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08:00

Ferner liefen: Die Newshappen

// Keine Entscheidung gibt es weiter in der Reifenfrage 2011. Zwar wollte man eigentlich schon “spätestens in Spanien”, und dann aber “jedenfalls in Monaco” eine Einigung erzielen, jetzt soll es aber doch erst “in der Türkei” so weit sein. James Allen hat am Wochenende getwittert, dass die Wahl wohl zwischen Michelin und Pirelli fallen würde. Glaubt man dem oben verlinkten autosport.com-Artikel, ist unter den beiden Marken wohl Pirelli derzeit eher der Favorit auf den Zuschlag – die Italiener bieten wohl günstigere Konditionen.

// Die Amerikaner geben nicht auf. Die Cypher Group, die angeblich aus sehr erfahrenen Formel-1 Ingenieuren, Designern und Geschäftsleuten besteht, möchte für 2011 ein erfolgreiches US-Formel-1 Team stellen. Die Website ist, vorsichtig formuliert, nicht informativ. Man schreibt, dass man einen Brief an die FIA am 13. April geschrieben hat, in dem man seine Absicht bekundet, 2011 an der Formel 1 teilzunehmen. So weit, so gut. Das wars dann aber auch großartigem Informationsgehalt… Keine Namen, keine Sponsoren, nix, null Komma nix, bis auf http://www.f1-photo.com/, die aber wohl nur die Fotos für die Website stellen, unter anderem das eines alten BAR-Honda. Bei Contact steht nicht mal mehr eine Anschrift, sondern nur eine Em@iladresse. Der Versuch, über eine Whois Suche mehr heraus zu finden, verlief leider bei einem Domainregistrar im Sande. Desweiteren schaffen sie es irgendwie keinen einzigen Namen auf die Website zu schreiben. Wenn ich schon mit erfahrenen Leuten werbe, dann muss ich doch auch Namen nennen. Sieht also nicht besonders ernstzunehmend aus das Ganze, aber abwarten.

// Glaubhafter ist das schon die Bewerbung des in diversen Nachwuchsklassen erfahrenen ART Grand Prix Teams, die ebenfalls am vergangenen Wochenende bekannt wurde. Für schiefe Blicke bei der Konkurrenz könnte sorgen, dass das Teams im Teilbesitz von Nicolas Todt ist, dessen Vater, FIA-Präsident Jean Todt, nun die Behörde führt, die über Wohl und Wider der Bewerbung zu entscheiden hat. Ganz unabhängig davon hätte sich das Team aber mit den Leistungen in F3 Euro und GP2 durchaus eine Chance in der Königsklasse verdient. Über mögliche Geldgeber des Projektes ist zur Stunde noch nichts bekannt.

// Ganz anders beim derzeit noch einzigen französischen Team in der Formel 1. Renault setzt die Serie an neuen Sponsorverpflichtungen fort, und scheint diesmal einen besonders dicken Fisch an Land gezogen zu haben. In Monaco wurde nämlich Tarek Essam Ahmad Obaid, seines Zeichens Mitbesitzer der saudi-arabischen Ölfirma PetroSaudi als neuer Teilhaber bekannt gegeben. Mitbesitzer dieser Ölfirma ist der saudische Prinz Turki, ein Sohn des Königs Abdullah – das Geld dürfte dort also nicht so schnell zur Neige gehen. Ob Obaid auch außerhalb seiner finanziellen Beteiligung eine Rolle beim Teams spielen soll, ist noch nicht bekannt.

//Nicht ganz so dolle scheint es um das HRT Team zu stehen. Zumindest hat Bernie Ecclestone in einem Interview mit dem britischen Telegraph die Befürchtung geäußert, das Team werde womöglich die Saison nicht überstehen. Die Lage scheint aber auch nicht hoffnungslos, denn Bernie hat angekündigt, dem Team notfalls helfen zu wollen – ob das reicht, bleibt natürlich abzuwarten. Teamchef Colin Kolles den Gerüchten zur finanziellen Lage im Interview mit autosport.com mittlerweile widerspochen, und sogar für die kommenden Wochen die Verkündigung eines Planes zur technischen Entwicklung des Autos für 2011 angekündigt.

// Im gleichen Interview äußert sich Eccelstone außerdem erstmals konkret über Pläne, in Sotchi, dem Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2014 einen Grand Prix von Russland auszurichten. Nach dem GP von Monaco will er sich jedenfalls bei einem Lokalaugenschein in Russland selbst ein Bild von den Plänen machen. Läuft alles nach Plan, könnte es 2013 erstmals so weit sein. Im selben Jahr könnte dem Interview zu Folge auch der schon länger durch die Medien geisternde GP von Rom Realität werden.

