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February 24 2014

06:39

February 20 2014

17:03

December 02 2013

07:25

WEC: Analyse Bahrain 2013 – Überraschung zum Schluss

Dass Toyota in Bahrain schnell sein würde, hatte man vorher erwartet. Dass die Audi aber kaum eine Chance hatten, war überraschend. Dennoch war das Rennen in der LMP1 und in allen anderen Klassen sehr spannend.

AUTO - WEC 6 HOURS OF BAHRAIN 2013Schon in der Qualifikation zeigte Toyota eine überraschend starke Form. Waren die TS030 zu Beginn der Saison auch auf eine schnelle Runde den Audi R18 unterlegen, lagen sie in Bahrain vorne. Zwar war der Vorsprung der Japaner nur hauchdünn und betrug wenige Zehntel, aber dennoch ist es Toyota gelungen, während der Saison einen deutlichen Rückstand aufzuholen. In Spa lag man mit der schnellsten Runde in der Quali noch 1,4 Sekunden hinter den Audi. Le Mans lasse ich wegen der Besonderheiten der Strecke weg. In Interlagos betrug der Rückstand nur noch 0,7 Sekunden, in Austin waren es wieder 1,7 Sekunden, in Fuji aber nur noch 0,3 Zehntel. In China stand man auf der Pole (Vorsprung 0,5 Sekunden) und in Bahrain knapp 1 Zehntel. Ähnlich haben sich die Rundenzeiten im Rennen geändert. Die Entwicklung ist erstaunlich und wenn man sich die Boxenstopps anschaut, stellt man fest, dass Toyota auch hier aufholen konnte.

Zu Beginn des Jahres konnte man feststellen, dass Audi die Taktik geändert hatte. Statt auf den Mix Verbrauch/Speed zu setzen, überraschte Audi mit deutlich schnelleren Rundenzeiten. Schuld daran war der angeblasene Diffusor, der mehr Abtrieb brachte. Man vermutet, dass der überarbeitete R18 cirka 20 % mehr Abtrieb erzeugt, was aber auch bedeutet, dass man 20 % mehr Leistung abrufen musste, was sich wieder auf den Verbrauch niederschlägt. Toyota war genau den umgekehrten Weg gegangen. Man hatte den aerodynamisch überarbeiteten Wagen zwar schneller bekommen, gleichzeitig aber auch den Verbrauch reduziert. Am Ende reichte das nicht, Audi hatte das deutlich bessere Paket, wie man dann spätestens in Le Mans sehen konnte.

Toyota gelang aber das Kunststück, über die Saison den Spieß umzudrehen. Das ist doppelt erstaunlich, hatte man doch nach Le Mans das Programm reduziert und sowohl in Interlagos als auch in Austin nur einen Wagen an den Start gebracht. Aber offenbar hatte man weiter an Motor und Auto gearbeitet. Dabei gelang Toyota gleich zweierlei: Zum einen machte man den Wagen schneller, zum anderen konnte man gleichzeitig den Verbrauch anpassen. Sichtbar wurde dies zum ersten Mal in China, in Bahrain wiederholte sich das Spiel. Zwischen Audi und Toyota lag bei den Boxenstopps selten mehr als eine Runde, die Standzeit war ebenfalls gleich und die Toyota waren auf der Strecke etwas schneller. Der Vorsprung war allerdings minimal, vielleicht ein paar Zehntel pro Runde. Doch in sechs Stunden summiert sich der Abstand.

In Bahrain spielte sich an der Spitze Ähnliches wie in China ab. Die Toyota gingen in Führung und setzten sich im Verlauf der ersten Stunden rund 30 Sekunden ab. Dann stagnierte der Vorsprung. Ob die Toyota sich etwas zurückhielten oder ob Audi im Verlauf des Rennens an Speed zulegen konnte, ist schwer zu sagen, da die Rundenzeiten wegen der Überrundungen stark schwankten. Ein weiterer Grund mag im Ausfall des Toyota mit #7 nach rund zwei Stunden gewesen sein. Vermutlich lag ein Motorschaden vor, was Toyota dazu gebracht haben könnte, die #8 soweit einzubremsen, dass man den Vorsprung halten konnte.

Auch bei Audi gab es Probleme. Die neuen Weltmeister McNish, Kristensen und Duval kamen nicht ins Ziel, weil beim Audi mit der #2 das Getriebe versagte. Hinzu kam dann noch eine Durchfahrtsstrafe für die #1, weil man unter Gelb überholt hatte. Damit war der Toyota am Ende sicher in Front und die Japaner konnten zumindest den letzten Sieg in diesem Jahr für sich verbuchen.

Es gibt einige Gerüchte, die darauf anspielen, dass Audi nicht mehr alles gezeigt haben könnte. Das halte ich für nicht stichhaltig. Es gibt keinen Grund, warum Audi sich am Ende dieser Saison zurückhalten sollte. Motoren und Chassis werden 2014 nicht mehr eingesetzt, die ganze BoP kommt mit den neuen Regeln erst mit dem Test in Le Mans Anfang Juni 2014. Warum sollte Audi am Ende der Saison mit einem Auslaufmodell nicht mehr alles zeigen?

Der Schlüssel für die Auferstehung der Toyota könnte auch in den Michelin-Reifen liegen. Toyota verzichtete in China und Bahrain auf Doppelstints, was man im letzten Jahr noch problemlos machen konnte. Audi versuchte es in Bahrain gegen Ende des Rennens mit einem Doppelstint, verlor aber dann gegen Ende des Stint sehr viel Zeit (rund zwei Sekunden pro Runde). Toyota gelang es über die gesamte Stintlänge, das Maximum aus den Reifen herauszuholen.

Da zwei Spitzenfahrzeuge weg waren, hätte eigentlich Rebellion auf P3 vorrücken können. Aber die Schweizer hatten in Bahrain Pech. Der Toyotamotor verabschiedete sich mit einem ziemlichen Schlag und einem mittelgroßen Feuer.

LMP2

Die Meisterschaft stand in der LMP2 noch zur Entscheidung aus, aber die G-Drive-Mannschaft hatte nur noch theoretische Chancen auf den Titel. Bei OAK ging man das Rennen nach einem turbulenten Start sehr ruhig an und hielt die Wagen im Bereich der Top 5. Vorne war zunächst der G-Drive-Wagen mit Rusinov/Martin/Conway an der Spitze, aber dann stürmte der Pecom Oreca von hinten an und übernahm die Führung. Weit konnte sich die Mannschaft von Perez Companc aber nie absetzen, der Vorsprung betrug selten mehr als 20 Sekunden. Um Platz drei kämpften im Verlauf des Rennens der Greaves-Zytek und die beiden OAK, die im Verlauf des Rennens das Tempo erhöhten. Da der OAK mit Baguette, Gonzales und Plowman nur in Reichweite des G-Drive bleiben musste, übertrieb man es auch nicht mit dem Druck nach vorne. Wie schnell man in Probleme kommen kann, musste dann Pecom erleben. Knapp 90 Minuten vor dem Ende flog der Wagen am Ende Geraden ohne Bremsen ab. Dank der großen Auslaufzonen passierte nichts, der Wagen konnte sich sogar an die Box zurückschleppen und das Rennen beenden.

Am Ende konnte der G-Drive Wagen zwar gewinnen, aber der Sieg reichte nicht, um sich die Meisterschaft zu sichern. Wegen der vielen Ausfälle in der P1 landete man sogar auf P3 der Gesamtwertung. Auf Platz zwei in der Klasse landete der OAK mit Brundle, Heinemeier-Hanson und Pla. Dritter wurde der Greaves mit Wirdheim, Reip und Lancester. Die beiden Lotus erwischten ein rabenschwarzes Wochenende. Die #31 flog schon in der ersten Kurve raus, die #32 kam nur fünf Runden weit.

GTE-Pro

Die besten Chancen auf den Meistertitel in der GTE-Pro hatte Aston Martin mit der Paarung Mücke/Turner. In der Fahrer-WM führten beide mit fünf Punkten vor den AF-Corse Piloten Bruni/Fisichella. Die italienische Ferrari-Mannschaft entschloss sich vor dem Rennen dazu, beide Fahrer auf zwei Wagen zu verteilen, um die WM-Chancen zu vergrößern. In der Konstrukteursmeisterschaft sah die Sache noch klarer aus, denn da betrug der Vorsprung von Aston Martin 17,5 Punkte.

In der Qualifikation hatten jedoch die Porsche die Nase vorn. Das Werksteam war in Bahrain mit dem neuen 2014er RSR angereist, der vor allem im Bereich Abtrieb überarbeitet wurde. Meint: Der neue 911er hat etwas weniger Abtrieb, um das leidige Problem mit dem Topspeed in den Griff zu bekommen. Das funktionierte in der Quali schon mal gut, im Rennen konnte der RSR auch vorne mithalten. Hier zeigte sich aber ein Problem mit dem Reifenverschleiß, der immer noch etwas über den Werten liegt, die man gerne hätte. Im ersten Drittel eines Stint funktioniert der Wagen gut, danach bauen die Reifen dann zu schnell ab und man verliert Zeit.

Im Rennen fielen Stefan Mücke und Darren Turner schon früh zurück, während der Ferrari mit Bruni/Vilander sich mit dem Porsche von Bergmeister/Pilet um den ersten Platz prügelte. Der zweite Porsche mit Lieb/Lietz fiel schon nach wenigen Runden zurück, weil er von einem LMP2-Lotus abgeschossen wurde. Während des Rennens konnte sich die AF Corse Mannschaft langsam gegenüber dem Porsche durchsetzen und man übernahm die Führung. Der Vorsprung betrug aber selten mehr als 30 Sekunden auf den neuen RSR.

Von Aston Martin sah man im Rennen nur wenig. Die Führung für Bruni war keine gute Nachricht für Mücke/Turner, die auch nicht in der Lage waren, die beiden Führenden unter Druck zu setzen. Aber es sollte noch schlimmer kommen. Nach knapp dreieinhalb Stunden rollte der Aston nur noch langsam um den Kurs und schaffte es gerade so in die Box. Dort konnte man dann nur noch den Exitus des Antriebs feststellen. In der letzten Stunde des Rennens fiel dann auch noch der zweite Aston mit Lamy/Senna/Stanaway ebenfalls mit einem technischen Defekt aus. Jetzt blieb den Briten nur noch die Hoffnung, dass die Ferrari ein ähnliches Problem ereilen würde. Doch die F458 liefen wie ein Uhrwerk. Das Rennen und damit die Weltmeisterschaft gewannen Vilander/Bruni. Ärgerlich ist das für Fisichella, dem wegen der Umbesetzung die Weltmeisterschaft verwehrt blieb. AF Corse holte auch den Konstrukteurstitel in der GTE-Pro. Eine große Enttäuschung für das Aston Martin Team, die das Jahr (auch dank der gefühlt 23432 Ausnahmegenehmigungen der FIA) oft dominiert hatten.

GTE-Am

Hoffnungen hatten die Briten auch in der Amateur-Wertung. In der Markenwertung führte man vor dem Rennen mit fünf Punkten vor dem 8Start Team, bei den Fahrern waren es Altmeister Campbell-Water und Stuart Hall, die mit fünf Punkten vor dem Porsche Duo Vernay/Narac lagen. Weitere vier Punkte dahinter lagen die 8Star-Piloten Aguas und Potolicchio. Im Rennen setzte sich der “Dänen-Bomber” mit Nygaard, Poulsen und Thiim sofort an die Spitze. Die Aston-Mannschaft gab ein Tempo vor, dem die Konkurrenz nicht folgen konnte. Nygaard und Poulsen haben das Jahr eigentlich komplett dominiert. Doch der Unfall in Le Mans, bei dem Teamgefährte Allan Simonsen ums Leben kam, und der Ausfall in Interlagos zerstörten die WM-Chancen. Campbell-Water und Hall konnten dem Tempo der Dänen nicht folgen, zudem gab es Probleme mit der Elektronik in der zweiten Stunde des Rennens, die den Aston gleich um zwei Runden zurückwarfen.

Hinter den Dänen kämpften der IMSA-Porsche und der 8Star-Ferrari um die Plätze und dabei ging es teilweise um Zehntelsekunden. Über die folgenden Stunden entwickelte ein zäh geführter Kampf zwischen beiden Teams. In der vierten Stunde ereilte die IMSA-Mannschaft dann das Schicksal in Form eines sehr langen Boxenstopps, der die WM-Chancen zunichte machte. Damit rückten Campbell-Water und Hall einen Platz nach vorne, was sich am Ende als wichtige Entscheidung herausstellen sollte.

An der Spitze versuchte das 8Star-Team alles, aber der Ferrari war gegen den Aston Martin der Dänen chancenlos. Nachdem man sich eine Runde Rückstand eingehandelt hatte, konnte nur noch ein Defekt den Aston stoppen, doch das Rennglück blieb bei den Briten. Nach sechs Stunden gewannen Nygaard/Poulsen/Thiim verdient vor Aguas/Potolicchio. Der zweite Aston kam auf Platz 5 und so retteten Campbell-Water und Hall ihre Meisterschaft mit nur einem einzigen Punkt. Immerhin konnte 8Star Motorsport aber die Teamwertung für sich entscheiden.

Es war ein gutes Abschlussrennen der WEC in Bahrain, das viel Spannung bot. Und ein würdiger Abschluss für die LMP1-Fahrzeuge und deren Motoren, die wir so ja nicht mehr wiedersehen werden. Gut war auch die Entscheidung der FIA, den Saisonabschluss in Bahrain und nicht in China fahren zu lassen. Die Strecke passt den Prototypen, das halbe Nachtrennen lieferte auch schöne Bilder. Die Serie verabschiedet sich nun in eine lange Winterpause, denn es wird erst wieder im April weitergehen. Zwischendurch gibt es aber traditionell Ende Januar die Einladungsliste des ACO für Le Mans zu vermelden. Wie man hört, wollen Audi, Toyota und Porsche in Le Mans mit jeweils drei Wagen an den Start gehen. Das wären neun Fahrzeuge, die um den Sieg kämpfen könnten – man darf sich jetzt schon ein wenig freuen.

WEC_BAH_2013 00009

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February 15 2012

10:50

Ferner liefen: Die Newshappen für 15.2.2012

// Lotus expandiert weiter mit seiner Marke und sponsort in diesem Jahr das Motopark Team aus Oscherleben. Lotus steigt damit auch in einer kleinen Klasse ein, um den eigenen Nachwuchs besser fördern zu können. Das sind auch gute Nachrichten für den F3 Cup, der sich im Gegensatz zur F3 Euro Serie immer besser entwickelt. Das sich Lotus für den Cup entschieden hat, dürfte auch Kostengründe haben, zeigt aber, dass die Serie auf dem richtigem Weg ist.

// Beim F1 Lotus Team ist man derweil guter Stimmung. Die Tests letzte Woche haben wohl bessere Ergebnisse eingebracht, als man erwartet hatte. In der Tat waren die Zeiten vor allem bei den Longruns sehr gut, auch fuhr Grosjean eine der schnellsten Zeiten in Jerez. Es gibt weiterhin Gerüchte, dass Lotus über den Winter irgendwas gefunden haben soll, was dem Team einen großen Schritt nach vorne erlaubt. Bei Ferrari ist man bei weitem nicht so optimistisch. Alonso vermeldete, dass seine Bestzeit in Jerez gar nichts wert sei und man immer noch dabei sei, die Abstimmung zu verstehen. Da habe man ca. 20% erreicht, weil der Wagen derartig komplex sein, dass man einfach Zeit benötigen würde. Weitere Einschätzungen gibt es morgen im Racingblog Podcast.

// Keine guten Nachrichten gibt es aus Bahrain. Die Proteste sind in den letzten Wochen wieder etwas heftiger geworden, zum Jahrestag der Proteste hat man am Demonstrationsverbot geschraubt. Gerade in England mehren sich die Stimmen, dass ein F1-Rennen eventuell keine gute Idee sein könnte. Ecclestone hält offiziell am Grand Prix fest.

// Rubens Barrichello steht wohl kurz vor einem Vertragsabschluss mit KV Racing. Er wird nächste Woche erneut testen und Jimmy Vasser vermeldete, dass man “good to go” sei. Offen Fragen betreffen wohl das endgültige Sponsorenpaket und die “Heimatfront”. Barrichello hatte seiner Familie versprochen, dass er keine Oval-Rennen fahren wolle, sieht das jetzt aber wohl etwas anders.

// Ed Carpenter Racing tritt in diesem Jahr mit Chevrolet-Motoren in der IndyCar an.

// Neuigkeiten gibt es auch in Sachen Sponsoren bei der IndyCar. Mit Firestone hat man den Deal um 2 weitere Jahre verlängert, dazu kommen mit Discover Network und Frist Bankcard zwei weitere potente Geldgeber. Etwas ungewöhnlich ist ein weiterer Sponsor: Die Firma “Fuzzy’s Ultra Premium Vodka” darf sich nun “Offizeller Vodka der IndyCar” nennen. Na dann Prost.

// Etwas untergegangen ist die Meldung, dass Sprint Network den Vertrag mit der NASCAR verlängert hat. Man wird bis 2016 weiter Titelsponsor sein.

// Ryan Pemberton, ehemaliger Crew Chief von Brian Vickers bei Red Bull, hat einen neuen Arbeitgeber gefunden. Er wird ab sofort bei Tommy Baldwin Racing für den Wagen von Dave Blaney zuständig sein.

// Tom Onslow-Cole hat in der BTCC bei West Surrey Racing angedockt und wird dort neben Nick Foster und Rob Collard unterwegs sein. WSR setzt wieder auf ein BMW-Chassis, dem aber ein ein NGTC-Motor eingepflanzt wird.

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June 09 2011

14:24

Formel Eins: Vorschau GP Kanada 2011

Die Rennen in Kanada gehörten in den letzten Jahren schon immer zu den Besten im Kalender. Mit zwei DRS-Zonen und den Pirelli Reifen wird das in diesem Jahr nicht anders sein.

Neben dem kleinen Rennen in Le Mans, gibt es auch noch ein Formel Eins Rennen in Kanada. Die Strecke in Montreal ist bekannt. Sie besteht mehr oder weniger aus langen Geraden und einigen Schikanen, die allerdings sehr eng sind. Dazu kommt, dass bei der Planung der Strecke das Wort “Auslaufzone” irgendwie vergessen hat. Die Wagen erreichen zwar mehrfach die 300 km/h Grenze, müssen dabei aber zwischen zwei Mauern durchpfeilen. Dass das schon mal schlecht ausgehen kann, hat man 2007 gesehen, als Robert Kubica seinen BMW an einer, mittlerweile entfernten, Mauer in seine Kohlefaserbestandteile zerlegt. Mit einer überholfreudigeren Formel Eins in diesem Jahr, wird die Sache nicht leichter. Dazu kommt, dass es an der Spitze in diesem Jahr wieder eng werden könnte.

