Tumblelog by Soup.io
Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

August 09 2013

16:00

ALMS & Grand-Am: Vorschau Road America / Ausblick auf die USCR 2014 / AsianLMS: Rückblick Inje

Die American Le Mans Series und die Grand Am fahren an diesem Wochenende in einem gemeinsamen Event – allerdings in getrennten Rennen – auf der Road America. Da bietet sich ein Überblick über den Stand der Dinge bezüglich #thefuture an, also der Vereinigung beider Serien in der United Sports Car Series (kurz USCR) im kommenden Jahr. Nach längerer Funkstille wurden im Juli nach und nach Teile des Reglements vorgestellt – endlich, denn die Zeit drängt: Hersteller, Teams, Sponsoren und Fahrer brauchen Planungssicherheit, um ihre Pakete für 2014 zu schnüren. Eines der wichtigsten Teile im Puzzle allerdings, der Kalender, fehlt weiterhin…

GT_fieldAls Fixpunkt haben sich die Regelmacher der neuen Serie die heutige GTE-Klasse ausgewählt, die in der ALMS aktuell „GT“ heißt und in der USCR zukünftig „GTLM“ heißen wird. Hier bleibt alles beim Alten, denn – das „LM“ gibt den Hinweis – diese Klasse stellt die wichtige Verbindung zu den 24 Stunden von Le Mans dar, die man beibehalten möchte. Die aktuelle ALMS-GT-Klasse funktioniert gut, bietet bei ordentlicher Markenvielfalt meist schönen Motorsport und entsendet Jahr für Jahr Teams an die Sarthe, allen voran das Corvette-Werksteam, das die USCR-Macher sicherlich nicht an die WEC verlieren wollen. Wichtigste Neuerung: Die Fahrzeuge bekommen die US-typischen „window nets“; ob die jedoch wirklich einen Sicherheitsmehrwert über die Hightech-Sitze hinaus bieten, bezweifle ich.

Die GT-Klasse der heutigen Grand Am Rolex-Serie wird bekanntermaßen „GTD“ für „GT Daytona“ heißen. Diese Fahrzeuge werden eingebremst, einerseits um die Kosten zu reduzieren, andererseits um sie deutlich von der GTLM abzusetzen. Ein Einheits-Heckflügel und ein Luftmengenbegrenzer werden hierzu vorgeschrieben.

Gleichzeitig hat man sich aber auch entschieden, FIA-homologierte GT3-Fahrzeuge in dieser Klasse zuzulassen, ohne dass wie bisher größere Modifikationen zur Bedingung gemacht werden. Das bedeutet einerseits großes Wachstumspotential für diese Klasse, birgt aber auch das Risiko, dass sie die GTLM in den Schatten stellt und dass die „traditionellen“ Grand Am-GT-Fahrzeuge (z.B. BMW M3, Chevrolet Camaro) durch die teuren GT3s verdrängt werden. Doch diese Verdrängung hat bereits mit der Zulassung modifizierter GT3 bereits begonnen; außerdem wird ein Auslaufen-Lassen der genannten „traditionellen“ Grand Am-GTs angestrebt, wie Scott Elkins aim Interview mit John Dagys</a> im Juli erklärte.</p> <p><span>Über kurz oder lang wird die GTD also eine amerikanische GT3-Klasse; eine eigenständige Serie, wie sie Stephane Ratel einst plante, ist damit überflüssig und für den Fall, dass das Ende des GTE-Reglements in einigen Jahren kommen sollte, hätte die USCR weiterhin eine sichere GT-Basis. So unklug scheint die Entscheidung alles in allem also nicht zu sein.</span></p> <p><a href=" http:="" rel='\"attachment'>0P1Und damit zur „spannendsten“ Klasse, was das Austüfteln des technischen Reglements angeht: Langsam aber sicher tasten sich die Experten an die Ausbalancierung von Daytona Prototypes, LMP2-Boliden und Delta Wing heran, doch eine fertige Lösung steht noch nicht. Bisher steht fest, dass alle diese Wagen Sechsgang-Getriebe mit Schaltwippen erhalten und dass Luftmengenbegrenzer zur Regulierung eingesetzt werden. Außerdem nennt adie Pressemitteilung</a> folgendes: „Cars considered P2 in origin will follow current technical specs of the ACO”. Dies scheint so gemeint zu sein, dass die LMP2-Fahrzeuge (abgesehen von der Regulierung der Größe des Luftmengenbegrenzers) unverändert starten und alle weiteren Anpassungen lediglich an den Daytona Prototypen vorgenommen werden. Das wäre zumindest eine sinnvollere Lösung, als die LMP2s auf DP-Niveau zu verlangsamen.</p> <p>Doch gerade die <b>Details </b>zur Einstufung, die in dieser Pressemitteilung <b>fehlen</b>, sind die Herausforderung. In dieser Hinsicht wird das anstehende Rennwochenende (das bereits gestern, am Donnerstag begonnen hat) für die Regelmacher von großer Bedeutung sein, denn sie werden (hoffentlich) Massen an Vergleichsdaten sammeln und auswerten können. Die Road America (nahe Elkhart Lake in Wisconsin gelegen) sollte dafür gut geeignet sein, denn sie vereinigt auf 6,5 Kilometern Länge viele verschiedene Typen von Kurven (von engen Ecken wie Turn 5 und der Canada Corner bis hin zum schnellen, langgezogenen Carousel sowie dem berüchtigten „Kink“ danach) und sehr lange Geraden (bis zu 1,2km); außerdem kommen Steigungen und Gefälle hinzu. So sollte sich ein gutes Gesamtbild erzeugen lassen können, wo welche Fahrzeuge ihre Stärken und Schwächen haben, was hoffentlich zu einem baldigen Ergebnis führt.</p> <p>Wie von vielen erwartet wurde außerdem bekanntgegeben, dass der deutsche Hersteller <b>Continental</b> drei der vier Klassen der USCR mit <b>Einheitsreifen</b> versorgen wird. Lediglich in der GTLM wird es – aus oben genanntem Grund – weiterhin offenen Wettbewerb zwischen allen interessierten Reifenherstellern geben. Für GT3-Teams, die an einen Gaststart, etwa bei den 24h von Daytona, denken, bedeutet dies, dass sie sich auf einen weiteren Reifentyp einstellen müssten (in Europa sind GT3s je nach Serie auf Gummis von z.B. Michelin, Dunlop, Yokohama oder Avon unterwegs).</p> <p>Umstellen müssen sich aber vor allem die Teams, die einen LMP2-Boliden in der neuen Serie einsetzen möchten, denn Continental hat bisher keine Teams dieser Klasse beliefert. Die Frage ist, ob Teams dann auch mit Continental-Reifen in Le Mans antreten würden oder ob diese sich aufgrund des Charakters nicht für den Wettbewerb dort eignen (schließlich müssen sie auch den Daytona Prototypes „passen“ und sollen einen gleichmäßigen Wettbewerb zwischen beiden ermöglichen); in diesem Fall müssten LMP2-Teams für Le Mans einen anderen Reifen testen und auswählen und das Auto auf diesen abstimmen, was erhöhte Kosten und damit eine große Hürde für die Le Mans-Teilnahme amerikanischer LMP2-Teams darstellt.</p> <p>Auch für den Delta Wing wird Continental gesonderte Reifen herstellen müssen, wenn dieses Projekt nicht mangels eines funktionsfähigen Motors über den Winter eingestellt wird. Details zum Continental-Deal gibt es a<a href=" http:="" target="\">bei SpeedTV.

