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January 29 2014

06:54

USCC: 24h Daytona Analyse 2014

Die 24 Stunden von Daytona waren in einigen Klassen eine Materialschlacht. Aber auch die BoP und Rennleitung haben ihr übriges zum Rennverlauf und Ergebnis dazu getan.
IMG_6895Mit den 24h von Daytona wurde die internationale Motorsport-Saison eröffnet, und es gab alle positiven und negativen Ereignisse, die bei einer Motorsportveranstaltung vorkommen können. Schon vor dem Rennen gab es viele Diskussionen, ob es möglich sei, die LMP2 und die DP auf ein Niveau zu bekommen, da die LMP2 bei Vergleichstests im letzten Jahr deutlich schneller waren. Dies hat man im Winter mit Updates bei den DP und Restriktoren für die LMP2 geschafft und damit ein spannendes Rennen in Daytona geschaffen. Überschattet wurde das Rennen dann trotzdem von einem schweren Unfall zwischen Memo Gidley im Gainsco Corvette DP und Matteo Malucelli im Risi Competizione Ferrari 458 GTE. Memo musste bereits am Bein und am Arm operiert werden und muss die Tage aufgrund eines Bruchs am Rücken nochmal in den Operationssaal. Auch Malucelli hat eine Gehirnerschütterung erlitten.

Schnell war klar, dass der Sonnenuntergang und die damit einhergehende schlechte Sicht auch Schuld am Unfall hatte. Es gab auch einige Fahrer, die vorgeschlagen hatten, dass man in diese Zeit eine 20-minütige Caution legen könnte. Die Offiziellen haben sich bisher noch nicht dazu geäußert. Auch wurde die Sicht durch einen der GTD Ferrari für Memo verdeckt, sodass er keine Chance zum Verzögern hatte und mit ca. 180 km/h Überschuss auf Malucelli auffuhr. All diese Faktoren kann man sich nochmal in dem folgenden Video genau anschauen.

Das folgende Video enthält einen schweren Unfall bei dem Memo Gidley und Matteo Malucelli verletzt wurden.

P-Klasse
Die DP zeigten schon während der Testfahrten und Trainings ihre Stärken gegenüber den LMP2, sodass allen klar war, dass die LMP2 höchstens über die Haltbarkeit eine Chance hatten. Die Dominanz der DP kommt durch die höhere Höchstgeschwindigkeit, die in Daytona der entscheidende Faktor ist und so auch für die knapp 1,5 Sekunden Abstand pro Runde zwischen DP und LMP2 sorgte. Folgerichtig sicherte sich also Alex Gurney im Gainsco Corvette DP die Pole Position für das 24-Stunden-Rennen. Doch auch war vielen klar, dass die Motoren der Daytona Prototypen nicht für die neue Leistung gebaut wurden und deswegen auch ein Ankommen ohne Probleme unwahrscheinlich war.

Doch im Rennen kam es dann ganz anders. Die DP waren diejenigen, die relativ problemlos durch das Rennen kamen und nicht die LMP2. Über das komplette Rennen gab es ein Vierkampf zwischen den beiden Action Express Corvette DP, dem Wayne Taylor Racing DP und dem Ganassi Riley DP Ford EcoBoost mit der Startnummer 2. Auch gab es mit dem Oreca Nissan von Pickett Racing noch einen LMP2, der in Schlagweite war, aber nie die Geschwindigkeit hatte, sich wirklich nach ganz vorne zu setzen. Zudem hatte man in der Anfangsphase mit Reifenproblemen bzw. Reifenschäden zu kämpfen. Am Ende sollte es für einen guten 5. Platz für Pickett Racing mit Lucas Luhr und Klaus Graf reichen.

Die #02 von Ganassi hatte wenige Stunden vor Rennende mit Motorproblemen zu kämpfen – es war das erste Rennen für Ganassi mit dem Ford Ecoboost Motor -, sodass man nicht mehr um den Gesamtsieg mitfahren konnte. Es lief also auf einen Dreikampf zwischen den Action Express Corvette DP und dem WTR DP hinaus, den schließlich die #5 von Action Express gewinnen sollte, u.a. mit Barbosa als Schlussfahrer.

Durch das Einsetzen von Joao Barbosa als Schlussfahrer lässt sich wohl auch der Sieg begründen, denn bei WTR hatte man als Schlussfahrer Max Angelelli gehabt, der nicht das Tempo mitgehen konnte. Man hätte wohl eine Chance gehabt, wenn Ricky Taylor den Schlussstint gefahren wäre, doch dieser hatte schon am frühen Morgen seine maximale Fahrzeit überschritten. Angelelli konnte zwar meist an Barbosa dran bleiben, ihm aber nie wirklich gefährlich werden. Ähnlich ging es der #9 von Action Express, die mit Brian Frisselle am Ende keinen Fahrer hatte, der nochmal angreifen konnte. Schließlich durften sich Sébastien Bourdais, Christian Fittipaldi und Joao Barbosa über eine neue Rolex Daytona freuen.

Einen Lichtblick für die LMP2 gab es noch teilweise von OAK Racing, die in den Morgenstunden sogar einige DP auf der Strecke überholen konnten. Eine kleine Überraschung gab es für das Deltawing Team, das sich immerhin relativ lange ohne (technische) Probleme halten konnte. Am Ende reicht es trotzdem nur für einen 61. Platz in der Gesamtwertung. Überraschend und enttäuschend zugleich war das Debüt des Speedsource Teams mit dem neuen Mazda LMP2. Die Rundenzeiten waren mehr als zehn Sekunden hinter den Zeiten der Spitze und auch konnte man kaum eine Stunde ohne Probleme fahren. Beide Wagen fielen dann schließlich sogar noch aus. Doch bei Mazda war man überrascht, dass es überhaupt so gut lief, da der Rekord für den Motor bisher bei sechs Stunden lag.

PC
Den ersten Aufreger in der (LM)PC gab es schon nach wenigen Metern. Denn Marc Goosen in der SRT Viper drehte den auf der Pole stehenden Colin Braun im LMPC. In der Anfangsphase konnte auch Renger van der Zande die Führung übernehmen, der sich mit dem deutschen Marco Schultis das Auto geteilt hatte. Man hatte allerdings konsequent mit technischen Problemen zu tun, wobei es immerhin für einen 5. Platz in der Klasse reichte. Diesen konnte man aber auch nur einfahren, da es auch in dieser Klasse für viele Teams Probleme gab.

Einige Wagen standen einfach spontan in Flammen wie der Starworks LMPC mit u.a. Pierre Kaffer am Steuer und bei anderen Fahrern scheiterte es einfach an der Fahrerpaarung. Schließlich blieben noch Core Autosport und 8Star, die sich das komplette Rennen um den Sieg duelliert hatten. Leider scheint man bei Fox kein großer Fan der Klasse zu sein, sodass es bis zum Ende nur ca. 30 Minuten Bilder aus der Klasse gab. Am Ende konnte sich Core Autosport mit Colin Braun im Schlussstint durchsetzen. Ähnlich wie in der P-Klasse war sein Speed am Schluss entscheidend für den Sieg über Tom Kimber-Smith im 8Star LMPC.

GTLM
In der GTLM war es über lange Zeit ein Rennen der Debütanten. Porsche, die zum ersten Mal ihren 991 GT3 RSR mit nach Amerika brachten, kämpfte bis wenige Stunden vor Schluss gegen die komplett neue Corvette C7.R. Doch zuerst einmal zu den großen Verlierern der Klasse: Ferrari. Der Risi Competizione Ferrari war nach dem Unfall aus dem Rennen und auch der Krohn Ferrari hatte dauerhaft mit Problemen zu kämpfen. Verwunderlich wenn man bedenkt, wie gut sonst der Wagen läuft.

Ähnlich enttäuschend lief es für Aston Martin Racing, die in Amerika nur am Endurance Cup teilnehmen. Insgesamt 69 Runden Abstand zum Klassensieger hatte man sich über 24 Stunden eingefangen und man musste auch einmal auf der Strecke parken und kam nicht aus eigener Kraft an die Box. Zufriedener dürfte man bei SRT sein, da das Rennen wesentlich erfolgreicher war als noch das in Le Mans. Platz 3 stand am Ende für das Team zu Buche und das trotz einiger Probleme mit der Motorsteuerung. Dass man inzwischen auf Augenhöhe mit den etablierten Größen wie Corvette und Porsche ist, hat auch das Qualifying gezeigt, da man dort die Pole geholt hat.

Für Chevrolet stand das erste 24-Stunden-Rennen an mit dem neuen Wagen an und man hätte sich wohl eher gewünscht, dass es ein 20-Stunden-Rennen gewesen wäre. Die meiste Zeit des Rennens war man in der Führungsrunde und konnte permanent gegen die anderen fighten, allerdings musste man im späten Rennverlauf mit Motor- und Überhitzungsproblemen kämpfen. Am Ende reichte es noch für Platz 5 und viele zufriedene Gesichter, da es die meiste Zeit gut lief mit dem neuen Wagen.

Der Sieger des Rennens wird dann aber doch von Porsche gestellt mit der Fahrerpaarung Richard Lietz, Nick Tandy und Patrick Pilet, die mit der Nummer 911 fahren durften. Probleme gab es beim Schwesterauto nach 18 Stunden mit Überhitzungsproblemen, deswegen war man auch permanent bei Porsche angespannt. Eine Premiere dürfte es übrigens sein, dass mit Core Autosport ein Team in zwei Klassen den Sieg holt. Core Autosport darf dieses Jahr die Werkseinsätze von Porsche in Amerika fahren und spätestens durch die 24h in Daytona haben gezeigt, dass es verdient ist.

Profiteur der vielen Ausfälle in der GTLM war übrigens BMW, die wie immer von RLM eingesetzt wurden. Beim ersten 24-Stunden-Rennen für den Wagen kam man fast problemlos durch und hatte durch die letzte Caution sogar noch Chancen auf den Klassensieg, obwohl der Wagen auf der Geraden 10 km/h langsamer war als die anderen GT-Wagen. In Sebring wird man sicherlich durch die starke Aerodynamik wieder eine gute Chance haben, auch durch den Speed die andere auszustechen.

Schwach hingegen war wieder, wie FOX die Klasse behandelt hat. Abgesehen von den eingekauften Werbezeiten innerhalb der Übertragung hat man kaum etwas von der Klasse gesehen und musste sich meistens per Live Timing auf dem neusten Stand halten. Doch wenn man mal was gezeigt hat, ging es ordentlich ab in der Klasse mit vielen Überholmanövern.

GTD
In der GTD gab es einen dauerhaften Kampf der Fabrikate. Porsche, Audi und Ferrari kämpften die kompletten 24 Stunden um den Sieg. Viel mehr kann man leider gar nicht sagen, da es kaum Bilder gab. Trotzdem sorgte man für eine der Rennszenen überhaupt, als Markus Winkelhock sich in der letzten Runde an Alessandro Pier Guidi außen vorbeschieben wollte und aufs Gras kam. Erst gab es für Guidi eine Strafe für den Kontakt, doch diese wurde wieder zurückgenommen, nachdem es einen Shitstorm gab. Gewonnen hat also der Level5 Ferrari 458 GT3 mit Scott Tucker, Bill Sweedler, Townsend Bell, Jeff Segal und Alessandro Pier Giuidi, die aus der LMP2 rübergewechselt sind. Die komplette Top 3 lagen übrigens innerhalb von 1,5 Sekunden.

Übertragung
Die Übertragung war grauenhaft. Teilweise bis zu dreimal Werbung in zehn Minuten und man ist dann nur für 20 Sekunden beim Rennen gewesen. Auch gab es keinen richtig offiziellen Stream für das Rennen, wie es ihn damals bei der ALMS gab. Die Kommentatoren von FOX und MRN waren auch eher schlecht als recht und nicht mit RLM vergleichbar. Vielleicht kommt es ja in diesem Bereich zu Verbesserung für die nächsten Rennen. Weiter geht es im März mit den 12 Stunden von Sebring.

Don hat viele Fotos mitgebracht aus Daytona. Ein paar davon haben wir auch hier…

Rennergebnis

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Alle Bilder: Racingblog/Dahlmann

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January 01 2014

08:00

Best of 2013 – Yankee

Zum Jahreswechsel schauen die Racingblog-Autoren auf das vergangene Jahr zurück und stellen ihre persönliche Highlights und Enttäuschungen zusammen.

Super GT JAF Grand Prix Fuji Sprint Cup 2013 Day 2 GT500 Start2013 war ein Auf und Ab. Ein Jahr mit vielen gemischten Gefühlen. Wir haben gejubelt, gelacht, getrauert. Auf die schönen, unterhaltsamen Momente folgten die Stunden der Trauer, die Stunden des Schmerzes. Auch 2013 forderte der Motorsport erneut seine Opfer – Fahrer, Streckenposten, Zuschauer – die viel zu früh von uns gegangen sind. Zu früh bei einer Tätigkeit die sie liebten auszuführen. Mit Schock erinnere ich mich noch an den Moment, als Allan Simonsens Tod bei den 24 Stunden von Le Mans verkündet wurde.

Ich operierte damals die ersten beiden Rennstunden in unserem Live-Ticker, hatte dementsprechend die unliebsame Aufgabe über jene Schockmeldung zu berichten. Simonsens plötzliches Ableben war der zunächst traurige Höhepunkt einer Motorsport-Saison, die bereits im Februar beim NASCAR Nationwide Series-Rennen nur knapp an einer Katastrophe vorbeischrammte. 2013 steht im Zeichen von Allan Simonsen, Sam Edwards, Wolf Silvester, Janina Depping wie auch ihrer Beifahrerin, Jason Leffler, Maria de Vilotta sowie vielen weiteren, die viel zu früh von uns gegangen sind. Überschattet wurden die letzten Tage dieses emotional hügeligen Jahres mit der schockierten Meldung über Michael Schumachers schweren Ski-Unfall, der zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Artikels (Stand: Montag, 30.12.2013) um sein Leben kämpft. Ich hoffe inständig, dass Schumacher die Kraft und das Glück hat, dieses eine „letzte Rennen“ um sein Leben zu gewinnen.

Den richten Übergang zum eigentlichen Hauptteil dieses Artikels ist nach diesem Einstieg nur schwierig. Trotz der Trauer gab es sie doch noch, die schönen Momente im Motorsport-Jahr 2013. Momente die uns erinnern, warum wir die ganze PS-Hatz und Kreisfahrerei eigentlich schauen und lieben. Momente die uns erinnern, weshalb wir früh am Morgen respektive spät in der Nacht uns vor den Fernseher oder Stream setzen, um Rennen von aller Welt zu verfolgen.

Bestes Rennen
Das Rennen der Super GT im Sportsland Sugo. Zugegeben, ich bin da natürlich etwas voreingenommen. Doch auch so wäre meine Wahl nach Japan gefallen. Das Rennen auf der malerischen Naturrennstrecke nahe Sendai bot nahezu alles, was man sich als Motorsport- / Sportwagen-Fan wünschen konnte. Viele Zweikämpfe in beiden Klassen, Überholmanöver, Spannung, wechselhafte Witterungsbedingungen und eine höchst kuriose Szene. Tatort Rainbow-Corner in Runde 70: Im erbarmungslosen aber stets fairen Zweikampf versuchen bei Nieselregen sich der Führende Yuji Tachikawa (außen) sowie Juichi Wakisaka (innen) am Evangelion-McLaren vorbei zu quetschen. Dabei berührt Wakisaka den lila McLaren leicht, der wiederum den Zent Cerumo-Lexus von Tachikawa touchiert. Tachikawa dreht sich ins Kies, während von hinten die beiden Honda mit Takashi Kogure und Frédéric Makowiecki ein 3-wide-Manöver auf der Geraden mit Wakisaka in der Mitte aufmachen. Dabei kommen Makowiecki sowie Kogure, jeweils von außen, dem Denso Kobelco SC430 von Wakisaka zu nahe. Makowiecki berührt den Lexus, schießt quer rüber und trifft Kogure. Vier der Top-Favoriten auf den Rennsieg waren eliminiert; Wakisaka schleppte sich mit einem Schaden noch auf Position Vier ins Ziel. Am Ende fuhr das ARTA-Team von Aguri Suzuki einen Doppelsieg in der GT500 wie auch GT300 ein. Sugo wie es leibt und lebt. Viel Action sowie ein denkwürdiger Moment, der schon jetzt in die Geschichte der Super GT eingeht.

Andere, denkwürdige Rennen waren jenes der Super Formula, ebenfalls im Sportsland Sugo, der Grand Prix von Long Beach der IndyCar (Takuma Sato gewinnt als erster Japaner ein IndyCar-Rennen) sowie der Saisonauftakt der Super GT in Okayama und das Finale der Super Formula in Suzuka.

Bestes Finish
Meine Kollegen Don und Thomas haben mir schon meine Wahl für die „weiteren Plätze“ mit jenen Zieleinläufen der IndyCar in den Straßen von Sao Paulo sowie dem Indy-Lights-Finish in Indianapolis abgenommen. Meine persönliche Nummer Eins fällt aber erneut nach Japan, wenn ich auch persönlich in einer kleinen Zwickmühle stecke. Das Duell in den letzten Runden mitsamt Foto-Finish von André Lotterer und Loic Duval (0.041 Sekunden!) in der Super Formula im Sportsland Sugo war außergewöhnlich. Vorausgehend war ein spektakuläres Rennen, das wohl auch aufgrund von vier Safety-Car-Phasen stets spannend blieb. Meine Wahl fällt jedoch auf das Finale der Super Formula in Suzuka, speziell auf den zweiten Lauf. Die Ausgangslage war eindeutig: Naoki Yamamoto musste mindestens den dritten Platz erreichen, um bei Punktegleichheit den Titel vor dem aufgrund seines WEC-Engagements bei Audi nicht am Rennen teilnehmenden André Lotterer zu gewinnen. Vorausgegangen war ein Start-Ziel-Sieg Yamamotos im strömenden Regen in Lauf Eins. Der Regen spielte auch im zweiten Durchgang eine wichtige Rolle, als sich zum Ende hin wieder der Himmel über der legendären Grand-Prix-Strecke öffnete. Es folgte ein Finish, das in Punkto Dramatik jenem der Formel Eins in Brasilien 2008 in nichts nachstand.

Bester Fahrer
Die Wahl könnte so einfach sein: Sebastian Vettel dominierte die diesjährige Formel-Eins-Saison spätestens ab der Halbzeit nahezu fehlerlos. Dies erfordert Respekt und Anerkennung. Ermöglicht wurde dieser Erfolg vor allem aber auch durch den technisch absolut überlegenen Red-Bull-Boliden. Freilich muss solch ein Gefährt erst fehlerlos pilotiert werden. Doch auch wegen der Überlegenheit konnte Vettel seiner Konkurrenz nicht einmal den Hauch einer Chance lassen. Die Wahl könnte so einfach sein… Ist sie aber nicht, weshalb ich mich für „Mr. Sixpack“ Jimmie Johnson entscheide. In acht Jahren sechs Mal den NASCAR Sprint Cup bei 36 Rennen im Jahr zu gewinnen ist eine unglaubliche Leistung. Oder anders ausgedrückt: der schiere Wahnsinn. Johnsons Erfolg kam nicht von ungefähr und gewiss nicht von ihm alleine. Es ist das komplette Team rund um Crew-Chief Chad Knaus, die das Jahr über mehr als 100% gaben und zusammen mit Johnson stets Top-Resultate einfuhren.

Ebenfalls erwähnen möchte ich André Lotterer, der vielleicht etwas untergegangen vom Trubel anderer Fahrer erneut eine bärenstarke Saison fuhr, trotz hervorragender Leistungen aber aufgrund von ein bisschen Pech sein persönliches „Triple“ (24 Stunden von Le Mans, WEC, Super Formula) nicht erzielte. Im gleichen Atemzug muss man seinen Audi-Kollegen Loic Duval erwähnen, dem es zusammen mit Tom Kristensen und Allan McNish erstmals gelang beim Langstrecken-Klassiker an der Sarthe zu obsiegen sowie Team LeMans in der Super Formula mit dem Erfolg im Sportsland Sugo nach Jahren wieder auf die Erfolgsspur zu manövrieren. Die Ehrenerwähnung geht an Allan McNish, der erst kürzlich als frisch gekürter Weltmeister seine aktive Rennfahrerkarriere beendete. Der symphytische Schotte zählt zu den Größen des Motorsports, den wir hoffentlich schon bald als TV-Kommentator begrüßen dürfen. Sein Vater erzählte einst, dass er bei seiner Geburt nicht sicher war, ob Allan ein echter McNish sei. „Doch als ich seine Eier sah, da wusste ich, dass er ein echter McNish ist.“ Vielen Dank für die tollen und unterhaltsamen Jahre, Allan!

Bestes Team
Red Bull Racing, weil die lassen die Eier nicht im Pool hängen. Sagt der Vettel.

Wenn ich nun sarkastisch klingen wollte, hätte ich Michael Waltrip Racing benannt. Kein Team hat besser (lies: schlechter) beschissen als diese Truppe. Da dreht sich einer, da wird ein anderer geparkt. Und am Ende gibt es vor allem einen Dummen: Matrix Truex jr. Das Ergebnis vom Versuch ihn ungewollt mit irgendwelchen Team-Ordern in den Chase zu holen: Punkte weg. Sponsor und damit auch Job weg. Glücklicherweise fand er bei Furniture Row ein neues Cockpit.

Die ernstgemeinte Antwort fällt auf das Team rund um Jimmie Johnson und Chad Knaus bei Hendrick Motorsports. Weshalb habe ich bereits in der Kategorie zuvor erwähnt. Die Ehrenerwähnung geht an Team Cerumo in der Super GT, weil man trotz unverschuldeten Pech (u.a. in Sepang, Sugo und Suzuka) nicht aufgab und doch noch die Meisterschaft in der GT500 gewann.

