückblick Thruxton 2013Im Qualifying bestätigte sich die schon in den freien Trainings angedeutete Honda-Dominanz. Die Pole-Position sicherte sich wie schon im letzten Jahr der mit der Strecke außerordentlich gut klar kommende Andrew Jordan vor seinen Markenkollegen vom Team Dynamcis Gordon Shedden und Matt Neal. Hinter den Honda platzierten sich die MG vom Meisterschaftsführenden Jason Plato und dessen Teamkollegen Sam Tordoff, gefolgt von Jeff Smith im vierten Honda. Auf Platz sieben schaffte es mit einer starken Leistung Tom Onslow-Cole, der damit die gute Performance aus Donington fortsetze. Es folgten die Toyota von Frank Wrathall und Dave Newsham und als erneut bester BMW Colin Turkington. Enttäuschend waren wieder einmal die Ford mit den Positionen 12 (Smith) und 13 (Jackson) sowie Rob Collard, der mit P16 nicht annähernd an die Leistung seines BMW-Teamkollegen Turkington herankam. Ein schlechtes Qualifying (und insgesamt ein Wochenende zum Vergessen) erlebte auch Rob Austin, für den es wegen Aufhängungsproblemen nur zu Platz 25 und damit der vorletzten Startreihe reichte. Bester S2000-Pilot wurde Joe Girling im Chevrolet Cruze auf Position 21.

aHier das komplette Qualifying-Ergebnis

hi 9717 e36a 300x200 BTCC: Rückblick Thruxton 2013Für Rennen 1 schien also bereits alles auf eine Honda-Show hinauszulaufen. Das erste Drama spielte sich dann jedoch gleich am Start ab: Shedden starte besser als Jordan und konnte Seite an Seite mit ihm durch Allard in Richtung der Campbell/Cobb-Kombination fahren. Dahinter schob sich Jason Plato an Neal vorbei und versuchte in der Linkskurve von Cobb Shedden anzugreifen. Dieser sah aber den MG, der mit seiner Front schon auf Höhe des Hecks vom Honda war, nicht richtig, kollidierte mit ihm und flog in Richtung Leitplanke von der Strecke. Sheddens Rennen und die Möglichkeit, nach dem guten Wochenende in Donington weitere Punkte in der Gesamtwertung gut zu machen, waren damit gelaufen. Nach einem Reparaturstopp legte er noch einige Testrunden hin und beendete das Rennen auf Position 25.

Durch die Kollision konnte Jordan die Führung wieder übernehmen. Dahinter ging Neal an dem durch die Kollision aus dem Schwung gekommenen Plato vorbei auf P2. Ein großartiges Manöver zeigte in der ersten Runde Tom Onslow-Cole, der mit einem beherzten Angriff in der ultraschnellen Church-Corner an Colin Turkington vorbei auf Platz 5 vorfahren konnte. In den ersten Runden setze sich das Trio Jordan, Neal und Plato recht schnell ab. Dahinter bildete sich eine Verfolgergruppe mit Tordoff, Onslow-Cole, Turkington und Newsham. Mit etwas Abstand folgte der Rest des Feldes, angeführt von Frank Wrathall. Hier wurde in der ersten Rennhälfte viel Action mit mehreren Überholmanövern geboten.

Weiter vorne konnte bis zur Rennhalbzeit der sehr starke Tom Onslow-Cole zunächst Sam Tordoff für Position vier überholen und anschließend schnell zu Plato aufschließen und diesen unter Druck setzen. Wie schon in Donington gesehen, zeigte sich, dass der zum Saisonauftakt gerade erst fertiggestellte VW CC ein sehr gutes Auto zu sein scheint. Augenfällig war im direkten Vergleich mit dem MG vor allem, dass der VW dank des langen Radstands in den schnellen Kurven wie auf Schienen zu liegen schien, während Plato mit einem weitaus nervöseren Heck zu kämpfen hatte. Man könnte nun anmerken, dass Plato als Meisterschaftsführender ja immerhin mit 45 kg Zusatzgewicht antreten musste  und demenstprechend grundsätzlich schlechtere Karten gerade auf einer Strecke wie Thruxton hatte. Vergenwärtigt man sich jedoch, dass auch Onslow-Cole mindestens 30 kg über dem Basisgewicht lag, weil der CC einfach noch zu schwer ist, relativiert sich dieser Umstand wieder.

Während Onslow-Cole also um das erste Podium für sein Team fuhr, sah an der Spitze unterdessen alles sicher aus: Jordan und Neal konnten sich mit einigem Vorsprung absetzen und ein Honda-Doppelsieg mit dem verdienten Sieger Jordan schien klar zu sein. Das Desaster brach über den dominierenden Pirtek-Fahrer dann aber in der letzten Runde mit einem Reifenplatzer in der schnellen Goodwood-Corner ein. Mit viel Glück konnte er dabei immerhin noch einen Einschlag verhindern und das Auto auf Position 11 ins Ziel bringen. Trotzdem bitter für den Top-Favoriten auf dem Thruxton Circuit, der damit nicht nur den Sieg, sondern auch eine gute Ausgangsbasis für Rennen 2 verlor.

Es gewann also Matt Neal, der nach seinem 500. Rennen in Donington nun auch seinen insgesamt 50. Sieg feiern konnte. Überraschend finde ich diesen Sieg, weil seine aus dem Rennen geworfenen Marken- bzw. Teamkollegen Jordan und Shedden eigentlich stärker ausgesehen hatten. Entsprechend sagte Neal nach dem Rennen auch, dass das eigentlich Sheddens Sieg gewesen wäre. Platz zwei ging an Jason Plato vor dem sensationellen Tom Onslow-Cole, der durch Jordans Pech doch noch aufs Podium kam. Es folgten Sam Tordoff, Jeff Smith als zweitbester Honda, Colin Turkington, Mat Jackson, Dave Newsham, Aron Smith und Adam Morgan. Der Sieg in der S2000-Trophy ging an Liam Griffin, der sich auf Platz 20 knapp vor Lea Wood über die Ziellinie retten konnte.

aDas komplette Ergebnis von Rennen 1

hi 9714 4761 300x200 BTCC: Rückblick Thruxton 2013Beim Start von Rennen 2 änderte sich an den ersten drei Positionen zunächst nichts. Dahinter schoben sich aber die gut startenden Turkington und Mat Jackson auf die Positionen 4 und 5 vor. Es folgten Jeff Smith, Sam Tordoff und Andrew Jordan. Für den zweiten Ford von Aron Smith wurde es in der ersten Runde nach einer Kollision in Church knapp, als der Versuch, einen Dreher abzufangen, in einem Gegenpendler endete und er mit viel Glück nicht von den nachfolgenden Fahrzeugen erwischt wurde. In den ersten Runden musste Turkington auf P4 jedoch rasch zum Spitzentrio mit Neal, Plato und Onslow-Cole abreißen lassen. Der BMW schien schon das ganze Wochenende nicht so optimal zu liegen. Folgerichtig konnte Turkington dem Druck der nachfolgenden Piloten nicht lange standhalten und wurde in Runde 4 nacheinander von Mat Jackson, Jeff Smith, Sam Tordoff und Andrew Jordan überholt.

Ein Unfall von Dan Welch in der Club-Schikane (Bremsdefekt)  brachte dann in Runde 5 eine Safety-Car-Phase, die insbesondere für Jordan und Shedden günstig kam, da das schon etwas auseinander gezogenn Feld wieder zusammengeführt wurde. Jordan hatte sich mittlerweile auf P6 vorgefahren und Shedden war schon Elfter. Folgerichtig setzten die beiden Hondas, die ja wegen der schlechten Resultate in Lauf 1 ohne Zusatzballast ins Rennen gehen konnten, nach dem Restart in Runde 9 ihre Aufholjagd fort: Jordan kassierte schnell Tordoff und zwei Runden später auch seinen Teamkollegen Smith und war damit schon Vierter. Shedden arbeitete sich in gleicher Weise vor und konnte parallel ebenfalls an Tordoff vorbei gehen. Mat Jackson ruinierte derweil sein bis dahin gutes Rennen in den Top-Fünf bei einem Highspeed-Abflug ausgangs Church-Corner in Richtung des im Infield von Thruxton gelegenen Flugfelds.

Eine sensationelle Leistung zeigte unterdessen erneut Tom Onslow-Cole, der problemlos das Tempo an der Spitze mitgehen und in Runde 13 in Goodwood-Corner sogar Jason Plato für Platz 2 überholen konnte. Beeindruckend vor allem, weil ja auch der VW diesmal 27 Kilo Zusatzballast an Bord hatte und zusammen mit dem ohnehin schon vorhandenem Übergewicht nun das schwerste Auto im Feld war. Recht schnell tauchten in der Folge dann auch Andrew Jordan und Gordon Shedden, der zwischenzeitlich ebenfalls den Honda von Jeff Smith nach einem Fehler überholen konnte, hinter Plato auf. In Runde 16 startete Jordan dann eine erfolgreiche Attacke in Allard und auf dem anschließenden Beschleunigungsstück in Richtung Campbell konnte sich auch Shedden neben den MG setzen und ihn überholen.

Zum Atem anhalten waren dann die letzten beiden Runden, in denen die nun schon auf die Plätze drei und vier vorgefahrenen Jordan und Shedden Druck auf den sich mit allen Mitteln wehrenden Onslow-Cole ausübten. Trotz eines irren Querstehers in Church konnte TOC die folgende Attacke von Jordan abwehren und auch in Allgate und Campbell seine Kampflinie behaupten. Eine Runde später war es dann Jordan, der bei der Anfahrt zu Church leicht auf die Wiese kam und in einem noch heftigereren Quersteher durch die Highspeed-Kurve ging. Das wiederum erlaubte es Shedden, am Markenkollegen vorbeizugehen und so den letzten Platz auf dem Podium zu ergattern.

hi 9703 5a92 300x200 BTCC: Rückblick Thruxton 2013Wer bis zu diesem Rennen noch an der Übermacht der Honda gezweifelt hat, sollte spätestens jetzt eines besseren belehrt worden sein. Alle vier Honda kamen unter die ersten sechs Plätze; Matt Neal legte dabei einen sauberen Start-Ziel-Sieg mit vollem Ballast hin und Jordan bzw. Shedden starteten von weiter hinten und schnitten durchs Feld wie das sprichwörtliche Messer durch die Butter. Dass es Plato (P5) gelang, halbwegs mit den Hondas mitzuhalten, ist dabei weitaus weniger verwunderlich als der zweite Platz von Onslow-Cole. Eine Leistung von Fahrer und Team, vor der man einfach den Hut ziehen muss. Mit einigem Abstand zur Spitzengruppe komplettierten die Top 10: Sam Tordoff im zweiten MG, Adam Morgan, der nach einem Ausritt in Runde eins eine tolle Aufholjagd hinlegte, ein starker Jack Goff, der damit erstmals ein zählbares Resultate für den Vauxhall Insignia herausholt,e und Aron Smith, der die Ford-Ehre wenigstens halbwegs rettete. Der S2000-Sieg ging an Lea Wood auf Gesamtposition 20.

a Das Gesamtergebnis von Rennen 2

hi 9709 1ba0 300x200 BTCC: Rückblick Thruxton 2013Auf die Pole Position für Rennen 3 wurde der Neuntplatzierte des zweiten Rennens, Jack Goff im Vauxhall, gelost. Damit wurde das gute Wochenende von Gilham-Racing zusätzlich zu den zwei Podiumsplätzen von Onslow-Cole noch durch eine Pole Position für das zweite vom Team eingesetzte Fahrzeugmodell abgerundet. Beim Start verlor Goff seine gute Ausgangslage dann aber schnell, da Adam Morgan von P2 kommend einen besseren Start erwischte und vor Campbell in Führung ging. Hier versuchte es dann auch Jeff Smith, was Goff zu einem Ausritt ins Gras veranlasste. Zwar konnte er sich auf P3 wieder einsortieren, verlor aber auch diesen Platz recht schnell im Laufe der ersten Runde an Sam Tordoff. Der führende  Morgan verspielte unterdessen seine  Chancen auf einen möglichen Sieg, als er ausgangs Church in die Wiese rodelte und Rasenmäher spielte. Zwar konnte er zunächst in Führung bleiben, musste dann aber schnell die Box ansteuern, da vorm Kühler aufgesammeltes Gras die Motortemperatur hochgehen ließ.