Auch zum sportlichen Reglement gab es erste Veröffentlichungs-Häppchen (aaPressemitteilung hier</a>): Während in der Prototyp- und in der GTLM-Klasse die </span><b>Fahrerwahl</b><span> frei sein wird (min. 2, max. 3, bei 12h-Rennen max. 4, bei 24h-Rennen max. 5 Fahrer), darf in der Prototype Challenge und GT Daytona höchstens ein als Platin oder Gold eingestufter Pilot pro Wagen starten. Die IMSA stellt hierzu eine eigene Fahrer-Einstufung auf Basis der FIA-Regeln zusammen. Bei </span><b>Boxenstopps</b><span> dürfen sechs Personen am Auto arbeiten; zwei Schlagschrauber sind erlaubt und es darf gleichzeitig getankt und ein Reifenwechsel vorgenommen werden, was aktuell in den Le Mans-Serien verboten ist.</span></p> <h2>ALMS</h2> <p><a href=" http:="" rel='\"attachment'>551P2_6P1_checkerIm Vorjahr boten Dyson und Muscle Milk Racing auf dieser Strecke das knappste Finish der ALMS-Geschichte: Um 0.083 Sekunden schlugen Chris Dyson und Guy Smith damals Lucas Luhr und Klaus Graf. Ein solcher Ausgang ist in diesem Jahr unwahrscheinlich, denn mit Chris McMurry und Tony Burgess ist der Dyson-Lola-Mazda chancenlos gegen den Muscle Milk-HPD, wenn dieser hält (was in diesem Jahr bisher immer der Fall war). Mit technischen Problemen kämpft weiterhin der Delta Wing. Die LMP1 dürfte also leider für wenig Spannung sorgen.

Anders die LMP2: Die vier HPDs – je zwei von Level 5 und Extreme Speed Motorsports – sind inzwischen gleichermaßen siegfähig. Dreieinhalb von fünf Siegen gingen bisher an Level 5: In Lime Rock wurden den Siegern Tucker/Briscoe nachträglich zu Recht die Punkte aberkannt, weil Briscoe im Kampf um den Klassensieg den Extreme Speed-Wagen abschoss; doch wie in Amerika leider üblich, dürfen sie den unrechtmäßig erfahrenen Sieg trotzdem behalten. Jedenfalls steht es in der Meisterschaft nach fünf von zehn Rennen 95:88 für Level 5 in der Team-Wertung.

Da Ryan Briscoe sich beim IndyCar-Rennen in Toronto das Handgelenk gebrochen hat, hat Scott Tucker aals Ersatz Simon Pagenaud engagiert</a>, der mit seiner großen LMP-Erfahrung den Australier adäquat ersetzen können sollte. Er wird sich in der #552 mit Ricardo Gonzalez abwechseln, Tucker konzentriert sich ausnahmsweise auf die #551, anstatt beide Fahrzeuge zu pilotieren. Ich könnte mir vorstellen, dass auch taktische Erwägungen dahinterstecken, da es die Strategie des Teams oft einschränkt, dass Tucker in beiden Fahrzeugen die vorgeschriebene minimale Fahrzeit absolviert.</p> <p><span>Was die </span><b>GT-Klasse</b><span> angeht, ist die Road America in den vergangenen Jahren BMW-Land gewesen: 2010 und 2012 siegte das Rahal Letterman-Team mit dem M3 GT2, 2011 wurden die beiden Wagen durch den Risi-Ferrari knapp auf die Plätze 2 und 3 verdrängt. Der neue Z4 GTE hat sich in diesem Jahr bisher gut gemacht und konnte sowohl auf dem hakeligen Stadtkurs von Long Beach als auch auf der flüssigeren Strecke von Lime Rock siegen. Die Road America ist allerdings ein recht eigener Streckentyp, da sie lange Geraden mit relativ engen Kurven verbindet.</span></p> <p><a href=" http:="" rel='\"attachment'>4GT_6P1Großer Konkurrent von BMW ist Corvette Racing, die die anderen vier Saisonrennen gewonnen haben. Corvette führt die Team-Wertung mit 92:80 an; in der Fahrerwertung liegt jedoch BMW-Pilot Dirk Müller weiterhin knapp vor dem Corvette-Duo Gavin/Milner (70:65). Zwar ist es für die ALMS erst das sechste von zehn Rennwochenenden und damit gerade einmal Saisonhalbzeit, doch zwischen diesen beiden Teams geht es um jeden einzelnen Punkt im Kampf um die Meisterschaft.

Mit etwas Glück könnten auch die beiden SRT Viper an die starke Leistung aus Mosport anknüpfen, als sie die Pole holten und den Sieg knapp verpassten, aber beide Wagen aufs Podium zu stellen vermochten.

In der Prototype Challenge (die im kommenden Jahr in der USCR weiterleben wird) liegt wieder einmal CORE Autosport vorn, allerdings hat auch PR1 Mathiasen noch Titelchancen; beide haben zwei Siege auf dem Konto. In der GTC liegen Alex Job Racing (Bleekemolen/MacNeil) und Flying Lizard (Canache/Pumpelly) gleichauf bei 77 Zählern, ebenfalls mit je zwei Siegen.