Überholmanöver des Jahres
Der Dreikampf zwischen Ronnie Quintarelli, Takashi Kogure und Koudai Tsukakoshi in der Super GT zum Saisonauftakt in Okayama fünf Runden vor Schluss um den Sieg. Sollte der Timestamp nicht funktionieren, einfach bis Minute 9:30 vorspulen:

Feinde / Duell des Jahres
Sebastian Vettel und Mark Webber konnten sich noch nie so wirklich leiden. Das aber sowieso schon angespannte Team-Verhältnis wurde noch weiter belastet, als der Deutsche in der so genannten „Multi-21-Affäre“ sich nicht an die Team-Order hielt und Webber den Sieg strittig machte. Mehr als Zoff und lange Gesichter gab es bei Red Bull jedoch nicht. Ganz im Gegenteil zwischen den beiden Streithähnen Joey Logano und Denny Hamlin. Dieser Zoff endete, ausgehend von harten, kritisierenden Worten Hamlins nach dem Frühlingsrennen in Bristol, in einem schweren Unfall in Fontana, bei dem weder Hamlin noch Logano nachgeben wollten. Hamlin verletzte sich dabei schwer, so dass er für einen Großteil der Saison pausieren musste. Einen zumindest aus fahrerischen Sicht tröstenden Abschluss hatte diese „verlorene“ Saison für Denny Hamlin aber doch noch: Wieder einigermaßen genesen gewann er das Finale in Homestead-Miami.

Kostenpunkt des Jahres
Hier fällt meine Wahl eindeutig auf den kuriosen, in einem großen Blechhaufen endenden Start der American Le Mans Series in Baltimore. Glücklicherweise wurde niemand dabei verletzt.

Enttäuschung des Jahres
Enttäuschungen gab dieses Jahr so einige. Aus Motorsport-technischer Sicht ist mir allerdings besonders die Problematik zwischen Japan und Südkorea im Gedächtnis geblieben. Sowohl Super GT wie auch Super Formula haben versucht ein Einladungsrennen respektive einen Meisterschaftslauf im koreanischen Nachbarsstaat auszutragen. Ohne Erfolg. Die Absagen beider Serien kamen zwar kurzfristig und überraschend, gingen jedoch einer langen und öffentlich zumindest erfolgreich suggerierten Vorarbeit heraus. Offiziell sprachen GTA und JRP jeweils von „diversen Gründen“. Nach entsprechender Recherche konnte ich allerdings einige der genauen Streitpunkte benennen, über die ich in meiner

December 11 2013

07:00

Ferner liefen: Die Newshappen 11.12.2013

Wir fassen die Nachrichten der letzten Tage zusammen, vor allem aus Serien, die sonst eher weniger beachtet werden.

// Wie gestern schon berichtet gibt es eine einige Änderungen am sportlichen Reglement der Formel Eins. (Die technische Seite beleuchten wir ausführlich im Januar). Immerhin haben die Teams abgelehnt, dass zwei Boxenstopps pro Rennen vorgeschrieben werden sollen. Dafür will man ab 2015 eine Budgetbegrenzung einführen. Das wollte man zwar schon in den letzten fünf Jahren, aber getan hat sich bekanntlich nichts. Das Abkommen, das es im Rahmen der mittlerweile auch eingegangenen FOTA mal gab, war das Papier nicht wert, auf dem es stand. Martin Whitmarsh ist dementsprechend skeptisch, was die Umsetzung angeht. (DD)

// Ansonsten ist es ruhig in der F1. In Sachen Piloten gibt es bisher keine Neuigkeiten von Sauber, Force India oder Caterham. Vermutlich wird es bei einigen Teams bis Ende Januar dauern, bis sie ihre Fahrer zusammen haben. Aber nicht nur in der F1 ist es mittlerweile schwer geworden, ein bezahltes Cockpit zu erlangen. In anderen Serien sieht es genau so aus, wie der Ex-F1-Pilot Christian Klien in einem Interview auf seiner Homepage klarstellt. (Die Schriftgröße könnte er mal ändern.) (DD)

hi_10504_ab2a// Ein paar News aus der BTCC: Die meisten werden es mitbekommen haben, aber für alle, die es dennoch verpasst haben, hier die News des Jahres: Honda tritt 2014 mit einem Civic-Kombi in der Meisterschaft an. Das ist, wenn ich richtig informiert bin, der erste Kombi seit dem legendären Volvo 850, der immerhin so schnell war, dass er um die Meisterschaft mitfahren konnte. Mutig ist die Entscheidung von Honda schon und man darf davon ausgehen, dass der Antrieb, einen Kombi einzusetzen, eher aus dem Bereich Marketing kommt. Aber was solls, sieht gut aus und dürfte, außer in Oulton Park, auch gutgehen. (DD)

// Dave Newsham wechselt zu AmD, die 2014 einen alten Ford Focus von Motorbase einsetzen werden. (DD)

// United Motorsport, bisher nur in der britischen GT-Meisterschaft unterwegs, will 2014 mit zweiToyota Avensis für James Cole (im Vorjahr Tony Gilham Racing) und Newcommer Glynn Geddie in der BTCC antreten. (DD, SF)

// Drittes Autos bei KX Momentum/Tripple Eight: aMarc Hynes</a> wird 2014 einen weiteren MG pilotieren und damit Teamkollege von Jason Plato und Sam Tordoff. Hynes ist ehemaliger britischer F3-Champion und war in den letzten Jahren vor allem im operativen Bereich des Motorsports aktiv – u.a. ist er Teil des Managements vom Marussia F1 Team. (SF)</p> <p>// Überhaupt wird es eng auf der Strecke. Die TOCA rechnet mit einem Starterfeld von <a href=" http:="">bis zu 32 Wagen. Damit sind alle Startlizenzen der neu eingeführten TBL (TOCA BTCC Licence) vergeben. Für die Teams, die im Besitz einer Lizenz sind, bedeutet das, einen garantierten Startplatz bis 2016. Abzuwarten bleibt, ob auch immer 32 Starter antreten werden. Das Auslassen eines Rennens wird man sich aber gut überlegen, da sonst der Entzug der Lizenz drohen kann. Damit wird auch gleichzeitig der eigentliche Hintergrund klarer: Man möchte weniger Hop-On-Hop-Off-Teams, die in den letzten Jahren immer mal wieder – auch kurzfristig – auf Rennteilnahmen verzichtet haben. So kann man dann gegenüber Sponsoren und Zuschauern volle Startfelder garantieren. Vergeben wurden die 32 TBLs vorrangig an bereits bestehende Teams, die in der letzten Saison an mehr als 50 Prozent der Meisterschaft teilgenommen haben. Weitere Lizenzen gingen dann an Teams, die im Besitz mindestens eines NGTC-Autos sind. Weitere Informationen über die neue TBL ahier</a>. (DD, SF)</p> <p>// Die BTCC hat auch die Regeln für die <a href=" http:="">Boost-Level geändert. Zwar bleibt es beim Performancequerschnitt von allen Wagen einer Marke, dafür werden die Schritte, mit denen der Turboboost erhöht werden kann, verkleinert. (DD)

// Zur GT bzw. WEC: Hexis ist pleite. Vor zwei Jahren gewann man noch die GT1-Weltmeisterschaft, jetzt hat man keinen Käufer mehr gefunden und musste die Werkstatt schließen. Der ehemalige Teammanager Philippe Dumas wechselt zu OAK und übernimmt da ebenfalls die Rolle des Teammanangers. (DD)

// Oreca baut für 2015 ein neues LMP2-Coupé. Der Oreca 03 muss also noch ein paar Monate durchhalten, aber das Paket stimmt bei Oreca ja. Im Moment baut man den neuen Rebellion R-One für die LMP1 und ist damit ausgelastet. Man wird aber sicher die Erfahrungen aus dem R-One-Projekt in das neue Chassis übertragen. (DD)

// Die chinesische KCMG-Mannschaft macht ernst. Man wird 2014 die komplette WEC-Saison fahren und plant auch einen Start in der ELMS und der AsiaLMS. Eingesetzt wird weiterhin das OAK-Chassis (Morgan) mit dem Motor von Nissan. Man sollte das Team durchaus ernst nehmen. In seiner ersten Saison konnte das Team durchaus gute Ergebnisse einfahren und auch bei den 24 Stunden von Le Mans hielt man sich wacker. (DD)

// Der ACO bzw. die FIA haben die BoP-Regeln für die WEC veröffentlicht. Heißen jetzt auch nicht mehr “BoP”, sondern “Equivalence of Technology” (EoT). Warum auch immer…. jedenfalls sind die neuen Regeln schon lustig. Denn erstens verlässt man sich auf die Angaben der Hersteller und zweitens wird es erst nach dem 24h-Rennen eine Anpassung geben. Da das ganze etwas komplexer ist, gehen wir in einem Extra-Artikel noch mal die EoT ein, wenn die WEC in die Saison startet. (DD)

// Die IMSA bastelt weiter an den Daytona-Prototypen herum. Bei den Tests im November platzten sowohl beim Spirit of Daytona als auch beim Action Press Team ein Hinterreifen, was dazu führte, dass die DPs in die Luft aufstiegen und sich überschlugen. Continental hat nun einen neuen Hinterreifen mit verstärkten Seitenwänden entwickelt. Erschreckend ist jedoch die Tatsache, dass die DPs offenbar sehr empfindlich sind, was die Luftführung angeht. Laut “racer.com” generieren die DPs nun 60% mehr Abtrieb und die kommen zum größten Teil durch den Diffusor. Wenn aber dort der Luftstrom abreisst, zum Beispiel weil ein Reifen platzt und der Wagen auf einer Seite aufliegt, dann fehlt der Abtrieb plötzlich und damit auch die Seitenführung. Es fehlt schlicht und ergreifend mechanischer Grip und weiterer Abtrieb, der wie bei den P1- und P2-Wagen durch eine Finne generiert wird, wenn der Wagen sich seitlich stellt und Unterluft bekommen kann. Ebenfalls fehlen die großen Luftauslässe über den Vorderreifen. Es scheint weiter keine gute Idee zu sein, die DPs mit aller Macht auf das Level der LMP2-Wagen zu bringen, zumal die immer noch schneller sind. (DD)

// Zum Abschluss noch etwas aus der NASCAR: Ein schöner Überblick über ein paar Paint-Schemes aus diesem Jahr. (DD)

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October 23 2013

06:23

ALMS/WEC: Bericht Petit Le Mans / Wetterbericht Fuji 2013

Es war das letzte Rennen der ALMS – besonders denkwürdig war es nicht, jedoch auch kein schlechtes Langstreckenrennen. Vor dem Start wurde dem jüngst verstorbenen Sean Edwards gedacht; doch mit dem Fallen der grünen Flagge mussten seine Kollegen sich bald wieder auf die Erfüllung ihres Jobs konzentrieren. Die schöne und schwierige, aber auch nicht gerade sicherheitstechnisch vorbildliche Anlage und die in der ersten Rennhälfte wechselhaften Wetterbedingungen mit teils sehr feuchter Strecke sorgten für viele Ausrutscher und kleinere Zwischenfälle; größere Crashes blieben jedoch in diesem Jahr zum Glück aus.

In der LMP1 war es leider nicht so spannend, wie der Gaststart des Rebellion-Team erhoffen ließ. Denn die Schweizer Mannschaft mit den Fahrern Nick Heidfeld, Neel Jani und Nicolas Prost war deutlich stärker als die ALMS-Meister von Muscle Milk Racing mit Graf/Luhr/Dumas. Schon in der Qualifikation nahm Jani im Lola Lucas Luhr im HPD fast eine Sekunde ab und so begann auch das Rennen: Jani, der im kommenden Jahr den neuen Porsche-LMP1 pilotieren wird, startete und zig um mehrere Zehntel pro Runde davon. Dieses Kräfteverhältnis wurde auf den Kopf gestellt, als Jani beim Überrunden eines LMPC-Fahrzeugs in Turn 1 nach innen zog, dabei einen Porsche übersah und diesen berührte. Ein schwererer Crash konnte zwar glücklicherweise vermieden werden, doch Jani bekam eine Stop&Go-Penalty und musste auch an der eigenen Box noch für Reparaturen stoppen.

Etwa zwei Runden Rückstand handelte sich das Rebellion-Team so ein und es schien, als würde sich für das Rennen Spannung aus der Frage generieren, ob der schnellere Rebellion-Lola den Muscle Milk-HPD über die Distanz würde einholen können. Doch diese Spannung hielt nicht lange: gegen Rennhalbzeit kam der HPD an die Box und verließ diese auch nicht mehr, denn ein Überhitzungsproblem beendete das Rennen für das Team von Greg Pickett. Dyson Racing konnte bei Weitem nicht mit Rebellion mithalten und wurde mit 20 Runden Rückstand Klassen-zweiter und Gesamt-Elfter. Der Delta Wing schied ebenfalls gegen Rennmitte aus.

Beim Awards Dinner der ALMS konnte Muscle Milk Racing trotz des Ausfalls sämtliche Trophäen abräumen: Team-Champion, Luhr/Graf als Fahrer-Champions, die Michelin Green X-Challenge, den Fan Voting-Award und für den Chefingenieur gab es den Mechanic of the Year-Award. Pickett, der immer ein Fan der LMP1 war, wird 2014 wohl etwas widerwillig einen LMP2-Boliden in der USCC einsetzen, möglicherweise jedoch auch in die GT-Klasse expandieren. Ein IndyCar-Programm wird es nicht geben, nachdem er zwischenzeitlich seine Fühler in diese Richtung ausgestreckt hatte.

Deutlich spannender als in der LMP1 war es in der dicht besetzten GT-Klasse. Der Risi-Ferrari startete von Pole, doch zunächst führte die Viper von Goossens/Farnbacher/Dalziel vor der #4-Corvette, doch beide gerieten in den frühen Stunden des Rennens in Probleme: Dalziel rutsche in den Esses in die Reifenstapel und musste zu Reparaturen in die Box, Oliver Gavin hatte ebenfalls einen Ausrutscher ins Gras, doch es waren schließlich Elektrik-Probleme, die die Corvette zu Reparaturen ins Paddock zwangen. Die zweite Corvette hatte einen kleineren Zusammenstoß mit dem starken Risi-Ferrari und auch sonst kein problemloses Rennen.

So konnten sich und so konnten sich andere um den Klassensieg streiten. So stritten sich die beiden BMWs vor allem mit dem Falken Tire-Porsche und dem Risi-Ferrari um die Führung. Letzterer arbeitete sich bei einsetzender Dunkelheit eine kleine Führung heraus, dann jedoch flog Olivier Beretta in der schwierigen Doppelrechts Turn 6/7 beim Überrunden von der Strecke und schlug leicht in die Betonmauer ein. Der Schaden war zwar nicht allzu groß, ein Vorziehen des Boxenstopps war dennoch notwendig, weil auch ein Außenspiegel durch den Unfall verloren gegangen war.

Risi nutzte die Gelegenheit, um seinen schnellsten Mann, Matteo Malucelli, der sich in dieser Saison wirklich hervortat, wieder ans Steuer zu setzen. Eine letzte Gelbphase gab ihm die Chance, noch einmal ums Podium zu kämpfen. Ganz vorn lag – auch nach etwas Caution-Glück – Nick Tandy im Falken-Porsche, dahinter die beiden RLL-BMWs, auf P4 im Klassement, jedoch weiter hinten im Feld auf der Strecke Malucelli.

Während Tandy tatsächlich die Attacken von Dirk Müller abwehren und sich leicht von ihm absetzen konnte, holte Malucelli mehrere Zehntelsekunden pro Runde auf den zweiten BMW auf Rang 3 auf und konnte ihn schließlich in der letzten Runde auch noch überholen. Für mehr fehlte jedoch die Zeit und so kostete Olivier Berettas Ausrutscher das Team den verdienten Sieg. Dennoch konnte Risi das Comeback-Jahr mit dem Sieg in Virginia und diesem dritten Klassenrang erfolgreich abschließen.

Für das Falken Tire-Team war der Sieg enorm wichtig, denn in dieser Saison war für die Mannschaft nicht viel zu holen. Der dritte Platz bei den 12h von Sebring brachte mehr Punkte als die Ergebnisse in allen kürzeren Rennen der Saison zusammen. Der Sieg von Tandy/Henzler/Sellers bedeutete auch, dass Dirk Müller die Meisterschaft trotz des Schwachen Abschneidens der Corvettes knapp verpasste; dieser blieb für Jan Magnussen und Antonio Garcia reserviert, nachdem Corvette Racing sich den Team-Titel schon zuvor gesichert hatte.

Im LMP2-Duell Level 5 vs. Extreme Speed hatte je ein Fahrzeug jedes Teams Probleme, während sich die beiden anderen bis zum bitteren Ende um den Klassensieg und damit auch die Verteilung der Plätze auf dem Gesamt-Podium stritten. Tucker/Briscoe/Franchitti (Level 5) und Sharp/Lazzaro/Brabham (ESM) lieferten sich ein sehenswertes Duell. Vor allem Brabham, der leider keinen Stammplatz mehr in der ALMS gefunden hat, seit Highcroft Racing sich auf den Delta Wing konzentrierte, tat sich besonders hervor und konnte zeitweise die Führung für Scott Sharps ESM-Team erkämpfen. Dennoch triumphierten am Ende Scott Tucker, Marino Franchitti und der starke Ryan Briscoe, der am Ende den Sieg sicher nach Hause fuhr. Somit gehen auch hier alle Titel an ein Team: Level 5.

Ein spannendes Duell um die GTC-Führung lieferten in der späten Rennphase die von Pole gestarteten Spencer Pumpelly, Madison Snow und Nelson Canache Jr. mit dem TRG-Porsche, der jedoch 15 Runden vor Schluss liegen blieb und die letzte Caution auslöste. So verblieben nach neuneinhalb Stunden noch drei Fahrzeuge in der Führungsrunde, unter denen der Flying-Lizard-Porsche jedoch die Führung vor Dempsey/Lally/Foster behaupten konnte. Damit hat Flying Lizard sich den Team-Titel gesichert; in der Fahrerwertung konnten Canache/Pumpelly jedoch Jeroen Bleekemolen und Cooper MacNeil nicht mehr einholen, die mit Unterstützung von Sebastiaan Bleekemolen Vierte wurden.

In der LMPC gab Vicente Potolicchios 8Star-Team sein Debut: Grand Am-Veteran Oswaldo Negri und der 18jährige Newcomer Sean Rayhall beeindruckten sehr und führten zur Rennmitte auf Gesamtrang 5 ihre Klasse an. In der zweiten Rennhälfte jedoch legte Kyle Marcelli, der sich in der LMPC-Klasse schon des Öfteren hervorgetan hat, eine starke Performance hin und konnte den 8Star-Oreca-Chevrolet überholen. Dies sicherte ihm, Chris Cumming und Gaststar(ter) Stefan Johansson für das BAR1-Team den Sieg. Für die Meisterschaft reichte es jedoch nicht: Mike Guasch sicherte sich mit Klassenrang 5 den Fahrertitel, während der dritte Rang von Bennett/Wilkins/Kimber-Smith für Core Autosport den Team-Titel sicherte.

So endet die letzte ALMS-Saison mit vielen verdienten Titelträgern. Schon im Januar 2014 geht es mit dem Saisonauftakt der USCC in Daytona weiter, die Off-Season wird also für die ALMS-Teams kürzer als gewohnt, während die Grand Am-Teams längst Pause haben. Problematischer ist jedoch, dass erst neulich das technische Reglement der neuen Serie veröffentlicht wurde. Dieses (und auch den Kalender, der vor einigen Wochen endlich veröffentlicht wurde) hätten viele Teams für ihre Planungen gern früher gesehen; wenigstens betreffen jedoch die technischen Änderungen vorrangig die Daytona-Prototype-Teams und nicht die LMPs. Die DPs bekommen mehr PS und eine ausgefeiltere Aerodynamik – eine teure Investition für die Teams, die wohl teurerer ist, als ein kostengedeckeltes LMPs-Komplettpaket.

Die Fans dürften also gespannt abwarten, welche Teams im Januar mit welchen Autos in Daytona am Start stehen – und wie das Kräfteverhältnis zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen dann tatsächlich austariert worden ist. Der Countdown läuft.

(von: Stefan Tegethoff /Anmerkung: Leider hat die ALMS bisher keine Medien-Bilder zur Verfügung gestellt)

WEC

AUTO - WEC 6 HOURS OF FUJI 2013Es hatte sich schon angedeutet, dass das Rennen in Fuji unter erschwerten Bedingungen ablaufen würde. Ein Taifun hatte Japan im Griff, die dazu gehörigen Regenwolken trafen dann pünktlich zum Start des Rennens in Fuji ein. Um es kurz zu machen: Es gab kein Rennen. Zwar wurde das Rennen für eine halbe Runde (!) gestartet, nach wenigen Metern war aber schon klar, dass die Bedingungen mal wieder irregulär waren. Zweimal unterbrach man das “Rennen” mit einer roten Flagge, dazwischen legte man 16 Runden hinter dem Safety Car zurück. Nach der letzten Unterbrechung war dann endgültig Feierabend.

Das hatte einige kuriose Dinge zur Folge. Zum anderen hatte bis auf drei Teams keines einen der obligatorischen Fahrerwechsel vollzogen, zum anderen fehlte dann für alle Fahrer die Mindestfahrzeit. Die Kommissare beschlossen, dass die Regel wegen eines “Force Majeure” nicht zur Geltung kommt. Weil man nicht 70% des Rennens beendet hatte, gab es nur halbe Punkte für alle.

Obwohl das Rennen gar nicht erst richtig los ging, verlor Audi trotz der Pole am Ende den Sieg an Toyota. Schuld daran waren Motorprobleme an der #1, die das Team zu mehreren ungeplanten Boxenstopps zwang. So schwomm der Toyota mit Wurz/Lapierre/Nakajima ungefährdet zum Sieg, dahinter dann Kristensen/Duval/McNish und der Rebellion. Der zweite Toyota hatte auch Probleme und fiel weit zurück.

