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March 05 2012

11:30

TV Rechte 2012: Wer zeigt was?

Die Motorsport Saison 2012 beginnt langsam wieder Fahrt aufzunehmen, und daher gibt es wie die letzten Jahr schon eine Vorschau vom Racingblog, wo es welche Rennserie zu sehen gibt.

Auch 2012 gibt es wieder einiges an Motorsport im Fernsehen zu sehen, bei den übertragenden Sendern hat sich nicht viel geändert. Die Situation der Internet-Streams ist dagegen in Bewegung. So gibt es dieses Jahr wohl zum ersten mal die V8 Supercars Live als Stream ohne “Geoblock” in Deutschland zu sehen. Bei den zwei größten Motorsportserien der Welt sieht es leider anders aus. Bei der Formel1 gibt es wie die letzten Jahre schon keinen offiziellen Stream, sondern nur ein Livetiming für registrierte User der Internet Seite. Auch bei der NASCAR sieht es nicht besser aus. Dort besitzt der Turner-Konzern sämtliche Internet Rechte für 2012. Und der machte bisher keine Anstalten, Rennen im Internet zu streamen (abgesehen von den Rennen auf TNT, die es dann im Racebuddy aus 10 verschieden Perspektiven gibt). Hoffen kann man allerdings auf das nächste Jahr: Anfang Februar hat die NASCAR die gesamten Online Rechte samt Livestreaming-Möglichkeiten ab 2013 von Turner zurückgekauft.

Insgesamt lässt sich allerdings feststellen, dass immer mehr Serien ihr Produkt auch übers Internet via offiziellen Livestreams und Interviews verbreiten. Zum Beispiel die oben erwähnte V8 Supercars oder die BTCC. Andere Serien übertragen sogar teilweise die ganzen Racedays samt Rahmenserien im Internet, etwa die ADAC GT Wochenende (abgesehen von den “Hauptrennen” der GT Masters) und die FFSA GT (Französische GT3 Meisterschaft). Als interessant lässt sich zudem sehen, dass vor allem der ACO wohl gemerkt hat, welche Möglichkeiten das Internet bietet. So wurden letztes Jahr die ALMS (American Le Mans Series) und die WEC (World Endurance Championship) komplett live gestreamt. Manche Dinge werden sich wohl nie ändern, und so gibt es auch dieses Jahr wieder keinen (legalen) Stream von MotorsTV – schade, da mal dieses Jahr einige interessante Serien überträgt.

Die folgende Übersicht ist nach den vorhanden Infos vom 4. März , wird allerdings im Laufe der Saison erweitert bzw geupdate wenn es neue Informationen gibt. Kleiner Hinweis: Eurosport zeigt sein Programm sowohl live, als auch on demand über den Eurosportplayer.

Eine generelle Übersicht der Streams haben wir auch zusammen gestellt.

Formelserien

F1 – sky/RTL
Sky hat den Vertrag wie schon letztes Jahr wieder um 1 Jahr verlängert, und zeigt alle Trainings, Qualifikationen und Rennen. Die Vorberichte und Nachberichte für die Rennen wird aus dem Sky Sport News Studio kommen. Zudem sind Jacques Schulz , Marc Surer und Tanja Bauer vor Ort. sky HD Kunden, die ein iPad haben, können die F1 wohl auch live über die skyGo Applikation schauen.
Bei RTL wird die Übertragung so ähnlich aussehen wie schon die letzten Jahre. Das heißt: FP3, Qualifikation, Rennen.
Die Freitags-Trainings wird es nach aktuellem Informationsstand nicht im Free TV geben, da Sport 1 aus der Übertragung aussteigt.

GP2 – sky
Alle Rennen der GP2 Meisterschaft werden live auf Sky übetragen

GP3 – Euro(2)
Die Rennen der GP3 werden wie letztes Jahr schon auf Eurosport (2) live oder mit delay gezeigt.

Formel Renault 3.5 – Euro(2)
Auch die Formel Renault 3.5 gibt es wieder auf Eurosport (2) live oder As-live zu sehen.

Auto GP World Series – Euro(2)
Eurosport (2) überträgt dieses Jahr alle Rennen der AutoGP live.

F2- MotorsTV, Stream
Die Formel 2 gibt es auch dieses Jahr wieder Live auf MotorTV. Zudem sollte es einen offiziellen Stream auf formulatwo.com geben.

F3 Euro – n-tv (?)
Bis jetzt gibt es keine Infos ob n-tv auch dieses Jahr wieder die Formel 3 Euro Series überträgt. Allerdings darf man darauf hoffen, nachdem der Sender die letzten Jahre sogar die Formel 3 Rennen aus Macao gezeigt hat. Sollte n-tv einsteigen, werden die Rennen auch auf deren Homepage gestreamt.

European F3 Open – MotorsTV / Stream (?)
Alle Rennen gibt es wohl Live oder Re-Live auf MotorsTV. Im vergangenen Jahr hat man die Läufe außerdem im Stream unter www.livestream.com/f3open gezeigt.

US-Racing

NASCAR Sprint Cup – Motorvision/ServusTV 
11 Rennen (Daytona+Chase) werden dieses Jahr live auf Motorvision gezeigt. Zudem überlegt man, weitere ausgewählte Rennen live zeigen. Von den restlichen Rennen wird es ausführliche Zusammenfassungen geben.
ServusTV zeigt dieses Jahr auch wieder den Sprint Cup als Zusammenfassung immer Montags gegen 23 Uhr. Zudem plant man wohl einige Rennen live zu übertragen, hierbei dürfte es sich wohl um Nachtrennen handeln. Bestätigt ist das aber noch nicht.

