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October 15 2013

11:24

NASCAR: Analyse Charlotte Oktober 2013 / Gedanken zur Aerodynamik / Status bei Michael Waltrip Racing

Da dominieren die Piloten von Hendrick Motorsports gemeinsam 313 von 334 Runden in Charlotte und am Ende gewinnt etwas überraschend Brad Keselowski. Bei nur vier Gelbphasen und einer Menge Green-Flag-Racing zeigte sich dieses Mal das große Problem des Sprint Cups vollumfänglich: die Clean- bzw. Dirty-Air beim Gen6!

NASCAR_NSCS_CMS_Brad_Keselowski_Win_BurnoutViel Spannung bot das letzte Nachtrennen der NASCAR-Saison nun wahrlich nicht auf, vor allem der zweiten Rennhälfte fehlten nahezu komplett die Cautions. Einige Gelbphasen hätten dem Rennen aber wirklich gut getan, wie man so schön sagt, denn mit der Hilfe von etwas Mystery-Debris wäre das Feld vermutlich nicht so weit auseinandergezogen worden. Zum Schluss befanden sich nur noch 13 Autos in der Führungsrunde, was man einer späten Caution zu verdanken hatte, sonst wären es maximal nur noch die Top10 gewesen. Das alles zeigte deutlich: Der Sprint Cup muss dringend die Aerodynamik des Gen6 überarbeiten! Doch darauf komme ich später im Artikel noch einmal zurück und werde ebenso auf die sich überschlagenden Ereignisse bei Michael Waltrip Racing eingehen. Zunächst lassen wir das Rennen vom Wochenende kurz Revue passieren:

325 Umläufe überbot man sich bei Hendrick Motorsports boxenstoppbereinigt an der Spitze des Feldes und ließ sich so sage und schreibe 313 von 334 möglichen Führungsrunden gutschreiben. Polesitter Jeff Gordon befand sich nur bis zur ersten Gelbphase in der Spitzenposition und übergab danach an Dale Earnhardt Jr, welcher allerdings mit Müll auf seinem Kühlergrill haderte und daraufhin Kasey Kahne passieren ließ. Weil Junior sein Debris an dessen Heck nicht abschütteln konnte, fiel er weiter zurück und probierte es schließlich erfolgreich bei Jimmie Johnson. Die so wichtige Track-Position war allerdings weg und weil die #88 später erneut etwas aufsammelte und ihr letztendlich in der Nacht das Handling abhandenkam, war im Jubiläumsrennen von Earnhardt leider nur Rang 15 drin.

An einer Fahrt in die Victory-Lane zeigten sich grundsätzlich Jimmie Johnson (130) und Kasey Kahne (138) am interessiertesten, die bis zur vierten, letzten und damit auch entscheidenden Caution in Runde 308 die meisten Umläufe in Führung verbracht hatten. Die Ausgangslage beim Auffinden des mysteriösen Debris präsentierte sich wie folgt: Johnson und Kahne verfolgt durch Kyle Busch und Matt Kenseth, die den Hendrick-Piloten als einzige Mitstreiter Konkurrenz bieten konnten. Dahinter lauerten Brad Keselowski und Jeff Gordon auf ihre Chance. Bei Kahne und Gordon versuchten es die Crew-Chiefs mit nur zwei neuen Reifen, was beide Fahrer vor Johnson, Kenseth, Busch und Keselowski in die erste Reihe für den Restart spülte.

Es folgte die einzig spannende Phase des Rennens – die Schlussphase über 23 Runden: Jimmie Johnson vergab seine Siegchance direkt beim Restart mit Übersteuern zwischen Turn 1 und 2. Zwar verlor er gleich einige Plätze, konnte sich aber bis zur karierten Flagge noch bis auf Rang 4 nach vorne arbeiten. Unterdessen fiel aber Jeff Gordon (7.) zurück, dem die nur zwei neuen Reifen weniger gut bekamen als seinem Teamkollegen an der Spitze. Sogar Kyle Busch (5.) und Kevin Harvick (6.) schoben sich noch an Gordon vorbei. Vorne lag plötzlich das Auto von Brad Keselowski wie ein Brett auf der Straße und so arbeitete sich der (nicht mehr lange) amtierende Champion zunächst nach fünf Runden an Matt Kenseth (3.) vorbei und fuhr anschließend Sturm auf Kasey Kahne, der zuvor noch vom Kampf um Position 2 profitieren konnte.

Mit seinen nur zwei neuen Reifen hatte Kasey Kahne (2.) aber schließlich keine Chance gegen den frischer bestückten Brad Keselowski, auch wenn sich beide Piloten rundenlang ein sehenswertes Duell lieferten. Neun Runden vor dem Ende war die Suppe dann ausgelöffelt und Keselowski das erste Mal in diesem Jahr in die Victory-Lane gefahren. Diesen Sieg hat Brad sich wirklich verdient, da er ihn auf der Rennstrecke erkämpfen konnte. Wie gut sein Penske-Ford in den Schlussrunden lag, zeigte seine Herkunft beim Restart. Innerhalb von nur 14 Runden fuhr er die blaue #2 von Rang 6 an die Spitze – eine beeindruckende Leistung! Dabei hatte er es auch im Rest des Rennens nicht einfach, da er von Startplatz 23 kam und bei einem Boxenstopp noch eine Strafe kassierte, weil er den Wagenheber eine Runde mit um die Strecke nahm.

Der Erfolg von Brad Keselowski war zudem der erste Sieg eines Nicht-Chase-Teilnehmers seit Kasey Kahne in Phoenix 2011. Weil die Playoff-Meute jedoch direkt hinter ihm einfuhr, ergab sich keine nennenswerte Verschiebung in der Meisterschaftstabelle. Diese ist aber am nächsten Wochenende in Talladega nahezu garantiert.

Vielleicht sollte ich unseren Debütanten Kyle Larson noch kurz erwähnen, der leider mit einem Motorschaden in Runde 247 ausschied. Larson konnte sich bis dahin allerdings exzellent verkaufen und hielt sich über weite Strecken der Nacht in den Top20 auf. Wenn er in Martinsville noch so ein gutes Resultat einfahren kann, muss ich meine Bedenken zu einem möglicherweise verfrühten Cup-Einsatz wohl zurückziehen.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden. Es folgt wie gewohnt die Übersicht zu den Punkteständen bei den Fahrern und in der Owner-Wertung (Achtung: Alles PDF-Dateien!).

Wie versprochen folgen nun noch einige Gedanken zum Thema Aerodynamik: Am Wochenende zeigte sich sehr deutlich, dass es derzeit nahezu unmöglich ist, den Führenden mit seinem Bonus der Clean-Air zu überholen. Erst wenn der Spitzenreiter selbst in die Dirty-Air der zu überrundenden Fahrzeuge gerät, bekommen die Verfolger wieder eine theoretische Chance. Das Problem ist dann nur, dass die Führung zu diesem Zeitpunkt bereits auf einige Sekunden angewachsen ist. Immerhin haben die NASCAR-Offiziellen dies erkannt und arbeiten derzeit fieberhaft an einer Verbesserung des Wettbewerbs auf der Strecke. Direkt nach dem Rennen in Charlotte fanden umfangreiche Testfahrten mit vielen Teams statt, bei denen insgesamt sieben Neuerungen evaluiert wurden.

Da die NASCAR sich häufig sehr bedeckt hält, was interne Prozesse angeht, gerieten bisher nur einige wenige Experimentierfelder an die Öffentlichkeit. So spielt man zurzeit mit veränderten Größen der Spoiler an Heck, Kofferraum und Dach. Nun ergibt sich allerdings ein Problem, denn natürlich produzieren diese Luftleitbleche eine Menge Dirty-Air, gleichzeitig sind sie aber äußerst wichtige Sicherheitsfeatures. So verhindern die Kofferraum- und Dachspoiler gemeinsam mit den Roof-Flaps, dass sich die Fahrzeuge bei einem Dreher jenseits von 150 mph plötzlich in die Luft erheben und überschlagen. Weiterhin stabilisieren sie gemeinsam mit dem Heckspoiler die Wagen in den Turns, damit die Autos diese Geschwindigkeiten überhaupt erst gefahrlos erreichen können.

Ob die NASCAR das Überholproblem also mit einem Spoiler-Tweaking lösen kann, bleibt abzuwarten. Zusätzlich steht daher auch die umstrittene minimale Fahrzeughöhe auf dem Prüfstand, für deren Einhaltung vor und nach dem Rennen die Teams Unsummen in Form von Spezialdämpfern und -federn ausgeben. Ich sehe derweil schon die ersten Boxenstopps misslingen, weil der Wagenheber plötzlich nicht mehr unter das Auto passt, denn die Grundidee ist klar: Im Normalfall möchte man das Auto so tief wie möglich auf die Strecke drücken, damit man durch die überströmende Luft ein Maximum an Downforce generieren kann. Grundsätzlich ist eine Liberalisierung hier wünschenswert, um die Kosten zu drücken. Dass aber weniger Dirty-Air hinten austritt, ist unwahrscheinlich.

Weiterhin sind übrigens Testfahrten auf dem Texas Motor Speedway geplant, einem weiteren 1,5-Meilen-Oval und damit dem Kernproblem des Gen6. Hoffen wir, dass es den NASCAR-Offiziellen bis zum Beginn der nächsten Saison gelingt, den Wettbewerb auf der Strecke zu verbessern. Ich sehe bei der Aerodynamik leider wenig Handlungsspielraum und würde stattdessen lieber auf mehr Variabilität beim mechanischen Grip setzen – sprich den Reifenhersteller Goodyear in die Pflicht nehmen.

Drunter und drüber geht es derzeit auch bei Michael Waltrip Racing, wo die Verantwortlichen nach dem Wochenende reinen Tisch machen wollten und sich prompt mit weiteren Schwierigkeiten konfrontiert sahen: 2014 wird MWR nun nach dem Ausstieg von Sponsor NAPA an der #56 nur noch mit zwei Vollzeitautos an den Start gehen. Den zugehörigen Piloten Martin Truex Jr hatte man ja zuvor schon für Verhandlungen mit anderen Teams mehr oder weniger freigestellt, da der dritte Wagen nur noch auf Teilzeitbasis eingesetzt werden soll, u. a. mit Teamchef Michael Waltrip im Daytona 500. Truex besitzt unterdessen glücklicherweise eine gute Chance, bei Furniture Row Racing einzusteigen, die immer noch auf der Suche nach einem Ersatz für den scheidenden Kurt Busch sind.

Dann kam die Nachricht oder sagen wir besser Hiobsbotschaft, dass Brian Vickers mindestens bis zum Saisonende ausfällt, da bei einem medizinischen Check ein Blutgerinnsel in seiner rechten Wade gefunden wurde. Da die Ärzte ihn sofort auf blutverdünnende Medikamente setzten, darf er aufgrund des erhöhten Risikos bei einem etwaigen Unfall und dabei möglicherweise auftretenden Blutungen selbstverständlich kein Rennauto mehr bewegen.

Für Vickers ist dies unterdessen keine unbekannte Diagnose, da er schon 2010 ein halbes Jahr aufgrund von Blutgerinnseln in Lunge und Beinen aussetzen und sogar eine Herz-OP über sich ergehen lassen musste. Die gute Nachricht ist aber, dass die Ärzte nur von einem vergleichsweise kleinen Rückschlag ausgehen und für 2014 positiv gestimmt sind. In Talladega wird Michael Waltrip die #55 planmäßig pilotieren, die Bekanntgabe eines Ersatzmannes für den Rest des Jahres steht allerdings noch aus. An dieser Stelle wünschen wir Brian eine schnelle Genesung!

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October 11 2013

05:15

NASCAR: Vorschau Charlotte Oktober 2013

Am Wochenende legen die NASCAR-Piloten den letzten Stein für die Halbzeit des diesjährigen Chase, wenn zudem das letzte Nachtrennen der Saison auf dem Charlotte Motor Speedway ausgetragen wird. Wir schauen in dieser Vorschau auf die Situation an der Tabellenspitze und beschäftigen uns auch kurz mit den Verfolgern.

boa500_10Unglaublich: Da ist man mal ein Wochenende in Italien und die NASCAR zieht ein wahnsinnig spannendes Rennen ab! Vielleicht sollte ich öfter verreisen, damit ihr mal unterhaltsame Sonntage verbringen könnt… ;o) Der Alternativvorschlag wäre, dass Goodyear weiterhin so „tolle“ Neuentwicklungen mit an die Strecke bringt wie diesen Multi-Zone-Tread-Reifen, der sein Pensum komplett erfüllt hat oder auch nicht – je nachdem aus welchem Blickwinkel man die ganze Sache betrachtet. Ob die neue Technologie an diesem Wochenende in Charlotte zum Einsatz kommen wird, ist mir leider nicht bekannt. Zumindest in Atlanta hat der Pneu eigentlich ganz gut bei nächtlichen Temperaturen funktioniert und viele verschiedene Strategien zugelassen, aber die Streckenbeläge sind halt schon wahnsinnig unterschiedlich.

Zunächst ein paar Eckdaten zum Charlotte Motor Speedway und dem Rennen am Wochenende: Zum letzten Mal in dieser Saison wird ein Nachtrennen ausgetragen und zwar auf der Strecke, welche direkt in der NASCAR-Hauptstadt liegt: 99,9% der Teams (alle außer Furniture Row Racing) operieren rund um das 1,5-Meilen-Intermediate-Oval mit 24 Grad Banking. Gemeinsam mit Atlanta und der noch recht jungen Strecke in Texas bildet Charlotte quasi die Speerspitze der Quad-Oval-Cookie-Cutter-Speedways. Das heißt, sie sehen sich so ähnlich, als wären sie mit einer Plätzchenform aus dem Kuchenteig gestanzt worden. Da zudem 50% aller Chase-Rennen auf 1,5-Meilern ausgetragen werden, muss man hier besonders fit sein, wenn der Pott anschließend das eigene Trophäenzimmer aufwerten soll.

Ein Name, der da spontan ins Bild ragt, ist definitiv Jimmie Johnson: Vom fünfmaligen Cup-Champion sagt man nämlich gerne, dass Charlotte sein Wohnzimmer sei und sechs Siege in ca. 10 Jahren sprechen da schon eine deutliche Sprache. Zudem gewann Johnson noch zwei Mal das All-Star-Rennen jeweils eine Woche vor dem Coca-Cola 600. In der Meisterschaft ist er trotz allem derzeit der konstanteste und kompletteste Fahrer, auch wenn er derzeit winzige drei Pünktchen hinter Tabellenführer Kenseth zu finden ist.