In der LMP2 gewannen Baguette/Gonzalez/Plowman von OAK-Racing, vor dem G-Drive Team (Rusinov/Martin/Conway) und Hiranaka/Ueda/Wirdheim im Greaves Wagen, der in Fuji unter dem Namen “Gainer” antrat. In der GTE Pro siegten Turner/Mucke/Makowiecki im Aston vor Bruni/Fisichella (Ferrari) und Bergmeister/Pilet (Porsche). Auch in der AM gewann der Aston mit Nygaard/Poulsen/Senna vor den Teamkollegen Hall/Campbell-Walter/Adam und dem Proton Porsche mit Ried/Roda/Ruberti.

Das verregnete Rennen von Fuji hat aber dennoch einige Auswirkungen auf die Meisterschaft. Den Markentitel konnte sich Audi schon mal sichern, auch in der Fahrer-WM wird man den Titel holen. Weil Lotterer/Treluyer/Fassler in der LMP1 aber vorletzte wurden, sammelten sie nur 0,25 Punkte ein und verloren damit weiter Boden auf Kristensen/Duval/McNish. Denen reicht nun schon ein vierter Platz in Shanghai um den WM-Titel zu sichern.

In der LMP2 konnten Baguette/Gonzalez/Plowman den Vorsprung vor der Pecom Mannschaft mit Perez Companc/Minassian/Kaffer etwas ausbauen. Man führt nun mit 114,5 Punkten, die Pecom-Fahrer kommen auf 103 Zähler. In Lauerstellung liegen noch Pla/Heinemeier Hansson/Brundle von OAK mit 96,5 Punkte. Allerdings müssten die Teamkollegen in den letzten zwei Rennen einen Komplettausfall haben, damit die zweite OAK Mannschaft noch mal rankommt.

Bei dem Teams führt OAK (114.5 Punkte), allerdings hier nur mit 5,5 Punkten Vorsprung vor dem Pecom Team.

In der PRO ist noch gar nichts entschieden. Bei den Teams führt AF Corse (108 Punkte) vor Porsche (105) und Aston Martin (102.5). Ähnlich sieht es in der Fahrerwertung aus. Bruni/Fisichella haben hier 108 Punkte, gefolgt von Lieb/Lietz mit 102. Auf P3 liegt das Duo Turner/Mücke mit 99,5 Punkten.

In der AM liegt bei den Team Aston Martin (108) vor dem IMSA Porsche (96) und dem 8Star Ferrari (93). Bei den Fahrern sind es Campall-Water/Hal (108) vor Vernay/Narac (93). Aguas/Potolicchio sind mit 85 Punkten schon abgeschlagen.

Weiter geht es mit der WEC am 09. November in Shanghai. Interessanterweise wird Toyota auch hier mit zwei Wagen antreten. Geplant war es nur beim Heimrennen beide Fahrzeuge einzusetzen. Vermutlich will Toyota sehen, wo man gegenüber Audi in Sachen Aerodynamik steht.

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October 05 2013

10:26

ELMS: Rückblick Le Castellet / ALMS: Vorschau Virginia

Die European Le Mans Series hat am vergangenen Wochenende auf dem südfranzösischen Circuit Paul Ricard ihre Relaunch-Saison erfolgreich abgeschlossen. Nach den schwierigen Jahren 2011 (mit nur 2-3 LMP1-Fahrzeugen) und 2012 (ohne LMP1 und fast ohne GTs) hat sich die Runderneuerung durch das Organisationsteam um Patrick Neveu (der auch die WEC managt) als richtig und lohnenswert herausgestellt.

Zwar nahm nach den 24h vMOTORSPORT - 3 HOURS OF HUNGARORING ELMS 2013on Le Mans auch diesmal die Größe des Starterfeldes leicht ab, doch es stießen auch neue hinzu. Insgesamt herrschte auch ein sehr gutes Niveau durch die Klassen hinweg, den Fans wurde toller Rennsport geboten. Einige Teams konnten dabei überraschen, allen voran RAM Racing, Morand Racing und SMP Racing.

In Le Castellet waren es Jota Sport (Sieger in Silverstone), Morand Racing und Murphy Prototypes (beide noch sieglos), die sich um den Sieg stritten und sich dabei teils heftige direkt Zwei- und Dreikämpfe, aber ebenso taktische Fernduelle lieferten. Zunächst ging jedoch für die amtierenden Champions Thiriet by TDS Racing alles schief: ein Rad löste sich, der Wagen rutschte von der Strecke und verlor viel Zeit. Die Titelverteidigung konnte sich das französische Team damit abschminken.

In der ersten Rennhälfte zog derweil Oliver Turvey im Jota-Zytek auf und davon. Während die meisten Teams darauf setzten, den Profi-Piloten später einzuwechseln, versuchte Turvey einen Vorsprung herauszufahren, der für den erfahrenen und schneller Gentleman Driver Simon Dolan ausreichen würde. Die Rechnung ging jedoch nicht auf: vor allem Brendon Hartley für Murphy Prototypes, aber auch Christian Klien für Morand, waren so schnell unterwegs, dass der Jota-Vorsprung stetig schwand. Knapp eine Stunde vor Schluss kam es zum großen Dreikampf zwischen Jota, Murphy und Morand. Über einige Runden wurde spektakulär gekämpft, bis sich schließlich Hartley in Front setzte und dort blieb.

Auch taktische Spielchen wie möglichst weit herausgezögerte Tankstopps halfen der Konkurrenz nicht mehr, Hartley im Murphy-Oreca zu stoppen und so konnte das irische Team endlich den lang verdienten ersten Sieg einfahren. Sechs Sekunden betrug der Vorsprung von Hartley/Hirschi am Ende vor Gachnang/Klien; Turvey/Dolan wurden mit 21 Sekunden Rückstand Dritte, während Ragues/Panciatici auf Rang 4 die Meisterschaft für Signatech Alpine sicherten.

Das Team war in der Saison das konstanteste, wenn auch oft unauffällig unterwegs. Der Sieg in Ungarn war schließlich ausschlaggebend, um Thiriet (zwei Siege, aber zweimal magere Punkte in den letzten beiden Rennen) und Jota (Sieger beim Auftakt, aber punktlos in Imola) auf die Plätze zu verdrängen.

Die GTE-Klasse wurde wie so oft in dieser Saison von Johnny Mowlem und Matt Griffin im RAM-Ferrari dominiert, fast eine ganze Runde nahmen sie dem zweitplatzierten JMW-F458 über die 3h-Distanz ab, ohne auch nur eine einzige Führungsrunde zu verschenken. Damit hat sich das Duo verdient den Fahrer- und den Team-Titel gesichert.

In der GTC konnte das in Imola neu hinzugestoßene Team SMP Racing aus Russland einen Doppelsieg verbuchen, wieder standen Babini/Shaitar/Ladygin ganz oben auf dem Podest. Nach vier Siegen in Folge springt damit für das Trio trotz des verpassten Auftaktrennens klar der Titel heraus. Die mit nur zwei Autos besetzte LMPC wurde von Pons/Ayari gewonnen, der Titel geht jedoch an Gary Hirsch und Paul-Loup Chatin.

Im kommenden Jahr wird die „neue“ ELMS nur vorsichtig weiterentwickelt, was auch richtig ist, um das Niveau zu stabiliseren und das Erreichte zu sichern. So wird Estoril als Saisonabschluss den Hungaroring ersetzen und die Rennen werden 2014 über je vier statt nur drei Stunden gehen, um den Langstrecken-Charakter wieder etwas hervorzuheben.

Verabschieden wird man sich allerdings von den gemeinsamen Wochenenden mit der World Series by Renault. Die ELMS will wieder alleiniger Headliner sein, auch in Erwartung größerer Starterfelder. Hoffentlich wird hier nicht zu hoch gegriffen…

Vorschau: ALMS in Virginia

Noch zwei. Das Gastspiel am Virginia International Raceway ist der vorletzte Auftritt in der Geschichte der ALMS. Überraschenderweise ist die Strecke auch Teil des Kalenders der USCR für 2014 – kaum jemand hatte die größere Clubrennstrecke auf der Viehweide für die Nachfolgeserie auf der Rechnung. Man verzeihe mir die etwas flapsige Beschreibung der Rennstrecke – doch trotz der tollen Streckenführung mit vielen schnellen Kurven und schwierigen Bergauf- und Bergab-Passagen sehe ich die Strecke als grenzwertig für eine Top-Rennserie mit so schnellen Fahrzeugen wie den LMPs an. Im kommenden Jahr werden die LMP2- und Daytona-Prototypen dort auch pausieren, stattdessen sollen Die beiden GT-Klassen sowie die Prototype Challenge-Klasse zwei separate Rennen austragen.

Zurück zur Gegenwart: Der Titel in der LMP1 ist seit Baltimore an Muscle Milk Pickett Racing mit Klaus Graf und Lucas Luhr vergeben, quasi mangels Konkurrenz. In Virginia setzt Dyson allerdings noch einmal zwei Profis ans Steuer, Johnny Mowlem (gerade Champion in  der ELMS-GT geworden, s.o.) und Stammfahrer Guy Smith. Damit könnte der Kampf um den Sieg noch einmal etwas spannender werden: um zwei Zehntel holte sich das Dyson-Duo die Pole. Auch das gewöhnungsbedürftige Delta Wing-Coupe ist wieder am Start.

Noch nicht ganz gegessen ist die Sache in der LMP2: Level 5 liegt in der Teamwertung 22 Punkte vor Extreme Speed Motorsports, in der Fahrerwertung liegt Marino Franchitti (Level 5) allein um 4 Punkte vor Guy Cosmo, der allerdings während der Saison von Extreme Speed zu Level 5 „übergelaufen“ ist. Die Fights zwischen den vier HPDs waren in diesem Jahr oft sehenswert, wenn auch gelegentlich nicht ganz fair.

Der übliche Krimi ist in der GT-Klasse zu erwarten: die Top 4 waren in der Quali nur durch zweieinhalb Zehntel getrennt, darunter die beiden BMWs (Auberlen/Martin starten von Pole), der Beretta/Malucelli-Ferrari und der Müller/Holzer-Porsche. Die Corvettes schwächeln und liegen auf den Klassen-Rängen 8 und 9. Trotzdem hat das RLL-BMW-Team kaum noch eine Chance, sie in der Teamwertung noch einzuholen (44 Punkte noch maximal zu vergeben, 38 Punkte Rückstand), doch in der Fahrerwertung beträgt der Nachteil nur 13 Zähler (Dirk Müller hinter Magnussen/Garcia).

GTC und LMPC sind wie gewohnt auch dabei, hier sind die Tabellenstände enger. Das Renen startet am Samstagabend um 20:15 deutscher Zeit, ab 20 Uhr ist der offizielle Livestream auf alms.com drauf. MotorsTV zeigt das Rennen leider nicht live, sondern erst in einer Zusammenfassung am Sonntag um 19 Uhr.

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September 21 2013

06:01

WEC/ALMS: Vorschau Austin 2013

Für die WEC und ALMS steht der letzten Doubleheader in der Geschichte auf dem Programm. In Austin wird man die unterschiedlichen BoP-Einstellungen gut beobachten können.

AUTO - WEC 6 HOURS OF SAN PAULO 2013Die WEC ist zwar noch mitten in ihrer Saison, aber schon ist klar, dass sowohl der Fahrer- als auch der Konstrukteurstitel wieder nach Ingolstadt gehen wird. Dennoch ist das Rennen auch in der LMP1 nicht ohne Spannung, denn bisher konnte man vom leicht renovierten Toyota nur wenig sehen. Der fiel in Interlagos ja leider nach wenigen Runden aus und so konnte man die eventuellen Verbesserungen bei den Japanern nur erahnen. Klar ist, dass man dem Motor etwas mehr PS verliehen hat, aber in Sao Paulo waren die Audi dennoch deutlich schneller. Das wird in Austin, vor allem in den ersten Passagen des Kurses, nicht anders sein. Aber der Kurs verfügt auch über einen engen Schlussteil, in dem der Toyota eventuell leichte Vorteile haben könnte, da er seinen Hybridantrieb ja schon bei niedrigen Geschwindigkeiten nutzen kann.

Aber ungeachtet des eventuell niedrigeren Verbrauchs des Toyotas wäre alles andere als ein Sieg der Audi eine Überraschung. Das Rennen in Interlagos zeigte zwar, dass auch Audi schon mal Fehler an der Box macht, aber es müsste schon sehr viel zusammenkommen, damit Toyota am Ende ganz oben auf dem Podest stehen kann. Das gilt selbstverständlich auch für den Rebellion. Dort hofft man einfach darauf, dass eines drei Top-Teams mal wieder in größere Probleme kommt.

LMP2

Nachdem dem dann doch eher zähen Rennen in Sao Paulo sollte es in Austin hoffentlich wieder etwas enger zugehen. Das Delta-ADR Team (G-Drive) scheint auch für Austin gut gerüstet zu sein, aber ich denke, dass vor allem der OAK mit der #24 (Pla, Heinermeier-Hanson, A. Brundle) in Texas stärker einzuschätzen ist. Auch den zweiten OAK mit der Startnummer 35 und Baguette, Gonzales, Plowman am Steuer sollte man nicht unterschätzen. In Interlagos lagen beide Wagen im Rennen lange gleichauf und hatten Chancen auf den Sieg. Ebenfalls Siegchancen hat die Pecom-Mannschaft mit Companc, Minassian und Kaffer am Lenkrad. Diese vier Teams werden den Sieg wohl unter sich ausmachen. Die Lotus haben, nachdem sie in Le Mans eigentlich sehr gut unterwegs waren, an Schwung verloren. Mag in Brasilien an der Strecke gelegen haben, aber der große Sprung ist ihnen bisher nicht gelungen. Keine Chancen auf den Sieg dürfte der Greaves-Wagen haben, der mit Zügel und Chris Dyson ganz gut besetzt ist, aber der dritte Fahrer, der noch nicht bekannt ist, wird wohl eher aus der Abteilung “Paydriver” kommen. Und dann wäre da noch der dritte OAK, das “Art-Car”, das mit Nicolet, Maris, Merlin auch nur schwach besetzt ist.

GTE-Pro

Hier gibt es wieder die übliche Auseinandersetzung zwischen den beiden Porsche, den beiden Ferrari und den drei Aston Martin. In Brasilien lieferten sich AF Corse und AMR einen regelrechte Schlacht um die erste Position. Im Ziel lag der F458 nur 1,4 Sekunden vor dem Aston. Ein ähnliches Rennen dürfte die Kategorie auch in Austin bieten und am Wochenende sollten die Porsche wieder ein Wort mitreden können. In Sao Paulo war man nicht so flott unterwegs, dazu kamen ein paar Nicklichkeiten im Feld, die zu Drehern führten. Der Vorteil des 991 von Manthey liegt allerdings nicht auf der Kurz-, sondern auf der Langstrecke. Und die Sechs-Stunden-Rennen scheinen tatsächlich etwas zu kurz für den Porsche zu sein, um seinen Verbrauchsvorteil ausspielen zu können. Aber Manthey Racing und Porsche werden nicht geschlafen haben und es wäre schön, wenn man einen echten Dreikampf um die Spitze sehen könnte.

GTE-Am

Auch hier starten die üblichen Verdächtigen und es wäre ein Wunder, wenn die Aston Martin nicht gewinnen würden. Die letztjährigen Modelle sind um einiges schneller als der Rest des Feldes. Der Labre-Corvette merkt man ihr Alter an, die Ferrari von AF Corse haben wie immer das Problem, dass ein schwächerer Fahrer mit an Bord ist. Neben Matt Griffin und Marco Cioci fährt in Austin Jack Gerber den F458. Die Porsche haben weiter das Problem, dass sie zu langsam auf den Geraden sind, also sollte Aston Martin das Rennen gewinnen können.

Wie üblich fährt die WEC sechs Stunden, das Rennen geht um 18:00 Uhr deutscher Zeit los und wird wie üblich gestreamt.

ALMS

Bei der ALMS gibt es in der LMP1 einen Neuzugang. Na ja, neu ist vielleicht etwas übertrieben. Aber Panoz hat den neuen Delta-Wing DWC12 in Austin dabei; das ist die Version mit dem Deckel auf dem Cockpit, die sich “Coupé” nennt. Neben den aerodynamischen Vorteilen bringt der Deckel auch mehr Sicherheit. Man muss jetzt nicht mehr den Atem anhalten, wenn sich das Ding überschlägt. Wie der Fahrer allerdings rauskommen soll, wenn der Wagen auf dem Dach liegt, ist mir ein Rätsel. Hoffen wir einfach, dass wir das nicht sehen müssen. Pilotiert wird auch das neue Auto von Kathrine Legge und Andy Meyrick. Vorne dürfte alles klar sein. Muscle Milk hat die Meisterschaft eh schon in der Tasche und der Dyson ist mit der schwachen Burgess/McMurry-Mannschaft besetzt. Da gibt es durchaus Chancen für einen LMP2, aufs Treppchen zu kommen.

Dort balgen sich weiterhin die beiden Wagen von Extrem Motorsport und Level 5 um die Plätze. Die HPD-Meisterschaft ist noch lange nicht entschieden, da kann es noch deutliche Veränderungen geben.

Deutlich mehr los dürfte wie immer in der GT-Klasse. Corvette, Viper, BMW heißen hier die Favoriten, eventuell noch der Risi F438 mit Malucelli und Beretta. Die Porsche dürften chancenlos sein. Interessant ist die Klasse aber vor allem, weil man sie direkt mit dem WEC vergleichen kann. Die ALMS hat ja eigene BoP-Einstellungen, dementsprechend sind die Corvette und die Viper in der US-Serie deutlich flotter unterwegs. Ich bin sehr gespannt auf die Rundenzeiten der Fahrzeuge, auch auf jene des Z4. Was die Pläne von BMW angeht, kann man leider wenig sagen. Ob der Z4 nächstes Jahr noch mal auftaucht, ist noch nicht sicher. Zum einen wegen des Regelchaos in der USCR, zum anderen weiß BMW noch nicht, ob man mit dem Z4 überhaupt weitermachen möchte. Da spielen Marketinggründe im Hintergrund eine Rolle.

PC und GTC spare ich mir jetzt mal, da bitte wie üblich den Spotterguide nutzen.

Das Rennen der ALMS ist am Samstagabend circa 22:00 Uhr und geht über etwas mehr als zwei Stunden.

AsiaLMS

Auch die asiatische Variante der Le Mans Serie ist am Wochenende unterwegs. Man fährt in Fuji und das Feld besteht aus sage und schreibe zwei OAK LMP1 und einem GTE Ferrari. Wird eng auf dem Podium. Dennoch ist das Rennen durchaus interessant, denn um das Feld etwas aufzuhübschen hat man elf Fahrzeuge aus der Super-GT-Klasse GT 300 eingeladen. Wir haben uns darüber und über die möglichen Performance-Unterschiede zwischen den GT300 und den GT3 der FIA im Podcast ausführlich unterhalten.

Das Rennen der AsiaLMS geht um 07:00 Uhr am Sonntag los.

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September 04 2013

15:33

WEC/ALMS: Analysen Interlagos & Baltimore 2013

Wenig Spannung bei der WEC, Chaos bei der ALMS. Beide Rennserien machten es am Wochenende nicht gerade einfach, die Rennen zu verfolgen.

AUTO - WEC 6 HOURS OF SAN PAULO 2013Dass Audi in der WEC im Moment deutlich besser aufgestellt ist als der verbliebene Toyota, ist kein Geheimnis. Aber die Japaner hatten vor dem Rennen ein wenig am Motor gearbeitet und den Verbrauch zugunsten der Leistung erhöht. Das führte immerhin dazu, dass der Toyota auf der knapp 5 Kilometer langen Strecke in Sao Paulo nur wenige Zehntel langsamer als der R18 war. Auch in den ersten Runden konnte man das Tempo der R18 einigermaßen halten, auch wenn man ein paar Sekunden zurückfiel. Die spannende Frage wäre an dieser Stelle gewesen, wie lange der Toyota mit diesem Tempo würde fahren können. Eine Runde mehr? Oder gar zwei oder drei, wie manche vermuteten? Dummerweise kam es nicht mehr zur Beantwortung der Frage.

Nach knapp 40 Minuten war das Rennen für Toyota beendet. Stephane Sarrazin wollte einen Lotus LMP2 nach dem Senna-S außen überholen. Aber der Lotus zackte plötzlich nach rechts und katapultierte den Toyota hart in die Reifenstapel. Am Steuer des Lotus saß der sehr erfahrene Dominik Kraihamer, der sich nach dem Zwischenfall entschuldigte. Sein Wagen habe starkes Übersteuern gehabt, er sei ins Rutschen gekommen und habe zudem nicht damit gerechnet, dass Sarrazin ihn außen überholen würde. Ein Rennunfall, bei dem man Kraihamer keinen Vorwurf machen kann. Schade war nur, dass das Rennen in der LMP1 damit mehr oder weniger beendet war.

Immerhin fuhren die beiden Audi noch gegeneinander und immerhin geht es auch noch um den WM-Titel. Denn mit ihrem Sieg in Le Mans haben Kristensen, McNish und Duval einen Vorsprung in der Fahrer-WM, den Lotterer, Fässler und Tréluyer in den verbleibenden vier Rennen noch aufholen müssen. Den ersten Schritt machten sie in Brasilien. Zwar hatte die #2 zunächst die Führung übernommen und ausbauen können, doch in der Geldbhase nach dem Toyota-Unfall schnappte sich die #1 wieder die Spitzenposition.

Im Verlauf des Rennens konnten sich die Weltmeister des Jahres 2012 auch deutlich absetzen. Schuld daran waren allerdings auch zwei Zeitstrafen, die das Team Kristensen/McNish/Duval ereilten. Einmal war man zu schnell in der Boxengasse (30 Sekunden Stopp & Go), ein anderes Mal gab es 60 Sekunden Stopp & Go wegen eines “unsafe release”, was Dr. Ullrich sichtbar auf die Palme brachte. Damit war das Rennen in der P1 gelaufen. Immerhin konnte sich der Rebellion durch den Ausfall den dritten Platz sichern.