Natürlich gelten die Red Bull und Sebastian Vettel als Favoriten in Kanada und wer soll sie schlagen? Mark Webber ist es vermutlich nicht. Zwar geht es etwas aufwärts mit seinen Leistungen, aber er kommt noch immer nicht so wirklich mit den Pirelli Reifen klar. Die Konkurrenz wird wohl eher aus dem Lager McLaren kommen, wo man sich in Kanada sehr viel ausrechnet. Der Wagen ist schnell und so lange keine schnellen Kurven im Weg sind, kann man den Vorteil der Mercedes-Motoren besser ausspielen.

Denn der Red Bull RB7 generiert so viel Abtrieb, dass er eine schlechte Höchstgeschwindigkeit, was sich in Kanada selten wirklich gut ist. Aber gleichzeitig bietet der Abtrieb selbst in den engen Schikanen durchaus einen Vorteil. Zum einen kann man einen Tick später bremsen, zum anderen kommt man aus der Kurve einfach besser raus und hat so beim rausbeschleunigen genau den kleinen Vorteil, der reicht, um selbst mit einem Geschwindigkeitsnachteil auf der Geraden vorne zu bleiben.

McLaren sieht hier einen Vorteil, vor allem im Rennen. Ihr Wagen ist etwas schneller auf der Geraden, dazu kommen die beiden DRS Zonen, mit denen die FIA in Kanada experimentiert. [Wo die sein werden trage ich nach]. Man vermutet, dass man damit in der Lage sein sollte, Red Bull besser unter Druck zu setzen. Ich bin da noch etwas skeptisch. Red Bull war in Australien schnell, sie werden es auch in Kanada sein.

Ferrari hat Kanada schon abgeschrieben. Der Wagen passt hinten und vorne nicht, man bemüht sich gerade dem F150 etwas mehr Abtrieb beizubringen. Das bedeutet zwar, dass man in Sachen Topspeed vorne mit dabei sein wird, aber die reicht halt nicht aus, um Rennen zu gewinnen. Bei den Italienern ist die Stimmung etwas gedrückt und nach der Ablösung von Aldo Costa steht man zu dem vor größeren Umstrukturierungen. Offiziell hat man den WM-Titel nicht abgeschrieben, dafür ist die Saison auch noch zu lang, aber die Chancen sind doch sehr schmal geworden und man kann nur hoffen, dass man den Wagen so gut hinbekommt, dass man wieder um Siege fahren kann. Immerhin schleppt man etliche Updates mit über den Atlantik, mal sehen, was sie wieder bringen.

Davon weit entfernt scheint Mercedes, deren Form in diesem Jahr sehr wechselhaft war. In Spanien lief es eigentlich nicht schlecht, da hatte man auch wenig Pech, dass es für ein besseres Resultat nicht reichte. Aber der Abstand in der Qualifikation liegt weiterhin bei rund einer Sekunde und wird sich in den letzten zwei Wochen auch nicht reduziert haben. Der Anspruch von Mercedes muss der sein, dass man zumindest mit den Ferrari auf Augenhöhe liegt, was in Kanada durchaus der Fall sein könnte. Interessant wird auch sein, ob Schumacher seine in den letzten zwei Rennen ansteigende Form in Kanada wird bestätigen können.

Die Wundertüte des Jahres kommt aus dem Hause Renault. Mal geht der Wagen wie die Hölle, mal versinkt er im tiefen Mittelfeld. Eric Boullier ließ in einen Interview nach dem Rennen in Monaco durchblicken, dass er vor allem mit den Quali-Leistungen von Nick Heidfeld alles andere als zufrieden ist. Wenn ein Teamchef in der Presse sagt, dass sich ein Fahrer steigern muss, kann man sich vorstellen, wie Stimmung im Team ist. Die Rennpace von Heidfeld stimmt immer noch, aber seine Quali-Schwäche ist weiter vorhanden. Petrov fährt ihm zwar nicht um die Ohren, aber allein, dass man zeitgleich ist, passt Renault nicht, die durch Kubica gewohnt sind, dass der Nummer Eins Fahrer immer ein paar Zehntel schneller ist (und sein sollte). Derweil gibt es auch mal wieder Gerüchte, dass Renault in finanziellen Schwierigkeiten steckt.

Da Group Lotus den Gerichtsstreit mit Team Lotus verloren hat und den Namen “Lotus” nur als Sponsor, nicht aber für das Chassis verwenden darf, ist die gesamte Idee eines “Lotus Team”, dass Proton und Lotus-Autos verkaufen soll, hinfällig. Gleichzeitig gibt es unbestätigte Gerüchte, dass das Team Renault F1 (den Motorenhersteller) jede Menge Geld schuldet. Die Situation scheint also nicht gerade schön.

Zumal von hinten weitere Team drängen. Vor allem Sauber, deren Wagen bisher auf den schnellen Geraden immer ganz vorne war, sieht nach einem Team aus, dass nun regelmäßig in die Top 10 fahren kann. Sergio Perez ist nach seinem heftigen Abflug in Monaco wieder auf den Beinen, Kobayashi sollte die Strecke in Kanada auch besser liegen. Von den Schweizern kann also einiges erwarten und ich wäre nicht überrascht, sie am Ende sehr weit vorne zu finden.

Einen Aufwärtstrend gibt es auch von Toro Rosso zu vermelden, die besser wieder etwas aussehen. Beim Nachwuchsteam von Red Bull hat man neben dem eher schwachen Saisonstart vor allem mit dem Problem zu kämpfen, dass man gerne Daniel Riccardo ins Team heben würde. Dafür müsste man entweder Alguersuari oder Buemi aussetzen lassen, was nicht leicht ist, denn beide liefern keine schlechte Rennen ab. Dem Spanier fehlen allerdings bisher WM-Punkte, was sich als Argument für Red Bull herausstellen könnte. Ein Zeichen, dass Ricciardo demnächst in einem Rennen zu sehen könnte, ist die Ankündigung von Toro Rosso, dass man den Australier für Buemi im ersten freien Training einsetzen wird.

Den Rest des Feldes lasse ich mal weg, da wird man eh nicht viel Überraschungen erleben.

Deutlich interessanter als das Hinterfeld ist die Situation um den Bahrain GP. Vor einer Woche beschloss die FIA, dass das Rennen stattfinden soll, sogar ein Termin wurde genannt. Sofort brach ein Sturm der Entrüstung los, Fahrer wie Mark Webber machten deutlich, dass sie von der Entscheidung nichts halten würden. Dann feuerte Max Mosley aus dem Hinterhalt, als er meinte, dass die FIA ohne die Team gar nichts beschliessen könne. Dienstag räusperte sich die FOTA und meinte, man wolle zwar grundsätzlich fahren, aber nicht am 30.10., also bekleckerte man sich auch nicht gerade mit Ruhm. Mittwoch meinte Bernie Ecclestone zu jedem, der ihn darauf ansprach, dass der GP in Bahrain sowieso nicht stattfinden würde. Die Kehrtwendung geht wohl darauf zurück, dass etliche Sponsoren wohl meinten, dass sie auf gar keinen Fall in Bahrain an der Strecke oder auf einem Wagen zu sein wollen. Darunter gehörte wohl auch CNN, die auf dem Lotus werben und vermutlich nicht glücklich sind, wenn ihr Logo in Bahrain in einem F1 Rennen zu sehen ist, während draussen Anderson Cooper mal wieder Verletzte versorgt.

Die FIA hat sich gerade bis auf die Knochen blamiert. Der geleakte Report von einem Besuch in Bahrain, ist ein Witz. Wenn man ihn liest merkt man schon, dass man sich von den Behörden hat einwickeln lassen. Statt eine unabhängige Menschenrechts-Gruppe wie “Reporter ohne Grenzen” mit auf die Reise zu nehmen, schickt man den Vizepräsidenten der FIA, dem ich nichts Böses unterstellen möchte, aber der vermutlich nicht wirklich die geeignete Person für so einen Auftrag ist. Die FIA sollte schleunigst versuchen, sich aus dem PR-Desaster zu winden. Ein klares Wort von Jean Todt wär da die richtige Reaktion. Der ist in Le Mans, verweigert aber wohl sämtliche Fragen zu dem Thema zu beantworten.

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June 08 2011

05:53

Ferner liefen: Die Newshappen

# Findet er nun statt, oder doch nicht? Der Grand Prix von Bahrain steht weiter im Fokus der Aufmerksamkeit. Nachdem die FIA Freitag nach dem Meeting des World Council verkündete, dass das Rennen stattfindet, rudert man jetzt offenbar an allen Fronten wieder zurück. Bernie Ecclestone wird in verschiedenen Medien mit der Aussage zitiert, dass man das Rennen in Bahrain lieber als letzten Lauf planen sollte und schafft sich und der FIA damit eine sperrangelweit offene Hintertür. Dabei war es Ecclestone selber, der in der Woche vor dem Meeting angedeutet hatte, dass man indischen Grand Prix verschieben wolle, um Platz für Bahrain zu schaffen. Doch hinter den Kulissen gärt es offenbar. Max Mosley, zwar nicht mehr FIA-Chef, aber immer noch ein wichtige Persönlichkeit innerhalb der FIA, meinte in der BBC, dass man in Bahrain auf gar keinen Fall starten dürfe und plauderte aus, dass die Zustimmung für einen möglichen Start sowieso nur über die Teams zu haben sein. Doch die FOTA ließ sich sage und schreibe vier Tage Zeit, eine Position zu finden, und verkündete recht schmallippig, dass man zwar gerne fahren würde, aber nicht am 30.10. Gleichzeitig gibt es Gerüchte, dass etliche Sponsoren angekündigt haben, dass man seine Logos nicht gerne auf den Wagen und an der Strecke sehen möchte, sollte sich die Lage in Bahrain nicht grundsätzlich ändern. Wie man sieht – da ist das letzte Wort noch lange nicht gesprochen und es sieht so aus, als würde die FIA und Ecclestone nach einer Möglichkeit suchen, den GP von Bahrain absagen zu können. Das hätte man wirklich einfacher haben können, in dem man das Rennen sofort auf den Dezembertermin geschoben hätte. (Don)

# Jean Todt hat klar gestellt, dass es auch 2012 bei 20 Rennen pro Jahr bleiben wird. Im momentanen Entwurf des F1-Kalenders stehen aber 21 Rennen, wobei der GP Türkei mit einem “tbc” versehen ist. Doch so einfach ist die Sache wohl nicht, denn wie James Allen berichtet, lockt Ecclestone die Teams damit, dass mehr Rennen auch mehr Geld bedeuten. Eine der Hauptsäulen der Einnahmen in der F1 sind die Garantiesummen, die die Veranstalter vorab zahlen müssen, damit der ganze Zirkus überhaupt anreist. Bei den europäischen Rennen halten sich die Summen in Grenzen (zwischen 10 und 20 Millionen Dollar), aber vor allem bei den neuen Überseerennen sieht die Sache anders aus. Gerüchte besagen, dass Korea sich den Spaß bis zu 40 Millionen Dollar kosten lässt, wo von 20 Millionen bei den Teams landen. Ein weiterer GP bringt einem Team also bis zu 2 Millionen Dollar, was gerade für die kleinen Teams keine geringe Summe ist. (Don)

# Kimi Räikkönen wusste bei seinen beiden Auftritten in der NASCAR durchaus zu überzeugen, aber es ist nicht sicher, was er nun macht. Kyle Busch, der ihm die Autos gestellt hatte, weiß es im Moment auch nicht, würde sich aber freuen, wenn der Finne sich für die NASCAR entscheiden würde. Von seiten der NASCAR hört man, dass man großes Interesse an Räikkönen hat. (Don)

# Zum Thema Kyle Busch vs. Richard Childress gibt es auch Neuigkeiten. Bekanntermaßen hatte der 65jährige Childress am Samstag nach dem Truckrennen, wo Busch nach der Zieldurchfahrt mal wieder einem seiner Fahrer ins Auto gefahren war, Kyle Busch in den Schwitzkasten genommen und ihm laut Augenzeugen mehrfach ins Gesicht geschlagen. Solche Aktionen bestraft die NASCAR normalerweise mit heftigen Strafen, doch Childress kommt mit 150.000 Dollar davon. Er steht dann bis Ende des Jahres unter Bewährung. Die relativ geringe Strafe werten Beobachter als eine Art “Das musste ja mal so kommen” Aussage der NASCAR. (Don)

# Bei Stewart-Haas-Racing läuft es gerade nicht gut. Tony Stewart und Ryan Newman wären zwar im Moment für den Chase qualifiziert, aber vor allem Stewart hat bisher in diesem Jahr nur ein Top 5 Ergebnis einfahren können. Jetzt hat man sich von Bobby Hutchens getrennt, dem bisherigen “Director of competition”. Ihm folgt nun Matt Borland. Offenbar ist Stewart unzufrieden, was die Teamorganisation angeht. (Don)

# Sam Hornish jr. darf mal wieder eine Runde im Sprint Cup mitmachen. Er ersetzt bei Furniture Row am Wochenende in Pocono Travis Kvapil, da der parallel in Texas bei den Trucks an den Start geht. (Don)

# Um es gleich zu Beginnn zu sagen: Es handelt sich beim Folgenden um völlig unbewiesene Spekulationen. Fix ist: Die kanadische Globe and Mail hatte am Montag kurzzeitig eine ziemlich merkwürdige Story auf ihrer Homepage, die nur wenige Stunden nach Erscheinen wieder gelöscht wurde. Diese dreht sich um Kommentare eines namentlich nicht genannten IndyCar Fahrers zu JR Hildebrands Fahrt beim Indy 500. Demnach gehe im IndyCar Paddock das Gerücht um, bei Panther Racing habe man unerlaubterweise einen größeren Tank zur Verfügung gehabt – es herrsche jedenfalls allgemeines Erstaunen, wie es Rookie Hildebrand fertig gebracht habe, schneller und gleichzeitig spritsparender zu fahren, als der darin bekannt gute Dario Franchitti. Auch ein Ingenieur aus der Serie wird mit ähnlichen Vermutungen zitiert. Möglich sei das alles, weil die INDYCAR die Autos nicht standardmäßig nach allen Rennen kontrolliert, sondern lediglich Stichproben nehme.
Wie gesagt: Diese Vorwürfe sind völlig unbewiesen – und die Zeitung wird den Artikel sicher auch nicht grundlos gelöscht haben. Interessant ist die Causa aber aus einem anderen Grund: Graham Rahal hat den Artikel via Twitter verlinkt – und dafür ziemlich verständnislose Reaktionen von Fans geerntet. Man darf gespannt sein, ob man vielleicht in diesem Zusammenhang noch einmal von der Geschichte hören wird. (Vorsicht)

# Und dann hat die IndyCar Series in dieser Woche noch einen weiteren dicken Fang (sorry) gemacht: Als Grand Marshalls für die “Twin 275s” konnten Dan und Don Evans gewonnen werden. Die beiden sind konsequenterweise Zwillinge und stammen aus Dallas. Einem breiteren Publikum (sorry) sind die beiden durch ihre Teilname an der Reality Show “The Biggest Loser” bekannt. Wie indycar.com stolz meldet, hatte Dan zum Finale der Show 130 Pfund abgenommen, Don 124. (Vorsicht)

# Eine ziemlich überraschende Ankündigung gibt es aus der BTCC zu vermelden. Tom Onslow-Cole, im Winter im Unfrieden vom Ford Focus Team AON geschieden, fährt ab sofort wieder für seine alte Truppe. Team AON wird daher ab Croft drei Wagen einsetzen. Damit steht AmD Milltek ohne Fahrer da. Der Golf machte zwar nicht den kräftigsten Eindruck in der Saison, doch es war eine klare Aufwärtstendenz festzustellen. (Don)

# Weil es heute ja schon los geht, hier der Zeitplan für die 24H von Le Mans:

Mittwoch
16.00 bis 20.00 Uhr – Training 24H Le Mans
22.00 bis 24.00 Uhr – Quali 1 24H Le Mans

Donnerstag
19.00 bis 21.00 Uhr – Quali 2 24H Le Mans
22.00 bis 24.00 Uhr – Quali 3 24H Le Mans

Samstag
ab 14.15 Uhr – Startaufstellung 24H Le Mans
15.00 Uhr – Start 24H Le Mans

# Am Schluss noch etwas in eigener Sache. Wir haben zwei neue Dinge auf der Seite. Oben rechts, mal als Versuch, ist der neue +1 Button von Google (Erklärung). Ebenfalls neu ist der Flattr Button. Damit kann man ein wenig helfen, die Hostingkosten des Blogs ein wenig mitzutragen. Wie genau Flattr funktioniert, steht hier. Wir freuen uns über jeden Klick :)

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June 01 2011

06:57

Ferner liefen: Die Newshappen

// Die Formel 1 Saison 2011 könnte länger werden als ursprünglich geplant. Der Grand Prix von Bahrain könnte nämlich den ursprünglich geplanten Platz des indischen Grand Prix am 30. Oktober einnahmen, sofern die FIA zum Schluss kommt, dass die politische Lage im Land die Austragung eines Rennens erlaubt. Das wäre durchaus denkbar, denn heute, Mittwoch sollten die während der Proteste eingeführten Notstandsgesetze wieder aufgehoben werden. Zumindest offiziell, denn auch danach wird man den offiziellen Druck gegen Proteste nicht lösen. Der Indische Grand Prix könnte in Folge dessen an das Ende der Saison verschoben werden. Das bisher letzte Rennen ist der GP von Brasilien am 27. November – weil aber neue Grand Prix wegen der Unwegbarkeiten bei Einreise und Zoll immer im zweiwöchigen Abstand vom vorherigen Rennen stattfinden, wäre der erste mögliche Termin also der 11. Dezember. Angeblich sollen die Organisatoren in Indien darüber ganz froh sein, weil die Arbeiten an der Strecke wohl doch nicht ganz so schnell vorangehen wie erwartet. Nicht begeistert sind dagegen die Teams, deren Mitarbeiter im Dezember die einzige Chance haben, sich ein wenig Freizeit abseits der Formel 1 zu gönnen. (Vorsicht)

// Sergio Perez und Vitaly Petrov haben nach ihren Unfällen in Monaco das Krankenhaus verlassen, und sich beide zuversichtlich, in Montreal wieder antreten zu können. Petrov hat zwar noch Schmerzen in den Beinen, ist sich aber “sicher“, in Montreal wieder antreten zu können. Nicht ganz so sicher ist die Angelegenheit bei Sergio Perez. Er selbst spricht davon, zwar noch Muskelschmerzen in den Beinen und im Nacken zu haben und sich an den Unfall nicht genau erinnern zu können – er ist aber ebenfalls “ziemlich sicher“, eine Rennfreigabe für Kanada zu erhalten. (Vorsicht)

