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16:30

NASCAR: Fontana Analyse / Danica Patrick mit Problemen

Wie erwartet war das Rennen in Fontana nicht gerade der Brüller, bot aber einige interessante Runden und ein gutes Finish.

Einer der wenigen, die in der NASCAR laut und deutlich sagen, was sie denken, ist Jimmy Spencer. Der meinte vor zwei Jahren mal angesichts der elend langweiligen Rennen in Fontana mal “Es gibt eine Lösung: reißt es ab, baut es neu.” Erstaunlich kritisch, wenn um drei Ecken, war gestern auch FOX in der Vorberichterstattung. Statt sich mit Fontana zu beschäftigen, zeigte man einen langen Bericht über die leider abgerissene Strecke in Riverside und ließ ein paar Veteranen zu Wort kommen, die immer wieder sagten, wie toll die Strecke doch gewesen, wie spannend die Rennen waren und die viel Spaß man gehabt habe. So kann man es natürlich auch machen. Aber das half ja alles nichts, das Rennen musste trotzdem gefahren werden. Und war dann nicht ganz so schlimm, wie befürchtet.

Bedanken durfte man sich da allerdings bei RCR und dem Wetter. Es sah beim Start schon schwer nach Regen aus, und die Wolken bauten sich drohend am Horizont auf. Es war teilweise so schwarz, dass man den Regen schon sehen konnte, aber es vielen nur ein paar Tropfen. Doch das Wetter sorgte dafür, dass einige Teams im letzten Drittel anfingen ein wenig mit der Tanktaktik zu spielen. Denn es war klar, dass, sollte der Regen kommen, das Rennen sicher nicht noch gestartet werden würde.

Doch beim Start sah alles noch etwas anders aus. Jamie McMurray, die Pole geholt hatte, fiel gleich mal zurück und Montoya übernahm die Spitze, nur nach knapp 30 Runden Jimmie Johnson im Rückspiegel zu haben. Der Meister machte während des gesamten Rennens einen sehr starken Eindruck und weder Mark Martin noch Jeff Gordon konnten ihn richtig unter Druck setzen. Dale Earnhardt jr. sowieso nicht, der blieb irgendwo um Platz 20 kleben und kam nicht nach vorne. Später brach ein Teil der Aufhängung bei seinem Chevy, was für allgemeines Stirnrunzlen sorgte, denn genau den Defekt hatte auch Jimmie Johnson in Daytona. Aber gute Schwung aus den Speedweeks ist für Junior erst mal dahin.

Johnson beherrschte die Spitze, aber nicht nach Belieben. Denn das gesamte RCR Team tauchte mehr oder weniger geschlossen vorne auf, und setzte Johnson unter Druck. Vor allem Harvick und Burton machten Johnson das Leben schwer und zeigten, wie gut die RCR in diesem Frühjahr aufgestellt ist. Es sah also gut aus für RCR, doch individuelle Fehler machten einen Sieg schwer. Bowyer entschied sich zwischenzeitlich für eine falsche Abstimmung und ruderte übersteuernd eine Grünphase herum, Harvick war gegen Ende zu schnell in der Box und musste sich wieder nach vorne kämpfen.

Der Regen und ein Dreher von Keselowski sorgte dann dafür, dass das Feld gegen Ende wieder zusammen geführt würde. 20 Runden sind auch in Fontana eine angenehme Shootout-Distanz und deswegen wurde es noch mal spannend. Johnson setzte sich beim letzten Restart sofort ab. Seine Wagen ging auf der kurzen Distanz besser, während Harvick und Burton erst einmal in Schwung kommen musste. Das roch auch danach, dass beide mit etwas niedrigem Luftdruck unterwegs waren. Johnson konnte sich vorne rund 1.2 Sekunden absetzen, kam aber nicht weiter weg. Harvick und Burton beharkten sich etwas, aber nie so, dass man ernsthaft Zeit verlor und vier Runden vor Schluss hatte Harvick den Rückstand auf Johnson eingedampft. Doch dann touchierte er Ausgangs Turn 4 leicht die Mauer. Eine völlig unnötige Aktion, er hatte noch drei Runden Zeit und war klar der schnellere auf der Strecke. Danach war das Rennen gelaufen und Johnson gewann am Ende auch verdient.

Ganz ohne Sorgenfalten wird man bei Hendrick aber nicht sein. Zum einen sind da die Defekte an der Aufhängung, zum anderen ist Gordon der Motor eingegangen. Und er war nicht alleine, denn auch Ryan Newman flog der Hendrick-Motor in einer atemberaubenden Wolke in die Luft. Ein weiterer Pechvogel war Montoya, dessen Motor ebenfalls schon recht früh den Geist aufgab.

Ein paar Fahrer hatten richtig gute Rennen. Das Red Bull Team kam geschlossen auf den Rängen 11 (Speed) und 12 (Vickers) an, was ein Ergebnis ist, das Mut macht. Joey Logano fuhr ein sehr ruhiges, aber beherztes Rennen und landete auf Platz 5 und war damit bester Gibbs Pilot. Solide war Sam Hornish unterwegs, der 16. wurde. Und man sollte noch Paul Menard erwähnen, dessen Rennen in diesem Jahr allesamt recht gut waren (18.). Regan Smith kam mit dem unterfinanzierten Furniture Row Wagen auf die 19, Max Papis auf Platz 28. Das ist deswegen wichtig, weil die Top 35 nach dem fünften Rennen ja neu gesetzt werden.

Nationwide Rennen
Natürlich ging es mal wieder um Danica Patrick, die ihr erstes “richtiges” NW-Rennen fuhr und gleich mal in der Realität ankam. Platz 31 und 3 Runden Rückstand war ihr Ergebnis am Ende. Und sie sah zu keiner Zeit des Rennens so aus, als könne sie auch nur ansatzweise etwas an der schlechten Platzierung ändern. Das Problem für sie: sie konnte sagen, dass sie mit dem Wagen nicht klar kamen (zu viel Untersteuern), aber sie wusste halt nicht, was man bei den Stopps ändern soll, damit sie sich wohler fühlt. Luftdruck? Trackbar? Sie konnte es nicht sagen, weil ihr die Tests und die Erfahrung fehlen. Was dann auch gleichzeitig die Probleme für ihre NASCAR-Saison beschreibt. Denn sie fährt noch in Las Vegas und dann macht sie erst einmal vier Monate NASCAR Pause um sich der IRL zu zu wenden.

Kurze Vorschau für die Woche: Die F1 Tests gehen in Barcelona weiter und enden auch da, weil danach die Wagen nach Bahrain geschaffen werden müssen. Man hofft auf gutes und vor allem warmes Wetter und ich darauf, dass ein paar Karten auf den Tisch gelegt werden, damit ich meine F1 Saison Vorschau schreiben kann.

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