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May 16 2011

16:00

Analyse: GT1-WM & GT Masters am Sachsenring

Viel Spektakel gab es am Wochenende, mal von der positiven, mal von der weniger schönen Sorte. Und auch das Wetter leistete auch seinen Beitrag.

Wie zuvor gemutmaßt lag den GT1-Boliden von Aston Martin und den Nissan die anspruchsvolle, hügelige Strecke sehr gut. Beide starteten mit je vier Fahrzeugen und stellten am Ende beider Läufe zusammen sieben Fahrzeuge in den Top Ten. Doch einfach war der Weg dahin nicht, denn auch das die Meisterschaft anführende All-Inkl.com-Team wollte ein Wörtchen mitreden und holte am Samstagmorgen mit Dominik Schwager und Nicky Pastorelli die Pole, wenn auch erst nachdem der Exim Bank China-Corvette die Zeiten gestrichen wurden.

Stark zeigten sich von Anfang an Stefan Mücke und Darren Turner, die trotz 20kg Erfolgsgewicht den dritten Rang in der Quali einfuhren. Den konnten sie auch im Quali-Rennen halten, ebenso wie Piccione/Dusseldorp ihren zweiten Platz – doch das Quali-Rennen war nicht so statisch, wie es scheinen mag. Denn den Sieg holten sich die von Startplatz 14 ins Rennen gegangenen Ford GT-Piloten Frederic Makowiecki und Maxime Martin.

Die Leistung von Makowiecki auf dem Weg dahin war grandios: in den ersten 25 Minuten des Rennens arbeitete er sich bis auf den fünften Rang nach vorn, dann blieb er lange draußen und fuhr weiter schnelle Zeiten, während die Konkurrenz schon die Boxenstopps einlegte – und als MarcVDS dann gegen Ende des Fensters auch seinen Fahrer- und Reifenwechsel vornahm, konnten sie tatsächlich vorn bleiben. Die Pole-Setter Schwager/Pastorelli fielen mit langsamem Stopp und Dreher auf Rang 7 zurück.

Zwischen den Nissan und Aston Martin gab es in der zweiten Rennhälfte einige sehenswerte Kämpfe und Überholmanöver, u.a. von Stefan Mücke und von Christian Hohenadel, der zusammen mit Andrea Piccini den zweiten Hexis-DBR9 von Startplatz 14 auf Rang 5 nach vorn brachte.

Damit war die Ausgangssituation für das Hauptrennen gesetzt. Doch schon in den a

March 31 2011

10:07

VLN: Vorschau und Saisonauftakt 58. ADAC Westfalenfahrt

Nachdem in den letzten Wochen und Monaten der Nürburgring ja bekanntlich nicht gerade durch die Leistungen der Teams und Piloten, welche hier ihre Runden drehen in die Schlagzeilen gekommen ist, wird es nun Zeit dies zu ändern, denn es beginnt endlich wieder die Motorsportsaison am Ring. Nachdem am letzten Samstag und auch inoffiziell am Freitag die offiziellen Test und Einstellfahrten stattgefunden haben nimmt die VLN nun endlich wieder die Nürburgring Nordschleife im Renntempo unter die Räder.

Wenn am Samstag um 12.00 Uhr deutscher Zeit die 1. Startgruppe zur 58. ADAC Westfalenfahrt auf die Reise geschickt wird, beginnt eine vielversprechende Saison mit einigen Neuerungen und sehr interessanten Wagen, Teams und Piloten. Nachdem das diesjährige 24H Rennen vom Nürburgring ja bekanntlich recht spät im Juni über die Bühne geht (23.06 – 26.06), bleibt das natürlich nicht ohne Auswirkungen auf die VLN. Dies bedeutet im Klartext dass nun bereits 5 Rennen und somit die Hälfte der Saison bereits vor dem Saisonhöhepunkt Ende Juni über die Bühne geht, während die letzten 5 Rennen dann ab Ende Juli bis Ende Oktober gefahren werden. Außerdem gesellt sich neben dem Saisonhighlight der VLN, dem 6H ADAC Ruhr-Pokal Rennen nun ein 2. 6H Rennen in den Kalender, nachdem es ja in der Winterzeit ja sogar danach ausgesehen hat, als würde am 10. September ein 12H Rennen ausgetragen vom MSC Ruhrblitz stattfinden.

Leider ist es aufgrund von diversen Problemen wie angeblichen Ärgernissen mit den Anwohnern nicht dazu gekommen und man hat sich dazu entschieden am 27.08 das ADAC Ruhr Pokal Rennen auszutragen welches über 6 H geht und das 12H Rennen findet somit nicht statt. Der genaue Zeitplan sieht dann wie folgt aus:

02.04.2011 58. ADAC Westfalenfahrt
30.04.2011 36. DMV 4-Stunden-Rennen
14.05.2011 42. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy
28.05.2011 53. ADAC ACAS H&R-Cup
11.06.2011 51. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen
30.07.2011 34. RCM DMV Grenzlandrennen
27.08.2011 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen
24.09.2011 43. ADAC Barbarossapreis
15.10.2011 35. DMV 250-Meilen-Rennen
29.10.2011 36. DMV Münsterlandpokal

Beendet wird die Saison wie immer mit der Jahresabschlussfeier sowie Siegerehrung der Klassen am 10.12 im Dorinth Hotel.

Aber nicht nur im Kalender hat sich was getan, auch im technischen Reglement gab es Veränderungen. Nachdem ja das Thema downsizing immer mehr in Mode kommt wie etwa in der F1, hat man sich auch in der VLN entschieden diesem Thema Rechnung zu tragen indem man 2 neue Klassen eingeführt hat, nämlich die V1T und die V2T in der Divison der VLN Serienwagen für Straßennahe Wagen bis 1.600 ccm bzw. 2.000 ccm Tubomotoren.

Überhaupt erleben die kleinen Klassen wie die SP3T (Turbomotoren bis 2000ccm) in der sich viele Opel Astra, Seat Leon, Audi TT tummeln oder die SP3 (Sauger bis 2000ccm) einen starken Zuwachs und so gehen alleine in diesen Klassen am Samstag knappe 40 Wagen an den Start (Rechenfehler mal außen vor gelassen ;-)). Auch ist in die SP3 die Renault Clio Cup Klasse eingebettet welche sich regelmäßig über sehr viele Nennungen erfreut und somit wesentlich dazu beiträgt und auch ein Grund war, warum sich Bonk den Titel sichern konnten. Wenn sich die Klassenstärke einigermaßen auf diesen Niveau halten kann dann stehen die Chancen sehr gut dass der diesjährige Meister aus einer dieser Klassen kommen wird.
Dies wird natürlich die Titelverteidiger von Bonk Motorsport sicher sehr freuen, aber gleichzeitig bedeutet dies auch dass man selber kaum Fehler machen darf, denn sonst kann ein direkter Konkurrent wie etwa Raeder Motorsport oder Black Falcon oder ein Team welches in einer der sehr beliebten VLN Serienwagenklassen oft die Nase vorne hat ein gutes Wörtchen um die Meisterschaft mitreden.

Dies ist auch sicher ein Grund warum z.b Derscheid Motorsport, das beständigste Team in der V2 in der Vergangenheit sich nun dazu entschlossen hat mit den Fahrern Rolf Derscheid/Michael Flehmer/Ralph-Peter Moog einen BMW 325i in der deutlich stärker besetzten V4 an den Start zu bringen.
Es ist daher sehr schwierig Favoriten vorherzusagen, da zwar ein jedes 2 Streichresultate besitzt da die besten 8 Ergebnisse in die Jahresgesamtwertung einfließen, aber ein Unfall auf der Nordschleife sehr schnell passieren kann oder dass die Nennungen in der ein oder anderen Klasse nach dem 24H Rennen unter Umständen stark zurückgehen, was eben dazu führt dass man in seiner Klasse nicht mehr so viele Punkte holen kann.
Eine Erklärung über die Klassen sowie das Punktesystem kann man hier nachlesen: http://www.racingblog.de/2010/10/15/vln-vorschau-34-dmv-250-meilen-rennen/
Es fällt aufgrund dessen zwar schwer wirklich treffsichere Voraussagen zu möglichen Jahressiegern zu treffen, aber man darf die Favoriten aus den zahlenmäßig stärksten Klassen schon weiter vorne erwarten. Dies wären somit natürlich wieder Mario Merten/Wolf Sylvester mit der #1 von Bonk Motorsport aus der SP3 (mit Clio Cup). Aus der SP3T wird man daher auch sicher wieder das bekannte Trio von letztem Jahr mit der Startnummer #333 auf ihrem Audi TTS vorne sehen können. Dies wären Elmar Degeener/Christoph Breuer/Jürgen Wohlfarth, von dem Team welches im 1. Lauf leider keinen Audi TT RS aus der SP4T an den Start bringt was meiner Meinung nach sehr schade ist, denn ich wäre sehr gespannt gewesen in wie weit dieses Auto bei sehr wechselhaften regnerischen Bedingungen vorne mitmischen hätte können.
Aber auch das Team Black Falcon welches dieses Jahr mit einem Großaufgebot an den Start geht (dazu mehr dann weiter unten) wird man mit der Startnummer #376 aus der V6 mit dem Trio Volin Oleg/Leisen Phillip/ sowie Sean-Paul Breslin auf einem BMW M3 auf jeden Fall auf der Rechnung haben müssen, nachdem ja letztes Jahr das Trio Leisen/Phillip/Knechtges den Kampf um den Titel gegen Bonk verlor.
Um die Chancen auf einen Sieg aber möglichst hoch zu halten hat man bei Black Falcon neben dem Wagen in der V6 auch einen Wagen in der Serienklasse darunter, der V5 genannt. Auf der Startnummer #396, einem BMW Z4 werden sich Carsten Knechtges/Tim Scheerbarth und Manuel Metzger am Steuer abwechseln.
Mein persönliches Dark Horse wären aber Oliver Jannik und Elmar Jurek auf einem Renault Clio Cup mit der #678, denn haben die beiden doch letztes Jahr schon stark in der Renault Clio Cup Klasse aufgezeigt, dass man hier gewinnen kann und aufgrund der großen Starterzahlen würde das halt immer ordentlich Punkte bedeuten.

Überhaupt spielen die Klassen eigne ganz wichtige Rolle in der Meisterschaft und so gibt es auch zum neuen Jahr hin Teams, welche entweder die Klasse gewechselt haben oder neu in die Meisterschaft und somit in die dazu gehörige Klasse gekommen sind. Ein paar möchte ich davon nun vorstellen:

Das bisher bekannteste und sicher mit am meisten Aufsehen erregendste Projekt welches die VLN bereichert dürfte ohne Zweifel der Ferrari P4/5 von der Scuderia Cameron Glickenhaus sein welcher in der E1-XP genannt wurde. James Glickenhaus hat sich hierbei einen Traum erfüllt und sich einen Nachbau des originalen Ferrari P4/5 bauen lassen welcher hier noch ohne Lackierung im reinen Carbon-Stil antritt. Die Basis für dieses Auto bildet noch der alte Ferrari F430 GT2, wovon unter anderem der Motor übernommen wurde jedoch wird schon beim 1. Blick klar dass hier mächtig eigenentwickelt werden musste, denn dieses Auto ist ein weltweites Unikat ! Dass man damit aber nicht nur optisch auffallen will, zeigt alleine schon die Fahrerpaarung, denn hier werden sich Nicola Larini, Luca Cappellari, Mika Salo und den einigen aus der BTCC bekannten Frabrizio Giovanardi am Steuer abwechseln.

