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January 01 2014

08:00

Best of 2013 – Yankee

Zum Jahreswechsel schauen die Racingblog-Autoren auf das vergangene Jahr zurück und stellen ihre persönliche Highlights und Enttäuschungen zusammen.

Super GT JAF Grand Prix Fuji Sprint Cup 2013 Day 2 GT500 Start2013 war ein Auf und Ab. Ein Jahr mit vielen gemischten Gefühlen. Wir haben gejubelt, gelacht, getrauert. Auf die schönen, unterhaltsamen Momente folgten die Stunden der Trauer, die Stunden des Schmerzes. Auch 2013 forderte der Motorsport erneut seine Opfer – Fahrer, Streckenposten, Zuschauer – die viel zu früh von uns gegangen sind. Zu früh bei einer Tätigkeit die sie liebten auszuführen. Mit Schock erinnere ich mich noch an den Moment, als Allan Simonsens Tod bei den 24 Stunden von Le Mans verkündet wurde.

Ich operierte damals die ersten beiden Rennstunden in unserem Live-Ticker, hatte dementsprechend die unliebsame Aufgabe über jene Schockmeldung zu berichten. Simonsens plötzliches Ableben war der zunächst traurige Höhepunkt einer Motorsport-Saison, die bereits im Februar beim NASCAR Nationwide Series-Rennen nur knapp an einer Katastrophe vorbeischrammte. 2013 steht im Zeichen von Allan Simonsen, Sam Edwards, Wolf Silvester, Janina Depping wie auch ihrer Beifahrerin, Jason Leffler, Maria de Vilotta sowie vielen weiteren, die viel zu früh von uns gegangen sind. Überschattet wurden die letzten Tage dieses emotional hügeligen Jahres mit der schockierten Meldung über Michael Schumachers schweren Ski-Unfall, der zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Artikels (Stand: Montag, 30.12.2013) um sein Leben kämpft. Ich hoffe inständig, dass Schumacher die Kraft und das Glück hat, dieses eine „letzte Rennen“ um sein Leben zu gewinnen.

Den richten Übergang zum eigentlichen Hauptteil dieses Artikels ist nach diesem Einstieg nur schwierig. Trotz der Trauer gab es sie doch noch, die schönen Momente im Motorsport-Jahr 2013. Momente die uns erinnern, warum wir die ganze PS-Hatz und Kreisfahrerei eigentlich schauen und lieben. Momente die uns erinnern, weshalb wir früh am Morgen respektive spät in der Nacht uns vor den Fernseher oder Stream setzen, um Rennen von aller Welt zu verfolgen.

Bestes Rennen
Das Rennen der Super GT im Sportsland Sugo. Zugegeben, ich bin da natürlich etwas voreingenommen. Doch auch so wäre meine Wahl nach Japan gefallen. Das Rennen auf der malerischen Naturrennstrecke nahe Sendai bot nahezu alles, was man sich als Motorsport- / Sportwagen-Fan wünschen konnte. Viele Zweikämpfe in beiden Klassen, Überholmanöver, Spannung, wechselhafte Witterungsbedingungen und eine höchst kuriose Szene. Tatort Rainbow-Corner in Runde 70: Im erbarmungslosen aber stets fairen Zweikampf versuchen bei Nieselregen sich der Führende Yuji Tachikawa (außen) sowie Juichi Wakisaka (innen) am Evangelion-McLaren vorbei zu quetschen. Dabei berührt Wakisaka den lila McLaren leicht, der wiederum den Zent Cerumo-Lexus von Tachikawa touchiert. Tachikawa dreht sich ins Kies, während von hinten die beiden Honda mit Takashi Kogure und Frédéric Makowiecki ein 3-wide-Manöver auf der Geraden mit Wakisaka in der Mitte aufmachen. Dabei kommen Makowiecki sowie Kogure, jeweils von außen, dem Denso Kobelco SC430 von Wakisaka zu nahe. Makowiecki berührt den Lexus, schießt quer rüber und trifft Kogure. Vier der Top-Favoriten auf den Rennsieg waren eliminiert; Wakisaka schleppte sich mit einem Schaden noch auf Position Vier ins Ziel. Am Ende fuhr das ARTA-Team von Aguri Suzuki einen Doppelsieg in der GT500 wie auch GT300 ein. Sugo wie es leibt und lebt. Viel Action sowie ein denkwürdiger Moment, der schon jetzt in die Geschichte der Super GT eingeht.

Andere, denkwürdige Rennen waren jenes der Super Formula, ebenfalls im Sportsland Sugo, der Grand Prix von Long Beach der IndyCar (Takuma Sato gewinnt als erster Japaner ein IndyCar-Rennen) sowie der Saisonauftakt der Super GT in Okayama und das Finale der Super Formula in Suzuka.