Das Rennen der ALMS startet am Sonntag um 21 Uhr deutscher Zeit, Stream und Übertragung auf MotorsTV beginnen 15 Minuten vorher. Stream, Live Timing, Spotter Guide und alles weitere gibt es auf der aWebseite der ALMS</a>.</p> <h2>Grand-Am</h2> <p>Schon am Samstag tragen die beiden Serien der Grand Am ihre Rennen aus: Erst die Continental Tire Sports Car Challenge Series am frühen, dann die Rolex Sports Car Series am späten Nachmittag, genauer gesagt um 23 Uhr deutscher Zeit. Für sie ist das wunderbar unpassend betitelte „VisitFlorida.com Sports Car 250“ bereits das neunte Saisonrennen von insgesamt zwölf, die Saison wird bereits Ende September enden.</p> <p>14 Daytona Prototypes, 13 GT- und zwei GX-Boliden sind gemeldet. Das <b>DP-Feld</b> ist mit dem modifizierten Reglement, das seit Anfang 2012 in Kraft ist, also stabil geblieben und wird aller Voraussicht nach auch im kommenden Jahr den größeren Teil des Prototypen-Feldes der USCR stellen. Die Punktwertungen werden ausnahmsweise einmal nicht vom Ganassi-Team angeführt: Rojas/Pruett haben zwar zweimal gewonnen (unter anderem die 24h von Daytona), doch sie haben auch zwei Ergebnisse außerhalb der Top Ten in ihrer bisherigen Saisonbilanz. Dennoch gehören die beiden stets zu den Top-Favoriten.</p> <p>Aktuell Meisterschaftsführende sind nach ihrem Sieg beim letzten Rennen in Indianapolis Ryan Dalziel und Alex Popow für Starworks, die wie das Ganassi-Team einen Riley-BMW einsetzen. Ebenfalls sehr gut positioniert sind Gurney/Fogarty für GAINSCO/Bob Stallings, ebenfalls eines der langjährigen Top-Teams der Serie und in dieser Saison mit bisher einem Sieg. Je zwei Siege können Angelelli/Taylor (Wayne Taylor Racing) und Fittipaldi/Barbosa (Action Express) aufweisen, beide setzen auf den Corvette DP.</p> <p>Einige weitere in Europa bekannte Namen sind außerdem dabei: 8 Star Motorsports setzt auf der Road America wieder einmal auf Sebastien Bourdais als Gaststarter; Stephane Sarrazin gehört in diesem Jahr bereits zur Stammbesetzung des Teams. Außerdem hat sich das zweite Starworks-Team mit Brendon Hartley und wechselnden Partnern (diesmal Scott Mayer) in den letzten zwei Rennen endlich aus dem Mittelfeld lösen können; bei den 6h von Watkins Glen reichte es mit dem dritten Fahrer Pierre Kaffer erstmals für einen Podiumsplatz. Richard Westbrook und Ricky Taylor sind die „dritten Männer“ für die GTE-Corvettes in Le Mans 2012 und 2013 gewesen.</p> <p>Die DP-Kategorie ist aufgrund des Reglements von der Technik her sehr ausgeglichen ist, das Fahrerfeld ist bunt durchmischt. Mehrere der aufgezählten Teams sind an diesem Wochenende als Siegkandidaten zu nennen und auch die Meisterschaft ist noch lang nicht entschieden.</p> <p>Auch die <b>GT-Klasse</b> ist breit aufgestellt: Andy Lally und John Potter im Magnus-Porsche führen trotz Sieglosigkeit, aber mit Konstanz, die Meisterschaftswertungen an, knapp gefolgt von Edwards/Liddell im Stevenson-Camaro mit vier Siegen (aus acht Rennen), aber auch zwei 15. Plätzen. Auch die Ferrari 458 von Scuderia Corsa (mit Alessandro Balzan und diesmal Leh Keen) und AIM Autosport (mit Assentato/Lazzaro) sind ohne Siege noch in Reichweite zur Tabellenspitze. Paul Dalla Lana und Bill Auberlen sind, wenn sie zusammen antreten, auch stets zu beachten (bereits zwei Siege in dieser Saison).</p> <p>Außerdem dabei sind diesmal: Maxime Martin im zweiten Turner-BMW M3 und der zweite Mühlner Motorsport-Porsche mit Tim Bergmeister und Jeroen Bleekemolen. Einige Fahrer sind an diesem Wochenende doppelt beansprucht, unter anderem der bereits angesprochene Maxime Martin. Bill Auberlen, John Edwards und Spencer Pumpelly werden a<a href=" http:="" target="\">sogar in drei Serien (ALMS und beide Grand Am-Rennen) am Start stehen.

Das Rennen der Rolex Sports Car Series startet am Samstag um 23 Uhr deutscher Zeit und ist auf MotorsTV live zu sehen.

Rückblick: Asian Le Mans Series in Inje

Der Vollständigkeit halber ganz kurz ein Rückblick auf das erste Rennwochenende der Asian Le Mans Series im südkoreanischen Inje. Tatsächlich traten nur ganze acht Wagen das 3h-Rennen auf dem neuen Kurs namens „Inje Speedium“ an, davon zwei LMP2-Boliden und ein GTE-Ferrari. Der Sieg ging an das chinesische KCMG-Team mit Gary Thompson, James Winslow und dem sechzehnjährigen Akash Nandy. Die schnellste Runde, die dieses Team drehen konnte, war knapp drei Sekunden schneller als die des OAK Racing-Teams; beide starteten mit einem Morgan-Chassis, KCMG mit Nissan-Motor, OAK mit Judd-Aggregat. Bei OAK Racing kamen außerdem fünf Minuten mehr Boxenstandzeit zusammen, sodass sich insgesamt ein Abstand von fünf Runden akkumulierte, was am Ende nur Gesamtrang 3 bedeutete.

Gesamt-Zweiter wurde AF Corse mit dem GT3-Ferrari und Rugolo/Bertolini/Wyatt, ebenfalls fünf Runden vor dem nächsten Klassen-Konkurrenten. Der einsame GTE-Ferrari des Taisan Ken Endless-Teams erreichte Gesamtrang vier. Zwischen den beiden Ferrari 458-Varianten lagen in der schnellsten Rundenzeit nur drei Zehntel (zugunsten der GTE-Variante).

Das nächste Rennen der Asian Le Mans Series wird am 22. September in Fuji ausgetragen. Dann sollen 8 bis 10 Fahrzeuge mehr am Start stehen, allesamt Gaststarter aus der GT300-Klasse der beliebten Super GT-Serie. Doch was kommt danach?

90 total views, 90 views today

The post ALMS & Grand-Am: Vorschau Road America / Ausblick auf die USCR 2014 / AsianLMS: Rückblick Inje appeared first on Racingblog.

flattr this!

March 05 2012

11:30

TV Rechte 2012: Wer zeigt was?

Die Motorsport Saison 2012 beginnt langsam wieder Fahrt aufzunehmen, und daher gibt es wie die letzten Jahr schon eine Vorschau vom Racingblog, wo es welche Rennserie zu sehen gibt.

Auch 2012 gibt es wieder einiges an Motorsport im Fernsehen zu sehen, bei den übertragenden Sendern hat sich nicht viel geändert. Die Situation der Internet-Streams ist dagegen in Bewegung. So gibt es dieses Jahr wohl zum ersten mal die V8 Supercars Live als Stream ohne “Geoblock” in Deutschland zu sehen. Bei den zwei größten Motorsportserien der Welt sieht es leider anders aus. Bei der Formel1 gibt es wie die letzten Jahre schon keinen offiziellen Stream, sondern nur ein Livetiming für registrierte User der Internet Seite. Auch bei der NASCAR sieht es nicht besser aus. Dort besitzt der Turner-Konzern sämtliche Internet Rechte für 2012. Und der machte bisher keine Anstalten, Rennen im Internet zu streamen (abgesehen von den Rennen auf TNT, die es dann im Racebuddy aus 10 verschieden Perspektiven gibt). Hoffen kann man allerdings auf das nächste Jahr: Anfang Februar hat die NASCAR die gesamten Online Rechte samt Livestreaming-Möglichkeiten ab 2013 von Turner zurückgekauft.

