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January 24 2014

10:40

USCC: 24H Daytona Vorschau 2014

Die Motorsportsaison 2014 startet traditionell mit dem 24-Stunden-Rennen in Daytona. In diesem Jahr ist vieles neu: die Serie, die Fahrzeuge und die Regeln.

2014 TUDOR United Sportscar Championship Daytona TestingDie US-Protoypenserien ALMS und GrandAm gibt es nicht mehr. An ihre Stelle ist die USCC getreten, die United Sport Car Championship. Im Grunde hat man die beiden Serien einfach zusammengeworfen, denn man wird in diesem Jahr gleich mit fünf Klassen beglückt. Die LMP2, die GTLM und die PC aus der ALMS, die DP und die GTD aus der GrandAm. Da ist ein gewisses Regelchaos programmiert, auf der anderen Seite hat man ein riesiges Starterfeld. Allein in Daytona werden 67 Fahrzeuge an den Start gehen, was die Sache auf der Strecke auch nicht gerade einfacher machen wird.

DPs vs. LMP2

Spannend dürfte vor allem der Kampf um den Gesamtsieg zwischen den DP und den LMP2 werden. Die IMSA hat in den letzten Monaten lange getüftelt, damit die beiden sehr unterschiedlichen Prototypen im Rennen einigermaßen gleichauf liegen. Dabei hat man sich vor allem die DP und deren Abtriebswerte zur Brust genommen, die weit unter jenen der LMP2 lagen. Mittels eines neuen Hecks und eines Diffusors hat man die DP in den Kurven schneller gemacht, dazu kam eine kräftige Erhöhung der Motorleistung. Zusätzlich dürfen die DP jetzt auch mit Carbonbremsen ausgestattet werden. Die Überarbeitung war nicht problemlos, bei den ersten Tests in November verunfallten zwei Daytona Prototypen schwer, weil ein Reifen platzte. Diese Probleme hat man dank verstärkter Reifen wohl in den Griff bekommen, bei den letzten Tests vor wenigen Wochen konnten die DP problemlos ihre Stints absolvieren.

2014 TUDOR United Sportscar Championship Daytona TestingDie LMP2 ist mit vier Chassis vertreten: HPD, Oreca (Morgan), Mazda und dem Delta-Wing. HPD und Oreca hat man in Sachen Motorleistung etwas eingebremst und das Gewicht wurde zunächst auf 960 kg angehoben. Mittlerweile hat man die 60kg wieder rausgenommen, die Fahrzeuge sind also mit ihrem Normalgewicht unterwegs. Mazda startet mit einem Diesel und ist damit ebenso etwas außer Konkurrenz unterwegs wie der Delta Wing.

Die vielen Änderungen haben zumindest dazu geführt, dass die DP in Daytona wieder die schnellsten Prototypen sind. Auf der Geraden wurden rund 193 mph gemessen, die LMP2 waren 5 bis 8 Meilen langsamer. Auch bei den Rundenzeiten haben die DP weiter die Nase vorne. Bei den Vortests in der ersten Januarwoche lagen auf den ersten sechs Plätzen die DP, der Abstand zum schnellsten LMP2 von Extreme Motorsport betrug rund eine Sekunde (1:38.630 vs. 1:39.750). Das waren allerdings Zeiten, die auf freier Strecke gefahren wurden – ein Luxus, den man im 24h-Rennen nur selten haben wird.

Dennoch werden die LMP2 in den ersten Stunden des Rennens vermutlich nicht vorne zu sehen sein. Im Verlauf des Rennens wird sich das allerdings wieder ändern, denn dann kommt die Strategie zum Tragen. Die DP werden wohl zwischen 21 und 23 Runden fahren können, die P2 zwischen 23 und 25 Runden. Am Ende könnte hier der Schlüssel zum Sieg liegen.

Ein Blick zu den Teilnehmern der beiden Klassen, aus Platzgründen beschränkt auf die wichtigsten Starter:

DP:

2014 TUDOR United SportsCar Championship Daytona TestingAction Express – Corvette DP
#5 Joao Barbosa – Christian Fittipaldi – Sebastien Bourdais – Burt Frisselle

Die übliche Besetzung bei Action Express, die waren bei fast allen Tests auch die schnellsten. Die Besetzung ist sehr stark, alle Fahrer verfügen über viel Erfahrung in 24h-Rennen. Friselle, Barbosa und Fittipaldi haben das Rennen schon gewinnen können.

Michael Shank Racing – Riley DP / Ford
#60 John Pew – Oswaldo Negri Jr. – AJ Allmendinger – Justin Wilson

Kein Underdogteam, aber bisher lief es bei den Tests noch nicht ganz so gut, wie man es sich erhofft hatte. Die Besetzung ist allerdings für einen Sieg gut. Ob man sich aber gegen Ganassi und Konsorten wird durchsetzen können?

Spirit of Dayona – Corvette DP
#90 Richard Westbrook – Michael Valiante – Mike Rockenfeller

Die waren bei allen Tests extrem schnell, hatten im November allerdings auch einen schweren Unfall, als Westbrook sich mehrfach überschlug. Ganz klare Favoriten in Daytona. Wie überhaupt die Corvette Chassis gegen über den alten Rileys im Vorteil sind.

Gainsco/Bob Stallings Racing – Corvette DP
#99 Alex Gurney – Jon Fogarty – Memo Gidley – Darren Law

In Daytona ist das Team meist vom Pech verfolgt, aber die Besetzung ist schon allererste Güte. Während andere Teams meist noch einen Fahrer an Bord haben, dem etwas die Erfahrung fehlt, ist diese Fahrerpaarung über alle Zweifel erhaben. Das kann sich bei einem engen Rennen durchaus auszahlen.

Chip Ganassi Racing – Riley DP / Ford
#01 Scott Pruett- Memo Rojas – Jamie McMurray – Sage Karam
#02 Scott Dixon – Tony Kanaan – Marino Franchitti – Kyle Larson

Die Dauersieger bei den 24h, dieses Jahr mal ohne Juan Pablo Montoya, dafür mit dem mir unbekannten Sage Karam. Der stammt aus der Indy Lights Series und ist gerade mal 18 Jahre alt. Da geht Ganassi ein ganz schönes Risiko ein. Der zweite Wagen sieht als Gaststarter Tony Kanaan. Beide Wagen sind mal wieder für einen Sieg gut.

Starworks Motorsport – Riley DP / Dinan
#78 Scott Mayer – Alex Popow – Brendon Hartley

Nicht ganz stark besetzt wie in den Jahren zuvor, auch wenn Brandon Hartley natürlich zu den schnellsten im Feld gehört. Starworks konzentriert sich in diesem Jahr aber etwas überraschend auf die LMPC-Klasse.

LMP2

Da gibt es vor allem alte Bekannte, die man trifft. Muscle Milk/Pikett haben sich ein Oreca-Chassis zugelegt und neben der Besetzung Luhr/Graf wird der sehr schnelle Alex Brundle in Daytona starten. Extreme Motorsport kommt mit zwei HPD, die sich bei den Tests als die schnellsten P2 vorgestellt haben. In einem Wagen werden Sharp/Dalziel/Brabham sitzen, im zweiten Pagenaud/van Overbeek/Brown/Lazzaro. Aus Europa kommt das aus ELMS und WEC bekannte OAK Racing, die auf Pla/Rusinov/Yacaman/Webb setzen. Starke Besetzung, bei den Tests fehlten allerdings 1,6 Sekunden auf den schnellsten DP.

Und dann wären da noch die beiden Mazda Diesel mit Tremblay/Hinchcliffe/Tom Long und Miller/Nunez/Vautier. Die werden aber im Rennen keine Rolle spielen, dafür sind sie zu langsam. Auch den Delta-Wing wird man vermutlich nicht allzu lange sehen. Wenn der Elan-Motor 24 Stunden durchhalten sollte, wäre das allein ja schon eine Sensation.

LMPC

2014 TUDOR United Sportscar Championship Daytona TestingAuch die Klasse gibt es noch in der USCC und sie hat sich erstaunlicherweise zu einem Sammelbecken von sehr guten Teams und Fahrern entwickelt. Man findet in der Entry-List (Link siehe unten) etliche Namen, die man aus der LMP2 kennt. Starworks und 8Star haben sich in diesem Jahr dazu entschlossen, in der PC-Klasse anzutreten.

Die LMPC haben der IMSA aber ein wenig Kopfzerbrechen bereitet, denn die Wagen waren auf der Geraden schlichtweg zu langsam. Bei den ersten Tests waren die GTs deutlich schneller, ein Phänomen, dass man schon in der ALMS hier und da beobachten konnten. Daher hat man die GTs etwas einbremsen müssen, damit die PCs auf den Geraden auch vorbeikommen.

GTLM

2014 TUDOR United SportsCar Championship Daytona TestingIm Prinzip ist das die alte GT-Klasse aus der ALMS, in der auch die üblichen Verdächtigen antreten werden. Neu dabei in diesem Jahr: Porsche, die einen Werkseinsatz wagen. Die Autos werden von Porsche Nordamerika direkt eingesetzt und sind mit den Werksfahrern Tandy/Lietz/Pilet und Long/Bergmeister/Christensen besetzt. Der 991 hatte bei den Tests allerdings mit einigen Problemen zu kämpfen, weil die Antriebswellen die Belastung in den Steilkurven nicht ausgehalten haben. Das soll aber mittlerweile behoben sein. Immerhin konnte man bei den Tests die schnellste Zeit in der GT-Klasse fahren.

General Motors schickt die komplett neue Corvette C7-R ins Rennen, die ebenfalls aus dem Stand sehr schnell scheint. Der neue Wagen war auch überfällig, nachdem man in den letzten zwei Jahren hinter die BMW und die Ferrari zurückgefallen war. Mit Magnussen/Garcia/Briscoe und Gavin/Millner/Lidell geht GM in Sachen Fahrer auch keine Risiken ein. Ob die C7 aber schon standfest genug ist, um 24 Stunden durchzuhalten? GM wird das Rennen auch als Test für das Rennen in Le Mans sehen.

BMW setzt in Zusammenarbeit mit RLL weiter auf den Z4. Bei der Fahrerbesetzung hat man alles an den Start gebracht, was gut und schnell ist. In einem Wagen sitzen Auberlen/Priaulx/Hand/Martine im anderen Dirk Müller/Edwards/Rahal/Werner. Besser kann man kaum unterwegs sein.

Mit leichten Sorgenfalten reisen die Ferrari nach Daytona. Den F458 hatte man in den letzten Jahren immer weiter eingebremst und so mehr oder weniger chancenlos gemacht. Kurz vor dem Rennen hat die IMSA allerdings die BoP etwas angepasst, sodass der Ferrari nun etwas mehr Luft und damit Leistung bekommt. Die Ferrari-US-Abteilung Risi setzt auf Fisichella/Bruni/Beretta/Malucelli, der zweite Wagen kommt von Krohn und ist mit Dumbreck/Bertolini/Jonsson/Krohn belegt.

