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August 28 2012

06:15

NASCAR: Analyse Bristol August 2012

WOW, was für ein Wahnsinns-Rennen war das denn am Wochenende? Der Umbau in Bristol hat sich absolut gelohnt und produzierte eine sehenswerte Shorttrack-Schlacht inklusive wahnsinnig vieler Siegkandidaten und einer Menge „Bumpin‘ & Bangin‘“. Dabei kam sogar eine lange vermisste, fast olympische Disziplin wieder zum Vorschein: der Helm-Weitwurf!

Zu Beginn aber erstmal hoch mit den Händen: Wer hat bei 13 Cautions (die meisten seit 2007) und 22 Führungswechseln (All-Time-Platz 5) unter 13 Fahrern eigentlich den Überblick behalten? Niemand? Finde ich ja total sympathisch! Falls ich also etwas vergessen sollte, bitte direkt per Kommentarfunktion ergänzen, danke. Jetzt aber zum wichtigsten Thema des Wochenendes, denn nachdem die Streckenbetreiber im Anschluss an das Frühjahrsrennen den Betonhobel auf das kleine Oval geschickt hatten, zeigten sich wie erhofft einige Veränderungen an den Fahrspuren. Gab es vorher zwei komplette und gleichberechtigte Linien, verfügt Bristol nach der teilweisen Entfernung des oberen progressiven Bankings nur noch über deren 1,5. Dies wirkte sich jedoch etwas anders aus, als ich zunächst gedacht hatte:

Im Prinzip blieb es nämlich trotzdem bei zwei unterschiedlichen Linien, jedoch war die obere so weit nach unten gerückt, dass sie sich zur Hälfte mit der unteren Spur überschnitt. Interessanterweise entpuppte sich nun die obere Linie als die schnellere, was wohl daran liegt, dass immer noch eine gewisse ansteigende Kurvenüberhöhung auf der Betonbahn existiert. Wie groß diese allerdings ist, weiß man bei der bescheidenen Informationspolitik des Speedways zu diesem Thema natürlich nie so genau. Wer also in der Mitte der Strecke unterwegs war, konnte sich in den meisten Fällen gegen die Konkurrenz auf der unteren Seite durchsetzen.

Gegen Ende bewegte sich die Ideallinie sogar sehr hoch in Richtung Außenmauer, da später gebremst wurde und möglichst viel Schwung mit durch die Kurven genommen werden wollte. Das alles führte automatisch dazu, dass man innen deutlich aggressiver fahren musste, um eine Position zu gewinnen. Bei einem Fahrfehler samt Unter- oder Übersteuern kam dann natürlich der Wagen auf der Außenbahn als Prellbock zum Einsatz, was öfter im Rennen zu erbitterten Kämpfen und teilweise auch zu wilden Abflügen führte. Das beste Beispiel dafür boten Matt Kenseth (25.) und Tony Stewart (27.) in Runde 333, als beide Piloten nach einem Restart fünf Runden zuvor beinhart um die Führung stritten.

Kenseth war auf der unteren Bahn unterwegs und lehnte sich großzügig bei Stewart an, welcher seinerseits natürlich keinen Meter nachgab. Es kam, wie es kommen musste, beide drehten sich in die innere SAFER-Barrier und konnten ihr Rennen danach abschreiben. Meiner Meinung nach ein klarer Rennunfall, welcher entsteht, wenn beide Piloten einfach zu hart fahren, doch Smoke sah die Sache anders und holte zum großen Wurf aus. Nachdem Kenseth seine mühsam getapte #17 wieder aus der Boxengasse schleppte, wartete Stewart noch immer am Unfallort und donnerte seinen Helm auf die Motorhaube des Fords. Lange nicht gesehen, großer Unterhaltungswert, deshalb hier nochmal:

Seinen Helm wollte Stewart übrigens nicht wieder haben, Zitat: „I don’t give a crap! To hell with the helmet!“ Mal schauen, wie es in den nächsten Wochen zwischen den beiden Fahrern weitergeht, denn Smoke hat schon angekündigt, Kenseth bei jeder ihm sich bietenden Gelegenheit abzuräumen. Auf Dauer dürfte das aber ganz schön ins Budget seines eigenen Teams gehen und Stewart wird sich vermutlich eines Besseren besinnen, sobald er denn ein paar Mal kalt geduscht hat. Diese Fehde war jedoch nicht die einzige in einer hitzigen Bristol-Nacht:

Ebenso gerieten Danica Patrick (29.) und Regan Smith (16.) in Runde 434 aneinander, um die letzte Gelbphase des Abends auszulösen. Auch hier ein ähnliches Missverständnis: Patrick dachte wohl, sie sei schon clear und zog im Ausgang von Turn 4 nach unten, wo allerdings Smith wartete. Ich hatte den Eindruck, dass er noch versuchte, den Crash zu verhindern, aber es war schon zu spät. Danica schlug hart in die innere SAFER-Barrier ein und musste somit ein recht solides Rennen beenden, in welchem sie sich bis dahin ansonsten aus allem Ärger heraushielt und durchgehend in der Führungsrunde verbleiben konnte. Smith machte mit einem Top20-Resulatet noch das Beste aus einem verkorksten Tag, denn dieses Scharmützel war nicht das einzige, an dem er beteiligt war.