Bestes Finish
Meine Kollegen Don und Thomas haben mir schon meine Wahl für die „weiteren Plätze“ mit jenen Zieleinläufen der IndyCar in den Straßen von Sao Paulo sowie dem Indy-Lights-Finish in Indianapolis abgenommen. Meine persönliche Nummer Eins fällt aber erneut nach Japan, wenn ich auch persönlich in einer kleinen Zwickmühle stecke. Das Duell in den letzten Runden mitsamt Foto-Finish von André Lotterer und Loic Duval (0.041 Sekunden!) in der Super Formula im Sportsland Sugo war außergewöhnlich. Vorausgehend war ein spektakuläres Rennen, das wohl auch aufgrund von vier Safety-Car-Phasen stets spannend blieb. Meine Wahl fällt jedoch auf das Finale der Super Formula in Suzuka, speziell auf den zweiten Lauf. Die Ausgangslage war eindeutig: Naoki Yamamoto musste mindestens den dritten Platz erreichen, um bei Punktegleichheit den Titel vor dem aufgrund seines WEC-Engagements bei Audi nicht am Rennen teilnehmenden André Lotterer zu gewinnen. Vorausgegangen war ein Start-Ziel-Sieg Yamamotos im strömenden Regen in Lauf Eins. Der Regen spielte auch im zweiten Durchgang eine wichtige Rolle, als sich zum Ende hin wieder der Himmel über der legendären Grand-Prix-Strecke öffnete. Es folgte ein Finish, das in Punkto Dramatik jenem der Formel Eins in Brasilien 2008 in nichts nachstand.

Bester Fahrer
Die Wahl könnte so einfach sein: Sebastian Vettel dominierte die diesjährige Formel-Eins-Saison spätestens ab der Halbzeit nahezu fehlerlos. Dies erfordert Respekt und Anerkennung. Ermöglicht wurde dieser Erfolg vor allem aber auch durch den technisch absolut überlegenen Red-Bull-Boliden. Freilich muss solch ein Gefährt erst fehlerlos pilotiert werden. Doch auch wegen der Überlegenheit konnte Vettel seiner Konkurrenz nicht einmal den Hauch einer Chance lassen. Die Wahl könnte so einfach sein… Ist sie aber nicht, weshalb ich mich für „Mr. Sixpack“ Jimmie Johnson entscheide. In acht Jahren sechs Mal den NASCAR Sprint Cup bei 36 Rennen im Jahr zu gewinnen ist eine unglaubliche Leistung. Oder anders ausgedrückt: der schiere Wahnsinn. Johnsons Erfolg kam nicht von ungefähr und gewiss nicht von ihm alleine. Es ist das komplette Team rund um Crew-Chief Chad Knaus, die das Jahr über mehr als 100% gaben und zusammen mit Johnson stets Top-Resultate einfuhren.

Ebenfalls erwähnen möchte ich André Lotterer, der vielleicht etwas untergegangen vom Trubel anderer Fahrer erneut eine bärenstarke Saison fuhr, trotz hervorragender Leistungen aber aufgrund von ein bisschen Pech sein persönliches „Triple“ (24 Stunden von Le Mans, WEC, Super Formula) nicht erzielte. Im gleichen Atemzug muss man seinen Audi-Kollegen Loic Duval erwähnen, dem es zusammen mit Tom Kristensen und Allan McNish erstmals gelang beim Langstrecken-Klassiker an der Sarthe zu obsiegen sowie Team LeMans in der Super Formula mit dem Erfolg im Sportsland Sugo nach Jahren wieder auf die Erfolgsspur zu manövrieren. Die Ehrenerwähnung geht an Allan McNish, der erst kürzlich als frisch gekürter Weltmeister seine aktive Rennfahrerkarriere beendete. Der symphytische Schotte zählt zu den Größen des Motorsports, den wir hoffentlich schon bald als TV-Kommentator begrüßen dürfen. Sein Vater erzählte einst, dass er bei seiner Geburt nicht sicher war, ob Allan ein echter McNish sei. „Doch als ich seine Eier sah, da wusste ich, dass er ein echter McNish ist.“ Vielen Dank für die tollen und unterhaltsamen Jahre, Allan!

Bestes Team
Red Bull Racing, weil die lassen die Eier nicht im Pool hängen. Sagt der Vettel.

Wenn ich nun sarkastisch klingen wollte, hätte ich Michael Waltrip Racing benannt. Kein Team hat besser (lies: schlechter) beschissen als diese Truppe. Da dreht sich einer, da wird ein anderer geparkt. Und am Ende gibt es vor allem einen Dummen: Matrix Truex jr. Das Ergebnis vom Versuch ihn ungewollt mit irgendwelchen Team-Ordern in den Chase zu holen: Punkte weg. Sponsor und damit auch Job weg. Glücklicherweise fand er bei Furniture Row ein neues Cockpit.

Die ernstgemeinte Antwort fällt auf das Team rund um Jimmie Johnson und Chad Knaus bei Hendrick Motorsports. Weshalb habe ich bereits in der Kategorie zuvor erwähnt. Die Ehrenerwähnung geht an Team Cerumo in der Super GT, weil man trotz unverschuldeten Pech (u.a. in Sepang, Sugo und Suzuka) nicht aufgab und doch noch die Meisterschaft in der GT500 gewann.