Matt Kenseth musste letzte Woche in Kansas einige Federn lassen und konnte mit einer Kevin-Harvick-Gedächtnis-Platzierung in Form von Rang 11 wertvolle Punkte im Titelkampf retten. Noch einmal darf ihm ein Ausrutscher außerhalb der Top10 aber nicht passieren, dafür macht Johnson derzeit zu wenig Fehler. Unterschätzen sollte man Kenseth aber niemals nicht, denn immerhin holte er fünf seiner sechs Saisonsiege auf eben jenen, so wichtigen 1,5-Meilen-Ovalen. Am Wochenende könnte sich pünktlich zur Halbzeit zeigen, ob Kenseth oder doch Johnson die besseren Karten für den Rest der Playoffs auf der Hand hat.

Dagegen hat Kyle Busch (-35) vorerst sein Blatt aus der Hand gegeben, nachdem er in Kansas ein wahres Desaster erlitt und mit einem eigentlich Chase-zerstörenden DNF nach Unfall ausschied. In der Meisterschaft kostete ihn dies wertvolle Plätze, denn er ist nun auf Rang 5 hinter Kevin Harvick (-25) und Jeff Gordon (-32) abgerutscht. Diese kleine aber feine Gruppe bildet derzeit das Verfolgerfeld der beiden Favoriten an der Spitze und kann sich jederzeit mit einer Fahrt in die Victory-Lane wieder vorne ins Spiel bringen. Das zeigte nicht zuletzt Harvick am letzten Wochenende mit seinem dritten Saisonerfolg.

Die Top13 teilen sich an dieser Stelle in zwei ungleichgroße Gruppen auf, denn für Greg Biffle (-44) auf Rang 6 ist es bis zur roten Chase-Laterne in Händen von Kasey Kahne (-83) ein fast genauso weiter Weg nach hinten wie nach vorne an die Spitze. Dazwischen warten mit Kurt Busch (-47), Dale Earnhardt Jr (-54), Clint Bowyer (-55), Joey Logano (-59), Carl Edwards (-60) und Ryan Newman (-73) nicht wenige Piloten immer noch auf ihren ersten Saisonsieg. Wo genau ihr nun schon die Linie ziehen wollt, ab welcher der Kampf um den Titel nahezu aussichtlos ist, bleibt komplett euch überlassen. Ich schreibe jedenfalls niemanden komplett ab, da mit Talladega und Martinsville noch zwei Kleinholzstrecken direkt aufeinander folgen.

Ich gebe aber gerne zu, dass für die genannten Verfolger vermutlich schon mehr als eine erste (oder weitere) Fahrt in die Victory-Lane des Jahres 2013 her muss. Schön wäre so ein Erlebnis sicher für Dale Earnhardt Jr, der an diesem Wochenende bereits sein Cup-Rennen #500 feiern wird und zuletzt recht starke Ergebnisse einfahren und sich viele Führungsrunden gutschreiben lassen konnte.

Nicht so rosig sieht es derweil für Travis Kvapil aus, der am Dienstag von der Polizei wegen eines mutmaßlichen häuslichen Angriffs auf seine Frau verhaftet wurde. Zwar befindet Kvapil sich derzeit gegen Zahlung einer Kaution wieder auf freiem Fuß, aber ob BK Racing ihn in der Nacht von Samstag auf Sonntag in die #93 setzen wird, steht zur Stunde noch aus. Besonders pikant ist die Tatsache, dass sein Rennstall ungefähr zur Zeit des Vorfalls ein Bild der eigenen beiden Rennwagen auf Twitter postete, welche mit Schleifen versehen waren, die auf Brustkrebsvorsorge und die Prävention von häuslicher Gewalt aufmerksam machen sollten. Aua, ein blöderes Timing kann man dann auch nicht erwischen!

Zum Abschluss folgen an dieser Stelle wie gewohnt noch die Links (PDF) zu den aktuellen Ständen in der Fahrer- und Owner-Wertung sowie die Entry-List und einen Zeitplan für das TV-Programm vom Rest-Wochenende. Die ersten Trainingssessions und das Cup-Qualifying sind aufgrund des Nachttermins schon am gestrigen Donnerstag über die Bühne gegangen.

Freitag, 11.10.
21:00 Uhr, Sprint Cup Series Practice, FOX Sports 2
22:00 Uhr, Nationwide Series Qualifying, FOX Sports 2
00:00 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, FOX Sports 2
01:30 Uhr, Nationwide Series Rennen (Dollar General 300), ESPN2 ab 1 Uhr

Samstag, 12.10.
01:30 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Bank of America 500), ABC / Motorvision TV ab 1 Uhr

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May 17 2013

06:15

NASCAR: Vorschau All-Star Race 2013

Auch an diesem Wochenende geht es in der NASCAR um die Wurst, allerdings nicht in Form von Meisterschaftspunkten. Stattdessen bietet das jährlich stattfindende All-Star-Rennen den Teilnehmern einen besonderen Anreiz, da der Gewinner dieses Show-Events mit einer oder sogar zwei Millionen US-Dollar nach Hause fahren wird.

allstar 13 300x160 NASCAR: Vorschau All Star Race 2013Einmal im Jahr trifft sich die NASCAR-Elite auf ihrer Hausstrecke, dem Charlotte Motor Speedway, um einen großen Batzen Geld zu verteilen und dabei ausnahmsweise einmal nicht auf die Meisterschaftspunkte zu schielen. Das sorgt dann meistens dafür, dass die Fahrer ihrem Crew-Chief lieber nur das Lenkrad des Wagens zurückbringen als am Ende Zweiter zu werden und daraus bezieht das All-Star-Rennen seinen ganz besonderen Reiz. Seit 1985 gibt es dieses spezielle Event, welches zudem nach einem besonderen Modus ausgetragen wird, auf den ich noch genauer eingehen werde. Natürlich darf auch nicht jeder an diesem Rennen teilnehmen, also werfen wir im Folgenden ebenfalls einen Blick auf die speziellen Qualifikationskriterien. Einziger Wehrmutstropfen dürfte dagegen die Übertragungszeit sein, denn das All-Star-Rennen findet unter Flutlicht statt.

DIE TEILNEHMER:

Teilnahmeberechtigt sind in erster Instanz alle Rennsieger der Saisons 2012 und 2013. Dazu gesellen sich die Sprint Cup Champions und die Gewinner der All-Star-Rennen der letzten zehn Jahre, sollten sich diese noch nicht über eine Fahrt in die Victory-Lane qualifiziert haben. Welche 19 Fahrer dies im Einzelnen sind, könnt ihr der unten verlinkten Entry-List entnehmen.

Natürlich bekommt aber auch der Rest der Meute eine Chance, bei den Großen mitzuspielen. Um noch kurzfristig ins All-Star-Rennen zu gelangen, muss man zunächst an einem speziellen Qualifikationsrennen – dem sogenannten Sprint Showdown – teilnehmen. Dafür sind alle Piloten startberechtigt, welche in der letzten Saison in den Top50 der Fahrerwertung lagen, 2013 schon ein Rennen mitgefahren sind oder sich in diesem Jahr an der Qualifikation zum Daytona 500 versucht haben. Die beiden bestplatzierten Piloten des Showdown rücken in das Hauptevent auf, sofern sich ihr Wagen noch in einem rennbereiten Zustand befindet.

Die dritte Teilnahmemöglichkeit ist der Fan-Vote, bei dem man auf der NASCAR-Homepage schon seit Jahresbeginn für seinen Lieblingsfahrer abstimmen kann. Für diese Wildcard gelten übrigens dieselben Regeln wie für den Sprint Showdown und das bedeutet, dass ich auch dann nicht mitfahren darf, wenn ihr alle für mich abstimmen solltet. Vermutlich wird dieser 22. und letzte Teilnehmerplatz aber ohnehin ziemlich sicher an Danica Patrick gehen, da sich Dale Earnhardt Jr schon anderweitig qualifiziert hat. Ein Fan-Vote-Duell zwischen den beiden beliebtesten aktiven NASCAR-Piloten könnte uns aber schon im nächsten Jahr erwarten.

DER MODUS:

Das Format ist in diesem Jahr recht einfach zu erklären: Es gibt zunächst vier Segmente über jeweils 20 Runden, welchen ein fünfter Abschnitt über 10 Umläufe folgt, in dem nur die Runden unter grüner Flagge zählen. Die Teams müssen vor diesem finalen Sprint einen Boxenstopp absolvieren, bei welchem alle vier Reifen am Wagen zu wechseln sind. Die Startreihenfolge des letzten Segments ergibt sich aus der durchschnittlichen Platzierung in allen anderen vier Abschnitten.

Der Fokus wurde also ein wenig von den Boxencrews genommen, die in den letzten Jahren weit mehr über Wohl und Wehe ihres Fahrers entschieden haben. So entfällt zum Beispiel die zuvor Boxenplatz-vergebende Pitcrew-Challenge, weil Sponsor Sprint sich davon zurückgezogen hat. Auch der Pflichtstopp nach Segment 4 spielt für die Reihenfolge des Finales keine Rolle mehr. Dafür ist die Mannschaft im Qualifying für das All-Star-Rennen gefragt, welches ebenfalls ein besonderes Format verwendet. Im Gegensatz zum üblichen Run über zwei Runden – von denen die schnellere zählt – müssen die Piloten deren drei absolvieren, wobei im Verlauf dieses Runs auch alle vier Reifen zu wechseln sind. Am Ende zählt die Gesamtzeit des Runs. Zusätzlich wird übrigens das Speedlimit in der Boxengasse aufgehoben, weil sich ja nie mehr als ein Fahrzeug gleichzeitig auf der Strecke befindet.

Der Sprint Showdown läuft über 40 Runden, aufgeteilt in zwei gleichlange Segmente. Das separate Qualifying dafür findet nach den normal üblichen NASCAR-Regeln (s. o.) statt.

Was fehlt noch? Richtig, die Belohnung: Der Sieger des All-Star-Rennens erhält zumindest eine Million US-Dollar. Der Satz hört sich jetzt etwas komisch formuliert an, aber das liegt daran, dass diese Summe auch noch verdoppelt werden kann. Sollte ein Fahrer alle fünf Segmente für sich entscheiden, dann zahlt Speedway-Besitzer Bruton Smith seinen „Bruton’s Big Bonus“ aus und der Gewinner bekommt satte zwei Millionen US-Dollar – sicherlich ein netter Anreiz, immer ganz vorne zu bleiben!

Zum Abschluss folgt an dieser Stelle wie gewohnt noch ein Link (PDF) zur Entry-List und ein Zeitplan für das TV-Programm vom Wochenende. Wie angekündigt, werde ich aufgrund des Spaß-Charakters auf eine Analyse des All-Star-Rennens verzichten. Eventuelle besondere Vorkommnisse reiche ich aber natürlich in der Vorschau zum Coca-Cola 600 nach.

Freitag, 17.05.
16:30 Uhr, Truck Series Final Practice, SPEED
18:00 Uhr, Sprint Cup Series Showdown Final Practice, SPEED
19:30 Uhr, Sprint Cup Series All-Star Final Practice, SPEED
22:00 Uhr, Truck Series Qualifying, SPEED
23:00 Uhr, Sprint Cup Series Showdown Qualifying, SPEED
00:00 Uhr, Sprint Cup Series All-Star Qualifying, SPEED
02:00 Uhr, Truck Series Rennen (North Carolina Education Lottery 200), SPEED

Samstag, 18.05.
01:30 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Sprint Showdown), SPEED
03:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (All-Star Race), SPEED

 NASCAR: Vorschau All Star Race 2013

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October 19 2011

06:13

NASCAR: Analyse Charlotte / Vorschau Talladega Oktober 2011

Am letzten Wochenende ging die erste Chase-Hälfte zu Ende und brachte auf dem Charlotte Motor Speedway womöglich eine kleine Vorentscheidung in der Meisterschaft mit sich. Schon am Sonntag geht es aber in Talladega weiter, wo sich das Blatt in der Restrictor-Plate-Lotterie natürlich jederzeit wieder wenden könnte.

Die NASCAR-Berichterstattung vom vergangenen Wochenende kommt dieser Tage etwas später, da die emotionale Aufarbeitung der tragischen Geschehnisse vom Sonntag in Las Vegas erstmal Vorrang vor dem Tagesgeschehen haben sollte. Weil mir wie sicherlich vielen von euch in den letzten beiden Tagen nicht so wirklich nach Motorsport – geschweige denn Oval-Rennen – war, habe ich mich für eine Kompromisslösung entschieden: In dieser Woche gibt es ausnahmsweise einen Kombi-Artikel bestehend aus Analyse des Charlotte-Rennens und einer kleinen Vorschau auf Talladega am kommenden Sonntag. So steht uns der Rest der Woche noch für etwas mehr Besinnung zur Verfügung, anstatt groß die Freuden des Motorsports zu preisen. An dieser Stelle möchte ich mich, bevor wir zum eigentlichen Artikel kommen, noch den zahlreichen Kommentaren auch hier im Racingblog anschließen: Rest in Peace, Dan Wheldon! You will be missed! Als jahrelanger Beobachter des amerikanischen Motorsports kann ich das Ergebnis des traurigen Tages immer noch nicht richtig begreifen und erfassen…

Analyse Charlotte Oktober 2011

Da ist es zwar eher zweitrangig, dass Matt Kenseth am Wochenende in Charlotte sein drittes Saisonrennen gewinnen konnte und Jimmie Johnson sich nach einem Unfall möglicherweise schon aus dem Titelrennen verabschiedet hat, doch lasst uns ein wenig ablenken und zurückblicken: Die ersten knapp zwei Drittel des Rennens blieben auffällig ruhig und wurden nur durch zwei Gelbphasen unterbrochen. Diesen Teil des Tages konnten vor allem Tony Stewart und Greg Biffle für sich nutzen, wobei sie knapp die Hälfte der zu vergebenden Führungsrunden für sich beanspruchten. Vor allem Biffle konnte lange Zeit über das Rennen nach Belieben bestimmen, nachdem er Smoke kurz nach den ersten Green-Flag-Pitstops in Runde 50 die Spitzenposition abgenommen hatte.

