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August 09 2013

12:05

NASCAR: Vorschau Watkins Glen 2013

Zwei Mal im Jahr beweisen die Piloten des Sprint Cups, dass sie neben Links- auch Rechtskurven beherrschen. Nach Sonoma im Juni findet das zweite Rundkursrennen wie üblich in Watkins Glen statt, welches im Vorjahr mit einem packenden Finish überzeugen konnte.

cheezit355attheglenWatkins Glen, The Glen, Glen Watkins oder Watkins Glen International: Alles Namen die ein und dieselbe Strecke im Südwesten des US-Bundesstaates New York beschreiben. In den 60er- und 70er Jahren noch Austragungsort von Formel 1-Rennen ist aktuell der NASCAR Sprint Cup das große Highlight des Jahres. Die Oberliga der NASCAR gastierte zum ersten Mal im Jahr 1957 auf der Strecke und sucht diese seit 1986 jedes Jahr auf. Gefahren wird auf einer modifizierten Streckenvariante mit 2,45 Meilen Länge, welche auf der Gegengeraden noch eine Schikane, den Inner Loop, beinhaltet. Insgesamt müssen die Fahrer auf einer Runde acht Kurven bewältigen, davon sind fünf Rechts- und drei Linkskurven. Im letzten Jahr konnte sich Marcos Ambrose zum wiederholten Male den Sieg vor Brad Keselowski sichern. Der Kampf in der letzten Runde zwischen Kyle Busch, Keselowski und Ambrose stellte eines der Highlights des vergangenen NASCAR-Jahres dar. Sollte jemand dieses Finish noch nicht gesehen haben, empfehle ich diesen Zustand schnellsten zu ändern.

Nachdem sich Marcos Ambrose also die letzten beiden Siege auf “The Glen” sichern konnte gilt er natürlich wieder als Top-Favorit für den diesjährigen Lauf. Aber Juan Pablo Montoya muss man ebenfalls immer auf der Rechnung haben, denn auch er konnte hier schon gewinnen. Aber auch die gelernten Oval-Fahrer gilt es zu beachten, schließlich konnte sich Martin Truex Jr. dieses Jahr in Sonoma den lang ersehnten Sieg sichern, der auch den ein oder anderen Racingblogger von seiner Qual erlöste. Neben den genannten Piloten sind auch die Busch-Brüder, Jeff Gordon, Clint Bowyer und wie üblich Jimmie Johnson als Siegkandidaten aufzuzählen, wobei sich Johnson auf einen Rundkurs nie so in den Vordergrund fahren konnte wie in einem Oval.

Watkins Glen wird auch ein wichtiger Bestandteil des Kampfes um den Einzug in den Chase sein, sind es doch nur noch insgesamt fünf Rennen, um sich zu qualifizieren. Seine Chancen verbessert hat Kasey Kahne, da er das letzte Rennen in Pocono für sich entscheiden konnte. Durch seine nun zwei Saisonsiege sollte der Chase-Einzug für ihn keine Hürde mehr darstellen, egal ob er sich über die Punkte oder eine Wildcard qualifiziert. Auch Brad Keselowksi und Kurt Busch sind mit Platz 12 bzw. 13 und nur wenigen Punkten Rückstand auf den Zehntplatzierten Greg Biffle noch im Rennen. Das einzige Problem was beide Fahrer haben ist, dass sie diese Saison noch nicht in der Victory Lane standen. Sollte sich dies nicht in den nächsten Rennen ändern, wird es schwer bis unmöglich werden, den Chase zu erreichen. Rosiger sieht da die Welt für die Wildcard-Inhaber Martin Truex Jr. und Tony Stewart aus, welche diese Saison jeweils einmal einen Sieg einfahren konnten. Letzterer jedoch wird wahrscheinlich seine Wildcard nach dem Rennen abgeben müssen.

Tony Stewart wird nämlich nicht in Watkins Glen starten können. Anfang der Woche erreichte uns die Nachricht, dass er sich sein rechtes Schien- und Wadenbein bei einem Sprint Car-Unfall gebrochen hatte. Wir hoffen auf gute Besserung, aber diese Saison ist für Stewart gelaufen. Er sollte auch nicht den Fehler begehen, zu schnell wieder ins Auto zu steigen. Als schlechtes Beispiel fungiert hier Denny Hamlin, der schon länger mit Rückenschmerzen kämpft, welche durch den Unfall in Fontana und den damit verbundenen Bruch eines Wirbels noch verstärkt wurden. Für Stewart und Hamlin wäre es also sinnvoll, die Verletzungen auszukurieren, um in der nächsten Saison wieder angreifen zu können, denn der Zug in den Chase ist für beide schon längst abgefahren. Generell sollte man aber auch über die Sicherheit der Sprint Cars diskutieren, schließlich war es nicht nur der dritte Unfall mit Stewart innerhalb weniger Wochen, vielmehr musste Jason Leffler in diesem leichten und stark motorisierten Gefährt sein Leben lassen.

Der Blick auf die Entrylist verrät, dass die #14 von Tony Stewart vom alten Haudegen aus Italien in Person von Max Papis pilotiert wird. Der 43-jährige fuhr nicht nur in der Formel 1 und der Champ Car, auch in der höchsten Klasse der NASCAR absolvierte er bereits 35 Rennen. Neben ihn finden sich wie üblich auch weitere Rundkursspezialisten ein. Mit Owen Kelly sehen wir neben Marcos Ambrose einen weiteren Australier der in der #51 von Phoenix Platz nimmt. Auch Brian Keselowski, der “etwas” langsamere und ältere Bruder von Brad, ist wieder in der #52 dabei und wird auch am Rennen teilnehmen, da nur 43 Teams gemeldet sind. Erneut begrüßen dürfen wir Boris Said in der #32 und Ron Fellows in der #33, welche auch in Sonoma am Start waren. Die #98 von Phil Parsons Racing wird diesmal nicht dabei sein, der Fahrer Michael McDowell ist für dieses Wochenende in der #35 gemeldet. AJ Allmendinger wechselt ebenfalls das Cockpit, nachdem er zuletzt in der #51 saß, kehrt er erneut in die #47 zurück. Hingegen nicht auf der Entrylist zu finden ist Joe Nemechek, welcher den Fahrersitz der #87 mit Tomy Drissi tauscht.