Weitere Unfälle:
- Caution #1: Ken Schrader und Jason Leffler (Runde 9)
- Caution #3: Sam Hornish Jr und Kurt Busch in separaten Vorfällen (Runde 122)
- Caution #4: Motorschaden bei David Ragan – er und Kasey Kahne rutschen auf dem Öl aus (Runde 148)
- Caution #5: Ryan Newman und Jeff Burton – ausgelöst durch Juan Pablo Montoya, der Newman umdrehte (Runde 191)
- Caution #6: Aric Almirola und David Gilliland (Runde 224)
- Caution #7: Brad Keselowski (Runde 271)
- Caution #8: Regan Smith und Kurt Busch (Runde 322)
- Caution #10: Casey Mears (Runde 413)

Wie man sieht, gab es also genügend Kaltverformungen, um das Geschehen mehrmals komplett durchzumischen und den Fahrern ausreichend Möglichkeiten für unterschiedliche Strategien zu bieten. Aufgrund der vielen Gelbphasen fielen diese jedoch wie in Michigan zum Ende wieder zusammen, sodass nur Carl Edwards (22.) vier (kurze) Runden vor Schluss mit trockenem Tank ausrollte. Der einzige große Wildcard-Anwärter ohne Saisonsieg ging viel Risiko ein und blieb in Runde 415 draußen, als die meisten Piloten noch einmal zum Nachfassen kamen. Edwards muss nun eigentlich die nächsten beiden Rennen in Atlanta und Richmond gewinnen, um sicher im Chase zu stehen, ein Einzelerfolg könnte schon zu wenig sein. Allerdings gibt es auch hier noch ein paar Szenarien, in denen selbst das nicht reichen würde.

Gewonnen hat das Rennen am Ende Denny Hamlin, welcher sich in Runde 461 während des letzten Green-Flag-Runs seinerseits am spritsparenden Carl Edwards vorbeisetzen konnte – Edwards hatte zudem nicht mehr die neuesten Reifen. Hamlin hielt sich schadlos, war die meiste Zeit in den Top5 unterwegs und stieg somit in die nun vier Mann starke Riege der Dreifachsieger auf. Im Grunde genommen hätte aber auch jeder andere Fahrer in die Victory-Lane fahren können, so chaotisch verlief der Abend. Eigentlich kam es wie in den alten Zeiten darauf an, im entscheidenden Moment an der Spitze zu sein. Eine Gelbphase mehr und das Ergebnis hätte wieder ganz anders aussehen können.

Auf Platz 2 lauerte nämlich schon Jimmie Johnson, welcher bei freier Fahrt nicht mehr zu Hamlin aufschließen konnte. Johnson war zuvor nur von Rang 37 ins Rennen gegangen, weil das Qualifying wegen Regens abgesagt werden musste und sich die Startreihenfolge aus dem ersten freien Training ergab, in welchem die #48 nicht wirklich eines der schnellsten Autos war. Bis zur Hälfte der 500 Runden hatte Johnson sich aber schon in die Top5 nach vorne gearbeitet. Die Belohnung ist ein zweiter Platz in der Fahrerwertung und eine nun mittlerweile rechnerisch sichere Teilnahme am Chase.

Ein (fast) ruhiger Tag war am Ende schon fast die Garantie für ein Top5-Ergebnis, welches hinter Johnson auch sein Teamkollege Jeff Gordon (3.) sowie Brian Vickers (4.) und Marcos Ambrose (5.) einfahren konnten. Vickers zeigte sich wie bei seinem ersten Bristol-Auftritt des Jahres für Michael Waltrip Racing erneut stark, während ich von Ambrose eher ein wenig überrascht war. Der Australier legte aber in den letzten vier Saisonrennen eine sehr gute Serie hin (10/1/5/5) und fuhr jedes Mal in die Top10. Für eine Chase-Qualifikation könnte das aber leider zu spät kommen, es sei denn, er gewinnt in Atlanta oder Richmond noch ein weiteres Event. Auch Gordon bringen diese soliden Punkte-Tage bei 55 Punkten Rückstand auf Platz 10 nicht viel mehr als Momentum – er MUSS jetzt gewinnen, wenn er in die Playoffs will.

Die Top10 komplettierten Kyle Busch, Clint Bowyer, Joey Logano, Kasey Kahne und Paul Menard: Von Busch habe ich ehrlich gesagt gar nichts gesehen, doch sein sechster Platz brachte ihn dank des gleichzeitigen Ausfalls von Ryan Newman (36.) auf Wildcard-Position #2 nach vorne. Bowyer unterstrich ebenso wie sein Teamkollege Vickers die momentane Stärke von Michael Waltrip Racing, welche zusätzlich noch durch Martin Truex Jr auf Rang 11 untermauert wurde. Die beiden Vollzeitfahrer von MWR befinden sich auf Platz 5 und 6 in der Meisterschaft verdienterweise auf einem soliden Chase-Kurs. Logano hätte das Rennen auch anstelle von Hamlin gewinnen können, bedenkt man, dass er mit 139 Umläufen die meisten Führungsrunden einfuhr. Irgendwie hat er dann aber leider den Anschluss verloren und damit vielleicht seine letzte Chance auf eine Playoff-Teilnahme vergeben.

Für Dale Earnhardt Jr (12.) hatte das Rennen in Bristol eine gute und eine schlechte Seite: Zum einen war er wieder in der Boxengasse auffällig, wo er in der Anfangsphase eine Rückversetzung wegen Speedings kassierte und später eine weitere Strafe absitzen musste, weil die Pitlane bei seinem Stopp wegen einer Caution noch geschlossen war. Zum anderen ist er neben seinem Teamkollegen Jimmie Johnson ab sofort einer von insgesamt drei Piloten, die rechnerisch sicher im Chase stehen – der Dritte im Bunde ist derweil Greg Biffle (19.). Für die NASCAR ist es natürlich unbezahlbar einen konkurrenzfähigen Junior in den Playoffs zu haben, was sich hoffentlich auch bald in den Einschaltquoten und Kartenverkäufen niederschlägt.

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den Punkteständen bei den Fahrern und in der Owner-Wertung (Achtung: Alles PDF-Dateien!), über die Wildcard-Situation werde ich wie gewohnt in der nächsten Vorschau ausführlicher sprechen.