LMP2

Wer hätte gedacht, dass das Rennen in der P2 so öde sein würde. Wobei man auch ein wenig verwöhnt war in der letzten Zeit. Und man darf nicht vergessen, dass das G-Drive Team mit Rusinov/Martin/Conway nach sechs Stunden auch nur eine Runde (ca. 1.20 min) Vorsprung hatte. Aber es tat sich tatsächlich selten etwas in der sonst so umkämpften Klasse. Der Oreca-Nissan von G-Drive setzte sich schon nach wenigen Momenten ab und war zu keiner Zeit gefährdet. Etwas nervös wurde man im Team, als das Schwesterauto nach ein paar Stunden mit einem Defekt am Motor ausfiel, aber beim Fahrzeug an der Spitze lief alles prächtig.

Dahinter ging es zeitweise etwas enger zu. Die beiden OAK-Wagen beharkten sich teilweise kräftig und lagen dem zweitplatzierten Pecom im Nacken. Allerdings gab es nur selten ein direktes Duell, es spielte sich dann eher im Bereich der Strategie ab. Wer kommt wann rein und vor allem: Wer steckt in seiner In/Outlap im Verkehr. Nachdem sich der zweite OAK mit Graves/Walker/Kerr mit einem Defekt in die Box verabschiedete, waren es Baguette/Gonzalez/Plowman im zweiten OAK, die den Pecom mit Perez Companc/Minassian/Kaffer unter Druck setzen konnten. Immerhin lagen beide Teams am Ende noch in einer Runde, was die Spannung etwas erhöhte. Am Schluss setzte sich der OAK durch.

GTE-Pro

Was der LMP2 dieses Mal an Spannung fehlte, lieferte die GTE-Pro. Die Ferrari gingen auf dem Kurs in Interlagos richtig gut und machten sich daran, die Phalanx der Aston Martin zu durchbrechen. Bei Porsche sah es schon im Training nicht ganz so gut aus, da doch ein paar Zehntel nach vorne fehlten. Dementsprechend wurde es zu einer Schlacht zwischen AF Corse und AMR. Den ersten Rückschlag musste dabei AF Corse hinnehmen. Unter etwas merkwürdigen Umständen brannte plötzlich das Heck des F458 mit Toni Vilander am Steuer lichterloh. Offenbar hatte sich eine Benzinleitung gelöst oder war geplatzt, jedenfalls dauerte es von den ersten kleinen Flammen bis zu einem mächtigen Feuer nur wenige Sekunden. Vilander stellte den Wagen ab und dann dauerte es doch einige Zeit, bis die Feuerwehrleute da waren, was zu keiner Kritik führte. Allerdings muss man auch sagen, dass Vilander nicht direkt bei einem Streckenposten angehalten hatte und für die Rennleitung sichtbar war, dass Vilander sich in Sicherheit gebracht hatte. Es gab keinen Grund, das Sicherungsfahrzeug mit den Feuerlöschern sofort in das noch laufende Rennen zu schicken. Vilander blieb unverletzt, der F458 brannte im Heck komplett aus und ist wohl Kernschrott.

Als nächsten erwischte es den Lokalmatador Bruno Senna, der seinen Aston mit einer gebrochenen Hinterachsaufhängung abstellen musste. Übrig blieben im Kampf um die Spitze der Aston mit Mücke/Turner und der Ferrari mit Bruni/Fisichella, die sich ein extrem enges Duell über die gesamten sechs Stunden Fahrzeit lieferten. Mal lag der Aston vorne, mal der Ferrari, und der Abstand betrug selten mehr als ein paar Sekunden. Es war eine beeindruckende Leistung von beiden Teams, an der Box, aber auch auf der Strecke, wo man sich keinerlei Fehler erlaubte. Am Ende siegte der Ferrari mit 1,4 Sekunden (!) Vorsprung vor dem Aston. Die beiden Porsche kamen dahinter ins Ziel, hatten allerdings auch im Rennen ein paar kleinere Zwischenfälle.

GTE-Am

Auch in dieser Klasse lautete der Kampf Aston vs. Ferrari und auch hier ging es munter zur Sache. Der Aston mit Hall/Campbell-Walter konnte am Ende den 8Star Ferrari mit Potolicchio/Aguas/Rigon knapp hinter sich halten und hier lagen beide Autos am Ende noch in einer Runde. Die Porsche hatten auch in dieser Klasse nichts mit dem Sieg zu tun.

Es war, abgesehen von der GTE, ein eher eintöniges Rennen in Interlagos, was bei dem kleinen Starterfeld auch ein wenig absehbar war. Nächster Auftritt der WEC ist am 22. September in Austin.

ALMS

Der Kurs in Baltimore gehört jetzt eh nicht zu den schönsten Stadtkursen, die man sich wünschen kann, die Rennen leiden meist unter vielen Unterbrechungen. Doch was die ALMS da teilweise ablieferte, war dann schon mehr eine Comedy-Veranstaltung, die allerdings von der IndyCar am Folgetag teilweise noch getoppt wurde. Während die IndyCar aber immerhin durch die erste Kurve kam, krachte es in der ALMS schon vor Startlinie heftig.

Das Gute: Niemand wurde verletzt. Nachdem die Trümmer beseitigt waren, fehlten allerdings alle Porsche aus der GT-Klasse, die in der Quali noch erwartungsgemäß vorne gelegen hatten. Und dann war da noch die Schuldfrage – zwar hatten sich die LMP2 gegenseitig abgeschossen, aber die Frage war auch, warum Tucker seinen LMP2 nicht in Gang bekommen hatte. Die Probleme mit den Starts sollten sich auch im Rennen weiter fortsetzen und am Ende kam raus, dass Chris Dyson und Klaus Graf offenbar unterschiedliche Meinungen darüber hatten, wann genau man Gas geben sollte. Dyson sagte “Wenn die grüne Flagge geschwenkt wird, geht es los”, Klaus Graf wiederum beharrte darauf, dass die Rennleitung klar gemacht habe, dass der Restart erst rund drei Reihen nach der Schikane erfolgen würde.

Die Aufräumarbeiten dauerten ewig, was dazu führte, dass man die Rennzeit auf rund eine Stunde und 20 Minuten verkürzen musste. Was wiederum die Strategie massiv beeinflusste. Zudem nahm sich die Rennleitung viel Zeit, bis sie die neuen Mindestfahrzeiten verkündete und es war auch nicht klar, wie diese Zeiten gewertet würden. Ab Start? Schon mit der Einführungsrunde? Das führte bei einigen Teams zu späten Stopps.

In der P1 setzte sich wie üblich der Muscle Milk vorne an die Spitze, aber so klar wie sonst lief das Rennen für Graf/Luhr nicht. Zunächst konnte man sich etwas absetzen, aber der Lola-Mazda blieb immer in Schlagdistanz. Als noch ca. 20 Minuten zu fahren waren, wurde der HPD plötzlich langsamer und Dyson konnte die Führung übernehmen. Es schien, als würde dem HPD plötzlich ein Gang fehlen, jedenfalls kam er aus einigen Kurven nur sehr langsam raus und verlor Boden auf den Lola. Doch das Problem sortierte sich nach wenige Runden wieder von selbst und Luhr gelang es, wieder am Dyson vorbeizugehen. Mit nicht mal drei Sekunden gewann er das Rennen am Ende relativ knapp.

In der GT war es nach dem Ausfall aller Porsche eine Sache zwischen den Corvette und den BMW. Die hatten in Baltimore ein gutes Rennen und fanden sich teilweise auch in Führung liegend wieder. Doch die Corvette waren auf den kurzen Geraden einfach ein klein wenig schneller. Sie nutzen auch das bessere Drehmoment aus der Schikane heraus, um die BMW dann auf die Plätze zu verweisen.

Kein wirklich gutes Rennen der ALMS, auch wenn es in der P1 unüblich spannend war. Aber der Kurs in Baltimore eignet sich wirklich nicht für die Serie. Ob man dort in 2014 mit der USCR fahren wird, ist noch unbekannt. Ich würde den Kurs jedenfalls nicht vermissen.

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Tags: ALMS WEC Rennen

August 14 2013

06:00

ALMS & Grand-Am: Rückblick Road America

Auf der Road America gab es am vergangenen Wochenende zwei neue Siegerteams: die SRT Viper konnte erstmals die GT-Klasse der ALMS gewinnen und in der Grand-Am konnte Brendon Hartley mit dem Co-Piloten Scott Mayer seinen ersten Sportprototypen-Sieg holen.

Doch bevor ich zu den einzelnen Rennen komme, kurz noch einmal zur United Sports Car Series, in der ab 2014 diese beiden Serien aufgehen werden. Denn nach wie vor fehlen Details zur Einstufung von LMP2, Daytona Prototypes und Delta Wing, die in einer Klasse zusammengefasst werden. Das Wochenende in Elkhart Lake bot die Möglichkeit, Vergleichsdaten und -zeiten zu sammeln. Hier einmal die Bestzeiten der drei Fahrzeugtypen, die zukünftig in der Top-Klasse der USCR gegeneinander antreten sollen (mit *) sowie auch der anderen Klassen, die wir im kommenden Jahr wiedersehen werden:

Klasse: Pole-Runde / Schnellste Rennrunde
* LMP2: 1:54.806 / 1:57.116
* DP: 2:00.028 / 2:01.252
* Delta Wing: 1:55.362 / 1:58.635
LMPC: 1:57.630 / 1:59.086
GT (ALMS): 2:03.410 / 2:05.990
GT (Grand-Am): 2:11.183 / 2:10.242

Es zeigt sich, dass die Daytona Prototypes nicht nur deutlich langsamer sind als die LMP2-Boliden – über fünf Sekunden! – sondern auch als der Delta Wing (der aber in diesem Jahr auch als LMP1 eingestuft ist, aber Zeiten unterhalb des LMP2-Niveaus fährt) und vor allem auch langsamer als die LMP Challenge-Klasse, die 2014 unverändert als separate Klasse unterhalb der Prototypen-Klasse fortgeführt werden soll. Knapp 2,5 Sekunden fehlen den DPs auf die Einheitsautos von Oreca mit Chevrolet-Motor, das heißt, sie müssen dringend schneller werden.

Denn nur drei Sekunden langsamer als die DPs sind die GTE-Fahrzeuge der ALMS, die auf jeden Fall unverändert antreten sollen. Hiervon müssten sich die Prototypen eigentlich deutlicher abheben. Möglicherweise ist der Delta Wing der geeignetste Maßstab, an den die anderen angepasst werden können. Seine Performance bewegt sich zwischen LMP2 und DP und der Top-Speed liegt über dem der LMP2, die Kurvengeschwindigkeit ist etwas geringer – die mehrfach gerüchtelte Variante, dass LMP2s zum Einsatz eines Low Downforce-Bodykits verpflichtet werden könnten, würde in diese Richtung führen. Doch noch steht nichts fest und selbst wenn eine Ziel-Zeit gefunden ist, bleibt die Frage, wie man die verschiedenen Wagen so auf diese Rundenzeit bringt, dass es auch auf verschiedenen Streckentypen funktioniert.

August 09 2013

16:00

ALMS & Grand-Am: Vorschau Road America / Ausblick auf die USCR 2014 / AsianLMS: Rückblick Inje

Die American Le Mans Series und die Grand Am fahren an diesem Wochenende in einem gemeinsamen Event – allerdings in getrennten Rennen – auf der Road America. Da bietet sich ein Überblick über den Stand der Dinge bezüglich #thefuture an, also der Vereinigung beider Serien in der United Sports Car Series (kurz USCR) im kommenden Jahr. Nach längerer Funkstille wurden im Juli nach und nach Teile des Reglements vorgestellt – endlich, denn die Zeit drängt: Hersteller, Teams, Sponsoren und Fahrer brauchen Planungssicherheit, um ihre Pakete für 2014 zu schnüren. Eines der wichtigsten Teile im Puzzle allerdings, der Kalender, fehlt weiterhin…

GT_fieldAls Fixpunkt haben sich die Regelmacher der neuen Serie die heutige GTE-Klasse ausgewählt, die in der ALMS aktuell „GT“ heißt und in der USCR zukünftig „GTLM“ heißen wird. Hier bleibt alles beim Alten, denn – das „LM“ gibt den Hinweis – diese Klasse stellt die wichtige Verbindung zu den 24 Stunden von Le Mans dar, die man beibehalten möchte. Die aktuelle ALMS-GT-Klasse funktioniert gut, bietet bei ordentlicher Markenvielfalt meist schönen Motorsport und entsendet Jahr für Jahr Teams an die Sarthe, allen voran das Corvette-Werksteam, das die USCR-Macher sicherlich nicht an die WEC verlieren wollen. Wichtigste Neuerung: Die Fahrzeuge bekommen die US-typischen „window nets“; ob die jedoch wirklich einen Sicherheitsmehrwert über die Hightech-Sitze hinaus bieten, bezweifle ich.

Die GT-Klasse der heutigen Grand Am Rolex-Serie wird bekanntermaßen „GTD“ für „GT Daytona“ heißen. Diese Fahrzeuge werden eingebremst, einerseits um die Kosten zu reduzieren, andererseits um sie deutlich von der GTLM abzusetzen. Ein Einheits-Heckflügel und ein Luftmengenbegrenzer werden hierzu vorgeschrieben.

Gleichzeitig hat man sich aber auch entschieden, FIA-homologierte GT3-Fahrzeuge in dieser Klasse zuzulassen, ohne dass wie bisher größere Modifikationen zur Bedingung gemacht werden. Das bedeutet einerseits großes Wachstumspotential für diese Klasse, birgt aber auch das Risiko, dass sie die GTLM in den Schatten stellt und dass die „traditionellen“ Grand Am-GT-Fahrzeuge (z.B. BMW M3, Chevrolet Camaro) durch die teuren GT3s verdrängt werden. Doch diese Verdrängung hat bereits mit der Zulassung modifizierter GT3 bereits begonnen; außerdem wird ein Auslaufen-Lassen der genannten „traditionellen“ Grand Am-GTs angestrebt, wie Scott Elkins aim Interview mit John Dagys</a> im Juli erklärte.</p> <p><span>Über kurz oder lang wird die GTD also eine amerikanische GT3-Klasse; eine eigenständige Serie, wie sie Stephane Ratel einst plante, ist damit überflüssig und für den Fall, dass das Ende des GTE-Reglements in einigen Jahren kommen sollte, hätte die USCR weiterhin eine sichere GT-Basis. So unklug scheint die Entscheidung alles in allem also nicht zu sein.</span></p> <p><a href=" http:="" rel='\"attachment'>0P1Und damit zur „spannendsten“ Klasse, was das Austüfteln des technischen Reglements angeht: Langsam aber sicher tasten sich die Experten an die Ausbalancierung von Daytona Prototypes, LMP2-Boliden und Delta Wing heran, doch eine fertige Lösung steht noch nicht. Bisher steht fest, dass alle diese Wagen Sechsgang-Getriebe mit Schaltwippen erhalten und dass Luftmengenbegrenzer zur Regulierung eingesetzt werden. Außerdem nennt adie Pressemitteilung</a> folgendes: „Cars considered P2 in origin will follow current technical specs of the ACO”. Dies scheint so gemeint zu sein, dass die LMP2-Fahrzeuge (abgesehen von der Regulierung der Größe des Luftmengenbegrenzers) unverändert starten und alle weiteren Anpassungen lediglich an den Daytona Prototypen vorgenommen werden. Das wäre zumindest eine sinnvollere Lösung, als die LMP2s auf DP-Niveau zu verlangsamen.</p> <p>Doch gerade die <b>Details </b>zur Einstufung, die in dieser Pressemitteilung <b>fehlen</b>, sind die Herausforderung. In dieser Hinsicht wird das anstehende Rennwochenende (das bereits gestern, am Donnerstag begonnen hat) für die Regelmacher von großer Bedeutung sein, denn sie werden (hoffentlich) Massen an Vergleichsdaten sammeln und auswerten können. Die Road America (nahe Elkhart Lake in Wisconsin gelegen) sollte dafür gut geeignet sein, denn sie vereinigt auf 6,5 Kilometern Länge viele verschiedene Typen von Kurven (von engen Ecken wie Turn 5 und der Canada Corner bis hin zum schnellen, langgezogenen Carousel sowie dem berüchtigten „Kink“ danach) und sehr lange Geraden (bis zu 1,2km); außerdem kommen Steigungen und Gefälle hinzu. So sollte sich ein gutes Gesamtbild erzeugen lassen können, wo welche Fahrzeuge ihre Stärken und Schwächen haben, was hoffentlich zu einem baldigen Ergebnis führt.</p> <p>Wie von vielen erwartet wurde außerdem bekanntgegeben, dass der deutsche Hersteller <b>Continental</b> drei der vier Klassen der USCR mit <b>Einheitsreifen</b> versorgen wird. Lediglich in der GTLM wird es – aus oben genanntem Grund – weiterhin offenen Wettbewerb zwischen allen interessierten Reifenherstellern geben. Für GT3-Teams, die an einen Gaststart, etwa bei den 24h von Daytona, denken, bedeutet dies, dass sie sich auf einen weiteren Reifentyp einstellen müssten (in Europa sind GT3s je nach Serie auf Gummis von z.B. Michelin, Dunlop, Yokohama oder Avon unterwegs).</p> <p>Umstellen müssen sich aber vor allem die Teams, die einen LMP2-Boliden in der neuen Serie einsetzen möchten, denn Continental hat bisher keine Teams dieser Klasse beliefert. Die Frage ist, ob Teams dann auch mit Continental-Reifen in Le Mans antreten würden oder ob diese sich aufgrund des Charakters nicht für den Wettbewerb dort eignen (schließlich müssen sie auch den Daytona Prototypes „passen“ und sollen einen gleichmäßigen Wettbewerb zwischen beiden ermöglichen); in diesem Fall müssten LMP2-Teams für Le Mans einen anderen Reifen testen und auswählen und das Auto auf diesen abstimmen, was erhöhte Kosten und damit eine große Hürde für die Le Mans-Teilnahme amerikanischer LMP2-Teams darstellt.</p> <p>Auch für den Delta Wing wird Continental gesonderte Reifen herstellen müssen, wenn dieses Projekt nicht mangels eines funktionsfähigen Motors über den Winter eingestellt wird. Details zum Continental-Deal gibt es a<a href=" http:="" target="\">bei SpeedTV.

Auch zum sportlichen Reglement gab es erste Veröffentlichungs-Häppchen (aaPressemitteilung hier</a>): Während in der Prototyp- und in der GTLM-Klasse die </span><b>Fahrerwahl</b><span> frei sein wird (min. 2, max. 3, bei 12h-Rennen max. 4, bei 24h-Rennen max. 5 Fahrer), darf in der Prototype Challenge und GT Daytona höchstens ein als Platin oder Gold eingestufter Pilot pro Wagen starten. Die IMSA stellt hierzu eine eigene Fahrer-Einstufung auf Basis der FIA-Regeln zusammen. Bei </span><b>Boxenstopps</b><span> dürfen sechs Personen am Auto arbeiten; zwei Schlagschrauber sind erlaubt und es darf gleichzeitig getankt und ein Reifenwechsel vorgenommen werden, was aktuell in den Le Mans-Serien verboten ist.</span></p> <h2>ALMS</h2> <p><a href=" http:="" rel='\"attachment'>551P2_6P1_checkerIm Vorjahr boten Dyson und Muscle Milk Racing auf dieser Strecke das knappste Finish der ALMS-Geschichte: Um 0.083 Sekunden schlugen Chris Dyson und Guy Smith damals Lucas Luhr und Klaus Graf. Ein solcher Ausgang ist in diesem Jahr unwahrscheinlich, denn mit Chris McMurry und Tony Burgess ist der Dyson-Lola-Mazda chancenlos gegen den Muscle Milk-HPD, wenn dieser hält (was in diesem Jahr bisher immer der Fall war). Mit technischen Problemen kämpft weiterhin der Delta Wing. Die LMP1 dürfte also leider für wenig Spannung sorgen.

Anders die LMP2: Die vier HPDs – je zwei von Level 5 und Extreme Speed Motorsports – sind inzwischen gleichermaßen siegfähig. Dreieinhalb von fünf Siegen gingen bisher an Level 5: In Lime Rock wurden den Siegern Tucker/Briscoe nachträglich zu Recht die Punkte aberkannt, weil Briscoe im Kampf um den Klassensieg den Extreme Speed-Wagen abschoss; doch wie in Amerika leider üblich, dürfen sie den unrechtmäßig erfahrenen Sieg trotzdem behalten. Jedenfalls steht es in der Meisterschaft nach fünf von zehn Rennen 95:88 für Level 5 in der Team-Wertung.

Da Ryan Briscoe sich beim IndyCar-Rennen in Toronto das Handgelenk gebrochen hat, hat Scott Tucker aals Ersatz Simon Pagenaud engagiert</a>, der mit seiner großen LMP-Erfahrung den Australier adäquat ersetzen können sollte. Er wird sich in der #552 mit Ricardo Gonzalez abwechseln, Tucker konzentriert sich ausnahmsweise auf die #551, anstatt beide Fahrzeuge zu pilotieren. Ich könnte mir vorstellen, dass auch taktische Erwägungen dahinterstecken, da es die Strategie des Teams oft einschränkt, dass Tucker in beiden Fahrzeugen die vorgeschriebene minimale Fahrzeit absolviert.</p> <p><span>Was die </span><b>GT-Klasse</b><span> angeht, ist die Road America in den vergangenen Jahren BMW-Land gewesen: 2010 und 2012 siegte das Rahal Letterman-Team mit dem M3 GT2, 2011 wurden die beiden Wagen durch den Risi-Ferrari knapp auf die Plätze 2 und 3 verdrängt. Der neue Z4 GTE hat sich in diesem Jahr bisher gut gemacht und konnte sowohl auf dem hakeligen Stadtkurs von Long Beach als auch auf der flüssigeren Strecke von Lime Rock siegen. Die Road America ist allerdings ein recht eigener Streckentyp, da sie lange Geraden mit relativ engen Kurven verbindet.</span></p> <p><a href=" http:="" rel='\"attachment'>4GT_6P1Großer Konkurrent von BMW ist Corvette Racing, die die anderen vier Saisonrennen gewonnen haben. Corvette führt die Team-Wertung mit 92:80 an; in der Fahrerwertung liegt jedoch BMW-Pilot Dirk Müller weiterhin knapp vor dem Corvette-Duo Gavin/Milner (70:65). Zwar ist es für die ALMS erst das sechste von zehn Rennwochenenden und damit gerade einmal Saisonhalbzeit, doch zwischen diesen beiden Teams geht es um jeden einzelnen Punkt im Kampf um die Meisterschaft.