Doch sein Tag sollte es nicht werden, denn nach weiteren Boxenstopps unter grüner Flagge in Umlauf 125 vergaß seine Mannschaft beim Reifenwechsel eine Radmutter aufzuziehen, was Biffle zu einem erneuten Besuch bei seiner Crew zwang. Glücklicherweise gab es schon kurz danach eine Caution, wodurch er direkt seinen Rundenrückstand per Lucky-Dog wieder aufholen konnte. Zwar konnte Biffle später wieder in die Top5 vordringen, jedoch beendete ein Feindkontakt mit Tony Stewart und Außenmauer knapp 35 Runden vor Schluss sämtliche Hoffnungen auf einen Sieg. Greg Biffle kam nur auf Platz 15 ins Ziel, was jedoch nicht so wichtig ist, da er ohnehin nicht am diesjährigen Chase teilnimmt.

Nachdem Biffle sich aus der Spitzengruppe verabschiedet hatte, nahm der spätere Rennsieger Matt Kenseth für knapp 20 Runden seinen Platz ein, bevor Tony Stewart ihm mit einem Two-Tire-Stop während Caution #2 in Umlauf 149 die Führung wieder abjagte. Der Chevrolet mit der #14 lief anschließend in der nachfolgenden Grünphase nicht langsamer als erwartet, da um ihn herum viele andere Fahrer ebenfalls mit nur zwei neuen Reifen pokerten. Chad Knaus und Jimmie Johnson setzten in dieser Gelbphase dagegen auf vier Pneus und verzockten sich gewaltig, denn ihre Restart-Position war anschließend nicht mehr die 3, sondern die 15! Das Gerangel im Mittelfeld sollte Johnson später auch noch das Rennen versauen.

An zweiter Stelle startete Kyle Busch nach besagter Gelbphase zurück ins Renntempo und benötigte einen kompletten Fuel-Run (50 Umläufe), bevor er seinerseits für etwas mehr als 100 Runden die Führung übernehmen konnte und die letzte Phase des Rennens einleitete. Ursache für den Positionsverlust bei Stewart war letztendlich die Leistung der eigenen Mannschaft, denn sein Team konnte ihn nach einem anstehenden Boxenstopp unter grüner Flagge lediglich als Dritten zurück auf die Strecke bringen. Die nächsten vier (teilweise direkt aufeinander folgenden) Cautions überstand Busch noch als Leader, da er sich bei jedem Restart gegen die Konkurrenz durchsetzen konnte, doch in Runde 310 kam die Wende:

Nachdem Matt Kenseth bei fast allen Restarts zuvor die Räder durchdrehen ließ und mehrere Plätze verlor, erwischte er beim vorletzten Neustart einen Riesen-Lauf. Innerhalb von nur fünf Runden knackte er zunächst Carl Edwards und zog anschließend tatsächlich auch an Kyle Busch vorbei. Doch Kenseth hatte noch eine letzte Schwierigkeit zu überstehen, denn Jimmie Johnson verlor bei seiner Aufholjagd am Ende der Top10 liegend sein Auto im Positionskampf aus der Kontrolle und schlug sehr hart frontal in die SAFER-Barrier ein.

Der Unfallhergang erinnerte mich sehr an den fatalen Crash von Dale Earnhardt Sr. damals in Daytona, denn auch Johnson geriet beim Korrigieren auf den Apron und krachte anschließend fast im 90°-Winkel frontal in die Mauer. Schon beeindruckend zu sehen, wie in den letzten zehn Jahren der Sicherheit Rechnung getragen wurde. Auf einen Videolink verzichte ich an dieser Stelle, der geneigte Zuschauer wird sicherlich eigenständig bei YouTube fündig werden. Jedenfalls ließ sich in der Wiederholung sehr gut die Energie-absorbierende Wirkung der SAFER-Barrier erkennen. Johnson wurde zwar ordentlich durchgeschüttelt und sprach anschließend von einem „hard hit“, blieb jedoch zum Glück unverletzt.

Zurück zum Finale: Ausgerechnet beim letzten Restart gelang es Kyle Busch nicht, dagegen zu halten, womit Matt Kenseth anschließend ungefährdet seinen dritten Saisonsieg einfahren konnte. Busch hingegen musste sich noch in eine Auseinandersetzung mit Carl Edwards begeben, doch Kyle setzte sich schlussendlich gegen einen wieder sehr konstanten Ford-Piloten durch. Die Top5 komplettierten die temporär gut zu Recht kommenden Kasey Kahne und Marcos Ambrose. Alleine Kahne holte sich das dritte Top5-Ergebnis in Folge ab und unterstricht damit seine Vorfreude auf Hendrick Motorsports 2012.

Kevin Harvick, AJ Allmendinger, Tony Stewart, Denny Hamlin und Ryan Newman sicherten sich die Plätze 6-10, wobei vor allem Hamlin mal wieder mit einem recht guten Resultat aufwarten konnte. Vielleicht gibt ihm das den nötigen Schwung, die Saison würdevoll zu beenden, nachdem die Chancen auf den Titel ja schon maximal minimiert sind.

Die übrigen Chaser stammen allesamt aus den Teams von Penske Racing und Hendrick Motorsports, welche beide kein tolles Wochenende erwischten. Kurt Busch (13.) und Brad Keselowski (16.) konnten das gesamte Rennen über keine Akzente setzen und kamen trotz zwischenzeitlichem Rundenverlust sogar noch halbwegs gut ins Ziel. Für die Meisterschaft bedeutete dies aber einen gehörigen Rückschritt, vor allem da Keselowskis Momentum jetzt am Ende sein könnte.

Noch schlechter lief es für Dale Earnhardt Jr. (19.), Jeff Gordon (21.) und Jimmie Johnson (34.), wobei ich die Ursache von Johnsons Resultat ja schon erwähnt habe. Von Gordon war am gesamten Wochenende nichts zu sehen, nur ein kleines Scharmützel mit David Ragan und Kasey Kahne brachte ihn in der Nacht von Samstag auf Sonntag kurz ins Bild. Juniors kleiner Aufschwung scheint ebenfalls beendet, er konnte zu keinem Zeitpunkt in die Top10 vordringen und kann mit Platz 19 noch durchaus zufrieden sein.

Auf die Situation in der Punktetabelle gehe ich am Ende des zweiten Teils dieses Artikels ein:

Vorschau Talladega Oktober 2011

Am nächsten Wochenende geht es mit dem Restrictor-Plate-Klassiker auf dem ahier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden</a>. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Punkteständen bei den Fahrern und

October 14 2011

06:06

NASCAR: Vorschau Charlotte Oktober 2011

Nach diesem Wochenende ist Halbzeit im Chase angesagt und bisher hat sich noch kein Pilot als herausragender Meisterschaftskandidat verkaufen können. Acht Fahrer haben weiterhin eine ziemlich realistische Chance auf den Titel und es kommt wieder einmal darauf an, das Rennen möglichst in den Top10 zu beenden.

Das fünfte von zehn Chase-Rennen wird in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf dem adie Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende:

Da der Sprint Cup in Charlotte ein Nachtrennen fährt, begann das Rahmenprogramm schon am gestrigen Donnerstag, womit knapp die Hälfte des Fahrprogramms bereits absolviert ist. Unter anderem sind die beiden Trainingssitzungen der Nationwide Series durch und auch der Pole-Sitter im Cup steht fest. Für den Freitagabend verbleiben dann noch Nationwide-Qualifying und -Nachtrennen sowie die beiden Practices des Sprint Cups.

Der Samstag bietet das Truck-Rennen aus Las Vegas, wo die dritte NASCAR-Liga als Vorprogramm des IndyCar-Finales auftritt und das sogar zu einer schaubaren Uhrzeit. Alle Chase-Fans müssen danach noch tapfer wach bleiben, denn das Cup-Rennen beginnt erst um 01:30 Uhr in der Nacht auf Sonntag. Als kleiner Trostpreis sind die Jungs von ServusTV noch einmal LIVE auf Sendung, was einem dann zumindest die Suche nach einem Stream erspart.

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 14.10.
21:00 Uhr, Nationwide Series Qualifying, ESPN2
22:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, ESPN2
00:00 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, ESPN2
01:30 Uhr, Nationwide Series Rennen (Dollar General 300 Miles of Courage), ESPN2

Samstag, 15.10.
21:30 Uhr, Truck Series Rennen (Smith’s 350), SPEED
01:30 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Bank of America 500), ABC / ServusTV

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May 31 2011

06:12

NASCAR: Analyse Charlotte Mai 2011

Kevin Harvick sicherte sich im Coca-Cola 600 seinen dritten Saisonsieg und kam dabei, wie schon bei den ersten beiden Fahrten in die Victory Lane, augenscheinlich aus dem Nichts. Auch im NASCAR-Teil des Super-Wochenendes gab es einen großen Verlierer, denn Dale Earnhardt Jr ging in der letzten Kurve der letzten Runde in Führung liegend der Sprit aus!

Wer am Sonntag gegen Mitternacht nach den spannenden Klassikern von Monaco und Indianapolis noch für eine weitere Runde wach geblieben ist, der wird es wahrscheinlich nicht bereut haben. Zwar ging ein Großteil des Rennens mit längeren Ausdauerfahrten unter Grün über die Bühne, aber das war ja beim längsten Meisterschaftslauf der NASCAR-Saison immerhin angekündigtes Programm. Wer dann auch noch bis zum Ende durchgehalten hat, der wurde mit einem spannenden Finish belohnt. Ich bin dummerweise leider ca. fünf Runden vor Schluss eingeschlafen und wurde gegen Ende von Kevin Harvicks Zeremonie in der Victory Lane wieder kurz wach. Die Frage, welche ich mir sofort stellte, war die übliche zu den Themen Harvick und Rennsiege: Where the hell did he come from? Weil ich dann vor der Arbeit noch etwas Schlaf kriegen wollte, schaltete ich den Rechner aus und bekam dabei ein wichtiges Detail erst gar nicht mit: Fast hätte Dale Earnhardt Jr das Rennen gewonnen, rollte jedoch kurz vor dem ersehnten Ziel ohne Benzin aus!

Den Weg zu diesen verpassten 15 Minuten ebnete die vorletzte Gelbphase des Abends ca. 55 Runden vor Schluss. Weil das Spritfenster normalerweise nur gute 50 Umläufe groß ist, begann zu diesem Zeitpunkt der große Spritpoker von Charlotte. Schon kurz vor dem Ende des Fuel-Runs mussten Matt Kenseth und Jeff Gordon mit geringem Benzindruck aufgeben und Sprit nachfassen, um nicht auszurollen.

Ihr größtes Problem war dabei, dass Jimmie Johnsons Motor nur einige Runden später den Tag vorzeitig beenden wollte, nachdem der Dauermeister schon zuvor nicht gerade vom Glück verfolgt war. Mehrere Scharmützel in der Boxengasse, darunter ein steckengebliebener Stellschraubenschlüssel in der Öffnung der Heckscheibe, warfen Johnson zeitweilig zurück. Just als er in die Top10 vordrang, löste er vier Runden vor dem regulären Ende die letzte Gelbphase aus und brachte den Benzinkrimi damit auch noch in die Verlängerung.

Nun könnte man meinen, dass Kenseth und Gordon dadurch mit vollem Tank einen Vorteil beim Restart haben würden, nur hingen beide nach ihrem Stopp unter Grün am Ende der Führungsrunde bzw. mit einem Umlauf Rückstand im Hinterfeld fest. Da die langsam trockenlaufende Konkurrenz aber keinen Moment lang daran dachte, noch einmal zum Nachfassen an die Box zu kommen, war ihr Tag damit erledigt. Der nächste Top-Contender, Greg Biffle, überstand das Herumrollen unter gelber Flagge nicht und musste ebenfalls zum Tanken fahren.

Dale Earnhardt Jr hatte sich zum Restart an zweiter Stelle hinter Kasey Kahne platziert und hatte nach einem guten Rennverlauf innerhalb der Top10 auch tatsächlich eine Siegchance. Sein letzter Erfolg entstammte natürlich ebenfalls einem Spritpoker, das war bekanntlich 2008 in Michigan. Doch fast wäre es für Junior schon unter Gelb vorbei gewesen, da er große Probleme damit hatte, seinen Motor wieder anzustellen, nachdem er ihn zuvor zum Benzinsparen ausschaltete. Dass man so auch ein Rennen verlieren kann, darüber wird Marcos Ambrose sicherlich noch eine lange Geschichte erzählen können, davon dass er im letzten Jahr in den kalifornischen Bergen ausrollte und Jimmie Johnson den Vortritt lassen musste.

Hinter Kahne und Earnhardt starteten dann übrigens Denny Hamlin und Brad Keselowski in die Verlängerung über zwei Runden. Der Restart ging jedoch überhaupt nicht gut, da Kasey Kahne sofort nach dem Schwenken der grünen Flagge ohne Benzin ausrollte. Als Führender stand er damit natürlich einer Menge weiterer Piloten im Weg rum, was fast zu einer Massenkarambolage führte. Weil alle betroffenen Fahrer ihre Wagen allerdings sofort wieder unter Kontrolle bekamen, sah NASCAR keinen Anlass, erneut eine Caution auszurufen. Man konnte an dieser Stelle sicherlich wieder die bösen Zungen vernehmen, welche einen Zusammenhang zur nun erlangten Führung von Dale Earnhardt Jr sahen. Mir liegt es dieses Mal jedoch fern, denn ich denke, dass NASCAR dort richtig entschieden hat. Immerhin löste sich die Gefahrensituation wirklich schnell wieder auf.

Nutzen konnte Junior den Umstand allerdings nicht mehr, denn nachdem zunächst Anfang der letzten Runde Verfolger Denny Hamlin der Sprit ausging, rollte auch Earnhardt ausgangs von Turn 4 mit leerem Tank langsam in Richtung Ziellinie. Profitieren konnte wieder einmal Kevin Harvick – oder „The Closer“ wie er jetzt genannt wird! Harvick führte im Laufe des Rennens übrigens nur zwei Runden an. Auf die Gründe für seinen Erfolg in diesem Benzinkrimi gehe ich gleich ein, zunächst möchte ich noch ein paar Worte über die in Charlotte sehr starke Ford-Flotte verlieren:

Denn Roush-Fenway Racing stellt sich momentan eindeutig am besten an, auch wenn man den Poker zum Schluss verlor und am Ende leider größtenteils nicht mehr in die Top12 fahren konnte. Die Roush-Fahrer dominierten über die Hälfte des Rennens, als es noch unter normalen Bedingungen zuging. Matt Kenseth (103, Rang 14), Carl Edwards (61, Platz 16), Greg Biffle (50, Rang 13) und David Ragan (7, Platz 2) führten gemeinsam 221 der 400 Runden an. Weil Ragan aber während der letzten Gelbphase an die Boxengasse kam, konnte er an den ausrollenden Fahrzeugen vorbei auf einen starken zweiten Rang fahren, welcher sich zuvor schon über die gesamte Renndistanz ankündigte. Insgesamt haben wir gesehen, dass sich die Roush-Fords sehr schwer mit ihrem Benzinverbrauch taten, ähnlich wie auch die Chevrolets von Hendrick Motorsports.