IRWIN Tools Night Race 2012_Bristol2_Casey_Mears_Leads_Field_To_Green_Flag 2012_Bristol2_Cup_Michael_Buffer_Before_The_Race 2012_Bristol2_Denny_Hamlin_Dances_During_Driver_Introductions 2012_Bristol2_Ryan_Newman_Spins_In_Front_Of_Juan_Pablo_Montoya IRWIN Tools Night Race 2012_Bristol2_Danica_Patrick_Wags_Finger_At_Regan_Smith_After_Incident 2012_Bristol2_Dale_Earnhardt_Jr._Pit_Stop 2012_Bristol2_Tony_Stewart_Matt_Kenseth_Race_Alongside_Each_Other 2012_Bristol2_Denny_Hamlin_Takes_Checkered_Flag 2012_Bristol2_Denny_Hamlin_Celebrates_With_Burnout 2012_Bristol2_Denny_Hamlin_Celebrates_With_Checkered_Flag 2012_Bristol2_Denny_Hamlin_Celebrates_In_Victory_Lane

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August 25 2012

06:15

NASCAR: Vorschau Bristol August 2012

„Bumpin‘ and Bangin‘ auf dem Weg in den Chase“ ist das Motto des Wochenendes, wenn die Sprint-Cup-Piloten zum ersten von gleich drei Nachtrennen in Folge antreten. Das nicht mehr vorhandene variable Banking wird dabei mit Sicherheit für einige Action auf der Strecke in Bristol sorgen, vorausgesetzt Goodyear hat die Holzreifen zu Hause vergessen.

Aber Spaß beiseite: Da die Kurvenüberhöhung nun wieder überall in den Turns der Betonbahn dieselbe ist, gibt es nur noch eine konkurrenzfähige Fahrspur und die liegt natürlich auf der Innenseite. Wer nach vorne vorstoßen will, muss die Kontrahenten wie in den alten Zeiten bis Ende 2006 mit einem beherzten Schubser davon überzeugen, doch besser beiseite zu fahren. Dann kommt noch dazu, dass der Bristol Motor Speedway als Shorttrack nur über eine Länge von etwas mehr als 800 Metern verfügt. Den 43 Wagen knapp 40 Nicht-Start-&-Parkern bleibt somit nicht wirklich viel Platz, um wie an der Perlenschnur aufgereiht ihre Runden zu drehen. Einzig Goodyear könnte mit einem zu harten Reifen dafür sorgen, dass doch irgendwie alle gleichschnell sind. Michigan betrachte ich aufgrund der Gegebenheiten durch die komplette Neuasphaltierung eher als positiven Ausrutscher.

Die schön etwas länger zurückliegende Frühjahrsausgabe gewann Brad Keselowski vor Matt Kenseth und den drei Toyotas von Michael Waltrip Racing mit Martin Truex Jr, Clint Bowyer sowie Brian Vickers am Steuer, wobei Letzterer auch an diesem Wochenende wieder in der #55 Platz nehmen wird. Die Chevrolets haben dabei den Anschluss ein wenig verpasst, auch wenn sie gleich die folgenden sieben Ränge belegten. In den Top10 waren dann auch sehr kuriose Namen wie z. B. Jeff Burton, Jamie McMurray und Juan Pablo Montoya zu finden.

Keine Spur dagegen von Joe Gibbs Racing, die in Person von Kyle Busch in den vergangenen elf Rennen immerhin fünf Mal den Sieger stellten. Busch wurde blöderweise zu einem frühen Zeitpunkt in eine Massenkarambolage verwickelt, die ja auch auf den Shorttracks ähnlich verheerend ausfallen kann wie bei einem Superspeedwayrennen. Von Denny Hamlin und Joey Logano konnte man dagegen überhaupt nichts sehen, die beiden Teamkollegen retteten sich irgendwie in die Top20.

Da fällt es dann doch schon ein wenig schwer, sich auf einen echten Siegkandidaten festzulegen. Ganz entscheidend ist in der NASCAR ja immer das Momentum und hier zeigten sich in den vergangen Rennen einige interessante Kandidaten als Punktehamster. Nachfolgend also eine Rangfolge der Fahrer, welche in den letzten fünf Saisonläufen die meisten Zähler geholt haben:

1. #2-Brad Keselowski, 203
2. #5-Kasey Kahne, 194
3. #16-Greg Biffle, 191
4. #15-Clint Bowyer, 185
5. #56-Martin Truex Jr, 179

Dabei konnte mit Ausnahme von Kasey Kahne anscheinend keiner der Wildcard-Anwärter richtig abräumen und sich somit im direkten Vergleich von der Konkurrenz abheben. Ausgerechnet Kahne ist aber mit seinen zwei Saisonsiegen schon der momentan aussichtsreichste Kandidat für einen nachträglichen Sprung in die Playoffs. Da wirkt es fast ein wenig so, als ob ziemlich sicher derjenige Fahrer als Zweiter in den Chase nachrücken würde, dem es gelingt, überhaupt noch ein weiteres Rennen zu gewinnen.

In den letzten beiden Wochen wurde unterdessen auch der Abstand zwischen den Plätzen 10 und 11 wieder schmaler. Denny Hamlin hat momentan nur noch 33 Zähler Vorsprung auf Kahne, verfügt aber notfalls über eben so viele Saisonsiege. Tony Stewart befindet sich zwar nur ein Pünktchen hinter Hamlin, kann allerdings auf gleich drei Fahrten in die Victory Lane zurückgreifen.

Enger wird es innerhalb der Top10 dann eventuell noch für Kevin Harvick, welcher bei 44 Zählern Abstand zum Cut unglücklicherweise bisher keinen Erfolg in diesem Jahr vorweisen kann. Weil die #29 in den letzten sechs Rennen kein einziges Mal unter den besten Zehn angekommen ist, hat man bei Richard Childress Racing jetzt auch die Notbremse gezogen und Crew-Chief Shane Wilson durch den – an Harvick-Chevrolets – altbewährten Gil Martin ersetzt.

