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08:00

ADAC GT Masters Nürburgring: Noch ist nichts entschieden

Zwei gute Rennen lieferte die ADAC GT Masters in der Eifel ab. Besonders das zweite Rennen bot nachdem zweiten Boxenstop viel Spannung. Wer die Möglichkeit hat, sich die letzten 30 Minuten noch anzuschauen, sollte dies unbedingt tun. Und die Meisterschaft ist immer noch offen.

Doch zunächst zum ersten Rennen: Matzke im Alpina BMW konnte seine Poleposition gleich in die Führung ummünzen. Ludwig hingegen hatte im Abt-Audi gleich eine Schrecksekunde, da er beim Start leicht berührt wurde, das Auto blieb jedoch zum Glück heil. Sein Gegner im Kampf um die Meisterschaft, der Reiter-Lamborghini lag auf Platz 9 hinter der Callaway-Corvette von Seiler und kämpfte um den letzten Punkteplatz.

Das Feld zog sich sich sehr weit auseinander, vorne konnte Matzke sich weit vom Rest des Feldes absetzen, um es vorweg zu nehmen: Der Alpina-BMW sollte diese Position bis zum Ende des Rennens nicht mehr hergeben und endlich den verdienten Sieg einfahren.

Währenddessen merkte man, was die “Balance of Performance” anrichtete: Der Lamborghini, von Thurn und Taxis pilotiert, kam mit seinen 50 Klilogramm Zusatzgewicht einfach nicht an der Callaway-Corvette vorbei. Beide Autos suchten als das Boxenstopfenster sich öffnete gleichzeitig die Box auf. Die Corvette kam zwar vor dem Lamborghini wieder raus, war aber nur 69, 2 Sekunden in der Box. 0,8 Sekunden zu kurz. Somit erledigte sich das Problem für den Lamborghini von alleine.

Nachdem Stops hatte sich das Feld jedoch zusammengeschoben. Zwar hatte der Alpina-BMW immer noch ordentlich Vorsprung, aber dahinter war es richtig eng. Der um die Meisterschaft kämpfende Abt-Audi mit Mies am Steuer konnte sich auf den zweiten Platz vorkämpfen. Viel schlimmer erging es seinem Konkurrentem, dem Reiter-Lamborghini, mittlerweile mit Peter Kox am Steuer. Der verpasste am Ende der Start-Ziel Geraden den Bremspunkt leicht und traf dadurch den gerade in die Kurve einlenkenden Audi von Herndlhofer. Damit war das Rennen für Beide beendet.

Dann wurde auch noch Tim Bergmeister von Klingmann  umgedreht und rutschte ins Gras, aus dem er mit seinem Porsche nicht mehr raus kam. Damit konnten er und Schmickler Ihre ohnehin schon geringen Meisterschaftschancen praktisch begraben. Letzendlich konnte Mies seinen zweiten Platz verteidigen und konnte somit den Rückstand auf den Reiter-Lamborghibi auf 8 Punkte verkürzen. 3. wurden Asch und Kentenich im Porsche. Das komplette Rennergebnis gibt es hier: http://www.gtmasters.org/results.php?event=6&season=2010&session=1.%20Rennen .

Die Corvette von Hannawald und Jaeger wurde zwar 6., bekam aber nachdem Rennen eine 30 Sekundenstrafe, wegen zu schnellem Fahren unter gelben Flaggen und wurde somit nur als 9. gewertet. Ebenfalls ein Nachspiel hatte das erste Rennen für die Führenden in der Meisterschaft: Der Reiter-Lamborghini hätte im zweiten Rennen eigentlich auf der Pole gestanden, wurde jedoch auf Grund der Kollision im ersten Rennen um 5 Plätze zurückversetzt. Aus meiner Sicht war das ein ganz normaler Rennunfall, aber die Rennleitung sah das wohl anders.

Das Rennen wurde unter drohendem Regen gestartet. Auf der Pole stand Hohenadel in der Corvette, der diese jedoch nicht in die Führung ummünzen konnte. Nach der ersten Runde führte wieder der Alpina-BMW, knapp gefolgt von der Corvette. Die beiden jagten sich bis zum Boxenstop in sehr geringem Abstand um den Kurs, der Rest des Feldes fiel jedoch weit zurück. Der Abt-Audi mit Mies am Steuer war nachdem Start 4., der Reiter-Lamborghini 6.

