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February 15 2014

14:32

VLN: Ausblick 2014 Teil Eins

Die Veranstaltergemeinschaft Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, kurz VLN, startet in sechs Wochen in ihre neue Saison. Ein guter Grund schon mal auf die Saison 2014 zu schauen.

VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2013, 55. ADAC ACAS H&R-Cup2013 war ein gemischtes Jahr für die VLN. In Sachen Besucher konnte man zufrieden sein, in Sachen Teilnehmer nicht immer. Das Feld war bei einigen Rennen teilweise kleiner als in den letzten Jahren. Gründe gab es dafür einige, aber vor allem schrumpfte das Feld der “kleinen” Teilnehmer. Zwar gab es mit dem Opel, Clio und Toyota GT86 Cup eine durchaus interessante Alternative, die aber nicht so stark angenommen wurde wie gehofft. Das verkleinerte dass Starterfeld, vor allem nach dem mit sehr viel Prestige behangenen 24H Rennen. Auch wenn das Rennen nicht zur VLN-Wertung gehört, gilt es doch als das “das” Kronjuwel des deutschen und durchaus internationalen Motorsports. Es ist noch ein wenig früh für eine Vorschau, weil die Nennlisten noch nicht komplett sind, aber hier gibt es schon mal einen Blick in die Klassenstruktur für 2014. Sonst platzt die Vorschau in ein paar Wochen aus allen Nähten.

Auch in diesem Jahr wird es wieder recht bunt. Vom kleinen Mini bis zum R8 LMS ist mal wieder alles dabei. Also werfen wir mal einen Blick auf die schier unübersichtliche Klasseneinteilung. Nicht in allen Klassen gibt es Starter, was auch mit dem Punktesystem zusammenhängt.

VLN-Produktionswagen:
Klasse VLN-Produktionswagen V1 bis 1.600cm³
Klasse VLN-Produktionswagen V2 über 1.600 bis 1.800cm³ (z.B. BMW 318 ti)
Klasse VLN-Produktionswagen V3 über 1.800 bis 2.000cm³ (z.B. Toyota GT86)
Klasse VLN-Produktionswagen V4 über 2.000 bis 2.500cm³ (z.B. BMW 325i)
Klasse VLN-Produktionswagen V5 über 2.500 bis 3.000cm³ (z.B. BMW Z4)
Klasse VLN-Produktionswagen V6 über 3.000 bis 3.500cm³ (z.B. BMW M3)
Klasse VLN-Produktionswagen VT1(mit Aufladung) bis 1.600cm³
Klasse VLN-Produktionswagen VT2(mit Aufladung) über 1.600 bis 2.000cm³ (z.B. Ford Focus ST)
Klasse VLN-Produktionswagen VT3(mit Aufladung) über 2.000 bis 3.000cm³
Klasse VLN-Produktionswagen VD (Diesel) bis 3.500 cm³

VLN-Specials:
SP1 bis 1.400cm³
SP2 über 1.400 bis 1.750 cm³ (z.B. Suzuki Swift)
SP2T (Turbo) über 1.400 bis 1.600cm³ (z.B. Mini Cooper)
SP3 über 1.750 bis 2.000cm³ (z.B. Honda Civic Type R)
SP3T (Turbo) über 1.600 bis 2.000cm³ (z.B. Audi TT RS 2.0)
SP4 über 2.000 bis 2.500cm³ (z.B. BMW 325i)
SP4T (Turbo) über 2.000 bis 2.600cm³ (z.B. Audi TT RS)
SP5 über 2.500 bis 3.000cm³ (z.B. BMW M3)
SP6 über 3.000 bis 3.500cm³ (z.B. Porsche Cayman S)
SP7 über 3.500 bis 4.000cm³ (z.B. Porsche 911 GT3 Cup)
SP8 über 4.000 bis 6.250cm³ (z.B. Lexus IS-F)
SP8T Turbo) über 2.600 bis 4.000cm³
SPPRO über 3.000cm³
SP9 (FIA-GT3, Audi R8 LMS ultra)
SP10 (SRO-GT4, z.B Aston Martin V8 Vantag GT4)
SPX (Zulassung nur auf Sonderantrag)

Gruppen E1-XP, AT und AT-G
E1-XP1 über 1.750 bis 3.000cm³ (z.B Aston Martin Rapide S)
E1-XP2 über 3.000 bis 6.250cm³
E1-XP Hybrid über 1.750 bis 6.250cm³

Fahrzeuge mit Dieselmotoren:
VLN-D1T (mit Aufladung) über 1.750 bis 2.000cm³
VLN-D2T (mit Aufladung) über 2.000 bis 2.500cm³
VLN-D3T (mit Aufladung) über 2.500 bis 3.000cm³
VLN-D4T (mit Aufladung) über 3.000 bis 6.000cm³ (z.B. BMW 135d GTR)

Division Gruppe VLN Cup-Fahrzeuge
Klasse VLN-Cup-Fahrzeuge 1: Opel Astra OPC Cup nach eigenem Reglement
Klasse VLN-Cup-Fahrzeuge 2: Porsche Carrera Cup von 2006 bis 2014
Klasse VLN-Cup-Fahrzeuge 3: TMG GT 86 Cup

Gruppe H (Baujahr bis 2004 ohne Aufladung):
Klasse Gruppe H1 bis 1600cm³
Klasse Gruppe H2 über 1600 bis 2000cm³
Klasse Gruppe H3 über 2000 bis 3000cm³
Klasse Gruppe H4 über 3000 bis 6250cm³ (z.B. BMW M1)

VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2013, 38. DMV MŸnsterlandpokalAlles klar? Vermutlich nicht. Vor allem der Unterscheid zwischen den VLN-Produktionswagen und der SPs macht vielen Kopfzerbrechen. Dabei ist es recht einfach: Produktionswagen = Sehr seriennah. SP – nicht mehr ganz so seriennah. Verkompliziert für neue Fans wird die Sache durch das Wertungssystem. Auch wenn vorne meist die Fahrzeuge aus der SP9 (Audi R8 LMS, Mercedes SLS), SP10 (GT4) und SP7 (Meist Porsche 911 Cup) rumturnen und die Siege unter sich ausmachen, wird die Gesamtmeisterschaft in Klassen ausgefochten, die leistungsmäßig etwas dürftiger bestückt sind. Im letzten Jahr gewannen die Brüder Groneck auf einem Cup-Clio (die Klasse gibt es 2014 nicht mehr) knapp die Meisterschaft in der VLN. Und normalerweise ist es immer das letzte Rennen, in dem es um die Pokale geht.

Das Rennen findet also nicht vorne an Spitze, sondern auch weiter hinten statt. Grund dafür ist die besondere Wertung der Klassen, die die VLN seit Jahren auszeichnet. Je nach Klasse und der Menge an Startern gibt es einen etwas komplizierten Punkteschlüssel. Das Reglement ist einzigartig – weltweit. Kann vermutlich auch nur in Deutschland entwickelt werden, wie man an der Tabelle sehen kann. Für den Klassensieger werden fast zehn Punkte berechnet, für den Letztplatzierten fast keine Punkte. Ausgeschiedene bekommen logischerweise auch keine Punkte. Die Formel lautet Punkte= 10*(Starter +0,5 – Platzierung)/Starter, es wird auf zwei Stellen gerundet. Ein einzelnes Fahrzeug erzielt somit 5,00 Punkte, bei zwei Startern werden 7,5 und 2,5 Punkte verteilt, bei fünfen sind es 9, 7, 5, 3 und 1 Punkt. Bei zehn Wagen in der Klasse bekommt der Sieger 9,5 Punkte, bei Zwanzig sind es 9,75.

vlnwertung

Da in den kleinen Klassen regelmäßig mehr Starter unterwegs sind und vor allem ins Ziel kommen, kommt der Meister eben aus einer kleinen Klasse. Hier vor der Saison einen Favoriten auszumachen ist vor der Saison relativ schwer.

VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2013, ROWE DMV 250-Meilen-RennenWeniger schwer ist es da schon auf den Rennsieger zu tippen. Die Veranstalter bemühen sich mittels der ebenso bekannten wie “beliebten” Balance of Performance (BoP) die Situation an der Spitze einigermaßen in ausgleichend zu gestalten. Das allerdings nicht immer zur großen Freude alle. Vor zwei Jahren fuhren die Porsche hinter hier und man nannte die “BoP” dann gerne “Bitte ohne Porsche”. Letztes Jahr erwischte es die Mercedes SLS, die zunächst chancenlos war. Bei Rowe war man so sauer, dass man nicht mehr den Start ging.

Ein weiterer Grund für die BoP sind die Rundenzeiten. Man hätte gerne, dass die Fahrzeuge er SP9 die Runde auf der Nordschleife in rund 08:20 Minuten absolvieren. Uwe Alzen knallte mit dem Z4 im Training zum Barbarossa Preis allerdings eine 8:01.069 min hin. Und vermutlich wäre er ohne Verkehr unter der acht Minuten Marke gelandet.

Das ist zu schnell, also wird man auch 2014 das alte Spiel spielen. Bei den Einstellfahrten im März werden alle “mauern”, also mit teilweise reduzierter Motorleistung fahren, um einen möglich günstige BoP zu erreichen. Beim 24H Rennen lassen dann alle wieder die Hosen fallen. Und die große Runde der gegenseitigen Beschimpfungen geht los. Aber dazu dann vor, bzw. nach den Einstellfahrten wieder mehr.

Seit 1977 wird die VLN ausgetragen und seit dem zieht sie regelmäßig die jede Menge Besucher und vor allem Rennfahrer in ihren Bann. Und auch wir haben, dank unseres Experten FloausN seit Jahren über die Serie berichtet. Das wollen wir auch im neuen Jahr nicht ändern, auch wenn Flo leider vermutlich kaum Zeit haben wird. Dennoch werden wir im gewohnten Umfang über die Rennen berichten.

Kalender:
21.03.2014 VLN Probe- und Einstellfahrt
22.03.2014 VLN Probe- und Einstellfahrt
29.03.2014 60. ADAC Westfalenfahrt
12.04.2014 39. DMV 4-Stunden-Rennen
26.04.2014 56. ADAC ACAS H&R-Cup
17.05.2014 45. Adenauer ADAC Simfy Trophy
21.06.2014 24H Rennen
05.07.2014 54. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen
02.08.2014 37. RCM DMV Grenzlandrennen
23.08.2014 Opel 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen
13.09.2014 46. ADAC Barbarossapreis
11.10.2014 ROWE DMV 250-Meilen-Rennen
25.10.2014 39. DMV Münsterlandpokal

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August 03 2012

15:12

VLN: Vorschau 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen

Am Samstag statet mit dem 6H Rennen der 7. Lauf zur VLN und der Höhepunkt der Saison, welcher die heiße Phase im Kampf um die Meisterschaft einläutet. Dazu gibt Timo Bernhard sein Comeback.

Es war im März dieses Jahres, als Audi in Sebring die beiden neuen R18 getestet hat. Dabei erlitt der Wagen von Timo Bernhard eingangs der schnellen letzten Kurve mit dem Namen Sunset-Bend einen technischen Defekt und Timo verlor die Kontrolle über den Wagen, was einen heftigen Einschlag in die Begrenzungsmauer zur Folge hatte. Die Folgen sind bekannt: mehrere Verletzungen, unter anderem an der Halswirbelsäule und eine Auszeit, die bis jetzt dauerte, waren die Folge. Nach dem sich Timo Anfang Juli vollständig von den Folgen erholt hatte, konnte er mit dem spezifischen Training beginnen, so dass er nun sein lang erwartetes Comeback in einem Rennwagen geben kann. Sein Comeback wird er an der Seite seines langjährigen Teamkollegen, von Penkse, Audi und Manthey geben, nämlich Romain Dumas und Joch Krumbach auf dem Nadelstreifen Porsche von Manthey.

Ein leichtes Unterfangen hat er sich dabei nicht ausgesucht, denn die Konkurrenz ist hart, die Strecke berüchtigt und über 6 Stunden kann viel passieren, zumal wohl wechselhafte Bedingungen vorausgesagt wurden und was wechselhaft in der Eifel bedeutet, dürfte bekannt sein.
Ein Auto, welches bei solchen Verhältnissen in Profihänden schon immer sehr gut war und dies bei den 24H von Spa auch wieder eindrucksvoll unter Beweiß gestellt hat, ist der R8 lms. Hatte man bei trockenen Bedingungen nicht ganz das Tempo der Z4 mitgehen können, so war man im Regen und bei abtrocknenden Verhältnissen quasi unschlagbar. Dazu hat man den Verbrauch im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduzieren können, was in Verbindung mit dem 120 Liter Tank dafür sorgen könnte, dass man bei nassen Bedingungen Stints von 10 Runden fahren könnte. Bei den 24H schaffte man dies 1 mal und da die Variante der VLN gut 1 km kürzer ist sollte das also für 10er Stints reichen – wenn es regnet. Dazu haben Marc Basseng und Frank Stippler beim letzten Lauf einen neuen Rundenrekord über 29 Runden aufgestellt, was sie natürlich dann zu den Topfavoriten für Samstag macht.

Unterstützung erhalten sie hierbei von Christopher Haase. Im 2. Phoenix R8 lms mit der #5 starten dann Luca Ludwig und Rene Rast, während die gewohnte Besatzung rund um Frank Biela im Raeder R8 die Audis komplettiert. Am meisten Konkurrenz sollten sie dabei – neben dem Manthey GT3 R vom Rowe-SLS erhalten, welcher vor 2 Läufen knapp an einem Sieg vorbeigeschrammt ist und beim letzten Lauf trotz Reifenschaden auf den 3. Platz mit ebenfalls 29 Runden nach vorne gefahren. Hierbei erhalten Jan Seyfarth und Alexander Roloff Unterstützung von Mercedes-Fahrer Thomas Jäger. Für Überraschungen könnten die beiden McLaren von Dörr und Gemballa Racing, letztere erhalten nun nach der Auflösung des Vertrages mit Zaakspeed nun Unterstützung von Frikadelli Racing. Bei Gemballa werden Pedro Lamy und Tom Coronel Stammfahrer Sascha Bert unter die Arme greifen, während bei Dörr Motorsport, welche zuletzt erstmalig Führungskilometer sammeln konnten, wieder Arno Klasen, Kai Riemer, Henri Moser und Rudi Adams als Fahrer parat stehen.

Vor allem in der Anfangsphase sollte man hier durchaus für Furore sorgen können, denn mittlerweile wurde das Auto entsprechend weiterentwickelt bzw. hat nun auch McLaren dafür gesorgt, dass das Auto nun in den meisten Gt3 Serien und Strecken mit der Spitze mithalten kann. Dazu konnte man nun die weicheren Federn und Dämpfer sowie mehr Federweg verbauen, was vor allem auf der Nordschleife immens wichtig ist, denn nichts in schlimmer als ein Auto, welches auf den Wellen und Sprüngen permanent aufsetzt und durchschlägt oder unruhig auf der Hinterachse liegt. Ob das aber für das komplette Rennen reicht, wird man abwarten müssen, denn ein Wunder an Zuverlässigkeit war und ist der Wagen bei Leibe nicht und so sind Ausfälle technischer Natur immer noch eher die Regel als die Ausnahme.

Ausfälle und insbesondere Ausfälle technischer Natur, sollten bei den Piloten und Teams, welche noch Chancen auf den Sieg der Meisterschaft haben, denn kaum ein Team hat bislang kein Streichresultat verbuchen müssen. Die jenigen, welche vielleicht noch kein Streichresultat zu Buche stehen haben, wären Norbert Bermes und Marcel Belka von Mathol Racing, welche im 3. Lauf 8,75 Punkte erreichten. Sollten es aber Teams und Piloten, welche in Klassen mit hohen Starterzahlen starten, wie der V6 oder Cup3 allerdings Piloten mit 8 sehr hohen Ergebnissen in die Wertung schaffen, wird man bei Mathol dieses Ergebnis aber als Streichresultat werten müssen, denn bei 15-20 Starter in den entsprechenden Klassen kann man als Sieger oder 2. doch nen Tick mehr Punkte hinter dem Komma holen als in der SP10.

Nach dem 6 Stunden Rennen wird man dann aber wohl mehr erkennen können, denn denn dürften wohl einige Teams mit 2 oder gar 3 schlechten Ergebnissen aus dem Kampf um die Meisterschaft rutschen. Zu sehen gibt’s das alles ab 12.00 Uhr, wenn dann die 3 Gruppen auf die Reise über 6 hoffentlich 6 Stunden gehen und alles ohne Unfälle oder Rote Flaggen bleibt.

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March 05 2012

11:30

TV Rechte 2012: Wer zeigt was?

Die Motorsport Saison 2012 beginnt langsam wieder Fahrt aufzunehmen, und daher gibt es wie die letzten Jahr schon eine Vorschau vom Racingblog, wo es welche Rennserie zu sehen gibt.

Auch 2012 gibt es wieder einiges an Motorsport im Fernsehen zu sehen, bei den übertragenden Sendern hat sich nicht viel geändert. Die Situation der Internet-Streams ist dagegen in Bewegung. So gibt es dieses Jahr wohl zum ersten mal die V8 Supercars Live als Stream ohne “Geoblock” in Deutschland zu sehen. Bei den zwei größten Motorsportserien der Welt sieht es leider anders aus. Bei der Formel1 gibt es wie die letzten Jahre schon keinen offiziellen Stream, sondern nur ein Livetiming für registrierte User der Internet Seite. Auch bei der NASCAR sieht es nicht besser aus. Dort besitzt der Turner-Konzern sämtliche Internet Rechte für 2012. Und der machte bisher keine Anstalten, Rennen im Internet zu streamen (abgesehen von den Rennen auf TNT, die es dann im Racebuddy aus 10 verschieden Perspektiven gibt). Hoffen kann man allerdings auf das nächste Jahr: Anfang Februar hat die NASCAR die gesamten Online Rechte samt Livestreaming-Möglichkeiten ab 2013 von Turner zurückgekauft.

Insgesamt lässt sich allerdings feststellen, dass immer mehr Serien ihr Produkt auch übers Internet via offiziellen Livestreams und Interviews verbreiten. Zum Beispiel die oben erwähnte V8 Supercars oder die BTCC. Andere Serien übertragen sogar teilweise die ganzen Racedays samt Rahmenserien im Internet, etwa die ADAC GT Wochenende (abgesehen von den “Hauptrennen” der GT Masters) und die FFSA GT (Französische GT3 Meisterschaft). Als interessant lässt sich zudem sehen, dass vor allem der ACO wohl gemerkt hat, welche Möglichkeiten das Internet bietet. So wurden letztes Jahr die ALMS (American Le Mans Series) und die WEC (World Endurance Championship) komplett live gestreamt. Manche Dinge werden sich wohl nie ändern, und so gibt es auch dieses Jahr wieder keinen (legalen) Stream von MotorsTV – schade, da mal dieses Jahr einige interessante Serien überträgt.

Die folgende Übersicht ist nach den vorhanden Infos vom 4. März , wird allerdings im Laufe der Saison erweitert bzw geupdate wenn es neue Informationen gibt. Kleiner Hinweis: Eurosport zeigt sein Programm sowohl live, als auch on demand über den Eurosportplayer.

Eine generelle Übersicht der Streams haben wir auch zusammen gestellt.

Formelserien

F1 – sky/RTL
Sky hat den Vertrag wie schon letztes Jahr wieder um 1 Jahr verlängert, und zeigt alle Trainings, Qualifikationen und Rennen. Die Vorberichte und Nachberichte für die Rennen wird aus dem Sky Sport News Studio kommen. Zudem sind Jacques Schulz , Marc Surer und Tanja Bauer vor Ort. sky HD Kunden, die ein iPad haben, können die F1 wohl auch live über die skyGo Applikation schauen.
Bei RTL wird die Übertragung so ähnlich aussehen wie schon die letzten Jahre. Das heißt: FP3, Qualifikation, Rennen.
Die Freitags-Trainings wird es nach aktuellem Informationsstand nicht im Free TV geben, da Sport 1 aus der Übertragung aussteigt.

GP2 – sky
Alle Rennen der GP2 Meisterschaft werden live auf Sky übetragen

GP3 – Euro(2)
Die Rennen der GP3 werden wie letztes Jahr schon auf Eurosport (2) live oder mit delay gezeigt.

Formel Renault 3.5 – Euro(2)
Auch die Formel Renault 3.5 gibt es wieder auf Eurosport (2) live oder As-live zu sehen.

Auto GP World Series – Euro(2)
Eurosport (2) überträgt dieses Jahr alle Rennen der AutoGP live.

F2- MotorsTV, Stream
Die Formel 2 gibt es auch dieses Jahr wieder Live auf MotorTV. Zudem sollte es einen offiziellen Stream auf formulatwo.com geben.

F3 Euro – n-tv (?)
Bis jetzt gibt es keine Infos ob n-tv auch dieses Jahr wieder die Formel 3 Euro Series überträgt. Allerdings darf man darauf hoffen, nachdem der Sender die letzten Jahre sogar die Formel 3 Rennen aus Macao gezeigt hat. Sollte n-tv einsteigen, werden die Rennen auch auf deren Homepage gestreamt.

European F3 Open – MotorsTV / Stream (?)
Alle Rennen gibt es wohl Live oder Re-Live auf MotorsTV. Im vergangenen Jahr hat man die Läufe außerdem im Stream unter www.livestream.com/f3open gezeigt.

US-Racing

NASCAR Sprint Cup – Motorvision/ServusTV 
11 Rennen (Daytona+Chase) werden dieses Jahr live auf Motorvision gezeigt. Zudem überlegt man, weitere ausgewählte Rennen live zeigen. Von den restlichen Rennen wird es ausführliche Zusammenfassungen geben.
ServusTV zeigt dieses Jahr auch wieder den Sprint Cup als Zusammenfassung immer Montags gegen 23 Uhr. Zudem plant man wohl einige Rennen live zu übertragen, hierbei dürfte es sich wohl um Nachtrennen handeln. Bestätigt ist das aber noch nicht.

NASCAR Nationwide Series – MotorsTV
MotorsTV plant dieses Jahr alle Rennen live oder As-Live zuzeigen.

Indycar
Die Indycar Series wird es wahrscheinlich auch 2012 nicht im Deutschen Fernsehen geben. Auch die Chancen auf ein Livestream sind eher gering.

Tourenwagen

WTCC – Euro
Wie gehabt. Eurosport ist Host-Broadcaster und wird alle Rennen + Qualifying auf Eurosport und Eurosport2 (live) zeigen.

BTCC – itv4
Die BTCC wird dieses Jahr samt kompletten Raceday wieder auf ITV4 gezeigt. Zudem gibt es einen legalen Stream, der allerdings mit “Geoblock” versehen ist.

DTM – ARD
Nicht neues.

GT1/GT3/GT Endurance – Stream
Die SRO Serien werden wie letztes Jahr schon komplett im Internet übertragen und danach VoD gestellt. Inwiefern es eine Übertragung der GT1 WM bei Sport1(+) gibt, steht noch nicht fest. Allerdings ist noch nichts im TV Plan von Sport1 eingetragen, sodass man von einer Nicht-Übertragung ausgehen muss. Den Stream findet man auf der jeweiligen Homepage der Serien.

ADAC GT – Kabel 1
Trotz schwacher Einschaltquote hält Kabel 1 weiter an der ADAC GT Masters fest, die Rennen werden jetzt allerdings um 12:15 erst gestartet. Ob die Rahmenrennen (so wie 2011) wieder via Internet-Stream versendet werden, ist derzeit noch ungewiss.

VLN – Sport1 (Zusammenfassungen)
Es wird Ausschnitte aus den Rennen in verschiedenen Programmen (DMAX, Motorvision, Sport1) zu sehen geben, mehr aber nicht. Die 24H werden bei Sport1 laufen.

Porsche Supercup – Sky/Euro2
Sky überträgt die Serie auch 2012. Sollte auch bei Eurosport(2) zu sehen sein.

Porsche Cup – Sport1(+)?
Sport1(+) dürfte wohl wieder die Rennen des Porsche Carrera Cup zeigen. Zudem sollte es einen Livestream geben.

Scirocco Cup – MotorsTV/Sport1(+)
Läuft auf MotorsTV. Auch auf Sport1(+) eventuell zu sehen. Außerdem hatte VW im letzten Jahr ein verstecktes Livestream Angebot, das auch dieses Jahr wieder da sein könnte.

V8 Supercars – MotorsTV (1 Woche zeitversetzt) / Livestream
MotorsTV. Bathhurst 1000 wird live gezeigt, der Rest mit delay (1 Tag – 1 Woche). Zudem gibt es einen Livestream unter www.v8supercars.com.au, auf dem auch einige der Rahmenrennen zu sehen sind.

Superstar Serie – MotorsTV
Die interessante und gut besetzte italienische Serie läuft live auf MotorsTV.

International GT Open – MotorsTV
Die Rennen der Südeuropäisch geprägten Meisterschaft gibt es wieder auf MotorsTV und mit offiziellem Livestream (www.gtopen.tv) dieses Jahr zu sehen.

GT Sprint – MotorsTV
Die Rennen der GT Sprint (fährt zusammen mit der Superstars Serie) gibt es dieses Jahr wieder Live auf MotorsTV.