Im Laufe der zweiten Runde fielen dann zunächst Plato und Onslow-Cole und schließlich die geballte Honda-Armada über den armen Jack Goff her, der direkt – ob angeschoben oder nicht ist unklar – einen Highspeed-Abflug in die Wiese ausgangs Goodwood-Corner hinlegte. Es führte somit zunächst Jeff Smith vor den MG von Plato und Tordoff, gefolgt von Onslow-Cole, Shedden, Neal und Jordan. In den nächsten Runden konnten die Honda dann an TOCs VW, der nun mit noch mehr Zusatzballast an seine Grenzen zu stoßen schien, vorbeigehen. An der Spitze erhöhte unterdessen Plato den Druck auf Smith. Der Pirtek-Pilot wehrte sich lange und tapfer, musste sich in Runde sieben aber in Cobb dem MG geschlagen geben.

hi 9713 f360 300x200 BTCC: Rückblick Thruxton 2013Platos Chancen auf einen Sieg hingen nun davon ab, wie lange Shedden hinter Tordoff festhängen würde und ob Markenkollege Smith eine ernsthafte Konkurrenz für den Schotten wäre. Die erste erfolgreiche Attacke fand dann in Runde drei statt. Rasch konnte sich Shedden von Tordoff absetzen und zu Smith aufschließen. Diesen konnte Shedden dann in Runde 12 zwischen Church und Club überholen und nun auf Platz zwei liegend die Verfolgung von Plato, der mittlerweile 3,5 Sekunden Vorsprung hatte, aufnehmen. Dahinter kassierten die beiden anderen Honda von Neal und Jordan im Parallelflug an derselben Stelle Tordoff. Bevor es aber im Kampf um die Spitze noch mal spannend wurde, ereilte Plato ein Reifenschaden vorne links. Shedden erhielt die Führung somit kampflos und auf den ersten vier Plätzen lagen nun mit einigem Abstand auf die Verfolger alle vier Honda. Unglaublicherweise knallten sich dann Neal und Smith eingangs Club beim Kampf um Position zwei noch ins Auto; mit dem schlechteren Ende für Smith, der sich drehte und damit seine Podiumsplatzierung verlor.

hi 9707 e847 300x200 BTCC: Rückblick Thruxton 2013Es gewann Gordon Shedden und machte damit das Wochenende für das Team Dynamcis mit dem dritten Sieg perfekt. Das Honda-Podium komplettierten Matt Neal und Andrew Jordan, die sich, nachdem es auf den letzten Metern noch mal eng geworden war, in einem Fotofinish über die Ziellinie schoben. Mit einigem Abstand folgten, angeführt von Tom Onslow-Col,e die Verfolger. Fünfter wurde Aaron Smith im Ford, auf Platz Sechs kam der unglückliche Jeff Smith an. Mat Jackson komplettierte mit Platz Sieben ein endlich mal halbwegs vorzeigbares Ford-Resultat. Sam Tordoff, Dave Newsham und Colin Turkington vervollständigten die Top 10. Der S2000-Sieg ging erneut an Lea Wood, der insgesamt 16. wurde. Eine großartige Leistung zeigte Dan Welch mit Platz 11, dessen Auto nach dem Unfall in Rennen 2 in Rekordgeschwindigkeit repariert worden war.

aHier das Gesamtergebnis von Rennen 3

Mat Neal ist mit zwei Siegen sicherlich der Mann des Wochenendes und konnte auch die Führung in der Gesamtwertung übernehmen. Trotz eines an den Möglichkeiten gemessenen enttäuschenden Thruxton-Wochenendes liegt Markenkollge Andrew Jordan mit 124 Punkten auf Platz 2. Jason Plato als bis dato Gesamtführender ist nun Dritter mit 121 Punkten und Vorjahresmeister Gordon Shedden Vierter mit 109. Wenig verwunderlich führt Andrew Jordan auch nach wie vor in der Independent-Wertung mit 145 Punkten vor Adam Morgan mit 127. In der Jack-Sears-Trophy liegen Liam Griffin und Lea Wood nun mit jeweils drei Cups gleichauf.

aHier die Gesamtstände in der Meisterschaft (pdf)

Das nächste Rennen findet erst am 9. Juni in Oulton Park statt. Hierfür wird es in der Woche vor dem Rennen dann noch mal eine separate Vorschau geben, in der auch auf die aktuelle Stärke-Verteilung im Feld eingegangen wird.

 

 BTCC: Rückblick Thruxton 2013

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April 02 2013

16:00

BTCC: Analyse Brands Hatch

Die BTCC startete am Osterwochenende mit drei Sprintrennen auf dem Indy-Circuit von Brands Hatch in die Saison 2013. Mann des Wochenendes war Jason Plato, der zwei Siege und die Führung in der Meisterschaft einfahren konnte.

hi 9586 b5c5 300x200 BTCC: Analyse Brands HatchDas bestimmende Thema am Wochenende war jedoch zunächst die Kälte. Zwar blieb der Himmel Samstag und Sonntag meist klar, aber Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und immer wieder leicht einsetzender Schneefall machten nicht nur Teams, Fahrern und Zuschauern zu schaffen, sondern vor allem auch den Reifen, die schwer auf Temperatur zu bringen waren. Das winterliche Osterwetter führte auch dazu, dass man nach dem Wochenende nur bedingt eine Antwort auf die eigentlich sehr interessante Frage, wie sich der neu eingeführte, weichere Option-Tyre auf die Performance auswirkt, bekommen konnte. Grundsätzlich schien er für die meisten Fahrer eher ein Nachteil zu sein, da er nicht zu einem signifikant höheren Tempo führte, sondern ganz im Gegenteil trotz der niedrigen Temperaturen nach einigen Runden schnell abbaute.

Doch beginnen wir am Anfang. Im Qualifying konnte sich Andrew Jordan die Pole Position für Rennen 1 sichern. Dabei begann das Zeittraining gleich mal in bester BTCC-Manier und die Probleme mit den niedrigen Reifentemperaturen wurden schnell offensichtlich. Zunächst drehte sich Jeff Smith in seinem Pirtek-Honda gleich bei der Ausfahrt aus der Boxengasse den Hang bei Paddock-Hill hinunter. Kurz darauf erwichte es auch BTCC-Rückkehrer Colin Turkington ausgangs Druids. Dieser blieb nach einem halben Dreher so unglücklich auf der Ideallinie stehen, dass Jack Goff ihn im gerade erst neu aufgebauten Vauxhall-Insignia breitseits erwischte. Folge waren zwei zerstörte Autos und eine rote Flagge zum Aufräumen. Anschließend purzelten die Zeiten recht rasch, wobei sich vor allem die Dynamics-Honda und Andrew Jordan im Pirtek-Honda an der Spitze des Zeitenboards abwechselten. Als dann zur Mitte des Qualifyings Schneefall einsetze und die Strecke feucht werden ließ, war die Messe schnell gelesen. Keiner konnte sich mehr verbessern und Jordan behielt die Bestzeit. Auf P2 kam Champion Gordon Shedden, gefolgt von Jason Plato, Mat Neal und Sam Tordoff. Drei Hondas und beide MGs in den Top5 schien bereits eine Ansage an die Kräfteverhältnisse für die BTCC-Saison 2013 zu sein und sollte sich auch später im Rennen bestätigen lassen. Auch Jeff Smith im zweiten Pirtek-Honda fuhr stark und erreichte mit P8 ebenfalls die Top10. Dave Newsham auf P6 und Adam Morgan auf P10 unterstrichen die bereits in den freien Trainings angedeutete, gute Leistung der Toyota. Frank Wrathall im Dynojet-Toyota hätte hier ebenso gut mitmischen können, bekam aber seine Zeiten gestrichen, weil er bei der Inspektion mit einer falschen Fahrzeughöhe auffiel – ein Problem, das am Rennsonntag noch weitere Opfer fordern sollte. Eine großartige Leistung zeigte Rob Austin in seinem Audi auf P7. Ebenso überraschend war Nick Foster als bester BMW auf P9, der damit schneller als Teamkollege Rob Collard auf P13 war. Enttäuschend dagegen war die Leistung der Motorbase-Ford, die außerhalb der Top10 blieben und auf die Plätze 12 (Mat Jackson) und 14 (Aron Smith) kamen. Bester Super 2000-Fahrer war Lea Wood im Vauxhall Vectra auf Position 16. Direkt dahinter qualifizierte sich Tom Onslow-Cole im Volkswagen CC. Dessen Leistung mit einem Rückstand von 1,8 Sekunden auf die Spitze ist insofern erwähnenswert, als dass man den neu aufgebauten CC erst am Samstag-Morgen an die Strecke gebracht und ohne jeglichen Testkilometer aus dem Hänger heraus in die Boxengasse geschoben hatte.

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Schneefall gab es dann zum Start von Rennen 1 zwar nicht, aber trotzdem blieb es bitterkalt. Einzig Rob Austin, Rob Collard, Adam Morgan und Colin Turkington entschieden sich vor dem Start für den weicheren Option-Tyre. Bei Austin schien diese Idee zunächst auch aufzugehen. Mit einem Raketenstart beförderte er sich von Startplatz 7 kommend noch vor der ersten Kurve auf Position 2. Dahinter läutete Champion Gordon Shedden seine BTCC-Saison mit einem ordentlichen Quersteher ausgangs Paddock Hill Bend ein, der zwar glimpflich ausging, aber dazu führte, dass sein Teamkollge Matt Neal ausweichen musste und dabei leicht mit dem Toyota von Dave Newsham aneinander geriet. In der Folge zeigte sich bei Neal Rauchentwicklung am rechten Hinterrad und auch Newsham musste einige Runden später sein Auto mit einem Folgeschaden abstellen.

Ende der ersten Runde konnte Rob Austin mit seinen weicheren Reifen dann erfolgreich den führenden Jordan angreifen, der dabei leicht neben die Ideallinie geriet und auch Jason Plato vorbei lassen musste. In der zweiten Runde löste Rookie James Cole eine Safety-Car-Phase aus, als er seinen Insignia im Kiesbett parkte. Der Restart erfolgte in Runde 7 und schnell konnte sich ein Führungstrio aus Rob Austin, Jason Plato und Andrew Jordan absetzen. Dahinter folgten Matt Neal, Sam Tordoff, Gordon Shedden, Mat Jackson, Jeff Smith und der vom letzten Startplatz heranstürmende Frank Wrathall. In Runde 14 hatten sich die Hoffnungen auf den ersten Sieg für Rob Austin allerdings erledigt, als seine Option-Tyres plötzlich signifikant einbrachen und er zunächst Plato und später auch Jordan ziehen lassen musste, die sich in der Folge auch beide von ihm absetzen konnten. Am Ende der Top 10 konnte der ebenfalls auf den weichen Reifen gestartete Adam Morgan auch nicht besonders auftrumpfen, sondern war vor allem mit dem Haushalten des Reifenverschleiß beschäftigt.

In Runde 16 kamen dann etwas überraschend beide Dynamic-Hondas in die Box. Matt Neal ließ seinen Schaden, den er durch die Kollision in der ersten Runde erlitten hatte, beheben und bei Gordon Shedden hatte sich kurz zuvor Gras vor dem Kühler gesammelt, als er bei dem Versuch seinen Teamkollegen auf der Start-Ziel-Gerade zu überholen, ausweichen musste. Beide Honda verloren in der Folge eine Runde und kamen auf den enttäuschenden Plätzen 19 (Shedden) und 21 (Neal) ins Ziel. Ein ähnliches Problem wie Shedden hatte auch Mat Jackson, der in seinem Ford in die Top 10 vorgefahren war, als in Runde 21 plötzlich sein Motor ausging, weil der Kühler durch Gras verstopft war.

An der Spitze des Feldes holte unterdessen Andrew Jordan immer weiter auf den führenden Plato auf. In der letzten Runde war er dann an der Stoßstange des MG angekommen und eigentlich war es nur noch eine Frage der Zeit, bis er einen Angriff versuchen würde. Dieser kam dann pünktlich in der letzten Kurve und hätte beinahe mit einem Eklat geendet. Plato hatte die Einfahrt in Clearways nicht ganz sauber erwischt und Jordan sah auf der Innenseite eine Lücke, die Plato aber sofort schloss. Jordan knallte dem MG dadurch auf das rechte Hinterrad und beide rodelten im Parallelflug ins Kiesbett. Wundersamerweise kamen beide aber sofort wieder aus diesem heraus und stürmten Staub hinter sich her ziehend noch vor dem an dritter Stelle liegenden Rob Austin in Richtung Ziellinie. Dahinter kamen die stark fahrenden Tordoff und Smith vor dem vom letzten Startplatz aus gestarteten Frank Wrathall ins Ziel. Es folgten Adam Morgan (Toyota), Colin Turkington (BMW), Aron Smith (Ford) und Ollie Jackson (Toyota). Der Sieg in der Jack Sears Trophy ging überraschenderweise an James Kaye im VW Golf. Den Punkt für die schnellste Rennrunde gewann Rob Austin, der zumindest in den ersten Runden als seine weichen Reifen noch frisch waren, sehr gute Rundenzeiten hinlegen konnte. Interessanterweise gab es nach dem Rennen im Parc Ferme keine bösen Worte zwischen Plato und Jordan wegen des Vorfalls in der letzten Kurve. Beide lachten und zeigten gute Laune über diesen „racing incident“. Da haben wir Jason Plato nach ähnlichen Vorfällen auch schon ganz anders gesehen …

aHier das gesamte Rennergebnis.

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Für Rennen 2 entschieden sich mit Sam Tordoff, Ollie Jackson, Dan Welch und Will Bratt wieder nur vier Fahrer für die weichere Reifenmischung. Beim Start kam Rob Austin dank seines Heckantriebs erneut gut weg, schnappte sich Jordan und bog Seite an Seite mit Polesitter Plato in Paddock Hill Bend ein. Auch Colin Turkington kam mit dem West Surrey-BMW gut weg, konnte die beiden Toyota von Morgan und Wrathall überholen und auf P5 vorfahren. Wrathall wollte das aber nicht so recht auf sich sitzen lassen und setzte sich in Runde zwei eingangs von Paddock Hill etwas zu optimistisch neben Turkington, was dem BMW-Mann einen spektakulären Ausflug ins Kiesbett einbrachte. Einige Meter später versenkte Ollie Jackson seinen Speedworks-Toyota bei der Einfuhrt zu Druids in die Leitplanken. Damit spielten drei der vier auf den weichen Reifen gestarteten Piloten schon keine Rolle mehr; Will Bratt musste seinen Audi bereits nach der Einführungsrunde mit einem Problem abstellen.

Nach einigen Runden tauchten die von weit hinten gestarteten Shedden, Neal und Mat Jackson bereits in den Top10 hinter dem letzten weichbereiften Auto von Tordoff auf. Vorne drehte Plato einsam seine Kreise, während um Platz zwei ein Kampf zwischen Rob Austin, Andrew Jordan und Frank Wrathall entbrannte. In Runde 7 konnte Jordan den Audi überholen und in Runde 9 versuchte es auch Wrathall, was jedoch in einer Kollision in Druids endete, die Austin das Rennen kostete und Wrathall einige Positionen zurück warf. Shedden, der zwischenzeitlich Tordoff überholt hatte, war damit plötzlich Dritter. Es folgten Jeff Smith, Wrathall, Tordoff, Neal, Mat Jackson, Morgan und Welch, der aber in der Folge weit zurückfiel, weil er in seinem Proton nur noch den sechsten Gang zur Verfügung hatte.