Überholmanöver des Jahres
Der Dreikampf zwischen Ronnie Quintarelli, Takashi Kogure und Koudai Tsukakoshi in der Super GT zum Saisonauftakt in Okayama fünf Runden vor Schluss um den Sieg. Sollte der Timestamp nicht funktionieren, einfach bis Minute 9:30 vorspulen:

Feinde / Duell des Jahres
Sebastian Vettel und Mark Webber konnten sich noch nie so wirklich leiden. Das aber sowieso schon angespannte Team-Verhältnis wurde noch weiter belastet, als der Deutsche in der so genannten „Multi-21-Affäre“ sich nicht an die Team-Order hielt und Webber den Sieg strittig machte. Mehr als Zoff und lange Gesichter gab es bei Red Bull jedoch nicht. Ganz im Gegenteil zwischen den beiden Streithähnen Joey Logano und Denny Hamlin. Dieser Zoff endete, ausgehend von harten, kritisierenden Worten Hamlins nach dem Frühlingsrennen in Bristol, in einem schweren Unfall in Fontana, bei dem weder Hamlin noch Logano nachgeben wollten. Hamlin verletzte sich dabei schwer, so dass er für einen Großteil der Saison pausieren musste. Einen zumindest aus fahrerischen Sicht tröstenden Abschluss hatte diese „verlorene“ Saison für Denny Hamlin aber doch noch: Wieder einigermaßen genesen gewann er das Finale in Homestead-Miami.

Kostenpunkt des Jahres
Hier fällt meine Wahl eindeutig auf den kuriosen, in einem großen Blechhaufen endenden Start der American Le Mans Series in Baltimore. Glücklicherweise wurde niemand dabei verletzt.

Enttäuschung des Jahres
Enttäuschungen gab dieses Jahr so einige. Aus Motorsport-technischer Sicht ist mir allerdings besonders die Problematik zwischen Japan und Südkorea im Gedächtnis geblieben. Sowohl Super GT wie auch Super Formula haben versucht ein Einladungsrennen respektive einen Meisterschaftslauf im koreanischen Nachbarsstaat auszutragen. Ohne Erfolg. Die Absagen beider Serien kamen zwar kurzfristig und überraschend, gingen jedoch einer langen und öffentlich zumindest erfolgreich suggerierten Vorarbeit heraus. Offiziell sprachen GTA und JRP jeweils von „diversen Gründen“. Nach entsprechender Recherche konnte ich allerdings einige der genauen Streitpunkte benennen, über die ich in meiner

December 31 2013

09:00

Best of 2013 – Rainer

Zum Jahreswechsel schauen die Racingblog-Autoren auf das vergangene Jahr zurück und stellen ihre persönliche Highlights und Enttäuschungen zusammen.

Es war ein Motorsportjahr mit Höhen und Tiefen, in dem sich einige Serien sogar fast komplett aus meinem Blickfeld verabschiedet haben. Von der WTCC habe keine Minute gesehen und von der WEC auch nur ein paar Stunden Le Mans. Die BTCC ist aus Zeitgründen leider zu kurz gekommen und auf einige Rennen der Formel 1 und des Sprint Cups habe ich freiwillig verzichtet. Nur die IndyCar Series habe ich komplett gesehen und so beziehen sich viele Antworten halt auf diese Serie.

Bestes Rennen

Auch ohne das besondere Augenmerk auf die IndyCar kann die Antwort nur “Indianapolis 500″ lauten. Das Rennen stellte neue Rekorde in der Durchschnittsgeschwindigkeit (301,644 km/h) und Führungswechsel (68) auf. Mit Tony Kanaan gab es einen würdigen Sieger, für den sich wirklich jeder gefreut hat, und keinen schweren Unfall. Nur das Finish unter Gelb trübte das sonst perfekte Bild.

Bestes Finish

Ich kann mich nur meinen Kollegen Thomas und Don anschließen. Ganz oben auf diese Liste gehören einfach das Finish der Indy Lights in Indianapolis und das der IndyCar Series in Sao Paulo.

Überholmanöver des Jahres

Ich habe mich nicht für ein einzelnes, sondern für eine Serie von sechs Übermanövern in drei Runden entschieden. Bei den Duals der IndyCar Series in Detroit war an beiden Tagen eigentlich Mike Conway der schnellste Fahrer. Nach einem Boxenstopp unter Gelb lag er beim Restart in Runde 37 nur auf Platz 8, in Runde 40 aber schon wieder an der Spitze des Feldes. Leider ist in den Highlights nur eines dieser Manöver zu finden.