Ferrari Challenge Europa – MotorsTV
Live auf MotorsTV

Prototypen

WEC – Euro2
Eurosport(2) überträgt die Rennen wohl dieses Jahr wieder. In welchem Umfang die Rennen übertragen werden steht noch nicht fest. Zudem könnte es wieder einen Live Stream geben.

LMS – MotorsTV 
Die LMS läuft dieses Jahr auf MotorsTV, zudem soll es einen Livestream geben. Inwiefern Radio Le Mans von den Rennen berichtet, steht noch nicht fest.

24 H Le Mans – Eurosport
Auch in diesem Jahr gibt es wieder die kompletten 24 Stunden live bei Eurosport.

ALMS – MotorsTV
MotorsTV wird auch dieses Jahr wieder die meisten Rennen der ALMS live zeigen. Zudem gibt es die Rennen, die man nicht live zeigt As-Live. Auch wieder geplant: Ein guter Livestream auf der Homepage der Serie mit dem Kommentar der Jungs von Radio Le Mans.

GrandAm – MotorsTV
Die Rennen der GrandAm gibt es dieses Jahr auf MotorsTV fals Speed auch live überträgt. Ansonsten gibt es die Rennen mit delay.

Japan

Super GT
Die überaus interessante Super GT wird man leider auch dieses Jahr allenfalls über einen Stream aus den unendlichen Rändern des Internets verfolgen könnnen.

Formel Nippon
Auch die Formel Nippon wird es wohl nicht auf legalem Wege zu sehen geben.

Argentinien

Turismo Carretera / TRV6 / TC2000
Die höchste argentinische Rennklasse gibt es 2012 via (offenbar) offiziellem Stream auf justin.tv/tcarretera. Ebenfalls einen Livestream gibt es zur Silhouetten-Serie TRV6 (unter trv6.com.ar). Die Qualität beider Streamingangebote liegt allerdings, wie man so schön sagt, im Auge des Betrachters. Die vermutlich beste Tourenwagenserie Südamerikas, die TC2000, wird wird wohl leider auch weiterhin keinen offiziellen Stream bereitstellen.

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September 30 2011

11:15

GT Masters: Vorschau Saisonfinale

Am Samstag und Sonntag starten in Hockenheim die beiden letzten Läufe zur diesjährigen Saison der GT Masters und rein rechnerisch haben noch 4 Wagen Chancen auf den Titel.

Zum einen sind dies natürlich die Tabellenführer Dino Lunardi und Alex Margaritis im Alpina BMW, Die Stuck Brüder mit 28 Punkten Rückstand auf die Spitzenreiter, sowie sowie Christopher Mies mit 31 Punkten und Luca Ludwig mit 42 Punkten Rückstand und somit nur extremen Außenseiterchancen auf den Titel, während sein Teamkollege der ersten 8. Läufe etwas besser da steht, denn bei 25 Punkten, welche der 1. eines Rennens erhält haben die Spitzenreiter ein kleines Polster, welches aber schnell aufgebraucht sein kann, gerade gegen die Stuck Brüder – wenn die keinen Ausrutscher haben, denn den werden sie sich nicht leisten dürfen, denn sonst kann der Titel schon nach dem 1. Lauf entschieden sein.

Grund dafür ist die Streckencharakteristik, welche dem Lamborghini der Stucks recht gut liegen sollte. Die Mischung aus schnellen Kurven wie der Nordkurve, oder der schnellen rechts nach der Haarnadel, in Verbindung mit den langsamen Kurven wie der Hairpin am Ende der Geraden sowie im Motodrom sollte dem Wagen sehr entgegenkommen, denn dieser war sowohl auf langsamen Kursen wie Oschersleben, als auch auf schnellen wie Zolder siegreich. Ein weiterer Punkt, welche zumindest in Sachen Speed für die Stucks spricht, sind die Ergebnisse des letzten Jahres. Damals konnten Albert von TuT und Peter Kox einen 1. und einen 2. Rang erreichen. Vom reinen Speed her, werden sie wohl sicher vorne zu finden sein, allerdings wird ihnen das alleine nichts nützen, und das Team wird auf einen Ausrutscher der Spitzenreiter hoffen müssen und Schützenhilfe kann im Kampf um die Meisterschaft ja bekanntlich auch nicht schaden und die könnnten sie auch bekommen, nämlich von ihrem Teamkollegen. So dürften Albert von TuT sowie sein Kollege Philip Geipel durchaus in der Lage sein, den Teamkollegen zu helfen, da sie natürlich über das gleiche Material verfügen und Albert von TuT im hier letzten Jahr sehr stark gefahren ist.

Diese Ausrutscher waren aber vor allem in der 2. Hälfte der Saison allerdings kaum vorhanden und so war man als einziges Team neben Chr. Mies in der Lage seit dem Doppelnuller vom Nürburgring immer zu punkten, wobei man mit 81 Punkten weit erfolgreicher als eben der junge Mies mit seinen 54 Zählern. An der fahrerischen Klasse der 2 Piloten sollte es auch nicht scheitern, denn dafür haben die 2 zu viel Erfahrung. Die große Frage ist aber eher: “Wie gut geht das Auto auf der Strecke ?” Letztes Jahr spielte der Alpina zwar kaum eine Rolle, aber man hat den Wagen im Winter ja stark verbessert und weiterentwickelt, sodass wohl erst die Zeittrainings Aufschluss darüber geben werden.

Eher schlecht als recht erging es letztes Jahr den R8 LMS Teams, welche maximal 2 sechste Plätze erreichen konnten, nachdem sich die ABT Wagen einmal selber eliminiert haben. Zum anderen funktioniert der Wagen in den langsameren Ecken nicht so gut wie zum Beispiel die Porsche oder der Lamborghini, wofür man aber wieder in den schnellen Kurven seine Vorteile hat, wie man z.b beim 24H Spa schön sehen konnte. Man wird zwar sicher versuchen zur Stelle zu sein, sollten die Stucks oder Lunardi/Margaritis einen Fehler machen, allerdings werden beide Piloten wohl mind. 1 Sieg und einen 2. oder 3. Platz holen müssen, was doch angesichts der Leistungsdichte und des Streckencharakters, welcher dem R8 eher nicht entgegenkommen dürfte, fast unmöglich machen dürfte.

Dazu kommt, das auch andere Teams vorne an der Spitze mitmischen wollen und auch werden, welche zwar nichts mit der Meisterschaft zu tun haben, aber ein schnelles Auto besitzen, wie zum Beispiel A-workx mit ihrem 911 GT3 R und Sebastian Asch und Michael Ammermüller. Dieses Team, welches am Eurospeedway gewinnen konnte, war nach der Neueinstufung der Porsche (50kg weniger Gewicht) das beste Fulltime Porsche Team der Saison und konnte immer vorne mitmischen. Ein Sieg und ein 3. Platz im Vorjahr, allerdings für Mühlner Motorsport unterstreicht auch die Fähigkeiten des Porsche auf diesem Kurs.

Ebenfalls auf dem aufsteigenden Ast ist das Farnbacher ESET Team mit seinem F458 GT3. Nachdem man zu Anfangs der Saison nicht so richtig auf Touren kommen konnte, da der Wagen bzw. der Motor zu wenig Leistung entfaltete, hat man bei Ferrari bzw. bei Michelotto wohl die nötigen PS aus dem 4,5 Liter V8 herausholen können um den Wagen auf den nötigen Topspeed zu bringen, welchen man natürlich fürs überholen braucht. Dass der Wagen auf schnellen Kursen wie in Assen sehr gut läuft, war augenscheinlich, als Niclas Kentenich und Dominik Farnbacher bei feucht-nassen Verhältnissen des ersten Sieg des Ferrari einfahren konnten. Allerdings wird an diesem Wochenende nicht Dominik Farnbacher neben Niclas am Steuer sitzen, sondern sein jüngerer Bruder Mario Farnbacher, da der große Bruder am Samstag das PLM fahren wird.

Dank der engen Leistungsdichte und des großen Starterfeldes wird man auch nicht die 20% kürzere Variante fahren müssen um 20% mehr Spannung zu erzeugen, denn dank satten 40 Startern (36 Fulltime + 4 Gaststarter) wird es auch so richtig eng werden und unter den Gaststartern ist auch ein komplett neues Team: Lambda Performance wird 2 Ford GT an den Start bringen. “Lambda wer?” wird sich wohl der ein oder andere fragen und um dies zu erklären muss ich etwas ausholen: Es war vor gut einem Jahr, als Matech Competitions, erklärte nicht mehr am aktiven Rennsport teilnehmen zu wollen. Dadurch blieb nur Matech Concepts über, also jene Firma, welche die Ford GT nach GT1 und GT3 Reglement entwickelt hatte und auch einen GTE Ford auf Kiel legen wollte bzw. dies auch zu einem Teil schon getan hat. Allerdings blieb diese Firma nach dem Tod des Inhabers Marin Bartek nicht mehr lange bestehen und man musste schlussendlich im Frühjahr Insolvenz anmelden. Nun hat das vor kurzem erst neu formierte Team von Lambda, bei welchem wohl ein großere Hersteller/Betreiber von Toiletten dahinter stellen soll, die Homologationsnummern des GT1 und GT3 Ford von Matech übernommen und plant wohl im Winter dieses Jahres den GTE-Ford fertig zu entwickeln und das 1. mal fahren zu lassen.

So werden die 2 Ford GT von Thomas Mutsch und Nicki Thiim pilotiert, welche schon auf dem VW Golf beim 24H Rennen fuhren und für Thomas Mutsch ist das auch der 1. Einsatz in einem Ford GT seit gut einem Jahr, als er das letzte mal in San Luis am Steuer des GT1 sas. Der 2. Ford wird indes von Achim Winter und Alex Müller gesteuert und man darf wirklich gespannt sein, was das Team und ihre Wagen bei ihrem 1. Auftritt gleich leisten können, denn eine Bereicherung sind sie auf jeden Fall und man will die Wagen auch im nächsten Jahr einsetzen.

Dies dürften im nächsten Jahr aber wohl nicht die einzigen neuen Wagen sein, denn neben Dörr Motorsport hat auch Gemballa bei McLaren 2 GT3 Wagen geordert und will diese an den Start bringen, sodass man davon ausgehen darf, dass die Anzahl der Starter wohl kaum geringer werden wird.

Die Rennen beginnen am Samstag und Sonntag jeweils ab 12.00 Uhr und Kabel 1 wird wie immer ab 11.45 Uhr Live berichten.

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June 24 2011

05:39

Vorschau: 24H vom Nürburgring Teil 2

Nachdem der erste Teil der Vorschau über das Rennen an sich, BMW und Porsche handelte, handelt der 2. Teil nun über Audi, Mercedes, VW und die “Exoten”

Mercedes

Neben Porsche, welche in der Spitzengruppe zahlenmäßig am stärksten vertreten sind, schickt auch Mercedes eine ganze Armada an SLS GT3 ins Rennen. So werden sage und schreibe 9 Flügeltürer im ersten Einsatzjahr das Rennen um den Gesamtsieg aufnehmen.
Das stärkste Kontingent mit stellt hierbei Black Falcon Racing. Das Team welches letztes Jahr noch für den privaten Einsatz von 2 R8 LMS verantwortlich war, bringt heuer 3 SLS an den Start.
So wird die #20 von Ralf Schall, Maik Rosenberg, Hannes Plesse und Andrii Lebend gesteuert. Mit Maik Rosenberg und Ralf Schall hat man 2 zuverlässige und flotte Piloten, welche den Wagen zügig und routiniert über den Ring steuern können, aber bei den anderen 2 habe ich dort doch meine Bedenken.
Die #21 wird von den beiden Breslins, Sean Paul (welcher auch in Le Mans am Start war) und Sean-Patrick Breslin sowie Vimal Mehta und Stephan Rösler pilotiert. Hier dürfte ankommen und ohne Fehler durchkommen das Ziel sein – Wenn der Wagen hält, denn bisher hat der SLS nicht gerade den zuverlässigsten Eindruck gemacht.
Am stärksten wird man aber sicher das 3. Quartett nämlich Thomas Jäger, Kenneth Heyer, Jeroen Bleekemolen und Jan Seyfarth auf der #22 einschätzen dürfen. Von den Fahrern her, wäre man sicher ein Kadidat für die vorderen Plätze im Endklassement, aber dafür muss wie schon angesprochen die Technik erst einmal durchhalten, wobei es aber bei so vielen Startern durchaus möglich ist, dass 2 oder 3 Wagen ohne Probleme durchkommen werden. Von daher wird man hier abwarten müssen wie sich das Rennen entwickeln wird.

Ebenfalls stark besetzt ist die Nummer 25 von Horn Motorsport. Hier werden sich der sehr erfahrene aber auch sehr schnelle Sascha Bert sowie David Horn abwechseln. Eine faustdicke Überraschung gab es allerdings vor ein paar Monaten, als man ankündige sich bei den 24H vom Ring mit „Trommelwirbel“ Stephane Sarrazin http://www.sascha-bert.de/sascha-bert-startet-im-mercedes-sls-amg-gt3-mit-horn-motorsport-in-die-neue-saison/von Peugeot zu verstärken. In der VLN konnte man bisher überzeugen, wenn das Auto keine Mucken von sich gab, allerdings fuhr Stephane bisher nicht in der VLN, was sich vor allem in der Nacht bemerkbar machen sollte. Denn gerade hier braucht man viel Routine und Erfahrung um die Situationen richtig einzuschätzen.

Am stärksten schätze ich daher den SLS mit der Startnummer #30 ein. Hier werden sich Armin Hahne und keine geringeren als Pierre Kaffer sowie einer der schnellsten und besten Nordschleifenfahrer überhaupt und 2009 Fahrer das Jahres Chris Mamerow abwechseln. Dieses Auto von Mamerow Racing, welches vor der Saison von Porsche zu Mercedes gewechselt ist, konnte den 2. Lauf zur VLN von der Spitze weg kontrollieren und einen Sieg einfahren. Man wird diese Fahrer im Kampf um den Gesamtsieg sicher auf der Rechnung haben müssen, allerdings hatte man schon in der VLN über 4 bzw. 6 Stunden technische Probleme und dies kann man beim 24H Rennen natürlich gar nicht brauchen. Von der Zuverlässigkeit schätze ich halt z.b den GT3 RSR von Manthey oder die BMW M 3 GT durchaus ausgereifter ein als den Mercedes, aber wie schon angesprochen könnte es bei der schieren Anzahl an Starter auch gut möglich sein, dass 1 ein oder 2 Wagen ohne Probleme durchkommen können und wenn es ausgerechnet die #30 ist, dürfte einiges möglich sein.

Ein prominent besetzter SLS AMG GT3 wird mit der #32 von Heico Motorsport an den Start gehen. Hier hat man zwar mit Lance David Arnold einen absoluten Toppiloten verpflichten können und auch mit Christopher Brück einen mehr als soliden Mann, allerdings machte Christian Frankenhout in der VLN nicht so eine gute Figur wie seine 2 Kollegen. Ein Fragezeichen wird man wohl auch hinter Alex. Margaritis setzen dürfen. Der frühere DTM Pilot ist zwar im GT Masters mit Dino Lunardi im Alpina BMW sehr erfolgreich unterwegs, wie der Sieg in Zolder bewiesen hat, allerdings ist die Nordschleife doch noch eine andere Strecke als die im GT Masters. Viel wird also davon abhängen, wie gut sich die 2 im Verkehr und in der Nacht schlagen werden und ob eben die schon angesprochene Technik möglichst reibungslos mitspielt. Der Mercedes SLS ist aber wohl sehr angenehm und gutmütig zu fahren, was gerade bei einem 24H Stunden Rennen sehr von Vorteil ist, damit sich der Fahrer auf das fahren und den Verkehr konzentrieren muss, während er das Auto am absoluten Limit bewegt. Allerdings hat er die mit Abstand längste Nase im Feld und dies dürfte gerade beim Überrunden für die Piloten äußerst schwer sein, denn die Sicht nach vorne und zu den Radkästen wird dadurch sehr eingeschränkt sein. Auch dürfte das Thema Spritverbrauch wie bei allen anderen Teilnehmern wichtig sein. In der VLN schwankten die Anzahl der Runden zwischen 8 und vereinzelt 9 Runden. Jedoch ist der Tankinhalt per Reglement um 5 Liter auf 125 gestiegen und die 24H Variante ist um einen Kilometer länger. Wie massiv sich das auswirken kann, habe ich bereits in Teil1 dargestellt, nämlich bis zu gute 4 Sekunde die man pro Runde auf ein Auto mit 10 Runden rausfahren müsste. Sollte z.b die besser eingeschätzten SLS durch die Hatz somit nur 8 Runden fahren könnten, wäre dies aber großer Nachteil im Kampf um die vorderen Postionen.

2 weitere SLS mit den Startnummern #36 und #46 werden noch von Rowe Racing an den Start gebracht. So wird die #36 von den Piloten Marco Schelp, Roland Rehfeld sowie Hupert Haupt und Alexander Roloff pilotiert während hinter der #46 Dominik Schwager, Michael Zehe, Klaus Rader und der Amerikaner Mark Bullit Platz nehmen. Diese 2 Besatzungen sind normal nicht für eine vordere Platzierung im Gesamtklassement gut, was die Geschwindigkeit der Fahrer angeht, obwohl man mit Dominik Schwager einen sehr schnellen und zuverlässigen Piloten hat, schätze ich die #36 etwas ausgeglichener ein als das Schwesterauto. Ein Top 10 könnte möglich sein, denn Erfahrung hat man in diesem Auto sehr wohl, und man wird daher ein 24H Rennen nicht mit biegen und brechen angehen wollen um dann im Laufe des Rennen sich Stück für Stück nach vorne zu arbeiten. Allerdings kommt muss auch hier die Technik mitspielen und da schätze ich den SLS einfach noch als zu unausgereift ein, denn im ersten Jahr musste auch Audi Tribut zollen.
Audi

Im 3. Versuch will man mit wieder mit einem Großaufgebot versuchen die Phalanx von Porsche und BMW zu brechen, denn seit 2004 (!) haben nur diese beiden Marken gewonnen. Um dies zu erreichen, hat man den R8 LMS nochmals weiterentwickelt und bringt 4 hochkarätig besetzte Wagen an den Ring, welche alle für einen Gesamtsieg gut sind.
Die #14 von Phoenix Racing wird hierbei von Frank Stippler, Marc Basseng und Le Mans Sieger Marcel Fässler gesteuert. Fehlen wird hier leider Mike Rockenfeller, welcher ursprünglich für dieses Auto vorgesehen war, aber leider in Le Mans diesen fürchterlichen Abflug hatte und noch nicht in der Lage ist ins Cockpit zu steigen. Ersetzt wird er von Andrea Piccini, welcher ursprünglich für den TT RS mit der #126 genannt wurde. Das Schwesterauto wird derweil von Markus Winkelhock, welcher im Vorjahr völlig überraschend 3. wurde sowie Marc Hennerici und Christopher Hasse gesteuert. Auf diesem Wagen ist auch noch Frank Stippler genannt, allerdings wird dieser wohl seine meiste Zeit in der #14 verbringen, nachdem Rocky dort ja nicht starten kann und man mit 2 Fahrern ungern ein solches Rennen angeht.
In Sachen Speed wird man wohl ziemlich sicher mit den Ton angeben können, denn man hat beim 4. Lauf zur VLN die bisher schnellste Rennrunde in diesem Jahr absolvieren können und seitdem keine stärkeren Restriktionen in der BoP erfahren. Im Gegenteil, so darf man nun noch 5 Liter mehr im Tank haben, was dazu führen könnte, dass man im Rennen nicht mehr 9 Runden wie letztes Jahr, sondern womöglich 10 Runden gehen könnte, womit man dem Hybrid-Porsche oder den BMW sicher in nichts nachstehen wird. Und wie wichtig die Reichweite ist, habe ich oben in Teil 1 meiner Vorschau schon mal dargestellt.
Allerdings war Phoenix in der Vergangenheit immer recht erfolgreich darin, sich selbst ein Bein zu stellen wie falsche Reifenwahl, falsche Strategie oder Strafen wegen Überholen unter doppelt Gelb wie beim 10. Lauf 2010.
Sollte man aber keine solche Fehler machen, sind diese 2 Audis allesamt absolute Kandidaten für den Gesamtsieg, denn im 3. Jahr seines bestehen dürfte der R8 LMS mittlerweile auch technisch ausgereift sein um das Rennen durchzustehen.

Selbiges gilt auch für die 2 anderen Wagen von Abt Sportsline. Hier wechseln sich auf der #16 Matthias Ekström, der letztjährige Pole-Inhaber Marco Werner, Christian Abt sowie 2003 Gewinner Timo Scheider ab. Damit steht man den anderen 2 Wagen sicherlich in nichts nach und wird ein 24H Sprintrennen sicher nicht von der konservativen Seite aus angehen, sondern man wird sicher in der Lage sein voll an zugasen.
Das gleiche wird wohl auch das Schwesterauto versuchen mit den aus dem GT-Masters bekannten Fahrer Luca Ludwig, Christopher Mies, Christian Jöns sowie Christian Abt als Springer auf dem Wagen. Dass die 3 jungen sehr schnell sind, haben sie bewiesen, allerdings bleibt hier die Gefahr, dass einer aufgrund der noch eher geringen Erfahrung eventuell mal die Nerven verliert und das Auto in die Leitplanken setzt. Allerdings wird der sehr erfahrene Christian Abt schon dafür sorgen, dass dies nicht passiert und die jungen schnellen Fahrer den Wagen heile lassen.

Dies sind aber nicht die einzigen stark besetzten Audis, denn man hat sich wohl ein Hintertürchen offen gelassen, welches zum einen im trockenen sehr schnell ist, aber sicher gegen Regen nichts einzuwenden hätte.

Die Rede ist vom Audi TT-RS aus der SP4T. Jenes Auto, welches gegen Ende der letzten Saison in der VLN sein Debüt feiern konnte, verfügt über einen 2,5l Reihenfünfzylinder mit Turbolader und Frontantrieb im Gegensatz zu all den anderen heckgetriebenen Wagen. Dies dürfte sich vor allem bei nassen und wechselhaften Bedingungen als Vorteil gegenüber der Konkurrenz herausstellen, denn so war man letztes Jahr beim 9. VLN Lauf in der Lage mit diesem Konzept phasenweise die schnellsten Rundenzeiten zu fahren. Dass man diesen Einsatz sehr ernst nimmt, zeigen auch die Besatzungen, welche man für die 2 TT-RS ausgewählt hat und mit Raeder Motorsport an den Start gebracht werden.
So wird die #125 von Michael Ammermüller, Le Mans Sieger Frank Biela, Jens Klingmann und dem aus der DTM bekannten Martin Tomczyk gesteuert. Das 2. Auto die #126 wird hingegen von dem aus der GT1-WM bekannten Christian Hohenadel sowie Jimmy Johansson und dem DTM-Piloten Miguel Molina bewegt.
Viel wird daher darauf ankommen, wie zuverlässig das Auto ist und wie gut bzw. hier wie schlecht das Wetter während des Rennen ist denn man hat hier gute Fahrer und mit Raeder auch ein sehr gutes Team am Start. In der Klasse wird man sie normal nicht schlagen können, denn dafür dürften sie zu schnell sein, allerdings wird der Ford Focus der FH Köln sicher zur stelle sein, wenn es hier Probleme geben sollte. So war man in der Lage, dem TT-RS in der VLN schon das ein oder andere male zu schlagen, weil man selber keine Probleme hatte.

VW

Ein weiteres Auto welches sicher nichts gegen schlechtes Wetter haben dürfte, wird der VW Golf24H sein. Jener Golf, der von VW für das 24H Rennen aufgebaut wurde, konnte schon in der VLN von sich hören machen. Angetrieben wird das Auto von einem 2,51L Turbomotor und Allradantrieb, womit man in der SP8T start, vermutlich um sich in der SP4T nicht selber Konkurrenz zu machen. Wie schnell der Wagen ist, musste Wolfgang Kaufmann in der VLN erfahren, als er von dem Golf außen um Karussel überholt worden ist. Auch konnte der Wagen den Nadelstreifen Porsche GT3 R Ausgangs Hatzenbach ausbeschleunigen und auch noch Vorsprung herausfahren. Dies alles wohlgemerkt unter trockenen Bedingungen. So darf es nicht verwundern, dass man bei einer Bestzeit von 8:28.9 davon ausgeht, dass der Golf noch lange nicht sein wahres Potential gezeigt hat und dies vermutlich erst beim 24H Rennen tun wird. Auch kann ich die offizielle Leistungsangabe von 440 PS kaum glauben und es würde alles andere als verwundern, sollte da eine 5 vorne dran stehen.
Als Piloten werden auf der #135 Thomas Mutsch, Patrick Simon, Fredrik Ekblom und Edoardo Mortara genannt. Viel dürfte also davon abhängen, wie viel die ersten 2 Piloten fahren werden, denn Ekblom und Motora schätze ich deutlich schwächer als ihre Teamkollegen ein. Sollten Simon und Mutsch den Löwenanteil der Distanz fahren, was auch alles andere als einfach ist, dürfte der Golf doch noch etwas weiter nach vorne fahren können. Eine große Unbekannte stellt allerdings die Zuverlässigkeit des Wagens dar. Immerhin ist eine Leistung von knapp 200 PS pro Liter Hubraum auch sehr materialmordend und mit dem Allradantrieb hat man mehr Komponenten verbaut, welche halt auch kaputt gehen können.