NASCAR Nationwide Series – MotorsTV
MotorsTV plant dieses Jahr alle Rennen live oder As-Live zuzeigen.

Indycar
Die Indycar Series wird es wahrscheinlich auch 2012 nicht im Deutschen Fernsehen geben. Auch die Chancen auf ein Livestream sind eher gering.

Tourenwagen

WTCC – Euro
Wie gehabt. Eurosport ist Host-Broadcaster und wird alle Rennen + Qualifying auf Eurosport und Eurosport2 (live) zeigen.

BTCC – itv4
Die BTCC wird dieses Jahr samt kompletten Raceday wieder auf ITV4 gezeigt. Zudem gibt es einen legalen Stream, der allerdings mit “Geoblock” versehen ist.

DTM – ARD
Nicht neues.

GT1/GT3/GT Endurance – Stream
Die SRO Serien werden wie letztes Jahr schon komplett im Internet übertragen und danach VoD gestellt. Inwiefern es eine Übertragung der GT1 WM bei Sport1(+) gibt, steht noch nicht fest. Allerdings ist noch nichts im TV Plan von Sport1 eingetragen, sodass man von einer Nicht-Übertragung ausgehen muss. Den Stream findet man auf der jeweiligen Homepage der Serien.

ADAC GT – Kabel 1
Trotz schwacher Einschaltquote hält Kabel 1 weiter an der ADAC GT Masters fest, die Rennen werden jetzt allerdings um 12:15 erst gestartet. Ob die Rahmenrennen (so wie 2011) wieder via Internet-Stream versendet werden, ist derzeit noch ungewiss.

VLN – Sport1 (Zusammenfassungen)
Es wird Ausschnitte aus den Rennen in verschiedenen Programmen (DMAX, Motorvision, Sport1) zu sehen geben, mehr aber nicht. Die 24H werden bei Sport1 laufen.

Porsche Supercup – Sky/Euro2
Sky überträgt die Serie auch 2012. Sollte auch bei Eurosport(2) zu sehen sein.

Porsche Cup – Sport1(+)?
Sport1(+) dürfte wohl wieder die Rennen des Porsche Carrera Cup zeigen. Zudem sollte es einen Livestream geben.

Scirocco Cup – MotorsTV/Sport1(+)
Läuft auf MotorsTV. Auch auf Sport1(+) eventuell zu sehen. Außerdem hatte VW im letzten Jahr ein verstecktes Livestream Angebot, das auch dieses Jahr wieder da sein könnte.

V8 Supercars – MotorsTV (1 Woche zeitversetzt) / Livestream
MotorsTV. Bathhurst 1000 wird live gezeigt, der Rest mit delay (1 Tag – 1 Woche). Zudem gibt es einen Livestream unter www.v8supercars.com.au, auf dem auch einige der Rahmenrennen zu sehen sind.

Superstar Serie – MotorsTV
Die interessante und gut besetzte italienische Serie läuft live auf MotorsTV.

International GT Open – MotorsTV
Die Rennen der Südeuropäisch geprägten Meisterschaft gibt es wieder auf MotorsTV und mit offiziellem Livestream (www.gtopen.tv) dieses Jahr zu sehen.

GT Sprint – MotorsTV
Die Rennen der GT Sprint (fährt zusammen mit der Superstars Serie) gibt es dieses Jahr wieder Live auf MotorsTV.

Ferrari Challenge Europa – MotorsTV
Live auf MotorsTV

Prototypen

WEC – Euro2
Eurosport(2) überträgt die Rennen wohl dieses Jahr wieder. In welchem Umfang die Rennen übertragen werden steht noch nicht fest. Zudem könnte es wieder einen Live Stream geben.

LMS – MotorsTV 
Die LMS läuft dieses Jahr auf MotorsTV, zudem soll es einen Livestream geben. Inwiefern Radio Le Mans von den Rennen berichtet, steht noch nicht fest.

24 H Le Mans – Eurosport
Auch in diesem Jahr gibt es wieder die kompletten 24 Stunden live bei Eurosport.

ALMS – MotorsTV
MotorsTV wird auch dieses Jahr wieder die meisten Rennen der ALMS live zeigen. Zudem gibt es die Rennen, die man nicht live zeigt As-Live. Auch wieder geplant: Ein guter Livestream auf der Homepage der Serie mit dem Kommentar der Jungs von Radio Le Mans.

GrandAm – MotorsTV
Die Rennen der GrandAm gibt es dieses Jahr auf MotorsTV fals Speed auch live überträgt. Ansonsten gibt es die Rennen mit delay.

Japan

Super GT
Die überaus interessante Super GT wird man leider auch dieses Jahr allenfalls über einen Stream aus den unendlichen Rändern des Internets verfolgen könnnen.

Formel Nippon
Auch die Formel Nippon wird es wohl nicht auf legalem Wege zu sehen geben.