Während Plato seinen Vorsprung an der Spitze weiter ausbaute, konnte sich Matt Neal den MG von Tordoff schnappen und in der Folge Druck auf Wrathall ausüben. In Runde 20 löste David Nye dann durch eine Kollision mit dem Seat von Warren Scott in deren Folge er im Kiesbett strandete eine Safety-Car-Phase aus. Diese kam kurz vor Rennende natürlich ziemlich ungünstig für Jason Plato, der dadurch seinen Vorsprung einbüßte und mit Jordan, Shedden und Smith eine kleine Honda-Armada in seinem Rückspiegel hatte. Beim Restart zwei Runden vor Schluss behauptete er aber seine Position, während es dahinter zur dritten Kollison mit Beteiligung von Frank Wrathall kam. Diesmal kollidierte er mit Mat Neal vor Druids, wurde dabei aber selbst ins Kiesbett befördert während der Honda weiter fahren konnte. Auch wenn der Toyota an genau derselben ungünstigen Stelle stehen blieb wie kurz zuvor der Ford von David Nye, entschied sich die Rennleitung dieses Mal aus unerklärbaren Gründen gegen ein Safety Car. In der letzten Runde versuchten beide Dynamics-Honda noch mal Druck auf die vor ihnen fahrenden Markenkollegen Jordan beziehungsweise Smith auszuüben, blieben aber erfolglos.

Plato siegte somit auch in Rennen 2 und das diesmal mit dem vollem Zusatzballast von 45 kg. Seine herausragende Leistung wird noch dadurch unterstrichen, dass er auch die schnellste Rennrunde drehte. Es folgten die Honda von Jordan, Shedden, Smith und Neal. Komplettiert wurden die Top10 von Mat Jackson, Adam Morgan, Colin Turkington, Dave Nesham und Nick Foster. In der Jack Sears Trophy gewann diesmal Liam Griffin im Ford Focus knapp vor dem erneut stark fahrenden James Kaye.

Champion Gordon Shedden konnte sich nach dem Rennen jedoch nicht lange über seinen Podiumsplatz freuen. Bei der Nachkontrolle wurde bei ihm eine falsche Fahrzeughöhe festgestellt und seine Resultate wurden gestrichen. Damit waren nicht nur die Punkte für Platz drei weg, sondern auch ein guter Startplatz für das letzte Rennen. Auch Frank Wrathall bekam nach dem Rennen Post von der Rennleitung. Wegen des Abschuss von Rob Austin belegte man ihn mit einer Geldstrafe und drei Strafpunkte auf seine Lizenz. Persönlich regelten Wrathall und Austin die Sache übrigens schnell und unkompliziert. Wrathall entschuldigte sich und Austin sah die Situation als ausgleichende Gerechtigkeit dafür, dass er im letzten Jahr Dan Welch an gleicher Stelle aus dem Rennen befördert hatte. Britischer Sportsgeist halt.

aHier das komplette Rennergebnis

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Der Draw für die Startaufstellung für Rennen 3 beförderte zunächst den Siebtplatzierten Adam Morgan im Toyota auf die Pole Position. Durch die Disqualifikation Sheddens rückte er im Rennergebnis jedoch auf Rang sechs vor und Mat Jackson erbte die Pole. Bis auf die acht schon auf den weichen Reifen gestarteten Fahrer, mussten für dieses Rennen alle übrigen NGTC-Piloten den Option-Tyre aufziehen. Beim Start konnte Jackson seine Führung zunächst behaupten. Dahinter machte Colin Turkington nach einer leichten Kollision mit Jason Plato erneut Bekanntschaft mit dem Kiesbett in Paddock Hill Bend.

Zum Ende der ersten Runde konnte sich dann Mat Neal in Clearways an Morgan vorbei auf P2 vorschieben. Kurz darauf knallte des dann heftig: Dave Newsham drehte sich mit seinem Toyota in Paddock Hill und räumte dabei Rob Austins Audi ab, der sich bei voller Fahrt zur Innenseite wegdrehte und vehement mit der Fahrerseite in die Streckenbegrenzung einschlug. Der Audi war danach ein Totalschaden. Glücklicherweise konnte Austin unverletzt aussteigen und begutachtete direkt den Schaden am gerade neu aufgebauten Auto. Leider verpennte ITV4 nach der folgenden Safety-Car-Phase den Restart. Mat Jackson konnte jedoch erst einmal seine Führung behalten, wurde dann vor Graham Hill-Bend jedoch plötzlich langsam und musste Neal, Plato und Morgan vorbeiziehen lassen. Im weiteren Rennverlauf hatte es der Ford immer wieder mit Motoraussetzern zu tun, wodurch ein mögliches gutes Resultat vernichtet wurde. Jackson wurde nach der guten Ausgangslage mit der Pole-Position am Ende nur enttäuschender Zehnter.

Gordon Shedden war unterdessen vom letzten Startplatz aus gestartet schon Siebter und machte Jagd auf Jeff Smith und Sam Tordoff. Der MG-Pilot konnte unterdessen mit seinen harten Reifen in Runde 17 an Andrew Jordan vorbeigehen und danach auf seinen Teamkollegen Plato aufholen, den er letztendlich ebenfalls überholen konnte und damit Dritter hinter Adam Morgan war. Plato war mit den weicheren Reifen in Kombination mit dem Zusatzballast an die Grenzen der Fahrbarkeit gestoßen und hatte keine Chance auf ein weiteres Podium. Kurz darauf überholte auch Shedden Smith und Plato und schloss im Windschatten Tordoffs immer weiter zum Toyota von Morgan auf.

Mat Neal führte unterdessen mit einem gesunden Vorsprung von rund zwei Sekunden. Dahinter griff dann in Runde 25 Tordoff Morgan ausgangs Clearways an, was beide Piloten neben die Ideallinie kommen ließ und Shedden erlaubte, an beiden vorbeizugehen. Bis zum Rennende konnte der Schotte dann noch zu seinem führenden Teamkollegen aufschließen, diesen jedoch nicht mehr überholen. Rennen 3 endete mit einem Dynamics-Doppelsieg, gefolgt von den sehr gut fahrenden Sam Tordoff und Adam Morgan, der sein erstes Podium nur knapp verpasste. Jason Plato wurde nach seinen beiden Siegen Fünfter. Dahinter platzierten sich Jordan, Jeff Smith, Wrathall und Turkington. Der Sieg in der Jack Sears-Trophy ging zunächst an Lea Wood, der in den beiden ersten Rennen noch technische Probleme gehabt hatte. Bei der Nachkontrolle wurde aber auch bei ihm eine falsche Fahrzeughöhe festgestellt und so erbte Liam Griffin den Sieg.

aHier die Resultate von Rennen 3

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Insgesamt scheinen die MG sehr stark zu sein. Insbesondere mit den harten Reifen funktionieren sie sehr gut, wofür Platos Sieg mit vollem Ballast in Rennen 2 und Tordoffs Fahrt aufs Podium in Rennen 3 sprechen. Das Vorhaben, insbesondere das Fahrwerk und die Reifennutzung über den Winter zu verbessern, scheint also gefruchtet zu haben. Ebenfalls sehr stark sind wie erwartet die Honda von Dynamics. Nachdem die Probleme in Rennen 1 und Sheddens ärgerliche Disqualifikation in Rennen 2 noch gute Resultate verhindert haben, zeigte sich mit dem Doppelsieg in Rennen 3, bei dem Shedden von ganz hinten aufs Podium fuhr, dass mit den Hondas auch weiterhin zu rechnen sein muss. Ebenfalls stark sind die Hondas von Eurotech. Dass Andrew Jordan schnell ist, war eigentlich klar, aber beeindruckend waren auch die drei guten Resultate von Jeff Smith, die ich ihm so nicht zugetraut hätte.

Arbeit gibt es dagegen noch bei West Surrey. Die BMWs scheinen noch an einigen Kinderkrankheiten zu leiden. Rob Collard erlebte mit drei Ausfällen ein Wochenende zum Vergessen. Mehrere technische Probleme, darunter ein mysteriöses Leck im Wasserkreislauf, brachten ihm kein einziges zählbares Resultat ein. Dass die Ausgangsbasis des BMW aber nicht schlecht ist, konnte Colin Turkington zeigen, der im ersten Rennen vom letzten Startplatz auf P8 vorfuhr und bessere Resultate in den anderen Rennen nur dadurch verpasste, weil er jeweils unsanft von der Strecke befördert wurde.

Ziemlich enttäuschend ist die Performance der Ford Focus von Motorbase. Technische Probleme und kaum zählbare Resultate dürften das Team vor einen großen Berg Arbeit stehen lassen. Aron Smith konnte in Rennen 1 und Mat Jackson in Rennen 2 und 3 zwar in die Top10 fahren, beide wirkten aber dennoch blass und von der guten Leistung, die der Focus zum Ende der letzten Saison gezeigt hat, ist wenig zu sehen.

Erwartungsgemäß gut lief dagegen der Toyota von Frank Wrathall, der bessere Resultate nur durch seine ungestüme Fahrweise zunichte gemacht hat. Etwas überraschend ist der vom Cicely-Team eingesetzte Toyota von Adam Morgan das ganze Wochenende besser unterwegs gewesen, als die beiden Avensis von Speedworks. Morgan war das ganze Wochenende, egal ob in den Trainings oder in den Rennen, unter den Top 10 zu finden und ist sicherlich die größte Überraschung des Saisonauftakts.

Sehr gut war auch die Leistung von Rob Austin. Ein starkes Qualifying wurde von einem Podium in Rennen 1 gekrönt. Weitere mögliche gute Resultate wurden dann nur wegen des Abschusses durch Wrathall in Rennen 2 und den schweren Unfall in Rennen 3 nicht möglich. Enttäuschend war dagegen Will Bratt im zweiten Audi, der nicht annähernd an die Leistung seines Teamkollegen und Chefs heran kam.

Sehr enttäuschend sind auch die Fahrzeuge von Tony Gilham Racing. Die Insignias sind im Vergleich zu den anderen NGTC-Fahrzeugen erschreckend langsam und konnten überhaupt keine Akzente setzen. Lichtblick und ein Teilerfolg ist aber immerhin das Debüt des selber entwickelten Volkswagen CC. Dafür dass das Team das Auto erst in der Nacht zu Samstag fertig gestellt hat und ohne Testkilometer in die freien Trainings ging, sind Platz 14, 16 und nur ein Ausfall gar keine schlechten Resultate.

In der Jack-Sears-Trophy machte James Kaye im mittlerweile etwas betagten VM Golf von AmD-Tuning eine besonders gute Figur und sicherte sich einen Sieg. Liam Griffin als einer der Favoriten auf den Trophy-Titel war in Rennen 2 und 3 erfolgreich. Lea Woods Wochenende war dagegen nach technischen Problemen und der Disqualifikation in Rennen 3 zum Vergessen. Ganz ordentlich unterwegs war auch David Nye im Welch-Ford Focus, der in Rennen 3 bis zu einem Fahrfehler kurz vor Schluss in der Jack Sears-Trophy in Führung lag.

Erwähnenswert ist vielleicht noch M247-Racing, die einen S2000-Cruze einsetzen. Nachdem kurz vor dem Start zu Rennen 1 plötzlich eine Antriebswelle brach, stellte man überrascht fest, dass man auch kein Ersatzteil dabei hatte. Ein Start in Rennen 2 war damit nicht möglich, aber eine Delegation des Teams machte sich auf den Weg, um eine neue Antriebswelle zu besorgen. Diese traf dann eine halbe Stunde vor dem Start zu Rennen 3 tatsächlich ein, wurde in Windeseile eingebaut und Joe Girling konnte schließlich doch noch in seine Saison starten. Im Rennen wurde man zwar Letzter, kam aber immerhin ins Ziel. Die ganze Situation war dabei wunderbar über Twitter zu verfolgen, wo das Team immer wieder neue Zwischenberichte über den Stand bei der Suche nach einer Antriebswelle lieferte.

Eine genauere Analyse über die Reifensituation spare ich mir jetzt. Erstens sind eindeutige Aussagen wegen der niedrigen Temperaturen am Wochenende schwierig und zweitens sind drei Rennen, in denen selbst die Teams eher rätselten als dass sie mit den Reifen eine klare Strategie verfolgten, noch zu wenig, um klare Erkenntnisse zu bieten. Grundsätzlich stellte sich der weichere Reifen in Brands Hatch aber eher als Nachteil heraus. Das Einbrechen bei Rob Austin in Rennen 1 und die starke Leistung von Tordoff und Morgan in Rennen 3, als fast alle anderen Konkurrenten die weichen Reifen fuhren, sprechen zumindest dafür.

Das nächste Rennen findet am 21. April in Donington statt. Gefahren wird auf dem 3,149 Kilometer langem National Circuit. Hier ein paar Infos zur Strecke mit Streckenplan und den Siegern der vergangenen Jahre. Falls ich Zeit finde und sich bis dahin noch einige Neuigkeiten ergeben, wird es noch mal eine kurze separate Vorschau geben. Falls irgendwelche Fragen sind, könnt ihr diese auch gerne in die Kommentare schreiben. Vielleicht kann ich im nächsten Beitrag dazu Antworten liefern.

Zum Abschluss ahier noch der Link zu den aktuellen Ständen in der Meisterschaft.

 

 BTCC: Analyse Brands Hatch

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August 27 2012

06:08

BTCC: Bericht Knockhill 2012

Kein Regen, dafür Sieger, mit denen man nicht gerechnet hätte. Die Titelaspiranten hatte alle Probleme, richtig schlimm erwischte es Jason Plato.