Insgesamt lässt sich allerdings feststellen, dass immer mehr Serien ihr Produkt auch übers Internet via offiziellen Livestreams und Interviews verbreiten. Zum Beispiel die oben erwähnte V8 Supercars oder die BTCC. Andere Serien übertragen sogar teilweise die ganzen Racedays samt Rahmenserien im Internet, etwa die ADAC GT Wochenende (abgesehen von den “Hauptrennen” der GT Masters) und die FFSA GT (Französische GT3 Meisterschaft). Als interessant lässt sich zudem sehen, dass vor allem der ACO wohl gemerkt hat, welche Möglichkeiten das Internet bietet. So wurden letztes Jahr die ALMS (American Le Mans Series) und die WEC (World Endurance Championship) komplett live gestreamt. Manche Dinge werden sich wohl nie ändern, und so gibt es auch dieses Jahr wieder keinen (legalen) Stream von MotorsTV – schade, da mal dieses Jahr einige interessante Serien überträgt.

Die folgende Übersicht ist nach den vorhanden Infos vom 4. März , wird allerdings im Laufe der Saison erweitert bzw geupdate wenn es neue Informationen gibt. Kleiner Hinweis: Eurosport zeigt sein Programm sowohl live, als auch on demand über den Eurosportplayer.

Eine generelle Übersicht der Streams haben wir auch zusammen gestellt.

Formelserien

F1 – sky/RTL
Sky hat den Vertrag wie schon letztes Jahr wieder um 1 Jahr verlängert, und zeigt alle Trainings, Qualifikationen und Rennen. Die Vorberichte und Nachberichte für die Rennen wird aus dem Sky Sport News Studio kommen. Zudem sind Jacques Schulz , Marc Surer und Tanja Bauer vor Ort. sky HD Kunden, die ein iPad haben, können die F1 wohl auch live über die skyGo Applikation schauen.
Bei RTL wird die Übertragung so ähnlich aussehen wie schon die letzten Jahre. Das heißt: FP3, Qualifikation, Rennen.
Die Freitags-Trainings wird es nach aktuellem Informationsstand nicht im Free TV geben, da Sport 1 aus der Übertragung aussteigt.

GP2 – sky
Alle Rennen der GP2 Meisterschaft werden live auf Sky übetragen

GP3 – Euro(2)
Die Rennen der GP3 werden wie letztes Jahr schon auf Eurosport (2) live oder mit delay gezeigt.

Formel Renault 3.5 – Euro(2)
Auch die Formel Renault 3.5 gibt es wieder auf Eurosport (2) live oder As-live zu sehen.

Auto GP World Series – Euro(2)
Eurosport (2) überträgt dieses Jahr alle Rennen der AutoGP live.

F2- MotorsTV, Stream
Die Formel 2 gibt es auch dieses Jahr wieder Live auf MotorTV. Zudem sollte es einen offiziellen Stream auf formulatwo.com geben.

F3 Euro – n-tv (?)
Bis jetzt gibt es keine Infos ob n-tv auch dieses Jahr wieder die Formel 3 Euro Series überträgt. Allerdings darf man darauf hoffen, nachdem der Sender die letzten Jahre sogar die Formel 3 Rennen aus Macao gezeigt hat. Sollte n-tv einsteigen, werden die Rennen auch auf deren Homepage gestreamt.

European F3 Open – MotorsTV / Stream (?)
Alle Rennen gibt es wohl Live oder Re-Live auf MotorsTV. Im vergangenen Jahr hat man die Läufe außerdem im Stream unter www.livestream.com/f3open gezeigt.

US-Racing

NASCAR Sprint Cup – Motorvision/ServusTV 
11 Rennen (Daytona+Chase) werden dieses Jahr live auf Motorvision gezeigt. Zudem überlegt man, weitere ausgewählte Rennen live zeigen. Von den restlichen Rennen wird es ausführliche Zusammenfassungen geben.
ServusTV zeigt dieses Jahr auch wieder den Sprint Cup als Zusammenfassung immer Montags gegen 23 Uhr. Zudem plant man wohl einige Rennen live zu übertragen, hierbei dürfte es sich wohl um Nachtrennen handeln. Bestätigt ist das aber noch nicht.

NASCAR Nationwide Series – MotorsTV
MotorsTV plant dieses Jahr alle Rennen live oder As-Live zuzeigen.

Indycar
Die Indycar Series wird es wahrscheinlich auch 2012 nicht im Deutschen Fernsehen geben. Auch die Chancen auf ein Livestream sind eher gering.

Tourenwagen

WTCC – Euro
Wie gehabt. Eurosport ist Host-Broadcaster und wird alle Rennen + Qualifying auf Eurosport und Eurosport2 (live) zeigen.

BTCC – itv4
Die BTCC wird dieses Jahr samt kompletten Raceday wieder auf ITV4 gezeigt. Zudem gibt es einen legalen Stream, der allerdings mit “Geoblock” versehen ist.

DTM – ARD
Nicht neues.

GT1/GT3/GT Endurance – Stream
Die SRO Serien werden wie letztes Jahr schon komplett im Internet übertragen und danach VoD gestellt. Inwiefern es eine Übertragung der GT1 WM bei Sport1(+) gibt, steht noch nicht fest. Allerdings ist noch nichts im TV Plan von Sport1 eingetragen, sodass man von einer Nicht-Übertragung ausgehen muss. Den Stream findet man auf der jeweiligen Homepage der Serien.

ADAC GT – Kabel 1
Trotz schwacher Einschaltquote hält Kabel 1 weiter an der ADAC GT Masters fest, die Rennen werden jetzt allerdings um 12:15 erst gestartet. Ob die Rahmenrennen (so wie 2011) wieder via Internet-Stream versendet werden, ist derzeit noch ungewiss.

VLN – Sport1 (Zusammenfassungen)
Es wird Ausschnitte aus den Rennen in verschiedenen Programmen (DMAX, Motorvision, Sport1) zu sehen geben, mehr aber nicht. Die 24H werden bei Sport1 laufen.

Porsche Supercup – Sky/Euro2
Sky überträgt die Serie auch 2012. Sollte auch bei Eurosport(2) zu sehen sein.

Porsche Cup – Sport1(+)?
Sport1(+) dürfte wohl wieder die Rennen des Porsche Carrera Cup zeigen. Zudem sollte es einen Livestream geben.

Scirocco Cup – MotorsTV/Sport1(+)
Läuft auf MotorsTV. Auch auf Sport1(+) eventuell zu sehen. Außerdem hatte VW im letzten Jahr ein verstecktes Livestream Angebot, das auch dieses Jahr wieder da sein könnte.

V8 Supercars – MotorsTV (1 Woche zeitversetzt) / Livestream
MotorsTV. Bathhurst 1000 wird live gezeigt, der Rest mit delay (1 Tag – 1 Woche). Zudem gibt es einen Livestream unter www.v8supercars.com.au, auf dem auch einige der Rahmenrennen zu sehen sind.

Superstar Serie – MotorsTV
Die interessante und gut besetzte italienische Serie läuft live auf MotorsTV.

International GT Open – MotorsTV
Die Rennen der Südeuropäisch geprägten Meisterschaft gibt es wieder auf MotorsTV und mit offiziellem Livestream (www.gtopen.tv) dieses Jahr zu sehen.

