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August 12 2013

06:36

ADAC GT Masters: Analyse Red Bull Ring 2013

Leistung war gefragt am Red Bull Ring bei den zwei Läufen der ADAC GT Masters. Die langen Geraden verlangten nach viel Hubraum, den die Corvette mitbringt.

ADAC GT Master Red Bull RingVor dem Rennen auf der Strecke in Österreich hatte man eigentlich die Porsche auf dem Schirm, denn die konnten im letzten Jahr, etwas überraschend, gewinnen. Aber Porsche hat in diesem Jahr ein Upgrade für den 997 bereitgestellt, das deutlich mehr Abtrieb liefert als noch im letzten Jahr. Das geht zu Lasten der Höchstgeschwindigkeit und natürlich muss der Luftwiderstand auch bei der Beschleunigung überwunden werden. In den Trainings- und Qualisessions stellte sich dann auch schnell raus, dass die US-Autos am Red Bull Ring die Nase vorne haben würden. Es entwickelte sich aber in beiden Läufen ein überaus spannendes Rennen mit sehenswerten Zweikämpfen.

Für das erste Rennen knallten Diego Alessi und Daniel Keilwitz die Roller-Corvette auf die Pole-Position. Wirth und Hohenadel machten dann mit P2 die reine Corvette-Reihe komplett. Auf P3 lauerte der immer stärker werdende Ford GT mit Frank Kechele/Dominik Schwager, dahinter positionierte sich der SLS mit den beiden Maxilimians (Götz/Buhk) vor dem ersten BMW Z4 von DB Motorsport.

Der Start in die enge erste Kurve ging halbwegs gut. Irgendwie erwischte es im Getümmel den Z4 von Claudia Hürtgen und den nigelnagelneuen Camaro von Thurn und Taxis und Peter Kox. Beide hatten dann zumindest keinen weiten Weg zu Fuß zurück zur Box. Die Roller-Corvette blies zunächst vorne weg, sah sich aber vom Porsche mit Mario Farnbacher schwer unter Druck gesetzt. Die beiden setzten sich etwas vom Rest des Feldes ab und fuhren bis zum ersten Boxenstopp ein starkes Duell aus.

Der Porsche war auf der Bremse und in den wenigen engen Kurven des Kurses klar besser, aber die Corvette bollerte mit ihrem Hubraumvorteil auf den Geraden immer wieder weg. Alessi durfte sich dabei aber nicht den kleinsten Fehler erlauben. Schon ein kleiner Quersteher hätte Farnbacher in seinem Porsche den kleinen Vorteil gebracht, den er suchte. Immerhin entwickelte sich so ein sehenswertes Duell der beiden Spitzenpiloten.

Dahinter balgten sich der Ford, der SLS, ein BWM und die zweite Corvette, wobei Andreas Wirth allerdings ein kleiner Fehler passierte, der in einen Dreher mündete, der das Team etwas zurückwarf. Nach und nach konnte sich der Ford GT durchsetzen, bevor es zu den obligatorischen Stopps ging.

Das Spitzenduo kam geschlossen an die Box, die Mannschaft von Farnbacher Racing arbeitete aber einen Tick schneller als die Jungs von Callaway und konnte sich an der Boxenausfahrt knapp vor der Corvette halten. Doch die Freude über den ersten Platz währte nicht allzu lange. Ein paar Runden später hatte Daniel Keilwitz genug vom Porsche Heck und beschleunigte den Konkurrenten auf der langen Bergaufgeraden einfach aus. Zwar konnte sich Patrick Frommenwiler noch einigermaßen im Windschatten halten, aber an ein Vorbeikommen war nicht mehr zu denken.

Von hinten nahte zudem der Ford GT mit mächtigen Schritten und lange hielt sich Dominik Schwager mit dem Porsche nicht auf. In einem sehenswerten Manöver fuhr der GT in der schwierigen Doppellinks nach der Remuskurve einfach außen am Porsche vorbei. Danach machte man sich auf die Hatz nach der Corvette, aber Keilwitz kontrollierte den Abstand nach hinten einfach und fuhr einen ungefährdeten Sieg ein.