Wie gewohnt gibt es nun noch die aktuellen Stände der Fahrer- und Owner-Wertung sowie die TV-Zeiten für das Wochenende. MotorvisionTV wird nach der Pause letzte Woche wieder live dabei sein.

Freitag 09.08.
18:00 Uhr, Sprint Cup Practice, SPEED
19:30 Uhr, Nationwide Practice, SPEED
22:00 Uhr, Sprint Cup Practice, SPEED

Samstag, 10.08.
15:30 Uhr, Nationwide Qualifying, ESPN2
17:30 Uhr, Sprint Cup Qualifying, EPSN2
20:15 Uhr, Nationwide Rennen (Zippo 200), ABC (Green Flag: 20:35 Uhr)

Sonntag, 11.08.
19:00 Uhr, Sprint Cup Rennen (Cheez-It 355), ESPN & MotorvisionTV (Green Flag: 19:19 Uhr)

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August 16 2011

16:47

NASCAR: Analyse Watkins Glen 2011

Einen Tag später als geplant konnte das zweite Rundkursrennen der Saison in Watkins Glen über die Bühne gebracht werden. Die Warterei war nicht vergeblich, denn die Fans wurden mit einem spannenden Rennen belohnt: Marcos Ambrose fuhr endlich seinen ersten Cup-Sieg, während nicht nur Boris Said und Greg Biffle für ordentlich Action sorgten.

Marcos Ambrose hat lange auf diesen ersten Cup-Sieg warten müssen, nachdem er 2008, 2009 und 2010 schon drei Mal in Folge das Nationwide-Rennen in Watkins Glen gewinnen konnte. Letztes Jahr verhagelte ihm der Spritsparmodus unter Gelb in Sonoma schon einen sichergeglaubten Erfolg, als der Motor in der steilen Bergaufpassage nach der Zielgeraden nicht wieder ansprang und Ambrose seine Führung an den späteren Sieger Jimmie Johnson abgeben musste. Etwas mehr als ein Jahr später steht nun der zweimalige, australische V8-Supercar-Champion endlich in der Victory-Lane und das auch äußerst verdient. Seinen Erfolg hat er sich ganz alleine herausgefahren und musste dieses Mal auch nicht am Benzin sparen, obwohl das Rennen durchaus auch zum Spritpoker hätte verkommen können.

Kyle Busch brachte das Feld zur grünen Flagge und behielt die Spitzenposition insgesamt über die Hälfte der Renndistanz bei. Beim Start musste er sich aber direkt dem Duo von Richard Petty Motorsports geschlagen geben, denn zunächst gaben AJ Allmendinger und Marcos Ambrose den Ton an. In den ersten Runden rutschte bereits Kurt Busch von der Strecke und musste sich an der Box den Kühlergrill reinigen lassen. Blöderweise kam er genau zwischen den beiden Petty-Fords wieder auf die Strecke zurück. Busch wehrte sich so vehement gegen seine Überrundung, dass er Allmendinger kurzerhand abschoss. Letzterer sann über den Funk sofort nicht gerade jugendfrei nach Rache, woraus jedoch nichts werden sollte – zumindest nicht in Watkins Glen, doch dazu später mehr.

Kyle Busch versuchte derweil, wie sein Bruder Kurt in Sonoma, mit einer Zweistopp-Strategie ins Ziel zu kommen. Marcos Ambrose und unter anderem auch Juan Pablo Montoya kamen allerdings recht früh zu ihrem ersten Pitstop, da hier zum Teil auch noch die Rechnung bis zur Halbzeit gemacht wurde, denn der Regen gefährdete zunächst ebenfalls den Montagstermin. Als Montoya und Ambrose in Runde 17 die Box ansteuerten, konnten sie sich sicher sein, zumindest an der Wertungsgrenze (50% des Rennens) in Führung zu liegen, falls es denn erneut regnen würde. Die neuen Reifen waren nämlich schnell genug, um in kürzester Zeit das gesamte Feld umzukrempeln, während vorne Kyle Busch einsam seine Runden abspulte.

Pünktlich zum Ende des Fuel-Windows in Runde 28 rollte dann Greg Biffle ohne Sprit aus, was auch zeigte, dass der Benzinverbrauch sich am Montag nicht gerade als zuverlässig bekannt bezeichnen ließ. Einige Fahrer wie z.B. Jeff Gordon und Jimmie Johnson waren daher ebenfalls schon vor der Caution zum Tanken gekommen. Während die meisten Piloten nun ihre leeren Tanks nachfüllen konnten, kamen Allmendinger und Johnson nur für zwei neue Reifen an die Box und Ambrose sowie Montoya verzichteten sogar gänzlich auf ein Nachfassen, was ihre unterschiedliche Strategie noch einmal unterstrich und die beiden Fahrer wieder in Führung spülte.

Um Runde 40 herum war dann allerdings auch deren Tank leer, was zuerst Ambrose (R38) und danach auch Montoya (R42) zum Pitstop zwang und Kyle Busch direkt zur Halbzeit (R45) wieder an die Spitze des Feldes brachte, da auch Jeff Gordon langsam aber sicher mit alten Reifen zurückfiel. Jimmie Johnson kam übrigens in Runde 43 zum Nachfassen.

Gelbphase #2 war dann wenig später der Grund, warum Kurt Busch keine Rache mehr von AJ Allmendinger fürchten musste, auch wenn das die Situation für ihn nicht besser machte: Ein Reifenplatzer im leicht überhöhten Turn 5 direkt nach dem Inner Loop (Busstop-Schikane) katapultierte Buschs Penske frontal mit einer Menge Geschwindigkeit in die Reifenstapel. Der Onboard-Kamera konnte man dann ganz gut entnehmen, wie das HANS-System seine Arbeit verrichtete, sodass Busch dem Wrack gottseidank unverletzt entsteigen konnte.