Außerhalb der Top10 lauert hinter Kahne zunächst Carl Edwards, der in dieser Saison wirklich total allen Erwartungen und zudem auch seinen beiden Teamkollegen hinterher hängt. Dass es für den Vizemeister von 2012 noch nicht zu wenigstens einer Fahrt in die Victory-Lane gereicht hat, überrascht schon etwas. Bei 38 Punkten Rückstand auf Platz 10 kann er sich eigentlich nicht mehr nur auf gute Punktetage verlassen. Direkt auf Edwards Fersen befinden sich Ryan Newman und Kyle Busch, wobei die beiden Piloten auch nur 11 Zähler trennen und Newman derzeit Mr. Wildcard #2 ist.

Paul Menard auf Platz 15 musste sich in dieser Woche mit einem satten Punktabzug in Höhe von gleich 25 Fahrer- sowie Owner-Zählern abfinden, weil an seinem Wagen in Michigan Teile angebracht waren, die das Team nach der obligatorischen NASCAR-Abnahme noch einmal verändert hatte. Crew- und Car-Chief suspendierte man zudem für die bekannten sechs Wochen. Weil Richard Childress allerdings seinen Einspruch eingelegt hat, darf Slugger Labbe bis zur endgültigen Klärung des Falls weiter an der #27 arbeiten. Trotzdem denke ich nicht, dass Menard die zwei notwendigen Siege in drei Rennen holen kann, um noch in die Playoffs zu gelangen.

Das Trio bestehend aus Jeff Gordon, Marcos Ambrose sowie Joey Logano hat mindestens 77 Punkte Rückstand auf die Top10 und wird daher wenigstens einen weiteren Saisonerfolg einfahren müssen, da führt unter normalen Umständen auch kein Weg dran vorbei!

Mein Tipp für die beiden Wildcards – so langsam kann man es ja mal wagen – sind Kasey Kahne sowie Kyle Busch, da ich nicht denke, dass Carl Edwards noch zwei Siege zusammenfahren kann. Busch dagegen kommt in den nächsten drei Wochen zwei Mal (Bristol und Richmond) auf für ihn persönlich extrem starke Strecken. Ryan Newman müsste schon in Atlanta ein Kunststück schaffen und Jeff Gordon überhaupt mal das Pech der letzten Wochen abschütteln. Sollten Paul Menard oder Joey Logano in den Chase einziehen, muss ich wohl wie Mac Moneysac meinen Hut fressen… notfalls mit etwas Salz oder Senf, wenn ich darf.

Ein interessantes Gerücht vielleicht noch: Mike Mulhern hat die Vöglein zwitschern hören, dass Ford Carl Edwards im nächsten Jahr in einem von Shell gesponsorten Wagen sitzen sehen möchte. Der Motorenhersteller hatte wohl schon in der vergangenen Saison einen nicht geringen Anteil am Verbleib von Edwards bei Roush-Fenway Racing, der ansonsten vermutlich zu JGR gegangen wäre. Interessant wären hier erneut die Auswirkungen:

Da Matt Kenseth (ziemlich sicher) zu Joe Gibbs Racing geht und dort wohl Joey Logano ablösen wird, hatte Letzterer schon mal vorsichtshalber eine Bewerbung bei Roger Penske abgegeben. Wechselt Shell von Penske Racing zu Roush oder setzt sich Carl Edwards tatsächlich in die #22? Damit kommt Edwards nun bereits im zweiten Jahr in Folge in die Verlegenheit, Logano möglicherweise einen Job zu klauen! Sam Hornish Jr wäre hier neben Logano der zweite Odd-Man-Out, da wohl weder Penske noch Gibbs Sponsoren für ein weiteres Auto finden werden.

Zum Abschluss folgen an dieser Stelle wie gewohnt noch die Links (PDF) zu den aktuellen Ständen in der Fahrer- und Owner-Wertung sowie die Entry-List. Der Zeitplan für das TV-Programm vom Rest-Wochenende fällt ja eher knapp aus:

Samstag, 25.08.
01:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (IRWIN Tools Night Race), ABC

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August 29 2011

15:51

NASCAR: Analyse Birstol Herbst 2011

Nach einem für Bristol Verhältnisse wieder verhältnismäßig schnellem Rennen gewann nicht der dominierende Mann des Rennens Jeff Gordon, sondern der dominierende Mann der letzten 3 Rennen. Auch in Bezug auf den Chase hat sich in Bristol einiges getan.

Das Rennen kam ohne größere Zwischenfälle gut in einen Rhythmus. In den ersten 150 Runden gab es zwar 3 Gelbphasen, die waren aber alle sehr kurz (2 Mal Debris, 1 Mal Motorsachaden bei Kvapil). In den Top 10 befanden sich nach 150 Runden Johnson, Gordon, Keselowski, Kenseth, Newman, Edwards, Kyle Busch, Smith, Hamlin, Truex Jr. Da sollte sich bis zum Rennende auch nicht mehr viel dran ändern, was die hohe Relevanz einer guten Startposition und eines von Anfang an gut fahrbaren Autos in Bristol unterstreicht.

Probleme mit den Reifen gab es diesmal übrigens keine, da Goodyear vorsorglich die aus dem Vorjahr an die Strecke gebracht hatte und nicht die aus dem Frühjahr. Nach der Gelbphase durch Kvapil folgte eine lange Grünphase, die über 150 Runden dauerte. In dieser Zeit zeigte sich das überlegene Auto von Jeff Gordon. Er fuhr in dieser Zeit konstant an der Spitze und sammelte Führungsrunde um Führungsrunde, insgesamt sollten es am Ende über 200 werden.