Alle weiteren Ergebnisse gibt es hier (pdf)

Rennen Zwei

Für das zweite Rennen stand der Ford GT auf der Pole, erst dahinter folgte die Callaway Corvette mit Alessi/Keilwitz. Es folgten der Z4 von DB Motorsport mit Knap/den Boer und der SLS mit Buhk/Gütz. Diese vier Fahrzeuge sollten dann auch das Rennen unter sich ausmachen.

Der Start am Sonntag blieb für alle Fahrer folgenlos, allerdings erlaubte sich Frank Kechele einen kleinen Fehler und bremste in der zweiten Kurve etwas sehr spät. Er kam weit raus und musste vier Wagen passieren lassen. Vorne hatte sich Alessi mal wieder in Führung gesetzt, dahinter lag aber schon der SLS mit Maxi Buhk am Steuer. Wie im ersten Rennen gaben es sich beide Fahrer richtig. Der SLS war in Sachen Topspeed nicht ganz so unterlegen wie noch am Tag zuvor der Porsche und blieb teilweise im Millimeterabstand an der Stoßstange der Corvette. Ein sehr schönes Duell, das auch die Fahrkunst beider Piloten zeigte. Rundenlang unter Druck mit den schweren Autos jeden Bremspunkt auf den Zentimeter genau zu treffen, ist schon eine sehr hohe Kunst.

Die Situation änderte sich nach dem Reifenwechsel nur wenig. Die Corvette lag vorne, der SLS machte mächtig Druck. In der Runde nach den Stopps wäre es dem Mercedes fast gelungen, in Front zu gehen, aber die Corvette konnte den Angriff gerade so abwehren. Mit etwas Abstand folgten der Z4 von DB Motorsport und der Ford GT. Beide konnten sich langsam an das Führungsduo ranrobben, wobei Schwager im Ford klug genug war, seinerseits den Z4 erst einmal in Ruhe zu lassen, damit man näher an die Führenden kommen konnte, die durch ihren Kampf an der Spitze nicht die besten Rundenzeiten fuhren.

Knapp acht Minuten vor Schluss war es dann auch soweit, man konnte die ersten vier mit einem Handtuch abdecken. Es entwickelte sich aber kein “Hauen und Stechen”. Da alle vier auf der letzten Rille unterwegs waren, gab es keinen Spielraum mehr für die “Ich brems jetzt mal zwei Meter später”-Idee. Aber dennoch war es schön anzusehen, wie vier Marken und Teams um den Sieg kämpften.

Am Ende siegten Alessi/Keilwitz erneut, dieses mal vor dem SLS. Der Z4 rettete sich vor dem Ford GT ins Ziel.

Alle Ergebnisse gibt es hier (pdf)

Stand in der Meisterschaft.

Es waren zwei sehr gute Rennen, die die Serie, vor leider spärlichem Publikum, ablieferte. Etwas überraschend war, dass die BMW in dieser Woche weit weg von der Musik waren. Nur im zweiten Rennen konnte der Z4 von DB Motorsport mithalten. Ebenfalls ohne Chance waren die Audi R8, die aber in diesem Jahr, zumindest im Masters, von der BoP nicht gerade begünstig werden. Es wäre schön, wenn die Kommissare das Feld noch etwas enger zusammen bekommen würden.

Weiter geht es Ende August am Lausitzring.

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September 16 2011

16:00

Vorschau: ALMS in Laguna Seca / Grand-Am in Mid-Ohio

Mit zwei Ausdauerrennen auf klassischen US-Kursen beendet die ALMS ihre Saison – als erstes an der Reihe: Laguna Seca.

Über sechs Stunden wird am Samstagabend gefahren – in die Abendstunden hinein, was immer wieder für tolle Bilder sorgt. Und da es auch noch einige interessante Neuzugänge bzw. Rückkehrer im Feld gibt, sollten sich Sportwagen-Fans dieses Rennen nicht entgehen lassen. Laguna Seca allein schon ist legendär und sollte jedem Motorsport-Fan ein Begriff sein: die Corkscrew ist quasi die Eau Rouge des Westens; die Andretti Hairpin produziert oft tolle Überholmanöver ebenso wie Fahrfehler; Turn 10 ist dank Banking schneller als sie auf den ersten Blick scheint; und so weiter und so fort… Viele Geraden gibt es in Laguna Seca nicht, aber wer braucht schon Geraden, wenn man solche Kurven hat.