Mit etwas Glück könnten auch die beiden SRT Viper an die starke Leistung aus Mosport anknüpfen, als sie die Pole holten und den Sieg knapp verpassten, aber beide Wagen aufs Podium zu stellen vermochten.

In der Prototype Challenge (die im kommenden Jahr in der USCR weiterleben wird) liegt wieder einmal CORE Autosport vorn, allerdings hat auch PR1 Mathiasen noch Titelchancen; beide haben zwei Siege auf dem Konto. In der GTC liegen Alex Job Racing (Bleekemolen/MacNeil) und Flying Lizard (Canache/Pumpelly) gleichauf bei 77 Zählern, ebenfalls mit je zwei Siegen.

Das Rennen der ALMS startet am Sonntag um 21 Uhr deutscher Zeit, Stream und Übertragung auf MotorsTV beginnen 15 Minuten vorher. Stream, Live Timing, Spotter Guide und alles weitere gibt es auf der aWebseite der ALMS</a>.</p> <h2>Grand-Am</h2> <p>Schon am Samstag tragen die beiden Serien der Grand Am ihre Rennen aus: Erst die Continental Tire Sports Car Challenge Series am frühen, dann die Rolex Sports Car Series am späten Nachmittag, genauer gesagt um 23 Uhr deutscher Zeit. Für sie ist das wunderbar unpassend betitelte „VisitFlorida.com Sports Car 250“ bereits das neunte Saisonrennen von insgesamt zwölf, die Saison wird bereits Ende September enden.</p> <p>14 Daytona Prototypes, 13 GT- und zwei GX-Boliden sind gemeldet. Das <b>DP-Feld</b> ist mit dem modifizierten Reglement, das seit Anfang 2012 in Kraft ist, also stabil geblieben und wird aller Voraussicht nach auch im kommenden Jahr den größeren Teil des Prototypen-Feldes der USCR stellen. Die Punktwertungen werden ausnahmsweise einmal nicht vom Ganassi-Team angeführt: Rojas/Pruett haben zwar zweimal gewonnen (unter anderem die 24h von Daytona), doch sie haben auch zwei Ergebnisse außerhalb der Top Ten in ihrer bisherigen Saisonbilanz. Dennoch gehören die beiden stets zu den Top-Favoriten.</p> <p>Aktuell Meisterschaftsführende sind nach ihrem Sieg beim letzten Rennen in Indianapolis Ryan Dalziel und Alex Popow für Starworks, die wie das Ganassi-Team einen Riley-BMW einsetzen. Ebenfalls sehr gut positioniert sind Gurney/Fogarty für GAINSCO/Bob Stallings, ebenfalls eines der langjährigen Top-Teams der Serie und in dieser Saison mit bisher einem Sieg. Je zwei Siege können Angelelli/Taylor (Wayne Taylor Racing) und Fittipaldi/Barbosa (Action Express) aufweisen, beide setzen auf den Corvette DP.</p> <p>Einige weitere in Europa bekannte Namen sind außerdem dabei: 8 Star Motorsports setzt auf der Road America wieder einmal auf Sebastien Bourdais als Gaststarter; Stephane Sarrazin gehört in diesem Jahr bereits zur Stammbesetzung des Teams. Außerdem hat sich das zweite Starworks-Team mit Brendon Hartley und wechselnden Partnern (diesmal Scott Mayer) in den letzten zwei Rennen endlich aus dem Mittelfeld lösen können; bei den 6h von Watkins Glen reichte es mit dem dritten Fahrer Pierre Kaffer erstmals für einen Podiumsplatz. Richard Westbrook und Ricky Taylor sind die „dritten Männer“ für die GTE-Corvettes in Le Mans 2012 und 2013 gewesen.</p> <p>Die DP-Kategorie ist aufgrund des Reglements von der Technik her sehr ausgeglichen ist, das Fahrerfeld ist bunt durchmischt. Mehrere der aufgezählten Teams sind an diesem Wochenende als Siegkandidaten zu nennen und auch die Meisterschaft ist noch lang nicht entschieden.</p> <p>Auch die <b>GT-Klasse</b> ist breit aufgestellt: Andy Lally und John Potter im Magnus-Porsche führen trotz Sieglosigkeit, aber mit Konstanz, die Meisterschaftswertungen an, knapp gefolgt von Edwards/Liddell im Stevenson-Camaro mit vier Siegen (aus acht Rennen), aber auch zwei 15. Plätzen. Auch die Ferrari 458 von Scuderia Corsa (mit Alessandro Balzan und diesmal Leh Keen) und AIM Autosport (mit Assentato/Lazzaro) sind ohne Siege noch in Reichweite zur Tabellenspitze. Paul Dalla Lana und Bill Auberlen sind, wenn sie zusammen antreten, auch stets zu beachten (bereits zwei Siege in dieser Saison).</p> <p>Außerdem dabei sind diesmal: Maxime Martin im zweiten Turner-BMW M3 und der zweite Mühlner Motorsport-Porsche mit Tim Bergmeister und Jeroen Bleekemolen. Einige Fahrer sind an diesem Wochenende doppelt beansprucht, unter anderem der bereits angesprochene Maxime Martin. Bill Auberlen, John Edwards und Spencer Pumpelly werden a<a href=" http:="" target="\">sogar in drei Serien (ALMS und beide Grand Am-Rennen) am Start stehen.

Das Rennen der Rolex Sports Car Series startet am Samstag um 23 Uhr deutscher Zeit und ist auf MotorsTV live zu sehen.

Rückblick: Asian Le Mans Series in Inje

Der Vollständigkeit halber ganz kurz ein Rückblick auf das erste Rennwochenende der Asian Le Mans Series im südkoreanischen Inje. Tatsächlich traten nur ganze acht Wagen das 3h-Rennen auf dem neuen Kurs namens „Inje Speedium“ an, davon zwei LMP2-Boliden und ein GTE-Ferrari. Der Sieg ging an das chinesische KCMG-Team mit Gary Thompson, James Winslow und dem sechzehnjährigen Akash Nandy. Die schnellste Runde, die dieses Team drehen konnte, war knapp drei Sekunden schneller als die des OAK Racing-Teams; beide starteten mit einem Morgan-Chassis, KCMG mit Nissan-Motor, OAK mit Judd-Aggregat. Bei OAK Racing kamen außerdem fünf Minuten mehr Boxenstandzeit zusammen, sodass sich insgesamt ein Abstand von fünf Runden akkumulierte, was am Ende nur Gesamtrang 3 bedeutete.

Gesamt-Zweiter wurde AF Corse mit dem GT3-Ferrari und Rugolo/Bertolini/Wyatt, ebenfalls fünf Runden vor dem nächsten Klassen-Konkurrenten. Der einsame GTE-Ferrari des Taisan Ken Endless-Teams erreichte Gesamtrang vier. Zwischen den beiden Ferrari 458-Varianten lagen in der schnellsten Rundenzeit nur drei Zehntel (zugunsten der GTE-Variante).

Das nächste Rennen der Asian Le Mans Series wird am 22. September in Fuji ausgetragen. Dann sollen 8 bis 10 Fahrzeuge mehr am Start stehen, allesamt Gaststarter aus der GT300-Klasse der beliebten Super GT-Serie. Doch was kommt danach?

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July 23 2013

05:33

ELMS/ALMS: Spielberg und Mosport 2013

Die beiden Prototypen-Serien fuhren am Wochenende ihre Rennen und dies mit teilweise sehr unterschiedlichen Ergebnissen, was die Spannung angeht.

ELMS Red Bull Ring 2013Die ELMS gastierte am Red Bull Ring und das sollte auf dem Papier eigentlich ein gutes Rennen garantieren. Die Abstände in der LMP2 waren bisher klein, es kamen etliche Teams für den Sieg in Frage. Die langen Geraden in Spielberg sollten eigentlich dafür sorgen, dass sich das Feld nicht auseinanderzieht. Dachte man. Doch offensichtlich setzt in der LMP2 in der Saisonhälfte nach dem 24H Rennen in Le Mans bei einigen Teams das große Sparen ein. Greaves verzichtete auf den Start komplett, bei vielen anderen Teams sah man Paydriver am Steuer. Das verzerrte das Bild etwas und spülte jene nach vorne, die sich den Luxus von zwei Topfahrern erlauben können.

Vom Start weg lag das Jota-Team vorne und Oliver Turvey konnte sich als bald einen kleinen Vorsprung rausfahren. Dahinter kämpften zunächst der Murphy Prototypes mit Jonathan Hirschi und der Thiriet mit dem ins Team zurück gekehrten Mathias Beche. In Lauerstellung lag der Morand mit Franck Mallieux. Die vier lagen im ersten Stint durchaus eng zusammen und lieferten sich ein schönes Duell. Was Turvey vorne aber weitere Sekunden schenkte.

Doch die ersten Boxenstopps warfen das Feld mächtig durcheinander. Zuerst erwischte es mal wieder die Truppe aus Irland. Der Murphy-Oreca sprang nach dem Stopp nicht an und wurde sogar in die Box geschoben. Dort stellte man den Tod des Startermotors fest, ersetzte diesen, was aber 17 Runden kostete. Als nächsten erwischte es den Führenden, den Jota. Turvey war zu schnell am Boxeneingang und musste für eine 30 Sekunden Stopp & Go noch mal rein, lag aber nicht aussichtlos auf P4. Nachdem er an Simon Dolan übergeben hatte, drehte dieser sich allerdings, und verlor an den Anschluss an die Spitzengruppe.

In dem ganzen Gewühl hatte die Mannschaft von Thiriet am schnellsten gearbeitet und den Wagen damit in Führung gebracht. Hinter ihm drückte der Race Peformance Wagen aufs Tempo, aber Michel Frey versenkte seinen Einsatzwagen in einem Kiesbett und verlor viel Zeit. Somit beruhigte sich der Kampf um die Spitze nachdrücklich.

ELMS Red Bull Ring 2013Ein sensationelles Rennen fuhr der Sigantech Alpine mit Nelson Panciatici und Pierres Ragues. Eigentlich stand der Wagen auf der Pole, aber weil die beste Zeit unter Gelb gefahren wurde, wurde er ans Ende des Feldes verbannt. Nach dem letzten Boxenstopp lag der Alpine schon auf P2 und hatte nur 22 Sekunden Rückstand. Doch Pierre Thiriet konterte die Angriffe, und sicherte so einen weiteren Sieg für sein Team. Auf P3 landete der Monrand, P4 holte sich der Jota.

In der GTE stand der Proton Porsche auf der Pole, wurde aber schnell von JMW und den beiden RAM-Ferrari überholt. Matt Griffin setzte sich im RAM F458 an der Spitze fest. Und sollte dort auch bleiben. Weil der sich der zweite RAM mit dem JMW einen heftigen Kampf lieferte, konnte Griffin seinVorsprung auf fast eine Minute ausbauen. Sein Teamkollege Johnny Mowlem hatte kein Problem, den Sieg nach Hause zu fahren. Der JMW mit Andrea Bertolini und Joel Camathias landete am Ende auf P2, der zweite RAM mit Jannette/Montecalvo kam auf P3.

Alle Ergebnisse als pdf

Es war ein teilweise etwas zähes Rennen am Red Bull Ring, das aber immer wieder ein paar Highlights hatte. Nicht hilfreich war leider dieses Mal der Kommentar von Radio Le Mans. Nick Damon und sein Kollege waren teilweise sehr abgelenkt und brachten wenig Schwung ins Rennen. Die ELMS macht mal wieder eine längere Pause, weiter geht es am 14.09. in Ungarn.

ALMS

Die ALMS machte Halt auf dem ebenso schönen, wie schnellen und gefährlichen Kurs in Mosport/Kanada. Man hat die Anlage unter der Regentschaft von Ron Fellows zwar schon deutlich verbessert, die teilweise fehlenden Zäune hinter den altersschwachen Leitplanken sind allerdings weiter ein Ärgernis. Schwere Unfälle blieben jedoch aus.

In der P1 war die Sache schon vor dem Start klar. Da der Rebellion nicht mehr dabei ist und Dyson seinen schnellen Wagen mit Guy Smith und Chris Dyson zurück gezogen hat, steht der Muscle Milk HPD ohne Konkurrenz da. Klaus Graf fuhr einen flotten ersten Stint, Luhr erledigte den Rest und meinte nach dem Rennen, dass es recht entspannt gewesen sei. Für eine ebenso kurze wie bemerkenswerte Überraschung sorgte der Delta-Wing, der in der ersten Runde auf P2 stürmte und richtig gute Rundenzeiten hinlegte. Doch der Spaß war noch vor dem ersten Boxenstopp vorbei, als man den Wagen mal wieder mit einem Defekt am Motor in die Garage schob. Schade, der Delta Wing könnte mit einem vernünftigen Motor mehr. Elan ist es bis heute nicht gelungen, den Motor auch nur ansatzweise standfest zu machen. Vielleicht hätte man doch RML fragen sollen.

Der zweite Dyson mit den Pay-Drivern Tony Burgess und Chris McMurry war verhältnismäßig häufig im Bild zu sehen, was allerdings daran lag, dass man den vier LMP2 im Weg stand. Immerhin konnte man so auch mal sehen, was ein guter Fahrer ausmacht. Burgess bremste deutlich früher, nahm weniger Speed durch die Kurve mit und wartete auch beim Herausbeschleunigen etwas länger, als die beiden LMP2 von Extrem Motorsport und Level5, die sich hinter ihm in einem innigen Zweikampf befanden. Normalerweise müsste der Dyson P1 schnell genug sein, um die P2 weit hinter sich zu halten, in diesem Fall zogen die HPD aber nach und nach alle am Lola-Mazda vorbei.

Immerhin lieferten sich in der LMP2 der Level 5 mit Scott Tucker/Marino Franchitti und der Extreme Motorsport mit Scott Sharp und Guy Cosmo ein starkes Gefecht. Auch nachdem man den Dyson endlich hinter sich gelassen hatte, klebten beide Fahrzeuge aneinander und fuhren mehr oder weniger ein Sprintrennen aus. Zwischenzeitlich mischte sich auch mal kurz der zweite Level 5 Wagen ein, vor allem wenn Mike Conway am Steuer saß, der für den verletzten Ryan Briscoe eingesprungen war. Bis in die letzte Runde dauerte das Gefecht an, bis auf der letzten Geraden hatte Scott Sharp noch die Chance an Franchitti vorbei zu gehen. Doch dann schob sich der Muscle Milk zwischen beide Fahrzeuge und während der Level 5 noch eine weitere Runde drehen konnte, wurde des Extrem Motorsport HPD hinter dem Muscle Milk abgewunken. So kam am Ende dann eine Runde Rückstand auf den Zeitlisten zusammen.

In der GT-Klasse gab es einen sensationellen Zweikampf zwischen den Corvette und den Vipern, der sich ebenfalls über das gesamte Rennen hinzog. Die Viper mit Jonathan Bomarito und Kuno Wittmer am Steuer hatte etwas überraschend die Pole erobert. Da sieht man mal, wie unterschiedlich die BoPs in den USA sind. Während die Viper in Le Mans gegen die Corvette keine Chance hatte, liegt man in der ALMS auf Augenhöhe. Aber wenn die BoP so gute Rennen liefert, dann soll das wegen mir halt so sein. Die Spitze wechselte zwischen den vier Werkswagen oft hin und hier, gegen Ende konnten sich dann die Corvette mit Thommy Milner/Oliver Gavin und die Viper mit Dominik Farnbacher/Marc Goossens vom Rest des Feldes absetzen. Die Viper war auf der Geraden einen bisschen schneller, die Corvette am Kurvenausgang, wo es Milner immer wieder gelang, die paar Meter zu gewinnen, die die Viper hinter ihm halten konnte. Beide Fahrer probierten wirklich alles, doch beide Fahrer und ihr Fahrzeuge waren so gleich stark, dass keiner profitieren konnte. Ein wirklich atemberaubendes Finish, in dem sich die Corvette dann durchsetzen konnte. Der Pole-Sitter landete auf P3, dahinter die zweite Corvette. Erst danach folgten die beiden BMW Z4, die in Mosport ebenso zu melden hatten, wie die ja schon fast notorisch unterlegenen Porsche.

Ergebnisse, wieder als pdf.

Ein wirklich gutes Rennen der ALMS, die auf der Zielgeraden ihrer Existenz noch mal zeigt, was sie ausgemacht hat. Was die GT-Klasse angeht muss man sich aber keine Gedanken machen. In der ab 2014 startenden Nachfolgerserie USCR wird man GT3 Fahrzeuge zulassen, was das Feld noch mal stärker machen sollte.

Nächstes Rennen der ALMS ist schon am 11.08 in Road Atlanta.

(Nur ELMS Fotos, von der ALMS waren zeitnah mal wieder keine Pressefotos zu haben)

ELMS Red Bull Ring 2013 ELMS Red Bull Ring 2013 ELMS Red Bull Ring 2013 phototheque-2013-Red Bull Ring-p17vuapsr8190g2no8jn18ii1c044 ELMS Red Bull Ring 2013 ELMS Red Bull Ring 2013 ELMS Red Bull Ring 2013 phototheque-2013-Red Bull Ring-p17vumf9vn1jc314h61hdgl051a1oc (1) ELMS Red Bull Ring 2013 ELMS Red Bull Ring 2013

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July 05 2013

16:03

ALMS: Vorschau Lime Rock

Die ALMS startet wie gewohnt in Lime Rock in die Post-Le Mans-Phase ihrer Saison. Allerdings gibt es aus Amerika wenig Neues zu berichten.

Nur Corvette Racing, die beiden SRT Viper sowie Level 5 Motorsports und Dempsey/Del Piero (in Kooperation mit dem Proton-Team) haben in diesem Jahr die Reise nach Europa auf sich genommen, gelohnt hat es sich für die meisten kaum: die Corvettes fuhren ohne Chance aufs Podium im Mittelfeld der GTE-Pro (Plätze 4 und 7); SRT brachte zwar beide Autos ins Ziel, doch mehr als ein Herantasten war es nicht. Der 8. Rang (von 12 Teilnehmern) für Goossens/Farnbacher/Dalziel ist schon recht beachtlich für das noch junge Team. Der Level 5-HPD geriet bei mehreren Boxenstopps in Brand, konnte sich aber über die Distanz schleppen, wenn auch außerhalb der Wertung (mangels zurückgelegter Distanz). Einzig das Team um Patrick Dempsey kann trotz knapp verpassten Podiums einigermaßen zufrieden sein. Im Lime Rock Park, in der Nordwestecke Connecticuts gelegen, sind die beiden Werks-Corvettes sowie das Level 5-Team in ihren jeweiligen Klassen jedoch wieder die klaren Favoriten.

In der LMP1 feiert das nahe der Strecke beheimatete Dyson Racing-Team seinen 30. Geburtstag. Ein gutes Ergebnis wäre Chris Dyson und Guy Smith auch zu gönnen. Doch obwohl der kurvenreiche Kurs dem Lola mit dem Mazda-Vierzylinder-Turbo eigentlich einigermaßen liegt, dürften sie kaum eine Chance gegen das starke Muscle Milk-Team mit Luhr/Graf haben. Die führen auch die Meisterschaft mit 62 Zählern an. Leider hat der große Konkurrent Rebellion Racing (58 Punkte) sein ALMS-Engagement kurzfristig reduziert hat, um sich auf die Entwicklung des R-One für 2014 zu konzentrieren. In Road America, auf dem Circuit of the Americas sowie beim Petit Le Mans möchte Bart Hayden mit seiner Truppe allerdings gern antreten; der Meisterschafts-Kampf gegen Muscle Milk ist damit jedoch beendet und der Titel bereits so gut wie vergeben, denn Dyson konnte in diesem Jahr noch keinen einzigen Punkt sammeln.

Auch der Panoz/Elan-Delta Wing ist mit Meyrick/Legge wieder dabei und sollte über die 2h 45min-Distanz hoffentlich halten.

Viermal Honda in der LMP2: hier wäre zu wünschen, dass Extreme Speed Motorsport die fast zweimonatige Pause gut genutzt hat, um den HPD Arx-03b etwas besser kennenzulernen und die Lücke zum Level 5-Team zu schließen. Gelingt das, wird es spannend. In der Meisterschaft ist es das sogar, da in Long Beach beide Level 5-HPD mit Problemen zu kämpfen hatten. So steht es in der Teamwertung aktuell 59:52 zugunsten von Scott Tuckers Mannschaft.

In der GT-Klasse stritten sich bisher Corvette Racing und Rahal/Letterman/Lanigan Racing mit seinen beiden BMW Z4 GTE um Siege und Punkte. In der Teamwertung liegen die US-Fabrikate mit 56:52 knapp vorn, in der Fahrerwertung liegt allerdings Dirk Müller (BMW) allein vorn. Hier sind auch Farnbacher/Goossens bisher noch nah an der Spitze, da bisher keines der vier Top-Autos von Corvette und BMW alle Rennen problemlos beenden konnte. Zwischen diese sechs könnten sich auch die Porsche von Falken und CORE Autosport (zweites Rennen für Long/Kimber-Smith) und die beiden Ferrari 458 (Risi Competizione und AJR Boardwalk/Team West) mischen und vielleicht für eine Überraschung auf dem Podium sorgen.