GT Sprint – MotorsTV
Die Rennen der GT Sprint (fährt zusammen mit der Superstars Serie) gibt es dieses Jahr wieder Live auf MotorsTV.

Ferrari Challenge Europa – MotorsTV
Live auf MotorsTV

Prototypen

WEC – Euro2
Eurosport(2) überträgt die Rennen wohl dieses Jahr wieder. In welchem Umfang die Rennen übertragen werden steht noch nicht fest. Zudem könnte es wieder einen Live Stream geben.

LMS – MotorsTV 
Die LMS läuft dieses Jahr auf MotorsTV, zudem soll es einen Livestream geben. Inwiefern Radio Le Mans von den Rennen berichtet, steht noch nicht fest.

24 H Le Mans – Eurosport
Auch in diesem Jahr gibt es wieder die kompletten 24 Stunden live bei Eurosport.

ALMS – MotorsTV
MotorsTV wird auch dieses Jahr wieder die meisten Rennen der ALMS live zeigen. Zudem gibt es die Rennen, die man nicht live zeigt As-Live. Auch wieder geplant: Ein guter Livestream auf der Homepage der Serie mit dem Kommentar der Jungs von Radio Le Mans.

GrandAm – MotorsTV
Die Rennen der GrandAm gibt es dieses Jahr auf MotorsTV fals Speed auch live überträgt. Ansonsten gibt es die Rennen mit delay.

Japan

Super GT
Die überaus interessante Super GT wird man leider auch dieses Jahr allenfalls über einen Stream aus den unendlichen Rändern des Internets verfolgen könnnen.

Formel Nippon
Auch die Formel Nippon wird es wohl nicht auf legalem Wege zu sehen geben.

Argentinien

Turismo Carretera / TRV6 / TC2000
Die höchste argentinische Rennklasse gibt es 2012 via (offenbar) offiziellem Stream auf justin.tv/tcarretera. Ebenfalls einen Livestream gibt es zur Silhouetten-Serie TRV6 (unter trv6.com.ar). Die Qualität beider Streamingangebote liegt allerdings, wie man so schön sagt, im Auge des Betrachters. Die vermutlich beste Tourenwagenserie Südamerikas, die TC2000, wird wird wohl leider auch weiterhin keinen offiziellen Stream bereitstellen.

flattr this!

April 19 2011

16:00

Sportwagen-Rückschau: Blancpain Endurance Series in Monza / ALMS in Long Beach

Die neue GT-Endurance-Serie konnte einen schönen, spannenden Einstand feiern. Bei der ALMS ging es nach turbulenter Startphase für Stadtkurs-Verhältnisse ruhig zur Sache. Und: beide gibt es als VOD (BEP hier</a>, ALMS aa<a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">hier).

Mit 32 Wagen ging beim Auftaktrennen der Blancpain Endurance Series in Monza ein beachtliches Feld an den Start, das vor allem mit Vielfalt und Ausgeglichenheit glänzte; auch wenn man deutlich hinter der vor der Saison von Stephane Ratel verkündeten Zahl von 46 eingeschriebenen Fahrzeugen für die volle Saison plus Einzelstartern zurückblieb. Für die nächsten Rennen wird aber mit Zuwachs weiterhin gerechnet, doch die 32 Fahrzeuge, nach einer sehr starken Qualifikation an den Start geführt vom Black Bull Swiss Racing-Ferrari F430, boten bereits ein sehenswertes Rennen. Mirko Venturi hatte mit F430 aus der Pro-Am-Kategorie die versammelte Konkurrenz sogar um mehr als acht Zehntelsekunden!

Schlecht lief es für Venturi/Maino/Invernizzi auch im Rennen nicht, doch bereits am Start fiel Amateurfahrer Invernizzi weit zurück und über die 3 Stunden-Distanz kristallisierten sich andere Favoriten auf den Gesamtsieg heraus. Vor allem die beiden Audi R8 LMS des belgischen WRT-Teams machten in der Anfangsphase einen starken Eindruck, beide konnten Führungskilometer verbuchen, doch auch der Hexis-Aston Martin mit Yann Clairay verbrachte zwischenzeitlich einige Runden an der Spitze.

Dann, noch vor Ende der ersten Rennstunde, erlitten innerhalb weniger Minuten beide Audi einen Reifenschaden, jeweils hinten rechts. Stephane Ortelli – der es schaffte, trotzdem in der Führungsrunde zu bleiben – gab nach dem Rennen zu, dass das gewählte „extreme Setup“ der Grund dafür gewesen sein könnte.

So bestimmten in der mittleren Rennphase andere Fahrzeuge das Bild. Vor allem zeigte sich schon zur Stundenmarke, wie das Rennen wohl entschieden werden würde: zwar gehört die Bahn im Königlichen Park trotz des hohen Vollgas-Anteils zu den weniger verbrauchsintensiven Rennstrecken, dennoch schafften es nur wenige Teams, eine Rennstunde pro Tankfüllung zu fahren – diese jedoch waren klar im Vorteil, weil sie die Distanz mit zwei Full Service-Stopps absolvieren konnten.

Das schien am besten den Porsche zu gelingen, vor allem die zwei Pro-Kategorie-997R der italienischen Teams AutOrlando (#9) und De Lorenzi (#18) ließen Hoffnungen auf einen Heimsieg sprießen.

Eine noch bessere Verbrauchseffizienz legte der Reiter-Lamborghini LP 560 von Peter Kox und Marc Hayek an den Tag: mit einem 70 Minuten langen ersten Stint lagen die beiden auf Kurs zu einem Top-Platzierung im Pro-Am-Cup – und als dann noch ihr härtester Konkurrent, der eben genannte #18-Porsche mit de Lorenzi/Bonetti/Borghi, zehn Runden nach dem regulären zweiten Stopp noch einmal an die Box kommen musste, war der Klassensieg gesichert. Der zweite Reiter-Wagen, mit u.a. Albert von Thurn und Taxis an Bord, musste nach einem Unfall im Qualifying am Sonntagmorgen das Rennen leider auslassen.

An der Spitze lag derweil die meiste Zeit der #3 Hexis-Aston Martin von Mena/Rodrigues/Clairay – doch dem Team war klar, dass das durstige V12-Aggregat eine Zweistopp-Strategie unmöglich machen würde. Das erledigte sich aber sowieso, als ein Wärmetauscher versagte und der Wagen qualmend an der Box aufgeben musste.

Ebenfalls einen schwarzen Tag erlebte das ehemalige GT1-Meisterteam von Michael Bartels, nun unter dem Namen Vita4One in der GT3 am Start: nach mäßigem Qualifying zur Rennmitte auf aussichtsreichen Platzierungen liegend wurde beim Fahrerwechsel bei der #1 versehentlich der Feuerlöscher ausgelöst, was den Wagen von der weiteren Teilnahme ausschloss; die #2 erlitt bei einem Ausritt von Paul van Splunteren einen Dämpfer-Schaden, der zwar repariert werden konnte, aber ein gutes Resultat vereitelte.

