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February 25 2014

09:00

February 18 2014

06:30

February 05 2014

11:20

Newshappen: Ausgabe vom 05.02.2014

Mal wieder eine Runde News aus den letzten Wochen mit vielen Links

// Zunächst mal zu Michael Schumacher. Letzte Woche gab es die Meldung, dass die Ärzte damit beginnen, das induzierte Koma langsam aufzuheben. Bedeutet: Die Medikamente, die Schumacher in einem künstlichen Schlaf gehalten haben, werden langsam reduziert. Was darauf hinweist, dass die Blutungen und Häamtome im Gehirn abgeschwollen, bzw. verschwunden sind und die Schädeldecke geschlossen wurde. Schumacher soll auf die ersten Reizen positiv reagiert haben. Diese Reize werden sehr basal sein. Es geht um Schmerzreaktionen, also reagiert das vegetative Nervensystem auf Schlüsselreize, wie einen Stich mit einer Nadel. Der nächste Schritt wird sein, dass man die künstliche Beatmung abstellt, was ein echter Fortschritt wäre. Es geht um kleine Schritte, die sich über Wochen hinziehen können. Über Spätfolgen kann man zu diesem Zeitpunkt immer noch nichts sagen. Wir drücken Michael Schumacher weiter die Daumen!

// Bei Renault arbeitet man im Moment rund um die Uhr daran, die Probleme mit dem V6-Turbo abzustellen. Bisher klingt es eher so, als ob das allerdings keine leichte Aufgabe ist. Rob White, Deputy Managing Director von Renault, war immerhin so ehrlich, die Probleme klar zu benennen: “…we had problems with a sub-system within the Energy Store that did not directly concern either the battery nor the operation of the battery – it is an electronic part that was in the same housing as the Energy Store. We subsequently had problems with turbocharger and boost control systems with knock-on effects on the associated engine management systems, subsequently provoking mechanical failures.” Das klingt nicht wirklich gut. Elektrische Probleme wären zu verschmerzen und vermutlich per Software zu klären. Mechanische Probleme deuten auf ein viel größeres und tieferliegendes Problem hin. Ob das in den wenigen Tagen bis zum Bahrain-Test zu klären ist? Vermutlich nur, wenn man zunächst die Leistung reduziert. Die Testzeiten in Bahrain werden interessant sein.

// Ross Brawn hat McLaren und der Rest der Welt das “Gone Fishing” Schild gezeigt. Und zwar wortwörtlich. Er bereitet sich auf dieses Jahr auf seine Lieblingsbeschäftigung vor, dem Fischen. Eine Rückkehr hält er zunächst für ausgeschlossen. McLaren hat sich mittlerweile auch den von Lotus unverständlicherweise entlassenen Eric Boullier geschnappt und diesen als “Racing Director” eingestellt. Kann gut sein, dass er unter Ron Dennis, der nicht mehr zu allen Rennen reisen will, der verantwortliche Chef bei McLaren an der Strecke wird.

// Audi hat die Fahrerbesetzungen für die WEC bekannt gegeben. Für Alan McNish rutscht Lucas di Grassi ins Team. Die Chancen, dass Kristensen Sieg Nummer 9 in Le Mans einfahren kann, sind damit unserer Meinung nach erheblich gestiegen, denn mit Loic Duval hat man ja nun keinen schlechten Partner an Bord. In der #2 sitzen wie immer Fässler, Tréluyer, Lotterer. In der #3 werden Bonnanomi, Olli Jarvis und Albuquerque in Steuer greifen. Auch gut: Wir können schon jetzt die Ankündigung hier machen, dass wir auch 2014 wieder in Le Mans vor Ort sein werden um die Schlacht zwischen Porsche, Toyota und Audi live zu berichten.

// Auf der anderen Seite des Atlantik tut man sich in Sachen Prototypen noch etwas schwer, wie wir hier berichtet haben. Nicht völlig überraschend kommt die Ankündigung der IMSA, dass man die BoP zwischen den DP und den LMP2 für Sebring überarbeiten wird. Die DPs bekommen den vollen Diffusor (in Daytona fuhr man die letzte Spezifikation nicht), die LMP2 sollen mit dem “Low Downforce Kit” aus Le Mans an den Start gehen. Wir reden hier über rund 300 bis 400 Pfund mehr Abtrieb für die DPs und mindestens 200 Pfund weniger für die P2. Schon in Daytona lamentierten die DP-Teams, dass man in Sebring quasi chancenlos sei. Obwohl die DPs in Daytona 1.5 Sekunden schneller waren. Das Spiel geht also weiter, wobei das Problem ist, dass die “LMP2 Lobby” mit Greg Pickett (Muscle Milk), Extreme Sport und Oak relativ klein ist. Immerhin stemmt man sich gegen Ford, Chevrolet, Chip Ganassi, Michael Shank und andere.

// In der NASCAR geht es vor dem Start in die Saison auch zur Sache. Die Änderungen am Chase haben wir hier dokumentiert. Kurzgefasst: Es gibt ein Shootout von vier Fahrern im letzten Rennen, der Gewinner hat den Titel, egal wie oft er vorher gewonnen hat. Gleichzeitig hat die NASCAR den Strafenkatalog endlich mal transparent gemacht. Es gibt nun sieben Stufen im Strafensystem, wobei die erste nur eine Verwarnung ohne Konsequenzen is. Neu ist: Man verliert bei der höchsten Stufe der Strafe einen Sieg, was wichtig für den “Race for the Chase” sein kann.

// Geradezu sensationelle Neuigkeiten gibt es aus der BTCC zu berichten. Unsere allerliebste Tourenwagenserie erfährt eine massive Aufwertung durch die Rückkehr des Ex-Meisters Fabrizio Giovanardi, der einen Ford Focus für das Airwaves Team pilotieren wird. Von den allgemein bekannten wie beliebten “Hotshots, die gerne mal anklopfen” wären dann 2014 am Start: Jason Plato (MG), Matt Neal (Honda), Gordon Sheddon (Honda), Colin Turkington (BMW) [Alles Ex-Meister der BTCC], Andrew Jordan (Honda) [Meister 2013] und eben Giovanardi. Dazu kommen die ebenfalls nicht gerade zurückhaltenden Piloten wie Rob Austin (Audi), Tom Onslow-Cole (Ford), Dave Newsham (Toyota), Mat Jackson (Ford) oder Rob Collard (BMW). Man sollte seinen Popcorn-Vorrat frühzeitig anlegen.

// Und am Schluss: The return of Podcast. Ab dem 20.02. wird es wieder den Podcast geben. Zunächst mit kleineren Pausen, ab dem Start der F1-Saison dann in der üblichen Sequenz. Wir werden dieses Jahr ein paar Änderungen vornehmen. Es wird weniger um Rennberichte gehen, mehr um Hintergründe, Analysen und sonstige Auffälligkeiten. Wir versuchen uns auch auf 60 Minuten zu beschränken. Ehrlich. [Insert hier: Gelächter]

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November 15 2013

08:00

NASCAR: Vorschau Homestead 2013 – Die große Johnson-Party?

Nach dem katastrophalen Rennen von Matt Kenseth letzte Woche scheint der Kampf um den NASCAR-Titel 2013 bereits entschieden. Wenn Jimmie Johnson keinen Ausfall erleidet, dann ist ihm der sechste Titel kaum mehr zu nehmen. Doch trotzdem ist Vorsicht geboten, denn Kenseth und Harvick warten nur auf ein Problem bei der #48.

HMS-12-384731 FordEcoboost400_FinalsMan mag es kaum glauben, doch am Sonntag steht das letzte Rennen der NASCAR-Sprint-Cup-Saison 2013 auf dem Homestead-Miami Speedway an. Danach darf nach über 13.500 Meilen in 36 schweißtreibenden Rennen der neue Champion gekrönt werden. Doch bevor wir uns den Meisterschaftskandidaten widmen, werfen wir zunächst einen Blick auf die Strecke. Homestead ist ein Intermediate-Oval mit einer Länge von 1,5 Meilen und einem Banking von 18 bis 20° in den Kurven und 3° auf den Geraden. Im Gegensatz zu vielen anderen Intermediate-Ovalen findet man hier keine Cookie-Cutter-Variante vor wie zum Beispiel in Charlotte, Kansas oder Chicagoland. Dies bedeutet, dass wir es hier nicht mit einer geknickten Start/Ziel-Gerade zu tun haben, sondern diese auch wirklich als Gerade bezeichnen können. Das Finale des Sprint Cups wird hier seit 2002 ausgetragen und der letzte Umbau der Strecke erfolgte im Jahre 2003. Dabei wurden die zwei 180°-Kurven mit dem aktuellen progressiven Banking ausgestattet, welches das Überholen auf der inneren als auch auf der äußeren Linie ermöglicht.

Werfen wir nun den Blick auf unsere drei verbleibenden Meisterschaftskandidaten Jimmie Johnson, Matt Kenseth und Kevin Harvick. Bis auf Kenseth konnte keiner von den genannte Piloten hier jemals einen Sieg einfahren. Kenseth stellte sich zuletzt noch im Roush-Ford im Jahre 2007 in die Victory Lane und ist auch, was die Durchschnittsplatzierung auf dieser Strecke angeht, der beste von den drei Titelkandidaten. Kevin Harvick konnte hier ebenfalls oft gut mitfahren, wohingegen Johnson öfters mit Problemen zu kämpfen hatte. Dies sieht man auch an den Resultaten der #48 in den letzten beiden Jahren, bei denen der Hendrick-Chevrolet nur als 32. bzw. 36. die Zielflagge passierte. Das weckt natürlich Hoffnungen bei der Konkurrenz.

Doch wenn man den Blick auf die Meisterschaftstabelle richtet, dann schrumpfen diese Hoffnungen sehr schnell wieder zusammen. Jimmie Johnson kann bereits 28 Punkte Vorsprung auf Matt Kenseth und 34 Zähler auf Kevin Harvick vorweisen. Nach Adam Riese muss Johnson nur den 23. Platz belegen und er ist Meister, egal was die #20 und #29 veranstalten. Bei Johnson liegt das Hauptaugenmerk also darauf, möglichst ohne die Schockmomente von Phoenix durch das Rennen zu kommen und einen gesicherten Platz in den Top 20 zu erfahren. Matt Kenseth und Kevin Harvick hingegen müssen das Rennen am Besten mit den meisten Führungsrunden gewinnen, um noch den Hauch einer Chance zu haben. Würde Matt Kenseth mit den meisten Runden an der Spitze siegen und Jimmie Johnson nur den 24. Platz belegen, dann wäre Kenseth im Tie-Break durch seine acht Saisonsiege der neue Champion. Für Kevin Harvick ist die Sache schon ein Stück schwieriger, denn wenn er dominant gewinnen würde, dürfte Johnson nicht über den 31. Platz hinaus kommen und Kenseth maximal die dritte Position belegen. Alles möglich, aber doch sehr unwahrscheinlich.

Doch wer kann außer unseren drei Meisterschaftskandidaten noch das letzte Rennen der Saison gewinnen? Auf jeden Fall darf man die Fords von Roush Fenway Racing nicht unbeachtet lassen, denn diese gewannen sieben der insgesamt 14 Rennen. Hier seien besonders Greg Biffle mit bereits drei Siegen und Carl Edwards mit immerhin zwei Erfolgen zu nennen. Aber auch Joe Gibbs Racing sollte man auf dem Schirm haben, denn sie konnten hier bereits vier Mal in die Victory Lane einfahren. Ebenfalls auf der Rechnung gilt es, Martin Truex Jr. zu haben. Auch wenn er in Homestead noch nicht gewinnen konnte, so lässt er sich doch ziemlich oft weit oben auf der Ergebnisliste blicken und zudem wird es sein letztes Rennen in der #56 von Michael Waltrip Racing sein, bevor er nächste Saison Kurt Busch bei Furniture Row Racing ersetzt. Als Letzten im Bunde der Favoriten um den letzten Sieg der Saison dürfen wir auch noch Jeff Gordon begrüßen, der das Vorjahresrennen für sich entscheiden konnte.

Kommen wir zu unserem wöchentlichen Blick auf die Entry List: Die Wood Brothers sind wieder mit der #21 und Trevor Bayne am Start, obwohl unter der Woche bei Bayne Multiple Sklerose festgestellt wurde. Da aktuell noch keine Sympthome auftreten, gaben die NASCAR-Ärzte grünes Licht und Bayne darf weiter seinen NASCAR-Träumen nachjagen. Beim weiteren Stöbern durch die Entry List erkennt man als nächstes, dass in der #30 von Swan Racing Parker Kligerman sein zweites Rennen im Cup absolvieren darf. In der #32 wird Ken Shrader wohl in sein letztes Sprint-Cup-Abenteuer starten. Die #33 wird dieses Wochenende von Tony Raines und das Schwesterauto mit der #40 von Landon Cassill pilotiert. AJ Allmendinger kehrt in die #47 zurück und auch Kyle Larson ist in der #51 wieder am Start.

Wie immer zum Schluss nun noch die aktuellen Tabellen zur Fahrer- und Owner-Wertung. Das 36. und finale Rennen der Sprint-Cup-Saison in Homestead wird am Sonntag ab 20 Uhr unserer Zeit bei ESPN und dem deutschen Sender MotorvisionTV ausgestrahlt. Alle weiteren TV-Termine findet ihr in der folgenden Auflistung.