// Renault stellt Nick Heidfeld die Rute ins Fenster. Man sei mit den Leistungen des Deutschen, vor allem im Qualifying, nicht zufrieden – das sagte Renault Teamchef Eric Boullier gegenüber autosport.com. Momentan ist aber davon auszugehen, dass diese Aussagen eher Heidfelds Motivation dienen sollen. Ihnen fehlt nämlich das Drohpotenzial – Renault fehlen nämlich schlichtweg Piloten, mit denen man Heidfeld einigermaßen gleichwertig ersetzen könnte. (Vorsicht)

// Die GP2 Asia Serie könnte nach vier zunehmend enttäuschenden Saisons vor dem Aus stehen. Offenbar ist man bei Teams und Organisatoren unzufrieden – auch, weil die Serie das ursprüngliche Ziel, nämlich asiatische Fahrer an die Formel 1 heranzuführen, verfehlt hat. Als Ersatz will man die “große” GP2 Serie um einige Überseerennen im Rahmen der F1 erweitern. Debattiert wird etwa über ein Rennen in Bahrain (sofern dort noch gefahren wird), in Abu Dhabi oder auch in Singapur. Zu viele zusätzliche Läufe soll es aber nicht geben, da sonst das Sponsorbudget für GP2-Piloten zu hoch würde. (Vorsicht)

// Wilde Gerüchte um Penske. Wie eine italienische Motorsportseite unter Berufung auf Gerüchte berichtet, sollen sich Roger Penske und Hendrick Motorsports auf eine Zusammenarbeit in der kommenden Saison geeinigt haben. Demnach wollen die beiden Teams 2012 gemeinsam mit Chevrolet in der IndyCar Serie antreten – und sollen außerdem daran interessiert sein, Simona de Silvestro als Fahrerin zu engagieren. (Vorsicht)

// Die geplanten Rennen der Superleague Formula und der GT3 EM im russischen Smolensk könnten vor der Absage stehen. Das behauptet zumindest eine russische News-Seite die einen Verantwortlichen der Rennstrecke mit den Worten zitiert, dass leider für beide Veranstaltungen ein Sponsor abgesprungen sei. Die Strecke könne sich die beiden Rennen daher nicht mehr leisten. Für die ohnehin etwas chaotisch wirkende Superleague Formula mag das nicht so überraschen – mehr dazu morgen in der Saisonvorschau zur Serie, sofern ich es bis dahin geschafft habe, mir ein kohärentes Bild zu veschaffen. Dass auch die GT3 dort nicht fahren soll, erstaunt aber doch etwas. Die französische AUTOhebdo vermeldet dazu, dass die Organisatoren die von der FIA geforderten Umbauten an der Strecke nicht vorgenommen haben. Und beim abgesprungenen “Sponsor” soll es sich demnach um öffentliche Gelder der Region Smolensk handeln, die nicht eingetroffen sind. Die Absage hat mittlerweile auch die GT3 offiziell bestätigt. Man will sich um einen anderen Austragungsort für einen Ersatzlauf umsehen. Das letzte Wort ist aber trotzdem noch nicht gesprochen, die Superleague Formula behauptet auf ihrer Facebook-Seite, es sei lediglich das Datum um eine Woche nach vorne verlegt worden. Vielleicht wird es sich bei dem Rennen dann aber, wie schon 2010 in Beijing, um ein “Einladungsrennen” ohne Sanktus der FIA und ohne Punkte handeln. (Vorsicht)

May 04 2011

06:48

Ferner liefen: Die Newshappen

# Seit gestern Nachmittag überschlagen sich die Meldungen über einen möglichen Verkauf der F1 an ein Konsortium bestehend aus der News Corp. (Murdoch) und EXOR, der Investmentgesellschaft der Familie Agnelli (Fiat). Das Thema ist derartig komplex, dass ich da heute einen eigenen Eintrag zu schreiben werde. Ich muss dafür einfach erst einmal die Fakten sortieren und mit ein paar Kollegen aus England sprechen.

# Bei Williams gibt es spektakuläre Veränderungen. Der bisherige Team Director und Williams Ur-Gestein Sam Michael verlässt das Team ebenso wie der Chef der Aerodynamik, Jon Tomlinson. Beide bleiben zwar bis zum Ende des Jahres in ihrem Positionen, werden Williams aber dann verlassen. Das ist schon mal die erste Bombe. Die zweite ist jedoch, dass Williams ausgerechnet Mike Coughlan reaktiviert hat. Genau den Coughlan, der 2007 zusammen mit Nigel Stepney in die “Spygate” Sache zwischen Ferrari und McLaren verwickelt war. Stepney hatte Coughlan Material über den aktuellen Ferrari angeboten, dass dieser dann annahm. Am Ende kostete McLaren die Sache schlappe 100 Millionen Dollar Strafe und Ron Dennis nahm später seinen Hut. Coughlan ist allerdings kein schlechter Mann. Er ist erfahren und hat bei McLaren gute Arbeit geleistet. Ob es allerdings eine gute Idee ist jemanden ins Team zu holen, der in der F1 völlig verbrannt ist und zudem seit 4 Jahren an keinem Wagen mehr gearbeitet hat, ist dann eine andere Sache.

Gleichzeitig wird mit der Umbesetzung dann auch klar, dass bei Williams die Probleme tiefer gehen. Zum einen scheint man wenig Hoffnung zu haben, dass man den FW33 noch so hin biegen kann, dass er vernünftig läuft, zum anderen scheint kein Vertrauen mehr in die eigene Entwicklungsabteilung zu haben. Williams steht vor einem kompletten Neuanfang, was aber wohl nötig war. Ob Coughlan den doch sehr erfahrenen Sam Michael ersetzen kann, halte ich für fraglich. Michael selber wird vermutlich bald bei einem anderen Team auftauchen.

Das klingt alles nach einer klassisch rationalen Entscheidung á la Williams, aber hinter den Kulissen brodelt es wohl im Team. Im Zentrum der Kritik steht der Geschäftsführer Adam Parr, dem hinter den Kulissen zur Last gelegt wird, dass er sich zu wenig um den Sport und die damit verbundenen Strukturen kümmert. Der Misserfolg in diesem Jahr geht zwar zu Lasten von Sam Michael, der aber offenbar das Team mehr oder weniger alleine führen muss. Parr hat sich gestern noch eine verbale Ohrfeige von Patrick Head eingefangen, da Parr gesagt habe, dass Head Endes des Jahres aus “Altersgründen” ebenfalls seinen Posten bei Williams aufgeben wird. Head hat scharf zurück geschossen und gesagt “”He wasn’t in a position to make that statement. My plans are not in the public domain and they will only be when I make my own statement later in the year.” (Don)

# Die FIA hat, wie von Bernie Ecclestone gewünscht, den Veranstaltern in Bahrain vier Wochen Gnadenfrist gegeben, bis über die Zukunft des Grand Prix in diesem Jahr entschieden wird. Aber auch mit den weiteren vier Wochen wird sich in Bahrain so schnell nichts ändern. Das Land schrammt weiter knapp am Bürgerkrieg herum. (Don)

# Die Silly Season geht in diesem Jahr besonders früh los, was aber damit zu tun hat, dass wohl bei entlichen Top Teams Veränderungen anstehen. Bei Red Bull wird wohl Mark Webber gehen, dem eine Rückkehr zu Williams nach gesagt wird, wo er Rubens Barrichello ersetzen könnte. Ferrari hat laut den divesen Twitter-Gerüchten bei Nico Rosberg angeklopft, nach dem die gewünschte Neubesetzung mit Robert Kubica nicht stattfinden kann. Massa wiederum wird mit Sauber in Verbindung gebracht, während Renault die Fühler nach Kobayashi ausgestreckt haben soll. Als gesetzt für die Saison 2012 gelten im Moment nur Alonso bei Ferrari, Vettel bei Red Bull sowie Hamilton und Button bei McLaren. Alle anderen Plätze sind wohl zu haben. (Don)

# Martin Truex ist sauer auf seine Crew, und verlangt <öffentlich nach einer Neubesetzung. Verschiedene Fehler seiner Pit-Crew haben ihm in den letzten Rennen einige Plätze gekostet. (Don)

# Nur 30.000 Besucher verloren sich am Sonntag im weiten Rund des Motordroms in Hockenheim. Das ist absoluter Minusrekord. Natürlich hat das nichts mit der Serie zu tun, in diesem Fall soll es das schöne Wetter (!), die Osterferien und der Feiertag gewesen sein, der die Menschen von der DTM ablenkt hat. Das lasse ich dann mal so stehen. Klar ist aber, dass im nächsten mehr los sein wird, dafür werden schon die BMW-Fans sorgen. (Via Mikes Blog) (Don)

# Buddy Rice, 2004 Sieger des Indy 500, wird laut speed.com in diesem Jahr für das Panther Team neben JR Hildebrand an den Start gehen. (Don)

April 27 2011

06:16

Ferner liefen: Die Newshappen

// Bis zum 1.Mai sollte sich eigentlich entscheiden, ob das Bahrain GP nun abgesagt wird, oder doch nur auf das Saisonende verschoben wird. Doch in Bahrain hat sich die Lage weiterhin nicht wirklich beruhigt. Zwar gibt es kaum noch gewalttätige Demonstrationen, aber es scheint nicht so, dass die regierende Königsfamilie die Sache im Griff hat. Kronprinz Salman bin Hamad Al-Khailfa hat auch seine Teilnahme an der Hochzeit von Prince William am Wochenende abgesagt, was nicht dafür spricht, dass die Lage entspannt ist. Eine komplette Absage wäre möglich und ich halte sie für sehr wahrscheinlich. Das gilt auch für einen GP in Bahrain in 2012. Gleichzeitig macht sich Bernie Ecclestone auch Sorgen um das Rennen in Japan. Auch dort hat sich die Lage nicht entspannt, das Land kämpft mit den Folgen des Erdbebens. Es gilt im Moment noch als sicher, dass der GP von Japan stattfinden wird, allerdings wird man vermutlich vor ziemlich leeren Rängen fahren müssen. (Don)

// In Indien geht der Bau der Rennstrecke dafür gut voran. Man ist wohl ziemlich weit fortgeschritten, eine Drama wie in Süd-Korea wird es nicht geben. Mittlerweile hat man auch schon einen Namen für die Strecke gefunden: “Buddh International Circuit“. Trotz des fehlenden “a”: Der Name orientiert sich an “Buddha” und soll “innere Ruhe” und “Frieden” symbolisieren. In den englischen Foren gibt es selbstverständlich schon die ersten “butt / buddh” Witze. (Don)

// Luca di Montezemolo hat sich mal wieder zu Wort gemeldet. Diesmal nicht um seinem Team zu sagen, dass es sich mehr anstrengen soll, sondern mit seiner alten Forderung nach einem dritten Wagen. Seiner Meinung nach würde es mehr Sinn machen, wenn die Top Teams einen dritten Wagen starten lassen, als irgendwelchen Hinterbänklern ein Startrecht zu geben. Gemeint sind wohl HRT und Virgin. Montezemolo hat sich schon mehrfach negativ über die neuen Teams geäußert, was ihm nicht viel Freunde eingebracht hat. (Don)

// Der Grand Prix der Türkei könnte in dieser Saison zum letzten Mal stattfinden. Was gerüchteweise schon länger im Raum steht, hat nun auch der Vorsitzende der städtischen Handeskammer von Istanbul, Murat Yalçintaş via Twitter bestätigt. Grund sollen nicht die miserablen Besucherzahlen, sondern überzogene finanzielle Forderungen von Bernie Ecclestone sein, der wohl in Zukunft das doppelte des bisher bezahlten Antrittsgeldes verlangt. Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen: Momentan laufen noch Verhandlungen, und die Aussagen von Herrn Yalçintaş klingen ein wenig nach Verhandlungstaktik. Immerhin würde sich Ecclestone mit einer Absagen auch ins eigene Fleisch schneiden: Er ist nämlich auch Besitzer der Strecke, deren einzige große Einnahmequelle das aus öffentlichen Geldern geförderte F1-Rennen ist. (Vorsicht)

// In Indien scheint man derweil Überlegungen über die Errichtung einer zweiten indischen Grand Prix Strecke anzustellen. Die Tageszeitung Times of India berichtet, dass die Regierung des Bundesstaates Goa an der Südwestküste des Landes erwägt, eine F1-taugliche Bahn in Küstennähe zu errichten. Konkrete Planungen oder Gespräche mit Bernie Ecclestone scheint es aber vorerst noch nicht zu geben. (Vorsicht)

// In Abu Dhabi schreiten derweil die Planungen voran, die Strecke noch bis zum Rennen im Herbst überholfreundlicher zu gestalten – zum Teil mit Mitteln, die für die Formel 1 etwas ungewohnt erscheinen. Autosport will erfahren haben, welche Änderungen dort genau geplant sind: Zum einen soll die Strecke im Bereich der Schikane und Haarnadel vor der langen Gerade deutlich verbreitert werden, so dass dort mehrere Linien gefahren werden können. Das gleiche will man auch in der Schikane am Ende der Gerade erreichen – dort will man die Strecke allerdings nicht verbreitern, sondern den zweiten Teil der Schikane überhöhen. Schließlich sollen auch noch die Kurven 13 und 14 (zwei 90-Grad Kurven, die auf die zweite Gerade folgen) in eine schnelle Linkskurve umgewandelt werden. (Vorsicht)

// Wer schon mal das Vergnügen hatte, die VIP Hospitality der F1 zu besuchen, der darf sich nun über die folgende Meldung wundern. Die in der “Beta Holding” des F1 Imperiums verankerte Hospitality macht jedes Jahr ein kräftiges Minus. Das ist dann doch eine Überraschung, immerhin kosten die Tickets den geneigten Konsumenten zwischen 2000 und 3500 Euro für ein Wochenende. Dafür bekommt man einen Platz über den Boxen, einen Besuch der Boxengasse, freies Essen und Schampus, aber damit hat es sich dann auch schon. Ins Fahrerlager kommt man mit dem Ticket nicht, die kosten extra und können nur von den Teams und der FIA erworben werden. Im Grunde zahlt man halt 3000 Euro für einen etwas besseren Sitzplatz und einen Timingscreen. Natürlich ist der Aufwand der betrieben wird, nicht gerade klein, aber jetzt auch nicht so groß, dass man vor Ehrfurcht erstarrt. Ein Grund für die Probleme sind wohl ausgerechnet die Sponsoren, die ihre Kunden/Freunde/Geldgeber mit Hospitality Tickets versorgen können. Damit bleibt weniger Platz für die richtig zahlenden Kunden. Nicht dass das alles ein wirkliches Problem wäre, die Verluste sind mit rund 200 Millionen Dollar seit 2006 aber schon im Bereich “Bemerkenswert”. (Don)

// Von der STCC gibt es ja leider kaum Bilder, aber ein paar Onboard-Aufnahmen vom letzten Wochenende sind bei You Tube aufgetaucht. Beim Rennen am Jyllandsringen verunglückte der mehrfache Meister Serie, Richard Göransson, schwer. Was genau passiert ist, weiß man nicht, offenbar ist irgendetwas an seinem BMW gebrochen und er schlug hart in einer Böschung auf. Resultat: eine verletzte Wirbelsäule und drei Monate Pause.

// NASCAR-Pilot und -Teambesitzer Michael Waltrip tobt sich seit letztem Jahr auch gerne mal bei den Sportwagen aus, etwa bei den 24h von Spa 2010 oder in Le Mans dieses Jahr. Nun denkt Waltrip darüber nach, ermutigt von Co-Owner Robert Kauffman, der schon länger GT-Rennen bestreitet, auch mit seinem Team in diesen Bereich zu expandieren. ALMS, Grand-Am und sogar ILMC seien Möglichkeiten, die man sich anschaut; mit ALMS-Chef Atherton habe er in Sebring gesprochen, die Grand-Am liege vor allem wegen der NASCAR-Verbindung und den 24h von Daytona nahe. (Stefan)

//Aston Martin-Pilot Adrian Fernandez hat via Twitter verlautbart, dass er bei den 6h von Laguna Seca sowie beim Petit Le Mans fahren wird. Da die Briten eh schon laut angedacht hatten, in der zweiten Saisonhälfte einige ALMS-Rennen zu bestreiten, scheint es nun, dass man sich zumindest für diese beiden schon festgelegt hat. Weitere seien möglich, sagt Fernandez weiter. Mit dem bisher schwächelnden AMR-ONE kann man auch jeden Kilometer gut gebrauchen. (Stefan)

// Jemand Lust darauf, nach Le Mans zu fahren? Das könnte durchaus passieren, wenn man Zeit hat, sich mit Design auskennt und eine gute Idee hat. Dunlop sucht in Zusammenarbeit mit dem JMV Team jemanden, der einen Ferrari 458 eine neue Lackierung verpasst. Der Gewinner bekommt 1000 Euro und eine VIP Einladung zum 24H Rennen in Le Mans. Angesichts der dortigen Hotel Preise zum Event lohnt es sich eventuell seine Kreativität freien Lauf zu lassen, zu dem sind VIP Tickets für Le Mans extrem rar. (Via Probefahrer) (Don)

March 16 2011

07:23

Ferner liefen: Die Newshappen

// Das schreckliche Erdbeben in Japan hat auch Auswirkungen auf den Motorsport. Die Dorna hat den geplanten MotoGP Lauf, der am 24.4 in Motegi stattfinden sollte, erst mal auf den 2. Oktober geschoben. Das ist angesichts der Ereignisse und der Dinge, die da gerade zusätzlich passieren, sicher die beste Entscheidung. Motegi ist beim Erdbeben schwer getroffen worden, die Strecke liegt zwischen Tokio und Sendai und hat wohl einige Schäden erlitten. Erschwerend kommt hinzu, dass die Hotels in der Umgebung teilweise wohl auch zerstört oder beschädigt wurden. Ob das alles bis zum Herbst wieder soweit hergerichtet ist, dass man Lust auf Motorsport hat, ist dann wieder eine andere Frage. In diesem Zusammenhang muss man dann auch die Formel Eins erwähnen, deren Rennen ebenfalls im Oktober statt finden wird. Die fahren allerdings in Suzuka, was deutlich weiter südlich unterhalb von Tokio liegt und wo es keine Schäden durch das Erdbeben gegeben hat. Dennoch wird man abwarten müssen, wie sich die Situation in Japan in den nächsten Tagen entwickeln wird. Die japanische Super GT hat ihren Test abgesagt, will aber den Saisonstart in der ersten Aprilwoche bisher durchziehen. Was aber angesichts der Probleme bisher auch noch auf wackeligen Beinen steht. [Danke an Yankee für die Info]. (Don)

// Sorgen gibt es auch um Bahrain. Dort hat der König einen dreimonatigen Ausnahmezustand verhängt und es weiterhin blutige Demonstrationen. Es sieht zumindest im Moment nicht danach aus, als würde sich die Lage beruhigen. Die FIA würde gerne auf dem nächsten World Council Meeting am 1.Mai einen Ausweichtermin benennen, aber das wird wohl nach Lage der Dinge etwas knapp. Ich glaube kaum, dass wir 2011 ein Rennen in Bahrain sehen werden, zu mal die Teams jetzt schon angesichts des engen Zeitplans am Ende der Saison stöhnen. (Don)

// Ein Blick auf die gefahrenen Kilometer bei den Wintertests offenbart erstaunliches. Ferrari ist gut dabei, um McLaren muss man sich ernsthafte Sorgen machen:

1. Scuderia Ferrari, 6985km
2. Red Bull Racing, 6129km
3. Sauber, 5914km
4. Mercedes, 5778km
5. Toro Rosso, 5352km
6. Renault, 5031km
7. Williams, 4985km
8. Force India, 4127km
9. Lotus, 4084km
10. Virgin, 3709km
11. McLaren, 3603km

Da kommen zwar noch mal 1116km drauf, die McLaren mit dem alten Wagen unterwegs war, aber selbst Virgin, die ebenfalls spät präsentiert haben und die massive technische Probleme hatten, ist weiter gekommen. Der neue McLaren scheint von diversen Kinderkrankheiten geplagt zu sein, dazu kommt, dass man die komplizierte Aerodynamik noch nicht komplett verstanden hat. Das dürfte ein zäher Auftakt für die Briten werden. (Don)

// Neues von Robert Kubica. Der Pole ist weiter in einer italienischen Klinik und hat eine weitere Operation am Ellbogen über sich ergehen lassen müssen. Die Meldungen über die Fortschritte in seiner Reha sind spärlich bis nicht existent, was aber hoffentlich nur daran liegt, dass er etwas aus dem Fokus der Nachrichten gerutscht ist. (Don)

// Kurz gefasst, weil es schon rund ging: Vitantonio Liuzzi wird sich mit den Startplätzen 20 bis 24 anfreunden, denn er hat bei HRT unterschrieben. Die hatten zwar bei den Tests ein neues Auto dabei, konnten aber nicht fahren, weil etliche Teile angeblich im Zoll fest hingen. Und Sebastian Vettel hat bei Red Bull bis 2014 verlängert. Wobei die Frage interessant sein dürfte, ob er eine Ausstiegsklausel im Vertrag hat, wenn es bei Red Bull nicht laufen sollte. (Don)

//Viel Neues auch in dieser Woche wieder bei den IndyCars:
-  Firestone hat seine Entscheidung, die Serie Ende 2011 zu verlassen revidiert, und bleibt nun bis 2013 alleiniger Reifenausrüster. Das wird allerdings nicht ganz billig: Angeblich hat sicher der Preis für die Teams von 280.000 auf über 500.000 Dollar fast verdoppelt. Außerdem wird man die Sponsoringaktivitäten zurückfahren. Die Indy Lights müssen sich zudem schon für die Saison 2012 einen neuen Hauptsponsor und Reifenausrüster suchen.
- Zwei Regeländerungen sorgen für Aufsehen: Einerseits hat die IndyCar beschlossen, bei Restarts länger zu warten, bis die gründe Flagge gezeigt wird. Weit auseinander gezogene Felder wird es bei den Restarts 2012 also nicht mehr geben. So weit, so populär. Weniger toll ist bei den Fans die Idee angekommen, die Lucky Dog Regel aus der NASCAR zu übernehmen. Nach heftigen Protesten denkt Randy Bernard wohl daran, sie nun doch nicht einzufühen.
- Gleichfalls unerfreut haben viele Fans auf die Ankündigung reagiert, dass es ab diesem Jahr keine Gratis-Livestreams von den Trainings, Qualifyings und Rennen geben wird.  Angeblich hat Neo-Rechteinhaber NBC/Comcast (die über den Winter Versus gekauft haben) darauf gedrängt, weil die TV-Quoten zu niedrig sind. Für Interessierte aus jenen europäischen Ländern, in denen nun gar keine Möglichkeit mehr besteht, die Rennen legal live zu verfolgen, denkt man aber angeblich darüber nach, Rennwiederholungen als (Pay-?)Streams anzubieten.
- Etwas kurios war eine andere Ankündigung – wenn auch auf die eher furchterregende Art. Dem Vernehmen nach denkt die INDYCAR ernsthaft daran, AMA Supercross-Fahrer James Stewart beim Finalrennen in Vegas in eines der fünf All-Start-Autos zu setzen. Rennerfahrung auf vier Rädern hat der Herr bisher zwar nicht, aber immerhin “plenty of laps in shifter karts”. Insgesamt haben sich angeblich bereits etwa 15 Manager aus der Formel 1, NASCAR, AMA Supercross und aus Rally Serien bei Bernard gemeldet.
- Der Kolumbianer Sebastian Saavedra wurde nach mehreren offenbar nur inoffiziellen Verkündigungen nun endgültig und “offiziell” als Fahrer des Conquest-Teams für die gesamte kommende Saison bestätigt.
- Ebenfalls die ganze Saison lang wird ein Auto des AFS Racing Teams an den Start gehen – Fahrer gibt es allerdings bisher keinen.
- Das gegenteilige Problem, nämlich kein Cockpit, haben nach wie vor Tony Kanaan, Paul Tracy und Dan Wheldon.  Bernard hat sich gegenüber Nate Ryan aber optimistisch gezeigt, dass beim Saisonstart in zwei Wochen trotzdem alle drei dabei sein werden.
-
Beim Open Test am Barber Motorsports Park am Montag und Dienstag hatte Helio Castroneves die Nase vorn, dahinter Will Power, Scott Dixon und Ryan Briscoe. Bei aller Vorsicht kann man also annehmen, dass Penske und Ganassi auch in dieser Saison wieder an der Spitze des Feldes zu finden sein werden. Anlaufschwierigkeiten gab es noch beim Ganassi-”Farmteam”, Graham Rahal fuhr nur die 14. schnellste Zeit, Charlie Kimball landete gar nur auf Rang 20. Positive Überraschung war die starke Vorstellung der beiden Newman/Haas von Oriol Servia und James Hinchcliffe auf den Rängen fünf und sieben. Servia hat allen Anzeichen nach zu urteilen bereits einen Vertrag für die gesamte Saison (offiziell unbestätigt), Hichcliffe sucht wohl noch nach Sponsoren. Die vollständige kumulierte Zeitenliste aller fünf Trainingssessions ist hier zu finden (Achtung, .pdf).
(Vorsicht)

// Die BTCC testet im Moment in Snetterton, allerdings sind nicht alle Teams vor Ort. Dennoch sind die Zeiten für den ein oder anderen vielleicht interessant. (Don)

// Die Superleague Formula hat einen generalüberholten, aber immer noch “provisorischen” Kalender für die Saison 2011 vorgestellt. Der neue Rennplan ist noch internationaler als bisher bekannten Versionen – dafür fängt die Saison aber erst Ende Mai, also ziemlich spät, an. Der ursprünglich geplante Saisonauftakt in Monza entfällt genauso wie das zweite Rennen in Portimao. Letzteres wird aber durch einen Lauf in Estoril ersetzt. Danach folgen die schon bisher geplanten Termine in Assen, Navarra, Magny-Cours, Zolder und Donington. Dann verabschiedet sich die Serie aus Mitteleuropa. Und von nun an ist alles neu: Die beiden geplanten Termine in China (Ordos und Beijing) entfallen, stattdessen fährt man Anfang September in Smolensk (Russland). Es folgt ein China-Rennen auf einer bisher noch unbekannten Strecke. Nächste Station ist Brasilien, wo die SLF Anfang Oktober in Curitiba und im gleichen Monat auf einer zweiten, bisher aber ebenfalls noch unbekannten Bahn an den Start geht. Die beiden letzten Saisonrennen sollen im Mittleren Osten und in Neuseeland stattfinden. Völlig bestätigt sind bisher nur jene Rennen, für die auch eine Strecke bekannt ist. Die anderen Austragungsorte könnten sich in den kommenden Wochen auch noch ändern. In Tabellenform heißt das also:

29. Mai: Estoril
5. Juni: Assen
3. Juli: Navarra
10. Juli: Magny-Cours
17. Juli: Zolder
7. August: Donington
11. September: Smolensk
25. September: China
9. Oktober: Curitiba
16. Oktober: Brasilien II
13. November: Mittlerer Osten
27. November: Neuseeland
(Vorsicht)

// Mike Rockenfeller ist von Audi befördert worden. Er darf 2011 in der DTM in einem Neuwagen Platz nehmen. (Don)

March 02 2011

07:56

Ferner liefen: Die Newshappen

// Red Bull hat einen umfangreichen Sponsorenvertrag mit Infiniti unterzeichnet. Die Nobel-Tochter des Nissan-Konzerns wird 2011 und 2012 mit großflächigen Sponsorenaufklebern auf den Autos und den Overalls des Teams vertreten sein. Wegen der engen geschäftlichen Verbindung zwischen Nissan und Renault waren im Vorfeld einige Beobachter davon ausgegangen, dass auch Red Bulls Renault-Motor ab 2012 als “Infiniti” gebrandet sein könnte. Dem ist aber nicht so, die Autos werden auch künftig Red Bull-Renault heißen. Gewinner dieses Deals ist ganz klar Red Bull: Der Wagen trägt weiterhin den Namen des Getränkeherstellers, man bekommt aber zusätzlich Sponsorgelder von Infiniti, die man sonst selbst  hätte zahlen müssen. Außerdem soll es eine technische Zusammenarbeit geben: Beim östereichischen Team hofft man von Nissans Elektronik Know-how zu profitieren, um bei der KERS-Entwicklung mithalten zu können. Was sich Renault/Nissan von dem Deal erwarten ist dagegen weniger klar. (Vorsicht)

// Der vorläufig abgesagte Bahrain-GP könnte schon früher als gedacht nachgeholt werden. Bernie Ecclestone hat gegenüber Autosport angedeutet, dass er derzeit daran denke, das Rennen in der eigentlich als Sommerpause gedachten Zeit Mitte August auszutragen. Das könnte für Mensch und Material zu einer echten Belastungsprobe werden, denn zu dieser Jahreszeit liegen die durchschnittlichen Höchsttemperaturen in Bahrain bei 39°C. Ecclestone hält dieses Problem aber offenbar für überwindbar, und appelliert (gewissermaßen) an den Idealismus der Teams: “I think the teams are sensible enough even to race in Bahrain in the summer break, and despite high temperatures, because this is the way we can support the country.” Eine endgültige Entscheidung soll es spätestens bis zum Saisonstart geben. (Vorsicht)

// Mercedes hat sich die restlichen Anteile am eigenen Team gesichert. Bisher gehörten noch 24.9% Ross Brawn und Nick Fry, doch diese Anteile wurden jetzt von Mercedes und deren Partner Aabar Investments PJS übernommen. Mercedes hält jetzt 60%, Aabar 40% des Teams. Die staatliche Investmentgesellschaft aus Abu Dhabi hält ebenfalls rund 9% am Daimler Konzern. Wie viel Geld in Kassen von Brawn und Fry geflossen sind, ist nicht bekannt. Don

// Timo Glock wird die Testfahrten in Barcelona versäumen. Der Virgin Pilot musste sich am Montag den Bliddarm entfernen lassen, und wird daher in den nächsten paar Tagen etwas leiser treten. Für Australien sollte er aber wieder voll einsatzfähig sein, wie dem Twitter-Feed des Teams zu entnehmen ist. (Vorsicht)

// Außerdem gab es in dieser Woche noch eine ganze Menge lesenwerter Interviews mit führenden Motorsport-Persönlichkeiten. Bernie Ecclestone hat mit dem Spiegel seine Ansichten zum Verhältnis zwischen Sport und Politik, zu Michael Schumachers Comeback verraten. Außerdem hat er dabei seine Idee für ein Medaillensystem in der Formel 1 wieder aufgewärmt – und vorgeschlagen, Strecken künstlich zu überfluten, um die Rennen spannender zu machen. Max Mosley hat in einem halbstündigen Radio-Interview mit der BBC erstaunlich offen über seinen Sexskandal und den Schutz der Privatsphäre gesprochen – hier zum Nachhören. Und Randy Bernard hat dem hauseigenen Internetauftritt indycar.com ein stellenweise recht selbstkritisches Interview über sein erstes Jahr als INDYCAR-Chef gegeben. (Vorsicht)

// Opel wird 2012 nicht in die DTM einsteigen. Das meldet motorsport-total.com unter Berufung auf einen Artikel im Fachmagazin “Sponsors”. Angeblich fehlt es an Fachpersonal für den Aufbau eines Teams, außerdem wäre wohl auch die Zeit schon zu knapp. Spekuliert wird nun über einen Einstieg 2013. Ob die Chancen dafür allerdings angesichts dieser Meldungen besonders gut stehen, darf bezweifelt werden. (Vorsicht)

// Jules Bianchi muss noch einmal um seinen Meistertitel in der GP2 Asia zittern. Nach dem Ausfall der beiden Bahrain-Runden haben die Veranstalter kurzfristig ein weiteres Renn-Wochenende in Imola anberaumt, das vom 18.-20. März stattfinden soll. Damit stellt sich zwar endgültig die Frage, was an der Serie noch “Asia” sein soll – weil das Equipment aber offenbar schon wieder von Bahrain nach Europa transportiert wurde ist es aber verständlich, dass man nicht wieder alles nach Asien transportieren möchte. Etwas befremdlicher ist da schon die Auswahl des Austragungsortes Imola. Die nach dem Umbau wieder deutlich schnellere Strecke scheint für die GP2 doch etwas riskant. Immerhin besteht die Möglichkeit, vor Start/Ziel die Schikane zu nutzen, die auch von der Superbike WM verwendet wird. Ob die GP2 das auch macht, war bisher nicht in Erfahrung zu bringen. (Vorsicht)

// Die IndyCar Serie bleibt in den Schlagzeilen. Nach der Ankündigung, beim Saisonfinale fünf Piloten aus anderen Serien um ein Preisgeld von fünf Millionen Dollar fahren zu lassen wird nun eifrig über mögliche Kandidaten diskutiert. A.J. Allmendinger hat kürzlich sein Interesse bekundet. Der ehemalige Indy 500 Sieger Juan-Pablo Montoya scheint dagegen wenig Lust auf eine Open-Wheel Rückkehr zu haben. Ehemalige IndyCar-Piloten werden insgesamt nur in Ausnahmefällen antreten dürfen – und zwar dann, wenn sie von einem dafür zuständigen Komitee als “Legenden” anerkannt werden. Piloten wie Tomas Scheckter, Paul Tracy oder Bertrand Baguette dürfen also nicht auf den Jackpot hoffen. Einen sehr lesenswerten, aber auch furchtbar ausführlichen Artikel zum Thema hat Marshall Pruett vom speedtv.com verfasst. (Vorsicht)

// Und dann gibt es auch noch schlechte Neuigkeiten aus der IndyCar Series: Tony Kanaan wird in der kommenden Saison doch nicht für de Ferran Racing an den Start gehen. Der Meister von 2004 hat es nicht geschafft, genügend Sponsorengeld aufzutreiben. Damit steht nicht nur Kanaans sportliche Zukunft in Frage – auch das Team musste Ende vergangene Woche (zumindest vorübergehend) seine Pforten schließen. (Vorsicht)

// Sam Schmidt, Besitzer des Sam Schmidt Racing Teams hat Teile des FAZZT-Teams erworben. Bisher sind nur die Umrisse des Deals bekannt, es sieht aber wohl, zumindest auf längere Sicht, nach einer Fusion der beiden Mannschaftten aus. Fix scheint, dass Alex Tagliani wie geplant die volle Saison für FAZZT bestreitet. Ebenfalls unangetastet von der Fusion dürften die Schmidt-Einsätze Wade Cunninghams in Texas, Kentucky und Las Vegas, sowie von Townsend Bell und Jay Howard beim Indy 500 bleiben. Möglich scheint allerdings, dass sich aus der Zusammenarbeit der beiden Teams zusätzliche Cockpits oder zumindest weitere Einsatzmöglichkeiten für die Teilzeitpiloten ergeben. (Vorsicht)

// Der Meister der AutoGP-Serie 2011 darf sich auf eine Testfahrt in einem GP2 Auto freuen. Außerdem hat die Serie in der vergangenen Woche bekannt gegeben, dass man plant, eine U21-Wertung für Nachwuchspiloten einzurichten. Der Sieger dieser Wertung bekommt ebenfalls einen GP2 Test. Das deutet auf eine Zweifach-Strategie der Serienorganisatoren hin: Einerseits plant man wohl verdiente und erfahrene Piloten vom Stile eines Giorgio Pantano oder Romain Grosjean gegen Paydriver vom Schlage des “businessman” Giuseppe Cipriani antreten zu lassen. Andererseits soll sich die AutoGP aber wohl auch als ernstzunehmende Jugendserie profilieren. Die aktuellen Fahrerverpflichtungen aus der vergangenen Woche: Die beiden Italiener Fabio Onidi (23) und Fabrizio Crestani (23) bei Lazarus, und der 18-jährige Niederländer Daniel De Jong bei MP Motorsports. (Vorsicht)

// In der GP3-Series gibt es derzeit auch laufend neue Meldungen zu Fahrerverpflichtungen: Manor Racing wird 2011 mit Istanbul-Sieger 2010 Rio Haryanto und Adrain Quaife-Hobbs weitermachen. Das dritte Cockpit bekommt der Finne Matias Laine, der bisher mit mittelmäßigem Erfolg in der Formel Renault 2.0 und der F3 Euroseries angetreten ist. Jenzer holt den Russen Maxim Zimin aus der Formula Abarth. Arden Racing hat bekannt gegeben, dass neben den schon bekannten Mitch Evans und Simon Trummer der Brite Lewis Williamson für die Truppe an den Start gehen wird. Für Tech 1 fahren der Rumäne Doru Sechelariu und der Finne Aaro Vainio, während die amerikanische Zukunftshoffnung Conor Daly von Carlin Racing verpflichtet wurde. (Vorsicht)

// In der Formel Renault 3.5 hat derweil US-Talent Jake Rosenzweig für die kommende Saison beim Mofaz-Team unterschrieben. (Vorsicht)

// Und schließlich hat auch noch die Formel 2 Organisation verlautbart, dass der Russe Max Snegirev 2011 in der Serie an den Start gehen wird. (Vorsicht)