Dies sollte allerdings nicht der letzte Unfall des Tages dieser Art bleiben, denn nur gut 15 Runden später ereilte Denny Hamlin derselbe Defekt beim Anbremsen auf den abschüssigen Turn 1. Auch hier folgte ein sehr harter Einschlag, zum Glück jedoch ebenfalls ohne schlimme Folgen. Die Ursache für die Reifenschäden müssen wohl bei den sehr heißen Temperaturen der Bremsen auf Rundstrecken gesucht werden. Obwohl die Bremsen wirklich massiv durch eigene Lüfter und den Fahrtwind gekühlt werden, lässt sich ein Überhitzen bei Überbremsen der Fahrzeuge leider nie ganz vermeiden. Die Hitze setzt dann den Reifen derartig zu, dass sie einfach irgendwann nachgeben. Schlimmer hätte es nur kommen können, wenn einem Fahrer womöglich gar eine ganze Bremsscheibe geplatzt wäre.

Zwischen diesen beiden Gelbphasen kamen dann die unterschiedlichen Strategien sehr schön zum Tragen, als zunächst Brad Keselowski die Führung auf der Rennstrecke von Kyle Busch übernahm, nur um kurze Zeit später den vorletzten Boxenstopp absolvieren zu müssen. Das brachte nun natürlich wieder Ambrose und Montoya in Führung, die bei normalem Rennverlauf nur noch einen finalen Pitstop vor sich haben würden. Diesen legten sie übrigens zwei Umläufe vor Hamlins Umfall in Runde 64 ein, wobei ihnen die anschließende Caution sogar wertvolle Spritspar-Runden für eine später auch eingetretene Green-White-Checkered-Verlängerung einbrachte.

Der Rest des Feldes absolvierte den letzten Boxenstopp während dieser Caution und damit waren dann auch wieder alle Fahrzeuge annähernd in derselben Sequenz unterwegs. Für Ambrose und Montoya kam die Gelbphase leider zwei Runden zu spät, denn sie verloren wertvolle Zeit an der Boxengasse, während die Konkurrenz unter Renntempo an ihnen vorbeidonnerte. Kyle Busch konnte dagegen unter Gelb ganz gemütlich zum Nachfassen erscheinen und die Führung verteidigen. Die Ausgangssituation für das Finale über 21 Runden war damit geschaffen:

Kyle Busch führte das Feld vor Brad Keselowski, Martin Truex Jr und Marcos Ambrose zum Restart, Juan Pablo Montoya war in diesem Moment meiner Erinnerung nach Fünfter. Das Problem von Ambrose und Montoya war nun, dass sie ihre Track-Position bis zum Führenden Busch auf der Strecke gutmachen mussten. Dem Australier gelang das wirklich vortrefflich, denn er war sechs Runden später bereits Zweiter hinter Busch, während Montoya eher zurückfiel und seinen fünften Rang zehn Umläufe nach dem Restart bereits an einen heranstürmenden Jimmie Johnson abgeben musste.

Zehn Runden vor Schluss begann dann die vermeintlich entscheidende Rennsituation, als Marcos Ambrose damit begann, sich Kyle Busch zurechtzulegen. Sechs Umläufe lang gelang es Ambrose allerdings nicht, die Führung zu übernehmen, auch wenn er Busch in den einen oder anderen Fehler zwingen konnte. Dann gab plötzlich auch bei Paul Menard ein Reifen nach, was einen Einschlag inkl. Ölfeuer unter der #27 ausgangs von Turn 5 zum Ergebnis hatte. Natürlich rief NASCAR die vierte Caution aus, weil die Strecke eingehend gesäubert werden musste. Diese längere Maßnahme führte dann dazu, dass der finale Restart direkt als erste Green-White-Checkered-Verlängerung ausgerufen wurde.

Diese begann Kyle Busch auf der Innenseite gegen Marcos Ambrose in Reihe 1, gefolgt von Brad Keselowski und Martin Truex Jr. Innerhalb von einer halben Runde war das Rennen dann entschieden und obwohl Ambrose zunächst mit durchdrehenden Reifen nicht von der Stelle kam, verließ er trotzdem den Inner Loop als neuer Führender. Das passierte, weil zunächst Kyle Busch zu schnell in die Kurve fuhr und innen vom lachenden Dritten Brad Keselowski überholt wurde. Alle drei Piloten waren dann three-wide unterwegs, wobei Busch außen auf dem Gras den Kürzeren zog. Für den neuen Führenden Keselowski war dann vor der Busstop-Schikane Schluss, als Marcos Ambrose auf der Bremse die Position an der Spitze eroberte.

Im Normalfall hätte der Australier jetzt noch mehr als eine Runde zittern müssen, doch nachdem die weiße Flagge draußen war, gab es im Mittelfeld einen massiven Unfall in den Esses (Turns 2, 3 und 4) unter Beteiligung von Boris Said, David Ragan und David Reutimann. Außerdem rodelte Tony Stewart im Inner Loop durchs Gras und räumte dabei noch Clint Bowyer ab. NASCAR machte das einzig Richtige und brach das Rennen mit Marcos Ambrose als verdientem Sieger direkt ab, um den schlimmen Crash am Anfang der Strecke auflösen zu können.

Said hatte auf der Außenseite keinen Platz mehr, ohne selber auf das Gras zu gehen. Daher drehte er in einem typischen Rennunfall stattdessen David Ragan mit der linken Frontpartie zuerst in die Leitplanke. Dabei verletzte sich Ragan nach eigener Aussage leicht am Fuß, da ihm die Fußstütze bzw. -ablage entgegen kam und auch die Pedale einen gehörigen Satz nach rechts machten. Anschließend schoss der Ford mit der #6 quer über die Strecke und traf blöderweise direkt David Reutimann, der dann mit der Fahrerseite zuerst direkt in die gegenüberliegende Leitplanke krachte und sich danach über die Fahrbahn zurück mehrfach überschlug. Kein schöner Anblick und der Unfall ging zum Glück sehr sehr glimpflich aus.

Später forderten beteiligte Fahrer auch an dieser Stelle die Errichtung einer SAFER-Barrier, nachdem zuletzt schon in Turn 10 und 11 eine solche installiert worden war. Grundsätzlich ist diese Forderung zu begrüßen und zu unterstützen, doch leider wird auch hier wieder klar, dass die – für ein solches Upgrade relevanten – Streckenteile vielmals erst nach einem schweren Unfall offenbar werden. Im Grunde genommen könnten viele Rundkurse und Ovale noch weitere Sicherheitsüberholungen vertragen, doch wer investiert schon gerne die Millionen an Umbaukosten.

