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07:20

Analyse: ADAC GT Masters Lausitzring 2013

Das Auto mit den meisten Führungskilometern am Wochenende dürfte wohl das Safety Car gewesen sein. In Lauf 1 gab es zudem nach einem missglückten Überholversuch auch noch eine Rennunterbrechung. Motorsports / ADAC GT Masters Lausitzring
Abgesehen von den Teams, die mit dem Mercedes SLS GT3 unterwegs waren, dürften alle Teams einigermaßen mit der BoP zufrieden gewesen sein: Sechs verschiedene Fahrzeugkonzepte in den Top 10 im ersten Lauf und sogar fünf verschiedene Fahrzeuge in den Top 5. Eine dicke Fehlentscheidung hat die Racecontrol aber auf jeden Fall gemacht, als man Rene Rast für einen deutlichen Frühstart am Samstag nicht bestrafte – später war Rast noch in einen Vorfall mit Mario Farnbacher verwickelt, bei dem sich dieser den Wagen so sehr beschädigte, dass er das Rennen aufgeben musste. Warum die Rennleitung erst auf Beschwerde von Farnbacher Racing reagiert hat, bleibt mir ein Rätsel.

Rennen 1
Die Pole für den ersten Lauf des Wochenendes konnte sich Mario Farnbacher sichern und damit auch den ersten Teilerfolg für die Porsche-Teams. Hinter ihm ging Rene Rast in das Rennen. Doch schon direkt am Start sollte sich das Blatt wenden und Rene Rast konnte die Führung übernehmen. Später stellte sich allerdings heraus, dass Rast schon, bevor die Ampel auf grün geschaltet wurde, an Farnbacher vorbeigegangen war.

Einen guten und auch regulären Start erwischte Claudia Hürtgen, die sich direkt um zwei Plätze auf Position 4 verbessern konnte. Ebenfalls eine gute Performance zeigte Christer Jöns, der den Audi R8 LMS schon direkt nach dem Start auf Platz 3 bringen konnte. An der Spitze entwickelte sich ein Zweikampf zwischen Rene Rast und Mario Farnbacher, der auch dank höherer Höchstgeschwindigkeit Druck auf Rene Rast ausüben konnte.

Im hinteren Mittelfeld kam es zu vielen Positionskämpfen, die schön anzusehen waren. Die einzige nennenswerte Aktion dürfte trotzdem der Dreher von Toni Seiler in der Callaway Competition Corvette gewesen sein. Am Rande sei noch die weiterhin immense Höchstgeschwindigkeit der Corvette erwähnt, man konnte selbst mit dem kleineren Airrestriktor die Gegner leicht auf der Geraden überholen. Bei den BMW Z4 GT3 war genau das Gegenteil zu beobachten, da man zwar im Infield schneller war als die meisten Konkurrenten, aber auf den Geraden nicht mithalten konnte.

Zum großen Aufreger des Rennens kam es nach 20 Minuten, als sich Mario Farnbacher am Ende der Start-Ziel-Geraden gewaltsam an Rene Rast vorbeischieben wollte. Dabei versuchte er, in eine nicht vorhanden Lücke zu stoßen, entschied sich am Ende aber doch für den Ludwigteller, der im Kurveninneren stand. Dabei wurde die Front des Wagens stark beschädigt und man wurde durch einen kaputten Kühler zum Aufgeben gezwungen.

Viel folgenreicher war allerdings der beschädigte Ludwigteller, der erst für eine Safety-Car-Phase sorgte und schließlich für eine Rote Flagge. Das Problem war nämlich, dass der Farnbacher Porsche die Oberfläche beschädigt hatte und dadurch Teile aus dem Ludwigteller hervorstanden, die für folgenschwere Schäden an den anderen Fahrzeugen hätten sorgen können. Besonders wütend war der “Co-Pilot” von Mario Farnbacher, Philipp Frommwiler, der die Schuld an diesem Unfall bei Rene Rast sah. Ich würde die Schuld aber eher zu 80% bei Mario Farnbacher sehen. Während der Safety-Car-Phase verpasste es Rene Rast, dem Safety Car durch die Box zu folgen, und bekam daher eine Drive-Through-Penalty.

Knapp 20 Minuten vor Schluss wurden dann das Rennen neu gestartet, allerdings mit einem neuen verspäteten Boxenstoppfenster, da man keine Fahrerwechsel während der Roten Flagge vornehmen durfte. Diese Regel sollte man vielleicht nochmal überdenken, da ein ruhiger Fahrerwechsel in der Rennunterbrechung wohl am sinnvollsten gewesen wäre. Beim Restart konnte Rast dann seine Spitzenplazierung behalten, vor Christer Jöns und Claudia Hürtgen.

Nach dem Boxenstoppfenster und der angetretenen Drive-Through für Rast lag Diego Alessi dank einer guten Strategie mit einem späten und guten Stopp vorne. Nach den Boxenstopps sollte auch nichts mehr passieren, sodass Diego Alessi als erster die Zielflagge sah. Auf Platz 2 konnte Dominik Baumann im Schubert BMW Z4 das Rennen vor Martin Ragginger beenden. Für die Tabellenführer Maximilian Götz und Maximilian Buhk sollte nur ein siebter Platz rausspringen, sodass Diego Alessi und Daniel Keilwitz mit dem dritten Sieg in Folge die Tabellenführung übernahmen.

Rennen 2
Im zweiten Lauf ging Martin Ragginger von der Pole ins Rennen vor Dominik Baumann. Die Wettervorhersagen sagten zwar Regen voraus, allerdings sollte es dann doch das ganze Rennen trocken bleiben. Am Start konnte Martin Ragginger Platz 1 halten, doch dahinter gab es Verschiebungen: Dominik Schwager konnte sich im Ford GT von Platz 4 auf Platz 2 nach vorne schieben. Enttäuschung gab es nach dem Vortagsergebnis bei Prosperia ABT, der beste Audi lag nach dem Start nur auf Platz 7.

Direkt nach dem Start konnte sich die Spitze – bestehend aus Ragginger, Schwager, Baumann und dem Gaststarter Nick Tandy – absetzen. Jedoch konnte Mike Parisy in der Callayway Corvette sich dann bis Platz 3 nach vorne schieben, da er die anderen auf der Geraden problemlos mit der Corvette überholen konnte und ein Zurücküberholen der anderen meist unmöglich war.

Als erstes ging Frommwiler in die Box und wechselte auf Mario Farnbacher, was allerdings nicht für die Spitze entscheidend war. Am Ende reichte es noch für einen guten achten Platz. Probleme gab es beim Ford GT, der einfach seine Frontabdeckung auf der Start-Ziel-Geraden verlor. Schwager hielt daraufhin kurz mit dem Fahrzeug an und verlor viele Plätze. Schließlich gab man das Rennen sogar noch komplett auf.

An der Spitze blieb alles gleich und Robert Renauer konnte nach den Boxenstopps die Führung von Ragginger übernehmen. Auch dahinter kam es zu keinen Verschiebungen mehr. Sebastian Asch verlor im Infield noch seinen MS Racing R8 und dadurch entstand auch die einzige Safety-Car-Phase des Rennens. Der einzige Aufreger sollte nach einem Kontakt mit Toni Seiler noch ein Dreher von Christian Engelhart sein.

Robert Renauer im Herberth Motorsport Porsche 911 GT3 R sah schließlich als erster die Zielflagge, vor Claudia Hürtgen und Christer Jöns.

Ergebniss Lauf 1
Ergebniss Lauf 2
Gesamtwertung

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