Der Meister im Spritsparen bleibt also nach wie vor der Chevy-Motor von Richard Childress Racing, welcher in Kooperation mit Earnhardt-Ganassi Racing hergestellt wird. Allerdings darf man bei aller Euphorie im Team auch nicht vergessen, dass z.B. Paul Menard (der zu diesem Zeitpunkt schon mehrere Runden Rückstand hatte) als Schützenhilfe einsprang, um seinen Teamkollegen Harvick wörtlich durch die Gelbphase zu schieben. Eine solche Aktion ist im Übrigen nicht illegal, wenn sie nicht in der letzten Runde erfolgt. Damit ist RCR natürlich auch eine taktische Meisterleistung gelungen, welche die Super-Strategen von Hendrick gar nicht auf dem Programm hatten.

Dass aber auch sonst eine Menge passiert war, zeigte sich alleine an der Verteilung der Führungsrunden: Von den Top23 in der Ergebnisliste führten nicht weniger als 17 Fahrer das Rennen für mindestens eine Runde an. Rechnet man die Totalausfälle zweier weiterer Piloten mit ein, befanden sich sogar 19 von 43 unterschiedlichen Fahrern zwischenzeitlich an der Spitze des Feldes, was immerhin knapp 50% entspricht. Dabei wird auch die hohe Leistungsdichte im Sprint Cup deutlich, welche in dieser Saison ja schon so einige Male aufgeblitzt ist.

Leider entspricht das letztendliche Rennergebnis nicht so richtig dem Verlauf des Abends, daher kann ich lediglich auflisten, wer sich besonders gut und wer besonders schlecht verkauft hat:

- Roush-Fenway Racing und Kasey Kahne, auch wenn das nur in einem Fall belohnt wurde,
- Marcos Ambrose und AJ Allmendinger fuhren in die Top6, nachdem sie vorher auch lange Zeit konstant in den Top10 unterwegs waren,
- Ricky Stenhouse Jr verkaufte sich bei seinem Cup-Debüt recht ordentlich, bedenkt man, dass er zuvor schon 300 Meilen in der Nationwide Series gefahren ist. Platz 11 ist nach dem frühen Mauerkuss ein gutes Ergebnis!
- Kyle Busch und Mark Martin waren dummerweise in Umfälle verwickelt, während sich Jimmie Johnson und Jamie McMurray jeweils vor Rennende von ihren Triebwerken verabschieden mussten.

Kevin Harvick katapultierte sich mit seinem Sieg von Platz 5 in der Meisterschaftswertung auf Rang 2, vorbei an Jimmie Johnson (3.), Dale Earnhardt Jr (4.) und Kyle Busch (5.). Ganz vorne steht nach wie vor mit 36 Punkten Vorsprung Carl Edwards.

Das gute Ergebnis von Ricky Stenhouse Jr beförderte am Wochenende außerdem Robby Gordon aus den Top35 der Owner Points und das mehr als deutlich. Zwischen den Plätzen 35 und 36 liegen nun 17 Punkte, was das Rennen um die garantierten Startplätze erstmal für mindestens ein Rennen entschärfen dürfte.

In der nächsten Woche geht es dann gleich in Kansas weiter, einem weiteren 1,5-Meilen-Oval. Zur Unterstützung sind die Trucks dabei, während die Nationwide Series sich in Chicagoland vergnügt.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden</a>. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Punkteständen bei den Fahrern und

May 26 2011

06:23

NASCAR: Vorschau Charlotte Mai 2011

Am Wochenende stehen drei absolute Top-Rennen in den wichtigsten Rennserien der Welt an und die NASCAR trägt mit dem Langstreckenklassiker Coca-Cola 600 eines ihrer Kronjuwelen dazu bei. Carl Edwards holte sich im All-Star Rennen vergangene Woche in überlegener Manier die Million und dürfte damit auch am Sonntag der größte Siegkandidat im Feld sein.

Nachdem im letzten Jahr das Indy 500, der Formel 1 GP in Monaco und das Coca-Cola 600 ausnahmsweise mal nicht am selben Wochenende stattfanden, ist es am Sonntag wieder soweit. Der Langstreckenklassiker (fast 1000km) der NASCAR steht dabei als letztes auf dem Programm. Die Startzeit ist allerdings etwas unfreundlich für uns Europäer, denn die Amerikaner feiern am Montag ihren Memorial Day. Der freie Tag hinter dem großen Teich wird auch sogleich ausgenutzt, um das Nachtrennen vom Samstag auf den Sonntag zu verschieben. Weil das Coca-Cola 600 allerdings regelmäßig auf gut und gerne vier Stunden Fahrzeit kommt, ist im Gegensatz zu den traditionellen Nachtrennen die Startzeit auf ca. Mitternacht angesetzt. Gefahren wird im Übrigen wie in der letzten Woche auf dem adie Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende. Zur Unterstützung des Sprint Cups ist dieses Mal die Nationwide Series vor Ort, in welcher Kimi Räikkönen sein zweites NASCAR-Rennen bestreiten wird. Im Gegensatz zum Einsatz bei den Trucks kann man das Nationwide-Debüt sogar zu einer humanen Uhrzeit anschauen. Während am Donnerstag und Samstag ordentlich Action übertragen wird, steht am Freitag überraschenderweise kein Fahrbetrieb auf dem Plan.

Ausstrahlungsdaten

Donnerstag, 26.05.
20:00 Uhr, Nationwide Series Practice, SPEED
21:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
23:10 Uhr, Nationwide Series Final Practice, SPEED
01:00 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, SPEED

Samstag, 28.05.
16:00 Uhr, Nationwide Series Qualifying, SPEED
17:30 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
18:50 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED
20:30 Uhr, Nationwide Series Rennen (Top Gear 300), ABC

Sonntag, 29.05.
00:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Coca-Cola 600), FOX

May 20 2011

06:14

NASCAR: Vorschau All-Star Rennen XXVII 2011

Am Wochenende geht es zum zweiten und letzten Mal in diesem Jahr nicht um Punkte, sondern nur um ein sattes Preisgeld. Beim All-Star Rennen der NASCAR gibt es natürlich einige Dollar mehr zu gewinnen als noch beim Budweiser Shootout zu Saisonbeginn. Wer das Spektakel schauen möchte, wird allerdings wieder eine Nachtschicht einlegen müssen!

Das All-Star Rennen der NASCAR wird seit 1985 ausgetragen und geht in diesem Jahr schon in seine 27. Ausgabe. Bis auf eine Ausnahme (1986: Atlanta Motor Speedway) wurde dieses prestigeträchtige Preisgeldrennen immer auf dem a

October 18 2010

23:05

NASCAR: Analyse Charlotte Oktober 2010

Jamie McMurray sorgte für eine Überraschung und gewann in Charlotte sein drittes Saisonrennen nach Daytona und Indianapolis. Obwohl Kyle Busch den Sieg verpasste, machte er einen Satz in der Punktetabelle. Allerdings verfolgen nun nach der Hälfte der Chase-Rennen nur noch zwei Fahrer Jimmie Johnson innerhalb von 100 Punkten.

Drei Fahrer stritten sich am Wochenende auf dem Charlotte Motor Speedway um den Sieg im „Bank of America 500“: Kyle Busch, Jamie McMurray und Jimmie Johnson. Weil das Auto von McMurray zum Ende des Rennens immer besser wurde und ein paar späte Gelbphasen das Feld wieder zusammenrückten, musste der jüngere Busch-Bruder den Sieg auslassen, obwohl er zuvor die meisten Rennrunden geführt hatte. Johnson wurde zum Verhängnis, dass die letzte Gelbphase seinen starken „long run“ abbrach, nachdem er schnell auf seine beiden Vordermänner an der Spitze des Feldes aufschloss. Aber eins nach dem anderen – das Rennen beginnt schließlich mit dem Start:

Das erste Renndrittel wurde durch drei Gelbphasen bestimmt, denen die ersten Boxenstopps unter grüner Flagge folgten, nachdem sich das Geschehen etwas beruhigte. Die erste Caution wurde schon in Runde 2 durch Ryan Newman ausgelöst, der seinen Chevrolet mit Übersteuern in der Mauer versenkte. Sein Rennen war damit vorzeitig gelaufen, jedoch konnte er nach einer Reparaturpause wenigstens durchfahren – wenn auch mit Rundenrückstand. Während der ersten „pit stops“ konnten Tony Stewart und Carl Edwards beim Anfahren bzw. Verlassen ihrer jeweiligen „pit stalls“ nur knapp eine Kollision vermeiden.

Gelbphase Nummer 2 folgte in Umlauf 24, weil Kurt Busch ebenfalls mit Übersteuern zu kämpfen hatte. Jedoch hatte er mehr Glück als sein ehemaliger Teamkollege und hielt sich von allen Hindernissen fern, sodass ein Reifenwechsel als anschließende Therapie genügte. Trotzdem sollte der ältere Busch-Bruder am Ende des Tages der schlechteste Chaser in Charlotte bleiben.

Kurze Zeit später, in Runde 33, erwischte es dann ausgerechnet Jimmie Johnson schon früh im Rennen. Er beschädigte die #48 bei seinem Dreher aber nicht und konnte nach dem Auffassen neuer Reifen wieder ins Renngeschehen eingreifen. Sein unwiderstehlicher „rebound“ sicherte ihm später das vierte Top3-Ergebnis in bisher fünf Chase-Rennen.

Während der drei Gelbphasen zu Rennbeginn zeigte sich, dass die Strecke in Charlotte den Teams die Möglichkeit anbot, nur zwei Reifen zu wechseln, ohne zu viel Abtrieb zu verlieren. Dieser taktische Kniff wurde später im Rennen des Öfteren genutzt, um wertvolle „track position“ gut zu machen. Nachdem nun alle Fahrer genug Zeit hatten, sich und ihre übersteuernden Autos auf die nächtlichen Bedingungen einzustellen, kam das Rennen in einen guten Fluss. 70 Runden unter Grün folgten, was bei einem Benzinfenster von 50 bis 55 Umläufen dann natürlich auch „green flag stops“ bedeutete.

Zu diesem Zeitpunkt führte Kyle Busch das Rennen an, nachdem er sich recht früh an Jeff Gordon vorbeisetzen konnte und meldete damit erste Ansprüche auf die Fahrt in die „victory lane“ an. Nach den Boxenstopps unter grüner Flagge zwischen Runde 75 und 84 meldete Kyle plötzlich über Funk, dass er Probleme mit seinem Gaspedal habe, welches zeitweilig auf halber Stellung stecken blieb. Mit Hilfe des „kill switches“, welcher seinerzeit nach den tödlichen Unfällen von Kenny Irwin Jr und Adam Petty in New Hampshire als Sicherheitsvorkehrung für solche Zwischenfälle eingeführt wurde, konnte er jedoch das Problem umgehen und gleichbleibend schnelle Rundenzeiten fahren.

Ob solch ein Verhalten nun besonders sicher ist, möchte ich anzweifeln. Vielmehr sollte das direkt eine schwarze Flagge seitens NASCAR nach sich ziehen, um den Schaden im Sinne der Sicherheit sofort beheben zu lassen. Zwanzig Runden hatte Busch mit dem Gaspedal zu kämpfen, verteidigte aber weiterhin seine Führung, bevor sich das Problem urplötzlich wieder in Luft auflöste und genauso schnell wieder verschwunden war, wie es kam.

Zum Abschluss des ersten Renndrittels rief NASCAR eine Debris-Caution aus, die wieder Boxenstopps ermöglichte. Dabei kamen sich diesmal Jimmie Johnson und Clint Bowyer bedrohlich nahe. Kyle Busch führt das Feld anschließend zum Restart und bekräftigte weitere zehn Runden seine Siegesambitionen.

In Runde 123 eröffnete Kasey Kahne das zweite Renndrittel mit einem Dreher in die Mauer, wobei er ebenfalls Sam Hornish Jr mit abräumte, der sich danach verständlicherweise enttäuscht zeigte. Kasey Kahne war bereits vor dem Rennen gesundheitlich angeschlagen und hatte sich laut eigener Aussage nach seinem Unfall auch übergeben müssen (vermutlich nicht im Rennen). Deshalb suchte sich Richard Petty Motorsports einen Ersatzfahrer für die wieder zusammengeflickte #9 und die Wahl fiel auf JJ Yeley, welcher den Tommy-Baldwin-Chevy mit der #36 im Rahmen eines „start & park“-Einsatzes bereits abgestellt hatte.

Aufgrund unterschiedlicher Strategien gewannen einige Fahrer bei den – teils nicht genutzten – Boxenstopps eine Menge „track position“ und verbannten Kyle Busch aus den Top5. Den Restart führte Mark Martin vor Martin Truex Jr, Jamie McMurray, Juan Pablo Montoya und Jimmie Johnson an und damit war der spätere Sieger McMurray erstmals in den Top5 angekommen. Montoya brachte sich nach einem „two tire stop“ in der vorangegangenen Gelbphase in die Top10 und Johnson verzichtete gleich ganz auf einen Boxenstopp, um nach seinem frühen Dreher wieder in die Spitzengruppe vorzustoßen.

Fünf Runden nach dem Restart konnte sich McMurray auch schon das erste Mal in die Führungsposition schieben, als er Mark Martin überholte. Weitere „green flag stops“ folgten zu Beginn der zweiten Rennhälfte zwischen Runde 168 und 179, wobei sich neben anderen Fahrern auch Kyle Busch kurz während der üblichen Rotation wieder in Führung befand. Jamie McMurray ließ bei seinem Boxenstopp eine Veränderung am Reifendruck der #1 vornehmen, was seinem Handling aber eher schadete als nützte. Die Folge davon war, dass Jimmie Johnson sich in Runde 189 als dritter ernsthafter Siegkandidat ins Spiel brachte und das Feld bis zur nächsten Gelbphase anführen konnte.