Argentinien

Turismo Carretera / TRV6 / TC2000
Die höchste argentinische Rennklasse gibt es 2012 via (offenbar) offiziellem Stream auf justin.tv/tcarretera. Ebenfalls einen Livestream gibt es zur Silhouetten-Serie TRV6 (unter trv6.com.ar). Die Qualität beider Streamingangebote liegt allerdings, wie man so schön sagt, im Auge des Betrachters. Die vermutlich beste Tourenwagenserie Südamerikas, die TC2000, wird wird wohl leider auch weiterhin keinen offiziellen Stream bereitstellen.

flattr this!

March 31 2011

10:07

VLN: Vorschau und Saisonauftakt 58. ADAC Westfalenfahrt

Nachdem in den letzten Wochen und Monaten der Nürburgring ja bekanntlich nicht gerade durch die Leistungen der Teams und Piloten, welche hier ihre Runden drehen in die Schlagzeilen gekommen ist, wird es nun Zeit dies zu ändern, denn es beginnt endlich wieder die Motorsportsaison am Ring. Nachdem am letzten Samstag und auch inoffiziell am Freitag die offiziellen Test und Einstellfahrten stattgefunden haben nimmt die VLN nun endlich wieder die Nürburgring Nordschleife im Renntempo unter die Räder.

Wenn am Samstag um 12.00 Uhr deutscher Zeit die 1. Startgruppe zur 58. ADAC Westfalenfahrt auf die Reise geschickt wird, beginnt eine vielversprechende Saison mit einigen Neuerungen und sehr interessanten Wagen, Teams und Piloten. Nachdem das diesjährige 24H Rennen vom Nürburgring ja bekanntlich recht spät im Juni über die Bühne geht (23.06 – 26.06), bleibt das natürlich nicht ohne Auswirkungen auf die VLN. Dies bedeutet im Klartext dass nun bereits 5 Rennen und somit die Hälfte der Saison bereits vor dem Saisonhöhepunkt Ende Juni über die Bühne geht, während die letzten 5 Rennen dann ab Ende Juli bis Ende Oktober gefahren werden. Außerdem gesellt sich neben dem Saisonhighlight der VLN, dem 6H ADAC Ruhr-Pokal Rennen nun ein 2. 6H Rennen in den Kalender, nachdem es ja in der Winterzeit ja sogar danach ausgesehen hat, als würde am 10. September ein 12H Rennen ausgetragen vom MSC Ruhrblitz stattfinden.

Leider ist es aufgrund von diversen Problemen wie angeblichen Ärgernissen mit den Anwohnern nicht dazu gekommen und man hat sich dazu entschieden am 27.08 das ADAC Ruhr Pokal Rennen auszutragen welches über 6 H geht und das 12H Rennen findet somit nicht statt. Der genaue Zeitplan sieht dann wie folgt aus:

02.04.2011 58. ADAC Westfalenfahrt
30.04.2011 36. DMV 4-Stunden-Rennen
14.05.2011 42. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy
28.05.2011 53. ADAC ACAS H&R-Cup
11.06.2011 51. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen
30.07.2011 34. RCM DMV Grenzlandrennen
27.08.2011 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen
24.09.2011 43. ADAC Barbarossapreis
15.10.2011 35. DMV 250-Meilen-Rennen
29.10.2011 36. DMV Münsterlandpokal

Beendet wird die Saison wie immer mit der Jahresabschlussfeier sowie Siegerehrung der Klassen am 10.12 im Dorinth Hotel.

Aber nicht nur im Kalender hat sich was getan, auch im technischen Reglement gab es Veränderungen. Nachdem ja das Thema downsizing immer mehr in Mode kommt wie etwa in der F1, hat man sich auch in der VLN entschieden diesem Thema Rechnung zu tragen indem man 2 neue Klassen eingeführt hat, nämlich die V1T und die V2T in der Divison der VLN Serienwagen für Straßennahe Wagen bis 1.600 ccm bzw. 2.000 ccm Tubomotoren.

Überhaupt erleben die kleinen Klassen wie die SP3T (Turbomotoren bis 2000ccm) in der sich viele Opel Astra, Seat Leon, Audi TT tummeln oder die SP3 (Sauger bis 2000ccm) einen starken Zuwachs und so gehen alleine in diesen Klassen am Samstag knappe 40 Wagen an den Start (Rechenfehler mal außen vor gelassen ;-)). Auch ist in die SP3 die Renault Clio Cup Klasse eingebettet welche sich regelmäßig über sehr viele Nennungen erfreut und somit wesentlich dazu beiträgt und auch ein Grund war, warum sich Bonk den Titel sichern konnten. Wenn sich die Klassenstärke einigermaßen auf diesen Niveau halten kann dann stehen die Chancen sehr gut dass der diesjährige Meister aus einer dieser Klassen kommen wird.
Dies wird natürlich die Titelverteidiger von Bonk Motorsport sicher sehr freuen, aber gleichzeitig bedeutet dies auch dass man selber kaum Fehler machen darf, denn sonst kann ein direkter Konkurrent wie etwa Raeder Motorsport oder Black Falcon oder ein Team welches in einer der sehr beliebten VLN Serienwagenklassen oft die Nase vorne hat ein gutes Wörtchen um die Meisterschaft mitreden.