Stewart hingegen musste schon von weit hinten starten und kam nicht nach vorne, am Ende sollte es für ihn nur ein sehr enttäuschender 28. Platz werden. Das schnelle Rennen und die lange Grünphase in der Mitte führten dazu, dass in der Mitte des Rennens nur noch 20 Autos in der Führungsrunde waren. Auch Harvick und Boywer vielen mit schlecht liegenden Autos wenig später weit zurück und sollten sich davon nicht mehr wirklich erholen, Boywer wurde 26. und Harvick 22.

Die lange Grünphase wurde durch 2 unabhängige Situationen beendet, die aber beide zur selben Zeit stattfanden. Einerseits hatte Reutimann beim Überholen Stremme leicht berührt, der aus unerfindlichen Gründen meinte sich unbedingt dafür rächen zu müssen und Reutimann abschoss. Andererseits fuhr Menard, der einen Plattfuß durch schleifende Frontpartie zu erwarten hatte einfach Hamlin eingangs einer Kurve ins Heck.

In Runde 362 gab es dann die nächste Gelbphase, ausgelöst durch Mark Martin, der ausgangs einer Kurve etwas zu weit nach oben kam, Vickers leicht am Heck traf, sich dadurch in die Mauer drehte und hart einschlug, doch die Safer Wall verhinderte schlimmeres. In dieser Gelbphase kamen natürlich alle zum tanken, es hätte sogar mit Green-White-Checkered einen Spritpoker geben können, doch es kam anders. Nachdem Restart in Runde 369 sahen die Top 10 folgendermaßen aus: Gordon, Kenseth, Keselowski, McMurray, Johnson, Edwards, Logano, Kyle Busch, Hamlin, Truex Jr.

Auch nach diesem Restart zeigte Gordon, dass sein Auto weiterhin überlegen war und zog zunächst vorne weg. Kyle Busch hatte das ganze Rennen über ein gutes Auto, hielt sich aus allem raus, wäre folglich ein sicherer Top 5 Kandidat gewesen, zumal er in Bristol so gut wie kein anderer Fahrer in den letzten Jahren war. Doch dieses Mal sollte es nichts werden. Kyle kollidierte leicht mit Labonte und holte sich dadurch einen Platten, der ihn in die Mauer schickte. Dies löste die letzte Caution circa 85 Runden vor Schluss aus.

In dieser gab es auch die letzten Boxenstopps, wobei Newman und Truex Jr nur 2 Reifen nahmen. Für Beide sollte sich das am Ende trotz ausbleiben weiterer Gelbphasen auszahlen. Am schnellsten insgesamt arbeitete jedoch die Crew von Brad Keselowski, der das Feld beim Restart anführte. Gordon und Johnson lagen hinter Kenseth und Truex Jr auf Platz 4 und 5. Nach einige Runden und leichtem Mauerkontakt von Gordon schafften es schließlich Gordon und Johnson an einem mittlerweile wegen eines in der Schlussphase schlecht liegenden Autos frustrierten Kenseth vorbei zu ziehen.

Gordon schloss dann schnell auf Martin Truex Jr auf und die Frage war eigentlich nur, wann Gordon mit seinen 4 neuen Reifen an Truex Jr vorbei gehen würde und ob die Zeit dann noch reichen würde, um den vorne um mittlerweile 2 Sekunden enteilten Keselowski noch einzuholen. Doch was folgte war der beste Zweikampf des gesamten Rennens. Truex Jr fuhr mit alten Reifen die ganze Zeit die obere Linie, während Gordon ihn immer wieder auf der unteren Linie versuchte zu überholen. Immer fair erwehrte sich Truex Jr Gordon mit allem was er hatte und sollte es tatsächlich über 50 Runden lang bis zur Zielflagge schaffen Gordon hinter sich zu halten. Das war eine wirklich beeindruckende Leistung von Truex Jr.

Aber natürlich muss man auch über den Sieger,”Mister August”, Brad Keselowski sprechen. Seine Ergebnisse mit gebrochenem Knöchel in den letzten 4 Rennen: 1. (Pocono), 2. (Watkins Glen), 3. (Michigan), 1. (Bristol). Das ist schon sehr sehr stark, außerdem ist er jetzt mit 3 Siegen praktisch sicher im Chase, vielleicht hat sich da in den letzten 4 Rennen ein Meisterschaftskandidat gemausert…

Auf Platz 2 kam Martin Truex Jr ins Ziel, der zwar keine Chance mehr auf den Chase hat, aber so eine verdiente Belohnung für seinen Kampf gegen Gordon bekam. Dahinter folgten Gordon und Johnson. Johnson ist schon sicher im Chase, aber auch für Gordon besteht eigentlich nur noch eine rechnerische Chance rauszufallen. McMurray wurde 5., dahinter kam Kenseth ins Ziel, der sich somit auch sein Chase Ticket sicherte.

Hamlin wurde 7., hat im Moment die zweite Wild Card inne und sammelte wichtige Punkte um diese gegen Menard zu verteidigen, der nur 30. wurde. 8. wurde Ryan Newman, der 7. in der Meisterschaft ist und unter normalen Umständen ebenso wie Kurt Busch, der 17. wurde, den Chase erreichen sollte. Edwards sicherte sich sein Chaseticket mit einem 9. Platz auch rechnerisch. Einen starken 10. Platz holte sich Marcus Ambrose.

Ebenfalls sicher im Chase ist Kyle Busch nach seinem 14. Platz. Eng könnte es hingegen nochmal für Earnhardt Jr. (16. in Bristol) und Tony Stewart werden, wenn Boywer noch ein Rennen gewinnt, dann würde bei einem schlechten Ergebnis nämlich einer von ihnen aus dem Chase fallen. Weiter geht es nächste Woche in Atlanta. Das Rennergbnis könnt ihr hier einsehen: http://www.jayski.com/stats/2011/results/24bms2011results.htm, den aktuellen Meisterschaftsstand gibt es hier: http://www.jayski.com/stats/2011/points/24bms2011points.htm, und zum Schluss die Owner Points: http://www.jayski.com/stats/2011/owners/24bms2011owners.htm.