Diese löste Marcos Ambrose mit einem Dreher ausgangs Turn 4 aus, was dem Feld erneut einen Boxenstopp ermöglichte. Dieses Mal arbeite die Mannschaft von Kyle Busch am schnellsten und beförderte ihn wieder in Führung. Der Restart läutete das letzte Renndrittel ein, welches noch drei weitere Gelbphasen enthalten sollte.

Buschs schnell herausgefahrene Führung löste sich kurz vor Caution #7 – verursacht durch die #7 mit Robby Gordon am Steuer – in Luft auf, als Jamie McMurray wieder am Heck des Toyotas mit der #18 klebte. Nach dem Restart dauerte es nur drei Umläufe, bevor in Runde 246 erneut eine Gelbphase ausgelöst wurde. Jeff Burton musste einen Dreher durchstehen, der ihn sämtlicher visueller Wahrnehmung beraubte, weil der Qualm der blockierenden Reifen das komplette Cockpit vernebelte. Mit Hilfe seines Spotters gelang er letztlich aber noch an die Box, ohne eine Kollision auszulösen, während sich der Rauch langsam auflöste.

Der Restart erfolgte in Runde 250 und sah Kyle Busch, Jimmie Johnson und Jamie McMurray in Front des Restfeldes. Weil noch 84 Umläufe zu absolvieren waren, mussten die Teams zu einem letzten Boxenstopp antreten, welcher zwischen Runde 291 und 299 stattfand. Kurz zuvor unterstrich McMurray noch ein letztes Mal seinen Siegeswillen, als er Johnson kassierte und für den Rest des „runs“ langsam aber sicher den Vorsprung von Busch wegknabberte.

Die letzte Gelbphase löste NASCAR in Runde 308 aus, übrigens erneut wegen Trümmerteilen auf der Rennstrecke. Darüber waren weder Kyle Busch noch Jimmie Johnsons Crew Chief Chad Knaus erfreut, wobei ich zumindest bei Buschs Ärger so meine Bedenken habe: McMurray war zu diesem Zeitpunkt klar schneller und hätte in den verbleibenden 26 Runden sicher auch so einen Weg vorbei an der #18 gefunden. Nach dem letzten Restart dauerte es dann keine komplette Runde, bis McMurray die #1 in Führung bugsiert hatte und letztendlich sein drittes Saisonrennen gewinnen konnte. Dabei vergrößerte er den Abstand auf Kyle Busch noch bis zur Zieldurchfahrt kontinuierlich.

Für McMurray war der Erfolg ein großer Segen, vor allem von himmlischer Seite, wie er im Siegerinterview erklärte. Da mag man nun denken wie man will, aber zu gönnen ist ihm der Erfolg in jedem Fall. Nach den Siegen im Daytona 500 und dem Brickyard 400 hatte McMurray eigentlich in diesem Jahr schon alles erreicht, was sich so erträumen ließe, doch ein weiterer Saisonerfolg setzt dem sicherlich noch die Krone auf. Alles in allem hat man in diesem Jahr gesehen, wo Earnhardt-Ganassi Racing stehen kann, wenn die kleinen Fauxpas und das Pech nicht dazukommen. Juan Pablo Montoya und Jamie McMurray hätten durchaus eine Teilnahme am Chase erreichen können und Montoyas erster Ovalsieg liegt weiterhin in greifbarer Nähe, auch wenn in Charlotte nicht alles so super für ihn lief; immerhin ist es eine seiner schwächeren Strecken.

EGR hat meiner Meinung nach insgesamt dasselbe Leistungspotential wie Richard Childress Racing, Ganassi hat durch die gemeinsame Motorenproduktion mit RCR und das übernommene Chassis-Know-how von Dale Earnhardt Inc. in den letzten beiden Jahren viel dazugelernt. Im nächsten Jahr muss man das Team durchaus wieder auf der Rechnung haben, wobei EGR ziemlich sicher mit zwei Teams antreten wird. An der Vertragsverlängerung McMurrays wird nach wie vor gearbeitet, doch der Sieg in Charlotte macht seine Verhandlungsposition nur besser und auch die Sponsoren Bass Pro Shops und McDonald’s würden gerne in 2011 wiederkehren. Der Outdoor-Kette sagte man ja lange Abwanderungsgelüste nach, doch die Siege in den wichtigsten Rennen des Jahres haben die Vorsitzenden wohl zum Umdenken gebracht.

Montoya hat einen längerfristigen Vertrag mit Chip Ganassi unterschrieben, deren genaue Laufzeit aber nicht bekannt ist. Der Kolumbianer gehört nach seinen ChampCar-Erfolgen und dem NASCAR-Wechsel sprichwörtlich zur Familie des Teamchefs und sollte vermutlich immer den Vorzug erhalten, falls Sponsorengelder knapp werden. Target hat für 2011 im Gegensatz zu Montoya noch nicht unterschrieben und das könnte auch der Grund sein, warum man McMurrays Vertrag bisher nicht verlängert hat. Da die Kaufhaus-Kette allerdings einen langjährigen Geldgeber für Chip Ganassis Rennsport-Unternehmungen darstellt, denke ich doch aber stark an eine Rückkehr im nächsten Jahr.

Nun jedoch zurück zur Meisterschaftsentscheidung, denn mit Kyle Busch (2.), Jimmie Johnson (3.), Denny Hamlin (4.), Greg Biffle (5.), Matt Kenseth (6.) und Kevin Harvick (8.) schafften es nur sechs der zwölf Chaser in Charlotte unter die Top10. Busch führte fast zwei Drittel des Rennens an und ärgerte sich sehr über den verpassten Sieg. Etwas schlechtere Resultate erwischten Carl Edwards (12.) und Clint Bowyer (17.), die sich beide in der ersten Rennhälfte innerhalb der Top10 aufhielten, später jedoch nicht mehr großartig in Erscheinung traten. Jeff Burton (20.) konnte nach seinem Dreher in der Schlussphase nicht mehr viele Platzierungen aufholen, nachdem er zuvor ebenfalls Chancen auf die Top10 besaß.

Für die letzten drei Chaser verlief das Rennen in Charlotte eher suboptimal: Tony Stewart (21.) wurde bereits in der ersten Gelbphase Opfer eines Auffahrunfalls und musste sein onduliertes Heck einer kosmetischen Überarbeitung unterziehen lassen. Mit Panzertape konnte die Crew aber nicht mehr viel notwendige Aerodynamik aus der #14 herausholen. Bei Jeff Gordon (23.) gab in der zweiten Rennhälfte die Lichtmaschine ihren Geist auf, weshalb man beide Batterien wechseln musste, um ihm genügend Saft bis zum Ende des Rennens zu verschaffen. In der Folge verlor Gordon eine Runde. Kurt Busch (30.) erholte sich nie von seinem Dreher in der Anfangsphase und lag zum Schluss sogar drei Runden in Rückstand.

Bei den Nicht-Chasern erzielten Joey Logano (7.), David Reutimann (9.), David Ragan (10.) und Juan Pablo Montoya (11.) gute Ergebnisse. Die Top15 komplettierten noch Regan Smith (13.), Mark Martin (14.) und Martin Truex Jr (15.) mit einer soliden Leistung und Bobby Labonte (22.) konnte dem neuen Team seines Bruders und Billy Stavola zu einem tollen Rennen verhelfen.

Enttäuscht haben an diesem Wochenende Paul Menard (24.) und AJ Allmendinger (25.) nach zuletzt guten Leistungen. Dabei stellte Menards Platzierung noch das beste Resultat aller Autos von Richard Petty Motorsports in Charlotte dar. Elliott Sadler (26.) sortierte sich hinter seinen Teamkollegen ein, Kasey Kahne schied ja bereits früh aus und übergab an JJ Yeley (no pun intended!). Ebenfalls ganz desolat war Dale Earnhardt Jr (29.) unterwegs, dessen Name im Lap-By-Lap-Ticker von NASCAR.com nicht einmal auftauchte. Drei Runden Rückstand waren das Resultat, wobei man aber bedenken muss, dass Earnhardt derzeit auch experimentelle Setups für die Chaser Johnson und Gordon ausprobiert. Ryan Newmans (36.) und Sam Hornish Jrs (40.) Rennen wurden bekanntlich durch Unfälle beeinträchtigt.

In der Meisterschaft ist der Abstand von Jimmie Johnson nach der Hälfte des Chase noch einmal angewachsen, da der Dauermeister nun immerhin Top3-Ergebnisse in vier von fünf Playoff-Auftritten hingelegt hat. Nächste Woche in Martinsville ist ein ähnliches Kunststück zu erwarten, denn dort gehört er mit Denny Hamlin (-41) zu den Favoriten. Letzterer könnte nach dem Shorttrack-Rennen als einziger Fahrer innerhalb von 100 Punkten hinter Johnson liegen, bevor sich Kevin Harvick (-77) in Talladega eine Chance zum Zurückschlagen bietet.

Jeff Gordon (-156), Kyle Busch (-177) und Tony Stewart (ebenfalls -177) benötigen dringend einen Sieg, um ihre Meisterschaftschancen zu wahren. Gerade Busch hat mit seinem Super-Resultat in Charlotte wieder einige Pünktchen gewonnen und gleich vier Positionen in der Tabelle gutgemacht. Da Hendrick Motorsports und Joe Gibbs Racing in Martinsville zurechtkommen, ist zumindest nicht zu erwarten, dass die Top6 im nächsten Rennen total den Anschluss verlieren. Alle folgenden Fahrer sollten sich so langsam aber sicher von ihren Titelträumen verabschieden, denn einen Rückstand von über 200 Punkten holt man in fünf Rennen bei einem derart entfesselnd fahrenden Jimmie Johnson nicht auf. Bis nach Talladega bin ich aber noch vorsichtig mit den Worten „endgültig“ und „definitiv“.

Die Owner-Wertung spitzt sich weiterhin zu: Der Fahrerwechsel bei Robby Gordon Motorsports hat sich nicht ausgezahlt, denn nach seinem Dreher landete der Teamchef höchstpersönlich fünf Positionen hinter der #38 mit David Gilliland am Steuer. Damit trennen jetzt nur noch fünf winzige Punkte die #7 von den Schrecken der Qualifikationsmühle. Gordon hat sich für das nächste Wochenende in Martinsville vorsichtshalber gleich mal selbst gemeldet, der Einsatz wird aber wohl von ExtenZe bezahlt werden. Nur 15 Punkte vor Gordon liegt die #71 von TRG Motorsports, auch da wird es eng, denn vielleicht sind am Ende RGM und Front Row Motorsports gleichzeitig die strahlenden Sieger, weil das Team von Kevin Buckler nach den vielen „start & park“-Einsätzen plötzlich außen vor steht.

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October 15 2010

06:31

NASCAR: Vorschau Charlotte Oktober 2010

Das letzte Nachtrennen der Saison in Charlotte beschließt gleichzeitig auch die erste Hälfte des Chase. Am vergangenen Wochenende sorgte das turbulente Rennen in Fontana für die erste große Zäsur in den Playoffs, nachdem zuvor eigentlich fast alle zwölf Fahrer Chancen auf die Meisterschaft besaßen. Jetzt sind nur noch vier Piloten innerhalb von 100 Punkten.

Zum letzten Mal in diesem Jahr heißt es im Sprint Cup „night racing“, denn das „Bank of America 500“ beschließt die Serie der Samstagnachtrennen für 2010. Gefahren wird auf dem Charlotte Motor Speedway, bis vor kurzem noch bekannt als „Lowe’s Motor Speedway“. Die US-Baumarktkette, welche noch regelmäßig auf dem Auto von Jimmie Johnson vertreten ist, verlängerte einen 10-Jahres-Vertrag mit dem Speedway nicht weiter. Charlotte ist ein 1,5-Meilen-Oval und ähnlich aufgebaut wie seine Schwestern in Atlanta und Texas. Mehr zur Strecke selbst und ihrer Geschichte im hier verlinkten Extra-Artikel. Bekannt ist der Speedway für das längste Rennen des Jahres, das Coca-Cola 600 Ende Mai. Doch auch in Charlotte wird zweimal pro Saison gefahren, stellt die Stadt doch die Heimat der meisten NASCAR-Teams dar.

Auf dem Charlotte Motor Speedway sind für gewöhnlich gute Rennen zu erwarten und die Preisgelder sind auch nicht von schlechten Eltern. Die Siegerprämie bewegt sich zwischen 300.000 und 500.000 US-Dollar, je nachdem ob es das 500- oder das 600-Meilen-Rennen ist. Das letztplatzierte Team erhält selbst im Herbst noch mehr als 60.000 US-Dollar, weswegen die Entry-Listen regelmäßig gut gefüllt sind. Eine Anfahrt ist wegen der nahegelegenen Shops für die meisten Teilzeitteams auch äußerst günstig. In diesem Jahr versuchen sich 50 Autos für 43 Startplätze zu qualifizieren, das Team von Brads Bruder Brian Keselowski meldete sich wegen dieses Massenauflaufs auch schon wieder ab.

Mit dabei sind jetzt unter anderem ein zweites Auto von Whitney Motorsports mit der #81, dass Scott Riggs neben der #46 mit Michael McDowell am Steuer pilotieren wird. Weil McDowell einige voll finanzierte Rennen hat, wird er in diesen einen Chevrolet fahren, der mit besseren Komponenten ausgestattet ist, als der sonst übliche Dodge des Teams. Neu am Start ist ein Auto von Robert Richardson, dessen Sohn das Daytona 500 in diesem Jahr bestritt. Die #23 ist nicht finanziert („Pink and Blue for Two“ ist eine Stiftung) und wird von Johnny Sauter in der Qualifikationsmühle pilotiert.

Nachdem ich Bobby Labonte in der #09 (Landon Cassill) und in der #71 (Andy Lally) vermisst hatte, tauchte er im Team seines Bruders wieder auf. Terry Labonte gehört die Hälfte von Stavola Labonte Racing und in diesem Jahr fährt die Mannschaft drei Rennen, bevor 2011 eine Vollzeitsaison geplant ist. Eigentlich sollte Terry diese Einsätze bestreiten und es ist nicht bekannt, warum Bobby (nur in Charlotte) übernimmt. Vermutlich konnte er kein Sponsorengeld für ein komplettes Rennen auftreiben und Terry bot ihm das von Gander Mountain finanzierte Cockpit an. Eigentlich egal, denn beide Labonte-Brüder besitzen ein „champion’s provisional“ (Terry: 1984, 1996 / Bobby: 2000) welches aktueller ist als das von Bill Elliott (1988) in der #21 der Wood Brothers. Interessant ist, dass die #10 in dieser Saison von Richard Childress Racing vorbereitet wird, damit die sich schon mal ordentlich auf das vierte Team mit Paul Menard im kommenden Jahr einschießen können.

