Tumblelog by Soup.io
Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.
07:10

Best of 2013 – Don

Zum Jahreswechsel schauen die Racingblog-Autoren auf das vergangene Jahr zurück und stellen ihre persönliche Highlights und Enttäuschungen zusammen.

Es war ein abwechslungsreiches Motorsport mit einigen Highlight, einigen Enttäuschungen und leider auch vielen Unfällen von denen einige tragisch ausgingen. 2013 sah in vielen Serien die Dominanz einer Marke oder eines Fahrers. In der Formel Eins war es Red Bull, in der WTCC Yvan Muller und in der WEC war Audi kaum nur ausnahmsweise zu schlagen. Dafür boten die IndyCar, die BTCC und die SuperGT wirklich tolle Rennen voller Spannung und mit einigen “Last Minute” Entscheidungen um den Titel.

Bestes Rennen
Das muss in diesem Jahr für mich Le Mans gewesen sein. Es war mein erster Besuch beim 24H Rennen und ich war überrascht, wie sehr sich dieses Rennen von allen anderen unterscheidet. Ich war mehrfach bei 24H Rennen, aber Le Mans ist wirklich etwas ganz besonderes. Die Atmosphäre, die Kulisse, die Geschichte – all das bietet einen ganz besonderen Hintergrund für ein Rennen, das 2013 an der Spitze nicht mal sonderlich spannend war. Leider verunglückte gleich in den ersten Runden Alan Simonsen tödlich, was einen Schatten über die restlichen Stunde legte. Niemals werde ich die letzten Minuten der Radio Le Mans Übertragung vergessen, in der alle Moderatoren erschöpft und erschüttert über das Rennen und den Unfall sprachen.

Bestes Finish
Da bleibt wohl in diesem Jahr wirklich nur das Indy Lights Rennen aus Indianapolis, das der Kollege Thomas schon verlinkt hatte.. So was habe ich auch noch nicht gesehen. Auf einem guten zweiten Platz: Das Rennen der IndyCar aus Sao Paulo

Bester Fahrer
Da gibt es gleich mehrere Kandidaten, die Frage kämen. Sebastian Vettel ist natürlich ein Kandidat, aber wegen der technischen Überlegenheit von Red Bull schafft er es nicht auf meinen persönlichen Platz Eins. Dann wäre da noch Yvan Muller. Kaum jemand hat die Tourenwagenszene in den letzten Jahren derartig beherrscht, wie er. Kaum jemand hat diese Mischung aus Fahrkunst und Durchsetzungsvermögen. Aber auch hier gilt: Der RML Chevy war einfach zu überlegen. Ein weiterer Kandidat ist Jimmie Johnson. Der sechste Titel nach einer Pause von zwei Jahre ist schon allein ein mehr als bemerkenswerte Sache. Wenn man bedenkt, dass Johnson über die gesamte Saison fast immer an der Spitze der Meisterschaft stand, und das bei 36 Rennen, wird klar, wie gut Johnson ist.

Aber am Ende habe ich mich für jemanden ganz anderen entschieden: Alan McNish. Er wäre vielleicht nicht auf meiner Liste ganz vorne gelandet, wenn er nicht zurückgetreten wäre. Aber er gehört dieses Jahr dorthin. Seine Leistungen in der WEC waren immer phänomenal. Jedes Mal, wenn er sich ins Auto setzte, rutschte man auf seinem Stuhl einen Stück nach vorne und dachte “Jetzt geht es los”. Sein kompromissloser Fahrstil, sein Ehrgeiz und sein Speed sind eine Sache. Seine Freundlichkeit und sein Humor hob ihn aber von anderen Fahrern ab. Das er nun seine Karriere beendet ist ein großer Verlust für den gesamten Motorsport, nicht nur für die WEC.