Freitag, 15.11.2013:
16:00 Uhr, Nationwide Practice, Fox Sports 1
17:00 Uhr, Trucks Final Practice, Fox Sports 1
19:30 Uhr, Sprint Cup Practice, ESPN2
21:00 Uhr, Nationwide Final Practice, ESPN2
22:30 Uhr, Trucks Qualifying, Fox Sports 2

Samstag, 16.11.2013:
00:00 Uhr, Sprint Cup Qualifying, ESPN2
02:00 Uhr, Trucks Rennen (Ford Eco Boost 200), Fox Sports 1 (Green Flag: 02:18 Uhr)
18:00 Uhr, Sprint Cup Practice, Fox Sports 2
19:00 Uhr, Nationwide Qualifying, Fox Sports 2
21:00 Uhr, Sprint Cup Final Practice, Fox Sports 2
22:30 Uhr, Nationwide Rennen (Ford Eco Boost 300), ESPN (Green Flag: 22:46 Uhr)

Sonntag, 17.11.2013:
20:00 Uhr, Sprint Cup Rennen (Ford Eco Boost 400), ESPN & MotorvisionTV (Green Flag: 21:15 Uhr)

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November 05 2013

08:00

NASCAR: Analyse Texas November 2013

In überragender Manier sicherte sich Jimmie Johnson seinen ersten Sieg auf einem Intermediate-Oval in dieser Saison. Sein Meisterschaftsrivale Matt Kenseth konnte mit einem vierten Platz nach Schwierigkeiten im Rennen noch Schadensbegrenzung betreiben.

AAA Texas 500Jimmie Johnson hatte am Sonntagabend allen Grund zu jubeln, denn er konnte auf einer der Paradestrecken seines Meisterschaftskonkurrenten Matt Kenseth diesem die Stirn bieten und sich in dominanter Art und Weise seinen sechsten Saisonsieg sichern. Kenseth hingegen musste sich mit einem vierten Platz zufrieden geben, hinter dem ewigen Zweiten Dale Earnhardt Jr. und Joey Logano. Somit geht Johnson als Führender in die letzten Rennen, mit sieben Punkten Vorsprung vor seinem einzigen verbleibenden Meisterschaftskonkurrenten Kenseth. Für Jeff Gordon, Kevin Harvick und Kyle Busch ist der Traum vom Titel unterdessen zerstört.

Die beste Startposition für das AAA Texas 500 sicherte sich Carl Edwards vor seinem Markenkollegen und Vorjahreschampion Brad Keselowski. Die Meisterschaftskandidaten Jimmie Johnson und Matt Kenseth stellten ihre Autos auf den dritten bzw. sechsten Platz. Der Start in die 334 Runden erfolgte gegen 21:20 Uhr und Pole-Sitter Edwards konnte sich vorerst an der Spitze durchsetzen. Diese war er allerdings bereits nach zehn Runden an die #48 von Jimmie Johnson los. Dieser konnte dann immerhin die nächsten sechs Runden unter Vollgas absolvieren, ehe die berühmte Debris für die erste Caution des Abends sorgte. Bei den ersten Boxenstopps schaffte es Carl Edwards, sich erneut die Spitzenposition vor Jimmie Johnson und Dale Earnhardt Jr. zu sichern. Nach dem Restart konnte Edwards erneut einige Runden an der Spitze drehen, ehe Johnson diese wieder übernahm.

Nach der ersten Gelbphase gab es viele Runden unter grün und es stellte sich heraus, dass Carl Edwards sein Auto ziemlich loose eingestellt hatte und so besonders auf älteren Reifen mit starkem Übersteuern und einigen Querstehern zu kämpfen hatte. Für die #99 kam in Runde 58 schließlich die erhoffte Pause, als Kyle Busch sein Auto in Kurve drei in die Mauer setzte. Bei den anschließenden Boxenstopps konnte Carl Edwards sich erneut die Führung von Johnson zurückholen, während Matt Kenseth aufgrund eines schlechten Stopps vier Plätze verlor. Nachdem der Restart wegen Debris auf der Strecke verzögert werden musste, konnte das Rennen in Runde 65 wieder aufgenommen werden. Erneut holte sich Jimmie Johnson nach wenigen Runden die Führung von Edwards.

Dann kam die 75. Runde und das Ende aller Meisterschaftschancen von Jeff Gordon. An der #24 platzte eingangs Kurve eins der Vorderreifen und schickte das Fahrzeug geradewegs in die Mauer. Danach verlor der Chevrolet noch einige Teile und Gordon musste die #24 in die Garage stellen. Bei den folgenden Boxenstopps setzte sich Brad Keselowski in Front, da er sich nur zwei frische Reifen holte. Hinter ihm sortierten sich Edwards und Johnson ein. Nach der Wiederaufnahme des Rennens konnte Keselowski zunächst seine Führung behalten, doch schon nach wenigen Umläufen kam Jimmie Johnson wieder mal in großen Schritten näher und setzte sich schließlich an der #2 vorbei. Unterdessen hatte Carl Edwards weiter mit einem extrem übersteuernden Fahrzeug zu kämpfen und verlor an Boden auf die #48.

Ab Runde 120 standen dann die ersten Boxenstopps unter grün an und nach weiteren fünf Umläufen entschloss sich auch Jimmie Johnson dazu, sich frische Reifen und Benzin zu holen. Nachdem Kenseth sich seine erste Führungsrunde holte, kam auch er zu seiner Crew und ordnete sich auf dem zweiten Platz wieder ein. Die Piloten spulten nach den Stopps ihre Runden ohne bemerkenswerte Zwischenfälle ab und so standen nach circa 160 gefahrenen Umläufen die nächsten Stopps unter grüner Flagge an. Nicht gerade überraschend konnte sich hier Jimmie Johnson erneut durchsetzen, doch für die #20 drehte sich das Rennen. Bei der Ausfahrt aus der Box war Matt Kenseth zu schnell und musste als Strafe noch einmal durch die Boxenstraße fahren. Die #20 verlor dadurch fast eine Runde und sortierte sich auf dem 14. Platz wieder ein.

Bis zum 189. Umlauf dauerte es, bis die von Matt Kenseth herbeigesehnte Caution aufgrund von Öl und Debris auf der Strecke ausgelöst wurde. Bei den Boxenstopps konnte Jimmie Johnson den ersten Platz erneut behaupten, vor Kyle Busch und Joey Logano. Johnson fuhr nach dem Restart wieder einsam seine Kreise um die Konkurrenz und Logano konnte mit dem zweiten Platz erneut überzeugen. Unterdessen musste Pole-Sitter Carl Edwards seinen Ford mit Motorproblemen in die Garage stellen. Für Matt Kenseth hingegen lief es wieder besser, er arbeitete sich stetig nach vorne in Richtung Johnson und fand sich schnell auf dem siebten Platz wieder.

Um Runde 240 standen auch schon wieder die nächsten Stopps unter grüner Flagge an, bei denen Matt Kenseth den Anfang machte. Kurz nach der #20 besuchte auch Jimmie Johnson seine Pitcrew. Johnson ging auf Nummer sicher und musste sich nach seinem Stopp hinter Brad Keselowski einordnen, der sich inzwischen die Spitzenposition übernommen hatte. Doch die #48 konnte auf neuen Reifen dem restlichen Feld wieder auf und davon fahren und erlangte just vor dem Fallen der fünften Caution wieder die Führung. Die fünfte Gelbphase des Abends in Runde 257 wurde durch den rechten Vorderreifen an der #42 ausgelöst, als sich dieser in seine Einzelteile zerlegte. Bei den Boxenstopps setzte sich die #48 erneut gegen Kyle Busch und Joey Logano durch und beim anschließenden Restart fuhr Jimmie Johnson dem Rest wieder auf und davon.

Knapp 40 Runden vor Schluss holten sich alle Piloten zum letzten Mal frische Reifen und die letzten Tropfen Benzin. Kyle Busch war auf Platz drei liegend zu schnell in der Boxengasse und musste diese anschließend als Strafe noch mal durchfahren. Besser lief es da für Dale Earnhardt Jr., der bei den Stopps nicht nur an Matt Kenseth, sondern auch an Joey Logano vorbei ging und sich so auf Platz zwei schieben konnte. Danach waren die Positionen bezogen und Jimmie Johnson holte sich, wie auch letztes Jahr, den Sieg im Herbstrennen von Texas. Zudem ist es sein sechster Saisonsieg, den er mit 255 Führungsrunden eindrucksvoll einfuhr. Matt Kenseth sorgte am Ende noch mit einem vierten Platz für Schadensbegrenzung, nachdem er im Rennen eine Durchfahrtsstrafe wegen zu hoher Geschwindigkeit in der Boxengasse absolvieren musste. Für Jeff Gordon, Kevin Harvick und Kyle Busch ist hingegen jede Chance auf den Titel vernichtet, da Harvick als Dritter nun bereits 40 Punkte Rückstand angesammelt hat. Matt Kenseth geht als einzig verbleibender Konkurrent von Johnson um den Titel mit sieben Punkten Rückstand in das vorletzte Rennen auf dem Phoenix International Raceway.

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November 01 2013

08:00

NASCAR: Vorschau Texas November 2013

Kopf an Kopf liegend gehen Matt Kenseth und Jimmie Johnson in den drittletzten Lauf der Saison des NASCAR Sprint Cups, auf einem der schnellsten Intermediate-Ovale des Kalenders. Jeff Gordon, Kevin Harvick und Kyle Busch brauchen einen Sieg, wenn sie noch ein Wörtchen um den Titel mitreden wollen.

aaatexas500_13Drei Rennen noch, dann steht der Meister fest! 33 Rennen wurden bereits mehr oder weniger erfolgreich absolviert und trotzdem gehen Matt Kenseth und Jimmie Johnson mit der gleichen Punktezahl auf dem Konto als Führende nach Texas. Der Texas Motor Speedway in Fort Worth gilt als eines der schnellsten Intermediate-Ovale der Saison, weist er doch starke Ähnlichkeiten zu den Speedways in Atlanta und Charlotte auf. Wie diese beiden Strecken besitzt auch das 1995 erbaute Oval eine Kurvenüberhöhung von 24°. Die meisten Siege mit deren drei konnten hier Carl Edwards und Jimmie Johnson einfahren. Von den fünf verbleibenden Meisterschaftsanwärtern scheint hier also Johnson die Nase vorn zu haben, aber Kenseth zeigt sich diese Saison besonders stark auf auf den Intermediate-Ovalen und ist auch hier definitiv ein Siegkandidat. Doch auch auf Kyle Busch sollte man achten, denn die #18 konnte bereits das Frühlingsrennen für sich entscheiden. Stellt sich noch die Frage nach Jeff Gordon und Kevin Harvick. Gordon konnte in Texas bereits ein Mal gewinnen und durch den lang ersehnten Sieg in Martinsville sollte er dieses Wochenende mit einer guten Portion Extra-Motivation an den Start gehen. Kevin Harvick wusste hier bis jetzt nicht wirklich zu überzeugen und wird es in Texas wohl am schwersten haben. 

Doch um den Sieg im AAA Texas 500 werden nicht nur unsere fünf Meisterkandidaten mitreden, es gibt durchaus noch weitere Piloten, die auf dieser Strecke zu beachten sind. Als erstes ist hier der schon weiter oben erwähnte Carl Edwards zu nennen, der in Texas bereits drei Mal in die Victory Lane einfahren konnte, zuletzt im Herbst 2008. Aber auch auf Denny Hamlin sollte man ein Auge haben, denn er gewann beide Rennen in der Saison 2010 und hat beim letzten Rennen in Martinsville einen kleinen Aufwärtstrend erkennen lassen. Auch immer vorn dabei in Texas ist Greg Biffle, der hinter Kenseth und Johnson die beste Durchschnittsplatzierung auf dieser Strecke vorweisen kann und das Frühjahrsrennen 2012 für sich entschied. Im weiteren Kreis befinden sich noch Dale Earnhardt Jr., Clint Bowyer, Martin Truex Jr. und Kurt Busch, die hier fast immer vorn dabei sind, aber – mit Ausnahme von Kurt Busch – noch nie gewonnen haben. Aber wer weiß, vielleicht schafft ja auch Juan Pablo Montoya kurz vor seinem NASCAR-Ende noch seinen ersten Oval-Sieg?

Beim Blick auf die Entry List für das AAA Texas 500 fallen folgende Änderungen auf: Die Wood Brothers nehmen mit der #21 und Trevor Bayne mal wieder teil, während in der #30 von Swan Racing Parker Kligerman sein Cup-Debüt feiert. In der #32 nimmt diese Woche Timmy Hill Platz und Austin Dillon ist nach seinem Start in der #14 in Talladega auch wieder dabei, allerdings dieses Mal in der #33. Alle gemeldeten Fahrer dürfen auch das Rennen unter die Räder nehmen, da nur 43 Teams gemeldet wurden.