Letzte interessante Geschichte in der Meldeliste ist Robby Gordon Motorsports: Teamchef Gordon meldete zwei Autos für Charlotte an, wobei die fest-qualifizierte #7 von Kevin Conway pilotiert werden sollte. Gordon hätte hinter dem Steuer der #07 gesessen, in der er 2010 schon einige Rennen bestritten hat. Offenbar realisierte Robby aber das Punkte-Malheur, in dem er derzeit steckt: Nur noch 25 Punkte trennen ihn von Front Row Motorsports’ #38, die David Gilliland in Charlotte fahren wird.

Die einfachste Lösung war ein Wechsel zwischen Gordon und Conway. Daraus folgt, dass Conway nicht fest-qualifiziert ist und vermutlich im Einzelzeitfahren gnadenlos unten durchfallen wird. Robby Gordon fährt das Auto mit der #07 eigentlich lieber selbst, um bei einem optimistischen Qualifikationsrun inklusive Totalschaden wenigstens die Schuld bei sich suchen zu können. Was mich wundert ist, dass Conway und Hauptsponsor ExtenZe bei Front Row Motorsports eine Klausel im Vertrag hatten, welche besagte, dass er in einem fest-qualifizierten Auto eingesetzt werden musste. Bei Robby Gordon Motorsports scheint das nicht der Fall zu sein, merkwürdig…

Nach diesem Ausblick auf das sehr volle Starterfeld im „go or go home“-Bereich nun die Übersicht bezüglich der Chase-Fahrer, die vorne im Feld um den Titel kämpfen. Fontana sorgte für eine Art Zäsur in der Meisterschaftsentscheidung, weil dort sechs der zwölf Playoff-Piloten herbe Rückschläge erlitten. In der Folge bedeutet dies, dass sich nur noch vier Fahrer an der Tabellenspitze innerhalb von 100 Punkten befinden. Nach einer sehr offenen Situation hat sich die Meisterschaft in nur einer Woche schon in gewisser Weise vorentschieden – zumindest was die fast verlorenen Chancen einiger Piloten angeht. Dieses Ereignis möchte ich – nun schon eine Woche früher als geplant – zum Anlass nehmen, um die verbleibenden Chancen der Chase-Fahrer und ihre Charlotte-Statistik aufzuzeigen. Das passt eigentlich auch ganz gut, denn nach der Durchsicht der letzten Ergebnisse stellt sich die Benennung eines Favoriten doch schwerer dar als gedacht:

1. Jimmie Johnson, #48, Hendrick Motorsports (5673 Punkte)
Der Dauermeister packte in den ersten vier Chase-Rennen richtig einen aus und zog nach einem 25. Platz im Eröffnungsevent von New Hampshire nach. Die letzten drei Resultate lauten 1, 2 und 3, damit setzte Johnson sich an die Spitze der Tabelle. In Charlotte konnte er schon sechs Siege einfahren, den letzen im vergangenen Playoff-Lauf 2009. Zwischen 2003 und 2006 kam Johnson nie schlechter als in den Top3 ins Ziel, doch danach zeigen sich auffällige Schwächen in der Statistik: Seit 2007 konnte er in sieben Rennen nur drei Top10-Ergebnisse einfahren. Da Jimmie im Chase immer stark ist, könnte ein Sieg drin sein. Wenn es nicht klappt, bleibt ja immer noch Martinsville in der nächsten Woche und da ist Johnson gemeinsam mit Denny Hamlin seit Herbst 2006 ungeschlagen.

2. Denny Hamlin, #11, Joe Gibbs Racing (-36)
Hamlins Chase-Ergebnisse sind jetzt nicht so schlecht gewesen: 2/9/12/8 sprechen für nette Rennen, doch eine Meisterschaft gewinnt man damit nicht. Jimmie Johnson macht vor, welche Resultate dafür kommen müssen; die Top5 sind regelmäßig Pflicht. Nach dem Sieg im Richmond zum Abschluss der „regular season“ scheint Hamlin ein wenig zu straucheln, wenn auch auf hohem Niveau. Seine Charlotte-Statistik ist desolat, nur drei Mal in zehn Rennen fuhr er in die Top10. Er hat kein einziges Top5-Resultat auf diesem Intermediate-Oval und die achten und neunten Plätze waren alle vor 2008. Für ihn gilt es deshalb ganz besonders, das Augenmerk auf Martinsville zu richten. Dort muss er gewinnen, wenn er eine Chance auf den Titel haben will.

3. Kevin Harvick, #29, Richard Childress Racing (-54)
Harvick ist der Meister der „regular season“ und würde auch nach der alten Punktewertung ohne Chase noch die Fahrerwertung anführen: 231 Punkte läge er vor Jeff Gordon, da hätte ihm die Konstanz wohl schon den Titel eingebracht. Das Chase-System verlangt aber in den letzten zehn Rennen Konstanz auf sehr hohem Niveau und das gelingt Harvick auch nicht immer. Er führt die Top10-Liste in diesem Jahr zwar mit 20 vor Jimmie Johnsons 17 an, doch beide Fahrer haben gleichviele Top5s und Johnson fuhr noch einmal drei Siege mehr als Harvick ein. Seine Chase-Ergebnisse (5/15/3/7) zeigen, dass er ebenfalls auf hohem Niveau zu langsam ist. Die Playoffs scheinen einfach wie für Johnson gemacht, obwohl Harvick natürlich super unterwegs ist und immerhin auch drei Saisonrennen gewinnen konnte. Auch für ihn ist Charlotte allerdings kein gutes Pflaster: 2001 debütierte er für den verstorbenen Dale Earnhardt Sr und holte gleich mal einen zweiten und achten Platz in seiner ersten Saison. Danach gelang ihm in 17(!) weiteren Charlotte-Rennen nur noch ein(!!!) weiteres Top10-Resultat. Seine starke Strecke ist in diesem Chase Talladega, denn zwei „restrictor plate“-Rennen gewann Harvick 2010 schon und nur Top5-Ergebnisse in Serie bringen ihn noch an Johnson vorbei.

4. Jeff Gordon, #24, Hendrick Motorsports (-85)
Gordon ist der letzte Pilot im Chase innerhalb von 100 Punkten hinter Tabellenführer Jimmie Johnson und versucht gerade, die Meisterschaft ohne einen einzigen Saisonsieg zu gewinnen. Klappen könnte das, dann müssen aber auch mindestens Top3s konstant kommen. Bisher erreichte er die Plätze 6, 11, 5 und 9 – ich weiß, dass ist wieder Jammern auf hohem Niveau. In Charlotte könnte er seinen Rückstand weiter verringern, denn die Statistik zeigt seit 2007 nur einen bösen Ausreißer mit Platz 41. Die anderen sechs Resultate waren fünf Top10s, darunter drei Top5s und ein Sieg.

5. Tony Stewart, #14, Stewart-Haas Racing (-107)
Stewart machte in Fontana mit seinem Sieg gleich fünf Positionen gut und brachte sich damit zurück ins Meisterschaftsgeschehen. Für Tony ist der Titel noch nicht Geschichte, auch wenn er bereits knapp mehr als 100 Punkte hinter Jimmie Johnson liegt. Das Problem ist nur, dass er seine Ausrutscher in diesem Chase schon verbraten hat, was die Plätze 24/21/4/1 zeigen. Immerhin ist ein Aufwärtstrend zu finden und vielleicht kann Stewart die Leistung der letzten beiden Rennen jetzt ja konstant weiter abrufen. Seine letzten beiden Top10-Resultate in Charlotte stammen allerdings aus 2007 und davor gelang ihm das zuletzt 2004. Falls es in Charlotte nicht klappen sollte, bleibt dem „restrictor plate“-Spezialisten Stewart immer noch Talladega.

6. Kurt Busch, #2, Penske Racing (-140)
Den größten Sprung am Wochenende könnte Kurt Busch machen, denn er gewann das Coca-Cola 600 in diesem Jahr und eine Woche zuvor auch schon das All-Star Rennen. Gelingt ihm ein Sieg im 500-Meilen-Rennen in der Nacht von Samstag auf Sonntag, dann holt er zudem das Triple, welches noch keinem anderen Fahrer gelang. Seine 140 Punkte Rückstand könnte er mit einer Fahrt in die „victory lane“ natürlich prima dezimieren und nach den Plätzen 13, 4, 13 und 21 benötigt er auch einen Sieg, um Anschluss an die Tabellenspitze zu halten. Seit 2006 stehen allerdings nur drei Top10-Resultate auf dem Charlotte-Konto von Kurt Busch, die letzten vier Ergebnisse lauten aber: 3/34/10/1! Busch braucht also diesen Sieg, bei einem weiteren Ergebnis außerhalb der Top10 ist der Zug für ihn abgefahren. Der Charlotte Motor Speedway ist die letzte starke Strecke von Kurt.

7. Carl Edwards, #99, Roush-Fenway Racing (-162)
Der Fast-Ausfall nach Motorproblemen in Fontana könnte Edwards die letzten Chancen auf die Meisterschaft gekostet haben. Für alle Fahrer in der zweiten Playoff-Tabellenhälfte gilt ab sofort: Rennsiege einfahren, was es koste, sonst ist es definitiv vorbei. Edwards‘ Chase-Ergebnisse lauten Platz 11, 5, 6 und 34, was zeigt, dass ihn der technische Defekt echt eine Menge gekostet hat. Dazu kommt, dass Carl keine Bonuspunkte für einen Sieg in der „regular season“ mit in den Chase genommen hat. Elf Charlotte-Rennen brachten Edwards bisher sieben Top10-Ergebnisse, davon waren vier sogar Top5s. Er muss am Wochenende also gewinnen, um dabei zu bleiben und zwei Mal ist er 2010 ja schon knapp an der „victory lane“ vorbeigesegelt.

8. Jeff Burton, #31, Richard Childress Racing (-177)
Burton sehe ich nicht mehr als Meister in diesem Jahr. Er kann zwar ebenso konstant fahren wie seine Teamkollegen, doch echte Top-Ergebnisse sind bei ihm selten geworden. Der Chase brachte folgende Resultate ein: 15/2/18/23. Daran sieht man, wo Burton steht: An einem guten Tag fährt er in die Top5/Top10 und ansonsten ist von ihm nichts zu sehen. Die Playoffs verlangen aber an solchen Tagen einen Sieg und ansonsten Top10s, da dürfte der Zug abgefahren sein. In Charlotte ist seine Statistik gemischt: Seit 2006 ist er in neun Rennen fünf Mal in die Top6 gefahren und vier Mal nicht besser als Vierzehnter geworden. Dabei steht ein Sieg aus dem Chase-Rennen 2008 für Burton in den Büchern.

9. Kyle Busch, #18, Joe Gibbs Racing (-187)
Kyle Busch war gut im Chase unterwegs, bevor das Pech zuschlug. Platz 9 in New Hampshire und Rang 6 in Dover folgten eine Fehde mit David Reutimann und ein Motorschaden. Die letzten beiden Rennen beendete er dementsprechend außerhalb der Top20. Busch selbst gab in einem Interview nach seinem Ausfall in Fontana ja schon alle Meisterschaftshoffnungen auf, da kann man gar nicht groß was schönreden jetzt. Charlotte könnte allerdings noch einmal ein Top-Resultat für Kyle bringen, denn seit Ende 2006 ist er ein guter Tipp für die Top5: Nur ein Rennen beendete er nicht in den Top8, dabei erreichte er drei Mal den dritten Platz. Mit ein wenig Biss könnte ein Sieg am Wochenende drin sein.

10. Greg Biffle, #16, Roush-Fenway Racing (-215)
11. Matt Kenseth, #17, Roush-Fenway Racing (-241)
12. Clint Bowyer, #33, Richard Childress Racing (-247)
Die letzten drei Chase-Fahrer kann ich gemeinsam bewerten, denn sie haben bei über 200 Punkten Rückstand keine Chance mehr auf die Meisterschaft. Biffle meldete sich zwar noch kurz mit einem Sieg in Kansas zurück, musste aber nach einem Motorschaden in Fontana alle Hoffnungen begraben. In Charlotte sind die Top10 für ihn realistisch, das gelang ihm aber zuletzt 2008. Kenseth kam nie ernsthaft im Chase an und holte bisher nur ein Top10-Resultat in den letzten vier Rennen. Die Charlotte-Statistik sagt ebenfalls die Top10 voraus, falls es denn jetzt besser läuft als zuletzt: In vier der letzten fünf Charlotte-Rennen schaffte Kenseth derartige Platzierungen. Bowyer darf sich bei seinem Team bedanken, deren knapp ausgelegte Toleranz bei Abmessungen ihm 150 Punkte Strafabzug einbrachte. Ohne diesen Fauxpas wäre er derzeit Fünfter in der Meisterschaft mit nur 97 Punkten Rückstand auf Jimmie Johnson, schade eigentlich. Seine Ergebnisse waren mit 1/25/15/2 auch recht gut, einen Ausrutscher hätte Bowyer aber schon gehabt. Die letzten beiden Charlotte-Rennen beendete er als Sechster und Siebter.

Außerhalb des Chase kommen noch einige Fahrer ebenfalls für gute Ergebnisse in Frage: Allem voran denke ich da an Kasey Kahne. Zuletzt kam er ja oft jenseits der Top30 ins Ziel und hatte sein Jahr bei Richard Petty Motorsports vor seinem Wechsel zu Red Bull Racing und Hendrick Motorsports wohl schon vorzeitig an den Nagel gehängt. In Fontana kam er allerdings mit einem starken vierten Platz zurück an die Spitze. Seine Charlotte-Statistik macht ihn zum Mitfavoriten auf den Sieg, denn seit 2006 beendete er nur ein Rennen nicht in den Top12. 2006 gewann er beide Saisonrennen und konnte außerdem 2008 beim Coca-Cola 600 in die „victory lane“ fahren. Abseits der Siege, mit Ausnahme seines zwölften Platzes im diesjährigen 600-Meilen-Rennen und dem einen Ausrutscher 2007 waren die anderen Platzierungen 8/2/3/7.