Etwas ausgeglichener besetzt erscheint mir hier der VW Golf mit der #35 und der Besatzung Peter Terting, Nicki Thiim, sowie Rene Rast und Frank Mailleucx. Wichtig wäre für das Team, dass sich Nicki Thiim im Zaun hält und kein Kleinholz produziert, denn von der Geschwindigkeit her wäre nicht der schlechteste auf dem Auto.
Dies dürften auf jeden Fall die 2 VW Golf mit den meisten Chancen haben, denn den Golf mit den Leuten Johnny Herbert, Mark Blundell, Edoardo Mortara und Frank Mailleucx sehe ich nicht der Lage vorne mit zu mischen, da hier allen Piloten viele Kilometer auf der Nordschleife fehlen. Und das wird sich zum einen beim Überrunden, noch mehr in der Nacht bemerkbar machen und erst recht, wenn es zu regnen beginnt.

Die Exoten

Neben all diesen Marken und Wagen gibt es aber auch noch ein paar richtige Exoten für das Rennen, wie man schon alleine auf dem Bild links erkennen kann. Hierbei handelt es sich um den Glickenhaus Ferrari P4/5 Competizione, welchen es nur ein einziges mal auf der Welt gibt. Dieses Auto soll eine Hommage an den alten Ferrari 330 P4 sein, welcher seiner Zeit 1967 einen Doppelsieg für die Roten einfuhr. Der Multi-Milliardär James Glickenhaus wollte diesen Wagen wieder auf der Rennstrecke sehen und entschloss sich daher mit viel Liebe zum Detail und viel viel eigenem Geld diesen Prototyp bauen zu lassen. Die technische Basis, also Motor und Getriebe sowie ein Teil der Elektronik bildet der alte Ferrari F430 nach GT2-Regelement. Der Rest, also das Chassis welches komplett aus Carbon gefertigt ist, Cockpit, Aerodynamik, Fahrwerk, etc. musste alles selber entwickelt werden und dementsprechend groß war auch der Finanzielle und technische Aufwand. Nach dem 24H Rennen soll damit aber nicht Schluss sein, denn James Glickenhaus hat vor diesen Wagen später auch bei anderen Rennen wie den 24H von Le Mans starten zu lassen. Dass man hier allerdings nicht geizt, zeigt auch die Fahrerbesatzung die man angeheuert hat. So werden Mika Salo, Luca Capellari, Nicola Larini und Frabrizio Giovanardi den Wagen mit der #23 aus der E1-XP steuern. Dies sind zwar alles sehr namhafte Piloten, allerdings haben alle 4 bisher trotz der Testläufe kaum Kilometer auf der Nordschleife gesammelt und gerade Giovanardi ist aus der BTCC kommend nicht gerade dafür bekannt besonders schonend mit dem Material um zu gehen. Das Ziel bei diesem Projekt dürfte daher auch vollkommen richtig auf ankommen lauten und den schönen Wagen heile lassen.

Mehr Ambitionen wird man allerdings beim 2. Ferrari haben, nämlich den 2.platzierten des Vorjahres von Farnbacher Racing welche dieses Jahr einen neuen F458 GT2 Italia in der SP8 an den Start bringen. Damit konnte man auch gleich beim 3. Lauf zur VLN über 6 Stunden den Gesamtsieg knapp vor dem Manthey RSR erringen, wohl gleich dem Manthey RSR eine Runde abgezogen wurde, da er unter doppelt Gelb nicht genug vom Gas ging. Trotzdem konnte man mit einer 8:18 die schnellste Rennrunde erzielen, welche auch noch von AF-Corse Fahrer Jaime Melo bei seinem erst 2. Rennen auf der Nordschleife gefahren wurde. Der Ferrari scheint sehr viel Abtrieb zu erzeugen und geht auf sehr schnellen Kurven wie in Spa anscheinend sehr sehr flott, denn beim 6 Stunden Rennen waren die F458 kaum zu schlagen. Die große Schwachstelle dürfte aber vermutlich auch hier die Standfestigkeit sein. So hatte man in Le Mans technische Probleme und musste aufgrund dessen das Rennen vorzeitig beenden und auch die anderen Ferrari erwiesen sich bei diesem Dauerlauf nicht gerade als die Zuverlässigsten. Mit Dominik Farnbacher, Marco Seefried, Allan Simonsen sind 3 Fahrer von der letztjährigen Überschungsmannschaft an Board. Nur der 4. Mann ist nicht mehr Lehman Keen, sondern nun Jaime Melo welcher zwar sicher nochmals ne Ecke schneller ist, aber auch sehr unerfahren auf der Nordschleife und vor allem in der Nacht. Viel wird daher davon abhängen, wie sie ihr Rennen anlegen werden – wobei ich nicht glaube dass man die Hatz vorne mitgehen will, und ob sie die Probleme in den knapp 1,5 Wochen nach Le Mans aussortieren konnten.

Ein anderes Auto, wo Le Mans drin steckt, ist der Lexus LF-A von Gazzoo Racing aus der SP8 mit der #88. Dieses Auto konnte in der VL N bisher positiv überraschen, da man im Winter wohl mehrere Schritte in die richtig Richtung gemacht hat und nun in der Lage war teilweise in der Spitzengruppe mitzufahren bzw. hinten dran zu bleiben was früher nicht möglich war. Auf diesem Auto werden Takayuki Kinoshita, Juichi Wakisaka und der „Man of the race“ der 24H von Le Mans, Andre Lotterer fahren. Das Schwesterauto mit der #87 werden derweil von den 3 Japanern Akira Iida, Hiroaki Ishiura und Kazuya Oshima pilotiert, nachdem man im letzten Jahr mit dem LF-A den 18. Platz erreichen konnte. Sollte man ohne große technische Probleme und Unfälle durchfahren können, so dürfte es dieses Jahr noch ein paar Positionen weiter von vorne gehen. Vor allem Andre Lotterer wird extrem viel Selbstvertrauen und Momentum an den Ring bringen. Hoffentlich geht es für ihn heuer besser als letztes Jahr, als man in seinem Auto bereits nach nur 67 Runden zur Aufgabe gezwungen war.
Ein 3. Auto aus Japan wird der ISF mit der #86 und Akira Iida und Minoru Takaki sein.

Auch 2 bisher unbekannte Fahrzeuge sind die beiden Aston Martin Zagato, welche auch in der SP8 an den Start gehen werden. Dieses Fahrzeug mit der #3, welches erst beim 4. Lauf zur VLN sein Debüt feierte wird hier von Aston Martin Chef Dr. Ullrich Bez, Horst von Saurma und Matthey Marsch gesteuert wird, dürfte aufgrund der kurzen Vorbereitung aber keine Chance auf ein Durchkommen haben. Selbiges gilt für Richard Maedden, Peter Cate und Oliver Mathai im baugleichen Wagen mit der #5.

Auch Freunde der Australischen V8 dürften auf ihre Kosten kommen, denn Mai Rose wird zusammen mit Anthony Alford, Peter Leemhuis und Damien Flack einen Original Holden Commodore aus der Australischen V8 Meisterschaft an den Start bringen. Im Kampf um den Gesamt oder Klassensieg wird man damit zwar keine Chance haben, aber im Kampf um den besten Sound wird man sicher weit vorne sein.

Beenden möchte ich die Vorschau über die Teilnehmer mit einem weiteren Italienischen Auto, welches aber gar nicht so Italienisch ist. Es ist kein Ferrari, sondern der Lamborghini LP600+ von Reiter Engineering. Dies hat einen ganz einfachen Grund: Meine Vorschau zu den 24H habe ich mit Hans Joachim Stuck begonnen, wie er das erste Rennen gewinnen konnte. Daher möchte ich diese auch mit ihm beenden, denn auf diesem Lambo wird Striezel Stuck mit seinen beiden Söhnen Ferdinand und Johannes Stuck sein letztes Rennen überhaupt bestreiten. Das Team Stuck³, welches Unterstützung von Dennis Rostek erhält, makiert seinen Traum, einmal mit seinen Söhnen ein Rennen zu fahren und gleichzeitig das Ende seiner Karriere. Um den Sieg wird man damit wohl kaum fahren können, denn dafür hat das Auto bisher zu wenig Kilometer auf dem Buckel, aber das Auto wird sicher für viele Tränen sorgen. So oder so.

Der Zeitplan für die Trainings und das Rennen schaut wie folgt aus:

Freitag
16.55 – 18.55 Uhr 2. Zeittraining

Samstag
13.30 – 15.10 Uhr Startaufstellung
16.00 Uhr Start aller 3 Gruppen

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June 22 2011

13:30

Vorschau: 24H vom Nürburgring Teil 1

2 Wochen nach den dramatischen 24H von Le Mans trifft sich die Elite der Sportwagen-, GT- und Langstreckenpiloten am Nürburgring erneut um die Distanz 2 mal gegen die Uhr zu absolvieren. Das Rennen welches 1970 zum ersten mal ausgetragen wurde und von Hans Joachim “Striezel” Stuck auf einem BMW 2002 TI gewonnen wurde hat sich mittlerweile zum wohl 2. wichtigsten 24H Rennen der Welt entwickelt.

Das Rennen, welches damals wirklich noch auf 20832 Meter langen Nordschleife stattfand und noch richtiger Breitensport war, hat sich in den letzten Jahren zu einem prestigeträchtigen Lauf entwickelt, bei dem sich mittlerweile Jahr für Jahr Werksteams um den Sieg streiten.
So treten dieses Jahr Teams von Audi, Porsche, BMW, VW, Mercedes und anderen namhaften Herstellern an um den Gesamtsieg und/oder einen Klassen oder Wertungsgruppensieg zu erringen. Eine solche Dichte an der Spitze hat es wohl bei diesem Rennen noch nicht gegeben.

Wie oben schon angesprochen, wird das Rennen auf dem Nürburgring ausgetragen, jedoch nicht mehr nur alleine auf der Nordschleife, sondern auf der Nordschleife samt GP-Kurs. Man nutzt hier im wesentlichen den Verlauf, welcher aus der F1 oder dem GT Masters bekannt ist, jedoch mit 2 Unterschieden: Zum einen fährt man nicht die Mercedes Arena, sondern nach der Start/Ziel Geraden eine rechts-links Schikane, da der Raum der Mercedes Arena für die etwa 220 Teams und ihr Material benötigt wird. Von dieser Schikane aus, führt eine Gerade hinunter zur bekannten Ford-Kurve, wo man allerdings nicht wie in der VLN gewohnt rechts über die Kurzanbindung fährt, sondern über die Ford-Kurve bis runter zur Dunlopkurve.
Der 2. Unterschied betrifft die Schikane, bevor es auf die Nordschleife geht. Hier fährt man nicht die langsamere Variante der F1, sondern die schnellere Variante bevor man dann auf die Nordschleife abbiegt. In Sachen Klassen orientiert man sich an denen der VLN, bzw. die VLN an den 24H. Allerdings werden hier keine SP und V Klassen unter 1600 ccm sowie die H-Klassen ausgeschrieben und die Cup2 sowie die Cup3 gehen in die SP7 und SP3 auf. Dies führt dazu, dass am Samstag knapp über 210 Wagen das Rennen aufnehmen werden, was heißt, dass bei gleichmäßiger Veteilung alle 120 Meter ein Auto kommt. In Le Mans sind es bei 56 Wagen (oder 54…) 242 Meter, aber ohne die langen Geraden, welche in Le Mans den Löwenanteil ausmachen. Daher ist gerade die Erfahrung sprich die Nordschleifenkilometer der Fahrer ein noch entscheidender Faktor als auf anderen Rennstrecken, wenn die schnellen Wagen durch den dichten Verkehr müssen. Eine Runde mit Sabine Schmitz in ihrem Porsche sieht dann wie folgt aus :

Im absoluten Mittelpunkt des Interesses stehen aber die zahlreichen Fahrer, Teams und ihre Wagen welche hier um den Gesamtsieg kämpfen wollen und diese möchte ich einmal vorstellen:

Die Titelverteidiger

Im letzten Jahr konnte BMW bei seiner Rückkehr an den Ring gleich im ersten Anlauf das 24H Rennen gewinnen. Man wird auch dieses Jahr 2 BMW M3 GT in unveränderten Besetzungen ins Rennen schicken. So wird die Startnummer #1 wie im Vorjahr von Pedro Lamy, Jörg Müller, Augusto Farfus und Uwe Alzen pilotiert, während das Schwesterauto die Nummer #7, welches nach dem Abflug und der 45 Minuten langen Reparaturpause mit Dirk Adorf, Dirk Müller, Dirk Werner und Andy Priaulx noch auf Platz 7 fahren konnte.
Allerdings wird Andy Priaulx nicht am Steuer der #7 sitzen, da er sich einer Operation unterziehen musste und somit für das Rennen ausfällt. Als Ersatz hat man Pedro Lamy auf dem Wagen genannt, welcher somit als Springer fungieren wird und bei einem Sieg von BMW mit 6 Siegen alleiniger Rekordhalter werden könnte.
Beide Besatzungen halte ich für sehr schnell und erfahren und sind vom Speed her sicher für ein Top 3 Ergebnis gut. Von der Ausgewogenheit, würde ich die #7 etwas besser einschätzen, allerdings hatte die #1 in der VLN die besseren Ergebnisse(1. und 3. Platz gegen einen 2. Platz), wodurch ich alle 2 Wagen auf dem gleichen Niveau sehen würde.
Viel wird davon abhängen, wie schnell der BMW M3 in seiner im Vergleich zum Vorjahr überarbeiteten Version ist. In der VLN schien es so, als hätte man die Karten noch nicht aufgedeckt, wobei das für alle Teams gelten dürfte. Es ist durch das Sandbagging und den überarbeiteten Einstufungen schwer zu voraussagen, wer nun das schnellste Auto hat, aber die M3 GT werden sich hier sicher nicht verstecken müssen. Zu Gute kommen dürfte dem M3 sicher der spätere Termin, denn dadurch sollte es nicht so kalt werden wie letztes Jahr, wo die Dunlop-Reifen nicht so recht auf Temperatur kommen wollten. Allerdings hatte man in Le Mans kleinere technische Probleme welche das Team immer wieder leicht zurückgeworfen haben.
Sollte das Auto aber halten, dann sind beide Wagen absolute Siegkandidaten. Wichtig dürfte auch noch die Reichweite des Wagens sein. Letztes Jahr konnte man mit 100 Liter 9 Runden am Stück fahren, jedoch hat man heuer 50 kg mehr, dafür aber auch 10 Liter mehr Tankvolumen. Dadurch könnte es möglich sein, dass die BMW 10 Runden gehen könnten.

Allerdings werden dies nicht die einzigen BMW sein, welche um eine Topplatzierung vorne mitmischen wollen. So setzen Dörr Motorsport einen und Schuberth gleich 4 weiterentwickelte Z4 GT3 in der SP9 ein.
In der GT3-EM konnte das Auto mit 2 Siegen schon einmal zeigen dass man hier definitiv in die richtige Richtung entwickelt hat. Die größte Frage dürfte hier allerdings die Zuverlässigkeit sein. Letztes Jahr konnte man dank der Beständigkeit die Plätze 4 und 9 holen, allerdings hatte man in der VLN bisher gerade in diesem Punkt massive Probleme. So mussten z.b beim 4. Lauf alle 3 Z4 GT3 von Schuberth vorzeitig die Segel streichen.
Man hat zwar auf der #4 mit Tom Coronel, Jörg Viebahn, Marko Hartung sowie Claudia Hürtgen 4 sehr flotte Piloten, allerdings hat man mit Tom Coronel und Jörg Viebahn zwar schnelle, aber auch sehr temperamentvolle Fahrer am Start und gerade Jörg Viebahn hat in der Vergangenheit den ein oder anderen Unfall verursacht. Daher blicke ich einem Top10 Ergebnis sehr skeptisch gegenüber, auch wenn eine Claudia Hürtgen über alle Zweifel erhaben ist.
Daher schätze ich auch das Auto mit der #76 und Tommy Milner, Fredrik Larsson, Edward Sandström sowie Claudia Hürtgen als stärksten Z4 ein, denn hier fehlen einfach die heißsporne wie ein Jörg Viebahn oder Tom Coronel. Von den Fahrern und vom Speed des Wagen ehr sollte man in der Lage sein in die Top10 fahren zu können, wenn wie schon angesprochen das Auto hält. Man wird zwar sicher fleißig getestet haben, jedoch darf man Zweifel haben ob das Auto die 24H durchhält.
Der 3. Z4 von Schurberth mit der #77 wird derweil von den 3 Norwegern Stian Sorlie, Anders Burchardt, Nils Tronrud sowie dem Amerikaner John Mayes pilotiert. Man ist hier fahrerisch sicher nicht schlecht aufgestellt, aber hier werden doch eingie Sekunden pro Runde auf das Schwesterauto mit der #76 fehlen.

Der 4. Z4 GT3 wird von Dörr Motorsport eingesetzt. Hier hat man sich zu Beginn positiv über die Fortschritte beim Auto geäußert und scheint wohl mit dem Wagen zufrieden sein, was den Speed anbelangt. Mit Rudi Adams und Arno Klasen hat man auf jeden Fall 2 starke Fahrer, der Knackpunkt dürfte allerdings Chris Godwin sein. Man hat mit ihm sicherlich keinen schlechten Fahrer, allerdings dürften sich die fehlenden Kilometer auf der Nordschleife gerade in der Nacht beim überrunden bemerkbar machen.

Bei den GT4 Wagen wird Johannes Scheid mit seinem Team seinen Eifelbliz mit der Besatzung Dennis Rostek, Andreas Simonsen Stefan Landmann und Marathonmann Duncan Huisman den Start bringen. Nachdem man im letzten Jahr kein Auto von Scheid bewundern konnte, bringt man heuer den M3 GT4 an den Start. Man hat zwar auch hier wieder eine sehr sehr schnelle Besatzung, wobei das bei einem 24H nicht alles ist und man zu erst einmal ins Ziel kommen muss. Allderings hat es Johannes Scheid schon immer verstanden wie man ein 24H Rennen richtig angehen muss.

In der Klasse wird man sich vermutlich hauptsächlich mit dem M3 GT4 von Bonk und den von mir als stärksten Wagen der Klasse eingeschätzten, Aston Martin von Mathol Racing (gewann die ersten 4 Läufe der VLN in seiner Klasse der SP10 GT4) duellieren. Dieser M3 GT4 von Bonk mit der #62 wird von Andreas Montmann, Tim Mullen, Adam Chrsitodolou und Phil Quaify gesteuert. So kannte man unter anderem den letzten Lauf in der VLN gewinnen und liegt auch mit Rundenzeiten von knapp über 9 Minuten (auf der etwa 1 km kürzeren VLN-Variante) fast gleichauf mit dem Auto von Scheid und dem Mathol Aston Martin.

Ein weiterer BMW, welcher für eine Position zwischen 15 und 25 gut sein dürfte – wenn der Wagen hält ist der in der SP6 eingesetzt Z4 von Dörr Motorsport. Mit Rundenzeiten von ~8:40 in der VLN und dem schnellen Stefan Aust, Hanspeter Strehler und Uwe Ebertz. Hier wird natürlich viel davon abhängen, ob viele schnellere Wagen ausfallen (wo von ich persöhnlich ausgehen) werden und ob man selber ohne Probleme durchkommt.

Porsche

Der vermutlich stärkste Herausforderer von BMW dürften die Sportwagen aus Weissach sein und dort vor allem die Truppe rund um Olaf Manthey. Immerhin konnte man von 2006 bis 2009 alle 24H Rennen abräumen und auch heuer wird man ein Großaufgebot an den Start bringen um für alles gerüstet zu sein. Dies beginnt beim Sieger des 3. Laufes zur VLN und den 22 Stunden und 15 Minuten Sieger von 2010, dem Hybrid-Porsche. Über den Winter hat man bei Porsche den GT3 R Hybrid deutlich weiterentwickelt. So wiegt er nun 75 kg weniger, hat einer bessere Aero und die Elektromotoren haben mehr Leistung. Dafür musste man aber den Tankinhalt von 120 Liter auf 110 Liter reduzieren und liegt damit auf dem gleichen Niveau wie BMW mit dem M3 GT oder einem GT3 RSR. Beim 4. Lauf zur VLN hat man mit dem Sieg schon mal angedeutet was dieser Wagen leisten kann. Allerdings wurde man vor dem 24H Rennen durch die BoP nochmals massiv ausgebremst. So hat man dem Hybriden nur noch eine max. Motorleistung von 466 PS auf dem Rollenprüfstand erlaubt, während der normale GT3 R bei gleichen Gewicht 525 PS haben darf.
Pilotiert wird der Porsche von Richard Lietz, Marco Holzer sowie dem ALMS Duo von Flying Lizard, nämlich Jörg Bergmeister und Patrick Long, welcher sein 24H Debut feiern wird. Dies dürfte auch eines der Probleme des Wagen sein. Sicher sind alle 4 Piloten sehr schnell, aber vor allem bei Patrick Long fehlen mir doch noch einige Runden auf der Nordschleife, denn hier ist Erfahrung so wichtig wie sonst nirgends, gerade wenn es ums Überrunden geht, gerade in der Nacht. Ein Knackpunkt dürfte auch die Zuverlässigkeit sein, denn letztes Jahr sind alle namhaften Porsche vorzeitig ausgeschieden, auch wenn der Hybride als letzter die Segel streichen musste.
Sollte man aber ohne Probleme durchkommen, sollte eine Topplatzierung möglich sein.

Als stärkste Besatzung von Porsche und im gesamten Felde würde ich allerdings Timo Bernhard, Romain Dumas, Marc Lieb und Lucas Luhr einschätzen. Die ersten 3 konnten mit Marcel Tiemann zwischen 2007 und 2009 3 mal hintereinander die 24H gewinnen und man wäre auch heuer wieder mit Marcel gefahren, wäre nicht der Unfall in Imola gewessen. An dieser Stelle möchte ich und das gesamte Blog Marcel alles Gute für die Zukunft und seinem weiteren Genesungsprozess wünschen, damit sein Traum wahr wird und er eines Tages wieder in einem Rennwagen sitzen kann.
Aber mit Lucas Luhr hat man sich einen weiteren Hochkaräter geholt. Man besitzt hier die 2 erfolgreichsten Langstreckenprofis der letzten Jahr mit Bernhard/Dumas, mit Luhr einen 24H Gewinner von 2005 und mit Marc Lieb den schnellsten Piloten aller Starter hier im Felde. Daher ist diese Besatzung mein Siegfavorit. Interesant wird allerdings sein, auf welchem Wagen man fahren wird. Nachdem der GT3 R in diesem Jahr in allen Serien noch nichts reisen konnte und man laut Christian Menzel kaum mehr Luft nach oben habe, während die anderen noch mauern hat man sich bei Manthey entschieden in die Trickkiste zu greifen und hat den guten alten GT3 RSR aus der SP7 hervorgeholt. Diesen hat man beim 6 Stunden-Rennen eingesetzt, wo man fast noch den Ferrari geschlagen hat und auch beim 4. Lauf konnte man damit einen 2. Platz erreichen. Dabei hat man sogar den GT3 R und den RSR gleichzeitig eingesetzt um Vergleiche anstellen zu können.
Offensichtlich ist man sich bei Manthey aber wohl immer noch nicht sicher bzw. will sich beide Optionen offen halten und so hat man sowohl den GT3 R (#11) als auch den RSR (#18) mit allen 4 Fahrern für das Rennen genannt. Immerhin ist der GT3 RSR ein sehr ausgereiftes Auto mit dem man die 3 letzten Siege bei den 24H einfahren konnte und man hat 2009 damit eindrucksvoll bewießen, dass man damit ein 24H Sprintrennen ohne Fehler durchfahren kann. Außerdem konnte man damit bei der VLN 10 Runden am Stück fahren, genauso wie der Hybride. Allerdings ist die Strecke bei den 24H einen Kilometer länger und Marc Lieb sagte nach dem Rennen bei Sport1, dass er etwas Sprit sparen musste. Allerdings könnte man mit einer Reichweite von 9 Runden vermutlich immer noch eine Runde länger fahren als der GT3 R.

Und um zu verdeutlichen, wie wichtig die Reichweite ist, habe ich mal eine folgende Rechnung aufgemacht, welche für alle Fahrzeuge gültig ist: Ausgehend von einer Gesamtdistanz von 155 Runden, welche die Distanz von vor 2 Jahren war, muss man bei einer Reichweite von 10 Runden genau 155- 10 (Startturn) / 10 = 14.5 mal also 15 Stoppen. Bei einem Spritfenster von 9 Runden müsste man hingegen 16 mal an die Box kommen und bei einer Reichweite von nur 8 Runden, wie sie z.b letztes Jahr die GT3 R hatten wären es sogar 18 Stopps. Ausgehend von einer Zeit von 190 Sekunden pro Boxenstopp (144 sek sind durch den Tank-Pilot fix plus An und Abfahrt ) muss also ein Wagen mit einer Reichweite von 9 Runden jede Runde 1,3 Sekunden auf einen 10-Runden Fahrer rausfahren. Bei einer Reichweite von nur 8 Runden, müsste man sogar 3,7 Sekunden jede Runde schneller fahren um den Nachteil wieder egalisieren zu können.