Die Challenge-Klassen mit sieben (LMPC) bzw. acht Autos (GTC) sind auch dabei und werden auf dem knackig-kurzen Kurs für viele Überrundungsmanöver sorgen. Die Bewältigung dieses Problems wird in den drei „großen“ Klassen rennentscheidend sein, dies gilt im Lime Rock Park ganz besonders. Der Strckenumbau brachte mit der Uphill-Schikane einen neuen Bremspunkt, an dem Überholmanöver möglich, aber dank der geschwungenen Fahrbahn trotzdem konfliktträchtig sind; die zwei neue Passage, die West Bend-Variante, wurde bereits im Vorjahr wieder aus dem ALMS-Streckenverlauf gestrichen. Damit ist der 2,4km kurze Kurs wieder schneller und flüssiger und um eine Herausforderung reicher geworden.

Das Rennen startet am Samstag um 21:05 deutscher Zeit, die Qualifikation findet bereits am Freitagabend statt. Beides wird live gestreamt; den Stream sowie alle weiteren wichtigen Infos gibt es auf alms.com zu finden.

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May 17 2013

17:50

ELMS: Vorschau Imola /ALMS: Rückblick Laguna Seca

Generalprobe für Le Mans, die Dritte. An diesem Wochenende ist die europäische Le Mans Serie dran, nachdem in Laguna Seca letztes Wochenende vor allem die Vor- und Nachteile von Kiesbetten präsentiert wurden.

103562 1 5 1 300x200 ELMS: Vorschau Imola /ALMS: Rückblick Laguna SecaErst stand für die WEC mit den 6 Stunden von Spa der letzte große Test für die Topfavoriten auf den Le Mans-Gesamtsieg an, dann folgte die ALMS mit einem 4h-Rennen in Laguna Seca und nun schließt die ELMS mit ihrem dreistündigen Lauf auf einer weiteren Traditionsstrecke diese Reihe ab. Vor zwei Jahren traten Le Mans-Sportwagen zuletzt (und auch zum ersten Mal seit langem) auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari an, und meine Befürchtung, dass es mit knapp 50 Boliden auf der engen, kurvenreichen Strecke chaotisch zugehen würde, behauptete sich ganz und gar nicht, der Lauf der damaligen ILMC (zusammen mit der LMS) ging ohne nennenswerte Zwischenfälle und mit einem Peugeot-Doppelsieg über die Bühne. Nun tritt die runderneuerte ELMS allein dort an und wird sich vor allem auf eines freuen: Sonnenschein.

Denn der Auftakt in Silverstone, am „Super Endurance Weekend“ mit der WEC war dermaßen verregnet, dass das Rennen zu großen Teilen hinter dem Safety Car abgespult wurde, bis man die nötige Distanz für die Punktvergabe erreicht hatte und (endlich) abbrechen konnte. Zwar soll es auch am Freitag in Imola Regenschauer geben, doch zumindest der Renntag soll bei gut 20°C sonnig werden. So wird man sich erstmals ein wirklich klares Bild über das Kräfteverhältnis in der Serie machen können, nachdem es in Silverstone dem Wetter entsprechend chaotisch zuging und kaum ein Auto im Rennen ohne Dreher blieb. Ein paar grobe Aussagen kann man zumindest in LMP2 und GTE-Pro dennoch treffen.

Es gibt allerdings auch noch einen zweiten Grund zur Freude: das dünne Feld der ELMS wächst, und zwar gleich um fünf Fahrzeuge: 28 Autos werden in der Emilia-Romagna am Start stehen. Neu dabei ist in der LMP2-Klasse das HVM Status Grand Prix-Team mit einem Lola-Judd. Diese Kooperation wollte eigentlich in diesem Jahr die WEC bestreiten, wofür jedoch schlussendlich das Geld fehlte. Schön, dass wir den Wagen dennoch in Aktion sehen werden. Als Fahrer ist bisher nur Jonathan Kennard gemeldet, der Platz an seiner Seite ist noch offen. Die übrigen vier Neulinge starten allesamt in der GTC-Klasse: Kox Racing mit den Niederländern Peter Kox und Nico Pronk (Lamborghini Gallardo) sowie das russische SMP Racing-Team mit drei Ferrari 458 GT3 und überwiegend russischen Piloten; bekanntester Name ist da noch der Italiener Maurizio Mediani, der dieses Jahr auch für Krohn Racing die WEC bestreitet.

Soweit man das nach Silverstone beurteilen kann, trifft HVM Status GP auf ein eng zusammenliegendes LMP2-Feld. Wie in der Saison-Vorschau prophezeit, scheinen vor allem Jota Sport (Sieg in Silverstone und beachtlicher dritter Platz bei der WEC in Spa!), Thiriet by TDS (Vorjahres-Meister und weiterhin schnell, jetzt auch wieder mit Mathias Beche), Murphy Grand Prix (die Pechvögel) und Signatech-Alpine das Bild an der Spitze zu bestimmen. Greaves Motorsport (übrigens LMP2-Sieger beim Imola-Rennen 2011) tat sich in Silverstone mit dem US-Dup Dyson/Marsal schwer, bringt nun aber das Duo Kimber-Smith/Heinemeier-Hansson an den Start. Race Performance ist konstant flott, aber nicht aus eigener Kraft siegfähig; Morand Racing legte beim Debüt eine gute Quali hin, überstand aber nicht die Startrunde. Boutsen-Ginion und vor allem DKR haben gegen dieses recht dichte Feld wohl keine Chance auf vordere Platzierungen.

In der GTE siegten in Silverston Ried/Roda/Tandy im Proton-Porsche, die immer für starke und konstante Rennen zu haben sind, nun aber mit Paolo Ruberti an Stelle von Nick Tandy. Schneller war allerdings das neue Team RAM Racing, das der F1-Veteran Dan Shufflebottom über den vergangenen Herbst und Winter um sich geschart hat. Einer der beiden Ferrari 458 (Mowlem/Griffin) holte sich direkt mit drei Zehntelsekunden Vorsprung die Pole, im Rennen landeten sogar beide auf dem Podium. So feiert man seinen Einstand richtig. In Italien wird jedoch auch AF Corse versuchen, wieder auf die Erfolgsspur zurückzufinden, und auch JMW Motorsport ist mit einem Ferrari 458 und Lokalmatador Andrea Bertolini am Steuer unterwegs. Eine Bestätigung des Top-Resultats von RAM Racing auch unter trockenen Bedingungen wäre ein enormer Fingerzeig, würde es jedoch umso trauriger erscheinen lassen, dass der ACO das neue Team nicht mit einem Startplatz in Le Mans bedacht hat.

Die ELMS bestreitet dieses Wochenende zusammen mit der französischen GT3-Meisterschaft (FFSA-GT) und einigen weiteren Rahmenserien, u.a. der historischen Formel 3 und der XL Formula für Formel-„Youngtimer“, also ausgemusterte Wagen aus der jüngeren Monoposto-Geschichte (Formel 1 ab 1991, IndyCar, Formel Renault, Formel 3000, A1GP und Co.). Quali und Rennen der ELMS werden am Samstag ausgetragen,   und zwar um 10 Uhr morgens bzw. nachmittags von 16 bis 19 Uhr. Auf der Webseite wird es wieder einen Livestream geben und Motors TV überträgt weitgehend live, macht jedoch eine Pause für die Live-Übertragung des zweiten Formel 3-EM-Rennens in Brands Hatch.

ALMS – Laguna Seca

Die entscheidende Statistik für die Beantwortung der Frage, wie das ALMS-Rennen in Laguna Seca war, ist folgende: 40 von 150 Runden wurden hinter dem Safety Car abgespult, nur eine Grünphase erreichte eine Länge von 30 Runden, die meisten waren deutlich kürzer. Das summiert sich auf eine Zeit von ca. zwei Stunden unter Gelb, also die Hälfte der gesamten Renndauer. Entsprechend zerhackt und unansehnlich war das Rennen und hier zeigt sich auch der Vorteil asphaltierter Auslaufzonen gegenüber traditioneller Kiesbetten: wer einmal rausrutscht, steckt fest und muss aufwändig befreit werden.

Doch genau das ist auch – abgesehen von der Sicherheit – der Vorteil des guten alten Kiesbetts: Fehler werden bestraft, ein Ausweichen auf weite Asphaltflächen ist nicht möglich. Und genau so wurde auch das Rennen an der Spitze entschieden: denn lange hatten – durch die Cautions immer wieder zusammengetrieben – Muscle Milk und Rebellion hart miteinander gekämpft, bis es dann in der vorletzten Grünphase aufgrund von Platzmangels auf der Strecke und eines gewagten Manövers von Jani zu einem Kontakt zwischen beiden kam, der einen Reifenschaden am Rebellion-Lola verursachte. Dieser musste zur Box und konnte die so verlorene Zeit nicht wieder aufholen, auch nicht mit Hilfe der letzten Gelbphase, denn beim letzten Restart steckten zahlreiche überrundete Fahrzeuge zwischen dem Muscle Milk-HPD und ihm. Und so gewannen Lucas Luhr und Klaus Graf nach vier Stunden für Greg Picketts Team mit gut sechs Sekunden Vorsprung.

Lange eng blieb aufgrund der zahlreichend Gelbphase natürlich auch die GT-Klasse, die viele spannende Duelle ablieferte. Am Ende siegte die Corvette von Garcia/Magnussen vor dem starken Falken-Porsche von Henzler/Sellers, die allerdings ihre Punkte (nicht aber den Platz) verloren, weil nach dem Rennen der Stall-Test, bei dem die Luftzufuhr des Motors abgedeckt wird und diese folglich absterben sollte, nicht bestanden wurde. Dritte wurden Müller/Edwards für BMW, und einen beachtlichen vierten Rang erreichten Alex Job Racing mit dem neuen Ferrari.

Der Delta Wing hätte es beinahe über die Distanz geschafft, erst etwa eine Viertelstunde vor Feierabend, nach 104 absolvierten Runden, ging der Elan-Motor diesmal in Rauch auf. Die folgenden ALMS-Läufe sind kürzer, sodass dann tatsächlich mal eine Zielankunft zu schaffen sein sollte. Die Rundenzeiten zeigen allerdings, dass der Delta Wing wohl auch mit halber Kraft unterwegs war, um überhaupt so weit zu kommen: 10 Sekunden fehlten in der schnellsten Runde auf die LMP1-Spitze, und immerhin soll der Wagen ja offiziell in dieser Klasse fahren.

In der LMP2 siegte – wenig verwunderlich – Level 5 mit Tucker/Briscoe und Tucher/Franchitti deutlich vor Extreme Speed Motorsport. Level 5 will nun am Grand Am-Rennen in Kansas ateilnehmen, um dabei zu helfen, eine sinnvolle Balance of Performance für die UCSR zu erarbeiten. Sieger in der Prototype Challenge wurden Guasch/Diaz für PR1/Mathiasen Motorsport, in der GTC standen Cisneros/Tandy (NGT) nach einen Überholmanöver von Tandy in der letzten Runde ganz oben auf dem Treppchen.

(Bildquelle: Nissan Europe)

 ELMS: Vorschau Imola /ALMS: Rückblick Laguna Seca

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Tags: ALMS LMS

May 09 2013

06:00

ALMS: Vorschau Laguna Seca

Rennen #3 für die ALMS in ihrer letzten Saison – oder, wenn man schon rückwärts zählen möchte, das achtletzte dieser einst großen Serie.

91GT 3GT 300x160 ALMS: Vorschau Laguna SecaSeit 2009 stagniert die ALMS und bringt nur mithilfe der Challenge-Klassen ordentliche Felder an den Start. In den fünf Klassen wird dennoch immer mal wieder guter bis sehr guter Rennsport geboten, und gerade Laguna Seca ist eine spektakuläre Strecke, auf der sich die Sportwagen sehr gut machen. Viele flotte Kurven, aber nur wenige bzw. vor allem kurze Geraden: die Strecke ist fahrerisch anspruchsvoll und es bleibt gern mal eng, aber Überholen ist alles andere als einfach und so ziehen sich Zweikämpfe – auch wenn der hintere Wagen deutlich schneller ist – oft über viele Runden, um dann mit dem Austausch von Lackschichten zu Ende zu gehen.

Prädestiniert dafür ist natürlich vor allem die GT-Klasse, in der es auf dieser Strecke in den letzten Jahren spektakuläre, aber manchmal auch haarsträubende Manöver zu sehen gab, wenn der Hintermann zu ungeduldig wurde. In diesem Jahr siegten bisher einmal die Werks-Corvette (Gavin/Westbrook/Milner in Sebring) und einmal der BMW von Rahal/Letterman/Lanigan (Auberlen/Martin in Long Beach) und die beiden Teams, die mit ihren je zwei Autos zusammen die Meisterschaftstabelle anführen, dürften auch in Monterey wieder zu den Favoriten zählen. Corvette Racing ist „Titelverteidiger“ in Laguna Seca, die Seriensieger der Jahre zuvor, Flying Lizard Racing, fehlen ja leider in diesem Jahr.

Erstaunlich stark präsentierte sich in Long Beach auch die SRT Viper, die von Dominik Farnbacher auf die Pole gestellt wurde und im Rennen Klassenrang 3 hinter den beiden BMW erreichte. Eine Änderung an der Balance of Performance gab es für Laguna Seca nicht, aber es handelt sich natürlich um eine Strecke völlig anderen Charakters. Außerdem ist es für Team und Auto das erste Rennen dort, da man ja 2012 erst in der zweiten Saisonhälfte einstieg. Ein weiteres gutes Rennen würde aber viel Schwung auf dem Weg nach Le Mans bringen, die 24 Stunden sind das nächste Rennen für SRT, wie auch für die Corvettes.

In der P1 herrscht Gleichstand zwischen Muscle Milk und Rebellion Racing: beide haben je einen Lauf gewonnen und stehen bei 40 Zählern. Beide Teams sind erfahren und die Autos erprobt. Ich hatte Rebellion vor Saisonbeginn etwas stärker eingeschätzt, doch sowohl in Sebring als auch in Long Beach hat sich das Team von Greg Pickett mit dem Honda sehr gut geschlagen. Somit dürfte es auch diesmal spannend werden an der Spitze. Dyson Racing kann da in diesem Jahr leider noch weniger mithalten als im Vorjahr, doch möglicherweise liegt dem etwas schwächeren Mazda-Turbo-Vierzylinder die kurvige Strecke in Kalifornien etwas besser.

Auch der Delta Wing ist wieder am Start und in der LMP1 gemeldet, nachdem die Panoz-Mannschaft eine Runde ausgesetzt hat, um stattdessen ausgiebig zu testen. Das war nach dem schwierigen Auftritt in Sebring auch nötig, als der Motor nach wenigen Stunden in Rauch aufging. Die Tests auf dem Buttonwillow Raceway und dem Roebling Road Raceway sollen gut gelaufen sein – andere Verlautbarungen wären jedoch auch sehr überraschend; was wirklich hinter diesem PR-Sprech steckt, wird sich am Wochenende zeigen. Eine Zielankunft in dem 4h-Rennen wäre ein großer Schritt vorwärts. Pilotiert wird der „Silberfeil“ diesmal von Andy Meyrick und Katherine Legge.

Wie in der GT und der P1 herrscht auch in der P2 Punktgleichstand: sowohl Extreme Speed als auch Level 5 haben 37 Punkte. Zwar war Scott Tuckers Extreme Speed-Team auch in Long Beach schneller, doch kamen beide Wagen nicht ohne Probleme durchs Rennen, sodass der Sieg an Sharp/Cosmo ging. Wenn sie ohne Probleme durchkommen, ist Tucker mit seinen Kollegen Marino Franchitti (in der #552) und Ryan Briscoe (in der #551) schneller.

Die vollständige Entry List, auch inklusive der Challenge-Klassen, die ich an dieser Stelle ausspare, gibt es hier. Das Rennen findet am Samstag statt und geht über vier Stunden – für Deutschland ergibt das aufgrund der großen Zeitverschiebung ein Nachtrennen: Start ist um 00:30 Uhr in der Nacht auf Sonntag. Doch für GT- und Prototypen-Kämpfe zwischen Andretti Hairpin und Corkscrew lohnt sich das Wachbleiben! Stream, Timing und weitere Infos sind wie gewohnt auf alms.com zu finden.

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(Fotos: ALMS)

 ALMS: Vorschau Laguna Seca

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Tags: ALMS

September 03 2012

14:28

ALMS: Bericht Baltimore 2012 & Ende der ALMS?

Ein ungewöhnliches Rennen der ALMS sahen die Zuschauer in Baltimore. Mittlerweile verdichten sich auch Gerüchte, dass die ALMS bald Geschichte ist.

Wie schon in der Vorschau befürchtet, war Baltimore keine gute Strecke für die Prototypen. Zu eng, zu wellig, zu eckig. Vor allem die LMP1 tat sich schwer und zu dem waren Muscle Milk und beide Dyson Wagen von Problemen gebeutelt, die sie weit zurückfallen ließen. Und so kam es dann zu dem seltenen Ergebnis, dass ein LMP2 Wagen den Sieg einfahren konnte. Das auch diese Klasse nicht von Schwierigkeiten verschont blieb zeigt der dritte Platz auf dem Podium, der von einem LMPC-Team erreicht werden konnte. Immerhin: Das Rennen war recht spannend und in der GT-Klasse ging es ordentlich zur Sache.

Das Rennen hatte eigentlich wie immer angefangen: Das Muscle Milk Team ging in Führung und baute diese auch rasch aus. Dahinter platzierte sich Chris Dyson, der allerdings unter massiven Druck vom LMP2 Wagen des Conquest-Teams stand. Es war schon erstaunlich anzusehen, wie der Morgan-Nissan den Dyson-Lola vor sich herschob. Ähnliche Bilder sah man teilweise zwischen GT und LMPC Wagen, die auf dem Kurs in Baltimore kaum von der Stelle kamen. Doch der Tag für Conquest verlief unglücklich. Erst handelte man sich eine 60 Sekunden Stopp & Go ein, weil David Heinemeier-Hanson sich etwas ruppig am Dyson-Lola vorbei geschoben hatte, später forderte der wellige Kurs seinen Tribut in Form einer gebrochenen Aufhängung. Über die Strafe gegen Conquest wurde viel diskutiert, denn eigentlich war der LMP2 Wagen klar schneller und Eingangs Turn 1 auch schon deutlich neben dem Dyson. Dennoch sah die Rennleitung ein Vergehen, obwohl die Berührung keinerlei Schäden an beiden Wagen verursachte. Damit war dann zumindest der Weg für beide Level 5 Wagen an der Spitze der LMP2 frei.

Doch es sollte noch besser für Scott Tucker laufen. Erst verabschiedete sich vorne der Muscle Milk Wagen mit einem Getriebeproblem, dass den HPD etliche Runden an der Box aufhielt. Dann verabschiedeten sich auch noch beide Dyson mit Problemen von der Spitze. Zwar konnten alle LMP1 das Rennen beenden, aber die Platzierung sagt schon alles. Chris Dyson landete auf P23, Muscle Milk einen Rang dahinter. Der zweite Dyson mit Eric Lux und Michael Marsal erreichte immerhin P13. So konnte Level 5 nach dem ALMS Klassensieg in Sebring den zweiten Gesamtsieg einfahren. Das es ein Doppelsieg wurde, erfreute die Mannschaft um so mehr.

Die GT-Klasse war wie erwartet hart umkämpft, am Ende konnte sich der Falken Porsche mit Wolf Henzler und Bryan Sellers vor der Corvette mit Gavin/Millner durchsetzen. Auf P3 kam der Ferrari von Extrem Sport mit Scott Sharp und Johannes van Overbeek ins Ziel. Das die Porsche auf Grund ihrer Gewichtsverteilung in Baltimore einen Vorteil haben würde, war vor dem Rennen klar, man hatte jedoch allgemein auf das Flying Lizard Team mit Bergmeister/Long gesetzt. Die kamen innerhalb der Zwei-Stunden-Distanz nie so recht an die Spitzengruppe ran. Der Falken Porsche dominierte das Rennen die meiste Zeit, auch wenn die Corvette in Schlagdistanz blieben. Oliver Gavin berichtete nach dem Rennen, dass man vor allem in Sachen Traktion nicht mithalten konnte. Abgeschlagen blieben die BMW, die auf der Strecke nicht zurechtkamen.

ALMS vs. GrandAm

Das Rennen war angesichts der kursierende Gerüchte fast nur eine Nebensache. Mittlerweile scheint klar zu sein, dass die ALMS und GrandAm kurz vor einem Zusammenschluss stehen. Mehr noch: Gerüchte besagen, dass Don Panoz, dem die ALMS gehört, die gesamte Serie, inkl. aller Verträge mit den Strecken usw. an die GrandAm verkauft haben soll. Startschuss für die neue, gemeinsame Serie soll 2014 sein.

Es gibt seit Jahren Gerüchte, dass ALMS und GrandAm gemeinsame Sachen machen wollen. Der Prototypen-Sport hat in den USA wenig Freunde, der ALMS ist es nie richtig gelungen die LMP1 in den USA zu verankern. Seit dem Rückzug von Audi darbt die Serie in der obersten Klasse mehr oder weniger vor sich hin. Die Grundidee, eine vom ACO sanktionierte und mit den ACO-Regeln ausgestattete Serie in den USA zu etablieren, damit mehr US-Teams und Hersteller sich auch in Le Mans engagieren, ist nie richtig aufgegangen. Das lag zum einen an den Kosten, zum anderen an der Dominanz von Audi in den frühen Jahren. Panoz musste in den letzten Jahren die Regeln des ACO immer mehr aufweichen, damit überhaupt noch Starter in der LMP1 anwesend waren. Was wiederum den ACO verärgerte und für weitere Probleme sorgte.

Erstaunlich ist es allerdings, dass die LMP2 in den USA nicht richtig Fuss fassen konnte. Analog zur ELMS hätten eigentlich genügend Teams das Geld für die Klasse, die dank der Kostenbegrenzung auch kaum teurer ist, als die GT-Klasse. Doch Teams wie Starworks, die in Le Mans und in der ELMS einen LMP2 einsetzen, fahren lieber in der GrandAm. Dabei scheint die ALMS mit einer starken LMP2 Klasse durchaus überlebensfähig, die P1-Prototypen braucht man nicht wirklich.