Dabei hatte das Wochenende für Jason Plato so gut angefangen. Am Samstag prügelte er seinen MG auf die Pole, vor Rob Collard und den etwas überraschend so weit vorne auftauchenden Aron Smith im zweiten Redstone Focus. Von Honda war auf der nassen Fahrbahn in der Quali überhaupt nichts zu sehen. Gordon Shedden landete in der Quali auf P6, Matt Neal gar nur auf P8. Dabei hatte man die Civic in einer deutlichen Favoritenrolle gesehen. Vielleicht lag es ja am Wetter, dachten einige Beobachter und Sonntag war die Strecke dann trocken. Also alles bereitet für die Honda-Festspiele? Nicht ganz, es sollte komplett anders kommen.

Rennen 1

Plato legte einen guten Start hin, musste sich aber der besseren Traktion des BMW geschlagen geben. Rob Collard übernahm die Führung, vor Onslow-Cole dahinter dann Jason Plato und Aron Smith, der von der ersten Kurve an schneller zu sein schien als der MG. Ging der Start noch sauber über die Bühne, krachte es dann in folgenden Runden. Verschiedene Fahrer rodelten ins Gras, darunter auch Frank Wrathall, dessen Motor allerdings den Geist aufgegeben hatte. Der Schaden war derartig terminal, dass das Team nur die Koffer packen und nach Hause fahren konnte.

Das gute Wochenende von Plato endete dann in Runde 2 vor der schnellen Clarks-Passage. Plato zackte etwas vor Aron Smith herum, der sich dann außer Stande sah, das Heck von Plato nicht zu treffen. Plato segelte in den Kies und war damit raus aus dem Rennen. Die Rennleitung neutralisierte das Rennen daraufhin.

Der Restart lief problemlos und das BMW-Duo setzte sich vorne mühelos ab. Aron Smith konnte das Tempo auch deswegen nicht gehen, weil er Paul O’Neill im Nacken hatte, der mal wieder eine Runde im Speedworks Toyota drehen durfte und zeigte, was ein guter Fahrer mit dem Wagen anstellen kann. Smith und O’Neill hielten sich gegenseitig ein wenig auf, was Gordon Shedden erlaubte heran zu fahren. O’Neill, nun selbst unter Druck, versuchte alles um an Smith vorbei zu kommen. Aber selbst ein leichter Schubser in der Haarnadel half da nicht. Der Toyota musste sich im Beschleunigungsduell sogar dann Shedden beugen. Der biss sich seinerseits die Zähne am erstaunlichen Smith aus, der ja sonst eher um P10 unterwegs ist. Erst in der letzten Kurve gelang es Shedden den Focus etwas zur Seite zu schieben und er konnte sich gerade so vor Smith platzieren. Matt Neal tauchte während des gesamten Rennens nicht wirklich auf und wurde nur siebter.

Ergebnis: Collard, Onslow-Cole, Shedden, Aron Smith, Jackson, O’Neill, Neal, Foster, Jordan, Morgan.

Rennen 2

Das zweite Rennen war dann leider nicht sonderlich abwechslungsreich. Erstaunlicherweise konnten die beiden BWM von West Surrey Racing trotz der 45kg, bzw. 36kg Platzierungsgewichte im Auto ihre dominante Vorstellung wiederholen. Die Konkurrenz kam nicht mal ansatzweise in die Nähe der beiden BMW, was schon erstaunlich ist. Denn immerhin handelt es sich um zwei alte S2000 Chassis. Normalerweise kämpfen die BMW im Verlauf des Rennens mit abbauenden Reifen, weil es aber in Schottland etwas kälter war, setzte der Effekt nicht so stark ein, wie sonst. Collard und Cole konnten zwar nicht zum Sieg cruisen, weil hinter ihnen Gordon Shedden lauerte. Der hatte den BMW aber nichts entgegen zu setzen.

Das galt auch für Matt Neal, der erneut nicht über P8 heraus kam. So richtig löste Neal die Probleme in den Interviews nicht auf. Gewicht kann es nicht gewesen sein, das war ja schon raus. Sein Glück war, dass Jason Plato von ganz hinten starten musste und auch nicht recht voran kam. Auf der engen Strecke in Knockhill kann man halt kaum überholen, die Geschwindigkeitsunterschiede sind eher gering. Plato schaffte es auf P10, wurde aber von Dave Newsham wieder abgefangen.

Ergebnis: Collard, Onslow-Cole, Shedden, O’Neill, Foster, Aron Smith, Jordan, Neal, Jeff Smith, Dave Newsham.

Der Reverse Grid ergab dann genau die umgekehrte Reihenfolge ab Newsham.

Rennen 3

Die Startaufstellung versprach dann jede Menge Action, dazu kam, dass es leicht regnete. Das Feld entschloss sich dennoch auf Slicks zu starten, was sich als richtige Entscheidung herausstellte. Dave Newsham suchte am Start die Flucht nach vorne, was ihm auch problemlos gelang. Dahinter wurde es dann zwischen Jeff Smith im zweiten Pirtek-Honda, Matt Neal und Andrew Jordan etwas enger. Man sortierte sich aber brav ein. Das Albtraum-Wochenende von Janson Plato ging aber weiter. Noch in der ersten Runde musste er an die Box und stellte den Wagen mit Problemen am Motor ab.

Vorne konnte sich Newsham einen deutlichen Vorsprung erarbeiten, während sich Matt Neal an Jeff Smith abarbeitete. Andrew Jordan sah sich das Ganze entspannt von hinten an. Die vier setzten sich vom Rest des Feldes ab, wo es teilweise drunter drüber ging. Gordon Shedden musste einem komplett quer stehenden Aron Smith ausweichen und zerstörte sich dabei die Vorderradaufhängung. Damit war ein weitere Favorit in der Meisterschaft raus.

Zwischen Onslow-Cole, Paul O’Neill, Nick Foster, Aron Smith und Rob Collard entbrannte ein heftiger Kampf, bei dem die Positionen mehrfach getauscht wurden. Teilweise in einer Runde. Während es vorne ruhig blieb, entschädigte dieser Fight für die sonstige Ruhe im Feld.

In den letzten Runden schmolz plötzlich der Vorsprung von Dave Newsham, dessen Reifen langsam abbauten. Weil aber Jeff Smith mit Matt Neal zu tun hatte, konnte der Vectra-Pilot einen kleinen Vorsprung ins Ziel retten und seinen zweiten Sieg in diesem Jahr einfahren.

Ergebnis: Newsham, Jeff Smith, Matt Neal, Andrew Jordan, Onslow-Cole, O’Neill, Foster, Aron Smith, Collard, Jackson.

Knockhill lieferte eher drei mittelmäßige Rennen ab, dafür aber mit interessanten Ergebnissen. Denn die beiden Siege von Rob Collard brachten den BWM-Piloten überraschenderweise ganz nach vorne. In der Meisterschaft sieht die Sache jetzt so aus:

Rob Collard 288
Matt Neal 287
Gordon Shedden 277
Jason Plato 251
Andrew Jordan 247

Die Meisterschaft ist also völlig offen und West Surrey Racing hat gute Aussichten auf den Titel. Es folgen noch die Rennen in Rockingham, Silverstone und Brands Hatch. Alles Strecken, auf denen die BMW Punkte sammeln können.
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August 12 2012

16:54

BTCC: Analyse Snetterton 2012

Drei Rennen, drei Sieger auf drei verschiedenen Marken. Die BTCC ist fulminant aus der Sommerpause gestartet.

Große Überraschungen gab es in der Qualifikation. Die hochfavorisierten Honda von Matt Neal und Gordon Shedden gingen für ihre Verhältnisse komplett unter. Neal schaffte nur einen siebten Platz, Gordon Shedden musste gar von ganz hinten starten. Das lag aber daran, dass sein Civic im Training abgebrannt war und er keine Zeit setzen konnte. Vorne stand der Dynojet Toyota mit Frank Wrathall am Steuer, daneben lauerte Jason Plato. Hinter ihm folgten Dave Newsham im Vectra, Andrew Jordan, David Welch mit seinem Proton, Matt Neal, Lea Wood, Onslow-Cole und Jeff Smith. Das versprach für das erste Rennen eine interessante Mischung.

Rennen Eins:

Den Start entschied Plato für sich, weil Wrathall die Drehzahl in den Keller fiel. Dave Newsham setzte sich ebenfalls durch und eroberte P2. Dahinter ging es erstaunlich gesittet durch die ersten Kurven. Den ersten Dreher konnte dann Andrew Morgan für sich verbuchen. Der Nachwuchspilot übertrieb es im neuen Infield von Snetteron und drehte sich raus, ohne irgendwo anzuschlagen.

Vorne sah es zunächst so aus, als ob sich Plato absetzen würde, aber Newsham ließ den Ex-Meister nicht aus den Augen. Auf der Geraden hatte der Vectra sogar einen leichten Vorteil, so dass die Lücke schnell wieder zu gefahren war. Eingangs der sehr schnellen ersten Kurve versuchte es Newsham dann auf der Außenseite, aber Plato ließ ihn da einfach verhungern. Die entstandene Lücke nutze Frank Wrathall, der sich P2 schnappte, diesen aber hart gegen Newsham verteidigen musste.

Der Tag für Andrew Morgan wurde dann auch nicht besser. Er kollidierte mit Robb Holland, der für Terry Gilham im alten Honda Civic saß. Beide landete in den Reifenstapel, was eine längere Safety-Car Phase erforderte. Nach dieser Unterbrechung konnte sich Plato vorne etwas absetzen. Auch Wrathall blieb vorne, während Newsham mit Andrew Jordan zu kämpfen hatte. Er hielt sich bis zur letzten Runde vor dem Honda-Mann, der rumpelte aber in den letzten Kurven an Newsham noch vorbei. Nach dem Rennen wurde Newsham disqualifiziert, weil sein Wagen zu leicht war.

Ein gutes Rennen lieferte dann Gordon Shedden, der in den ersten Runden wie ein Derwisch durchs Feld ritt. Von P22 gestartet fand er sich schnell auf P10 wieder, wo sein Vorwärtsdrang aber von den beiden WSR-BMW von Onslow-Cole und Rob Collard gebremst wurde. Collard konnte Shedden noch schnappen, danach war aber Schluss. Immerhin landete er nur wenige Sekunden hinter seinem Teamkollegen Matt Neal, der ein ruhiges Rennen auf P5 beendete.

Ergebnis: Plato, Wrathall, Jordan, Neal, Welch, Wood, Cole, Shedden und Jackson. In der letzten Runde rollte Rob Collard aus, dessen Motor den Geist aufgegeben hatte.

Rennen 2:

Auch beim zweiten Rennen kam Wrathall nicht richtig los und musste Jordan und Neal passieren lassen. Plato konnte sich nicht richtig freifahren und musste schauen, dass er Andrew Jordan hinter sich halten konnte. Matt Neal ließ eine kleine Lücke und schonte seine Reifen für die zweite Hälfte des Rennens. Hinter ihm biss sich Gordon Shedden zunächst die Zähne am Toyota von Frank Wrathall aus, der nach seinem verpatzten Start besser unterwegs war. Kurz vor Mitte des Rennens gelang Shedden aber das Überholmanöver und schloss recht schnell zu den drei Führenden Fahrzeugen auf. Wrathall konnte das Tempo nicht halten und musste sich zeitweise mit Onslow-Cole auseinandersetzen.

Die Musik ging aber vorne ab. Plato konnte Jordan hinter sich halten, obwohl seine Reifen klar nachließen. Neal schaute sich das ganze ein paar Runden an, schnappte sich aber dann Jordan auf der Bremse mit einem extrem mutigen Manöver. Allerdings ließ Jordan, dessen Wagen ja auch von Team Dynamics vorbereitet wird, die Tür recht weit offen.

Mit Neal im Nacken musste Jason Plato komplett auf Verteidigung umstellen. Der MG hatte den besseren Topspeed und kam besser aus den Kurven raus, aber auf der Bremse und beim Einlenken war Neal klar besser. Die zwei Zehntel, die Plato auf der Geraden holte, hatte Neal beim Anbremsen wieder rein geholt. Der MG hielt die hinter ihm fahrenden klar auf, teilweise lagen die ersten vier in einer Sekunde. Neal versuchte es dann im hinteren Teil der Strecke, nach “Bombhole”, berührte Plato aber auf der rechten Seite. Der stand daraufhin bei Fullspeed komplett quer und konnte den Wagen irgendwie halten. Neal ging vorbei, aber Plato rächte sich vor der Haarnadel mit einem späten Bremspunkt und schob Neal ins Gras. Er selbst rutschte aber auch raus, was Jordan und Shedden erlaubte vorbei zu gehen. Plato ordnete sich auf P3 ein, Neal dahinter. Was am Ende dann auch der Zieleinlauf war. Es folgten: Wrathall, Jackson, Cole, Newsham, Wood und Aaron Smith um zweiten Redstone Focus.

Nach dem Rennen gaben sich Neal und Plato aber entspannt. So etwas würde eben gerne passieren, wenn beide so eng zusammenliegen, meinte Neal, Plato äußerte sich ähnlich.

Der Reverse Grid ergab dann folgende Aufstellung: Lea Wood auf Pole. Dann Newsham, Cole, Jackson, Wrathall, Neal, Plato, Shedden, Jordan, Aaron Smith.

Rennen 3:

Der Reverse Grid sah nach viel Action aus, aber überraschenderweise ging es relativ gesittet zu. Wood und Newsham mussten am Start auf Onslow-Cole aufpassen, dessen BMW deutliche Vorteile am Start haben sollte. Wood konnte die Pole aber behaupten, Newsham musste Cole aber kurz passieren lassen, holte sich den zweiten Platz aber noch in der ersten Runde zurück. Probleme hatte Matt Neal, der in einem Infight mit Frank Wrathall unsanft ins Gras geschickt wurde und sich am Ende der ersten Runde auf P20 wiederfand.