Joey Logano bewegt sich derzeit nahe den Top10 und konnte in seinen bisher drei Charlotte-Rennen die Ergebnisse 9/5/13 holen. Ein weiteres Top-Resultat sollte möglich sein, zumal Kyle Busch ja gezeigt hat, dass der Joe-Gibbs-Toyota in Charlotte gut geht.

Ähnliche Ergebnisse seit 2008 haben in Charlotte bisher Ryan Newman, Mark Martin und Jamie McMurray eingefahren: Newmans letzte drei Charlotte-Ergebnisse nach zwei 21. Plätzen 2008 waren 2/11/9, ein Top10-Resultat ist also durchaus drin für Stewarts Teamkollegen. Martin ist nach Rang 6 in Fontana wieder in Lage, Spitzenergebnisse einzufahren. Charlotte brachte ihm zwei Top10s seit 2008; Wiederholung nicht ausgeschlossen! McMurray ist in den letzten Charlotte-Rennen so ein wenig Hop-oder-Top gefahren: Zwei Top5-Resultaten stehen drei Ergebnisse schlechter als Platz 21 gegenüber.

Weiterhin zu beobachten sind David Reutimann und Paul Menard: Ersterer gewann das Coca-Cola 600 im letzten Jahr, allerdings nur weil es wegen Regens abgebrochen werden musste. In der diesjährigen Ausgabe wurde er aber Fünfter, was seine Stärke in Charlotte unterstreicht. Menard fiel in den letzten Saisonrennen durch gewagte Boxenstoppstrategien auf, die ihn weit nach vorne spülten. Die zwei Top10-Resultate in Dover und Kansas könnten in Charlotte erweitert werden, immerhin gelang ihm in Frühling schon Platz 8.

Juan Pablo Montoya verfügt über eine krasse Charlotte-Statistik: Im Coca-Cola 600 von 2009 kam er auf Rang 8 ins Ziel und das war bei weitem sein bestes Ergebnis auf diesem Intermediate-Oval. Danach kommt nämlich erstmal gar nichts, bevor ein 28. Platz aus seinem Debüt-Jahr 2007 zu Buche steht. Von seinen sieben Charlotte-Rennen musste er drei mit einem Unfall beenden und kam in nur einem ohne Rundenrückstand an. Da wird es am Wochenende interessant, ob er sich steigern kann.

Nach der Chase-Fahrer-Statistik für Charlotte folgen noch die TV-Ausstrahlungsdaten für den Rest des NASCAR-Wochenendes. Weil das Cup-Rennen in der Nacht von Samstag auf Sonntag ansteht, sind zum üblichen Erscheinungstermin des Artikels schon das erste Training und das Qualifying durch. Die Ergebnisse sind im vorstehenden Satz verlinkt. Ich bitte zu entschuldigen, dass die Auswirkungen der Sessions nicht in diese Vorschau eingeflossen sind, vor allem was den Teil über die „go or go homer“ betrifft. Leider kann ich die Vorschau nicht erst am Freitagmorgen schreiben.

In der Nationwide Series ist auch Danica Patrick wieder mit dabei und außerdem findet an diesem Wochenende der letzte Test unter Rennbedingungen mit dem neuen Auto statt, welches ab 2011 „full time“ eingesetzt werden wird. Da gab es auch zwei zusätzliche Trainingssitzungen am Mittwoch, hier sind alle Nationwide-Trainings auf Jayski.com verlinkt.

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 15.10.
21:00 Uhr, Nationwide Series Qualifying, ESPN2
23:00 Uhr, Sprint Cup Series Practice, ESPN2
00:30 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, ESPN2
01:30 Uhr, Nationwide Series Rennen (Dollar General 300), ESPN2

Samstag, 16.10.
01:30 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Bank of America 500), ABC

May 27 2010

06:15

NASCAR: Vorschau Charlotte Mai 2010

Nach dem in der Schlussphase turbulenten All-Star-Rennen bleibt die NASCAR noch eine Woche am Charlotte Motor Speedway, denn am Memorial-Day-Wochenende ist es traditionell Zeit für das Coca-Cola 600 – das längste NASCAR-Rennen des Jahres; mit einer speziellen Startzeit.

In diesem Jahr geht es rennkalendertechnisch ein wenig anders zu als in den letzten Sonnenumläufen, denn das Wochenende nach Himmelfahrt in Europa und das Memorial-Day-Wochenende in den USA fallen nun nicht zusammen. Das beraubt uns der besonderen Konstellation, dass der F1-GP von Monaco, das Indy 500 und das Coca-Cola 600 genau auf einen Tag fallen. Da der Memorial-Day 2010 (Montag nach dem letzten Wochenende im Mai) sehr spät im Kalender liegt, schob die NASCAR sogar noch das Dover-Rennen vor die beiden Charlotte-Wochen. Trotzdem liegt ein tolles Motorsport-Wochenende vor uns, denn auch die IndyCars sind beim Indy 500 traditionell am Sonntag vor dem Memorial-Day unterwegs und die Formel 1 fährt vor diesem größten Ein-Tages-Sportereignis der Welt zumindest in der Türkei. Also am Sonntag: F1, kurze Verschnaufpause, Indy 500 und dann direkt im Anschluss das Coca-Cola 600 der NASCAR auf dem Charlotte Motor Speedway.

Das längte Saisonrennen der NASCAR geht in 400 Runden auf dem 1,5-Meilen-Intermediate-Oval also über 600 Meilen, was bis auf 34km in etwa einem europäischen 1000km-Langstreckenrennen entspricht. Der letztjährige Event musste zunächst wegen schlechten Wetters auf den in den USA freien Memorial-Day-Montag verlegt werden und konnte dort auch nicht komplett ausgefahren werden. Nach 227 Umläufen war bereits Schluss und eine Stunde später wurde David Reutimann zum Sieger gekrönt. Der Fahrer der #00 pokerte hoch und blieb beim letzten Boxenstopp vor dem großen Regen gemeinsam mit Ryan Newman und Robby Gordon auf der Strecke, was ihm seinen ersten Sprint-Cup-Sieg einbrachte. Normalerweise dauert das Coca-Cola 600 ungefähr vier Stunden und 30 Minuten, was die Marken aus den Jahren 2007 und 2008 zeigen. Damit ist man ungefähr eine Dreiviertelstunde länger unterwegs als beim Chase-Rennen über 500 Meilen im Herbst.

Von der finanziellen Seite gesehen lohnt sich eine Teilnahme am Coca-Cola 600 jetzt nicht unbedingt übermäßig. Der Sieger verdient mit ca. 400.000 US-Dollar zwar weniger als bei den extrem rentablen Rennen in Texas (mehr als 500.000$), sowie beim Daytona 500 (über 1 Million US-Dollar), dafür ist das längste Rennen der Saison aber sehr öffentlichkeitswirksam. Immerhin erreichte man zwischen 2002 und 2004 höhere Einschaltquoten als das Indy 500. Für Teams auf Sponsorensuche ist es am Wochenende sicherlich lohnenswert, sich ins Rennen zu fahren, um potentielle Geldgeber auf sich aufmerksam zu machen. Die durchschnittlich höheren Preisgelder sind wohl vor allem für die Start&Park-Teams ein zusätzlicher Anreiz. In erster Linie zählt an diesem Wochenende also auch das Prestige, denn das Coca-Cola 600 wird als eines der fünf großen NASCAR-Rennen der Saison neben dem Daytona 500, dem Brickyard 400, dem Southern 500 und dem Aaron’s 499 angesehen.

Die Hendrick-Piloten waren in Charlotte wie fast überall überdurchschnittlich erfolgreich

Die besten Chancen in Charlotte haben sicherlich die bisherigen noch aktiven Sieger, denn die wissen schon, wie man hier gewinnt. Die Liste der siegreichen Fahrer führt Jimmie Johnson mit insgesamt sechs Siegen an, wobei er das Coca-Cola 600 zwischen 2002 und 2004 drei Mal in Folge gewinnen konnte; außerdem ist er der Vorjahressieger des Chase-Rennens. Kein Wunder, dass der Charlotte Motor Speedway auch das „Wohnzimmer von Jimmie Johnson“ genannt wird. Sein Teamkollege Jeff Gordon konnte über die Jahre immerhin fünf Siege ansammeln, von denen vier allerdings seiner dominanten Phase in den 90er-Jahren entspringen. Wen überrascht es, dass nun an dritter Stelle Mark Martin (4 Erfolge für Jack Roush im Ford) folgt? Rick Hendrick hat sicherlich ein Gespür dafür, erfolgreiche Top-Fahrer unter seinem Dach zu versammeln. Damit kommen wir auch gleich zu Platz 4, den sich Jeff Burton und die jüngste Hendrick-Neuverpflichtung Kasey Kahne mit jeweils drei Siegen teilen. Bobby Labonte (damals noch bei Joe Gibbs) und Bill Elliott (in den 80ern) konnten schon zwei Mal gewinnen, während Jamie McMurray, Tony Stewart, Matt Kenseth, Casey Mears und David Reutimann bisher erst ein Mal in die Charlotte-Victory-Lane gefahren sind.

Mit wem ist beim Coca-Cola 600 sonst noch zu rechnen? Richard Childress Racing leben immer dann wieder auf, wenn ich sie totgeredet habe. Da Kevin Harvick und Jeff Burton in der Lage waren, zumindest solide Top10-Resultate herauszufahren, sollte man auch weiterhin damit rechnen. Einen Rennsieg sehe ich jedoch bei keinem der beiden Fahrer Wirklichkeit werden, vermutlich wird Harvick aber seine Tabellenführung behalten können und die Vertragsverlängerung dürfte ihm Rückenwind gegeben haben. Die wirklichen Favoriten sind wohl wie so oft in diesem Jahr die Hendrick-Teams von Jimmie Johnson (wenn er denn wieder mehr Glück hat), Jeff Gordon (der Sieg ist längst überfällig) und Mark Martin, sowie Kyle Busch (konsequent in den Top10 seit 2006 und Zweiter in der Meisterschaft) und Denny Hamlin bei Joe Gibbs Racing. Die beiden Gibbs-Piloten bekamen sich beim All-Star-Rennen zwar in die Wolle, aber laut Teamchef sollen diese Ablenkungen behoben sein.

Joey Logano konnte bei seinen beiden bisher einzigen Charlotte-Rennen auf Platz 5 und 9 ankommen, was ihn zu einem Mitfavoriten macht. Ebenso muss man David Reutimann (nach seinem Vorjahressieg) und Martin Truex Jr (Zweiter im All-Star-Rennen) für die Top10 auf dem Radar haben. Bei Ryan Newman und Tony Stewart denke ich, dass die Erfolge noch ein wenig auf sich warten lassen werden. Newman konnte zwar in Phoenix gewinnen, aber so wirklich am Ball wird Stewart-Haas Racing wohl erst in der „Summer Series“ sein. Im Chevrolet-Lager bleiben jetzt noch Jamie McMurray und Juan Pablo Montoya (Top10 im letzten Coca-Cola 600) übrig, die zwar sehr gute Platzierungen herausfahren können, aber oft vom Pech verfolgt wurden. Für Dodge wird wohl einzig Kurt Busch (Sieger des All-Star-Rennen 2010) erfolgreich sein, denn Sam Hornish Jr war in Charlotte zwar oft gut unterwegs (ehemaliger Sieger des Sprint Shootout), bleibt aber konstant in Dreher verwickelt.

Das Ford-Lager kam zuletzt wieder etwas in Schwung, doch hier muss man weiterhin abwarten, ob das auch konsequent und stabil bleibt. Der Charlotte Motor Speedway ist aber eigentlich eine Strecke, auf der die Fords in den letzten Jahren ordentliche Ergebnisse einfuhren. Noch dazu hat man mit Kasey Kahne einen dreifachen Sieger in Charlotte, der seit 2006 nur ein Mal nicht in den Top10 ankam. Matt Kenseth, Greg Biffle und Carl Edwards sind ebenfalls definitiv Kandidaten für ein Top10-Resultat, doch schätze ich sie nicht so stark ein wie Kasey Kahne. Der Sieg wird wie oben erwähnt vermutlich an Hendrick oder Gibbs gehen, wobei aber gerade ein 600-Meilen-Rennen natürlich ein Ausdauerwettbewerb ist. Da muss man von Anfang an auf der Hut sein, die Runden vorerst nur abspulen, sich bei den Boxenstopps „track position“ sichern, um dann im Finale unbeschädigt vorne mit dabei zu sein. Sicherlich kein einfaches Unterfangen, 1000km sind immerhin 100km mehr als Deutschland von Nord nach Süd lang ist – und das alles in viereinhalb Stunden.

In der Meisterschaft rutscht Jimmie Johnson weiter ab / Cockpittausch bei Front Row

Zunächst noch ein Überblick über die derzeitige Meisterschaftswertung der Fahrer und der Situation „on the bubble“ bei den Owner-Points, bevor dann wie gewohnt die Sendezeiten folgen. Tony Stewart konnte in Dover gleich vier Ränge gutmachen und wird nun sicherlich seinen gewohnt starken Sommer einleiten, während Jimmie Johnson durch eine Menge Pech zwei Plätze verlor. Front Row Motorsports hat wie vermutet mal wieder einen Fahrertausch durchgeführt, weil Rookie Kevin Conway nicht gerade als guter Qualifikationsfahrer gilt. Diese komplette Rotation sieht nun folgendermaßen aus: Travis Kvapil muss von der relativ sicher qualifizierten #34 in die #38 umsteigen, welche mit zwei Punkte knapp in den Top35 ist. Dafür kommt Kevin Conway dann in die #34, damit er sicher qualifiziert ist, wobei seine #37 außerhalb der Top35 vom guten Quali-Fahrer David Gilliland übernommen wird. Gilliland macht damit in der #38 für Kvapil Platz… alles klar? Hier noch die Übersichten, wobei man eben den durchaus cleveren Cockpittausch berücksichtigen muss:

Weil das Coca-Cola 600 das längste Rennen der Saison ist und auch direkt nach dem Indy 500 startet, muss auch die Startzeit angepasst werden, was die einzige Ausnahme der neu eingeführten einheitlichen Uhrzeitregel ist. Das Cup-Rennen startet demnach gegen Mitternacht von Sonntag auf Montag, was für die arbeitende Bevölkerung mal wieder eine zusätzliche Belastung darstellt –in den USA ist der Memorial-Day-Montag natürlich frei. NASCAR-RaceDay auf SPEED geht von 21 bis 23 Uhr und FOX scheint bei seinem letzten Rennen 2010 erst um 23:45 Uhr auf Sendung zu gehen; möglicherweise geht es also schon ab 23 Uhr mit den Vorberichten los. Der Freitag ist komplett trainingsfrei, weshalb das Qualifying des Cups schon in der Nacht von Donnerstag auf Freitag um 1 Uhr stattfindet. Am Samstag ist dann die letzte Trainingssitzung angesagt und ab 20 Uhr auch das Nationwide-Rennen auf ABC. Danach trennen sich die Wege von Cup, Nationwide Series und Trucks einige Wochen lang und TNT übernimmt für die nächsten sechs Cup-Rennen von FOX in der sogenannten „Summer Series“ (inkl. offiziellem Stream auf nascar.com), bevor die zweite Saisonhälfte auf ESPN/ABC zu sehen sein wird.