Zum Jahr 2014 gibt es ein neues Regelement des ACO in allen Klassen, das wird der ALMS den Todesstoß versetzt haben. Schon jetzt mangelt es in der P1 an Mitstreitern, es ist nicht mal klar, was 2013 mit der Klasse passieren wird. Durch die Pleite von Lola gehen Dyson die Ersatzteile aus. Er wird 2013 wohl kaum noch auf das Lola-Chassis setzen können, dass zusammen mit dem Mazda-Motor dem HPD-Honda auch klar unterlegen ist. Nach unseren Informationen ist es aber so, dass die ALMS für 2013 noch einen Vertrag mit dem ACO und eine weitere Saison fahren könnte.

Der GrandAm geht es eigentlich auch nicht besser. Das Starterfeld in der DP-Klasse ist aber deutlich größer, die GT-300 Klasse meist gut gefüllt. Zuschauer sind aber eher Mangelware, die Übertragungen laufen, wenn es sie live gibt, auf Speed, deren Reichweite auch begrenzt ist. Aber hinter der GrandAm steht die NASCAR, die die Serie vor ein paar Jahren gekauft haben. Da ist also genug Geld vorhanden.

Die Frage ist nun, wie es weiter geht. Am Mittwoch wird es eine Pressekonferenz geben, auf der der Merger und die weitere Vorgehensweise bekanntgegeben werden soll. Die Vermutung ist, dass die LMP-Klassen verschwinden, was die Teams dann machen, ist unklar, zu mal Dempsey Racing gerade aufsteigen wollte. Völlig unklar ist, wie man mit den GT-Klassen umgehen möchte. Die Reglements von GrandAm und ALMS sind grundverschieden, eine Anpassung ist so leicht nicht. Entweder müsste man eine BoP einrichten, oder eigene Klassen.

Auch was mit den Events passiert ist nicht klar. Die 12 Stunden von Sebring bilden das größte Fragezeichen, weil sie in diesem Jahr auch zur WEC gehörten. WEC vs. GrandAm? Schwer vorstellbar. Auch das Petit Le Mans in Gefahr, allein schon aus Namensrechtlichen Gründen. Wenn der ACO seine Sanktionierung stoppt, dürfte auch der Name des Rennens wegfallen.

Was auch immer passieren wird: Wir halten Euch natürlich hier auf dem laufenden.

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August 29 2012

09:11

ALMS: Vorschau Baltimore 2012

Auf dem Stadtkurs von Baltimore startet die nächste Runde der ALMS. Wegen des besonderen Charakters der Strecke, wird es vor allem in der GT-Klasse wieder richtig spannend.

Baltimore als “rund zu fahren” zu bezeichnen, wäre eine massive Übertreibung. Der Kurs ist eng, hat unzählige 90 Grad-Kurven und die lange Gerade hat man aus Sicherheitsgründen 2011 mit einer eckigen Schikane versehen. Fahrerisch ist der Kurs ein Albtraum, man kommt kaum in einen Rhythmus, was vor allem die Prototypen beim Überrunden erfreuen wird. Oder anders gesagt: Es gibt bessere Stadtkurse als den in Baltimore. Aber die Sache hat auch ihre guten Seiten. Die Strecke ist kurz und vor allem in der GT-Klasse wird das Feld sehr eng zusammen bleiben. Grund genug, sich das Rennen anzuschauen.

Für die LMP-Klassen wird das Rennen eher schwierig. Die Strecke ist vor allem in den Anbremszonen wellig, auf den kurzen Geraden geht es aber. Schwieriger wird es allerdings, die Prototypen durch die engen Gassen zu zirkeln. Daher wundert es auch nicht, dass sowohl die P1 als auch die P2 nur mit den üblichen Verdächtigen besetzt sind. Das Muscle Milk Team und beide Dyson in der P1, der Conquest Wagen und ein Level 5 Auto in der P2. Dempsey Racing verzichtet wohl auf einen Einsatz, was nachvollziehbar ist. So ein Chassis ist in Baltimore schnell zerstört. Die Rollenverteilung ist zu dem auch klar. In der P1 wird der Muscle Milk seine Vorherrschaft weiter zementieren und die Dyson in Schach halten. In der P2 wird es eng zwischen dem Conquest und dem Level 5, hier wage ich mal keine Prognose. Da hängt vieles an der Strategie und wie man durch den Verkehr kommt.

Dafür ist die GT-Klasse richtig gut besetzt. Vier Porsche, zwei BMW, zwei Corvette, zwei Ferrari, zwei Viper und ein Lotus werden die Strassen unsicher machen. Im Gegensatz zu den Prototypen kann man sich in der GT-Klasse beim Überholen auch mal anlehnen, was einen Versuch schon mal eher möglich macht. Aber schwer ist es dennoch. Die Porsche sollten wegen ihrer Gewichtsverteilung in Baltimore einen Vorteil haben, zu mal Flying Lizard schon gezeigt hat, dass man den neuen RSR in den Griff bekommen konnte. Die BMW, im letzten Rennen überraschend mal wieder auf dem Siegertreppchen schätze ich auch stark ein. Die Corvette werden sich auf dem Stadtkurs etwas schwer tun, ebenso die Ferrari, wobei vor allem das Team mit Van Overbeek/Sharp Chancen auf die Top 3 haben könnte. Das wird aber schwer für das Extrem Motorsport-Team. Mein Tipp wäre Bergmeister/Long vor einem BMW und einer Corvette.

In der GTC gehen nur sechs Wagen an den Start, klare Favoriten sind hier MacNeil/Bleekemolen und LeSaffre/Faulkner. Dazu starten noch sieben Wagen der LMPC, die beim Überrunden das Salz in der Supper werden sollten. Der Speed zwischen den GT und den LMPC ist auf einem Stadtkurs nicht so unterschiedlich, das dürfte den ein oder anderen Stau geben.

Da Baltimore ein Double-Header mit der IndyCar ist, findet das Rennen der ALMS schon am Samstag statt. Wie eng es in Baltimore ist, kann man schön auf diesem Video sehen.

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August 20 2012

15:49

ALMS: Road America 2012

Die Rennen in Road America waren schon immer für knappe Finishes bekannt. Aber am Wochenende hat die ALMS den knappsten Zieleinlauf in ihrer Geschichte erlebt.

Das Vier-Stunden-Rennen in Road America begann in der LMP1 eigentlich so, wie alle Rennen in diesem Jahr. Der Muscle Milk HPD mit Luhr/Graf stand auf der Pole und dies auch mit der bei weitem besten Zeit. Die Lola B12 von Dyson konnten auf der knapp sieben Kilometer langen Strecke nicht mithalten, und stellten sich hinten an. Die erste Stunde verlief dann auch relativ unspektakulär. Das Team von Greg Pickett hatte die Sache im Griff und führte mit deutlichem Abstand. Doch dann brach ein Kühlschlauch am Honda-Motor und Lucas Luhr musste die Box ansteuern. Die Crrew schraubte wie verrückt, doch am Ende lag der HPD vier Runden zurück. Was folgte, war eine furiose Aufholjagd, die auch das wahre Potential des Wagens zeigte.

Lucas Luhr und Klaus Graf fuhren reihenweise Rundenbestzeiten und knallten um den Kurs, als seinen sie in der Qualifikation. Das Tempo konnte der Dyson vorne nicht mitgehen, also verließ man sich auf ein gutes Durchschnittstempo und eine konservative Strategie, die dem Team möglichst viele Optionen offen hielt. Es war teilweise geradezu nervenaufreibend, was Luhr und Graf mit dem HPD anstellten und so arbeiteten sie sich Runde um Runde weiter nach vorne. Dazu kamen dann zwei SC-Phasen, die dem Mucsle Milk Team halfen, den Rückstand zu verkürzen. Vor allem die letzte Unterbrechung rund 20 Minuten vor Schluss war ein Segen für das Team. Denn erst jetzt konnte sie aufschließen und tatsächlich bestand noch Aussicht auf den Sieg. Der HPD robbte sich immer weiter an den Lola heran, die letzten Runden waren dann geradezu Wahnsinn.

Dank You Tube gibt es die letzte Phase des Rennens komplett zu sehen. 20 Minuten, die sich lohnen!

Auffallend war, dass der Dyson-Lola sich in den letzten Runden relativ gut vor dem HPD-Honda halten konnte. Luhr versuchte alles und war besonders im engen Infield etwas besser, aber am Kurvenausgang schien der Lola ein paar Vorteile zu haben. Guy Smith fuhr dabei ein grandioses Finish und positionierte den Lola immer so, dass Luhr mit einem Rempler vorbei gekommen wäre. Der Deutsche blieb aber fair und so ging der Sieg in diesem Jahr zum ersten Mal an den Dyson und das mit einem Vorsprung von gerade einmal 83 Tausendstel.

In der LMP2 gab es den gewohnten Zweikampf zwischen dem Conquest Morgan-Nissan, der von Martin Plowman und David Heinermeier-Hanson pilotiert wurde, und beiden Level 5 HPD-Honda, wo sich Scott Tucker die Cockpits mit Luis Diaz und Christophe Bouchut teilte. Tucker/Bouchut waren eigentlich die schnellere Variante, aber beide HPD hatten im Rennen mit massiven Problemen zu kämpfen. Bouchut hatte sich bei einer Berührung einen kleinen Schaden an der linken Hinterradaufhängung zugezogen und stand deswegen länger an der Box. Auch beim zweiten HDP gab es Probleme mit starken Vibrationen, weswegen beide Autos mir 2 bzw. 3 Runden Rückstand hinter dem Conquest Wagen gewertet wurden. Für Scott Tucker also ein Tag zum Abhaken.

In der GT-Klasse ging es wie üblich recht bunt zur Sache. Die beiden Flying Lizard Porsche erwiesen sich auf der Strecke als die besten Fahrzeuge, knapp gefolgt von der Corvette. Aber beim Rennen in der GT-Klasse ging es vor allem um die richtige Strategie. Überraschenderweise konnten die BMW an diesem Wochenende mal richtig mithalten. Mir ist nicht bekannt, ob die BMW in Sachen BoP etwas mehr Dampf bekommen haben, oder ob das Rahal-Letterman-Team einfach noch etwas gefunden hat. Jedenfalls blieben die M3s in Schlagdistanz und somit auch gefährlich. Eine Chance gegen die Porsche hatte man in Sachen Speed nicht, aber man setzte auf eine etwas verschobene Strategie, was das Rennen in der GT-Klasse dann teilweise auch etwas unübersichtlich machte. Wie auch in der LMP1 entschied sich der Sieg nach der letzten SC-Phase. Die kam für die Porsche außerordentlich ungünstig, so dass plötzlich die BMW wieder vorne waren. In den letzten Runden schob sich der 911er mit Bergmeister/Long zwar wieder ran, aber er konnte den Abstand nicht so weit verkleinern, dass man hätte überholen können. Auf P3 landete das Duo Overbeeck/Sharp mit dem Ferrari.

Mal abgesehen vom spannenden Finish hatte das Rennen in vier Stunden durchaus seine Längen. Die Aufholjagd von Luhr/Graf sorgte erst in der letzten Stunde für so etwas wie Spannung an der Spitze. Aber so ist das bei Langstreckenrennen halt oft.

Das nächste Rennen ist in 14 Tagen auf dem Stadtkurs von Baltimore. Es folgen dann noch ein Rennen in Virgina (15.9) und das Petit Le Mans (20.10).

Anmerkung: Es gibt leider keine Bilder, weil die ALMS es auch nach zwei Tage nach dem Rennen nicht schafft, Material hochzuladen. Dem Meisterschaftstand hat man auch noch nicht aktualisiert.

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August 02 2012

06:34

ALMS: Vorschau Mid-Ohio 2012

Nach der Highspeed-Strecke von Mosport, folgt mit Mid-Ohio ein etwas abwechslungsreicherer Kurs für die ALMS. In der LMP1 wird das aber keine Änderung bewirken.

Der HPD von Muscle Milk ist dieses Jahr wohl nicht zu schlagen. Lucas Luhr und Klaus Graf fahren nicht nur fehlerfrei, das Chassis scheint, zumindest in der ALMS, der Konkurrenz auch überlegen zu sein. Obwohl der Lola B12 in Le Mans die HPD deutlich hinter sich halten konnte, hat das Dyson-Team in den USA kaum eine Chance. Das mag daran liegen, dass der Lola nicht mehr weiterentwickelt wird, es mag aber auch mit dem Mazda-Motor zusammenhängen, dem vielleicht gegenüber dem vom Rebellion in Europa verwendeten Toyota etwas Leistung fehlt. Jedenfalls sollten Luhr/Graf auch in Mid-Ohio die Nase vorn haben. Richtig eng wird es dagegen wieder sicher bei den LMP2 und GTs.

Die Meldeliste in der LMP2 sieht aber (Stand 25.07) nicht allzu vollgepackt aus. Dempsy Racing kommt mit einem Lola B12, der den oft kritisierten Judd-Motor im Heck hat und vermutlich daher im Rennen keine Rolle spielen wird. Den Sieg werden das schon in Mosport siegreiche Conquest Team (Morgan/Nissan) mit Plowman und Heinermeier-Hansson und der Level 5 HPD-Honda mit Tucker/Bouchut unter sich ausmachen. Level 5 hat mal wieder zwei Wagen gemeldet, beide mit Tucker am Steuer. Wie in den letzten Rennen wird man sich dann zum Rennen für einen Einsatzwagen entscheiden. Es ist natürlich schade, dass in der ALMS auch die LMP2 deutlich schwächelt. Wenn sieht, was für fantastische Rennen die LMP2 in der ELMS in diesem Jahr gezeigt hat, wären mehr Nennungen wünschenswert.

In der GT geht es deutlich lebhafter zu. Insgesamt haben sich 13 Teams angemeldet, darunter auch der erwartete Lotus Evora, der von Alex Job Racing eingesetzt wird. Am Steuer sitzen Bill Sweedler und der eher bekannte Townsend Bell. Um den Sieg wird der Lotus nicht mitfahren, aber es ist schön, eine weitere Marke in der Meisterschaft zu sehen.

Brandneu sind die beiden Dodge Viper, die SRT Motorsports gemeldet sind. Der quasi Werkseinsatz der neuen Viper wurde lange erwartet, die ersten Rennen, die man in diesem Jahr fährt, dienen aber wohl eher, dem Wagen die Kinderkrankheiten auszutreiben. Das Fahrer Lineup zeigt aber schon, dass Dodge es ernst meint mit dem Angriff. In der #91 sitzen Kuno Wittmer und Dominik Farnbacher, die #93 wird von Marc Goossens und Tommy Kendal pilotiert. Auch hier kann man davon ausgehen, dass die Viper noch nicht um den Sieg fahren wird, eine starke Bereicherung sind sie aber allemal.

Um den Sieg werden wohl wieder Flying Lizard, die Corvette und der Extreme Motorsport F458 kämpfen. Bei den BMW bin ich mir unsicher, da ich auch noch keine neue BoP-Daten habe. In Mosport erreichte man einen dritten Platz, dies aber erst nach der Disqualifikation des zunächst siegreichen Flying Lizard Porsche. Wirklich eingreifen konnte das Rahal-Letterman Auto während des gesamten Rennens nicht. Der Kurs in Mid-Ohio ist aber etwas kurvenreicher, die M3 könnten also wieder weiter vorne liegen.

Wenn denn da nicht die sehr starken Corvette und die zwei Porsche wären. Der neue RSR scheint sich, nach einiger Entwicklungszeit, doch noch als guter Entwicklungsschritt herausstellen. Lange Geraden mag der in die Breite gegangene Porsche nicht, davon gibt es in Ohio auch nicht allzuviel. Der enge mittlere Bereich der Strecke sollte dem Porsche gut liegen. Flying Lizard tritt wie immer mit Bergmeister/Long und Neiman/Holzer an. Dazu kommt noch der Falken Porsche mit Henzler/Sellers, die aber nicht so stark einzuschätzen sind.

Dazu kommen noch die zwei Ferrari von Extreme Motorsport. Den ersten Sieg haben Sharp/Overbeek nun in der Tasche, dass sollte genügend Motivation für das kommende Rennen geben. Im Gegensatz zu Europa sind die Ferrari in der ALMS nicht ganz so stark eingestuft, ein weiterer Sieg wäre demnach eine Überraschung. Eng wird es vorne aber in jeden Fall.

Dazu kommen dann noch 8 Wagen in der LMPC und drei Porsche aus der GTC, die weiter vor sich hinschrumpft und an Attraktivität verliert.

Das Rennen ist schon Samstag, da man einen Double-Header mit den IndyCars fährt. Aus Zeitgründen kommt die Analyse dann mit etwas Verspätung gegen Ende der nächsten Woche, da ich am Wochenende nicht da bin und das Rennen erst einmal nachschauen muss.

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July 24 2012

06:20

ALMS: Bericht Mosport 2012

Während in der LMP1 der Muscle Milk Wagen nicht zu stoppen war, ging es in der LMP2 und der GT-Klasse richtig zur Sache. Und das auch nach dem Rennen.

Die Strecke in Mosport ist ja eigentlich ein kleiner Witz. Zumindest in Sachen Sicherheit. Mauern und altersschwache Leitplanken säumen die teilweise nicht gerade breite Strecke, die gleichzeitig eine der höchsten Durchschnittsgeschwindigkeiten ermöglicht. Mit einem Le Mans Prototypen zu fahren, ist etwas wahnsinnig, denn ein Abflug ist meist immer sehr heftig. Immerhin benahmen sich die Piloten in Mosport dieses Mal und es gab nur kleinere Unfälle. Überhaupt lief das Rennen eher ruhig ab, auch wenn es in den einzelnen Klassen teilweise hoch her ging. Und auch der Sieger hatte einen ereignisreichen Nachmittag in Kanada.

LMP1

Zwar hatten Klaus Graf und Lucas Luhr den HPD von Muscle Milk auf die Pole gestellt, doch den Start gewann der Dyson-Lola. Jedenfalls kurzzeitig, denn die Wiederholung zeigte, dass Dyson etwas optimistisch vor der grünen Flagge aufs Gas gegangen war. Die Folge war ein freundlicher Funkspruch der Rennleitung, dass man den HPD bitte doch wieder nach vorne lassen sollte. Danach war es für die beiden deutschen Piloten ein eher einseitiges Rennen. Der Lola konnte das Tempo der Führenden nicht mitgehen und fiel sukzessive zurück. Spannung kam dann in der LMP1 noch mal auf, als man erst Probleme mit dem Getriebe bekam, die sich aber durch einen Reset der Elektronik wieder beheben liessen und als man eine Stop & Go Bestrafung kassierte. Bei der Arbeit am HPD waren zu viele Mechaniker am Wagen und wie in Le Mans auch, resultiert daraus dann eine Strafe. Am Ende lagen Graf/Luhr 10 Sekunden vor dem Dyson-Lola-Mazda, was knapper klingt, als es am Ende tatsächlich war. Es war der vierte Sieg in Folge für das Team, die die Meisterschaft vermutlich schon in der Tasche haben.

LMP2

Da ging es in der LMP2 doch deutlich enger zur Sache. Martin Plowman und David Heinemeier Hansson hatten mit ihrem schnellen Morgan-Nissan mal wieder die Nase vorne, mussten sich aber heftigster Angriffe vom Level 5 Motorsports HPD ARX-03b mit Christoph Bouchut und Scott Tucker erwehren. Im Grunde langen beide Wagen während des gesamten Rennens eng zusammen und gaben sich auch in Sachen Strafen die Hand. Zuerst erwischte es den Morgan, weil Hansson unter Gelb überholt hatte. Doch dann patzte Bouchut gleich zwei mal. Erst ließ er sich mit überhöhter Geschwindigkeit in der Box erwischen, dann übertrieb es beim letzten Restart 12 Minuten vor Schluss. Die Rennleitung hatte vor dem Rennen darauf hingewiesen, dass man die Boxenausfahrtslinie auch von der Strecke aus nicht kreuzen sollte. Aber genau das machte Bouchut in einer zugegebenermaßen etwas unübersichtlichen Rennsituation nach dem Restart. Somit kassierte er erneut eine Stop & Go, was den Sieg für den Morgan zementierte. Erstaunlich: Beiden Wagen gelang das Kunststück mit dem P1 in einer Runde zu bleiben.

GT

In der gut besetzten GT-Klasse ging es wie gewohnt bis zum Schluss extrem eng zu. Die beiden Corvette gaben zunächst den Ton an, doch das Team verlor schnell den Wagen von Gavin/Milner, die mit einem Getriebeschaden ausrollten und erst nach langer Reparaturzeit wieder ins Rennen geschickt werden konnte. Hinter der Corvette mit Magnussen/Gracia am Steuer lagen der Flying Lizard Porsche mit Bergmeister/Long und der Extreme Speed Motorsport Ferrari 458 mit Scott Sharp und Johannes van Overbeck. Die beide Rahal BMWs konnten nur am Anfang mithalten, verloren im Verlauf des Rennens aber den Kontakt zur Spitze. Es zeigt sich, dass der M3 am Ende seiner Entwicklung ist und der Umstieg auf den Z4 für 2013 eine gute Entscheidung darstellt.
Zur Mitte des Rennens übernahm der Porsche dann die Führung vor der Corvette, was einigermaßen überraschend war. Bergmeister und Long konnten die Führung sogar ausbauen und zeigten, dass im 2012er RSR noch einiges an Potential steckt. Die späte Gelbphase ärgerte das Team dann, man konnte aber auch auf der langen Gerade vorne bleiben und sich der Angriffe der Corvette erwehren. In der letzten Runde verstärkte Magnussen seine Bemühungen und attackierte wild. Dabei achtete er aber nicht auf den Ferrari hinter ihm und Overbeck nutzte eine winzige Lücke aus, um sich an der Corvette vorbei zu rempeln.
Nach dem Rennen wurde die Freude bei Extrem Motorsport noch größer. Denn der siegreiche Flying Lizard Porsche fiel bei der technischen Abnahme durch den sogenannten “Stall-Test”. Dabei wird der Lufteinlass der Motors abgedeckt, so dass der Motor eigentlich ausgehen musste. Was er aber nicht tat und das deutet wiederum darauf hin, dass der Motor unerlaubterweise an anderer Stelle mehr Luft und damit mehr Leistung bekommt. Damit siegte dann der Ferrari vor der übrig gebliebenen Corvette und dem BMW mit Joey Hand/Dirk Müller am Steuer.

