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15:33

VLN: Vorschau 34. DMV 250-Meilen-Rennen

Die beiden letzten Rennen der VLN stehen im Oktober auf dem Plan. Es geht wie immer über die Nordschleife und wie immer ist das Rennen richtig lang. Ein Blick auf die Serie und die Protagonisten

Kurze Vorbemerkung: Die VLN? Im Racingblog? Aber sicher! Die Frage ist eher, warum sie es bisher nicht hier hin geschafft hat. Das hat natürlich etwas damit zu tun, dass man erst einmal einen Autor finden muss, der Lust dazu hat, an dieser Stelle über die VLN zu berichten. Den haben wir aber jetzt gefunden und für die meisten ist es ein alter Bekannter. “Flo aus N” ist aus dem Chat bekannt und dort auch, weil er Samstags immer mal wieder die VLN Rennen tickert. Dankenswerterweise übernimmt er erst einmal für die letzten beiden Rennen der VLN die Berichterstattung, bevor auch die VLN in den Winterschlaf fällt. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass wir die VLN auch 2011 weiter im Programm haben werden. Danke an Flo, dass er die Aufgabe übernommen hat! Don Dahlmann

Am Samstag den 16.10 geht die VLN (Veranstaltergemeinschaft Langstreckenpokal Nürburgring) in das vorletzte Rennen der Saison, bevor am 30.10 das Finale steigt. In der Meisterschaftswertung führen 2 Rennen vor Schluss Alexander Böhm/Carsten Knechtges/Leisen Philipp vor Christoph Breuer/Elmar Deegener/Jürgen Wolfahrt, gefolgt von Elmar Jurek. In der besten Ausgangslage befindet sich aber das Duo mit dem Z4 von Bonk Motorsport auf den Plätzen 8 & 9 (Mario Merten und Sylvester Wolf).
Natürlich werden sich jetzt einige denken “hä, wie kann denn das sein?” und “die Fahrer kenne ich ja gar nicht, denn die letzten Rennen wurden von Fahrern wie Timo Bernhard, Lance David Arnold oder Lucas Luhr gewonnen?” Das stimmt auch, jedoch hat die VLN ein sehr einzigartiges Wertungssystem, welches ich mal näher darstellen möchte.

Die VLN ist in 4 Divisionen unterteilt welcher sich wiederum in unzählige Klassen teilen. Das ganze ist dann wie folgt aufgebaut:

Division VLN Serienwagen: Hier fahren Serienwagen, welche einen Überrolkäfig besitzen und einen Sicherheitstank, aber von der Leistung, dem Antriebsstrang und dem Fahrwerk sowie der Karrose dem Serienzustand sehr ähneln und nicht so viele Modifikationen erlaubt. Ziel ist es den Teams einen Einsatz mit möglichst geringen Kosten zu ermöglichen. Die Fahrzeuge selber werden dann nach dem Hubraum in die verschiedenen Klassen eingeteilt, was wie folgt aussieht:

VLN Serienwagen V1 bis 1600 ccm
VLN Serienwagen V2 über 1600 ccm bis 1800 ccm
VLN Serienwagen V3 über 1800 ccm bis 2000 ccm
VLN Serienwagen V4 über 2000 ccm bis 2500 ccm
VLN Serienwagen V5 über 2500 ccm bis 3000 ccm
VLN Serienwagen V6 über 3000 ccm bis 3500 ccm
VLN Serienwagen V D (Diesel) bis 3500 ccm

Division VLN Specials: Dies sind Fahrzeuge welche umfassend modifiziert und umgebaut sind und sich schon optisch von den VLN Serienwagen unterscheiden. Dies umfasst Rennmotoren, Renngetriebe, eine stark veränderte Aerodynamik (Splitter, Heckflügel, Body-Kits, Spoiler). Jedoch darf man hier nicht alles verbauen und die Vorschriften sind für die einzelnen Klassen unterschiedlich. So ist es zum Beispiel nicht erlaubt dass in der Klasse SP7 der Heckflügel über den hintersten Punkt der Karroserie hinaus ragt oder dass man einen Air Restriktor oder Ladedruckbegrenzer einbauen muss.
Die Klassen selber unterteilen sich wie folgt:

VLN Specials 1 bis 1400 ccm
VLN Specials 2 über 1400 ccm bis 1750 ccm
VLN Specials 3 über 1750 ccm bis 2000 ccm
VLN Specials 4 über 2000 ccm bis 2500 ccm
VLN Specials 5 über 2500 ccm bis 3000 ccm
VLN Specials 6 über 3000 ccm bis 3500 ccm
VLN Specials 7 über 3500 ccm bis 4000 ccm
VLN Specials 8 über 4000 ccm bis 6250 ccm
VLN Specials 9 Fahrzeuge mit FIA GT3 Homologierung
VLN Specials 10 Fahrzeuge mit FIA GT4 Homologierung
VLN Specials 11 Alternative Kraftstoffe
VLN Specials 12 Gas- und Hybridfahrzeuge

