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April 21 2011

17:03

IndyCar: Analyse Long Beach

Ein bekanntes Sprichwort lautet: 1. kommt es anders und 2. als man denkt. Unter diesen Motto stand am Wochenende der jährliche Aufgalopp der Indy Car Series beim Toyota Grand Prix of Long Beach. Bereits im Vorfeld des Rennen wurden hohe Erwartungen geschürrt, woran die beiden Rückkehrer Paul Tracy und dessen Lieblingsgegner Sebastian Bourdais sicher nicht ganz unschuldig waren.

Nach den freien Trainings sah alles noch so aus, als würde das Wochenende seinen üblichen Verlauf nehmen. Vorne weg fuhren die beiden Teams des Todessternes in Person von Will Power und Ryan Briscoe welcher 2 Trainings gewinnen konnte, dicht gefolgt von Ryan Hunter Reay und den anderen Wagen der beiden Big Teams. Dieser Trend setzte sich auch im Zeittraining fort, aber bei Leibe nicht mehr so stark wie man erwartet hatte bzw. dauerte nur bis zum vorletzten Segment. So schafften es Dario Franchitti und Scott Dixon als 7. und 8. nicht sich fürs Firestone Fast 6 zu qualifizieren, da sie in aller letzter Sekunde noch von Justin Wilson verdrängt wurden. Etwas überaschend verpasste auch Ryan Briscoe das Fast 6 als 12. und letzter der 2. Runde, während sich Will Power vor RHR, dem überaschend starken Mike Conway, Oriol Servia im überaschend starken NH-Dallara und Justin Wilson die Pole sichern konnte während Helio die 6 Fahrer komplettierte.

Dass mit Newman Haas in dieser Saison auf den Rundkursen zu rechnen scheint, bestätigte auch James Hinchcliffe auf P11, hinter Tony Kanann im besten KV. Beste Dame wurde Simona de Silvestro im HVM auf Startplatz 18, noch vor Matos und Patrick, während sich Sebastian Bourdais und Pault Tracy nur mit den Startpositionen 21 bzw. 25 begnügen mussten. Ein herber Rückschlag für beiden schon vor dem Rennen, da man in Long Beach schon traditionell nur sehr schwer überholen kann und sich die beiden Rückkehrer sicher mehr ausgrechnet haben.

Somit war alles perfekt für das Rennen angerichtet und auch die anfänglich befürchteten Regenschauer blieben – so viel sei schon mal gesagt, aus.

Leider vermasselte sich Ana Beatriz das Rennen schon vor dem Start, als sie sich in der Einführungsrunde ausgangs der Fountain Kurve drehte und den Motor dabei 2 mal abwürgte, was bedeutete, dass sie von ganz hinten beginnen musste.
Den Start konnte Will Power gewinnen, nachdem er sehr früh ausgangs der Hairpin aufs Gas trat und sich nur die ersten 2 Reihen in Formation bringen konnten, vor Ryan Hunter Reay und Mike Conway, während sich Oriol Servia auf Platz 4 halten konnte und auch die anderen Piloten mehr oder unverändert zu ihrer Startposition durch die ersten Kurven kamen, denn der befürchtete Massencrash in Turn 1 blieb nämlich aus.

So blieb dann auch alles bis zur 7. Runde mehr oder weniger unverändert, bis Ryan Briscoe – immer noch auf Platz 12 liegend sich entschlossen hat an die Box zu kommen, harte Reifen zu nehmen und somit out of Seqenze zu gehen, denn die ersten Stopss wurden nach normalen Rennverlauf erst gegen Runde 27 erwartet. Da Brisoce aber einen ordentlichen Vorsprung auf Platz 13 derweil herausfahren konnte blieb er nach dem Stopp unverändert auf Platz 12.
Währenddessen konnten sich Power, RHR und Conway etwas vom Rest des Feldes absetzen und gute 5 Sekunden Vorsprung auf das Duo Orial Servia und Justin Wilson herausfahren.

Leider blieben die folgenden 10 Runden ohne Ereignisse und er einzige Fahrer, welcher etwas Boden gut machen konnte, war Bourdais, der sich in Runde 17 Simona de Silvestro und damit Rang 18 holen konnte.

Mehr Action gab es dann allerdings erst ab der 24. Runde, als auf einmal Justin Wilson in der in der Hairpin quer stand, nachdem er von Helio Castroneves (welcher nochmals von sich reden machen wird) leicht angestoßen wurde. Dies nutzten sofort Ryan Briscoe, Tony Kanann, Alex Tagliani und Helio um in die Box zu kommen, da sie fest mit einer bald ausgerufenen Full-Course Yellow rechneten. Da aber Justin Wilson den Rückwärtsgang einlegen konnte und somit die Stelle schnell räumen konnte, schien es so als haben sich diese Herren getäuscht.

Aber da man im Leben manchmal Glück hat, wurde 1 Runde später Simona de Silvestro von PT an der selben Stelle angestupst, was ebenfalls einen Dreher zur Folge hatte und diesmal aber eine Full-Course Yellow ausgelöst hat. Für Simona war das Rennen somit schon sehr frühzeitig gegessen, da sie bald vom PaceCar überrundet wurde und somit das Rennen nur mit Rundenrückstand wieder aufnehmen konnte.
Auch PT kam nicht ohne Folgen davon, denn er erhielt im Gegensatz zu Helio eine drive Through was ihn ans Ende der Lead Lap befördert hatte, was aber nicht viele Postionen waren, denn er hielt sich eh nur ab Position 20 aufwärts auf.

In dieser Gelbphase kamen nun natürlich all jene zum tanken welche nicht vorher auch schon beim tanken waren und somit war in der Boxengase ordentlich Betrieb vorprogrammiert, was nicht ohne Folgen blieb. Zum einen verpasste Mike Conway beim 1. Versuch die Box um einen guten Meter weil er sich verbremste, was dazu führte dass er nicht betankt und somit ein 2. Mal zum Service kommen musste. Blieb dieser Vorfall noch ohne Folgen außer dass er auf Platz 21 zurückfiel und man meinte das Rennen sei auch für ihn gelaufen, blieb ein 2. Vorfall definitiv nicht ohne Folgen.

Nachdem Bourdais und Marco Andretti dicht beinander zum Service kamen, hatte Marco beim ausfahren aus seiner Box als das Go-Signal kam einen Moment lang nicht aufgepasst und den nebenihm fahrenden Bourdais komplett übersehen was eine Kollision in der Pit Road zur folge hatte. Das Rennen war für Seabass sofort gelaufen, da er einen mittelschweren Aufhängungsschaden hatte, da halfen ihm auch die Entschludigungen von Andretti nix und auch Marco musste kurze Zeit später das Segel streichen, nachdem man noch versucht hatte das Rennen wieder aufzunehmen. Jedoch war der Schaden auch an seinem Auto nach seinem Aussetzer zu groß.

Die Führung hatte nun aufgrund der Ereignisse Alex Tagliani vor Ryan Briscoe und Will Power übernommen, während Ryan Hunter Reay auf P4 vor Helio Castroneves und Dario Franchitti lag. Oriol Servia hat leider ein paar Positionen verloren und lag zu diesem Zeitpunkt auf Platz 7, noch vor Scott Dixon und James Hinchcliffe während Vitor Meira die Top 10 komplettierte. Danica Patrick lag als beste Dame auf P.15, 8 Plätze besser als Paul Tracy welcher dieses Wochende sicher gerne ganz schnell vergessen möchte, denn auch im weiteren Verlauf verlief es für ihn katastrophal und es sprang am Ende für ihn nicht mehr als ein 16. Platz heraus.

Beim folgenden Restart musste Alex Tagliani die sitting duck spielen, denn er wurde sofort von Ryan Briscoe und Ryan Hunter Reay kassiert, nachdem dieser erst Will Power eingangs Turn 1 überholen konnte. Jener Will Power konnte dann aber auch Tags schnell überholen. Unterdessen konnte sich Ryan Briscoe als einziger auf den schnelleren Reds sich etwas absetzen, denn seine Strategie ging bis jetzt perfekt auf.

Auch jetzt zog sich das Feld wieder sehr schnell auseinander, was dazu führte dass es auch hier kaum Überholmanöver gab und man wie auf einer Perlenschnurr druch die Straßen fuhr und auch an der Spitze gab es kaum Duelle, so fuhren die ersten 3 jeweils mit gut 1 Sekunde Abstand vor sich her. Die einzige Ausnahme bildetete aber Mike Conway für Andretti Autosport welcher an jenem Tag über ein Bomben-Auto verfügte und sich Stück für Stück wieder nach vorne arbeiten konnte.

Erst ab Runde 42 entwickelte sich wieder etwas Spannung, denn Justin Wilson kam in die Box auf P13 liegend zum Service, da er keine Möglichkeit besaß sich weiter nach vorne zu arbeiten. Ob diese Entscheidung sinnvoll oder nicht war, darüber kann man streiten denn das Fuel Window war hier 25-30 Runden und kurz Halbzeit hätte er es somit nicht ins Ziel geschafft. Aber hätte wäre wenn, in Runde 62 hat Justin Wilson beim anbremsen einen Achsschaden als ihm beim anbremsen von Turn 8 auf die Gegengerade das Heck wegging. Er schlug zwar nur leicht ein, jedoch war die Hinterachse dermaßen kaputt dass das Aus besiegelt war.

In Runde 54 läuteten dann Tony Kanann und Oriol Servia die Phase der 2. und letzten Stopps ein und nacheinander kamen dann auch alle Piloten zum Service rein, welche im Gegensatz zu den 1. Stops diesmal ohne Probleme verliefen. Jedoch konnte Will Power eine Runde länger als Ryan Hunter Reay draussen bleiben, was dazu führte dass er beim anbremsen von Turn1 die 2. Position erobern konnte, was zu diesem Zeitpunkt eine Penske Doppelführung bedeutete da Ryan Briscoe seinen Platz an der Sonne verteidigen konnte. Jedoch sah man dann in den folgenden Kurven den Unterschied zwischen kalten und warmen Reifen mehr als deutlich, sodass RHR sich wieder Platz 2 zurückerobern konnte.

Quizfrage: “Was gehört zu jedem normalen IndyCar Rennen dazu was wir bisher im Verlaufe des Rennen nicht haten ?” – Richtig ein Crash. und die 2. Frage lautet: “Von wem ?” auch wieder richtig, von E.J Viso in Diensten von KV Racing welcher seinen Dallara im 60. Umlauf in die Reifen setzte und somit mit KV-Kleinholz Nummero 8, wovon alleine 7 auf seine Kappe gehen (!!!) eine local yellow auslöste, als er beim anbremsen der links vor der Haarnadel sehr optimitisch nach innen zu Danica Patrick zog, worauf sich die Wagen berührten und er nach rechts in die Reifen abbog.

In Runde 62 kam es dann zum schon vorher angesprochenen Unfall von Justin Wilson welcher aber nun eine Full-Courese Catuon auslöste. Diese Caution sollte aber dann beim restart von rennentscheidender Bedeutung sein. Aber der Reihe nach. Vor dem Restart lag Briscoe, vor RHR, Power und Castroneves während sich Servia auf Platz 5 vor Dario und Scott Dixon platzieren konnte. Mike Conway war derweil der “biggest mover” und fand sich auf Platz 11 vor dem Restart wieder.
Beim Resart in Runde 66 konnte sich Ryan Briscoe durchsetzen, während Will Power versuchte sich aussen an RHR in Turn 1 zu bremsen. Dies gelang jedoch nicht und so wollte Will Power hinter RHR in Turn 1 biegen. Wollte deshalb weil Helio dachte “hey da ist ja eine Lücke, die ist zwar 40m vor mir und Will Power zieht da gleich rein, aber was Matt Jackson, Jason Plato und Co in der BTCC können, das kann ich doch auch!” So verlegte Castroneves seinen Bremspunkt einfach mal um gute 30m nach vorne. Will Power zog natürlich nach innen in Turn1, da da natürlich (noch) niemand war. Als er innen in Turn war, rauschte ihm jedoch Helio natürlich ins Heck und drehte somit sich und den auf Platz 3 liegenden Will Power weg.
Da aber beide keine Schäden davon trugen, konnten sie das Rennen sofort wieder aufnehmen und es wurde keine Caution ausgelöst.