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August 26 2011

06:12

NASCAR: Vorschau Bristol August 2011

Drei Nachtrennen trennen die Sprint-Cup-Piloten noch vom Meisterschaftsendspurt in diesem Jahr. Doch für den Chase muss man sich auch erstmal qualifizieren und auf dem Bristol Motor Speedway wird an diesem Wochenende das nächste Kapitel in diesem Buch geschrieben. ServusTV überträgt dabei wieder LIVE in der Nacht von Samstag auf Sonntag!

Der adie Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende:

Die Trucks sind in dieser Woche zwar ebenfalls in Bristol mit dabei, fuhren ihr Rennen aber bereits am Mittwoch aus. Da nur die Hauler und das Equipment zweier Rennserien im kleinen Kolosseum von Bristol Platz finden und die Nationwide Series den Sprint Cup am Wochenende zusätzlich unterstützen soll, mussten die Trucks schon vorher ran. Das Rennen gewann Kevin Harvick, welcher damit den dritten Saisonlauf in Folge für sich verbuchen konnte. Kyle Buschs Toyota-Truck fiel einem Unfall zum Opfer und wurde nur auf Platz 30 gewertet.

Das Sprint-Cup-Rennen wird an diesem Wochenende mal wieder von ServusTV übertragen, ebenso wie übrigens auch das Finale des Kampfs um die Chase-Qualifikation aus Richmond in zwei Wochen. Ab 01:30 Uhr zeigt der österreichische Sender das Rennen in HD und Zweikanalton. Die deutschen Kommentatoren sind Andreas Gröbl und Christian Kuhn, welche nach einhelliger Meinung hier in den Kommentaren schon beim Rennen aus Daytona einen guten Job erledigt haben. Bei mir funktionierte im Juli auch der Webstream zu ServusTV während des Daytona-Rennens, was eigentlich kaum einen Zuschauer ausschließen dürfte, sollte es erneut im Internet verfügbar sein. Als besonderer Bonus wurde Daytona ja werbefrei gesendet und man wird abwarten müssen, ob das auch in Bristol und Richmond so bleibt.

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 26.08.
15:00 Uhr, Nationwide Series Final Practice, SPEED (TV um 15:30 Uhr)
18:00 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
20:30 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED
21:30 Uhr, Nationwide Series Qualifying, SPEED
23:00 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, SPEED
01:30 Uhr, Nationwide Series Rennen (Food City 250), ESPN2

Samstag, 27.08.
01:30 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Irwin Tools Night Race), ABC / ServusTV

In eigener Sache:

Zum Schluss möchte ich mich noch zu den Kommentaren für die Michigan-Analyse äußern. Falls in den letzten Wochen der Eindruck entstanden sein sollte, dass ich hier bewusst NASCAR-Bashing betreiben möchte, dann ist das meine Antwort dazu:

NASCAR ist der Grund, warum ich damals zum Racingblog kam und NASCAR ist gleichzeitig auch mein liebstes Hobby! Versteht mich bloß nicht falsch, ich liebe NASCAR wirklich sehr. Was in den letzten Rennen aber abgelaufen ist, kann man wahrlich nicht mit der Situation vor 2011 vergleichen. Schaut man sich bei Jayski.com beispielsweise einfach mal die Anzahl der Cautions im Vergleich über die Jahre an, dann kann man sehen, dass sich in puncto Rennfluss wirklich etwas verändert hat und das ist sicherlich nicht der einzige Aspekt.

Weniger Cautions/Unfälle und weniger technische Defekte bringen die Rennen in den letzten Monaten eher in einen europäischen Fluss, was mir nicht wirklich gefällt. Schließlich habe ich mich mit meiner Rückkehr zur NASCAR 2007 eigentlich der amerikanischen Variante des Motorsports verschrieben (Geschmäcker sind halt verschieden, was aber nicht heißt, dass ich gerne Unfälle sehen will oder sowas!). Die hohe Leistungsdichte trägt im Moment ihr Übriges dazu bei: Zwar dominieren immer wieder andere Fahrer und das ist ja auch schön, doch tun sie dies meist über das gesamte Rennen, da einer kleiner Unterschied in der Performance oft einen großen Sprung nach vorne oder hinten ermöglicht. Letzteres kommt seit diesem Jahr VERSTÄRKT vor, obwohl es sowas in Pocono oder Michigan schon länger gab. Dazu kommt, dass nur noch knapp 30 Autos ernsthaft um irgendwas mitfahren, während es bei meinem Wiedereinstieg 2007 noch mehr als 40 waren…

Kritik ist auch nicht immer nur schlecht, hat es doch in Pocono über die letzten zwei Jahre für viele Verbesserungen gesorgt! Fans von dortigen 500-Meilen-Rennen ohne SAFER-Barrier haben selbstverständlich mein vollstes Mitgefühl. Außerdem sehe ich nicht alles nur negativ: Es gibt nämlich durchaus positive Aspekte, welche ich in den Artikeln hier auch erwähne: Die Rennen werden zum Beispiel zwar weniger abwechslungsreich (langweiliger), die Meisterschaft wird wegen der hohen Leistungsdichte aber zunehmend spannender. Zudem gibt es nun mal Strecken, die nicht gerade für spannende Rennen bekannt sind und davon folgten zuletzt einige Ausgaben aufeinander. Über die Reihenfolge kann man sich natürlich streiten, ich persönlich fand Pocono wirklich interessanter als Michigan von letzter Woche!