Mich würde es daher auch nicht wundern, wenn der alte Fuchs Olaf Manthey sogar beide Wagen starten lässt und erst dann während des Rennen entscheidet, mit welchen Wagen er das Rennen zu Ende fährt. Allerdings gehe ich davon aus, dass man sich dann für den RSR entscheiden wird.

Dies sind aber nicht die einzigen Porsche. So wird auch dieses Jahr der Haribo Porsche mit der Nummer #8 an den Start gehen. Hier werden die sehr schnellen und erfahrenen Piloten Richard Westbrook, Christian Menzel und Mike Stursberg fahren, allerdings auch der deutlich langsamere Hans Guido Riegel. Es wird daher viel davon abhängen, wie oft Hans-Guido Riegel fahren wird, denn in der Vergangenheit hat er doch immer etliche Sekunden pro Runde auf seine Mitstreiter verloren, und bei einem erwarteten Sprintrennen wird es wohl um jede Sekunde ankommen.

Ein weiterer Porsche von Manthey, welcher auch Aussichtsreich sein dürfte ist der Wochenspiegel Porsche mit der #12. Es wird zwar eher kaum für ganz nach vorne reichen, allerdings hat die Besatzung Jochen Krumbach, Oliver Kainz, Georg Weiß und Michael Jacobs sehr viel Erfahrung und Routine. Man hat zwar mit den ersten 2 auch Fahrer welche den Speed an der Spitze mitgehen könnten, allerdings wird man hier eher nicht gleich alles geben und sich im Laufe des Rennen stetig nach vorne arbeiten, wenn die Topfahrzeuge sich zu Tode hetzen werden. Dazu kommt auch, dass man nicht mit dem etwas anfälligeren GT3 R sondern mit dem SP7 Porsche startet.

Wie wichtig Konstanz, Disziplin und Besonnenheit sind, hat im letzten Jahr Farnbacher demonstriert, als man zwar nicht das schnellste Auto hatte aber man sich durch die Probleme der Konkurrenten immer weiter nach vorne bis auf Platz 2 arbeiten konnte. Eine ähnliche Devise traue ich nicht nur dem WTM-Porsche zu, sondern auch dem Alzen Porsche mit der #31. Mit Jürgen Alzen, Klaus Ludwig, Sascha Bert und Artur Deutgen wird man sicher nicht das Höllen-Tempo der Spitze mitgehen, aber man hat extrem viel Erfahrung und Rountine auf der Nordschleife. So wird man sich sicher in die Top10 fahren können, wenn das Auto hält, aber da wird Jürgen Alzen schon dafür sorgen, dass der Cup S keine Probleme macht.

Selbiges gilt vermutlich auch für das Team Frikadelli Racing von Sabine Schmitz und Klaus Abbelen. So wird man heuer einen GT3 R einsetzen, mit welchen man heuer im 1. Lauf zur VLN Platz 5 und beim letzten Lauf den 2. Gesamtplatz erreichen konnte. Die beiden werden sich das Steuer der #26 mit dem sehr schnellen Niclas Kenntenich sowie dem Bruder von Jörg Bergmeister, Tim Bergmeister teilen. Ich denke nicht, dass man hier ab dem 1. Meter volles Risiko fahren wird, was man mit Sabine Schmitz und Niclas machen könnte, allerdings wissen die 2 Teaminhaber nur zu gut, wie man ein 24H Rennen angehen muss, als man 2008 mit einem 911 Cup den 3. Gesamtrang holen konnte.

Ein weiterer GT3 R wird von Falken Tyres eingesetzt und hier kann durchaus mit einer prominenten Besatzung aufwarten. So werden sich Wolf Henzler, Martin Ragginger, Sebastian Asch und Peter Dumbreck am Steuer der #44 abwechseln. Sicher hat das Team, welches in der Vergangnheit u.a den berühmten Nissan Skyline einsetze eine sehr schnelle Besatzung, aber es gibt hier doch einige mögliche Fehlerquelle, welche ein problemloses durchfahren relativ unwahrscheinlich machen. Zum einen setzt man auch hier auf den GT3 R, welche wie schon angesprochen im letzten Jahr nicht duch Zuverlässigkeit glänzten. Dazu kommen die Falkren Reifen, wo man nicht weiß wie gut die Schluss endlich sind. Sie können sehr gut sein, wie z.b die Hankook Reifen, aber auch nicht so toll.

Erfreulich ist auch, dass das erfolgreichste Deutsche Rennteam der Geschichte, Kremer Racing wieder am Start ist. Nachdem man in dieser Saison wieder mit 2 Porsche 911 Cup am Ring antritt wird man zum 24H Rennen einen nagel neuen GT3 R mit den Fahrern Daniel Schrey, Dirk Leßmeister sowie Adam Osieka und Wolfgang Kaufmann. Man hat sicher schnelle Piloten, die Frage wird allerdings sein, ob man das Rennen ohne Unfall bzw. Defekt über die Bühne bringen kann. Wenn ja, sollte eine Top10 Ankunft im Bereich des möglichen sein.

Abrunden möchte ich die Porsche mit dem Überraschungsteam des bisherigen Saisonverlaufes in der VLN, nämlich Pinta Racing mit der #27 auf ihrem GT3 R. Man hat hier mit Jörg van Ommen, Altfried Heger, Michael Illbruck und dem jungen aber sau schnellen Manuel Lauck eine gute Besatzung, welche Routine und Speed gut vereinigt, allerdings war man bisher eher glücklos unterwegs und musste Aufgrund von Unfällen und Technischen Defekten die Segel immer vorzeitig streichen. Sollte sich das nicht ändern, dann dürfte es für das Team welches teilweiße vorne so erfrischend mitmischen konnte, sehr schwer werden.

Man sollte hier aber nicht vergessen, dass ein Porsche von Manthey in der Regel immer etwas schneller ist als andere Porsche, was unter anderem auch daran liegt, dass Manthey zu den 24H immer Entwicklungsreifen von Michelin bekommen, während die anderen Teams diese nicht haben.

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June 10 2011

15:29

VLN: Vorschau 51. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen

Wer gerne Langstreckensport verfolgt, kann dies an diesen Wochende sage und schreibe 27 Stunden lang am Stück tun, denn bevor um 15.00 Uhr in Le Mans die grüne Flagge fällt, startet um 12.00 Uhr bereits die VLN zu ihrem 5. Lauf in dieser Saison über die gewohnte Distanz von 4 Stunden.

Dass eben an diesem Wochenede auch die 24H von Le Mans stattfinden und es der letzte Lauf vor den 24H vom Nübrugring ist, hat sich natürlich auch in den Starterzahlen niedergeschlagen und so schrumpft die Klasse der SP9 von bis zu 27 Wagen auf magere 4 Wagen an diesem Samstag zusammen, was die Sache aber nicht minder spannend macht, denn das eröffnet Teams und Piloten die Chance auf das Podest zu fahren, welche dies im bisherigen Saisonverlauf noch nicht tun konnten. Zu aller erst kann man hier Audi nennen, welche bis dato die einzige der 4 großen Werke sind, welche noch keinen Gesamtsieg einfahren konnten.

Die Saison begann für die 4 Ringe alles andere als optimal. Beim ersten Rennen stand lediglich ein 8. Gesamtplatz mit fast 1 Runde Rückstand für den besten Phoenix R8 LMS zu gute, welche man zwar im folgenden Lauf etwas verbessern konnte und 2 Positionen weiter vorne ins Ziel kam, aber dies war nicht der Anspruch für Audi. Zum einen fuhr man nicht mit allen 4 Wagen, sondern in dieser Zeit oft mit 1 oder 2 Top besetzten Wagen und zum anderen hatte man wohl auch Probleme mit der Fahrzeug-Spezifikation.

Die VLN legt die Air Restriktoren, die max. erlaubte Motorleistung und den Tankinhalt nämlich anhand des Mindestgewichts fest. Das bedeutet also weniger Gewicht => kleiner Restriktor und weniger Leistung, während im Umkehrschluss bei höherem Gewicht einem Auto mehr Leistung zusteht. In den ersten 2 Läufen ist man mit einem kleineren Restriktor und 1300 kg gefahren, was immerhin 25-50 kg weniger sind als 2010. In der letzten Saison konnte man mit dieser Einstufung zwar kein Rennen gewinnen, war aber mehrmals oft kurz davor und man konnte das Tempo was. z.b Manthey vorlegte auch halten.

Offensichtlich hatte man damit aber Probleme und so entschied man sich den 3. Lauf über 6 Stunden auszulassen und währenddessen zu testen um dann wieder mit der “alten” Einstufung, nämlich mit 1350 kg an den Start zu gehen. Und siehe da, es half. So schrammte man nur knapp am Sieg vorbei, denn die beiden Porsche ihnen vor der Nase wegschnappten, weil sie 1 Stopp weniger benötigten, aber man fuhr im Hause Audi mit 8:16 die bis dato schnellste Rennrunde der 2011er Saison und belegte eben knapp hinter den 2 Porsche geschlossen die Positionen 3-6 mit allen 4 Werkswagen.

Immerhin scheint man damit auf dem richtigen Weg und bringt daher am Samstag nur 1 R8 LMS, eingesetzt von Phoenix mit den DTM-Piloten Timo Scheider und Matthias Eckström an den Start um den 1. Sieg seit 2009 zu erkämpfen.

Konkurrenz werden sie dabei von einem Mercedes SLS GT3 von Horn Motorsport bekommen. Zu Beginn der Saison konnte David Horn und der sehr schnelle und erfahrene Sascha Bert gleich mal auftrumpfen und aufzeigen was mit dem SLS möglich zu sein scheint, als man den 2. Platz bei den GT3 Wagen als bisher bestes Saisonergebnis holen konnte. Beim 2 Lauf trat kann nicht an und beim 3. Lauf musste man schon nach 11 Runden die Segel streichen. Das ist zu wenig für dieses Team, welche beim 24H Rennen sehr prominente Unterstützung in Form von Peugeot-Werksfahrer Stephane Sarrazin erhalten werden.

Ein weiteres sehr sympathisches Team, welches allerdings dieses Jahr vom Pech des öfteren verfolgt wird ist das bekannte Frikadelli Racing Team von Sabine Schmtiz und Klaus Abbelen.
Nachdem man im 1. Lauf bester Porsche mit einem 5. Gesamtrang wurde, musste man bei den folgenden 3 Läufen jeweils vorzeitig das Segel aufgrund von Defekten oder Unfällen wie beim letzten Lauf streichen. Für das Team, welches am Samstag auf Niclas Kentenich verzichten muss, wäre ein Podestplatz daher Ideal um sich noch eine extra Portion Selbstvertrauen für den Saisonhöhepunkt zu holen.

Komplettiert wird die SP9 durch einen Porsche 911 CupS von Car Collection, welcher von Christopher Zöchling, Peter Schmidt und Marcel Blumer.

Auf eine wahre Flut von 911 Cup, können sich die Fans von Porsche allerdings am Samstag freuen, denn obwohl die topbesetzten Manthey Porsche nicht am Start sind, sind viele 911 Cup vor Ort um den Lauf als Test für den Porsche World Cup zu Nutzen, bei welchem 160 Porsche Mannschaften aus aller Welt erwartet werden.

So werden unter anderem Nicolas Armindo, Rene Rast, Norbert Siedler, Stefan Rosina, Jakub Giermmaziak, William Langhorne (USA), Gregory Ross aus Australien und ein Matthias Lauda hinter das Steuer ihres 911 Cup klettern um zum einen die Nordschleife kennen zu lernen und sich mit den absoluten Nordschleifenspezialisten zu duellieren. Darauf bin ich echt gespannt, wie sich die Fahrer des Porsche Carrera SuperCup gegen die sehr schnellen und erfahrenen Teams aus der VLN schlagen könnnen.

Zu aller erst wäre da der Cup aus dem Hause Manthey mit Frank Kräling, Wolfgang Kohler und Christian Menzel welche den 1. und 4. Lauf zur VLN in der CUP-Klasse gewinnen konnten, zu nennen. Zum anderen werden auch Hans Guido Riegel und vor allem Jochen Krumbach ihren 911 Cup, ebenfalls aus dem Hause Manthey wieder sehr flott um den Kurs steuern.

Ebenfalls schon immer sehr flott unterwegs ist der 911 Cup mit Martin Ragginger und Thomas Messer, obwohl es heuer noch zu keinem Sieg in ihrer Klasse gereicht hat,war man immer sehr schnell und konstant vorne mit von der Musik.
Geschlagen wurden sie dabei 2 mal von dem schon angesprochenen Trio und 2 mal von den vermeintlichen Platzhirschen in der Cup-Klasse, dem Duo Kai Riemer und Rodney Forbes.

Diese 2 schafften es nicht nur 2 mal die Cup-Klasse zu gewinnen, sondern können auch regelmäßig die großen Jungs richtig dolle ärgern wie man schön beim 6H Rennen sehen konnte, als sie es schafften über einen längeren Zeitraum zur Mitte des Rennen das Feld anzuführen. Möglich wurde dies durch eine sehr schnelle Fahrt der Piloten, einer fehlerlosen Crew und perfekter Taktik. So werden die 2 sicher auch mit einem Auge auf die Gesamtwertung bei diesem Lauf schielen und ein Platz auf dem Podest sollte möglich sein.

Selbiges gilt auch für die Busch-Twins Marc und Dennis aus der SP7. Nachdem man letztes Jahr noch in der Cup-Klasse unterwegs war, entschied man sich in die SP7 aufzusteigen und dort ihr Können unter Beweis zu stellen. Dort konnte man von Anfang an zeigen was man drauf hat, obwohl es gegen den RSR von Manthey und den GT3 MR WTM-Porsche nicht immer langte. Aber mit Zeiten von knapp über 8:20 ist man am Samstag sicher sofort zur Stelle, sollte einer aus der SP9 patzen.

Auch sollte man die 2 Lexus LFA von Gazoo Racing nicht vergessen, denn das Team konnte die beiden LFA im Winter deutlich weiterentwickeln und gehören nun zu den schnellsten in ihrer Klasse mit Zeiten von ~8:25. Ob sie aber noch schneller gehen können, kann ich leider nicht beurteilen.
Selbiges gilt für den TT-RS von Audi welcher hier mit kaum geringeren Leuten wie Christian Hohenadel, Martin Tomcyk und Miguel Molina in der SP4T sicher auch nach vorne schielt und sich mit dem Ford Focus der FH Köln um den Klassensieg streiten wird. Vom Speed her sollte der Audi klar die Nase vorne haben, aber man muss 4 Stunden erstmal ohne Fehler und Defekt absolvieren ;-)

Während in den großen Klassen einige Starter fehlen, ist dies in den kleineren Klassen wo um den Kampf in der VLN Meisterschaft gekämpft kaum der Fall. Es treten in der SP3T zwar die 2 TTS von Raeder und Schjaerin Motorsport nicht an, was sich der den VW Scirocco mit Maik Rosenberg, Christian Krognes und Emin Akata freuen wird, sind dies doch die 2 Hauptkonkurrenten bisher gewesen, welche die Zeiten des VW mitgehen konnten.

In der V6 Klasse werden wieder Sean Paul Breslin, Oleg Volin und Leisen Phlipp versuchen Punkte zu machen und den Abstand auf ihre Kollegen im Kampf um die Meisterschaft zu verkürzen, da Tim Scheerbarth, Carsten Knechtges und Manuel Metzger nach 3 Siegen zu Beginn und einem 2. Platz beim letzten Lauf die Tabelle souverän anführen. Geschlagen wurden sie beim letzte male nur ganz knapp von Mario Merten und Wolf Sylvester von Bonk Motorsport, welche nach zu wenig Startern in ihrer SP3 gezwungen waren in eine andere Klasse zu wechseln, wollte man mit dem Ausgang der Meisterschaft noch etwas zu tun haben.

So entschloss man sich in die V5 zu den direkten Konkurrenten zu wechseln und konnte ihnen dort gleich die Punkte stehlen.

Ähnlich eng wird es in der wieder stark besetzten Renaul Clio Cup Klasse zugehen, da hier wieder alle Teams, also FLEPPER Motorsport, Schläppi Race-Tec (Sieger beim 1.Lauf), die Gronecks sowie die Sieger des letzten Laufes Elmar Jurek und Janek Olivo wieder starten und wieder viele Punkte abräumen können.

Verfolgen kann man das Rennen wie immer per Live Radio mit Patrick Simon und Lars Gutsche sowie über das Live Timing der VLN und den dazugehörigen Ticker. Die die an der Nordschleife sind, haben die Möglichkeit das Fan-TV per DVB-T zu empfangen und wer einen Stream findet, soll den bitte nicht für sich behalten sondern andere darauf aufmerksam machen ;-)

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June 01 2011

15:26

VLN: Analyse 53. ADAC ACAS H&R-Cup

Mittlerweile sind die Themen Effizienz und Energierückgewinnungssysteme in der gesamten Automobilbranche und auch im Rennsport eines der dominierenden Themen. So hat man in der F1 wieder den Einsatz von KERS erlaubt und in Le Mans wird ein Hybrid-Protoyp an den Start gehen. Das größte Echo in der medialen Welt dürfte aber bisher Porsche mit ihrem 911 GT3 R Hybrid erzeugt haben, als man 2010 am Ring debütierte.

Jenes Auto gewann fast den 3. Lauf zur VLN und führte bis gute 2 Stunden vor Schluss das 24H Rennen souverän an, als der Verbrennungsmotor und nicht das Hybrid-System den Geist aufgab. Seitdem hat Porsche jenen Wagen stetig weiterentwickelt und man sinnt auf Revanche für das diesjährige 24H Rennen und zumindest am Samstag hat dies prächtig funktioniert, als man den 4. Wertungslauf für sich entscheiden konnte. Nachdem das Zeittraining durch einen schweren Unfall im Bereich Kallenhard (u.a mit dem R8 von Graig Lowndes am Steuer) mit mehreren involvierten Wagen 20 Minuten vor Ende abgebrochen werden musste, ging man von Rang 8 ins Rennen.

Die Pole hatte zu diesem Zeitpunkt mit einer 8:18 der schon mehrmals auftrumpfende Pinta-Porsche mit Manuel Lauck erobert, dicht gefolgt vom Sieger des 2. Laufes, dem SLS von Mamerow Racing und dem 1. R8 von Phoenix, u.a mit Marc Basseng und Le Mans Sieger Mike Rockenfeller. Auf den Plätzen folgten ein weiterer SLS von Heico Motorsport (mit LD Arnold) sowie vor 4 Porsche aus dem Hause Manthey (Nadelstreifen vor dem GT3 RSR und dem GT3 R und den Hybriden), während 2 weitere Audi R8 mit u.a Mattias Ekström und
Frank Stipler die Top 10 komplettierten. Der eigentlich von Platz 9 startende R8 mit Craig Lowndes und Warren Luff musste aufgrund des Unfalles schon nach dem Training die Segel streichen und konnte gar nicht wieder antreten, was für die 2 Australier sehr schade ist, denn mit Rang 9 war man bisher recht flott unterwegs. Auch konnte der RSR nicht von seiner angestrebten Position starten, sondern musste sich 10 Plätze weiter hinten einordnen, da man unter Gelb wohl überholt hatte.

Da half ihnen auch kaum die Datenpanne bei der Zeitmessung, welche dafür sorgte dass der Rennstart erst mit gut 45 min Verspätung vonstattenging. Bei diesem Start konnte sich Patrick Long im Hybriden beim Anbremsen der 1. Kurve auf Rang 4 einsortierten, während die ersten 3 unverändert auf die Nordschleife abbogen.

So kamen sie auch mehr oder weniger unverändert aus der 1. Runde zurück und hier offenbarte “Wild Wild West Long” nun schon mal, was in dem weiterentwickelten Hybriden so alles steckt, und scheint so einiges zu sein, wie die Kollegen Mamerow und Lauck gleich im Bereich Mercedes Arena spüren sollten. So konnte er sich auf der Start und Ziel Geraden den SLS von Chris Mamerow dank guten 200 extra PS schnappen und machte gleich mal Jagd auf den Pinta Porsche, welchen er einen guten Kilometer später dann auch aufschnupfen konnte und als 1. auf die Nordschleife abbiegen konnte. Dahinter formierten sich dann die R8 von Audi sowie die Porsche von Manthey und dem Frikadelli Team sowie die SLS von Heico und Mamerow in sehr knappen Abständen.

So entwickelten sich mehrere schöne und enge Zweikämpfe, denn die Top14 lagen zu diesem Zeitpunkt nur 10 Sekunden auseinander! Dies ging bis zum 3. Umlauf gut, als sich im Bereich Wehrseifen ein folgenschwerer Unfall ereignete, welcher vor allem auf Porsche Seite für einiges an Ungemach sorgen sollte. Da wollte sich der Manuel Lauck außen an einem langsameren Auto vorbeibremsen, was ihm aber nicht gelang und wohl in der Begrenzung landete, was das Aus bedeutete. Dahinter wurde es natürlich sofort sehr eng. So konnte Marc Lieb gerade noch rechtzeitig bremsen um einen Unfall zu vermeiden, allerdings hing im zu diesem Zeitpunkt Niclas Kentenich im Frikadelli Porsche so dich im Getriebe, dass er kaum mehr reagieren konnte und dem Porsche hinten traf. Für das Auto von Sabine Schmitz war das Rennen sofort gelaufen, während Marc Lieb noch bis zur Box fahren konnte, wo erstmal größere Reparaturen anstanden und das Rennen für den 1. Dicken gelaufen war.

Bis zur 7. Runde konnten sich die 2 Führenden, Chris Mamerow und Patrick Long etwas vom Feld absetzen, um es sich dann aber mal richtig zu geben. Da wollte nun “Wild Wild West Long (O-Ton P. Simon) mit aller Gewalt an Chris Mamerow vorbei. Er versuchte es im Bereich Mercedes-Arena beim Anbremsen sich außen vorbei zu drücken. Als dies nichts half, versuchte er es ein paar Meter später wieder und klopfte dabei mehrmals herzhaft an der Tür von Chris Mamerow im SLS an. Dieser gab sich aber nicht geschlafen und konnte somit seine 1. Position verteidigen. Unterdessen kam auch das Feld im Zuge dieses Kampfes wieder im Formationsflug heran, angeführt von den R8 mit Mike Rockenfeller an der Spitze um einen Dreikampf zu eröffnen und Long auf der Nordschleife dann zu holen, während die Top 3 innerhalb von 0,6 Sekunden lagen.

In der 8. Runde wollte es dann Mike Rockenfeller sogar übers Gras versuchen, was ihm aber nicht gelang und er noch rechtzeitig zurückstecken konnte, um seine Position zu verteidigen, denn mittlerweile dachte sich Romain Dumas “Hey, aller guten Dinge sind zwar 3, aber 4 ist besser” und wollte nun seinerseits Rockenfeller kassieren. Nur ein Blick auf die Uhr und die angesetzte Distanz von 4 Stunden zeigte auf, dass noch gute 3 Stunden zu fahren sind.

Dies hat sich wohl auch über die Nordschleife fortgesetzt und fand erst ein Ende, als die R8 und der SLS von Chris Mamerow an die Box kamen zum 1. planmäßigen Service. Nur der Hybride und der RSR blieben draußen auf der Strecke und mussten erst 1 Runde später an die Box, was sich als rennentscheidend erweisen sollte.

Hierzu ein kleiner Exkurs in Sachen Rennlänge und Pit Window von mir: Bei einer Distanz von 4 Stunden ergeben sich im trockenen bzw. leicht feuchten Zustand in der Regel Distanzen von 27 oder 28 Runden. Die Tankgröße richtet sich nach dem Gewicht der Wagen, was bedeutete, dass der Hybrid und der RSR (1300 kg) 110 Liter tanken durften während der R8 und der SLS (beide 1350 kg) 120 Liter Tankinhalt haben. Aber da der R8 und der SLS einen etwas verbrauchsintensiveren Motor (größerer Air Restriktor) und mehr Gewicht haben, können sie 9 Runden draußen bleiben, während es der RSR und der Hybrid schafften, 10 Runden am Stück fahren zu können. Daraus ergeben sich für die GT3 Jungs 2 volle Stopps und ein kurzer Splash and Dash (wenn man das Fuel Window immer ausnutzt), während sich die 2 Porsche diesen Splash an Dash dann sparen können.

So konnten sich vor allem die 4 R8 LMS mit schnellen Zeiten und der schnellsten Runden einen Vorsprung von gut einer Minute auf die Gegner rausfahren, mussten aber einmal mehr an die Box und so kamen sie bereits Ende der 14. Runde an die Box, wobei man vermutlich absichtlich etwas früher kommen wollte, während die Porsche gegen Ende des 19. Umlaufes erst an die Box mussten.
In derselben Runde fiel auch der Mamerow SLS aus, wodurch sich nun endgültig ein Kampf zwischen Porsche und Audi entwickelte.