Der ganz große Spaß brach dann nach dem Rennen los, als ESPN plötzlich hektisch in den Garagenbereich schaltete, wo sich Boris Said mit Greg Biffle ziemlich in der Wolle hatte. Offenbar ging es wohl um eine mir unbekannte Szene während des Rennens, als der Ford-Pilot laut Said trotz Rundenrückstand sehr unfair gefahren sein soll. Dabei wurden beide Piloten auch massiv handgreiflich und ein sehr aufgebrachter Boris Said kündigte an, Greg Biffle unter der Woche mal einen Besuch abzustatten. Die Szene möchte ich hier noch einmal in Bild und Wort wiedergeben, sicherlich schon sehr kurios die Nummer:

“He’s the most unprofessional little scaredy cat I’ve ever seen in my life,” Said fumed. “He wouldn’t even fight me like a man after. So, if someone texts me his address, I’ll go see him Wednesday at his house and show him what he really needs. He needs a whipping, and I’m going to give it to him. He was flipping me off, giving me the finger. Totally unprofessional, two laps down — I mean he is a chump.”

“I went over there to go talk to him. He wouldn’t even let me get out of the car. He comes over and throws a few little baby punches, and then when I get out, he runs away and hides behind some big guys. But he won’t hide from me long. I’ll find him. I won’t settle it out on the track. It’s not right to wreck cars, but he’ll show up at a race with a black eye one of these days. I’ll see him somewhere.”

Die gesamten offiziellen Ergebnisse können hier inklusive weiterer Statistiken noch einmal bei Jayski.com nachgeschaut werden</a>. Zum Abschluss folgt wie gewohnt die Übersicht zu den <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Punkteständen bei den Fahrern und

January 13 2011

11:08

Vorschau: 24H Dubai

An diesem Wochenende beginnt die Motorsport-Saison der Fahrzeuge welche sich auf befestigten Pisten bewegen mit dem ersten 24H Rennen des Jahres 2011 in Dubai. Zum 6. Mal wird dort das 24H von Dubai ausgetragen und so einige auch in Deutschland bekannte Fahrer und Teams werden hier am Start sein. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat man sich nun im Kalender der 24H Rennen etablieren können und man hat Daytona somit als Auftakt zur Langstreckensaison ablösen können, auch wenn in Daytona ein anderes Regelwerk gilt.

Gefahren wird wie jedes Jahr auf dem 5,39 km langen Dubai Autodrome, welches dem ein oder anderen vll. noch aus der A1 GP bekannt sein dürfte und ein Kurs der Marke Bahrain/Doha ist und mitten in der Wüste errichtet worden ist. Trotz der Länge von knapp über 5 km dürfte es doch recht eng werden, denn bis jetzt (Montag Abend) sind bereits 87 Wagen in der Nenn-Liste aufgetaucht, was dazu führt, wenn man jedes Auto hintereinander mit gleichen Platz um den Kurs fahren lassen würde, dass jedes Auto nur ~62m zur Verfügung hätte. In der VLN kommt man bei 200 Start auf gute 120m Platz. Also wird es beim Überrunden sicher wieder einiges an Kaltverformungen an den Kotflügeln geben und das berühmte Panzertape wird sicher wieder sehr häufig zum Einsatz kommen.

Um dies aber möglichst zu verhindern und auch die Rundenzeiten nicht noch schneller werden zu lassen, hat man bei den Organisatoren für dieses Jahr zahlreiche Regelungen beschlossen um die Wagen einzubremsen (vor allem die GT3) und man wird def. abwarten müssen wie sich die Regelungen bewähren.
Zum einen sei da die am meisten diskutierte Regel genannt, wonach ein Auto im Rennen nur 10mal unter seiner besten Zeit aus dem Zeittraining liegen darf, da es ansonsten Strafen gibt. Einge Regel mit beträchtlichen Auswirkungen, denn dies kann natürlich dazu führen, sollte ein Wagen im Zeittraining verwachsen dass er im Rennen nicht schneller fahren darf, während die Konkurrenz ohne Probleme vorne wegfahren darf. Jedoch muss man auch sagen, dass es bei dem zu ewartenden extrem dichten Verkehr vor allem am Anfang unmöglich sein wird die Zeiten aus dem Training zu erreichen. Die Diskussionen um diese Regel gingen aber sogar so weit, dass der ursprünglich gemeldete Haribo-Porsche 911 GT3 R (bekannt aus der VLN mit der Startnummer #88) von Manthey zurückgezogen worden ist und dort nicht mehr aufgetaucht ist.
Die 2. Regelung betrifft die Einstugung der Fahrzeuge und die Organisatoren behalten sich hier im Reglement ausdrücklich das Recht vor die Einstufungen der Wagen noch kurz vor dem Start des Rennen zu ändern um die maximalen Rundenzeiten von 2:02 – 2:03 nicht zu unterbieten.

Dies wird sicher dazu führen, dass die besten Teams im Qualifying einen ziemlichen Balance-Akt hinlegen müssen, um zum einen möglichst schnell zu sein, andererseits aber nicht noch kurz vor dem Start noch ein paar Kilo durch die BoP aufgebrummt zu bekommen.

Trotz dessen dass Manthey mit der Haribo-Porsche zurückgezogen hat, kann man sich bei den Top-Autos auf einige heiße Duelle verschiedener Fabrikate freuen, denn sind hier nicht nur unzählige Porsche 911 Cup, GT3 R, Cup S sowie RSR vertreten, sondern auch ein Ford GT, 3 Z4 GT3, 3 SLS AMG GT3 sowie mehrere F430 GT2 (u.a von AF Corse). Da auch einige Anwärter auf den Sieg auch hier bekannt sein dürften, möchte ich mal ein paar Besatzungen näher darstellen welche in der stärksten Klasse, der A6 an den Start gehen:

So geht die Startnummer #1 De Lorenzi Racing mit den Italienern Gianluca de Lorenzi/ Stefano Borghi sowie Dario Paletto an den Start und dabei werden sie auf ihrem 911 Cup S noch von Werksfahrer Martin Ragginger unterstützt.

