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August 08 2012

14:59

VLN: Analyse 6H ADAC Ruhr Pokal

Beim Saisonhöheunkt über 6 Stunden konnte sich ein Mercedes vor 2 Audis durchsetzen, während vor allem ein Team mal wieder einen Tiefschlag einstecken musste.

Das die SLS auf der Nordschleife recht flott unterwegs sind, ist seit letztem Jahr kein Geheimnis mehr, allerdings war die Art und Weise, wie man den Sieg beim Höhepunkt der VLN Saison einfahren ist, doch bemerkenswert. So konnte Thomas Jäger, welcher Alexander Roloff und Jan Seyfarth unterstützte, gleich am Samstag mit einer 8:07 ein Ausrufezeichen setzen und die Pole für das Rennen herausfahren. Am Start konnte man dann auch seine Position behaupten und sich den Angriffen der 3 Audis und des Nadelstreifen GT3R erwehren. Wer nun aber glaubt, dass das Trio Roloff, Jäger und Seyfarth einen ungefährdeten Start-Ziel Sieg einfuhr, der hat Unrecht, denn obwohl man die Führung nur kurz hergab, war es ein enges Rennen, welches keine Fehler verzieh und man auch das nötige Quäntchen Glück auf der Seite haben musste. So entstand der Vorsprung von 55 Sekunden nicht durch ein paar schnelle Runden, in der man mal eben schneller als der Raeder Audi, welcher den 2. Platz belegte, sondern dadurch, dass man Sekunde um Sekunde erkämpfte.

Dies war aber alles andere als leicht, denn auf jenem Audi fuhren mit Frank Biela, Thomas Mutsch und Christian Hohenadel 3 absolute Könner ihres Fach und das der Audi alles andere als langsam ist, hat man schon oft erleben müssen. Um so höher ist daher die Leistung des Teams anzurechnen, dass man diesen Raeder R8 mit gut 1 Minute in Schach halten konnte und auch den 2. R8 von Phoenix Racing mit Luca Ludwig, Christopher Haase und Christer Jöns auf den 3. Platz verweisen konnte. Einen großen Anteil daran hatte auch Alexander Roloff, welcher erneut durch sehr schnelle Rundenzeiten auf sich aufmerksam machte und den Werksfahrern in nichts mehr nachsteht. Im Gegenteil, denn 2 Läufe zuvor konnte er sogar Marc Lieb 2 Runden lang hinter sich halten und den Sieg sichern. Allerdings brauchte man etwas Glück bzw. konnte man Pech zum Beispiel in Form von Reifenschäden gar nicht gebrauchen und hätten jeder Zeit den Triumph zerstören können.

So erwischte es den schnellsten R8 mit Basseng, Rast und Stippler gleich in den ersten Runden, wodurch das Trio in die Box kommen musste und das Rennen erst mit knapp 1 Runde Rückstand wieder aufnehmen konnte. Mit den schnellsten Rundenzeiten und einer 8:11 als absolut schnellster Runde zeigte man dann, dass es sicher ein heiser Kampf mit dem SLS geworden wäre. Aber da es wieder einige Unfälle und Zwischenfälle ohne Einschläge, wie Berührungen und Rempeleien gab, gab es wieder jede Menge Kaltverformungen und somit viele kleine Carbonteile, welche auf der Strecke lagen und für einige Reifenschäden sorgten. So erwischte es Frikadelli Racing GT3 R gleich 2 mal, oder auch der Nadelstreifen GT3 R welche somit viel Zeit verloren haben.

Gerade Manthey hatte ein Wochenende zum vergessen: So begann alles mit einer tollen Nachricht, wonach Timo Bernhard sein Comeback geben würde und in den ersten Runden nachdem Stopp, als Dumas das Steuer an ihm übergab, merkte man ihm seine lange Pause kaum an. Allerdings fand sich das Auto dann gegen Ende des 10. Umlaufes nicht mehr auf dem Zeitentabelle. Der Grund war ein Motorschaden und somit das Aus für das Auto. Zum Glück erwischte es das Auto nicht so schlimm wie das Schwesterfahrzeug aus der SP7: Nachdem der Eigenau GT3 Porsche, auf Basis eines 911 Cups mit breiterem Bodykit und 4l Motor bereits beim 24H Rennen nach ein paar Runden ausschied und beim 5. Lauf einen Totalschaden erlitt, als man in dem heftigen Unfall in der Fuchsröhre bei Tempo 250 involviert war, beschloss man einen 2012er RSR zu ordern, welcher laut Listenpreis fast 600.000€ inkl. MwSt. kostet.

Um diesen neuen RSR auf die Nordschleife abzustimmen, führte man vor dem Wochenende Test und Abstimmungsarbeiten auf der Nordschleife mit Romain Dumas am Steuer durch und da geschah das unglaubliche: Der Wagen fing Feuer und brannte vollständig aus. Dumas konnte sich zwar noch aus dem Auto befreien, wodurch ihm nichts passierte, aber nach dem Eigenbau GT3, ist dies nach nur einem Renneinsatz der 2. Totalschaden für Georg Weiß und Olaf Manthey. Hoffentlich ist der Wagen gut versichert bzw. Porsche zeigt sich kulant, denn gute 900.000€ Schaden innerhalb von nicht mal 2 Rennen ist auch für Georg Weiß alles andere als ein Pappenstiel. Es wäre schade, wenn der Auftritt beim 6. Lauf der einzige mit einem 2012er RSR gewesen wäre, denn ist er doch ne willkommene Abwechslung unter den ganzen 911 Cup Porsche und umgebauten Cups aus der SP7, welche oft auf das GT3 R Bodykit setzen.