Denn die BMW in Form der Z4 GT3 hatten 0 Chance, denn der Auftritt der 3 Wagen von Schuberth entwickelte sich völlig zu einem Fiasko, als alle 3 in den Runden 22 und 23 die Segel streichen mussten. Der Alpina BMW kam gar nicht erst über den 1. Umlauf hinaus. Einzig der von Dörr eingesetzte Z4 GT3 konnte mit Platz 13 in der SP9 die Fahnen hochhalten, während der neue von Getrag nach SP7 aufgebaute Z4 ebenfalls vorzeitig die Fahnen senken musste. Mit einer 8:30 hat man aber schon mal aufgezeigt, dass man durchaus sehr sehr flott unterwegs ist.

Ebenfalls ein Fiasko erlebte der VW Golf24H, welcher mit Nicki Thiim bereits in der 2. Runde ausgerollt ist und nicht mehr ins Geschehen eingreifen konnte, genauso wie der VW Scirocco von LMS Engineering mit der #302, welcher mit seinem “Bruder” dem anderen Scirocco und dem TT-RS von Raeder Motorsport den Ton in der SP3T angibt.

Diese Klasse wurde nun wieder gewertet, welche die 3 Norweger von Schijaern knapp vor dem 2. Scirocco von LMS in ihrem TT gewinnen konnten. Mit 8:50 war man aber auch hier wieder 20 Sekunden schneller unterwegs als die meisten Konkurrenten und man darf gespannt sein, wie sich das nun noch entwickeln wird.

Ein weiterer sehr schneller Wagen war mal wieder der Audi TT-RS von Reader Motorsport mit Frank Biela, Jens Klingmann und Andrea Picinni, welcher den 14. Gesamtrang erreichen konnte und somit erstmals die FH Köln in der SP4T schlagen konnten.

Zurück an die Spitze und dort bahnte sich in der 19. Runde eine Vorentscheidung an. Gegen Ende dieses Umlaufes kamen nämlich die 2 Porsche an die Box und Marco Holzer übernahm von Lietz und Lieb übernahm von Luhr das Volant bis zum Ende. Diese hatten ab dem 27. Umlauf eine Doppelführung, da die Audi wie erwartet zum 3. Stopp mussten. Allerdings war Frank Stippler im besten R8 LMS nur 7 Sekunden hinter Marc Lieb im RSR und Marco Holzer begann anscheinend nicht mehr ganz am Limit zu fahren, sodass die 2 Verfolger mit 20 Sekunden Rückstand die vorletzte Runde in Angriff nahmen und immer näher kommen konnten.

Allerdings konnte Marco Holzer seine Vorsprung von guten 3 Sekunden über die Linie retten, während sich Marc Lieb noch erfolgreich gegen Stippler zur Wehr setzen konnte. Somit waren 3 Klassen und 2 verschiedene Wagen auf dem Gesamt-Podium.

Dies wird das letzte Aufeinandertreffen der Top Piloten vor den 24H vom Ring gewesen sein, denn der letzt Lauf vor dem Saisonhöhepunkt findet am gleichen Wochenende wie Le Mans statt und dann werden sich Müller, Lamy, Lieb, Luhr, Bernhard, Rockenfeller und Co. an der Sarthe einen Tanz auf der Rasierklinge liefern.

Mindestens genauso eng ging es aber auch in den anderen Klassen zu: So konnten sich Olivo Janek und Elmar Jurek den Sieg in der Renault Clio Cup mit einer Minute Vorsprung sichern, nachdem es auch dort stundenlang hin und her ging und man wenige Runden vor Schluss nur 3 Sekunden vor den späteren 2. Platzierten Dominik Brinkmann und Stefan Epp lag. 3. wurden in der Klasse die Linther Brüder während Schläppi Race-Tec, die Sieger des 1. Laufes auf Platz 4 ins Ziel kamen.

In der Serienwagen-Klasse bis 3000 ccm, der V5 ging es auch hoch her. Hier fährt seit Beginn des Jahres nicht nur das Black Falcon Junior Team mit den Führenden der Gesamtwertung, Metzger/Scheerbarth/Knechtges, sondern nun auch die Titelverteidiger von Bonk Motorsport, welche nach den wenigen Nennungen in ihrer Klasse (am Samstag waren es wieder nur 2 und dementsprechend wenig Punkte), der SP3 den Rücken kehrten und nun in der V5 direkt im Revier ihrer Rivalen Punkte holen wollen.

Dies ist ihnen schon mal sehr gut gelungen, denn man konnte gegen Endes des Rennens die Führung vom schon angesprochenen Black Falcon-Trio übernehmen, und mit gut 30 Sekunden Vorsprung die Klasse gewinnen.

Somit führt in der Meisterschaft weiterhin das Trio von Black Falcon, vor Wolfgang Weber/Norbert Bermes und Nilsson Rickardd vom Mathol Racing aus der SP10 vor dem 2. Black Falcon Trio aus der V6, nämlich Sean Paul Breslin, Leisen Phillip und Volin Oleg.

Der nächste Lauf findet wie schon angesprochen in 2 Wochen am Le Mans Weekend statt und gilt als Generalprobe, bevor 2 Wochen später die Hatz 2 mal um die Uhr durch die Eifel losgeht.

VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 42. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2011, 53. ADAC ACAS H&R-Cup

May 13 2011

15:28

VLN: Vorschau 42. Adenauer ADAC Rundstrecken-Tophy

Am Samstag startet mit dem 3. von 5 VLN Rennen vor dem 24H Rennen gleich einer der beiden Höhepunkte der VLN-Saison, denn es steht das erste von insgesamt 2 6h Rennen der VLN an. Gewöhnlich gehen die Rennen über max. 4 Stunden, jedoch machte man seit Jahren mit dem 6 Stunden ADAC-Ruhr Pokal-Rennen eine Ausnahme, welche mit 6 Stunden in der Regel den Höhepunkt der VLN-Saison markierte.

Im vergangenen Jahr war jenes einzige 6 Stunden Rennen fest in der Porsche-Hand, denn von den ersten 13 Wagen, welche das Ziel erreichten hatten 12 Autos die Zahl 911 im Namen stehen. Dabei dominierte vor allem ein Team: Manthey. Die Truppe um Olaf Manthey schaffte es das Podium komplett für sich alleine zu besetzen und dabei die Nordschleife ganze 42 mal zu umrunden, was unter dem Strich eine Distanz von sage und schreibe 1023,5 km bedeutete – Noch nie in der Geschichte der Nordschleife wurde vorher von Tourenwagen oder GT-Wagen innerhalb eines 6h-Rennen die 1000km geknackt. Damals gewann der Haribo-Porsche vor dem grün gelben “Dicken” und dem Nadelstreifen Wodka-Porsche GT3 R, welche allesamt über 1 Runde Vorsprung vor dem 4. Platzierten hatten.


So erstaunlich jene Dominanz im letzten Jahr war, ein 3-Fach Sieg für das Team Manthey erscheint in diesem Jahr allerdings etwas unrealistisch, wenn man sich die Konkurrenz ansieht. So ist auf dem Haribo Porsche nicht mehr der sehr schnelle Lance David Arnold Teamkollege von Christian Menzel (welcher hier auch noch Doppelstart fährt!), sondern Mike Stursberg und der Nadelstreifen GT3 R geht mit dem sehr schnellen Jochen Krumbach und Phillip Wlazik ins Rennen.

Konkurrenz werden sie hier vor allem vom Gewinner des letzten Laufes, dem Mamerow-SLS mit Armin Hahne und Chris Mamerow bekommen, welche für das Rennen Unterstützung von Pierre Kaffer erhalten. Konkurrenz werden sie auch vom SLS von ROWE Racing mit der #15 erhalten, wo sich Thomas Jäher, Alexander Roloff und Roland Rehfeld am Steuer abwechseln werden und vor allem auch von Horn Motorsport, welche wieder mit David Horn und dem sehr schnellen Sascha Bert an den Start gehen werden. Es fehlen aber die Top-Besetzten SLS GT3 von Black Falcon, welche bei den 2 letzten Läufen in der VLN noch am Start waren, so dass man “nur” auf 5 Sternenkrieger kommt.

Der einzige Nicht-Porsche unter den besten 13 im letzten Jahr, war ein BMW Z4 GT3, eingesetzt von Dörr Motorsport welche mit Platz 7 den totalen Porsche Triumph verhindern konnten. Dass ein solcher Triumph nicht nochmal geschieht, dafür sorgen an diesem Wochenende gleich 5 Wagen aus München. So wird Schuberth Motorsport sein 2011-Debüt in der VLN mit dem kräftig überarbeiteten Z4 GT3 feiern und dabei versuchen mit den Trio’s Marco Hartung, Jörg Viebahn und dem aus den USA bekannten Tommy Milner (#16) sowie dem rein norwegischen Trio Anders Burchardt/ Nils Tonrud/ Stian Sorlie im Rahmen ihrer Möglichkeiten vorne mitzumischen. Ein 3. Z4 mit Claudia Hürtgen findet sich leider Stand Mittwochabend nicht in der Liste wieder.

Teamchef Rainer Dörr, welcher wieder seinen Z4 GT3 mit der gewohnten Besatzung ins Rennen schickt, hat nach dem letzten Lauf schon mal angedeutet, dass man mit dem Z4 bei BMW wohl einen sehr guten Schritt in die richtige Richtung gemacht hat und man mit dem komplett erneuerten Auto sicher noch Zeit finden wird. Unter anderem hat man mehr Leistung, eine deutlich veränderte Aero welche an dem neuen großen Heckflügel erkennbar ist. Der Z4 hat bei der GT3-EM in Portimao mit 2 Laufsiegen schon mal aufgezeigt dass man hier ein sehr flottes Auto entwickeln konnte.

Die beiden anderen Gesamtsiegfähigen BMW stellen die 2 M3 GT2 von AC Schnitzer dar, welche am Samstag ihren planmäßig letzten Auftritt vor den 24H haben werden mit den 2 bekannten Trios Jörg Müller/Augusto Farfus/Pedro Lamy sowie das “Dirk-Auto” mit Dirk Adorf, Dirk Müller und “Dirk” Priaulx dar.

In der gleichen Klasse, der E1-XP findet sich auch der Ferrari P4/5 Competizione wieder, nachdem man den letzten Lauf zu Gunsten von Testfahren ausgelassen hat wieder. Man wollte lauf Facebook Kommentaren hier Erfahrungen sammeln und eine neue Einstufung austesten, welche auf mehr Gewicht, dafür aber einem größeren Air Restriktor setzen würde. Anscheinend hat man sich aber für die letztmals benutzte ursprüngliche Variante entschieden, denn in der BoP Tabelle taucht man nach wie vor mit 2 x 28,6mm und 1200 kg Gewicht auf.

Ein weiterer Ferrari, und da muss man den Jungs von Farnbacher für ihre Ausdauer echt ein Kompliment aussprechen, ist der F458 von Farnbacher Racing. Nach RCN-Lauf, LM-Test, VLN-Lauf mit Unfall, 1000km von Spa steht nun der fünfte Ausdauer Einsatz innerhalb von 5 Wochen für das Team an! Unterstützt werden Dominik “Dominator” Farnbacher und Marco Seefried hier von Jaime Melo, seines Zeichens Ferrari-Werksfahrer. Vor allem für Dominik Farnbacher wir das ein stressiger Samstag werden, denn er wird zuerst beim GT Masters am Sachsenring starten und dann vermutlich per Heli zum Ring transportiert um dort dann in das Geschehen einzugreifen.

Neben den Gesamtsiegfähigen SLS von Black Falcon, dem Lambo von Stuck³ und dem Hybrid-Porsche glänzen auch die R8 LMS von ABT und Phoenix durch Abwesenheit in der Nennliste. So werden zwar 2 R8 LMS von Audi Race Expierence an die Strecke rollen, welche mit jeweils einem Profi (wie hier Marco Werner und Florian Gruber) und Amateuren besetzt sind. Die Leitung dieses Projekts, hat seit kurzem ein alter Bekannter von Porsche und Eurosport-Zeiten inne: Manfred Jantke.

Ein Porsche fehlt hier allerdings bis jetzt: Der “Dicke” von Manthey mit Marc Lieb, Arno Klasen sowie Timo Bernhard. Dies liegt allerdings nicht daran, dass man nicht startet, sondern die Klasse gewechselt hat. Man startet nun wie 2009 in der SP7 mit dem 911 GT3 RSR in der gleichen Klasse wie der WTM, welche allerdings keinen RSR fahren. Aber anscheinend war man seitens der TK nicht so begeistert von der Idee und hat veranlasst, dass alle Air Restriktoren für Wagen der SP7 um 0,5mm kleiner werden und der Tankinhalt auf 105 Liter gesenkt wird.
Ob das alles nur gemacht wird, um im Hause Manthey einem Vergleich in der SP9 aus dem Weg zu gehen, oder ob man ernsthaft überlegt wieder in die SP7 zu gehen, ist leider nicht bekannt. Seitens der VLN wurde die max. erlaubte Leistung der Motoren, welche auf einer Tabelle in Abhängigkeit vom Gewicht und Hubraum ermittelt wird, erneut auf offiziell knapp unter 500 PS für die Porsche gesenkt. Etwas verwirrend sind jedoch die damit einhergehenden Einstufungsvarianten, denn so ist es möglich denn GT3 R mit 1250 kg und einmal mit 1300 kg, mehr Leistung sowie 110 Liter Tank starten zu lassen. Dies zieht sich mittlerweile durch mehrere Klassen und Fahrzeuge, denn so kann man auch den BMW M3 GT2 in 2 verschiedenen Einstufungen starten lassen. Eine Regelung welche nicht gerade für mehr Klarheit in der BoP sorgt wie ich finde.

Der Verzicht von Nennungen von SP9-Teams könnte Möglichkeiten für Teams eröffnen, welche bisher zwar schnell waren, aber nicht ohne Probleme über die Distanz gekommen sind. Allen voran wäre dies der Frikadelli Porsche rund um Sabine Schmitz sowie der Pinta-Porsche, welcher beim letzten Lauf leider technische Probleme hatte und somit nur wenige Runden fahren konnte. Ein anderes Auto, welches vom Speed her sicher auch vorne mitmischen könnte, wenn es denn will ist der VW Golf24H welcher seit seinem ersten Auftritt nur noch als “Übergolf” bezeichnet wird. Grund sind Szenen wie diese, als Peter Terting Wolfgang Kaufmann von Kremer Racing im Karussel außen (!!!) überholte :

Daher hat man auch seitens der Technischen Kommission reagiert und den Air Restriktor für den 2,51l Turbo auf 42,3mm und das Gewicht auf 1300 kg heraufgesetzt. Gesteuert wird der Wagen von Thomas Mutsch, Frederik Ekblom sowie Franck Mailleux.

In der SP3T werden sich hingegen wieder der Audi TT von Raeder Motorsport sowie die beiden von LMS Engineering eingesetzten VW Scirocoo um sehr wichtige Punkte für die Meisterschaft duellieren. Ein weiterer sehr prominent besetzter Scirocco wird in der SP11 für alternative Kraftstoffe genannt. Pilotiert wird dieser Wagen von Carlos Sainz, Peter Wyss ,Dr. Ulrich Hackenberg und Mark Blundell. Anscheinend hat man noch keinen 2. Golf zur Hand und möchte jenen Piloten Rennpraxis sammeln lassen, denn jene Piloten werden auf den insgesamt 3 Golf24 vermutet.

Etwas stärker ist wieder die zuletzt sehr schmal besetzte SP3 besetzt. So werden immerhin 8 Wagen versuche Mario Merten und Wolf Sylvester den Klassensieg streitig zu machen, während jene versuchen werden die Klasse zu gewinnen um ordentlich punkten zu können. Auch gut Punkten wollen, wird das Trio von Black Falcon aus der V5 Klasse wollen, denn nachdem mal 2 mal die Klasse gewinnen konnte, werden nun auch Tim Scheerbath Manuel Matzger und Carsten Knechtges versuchen die Klasse ein 3. mal zu gewinnen um im Kampf um die Meisterschaft weiter tatkräftig vorne mitmischen zu können.

Auch sehr knapp dürfte es im Kampf um den Sieg um die Renault Clio Cup Klasse hergehen, wo mehrere Wagen das Potential zu siegen haben wie die Wagen Flepper Racing, Schläppi RaceTec oder der Clio Cup von Olivo Jannik und Elmar Jurek. Vll. gewinnt hier aber auch ein anderer Wagen ?

Den Besuchern vor Ort wird also definitiv was geboten, wenn das Rennen eine halbe Stunde früher, um 11:30 gestartet wird und über 6 Stunden geht. Daher verschiebt sich auch der Beginn des Zeittrainings auf 8:05. Wer in der Nähe der Eifel wohnt, kann das Fan-TV über DVB-T empfangen. Für alle anderen wird vermutlich wieder das Live Radio mit Olli Martini und Lars Gutsche sowie der Live Ticker und das Live Timing herhalten müssen.

May 12 2011

06:00

GT1-WM & ADAC GT Masters: Vorschau Sachsenring

Deutschlands großes GT-Event steht an diesem Wochenende an, die zahlreichen heimischen Fahrer und Teams in beiden Rennserien werden sich bemühen, auf dem Sachsenring gute Ergebnisse zu erzielen.

Passenderweise kommt reist auch ein deutsches Team als Meisterschaftsführender der GT1-Weltmeisterschaft nach Hohenstein-Ernstthal: Markus Winkelhock und Marc Basseng liegen nach den zwei Siegen in Zolder und zwei siebten Plätzen in Portimao (mit Erfolgsballast) mit 57 Punkten klar vorn und dürfen nun auch wieder leicht an den Start gehen. Teamkollegen Dominik Schwager und Nicky Pastorelli hatten ihr erstes brauchbares Wochenende der Saison, mit den Plätzen 5 und 4.

Auf dem zweiten Meisterschaftsrang liegen Michael Krumm und Lucas Luhr im JR Motorsports-Nissan. Die beiden haben auf der Berg- und Talbahn in der Algarve abgeräumt und nach dem zweiten Platz im Quali-Rennen dann das Hauptrennen gewonnen. Entsprechend werden sie schwer beladen ins Qualifikationsrennen am Sachsenring gehen und wohl kaum den Rückstand auf Winkelhock und Basseng weiter aufholen können, auch wenn der Nissan an sich auf der charakteristisch ähnlichen Strecke wieder gut liegen könnte. Das untermauerten auch Dumbreck/Westbrook, die Rennen 1 gewannen und i zweiten Lauf mit Reifenschaden ausschieden.

Punktgleich auf Rang 2 liegt ein weiteres deutsches Team, der Young Driver-Aston Martin mit Stefan Mücke und Darren Turner. Die beiden schafften es in Abu Dhabi und Zolder, nach Ausfällen in den Quali-Rennen jeweils noch sicher in die Punkte zu fahren. In Portimao überstanden sie erstmals auch den ersten Lauf und holten von der besseren Ausgangsposition den zweiten Platz im Championship Race am Sonntag. Rechnet man die beiden Ausfälle heraus, sind die beiden neben Winkelhock/Basseng das konstanteste Duo.

Der zweite Young Driver-Wagen mit Tomas Enge und Alex Müller hatte ein katastrophales Wochenende mit zwei Ausfällen. Entsprechend dürften sie aber am Sachsenring mit leichtem Auto stark sein, denn Strecken wie diese, mit mittelschnellen Kurven und Höhenunterschieden, scheinen den Aston Martin DBR9 und den Nissan GT-R recht gut zu liegen, wobei die Nissan wegen der bisher wenig erfolgreichen Saison untergewichtig unterwegs waren.

MarcVDS wird an diesem Wochenende wieder mit seiner Stammbesetzung unterwegs sein, nachdem Frederic Makowiecki am vergangenen Wochenende für Luxury Racing einen Ferrari beim ILMC-Lauf in Spa gefahren hat und durch Yann Clairay vertreten wurde. Clairay und Martin errangen im ersten Lauf Rang 6, Teamkollegen Bas Leinders und Marc Hennerici (der letzte Deutsche im Feld) dasselbe Ergebnis im Hauptrennen.

Das größere Problem für MarcVDS und deren Satellitenteam Belgian Racing ist aber, dass Matech, die den Ford GT für die GT1 entwickelt haben, diese Woche Konkurs angemeldet haben, nachdem vor einigen Wochen Firmengründer Martin Bartek verstorben ist. Es soll zuvor schon finanziell nicht gut um Matech gestanden haben. Damit könnte es eng werden, was Ersatzteile oder gar neue Chassis für MarcVDS und Belgian Racing angeht, Leinders und Co. müssen also, wie er selbst Twitter sagt, vorsichtig mit ihren Autos umgehen, was in den ersten Saisonrennen nicht sonderlich gut gelungen ist. Auch was Weiterentwicklungen des Wagens angeht, sieht es vorerst düster aus, bis sich hoffentlich ein Investor findet.

Nach einem schwachen Wochenende in der Algarve könnte auch das „Boxenstopp-Wunder“-Team Hexis AMR mit leichten DBR9s wieder zuschlagen. Piccione/Düsseldorp liegen noch sehr aussichtsreich auf Rang 4 in der Meisterschaft, Hohenadel/Piccini nur knapp dahinter auf Rang 6. Und – wie bereits gesagt – die von Hermann Tilke in die heutige Form gebrachte Erzgebirgs-Achterbahn zwischen Zwickau und Chemnitz könnte den Aston Martins liegen.

Hexis führt auch nach wie vor die Team-Wertung an, die noch enger ist als die Fahrer-Meisterschaft: mit 73 Punkten liegen die Franzosen nur einen Zähler vor All-Inkl.com Münnich Motorsport und JR Motorsports, 68 Punkte hat Young Driver AMR auf dem Konto, erst danach klafft eine größere Lücke.

In der Algarve bot das 18 Fahrzeuge umfassende GT1-Feld spannende Rennen, bleibt zu hoffen, dass es wieder ähnlich interessant wird. So lassen sich hoffentlich auch mehr Zuschauer anlocken als das im vergangenen Jahr am Nürburgring der Fall war. Allzu viele hochkarätige Rennveranstaltungen können ja am Sachsenring neben der MotoGP wegen der Lärm-Beschränkungen leider nicht ausgetragen werden.

Das Qualifying findet am Samstag um 9:10 Uhr statt, die beiden einstündigen Rennen starten am Samstag und Sonntag jeweils um 14:15 Uhr. Dies alles wird wie üblich auf gt1world.com live gestreamt und hinterher on demand verfügbar sein.

Das ist auch dringend nötig, denn Sport1 zeigt laut aktuellem Programm-Stand nicht eine Minute live, weder auf im Free-TV, noch auf Sport1+, da anscheinend auf beiden Kanälen die MotoGP laufen soll (bitte vorsichtshalber nochmal selbst am Samstag nachsehen, ob sich da noch etwas dran geändert hat!). Am Samstag gibt es eine Aufzeichnung des Qualifikationsrennens auf Sport1+ um 18:20 Uhr sowie eine halbstündige Zusammenfassung am späten Abend um 23:25 Uhr auf Sport1. Auch am Sonntag wird das Hauptrennen nur aufgezeichnet um 18:20 Uhr auf Sport1+ gezeigt, auf dem freien Sender erst am Dienstag um 15:00 Uhr.

ADAC GT Masters

Im Rahmenprogramm treten die Serien des ADAC Masters-Programms an, allen voran die in diesem Jahr so grandios besetzte GT Masters-Serie. In dem über 40 Fahrzeuge starken Feld ist es in diesem Jahr extrem schwer, gute Ergebnisse einzufahren. Mindestens ebenso schwer ist es aber auch, vorauszusagen, wer zu den Favoriten gehören können, gerade mit der dann noch hinzukommenden Balance of Performance und den Erfolgsgewichten.

So werden Dino Lunardi und Alexandros Margaritis im Engstler-BMW M6 nach den Rängen 1 und 3 viel Gewicht mit sich herumschleppen, ebenso Jöns/Klingmann im Abt-Audi nach den Plätzen 2 und 3 und die Stuck-Brüder nach dem Sieg im zweiten Lauf. Dieser Ballast fällt natürlich auf einer Bahn mit vielen Höhenunterschieden – Achtung Wortwitz – besonders ins Gewicht.

Die Teams und Fahrerduos, die am Rande des Erzgebirges potentiell etwas reißen könnten, sind kaum zu zählen, so viele prominente Namen der deutschen Tourenwagen- und GT-Szene sind am Start. Auch der Saisonauftakt der GT3-EM am vergangenen Wochenende in Portimao gibt eher wenig Aufschlüsse, denn dort dominierten in Lauf 1 die BMW Z4, die in der deutschen GT3-Serie leider komplett fehlen, vor drei Mercedes SLS AMG, die sehr wohl dabei sind und von denen sicherlich der eine oder andere um die Podiumsplätze kämpfen wird.

Lauf 2 ging knapp an den belgischen WRT-Audi R8, hier kamen allerdings erstmals die „Strafzeiten“ für die Podiumsplatzierten des vorangegangenen Rennens zum Einsatz, die sich noch heftiger dadurch auswirkten, dass die Stopps während einer Safety Car-Phase abliefen, die ausgerechnet wegen eines Unfalls des Siegers aus dem ersten lauf ausgerufen werden musste. Glücklicherweise haben sich die GT Masters-Organisatoren gegen diese Regel entschieden, auch wenn Erfolgsballast (in meinen Augen) kaum besser ist.