LMPC/GTC

Sechs Wagen starteten in der LMP2, nur 4 in der GTC, wobei der Porsche von LaSaffre/Faulkner in einen Crash verwickelt wurde. Die drei verbliebenen GTC lieferten sich ein von den Kameras dann leider nicht oft gezeigten Dreikampf, den Gudia/Pumpelly mit nur eine Sekunde Vorsprung für sich entscheiden konnten. In der PC dominierten mal wieder Junquiera/Drissi, die mit einer Runde Vorsprung gewannen.

Es war, vor allem wegen der GT und LMP2 Klasse, ein gutes Rennen. Etwas nervig war der Stream, bei dem die Kommentarspur teilweise ausfiel oder nicht synchron lief. Man kann schon froh sein, dass man die Bilder des Rennens in Europa sehen kann, aber ohne Kommentar ist es dann doch etwas beschwerlich.

Nächstes Rennen der ALMS ist schon in 14 Tagen in Mid-Ohio.
Anmerkung: Die Bilder stammen vom vorletzten Rennen in Lime Rock. Die ALMS war nicht in der Lage, aktuelle Bilder bis Montagabend zur Verfügung zu stellen.

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March 05 2012

11:30

TV Rechte 2012: Wer zeigt was?

Die Motorsport Saison 2012 beginnt langsam wieder Fahrt aufzunehmen, und daher gibt es wie die letzten Jahr schon eine Vorschau vom Racingblog, wo es welche Rennserie zu sehen gibt.

Auch 2012 gibt es wieder einiges an Motorsport im Fernsehen zu sehen, bei den übertragenden Sendern hat sich nicht viel geändert. Die Situation der Internet-Streams ist dagegen in Bewegung. So gibt es dieses Jahr wohl zum ersten mal die V8 Supercars Live als Stream ohne “Geoblock” in Deutschland zu sehen. Bei den zwei größten Motorsportserien der Welt sieht es leider anders aus. Bei der Formel1 gibt es wie die letzten Jahre schon keinen offiziellen Stream, sondern nur ein Livetiming für registrierte User der Internet Seite. Auch bei der NASCAR sieht es nicht besser aus. Dort besitzt der Turner-Konzern sämtliche Internet Rechte für 2012. Und der machte bisher keine Anstalten, Rennen im Internet zu streamen (abgesehen von den Rennen auf TNT, die es dann im Racebuddy aus 10 verschieden Perspektiven gibt). Hoffen kann man allerdings auf das nächste Jahr: Anfang Februar hat die NASCAR die gesamten Online Rechte samt Livestreaming-Möglichkeiten ab 2013 von Turner zurückgekauft.

Insgesamt lässt sich allerdings feststellen, dass immer mehr Serien ihr Produkt auch übers Internet via offiziellen Livestreams und Interviews verbreiten. Zum Beispiel die oben erwähnte V8 Supercars oder die BTCC. Andere Serien übertragen sogar teilweise die ganzen Racedays samt Rahmenserien im Internet, etwa die ADAC GT Wochenende (abgesehen von den “Hauptrennen” der GT Masters) und die FFSA GT (Französische GT3 Meisterschaft). Als interessant lässt sich zudem sehen, dass vor allem der ACO wohl gemerkt hat, welche Möglichkeiten das Internet bietet. So wurden letztes Jahr die ALMS (American Le Mans Series) und die WEC (World Endurance Championship) komplett live gestreamt. Manche Dinge werden sich wohl nie ändern, und so gibt es auch dieses Jahr wieder keinen (legalen) Stream von MotorsTV – schade, da mal dieses Jahr einige interessante Serien überträgt.

Die folgende Übersicht ist nach den vorhanden Infos vom 4. März , wird allerdings im Laufe der Saison erweitert bzw geupdate wenn es neue Informationen gibt. Kleiner Hinweis: Eurosport zeigt sein Programm sowohl live, als auch on demand über den Eurosportplayer.

Eine generelle Übersicht der Streams haben wir auch zusammen gestellt.

Formelserien

F1 – sky/RTL
Sky hat den Vertrag wie schon letztes Jahr wieder um 1 Jahr verlängert, und zeigt alle Trainings, Qualifikationen und Rennen. Die Vorberichte und Nachberichte für die Rennen wird aus dem Sky Sport News Studio kommen. Zudem sind Jacques Schulz , Marc Surer und Tanja Bauer vor Ort. sky HD Kunden, die ein iPad haben, können die F1 wohl auch live über die skyGo Applikation schauen.
Bei RTL wird die Übertragung so ähnlich aussehen wie schon die letzten Jahre. Das heißt: FP3, Qualifikation, Rennen.
Die Freitags-Trainings wird es nach aktuellem Informationsstand nicht im Free TV geben, da Sport 1 aus der Übertragung aussteigt.

GP2 – sky
Alle Rennen der GP2 Meisterschaft werden live auf Sky übetragen

GP3 – Euro(2)
Die Rennen der GP3 werden wie letztes Jahr schon auf Eurosport (2) live oder mit delay gezeigt.

Formel Renault 3.5 – Euro(2)
Auch die Formel Renault 3.5 gibt es wieder auf Eurosport (2) live oder As-live zu sehen.

Auto GP World Series – Euro(2)
Eurosport (2) überträgt dieses Jahr alle Rennen der AutoGP live.

F2- MotorsTV, Stream
Die Formel 2 gibt es auch dieses Jahr wieder Live auf MotorTV. Zudem sollte es einen offiziellen Stream auf formulatwo.com geben.

F3 Euro – n-tv (?)
Bis jetzt gibt es keine Infos ob n-tv auch dieses Jahr wieder die Formel 3 Euro Series überträgt. Allerdings darf man darauf hoffen, nachdem der Sender die letzten Jahre sogar die Formel 3 Rennen aus Macao gezeigt hat. Sollte n-tv einsteigen, werden die Rennen auch auf deren Homepage gestreamt.

European F3 Open – MotorsTV / Stream (?)
Alle Rennen gibt es wohl Live oder Re-Live auf MotorsTV. Im vergangenen Jahr hat man die Läufe außerdem im Stream unter www.livestream.com/f3open gezeigt.

US-Racing

NASCAR Sprint Cup – Motorvision/ServusTV 
11 Rennen (Daytona+Chase) werden dieses Jahr live auf Motorvision gezeigt. Zudem überlegt man, weitere ausgewählte Rennen live zeigen. Von den restlichen Rennen wird es ausführliche Zusammenfassungen geben.
ServusTV zeigt dieses Jahr auch wieder den Sprint Cup als Zusammenfassung immer Montags gegen 23 Uhr. Zudem plant man wohl einige Rennen live zu übertragen, hierbei dürfte es sich wohl um Nachtrennen handeln. Bestätigt ist das aber noch nicht.

NASCAR Nationwide Series – MotorsTV
MotorsTV plant dieses Jahr alle Rennen live oder As-Live zuzeigen.

Indycar
Die Indycar Series wird es wahrscheinlich auch 2012 nicht im Deutschen Fernsehen geben. Auch die Chancen auf ein Livestream sind eher gering.

Tourenwagen

WTCC – Euro
Wie gehabt. Eurosport ist Host-Broadcaster und wird alle Rennen + Qualifying auf Eurosport und Eurosport2 (live) zeigen.

BTCC – itv4
Die BTCC wird dieses Jahr samt kompletten Raceday wieder auf ITV4 gezeigt. Zudem gibt es einen legalen Stream, der allerdings mit “Geoblock” versehen ist.

DTM – ARD
Nicht neues.

GT1/GT3/GT Endurance – Stream
Die SRO Serien werden wie letztes Jahr schon komplett im Internet übertragen und danach VoD gestellt. Inwiefern es eine Übertragung der GT1 WM bei Sport1(+) gibt, steht noch nicht fest. Allerdings ist noch nichts im TV Plan von Sport1 eingetragen, sodass man von einer Nicht-Übertragung ausgehen muss. Den Stream findet man auf der jeweiligen Homepage der Serien.

ADAC GT – Kabel 1
Trotz schwacher Einschaltquote hält Kabel 1 weiter an der ADAC GT Masters fest, die Rennen werden jetzt allerdings um 12:15 erst gestartet. Ob die Rahmenrennen (so wie 2011) wieder via Internet-Stream versendet werden, ist derzeit noch ungewiss.

VLN – Sport1 (Zusammenfassungen)
Es wird Ausschnitte aus den Rennen in verschiedenen Programmen (DMAX, Motorvision, Sport1) zu sehen geben, mehr aber nicht. Die 24H werden bei Sport1 laufen.

Porsche Supercup – Sky/Euro2
Sky überträgt die Serie auch 2012. Sollte auch bei Eurosport(2) zu sehen sein.

Porsche Cup – Sport1(+)?
Sport1(+) dürfte wohl wieder die Rennen des Porsche Carrera Cup zeigen. Zudem sollte es einen Livestream geben.

Scirocco Cup – MotorsTV/Sport1(+)
Läuft auf MotorsTV. Auch auf Sport1(+) eventuell zu sehen. Außerdem hatte VW im letzten Jahr ein verstecktes Livestream Angebot, das auch dieses Jahr wieder da sein könnte.

V8 Supercars – MotorsTV (1 Woche zeitversetzt) / Livestream
MotorsTV. Bathhurst 1000 wird live gezeigt, der Rest mit delay (1 Tag – 1 Woche). Zudem gibt es einen Livestream unter www.v8supercars.com.au, auf dem auch einige der Rahmenrennen zu sehen sind.

Superstar Serie – MotorsTV
Die interessante und gut besetzte italienische Serie läuft live auf MotorsTV.

International GT Open – MotorsTV
Die Rennen der Südeuropäisch geprägten Meisterschaft gibt es wieder auf MotorsTV und mit offiziellem Livestream (www.gtopen.tv) dieses Jahr zu sehen.

GT Sprint – MotorsTV
Die Rennen der GT Sprint (fährt zusammen mit der Superstars Serie) gibt es dieses Jahr wieder Live auf MotorsTV.

Ferrari Challenge Europa – MotorsTV
Live auf MotorsTV

Prototypen

WEC – Euro2
Eurosport(2) überträgt die Rennen wohl dieses Jahr wieder. In welchem Umfang die Rennen übertragen werden steht noch nicht fest. Zudem könnte es wieder einen Live Stream geben.

LMS – MotorsTV 
Die LMS läuft dieses Jahr auf MotorsTV, zudem soll es einen Livestream geben. Inwiefern Radio Le Mans von den Rennen berichtet, steht noch nicht fest.

24 H Le Mans – Eurosport
Auch in diesem Jahr gibt es wieder die kompletten 24 Stunden live bei Eurosport.

ALMS – MotorsTV
MotorsTV wird auch dieses Jahr wieder die meisten Rennen der ALMS live zeigen. Zudem gibt es die Rennen, die man nicht live zeigt As-Live. Auch wieder geplant: Ein guter Livestream auf der Homepage der Serie mit dem Kommentar der Jungs von Radio Le Mans.

GrandAm – MotorsTV
Die Rennen der GrandAm gibt es dieses Jahr auf MotorsTV fals Speed auch live überträgt. Ansonsten gibt es die Rennen mit delay.

Japan

Super GT
Die überaus interessante Super GT wird man leider auch dieses Jahr allenfalls über einen Stream aus den unendlichen Rändern des Internets verfolgen könnnen.

Formel Nippon
Auch die Formel Nippon wird es wohl nicht auf legalem Wege zu sehen geben.

Argentinien

Turismo Carretera / TRV6 / TC2000
Die höchste argentinische Rennklasse gibt es 2012 via (offenbar) offiziellem Stream auf justin.tv/tcarretera. Ebenfalls einen Livestream gibt es zur Silhouetten-Serie TRV6 (unter trv6.com.ar). Die Qualität beider Streamingangebote liegt allerdings, wie man so schön sagt, im Auge des Betrachters. Die vermutlich beste Tourenwagenserie Südamerikas, die TC2000, wird wird wohl leider auch weiterhin keinen offiziellen Stream bereitstellen.

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November 30 2011

07:38

Ferner liefen: Die Newshappen für 30.11.2011

// Die Meldung der Woche dürfte mittlerweile alle erreicht haben: Kimi Räikkönen und Renault (Lotus) haben einen 2-Jahres-Deal geschlossen, der Finne wird 2012 also wieder in der F1 zu sehen sein. Das Räikkönen dort andockt, ist dann doch einigermaßen überraschend. Immerhin hatte es im letzten Winter schon Gerüchte gegeben, die angeblich von Renault gestreut wurden, um Kubica unter Druck zu setzen. Dessen Vertrag läuft Ende des Jahres aus, damals ging es wohl um eine Verlängerung und halt viel Geld. Räikkönens Manager zeigte sich ob der, damals wohl falschen Gerüchte, nicht sehr amüsiert und fand deutliche Worte. Doch mittlerweile hat sich das Blatt wohl gewendet, vor allem, nach dem der Vertrag zwischen dem Finnen und Williams nicht zustande kam. Renault ist das einzige Team, dass halbwegs in den Top 10 zu finden ist, und damit noch die beste Wahl. Wie schon bei Williams ist die Entscheidung von Räikkönen gar nicht so schlecht, wie sie aussieht. Bei Renault kann es im nächsten Jahr nur besser laufen, Platz 5 ist das mindeste, was man in der Team-WM erreichen muss. Klappt das nicht und fährt Räikkönen hinter her, kann er es immer noch aufs Auto schieben, wobei Kimi bekannt dafür ist, auch aus schlechten Autos noch viel rausholen zu können. Gefährlich wird es für ihn erst, wenn er von seinem Teamkollegen geschlagen wird. Wer das aber sein wird, ist unklar. Auf der Liste von Renault stehen Petrov, Senna und Grosjean. Petrov ist nicht so sicher im Sattel, wie man vielleicht denkt, da die Sponsoren von Senna wohl mehr Geld mitbringen. Grosjean wäre die eigentlich bessere Lösung, da er schneller als die beiden anderen sein sollte, allerdings hat er keine Sponsoren im Rücken und Renault/Lotus braucht wohl Geld. Interessant ist ein kleines Detail am Rande: Die Verpflichtung wurde von Gérard Lopez verkündet, dem Besitzer von Genii Capital, die im Moment wohl den Hauptanteil am Team halten. Teamchef Eric Boullier, eigentlich der Mann, der bisher in der Öffentlichkeit das Team vertreten hat, kommt in den Pressemeldungen nicht einmal vor. Es wird schon gerüchtet, dass er abgelöst werden könnte.

Man sollte von Kimi Räikkönen nicht allzu viel erwarten. Zwei Jahre ohne F1 müssen erst einmal aufgeholt werden, da hat sich auch ein Mann wie Schumacher schwer getan. Auf der anderen Seite ist es schön, dass der Finne wieder in der Formel Eins zu sehen ist. Wir freuen uns alle schon auf die Interviews. (Don)

// Unklar ist die Situation weiter bei Williams. Barrichello machte in Brasilien eher den Eindruck, als wüsste er, dass er keinen Vertrag mehr bei Williams bekommen würde und ratterte bei der BBC eine Bewerbung ins Mirkofon. Das Traditionsteam wird nach dem Ausfall von Räikkönen Ersatz suchen und der heisst, laut meinen Quellen, Adrian Sutil. Was auch die logische Lösung wäre. Das Gerücht, dass Valeri Bottas als Einsatzfahrer kommt, kann man wohl vergessen, allerdings soll Bottas regelmäßig am Freitag eingesetzt werden. Warum die Sache mit Sutil so lange dauert, ist etwas schleierhaft, aber angeblich hat Force India noch eine Option auf den Deutschen. Gleichzeitig macht Mercedes aber Druck auf Vijay Mallya um Nico Hülkenberg ins Team zu drücken. Man hätte gerne eine Art Shoot-Out zwischen di Resta und ihm, um 2013 oder 2014 dann einen Ersatz für Schumacher zu haben. Eine Entscheidung soll bei Force India um den 15.12 fallen, das ist auch das Datum, dass Barrichello nannte. Seine Chancen, bei Williams zu bleiben, bestehen darin, dass Sutil bei Force India bleibt und Frank Williams keine andere Wahl hat, als den Brasilianer noch einmal zu verpflichten. (Don)

// Jede Menge Gerüchte gibt es auch bei Lotus/Caterham. Nachdem man schon im September den Vertrag mit Trulli verlängert hatte, und Kovalainen nach seiner sehr guten Saison auch für 2012 als gesetzt gilt, sah es so aus, als ob nichts passieren würde. Jetzt heißt es aber, dass Daniel Ricciardo von HRT zu Lotus/Caterham wechseln könnte. Der Hintergrund: Red Bull hat das Luxusproblem, zwei talentierte Fahrer in der F1 etablieren zu wollen. Ricciardo sah bei HRT nicht schlecht aus, gleichzeitig wird man Jean-Eric Vergne bei Toro Rosso unterbringen. Mit Lotus/Caterham verbindet Red Bull eine Technologie-Partnerschaft, an der Sache könnte also was dran sein. Trulli würde dann Testfahrer werden. (Don)

// Unklar ist auch, wen Toro Rosso entlassen wird. Vergne gilt, vor allem nach dem sehr guten “Young Drivers Test” vor zwei Wochen, als gesetzt, die Frage ist, ob Buemi oder Alguersuari gehen müssen. Der Schweizer ist der bessere Mann in der Quali, zu dem soll er mit Helmut Marko gut klar kommen. Alguersuari ist der bessere Mann im Rennen und er hat dieses Jahr mehr Punkte eingefahren. (Don)

// Marussia hat Jerome D’Ambrioso entlassen. An seiner Stelle wird im nächsten Jahr Charles Pic unterwegs sein. Eine gewagte Entscheidung, weil D’Ambrosio vor allem in der letzten Saisonhälfte keine schlechte Figur machte. Aber offenbar bringt Pic jede Menge Kleingeld mit. (Don)

// Der US Grand Prix in Austin steht weiter auf der Kippe. Eccelstone ließ verlauten, dass die Texaner nie einen Cent gezahlt hätten, was bei Bernie immer eine schlechte Sache ist. Definitiv raus ist auch die Türkei, die auch nicht als Ersatz in Frage kommen, sollte in den USA nicht gefahren werden. (Don)

// Der ACO hat die Liste der automatisch zu den 24h von Le Mans 2012 eingeladenen Teams bekanntgegeben – automatisch heißt: die Teams, die in diesem Jahr Titel in Le Mans oder den angeschlossenen Serien gewonnen haben, die Sieger des Petit Le Mans, die Green Challenge-Gewinner aus ALMS und LMS sowie Zweitplatzierte in einigen Wertungen.  17 Teams sind so eingeladen, einige davon doppelt, so dass 23 Startplätze potentiell erstmal vergeben sind. Allerdings dürften wie üblich einige Teams verzichten; Fragezeichen stehen vor allem hinter den ALMS-LMP1-Teams Muscle Milk und Dyson. Bei Dyson besteht allerdings eine realistische Chance, dass sie ihr Debüt an der Sarthe geben, wenn sich das Geld auftreiben lässt und die Logistik-Hürden bewältigt werden können. Zu diesen “Auto-Invites” kommt das gesamte WEC-Feld hinzu: da Le Mans zur Meisterschaft gehört, ist jedem Full-Season-Teilnehmer ein Startplatz garantiert. Sollten für die Weltmeisterschaft tatsächlich um die 30 Autos zusammenkommen, wird es eng für Teams ohne Einladung. Je nachdem, wie viele Teams die Einladung annehmen, bleiben nur wenige Plätze übrig für Teams, die eventuell aus LMS oder ALMS an den 24h teilnehmen möchten, wie beispielsweise die Porsche-Teams Flying Lizard und Felbermayr-Proton. (Stefan)

// Die Le Mans Series wird ab 2012 “European Le Mans Series”, kurz ELMS, heißen. Das ist nicht der erste Namenswechsel dieser Meisterschaft und tatsächlich hieß sie auch schonmal genau so, nämlich 2001, als Don Panoz sie als ALMS-Ableger ins Leben rief. Der Kalender wurde inzwischen auch abestätigt: Le Castellet, Zolder, Donington, Brünn, Portimao, jeweils über die Distanz von 6 Stunden. (Stefan)

// Während die LMP2-Kategorie der WEC bisher viel Zulauf erfuhr, hat sich Level 5 Motorsport, die dieses Jahr zwischen diversen Autos und Serien pendelten, afür nächstes Jahr für die ALMS entschieden. Dafür wechseln sie allerdings noch einmal das Auto: Statt mit dem HPD ARX-01gaus der zweiten Saisonhälfte 2011 weiterzumachen, will Scott Tuckers Truppe dann mit zwei ARX-03b, einer LMP2-Variante des ARX-03a, den Strakka Racing in der WEC-LMP1 einsetzen wird, dort antreten – hoffentlich dann nicht mehr konkurrenzlos, wie in dieser Saison. (Stefan)

// Außerdem ist inzwischen abestätigt, was schon vermutet wurde: Rahal Letterman Lanigan Racing wird weiterhin zwei BMW M3 GT mit Werksunterstützung in der ALMS an den Start bringen. Die Fahrerpaarungen stehen noch nicht fest, da sie auch von den Fahrer-Entscheidungen für die DTM abhängen; Joey Hand und Bill Auberlen dürften aber als US-Piloten gute Chancen auf einen Verbleib in der ALMS haben. (Stefan)

// Der Kalender der VLN 2011 ist nun auch bekannt. Wichtigste Daten: 3 Rennen vor dem 24H Rennen, da dieses nun am Wochenende des 20. Mai stattfinden wird und nicht Mitte/Ende Juni, sowie nur noch 1 6H Rennen anstatt 2 wie heuer. (Flo ausN)

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