Bestes Team
Eigentlich müsste der Sieger Red Bull heißen. Oder das gesamte Team der #48 um Chad Knaus. Auch Manthey sollte man nicht vergessen, die Porsche gleich beim ersten Auftritt in Le Mans zum Sieg in der GTE verholfen haben. Aber ich habe mich, nach reiflicher Überlegung, dann doch für ein Team entschieden und diese Entscheidung wird vielleicht einige überraschen. Mein bestes Team ist: Team Phoenix aus der DTM. Dafür gibt es einige Gründe. Phoenix stand nach dem Wechsel von Opel zu Audi bisher immer im Schatten von Abt, die die Titel einfahren konnten. Sie haben sich kontinuierlich verbessert, haben mit Mike Rockenfeller einen hervorrangenden Fahrer bekommen und sind in diesem Jahr in der DTM kaum zu schlagen gewesen. Sie haben sich gegen HWA, Abt und BMW durchgesetzt und das in einer Serie, die durch ihre Einheitstechnik bestimmt wird. Ein weiterer Grund: In der DTM gehen die Teams immer etwas unter, da nur die Marke zählt. Etwas, was wir auf dieser Seite immer kritisiert haben und auch weiter kritisieren werden. Daher tut es der DTM und dem Sport auch mal gut, wenn ein Team wie Phoenix das “Beste Team” 2013 ist.

Überholmanöver des Jahres
Auch hier gab es ja so einige. Und etliche Fahrer mit “balls of steel”, aber eins ist mir in besonderer Erinnerung geblieben. Romain Grosjean wie er in Ungarn nach Turn 8 außen an Massa vorbeigehen konnte. Gut, die Rennleitung hat ihn bestraft, weil er mit allen vier Rädern über der weißen Linie war. Aber dennoch – das war schon bemerkenswert mutig.

Feinde/Duell des Jahres
Es war ja ein erstaunlich harmonisches Jahr, selbst in der NASCAR. Also bleibt da tatsächlich nur die “Multi 21″ Affäre zwischen Vettel und Webber übrig, wo der Deutsche mal sein nicht so nettes Gesicht gezeigt hat.

Kostenpunkt des Jahres
Ganz eindeutig der Start zum ALMS Rennen in Baltimore, als sich fast das gesamte GTE Feld gegenseitig elemenierte.

Überraschung des Jahres
Eher der Überraschungsmann des Jahres: Andrew Jordan, der mit dem Pirtek-Team seines Vaters den Titel in der BTCC holen konnte. Und das gegen die Dauersieger Matt Neal, Gordon Shedden und Jason Plato.

Enttäuschung des Jahres
Die WTCC. Insgesamt. Langweile in der WM, die ultrakurzen Rennen auf teilweise langweiligen Strecken. Keine Ahnung, was die FIA da mit der Serie macht, aber es muss was passieren.

Langweiligstes Rennen
Da muss man so einige F1 Rennen anführen, vor allem in der letzten Saisonhälfte. Zwar gab es immer schöne Zweikämpfe im Mittelfeld, aber wirkliche Spannung wollte einfach nicht mehr aufkommen. Ich hoffe sehr, dass sich das nächstes Jahr verändert.

Den Vogel hat allerdings die WEC abgeschossen, auf wenn sie nichts dafür konnte. Aber das “Rennen” in Fuji, dass vor lauter Regen gar nicht erst starten konnte, war eine Enttäuschung. Dafür ist man dann um vier morgens aufgestanden…

Racecontrol-Moment des Jahres
Das war dann wohl der Moment, in dem die DTM ihre Quali in Moskau abbrechen musste, weil Putin den Luftraum hatte sperren lassen. Knapp gefolgt vom F1 Training in den USA, als man feststellte, dass der Rettungs-Heli nicht da war. Und auch keiner kam.

Spruch des Jahres
“Ich habe zu niemandem mehr Kontakt. Nur Kimi Räikkönen ruft mich manchmal zu seltsamen Uhrzeiten an, wenn er betrunken ist.” Eddie Irvine.

Glückspilz des Jahres
Dieser Fahrer eines bis zum Platzen getunten Honda Insight, der bei einer Hochgeschwindikeitsfahrt die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Und nur leicht verletzt geborgen wurde.

Wünsche für 2014
Eigentlich nur einen: Dass wir keine tödlichen Unfälle erleben müssen.

98 total views, 92 views today

The post Best of 2013 – Don appeared first on Racingblog.

flattr this!

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl