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17:03

NASCAR: Kyle Busch-Show beim Coca Cola 600

Kyle Busch sichert sich den Sieg im längsten Rennen der Saison und verteidigt seine Führung in der Fahrerwertung. Auch die Plätze zwei und drei gehen an Toyota.

Nach 600 Meilen und 400 Runden auf dem Oval von Charlotte stand der Sieger der 59. Auflage des Coca Cola 600 fest. Sein Name: Kyle Busch. Für den Toyota-Piloten war dies ein besonderer Sieg. Nach zahlreichen Erfolgen in Charlotte in den unteren NASCAR-Ligen gelang Busch in der Nacht von Sonntag auf Montag sein erster Cup-Sieg. Damit stellte der US-Amerikaner einen Rekord auf, da er auf jeder Strecke, auf der er bisher in seiner Cup-Karriere angetreten ist, gewonnen hat. Diesen Rekord hält Busch sicher bis zum Rennen auf dem Roval von Charlotte im Herbst.

Der Start in das Nachtrennen lief für den jüngeren Busch-Bruder zunächst alles andere als ideal, in der ersten Runde verlor er seine Führung an den neben ihn gestarteten Joey Logano. Nach wenigen Runden gewann Busch diese aber wieder zurück. Innerhalb der ersten 20 Umläufe fuhren auch Erik Jones und Danny Hamlin auf die Ränge zwei und drei vor. Auch Harvick war nach der ersten Gelbphase, ausgelöst durch einen Reifenschaden von Alstom Dillon, bereits in die Top-10 vorgefahren. Gestartet war der Stewart-Haas-Pilot auf Rang 39. Kurz vor Stage-Ende war es dann Harvick, der mit einem weiteren Reifenschaden für eine Rennunterbrechung sorgte. Brad Keselowski holte sich in der Box die Führung, verlor aber den Restart und fiel zurück. Am Ende gewann Busch das erste Rennsegement souverän vor Ryan Blaney und Kyle Larson.

Busch weiter dominant

Auch in der zweiten von vier Stages zeigte sich Busch dominant. Busch lies sich dabei auch nicht vom turbulenten Stageauftakt aus der Ruhe bringen. Zunächst traf William Byron die Mauer und in der Restartrunde Jimmie Johnson das Heck von Hamlin. Johnson drehte sich und kollidierte mit Logano. An der Spitze setzte sich Busch zur Halbzeit der Stage mit 4 Sekunden vom Feld ab und blieb bis zum Ende des Segments in Führung. Zweiter wurde Martin Truex Jr. vor Larson, Hamlin und Clint Bowyer. Auch die dritte Stage gewann Busch. Der Joe-Gibbs-Pilot gewann beide Restarts, nachdem zunächst Chris Busecker und später Larson abgeflogen waren. Kurz vor Stageende deutete alles auf ein Duell mit seinem Bruder Kurt Busch hin, dieser fiel aber noch hinter Jones und Kieslowski zurück und wurde am Ende Vierter.

Im vierten und letzten Segment setzte Kyle Busch seine Dominanz weiter fort, lediglich seiner Verfolger wechselten. Am ehesten war Truex in der Lage, seinem Markenkollegen zu folgen. Am Ende gewann Busch vor Truex und Hamlin. Keselwoski wurde vierter, Johnson kam überraschend auf Rang fünf ins Ziel und war damit bester Chevrolet-Fahrer. Die Top-10 komplettierten Larson, Kurt Busch, Alex Bowman und Ricky Stenhouse.

Alon Day disqualifiziert

Es war bisher die Saison des Alon Day in der NASCAR Whelen Euro Series (NWES). Alle vier Rennen gewann der Israeli bislang. Ende letzter Woche kam dann die Hammermeldung, Day wurde seitens der NWES für das Sonntagsrennen nachträglich disqualifiziert. Im Rahmen einer Inspektion des gelben Chevrolet mit der Startnummer 54 im Hauptquartier der NWES in Frankreich, wurde ein Verstoß am Auto der italienischen CAAL Racing Mannschaft festgestellt:
Der verwendete vordere Stabilisator und die vorderen Spindeln (recht und links) verstießen gegen die Regel 10.1. Diese besagte folgendes:

10.1 Die einzigen zugelassenen Federungs- und Lenkungskomponenten sind die von TEAM FJ gelieferten und im aktuellen technischen Datenblatt und seinen Anhängen angegebenen Federungs- und Lenkungskomponenten. Nach der Lieferung dürfen sie in keiner Weise modifiziert werden, außer durch TEAM FJ

Einhergehend mit der Disqualifikation werden sowohl Day als auch CAAL Racing die Punkte aberkannt. Darüber hinaus kann das Rennen nicht als „Joker“ Rennen eingebracht werden. Wegen der Strafe erbt Lucas Laser den Sieg, Marc Goossens rückt auf Rang zwei vor und Loris Hezemann komplettiert das Podest.

Vorschau Pocono 400

Am kommenden Wochenende geht es für den NASCAR-Tross nach Long Pond in Pennsylvania. Gefahren wird auf dem Pocono Raceway. Pocono ist aus verschiedenen Gründen eine besondere Strecke im NASCAR-Kalender: Zum einen gehört die Strecke weder Speedway Motorsports noch der International Speedway Corporation. Eigentümer der Strecke ist das Familienunternehmen Match Inc., das neben Pocono auch den South Boston Speedway besitzt. Die andere Besonderheit des Pocono Raceway ist seine Form. Die Strecke ist kein klassisches Oval, sonder ein Tri-Oval, sprich die Strecke ist geformt wie eine Triangel. Dies brachte dem Oval auch den Spitznamen „The Tricky Triangle“ ein. Zudem ist die Strecke mit 2,49 Meilen (ca. 4km) relativ lang. Die Kurven haben jeweils verschiedene Überhöhungen. Von Turn 1 mit 14° nimmt diese über Turn 2 (8°) hin zu Turn 3 (6°) immer weiter ab.

Ähnlich wie in Charlotte mit dem All-Star-Rennen zu Pfingsten und dem Coca Cola 600 am Memorial-Day-Wochende fährt die NASCAR auch in Pocono in einem kurzen Zeitabstand (Juni/Juli). Bis 2012 gingen die Rennen in Pocono noch über 500 Meilen, nach dem sich neben den Fans auch die Fahrer über die lange Renndistanz beschwerten verkürzte NASCAR die Distanz auf 400 Meilen.

Die meisten Siege in Pocono erreichte der in der vergangenen Woche in die Hall of Fame aufgenommene Jeff Gordon. Gordon gewann insgesamt viermal in Pocono. Die besten aktiven Piloten sind Hamlin und Johnson mit jeweils zwei Erfolgen in Long Pond. Beide haben in Charlotte mit guten Ergebnissen auf sich aufmerksam gemacht. Im vergangenen Jahr gewann Ryan Blaney sensationell im Wood Brothers Ford.

Das erfolgreichste Team am Pocono Raceway ist einmal mehr Hendrick Motorsports mit 11 Siegen, gefolgt von Joe Gibbs Racing mit fünf Erfolgen. Penske kommt auf drei Triumphe, Stewart-Haas Racing auf derer zwei. Bei den Herstellern liegt Chevrolet mit 18 Erfolgen vorne, gefolgt von Ford mit zehn Siegen. Toyota gewann bisher zweimal in Pocono.

Die 400 Meilen Renndistanz erstrecken sich auf 160 Runden. Die ersten beiden Stages dauern 50 Runden, die letzte Stage geht über 60 Runden.

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