Eine Runde mit dem Chris Dyson in seinem aktuellen Lola-Mazda (für die Marke ist es quasi das “Heimrennen”, immerhin sind sie schon länger namensgebende Sponsor der Strecke) sieht so aus:

Überholen und Überrunden wird dadurch natürlich schwierig und man sieht häufig harte Zweikämpfe, bei denen ein schnellerer Wagen nicht vorbei kommt, einfach weil die Geraden zu kurz und zu ungerade sind – das führt zu spektakulären, manchmal leider auch eher haarsträubenden Szenen (beides bot etwa aLivestream</a>. Ein paar Klicks entfernt finden sich auch alle sonst nötigen a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Infos wie Spotterguide, Live Timing, Streckenplan usw.

Grand-Am – Mid-Ohio

Die Stiefschwester der ALMS findet ja meist in Europa, und entsprechend auch hier im Blog, weniger Beachtung, da die Serie nach NASCAR-Vorbild weniger international ausgerichtet ist und auch von den Fahrzeugen her eher auf den amerikanischen Geschmack abzielt. Das könnte sich aber im nächsten Jahr ändern, denn die GT-Klasse wird zum 50. Jubiläum der 24h von Daytona einigen europäischen Zuwachs bekommen: Ferrari hat den F458, Audi den R8 LMS auf die spezifischen Anforderungen der Serie umgerüstet, Mercedes wird vermutlich auch in näherer Zukunft noch hinzustoßen.

Nun steht aber erstmal das letzte Rennen der 2011er Saison an, ein dreistündiger Lauf auf dem Mid-Ohio Sports Car Course. Die ALMS lieferte dort vor gut gefüllten Rängen (es war ein Doubleheader-Event mit den IndyCars) bei teilweise heftigem Regen ein spektakuläres Rennen ab. Den gab es allerdings nicht live im TV zu sehen – die in NASCAR-Besitz befindliche Grand-Am hat nun den „guten“ TV-Deal mit vielen Live-Rennen auf dem NASCAR-Sender SpeedTV.

In der Rolex Sports Car Series ist in beiden Klassen die Meisterschaftsentscheidung noch nicht gefallen. Bei den Daytona Prototypes liegen Scott Pruett und Memo Rojas mit 20 Zählern Vorsprung vor Max Angelelli und dem jungen Ricky Taylor an der Spitze; letzterer hat im Laufe der Saison für einiges Aufsehen gesorgt. Bei 35 Punkten ist zwar noch einiges möglich, aber dafür müsste das Ganassi-Duo – das in den letzten vier Jahren zweimal Meister wurde und die beiden anderen Male knapp Zweite – allerdings schon ein schlechtes Rennen erwischen.

Auch die Motoren-Wertung könnte über die Positionen der beiden entschieden werden, dort liegt Chevrolet (mit u.a. SunTrust Racing) nur zwei Punkte vor BMW (Ganassi). Auf bestem Wege, den vermutlich letzten Chassis-Titel in der Ära der zweiten Generation der DPs einzufahren, ist wieder einmal Riley. Übrigens ist auch United Autosports wieder am Start, Ex-F1-Pilot Mark Blundell wird neben Teamchef Zak Brown am Steuer des in Kooperation mit Michael Shank Racing eingesetzten Riley-Ford sitzen.

Bei den GTs geht es auch in der Fahrerwertung extrem eng zu: nur drei Punkte trennen Jordan Taylor/Bill Lester (Autohaus-Camaro) von Andrew Davis/Leh Keen (Brumos-Porsche), weitere zwei Punkte zurück liegen Jonathan Bomarito/Sylvain Tremblay (SpeedSource-Mazda) in Lauerstellung. Für den US-Markt dürfte es nicht von Nachteil sein, wenn mit dem Chevy Camaro ein amerikanischer Wagen den Titel holt – die Verteidigung im nächsten Jahr dürfte gegen die europäische Konkurrenz umso schwieriger werden.

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