Dann sind da noch die beiden Viper mit Farnbacher/Goosens/Hunter-Reay und Robert Bell/Bomarito/Wittmer. In Le Mans fuhr die Viper bekanntermaßen weit hinterher, in den USA ist die BoP-Einstellung allerdings anders. In der ALMS konnte die Viper ein paar Siege einholen, dementsprechend schnell ist man auch in Daytona, wie die Tests schon gezeigt haben.

Nicht neu, aber zumindest ungewohnt ist der Start eines Werks-Aston-Martin. Dave Richards setzt auf Mücke/Turner/Lamy/Stanaway/Della Lana und war bei den Tests gut dabei. Auf jeden Fall ein Wagen, der auf Sieg fahren kann.

GTD

2014 TUDOR United Sportscar Championship Daytona TestingDie GTD unterscheiden sich von den GTLM vor allem in Sachen Aerodynamik und Leistung. Im Grunde handelt es sich, grob gesagt, um die US-GT3-Variante. Die Klasse ist mit knapp 30 Fahrzeugen dann auch für die Hälfte des Feldes zuständig. Eine riesige Armada von Porsche ist am Start, aber auch fünf Audi R8 LMS, die teilweise mit Werksunterstützung unterwegs sind. Nachdem Flying Lizard Motorsports von Porsche zu Audi gewechselt ist, stellt das Team auch die Speerspitze der Ingolstädter dar. Mit Canache jr/Pumpelly/Pappas/Winkelhock hat man jedenfalls keine Amateurfahrer am Start.

Die Starterliste komplett durchzugehen, würde den Rahmen sprengen, aber es finden sich extrem gute Gaststarter wie Shane van Gisbergen, Marco Holzer, Marc Lieb, Nicki Thiim, Marc Basseng, Familie Bleekemolen, Filipe Albuquerque, Réné Rast, Toni Vilander, Timo Bernhard, Mika Salo, Kevin Estre, Augusto Farfus und Markus Palttala in der Startliste.

Die Strecke

Der Rundkurs in Daytona ist bekannt. Man fährt alle Steilkurven, biegt aber nach Turn 4 zunächst ins teils enge, teils sehr schnelle Infield ab. Dann geht es raus in T1 und T2. Damit man nicht zu schnell wird, hat man vor T3 eine durchaus flüssige Schikane eingebaut.

Das Wetter dürfte in diesem Jahr keine große Rolle spielen. Die USCC fährt auch bei Regen, aber die Regenreifen wird Continental wohl im Schrank lassen können. Angesagt sind knapp 18 Grad am Tag und 8 Grad in der Nacht. Ein Problem verursachte in den letzten Jahren immer wieder der Nebel, der vom Meer aus kommen kann. Da es aber nicht so feucht sein soll, dürfte dieses Jahr auch das Problem nicht existieren.

Übertragungen
MotorsTV wird das Rennen relativ lange übertragen, dazu kommt ein Livestream der IMSA, der dann ansetzt, wenn die großen Sender aussteigen.

Motors TV: Sa. 19:45 – 01:45 Uhr // So. 11:45 Uhr – 20:45 Uhr
Fox: Sa. 20:00 Uhr – 22:00 Uhr
Fox Sports 2: Sa. 22:00 – 03.00 Uhr
IMSA Livestream: So. 03:00 – 13:00 Uhr
Fox Sports 1: So. 13:00 Uhr – 21:00 Uhr

Ein Livetiming sollte es bei der IMSA geben.

Die Entrylist ist hier zu finden.

Spotterguide ist hier. Allerdings ist der dieses Jahr in Sachen Format etwas unglücklich ausgefallen.

Zu guter Letzt: Ich werde dieses Jahr vor Ort in Daytona sein. US-SIM-Karte vorausgesetzt sollte ich Internet haben und damit auch jede Menge Bilder und Infos von vor Ort senden können. Die laufen dann über Twitter ein. Sollte das mit dem Internet nicht klappen, gibt es dann später jede Menge Bilder aus Daytona.

(Bilder: “Courtesy of IMSA”)

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August 03 2012

15:12

VLN: Vorschau 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen

Am Samstag statet mit dem 6H Rennen der 7. Lauf zur VLN und der Höhepunkt der Saison, welcher die heiße Phase im Kampf um die Meisterschaft einläutet. Dazu gibt Timo Bernhard sein Comeback.

Es war im März dieses Jahres, als Audi in Sebring die beiden neuen R18 getestet hat. Dabei erlitt der Wagen von Timo Bernhard eingangs der schnellen letzten Kurve mit dem Namen Sunset-Bend einen technischen Defekt und Timo verlor die Kontrolle über den Wagen, was einen heftigen Einschlag in die Begrenzungsmauer zur Folge hatte. Die Folgen sind bekannt: mehrere Verletzungen, unter anderem an der Halswirbelsäule und eine Auszeit, die bis jetzt dauerte, waren die Folge. Nach dem sich Timo Anfang Juli vollständig von den Folgen erholt hatte, konnte er mit dem spezifischen Training beginnen, so dass er nun sein lang erwartetes Comeback in einem Rennwagen geben kann. Sein Comeback wird er an der Seite seines langjährigen Teamkollegen, von Penkse, Audi und Manthey geben, nämlich Romain Dumas und Joch Krumbach auf dem Nadelstreifen Porsche von Manthey.

Ein leichtes Unterfangen hat er sich dabei nicht ausgesucht, denn die Konkurrenz ist hart, die Strecke berüchtigt und über 6 Stunden kann viel passieren, zumal wohl wechselhafte Bedingungen vorausgesagt wurden und was wechselhaft in der Eifel bedeutet, dürfte bekannt sein.
Ein Auto, welches bei solchen Verhältnissen in Profihänden schon immer sehr gut war und dies bei den 24H von Spa auch wieder eindrucksvoll unter Beweiß gestellt hat, ist der R8 lms. Hatte man bei trockenen Bedingungen nicht ganz das Tempo der Z4 mitgehen können, so war man im Regen und bei abtrocknenden Verhältnissen quasi unschlagbar. Dazu hat man den Verbrauch im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduzieren können, was in Verbindung mit dem 120 Liter Tank dafür sorgen könnte, dass man bei nassen Bedingungen Stints von 10 Runden fahren könnte. Bei den 24H schaffte man dies 1 mal und da die Variante der VLN gut 1 km kürzer ist sollte das also für 10er Stints reichen – wenn es regnet. Dazu haben Marc Basseng und Frank Stippler beim letzten Lauf einen neuen Rundenrekord über 29 Runden aufgestellt, was sie natürlich dann zu den Topfavoriten für Samstag macht.

Unterstützung erhalten sie hierbei von Christopher Haase. Im 2. Phoenix R8 lms mit der #5 starten dann Luca Ludwig und Rene Rast, während die gewohnte Besatzung rund um Frank Biela im Raeder R8 die Audis komplettiert. Am meisten Konkurrenz sollten sie dabei – neben dem Manthey GT3 R vom Rowe-SLS erhalten, welcher vor 2 Läufen knapp an einem Sieg vorbeigeschrammt ist und beim letzten Lauf trotz Reifenschaden auf den 3. Platz mit ebenfalls 29 Runden nach vorne gefahren. Hierbei erhalten Jan Seyfarth und Alexander Roloff Unterstützung von Mercedes-Fahrer Thomas Jäger. Für Überraschungen könnten die beiden McLaren von Dörr und Gemballa Racing, letztere erhalten nun nach der Auflösung des Vertrages mit Zaakspeed nun Unterstützung von Frikadelli Racing. Bei Gemballa werden Pedro Lamy und Tom Coronel Stammfahrer Sascha Bert unter die Arme greifen, während bei Dörr Motorsport, welche zuletzt erstmalig Führungskilometer sammeln konnten, wieder Arno Klasen, Kai Riemer, Henri Moser und Rudi Adams als Fahrer parat stehen.

Vor allem in der Anfangsphase sollte man hier durchaus für Furore sorgen können, denn mittlerweile wurde das Auto entsprechend weiterentwickelt bzw. hat nun auch McLaren dafür gesorgt, dass das Auto nun in den meisten Gt3 Serien und Strecken mit der Spitze mithalten kann. Dazu konnte man nun die weicheren Federn und Dämpfer sowie mehr Federweg verbauen, was vor allem auf der Nordschleife immens wichtig ist, denn nichts in schlimmer als ein Auto, welches auf den Wellen und Sprüngen permanent aufsetzt und durchschlägt oder unruhig auf der Hinterachse liegt. Ob das aber für das komplette Rennen reicht, wird man abwarten müssen, denn ein Wunder an Zuverlässigkeit war und ist der Wagen bei Leibe nicht und so sind Ausfälle technischer Natur immer noch eher die Regel als die Ausnahme.

Ausfälle und insbesondere Ausfälle technischer Natur, sollten bei den Piloten und Teams, welche noch Chancen auf den Sieg der Meisterschaft haben, denn kaum ein Team hat bislang kein Streichresultat verbuchen müssen. Die jenigen, welche vielleicht noch kein Streichresultat zu Buche stehen haben, wären Norbert Bermes und Marcel Belka von Mathol Racing, welche im 3. Lauf 8,75 Punkte erreichten. Sollten es aber Teams und Piloten, welche in Klassen mit hohen Starterzahlen starten, wie der V6 oder Cup3 allerdings Piloten mit 8 sehr hohen Ergebnissen in die Wertung schaffen, wird man bei Mathol dieses Ergebnis aber als Streichresultat werten müssen, denn bei 15-20 Starter in den entsprechenden Klassen kann man als Sieger oder 2. doch nen Tick mehr Punkte hinter dem Komma holen als in der SP10.

Nach dem 6 Stunden Rennen wird man dann aber wohl mehr erkennen können, denn denn dürften wohl einige Teams mit 2 oder gar 3 schlechten Ergebnissen aus dem Kampf um die Meisterschaft rutschen. Zu sehen gibt’s das alles ab 12.00 Uhr, wenn dann die 3 Gruppen auf die Reise über 6 hoffentlich 6 Stunden gehen und alles ohne Unfälle oder Rote Flaggen bleibt.

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June 01 2011

15:26

VLN: Analyse 53. ADAC ACAS H&R-Cup

Mittlerweile sind die Themen Effizienz und Energierückgewinnungssysteme in der gesamten Automobilbranche und auch im Rennsport eines der dominierenden Themen. So hat man in der F1 wieder den Einsatz von KERS erlaubt und in Le Mans wird ein Hybrid-Protoyp an den Start gehen. Das größte Echo in der medialen Welt dürfte aber bisher Porsche mit ihrem 911 GT3 R Hybrid erzeugt haben, als man 2010 am Ring debütierte.

Jenes Auto gewann fast den 3. Lauf zur VLN und führte bis gute 2 Stunden vor Schluss das 24H Rennen souverän an, als der Verbrennungsmotor und nicht das Hybrid-System den Geist aufgab. Seitdem hat Porsche jenen Wagen stetig weiterentwickelt und man sinnt auf Revanche für das diesjährige 24H Rennen und zumindest am Samstag hat dies prächtig funktioniert, als man den 4. Wertungslauf für sich entscheiden konnte. Nachdem das Zeittraining durch einen schweren Unfall im Bereich Kallenhard (u.a mit dem R8 von Graig Lowndes am Steuer) mit mehreren involvierten Wagen 20 Minuten vor Ende abgebrochen werden musste, ging man von Rang 8 ins Rennen.

Die Pole hatte zu diesem Zeitpunkt mit einer 8:18 der schon mehrmals auftrumpfende Pinta-Porsche mit Manuel Lauck erobert, dicht gefolgt vom Sieger des 2. Laufes, dem SLS von Mamerow Racing und dem 1. R8 von Phoenix, u.a mit Marc Basseng und Le Mans Sieger Mike Rockenfeller. Auf den Plätzen folgten ein weiterer SLS von Heico Motorsport (mit LD Arnold) sowie vor 4 Porsche aus dem Hause Manthey (Nadelstreifen vor dem GT3 RSR und dem GT3 R und den Hybriden), während 2 weitere Audi R8 mit u.a Mattias Ekström und
Frank Stipler die Top 10 komplettierten. Der eigentlich von Platz 9 startende R8 mit Craig Lowndes und Warren Luff musste aufgrund des Unfalles schon nach dem Training die Segel streichen und konnte gar nicht wieder antreten, was für die 2 Australier sehr schade ist, denn mit Rang 9 war man bisher recht flott unterwegs. Auch konnte der RSR nicht von seiner angestrebten Position starten, sondern musste sich 10 Plätze weiter hinten einordnen, da man unter Gelb wohl überholt hatte.

Da half ihnen auch kaum die Datenpanne bei der Zeitmessung, welche dafür sorgte dass der Rennstart erst mit gut 45 min Verspätung vonstattenging. Bei diesem Start konnte sich Patrick Long im Hybriden beim Anbremsen der 1. Kurve auf Rang 4 einsortierten, während die ersten 3 unverändert auf die Nordschleife abbogen.

So kamen sie auch mehr oder weniger unverändert aus der 1. Runde zurück und hier offenbarte “Wild Wild West Long” nun schon mal, was in dem weiterentwickelten Hybriden so alles steckt, und scheint so einiges zu sein, wie die Kollegen Mamerow und Lauck gleich im Bereich Mercedes Arena spüren sollten. So konnte er sich auf der Start und Ziel Geraden den SLS von Chris Mamerow dank guten 200 extra PS schnappen und machte gleich mal Jagd auf den Pinta Porsche, welchen er einen guten Kilometer später dann auch aufschnupfen konnte und als 1. auf die Nordschleife abbiegen konnte. Dahinter formierten sich dann die R8 von Audi sowie die Porsche von Manthey und dem Frikadelli Team sowie die SLS von Heico und Mamerow in sehr knappen Abständen.

So entwickelten sich mehrere schöne und enge Zweikämpfe, denn die Top14 lagen zu diesem Zeitpunkt nur 10 Sekunden auseinander! Dies ging bis zum 3. Umlauf gut, als sich im Bereich Wehrseifen ein folgenschwerer Unfall ereignete, welcher vor allem auf Porsche Seite für einiges an Ungemach sorgen sollte. Da wollte sich der Manuel Lauck außen an einem langsameren Auto vorbeibremsen, was ihm aber nicht gelang und wohl in der Begrenzung landete, was das Aus bedeutete. Dahinter wurde es natürlich sofort sehr eng. So konnte Marc Lieb gerade noch rechtzeitig bremsen um einen Unfall zu vermeiden, allerdings hing im zu diesem Zeitpunkt Niclas Kentenich im Frikadelli Porsche so dich im Getriebe, dass er kaum mehr reagieren konnte und dem Porsche hinten traf. Für das Auto von Sabine Schmitz war das Rennen sofort gelaufen, während Marc Lieb noch bis zur Box fahren konnte, wo erstmal größere Reparaturen anstanden und das Rennen für den 1. Dicken gelaufen war.

Bis zur 7. Runde konnten sich die 2 Führenden, Chris Mamerow und Patrick Long etwas vom Feld absetzen, um es sich dann aber mal richtig zu geben. Da wollte nun “Wild Wild West Long (O-Ton P. Simon) mit aller Gewalt an Chris Mamerow vorbei. Er versuchte es im Bereich Mercedes-Arena beim Anbremsen sich außen vorbei zu drücken. Als dies nichts half, versuchte er es ein paar Meter später wieder und klopfte dabei mehrmals herzhaft an der Tür von Chris Mamerow im SLS an. Dieser gab sich aber nicht geschlafen und konnte somit seine 1. Position verteidigen. Unterdessen kam auch das Feld im Zuge dieses Kampfes wieder im Formationsflug heran, angeführt von den R8 mit Mike Rockenfeller an der Spitze um einen Dreikampf zu eröffnen und Long auf der Nordschleife dann zu holen, während die Top 3 innerhalb von 0,6 Sekunden lagen.

In der 8. Runde wollte es dann Mike Rockenfeller sogar übers Gras versuchen, was ihm aber nicht gelang und er noch rechtzeitig zurückstecken konnte, um seine Position zu verteidigen, denn mittlerweile dachte sich Romain Dumas “Hey, aller guten Dinge sind zwar 3, aber 4 ist besser” und wollte nun seinerseits Rockenfeller kassieren. Nur ein Blick auf die Uhr und die angesetzte Distanz von 4 Stunden zeigte auf, dass noch gute 3 Stunden zu fahren sind.

Dies hat sich wohl auch über die Nordschleife fortgesetzt und fand erst ein Ende, als die R8 und der SLS von Chris Mamerow an die Box kamen zum 1. planmäßigen Service. Nur der Hybride und der RSR blieben draußen auf der Strecke und mussten erst 1 Runde später an die Box, was sich als rennentscheidend erweisen sollte.

Hierzu ein kleiner Exkurs in Sachen Rennlänge und Pit Window von mir: Bei einer Distanz von 4 Stunden ergeben sich im trockenen bzw. leicht feuchten Zustand in der Regel Distanzen von 27 oder 28 Runden. Die Tankgröße richtet sich nach dem Gewicht der Wagen, was bedeutete, dass der Hybrid und der RSR (1300 kg) 110 Liter tanken durften während der R8 und der SLS (beide 1350 kg) 120 Liter Tankinhalt haben. Aber da der R8 und der SLS einen etwas verbrauchsintensiveren Motor (größerer Air Restriktor) und mehr Gewicht haben, können sie 9 Runden draußen bleiben, während es der RSR und der Hybrid schafften, 10 Runden am Stück fahren zu können. Daraus ergeben sich für die GT3 Jungs 2 volle Stopps und ein kurzer Splash and Dash (wenn man das Fuel Window immer ausnutzt), während sich die 2 Porsche diesen Splash an Dash dann sparen können.

So konnten sich vor allem die 4 R8 LMS mit schnellen Zeiten und der schnellsten Runden einen Vorsprung von gut einer Minute auf die Gegner rausfahren, mussten aber einmal mehr an die Box und so kamen sie bereits Ende der 14. Runde an die Box, wobei man vermutlich absichtlich etwas früher kommen wollte, während die Porsche gegen Ende des 19. Umlaufes erst an die Box mussten.
In derselben Runde fiel auch der Mamerow SLS aus, wodurch sich nun endgültig ein Kampf zwischen Porsche und Audi entwickelte.

Denn die BMW in Form der Z4 GT3 hatten 0 Chance, denn der Auftritt der 3 Wagen von Schuberth entwickelte sich völlig zu einem Fiasko, als alle 3 in den Runden 22 und 23 die Segel streichen mussten. Der Alpina BMW kam gar nicht erst über den 1. Umlauf hinaus. Einzig der von Dörr eingesetzte Z4 GT3 konnte mit Platz 13 in der SP9 die Fahnen hochhalten, während der neue von Getrag nach SP7 aufgebaute Z4 ebenfalls vorzeitig die Fahnen senken musste. Mit einer 8:30 hat man aber schon mal aufgezeigt, dass man durchaus sehr sehr flott unterwegs ist.

Ebenfalls ein Fiasko erlebte der VW Golf24H, welcher mit Nicki Thiim bereits in der 2. Runde ausgerollt ist und nicht mehr ins Geschehen eingreifen konnte, genauso wie der VW Scirocco von LMS Engineering mit der #302, welcher mit seinem “Bruder” dem anderen Scirocco und dem TT-RS von Raeder Motorsport den Ton in der SP3T angibt.

Diese Klasse wurde nun wieder gewertet, welche die 3 Norweger von Schijaern knapp vor dem 2. Scirocco von LMS in ihrem TT gewinnen konnten. Mit 8:50 war man aber auch hier wieder 20 Sekunden schneller unterwegs als die meisten Konkurrenten und man darf gespannt sein, wie sich das nun noch entwickeln wird.

Ein weiterer sehr schneller Wagen war mal wieder der Audi TT-RS von Reader Motorsport mit Frank Biela, Jens Klingmann und Andrea Picinni, welcher den 14. Gesamtrang erreichen konnte und somit erstmals die FH Köln in der SP4T schlagen konnten.

Zurück an die Spitze und dort bahnte sich in der 19. Runde eine Vorentscheidung an. Gegen Ende dieses Umlaufes kamen nämlich die 2 Porsche an die Box und Marco Holzer übernahm von Lietz und Lieb übernahm von Luhr das Volant bis zum Ende. Diese hatten ab dem 27. Umlauf eine Doppelführung, da die Audi wie erwartet zum 3. Stopp mussten. Allerdings war Frank Stippler im besten R8 LMS nur 7 Sekunden hinter Marc Lieb im RSR und Marco Holzer begann anscheinend nicht mehr ganz am Limit zu fahren, sodass die 2 Verfolger mit 20 Sekunden Rückstand die vorletzte Runde in Angriff nahmen und immer näher kommen konnten.

Allerdings konnte Marco Holzer seine Vorsprung von guten 3 Sekunden über die Linie retten, während sich Marc Lieb noch erfolgreich gegen Stippler zur Wehr setzen konnte. Somit waren 3 Klassen und 2 verschiedene Wagen auf dem Gesamt-Podium.

Dies wird das letzte Aufeinandertreffen der Top Piloten vor den 24H vom Ring gewesen sein, denn der letzt Lauf vor dem Saisonhöhepunkt findet am gleichen Wochenende wie Le Mans statt und dann werden sich Müller, Lamy, Lieb, Luhr, Bernhard, Rockenfeller und Co. an der Sarthe einen Tanz auf der Rasierklinge liefern.

Mindestens genauso eng ging es aber auch in den anderen Klassen zu: So konnten sich Olivo Janek und Elmar Jurek den Sieg in der Renault Clio Cup mit einer Minute Vorsprung sichern, nachdem es auch dort stundenlang hin und her ging und man wenige Runden vor Schluss nur 3 Sekunden vor den späteren 2. Platzierten Dominik Brinkmann und Stefan Epp lag. 3. wurden in der Klasse die Linther Brüder während Schläppi Race-Tec, die Sieger des 1. Laufes auf Platz 4 ins Ziel kamen.