Falls jemand wissen möchte, warum ich bei den Samstag-Nacht-Rennen öfter einschlafe: Das liegt nicht (nur) an der mangelnden Abwechslung über drei Stunden Rennzeit, sondern auch daran, dass ich unter der Woche einen Hauptberuf habe. Als Student ist mir sowas nicht passiert, aber da hatte ich natürlich auch noch ganz andere Zeiten! ;o) Dass man dann in der Nacht ab 1 Uhr eher müde ist, können viele Leser sicherlich verstehen und/oder nachvollziehen.

Zu guter Letzt: Das hier ist ein Blog und das bietet mir daher auch die Möglichkeit, subjektiv meine Meinung zu äußern. Und das ist sicherlich einer der Gründe, warum ihr gerne zum Lesen und Mitmachen hier auf die Seite kommt und womit wir uns von anderen Angeboten im Netz unterscheiden/abgrenzen.

Fazit: Ich liebe NASCAR, aber nicht um jeden Preis! Kritik muss erlaubt bleiben und dafür haben wir hier auch den Kommentarbereich. Für Meinungen gilt das sowieso und nur weil ich ein Rennen langweilig fand, müsst ihr das nicht genauso sehen und andersherum. Trotzdem bemühe ich mich immer, meine persönliche Meinung von der eigentlichen Analyse zu trennen.

Vielen Dank für eure bisherigen Kommentare und ich denke, dass nach diesen Zeilen noch einige dazukommen werden.

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March 18 2011

07:12

NASCAR: Vorschau Bristol März 2011

An diesem Wochenende startet der Sprint Cup nach einer kurzen Pause wieder voll durch und wegen der Sommerzeitumstellung in den USA beginnt das Rennen am Sonntag sogar schon eine Stunde früher als gewohnt. Und das Einschalten/-loggen lohnt sich, denn auf der 800m-langen Betonbahn in Bristol wird seit jeher ordentlich Action geboten.

Der adie Links zu den aktuellen Ständen in der Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung sowie ein Zeitplan für das Wochenende. Zu beachten ist dabei, dass aufgrund der in den USA bereits erfolgten Sommerzeitumstellung nur noch fünf Stunden Zeitunterschied zu Deutschland besteht. Konkret heißt das: Das Rennen am Sonntag beginnt schon um 18 Uhr!

Ausstrahlungsdaten

Freitag, 18.03.
13:30 Uhr, Nationwide Series Practice, nicht im TV
15:30 Uhr, Nationwide Series Practice, nicht im TV
17:00 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
18:40 Uhr, Nationwide Series Practice, SPEED
20:30 Uhr, Sprint Cup Series Qualifying, SPEED
22:00 Uhr, Nationwide Series Final Practice, SPEED

Samstag, 19.03.
14:30 Uhr, Nationwide Series Qualifying, SPEED
15:45 Uhr, Sprint Cup Series Practice, SPEED
17:00 Uhr, Sprint Cup Series Final Practice, SPEED
19:00 Uhr, Nationwide Series Rennen (Scotts EZ Seed 300), ESPN

Sonntag, 20.03.
18:00 Uhr, Sprint Cup Series Rennen (Jeff Byrd 500), FOX

August 23 2010

18:01

NASCAR: Analyse Bristol August 2010

Bristol hatte an diesem Wochenende vieles zu bieten: Ein Jubiläum, packende Rennaction auf der sehr kurzen, aber stark überhöhten Betonbahn inklusive einiger Kaltverformungen und am Ende sogar einen Rekord. Vermisst habe ich aber so ein wenig die Spannung, denn Kyle Busch dominierte das Cup-Rennen, indem er über die Hälfte der Renndistanz in Führung lag.

Es war das hundertste Cup-Rennen auf dem Bristol Motor Speedway, welches Kyle Busch einen bisher einzigartigen Rekord ermöglichte: Als erster NASCAR-Pilot gelang ihm das Triple, denn er konnte in Bristol sowohl das Truck-Rennen, als auch den Nationwide-Series-Lauf sowie das „Irwin Tools Night Race“ der Sprint Sup Series innerhalb einer Woche für sich entscheiden. Damit setzte er eine Marke, die vermutlich außer von ihm selbst nicht so schnell egalisiert werden wird. Neben Kyle Busch startet nämlich nur Kevin Harvick ähnlich regelmäßig bei allen drei nationalen Rennserien am selben Wochenende auf derselben Strecke. Im Cup lag er dabei sagenhafte 282 von 500 Runden in Führung.

Zunächst führte Polesitter Jimmie Johnson das Feld zur grünen Flagge und konnte sich auch bis zum Ende des ersten „fuel runs“ gegen die Konkurrenz durchsetzen. Dann war jedoch Kyle Busch in der Spitze angekommen, nachdem er im Qualifying nur den 19ten Startplatz ergattern konnte. In Runde 172 übernahm Busch die Führung vom Kalifornier und die #48 konnte diese auch nur noch einmal kurz während einer Gelbphase aufgrund eines besseren „pit stalls“ in der Boxengasse zurückerobern. Nach der fünften Caution gegen Mitte des Rennens war es dann um Jimmie Johnson geschehen, als Juan Pablo Montoya ihn beim Restart in die Mauer drehte. Bis dahin hielt Johnson allerdings mit und machte Kyle Busch als direkter Verfolger Druck. Die anschließende Reparaturpause brachte dem viermaligen Meister am Ende 85 Runden Rückstand ein, was Platz 35 bedeutete.