Eine vorsichtig ausgedrückt “sehr optimistische” Aktion von Helio, da sich nach diesem Unfall beide auf Platz 12 und 13 wiederfanden. Dass Helio dieses Jahr anscheinend gerne sehr auf Verdacht in die Kurven beim restart bremst, konnte man ja schon in St. Pete sehen, aber hier räumte er seinen eigenenden Teamkollegen ab, welcher sicher höchstwahrscheinlich auf das Podest gekommen wäre. Für Will Power sprang am Ende ein 10. Platz raus, deutlich weniger als man sich in seinem Lager erhofft hatte.
Ein weiterer Verlierer dieser Aktion war Scott Dixon, welcher sich dabei die vordere linke Spurstange verbogen hatte. Jedoch konnten seine Mechaniker dieses Teil an der Box sehr zügig wechseln, so dass er auf Platz 18 mit 1 Runde Rückstand ins Ziel rollte.

Eine Runde später zeigte sich, dass die Entscheidung, noch schnell ein paar Dallara-Aktien zu kaufen absolut die richtige Entscheidung war, denn Takuma Sato kollidierte mit Charlie Kimball leicht, was dazu führte dass beide nicht sofort die Stelle räumen konnten und somit eine weitere Gelbphase zur Folge hatte. Während für Chalie Kimball, Teamkollege von Rahal bei Ganassi das Rennen sofort zu Ende war, kam Sato mit 4 Runden Rückstand ins Ziel.

Profiteure der Unfälle war zum einen Daio Franchitti welcher sich nun auf einmal auf Position 4 fand, vor Alex Tagliani und James Hinchcliffe, während Mike Conway bereits auf Position 6 lag, vor seiner Kollegin Danica Patrick und Orial Servia im 2. Newman/Haas Auto.

Beim Restart in Runde 70 schlug dann endgültig die Stunde von Mike Conway. Als Alex Tagliani aussen denn 3. Dario Franchitti angreifen will, schafft es Mike sich auf P4 reinzudrücken nur um dann kurze Zeit sogar Dario von Platz 3 zu verdrängen. Ziemlich zeitgleich, bekamm der bis dato beste Fahrer von Andretti Autosport, Ryan Hunter Reay Probleme mit der Bordelektronik sodass er auf einmal keine Vortrieb mehr hatte und aufgeben musste.
Da aber Ryan Briscoe nur 1,5 Sekunden Vorsprung auf Mike Conway hatte, war die Jagd auf Platz 1 eröffnet.

Etwas mehr als 1 Runde später hatte Conway den Rückstand bereits aufgeholt und holte sich eingangs Turn 7 beim anbremsen den Australier, welcher sich kaum zur Wehr setzen konnte, denn Mike hatte zu diesem Zeitpunkt ein unglaublich gutes Auto und konnte seinen Vorsprung daher innerhalb kurzer Zeit auf mehrere Sekunden ausbauen.

So gewann Mike Conway vöölig überaschend das Rennen vor Ryan Briscoe welcher dank kluger Strategie am Anfang von 12 auf 1 fahren konnte. 3. wurde Dario Franchitti als bester Ganassi Pilot, denn die anderen 3 bleiben mit Rahal auf 3, Dixon auf 18 und Kimball mit seinem Ausfall absolt unter den Erwartungen. Platz 4 ging an Indy-Rookie James Hinchcliffe welcher in seinem 2. Rennen völlig überaschend noch fast aufs Podest gekommen wäre, vor dem erfahrenen Alex Tagliani.
Dieser Erfolg wird Tags sicher auch gut tun, denn sein Teams stand kurz vor Beginn vor dem Aus, bevor es noch von Sam Schmidt aufgekauft wurde. Platz 6 ging an Oriol Servia im 2. Newman Haas welcher Danica Patrick als beste Dame auf Platz 7 verweißen konnte. Achter wurde Tony Kanann im KV, der wieder der einzige KV-Pilot war der ohne Unfall auskamm. Die Top 10 wurde noch von Vitir Meria und Will Power komplettiert, während R. Matos einen grundsoliden 11. Rang nach Hause fahren konnte.

Auf 12 und 13 fanden sich somit die schon angesprochenen Rahal, (welcher bis jetzt ziemlich unter seinen Möglichkeiten liegt) und Helio Castroneves. Platz 14 holte sich der Kollege von Bourdais, James Jakes welcher damit immerhin Paul Tracy in Schacht halten konnte. Mann kann für PT und Jay Penskes Dragon Team nur hoffen, dass sei bei ihrem nächsten Einsatz in Texas die Probleme gefunden haben und auf Speed kommen können, denn in Sao Paulo und Indy wird PT nicht im Dienste von Rogers Sohn stehen.
platz 17 ging an den enttäuschenden Jr Hildebrand, welchen man vor der Saison auch eher weiter vorne erwartet hätte.

Ein ebenfalls sehr schelchtes Wochenende hatte wie schon angesprochen Simona de Silvestro, was sehr schade war, denn bei diesem Rennverlauf hätte es durchaus weiter nach vorne gehen können, aber man war die ganze Zeit auf der Suche nach dem Speed. Hoffentlich hat man ihn bis Sao Paulo am 1. Mai wieder gefunden.

In der Meisterschaft führt nun Dario Franchitti mit 122 Zählern 5 vor Will Power, bevor Tony Kanaan mit 87 Zählern auf Platz 3 folgt. 4. ist nun Oriol Servia vor dem vorgerückten Mike Conway und Alex Tagliani für Sam Schmidt auf Platz 6, während sich Dixon, de Silvestro und Ryan Briscoe Platz 7 teilen.

In der Andretti Road Course Wertung sieht es gleich aus, denn bisher standen noch keine Ovale auf dem Programm und das wird auch so bleiben, denn am nächsten Wochenende pausiert die Indy Car Series, bevor es am 1. Mai in Sao Paulo zum letzten Lauf vor dem Indy 500 kommt.

2011 IndyCar Long Beach Priority _MG_3075 [1600x1200] 02DH6076 [1600x1200] 02DH6136 [1600x1200] 02DH6143 [1600x1200] 2011 IndyCar Long Beach Priority 04CJ7296 [1600x1200] 04CJ7057 [1600x1200] 04CJ2353 [1600x1200]

April 05 2011

15:24

F1: Der James Allen Strategiereport – Australien

Ich freue mich sehr, dass es ab sofort einen Strategiereport nach jedem Rennen geben wird. Als Autor dafür haben wir uns jemanden geholt, der sich damit auskennt: James Allen.


Ich will keine langen Geschichten erzählen, aber als ich neulich in London war, hatte ich auch die Gelegenheit mich mit James Allen zu treffen. Nur für die, die ihn nicht kennen – James ist seit 1992 im F1-Zirkus als Journalist unterwegs und ist in England unter anderem auch deswegen bekannt, weil er bei ITV der Rennkommentator war. Er zeigte sich sehr angetan von dem, was wir hier mit der Seite versuchen, vor allem, dass wir den Hintergründen und Analyse mehr Raum einräumen, als das bei anderen Magazinen der Fall ist. Netterweise bot er mir an, dass ich seine Strategieanalyse, die er nach jedem Rennen schreibt, übernehmen kann. Das machen wir doch gerne! Nach dem Klick folgt der erste Teil.

Von James Allen

Die richtige Entscheidung im richtigen Moment zu treffen ist der Formel Eins extrem wichtig. Das Rennen lässt sich schwer vorhersagen und ein Fehler kann schnell passieren. Wie man im letzten Jahr in Abu Dhabi sehen konnte, kann eine falsche Entscheidung in einem Rennen ein Team den WM-Titel kosten. Das erste Rennen der Saison 2011 war für alle Teams eine Art “Schuss im Dunkeln”, da die Reifen einen dominierenden Einfluss haben sollten. Dazu kam, dass es in diesem Jahr ungewöhnlicherweise kein Safety Car gab, was die ein wichtiger Faktor bei den strategischen Entscheidungen spielt.

Der wichtigste Faktor für die Strategie in diesem Jahr sind die neuen Pirelli Reifen, die dazu neigen sich schneller abzunutzen, als die Bridgestone. Wenn die Pirelli nachlassen, dann machen sie das schnell und massiv. Also mussten die Teams in Australien herausfinden, wie sich die Reifen entwickeln würden.

Alle Indikatoren sprachen dafür, dass man mehrere Reifenstopps machen musste, um möglichst weit vorne zu stehen. Aber in Melbourne passierte das nicht, was wohl am relativ glatten Asphalt lag. Dennoch war Melbourne aus strategischer Sicht interessant, weil das Rennen verschiedene Strategien zu ließ. Unter den Top 7 war ein Wagen, der nur einmal gestoppt hatte, zwei, die dreimal an die Box fuhren und der Rest stoppte zweimal. Allerdings zeigte Sebastian Vettel an der Spitze, dass man mit einem dominanten Wagen die Strategie so legen konnte, wie sie gerade am besten passte.

Die bemerkenswerteste Strategie wählte Sauber beim 21jährigen Sergio Perez. Auch wenn sie später wegen eines nicht korrekten Flaps des Heckflügels disqualifiziert wurden, lohnt sich ein Blick auf das, was Sauber gemacht hat. Nach den Wintertests war es nicht augenfällig, aber offenbar hat Sauber einen Wagen, der am sanftesten mit den Reifen umging. Perez schaffte immerhin 35 Runden auf der weichen Reifenmischung.

Weil er nach der Quali nicht in den Top 10 war, hatte er eine freie Reifenwahl. Man entschied sich für die harten Reifen, was bedeutete, dass sein erster Stint länger sein würde, als die seiner Gegner vor ihm. Nach einer Runde lag er auf Platz 14 und seine Rundenzeiten mit der harten Mischung war ungefähr eine Sekunde langsamer als die seines Teamkollegen Kobayahsi, der die weichen Reifen aufgezogen hatte. Nachdem alle anderen ihren Stopp gemacht hatten, lag er auf Platz 7 bevor er in Runde 23 an die Box kam.

Nun musste er die weichen Reifen nehmen, um mit einem Stopp durchfahren zu können. Gleichzeitig baute sich auf der Strecke eine Gummischicht auf, was weniger Verschleiss für seine Reifen bedeutet. Das Team entschied ihn draußen zu lassen um nicht weitere 25 Sekunden bei einem Boxenstopp zu verlieren.

Das war eine durchaus riskante Entscheidung, weil niemand wusste, ob der weiche Reifen nicht irgendwann einfach einbrechen würde. Perez bekam das aber gut hin und war teilweise schneller als die Top 3. Nachdem seine Rivalen (Kobayashi, Buemi, Sutil und Di Resta) zum Stopp rein gingen, rutschte er auf den siebten Platz und blieb auch dort, obwohl man hinter ihm neue Reifen hatte.

Die mutige Entscheidung von Sauber zeigte den Strategen auch, dass sie am Freitag mehr Zeit mit den Longruns und den weichen Reifen verbringen müssen, anstatt diese immer nur kurz zu testen. Man dachte in Australien wohl, dass die Reifen sich wie in Barcelona verhalten würden, aber das war nicht der Fall. Was bedeutet, dass man in Malaysia mehr Team sehen wird, die sich an Longruns versuchen.