In den letzten Tagen haben sich auch wieder einige Neuigkeiten und Gerüchte angesammelt, die ich hier mal kurz erläutern werde:

- Die NASCAR möchte das Qualifying wieder spannender gestalten und dabei mehrere Autos gleichzeitig auf der Strecke haben. Aktuell ist ein Qualifying-Format geplant, wie es bereits auf den Rundkursen seit dieser Saison eingesetzt wird, wo die Fahrzeuge in kleinen Gruppen mit einigen Sekunden Abstand untereinander auf die Strecke geschickt werden. Auf den Superspeedways in Daytona und Talladega soll hingegen eine “drafting session” mit einer Dauer von 45 bis 60 Minuten abgehalten werden, um den Pole-Sitter zu ermitteln. Ob es zu diesem Qualifying-Format kommt, wird aber erst in den nächsten Wochen oder Monaten entschieden.

- Wie ESPNs Allen Bestwick erfahren haben will, wird Ken Shrader sich vom Sprint Cup zurückziehen und dieses Jahr in Homestead sein letztes Rennen absolvieren.

- Michael McDowell wird nächstes Jahr die #95 für Leavine Family Racing fahren, wie das Team am Montag bekannt gab. Außerdem möchte man versuchen, eine komplette Sprint-Cup-Saison zu fahren und ausgewählte Rennen der Nationwide Series zu absolvieren. McDowell wird sein Debüt in der #95 beim nächstjährigen Daytona 500 geben.

Die Vorschau beenden wie immer die aktuellen Stände der Fahrer- und Owner-Wertung und die Auflistung der TV-Zeiten für das Rennwochenende:

Freitag, 01.11.2013
17:30 Uhr Sprint Cup Practice, Fox Sports 1
19:00 Uhr Nationwide Practice, Fox Sports 1
20:00 Uhr Truck Qualifying, Fox Sports 1
21:30 Uhr Sprint Cup Qualifying, ESPN2
23:00 Uhr Nationwide Final Practice, Fox Sports 2

Samstag, 02.11.2013
01:30 Uhr Trucks Rennen (Winstar World Casino 300), Fox Sports 1 (Green Flag: 01:49)
16:00 Uhr Sprint Cup Practice, Fox Sports 2
17:00 Uhr Nationwide Qualifying, Fox Sports 2
19:00 Uhr Sprint Cup Final Practice, Fox Sports 2
20:30 Uhr Nationwide Rennen (O’Reilly Auto Parts Challenge), ESPN2 (Green Flag: 20:47 Uhr)

Sonntag, 03.11.2013
20:00 Uhr Sprint Cup Rennen (AAA Texas 500), ESPN & MotorvisionTV (Green Flag: 21:16 Uhr)

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October 30 2013

23:48

Racingblog Podcast: Ausgabe vom 31.10.2013

Der wöchentliche Podcast des Racingblog-Teams. Im Stream, im Download und bei iTunes.

Heute sind wir mal etwas kürzer. Zum einen ist der Krankenstand im Team hoch, zum anderen sind ja viele Serien schon im Winterschlaf. Wir haben aber dennoch viele Themen in der Formel Eins gefunden, inkl. des sehr volatilen Fahrermarktes. Die NASCAR und deren spannendes Finish im Chase wird von uns beleuchtet und dann berichtet Thomas von der V8 Supercars, wo die Meisterschaft ebenfalls extrem eng ist. Zum Schluss folgt noch ein Blick auf die WTCC und die Rahmenrennen der Formel Eins (GP2, GP3, PSC).

Download (MP3, 38 MB)
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Here is the Music Player. You need to installl flash player to show this cool thing!

Dauer: ca. 80 Minuten

00:00:00 F1
00:30:00 NASCAR
00:46:00 V8 Supercars
00:59:00 WTCC

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October 29 2013

08:00

NASCAR: Analyse Martinsville Oktober 2013

Mit 17 Cautions sorgte das Rennen auf dem Short-Track in Martinsville für ordentlich Kleinholz und Reibereien. Jimmie Johnson kam nicht über Platz fünf hinaus und verlor in der Meisterschaft überraschend Punkte gegenüber Matt Kenseth, der als Zweiter hinter dem strahlenden Sieger Jeff Gordon ins Ziel kam.

Goody's Headache Relief Shot 500 Powered By KrogerVor dem Start in das Rennen des Sprint Cups am Sonntag ging es bereits heiß her: Am Vortag im Truck-Rennen wurde Kevin Harvick von seinem Richard-Childress-Teamkollegen Ty Dillon gedreht und lieferte sich anschließend mit diesem einige Scharmützel. Dem setzte er am Ende noch mit folgender Aussage die Krone auf: “Exactly the reason why I’m leaving RCR, because you’ve got those kids coming up and they’ve got no respect for what they do in this sport and they’ve had everything fed to them with a spoon.” Das hat gesessen! Das sein Boss Richard Childress darüber nicht gerade erfreut war, überrascht wenig. Es wurde sogar schon über einen vorzeitigen Wechsel zu Stewart Haas Racing in die #14 spekuliert, doch das war schnell wieder vom Tisch. Am Sonntag entschuldigte sich Harvick für seine Aussagen und wird auch noch für den Rest der Saison in der #29 von RCR verweilen.

Die Pole auf der kürzesten Strecke des Jahres sicherte sich Denny Hamlin vor Jimmie Johnson. In Reihe zwei starteten Kyle Busch und der überraschend starke Matt Kenseth, der hier eigentlich nie wirklich zurechtkam. Ebenfalls bemerkenswert: David Ragan ging im Ford mit der #34 von Front Row aus Reihe vier auf die 500 Runden. Beim Rennstart konnte Denny Hamlin die Spitze noch behaupten, doch schon in der dritten Runde setzte sich der Favorit Jimmy Johnson in Front und auch Kyle Busch und Matt Kenseth gingen an der #11 vorbei. Als Hamlin sich gerade wieder einsortiert hatte, kam auch schon die erste gelbe Flagge. In Runde sieben traf Carl Edwards eingangs Kurve drei die #31 von Jeff Burton und schickte diesen in einen Dreher. Hinter dem querstehenden Burton kam es zu einigen Auffahrunfällen, in denen der Chevrolet mit der #7 von Dave Blaney so stark beschädigt wurde, dass er in die Garage musste.

Nach dem Restart war Jimmie Johnson zunächst wieder an der Spitze, doch die Toyotas von Joe Gibbs konnten ein hohes Tempo gehen und so setzte sich Kyle Busch in Runde 25 an Johnson vorbei und übernahm die Führung. Sein Teamkollege Matt Kenseth tat es ihm gleich und ging ebenfalls an der #48 vorbei und machte klar, das mit ihm zu rechnen war. Wenig später setzte sich Kenseth sogar an die Spitze und sammelte seine ersten Führungsrunden in diesem Rennen. Kenseth konnte rundenlang in Ruhe Lead Laps sammeln, ehe Carl Edwards in Umlauf 88 erneut für Aufsehen sorgte. Zum wiederholten Male schickte er ein Fahrzeug in Kurve drei in einen Dreher, dieses Mal war der Leidtragende Travis Kvapil, der sein Auto glücklicherweise noch aus der Mauer halten konnte. An der Box konnte Kenseth seine Führung verteidigen und Jeff Gordon holte sich den zweiten Platz von Jimmie Johnson. Den Spitzenplatz musste die #20 beim Restart in Runde 94 aber sofort wieder an die #48 abgeben und auch Juan Pablo Montoya schlüpfte mit durch.

Bis zur Runde 140 dauerte es, bis es erneut zu einer Gelbphase kam. Erneut war es der Eingang zu Kurve drei, aber dieses Mal war Carl Edwards nicht schuld. Bobby Labonte in der #47 räumte die #83 von David Reutimann ab und löste damit die dritte Caution des Abends aus. Beim Restart setzte sich erneut Johnson vor Gordon und Montoya durch. Lange durften die Piloten aber nicht Gas geben, da bereits knapp 20 Runden später Kyle Larson für die nächste Unterbrechung sorgte. Ihm platze sein Chevrolet-Motor, was einen Dreher kurz vor dem Boxeneingang zur Folge hatte. Die Führungsgruppe suchte erneut die Boxencrews auf und Dale Earnhardt Jr. war der große Profiteur, der sich auf Platz zwei schieben konnte. In Umlauf 181 nahmen die Fahrer das Rennen wieder auf, aber nur für eine Runde. Dann kam es in Kurve eins zu einer Kettenreaktion, bei der die Autos von Kasey Kahne und Martin Truex Jr. stark in Mitleidenschaft gezogen wurden. Ebenfalls trugen die Fahrzeuge von Denny Hamlin, Aric Almirola und Ken Schrader einige Schäden davon.

Nachdem die grüne Flagge erneut geschwenkt wurde, dauerte es nicht lange, bis diese wieder durch eine gelbe Variante ersetzt wurde. In Runde 204 kam Kurt Busch in seiner #78, beim Versuch Jamie McMurray zu überholen, zu hoch und drehte sich nach innen ab. Dort konnte Mark Martin nicht mehr ausweichen und schlug in die Seite von der #78 ein. Erneut ein glückloses Rennen für die #14. Die Führenden Jimmie Johnson und Matt Kenseth entschlossen sich dazu, draußen zu bleiben, während der Rest des Feldes an die Box kam. Nach dem Restart konnte Matt Kenseth die Führung zum wiederholten Male übernehmen, ehe Travis Kvapil in der #93 sich ausgangs Kurve vier drehte und damit die siebte Caution auslöste. Bis auf Dale Earnhardt Jr. und Kurt Busch entschlossen sich alle Fahrer dazu, ihrer Pitcrew fernzubleiben. Zum Fahren kam man aber auch nach dem Schwenken der grünen Flagge nicht so richtig, da in Runde 229 die bereits achte Gelbphase des Rennens ausgelöst wurde. Dieses Mal wurde David Reutimann von Martin Truex Jr. in Kurve drei umgedreht. Bei dieser Gelbphase trennten sich schließlich die Wege von Jimmie Johnson und Matt Kenseth, denn während die #48 sich frische Reifen holte, blieb die #20 draußen. Damit fiel Johnson auf Platz 16 zurück, während Kenseth die Führung behielt. Diese musste Kenseth allerdings kurz nach dem Restart an Clint Bowyer abgeben.

Nach der achten Caution gab es endlich wieder eine längere Grünphase zu bestauen, in der Matt Kenseth und Juan Pablo Montoya auf ihren alten Reifen einige Positionen verloren. Montoya fand sich einige Runden nach dem Restart sogar auf Platz 27 wieder, mit einer Runde Rückstand. Clint Bowyer konnte sich hingegen besser auf seinen über 100 Runden alten Pneus halten und musste sich lediglich Jeff Gordon geschlagen geben, ehe in Runde 284 die neunte Gelbphase des Rennens durch die #95 von Reed Sorenson ausgelöst wurde, als dieser in Kurve drei ausrollte. An der Box setzte sich Gordon erneut durch und Johnson konnte sich bereits wieder auf Platz zwei vorschieben. Die nächste Unterbrechung ließ erneut nicht lange auf sich warten. Diese wurde in Runde 299 durch ein Teil in Kurve eins ausgelöst, das sich von der #88 gelöst hatte. Matt Kenseth nutzte die Caution auf Platz 15 liegend für einen erneuten Boxenstopp. Viel Zeit, um sich nach vorne zu arbeiten, hatte er nicht, da bereits fünf Runden nach dem Restart die gelbe Flagge erneut in der Luft wedelte. Die #40 von Landon Cassill wurde in Kurve drei von Kasey Kahne umgedreht und Kenseth besuchte anschließend erneut seine Crew, um sich vier frische Reifen abzuholen.

Erneut konnte er diese aber nicht nutzen, da die folgende Grünphase nur drei Runden hielt, denn dann gerieten Kevin Harvick und Ryan Newman bei der Anfahrt auf Kurve eins aneinander und Newman verabschiedete sich rückwärts in die Mauer. Und nun ratet mal, wie lange es bis zu nächsten Caution dauerte: Genau, ganze zwei Runden brauchte es, bis zum 13. Mal die gelbe Flagge geschwenkt wurde. Juan Pablo Montoya machte in der der Anfahrt zu Kurve eins ein 3-wide mit Marcos Ambrose und Martin Truex Jr. auf, bei dem die #56 schließlich in die Mauer geschickt wurde. Jimmie Johnson holte sich frische Reifen und fiel auf Platz 20 zurück, sieben Positionen hinter Kenseth. Nach der grünen Flagge dauerte es erneut nur wenige Runden bis zur nächsten Gelbphase. Dieses Mal war die Ursache ein abgefallener Kühlergrill eines Fords, der mitten auf der Start-/Zielgerade lag. Die beiden Führenden Jeff Gordon und Kyle Busch suchten ihre Pitcrew auf und Pole-Sitter Denny Hamlin konnte die Spitze übernehmen.

Man wollte es kaum glauben, als es danach mal mehrere Runden unter grün weiter ging. Während dieser Phase gerieten Kevin Harvick und Jimmie Johnson etwas aneinander und Danica Patrick machte in den Top Ten auf sich aufmerksam. Ganze 20 Umläufe schaffte es das Feld, unter grün zu absolvieren, bevor Cole Whitt in der #30 die nächste Caution durch einen Reifenplatzer mit nachfolgendem Dreher und Mauereinschlag in Kurve drei auslöste. In der Box konnte sich Denny Hamlin gegen seinen Teamkollegen Matt Kenseth durchsetzen. Die Führung sicherte sich Elliot Sadler in der #55, der nicht an der Box war. Die Spitzenpostion war er sofort nach dem Restart wieder an Kenseth los. Die #20 führte das Feld bis zur nächsten Gelbphase in Runde 380 an. Denn dann drehte sich J.J. Yeley in Kurve drei, nachdem er sich zuvor mit Ricky Stenhouse Jr. angelegt hatte. Die Führenden blieben draußen und so konnte die #20 weiterhin Führungsrunden abspulen.