Im Großen und Ganzen hat sich die Performance von Hendrick Motorsports aber wieder leicht zum Positiven gedreht, denn Johnson hielt sich bis zur Rennhälfte auf Platz 2 und die Veränderungen am Auto während der hereinbrechenden Dunkelheit haben sich daher ausgezahlt. Vielleicht hätte Jimmie den überragenden Kyle Busch nicht mehr am Sieg hindern können, doch ein Top5-Ergebnis wäre allemal drin gewesen. In zwei Wochen wird Atlanta zeigen, ob die Abstimmungsprobleme bei der #48 ein Ende haben. Johnsons Teamkollegen Jeff Gordon und Dale Earnhardt fuhren unauffällig auf Platz 11 bzw. 13. Beide hielten sich den ganzen Abend über solide in den Top10, mussten gegen Ende aber Handling-Probleme hinnehmen. Schlimmer erwischte es Mark Martin, der musste im Kampf um die Chase-Qualifikation einen Rückschlag hinnehmen: Die Handling-Probleme verfolgen das Team mit der #5 weiterhin und mehr als Rang 23 war am Ende nicht drin.

Circa 100 Runden vor Schluss kam dann noch einmal Bewegung ins Rennen: Jamie McMurray brachte sich als möglicher Siegkandidat ins Rennen, als er Kyle Busch auf der Strecke überholen konnte. Vor der finalen Caution standen die letzten Boxenstopps unter grüner Flagge an, zu denen die beiden Führenden gemeinsam abbogen. Dabei beharkten sie sich ein wenig, was letztendlich den lachenden drittplatzierten David Reutimann freute, der nach Abschluss der Rotation an der Spitze lag. Doch auch die #00 konnte nichts gegen Busch ausrichten und so setzte sich Kyle 15 Runden nach dem Restart in Umlauf 429 wieder in Führung. Damit war das Rennen gelaufen, denn in den letzten 71 Runden passierte nichts Rennentscheidendes mehr. Busch holte sich ungefährdet seinen dritten Saisonsieg und zog damit auf der Chase-Setzliste mit Kevin Harvick gleich. Davor befinden sich nur noch Denny Hamlin und Jimmie Johnson mit jeweils fünf Erfolgen 2010.

David Reutimann und Jamie McMurray komplettierten die Top3, was für beide ein Wahnsinnsergebnis darstellt und ihre Chase-Qualifikations-Chancen beträchtlich erhöht. Bei noch zwei zu fahrenden Rennen bis zu den Playoffs stellen 100 bzw. 155 Punkte Rückstand auf Platz 12 allerdings eine schwere Aufgabe dar. Diesen Platz hält derzeit Clint Bowyer und der konnte mit einem vierten Platz im Rennen seinen Vorsprung auf Platz 13 weiter ausbauen. Kasey Kahne fuhr unauffällig auf Rang 5 und platzierte sich damit noch vor Reutimann mit 136 Zählern Rückstand zum Chase.

Die Top10 komplettierten Ryan Newman, Juan Pablo Montoya, Greg Biffle, Kurt Busch und Matt Kenseth. Carl Edwards kam zwischen Jeff Gordon und Dale Earnhardt Jr auf Rang 12. Der Meisterschaftsführende Kevin Harvick wurde 14ter. Für ihn geht es bei bereits fester Chase-Qualifikation jetzt eigentlich nur noch darum, soviele Rennen wie möglich zu gewinnen, koste es was es wolle. Diese Strategie gilt ab sofort auch für Jeff Gordon, der in Bristol sein Playoff-Ticket gelöst hat und dringend einen Sieg für die Setzliste im Chase benötigt. Das könnte in Atlanta und Richmond bei mindestens zwei Fahrern, die volles Risiko gehen, nochmal spannend werden.

Die Ergebnisse der anderen Chase-Fahrer:
- Tony Stewart landete nur auf Rang 27 mit sechs Runden Rückstand, weil er nach einem Mauerkuss sein Handling vergessen konnte.
- Denny Hamlin erwischte es ähnlich hart wie Jimmie Johnson, denn etwa gegen Rennmitte musste die Antriebswelle repariert werden, was Hamlin insgesamt 27 Runden kostete. Am Ende fuhr er einen Rang vor Johnson auf Platz 34.

Das aLinks zur Fahrer-</a> und a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Owner-Wertung inklusive weiterer Statistiken bei Jayski.com habe ich hier auch noch eingefügt.

Am nächsten Wochenende macht der Sprint Cup die letzte Pause in diesem Jahr, bevor das letzte Saisondrittel an einem Stück absolviert wird. Die Nationwide Series fährt am Sonntagabend zur besten Sendezeit ab 20 Uhr auf ESPN2 ihr letztes Rundkursrennen in Montreal, Kanada. Dort sind natürlich wieder einige bekannte Namen dabei: Unter anderem fahren Jacques Villeneuve (für Braun Racing in der #32), Patrick Carpentier (für Michael Waltrip Racing in der #00), Robby Gordon (im eigenen Team), Ron Fellows (für JR Motorsports in der #88), Nelson Piquet Jr. (vermutlich für Baker-Curb Racing), Max Papis (für Kevin Harvick in der #33) und natürlich Marcos Ambrose (für JTG-Daugherty Racing in der #47). Dazu kommen wie immer die Nationwide-Regulars aus dem Cup: Carl Edwards, Brad Keselowski und Paul Menard.

Schon in der Nacht von Freitag auf Samstag sind die Trucks auf dem Chicagoland Speedway unterwegs, SPEED überträgt für Nachteulen ab 2:30 Uhr. Die endgültigen Entry-Lists offenbaren dann bei Erscheinen auch, wo Kyle Busch am Wochenende unterwegs sein wird.

Wichtig noch: Brian Vickers musste sich a

August 20 2010

06:39

NASCAR: Vorschau Bristol August 2010

Am Wochenende ist Short-Track-Action in Bristol angesagt, wo die Strecke ihr hundertstes Cup-Rennen feiern darf. Bei noch drei Rennen bis zum Chase ist der Kampf um die Top12 in diesem Jahr zwar bereits größtenteils gelaufen, doch Bristol ist auch mal für einen „big one“ gut.

99 Cup-Rennen wurden auf dem a

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