Interessant wird am zweiten GT Masters-Wochenende aber die Frage sein: können sich einige Teams, die in Oschersleben noch Probleme hatten, in Richtung Spitze vorarbeiten?

So kamen zum Beispiel Niclas Kentenich und Dominik Farnbacher im einzigen Ferrari F458 noch nicht wirklich gut von der Stelle, erreichten nur die Ränge 20 und 11. Mühlner Motorsport hatte mit seinen beiden Porsche 911 ein wirklich katastrophales Wochenende, die Enttäuschung war beim in Spa stationierten Team groß. Und auch die prominente Kombo aus Heinz-Harald Frentzen und Sven Hannawald (der ja 2010 einer der besten Amateure war) auf der Callaway-Corvette erreichte nicht wirklich viel.

Wieder dabei ist auch der vom Crash in Monza genesene Albert von Thurn und Taxis. Der Vorjahresmeister dürfte es aber in dem großen Feld auch nicht einfach haben, mit seinem neuen Teamkollegen Philipp Geipel seinen Platz zu finden. Ob die beiden sofort um vordere Platzierungen mitfahren können, wird sich zeigen müssen. Der Prinz war auch in Portimao schon wieder am Start, erreichte dort mit Nikolaus Mayr-Melnhof im zweiten Lauf Rang 4 nach Ausfall im Samstagsrennen.

Der ADAC hat in dieser Woche auch wieder kräftig an der BoP geschraubt, um stärkere Autos einzubremsen, sodass auch die zuletzt schwächeren Chancen haben. So ist die Viper 20kg leichter, die Porsche 997 R gar um 25kg, der Lamborghini LP600+ 5kg schwerer, die Mercedes SLS AMG um 15kg; die Audi bekommen einen um 0,5mm größeren Restriktor. Diese ganzen Änderungen erschweren das Erkennen einen Kräfteverhältnisses weiter.

Einen interessanten Kommentar zu BoP-Eingriffen hat übrigens GT4-Pilot Michael Mallock a

March 31 2011

10:07

VLN: Vorschau und Saisonauftakt 58. ADAC Westfalenfahrt

Nachdem in den letzten Wochen und Monaten der Nürburgring ja bekanntlich nicht gerade durch die Leistungen der Teams und Piloten, welche hier ihre Runden drehen in die Schlagzeilen gekommen ist, wird es nun Zeit dies zu ändern, denn es beginnt endlich wieder die Motorsportsaison am Ring. Nachdem am letzten Samstag und auch inoffiziell am Freitag die offiziellen Test und Einstellfahrten stattgefunden haben nimmt die VLN nun endlich wieder die Nürburgring Nordschleife im Renntempo unter die Räder.

Wenn am Samstag um 12.00 Uhr deutscher Zeit die 1. Startgruppe zur 58. ADAC Westfalenfahrt auf die Reise geschickt wird, beginnt eine vielversprechende Saison mit einigen Neuerungen und sehr interessanten Wagen, Teams und Piloten. Nachdem das diesjährige 24H Rennen vom Nürburgring ja bekanntlich recht spät im Juni über die Bühne geht (23.06 – 26.06), bleibt das natürlich nicht ohne Auswirkungen auf die VLN. Dies bedeutet im Klartext dass nun bereits 5 Rennen und somit die Hälfte der Saison bereits vor dem Saisonhöhepunkt Ende Juni über die Bühne geht, während die letzten 5 Rennen dann ab Ende Juli bis Ende Oktober gefahren werden. Außerdem gesellt sich neben dem Saisonhighlight der VLN, dem 6H ADAC Ruhr-Pokal Rennen nun ein 2. 6H Rennen in den Kalender, nachdem es ja in der Winterzeit ja sogar danach ausgesehen hat, als würde am 10. September ein 12H Rennen ausgetragen vom MSC Ruhrblitz stattfinden.

Leider ist es aufgrund von diversen Problemen wie angeblichen Ärgernissen mit den Anwohnern nicht dazu gekommen und man hat sich dazu entschieden am 27.08 das ADAC Ruhr Pokal Rennen auszutragen welches über 6 H geht und das 12H Rennen findet somit nicht statt. Der genaue Zeitplan sieht dann wie folgt aus:

02.04.2011 58. ADAC Westfalenfahrt
30.04.2011 36. DMV 4-Stunden-Rennen
14.05.2011 42. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy
28.05.2011 53. ADAC ACAS H&R-Cup
11.06.2011 51. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen
30.07.2011 34. RCM DMV Grenzlandrennen
27.08.2011 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen
24.09.2011 43. ADAC Barbarossapreis
15.10.2011 35. DMV 250-Meilen-Rennen
29.10.2011 36. DMV Münsterlandpokal

Beendet wird die Saison wie immer mit der Jahresabschlussfeier sowie Siegerehrung der Klassen am 10.12 im Dorinth Hotel.

Aber nicht nur im Kalender hat sich was getan, auch im technischen Reglement gab es Veränderungen. Nachdem ja das Thema downsizing immer mehr in Mode kommt wie etwa in der F1, hat man sich auch in der VLN entschieden diesem Thema Rechnung zu tragen indem man 2 neue Klassen eingeführt hat, nämlich die V1T und die V2T in der Divison der VLN Serienwagen für Straßennahe Wagen bis 1.600 ccm bzw. 2.000 ccm Tubomotoren.

Überhaupt erleben die kleinen Klassen wie die SP3T (Turbomotoren bis 2000ccm) in der sich viele Opel Astra, Seat Leon, Audi TT tummeln oder die SP3 (Sauger bis 2000ccm) einen starken Zuwachs und so gehen alleine in diesen Klassen am Samstag knappe 40 Wagen an den Start (Rechenfehler mal außen vor gelassen ;-)). Auch ist in die SP3 die Renault Clio Cup Klasse eingebettet welche sich regelmäßig über sehr viele Nennungen erfreut und somit wesentlich dazu beiträgt und auch ein Grund war, warum sich Bonk den Titel sichern konnten. Wenn sich die Klassenstärke einigermaßen auf diesen Niveau halten kann dann stehen die Chancen sehr gut dass der diesjährige Meister aus einer dieser Klassen kommen wird.
Dies wird natürlich die Titelverteidiger von Bonk Motorsport sicher sehr freuen, aber gleichzeitig bedeutet dies auch dass man selber kaum Fehler machen darf, denn sonst kann ein direkter Konkurrent wie etwa Raeder Motorsport oder Black Falcon oder ein Team welches in einer der sehr beliebten VLN Serienwagenklassen oft die Nase vorne hat ein gutes Wörtchen um die Meisterschaft mitreden.

Dies ist auch sicher ein Grund warum z.b Derscheid Motorsport, das beständigste Team in der V2 in der Vergangenheit sich nun dazu entschlossen hat mit den Fahrern Rolf Derscheid/Michael Flehmer/Ralph-Peter Moog einen BMW 325i in der deutlich stärker besetzten V4 an den Start zu bringen.
Es ist daher sehr schwierig Favoriten vorherzusagen, da zwar ein jedes 2 Streichresultate besitzt da die besten 8 Ergebnisse in die Jahresgesamtwertung einfließen, aber ein Unfall auf der Nordschleife sehr schnell passieren kann oder dass die Nennungen in der ein oder anderen Klasse nach dem 24H Rennen unter Umständen stark zurückgehen, was eben dazu führt dass man in seiner Klasse nicht mehr so viele Punkte holen kann.
Eine Erklärung über die Klassen sowie das Punktesystem kann man hier nachlesen: http://www.racingblog.de/2010/10/15/vln-vorschau-34-dmv-250-meilen-rennen/
Es fällt aufgrund dessen zwar schwer wirklich treffsichere Voraussagen zu möglichen Jahressiegern zu treffen, aber man darf die Favoriten aus den zahlenmäßig stärksten Klassen schon weiter vorne erwarten. Dies wären somit natürlich wieder Mario Merten/Wolf Sylvester mit der #1 von Bonk Motorsport aus der SP3 (mit Clio Cup). Aus der SP3T wird man daher auch sicher wieder das bekannte Trio von letztem Jahr mit der Startnummer #333 auf ihrem Audi TTS vorne sehen können. Dies wären Elmar Degeener/Christoph Breuer/Jürgen Wohlfarth, von dem Team welches im 1. Lauf leider keinen Audi TT RS aus der SP4T an den Start bringt was meiner Meinung nach sehr schade ist, denn ich wäre sehr gespannt gewesen in wie weit dieses Auto bei sehr wechselhaften regnerischen Bedingungen vorne mitmischen hätte können.
Aber auch das Team Black Falcon welches dieses Jahr mit einem Großaufgebot an den Start geht (dazu mehr dann weiter unten) wird man mit der Startnummer #376 aus der V6 mit dem Trio Volin Oleg/Leisen Phillip/ sowie Sean-Paul Breslin auf einem BMW M3 auf jeden Fall auf der Rechnung haben müssen, nachdem ja letztes Jahr das Trio Leisen/Phillip/Knechtges den Kampf um den Titel gegen Bonk verlor.
Um die Chancen auf einen Sieg aber möglichst hoch zu halten hat man bei Black Falcon neben dem Wagen in der V6 auch einen Wagen in der Serienklasse darunter, der V5 genannt. Auf der Startnummer #396, einem BMW Z4 werden sich Carsten Knechtges/Tim Scheerbarth und Manuel Metzger am Steuer abwechseln.
Mein persönliches Dark Horse wären aber Oliver Jannik und Elmar Jurek auf einem Renault Clio Cup mit der #678, denn haben die beiden doch letztes Jahr schon stark in der Renault Clio Cup Klasse aufgezeigt, dass man hier gewinnen kann und aufgrund der großen Starterzahlen würde das halt immer ordentlich Punkte bedeuten.

Überhaupt spielen die Klassen eigne ganz wichtige Rolle in der Meisterschaft und so gibt es auch zum neuen Jahr hin Teams, welche entweder die Klasse gewechselt haben oder neu in die Meisterschaft und somit in die dazu gehörige Klasse gekommen sind. Ein paar möchte ich davon nun vorstellen:

Das bisher bekannteste und sicher mit am meisten Aufsehen erregendste Projekt welches die VLN bereichert dürfte ohne Zweifel der Ferrari P4/5 von der Scuderia Cameron Glickenhaus sein welcher in der E1-XP genannt wurde. James Glickenhaus hat sich hierbei einen Traum erfüllt und sich einen Nachbau des originalen Ferrari P4/5 bauen lassen welcher hier noch ohne Lackierung im reinen Carbon-Stil antritt. Die Basis für dieses Auto bildet noch der alte Ferrari F430 GT2, wovon unter anderem der Motor übernommen wurde jedoch wird schon beim 1. Blick klar dass hier mächtig eigenentwickelt werden musste, denn dieses Auto ist ein weltweites Unikat ! Dass man damit aber nicht nur optisch auffallen will, zeigt alleine schon die Fahrerpaarung, denn hier werden sich Nicola Larini, Luca Cappellari, Mika Salo und den einigen aus der BTCC bekannten Frabrizio Giovanardi am Steuer abwechseln.

Ein weiteres Team welches nun endlich wieder in gewohnter Manier ist Scheid Motorsport mit seinem Eifelblitz. Nachdem man ja im letzten Jahr aus bekannten Gründen erst wieder am Saisonende mit einem Wagen dank Hilfe von BMW antreten konnte, steht man nun schon beim 1. Rennen in der Nennliste. Als Auto wird wie beim letzten Lauf der BMW M3 GT4 in der Klasse SP10 eingesetzt jedoch nun in seiner standesgemäßen Farbe: Blau. Als Fahrer wird unter anderem Duncan Huisman am Steuer sitzen. Man wird damit zwar sicher nicht um Gesamtsiege mitfahren können, jedoch stellt es doch die beste Wahl für das Team dar, denn der finanzielle Einsatz welche Topteams wie Manthey, Phoenix oder Schnitzer im Kampf um die Gesamtsiege bringen ist für das sympathische Team rund um Johannes Scheid einfach kaum machbar. Aber es erfreut sicher jeden dass dieses Traditionsteam wieder am Start ist und vll. ist man ja für die ein oder andere Überraschung gut wenn das Wetter wechselhaftig ist und Konkurrenten welche auf dem Papier zwar schneller sind, aber Fehler machen.

Ein weiteres sehr prominentes Team was man man in der Nennliste findet ist Kremer Motorsport. Eines der erfolgreichsten Deutschen Motorsport-Teams in den vergangen Jahre/Jahrzehnten tritt nun wieder in der VLN mit 2 Wagen an. Nachdem man jedoch die letzten 15 Jahre nicht ins Geschehen eingreifen konnte, hat man nun endlich wieder die Mittel um wieder anzugreifen. Dass man trotz 15 Jahren Pause aber immer noch das erfolgreichste Amateuer Team in der deutschen Motorsportgeschichte ist zeigt welch außergewöhnliche Leistungen dieses Team in der Vergangenheit abliefern konnte. Der am stärksten eingeschätzt Wagen dürfte der Porsche 911 Cup in der SP7 sein welcher von den sehr erfahrenen Michael Küke und dem Teaminhaber Eberhard A. Baunach um den Ring pilotiert wird. Ein 2. 911 Cup wird in der Cup-Klasse antreten welche auch dieses Jahr wieder hart umkämpft sein wird und auch sicher den ein oder anderen Wagen aus der SP9/7 ärgern wird. Gerade wenn es regnet kann so ein Cup-Porsche in guten Händen und mit guter Strategie für richtig Furore sorgen.

Dazu wird sich ein weiterer Porsche 911 gesellen und zwar einen welchen man auf den 1. Blick dort vll. nicht erwartet hätte, in Anbetracht der starken Werksteams samt Profifahrern aber doch verständnisvollen Schritt getan haben. Die Rede ist vom WTM-Porsche welcher letztes Jahr noch in der SP9 am Start war und nun in der SP7 genannt wird um die Chance auf Klassensiege zu haben. Nachdem Peter Paul-Pietsch nicht mehr ins Volant greifen wird, wird dieser Wagen nun von Oliver Kainz/Georg Weiß/ sowie Michael Jacobs gesteuert.
Dort bekommen sie aber auch von Frikadelli Gesellschaft welche heuer einen 2. Wagen, einen 911 Cup in der SP7 an den Start bringen werden welcher am Samstag von Klaus Abbelen und Florian Fricke über den Ring gesteuert wird, während sich Sabine Schmitz und Niclas Kentennich in der #30 einem Porsche 911 GT3 R in der SP9 abwechseln werden.

Somit sind wir nun in der Top besetzten Klasse, der SP9 angelangt. Hier tummeln sich al die Wagen welche nach FIA GT3 Reglement aufgebaut sind und aktuell am schnellsten sind. Gerade hier wird sich ein richtig schöner Zweikampf um die Gesamtsiege entwickeln, wobei man aber gerade im Vorfeld zu den 24H aber davon ausgehen muss dass hier zum teils massives Sandbagging betrieben wird um nicht vor den 24H noch zusätzliches Gewicht oder einen kleineren Air Restriktor verpasst zu bekommen. Man sollte daher diese Zeiten sowie der anderen Gesamtsiegfähigen wie dem BMW M3 GT2 (E1-XP) oder dem Farnbacher Ferrari F458 nicht für bare Münze nehmen, da man im letzten Jahr hier im Vergleich zu den Rennen nach dem Saisonhöhepunkt um gute 10-15 Sekunden langsamer war. Ähnliches erscheint auch hier möglich, auch wenn alle Wagen per Datalogger und vorgesehener Mindest-PS Zahlen reglementiert sind. In wie weit das aber funktionieren wird wird sich dann zeigen müssen. Beginnen möchte ich bei den Top-Wagen mit der Marke welche 2010 gesamte 9 von 10 Rennen gewinnen konnte:

Porsche 911 GT3 R

Auch heuer werden die Gesamtsiege sicher wieder über die Marke aus Zuffenhausen führen. Alleine Manthey wird wieder mehrere Wagen einsetzen, darunter die Top besetzen Wagen in der SP9 mit dem bekannten “Dicken” #11, wo sich am Samstag Lucas Luhr, Timo Bernhard und der Überaschungsmann des letzten Jahres, Arno Klasen abwechseln werden. Die #8 der Haribo Porsche wird indes hingegen von dem bekannten Christian Menzel sowie Neuzugang Mike Stusberg gesteuert, nachdem Lance David Arnold ja nun bei Heico einen Mercedes SLS AMG GT3 im GT Masters pilotieren wird. Auch auf dem Nadelstreifen(/Wodka)-Porsche bleibt nicht alles beim alten, nachdem Armin Hahne ebenfalls das Lager in Richtung Mercedes verlassen hat, wird die #10 nun vom schnellen Jochen Krumbach sowie Marc Gindorf und Philipp Wlazik gesteuert.
Dies sind aber nicht die einzigen Porsche 911 GT3 R mit Siegchancen, denn auch den Illbruck (welcher offiziel als Pinta Porsche) GT3 R mit der Startnummer #14 mit Michael Illbruck und Manuel Lauck wird man auf jeden Fall zum erweiterten Favoritenkreis zählen müssen, ebenso wie den Falken Porsche mit der #34 welcher von niemand geringerem als Peter Dumbreck und Jörg Bergmeister über den Ring pilotiert wird.
Leider fehlt auf der Liste Mühlner Motorsport nachdem Jörg Bergmeister im Mühlner-Porsche im letzten Rennen das Feld über die ersten Runden anführen konnte, dann aber aufgrund von technischen Problemen erst zurückgeworfen wurde, eher dann später der endgültige Ausfall feststand. Bis jetzt ist der Porsche 911 GT3 R mit 1250kg, 67,7mm Air Restriktor und 100 Liter Tank eingestuft und somit in etwa auf den Niveau des Vorjahres wobei natürlich der kleiner Air Restriktor schon Auswirkungen haben wird, aber wie stark wird abzuwarten sein.

Mercedes SLS AMG GT3

Ein wahres Großaufgebot an siegfähigen Wagen schickt Mercedes in das Rennen. Nicht weniger als 7 (!!!) Wagen wurden von ROWE, Mamerow, Horn und Black Falcon für das Rennen am Samstag genannt und man unterstreicht die Absicht alles zu tun damit beim 24. H Rennen 2011 ein Stern ganz oben auf dem Podest steht. Angeführt wird das Aufgebot des “Kundeneinsatzes” von Black Falcon welche in der Startnummer #2 die 4 Toppiloten Kenneth Heyer, Thomas Jäger, Jan Seyffarth sowie Jeroen Bleekemolen fahren lassen. Unterstützung im Kampf um den Gesamtsieg erhalten sie dabei von der #7 Mamerow Racing wo der Fahrer des Jahres 2009, Chris Mamerow und der vorher angesprochene Armin Hahne hinter dem Volant Platz nehmen werden.
ROWE Racing wird dabei auch unter anderem die #15 mit dem aus der GT1-WM bekannten Dominik Schware/Hubert Paupt sowie Klaus Rader einsetzen.
Als 4. Team komplettiert Horn Racing das Quartett und tritt dabei mit keinem geringeren als Sascha Bert sowie Teameigner David Horn an, man wird abwarten müssen wie sie die oben geannten Paarungen schlagen werden, denn bei den 24H von Dubai war teilweise zwischen den Zeilen zu hören dass man in Sachen Speed noch nicht ganz so zufrieden ist, aber sollte es Probleme geben/gegeben haben wird dem dort sicher mit Hochdruck nachgegangen. Es kann aber auch gut sein dass mögliche Performance Probleme über die Saison hinweg auf einmal um Punkt 15.00 Uhr am 25. Juni verflogen sind wenn die 24H starten ;-). Von daher sollte man die Performance der Wagen wie oben schon einmal angesprochen generell mit Vorsicht genießen. Als Einstufungsergebnisse liegen bis jetzt 1350 kg, 120 Liter und ein noch zu definierender Air Restriktor vor.

Audi R8 LMS

Relativ bescheiden wirkt dagegen das Aufgebot von Audi. Nur 2 R8 LMS sind in der Nennliste für Samstag zu finden, nachdem ja letztes Jahr am Anfang bis zu 4 Wagen direkt von Abt und Phoenix eingesetzt wurden. Auch sind die 2 R8 von Black Falcon nicht mehr am Start da man ja bekanntlich auf Mercedes umgestiegen ist. Dafür haben es die 2 Besatzungen aber def. in sich und man wird Fahrerseitig sicher Chancen auf einen Podestplatz haben. So steuern die #27 Andreas Simonson (bekannt vom Farnbacher Ferrari), Christopher Haase (Mercedes SLS AMG GT3 in der VLN letztes Jahr) sowie Marc Bronzel welche sicher eine starke aber eben komplett neue Paarung bilden. Das Schwesterauto, die #21 wird von Marc Brunstedt und Marc Hennerici pilotiert, vor allem Marc sollte so ziemlich jedem bekannt sein. Auch hier bleibt es abzuwarten wie sich die Audi schlagen werden da Audi dem R8 im Winter sicher wieder ein Upgrade spendiert hat, was sich auch in der Einstufung im Rahmen der BoP zeigt. So muss der R8 nur noch 1300 kg auf die Wage bringen was nochmals 25 kg weniger sind als beim letzten Rennen 2010, darf dafür aber auch nur mehr 110 Liter Tankvolumen besitzen.

Dies war nun eine Übersicht über die Topklasse SP9, jedoch existiert ja auch noch die E1-XP in welcher ja z.b der Ferrari P4/5 genannt wurde. In jeder besagten Klasse sind aber noch 2 andere Wagen gemeldet und da aller guten Dinge zwar 3 sind, aber 4 große Hersteller natürlich noch mehr Spannung versprechen hat auch BMW wieder 2 M3 GT2 für das Rennen am Samstag genannt.

BMW

Auch in diesem Jahr wird man mit dem Team aus München rechnen müssen, hat man sich doch schon frühzeitig in der vergangenen Saison entschieden auch heuer wieder in der VLN starten zu wollen. So hat man 2 überarbeitete BMW M3 nach GT2 Reglement genannt um ein Wörtchen um die Gesamtsiege mitreden zu können. Erkennbar sind die M3 an der leicht überarbeitenden Front wie z.b den geänderten Flaps über den Splitter. Pilotiert werden diese Wagen mit den gleichen Besatzungen wie im Vorjahr. So wird die #42 von Jörg Müller, Augustu Farfus und Nordschleifenverteran Uwe Alzen pilotiert, während das Schwesterauto von Dirk Werner, Dirk Müller und Andy Priaulx gesteuert wird. Es fehlen leider Dirk Adorf sowie Pedro Lamy.

Zum Abschluss möchte ich noch einen kleinen Überblick über die etwas älteren aber keinesfalls langsamen Gruppe H Wagen geben, denn hier tauchen echte Sehenswürdigkeiten auf.
Zum einen wäre hier der Porsche dp 935 vom MSC Osnabrück e.V mit den Piloten Michael und Wolfgang Schreyl und der Startnummer #568. Wer nicht weiß welcher Porsche das ist, der kann sich mal hier durch die Trefferliste von Google arbeiten um zu sehen welch historisches Fahrzeug hier an den Start gebracht worden ist.

Ein weiteres historisches und sehr schnelles Auto ist der Mercedes Benz E190 Evo der Gebrüder Schall. Nachdem sie im letzten Lauf zur VLN bereits auf diesem Auto angetreten sind haben sie sich dazu entschlossen mit Hilfe von Black Falcon und Michael Bäder dieses Auto auch heuer wieder einzusetzen. Wer mehr über die Geschichte dieses Autos wissen, will, soll bitte hier (Absatz 5) klicken, denn sonst wird meine Vorschau noch länger ;-)

Leider ist der BMW M1 nicht in der Liste zu finden, ebenso wenig wie Hans Joachim Stuck welcher sein Comeback auf der Nordschleife daher nicht am Samstag feiern wird, ebenso wenig wie seine Söhne Johannes und Ferdinand welche ja im GT Masters auf einem Lamborghini LP600 von Reiter starten.

Das Zeittraining zum Rennen startet am Samstag bereits um 8.30 Uhr und geht wie gewohnt über 90 Minuten bis 10.00 Uhr, ehe dann um 12.00 Uhr die grüne Flagge für die 1. von 3 Startgruppen fallen wird.
Leider gibt es keinen Internetstream, wer jedoch in der Nähe der Nordschleife wohnt kann das Rennen über DVB-T sehen, andere wie ich sind auf das Liveradio mit Lars Gutsch und dem Liveticker samt Livetiming von www.vln.de angewießen.

January 14 2011

09:30

TV Rechte 2011: Was wird wo gezeigt?

Wer in diesem Jahr viel Motorsport sehen möchte, der kommt um eine gute Internetleitung nicht herum. Die Zahl der Streams steigt, einige Serien sind ohne Rechner überhaupt nicht mehr zu sehen.