Nach den Tests dachte man eigentlich, dass der Ferrari der zweitschnellste Wagen nach dem Red Bull sein würde, vor allem auf den Longruns. Aber in Melbourne wurde klar, dass der Ferrari härter mit den Reifen umgeht, als die Konkurrenz, weshalb man auch dreimal stoppen musste. Das ist ein ernsthaftes Problem für Ferrari, dass abstellen müssen, wenn sie Weltmeister werden wollen.

Alonso startete als Fünfter, verlor aber am Start vier Plätze und musste den Ferrari sehr aggressiv fahren. Schon in Runde 10 ließ die Performance seiner Reifen nach, er musste reinkommen und landete nach seinem Stopp hinter Petrov. Normalerweise versucht man nach einem schlechten Start so spät und so wenig wie möglich zu stoppen, aber das kam für Alonso nicht in Frage. Zwar konnte er mit besseren Rundenzeiten Webber abfangen, an Petrov kam er aber nicht ran.

Renault konnte sehen, was Ferrari mit Alonso und den drei Stopps vor hatte, blieb aber bei der Zwei-Stopp-Strategie. Alonso versuchte, trotz des dritten Boxenstopps, am Ende mit neue Reifen schneller als Petrov zu sein, um aufs Podium zu kommen. Der Plan ging aber nicht auf, weil der Renault mit leerer werdenden Tank und mehr Gummi auf der Strecke relativ sanft mit den Reifen umging.

Interessant war auch der Abstand zwischen Vettel und Webber. Mittlerweile hat man angeblich ein paar Kleinigkeiten an Webbers Chassis gefunden, aber nichts, was ihn hätte so langsam machen können. Webber Reifenverschleiss war in Melbourne zu hoch. Er verschliss den ersten Satz weicher Reifen, als er hinter Hamilton hing. Schon nach 10 Runden gingen seine Rundenzeiten in den Keller. Der Plan war jetzt, dass man mit den harten Reifen einen langen Mittelstint fährt, aber auch das ging in die Hose. Die harten Reifen brauchten zu lange, bis sie auf Temperatur waren und Webber fiel zurück. Das Team entschied ihn dann noch zweimal reinzuholen, was ihn weiterre Zeit kostete.

Soweit der Strategiereport aus Australien. Der nächste erscheint dann in der Woche nach Malaysia.

(Übersetzung: Don Dahlman)

March 27 2011

21:00

Formel Eins: Analyse GP Australien 2011

Sebastian Vettel startet in die neue Saison, wie er die alte beendet hat: Mit einem Sieg. Seine Dominanz in Australien war überragend, aber das galt nur seinen Red Bull. Beide Sauber wurden nach dem Rennen disqualifiziert.

Das erste Rennen einer neuen Saison ist immer etwas Besonderes, auch wenn es nicht gerade zu den besten Läufen gehört. So war es auch in Australien, denn an der Spitze gab es nicht mal am Start die Frage, wer auf den ersten Platz liegt. Sebastian Vettel kam direkt gut weg und während sich hinter ihm der Verkehr staute. Im Grunde kam Vettel nur einmal kurz unter Druck, als Hamilton hinter ihm nach 10 Runden leicht aufholte, und die Lücke auf 2.5 Sekunden schließen konnte. Doch nach den ersten Stopps hatte Vettel schnell seinen 10 Sekunden Vorsprung, den er bis zum Schluss verwaltete. Das bemerkenswerte an Vettels Start war aber der Umstand, dass Red Bull KERS schon am Freitag ausgebaute hatte, weil das System Probleme machte. Vettel hatte seine Pole und sein Rennen also ohne KERS gewonnen, was ja immerhin bis zu 3 Zehntel pro Runde bringen kann. Für Red Bull lief es aber nicht nur gut, denn Mark Webber kämpfte mit einem Wagen, der bei weiten nicht so gut ging. Richtig Ärger gab es für Sauber nach dem Rennen.

Bei der technischen Kontrolle stellten die Kommissare fest, dass etwas mit beiden Heckflügeln nicht stimmte. Das obere flache Segment muss eine möglichst flache und gerade Fläche haben, die nicht mehr als 100mm abweichen darf. Grund dafür ist, dass man jegliche Version eines F-Schacht verbieten möchte. Ist der Flügel nach innen gebogen, kann man diesen Effekt vor hervorrufen. Gemessen wird die Abmessung mit einem Ball-ähnlichen Gerät. Offenbar war die Abweichung außerhalb der Toleranz, wie groß wurde allerdings nicht gesagt. Sauber schleppte noch drei weitere Heckflügel Versionen zur Abnahme, die dann alle in Ordnung waren. Das half aber nichts, der siebte Platz von Perez wurde ebenso aberkannt, wie der achte von Kobayashi. Das ist bedauerlich, denn Sauber zeigte ein erstaunlich gutes Rennen. Der C30 lief richtig gut, dazu ging er offenbar sehr sanft mit den Reifen um. Während die Konkurrenz meist dreimal an die Box kam, stoppte Perez nur einmal. Kobayashi war auf einer Zwei-Stopp-Strategie, die ihm hinter Perez warf.

Interessant ist dabei ein Blick auf die Rundenzeiten (pdf). Perez kam in Runde 23 rein und nahm dann die harte Mischung. Seine Rundenzeiten pendelten zunächst um die 1.31, mit leerer werdenden Tank fielen die Zeiten auf 1.30. Schaut man sich dagegen die Zeiten von Alonso, der dreimal stoppte, sehen die Zeiten von Sauber noch besser aus. Alonso stoppte das zweite Mal in Runde 27 und fuhr dann bis in Runde 42. In der Zeit Schaffte er tiefe 1.30er Zeiten. Nach dem dritten Stopp fielen die Zeiten auf Mitte 1.29 min. Das sind zwar Zeiten die teilweise bis zu einer Sekunde schneller waren, als die von Perez, aber durch den Stopp verliert man rund 20 Sekunden, also war Perez am Ende nicht viel langsamer. Das ist ein erstaunliches Ergebnis, und selbst wenn Sauber die beiden Plätze aus Australien verlieren sollte, mit denen muss in den ersten Wochen der Saison rechnen. Sauber hat noch nicht endgültig entschieden, ob man gegen die Disqualifikation Protest einlegen wird.

Die zweite positive Überraschung kam von McLaren. Die Briten hatten den MP4-26 in den letzten Wochen noch umgebaut und einen neuen Unterboden plus eine neue, nicht so komplizierte Auspuffanlage eingebaut. Das hat sich ausgezahlt, denn McLaren war wenigstens ansatzweise in der Lage, vorne mitzumischen. Die Ferrari hatte man locker im Griff, was man vor allem sah, als Button gegen Massa kämpfte. Die gute Leistung von McLaren ist zumindest ein Hoffnungsschimmer für die kommenden Rennen.

Ferrari kämpfte, aber der Wagen war einfach zu langsam. Sowohl Massa als auch Alonso prügelten den F150 um den Kurs, aber es half nichts. Man kam nicht richtig nach vorne, nur am Ende gelang es Alonso fast noch Petrov zu schnappen, der mit zwei Stopps unterwegs war und das letzte in Runde 36 stoppte. Seine Reifen waren also etwas älter, als die von Alonso und der Ferrari konnte aufschließen. Allerdings kontrollierte Petrov den Abstand einigermaßen und stoppte so den Vorwärtsdrang des Spaniers, der sich am Ende mit Platz vier begnügen musste. Massa wurde nur siebter. Ferrari zeigte sich angesichts des dann doch großen Rückstand überrascht und einigermaßen ratlos. Man geht aber davon aus, dass die Sache in Malaysia anders aussehen wird, da dem F150 die schnellen Kurven in Australien gefehlt haben.

Das Alonso nicht an Petrov ran kam, unterstreicht den guten Eindruck, den Renault im Winter hinterlassen hat. Der Russe fuhr ein sehr sauberes, unauffälliges aber schnelles Rennen. Er hielt sich auch aus allen Zweikämpfen heraus und fuhr sein eigenes Rennen, das ihm am Ende auf Platz 3 spülte. Das war aber kein Glück, sondern sauber selbst erfahren. Und selten hat man einen Fahrer so glücklich auf dem Podium gesehen. Seinen Pokal hielt er selbst noch eine Stunde nach dem Rennen bei den Interviews in der Hand. Miserabel lief es dagegen bei Nick Heidfeld. In der Quali blieb er auf Platz 18 hängen, katapultierte sich aber mit einem guten Start auf 12. Im Gedränge bekam er allerdings einen Schlag auf die rechte Seite, was seinen Seitenkasten die Motorabdeckung beschädigte. Die empfindliche Aerodynamik quittierte dies mit schlechten Rundenzeiten und Heidfeld blieb weiter unter den Möglichkeiten, die der Renault bietet.

Noch schlechter lief es für Mercedes. Schumacher kam gut weg und lag hinter Rosberg, als er einem Toro Rosso einen Schlag auf das rechte Hinterrad bekam. Der Pirelli gab daraufhin auf, offenbar war auch die Aufhängung beschädigt, so dass er in die Box fuhr. Rosberg kam auch nur bis Runde 25, als ihn ein ziemlich übermotivierter Rubens Barrichello abschoss. Das Manöver sah schon komisch aus und passte so gar nicht zu dem erfahrenen Barrichello, der sich zu dem Zeitpunkt mit Boxenstopp schon auf Platz acht vorgefahren hatte. Nach dem Rennen gab der Brasilianer zu Protokoll, dass er Rosberg gar nicht überholen wollte, dieser einfach zu früh gebremst hätte. Das könnte dann schon die Ausrede des Jahres gewesen sein, denn Barrichello traf Rosberg mitten am Scheitelpunkt. Da Maldonado mit einem nicht näher beschriebenen technischen Problem ausgefallen war, musste Williams ohne Punkte abreisen. Aber die Performance des Williams war zumindest nicht schlecht.

Weiter hinten blieb man eng zusammen. Force India zeigte eine sehr gute Rennpace, vor allem di Resta sah in einem ersten Rennen nicht schlecht aus. Er blieb an Sutil dran und ließ diesen sogar zweimal passieren, weil man unterschiedliche Strategien gewählt hatte. Dank der der Disqualifikation der Sauber rutschte man sogar auf Platz neun und zehn vor, eventuell geht es sogar noch einen Platz nach vorne. Denn nach dem Rennen zeigten Fernsehbilder, das Sebastian Buemi bei seinem Überholmanöver an Sutil mit allen vier Rädern die Strecke verlassen hatte. Das passierte nach Turn 4 auf dem Parkplatz und die FIA-Regeln sind da sehr eindeutig: Wer die mit allen vier Rädern hinter der gelben Linie ist, verschafft sich einen Vorteil. Vettel passierte zwar ähnliches als er Button überholte, aber er rutschte an der gleichen Stelle über die Linie, als er an Button schon vorbei war. Force India hat gegen Buemi Protest eingelegt, zur Stunde gab es da keine Entscheidung.

Am Ende war es also Vettel, der locker und verdient gewinnen konnte, denn er hat am Wochenende bis auf die schnellste Runde alle Tabellen angeführt. Warum es bei Mark Webber nicht lief, bleibt ein Rätsel. Adrian Newey meinte nach dem Rennen, man habe bei Webber eine zu große, einseitige Abnutzung der Reifen festgestellt, was auf eine falsche Abstimmung hinweist. Aber was genau los war, wusste Webber, der komplett frustriert war, auch nicht sagen. Er habe alles gegeben, der Abstand sei einfach nicht normal, er habe nicht mal die Ferrari halten können. Angesichts der totalen Dominanz von Vettel und dem Umstand, dass Webber im Rennen auf Augenhöhe seine Rundenzeiten drehen kann, wird wohl irgendwas am Wagen falsch gewesen sein.