Bester Fahrer

Als erste fielen mir natürlich die Meister der großen Serien ein und sicherlich hätten es Sebastian Vettel, Jimmy Johnson, Yvan Muller oder Scott Dixon verdient hier alleine oben zu stehen. Ich bin aber eher Fan von Fahrern, die mit unterlegenem Material noch herausragende Ergebnisse erzielen können. In der Formel 1 war es Nico Hülkenberg, im Sprint Cup Kurt Busch und in der IndyCar Series Justin Wilson. Mit seinem kleinen Team von Dale Coyne und ständig wechselnder Teamkolleggen konnte er in der Meisterschaft bis zum vorletzten Rennen mit den großen Teams von Ganassi, Penske oder Andretti mithalten. Deshalb ist Justin Wilson mein Fahrer des Jahres.

Bestes Team

Das Red Bull Racing bzw. Hendrick Motorsports der IndyCar Series war wieder einmal Chip Ganassi Racing. Die fünf Meisterschaften in den letzten sechs Jahren zeigen schon die Qualität des Teams. Besonders beeindruckt hat mich in diesem Jahr aber, dass sie nach einem schlechten Saisonstart zum dominierenden Team der zweiten Saisonhälfte wurden.

Feinde/Duell des Jahres

Die Rivalität von Chip Ganassi Racing und Penske Racing ist legendär. Scott Dixon und Will Power haben in diesem Jahr aber einen neuen Höhepunkt erreicht. Es fing in Sonoma an, als im Zweikampf um den Rennsieg, Dixon beim Boxenstopp einen Mechaniker von Will Power umfuhr. Der Höhepunkt war der Unfall in Baltimore, als Power Dixon beim Restart in die Mauer drückte. Zum Glück hatte diese Fehde keinen Einfluss auf die Entscheidung in der Meisterschaft.

Szene des Jahres

Ich schließe mich hier Thomas an. Das lange Ausharren im Auto und der komplizierte Ausstieg nach einer guten Stunde von James Hinchcliffe im Baber Motorsport Park sind nicht toppen.

Kostenpunkt des Jahres

Der Kostenpunkt des Jahres ist für mich kein Punkt, sondern eine Gerade, genauer die Start-Ziel-Gerade in Baltimore. Beim Rennen der ALMS hatte sich fast das gesamte GTE-Feld schon beim Rennstart in der improvisierten Schikane verabschiedet. Die Fahrer der IndyCar Series wollten sich natürlich nicht lumpen lassen und produzierten bei fünf Restarts eine Menge Carbonschrott in und vor Kurve 1. Bei Dallara ist man sehr traurig darüber, dass Baltimore für 2014 aus dem Kalender gefallen ist.

Schönster Moment des Jahres

Ganz besonders habe ich mich über die Siege von Tony Kanaan in Indianapolis und der “Oldies” in Le Mans gefreut. Noch emotionaler war aber der Sieg von Takuma Sato in Long Beach für mich. Ausgerechnet der kleine Japaner konnte dem Team von AJ Foyt, das in den letzten Jahren nur hinterher fuhr, einen Sieg schenken. Das es der erste Sieg für einen Japaner überhaupt und dann auch noch bei einem der Saisonhöhepunkte war, setzte dem Ganzen nur noch die Haube auf.

Überraschung des Jahres

Auch in dieser Kategorie hätte Takuma Sato gewinnen können. Ich entscheide mich aber für Dale Coyne Racing, die über die ganze Saison mit Justin Wilson überraschen konnten. Dazu kam dann noch ein sensationelles Wochenende von Mike Conway in Detroit mit Sieg und Platz 3.

Enttäuschung des Jahres

Besonders “meine” Teams haben in diesem Jahr enttäuscht. Über McLaren brauche ich nichts mehr zu schreiben. Jeder weiß, wie schlecht die Saison war. Aber auch bei Penske Racing lief eine Menge schief. Im Sprint Cup waren Joey Loganos Leistungen in Ordnung, aber Brad Keselowski konnte sich als Meister nicht für den Chase qualifizieren und Sam Hornish jr. hat den Titel in der Nationwide Series verpasst. In der IndyCar Series fuhr Will Power lange hinterher und kam erst in der zweiten Saisonhälfte besser in Schwung und mit Helio Castroneves hat man schon wieder den Titel an den letzten beiden Wochenenden verspielt.

Langweiligstes Rennen

Stellvertretend für eine größere Zahl an langweiligen Rennen im Sprint Cup Jahr wähle ich das zweite Rennen in Talladega aus. Im Vergleich zu vielen anderen Rennen war es zwar in Ordnung, aber gerade bei Talladega im Chase erwartet man einfach mehr. Die letzten Runden im Single-File und das Finish unter Gelb waren nur noch der i-Punkt der Enttäuschung.