Ganze 30 Runden währte die folgende Grünphase, dann verirrte sich ein Teil in den Eingang von Kurve eins und löste 86 Runden vor Schluss die 17. und letzte Caution des Abends aus. Alle Fahrer suchten ihre Box für den finalen Stopp auf und Matt Kenseth konnte erneut die Führung behaupten. Nach dem Restart entwickelte sich ein spannender Kampf um den Sieg zwischen Matt Kenseth und Jeff Gordon. Gordon konnte sich 21 Runden vor Schluss die Spitze schnappen und gab diese nicht wieder her und sicherte sich damit seinen lang ersehnten ersten Saisonsieg. Matt Kenseth setzte sich hauchdünn gegen Clint Bowyer durch und ist nun in der Meisterschaft punktgleich mit Jimmie Johnson, der nur auf Platz fünf ins Ziel kam. Danica Patrick belegte nach einem starken Rennen Platz 17.

Für Jeff Gordon war der Sieg immens wichtig, denn er gibt ihm noch eine kleine Restchance auf den Titel. Es dürfte allerdings fast unmöglich werden, die bereits 27 Punkte Rückstand auf das Duo Matt Kenseth und Jimmie Johnson innerhalb der letzten drei Rennen aufzuholen. Ähnliche Restchancen wie Gordon besitzen auch noch Kevin Harvick und Kyle Busch, die 28 respektive 36 Punkte Rückstand auf die Führenden der Meisterschaft haben. Es läuft alles auf ein Duell zwischen Jimmie Johnson und Matt Kenseth um den NASCAR-Titel hinaus, bei dem Kenseth vielleicht sogar als hauchdünner Favorit ins Rennen geht. Denn als nächstes steht mit dem Texas Motor Speedway ein Intermediate-Oval auf dem Programm, auf denen Kenseth so gut wie immer ein Siegkandidat ist.

Alle die inzwischen den Überblick verloren haben, dürfen sich über folgende Links die aktuellen Stände der Fahrer- und Owner-Wertung zu Gemüte führen.

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October 25 2013

07:00

NASCAR: Vorschau Martinsville Oktober 2013

Inzwischen sollten alle Patienten mit dem “Talladega-Finish-Syndrom” von ihrem Arzt behandelt und wieder zu Hause angekommen sein. Somit ist jetzt alles angerichtet für die siebte Ausgabe im Meisterschaftsduell zwischen Jimmie Johnson und Matt Kenseth auf dem Martinsville Speedway.

GHRS 500_checker rec_SM 500_4-3-13Mit nur 0,526 Meilen Länge stellt der Martinsville Speedway in Virginia die kürzeste Strecke im Kalender des Sprint Cups da. Zur kurzen Streckendistanz gesellt sich noch eine magere Kurvenüberhöhung von 12° und schon ist alles bereit für einige “bump ‘n’ run”-Action. Sein Material schonen und sich aus brenzligen Situationen raushalten, das schaffen traditionell Denny Hamlin und Jimmie Johnson hier am besten. Da Hamlin diese Saison allerdings nicht wirklich in Vollbesitz seiner Kräfte ist, bleibt eigentlich nur Johnson als großer Favorit für den Sieg übrig. Sein Meisterschaftsrivale Matt Kenseth hat hingegen nie wirklich in Martinsville auf sich aufmerksam machen können. Doch besonders nach dem letzten Rennen in Talladega muss er versuchen, den Abstand auf Johnson in der Meisterschaft möglichst gering zu halten, was schwer genug sein sollte. Denn Johnson konnte bereits das Frühjahrsrennen gewinnen und sicherte sich zudem in den letzten neun Herbstrennen fünfmal den Sieg.

Während wir die ganze Zeit nur über Johnson und Kenseth als Meisterschaftskandidaten sprechen, stellt sich die Frage, ob vielleicht noch ein anderer Pilot der lachende Dritte sein kann? Um es kurz zu machen: Höchstwahrscheinlich nicht. Aktuell führt Jimmie Johnson die Meisterschaft mit vier Punkten Vorsprung vor Matt Kenseth an und danach kommt eine gefühlte Ewigkeit nichts. Erst 26 Zähler hinter Johnson finden sich Kyle Busch und Kevin Harvick wieder. Kyle hatte seine Meisterschaftschancen in Kansas sprichwörtlich in Rauch aufgelöst. Und 26 Punkte auf Johnson aufzuholen, dürfte selbst für ihn ein Ding der Unmöglichkeit sein, sofern die #48 keinen Defekt erleidet. Doch selbst wenn die #48 Federn lässt, ist immer noch Kenseth in Lauerstellung. Es müsste schon ein Wunder geschehen, wenn Busch oder Harvick noch eine reale Chance auf den Titel haben sollen. Zusätzlich zur #18 und #29 kann man auch dem dreizehnten Chaser Jeff Gordon noch gewisse Restchancen auf den Titel einräumen. Mit bereits 34 Punkten Rückstand auf Johnson ist das aber eher eine mathematische statt echten Chance. Alle die hinter Gordon kommen, besitzen definitiv keine Möglichkeit mehr auf die Meisterschaft, da Dale Earnhardt Jr. auf Platz sechs hinter Gordon bereits 52 Punkte Rückstand auf den Führenden hat. Hinter ihm reihen sich Greg Biffle, Clint Bowyer, Kurt Busch, Carl Edwards, Ryan Newman, Joey Logano und der glücklose Kasey Kahne ein. Bester Nicht-Chaser ist Jamie McMurray mit 919 Punkten.

Beim Blick auf die 43 Fahrer umfassende Entry List fallen folgende Änderungen ins Auge: Der Toyota von Swan Racing mit der #30 wird dieses Mal von Cole Whitt pilotiert. Im Ford mit der #32 nimmt Martinsville-Spezialist Ken Shrader Platz. Aric Almirola wird dieses Wochenende hingegen nicht wie gewohnt in der #43, sondern – als Ehrung für den ab 2014 Hall of Famer Maurice Petty  – in der #41 an den Start gehen. Kyle Larson tritt nach seinem fulminanten Debüt in Charlotte zum zweiten Mal im Phoenix-Chevy mit der #51 an. Die #55 von MWR wird ab diesem Rennen für den Rest der Saison von Elliot Sadler übernommen, da bei Brian Vickers vor knapp zwei Wochen ein kleines Blutgerinnsel in der rechten Wade gefunden wurde. Auch wieder dabei ist das kleine Team der Leavine-Family mit der #95 und Reed Sorenson am Steuer.

Unter der Woche gab es zwei wichtige Neuigkeiten, die ich hier mal kurz zusammenfassen werde:

- Um das Racing auf Intermediate-Ovalen wieder enger zu gestalten, untersucht die NASCAR aktuell Optionen, um dies für die Saison 2014 umzusetzen. Nach den Testfahrten vom 14. Oktober in Charlotte wurde unter der Woche die Aerodynamik der Autos im Windkanal genauer untersucht. Für die nächste Saison ist bisher angedacht, die minimale Fahrzeughöhe aus den Regeln zu streichen und vielleicht die Spoiler an den Autos etwas zu vergrößern.

- Todd Parrot, der am Mitte Oktober durch den NASCAR-Drogentest gefallen war, wurde als Crew Chief der #43 von Richard Petty Motorsports entlassen. Als Übergangslösung wird Greg Ebert sein Amt übernehmen, während Parrot an dem “road to recovery program” der NASCAR teilnimmt.

Zum Abschluss gibt es nun wie gewohnt noch die aktuellen Tabellen der Fahrer- und Owner-Wertung. Das Goody’s Headache Relief Shot 500 auf dem Martinsville Speedway wird auf ESPN und bei MotorvisionTV zu sehen sein. Anbei noch die genauen TV-Zeiten für das kommende Wochenende:

Freitag, 25.10.2013
15:00 Uhr Trucks Practice, Fox Sports 1
16:30 Uhr Trucks Final Practice, Fox Sports 1
18:00 Uhr Sprint Cup Practice, Fox Sports 1
21:30 Uhr Sprint Cup Qualifying, Fox Sports 1
23:00 Uhr Trucks Qualifying, Fox Sports 2

Samstag, 26.10.2013
18:00 Uhr Sprint Cup Final Practice, Fox Sports 1
19:30 Uhr Trucks Rennen (Kroger 200), Fox Sports 1 (Green Flag: 19:46 Uhr)

Sonntag, 27.10.2013
18:00 Uhr Sprint Cup Rennen (Goody’s Headache Relief Shot 500), ESPN & MotorvsionTV (Green Flag: 18:43 Uhr)

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September 24 2013

07:00

NASCAR: Analyse New Hampshire September 2013

In seinem 500. Rennen holte sich Matt Kenseth seinen bereits siebten Saisonsieg und kam wie im letzten Rennen auf dem Chicagoland Speedway vor seinem Teamkollegen Kyle Busch ins Ziel. Jimmie Johnson wahrt sich unterdessen seine Meisterschaftschancen mit einem vierten Platz hinter Greg Biffle.

Sylvania 300Passend zu seinem 500. Rennen im NASCAR Sprint Cup beschenkte sich Matt Kenseth selbst mit seinem zweiten Erfolg im zweiten Rennen des Chase. Abermals Zweiter wurde Kyle Busch, was Joe Gibbs Racing als erstes Team überhaupt einen aufeinander folgenden Doppelsieg im Chase verschafft. Auf Platz drei kam Greg Biffle ins Ziel, der sich damit noch geringe Chancen auf die Meisterschaft wahrt. Mehr Hoffnungen auf den Titel darf sich hingegen “Mister Five Time” Jimmie Johnson machen, der mit seiner Ankunft auf dem vierten Platz die Lücke zu Kenseth nicht all zu groß werden ließ. Für Kasey Kahne ist hingegen die Jagd um den Titel nach einem Einschlag in die Mauer abrupt beendet.

Für den Start sicherte sich der kurzfristig in den Chase gerutschte Ryan Newman die beste Position. Neben ihm in Reihe eins startete Kasey Kahne. Nachdem der Start in das 300 Runden lange Rennen auf dem New Hampshire Motor Speedway freigeben wurde, setzte sich Kahne zügig an die Spitze und sollte diese Position für die ersten 35 Runden behalten. Der Pole-Sitter Ryan Newman kam hingegen nicht richtig vom Fleck und wurde bis auf Platz vier zurück gereicht. Vor ihm sortierten sich Jeff Gordon und Martin Truex Jr. ein. Es dauerte bis zum Umlauf Nummer 30, bis es zur ersten Gelbphase kam. Diese wurde vom in der #35 fahrenden Josh Wise ausgelöst, der sich durch einen Kontakt mit der #51 von McDowell in Kurve vier drehte. Bei den folgenden Boxenstopps war Jeff Gordon wieder mal in Problemen, als er seine Box verließ und David Ragan gerade in seine einbiegen wollte, was zu einer leichten Kollision zwischen den beiden Fahrzeugen führte.

Beim Restart in Runde 35 ging Kasey Kahne vom ersten Platz ins Rennen, konnte diesen aber nicht verteidigen und musste seine Spitzenposition an Martin Truex Jr. abgeben. Doch bevor das Feld überhaupt wieder richtig in Fahrt gekommen war, entschied Juan Pablo Montoya in Runde 37 mal wieder die Brechstange auszupacken, was zur nächsten Caution führte. Montoya versuchte, in Kurve vier an seinen (Noch-)Teamkollegen Jamie McMurray vorbei zu gehen und schickte diesen dabei in einen Dreher. Kevin Swindell in der #30 von Swan Racing konnte der stehenden #1 von McMurray nicht mehr ausweichen und fuhr auf den Ganassi-Chevrolet auf. Es dauerte bis zur Runde 47, bis das Rennen mit Truex in Front wieder aufgenommen werden konnte.

Abermals sollte es nur wenige Runden unter grün weiter gehen, denn nur fünf Umläufe nach dem Restart versagte der linke Hinterreifen am Auto von Bobby Labonte. Durch den darauf folgenden Dreher musste erneut die gelbe Flagge geschwenkt werden. Beim Restart führte Martin Truex Jr. das Feld erneut zur ersten Kurve. Hinter ihm verlor Jimmie Johnson einige Position, da die #56 das Feld vor der grünen Flagge stark eingebremst hatte und damit für den berühmten Ziehharmonikaeffekt sorgte. Ungeachtet dessen drehte Truex an der Spitze weiter seine Kreise. Weiter hinten zeigte sich langsam Matt Kenseth, der bereits bis auf die dritte Position vor fuhr. In Runde 109 begannen schließlich die ersten Boxenstopps unter grün mit Denny Hamlin. Bei ihm ging es auch gleich mal ordentlich schief, da er die weiße Linie seiner Box überfuhr und zurück geschoben werden musste. Auch für Joey Logano lief der Stopp alles andere als perfekt, da er 3,4 Sekunden verlor.