Ein weiteres Team welches nun endlich wieder in gewohnter Manier ist Scheid Motorsport mit seinem Eifelblitz. Nachdem man ja im letzten Jahr aus bekannten Gründen erst wieder am Saisonende mit einem Wagen dank Hilfe von BMW antreten konnte, steht man nun schon beim 1. Rennen in der Nennliste. Als Auto wird wie beim letzten Lauf der BMW M3 GT4 in der Klasse SP10 eingesetzt jedoch nun in seiner standesgemäßen Farbe: Blau. Als Fahrer wird unter anderem Duncan Huisman am Steuer sitzen. Man wird damit zwar sicher nicht um Gesamtsiege mitfahren können, jedoch stellt es doch die beste Wahl für das Team dar, denn der finanzielle Einsatz welche Topteams wie Manthey, Phoenix oder Schnitzer im Kampf um die Gesamtsiege bringen ist für das sympathische Team rund um Johannes Scheid einfach kaum machbar. Aber es erfreut sicher jeden dass dieses Traditionsteam wieder am Start ist und vll. ist man ja für die ein oder andere Überraschung gut wenn das Wetter wechselhaftig ist und Konkurrenten welche auf dem Papier zwar schneller sind, aber Fehler machen.

Ein weiteres sehr prominentes Team was man man in der Nennliste findet ist Kremer Motorsport. Eines der erfolgreichsten Deutschen Motorsport-Teams in den vergangen Jahre/Jahrzehnten tritt nun wieder in der VLN mit 2 Wagen an. Nachdem man jedoch die letzten 15 Jahre nicht ins Geschehen eingreifen konnte, hat man nun endlich wieder die Mittel um wieder anzugreifen. Dass man trotz 15 Jahren Pause aber immer noch das erfolgreichste Amateuer Team in der deutschen Motorsportgeschichte ist zeigt welch außergewöhnliche Leistungen dieses Team in der Vergangenheit abliefern konnte. Der am stärksten eingeschätzt Wagen dürfte der Porsche 911 Cup in der SP7 sein welcher von den sehr erfahrenen Michael Küke und dem Teaminhaber Eberhard A. Baunach um den Ring pilotiert wird. Ein 2. 911 Cup wird in der Cup-Klasse antreten welche auch dieses Jahr wieder hart umkämpft sein wird und auch sicher den ein oder anderen Wagen aus der SP9/7 ärgern wird. Gerade wenn es regnet kann so ein Cup-Porsche in guten Händen und mit guter Strategie für richtig Furore sorgen.

Dazu wird sich ein weiterer Porsche 911 gesellen und zwar einen welchen man auf den 1. Blick dort vll. nicht erwartet hätte, in Anbetracht der starken Werksteams samt Profifahrern aber doch verständnisvollen Schritt getan haben. Die Rede ist vom WTM-Porsche welcher letztes Jahr noch in der SP9 am Start war und nun in der SP7 genannt wird um die Chance auf Klassensiege zu haben. Nachdem Peter Paul-Pietsch nicht mehr ins Volant greifen wird, wird dieser Wagen nun von Oliver Kainz/Georg Weiß/ sowie Michael Jacobs gesteuert.
Dort bekommen sie aber auch von Frikadelli Gesellschaft welche heuer einen 2. Wagen, einen 911 Cup in der SP7 an den Start bringen werden welcher am Samstag von Klaus Abbelen und Florian Fricke über den Ring gesteuert wird, während sich Sabine Schmitz und Niclas Kentennich in der #30 einem Porsche 911 GT3 R in der SP9 abwechseln werden.

Somit sind wir nun in der Top besetzten Klasse, der SP9 angelangt. Hier tummeln sich al die Wagen welche nach FIA GT3 Reglement aufgebaut sind und aktuell am schnellsten sind. Gerade hier wird sich ein richtig schöner Zweikampf um die Gesamtsiege entwickeln, wobei man aber gerade im Vorfeld zu den 24H aber davon ausgehen muss dass hier zum teils massives Sandbagging betrieben wird um nicht vor den 24H noch zusätzliches Gewicht oder einen kleineren Air Restriktor verpasst zu bekommen. Man sollte daher diese Zeiten sowie der anderen Gesamtsiegfähigen wie dem BMW M3 GT2 (E1-XP) oder dem Farnbacher Ferrari F458 nicht für bare Münze nehmen, da man im letzten Jahr hier im Vergleich zu den Rennen nach dem Saisonhöhepunkt um gute 10-15 Sekunden langsamer war. Ähnliches erscheint auch hier möglich, auch wenn alle Wagen per Datalogger und vorgesehener Mindest-PS Zahlen reglementiert sind. In wie weit das aber funktionieren wird wird sich dann zeigen müssen. Beginnen möchte ich bei den Top-Wagen mit der Marke welche 2010 gesamte 9 von 10 Rennen gewinnen konnte:

Porsche 911 GT3 R

Auch heuer werden die Gesamtsiege sicher wieder über die Marke aus Zuffenhausen führen. Alleine Manthey wird wieder mehrere Wagen einsetzen, darunter die Top besetzen Wagen in der SP9 mit dem bekannten “Dicken” #11, wo sich am Samstag Lucas Luhr, Timo Bernhard und der Überaschungsmann des letzten Jahres, Arno Klasen abwechseln werden. Die #8 der Haribo Porsche wird indes hingegen von dem bekannten Christian Menzel sowie Neuzugang Mike Stusberg gesteuert, nachdem Lance David Arnold ja nun bei Heico einen Mercedes SLS AMG GT3 im GT Masters pilotieren wird. Auch auf dem Nadelstreifen(/Wodka)-Porsche bleibt nicht alles beim alten, nachdem Armin Hahne ebenfalls das Lager in Richtung Mercedes verlassen hat, wird die #10 nun vom schnellen Jochen Krumbach sowie Marc Gindorf und Philipp Wlazik gesteuert.
Dies sind aber nicht die einzigen Porsche 911 GT3 R mit Siegchancen, denn auch den Illbruck (welcher offiziel als Pinta Porsche) GT3 R mit der Startnummer #14 mit Michael Illbruck und Manuel Lauck wird man auf jeden Fall zum erweiterten Favoritenkreis zählen müssen, ebenso wie den Falken Porsche mit der #34 welcher von niemand geringerem als Peter Dumbreck und Jörg Bergmeister über den Ring pilotiert wird.
Leider fehlt auf der Liste Mühlner Motorsport nachdem Jörg Bergmeister im Mühlner-Porsche im letzten Rennen das Feld über die ersten Runden anführen konnte, dann aber aufgrund von technischen Problemen erst zurückgeworfen wurde, eher dann später der endgültige Ausfall feststand. Bis jetzt ist der Porsche 911 GT3 R mit 1250kg, 67,7mm Air Restriktor und 100 Liter Tank eingestuft und somit in etwa auf den Niveau des Vorjahres wobei natürlich der kleiner Air Restriktor schon Auswirkungen haben wird, aber wie stark wird abzuwarten sein.

Mercedes SLS AMG GT3

Ein wahres Großaufgebot an siegfähigen Wagen schickt Mercedes in das Rennen. Nicht weniger als 7 (!!!) Wagen wurden von ROWE, Mamerow, Horn und Black Falcon für das Rennen am Samstag genannt und man unterstreicht die Absicht alles zu tun damit beim 24. H Rennen 2011 ein Stern ganz oben auf dem Podest steht. Angeführt wird das Aufgebot des “Kundeneinsatzes” von Black Falcon welche in der Startnummer #2 die 4 Toppiloten Kenneth Heyer, Thomas Jäger, Jan Seyffarth sowie Jeroen Bleekemolen fahren lassen. Unterstützung im Kampf um den Gesamtsieg erhalten sie dabei von der #7 Mamerow Racing wo der Fahrer des Jahres 2009, Chris Mamerow und der vorher angesprochene Armin Hahne hinter dem Volant Platz nehmen werden.
ROWE Racing wird dabei auch unter anderem die #15 mit dem aus der GT1-WM bekannten Dominik Schware/Hubert Paupt sowie Klaus Rader einsetzen.
Als 4. Team komplettiert Horn Racing das Quartett und tritt dabei mit keinem geringeren als Sascha Bert sowie Teameigner David Horn an, man wird abwarten müssen wie sie die oben geannten Paarungen schlagen werden, denn bei den 24H von Dubai war teilweise zwischen den Zeilen zu hören dass man in Sachen Speed noch nicht ganz so zufrieden ist, aber sollte es Probleme geben/gegeben haben wird dem dort sicher mit Hochdruck nachgegangen. Es kann aber auch gut sein dass mögliche Performance Probleme über die Saison hinweg auf einmal um Punkt 15.00 Uhr am 25. Juni verflogen sind wenn die 24H starten ;-). Von daher sollte man die Performance der Wagen wie oben schon einmal angesprochen generell mit Vorsicht genießen. Als Einstufungsergebnisse liegen bis jetzt 1350 kg, 120 Liter und ein noch zu definierender Air Restriktor vor.

Audi R8 LMS

Relativ bescheiden wirkt dagegen das Aufgebot von Audi. Nur 2 R8 LMS sind in der Nennliste für Samstag zu finden, nachdem ja letztes Jahr am Anfang bis zu 4 Wagen direkt von Abt und Phoenix eingesetzt wurden. Auch sind die 2 R8 von Black Falcon nicht mehr am Start da man ja bekanntlich auf Mercedes umgestiegen ist. Dafür haben es die 2 Besatzungen aber def. in sich und man wird Fahrerseitig sicher Chancen auf einen Podestplatz haben. So steuern die #27 Andreas Simonson (bekannt vom Farnbacher Ferrari), Christopher Haase (Mercedes SLS AMG GT3 in der VLN letztes Jahr) sowie Marc Bronzel welche sicher eine starke aber eben komplett neue Paarung bilden. Das Schwesterauto, die #21 wird von Marc Brunstedt und Marc Hennerici pilotiert, vor allem Marc sollte so ziemlich jedem bekannt sein. Auch hier bleibt es abzuwarten wie sich die Audi schlagen werden da Audi dem R8 im Winter sicher wieder ein Upgrade spendiert hat, was sich auch in der Einstufung im Rahmen der BoP zeigt. So muss der R8 nur noch 1300 kg auf die Wage bringen was nochmals 25 kg weniger sind als beim letzten Rennen 2010, darf dafür aber auch nur mehr 110 Liter Tankvolumen besitzen.

Dies war nun eine Übersicht über die Topklasse SP9, jedoch existiert ja auch noch die E1-XP in welcher ja z.b der Ferrari P4/5 genannt wurde. In jeder besagten Klasse sind aber noch 2 andere Wagen gemeldet und da aller guten Dinge zwar 3 sind, aber 4 große Hersteller natürlich noch mehr Spannung versprechen hat auch BMW wieder 2 M3 GT2 für das Rennen am Samstag genannt.