Überrascht hat mich im Rennen, wie oft Red Bull, McLaren und Ferrari stoppen mussten. Gerade von Ferrari hatte ich nach den Tests erwartet, dass sie weniger Probleme mit den Reifen haben, aber das war nicht der Fall. Bei Red Bull sah es auch nicht so gut aus. Vettel klagte schon nach 10 Runden über nachlassende Hinterreifen und er hatte nicht mal KERS an Bord. Vielleicht war der Reifenverschleiß ein Grund, warum Red Bull das System aus dem Wagen verbannt hat. Der hohe Verschleiß der drei Top Teams dürfte vor allem beim nächsten Rennen in Malaysia interessant werden. Doch ist der Asphalt aggressiver und die Temperaturen dürften auch 15 Grad höher sein. Da Pirelli die gleichen Mischungen nach Malaysia bringt, kann man sich vermutlich jetzt schon auf eine Boxenstopporgie freuen. Man wird aber abwarten müssen, ob zum Beispiel Ferrari die Reifen bei hohen Temperaturen besser schont als Red Bull.

Ein paar Worte noch zur Übertragung von sky. Ich habe die Vorberichterstattung nicht komplett gesehen, aber die Nachberichterstattung war eine Katastrophe. Ein wenig Schumacher, ein wenig Rosberg, ein wenig Sutil dazu drei Worte von Hülkenberg und Norbert Haug. Fertig war die Laube. sky beklagt sich, dass man keine neuen Zuschauer mit der Formel Eins anlocken kann aber wenn man die Nachberichterstattung sieht, dann fragt man sich, warum jemand 35 Euro dafür im Monat ausgeben sollte. Kaum Interviews, keine wirkliche Analyse und außer Haug hatte man niemanden exklusiv im Interview. Was vermutlich daran liegt, dass sky nur mit zwei eigenen Kameras nach Australien geflogen ist. Dagegen feuerte die BBC mal wieder aus allen Rohren und hatte die übliche Besetzung am Start, die wie gewohnt gut und selbstsicher unterwegs war. sky wirkte dagegen wie ein Fan, der hinter dem Zaun seine Stars bewundert. Die eigentliche Kommentierung des Rennens durch Schulz/Surer war wie immer sehr gut, da gab es nichts auszusetzen. Aber sky kann sich nicht alleine auf diese beiden Zugpferde verlassen und den Rest vernachlässigen. So gewinnt man keine Kunden.

GP_Aus_GP_2011_15 GP_Aus_GP_2011_1 GP_Aus_GP_2011_2 GP AUSTRALIA F1/2011 GP_Aus_GP_2011_4 GP_Aus_GP_2011_5 FORMULA 1 / QANTAS AUSTRALIAN GRAND PRIX Motorsports: FIA Formula One World Championship 2011, Grand Prix of Australia Motorsports: FIA Formula One World Championship 2011, Grand Prix of Australia Motorsports: FIA Formula One World Championship 2011, Grand Prix of Australia Australian F1 Grand Prix - Practice Australian F1 Grand Prix - Practice Australian F1 Grand Prix - Qualifying Australian F1 Grand Prix - Practice Australian F1 Grand Prix - Practice GP_Aus_GP_2011_16 GP_Aus_GP_2011_17 GP_Aus_GP_2011_18 GP_Aus_GP_2011_19 GP_Aus_GP_2011_20 GP_Aus_GP_2011_21 GP_Aus_GP_2011_22 GP_Aus_GP_2011_23 GP_Aus_GP_2011_24 aus-f1-2011-chart

Bilder: FerrariF1, SauberF1, Renault, Team Lotus, McLaren, Red Bull/Gepa, STR/Gepa, Virgin, HRT, Williams, Mercedes, Force India

March 26 2011

17:00

Formel Eins: Quali Analyse GP Australien 2011

“Boom”. Das beschreibt das Ergebnis der Qualifikation in Australien wohl am genausten. Red Bull war eine Klasse für sich und die seine schnellste Runde Vettel auch noch ohne KERS. Weil er kein richtiges an Bord.

Nach der ersten Qualifikation des Jahres gab es nur zwei zufriedene Gesichter, der Rest schaute drein, als habe man ihnen gerade gesagt, dass sie es eh mit dem Weltmeistertitel vergessen können. Nur Vettel und Hamilton blickten zufrieden in die Runde. Wobei der Brite vermutlich deswegen so erleichtert wirkte, weil er der einzige war, der Vettel halbwegs folgen konnte. Mclaren hat aus der Großbaustelle MP4-26 innerhalb von zwei Wochen ein wirklich gut gehendes Auto gezaubert, weil man einen großen Teil der experimentellen Neuentwicklungen wieder aus dem Wagen geschmissen hat. Doch außerhalb von Reihe Eins herrschte fast ausschließlich großer Katzenjammer. Webber, dem Vettel fast 9 Zehntel abgenommen hatte, wirkte zerknirscht, Alonso wusste nicht so wirklich, was er zu den 1.4 Sekunden Rückstand sagen sollte und bei Mercedes verstand man die Welt nicht mehr. Doch trotz der großen Abstände könnte das Rennen enger werden.

Vettel fuhr seine schnellste Zeit gegen Ende der Qualifikation und legte gleich zwei Runden hin, die fast aufs Zehntel gleich schnell waren. Das zeigt auch, dass der Red Bull so schlecht nicht mit den Reifen umgeht. Die Sensation ist allerdings, dass Vettel seine Zeit ohne KERS gefahren ist. James Allen spekulierte als erster, dass Red Bull gar kein “richtiges” KERS an Bord hat. Stattdessen setzt man wohl auf ein “Start only KERS”, das heißt, dass die Batterie für KERS in der Box aufgeladen wird, und nur einmal, nämlich beim Start, abgerufen werden kann. Red Bull äußert sich zu den Gerüchten nicht, dementiert aber auch nur schwach. Offenbar denkt man, dass man auf den recht kurzen Geraden in Australien kaum in die Verlegenheit gerät, überholt zu werden. Ob dem dann wirklich so ist, wird sich morgen zeigen. Aber es wäre schon ein Hammer, wenn Red Bull ohne KERS einem Mclaren 8 Zehntel abnehmen kann.
Ungewöhnlich ist auch, dass Webber mehr als acht Zehntel auf den Deutschen verloren hat. Das ist dann doch etwas viel und Webber zeigte sich nach der Qualifikation völlig überrascht über den Abstand. Er hatte keine Erklärung, wo er die Zeit verloren hatte. Vettel zeigte sich zufrieden und denkt auch, dass es für das Rennen gut aussieht, da sich der Reifenverschleiss in Grenzen hält.

Bei McLaren lief es das gesamte Wochenende richtig gut. Überraschenderweise war man von Anfang an vorne mit dabei, was angesichts der zäh verlaufenden Tests überraschend ist. Das Hamilton seinem Teamkollegen Button knapp vier Zehnteln abnehmen kann, scheint auch etwas viel, allerdings ist nicht klar, ob Button auf gebrauchten Reifen unterwegs war. Im Rennen wird der Abstand nach vorne auch kleiner sein, was das Rennen spannend machen könnte.

Der Verlierer der Quali war aber nicht Webber oder Schumacher, sondern Heidfeld. Der Deutsche schaffte nicht einmal mehr den Sprung in Q2 und lag in der ersten Quali-Session knapp 1.7 Sekunden hinter seinem Teamkollegen Petrov. Das ist dann selbst für die bekannt notorische Quali-Schwäche von Heidfeld etwas sehr viel. Nach der Quali bekannte Heidfeld, dass sein KERS für Probleme sorgte und er deswegen eine Runde nicht fahren konnte. Sein letzter Versuch endete dann im Verkehr und er verpasst Q2 um 17 Tausendstel. Mag Pech gewesen sein, aber das Ergebnis ist trotzdem desaströs. Denn Petrov, der ja nun nicht gerade unter dem Verdacht steht, ein Top 5 Fahrer zu sein, knallte den Renault problemlos auf Platz 6 in der Startaufstellung und die unfaire Frage “Was hätte Kubica” gemacht” ist natürlich da.

Bei Ferrari lief es ebenfalls recht zäh. Der gute Speed aus den Tests ist weg, zumindest, was eine schnelle Runde angeht. Massa klebte in Q1 lange auf Platz 18, fand dann aber doch noch die nötige Sekunde um weiter zu kommen. Im der restlichen Quali blieb Ferrari weiter unter dem Radar. Massa wurde am Ende achter, Alonso kam auf Platz 5. Der Spanier meinte am Ende, dass man überrascht sei, sich aber auf die Rennpace verlassen würde. Auf jeden Fall ist Ferrari morgen nicht in der Lage, um den Sieg zu fahren, es sei denn, sie können mit einem Stopp durchfahren und dabei gute Rundenzeiten abliefern.

Hängende Köpfe gibt es auch bei Mercedes. Schumacher, der eigentlich sehr optimistisch wirkte, schaute nach dem Rennen ziemlich sauer drein. Egal, ob wir siebter oder elfter sind, wir sind nicht da, wo wir sein wollen.”. Rosberg setzte sogar hinzu “Da ging nicht mehr, erschreckend.” Dabei hatten die Mercedes in allen vorherigen Sessions gar nicht schlecht ausgesehen und offenbar hatte selbst Schumacher mit einem Start in den ersten drei Reihen gerechnet. Doch am Ende kam Rosberg auf sieben und Schumacher war nur elfter. Noch schlimmer wird, es wenn man weiß, das Schumacher und Rosberg in Q2 schon mit weichen Reifen unterwegs waren. Selbst wenn die gebraucht waren – Schumacher gelang es nicht, die 1.25.9 min zu unterbieten, Rosberg war in Q2 auch nur 3 Zehntel besser, hatte aber wohl ein funktionierndes KERS an Bord, während es bei Schumacher Probleme gab. Mit KERS hätte Schumacher vermutlich Q3 erreicht, allerdings muss der elfte Startplatz kein Nachteil sein, denn der Ex-Weltmeister kann auf frischen Reifen starten, während der Rest vor ihm gebrauchte hat. Wenn die Rennpace stimmt, sind Punkte auf jeden Fall drin, mehr aber nicht.

Zwei Überraschungen gab es am Ende dann doch. Sebastian Buemi schlich sich in Q3 und belegte dort den zehnten Platz. Sein Teamkollege Alguersuari kam immerhin auf die 12. Position. Eine Position vor ihm steht Kamui Kobayashi im Sauber. Wenn man bedenkt, dass Sauber mit Ferrari-Technik unterwegs ist, und Massa nur 0.178 Sekunden schneller war, dann ist schon bemerkenswert. Noch besser wirkt die Zeit, nachdem Kobayhashi erwähnte, dass er nur einen Satz gebrauchter weicher Reifen hatte. Neue Reifen bringen wohl um die drei Zehntel. Perez sah zunächst ähnlich stark aus, verlor aber in Q2 knapp sieben Zehntel auf den Japaner.

Weiter hinten gab es wenig Überraschungen. Williams, die eigentlich nicht schlecht unterwegs waren, verloren Rubens Barrichello direkt zu Beginn von Q2, als sich dieser einen seiner seltenen Fehler erlaubte und den FW33 in den Kies setzte. Das Maldonado in Q2 hängen blieb, war dann nicht weiter überraschend.

Die Schlusslichter bleiben Lotus, Virgin und HRT. Lotus überraschte negativ, weil man die guten Testeindrücke nicht umsetzen konnte. Kovalainen fehlten 2 Sekunden auf Heidfeld auf Platz 17, was bei den Grünen für enttäuschte Gesichter sorgte. Besser lief es dagegen bei Virgin, die sich im Training noch weit von Lotus weg sahen. Glock fehlten zwar 0.5 Sekunden auf Kovalainen, aber das war weniger Abstand, als befürchtet hatte. Auch die 107% Barriere wurde einigermaßen sicher genommen. Neuling D’Ambrosio blieb vier Zehntel über der Grenze.