Spruch des Jahres

„Beaux needs to be fired. He was a complete idiot today.“
So fasste Scott Dixon seine Meinung zu Rennleiter Beaux Barfield nach dem Grand Prix of Baltimore zusammen. Ich hätte es verstanden, wenn sich die Aussage auf die improvisierte Schikane auf der Start-Ziel-Geraden bezogen hätte. Das Festhalten an den Double-File-Restart, trotz mehrfachen Unfällen in Kurve 1, hätte die Aussage verdient gehabt. Auch die Drive-Through-Penalty für Will Power, der schon einige Runden Rückstand nach dem Unfall hatte, war mehr als lächerlich. Scott Dixon war aber sauer darüber, dass sein beschädigter Dallara nicht wieder an die Box gebracht wurde. Dass ein Auto, das nicht aus eigener Kraft zur Box kommt, nicht dahin abgeschleppt wird, ist aber in fast allen Serien der Weld üblich und sicher nicht die Schuld der Rennleitung.

Racecontrol-Moment des Jahres

Und noch einmal kommt der Grand Prix of Baltimore zu seinem Recht. Eigentlich war es ja nicht ein Moment, sondern direkt ein komplettes Wochenende, das in den Sand gesetzt wurde.

Glückspilz des Jahres

Den Titel teilen sich für mich die beiden alten Schotten, die ihre Kariere kürzlich beenden konnten. Bei Dario Franchitti hört sich das etwas seltsam an, da er seine Kariere auf Rat der Ärzte beenden musste. Er hatte aber in seinen dreißig Rennsportjahren so viele schwere Unfälle, der in Baltimore war ja nur der letzte potentiell tödliche den er überlebt hat, und auch ernsthafte Verletzungen, so dass ein fast gesundes Karierende ein kleines Wunder ist. Auch Allan McNish kann mindestens zweimal im Jahr Geburtstag feiern, wenn ich zum Beispiel nur an den Unfall 2011 in Le Mans denke. Umso schöner ist es, dass er als Le Mans Sieger und Weltmeister abtreten kann. Hoffentlich bleiben beide zum Beispiel am Mikrofon oder in Teams eingebunden dem Rennsport erhalten.

Wünsche für 2014

Ich kann mich nur den Wünschen meiner Kollegen anschließen: weniger Unfälle, weniger Verletzte, weniger Tote
Ein kleiner Sonderwunsch wären mehr Zuschauer für die IndyCar Serie. Trotz guter Rennen und einer spannenden Saison befanden sich Quoten in de USA weiter auf Talfahrt.

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December 30 2013

07:00

Best of 2013 – Sebastian

Zum Jahreswechsel schauen die Racingblog-Autoren auf das vergangene Jahr zurück und stellen ihre persönlichen Highlights und Enttäuschungen zusammen.

Wie wohl vielen andere auch, wird mir das Motorsportjahr 2013 mit gemischten Gefühlen in Erinnerung bleiben. Tollen Rennen standen schlimme Unfälle mit tragischem Ausgang gegenüber. Und gut anzusehender Sport wird zunehmend überschattet von politischen Entscheidungen und dem steigenden finanziellen Druck mit dem viele Teams in verschiedensten Serien zu kämpfen haben. Die Formel 1 ist hier nur das prominenteste Beispiel.

Bestes Rennen
Um hierzu eine Entscheidung fällen zu können, urteile ich einfach mal höchst parteiisch und rein subjektiv. Meine beiden besten Rennen 2013 waren die BTCC-Läufe in Knockhill und das Saisonfinale in Brands Hatch. Und das nicht, weil es in der an Spannung ja ohnehin nicht gerade armen BTCC-Saison bei diesen beiden Rennen besonders unterhaltsam zuging, sondern ganz einfach, weil das meine ersten beiden BTCC-Rennen waren, die ich vor Ort live besuchen konnte.

Kurz gefasst: Es waren tolle Tage mit Motorsport zum Anfassen in entspannter Atmosphäre. Insbesondere Knockhill war hier eine ganz besondere Erfahrung. Im Paddock geht man auf Tuchfühlung mit Fahrern und Teams und die knackig kurze Strecke bietet viele tolle Stellen, um echtes Racing vom Streckenrand aus zu erleben. So eine Atmosphäre kenne ich eigentlich sonst nur aus der VLN – und da ist das in der Form eigentlich auch schon ein paar Jahre her.

Brands Hatch im Oktober lebte dann vor allem davon, dass hier die Meisterschaftsentscheidung in einem spannenden Finish fiel – und vom Regen, der am Rennsonntag keine einzige Pause einlegte. Meine Schuhe waren abends so aufgeweicht und verschlammt, dass ich sie direkt entsorgen konnte. Mit welchem Herz die britischen Fans aber trotz des miesen Wetters dabei sind und ohne ein einziges Dach zum Unterstellen an der Strecke ausharren, ist bemerkenswert und Racing pur.

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Bestes Finish
Hier muss ich irgendwie an die letzten Runden der V8 Supercars in Pukekohe denken. Mark Winterbottom folgte Jamie Whincup wie ein Schatten und man konnte kaum erwarten, wann der Ford-Pilot den finalen Angriff setzen würde. Dass die Sache dann in einer Kollision endete ist zwar nicht so schön – insgesamt ist dieser klassische Kampf Fahrer gegen Fahrer aber ein Beispiel dafür, was die Faszination Motorsport ausmacht. Und die mit einer riesigen Begeisterung begleitenden australischen Kommentatoren verliehen der ganzen Situation noch das i-Tüpfelchen.