Dadurch, dass die meisten Piloten ihre Crew aufsuchten, konnte Dale Earnhardt Jr. für immerhin knapp 15 Runden die Führung übernehmen, ehe auch er an die Box kam. Dadurch konnte Truex sich erneut in Führung setzen, die er allerdings bald wieder abgeben musste. In Runde 153 konnte sich Kenseth, nachdem er vorher stetig auf Truex aufholte, in Kurve zwei den ersten Platz schnappen. Der lange Lauf unter grün wurde schließlich in Runde 165 durch Debris in Kurve vier unterbrochen. Bei den Boxenstopps begannen nun die ersten Spielchen: Die Führenden Kenseth und Truex holten sich vier neue Reifen, wohingegen sich die meisten anderen Piloten für nur zwei neue Pneus entschieden. Dies sorgte dafür, dass das Rennen in Runde 170 mit Jeff Gordon und Brian Vickers in Front wieder aufgenommen wurde.

Es dauerte 30 Umläufe bis es erneut zu einer Gelbphase kam und wieder war es Debris. Diesmal waren allerdings keine Reifen- oder Fahrzeugteile, sondern ein aufgerissenes Banner an der Betonmauer schuld. Bei den Boxenstopps unter gelb stand zum wiederholten Male Jeff Gordon im Mittelpunkt. Er parkte zu weit vorne in seiner Box ein und musste zurück geschoben werden. Das kostete ihn nicht nur wertvolle Sekunden, sondern auch viele Position. Beim Restart 95 Runden vor Schluss standen andere Piloten ganz vorne: Clint Bowyer und Marcos Ambrose waren während der Gelbphase nicht an der Box und konnten sich damit in die erste Reihe schieben. Durch ihre alten Reifen wurde sie allerdings recht schnell wieder nach hinten durchgereicht und Matt Kenseth konnte an der Spitze wieder die Pace setzen.

55 Runden vor dem Ende kam es zur sechsten Caution des Abends, die kurz nach dem Boxenstopp von Clint Bowyer durch einen Motorplatzer beim Ford mit der #38 von David Gilliland ausgelöst wurde. Beim Restart kam Martin Truex Jr. nicht vom Fleck und wurde von Kyle Busch und Jimmie Johnson überholt, die sich nun hinter dem Leader Kenseth befanden. Kurz nach dem die grüne Flagge geschwenkt wurde, setzte Kasey Kahne seine letzten Titelhoffnungen wortwörtlich in die Mauer. 48 Runden vor Schluss drehte sich die #5 bei der Ausfahrt aus Turn vier in die innere Mauer und Kahne musste sein Auto verlassen. Dies war auch die siebte und letzte Caution des Rennens. Beim Restart setzte sich Matt Kenseth durch und Kyle Busch behauptete Platz zwei. Greg Biffle wusste, was die Stunde geschlagen hatte, und setzte ein riskantes Manöver eingangs Turn drei an. Weil er spät bremste, konnte er sich unter anderem an Jimmie Johnson vorbei setzen und Platz drei behaupten. Hinter ihm sortierte sich schließlich die #48 ein. Diese Reihenfolge blieb in den letzten 40 Runden unverändert und so konnte Matt Kenseth seinen zweiten Sieg im zweiten Chase-Rennen bzw. seinen siebten Saisonsieg einfahren. Kyle Busch wurde abermals Zweiter und Jimmie Johnson verlor weitere Punkte auf die #20.

Doch was heißt das jetzt für den Chase? Matt Kenseth führt nun mit bereits 14 Punkten Vorsprung die Meisterschaftwertung vor Kyle Busch an. Dieser wiederum wird mit vier Punkten Abstand von Jimmie Johnson gefolgt. Danach kommt lange nichts. Erst mit 36 Zählern Rückstand auf Kenseth taucht auf Platz vier Carl Edwards auf, dem sein Teamkollege Greg Biffle folgt. Ab Edwards drängelt sich alles dicht an dicht bis zum auf Platz zehn liegenden Clint Bowyer, dem bereits 48 Punkte auf die Spitze fehlen. Auf den letzten drei Plätzen des Chase befinden sich Dale Earnhardt Jr., Joey Logano und Kasey Kahne. Diese Piloten haben bereits einen Rückstand von 62, 69 bzw. 71 Punkten auf den Führenden und werden in den Kampf um den Titel voraussichtlich nicht mehr eingreifen können. Generell scheint es dieses Jahr ein Dreikampf zwischen Matt Kenseth, Kyle Busch und Jimmie Johnson um den Gewinn der Meisterschaft zu werden. Ob Matt Kenseth auch das dritte Rennen des Chase gewinnen kann, werden wir sehen, wenn die NASCAR diese Woche Station in Dover macht.

Zum Abschluss gibt es nun wie gewohnt noch die Punktestände der Fahrer- und Owner-Wertung sowie das Rennergebnis in der Übersicht.

Sylvania 300 Sylvania 300 Sylvania 300 Sylvania 300 Sylvania 300 Sylvania 300 Sylvania 300 Sylvania 300 Sylvania 300 Sylvania 300 Sylvania 300 Sylvania 300 Sylvania 300

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September 20 2013

07:00

NASCAR: Vorschau New Hampshire September 2013

Nach dem unfreiwilligen Nachtrennen von Chicagoland geht es diese Woche weiter auf dem New Hampshire Motor Speedway in Loudon. Als Meisterschaftsführender reist Matt Kenseth nach Neuengland. Für Dale Earnhardt Jr. und Joey Logano ist hingegen der Chase schon gelaufen, bevor er überhaupt begonnen hat.

sylvania_300_10New Hampshire Motor Speedway, waren wir dort nicht erst? Stimmt! Vor gut zwei Monaten gewann hier Brian Vickers das Camping World RV Sales 301. Dieses Wochenende steht das Sylvania 300 auf dem eine Meile langen Oval in Loudon auf dem Programmplan. Die Strecke ist vor allem bekannt für ihre Lage mitten in der Natur und die sehr geringe Kurvenüberhöhung von maximal 7°. Das Vorjahresrennen konnte Denny Hamlin für sich entscheiden, der dieses Jahr aber höchstwahrscheinlich nicht um den Sieg mitfahren wird. Diesen werden voraussichtlich andere Fahrer wie zum Beispiel Clint Bowyer, Jimmie Johnson, Ryan Newman und Kurt Busch unter sich ausmachen, die hier jeweils bereits zwei Mal gewinnen konnten.

Wie auch letzte Woche dreht sich wieder mal alles um den Chase. Es kam zwar kein weiterer Fahrer hinzu, allerdings sorgte das erste Rennen der Playoff-Runde bereits für einige Turbulenzen in der Gesamtwertung. Fangen wir zuerst mit den positiven Dingen an: Matt Kenseth konnte durch seinen bereits sechsten Saisonsieg die Führungsposition in der Tabelle behalten. Ihm folgt sein Teamkollegen Kyle Busch mit acht Punkten Rückstand. Weitere drei Punkte dahinter befindet sich der große Favorit auf den Titel, Jimmie Johnson, der sich wiederum vier Punkte vor Kevin Harvick platziert. Mit acht Punkten Rückstand auf Harvick beginnt das Mittelfeld mit Edwards, Kurt Busch, Gordon, Newman, Bowyer, Kahne und Biffle. Die beiden Letztgenannten befinden sich bereits 31 Punkte hinter der Spitze. Diese Ausgangsposition für die verbleibenden neun Rennen um die NASCAR-Trophäe scheint schon nicht optimal zu sein, doch es gibt Fahrer, denen erging es in Joilet noch schlechter: Joey Logano und Dale Earnhardt Jr. mussten das Rennen auf dem Chicagoland Speedway aufgrund von Motorschäden aufgeben und fallen damit weit in der Gesamtwertung zurück. Mit nun 52 respektive 53 Punkten Rückstand auf Matt Kenseth sind jegliche Meisterschaftschancen, sofern sie je vorhanden waren, bereits verflogen.

Doch genug über den Chase gesprochen, kommen wir zurück zum Sylvania 300 und werfen wir erstmal einen Blick auf die Entry List. Insgesamt haben sich 43 Teams für das Wochenende in Loudon gemeldet. Das heißt, dass sich jedes Team bereits vor dem Qualifying für das Rennen qualifiziert hat. In den Fahrzeugbesetzungen hat sich wenig verändert, so findet sich im in der #30 von Swan Racing dieses Wochenende Kevin Swindell wieder, im JTG-Toyota mit der #47 sitzt in Loudon Bobby Labonte und Michael McDowell übernimmt die #51 von Justin Allgaier. Die #95 von Leavine wird dieses Mal von Scott Riggs und der Ford von Phil Parsons Racing mit der #98 von Johnny Sauter pilotiert.

Unterdessen gibt es natürlich auch wieder ein paar Neuigkeiten zu vermelden. Zu allererst: Juan Pablo Montoya wird nächstes Jahr nicht mehr in der NASCAR fahren! Er wechselt wieder zurück zu den IndyCars, allerdings zu Penske. Er tritt damit in direkter Konkurrenz zu seinem ehemaligen Arbeitgeber Chip Ganassi an. Ohne Montoya geht es also in die nächste Saison, an deren Terminplan mit Hochdruck gearbeitet wird. Ich fasse mal kurz zusammen, welche Gerüchte aktuell über den Kalender für das nächste Jahr durch das Fahrerlager schwirren:
- Homestead könnte seinen Platz als finales Rennen der Saison verlieren, als Ersatz ist Phoenix vorgesehen.
- Sonoma könnte in den Chase aufrücken.
- Road America könnte zum Sprint-Cup-Kalender hinzu stoßen.
- Dover könnte durch das Rennen in Elkhart Lake sein Rennen im Frühjahr verlieren.
- Darlington bekommt vielleicht das Southern 500 am Labor Day wieder zurück.
Wie ihr merkt, ist das alles noch sehr theoretisch. Ich zumindest würde es begrüßen, den Sprint Cup endlich auch in Elkhart Lake zu sehen. Auch von der Verschiebung von Sonoma in den Chase bin ich sehr angetan und erst Recht davon, das Southern 500 wieder am Labor Day abzuhalten. Hingegen wäre die Verschiebung von Homestead und der Ausfall eines Dover-Rennens aus meiner Schicht schade, da die Rennen in Phoenix nie von großer Spannung geprägt waren und ich Dover als Strecke einfach sehr ansprechend finde. Ende September sollten wir schlauer sein, wenn voraussichtlich der Kalender für die nächste Saison veröffentlicht wird.

Doch nicht nur der Sprint Cup machte in den letzten Tage Schlagzeilen, auch in der Nationwide Series gibt es eine Neuigkeit zu vermelden: Der Titelsponsor “Nationwide Mutual Insurance Company” wird sich nach der Saison 2014 zurückziehen und sein Marketing-Programm auf den Sprint Cup konzentrieren. Wie die bisherige Nationwide und ehemalige Busch Series ab 2015 heißen wird, ist bis jetzt noch unklar, doch unser Racingblog-Experte Flo aus N hat bereits einen passenden Namen parat: “The Nascar Heluva Good Sour Cream Dips and Quaker State Series, presented by Crown Royal and powered by Big Machine Records”. Ob sich dieser Name durchsetzen würde, ist fraglich, aber zumindest steht er vielen anderen Namen amerikanischer Sportevents in Nichts nach. Man erinnere sich nur an die Bezeichnung des diesjährigen Brickyard 400.

Das waren aber noch nicht alle News, die es in den letzten Tagen zu vermelden gab. Am Donnerstag ließ NAPA, der Sponsor der #56 von Michael Waltrip Racing, eine Bombe platzen. NAPA wird zum Saisonende die Zusammenarbeit mit MWR beenden. Grund für diese Entscheidung sind die Vorkommnisse von Richmond. Folgende Meldung wurde von NAPA über die eigene Facebook-Seite veröffentlicht: ”After thorough consideration, NAPA has made the difficult decision to end its sponsorship arrangement with Michael Waltrip Racing effective December 31, 2013. NAPA believes in fair play and does not condone actions such as those that led to the penalties assessed by NASCAR. We remain supportive of the millions of NASCAR fans and will evaluate our future position in motorsports.”

Zum Abschluss gibt es nun wie gewohnt noch die aktuellen Stände der Fahrer- und Owner-Wertung. Das Rennen des Sprint Cups in Loudon auf dem New Hampshire wird diese Woche auf ESPN übertragen. Für die deutschen Zuschauer ist zudem auch wieder MotorvisionTV live dabei, wie auch in den letzten verbleibenden Rennen der Saison. In der folgenden Auflistung seht ihr, wie sich der TV-Zeitplan für das kommende Wochenende gestaltet:

Freitag, 20.09.2013
18:00 Uhr Sprint Cup Practice, Fox Sports 1
21:30 Uhr Sprint Cup Qualifying, Fox Sports 1

Samstag, 21.09.2013
15:00 Uhr Sprint Cup Practice, Fox Sports 2
17:00 Uhr Sprint Cup Final Practice, Fox Sports 2
18:00 Uhr Whelen Modified Rennen, Fox Sports 2

Sonntag, 22.09.2013
01:30 Uhr Nationwide Rennen (Kentucky 300, Kentucky), ESPN News (Green Flag: 01:46 Uhr)
18:00 Uhr K&N Pro Rennen (Greenville), Fox Sports 1
20:00 Uhr Sprint Cup Rennen (Sylvania 300), ESPN & MotorvisionTV (Green Flag: 20:15 Uhr)

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September 11 2013

22:47

Racingblog Podcast: Ausgabe vom 12.09.2013

Der wöchentliche Podcast von Racingblog-Team. Im Stream, im Download und bei iTunes.