Nicht starten werden beide HRT. Zwar schafften es die Mechaniker beide Wagen in Q3 starten zu lassen, aber die Zeiten waren wirklich zu schlecht. Zwei Sekunden war Liuzzi langsamer als der letzte Virgin, 1.6 Sekunden, damit man die 107% Grenze geschafft hätte. Klingt desaströs, aber angesichts der Tatsache, dass beide HRT in Q3 ihre ersten Runden gedreht haben, ist das gar nicht mal so schlecht. Vielleicht klappt es ja in Malaysia.

Das morgige Rennen dürfte aber etwas enger werden, als es die Quali vermuten lässt. Die Pirelli Reifen halten bei den niedrigen Temperaturen deutlich besser durch und alle Teams konnten längere Stints fahren, als man das vermutet hat. Teilweise wurden 25 Runden absolviert, was knapp die Hälfte der Renndistanz von 58 Runden ist. Im Verdacht, eventuell nur einen Stopp zu absolvieren zu müssen, stehen Ferrari und Mercedes, die bei den Tests ähnliche Zeiten abgeliefert haben. Bei McLaren und Red Bull rechnet man mindestens mit zwei Stopps, was dann auch schnellere Zeiten im Rennen garantieren würde. Ferrari sieht durchaus Chancen auf ein Podium, wobei es schwer werden wird, die Mclaren auf der Strecke zu schlagen.

Alle Runden- und Sektorenzeiten gibt es bei der FIA.

Australian F1 Grand Prix - Qualifying GP_Aus_Quali_2011_1 GP_Aus_Quali_2011_2 GP_Aus_Quali_2011_3 GP AUSTRALIA F1/2011 Motorsports: FIA Formula One World Championship 2011, Grand Prix of Australia Motorsports: FIA Formula One World Championship 2011, Grand Prix of Australia FORMULA 1 / QANTAS AUSTRALIAN GRAND PRIX GP_Aus_Quali_2011_8 Formula One World Championship Formula One World Championship Formula One World Championship Formula One World Championship Formula One World Championship GP_Aus_Quali_2011_14 Australian F1 Grand Prix - Practice Australian F1 Grand Prix - Qualifying Australian F1 Grand Prix - Practice Australian F1 Grand Prix - Practice GP_Aus_Quali_2011_21 GP_Aus_Quali_2011_22 GP_Aus_Quali_2011_23 GP_Aus_Quali_2011_24 GP_Aus_Quali_2011_25 GP_Aus_Quali_2011_26 GP_Aus_Quali_2011_27
Bilder: FerrariF1, SauberF1, Renault, Team Lotus, McLaren, Red Bull/Gepa, STR/Gepa, Virgin, HRT, Williams, Mercedes, Force India

March 24 2011

15:58

Formel Eins: Vorschau GP Australien 2011

Die Zeit des Wartens ist vorbei, die lange Winterpause geht endlich zu Ende. Ab Freitag geht der Zirkus der Formel Eins wieder auf die Reise und die Saison verspricht sehr abwechslungsreich zu werden.

Die Saison 2011 bringt einige Neuerungen in die Formel Eins, die zum einen nicht unumstritten sind, zum anderen kann man die altbekannten strategischen Lösungen während eines Rennens komplett vergessen. Schuld daran sind die neuen Pirelli Reifen, die auf Wunsch der FIA nicht mehr den Holz-ähnlichen Charakter der Bridgestone Pneus haben. Wunsch der FIA war es, dass man mit den Reifen nicht mehr ein ganzes Rennen durchfahren kann, so wie Button, Vettel und Webber das im letzten Jahr gezeigt habe. Auch wollte man wieder einen weiteren Boxenstopp haben und so hat Pirelli Reifen entwickelt, die eine ganze besondere Charakteristik haben. Denn sie bauen nicht langsam ab, sondern schlagartig und genau das wird den Teams jede Menge Kopfzerbrechen bereiten.

In der Vorbereitung zu einem Grand Prix sind den Teams die meisten Faktoren bekannt. Man kennt die Strecke, den Asphalt, die Curbs. Man berechnet jedes denkbare Wetter, inklusive der Windrichtung und der Luftdichte. Nur in diesem Jahr kommt mit den Reifen eine Komponente ins Spiel, die keiner richtig beurteilen kann. Man weiß, dass die Pirelli schnell nachlassen, aber wie reagieren sie auf den Asphalt in Australien? Und wie darauf, wenn sich der Gummi mit anderen Gummisorten der Rahmenserien vermischt? Und was machen 5 Grad Außentemperatur mehr oder weniger aus? Das weiß tatsächlich kein Mensch und so wird es auch bleiben, bis man nach ein paar Rennen mal sehen kann, wie die Reifen sich im Durchschnitt verhalten. Da die FIA den Teams in Australien einen weiteren Satz Reifen zur Verfügung stellt, kann man zumindest davon ausgehen, dass viel gefahren wird.

Im Rennen werden die Reifen ebenfalls eine große Rolle spielen. Der Zeitverlust zwischen einem guten und einem runter gefahrenen Pirelli beträgt laut allgemeiner Schätzung zwischen drei und vier Sekunden. Doch der sogenannte “Drop off” zeigt sich nicht linear, also über einen gesamten Stint, sondern erst in den letzten Runden. Die meisten Mischungen scheinen lange stabil zu laufen, um dann am Ende plötzlich dramatisch einzubrechen. Für die Strategen bedeutet dies, dass sie komplett umdenken müssen.

1. Man kann nicht mehr “reifenschonend” unterwegs sein um dann kurz vor Ende des Stints noch mal schnelle Runden zu bolzen. Dieser Vorteil fällt weg.
2. Eine Runde mehr oder weniger auf den alten Reifen kann einem massiv Plätze kosten. Nicht nur einen, sondern gleich mehrere. Der Fahrer muss deswegen viel stärker in die Strategie eingebunden werden
3. Fahrer, die weniger aggressiv unterwegs sind, haben deshalb einen Vorteil.
4. Das Mittelfeld rückt näher. Während die Top Ten auf Reifen starten muss, die mindestens drei Runden auf den Buckel haben, davon eine, in der sie schwer gefordert wurden, starten die Fahrer ab Platz 10 mit neuen Reifen, können also drei oder vier Runden länger fahren. Es könnte sich auszahlen, bewusst nicht in die Top Ten zu fahren, wenn man eh nicht um Sieg kämpft.

Das bedeutet, dass auch der Rennverlauf sich massiv verändern wird. Zwei Stopps werden normal sein, je nach Verschleiß und Zeitverlust wird man auch über drei Stopps nachdenken. Gleichzeitig werden die Fahrer vor allem in den ersten Rennen extrem vorsichtig mit den Reifen umgehen, die Positionen werden bezogen, danach wartet man bis zum letzten Renndrittel ab. Zu vorsichtig darf man aber auch nicht sein, weil man sonst zu viel Zeit nach vorne verliert. Die Reifen werden 2011 eine sehr große Rolle spielen, ob die positiv sein wird, bleibt abzuwarten.

Die Befürchtung ist, dass wir sehr statische Rennen sehen werden. Daran werden auch der neue verstellbare Heckflügel und das wieder eingeführte KERS nichts ändern. Was den Heckflügel angeht, wird man sowieso abwarten müssen. Die meisten Fahrer zeigen sich skeptisch. Nicht, was den eventuellen Vorteil angeht, sondern was die Handhabung betrifft. Einsetzen kann man den Flügel im Rennen nur dann, wann man einem Sektorenmesspunkt rund eine Sekunde hinter dem Vordermann liegt. Erst schaltet die Elektronik die Möglichkeit frei und der Fahrer kann mittels eines Knopfs dem Flügel flach stellen. Berührt der Fahrer die Bremse, stellt sich der Flügel wieder in seine Ausgangsposition. Das bedeutet, dass im Prinzip die Rennleitung entscheidet, was der Fahrer machen kann. Zudem ist der Einsatz der Technik in den ersten beiden Runden komplett untersagt. Theoretisch soll man so leichter überholen können, ob das dank der “dirty air” auch praktisch so sein wird, ist auch so eine Frage. Getestet hat das bisher keiner. Der FIA ist auch klar, dass das System quasi in der Beta-Phase ist, man behält sich Änderungen und sogar die gesamte Abschaffung vor. Bevor man aber zu viel Kritik äußert, sollte man die ersten Rennen abwarten. Klar ist aber, dass der Flügel nur auf Strecken mit langen Geraden etwas bringt. Um die Verwirrung noch größer zu machen: In den Traingsläufen kann der Heckflügel nach Wunsch und ohne Restriktionen flach gestellt werden.

Ebenfalls neu ist der kastrierte Diffusor, der nur noch einstöckig sein darf. Damit will man die “dirty air” und den Abtrieb auf der Hinterachse verringern, aber die Ingenieure haben schon Lösungen gefunden. Die radikalen Lösungen der Heckkonstruktion von Williams und Red Bull sind eine Variante, die Nutzung der Auspuffgase um entweder den Unterboden (Renault) oder das gesamte Heck (der Rest) anzublasen ist die andere. Die auffälligen Konstruktionen der Heckflügel, die mittlerweile mit diversen Knicken, Kurven und Falten ausgestattet sind, lässt aber erahnen, dass die “dirty air” weiter für Probleme sorgen wird.

Auch Wiedereinführung von KERS dürfte das Bild auf der Strecke ändern. Mercedes hatte wohl bei den Tests einige Probleme, während es aber bei Force India, die die Mercedes Technik nutzen, ohne Sorgen lief. Das Problem ist wohl auch nicht Aufladung, sondern das Verhalten des Wagens auf der Bremse. Wenn der Wagen hier instabil reagiert, verliert man am Kurveneingang viel Zeit. Der Vorteil von KERS ist umstritten. Unter perfekten Laborbedingungen soll etwas um drei Zehntel bringen, in der Realität sieht die Sache wohl anders aus. Klar ist, dass man damit leichter überholen kann, wenn alles passt und der Heckflügel flach steht, ob es die Rundenzeit im Rennen um die entscheidenden Zehntel verbessert, ist dann wieder eine andere Frage.

Für die Fahrer bedeutet das viel Stress, denn sie müssen nicht perfekt fahren, sondern auch auf den Reifenverschleiß achten und schauen, dass sie KERS genau dann einsetzen, wenn sie auch die Möglichkeit haben, den Flügel flach zu stellen. Dazu kommt der Verkehr usw. Es würde mich nicht wundern, wenn man einige Ausrutscher sehen wird, die einfach deswegen zustande kommen, weil die Fahrer überfordert sind.

Zum Rennen in Australien kann man nur wenig sagen, die vielen neuen Variablen machen eine Vorhersage einfach unmöglich. Die Teams wird es grundsätzlich freuen, dass es am Wochenende kühl bleiben wird, das wird den Reifenverschleiß niedrig halten. Eventuell kann es sogar regnen, was hoffentlich nicht das gesamte Wochenende anhalten wird, da mit Regen eine Einschätzung der Teams noch schwerer wird.

Die Strecke in Melbourne ist bekannt, im Prinzip besteht sie nur aus langen Geraden, die von engen Schikanen unterbrochen werden. Problematisch sind seit jeher die Auslaufzonen, die an einigen Stellen praktisch nicht vorhanden sind. Fliegt man nach Turn 5 ab, spielt man mit seinem Wagen Ping Pong zwischen den Mauern. Die unterschiedlichen Beläge und die Nutzung einiger Streckenteile als normale Straße machen die Sache auch nicht leichter.

Das Rennen einer Saison ist immer etwas Besonderes, man darf sich also freuen. Die Saison 2011 kann los gehen.

December 12 2010

19:39

Tom Walkingshaw verstorben

Eine der bekanntesten und häufig umstrittesten Personen des internationalen Motorsports ist tot. Tom Walkingshaw war nicht nur ein Racer, sondern auch ein echter Trickser.