Vielleicht also nicht wirklich das allerbeste Finish, das es im letzten Jahr gab. Für mich aber in schöner Erinnerung.

Bester Fahrer
hi_10468_7785In dieser Kategorie bleibe ich meinem Steckenpferd BTCC treu. Auch wenn die Leistungen so mancher Fahrer im letzten Jahr beeindruckend waren – Sebastian Vettel, Jimmie Johnson, Yvan Muller oder Mike Rockenfeller wären hier u.a. zu nennen – gebührt der Titel „Bester Fahrer“ doch dem BTCC-Champion Andrew Jordan. Die Werksmannschaften von Honda und MG und so arrivierte Namen wie Matt Neal, Gordon Shedden, Jason Plato und Colin Turkington hat der Eurotech-Pilot in die Schranken gewiesen und ist definitiv ein verdienter Meister. Keiner kann den BTCC-Honda Civic auf eine Runde so schnell um einen Kurs prügeln wie der Engländer und das, was ihm in den letzten Jahren oft fehlte, zeigte er in der zurückliegenden Saison mit Bravour: Eine eindrucksvolle Konstanz gepaart mit intelligenter Fahrweise über die gesamte Saison hinweg.

Bestes Team
Hier komme ich nicht um Red Bull herum. Vettels Leistung in der zweiten Saisonhälfte war sicherlich makellos, aber ohne die Weiterentwicklung, die Red Bull über die Sommerpause am RB9 betrieben hat, wäre die Titelverteidigung nicht so leicht möglich gewesen. Was auch immer da entwickelt wurde und ob es nun legal war oder nicht (Stichwort versteckte Traktionskontrolle?) hat den Ausschlag gegeben. Und neben Vettels fehlerfrier Leistung agierte auch das Team meist makellos und höchst professionell. Einzig getrübt haben die teaminterne Querelen zwischen den Fahrern und die vergleichsweise durchwachsene Leistung von Mark Webber. Ob der Australier aber nun teamintern tatsächlich benachteiligt wurde, lässt sich nicht sagen und daher ist Red Bull das Team des Jahres.

Feinde/Duell des Jahres
Kimi gegen Lotus, Lotus gegen Kimi. Das Jahr hatte mit dem Auftaktsieg beim Australien GP so verheißungsvoll angefangen – am Ende war es dann eine zerrüttete Ehe die in der Scheidung zwei Rennen vor Saisonende mündete.

Szene des Jahres
Der Moment als Matias Ekströms Vater seinem Sohn nach dessen Sieg an der Nürnberger Noris eine Flasche Wasser in den Overall goss. Ob nun aus freudigem Überschwang, wie die einen sagen, oder mit absichtlichem Kalkül, wie die anderen sagen – diese Szene läutete eine der bizarrsten Diskussionen ein, die ich im Motorsport erlebt habe. Klar, Reglement ist Reglement und da steht drin, dass nach der Zieldurchfahrt Parc Ferme-Bestimmung herrscht und am Auto und am Fahrer bis zur Waage nichts manipuliert werden darf. Aber die Art und Weise wie hier im Einzelnen um möglicherweise nachträglich hinzugefügtes Gewicht argumentiert und gestritten wurde war (leider) mal wieder so typisch unrühmlich für die DTM und hat unterm Strich dem Sport nur geschadet. Und die im Nachhinein am grünen Tisch getroffene Entscheidung, Ekström zu disqualifizieren aber auch keinen neuen Sieger zu küren, setze dem Fass noch die Krone auf. Das traurigste daran: Das Norisring-Rennen war bis dato eines der besten, das ich seit langem in der DTM gesehen hatte.

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Schönster Moment des Jahres
Als mir beim Betreten des Paddock in Knockhill Jason Plato mit Kaffee, Kippe und Handy am Ohr entgegenkam.

 

 

 

Überraschung des Jahres
Hier fällt mir doch noch was Positives zur DTM ein. Mal ehrlich, mit einem Champion Mike Rockenfeller hatte man vor der Saison nicht wirklich gerechnet, oder? Dabei ist für mich nicht nur überraschend, dass der sympathische Audi-Pilot den Titel holen konnte, sondern auch in welch cooler und souveräner Art und Weise. Und das alles rund zwei Jahre nach seinem schweren Le Mans-Unfall. Toll gemacht, Rocky!

Weitere positive Überraschung aus der DTM, die ich nicht unerwähnt lassen möchte: Timo Glock, der sich nach anfänglichen Schwierigkeiten super eingefunden hat und seine Debütsaison mit einem Sieg krönen konnte. Da haben wir schon ganz andere ehemalige F1-Piloten in der DTM erleben dürfen, die sich deutlich schlechter verkauft haben …

Enttäuschung des Jahres
Da war leider so einiges. McLaren, die Mercedes-Performance in der DTM, die ARD-Berichterstattung über die DTM, das Hick Hack um den Nürburgring, das Fehlen so mancher angekündigter Autos in der BTCC usw.