Um noch mal auf den Sieger in Form des SLS zurück zu kommen: Oft wird ja viel über die BoP bzw. die damit verbundene Einstufungen geredet und (wie ich es hier betreibe) geschrieben. Allerdings dürfte die starke Performance des SLS hier nicht aufgrund der Einstufung zustande kommen, denn der Audi mit Marc Basseng war sogar nen Ticken schneller, sondern an der sehr guten Mannschaft von Rowe und den Dunlops, welche mittlerweile bei allen Wetterlagen sehr gut funktionieren. So waren bis Ende letzten Jahres die Dunlops ja bei Leibe nicht schlecht, aber wenn es kühler wurde, hatten die Teams und Fahrer, insbesondere die BMW oft Probleme die Reifen auf die Temperatur zu bekommen, wo sie ihren maximalen Grip aufbauen. Dunlop und auch BMW hat sich diesem Problem angenommen und hat so nun für den Z4 nicht nur sehr gute Regenreifen, sondern auch sehr gute Slicks welche überall gut funktionieren. Auch scheinen sie recht robust zu sein, denn im Vergleich zur Konkurrenz hat man hier recht wenige Reifenschäden. Von dieser Arbeit profitiert natürlich dann auch ein Team wie Rowe, wenn also der Wissentransfer im Hause Dunlop stattfindet, denn obwohl die Autos verschieden sind, haben sie gewisse Gemeinsamkeiten. So haben beide den Motor vor dem Fahrer und relativ weit in der Mitte des Autos platziert, sie verfügen über viel Abtrieb und zumindest in der VLN über ein ähnliches Gewicht (1300 vs. 1340kg).

Der einzige Z4 GT3, welcher von Schuberth Motorsport eingesetzt wurde, konnte sich leider nicht platzieren, denn nach 24 Umläufen musste das Team um Claudia Hürtgen das Rennen aufgeben. Das Auto, war aber nicht nur in Sachen Motorensound wieder ein Ohrenschmaus, denn diesmal gabs auch was fürs Auge: Schuberth hat den Z4 zum einen als Homage an den BMW M1, zum anderen aber auch vor dem Hintergrund der finanziellen Situation mit einer „Sag ja zum Ring“ Beklebung foliert.
Ihr Debüt auf der Nordschleife gaben Klaus Bachler und Michael Christensen in einem 911 GT3 von Manthey. Sie teilten sich das Steuer mit Frank Kräling und Marco Schelp und erreichten dabei den 2. Platz in der Klasse SP7. Den Sieg konnte sich erneut Kremer Racing mit gut 3 Minuten Vorsprung sichern, obwohl beide auf Anhieb mit recht flott Zeiten zu überzeugen wussten. Zur Spitze fehlten aber trotzdem fast 7 Sekunden, denn der schnellste Umlauf des Kremer Porsche brachte eine 8:29 als Ergebnis hervor.

Im Kampf um die Meisterschaft scheint eine kleine Vorentscheidung gefallen zu sein, denn das Team von TKS, also Elmar Jurek und Jannik Olivo hat die Klasse Cup3 mit 2 Runden Vorsprung gewonnen und hat nun unter Berücksichtigung eines Streichresultates 57,71 Punkte, was bei 6 Läufen einen Schnitt von exakt 9,618333333333 Punkten entspricht. Sollten die beiden aus den verbleibenden 3 Rennen noch 2 ähnliche Ergbnisse wie bisher einfahren, so wird kaum ein Team oder Fahrer in der Lage sein die beiden abzufangen, denn dafür haben die anderen momentan nicht genügend Punkte bzw. schon teilweiße 3 Streichergenisse eingefahren, wobei nur 2 rausfallen, was gleichbedeutend mit dem Aus im Kampf um die Meisterschaft ist, denn dafür haben Olivo/Jurek bisher zu viele Punkte gesammelt. Mehr dazu gibts aber in der nächsten Vorschau, wenn man 25.08 der 8. Lauf über 4 Stunden stattfindet. Den kompletten Stand in der Meisterschaft gibts hier

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October 19 2011

14:33

VLN: Analyse 9. Lauf

Dieses Wochenende hätte nochmals schwärzer ausgehen können, als es schon ist, während die Entscheidung in der Meisterschaft gefallen ist.

Die tragischen Ereignisse von Las Vegas sind zwar nun schon 2 Tage alt, aber es hat wohl nicht viel gefehlt, und man hätte nach 2010 wieder einen Toten bei der VLN bedauern müssen. Diesmal wäre es kein Fahrer, sondern eine der vielen und sehr wichtigen Sportwate getroffen. Die Rede ist von einer Frau, welche im Bereich Anfahrt Hohe Acht ihren Dienst verrichtete, als ein Audi R8 LMS und ein Ford aus der SP4T kollidierten, der Ford wurde dann Richtung Zaun geschleudert, flog über die Leitplanken, erwischte einen Baum und erfasste dann die Sportwartin. Diese wurde dann per Hubschrauber ins Spital eingeliefert. Nach ersten Berichten geht es ihr wohl “den Umständen entsprechend gut”. Näheres ist mir zu diesem Zeitpunkt leider auch nicht bekannt, ich möchte ihr aber an dieser Stelle alles gute für die weitere Genesung wünschen.

Der Hubschrauber konnte dabei direkt auf der Strecke landen, da zu diesem Zeitpunkt, sehr kurz nach diesem Unfall die Rote Flagge geschwenkt wurde, da dies bei Leibe nicht der einzige Unfall war. So waren zu diesem Zeitpunkt sämtliche Fahrzeuge der Streckensicherung, der Feuerwehr und des medizinischen Personals unterwegs um all die anderen Unfälle abzubarbeiten. Die VLN hat sich daher zu diesem Zeitpunkt zurecht dafür entschieden dass Rennen mit Rot zu unterbrechen und später neu zu starten.