Vorne ließ man es ruhig angehen. Newsham schonte zunächst seine Reifen, blieb aber an der Stoßstange von Lea Wood. Dahinter eilte Mat Jackson mit dem brandneuen NGTC-Focus durchs Feld und schnappte sich sogar Onslow-Cole. Doch den Focus befielen dann nach wenigen Runden die altbekannten Probleme. Die Vorderreifen machten nach und nach schlapp, Jackson bekam immer mehr Untersteuern. Zwar konnte er seine Position zunächst halten, aber irgendwann war es dann doch etwas viel. Nach der langen Gegengerade rutschte er leicht raus und verlor gleich drei Plätze.

Newsham erhöhte derweil den Druck auf Wood und ging mit einem schönen Überholmanöver vorbei. Wood konnte das Tempo nicht mehr halten und sah sich dann auch unter Druck der anrückenden Meute, die P3 bis P7 belegte. Unglücklicherweise stellte dann das Getriebe des Vectra den Dienst ein.

Newsham konnte seinen Vorsprung dann verteidigen und rollte sicher seinem ersten Sieg entgegen. Dahinter landeten: Cole, Shedden, Plato, Jackson, Jordan, Wrathall, Neal und Collard.

In der Meisterschaft ist man an der Spitze richtig zusammen gerückt. Plato und Shedden sind an Neal vorbei, alle drei Fahrer liegen jedoch innerhalb von 20 Punkten, was quasi nichts ist. Das nächste Rennen findet in 14 Tagen in Knockhill statt.

Es waren drei abwechslungsreiche und gute Rennen in Snetterton, mit zwei Siegern, die zum ersten Mal ganz oben auf den Podium standen. Die Meisterschaft ist weiterhin komplett offen, man darf sich auf die weiteren Rennen freuen.
BTCC_SNE_2012_014 BTCC_SNE_2012_013 BTCC_SNE_2012_012 BTCC_SNE_2012_011 BTCC_SNE_2012_010 BTCC_SNE_2012_009 BTCC_SNE_2012_008 BTCC_SNE_2012_007 BTCC_SNE_2012_006 BTCC_SNE_2012_005 BTCC_SNE_2012_004 BTCC_SNE_2012_003 BTCC_SNE_2012_002 BTCC_SNE_2012_001

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December 15 2011

10:43

BTCC: Die Saison 2011

Eigentlich war es schon vor der Saison klar, wer in diesem Jahr Meister wird. Aber etliche Regeländerungen sorgten dann doch für eine Entscheidung, die erst im letzten Rennen fiel.

Die Saison 2011 sah in der BTCC eine ziemlich weitreichende Änderung, die allerdings auch für einige Verwirrung sorgen sollte. Die TOCA, die hinter der BTCC steht, hatte in den letzten Jahren eine eigene Nachfolgeklasse für die Fahrzeuge geplant, die nach dem S2000-Reglement der FIA auch in England unterwegs waren. Die Übernahme der S2000 hatte den Vorteil, dass die Hersteller ihre Wagen weltweit einsetzen konnten. Zwar hatte die FIA auch an den Regeln geschraubt und den 1.6 Liter Turbo/Weltmotor eingeführt, aber das reichte der BTCC. Wegen der hohen Kosten der S2000, die oft für dünn besetzte Starterfelde sorgte, entschloss man sich, eine eigene Formel einzuführen. Die NGTC hat ein eigenes Chassis, dass von der TOCA entwickelt wurde, und zum größtenteil ein Einheitschassis für die gesamte Serie ist. Beim Motor entschloss man sich auf einen eigenen 2-Liter-Turbomotor zu setzen. Und genau das führt zu Ärger, nicht nur in der BTCC.

Warum sich die BTCC für einen eigenen Motor entschieden hat, anstatt auf die vorhandenen FIA 1.6 Liter Maschinen zu setzen, ist den meisten immer noch ein Rätsel. Die Entwicklung eines Motors ist so ziemlich das teuerste, was man machen kann, der Griff in die Hersteller-Schublade wäre leichter gewesen. Auf der anderen Seite bietet die TOCA selber den Motor auch kleinen Teams an, und dies wohl zu einem kleinen Preis. So macht man sich natürlich auch von den Herstellern unabhängig. Die BTCC hat da schlechte Erfahrungen gemacht, daher vielleicht auch die Vorsicht. Doch in diesemJahr führte die Umstellung der Regeln zu einigem Chaos. Es gab reine NGTC, Wagen mit S2000 Chassis, aber NGTC-Motor und reine S2000 Teams. Die TOCA versprach, dass man alle Teilnehmer mittels BoP einleveln würde, aber das Unterfangen war schwerer, als gedacht.

In den ersten drei Rennen flogen die S2000/NGTC wie Honda und Ford der Konkurrenz davon. Meister Jason Plato, dessen Chevy 2010 noch das dominierende Auto war, betete nach jedem Rennen mantramäßig runter, dass es so nicht weiter gehen können, das sei ein Witz, ein schlechter dazu, er habe keine Lust mehr. Diese Aussage wiederholte er in Thruxton, Donington, Silverstone und Croft. Was immerhin dafür sorgte, dass die TOCA schrittweise den Ladedruck der gemischten NGTC Fahrzeuge runterdrehte, während der, der reinen NGTC teilweise unangetastet blieb. Das führte dann ab Mitte der Saison zum wundersamen Aufstieg von Frank Wrathall im Dynojet Toyota. Der Rookie ärgerte die Stars vorne mehrfach kräftig, vermutlich auch, weil die TOCA zeigen wollte, dass man mit einem NGTC auch gegen Chevy ankommt.

Ein weiterer Fahrer, der in diesem Jahr für eine Überraschung sorgte, war Mat Jackson im Airwaves Ford Focus. Airwaves Racing hatte von Ford die letztjährigen Focus ST Chassis gekauft und mit einem eigenen NGTC-Motor ausgestattet. Die Kombination funktionierte dann sogar besser, als die es “Quasi-” Werksteams AON von Ford. Die waren mit Chilton als Nummer Eins auf dem Papier gut aufgestellt, aber es ging wenig zusammen. Man war sogar so verzweifelt, dass man Tom Onslow-Cole zurück holte, den man Ende 2010 entlassen hatte. Aber auch das brachte nur wenig. AON war sicher einer der Enttäuschungen in diesem Jahr. Jackson hamsterte dagegen fleissig Punkte und lag zwischenzeitlich sogar mal in Führung. Doch dann kam das Wochenende in Knockhill, wo Jackson ohne Punkte blieb. So kurz vor dem Saisonende war das dass Ende der Titelträume.

Aber schon vor der Saison war klar, dass der Titel ziemlich sicher über Honda zu holen sein müsste. Chevrolet musste schon früh in der Saison feststellen, das man keinen Chance hatte, da konnte Jason Plato noch so laut schimpfen. Es war schon erstaunlich, dass er den Titel-Kampf so lange offen halten konnte. Im Prinzip verlor er den Titel erst beim letzten Rennen in Silverstone, aber gegen die Turbos hatte er keine Chance.

Erstaunlicher war dann schon, wie lange Honda um den Titel bangen musste. Gordon Shedden war Matt Neal in fast allen Rennen ebenbürtig und teilweise sogar besser. Das führte dann zu so kuriosen Unfällen wie in Oulton Park, als Matt Neal seinen Teamkollegen einfach abschoss und beide ins Aus rodelten. Papa Neal, der zufälligerweise auch der Teambesitzer ist, war dementsprechend sauer, der Filius geknickt. Danach ließ er es ruhiger angehen, was aber nicht unbedingt langsamer war. Insgesamt gewann er sieben von 30 Rennen. Bei Shedden waren es sechs Siege, somit hatte Honda auch die meisten Siege in der Saison 2011 eingefahren. Spannenderweise gelangen Jason Plato acht Siege, aber ein paar Ausfälle, vor allem der in Donington, schmälerten seine Titelchancen.

Man muss aber auch sagen, dass Team Dynamics, die die Honda Civic bauen, den Titel auch verdient haben. Sie sind das Wagnis mit dem NGTC-Motor eingegangen und haben, mit Honda im Rücken, viel investiert. Chevrolet hat das nicht gemacht, allerdings hatte RML auch jede Menge mit dem FIA-Motor für die WTCC zu tun, da blieb nur wenig Zeit und Geld für einen NGTC-Motor. Bisher ist auch nicht klar, was Chevrolet in der kommenden Saison machen wird. Honda hatte es leichter und sie haben ihren Vorteil auch genutzt. Das Mat Jackson so lange vorne mit dabei war, dass Plato dennoch mehr Siege holte, war sicher so nicht geplant, aber für die Fans hat es sich gelohnt.

Es war kein schlechtes Jahr für die BTCC, auch wenn die Rangelei hinter den Kulissen und die unterschiedlichen Einstellungen der Fahrzeuge keinen richtig fairen Vergleich zu lassen. Es wäre schöner gewesen, die TOCA hätten allen noch ein Jahr Zeit gegeben, um dann komplett umzustellen. Für 2012 erwartet die Fans ein weiteres Übergangsjahr. Immerhin sollen aber die NGTC offiziell bevorzugt werden. Mehr dazu dann im nächsten März, das erste Rennen 2012 steigt am 1.04.2012 in Brands Hatch-

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October 18 2011

17:32

BTCC: Bericht Finale Silverstone

Mathematisch sah es vor dem letzten Rennen nach einem Dreikampf in der Meisterschaft aus, doch schon im ersten Rennen änderte sich die Lage.

Es war nicht das Wochenende von Jason Plato, dem amtierenden Meister der BTCC. Schon vor dem Rennen auf dem kurzen National Kurs in Silverstone war klar, dass der Cruze nur wenig Chancen haben würde. In der Qualifikation zeigte sich das schon, als Plato nur P7 erreichen konnte. Viel weiter nach vorne würde es nicht gehen, meinte Plato, der relativ frustriert schien, da er gegen die NGTC auf der Geraden keine Chance hatte. Aber dann gab es noch Mat Jackson im privat eingesetzten Focus aus dem letztem Jahr im Airwaves Team. Die hatten sich sogar James Thompson als Verstärkung geholt, der jedoch in der Quali nur auf P16 kam. Das erste Rennen war dann aber sowohl für Jackson, als auch für Thompson und Plato eher eine Katastrophe.

Rennen 1

29 Wagen standen in der Startaufstellung und das konnte ja nicht wirklich gut gehen. Während vorne alle Titelfavoriten gut wegkamen, gerieten weiter hinten Rob Austin, Liam Griffin, Ollie Jackson und Tony Gilham aneinander. Nachdem sich der Staub gelegt hatte, stand Gilham in der Mauer und Austin humpelte mit einer defekten Aufhängung ins Aus. Leider erwischte es im Getümmel auch James Thompson, der seinen Focus abstellen musste. Nach einer kurzen Safety Car Phase ging es dann wieder los.

Matt Neal hatte sich vorne auf P1 gesetzt, gefolgt von Mat Jackson und Gordon Shedden. Neal schleppte zwar 45 Kilo Ballast mit sich rum, aber Jackson konnte davon nicht profitieren. Auf der Bremse kam er gerade in Luffield immer wieder nah an die Stoßstange des Honda, aber in Sachen Beschleunigung konnte er mit dem Civic nicht mithalten. Selbst im Windschatten kam der Focus nicht näher ran, was Neal das Leben etwas leichter machte. Shedden lag auf P3, ein paar Zehntel hinter Jackson und schaute sich den Kampf an. Vermutlich hoffte er, dass der Focus-Pilot ein verzweifeltes Manöver startete, was aber nicht passierte.

Dahinter lag James Nash, der allerdings schnell den Anschluss an die Top 3 verlor und einen ganzen Schwarm von Fahrzeugen hinter sich hatte was wiederum gut für Jason Plato war, der so immerhin noch die Aussicht auf P4 hatte. Doch nach nicht mal der Hälfte des Rennens platzten in Form des linken Vorderreifen die Titelträume von Plato endgültig. Damit musste er in Rennen 2 von ganz hinten starten und dort sammeln sich die privaten NGTC, die auf der Geraden auch nicht langsam sind. Schulterzuckend meinte Plato nach dem Rennen nur, dass es zwar klar war, aber eben auch frustrierend ist.

Vorne tat sich wenig, Jackson kam nie wirklich in die Position Neal angreifen zu können und ein paar Runden vor Schluss erwischte es auch den Focus. Ein Reifenschaden beendete die Titelträume von Jackson und dampfte somit die Titelentscheidung auf die beiden Honda-Piloten ein.

Im Hinterfeld gab es in einem ansonsten sehr ruhigen Rennen einige nette Zweikämpfe, doch vorne war dann alles klar. Neal gewann vor Shedden, Nash, Cole, MacDowell, Newsham, Jordan, Collard, Neate und Warthall. Die spannende Frage für das zweite Rennen lautet: Wird Shedden noch eine Chance auf den Titel haben?

Rennen 2

Schon vor dem Rennen war klar, dass Jason Plato aus dem Meisterschaftsrennen war, auch wenn er rechnerisch noch Chancen hatte. Auch war es klar, dass Gordon Shedden das Rennen unbedingt würde gewinnen müssen, um Meister zu werden. Und am Start sah die Sache für den Schotten sogar richtig gut aus. Neal kam schlecht weg und wurde von Onslow-Cole geschnappt und für einen Moment war sogar James Nash vor Neal. Derweil lag Shedden in Führung und konnte sich meterweise von Cole absetzen, dessen Rückspiegel allerdings komplett mit dem Honda von Neal ausgefüllt war. Doch der Focus konnte sich vor dem Honda halten.

Weiter hinten tobte Jason Plato durchs Feld. Der Chevy hatte weniger Probleme mit den langsameren NGTC-Fahrzeugen, als man dachte und kam so relativ flott nach vorne. Mit ausgefahrenen Ellenbogen wühlte er sich vom letzten Platz aus nach vorne und kam sogar in die Top Ten, wo sein Vorwärtsdrang dann logischerweise etwas gebremst wurde.