Der Skandal um Michael Waltrip Racing beschäftigt nicht nur die NASCAR sondern auch uns. Hat man MWR richtig betraft? Warum wurde Clint Bowyer nicht bestraft? Daher nimmt die NASCAR diese Woche einen großen Teil des Podcast ein. In der zweiten Hälfte geht es um die Verpflichtung von Kimi Räikkönen von Ferrari. (Podcast wurde am Dienstag aufgenommen, daher einige “vielleicht” ;) ) Thomas und Felix werfen einen Blick auf das erste Langstreckenrennen des Jahres der V8 Supercars und am Schluss gibt es die Vorschau auf Wochenende in etwas komprimierter Form.

Hier der Link zu den Funksprüchen zwischen MWR und seinen Fahrern, über die wir im Podcast reden.

Download (MP3, 57 MB)
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Here is the Music Player. You need to installl flash player to show this cool thing!

Dauer: ca. 120 Minuten

00:00:00 NASCAR
00:54:00 F1
01:29:00 V8 Supercars
01:41:00 DTM/GT Masters/BTCC/ELMS

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September 10 2013

08:00

NASCAR: Analyse Richmond September 2013

Die Chase-Teilnehmer stehen fest, doch der Weg dorthin war nicht nur turbulent, sondern wird in den nächsten Tagen noch für einigen Diskussionsstoff sorgen. Im Fokus stehen der Sieger Carl Edwards und vor allem Michael Waltrip Racing in Person von Clint Bowyer.

Federated Auto Parts 400Das Rennen in Richmond stand ganz im Zeichen des Chase. Ständig wechselten die Positionen und somit auch die Chase-Teilnehmer. Als alles entschieden schien, wurde durch ein späte Caution nochmal alles über den Haufen geworfen. Doch dazu später mehr. Eine ausgezeichnete Ausgangsposition für das Rennen hatte sich Jeff Gordon im Qualifying gesichert, als er sich mit Streckenrekord die Pole Position holte. Jimmie Johnson verpasste unterdessen nicht nur das Qualifying, sondern auch sämtliche Practice-Sessions, denn er wurde am Freitag zum zweiten Mal Vater, als Lydia Norriss das Licht der Welt erblickte. Ohne eine einzige gedrehte Runde ging Johnson als 43. ins Rennen. Dieses startete sehr diszipliniert und Gordon konnte in den ersten 49 Runden die Spitzenposition verteidigen. Dann ging allerdings Brad Keselowski an ihm vorbei, der wie auch Gordon einen Sieg bitter nötig gehabt hätte. Einige Runden nachdem Keselowski die Führung übernommen hatte, war er sie auch schon wieder los, denn Kurt Busch konnte durch sein auf Long Runs abgestimmtes Auto an ihm vorbeiziehen.

Nach den ersten Boxenstopps unter grün kam schließlich in Runde 136 die erste Caution heraus. Grund war – wie sollte es anders sein – Debris in Kurve drei. Bei den Stopps unter gelb fiel Kurt Busch durch Probleme beim Wechseln des linken Hinterrades von Platz eins auf sechs zurück. Die Führung hatte nun Jamie McMurray inne, allerdings nicht lange. Direkt beim Restart wurde er von Brad Keselowski geschnappt, der anschließend einsam seine Runden um die Konkurrenz drehte. Dies war dann in Runde 207 vorbei, denn David Stremme drehte sich eigenverschuldet in Kurve vier. Nach den Boxenstopps fand sich Kurt Busch wieder an der Spitze, vor Keselowski. Als es in Runde 215 weiter ging, kam es noch zu einem Kuriosum, als Jamie McMurray bei der Anfahrt auf Kurve eins frontal eine gefüllte Wasserflasche traf und diese mehrere Meter in die Luft geschleudert wurde. Es wurde zwar kein Auto nennenswert beschädigt, allerdings fragt man sich, wie diese “Debris” übersehen werden konnte und warum der Restart nicht noch um eine Runde verschoben wurde. Normalerweise sieht die NASCAR ja jedes Staubkorn auf der Strecke, diesmal allerdings nicht mal eine Wasserflasche.

Ungeachtet dessen setzte sich Brad Keselowski in Front, vor Kurt Busch. Während Keselowski vorne weg fuhr, musste Jimmie Johnson sein Auto aufgrund von technischen Problemen in die Garage stellen. Johnson fuhr kurz zuvor schon mit Rundenrückstand dem Feld hinterher und erwischte wie schon in den letzten Wochen ein grauenhaftes Rennwochenende. Auch sein Hendrick-Teamkollege Jeff Gordon in der #24 musste wenig später ungeplant die Box aufsuchen und kam mit zwei Runden Rückstand wieder auf die Strecke. Doch mit vier frischen Reifen konnte er sich schnell zumindest wieder um eine Runde zurückrunden. Dann kam auch noch ein bisschen Glück hinzu, als in Runde 267 wegen Debris auf der Gegengeraden erneut gelb geschwenkt wurde. Somit war Gordon durch den “Lucky Dog” wieder in der Führungsrunde. An der Spitze fand sich unterdessen Clint Bowyer wieder. Dieser konnte sich recht schnell absetzen, da hinter ihm der Kampf um die zweite Position zwischen Kevin Harvick, Brad Keselowski und Kurt Busch ausgetragen wurde. Besonders Harvick und Keselowski rieben sich einige Runden aneinander auf, bis Harvick die #2 in Kurve vier etwas beiseite schob und den zweiten Platz eroberte. Keselowski fiel danach immer weiter zurück und konnte nicht mehr an seine Leistung vom Anfang des Rennens anknüpfen. Die Titelverteidigung war nun Geschichte.

58 Runden vor Schluss, gerade als die Boxenstopps unter grün absolviert wurden, sorgte Jimmie Johnson für Aufsehen. Durch einen geplatzten Vorderreifen verursachte er die dritte Caution des Abends. Sein Teamkollege Jeff Gordon hatte zum wiederholten Male Glück, denn gerade als er seine Box aufsuchte, kam die gelbe Flagge. Erneut durfte er sich mit Hilfe des “Lucky Dogs” zurückrunden. Die Turbulenzen wusste Carl Edwards am besten für sich zu nutzen und lag beim Restart auf Position eins vor Paul Menard. In den letzten Runden sollte sich jedoch ein anderer Name aufdrängen: Ryan Newman. Er kämpfte sich durchs Feld und übernahm zehn Runden vor Schluss sogar die Führung. Hätte er das Rennen gewonnen, hätte er sich durch seinen zweiten Saisonsieg die Chase-Teilnahme gesichert – hätte. Denn acht Runden vor Schluss wurde zum vierten und letzten Mal in diesem Rennen die gelbe Flagge geschwenkt. Der Auslöser war Clint Bowyer in der #15, der sich in Kurve vier drehte. Bowyer behauptete nach dem Rennen, dass er von Dale Earnhardt Jr. getroffen wurde, doch dieser verneinte dies. Nach Aussage von Junior hatte sich Bowyer auf eigenartige Weise selbst gedreht. Nun kann man sich dabei denken, was man will, aber seinen Teamkollegen Martin Truex Jr. brachte Bowyer damit wieder ins Rennen um die letzte Wildcard.

Doch als ob das noch nicht genug Zündstoff gewesen wäre, setzte Carl Edwards beim Restart noch einen drauf. Nachdem er sich durch einen guten Boxenstopp die zweite Position hinter Paul Menard geholt hatte, schnappte er sich beim Restart gleich noch Menard, aber vor der Start-/Ziellinie. Menard kam durch seine alten linken Reifen schlecht weg und wurde bis zur Linie von Edwards bereits abgehängt. Ob die NASCAR auch zu diesem Vorfall Untersuchungen anstellen wird, ist bisher unbekannt. So sicherte sich Edwards schließlich seinen zweiten Saisonsieg. Zweiter wurde Kurt Busch, der damit eine kleine Sensation schaffte. Er zieht als erster Fahrer überhaupt mit einem Ein-Auto-Team in den Chase ein. Hinter ihm platzierte sich Ryan Newman, der kurz vor Schluss noch geführt hatte. Dies sollte allerdings nicht für den Chaseeinzug reichen, denn bis zur Nacht von Montag auf Dienstag war Truex durch seinen siebten Platz im Rennen im Chase. Doch dann gab die NASCAR die Ergebnisse der Untersuchung gegen Michael Waltrip Racing bekannt. Allen drei Sprint-Cup-Teams von MWR werden 50 Punkte in der Fahrer- und Ownerwertung abgezogen. Dies bedeutet, dass Truex aus dem Chase fällt und Newman nun doch drin ist. Zusätzlich wurden auch die drei Crew Chiefs der einzelnen Teams bis zum 31. Dezember diesen Jahres unter Beobachtung gesetzt. MWR wird zudem noch mit einer Geldstrafe von 300.000$ sanktioniert und der Spotter der #55 und General Manager von MWR – Ty Norris – wird auf unbestimmte Zeit suspendiert. Für Bowyer hat der Punkteabzug keine Auswirkung auf den Chase, da diese Strafe auf die Wertung der ersten 26 Rennen wirkt. Eine ausführliche Aufarbeitung der Ereignisse findet ihr hier.

Doch nicht nur im Kampf um die Wildcards war es knapp, auch die letzten Plätze der Top Ten waren stark umkämpft. Kurt Busch und Greg Biffle konnten durch solide Ergebnis relativ sicher den Chase-Einzug klar machen. Knapp wurde es hingegen für Joey Logano. Er setzte sich mit nur einem Punkt Vorsprung vor Jeff Gordon auf Platz zehn. Gordon ist damit nicht im Chase, nachdem er sich im Vorjahr noch knapp qualifizieren konnte. Ebenfalls nicht geschafft hat es der Vorjahresmeister Brad Keselowski, der sich nach dem Rennen in der Gesamtwertung sogar hinter Jamie McMurray wiederfindet. Als Führender geht Matt Kenseth in den Chase, der sich durch seine fünf Saisonsiege 15 Bonuspunkte sichern konnte. Im folgen mit einem Abstand von drei Punkten von Kyle Busch und Jimmie Johnson. Der Meister der ersten 26 Rennen – Carl Edwards – startet mit bereits neun Punkten Rückstand auf Kenseth in die Jagd um den Meisterschaftstitel. Nächste Woche läutet die NASCAR mit dem Rennen auf dem Chicagoland Speedway den Chase ein.

Neben dem Chase hat sich auch auf dem Fahrermarkt wieder etwas getan. Am Montag wurde bekannt gegeben, dass Ryan Newman nächste Saison wie erwartet zu Richard Childress Racing wechseln wird. Hier übernimmt er die #31 von Jeff Burton. Dieser wiederum ist aktuell bei Swan Racing für die #30 im Gespräch.

Zum Abschluss gibt es heute nicht nur die Punktestände der Fahrer- und Ownerwertung sondern zusätzlich noch die Meisterschaftstabelle der Fahrer mit der es in den Chase geht.

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September 06 2013

07:00

NASCAR: Vorschau Richmond September 2013

Es ist angerichtet: Das letzte Rennen vor dem Chase auf dem Richmond International Raceway steht an. Einige Piloten konnten ihr Ticket für die Playoffs der NASCAR bereits letzte Woche lösen, aber um die letzten Plätze verspricht es noch ein spannender Kampf zu werden.

fed_autoparts_400_rir_cNun ist es also soweit. Das letzte Rennen steht an, bevor es in den Chase geht. Einige Piloten haben ihren Platz in den Playoffs bereits sicher, doch ab der achten Position in der Meisterschaftstabelle wird es spannend. Doch bevor ich genauer auf den Kampf um die letzten Chase-Plätze eingehe, schauen wir uns erstmal die Strecke an. Der Richmond International Raceway wurde und 1946 eröffnet und seit 1958 durchgängig von der höhsten NASCAR-Liga besucht. 1988 wurde die Strecke in das heute bekannte, 0,75 Meilen kurze D-Oval umgebaut. Richmond weist ein moderates Banking von 14° in den Kurven auf. Die Start-/Zielgerade ist mit 8° und die Gegengerade mit 2° überhöht. Wie auf allen Short-Tracks gilt es auch hier, besonders schonend mit den Bremsen umzugehen und vielleicht auch mal einen kleinen “bump and run” zu setzen. Die meisten Siege unter den aktiven Fahrer hat mit vier Erfolgen Kyle Busch, der bis jetzt aber noch nie das September-Rennen gewinnen konnte. Letztes Jahr sicherte sich Clint Bowyer den Sieg im Federated Auto Parts 400. Traditionell wird es durch die Lage direkt vor dem Chase ein spannendes Rennen werden, denn auch dieses Jahr haben noch einige Piloten die Chance, in die finale Phase der Meisterschaft zu gelangen.