In der Serienwagen-Klasse bis 3000 ccm, der V5 ging es auch hoch her. Hier fährt seit Beginn des Jahres nicht nur das Black Falcon Junior Team mit den Führenden der Gesamtwertung, Metzger/Scheerbarth/Knechtges, sondern nun auch die Titelverteidiger von Bonk Motorsport, welche nach den wenigen Nennungen in ihrer Klasse (am Samstag waren es wieder nur 2 und dementsprechend wenig Punkte), der SP3 den Rücken kehrten und nun in der V5 direkt im Revier ihrer Rivalen Punkte holen wollen.

Dies ist ihnen schon mal sehr gut gelungen, denn man konnte gegen Endes des Rennens die Führung vom schon angesprochenen Black Falcon-Trio übernehmen, und mit gut 30 Sekunden Vorsprung die Klasse gewinnen.

Somit führt in der Meisterschaft weiterhin das Trio von Black Falcon, vor Wolfgang Weber/Norbert Bermes und Nilsson Rickardd vom Mathol Racing aus der SP10 vor dem 2. Black Falcon Trio aus der V6, nämlich Sean Paul Breslin, Leisen Phillip und Volin Oleg.

Der nächste Lauf findet wie schon angesprochen in 2 Wochen am Le Mans Weekend statt und gilt als Generalprobe, bevor 2 Wochen später die Hatz 2 mal um die Uhr durch die Eifel losgeht.

VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 42. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup

April 06 2011

15:04

VLN: Analyse 58. ADAC Westfalenfahrt

Als am Samstag um Punkt 12.00 Uhr die grüne Flagge den Beginn der neuen Saison markierte, waren viele Fragezeichen in der Luft. Einige konnten beantwortet werden, einige nicht und vermutlich ist während des Rennens das ein oder andere Fragezeichen hinzugekommen.

Bereits der frühe Morgen an jenem Samstag machte allen Teilnehmern, Streckenposten und Fans klar warum die Eifel unberechenbar bleibt und mit nichts zu vergleichen ist, denn es gab einen kürzeren aber doch stärkeren Regenschauer welcher dazu führen sollte, dass vor allem gegen Ende des Zeittrainings viel Betrieb herrschte da die Strecke immer mehr abtrocknete und somit Stück für Stück immer schneller wurde. Aber nicht jeder kam mit diesen Bedingungen am besten zu Recht und für das ein oder andere Team war somit schon vor dem Start das 1. Rennen gelaufen. Andere schafften es keinen Abflug zu produzieren, fanden sich aber nur im Mittelfeld wieder und andere konnten stark auftrumpfen. Für ein spannendes Rennen war also gesorgt.

Am besten kamen damit wie man auf dem Bild vom Start links sehen kann, die BMW M3 GT2 von AC Schnitzer. So konnte sich die #43 mit Andy Priaulx/Dirk Müller und Dirk Werner am Steuer die Pole mit einer Zeit von 8:39 vor dem Schwesterauto mit #43 und der Besatzung Augusto Farfus/Jörg Müller und Nordschleifen-veteran Uwe Alzen sichern. Auf Platz 3 folgte mit geringem Abstand der 1. Wagen der SLS-Meute mit der Startnummer #2 und der Besatzung Kenneth Heyer/ Jan Seyfarth/Thomas Jäger sowie Jeroen Bleekemolen vom Team Black Falcon. Auf Platz 4 folgte dann der beste Porsche von Manthey, dies war aber nicht einer der beiden favorisierten GT3 R, sondern der WTM aus der SP7, gefolgt vom sympathischen Team von Sabine Schmitz welche sich mit Niclas Kentenich am Steuer abwechselte. Unterstützt wurden die 2 dabei noch überraschend von Marc Basseng. Manthey kam anscheinend im Zeittraining generell nicht so mit den Bedingungen zu recht oder wollte damit nicht so zurechtkommen, was ich aber weniger nachvollziehen kann, denn auf den Startplätzen 7 und 8 landeten zum einen etwas überraschend der Porsche 911 aus der SP7 mit den Busch-Zwillingen am Steuer welche sich knapp vor dem Falken-Porsche von Jörg Bergmeister durchsetzen konnten.

Komplettiert wurden die ersten 10 Startplätze von Chris Mamerow im SLS GT3, und dem besten Audi, eingesetzt von Phoenix Racing mit Ja-Olaf Brunstedt/Marc Hennerici und Frank Stippler während Manuel Lauck als 11. gerade noch so in die Top 10 verpasste.
Auf Platz 12 landete der 2. Audi R8 LMS u.a mit Marc Bronzel und Christopher Haase am Steuer. Die große Frage war natürlich wo die beiden favorisierten Manthey lagen: So lag der Haribo Porsche auf Platz 13 während der “Dicke” nur von Platz 17 ins Rennen ging. Dass dies aber nur eine Momentaufnahme war, zeigten dann aber schon die ersten Runden…

So blieb schon in der Einführungsrunde der Porsche der Busch-Zwillinge stehen und das Rennen war daher für die 2 schon vor dem Start gelaufen. Beim Start konnten sich unter mittlerweile nun trockenen Bedingungen die führenden BMW mit Uwe Alzen und Andy Priaulx durchsetzen während Thomas Jäger gleich versuchte den 2. BMW anzugreifen dabei aber einen weiten Weg gehen musste und dabei noch von Oliver Kainz im WTM-Porsche attackiert und überholt wurde. Den größten Sprung in der Startrunde machte aber Manuel Lauck im Pinta Porsche welcher auf P5 liegend aus der 1. Kurve zurück kehrte und dicht im Auspuff des vor ihm liegenden Mercedes hing. Dieser konnte sich aber Manuel Lauck noch vom Leibe halten indem er Oli Kainz beim anbremsen der 1. Schikane überholte und sich dieser nun den Angriffen von Manuel Lauck ausgesetzt war. Unterdessen hat sich Timo Bernhard in der 1. Runde schon auf P7 nach vorne gearbeitet und in der Mercedes Arena sich auch noch Niclas Kentennich im Frikadelli Porsche geschnappt und dabei 11 Plätze gut gemacht während der Haribo Porsche auf P9 gezeigt wurde, dicht gefolgt vom Nadelstreifen/Wodka Porsche aus dem Hause Manthey.
Für Jörg Bergmeister und Peter Dumbreck im Falken Porsche war aber schon nach der 1. Runde das Rennen de facto zu Ende als man in die Box rollte und erst Minuten später wieder zurück auf die Strecke konnte. Jedoch folgte eine nicht enden wollende Serie von Kurzrunden und weiteren unplanmäßigen Boxenstopps aufgrund massiver Probleme mit dem Wagen so dass der Tag für das Team schon sehr früh im Rennen hinüber war.

Dass die anderen Porsche aber noch lange nicht genug hatten wurde auch in den darauf folgenden Runden mehr als deutlich. So holte sich Manuel Lauck zu Beginn der 3. Runde Andy Priaulx – welcher dann zugleich auch noch von Thomas Jäger in der Mercedes Arena kassiert wurde, und wollte sofort den führenden BMW mit Uwe Alzen am Steuer auf P2 verweisen. Dieser konnte sich jedoch noch gegen Manuel Lauck beweisen und die Führung bis eingangs Hatzenbach verteidigen als sich diese der entfesselnd fahrende Manuel Lauck holte.
Da die gesamten Top innerhalb von ein paar Sekunden lagen gab es somit immer schöne Zweikämpfe, von denen man als auswärtiger leider nichts sehen konnte. Es gibt zwar das Fan-TV der VLN, welches aber nur per DVB-T rund um den Ring zu sehen ist. Alle anderen wie ich hatten leider keine Chance auf bewegte Bilder zu kommen, denn der angebliche Justin Stream hielt auch nicht das was er versprach. Man kann daher nur hoffen dass die VLN auf dieses Problem reagiert und hoffentlich bald einen eigenen Online-Stream anbietet.

Aber nun zurück zum Rennen: So lag gegen Ende der 4. Runde Manuel Lauck knapp vor Uwe Alzen und vor Timo Bernhard welcher Thomas Jäger im SLS auf P4 verweisen konnte. In jeder Runde kam auch bereits der Mamerow-Mercedes an die Box da man anscheinend über das Fahrverhalten nicht ganz so glücklich war nach kleine Veränderungen welche man alle während des Stopps tätigen konnte war dieser aber wieder im Rennen und es wäre sehr spannend gewesen was passieren würde, würde z.b während des Rennen Regen einsetzen, da der SLS ja nun off-sequenze war da das Pit-Window für den 1. Stopp in der Regel zwischen Runde 7 und Runde 9 liegt.
Unterdessen konnte sich Duncan Huisman auf P38 im Gesamtklassement und auf P1 in seiner Klasse SP10 im Eifelblitz für Scheid Motorsport verbessern und die Klasse souverän anführen während der Ferrari P4/5 von James Glickenhaus konstante Runden um die 8:45 drehen konnte und auf Platz 20 rangierte.
Die Titelverteidiger Mario Merten und Wolf Sylvester lagen zu diesem Zeitpunkt auf P1 in der Klasse SP3 und Platz 64 Gesamt während die Gebrüder Schall auf Platz 54 mit ihrem Mercedes E190 lagen.

In der sehr stark besetzen SP3T lange zu diesem Zeitpunkt Maik Rosenberg und Peter Terting im VW Scirocco vor dem bekannten Trio von Raeder Motorsport welche wieder auf ihren Audi TT S vertrauten. Auf Platz folgte ihnen der 2. Scirocco mit wenigen Sekunden Abstand und Emin Akata am Steuer.
In der SP4T lag der Ford Focus der FH Köln vorne da der einzige verbliebene Konkurrent in der Klasse schon raus war während es in der SP5 deutlich enger zuging.
Dort führte die #210 von Kappeler wenig überraschend die Klasse an, jedoch dicht gefolgt von dem BMW M3 vom MSC Rhön e.V und dem 130 mit Udo Schauland/Koritz Kröner/Lars Gerdau.
Der Dörr Z4 aus der SP6 führte seine Klasse dort schon mit guten 75 Sekunden Vorsprung an, nachdem das neu aufgebaute Auto nach einem schweren Unfall am Ende der letzten Saison die Speerspitze bildete, da die Upgrade-Kits für den Z4 GT3 noch nicht fertig geworden sind.

Kommen wir nun noch zur am stärksten besetzten Klasse, nämlich der Renault Clio Cup welche 20 Wagen an den Start brachte welche zu diesem Zeitpunkt vom Clio von Schläppi Racing knapp vor den Renault Clio von Tim und Dirk Gronck sowie vor Flepper Racing.

In der Zwischenzeit konnten sich die ersten 4 bis zum Beginn der 7. Runde der bis dahin kaum veränderten Topgruppe um knappe 5 Sekunden vor den Verfolgern absetzen, während erst ab Position 7 mit Oli Kainz eine etwas größere Lücke von 16 Sekunden entstand. Überraschenderweise kam der letztjährige mehrfache Laufsieger Christian Menzel im Haribo Porsche nicht weiter nach vorne und hatte auf P8 fast 30 Sekunden Rückstand auf die Spitze welche in der nächsten Runde mit den Boxenstopps beginnen würde nachdem am Ende der 7. Runde bereits Christopher Haase im Audi R8 und Thomas Jäger im Mercedes an die Box kamen.

Nur wie bereits erkannt, habe ich vorhin gerade den Konjunktiv benutzt, denn anscheinend haben sich 2 ganz heiße Sieganwärter bei der Benzinmenge verpokert. So rollte der Dicke von Manthey mit Timo Bernhard im Bereich Schwalbenschwanz aus, während der führende Manuel Lauck kurz vor der Boxeneinfahrt in der Hohenrain-Schikane für mehrere Minuten stehen blieb. Anscheinend hat ihm dann jemand etwas Spirt in den Tank gefüllt, aber der Kampf und den Gesamtsieg des 1. Wertungslaufes war damit natürlich gelaufen. So kamen bis auf Uwe Alzen und den 2 angesprochenen Porsche alle anderen Wagen aus der Topgruppe zu ihrem 1. Stopp und konnten nachher in unveränderter Reihenfolge wieder auf die Strecke gehen während Uwe Alzen erst gegen Ende der 9. Runde die Box ansteuerte.
Von nun an führte der Mercedes SLS von Armins Hahne, welcher das Steuer von Chris Mamerow übernommen hatte mit 1:11 Min, da man ja schon nach 4 Runden zum Service kam und daher deutlich weniger Standzeit hatte während der Rest kaum unverändert folgte wobei sich die beiden BMW und der Mercedes von Black Falcon etwas absetzen konnten nachdem sich der Black Falcon SLS Platz 2 knapp vor dem BMW mit der #42 sichern konnte.

Zu diesem Zeitpunkt kam dann auch Mika Salo im bis dahin auf Platz 17 vorgerückten Ferrari P4/5 an die Box während man vorher doch konstante Zeiten um die 8:40 ein erstaunlich gutes Tempo vorlegen konnte, denn dies war sowohl für Mika Salo als auch für den Wagen der 1. Einsatz in der Grünen Hölle. Da kann man dem Team nur gratulieren. Leider wehrte die Freude nicht lange, denn in der darauf folgenden Runde wurde der Wagen in langsamer Fahrt im Bereich Steilstrecke/Karussel gesehen und als der Wagen an die Box rollte fing der Wagen leider etwas Feuer. Man kann nur hoffen dass der Wagen keine größeren Schäden davon getragen hat und möglichst bald wieder auf der Nordschleife zu sehen sein wird, denn dass dieser Wagen Potential hat, hat er schon mal bewiesen.

An der Spitze steuerte dann in der 13. Runde der Mamerow SLS zum 2. Mal (diesmal allerdings planmäßig) die Box an womit nun der Black Falcon Mercedes vor den beiden BMW in unveränderter Reihenfolge das Feld anführte, dies währte aber auch nur bis zum Ende der 15. Runde, denn dann steuerte der Mercedes die Box zum 2. Stopp des Tages an, wo nun Jan Seyfarth das Steuer von Kenneth Heyer übernommen hat während die BMW nun ihre schnellsten Runden mit ~8:25 drehten.
Unterdessen konnte sich aber ein anderes Auto still und leise langsam aber sicher nach vorne arbeiten: Der Horn SLS mit David Horn und Sascha Bert am Steuer konnte sich bis auf P4 zu diesem Zeitpunkt nach vorne fahren. Ebenfalls sehr gut lag der Frikadelli Porsche, aber leider hat man den 2. Stopp verpatzt und gute 2 Minuten auf die Konkurrenten verloren, jedoch stand am Ende immer noch ein sehr guter 5. Platz zu Buche nachdem nun Marc Basseng das Steuer übernommen hatte.

Gegen Ende der 17. Runde bog dann auch der bis dahin 3. platzierte BMW #43 an die Box zum 2. Stopp des Tages ab, während die #42 wieder eine Runde länger draußen bleiben konnte und somit erst gegen Ende der 18. Ende an die Box fuhr.
Zu dieser Zeit konnte auch der Eifelblitz von Scheid Motorsport immer noch seine Führung in der Klasse der SP10 halten und man muss hier Duncan Huisman mal ein riesen Lob aussprechen, denn er fuhr das gesamte Rennen alleine und ohne Fehler. Respekt.

Leider hat es für Scheid und Duncan Huisman nicht ganz zum Sieg in der SP10 gereicht, denn der größtenteils 2. Platzierte Aston Martin von Mathol Racing startete am Ende in Person von Wolfgang Weber noch eine beachtenswerte Aufholjagd und der Vilshofener kassierte kurz vor Ende noch den Eifelblitz um sich den Sieg in der Klasse SP10 zu sichern.
In den anderen Klassen wie der SP5, lag weiterhin der M3 von Kappeler unangefochten vorne, welcher Schluss endlich auf mit 2 Runden Vorsprung seine Klasse mehr als deutlich gewinnen würde.
In der SP6 hat sich derweil nach wenigen Runden der Porsche 911 von Bonk vor dem Z4 von Dörr geschoben. Jedoch hielt diese Führung nicht lange und man schied bereits nach wenigen Runden aus und machte somit den Weg für Dörr zum Klassensieg frei, aber auch diese schafften es nicht und auch hier kam das Aus mehr als vorzeitig so dass ein Trio aus Frankreich in ihrem BMW M3 die Klasse der Specials bis 3500 ccm gewinnen konnte.
Zu guter Letzt noch ein Blick in die am stärksten besetzte Klasse, die Renault Clio Cup: Dort führte zu diesem Zeitpunkt noch die #655 von den Gronecks knapp vor der #667 von Schläppi, konnte diese Führung aber nur noch 1 Runde lang halten da man dann in der darauf folgenden Runde einen technischen Defekt hatte und das Rennen vorzeitig beenden musste. Somit war der Weg für Schläppi zum Sieg in der Cup-Klasse frei.

Nicht anders erging es auch zu diesem Zeitpunkt des Rennens den Jungs von Raeder Motorsport. Man konnte zwar seine Klasse die SP3T knapp gegen die 2 VW Sciroccos anführen aber kurz vor Ende schlug auch hier das Pech zu und man schied nach 24 Umläufen aus was den Weg für Maik Rosenberg und Peter Terting in ihrem VW Scirocco frei machte, während ihre Teamkollegen Emin Akata Christian Krognes mit 1 Runde Rückstand auf Platz 2 ins Ziel kamen.
Und auch die Aussichtsreich in der Cup2, der 911 Cup-Klasse liegenden Piloten von Manthey u.a mit Christopher Mies am Steuer hatten kein Glück und mussten nach 23 Runden die Segel vorzeitig streichen wodurch der 911 Cup um Wolfgang Kohler, Frank Kräling und Christian Menzel den Klassensieg holen konnte.

Die letztjährigen Meister von Bonk Motorsport konnten sich zwar den Sieg in der SP3 Klasse sichern, da aber nur 2 Wagen im Ziel gewertet wurden, ist die Punkteausbeute dementsprechend Mager und man wird sich im Team der letztjährigen Meister sicher die Frage stellen ob und in welche Klasse man möglicherweise wechseln wird um eine Chance zur Titelverteidigung zu haben.

Zurück nun an die Spitze: Nach 21 absolvierten Umläufen lag hier der SLS von Armin Hahne noch gute 27 Sekunden vor dem BMW mit der #42 und gute 70 Sekunden vor dem BMW mit #43 und Dirk Werner am Steuer. Auf P4 lag der Black Falcon Mercedes mit Kenneth Heyer am Steuer, welcher aber in die Box abbog um zu stoppen, nachdem die BMW mehr und mehr Zeit auf beide SLS gutmachen konnten.

Gegen Ende der 22. Runde bahnte sind dann die Entscheidung des Rennens an: Armin Hahne kam im Mamerow SLS auf P1 liegend planmäßig an die Box. Dort stellte man dann aber fest dass der Wagen massive Bremsprobleme hatte und keinen richtigen Bremsdruck mehr aufbauen konnte. Man ging daher auf Nummer sicher und beließ den Wagen in der Box was natürlich dazu führt dass die beiden Werks-BMW nun gute 2 bzw. 1 Minute Vorsprung auf den SLS von Black Falcon hatten.

Der Weg war somit für die 2 BMW frei und man fuhr dann weiter Zeiten von 8:30 und musste gegen Ende des Rennen nur noch zu einem kurzen Splash and Dash (was bei einer solchen Strategie aber normal ist, denn mit 2 Stopps kommt man in der VLN kaum durch) kurz vor Schluss in der 26 bzw. 27 Runde reinkommen. Da auch dies ohne Probleme vonstattenging konnte man einen verdienten Gesamtsieg feiern. Auf Platz 3 und 4 landeten die SLS GT3 von Black Falcon bzw. der schon vorhin angesprochene Horn SLS bevor auf Platz 5 der beste Porsche in Form des Frikadelli Racing Teams landete, welcher von Niclas Kentenich, Marc Basseng und “Speedbee” Sabine Schmitz gesteuert wurde.
Schade dass dieses Team den letzten Stopp etwas vermasselt hatte und dabei gute 2 Minuten verloren hat, denn sonst wäre noch Platz im Endresultat möglich gewesen.
Auf Platz 6 landete dann der Haribo Porsche von Christian Menzel, Mike Stursberg und Hans Guido Riegel.

Während der besten Audi R8, eingesetzt von Phoenix Racing nicht über Platz 8 hinauskam
Fairerweise muss man aber auch sagen dass der R8 nie vorne aufgetaucht ist und auch nicht den Eindruck erweckte als könnte er um die Top5 kämpfen. Aber man hat sich noch sehr achtbar geschlagen denn anfangs sah es ja noch schlechter für das Team um Mike Bronzel aus.
Die Top 10 werden noch vom WTM Manthey Porsche aus der SP7 und dem vor allem am Anfang so stark angasenden Pinta Porsche GT3 R um Manuel Lauck und Michael Illbruck komplettiert welche nach ihrem Missgeschick keine Chance mehr nach ganz vorne hatten.

Das komplette Gesamtklassement kann man hier und nach Klassen aufgeteilt hier nachlesen.
In der Meisterschaftstabelle führt nun Schläppi Racing vor dem VW Scirocco von Peter Terting und Maik Rosenberg und dem SLS AMG GT3 von Black Falcon welcher ja seine SP9 gewinnen konnte.

Wer jetzt aber meinen könnte das BMW die stärkste Marke 2011 am Ring wäre, der sollte aufpassen, denn die schnellste Runde fuhr ein Mercedes SLS von Black Falcon, aber auch “nur” mit 8:24 während die BMW M3 GT2 8:25 hinlegten. Die schnellsten Zeiten aus dem letzten Jahr, wurden jedoch von Manthey mit dem GT3 R gefahren und zwar im Bereich von 8:11 im Rennen. Man darf also davon ausgehen dass bis zum 24H Rennen noch weiter massives sandbagging betrieben wird um nicht per BoP eingebremst zu werden.
Dies wird auch ein Grund gewesen sein warum am Anfang alle Top-Wagen so eng beieinander waren, denn keiner musste ans Limit gehen und die wahre Performance wird man vermutlich erst bei jenem 24H Rennen sehen. Daher wird es sehr schwer sein treffsichere Prognosen über die Wagen zu erstellen, auch wenn man nun die max. Leistung der Wagen in der BoP niedergeschrieben hat und zumindest bei Porsche den Air Restriktor verkleinert hat. Man darf nicht vergessen dass Manthey letztes Jahr mit offiziellen 490 Pferden in der Lage war Zeiten von 8:11-8:14 im Renntrimm oder 8:07 im Quali zu fahren und die Teams werden in Sachen Entwicklung sicher nicht geschlafen haben.

Das nächste Rennen wird am 30.04 wieder über 4 Stunden gehen; hoffentlich auch mit bewegten Bildern über das Internet.

VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 58. ADAC Westfalenfahrt VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 58. ADAC Westfalenfahrt VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 58. ADAC Westfalenfahrt VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 58. ADAC Westfalenfahrt VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 58. ADAC Westfalenfahrt VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 58. ADAC Westfalenfahrt VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 58. ADAC Westfalenfahrt VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 58. ADAC Westfalenfahrt VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 58. ADAC Westfalenfahrt VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 58. ADAC Westfalenfahrt VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 58. ADAC Westfalenfahrt VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 58. ADAC Westfalenfahrt VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 58. ADAC Westfalenfahrt VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 58. ADAC Westfalenfahrt VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 58. ADAC Westfalenfahrt

October 15 2010

15:33

VLN: Vorschau 34. DMV 250-Meilen-Rennen

Die beiden letzten Rennen der VLN stehen im Oktober auf dem Plan. Es geht wie immer über die Nordschleife und wie immer ist das Rennen richtig lang. Ein Blick auf die Serie und die Protagonisten

Kurze Vorbemerkung: Die VLN? Im Racingblog? Aber sicher! Die Frage ist eher, warum sie es bisher nicht hier hin geschafft hat. Das hat natürlich etwas damit zu tun, dass man erst einmal einen Autor finden muss, der Lust dazu hat, an dieser Stelle über die VLN zu berichten. Den haben wir aber jetzt gefunden und für die meisten ist es ein alter Bekannter. “Flo aus N” ist aus dem Chat bekannt und dort auch, weil er Samstags immer mal wieder die VLN Rennen tickert. Dankenswerterweise übernimmt er erst einmal für die letzten beiden Rennen der VLN die Berichterstattung, bevor auch die VLN in den Winterschlaf fällt. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass wir die VLN auch 2011 weiter im Programm haben werden. Danke an Flo, dass er die Aufgabe übernommen hat! Don Dahlmann

Am Samstag den 16.10 geht die VLN (Veranstaltergemeinschaft Langstreckenpokal Nürburgring) in das vorletzte Rennen der Saison, bevor am 30.10 das Finale steigt. In der Meisterschaftswertung führen 2 Rennen vor Schluss Alexander Böhm/Carsten Knechtges/Leisen Philipp vor Christoph Breuer/Elmar Deegener/Jürgen Wolfahrt, gefolgt von Elmar Jurek. In der besten Ausgangslage befindet sich aber das Duo mit dem Z4 von Bonk Motorsport auf den Plätzen 8 & 9 (Mario Merten und Sylvester Wolf).
Natürlich werden sich jetzt einige denken “hä, wie kann denn das sein?” und “die Fahrer kenne ich ja gar nicht, denn die letzten Rennen wurden von Fahrern wie Timo Bernhard, Lance David Arnold oder Lucas Luhr gewonnen?” Das stimmt auch, jedoch hat die VLN ein sehr einzigartiges Wertungssystem, welches ich mal näher darstellen möchte.

Die VLN ist in 4 Divisionen unterteilt welcher sich wiederum in unzählige Klassen teilen. Das ganze ist dann wie folgt aufgebaut:

Division VLN Serienwagen: Hier fahren Serienwagen, welche einen Überrolkäfig besitzen und einen Sicherheitstank, aber von der Leistung, dem Antriebsstrang und dem Fahrwerk sowie der Karrose dem Serienzustand sehr ähneln und nicht so viele Modifikationen erlaubt. Ziel ist es den Teams einen Einsatz mit möglichst geringen Kosten zu ermöglichen. Die Fahrzeuge selber werden dann nach dem Hubraum in die verschiedenen Klassen eingeteilt, was wie folgt aussieht:

VLN Serienwagen V1 bis 1600 ccm
VLN Serienwagen V2 über 1600 ccm bis 1800 ccm
VLN Serienwagen V3 über 1800 ccm bis 2000 ccm
VLN Serienwagen V4 über 2000 ccm bis 2500 ccm
VLN Serienwagen V5 über 2500 ccm bis 3000 ccm
VLN Serienwagen V6 über 3000 ccm bis 3500 ccm
VLN Serienwagen V D (Diesel) bis 3500 ccm

Division VLN Specials: Dies sind Fahrzeuge welche umfassend modifiziert und umgebaut sind und sich schon optisch von den VLN Serienwagen unterscheiden. Dies umfasst Rennmotoren, Renngetriebe, eine stark veränderte Aerodynamik (Splitter, Heckflügel, Body-Kits, Spoiler). Jedoch darf man hier nicht alles verbauen und die Vorschriften sind für die einzelnen Klassen unterschiedlich. So ist es zum Beispiel nicht erlaubt dass in der Klasse SP7 der Heckflügel über den hintersten Punkt der Karroserie hinaus ragt oder dass man einen Air Restriktor oder Ladedruckbegrenzer einbauen muss.
Die Klassen selber unterteilen sich wie folgt:

VLN Specials 1 bis 1400 ccm
VLN Specials 2 über 1400 ccm bis 1750 ccm
VLN Specials 3 über 1750 ccm bis 2000 ccm
VLN Specials 4 über 2000 ccm bis 2500 ccm
VLN Specials 5 über 2500 ccm bis 3000 ccm
VLN Specials 6 über 3000 ccm bis 3500 ccm
VLN Specials 7 über 3500 ccm bis 4000 ccm
VLN Specials 8 über 4000 ccm bis 6250 ccm
VLN Specials 9 Fahrzeuge mit FIA GT3 Homologierung
VLN Specials 10 Fahrzeuge mit FIA GT4 Homologierung
VLN Specials 11 Alternative Kraftstoffe
VLN Specials 12 Gas- und Hybridfahrzeuge

Daneben gibt es noch Klassen für Fahrzeuge mit Turbomotoren:

VLN Specials 2T bis 1600 ccm mit Turbolader
VLN Specials 3T über 1600 ccm bis 2000 ccm mit Turbolader
VLN Specials 4T über 2000 ccm bis 2500 ccm mit Turbolader
VLN Specials 8T über 2500 ccm bis 4000 ccm mit Turbolader

VLN-D1T (Diesel) über 1750 ccm bis 2000 ccm
VLN-D2T (Diesel) über 2000 ccm bis 2500 ccm
VLN-D3T (Diesel) über 2500 ccm bis 3000 ccm
VLN-D4T (Diesel) über 3000 ccm bis 6000 ccm

Daneben gibt es noch die Sonderklasse E1-XP in welcher Fahrzeuge zugelassen werden die nicht in eine der bestehenden Klassen untergebracht werden können/wollen. Der BMW M3 GT2 fuhr hier die ersten 3 Rennen oder auch der 911 GT3 R Hybrid, sowie der SLS GT3, da dieser noch keine FIA GT3 Homologierung besitzt.

Zusätzlich gibt es 2 Cup-Klassen (Cup-Division), welche zum einen für die Renault Clio Cup ist und die 2te Cup Klasse für die Porsche 911 Cup (Baujahr 2006-2009 sowie Baujahr 2004) gedacht ist.

Damit auch die historischen Fahrzeuge mit den Baujahren 1996 oder älter auch fahren können wie der BMW M1, gibt es noch die H-Division mit ihren Klassen welche sich auch nach dem Hubraum unterscheiden:

Klasse H1 bis 2000ccm
Klasse H2 über 2000 ccm bis 2500 ccm
Klasse H3 über 2500 ccm bis 3000 ccm
Klasse H4 über 3000 ccm bis 6250 ccm

Insgesamt starten somit immer zwischen 170 und 210 Wagen und in jeder Klasse können Klassensiege geholt werden und diese werden mit Punkten vergütet. Dies geschieht aber nicht nach einem gängigen festen Verfahren, sondern errechnet sich aus einer Formel welche die Punkte in Abhängigkeit des Starterfeldes in der Klasse errechnet die wie folgt lautet: 10*(Starter +0,5 – Platzierung)/Starter
Dadurch ergibt sich dann folgende Punkteverteilung:

Das heißt ein Sieg in einer zahlenmässig stark besetzen Klasse ist mehr wert als ein Sieg in einer weniger stark besetzten Klasse.
Da vor allem kleinere Klassen wie die SP3, SP3T oder die V-Klassen, die meisten Starter aufweisen, ergibt es sich dass eben die Sieger aus den kleineren Klassen die meisten Punkte einfahren können. Somit kann Manthey immer die SP9 und den Wertungslauf entscheiden, aber für den Gesamtsieg fahren in der SP9 zu wenig Autos rum um mehr Punkte durch den Sieg holen zu können.

Zu beachten ist jedoch eben auch, dass ein Team 2 Streichresultate hat und somit nur 8 Ergebnisse zählen, was dazu führt, dass Bonk Motorsport der Titel fast nicht mehr zu nehmen ist, wenn sie ihre Klasse die SP3 wieder gewinnen. Aus diesem Grund ist eben auch Black Falcon mit den momentan noch 1. der Gesamtwertung in diese Klasse gewechselt um ihnen dort die Punkte direkt streitig machen zu können.

Interessante und sehenswerte Autos gibt es aber nicht nur in der großen SP9, sondern auch in kleineren Klassen wie den BMW M1 in der H4, sondern auch den SLS GT 3 in der E1-XP, oder den neuen Audi TTRS welcher in der SP4T debütieren wird und natürlich der berühmte Opel Manta.
Aber ich fange mal mit den Favoriten auf den Gesamtsieg an, und das dürften vor allem die beiden top besetzten Porsche 911 GT3 R von Manthey Racing sein. So werden Lance David Arnold/Christian Menzel/Richard Westbrook den Haribo Porsche mit der Startnummer #88 pilotieren, während “Der Dicke” #114 von Timo Bernhard/Lucas Luhr/Arno Klasen(welcher dieses Jahr einen großen Sprung gemacht hat) gesteuert wird.
Daneben gibt es weitere sehr gut besetzte 911 GT3 R, wie den Wochenspiegel Porsche oder den Wodka Porsche mit der starken Besetzung Arne Hahne/Jochen Krumbach/Marc Gindorf.
Frikadelli Racing tritt nicht mit dem GT3 Ran, genauso wie der 911 GT3 R von Mamerow welcher aufgrund diverser Streitigkeiten mit Porsche schon seit ein paar Rennen nicht mehr zum Einsatz kommt wobei Chris Mamerow wieder einen Platz gefunden hat. Dafür fährt das Team um Sabine Schmitz laut Nennliste mit dem betagten 911 GT3 RSR. Das verstehe ich nun aber ehrlich gesagt nicht so ganz…

So aber nun genug über die Porsche geschrieben, es gibt ja vorne noch jede Menge andere gute Autos.
So sollte man auf jeden Fall den Phoenix R8 #99 mit Frank Stippler und Marc Basseng im Auge behalten, welcher nach den der neuen BoP Einstufung durch die VLN 25 Kg ausladen darf, was eine höchst fragwürdige Entscheidung ist, wenn man bendenkt dass mit Einführung der GT3 die 8:30 min als max. Zeit ausgegeben wurden und der Audi im Zeittraining eine 8:09 gefahren ist. Ebenso wie die 3 Z4 GT3, wovon 2 von Schubert Motorsport und 1 von Dörr Motorsport eingesetzt werden. So sitzen auf der #92 keine geringeren als Jörg Müller und Dirk Adorf welche es sicher fliegen lassen werden. Auch sollte man den Dörr Z4 nicht vergessen, braucht sich die Besetzung Rudi Adams/Stefan Aust/Peter Posavac auch nicht gerade verstecken.