Ein weiteres Italienisches Team ist AF Corse, welche mit insgesamt 3 F430 GT2 mit den Startnummern #5;#6;#7 an den Start gehen werden, darunter auch ein gewisser Michael Waltrip. http://www.racingblog.de/wordpress/wp-admin/post.php?post=11040&action=edit

Interesanter dürfte aber sein, wie sich der neue SLS AMG GT3 über die volle 24H Distanz schlagen wird und ob er wirklich das halten kann was er verspricht mit einem Sieg beim 2. Einsatz in der VLN hat er auf jeden Fall schon mal gezeigt was in ihm stecken kann, denn insgesamt gehen 3 Wagen an den Start, welcher aber noch nicht durch die FIA GT3 Homologation gelaufen sind und daher mit einer eigenen BoP aufwarten werden. Auf jeden Fall sind die Wagen sehr prominen besetzt, allen voran die #7 von Black Falcon mit der Besatzung Thomas Jäger/Kenneth Heyer/Jan Seyffarth und Sean Paul Breslin welche auch durchaus so bei den 24H am Ring aufschlagen könnte.
Die #8 ist meiner Meinung nach auch sehr gut, aber nicht ganz so stark besetzt wie das Schwesterauto, aber man sollte auch auf die Besatzung Ralf Schall /Timothy Pappas(USA) /Bret Curtis(USA) /David Horn def. ein Auge drauf werfen und vor allem für Ralf Schall dürfte das auch als Test für die 24H vom Ring laufen.
Der 3. SLS AMG GT3 mit der Startnummer #9 ist aber richtig stark besetzt, denn dieses Auto teilen sich Bernd Schneider, Lance David Arnold (bekannt vom Haribo-Porsche und der MOAM-Corvette), der ehemalige Champ Car Fahrer Andreas Wirth sowie die Piloten Brice Bosi und Christiaan Frankenhout.

Starke Konkurrenz wird dieses Team auch von Reiter Engineering erhalten, denn diese aus dem GT Masters und der GT1 WM bekannten Leute schicken einen LP560 GT3 mit dem starken Peter Kox, Richard Müller dem Schweizer Marc Hayek sowie de 2. Holländer Nico Pronk ins Rennen. Vom Speed her sollte man sicher auf jeden Fall vorne dabei sein, die Frage dürfte halt sein ob der Lambo die Distanz durchhält.
Ein 2. Lambo LP560 GT3 wird vom deutschen Team Rhino’s Leipert mit den Fahrern Dominik Baumann/Gerhard Tweraser/Petr Charouz/Jan Stovicek/ Jakub Knoll eingesetzt und auch diese Jungs dürften für einen Top 10 Platz durchaus gut sein.

Dass die deutschen Teams stark vertreten sein werden, habe ich vorhin schon angesprochen und beim Blick auf die 3 BMW Z4 GT3 setzt sich dieses Bild nahtlos fort.
So wird Liqui Moly Engstler einen Z4 mit den Fahrern Franz Engstler/ Christian Poulsen/Florain Spengler und Dominik Kraihammer einsetzen. Man darf gespannt sein, was das aus der WTCC bekannte Team hier reißen wird können.
Die 2 weiteren Z4 GT3 werden wie erwartet vom Team Schuberth Motorsport eingesetzt welche auf jeden Fall nach dem Sieg greifen wollen, denn dafür ist die Besatzung einfach sehr stark.
So wird Startnummer 76 von niemand geringerem als Claudia Hürtgen, Edward Sandström, Tommy Millner und von BMW-Werksfahrer Augusto Farfus pilotiert. Vom Papier her sicher eine der stärksten Besetzungen welche von der Nordschleife bekannt sein dürfte und man wird den Kampf gegen die SLS GT3 und die Porsche sicher nicht scheuen.
Das Schwesterauto (Startnummer 77) wird von Paul Dalla Lana, Matt Plumb und den bekannten Fahrern Bill Auberlen und dem ehemaligen BMW-Werksfahrer Boris Said gesteuert. Diese Besatzung schätze ich jetzt nicht ganz so stark ein wie die andere, jedoch sollte auch dieses Auto durchaus in der Lage sein vorne mitzumischen.

Ein weiterer BMW, jedoch kein GT3 oder GT4 Wagen, sondern ein umgebauter E46 M3 mit 5Liter Maschine wird von Besaplast ins Rennen geschickt, auf welchem unter anderen Kurt Thim, Frank Schmickler und Sebastian Asch sitzen, welche von Jörg Hardt und Franjo Kovac unterstützt werden. Leider weiß ich nicht, ob es sich hierbei um den “legendären” Besaplast 3er handelt, welcher seit 2006 angekündigt worden ist und ursprünglich in der VLN starten sollte, es jedoch immer wieder Ärger mit dem technischen Reglement gab und somit zu kaum Einsätzen gekommen ist. Ich würde es mir wünschen wenn es der M3 mit dem scharfgemachten V10 aus dem M6 wäre.

Das wäre aber nicht das einzige von Besaplast eingesetzte Auto, immerhin setzt man noch einen 997 Cup älteren Baujahres ein (3600ccm deuten daraufhin, denn der neue hat 3,8 Liter Hubraum) sodass man von Auto eher nicht ganz bei den schnellen dabei sein wird, jedoch ist die Besatzung mit Vater und Sohne Asch, Christopher Haase und Kurt Thim sowie Martin Tschornia sehr gut ausgewählt und sollte durchaus in der Lage sein den Wagen schnell und sicher durch den extrem dichten Verkehr zu lenken. Vll. ist etwas Zurückhaltung gerade hier nicht verkehrt, wenn sich die anderen vorne ein Hauen und Stechen liefern.
Zumindest Christopher Haase wird sicher nicht zu kurz kommen, denn Besaplast hat noch einen 3. Wagen einen Mini Cooper S genannt, auf welchem auch Franjo Kovac sitzen wird.
Allerdings möchte ich den sportlichen Wert dieses Autos mal etwas anzweifeln, denn auf der Fahrerliste taucht auch eine gewisse Cora Schumacher auf.