Dies ist auch sicher ein Grund warum z.b Derscheid Motorsport, das beständigste Team in der V2 in der Vergangenheit sich nun dazu entschlossen hat mit den Fahrern Rolf Derscheid/Michael Flehmer/Ralph-Peter Moog einen BMW 325i in der deutlich stärker besetzten V4 an den Start zu bringen.
Es ist daher sehr schwierig Favoriten vorherzusagen, da zwar ein jedes 2 Streichresultate besitzt da die besten 8 Ergebnisse in die Jahresgesamtwertung einfließen, aber ein Unfall auf der Nordschleife sehr schnell passieren kann oder dass die Nennungen in der ein oder anderen Klasse nach dem 24H Rennen unter Umständen stark zurückgehen, was eben dazu führt dass man in seiner Klasse nicht mehr so viele Punkte holen kann.
Eine Erklärung über die Klassen sowie das Punktesystem kann man hier nachlesen: http://www.racingblog.de/2010/10/15/vln-vorschau-34-dmv-250-meilen-rennen/
Es fällt aufgrund dessen zwar schwer wirklich treffsichere Voraussagen zu möglichen Jahressiegern zu treffen, aber man darf die Favoriten aus den zahlenmäßig stärksten Klassen schon weiter vorne erwarten. Dies wären somit natürlich wieder Mario Merten/Wolf Sylvester mit der #1 von Bonk Motorsport aus der SP3 (mit Clio Cup). Aus der SP3T wird man daher auch sicher wieder das bekannte Trio von letztem Jahr mit der Startnummer #333 auf ihrem Audi TTS vorne sehen können. Dies wären Elmar Degeener/Christoph Breuer/Jürgen Wohlfarth, von dem Team welches im 1. Lauf leider keinen Audi TT RS aus der SP4T an den Start bringt was meiner Meinung nach sehr schade ist, denn ich wäre sehr gespannt gewesen in wie weit dieses Auto bei sehr wechselhaften regnerischen Bedingungen vorne mitmischen hätte können.
Aber auch das Team Black Falcon welches dieses Jahr mit einem Großaufgebot an den Start geht (dazu mehr dann weiter unten) wird man mit der Startnummer #376 aus der V6 mit dem Trio Volin Oleg/Leisen Phillip/ sowie Sean-Paul Breslin auf einem BMW M3 auf jeden Fall auf der Rechnung haben müssen, nachdem ja letztes Jahr das Trio Leisen/Phillip/Knechtges den Kampf um den Titel gegen Bonk verlor.
Um die Chancen auf einen Sieg aber möglichst hoch zu halten hat man bei Black Falcon neben dem Wagen in der V6 auch einen Wagen in der Serienklasse darunter, der V5 genannt. Auf der Startnummer #396, einem BMW Z4 werden sich Carsten Knechtges/Tim Scheerbarth und Manuel Metzger am Steuer abwechseln.
Mein persönliches Dark Horse wären aber Oliver Jannik und Elmar Jurek auf einem Renault Clio Cup mit der #678, denn haben die beiden doch letztes Jahr schon stark in der Renault Clio Cup Klasse aufgezeigt, dass man hier gewinnen kann und aufgrund der großen Starterzahlen würde das halt immer ordentlich Punkte bedeuten.

Überhaupt spielen die Klassen eigne ganz wichtige Rolle in der Meisterschaft und so gibt es auch zum neuen Jahr hin Teams, welche entweder die Klasse gewechselt haben oder neu in die Meisterschaft und somit in die dazu gehörige Klasse gekommen sind. Ein paar möchte ich davon nun vorstellen:

Das bisher bekannteste und sicher mit am meisten Aufsehen erregendste Projekt welches die VLN bereichert dürfte ohne Zweifel der Ferrari P4/5 von der Scuderia Cameron Glickenhaus sein welcher in der E1-XP genannt wurde. James Glickenhaus hat sich hierbei einen Traum erfüllt und sich einen Nachbau des originalen Ferrari P4/5 bauen lassen welcher hier noch ohne Lackierung im reinen Carbon-Stil antritt. Die Basis für dieses Auto bildet noch der alte Ferrari F430 GT2, wovon unter anderem der Motor übernommen wurde jedoch wird schon beim 1. Blick klar dass hier mächtig eigenentwickelt werden musste, denn dieses Auto ist ein weltweites Unikat ! Dass man damit aber nicht nur optisch auffallen will, zeigt alleine schon die Fahrerpaarung, denn hier werden sich Nicola Larini, Luca Cappellari, Mika Salo und den einigen aus der BTCC bekannten Frabrizio Giovanardi am Steuer abwechseln.

Ein weiteres Team welches nun endlich wieder in gewohnter Manier ist Scheid Motorsport mit seinem Eifelblitz. Nachdem man ja im letzten Jahr aus bekannten Gründen erst wieder am Saisonende mit einem Wagen dank Hilfe von BMW antreten konnte, steht man nun schon beim 1. Rennen in der Nennliste. Als Auto wird wie beim letzten Lauf der BMW M3 GT4 in der Klasse SP10 eingesetzt jedoch nun in seiner standesgemäßen Farbe: Blau. Als Fahrer wird unter anderem Duncan Huisman am Steuer sitzen. Man wird damit zwar sicher nicht um Gesamtsiege mitfahren können, jedoch stellt es doch die beste Wahl für das Team dar, denn der finanzielle Einsatz welche Topteams wie Manthey, Phoenix oder Schnitzer im Kampf um die Gesamtsiege bringen ist für das sympathische Team rund um Johannes Scheid einfach kaum machbar. Aber es erfreut sicher jeden dass dieses Traditionsteam wieder am Start ist und vll. ist man ja für die ein oder andere Überraschung gut wenn das Wetter wechselhaftig ist und Konkurrenten welche auf dem Papier zwar schneller sind, aber Fehler machen.