// Die WTCC plant wieder einmal an einem Rennen in den USA, und möchte zu diesem Zweck mit der amerikanischen USTCC kooperieren. Schon 2012 soll es so weit sein. Wie ernst diese Bemühungen nach dem Scheitern anderer WTCC-Projekte wie etwa den Rennen in Russland und Argentinien, und den bisher nie zustande gekommenen Läufen in den USA, der Absage des Mexiko-Rennens im vergangenen Jahr und dem angeblich drohenden Pleitegeier über der Marokko-Veranstaltung 2011 zu nehmen sind, darf freilich hinterfragt werden. (Vorsicht)

// Der neue Aston Martin LMP1 wurde gestern vorgestellt und er sieht… merkwürdig aus. Erinnert mich, Gulf-Lackierung hin oder her, an ein Bügelbrett. Don

// Die Kollegen von “Mulsanne Corner” wollen erfahren haben, dass es bei den Testfahrten mit dem neuen Peugeot LMP1 einen heftigen Unfall gegeben haben soll. Angeblich soll das 908 sogar abgehoben haben. Von Peugeot gibt es zu diesem Thema natürlich keine Stellungnahme. Don

// Der zumindest auf der Rennstrecke allseits beliebte Lord Dryson hat gegenüber “SpeedTV” ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert, was seine Zukunft angeht. Man wird beim EVCUP starten, einer neuen, auf rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge ausgerichtete Serie, die im Sommer in Silverstone startet. Dryson wird dort zusammen mit seinem Langzeitpilot Jonny Cocker an den Start gehen. Eine weitere Teilnahme in der ALMS wird es in diesem Jahr nicht geben. Schade, wir werden seine Lordschaft vermissen. Don

// Zum Thema “Rennen ohne Motorlärm” gab es die Woche auch einen schönen Text von Le Mans Urgestein Paul Truswell. Don

// Erste Bilder des neuen Lola B11/40 LMP2 sind jetzt aufgetaucht. Don

February 23 2011

07:07

Ferner liefen: Die Newshappen

# Der Formel 1 Lauf in Barcelona könnte im Jahr 2012 zum letzten Mal stattfinden. Zwar geht der Vertrag der Rennstrecke mit der FOM noch bis 2016 – der katalanische Regierungspräsident Artur Mas hat allerdings gegenüber der Tageszeitung El País erklärt, dass die Finanzierung nur noch für die nächsten zwei Rennen gesichert sei. Damit steht neben dem Lauf in Valencia, der angeblich Probleme hat, der Formel 1 die Startgelder zu überweisen auch das zweite Rennen in Spanien auf der Kippe. (Vorsicht)

# Das Finale der IndyCar Saison 2011 wird am 16. Oktober am Las Vegas Motor Speedway stattfinden. Das haben die Veranstalter, wie allgemein erwartet, auf einer Pressekonferenz am Dienstagabend bekanntgegeben. Überraschend ist dagegen das Konzept für das 200 Runden-Rennen: Die INDYCAR schreibt nämlich ein Preisgeld in Höhe von fünf Millionen Dollar aus, das ausbezahlt wird, sofern ein Fahrer aus einer anderen Serie den Lauf gewinnen sollte. Welche Piloten man für dieses All-Star Konzept gewinnen will, ist allerdings ungewiss. Der Sprint Cup fährt am 15. Oktober in Charlotte ein Chase-Rennen. Es scheint also eher unwahrscheinlich, dass sich einer der großen NASCAR-Stars den Start in Las Vegas antut. Immerhin sollten zum Finale 2011 etwas mehr Fans vor Ort sein: Denn die ersten 80.000 Besitzer eines beliebigen IndyCar Tickets für 2011, die sich bei den Organisatoren melden erhalten gratis Eintritt zum Rennen in Las Vegas. (Vorsicht)

# Jules Bianchi hat die Meisterkrone in der GP2 Asia errungen. Das scheint im Moment zumindest sehr wahrscheinlich. Denn mit der Absage/Verschiebung des Formel 1-Rennens in Bahrain ist nun klar, dass dort auch die GP2 Asia nicht fahren wird. Weil der mäßig üppige Kalender dieser Serie nur drei Veranstaltungen umfasst, wäre der Franzose nach nur einem Lauf in Abu Dhabi Champion 2011. Ganz fix ist das aber bisher noch nicht: Eine Ersatzveranstaltung für zumindest eines der beiden Wochenenden steht nämlich noch im Raum – die GP2 Asia hält sich zur Zeit noch bedeckt. (Vorsicht)

# Die WTCC nähert sich langsam dem Start der neuen Saison, und das Fahrerfeld beginnt Formen anzunehmen. Team Engstler hat schon vor einiger Zeit die Verpflichtung von Kristian Poulsen, Marchy Lee und Engstler selbst bekannt gegeben, diese Woche waren Sunred und Proteam dran. Sunred wird 2011 mit sechs Wagen starten: Wieder dabei ist Gabriele Tarquini, der sich mit dem russischen Rennfahrer Aleksei Dudukalo die Sponsorenunterstützung von Lukoil teilen wird. Tiago Monteiro, Michel Nykjaer und Pepe Oriola werden in den Farben von Sunred Engineering antreten, Fredy Barth für SEAT Swiss Racing. Der Marokkaner Mehdi Bennani greift für Proteam ins Lenkrad, wo Fabio Fabiani und GP2-Veteran Javier Villa seine Teamkollegen sein werden. Eine Auflistung aller schon bekannten Fahrer (Stand Montag 21. 2.) gibt es in der provisorischen Entry-List bei den Kollegen von touringcartimes.com (Vorsicht)

# Neuigkeiten gibt es auch zu den Strecken: In Suzuka wird die WTCC, wie aus der Streckengrafik auf fiawtcc.com hervorgeht, auf der Kurzanbindung antreten. Das ist einerseits sinnvoll, denn die gesamte Strecke wäre für die Tourenwagen vielleicht wirklich etwas zu lang gewesen. Andererseits besteht der aktuelle Entwurf nur noch aus den Esses und der Zielgeraden. Das ist einerseits mit etwa 2 Kilometern dann etwas gar kurz, und verspricht auch nur wenige offensichtliche Überholmöglichkeiten. Aber da gelten bei den Tourenwagen ja ohnehin andere Gesetze – ob es die richtige Entscheidung war, wird wohl erst das Rennen im Oktober zeigen. Ganz andere Probleme gibt es in Marokko – dort könnte nämlich das ganze Rennen wegen “finanzieller Probleme” vor der kurzfristigen Absage stehen. (Vorsicht)

# Und damit nochmal zur IndyCar Series, wo sich auch das Transferkarussell weiterhin fleißig dreht: So soll Simon Pagenaud, 2007 sehr ordentlich in der ChampCar Serie unterwegs, und im vergangenen Jahr für den ALMS-Erfolg des Highcroft Teams mitverantwortlich über einen Vollzeit-Vertrag für 2011 verhandeln. Wie er speedtv.com verraten hat, ist er mit mehreren Teams in verheißungsvollen Gesprächen. Um welche Mannschaften es sich dabei genau handelt, wollte er allerdings nicht verraten. Nur soviel: Highcroft, denen man für 2012 ebenfalls IndyCar-Ambitionen nachsagt ist nicht darunter. (Vorsicht)

# Twitter-Gerüchte sprechen außerdem davon, dass Oriol Servia bei Newman-Haas untergekommen sein soll. (Vorsicht)

# Und Sam Schmidt Racing hat bestätigt, dass man 2011 in Texas, Kentucky und Las Vegas mit dem neuseeländischen Indy Lights Veteran (und Meister 2005) Wade Cunningham an den Start gehen wird. (Vorsicht)

# Die amerikanische Tochter des deutschen DHL Konzerns wird zukünftig Hauptsponsor von Ryan Hunter Reays Auto. Zusätzlich wird man als Nebensponsor von Mike Conway auftreten. (Flo aus N)

# Das Indy 500 wirft seine Schatten voraus. Im kommenden Jahr werden sie allerdings etwas kürzer sein. Denn die IndyCar Series gab bekannt dass man die Startzeit um eine Stunde von Ein auf Zwölf Uhr vorverlegen will. (Flo aus N)

# Auch in der DTM werden im kommenden Jahr einige Cockpits neu besetzt: Audi hat in der vergangenen Woche die Verpflichtungen von Formel 3 Euroseries-Meister Edoardo Mortara, des ehemaligen GP2 und A1GP Piloten Felipe Albuquerque (zuletzt in der italienischen GT Meisterschaft unterwegs) und der schweizer Formula Master und GT1-Pilotin Rahel Frey bekanntgegeben. (Vorsicht)

# Die GP3 Series ist seit gestern ebenfalls um einen Fahrer reicher: Der erst sechzehnjährige Neuseeländer Mitch Evans wird in der kommenden Saison ein Auto des Arden Teams pilotieren. (Vorsicht)

# Gute Neuigkeiten für GT1-Fans: Die Sportwagenserie wird auch im kommenden Jahr wieder live auf Sport 1 zu sehen sein – zumindest dann, wenn man der Programmvorschau auf der Homepage des Senders glauben schenken darf. (Vorsicht)

# Und die Superleague Formula hat in der vergangenen Woche verlauten lassen, dass man im Laufe der kommenden Tage die (Renn-)Teams für die kommenden Saison bekannt geben will. Angeblich haben 14 Mannschaften Interesse gezeigt. Da die SLF aber mit maximal 20 Autos an den Start gehen will, und jedes Team zumindest zwei Autos einsetzen muss, werden wohl einige außen vor bleiben. Interessanter als diese Ankündigung war aber eine Bemerkung von Serienchef Robin Webb am Rande der Pressemeldung, wonach die SLF “fünf Überseerennen auf vier verschiedenen Kontinenten” abhalten will. Geht man davon aus, dass zwei dieser Veranstaltungen in China stattfinden werden, bleiben noch drei weitere Austragungsorte übrig. Eines davon soll, wie berichtet, angeblich in Taupo, Neuseeland stattfinden. Über die Austragungsorte der anderen beiden Läufe gibt es bisher noch nicht einmal Gerüchte. Daher setze ich selbst eines in die Welt: Ein Lauf in Südamerika, wo ja gleich mehrere in der Serie vertretene (Fußball)-Teams herkommen würde sich gewiss anbieten. (Vorsicht)

# Auch in “Ferner liefen” noch unter “ferner liefen”: Der Inder Armaan Ebrahim wird auch in der kommenden Saison wieder in der Formel 2 antreten. Viel interessanter ist das schon die (meines Wissens nach) erste Onboard-Runde vom neuen Snetterton 300 Circuit, die vor ein paar Tagen ebenfalls auf der Homepage der Serie gepostet wurde. (Vorsicht)

# Verdächtig ruhig ist es in den vergangenen Wochen um die angeblich geplante A10 World Series geworden. Die verheißungsvollen aber inhaltsarmen Updates auf der Serienhomepage sind schon vor einigen Wochen verstummt, seither gab es keine neuen Meldungen mehr. Die Fanseite A10 GPGrid will nun immerhin von angeblichen Insidern ein Update bekommen haben: Die Pläne für die Serie sind demnach ungebrochen, die Verhandlungen rund um die Hinterlassenschaften der A1GP ziehen sich aber stärker als geplant in die Länge. (Vorsicht)

February 21 2011

20:28

Formel Eins: GP von Bahrain abgesagt / Barcelona Test Tag 4

Es war seit Tagen erwartet worden, heute war es dann soweit. Der GP von Bahrain ist abgesagt, die Saison startet erst Ende März in Australien.

Die Absage des GP erfolgte durch den Vize-König von Bahrain und kam nach den blutigen Protesten im Land nicht unerwartet. Zwar hat sich die Lage in den letzten Tagen wieder beruhigt, aber es ist einfach keine gute Idee nun so zu tun, als sei nichts gewesen. Das Lans muss erst einmal den Schock überwinden und die unterschiedlichen Gruppen müssen sich an einen Tisch setzen. Ein Formel Eins Rennen hat in so einer Situation nichts zu suchen. Ob das Rennen nun komplett abgesagt ist, oder ob man es auf Ende des Jahres verschieben kann, ist noch nicht bekannt. Es bieten sich eigentlich nur zwei Termine an: Nach dem Abu Dhabi und vor Brasilien, oder nach Brasilien als letztes Rennen der Saison. Ebenfalls abgesagt ist damit logischerweise das letzte Rennen der GP2 Asia und der Saisonstart des Porsche Supercup. Im Spiegel erschien heute ein Kommentar zur Absage, in dem Detlef Hacke den Verantwortlichen vorwirft, dass man zu lange mit einer Absage gewartet habe. Das sehe ich etwas anders.

Die Frage, in wie weit sich der Sport in die inneren Angelegenheiten eines Landes einmischen soll, wird häufig kontrovers diskutiert. Ob man die olympischen Spiele in China hätte abhalten sollen, ist so eine Frage, die vom IOC mit dem Satz kommentiert wird, dass Sport unpolitisch sein. Das stimmt natürlich so nicht, denn die Machthaber bestimmter Staaten nutzen Großveranstaltungen gerne, um sich positiv zu präsentieren. Bernie Ecclestone ist nicht als ein Mann bekannt, der in Sachen Geld mit sich reden lässt. Ich nehme an, dass ihm schnell klar war, dass die Situation in Bahrain ein Rennen unmöglich machen. Spätestens mit der Absage des GP2 Asia Rennens am letzten Wochenende (die Serie gehört ihm teilweise) war klar, dass die F1 auch nicht würde antreten können. Die Frage war halt nur: Wer sagt das Rennen ab, Bahrain oder Ecclestone? Eine Absage von Ecclestone (oder der FIA) hätte zweierlei bedeutet: Zum einen wären dann Strafgelder fällig geworden, die Ecclestone in alle Richtungen (Bahrain, TV, Sponsoren usw.) hätte zahlen müssen, zum anderen wäre der Gesichtsverlust für die Regierung in Bahrain, sowohl international, als auch national, enorm gewesen. Ich vermute mal, dass man über das Wochenende die finanziellen Dinge ausgehandelt hat, um dann heute die Absage offiziell zu machen.

Kritisch muss man aber wohl die Rolle der FIA betrachten. Jean Todt hat sich nicht gerührt, auch wenn er vermutlich im Hintergrund viel kommuniziert hat. Aber ich sage mal so: Unter Max Mosley wäre das nicht so gewesen. Mosley, der auch ein sensibles Gespür für Stimmungslagen hat, hätte vermutlich klarere Worte gefunden, als es die FIA mit ihrer spärlichen Presseerklärung getan hat. Immerhin spricht man erst einem von einem “verschobenen Rennen”.

Gut, dass das Thema endlich vom Tisch ist. Die Teams werden zwischen 8.3 und 11.3 ein paar Testtage in Barcelona verbringen, bevor es nach Australien geht.

Zum Sport: Einige Teams werden den späteren Start in die Saison mit Erleichterung quittiert haben. Darunter Mercedes und McLaren. Bei den Deutschen weiß man, dass sie zumindest im Moment zurück hängen. Autosport schätzt den Rückstand auf 1.5 Sekunden ein, aber das sehe ich nicht ganz. Ich denke, dass man ca. 0.7 Sekunden zurückliegt, allerdings scheint der Wagen nicht mit allen Reifen gleich gut zu funktionieren. Aber die massiven Schwankungen bei den Zeiten können viele Gründe haben.

Sicher ist aber, das McLaren Probleme hat. Der Wagen ist nicht da wo er sein sollte, und man hat in beiden Testwochen nicht einen Long Run hinbekommen. Heute waren es immerhin mal 20 Runde mit einem schweren Wagen, und die Zeiten waren nicht gut.

Hamilton
31.1, 31.3, 32.2, 30.8, 30.6, 31.4, 31.1, 31.0, 31.2, 30.9, 31.3, 31.1, 31.4, 31.4, 31.8, 32.6, 34.0, 33.1

Zum Vergleich der mittlere Stint von Schumacher am Donnerstag.
Schumacher
30.3, 30.4, 31.2, 31.9, 32.4, 32.2, 31.3, 31.7, 31.7, 31.7, 31.7, 32.3, 32.5, 32.3, 32.8, 33.0

Dagegen Rosberg am Freitag
Rosberg
30.9, 30.9, 31.2, 31.2, 30.8, 30.9, 31.1, 31.3, 33.7, 31.5, 31.6, 32.6, 32.2, 32.1, 32.8, 32.8, 33.5, 35.0

Und Perez im Sauber gestern
Perez
30.3, 30.0, 30.1, 30.4, 30.4, 30.3, 30.7, 30.4, 30.9, 30.8, 30.8, 30.8, 30.7, 30.9, 31.0, 31.0, 31.7, 32.6, 32.4, 31.9

Webber fuhr heute nur einen längeren Stint:

Webber
30.0, 29.8, 29.8, 30.2, 30.2, 30.2, 30.0, 30.1, 30.2, 30.5, 31.2, 31.2 34.3, 32.4

Wie gesagt, das dürften alles Zeit mit ganz vollem oder zumindest mit 3/4 vollen Tank sein und ich habe vorausgesetzt, dass alle mit den gleichen Reifen unterwegs waren. Wenn dem so sein sollte, hat Red Bull die Nase vor Mercedes und Sauber. Bei McLaren wird man sich dagegen große Sorgen machen.

Nicht vergessen sollte man Ferrari, die sich aber heute nicht in die Karten schauen ließen. Gestern fuhr man aber eine ähnliche Simulation:

Alonso (gestern)
28.2, 36.5, 27.8, 28.1, 28.3, 28,7, 29,0, 28.9, 28.9, 29,3, 29.2, 29.4, 29.9, 30.1, 31.5

Ich vermute aber mal, das Ferrari hier mit weicheren Reifen oder einem leichterem Auto unterwegs war.

Natürlich mauern alle Teams und eine richtige Zeit gibt es nicht. Die Pole lag letztes Jahr bei 1.19, da ist also noch viel Luft.

Ein Blick noch zu Renault, wo es heute mal besser lief. Heidfeld hatte einen guten Tag und fuhr einen Stint über 44 Runden. Dabei lagen die Zeiten sehr konstant um die 30.0, am Ende konnte er mit leeren Tanks sogar noch zulegen. Das ist insofern bemerkenswert, als das man bisher selten gesehen hat, dass die Pirellis das am Ende eines Stint noch leisten können. Bei den anderen Teams fielen die Zeiten in den letzten Runden immer wieder in den Keller. Ich bin mir sicher, dass Renault noch bei weitem nicht das gezeigt hat, was man kann.

Das gilt auch überraschenderweise für Williams. Maldonado fuhr heute eine Rennsimulation, sein erster Stint war 34 Runden lang. Die Zeite mit dem vollen Tanks waren durchaus gut und pendelten zwischen 30.8 und 34.4. Das ist auf dem Niveau von Mercedes.

Allerdings – die Zahlen sind eigentlich unbedeutend. Man kann jetzt noch mal drei Wochen an den Autos schrauben, bevor diese nach Australien geflogen werden. Durch die Absage von Bahrain hat man jede Menge Zeit, eventuelle Schwachstellen auszubessern. Die Wahrheit, wie gut McLaren, Mercedes oder Williams sind, wird man erst in Australien sehen.

1 Massa Ferrari 1m22.625s
2 Webber Red Bull 1m23.442s +0.817
3 Buemi Toro Rosso 1m23.550s +0.925
4 Heidfeld Renault 1m23.657s +1.032
5 Hamilton McLaren 1m24.003s +1.378
6 Maldonado Williams 1m24.057s +1.432
7 Sutil Force India 1m24.177s +1.552
8 Perez Sauber 1m24.515s +1.890
9 D’Ambrosio Virgin 1m26.501s +3.876
10 Schumacher Mercedes 1m27.079s +4.454
11 Trulli Lotus 1m29.992s +7.367

Bestzeiten aus allen Tagen zusammengefasst:

Massa Ferrari 1m22.625s Rosberg Mercedes 1m23.168s Vettel Red Bull 1m23.315s Webber Red Bull 1m23.442s Petrov Renault 1m23.463s Alguersuari STR 1m23.519s Buemi STR 1m23.550s Heidfeld Renault 1m23.657s Hamilton McLaren 1m23.858s Alonso Ferrari 1m23.978s Barrichello Williams 1m24.008s Maldonado Williams 1m24.057s Sutil Force India 1m24.177s Kobayashi Sauber 1m24.243s Perez Sauber 1m24.515s Button McLaren 1m24.923s Di Resta Force India 1m25.194s Trulli Lotus 1m25.454s D’Ambrosio Virgin 1m26.501s Kovalainen Lotus 1m26.421s Glock Virgin 1m26.598s Liuzzi HRT 1m27.044s Schumacher Mercedes 1m27.079s Mondini HRT 1m28.178s Ricciardo STR 1m28.329s Karthikeyan HRT 1m28.393s Teixeira Lotus 1m31.584s

Bilder gibt es heute leider keine.

February 18 2011

17:24

Formel Eins: Barcelona Test Tag 1 / Bahrain

Da die Strecke heute morgen nass war, kann man relativ wenig aus den Zeiten lesen. Derweil droht dem Saisonstart der Formel Eins eine Absage.

In Bahrain gehen die Proteste gegen den König und seine Regierung weiter. Die Proteste sind nicht ganz so leicht zu erklären, wie jene in Ägypten oder Tunesien, aber der Spiegel hat eine gute Zusammenfassung der Hintergründe. Die meisten Regierungsformen auf der arabischen Halbinsel sind Monarchien, manche funktionieren ganz gut, manche weniger. Bahrain steht auf der Liste “Rangliste der Pressefreiheit” der Pressefreiheit der Organisation “Reporter ohne Grenzen” auf Platz 144 von 178. Im dem vom Economist erstellten Liste “Demokratischer Index” (großes pdf) nimmt Bahrain Platz 122 von 167 gelisteten Staaten ein. Beides also Indizien dafür, dass es Bahrain, nach westlichen Maßstäben, nicht sonderlich frei zu geht. Die Ereignisse der letzten Tage machen die Austragung eines Grand Prix in drei knapp drei Wochen eigentlich unmöglich. Bernie Ecclestone wäre gut beraten, das Rennen abzusagen oder zumindest zu verschieben.

Wie immer sieht Ecclestone das noch etwas anders. In einem Radio Interview mit der BBC meinte er heute, dass man die Lage erst einmal beobachten würde. Gleichzeitig tauchten aber schon Stimmen von nicht näher benannten Teamverantwortlichen auf, die meinten, dass man auf die Durchführung eines Rennens in Bahrain verzichten sollte.

Es wäre meiner Meinung nach eine fatale Fehlentscheidung, den Saisonstart mit aller Gewalt durch zu ziehen. Man kann schlecht in den VIP Logen der Rennstrecke feiern, während diese von der Armee mit Panzern gesichert wird und man um die Ecke auf Demonstranten schießt. Ein Start wäre eine moralische Bankrotterklärung, sollte man in Bahrain nicht kruzfristig eine friedliche Lösung finden. Mitglieder des GP2 Asia Tross, deren Rennen ja abgesagt wurde, berichteten in den letzten Tagen via Twitter, dass die Zustände erbärmlich seien, die Arbeit der Kamerateams wurde mehrfach behindert. Vermutlich wird Bahrain von sich aus das Rennen absagen, denn man will wohl kaum einen Haufen internationaler Journalisten im Land haben, während man massenweise Demonstranten niederknüppelt.

Das Problem für Ecclestone und alle Teams ist aber, dass man eigentlich schon ab Mitte nächster Woche mit dem Transport etlicher Teile nach Bahrain beginnen müsste, um die Tests über die Bühne zu bringen. Natürlich kann man den Test ausfallen lassen oder um die Ecke nach Abu Dhabi verschieben, aber ein gutes Signal würde man damit nicht senden. So wie die Sache im Moment aussieht, ist der Saisonstart in Bahrain unwahrscheinlich. Man kann das Rennen nicht einfach komplett nach Abu Dhabi verlegen, weil es eine Menge Sponsorverträge usw. gibt. Deswegen kommt auch keine Verschiebung nach Europa in Frage.

Zum Sport: Da die Strecke in Barcelona heute morgen nass war, kam man immerhin dazu die Regenreifen und Intermediates von Pirelli mal auszuprobieren. Erst nach Mittag war die Strecke so weit trocken, dass man richtige Tests fahren konnte. Eine Analyse kann man aus den Zeiten aber nicht machen. Zwar war die schnellste Runde von Vettel ziemlich genau so schnell, wie die letztjährige schnellste Runde von Webber, lag aber knapp 5 Sekunden über der Pole-Zeit. Zu dem waren die Abstände mal wieder riesig, denn zwischen Schumacher und Vettel lange mehr als 3 Sekunden. Man wird die nächsten Tage abwarten müssen und schauen, wie die Sache bei den Longruns aussieht. Bisher hat sich da noch kein Vergleich angeboten.

Es gab einige Unterbrechungen durch stehende Fahrzeuge, aber nichts wirklich dramatisches. Schließlich sind Tests ja auch dafür da, die Schwachpunkte der Wagen zu finden. Nur bei Renault ging heute kaum etwas, weil technische Probleme den R31 immer wieder einbremsten. Schlecht für Petrov, der heute dran war, morgen sitzt Heidfeld im Wagen.

Auch endlich dabei: HRT. Die waren aber nur mit dem alten Wagen unterwegs.

1 Vettel Red Bull 1m24.374s
2 Alonso Ferrari 1m25.485s +1.111
3 Alguersuari Toro Rosso 1m25.638s +1.264
4 Kobayashi Sauber 1m25.641s +1.267
5 Button McLaren 1m26.365s +1.991
6 Di Resta Force India 1m26.575s +2.201
7 Barrichello Williams 1m26.912s +2.538
8 Schumacher Mercedes 1m27.512s +3.138
9 Karthikeyan HRT 1m28.393s +4.019
10 Kovalainen Lotus 1m30.065s +5.691
11 D’Ambrosio Virgin 1m30.950s +6.576
12 Petrov Renault 1m35.174s +10.800
13 Heidfeld Renault 1m44.324s +19.950

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Bilder: Bahrain Flagge: CC Lizenz Justdonque, Ferrari, Team Lotus, Force India

February 16 2011

07:42

Ferner liefen: Die Newshappen

Die “Tage des Zorns” sind auch im Motorsport angekommen. In Bahrain, wo in drei Wochen der Saisonauftakt der Formel 1 steigen soll (und am Wochenende ein Rennen der GP2 Asia) finden derzeit massive Demonstrationen statt, ein paar Hintergründe dazu gibt es hier und hier. Mindestens zwei Tote und zahlreiche Verletzte hat es in den vergangenen Tagen schon gegeben. Ohne jetzt auf die moralische Frage eingehen zu wollen, ob man in einem solchen Staat unbedingt fahren sollte – die für die kommende Zeit geplanten Veranstaltungen könnten jedenfalls gefährdet sein. Einige GP2 Asia Fahrer sind offenbar bereits in Bahrain angekommen, und haben die Proteste miterlebt. “Yesterday it was really bad here in bahrein. There where a lot of people protesting, even we could not leave the hotel!!” twittert etwa Barwa-Addax Pilot Guido van der Garde, der auch gleich ein Foto vom massiven Polizeiaufgebot rund um die Rennstrecke liefert. Luiz Razia und Team Air Asia melden, dass bis Dienstagabend auch die Autos noch nicht an der Strecke angekommen waren – mittlerweile sind sie aber wohl eingetroffen. Auch Bernie Ecclestone hat sich mittlerweile zu Wort gemeldet. Er möchte nun ein Gespräch mit der Leitfigur des Grand Prix, Kronprinz Salman ibn Hamad ibn Isa Al Chalifa (der gleichzeitig auch Verteidigungsminister des Landes ist) abwarten, den er bisher aber noch nicht erreicht hat (“He is a bit busy, as you can imagine“). Sorgen um den Grand Prix hat er allerdings auch jetzt schon – vor allem, weil er fürchtet, Demonstranten könnten das Rennen als Bühne nutzen, um internationale Aufmerksamkeit zu erlangen. Die Angst dürfte nicht ganz unbegründet sind. ”There’ll be lots of journalists, a lot of people looking and [the government] will react in a stupid manner as they have done, and that will be bloody, but will be more publicised,” hat etwa Menschrechtsaktivist Nabeel Rajab gegenüber der Zeitung Arabian Business angekündigt. (Vorsicht)

# Keine großen Neuigkeiten von Robert Kubica. Der Pole soll heute ein vermutlich letztes Mal operiert werden. Zu Beginn der Woche verschreckte ein polnischer Sender die Fans mit der Meldung, dass es Kubica angeblich schlechter gehen würde. Das war eine Ente und der Sender verlor auch seine Drehgenehmigung in der Klinik. So schlecht kann es Kubica nicht gehen, Rubens Barrichello vermeldete per Twitter, dass er von seinem Fahrerkollegen aus dem Hospital raus angerufen wurde. (Don)

# Eigentlich galt Nick Heidfeld nach seinem guten Test bei Renault als gesetzt, doch die Ankündigung der Verpflichtung lässt auf sich warten. Offenbar zögert Renault noch etwas, und am überlegt, ob man nicht doch Liuzzi und/oder de la Rosa ausprobiert. Der Spanier wird in Barcelona sein, was genau er da macht, hat er aber nicht verraten. Derweil soll sich Kubica für eine Verpflichtung von Liuzzi ausgesprochen haben. Mit Heidfeld kam der Pole nicht so wirklich gut klar, daher ist das vielleicht nicht verwunderlich. (Don)

# Pirelli hat die Reifenmischungen für die ersten vier Rennen (Bahrain, Australien, Malaysia, China) bekannt gegeben. Man wird “Hart” und “Soft” an die Rennstrecken bringen und erwartet zwei Boxenstopps. (Don)

# Fast zeitgleich mit der Nennliste zu den 24H von Le Mans wurde nun auch die Entry List für die 12H von Sebring veröffentlicht. In der LMP1 werden sich jeweils 2 Audi R15++ und 2 Peugeot 908 um den Sieg duellieren. Im Gegensatz zu Peugeot welche mit dem neuen Wagen fahren, wird Audi auf eine nochmals weiterentwickelte Variante des R15 setzen. Man darf davon ausgehen dass hier Motor, Getriebe sowie die restliche Technik größtenteils aus dem R18 kommen, man aber anscheinend nicht dasd Potential des Wagens aufzeigen will und somit noch die Silhouette des R15+ drüber legt. Oreca wird mit einem 908 HDI FAP antreten und sich somit mit den Wagen von Highcroft und Rebellion, sowie dem Aston Martin von Muscle Milk, welche hier von Lucas Luhr unterstützt werden, messen.
Drayson Racing fehlt (noch?) in der Entry List, hat aber auf seiner Facebook-Seite kurz verlauten lassen, dass man die ALMS bestreiten werde.
Wieder extrem gut besetzt ist die GT2, mit 2xM3 GT2, 3xCorvette GT2 (2x Werkseinsatz + 1Labre), 1xAston Martin Vantage, 2x Jaguar, 2xFord GT, 1x Lambo sowie den ganzen Ferrari F458 und F430 aus dem Jahre 2010 sowie diversen Porsche welche unter anderem von Flying Lizard, Proton, Falken eingesetzt werden. Dies verspricht wieder ein richtig schönes Hauen und Stechen. (Flo aus N)

Laut SRO haben sich neun Teams mit 18 Fahrzeugen für die GT1-WM-Saison 2011 beworben. Eine detaillierte Liste gibt es noch nicht, aber die Teams selbst haben schon einige Infos preisgegeben. Hexis und Young Driver werden wie 2010 für Aston Martin starten, Sumo Power und JR Motorsports, die beide zum selben Stall gehören, mit dem Nissan-GTR, MarcVDS und ein Satellitenteam mit dem Ford GT, außerdem wird Lamborghini mit vier Wagen vertreten sein. Die FIA prüft nun die Bewerbungen, danach wird die Liste veröffentlicht. Stephane Ratel hofft derweil noch auf ein weiteres Team, beharrt aber auf der bisherigen Linie, dass pro Marke mindestens vier Wagen und pro Team zwei Wagen am Start sein müssen. Interessant ist also die Frage, ob das neunte Team weitere Fahrzeuge einer der bereits genannten Marken einsetzt oder ob ein zehntes Team notwendig ist, damit Ratels Bedingung erfüllt ist und beide überhaupt an den Start gehen können. Der Verlust gegenüber der Saison 2010 wird also vier bis sechs Fahrzeuge betragen, auch Meister Vitaphone ist wohl raus. (Stefan)

# VLN/24H Nürburgring: VW hat vergangene Woche angekündigt mit einem neuen Wagen an mind. 3 Rennen der VLN sowie beim 24H Rennen am Nürburgring teilnehmen zu wollen. Dies ist aber nicht der Scirocco sondern ein komplett neu aufgebauter VW Golf24. Dieser wird von einem 2,5L Fünfzylinder Turbo angetrieben und soll laut offiziellen Aussagen an die 440 PS als max. Output leisten. Das Interessante an diesem Wagen ist jedoch, dass er einen Allradantrieb haben soll und somit auch etwas schwerer sein soll. Angeblich soll er 1250 kg auf die Wagen bringen und man darf gespannt sein ob man damit in der SP4T starten will wie der verwandte Audi TT RS von Raeder oder ob man nicht doch den Weg in die E1-XP Kategorie wählen wird. (Flo aus N)

# In der Auseinandersetzung zwischen Mike Frison und MEDIINVEST hat es eine neue Stellungnahme von MEDINNVEST gegeben. Darin bedauern sie die Schließung des Forums und weisen auf eine Podiumsdiskussion hin, welche am 17.02 um 18:00 im Gläsernen Studio von Nürburgring.tv stattfinden soll und auch per Livestream übertragen wird.
Passend dazu hat Mike Frison auch ein Update veröffentlicht indem er auf ein Gesprächsangebot seitens des Nürburgrings verweist und mehrere Reaktionen aufzählt.

December 30 2010

07:01

Best of 2010: Teil Eins

In diesem Jahr gibt es mal etwas Neues. Alle Mitglieder des Autorenteams haben eine Liste erstellt, in der sie die Saison und ihre persönlichen Highlights raustellen. Die fallen natürlich, je nach Schwerpunkt, etwas unterschiedlich aus.

Bestes Rennen
Das ist immer etwas schwer, denn es waren ja nicht gerade wenige Rennen, die man sehen konnte. Die F1 lieferte einige richtig gute Rennen ab, die ALMS oder die BTCC aber auch. Mein persönliches Highlight in diesem, wie auch in den vergangenen Jahren, waren die 24H von Le Mans, die vor allem in der GT2 bis weit in den Morgen extrem spannend war und wo Porsche, Corvette und Ferrari Stoßstange an Stoßstange um den Sieg kämpften. Vergessen sollte man auch nicht die 24H am Ring, wo es nach einer Ausfallorgie mit dem BMW einen überraschenden Sieger gab.

Auf der Kurzstrecke dürfte das F1 Rennen in Kanada das Beste gewesen sein.

Die BTCC bietet ja fast in jedem Rennen ziemliche Spannung, aber die letzte Runde des dritten Rennens in Croft war dann doch recht eindrucksvoll.



Bestes Finish
Dank der “GWC-Regel” in der NASCAR kommt das beste Finish eindeutig auch aus der Serie. Diesmal aber aus der Truckserie, wo Kyle Busch in irgendwie den Sieg holen konnte.

Bester Fahrer
Ich bin geneigt, Jimmie Johnson den Titel zu geben, denn fünfmal Meister in der NASCAR zu werden, ist schon eine Sache für sich. Wäre da nicht die Schwäche der NASCAR-Piloten mit den Rechtskurven und wenn ein Wagen mehr als vier Gänge hat. Aber in der F1 haben die Piloten zu viele individuelle Fehler gemacht, im Tourenwagenbereich ist mir keiner groß aufgefallen, Jason Plato hat zwar gute Rennen gezeigt, aber für den “Besten Fahrer” reicht es dann doch nicht. Daher bleibt es am Ende doch bei Jimmie Johnson, dessen Ruf schon jetzt langsam in Richtung “legendär” gehen dürfte.

Bestes Team
Es gab kein Team, dass in diesem Jahr nicht einen schwachen Moment hatte. Aber immerhin gab es eine Organisation, die zumindest in den USA fast alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gab: Chip Ganassi. Franchitti ist IRL-Champion, die GrandAm hat er auch gewonnen, dazu die Daytona 500 und das Indy 500. Mehr Erfolg kann man nicht haben.

Überholmanöver des Jahres
Hamilton vs. Button beim GPm Türkei. War auch einer der besten Zweikämpfe des Jahres in der F1.

Freunde des Jahres
Ob sie jetzt Freunde sind, kann ich nicht sagen, aber nachdem Simona di Silvestro in XXX ihrem brennenden Wagen nur leicht angekokelt entsteigen konnte, schrieb ihr Tony Kanaan per Twitter “Welcome to the torch club”. Wenn das mal nicht der Beginn einer wundervollen Freundschaft ist.

Feinde/Duell des Jahres
Der zähe Kampf zwischen Audi und Peugeot gehört sicher zu den besten Duellen, die man seit Jahren erlebt hat. Auch wenn die Franzosen in diesem Jahr deutlich schneller waren, am Ende scheiterten sie dramatisch an ihrer Technik. Selten so mit einem Team mitgelitten, wie in diesem Jahr.
Das schönste kurzzeitige Duell lieferten sich wohl Jeff Gordon und Jeff Burton in Texas.

Szene des Jahres
Die Szene des Jahres stammt aus der Türkei und ist die Kollision zwischen Webber und Vettel. Das sagt so ziemlich alles über die Saison 2011 aus.