Aber für mich ganz persönlich war es leider Le Mans. Nicht etwa weil das Rennen schlecht war, sondern wegen dem Tod von Allan Simonsen. Ich hatte mich riesig auf das Le Mans-Wochenende gefreut, auf das verheißungsvolle Duell Audi gegen Toyota, auf die neue Ausgabe des größten Autorennens der Welt. Mit dem Tod von Alan Simonsen war um 18:00 Uhr dann schlagartig die Luft raus. Wie kann man Leitplanken direkt vor einen Baum stellen?! An so einer Stelle, bei so einem Rennen?!

Langweiligstes Rennen
Leider viele Rennen in F1 und DTM.

Racecontrol-Moment des Jahres
Eindeutig der Geländewagen, der beim GP von Südkorea auf einmal über die Gegengerade „bretterte“.

Spruch des Jahres
Sebastian Vettel nach dem Singapur GP über die Dominanz von Red Bull:

„Wenn andere die Eier in den Pool hängen lassen am frühen Freitag, arbeiten wir immer noch hart für ein starkes Rennen.“

Und vielleicht noch besser Nico Rosbergs Reaktion darauf:

“Er sollte sich weniger Gedanken machen über meine Eier und mehr auf sich selbst gucken.”

Glückspilz des Jahres
Fahrer und Streckenmarschall bei diesem Rennen zur Ferrari Challenge in Suzuka. Beide kamen mit dem Leben davon, was angesichts der Bilder mehr als ein Wunder ist.

Wünsche für 2014
Ich wünsche mir vor allem, dass die Formel 1 von den Regeländerungen profitiert und wir am Ende von 2014 noch immer elf Teams beisammen haben.
Ähnliches lässt sich auch für die WTCC wünschen.
Ansonsten hoffe ich auf viele spannende Rennen ohne verletzte oder gar tote Fahrer, Streckenmarschalls und Zuschauer.

 

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December 27 2013

10:00

Best of 2013 – Thomas

Zum Jahreswechsel schauen die Racingblog-Autoren auf das vergangene Jahr zurück und stellen ihre persönliche Highlights und Enttäuschungen zusammen.

Auf das Motorsportjahr 2013 blicke ich persönlich mit gemischten Gefühlen zurück. Zum einen gab es in diesem Jahr viele traurige Momente, denn auch in diesem Jahr mussten wieder Menschen ihre Liebe zum Motorsport mit dem Leben bezahlen, seien es Fahrer, Streckenposten oder Zuschauer. Doch wir sollten auch nicht die schönen Momente des Jahres vergessen, die zeigen warum wir alle Motorsport-Fans sind und uns auch nicht zu schade sind sich mitten in der Nacht vor den Fernseher oder einen Stream zu hocken, wenn man denn nicht selber vor Ort ist. Denn es gab auch wirklich tolle, spannende Rennen in fast allen Rennserien. Einige warteten sogar mit sehr lustigen und kuriosen Szenen auf, wie zum Beispiel die IndyCar, die DTM, die WTCC – die üblichen Verdächtigen eben, ihr wisst ja.

Bestes Rennen: In dieser Kategorie gibt es eigentlich recht viele Kandidaten. Den Formel-1-Grand-Prix in Malaysia, das Auto Club 400 der NASCAR in Fontana, die IndyCar in Sao Paulo. Oder auch im Grunde jedes BTCC-Rennen in dieser Saison. Trotzdem gibt es für mich einen eindeutigen Sieger: das Bathurst 1000 der V8 Supercars. Ein richtig schönes Langstreckenrennen, in dem besonders die letzten 60 Minuten herausragen, in denen es von Platz eins bis zehn richtig ordentlichen Tourenwagensport zu sehen gab.

Hier das Video dazu:

V8 SC Bathurst 2013 Last Stint</a> <i>von aa<a href=" http:="" target="\">TheChronosus

Bestes Finish/Bestes Überholmanöver: Peter Dempsey, IndyLights, Freedom 100, Indianapolis. Fourwide über die Ziellinie, 0,0026 Sekunden zwischen Platz eins und zwei. Wenn das nicht das Finish des Jahres ist, was dann?

Bester Fahrer: Ob man ihn nun sympathisch findet oder nicht, ich glaube an dieser Stelle führt kein Weg an Sebastian Vettel vorbei. Natürlich hatte er auch mit Abstand beste Auto. Aber wenn jemand so wie Vettel, vor allem in der zweiten Saisonhälfte das Feld nach Belieben dominiert, neun Rennen in Folge gewinnt und sich zum vierten Mal hintereinander zum Formel-1-Weltmeister krönt, dann hat er sich diese Bezeichnung redlich verdient.