Derweil kämpften sich Stephane Ortelli, Bert Longin und Youngster Filipe Albuquerqe im Audi R8 wieder in die Spitzengruppe vor, konnten sogar die Führung übernehmen – aber auch hier stand fest: aufgrund des durch den Reifenschaden in der Anfangsphase geänderten Tankrythmus würde auch dieser Wagen noch einmal stoppen müssen.

Auch der MarcVDS-Ford GT brauchte drei Stopps, und Frank Makowiecki im zweiten Hexis-Aston verunfallte, auf dem dritten Rang liegend, wenige Runden vor Rennende in der Parabolica – und so wurde es am Ende mit knapp einer Minute Vorsprung ein deutlicher Sieg für den AutOrlando-Porsche mit Paolo Ruberti, Gianluca Roda und Raffaele Gianmaria vor – leider spärlichem – Heimpublikum. Zweite wurden Ortelli/Longin/Albuquerqe im WRT-Audi, Dritte Maxim Martin, Markus Palttala und Bas Leinders im belgischen Ford GT.

Mit einer Runde Rückstand folgten auf Gesamtrang 4 Sieger des Pro-Am-Cups, Peter Kox und Marc Hayek für Reiter Engineering. Den Citation Cup für Gentlemen Drivers holten sich auf dem neuen Platz Georges Cabannes und Gregory Guilvert, ebenfalls in einem Lamborghini unterwegs.

Die GT4-Klasse, die neben den drei GT3-Kategorien auch Teil der Serie ist, ging an Greg und Leo Mansell sowie Edoardo Piscopo in einem unter dem Namen von letzterem eingesetzten Lotus Evora. Nachdem sich die drei einige Zeit mit dem Nissan 370Z des RJN-Teams gebalgt hatten, erlitt dieser einen Reifenschaden und machte den Weg frei für einen Lotus-Doppelsieg sowie den Gentle Swiss Racing-Maserati, der das Podium komplettierte.

Der gute Einstand der Serie macht Hoffnung auf eine interessante Saison. Deren Kern wird das 24h-Rennen in Spa im Juli sein, doch auch für die Rennen in Navarra, Magny-Cours und Silverstone dürften spannende Rennen zu erwarten sein – zumal weitere Teams ihre Teilnahme angekündigt haben, so sollten etwa in Navarra Mitte Mai auch Corvettes am Start sein, auch Mercedes SLS werden für den Saisonverlauf erwartet. Ob das Grid letztens Endes auch nur ein einziges Mal die von Ratel genannten 46+x Entries aufweisen wird,  bleibt abzuwarten.

Die Serie wurde auf Wunsch von Teams und Fahrern gegründet, die eine andere Herausforderung als die Sprintrennen der anderen SRO-GT-Serien suchten – was das Fan-Interesse angeht, ist es wohl eher eine Glaubensfrage: die einen bevorzugen die knackigen, actionreichen Ein-Stunden-Sprints, für andere gehört der Ausdauer-Charakter fest zum Sportwagen-Motorsport. Da aber die Blancpain Endurance Series nicht gegen die anderen GT3-Serie antritt, sondern als Ergänzung zu diesen, und so ähnlich wie die EM Teams aus den nationalen Meisterschaften sammelt, dürfte sie gute Chancen auf eine rosige Zukunft haben.

ALMS – Long Beach

Auch beim zweiten Lauf zur American Le Mans Series standen – wie in Monza – GT-Fahrzeuge im Vordergrund, die Prototypen spielten nur die zweite Geige. BMW setzte dabei seine Sportwagen-Siegesserie fort: Nach Siegen bei den 24 Stunden-Läufen in Daytona und Dubai sowie Doppelsiegen bei den 12h von Sebring und beim VLN-Saisonauftakt gewannen Dirk Müller und Joey Hand souverän die GT-Klasse beim mit zwei Stunden kürzesten Saisonrennen in Long Beach.

Wäre es nicht um die Aufregung in der GT-Klasse in den ersten 45 Minuten gewesen (gleich mehr dazu), hätte das Rennen keine erinnerungswürdigen Szenen geboten. Nach diesem Zeitpunkt war es auch hier sehr statisch und für diesen Fall hat die ALMS mit den beinahe lächerlichen Prototypen-Klassen zu wenig Abwechslung zu bieten.

Zwar war es vom sportlichen Zeitpunkt kein schlechtes Rennen, denn in allen Klassen setzte sich die jeweils stärkste Mannschaft durch; doch um Zuschauer anzulocken, was durch den neuen TV-Deal kaum einfacher geworden sein dürfte (auch wenn sich die Längen des Rennens in der ESPN2-Zusammenfassung besser überspringen lassen), wird man den action-verwöhnten US-Amerikanern mehr bieten müssen – und das heißt in diesem Fall vor allem: mehr Prototypen.

Die Challenge-Klassen wurden als Feldfüller eingeführt und sind nie aus ihrem Schattendasein herausgetreten. Sie mögen zwar oft spannende Duelle bieten, doch als Einheits-Kategorien fehlt ihnen genau das, was den Kern der Le Mans-Serien ausmacht: die Marken- und Modellvielfalt. Interessant wäre die Frage, ob nicht eine Challenge-Klasse auf Basis des CN-Reglements der FIA, das ja viele nationale Prototypenserien und die neue SPEED EuroSeries nutzen, irgendwann eine bessere Alternative darstellen könnte, zumal die für die großen Hersteller so wichtigen GTs dann auch nicht mehr hinter diesen zurückstehen müssten.

Doch nun zum Rennen selbst. Nachdem der ursprüngliche Start gesittet verlaufen war (ordentlich formieren kann sich das Feld auf der kurzen Strecke zwischen Haarnadel und Startlinie nicht) und Paul Gentilozzis verunfallter Jaguar eine frühe Safety Car-Phase auslöste, ging das Rennen erst nach etwa 20 Minuten richtig los. Eine Runde nach dem Restart wollte Bill Auberlen im zweiten BMW in Kurve 1 hinein seinen dritten Rang gegen Patrick Long verteidigen; das ging jedoch schief, ebenso wie der Versuch, sich in dem Bogen um den Springbrunnen herum wieder in den Verkehr einzusortieren.

Er geriet mit seinem Ex-Teamkollegen Tommy Milner in der Corvette aneinander und drehte sich. Auch nachdem das ganze Feld ihn passiert hatte, schaffte es Auberlen zunächst nicht, zu wenden, sodass er noch im Weg stand, als die Führenden das nächste Mal um diese enge Ecke bogen. Die Prototypen kamen noch problemlos vorbei, doch dann zog Auberlen genau vor seinem Teamkollegen Joey Hand auf die Ideallinie, der zwar noch bremsen konnte, aber so zwei Plätze an Gavin und Long verlor.

Auberlen konnte sich einige Runden später wieder an der nun führenden Corvette vorbeischieben und so zurück in die Führungsrunde gelangen, doch der entscheidende Dreikampf spielte sich in den folgenden Minuten hinter ihm ab: ein langsamer GTC-Porsche kostete Oliver Gavin den Schwung in Turn 6, Patrick Long schob sich neben ihn und verlangsamte ihn weiter, sodass Joey hand am Kurvenausgang an beiden vorbeiziehen konnte.