Tourenwagensport ohne den Schotten Tom Walkingshaw war in den 80er Jahren kaum denkbar. Seine eigene Rennsportkarriere in den 70er Jahren blieb nicht ohne Erfolge, aber ein schwerer Unfall beendete seine Hoffnungen auf einen Platz in einem Monoposto. Er konzentrierte sich danach auf die Tourenwagen und den Aufbau seiner eigenen Firma, Tom Walkingshow Racing, kurz TWR. Zunächst arbeitete er mit BMW zusammen, doch bald konzentrierte er sich auf den britischen Markt. Dass er es schaffte die britische Firma Rover dazu zu überreden, ihren schweren und mit langen Überhängen ausgestatteten Vitesse in den Motorsport zu bringen, zeigt auch welche Fähigkeiten er hatte. Er konnte Menschen motivieren und sie zu den aberwitzigsten Dingen überreden. Tatsächlich schaffte er es, den Rover konkurrenzfähig zu machen und mit diesem Wagen gelang ihm auch sein größter Erfolg als Fahrer. 1984 gewann er Europäische Tourenwagenmeisterschaft. Sein Team siegte auch in der BTCC, doch alle Siege wurden TWR nach der Saison aberkannt, weil man beim Chassis getrickst hatte.


Aber der Erfolg von Rover führte ihn zu Jaguar, wo man nach einer jahrzehntelangen Durststrecke in Sachen Motorsport auf neue Siege hoffte. TWR übernahm das Programm, erst mit den imposanten, aber leider sehr schweren und durstigen Jaguar XJS 12 bei den Tourenwagen. Später wagte er mit Jaguar auch den Schritt nach Le Mans, wo man gegen die übermächtigen Porsche 956 und die Sauber C8 antreten musste. 1988 und 1990 gelang ihm der Sieg bei den 24H von Le Mans. Der britische Triumph sorgte auf der Insel für wahre Begeisterungsstürme. Konstruiert hatte den XJR im Übrigen ein gewisser Ross Brawn.

Nach den Sportwagen zog es ihn in die Formel Eins, wo er Chef Ingenieur bei Benetton wurde. Er war es auch, der Ross Brawn zum Team lotste, allerdings gab es hinter den Kulissen mächtig Ärger mit dem Teamleiter, Flavio Briatore. Wenn zwei derartige Egos aufeinander prallen, muss einer verlieren, in diesem Fall war es Walkingshaw, der die schlechteren Karten hatte. Er kaufte später das Arrows-Team, mit dem ihm aber mangels Geld kein Erfolg beschieden war. Schlimmer noch, er investierte unvorsichtig sein eigenes Geld ins Team und als der Laden 2002 schließlich zusammenbrach, verlor er auch TWR, die ebenfalls Konkurs gingen. Walkingshaw blieb nur noch sein Spielfeld in Australien, wo der nicht betroffene australische Ableger von TWR sich am offiziellen Holden Racing Team in der V8 Supercars Serie beteiligt hatte. Unter der Regie von Walkingshaw holte man 2006 (Rick Kelly) und 2007 (Garth Tander) den Titel. Er kaufte das Team komplett, allerdings konnte man an die alten Erfolge nicht an anschließen.

Geradezu legendär sind Walkingshaws Aktionen aus der Abteilung “Tricksen, Schummeln, Regelauslegung”. Es gab in den 80er Jahren kein Rennen, vor dem argwöhnische Konkurrenten nicht schon mal prophylaktisch Protest gegen die TWR-Wagen einlegten. Grund dafür gab es oft genug. Walkingshaw selber gab zu, das Reglement gerne mal etwas freizügiger auszulegen, allerdings stand er damit nicht alleine da. Gemacht haben es alle, geredet aber nur wenige über die Sache. Als eines der wildesten (wenn auch nie bestätigten) Beispiele für die Kreativität von Walkingshaw in Sachen Regeln und Karosseriebau gilt der Jaguar XJS 12 aus den 80er Jahren. Der war deutlich schneller als die Konkurrenz von Porsche oder BMW, allerdings verbrauchte der V12 auch Sprit in Großhandelsmengen. Walkingshaw soll das Problem kreativ angegangen sein, in dem er Teile des Gitterrohrrahmens und der Überrollkäfigs als Zusatztank konstruierte. Ende der 80er sah sich die Porsche Mannschaft in Le Mans mit einem ähnlichen Problem konfrontiert. Man wusste, dass TWR beim XJR irgendwo was versteckt hatte, aber egal wie oft man die ACO-Kommissare unter den Jaguar schickte – entdeckt wurde nichts. Mit den Jahren wurde TWR allerdings auch viel angedichtet, weil man sie einfach immer in Verdacht hatte. Fair war das auch nicht, denn man darf nicht vergessen, dass Walkingshaw es bei Rover, Jaguar, Benetton und später bei Holden immer wieder gelang, ein siegfähiges Team zusammen zu stellen. Wenn man mehr als 30 Jahre vom Tourenwagen, über Le Mans bis zu Formel Eins immer wieder unter den Besten ist, dann schafft man das nicht mit Tricksen, sondern nur mit solider, guter und verantwortungsvoller Arbeit.

Walkingshaw hat all dies geschafft und er war einer der seltenen Figuren, die den Rennsport geatmet haben, die wussten, wie man einen Rennwagen baut und doch keine Technokraten waren.

Tom Walkingshaw verstarb am 12.12.2010 an einem Krebsleiden im Alter von nur 63 Jahren. Hier ist er in einer Quali-Runde in Bathurst zu sehen. Muss zwischen 1984 und 1988 gewesen sein, genauer weiß ich es leider nicht.

September 22 2010

06:31

Ferner liefen: Die Newshappen

Heute etwas kürzer als gewohnt, aber wir leiden momentan etwas an Personalmangel ;)

#ALMS Butch Leitzinger kehrt in die ALMS zurück. Er wird bei Petit Le Mans den 2 Jaguar des RSR Teams in der GT-Klasse pilotieren. Die anderen 2 Fahrer des Wagens sind Paul Gentilozzi, der Teameigner und Trans-Am-Champion Tomy Drissi. Butch Leitzinger hat unter anderem 1997, 1999 und 2004 die 24 Stunden von Daytona gewonnen. Sein letzter Einsatz in diesem Jahr beim Alex Job Team.

#BritishF3 Jack Harvey, Zweitplatzierter der diesjährigen und letzten Formel-BMW-Europa-Meisterschaft wird nächstes Jahr in der britischen Formel 3 antreten. Bei welchem Team indessen ist noch nicht klar. Das “Racing-Steps-Foundation-Programm”, welches die Karriere von Harvey fördert hat in der Vergangenheit jedoch mit “Carlin-Racing” zusammengearbeitet, hier könnte er also unterkommen. Der diesjährige Meister der britischen Formel 3, Jean-Eric Vergne, fuhr für “Carlin-Racing”.

#Nochmal BritishF3 : Der ehemalige Meisterschaftsführende in der A1Gp, Robbie Kerr, wird an diesem Rennwochenende in Brands Hatch einen Wagen des Litespeed-Teams pilotieren. Es ist jeodch bei weitem nicht sein erster Einsatz in der BritishF3, er gewann die Serie 2001.

#F1 Da war teuer: Der Grand-Prix von  Australien hat die dortigen Steuerzahler 46 Millionen (!) Dollar gekostet und das trotz der höchsten Zuschauerzahl der letzten 5 Jahre. Damit haben sich die Kosten des Events seit 2006 verdoppelt. Natürlich prasselt jetzt Kritik von vielen Seiten auf die Politik und Veranstalter ein, die jedoch an dem Event festhalten möchten. Was bleibt Ihnen auch anderes übrig, der Vertrag läuft bis 2014 und die Vertragstrafen von Ecclestone dürften ähnliche Ausmaße haben.


#F1 Ex-Renault-Fahrer Romain Grosjean ersetzt Nick Heidfeld als Pirelli-Testfahrer. Allerdings gilt sein Kontrakt zuerst mal nur für den nächsten Testtermin in Monza, Weiteres soll danach geklärt werden. Damit könnte der Franzose für einige Teams für die Saison 2011 interessant werden, da er neben Nick Heidfeld der einzige Fahrer ist, der Erfahrung mit den neuen Reifen hat.

#F1: Jerome D’Ambrosio, bisher Testfahrer bei Renault wird für 4 der verbleibenden 5 Rennen im 1. freien Training am Freitag das Auto von Lucas di Grassi übernehmen. Das kommt schon etwas überraschend und ist vielleicht die Vorbereitung darauf, dass di Grassi nächstes Jahr nicht mehr bei VirignGp fahren wird. Seine Leistungen sind im Vergleich zu Glocks ziemlich schlecht, und di Grassi hat keinen Vertrag für 2011 mit VirginGP, diese haben lediglich eine Option, ihn für ein weiteres Jahr zu verpflichten.

#F1 Der neue Formel 3 Meister, Esteban Gutierrez ist neuer Testfahrer bei Sauber. Das ist schon nicht schlecht, einige GP2-Piloten würden sich über den Job freuen.

#F1 Korea, die unendliche Geschichte Teil 567: Die Streckenabnahme durch Charlie Whiting, die eigentlich am 21.09 stattfinden sollte, wurde um eine Woche auf den 28.09 verschoben. Angeblich macht ein Feiertag das Reisen in Korea am 21.09 so kompliziert, dass man sich entschloss die Abnahme eben zu verlegen. Die Abnahme findet damit nur 23 Tage vor dem Grand-Prix statt. Dass man damit das eigene Regelwerk mal wissentlich übergeht, was 90 Tage fordert, scheint man zu ignorieren. Allerdings kann das Rennen sollten die Baumaßnahmen nicht wie geplant voranschreiten, auch nach der Abnahme noch abgesagt werden. Doch damit nicht genug: Die Asphaltschicht, auf der Karun Chandhok Demorunden im RedBull drehte war noch nicht die finale, weshalb die Tilke GmbH ihren besten Asphaltexperten jetzt runter nach Asien geschickt hat.

#GP2 2 neue Teams wird es nächstes Jahr in der Serie geben: Carlin kommt aus der British Formel 3 und GP3, während Air Asia neu gegründet wird und Lotus Teambesitzer Tony Fernandes gehört. Damit hat man nächstes Jahr ein volles Starterfeld mit 26 Autos in der GP2.

#LMS/LeMans “Jotasport” hat als erstes Kundenteam angekündigt, dass sie den neuen LMP1-Aston-Martin einsetzen möchten. Jedoch noch nicht nächstes Jahr, wo man zunächst mal in der LMP2 sein Glück versuchen wird. 2012 und 2013 möchte man dann den LMP1-Aston-Martin mit nach LeMans bringen.

#NASCAR Für Ekström scheint das Thema erledigt zu sein, sagte er zumindest in einem Interview letzte Woche. Das kommt jetzt schon sehr überraschend und ging vermutlich auch nicht von ihm aus. Eher hat Audi ihn zurückgepfiiffen. Audi muss Ekström für jeden NASCAR-Einsatz eine Freigabe erteilen, da er einen mehrjährigen Vertrag mit Audi hat. Dazu scheint Audi nun nicht mehr bereit. RedBull bekundet jedoch weiterhin auch gerne öffentlich Interesse an weiteren NASCAR-Einsätzen von Ekström. Brisant: RedBull sponsort Ekström in der DTM, droht dort ein Machtkampf Sponsor gegen Hersteller?

#NASCAR Und nochmal dementierte Wechselabsichten: Das Management von Kimi Raikkönnen teilte mit, dass kein Interesse an einem Wechsel in die NASCAR 2012 bestehe.

#RaceofChampions Kleine Sensation: Carl Edwards wird wieder am Race of Champions teilnehmen! Nach seiner ersten Teilnahme 2008 wo er Michael Schumacher aus dem Wettbewerb warf, wird er dieses Jahr zusammen mit Travis Pastrana die USA repräsentieren. Das diesjährige “Race of Champions” findet am 27./28 November in Düsseldorf statt. (alle News von Chaos)


March 28 2010

20:16

Formel Eins: Analyse Rennen Australien 2010

Was ein wenig Regen doch aus einem Rennen machen kann. 10 Minuten reichten, um für viel Spaß zu sorgen.