Es gibt auch 2011 viel Motorsport im Fernsehen zu sehen, aber einige Serien bekommt man weiterhin nur um Netz. Das gilt vor allem für die US-Serien, wobei sich die Lage etwas entspannt. Denn so wie es im Moment ausssieht, wird die ALMS ab 2011 ihre Rennen komplett live auf der eigenen Webseite zeigen. Düster sieht es aber weiterhin bei der NASCAR aus. Die NASCAR selber würde gerne die Rennen, vor allem für das internationale Publikum, gerne im Netz zeigen. ESPN und TNT ziehen schon mit aber FOX stellt sich quer. Der Grund: FOX ist der einzige Sender, der nicht allein per Kabel übertragen wird, sondern auch über die sogenannten “Affiliates” vertrieben wird. Und denen will FOX nicht die Zuschauer und damit die regionalen Werbeeinnahmen wegnehmen. Die NASCAR steckt da in einer Zwickmühle. Zum einen ist FOX, zusammen mit Speed, einer der wichtigsten Partner, andererseits laufen die Verträge noch bis Ende 2015 und so lange will man wohl nicht warten, bis man im Netz präsent ist. Das gilt auch für die sportlich zwar gute, ansonsten aber vor sich hinschwächelnde GrandAm Serie. Warum man die nicht per SpeedTV im Netz zeigt, ist nicht nachvollziehbar.

Ohne Rechner geht in diesem Jahr immer weniger. Die Streams werden mehr und laufen teilweise parallel zu den TV-Übertragungen. Einige Serien bieten sogar einen “On-Demand” Service an, aber das ist eher noch selten. Grundsätzlich ist die Tendenz aber zu erkennen, dass man das Netz als Verbreitungsplattform nicht ignorieren kann. Die Menge und die Qualität der Streams nimmt zu, es gibt immer weniger Serien, die völlig darauf verzichten. Dazu kommt, dass man Geo-IP-Blocking mittlerweile relativ einfach umgehen kann.

Verwunderlich ist aber weiterhin, dass MotorsTV das Internet komplett ignoriert. Die Webseite war schon immer eine Baustelle, der Youtube Kanal beitet nur Fitzel des Programms. Nachdem Kabel Deutschland den Sender aus dem Programmangebot genommen hat, sieht es mit der Verbreitung nicht so doll aus. Zwar ist Motors in England relativ stark, aber es würde Sinn machen, wenn man ein kostenpflichtes Abo-Modell für einen Stream anbieten würde. Warum da bei MotorsTV in dieser Richtung nichts passiert, ist mir ein Rätsel. Für die von MotorsTV übertragenden Serien dürfte die Netzrechte nicht allzu teuer sein, zudem hätte man die Chance sich vor allem für internationale Serien als zuverlässiger Verbreiter zu etablieren.

Interessant ist aber auch, dass die meisten Serien ihr internationales Potential bisher brach liegen lassen. Die Grand Am hatte ich erwähnt, aber auch teilweise hochklassig besetzte europäische Serien gehören dazu. Gemeint sind unter anderem die BTCC und die britische F3. Vor allem letztere ist gerade dabei eine, eine Chance zu verpassen. Die letzten Meister haben es allesamt in die F1 geschafft, die Qualität der Rennen ist enorm, die Konkurrenz hoch, dazu kommt der klassische britische Touch der Serie. Vermarktet wird sie mittlerweile von SRO, die ja auch die FIA GT organisieren, und die wohl auch für die weitere internationalisierung der britischen F3 zuständig sind. Im Moment gibt es nicht mal eine Liveübertragung der Rennen irgendwo im Fernsehen, MotorsTV strahlt eine Zusammenfassung mit ein bis zwei Wochen Verspätung aus. Das kann es ja nun nicht sein, wenn man gegen die F3 Euro usw. antreten möchte. Ein Stream wäre hier besonders dringend zu empfehlen.

Die folgende Übersicht hat noch ein paar Lücken, ich ergänze den Eintrag, sobald ich die Infos habe.

Formelserien
F1 – sky/RTL
sky hat den Vertrag mit der F1 nach viel Hin und Her um ein Jahr verlängert. Grund für die kurze Vertragslaufzeit: Bei RTL laufen die Rechte Ende 2011 aus, beide Sender müssen dann neuverhandeln. sky erhofft sich, dass man Exklusivpartner bei HD/3D werden wird, plus weitere Kameraperspektiven usw.

GP2 – sky
Weiter bei sky.

GP3 – Euro?
Lief 2010 auf Eurosport, habe aber keine Antwort, ob das auch 2011 so sein wird.

Formel Renault 3.5 – Euro
Sollte weiter auf Euro laufen.

Auto GP – Euro
Neu bei Eurosport, weil sie im Rahmen der WTCC die F2 ersetzt.

F2- MotorsTV, Stream
Die F2 wandert zu MotorsTV, wird alle Rennen aber auch als Livestream auf der eigenen Webseite anbieten. Ob es auch On-Demand sein wird, ist nicht bekannt. Ob sich Serienorganisator Dr. Jonathan Palmer damit einen Gefallen getan, bleibt abzuwarten. Hauptgrund für seinen Rückzug aus der WTCC sind wohl die unregelmäßigen Startzeiten der Serie, die Europosrt immer wieder dem Programm anpasst und vor allem im Sommer wild zwischen allen Sendern hin und her schiebt.

F3 Euro – n-tv
Bleibt bei n-tv, die letztes Jahr einen guten Job gemacht haben.

SLF – Stream
Hier bleibt es beim Stream auf der Webseite.

Tourenwagen
WTCC – Euro
Wie gehabt. Eurosport ist Host-Broadcaster und wird die Startzeiten wieder dem Programm anpassen.

BTCC – itv4
Bleibt die nächsten Jahre auch dort, einen legalen Stream gibt es nicht. Wobei man abwarten muss, ob itv4 eventuell auf der Webseite was zeigt. Das könnte man mit einem britischen VPN dann sehen.

DTM – ARD
Nicht neues.

GT1/GT3/GT Endurance – Stream
Ob Sport 1 die GT1-Übertragung fortsetzt ist mir nicht bekannt. Kann auch sein, dass es zu Sport1+ weiter geschoben wird. Die Streams laufen aber weiter, von daher ist es egal. Die GT3-EM wird außerdem live auf MotorsTV gesendet. Ob die dreistündigen Rennen der neuen GT Endurance Series von FIA und SRO im TV zu sehen sein werden, oder ob es wie bei den beiden anderen internationalen GT-Serien auch hier einen Stream geben wird, ist noch unbekannt.

ADAC GT – Kabel 1
Trotz schwacher Einschaltquote hält Kabel 1 an der ADAC GT ein weiteres Jahr fest.

VLN – ??
Es wird Ausschnitte aus den Rennen in verschiedenen Programmen (DMAX, Motorvision, Sport1) zu sehen geben, mehr aber nicht. Die 24H werden bei Sport1 laufen.

Porsche Supercup – sky/Euro
sky überträgt die Serie auch 2011. Sollte auch bei Eurosport zu sehen sein.

Porsche Cup – ??
Sport1, Motorvision?

Scirocco Cup – ??
Sport 1? Motorvision? Auf jeden Fall hatte VW im letzten Jahr ein verstecktes Livestream Angebot, das dieses Jahr wieder da sein sollte.

V8 Supercars – MotorsTV (1 Woche zeitversetzt)
MotorsTV. Bathhurst 1000 wird live gezeigt. Muss man auch abwarten, wie sich das bei MotorsTV entwickelt. Ohne eigenen Stream macht das bei denen langsam keinen Sinn mehr.

Prototypen
LMS – Euro
Vermutlich gibt es wieder die zerstückelte Berichterstattung auf Europsort. Einen Livestream scheint es auch in diesem Jahr nicht zu geben, was mir immer noch ein Rätsel ist. Bleibt Radio Le Mans.

24 H Le Mans – Eurosport
Auch in diesem Jahr gibt es wieder die kompletten 24 Stunden bei Eurosport.

USA
NASCAR – ??
ServusTV verhandelt mit der NASCAR über eine Verlängerung der Rechte. Es bleibt aber bei der Zusammenfassung am Montag. Gerüchteweise könnte das Daytona 500 live bei Servus laufen, weil die Amis das als Paket verkaufen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das stimmt, liegt aber bei unter 10%.

ALMS – Stream?
Es herrscht immer noch eine leichte Verwirrung darüber, ob die ALMS nun alle ihre Rennen live über die eigene Webseite streamt oder doch “nur” on-demand. Wenn es stimmt, wäre das natürlich toll. Das Angebot auf espn3.com soll nur ein Zusatz für die Amis sein. Die Rennen laufen in den USA nur noch teilweise live, der Rest zeitversetzt und zurechtgestutzt oder gar in dem 2010 erprobten “Doku-Drama”-Format, aber immer über ABC/ESPN. SpeedTV ist raus. Über die internationale Verbreitung hat man noch nichts gesagt. Laut Midweek Motorsport ist Radio Le Mans auch noch in Verhandlungen, allerdings ist man ziemlich sicher, dass man wieder dabei ist.

GrandAm – ??
Da wird man auf einen Stream von SpeedTV zurückgreifen müssen.

IRL – Stream
Die IRL streamt auch in diesem Jahr fast alle Rennen. Ausgenommen ist das Indy 500, das muss man sich woanders “besorgen”.

October 15 2010

15:33

VLN: Vorschau 34. DMV 250-Meilen-Rennen

Die beiden letzten Rennen der VLN stehen im Oktober auf dem Plan. Es geht wie immer über die Nordschleife und wie immer ist das Rennen richtig lang. Ein Blick auf die Serie und die Protagonisten

Kurze Vorbemerkung: Die VLN? Im Racingblog? Aber sicher! Die Frage ist eher, warum sie es bisher nicht hier hin geschafft hat. Das hat natürlich etwas damit zu tun, dass man erst einmal einen Autor finden muss, der Lust dazu hat, an dieser Stelle über die VLN zu berichten. Den haben wir aber jetzt gefunden und für die meisten ist es ein alter Bekannter. “Flo aus N” ist aus dem Chat bekannt und dort auch, weil er Samstags immer mal wieder die VLN Rennen tickert. Dankenswerterweise übernimmt er erst einmal für die letzten beiden Rennen der VLN die Berichterstattung, bevor auch die VLN in den Winterschlaf fällt. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass wir die VLN auch 2011 weiter im Programm haben werden. Danke an Flo, dass er die Aufgabe übernommen hat! Don Dahlmann

Am Samstag den 16.10 geht die VLN (Veranstaltergemeinschaft Langstreckenpokal Nürburgring) in das vorletzte Rennen der Saison, bevor am 30.10 das Finale steigt. In der Meisterschaftswertung führen 2 Rennen vor Schluss Alexander Böhm/Carsten Knechtges/Leisen Philipp vor Christoph Breuer/Elmar Deegener/Jürgen Wolfahrt, gefolgt von Elmar Jurek. In der besten Ausgangslage befindet sich aber das Duo mit dem Z4 von Bonk Motorsport auf den Plätzen 8 & 9 (Mario Merten und Sylvester Wolf).
Natürlich werden sich jetzt einige denken “hä, wie kann denn das sein?” und “die Fahrer kenne ich ja gar nicht, denn die letzten Rennen wurden von Fahrern wie Timo Bernhard, Lance David Arnold oder Lucas Luhr gewonnen?” Das stimmt auch, jedoch hat die VLN ein sehr einzigartiges Wertungssystem, welches ich mal näher darstellen möchte.

Die VLN ist in 4 Divisionen unterteilt welcher sich wiederum in unzählige Klassen teilen. Das ganze ist dann wie folgt aufgebaut:

Division VLN Serienwagen: Hier fahren Serienwagen, welche einen Überrolkäfig besitzen und einen Sicherheitstank, aber von der Leistung, dem Antriebsstrang und dem Fahrwerk sowie der Karrose dem Serienzustand sehr ähneln und nicht so viele Modifikationen erlaubt. Ziel ist es den Teams einen Einsatz mit möglichst geringen Kosten zu ermöglichen. Die Fahrzeuge selber werden dann nach dem Hubraum in die verschiedenen Klassen eingeteilt, was wie folgt aussieht:

VLN Serienwagen V1 bis 1600 ccm
VLN Serienwagen V2 über 1600 ccm bis 1800 ccm
VLN Serienwagen V3 über 1800 ccm bis 2000 ccm
VLN Serienwagen V4 über 2000 ccm bis 2500 ccm
VLN Serienwagen V5 über 2500 ccm bis 3000 ccm
VLN Serienwagen V6 über 3000 ccm bis 3500 ccm
VLN Serienwagen V D (Diesel) bis 3500 ccm

Division VLN Specials: Dies sind Fahrzeuge welche umfassend modifiziert und umgebaut sind und sich schon optisch von den VLN Serienwagen unterscheiden. Dies umfasst Rennmotoren, Renngetriebe, eine stark veränderte Aerodynamik (Splitter, Heckflügel, Body-Kits, Spoiler). Jedoch darf man hier nicht alles verbauen und die Vorschriften sind für die einzelnen Klassen unterschiedlich. So ist es zum Beispiel nicht erlaubt dass in der Klasse SP7 der Heckflügel über den hintersten Punkt der Karroserie hinaus ragt oder dass man einen Air Restriktor oder Ladedruckbegrenzer einbauen muss.
Die Klassen selber unterteilen sich wie folgt:

VLN Specials 1 bis 1400 ccm
VLN Specials 2 über 1400 ccm bis 1750 ccm
VLN Specials 3 über 1750 ccm bis 2000 ccm
VLN Specials 4 über 2000 ccm bis 2500 ccm
VLN Specials 5 über 2500 ccm bis 3000 ccm
VLN Specials 6 über 3000 ccm bis 3500 ccm
VLN Specials 7 über 3500 ccm bis 4000 ccm
VLN Specials 8 über 4000 ccm bis 6250 ccm
VLN Specials 9 Fahrzeuge mit FIA GT3 Homologierung
VLN Specials 10 Fahrzeuge mit FIA GT4 Homologierung
VLN Specials 11 Alternative Kraftstoffe
VLN Specials 12 Gas- und Hybridfahrzeuge

Daneben gibt es noch Klassen für Fahrzeuge mit Turbomotoren:

VLN Specials 2T bis 1600 ccm mit Turbolader
VLN Specials 3T über 1600 ccm bis 2000 ccm mit Turbolader
VLN Specials 4T über 2000 ccm bis 2500 ccm mit Turbolader
VLN Specials 8T über 2500 ccm bis 4000 ccm mit Turbolader

VLN-D1T (Diesel) über 1750 ccm bis 2000 ccm
VLN-D2T (Diesel) über 2000 ccm bis 2500 ccm
VLN-D3T (Diesel) über 2500 ccm bis 3000 ccm
VLN-D4T (Diesel) über 3000 ccm bis 6000 ccm

Daneben gibt es noch die Sonderklasse E1-XP in welcher Fahrzeuge zugelassen werden die nicht in eine der bestehenden Klassen untergebracht werden können/wollen. Der BMW M3 GT2 fuhr hier die ersten 3 Rennen oder auch der 911 GT3 R Hybrid, sowie der SLS GT3, da dieser noch keine FIA GT3 Homologierung besitzt.

Zusätzlich gibt es 2 Cup-Klassen (Cup-Division), welche zum einen für die Renault Clio Cup ist und die 2te Cup Klasse für die Porsche 911 Cup (Baujahr 2006-2009 sowie Baujahr 2004) gedacht ist.

Damit auch die historischen Fahrzeuge mit den Baujahren 1996 oder älter auch fahren können wie der BMW M1, gibt es noch die H-Division mit ihren Klassen welche sich auch nach dem Hubraum unterscheiden:

Klasse H1 bis 2000ccm
Klasse H2 über 2000 ccm bis 2500 ccm
Klasse H3 über 2500 ccm bis 3000 ccm
Klasse H4 über 3000 ccm bis 6250 ccm

Insgesamt starten somit immer zwischen 170 und 210 Wagen und in jeder Klasse können Klassensiege geholt werden und diese werden mit Punkten vergütet. Dies geschieht aber nicht nach einem gängigen festen Verfahren, sondern errechnet sich aus einer Formel welche die Punkte in Abhängigkeit des Starterfeldes in der Klasse errechnet die wie folgt lautet: 10*(Starter +0,5 – Platzierung)/Starter
Dadurch ergibt sich dann folgende Punkteverteilung:

Das heißt ein Sieg in einer zahlenmässig stark besetzen Klasse ist mehr wert als ein Sieg in einer weniger stark besetzten Klasse.
Da vor allem kleinere Klassen wie die SP3, SP3T oder die V-Klassen, die meisten Starter aufweisen, ergibt es sich dass eben die Sieger aus den kleineren Klassen die meisten Punkte einfahren können. Somit kann Manthey immer die SP9 und den Wertungslauf entscheiden, aber für den Gesamtsieg fahren in der SP9 zu wenig Autos rum um mehr Punkte durch den Sieg holen zu können.

Zu beachten ist jedoch eben auch, dass ein Team 2 Streichresultate hat und somit nur 8 Ergebnisse zählen, was dazu führt, dass Bonk Motorsport der Titel fast nicht mehr zu nehmen ist, wenn sie ihre Klasse die SP3 wieder gewinnen. Aus diesem Grund ist eben auch Black Falcon mit den momentan noch 1. der Gesamtwertung in diese Klasse gewechselt um ihnen dort die Punkte direkt streitig machen zu können.

Interessante und sehenswerte Autos gibt es aber nicht nur in der großen SP9, sondern auch in kleineren Klassen wie den BMW M1 in der H4, sondern auch den SLS GT 3 in der E1-XP, oder den neuen Audi TTRS welcher in der SP4T debütieren wird und natürlich der berühmte Opel Manta.
Aber ich fange mal mit den Favoriten auf den Gesamtsieg an, und das dürften vor allem die beiden top besetzten Porsche 911 GT3 R von Manthey Racing sein. So werden Lance David Arnold/Christian Menzel/Richard Westbrook den Haribo Porsche mit der Startnummer #88 pilotieren, während “Der Dicke” #114 von Timo Bernhard/Lucas Luhr/Arno Klasen(welcher dieses Jahr einen großen Sprung gemacht hat) gesteuert wird.
Daneben gibt es weitere sehr gut besetzte 911 GT3 R, wie den Wochenspiegel Porsche oder den Wodka Porsche mit der starken Besetzung Arne Hahne/Jochen Krumbach/Marc Gindorf.
Frikadelli Racing tritt nicht mit dem GT3 Ran, genauso wie der 911 GT3 R von Mamerow welcher aufgrund diverser Streitigkeiten mit Porsche schon seit ein paar Rennen nicht mehr zum Einsatz kommt wobei Chris Mamerow wieder einen Platz gefunden hat. Dafür fährt das Team um Sabine Schmitz laut Nennliste mit dem betagten 911 GT3 RSR. Das verstehe ich nun aber ehrlich gesagt nicht so ganz…

So aber nun genug über die Porsche geschrieben, es gibt ja vorne noch jede Menge andere gute Autos.
So sollte man auf jeden Fall den Phoenix R8 #99 mit Frank Stippler und Marc Basseng im Auge behalten, welcher nach den der neuen BoP Einstufung durch die VLN 25 Kg ausladen darf, was eine höchst fragwürdige Entscheidung ist, wenn man bendenkt dass mit Einführung der GT3 die 8:30 min als max. Zeit ausgegeben wurden und der Audi im Zeittraining eine 8:09 gefahren ist. Ebenso wie die 3 Z4 GT3, wovon 2 von Schubert Motorsport und 1 von Dörr Motorsport eingesetzt werden. So sitzen auf der #92 keine geringeren als Jörg Müller und Dirk Adorf welche es sicher fliegen lassen werden. Auch sollte man den Dörr Z4 nicht vergessen, braucht sich die Besetzung Rudi Adams/Stefan Aust/Peter Posavac auch nicht gerade verstecken.

Kommen wir nun zum Mercedes SLS GT3 AMG, welcher ja schon beim letzten Lauf sein Debüt feierte und aufgrund fehlender GT3 Homologation in der E1-XP startet.
Ich hab ja schon angedeutet, dass Mamerow nicht mit dem 911 GT3 R startet, denn Mercedes setzt unter ihrem Banner einen von 2 SLS GT3 AMG mit der Startnummer 739 ein, welcher von Chris Mamerow und Bern Schneider gesteuert wird. Der 2. SLS AMG GT3 wird dagegen von Christopher Haase und Thomas Jäger mit der Startnummer 738 gesteuert welcher unter der Nennung von Black Falcon startet. Dort scheint man vor allem mit der Zuverlässigkeit des Audi R8 nicht zufrieden zu sein und überlegt wohl für nächstes Jahr auch auf den SLS GT3 AMG umzusteigen.
Verwunderlich ist der Einsatz von Mamerow auf dem SLS GT3 nicht, denn es gibt ja schon lange anhaltende Gerüchte dass man mit Porsche und ihrer Politik den Teams gegenüber höchst unzufrieden ist und man daher gerne wechseln würde. Mich würde es daher nicht wundern wenn das nicht der letzte Einsatz eines SLS GT3 für sie ist.

Es fehlen leider die beiden Vipers von Mintgen Vulkan (SP9) und von TITUS (SP12), welche sicher noch mehr Abwechslung gebracht hätten ebenso wie die MAOM Corvette mit Christian Hohenadel.

Auch sollte man immer ein Auge auf die Cup-Porsche werfen, denn diese liefern sich oft bis zum Schluss enge Kämpfe und wenn es etwas länger regnet und feucht bleibt sind diese Autos mit einem guten Piloten auch eine sehr Basis um die großen Autos ordentlich zu ärgern und das traue ich auch besonders dem Land Porsche mit der #672 und der Besetzung Dzikevic Andzej/Roland Botor zu und ich freue mich dass Land Motorsport seit geraumer Zeit wieder Rennen auf der Nordschleife fährt.

Ein weiteres Auto wird bei diesem Rennen seine Premiere feiern, nämlich der Audi TT RS, eingesetzt von Raeder Motorsport mit Chrsitoper Mies/Christoph Breuer/Marc Hennerici. Man darf gespannt sein was die Leute, welche damit in der SP4T starten alles erreichen können.

Aber eines der Highlight ist sicher auch der legendäre BMW M1 welcher von Achim und Peter Heinrich gesteuert wird und in der Klasse H4 startet und dabei aber immer noch sehr flott unterwegs ist, was ihre schnellste Runde aus dem letzten Rennen mit einer Zeit von 9:12.194 eindrucksvoll unterstreicht.

Zur Strecke noch kurz was:
Gefahren wird die Variante aus Nordschleife, Mercedes Arena und Kurzanbindung (DTM-Version), bevor es dann kurz vor der Zielkurve der GP-Strecke nach link auf die Norschleife geht.
Diese Variante ist ca. 23,8 km lang und damit gute 20 sek. langsamer als die lange Variante welche beim 24H Rennen befahren wird (“Hacker-Ecke”, Mühlenbachschleife), da mann dort den Platz der Mercedes Arena für das Fahrerlager braucht.
Die Rennen selber sind gewöhnlich über eine Distanz von 4 Stunden angesetzt auch wenn der Namen etwas anderes vermuten lässt, bis auf das ADAC Ruhr-Pokal-Rennen welches 6 Stunden dauert.