Mehrere Male donnerten in den folgenden Runden Hand und Long im Flying Lizard-Porsche in spektakulärer Manier Seite an Seite den gesamten Shoreline Drive hinunter doch der BMW konnte seine Führung behaupten. Es schien ihm zwar an Grip beim Herausbeschleunigen aus der extrem langsamen Haarnadel zu fehlen, hinzu kommt, dass den Porsche nach Sebring 25kg Ballast abgenommen wurden, doch bei der Höchstgeschwindigkeit waren beide gleichauf.

Irgendwie (ausgerechnet während der kurzen Werbepause) schaffte es Patrick Long dann doch an Hand vorbei, doch schon in der nächsten Runde setzte der Porsche-Werksfahrer seinen 997 GT3 RSR ausgangs Turn 9 in die Wand, nachdem er sich am Ende der Gegengeraden verbremst hatte. Ein eher seltener Fehler des Lokalmatadors, der das unter anderem mit dreckigen Reifen begründete, nachdem er kurz vorher Scott Sharp überrundet hatte, der sich weigerte, dem Führungsduo ordentlich Platz zu machen.

Sharps Verhalten war tatsächlich äußerst ungeschickt, um nicht zu sagen unfair, doch das Rennen war damit entschieden: Hand konnte ohne Druck bis zum Stopp gegen Rennmitte weiterfahren, übergab an Müller, der die Führung gegenüber Magnussen, der in die Corvette eingestiegen war, verwaltete. Der konnte den Abstand zwar von 15 auf 7 Sekunden verringern, doch mehr war nicht drin.

Auch, weil das Rennen vorzeitig beendet wurde: acht Minuten vor dem Ende geriet Dion von Moltke im TRG-Porsche nach Berührung mit seinem Konkurrenten Craig Stanton aneinander und bog nach 2/3 der Gegengeraden hart in die Wand ab. Der Fahrer blieb unversehrt, doch das Rennen wurde unter Gelb beendet. Rang 3 in der GT-Klasse ging hinter BMW und Corvette an die unauffälligen Melo/Vilander im Risi-Ferrari, gefolgt vom starken Falken-Porsche mit Wolf Henzler und Bryan Sellers.

Die größte Überraschung jedoch wartete auf Rang 6 (hinter der zweiten Corvette): Bruno Junqueira und Christiano Da Matta haben es tatsächlich geschafft, einen der RSR-Jaguar XKR ohne größere Probleme und mit annehmbaren Rundenzeiten über die Distanz zu bringen! Die schnellste Rennrunde des Duos war dabei nur eine Sekunde langsamer als die schnellste GT-Rennrunde der Gavin/Magnussen-Corvette. Es bleibt zu hoffen, dass die Rocketsports-Mannschaft diesen Aufwärtstrend fotzsetzen kann, damit auch Jaguar mittelfristig in den Kampf um die GT-Klasse eingreifen kann.

Das LMP1-Rennen war nach einer halben Runde entschieden. Am Start konnte Chris Dyson im Dyson-Lola-Mazda den MuscleMilk-Aston Martin noch hinter sich halten, doch auf der kurzen Gerade in Kurve 6 hinein schnappte sich Lucas Luhr die Führung und gab sie nicht mehr her. Es war zunächst ein ähnlicher Kampf wie in der Schlussphase im Vorjahr: der „kleine“ Lola mit Mazda-Turbo-Aggregat war in den kurvigen Abschnitten schneller, doch der Aston Martin mit dem großen V12-Motor zog stets auf den Geraden weg, sodass er sich problemlos behaupten konnte. Mit der Motorleistung hatten Luhr und später Graf auch im Verkehr Vorteile und bauten so die Führung Runde um Runde aus, um am Ende völlig ungefährdet zu siegen.

Der LMP-Challenge-Sieg ging an Gunnar Jeanette und Ricardo Gonzalez für Core Autosport, die Kyle Marcelli und Tomy Drissi (Intersport) knapp schlugen. GTC-Sieger wurden wieder einmal Tim Pappas und Jeroen Bleekemolen vor Bill Sweedler und Leh Keen (Alex Job Racing). Die LMP2 ist nicht erwähnenswert, da Scott Tucker am Freitag eines seiner Autos vom Start zurückzog, um es für den Le Mans-Testtag zu schonen, und das andere noch vor Rennmitte aus Protest an der Box abstellte; Tucker darf nur mit einem Fahrzeug Meisterschaftspunkte sammeln und muss dies vor jedem Event anmelden, nach dem spontanen Rückzug des offenen Lola verbot ihm die IMSA jedoch, seine Meldung auf das Coupé zu ändern. Ich erspare mir den weiteren Kommentar dazu…

Bis zum nächsten Lauf auf dem kleinen Kurs von Lime Rock werden zweieinhalb Monate verstreichen – es bleibt die Hoffnung, dass sich bis dahin einige weitere Prototypen finden, um zusammen mit dem tollen GT-Feld wieder wirklich sehenswerte Rennen zu bieten.

M11_0551_fine M11_0833_fine M11_0831_fine M11_0794_fine M11_0788_fine audi_motorsport-110418-0897 audi_motorsport-110418-0896 audi_motorsport-110418-0894 audi_motorsport-110418-0893 1100234_ccl 1100230_ccl 1100229_ccl

(Bild-Quellen: Audi, Ferrari, Porsche)

August 27 2010

06:00

Sportwagen-Vorschau: GT-Serien am Nürburgring, ALMS im MoSport Park

Der Nürburgring bietet an diesem Wochenende ein sehr gut gefülltes Wochenende voller spannender Rennserien, die ALMS geht auf der grandiosen MoSport-Bahn an den Start.

Das Aufgebot an Rennserie, das es an diesem Wochenende am Nürburgring zu sehen gibt, ist gewaltig: Hauptdarsteller ist die FIA GT1-Weltmisterschaft mit ihren zwei Rennen, daneben sind drei der vier Serien des ADAC Masters-Weekends dabei: GT Masters, Formel 3 Cup und Formel Masters, nur für die Tourenwagen der Procar war im Zeitplan kein Platz mehr. Und dann treten auch noch der GT4 Euro Cup und die niederländische GT4-Meisterschaft in einem gemeinsamen Lauf an, der um die 30 Fahrzeuge umfassen soll. Elf Rennen sind damit insgesamt zu bewundern, die freien Trainings der ADAC-Serien starteten bereits am Donnerstag

GT1-Weltmeisterschaft

Einen spektakulären Wechsel gab es seit dem letzten Rennen: Romain Grosjean hat das Matech-Team verlassen und wird von Nicolas Prost ersetzt. Der junge Franco-Schweizer brillierte zu Saisonbeginn in Abu Dhabi und fuhr auch danach mit seinem Teamkollegen Thomas Mutsch einige Male gute Ergebnisse ein: so reichte es zu einem weiteren Sieg im Hauptrennen von Brünn und dem zweiten Rang in der Meisterschaft.