Wie umfangreich die Arbeiten an der Strecke dann waren, zeigt die Dauer, welche zwischen der Roten Flagge und dem Start in die erneute Einführungsrunde verging – gute 90 Minuten vergingen. Dies hatte natürlich auch Auswirkungen auf die Renndistanz, denn aufgrund von Rundenzeiten von bis knapp über 8:10 schafften die Sieger vom Team Manthey in den 2 Teilen des Rennen, welche dann addiert werden, 24 Runden zu absolvieren, was einem Schnitt von knapp über 171 km/h entspricht, während die schnellste Runde von Chris Mamero mit 8:10 schneller als im Zeittraining unterwegs war. Für Arno Klasen war esd damit sein 26. Gesamtsieg in der VLN und er ist damit nur noch 2 Gesamtsiege vor den Spitzenreitern Olaf Manthey, Ullrich Richter und Jürgen Alzen entfernt. Allerdings fuhren nicht nur die Spitzenreiter so schnell über die Schleife, auch in den “kleineren” Klassen wird mittlerweile so schnell gefahren und entwickelt, dass auch dort die Zeiten mittlerweile ein Niveau erreicht haben, welche früher fast nur die Topwagen erreichen konnten.

Auch dort sind definitiv die Zeiten vorbei, als man das Rennen erst mal ruhig begonnen hatte und vll. nach 3 Stunden mal geguckt hat wo die Gegner in der Klasse sich befinden. Nein auch hier wird mittlerweile ab dem 1m auf Attacke gefahren, was man leider aber auch an den Unfallzahlen sieht.

Da wäre zum einen der Audi TT RS (gut, so “klein ist der auch nicht und wird direkt vom Werk eingesetzt), der holt aus seinem 2,5l Fünfzylinder offiziel 380 PS, fährt aber mittlerweile Zeiten von bis zu 8:23 im Rennen, womit man gerade einmal 3 sek langsamer als der große Bruder R8 LMS war, welcher von Marc Basseng, Frank Stippler und Rene Rast gesteuert wurde. Die “kleinen Brüder” aus der SP3T, holen aus ihren 2l Turbos mittlerweile aber auch 350 PS und mehr raus, wodurch zum Beispiel die VW Scirocco in dieser Saison schon Zeiten von ~8:45 fahren konnten. Zum Vergleich: 2007 fuhr die Zakspeed Viper beim 4. Lauf Zeiten von bis zu 8:42 und man hätte sich mit diesem Wage nur dem Land Motorsport 997 GT3 RSR, dem Z4M Coupe und der Viper geschlagen geben müssen. Die anderen Teams mit ihren 996 GT3 RSR, Opel V8 DTM (Schall-Opel), oder dem M3 GTS von Scheid, dem Eifelblitz wären langsamer unterwegs gewessen!

Wie schon angesprochen, führt diese Leie enorme Leistungsdichte zwar zu tollen Zweikämpfen und engen Rennausgängen, denn die ersten 2 Plätze im Gesamtklassement trennten in der Summe nur 4 Sekunden, allerdings steigt damit auch die Gefahr von Unfällen und Fehlern, wenn auch die zu überrundeteten Wagen voll am Limit unterwegs sind und um jeden Zentimeter kämpfen müssen um in der Klasse vorne platziert zu sein. Dies gilt gerade für Teams mit Chancen auf die Meisterschaft, denn dort sind oft Siege in den Klassen zwingend, will man die benötigen Punkte einfahren.

Dass es aber auch die Teams aus den größeren Klassen erwischen kann/hat, zeigte zum einen Phoenix mit dem Crash ihres R8 LMS, Der Fahrer des Pinta Porsche flog im Bereich Tiergarten heftigst ab, und auch der Mathol Aston Martin aus der SP10 wurde zum Beispiel im Pflanzgarten stark onduliert. Hoffentlich haben die Fahrer dies alles gut überstanden, denn diese Stellen sucht man sich auch nicht gerade freiwillig für einen Abflug aus. Auch hier ist also der Trend der vergangen Jahre zu sehen, welcher sich auf der Langstrecke immer mehr breit macht: Langstreckenrennen werden mittlweile wie Sprintrennen gefahren, nur mit dem Unterschied, dass die Distanz nicht 60 Minuten wie beim GT Masters ist, sondern 4,6 oder 24 Stunden.

Allerdings kann das auch dazu führen, dass man in Unfälle verwickelt wird, wie der Ford Mondeo, als ihn der R8 mit der #17 aussen auf dem Gras überholen wollte und dabei den Unfall zur Hohen Acht ausgelöst hat, was somit dann natürlich auch einen Schritt zurück im Kampf um den Titel bedeuten kann, oder sogar das Aus. So erwischte es am Samstag gleich mehrere Teams: Lars Heisel, Frank Schmickler und Guido Strohe hatten zum Beispiel 3 Runden Rückstand in der Klasse, weil sie in einen Unfall verwickelt wurden, nebst anstehender Reparatur, was am Ende der letzte Rang in der Klasse, Rang 7 samt 3 Runden Rückstand auf die Sieger, Mario Merten und Wolf Sylvester bedeutete.

Fast das selbe galt aber auch für Elmar Jurek und Jannik Olivo aus der Clio Cup: Sie wurden ebenso, wie auch Maik Rosenberg in seinem LMS Scirocco in einen Unfall verwickelt und somit mussten beide Teams das Rennen vorzetig aufgeben, wodurch aus 5 Teams nur noch 2 im Kampf um die Meisterschaf übrig blieben. Es blieben zwischenzeitlich somit Dominik Brinkmann und Stephan Epp auf ihrem Clio Cup sowie das Trio von Black Falcon aus der V5 im Kampf um die Meisterschaft übrig, da die anderen Teams den Punkterückstand im letzten Lauf mathematisch nicht mehr aufholen können. So ging man zwar noch vor dem Rennen davon aus, dass mit bis zu 5 Teams die Meisterschaft am Samstag nicht entschieden werden wird, denn dass hätte auch nur zu Gunsten von Knechtges/Scheerbarth und Metzger passieren können.

Allerdings konnten die 3 einen kühlen Kopf bewahren und ihren Z4 sicher über die Nordschleife lenken, wodurch sie die Klasse und somit dann auch den Titel holen konnten, denn Epp/Brinkmann im Clio holten nur Rang 2, wodurch Carsten Knechtges, Tim Scheerbarth und Manuel Metzger den Titel in der Tasche haben, da sie nun in der Addition der besten 8 Resultate über 10 Punkte Vorsprung auf alle anderen haben. Bei max. 10 zu holenden Punkten ist die Meisterschaft daher de facto entschieden und sie treten die Nachfolger von Mario Merten und Bonk Motorsport an. Glückwunsch an Manuel Metzger, Tim Scheerbarth und Karsten Knechtges, welche über die Gesamte Saison gesehen kaum einen Fehler gemacht haben und auch beim 24H Rennen ihren V5 Z4 auf Platz 29 Gesamt gesteuert haben!

Bester BMW wurde der Alpina B6, eingesetzt von Dörr Motorsport, welcher bei seinem Comeback am Ring gleich den 5. Gesamtrang erringen konnte und auch der 2. Comebacker aus dem Hause BMW, nämlich der Eifelblitz sollte in der Lage sein sein Comeback zu krönen: Rang 1 in der SP10 der GT4 Wagen, nachdem man allerdings sicher vom Ausfall vom AM von Mathol profiziert hat, welcher die Referenz in der Klasse darstellt. Dies soll aber nicht die Leistung von Johannes Scheids Team schmälern und es wäre nur zu wünschen, dass dieser Wagen samt Team nicht nur beim letzten Lauf der Saison, sondern auch 2012 wieder an den Start rollt.

Ebenfalls durchfahren konnte der neu entwickelte F458 Endurance mit Pierre Kaffer und Marco Seefried am Steuer. Ich bin ja gespannt wie sich dieser Wagen entwickeln wird und ob man nicht immer mehr Wagen aus Italien am Ring sehen wird, eins sei aber verraten, beim letzten Lauf am Samstag den 30.10 wird noch mind. 1 dazukommen, und zwar ein echtes Unikat wird wieder am Ring auftauchen ;-)
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September 28 2011

14:33

VLN: Analyse 8. Saisonlauf + Kampf um die Meisterschaft

Der 8. Lauf zur VLN am Samstag war sicherlich der bisher schnellste Lauf in dieser Saison, was zum einen am sehr schönen Wetter lag, zum anderen aber auch, dass diesmal vergleichsweiße wenig Unfälle passiert sind.

Als Lucas Luhr am um kurz nach 16.00 Uhr die Ziellinie überquerte, standen 28 Runden bzw. ein Schnitt von fast 170 km/h fest, während die schnellste Rennrunde von Rene Rast im Haribo Porsche mit fast 178 km/h absolviert wurde. Neben den perfekten äußeren Bedingungen, trug aber sicher auch der Kampf an der Spitze dazu bei, dass sich dieser Lauf zu einem sehr schnellen entwickelte. So konnte sich der Phoenix Audi mit Frank Stippler die Pole ergattern und diese auch in die Kurve mitnehmen, allerdings war an einen Alleingang an der Spitze gar nicht zu denken, denn da hatte vor allem ein wohl kurzfristig verpflichteter Debütant auf dem Haribo Porsche etwas dagegen, welcher Tags zuvor noch die Freien Training der F1 kommentierte: Rene Rast fuhr zum ersten mal in einem Rennen einen GT3 R auf der Nordschleife und wie!


So konnte er sich bereits auf der ersten Runde auf Platz 2, vor seinem Teamkollegen Lucas Luhr schieben und dachte nicht im Traum daran nun auf ankommen zu fahren. Nein, eingangs Mercedes Arena holte er sich Frank Stippler im Audi und führte nun das Trio an, welches wie entfesselt um den Kurs jagte – permanente Rundenzeiten zwischen 8:13 und 8:20 waren die Folge, und Rene Rast hat dabei dann im 3. Umlauf auch noch die schnellste Runde des Tages in den Asphalt gebrannt: 8:13 ist bei seinem ersten Rennen auf diesem Wagen schon eine Hausnummer! Bis zum 6. Umlauf flogen die 3 Spitzenreiter Stoßstange an Stoßstange über den Kurs, bis Rene Rast etwas früher an die Box kam um nachzutanken.

So übernahm Frank Stippler knapp vor Lucas Luhr die Führung, jedoch hielt diese 2 Runden lang, als dann beide Wagen zu ihren 1. geplanten Stopps an die Box mussten. Hierbei übernahmen Arno Klasen(Manthey) bzw. Christopher Haase (Phoenix R8) die Wagen. Leider konnten an dieser Hatz 2 Wagen nicht teilnehmen, welche sicher aus dem Drei einen Fünfkampf hätten manch können. Zum einen konnte der Mamerow SLS nicht starten, weil man im Training einen stärkeren Unfall hatte und das Auto dadurch zu stark beschädigt war. Selbiges galt auch für den 2. R8 von Phoenix, mit Marc Basseng und Christopher Mies am Steuer. So konnte man im Audi nicht auf die Einführungsrunde gehen und startete daher aus der Box und man durfte eine Aufholjagd des Duos hoffen, welche dann aber nicht passieren sollte.

Nach 9 Runden kam das freiwillige Aus des Wagens, denn die Beschädigungen waren doch stärker und es drohte die Benzinleitung zu reisen, was einen Totalbrand des Wagens zur Folge haben hätte können. So entschied man sich daher aus Sicherheitsgründen den Wagen zurückzuziehen und nichts zu riskieren.
Dadurch dass Rene Rast etwas früher an die Box gekommen ist, musste er auch nicht so viel tanken , was weniger Standzeit bedeutete und er somit mit gut 30 Sekunden Vorsprung wieder die Führung übernehmen konnte und diese bis zur 13. Runde sukszessive auf knapp über 40 Sekunden ausbauen, bevor dann Hans Guido Riegel das Steuer übernahm und somit klar war, dass man diese Tempo nicht halten wird können.

In der Cup3 führte derweil des mir leider nicht bekannten Fahrers mit dem Pseudonym „Rennsemmel“ vor Karl Brinker, welcher die 4 Stunden alleine (!) durchfuhr und dem Duo Elmar Jurek und Jannik Olivo. In der V5, führte derweil das Black Falcon Junior Trio. Das lag zum einen, dass sie konstant die schnellsten Zeiten fuhren, zum anderen auch, dass Mario Merten und Wolf Sylvester nach ihrem Wechsel aus der SP3 zur V5 hier nicht am Start waren. Man hat sich bei den Titelverteidigern entschieden einen BMW 325i in der Klasse darunter, nämlich der V4 einzusetzen um somit Lars Heisel und Markus Schmickler die Punkte streitig zu machen. Diese konnten anfangs auch schneller fahren und führten zu diesem Zeitpunkt die Klasse vor Landgraf und Fübrich an, während Bonk Motorsport auf Platz 3 rangierte, aber immer näher ran kommen konnte. In der SP3T führten derweil auch die Favoriten, nämlich der VW Scirocco mit Emin Akata, Maik Rosenberg und Kristian Krognes, welche auch das schnellste Auto hatten und fast 15 Sekunden pro Runde schneller waren als die Konkurrenten. Somit konnten sie ihre Klasse gewinnen, ebenso wie Black Falcon in der V5. Eine Überaschung gab es allerdings in der SP10/GT4. Dort fiel das klar favorisierte Auto von Mathol Racing mit Wolfgang Weber, Norbert Bermes und Nilsson Rickard nach 9 Umläufen aus, und somit den Weg für Henry Walkenhorst und Rainer Kathan im BMW frei machte.

An der Spitze des Feldes entwickelte sich nun ein Zweikampf, bei welchem Christopher Haase den Vorsprung auf Arno Klasen bzw. dann auf Lucas Luhr stetig auf fast 40 Sekunden ausbauen konnte, denn der R8 LMS war an diesem Tag den Manthey Porsche vom Speed auf jeden Fall ebenbürtig und Haase fuhr richtig stark, denn es ist schon beachtlich, den Vorsprung ausbauen zu können, wenn der Gegner in Form von Arno Klasen Zeiten von bis zu 8:20 fahren konnte und es schien, als hätte der Audi leichte Vorteile, denn nachdem man 2 Runden vor dem Porsche zum Splash and Dash gekommen ist, hat man nur gute 30 Sekunden Rückstand auf den Porsche und dieser kamm dann auch kurz vor Schluss rein und bei einem Zeitverlust von 50-60 Sekunden wäre der R8 in Führung gewessen. Hätte daher, da es Phoenix bzw. Frank Stippler mal wieder schaffte sich selbst ein Bein zu stellen.

Als nämlich der Porsche aus der Box auf die Strecke fuhr, war er nämlich immer noch in Front, da der Audi unterwegs einen Einschlag bzw. eine Feindberührung hatte und auf der linken Seite stärker onduliert war. Dies schlug sich auch in den Zeiten nieder, denn so fuhr man auf einmal 1-2 Minuten pro Runde langsamer als vorher. Bei noch gut 2 Runden, die zu fahren waren, schaffte man es aber noch am Ende mit gut 2:30 min Rückstand auf Lucas Luhr auf Platz 2 ins Ziel zu kommen, während Mike Stursberg, welcher das Steuer dann von Hans Guido Riegel übernahm mit gut 5 Minuten Rückstand ins Ziel rollte. 1 Min dahinter fand sich dann auch der Porsche mit Sabine Schmitz ein, während Pinta Racing endlich mal das Ziel sah und dabei gleich Platz 5 belegen konnte, nachdem man schon so oft in der Saison ausgeschieden war.

Somit konnte Arno Klasen seinen 25. Gesamtsieg feiern und zog damit an Edgar Dören vorbei und befindet sich nun auf Platz 4, der ewigen Bestenliste, welche von Jürgen Alzen, Olaf Manthey und dem ehemaligen Teamkollegen von Olaf Manthey, Ullrich Richter (welcher leider vor gut 10 Jahren beim 6H Rennen tödlich verunglückte) mit je 28 Siegen angeführt wird.

Nachdem in der V5 und in der SP3T die Entscheidungen recht klar und schnell ausgingen, ging es in den Klassen Cup3 und V4 hoch her. In der V4 konnte sich gegen Ende das Duo der Titelverteidiger an den BMW von Heisel und Schmickler ranpirschen und schluss endlich sogar überholen, nachdem die Runden vorher ein beinharter Zweikampf vorausgegangen war. Am Ende waren es gerade einmal 10 Sekunden, die Mario Merten und Wolf Sylvester Vorsprung hatten. Ähnlich knapp ging es in der Cup3 zu. Nachdem Peter Jürgen und sein Kollege „Rennsemmel“ das Tempo nicht ganz halten konnten, wurden sie von Elmar Jurek und Jannik Oliva kassiert, welche sich aber knapp mit 40 Sekunden Rückstand auf Platz 2 zufrieden geben mussten, denn Karl Brinker, führ Mintgen Motorsport fahrend tat wirklich fabelhaftes:

Als einziger Pilot, sas er die kompletten 4 Stunden ohne Pause am Steuer und gewann die Klasse vor den 2 Titelanwärtern, welche aber dennoch aufgrund der Klassenstärke ordentlich punkten konnten. Die SP5, also die Spevials bis 3L Hubraum konnten aber ebenfalls von einem Mitstreiter um die Meisterschaft gewonnen werden, nämlich von Thomas Kappeler, Thomas Gerling und Harald Hennes, welche dann auch die Tabelle nach Addition bisherigen 8 Ergebnisse anführen, was dann wie folgt aussieht:

Pos. Fahrer |Gesamt |1 |2 |3 |4 |5 |6 |7 |8 1. Thomas Gerling, Thomas Kappeler, Harald Gerling |70,95 |9,29 |9,44 |8,50 |8,13 |9,00 |9,17 |8,13 |9,29 4. Mario Merten, Wolf Sylvester |70,37 |7,50 |9,06 |8,33 |9,64 |9,38 |8,21 |8,75 |9,50 6. Carsten Knechtges, Manuel Metger, Tim Scheerbarth |66,77 |9,62 |9,69 |9,67 |8,93 |0,00 |9,64 |9,58 |9,64 9. Lars Heisel, Markus Schmickler |65,58 |0,00 |9,55 |9,44 |9,58 |9,44 |9,55 |9,62 |8,50 11. Dominik Brinkmann, Stephan Epp |64,20 |0,00 |9,42 |9,32 |9,35 |9,76 |9,38 |8,70 |8,27 19. Wolfgang Weber, Norbert Bermes, Nilsson Rickard |62,13 |9,29 |9,29 |9,00 |9,38 |7,00 |9,00 |9,17 |0,00 24. Elmar Jurek, Jannik Olivo |57,86 |0,00 |9,81 |9,77 |9,78 |9,29 |9,79 |0,00 |9,42 26. Maik Rosenberg |57,71 |9,69 |9,77 |0,00 |9,17 |9,67 |9,69 |0,00 |9,72 27. Christian Krognes |56,63 |9,06 |9,32 |0,00 |9,17 |9,67 |9,69 |0,00 |9,72


Das sind natürlich nicht alle Fahrer, ich habe hier diejenigen herausgepickt, welche noch reelle Chancen auf die Meisterschaft haben. Allerdings ist die Tabelle in dieser Form noch nicht sehr aussagekräftig, daher habe ich das bisher schwächste Ergebnis rot markiert, und nun eine Tabelle erstellt, in der 1 von 2 Streichergebnissen berücksichtig ist, sowie eine Tabelle mit 2 Streichergebnissen und die jeweils die zugehörigen Schnitte, welche man dann mit dem Schnitt von Mario Merten und Wolf Sylvester, welcher 9,6 Punkte war aus dem letzten Jahr vergleichen kann:

Pos. Fahrer Punkte mit 1. Streichergebnis Schnitt 1. Carsten Knechtges, Manuel Metger, Tim Scheerbarth 66,77 9,54 4. Lars Heisel, Markus Schmickler 65,68 9,38 6. Dominik Brinkmann, Stephan Epp 64,20 9,17 8. Mario Merten, Wolf Sylvester 62,87 8,98 10. Thomas Kappeler, Harald Hennes, Thomas Gerling 62,82 8,95 13. Norbert Bermes, Wolfgang Weber, Nilsson Rickard 62,13 8,88 16. Elmar Jurek, Jannik Olivo 57,86 8,27 18. Maik Rosenberg 57,71 8,24 19. Christian Krognes 56,63 8,09


Hier ergibts sich schon ein etwas anderes Bild als vorhin und zeigt auf, wie kompliziert die Situation in der Meisterschaft ist und es daher wohl bis zum letzten Umlauf des letzten Rennens spannend bleiben wird, denn hier haben das Trio von Black Falcon, bzw das Duo aus der V4, nämlich Lars Heisel und Markus Schmickler die Besten Karten, wenn sie ihren Punkteschnitt halten können.
Dafür sind noch mind. ein 1. und 2. Platz in der V4, bzw. 2 1. Plätze in der V5 für das Black Falcon Trio her müssen. Gar nicht so gut sieht es dagegen für Mario Merten und Wolf Sylvester aus, denen hier zusätzlich zu den 7,50 Punkten aus dem 1. Lauf auch noch die Ergebnisse aus den Läufen 3 und 6 zu schaffen machen, weil hier die Mitkonkurrenten fast 1,5 Punkte mehr holen konnten. Probleme anderer Art, hat dahingegen das Trio von Mathol Racing im Kampf um die Meisterschaft: Aufgrund der niedrigen Starterzahlen kommt man selbst bei Siegen kaum über 9,29 Punkte hinaus, wohingegen andere Teams bis 9,81 Punkte gut machen können.

Allerdings sollte man hier bedenken, dass bei Maik Rosenberg, Christian Krognes sowie Elmar Jurek und Jannik Olivo noch ein 2. Salto Nullo in den Ergebnissen steht und dementsprechend den Schnitt nach unten zieht. Allerdings können diese Herren den Titel noch aus eigener Kraft holen, denn sollten diese Fahrer aber ihren Schnitt aus den besten 6 Rennen (also 2 Streichergebnisse eingerechnet) halten können, indem sie jeweils in den letzten Läufen 2 mal ihre Klasse gewinnen, dann wären sie kaum einzuholen, denn hier würden Jurrek/Olivo auf 9,64 Punkte im Schnitt kommen, während Maik Rosenberg auf 9,62 und Christian Krognes auf 9,44 kommt, was insbesondere für den Fall, dass Jurek/Olivo 2 mal die Klasse gewinnen würden dafür sorgen würde, dass das Black Falcon Trio in arge Nöte kommt.

Denn gesetzt diesen Fall, dass die beiden aus der Cup Klasse oder Maik Rosenberg ihre Schnitt halten, müssten die 3 in jedem Rennen 9,64 Punkte holen, was einen Patt mit jeweils 77,12 Punkten ergeben würde. Somit können sogar die Anzahl der Starter in der eigenen Klasse das Zünglein an der Wagge sein, welche dafür sorgen können, ob man das benötigte eine halbe Zehntel nach dem Komma noch bekommt oder nicht.

Christian Krognes dürfte mit seinen 9,44 aber eher kaum Chancen haben, zumal er oft auch mit Maik Rosenberg auf einem Auto sitzt, was bedeutet, dass sie die gleichen Punkte jeweils erhalten. Die nächste Chance dafür wäre am 15. Oktober, wenn der vorletzte Lauf über die Bühne geht.

Ich hoffe ich konnte die Situation im Kampf um die Meisterschaft etwas erklären bzw. verständlich machen. Wenn mir das nicht gelungen ist, bitte ich um Hinweiße in den Kommentaren.

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September 01 2011

06:42

GT1-WM: Vorschau auf Ordos

Nach dem letzten Rennen vom Circuit Paul Ricard steuert die GT1-WM nun auf das Finale mit drei Rennen in Übersee zu.

Laut Kalender will man an diesem Wochenende in Ordos fahren, jenen Kurs, welcher bereits die Superleague Formula einen Besuch im letzten abstatte und dabei vor allem durch die „Sprungschanze“ Schlagzeilen produzierte. Das zweite Rennen in China soll die Woche darauf in Peking stattfinden, auf dem „Goldenport Street Circuit“. Das ist eine (ziemlich kurze) Strecke in der Nähe der chinesischen Hauptstadt, die bisher nur Läufe kleinerer Rennklassen beheimatet, und über eine FIA-Lizenz des niedrigen Levels 4 verfügt hatte. Offenbar hat man dort aber umgebaut, denn sowohl die FIA als auch die GT1 haben den Lauf mittlerweile als Teil der WM bestätigt. Der kurzfristig angesetzte Lauf ersetzt die Runde in Curitiba, die aufgrund von Geldproblemen abgesagt werden musste. Den Abschluss wird dann das Wochenende auf der wunscherschönen Bahn in San Luis Argentinien im November bilden.


Aber am Samstag steht ja erst einmal das gesicherte Rennen in Ordos an, einer Strecke welche in der Inneren Mongolei liegt und von oben betrachtet ein galoppierendes Pferd darstellen soll und das auch recht gut tut. Da die Strecke zum ersten mal von einer bekannten GT-Serie befahren wird und doch relativ einzigartig mit den vielen sich zuziehenden und sich öffnenden Kurven ist, wird es schwer Referenzen zu finden um Favoriten für die Rennen auszumachen. Bisher habe ich auch nur diese Onboard-Runde aus der Superleague Formula gefunden, welche aber die Eigenheiten der Strecke wohl sehr gut rüber bringen kann.

So fährt man von der Start und Ziel Geraden anfangs durch eine mittelschnelle rechts, welche sich dann aber bis zum Ende hin immer weiter zu zieht und sofort danach in eine enge links mündet. Die folgende Gerade ist eher mehr eine Linkskurve, welche sich wiederum immer weiter, fast zu einer Haarnadel zu zieht und dann am Scheitel wohl auch wieder mit dem 2. Gang zu durchfahren sein wird. Kurz darauf folgt die nächste langsame rechts Kurve, bevor es dann nach einen kurzen Vollgas Stück zur nächsten engen 90 Grad Rechtskurve geht. Danach folgt dann ein schneller Rechtsbogen, welcher in den großen GT1 Wagen aber wohl eher kaum flat zu fahren sein wird und dann in die schon berühmte „San Jose Gedächtnissprungschanze“ mündet. Dies wäre eigentlich eine enge rechts/links Schikane, bei welcher man aber stark abkürzen kann und da hier eine „etwas größere“ Bodenwelle ist, wird man auch hier wohl wieder leicht abhebende Wagen zu sehen bekommen, was aber für GT-Wagen normal kein Problem darstellen sollte.

Nun folgt eine längere Gerade, welche dann in eine schnelle Links Kurve führt und diese wiederum in eine langsame 2/3 Gang Rechtskurve. Nach einem weiteren Rechtsknick beginnen nun wieder sehr schnelle Kurven, denn nach einer sehr schnellen Rechts folgt sofort eine schnellere Linkskurve , welche dann die Fahrer zur letzten Kurve der Strecke bringen wird, einer fast 180 Grad Haarnadel. Die wird allerdings alles andere als leicht anzubremsen sein, denn in der Anbremszone befindet sich eine leichte rechts, so dass ein zu nervöses Heck hier leicht ausbrechen kann.

Generell wird die Abstimmung der Wagen hier sehr schwierig sein. Zum einen will man einen Wagen, welcher viel Grip auf der Vorderachse hat und in der Mitte der sich zu ziehenden Kurven dann etwas mit dem Heck „mitlenkt“ damit das Auto früh gerade steht und man dann früh wieder ans Gas gehen kann. Diese engen Kurven und die daraus folgende Abstimmung mit viel Grip auf der Vorderachse wie man sie z.b in den ersten und letzten Kurven am Sachsenring findet, lag bisher den Nissans nicht so sehr. Hier waren die Aston Martins sehr stark, ebenso wie in Abu Dhabi, ebenfalls einer Rennstrecke mit vielen engeren Kurven, allerdings Kurven, welche sich nicht zu ziehen. Dem Auto der Tabellenführer Lucas Luhr und Michael Krumm werden dann aber eher die schnellen Kurven in Sektor 2 und 3 liegen. Hier wird man allerdings eine andere Abstimmung mit viel Stabilität und somit etwas härteren Federn und Stabilisatoren auf der Vorderachse fahren müssen, um Wankbewegungen im Vorderwagen, vor allem wenn der Motor vor dem Fahrer platziert ist zu vermeiden.

Dass solche Kurven den Nissans liegen, konnte man bei den Siegen in Paul Ricard und Silverstone sowie in Portimao sehen. Dementsprechend schwer wird es daher Siegeskandidaten und Podiumsanwärter einzuschätzen, denn an der Spitze wird es wohl auf einen Zweikampf des Nissans von Lucas Luhr und Michael Krumm und dem Duo Marc Basseng/Markus Winkelhock hinauslaufen, denn die beiden Nissan-Piloten haben nur 14 Punkte Vorsprung auf die Piloten des Lambo, was sich bei 33 max. zu holenden Punkten, der Leistungsdichte und eines jederzeit möglichen Unfalls sehr schnell drehen kann,was bedeutet, dass nach diesem Wochende dann 2 andere Piloten an der Spitze der Tabelle stehen. Außenseiterchancen auf den Titel dürften max. noch Andrea Piccini und Christian Hohenadel mit 27 Punkten besitzen, der Rest wird nicht mehr in den Titelkampf eingreifen können, solange nichts unvorhergesehenes mehr passiert.

Neben des wohl gut funktionieren Aston Martin, haben diese 2 Piloten auch noch den Vorteil der sehr guten Boxencrew von Hexis, welche immer ein Garant für Positionsgewinne an der Box ist und mein Bauchgefühl sagt mir, dass der DBR9 wohl der beste Wagen für diese Art von Strecke sein dürfte.

Natürlich wollen neben den Aston Martins und Nissan Wagen auch die Wagen des veränderten Heimteams eine Rolle mitspielen: Exim Bank China und hier hat es doch massive Veränderungen gegeben, welche auch die Starterzahl der GT1 beeinflussen, welcher aber nicht wie in den letzten Monaten immer geringer wurde, sondern um 2 Wagen auf 18 gestiegen ist. So wird Exim Bank China die Corvette von DKR übernehmen und dort den Chinesen Ho-Pin Tung sowie Jeroen de Boer aus den Niederlanden einsetzen.

DKR setzt seines Zeichens dann nicht mehr die 2. Corvette ein, sondern wird 2 Lamborghini vorbereiten, womit nach langer Zeit wieder 4 Wagen mit dem Stier an den Start gehen werden, denn nach dem Lauf auf dem Sachsenring musste das Swiss Racing Team seine Aktivitäten einstellen. Zu erst wurden als Gründe Ersatzteilprobleme genannt, welche auch durchaus gestimmt haben werden, denn so musste All.Inkl Teile von Swiss Racing kaufen, denn Reiter hatte zu dieser Zeit wohl kaum die Resourcen um neben der GT3 Wagen auch noch die GT1 Wagen mit Teilen zu versorgen. Allerdings offenbarte sich weiteres Ungemach, denn als dieses Problem wohl gelöst war, konnte man trotzdem nicht starten, da das liebe Geld zu wenig geworden wahr um die Einsätze zu finanzieren.

Dadurch standen bis zum letzten Lauf in Paul Ricard nur noch ganze 16 Wagen am Start, was aber mit dem Einsatz von 2 wohl älteren R-GT Lamborghini durch DKR dann ein Feld von 18 Startern ermöglicht. Die beiden Lamborghini werden allerdings nicht mehr von den ehemaligen Swiss Racing Piloten wie Peter Kox oder Karl Wendlinger pilotiert, sondern von deutschsprachigen Piloten und einem aus England. So wird ein Lambo vom aus der VLN bekannten und dort sehr schnellen Manuel Lauck gesteuert, welcher sich das Steuer mit dem Eidgenossen Benjamin Leuenberger teilen wird. Der 2. Lambo wird vom Heico-Motorsport Piloten Christopher Brück sowie von Jonathan Kennard.

Während also bei Corvette und DKR große Umbesetzungen stattgefunden haben, bleibt es bei den jeweils 4 Wagen von Nissan und Aston Martin ohne Umbesetzungen und auch bei Ford muss nur ein Mann bzw. in diesem Falle Dame den Stull rücken. So wird bei Belgian Racing, dem Satelliten Team von Marc VDS, nämlich Vannina Ickx das Cockpit für Jonathan Hirschi abgeben müssen. Dies wird wohl auch so ziemlich der letzte Einsatz für sie in einem Ford GT gewessen sein, denn Marc VDS wird ab 2012 2 BMW Z4 in der neuen GT-World Championchip an den Start bringen, bei der GT1, GT3 und GTE Wagen per massiven Einsatz von BoP angeglichen werden sollen.

Da aber Matech Concepts pleite ging und es somit auch mit den Ersatzteilen bzw. weiteren Verbesserung der Wagen daher schlecht aussieht ist wohl nicht davon auszugehen, dass wir diese toll klingenden V8 im nächsten Jahr wieder sehen, obwohl Lambda, ein neues Team die Homologationsnummern für den GT1 und den GT3 Ford GT übernommen hat und wohl auch den GTE-Ford zu Ende entwickeln will, aber sie werden sich wohl zuerst auf den GTE-Wagen konzentrieren.

Die Rennen werden am Samstag um 9.15 Uhr und am Sonntag um 9.00 Uhr von Sport 1 und im offiziellen Stream übertragen, während das Quali am Samstag um 3.45 Uhr MESZ wie gewohnt nur im Stream zu gucken sein wird.

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