In der gestrigen Vorschau schrieb ich “Es ist Regen angesagt, allerdings weiß noch keiner ob und wenn ja, wie viel es regnen wird. Das könnte dem Rennen die nötige Würze verleihen, die die Fans sich erhoffen.” Dem hat die Formel Eins auch Folge geleistet, denn das Rennen gehörte durchaus zu den besseren in diesem Jahr. Das lag aber auch daran, dass Mark Webber, Lewis Hamilton und Fernando Alonso einen sehr hektischen Nachmittag in Australien hatten und für viel Spektakel sorgten. Interessanterweise gab es auf der vermeintlich leichten Strecke auch jede Menge technische Ausfälle.

Der Start war wie erwartet turbulent, denn es war nass, so dass alle Intermediates aufgezogen hatten. Vettel zog vorne weg, aber hinter ihm hatte Alonso einen Katastrophenstart und kam nicht recht vom Fleck. Dafür kamen Massa und Kubica sensationell weg und der Ferrari-Pilot schnappte sich sogar noch Mark Webber. Dahinter wurde es dann zu eng. Button schubste Alonso an, der sich drehte und dabei Schumacher den Weg versperrte. Der wich zwar über die Wiese aus, aber da zerstörte er sich seinen Frontflügel. Ein paar Kurven weiter entledigte sich Kobayashi zum dritten Mal an diesem Wochenende seines Flügel und raste ungebremst durchs Feld. Er traf ausgerechnet Hülkenberg ziemlich mittschiffs, aber Unfall ging glmipflich aus. Dennoch musste das Safety Car raus, was leider mehr Action auf den ersten Runden verhinderte.

Nachdem Restart war es dann das Wetter, das eine Rolle spielte. Der Regenschauer hatte sich verzogen und es war sehr schnell klar, dass es bald eine trockene Spur geben würde. Die Frage war halt, ob das Wetter halten würde und wann es trocken genug war. Normalerweise traut sich einer der Hinterbänkler und der Rest schaut, wie es so geht, aber dieses Mal war es Jenson Button, der schon in der sechsten Runde Slicks aufziehen ließ. Ehrlich gesagt dachte ich, nachdem er auch noch in Turn 3 erstmal den Bremspunkt verpasste, dass das Rennen für ihn gelaufen sei. Aber der Brite war klüger als alle anderen Fahrer, Strategen und Ingenieure des gesamten Rennzirkus. Seine Entscheidung war goldrichtig, kam zu bestmöglichen Zeitpunkt und er setzte sie auch perfekt um. Natürlich hatte er Glück, dass es nicht mehr weiter regnete. Er wäre nicht der erste gewesen, der einen Tick zu früh reinkam, aber in diesem Fall passte es perfekt. Und im Gegensatz zu allen anderen Fahrern hatte er den Mut (und die Freiheit) die Entscheidung eigenständig zu treffen. Das er am Ende dann auch siegen konnte, war allerdings nicht sein Verdienst.

Vettel hatte das Rennen bequem im Griff. Er hatte genügend Abstand nach hinten und weil er Führender war, holte ihn Reb Bull logischerweisde auch als erster an zwei Runden nach Button an die Box. Mark Webber, der zweiter war, musste eine Runde warten, was sein Rennen komplett zerstörte. Da der Rest der Welt ebenfalls in Runde 8 gewechselte hatte, nahm ihm die Konkurrenz 3 Sekunden ab und Webber fand sich auf Platz vier wieder. Und irgendwo dazwischen schlich Robert Kubica rum, dessen Renault erstaunlich gut ging.

Weiter hinten ging es dafür ab. Fernando Alonso rasierte durchs Feld. Die Kollegen in den langsameren Wagen schienen fast freiwillig Platz zu machen und so tauchte Alonso sehr schnell in den Top 10 auf. Michael Schumacher tat sich dagegen sehr schwer und blieb im Rennen lange hinter Alguersuari im Toro Rosso hängen. Und da konnte man dann auch schon den Speed Unterschied zwischen dem Mercedes und dem Ferrari sehen. Wo Alonso zügig zu Werke ging, fehlten Schumacher exakt die halbe Sekunde, die er hätte schneller sein müssen. Kein Wunder, dass Ross Brawn am Ende nur nüchtern feststellen konnte, dass der Wagen einfach zu langsam sei. Am Ende presste sich Schumacher in einer Gewaltaktion am Toro Rosso vorbei und ergatterte so noch einen Punkt.

Nico Rosberg erging es besser, er hielt sich die gesamte Zeit immer zwischen Platz vier und sieben. Wobei man sagen muss, dass man nicht den Eindruck gewinnen konnte, dass für Rosberg viel nach vorne ging. Im Gegenteil: auf Kubica konnte er nicht aufholen, die Ferrari waren ebenfalls außer Reichweite. Dann düpierte ihn Lewis Hamilton, der ihn im schnellen Turn 11 außen überholte. Später rauschte auch noch Mark Webber an ihm vorbei. [In der BBC kommentierte Eddie Jordon die Szene hämisch, dass Webber seinem Kollegen Rosberg den Spitznamen "Britney" [Spears] verpasste habe].
Eigentlich lag Rosberg damit hinter Button, Kubica, Massa, Alonso, Hamilton, Webber auf Platz 7 und vermutlich gehört Mercedes auch genau da hin. Norbert Haug wedelte nach dem Rennen zwar mit dem Zeitenblatt und der zweitschnellsten Rennrunde, aber es geht halt nicht mehr nur um den reinen Speed, sondern um die Konstantz in den Rundenzeiten und da sind andere Teams besser.

Die Ferrari enttäuschten etwas. Massas Abstimmung stimmte hinten und vorne nicht und er rutschte ziemlich durch die Gegend. Alonso war klar schneller, immerhin war er nach der Hälfte des Rennen wieder hinter dem Brasilianer, aber vorbei kam der Spanier auch nicht. Er beeilte sich aber nach dem Rennen zu sagen, dass er nie vorbei gekommen wäre, denn seine Reifen seien hinüber gewesen. Das sah im Rennen aber teilweise anders aus.

Mehr Ärger gab es bei McLaren – Hamilton hatte nicht gerade sein bestes Wochenende erwischt, wie man in der Quali sehen konnte. Während Button das Risiko einging sehr früh zu kommen, richtete sich Hamilton nach dem Boxenfunk. Gegen Ende des Rennens lag er auf Platz drei hinter Kubica und Button. Doch dann holte man ihn rein und er fiel hinter beide Ferrari und Rosberg. Warum McLaren so entschieden hat, ist mir ein Rätsel. Hamilton schimpfte schon während des Rennens per Boxenfunk und sagte nach dem Rennen deutlich, was er von der Entscheidung halten würde. Immerhin – Button für 51 Runden mit einem Reifensatz durch und legte am Ende auch gute Zeiten hin. Offensichtlich hatte man bei McLaren aber das Gefühl, dass die Hinterreifen von Hamilton wegen der Aufholjagd fertig waren, oder gegen Ende des Rennens einzubrechen drohten. Dennoch – eine Fehlentscheidung. Lieber draussen bleiben und warten, denn selbst mit angenagten Reifen ist ein McLaren in der Lage vorne zu bleiben. Der Unfall mit Webber war dann nur die Konsequenz der schlechten Entscheidung.

Pechvogel des Rennens war natürlich Sebastian Vettel – alles richtig gemacht und doch alles verloren. Aber es sind nicht zwingend technische Unzulänglichkeiten, die bei Red Bull liegen. Für eine schadhafte Zündkerze kann man nichts, in Australien hatte sich wohl die Radmutter beim Aufziehen verkantet. So saß sie zwar fest, aber nicht richtig auf der Achse. Wieso dann allerdings eine Bremsscheibe explodiert, möchte ich auch noch mal erklärt bekommen. Die Kritik an Red Bull wird zumindest in Deutschland massiv werden. Noch halten sich die Boulevardmedien mit Worten wie “Gurkenauto” zurück, aber lange wird das nicht so bleiben. Vettel könnte die WM locker anführen, stattdessen liegt er weit zurück.

- Beide Virgin fielen aus. Am Wochenende wurde bekannt, dass der Tank der Virgin zu klein ist um ein Rennen durch zu halten. Designer Nick Wirth machte die FIA dafür verantwortlich, von wegen Materialstärken und dass man hochverdichtetes Benzin fahren wollte, dann hätte das gepaßt. Was natürlich Quatsch ist. Jetzt muss Virgin den gesamten Wagen umbauen – oder anders gesagt: Saison versaut. Kommt ein größerer Tank rein, versaut er die Balance, ist die schlecht, bekommt man nur miese Daten fürs nächste Jahr.

- Trulli konnte wegen eines Hydraulikschadens nicht starten, aber Kovalainen kam durch. Senna fiel aus, aber – Überraschung – im zweiten Rennen ohne Testfahrten schleppte Chandhok den HRT mit 5 Runden Rückstand ins Ziel.

- Barrichello sammelte die wichtigen Punkte als “best of the rest” für Williams ein

- Sutil fiel mit einer Störung im Motormanagement aus, Luizzi fuhr abermals einen unaufgeregtes Rennen und holte Punkte.

- de la Rosa lag lange in den Punkten, am Ende waren die Reifen derartig hin, dass er Schumacher ziehen lassen musste.

Das Rennen war durchaus ansehnlich, eigentlich so, wie man sich ein Rennen in der Formel Eins wünscht. Ein “Thriller” war es nicht, auch kein “Krimi”, denn dafür tat sich vorne zu wenig, aber es war abwechslungsreich, spannend und schön anzusehen. Man sieht aber auch, dass ein zweiter Boxenstopp die Rennen durchaus interessant machen könnte. Vielleicht sollte man doch darüber nachdenken, diesen Pflichtstopp einzuführen. Es verbessert die strategischen Möglichkeiten enorm.

Aus Sicht des Reifenverschleiss war es interessant zu sehen, welche Fahrer und welche Teams das Rennen quasi durchfahren konnten. Ferrari, Renault und McLaren mit Button schaffen das ohne Probleme, Hamilton hat wie erwartet Probleme und bei Mercedes geht es offenbar nicht so gut. Gerade im Hinblick auf McLaren ist das schon interessant, denn so wird Button offenbar eindeutig bevorteilt. Hamilton hat Probleme mit der schonenden Abstimmung und im Rennen hat Button mit seiner weichen Fahrweise deutliche Vorteile auf Strecken, die die Reifen fordern. Sollte eine zweiter Pflichtstopp kommen, wird das dann wieder Hamilton in die Hände spielen.

- Fahrer des Rennens -> Robert Kubica, der den Renault auf 2 hievte
- Verlierer des Rennens -> Michael Schumacher, der nicht an Alguersuari vorbei kam
- Gewinner des Rennens -> Jenson Button für seine mutige Entscheidung

Nächste Woche geht es in Malaysia weiter. Man startet eine Stunde früher als letztes Jahr, dennoch liegt man immer noch im Fenster des nachmittägliche Regens. Ich hoffe, dass es in der Quali trocken bleibt, denn mich interessiert auf der aerodynamisch höchst anspruchsvollen Strecke, welches Chassis hier die größten Vorteile hat.

Am Schluss noch die Gegenüberstellung von neuer und alter Punktregel

Neu Classic Alonso 37 15 Massa 33 14 Button 31 12 Hamilton 23 9 Rosberg 20 8 Kubica 18 8 Vettel 12 5 Schumacher 9 3 Luizzi 8 2 Webber 6 1 Barrichello 5 1
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March 27 2010

18:09

Formel Eins: Analyse Quali Australien 2010

Die Quali brachte wenig Überraschungen, außer dass Hamilton merkwürdigerweise ziemlich von der Rolle war.