Nachdem Onslow-Cole Eingangs Brooklands quer stand, schnappte sich Neal P2 und machte sich auf die Jagd nach Shedden. Der blieb allerdings auch nach einer SC-Phase vorne. Nick Foster hatte eine kurze Berühung mit Liam Griffin und dabei seine gesamte Front in Einzelteilen auf der Zielgeraden verteilt. Nachdem der Schrott weggeräumt war ging es weiter, allerdings ohne dass es zu großen Veränderungen kam. Nur Plato schnappte sich noch Chilton und landete am Ende auf P7.

Shedden gewann vor Neal, Cole, Newsham, Jordan, Boardmann, Plato, Chilton und MacDowell. Die Ziehung des Reverse Grids ergab dann P9, was MacDowell auf die Pole schob.

Rennen 3

Der Reverse Grid sah dann so aus: MacDowell, Chilton, Plato, Boardman, Jordan, Newsham, Cole, Neal und Shedden. Shedden konnte Meister werden wenn: Er auf P4 landet und Neal nur P9 erreicht. Oder P3 vs P8, P2 vs. P6, P1 vs. P3. Da Neal in Rennen 2 hinter Shedden gelandet war, hatte er auch den leichteren Wagen und er startete einen Platz vor dem Schotten.

Den Start gewann Tom Chilton relativ leicht, weil MacDowell zu viel Wheelspin hatte. Plato schnappte sich P2 und machte sofort Druck, aber auf der Geraden zog der Focus dem Cruze einfach weg. Erstaunlicherweise konnte Plato den Abstand aber lange im Bereich von 0,3 Sekunden halten, so dass Chilton keine Ruhe hatte. Hinter Plato tauschten MacDowell und Boardman die Plätze und für einen Moment sag es so aus, als könne sich der Seat an Plato ranfahren, aber dafür reichte es dann doch nicht.

Neal und Shedden klebten während des Rennens zusammen. Der Schotte hatte sichtbar mit Übersteuern zu kämpfen und kam nie in die Position, Neal zu gefährden. Der klemmte seinerseits hinter Onslow-Cole, kam aber auch nicht vorbei. Das führte dann dazu, dass es am Ende noch mal hektisch wurde, denn von hinten nahten Rob Austin, James Nash und Frank Wrathall. Austin war offenbar wild entschlossen, sich nach vorne zu boxen und machte jede Druck auf Shedden, der ihn schließlich passieren lassen musste. Damit war das Rennen für Shedden endgültig gelaufen, selbst wenn Neal ausfallen würde, hätte seine Punktausbeute nicht ausgereicht, um Meister zu werden. Der A4 von Rob Austin schnappte sich aber noch Matt Neal, so dass die Hondas wieder zusammen lagen. Aber zu diesem Zeitpunkt war die Meisterschaft gelaufen.

Vorne ging auch nicht mehr viel, da bei Chilton nicht wie erwartet die Vorderreifen nachgaben. Plato ließ es dann auch gut sein und begnügte sich mit dem zweiten Platz.

Das sich das Meisterschaftsrennen auf beide Honda konzentrieren würde, war schon vor dem Wochenende klar und das beide sich nicht gegenseitig ins Auto fahren würden, auch. Im Grunde hat mit Matt Neal der Fahrer gewonnen, der vor der Saison als absoluter Favorit gehandelt wurde. Erstaunlich war höchstens, wie schwer er es hatte, sich gegen Gordon Shedden durch zu setzen. Aber sieben Meisterschaftssiegen ist Neal auch ein würdiger Champion. Und es tut der Serie gut, dass Honda den Titel holen konnte.

Das war es für dieses Jahr mit der BTCC, das nächste Rennen gibt es erst wieder im April 2012. Bisher ist nur klar, dass Honda einen neuen Civic aufbauen wird. Ob das Team Aon mit dem Focus wiederkommt ist ebenso unsicher, wie ein erneuter Start der Cruze, die bekanntermaßen einen neuen Motor bauen müssten, was bisher nicht bestätigt wurde. Der Vertrag von Plato läuft auch nur bis Ende des Jahres. Wir werden News aus der BTCC natürlich auch über die Winterpause berichten.

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October 03 2011

11:48

BTCC: Analyse Brands Hatch 2011

Drei, für die BTCC unverhältnismäßig ruhige, Rennen gab es am Wochenende in Brands Hatch. Allerdings mit dem Ergebnis, dass die Meisterschaft zu einem Dreikampf ausartet.

Noch-Champion Jason Plato zeigte sich nach dem Wochenende mit ungewohnt guter Laune. Der Wagen war, so Plato, perfekt, die Rennen seien super gewesen und überhaupt sei er rundum zufrieden. So viel positiver Esprit beim sonst eher grimmig schauenden Meister ist dann doch ungewöhnlich. Daher relativierte er dann seinen guten Eindruck auch gleich wieder mit der Aussage, dass beim letzten Rennen in Silverstone alles anders sein würde. “Wir sind nicht gut in Silverstone, zu langsam.” Doch wer Plato kennt weiß, dass man immer vorsichtig sein sollte. Vor allem nach so einem brillanten Wochenende wie in Brands Hatch, wo er den favorisierten Hondas nur ein Rennen übrig ließ. Ansonsten reagierte leider die Langeweile.

Rennen 1

Das der Chevrolet in Brand Hatch gut gehen würde, hatte man schon vor dem Rennen erwartet. Plato unterstrich diese Erwartung mit einer dominanten Vorstellung in der Quali, wo er problemlos die Pole holte. Auch das erste Rennen des Tages war eher eine Spazierfahrt. Den Start gewann er locker, danach fuhr unbedrängt an der Spitze einem Sieg entgegen. Dahinter war etwas enger. Alex MacDowell belegt zu dem P2 und schirmte seinen Chef vor James Nash ab, der das Tempo aber eh nicht gehen konnte und noch hinter Matt Neal zurückfiel. Mit Shedden auf P5 sah es für Honda gar nicht so schlecht aus, doch dann begann das große Drama. Erst machte Shedden einen Fehler im Graham Hill Bend und fiel bis auf P9 zurück, dann ging in Runde 10 der Ärger richtig los, als Neal plötzlich einen Reifenschaden erlitt und an die Box kommen musste. Kurz vor Schluss des Rennens ereilte Gordon Shedden das gleiche Schicksal und so fielen beide Honda aus den Punkten und hatten zu dem für das zweite Rennen ein denkbar schlechte Startposition.

Ein schönes, aber auch eher kurzes Duell gab es um P2 zwischen Mat Jackson und Alex MacDowell, dass der Focus-Pilot für sich entscheiden konnte. Er versuchte noch an Plato ran zu fahren, doch konterte die guten Rundenzeiten von Jackson locker.

Ansonsten tat sich im Rennen herzlich wenig. Erstaunlich war die Tatsache, dass die reinen NGTC in Brands Hatch überhaupt nicht liefen. Weder die sonst so starken Toyota von Dynojet, noch der Audi von Rob Austin waren in den Top 10 zu sehen. Brands Hatch hat sicher seine eigenen Anforderungen und scheinbar liegen dem NGTC die schnellen Passagen der GP-Strecke nicht. Da wartet noch viel Arbeit auf die Techniker.

Ergebnis Rennen 1: Plato, Jackson, MacDowell, Nash, Cole, O’Neill, Chilton, Collard, Neate, Foster

Rennen 2

Das zweite Rennen war eigentlich ein Abklatsch des ersten Laufs. Plato ging locker in Führung und musste sich trotz der 45kg Handicap-Ballast aus dem ersten Rennen nicht wirklich gegen Mat Jackson wehren. Der hatte allerdings vor allem in den letzten Runden deutlich mehr Arbeit, den von hinten drängelnden Onslow-Cole unter Kontrolle zu behalten. Die neuen Focus, vor und vor allem Onslow-Cole waren endlich mal wieder an der Spitze zu sehen, nachdem die Saison ja eher zäh lief. Dass man nicht am 2010er Focus von Jackson vorbei kam, war dann allerdings wieder eine kleine Ohrfeige für das Semi-Werksteam. Deren Zukunft in der BTCC ist auch noch nicht gesichert, da Ford ja in die WTCC einsteigt.

Matt Neal und Gordon Shedden mussten von P18 und P19 starten, hatten aber zunächst keine Schwierigkeiten sich ihren Weg zu bahnen. Neal war innerhalb einer Runde (!) in den Top 10, doch dann wurde sein Vorwärtsdrang naturgemäß etwas langsamer. Shedden ließ sich etwas mehr Zeit, weil er nicht so flott an beiden WSR BMWs vorbei kam, die ihm das Leben schwer machten. Während es vorne mal wieder eher langweilig war, sorgten dann Neal und Shedden in hübschen Duellen mit Nick Foster, Andy Neate und James Nash für die nötige Abwechslung.

Am Ende reichte einfach nicht die Zeit um wirklich weit nach vorne zu kommen. Plato gewann das Rennen vor Mat Jackson, Onslow-Cole, O’Neill, Chilton, James Nash, Neal, Shedden, Neate und Nick Foster. Der BMW-Pilot war dann auch besonders happy, als die Ziehung des Reverse Grid für das dritte Rennen P10 ergab. Jason Plato schaute eher enttäuscht, denn er wusste wohl, was da auf ihn zukommt. Aber immerhin hatte er mit seinem zweiten Sieg die Führung in der Meisterschaft übernommen.

Rennen 3

Viel Spaß hatte Nick Foster an seiner Pole nicht. Nicht mal eine Führungsrunde war ihm vergönnt, denn von hinten nahten schon nach einer halben Runde Matt Neal und Gordon Shedden, die mit dem BMW auf der Start/Zielgeraden einfach kurzen Prozess machten. Foster fiel danach wie ein Stein durchs Feld, was allerdings weniger an womöglich mangelnden Fahrkünsten lag, sondern mehr an seinem völlig unterlegenem BMW. Man darf gespannt sein, ob sich WSR das im nächsten Jahr noch mal antut.

Neal und Shedden zogen vorne relativ leicht weg und ließen der Konkurrenz keine Chance. Man konnte sich sogar erlauben, einmal die Positionen zu wechseln, damit Shedden in den Genuss einer Führungsrunde der damit verbundenen Punkte kam. Der Doppelsieg war dann ungefährdet.

Ein deutlich anstrengenderes Rennen hatte Jason Plato, der nach dem Start auf P11 zurück fiel und einfach nicht voran kam. Im Getümmel des Mittelfelds konnte er die Vorteile des Cruze nicht ausnutzen, dazu kam, dass er beim Überholen nicht die Brechstange rausholen wollte. So hing er lange hinter dem durch gereichten Nick Foster fest und erst, als Foster einen kleinen Fehler machte, kam Plato vorbei. Einen weiteren Platz gewann er, als bei seinem Teamkollegen MacDowell der Motor platze und er die gesamte Strecke einnebelte. Einen derartig finalen Motorschaden hatte man lange nicht mehr gesehen. Plato gelang es dann bis zum Ende des Rennens noch auch P6 zu fahren, was den Schaden einigermaßen eingrenzte. Am Ende siegte Neal vor Shedden, Nash, Chilton, Jackson, Plato, Cole, Jordan, Boardman und Foster.

In der Meisterschaft sieht die Sache jetzt so aus:

Matt Neal 225
Jason Plato 220
Gordon Shedden 220

Man liegt also praktisch gleichauf, doch die Chancen, dass der Cruze mit seinem S2000 Motor in Silverstone die Honda in Schach halten kann, sind gleich Null. Plato meinte nach dem Rennen “Silverstone ist zu 85% Vollgas. Wir sind aber nur gut, wenn wir nicht Vollgas gehen müssen.” Er rechnet sich wenig Chancen aus und hoffe vermutlich darauf, dass sich beide Honda-Piloten in die Quere kommen. In der BTCC ist ja alles möglich.

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June 20 2011

06:10

BTCC: Analyse Croft 2011

Regen und Mischverhältnisse – das ist für die BTCC eigentlich ein Rezept für spannende Rennen und genauso war es auch in Croft. Pech hatte mal wieder Jason Plato.

Der Meister aus dem Jahr 2010 hat keine gute Saison. Entweder schimpft er, dass die Turbos zu schnell sind, oder er hat Pech mit seinem Wagen. In Croft war es dann beides. Im ersten Rennen stand er zwar auf der Pole, endete aber weiter hinten. Im zweiten Rennen brach eine Antriebswelle und er musste in Rennen 3 ganz von hinten starten, wo er dann hinter den Mittelfeld-Turbos stecken blieb. Seine Laune dürfte nach dem Wochenende nicht die Beste gewesen sein. Besser lief es dann dieses Mal für Matt Neal. Nachdem er im letzten Rennen seinem Team einen Doppelsieg gekostet hat, liess er es dieses Mal ruhiger angehen und wurde am Ende dafür auch belohnt. Doch die eigentliche Überraschung waren die BMW von West Surrey Racing, die mit ihrem S2000 Motoren richtig auftrumpfen konnten.

Rennen 1

Die Strecke war zwar sehr nass, aber es regnete sich nicht und einige Fahrer setzten auf Slicks auf der Vorderachse. Darunter war Mat Jackson, der auf P9 startete. Doch schon beim Start ging es für den Airwaves Focus erstmal nach hinten und er fand sich auf der Suche nach Grip im hinteren Mittelfeld.

Vorne kamen alle Fahrer gut weg. Plato war ebenso wie Neal, Collard und Shedden auf Fullwets und so ging es in die erste Kurve. Dort schob Collard Plato ganz leicht an, so dass der Cruze quer stand und Plato die erste Schikane auslassen musste. Er ordnete sich auf P3 wieder ein, während Neal vorne einen leichten Abstand herausfahren konnte.

