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06:30

Ferner liefen: Die Newshappen

// Der neue “Arena”-Streckenteil in Silverstone ist kaum fertig, und schon gibt’s das erste Onboard-Video. Besonders viel kann man aus der Motorrad-Perspektive zwar nicht ausmachen, aber für einen Ersteindruck reicht’s allemal. Mehr zu sehen gibt’s ab 1./2. Mai, dann wird der neue Abschnitt nämlich im Zuge des GT1-Rennens eingeweiht.

// Ebenfalls voll im Plan liegen offenbar die Arbeiten an der Formel1-Strecke in Indien, wo im Oktober 2011 erstmals gefahren werden soll. Ein detaillierter Streckenplan sowie ein paar Rendergrafiken und Hintergrundinfos sind vergangene Woche bei Joe Saward aufgetaucht.

// Probleme soll es dagegen in Südkorea geben. Jedenfalls äußerst Architiek Hermann Tilke gegenüber dem Focus die “Befürchtung, dass [die Strecke] nicht rechtzeitig fertig wird”. Eine Entscheidung steht in den kommenden Tagen an, Ersatzrennen wäre wohl keines vorgesehen. Die Veranstalter wiegeln gegenüber Autosport ab, das Rennen sei keineswegs gefährdet, der Baufortschritt sogar dem Plan voraus.

// Vielleicht fährt dort ja dann auch schon das Durango-Team mit. Der italienische Rennstall hat zwar 2009 die GP2-Serie wegen finanzieller Schwierigkeiten verlassen müssen, möchte sich aber nun dennoch um dem freien F1-Startplatz für 2011 bewerben. Teamchef Ivone Pinton spricht im Interview mit Autosport von neuen Investoren, die lieber gleich in der F1 fahren möchten, als ihr Geld in einer Nachwuchsserie zu investieren. GP2 Insider Will Buxton ist nicht grade zuversichtlich. (lesenswert!)

// Gerüchte, dass auch der Neuseeländische Jet-Boat Tourenveranstalter “Shotover Jet” in die Formel 1 einsteigen will, stellten sich im Laufe der Woche dagegen als Aprilscherz heraus. Was sonst einigermaßen reputable Quellen aber nicht davon abhielt, noch am Montag darüber zu berichten.

// Stabilität steht angeblich bei Ferrari auf dem Programm, wo Felipe Massa wohl kanpp davor steht, seinen Vertrag bis 2013 zu verlängern. Sagt Joe Saward.

// Auch die WTCC plant schon für 2011. Dort könnten nach dem großen Herstellerschwund 2010 im kommenden Jahr wieder bessere Zeiten anbrechen. Die Sport Auto berichtet, dass gleich vier neue Hersteller vor dem Sprung in die Tourenwagen-WM stehen. Für 2011 sollen demnach Honda und Ford den Einstieg ins Auge gefasst haben, 2012 könnten dann Toyota und Subaru folgen.

// Zuwachs gibt’s in der WTCC aber schon vorher: Bereits in Marrakesch will das Schweizer Team von Maurer Motorsport drei Chevrolet Lancetti einsetzen. Sinn der Aktion ist es, den Marrokanischen Fans ein paar “Local Heroes” zu bieten – pilotiert werden sollen die Wagen nämlich von den drei Marrokanern Larbi Tadlaoui, Youssef El-Marnissi und Ismail Sbai. Kleine Änderungen gibt es in Marrokko auch an der Strecke: Die Schikanen wurden leicht modifiziert, und sollen jetzt schneller und sicherer zu durfahren sein.

// Ein wenig aufatmen können auch gestresste Mechaniker in der DTM. In dieser Saison findet am Freitagnachmittag wieder ein Freies Training statt, es gibt also eine Nacht mehr, um technische Probleme noch vor dem Rennen zu lösen. Außerdem sollen die Teams so wieder mehr Zeit bekommen, um an der Abstimmung zu arbeiten.

// IRL: Graham Rahal bekleidet hat offenbar Gefallen an der Rolle des sympathischen Underdogs gefunden, und fährt auch beim Rennen in Long Beach für Sarah Fischer Racing.

// Paul Tracy twittert derweil, dass er in Long Beach eine Pressekonferenz abhalten wird. Der Inhalt ist noch unbekannt, IRL-Experte Curt Cavin geht aber davon aus, dass man den Fan-Favoriten auch heuer wieder beim Indy 500 und bei den Kanada-Rennen in Edmonton und Toronto sehen wird.

// Neugikeiten gibt es auch vom umstrittenen Delta Wing-Entwurf, mit dem die IRL ab 2012 fahren könnte: Der Dreieinhalb-Radler hat in dieser Woche die ersten Stunden im Windkanal verbracht. Angeblich zur vollen Zufriedenheit seiner Entwickler. Welcher Hersteller aber am Ende wirklich zum Einsatz kommt, ist weiterhin nicht entschieden. Gerüchte gab es in den vergangenen Tagen aber darüber, dass das neue Chassis womöglich erst 2013 zum Einsatz kommen soll.

// Mit Blick auf diese Entscheidung hat sich jetzt auch ein Expertenpanel formiert, das bis 1. Juni Empfehlungen hinsichtlich Motor und Chassis abgeben soll. Mitglieder sind unter anderem Neo-CEO Brian Barnhart, “IRL-Tilke” Tony Cotman und Gil de Ferran.