Werfen wir zuerst einen Blick auf die bereits sicher im Chase stehenden Piloten: Trotz seiner Pechsträhne führt Jimmie Johnson die Meisterschaft mit 837 Punkten an. 28 Punkte dahinter befindet sich der aktuelle Vizemeister Clint Bowyer. Weitere 14 Punkte hinter Bowyer sind punktgleich Kevin Harvick und Carl Edwards zu finden. Kyle Busch ist anders als letzte Saison bereits für den Chase qualifiziert. Mit vier Siegen besitzt er zusätzlich auch eine ausgezeichnete Ausgangssituation für die Meisterschafts-Playoffs. Nur Matt Kenseth als aktuell Sechstplatzierter konnte mehr Siege einfahren als Johnson und Busch, fünf an der Zahl. Er ist zudem auch mit 55 Punkten Vorsprung auf Platz elf der letzte Pilot, der den Chase-Einzug bereits über die Punkte erreicht hat. Doch noch ein weiterer Fahrer ist bereits sicher dabei und dieser findet sich aktuell auf Position zwölf wieder. Kasey Kahne hat mit bereits zwei Siegen mehr Erfolge in dieser Saison erzielt als seine direkten Konkurrenten um die letzten Chase-Plätze. Die einzige Frage, die sich noch stellt, ist, ob er es über eine Wildcard oder über die Punkte unter die letzten Zwölf schafft. Aktuell befindet sich Kahne zehn Punkte hinter dem zehnten Platz.

Kommen wir zu den Piloten, die noch zittern müssen. Der heimliche Punktesammler Dale Earnhardt Jr. ist auf Platz sieben liegend so gut wie durch. Mit 37 Punkten Vorsprung auf Platz elf muss schon einiges schief gehen, damit er noch aus dem Chase fällt. Gefährlicher wird die Lage für die Piloten ab dem achten Platz. Hier macht der aktuell starke Joey Logano den Anfang, der 16 Punkte Vorsprung inne hat. Hinter ihm platziert sich Greg Biffle mit 14 Punkten Vorsprung. Geradeso drin ist auch noch Kurt Busch. Doch er hat es bedeutend schwerer als die beiden Fahrer vor ihm, denn er steht bis jetzt noch ohne Sieg da und muss in Richmond zumindest ein gutes Ergebnis einfahren. Gleiches gilt auch für den auf Rang elf liegenden Jeff Gordon, der ebenfalls noch keinen Erfolg diese Saison vorweisen kann. Mit sechs Punkten Rückstand auf Kurt Busch scheint ein Sieg für ihn dieses Wochenende fast Pflicht zu sein. Den Erfolg, den Gordon braucht, hat Martin Truex Jr. sich bereits in Sonoma gesichert. Diesem verdankt er jetzt seine Wildcard, die er mit fünf Punkten Vorsprung vor dem ebenfalls bereits ein Mal siegreichen Ryan Newman hält. Beide Fahrer befinden sich bereits 15 bzw. 20 Punkte hinter dem zehnten Platz. Hinter Ryan Newman finden wir auf Platz 15 endlich den Vorjahresmeister Brad Keselowski. Für ihn gilt das Gleiche wie für Kurt und Jeff: Er muss in Richmond endlich seinen ersten Saisonsieg einfahren. Falls er dies schaffen sollte, könnte er bei einem schlechten Ergebnis von Truex und Newman doch noch das Ticket zur Titelverteidigung lösen. Dafür braucht es aber viel Glück, doch dieses scheint er diese Saison nicht zu haben. Wem das jetzt noch nicht genug “Wie-komme-ich-in-den-Chase-Theorie” war, der kann sich gerne bei den Kollegen von jayski noch alle möglichen Kombination anschauen, mit denen ein Fahrer im bzw. aus dem Chase wäre.

Genug über den Chase geredet, kommen wir nun wieder zum aktuellen Rennen zurück. In den 44 gemeldeten Cockpits für dieses Wochenende hat sich erstaunlich wenig getan. Mike Bliss sitzt wieder mal im Toyota mit der Startnummer 19, im Ford mit der #32 Timmy Hill, im Chevrolet mit der #40 Landon Cassill und ebenfalls in einem Chevy, allerdings mit der #51, sitzt Ryan Truex. In der #47 ersetzt AJ Allmendinger Bobby Labonte. Die Leavine Family ist ebenfalls wieder mit dabei, diesmal aber nicht mit Scott Speed, sondern mit Reed Sorenson. Dieser ist zudem ein potentieller Kandidat für das Cockpit der #95 in der nächsten Saison. Sorenson absolvierte bis jetzt bereits 15 Sprint-Cup-Rennen und konnte schon eine Pole einfahren.

In dieser Woche wurden auf den Fahrermarkt erneut einige Gerüchte gestreut und Neuigkeiten bekannt gegeben. Das wichtigste mal kurz zusammengefasst: Jeff Burton wird nächstes Jahr trotz gültigen Vertrags nicht mehr in der #31 von Richard Childress Racing sitzen. Als Grund für diese Entscheidung werden zu geringe Sponsorengelder für die kommende Saison genannt, die nicht erlauben, ein viertes Auto an den Start zu bringen. Somit ist es durchaus plausibel, dass Ryan Newman nächstes Jahr in der #31 sitzen könnte, sofern er zu RCR wechselt. Wohin die Reise für Burton geht, ist noch ungewiss. Juan Pablo Montoya hingegen wurde unter der Woche in Denver bei Furniture Row Racing gesichtet. Aktuell gibt es aber noch keine Informationen, ob wir Juan nächstes Jahr in der #78 als Ersatz für Kurt Busch sehen oder nicht. Schließlich soll es ja auch noch ein Angebot aus der IndyCar von Andretti Autosport geben.

Zum Schluss nun wie gewohnt noch die Stände der Fahrer- und Owner-Wertung sowie die Entrylist für das Federated Auto Parts 400 auf dem Richmond International Raceway. Das Rennen wird live auf ABC und auch wieder bei MotorvisionTV übertragen. Letztere werden die verbleibenden Rennen bis zum Finale allesamt live zeigen. Die TV-Zeiten für dieses Wochenenden gestalten sich folgendermaßen:

Freitag 06.09.2013
15:00 Uhr Nationwide Practice, Fox Sports 1
18:00 Uhr Sprint Cup Practice, ESPN2
20:30 Uhr Sprint Cup Final Practice, ESPN2
22:00 Uhr Nationwide Qualifying, ESPN2
23:30 Uhr Sprint Cup Qualifying, ESPN2

Samstag 07.09.2013
01:30 Uhr Nationwide Rennen (Virginia 529 College Savings 250), ESPN2 (Green Flag: 01:45 Uhr)
18:00 Uhr Trucks Practice (Iowa), Fox Sports 2

Sonntag 08.09.2013
01:30 Uhr Sprint Cup Rennen (Federated Auto Parts 400), ABC (Green Flag 01:44 Uhr)
18:30 Uhr Trucks Qualifying (Iowa), Fox Sports 1
20:00 Uhr Trucks Rennen (Iowa, Fan Appreciation 200 Presented by New Holland), Fox Sports 1 (Green Flag: 20:17 Uhr)

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August 13 2013

06:15

NASCAR: Analyse Watkins Glen 2013

Watkins Glen hatte wieder einiges zu bieten und nach 90 Rennrunden konnte sich Kyle Busch – nach einigen vergeblichen Versuchen in den letzten Jahren – als Sieger in die Victory Lane stellen. Top-Favorit Marcos Ambrose erlebte hingegen einen rabenschwarzen Tag und fand sich schließlich in der Mauer wieder.

Cheez-It 355 at The GlenMit insgesamt acht Cautions wusste das Rennen auf “The Glen” dieses Jahr durchaus zu begeistern. Besonders zum Ende hin mehrten sich die Gelbphasen und Kyle Busch konnte sich endlich seinen lang ersehnten Sieg auf dieser Strecke sichern, nachdem er in den Vorjahren immer knapp gescheitert war. Es war bereits der dritte Saisonsieg für den jüngeren der Busch-Brüder und er kann somit – im Gegensatz zum letzten Jahr – sicher für den Chase planen. Die letzte Chance auf denselben hat dagegen Marcos Ambrose verspielt, nachdem er durch eine unglücklich fallende Caution zurückfiel und nach einem Restart in der Mauer landete. Vorher führte er den Großteil des Rennens unangefochten an und schien zum dritten Mal in Folge als Sieger den Rundkurs verlassen zu können. Doch es sollte alles anders kommen.

Beim Start in die 90 Runden startete Ambrose zum ersten Mal auf dieser Strecke von der Pole. Diese konnte er auch sofort umsetzen und sich vom restlichen Feld lösen. Hinter ihm platzierten sich Clint Bowyer und Martin Truex Jr., der das erste Rundkurs-Rennen dieser Saison in Sonoma gewinnen konnte. Bereits in Runde sechs wurde dann zum ersten Mal die gelbe Flagge geschwenkt, weil David Reutimann sein Auto in der vorletzten Kurve abgestellt hatte. Dies sollte Ambrose aber nicht weiter behindern, denn er konnte sich nach dem Fallen der grünen Flagge sofort wieder vom Feld absetzen. Truex hingegen verlor seinen dritten Platz an den starken AJ Allmendinger, der diese Position durch einen Zwischenfall im späteren Rennverlauf leider nicht halten konnte.

Ab der zwölften Runde wurde es dann wieder turbulenter. Den Anfang machte David Gilliland, der in der letzten Kurve die Mauer streifte und kurz darauf seine Box aufsuchen musste. Nur zwei Runden später versuchte Brad Keselowski, sich an Jamie McMurray in der ersten Kurve vorbei zu setzen und verlor beim Anbremsen sein Heck. Er erwischte leicht die rechte Seite des Autos von McMurray. Beide konnten aber ohne Probleme weiter fahren, ohne dass eine gelbe Flagge geschwenkt werden musste. Diese kam eine Runde später durch den zuletzt gut aufgelegten Jeff Gordon. Dieser fuhr ausgangs der Esses wegen seines untersteuernden Autos auf das Gras und drehte sich nach innen, wo er dann in die Mauer einschlug. Nach einer längeren Reparaturpause konnte er mit 23 Runden Rückstand und einer fehlenden Verkleidung an der Front das Rennen wieder aufnehmen und lief am Ende auf Platz 36 ein.

Beim Restart konnte sich Ambrose erneut durch- und absetzen. In Runde 30 suchte er dann zum ersten Mal seine Boxencrew auf und Kevin Harvick übernahm die Führung. Dieser war auf einer anderen Strategie unterwegs und hatte bereits in Runde 16 gestoppt. Dieser Plan sollte allerdings am Ende nicht aufgehen und Harvick überfuhr die Ziellinie schließlich als 13. In Runde 35 war dann das Rennen für Michael McDowell vorbei, der bis dahin überraschend unter den Top 15 fahren konnte. Grund für seinen Ausfall war eine verschobene Hinterachse. McDowell rollte seinen Ford langsam an die Box zurück, was die nächste Gelbphase hervorrief. Während der Gelbphase suchte auch der Zweitplatzierte Ron Fellows seine Box auf, allerdings zum Reifenwechseln und Nachtanken. Dies bescherte Marcos Ambrose wieder den zweiten Platz, direkt hinter Harvick. Dieser wurde direkt nach dem Restart im Inner Loop von Ambrose und dem späteren Sieger Kyle Busch überholt.

Eine Runde nach dem Restart wurde es erneut turbulent in den Esses, als Fellows in Kurve drei Travis Kvapil abräumte. Weiter hinten gerieten zudem Victor Gonzales Jr., Tomy Drissi und Landon Cassill aneinander. Gonzales und Drissi mussten das Rennen aufgeben und verteilten einiges an Flüssigkeiten auf der Strecke. Dies führte zur ersten und auch einzigen roten Flagge des Rennens, um die Aufräumarbeiten ungestört durchziehen zu können, nachdem es zuvor bereits zu einem kleinen Stau hinter dem Pace Car gekommen war. Während der roten Flagge wurden manche Piloten mit Wasserflaschen versorgt – es soll ja Serien geben, bei denen das ein Problem darstellen würde. Nach der 22 Minuten und elf Sekunden dauernden Rotphase bzw. Trinkpause ging es schließlich weiter. Ambrose konnte seine Führung verteidigen und lag weiter vor Kevin Harvick und Kyle Busch.

Unterdessen hatte Max Papis weiter hinten mehr Probleme. Er wurde eingangs des Inner Loops von Greg Biffle gedreht, konnte aber das Rennen ohne größere Probleme wieder aufnehmen. Wenige Runden später machte sich Kyle Busch selbst das Leben schwer, als er am Ausgang des Outer Loops ins Gras kam und einiges des Grüns vor seiner Kühlung aufsammelte. Ein Großteil des Grases konnte er aber kurze Zeit später hinter Jeff Gordon wieder vom Lufteinzug lösen und sein Rennen ungehindert fortsetzen. In Runde 59 ging dem Rennen von AJ Allmendinger dann wortwörtlich die Power aus. AJ rollte langsam und ohne Benzin an seine Box zurück und verlor jede Menge Plätze. Bis dahin lag er auf dem dritten Platz und hatte berechtigte Chancen auf ein Top-5-Ergebnis.

