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May 15 2013

14:00

V8 Supercars: Vorschau Austin 400

“Get ready for all out, fire breathing, fender bender, no fear, heart pounding racing action from down under!” Mit diesem Slogan wirbt der Circuit Of The Americas (COTA) für die Premiere der australischen Tourenwagen-Serie auf amerikanischem Boden. Die Vereinigten Staaten sind nach Neuseeland, China, Bahrain und Abu Dhabi das insgesamt fünfte Land, das die V8 Supercars in ihrer bisherigen Geschichte bereisen.

AUSTIN 400 MERGED LOGO 2 300x300 V8 Supercars: Vorschau Austin 400Eine Vorschau für dieses Rennwochenende zu schreiben, war wirklich knifflig. Man hat weder Ergebnisse und Rundenzeiten aus früheren Rennen, auf die man eventuell zurückgreifen könnte, noch hat man im Kalender eine Strecke mit einer ähnlichen Charakteristik. Wenn überhaupt lässt sich der COTA am ehesten mit der Strecke auf Phillip Island vergleichen. Und dort waren im letzten Jahr Ford und vor allen Dingen Mark Winterbottom tonangebend. Bleiben für die Vorschau also einige Statistiken, ein kleiner Ausblick auf Teams und Fahrer sowie ein Onboard-Video von der Strecke, in dem ein Fahrer aus dem NASCAR-Sprint-Cup mit einem V8 Supercar über die Strecke fährt.

Die Strecke

Leider werden die V8 Supercars für ihre Rennen nicht den Grand-Prix-Kurs befahren, den einige sicher schon in der Formel 1, der MotoGP oder der GrandAm gesehen haben. Man hat sich dazu entschlossen, die Kurzanbindung zu benutzen, womöglich um ein Auseinanderziehen des Feldes auf der eigentlich 5,5 km langen Strecke zu verhindern. So fährt man auf der lediglich 3,7 km langen Variante. Bis Turn 5, den Suzuka-ähnlichen “Esses”, werden die V8 Supercars den bekannten Teil der Strecke nutzen, ehe es dann auf die “Abkürzung” geht – einer Linkskurve gefolgt von einer Schikane. Danach kommt man wieder auf den eigentlichen Kurs zurück und fährt auf die enge Links von Turn 12 zu.

Streckenlayout

Da es von dieser Anbindung kein Onboard-Video gibt, hoffe ich, dass ich darüber mit einem Video von Kurt Busch hinwegtrösten kann, der vor einigen Wochen sein Büro mit James Courtney getauscht und eine Runde über die Grand-Prix-Strecke gedreht hat:

Das Rennformat an diesem Wochenende besteht aus vier Rennen mit einer Distanz von je 100 km. Davon finden je zwei am Samstag und zwei am Sonntag statt. Die genauen Startzeiten kann man unserem TV-Planer entnehmen.

Des Weiteren möchte ich an dieser Stelle die Rennen der Pirelli World Challenge empfehlen, die im Rahmenprogramm der V8 Supercars stattfinden. Für sie wird auf der Homepage der Serie ein eigener Stream angeboten. Die Startzeiten der World Challenge findet ihr ebenfalls im TV-Planer.

Ausblick

Fern der Heimat scheint gerade Jamie Whincup kein Heimweh zu verspüren – im Gegenteil. Seit Bahrain 2008 fuhren die V8 Supercars 24 Rennen außerhalb Australiens, 16 dieser Rennen gewann Whincup. Zudem holte er neun von 21 möglichen Pole Positions. Sein Teamkollege Lowndes, mit 91 V8-/ATCC-Siegen Rekordhalter in dieser Statistik, hat mit einem Sieg in Bahrain 2007 gerade mal ein Rennen im Ausland gewonnen.

Doch auch mit Ford muss gerechnet werden. Zum einen, weil ihnen wie bereits erwähnt das Layout der Strecke entgegenkommen könnte, und zum anderen scheinen sie immer besser in Fahrt zu kommen, auch wenn es die bisherigen Resultate vielleicht anders widerspiegeln mögen. Zudem hat FPR mit Will Davison den Zweiten der Gesamtwertung in ihren Reihen.

Zum erweiterten Favoritenkreis zählen, wie im Grunde an jedem Wochenende, Bright und Coulthard von BJR, Tander und Courtney vom Holden Racing Team sowie Scott McLaughlin (GRM) und Shane van Gisbergen (Tekno).

Bei Nissan dürfte man ob der Top10-Ergebnisse aus Perth guter Dinge sein und man wird natürlich versuchen, die für einen Neueinsteiger sehr guten Resultate der Saison auch in Austin zu bestätigen. Für James Moffat, den besten Nissan-Mann in diesem Jahr, könnten mit etwas Glück die Top Fünf in Reichweite sein.

Für das Erebus-Mercedes-Team dagegen gilt es weiterhin, so viele Kilometer zu sammeln wie möglich, um die bisherige Anfälligkeit, den Verbrauch und den Reifenverschleiß besser in den Griff zu bekommen. Der neunte Platz von Maro Engel in Perth hat immerhin gezeigt, welches Potential der E63 hat.

TV- bzw. Live-Stream Zeiten

An der derzeitigen TV-Situation hat sich nicht sonderlich viel geändert, man wird sich also wieder nach den entsprechenden Alternativen umschauen müssen. Einen Livestream wird es auf der offiziellen Homepage der V8 Supercars geben. Dieser ist jedoch ab sofort kostenpflichtig. Für Europäer gäbe es noch die Möglichkeit via Premiersports.

 V8 Supercars: Vorschau Austin 400

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