Daneben gibt es noch Klassen für Fahrzeuge mit Turbomotoren:

VLN Specials 2T bis 1600 ccm mit Turbolader
VLN Specials 3T über 1600 ccm bis 2000 ccm mit Turbolader
VLN Specials 4T über 2000 ccm bis 2500 ccm mit Turbolader
VLN Specials 8T über 2500 ccm bis 4000 ccm mit Turbolader

VLN-D1T (Diesel) über 1750 ccm bis 2000 ccm
VLN-D2T (Diesel) über 2000 ccm bis 2500 ccm
VLN-D3T (Diesel) über 2500 ccm bis 3000 ccm
VLN-D4T (Diesel) über 3000 ccm bis 6000 ccm

Daneben gibt es noch die Sonderklasse E1-XP in welcher Fahrzeuge zugelassen werden die nicht in eine der bestehenden Klassen untergebracht werden können/wollen. Der BMW M3 GT2 fuhr hier die ersten 3 Rennen oder auch der 911 GT3 R Hybrid, sowie der SLS GT3, da dieser noch keine FIA GT3 Homologierung besitzt.

Zusätzlich gibt es 2 Cup-Klassen (Cup-Division), welche zum einen für die Renault Clio Cup ist und die 2te Cup Klasse für die Porsche 911 Cup (Baujahr 2006-2009 sowie Baujahr 2004) gedacht ist.

Damit auch die historischen Fahrzeuge mit den Baujahren 1996 oder älter auch fahren können wie der BMW M1, gibt es noch die H-Division mit ihren Klassen welche sich auch nach dem Hubraum unterscheiden:

Klasse H1 bis 2000ccm
Klasse H2 über 2000 ccm bis 2500 ccm
Klasse H3 über 2500 ccm bis 3000 ccm
Klasse H4 über 3000 ccm bis 6250 ccm

Insgesamt starten somit immer zwischen 170 und 210 Wagen und in jeder Klasse können Klassensiege geholt werden und diese werden mit Punkten vergütet. Dies geschieht aber nicht nach einem gängigen festen Verfahren, sondern errechnet sich aus einer Formel welche die Punkte in Abhängigkeit des Starterfeldes in der Klasse errechnet die wie folgt lautet: 10*(Starter +0,5 – Platzierung)/Starter
Dadurch ergibt sich dann folgende Punkteverteilung:

Das heißt ein Sieg in einer zahlenmässig stark besetzen Klasse ist mehr wert als ein Sieg in einer weniger stark besetzten Klasse.
Da vor allem kleinere Klassen wie die SP3, SP3T oder die V-Klassen, die meisten Starter aufweisen, ergibt es sich dass eben die Sieger aus den kleineren Klassen die meisten Punkte einfahren können. Somit kann Manthey immer die SP9 und den Wertungslauf entscheiden, aber für den Gesamtsieg fahren in der SP9 zu wenig Autos rum um mehr Punkte durch den Sieg holen zu können.

Zu beachten ist jedoch eben auch, dass ein Team 2 Streichresultate hat und somit nur 8 Ergebnisse zählen, was dazu führt, dass Bonk Motorsport der Titel fast nicht mehr zu nehmen ist, wenn sie ihre Klasse die SP3 wieder gewinnen. Aus diesem Grund ist eben auch Black Falcon mit den momentan noch 1. der Gesamtwertung in diese Klasse gewechselt um ihnen dort die Punkte direkt streitig machen zu können.

Interessante und sehenswerte Autos gibt es aber nicht nur in der großen SP9, sondern auch in kleineren Klassen wie den BMW M1 in der H4, sondern auch den SLS GT 3 in der E1-XP, oder den neuen Audi TTRS welcher in der SP4T debütieren wird und natürlich der berühmte Opel Manta.
Aber ich fange mal mit den Favoriten auf den Gesamtsieg an, und das dürften vor allem die beiden top besetzten Porsche 911 GT3 R von Manthey Racing sein. So werden Lance David Arnold/Christian Menzel/Richard Westbrook den Haribo Porsche mit der Startnummer #88 pilotieren, während “Der Dicke” #114 von Timo Bernhard/Lucas Luhr/Arno Klasen(welcher dieses Jahr einen großen Sprung gemacht hat) gesteuert wird.
Daneben gibt es weitere sehr gut besetzte 911 GT3 R, wie den Wochenspiegel Porsche oder den Wodka Porsche mit der starken Besetzung Arne Hahne/Jochen Krumbach/Marc Gindorf.
Frikadelli Racing tritt nicht mit dem GT3 Ran, genauso wie der 911 GT3 R von Mamerow welcher aufgrund diverser Streitigkeiten mit Porsche schon seit ein paar Rennen nicht mehr zum Einsatz kommt wobei Chris Mamerow wieder einen Platz gefunden hat. Dafür fährt das Team um Sabine Schmitz laut Nennliste mit dem betagten 911 GT3 RSR. Das verstehe ich nun aber ehrlich gesagt nicht so ganz…