Kommen wir nun zum Mercedes SLS GT3 AMG, welcher ja schon beim letzten Lauf sein Debüt feierte und aufgrund fehlender GT3 Homologation in der E1-XP startet.
Ich hab ja schon angedeutet, dass Mamerow nicht mit dem 911 GT3 R startet, denn Mercedes setzt unter ihrem Banner einen von 2 SLS GT3 AMG mit der Startnummer 739 ein, welcher von Chris Mamerow und Bern Schneider gesteuert wird. Der 2. SLS AMG GT3 wird dagegen von Christopher Haase und Thomas Jäger mit der Startnummer 738 gesteuert welcher unter der Nennung von Black Falcon startet. Dort scheint man vor allem mit der Zuverlässigkeit des Audi R8 nicht zufrieden zu sein und überlegt wohl für nächstes Jahr auch auf den SLS GT3 AMG umzusteigen.
Verwunderlich ist der Einsatz von Mamerow auf dem SLS GT3 nicht, denn es gibt ja schon lange anhaltende Gerüchte dass man mit Porsche und ihrer Politik den Teams gegenüber höchst unzufrieden ist und man daher gerne wechseln würde. Mich würde es daher nicht wundern wenn das nicht der letzte Einsatz eines SLS GT3 für sie ist.

Es fehlen leider die beiden Vipers von Mintgen Vulkan (SP9) und von TITUS (SP12), welche sicher noch mehr Abwechslung gebracht hätten ebenso wie die MAOM Corvette mit Christian Hohenadel.

Auch sollte man immer ein Auge auf die Cup-Porsche werfen, denn diese liefern sich oft bis zum Schluss enge Kämpfe und wenn es etwas länger regnet und feucht bleibt sind diese Autos mit einem guten Piloten auch eine sehr Basis um die großen Autos ordentlich zu ärgern und das traue ich auch besonders dem Land Porsche mit der #672 und der Besetzung Dzikevic Andzej/Roland Botor zu und ich freue mich dass Land Motorsport seit geraumer Zeit wieder Rennen auf der Nordschleife fährt.

Ein weiteres Auto wird bei diesem Rennen seine Premiere feiern, nämlich der Audi TT RS, eingesetzt von Raeder Motorsport mit Chrsitoper Mies/Christoph Breuer/Marc Hennerici. Man darf gespannt sein was die Leute, welche damit in der SP4T starten alles erreichen können.

Aber eines der Highlight ist sicher auch der legendäre BMW M1 welcher von Achim und Peter Heinrich gesteuert wird und in der Klasse H4 startet und dabei aber immer noch sehr flott unterwegs ist, was ihre schnellste Runde aus dem letzten Rennen mit einer Zeit von 9:12.194 eindrucksvoll unterstreicht.

Zur Strecke noch kurz was:
Gefahren wird die Variante aus Nordschleife, Mercedes Arena und Kurzanbindung (DTM-Version), bevor es dann kurz vor der Zielkurve der GP-Strecke nach link auf die Norschleife geht.
Diese Variante ist ca. 23,8 km lang und damit gute 20 sek. langsamer als die lange Variante welche beim 24H Rennen befahren wird (“Hacker-Ecke”, Mühlenbachschleife), da mann dort den Platz der Mercedes Arena für das Fahrerlager braucht.
Die Rennen selber sind gewöhnlich über eine Distanz von 4 Stunden angesetzt auch wenn der Namen etwas anderes vermuten lässt, bis auf das ADAC Ruhr-Pokal-Rennen welches 6 Stunden dauert.

Gestartet werden die Rennen immer um 12:00 Uhr nach dem das Zeittraining von 8:30 Uhr bis 10:00 läuft.
VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis punktematrix VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis

August 24 2010

15:49

Analyse: LMS und ALMS – A Day of Firsts

Beide Le Mans-Serien boten einiges an Spektakel und vor allem überraschende Ergebnisse und Vorentscheidungen in einigen Meisterschaftswertungen.

Schon in den Trainingssessions der Le Mans Series zeichnete sich ab, dass der Vorsprung des Oreca-Peugeots vor der Benziner-Konkurrenz aus beiden Prototypen-Klassen nicht allzu groß sein würde – dass es dann Danny Watts im Strakka-HPD tatsächlich auf die Pole Position schaffte, war dann aber doch überraschend. Der Peugeot schaffte es gar nur auf Rang 4, hinter den beiden Rebellion-Lola, deren viel Abtrieb produzierendes Chassis auf dem engen Hungaroring so gut passte wie nirgendwo sonst.

Watts war am Start gegen die großen LMP1-Maschinen chancenlos, war sich dessen auch bewusst und machte Platz. Er sortierte sich auf Rang 4 ein und hielt mit. Vor ihm jedoch duellierte sich für die erste Hälfte des Rennens der jeweilige Peugeot-Pilot zunächst mit Andrea Belicchi, dann mit Jean-Christophe Boullion. Der geringere Diesel-Verbrauch bescherte dem Oreca-Team im Laufe der Zeit eine größere Führung, auch einige Fehler der Rebellion-Piloten kamen dazu, wie es überhaupt viel Gerangel beim Überrunden und viele Ausrutscher auf dem wegen der Hitze rutschigen Asphalt gab.

Dann schlug nach etwa zwei Renndritteln das der Defektteufel zu: sowohl bei der Rebellion-#13 als auch beim Peugeot – der zu diesem Zeitpunkt schon Rundenvorsprung hatte – streikte beinahe zeitgleich das Getriebe, möglicherweise spielte auch hier die Hitze ein Rolle, wie beispielsweise bei den Orecas der Formula Le Mans-Klasse, die fast geschlossen ausfiel.

Da auch der zweite Rebellion-Lola sowie der Signature-Aston Martin mit Problemen zurückgefallen waren, erbten Leo und Greg Mansell, beobachtet von Vater Nigel in der Box, die LMP1-Führung – jedoch nicht die Gesamtführung, denn vor ihnen lagen stets fünf bis sechs LMP2-Fahrzeuge. Nachdem das Strakka-Team den Stint des vergleichsweise langsamen Gentleman Driver Nick Leventis (um den herum das Team überhaupt nur aufgebaut wurde) in Führung überstanden hatte, war ihnen der Sieg nicht mehr zu nehmen und so gab es den ersten Gesamtsieg in der Le Mans Series für ein LMP2-Team. Quifel-ASM, Oak, RML, Bruichladdich und Racing Box kamen jeweils mit Rundenabstand dahinter ins Ziel, erst dann mit dem Beechdean-Mansell-Ginetta der LMP1-Sieger.

Die Klassen GT1 und Formula Le Mans sind kaum der Rede wert: letztere löste sich im Laufe des Rennes auf, nur das die Meisterschaft anführende #43 DAMS-Auto (Barlesi/Cicognani/Chalandon) kam ohne technische Probleme über die Distanz. In der GT1 blieb nach einem äußerst heftigen Crash des eFX Atlas-Saleen, bei dem Carlo van Dam aber nicht zu Schaden kam, nur der Larbre-Saleen übrig. Das Atlas-Team wird das Fahrzeug wohl auch nicht bis Silverstone wieder aufbauen können, sodass Larbre Meister ist – nun steht nur noch ein einziges unverdient unrühmliches „Rennen“ für diese Klasse an.

In der GT2 schien es zunächst, als würde die Ferrari F430 der Teams AF Corse und CRS das Wochenende dominieren. In der Quali räumte man die ersten drei Plätze ab und auch im Rennen lagen lange drei Ferrari vorn. Doch je dunkler und kühler es wurde, desto stärker wurde das Felbermayr Proton-Team, bis Richard Lietz und Marc Lieb in Runde 154 die Führung übernahmen und sie nicht mehr hergaben. Andrew Kirkaldy versuchte alles, um den Sieg für CRS zu holen, bis kurz vor Schluss verfolgte er Lietz mit teilweise nur einigen Zehntelsekunden Abstand, doch vorbei kam er nicht und musste in den letzten Runden abreißen lassen.

Rang 3 erreichten dahinter Patrick Pilet und Raymond Narac mit einem eher unauffälligen Rennen, erst dann kamen zwei der drei AF Corse-Ferrari ins Ziel, Alesi/Fisichella/Vilander vor Alvaro Barba Lopez und Alvaro Parente, der sich bei seinem LMS-Debüt sehr wacker schlug. Für Rob Bell und Darren Turner reichte es nach dem vierten Rang in Portimao dieses Mal zu Platz 6, nachdem man das quälende Untersteuern der Startphase abstellen konnte.

Die Meisterschaft ist Richard Lietz und Marc Lieb nun kaum noch zu nehmen: 15 Punkte beträgt der Vorsprung auf Alesi/Fsichella/Vilander, genau so viele Zähler gibt es für den Rennsieg, einen weiteren kann man durch die Pole Position dazuverdienen.

Ähnlich ist der Stand der Dinge in der LMP2, wo RML sieglos, aber dank Konstanz um 13 Punkte vorn liegt. Strakka mag zwar das schnellste Team sein, aber zwei Ausfälle in nur vier Rennen haben die Meisterschaftschancen beinahe zunichte gemacht.

Wirklich spannend ist allerdings die Meisterschaft in der Königsklasse, der LMP1: hier haben beim Saisonfinale der Oreca-Peugeot (49 Punkte), der Signature Plus-Aston Martin (47), der #7 Audi R15 (44) und die beiden Rebellion-Lola (43 bzw. 41) noch Meisterschaftschancen. Zu beachten ist natürlich, dass in Silverstone die versammelte Werkskonkurrenz von Audi, Peugeot und Aston Martin am Start sein wird – das wird zumindest die Chancen von Signature und Rebellion minimieren, die Frage wird also sein, ob die Crew des Oreca-Peugeot es schafft, nicht mehr als sechs Punkte weniger zu holen als Audis Top-Besetzung Capello, McNish und Christensen in der #7.