Ein weiteres sehr prominentes Team was man man in der Nennliste findet ist Kremer Motorsport. Eines der erfolgreichsten Deutschen Motorsport-Teams in den vergangen Jahre/Jahrzehnten tritt nun wieder in der VLN mit 2 Wagen an. Nachdem man jedoch die letzten 15 Jahre nicht ins Geschehen eingreifen konnte, hat man nun endlich wieder die Mittel um wieder anzugreifen. Dass man trotz 15 Jahren Pause aber immer noch das erfolgreichste Amateuer Team in der deutschen Motorsportgeschichte ist zeigt welch außergewöhnliche Leistungen dieses Team in der Vergangenheit abliefern konnte. Der am stärksten eingeschätzt Wagen dürfte der Porsche 911 Cup in der SP7 sein welcher von den sehr erfahrenen Michael Küke und dem Teaminhaber Eberhard A. Baunach um den Ring pilotiert wird. Ein 2. 911 Cup wird in der Cup-Klasse antreten welche auch dieses Jahr wieder hart umkämpft sein wird und auch sicher den ein oder anderen Wagen aus der SP9/7 ärgern wird. Gerade wenn es regnet kann so ein Cup-Porsche in guten Händen und mit guter Strategie für richtig Furore sorgen.

Dazu wird sich ein weiterer Porsche 911 gesellen und zwar einen welchen man auf den 1. Blick dort vll. nicht erwartet hätte, in Anbetracht der starken Werksteams samt Profifahrern aber doch verständnisvollen Schritt getan haben. Die Rede ist vom WTM-Porsche welcher letztes Jahr noch in der SP9 am Start war und nun in der SP7 genannt wird um die Chance auf Klassensiege zu haben. Nachdem Peter Paul-Pietsch nicht mehr ins Volant greifen wird, wird dieser Wagen nun von Oliver Kainz/Georg Weiß/ sowie Michael Jacobs gesteuert.
Dort bekommen sie aber auch von Frikadelli Gesellschaft welche heuer einen 2. Wagen, einen 911 Cup in der SP7 an den Start bringen werden welcher am Samstag von Klaus Abbelen und Florian Fricke über den Ring gesteuert wird, während sich Sabine Schmitz und Niclas Kentennich in der #30 einem Porsche 911 GT3 R in der SP9 abwechseln werden.

Somit sind wir nun in der Top besetzten Klasse, der SP9 angelangt. Hier tummeln sich al die Wagen welche nach FIA GT3 Reglement aufgebaut sind und aktuell am schnellsten sind. Gerade hier wird sich ein richtig schöner Zweikampf um die Gesamtsiege entwickeln, wobei man aber gerade im Vorfeld zu den 24H aber davon ausgehen muss dass hier zum teils massives Sandbagging betrieben wird um nicht vor den 24H noch zusätzliches Gewicht oder einen kleineren Air Restriktor verpasst zu bekommen. Man sollte daher diese Zeiten sowie der anderen Gesamtsiegfähigen wie dem BMW M3 GT2 (E1-XP) oder dem Farnbacher Ferrari F458 nicht für bare Münze nehmen, da man im letzten Jahr hier im Vergleich zu den Rennen nach dem Saisonhöhepunkt um gute 10-15 Sekunden langsamer war. Ähnliches erscheint auch hier möglich, auch wenn alle Wagen per Datalogger und vorgesehener Mindest-PS Zahlen reglementiert sind. In wie weit das aber funktionieren wird wird sich dann zeigen müssen. Beginnen möchte ich bei den Top-Wagen mit der Marke welche 2010 gesamte 9 von 10 Rennen gewinnen konnte:

Porsche 911 GT3 R

Auch heuer werden die Gesamtsiege sicher wieder über die Marke aus Zuffenhausen führen. Alleine Manthey wird wieder mehrere Wagen einsetzen, darunter die Top besetzen Wagen in der SP9 mit dem bekannten “Dicken” #11, wo sich am Samstag Lucas Luhr, Timo Bernhard und der Überaschungsmann des letzten Jahres, Arno Klasen abwechseln werden. Die #8 der Haribo Porsche wird indes hingegen von dem bekannten Christian Menzel sowie Neuzugang Mike Stusberg gesteuert, nachdem Lance David Arnold ja nun bei Heico einen Mercedes SLS AMG GT3 im GT Masters pilotieren wird. Auch auf dem Nadelstreifen(/Wodka)-Porsche bleibt nicht alles beim alten, nachdem Armin Hahne ebenfalls das Lager in Richtung Mercedes verlassen hat, wird die #10 nun vom schnellen Jochen Krumbach sowie Marc Gindorf und Philipp Wlazik gesteuert.
Dies sind aber nicht die einzigen Porsche 911 GT3 R mit Siegchancen, denn auch den Illbruck (welcher offiziel als Pinta Porsche) GT3 R mit der Startnummer #14 mit Michael Illbruck und Manuel Lauck wird man auf jeden Fall zum erweiterten Favoritenkreis zählen müssen, ebenso wie den Falken Porsche mit der #34 welcher von niemand geringerem als Peter Dumbreck und Jörg Bergmeister über den Ring pilotiert wird.
Leider fehlt auf der Liste Mühlner Motorsport nachdem Jörg Bergmeister im Mühlner-Porsche im letzten Rennen das Feld über die ersten Runden anführen konnte, dann aber aufgrund von technischen Problemen erst zurückgeworfen wurde, eher dann später der endgültige Ausfall feststand. Bis jetzt ist der Porsche 911 GT3 R mit 1250kg, 67,7mm Air Restriktor und 100 Liter Tank eingestuft und somit in etwa auf den Niveau des Vorjahres wobei natürlich der kleiner Air Restriktor schon Auswirkungen haben wird, aber wie stark wird abzuwarten sein.