So aber nun genug über die Porsche geschrieben, es gibt ja vorne noch jede Menge andere gute Autos.
So sollte man auf jeden Fall den Phoenix R8 #99 mit Frank Stippler und Marc Basseng im Auge behalten, welcher nach den der neuen BoP Einstufung durch die VLN 25 Kg ausladen darf, was eine höchst fragwürdige Entscheidung ist, wenn man bendenkt dass mit Einführung der GT3 die 8:30 min als max. Zeit ausgegeben wurden und der Audi im Zeittraining eine 8:09 gefahren ist. Ebenso wie die 3 Z4 GT3, wovon 2 von Schubert Motorsport und 1 von Dörr Motorsport eingesetzt werden. So sitzen auf der #92 keine geringeren als Jörg Müller und Dirk Adorf welche es sicher fliegen lassen werden. Auch sollte man den Dörr Z4 nicht vergessen, braucht sich die Besetzung Rudi Adams/Stefan Aust/Peter Posavac auch nicht gerade verstecken.

Kommen wir nun zum Mercedes SLS GT3 AMG, welcher ja schon beim letzten Lauf sein Debüt feierte und aufgrund fehlender GT3 Homologation in der E1-XP startet.
Ich hab ja schon angedeutet, dass Mamerow nicht mit dem 911 GT3 R startet, denn Mercedes setzt unter ihrem Banner einen von 2 SLS GT3 AMG mit der Startnummer 739 ein, welcher von Chris Mamerow und Bern Schneider gesteuert wird. Der 2. SLS AMG GT3 wird dagegen von Christopher Haase und Thomas Jäger mit der Startnummer 738 gesteuert welcher unter der Nennung von Black Falcon startet. Dort scheint man vor allem mit der Zuverlässigkeit des Audi R8 nicht zufrieden zu sein und überlegt wohl für nächstes Jahr auch auf den SLS GT3 AMG umzusteigen.
Verwunderlich ist der Einsatz von Mamerow auf dem SLS GT3 nicht, denn es gibt ja schon lange anhaltende Gerüchte dass man mit Porsche und ihrer Politik den Teams gegenüber höchst unzufrieden ist und man daher gerne wechseln würde. Mich würde es daher nicht wundern wenn das nicht der letzte Einsatz eines SLS GT3 für sie ist.

Es fehlen leider die beiden Vipers von Mintgen Vulkan (SP9) und von TITUS (SP12), welche sicher noch mehr Abwechslung gebracht hätten ebenso wie die MAOM Corvette mit Christian Hohenadel.

Auch sollte man immer ein Auge auf die Cup-Porsche werfen, denn diese liefern sich oft bis zum Schluss enge Kämpfe und wenn es etwas länger regnet und feucht bleibt sind diese Autos mit einem guten Piloten auch eine sehr Basis um die großen Autos ordentlich zu ärgern und das traue ich auch besonders dem Land Porsche mit der #672 und der Besetzung Dzikevic Andzej/Roland Botor zu und ich freue mich dass Land Motorsport seit geraumer Zeit wieder Rennen auf der Nordschleife fährt.

Ein weiteres Auto wird bei diesem Rennen seine Premiere feiern, nämlich der Audi TT RS, eingesetzt von Raeder Motorsport mit Chrsitoper Mies/Christoph Breuer/Marc Hennerici. Man darf gespannt sein was die Leute, welche damit in der SP4T starten alles erreichen können.

Aber eines der Highlight ist sicher auch der legendäre BMW M1 welcher von Achim und Peter Heinrich gesteuert wird und in der Klasse H4 startet und dabei aber immer noch sehr flott unterwegs ist, was ihre schnellste Runde aus dem letzten Rennen mit einer Zeit von 9:12.194 eindrucksvoll unterstreicht.

Zur Strecke noch kurz was:
Gefahren wird die Variante aus Nordschleife, Mercedes Arena und Kurzanbindung (DTM-Version), bevor es dann kurz vor der Zielkurve der GP-Strecke nach link auf die Norschleife geht.
Diese Variante ist ca. 23,8 km lang und damit gute 20 sek. langsamer als die lange Variante welche beim 24H Rennen befahren wird (“Hacker-Ecke”, Mühlenbachschleife), da mann dort den Platz der Mercedes Arena für das Fahrerlager braucht.
Die Rennen selber sind gewöhnlich über eine Distanz von 4 Stunden angesetzt auch wenn der Namen etwas anderes vermuten lässt, bis auf das ADAC Ruhr-Pokal-Rennen welches 6 Stunden dauert.

Gestartet werden die Rennen immer um 12:00 Uhr nach dem das Zeittraining von 8:30 Uhr bis 10:00 läuft.
VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis punktematrix VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2010, 42. ADAC Barbarossapreis

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