Eine Runde später, gerade als Kyle Busch an der Box stand, wurde erneut die gelbe Flagge geschwenkt, da Aric Almirola im Outer Loop in die Reifenstapel eingeschlagen war. Grund hierfür war ein geplatzter Vorderreifen, der Almirola direkt in die Reifen schickte. Für Ambrose lösten sich damit die letzten Chancen auf den Chase buchstäblich in Rauch auf, denn wegen der Caution fiel er zurück, da er als einer von wenigen Fahrern noch nicht an der Box zum zweiten Stopp war und diesen unter gelb absolvieren musste. Er fand sich beim Restart auf Platz 14 wieder, während Kyle Busch vor Truex das Rennen wieder aufnahm. Brad Keselowski war ebenfalls vorne mit dabei und diese drei Piloten lieferten sich einige packende Kämpfe, bei denen Kyle seine erste Position verteidigen konnte.

Währenddessen hingen Juan Pablo Montoya und Marcos Ambrose hinter Casey Mears fest. Noch weiter hinten im Feld sorgte Boris Said für einen kleinen Zwischenfall, als er beim Anbremsen auf die erste Kurve sein Heck verlor und leicht an den Reifen anschlug. Wenig später drehte sich Jeff Burton, der in der letzten Kurve von Casey Mears aufs Gras geschickt wurde. In beiden Fällen wurde keine Caution ausgelöst. Diese gab es erst kurze Zeit später in Runde 78, weil Travis Kvapil die Lauffläche seines Reifens verlor. Beim Restart wurde es dann erneut turbulent und wieder waren es die Esses. Dieses Mal verlor Kasey Kahne die Kontrolle über sein Auto, weil er von Matt Kenseth einen Schubser bekam. Nachdem Kahne in die Mauer einschlug, kam er wieder auf die Strecke zurück, direkt vor Dale Earnhardt Jr. Der konnte nicht mehr ausweichen und beschädigte sich sein Auto ebenfalls stark. Ein Tag zum Vergessen für Hendrick Motorsports, waren doch mit Gordon, Kahne und Earnhardt drei der vier Hendrick-Piloten in Unfälle verwickelt. Nur Johnson konnte sich mit Platz acht positiv hervorheben.

Nach den Aufräumarbeiten nahm das Rennen in Runde 85 wieder Fahrt auf, aber nicht lange. Marcos Ambrose, der kurz zuvor Probleme an der Hinterachse meldete, hatte in den Esses stark mit seinem Auto zu kämpfen und wurde schließlich von Max Papis am Heck erwischt. Ambrose drehte sich in die Mauer und nahm dabei auch noch Brian Vickers mit. Beide Autos waren zerstört und das Rennen für die Piloten der #9 und der #55 gelaufen. Max Papis machte auf diesem Wege erneut einige Position gut, was seine Crew mit einem “Good job, good job.” honorierte. Am Ende sollte es ein guter 15. Platz für den Ersatzmann von Tony Stewart werden. Besser platzierte sich Kyle Busch, der als Führender den letzten Restart zwei Runden vor Schluss einleitete. In einem engen Kampf konnte er sich schließlich durchsetzen und als Erster vor Brad Keselowski und Martin Truex Jr. die Ziellinie überqueren.

Kyle Busch findet sich nun auf dem fünften Platz in der Tabelle wieder und ist nicht zuletzt wegen seiner drei Siege sicher im Chase. Für Brad Keselowski und Martin Truex Jr. war es ebenfalls ein wichtiger Schritt in Richtung Chase. Beide konnten in der Tabelle vier Positionen gewinnen und finden sich jetzt auf Platz acht bzw. zehn wieder. Truex hat aber nur zwei Punkte Vorsprung auf Kurt Busch und drei Punkte auf Kasey Kahne. Jeff Gordon fällt nach seiner Aufholjagd zuletzt wieder auf Platz 13 zurück und muss nun 15 Punkte aufholen oder zumindest mal einen Sieg einfahren. Weitere Hoffnungen auf den Chase-Einzug können sich auch noch Ryan Newman, Jamie McMurray und Joey Logano machen. Der Kampf um die letzten Plätze für die Playoff-Runde geht nächste Woche in Michigan beim Pure Michigan 400 weiter.

Zum Abschluss nun wie gewohnt das Ergebnis, die Fahrer- und die Owner-Wertung.

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July 30 2013

06:00

NASCAR: Analyse Indianapolis 2013

Erst überraschend die Pole gesichert und dann auch noch gewonnen. Ryan Newman zeigt, wie man am besten mit einer Entlassung umgeht und lässt Jimmie Johnson in Indianapolis hinter sich, der über die meiste Zeit das langatmige Rennen beherrschte und erst am Ende durch einen Fehler seiner Crew zurück fiel.

Samuel Deeds 400 At The BrickyardÜber lange Zeit des Rennens konnte man sich fragen, ob man sich dieses nun weiter anschaut, oder doch lieber mit einem Topf voll Wasser auf den Balkon geht und diesem beim Verdunsten zu sieht. Doch am Ende sollte es doch noch spannender werden, da die Pit-Crew von Jimmie Johnson beim letzten Boxenstopp ein Fehler unterlief, welcher der #48 die Führung kostete. Den Rückstand konnte Johnson nicht mehr aufholen und Ryan Newman sich seinen ersten Sieg auf dem Brickyard sichern. Wie für Tony Stewart ist dieser Sieg auch für Ryan Newman etwas ganze besonderes, schließlich ist er zwei Stunden nördlich von Indianapolis in South Bend (Indiana) aufgewachsen. Doch der Sieg ist nicht nur als Gewinn des Heimrennens sehr wertvoll sondern auch als Bewerbungsschreiben für ein Cockpit für die nächste Saison, schließlich steht Newman nach dem Rauswurf bei Stewart/Haas-Racing noch ohne Vertrag für das kommende Jahr da. Die Chance, ihn nächste Saison wieder zu sehen, sollte nun aber erheblich gestiegen sein. Böse Zungen behaupten, manche brauchen erst eine Kündigung damit sie Leistung bringen. Dies könnte man auch bei Newman vermuten, denn schon im Qualifying, in das er als Letzter gestartet war, konnte er sich völlig überraschend die Pole Position mit Streckenrekord vor Jimmie Johnson sichern. Für ihn war es nicht nur die 50. Pole seiner Karriere, sondern auch die Erste seit September 2011.

Ab 19:22 Uhr MEZ galt es dann, diese gute Startposition in ein akzeptables Rennergebnis umzusetzen. Dies gelang Newman auch am Start und Jimmie Johnson verlor sogar seinen zweiten Platz an Carl Edwards, holte sich diesen aber schon in der zweiten Runde wieder zurück. Das Feld hatte sich recht schnell sortiert und die gerade mal 70.000 Zuschauer sahen ein vor sich hin plätscherndes Rennen. Den ersten Aufreger des Rennens gab es dann in Runde 13, als Publikumsliebling Dale Earnhardt Jr., 15 Runden vor den geplanten Boxenstopps, seine Mannschaft aufsuchte. Grund hierfür war ein lockerer Reifen hinten rechts. Mit vier frischen Pneus und aufgefülltem Tank ging es dann wieder zurück in das Rennen, allerdings mit einer Runde Rückstand. In Umlauf Nummer 25 kamen dann auch die anderen Piloten unter grün an die Box, beginnend mit Martin Truex Jr. und Denny Hamlin. Wenig später folgten auch Jimmie Johnson und Ryan Newman. Die Crew von der #48 lieferte wie gewohnt eine ausgezeichnete Arbeit ab und schaffte es Johnson Boxenstopp bereinigt auf Platz eins, vor Newman, zu bringen. Die beiden Fahrer waren auch die Einzigen die wirklich eine Siegchance hatten, konnten sie doch dem Feld locker mehrere Sekunden davon fahren.

Nach den ersten Boxenstopps passierte erst mal lange nichts, bis Burton in Runde 54 als Erster seine Crew zum zweiten Mal aufsuchte. Kurz darauf folgten ihm Johnson und Newman und fuhren in unveränderter Reihenfolge weiter. Es beschlich einen langsam das Gefühl, dass das ewig so weiter gehen könnte. Doch in Runde 59 kam auf einmal der Retter in der #32 in Person von Timmy Hill. Dieser kroch auf der Gegengeraden so langsam, dass zum ersten Mal die gelbe Flagge in diesem Rennen geschwenkt werden musste. Diese Gelbphase nutzten unter anderem Matt Kenseth und Jeff Gordon, um ihre noch ausstehenden Boxenstopps zu absolvieren. Die Führung ging somit wieder an Jimmie Johnson über, der vor Ryan Newman das Rennen in Runde 65 wieder aufnahm. Newman erwischte einen schlechten Restart und fiel auf Platz vier zurück. Carl Edwards und Kasey Kahne belegten nun die Positionen hinter Johnson.

Genau zur Halbzeit in Runde 80, nach einer Stunde und 16 Minuten Rennzeit, wurde die gelbe Flagge erneut geschwenkt. Schuld war diesmal Jeff Burton, der langsam aus Turn vier in die Boxengasse einrollte und schließlich die Garage aufsuchte. Einige Piloten nutzten diese Möglichkeit, um sich neue Reifen und Benzin zu holen, aber nicht alle. Joey Logano, Brad Keselowski, Jeff Gordon und Dale Earnhardt Jr. entschieden sich, draußen zu bleiben. Ein Kuriosum gab es dabei auch noch. Logano, in Turn vier vor Keselowski liegend, hatte sich schon zur Boxeneinfahrt einsortiert und wurde außen von Keselowski überholt. Als Logano sich doch noch gegen einen Stopp entschied und wieder auf die Strecke zurück kehrte, war Keselowski vor ihm. Die NASCAR entschied daraufhin, dass der Penske-Ford mit der #2 und nicht mit der #22 der Führende sei. So kann man also auch unter gelber Flagge überholen.

Mit Keselowski in Front ging es in Runde 86 weiter. Für Jeff Gordon lief es, ab diesen Moment, nicht mehr allzu gut, denn auf seinen alten Reifen konnte er den anderen Piloten absolut nichts mehr entgegen setzen. Nur sieben Runden nach der erneuten grünen Flagge kam er schon an die Box, vermutlich auch weil sein Motor aufgrund von Debris am Kühler zu warm wurde. Wenig später konnte Jimmie Johnson die Führung erneut übernehmen, da auch Logano und Keselowski an die Box kommen mussten. Zehn Runden später suchten die Führenden ebenfalls ihre Crew auf. Im Gegensatz zu Johnson verlief der Boxenstopp bei Newman nicht reibungslos und er verlor einige Sekunden auf die #48.

Dies sollte aber nicht weiter stören, da in Runde 114 zum dritten und letzten Mal eine Caution ausgelöst wurde. Der Grund war erneut Timmy Hill und wieder war er langsam auf der Gegengerade. Alle Gelbphasen des diesjährigen Brickyard 400 wurden also durch langsame Autos auf der Strecke ausgelöst. Beim Restart konnte sich Johnson wiederholt durchsetzen, auch wenn er Probleme mit durchdrehenden Reifen beim Anfahren hatte. Hinter ihm platzierten sich Joey Logano und Dale Earnhardt Jr., der sich nach seinen Problemen am Anfang des Rennens wieder nach vorn kämpfen konnte. Beide Fahrer wurden allerdings recht zügig vom starken Ryan Newman überholt. Dieser versuchte nun, Boden auf Johnson gut zu machen.

In Runde 133 kam Jimmie Johnson dann zu seinem finalen Boxenstopp und ausgerechnet dieser sollte ihm das Rennen kosten. Beim Reifenwechsel hinten links kam es zu einer Verzögerung und Johnson konnte erst nach 18 Sekunden Standzeit wieder das Rennen aufnehmen. Dies nutzte Ryan Newman eine Runde später bei seinem Stopp aus und setzte sich mit sieben Sekunden vor Johnson in Front. Bemerkenswert hierbei war, dass die #39 im Gegensatz zur #48 nur zwei statt vier neue Reifen bekam. Für die letzten Runden war also noch für Spannung gesorgt und Johnson hob diese aufrecht. Schnell war er bis auf drei Sekunden ran, doch dann ging es nicht weiter voran und Newman konnte die Führung sogar wieder ausbauen. Nach 160 Runden gelang es dem “Rocket-Man” schließlich als Erster, vor Johnson, den Ziegelstein-Streifen zu überqueren und sicherte sich damit seinen ersten Sieg im Heimrennen.

Auf Platz drei kam Kasey Kahne im Hendrick-Chevy vor Lokalmatador Tony Stewart ins Ziel. Überraschend war, dass sich Earnhardt Jr. nach seinen anfänglichen Problemen noch den sechsten Platz sichern konnte und dass diesmal kein einziges Team Start & Park betrieb. Enttäuscht hat hingegen Danica Patrick. Während ihre Teamkollegen in den Top fünf landeten schaffte sie gerade einmal den 30. Platz. Ebenfalls ernüchternd fiel das Resultat für Brad Keselowski aus, welcher durch die 21. Position wieder aus dem Chase fällt. Ryan Newman darf sich hingegen wieder ernsthafte Hoffnungen auf den Einzug in die Playoff-Runde machen, hat er doch nur noch 20 Punkte Rückstand auf den auf zwölf platzierten und mit einem Sieg ausgestatteten Martin Truex Jr.

Zum Abschluss gibt es wie gewohnt noch als PDF das Rennergebnis und die Stände zur Fahrer- und Owner-Wertung. Nächste Woche geht es für den Sprint Cup weiter zum zweiten Rennen auf dem Pocono Raceway.

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