Im ersten Teil des Rennens tat sich wenig. Die Slick-bereiften Fahrer kamen nicht nach vorne, auch in Sachen Zweikämpfe hielten sich die Fahrer zurück. Nur Jordan und Chilton befanden sich rundenlang in einem schönen Duell um P5, doch der Vectra-Pilot konnte sich knapp vorne halten. So langsam zeichnete sich eine trockene Spur ab und so begann die Zeit von Mat Jackson.

Begünstigt wurde sein Rennen durch eine kurze SC-Phase, nachdem Gilham seinen Vauxhall in den Kies gesetzt hatte. Damit wurde das Feld eng zusammen geführt und Mat Jackson hatte sich schon auf P11 heran gerobbt. Der Restart ging unspektakulär über die Bühne, aber jetzt begann das Rennen von Jackson noch einmal von vorne. Er wühlte sich in den verbleibenden sieben Runden wie ein Derwisch durch das Feld. Mit jeder Runde kamen seine Slicks besser zur Geltung, er hatte allerdings das Problem, dass er nur auf der trockenen Spur richtig schnell war. Zum Überholen musste er aber ins Nasse, und Anbremsen mit Slicks im Nassen ist dann eine Sache für sich.

Aber Jackson ließ sich nicht beirren und schnupfte einen Konkurrenten nach dem anderen auf. Seine Fahrweise war dabei mehr als spektakulär. Teilweise kam er aus den schnellen Knicks auf der Strecke quer raus und das Anbremsen auf dem Nassen schien ihn auch nicht zu stören. Er schnappte sich hintereinander Chilton und Jordan, eine halbe Runde später war Shedden dran. Da waren noch zwei Runden zu fahren, und der Vorsprung der Top 3 schien zu groß zu sein. Doch in einer Runde radierte Jackson knapp zwei Sekunden weg und schnappte sich Plato. In der letzten Runde robbte er sich an Collard ran, den mittels eines leichten Schubsers zur Seite schob und P2 übernahm. In den letzten Kurven war er dann sogar hinter Matt Neal, der vor Start/Ziel verzweifelt die Tür zur warf. Jackson kam aus der letzten Kurve etwas besser raus, doch Neal schaffte es seinen Honda mit 0,055 Sekunden vorne zu halten. Ein selten spannendes Finish.

Ergebnis: Neal, Jackson, Collard, Plato, Shedden, Jordan, Chilton, Nash, O’Neill, Boardman, Cole, Wrathall, Foster, MacDowell, Smith, Wood, Hollamby, Griffin, Newsham. Daraus ergibt sich auch die Startaufstellung für das zweite Rennen.

Rennen 2

Das zweite Rennen fand unter trockenen Bedingungen statt, also waren alle auch auf Slicks. Allerdings hatten einige Wagen eine Mischabstimmung gewählt, die etwas stärker die Vorderachse belastete. Beim Start ging wieder alles gut, Neal konnte P1 verteidigen, aber Jackson musste sich in einem harten Kampf dann Collard beugen. Der BMW kam in den ersten zwei Runden aber nicht gut in Schwung, da seine Reifen nicht richtig auf Temperatur kamen. Jackson versuchte sich ein paar Mal an Collard, doch der BMW-Mann schmiss immer wieder die Tür zu. Dann erholten sich die Reifen und Collard zog langsam weg.

Jackson musste sich auch mehr nach hinten orientieren, wo Shedden mächtig Druck machte. Es entwickelte sich ein schöner Zweikampf, in den sich auch Plato einmischte. Doch für den amtierenden Meister war das Rennen schnell zu Ende, als eine Antriebswelle brach und er ausfiel.

Zwei Vorfälle brachten dann das SC raus. Griffin fährt in den Jim-Clark-Esses geradeaus und mäht ca. 150 Meter Getreide nieder, während Boardman es schafft, sich auf der Wiese beider Vorderradaufhängungen zu entledigen. Beiden ist nichts passiert, aber das Feld wurde für die letzten 10 Runden wieder zusammengeführt.

Den Restart entschied Neal für sich, da Collard mal wieder Probleme mit der Reifentemperatur hatte. Dahinter prügelten sich Jackson, Shedden und Andrew Jordan um P3. Jackson hatte massive Probleme mit den Vorderreifen und kämpfte mit Untersteuern, so dass Shedden vorbei gehen konnte. Für Andrew Jordan lieg es plötzlich sensationell. Er hatte offenbar eine andere Abstimmung gewählt, oder seine Reifen im ersten Teil des Rennens mehr geschont. Relativ problemlos holte er sich Jackson, dessen Rundenzeiten in den Keller fielen. Aber auch Gordon Shedden hatte dem Vectra nichts entgegenzusetzen und so holte sich Jordan P3. Um P6 wurde es am Ende auch noch mal eng, aber Jackson konnte sich gerade so vor Chilton halten. Am Ende hieß es: Neal, Collard, Jordan, Shedden, Jackson Chilton, Foster, Newsham, Neate, Cole

Die Ziehung des Reverse Grid ergab dann: P7, also Nick Foster auf der Pole, Dann Chilton, Jackson, Shedden, Jordan, Collard, Neal, Newsham, Neate, Cole.

Rennen 3

Nick Foster kommt beim Start sehr gut von der Pole weg, doch ein paar Kurven später muss er sich Mat Jackson beugen, der den Focus an ihm vorbeiprügelt. Nick Foster ist kein “Full-Time” Fahrer, auch wenn er die gesamte Saison bestreitet. Der 40jährige fährt schon länger Rennen, ist aber eher Geschäftsmann. Mit dem verdienten Geld finanziert er teilweise das WSR-Team, aber ein reiner Pay-Driver ist auch nicht.

Foster konnte sich hinter Jackson halten und ließ den Focus nicht wegziehen. Hinter Foster hatte sich dessen Teamkollegen Rob Collard eingenistet, der zwar Druck auf Foster machte, aber auch nicht anklopfte. Die drei klebten rundenlang zusammen und lieferten sich ein typisches Duell in der BTCC.

Weiter hinten tat sich erstaunlich wenig. Jason Plato musstte aus der letzten Reihe starten und blieb dann im hinteren Mittelfeld hängen. Bis P13 ging es recht schnell, danach passierte gar nichts mehr. Plato steckte fest und schob sich mit Mühe am Ende auf P11.

Vorne wurde Collard langsam ungeduldig, da Jackson sich nach und nach von Foster lösen konnte. Der ließ dann Collard tatsächlich passieren, damit sich er sich an Jackson versuchen konnte. Tatsächlich gelang es Collard, dass er bald wieder hinter dem Focus klemmte und in seinem Kielwasser kam auch Foster wieder ran. Die drei setzten Jackson erheblich unter Druck, der sich teilweise nur wegen des besseren Topspeeds seines Fords vorne halten konnte.

Um P5 entwickelte sich ebenfalls ein schönes Duell zwischen Andrew Jordan, Gordon Shedden, Matt Neal und James Nash, die sich aber fair Platz ließen. Jordan kam mit seinem Vectra mal wieder sehr spät in Schwung. Das ist schon ein paar Mal passiert, dass Jordan erst gegen Ende eines Laufes auftauchte, was etwas mit dem Reifenverschleiss zu tun haben muss. Entweder ist der bei der Konkurrenz extrem hoch, oder der Vectra geht zu sanft mit den Reifen um.

Vorne blieb es eng, aber Collard fand einfach keine Lücke, da Jackson fehlerlos blieb. Auch in der letzte Runde blieb es dabei. Nach der letzten Haarnadel machte Collard einen echten “Gentleman-Move” und ließ Nick Foster vor der Ziellinie wieder auf P2. Ein sehr schönes Manöver, hatte Foster ihn doch auch freiwillig gelassen, damit Collard P1 erobern konnte. Das hatte nicht geklappt, also steckte Collard im Ziel zurück.

Es gewann also Jackson vor Foster, Collard, Jordan, Nash, Shedden, Neal und MacDowell.

Das nächste Rennen ist erst in sechs Wochen, die BTCC macht ihre übliche Pause.

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June 08 2011

05:53

Ferner liefen: Die Newshappen

# Findet er nun statt, oder doch nicht? Der Grand Prix von Bahrain steht weiter im Fokus der Aufmerksamkeit. Nachdem die FIA Freitag nach dem Meeting des World Council verkündete, dass das Rennen stattfindet, rudert man jetzt offenbar an allen Fronten wieder zurück. Bernie Ecclestone wird in verschiedenen Medien mit der Aussage zitiert, dass man das Rennen in Bahrain lieber als letzten Lauf planen sollte und schafft sich und der FIA damit eine sperrangelweit offene Hintertür. Dabei war es Ecclestone selber, der in der Woche vor dem Meeting angedeutet hatte, dass man indischen Grand Prix verschieben wolle, um Platz für Bahrain zu schaffen. Doch hinter den Kulissen gärt es offenbar. Max Mosley, zwar nicht mehr FIA-Chef, aber immer noch ein wichtige Persönlichkeit innerhalb der FIA, meinte in der BBC, dass man in Bahrain auf gar keinen Fall starten dürfe und plauderte aus, dass die Zustimmung für einen möglichen Start sowieso nur über die Teams zu haben sein. Doch die FOTA ließ sich sage und schreibe vier Tage Zeit, eine Position zu finden, und verkündete recht schmallippig, dass man zwar gerne fahren würde, aber nicht am 30.10. Gleichzeitig gibt es Gerüchte, dass etliche Sponsoren angekündigt haben, dass man seine Logos nicht gerne auf den Wagen und an der Strecke sehen möchte, sollte sich die Lage in Bahrain nicht grundsätzlich ändern. Wie man sieht – da ist das letzte Wort noch lange nicht gesprochen und es sieht so aus, als würde die FIA und Ecclestone nach einer Möglichkeit suchen, den GP von Bahrain absagen zu können. Das hätte man wirklich einfacher haben können, in dem man das Rennen sofort auf den Dezembertermin geschoben hätte. (Don)

# Jean Todt hat klar gestellt, dass es auch 2012 bei 20 Rennen pro Jahr bleiben wird. Im momentanen Entwurf des F1-Kalenders stehen aber 21 Rennen, wobei der GP Türkei mit einem “tbc” versehen ist. Doch so einfach ist die Sache wohl nicht, denn wie James Allen berichtet, lockt Ecclestone die Teams damit, dass mehr Rennen auch mehr Geld bedeuten. Eine der Hauptsäulen der Einnahmen in der F1 sind die Garantiesummen, die die Veranstalter vorab zahlen müssen, damit der ganze Zirkus überhaupt anreist. Bei den europäischen Rennen halten sich die Summen in Grenzen (zwischen 10 und 20 Millionen Dollar), aber vor allem bei den neuen Überseerennen sieht die Sache anders aus. Gerüchte besagen, dass Korea sich den Spaß bis zu 40 Millionen Dollar kosten lässt, wo von 20 Millionen bei den Teams landen. Ein weiterer GP bringt einem Team also bis zu 2 Millionen Dollar, was gerade für die kleinen Teams keine geringe Summe ist. (Don)

# Kimi Räikkönen wusste bei seinen beiden Auftritten in der NASCAR durchaus zu überzeugen, aber es ist nicht sicher, was er nun macht. Kyle Busch, der ihm die Autos gestellt hatte, weiß es im Moment auch nicht, würde sich aber freuen, wenn der Finne sich für die NASCAR entscheiden würde. Von seiten der NASCAR hört man, dass man großes Interesse an Räikkönen hat. (Don)

# Zum Thema Kyle Busch vs. Richard Childress gibt es auch Neuigkeiten. Bekanntermaßen hatte der 65jährige Childress am Samstag nach dem Truckrennen, wo Busch nach der Zieldurchfahrt mal wieder einem seiner Fahrer ins Auto gefahren war, Kyle Busch in den Schwitzkasten genommen und ihm laut Augenzeugen mehrfach ins Gesicht geschlagen. Solche Aktionen bestraft die NASCAR normalerweise mit heftigen Strafen, doch Childress kommt mit 150.000 Dollar davon. Er steht dann bis Ende des Jahres unter Bewährung. Die relativ geringe Strafe werten Beobachter als eine Art “Das musste ja mal so kommen” Aussage der NASCAR. (Don)

# Bei Stewart-Haas-Racing läuft es gerade nicht gut. Tony Stewart und Ryan Newman wären zwar im Moment für den Chase qualifiziert, aber vor allem Stewart hat bisher in diesem Jahr nur ein Top 5 Ergebnis einfahren können. Jetzt hat man sich von Bobby Hutchens getrennt, dem bisherigen “Director of competition”. Ihm folgt nun Matt Borland. Offenbar ist Stewart unzufrieden, was die Teamorganisation angeht. (Don)

# Sam Hornish jr. darf mal wieder eine Runde im Sprint Cup mitmachen. Er ersetzt bei Furniture Row am Wochenende in Pocono Travis Kvapil, da der parallel in Texas bei den Trucks an den Start geht. (Don)

# Um es gleich zu Beginnn zu sagen: Es handelt sich beim Folgenden um völlig unbewiesene Spekulationen. Fix ist: Die kanadische Globe and Mail hatte am Montag kurzzeitig eine ziemlich merkwürdige Story auf ihrer Homepage, die nur wenige Stunden nach Erscheinen wieder gelöscht wurde. Diese dreht sich um Kommentare eines namentlich nicht genannten IndyCar Fahrers zu JR Hildebrands Fahrt beim Indy 500. Demnach gehe im IndyCar Paddock das Gerücht um, bei Panther Racing habe man unerlaubterweise einen größeren Tank zur Verfügung gehabt – es herrsche jedenfalls allgemeines Erstaunen, wie es Rookie Hildebrand fertig gebracht habe, schneller und gleichzeitig spritsparender zu fahren, als der darin bekannt gute Dario Franchitti. Auch ein Ingenieur aus der Serie wird mit ähnlichen Vermutungen zitiert. Möglich sei das alles, weil die INDYCAR die Autos nicht standardmäßig nach allen Rennen kontrolliert, sondern lediglich Stichproben nehme.
Wie gesagt: Diese Vorwürfe sind völlig unbewiesen – und die Zeitung wird den Artikel sicher auch nicht grundlos gelöscht haben. Interessant ist die Causa aber aus einem anderen Grund: Graham Rahal hat den Artikel via Twitter verlinkt – und dafür ziemlich verständnislose Reaktionen von Fans geerntet. Man darf gespannt sein, ob man vielleicht in diesem Zusammenhang noch einmal von der Geschichte hören wird. (Vorsicht)