American Le Mans Series

Der Sommer wird immer besser für Drayson Racing: zunächst die Zielankunft in Le Mans, dann der zweite Platz beim ALMS-Lauf in Utah, die erste Pole vor zwei Wochen in Mid-Ohio und nun die nächste Pole, wieder herausgefahren vom immer mehr aufblühenden Jonny Cocker. Seit dem Petit Le Mans 2009, also seit fast einem Jahr, fährt die britische Mannschaft in der LMP1-Klasse mit, bisher fehlte es aber stets an der Zuverlässigkeit oder am letzten Quentchen Glück. Bisher…

In dem unglaublich spannenden Sprit-Krimi von Elkhart Lake fiel die Entscheidung zwei Kurven vor der Zielflagge, als Klaus Graf im Cytosport-Porsche auf dem Weg zur Canada Corner nicht schnell genug am Robertson Ford GT vorbeikam und dann nach Kampflinie und mit magerem Benzingemisch nicht optimal aus der Kurve herausbeschleunigen konnte. Cocker nutzt die Chance und zog vorbei, nachdem er zwanzig Minuten vor Schluss seinen letzten Tankstopp eingelegt hatte. Und so räumte Drayson Racing alles ab, was es zu gewinnen gab: Gesamtsieg, Pole, Schnellste Rennrunde und den Sieg in der Green Challenge-Wertung der Prototypen. Außerdem dürfte es der erste Gesamtsieg für ein E85-befeuertes Fahrzeug in der ALMS gewesen sein.

Doch von Anfang an: Zunächst war es Johnny Mowlem im turbogeladenen Autocon-Lola, der in Führung ging und diese ganze 23 Runden lang halten konnte. Die zwar angeglichene, aber eigentlich ja für die LMP2 konstruierte Konkurrenz konnte mit den kleineren Motoren nicht mithalten, der Intersport-Lola erlag früh einem Motorschaden und seiner Lordschaft Paul Draysons ehrenvolle Aufgabe war es, konstant und fehlerfrei seinen Stint abzuspulen. Denn auf einer Strecke wie der Road America, wo die Spreu vom Weizen getrennt wird, kann der Privatier nicht mit Vollprofis a la Mowlem, Timo Bernhard und Simon Pagenaud mithalten. Drei bis vier Sekunden fehlten pro Runde, aber dieses Programm spulte er immerhin bis zum Fahrerwechsel gegen Rennmitte fehlerfrei und konstant ab. Ohne die Gelbphasen wäre es zwar wohl trotzdem schwierig gewesen, in der Führungsrunde zu bleiben, aber das Team hätte in dem Fall den Fahrerwechsel früher vornehmen können.

In Runde 23 streikte dann das Autocon-Getriebe, in der Folge kämpften Chris Dyson, Simon Pagenaud und Timo Bernhard um die Führung. Das Bild änderte sich mit der dritten Caution: Jonny Cocker übernahm den grünen Lola mit der #8. Draysons Rückstand war zum Glück des Teams von der Gelbphase wieder egalisiert worden, sodass Cocker sofort vorn mitmischen konnte: beim Restart nach einer weiteren Gelbphase  (aufgrund eines kuriosen Unfalls des GTC-Porsches von Bryce Miller) flog der junge Brite – der übrigens heute 24 Jahre alt wird! – am Porsche RS Spyder und dem HPD ARX-01c vorbei und ging in Führung.

Bis zu sechs Sekunden schneller fuhr er Cocker der Folge – die langen Geraden bevorteilen natürlich die LMP1-Fahrzeuge. Allerdings würde er noch einen weiteren Stopp einlegen müssen. Die SpeedTV-Kommentatoren wunderten sich, dass er das nicht während der letzten Caution getan hatte, aber der entscheidende Unterschied ist, dass Drayson im Gegensatz zu Highcroft, Dyson und Cytosport Konkurrenz den E85-Sprit nutzt, der aufgrund der geringeren Energiedichte einen höheren Verbrauch bedeutet. Dieser Nachteil kostete das Team in Salt Lake City den Sieg und auch hier sollte es wieder knapp werden

Zwanzig Minuten vor Schluss steuerte Cocker die Box an und stand entsprechend dem hohen Verbrauch auch vergleichsweise lange. Zwischen zwei und fünf Sekunden holte er danach jede Runde auf, kämpfte sich am Dyson-Lola und dem HPD vorbei und machte Jagd auf Graf im Porsche. Das Ergebnis ist bekannt, der Weg dahin sah so aus:

Der Tank war, wie Cytosport hinterher per Twitter mitteilte, wohl nicht leer, sonst hätte es Graf kaum noch den Berg hinauf geschafft, aber die Kombination aus knappem Sprit und der schwierigen Überrundung haben das Team wohl den Sieg gekostet. In der Meisterschaft hat Graf trotzdem drei Punkte auf Pagenaud und Brabham aufgeholt, der Rückstand beträgt noch 20 Punkte. Die sind theoretisch zwar aufholbar, aber bei der Konstanz des Highcroft-Teams, für die dieser dritte Platz das schlechteste Saisonergebnis war, wäre es zumindest überraschend.

In der GT-Klasse ging es ebenfalls hoch her, aber im Endeffekt war BMW nicht zu schlagen, auch wenn nur einer der beiden das Ziel erreichte. Für Bill Auberlen war bereits früh Feierabend, nachdem er in Runde 10 mit dem Flying Lizard-Porsche und Scott Tucker, dem LMPC-Meisterschaftsführenden, aneinandergeriet. Tucker und Auberlen schlugen auf dem Vollgasstück in Richtung Canada Corner hart ein, aber beide Fahrer waren in Ordnung. Es stellt sich die Frage, ob man die LMP Challenge-Boliden mit dem neuen Restriktor nicht vielleicht etwas zu sehr verlangsamt hat. Auf der langen Road America waren sie pro Runde nur sechs Sekunden schneller als die GT-Fahrzeuge.

Joey Hand und Dirk Müller im anderen BMW waren jedoch nicht zu stoppen und fuhren nach einem Jahr an gleicher Stelle den verdienten zweiten Sieg in der ALMS ein, vor Bergmeister/Long und den beiden Corvettes. Die Risi-Ferrari schwächelten: für Melo/Bruni und Salo/Kaffer reichte es nur für die Klassenränge 6 und 7.

Damit wächst die Führung des Flying Lizard-Duos um 10 auf 18 Punkte an, Müller/Hand haben gar gleichgezogen mit Melo/Kaffer. Bei noch zwei ausstehenden Rennen ist aber noch nichts entschieden, denn beim Saisonfinale, dem Petit Le Mans, werden 30 Punkte für den Sieg vergeben statt der bei den kürzeren Renndistanzen üblichen 20.

In der LMPC gewannen Gunnar Jeannette und Elton Julian, Jeannette rutscht somit bis auf vier Punkte an Scott Tucker heran, der dank seines Doppeleinsatzes in beiden Level5-Autos trotz des Unfalls noch 13 Zähler für den dritten Klassenrang retten konnte.

Die GTC-Klasse dominieren weiterhin Jeroen Bleekemolen und Timothy Pappas, nach dem vierten Sieg in fünf Rennen haben sie nun einen Vorteil von 21 Punkten gegenüber Andy Lally, der durch Verschulden seines für den verhinderten Henri Richard eingesprungenen Teamkollegen Duncan Ende nur acht Punkte einsammeln konnte, und Velox Motorsport-Pilot Shane Lewis.

Vor dem Rennen verkündete Serienchef Scott Atherton außerdem den Rennkalender für das Jahr 2011. Er wird mit zehn Rennen ein Event mehr umfassen als der diesjährige Kalender. Dies wird vermutlich ein gemeinsamer Auftritt mit der IndyCar-Serie auf dem Stadtkurs von Baltimore am ersten Septemberwochenende sein. Laut Atherton ist es ein „done deal“, der aber noch nicht offiziell verkündet werden könne – man wird das vermutlich gemeinsam mit der Ankündigung der IRL und den Baltimore-Organisatoren machen.

Die 12h von Sebring und das Petit Le Mans bilden traditionell den Rahmen der Serie, beide werden ja auch zur Intercontinental Le Mans Challenge gehören. Das in diesem Jahr auf sechs Stunden verlängerte Rennen auf dem Mazda Raceway Laguna Seca wird aus dem Mai in den September verschoben, was etwas schade ist, da es sich als letzter Test vor Le Mans für die US-Teams aufgrund der Rennlänge gut eignete. Möglicherweise hat mein bei der ALMS-Führung die Hoffnung, an diesem Termin Mitte September einige europäische Teams anzulocken, falls die LMS-Saison zu diesem Zeitpunkt bereits vorüber sein sollte.

Und dann ist da noch ein „To be decided“-Event am Vortag des Independence Day. Von den diesjährigen Rennen fehlt der Miller Motorsports Park im Kalender, ob an jedem datum dort gefahren wird, oder ob Atherton für dieses große Wochenende noch etwas anderes aus dem Ärmel zaubert, bleibt abzuwarten.

Außerdem verkündete der CEO der ALMS, dass man die Rennlängen wieder mehr variieren werde, auf Wunsch der Fans würde man über längere Distanzen für einige Rennen nachdenken, um den Endurance-Gedanken wieder mehr zu betonen. Der Road America-Lauf etwa war bis 2008 ein 4h-Rennen. Fraglich ist, wie gut sich das mit der TV-Berichterstattung vereinbaren lässt, die Probleme der Live-Übertragung langer Rennen kennt man ja in Europa.

Wer will, kann übrigens seit diesem Wochenende an der a

August 19 2010

16:00

Sportwagen-Vorschau: LMS in Budapest, ALMS in Elkhart Lake

Dank einer grandiosen organisatorischen Leistung von IMSA und ACO werden am Sonntagabend Le Mans-Sportwagen beiderseits des Atlantiks gleichzeitig unterwegs sein.

Zunächst zur europäischen Le Mans-Serie. Die hat sich dieses Jahr einen Termin auf dem Hungaroring gesichert, einer Strecke, die aus der Formel 1 für ihre vielen Kurven und wenigen Geraden und die daraus resultierende Überholproblematik bekannt ist. Sportwagen sind da zwar etwas weniger empfindlich als die Monoposto-Königsklasse, dennoch dürfte das enge Layout das Rennen entscheidend beeinflussen, und zwar beim Überrunden. Für alle Fahrzeuge, zu Überrundende und Überrundende, wird das ein langer, anstrengender Abend, der viel Geduld erfordert. Zumal der Hungaroring ja auch nicht wenig anspruchsvoll ist.

Ja, richtig: Abend. Wie schon in der Algarve vor einigen Wochen fährt man wieder in die Dunkelheit hinein, Start wird um 18 Uhr sein, die Zieleinfahrt sollte entsprechend zwischen 21:30 und 22 Uhr anstehen. Eurosport wird auch leider wieder nur diese halbe Stunde übertragen.

Am Start sind 38 Fahrzeuge, Kruse-Schiller Motorsport hat heute abgesagt; offizielle Begründung: zwei der Stammfahrer sind nicht verfügbar. Es gibt allerdings die aamericanlemans.com/live</a> gestreamt. Alles Weitere zur ALMS gibt es im <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Race Hub, das LMS-Timing findet sich auf

June 15 2010

16:40
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