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May 21 2010

07:15

NASCAR: Vorschau All-Star Race XXVI 2010

An den nächsten beiden Wochenenden wird nur auf dem Charlotte Motor Speedway gefahren, wo die NASCAR eine ähnlich große Show wie bei den „Daytona Speedweeks“ abhält. In dieser Woche steht das All-Star-Rennen auf dem Programm, nächste Woche dann das Coca-Cola 600.

Seit 50 Jahren ist der Charlotte Motor Speedway schon im Rennkalender des Sprint Cup vertreten, zwischenzeitlich auch unter einem anderen Namen. Wer genaueres über das Intermediate-Oval in Concord, North Carolina wissen möchte, der kann in der neuen Rubrik NASCAR-Strecken einen kurzen Überblick dazu finden. Nicht nur in dieser Woche hält Motorsport-USA einige Action bereit, denn man sollte sich auch schon einmal das nächste Wochenende rot im Kalender anstreichen. Dann geht nämlich mit dem Coca-Cola 600 das längste NASCAR-Rennen direkt im Anschluss an das ebenfalls legendäre Indianapolis 500 der IndyCars über die Bühne. In dieser Woche ist aber erstmal die All-Star-Week in der Heimat der NASCAR angesagt, wobei auch schon der erste Sieger feststeht: Die Boxenmannschaft von Denny Hamlin gewann die jährliche Pit-Crew-Challenge und dieser Erfolg hat sogar Auswirkungen auf das All-Star-Rennen:

Die schnellste Pit-Crew bekommt in der Nacht von Samstag auf Sonntag die erste Wahl auf einen Platz in der Boxengasse zugesprochen. Das Team der #11 wird vermutlich wie üblich den Platz am Ende der Pit-Lane gewählt haben, um beim Pflichtboxenstopp vor dem letzten Segment die besten Karten auf eine gute „track position“ zu bekommen. Damit sind wir auch schon beim Format des All-Star-Rennens angekommen, denn dieses Spektakel läuft nicht unter den üblichen Regeln ab. Zuerst ist da die Tatsache, dass wir es hier nicht mit einem regulären Meisterschaftslauf zu tun haben, bei dem Punkte vergeben werden. Da es keine Zähler zu ergattern gibt, ist das Ziel daher Preisgeld: Der Sieger des All-Star-Rennens bekommt für seine Leistungen ein schlappe Million US-Dollar ausgezahlt. Außerdem darf nicht einfach jeder mitfahren, der ein Cup-Auto in der Garage stehen hat, denn wie der Name schon sagt ist hier nur die Creme de la creme der NASCAR unterwegs.

Wer ist alles dabei? Wie kann man sich für das All-Star-Rennen qualifizieren?

Wer beim All-Star-Rennen dabei sein will, der hat mehrere Möglichkeiten, sich dafür zu qualifizieren. Die erste Variante ist, dass man in diesem oder im letzten Jahr ein Rennen gewinnen konnte. Über diese Schiene kommen dann die 14 Rennsieger von 2009 ins Feld, als da wären: Matt Kenseth (Daytona 500), Kyle Busch (Las Vegas), Kurt Busch (Atlanta), Jimmie Johnson (Martinsville), Jeff Gordon (Texas), Mark Martin (Phoenix), Brad Keselowski (Talladega), David Reutimann (Charlotte), Tony Stewart (Pocono), Kasey Kahne (Infineon), Joey Logano (New Hampshire), Denny Hamlin (Pocono), Brian Vickers (Michigan) und Jamie McMurray (Talladega).

Brian Vickers muss allerdings weiterhin krankheitsbedingt aussetzen und es ist noch längst nicht klar, wann er wieder hinter das Steuer der #83 klettern darf. Da sein Team aber den Wagen zunächst ordnungsgemäß angemeldet hat, bekam man nun die Möglichkeit, einen Ersatzfahrer zu nominieren. Casey Mears ist damit ohne Qualifikation im All-Star-Rennen fest am Start! Ob das so eine gute Lösung, wage ich zu bezweifeln: Klar das Team hätte den Einzug in das Preisgeldrennen natürlich verdient, da man ja immerhin in Michigan das Siegerauto für Vickers stellte. Allerdings erfolgt die Qualifikation durch Rennsiege nur auf Basis der siegreichen Fahrer und hat eben nichts mit der Owner-Seite zu tun, so wie es früher beim Budweiser Shootout mal war. Vielleicht wäre es auch keine schlechte Lösung gewesen, Mears ins Qualifikationsrennen zu stecken, aus welchem sich dann eben drei Fahrer für das All-Star-Event qualifiziert hätten anstatt deren zwei. Aber dazu später mehr.

In diesem Jahr konnten sich nur zwei weitere Piloten durch einen Rennsieg in das Preisgeldrennen fahren: Ryan Newman (Phoenix) und Kevin Harvick (Talladega). Die beiden Fahrer wären aber ohnehin für das All-Star-Rennen qualifiziert gewesen, denn Regel Nummer 2 besagt: Alle Sieger des All-Star-Rennens der letzten zehn Jahre sind ebenfalls fest dabei, was Dale Earnhardt Jr mit einschließt. Zusätzlich dazu sind auch alle Cup-Meister der letzten zehn Jahre mit dabei, was Bobby Labonte (2000) einen Platz im Rennen sichert. Für Earnhardt, der das Event in 2000 gewann und Labonte könnte es in Zukunft aber knapp mit einer weiteren Teilnahme werden. Labonte lässt bei TRG Motorsports seine Karriere ausklingen und wird vermutlich kein Rennen und keine Meisterschaft mehr gewinnen. Bei Junior ist das Problem bekannt, er kommt zu selten in die „victory lane“. Doch es gibt noch zwei kleine Hintertüren, um in das All-Star-Rennen zu gelangen:

Direkt vor dem Preisgeldevent gibt es noch ein Qualifikationsrennen, zu dem alle Fahrer zugelassen sind, die 2009 unter den ersten 50 in der Fahrerwertung abgeschlossen haben. Alternativ darf man auch im Qualifikationsrennen mitmischen, wenn man versucht hat sich für das Daytona 500 zu qualifizieren oder bei einem beliebigen Cup-Rennen 2010 den Sprung ins Hauptfeld geschafft hat. Die beiden bestplatzierten Fahrer dieses „Sprint Showdown“ dürfen eine Stunde später beim All-Star-Rennen antreten. Wer dann immer noch keine Eintrittskarte gelöst hat, dem bleibt noch ein letzter Strohhalm: die Fan-Abstimmung. Unter allen Teilnahmeberechtigten für den „Sprint Showdown“ können die Fans bereits seit einigen Monaten ihren Favoriten wählen. Dieser wird dann ebenfalls zum All-Star-Rennen zugelassen, was allerdings eine enorme Beliebtheit erfordert.

Hier noch eine Liste aller Fahrer, die versuchen werden, sich über den „Sprint Showdown“ ins Rennen zu fahren: AJ Allmendinger, Marcos Ambrose, Norm Benning, Greg Biffle, Todd Bodine, Clint Bowyer, Jeff Burton, Kevin Conway, Derrike Cope, Carl Edwards, Bill Elliott, David Gilliland, Robby Gordon, Sam Hornish Jr, Travis Kvapil, Paul Menard, Juan Pablo Montoya, Joe Nemechek, Max Papis, David Ragan, Robert Richardson Jr, Scott Riggs, Elliott Sadler, Regan Smith, Reed Sorenson, Scott Speed, Martin Truex Jr, Michael Waltrip und J.J. Yeley. Dazu kommt vermutlich noch entweder Tony Raines oder Johnny Sauter, die Casey Mears in der #36 von Tommy Baldwin Racing ersetzen dürften. In dieser Liste finden sich mit Biffle, Bowyer, Burton, Edwards, Montoya und Truex sechs große Namen, die seit 2007 bzw. 2008 nicht mehr gewinnen konnten und nicht alle dieser eigentlichen All-Stars werden beim Hauptrennen dabei sein!

Nach welchem Schema laufen das All-Star-Rennen und der „Sprint Showdown“ ab?

Nicht nur die Qualifikation verläuft anders sondern auch das All-Star-Rennen sowie der „Sprint Showdown“ haben einen individuellen Ablauf. Das Qualifikationsrennen besteht aus zwei Segmenten, die jeweils eine Länge von 20 Runden haben – ein echtes Shootout also. Das All-Star-Rennen selbst ist dann mehr als doppelt so lang und besteht aus vier Segmenten. Das erste ist 50 Runden lang, wobei nach 25 Runden ein Pflichtboxenstopp unter grüner Flagge zu absolvieren ist. Dabei müssen vier neue Reifen aufgezogen werden, was die Wichtigkeit der Pit-Crews bei diesem Event herausstellen soll. Am Ende des ersten Segments wird die Gelbe Flagge geschwenkt und den Teams die Möglichkeit gegeben, einen optionalen Boxenstopp durchzuführen. Segment 2 und 3 sind dann jeweils 20 Runden lang, wobei nach Segment 2 ebenfalls ein optionaler Boxenstopp unter Caution möglich ist. Nach Segment 3 gibt es eine zehnminütige Pause, bevor dann das große Finale ansteht.

Während dieser Pause dürfen die Teams ganz normale Änderungen an ihren Autos vornehmen, jedoch keine Reifen wechseln. Das vierte und letzte Segment umfasst nur noch zehn Runden, vor denen allerdings ein weiterer Pflichtboxenstopp erfolgen muss. Nach einer Runde hinter dem Pacecar müssen alle Wagen an die Box, um vier neue Reifen aufzuziehen. Dabei ist es dann entscheidend, einen guten Stopp abzuliefern, um die nötige „track position“ für das 10-Runden-Shootout zu ergattern, bei dem übrigens nur die Runden unter grün gezählt werden. Somit ist keine separate „green-white-checkered“-Regel vonnöten, es wird auf jeden Fall ein Finish unter grün geben. Nachfolgend habe ich noch ein paar Statistiken aufgelistet, bevor ich zu den Startzeiten komme:

- Es gab bisher 25 All-Star-Rennen seit 1985, von denen mit Ausnahme in 1986 (Atlanta) alle auf dem Charlotte Motor Speedway ausgetragen wurden.

- 83 Fahrer sind bisher bei mindestens einem All-Star-Rennen mitgefahren, wovon 17 Piloten mindestens ein Preisgeldrennen gewonnen haben. Die meisten Starts haben übrigens Terry Labonte und Mark Martin; beide Fahrer waren schon 20 Mal dabei. Die wenigsten Teilnehmer gab es 1986 (10), die meisten Piloten fuhren 2002 (27) mit.

- Dale Earnhardt Sr (1987, 1990, 1993) und Jeff Gordon (1995, 1997, 2001) sind die einzigen Fahrer, die das All-Star-Rennen bereits dreimal gewinnen konnten. Jeweils zweimal gewannen Davey Allison (1991, 1992), Terry Labonte (1988, 1999), Mark Martin (1998, 2005) und Jimmie Johnson (2003, 2006). Allison ist der einzige Pilot, der seinen Sieg im folgenden Jahr verteidigen konnte. Dale Earnhardt Jr (2000) und Ryan Newman (2002) sind die einzigen Fahrer, die das All-Star-Rennen in ihrer Rookie-Saison gewonnen haben.

- Jeff Gordon war mit 23 Jahren, 9 Monaten und 18 Tagen 1995 der jüngste Sieger, während Mark Martin 2005 mit 46 Jahren, 4 Monaten und 12 Tagen der bisher älteste war.

- Jimmie Johnson kam bei seinen acht Teilnahmen durchschnittlich auf Platz 6 ins Ziel. Dies stellt die beste Marke aller noch aktiven Fahrer dar.

- Das All-Star-Rennen konnte bisher nur dreimal von der Pole Position gewonnen werden. Den weitesten Weg nach vorne hatte bisher Ryan Newman, der 2002 von Platz 27 (dem letzten Platz) gewann.

- Drei Hendrick Motorsports-Fahrer haben schon insgesamt sechs All-Star-Rennen gewonnen: Jeff Gordon (3), Jimmie Johnson (2) und Terry Labonte (1).

- Fünf Fahrer haben nach dem All-Star-Rennen im gleichen Jahr auch den Titel gewonnen: Darell Waltrip (1985), Dale Earnhardt Sr (1987, 1990, 1993), Rusty Wallace (1989), Jeff Gordon (1995, 1997, 2001) und Jimmie Johnson (2006).

Wann geht es am Wochenende los und wer fährt noch in Charlotte?

Am Freitag ab 18 Uhr erhalten die Teams getrennt nach „Sprint Showdown“ und All-Star-Rennen jeweils eine Stunde Zeit, um sich auf das ebenfalls getrennte Qualifying um 23 Uhr vorzubereiten. Der „Sprint Showdown“ startet einen Tag später in der Nacht von Samstag auf Sonntag um 1 Uhr und zwei Stunden später steht das das All-Star-Rennen mit insgesamt 21 Fahrern auf dem Programm. In der Nacht von Freitag auf Samstag gibt es aber auch Rennaction zu sehen, denn die Trucks sind traditionell beim All-Star-Wochenende mit dabei, während die Nationwide Series erst zum Coca-Cola-600-Wochenende anrückt, um den Cup zu unterstützen. Das Truck-Rennen wird ab 1:30 Uhr übertragen. Alle Fahraktivitäten sind an diesem Wochenende ausnahmslos auf SPEED zu sehen. Auf nascar.com wird es wohl wie bei den Gatorade Duels einen Stream geben, zumindest wurde das am Anfang der Saison so angekündigt.

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