Doch Grosjean hatte das Gefühl, das Mutsch ihm zu langsam sein und bessere Ergebnisse verhindere (beispielsweise in Le Castellet war Mutsch schwächer unterwegs) und so gab es hinter den Kulissen Streit, die Team-Zusammensetzung wurde mit der Auflösung des Damen-Autos geändert, neuer Co-Pilot wurde Neel Jani. Die Ergebnisse in Spa waren trotzdem desolat – nur die Ränge 20 und 14 konnten sie in den beiden Rennen erreichen, wieder soll es Streit gegeben haben.

Nun verlässt Grosjean trotz durchaus noch realistischer Meisterschaftschancen die Sportwagen-Serie und versucht, wieder im Umfeld der Formel 1 Fuß zu fassen, und zwar mit einem Engagement beim  DAMS-Team für die restlichen Saisonrennen 2010 und Hoffnung auf ein besseres Cockpit im nächsten Jahr.

Die GT1-WM verliert dadurch ein Zugpferd, Matech büßt eine seiner zwei Speerspitzen im Kampf um die Fahrer-WM ein, bleibt noch Mutsch, der mit Richard Westbrook auch nach dem Wechsel einen starken Teamkollegen hat. Das ist für Matech besonders ärgerlich, da die Titelchancen in der Fahrerwertung höher einzuschätzen waren als in der Teamwertung, wo man dank des schwachen bzw. gar nicht erst angetreten zweiten Wagens deutlich hinter Vitaphone Racing weiter zurückliegt.

Das Rennen markiert nach neun Jahren in Oschersleben (und einem Rennen in Hockeheim) die Rückkehr der FIA GT bzw. GT1-WM auf die Traditionsstrecke in der Eifel. Beim letzten Auftritt der Serie hier waren es noch Lister Storm, Chrysler Viper und Ferrari 550 Maranello, die das Renngeschehen bestimmten, von daher ist es schwer zu sagen, wem die Strecke am besten liegt. Vitaphone dürfte wieder stark sein, nachdem man nach dem mäßigen Spa-Ergebnis (dank frühem Ausfall im Qualifikationsrennen) den Erfolgsballast wieder los ist, mit den Serienmeistern Bartels und Bertonlini sollte man also wieder rechnen, so nicht nochmal ein technisches oder sonstiges Problem dazwischenkommt.

Und dann ist eben die Frage, ob sich Richard Westbrook und Thomas Mutsch dagegen behaupten können, um Mutsch eine Meisterschaftschance zu eröffnen. Frank Kechele und Ricardo Zonta, die in Spa die Plätze zwei und eins einfuhren, sind zwar auch ein enorm starkes Duo, aber dank des Top-Ergebnisses ist ihr Reiter-Lamborghini recht stark benachteiligt. Eine Chance auf die Meisterschaft hben die beiden leider kaum noch, weil sie bisher jeweils nur an drei Rennwochenende starten durften, obwohl sie dabei stets Top-Ergebnisse einfuhren. Aber die so entstandenen 37 (Kechele) bzw. 41 (Zonta) Punkte Rückstand sind gegen das Vitaphone-Topduo trotz des großzügigen Punktesystems schwer aufzuholen.

Zum Deutschlandauftritt der Weltmeisterschaft überträgt Sport 1 auch einmal ausnahmsweise beide Läufe in voller Länge live: das Qualifikationsrennen am Samstag ab 14 Uhr, das Hauptrennen am Sonntag ab 15 Uhr, Start ist jeweils eine Viertelstunde nach Beginn der TV-Sendung. Wahlweise kann man die Rennen auch im Livestream auf a

August 19 2010

16:00

Sportwagen-Vorschau: LMS in Budapest, ALMS in Elkhart Lake

Dank einer grandiosen organisatorischen Leistung von IMSA und ACO werden am Sonntagabend Le Mans-Sportwagen beiderseits des Atlantiks gleichzeitig unterwegs sein.

Zunächst zur europäischen Le Mans-Serie. Die hat sich dieses Jahr einen Termin auf dem Hungaroring gesichert, einer Strecke, die aus der Formel 1 für ihre vielen Kurven und wenigen Geraden und die daraus resultierende Überholproblematik bekannt ist. Sportwagen sind da zwar etwas weniger empfindlich als die Monoposto-Königsklasse, dennoch dürfte das enge Layout das Rennen entscheidend beeinflussen, und zwar beim Überrunden. Für alle Fahrzeuge, zu Überrundende und Überrundende, wird das ein langer, anstrengender Abend, der viel Geduld erfordert. Zumal der Hungaroring ja auch nicht wenig anspruchsvoll ist.

Ja, richtig: Abend. Wie schon in der Algarve vor einigen Wochen fährt man wieder in die Dunkelheit hinein, Start wird um 18 Uhr sein, die Zieleinfahrt sollte entsprechend zwischen 21:30 und 22 Uhr anstehen. Eurosport wird auch leider wieder nur diese halbe Stunde übertragen.

Am Start sind 38 Fahrzeuge, Kruse-Schiller Motorsport hat heute abgesagt; offizielle Begründung: zwei der Stammfahrer sind nicht verfügbar. Es gibt allerdings die aamericanlemans.com/live</a> gestreamt. Alles Weitere zur ALMS gibt es im <a http: href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">Race Hub, das LMS-Timing findet sich auf

July 09 2010

16:00

Vorschau: ALMS in Salt Lake City

Nicht der Anzahl der Rennen nach, aber gefühlt beginnt an diesem Wochenende die zweite Saisonhälfte der ALMS im Miller Motorsports Park nahe Salt Lake City. Ex-F1-Prominenz ist dabei auch am Start.

Gefühlt deswegen, weil sich die Saison in ALMS und LMS am besten in eine Prä- und eine Post-Le Mans-Hälfte teilen lässt. Die europäische Le Mans Serie läuft nächste Woche mit vergleichsweise dünnem Feld in Portimao auf, das US-Pendant ist mit weitgehend unveränderter Teilnehmerliste eine Woche früher dran.

Aus dem kleinen Prototypen-Feld sind drei Mannschaften in Le Mans dabei gewesen: Highcroft Racing dürfte es etwas wurmen, dass man dem Schwester-HPD von Strakka trotz starkem Fahrertrio und viel Erfahrung unterlegen war, auch bevor man am Sonntagvormittag mit technischen Problemen weiter zurückfiel. Ob man in Utah wieder zu den Top-Favoriten auf den Gesamtsieg zählt, ist aufgrund der besonderen Streckenbedingungen unklar, doch dazu später mehr.

Drayson Racing hat die Zielankunft in le Mans, obwohl man nicht gewertet wurde, fast wie einen Sieg gefeiert. Wenn die Distanz etwas länger wird, machen gerne mal Teile des Antriebsstranges oder des Motorenumfeldes Probleme, das war auch schon in Sebring und Laguna Seca so. Und das, obwohl das Judd-Triebwerk ja eigentlich erprobt ist und als recht zuverlässig gilt. Hält das V10-Aggregat, könnte auch für diese Mannschaft eine Top-Platzierung drin sein, denn die leidet an diesem Wochenende unter einer Schwächung, die eher eine Stärkung ist: a  

Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl