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July 26 2013

11:11

24H von Spa: Audi, BMW oder Mercedes

Als letztes großes europäisches 24 Stunden Rennen steht an diesem Wochenende der Lauf in Spa auf dem Programm.

Blancpain Endurance Series 2013 24H SpaSeit 2011 wird das Rennen im Rahmen der Blancpain-Serie ausgetragen und hat damit wieder etwas mehr Schwung bekommen. Der Lack war etwas ab beim Rennen, besonders Ende der 90er Jahre, aber seit der Jahrtausendwende haben die 24H von Spa, die immerhin das erste Mal 1924 ausgetragen wurden, wieder an Schwung gewonnen. Das GT3-Regelement der Blancpain Serie sorgt für ein knallvolles Starterfeld mit fast 70 Fahrzeugen. Dementsprechend eng geht es in der Boxengasse zu. Im Rennen selber gibt es drei Klassen: Den Pro-Cup, den Pro-Am-Cup und die Gentleman Trophy. Im Pro-Cup können die Teams komplett auf Profis setzen, es gibt da keine Einschränkung in den Kategorien. Anders sieht es im Pro-Am-Cup aus.

Hier sehen die Fahrerpaarungen wie folgt aus:
Platinum / Platinum / Bronze / Bronze
Platinum / Gold /Silver /Bronze
Gold / Gold / Bronze / Bronze
Silver / Silver / Silver / Bronze

In der Gentlemans Trophy dürfen nur “Silver” und “Bronze” Fahrer an den Start gehen.

Um den Gesamtsieg wird also nur im Pro-Cup gefahren. Auch wenn es in der Blancpain offiziell keine Werksteams gibt, die Hersteller unterstützen die Teams doch sehr stark. Audi hat sich dieses Jahr vorgenommen das Rennen zum dritten Mal in Folge zu gewinnen und schickt das “Belgian Audi Club Team WRT” vor, die vier R8 LMS Ultra einsetzen. Dabei sind drei Fahrzeuge hochklassig besetzt:

#1 Ortelli, Vanthoor, Rast
#2 Stippler, Mies, Lotterer
#13 Sandstörm, Ekström, Fässler

Dazu kommt noch ein Wagen von Phoenix

#6 Primat, Jarvis, Haase

Ganz ohne Konkurrenz sind die Audi aber natürlich nicht. Zu vorderst ist der BMW Z4 von Marc VDS Racing mit der Startnummer #3 zu nennen, der mit Leinders, Buurman, Martine erstklassig besetzt ist und in diesem Jahr schon gewinnen konnte. Der zweite Z4 (#4) ist mit Paltalla, Moser, Catsburg nicht ganz so gut aufgestellt.

Auch nicht vergessen sollte man die drei Mercedes SLS.

Fortec Motorsport #62 Webb, Wendlinger
HTP Gravity Charouz #84 Buhk, Götz, Schneider
Rowe Racing #127 Seyffahrt, Arnold, Graf

Im freien Training waren die SLS schon mal die schnellsten auf der Strecke, was man aber nicht überbewerten sollte.

Nicht vergessen sollte man Manthey Racing, die alledings mit einem 997 GT3 R an den Start gehen. Die Mannschaft aus Lieb, Lietz und Pillet ist jeden Falls stark genug für einen Sieg. Beim Auto bin ich mir da nicht so sicher, dem 997 fehlt es vor allem gegenüber dem SLS und den R8 an Leistung.

Der Rest des Feldes füllt sich mit einigen McLaren MP4-12C und weiteren Porsche. Aston Martin setzt nur einen Wagen ein (#100), der mit Baguette, Turner, Campbell-Water auch sehr gut besetzt ist. Aber die Chancen stehen wohl eher schlecht. Ebenfalls mit dabei ist der Nissan GT-R (#23) der mit Luhr, Kane und Dumbreck ebenfalls klasse belegt ist. Nur ist der Nissan in dieser Saison einfach zu langsam.

Den Pro-Am-Cup spare ich mir an der Stelle mal, das Feld ist da so eng zusammen, dass man gleich ein Dutzend Favoriten nennen könnte. Ein Blick in die vom Veranstalter leider nicht aktuell gehaltene Entry-List schafft einen ungefähren Überblick.

Das Rennen startet am Samstag um 16.30 Uhr, also relativ spät. Vom Wetter erwartet man auch in Belgien das heißeste Wochenende des Jahres, dazu sind Gewitter jederzeit möglich. Einfach sind die Bedingungen, gerade für die Amateure in Spa also nicht, was die Ausfallquote drastisch erhöhen könnte.

Der vermutliche wichtigste Faktor im Rennen wird sein, wie man durch den Verkehr kommt. 70 Fahrzeuge sind auch auf den sieben Kilometer von Spa nicht zu verachten und es gibt ja ein paar Stellen, wo das Überholen eher schwierig ist.

Es gibt zwei Livestreams fürs Wochendende:
http://www.blancpain-endurance-series.com/pages/live
http://www.youtube.com/user/gt1world/featured
(Kann sein, dass der YouTube Stream geo-geblockt ist)

Das Liveiming gibt es unterhalb des Streams auf der Blancpain-Seite.

Radio Le Mans ist mit John Hindhaugh ebenfalls vor Ort und berichtet rund um die Uhr live.

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24H Spa

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October 07 2011

16:16

Blancpain Endurance Series: Vorschau Silverstone

Am Wochenende beschliesßt die neue GT3-Serie auf einer historischen Strecke ihre 1. Saison: In Silverstone findet der letzte Lauf über 3 Stunden statt.

Als man die Blancpain Endurance Series vorstellte, war das Ziel eine Langstreckenserie für GT-Wagen unter dem Dach der SRO zu installieren, da die GT1-WM und die GT3-EM Sprintrennen über je 1 Stunde sind. Dass es aber für den Sport auf der Strecke nicht schädlich ist, über längere Distanzen zu fahren, konnte auch die neu geschaffene Serie schon in ihrer Debütsaison unter Beweiß stellen. So konnte bei keinem 3 Stunden Rennen kein Team einen Vorsprung von mehr als 1 Minute rausfahren und auch in der Meisterschaft ist noch nichts entschieden, obwohl der Spitzenreiter mit satten 21,5 Punkten Vorsprung die Tabelle anführt.

So werden sich zwar viele Augen auf Greg Franchi richten, welcher die Meisterschaft dank seines Sieges bei den 24H von Spa mit 21,5 Punkten Vorsprung anführt. Da beim Saisonhöhepunkte der Serie 2×25 Punkte vergeben wurden, konnte er sich mit Timo Scheider und Matthias Eckström satte 46,5 Zähler sichern, während seine schärfsten Verfolger in der Meisterschaft, das Trio von Auto Orlando hier leer ausging. Allerdings konnte das Team in den anderen 3 Rennen über 3 Stunden sehr gut Punkten und dabei mit einem 1,2 und 3. Platz immer am Podium stehen, während der WRT Audi von Greg Franchi und seinen Kollegen nur einen 3. Platz als bestes Ergebnis vorzuweissen hat.

Somit brauchen AutoOrlando fast einen Ausfall des Konkurrenten, was aber bei einer Rennlänge von 3 Stunden durchaus passieren kann, während man selber zum Siegen verdammt ist um die Chance aufrecht zu erhalten. Selbiges gilt auch für das Schwesterauto von Greg Franchi, dem 2. WRT Audi. So liegen Stephane Ortelli, Bert Longin und DTM-Pilot Filipe Albuquerque ihrerseits nur 2 Punkte hinter dem Porsche aus Italien, sodass sie ebenfalls siegen müssen, und auf einen max. 10 Platz des Schwesterauto in der Pro Klasse hoffen müssen. Eigentlich wäre sowas fast aussichtslos, aber wie schon oben erwähnt, kann bei einem Rennen über 3 Stunden vieles passieren und es gibt so einige Wagen, welche da durchaus sofort zur Stelle sind.

Schützenhilfe könnten die Audis dabei aber ausgerechnet aus Italien erhalten, in Form des F458 Ferrari. Nachdem man zu Beginn der Saison wohl Probleme hatte die nötige Leistung aus dem komplett neuen 4,5l V8 zu holen, konnte man dies sowohl in der GTE-Version, als auch in der GT3 aufholen und so das bisherige Manko des zu geringen Topspeeds ausgleichen. Dies konnte man unter anderen auch in den letzten 2 Wochenenden des GT-Masters sehen, als der Ferrari von Farnbacher mit zu den schnellsten Wagen im Felde war und dabei auch einen Lauf gewinnen konnte. So würde ich das Trio von Vita4One mit Frank Kechele, Nico Verdonk und Matteo Bobbi am stärksten einschätzen, während der Teameigner und Pilot Michael Bartels diesmal in der Pro/Am Kategorie antritt.

Zum anderen wäre da der Z4 GT3 von Marc VDS zu nennen, denn die Z4 konnten beim GT3-EM Rennen im 2. Rennen die ersten beiden Plätze erobern und bei im 1. Rennen konnten die BMW Wagen geschlossen die Plätze 4-7 erobern. Die von der ILMC/LMS und der F1 bekannte Strecke dürften dem Wagen also demnach sehr gut liegen, zumal Maxime Martin, Bas Leinders und Markus Paltalla aus Finnland das letzte Rennen, welches unter Flutlicht in Magny Cours ausgefahren wurde, mit guten 10 Sekunden Vorsprung gewinnen konnten. Das wird aber nicht der einzige BMW von VDS sein, denn auf der Nennliste taucht noch ein weiteres bayerisches Gefähr auf, allerdings nicht ein weiterer Z4, sondern der siegreiche Wagen aus der heurigen GT Masters Saison, der Alpina B6 GT3. Dieser wird dabei von Dylan Derdaele sowie Dino Lunardi und Alexandros Margaritis gesteuert und begeht somit sein Debüt in dieser Serie.

Ebenfalls sehr gut funktionierte dort der GT3 Aston Martin von Hexis Aston Martin, sodass man auf die beiden Wagen aufpassen sollte, nicht nur wegen des Heimrennens für die Marke, zumal das eines der letzten Rennen überhaupt für diesen Wagens ist, und man daher wohl besonders motiviert ist, den Dienstälteste GT3-Wagen nach fast 7 Jahren Dienstzeit (2005-2011) gebührend zu verabschieden, bevor 2012 dann der Nachfolger in Form des Vantage GT3 aufschlägt. Seit Spa gibt es aber auch noch einen weiteren GT3-Wagen auf dieser Welt, welcher nun seinen 3. Einsatz in jeder Serie haben wird und dabei wieder der Verbesserung und Weiterentwicklung dienen wird: Die Rede ist natürlich vom McLaren GT3 welcher in der Pro-Wertung von Alvaro Parente sowie Oliver Turvey und Danny Watts gesteuert wird.

Für eine dicke Überaschung sollte womöglich noch der brandneue GT3 Nissan bieten, denn die GT3 Version des GT-R feierte erst in Magny Cours ihr Renndebüt und konnte dabei das 1. Rennen gleich komplett durchfahren und dabei gleich den 8. Gesamtrang holen. An den Fahrern wird es sicher nicht scheitern, denn auch hier fahren wieder keine geringeren als Peter Dumbreck und Richard Westbrook.

In der Pro-AM Wertung geht es dagegen deutlich enger zu, denn hier führen die 3 Franzosen von SOFREV, nämlich Franck Morel, Jean-Luc Beaubelique und Ludovic Badey nur 5,5 Punkte vor den 2.platzierten Niek Hommerson und Louis Machiels, welche aber die Unterstützung von keinem geringeren als Michael Bartels erhalten. Das Team aus Frankreich trat zwar beim 1. Lauf nicht an, konnte aber dann jedes Rennen in der Klasse samt den 24H von Spa mit doppelten Punkten für sich entscheiden, sodas nun seit Magny Cours die Führung von Vita4One auf sie übergegangen ist. Somit dürfte die Spannung über das ganze Rennen noch anhalten, wenn die Titel in der Pro und der Pro/Am Klasse ab Sonntag 12.15 Uhr britischer Zeit ausgefahren werden.

Man wird das Rennen wie gewohnt über den Stream auf der Homepage der BES sehen können, oder aber auch wahrscheinlich hier im Racingblog, wenn der Feed wieder eingebunden wird.

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July 30 2011

13:29

Blancpain Endurance: 24 H von Spa Livestream & Ticker

Nach den 24H von Le Mans und dem Rennen am Nürburgring folgt der dritte Klassiker in Sachen 24 H Rennen. Die Blancpain Endurance Serie startet in Spa und das mit einem extrem vollen Starterfeld.

Wir hatten in der Vorschau schon ausführlich beschrieben, was in den nächsten Stunden in Spa los sein wird. Aber 70 Wagen in Spa sind schon ein Wort, selbst für etwas mehr als 6 Kilometer. Zum Vergleich: auf der Nordschleife passen etwas mehr als 180 Autos. Es ist also was los in Spa und das Wetter wird natürlich auch wieder eine Rolle spielen. Bis zum Mittag war es noch feucht, doch das Wetter soll sich fangen und trocken bleiben. Angeblich, jedenfalls. In den Ardennen weiß man ja nie. Es gilt da der alte Spruch “Kuh auf der Weide – trocken. Kuh weg – Regen”. Es dürfte aber auch ohne Regen dürfte das Rennen in Spa richtig spannend werden, da das Feld sehr eng zusammen liegt. In der Quali war es schon sehr eng, aber da war die Strecke auch nass. Einen Livestream gibt es nach dem Klick, der Livetiming ist hier.


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Sollte der Stream zu sehr ruckeln, es gibt den auch bei AudiTV, wo er sauber läuft.

Blancpain Endurance – 24H von Spa

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07:00

Blancpain Endurance: Vorschau 24h von Spa

Wieder ein neues Format für die 24h von Spa-Francorchamps, das aber dürfte nun dauerhafter sein. Auf alle Fälle bringt es wieder viele spektakuläre GT-Wagen für den Ardennen-Klassiker zusammen, u.a. den brandneuen McLaren MP4-12C.

In diesem Jahr stellt das Rennen den Saisonhöhepunkt der neu geschaffenen Blancpain Endurance Series dar, die für GT3- und GT4-Fahrzeuge ausgeschrieben wird. Die Abkehr von der FIA GT-Meisterschaft mit GT1 und GT2 bei einem der großen 24h-Klassiker mag einige Fans anfänglich enttäuscht haben, doch der Effekt auf die Starterzahlen war positiv: waren in FIA GT-Jahren stets um die 40 Fahrzeuge am Start, sind in diesem Jahr 62 Wagen für das Rennen gemeldet. Mehr hatten sich beworben, doch auch Spa mit seinen zwei Boxengassen stößt irgendwann an seine Kapazitätsgrenze.   

2010 war ein Übergangsjahr: die GT2-Europameisterschaft war nicht zustande gekommen, Organisator Stephane Ratel improvisierte und zauberte ein Rennen für Fahrzeuge der Kategorien GT2 bis GT4 aus dem Hut, auch national homologierte Sportwagen (GTN) waren zugelassen. Um den Sieg stritten sich die Schnitzer-BMW M3 (NGT) und die Porsches von IMSA Performance Matmut und der BMS Scuderia Italia (GT2), wobei am Ende letzterer die Oberhand behielt.

Die 2006 eingeführte GT3-Kategorie ist recht gesund – vielleicht befindet sie sich gerade auf ihrem Höhepunkt, das wird man in den nächsten Jahren sehen müssen. Jedenfalls nehmen die Werks-Engagements langsam aber sicher Überhand, was aktuell oft hochklassige Rennen bringt, aber langfristig problematisch werden könnte, Stichwort Wettrüsten (das ja bereits im Gange ist). Auch die großzügige Balance of Performance mag das nicht zu verhindern.

Die anstehende Ausgabe der 24h von Spa sollte aber zunächst einmal ein grandioses Motorsport-Event werden: Audi, BMW, Mercedes, Lamborghini, Aston Martin, Ferrari, Porsche und eben McLaren… die Liste siegfähiger Autos ist lang und viele Wagen sind mit tollen Fahrerpaarungen besetzt.

Die Blancpain Endurance Series setzt sich aus drei GT3-Kategorien zusammen; zwischen den Fahrzeugen gibt es allerdings keinen Unterschied, lediglich zwischen den Fahrern, entsprechend die Namen: Pro Cup, Pro-Am Cup und Gentlemen Trophy. Die GT4 mit leider nur fünf Fahrzeugen sowie eine Handvoll Cup-Porsche bilden zudem separate Klassen. Um den Gesamtsieg sollte es allerdings im GT3 Pro Cup gehen.

Mit der Startnummer 1 geht der Vita4One-Ferrari F458 von Michael Bartels, mit den Co-Piloten Frank Kechele und Nico Verdonck, ins Rennen. Die sind zwar nicht Titelverteidiger was dieses Rennen angeht, doch Vitaphone ist immerhin noch amtierender GT1-Champion, das allerdings auf dem Maserati MC12, auf dem Bartels dieses Rennen bereits dreimal gewinnen konnte. Auch Verdonck und vor allem Frank Kechele sind starke junge Piloten. Knackpunkt wird die Technik des GT3-Ferrari sein: die bereitete in Le Mans (dort bei der GT2-Version) und auch bei kürzeren Endurance-Rennen bisher noch einige Probleme, doch beim 3h-Lauf in Navarra funktionierte sie problemlos und die #1 siegte.

Der einzige weitere Pro-Ferrari wird von SOFREV Auto Sport Promotion eingesetzt, Gouselard/Pla/Jousse bilden ebenfalls ein starkes Trio mit zwei erfahrenen und schnellen Piloten und dem Nachwuchsmann Jousse, der für Pescarolo dieses Jahr erstmals die 24h von Le Mans bestritt. Beide Teams setzten noch weitere Ferraris in der Pro Am-Cup-Klasse ein, ebenso AF Corse. Die ist allerdings so eng und mit einer Mischung aus bekannten und weniger bekannten Namen besetzt, dass ich mir kaum ein Urteil über eventuelle Favoriten erlauben möchte.

Einen werksunterstützten Großangriff auf den Gesamtsieg fährt in diesem Jahr Audi mit dem R8. Für das belgische WRT-Team gehen Longin/Albuquerque/Ortelli und Franchi/Scheider/Ekström an den Start, für Phoenix Fässler/Piccini/Rockenfeller und Basseng/Haase/Stippler – eine Kombination aus Werksfahrern aus diversen Serien und anderen erfahrenen GT-Piloten. Rein nominell sollten also Top-Plätze möglich sein, doch der R8 hat allzu oft über 24h-Distanzen Schwächen gezeigt, die mal zu kleineren Zeitverlusten, mal zu Ausfällen führten und große Siege bislang verhinderten. Zugute kommen dürfte den Ingolstädtern die vor einigen Wochen erfolgte Balance of Performance-Änderung, die ihnen einen größeren Restriktor gewährt.

Im Vorjahr war United Autosport, das US-Team von und mit Zak Brown, die Audi-Speerspitze, die Ränge 3 und 4 in der GT3 waren das Ergebnis. United Autosport ist wieder mit zwei R8 LMS am Start und auch die Besatzung ist wie gewohnt mit großen Namen versehen, mit einer Mischung aus Profis und Amateueren treten sie jedoch „nur“ im Pro Am-Cup an: die Ex-F1-Stars Mark Blundell und Eddie Cheever teilen sich die #11 mit Mark Patterson und Matthew Bell, die #12 wird vom zweifachen Indy500-Champion Arie Luyendyk sowie Alan Li, Richard Meins und Henri Richard gesteuert. Teamchef Brown sitzt mit Johnny Herbert, Stefan Johansson und Richard Dean auf der #23.

Weiter geht es mit den deutschen Fabrikaten: BMW hat mit dem über den Winter runderneuerten Z4 anfangs in der GT3-EM dominiert, wurde durch BoP-Änderungen dann etwas eingebremst. Zwei Wagen treten im Pro-Cup an: das eine ist Schubert Motorsport mit Dirk Werner, Edward Sandström und Claudia Hürtgen. Das andere ist ein neuer BMW-Kunde: MarcVDS hat erkannt, dass sich mit dem nun schon fünf Jahre alten Matech-Ford GT nicht mehr allzuviel reißen lässt und lässt seine Top-Besetzung Hennerici/Martin/Leinders auf einem Z4 antreten.

Wie bei Ferrari gilt: wenn der Wagen hält, könnten beide Teams vorn mitkämpfen. Beweisen konnte er das bisher nicht, denn bei den 24h auf der Nordschleife verunfallten beide Schubert-Z4 heftig. In der Pro-Am-Klasse tritt das niederländische Team DB Motorsport mit zwei BMW an; die Kategorie ist aber, wie schon gesagt, äußerst schwer einzuschätzen. Ein Podium könnte für DB allemal drin sein.

Besagtes MarcVDS-Team setzt neben dem BMW als Top-Auto weiterhin einen Ford GT im Pro Cup ein, hinzu kommen zwei Ford Mustang, die vielleicht nicht um Siege, aber zumindest um die Gunst des Publikums kämpfen werden.

Auch die nächste Marke kommt aus Deutschland: Porsche. Im Pro Cup sind die Zuffenhausener mit zwei Wagen vertreten: Prospeed Competition aus Belgien konnte jüngst einen EM-Lauf gewinnen, nachdem der gute alte 911er in der BoP etwas besser gestellt wurde und so könnte das „Heimteam“ aus Goossens/Heylen/Soulet auch hier wieder zu den Favoriten gehören, denn das Porsche eine 24h-Distanz durchhalten können, haben sie mehr als einmal bewiesen.

Ruberti/Roda/Gianmaria für AutOrlando sind das zweite Profi-Porsche-Team. Die drei konnten, etwas überraschend, den ersten Lauf der Blancpain Endurance Series in Monza gewinnen und führen die Meisterschaft auch nach den zweiten Lauf weiterhin an – entsprechend muss man die Italiener auf die Favoritenliste setzen.

Hochinteressant aus deutscher Sicht ist der Porsche mit der #888: der von der Nordschleife bekannte Haribo-Porsche des Manthey-Teams geht in Spa an den Start. Mit Richard Westbrook und Christian Menzel sitzen hier zwei Top-Leute am Steuer, hinzu kommen Haribo-Chef Hans-Guido Riegel und Mike Stursberg. Über Endurance-Erfahrung verfügt die Manthey-Truppe wie kaum eine andere, eine Top-Platzierung in der Pro-Am-Klasse, wenn nicht sogar im Gesamtklassement, sollte drin sein. Weitere Pro-Am-Porsches kommen auch von Mühlner Motorsport, die nahe der Rennstrecke von Spa beheimatet sind, sowie de Lorenzi Racing und Prospeed.

Nach Porsche (acht Fahrzeuge) ist Mercedes mit dem neuen SLS AMG mit sieben Wagen am stärksten vertreten. Dieser Wagen hat bereits bei den 24h auf der Nordschleife gezeigt, dass er Endurance-Rennen durchstehen kann und auch vom Handling her gut für Pro- und Am-Fahrer geeignet ist. Entsprechend beliebt ist das in der Anschaffung zwar teure, dafür aber im Unterhalt günstigere Gefährt.

Den am stärksten besetzten SLS dürfte Black Falcon mit Kenneth Heyer, Thomas Jäger und Stéphane Lemeret vorzuweisen haben, aber auch das niederländische KRK-Team hat mit Mike Hezemans und Anthony Kumpen erfahrene Piloten am Steuer. Beide setzen darüber hinaus noch einen Pro-Am-Wagen ein. Derer gleich zwei starten für das französische Graff Racing-Team, die in der GT3-EM schon den einen oder anderen guten Platz eingefahren haben. Hier sitzt mit Olivier Panis ein weiterer Ex-F1-Fahrer am Steuer, der auch 24h-Erfahrung hat, ebenso wie Co-Pilot Nicolas Lapierre.

Der Reiter-Lamborghini Gallardo ist mit vier Exemplaren vertreten, zwei davon warden von Reiter Engineering selbst eingesetzt: Nikolaus Mayr-Melnhof und Albert von Thurn und Taxis, die im EM-Rennen in Le Castellet einen Sieg einfahren konnten, werden im Pro-Fahrzeug von Eugenio Amos unterstützt. Der 26jährige hat in diesem Jahr wie in den letzten Jahren bereits einige Siege in der Lamborghini Super Trofeo holen können. Blancpain-Chef Marc Hayek sowie die Profis Peter Kox und Jos Menten gehören im zweiten Reiter-Lambo zu den stärkeren Besatzungen im Pro Am-Cup, allemal stärker einzuschätzen als die Schwesterautos vom Gulf Team First (das auch in Le Mans dabei war) und Rhino’s Leipert Motorsport.

Nach den italienischen und deutschen bleiben noch die britischen Hersteller übrig. Aston Martin schickt noch ein letztes Mal eine DB9-Rennversion, in diesem Falle den DBRS9, in ein großes 24h-Rennen, bevor im nächsten Jahr mit dem GT3-Vantage die Ablösung folgt. Zu den Favoriten auf den Gesamtsieg gehört Hexis Racing, und hier wohl vor allem die #4 mit Henri Moser, Stef Dusseldorp und dem enorm starken Frédéric Makowiecki. Die #3 mit Mena/Rodrigues/Claray schätze ich etwas schwächer ein.

Kein Favorit, aber in jedem Falle ein willkommener Anblick ist der Aston Martin mit dem weißen Andreaskreuz auf blauem Grund: Hugh McCraig hat das Traditionsteam Ecurie Ecosse zum zweiten Mal wiederbelebt. Auf das Konto der ursprünglichen Teams gehen zwei Le Mans-Gesamtsiege mit Jaguar D-Types 1956 und 1957; 1986, beim ersten Revival, holten die Schotten den Titel in der Sportwagen-WM. Nun treten sie 25 Jahre später in Kooperation mit Barwell Motorsport mit dem Quartett Bryant/Smith/McCaig/Twyman in der Pro Am-Klasse an. Die Konkurrenz ist hier allerdings so groß, dass eine Top-Platzierung nur mit viel Glück zu erreichen sein dürfte.

Last, but definitely not least: die 2011er Ausgabe der 24h von Spa wird das erste „große“ Rennen des McLaren MP4-12C sein. Eigentlich hätte der Wagen sein erstes Rennen schon in Monza oder Navarra bestreiten sollen, doch es gab immer wieder Verzögerungen und so stand der Wagen erst beim BritishGT-Lauf in Spa vor einigen Wochen erstmals auf dem Grid – und zwar ganz vorn, denn für eines der beiden Rennen dort holten Goodwin/Kirkaldy mit einer Sekunde Vorsprung die Pole. Die Plätze 12 und 4 sprangen in den beiden einstündigen Rennen heraus.

CRS Racing, das Team von Andrew Kirkaldy, hat die GT3-Variante entwickelt und ausgiebig getestet – dennoch: ob der Wagen auf Anhieb standfest genug ist, um 24 Stunden unter Rennbedingungen durchzustehen, muss er erst noch zeigen. Der Wagen hat als einziger ein Kohlefaser-Chassis, der 3,8l-V8-Motor ist der erste, den McLaren selbst konstruiert hat. Für die GT3-Variante musste er allerdings um ca. 100PS gegenüber der Straßenvariante heruntergetunt werden. Schnell sollte der McLaren zweifelsohne sein – Knackpunkt wird eben die Haltbarkeit sein.

Drei orangefarbene Wagen bringt McLaren an den Start, zwei davon werden von CRS im Pro Cup eingesetzt: Kirkaldy/Parente/Turvey und Bell/Goodwin/Mullen sind die zwei starken Trios. Ergänzt werden sie um das Pro/Am-Quartett Christodoulou/Geddie/Quaife/Wills in einem von VonRyan Racing betreuten Wagen. Vor allem auf den jungen Schotten Glynn Geddie sollte man hier ein Auge haben: er stieg 2010 in die Britische GT-Meisterschaft ein und holte mit Teamkollege David Ashburn vier Siege – der Titel ging an Ashburn allein, da Geddie erst während der Saison eingestiegen war.

Noch ein ganz kurzer Blick auf die GT4-Klasse: die ist eigentlich nicht uninteressant, aber da leider mehrere Bewerber nicht auf die endgültige Entry List gekommen sind, sondern auf der Reserve-Liste hängen geblieben sind, ist die Besetzung mit vier Fahrzeugen sehr dünn. Schade, dass die Organisatoren, der Klasse nur eine so kleine Rolle einräumen, wo doch die Starterzahl in Spa so groß ist.

Um den Sieg dürften sich – größere Probleme ausgeschlossen – der Lotus Evora von Greg und Leo Mansell sowie Nachwuchsmann Edoardo Piscopo und der Nissan 370Z von Buncombe/Ward/Tresson streiten. Die weiteren Teilnehmer sind ein BMW M3 von DVB Racing sowie der Speed Lover-Aston Martin Vantage. Bei nur vier Teilnehmern braucht es natürlich nur ein wenig Glück, um plötzlich ganz vorn zu stehen. 2010 siegte Jota Sport mit einem Aston Martin Vantage – das Team ist inzwischen in die GTE-Klasse der Le Mans Series aufgestiegen.

Das Rennen wird heute um 16 Uhr gestartet. MotorsTV überträgt ausführlich mit mehreren mehrstündigen Fenstern. Wer kein MotorsTV empfängt, kann auch auf Sport1 im FreeTV Teile des Rennens verfolgen, allerdings etwas weniger als auf MotorsTV. Die genaueren Zeiten finden sich im TV-Programm.

20110731_Blancpain_Spa_092_d529EF Blancpain Endurance Series, Spa Francorchamps, 2011. photos V-IMAGES.com/Fabre 20110731_Blancpain_Spa_076_c958BD Blancpain Endurance Series, Spa Francorchamps, 2011. photos V-IMAGES.com/Fabre 20110731_Blancpain_Spa_059_b909BD Blancpain Endurance Series, Spa Francorchamps, 2011. photos V-IMAGES.com/Fabre Blancpain Endurance Series, Spa Francorchamps, 2011. photos V-IMAGES.com/Fabre 20110731_Blancpain_Spa_024_d191EF Blancpain Endurance Series, Spa Francorchamps, 2011. photos V-IMAGES.com/Fabre Blancpain Endurance Series, Spa Francorchamps, 2011. photos V-IMAGES.com/Fabre 20110731_Blancpain_Spa_000_a700EF 20110731_Blancpain_Spa_000_a269EF 20110731_Blancpain_Spa_000_a_013BD 20110731_Blancpain_Spa_000_a_002BD 2011 Blancpain Endurance Series Monza

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May 24 2011

10:00

Analyse: Blancpain Endurance in Navarra

Michael Bartels ist zurück an der Spitze – mit dem neuen Ferrari F458 GT3 und seinem in Vita4One umgetauften Team konnte er mit seinen Teamkameraden Frank Kechele und Nico Verdonck endlich wieder siegen.

Eigentlich hatten sie ja mit dem Maserati in der GT1-WM antreten wollen, doch dort fand sich kein zweites Einsatzteam, wie es das Reglement forderte – darum der Wechsel in die GT3 und zu Ferrari. Die haben mit dem F458 ein gutes Auto gebaut, dessen GT-Varianten auch schon früh in ihrer Debütsaison an der Spitze mitfahren. Die GTE (GT2)-Variante räumte zuletzt in der Le Mans Series groß ab und nun hat auch der zuletzt entwickelte GT3-Bolide seinen ersten Sieg eingefahren. Vom Speed her hätten noch mehr F458 auf dem Treppchen stehen können, doch bekanntermaßen spielen im Motorsport noch mehr Faktoren eine Rolle.

Auf die Pole war allerdings ein Audi gefahren – Filipe Albuquerqe hatte mit dem R8 LMS des belgischen WRT-Teams knapp die Bestzeit erreicht. Dessen Kollege Stephane Ortelli konnte zunächst auch vom ersten Startplatz aus in Führung gehen. Schützenhilfe gegen die Ferrari-Armada bot ihm der AutOrlando-Porsche, der beim Auftaktrennen in Monza gesiegt hatte. Gianluca Roda war zwar bis zu einer Sekunde langsamer als die Ferrari, doch schaffte er es, sein Heck breit genug zu machen und die Konkurrenz hinter sich zu halten.

Frank Kechele war der erste und zunächst einzige, der es vorbei schaffte und danach Jagd auf Ortelli machte, nach knapp 30 Minuten kam es zum Führungswechsel. Mit dem Vita4One-Ferrari konnte an diesem Sonntag auf der technisch anspruchsvollen Bahn von Navarra niemand mithalten, entsprechend behielt das Team die Führung für den Rest des Tages, sieht man mal von den Boxenstopps ab.

Hinter Roda beschäftigten sich die beiden SOFREV-Ferrari von Julien Jousse und Ludovic Badey gegenseitig. Und auch sonst erging es der Konkurrenz in der ersten Stunde nicht gut: der MarcVDS-Ford GT wurde mit Aufhängungsproblemen hinten links in die Garage geschoben, Audi-Pilot Piccini legte von einem falschen Safety Car-Schild irritiert einen frühen Boxenstopp ein.

Doch das Safety Car kam kurz darauf tatsächlich zum Einsatz, und zwar zweimal: zunächst wegen des heftig verunfallten AF Corse-Ferrari von Jack Gerber, dann wegen eines in Flammen stehenden GT4-Ginetta – beide Fahrer blieben unverletzt. Die Gelbphasen wurden von den meisten Teams für Boxenstopps genutzt – überraschenderweise war aber Frank Kechele sogar schon vorher zum ersten regulären Stopp gekommen und hatte an Nico Verdonck übergeben.

Der konnte dann in der zweiten Rennstunde ungefährdet vorn wegziehen, nachem es zwischen den Safety Car-Phasen noch einmal zum Duell mit dem WRT-Audi von Bert Longin gekommen war. Hinter Kechele ging es weiter munter zu, Raffaele Gianmaria im Porsche konnte sich an beiden Audi vorbei auf P2 schieben.

Die Konkurrenz hatte weiterhin Pech: Simon Knap im einzigen BMW Z4 erlitt auf Rang 6 liegend einen Reifenschaden, der Hexis-Aston Martin verfehlte beim Stopp seine Box; und der anfangs um P3 kämpfende SOFREV-Ferrari mit der #10 wurde mit Getriebeproblemen in die Garage geschoben.

Abgesehen von unterschiedlichen Stopp-Rythmen – teils auch durch die Safety Car-Phasen verzerrt – waren ab Halbzeit zunächst die Positionen fest bezogen: Bartels führte nach dem letzten Stopp etwa eine Stunde vor Schluss 15 Sekunden vor Ruberti im AutOrlando-Porsche, weitere 7 bzw. 14 Sekunden dahinter folgten die beiden WRT-Audis. Der Sprit-Verbrauch war diesmal anders als in Monza, als einige Autos gegen Ende noch einmal Sprit nachfassen musste, kein Thema.

Für etwas Action sorgte Albert von Thurn und Taxis, der aber auch mit seinem verbissenen Fahrstil nicht Matteo Bobbi und Frederic Makowiecki hinter sich halten konnte – dennoch sollte es am Ende mit Rang 7 zu einem ersten Erfolgserlebnis in der Saison 2011 reichen.

In den letzten 20 Minuten kam es dann noch einmal zu einem Zweikampf ums Podium: Pole-Setter Filipe Albuquerqe holte im Audi in großen Schritten auf Paolo Ruberti auf und überholte ihn schließlich auch. Am Sieg des Via4One-Ferrari jedoch gab es nichts mehr zu rütteln – mit 17 Sekunden Vorsprung überquerte Michael Bartels nach drei Stunden die Ziellinie.

Ein Drama spielte sich dagegen in der GT4-Klasse ab: Die Mansell-Brüder Greg und Leo sowie Edoardo Piscopo hatten lange Zeit geführt, nachdem sowohl der zweite Lotus als auch der britische RJN-Nissan mit kleineren Problemen zurückgefallen waren – doch dann musste auch der Mansell-Evora mit Getriebeproblemen noch einen zehnminütigen Stopp einlegen – so ging der Sieg diesmal an den Lotus von Lorenz Frey, Rolf Maritz und Fredy Barth.

Bestes Pro/Am-GT3-Auto war hinter auf Rang 5 der Ferrari F458 von Franck Morel, Jean-Luc Beaubelique und Ludovic Badey. Vier Ferrari schafften es im Gesamtklassement in die Top10. Dazu gehörte auch der zweite Vita4One-Wagen mit Nick Hommerson, Louis Machiels und Paul van Splunteren, die den zweiten Rang in der Pro/Am-Wertung einfuhren und so das starke Gesamtbild des Teams bestätigten, nachdem in Monza noch vieles schief gegangen war.

In der Gesamtwertung des GT3  Pro-Cups liegen nach zwei Läufen nun Ruberti/Roda/Gianmaria mit 40 Punkten vorn – es ist schon beinahe überraschend in einem Jahr, in dem Porsche mit dem „nur“ verbesserten 997 allgemein zu schwächeln scheint gegen die neueren Modelle der Konkurrenz. Vier Zähler dahinter die Audi-Piloten Ortelli/Longin/Albuquerqe. Weitere elf Punkte zurück sind nach Ausfall im ersten und Sieg im zweiten Lauf Kechele/Verdonck/Bartels.

Zwar sind nur noch drei Läufe zu fahren, doch noch ist nichts entschieden, zumal die nächste Runde das 24 Stunden-Rennen in Spa sein wird, das den Kern der Blancpain Endurance Series bildet und für das es auch mehr Punkte gibt. Dort wird allerdings auch die Konkurrenz zahlreicher sein. Dennoch: so wie sich das Vita4One-Team in Navarra präsentierte, sollte die Mannschaft auch in Spa um den Sieg mitfahren können – so denn der noch junge F458 GT3 auch über 24h-Distanz standfest ist…

 

April 19 2011

16:00

Sportwagen-Rückschau: Blancpain Endurance Series in Monza / ALMS in Long Beach

Die neue GT-Endurance-Serie konnte einen schönen, spannenden Einstand feiern. Bei der ALMS ging es nach turbulenter Startphase für Stadtkurs-Verhältnisse ruhig zur Sache. Und: beide gibt es als VOD (BEP hier</a>, ALMS aa<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">hier).

Mit 32 Wagen ging beim Auftaktrennen der Blancpain Endurance Series in Monza ein beachtliches Feld an den Start, das vor allem mit Vielfalt und Ausgeglichenheit glänzte; auch wenn man deutlich hinter der vor der Saison von Stephane Ratel verkündeten Zahl von 46 eingeschriebenen Fahrzeugen für die volle Saison plus Einzelstartern zurückblieb. Für die nächsten Rennen wird aber mit Zuwachs weiterhin gerechnet, doch die 32 Fahrzeuge, nach einer sehr starken Qualifikation an den Start geführt vom Black Bull Swiss Racing-Ferrari F430, boten bereits ein sehenswertes Rennen. Mirko Venturi hatte mit F430 aus der Pro-Am-Kategorie die versammelte Konkurrenz sogar um mehr als acht Zehntelsekunden!

Schlecht lief es für Venturi/Maino/Invernizzi auch im Rennen nicht, doch bereits am Start fiel Amateurfahrer Invernizzi weit zurück und über die 3 Stunden-Distanz kristallisierten sich andere Favoriten auf den Gesamtsieg heraus. Vor allem die beiden Audi R8 LMS des belgischen WRT-Teams machten in der Anfangsphase einen starken Eindruck, beide konnten Führungskilometer verbuchen, doch auch der Hexis-Aston Martin mit Yann Clairay verbrachte zwischenzeitlich einige Runden an der Spitze.

Dann, noch vor Ende der ersten Rennstunde, erlitten innerhalb weniger Minuten beide Audi einen Reifenschaden, jeweils hinten rechts. Stephane Ortelli – der es schaffte, trotzdem in der Führungsrunde zu bleiben – gab nach dem Rennen zu, dass das gewählte „extreme Setup“ der Grund dafür gewesen sein könnte.

So bestimmten in der mittleren Rennphase andere Fahrzeuge das Bild. Vor allem zeigte sich schon zur Stundenmarke, wie das Rennen wohl entschieden werden würde: zwar gehört die Bahn im Königlichen Park trotz des hohen Vollgas-Anteils zu den weniger verbrauchsintensiven Rennstrecken, dennoch schafften es nur wenige Teams, eine Rennstunde pro Tankfüllung zu fahren – diese jedoch waren klar im Vorteil, weil sie die Distanz mit zwei Full Service-Stopps absolvieren konnten.

Das schien am besten den Porsche zu gelingen, vor allem die zwei Pro-Kategorie-997R der italienischen Teams AutOrlando (#9) und De Lorenzi (#18) ließen Hoffnungen auf einen Heimsieg sprießen.

Eine noch bessere Verbrauchseffizienz legte der Reiter-Lamborghini LP 560 von Peter Kox und Marc Hayek an den Tag: mit einem 70 Minuten langen ersten Stint lagen die beiden auf Kurs zu einem Top-Platzierung im Pro-Am-Cup – und als dann noch ihr härtester Konkurrent, der eben genannte #18-Porsche mit de Lorenzi/Bonetti/Borghi, zehn Runden nach dem regulären zweiten Stopp noch einmal an die Box kommen musste, war der Klassensieg gesichert. Der zweite Reiter-Wagen, mit u.a. Albert von Thurn und Taxis an Bord, musste nach einem Unfall im Qualifying am Sonntagmorgen das Rennen leider auslassen.

An der Spitze lag derweil die meiste Zeit der #3 Hexis-Aston Martin von Mena/Rodrigues/Clairay – doch dem Team war klar, dass das durstige V12-Aggregat eine Zweistopp-Strategie unmöglich machen würde. Das erledigte sich aber sowieso, als ein Wärmetauscher versagte und der Wagen qualmend an der Box aufgeben musste.

Ebenfalls einen schwarzen Tag erlebte das ehemalige GT1-Meisterteam von Michael Bartels, nun unter dem Namen Vita4One in der GT3 am Start: nach mäßigem Qualifying zur Rennmitte auf aussichtsreichen Platzierungen liegend wurde beim Fahrerwechsel bei der #1 versehentlich der Feuerlöscher ausgelöst, was den Wagen von der weiteren Teilnahme ausschloss; die #2 erlitt bei einem Ausritt von Paul van Splunteren einen Dämpfer-Schaden, der zwar repariert werden konnte, aber ein gutes Resultat vereitelte.

Derweil kämpften sich Stephane Ortelli, Bert Longin und Youngster Filipe Albuquerqe im Audi R8 wieder in die Spitzengruppe vor, konnten sogar die Führung übernehmen – aber auch hier stand fest: aufgrund des durch den Reifenschaden in der Anfangsphase geänderten Tankrythmus würde auch dieser Wagen noch einmal stoppen müssen.

Auch der MarcVDS-Ford GT brauchte drei Stopps, und Frank Makowiecki im zweiten Hexis-Aston verunfallte, auf dem dritten Rang liegend, wenige Runden vor Rennende in der Parabolica – und so wurde es am Ende mit knapp einer Minute Vorsprung ein deutlicher Sieg für den AutOrlando-Porsche mit Paolo Ruberti, Gianluca Roda und Raffaele Gianmaria vor – leider spärlichem – Heimpublikum. Zweite wurden Ortelli/Longin/Albuquerqe im WRT-Audi, Dritte Maxim Martin, Markus Palttala und Bas Leinders im belgischen Ford GT.

Mit einer Runde Rückstand folgten auf Gesamtrang 4 Sieger des Pro-Am-Cups, Peter Kox und Marc Hayek für Reiter Engineering. Den Citation Cup für Gentlemen Drivers holten sich auf dem neuen Platz Georges Cabannes und Gregory Guilvert, ebenfalls in einem Lamborghini unterwegs.

Die GT4-Klasse, die neben den drei GT3-Kategorien auch Teil der Serie ist, ging an Greg und Leo Mansell sowie Edoardo Piscopo in einem unter dem Namen von letzterem eingesetzten Lotus Evora. Nachdem sich die drei einige Zeit mit dem Nissan 370Z des RJN-Teams gebalgt hatten, erlitt dieser einen Reifenschaden und machte den Weg frei für einen Lotus-Doppelsieg sowie den Gentle Swiss Racing-Maserati, der das Podium komplettierte.

Der gute Einstand der Serie macht Hoffnung auf eine interessante Saison. Deren Kern wird das 24h-Rennen in Spa im Juli sein, doch auch für die Rennen in Navarra, Magny-Cours und Silverstone dürften spannende Rennen zu erwarten sein – zumal weitere Teams ihre Teilnahme angekündigt haben, so sollten etwa in Navarra Mitte Mai auch Corvettes am Start sein, auch Mercedes SLS werden für den Saisonverlauf erwartet. Ob das Grid letztens Endes auch nur ein einziges Mal die von Ratel genannten 46+x Entries aufweisen wird,  bleibt abzuwarten.

Die Serie wurde auf Wunsch von Teams und Fahrern gegründet, die eine andere Herausforderung als die Sprintrennen der anderen SRO-GT-Serien suchten – was das Fan-Interesse angeht, ist es wohl eher eine Glaubensfrage: die einen bevorzugen die knackigen, actionreichen Ein-Stunden-Sprints, für andere gehört der Ausdauer-Charakter fest zum Sportwagen-Motorsport. Da aber die Blancpain Endurance Series nicht gegen die anderen GT3-Serie antritt, sondern als Ergänzung zu diesen, und so ähnlich wie die EM Teams aus den nationalen Meisterschaften sammelt, dürfte sie gute Chancen auf eine rosige Zukunft haben.

ALMS – Long Beach

Auch beim zweiten Lauf zur American Le Mans Series standen – wie in Monza – GT-Fahrzeuge im Vordergrund, die Prototypen spielten nur die zweite Geige. BMW setzte dabei seine Sportwagen-Siegesserie fort: Nach Siegen bei den 24 Stunden-Läufen in Daytona und Dubai sowie Doppelsiegen bei den 12h von Sebring und beim VLN-Saisonauftakt gewannen Dirk Müller und Joey Hand souverän die GT-Klasse beim mit zwei Stunden kürzesten Saisonrennen in Long Beach.

Wäre es nicht um die Aufregung in der GT-Klasse in den ersten 45 Minuten gewesen (gleich mehr dazu), hätte das Rennen keine erinnerungswürdigen Szenen geboten. Nach diesem Zeitpunkt war es auch hier sehr statisch und für diesen Fall hat die ALMS mit den beinahe lächerlichen Prototypen-Klassen zu wenig Abwechslung zu bieten.

Zwar war es vom sportlichen Zeitpunkt kein schlechtes Rennen, denn in allen Klassen setzte sich die jeweils stärkste Mannschaft durch; doch um Zuschauer anzulocken, was durch den neuen TV-Deal kaum einfacher geworden sein dürfte (auch wenn sich die Längen des Rennens in der ESPN2-Zusammenfassung besser überspringen lassen), wird man den action-verwöhnten US-Amerikanern mehr bieten müssen – und das heißt in diesem Fall vor allem: mehr Prototypen.

Die Challenge-Klassen wurden als Feldfüller eingeführt und sind nie aus ihrem Schattendasein herausgetreten. Sie mögen zwar oft spannende Duelle bieten, doch als Einheits-Kategorien fehlt ihnen genau das, was den Kern der Le Mans-Serien ausmacht: die Marken- und Modellvielfalt. Interessant wäre die Frage, ob nicht eine Challenge-Klasse auf Basis des CN-Reglements der FIA, das ja viele nationale Prototypenserien und die neue SPEED EuroSeries nutzen, irgendwann eine bessere Alternative darstellen könnte, zumal die für die großen Hersteller so wichtigen GTs dann auch nicht mehr hinter diesen zurückstehen müssten.

Doch nun zum Rennen selbst. Nachdem der ursprüngliche Start gesittet verlaufen war (ordentlich formieren kann sich das Feld auf der kurzen Strecke zwischen Haarnadel und Startlinie nicht) und Paul Gentilozzis verunfallter Jaguar eine frühe Safety Car-Phase auslöste, ging das Rennen erst nach etwa 20 Minuten richtig los. Eine Runde nach dem Restart wollte Bill Auberlen im zweiten BMW in Kurve 1 hinein seinen dritten Rang gegen Patrick Long verteidigen; das ging jedoch schief, ebenso wie der Versuch, sich in dem Bogen um den Springbrunnen herum wieder in den Verkehr einzusortieren.

Er geriet mit seinem Ex-Teamkollegen Tommy Milner in der Corvette aneinander und drehte sich. Auch nachdem das ganze Feld ihn passiert hatte, schaffte es Auberlen zunächst nicht, zu wenden, sodass er noch im Weg stand, als die Führenden das nächste Mal um diese enge Ecke bogen. Die Prototypen kamen noch problemlos vorbei, doch dann zog Auberlen genau vor seinem Teamkollegen Joey Hand auf die Ideallinie, der zwar noch bremsen konnte, aber so zwei Plätze an Gavin und Long verlor.

Auberlen konnte sich einige Runden später wieder an der nun führenden Corvette vorbeischieben und so zurück in die Führungsrunde gelangen, doch der entscheidende Dreikampf spielte sich in den folgenden Minuten hinter ihm ab: ein langsamer GTC-Porsche kostete Oliver Gavin den Schwung in Turn 6, Patrick Long schob sich neben ihn und verlangsamte ihn weiter, sodass Joey hand am Kurvenausgang an beiden vorbeiziehen konnte.

Mehrere Male donnerten in den folgenden Runden Hand und Long im Flying Lizard-Porsche in spektakulärer Manier Seite an Seite den gesamten Shoreline Drive hinunter doch der BMW konnte seine Führung behaupten. Es schien ihm zwar an Grip beim Herausbeschleunigen aus der extrem langsamen Haarnadel zu fehlen, hinzu kommt, dass den Porsche nach Sebring 25kg Ballast abgenommen wurden, doch bei der Höchstgeschwindigkeit waren beide gleichauf.

Irgendwie (ausgerechnet während der kurzen Werbepause) schaffte es Patrick Long dann doch an Hand vorbei, doch schon in der nächsten Runde setzte der Porsche-Werksfahrer seinen 997 GT3 RSR ausgangs Turn 9 in die Wand, nachdem er sich am Ende der Gegengeraden verbremst hatte. Ein eher seltener Fehler des Lokalmatadors, der das unter anderem mit dreckigen Reifen begründete, nachdem er kurz vorher Scott Sharp überrundet hatte, der sich weigerte, dem Führungsduo ordentlich Platz zu machen.

Sharps Verhalten war tatsächlich äußerst ungeschickt, um nicht zu sagen unfair, doch das Rennen war damit entschieden: Hand konnte ohne Druck bis zum Stopp gegen Rennmitte weiterfahren, übergab an Müller, der die Führung gegenüber Magnussen, der in die Corvette eingestiegen war, verwaltete. Der konnte den Abstand zwar von 15 auf 7 Sekunden verringern, doch mehr war nicht drin.

Auch, weil das Rennen vorzeitig beendet wurde: acht Minuten vor dem Ende geriet Dion von Moltke im TRG-Porsche nach Berührung mit seinem Konkurrenten Craig Stanton aneinander und bog nach 2/3 der Gegengeraden hart in die Wand ab. Der Fahrer blieb unversehrt, doch das Rennen wurde unter Gelb beendet. Rang 3 in der GT-Klasse ging hinter BMW und Corvette an die unauffälligen Melo/Vilander im Risi-Ferrari, gefolgt vom starken Falken-Porsche mit Wolf Henzler und Bryan Sellers.

Die größte Überraschung jedoch wartete auf Rang 6 (hinter der zweiten Corvette): Bruno Junqueira und Christiano Da Matta haben es tatsächlich geschafft, einen der RSR-Jaguar XKR ohne größere Probleme und mit annehmbaren Rundenzeiten über die Distanz zu bringen! Die schnellste Rennrunde des Duos war dabei nur eine Sekunde langsamer als die schnellste GT-Rennrunde der Gavin/Magnussen-Corvette. Es bleibt zu hoffen, dass die Rocketsports-Mannschaft diesen Aufwärtstrend fotzsetzen kann, damit auch Jaguar mittelfristig in den Kampf um die GT-Klasse eingreifen kann.

Das LMP1-Rennen war nach einer halben Runde entschieden. Am Start konnte Chris Dyson im Dyson-Lola-Mazda den MuscleMilk-Aston Martin noch hinter sich halten, doch auf der kurzen Gerade in Kurve 6 hinein schnappte sich Lucas Luhr die Führung und gab sie nicht mehr her. Es war zunächst ein ähnlicher Kampf wie in der Schlussphase im Vorjahr: der „kleine“ Lola mit Mazda-Turbo-Aggregat war in den kurvigen Abschnitten schneller, doch der Aston Martin mit dem großen V12-Motor zog stets auf den Geraden weg, sodass er sich problemlos behaupten konnte. Mit der Motorleistung hatten Luhr und später Graf auch im Verkehr Vorteile und bauten so die Führung Runde um Runde aus, um am Ende völlig ungefährdet zu siegen.

Der LMP-Challenge-Sieg ging an Gunnar Jeanette und Ricardo Gonzalez für Core Autosport, die Kyle Marcelli und Tomy Drissi (Intersport) knapp schlugen. GTC-Sieger wurden wieder einmal Tim Pappas und Jeroen Bleekemolen vor Bill Sweedler und Leh Keen (Alex Job Racing). Die LMP2 ist nicht erwähnenswert, da Scott Tucker am Freitag eines seiner Autos vom Start zurückzog, um es für den Le Mans-Testtag zu schonen, und das andere noch vor Rennmitte aus Protest an der Box abstellte; Tucker darf nur mit einem Fahrzeug Meisterschaftspunkte sammeln und muss dies vor jedem Event anmelden, nach dem spontanen Rückzug des offenen Lola verbot ihm die IMSA jedoch, seine Meldung auf das Coupé zu ändern. Ich erspare mir den weiteren Kommentar dazu…

Bis zum nächsten Lauf auf dem kleinen Kurs von Lime Rock werden zweieinhalb Monate verstreichen – es bleibt die Hoffnung, dass sich bis dahin einige weitere Prototypen finden, um zusammen mit dem tollen GT-Feld wieder wirklich sehenswerte Rennen zu bieten.

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(Bild-Quellen: Audi, Ferrari, Porsche)

April 16 2011

15:50

Sportwagen-Vorschau: Saisonauftakt Blancpain Endurance Series in Monza / ALMS in Long Beach

Mit diesem Artikel wird eine weitere Rennserie in unserem Blog Einzug halten. Denn in diesem Jahr wird eine neue GT-Serie das Europäische Renngeschehen bereichern: Die Blancpain Endurance Series. Was ursprünglich im Niedergang der Europäischen GT2 Meisterschaft der SRO begann, erwacht nun zu neuem Leben: Eine Langstreckenserie unter dem Dach der SRO.

Jedoch war dies ein steiniger Weg, welchen ich hier mal kurz darstellen will: Ende 2009 hat SRO-Chef Stephane Ratel angekündigt eine modifizierte GT2-Europameisterschaft unter dem Banner der FIA ausrichten zu wollen. Jedoch wollte er eine Pro-Am-Regelung mit der Unterteilung der Fahrer in Platin, Gold, Silber und Bronze einführen, um zum einen die Finanzierung der Teams über Pay-Driver zu sichern, andererseits auch um reine Werksteams etwas außen vor zu lassen. Dies hat aber bekanntermaßen nicht funktioniert, da es die Serie immer noch nicht gibt, was zum einen aufgrund der Fahrerregelung passierte, zum anderen aber auch, da die Teams sich mehr dem GT2-Reglement des ACO zugewandt haben was dazu führte, dass nun der ACO de facto die Hand über das GT2 Reglement hält.

Also blieb Stephane Ratel nichts anderes über, als in anderen Kategorien zu suchen und er wurde in einer Klasse fündig, welche zur Zeit ja einen sehr starken Boom erlebt, was man ja z.b dieses Jahr an den Starterlisten des GT Masters erkennen kann: Der GT3. Diese Kategorie wird die Topklasse der neuen Serie, welche wiederum in 3 Wertungen unterteilt wird: GT3 Pro Cup, GT3 Pro-Am und GT3 Citation Cup. Diese Klassen unterscheiden sich hauptsächlich in der erlaubten Besatzung der Fahrzeuge sowie der Anzahl der Fahrer.

So ist es in der GT3 Pro Cup Pflicht 2 oder 3 Fahrer zu nennen welche keinen Beschränkungen des Fahrerstatuses haben. In der GT3 Pro-Am sind wiederum 3 (bzw. in Spa 4 Fahrer) mit folgenden Einstufungen erlaubt: Bronze | Bronze | Gold o. Platin | (Gold o. Platin) oder Silber | Silber | Bronze | (Silber). In der GT3 Citation Cup Klasse sind wiederum nur Fahrer mit Bronze-Status erlaubt, bis auf einen Fahrer welcher einen Silberstatus besitzt.
Man dürfte in der GT3 Pro-Am auch mit 2 Fahrern an den Start gehen, jedoch darf dann der Profifahrer nur max. 80 Minuten am Steuer des Wagen sitzen.

Der Hintergrund dieser Regelung ist der, dass man eine Serie haben will in der überwiegend Privatfahrer oder Paydriver um Klassensiege in der GT3 fahren können, man aber auch Einsätze von Werken mit professionellen Gold- oder Platin-Fahrern nicht verhindern will. Dies unterstreicht das Zitat von Ratel auch nochmal:

„Obwohl wir sicher sind, dass unser Ein-Stunden-Sprintformat ideal für die Mediale Verbreitung und unsere professionellen Teams ist, sind wir uns darüber bewusst, dass wir einige unserer treuesten Unterstützer etwas vernachlässigt haben. Einige der Herrenfahrer und kleineren Teams suchen nach einer neuen Herausforderung. Wir sind davon überzeugt, dass die Blancpain Endurance Series das richtige Umfeld für sie sein wird.“

Um den unterschiedlichen Benzinverbräuchen und der Tatsache, dass womöglich nicht alle Fahrer im Auto sitzen könnten, gerecht zu werden gibt es eine Regelung welche besagt dass jedes Auto in einem 3 Stunden-Rennen mindestens 2 mal an die Box kommen muss und dabei sowohl Fahrer- als auch Reifenwechsel vorgeschrieben sind.

Zusätzlich wird es eine GT4 Pro-Am Klasse und eine GT4 Supersport Kategorie geben. In der GT4-Klasse ist die erlaubte Fahrerbesatzung analog zu denen der GT3 Pro, während die der Supersport-Kategorie dem der GT3 Citation Kategorie entspricht. Zu beachten ist jedoch, dass die Supersport bei den 24H von Spa nicht an den Start gehen darf.

Die übrigen Rennen außer Spa werden über die Distanz von eben angesprochenen 3 Stunden gehen, um somit nicht in Konkurrenz mit der GT3-EM und der GT1-WM zu stehen, welche ja pro Wochenende 2 Sprintrennen über jeweils eine 1 Stunde fahren. Als Punkteschema kommt aber auch hier das mittlweile aus GT1, F1 und Co bekannte Schema der FIA ( 25-18-15-12-10-8-6-4-2-1) zum Einsatz. Der Kalender für die Debütsaison sieht folgendermaßen aus:

17. April Monza
22. Mai Navarra
30. Juli 24H Spa + mit doppelten Punkten
27. August Magny Cours
05. Oktober Silverstone

Vorschau: 1. Rennen in Monza

Das erste Rennen der neuen Serie findet also an diesem Wochenende auf der aus vielen Rennserien schon legendären Bahn in Monza statt und viele Teams und Fans erhoffen sich dort natürlich eine erste Standortbestimmung. Dies dürfte allerdings etwas schwer werden, denn Monza passt mit den langen Geraden und darauf folgenden Schikanen nicht unbedingt mit Strecken wie Silverstone oder Spa überein, wo es ja mehr schnelle und mittelschnelle Kurven gibt.

Kommen wir nun zu den Teams, welche ja das Herzstück der Serie bilden und ganz oben auf der Nennliste für Monza fällt gleich ein Team ins Auge, welches man ja heuer bis jetzt vermisst hat: Vitaphone Racing unter seinem neuen Namen Vita4One wird gleich 3 brandneue F458 GT3 an den Start bringen. So wird die #1 vom Stammduo Bartels/Bertolini bewegt, während die #5 von Niek Hommerson/Louis Machiels und Paul van Splunteren bewegt wird, während bei der #2 immer noch 3 TBA stehen. Leicht werden es die letztjährigen Meister der GT1-WM aber sicher nicht haben, denn gleich mehrere Teams haben durchaus Chancen auf den Titel.

So z.b WRT welche 2 Audi R8 LMS an den Start bringen und dabei vor allem die Besatzung Greg Franchi/Andrea Piccini/Marcel Fässler mit der Startnummer #33 ins Auge fällt. Aber nicht nur Audi und Ferrari werden vorne mitmischen können, auch Marc VDS wird 2 sicher schön grollende Ford GT ins Rennen schicken, wobei man zumindest auf dem vermeintlichen Topauto mit der Startnummer #40 auf bekanntes Personal aus der GT1-WM in Persona von Bas Leinders/Maxim Martin und Markus Paltalla vertraut.

Weitere bekannte GT3 Teams sind unter anderem Hexis Aston Martin welche 2 schon etwas betagte DBRS9 ins Rennen schicken, nachdem ja für 2012 der Nachfolger auf Basis des Vantage angekündigt wurde. Auch ist hier wiederum Reiter Engineering vertreten welche 2 LP560 u.a mit Peter Kox, Albert von Thurn und Taxis, Marc. A Hayek an den Start bringen werden.
Leider ist auf der Nennliste nicht aufgeführt in welcher GT3-Klasse die jeweiligen Wagen starten werden, so kann man leider nur vermuten wo die Teams fahren werden.

Die GT4 kommt aber leider nur auf ganze 7 Starter, welche aber 5 verschiedene Marken wie den Astona Martin Vantage, einen Maserati oder den Lotus Eva GT4 vertreten. Jedoch wird man auf einem Lotus Evora GT4 mit der Startnummer #70 sicher genauer hinschauen dürfen was die Herren hinter jenem Lenkrad so anstellen werden, denn hier wechseln sich Edoardo Piscopo sowie die 2 Söhne von Nigel Mansell, Greg und Leo ab.

Apropos hinschauen: Es wird einen offiziellen Stream zu den Rennen geben welche wir hier wieder einbinden dürfen. Vielen Dank TBZ für die Mühe, denn Motors TV wird das Rennen zwar übertragen, aber mit 2 Stunden Verspätung und nicht jeder kann Motors empfangen. Start ist am Sonntag um 14 Uhr.

ALMS – Long Beach
(von Stefan Tegethoff)

Nach dem 12 Stunden-Langestreckenklassiker in Sebring folgt nun das kürzeste Saisonrennen der American Le Mans Series – der zweistündige Lauf in Long Beach, im Rahmenprogramm der aSpotter Guide</a>), gibt es im <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Race Hub. Im letzten Jahr war das Rennen in der LMP1 und der GT-Klasse

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