// Ferraris Stefano Domenicali fordert nach dem Alonso-Missgeschick vom Monaco-Samstag – wenig verwunderlich – die Rückkehr des Ersatzautos, das bis zum Verbot aus Kostengründen vor einigen Jahren Standard in der Formel 1 war. Dem Publikum Fernando Alonso im Qualifying vorzuenthalten sei schlimmer als die höheren Kosten für ein T-Car. Für eine solche Regeländerung müssten aber wohl auch die anderen Teams zustimmen und gerade die neuen Teams, aber auch an chronischem Geldmangel leidende Privatteams wie Williams und Force India dürften mit dem aktuellen Zustand recht glücklich sein und Ferrari diesen Wunsch nicht erfüllen.

// Bei der Indycar Series rüht der neue CEO Brain Barnhard weiter heftig um: So wurde diese Woche Überlegungen bekannt, ab 2011 ein Preis in der Höhe von 20 Millionen Dollar (!) für jenen Fahrer auszuschrieben, der am selben Tag sowohl das Indy 500 als auch das Coca Cola 600 gewinnt. Ziel der Aktion ist es, die Attraktivität des Indy 500 durch den Einsatz von NASCAR-Stars zu steigern. In der Vergangenheit haben etwa Tony Stewart, Robbie Gordon und John Andretti das Double bestritten, in Interviews haben zudem auch Kyle und Kurt Busch, Kasey Kahne, Dale Earnhardt Jr. und Kevin Harvick signalisiert, dass sie sich mit der richtigen Vorbereitung und einem konkurrenzfähigen Indycar vorstellen könnten, beide Rennen zu fahren. Im Weg stehen dem Deal derzeit noch die mittlerweile zu knapp beieinander liegenden Startzeiten der beiden Rennen – und Bedenken von General Motors, die “firmeneigenen” NASCAR-Stars in Honda-betriebenen Indycars fahren zu lassen.

// Erste Probleme bei der Superleague Formula? Einer Meldung von Autosport (Print) zufolge soll jedenfalls SLF-Präsident Alex Andreu vergangene Woche den Hut genommen haben – seinen Anteil an der Rennserie hat er aber wohl behalten. Sonst ist um die Causa wenig bekannt. Der Abgang könnte also durchaus auch geplant gewesen sein, oder persönliche Gründe haben. Vielleicht werden aber auch die Geldgeber langsam nervös.

// In der Starterliste für die 24 Stunden von Le Mans am 12./13. Juni werden nach und nach “TBA”s durch Fahrernamen ersetzt: bereits letzte Woche wurde die Teilnahme des amtierenden DTM-Champions Timo Scheider (im Scuderia Italia-Porsche mit Richard Westbrook und Marco Holzer) verkündet, OAK Racing vervollständigte sein Sextett kürzlich mit dem Meister der 2006er IFM und 2009er LMS sowie letztjährigen Aston Martin LMP1-Piloten Jan Charouz in der #35 und Jean-Francois Yvon in der #24. Letzterer kann bereits auf zehn Teilnahmen einen Klassensieg zurückblicken: im Jahr 1984 (lange vor dem Einbau der Hunaudieres-Schikanen!) gewann er die Klasse B auf einem BMW M1. Als dritter Mann im gelben JMW Racing Aston Martin Vantage GT2 wurde der 27jährige Hawaiianer Bryce Miller auserkoren, der aktuell auch in der GT Challenge-Kategorie der ALMS antritt.

// Nachdem bereits Anfang April die japanischen Teams von Dome und der Tokai University ihre Teilnahmen an den 24 Stunden von Le Mans absagen (bzw. im letzteren Fall den ersten Platz auf der Reserveliste aufgeben) mussten, kamen im Mai noch der Team Modena-Ferrari, die PK Racing-Corvette und die Pescarolo-Teams hinzu. Nachrücker sind Pegasus Racing (geplant ist die Teilnahme mit einem Norma-Chassis, das aber noch nicht rechtzeitig für die 1000km von Spa fertig war) und die deutsche Kruse Schiller Motorsport-Mannschaft bei den Prototypen und jeweils ein zweites Auto für Felbermayr-Proton (Porsche), AF Corse (Ferrari) und Matech (Ford) in den Gran Tourismo-Klassen.

// Aston Martin hat sich für das Motorsport-Jahr 2010 vorgenommen, sein Modell Vantage groß herauszubringen. Unter anderem siegte bei den 24h am Nürburgring am vergangenen Wochenende eines dieser V8-Fahrzeuge in der SP10/GT4-Klasse (Gesamtrang 27) und auch am ersten Rennwochenende des GT4 European Cup gab es zwei Doppelsiege zu verzeichnen. Die neu ins Leben gerufene “Aston Marton British GT4 Challenge” versucht der Edelhersteller mit prominenten Teilnehmern zu promoten: beim zweiten Lauf am kommenden Wochenende wird Sportchef David Richards sich einen Vantage GT4 mit “Mr. Bean”-Darsteller Rowan Atkinson teilen. Der Autonarr, der in den späten 80ern am britischen Renault 5-Markenpokal teilnahm, wird am Freitag zum ersten Mal überhaupt den Wagen testen.

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