Der geneigt Leser wird jetzt sicher feststellen dass wirklich viele Autos Chancen auf den Sieg haben, aber er wird eine Automarke bis jetzt vermissen und die habe ich mir wegen der großen Anzahl an Autos bit zuletzt aufgehoben: Porsche.
So setzt FACH AUTO Tech gleich 2 911 GT3 R ein. Das Team welches aus der Schweiz kommt und bisher in Deutschland noch nicht so bekannt sein dürfte (auch ich musste googlen ;-)) trat bisher vor allem bei den Cup Meisterschaften auf und wagt nun anscheinend den nächsten Schritt in Form des 911 GT3 R. Weitere Einsätze konnte ich bisher leider nicht erfahren, aber es darf angenommen werden, dass da noch was kommt. So nun aber zurück zum Sportlichen und man darf gespannt sein wo man landen kann, aber die Ausgangsbasis in Form des 911 GT3 R ist auf jeden Fall sehr gut.

Ein weiterer 911 Cup, diesmal aber ein Cup S wird vom aus der VLN und dem GT Masters bekannt Team Mühlner Motorsport eingesetzt, jedoch ohne die Etat-mäßigen Fahrer Tim und Jörg Bergmeister, was aber auch zu schön gewessen wäre, dafür werden Mark J. Thomas, der Schweizer Henri Moser sowie die beiden Belgier Jerome Thiry und Amrand Faul ins Lenkrad greifen, welche von Gilles Vannelet unterstützt werden. Von den Namen her sicher eine Besetzung, welche ich jetzt noch oben auf der Liste haben würde, aber so ein 24H Rennen ist lang und vll. sind auch diese Piloten für eine Überaschung gut.

Die deutsche Speerspitze bei den GT3 R wird aber diesmal von Land Motorsport gebildet, welche zum einen einen 911 GT3 RSR mit einer rein holländischen Besatzung an den Start gehen und zum anderen einen 911 GT3 R ins Rennen schicken. Vor allem der GT3 R sollte gute Chancen haben ganz vorne rein zu fahren, denn Manuel Lauck, Christian Land, Carsten Tilke und ich tippe mal stark auf Rene Münnich( deshalb weil in der Entry List 2 Buchstaben nicht erkennbar waren bei mir) sind sicher eine der Besatzungen welche am schnellsten sind. Mann kann für das Team nur hoffen, dass man aber im dichten Verkehr nicht überpaced und einen Unfall baut.

Dies soll es aber mal mit den Porsche ghttp://www.racingblog.de/wordpress/wp-admin/post.php?post=11040&action=editewessen sein, denn man könnte die Liste, vor allem der 911 Cup noch sehr lange weiterführen, aber es gibt ja auch noch andere Fahrzeuge und diese werden sicher etwas für die Ohren sein ;-)

So bringt GMAXX Corvette (Einsatzteam der MOAM-Vette in der VLN) eine Corvette Z06 GT3 an den Start, welche von Teambesitzer Ed Nicelife, Thomas Koll, Boleslav Waszek und Arno Klasen pilotiert wird. (Letzterer wird übringens bei Manthey die ganze Saison auf dem Dicken in der VLN verbringen, aber dass nur am Rande ). Es bleibt zu hoffen, dass dieses Auto in die Phalanx der arivierten Teams vorstossen kann, denn Farbe tut angesichts der zahlreichen Porsche immer gut.

Und wer auf auf Amerikanische Wagen steht, wird sich auch über Marc VDS freuen denn diese werden eine Ford Mustang an den Start bringen, welcher zwar keine Chancen haben aber sicher einen guten kernigen V8 Sound bieten werden.
Neben den angesprochenen Top-Teams, werden auch zahlreiche VW Golf und Scirocco das Feld bereichern, welche sich mit einigen Seat Leon Supercopa Diesel und BMW 1er um den Sieg in der D1 Diesel Klasse streiten werden.
Ergänzend sind noch einge GT4 Wagen, vor allem von Aston Martin wie der N24 oder der V8 Vantage am Start, sodass man auf oben angesprochene ~ 90 Nennungen kommt.

Das Rennen wird schon am Freitag um 14 Uhr MESZ starten wenn ich nun richtig gerechnet habe. Leider ist mir noch nichts bekannt, ob das Rennen von jemd. Live übertragen wird, es soll aber 4 fest installierte HD Cams und ein GPS Live Tracking vom Rennen geben. Sollte sich doch noch was in den untiefen des Netzes auftun in Sachen Übertragung wird man hier im Blog oder im Chat sicher fündig werden.

September 30 2010

17:38

ALMS: Vorschau Petit Le Mans 2010

Am Saisonende steht wie immer ein weiteres Highlight der Prototypen an. Das 10 Stunden Rennen Road Atlanta wird noch einmal zum großen Schlagabstausch zwischen Audi und Peugeot.

Zunächst ein Wort zur Verfügbarkeit der Livebilder vom Rennen. Wie gestern schon geschrieben, hat Kabel Deutschland MotorsTV etwas überraschend aus dem Programm genommen. Auch die Franzosen waren verblüfft, wie man aus der Stellungnahme lesen kann. Kabel Deutschland Kunden haben leider keine Möglichkeit das Rennen zu sehen, es sei denn, sie begeben sich im Netz auf die Suche nach einem verfügbaren Stream. SpeedTV selber zeigt das Rennen leider nicht auf der Webseite, man wird also im trüben fischen müssen. Wir geben uns Mühe im Chat auf den ein oder anderen Stream hinzuweisen. Unity Media, Hansenet und T-Home Kunden sind von dem Problem nicht betroffen. Was mit Kabel BW ist, kann ich leider nicht sagen. Wir werden uns hier bemühen, ein Liveblog auf die Beine zu stellen. Ich bin allerdings bis Samstagmittag in Oschersleben, daher könnte es etwas knapp werden. Ansonsten empfehle ich die Kombination Radio Le Mans und Livetiming. Aber jetzt zum Rennen.


LMP1

Audi und Peugeot haben richtig groß aufgefahren. Die Ingolstädter haben zwei Wagen über den Atlantik geschifft und treten in Bestbesetzung an. Startnummer #7 wird von den “All-Stars” Kristensen, Capello und MacNish bewegt, in der #8 sitzen die nicht unerfahrenen Marcel Fässler, Andre Lotterer und Benoit Treluyer. Der Einsatz von Lotterer ist eine kleine Überraschung, aber der Deutsche verdient sein Geld ja höchsterfolgreich in der Japan GT und bringt viel Erfahrung mit. Die Besetzung deutet auch an, das sich bei Audi für 2011 eine Menge tun wird. Klar ist, dass Audi für den R18 in den USA zwei Partner sucht. Das Highcroft Team steht da wohl ganz oben auf der Wunschliste der Deutschen. Auch wird man werksseitig 2011 in der LMS antreten. Der Einsatz in beiden Serien bedeutet, dass man jede Menge Fahrer braucht, was auch erklärt, warum man so viele Audi-Piloten in anderen Wagen einsetzt. Der R15+ kommt mit jener leicht veränderten Aerodynamik, die man schon Silverstone auf den Wagen geschnallt hatte. Angeblich werkeln unter der Haube schon sehr viele Teile des R18. Man will nicht noch einmal den Fehler begehen, einen mehr oder weniger im Renneinsatz ungetesten Wagen nach Le Mans zu schleppen. Klar ist aber auch, dass man den Peugeot auch in den USA vermutlich unterlegen ist.

Die Franzosen setzten auch zwei Wagen ein. #07 ist mit Marc Gene, Alexander Wurz und Anthony Davidson besetzt, in der #08 wechseln sich Pedro Lamy, Franck Montagny und Stephane Sarrazin ab. Nominell gesehen hat Peugeot also das stärkere zweite Auto. Den Wagen hat Peugeot nicht verändert, beim Motor setzt man aber, wie schon in Silverstone, lieber wieder auf Stahlpleuel, statt auf die Titan-Variante, die in Le Mans so katastrophal versagt hat. Die beiden 908 erleben ihren letzten Einsatz und sind klare Favoriten. In den bisherigen Testsessions lagen sie aber nicht so deutlich vorne, wie man das vielleicht erwarten würde. Kann aber sein, dass die 908 bisher nur mit vollen Tanks auf die Reise geschickt wurden.

Die normalerweise in der ALMS startenden Teams werden sich wohl nur um den Platz “best of the rest” streiten können. Netterweise liegen die gemeldeten Teams in diesem Jahr aber schön eng zusammen, so dass man hier einen spannenden Kampf erwarten kann. Der sehr schnelle, leider aber auch etwas anfällige Intersport Lola zeigte in den ersten Sessions, dass er jede Menge Speed hat. John Fields hielt den Abstand auf die Werksteams immerhin bei rund 2 Sekunden. Auch der Porsche RS Spyder vom Muscle Milk Team ist mit Klaus Graf, Sascha Maasen und Lucas Luhr nicht nur erstklassig besetzt, sondern auch schnell unterwegs. Die Deutschen dürften die Fahrer sein, die es zu schlagen gilt, wenn man Platz 5 in der LMP1 erreichen möchte.

Das Team seiner Lordschaft Drayson ist natürlich auch dabei und wie üblich muss der erstaunlich schnelle Johnny Cocker die Kohlen aus dem Feuer holen. Der Lord hat sich für das Petit Le Mans allerdings mit dem Ex-Audi-Mann Emanuele Pirro verstärkt und wird seine eigene Einsatz wohl auf ein Minimum beschränken, was den Chancen des Teams sicher nicht abträglich ist.

Highcroft ist wie immer mit dem Ex-Acura am Start, doch in den letzten Rennen schien der Mannschaft etwas der Speed ausgegangen zu sein. Der Vorteil des ARX ist seine Standfestigkeit und sein etwas besserer Spirtverbrauch verglichen mit dem sehr durstigen Intersport und dem Porsche. Hier könnte man über die Distanz also eine Menge erreichen, auch wenn man nicht den Topspeed mitgehen kann. Chancenlos ist wohl die Familie Dyson mit dem Lola/Mazda. Der Motor geht gut, hat aber auch Verbrauchsprobleme. Auch der grell-orange Autcon Lola wird nur schwerlich die Zielflagge sehen.

Die Meisterschaft in der LMP-Klasse der ALMS ist aber so gut wie entscheiden. David Brabham und Simon Pagenaud führen mit 152 Punkten vor Klaus Graf mit 136 Zählern. Der kann eigentlich nur Meister werden, wenn der ARX einen Komplettausfall erlebt. Was aber natürlich in einem 10 Stundenrennen immer möglich ist.

GT-Klasse
Wie üblich dürfte der heftigste Kampf in der GT-Klasse ausgefochten werden. In der Meisterschaft führen Bergmeister/Long mit 139 Punkten vor Gianmarina Bruni, der 117 Punkte sammeln konnte. Auch hier ist die Meisterschaft dann entscheiden, wenn Bergmeister/Long das Rennen in den Punkten beenden können. Die beiden Risi-Ferrari waren bisher recht flott unterwegs und die Paarung Bruni/Vilander ist ja auch nicht die schlechteste. Aber beim den Konkurrenten vom Flying Lizard Team weiß man ja auch, wie man eine Meisterschaft gewinnt. Ein wenig überraschend ist der (mögliche) Gewinn für Porsche schon, denn von der reinen Geschwindigkeit müsste man den Ferrari und der Corvette unterlegen sein. Dass Porsche es immer wieder schafft, den 911er so schnell zu bekommen, ist auch eines dieser Wunder.

Allerdings hat man in diesem Jahr auch oft vom Pech der Konkurrenz profitiert. Und vermutlich davon, dass die Veranstalter die BMW M3 GTR schwer eingebremst haben. Zusätzlich kam der Umstand, das sich die Corvette in ihrem ersten Jahr in der GT2 mit dem neuen “kleinen” V8 schwerer getan haben, als man erwarten konnte. Trotz der bekannt zuverlässigen Crew mit Gavin/Magnussen und O’Connell/Beretta, sind die Chevys aus Detroit nicht so richtig in Schwung gekommen. Das würde man zum Saisonende natürlich gerne anders machen, aber bisher haben die Corvette nicht ein Eindruck gemacht, als könnten sie noch einen Sieg einfahren.