Mercedes SLS AMG GT3

Ein wahres Großaufgebot an siegfähigen Wagen schickt Mercedes in das Rennen. Nicht weniger als 7 (!!!) Wagen wurden von ROWE, Mamerow, Horn und Black Falcon für das Rennen am Samstag genannt und man unterstreicht die Absicht alles zu tun damit beim 24. H Rennen 2011 ein Stern ganz oben auf dem Podest steht. Angeführt wird das Aufgebot des “Kundeneinsatzes” von Black Falcon welche in der Startnummer #2 die 4 Toppiloten Kenneth Heyer, Thomas Jäger, Jan Seyffarth sowie Jeroen Bleekemolen fahren lassen. Unterstützung im Kampf um den Gesamtsieg erhalten sie dabei von der #7 Mamerow Racing wo der Fahrer des Jahres 2009, Chris Mamerow und der vorher angesprochene Armin Hahne hinter dem Volant Platz nehmen werden.
ROWE Racing wird dabei auch unter anderem die #15 mit dem aus der GT1-WM bekannten Dominik Schware/Hubert Paupt sowie Klaus Rader einsetzen.
Als 4. Team komplettiert Horn Racing das Quartett und tritt dabei mit keinem geringeren als Sascha Bert sowie Teameigner David Horn an, man wird abwarten müssen wie sie die oben geannten Paarungen schlagen werden, denn bei den 24H von Dubai war teilweise zwischen den Zeilen zu hören dass man in Sachen Speed noch nicht ganz so zufrieden ist, aber sollte es Probleme geben/gegeben haben wird dem dort sicher mit Hochdruck nachgegangen. Es kann aber auch gut sein dass mögliche Performance Probleme über die Saison hinweg auf einmal um Punkt 15.00 Uhr am 25. Juni verflogen sind wenn die 24H starten ;-). Von daher sollte man die Performance der Wagen wie oben schon einmal angesprochen generell mit Vorsicht genießen. Als Einstufungsergebnisse liegen bis jetzt 1350 kg, 120 Liter und ein noch zu definierender Air Restriktor vor.

Audi R8 LMS

Relativ bescheiden wirkt dagegen das Aufgebot von Audi. Nur 2 R8 LMS sind in der Nennliste für Samstag zu finden, nachdem ja letztes Jahr am Anfang bis zu 4 Wagen direkt von Abt und Phoenix eingesetzt wurden. Auch sind die 2 R8 von Black Falcon nicht mehr am Start da man ja bekanntlich auf Mercedes umgestiegen ist. Dafür haben es die 2 Besatzungen aber def. in sich und man wird Fahrerseitig sicher Chancen auf einen Podestplatz haben. So steuern die #27 Andreas Simonson (bekannt vom Farnbacher Ferrari), Christopher Haase (Mercedes SLS AMG GT3 in der VLN letztes Jahr) sowie Marc Bronzel welche sicher eine starke aber eben komplett neue Paarung bilden. Das Schwesterauto, die #21 wird von Marc Brunstedt und Marc Hennerici pilotiert, vor allem Marc sollte so ziemlich jedem bekannt sein. Auch hier bleibt es abzuwarten wie sich die Audi schlagen werden da Audi dem R8 im Winter sicher wieder ein Upgrade spendiert hat, was sich auch in der Einstufung im Rahmen der BoP zeigt. So muss der R8 nur noch 1300 kg auf die Wage bringen was nochmals 25 kg weniger sind als beim letzten Rennen 2010, darf dafür aber auch nur mehr 110 Liter Tankvolumen besitzen.

Dies war nun eine Übersicht über die Topklasse SP9, jedoch existiert ja auch noch die E1-XP in welcher ja z.b der Ferrari P4/5 genannt wurde. In jeder besagten Klasse sind aber noch 2 andere Wagen gemeldet und da aller guten Dinge zwar 3 sind, aber 4 große Hersteller natürlich noch mehr Spannung versprechen hat auch BMW wieder 2 M3 GT2 für das Rennen am Samstag genannt.

BMW

Auch in diesem Jahr wird man mit dem Team aus München rechnen müssen, hat man sich doch schon frühzeitig in der vergangenen Saison entschieden auch heuer wieder in der VLN starten zu wollen. So hat man 2 überarbeitete BMW M3 nach GT2 Reglement genannt um ein Wörtchen um die Gesamtsiege mitreden zu können. Erkennbar sind die M3 an der leicht überarbeitenden Front wie z.b den geänderten Flaps über den Splitter. Pilotiert werden diese Wagen mit den gleichen Besatzungen wie im Vorjahr. So wird die #42 von Jörg Müller, Augustu Farfus und Nordschleifenverteran Uwe Alzen pilotiert, während das Schwesterauto von Dirk Werner, Dirk Müller und Andy Priaulx gesteuert wird. Es fehlen leider Dirk Adorf sowie Pedro Lamy.