Kostenpunkt des Jahres
Der F-Schacht. Grandiose Idee von McLaren, zwang aber alle Teams dazu, ihre Wagen aufwendig nachzurüsten. Das billigste wäre ein neues Chassis gewesen, aber dann hätte man den FIA-Chrashtest nachholen müssen, der Zeit in Anspruch nimmt. Also bastelten alle irgendwie darum herum, sägten Löcher ins Chassis und zwangen die Fahrer einhändig um den Kurs zu fahren. Überflüssig, gefährlich und teuer.

Knapp dahinter: Die Entscheidung von Peugeot statt der bewährten Stahlkolben für Le Mans welche aus Titan zu nehmen. Und zwar in allen eingesetzten Motoren.

Platz drei: Kimi Räikkönen in der WRC.

Schönster Moment des Jahres
Der heulende Sebastian Vettel nach der Zieldurchfahrt in Abu Dhabi.

Überraschung des Jahres
Der fünfte Titel Johnson, der sehr starke Danny Hamlin, ein auftrumpfender Jenson Button und Audi, denen der Sieg in Le Mans in die Schoss fiel.

Enttäuschung des Jahres
In Sachen Rennen waren das sicher die Rennen der DTM. Die Serie produziert meist Langweiler (Ausnahme Oschersleben, Zandvoort) und wenn es mal zur Sache gehen könnte, dann greift die Rennleitung mit vllig absurden Strafen ein (Oschersleben). Nicht weit dahinter liegt in diesem Jahr allerdings die WTCC, die mittels nicht mehr nachvollziehbaren Strafen und Gewichtssystemen fast jede Form von Motorsport unterbunden hat. Das der WM-Titel am grünen Tisch entschieden wurde, war da nur konsequent, auch wenn ich ihn Chevrolet gönne, weil sie ihn verdient haben.

Langweiligstes Rennen
Auch da gab es eine schöne Auswahl. Weit vorne stehen, wie jedes Jahr, die Rennen der NASCAR in Pocono, die dieses Jahr auch noch durch den Wahnsinns-Unfall von Reutimann auffielen. Danach folgt aber schon der Saisonauftakt der Formel Eins in Bahrain. Natürlich dürfen die meisten DTM-Rennen hier nicht fehlen, aber von beeindruckender Ödnis war dann das Rennen am Norisring.

Racecontrol-Moment des Jahres
Da bleibt ja nur die “Alonso is faster than you” Nummer von Ferrari aus Hockenheim. Dass die DTM Überholmanöver mit weniger als einem halben Meter Abstand per se nicht so gerne sieht, ist mittlerweile ja bekannt.

Glückspilz des Jahres
Chris van der Drift – Brand Hatch

Die Streckenposten bei Seat Rennen

Marcel Thiemann, dem es zwar deutlich besser geht, aber der immer schwer unter dem Unfall leidet, wie er in einem Blogpost geschrieben hat.

Spruch des Jahres
“Jedes Mal, wenn die denken, die hätten mich an den Eiern, stellen sie fest, dass ihre Hände dafür gar nicht groß genug sind.”
Bernie Ecclestone

Wünsche für 2011
Keine schweren Unfälle, viele schöne Rennen.

November 03 2010

07:38

Ferner liefen: Die Newshappen

// Nach Informationen der FAZ hat sich der Volkswagen-Konzern gegen den Einstieg in die Formel 1 entschieden. Weder wird man mit einem eigenen Team antreten, noch andere Teams mit Motoren beliefern. In den letzten Wochen gab es Spekulationen etwa über eine Rückkehr von Porsche in die Königsklasse. Entsprechende Analysen und Konzepte wurden wohl auch ausgearbeitet, letztlich nun aber verworfen. Stattdessen könnte es ein Engagement in der WRC geben, ebenso lässt der Artikel die Vermutung anklingen, es könne einen Porsche-Prototypen in Le Mans geben. (Stefan)

// HRT wird, sofern man den Winter finanziell überlebt, im kommenden Jahr Getriebe von Williams nutzen. Derzeit setzt man ja, so wie auch die anderen Newcomer Lotus und Virgin Getriebe von Xtrac – mit diesen Produkten ist aber keines der Teams wirklich zufrieden. Lotus wird aller Wahrscheinlichkeit im kommenden Jahr auch beim Getriebe auf Renault setzen, einzig Virgin scheint noch keinen Ersatz gefunden zu haben. Die Kooperation mit Williams ist für HRT jedenfalls nahe liegend – benützt das Team doch als einzige der etablierten Mannschaften ebenfalls Cosworth-Motoren. (Vorsicht)

// Während HRT also noch mit grundsätzlicheren Planungen beschäftigt ist, beschäftigen sich die anderen beiden Newcomer-Teams schon intensiver mit den Fahrerpaarungen für 2011. So soll bei Lotus Jarno Trulli vor der Ablöse stehen – und zwar angeblich durch Bruno Senna. Der hat sich zwar in seinem ersten Jahr nicht durch großartige fahrerische Leistungen profilieren können und hatte in Japan und Korea sogar mit Sakon Yamamoto zu kämpfen. Aber Senna im Lotus-Renault – das hätte trotzdem was. Jarno Trulli wird unterdessen nachgesagt, er könnte sich im kommenden Jahr womöglich in Richtung NASCAR orientieren, sollte es mit der Formel 1 tatsächlich nichts mehr werden. Bei Virgin scheinen sich derweil die Anzeichen zu verdichten, dass Neo-Testfahrer Jerome D’Ambrosio 2011 vor einen Beförderung zum Einsatzpiloten stehen könnte. (Vorsicht)

// Ex-HRT Pilot Karun Chandhok wird in diesem Jahr wohl nicht mehr in einem Formel 1 Auto zu sehen sein – zumindest hat der Inder selbst kürzlich in einem Interview bestätigt, dass seine Aufmerksamkeit nun einem Cockpit für 2011 gelte. Und da will er angeblich derzeit mit drei Teams in Gesprächen über ein Renncockpit stehen – um welche Mannschaften es sich dabei konkret handeln könnte, ist allerdings unklar. (Vorsicht)

// Etwas überraschend: Vergangene Woche hat Mercedes GP bekannt gegeben, dass beim Junior-Test in Abu Dhabi der britische Youngster Sam Bird im Cockpit sitzen wird. Nicht bekannt ist, welche Gründe für die Wahl des aktuell Fünften in der GP2-Meisterschaft ausschlaggebend waren, und ob Mercedes konkrete Zukunftspläne mit dem ART-Piloten hat. (Vorsicht)

// Bernie Ecclestone setzt derweil seine beliebte Serie kontroversieller Interviews fort, und zwar in der Financial Times. Kernaussagen diesmal: Bernie ist von den neuen Teams enttäuscht, und meint wörtlich, er würde gerne “ein paar dieser Krüppel” wieder loswerden. Gemeint ist damit wohl im wesentlichen HRT – auch bei Virgin rät er allerdings Richard Branson dringend dazu, finanziell eine Schippe nachzulegen. Sonst habe einzig Lotus eine realistische Zukunftsperspektive. Joe Saward spekuliert, dass hinter Bernies wiederholten Attacken auf die kleinen Teams ein finanzielles Motiv stecken könnte. Das in der Konstrukteurs-WM elft- und zwölftplatzierte Team erhält nämlich gemäß dem bis 2012 gültigen Concorde-Agreement je 10 Millionen Dollar aus einem speziellen Topf. Dieses Geld könnte sich die FOM aber behalten, wenn es nur zehn Team gäbe. (Vorsicht)

// Fraglich ist demnach auch, ob es wirklich schon 2011 eine HD-Übertragung von der Königsklasse geben soll – zumindest Onboard-Aufnahmen sind laut Ecclestone keinesfalls in HD möglich, da die Kameras dafür zu groß seien. Dem entgegen steht die Nachricht, dass der brasilianische TV-Sender Globo kürzlich bestätigt haben soll, die Formel 1 im kommenden Jahr in nativem HD zu übertragen. (Vorsicht)

// Stecken die Planungen für den US-Grand Prix 2012 nun doch in Problemen? Ein internes Planungsdokument, das von Austin News KXAN veröffentlicht wurde, spricht von einer Bauzeit von 24 Monaten – bei einem Baubeginn im Dezember dieses Jahres also zu lange für einen Grand Prix im Juni 2012. Die Planungsgesellschaft spricht in einer ersten Reaktion von einem Missverständnis – in den 24 Monaten sei auch die längt angelaufene Planungsphase mit einbegriffen. Das Dokument listet übrigens auch eine ganze Reihe von Serien auf, die die Veranstalter neben der F1 auf die Strecke locken möchten – darunter die NASCAR, Indycar und die “Moro GP” (sic). (Vorsicht)

// In Bulgarien schreiten die Planungen für den möglichen Bau einer Formel 1-Strecke dagegen voran – angeblich möchte man im Dezember so weit sein, mit Bernie Ecclestone einen Vertrag abzuschließen. Schon 2012 könnte der Lauf dann auf dem Kalender stehen. Das wiederum könnte die Rennen in der Türkei und in Ungarn gefährden – meint jedenfalls Organisator Bogdan Nikolov. Um auch abseits der Formel 1 Betrieb auf die Strecke zu locken, plant man in Bulgarien ein ganz besonderes Feature – eine Art Bodenheizung, die den Asphalt stets auf einer konstanten Temperatur halten soll. (Vorsicht)

// Peugeot hat vergangene Woche in Monza eine Übergangsversion seines LMP1 getestet. Auffälligste Neuerungen an dem bislang 90X genannten Fahrzeug waren die nach dem 2011er Reglement vorgeschriebene Finne über der Heckverkleidung, die Airbox auf dem (weiterhin geschlossenen) Cockpit und die Heckpartie. Die Motorabdeckung ist nun flacher, der Heckflügel hängt an zwei “Schwanenhälsen” und die Auspuffrohre enden am Heck, nicht wie bisher seitlich vor den Hinterrädern, diese drei Eigenschaften teilt sich das neue Modell mit dem Audi R15. Die Konfiguration des hinteren Fahrzeugendes ist aber noch nicht abschließend, ebenso ist laut technischem Direktor Bruno Famin noch unklar, mit welchem Motor der 908-Nachfolger ausgerüstet wird; motorsport-aktuell.com jedoch schreibt, es sei ein neuer Hybrid-Dieselmotor an Bord gewesen. Einige Bilder gibt es hier. (Stefan)

// Knalleffekt bei der Formel 2: Der britische TV-Kommentator Ben Constanduros meldet, dass die Nachwuchsformel 2011 nicht mehr im Rahmenprogramm der WTCC startet – damit wird die F2 sehr wahrscheinlich auch nicht mehr auf Eurosport zu sehen sein. Erstaunlich ist, dass die Trennung angeblich von der F2-Betreiberin Motorsport Vision ausgegangen sein soll – die fühlte sich nämlich von der WTCC stiefmütterlich behandelt, weil in Monza 2011 die Formel Renault 3.5 in deren Rahmenprogramm an den Start gehen wird. Zudem war man wohl bei Eurosport auch mit der Rolle der “zweiten Geige” hinter der WTCC unzufrieden. Im Rahmen welcher Serie die F2 nun im kommenden Jahr an den Start geht, ist bisher unbekannt – und auch, wo und ob man die Rennen im TV sehen kann ist fraglich. Ebenfalls unklar ist zur Stunde, welche Serie nun die WTCC unterstützen soll – angeblich arbeitet man bei Eurosport aber schon an Ersatz. (Vorsicht)

// Turbulente Woche auch bei den Indycars: Tony Kanaan wurde endgültig von Andretti Autosport aus seinem laufenden Vertrag entlassen, und “darf” sich nun bei anderen Teams nach einem Cockpit umsehen. Nur wenige Stunden später gab das Team dann dafür die Verpflichtung von Ryan Hunter-Reay bis 2012 bekannt. Dem Vernehmen nach hat man sich bei Andretti finanziell etwas verrant: Im Vertrauen darauf, dass 7-Eleven als Kanaan-Sponsor erhalten bleibt, hat man angeblich schon direkt nach dem Indy 500 einen zweijährigen Vertrag mit “RHR” unterfertigt – und so die verbleibenden Sponsoren an den Texaner gebunden. Als 7-Eleven dann unerwartet doch absprang, stand das Team mit einem ausfinanzierten Auto und an Hunter-Reay gebundenen Geldgebern da – aber hatte plötzlich kein Geld mehr für Teamleader Kanaan. Verständlich, dass der Brasilianer im Moment nicht so gut auf die Mannschaft zu sprechen sein soll. (Vorsicht)

// Ein Top-Cockpit soll dagegen Graham Rahal ergattert haben – Gerüchte sprechen davon, dass der Jungstar im kommenden Jahr für Chip Ganassi starten wird. Ein Grund zur Besorgnis für Fans von Dario Franchitti und Scott Dixon ist das aber nicht. Denn Rahal bringt über eigene Sponsoren angeblich um die 10 Millionen Dollar mit – genug für ein drittes Ganassi-Auto neben den beiden Stammpiloten. (Vorsicht)

// Ebenfalls der IRL erhalten bleibt Rookie Bertrand Baguette – das hat er zumindest der belgischen Nachrichtenagentur Belga erzählt. Details zu einem konkreten Vertrag mit einem Team sind nicht bekannt. (Vorsicht)

// Das Team von Signature Plus hat derweil bekannt gegeben, dass man 2011 in der F3 Euroseries mit dem aktuellen F3-Cup Vizemeister Daniel Abt an den Start gehen will. Was ja auch dafür sprechen würde, dass das Team 1) davon ausgeht, dass es im kommenden eine F3 Euroeries geben wird, und, dass man 2) dort auch wirklich teilnehmen will. (Vorsicht)

// Zwei Neuigkeiten gibt es in dieser Woche auch von den australischen V8 Supercars:
- Einerseits sind Gerüchte aufgetaucht, wonach BMW daran interssiert sein könnte, ab 2012 in der Serie zu starten. Und zwar dann, wenn das neue Reglement jenem der “neuen” DTM ausreichend ähnlich ist, um mit einem geringfügig umgebauten Auto in beiden Serien antreten zu können.
- Und andererseits gibt es einen Kalender für die Saison 2011. Viele Änderungen sind diesmal nicht dabei – es wird allerdings mit Abu Dhabi nur noch ein Rennen im Nahen Osten geben, Bahrain wurde aus dem Kalender entfernt. Dafür kehrt Barbagallo Raceway nahe Perth zurück. Das ist ein wenig erstaunlich, weil man der Strecke in diesem Jahr aus Sicherheitsgründen den Rücken gekehrt hatte – die notwendigen Umbauten sollen aber erst 2012 abgeschlossen sein.

1. 12. Februar – Abu Dhabi
2. 20. März – Adelaide
Ohne Punkte: 27. März – Royal Albert Park (F1-Rahmenprogramm)
3. 17. April – Hamilton
4. 8. Mai – Barbagallo
5. 19. Juni – Hidden Valley
6. 10. Juli – Townsville
7. 21. August – Queensland Raceway
8. 18. September – Phillip Island
9. 9. Oktober – Bathurst
10. 23. Oktober –  Surfers Paradise
11. 13. November – Symmons Plains
12. 20. November – Sandown
13. 4. Dezember – Sydney
(Vorsicht)

// LMS: OAK Racing wird für 2011 das offzielle Entwicklunsteam für die Reifen von Dunlop in den LMP-Klassen. GT-Eins berichtet indes auch darüber, dass das Team ab 2011 mit 3,4 Liter Judd Motoren in der LMP1 am Start sein wird. (Flo aus N.)

// Dallara bastelt derweil schon eifirg am neuen Chassis für die Indy Car Series, welche ab 2012 mit einem neuem Chassis antreten will. Zur Zeit konzentriert man sich auf die sogenannte “Safety-Cell(Flo aus N.)

May 05 2010

06:30

Ferner liefen: Die Newshappen

// Über den Umweg einer Beschwerde der “Friends of Liberty State Park” ist es nun also bestätigt worden: Die Stadt New Jersey verhandelt mit Bernie Ecclestone über die Austragung des US Grand Prix 2012. Stattfinden soll das Rennen im besagten Liberty State Park – einer Grünanlage, der das geschichtsträchtige Ellis Island vorgelagert ist, wo bis Mitte der 1950er-Jahre mehr als 12 Millionen Einwanderer in die USA ihre Papiere erhielten. Direkt auf der anderen Seite des Hudson River erhebt sich die Skyline von New York. Wie ernst man die Bewerbung nehmen muss, ist indes unklar. Umfang, Professionalität und Streckenplan deuten – vorsichtig gesagt – auf ein eher frühes Planungsstadium hin.

// Der Eyjafjallajökull hat doch noch ein Opfer in der Formel 1 gefunden. Wenig überraschend handelt es sich dabei um die Truppe von Virgin Racing, die wegen des Zeitmangels nun doch nur einen der beiden Wagen schon in Barcelona mit dem neuen, vergrößerten Tank ausstatten kann. Timo Glock wird das Vergnügen haben, das neue Auto zu fahren – Lucas di Grassi muss wieder im alten Boliden Platz nehmen. Aerodynamische Verbesserungen sind aber weiterhin für beide Wagen geplant.

// Force India wird in Spanien ein komplett renoviertes Motorhome mitbringen. Mal sehen, wie lange es steht, im letzten Jahr gab es ja angeblich ein paar Gläubiger, die die Hospitality pfänden wollten. Ein ganz neues Motorhome wird McLaren mit schleppen. Das gar nicht mal so alte, sehr imposante Ding aus den letzten Jahren entsprach wohl nicht mehr den Ansprüchen.

// Auch über das KERS-Comeback wird weiterhin diskutiert. Renault und Ferrari möchten das Energierückgewinnungssystem gern so bald als möglich wieder eingeführt sehen, andere Teams sind da eher skeptisch, was aber überwunden werden könnte, da das britische Unternehmen Flybrid angeboten hat, interessierte Teams mit einem Schwungrad-KERS zu wirtschaftlichen Konditionen zu versorgen.

// Aus dem Ferrari-Lager gab es erst kürzlich die Forderung, dass das für 2013 anstehende neue Motorenreglement mehr in Richtung moderner Technologien gehen müsse, Geschäftsführer Armedeo Felisa plädierte für eine Einführung der Direkteinspritzung zusammen mit dem kleinvolumigen Turbomotor, um die Effizienz zu steigern und Technologien zu fördern, die für Straßenfahrzeuge relevant sind. Der italienische Sportwagenbauer hat 2009 begonnen, sein Modell California mit einer Direkteinspritzung anzubieten, der 2010 in Produktion gehende 458 Italia, Nachfolger der 430, wird Ferraris erster Mittelmotor-Sportwagen mit diesem System.

// Die am Wochenende startende GP3 hat ein weiteres Rennen zu ihrem Saisonkalender hinzugefügt, und wird nun auch in der Türkei an den Start gehen. Damit werden an allen GP2 Wochenenden mit Ausnahme von Monaco auch Läufe der kleineren Schwestererie stattfinden.

// In der WTCC gibt es neue Spekulationen um ein Ersatzrennen für den abgesagten Lauf in Mexiko: Wie motorsport-total.de berichtet, hat Serienpromoter Marcello Lotti die Strecken von Katar und Bahrain, und einen nicht näher genannten Kurs in China in die engere Auswahl genommen. Angeblich sollten die Details dazu am Wochenende in Marrkesch besprochen werden, bisher sind aber keine weiteren Neuigkeiten nach Außen gedrungen. Was dagegen schon bekannt ist: Sollte es wirklich einen Ersatzlauf geben, würde der Termin zwischen dem europäischen Saisonabschluss Mitte September in Valencia und dem Japan-Rennen Ende Oktober liegen.

// Wie heute Nacht gemeldet wurde, wird Graham Rahal nach langem Tauziehen nun doch beim Indy 500 an den Start gehen. Anders als vermutet, wird er allerdings nicht für Newman-Haas (seit kurzem ja wieder ohne “Lanigan”) fahren, sondern für die familieneigene Rahal-Letterman Truppe.

// Vergangenen Freitag ist die Auktion für die Konkursmasse der A1GP-Serie zu Ende gegangen. Gerüchten zufolge soll es mindestens zwei mehr oder minder seriöse Bieter gegeben haben – ob einer davon den Zuschlag erhalten hat, ist zur Stunde aber noch nicht bekannt. Sollte die Serie nicht in ihrer Gesamtheit (sprich: alle Wagen, die Namensrecht inkl. “powered by Ferrari”-Slogan, etc.) verkauft worden sein, wird man allerdings in Bälde davon hören. In diesem Fall sollen die Bestandteile nämlich einzeln unter den Hammer kommen, um zumindest Teile der Schulden begleichen zu können.

// Rätselraten in der NASCAR. Man fragt sich, was Kevin Harvick und Kasey Kahne 2011 und Mark Martin 2012 so machen werden. Harvick, bzw. RCR hat Hauptsponsor Shell an Hendrick verloren. Harvick selber, der seit 2001 für RCR fährt, als er den tödlich verunglückten Dale Earnhardt ersetzte, ist wohl etwas unzufrieden bei RCR. Das erscheint, angesichts seiner erneuten Tabellenführung in der Serie, etwas merkwürdig, aber die Probleme sind wohl nicht sportlicher Natur. Offenbar hat man sich etwas auseinander gelebt und Harvick schaut, was woanders so geht. Weit oben auf seiner Liste stehen wohl Stewart und ECR. Kahne wiederum hat zwar für 2012 einen Wagen (die #5 bei Hendrick) aber für 2011 sieht es noch duster aus. Auch hier wird über eine Lösung bei Stewart-Haas nachgedacht. Dort könnte dann auch Mark Martin 2012 landen, wenn er denn nicht entweder bei JR Motorsports andockt. Man sagt Junior seit langem nach, dass er gerne mit seinem Team in die Oberliga aufsteigen möchte. Die Silly Season ist also schon richtig in Schwung.

// Nelson Piquet jr. soll angeblich in diesem Jahr noch ein paar Truckrennen fahren. Seine bisherigen Einsätze waren ja so schlecht nicht.

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March 14 2010

23:45

Formel Eins: Analyse Rennen Bahrain 2010

Ein Krimi war das nicht gerade, was die Formel Eins zum Auftakt gezeigt hat. Und die Befürchtung ist groß, dass es sich in der Saison nicht ändern wird.

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass Bahrain am Ende einer Saison jemals auf meiner persönlichen Top 5 Liste der besten Rennen eines Jahres gestanden hat. Schon allein deswegen habe ich wenig erwartet, dass meine Erwartungen aber noch unterboten wurden, war dann schon erschreckend. Ohne die Probleme von Sebastian Vettel wäre das Rennen richtig langweilig geworden. Überholmanöver? Nicht mal im Hinterfeld oft zu sehen. Zweikämpfe? Im Sekundenabständen. Besonders erschreckend waren allerdings die massiven Zeitunterschiede zwischen der Spitze und dem Rest der Welt. Ferrari und Red Bull fahren den anderen Teams erst mal davon. Das es in Bahrain aber so langweilig war, hatte auch andere Gründe.

Für die Teams sind die neuen Regeln genau so neu und vor allem nicht vorhersehbar, wie für die Zuschauer. Man hat wenig Erfahrungen damit, wie die Wagen im Renntrimm und in Zweikämpfen mit den Reifen umgehen und man weiß auch nicht, wie man mit welcher Strategie klar kommt. Vor dem Rennen hieß es, dass man mit einer 1-Stopp-Strategie am besten dran sein würde, aber nach dem Rennen überlegte auch Norbert Haug, ob man mit 2 Stopps vielleicht nicht besser dran gewesen wäre. Der Grund: steckt man im Verkehr, kann man seine Zeiten nicht fahren, ist man alleine unterwegs, sieht das anders aus. Lewis Hamilton beklagte sich, dass er keine Chance hatte an den Ferraris dran zu bleiben, weil er zu lange hinter Rosberg festgesteckt habe. Ein sehr früher Stopp und ein weiterer später im Rennen hätten vielleicht etwas geändert. Aber sicher ist das natürlich nicht, denn der kostet mindestens 22 Sekunden. Die muss man auch erst mal wieder einfahren.

Die Teams waren vorsichtig und befahlen ihren Fahrern allesamt möglichst das Material zu schonen. Das half dem Rennen nicht wirklich auf die Beine, aber “ankommen” war wohl die Hauptdevise. Der Motor muss knapp 3 Rennen halten dazu der Verbrauch und der Reifenverschleiß, der überall kritisch beobachtet wurde. Rosberg gab nach dem Rennen an, dass er Vettel nicht habe einholen können, weil seine Reifen am Ende hinüber waren und er hinter Vettel zu viel Abtrieb verloren habe.

Überhaupt sah Mercedes im Rennen erstaunlich schlecht aus. Ein Blick auf die schnellsten Rennrunden hilft in diesem Jahr nicht viel, weil es mehr um die Konstanz geht. Und dort konnte man die Probleme im letzten Renndrittel deutlich sehen, Rosberg und Schumacher fuhren rundenlang fast identische 2.00.5er Zeiten, während Alonso und Vettel vorne eine gute Sekunde pro Runde schneller waren. Das ist schon deutlich und man wird hart arbeiten müssen, um da ran zu kommen. Immerhin hat Mercedes aber die Ressourcen. Haug und Rosberg meinten, man sei “in der Nähe” von McLaren, aber das kann nicht sein. Hamilton fuhr Rosberg nach dem Stopp auf und davon und am Ende waren es “nur” 17 Sekunden die Rosberg fehlten, weil der Brite es am Ende gemächlich anging. Als er noch Gas gab, war er rund 1 Sekunde schneller als der Mercedes.
Schumacher selber fuhr ein unauffälliges Rennen. Er hatte den Speed von Rosberg, war allerdings auch nicht schneller. Aber man sollte ihm auch Zeit geben, denn drei Jahre ohne F1 Rennen kann man eben nicht so einfach abstreifen. Er muss sich erst wieder fein justieren und ich bin mir sicher, dass er ab dem Sommer deutlich besser da stehen wird.

McLaren war in der Quali langsamer als erwartet, aber im Rennen hat mir Hamilton gut gefallen. Seine Zeiten reichten nicht so ganz an Red Bull und Ferrari ran, aber da war durchaus zu sehen, dass man mit McLaren noch rechnen kann. Oder zumindest mit Hamilton. Button ging an diesem Wochenende unter und das schlimmer, als ich es erwartet hatte. Ihm fehlten immer rund eine halbe Sekunde, was schon bitter ist. Nach dem Rennen meinte er, dass er zu konservativ unterwegs gewesen sei, aber dass allein war es wohl nicht.

Pech hatte Adrian Sutil, der am Start mit Robert Kubica aneinander geriet und sich drehte. Die Idee von Force India auf harten Reifen zu starten war interessant und ich hätte gerne gesehen, ob sich das ausgezahlt hätte. Die Grundidee war ja, dass zwar im ersten Stint etwas verliert, wegen der fehlenden Überholmöglichkeiten würde man nicht weiter zurück fallen. Im letzten Stint hätte man dann aber mit einem leeren Auto und weichen Reifen eine sehr gute Ausgangsposition. Theoretisch interessant und bei Liuzzi funktionierte es immerhin so weit, dass er den neunten Platz halten konnte. Für Sutil wäre da mehr drin gewesen, zu mal er auch die zweitschnellste Runde im Rennen gefahren ist.

Im Mittelfeld ging es zeitweise eng zu. Williams, Renault, Toro Rosso und Sauber liegen sehr eng beieinander, wobei mich Sauber doch sehr enttäuscht hat. Man war am ganzen Wochenende nicht gut und hat dann auch noch beide Autos mit mechanischen Problemen im Rennen verloren. Ein schlechter Auftakt, wenn man vergleicht, dass Lotus beide Wagen ins Ziel bekam, auch wenn Trulli in der letzten Runde stehen bliebt. Damit waren die Malayen aber auch alleine, denn HRT und Virgin verloren ebenfalls beide Fahrzeuge. Immerhin lieferten sich Glock und Kovalainen einige sehenswerte Manöver.

Vorne aber geben Ferrari und Red Bull den Ton an. Die Österreicher sind auf eine Runde schneller, aber wenn es um Longruns geht, ist Ferrari mit der härteren Reifenmischung etwas besser. Das Alonso nach seinem Energieanfall im zweiten Stint nicht an Vettel vorbei kam lag weniger am Speed, denn mehr daran, dass er hinter Vettel in die gleichen Probleme kam, wie später Rosberg. Allerdings muss Red Bull die Zuverlässigkeitsprobleme in den Griff bekommen. Offensichtlich war es der Renault-Motor, der mal wieder den Geist aufgab, aber die Probleme sind ja nichts neues und haben Vettel letztes Jahr schon die WM gekostet.

Alonso staubte eine Sieg ab, er machte das in der Pressekonferenz auch klar, dass er unter normalen Umständen an Vettel nicht vorbei gekommen wäre. Ein nette Aussage, so kennt man den Spanier ja kaum. Mann des Rennens war aber Felippe Massa, auch wenn er hinter Alonso ins Ziel kam. Er hätte auch siegen können, aber Alonso hatte den besseren Start, weil er auf der sauberen Linie stand. Das er aber überhaupt wieder dabei war und gleich zeigen konnte, dass er nichts von seinem Biss verloren hatte, ist nach seinem Unfall im letzten Jahr ein kleines Wunder.

Das ändert aber auch nichts an den strukturellen Problemen der Formel Eins, was die Überholmanöver angeht. Zum einen hat man immer noch das Problem der “dirty air” wenn man hinter her fährt. All die Änderungen und verstellbaren Flügel haben nichts gebracht. Zum anderen scheint das Verbot des Nachtankens nicht geholfen zu haben. Die Idee, dass man dann nicht mehr über die für Zuschauer kaum verständliche Strategie an der Box überholt, sondern sich mit seinem Konkurrenten auf der Strecke auseinandersetzen muss, ist ja ok, aber dann muss den Fahrern auch die Möglichkeiten geben, das tun zu können. Im letzten Jahr war das KERS, was schon mal für Spaß gesorgt hat, aber das haben die Teams ja wieder raus geworfen. So haben die Veränderungen mehr geschadet als geholfen.

Die Reifen sind ein weiteres Problem. Tatsächlich bringt Bridgestone ja wieder zwei sehr unterschiedliche Mischungen, die eine Klasse überspringen. Das führt dann wohl dazu, dass alle Teams in Q3 mit den weichen Reifen unterwegs sein werden, die aber nicht so lange halten. Je früher man dann in die Box kommt, desto größer ist zunächst der Vorteil im Rennen. Weil dann alle innerhalb von einer Runde nachziehen, fährt die Spitzengruppe dann die letzten 70% eines Rennens mit abgelutschten Reifen, die keine Haftung mehr haben und ein Überholen zusätzlich schwer machen. FOTA-Chef Martin Whitmarsh hat angekündigt, dass man darüber nachdenkt einen zweiten Pflichtboxenstopp einzuführen, was die strategischen Möglichkeiten erhöhen würde. Oder Bridgestone bringt zwei Mischungen mit, die sehr nah beieinander liegen. Aber dann lohnt sich eine Strategieänderung nicht mehr, weil man mit einem zweiten Stopp, bei dem man vielleicht weiche Reifen aufzieht, nicht so viel Zeit gewinnt wie man braucht. Ergo fahren alle weiter hintereinander her.

So steht die Formel Eins zumindest im Moment vor einem großen Problem. Das wird beim nächsten Rennen in Australien nicht so groß sein, weil man da auf einer Stop ‘n go Strecke unterwegs, aber ich befürchte jetzt schon, dass Malaysia und China ohne Regen oder Safety Car Phase auch nicht besser werden.

Nun ist es noch zu früh die Saison abzuschreiben zu mal das Feld im Laufe der Saison noch weiter zusammenrücken wird, aber wenn die strategischen Möglichkeiten so eng sind und man wegen der Aerodynamik nicht überholen kann, wird man auch weiterhin die Reihenfolge des Zieleinlaufes schon in der Qualifikation festlegen.

Was mir sonst so aufgefallen ist:

- Erstes Rennen für Cosworth und erster Punkt. So langsam scheint der Motor nicht zu sein. Williams war aber weit von der Pace des vorderen Mittelfeldes entfernt. Die haben mal wieder ihr übliches Problem, dass sie in der Quali schlecht sind, aber einen guten Rennspeed haben.

- Hülkenberg drehte sich in den ersten Runden und fuhr danach ein unauffälliges Rennen.

- Petrov war bis zu seinem Ausfall überraschend gut unterwegs.

- Gegen Ende des Rennens fuhren die Lotus ganz akzeptable Rundenzeiten. Immerhin war man nur 2 Sekunden hinter dem Mittelfeld.

- Die sky Übertagung war ok, wenn auch sehr Mercedes lastig. Jacques Schulz hatte allerdings nicht seinen besten Tag und er versuchte mal wieder aus einem öden Rennen einen Krimi zu moderieren. Da hätte ich mir mehr Kritik gewünscht.

Nächstes Rennen ist in 14 Tagen in Australien.

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00:07

Formel Eins: Aussichten für den Bahrain GP 2010

Mit dem GP von Bahrain startet die also die neue Saison. Die Quali war interessant, warf aber auch Fragen auf. Und im Rennen kann wieder alles anders sein.

Die Gesichter bei Mercedes waren lang. Nick Heidfeld, von sky in den Quali-Pausen als Experte eingesetzt und sonst immer relativ ausdruckslos schaut, runzelte die Stirn und wusste auch nicht so recht was er sagen sollte. Ganze 7 Zehntel fehlen auf die Red Bull und 5 auf die Ferrari. Gerechnet hat man wohl mit deutlich weniger. Denn 7 Zehntel bedeuten, dass man sie bis zum Spanien GP nur schwer wird aufholen können. Aber die Abstände in Q3 waren merkwürdig groß und im Rennen könnte alles wieder anders aussehen. Außer für Ferrari, die echte Siegeschancen haben.

Vettel war zwar klar schneller als alle anderen, aber die Frage wird sein, wie gut der Red Bull auf die lange Distanz gehen wird. Da sehe ich den Ferrari im Moment im Vorteil. Dazu kommt, dass die Starts von Vettel in der Vergangenheit nie sonderlich gut waren, während Massa und vor allem Alonso hinter ihm als sehr gute Starter gelten. Das könnte vor der ersten Kurve sehr eng werden. Respekt auch vor Massa, der Alonso tatsächlich schlagen konnte.

Mercedes spekuliert auf Grund der stabilen Long Runs in den Tests auf einen Podiumsplatz. Das Wort “Sieg” nahm Nico Rosberg erst gar nicht in den Mund. Am Ende hatte man den Eindruck, dass man sich vom Anspruch her auf dem Podest sieht, aber aus eigener Kraft wird das sehr schwer. Es fehlt wohl der Abtrieb, vor allem in den langen Kurven, was erstaunlich ist, war das doch im letzten Jahr eine der Stärken von Brawn. Schumacher muss man allerdings ein kleines Kompliment machen. Drei Jahre nicht im Wagen gesessen und dann in Q3 und nur knapp 3 Zehntel hinter Rosberg. Kann man nicht meckern. Seine Stärke wird das Rennen sein, da könnte man einiges sehen.

McLaren ist völlig untergegangen. Das Hamilton schneller als Button sein würde war klar, aber man liegt, trotz aller aerodynamischen Finessen, “nur” auf dem Niveau von Mercedes. Und Button wäre um ein Haar in Q2 gescheitert. Ganze 162 Tausendstel fehlten Barrichello mit dem neuen Cosworth im Heck. Ich sehe McLaren im Rennen nicht mit Chancen nach vorne zu kommen. Etwas Ärger hat McLaren auch mit der FIA. Die haben dem Team mitgeteilt, dass sie mit dem in Bahrain verwendeten Diffusor gar nicht erst in Australien auftauchen brauchen. Offenbar hat man das Reglement etwas zu sehr ausgelegt, da man eine weitere Stufe in den Diffusor eingebaut hat. Davon sollen, laut Gerüchten, auch Mercedes und Renault betroffen sein.

Das “dark horse” im Rennen könnte Adrian Sutil sein. Während vor ihm alle auf die weiche Mischung zum Start setzen, hat er harte Reifen drauf. Warum Force India eine andere Strategie hat, wurde in einem Interview mit Sutil klar. Man weiß zwar, dass man zunächst rund 1.5 Sekunden pro Runde verliert, hofft aber, dass die Konkurrenz die Reifen in den ersten Runden überfordert und der Vorteil hin ist. Vermutlich wird Sutil einen sehr langen ersten Stint fahren um die weichen Reifen gegen Ende voll nutzen zu können. Den sollte man morgen unbedingt auf dem Schirm haben, sollte sein Abstand nicht zu groß werden.

Weil es der erste Grand Prix des neuen Jahres ist, wird sicher spannend, aber ein aufregendes Rennen erwarte ich nicht. Das GP2 Asia Rennen gestern zeigte, wie es das Rennen aussehen kann: kurze, hektische Startphase, dann zieht sich das Feld weit auseinander und es wird Kolonne gefahren. Interessant dürften allerdings die Boxenstopps und deren Timing werden. Da wird man das Livetiming gut im Auge haben müssen, denn es wird, ohne Überholmanöver, viele Verschiebungen geben.

Worauf man achten muss:
- Graining
- Rundenzeiten mit frischen Reifen
- Sutil

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