Gestartet werden die Rennen immer um 12:00 Uhr nach dem das Zeittraining von 8:30 Uhr bis 10:00 läuft.
VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis punktematrix VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis

September 01 2010

06:30

Ferner liefen: Die Newshappen

# Der GP von Korea hängt immer noch ziemlich in der Schwebe. Zwar soll diese Woche Karun Chandhok eine Testrunde mit einem Red Bull Auto auf der Strecke drehen, Quellen von der FIA sprechen aber gegenüber Adam Cooper davon, dass diese geplante Veranstaltung ihnen nicht vorstellbar erscheint. Auch die Veranstalter haben sich Anfang der Woche mal wieder zu Wort gemeldet, mit der freudigen Meldung, dass die Strecke nun “zu 90% fertig gestellt” sei – was man darunter zu verstehen hat, wird allerdings nicht erklärt. Außerdem wurden ein paar Fotos veröffentlicht, die den Baufortschritt belegen sollen. Dass es sich dabei lediglich um Bildern von Gebäuden, nicht aber von der Strecke selbst handelt, stimmt allerdings nicht gerade zuversichtlich. Klar verpasst hat das “Korea International Circuit” jedenfalls die Frist von 90 Tagen vor dem Rennen, die die FIA an sich bei neuen Strecke für die finale Inspektion vorschriebt. Sollte das Rennen nicht stattfinden können, steht jedenfalls auch die Ausgabe von 2011 auf dem Spiel – denn die Regeln der FIA besagen, dass auch Rennstrecken, die kurzfristig Rennen absagen aus Strafgründen auch im folgenden Jahr nicht gefahren werden darf. [Vorsicht]


# Sollte es mit Korea in Folge gar nichts mehr werden, steht jedenfalls schon ein weiterer potentieller Austragungsort vor der Tür: Bulgarien. Die lokale Tageszeitung Standart News soll wohl berichtet haben, dass sich das Land mit den Besitzern der Strecke in Abu Dhabi auf ein Abkommen geeinigt habe. Demnach soll der bulgarische Staat ein Stück Land auf dem Gebiet eines ehemaligen Militärflugplatzes zur Verfügung stellen, auf der die Abu Dhabi-Betreiberfirma dann eine Strecke bauen würden. Bereits 2012, spätestens aber 2013 könnte demnach schon der erste GP stattfinden, der das motorsportnahe Image Bulgariens mit der Streckenbaukunst Abu Dhabis vereint. [Vorsicht]

# Nach den starken Beschränkungen der vergangenen Jahr gab es bei der FOTA Diskussionen, den Formel 1-Teams im kommenden Jahr wieder etwas mehr Testfahrten erlauben. Präsident Martin Whitmarsh wurde dahingehend zitiert, dass man sich wohl auf sechs Testsessions im kommenden Winter geeinigt hat. Bei zwei davon handelt es sich um den Young Driver Test sowie den Pirelli-Test, die beide zum Ende dieser Saison über die Bühne gehen sollen, einer weiterer Test sollte demnach unmittelbar vor Beginn der Saison 2011 in Bahrain stattfinden.  Autosport meldet dementgegen allerdings, dass alles beim Alten bleiben soll: 15 Testtage an vier verschiedenen Terminen. Kleine Änderung: Der letzte Testtermin soll wohl tatsächlich vor dem Rennen an der Strecke in Bahrain stattfinden. [Vorsicht]

# Lucas di Grassi scheint bei Virgin nicht sooo schlecht zu verdienen. Er hat sich gerade in das GP3 Team von Addax eingekauft. [Don]

# Es ist ein japanischer Trailer des kommenden Films über Ayrton Senna aufgetaucht. Warum erst auf japanisch? Senna wird in Japan weiterhin wie ein Halbgott verehrt, der Film scheint dort auch zu erst zu starten. (Via NobleF1) [Don]

# Der unzerstörbare Paul Tracy kehrt wieder in die Indycar Series zurück, und zwar im Dreyer & Reinbold-Auto des leider nicht unzerstörbaren Mike Conway. Wie indycar.com meldet, gilt der Vertrag für die kommenden beiden Rennen in Kentuky und Motegi – zum Saisonfinale könnte demnach vielleicht Conway wieder sein Comeback feiern. [Vorsicht]

# Die ADAC GT Masters werden auch 2011 live auf Kabel 1 übertragen. Wie aus einer am Wochenende veröffentlichen Pressemeldung hervorgeht, gibt es auch bereits einen provisorischen Kalender für die Deutsche Sportwagen-Serie. Dieser umfasst acht Rennen – eines mehr, als in dieser Saison. Neu sind zwei zusätzliche Auslandsauftritte in Zolder sowie am renovierten Österreich-Ring – weichen musste dafür der zweite Auftritt Oschersleben. [Vorsicht]

# Die ALMS hatte geplant, im nächsten Jahr ein Rennen auf einem Stadtkurs in Oklahoma City zu fahren. Das wird aber nicht passieren, die Stadtverwaltung hat sich dagegen entschieden. [Don]

# Rästelraten um den nächstjährigen Sponsor von Jeff Gordon. Sein bisheriger Geldgeber, Dupont, der seit 1994 dabei ist, schränkt sein Engagement ab 2011 etwas ein und sponsort nur noch wenige Rennen. Stattdessen sollte, so die Gerüchteküche, Walmart einsteigen. Der Einzelhandelsgigant bastelt seit ein paar Jahren an einem neuen Image. Weg vom Ausbeuter/Billigheimer, hin zu etwas mehr Qualität. Die Ehe NASCAR/Walmart würde eigentlich gut passen, aber offenbar wird die erst einmal nicht zu Stande kommen. Laut Jayski hat Walmart ein Sponsoring der #24 abgelehnt. [Don]

# Die DTM hat mal wieder eine Idee, die einen fassungslos macht. Die dazu gehörige Pressemitteilung ist… ach, lest einfach selbst: ” [...] Der neunte DTM-Lauf auf dem Hockenheimring am 17. Oktober wird auf einer um ca. 20 Prozent gekürzten Streckenvariante ausgetragen. Eigens dafür werden die Rennstrecken-Verantwortlichen den notwendigen Umbau vor der Mercedes-Benz-Tribüne in die Wege leiten und vom DMSB abnehmen lassen. Die Spitzkehre des GP-Kurses wird in der modifizierten Variante ausgelassen, dafür werden die DTM-Fahrzeuge knapp 400 Meter vorher in der Parabolika zwei Mal scharf nach rechts in Richtung Motodrom abbiegen. [...] Eine 20 Prozent kürzere Strecke bedeutet für die Fans auch mehr Action. Durch das veränderte Layout kommen die DTM-Piloten in ihren Boliden auch rund 20 Prozent häufiger an den Fans vorbei und haben somit öfter die Möglichkeit, die Konkurrenten vor der neugestalteten Doppelkurve auszubremsen.” Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Verkürzung die Überholmanöver noch mehr reduzieren wird, weil man auf dem kurzen Stück der Geraden keine Möglichkeit mehr hat, sich anzusagen. Aber – hey – 20% mehr Runden! [Don]

# Heute vor genau 25 Jahren verstarb Stefan Bellof bei seinem schrecklichen Unfall in Spa. Ich kann mich noch sehr genau daran erinnern, dass ich die Meldung von seinem Tod im Radio hörte und vollkommen schockiert war. Erst Manfred Winkelhock, dann Stefan Bellof. Es war das “schwarze Jahr” des deutschen Motorsport, nachdem zwei Jahre zuvor auch schon Rolf Stommelen verstorben war. Winkelhocks Tod war schon ein schwerer Schlag, aber die Meldung von Bellof riss vielen Fans den Boden unter den Füssen weg. Er galt als das Talent in Deutschland, einer, der er es nach Graf Berghe von Trips in der Formel Eins endlich wieder ganz nach vorne bringen würde. Seine beiden Jahren bei Tyrell (1984 und 85) waren eher zäh, aber in dem wirklich schlechten Chassis zeigte er immer, was er drauf hatte. Unvergessen sein Wahnsinnsrennen 1984 in Monte Carlo, als er im strömenden Regen auf Platz 3 landete (Dieses und alle anderen Resultate wurden Tyrell am Ende der Saison aberkannt, weil man mit dem Gewicht getrickst hatte). Die 85er Saison lief auch gut, ein vierter Platz in Detroit war dabei, und das noch mit einem Saugmotor. Angeblich hatte Ferrari Interesse daran, den Deutschen für die Saison 1986 zu verpflichten. Weil er bei Tyrell nichts verdiente und weil er dazu Lust hatte, startete er nebenbei in der Sportwagenweltmeisterschaft. Es gibt eine ganz interessante Doku, die neulich im Hessischen Rundfunk lief. Die ist noch ein paar Tage in der Mediathek abrufbar. Dazu unten den Sonntag (29.8.) auswählen und dann die Bellof Doku. [Don]

August 16 2010

02:40

Analyse: ADAC GT Masters in der Lausitz

Weder im Regen am Samstag, noch bei blauem Himmel am Sonntag konnte einer der Konkurrenten etwas gegen Peter Kox und Albert Prinz von Thurn und Taxis im Reiter-Lamborghini ausrichten.

Albert von Thurn und Taxis hatte die Pole fürs Samstagsrennen geholt, Peter Kox die für das am Sonntag, nach dem mäßigen Assen-Wochenende von den lästigen Erfolgsgewichten erlöst konnten die beiden zunächst völlig frei auffahren. Im nassen Rennen 1 münzte der Fürst die Pole in eine Führung um, die die beiden bis zum Rennende nicht mehr abgeben sollten. Luca Ludwig und Christopher Mies, die in der Meisterschaft die ärgsten Verfolger des Reiter-Duos sind, konnten mit ihrem um 50kg schwereren Audi mithalten, am Ende gewann Kox nur deshalb mit „nur“ knapp neun Sekunden Vorsprung, weil er schon früh das Tempo herausnahm und auf leicht abtrocknender Strecke die Regenreifen schonte.

Das Mühlner-Team, für das Tim Bergmeister noch im Meisterschaftsrennen war, schickte dessen Teamkollegen Frank Schmickler für die zweite Rennhälfte mit Slicks zurück auf die Bahn, was sich als Fehlgriff erwies, man blieb punktelos. Überhaupt war das Rennen für Porsche ein Desaster, bester 911er war das a-workx/Wieth-Auto mit Asch/Kentenich auf Platz 9, während die Audi-Phalanx die Ränge 2 bis 6 vor den Callaway-Corvettes einfuhr.

Kurios: nach Ablauf des Boxenstoppfensters schien es zunächst so, als müssten neun Fahrzeuge wegen Unterschreitens der Boxenstopp-Mindestzeit eine Durchfahrtsstrafe antreten. Diese wurden aber noch während des Rennens wieder zurückgenommen, da es sich um ein Problem mit den Zeitschleifen handelte (wie man mir freundlicherweise a

August 13 2010

16:00

Sportwagen: ADAC GT Masters und British GT Championship

Wenig los diese Woche auf den Rennstrecken dieser Welt, daher bleibt neben der üblichen GT Masters-Vorschau heute auch mal Zeit für einen kurzen Blick über den Kanal auf die britische GT-Meisterschaft.

Die ADAC GT Masters kehren nach dem Ausflug in die Niederlande nach Deutschland zurück, Rennwochenende 5 von 7 wird auf dem EuroSpeedway Lausitz ausgetragen. man wird vermutlich wie 2009 die aktuelle DTM-Variante nutzen, auch wenn auf der ADAC Masters Weekend-Homepage</a> der alte, lange Infield-Kurs angegeben ist und die Skizze auf der <a href=" http:="" plugins="" target="\" wordpress="" wordpress-feed-statistics="" wp-content="">SRO-GT Masters-Seite gar die Langstreckenvariante mit Testoval zeigt (was natürlich schlichtweg absurd ist). So oder so, die vielen engen Kurven im flachen Infield lassen sich charakteristisch am ehesten mit dem Kurs in Oschersleben vergleichen, wo im April der Saisonauftakt stattfand. Dort waren die Porsche der Teams Mühlner und a-workx sehr stark.

Das Kräfteverhältnis hat sich im Laufe der Saison aber von Rennen zu Rennen verschoben, vor allem natürlich beeinflusst durch die Platzierungsgewichte. Da haben dieses Mal die beiden Abt-Audis nach den starken Auftritten in Assen am meisten zu schleppen: 40kg für Ludwig/Mies und 30kg für Klingmann/Giermaziak. Bei Hammel/Johansson im Pole Promotion-Audi sind es noch 20kg, 10kg sind es für Bert/Karlhofer in der Callaway-Corvette.

Spannend ist vor allem die Frage, ob die Audi R8-Flotte trotz dieser Platzierungsgewichte wieder so stark sein wird wie in Assen, wo man ihnen vorher einige der zu Jahresbeginn aufgebürdeten Balance of Performance-Einschränkungen wieder erlassen hatte.

Mit den bereits genannten Porsche-Teams sollte auch wieder zu rechnen sein, wobei sich hier noch eine Änderung ergeben hat: für Mühlner sollten eigentlich die beiden Bergmeister-Brüder in der #10 und Frank Schmickler mit einem noch zu nennende Fahrer in der #12 antreten, doch kürzlich verkündete die Mannschaft a

August 12 2010

07:02

F3 Euro Serie: Das Aus für die Serie?

Sie war lange das Aushängeschild des deutschen Motorsports. Wer hier Meister wurde, der konnte es weit bringen. Jetzt ist die Serie so gut wie tot.

Ryan Briscoe, Jamie Green, Lewis Hamilton, Paul di Resta, Romain Grosjean, Nico Hülkenberg und Jules Bianchi. Das sind die Namen der Meister, die die F3 Euro Serie seit 2003 hervor gebracht hat. Es finden sich noch viele anderen Namen in den alten Starterlisten, darunter Robert Kubica, Nico Rosberg oder Sebastian Vettel. Die aus der deutschen und französischen F3 Serie hervorgegangene Euro Serie hatte sich Windeseile ganz als Nachwuchsserie Nummer 1 platziert. Wer auch nur in die Nähe der Formel Eins wollte, der musste die Serie gewinnen. Wer regelmäßig nicht aufs Podium kam, der konnte gleich nach Hause gehen. 2008 hatte die Serie sage und schreibe 10 feste Teams und 30 Fahrer aus 14 Nationen kamen in die Wertung. In diesem Jahr bekommt man mit Mühe und Not gerade mal 10 bis 14 Fahrer pro Rennen zusammen. Und die Teams überlegen laut, in die britische F3 Serie zu wechseln. Was ist da passiert?

Fast hätte es die F3 Serie geschafft. Bis 2008 hatte sie den Markt im Griff. Wer wollte schon in der spanischen, italienischen oder britischen F3 unterwegs sein, wenn sich die internationale Aufmerksamkeit allein auf die F3 Euro Serie konzentrierte? Für einen Moment sah es so aus, als könnte die Euro Serie, die vom DMSB veranstaltet und von der ITR mit vermarktet wird, alle anderen Serien verdrängen. Und doch brach 2010 alles zusammen. Die Gründe dafür sind vielfältig:

1. Konkurrenz
Es gibt eine wahre Flut von Nachwuchsserien. Renault erlaubt sich den Luxus einer zweistufigen Serie (World Series by Renault in zwei Klassen), dann gibt es die britische F3, Formel 2 und die GP3. Ein kurzer Blick auf die Serien:

- Die britische F3 hat, trotz aller Vermarktungsprobleme, und obwohl sie kaum im Fernsehen läuft, durchgehalten und der britische Motorsport gilt noch immer als “die” Schule für Nachwuchspiloten. Man hat vorne ein schmales Starterfeld, füllt aber mit der “National Class” auf, eine Nachwuchsserie in der F3. Allerdings – meist kommt nur der Meister weiter. Weiterer Nachteil: Man fährt bis auf Spa und Hockenheim nur in England.

- Die WSbR lebt allein von der Unterstützung durch Renault, hat sich aber, auch dank des guten TV-Deals mit Eurosport, gut etabliert. Die Fahrer werden gezielt an die GP2 herangeführt, viele wechseln oft zwischen der WSbR und der GP3 hin und her. Man befährt viele Formel Eins Strecken.

- Die Formel 2 ist eine Idee von Max Mosley, der eine billige Einstiegsserie haben wollte. Vermutlich hat er sich an seine eigene Zeit als Teambesitzer (March) erinnert. Die Serie ist wirklich billig (250.000 Euro/Saison), hat aber das Problem, dass sie als unfallträchtig gilt (Henry Surtees) und bis jetzt noch keinen “echten” Neuling hervor gebracht. Der letztjährigee Meister, Andy Soucek, geht nicht mehr als “Rookie” durch. Dieses Jahr sieht es mit Dean Stoneman und Joylen Palmer besser aus. Weiterer Vorteil: Man fährt parallel zu WTCC.

- Die GP3 ist eine Kopfgeburt von Bernie Ecclestone, der der von der FIA kontrollierten Formel 2 etwas entgegensetzen wollte. Die erste Saison läuft auch, trotz der Anbindung an die Formel 1, etwas schleppend, weil sie faktisch kaum im Fernsehen zu sehen ist.

Gegen alle diese Serie muss die Euro Serie ankommen. Der Start im Rahmen der DTM ist sicher nicht schlecht, aber die Serie leidet zum einen unter der fehlenden Internationalität der DTM. Im Grunde ist sie eine kleine deutsche Serie, die nicht mehr und nicht weniger international ist, als die britische F3. Dagegen sind die F2, die WSbR und die GP3 auf deutlich anderen Kursen unterwegs.

2. Vermarktung

Wieder der Vergleich:

- Die britische F3 wird miserabel vermarktet. Sie findet im Rahmen der British GT statt, eine Serie, die zum Beispiel der ADAC GT Masters nicht im entferntesten das Wasser reichen kann. Selbst die Dutch Supercar oder die BelCar scheinen erfolgreicher zu sein. Auch wird sie nicht live im Fernsehen übertragen, es gibt nur Aufzeichnungen auf MotorsTV. Dennoch parkt zum Beispiel Red Bull mindestens einen Fahrer weiterhin in England. Eine Vermarktung im social media Bereich findet nicht statt.

- Die WSbR hat Renault und einen Deal mit Eurosport. Mehr braucht es ja fast nicht mehr. Ansonsten macht man wenig. Die Facebook Seite ist miserabel gepfelgt (letztes Update Anfang Juli). Manchmal wundere ich mich, dass es die Serie überhaupt noch gibt, aber Renault nutzt sie wohl nur zu Marketingzwecken. Deswegen ist bei den Rennen der Eintritt auch immer frei.

- Die GP3 findet im Rahmen der Formel Eins statt, was ihr sehr viel Aufmerksamkeit beschert. Zwar gibt es (zumindest in Deutschland) keine Live-Übertragung, aber das braucht sie auch nicht unbedingt. Ecclestone hat die Serie bewusst ins Paddock zur GP2 gepackt, damit Synergien entstehen. Sowohl zwischen den Teams als auch zwischen Fahrern und Sponsoren. Zusätzlich wird sie per Facebook und Twitter verteilt.

- Die Formel 2 hat einen Deal mit Eurosport, die die Serie auch übertragen. Die Präsenz bei den WTCC-Rennen bringt zwar wenig Synergieeffekte für die Teams, da die Tourenwagen aber bei der FIA eine große Rolle spielen, sorgt die FIA dafür, dass die Formel 2 vernünftig eingebunden wird. So startet sie nicht morgens unter ferner liefen wie die GP3 und manchmal die F3 Euro, sondern meist gegen Mittag zwischen den WTCC-Läufen. Das bringt ihr die maximale Aufmerksamkeit. Sie sind auf Twitter zu finden, da werden aber nur Links auf die Webseite gepostet.

Die F3 Euro hat eigentlich keine schlechte Vermarktung. Oberflächlich gesehen zumindest besser als die britische F3. Sie wird live gezeigt, dazu Aufzeichnungen auf Sport1 und DMAX. Aber gegen die F2 und die WSbR kommt man nicht an. Richtig gut zu sehen war die Serie aber selbst zu ihren besten Zeiten in Deutschland auch nicht, da sie nur auf sky gezeigt wurde. Da hat man jetzt durchaus mehr erreicht. Zwar hat man auch eine überraschend gut gepflegte Facebookseite, auf Twitter war die Serie aber nicht zu finden.

Im Vermarktungsbereich muss sich die Serie nicht verstecken. Die TV-Präsenz ist für eine kleine Feeder-Serie gut. Auch die Pressearbeit kann sich sehen lassen.

3. Kosten

Um einen vernünftigen Vergleich anzustellen, reichen meine Zahlen nicht. Wie üblich sind Zahlen, was etwas kostet, schwer zu bekommen, die Teams halten ihre Budgets meist unter Verschluss. Aber man weiß dann ungefähr folgende Summen, die man braucht, um vorne mit dabei zu sein.

- Britische F3 ca. 300.000 Euro
- WSbR: in der 2 Liter Klasse um die 250.000, die 3.5 Liter weiß ich nicht
- F2: 250.000 Euro
- GP3: Nicht bekannt, sponsored by Bernie
- F3 Euro: Zwischen 750.000 und 1.000.000 Euro

Und da liegt wohl das Hauptproblem der Serie, sie ist schlicht und einfach zu teuer. Warum die Serie im Vergleich zu anderen so exorbitant teuer ist, ist schwer zu sagen, da man am Chassis wenig verändert hat. Vom Reglement her versucht man, die Kosten zu reduzieren, allerdings kann man für verschiedene Strecken, verschiedene Chassis verwenden. Nur während einer Rennveranstaltung darf man kein Chassis-Wechsel vornehmen.

Tatsache ist aber, dass die Teams schon seit Jahren über die Kostenexplosion klagen und vonseiten des Veranstalters (DSMB und das frz. Pendant, die FFSA) nichts unternommen hat. Auch nach der Ankündigung der FIA, die F2 ins Leben zu rufen, wo die Kosten massiv begrenzt sind, tat sich bei den Regelhütern nichts. Eine fast sträfliche Unachtsamkeit, die spätesten seit dem Beginn der Wirtschaftskrise im September 2008 nicht angegangen wurde. Kein Wunder, dass sich Teams, Fahrer und Sponsoren nach anderen Möglichkeiten umgesehen haben.

Das Resultat kann man dieses Jahr sehen. Schlecht besetzt, kleines Starterfeld und Teams, die offen darüber diskutieren, ob ein Einsatz in der britischen F3 nicht mehr Sinn macht. Wenn man bedenkt, die schlecht die britische Serie in Sachen Vermarktung aufgestellt ist, kann man erkennen, wie miserabel die Stimmung bei den Teams sein muss.

Der DSMB zog am letzten Wochenende die Notbremse und setze sich mit den Teams an einen Tisch. Heraus kam eine Absichtserklärung der Teams für eine Vereinbarung, auch 2011 in der F3 Euro Serie zu starten. Bös ausgedrückt: eine nicht bindende Absichtserklärung für eine später zu erfolgende, andere Absichtserklärung mit den paar Teams, die jetzt noch unterwegs sind.

Noch wird die Serie von Mücke, ART, Signature und der Motopark Academy getragen. Wenn auch nur ein Team den Absprung macht, sieht es schlecht aus. Und ART hat in diesem Jahr schon einen Gaststart in den britischen F3 hingelegt. Wenn ART geht, könnten andere schnell folgen. Und deswegen versucht der DMSB die Serie zu retten.

Dafür müsste man allerdings auch Konzept vorlegen, wie die Kosten gesenkt werden können und wie man die Qualität der Serie wieder anheben kann. Allerdings – offiziell gibt es kein Konzept. Zwar haben VW und Mercedes als Motorlieferanten ein hohes Interesse am Erhalt der Serie, aber letztlich liefert man die Motoren europaweit aus. Der Verlust der im Moment wenigen Wagen aus der Euro Serie stellt kein großes finanzielles Risiko da. Für eine Rettung der Serie ist es noch nicht zu spät, angesichts der fortgeschrittenen Saison und den schon laufenden Planungen der Teams für 2011, die ihre Budgets bis zum Winter durchhaben wollen, wird die Zeit aber mächtig eng.

Die goldenen Zeiten, als man in Europa praktisch Alleinherrscher war, sind aber vorbei. Sollte die britische F3 weiter so gut laufen und neue Teams anziehen, dürfte es auch nicht mehr lange dauern, bis sie wieder live im Fernsehen zu sehen ist und dann wird es für die F3 Euro richtig eng. Die F3 Euro Serie hat zu lange von ihrem Ruf legt und die aufkommende Konkurrenz zu lange ignoriert. Der Schaden scheint fast irreparabel.

Anmerkung: Ich habe die ADAC F3 Serie nicht mit in die Liste aufgenommen, weil sie bisher keine Konkurrenz zu den erwähnten Serien darstellt.

July 16 2010

15:00

Sportwagen-Vorschau: LMS in Portimao, GT Masters in Assen und Grand-Am in New Jersey

Die Le Mans Series startet mit stark ausgedünntem Feld in der Algarve in die Post-Le Mans-Phase, die GT Masters feiert ihr Bergfest beim einzigen Auslandsrennen in Assen und die Grand-Am tritt in New Jersey an.

Seit dem Rückzug von Peugeot und Audi als Vollzeit-Teilnehmer Anfang 2008 hat die Le Mans Series bei manchen Rennen das Problem, dass sie mit einem sehr dünnen Prototypen-Feld aufläuft. „Dünn“ hieß aber meist immer noch, dass so um die 40 Fahrzeuge am Start standen. In Portimao wird aber an diesem Wochenende ein Negativrekord erreicht werden: 33 Teams haben sich für das Rennen gemeldet, zieht man die sieben Formula Le Mans-Fahrzeuge ab, bleiben noch 26 reguläre Entries. In der Post-24h-Phase wollen offenbar viele Teams den weiten Weg ins südliche Portugal nicht auf sich nehmen. Testen braucht man nicht mehr, manche leiden noch unter den Le Mans-Nachwirkungen (das Ginetta-Chassis der Mansells wird erst für Budapest wieder fahrbereit sein, Nigel selbst erst in Silverstone) und das liebe Geld dürfte sicher auch eine Rolle spielen.

So sind also nur vier LMP1-Fahrzeuge dabei: der Oreca-Peugeot 908 (Lapierre/Panis/Sarrazin) wird als einziger Diesel wohl wieder Favorit sein, auch wenn der ACO über eine Restriktor-Erweiterung von 4% den Nachteil der Benziner zu verringern versucht. Diese, namentlich der Signature-Aston Martin (Ragues/Mailleux/Ickx) und die zwei Rebellion-Lolas (Jani/Prost und Belicchi/Boullion) scheinen im ersten freien Training aber trotzdem noch über 1,5 Sekunden weg zu sein, werden sich also um die Podestplätze streitem, der vierte ist dabei der Dumme.

Unter den acht LMP2-Fahrzeugen nimmt Quifel-ASM eine Sonderstellung ein: für das in Lissabon stationierte Team von António Simões und den Piloten Miguel Amaral (weniger für seinen französischen Kollegen Olivier Pla) ist der Algarve-Lauf das Heimrennen – entsprechend motiviert wird die Mannschaft sein. Die stärkste Konkurrenz dürfte aus dem Hause Strakka sowie von den beiden OAK-Pescarolos und dem RML-Lola (neu dabei: Ben Collins, der Erfahrung aus V8 Supercars-Ausdauerrennen hat) kommen. Bruichladdich und Pegasus (wieder mit dem Oreca-Chassis statt dem neuen Norma) sind auch dabei, die deutsche Kruse-Schiller-Mannschaft hat kurzfristig zurückgezogen.

Ab Ungarn wird es a  

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Schweinderl