# Und dann hat die IndyCar Series in dieser Woche noch einen weiteren dicken Fang (sorry) gemacht: Als Grand Marshalls für die “Twin 275s” konnten Dan und Don Evans gewonnen werden. Die beiden sind konsequenterweise Zwillinge und stammen aus Dallas. Einem breiteren Publikum (sorry) sind die beiden durch ihre Teilname an der Reality Show “The Biggest Loser” bekannt. Wie indycar.com stolz meldet, hatte Dan zum Finale der Show 130 Pfund abgenommen, Don 124. (Vorsicht)

# Eine ziemlich überraschende Ankündigung gibt es aus der BTCC zu vermelden. Tom Onslow-Cole, im Winter im Unfrieden vom Ford Focus Team AON geschieden, fährt ab sofort wieder für seine alte Truppe. Team AON wird daher ab Croft drei Wagen einsetzen. Damit steht AmD Milltek ohne Fahrer da. Der Golf machte zwar nicht den kräftigsten Eindruck in der Saison, doch es war eine klare Aufwärtstendenz festzustellen. (Don)

# Weil es heute ja schon los geht, hier der Zeitplan für die 24H von Le Mans:

Mittwoch
16.00 bis 20.00 Uhr – Training 24H Le Mans
22.00 bis 24.00 Uhr – Quali 1 24H Le Mans

Donnerstag
19.00 bis 21.00 Uhr – Quali 2 24H Le Mans
22.00 bis 24.00 Uhr – Quali 3 24H Le Mans

Samstag
ab 14.15 Uhr – Startaufstellung 24H Le Mans
15.00 Uhr – Start 24H Le Mans

# Am Schluss noch etwas in eigener Sache. Wir haben zwei neue Dinge auf der Seite. Oben rechts, mal als Versuch, ist der neue +1 Button von Google (Erklärung). Ebenfalls neu ist der Flattr Button. Damit kann man ein wenig helfen, die Hostingkosten des Blogs ein wenig mitzutragen. Wie genau Flattr funktioniert, steht hier. Wir freuen uns über jeden Klick :)

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May 02 2011

06:18

BTCC: Analyse Thruxton 2011

Die Hochgeschwindigkeitsorgie der BTCC in Thruxton brachte wenig Überraschungen. Die NGTC-Turbos fuhren die Siege ein, da half auch die Reduktion des Ladedrucks vor dem Rennwochenende nicht viel.

Der amtierende BTCC-Meister Jason Plato machte seinem Ärger über die Turbos mal wieder Luft, denn die bestimmten das Tempo ganz so wie sie wollten. Vor allem die Honda war selbst mit Platzierungsgewicht und Problemen an den Vorderreifen von niemanden zu schlagen. Andrew Jordan kam als einziger in den beiden ersten Rennen in die Nähe des Werksteam, der Rest konnte nur zuschauen. Die Dominanz der Honda vom Team Dynamics wird aber sicher nicht unbeantwortet bleiben, ich vermute, dass die BTCC da noch mal nachlegen wird in Sachen Ladedruck. Immerhin hatte man versprochen, dass die Rennen zwischen allen Klassen eng werden sollten. Zieht man mal die Honda ab, stimmt das auch, denn hinter Neal und Shedden ging es gut zur Sache. Auch die Cruze konnten hier mitmischen, vor allem im dritten Rennen, was Jason Plato zeigte. Völlig abgeschlagen sind nur die BMW, die Thruxton völlig untergingen.

Rennen 1

Am Start rollte Shedden leicht an, aber die Kommissare hatten da keinen Frühstart gesehen. Dementsprechend kam er sensationell weg und konnte bequem in Führung gehen. Auch hinten ging es einigermaßen ruhig zu. Plato suchte einen Weg durch die Mitte, wurde aber geblockt, während der erstaunliche Onslow-Cole Ausgangs der ersten Schikane leicht quer stand und zwei Plätze verlor. Das Feld kam ohne Kollisionen durch durch die erste Runde. Hinter Shedden bildete sich ein hübsches Paket aus Jordan, Neal, Chilton, Jackson und Plato, der erstaunlicherweise zunächst mithalten konnte.

Jordan konnte vorne den Speed von Shedden nicht halten und kam zusehends unter Druck von Neal im zweiten Honda. Der Ex-Meister setzte sich vor Cobb plötzlich auf die Innenseite von Jordan und quetschte sich mit ein wenig Lackaustausch auf P2. Jordan war wohl mehr überrascht, als dass er sich wehren konnte. Er verlor auch sofort den Anschluss an beide Honda. Dahinter klemmten Tom Chilton und Mat Jackson, die sich mit Jason Plato und Jason Boardman auseinandersetzen mussten. Plato bremste vor der Ziel-Schikane auf der allerletzten Rille und rumpelte sich an Jackson vorbei. Weil der eine andere Linie nehmen musste, rutschte auch noch Tom Boardman vorbei. Doch das harte Manöver sollte für Plato noch Folgen haben, der sich aber zunächst auf die Jagd nach Chilton machte. Der Aon-Ford konnte weiterhin nicht das Tempo der Honda oder von Jordan halten und lag ungefährdet auf Platz 4. Doch nun machte Plato von hinten Druck und nahm ihm teilweise 0,7 Sekunde pro Runde ab. Auch um P6 wurde es wieder eng, als Boardman, Jackson und Cole im Golf langsam zusammen rutschten. Cole versuchte sich mehrfach an Jackson im alten Focus, doch auf der Geraden fehlt es dem VW einfach an Leistung.

Mittlerweile hatte Plato den Ford von Chilton vor sich, der wiederum auf Andrew Jordan aufgelaufen war. Doch bevor sich ein enger Kampf entwickeln konnte, stand Plato plötzlich mit seinem Cruze im Off. Offenbar war ihm ein Reifen geplatzt und vermutlich ist das die Konsequenz seines harten Bremsmanövers, als er sich an Jackson vorbei gequetscht hat. Nach dem Rennen meinte er sichtlich genervter Jason Plato:”Was driving above the limits to stay with the stupid turbos. It’s a joke. Absolute a joke.”

Vorne tat sich plötzlich auch etwas, denn plötzlich hing Neal seinem Teamkollegen Shedden im Nacken, der ihn auch vorbei ließ. Klare Teamorder und das ist etwas, was man in der BTCC zu diesem frühen Zeitpunkt in der Saison nicht gerne sieht. Aber Neal wollte sich nur einen Punkt für eine Führungsrunde holen und ließ Shedden wieder fair vorbei, so dass dieser seinen verdienten Sieg holen konnte.

Nach dem Ausfall von Plato tat sich vorne nichts mehr. Am Ende gewinnt Shedden vor Neal, Jordan, Chilton, Boardman, Jackson, Cole, Nash, Smith, MacD, Gilham, Collard, O’Neill, Griffin, Foster, was dann gleichzeitig auch die Startaufstellung für das zweite Rennen war.

Rennen 2

Nach dem eher ruhigen Rennen in Lauf 1 hatte ich mir etwas mehr Abwechslung im zweiten Lauf versprochen. Die Strecke ließ zwar tolle Duelle zu, aber an der Spitze blieb es sehr ruhig. Nicht starten konnte Onslow-Cole im Golf wegen eines Defektes am Motor. Shedden kam am Start wieder gut weg, Neal musste den heranstürmenden Jordan abwehren, was ihm aber gelang. Boardman versaute sich sein Rennen direkt in der ersten Runde, weil nach Church komplett quer raus kam und den Wagen bei knapp 200 km/h irgendwie auf der Strecke halten konnte. Danach waren seine Reifen hin und das Rennen gelaufen. Plato, der von ganz hinten starten musste, hatte sich schnell in Richtung der Top 10 gewühlt.

Vorne kam Shedden nicht von Neal weg, der klar schneller zu sein schien. Als Andrew Jordan im Vauxhall am Heck von Neal knabberte, schien man bei Honda eine Entscheidung getroffen zu haben. Neal ging problemlos an Shedden vorbei und setzte sich auch sofort weit ab. Shedden gelang es etwas Luft zwischen sich in Jordan zu legen, doch der Abstand variierte immer wieder, je nach dem wie die Reifen gerade funktionierten. Doch dann machte Shedden einen schweren Fehler Eingangs der Zielschikane, die er fast komplett verpasste, was Jordan erlaubte sich P2 zu schnappen. Erstaunlicherweise kam Shedden auch nicht mehr an Jordan ran, sondern musste sogar nach hinten aufpassen, wo der unauffällig fahrende Tom Chilton langsam Druck aufbaute. Chilton, Jackson und der nach vorne stürmende James Nash im Triple8 Vectra lieferten sich ein paar schöne Hochgeschwindigkeitsduelle, wobei Mat Jackson alle Hände voll zu tun hatte, weil sein Focus sehr unruhig lag und oft quer stand.

Dahinter hatte sich Rob Collard im BMW eingenistet, der jedoch mehr und mehr von Alex MacDowell unter Druck kam, der wiederum Jason Plato im Schlepptau hatte. Der Youngster und Collard lieferten sich sehr enge Windschattenduelle, leider verbremste sich der Cruze-Pilot vor Start-Ziel und schickte den BMW in einen Dreher. Damit war das Rennen mehr oder weniger gegessen, nur James Nash und Mat Jackson lieferten sich noch ein paar heftige Duelle, die der Ford-Pilot aber für sich entscheiden konnte.

Am Ende siegte Matt Neal bequem vor Shedden, Jordan, Chilton, Jackson, Nash, MacD, Plato, Boardman, Gilham, O’Neill, Smith, Neate und Collard. Andrew Jordan war zwar als zweiter durchs Ziel gekommen, aber laut Rennleitung hatte er irgendwo mal abgekürzt und wurde einen Platz zurück versetzt. Die Ziehung des reverse grid ergab dann P9, was den Seat mit Boardman auf die Pole brachte. Danach folgten Plato, MacDowell, Nash, Jackson, Chilton, Jordan, Shedden und Matt Neal.

Rennen 3

Plato hatte einen sensationellen Start und ließ Boardman komplett stehen. Noch besser muss Mat Jackson los gefahren sein, denn der tauchte aus dem Nichts auf und schnappte sich von P6 kommend auch noch Boardman, der mit wilden Manövern versuchte P2 zurück zu holen. Aber Jackson ließ sich nicht beirren und blieb vorne. Alle anderen behalten ihre Positionen. Jason Plato suchte sein Heil in der Flucht und schaffte es auch schon nach ein paar Runden einen kleinen Abstand zwischen sich und den Focus zu bringen. Dahinter hatte Boardman alle Hände voll zu tun, denn von hinten drückte James Nash im Vectra. Relativ ruhig gingen die beiden Honda-Piloten das Rennen an, die ihre Positionen (P8 Shedden, P9 Neal) erst einmal behielten. Das Rennen zeigte zwar enge Zweikämpfe, aber die Positionen blieben bestehen.

Dann flog Tom Chilton Ausgangs der ersten Kurve kräftig ab. Er war unter Druck von Andrew Jordan und es ging um P6. Jordan bedrängte Chilton, der Eingangs der Kurve den Curb leicht anschnitt und dann ausgehoben wurde. Der Focus rutschte raus, schlug in die Böschung ein rutschte wieder quer über die Strecke, wo glücklicherweise gerade viel Platz war. Das Safety Car musste trotzdem raus, was das Feld wieder dicht zusammenführte.

Plato sicherte sich den Restart, Jackson hielt Respektabstand, aber Boardman verpennte den Restart komplett und ließ eine Lücke von rund 100 Meter. Hinter ihm staute es sich dementsprechend, was zu vielen und engen Positionskämpfen führte. Vor allem um P4 wurde es zwischen Nash, MacDowell, Shedden, Jordan und Neal richtig eng. Neal schob den Chevrolet Youngster dann in der ersten Kurve sanft nach außen, was auch Shedden und Jordan erlaubte vorbei zu gehen. MacDowell versuchte wütend dagegen zu halten, konnte aber gegen die Turbos auf der Geraden nichts ausrichten.

Danach blieb das Rennen ruhig, auch wenn James Nash noch mal Tom Boardman auf die Pelle rückte. Aber am Ende waren ihm die Punkte für die Meisterschaft wichtiger und er ließ dem Seat-Piloten den wohlverdienten dritten Platz. Plato gewann souverän, Jackson holte sich P2.

In der Meisterschaft hat durch die Honda-Dominanz einiges verschoben. Allerdings ist beim momentanen Kräfteverhältnis klar, dass Plato seinen Titel nicht wird verteidigen können. Er liegt nun schon 27 Punkte hinter Matt Neal. Allerdings handelt man sich in der BTCC schnell mal einen Doppel-Nuller ein und hinter Neal ist es noch sehr eng. Die BTCC macht eine kleine Pause, das nächste Rennen ist in Oulton Park am 5. Juni.

01 – Matt Neal- 90
02 – Mat Jackson 78
03 – James Nash 75
04 – Andrew Jordan 69
05 – Gordon Shedden 65
06 – Jason Plato 63
07 – Tom Chilton 48
08 – Alex MacDowall 28
09 – Paul O’Neill 26
10 – Tom Boardman 24

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Schweinderl