Das es viel Veränderungen in der Rangfolge der Formel Eins in Australien geben würde war ja nicht zu erwarten. Der Abstand zwischen den Top Vier (Red Bull, Ferrari, McLaren, Mercedes) zum Rest der Welt ist zu groß, als dass sich da etwas größeres verschieben würde. Dennoch ist das Feld doch recht eng zusammen, wie man in Q2 sehen konnte. Denn der Abstand zwischen Vettel und Hamilton auf Platz 11 beträgt gerade mal eine Sekunde. Wobei der es interessant ist, einen Blick auf die reinen schnellen Rundenzeiten zu werfen, weil diese den Abstand zwischen den Teams gut darstellen.

Auf eine schnelle Runde ohne Sprit ist Red Bull rund 2 Zehntel schneller als die Konkurrenz. Ferrari kann mit Alonso nicht richtig gegen halten, wie der Spanier auch mehrfach klar gestellt hat. Knapp vier bis fünf Zehntel dahinter liegt McLaren, wobei es heute schon erstaunlich war, das Button Hamilton derartig überlegen war. Trotzdem ist der Abstand trotz Lufthutze und anderer Spielereien doch größer als gedacht. Mercedes hat rund 6 Zehntel Rückstand, was bedeutet, dass man über den Winter ordentlich verloren hat. Schuld daran soll das Untersteuern des Wagens sein, der beim Einlenken zu sehr über die Vorderräder rutscht und deswegen selbige auch zu sehr beansprucht.
Danach folgt ein ziemlich großes Loch. Force India ist doch weiter weg, als ich gedacht habe, liegt aber immerhin immer noch vor Renault. Williams zeigte sich in Australien in guter Form und selbst wenn es Hamilton in Q3 geschafft hätte, wäre Barrichello auf Platz 10 immer noch mit dabei gewesen. Keine schlechte Leistung des alten Mann.

Toro Rosso und Sauber sind erstaunlich weit weg von der Musik. Bei STR war das zu erwarten, bei Sauber ist es doch etwas überraschend, wie groß der Abstand ist. De la Rosa fehlten auf Kubica 6 Zehntel, was eine deutliche Packung ist. Das man sich auch nicht von STR absetzen kann, ist eine weitere Sache, die das Team aus der Schweiz mehr als nachdenklich machen wird.

Ein Lob muss man den neuen Teams aussprechen. Zwar fehlten Lotus 2.5 Sekunden für den Einzug in Q2, aber insgesamt beträgt der Abstand “nur” noch 4 Sekunden in der Quali. Man hat aufgeholt, was auch für Virgin und erst recht für HRT gilt. Die haben zwar 5.7 Sekunden Rückstand, aber verglichen mit dem, was man noch in Bahrain auf gebrummt bekommen hat, ist das eine respektable Leistung. Natürlich ist der Abstand noch eklatant groß, aber genauso groß ist der Raum für Verbesserungen in den Teams. Ich kann mir gut vorstellen, dass Lotus als erstes Team ab Mitte der Saison Anschluss an das hintere Mittelfeld finden kann.

Quali

Das Vettel die zweite Pole hintereinander hingelegt hat, bedeutet auch, dass er von den Medien nun endgültig die Favoritenrolle aufgezwungen bekommt. Allerdings ist seine Performance wirklich extrem beeindruckend. Es hat in der Vergangenheit wenig Fahrer gegeben, die in der Lage waren und sind, eine “Chaos-Runde” so konsequent umzusetzen wie Vettel. Webber auf seiner Heimstrecke 1 Zehntel einzuschenken ist schon nicht schlecht.

Der Rest hat sich fast wie erwartet einsortiert. Massa war das gesamte Wochenende nicht gut drauf, wobei Melbourne auch nicht unbedingt zu seinen Lieblingsstrecken gehört. Die größte Überraschung war wohl, dass Hamilton sich nicht für Q3 qualifizieren konnte. Im ersten Moment dachte ich noch, das McLaren eventuell eine Regenabstimmung für den Briten gewählt hat, aber die sehr langen Gesichter in der Box waren dann doch eindeutig. Offenbar hat sich keines der Topteams auf das Wagnis eingelassen, eine weichere Abstimmung und mehr Flügel zu fahren.

Ausblick auf das Rennen

Die Red Bulls müssen sich erst mal vorne einsortieren, aber da Webber auf der schmutzigen Seiten startet, sollte er mehr mit Alonso, denn mit Vettel zu tun haben. Abermals wird es wieder spannend zu beobachten sein, wie der Rennspeed der Ferrari sein wird, denn im Grunde wird das Rennen wieder auf den Zweikampf zwischen Vettel und Alonso rauslaufen, so lange beide die erste Runde überstehen. Für den Spanier wird es zwingend nötig sein, sich an Webber vorbei zu pressen. Der Rest wird sich dahinter einsortieren und ich gehe mal davon aus, dass nicht alle ihre Frontflügel heil aus der ersten Runde mitbringen werden (Hallo, Adrian Sutil).

Das Wetter wird allerdings eine große Rolle spielen. Es ist Regen angesagt, allerdings weiß noch keiner ob und wenn ja, wie viel es regnen wird. Das könnte dem Rennen die nötige Würze verleihen, die die Fans sich erhoffen. Bleibt es allerdings trocken, wird es vemutlich wieder eine Prozession wie in Bahrain.

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March 25 2010

12:27

Formel Eins: Vorschau Australien 2010

Die Formel Eins tourt in den nächsten Wochen über die andere Seite der Welt. Australien ist das zweite Rennen der Saison, in dem es Aufschluss über die Hackordnung geben könnte.

Die Strecke in Australien ist aber eher “Stop ‘n go”. Lange Geraden, gefolgt von ein paar engen Kurven, die dann wieder auf lange bis mittellange Geraden führen. Daran kann schon erkennen, dass es nicht so sehr um den Grip geht, sondern mehr um die Höchstgeschwindigkeit und die Leistung der Motoren beim Herausbeschleunigen. Australien hat in den letzten Jahren zwar immer schon mal eine Vorschau auf die Saison gegeben, aber gerade in diesem Jahr, in dem der aerodynamische Grip wieder extrem wichtig ist, wird Australien das Bild der Formel Eins nicht gerade schärfen. Eine echte Rangfolge wird man wohl erst nach Malaysia erstellen können. Und weil der Kurs eher eng ist, wird es auch mit dem Überholen wieder so eine Sache sein. Aber offenbar will die FIA demnächst eine neue Regelung einführen.

Gerüchte, die per Twitter aus Australien nach Europa dringen, besagen, dass die FIA Bridgestone gebeten habe, ab den Europa-Rennen die Spannbreite der zu fahrenden Mischungen noch mehr zu spreizen. Also Supersoft/Hard zum Beispiel, anstatt Soft/Hart oder Supersoft/Medium. Das soll dazu führen, dass sich das Feld mehr mischt, da die Chassis ja unterschiedlich mit den Mischungen umgehen. Klingt eher nach einer Verzweiflungstat, denn man etwas, was man sich gut überlegt hat, aber es könnte zumindest für ein paar Rennen etwas bringen. Denn bis die Teams endgültig raus gefunden haben, wie ihre Wagen auf alle Mischungen reagieren, wird es noch ein paar Rennen dauern. Auf der anderen Seite: da ist man dann eigentlich auch nicht mehr so weit weg von Bernie Ecclestones Idee, die Strecken künstlich zu bewässern.

Das wird dem Rennen in Australien erst mal nicht helfen, aber vielleicht ist das auch gar nicht nötig. Zwar hat die Strecke nur zwei echte Überholmöglichkeiten, aber das Wetter könnte eine Rolle spielen, denn für Sonntag ist am Nachmittag, zur Startzeit der Formel Eins, Regen angesagt. Da es das Wochenende ansonsten trocken bleiben soll, könnte das interessant werden und für viel Aufregung sorgen, denn der Poker wird schon am Freitag los gehen. Setzt man voll auf eine Trockenabstimmung oder ist man mutig, und versucht eine Regenabstimmung, verzichtet dafür aber auf einen guten Startplatz?

An den Favoriten wird sich jedoch nicht viel ändern, allerdings könnte es vorne etwas enger zu gehen. Red Bull scheint den schnellsten Wagen zu haben, Ferrari liegt aber nur wenig dahinter. Die McLaren erwarte ich in Australien auf Augenhöhe mit den beiden anderen Teams, weil sie in Bahrain in Sachen Topspeed überlegen waren. Und an Platz vier sehe ich eigentlich die Force India, die ihren letztjährigen Geschwindigkeitsvorteil zwar etwas, aber nicht komplett eingebüßt haben. Mercedes wird, so meine Vermutung, in Australien einen schweren Stand haben.

Dahinter wird sich ein sehr enges Mittelfeld einfinden, aber Sauber sollte in Australien besser aussehen. Die Schweizer werden im übrigen wohl das gesamte Jahr mit einem schneeweißen Auto rum fahren müssen, haben aber mittlerweile bei der FIA angemeldet, dass man demnächst auf den Namen “BMW” verzichten möchte. Offenbar musste man nur beim ersten GP aus Sicherheitsgründen mit dem “BMW” antreten, damit man die TV-Gelder aus dem letzten Jahr bekommt. Radio Twitter meldet auch, dass Sauber nun wie McLaren über eine kleine Lufthutze verfügt, die Luft auf den Heckspoiler leiten soll. Bei Scarbs gibt es ein paar Detailfotos.

Ansonsten dürfte sich die Änderungen an den Wagen im Detailbereich bewegen. Williams hat schon angekündigt, dass man weder in Australien noch in Malaysia neue Teile bringen wird. Evtl. will man ein größeres Update in China zeigen. So relaxt wird bei den großen Teams nicht zu gehen. Bei McLaren und anderen Teams musste man den Diffusor ändern. Man hatte den Einlass für den Anlasser so geformt, dass er wie eine kleine, dritte Stufe aussah. War zwar nicht verboten, aber auch nicht im Sinne des Reglements, also musste umgebaut werden. Große Probleme wird das allerdings nicht machen. Mercedes packt wohl einen neuen Frontflügel aus, der das lästige Untersteuern eindämmen soll. Richtig viel los ist wohl bei Ferrari. Verschiedene Quellen aus Italien meldeten letzte Woche, dass die Italiener an einer “B-Version” des Wagens arbeiten. Das Gerücht kam aber schon unmittelbar nach dem Launch auf. Vermutlich tauchen sie jetzt wieder auf, weil Ferrari, wenn man das Schnorchel-System von McLaren kopieren möchte, ein neues Chassis und damit einen neuen Crash-Test braucht.

Bei den neuen Teams dürfte es die größten Fortschritte geben. Virgin hat wohl ein paar neue Teile, ebenso Lotus. HRT hofft, dass man den Abstand auf die beiden neuen Teams nach dem Kraftakt von Bahrain wird verringern können, aber viel Hoffnung hat man da zunächst nicht. Für alle drei Teams gilt: Wer ankommt ist ein Sieger.

Noch ein Wort zur Strecke. Man hat nichts verändert und der Kurs ist weiterhin nicht ohne, was die Sicherheit angeht. In den letzten Jahren gab es immer wieder unschöne Abflüge, die wegen der hohen Geschwindigkeit auch nicht gerade ungefährlich sind. Besonders kniffelig dürfte der Start werden. Der ist von je her in Australien sehr unfallträchtig und nach dem die Fahrer gesehen haben, dass der Start extrem wichtig geworden ist, wird es noch enger zu gehen. Würde mich wundern, wenn da am Sonntag alle Frontflügel heil bleiben würden.

Die Übertragungszeiten sind wie üblich bis auf der Rennen (Start 08.00 Uhr, Sonntag) eher schwierig, aber zumindest sky-Kunden haben ja die fast ganztägig laufenden Wiederholungen.

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