Bestes Team: Natürlich könnte man jetzt das Formel-1-Team von Red Bull nennen, das in diesem Jahr die Konkurrenz reihenweise in Grund und Boden fuhr (naja eigentlich war es Vettel). Ich habe mich allerdings für Pirtek Racing (Eurotech Racing) entschieden. Sie konnten sich gegen die Werksteams von Honda und MG durchsetzen und verhalfen Andrew Jordan zum Gewinn der Fahrermeisterschaft und machten sich selber zum besten Privatteam der BTCC-Saison 2013. Und das ist auch aller Ehren wert.

Feinde/Duell des Jahres: Die Feinde des Jahres sind wohl Sebastian Vettel und Mark Webber. Gegipfelt ist das ganze schließlich in Malaysia mit der ganzen “Multi21″-Geschichte, dem Webber-Manöver nach der Zieldurchfahrt und der anschließenden Siegerehrung.


Szene des Jahres:
Wieder so eine Kategorie, für die es viele Anwärter gibt, und ich bin gespannt für welche sich meine Kollegen entscheiden werden.
Meine Szene des Jahres gehört James Hinchcliffe, als er sich nach einer Kollision mit EJ Viso und Graham Rahal im Barber Motorsport Park fast das komplette Rennen aus seinem Auto anschaute und sich kurz vor Ende dann schließlich doch aus seinem Auto pellte.


Enttäuschung des Jahres:
Eindeutig McLaren. Eine Saison ohne Podestplatz und nur ein fünfter Platz in der Konstrukteurswertung – das ist nicht der Anspruch eines Teams auf dem Niveau von McLaren. Dass einer ihrer schlechtesten Saisons ausgerechnet in das Jahr des 50-jährigen Bestehens gefallen ist, ist natürlich doppelt bitter. Bleibt zu hoffen, dass es 2014 wieder bergauf geht. Das Potenzial dazu haben sie allemal.


Langweiligstes Rennen:
Das Problem mit langweiligen Rennen ist, dass man sie quasi sofort aus dem Gedächtnis streicht. Für mich war es (glaube ich) das Formel-1-Rennen in Monza.


Racecontrol-Moment des Jahres:
Da fällt die Entscheidung schon deutlich einfacher. Die WTCC feierte in diesem Jahr ihr Debüt in Russland auf dem Moscow Raceway. Beim Start zum ersten Rennen kam es zu einem Unfall zwischen Franz Engstler und Charles Ng. Bei der anschließenden Bergung der Autos versagte eines der Bergefahrzeuge seinen Dienst und stand nun mitten in der Auslaufzone von Turn 1. Viele dachten nun, dass man das Rennen abbricht, und dann wieder neustartet sobald man das Bergefahrzeug aus dem Weg geschafft hat. Doch weit gefehlt. Erst fuhr man rundenlang hinter dem Safety Car herum, bis sich die Race Control endlich dazu durchrang das Rennen abzubrechen. Doch beim Restart stand das Bergefahrzeug immer noch in der Auslaufzone. Man hatte sich entschieden das Rennen wieder freizugebenn, jedoch mit der Einschränkung einer dauerhaften Gelben Flagge in Turn 1.


Spruch des Jahres:
“I’ve just been overtaken by a Williams!” – Ein verzweifelter Lewis Hamilton beim GP von Spanien.


Schönster Moment:
Der schönste Moment hatte eigentlich einen ernsten Hintergrund. Beim ersten Lauf der V8 Supercars auf Phillip Island war Alex Premat fast ungebremst ins Auto von James Courtney gekracht. Premat lief sofort zu ihm und half ihm sich aus dem Wrack zu befreien. Eine Geste, die man heutzutage nicht allzu häufig sieht.


Glückspilz des Jahres:
Der Glückspilz des Jahres ist für mich, neben James Courtney, Dario Franchitti. Sein Unfall in Houston erinnerte schon sehr an den von Jeff Krosnoff in Toronto 1996. Umso froher war ich dann, als schließlich die Entwarnung kam und es hieß, dass Franchitti okay ist. Leider zwangen ihn die dabei erlittenen Verletzungen dazu seine Karriere zu beenden. Es ist schade, dass seine so erfolgreiche Laufbahn auf diese Weise endet und ich hoffe sehr, dass er der IndyCar in irgendeiner Funktion erhalten bleibt.


Wünsche für 2014:
Für das nächste Jahr wünsche ich mir, dass die Formel 1 das DRS wieder abschafft… Aber Spaß beiseite: Ich hoffe natürlich, dass wir auch 2014 wieder viele spannende Rennen zu sehen bekommen und hoffe, dass wir von schweren Unfällen verschont bleiben. Speziell freue ich mich wieder auf die typischen “Klassiker” im Kalender: die beiden 24h-Rennen in Le Mans und auf der Nordschleife, das Daytona 500, das Indy500 und (natürlich) das Bathurst 1000.

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