Die Corvette von Sven Hannawald und Thomas Jäger konnte sich sogar kurzfristig auf Platz 6 am Meisterschaftsführenden vorbei schieben, hatte dann jedoch ungewohnt technische Probleme und versank in den Tiefen des Feldes. Währenddessen drängte Bergmeister als Revanche fürs erste Rennen Klingmann bei einem Überholmanöver ins Gras, wofür er auch gleich die Schwarz-Weiße Flagge kassierte.

Peter Kox biss sich die Zähne an Ammermüller im Audi aus, davor lag immer noch Mies an 4. Position. Irgendwann wurde es Kox zu bunt und er packte die Brechstange aus und kam mit Berührung an Ammermüller vorbei. In der darauffolgenden Runde konnte er sogar Mies überholen und war somit Vierter.

Dann begannen die Boxenstops, vorne kam Wirth im Alpina BMW zuerst an die Box und übergab an Matzke. Eine Runde später kamen vorne alle anderen, so auch die beiden Titelanwärter, und die Corvette von Hohenadel, die jetzt Seiler übernahm. Dieser kam mit in etwa 5 Sekunden Vorsprung auf Grund einer kürzeren Stopzeit auf den Alpina BMW zurück auf die Strecke und konnte den Vorsprung zwischenzeitlich bis auf 7 Sekunden vergrößern, es sah nach einem sicheren Sieg für die Callaway-Corvette aus. Thurn und Taxis kam nachdem Stop als Vierter zurück auf die Strecke, vor ihm lag der Porsche von Kentenich. Der Lamborghini hätte um einiges schneller als der Porsche fahren können, kam aber einfach nicht vorbei.

Und dann kam der Regen zunächst ganz leicht, wodurch aber Kentenich sich in Kurve 1 leicht verbremste und somit Thurn und Taxis vorbei ziehen konnte. Der konnte es daraufhin nicht lassen Kentenich die Faust zu zeigen. Eine selten dämliche Aktion im Meisterschaftskampf, weil  er wohl deshalb nämlich die nächste Kurve verpasste , wodurch Kentenich wieder vorbei ging. Währenddessen konnte Titelkonkurrent Ludwig im Audi auf den Lamborghini aufschließen.

Der Regen wurde beständig stärker, und Ludwig kam mit den Verhältnissen nicht mehr gut klar und fiel auf den 7. Platz zurück. Aber auch Thurn Taxis hatte Probleme und musste seinen 4. Platz an Klingmann abgeben. Am härtesten traf es jedoch vorne Seiler der innerhalb von 2 Runden seine 7 Sekunden Vorsprung verlor, und seinen ersten Platz an Matzke abgeben musste. Somit gewann der Alpina BMW auch das zweite Rennen. Am Ende sollte es für die Callaway-Corvette sogar nur der dritte Platz werden, da Kentenich im Porsche sie auch noch überholte.

Thrun und Taxis lieferte sich mit Klingmann ein Duell um Platz 4 und drehte ihn um , was jedoch Ludwig widerrum nutze um Thurn und Taxis zu überholen. Am Ende konnte der Fürst jedoch in den letzten Kurven vor Start und Ziel wieder vorbei ziehen. Schmickler im Porsche kam noch vor Ihnen beiden auf Platz 4 ins Ziel. Hier das vollständige Rennergebnis: http://www.gtmasters.org/results.php?season=2010&event=6&session=2.%20Rennen .

Damit liegt der Reiter-Lamborghini nur noch 9 Punkte vor dem Abt-Audi, und wie schnell man ausscheiden kann, hat die Reiter-Truppe ja dieses Wochenende schon erfahren. In der Amateurwertung liegt Hannawald noch 10 Punkte vor Seiler. Dies alles verspricht ein spannendes Finale am 3. Oktober in Oschersleben.

Positives gibt von der Tv-Front zu berichten: Auch wenn die Quoten eher durchschnittlich waren, wird Kabel 1 die ADAC GT Masters auch nächstes Jahr live übertragen!

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Schweinderl