BMW hat zwei GTR am Start. Die sind mit Auberlen, Millner, Werner und Hand, Müller, Priaulx besetzt. Vor allem die zweite Besetzung mit der Startnummer #90 sollte man im Auge behalten, denn da sitzen die schnelleren Piloten am Steuer. BMW hat sich ja noch nicht entschieden, ob man den wunderschönen GTR auch 2011 wieder ins Rennen schickt, aber wenn sie das machen, würde ich gerne öfter eine solche Besetzung sehen. Nichts gegen Bill Auberlen und Millner, aber die allerschnellsten sind sie nicht.

Das “dark horse” in der GT-Klasse ist ohne Zweifel der Porsche 911 Hybrid, den die ALMS ohne jede Einbremsung an den Start gelassen hat. Bei den 24 Stunden vom Nürburgring hatte man dem Porsche aus Angst ja noch 30 Kilo ins Auto gepackt, was die Rundenzeiten auf der langen Strecke arg nach unten drückte. Nach dem Ausfall der meisten Favoriten stoppte allerdings erst ein ärgerlicher, kleiner Materialfehler im Getriebe die Siegesfahrt. In der ALMS muss sich der Hybrid allerdings nicht mit Fahrzeugen rumschlagen, die mehrheitlich dem GT3 Regelement entsprechen, sondern mit echten, lang erprobten GT2 Wagen. Da ist in der Klasse selbst nach 12 Stunden Rennen noch um Zehntel geht, wird es der Werksporsche nicht leicht haben. Das zusätzliche Gewicht, dass der Hybrid halt so mitbringt, drückt auf den Spritverbrauch und den Reifenverschleiss. Bisher humpelte der 911er aus Stuttgart auch dem Feld hinterher, aber das kann auch daran liegen, dass man aus Angst vor einer kurzfristigen Entscheidung in Sachen Gewichtserhöhung die Karten lieber nicht aufdeckt. Vermutlich wird man erst im Rennen sehen, was der Hybrid so drauf hat. Ich rechne nicht mit einem Sieg, aber schon damit, dass er für Wirbel sorgen wird.

Nicht unerwähnt sollten folgende Wagen bleiben

- Die Familie Robertson ist mit dem Ford GT natürlich auch wieder dabei und steht im Weg rum. Sie setzten sogar einen zweiten GT ein, der u.a. von Boris Said gefahren wird.

- Sein Debüt feiert der skurille Panoz Abruzi, der allerdings bisher noch keine Runde gedreht hat. Wird wohl ein kurzes Vergnügen.

- Der Jaguar hat sich in diesem Jahr vor allem damit ausgezeichnet, dass er nicht hinter her kam. Das hat Paul Gentilozzi nicht daran gehindert, für das Petit Le Mans einen zweiten Wagen anzumelden.

Die LMPC und Porsche Cup Gruppen schenke ich mir jetzt mal.

Das Rennen geht um 17.00 Uhr los und sollte so gegen 3.00 Uhr zu Ende sein. Wenn es nicht, wie im letzten Jahr, wieder aus Eimern schüttet und man das Rennen verkürzt.

Unbedingt ausdrucken sollte man sich den Spotterguide.
031022285225 031022292032 031022284524 031022281519 031022280918 031022280417 031022275415 031022274914 031020232404 October 29, 2010, Atlanta, GA, USA Petit LeMan ©2010, Walt Kuhn, USA alms_10_plm

August 06 2010

06:30

NASCAR: Vorschau Watkins Glen 2010 / News

Nach dem vielgescholtenen Pocono Raceway wird in dieser Woche auf dem Watkins Glen International gefahren, wo nach Unfällen von Jeff Gordon und Dale Earnhardt Jr 2009 viel für die Sicherheit der Strecke getan wurde. Rundkurs-Action also in Sprint Cup und Nationwide Series.

Vergangenes Jahr gab es ausgangs Turn 5 bzw. 9 (“inner loop”) zwei größere Unfälle in den beiden nationalen Rennserien der NASCAR, welche auch auf Rundkursen unterwegs sind: Jason Leffler stieg im Freien Training der Nationwide Series in die Luft auf</a> und zwei Tage später kam es <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">im Cup-Rennen zu einem ähnlichen Vorfall. Sam Hornish Jr kam in einem Duell mit Kasey Kahne von der Strecke ab und wurde nach einem Einschlag in den äußeren Reifenstapel zurück auf die Strecke geschleudert. Da im Rennbetrieb allerdings mehr Verkehr herrschte, kamen auch nachfolgende Fahrzeug zu Schaden. Jeff Gordon wurde um 90 Grad gedreht, was zu einem ungebremsten Frontaleinschlag in die innere Leitplanke führte. Jetzt aber bitte nicht laut POCONO schreien, denn die Geschwindigkeiten auf der Rundstrecke im Ausgang dieser Kurve sind nicht mit dem Speed von Elliott Sadler auf der langen Geraden von Pocono zu vergleichen. Trotzdem haben die Verantwortlichen in Watkins Glen AJ Allmendinger für 2011 sicher</a>, denn er unterschrieb in dieser Woche einen langjährigen Vertrag mit dem Team. Auch <strong>Sponsor Best Buy</strong> soll angeblich <strong>kurz vor der Verlängerung</strong> stehen. Damit sind nach dem Abgang von Kasey Kahne und der Abkehr von Elliott Sadler, sowie dem möglichen Wechsel von Paul Menard nur zwei Ford bei RPM sicher und wahrscheinlich auch finanziert, denn: <strong>Stanley Tools</strong>, der Sponsor der #19, <strong>hat für 2011 unterschrieben</strong> und ich vermute stark, dass Marcos Ambrose diesen Wagen fahren wird. Er schloss kürzlich eine Rückkehr nach Australien zwar nicht aus, erklärte aber auch, dass er mit der NASCAR a<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">noch eine offene Rechnung habe. Mein Tipp für RPM 2011: Nur noch zwei Teams mit eben Allmendinger und Ambrose. Bei dem Schrumpfkurs bleibt nur abzuwarten, wann der Sprint Cup kein volles Starterfeld mehr sieht.

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