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06:30

Ferner liefen: Die Newshappen

# Der GP von Korea hängt immer noch ziemlich in der Schwebe. Zwar soll diese Woche Karun Chandhok eine Testrunde mit einem Red Bull Auto auf der Strecke drehen, Quellen von der FIA sprechen aber gegenüber Adam Cooper davon, dass diese geplante Veranstaltung ihnen nicht vorstellbar erscheint. Auch die Veranstalter haben sich Anfang der Woche mal wieder zu Wort gemeldet, mit der freudigen Meldung, dass die Strecke nun “zu 90% fertig gestellt” sei – was man darunter zu verstehen hat, wird allerdings nicht erklärt. Außerdem wurden ein paar Fotos veröffentlicht, die den Baufortschritt belegen sollen. Dass es sich dabei lediglich um Bildern von Gebäuden, nicht aber von der Strecke selbst handelt, stimmt allerdings nicht gerade zuversichtlich. Klar verpasst hat das “Korea International Circuit” jedenfalls die Frist von 90 Tagen vor dem Rennen, die die FIA an sich bei neuen Strecke für die finale Inspektion vorschriebt. Sollte das Rennen nicht stattfinden können, steht jedenfalls auch die Ausgabe von 2011 auf dem Spiel – denn die Regeln der FIA besagen, dass auch Rennstrecken, die kurzfristig Rennen absagen aus Strafgründen auch im folgenden Jahr nicht gefahren werden darf. [Vorsicht]


# Sollte es mit Korea in Folge gar nichts mehr werden, steht jedenfalls schon ein weiterer potentieller Austragungsort vor der Tür: Bulgarien. Die lokale Tageszeitung Standart News soll wohl berichtet haben, dass sich das Land mit den Besitzern der Strecke in Abu Dhabi auf ein Abkommen geeinigt habe. Demnach soll der bulgarische Staat ein Stück Land auf dem Gebiet eines ehemaligen Militärflugplatzes zur Verfügung stellen, auf der die Abu Dhabi-Betreiberfirma dann eine Strecke bauen würden. Bereits 2012, spätestens aber 2013 könnte demnach schon der erste GP stattfinden, der das motorsportnahe Image Bulgariens mit der Streckenbaukunst Abu Dhabis vereint. [Vorsicht]

# Nach den starken Beschränkungen der vergangenen Jahr gab es bei der FOTA Diskussionen, den Formel 1-Teams im kommenden Jahr wieder etwas mehr Testfahrten erlauben. Präsident Martin Whitmarsh wurde dahingehend zitiert, dass man sich wohl auf sechs Testsessions im kommenden Winter geeinigt hat. Bei zwei davon handelt es sich um den Young Driver Test sowie den Pirelli-Test, die beide zum Ende dieser Saison über die Bühne gehen sollen, einer weiterer Test sollte demnach unmittelbar vor Beginn der Saison 2011 in Bahrain stattfinden.  Autosport meldet dementgegen allerdings, dass alles beim Alten bleiben soll: 15 Testtage an vier verschiedenen Terminen. Kleine Änderung: Der letzte Testtermin soll wohl tatsächlich vor dem Rennen an der Strecke in Bahrain stattfinden. [Vorsicht]

# Lucas di Grassi scheint bei Virgin nicht sooo schlecht zu verdienen. Er hat sich gerade in das GP3 Team von Addax eingekauft. [Don]

# Es ist ein japanischer Trailer des kommenden Films über Ayrton Senna aufgetaucht. Warum erst auf japanisch? Senna wird in Japan weiterhin wie ein Halbgott verehrt, der Film scheint dort auch zu erst zu starten. (Via NobleF1) [Don]

# Der unzerstörbare Paul Tracy kehrt wieder in die Indycar Series zurück, und zwar im Dreyer & Reinbold-Auto des leider nicht unzerstörbaren Mike Conway. Wie indycar.com meldet, gilt der Vertrag für die kommenden beiden Rennen in Kentuky und Motegi – zum Saisonfinale könnte demnach vielleicht Conway wieder sein Comeback feiern. [Vorsicht]

# Die ADAC GT Masters werden auch 2011 live auf Kabel 1 übertragen. Wie aus einer am Wochenende veröffentlichen Pressemeldung hervorgeht, gibt es auch bereits einen provisorischen Kalender für die Deutsche Sportwagen-Serie. Dieser umfasst acht Rennen – eines mehr, als in dieser Saison. Neu sind zwei zusätzliche Auslandsauftritte in Zolder sowie am renovierten Österreich-Ring – weichen musste dafür der zweite Auftritt Oschersleben. [Vorsicht]

# Die ALMS hatte geplant, im nächsten Jahr ein Rennen auf einem Stadtkurs in Oklahoma City zu fahren. Das wird aber nicht passieren, die Stadtverwaltung hat sich dagegen entschieden. [Don]

# Rästelraten um den nächstjährigen Sponsor von Jeff Gordon. Sein bisheriger Geldgeber, Dupont, der seit 1994 dabei ist, schränkt sein Engagement ab 2011 etwas ein und sponsort nur noch wenige Rennen. Stattdessen sollte, so die Gerüchteküche, Walmart einsteigen. Der Einzelhandelsgigant bastelt seit ein paar Jahren an einem neuen Image. Weg vom Ausbeuter/Billigheimer, hin zu etwas mehr Qualität. Die Ehe NASCAR/Walmart würde eigentlich gut passen, aber offenbar wird die erst einmal nicht zu Stande kommen. Laut Jayski hat Walmart ein Sponsoring der #24 abgelehnt. [Don]

# Die DTM hat mal wieder eine Idee, die einen fassungslos macht. Die dazu gehörige Pressemitteilung ist… ach, lest einfach selbst: ” [...] Der neunte DTM-Lauf auf dem Hockenheimring am 17. Oktober wird auf einer um ca. 20 Prozent gekürzten Streckenvariante ausgetragen. Eigens dafür werden die Rennstrecken-Verantwortlichen den notwendigen Umbau vor der Mercedes-Benz-Tribüne in die Wege leiten und vom DMSB abnehmen lassen. Die Spitzkehre des GP-Kurses wird in der modifizierten Variante ausgelassen, dafür werden die DTM-Fahrzeuge knapp 400 Meter vorher in der Parabolika zwei Mal scharf nach rechts in Richtung Motodrom abbiegen. [...] Eine 20 Prozent kürzere Strecke bedeutet für die Fans auch mehr Action. Durch das veränderte Layout kommen die DTM-Piloten in ihren Boliden auch rund 20 Prozent häufiger an den Fans vorbei und haben somit öfter die Möglichkeit, die Konkurrenten vor der neugestalteten Doppelkurve auszubremsen.” Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Verkürzung die Überholmanöver noch mehr reduzieren wird, weil man auf dem kurzen Stück der Geraden keine Möglichkeit mehr hat, sich anzusagen. Aber – hey – 20% mehr Runden! [Don]

# Heute vor genau 25 Jahren verstarb Stefan Bellof bei seinem schrecklichen Unfall in Spa. Ich kann mich noch sehr genau daran erinnern, dass ich die Meldung von seinem Tod im Radio hörte und vollkommen schockiert war. Erst Manfred Winkelhock, dann Stefan Bellof. Es war das “schwarze Jahr” des deutschen Motorsport, nachdem zwei Jahre zuvor auch schon Rolf Stommelen verstorben war. Winkelhocks Tod war schon ein schwerer Schlag, aber die Meldung von Bellof riss vielen Fans den Boden unter den Füssen weg. Er galt als das Talent in Deutschland, einer, der er es nach Graf Berghe von Trips in der Formel Eins endlich wieder ganz nach vorne bringen würde. Seine beiden Jahren bei Tyrell (1984 und 85) waren eher zäh, aber in dem wirklich schlechten Chassis zeigte er immer, was er drauf hatte. Unvergessen sein Wahnsinnsrennen 1984 in Monte Carlo, als er im strömenden Regen auf Platz 3 landete (Dieses und alle anderen Resultate wurden Tyrell am Ende der Saison aberkannt, weil man mit dem Gewicht getrickst hatte). Die 85er Saison lief auch gut, ein vierter Platz in Detroit war dabei, und das noch mit einem Saugmotor. Angeblich hatte Ferrari Interesse daran, den Deutschen für die Saison 1986 zu verpflichten. Weil er bei Tyrell nichts verdiente und weil er dazu Lust hatte, startete er nebenbei in der Sportwagenweltmeisterschaft. Es gibt eine ganz interessante Doku, die neulich im Hessischen Rundfunk lief. Die ist noch ein paar Tage in der Mediathek abrufbar. Dazu unten den Sonntag (29.8.) auswählen und dann die Bellof Doku. [Don]

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Schweinderl