Zum Abschluss möchte ich noch einen kleinen Überblick über die etwas älteren aber keinesfalls langsamen Gruppe H Wagen geben, denn hier tauchen echte Sehenswürdigkeiten auf.
Zum einen wäre hier der Porsche dp 935 vom MSC Osnabrück e.V mit den Piloten Michael und Wolfgang Schreyl und der Startnummer #568. Wer nicht weiß welcher Porsche das ist, der kann sich mal hier durch die Trefferliste von Google arbeiten um zu sehen welch historisches Fahrzeug hier an den Start gebracht worden ist.

Ein weiteres historisches und sehr schnelles Auto ist der Mercedes Benz E190 Evo der Gebrüder Schall. Nachdem sie im letzten Lauf zur VLN bereits auf diesem Auto angetreten sind haben sie sich dazu entschlossen mit Hilfe von Black Falcon und Michael Bäder dieses Auto auch heuer wieder einzusetzen. Wer mehr über die Geschichte dieses Autos wissen, will, soll bitte hier (Absatz 5) klicken, denn sonst wird meine Vorschau noch länger ;-)

Leider ist der BMW M1 nicht in der Liste zu finden, ebenso wenig wie Hans Joachim Stuck welcher sein Comeback auf der Nordschleife daher nicht am Samstag feiern wird, ebenso wenig wie seine Söhne Johannes und Ferdinand welche ja im GT Masters auf einem Lamborghini LP600 von Reiter starten.

Das Zeittraining zum Rennen startet am Samstag bereits um 8.30 Uhr und geht wie gewohnt über 90 Minuten bis 10.00 Uhr, ehe dann um 12.00 Uhr die grüne Flagge für die 1. von 3 Startgruppen fallen wird.
Leider gibt es keinen Internetstream, wer jedoch in der Nähe der Nordschleife wohnt kann das Rennen über DVB-T sehen, andere wie ich sind auf das Liveradio mit Lars Gutsch und dem Liveticker samt Livetiming von www.vln.de angewießen.

July 13 2010

10:00

Analyse: ALMS in Salt Lake City

Fast hätte es am Sonntag in Utah für den ersten Sieg des Drayson-Teams gereicht – aber am Ende waren es das Bekenntnis zum Green Racing und ein starker Simon Pagenaud, die das verhinderten.

Vielleicht ist es besser so: es wäre schon traurig gewesen, wenn die britisch-amerikanische Drayson-Mannschaft ausgerechnet in dem Rennen seinen ersten Sieg eingefahren hätte, in dem der Lord selbst wegen einer Fußverletzung nur von der Seitenlinie aus zuschauen konnte. Die 24 Stunden von Le Mans scheinen dem Team viel Erfahrung mit dem Lola B09/60 eingebracht zu haben: Jonny Cocker und Rückkehrer Emanuele Pirro hatten die Trainingssessions dominiert und schienen auch auf dem Weg zur ersten Pole für das Team seit dem Asian Le Mans-Series-Event in Okayama im letzten Herbst zu sein, als am Samstagnachmittag das erste Mal Simon Pagenaud dazwischenfunkte und Cockers Zeit aus dem Nichts um eine gute halbe Sekunde unterbot.

Am Sonntag war es dann, wie erwartet, der turbogeladene Jon Field, der am Start an die Spitze stürmte und diese so lange behauptete, wie seine Dunlop-Reifen es zuließen. Das waren, auch durch Gelbphasen bedingt, lange 14 Runden, dann übernahm der junge Jonny Cocker in der Doppelrechts „Right Hook“ – „Knock Out“ die Spitze.

Durch einen schnellen Boxenstopp in der dritten und letzten Safety Car-Phase übernahm in Runde 31 erstmals der Highcroft-HPD die Führung, die ihm Jon Field beim Restart wieder abjagte. Dieses Mal hielt er sich allerdings nur vier Runden lang vorn, dann begann das Duell der mittlerweile „eingewechselten“ Pirro und Pagenaud. Letzterer führte zunächst, bis sich dann der Italiener mit einem ähnlich geschickten Überraschungsmanöver wie in Sebring im Verkehr zwischen „Knock Out“ und „Witchcraft“ an Pagenaud vorbeischob. Bis zu den Boxenstopps konnte er gut acht Sekunden Vorsprung herausfahren, doch das sollte nicht reichen.

Bereits etwa 50 Minuten vor Rennende musste der Drayson-Lola Judd zum zweiten und letzten Stopp abbiegen: das Team nutzt – wie beispielsweise auch die Corvettes – den E85-Sprit aus ca. 85% zellulosischem Ethanol mit nur 15% Benzin. Da Ethanol eine geringere Energiedichte hat, ist entsprechend der Verbrauch höher, ergo muss man früher zur Box und dort auch länger stehen, um die nötige Menge E85 nachzuladen.

Das sollte Pirro zum Verhängnis werden. Während er nach langem Stopp ein schweres Fahrzeug um den Kurs schleppte, konnte sein französischer Konkurrent mit leichter werdendem Auto noch fast zwanzig Minuten lang schnelle Runden drehen – und kam so nach seinem Stopp mit gut 12 Sekunden wieder auf die Bahn.