BMW

Auch in diesem Jahr wird man mit dem Team aus München rechnen müssen, hat man sich doch schon frühzeitig in der vergangenen Saison entschieden auch heuer wieder in der VLN starten zu wollen. So hat man 2 überarbeitete BMW M3 nach GT2 Reglement genannt um ein Wörtchen um die Gesamtsiege mitreden zu können. Erkennbar sind die M3 an der leicht überarbeitenden Front wie z.b den geänderten Flaps über den Splitter. Pilotiert werden diese Wagen mit den gleichen Besatzungen wie im Vorjahr. So wird die #42 von Jörg Müller, Augustu Farfus und Nordschleifenverteran Uwe Alzen pilotiert, während das Schwesterauto von Dirk Werner, Dirk Müller und Andy Priaulx gesteuert wird. Es fehlen leider Dirk Adorf sowie Pedro Lamy.

Zum Abschluss möchte ich noch einen kleinen Überblick über die etwas älteren aber keinesfalls langsamen Gruppe H Wagen geben, denn hier tauchen echte Sehenswürdigkeiten auf.
Zum einen wäre hier der Porsche dp 935 vom MSC Osnabrück e.V mit den Piloten Michael und Wolfgang Schreyl und der Startnummer #568. Wer nicht weiß welcher Porsche das ist, der kann sich mal hier durch die Trefferliste von Google arbeiten um zu sehen welch historisches Fahrzeug hier an den Start gebracht worden ist.

Ein weiteres historisches und sehr schnelles Auto ist der Mercedes Benz E190 Evo der Gebrüder Schall. Nachdem sie im letzten Lauf zur VLN bereits auf diesem Auto angetreten sind haben sie sich dazu entschlossen mit Hilfe von Black Falcon und Michael Bäder dieses Auto auch heuer wieder einzusetzen. Wer mehr über die Geschichte dieses Autos wissen, will, soll bitte hier (Absatz 5) klicken, denn sonst wird meine Vorschau noch länger ;-)

Leider ist der BMW M1 nicht in der Liste zu finden, ebenso wenig wie Hans Joachim Stuck welcher sein Comeback auf der Nordschleife daher nicht am Samstag feiern wird, ebenso wenig wie seine Söhne Johannes und Ferdinand welche ja im GT Masters auf einem Lamborghini LP600 von Reiter starten.

Das Zeittraining zum Rennen startet am Samstag bereits um 8.30 Uhr und geht wie gewohnt über 90 Minuten bis 10.00 Uhr, ehe dann um 12.00 Uhr die grüne Flagge für die 1. von 3 Startgruppen fallen wird.
Leider gibt es keinen Internetstream, wer jedoch in der Nähe der Nordschleife wohnt kann das Rennen über DVB-T sehen, andere wie ich sind auf das Liveradio mit Lars Gutsch und dem Liveticker samt Livetiming von www.vln.de angewießen.

January 20 2011

07:00

Die SRO-GT3-Serien 2010/2011: Masse mit Klasse

Die GT1-Weltmeisterschaft mag noch zu jung sein, um ihren Erfolg wirklich bewerten zu können, Stephane Ratels GT3-Konzept hat sich in den letzten Jahren jedoch bereits als großer Wurf für den Sportwagensport herausgestellt – Rückblick und Vorschau auf die ADAC GT Masters, die GT3-EM, die 24h von Spa und weitere Serien.

2006 führte die SRO die relativ kostengünstige Klasse für Privatteams mit Profi- und Amateuerfahrern ein und die Zahl der Serie ist seitdem immer weiter gestiegen, die Starterzahlen sind stabil bis steigend. Neben den mitteleuropäischen Serie hat auch Brasilien eine GT3-Meisterschaft, 2011 kommt ein Endurance-Ableger hinzu, Japan wird 2012 dabei sein und auch an einer US-Ausgabe arbeitet Ratel momentan. Auch wenn es ein hartes Stück Arbeit für ihn werden dürfte, die Hersteller zu überzeugen, dass der US-Markt eine weitere GT-Serie braucht: das Konzept funktioniert.

Die GT2 ist dank Le Mans zu einer Klasse geworden, die sich fast nur noch Werke und werksunterstützte Teams leisten können. Das ist in der GT3 anders – noch, denn spätestens seit dem Einstieg von Audi mit dem R8 LMS wird auch hier wettgerüstet. 2010 gab es den neuen BMW Z4, 2011 steigt Mercedes mit dem SLS ein, der besonders in der deutschen GT Masters, aber auch im Ausland bereits Abnehmer gefunden hat, und das trotz eines Preises von beinahe 400.000€, etwa 50.000€ mehr als die meisten Konkurrenzfahrzeuge!

Hier muss die SRO aufpassen, dass die GT3-Klasse nicht wie viele Rennkategorien zuvor der Kostensteigerung zum Opfer fällt. Und auch sonst gibt es noch einige Haken, denen man sich widmen sollte. Die Balance of Performance artet bisweilen in ein ziemlich willkürlich scheinendes Hin-und-her auszuarten, was in der GT1, wie vor einigen Wochen beschrieben, bereits zu Protesten von Teams führte, und die Boxenstopp-Mindestzeit-Regelung ist ebenfalls verbesserungswürdig, dazu später mehr.

Statt sich diesen Themen zu widmen, hat man sich in Ratels Firma jedoch für 2011 eine neue Kuriosität einfallen lassen: an die Stelle des Erfolgsballasts für die Podiumsplatzierten des vorangegangenen Rennens tritt in Zukunft eine erhöhte Mindestverweildauer in der Boxengasse: 15 Sekunden bekommt der Sieger des jeweils vorangegangenen Rennens aufgebrummt, 10 bzw. 5 die weiteren Podiumsplatzierten. Die Siegerteams werden also alles geben müssen, um Vorsprünge herauszufahren oder sich nach den Stopps wieder nach vorn zu kämpfen, dennoch: ich bin kein Freund von Strafen für erfolgreiche Teams, in welcher Form auch immer, auch wenn es für mehr Abwechslung sorgt. Aber das ist wohl Geschmackssache.

Nun aber zu den einzelnen Rennserien, wobei der Schwerpunkt auf der Europameisterschaft und der deutschen ADAC GT Masters liegen soll sowie einer Vorschau auf die neue GT Endurance Series.

ADAC GT Masters

Für die ADAC GT Masters war das ja 2010 das Bedeutendste ihres nun vierjährigen Bestehens, denn erstmals wurden sämtliche Rennen live im (Mainstream-)TV übertragen. Kabel 1 machte dabei von Beginn an einen überraschend guten Job, dennoch blieben die Zuschauerzahlen unterhalb der Erwartungen. Dennoch werden die Übertragungen auch 2011 fortgesetzt.

Action und Spannung auf der Rennstrecke gab es genug, sodass auch höhere Quoten hätten gerechtfertigt gewesen wären. Bis zum letzten Rennen kämpften Albert von Thurn und Taxis und Peter Kox im Reiter-Lamborghini und Christopher Mies und Luca Ludwig für Abt-Audi um die Meisterschaft.

Am ersten Rennwochenende hatte es noch anders ausgesehen, als Kentenich/Asch (Wieth Racing) und Rast/Bergmeister (Mühlner) die beiden Läufe gewannen, doch ab dem zweiten Rennwochenende dominierte der Zweikampf zwischen Reiter und Abt, nur am Hockenheimring konnte noch einmal Mühlner Motorsport mit der starken Kombo Tim und Jörg Bergmeister gewinnen und am Nürburging räumten Martin Matzke und Andreas Wirth im sBerg-Alpina BMW beide Läufe ab.

Regen in Assen und am Eurospeedway sowie gelegentliche Strafen für das Unterschreiten der Mindestzeit in der Boxengasse sorgten für weiteres Chaos und ließen auch den Kampf an der Spitze nicht unbeeinflusst: in Hockenheim etwa erwischte es Kox/von Thurn und Taxis, in der Lausitz Ludwig/Mies, die in eine nachträgliche Strafe bekamen, weil sie am Boxenausgang zu langsam fuhren, um die vorgegebene Zeit einzuhalten.

Die Regel mag durchaus ihren Sinn haben, um sichere Fahrerwechsel zu ermöglichen und die Stopps nicht zum entscheidenden Element werden zu lassen, doch sollte man von Seiten der Organisation irgendwie versuchen, den Teams das Einhalten der Zeit leichter zu machen, etwa mit einer minimalen Standzeit. Die wäre für die Teams einfacher einzuhalten, für die Offiziellen allerdings aufwändiger zu kontrollieren. Jedoch muss auf alle Fälle versucht werden, Strafen seltener zum rennentscheidenden Element werden zu lassen, denn das schadet auch der Serie und macht sie für Gelegenheits- und Neu-Zuschauer unverständlich.

Zurück zum Rennsport: am Nürburgring wurde die Meisterschaft noch einmal deutlich spannender, denn Routinier Kox wagte im Kampf um den zweiten Rang gegen Martin Herndlhofer einen sehr optimistischen, um nicht zu sagen dummen, Angriff, der beide Fahrzeuge ins Aus beförderte und dem Reiter-Team eine Strafversetzung für den zweiten Lauf einbrachte, wodurch es nur zu Rang 5 reichte – der Vorsprung schrumpfte auf neun Zähler.

Für das letzte Rennwochenende, das wie der Saisonauftakt in Oschersleben stattfand, trennte Abt die Besatzung der #1, Ludwig fuhr mit Kuba Giermaziak die #1, während Mies in die #2 zu Jens Klingmann wechselte. Aber auch das half nicht mehr im Kampf um den Fahrer-Titel, denn obwohl die #1 den ersten und die #2 den zweiten Lauf gewann, beide Male kam der Reiter-Lamborghini direkt im Windschatten des Audi ins Ziel. Mit 83 Punkten wurden Albert von Thurn und Taxis und Peter Kox Meister vor Mies (70) und Ludwig (68) – doch die Teamwertung ging an Abt Sportsline, denn anders als Reiter konnten die Bayern bei allen Rennen zwei Fahrzeuge an den Start bringen.

Auch in der Amateurwertung fiel die Entscheidung erst am letzten Rennwochenende, und zwar zugunsten des Schweizers Toni Seiler. Er und sein Profi-Teamkollege Christian Hohenadel duellierten sich die ganze Saison über mit Ex-Skispringer Sven Hannawald und seinem Profi-Co-Piloten Thomas Jäger, nur zehn Punkte trennten die beiden am Ende des Jahres in dieser Sonderwertung. Dabei hatte Hannwald ab dem zweiten Rennwochenende die Führung innegehabt, doch zwei punktelose Rennen beim Saisonfinale kosteten ihn die Meisterschaft. Höhepunkte für Hannawald, der mit deutlich weniger Erfahrung gesegnet ist als der neunfache Le Mans-Teilnehmer Seiler, waren der starke zweite Gesamtrang beim jeweils zweiten Lauf am Sachsenring und in Hockenheim, womit er seine Leistungssteigerung gegenüber 2009 bewies, während für Seiler/Hohenadel drei dritte Ränge zu Buche stehen. Falls beide 2011 wieder für ihre Corvette-Teams am Start sind, könnte es ein weiteres spannendes Jahr werden.