// In der NASCAR gab es zu Anfang der Woche eine kleine Fahrerrochade bei den Start&Park-Teams: Aric Almirola wurde bei Phoenix Racing aus der #09 geschmissen und konzentriert sich nun ganz auf sein Engagement bei den Trucks. Ersetzt wird er durch Mike Bliss, der bei Tommy Baldwin Racing seinen Hut nimmt. Die frei werdende #36 wird dann in Zukunft von Johnny Sauter gefahren, der zuvor schon im zweiten Auto des Teams (#35) zu sehen war. Auslöser dieses Fahrertausches war laut Phoenix-Crewchief Marc Reno wohl die schlechte Qualifikationsperformance Almirolas (4 von 7), wobei Bliss’ Statistik auch nicht gerade besser aussieht: Er schaffte nur drei von fünf Anläufen in den ersten sieben Rennen.

// Kelly Bires ist raus aus der #88 bei JR Motorsports in der Nationwide Series, bereits ab dem kommenden Wochenende wird er von Jamie McMurray ersetzt. McMurray wird den Wagen für insgesamt neun Rennen übernehmen; die sechs nächsten und drei weitere gegen Ende der Saison. Brad Keselowski fuhr die #88 zwei Saisons in Folge auf den dritten Meisterschaftsrang und Bires’ jetzige Punktplatzierung ist 20 nach sechs Saisonrennen. Da fällt es Kelley Earnhardt wohl nicht schwer, einen triftigen Grund für die Kündigung zu finden.

// Bei Keyed-Up Motorsports, wo jetzt Scott Riggs den Denny-Hamlin-Ersatzmann Casey Mears in der #90 abgelöst hat, wurde die Entscheidung gefällt, nur noch zu den voll-gesponsorten Rennen zu fahren. Damit gibt man den Start&Park-Ansatz auf, nachdem aus sieben Rennen nur zwei erfolgreiche Qualifikationen zu Buche stehen. Folgerichtig ist das Team von Raymond Key in Texas nicht mit von der Partie.

// Eine Rückkehr zum europäischen Rennsport wird Nelson Piquet Jr. feiern. Der in der Formel 1 in schwere Ungnade gefallene Brasilianer plant gleich richtig weit in die Zukunft und hat bekannt gegeben, dass er im Oktober das Barcelona-Rennen in der Open GT Meisterschaft bestreiten wird – und zwar als Ersatzmann für Alvaro Parente, in an diesem Wochenende in der Superleague Formula im Einsatz ist.

// Das wiederum scheint ein Hinweis zu sein, dass es in der Fußball-Rennserie nun doch noch ein elftes Rennen geben wird – und zwar sehr wahrscheinlich in Europa. Denn das letzte Rennen am derzeiten SLF-Kalender ist Navarra am 23/24. Oktober. Das Open GT-Rennen in Barcelona findet aber erst eine Woche später statt.

// Nicht so toll lief für die SLF dagegen das Wochenende in Silverstone. Angeblich soll es Freitag ganze 51 Fans an der Strecke gekommen sein, Samstag 130, und Sonntag auch nur “geringfügig mehr”.

// In Barcelona waren in der vergangenen Woche noch einmal die GP2-Piloten zu Testfahrten unterwegs. Das Ergebnis verspricht eine enge Saison: Am Mittwoch hatte Pastor Maldonado die Nase vorn, am Donnerstag war Jerome D’Ambrosio am schnellsten. Am Freitag kamen dann die deutschen Fans auf ihre Kosten: Bestzeit für Christian Vietoris, der auch die übrige Woche immer vorn mit dabei war. Die vollen Ergebnisse unter http://bit.ly/c8xQrR (Tag 1), http://bit.ly/b7AWzv (Tag 2) und http://bit.ly/bbXN1s (Tag 3).

// Auch in der Formel 2 standen in der vergangenen Woche die ersten Testfahrten auf dem Programm. Gefahren wurde in Snetterton, am ersten Tag fuhr Jolyon Palmer die Bestzeit, dahinter landeten Phillip Eng und Johan Jokinen. Am zweiten Tag hatte Newcomer Dean Stoneman die Nase vorn, dahinter folgten Sergey Afanasiev aus der IFM und wieder Jolyon Palmer . Die vollen Ergebnisse gibt’s unter http://bit.ly/9lbQBL (Tag 1, .pdf) und http://bit.ly/9IdGMG (Tag 2, .pdf). Auch in dieser Woche wurde bei der F2 noch einmal getestet, diesmal in Silverstone: Am schnellsten war am ersten Tag wieder Jolyon Palmer, diesmal vor Johan Jokinen und Dean Stoneman. Volle Resultate: http://bit.ly/d2IOyw (.pdf).

// Ebenfalls in dieser Woche bestätigt: Die GP3 wird in diesem Jahr in Form zweistündiger Zusammenfassungen auf Motors TV zu sehen sein. Ob sich darüber hinaus auch deutscher ein Live-Broadcaster findet, ist derzeit noch unklar.

// Die AutoGP-Serie, Nachfolgerin der Euro 3000 nimmt weiter Form an. Die Woche wurde bekannt, dass auch Edoardo Piscopo, Giorgio Pantano und der frühere A1GP-Neuseeland Pilot Jonny Reid in der Serie an den Start gehen werden. Gemeldet waren bisher unter anderem schon Natascha Gachnang, die französische Zukunftshoffnug Adrien Tambay und Walter Grubmüller. Das Premierenrennen der Serie, die die alten A1GP-Lolas nutzt findet in einenhalb Wochen in Brno statt. An Motivation dürfte es in der Serie nicht fehlen: Dem Fahrer mit den meisten Punkten winkt an jedem Wochenende ein Scheck von 80.000 Euro.

// Auch die untote A1GP selbst steht Gerüchten zufolge vor der Auferstehung: Angeblich sind bis zu sechs verschiedene Käufer an der Serie interessiert. Sollte sich doch niemand finden, werden die traurigen Reste in drei bis vier Wochen versteigert.

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