Diesen Vorsprung konnte Pirro nicht mehr aufholen. Er fuhr zwar mit 1’36.291 die schnellste Rennrunde, doch Pagenaud konnte stets kontern und vergrößerte den Vorsprung bis zur schwarz-weiß-karierten Flagge auf 20 Sekunden. Ein überzeugender Sieg für Highcroft Racing, aber ein ebenso überzeugender zwieter Platz für das Drayson-Team. Dritte wurden Greg Pickett und Klaus Graf mit einer weiteren Minute Rückstand. Für die Fields reichte es nach einem Reifenschaden mit folgendem Crash noch zum vierten Rang, da Autocon und Dyson mit technischen Probleme zurück- bzw. ausfielen.

Für Drayson gab es dann noch als Trostpreis zum zweiten Mal nach dem besagten Asian Le Mans-Series-Event 2009 den Sieg in der Green Challenge für die beste Energieeffizienz. Der kleine Sieg dürfte für diese Mannschaft zwar mehr zählen als für die meisten anderen, einen Rennsieg wiegt er aber nicht auf. Aber  das Team hat gezeigt, dass es mit den „Großen“ der ALMS (also v.a. dem Highcroft-HPD) mithalten kann.

Mithalten und Schlagen sind allerdings zwei paar Schuhe und Highcroft ist wie in den letzten Jahren kaum zu schlagen: zu stark die Fahrer Brabham und Pagenaud – der mal wieder bewies, warum er zurecht auch von Peugeot ins 908-Lineup genommen wurde –, zu schnell und zuverlässig das Fahrzeug. Zu Recht führen sie die Meisterschaft mit 91 Punkten an, nun deutlicher als zuvor, nach wie vor vor dem MuscleMilk-Porsche (80); Dyson (60) ist nach dem Ausfall schon weiter abgeschlagen.

In der Gran Tourismo ging es etwas ruhiger zu als erwartet: Gianmaria Bruni und Jaime Melo behielten  die meiste Zeit die Oberhand, Auberlen und Milner im BMW hatten spätestens ab Rennmitte keine Chance mehr gegen den Risi-Ferrari. Einzig um Platz 3 war es wirklich spannend, Magnussen und O’Connell in der verbliebenen Corvette (die Teamkollegen waren früh mit Treibstoffdruck-Problemen einige Runden zurückgefallen) schlugen in diesem engen Duell Müller und Hand im zweiten BMW.

Erst dahinter kamen die bis dahin die Meisterschaft Anführenden Bergmeister und Long ins Ziel. Zwei Reifenschäden machten eine bessere Platzierung unmöglich, allein der fünfte Rang ist unter diesen unglücklichen Umständen schon ein Erfolg. Dennoch liegt man in der Gesamtwertung nun zwei Punkte hinter Bruni/Melo, aber 10 bzw. 11 vor den beiden BMW-Teams, die aber aufgrund der starken Performance mit beiden Autos die Teamwertung anführen.

Für Toni Vilander und Giancarlo Fisichella reichte es beim ersten – und hoffentlich nicht letzten – Rennen im engen GT-Feld der ALMS nur zu Rang 6. Ein Start vom Ende des Feldes und eine Durchfahrtsstrafe für vermeidbaren Kontakt verhinderten ein besseres Ergebnis. Für die siebtplatzierten Speed/van Overbeek im Extreme Speed-Ferrari F430 blieben nach der Pole nur die schnellste Rennrunde, die Teamkollegen holten den GT-Green Challenge-Sieg, wie Drayson Racing mit E85 im Tank.

Die ersten zwei Plätze der LMP-Challenge-Klasse räumten wieder einmal Bouchut/Tucker für Level 5 vor Jeanette/Zugel im Green Earth Team Gunnar-Oreca ab. Überraschend stark dahinter auf Rang 3: Alex Figge mit Teamkollege Hyatt bei seinem ersten Auftritt in dieser Klasse.

In der GT-Challenge gab es früh Tumult: im siebten Umlauf gerieten einige Fahrzeuge aneinander, dabei erwischte es vor allem die starken Alex Job Racing-Porsche von Sweedler/Kapudija und Diaz/Gonzalez. Gewinnen konnte ungefährdet erneut das Black Swan-Team mit Timothy Pappas und Jeroen Bleekemolen – ein schwacher Trost am Abend des verlorenen WM-Finales, der aber in den Niederlanden selbst dürfte das kaum jemanden interessiert haben. Dahinter kabbelten sich Gonzalez/Leizinger (Alex Job) und Richard/Lally (The Racers Group), eigentlich mit dem besseren Ende für den ehemaligen Dyson-Prototypen-Piloten Butch Leizinger – doch mit der nachträglichen Disqualifikation wegen unzulässiger Bodenfreiheit war das schwarze Wochenende für Alex Job Racing perfekt. Richard/Lally und Rosriguez/Bieker (Werks II) rücken entsprechend vor.

Der nächste Lauf der American Le Mans Series steht bereits in zwei Wochen an. Von der langen und modernen Bahn in der Wüste von Utah geht es dann in die bewaldeten Hügel der nördlichen Ostküste: im  traditionsreichen Lime Rock Park nahe Lakeville, Connecticut wird das Heimrennen von Dyson Racing (Poughkeepsie, NY) sowie Duncan Daytons Highcroft-Mannschaft (Danbury, CT) ausgetragen – ob es dort ein Duell dieser beiden geben wird…?

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