Für die kommende Saison rechnen die GT Masters-Offiziellen mit um die 30 Fahrzeugen. Die aus der VLN bekannten Teams Black Falcon, Heico und Mamerow werden insgesamt sechs Mercedes SLS an den Start bringen. Es wird spannend sein, zu sehen, wie diese in der Balance of Performance eingestuft werden, und ob sie ähnlich dominant sind wie die Audi R8 in ihrem Debutjahr. Das Leipert-Team wechselt vom englischen Exoten Ascari auf den bewährten Reiter-Lamborghini Gallardo, von dem man zwei Exemplare einzusetzen gedenkt. Altfried Hegers Hegersport-Mannschaft zieht sich aus der GT1-WM zurück und plant stattdessen mit zwei Porsche 911 GT3 R für die deutsche GT3-Serie und Reiter Engineering hat einen zweiten Lamborghini für die beiden Stuck-Brüder Ferdinand und Johannes gemeldet.

Bleibt nur noch zu hoffen, dass möglichst viele dieser Teams die gesamte Saison bestreiten können, dann steht uns ein weitere tolle GT Masters-Saison bevor, mit zwei neuen Rennstrecken (Zolder und der Red Bull Ring in der Steiermark, dafür nur einmal Oschersleben) und allen Rennen live im TV.

FIA GT3-EM

Das Zentrum der SRO-GT3-Serien ist die Europameisterschaft, hier treffen sich Teams aus den unterschiedlichen nationalen Serien und treten gegeneinander an, entsprechend ergibt sich ein hohes Niveau mit großer Leistungsdichte. Dabei waren 2010 u.a. Hexis und Graff aus Frankreich, Prospeed aus der Belcar, Rosberg und Mühlner aus der der GT Masters sowie viele weitere, natürlich auch einige Teams, die in keiner der nationalen Serien am Start waren.

Dominiert wurden die EM in der vergangenen Saison von Daniel Keilwitz und Christian Hohenadel in der Callaway-Corvette, die vier der zwölf einstündigen Läufe gewannen und bei vier weiteren auf dem Podium landeten, was bei einem Reglement, das mit Balance of Performance-Änderungen und Erfolgsballast arbeitet, eine Ausnahmeleistung ist.

Wegen des schwach besetzten zweiten Callaway-Fahrzeugs ging die Team-Wertung allerdings knapp an Prospeed, die mit van Splunteren/Holzer ein Topteam und mit Lappalainen/Palttala ein mittelfeld-fähiges zweites Team einsetzten. Ebenfalls einen guten Eindruck hinterließen Lambotte/Parisy für Graff Racing sowie das Team Schubert Motorsport mit dem brandneuen BMW Z4 GT3, mit dem Hürtgen/Walter gegen Saisonmitte in Jarama den ersten Sieg einfuhren und die Teamkollegen Söderlund/Sandström in Zolder einen zweiten.

Die Audi R8, die nach ihrer Einführung 2009 zunächst die GT3 dominierten, wurden zu Saisonbeginn 2010 durch die BoP schlechter eingestuft, sodass sie zunächst keine Chance hatten und kaum über das Mittelfeld hinauskamen. Erst durch neuerliche Änderungen an der Einstufung waren sie wieder fähig, um die Spitze mitzukämpfen, es reichte zu einem Sieg für das Rosberg-Team in Jarama, doch auch danach ging für die Ingolstädter nach der starken Debütsaison nichts zusammen.

Nun ein Blick auf einige der weiteren nationalen, von der SRO organisierten GT3-Serien in Europa. Die französische und die britische Meisterschaft sind auch als Aufzeichnungen bzw. Zusammenfassungen auf MotorsTV zu sehen.

FFSA Championnat de France GT

Wie die deutsche GT Masters hält auch die FFSA GT an dem simplen Format mit nur einer Fahrzeugklasse und zwei einstündigen Läufen an jedem ihrer sieben Rennwochenenden fest, lediglich eines von zwei Events in Magny Cours wird als zweistündiges Rennen ausgetragen. Arnaud Peyroles und Renaud Derlot in der Graff Racing-Corvette führten die Tabelle für den Großteil der Saison an, doch nach einer frühen Kollision im letzten Lauf des Jahres fielen sie mit gebrochenen Auspuff aus und Laurent Groppi und Patrick Bornhauser im Larbre-Porsche 911 schnappten sich den Titel in der mit meist um die 30 Startern gut und sehr abwechslungsreich besetzten Serie.

British GT Championship

Die britische GT-Meisterschaft hat über die letzten Jahre ein etwas flexibleres Konzept entwickelt, was Klassen und Rennlängen angeht. So nehmen dort neben den GT3-Boliden auch einige GT4-und Cup-Fahrzeuge teil, fünf der acht Rennwochenenden werden als Doppelpack von Einstunden-Läufen ausgetragen, aber in Spa, Silverstone und Donington wurden auch zweinhalb- bzw. zweistündige Rennen ausgetragen, um den traditionellen Langstrecken-Charakter zu bedienen. Diese Herausforderung wurde am besten vom 63jährigen Veteranen David Ashburn gemeistert, der im Trackspeed-Porsche mit großem Vorsprung die Meisterschaft gewann. Bei den meisten Rennen war das vielversprechende junge schottische Talent Glynn Geddie (2011 auch bei den 24h von Daytona am Start!) sein Teamkollege, dieser wurde entsprechend Gesamt-Zweiter. In der G4-Kategorie gab es nur ein Team, das alle Saisonrennen bestritt, somit gewannen Christian Dick und Jamie Stanley im Ginetta G50 mit großem Abstand.

Belcar Endurance Championship

Noch mehr Abwechslungsreichtum bietet die belgische GT-Serie, die bis 2009 noch Belgian GT Championship hieß. Wie beim britischen Pendant finden sich auch hier mehrere Klassen und es werden Rennen von unterschiedlicher Länge gefahren. Üblicherweise schwanken die Distanzen zwischen zwei und vier Stunden, aber auch die 10h von Zolder sind Teil des Programms; bei diesen werden Punkte auch bereits nach 2,5 und 5 Stunden vergeben. So ergab sich am Ende des Jahres ein denkbar enges Meisterschaftsergebnis: um einen halben Punkt blieben Anthony Kumpen und Gregory Franchi im W Racing-Audi R8 vor Marc Goossens und Maxime Souletim Prospeed-Porsche 911, obwohl letztere ein Rennen mehr für sich entscheiden konnten, somit drei an der Zahl. Auf Platz 3 und 4 finden sich die zweiten Wagen beider Teams in derselben Reihenfolge. Die ebenfalls in der Serie beheimatete Tourenwagendivision ist überwiegend mit BMWs besetzt und wurde vom Team Belien klar gewonnen.

24h von Spa

Dann gab es da auch noch die 24 Stunden von Spa-Francorchamps, ein absolutes Traditionsevent, ausgetragen seit 1924 und zuletzt Bestandteil der FIA GT-Meisterschaft. Mit deren Umwandlung in eine reine Sprint-Meisterschaft sollten die 24h zum Haupt-Event einer neuen GT2-Europameisterschaft werden. Die jedoch kam mangels interessierter und finanziell ausreichend gut ausgestatteter Teams für 2010 nicht zustande, sodass aus den 24h ein Einzelevent wurde, in dem Fahrzeuge der Kategorien GT2, GT3 und GT4 antraten.

Das klappte soweit auch ganz gut, die GT1-WM fuhr am Freitag und Samstag als Support und man ließ auch Fahrzeuge, die nicht von der FIA für die GT3, wohl aber von nationalen Veranstaltern homologiert sind, als GTN zu. So konnte BMW auch zwei M3 GT2 einsetzen, von denen einer (mit den Drei Dirks Werner, Müller und Adorf) auch beinahe gesiegt hätte, hätte nicht eine halbe Stunde vor Rennende die Aufhängung nachgegeben. So zogen die beiden Porsche der BMS Scuderia Italia (Romain Dumas, Martin Ragginger, Jörg Bergmeister & Wolf Henzler) und von IMSA Matmut Performance (Narac/Pilet/Long/Lietz) noch vorbei.

In der GT3-Klasse siegte das Heimteam Mühlner mit einem mit Jürgen Häring, Dimitrios Konstantinou, Gilles Vannelet und Arnaud Peyroles besetztes Porsche, in der spärlich besetzten GT4 der Aston Martin V8 Vantage des AMR-Teams Jota Sport (Hancock/Dolan/Wills/Twyman), das 2011 in die LMS-GT2 „aufsteigen“ wird, 2012 sogar in die LMP1.

Neu für 2011: die FIA GT Endurance Championship

Im nächsten Jahr werden die 24h von Spa kein Standalone-Event mehr sein, allerdings ebensowenig Teil der ursprünglich geplanten GT2-Europameisterschaft. Stattdessen wird es eine weitere Serie für GT3-Fahrzeuge geben, die ebenfalls von der FIA anerkannte GT Endurance Championship. Auf Wunsch vieler Teams und Fans schafft man damit eine Meisterschaft, die mit dreistündigen Rennen eher dem klassischen GT-Charakter entspricht, damit aber eben vom Sprint-Format abweicht, das Ratel wegen der von ihm immer wieder angeführten TV- und Zuschauerfreundlichkeit so am Herzen liegt. Mit der TV-Tauglichkeit mag er da durchaus Recht haben, aber den Großteil der Zuschauer sollte es wohl kaum stören, mehr Motorsport geboten zu bekommen. Dass der Bedarf dafür besteht, gerade auch bei den Teams, zeigt sich in der zunehmenden Flexibilität der Rennlängen in manchen der angesprochenen nationalen Serien.

Vier weitere Rennwochenenden sind neben den 24h von Spa angesetzt und neben der GT3 (mit einer Pro- und einer Pro/Am-Wertung) wird auch die GT4-Kategorie vertreten sein, die Austragungsorte sind Monza, Navarra, Magny Cours und Silverstone.

Mit dem Verzicht auf die GT2 geht man einer weiteren Kollision mit dem ACO und seiner Le Mans-GT2 (die ja jetzt auch GTE mit E für ‚Endurance‘ heißt!) aus dem Weg bzw. verhindert, dass Teams mit nur geringfügig modifizierten Fahrzeugen an Serien beider Veranstalter teilnehmen. Andererseits ist es für das große 24h-Event schade, dass es innerhalb von zwei Jahren um zwei Kategorien „abgestiegen“ ist. Doch mit der Ausschreibung für die zahlreich vorhandenen GT3-Fahrzeuge und dem lockenden Ruf des Rennens sollten ansprechend große Starterfelder für die nächsten Jahre kein Problem sein.

Wie gut die GT4-Kategorie funktionieren wird, ist eine andere Frage. Der GT4 European Cup (ebenfalls eine SRO-Veranstaltung, die sich an Amateurfahrer richtet) war 2010 teilweise sehr schwach besetzt, in Portimao etwa waren gerade einmal elf Fahrzeuge am Start. Es muss sich zeigen, wie viele davon sich noch weitere Läufe leisten können oder ob sich neue GT4-Teams finden.

Dennoch: trotz aller Haken, trotz einiger Vermarktungsprobleme, das Grundprinzip der GT3 funktioniert. Und so dürfen wir Fans auf eine spannende Saison 2011 in all diesen Serien gespannt sein!

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